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Periodical volume

Full text: Adlershofer Zeitung Issue 2009, H.184/August

Monatszeitung

Nr. 184 August 2009

0,60 €

Foto: Holler

❒ „Rein ins Wasser“ hieß es zum Auftakt des 13. Triathlon der Anna-Seghers-Schule Mitte Juni

ehe anschließend die Fahrrad- und Laufstrecken von den Teilnehmern absolviert wurden
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Sammlung: Helmund

Foto: Paschke

❒ Vor 100 Jahren – am 26. September 1909 – wurden Adlershof

❒ Albrecht Schumann aus

und Johannisthal zur Wiege der deutschen Luftfahrt. Einen Monat danach überflog Hans Grade als erster deutscher „Aviatiker“ den neuen Motorflugplatz
Seiten 8/9

Adlershof gewann einen 1. Preis beim Wettbewerb „Jugend musiziert 2009“
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Nr. 184
Informationen des Adlershofer Festkomitees:

Vorbereitungen für das Adlershofer Herbstfest am 19. September
Die Aktivitäten unseres Festkomitees konzentrieren sich auf die Vorbereitung des 13. Adlershofer Herbstfestes am 19.9. rund um die Alte Schule. Bei der nächsten Zusammenkunft am 2. September gilt es letzte Absprachen zu treffen. Nach wie vor sind
Termin
Foto: Staneczek

Mitstreiter mit tollen Ideen im Komitee herzlich willkommen. Alle Veranstaltungen in Adlershof, die uns bisher für August und September bekannt sind, finden Sie nachstehend, nähere Informationen auf weiteren Seiten dieser Ausgabe. Wolfhard Staneczek
Veranstaltung

Ort

Neuer Bahnhof eingeweiht
Seit dem 13. Juli halten die S-Bahn-Züge in Adlershof in beiden Richtungen am neuen Bahnsteig. Maria Krautzberger, Staatssekretärin für Stadtentwicklung, Ingulf Leuschel, Konzernbevollmächtigter der Bahn AG, und Baustadtrat Rainer Hölmer weihten ihn mit dem symbolischen Durchschneiden eines Bandes und kurzen Reden am 14. Juli offiziell ein (Foto). Nach zweijähriger Bauzeit steht nun ein moderner Bahnsteig mit Aufzug und Rolltreppe zur Verfügung, der mittig über der Rudower Chaussee liegt und von beiden Straßenseiten zu erreichen ist. Staatssekretärin Krautzberger erinnerte an Widerstände der Bahn und die finanzielle Beteiligung des Landes Berlin, u.a. für den Personentunnel am Südende des Bahnsteigs. Er soll sowohl den Beschäftigten der WISTA und des Medienzentrums nach seiner Fertigstellung 2010 als auch den Anwohnern nach dem Bau einer Ampelanlage über das Adlergestell ab 2011 zur Verfügung stehen. W.S.

9.8., 11.30 BESSY 19.8., 18.00 Alte Schule 20.8., 20.00 24.8., 18.00 28.8., 17.00 29.8., 15.00 30.8., 11.00

Physik zum Frühstück (auch 23.8.) Diskussion mit Stadtrat Schneider „Für ein Hundeauslaufgebiet!“ Alte Schule Ausstellungseröffnung: „Das Salzburg-Panorama“ Radickestr. vor dem Stehempfang zum 200. Geburtstag „Leichenkeller“ vom J. A. Radicke WISTA-Terrasse Sommerfest: Rudower Chaussee 17 „The American Way of Life“ KGA Am Adlergestell Sommerfest Landschaftspark Was hüpft denn da? über Karl-Ziegler-Str. (vom Leben der Grashüpfer) Sitzung des Adlershofer Festkomitees (öffentlich) 2. Adlershofer Schachturnier Tag des offenen Denkmals (Besichtigung/Turmbesteigung) Ernst-Georg Schwill liest aus seinem Buch „Is doch keene Frage nich“ 13. Adlershofer Herbstfest Brutvögel und Durchzügler im Landschaftspark Gunnar Decker: „Franz Fühmann Die Kunst des Scheiterns“ Rudi Hinte: Wie der Flugplatz Adlershof/Johannisthal entstand Kiezfest „100 Jahre Flugplatz Johannisthal/Adlershof“

2.9., 19.00 Alte Schule 12.9., 10.00 Alte Schule 13.9., 10.00 Verklärungskirche 17.9., 19.30 Stefan-HeymBibliothek 19.9., 11.00 Alte Schule 20.9., 9.00 Rudower Chaussee/ Magnusstraße 22.9., 18.00 Anna-SeghersGedenkstätte 18.30 Alte Schule 26.9., 10.00 Landschaftspark

An Bord mit Sommerfest Die Mitglieder der KGA „Am Klaus Wowereit Adlergestell“ treffen sich am 29.8.
Die SPD Treptow-Köpenick lädt ein zu einer Dampferfahrt mit dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit und dem Bundestagskandidaten Kajo Wasserhövel am 26.8. von 18 bis 21 Uhr. Es gibt die Möglichkeit mit beiden Politikern und auch mit weiteren Landes- und Bezirkspolitikern direkt ins Gespräch zu kommen. Abfahrt und Ankunft ist bei der Anlegestelle am Platz des 23. April (Bahnhof-/Ecke Lindenstraße). Für eine Platzgarantie wird um eine vorherige Anmeldung unter 65 49 62 04 gebeten.
Hrsg.: SPD-Parteivorstand, Wilhelmstr. 141, 10963 Berlin

ab 15 Uhr auf ihrer Festwiese zum Sommerfest. Es wird zum Kaffee selbstgebackener Kuchen angeboten, den man dann mit musikalischer Untermalung genießen kann. Ab 19 Uhr erklingt Musik zum Tanz. Die „KGA All Stars“ haben wieder ihr Erscheinen zugesagt, man darf sich auf Künstler wie Udo Lindenberg, Tina Turner und Marianne Rosenberg freuen. Das Team der „Blattlaus“ sorgt für das leibliche Wohl. Alle Adlershofer Mitbürger(innen) sind herzlich eingeladen an dem Fest teilzunehmen.

Einzelheiten zum Bauvorhaben Ausbau Glienicker Weg
Der Ausbau des Glienicker Weges umfaßt den vierstreifigen Ausbau der Fahrbahn zwischen dem Adlergestell und der Ortsteilgrenze Adlershof/Köpenick sowie die Erweiterung der Brücke der Bahn AG über den Glienicker Weg. Die Bauarbeiten schließen ein: Neubau eines Regenwasserkanals, Auswechselung einer Trinkwasserleitung, Ausbau einer Abwasserdruckleitung, Neu- und Umverlegung von diversen Kabelanlagen, Neubau von zwei Richtungsfahrbahnen, Parkstreifen sowie Geh- und Radwegen, Neubau von Lichtsignalanlagen, Neubau der Verkehrsbeleuchtungsanlage, Baumpflanzungen und Grünflächen. Die Bauarbeiten bis Mai 2013 werden in mehreren Bauabschnitten durchgeführt. Aktuell steht bis 11.8. dem KfzVerkehr im Bereich der Bahnbrücke nur ein Fahrstreifen in Richtung Adlergestell zur Verfügung. Der Busverkehr wird durch eine Gegenverkehrsanlage weiterhin in beiden Fahrtrichtungen geführt. Aufgrund der Brückenbauarbeiten wird unterhalb der Eisenbahnbrücke vom 12. - 26.8.2009 eine Vollsperrung notwendig. Für die Dauer der Vollsperrung wird eine Umleitungsstrecke für den Bus 164 über die Zinsgutstraße und für den Kfz-Verkehr über Adlergestell – Dörpfeldstraße – Ottomar-Geschke-Straße – Oberspreestraße eingerichtet. Ansonsten bleiben der Individualverkehr sowie der ÖPNV während der gesamten Bauzeit aufrechterhalten. Es werden jedoch Verkehrseinschränkungen aufgrund von technologisch bedingten Bauzuständen notwendig. Das Tiefbauamt bittet alle Verkehrsteilnehmer um erhöhte Aufmerksamkeit im Baustellenbereich und um Verständnis für unvermeidliche Behinderungen und Belastungen durch die Bauarbeiten.

Anpacken. Für Treptow-Köpenick.
Dafür kämpfe ich:
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Sichere und gut bezahlte Arbeit. Einführung des gesetzlichen Mindestlohns. Erhalt des Kündigungsschutzes. Gute Freizeit- und Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche. Weiterbau der A100,

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Kajo Wasserhövel Entlastung für Pendler und Anwohner. Ihr SPD-Bundestagskandidat für Treptow-Köpenick
Kandidatenbüro Glienicker Straße 2 12557 Berlin Rufen Sie mich an: 030 64 90 52 46 www.kajo-wasserhoevel.de kajo@wasserhoevel.de

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Neubau von Unterrichtsräumen für Gemeinschaftsschule
Am 9. Juli wurde der Grundstein für neue Unterrichtsräume an der Anna-Seghers-Schule gelegt. Durch die Auswahl der Schule in ein Pilotprojekt zur Entwicklung einer Gemeinschaftsschule wurde ein Neubau für die Grundstufenklassen unabdingbar. Die Baukosten von 2,9 Mio. € werden aus dem Förderfonds des Landes Berlin für die Pilotphase Gemeinschaftsschule und aus Mitteln des zweiten Konjunkturprogramms der Bundesregierung für Maßnahmen zur Verringerung der CO2-Emission und zur Steigerung der Energieeffizienz finanziert. Die Fläche des ehemaligen Schulgartens am Süßen Grund neben der neuen Turnhalle mit seinem Baumbestand in unmittelbarer Nähe zum denkmalgeschützten Hauptgebäude bietet einen geeigneten Standort dafür. Unter Einbeziehung des Baumbestandes und bei der Entwicklung eines U-förmigen Baukörpers für die Grundschüler ergab sich eine charaktervolle Bauform.Der zweigeschossige, behindertengerechte Bau mit 12 Klassenräumen und Lehrerzimmern erhält einen Aufzug. Zum Beginn des Schuljahres 2010/11 soll hier der Unterricht aufgenommen werden können. Mit einem Primärenergiebedarf, der die gesetzlichen Vorgaben um 50 % unterschreitet, entsteht ein Gebäude mit herausragender energetischer Qualität. W.W.

Fotos: Schmidt-Bugiel, Staneczek

Bei der Grundsteinlegung griffen auch Schüler zur Betonschippe und zeigten mit einem Tänzchen ihr Können

Angebote an Lehrstellen und Praktika
Kurz vor Beginn des neuen Ausbildungslehrjahres kann sich ein Blick auf die Internet-Seiten www.zukunft-im-handwerk.de lohnen. Wer im handwerklichen Bereich eine Lehrstelle, ein Praktikum oder Schülerpraktikum sucht, findet über 100 Angebote handwerklicher Betriebe aus dem Bezirk Treptow-Köpenick, zu denen man direkt Kontakt aufnehmen kann. Darauf verweist die Initiativgruppe „Traditionelles Handwerk“. Zu ihren aktuellen Aufgaben gehört es, die Berufsorientierung von Schüler(innen) in Berufen des Handwerks zu unterstützten. Die Initiativgruppe im Auftrag des Bezirksamtes erreicht man: Freiheit 15, R. 409, 12555 Berlin, Tel./Fax 90297-3273.

Bezirksamt beschloss Haushaltsplan
Das Bezirksamt Treptow-Köpenick hat den Bezirkshaushaltsplan für die Haushaltsjahre 2010 und 2011 beschlossen und der Bezirksverordnetenversammlung zur Beratung und Beschlussfassung zugeleitet. Er umfasst ein Volumen von 410.794,1 TEuro für 2010 und von 416.742,4 TEuro für 2011. Der von der BVV beschlossene Bezirkshaushaltsplan ist dann dem Abgeordnetenhaus und der Senatsverwaltung für Finanzen zuzuleiten.

„The American Way of Life“
Das traditionelle Adlershofer Sommerfest auf der Terrasse des WISTA-Gebäudes Rudower Chaussee 17/Volmerstr. 2 steht in diesem Jahr unter dem Motto „The American Way of Life“. Die Veranstalter möchten am 28. August ab 17 Uhr allen Mitarbeitern, Freunden und Nachbarn das besondere Flair des Landes und den amerikanischen Lebensstil näherbringen. Im Bühnenprogramm werden eine Dixieland-Band, Hip Hop oder Breakdance, Trommler oder Beat Boxen zu sehen sein. Man kann ein Football-Spiel und die dazugehörigen Cheerleader erleben. Zudem kann man sein Glück in „Las Vegas“ versuchen, an einer Whiskeyverkostung teilnehmen, sich in die Zeit des Rock 'n Roll versetzen lassen und sich an amerikanischer Kleinkunst erfreuen. Eine Ausstellung erinnert an „Deutsche in Amerika“. Drei Caterer bieten typisch amerikanische Köstlichkeiten an. Erzieherinnen der Kita „Spatzennest“ organisieren Spiel und Spaß für die Kids, Bogenschießen als Cowboy oder Indianer gehört ebenso dazu wie Spuk zu Halloween. Zu später Stunde kann am Lagerfeuer Knüppelkuchen gebacken werden und den Abschluß des Abends bildet um 23 Uhr ein großartiges Feuerwerk. Tischreservierungen nimmt Silvana Schneider unter 6392-2207 entgegen. W.W.

Service der Wirtschaftsförderung
Als zentrale Anlauf- und Koordinierungsstelle informieren und beraten wir Unternehmen die im Bezirk investieren oder investiert haben über Verfahrenswege, Zuständigkeiten und Besonderheiten im Berliner Verwaltungshandeln. Wir koordinieren und fördern komplexe Genehmigungsverfahren zur Beschleunigung von Investitionsvorhaben. Zudem bieten wir kostenlose Beratung zu Fragen der Existenzgründung, der erfolgreichen Fortführung eines Unternehmens, sowie der Nutzung von Förderprogrammen und unterstützen bei der Suche nach Gewerberäumen und -flächen. Am 11./12. September veranstalten wir unsere Unternehmerund Ausbildungstage Süd-Ost als gemischte Leistungsschau mit Präsentationen aus Industrie, Handel und Handwerk. Dabei führen wir Akteure aus Wirtschaft, Forschung, Schule und Bildung zu einem Erfahrungsaustausch zusammen und unterstützen Schüler bei der Berufswahl. Interessierte Unternehmen und Institutionen können sich bereits jetzt für diese Veranstaltung anmelden. Kontakt: Tel.: 90297-3309/10, Fax: -3313, E-Mail: wirtschaftsfoerderung@ ba-tk.verwalt-berlin.de

Für Ihre Anzeigenwünsche in der

Willkommen in unserem neuen Beratungsbüro in Adlershof !
Wir erwarten Sie im Einkaufcenter Adlershofer Tor, Rudower Chaussee 12: Mo–Fr 12.30–18 Uhr Ihre Berater sind gern auch telefonisch für Sie da: Bärbel Taubmann unter (030) 31 09 76-121 und Frank Prüfer unter (030) 31 09 76-147 freuen sich auf Ihren Anruf ! Parken im Parkhaus 2h kostenfrei.

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September-Ausgabe ist der 19. August

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Nr. 184

Für Verkehrskonferenz Südost
Aus der 31. Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick
BVV-Vorsteher Siegfried Stock informierte zum Auftakt der Sitzung am 25.6. über das 5-jährige Bestehen des Zentrums für Demokratie und die Veranstaltungen zum Bürgerhaushalt, die leider von den Einwohnern wenig genutzt wurden. Als Nachfolgerin eines NPD-Verordneten begrüßte er Mandy Schmidt. Zur Bürgerfragestunde wurden sieben Fragen vorgetragen, die sich vor allem mit den Themen Lärmbelastung durch den künftigen Flughafen BBI, Entgelteinführung der Musikschule und behindertengerechter Zugang zum Ratskeller Köpenick befaßten. Anschließend berichtete Bürgermeisterin Schöttler aus den einzelnen Abteilungen des Bezirksamtes. Dabei hob sie u.a. die offizielle Eröffnung des SOLONGebäudekomplexes an der Straße Am Studio im Juni hervor. Auf „Mündliche Anfragen“ von Bezirksverordneten war u.a. zu erfahren, daß - sich das Bezirksamt neben der Sanierung einer Kita auch für einen weiteren Neubau mit Konjunktur-II-Mitteln in Adlershof einsetzt. - die im Jahresbericht 2008 des Landesamtes für Gesundheit und Soziales benannten erheblichen Mängel in Pflegeheimen nicht auf Einrichtungen in Treptow-Köpenick zutreffen. - zur Zahl der Verkehrsunfälle an der Kreuzung Wassermann-/ Radickestraße seit Schließung des Glienicker Weges von der zuständigen Senatsverwaltung in der Kürze der Zeit noch keine genaue Auskunft vorliegt. Mitarbeiter des Ordnungsamtes sollen verstärkt den ruhenden Verkehr überprüfen, damit vor allem abgestellte LKW nicht die Sicht an gefährlichen Kreuzungen verstellen. Gewählt wurden die Mitglieder des Ehrenamtlichen Dienstes im sozialen Bereich für eine Wahlperiode von vier Jahren sowie eine Schiedsfrau. Berufen wurde ein beratendes Mitglied des Jugendhilfeausschusses. Beschlossen wurde die Ausreichung von Sondermitteln u.a. an - den 1. Köpenicker Drachenboot e.V für die Teilnahme an der Drachenboot-Club-EM 2009 in Budapest, - die Jugendfeuerwehr Oberschöneweide für das Ausbildungslager 2009 „Dorado“, - den B.A.U.M. e.V, Büro Berlin für das Hauptmannfest 2009, - die Evangelische Stadtkirchengemeinde Köpenick für das Weihnachtskonzert in der Stadtkirche Köpenick, - den Bürgerverein Baumschulenweg e.V. für die 2. Kunstmeile Baumschulenweg 2009. öffentlicht und regelmäßig aktualisiert werden. Ebenso intensiv erörterten die Verordneten die geplante Verlängerung der A100. An das Bezirksamt erging die Empfehlung, sich bei Bund und Land für die Durchführung einer Verkehrskonferenz für den Osten und Südosten Berlins unter Einbeziehung der Bezirke einzusetzen. Die Konferenz sollte vor allem die Situation erörtern, die sich aus der Inbetriebnahme des Flughafens BBI ergibt. Zudem wurde das Bezirksamt ersucht, - bei Neuanschaffungen auch einen PKW mit Elektroantrieb zu erwerben oder zu leasen. - die Bürger(innen) für das Thema „Homophobie“ – Gewalt gegen Schwule und Lesben, Transsexuelle und Intersexuelle zu sensibilisieren. - die Namen der Sportanlagen • Willi-Sänger-Sportanlage • Fritz-Lesch-Sportanlage • Wilhelm-Fahle-Sportplatz in den jeweiligen Eingangsbereichen kenntlich zu machen. Den „Mitteilungen des BVVVorstehers Nr. VI/30“ entnehmen wir u.a., daß - das Schulschwimmen auch im neuen Schuljahr während der Schließung der AllendeSchwimmhalle in gleicher Form wie bisher in der Schwimmhalle Baumschulenweg gewährleistet ist. - in den Bereichen des Bezirksamtes 47 Dienstfahrräder im Einsatz sind. - das Bezirksamt 18.578,96 € im Jahr 2008 von der Stiftung Deutsche Klassenlotterie erhielt. - gegenwärtig die durchschnittliche Bearbeitungsdauer von Neuanträgen auf Arbeitslosengeld II bei 6,2 Arbeitstagen liegt. Im Bezirk gibt es 17.563 Bedarfsgemeinschaften nach dem SGB II mit 28.942 Personen. Nach der BVV-Sitzung vom 16. Juli findet die nächste (einschließlich Bürgerfragestunde) am 24. September ab 16.30 Uhr im Rathaus Treptow statt. L.E.

Sprechstunden
Am 1.9. von 15 bis 18 Uhr findet die nächste Sprechstunde des Bundestagsabgeordneten Dr. Gregor Gysi in seinem Wahlkreisbüro Brückenstraße 28 (Niederschöneweide) statt (Anmeldung bitte unter Tel. 63 22 43 57). Bezirksbürgermeisterin Gabriele Schöttler steht am 12.8. von 15.30 bis 17.30 Uhr im Rathaus Köpenick zum individuellen Gespräch bereit. Die regelmäßige Sprechstunde des stellvertretenden Bürgermeisters und Bezirksstadtrates für Umwelt, Grün und Immobilienwirtschaft Michael Schneider entfällt im August.

Gedenkstätte wird renoviert
Die Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche, Puchanstraße 15, bleibt bis zum 14.8. wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Auskünfte über das Heimatmuseum Köpenick, Tel. 90297-3350.

Zeichnung: Architekt Neuhoff

Außerdem beschloß die BVV dem Bezirksamt zu empfehlen, - sich bei den zuständigen Stellen dafür einzusetzen, das „Service-Center“ der Berliner „Job-Center“ abzuschaffen und stattdessen wieder eine direkte telefonische Erreichbarkeit des „Job-Centers Treptow-Köpenick“ zu festgelegten Sprechzeiten zu ermöglichen. - als Ersatz für den weggefallenen P+R-Platz am Betriebsbahnhof Schöneweide im Bereich des Bahnhofes die jeweils in Fahrtrichtung rechten Spuren zeitnah zum Parken freizugeben. Zum Problem „Hygiene in Gaststätten“ wurde länger diskutiert, ob die in Pankow praktizierte Verfahrensweise, die berlinweit für Aufmerksamkeit gesorgt hat, auch für Treptow-Köpenick praktikabel sei. Schließlich empfahl man dem Bezirksamt, sich dafür einzusetzen, daß im Rahmen einer landeseinheitlichen Regelung die Ergebnisse der amtlichen Lebensmittelkontrollen aufbereitet, ver-

Baumfällungen auf dem Friedhof Adlershof
Das Amt für Umwelt und Natur muß auf dem Friedhof Adlershof umfangreiche Baumarbeiten in Vorbereitung der Erneuerung von Wegen durchführen. Deshalb müssen 14 Bäume gefällt werden. Eine Ersatzpflanzung ist vorgesehen.

Kirchliche Termine
In der Verklärungskirche (Arndtstr.) begeht die Gemeinde sonntags ab 10 Uhr ihren Gottesdienst (mit Kinderbetreuung). Im Gemeinderaum Arndtstr. 12 kommen nach der Sommerpause der Frauenkreis erstmalig am 4.9. um 15 Uhr und der Männerkreis um 18 Uhr zusammen. In der Christus König Kirche (Nipkowstr.) feiert die Gemeinde sonntags um 11 Uhr die Heilige Messe, die Samstagsmesse um 18 Uhr entfällt auch im August. In der „Schwedenkirche“ (Handjerystr. 29/31) lädt die Freie evangelische Gemeinde herzlich zu ihren Sonntagsgottesdiensten um 10 Uhr ein. Für altersgerechte Kinderbetreuung ist gesorgt. Zum Gemeinschaftsnachmittag treffen sich die Senioren am 19.8. um 14.30 Uhr. Die Bibelgesprächskreise laden außer am 4.8. dienstags um 16.30 Uhr und um 19.30 Uhr ein. Infos unter Tel. 677 56 65 oder www.lebewertvoll.de

PRIEPKE
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Abschied mit Liebe . . .

BESTATTUNGSHAUS

Hackenbergstraße 12 Berlin-Adlershof / Am Friedhof

TAG & NACHT

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PTBS – eine neue alte Krankheit
PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung) ist ein Begriff, der seit Beginn diesen Jahres breiter bekannt wurde. Zum einen durch den Fernsehfilm „Willkommen“ und zum anderen durch eine breitere, öffentliche Wahrnehmung und eine Debatte zu diesem Thema im Bundestag. Was ist überhaupt eine posttraumatische Belastungsstörung? Es handelt sich hierbei um eine der schwersten bekannten Stressreaktionen. Laut WHO (Weltgesundheitsorganisation) ist PTBS eine „nachhaltige Erregbarkeitsstörung in Form einer krankhaften Unfähigkeit zur Erregungsmodulation“. Sie ist 1994 als eigenständige Krankheit, die bis zur Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit führen kann, von der WHO aufgenommen worden. Treffen kann PTBS jeden. Die Krankheit entsteht nicht aufgrund einer erhöhten psychischen Labilität der Betroffenen, auch psychisch vollkommen gesunde und in sich gefestigte Menschen können Symptome entwickeln. Hinter PTBS steckt der Versuch des menschlichen Körpers einer subjektiv empfundenen Bedrohung etwas entgegenzusetzen. Auslöser sind eine oder mehrere Ereignisse, die als existentiell bedrohlich erlebt wurden, wie z.B. Kriegserlebnisse, Androhung von Gewalt, Misshandlungen, Erleben von Unfällen und Katastrophen oder der Tod eines nahestehenden Menschen (Kameraden). Die Folgen können Todesangst, tief empfundene Hilf- und Machtlosigkeit und unterschiedlichste körperliche Reaktionen sein. Alle Reaktionen dienen dazu, das Erlebte auszublenden bzw. von sich fernzuhalten. Darin liegt eine der Tücken der Krankheit. Sie tritt nicht unbedingt direkt nach dem Erlebten auf, sondern kann Monate oder Jahre später ihr wahres Gesicht zeigen. Neu ist dieses Phänomen nicht. Schon während und nach dem ersten Weltkrieg diskutierten namhafte Mediziner und Psychologen die beschriebenen Symptome. Damals wurden die Betroffenen oft als „Kriegszitterer“ bezeichnet. Auch nach dem zweiten Weltkrieg litten und leiden viele Menschen (vor allem Kriegskinder und inzwischen deren Kinder) an den Folgen von PTBS, obgleich die Krankheit damals weder diagnostiziert noch behandelt wurde. Für mich als Seelsorger in der Bundeswehr ist PTBS leider nichts Neues. Seit längerer Zeit mehren sich die Fälle, in denen Soldat(inn)en sich mit PTBS an mich wenden. Die Tendenz ist steigend. Offiziell und völkerrechtlich befinden sich unsere Soldat(inn)en zwar nicht in einem Krieg, obwohl inzwischen offen von „Gefallenen“ geredet und erst kürzlich das Tapferkeitsehrenkreuz der Bundeswehr eingeführt wurde. Für die in Afghanistan eingesetzten Soldaten jedoch ist das, was sie vor Ort erleben Krieg. Es vergeht inzwischen kaum ein Tag, an dem deutsche Soldaten nicht in Feuergefechte mit Terroristen verwickelt werden. Das Gute bei PTBS ist, dass den Betroffenen in der Regel durch verschiedene Maßnahmen effektiv geholfen werden kann, vorausgesetzt, dass die Betroffenen einsehen, dass „etwas“ nicht mit ihnen stimmt. Nicht einfach für viele in einer von Männern dominierten Gemeinschaft, in der Anzeichen von Schwäche schwer und selten akzeptiert werden. Jedoch nicht nur die Bundestagsabgeordneten, die mit ihrer Stimme die Einsätze beschließen, sind für das Wohl an Leib und Seele der deutschen Soldat(inn)en unmittelbar verantwortlich, es sind auch nicht nur Menschen in der Regierung und der Bundeswehr, die diese Mandate umzusetzen haben, sondern auch all diejenigen, die ihre Stimme bei der letzten Bundestagswahl einer der Parteien gaben, die diese Einsätze beschlossen haben. Um es noch deutlicher zu machen: die Verantwortung für die Soldat(inn)en hat unsere gesamte bürgerliche Gesellschaft mit ihren Parteien, Gewerkschaften, Verbänden, Vereinen und Kirchen. Die Verantwortung liegt also maßgeblich bei uns selbst. Wir sind es, die das Engagement der Soldaten mehr zu achten und zu würdigen haben. Es sind unsere Geschwister, Eltern und Kinder, die sich in tödliche Gefahr begeben. Wir sind es, die sensibel mit den von PTBS betroffenen Menschen umgehen, ihnen mehr helfen und sie unterstützen müssten. Wir sind es, die von den politisch Verantwortlichen eine klare, für alle einsichtige und verständliche sicherheitspolitische Diskussion verlangen sollten. Wir sind es, die verstärkt von den Politikern ein Ausstiegsszenario einfordern müssten, das genau benennt, was in Afghanistan erfüllt sein muss, damit die Soldat(inn)en wohlbehalten an Leib und Seele nach Hause kommen können. Militärdekan Utz Berlin
Wer Pfarrer Berlin einmal treffen möchte, kann ihn am 9. August ab 10 Uhr in der Verklärungskirche (Arndtstr.) predigen hören und anschließend vielleicht auch sprechen.

Podiumsdiskussion am 7. November in der Verklärungskirche

Erinnerungen an den Herbst 1989
Im Gedenken an die Ereignisse vor 20 Jahren wird die evangelische Gemeinde in Adlershof zu einer Podiumsdiskussion am 7. November in die Verklärungskirche einladen. Die Vorbereitung hat Pfarrer i.R. Jürgen Huhn übernommen, der seinerzeit allen, die hier zusammenkommen wollten um über mögliche Veränderungen zu diskutieren, dafür Kirchenräume zur Verfügung stellte. Jeder, der etwas zu der geplanten Veranstaltung beitragen kann und will, wird gebeten, sich baldmöglichst mit ihm (Tel. 0151/20415338) oder dem Gemeindebüro (Mi + Do 9-11 Uhr, Tel. 677 52 68) in Verbindung zu setzen. W.S.

In memoriam Max Goosmann
Vor 110 Jahren, am 20. August 1899, wurde Max Goosmann geboren, der im November 1929 in die zweite Pfarrstelle an der Adlershofer Verklärungskirche berufen wurde. Wegen „nichtarischer Abstammung“ war er ab 1933 vielerlei Anfechtungen ausgesetzt, die zur zeitweiligen Unterbrechung seiner Tätigkeit führten. Im August 1943 mußte er wieder in sein Pfarramt eingesetzt werden, aus dem er 1969 in den Ruhestand verabschiedet wurde. Das letzte Mal erlebten ihn die Adlershofer im November 1970, als er zum 70jährigen Kirchweihjubliäum den Festvortrag über die Geschichte der Kirchengemeinde hielt. Er verstarb am 8. November 1971 und ruht gemeinsam mit seiner Gattin und seinen inzwischen ebenfalls verstorbenen Kindern

auf unserem Waldfriedhof (siehe auch AZ Nr. 64). Der Bezirk würdigte seinen konsequenten Kampf gegen das nationalsozialistische Regime mit der Benennung einer Straße zwischen Groß-Berliner Damm und Wagner-Régeny-Straße nach Pfarrer Goosmann. R.B.

BESTATTUNGEN
seit 1882

Kiefholzstraße 249 • 12437 Berlin Telefon 532 83 35 • 532 82 08 Telefax 53 00 79 09

Hackenbergstraße 20 • 12489 Berlin Telefon 677 54 43 Telefax 67 89 29 39

Foto: Staneczek

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Nr. 184

Erfolgreich bei „Jugend musiziert 2009“
Die Joseph-Schmidt-Musikschule des Bezirkes TreptowKöpenick ehrte am 13. Juli ihre Preisträger(innen) des diesjährigen Wettbewerbs „Jugend musiziert“ mit einem Empfang im Rathaus Treptow in Anwesenheit von Eltern und Freunden. BVV-Vorsteher Stock und Bezirksstadtrat Simdorn würdigten sowohl die großartigen Leistungen der Musikschüler(innen), die Einsatzfreudigkeit ihrer Musiklehrer(innen) als auch das jahrelange Engagement der Eltern, ohne deren Unterstützung dieses hervorragende Abschneiden nicht möglich wäre. Unter den Preisträger (3 x 1., 8 x 2. und 2 x 3. Preis) war auch Albrecht Schumann aus Adlershof (Foto Seite 1), der in der neuen Wettbewerbskategorie „Pop-Gitarre“ einen 1. Preis errungen hat. Zuvor hatten die Preisträger(innen) am 2. Juli das Beatles-Musical „All you need is Love“ besucht. Bei der mitreißenden Show konnten sie sich von den perfekten Leistungen der „Profis“ überzeugen. Besonders beeindruckte wieder einmal die Fülle der „genialen“ Songs, mit der sich die Beatles auf ewig ihren Platz in der Musikgeschichte erspielt haben. Für die Musikschüler(innen) war der Besuch des Musicals eine großartige Gelegenheit, um Beginn und Verlauf der Karriere der Beatles mitzuerleben. Oliver Gabbert, ein junger Percussionist der Musikschule, bezeichnete die Einladung als „coole Idee“. Alle hatten viel Spaß und sagen „Stars in Concert“ ein riesiges Dankeschön!

5. Adlershofer Rock-Nacht
Am 22. August wird auf dem Sportplatz „Am Birkenwäldchen“ inmitten unserer Köllnischen Heide ab 18 Uhr zur nunmehr 5. Adlershofer Rock-Nacht eingeladen. Wie in den Vorjahren werden die beiden Adlershofer vom „Mystery Train“ wie auch beim Adlershofer Herbstfest die Zuhörer begeistern. Als besondere Attraktion haben sie diesmal „Ike and the capers“ eingeladen, die authentischen Rock ’n’Roll der 50er Jahre spielen und schon mit ehemaligen Musikern von Elvis Presley internationale Auftritte hatten. Da Wirt Werner Finkeisen wieder rundum für beste Gastlichkeit sorgen wird, kann man sich abermals auf einen tollen Abend freuen. Das Entgelt zu dem Spektakel bis Mitternacht beträgt wie in den Vorjahren nur 5 €, ein sicher angemessener Eintrittspreis. W.W.

Köpenicker Blues&Jazzfestival
Da ist es wieder, dieses Rathaushof-Flair, wie zu jedem JazzKonzert. Der Hof ist mit Tischen und Stühlen vollgestellt und zum Restaurant und Konzertsaal „Open Air“ geworden und rappelvoll. Fröhliches, erwartungsvolles Stimmengewirr. Die Bühne ist eingerichtet, eine große Bildfläche – blauer Grund, Sternenhimmel, Open Air-Jazz vom Band läuft und ich warte. Erwarte Joceline B. Smith, die außergewöhnliche Sängerin, die in New York lebt und seit Jahren im Köpenicker Jazz-Sommer auftritt. Sie hat auch diesmal Inga Rumpf, eine Hamburger Power-Jazzerin, als Gast mitgebracht. Diese beiden Künstlerinnen ergänzen sich ausgezeichnet. Joceline B. Smith erfindet sich jedes Mal neu, sagt Wolfgang Pinzl, der Gründer und Geschäftsführer von „Jazz in Town“-Veranstaltungen. Pünktlicher Konzertbeginn. Sie schafft es wie immer, von Beginn an das Publikum in ihren geradezu spiritistischen Bann zu ziehen. Sie stellt ihre Bandmitglieder vor, sie plaudert mit dem Publikum, sie singt, sie moderiert die Texte einiger Songs, sie ist präsent. Sie ist einfach der Mittelpunkt, und ihre Stimme ist wie eine Fanfare, die sich auch in ihrer Bläsergruppe fest behauptet. Und diese Frau ist der lebende Rhythmus. Sie bewegt sich ausgesprochen „sexy“, wunderschön! Daneben ist auch die wunderbare Inga Rumpf eben „nur eine Hamburgerin“! Das Konzert war ein Genuß und es hat mir überhaupt nichts ausgemacht, daß ich als 75-Jährige ohne Begleitung mitten in der Menge der begeisterten Jazzfreunde gewesen bin, ich war ja gar nicht alleine! Margot Gruner

Kunstwettbewerb demokrARTie
„Gib Deine Meinung zum Thema Demokratie – Erfahrungen, Wünsche und Perspektiven wieder. Setze Deine Ideen künstlerisch um.“ So lautete der Aufruf an Schüler(innen) im Alter von 15 bis 18 Jahren zum Kunstwettbewerb demokrARTie, einer Initiative der Jugendgruppe Young Voices mit Unterstützung des Bezirksamtes und des Bündnisses für Demokratie und Toleranz. Eine bunte Mischung an Kunstwerken bot sich der Jury. Neben der künstlerischen Auseinandersetzung mit den Chancen, Perspektiven und Wünschen rund ums Thema Demokratie bewertete die Jury auch die inhaltliche Umsetzung und das Gesamtwerk als solches. Eine Reihe hoffnungsvoller Ausblicke verarbeiteten die Jugendlichen in ihren Kunstwerken, aber auch kritische Perspektiven wurden eingenommen und betonten das Bedürfnis einer bürgernäheren Demokratie im eigenen Land. Nach einer spannenden Abstimmung, standen die glücklichen Gewinner fest: Den 1. Platz belegte Sarah Unger (Anna-Seghers-Oberschule) mit einer aufwendigen, durchdachten Collage von Gemälden mit dem Titel „Faces“. Sie und weitere neun Teilnehmer des Kunstwettbewerbs fahren zum Internationalen Kunstsommer nach Finnland, bei dem sie ihre Fähigkeiten im interkulturellen Kontext ausbauen können und den Bezirk repräsentieren. Die Kunstwerke werden beim Fest für Demokratie am 19.9. zusammen mit den Erfahrungsberichten aus Finnland rund um den S-Bhf. Schöneweide ausgestellt. Sonja Eichmann

Kino & Grillen
Das Ratz-Fatz (Schnellerstr. 81) lädt im August zweimal zum „Sommerkino & Grillen auf dem Hof“ ein. Es beginnt um 19 Uhr mit dem Grillen und anschließend folgt am 8.8. der Film „Fanfan, der Husar“ mit Gérard Philipe und am 29.8. unter dem Aspekt „20 Jahre Mauerfall“ der Film „Das Leben der Anderen“. W.W.

Hausmesse

Gas

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Wasser

•

Heizung

Lothar Rettig & Sohn GmbH
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August 2009

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Salzburg-Panorama folgt dem Pariser Leben in der Alten Schule
Noch bis 8. August kann in der Galerie in der Alten Schule die sehenswerte, farbenfrohe Ausstellung „Paris – Berlin“ besucht werden (s. AZ Nr. 182). Am 20. August wird um 20 Uhr dann in ein „begehbares Salzburg-Panorama als Kunstobjekt für Berlin“ eingeladen. Fünf Salzburger Künstler zeigen mit einem 25 Meter langen und zwei Meter hohen Rundgemälde die moderne Antwort auf das 1829 von J. M. Sattler quasi zur Tourismuswerbung geschaffene Rundpanorama der Stadt Salzburg. Während Sattler ein realistisches Bild der Stadt zeigte, unterliegt dieses begehbare Panorama der freien Interpretation der „Salzburger Wahrnehmung“. Zentraler Blickpunkt sind vier ausgewählte Salzburg-Persönlichkeiten mit Berlin-Bezug: Max Reinhardt, Stefan Zweig, Herbert von Karajan und Leopold Kohr. Durch Skizzen, Zeichnungen und Fotos ist zudem nachvollziehbar, wie das Gemeinschaftswerk entstanden ist. Außerdem werden bis 19.9. weitere Arbeiten der beteiligten Künstler gezeigt. Die Galerie ist Di, Mi, Do 12-19 Uhr, Fr 12-17 Uhr, Sa 15-19 Uhr geöffnet. Auch noch im August ist im „Bürgersaal“ die Ausstellung mit Werken der Köpenicker Künstlerin Vera Feyerherd zu sehen (s. AZ Nr. 183). Der Bürgersaal ist zu den Essenszeiten, bei Veranstaltungen sowie nach Vereinbarung (Tel. 90297-5717) zugänglich. Im „Seniorentreff“ zeigt im August der Maler Joachim Conze unter dem Titel „Sehnsucht nach Afrika“ den zweiten Teil seiner Afrika-Bilder. Die Räume des Seniorentreffs sind werktags von 10 bis 17 Uhr zugänglich. W.S.
Im August ist die „Heimatstube“ im Kulturzentrum Alte Schule (Dörpfeldstr. 56, Tel. 90297-5723) geschlossen. Ortschronist Rudi Hinte ist dort wieder ab 8. September dienstags von 15-18 Uhr zum individuellen Gespräch anzutreffen. Dann erwarten Mitarbeiter des hiesigen Heimatarchivs auch wieder donnerstags von 15-18 Uhr interessierte Besucher. W.S.

Prost, Herr Radicke!
Bürgerverein würdigt 200. Geburtstag mit Stehempfang
Der Adlershofer Bürgerverein Cöllnische Heide e.V. lädt anlässlich des 200. Geburtstages von Julius August Fritz Radicke zu einem Stehempfang am Montag, dem 24. August, ein. Nach ihm, dem Berliner Brennereibesitzer und Gutsbesitzer von „Adlershoff“, und seiner Familie wurde Mitte der 1880er Jahre die noch sandige, fast unbebaute Straße benannt. Die Geburtstagsfeier findet um 18 Uhr vor dem Restaurant „Zum kühlen Grund“, Radickestr. 15 (auch als „Leichenkeller“ bekannt), statt. Ortschronist Rudi Hinte wird an die Radickes erinnern. „Wir schmeißen eine Lage für das Geburtstagskind, das ein einschlägiges Unternehmen besaß“, so Monika Becker vom Vorstand des Bürgervereins Cöllnische Heide. Es gibt also ein Freibier vom Bürgerverein zur Erinnerung an einen alten Adlershofer, der mit seinen Erbinnen – Frau sowie Tochter – in der Gründerzeit des modernen Adlershofs lebte.

25. Lange Nacht der Museen
Die „25. Lange Nacht der Museen“ am 29. August hat im Themenjahr „20 Jahre Mauerfall“ die veränderte Berliner Museumslandschaft zum Thema. In der Folge des Zweiten Weltkrieges waren die – ohnehin stark dezimierten – Bestände der großen Museen mehr oder weniger zufällig, je nach Auslagerungsort, nach Westoder Ostberlin gelangt. 20 Jahre nach dem Fall der Mauer hat sich die Museumslandschaft gewaltig verändert: Sammlungen sind wieder zusammengeführt worden, man hat neue Museumsbauten errichtet und etliche kleinere und größere Museen neu gegründet. Rund 100 Häuser zeigen von 18 bis 2 Uhr, was sich für sie verändert hat und welche Pläne sie für die nächste Zeit haben. Ein reiches Programm mit Führungen, Performances sowie musikalischliterarischen Darbietungen ergänzt die Dauerausstellungen. Im Heimatmuseum Köpenick, Am Alten Markt 1, wird um 19.30 Uhr eine Sonderausstellung mit dem Titel „Ein Gang durch die Geschichte Köpenicks“ eröffnet. Anhand von historischen Karten und Plänen wird die Entwicklung Köpenicks von den Anfängen bis zur Eingemeindung nach Berlin nachvollziehbar. Die Darstellungen verstehen es, dem Betrachter zu verdeutlichen, warum gerade Köpenick auf eine lange Eigenständigkeit als Stadt zurückblicken kann – aber auch, weshalb Köpenick recht bald im Schatten der Stadt Berlin-Cölln stand. In dem schönen Ambiente des Köpenicker Heimatmuseums können die Besucher zur langen Nacht der Museen einen angenehmen Abend mit musikalischer Untermalung verbringen. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Online-Tickets erhält man auf www.museumsportal-berlin.de. Ab 3. August sind die Kombitickets zum Besuch aller Veranstaltungen, für die Benutzung der Shuttle-Bus-Routen und für die An- und Abreise mit BVG und S-Bahn u.a. in allen beteiligten Museen, Theaterkassen und Fahrschein-Verkaufsstellen im Vorverkauf für 12 €, erm. 8 € erhältlich. Für Kinder bis 12 Jahre ist der Eintritt frei. Infos unter 24 74 98 88 und www.lange-nacht-der-museen.de M.S./L.E.

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Sommerfest zum Jubiläum
Mit einem Sommerfest feiert am 29. August ab 15 Uhr der Kulturring in der Ernststraße 14-16 das 10-jährige Jubiläum dieses Hauses als öffentlicher Veranstaltungsort. Seit der offiziellen Einweihung am 11.9.99 hat sich dort ein vielseitiges kulturelles und künstlerisches Angebot etabliert. Anlaß, sich bei den vielen treuen Gästen, unterstützenden Kommunalpolitikern und Künstlern zu bedanken u.a. mit einer Ausstellung der Veranstaltungsplakate in der Kulturbundgalerie. Die East Star Band sorgt für den musikalischen Rahmen. Der Eintritt ist frei. Zuvor ist noch bis zum 21.8. die Ausstellung „Rotationen“ zu sehen. Uwe Tabatt zeigt Bilder und Objekte. Weitere Informationen unter: 53 69 65 34.

Ab 16 Uhr geöffnet

Mittwoch Ruhetag

„Blattlaus“ — Erlebnisgastronomie
Montag: Dienstag:

Haxentag (+ 0,3 l Bier) Schnitzeltag
Inhaber: Christian Ettert

Gutes Essen
•

Donnerstag: Eisbeintag Freitag: Sonntag:

Ausrichtung von Feierlichkeiten
•

Kulturabend Frühschoppen ab 10 Uhr Kaffeeklatsch ab 15 Uhr

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17.12.1903: Erster Motorflug der Welt (li). Sept. – Okt. 1909: Erstes internationales Wettfliegen in Deutschland

Illustrationen: Archiv Hinte; Bezirksamt Treptow

Adlershof und Johannisthal wurden vor 100 Jahren zur Wiege der deutschen Luftfahrt
Vor 100 Jahren erlebten die Johannisthaler und Adlershofer die Geburt des ersten deutschen Motorfluges. Viereinhalb Wochen nach Eröffnung des Motorflugplatzes „Johannisthal-Adlershof“ am 26. September 1909 überflog Hans Grade als erster deutscher „Aviatiker“ das neue Flugfeld. Der uralte Traum der Menschen, sich wie Vögel in die Lüfte erheben zu können – dokumentiert in der Sage vom Flug und Sturz des Ikarus oder den Entwürfen Leonardo da Vincis für den Bau von Flugapparaten – hatte sich mit dem ersten sicheren, wiederholbaren Gleitflug Otto Lilienthals im Sommer 1901 erfüllt. Er hatte die Tür aufgestoßen. Nur kurze Zeit später gelangen den Fahrradkonstrukteuren und -händlern Orville und Wilbur Wright in einer winzigen Siedlung in North Carolina am 17. Dezember 1903 mit ihrem Doppeldecker „Flyer I“ die ersten Motorflüge der Welt. Die Flugmaschine war 12,25 m lang, die Antriebsleistung des selbstgebauten 4-Zylinder-Benzin-Motors betrug bei einem Gewicht von 75 kg maximal 16 PS. Der Antrieb erfolgte mittels verlängerter Motorradketten auf zwei gegenläufige Druckpropeller. Der Pilot lag bei diesem Modell noch auf der unteren Tragfläche. Nach eigenem Bekunden hatten sich die Brüder eingehend mit den theoretischen und praktischen Erfahrungen Otto Lilienthals beschäftigt. Bei ihrem Bemühen, die patentrechtlich in den USA gut abgesicherten Erfindungen zu vermarkten, setzten sie vor allem auf das militärische Interesse an der neuen, potentiellen Waffe. Sie könnte für Aufklärung und Nachrichtenübermittlung verwendet werden, fand jedoch zunächst beim USKriegsministerium keinen Widerhall. Die Brüder wandten sich nach Europa, wo ihre Leistungen aufmerksam, zum Teil kritisch bis spöttisch, verfolgt wurden. Nach kurzem Aufenthalt in England kam Wilbur Ende Mai 1908 nach Frankreich. Dort hatten Hauptmann Louis Ferdinand Ferber, der sich als „Schüler der Gebrüder Wright“ ansah und der junge Gabriel Voisin, der Segelflugzeuge „du Type de Wright“ herstellte, entscheidend zum Aufblühen einer französischen Flugzeugindustrie beigetragen. Frankreich wurde beim Motorflug in Europa führend. Anfang 1909 entstand in Pont Long die erste Fliegerschule der Welt. Als ab 8. August Wilbur Flüge bis zu 140 Minuten vorführte, schrieb der französische Künstler Delagrange begeistert: „Ja, wir sind geschlagen! Es gibt uns überhaupt nicht!“ Auch Prominente aus Regierungen und gekrönte Häupter wie die Könige von Spanien, England und Italien kamen um zuzuschauen. Von Wilbur geflogen zu werden, gehörte zum guten Ton. Damen banden sich ihre Röcke zusammen, bevor sie das Flugzeug bestiegen. Dieser Triumphzug der Brüder durch europäische Länder ließ auch Deutschlands Militärs, Industrielle sowie das Kaiserhaus aufwachen, die bis dahin auf Flugapparate „leichter als Luft“ wie Motorballone und Luftschiffe setzten, gegenüber Motorflugzeugen („schwerer als Luft“ wie man damals formulierte) aber mißtrauisch waren. Die Vorteile der Luftschiffe seien, dass sie leise, sicher, mobil, relativ günstig herzustellen wären und große Materialund Truppenkontingente in entlegene Regionen der Welt transportieren könnten, schrieb der preußische Regierungsbeamte Rudolf Martin. „Die Deutschen haben noch keine rechte Meinung von der Fliegerei...“, bemerkte Wilbur nach einem Gespräch im deutschen Kriegsministerium. Zur gleichen Zeit feierte Generalleutnant a.D. Ferdinand Graf von Zeppelin große Triumphe, als er mit seinem Luftschiff vom Bodensee kommend am 29. August 1909 um 12.30 Uhr auf dem Tempelhofer Feld von Millionen jubelnden Berliner empfangen wurde und danach auf dem Balkon des Berliner Schlosses neben dem Kaiser stehen durfte. Am Nachmittag kam es bei einem „großen Bahnhof“ für den Helden des Tages zu einer denkwürdigen kurzen Begegnung zwischen dem Grafen und dem vom Kaiser eingeladenen Orville Wright. Das Interesse am Motorfliegen erwachte langsam. Man wollte doch mal sehen, was es damit auf sich hatte. Es war der vielseitig, auch technisch interessierte Berliner Verleger August Scherl, der Orville Wright im Januar 1909 einlud, seine Flugmaschine auf dem Tempelhofer Feld vorzuführen. Am 30. August stellte Orville Wright sein „Modell A“ in Berlin vor und flog im September verabredungsgemäß für das bekannte ScherlBlatt, den „Berliner-Lokal-Anzeiger“, Reklame. Bei den eindrucksvollen Flugvorführungen fanden sich auch zahlreiche Militärs wie der Chef des Generalstabes Helmuth von Moltke ein. Die WrightDoppeldecker sollten eine große Rolle beim Beitrag Adlershofs zur Entwicklung der Luftfahrt spielen. Inzwischen hatten Flugzeugenthusiasten begonnen Nägel mit Köpfen zu machen, um den Rück-

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August 2009
stand Deutschlands aufzuholen. Fregattenkapitän zur See a.D. Eduard von Pustau, Luftfahrtpublizist und Vorsitzender des „Vereins deutscher Lufttechniker“ hatte gemeinsam mit Major a.D. Georg von Tschudi, ehemaliger Kompaniechef einer Luftschiffereinheit, die Initiative ergriffen und dazu den Holzbauunternehmer Arthur Müller, der bereits Hallen für Luftschiffe und Ballone produzierte und juristischer Berater des „Deutschen-Luftfahrt-Verbandes“ war, ins Boot geholt, um den Bau eines Flugplatzes in Angriff zu nehmen. Regierungsstellen wie das Handels- sowie das Kriegsministerium zeigten zwar Interesse für das Vorhaben, stellten aber kein Geld zur Verfügung, sodaß private Investoren gewonnen werden mußten. Von Tschudi und Müller hatten in der Cöllnischen Heide ein Gelände, das zu gleichen Teilen in den Gemarkungen Adlershof und Johannisthal lag, als möglichen Standort ausgewählt (siehe AZ, Nr. 5). In einem vertraulichen Treffen mit Oberforstmeister Werner der Königlichen Oberförsterei Grünau-Dahme im Wartesaal des Bahnhofes Schöneweide-Johannisthal wurde die Geländefrage geklärt und der gewandte Unternehmer Müller handelte einen günstigen Pachtvertrag aus. Man gründete eine „Flugplatz-Vorbereitungs-Gesellschaft mbH“, schrieb die Erbauung des Flugplatzes aus und erteilte aus dem Kreis von zehn Firmen Arthur Müller den Zuschlag. Zwei Kompanien des Berliner EisenbahnRegiments rodeten das Gelände, auf dem Wege, Start- und Landebahnen, Flugzeug- und Werkzeugschuppen, Tribünen, ein Restaurant sowie ein sieben Kilometer langer, drei bis vier Meter hoher Bretterzaun errichtet wurden. Die Schirmherren – der „Berliner Verein für Luftschiffahrt“ und der „Kaiserliche Aero-Club“ (die Lobby der Luftschiffahrt) – schrieben für den 26. September bis 3. Oktober 1909 ein „Wettfliegen der ersten Aviatiker der Welt“ auf dem neuen Flugplatz Johannisthal-Adlershof (wie er zuerst hieß) aus sowie Preise in Höhe von 150.000 Mark. Dem Lockruf der begehrten Goldmark folgten bekannte französische, englische und belgische Flieger. Bereits am ersten Flugtag kamen hunderttausende Besucher, man sprach von einer Million. Unter ihnen befand sich auch der Schriftsteller Karl May mit Frau. In seinen legendären Erzählungen findet man viele Bezüge zum Fliegen, das ihn faszinierte. So, wenn er im „Winnetou“ die stolzen Flüge des Indianers „junger Adler“ beschrieb. Die Zuschauer beob-

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Übersichtsplan von 1916: die Grenze zwischen Johannisthal und Adlershof verläuft quer über den Flugplatz

achten „stumm und staunend diese nie gesehene Erscheinung, den querfeldein fliegenden Menschen, dem die Zukunft gehört“, schrieb am 27. September die „BZ am Mittag“. Unter den „Aviatikern“ war neben neun ausländischen als einziger Deutscher Hermann Dorner, dem nur ein kleiner Luftsprung gelang. Sieger und Gewinner wurde Henri Rougier. Der Großindustrielle Karl Lanz aus Mannheim, Hersteller landwirtschaftlicher Geräte, Schlepper und Lokomobilen und Präsident des Deutschen Luftflottenvereins, hatte bereits am 15. April 1908 den „Lanz-Preis der Lüfte“ gestiftet. Es sollte ein deutscher Pilot mit einer in Deutschland entworfenen und nur mit deutschen Material hergestellten Flugmaschine fehlerlos eine liegende Acht um zwei, einen Kilometer voneinander entfernte Wendemarken fliegen. Der Ingenieur Hans Grade (1879-1946), Motorenspezialist und -fabrikant in Magdeburg, interessierte sich schon in jungen Jahren für Otto Lilienthal und die Fliegerei. 1908 konstruierte und baute er sein erstes Flugzeug, einen Dreidecker, und flog mit ihm. Um einen besseren Platz für die Flugversuche zu haben zog er im August 1909 nach Bork (Borkheide). Er führte viele Flüge und Verbesserungen an den Maschinen durch. Der Einladung zur Johannisthal/Adlershofer Flugwoche folgte er nicht, er wollte den hochdotierten „Lanz-Preis der Lüfte“ erkämpfen. Ununterbrochen übte er mit seinem Eindecker „Libelle“. Seine Bitte, den Preis auf dem Flugplatz in Bork erringen zu

dürfen, lehnte der „Berliner Verein für Luftschiffahrt“ ab. Grade mußte nach Johannisthal/Adlershof um am 30. Oktober 1909 vor einer Kommission seine Maschine prüfen zu lassen und seinen Flug zu absolvieren. Anwesend waren u.a. Dr. Huth, Dorner, Major von Parseval (neben von Zeppelin der erfolgreichste Luftschiffbauer), Lanz und die Sportkommission. Bei einer Windgeschwindigkeit von 8 m/s und in bis zu 10 m Höhe erfüllte Grade souverän die Anforderungen und nahm von Lanz den Scheck entgegen. Außer einen Lorbeerkranz bekam er eine diamantenbesetzte goldene Taschenuhr als Erinnerungsgeschenk. Die „Vossische Zeitung“ beschrieb am 31. Oktober, daß Grade „an einem trüben Herbsttag“ nach einem Handzeichen mit seiner „Libelle“ „wie ein Pfeil davonschoss“ und im „eleganten Flug vor großer Menschenmenge“, seine Aufgabe löste. Mit dem Preisgeld gründete Grade eine Flugzeugfabrik und eine Fliegerschule. Auch die Wrights waren weiter aktiv. Im Mai 1909 wurde in den Räumen der AEG die „Flugmaschine Wright GmbH“ mit einer halben Million Stammkapital gegründet. Es war die zweite deutsche Flugzeugfabrik nach der von Euler. Beteiligt waren die AEG, Borsig, Krupp, Stinnes, die Bankhäuser Delbrück, Leo & Co sowie die Motorluftschiff Studiengesellschaft. Walter Rathenau (AEG) wurde einer der Führungskräfte der Gesellschaft. Nachdem sich die erste Produktionsstätte in Reinickendorf wegen der langen Überführungswege zu den Startplätzen als unzweckmäßig erwies,

wählte man Adlershof als den besseren Standort, da beim inzwischen renommierten Flugplatz alles beisammen war, was man für die Fliegerei benötigte. Neben der neuen Fabrikhalle an der Rudower Chaussee, die Anfang 1911 den Betrieb aufnahm, war dort bereits die Fliegerschule der Gesellschaft eingerichtet worden, um die Piloten der hergestellten Maschinen ausbilden zu können. Orville Wright hatte schon im September auf dem Bornstedter Feld (Potsdam) die ersten zwei Fluglehrer persönlich geschult: Korvettenkapitän a.D. Paul Engelhardt (Engelhardtstraße in Johannisthal) und den Chauffeur und Luftballon-Mechaniker Fridolin Keidel. Sie haben etliche der „Alten Adler“ von Johannisthal/ Adlershof auf Wright-Doppeldecker ausgebildet. (Keidel war in den 30er-, 40er-Jahren in der Autoreparatur-Werkstatt in der Handjerystraße tätig; seine Frau starb 1994.) So wurde Adlershof gemeinsam mit Johannisthal 1909 zur Wiege der deutschen Motorfliegerei. Es folgte eine Zeit nationaler und internationaler sportlicher Wettkämpfe. Ab 1912 wollten Militärs, Rüstungsindustrielle und Politiker den erkannten Rückstand von etwa eineinhalb Jahren angesichts der allgemeinen Kriegsvorbereitungen schnell aufholen und übernahmen die Luftfahrt und unseren Flugplatz. Wir wissen welches Unheil sie anrichteten und sollten lernen, Innovationen vor jedem Mißbrauch zu schützen. Rudi Hinte
(Weitere Beiträge über die Luftfahrt in Adlershof folgen in späteren Ausgaben.)

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Senioren-Sport-Treff für alle ab 55 Mit dem Nur in zwei Wettbewerben geht Es ist das 17. Mal, dass sich Senior(inn)en auf dem Sportplatz es um Urkunden: im Kegeln und Seniorenbus des ESV Lok Schöneweide direkt im Schlängellauf. An den übrigen im August am Betriebsbahnhof Schöneweide 14 Stationen ist die Teilnahme zu einem Sport-Treff zusammen- entscheidend. Die Vielfalt ist unterwegs finden. Termin ist Mittwoch, der groß. Sie reicht vom Ballprellen,
2. September, von 10 - 12.30 Uhr. Alle Treptow-Köpenicker Senior(inn)en ab 55 Jahre sind herzlich zu diesem seniorenfreundlichen Sportfest eingeladen. Dart, Rudern auf dem Ergometer, Kugel- und Medizinballstoßen bis zum Luftgewehr- und -pistolenschießen. Alle Aktiven, die an mindestens 6 Stationen nach eigener Wahl mitgemacht haben, sind an einer Tombola beteiligt, bei der jeder – ohne Ausnahme – gewinnt. Zum Abschluss des SportTreffs wird kostenlos ein Eintopfessen ausgegeben. An Infoständen kann man sich beraten lassen. Organisiert wird dieser Treff von den Senioren des ESV Lok Schöneweide, die mit 36 Vereinsmitgliedern für einen reibungslosen Verlauf des Treffs sorgen, der bei jedem Wetter stattfinden wird. In der Vorbereitung der Veranstaltung, die finanziell vom Mobilen Pflegedienst Treptow unterstützt wird, hat sich der Verein viel Mühe gegeben. Es wäre schön, wenn das mit einer hohen Teilnehmerzahl belohnt würde. H.Weiss
3. und 26.8. Wir besuchen die Landesgartenschau in Oranienburg. (Fahrkosten: 19 € + Eintritt 12 €, erm. 9,50 €) 4.8. Kyritz „an der Knatter“ liegt im Herzen des Landkreises OstprignitzRuppin. (Fahrkosten: 23 €) 5.8. Bei der Fahrt ins Grüne entscheidet die Mehrheit über das Ziel: Kloster Lehnin / Baruth / Bad Freienwalde oder Fürstenwalde. (Fahrkosten: 18 €) 11.8. Heute machen wir einen Ausflug in den Zoo. (Fahrkosten: 15 € + Eintritt 12 €, erm. 6 €) 17.8. Genießen Sie die 2-Stunden-Dampferfahrt über die Havelseen. Die Reise führt über den Kleinen Wannsee, Pohle-, Stölpchen-, Griebnitzsee, Glienicker Lake, Jungfernsee und über die Havel zurück nach Wannsee. (Fahrkosten: 15 € + 11 € Dampferfahrt, erm. 9,35 €) 18.8. In der Springbach-Mühle Belzig bietet die märkische Küche u.a. frischen Fisch oder Wild. (Fahrkosten: 22 €) 19.8. In Lübbenau unternehmen wir eine Spreewald-Kahnfahrt – per Rollstuhl auf den Kahn. (Fahrkosten: 23 € + Kahnfahrt ca. 10 €) 24.8. Marktbummel in Küstrin und Gaststättenbesuch (Fahrkosten: 24 €) 31.8. Im Tier- und Freizeitpark Germendorf erleben wir Natur zum Entspannen und Erholen. (Fahrkosten: 18 € + 3,50 Eintritt, erm. 2 €) Telefonisch anmelden zu diesen und weiteren Fahrten können Sie sich montags bis freitags von 9-13 Uhr unter 6 25 10 19. Außerhalb dieser Zeit sprechen Sie bitte Ihren Namen und Ihre Telefonnummer auf das Band. Sagen Sie uns den Ausflugstag und ob Sie einen Rollstuhl oder Rollator mitnehmen müssen. Sie werden zu den Fahrten zwischen 9 und 10.30 Uhr (bei Polenfahrten 8 bis 9.30 Uhr) abgeholt. Ihr VdK-Team!

Foto: Weiss

Wieviel Wiederholungen werden in 30 Sekunden bei der Hantelübung – eine der 16 Stationen beim Senioren-Sport-Treff – geschafft?

Venenbeschwerden im Sommer
Wer schwache Venen hat, weiß, dass die Beschwerden im Sommer oft noch stärker sein können als in der kalten Jahreszeit. Hohe Temperaturen machen den Gefäßen einfach mehr zu schaffen. Was können wir Ihnen, außer leichter Kleidung, empfehlen? Wie bei vielen anderen Leiden hält auch hier Mutter Natur einiges in ihrem Schatzkästchen parat. Am bekanntesten sind wohl die Zubereitungen aus der Rosskastanie und Weinblättern. Moderne Phytopharmaka, so heißen pflanzliche Arzneimittel, enthalten in aller Regel Trockenextrakte der Pflanzen, die auf einen bestimmten Wirkstoffgehalt eingestellt, das heißt standardisiert, sind. Welche Präparate für Sie geeignet sind – zur Einnahme oder zur äußerlichen Anwendung –, können wir Ihnen in einem ausführlichen Beratungsgespräch erläutern.

„Seniorentreff lädt ein
Die regelmäßig wiederkehrenden Termine des „Seniorentreff in der Alten Schule“ (Dörpfeldstraße 54) haben wir im Januar veröffentlicht. Auskünfte und Anmeldungen zu Veranstaltungen unter 90297-5767. Auch im August treffen sich an jedem Mittwoch von 14.30-17 Uhr ca. 20 Senior(inn)en, um sich bei Kaffee und Kuchen mit Gleichgesinnten auszutauschen und gemeinsam gemütliche Stunden zu verbringen. Neue Gäste sind stets willkommen. Wenn das Wetter es zuläßt, sitzt man im schattigen Garten der Alten Schule beisammen. Besondere W.S. Veranstaltungen sind in der Sommerpause nicht vorgesehen.

Hilfen, den Krebs zu überwinden
Bei der Berliner Krebsgesellschaft e.V. (Robert-Koch-Platz 7, 10115 Berlin, Nähe CharitéHochhaus) beginnen ab Ende August neue Kurse, die zur Verbesserung des seelischen Befindens von an Krebs erkrankten Menschen beitragen können. Am 31.8. startet die Kunsttherapie, bei der man 14-tägig montags von 18-20 Uhr entspannen kann. Wer sich lieber dafür entscheidet, in eigenen und fremden Worten Trost, Anregung und Ermutigung zu finden, kann ab 2.9. an der Poesietherapie teilnehmen, die 14-tägig mittwochs von 18-20 Uhr angeboten wird. Die Gesprächsgruppe für Angehörige von an Krebs Erkrankten trifft sich 14-tägig dienstags von 17.30-19.30 Uhr. Nähere Informationen und Anmeldungen erhält man unter Tel. 283 24 00. W.S.

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Förderung von Kleinstvorhaben in Berlin
Durch das Programm „Lokales Soziales Kapital“ werden in Berlin Kleinstvorhaben gefördert, die auf lokaler Ebene für benachteiligte Personengruppen neue Beschäftigungschancen eröffnen und den sozialen Zusammenhalt stärken. Diese Mikroprojekte bedürfen keiner weiteren Kofinanzierung. Projektvorschläge für 2010 können vom 17.8. bis 25.9. bei der Geschäftsstelle des bezirklichen Bündnisses für Wirtschaft und Arbeit Treptow-Köpenick eingereicht werden. Die Förderhöchstsumme für jedes Projekt beträgt max. 10.000 €. Die Förderung kann ab dem 1. Januar 2010 erfolgen und ist auf längstens 12 Monate begrenzt. Weitere Informationen zum Förderprogramm unter www.loskap-berlin.de

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Erster Naturerlebnisraum Berlins
Bei der Eröffnung des Bolzplatzes am Landschaftspark im November (s. AZ Nr. 176) wurde auf die Arbeiten zur Gestaltung des „ersten Naturerlebnisraumes Berlins“ hingewiesen. Zu seiner Eröffnung am 10. Juli durch Bezirksstadtrat Michael Schneider hatten sich neben Mitgliedern des Fördervereins Landschaftspark und Mitarbeitern des Bezirksamtes vor allem Kinder der Kita „Melli Beese“ und Schüler der „Melli-Beese-Schule“ eingefunden, die das neue Areal gleich besitznehmend erforschten (Foto). Der auch in Adlershof wirkende GHOST e.V. sorgte für ein Rahmenprogramm mit Spielen sowie Äpfeln, Kuchen und Getränken. Von Adlershof ist die Anlage über den Fuß-/Radweg zu erreichen, der am Groß-Berliner Damm nahe der Hermann-Dorner-Allee beginnt. GHOST wird während der Ferien mittwochs alle Kinder betreuen, die hier mit Sand, Lehm und Naturmaterialien etwas bauen oder gestalten möchten (es war z.B. von Iglus die Rede). An den anderen Werktagen wird auf dem Sportplatz Sterndamm 241 von 10-16 Uhr zu Spaß und Spiel eingeladen. Diese Ferienspiele sollen am 29.8. von 13-16 Uhr mit einem lustigen Schützenfest für die ganze Familie ausklingen. W.W./U.W.

Foto: SOLON

Thailändische Kronprinzessin besuchte den SOLON-Neubau in Adlershof
Während ihres Deutschlandaufenthaltes stattete Prinzessin Sirindhorn am 1. Juli dem Wissenschaftsstandort Adlershof einen offiziellen Besuch ab. Besonderen Wert legte die technikbegeisterte Prinzessin auf einen Besuch bei SOLON, einem der führenden europäischen Hersteller von Solarmodulen und solaren Kraftwerken. Die Heimat der Kronprinzessin bietet geografisch ausgezeichnete Standortbedingung für Photovoltaik. Die Prinzessin ließ sich sowohl den kürzlich eingeweihten, energieeffizienten Neubau erklären als auch die Arbeitsabläufe in der Produktionsstätte. Wegen ihres Interesses an angewandten Wissenschaften wird sie in Thailand oftmals als „Princess of Technology“ oder „Princess of Information Technology“ bezeichnet. S.R.

Foto: Staneczek

Bagels und Physik 17. Schülerumweltpreis entschieden Spielplatz-Umfrage Seit 2002 gibt es bei BESSY an Im Juni (AZ Nr. 182) konnten wir
drei Sonntagen im Juli und August die Physik zum Frühstück, eine leichtverdauliche Physikvorlesung für Jedermann und Jederfrau. Bevor es zur Sache geht, können sich Besucher an Bagels, Kaffee und Tee laben. Nach der Juli-Veranstaltung wird am 9. und 23. August um 11.30 Uhr an der Albert-EinsteinStraße 15 nochmals zum Ausflug in die Welt des Lichtes eingeladen. Was sich Wissenschaftler unter Licht vorstellen, um so seine Eigenarten zu verstehen, machen Physiker von BESSY anhand einfacher Experimente anschaulich. Info: www.helmholtz-berlin.de Am diesjährigen Wettbewerb haben 44 Klassen bzw. einzelne Schüler mit ihren Projekten teilgenommen. Preisträger waren u.a. Schüler der Albatros-Schule mit ihrem Projekt „Tiere am Teufelssee“, die Klasse 7b der Sophie-Brahe-Schule mit einem Fledermauskasten samt Fledermausprojekt und zwei Schülerinnen der Merian-Schule mit dem Aktionsspiel „Schütze sie!“. Erstmalig waren auch umweltpädagogische Einrichtungen unseres Bezirks in den Wettbewerb einbezogen, die die Schüler bei der Umsetzung ihrer Ideen unterstützt haben. In Würdigung des Engagements dieser Einrichtungen für den Umwelt- und Naturschutz, wurden auch sie geehrt. Ein besonderer Dank geht an das Freilandlabor Kaniswall, die Waldschule Plänterwald, Waldschule und Lehrkabinett Teufelssee. Erneut konnten auch dank der Unterstützung von BerlinChemie und der BSR als Sponsoren lukrative Preisgelder übergeben werden. Im Oktober fällt der Startschuss für den 18. Schülerumweltpreis, der im Sommer 2010 vergeben wird. Wir hoffen, dass sich auch 2010 viele Schüler beteiligen. Amt für Umwelt und Natur vom Erfolg der Elterninitiative zur ansprechenden Gestaltung des Kinderspielplatzes an der Vogelbeerstraße berichten. Derzeit gibt es in Adlershof sieben öffentliche Spielplätze mit sehr unterschiedlicher Ausstattung. In einer Umfrage soll jetzt bei Eltern und Großeltern geklärt werden, wie diese eingeschätzt und genutzt werden. Außer bei persönlichen Befragungen kann man sich dazu auch unter www.spielplaetze-inadlershof.de.tv äußern. Im September/Oktober soll in einem Gespräch mit dem zuständigen Stadtrat Schneider das weitere Vorgehen diskutiert werden. W.W.

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Hein Wilhelmy – Adlershofer Fußballlegende. Schon als 9-jähriger Knirps vom Fußballvirus befallen, wurde er am 1.7.1939 Mitglied des Adlershofer Vorzeigeclubs „ABC Columbia 04“ – so hießen die „Roten Teufel“ vom Adlershofer Ballspiel-Club 1908 e.V. damals. Kaum 15 Jahre alt, spielte er schon in der „Ersten“ und erkämpfte mit ihr als Berliner Meister 1951/52 den Aufstieg in die DDR-Liga! Lang ist die Liste der Meriten eines der seinerzeit schnellsten Außenflitzer Berlins. Hier seien nur genannt: die unübertroffenen 736 Spieleinsätze, vielfacher Torschützenkönig, Spielführer, Vorstandsmitglied, Mitbegründer des Fördervereins. Natürlich bekam Hein Wilhelmy als Mitglied der Berliner Fußballauswahl Angebote namhafter Vereine, wie TeBe, Union 06, aber auch vom ASK Vorwärts Berlin. mit seiner Martina und die „Adlershofer Blaumeisen“, aber auch Gerd (Paule) Döring, Renate und Jürgen Ciezki sowie die „Chefköchinnen“ Sirena und Antje. Sohn Reiner spendierte ein schönes Büfett. Heins Freude über die vielen Glückwünsche, Blumen und Präsentkörbe war riesengroß. Ganz besonders stolz ist er auf einen Fußballpokal und ein knallrotes Trikot mit Namenszug und der „70“. Obwohl an den Vorbereitungen beteiligt, hatte Gattin Anneliese dafür gesorgt, dass Hein von dem bevorstehenden Ereignis nichts bemerkte. Dabei wollen wir nicht vergessen, dass der Fußball auch ihr Leben mitbestimmte. So unterstützte sie schon die Frauenfußball-Anfänge in den 1950er Jahren indem sie beim ABC-Team „Frühlingsduft“ im Tor stand. Helmut Prochnow
Foto: Prochnow

Das Deutsche Rote Kreuz ruft die Adlershofer im Alter von 18 bis 65 Jahren auf, sich an ihrer

Blutspendeaktion
am 13. August von 15.30 - 19.30 Uhr beim DRK Kreisverband, Radickestraße 48
und

am 3. September von 8 - 11.30 Uhr im Blutspendebus am Ärztehaus von BERLIN CHEMIE, Glienicker Weg 125, zu beteiligen. (Personalausweis und ggf. Blutspendepass nicht vergessen!)

Er war jedoch immer mit ganzem Herzen ein ABCer. Der Adlershofer BC 08 dankte ihm seinen verdienstvollen Einsatz für den Verein mit der höchsten Auszeichnung, der Ehrenmitgliedschaft! Am 1. Juli 2009 wurde er an seiner alten Wirkungsstätte am Lohnauer Steig anlässlich seines 70-jährigen Fußballjubiläums überrascht. Viele Sportkameraden würdigten seine Treue und Leistung, allen voran Detlef Brock

Sommertage im Britzer Garten und in Adlershof
Auch im August sind Mitarbeiter des Freilandlabors Britz wieder in Adlershof, diesmal um am 30.8. im Landschaftspark Flugfeld Johannisthal bei einem Spaziergang der Frage „Was hüpft denn da?“ zum Leben der Grashüpfer nachzugehen (Treff: 11 Uhr; Zugang Karl-Ziegler-Str. über Max-BornStr.). Am 9.8. kann man Vögel beobachten, die in der Feldmark brüten oder nach Nahrung suchen (Treff: 8 Uhr, U-Bhf. Rudow). Am Nachmittag wird für Eltern mit Kindern ein Experimentierparcous zum Thema „Luft und Wasser“ angeboten (13 Uhr, Freilandlabor). In weiteren Eltern/Kind-Veranstaltungen wird am 15.8. um 10.30 Uhr gezeigt „Was Wasser alles kann!“ und um 15 Uhr die Frage beantwortet „Was ist eigentlich Luft?“ Infos: 703 30 20.

Info-Telefon: 80 68 11 22 oder 0800-11 949 11

Wir haben es geschafft – Klassentreffen nach 35 Jahren
Nach 35 Jahren ist es dem Vorbereitungsteam (Christian Dietzsch, Jürgen Ladach, Regina Köller-Frauenstein, Volker Hahn, Ines Windisch-Beidokat) gelungen, ein erstes Klassentreffen auszurichten. Nur mit Unterstützung unseres „alten“ hochverehrten Paukers Hermann Kopittke und weiterer fleißiger Helfer (Uta Kostial-Doll, Fred-Walther Engler, Rainer Klug, René Ebeling, Marion Marten-Jentsch, Detlef Buch, Rüdiger Horn, Jörg Schmidt) war es jedoch möglich, daraus ein freudiges Fest werden zu lassen. Dafür nochmals herzlichen Dank! Unvergessliche Momente am Schultor: das Wiedersehen und -erkennen der einstigen Freundinnen und Freunde, Banknachbarinnen und -nachbarn und natürlich der Lehrerinnen und Lehrer. Gelungener Auftakt war der Besuch des ehrwürdigen Schulgebäudes in der Radickestraße mit Hausmeister Schimpf. Das Treppenhaus, die Flure, die Aula, die Klassenräume – alles ist viel kleiner als in unserer Erinnerung. Hier haben wir 10 Jahre gemeinsam gelernt, gespielt, getobt, gelacht – unsere Kinderzeit verbracht und die Pubertät überstanden. sich im Schnelldurchlauf mit dem jeweiligen Gesprächspartner ausgetauscht – mit allen ins Gespräch zu kommen war einfach unmöglich! Dann die Rückgabe der Klassenarbeiten: es gab keine Vieren und Fünfen! Und zur Belohnung las Herr Kopittke aus seinem Buch eine lustige Schulerzählung vor. Mit einer persönlichen Widmung konnten anschließend das Buch, die von Herrn Kopittke gestaltete Festzeitung und die CD mit den Erinnerungsbildern erworben werden. Sehr lecker und mit viel Liebe war das Buffet angerichtet worden: Kassler mit Sauerkraut und Kartoffeln, Schnitzel, Suppe, Fisch-, Wurst- und Käseplatten, Nudel-, Kartoffel- und Gemüsesalate, Süßspeisen … allen hat es sehr gut geschmeckt. Ein herzlicher Dank auch für die gastfreundliche Aufnahme an das Team des Sport-Casinos! Erzählen, erzählen, erzählen – die Zeit verging wie im Fluge! War es wirklich schon 4 Uhr? Glücklich gingen auch die letzten Gäste nach Hause. Bald werden wir uns wiedersehen! Ines Beidokat

Unsere Lehrerinnen und Lehrer können stolz sein! Sie haben uns mit Güte und Geduld gelehrt und erzogen. Wir erinnern uns an glückliche Kindertage in Frieden und Geborgenheit. Von der Schule ging es zum Sport-Casino von ABC 08 am Lohnauer Steig. Plätze einnehmen, Begrüßung und Anstoßen auf das Wiedersehen, nochmals freudiger Empfang unserer Lehrer Frau Waldschmidt, Frau KrauseWenzel, Herr Kopittke und Herr Jabbusch – und ihre von allen stürmisch bejubelte Ernennung zu „Verdienten Lehrern des Volkes“! Als Abschluß der Begrüßungsrunde „musste“ Jürgen Ladach die

Riesentorte mit dem Schulbild anschneiden. Dann begann die Unterrichtsstunde! Herr Kopittke prüfte die Anwesenheit – ein hörbares „hier“ hatte zu ertönen – und anschließend wurde eine Kontrollarbeit geschrieben – quer durch die Bereiche Geschichte, Heimatkunde, Astronomie, Philatelie usw. „Nicht abgucken und Ruhe bitte!“ Arbeiten einsammeln und Herr Kopittke zog sich damit zur Korrektur zurück. Auf den Schreck konnte nun Kaffee getrunken und Torte gegessen werden. 150 Bilder aus den letzten 35 Jahren zogen mit Hilfe von Laptop und Beamer an der Casinowand vorüber. Dazu wurde

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Herzliche
Im August gratulieren wir zuerst Margarete Märtens von ganzem Herzen am 25.8. zur Vollendung ihres 99. und dem Beginn ihres 100. Lebensjahres. Die allerbesten Glückwünsche übermitteln wir am 13.8. Elisabeth Bley zum 96. und am 15.8. Paula Kipping zum 95. Wiegenfest. Gratulationen zum 92. Erdenjubiläum er halten am 2.8. Irena Bielefeldt und am 17.8. Gudrun Zantopf. Am 6.8. beglückwünschen wir Gertraud Amann zum 91. Geburtstag. Gleich sechs Mitbürger(innen) treten im August in den Kreis der 90jährigen. Unsere besten Wünsche erhalten am 6.8. Ruth Bartsch und Ruth Frieden, am 10.8. Horst Mielast, am 17.8. Rosemarie Witte, am 18.8. Käte Krecklow und am 22.8. Waldemar Brust. Alles Gute!

Glückwünsche
Zu ihrem 85. Geburtstag können am 10.8. Edith Christmann, am 18.8. Hildegard Preuß und am 30.8. Ernst Finkelde viele Glückwünsche entgegennehmen. Wir gratulieren ebenfalls! Zur Vollendung des 80. Lebensjahres gehen gute Wünsche an Margit Christian (2.8.), Helga Storch (4.8.), Erika Paepke und Melitta Welsch (9.8.), Heinz Schmohl (10.8.), Maria Bremer und Paul Käding (15.8.), Hans Ruprecht (16.8.), Edeltraut Arnold (20.8.), Erna Beier (23.8.), Else Schmidt (25.8.), Susanna Ralew (26.8.) sowie Christa Barda (28.8.). Hoch soll'n sie leben! Wir wünschen allen – auch den ungenannten – Jubilaren im weiteren Leben Gesundheit, Freude, Glück und Zufriedenheit.

Wer im Herzen anderer lebt, ist nicht tot.

Renate Kano
* 17.3.1938 † 22.5.2009

Plötzlich, unerwartet und für alle unfaßbar wurdest Du aus Deinem erfüllten Leben gerissen. Du warst stets für Deine Mitmenschen da, hast allen geholfen ohne an Dich selbst zu denken. Dir konnte leider keiner helfen. Du wirst uns allen sehr fehlen, aber Du bist immer bei uns.

Hans Tschiersnitz im Namen der Familie Kano, des Seniorenbeirates und des Adlershofer Seniorentreffs

„Der Zauberer ist tot“
Seit einigen Jahren wieder in Adlershof am Ort seiner Herkunft tätig, ist am 5. Juli Pfarrer Bernhard Langner verstorben. Alle hofften nach Krankenhausaufenthalt und „Reha“ auf einen wieder erstarkten „Berni“, aber die Krankheit wollte ihn nicht loslassen. Mehrmals hat er sich im persönlichen Gespräch das Lied „Der Zauberer ist tot“ von André Heller zu seiner Beerdigung gewünscht, vermutlich weil das Lied seine Lebensart auch nach Christi fast perfekt beschrieb: „Sich irren dürfen! Verwirren dürfen! Unlogisch handeln! Sich lernend verwandeln! Der Sehnsucht vertrauen! Seltenes schauen! Unbequem werden! Feind sein der Herden! Träume auch machen! Wach sein und lachen! Fantastisch erleben! Freiheit aufgeben!“ Das alles hat ihn mit seinen allzu menschlichen Schwächen zu einem liebenswerten Menschen gemacht, der sich selber aufgibt, um anderen zu nützen. Als Berliner hatte er auch die Sprache, die manche Mitmenschen abschreckt, doch in seiner Art war er ein Unikum. Er konnte genießen und im nächsten Augenblick vor der Unart des Genusses warnen, er war erschreckend direkt und konnte kurz darauf doch so viel Herzenswärme ausgießen. Aber immer war er ein grundehrlicher Mensch, der sich dadurch viel Achtung erwarb. Seine sehr einfache Wohnung war für viele ein Anlaufpunkt, oft gaben sich die Besucher die Klinke in die Hand. Er hatte die Gabe, in der größten Not das Leben wieder lebenswert zu machen. Er wird uns fehlen, aber die Worte von André Heller geben uns Zuversicht: „Tot sein heißt, er lebt, er lebt. Er wechselt nur wieder mal die Gestalt. Er geht von sich, durch sich, zu sich.“ Martin Glugla

Zum 22. August 2009
Herzliche Glückwünsche zum 90. Geburtstag an

Waldemar Brust
Ehrenmitglied der Treptower Schreibwerkstatt Seine beiden Bücher, Berliner Lebensbiografien, sind leider nicht populär geworden, aber bei seinen Freunden und anderen Interessierten fanden sie großen Anklang. „Mittagzeit“ und „Anjeschmiert“ können im „Boulevardbuch“ am Markt bestellt werden. Alles Gute und eine bessere Gesundheit für die nächste Lebenszeit wünschen Dir Deine Frau Margot, die Familie und alle Deine Freunde

In diesem Jahr erreicht meine Schwester

Iris Sieglinde
offiziell das Rentenalter. Dazu übermittle ich auf diesem Wege Glück- und Segenswünsche. Mögen Gesundheit, Freude und Zufriedenheit sowie Güte und die Weisheit des Alters ihre täglichen Begleiter sein. Wolfhard Will

Unsere Rätselecke
Feuer, Reis, Flug, Sauerstoff, Star, Öl, Winter, Schrift, Bar, Bergbau, Schadstoff, Mars, Kran, Gemeinde. Jedes dieser Wörter wird durch einen Buchstaben mit einem der nachstehend alphabetisch aufgeführten Wörter so verbunden, daß Wörter anderer Bedeutung entstehen (Beispiel: Schrift - S - Teller). Werden diese Verbindungsbuchstaben in der gegebenen Reihenfolge aneinandergereiht, ergibt sich eine der Berliner Olympia-Sportstätten. Ast - Anker - Bahn - Ente - Hall - Mission - Ost - Pflege - Sein - Stern - Tasche - Tat - Teller - Tom. Rätselautor: Wolf Will
Auflösung des Rätsels in der Juli-Ausgabe:
a) Wassermann; b) München; c) Boccherini; d) Hahnenschrei; e) Rechtsanwalt; f) Nachthemd; g) Gemenge; g) Nuthe; h) Ilm. Der Ausspruch von Wilhelm Busch lautet: Manche Wahrheiten sollen nicht, manche brauchen nicht, manche müssen gesagt werden.

Begleitete Trauergruppe: Über den Verlust reden und Schmerz zulassen
Viele Menschen trauen sich nicht, ihre Trauer zuzulassen. Von ihnen wird erwartet, dass sie in der Familie und im Beruf nach einer kurzen Zeit „weiterfunktionieren“. Doch oft braucht man viel mehr Zeit. Der Malteser Hospiz- und Palliativberatungsdienst und das Selbsthilfezentrum Eigeninitiative bieten in Kooperation ab Ende August eine begleitete Trauergruppe für Verwitwete an, die sich wöchentlich einmal treffen wird. Ort der Veranstaltung sind die Räume der Servicestelle des Malteser Betreuten Wohnens im Stellingdamm 8, (S-Bhf. Köpenick). In geschützter Atmosphäre haben Betroffene die Möglichkeit, ihren Gedanken und Gefühlen Ausdruck zu verleihen sowie den Austausch mit anderen Trauernden zu suchen. Genauere Informationen unter 65 66 178-0 (Malteser Hospizund Palliativberatungsdienst) oder 631 09 85 (Eigeninitiative).

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Nr. 184

Abi 2009 – „Das Spiel ist aus“ – und der Vorhang geht trotzdem wieder auf
„Das Spiel ist aus“ – das war der letzte Titel eines Bühnenstücks des Grundkurses „Darstellendes Spiel“ unseres 13. Jahrgangs an der Anna-Seghers-Schule. Um diese Redewendung rankte sich so einiges in den letzten Tagen des Abiturjahrgangs 2009. Aber das Spiel an sich war schon lange vorher aus. Denn eine angespannte Prüfungszeit über mehrere Wochen lag am 29. Juni im Kinosaal des FEZ hinter unseren 90 Absolventen, als sie mit ihrem Abiturzeugnis den Lohn ihrer Mühen in Empfang nehmen konnten. Die Kleinsten unserer Gemeinschaft aus der Klassenstufe 1 überbrachten zu Beginn eines abwechslungsreichen Programms ihre ganz persönlichen Grüße an die Großen. So konnten sie sich auf ihre Art speziell auch bei den Abiturienten bedanken, die sie als Paten in ihrem ersten Jahr Schule oft fürsorglich begleiteten. Neben unseren Erstklässlern sorgten insbesondere die Schüler- und Lehrerband, der Abifilm sowie eigene Beiträge der Absolventen für die bekannte Stimmung während der feierlichen Zeugnisübergabe. Entsprechend unserer Tradition wurden die Besten des Jahrgangs

Bewerbungstraining für Schüler(innen)
Am 17. August startet erstmals ein Ferienkurs für Ausbildungsplatzsuchende mit dem Titel „Bewerbungstraining“ (Kurs-Nr. TK-6931-H) in der Volkshochschule Treptow-Köpenick. An fünf Tagen von 10 -14 Uhr werden die Suche nach der geeigneten Stelle, professionelles Telefonieren, die Erstellung von Bewerbungsmappen sowie das Verhalten im Vorstellungsgespräch trainiert. Im Mittelpunkt vieler praktischer Übungen steht auch die Körpersprache. Videoaufzeichnungen von Rollenspielen ergänzen das inhaltliche Spektrum. Nach Möglichkeit sollten die Interessenten einen leeren USB-Stick mitbringen, damit die wichtigsten Unterlagen auch gleich nach dem Seminar zur Anwendung kommen können. Anmelden kann man sich unter www.vhs-treptow-koepenick.de oder per E-Mail an: anmeldung @vhstk.de oder persönlich an der Kasse der VHS, Baumschulenstraße 79-81 (Mo: 16-19 Uhr, Di: 10-12 sowie 16-19 Uhr). Der Preis beträgt ermäßigt 46 €.

vom Förderverein für ihre hervorragenden Leistungen ausgezeichnet. Tobias Ballhause konnte sein Abitur mit einem Durchschnitt von 1,3 abschließen. Neben ihm freuten sich Sophie Holler mit 1,4 und Jens Oldenburg sowie Paul Bahlmann mit 1,7 über ihre herausragenden Ergebnisse (Foto). Gefeiert wurde dann zünftig beim Abiball gleich nebenan im Foyer des Hauses. Was unsere jungen Menschen mit dieser „Allgemeinen Hochschulreife“ machen, liegt nun ganz in ihrer Hand. Wichtige Entscheidungen werden in den kommenden Wochen getroffen, liebgewordene Alltäglichkeiten wer-

den sich verändern und Freundschaften und die Liebe werden sich neu beweisen müssen. Da es ganz besonders ohne Letzteres ein glückliches Leben nicht geben kann, begleiten euch auch dazu unsere besten Wünsche. Das „Spiel“ beginnt von Neuem – der Vorhang geht auf. Ja, und wenn dann nach einigen Monaten wieder so ein klein wenig Lust auf die alte Schule und die „alten Pauker“ aufgekommen sein sollte, dann ist der Abitreff 2009 am 4. Dezember ein guter Termin. Für den Förderverein der Anna-Seghers-Schule Jörg Holler

„Ein Tag am Flughafen“
Kinder können zusammen mit ihren Eltern, Großeltern oder Freunden bis zum 28. August einen Tag lang einen Blick hinter die Kulissen des Flughafens Schönefeld werfen und vom Infotower auf die große Baustelle des neuen Hauptstadt-Airport BBI schauen. Die Ferienaktion „Ein Tag am Flughafen“ beginnt wochentags um 9.30 Uhr in der airportworld bbi gegenüber dem S-Bhf. Schönefeld und endet um 15 Uhr wieder dort. Die Kinder und ihre Begleiter lernen bei einer Flughafenrundfahrt das Gelände kennen, besuchen die Flughafenfeuerwehr, die Lufthansa-Wartungshalle und das Terminal. Außerdem besichtigen sie einen Hubschrauber Mi-8. Für Frühstück, Mittagessen und Getränke ist gesorgt. Der Abschied wird mit einer Tüte Eis versüßt. „Ein Tag am Flughafen“ kostet 19 € pro Person und muß vorher gebucht werden. Reservierungen sind montags bis freitags von 10 bis 15 Uhr unter 030/6091-2257 möglich. Außerhalb dieser Zeit steht der Fax-Anschluß unter 030/6091-2251 zur Verfügung.

Auch in den Ferien in den Klub
Die Kinder- und Jugendeinrichtung „Julian Grimau“ (Waldstraße 7) erwartet auch in den Sommerferien werktags von 12 bis 19 Uhr Besucher. Allerdings müssen dort in der Woche vom 3. bis 7. August die Türen geschlossen bleiben. Ansonsten wird täglich zwischen 12.30 Uhr und 14 Uhr mit den Kindern Wunschessen gekocht, der Unkostenbeitrag beträgt einen Euro. An den Nachmittagen stehen Kreativ- und Sportangebote, Computerspiele und vieles mehr im Programm. Je nach Wetterlage sind Ausflüge geplant, zu denen man sich vorher anmelden muß. Nähere Informationen zu allen Angeboten sind im Klub und unter 677 45 27 zu erhalten. W.W.

SpieloFEZien mit Ronja, Michel und Pippilotta
Noch bis 30. August erwarten Ronja, Michel und Pippilotta im FEZ Berlin entdeckungs- und spielfreudige Abenteurer, um mit ihnen im Astrid-LindgrenGeschichten-Land SpieloFEZien zu erleben. Das große Abschlußfest beginnt am 30.8. um 15 Uhr. Das erste Familienwochenende im September (5./6.9) läßt mit seinem Motto „Kunterbuntes Bullerbü“ die fröhlichen Spiele ausklingen bevor am 12. und 13.9. beim Schultütenfest die Schulanfänger im Mittelpunkt stehen. Das Kindermuseum im FEZ präsentiert im August sonntags von 12 bis 18 Uhr „Sag, was war die DDR?“, ein Geschichtsabenteuer für Kinder (ab Klasse 2) und Jugendliche. Auf der Basis von originalen Tagebüchern wird mit interaktiven Stationen und begehbaren Spiel-Räumen ein unmittelbarer Einblick in das Leben der Menschen in der DDR vermittelt. Im Mitmachen, Ausprobieren und Eintauchen in unterschiedliche Biografien erleben die Besucher eine spannende Spurensuche in ein widersprüchliches deutsches Land, das einmal geteilt war. Weitere Infos unter 53 07 10.

Ins Figurentheater „Grashüpfer“
Ein Besuch des Figurentheaters „Grashüpfer“ im Treptower Park dürfte eine tolle Abwechslung in den Ferienalltag bringen. Am 1. und 2.8. kann man dort „Hündchen und Kätzchen“ begegnen. Das Trollmärchen „Lillebi und Lillebo“ wird vom 5.-16.8. vorgetragen. Vom 19.-23.8. gibt es die Geschichte „Katze Minki findet Freunde“. „Die diebische Elster“ ist vom 26.-30.8. bei ihren Taten zu beobachten. Am 31.8. wird die Frage beantwortet „Wer versteckt sich vor dem kleinen Hund?“. Schüler und Erwachsene werden jeweils ab 18 Uhr am 21.8. zum Märchenabend am Feuer in der Jurte und am 28.8. zur Märchennacht mit vielen Märchenerzählern eingeladen. Infos unter 53 69 51 50. W.W.

Wir wünschen erlebnisreiche Tage!

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Internationales Müggelseeschwimmen Klein Olympia 2009 Adlershofer Zeitung
Das Internationale Müggelseeschwimmen findet am 15. August nunmehr zum 16. Mal statt. Da das Freibad Friedrichshagen als Zielort nicht mehr zur Verfügung steht, wurde die Streckenführung geändert. Start ist nun bei der Seglergemeinschaft am Müggelsee, Müggelschlößchenweg 70. Das Ziel befindet sich im Strandbad Rahnsdorf, dadurch verlängert sich die Strecke auf 3,4 km. Der Start erfolgt ab 11 Uhr in mehreren Gruppen von ca. 60-80 Leuten, eingeteilt nach Altersklassen. Die Schwimmstrecke ist durch Bojen markiert. Die Zeitmessung erfolgt elektronisch mit einem Transponderchip, der am Handgelenk befestigt wird. Siegerpokale werden an die Gesamtsieger der Frauen und Männer sowie für alle Altersklassensieger vergeben. Medaillen und Urkunden erhalten die drei Erstplatzierten jeder Altersklasse. Sonderpreise gibt es auch für die jüngsten und ältesten Teilnehmer(innen). Anmeldungen: TiB 1848 e.V., Abt. Schwimmen Köpenick, Columbiadamm 111, 10965 Berlin. Telefon 61 10 10-0. Voranmeldeschluss: 13. August. Am Starttag Nachmeldungen für 5 €. Bereits zum 6. Mal findet ab 15 Uhr das Kinder-Müggelseeschwimmen auf einem 400 Meter Dreieckskurs für Mädchen und Jungen von 8 bis 11 Jahren statt.

im Judo mit mehr als 400 Teilnehmern

PF 1103

12474 Berlin

medienbuero.ebner@t-online.de

Am 11. Juli fand traditionell das Turnier „Klein Olympia“ im Judo statt. Der PSV Olympia Berlin e.V. organisierte das in der Hauptstadt größte Turnier in dieser Kategorie mit mehr als 400 Teilnehmern. Vor 600 Gästen kämpften auf fünf Wettkampfflächen die Jungen und Mädchen der Jahrgänge 2002 bis 1998 und in der Altersklasse U14. Für viele der kleinen Judoka war dies ihr erster Wettkampf. Durch die fleißige Unterstützung vieler Helfer lief das Turnier reibungslos ab und keiner musste lange auf die ersehnten Urkunden und Medaillen warten. R. Schumkow

Herausgeber
MEDIEN-BÜRO Adlershof verantw. Redakteur Lutz Ebner Tel. 67 98 95 37 Fax 67 98 95 38 redaktionelle Mitarbeit Wolfhard Staneczek Tel. & Fax 677 24 58 Herstellung Eggersdorfer Druck- und Verlagshaus Auflage 3000 Exemplare Erscheinungsweise monatlich

Zum 13. Mal: Triathlon der Anna-Seghers-Schule
An diesem 17. Juni war wieder bestes Triathlonwetter. Bei der nunmehr 13. Auflage unseres anspruchsvollen Wettkampfes wurden von den meisten Beteiligten hervorragende Ergebnisse erreicht. Dabei spielten die Platzierungen und die Zeiten nur eine untergeordnete Rolle, entscheidend war vielmehr, wie die Triathleten ihre individuellen Möglichkeiten ausschöpfen konnten. Von den 13 Mädchen, die an den Start gingen, kamen 11 erfolgreich ins Ziel. Besonders hervorzuheben ist dabei die Leistung von Beatrice, die als eine der Jüngsten insgesamt sogar die zweitbeste Zeit erreichen konnte. Felix Schäfer war bei den Jungen in der Altersklasse 95/96 der Schnellste und hätte sogar die Wertung beim Jahrgang 94 gewonnen. Klasse Leistung! Schade, älteren Jungen, die eine deutlich längere Strecke zurücklegen mussten, war Alexander Root nach 44:33 Minuten als Erster im Ziel. Auch dieser Triathlon wurde dankenswerterweise wieder von unseren langjährigen Sponsoren unterstützt. Zählen konnten wir wie immer auf SportRunner in Schöneweide, auf die Adlershofer Fahrradwelt und auf die Handywerkstatt in der Dörpfeldstraße. Herzlichen Dank auch an alle, die die Organisation vor Ort mit absicherten: Unsere Rettungsschwimmer vom Arbeiter-Samariterbund, die wieder mehrfach Erste Hilfe leisten konnten; die freiwilligen Helfer aus den 10. Klassen; Frau Pannetier, Frau Boll, Frau Gniwotta und Sophie sowie Cathi aus der 9/11, die die Rettungsschwimmer unterstützte. J. Holler

Foto: Holler

dass der hochmotivierte Justin Lindenberg aufgrund eines Sturzes den Wettkampf vorzeitig beenden musste. Überraschend kam Julius Paasche auf Platz 2, wobei

er seine Gesamtzeit gegenüber dem vergangenen Jahr um ca. vier Minuten verbessern konnte. Steve Hildebrand setzte sich klar im nächsten Jahrgang durch. Bei den

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Redaktionsschluß für die Ankündigung sportlicher Termine im September ist am 17. August

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Nr. 184

Ergebnisse der Europawahl 2009
Die Ergebnisse der Europawahl bei uns in Adlershof können wir dank der Unterstützung des Bezirkswahlamtes publizieren. Die Bezirks- und Landesergebnisse stehen hier zum Vergleich. Die geringe Beteiligung am Wahltag war mit 23,4% diesmal nur unwesentlich höher als beim „Volksentscheid über die Einführung des Wahlpflichtbereichs Ethik/ Religion“ am 26. April (21,6%). Auch wenn man berücksichtigt, daß bei den Adlershofer Ergebnissen die Briefwähler nicht enthalten sind (im Bezirk waren es 7,4%), haben zwei von drei Mitbürger(innen) von ihrem Wahlrecht nicht Gebrauch gemacht! Ortsteil Adlershof TreptowKöpenick 199.876 63.115 (31,6%) 98,8% 16,9% 14,9% 19,6% 31,7% 5,6% 1,4% 1,1% 0,9% 1,2% 1,0% 5,7% Berlin 2.473.787 869.339 (35,1%) 98,7% 24,3% 23,6% 18,8% 14,7% 8,7% 1,4% 0,9% 0,6% 1,4% 0,7% 4,9%

Dank der Adlershofer Feuerwehr
Sicher haben Sie den Bericht der Adlershofer Freiwilligen Feuerwehr im Mai (AZ Nr. 181) gelesen. Kurz darauf wurde uns durch einen persönlichen Kontakt von der Autovermietung FunRent in Johannisthal ein „Smart“ zur kostenlosen Nutzung übergeben. Wie zum Adlershofer Kinderfest ist er für die Öffentlichkeitsarbeit sehr hilfreich und kommt bei Kita- und Kinderfestbesuchen zum Einsatz. Dafür möchten die Kameraden der FFW Adlershof auch öffentlich herzlich danken. M.F.

Stimmberechtigte Teilnehmer gültige Stimmen davon über 1,0% für CDU GRÜNE SPD DIE LINKE FDP TIERSCHUTZ REP DVU PIRATEN RENTNER ÜBRIGE

13.078 3.064 (23,4%) 98,9% 17,3% 14,1% 19,8% 31,1% 5,5% 1,2% 1,2% 1,0% 2,0% 1,0% 5,7%

VHS-Programm 2009/2010
Das Programm der Volkshochschule Treptow-Köpenick, die in diesem Jahr ihr 90jähriges Jubiläum begeht, ist mit zahlreichen neuen Kursen erschienen. Zum Auftakt des Semesters wird am 25. September das Jubiläum mit der Eröffnung der Ausstellung „Bildung im Wandel der Zeit – 90 Jahre Volkshochschule in Treptow-Köpenick“ gefeiert. Dazu werden schon jetzt alle Bürger(innen) herzlich eingeladen. Wegweisend für die Kurse im Programm 2009/2010 war der Wunsch, auf aktuelle Anforderungen aus Beruf und Alltag schnell zu reagieren. Getreu dem Motto „Lernen im Lebenslauf“ werden verstärkt Kurse für Senior(inn)en wie auch für junge Menschen zwischen Schule und Beruf in allen Programmbereichen angeboten. Ein erweitertes Vormittagsangebot bietet Eltern die Gelegenheit, parallel zum Unterricht ihrer Kinder ohne Ablenkung lernen zu können. Das gesamte Angebot der VHS ist ab sofort im Internet unter www.vhstk.de zu finden. Trotz der Ferien können sich Interessenten schriftlich über das Internet, per E-Mail, per Post und per Fax anmelden. Auch wenn die Häuser der VHS geschlossen sind, werden die Anmeldungen bearbeitet. Ab 17.8. können sich Interessierte wieder persönlich anmelden: VHS Treptow-Köpenick, Baumschulenstr. 81,12437 Berlin; Plönzeile 7, 12459 Berlin; Tel.: (030) 90297-4055; Fax: (030) 90297-4050; E -Mail: anmeldung@vhstk.de; Internet: www.vhstk.de

Hoffen wir, daß sich an der Bundestagswahl am 27. September viel mehr Mitbürger(innen) aus Adlershof beteiligen. Nur wer seine Stimme bei der Wahl abgibt, kann Einfluß auf das Wahlergebnis nehmen. W.S.

Gesprächsrunde zum Problem eines Hundeauslaufgebietes
Zum Problem eines Hundeauslaufgebietes wird am 19. August um 18 Uhr zu einem Gespräch mit Bezirksstadtrat Michael Schneider in die „Alte Schule“ (Dörpfeldstr. 54) eingeladen. Im April und im Juni hatten wir über die Aktion „Für ein sauberes Adlershof“ berichtet, die von Adlershofer Hundefreunden durchgeführt wurde. Gleichzeitig informierten wir über den Einwohnerantrag zur Einrichtung von Hundeauslaufgebieten im Bezirk Treptow-Köpenick, zu dessen Unterstützung die Unterschriften von ca. 2.100 Mitbürgern über 16 Jahren aus dem Bezirk benötigt werden. Die Liste der Auslegestellen sowie weitere Informationen findet man nach wie vor unter www.hundeauslaufgebiet-treptowkoepenick.de. Nun sollen die Möglichkeiten für ein solches Areal mit dem zuständigen Stadtrat erörtert werden. W.W.

Früh aufstehen, das ist die Lebensweise

Prof. Dr.

Niels Korte

von Menschen, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen, die etwas erreichen und bewegen - für sich, ihre Familien und für unsere Gesellschaft. Sie sind es, die ohne viel Aufheben täglich unser Land am Laufen halten, sei es in ihrem Beruf, in einem Verein oder als Familienmanager! Gute Ideen und richtige Entscheidungen in der Arbeitsmarkt-, der Familien- und der Bildungspolitik sind für diese Menschen unentbehrlich. Als Ihr Vertreter im Bundestag will Prof. Dr. Niels Korte sich für diese Themen stark machen. Deshalb Prof. Dr. Niels Korte und CDU wählen!

ptikerSchwarz
– Inhaberwechsel –
Nach 32 Jahren der Selbständigkeit, 30 davon in Adlershof, haben wir unser Geschäft an die jüngeren Kollegen Frau S. Roggow und Herrn Ch. Möller übergeben. Wir bedanken uns bei unseren Kunden für das Vertrauen und die langjährige Treue.

Prof. Dr. Niels Korte • CDU Wahl.Lokal.Korte • Brückenstraße 27 • 12439 Berlin 24h-Telefon 030-678 040 31 • team@korte2009.de • www.korte2009.de

Harold und Ingrid Schwarz
        
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