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Periodical volume

Full text: Adlershofer Zeitung Issue 2009, H.182/Juni

Monatszeitung

Nr. 182 Juni 2009

0,60 €

❒ Zum 14. Mal sind Straßenfußballer zu

mehr als 150 Turnieren aufgerufen – in Treptow-Köpenick am 6. Juni
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Foto: BSM mbH

❒ Zur „Klügsten Nacht des Jahres“ wird am 13.6.

❒ Beim „Tag der Stadtkunst“ am 6. Juni

an verschiedene Orte eingeladen. Das Angebot in Adlershof ist in einem Flyer aufgelistet
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in der Altstadt von Köpenick werden auch die „Wilden Pferde“ gesattelt
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Foto: Irene Wilhelm

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Nr. 182

Fertigstellung des neuen Informationen des Adlershofer Festkomitees: Kinder- und Herbstfest im Blick Bahnsteigs in Sicht
Bereits im Heft 4 unserer Adlershofer Zeitung (August 94) war im Beitrag von Rudi Hinte zur Geschichte des hiesigen Bahnhofs zu lesen: „Im Juni 1874 richtete der zum Quistorpschen Imperium gehörende Bauverein AdlershofGrünau vier neue Haltepunkte ein, darunter auch den für Adlershof.“ Das war vor genau 135 Jahren. Dieses Jubiläum wird für die Inbetriebnahme des neuen Bahnhofs nur kurz verpaßt, wenn vom 3. bis 6.7. Gleis 4 (Richtung Innenstadt) und vom 10. bis 13.7. Gleis 3 (Gegenrichtung) am neuen Bahnsteig in Betrieb genommen werden. Das Schotterbett im Bahnsteigbereich war schon im Mai zu sehen. Im Juni werden am Bahngebäude noch Restarbeiten durchgeführt – Verklinkerung der Wände, (Foto), Fertigstellung des Bahnsteigbodens und Ausrüstung mit Fahrtrichtungsanzeiger, LautFoto: Staneczek

Das Hauptaugenmerk unseres Festkomitees gilt jetzt dem Adlershofer Kinderfest am 20.6. ab 14 Uhr auf dem Hof der AnnaSeghers-Oberschule und dem 13. Adlershofer Herbstfest am 19.9. rund um die Alte Schule. Zu vorbereitenden Absprachen trefTermin Ort 2.6., 18.00 Anna-SeghersGedenkstätte 4.6., 19.00 Alte Schule 13.6., 17.00 WISTA 19.00 Verklärungskirche 20.6., 10.00 Dörpfeld-/Ecke Waldstraße 14.00 Anna-Seghers-OS 24.6., 20.30 Verklärungskirche 25.6., 19.00 Alte Schule 26.6., 19.00 „Blattlaus“ 20.00 27.6., 14.30 4.7., 10.00 8.7., 19.30 Alte Schule Schwedenkirche Heide-Grundschule Alte Schule

fen wir uns am 4.6. um 19 Uhr in der Alten Schule. Mitstreiter sind herzlich willkommen. Alle Veranstaltungen in Adlershof, die uns bisher für Juni und Juli bekannt sind, finden Sie nachstehend, weitere Infos in dieser Ausgabe. Wolfhard Staneczek

Veranstaltung Christine Wolter „Traum Berlin Ost“ Sitzung des Adlershofer Festkomitees (öffentlich) 9. Lange Nacht der Wissenschaften Gospelkonzert open air Auf dem Weg der Adlershofer Schüler bis 1890 in die Stadtschule Köpenick Adlershofer Kinderfest Johannisfeuer „150 Jahre nach Darwin und was wissen wir heute?“ „15 Jahre Blattlaus“, Party mit bekannten Künstlern Ausstellung: „Paris - Berlin“ Sommerabende (auch 28.6.) öffentliches Schulfest Lesung, Live-Musik u. Ausstellungseröffnung (APHAIA VERLAG) Vögel im Landschaftspark Gemeindefest der ev. Gemeinde

sprechern etc. am Bahnsteigdach – bevor die Gleise gelegt werden. Obwohl dann die Bauarbeiten im Umfeld noch weitergehen, werden nicht nur die Adlershofer den neuen, modernen Bahnhof freudig annehmen, auch wenn der Ausgang in Höhe der Weerthstraße erst geöffnet wird, wenn dort ein gefahrloses Überqueren des Adlergestells möglich ist. W.S.

Ergebnisse zum Volksentscheid
Traditionell publizieren wir die Ergebnisse der Wahlen bei uns in Adlershof mit Unterstützung des Bezirkswahlamtes. Zuletzt wurde am 26.4. zum „Volksentscheid über die Einführung des Wahlpflichtbereichs Ethik/Religion“ (Pro Reli) aufgefordert. Auch wenn die Landes- und Bezirksergebnisse bekannt sind, stehen sie hier nochmals zum Vergleich. Adlershof Stimmberechtigte Teilnehmer Ja Nein ungültig 12.999 21,6% 23,7% 76,1% 0,2% TreptowKöpenick 198.357 27,7% 26,1% 73,7% 0,2% Berlin 2.445.699 29,2% 48,4% 51,4% 0,2%

12.7., 8.00 Rudower Chaussee/ Magnusstraße 14.00 Verklärungskirche

Wahlhelfer(innen) für Europawahl gesucht
Das Bezirksamt Treptow-Köpenick sucht für die Europawahl am 7. Juni noch 500 Wahlhelfer(innen). Für den Einsatz am Wahltag erhält man eine Aufwandsentschädigung von 31 €. Es werden insbesondere Bürger(innen) für den Einsatz als Wahlvorsteher(in) gesucht. Diese erhalten neben einer vorbereitenden Schulung für Ihren Einsatz und Mehraufwand 41 €. Nähere Informationen unter Tel. 90297-2397, -2390 und -2391. Gern kann man seine Bereitschaft per E-Mail: bezirkswahlamt@ ba-tk.berlin.de erklären.

Großes Engagement mit der Bürgermedaille gewürdigt
Im Rahmen des Frühlingsfestes des BVV-Vorstehers Siegfried Stock und der Bezirksbürgermeisterin Gabriele Schöttler wurde Ende April an fünf Bürger(innen) von Treptow-Köpenick die Bürgermedaille für Ihre Verdienste um den Bezirk verliehen. Die 2008 Geehrten sind: Gabriele Bofinger gehört als Projektmanagerin bei offensiv ’91 e.V. zu den aktivsten Akteurinnen des bezirklichen Bündnisses für Demokratie und Toleranz, gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Mit großem Engagement organisiert sie alljährlich das Fest für Demokratie. Sie ist Initiatorin von Gegenprotesten zu den Aufmärschen der rechtsextremen Szene im Bezirk. Diese ehrenamtlichen Tätigkeiten führt Frau Bofinger mit viel Eigeninitiative durch und leistet damit einen Beitrag zur Stärkung der Zivilgesellschaft. Evelyn Dietz ist seit fast zwei Jahrzehnten Initiatorin des Friedenskreises der evangelischen Kirche in Niederschöneweide. Sie organisiert Gesprächsrunden mit Experten aus Kommunalpolitik, Wissenschaft, Journalismus und interessierten Bürgern zum Thema Frieden und soziale Gerechtigkeit. Der Friedenskreis beteiligt sich u.a. am jährlichen Ostermarsch. 2003 setzte Frau Dietz gemeinsam mit ihren Mitstreitern aktiv ein Zeichen gegen den IrakKrieg und hielt wöchentlich eine Mahnwache vor dem Bahnhof Schöneweide. André Nicke ist seit 1996 künstlerischer Leiter des Stadttheaters Cöpenick, das dem Bezirksamt ein kreativer Partner in Vorbereitung und Durchführung kulturpolitischer Höhepunkte ist. Als Regisseur und Schauspieler bereichert er die Kulturszene des Bezirkes. Ihm ist in Zusammenarbeit mit der Berliner Bürgerbräu die Installierung eines Sommertheaters am Müggelsee zu verdanken. Anläßlich des 800. Stadtjubiläums von Köpenick übernahm Herr Nicke die Regie des historischen Festumzuges im Rahmen des 48. Köpenicker Sommers. Michael Schrick leitet im Förderverein Lokale Agenda 21 Treptow-Köpenick e.V. die Arbeitsgruppe Städtepartnerschaft Treptow-Köpenick – Cajamarca. Seit 1998 besteht ein reger Austausch mit der Provinz in Peru. Viele Projekte wurden durchgeführt. Herrn Schrick ist wichtig, daß diese Partnerschaft nicht nur von Vertretern aus Politik und Verwaltung, sondern maßgeblich von der Zivilgesellschaft getragen wird. Dank seines Kommunikationstalentes und seiner Hartnäckigkeit gewinnt die AG neue Mitglieder. Dr. Klaus Sternberg wurde 1920 als Sohn jüdischer Eltern in Berlin geboren, emigrierte 1938 nach England und kehrte nach dem Krieg nach Deutschland zurück. Seine besondere Mission sieht er seit Jahren darin, jungen Menschen Lehren der Geschichte zu vermitteln. In Schulen und anderen Bildungseinrichtungen hielt er vor Tausenden von Teilnehmern Vorträge zur Geschichte des Judentums und der Juden in Deutschland, zu Antisemitismus, zur Geschichte des Staates Israel, über Christentum, Judentum, Islam sowie zur Lage in Nahost und inspirierte lebhafte Diskussionen. Den mit der Bürgermedaille Geehrten gilt der Dank ihrer Mitbürger. Es gab wieder viele weitere Vorschläge, ein deutliches Zeichen, daß es in Treptow-Köpenick ein vielfältiges Engagement für den Bezirk und seine Bürger gibt!

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13. Juni: „9. Lange Nacht der Wissenschaften“
Obwohl es bereits die „9. Lange Nacht der Wissenschaften“ ist, die man am 13. Juni ab 17 Uhr in Adlershof erleben kann, ist diesmal manches anders. Hier steht sie in diesem Jahr unter dem Motto „Luft- und Raumfahrt“, um zugleich an „100 Jahre Innovationen aus Berlin Adlershof“ und „100 Jahre deutscher Motorflug“ (s. rechts) zu erinnern. Darüber hinaus ist die Mehrzahl der angebotenen Gelegenheiten, seine naturwissenschaftlichen Kenntnisse auf lergruppen, die sich zur Teilnahme an dem ausgeschriebenen Wettbewerb gemeldet haben, zeigen ihren Beitrag auf der Bühne. Das gesamte Adlershof-Programm zur Langen Nacht mit Lageplan, den beteiligten Institutionen und den Bus-Shuttle-Routen ist seit Ende Mai u.a. bei der WISTA-MANAGEMENT GmbH (Rudower Chaussee 17) und in der Bibliothek in der Alten Schule erhältlich. Ihm liegt wieder ein umfangreiches Kinderprogramm bei. Für die Planung der persönlichen Lange-Nacht-Tour kann man sich auch unter www.LNDW. adlershof.de informieren. Alle Ziele lassen sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln bzw. den Bus-Shuttles bequem erreichen. Lange-Nacht-Tickets sind im Vorverkauf preiswerter und berechtigen auch zur Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel im Tarifbereich ABC. In Adlershof ist das Erwin Schrödinger-Zentrum (Rudower Chaussee 26) Anlauf- und Treffpunkt. Dort kann man Eintrittskarten erwerben, den speziellen Adlershof-Flyer mitnehmen und haben sich für die Betreuung kleinster Gäste wieder Erzieherinnen der Kita „Spatzennest“ zur Verfügung gestellt. Die diversen Führungen beginnen im Haus gegenüber (Rudower Chaussee 19). Dafür sollte man sich bis 12.6. unter 6392-3583 anmelden, am 13.6. werden nur noch Restplätze vergeben. Abermals wird an mehreren Punkten für das leibliche Wohl der Gäste und für musikalische Unterhaltung gesorgt. W.S.

unterhaltsame Weise zu vervollständigen, ebenso umfangreich wie in den Vorjahren. Die hier angesiedelten Institute der Humboldt-Universität, außeruniversitären Einrichtungen und Wirtschaftsbetriebe öffnen nicht nur ihre Pforten, sondern demonstrieren auch z.T. neueste, spektakuläre Forschungsergebnisse. Eines der zentralen „Highlights des Abends“ wird erneut die Bühnenshow auf der Terrasse am Bunsensaal (Rudower Chaussee 17) sein. Zur Eröffnung und zum Abschluß gibt es wieder interessante Experimente mit Prof. Schön von der Humboldt-Universität. Mehrmals wechseln sich der aus dem Fernsehen bekannte Jean Pütz und seine „PützmünterShow“ mit Marvi Hämmer, der klugen Reporter-Ratte aus der ZDF-tivi-Sendung ab. Auch Schü-

Als Teil der „Langen Nacht der Wissenschaften“ findet am 13.6. die Erlebnismeile „Hundert Jahre deutscher Motorflug“ auf dem Stadtplatz Forum Adlershof (Rudower Chaussee/Newtonstraße) sowie im alten Hangar (LudwigBoltzmann-Straße) statt. Die Erlebnismeile ist einmalig und wird so schnell nicht mehr zu sehen sein. Erinnert wird an die Zeit, als der Flugplatz Johannisthal/ Adlershof Treffpunkt tollkühner Piloten in ihren fliegenden Kisten war. Gleichzeitig blickt man in die Gegenwart und Zukunft der Luft- und Raumfahrt. Es gibt also viel zu sehen und

zu erleben: Historische Flugmodelle, Cockpits und Simulatoren zum Ausprobieren, Antriebstechniken der Luftfahrt – dazu Vorträge, Führungen und Ausstellungen sowie ein spannendes Begleitprogramm für Erwachsene und Kinder. Partner sind u.a.: Lufthansa Technik, Vereinigung der Deutschen Pilotinnen, Gesellschaft zur Bewahrung von Stätten deutscher Luftfahrtgeschichte, Luftwaffenmuseum Gatow, Spreeflug, Autoflug, AneCom Aerotest. Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Heimatmuseum Treptow-Köpenick und viele andere mehr.

BBI: Eventwoche vom 1. bis 7. Juni
Europas größte Flughafenbaustelle in Berlin-Schönefeld wird am Pfingstmontag, dem 1. Juni, 1.000 Tage alt. Grund genug für die Berliner Flughäfen alle Interessierten in der ersten Juniwoche zu einer Eventwoche zum Thema „1.000 Tage Bauarbeiten“ auf die BBI-Baustelle einzuladen. Die Eventwoche bietet einen einmaligen Blick hinter die Kulissen. Zum Programm gehören tägliche Baustellentouren zu unterschiedlichen Schwerpunkten wie „Straße, Schiene, Luft – BBI der intermodale Flughafen“ oder „Power für den BBI – die Energieversorgung“. Eine Podiumsdiskussion am 3. Juni ab 19 Uhr trägt den Titel „1.000 Tage Bauarbeiten. Konjunkturmotor BBI – eine Zwischenbilanz“. Darüber hinaus wird am 1. Juni zu einem Kinderfest am Internationalen Kindertag sowie am 6. und 7. Juni zum Familienfest am Infotower eingeladen. Mehr Infos unter www.berlin-airport.de

Ratschläge zur Internetsicherheit
Über „Phishing und andere Formen der Computerkriminalität“ referiert am 9. Juni Jochen Kunisch beim 57. Lady’s Stammtisch. Dabei werden die Unternehmerinnen Tipps und Ratschläge zu Internetsicherheit und Internetbanking sowie Antworten auf ihre speziellen Fragen erhalten. Beginn der Veranstaltung im Ratssaal des Rathauses Treptow, Neue Krugallee 4, ist um 19 Uhr. Für Nichtmitglieder des Lady’s Stammtisch e.V. wird an der Abendkasse ein Unkostenbeitrag von 10 € erhoben. Weitere Infos: www.ladiesstammtisch.com

Zwei weitere Grundsteinlegungen in Adlershof
In unserer Mai-Ausgabe berichteten wir über geplante Baumaßnahmen auch beidseits der Rudower Chaussee. Inzwischen erhielten wir Einladungen zu zwei weiteren „Grundsteinlegungen“. Wobei die Ereignisse nur noch wenig der Bezeichnung entsprachen. Auf dem Grundstück Volmer- Ecke Albert-Einstein-Straße war der Keller schon vorhanden als die Kassette in einer Beton-Truhe untergebracht wurde (Foto). Hier baut sich die Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik (GFaI – s. AZ Nr. 124) ein Büround Laborgebäude. Die GFaI ist seit 1990 eines der ältesten UnterAuch die SENTECH Instruments GmbH gibt es seit 1990 am Standort. Neben DünnschichtMeßgeräten hat man sich auf Konstruktion und Fertigung plasmagestützter Beschichtungs- und Ätzanlagen für die Halbleiterforschung und -entwicklung spezialisiert. In das neue Produktionsund Bürogebäude an der Schwarzschild- Ecke Johann-Hittorf-Straße will man bereits zu Weihnachten einziehen. Auch bei dieser „Grundsteinlegung“ war die Bodenplatte des Gebäudes bereits gegossen – in eine ausgesparte Vertiefung wurde die Kassette mit den Unterlagen einbetoniert. W.S.

Foto: Staneczek

nehmen am Standort und u.a. durch ihre „Akustische Kamera“ bekannt. Zum 20jährigen Jubiläum soll im April 2010 das Gebäude eingeweiht werden.

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Dem Haushalt fehlen 18 Mio. €
Aus der 29. Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick
BVV-Vorsteher Siegfried Stock würdigte in der 29. Sitzung am 30.4. die Woche der Partnerstädte, dankte allen Organisatoren und bezeichnete den ökumenischen Gottesdienst in Adlershof als krönenden Abschluß. Zur Bürgerfragestunde hatten sich diesmal fünf Bürger(innen) angemeldet zu unterschiedlichen Problemen wie u.a. zur neuen Entgeltregelung für Chöre an der Musikschule ab September. Anschließend berichtete Bezirksstadtrat Michael Schneider als Vertreter der erkrankten Bürgermeisterin zuerst über die Schwierigkeiten in allen Berliner Bezirken bei der Aufstellung ausgeglichener Haushaltspläne, da ihnen Zuweisungen in Höhe von 142 Mio. € (dem Bezirk 18 Mio. €) dafür fehlen und bat die Verordneten aller Parteien, sich bei ihren Mitgliedern im Abgeordnetenhaus für entsprechende Verbesserungen einzusetzen. Anschließend sprach er zu Ereignissen und Terminen aus den Abteilungen des Bezirksamtes. Dazu gehörten u.a. - vorbeugende Aktionen gegen die „Schweinegrippe“, - eine weitere bürgernahe Diskussion zur Rettung der Platanenallee in Treptow, - das Richtfest der neuen Sporthalle Hämmerlingstraße, - bewilligte 6,6 Mio. € für die Sanierung des FEZ, - die Zustimmung zum „Business-Park“ am Flughafen BBI, Auf „Mündliche Anfragen“ von Bezirksverordneten war u.a. zu erfahren, daß - als Folge der von Bürgervereinen geäußerten Kritik an Verlauf und Verfahrensweise der Beratungen für den neuen Bürgerhaushalt wesentliche Veränderungen vorgesehen sind und gleichzeitig um rege Teilnahme an den Beratungen im Juni gebeten wird. - man noch auf Antwort vom Senat wartet, wie das Schulschwimmen gewährleistet werden kann, wenn die Allende-Schwimmhalle ab Mai für mindestens ein Jahr geschlossen wird. Der Wahl von zwei Mitgliedern des Beirates in Sozialhilfeangelegenheiten folgte die Beantwortung der bereits zweimal vertagten Großen Anfrage von CDU und FDP zu „Staatlicher Eingriff überall oder freie Bürger im Rahmen staatlicher Verantwortung“ in der jedes Mitglied des Bezirksamtes gefragte wurde: „a.) welche wichtigen politischen Zielstellungen konnten seit Beginn der Legislaturperiode in Ihrem Ressort erreicht werden und b.) welche politischen Themen und Aufgabenschwerpunkte werden Ihre Tätigkeit bis zum Ende der Legislaturperiode bestimmen?“ Obwohl die - für das Projekt „Traditionelles Handwerk“ weiterhin eine Kofinanzierung zur Verfügung zu stellen, um die begonnenen Projekte zur Berufsorientierung für die Schulen sicherzustellen, - sich beim Senat für die Errichtung einer touristischen Unterrichtungstafel für die Altstadt Köpenick entlang der Autobahn 113 einzusetzen, - den 2007 herausgegebenen Kinder- und Jugendwegweiser im Internet zu aktualisieren. Inzwischen war es 22 Uhr und man beschloß, wenigstens noch zwei der restlichen Tagesordnungspunkte zu behandeln. Im ersten ging es darum, das Bezirksamt zu bestärken, sich weiterhin über den Rat der Bürgermeister und das Abgeordnetenhaus für die Sicherung einer angemessenen finanziellen Ausstattung des Bezirks einzusetzen. Im zweiten schloß sich die Bezirksverordnetenversammlung (gegen die Stimmen der NPD) dem Aufruf „Der 1. Mai gehört den Demokraten“ des Bündnisses für Demokratie und Toleranz gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus an. Den „Mitteilungen des BVVVorstehers Nr. VI/28“ entnehmen wir u.a., daß - eine Projektgruppe ein Programm zur Würdigung des 100. Geburtstages des Flugplatzes Johannisthal erarbeite, die im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften am 13. Juni erfolgen wird. Weitere Aktivitäten sollen am 26.9. stattfinden. - im Bezirk 2009 für Beihilfen für Ferienreisen von Kindern einkommensschwacher Familien 23.900 € sowie 44.000 € für behinderungsbedingte Mehrkosten (Reisen behinderter Kinder und Jugendlicher) zur Verfügung stehen. Anträge durch die Sorgeberechtigten sollten rechtzeitig beim Jugendamt gestellt werden. Nach der BVV-Sitzung vom 28. Mai findet die nächste (einschließlich Bürgerfragestunde) am 25. Juni ab 16.30 Uhr im Rathaus Treptow statt. W.S.

Öffentliche Sprechstunden
Am 9.6. von 15 bis 18 Uhr findet die nächste Sprechstunde des Bundestagsabgeordneten Dr. Gregor Gysi in seinem Wahlkreisbüro Brückenstraße 28 (Niederschöneweide) statt (Anmeldung bitte unter Tel. 63 22 43 57). Bezirksbürgermeisterin Gabriele Schöttler steht vor der Sommerpause noch einmal am 22.6. von 11-12 Uhr im Rathaus Köpenick zum individuellen Gespräch bereit. Nähere Informationen oder ggf. einen zusätzlichen Termin bitte unter 90297-2300 erfragen! Die Sprechstunde des stellvertretenden Bürgermeisters und Bezirksstadtrates für Umwelt, Grün und Immobilienwirtschaft Michael Schneider findet am 2. Donnerstag im Monat von 16 bis 18 Uhr (so am 11.6.) oder nach Vereinbarung im Rathaus Treptow statt.

Mitreden über Geld
Zum dritten mal sind die Bürger(innen) des Bezirks TreptowKöpenick aufgerufen, sich an der Diskussion über die Bezirksfinanzen zu beteiligen. Nachdem 2005 und 2007 persönliche Einladungen nach dem Zufallsprinzip an 2500 Einwohner verschickt wurden, laden der Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung Siegfried Stock und Bürgermeisterin Gabriele Schöttler in diesem Jahr erstmals alle Einwohner ein, im Juni in einem von fünf Bürgerforen mit Vertretern des Bezirksamtes und der BVV über die Haushaltsplanung für die Jahre 2010/2011 zu diskutieren. In den Veranstaltungen wird der Stand der Planung erläutert. Erwünscht sind Vorschläge aus der Bürgerschaft, die in die Entscheidungen der BVV im September einfließen können. Zu folgenden Terminen wird eingeladen: 9.6., Ratssaal Rathaus Köpenick 10.6., Volkshochschule Plönzeile 7 16.6., BVV-Saal Rathaus Treptow 17.6., Bürgerhaus Ortolfstr. 182-184 20.6., Ratssaal Rathaus Köpenick Um organisatorisch gut vorbereitet zu sein, bitten die Veranstalter um Anmeldung unter 90297-3535 oder per E-Mail an buergerhaushalt@ba-tk.berlin.de. Diese Telefonnummer ist exklusiv als Servicetelefon zum Bürgerhaushalt geschaltet und während der Geschäftszeit jederzeit erreichbar. Nach Geschäftsschluss ist ein Anrufbeantworter geschaltet, so dass am nächsten Arbeitstag zurückgerufen wird. Die Informationen auf der Homepage des Bezirksamtes werden mit dem Servicetelefon ergänzt.

Zeichnung: Architekt Neuhoff

Verlesung der einzelnen Antworten durch Stadtrat Schneider mehr als eine Stunde dauerte wurde in der anschließenden Diskussion nur der Beitrag von Stadträtin Feierabend als befriedigend eingeschätzt. Für die anschließende Große Anfrage zur wirtschaftlichen Entwicklung in der Altstadt Köpenick benötigte man nur noch 40 Minuten. Neben der Befürwortung eines Sondermittelantrages für den Landesverband der Freiwilligen Feuerwehren und der Kenntnisnahme zur diesjährigen Verleihung der Bürgermedaille des Bezirkes wurde beschlossen, das Bezirksamt u.a. zu ersuchen, - auf geeigneten Mittelinseln an besonders stark vom Straßenverkehr belasteten Straßen im Bezirk (z.B. Adlergestell) Enka Moss als Straßenbegleitgrün zu pflanzen, - sich innerhalb der Trägervertretung des Jobcenters dafür einzusetzen, daß die neuen Möglichkeiten der Freien Förderung für Arbeitsuchende voll ausgeschöpft werden,

PRIEPKE
030 / 670 20 20
Abschied mit Liebe . . .

BESTATTUNGSHAUS

Hackenbergstraße 12 Berlin-Adlershof / Am Friedhof

TAG & NACHT

Juni 2009
Es gibt zwei Arten Drachen steigen zu lassen. Bei zu wenig Wind, rennt man und zieht ihn mühsam und schweißtreibend hinter sich her. Bleibt man abgekämpft stehen, muß man zuschauen wie er wieder absackt. Oder man wartet bis sich das Wetter eignet. So ging es mir dieser Tage am Landschaftspark. Mein Lenkdrachen wurde vom kräftigen Wind gepackt und schoß in die Höhe. Ich mußte nur gut festhalten und mit den beiden Schnüren lenken. Schnelle Kurven und Loopings machten einen riesigen Spaß. Genauso ist es mit dem Glauben an Gott. Die einen versuchen aus eigenem Bemühen in die Welt Gottes aufzusteigen. Andere haben verstanden, daß stattdessen Gott zu ihnen kommt, um sie zu beflügeln und durchzutragen. Schon kurz nach der Gründung der Gemeinde Jesu warnte der Apostel Paulus vor Einflüssen, die den das Leben bejahenden, ursprünglichen Glauben zu einer christlichen Religion verbiegen würden. „Sie verbieten beispielsweise, zu heiraten oder bestimmte Speisen zu essen. Dabei hat Gott doch alles geschaffen, damit jeder, der an ihn glaubt und seine Wahrheit erkannt hat, auch diese Dinge dankbar von ihm annimmt. Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist schlecht, was wir mit Dank gegen Gott genießen. Durch das Wort Gottes und das Gebet wird

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Ich bin nicht religiös!
alles rein; nichts kann uns da von Gott trennen.“ (1. Tim. 4,3-5) Der Apostel spricht hier von religiösen Bemühungen des Menschen, um in die Welt Gottes vordringen zu können. Aber er warnt: - Wer Gott durch leibfeindliche und weltflüchtige Askese beeindrucken will, lebt am Fest des Lebens vorbei. - Wer sich ein eigenes Gottesverständnis zurechtzimmert, wird menschlichen Projektionen aufsitzen. - Wer sich einbildet, ein Mensch guten Willens zu sein, verschließe die Augen vor sich selbst und der Realität. Religion, egal welcher Spielart, ist eine Sackgasse. Die Erfahrung „Es gibt keinen Gott“ ist dann nur logisch. In Jesus Christus hat Gott diesen religiösen Eigenbemühungen ein Ende gesetzt. Denn: Gott machte sich persönlich auf den Weg zu seinen Geschöpfen, indem er in Jesus Christus Mensch in Raum und Zeit wurde. Er selbst trug am Kreuz die Konsequenzen für das Versagen jedes Einzelnen von uns. So ließ Gott selbst die Brücke in unsere sichtbare Welt herunter. In Jesus Christus versöhnt er uns mit sich selbst.
(2. Korinther 5,19)

manent auf dem Weg zu den Menschen: Durch den Heiligen Geist klingelt er an unserer Herzenstür, ohne sich dabei aufzudrängen. Er erklärt uns die Wahrheit über Gott und uns Menschen, gemäß seiner Selbstmitteilung in seinem Wort; „Der wird euch alles Weitere lehren und euch an alles erinnern, was ich selbst schon gesagt habe.“ (Joh.
14,26)

Seit Pfingsten ist Jesus Christus durch seinen Heiligen Geist per-

Der Heilige Geist schenkt Stück für Stück Vertrauen in die Menschenliebe Gottes in Jesus Christus „dieser Glaube ist ein Geschenk Gottes und nicht euer eigenes Werk.“ (Eph. 2,8/9) Es ist auch nicht das Werk einer kirchlich-religiösen Mittelsperson. Denn Gott geht seit Pfingsten den direkten Weg zu den Herzen der Menschen. Der Glaube an Gott entfaltet sich zu einer Beziehung, wie sie ein Kind in einer gesunden Elternbeziehung erlebt. Ein Kind weiß sich angenommen ohne Verdienst. Geborgenheit, Ermutigung, Trost, Versorgung und Erziehung zur Lebenstüchtigkeit gehören dazu. Die Gedanken Gottes zum Leben, die Forderungen von außen waren, werden durch die Gegenwart Jesu im Herzen des Gläubigen zum persönlichen Bedürfnis. Diesen Weg der Erneuerung des Lebens von innen nach außen hat

bereits der Prophet Jeremia angekündigt: „Ich werde ihnen mein Gesetz nicht auf Steintafeln, sondern in Herz und Gewissen schreiben.“ (Jer. 31,33) Und Jesus hat von dieser neuen Motivation seiner Nachfolger als Gehorsam aus Liebe gesprochen: „Wer mich liebt, wird sich nach meinem Wort richten.“ (Joh. 14,23) Nicht damit Gott mich liebt, sondern weil ich von Gott geliebt bin und ihm vertrauen kann, richte ich mich nach den heilsamen und lebensfördernden Geboten Gottes. Der Apostel Paulus verläßt sich gelassen auf den aktiven Gott, der den Menschen des Glaubens eine Perspektive aufzeigt, die über alle Vergänglichkeit hinausweist. „Er öffne euch die Augen, damit ihr seht, wozu ihr berufen seid, worauf ihr hoffen könnt und welch unvorstellbar reiches Erbe auf alle wartet, die an Christus glauben.“ (Eph.
1,18)

Wenn Gott sich in der Liebe Jesu durch den Heiligen Geist derart auf uns zu bewegt, sich um uns bemüht und sich mit uns auf den Weg machen möchte, warum sollten wir dann, durch eine fehlgeleitete christliche Religiosität, die meint sie müßte sich die Aufmerksamkeit Gottes erst verdienen, abmühen und doch scheitern. Gott will auch Ihnen, im persönlichen Vertrauen auf Jesus, den durchtragenden Aufwind geben, der zum Leben befreit. Pastor Bruno Sexauer

Kirchliche Termine
In der Verklärungskirche (Arndtstr.) begeht die Gemeinde sonntags ab 10 Uhr ihren Gottesdienst (mit Kinderbetreuung), am 14.6. ist es ein Tauferinnerungsgottesdienst mit Taufe. Am 13.6. wird um 19 Uhr zu einem Gospelkonzert eingeladen und am 24.6. trifft man sich um 20 Uhr zum traditionellen Johannisfeuer auf dem Kirchgelände (s. S. 6). Im Gemeinderaum Arndtstr. 12 kommt der Frauenkreis vor der Sommerpause noch am 5.6., 19.6. und 3.7. um 15 Uhr zusammen, der Männerkreis hat die Sommerpause bereits begonnen. Zum Haus-Gesprächskreis kann man sich bei Fam. Prinzler (Tel. 67 19 80 00), zum Konfirmanden- und dem Erwachsenenunterricht bei Pfarrerin Quien (67 82 57 41) sowie zu den Chorproben bei Kantorin Schlegel (677 46 55) informieren. In der Christus König Kirche (Nipkowstr.) feiert die Gemeinde sonntags um 11 Uhr und samstags um 18 Uhr die Heilige Messe. Am 7.6. ist sie mit der Feier zur Hl. Erstkommunion verbunden. Zum Fronleichnam trifft man sich am 11.6. um 19 Uhr zur Hl. Messe. Die Fronleichnamsprozession schließt sich der Hl. Messe am 14.6. an, die bereits um 10 Uhr beginnt. In der „Schwedenkirche“ (Handjerystr. 29/31) lädt die Freie evangelische Gemeinde herzlich zu ihren Sonntagsgottesdiensten um 10 Uhr ein. Nach dem Gottesdienst vom 7.6. können Lebensmittel für die Aktion „Laib und Seele“ abgegeben werden. Am 21.6. findet in der „Schwedenkirche“ kein Gottesdienst statt, da die Gemeinde am Kreisgemeindetag in Tempelhof teilnimmt. Am 25. Juni lädt die Gemeinde um 19 Uhr zum Vortrag „150 Jahre Darwin – und was wissen wir heute?“ in den Bürgersaal der „Alten Schule“ (Dörpfeldstr. 54) ein. Nachbarn, Freunde und Interessierte sind zu den Veranstaltungen ihrer Sommerabende vom 27. -28.6. herzlich willkommen (s. S. 6). Am 12.6. lädt der Seniorentreff zum Kreisseniorentreffen der Gemeinden Berlin-Brandenburg ab 14.30 Uhr zu Kaffee und Kuchen, guter Gemeinschaft und dem Musical „der verlorene Sohn“ ein. Infos unter 677 56 65.

BESTATTUNGEN
seit 1882

Kiefholzstraße 249 • 12437 Berlin Telefon 532 83 35 • 532 82 08 Telefax 53 00 79 09

Hackenbergstraße 20 • 12489 Berlin Telefon 677 54 43 Telefax 67 89 29 39

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„Tag der Stadtkunst“ in der Köpenicker Altstadt
Zum „Tag der Stadtkunst“ wird am 6. Juni von 15 bis 22 Uhr in die Köpenicker Altstadt eingeladen: Erleben Sie den Marktplatz als Open-Air-Theatercafé: ein roter Riesenschirm auf rotem Platz bietet das ideale Ambiente für klassische Musik und Köstlichkeiten vom Milchkaffee bis Mokkafee. Im Licht-Garten von Atelier Le Balto wird von 15.30-17 Uhr die szenisch-konzertante Fassung der Schostakowitsch Oper „Zum Teufel – Das Märchen vom Popen und seinem Knecht Balda“ aufgeführt. Für das „Wortduell für zwei Sprecher und zwei Megaphone“ sind von 17.30 bis 18 Uhr die Wilden Pferde gesattelt und Kronprinz Friedrich versucht vergeblich, seinem Vater, dem Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I, zu entfliehen. Im Schatten-Garten können Sie sich von 18.30 bis 19.30 von Prominenten vorlesen lassen: jeweils fünf Minuten lang werden Dr. Gregor Gysi, MdB, Drehbuchautor Hans Münch, Bezirksbürgermeisterin Gabriele Schöttler, Kajo Wasserhövel, SPD-Kandidat für die Bundestagswahl, und Stumpen von KNORKATOR zu hören sein. Als Höhepunkt spinnt ab 20.30 Uhr die Götterwelt in einer Oper von Carl Maria von Weber ihre Fäden im Netz von NL Architects. Die fünf temporären Stadtkunstprojekte, die von Künstlern und Architekturbüros auf Brachflächen als Zwischennutzung kreativ gestaltet wurden, gehören inzwischen zur Altstadt. Weitere Informationen auch zum Programm in der Spielstätte des Schlossplatztheaters Alt-Köpenick 31/33 unter Tel. 6516516 oder www.schlossplatztheater.de

Sommerabende
Am 27.6. lädt die Freie Evangelische Gemeinde ab 14.30 Uhr in die Handjerystr. 29 zum Gartenfest ein. Neben Kaffee und Kuchen, Erfrischungen und Gegrilltem wird ein erlebnisreiches Programm für Kinder angeboten. Der Kindersingetreff führt das neu einstudierte Musical „Weltwechsel“ für Jung und Alt auf. Im Sonntagsgottesdienst am 28.6. predigt der Dipl.-Geologe und Mitarbeiter der „Studiengemeinschaft Wort und Wissen“ Dr. Ernst zum Themengebiet „Wissen und Glauben“. Dabei wird er besonders auf das Spannungsfeld der gegensätzlichen Bewertungen des Todes durch die Evolutionstheorie und den christlichen Glauben eingehen.

Ratz-Fatz lädt ein
Das Soziokulturelle Zentrum Ratz-Fatz in Niederschöneweide (Schnellerstr. 81) lädt am 5.6. ab 18 Uhr zum literarisch-musikalisch-lukullischen Porträt unter „Menü für Geist und Gaumen mit Fürst Pückler-Muskau“ ein. Am 6.6. folgt ab 20 Uhr ein FlamencoAbend. Mit der gesamten Familie kann man am 13.6. ab 18 Uhr an einem indischen Hoffest teilnehmen. Vom 19. bis 21.6. finden Theatertage statt. Am 19.6. folgt dem Grillen auf dem Hof (ab 19 Uhr) um 20 Uhr die Aufführung „Köpenick und kein Ende“. Am 20.6. wird bereits ab 17.30 Uhr gegrillt. Anschließend beginnt um 18 Uhr „Roman et Juliette“ (nach Kellers Novelle) und ab 20 Uhr ist „Der Tanz um das goldene Kalb“ zu erleben. „Francois Truffaut – Rebell des Kinos“ heißt eine Veranstaltung am 27.6. ab 19 Uhr, bei der es sowohl einen Einblick in das Schaffen des französischen Regisseurs als auch eine Filmvorführung gibt. Infos und Karten bestellung: 67 77 50 25. W.W.

Traum Berlin Ost: Wege gestern und heute
In der Anna-Seghers-Gedenkstätte (Anna-Seghers-Straße 81) liest auf der letzten Veranstaltung vor der Sommerpause am 2. Juni um 18 Uhr Christine Wolter aus ihrem im Mai erschienenen Werk „Traum Berlin Ost: Wege gestern und heute“. Die „Alleinseglerin“ war in Berlin unterwegs, durchstreifte als Flaneurin die Stadt, die ihr vertraut und fremd ist, mit ironischem, bitterem und zärtlichem Blick. Für die Veranstaltung wird kein Eintritt erhoben, um Spenden wird gebeten. Wer an einem Besuch der Gedenkstätte außerhalb der Öffnungszeiten (Di + Do 10-16 Uhr) interessiert ist, sollte telefonisch nachfragen: 677 47 25. W.S.

150 Jahre nach Darwin und was wissen wir heute?
Die Freie Evangelische Gemeinde lädt in Verbindung mit christlichen Studentengruppen der Humboldt-Universität am 25. Juni um 19 Uhr ins Kulturzentrum Alte Schule (Dörpfeldstr. 54) ein. Charles R. Darwin, vor 200 Jahren geboren, hat mit seinem 1859 erschienenen Werk „Über die Entstehung der Arten“ die Vorstellungen der Menschen über die Erschaffung und die Geschichte des Lebens und des Menschen nachhaltig beeinflußt. Manche Impulse haben sich in der Wissenschaft als fruchtbar erwiesen, andere werden in der Fachwelt kritisch diskutiert. Durch die heutige moderne Erkenntnistheorie weiß man, daß vergangene Ereignisse grundsätzlich nicht ohne weltanschauliche Grenzüberschreitungen erforscht werden können – das gilt besonders für die Frage nach dem Ursprung des Lebens. In diesem Spannungsfeld wird deutlich, daß es bei diesem Thema um mehr als nur um wissenschaftliche Antworten auf die Entstehung des Lebens und unsere Herkunft geht. Dipl.-Geologe Dr. Martin Ernst aus Freiburg stellt den aktuellen wissenschaftlichen Sachverhalt vor. Dabei trennt er für den Laien verständlich zwischen objektiven Daten, Interpretationen und Vorentscheidungen. Er regt an, neu über konventionelle Modelle in der Abstammungslehre und der Geschichte des Lebens nachzudenken. Der gut verständliche Vortrag mit hervorragendem Bildmaterial richtet sich besonders an Schüler, Lehrer, Eltern und Studenten. Der Eintritt ist frei.

Großes Chorkonzert in Adlershof
Freunde klassischer und moderner Chormusik können am 6. Juni in Adlershof ein breit gefächertes Angebot gesungener Musik erleben. Anlass ist das 25-jährige Jubiläum des Berliner Siedlerchores Altglienicke. Vier weitere Chöre wurden eingeladen, ein Chorfest mitzugestalten: Der Frauenchor Prieros, der Gemischte Chor Mittenwalde, der Schulchor des Anne-Frank-Gymnasiums Altglienicke und das Chorensemble Köpenick. Die Veranstaltung im Großen Saal des Max-Born-Institutes in der Max-Born-Straße beginnt um 16 Uhr. Der Eintritt kostet 5 €, erm. 3 €. Kartenvorverkauf im Bürgerhaus Altglienicke, Ortolfstraße 182-184, Tel. 90297-6708 oder -6726. P.S.

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Johannisfeuer
Nachdem am 24. Juni um 20 Uhr neben der Verklärungskirche (Arndtstr.) das Johannisfeuer entzündet wurde, wird dazu eingeladen, miteinander zu singen und sich an Johannes den Täufer zu erinnern. Für Getränke, Kartoffeln und Stockbrot ist gesorgt. W.W.

Gospelkonzert open air am 13.6.
Der Jugendgospelchor Adlershof lädt am 13. Juni ab 19 Uhr in die Grünanlagen neben der Verklärungskirche (Arndtstr.) zu einem Gospelkonzert open air unter Leitung von Kantorin Beate Schlegel ein. Sollte es wider Erwarten regnen, findet es in der Kirche statt. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. W.W.

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Pariser Leben in der Alten Schule
In der Galerie in der Alten Schule wird am 26.6. um 20 Uhr im Rahmen des 800jährigen Jubiläums die besondere Ausstellung „Paris - Berlin“ eröffnet. „Über 50 Künstler, vorwiegend aus Paris und den Vororten Villemomble und Le Raincy, werden in dieser Exposition vereinigt. Gezeigt werden die Vielfalt des zeitgenössischen bildnerischen Schaffens, aber auch plastische Arbeiten. Gegenständlich oder abstrakt, realistisch oder surreal – auf der Suche nach Harmonie, Schönheit und Wahrhaftigkeit zeigen die beteiligten Künstler ihre Auseinandersetzung mit der Realität, ihre individuelle Sichtweise auf das Mysterium des Lebens oder auch die Imagination der Welt.“ Zur Eröffnung spielt Musette Brachiale (Berlin). Noch bis 13.6. kann die Ausstellung „Corpus Delicti“ mit den Arbeiten von sieben Künstler(innen) und dem Untertitel „und dieses mal die Figur, die menschliche Figur“ besucht werden (s. AZ Nr. 180). Die Galerie ist Di, Mi, Do 12-19 Uhr, Fr 12-17 Uhr und Sa 15-19 Uhr geöffnet. Auch im „Bürgersaal“ kommt man im Juni dem Nachbarland Frankreich näher. Dort zeigt die Photographin Katharina Stillisch aus Treptow Ansichten von Paris, die es ihr besonders angetan haben. Der Bürgersaal ist zu den Essenszeiten, bei Veranstaltungen sowie nach Vereinbarung (Tel. 90297-5717) zugänglich. Ganz etwas anderes ist im „Seniorentreff“ zu sehen. Dort zeigt ab 2. Juni der Maler Joachim Conze „Landschaften und Tiere Afrikas“. Zur Ausstellungseröffnung um 17 Uhr wird herzlich eingeladen. Die Räume des Seniorentreffs sind werktags von 10 bis 17 Uhr zugänglich. W.S.

Von Adlershof nach Köpenick
Im Rahmen des 800jährigen Jubiläums von Köpenick erinnert Ortschronist Rudi Hinte nicht nur an die historischen Verbindungen zu unserer Nachbarstadt (s. S. 8/9), sondern lädt obendrein am 20. Juni dazu ein, sich mit ihm auf den Weg zu begeben, den die Adlershofer Schüler bis 1890 zurückzulegen hatten. Treffpunkt ist um 10 Uhr die Einmündung der Wald- in die Dörpfeldstraße. Zum Gespräch ist der Ortschronist dienstags von 15-18 Uhr in der „Heimatstube“ im Kulturzentrum Alte Schule (Dörpfeldstraße 56, Tel. 90297-5723) anzutreffen. Zudem erwarten Mitarbeiter des Heimatarchivs donnerstags von 15-18 Uhr interessierte Besucher. W.S.

Mit den Kindern in den Britzer Garten
Im Juni werden besonders viele Veranstaltungen im Britzer Garten für Eltern mit Kindern angeboten. Am 6.6. werden sie um 10.30 Uhr zur Tour rund um die Gewässer unter „Was quakt und piepst denn da?“ eingeladen oder können ab 14.30 Uhr Bodentiere in ihren Lebensräumen beobachten. Am 15.6. geht man ab 11 Uhr den Fragen nach „Was kann schwimmen?“ oder „Wie funktioniert eine Brausetabletten-Rakete?“, ab 15 Uhr kann man das Leben der Füchse erforschen. Am 20.6. darf man ab 11 Uhr an einer spannenden Natur-Rallye teilnehmen und am 27.6. ab 11 Uhr das Leben der Teichbewohner untersuchen. Treff für all diese Veranstaltungen ist das Freilandlabor; Anmeldung unter 7560-3000. Zum „Tag der offenen Gärten und Parks“ werden am 7.6. ab 11 Uhr die Geschichte der Kräutergärten und die Pflanzen des Hexengartens erläutert (Treff: Parkeingang Mohriner Allee) Weitere Infos werktags von 9 bis 16 Uhr unter 703 30 20. W.W.

„KlangBilder“ in Kühn-Schmiede
Zu einem Sonderkonzert in der historischen Schmiede von Achim Kühn wird am 6. Juni um 20 Uhr eingeladen. Dort sind faszinierende KlangBilder zu erleben: Musik und Malerei im Einklang. Den außergewöhnlich begabten Sonny Thet sandte einst Prinz Sihanouk von Kambodscha ins ferne Europa an die Musikhochschule Weimar. Hauptsächlich als Cellist gelingt es ihm mühelos, zwischen Khmer Pentatonik, Jazz, Klassik oder Rockmusik zu wandeln. Als Solist traf er auf den Musiker und Bildenden Künstler Peter Blau. Beide fanden eine gemeinsame Sprache. Nach dem Konzert wird dazu eingeladen, sich zu Wein, mundenden Überraschungen und Gesprächen verführen zu lassen. Eintritt: 10 € (incl. 4 € Spende für Museum Fritz Kühn), Anmeldung erforderlich bei Helgard Kühn, Tel. 676 42 61 oder info @metalart.de; Richterstraße 6, 12524 Berlin (am S-Bhf. Grünau).

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„Lorbas trifft Gwasslschdrippe“
„Lorbas trifft Gwasslschdrippe“ am 9. Juni im Haus des Kulturbundes in der Ernststraße 14/16. Zur heiteren dialektischen Plauderei begegnen sich um 19 Uhr der Sachse Klaus Feldmann und der Westpreuße Hans-Dieter Lange. Über Jahrzehnte waren sie Sprecherkollegen beim DDRFernsehen, bevor sich 1989 ihre Wege trennten. Für beide ist Sprache Lebensmittelpunkt geblieben, aber nicht nur das Hochdeutsche – mit mundartigen Gedichten und Geschichten wollen sie sich gegenseitig ihren Dialekt schmackhaft machen. Am 23. Juni haben die Besucher Gelegenheit, mit der Poesieperle „Kalypso“ zu den Gestaden der antiken Lüsternheit zu segeln. Die von Simone Petschke vorgetragenen Texte von Sappho, Ovid, Juvenal belegen es: die alten Griechen und Römer verstanden es, ausgiebig ihr Leben zu genießen! Weitere Informationen unter 53 69 65 34.

Website für sichergestellte Gegenstände
Die Polizei sucht im Internet nach den Eigentümern von sichergestellten Kunst- und Wertgegenständen und bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Mit Hilfe der Datenbank „Cautio“ sollen die rechtmäßigen Eigentümer dieser Gegenstände, die bisher keiner Straftat zugeordnet werden konnten, ermittelt werden. Jeder kann unter www.bka.de in der Rubrik „Datenbank sichergestellte Kunstund Wertgegenstände“ nach Gegenständen recherchieren und der Polizei wertvolle Tipps für deren Zuordnung geben.

Täglich geöffnet

Was läuft im Juni in der
Mittwoch Ruhetag
Fisch-Spezialitäten zu zweit
und nur einer muß bezahlen

am Dienstag, dem 16. Juni, ab 18 Uhr

Die „Blattlaus“ wird 15 !
Ständige Sonderangebote: Grillhaxe + ein Schwarzbier (montags 11,00 €) Eisbein + ein Pilsner (donnerstags 8,50 €) Tasse Kaffee + Stück Kuchen (Sa/So 2,50 €) weitere unter: www.blattlaus-restaurant.de

und lädt zur Ostalgie-Hitparade ein u.a. mit Regina Thoss, Julia Axen, Harry Wuchtig und Thomas Lück
am Freitag, dem 26. Juni 2009, 19-24 Uhr
(Eintritt frei, keine Reservierungen)

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Nr. 182

Das Königliche Amtsgericht auf einer Ansichtskarte von 1900. Seit 1912 sind Adlershof und Köpenick auch durch eine Straßenbahn verbunden

Zum 800. Gründungsjubiläum von Köpenick

Beziehungen zwischen Adlershof und Köpenick (II)
In Coepenick hatten auch die Adlershofer neuapostolischen Christen auf einem Lastkahn ihre erste Heimstätte. Sie formierten sich 1898 in Coepenick zur Gemeinde, der Heinrich Thalhäuser aus Adlershof vorstand. Die Adlershofer Juden fanden in der am 30. August 1889 im alten Rathaussaal gegründeten Coepenicker Synagogen-Gemeinde Anschluß. Sie bekam 1910 eine Synagoge in der Freiheit 8, die 1938 von der SA geplündert und angezündet wurde. Coepenick versorgte unseren Ort eine Zeitlang mit Postsendungen, die seit 1711 auf dem Postkurs Berlin – Coepenick – Fürstenwalde – Frankfurt eintrafen. 1837 führte der Postkurs dann auch über Adlershof und ab 16. August 1880 gab es eine eigene „Postagentur Adlershof bei Berlin“. Im März 1876 gründete der Spritfabrikant Stadtrat Hugo Schüßler mit anderen Coepenicker Bürgern eine Freiwillige Feuerwehr. 14 Jahre löschte sie auch Brände in Adlershof, wo es nur eine Spritze auf dem Gutshof gab. Am 4. September 1887 wurde sie zum Löschen eines Feuers in der gerade errichteten Filzfabrik in der Oppen-(Otto-Franke-) Straße gerufen. Wegen fehlender Wasseranschlüsse konnte sie nicht verhindern, daß große Werte vernichtet und „zahlreiche Arbeiter und Arbeiterinnen brodlos“ wurden, wie das Coepenicker Brandjournal berichtete. Schornsteinfegermeister Fritz Streichhan, Gründungsmitglied und aktiver Wehrmann in Coepenick, ergriff die Initiative und hob mit Gleichgesinnten am 2. November 1890 die Freiwillige Feuerwehr Adlershof aus der Taufe (s. AZ Nr. 38-40). Von Coepenick gingen auch Impulse zur Gründung von Adlershofer Vereinen aus. So gründeten sportbegeisterte Coepenicker 1864 einen Turnverein, dem sich Adlershofer wie die Gebrüder Max, Paul und Robert Merlitz sowie Wilhelm Engel anschlossen. Als seit den 1880er Jahren die Zahl der Einwohner rasch anwuchs, brachten sie am 16. April 1888 ihre Erfahrungen bei der Gründung des „MännerTurn-Vereins Adlerhof“ ein und wurden hier die Pioniere der Sportbewegung. Coepenick hatte eine reich gegliederte Handwerkerschaft, es entstanden Innungen, denen sich Adlershofer Handwerker anschlossen, da es in unserem Ort noch zu wenige Einwohner bzw. Handwerker gab. 1913 wurde in Adlershof der „Verein Selbstständige Handwerksmeister Adlershof und Umgebung“ gegründet. Auf dem Schaft der Vereinsfahne (die in der Heimatstube zu sehen ist) befinden sich unter den „Nagelschildern“ auch die von Köpenicker Innungen. Bei der Entwicklung der Infrastruktur des „aufstrebenden Ortes“, wie man Adlershof damals einschätzte, spielte Köpenick eine wichtige Rolle. Eine 1893 in Betrieb genommene Pferde-Omnibuslinie wurde für einige Zeit nach Adlershof geführt (Haltestelle bei „Wöllstein“, heute „Fahrradwelt“). Besonders die hier ansässigen Fabriken drängten auf einen Nahverkehr für die zunehmende Zahl der Beschäftigten. Seit 1896 unterbreitete Vorschläge, die Adlershof mit Coepenick und anderen umliegenden Orten verbinden sollten, führten nicht zum Erfolg. Ab 1903 gab es in der Nachbarstadt die elektrische „Städtische Straßenbahn Coepenick“, die u.a. bis Spindlersfeld fuhr. Im Folgejahr begannen Verhandlungen der Gemeinde über den Anschluß Adlershofs, die sich bis 1912 hinzogen, weil Adlershof als arme Gemeinde die damit verbundenen Kosten fürchtete. Im Vertrag über die Verbindung zwischen Spindlersfeld und dem Bahnhof „Adlershof/Alt Glienicke“ übernahm die Stadt Coepenick die Kosten für den Bau der Anlage. Unsere Gemeinde mußte die „Rudower Chaussee“, d.h. die Straße in Richtung Köpenick von der Waldstraße bis zur Gemeindegrenze an der Berliner Straße (Oberspreestraße) als „Prachtstraße“ ausbauen. Die neue Linie 5 wurde am 16. Oktober 1912 in Betrieb genommen. Nach drei Jahren wurde Adlershof am Gewinn beteiligt (s. AZ Nr. 41/42). Nun konnten die Adlershofer bequem die Coepenicker Fabriken, Geschäfte, Kaufhäuser, Fachärzte und Ämter erreichen, aber auch ins Grüne fahren. Nachdem Adlershof eigene Schulen, Kirche, Apotheke und einen Wochenmarkt hatte, blieb das zuständige Amtsgericht noch in Coepenick. Zu den spektakulären Verhandlungen gehörte die am 28. Mai 1898 vor dem dortigen Schöffengericht. Unser streng konservativer Amtsvorsteher Rittmeister a.D. Hans von Oppen, (dem bis zu jenem Jahr auch die Gemeinde Kietz bei Coepenick unterstand) hatte Strafmandate wegen „Störung des öffentlichen Friedens und groben Unfugs“ erlassen sowie Geldstrafen in Höhe von 15 Mark gegen 122 Adlershofer verhängt. Sie hatten zum 50. Jubiläum der Revolution von 1848 am 18. März Kerzen in ihre Fenster gestellt, da er eine geplante Gedenkveranstaltung verboten hatte. Die Verur-

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„Gruss aus Cöpenick“ aus dem Jahre 1900 mit Blick über das Wasser auf das Postamt und die St. Josefkirche

Fotos: Archiv Hinte

teilten erhoben jedoch Einspruch. Als Zeugen gegen sie traten die Adlershofer Richard Hansen (Fabrikdirektor bei Avenarius), Hermann Köhler und Theodor Lufft auf und bestätigten, daß die „Illumination“ für sie ein „Ärgernis“ gewesen sei. Das Coepenicker Gericht bestätigte die Bestrafung. Auch das Berliner Landgericht stellte sich auf die Seite des Amtsvorstehers. Erst das Kammergericht hob seine Strafaktion auf. Ab 1910 wurden in Adlershof Forderungen nach dem Anschluß an die Stadt Coepenick erhoben und Verhandlungen aufgenommen. Diese scheiterten am Widerstand des Kreises Teltow, der befürchte, dann Steuereinnahmen aus dem inzwischen bedeutenden Industriestandort Adlershof zu verlieren. Als „Belohnung“ für das Einlenken beider Gemeinden hat sich der Landrat dann engagiert für den Bau eines Krankenhauses in Coepenick eingesetzt, das 1914 eröffnet wurde und auch für die Adlershofer zur Verfügung stand.

Seite an Seite standen Adlershofer und Coepenicker Bürger bei der Abwehr des Kapp-Putsches im März 1920. In beiden Orten waren sofort bewaffnete Volkswehren bzw. Sicherheitswachen gebildet worden, denen vor allem Arbeiter angehörten. Nachdem ein Generalstreik die Putschisten zum Aufgeben gezwungen hatte, gingen gerade erst am Putsch beteiligte Einheiten (darunter die berüchtigte Marinebrigade Erhard mit dem Hakenkreuz am Stahlhelm) mit großer Brutalität dazu über, die Arbeiter zu entwaffnen. Als Potsdamer Offiziersschüler am 18./19. März das Adlershofer Benzollager an der Altglienicker Brücke besetzten und der Aufforderung zum Abrücken nicht folgten, kam es am Morgen des 20. März mit Unterstützung Coepenicker Arbeiter zu heftigen Kämpfen. Die Offiziersschüler wurden überwältigt. Dabei fielen fünf Coepenicker und fielen oder verstarben nach ihrer Verwundung vier Adlershofer Arbeiter, etliche wurden verwundet. Auch zwei Offiziersschüler kamen ums

Leben. Verwundete beider Seiten wurden in der Adlershofer 1. Gemeindeschule betreut, andere ins Krankenhaus Coepenick gebracht. Als am gleichen Tag starke militärische Kräfte (darunter das Freikorps Lützow) Adlershof besetzten, ein Blutbad anrichteten, vier meist junge Arbeiter „auf der Flucht“ und drei in der Nacht standrechtlich auf dem Schulhof erschossen, wurden sie von der in der Nähe wütenden Brigade Erhard darin „beneidet“, daß sie „im Vorort Adlershof ein siegreiches Gefecht“ hatten. Die in der Sanitätsstelle mitwirkende Lehrerin Georgette Goerke von der Weltlichen Schule in Adlershof wurde unter Beschimpfungen in das Rathaus Coepenick verschleppt, dort verhört und mußte Mißhandlungen beiwohnen. 15 Arbeiter (darunter zwei Coepenicker) wurden auf dem Adlershofer Waldfriedhof beigesetzt. Bei der Besetzung Coepenicks gab es weitere Opfer, zu denen der Stadtverordnete Alexander Futran gehörte. Mutige Coepenicker und Adlershofer haben bereits beim ersten Ansturm

gegen die Weimarer Republik ihr Leben eingesetzt. 13 Jahre später wurde das Hakenkreuz über ganz Deutschland wie ein Galgen aufgepflanzt. In Vorbereitung auf die Eingemeindung der Vororte und Nachbarstädte in die Berliner Stadtgemeinde gab es etliche Vorschläge zur Gliederung der Orte, u.a. wollte sich Adlershof mit Coepenick vereinigen. Dann wurde vorgeschlagen, 10 Stadtkreise zu bilden, darunter den der „Müggelstadt“ aus den Gemeinden Treptow, Wuhlheide, Ober- und Niederschöneweide, Johannisthal, Altglienicke, Grünau, Friedrichshagen, Coepenick und Adlershof mit 114.117 Einwohnern auf 7.768 ha und mit 540 Mio Mark Grundwerten.Daraus wurde nichts und Adlershof gehörte ab 1. Oktober 1920 zum Verwaltungsbezirk Treptow. Coepenick wurde Kerngebiet eines eigenen Bezirks. Als am 1.1.2001 die Bildung des Bezirks Treptow-Köpenick erfolgte, sind beide Nachbarorte wieder enger zusammengerückt. Rudi Hinte

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Nr. 182

„Seniorentreff lädt ein
Die regelmäßig wiederkehrenden Termine des „Seniorentreff in der Alten Schule“ (Dörpfeldstraße 54) haben wir im Januar veröffentlicht. Auskünfte und Anmeldungen zu Veranstaltungen unter 90297-5767. Außerdem bietet das Juni-Programm: 2.6., 17.00 Uhr: Vernissage „Landschaften und Tiere Afrikas“ 3.6., 14.30 Uhr: Kaffeenachmittag mit CD-Musik 10.6., 14.30 Uhr: Tanz mit Herrn Greul (Eintritt: 2,50 €) 17.6., 14.30 Uhr: Kaffeenachmittag mit CD-Musik 24.6., 14.30 Uhr: Tanz mit „The Voices“ (Eintritt: 2,50 €) W.S.

Mit dem Seniorenbus im Juni unterwegs
2.6. Bei der Fahrt ins Grüne entscheidet die Mehrheit über das Ziel: Zehdenick, Neuruppin, Brandenburg oder Jüterbog. (Fahrkosten: 18 €) 3. und 24.6. In Lübbenau unternehmen wir eine Spreewald-Kahnfahrt. (Fahrkosten: 23 € + ca. 10 € für die Kahnfahrt) 8. und 22.6. Nach dem Marktbummel in Küstrin kehren wir in eine Gaststätte ein. (Fahrkosten: 24 €) 9.6. Unsere Dampferfahrt führt vom Kleinen Wannsee über den Pohlesee und die Havel zurück nach Wannsee. (Fahrkosten: 15 € + 11 € Dampferfahrt, Senioren ab 60 Jahren ermäßigt 9,35 €) 10.6. Im Storchendorf Linum nisten jährlich 15 bis 18 Storchenpaare auf Giebeln, Masten, der Kirche und einer Linde. (Fahrkosten: 18 €) 15.6. Wir besuchen Klaistow mit der großen Auswahl brandenburgischer Spezialitäten im Hofladen und dem Freizeitpark. (Fahrkosten: 21 €) 16.6. Ein schöner Tag in Buckow, Märkische Schweiz. (Fahrkosten: 23 €) 23.6. Ausflug zum Großen Müggelsee. (Fahrkosten: 15 €) 26.6. Der Oderbruch-Zoo in Altreetz präsentiert über 300 Tiere in 30 Arten. (Fahrkosten: 23 € + Eintritt, Führung, Kaffee u. 2 Stück Kuchen 6 €) Telefonisch anmelden zu diesen und weiteren Fahrten können Sie sich montags bis freitags von 9-13 Uhr unter 6 25 10 19. Außerhalb dieser Zeit sprechen Sie bitte Ihren Namen und Ihre Telefonnummer auf das Band. Sagen Sie uns den Ausflugstag und ob Sie einen Rollstuhl oder Rollator mitnehmen müssen. Sie werden zu den Fahrten zwischen 9 und 10.30 Uhr (bei Polenfahrten 8 bis 9.30 Uhr) abgeholt. Ihr VdK-Team!

27. Juni: Sozialtag & Markt für freiwilliges Engagement
Am 27. Juni findet von 12 bis 17 Uhr der 17. Sozialtag TreptowKöpenick statt. Er wird mit einem neuen Konzept und in Zusammenarbeit mit dem Freiwilligenzentrum STERNENFISCHER gestaltet. Insbesondere geht es um die Förderung des sozialen Engagements der Bürger(innen). In Oberschöneweide (Firlstraße Ecke Plönzeile) werden Vereine, Projekte und Initiativen aus den Bereichen Soziales, Gesundheit, Kultur, Jugend, Sport und Bildung vertreten sein. Es steht ein vielfältiges Informations- und Beratungsangebot zur Verfügung. Auch für kleine Leute wird es ein tolles Programm mit Clownerie, Spielspaß und Basteln geben. Außer einem bunten Bühnenprogramm findet traditionell von 15 bis 16 Uhr die Podiumsdiskussion mit Politikern und Fachleuten zum Thema: „Freiwillig Engagierte – Konkurrenz für die professionellen sozialen Dienste?“ statt. Der Generationsclub „KES“ lädt während der Veranstaltung zum „Tag der offenen Tür“ für Jung und Alt ein. Auch für das leibliche Wohl wird gesorgt sein. Bei Rückfragen und Hinweisen zum Sozialtag stehen die Mitarbeiter(innen) des Sozialamtes: Herr Hoffmann (90297-6166), Frau Krause (-6135) und Frau Hübel (-6132) gern zur Verfügung.

„Viele Gesichter, viele Geschichten“
„Viele Gesichter, viele Geschichten“ ist der Titel einer Foto-Ausstellung im 1. Stock des Rathauses Köpenick (Alt-Köpenick 21). Die von der Leiterin des Freiwilligenzentrums TreptowKöpenick „STERNENFISCHER“ Stefanie Beerbaum gemachten Aufnahmen widmen sich der Darstellung von 19 aktiven Freiwilligen im Bezirk. Ergänzt werden die Bilder um Portraits, die Einblicke in das jeweilige Engagement und die Biografie geben. Die Ausstellung ist dort bis 7. Juni zu sehen und wird nach weiteren Stationen im Bezirk (Sozialamt, Vitanas Seniorencentrum Bellevue) Anfang Oktober im Rahmen der Woche des Bürgerschaftlichen Engagements in der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales zu sehen sein. Ab 10.6., 19 Uhr ist im Köpenicker Rathaus dann die Ausstellung „Belarus heute“ zu sehen.

Sonnen mit Wonne!
Mit Sonnenschutzmitteln aus der Apotheke
Was Millionen begehren wie nie, ist auch für Sie reizvoller denn je: Urlaubsbräune. Dagegen ist ja auch grundsätzlich nichts einzuwenden, wenn Sie ein paar wichtige Grundregeln beachten. Zunächst: Beginnen Sie sehr behutsam, meiden Sie die pralle Sonne in den ersten Tagen, und bleiben Sie möglichst im Schatten. Verwenden Sie ein Sonnenschutzmittel, das entsprechend Ihrem Hauttyp und Ihrem Urlaubsziel einen genügend hohen Sonnenschutzfaktor aufweist. Ganz wichtig: Vermeiden Sie auf jeden Fall Sonnenbrand, denn das kann schlimme Spätfolgen haben. Wenn Sie ans Meer fahren, sollte das Sonnenschutzmittel wasserfest sein. Wenn Sie diese Ratschläge beachten, dürfte einer gesunden Sonnenbräune nichts im Wege stehen. Bei der Auswahl eines geeigneten Sonnenschutzmittels stehen wir Ihnen gern beratend zur Seite. Am besten besuchen Sie uns vor Ihrem Reiseantritt. Wir freuen uns auf Sie!

Benefizkonzert für Strahlengeschädigte
Der Förderkreis Hilfe für strahlengeschädigte belorussische Kinder (s. AZ Nr. 169) lädt zu einem Benefizkonzert zugunsten seiner Projektarbeit in Belarus (Weißrussland) ein. Mitglieder des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin spielen am 7. Juni um 17 Uhr in der Schloßkapelle Köpenick auf der Schloßinsel Kompositionen des 18. und 19. Jahrhunderts. Die im Anschluß erbetenen Spenden werden für Herzoperationen und Erholungsaufenthalte der Kinder in Polen und für die Behindertenarbeit in Belarus verwendet. Weitere Informationen: Förderkreis Hilfe für strahlengeschädigte belorussische Kinder in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Berlin-Köpenick, Bahnhofstr. 9; www.belarus-projekt.org, E-Mail: info@belarus-projekt.org, Tel.: 656 01 28. Rose Braun

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Seniorensprachreise nach England
Für eine vom Deutsch-Britischen Freundeskreis organisierte Sprach-/Urlaubsreise vom 14. bis 27. Juni nach Torbay an der Englischen Riviera sind noch einige Plätze frei. Das Angebot ist für Senioren ab 55 Jahren geeignet, die in Verbindung mit einem erlebnisreichen Urlaub ihre Englischkenntnisse auffrischen und die Lebensweise der Engländer kennenlernen möchten. Die Reise beinhaltet neben dem Englischkurs von 20 Unterrichtsstunden pro Woche ein Freizeitprogramm mit Ausflügen in den Grafschaften Devon und Cornwall. Die Unterbringung erfolgt bei Gastfamilien, die auch für die Verpflegung sorgen. Die Reise ist ebenso ohne Englischkurs buchbar, z.B. für mitreisende Ehepartner oder Freunde. Infos unter 74 07 66 71 und www.berlin-england.de

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Neue Bezirksamtsbroschüre
Die neue Bezirksamtsbroschüre „Treptow-Köpenick 2009/2010 – Informationen aus dem Rathaus“ ist vor wenigen Tagen erschienen. Neben dem Amtsteil, in dem die Dienststellen des Bezirksamts aufgeführt sind, enthält sie im Jubiläumsjahr einen Überblick über die 800-jährige Geschichte Köpenicks. Außerdem den bewährten A bis Z-Teil mit den Anschriften und Rufnummern von Ärzten bis zum Zentrum für Demokratie. Die Auflage beträgt 20.000 Stück. Einzelexemplare kann man vor allem in den Bürgerämtern, bei den Pförtnern der Rathäuser Köpenick und Treptow und in Stadtbibliotheken kostenfrei abholen. Bestellungen kann leider nicht nachgekommen werden.

Foto: Staneczek

Nachbarn treffen Nachbarn
Etwa 250 Adlershofer Einwohner, darunter viele ehemalige Mitarbeiter, waren am 20. Mai der Einladung von BERLIN CHEMIE zu Führungen im Betriebsgelände und weiteren interessanten Informationen (wie Blutzuckermessungen) gefolgt. Im Unternehmen wird darüber nachgedacht, daraus eine regelmäßige Veranstaltung zu machen.
Das Deutsche Rote Kreuz ruft die Adlershofer im Alter von 18 bis 65 Jahren auf, sich an ihrer

Das neue SeniorenJournal Treptow-Köpenick 2009 ist ebenfalls in öffentlichen Einrichtungen kostenfrei erhältlich. Gegen Einsendung von 1,45 € in Briefmarken kann es bei der apercu Verlagsgesellschaft mbH, Gubener Str. 47, 10243 Berlin, bestellt werden.

Blutspendeaktion
am 4. Juni von 15.30 - 19.30 Uhr beim DRK Kreisverband, Radickestr. 48, zu beteiligen. Info-Telefon: 80 68 11 22 oder 0800-11 949 11

800 Jahre Köpenick – Jubiläumsveranstaltungen im Juni
Höhepunkte des Jubiläumsjahres sind in diesem Monat die Treptower Festtage (5. - 7. Juni) mit dem Traditionsfeuerwerk „Treptow in Flammen“ und der 48. Köpenicker Sommer (12. - 14. Juni), der es mit dem Festumzug zu 800 Jahren Köpenicker Geschichte besonders in sich hat. Hier weitere Termine: 2.6. Schülerkutterregatta, Regattastrecke Grünau 5.6., 10.00 Uhr: 9. Deutsche Waldarbeitsmeisterschaft und 100 Jahre Berliner Forsten (bis 7.6.), FEZ Wuhlheide 12.30 Uhr: Jubiläumsmarkt um die Laurentius-Kirche (bis September immer Fr + Sa) 18.00 Uhr: Eröffnung der Treptower Festtage und Treptow in Flammen (bis 7.6.), Treptower Park 6.6. Festveranstaltung 260 Jahre Grünau 12.6., 14.00 Uhr: Köpenicker Sommer mit historischem Festumzug (bis 14.6.), Altstadt und Schloßinsel 13.6. Hauptmann-von-Köpenick-Regatta, Frauentog 14.6., 11.00 Uhr: Sängerfest der Chöre des Bezirks, Rathaushof Köpenick 21.6. Interkulturelles Gartenfest, Wuhlegarten Köpenick 26.6. 14. Köpenicker Blues & Jazzfestival (bis 30.8.). Rathaushof Köpenick 27.6., 12.00 Uhr: Sozialtag, Firlstraße in Oberschöneweide 14.00 Uhr: „10. poesiefestival“ (bis 5.7.), Wagendorf Lohmühlenstraße

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Ende eines Projektes
Schutzhülle e.V. gibt bekannt, daß das Projekt „Berufsförderung für Frauen“ am Groß-Berliner Damm 73 A zum 30.6. beendet wird. Dem Verein wird das Büro gekündigt, weil der Vermieter die Räumlichkeiten aufgibt. Ein Umzug, evtl. höhere Mietkosten, Werbekosten usw. bringen zusätzliche finanzielle Kosten, die nicht im Limit der Förderung sind. Schutzhülle kann keine zusätzlichen Kosten übernehmen. Wir bedanken uns recht herzlich bei Frau Rosel Schmidt, die mit viel Engagement das Projekt aufgebaut und geleitet hat. Schutzhülle e.V. Der Vorstand

Rechtspopulismus
Rechtspopulismus in Europa – was zeichnet ihn aus? Welche Wählerpotenziale gibt es für rechtspopulistische Parteien und wo sind Anknüpfungspunkte zur „Mitte“? Diese und andere Fragen sollen bei einer Informationsveranstaltung am 3. Juni in der Villa Offensiv, Hasselwerderstr. 38-40, (nahe Bahnhof Schöneweide) mit Referent(inn)en vom Register Treptow-Köpenick und den Netzwerkstellen Licht-Blicke und Moskito diskutiert werden.

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Paul-Nipkow-Teleclub sagt Danke
Das Gedächtnis bekommt Probleme, wenn man es nicht übt. So oder ähnlich formulierte es schon Marcus Tullius Cicero, römischer Redner, Schriftsteller, Jurist, Philosoph und republikanischer Staatsmann, ein halbes Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung. Und weil Erinnerung ohne ein gutes Gedächtnis zu Lückenhaftigkeit neigt, ist es nicht verkehrt, rechtzeitig aufzuzeichnen, aufzuheben und pfleglich zu bewahren, was über einen gewissen Zeitraum Bedeutung hatte und einen Stadtteil einbezog in den unauslöschlichen Namen „Adlershofer Fernsehen“. Diesem Andenken widmeten sich fünfzehn Jahre lang 32 Mitglieder des Paul-Nipkow-Teleclub e.V. mit ihrem Bürositz auf dem geschichtsträchtigen Gelände Rudower Chaussee/Am Studio (Agastraße) und bezogen in ihrem Wirken den Ortsteil Adlershof ein. Erinnert sei an die Mitarbeit des Clubs zu Adlershofer Festtagen, die musikalischen Veranstaltungen „Adlershofer Charivari“ im Come In, an die Videodokumentationen über die ersten zehn Jahre der Entwicklung des Wissenschafts-, Wirtschaftsund Medienstandortes mit einem speziellen Beitrag anläßlich der 250-Jahrfeier Adlershofs mit dem Titel „Es war einmal ein Dorf – Streiflichter aus 250 Jahren Adlershof“ sowie an die Ausstellung „Es gab nicht nur den Schwarzen Kanal – Streiflichter aus 39 Adlershofer Fernsehjahren“. Diese Ausstellung erreichte an 15 Ausstellungsorten in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg und Sachsen in Kooperation mit den jeweiligen Museen insgesamt 29.209 Besucher. Die Fernsehaufzeichnung zum 250jährigen Stadtteiljubiläum ist als Video bzw. als DVD in wenigen Exemplaren noch vorhanden und kann im Kulturamt (in der Alten Schule) gegen einen Unkostenbeitrag erworben werden. Daß der Club mit diesem Erinnerungstext seine Auflösung zum Ende Juni 2009 bekanntgibt, ist dem Alter der aktiven Mitglieder geschuldet, die auf diesem Wege allen Freunden und treuen Helfern Dank sagen möchten: Dank für gute Zusammenarbeit mit dem Sozialamt, dem Kulturamt unter Leitung von Doris Thyrolph und last but not least unser Dankeschön an Ortschronist Rudi Hinte und an die Gestalter der „Adlershofer Zeitung“. Lutz Jahoda im Namen des Vorstandes des Paul-Nipkow-Teleclub e.V.

Brillen spenden für Kinder in Peru
Im ökumenischen Gottesdienst am 26.4. in der Verklärungskirche anläßlich der Woche der Partnerstädte des Bezirks Treptow-Köpenick erbrachte die Kollekte einen Betrag von 271 € zu Gunsten eines Heimes für behinderte Kinder in Cajamarca (Peru). Bei deren Bewohnern ist jede Unterstützung willkommen. Deshalb wiederholt BVV-Vorsteher Siegfried Stock den Spendenaufruf nach nicht mehr benötigten Sehhilfen. Diesmal wird besonders um Brillen für Kinder gebeten, die im BVV-Büro abgegeben werden können. Wir haben zur Erleichterung der hilfsbereiten Adlershofer Mitbürger die Mitarbeiterinnen der StefanHeym-Bibliothek in der Alten Schule gebeten, die Spenden anzunehmen und weiterzuleiten. Bitte schauen Sie in Ihre Schubladen und helfen auch Sie! W.S.

Zur „Woche der Partnerstädte“ kamen viele ausländische Gäste
Zur „Woche der Partnerstädte“ waren Gäste aus Albinea (Italien), Cajamarca (Peru), East Norriton Township (USA), Izola (Slowenien), Köln, Odernheim sowie Subotica (Serbien) anläßlich des Jubiläums „800 Jahre Köpenick“ zu Gast in Treptow-Köpenick. Unter dem Motto „Chancen und Perspektiven von Städtepartnerschaften“ fand eine Fachkonferenz mit über 100 Teilnehmern statt. Neben den auswärtigen Gästen fanden sich Bürger(innen) des Bezirks ein, um das Thema aus allen Blickwinkeln zu beleuchten. Zudem trafen sich die Teilnehmer zum Erfahrungs- und Ideenaustausch in Workshops zu Einzelaspekten. Eine wichtige Erkenntnis dieser multikulturellen Fachtagung ist, daß immer noch zu wenig Bürger(innen) von Städtepartnerschaften wissen. „Echte Städtepartnerschaften leben nicht von der Korrespondenz der Verwaltung, sondern von den Menschen, die sich begegnen“, sind sich Bezirksbürgermeisterin Gabriele Schöttler und der Vorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins Ulrich Stahr einig.

Gespräch beim Kundenberater Wenn mancher Mann wüßte ... An diesen Schnellsprechsatz aus Kindertagen erinnerte ich mich einer deutschen Bank kürzlich bei einer Geburtstagsgratulation. Im Laufe des Gesprächs
Gestern sagte mir mein Bankberater voller Empörung, dass er es sehr ungerecht fände, wie in Kundenkreisen über seinen Berufsstand hergezogen würde. Da ich Chemiker bin, erzählte ich ihm zum Trost die Geschichte von dem berühmtesten französischen Chemiker des 18. Jahrhunderts, Antoine Laurent de Lavoisier, der unter anderem den Sauerstoff entdeckt und die Zusammensetzung des Wassers aufgeklärt hat. Leider war er nebenberuflich Steuerpächter, was ihm sowie weiteren 28 Kollegen dieser Berufssparte unter der Guillotine den Kopf gekostet hat, ohne dass ihm ein Verschulden nachgewiesen wurde. Um meinen Banker zu beruhigen sagte ich ihm, dass ich diese Verfahrensweise für stark überzogen hielte und dass vielleicht wie bei Friedrich dem Großen als Strafe ein Spießrutenlaufen angemessen wäre, bei dem für je 1.000 verwirtschaftete Euro ein geschädigter Kunde einen Schlag ausführen sollte. Er erblasste, überrechnete kurz die Anzahl der Schläge (im Rechnen war er perfekt, es war ja auch die Hauptgrundlage seiner beruflichen Tätigkeit als Banker) und kam dann zu dem Ergebnis, dass er die Guillotine als schmerzlosere Methode verzöge, weil er den Spießrutenlauf sowieso nicht überleben würde. Daraufhin machte ich ihm den Vorschlag, falls es zu der Begegnung mit der Guillotine kommen sollte, könnte er noch durch ein Experiment berühmt werden und einen Rekord überbieten. Von Lavoisier heißt es nämlich, dass er sich entschied, noch im Augenblick des Todes einen wissenschaftlichen Versuch zu starten. Nachdem ihm der Kopf abgeschlagen wurde, wolle er versuchen, so oft wie möglich mit den Augen zu blinzeln, bevor er das Bewusstsein verlor, um anderen zu zeigen, wie lange ein Mensch nach der Enthauptung noch lebe. Lavoisier blinzelte elf Mal. Als im Augenzwinkern geschulter Experte sollte es meinem Gesprächspartner gelingen, diese Leistung zumindest einzustellen. Mein Bankberater fand meine historischen Reminiszenzen nur geschmacklos und ich bin ihn jetzt wohl endgültig los (Gottseidank!) A.L. (anonym, zur Sicherung des Bankgeheimnisses)

machte mich die Jubilarin, eine ehemalige Deutsch-Lehrerin, mit der „Nationalbibliothek des deutschsprachigen Gedichtes“ bekannt, die seit 1961 existiert und jährlich eine dicke Anthologie herausgibt. Aus hunderten von Zusendungen wählt eine Jury die besten Gedichte aus. Pro Autor(in) wird nur ein Gedicht veröffentlicht. Gedichte unserer Adlershofer Mitbürgerin Liselotte Lukas erschienen in den Bänden 2003-2008. Wir haben zwei für unsere Leser ausgewählt. Das erste entstand anläßlich eines Umzuges 2001 wegen der Rekonstruktion des bisherigen Wohnsitzes, das zweite als 2007 der Sturm auf ihrem Zeuthener Grundstück eine 14 m hohe Fichte umlegte und ein Chaos hinterließ. W.S.

Die neue Wohnung
Lärm und Dreck ließ ich zurück, dazu ein Stück Vergangenheit, das Neue klärt den alten Blick und läßt mir nicht gehabte Zeit. Verpflanzen sollt' man nicht den Baum, dem treuen Nachbarn stets verbunden. Die Seele krankt, sucht breiten Raum zu stillen ihre wehen Wunden. Bald geht's bergauf, die Helfer nahen. Es ist vollbracht der Arbeit Müh'Schon sehe ich die Sonne strahlen und alles ist so schön wie nie. Neubeginn, wie wird es werden im bunten Haus im grünen Feld? Er nur weiß und lenkt auf Erden die Geschicke dieser Welt.

Kyrill
Sturm - Sturm ruft die Glock vom Turm. Es rauscht, braust und zischt Baum, Haus und Strauch gebricht. Chaos - Sturmes Macht, es geschah in einer Nacht. Böse Geister herrschen, toben! Soll man da den Himmel loben? Aller Zweifel, alles Ringen führt zu einem Neugelingen. Wo Naturgewalten sich entfalten möge Gottes Gnade walten. Liselotte Lukas

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Herzliche
Die ersten Glückwünsche erhält im Juni Else Jähnke, die am 3.6. ihren 99. Geburtstag begeht und damit ihr 100. Lebensjahr beginnt. Mögen wir auch in einem Jahr zu den Gratulanten gehören! Ebenso herzlich gratulieren wir am 23.6. Gertrud Reis zu ihrem 97. Wiegenfest. Alles Gute zum 95. Geburtstag entbieten wir am 10.6. Johanna Bleß, am 20.6. Ruth Weinitschke und am 28.6. Herta Kuhl. Zur Vollendung ihres 92. Lebensjahres empfangen am 1.6. Margarete Witte, am 13.6. August Jestrimsky und am 30.6. Hildegard Budoch beste Wünsche. Grüße und gute Wünsche zum 91. Geburtstag können wir am 13.6. Walter Härtel übermitteln.

Glückwünsche
Auf 85 erfüllte Lebensjahre können Adelheid Wehren (7.6.), Günter Evermann (15.6.), Paul Wolters (16.6.), Karl Flemming (24.6.) und Frieda Scheer (29.6.) zurückblicken. Herzliche Glückwünsche zum 80. Tag der Geburt übermitteln wir Jutta Hielscher, Horst Glowacz und Erwin Schneider (3.6.), Inge Chares (10.6.), Dieter Laux (15.6.), Dr. Günter Lietz (16.6.), Anna Rietz (22.6.), Egon Ewald (25.6.), Rolf Zänsler (26.6.), Horst Wilke (28.6.), Silvia Elger (29.6.) sowie Erika Saifert (30.6.). Wir wünschen allen – auch den ungenannten – Jubilaren im neuen Lebensjahr Gesundheit, Freude, Frohsinn und Zufriedenheit.

Hans-Helmut Müller
* 5.7.1930 † 29.4.2009

Für die aufrichtige Anteilnahme, die zahlreichen Zeichen innerer Verbundenheit, die einfühlsamen, persönlichen Worte der Betroffenheit und des Trostes in vielen Gesprächen und so beseelt geschriebenen Briefen möchten wir uns von Herzen bedanken – bei allen Freunden, Nachbarn, Künstlerkollegen, Kursteilnehmern und beim Kulturamt Treptow-Köpenick. Unser besonderer Dank gilt Carmen-Maja Antoni und Petra Hornung, die so empfindsame Worte am Grab sprachen, und Leonard Rehberg für sein wunderbares Violinspiel. Barbara Müller-Kageler Felix Müller

Unsere Rätselecke
Bombar . . . rung, Ma . . mo, Kl . . . band, Kirsch . . .pott, Ru . . opf, Abl. . .plan, Kochan . . . tung, Ko . . .ame, Esel . . .ren, Vol . . . dung, Ferien . . . nteuer, Kinde . . . cherung, Reis . . asse, Sig . . .wirkung, We . . . achtstreben, Langze . . . osis, Frühr. . . ner, Hochw. . den, Ros . . . asser, Br. . . weite, Ro . .nante, Lang . . . ile, Jo . .inganzug, Auszi . . . isch.
An Stelle der Punkte werden Buchstaben gesetzt, so daß sich sinnvolle Wörter ergeben. Aneinander gereiht nennen diese Buchstaben eine Spruchweisheit aus Bulgarien.
Auflösung des „Brückenrätsels“ in der Mai-Ausgabe:
1. Stern; 2. Folge; 3. Preis; 4. Apfel; 5. Klang; 6. Wende; 7. Hitze; 8. Stein; 9. Binde; 10. Nabel; 11. Waren; 12. Sturm; 13. Dunst; 14. Kunst; 15. Abend; 16. Punkt. Lösung: Elefantenbrunnen ist das seit dem Frühjahr wieder in Adlershof Rätselautor: Wolf Will plätschernde Kunstwerk.

Liebe Mutti, Omi und Uromi

Ruth Weinitschke
Auf 95 Jahre blickst Du zurück auf manches Schicksal, manches Glück. Wir gratulieren recht liebevoll und wünschen Dir viele gute Jahre Gesundheit, Freude, frohe Tage. Gemeinsam wollen Dank wir sagen, es ist schön, daß wir Dich haben. Wir lieben Dich von ganzem Herzen und alle mögen es sehen, drum soll unser Glückwunsch auch in der Zeitung stehen.

Einwohnerantrag zur Einrichtung von Hundeauslaufgebieten
Deine Kinder, Enkel und Urenkel

Alt werden will jeder, älter werden niemand. Doch das ist des Lebens Lauf! Zu Deinem 75. Geburtstag am 28. Juni wünschen wir Dir, lieber

Günter Schöhl
alles Liebe und Gute. Ellen und Kinder

Anonyme Anfragen
Im April ging uns die Kopie eines Schreibens zu, das man „ANONYM für einige Eigentümer und Bewohner von Objekten in der ehem. Gagfa-Siedlung in Adlershof, Steinbach- Husstraße“ an das Bauamt des Bezirkes geschickt hatte, in dem es um die Fassadenumgestaltung am Haus Husstr. 40 ging. Obwohl wir an sich auf anonyme Schreiben nicht reagieren (man kann doch Verschwiegenheit mit uns vereinbaren), haben wir im Bezirksamt um eine Stellungnahme gebeten. Dort werden anonyme Schreiben generell nicht bearbeitet. Auf unsere offizielle Anfrage erhielten wir auch Antwort, die wir gern weitergeben, wenn sich die Fragesteller an uns wenden. W.S.

Im April hatten wir über die Aktion „Für ein sauberes Adlershof“ berichtet, die von Adlershofer Hundefreunden durchgeführt wurde und z.T. noch zu sehen ist. Zur Entsorgung der Hundekottüten konnte als erster Schritt erreicht werden, daß in der Selchowstraße an der Wassermann- und an der Waldstraße die BSR je einen Papierkorb mit einem entsprechenden Hundekothinweis installierte. Jetzt erreichte uns die Bitte, über den Einwohnerantrag zur Einrichtung von Hundeauslaufgebieten im Bezirk Treptow-Köpenick zu informieren. Zu seiner Unterstützung werden die Unterschriften von ca. 2.100 Mitbürgern über 16 Jahre aus dem Bezirk

benötigt. Dazu schreibt man: „Es sollte Hundebesitzern ermöglicht werden, ihre Hunde in dafür festgelegten Arealen frei laufen lassen zu können, ohne gegen das Gesetz und Vorschriften zu verstoßen. Ein Hundeauslaufgebiet vermindert Konfliktpotential in Grünanlagen, gerade im Hinblick auf Kinder und Nichthundebesitzer. ... Regelmäßiger Freilauf von Hunden vermindert außerdem Aggressionen beim Hund und ist ein wichtiger Beitrag zum Tierschutz.“ Die Liste der Auslegestellen sowie weitere Informationen sind unter www.hundeauslaufgebiettreptow-koepenick.de zu finden. W.W.

Dank an die „Volkssolidarität“
Auch wenn der Internationale Frauentag schon etwas zurückliegt, kommt ein Dankeschön für die Organisatoren der Feier am 8. März für die Ortsgruppe 070/ 073 sicher nie zu spät. Zur Begrüßung bekam jede Frau eine Rose und es wurde mit einem Glas Sekt auf den Festtag angestoßen. Zur Unterhaltung spielten „Olli und Winni“ und regten zum Tanz an. Ein Chor der Polizei hat uns mit seinem Gesang für kurze Zeit alles vergessen lassen. Da der Bestand unserer Beteiligten immer älter wird, würden wir uns über jüngere Mitglieder sehr freuen. Es wird bei uns nie langweilig, denn es finden fast in jedem Monat Veranstaltungen statt. Auch gemeinsame Fahrten stehen im Programm. So wollen wir dieses Jahr zum Gut Hirschaue und zum Wettermuseum sowie nach Buckow. Ein Besuch des historischen Weihnachtsmarktes auf dem Krongut Bornstedt und eine Lichterfahrt werden die diesjährigen Aktivitäten beenden. Interessenten können im Seniorentreff in der Alten Schule nachfragen. Sybille Dorn

Liebe Leser,
in der Rubrik „LeserWORT“ halten wir für Sie immer einen Platz bereit, um Ihre Meinungen, Kritiken und Wünsche zu veröffentlichen.

Schreiben Sie an Adlershofer Zeitung PF 1103 12474 Berlin

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Adlershofer Kinderfest 2009
Das traditionelle „Adlershofer Kinderfest“ soll in diesem Jahr am 20. Juni wieder auf dem großen Schulhof der Anna-Seghers-Oberschule (Radickestraße) stattfinden. Es wird erneut von Mitarbeiter(inne)n der Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung „Julian Grimau“ (für das Adlershofer Festkomitee) in Kooperation mit der Schule organisiert. Unter dem Motto „Junge Talente stellen sich vor“ wird ein Bühnenprogramm von Kindern für Kinder gestaltet. Wer sich daran beteiligen möchte, kann sich bis 12.6. in der JFE „Grimau“ (Waldstr. 7, Tel. 677 45 27) dafür anmelden. Ab 14 Uhr wird außer dem Bühnenprogramm vieles wie in den Vorjahren geboten: verschiedene Spiel- und Bastelmöglichkeiten, Schminken, Computernutzung, Jugend-Feuerwehr, Polizei, Hüpfburg sowie Spielmobil mit Rollenrutsche. Selbstverständlich wird für das leibliche Wohl (einschließlich Zuckerwatte) gesorgt. Auch für die begleitenden Erwachsenen ist der Eintritt entgeltfrei. Die Anwohner werden um Verständnis gebeten, wenn es an diesem Tag in ihrer Umgebung einmal etwas lauter sein sollte, um 18 Uhr wird das lustige Treiben beendet. W.W.

Jonglierconvention und Sportfestival
Unter dem Motto „Kleine ganz groß!“ wird am 1. Juni im FEZ Berlin der internationale Kindertag gefeiert. Am 6. und 7.6. können in der Wuhlheide auch kleine Artisten im Zirkuszelt oder auf der Bühne ihr Können präsentieren. Artisten und Jongleure helfen, zirzensische Erfahrungen zu sammeln, denn gleichzeitig treffen sich hier die besten Jongleure Europas zur Berliner Jonglierconvention 2009. Jede Menge LEGO-Modelle, zusammengestellt in großen, zusammenhängenden Dioramen, sind vom 12. bis 14.6. zu bewundern. Beim Ökoinsel-Fest gibt es am 20. und 21.6. Spannendes zu entdecken und über den Schutz einheimischer Tier- und Pflanzenarten zu erkunden Das Vattenfall-FamilienSportfestival „Fit, Fun, Family“ am 27. und 28.6. lädt u.a. zum Energietriathlon, Fitness-Check, zur Miniolympiade, American Football, Riesenairtramp, Inline Skating Anfängerschule und Kanupolo ein. Öffnungszeiten an den Wochenenden: Sonnabend 13-18, Sonntag 10-18 Uhr. Infos unter 53 07 10.

Schulfest an der Heide-Grundschule
Zu ihrem diesjährigen Schulfest unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stark in unserer kunterbunten Grundschule“ sind am 4. Juli ab 10 Uhr alle interessierten Adlershofer(innen) herzlich in die Heide-Grundschule (FlorianGeyer-Str. 87) eingeladen. Dabei werden u.a. die Ergebnisse der Schüler(innen) aus den schulischen Projekttagen vom 1.-3.7. präsentiert. Weitere Informationen zur Schule findet man unter www.heideschule-berlin.de

Was kommt nach der 10. Klasse?
Noch schwitzen die Schüler der 10. Klassen über ihren Klausuren und bereiten sich auf die Prüfungen zum Mittleren Schulabschluss vor – wer denkt dabei schon an das, was danach kommt? Viele konnten sich bisher noch nicht entscheiden, weil die Noten kein klares Bild erkennen lassen – und mancher fragt sich, ob er mit diesem Notendurchschnitt den begehrten Ausbildungsplatz bekommt, die gymnasiale Oberstufe mit dem Ziel Abitur besuchen darf oder ob er sich erst noch weiterqualifizieren muss, um gute Startvoraussetzungen für den Weg ins Erwerbsleben zu erlangen. In dieser Situation bietet das Oberstufenzentrum Wirtschaft und Sozialversicherung (OSZ WI&SO) eine gute Gelegenheit, sich nochmals umfassend über die Möglichkeiten der schulischen Weiterbildung zu informieren. Auf einem Informationsabend am 9. Juni wird von 17 bis 19 Uhr über alle Bildungsgänge informiert und jeder Interessent individuell beraten. Ob berufliches Gymnasium (OG), Fachoberschule (FOS), ein- oder zweijährige Berufsfachschule (OBF) – jeder Besucher kann sich mit all seinen Fragen an die Berater wenden. Natürlich wird auch der moderne Schulkomplex besichtigt. So kann man schon einmal sehen, wo man vielleicht die nächsten Jahre zubringt, um sich gemeinsam mit vielen anderen jungen Menschen weiter zu qualifizieren. Noch ein Tipp: Interessenten sollten ihre bereits vorliegenden Zeugnisse mitbringen – dadurch kann die Beratung noch zielgenauer erfolgen.

Sanierter Spielplatz Vogelbeerstraße feierlich eröffnet
Der Adlershofer Bürgerverein „Cöllnische Heide“ hatte am 25.4. zur feierlichen Eröffnung des sanierten und erweiterten Kinderspielplatzes Vogelbeerstraße eingeladen. Die Fläche wurde durch Auszubildende des Amtes für Umwelt und Natur umgebaut. Neue Spielangebote (vor allem für Kinder bis zu 6 Jahren) konnten aufgestellt werden, da eine Elterninitiative dafür Spendenmittel eingeworben hatte. Neben der Wohnungsbaugesellschaft TreptowSüd e.G. und dem Adlershofer Bürgerverein waren auch viele Adlershofer(innen) und Gewerbetreibende bereit, Geld zu spenden. Allen Beteiligten wurde von Kindern und Eltern herzlich gedankt.

Ins Puppentheater im Treptower Park
Im Figurentheater „Grashüpfer“ im Treptower Park kann man vom 3.-14. Juni „Im Teekessel rund um die Welt“ reisen. Zudem wird zu den Treptower Festtagen am 6. und 7.6. von 14-17 Uhr zum „Tag der offenen Tür“ eingeladen. Am 16. und 17.6. treffen „Hase und Igel“ wieder einmal aufeinander. Die Geschichte „Der Fischer und seine Frau“ ist vom 20.-28.6. zu erleben und am 29.6. geht man der Frage nach „Wer versteckt sich vor dem kleinen Hund?“. Für die etwas Größeren wird am 18.6. die Argonautensage „Das Goldene Vlies“ erzählt. Schüler und Erwachsene sind am 12., 19. und 26. ab 18 Uhr zum Märchenabend am Feuer eingeladen, das am 27.6. auch einmal im Hof des Heimatmuseums Köpenick entfacht wird. Weitere Informationen unter Tel. 53 69 51 50. W.W.

Oberstufenzentrum Wirtschaft und Sozialversicherung, Helmholtzstr. 37, 12459 Berlin-Oberschöneweide, Tel. 538958-13/-28

Auszeichnung von engagierten Mädchen und jungen Frauen
Auch 2009 wird Bezirksbürgermeisterin Gabriele Schöttler einen Mädchenpreis vergeben. Prämiiert werden soll das Engagement einzelner Mädchen, Mädchenmannschaften oder auch -gruppen. Alle Formen des Engagements sind denkbar, ob im Sport, im sozialen und kulturellen Bereich, in der Schülervertretung bis hin zur mutigen Tat. Beteiligen können sich Mädchen und junge Frauen zwischen 16 und 22 Jahren. Bedingung ist, daß sie in Treptow-Köpenick wohnen oder sich hier engagieren. Die Mädchen können sich selbst vorschlagen oder von anderen vorgeschlagen werden. Über den Mädchenpreis entscheidet eine Jury. Die Prämiierung erfolgt am 11.10. beim Dance-Festival. Die Bewerbungsunterlagen sollten max. zwei DIN A 4-Seiten umfassen. Es dürfen Fotos oder andere Materialien wie Videos (max. 10 Minuten) beigelegt werden. Einsendeschluss ist der 15.9. Einsendungen bitte an das Bezirksamt Treptow-Köpenick, Gleichstellungsbeauftragte, Rathaus Köpenick, Raum 163, Alt-Köpenick 21, 12555 Berlin oder auch PF 910240, 12414 Berlin, Tel. 90297-2309, Christiane.Hartmann-Kraatz@ ba-tk.berlin.de

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Letztes Heimspiel der Saison 2008/09
Zum letzten Heimspiel der Saison 2008/09 empfängt die 1. Herrenmannschaft des Adlershofer BC 08 am 6.6. das Team vom SC Charlottenburg. Anstoß auf dem Sportplatz am Lohnauer Steig ist um 14 Uhr.

Adlershofer Zeitung
PF 1103 12474 Berlin
medienbuero.ebner@t-online.de

Herausgeber
MEDIEN-BÜRO Adlershof verantw. Redakteur Lutz Ebner Tel. 67 98 95 37 Fax 67 98 95 38 redaktionelle Mitarbeit Wolfhard Staneczek Tel. & Fax 677 24 58 Herstellung Eggersdorfer Druck- und Verlagshaus Auflage 3000 Exemplare Erscheinungsweise monatlich

Jahresabschluß beim SV Berlin-Chemie
Zum traditionellen Jahresabschluß lädt der SV Berlin-Chemie Adlershof am 27. Juni nicht nur Vereinsmitglieder, sondern alle Interessierten auf die Sportanlage „Birkenwäldchen“ ein. Für Musik, Essen und Getränke ist gesorgt. Neben der Rückschau auf die Saison wird sicher auch die drohende Schließung des Sportplatzes ein Gesprächsthema sein. (Mehr dazu
in einer unserer nächsten Ausgaben.)
Fotos: Staneczek

„Nie wieder dritte Liga!“ – mit diesem Schlachtruf begrüßten Fans des 1. FC Union Berlin am 20.6. im Innenhof des Rathauses Köpenick lautstark ihre Helden, die sich zusammen mit Bezirksbürgermeisterin Schöttler auf zwei Balkonen zeigten. Aus Anlaß des Aufstiegs in die 2. Bundesliga und als Berliner Pokalsieger 2009 trug sich die Mannschaft in das Goldene Buch des Bezirks ein.

150 Turniere im Sportfest bei Lok Schöneweide Es ist wieder weit! Der EisenStraßenfußball bahnsportvereinsoLok Schöneweide bote verzeichnet sind. Nach sechs absolvierten Wettbewerben wird
Zum 14. Mal wird zu mehr als 150 Turnieren in ganz Deutschland um den „real,- junior cup“ eingeladen. Anpfiff in TreptowKöpenick ist am 6.6. um 10 Uhr auf der Bulgarischen Straße anlässlich der Treptower Festtage. Gekickt wird „Drei gegen Drei“ in einem 8 x 15 Meter großen Spezial-Court. Alle Teams – bestehend aus drei bis sechs Spielern – können kostenlos teilnehmen. Die Anmeldung erfolgt in den teilnehmenden real,- SB-Warenhäusern, im Internet unter www.real.de oder am Turniertag bis 9.30 Uhr am Court bei der Turnierleitung. Spielberechtigt sind alle Mädchen und Jungen der Jahrgänge 1996 bis 1999. Ein Lichtbildausweis ist unbedingt mitzubringen. lädt alle Treptow-Köpenicker zu seinem jährlichen Offenen Vereinssportfest ein, das am Sonnabend, dem 13. Juni, stattfindet. Auf dem Lok-Sportplatz am Betriebsbahnhof Schöneweide werden von 13 bis 17.30 Uhr zwanzig verschiedene Wettbewerbe für alle Altersgruppen angeboten, die vom Dartwerfen und Ballprellen in Alltagskleidung bis zur Leichtathletik und dem Erwerb des Deutschen Sportabzeichens reichen. Kernstück des Sportfestes werden wieder das Fuß- und Volleyballturnier sein, zu dem sich interessierte Mannschaften bis zum 8. Juni anmelden müssen. Sie beginnen ihre Turniere um 13 Uhr, alle anderen können auch später dazu kommen. Jeder Teilnehmer, vom Vorschulkind bis zum Senior, erhält eine Startkarte, auf der alle Sportangediese Karte zum Tombola-Los. Alle Kinder und Jugendlichen haben einen Gewinn sicher, aber auch bei den Erwachsenen gibt es eine hohe Trefferquote. Für Kinder steht eine Hüpfburg bereit, es sind Kinderschminken und ein Malwettbewerb vorgesehen. In einem Freiluftrestaurant kann man sich stärken und es wird Info- und Verkaufsstände geben. Gegen 17 Uhr erhalten die Sieger und Platzierten in den Ballspielen Pokale, Mannschaftspreise und Urkunden. Im Kegeln und Luftgewehrschießen werden Urkunden vergeben. Die Lok-Mitglieder freuen sich über eine hohe Teilnehmerzahl. Nähere Informationen montags von 9 - 17 Uhr unter 29 72 73 24 oder im Internet unter www. esvlokschoeneweide.de H. Weiss

Kampf um den Cup
Am 20./21. und 27./28. Juni werden wieder die GENERALICups der Junioren (Hauptsponsor der ABC-Jugendabteilung) auf dem Sportplatz am Lohnauer Steig stattfinden. Das heißt erneut zwei Wochenenden mit hoffentlich schönem Wetter und den ganzen Tag Fußball spielende Kinder und deren Angehörige. Am ersten Wochenende spielen die 9- bis 11-jährigen Jungen, am zweiten die 12- bis 15-jährigen Mädchen und die 13- bis 14-jährigen Jungen. Den 11. Juli sollte man sich schon jetzt für den traditionellen Erlebnistag der gesamten Jugendabteilung vormerken. Gunter Stietz

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Redaktionsschluß für die Ankündigung sportlicher Termine im Juli ist am 15. Juni

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Ein Jahr der Jubiläen – 260 Jahre Grünau
Hallo Adlershof! Wir sind Nachbarn und Altersgenossen; denn was bedeuten schon fünf Jahre in unserem Alter? Aber wie ähnlich sind wir uns, was verbindet uns? Jeder hat seine eigene Geschichte. Und doch gibt es Gemeinsamkeiten. Grünau verfügt über ein besonderes Geschenk der Natur – das Wasser. Es hat nicht nur die Form, sondern die gesamte Entwicklung des Ortes bestimmt und prägt ihn bis heute. Schmal, nur 700 m breit, erstreckt er sich auf etwa 4 km an der Dahme oder dem Langen See entlang, früher auch „Wendische Spree“ genannt. Noch immer besteht die Gesamtfläche zu 75% aus Wasser und Wald. Es begann 1734 mit der Errichtung der Heydewächterei Steinbinde, Vorgängerin der heutigen Revierförsterei, durch das Amt Köpenick. Fünfzehn Jahre später (1749) war es wieder das Amt Köpenick, das im Auftrag der Kurmärkischen Kriegs- und Domänenkammer unweit der Steinbinde Land für vier Kolonisten aus der Pfalz festlegte. Das war das kleine Stück zwischen der heutigen Libbold- und der Büxensteinallee. Die schmalen Grundstücke einschließlich Äcker reichten vom Wasser bis zum heutigen Parksteig. Die Kolonie auf der Grünen Aue mit den Kolonisten Libbold, Lahmert, Fuchs und König wurde 1754 durch Erbzinsverschreibung zum Dorf Grüne Aue unterm Amte Köpenick (deshalb steht als Gründungsjahr mitunter 1754). Kirchlich und auch schulisch entschieden sich die Siedler für Bohnsdorf und nicht für Köpenick, anders als die Adlershofer. Doch schon zeitig gab es Verbindungen zwischen beiden durch Heirat, wie die Namen Lahmert und Libbold / Leopold in Adlershof belegen. Die Entwicklung ging langsam voran. Ein wirklicher Aufschwung, verbunden mit einer Ausdehnung Grünaus, setzte erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein und reichte bis weit in das 20. Jahrhundert.Von herausragender Bedeutung für die Entwicklung der Region war 1866 die Inbetriebnahme der Berlin-Görlitzer Bahn. Bis 1874 profitierte nur Grünau von einem Haltepunkt. Seit 1870 gab es Fährverkehr über die Dahme, 1909 verlängerte die Straßenbahn aus Köpenick die Strecke bis zum Bahnhof Grünau, 1912 nahm die SchmöckwitzGrünauer Uferbahn (SGU) den Betrieb auf. Sie wurde 1926 in die Linie 86 (heute 68) integriert. Die schöne Lage an der Dahme und die gute Verkehrsanbindung zogen an den Wochenenden Besucher aus dem nahen Berlin an. Zudem erwarben wohlhabende Berliner, Fabrikdirektoren, Ärzte, Rechtsanwälte, auch Hoflieferant Kranzler und Tabakhändler Ermeler Grundstücke in Grünau und bauten Villen oder Sommerhäuser, zunächst am Wasser, dann auch im Ortsinnern. Um 1900 entstanden im Ort verteilt Gründerzeitbauten mit reicher Stuckverzierung. Oft wird vergessen, daß Grünau zugleich Industriestandort Zentrum des Rudersports und erlangte über die Grenzen Deutschlands hinaus Bekanntheit. Der Aufschwung gipfelte in der Austragung der Ruderwettbewerbe zu den Olympischen Spielen 1936. Damals entstand die Regattaanlage in der heutigen Form. Der Wassersport im allgemeinen und die Regatten im besonderen, der rege Dampferverkehr, der Fährbetrieb nach Wendenschloß als Ausgangspunkt für Wanderungen in die Müggelberge, das 1908 eröffnete Freibad und die zahlreichen Ausflugsgaststätten machVEB „Berlin-Chemie“ in Adlershof, die Einrichtung von Konsumund HO-Verkaufsstellen zwang Privatläden zur Aufgabe, die HO bestimmte über die Gaststätten, aus den Sportvereinen wurden Betriebssportgemeinschaften. Wohnungsbauprogramme wie das „Friedrich-Wolf-Viertel“ für 1.400 Personen, die „Intelligenzsiedlung“ an der Rabindranath-TagoreStraße und zwei Schulneubauten veränderten das Ortsbild. Für die Altbauten gab es keine Mittel. Besonders schwer hatte es der Wassersport. Erst nachdem die Rote Armee 1950 das Regattagelände räumte, gewann Grünau seinen Ruf als Wassersportzentrum zurück. 1980 wurde das Wasserfahrsportzentrum Grünau (Sportpromenade 3) in Betrieb genommen. Zur Sportgeschichte der DDR gehört auch der politisch motivierte Abriß des Sportdenkmals 1973, um dessen Neukonzipierung seit der Wende gerungen wird. Eine zweite Zäsur brachte die Wende 1990. Der unmittelbar einsetzende Bauboom ließ neue Einfamilienhäuser und Stadtvillen entstehen. Die Sanierung von Altbauten machte architektonisch und künstlerisch Wertvolles wieder sichtbar. Das neueste Projekt heißt „Puerto verde – Grüner Hafen“, eine von der Meermann & Chamartin-Gruppe geplante Wasserstadt auf dem Gelände der 1992 stillgelegten Chemischen Fabrik. Um so mehr fallen die Schandflecken auf wie die Ecke Wassersportallee / Regattastraße oder die „Riviera“ und das „Gesellschaftshaus“, auf deren Erneuerung Grünau weiterhin hofft. Der Dampferverkehr einschließlich Übersetzverkehr in die Müggelberge wurde leider eingestellt und von den Ausflugslokalen ist fast nichts geblieben. Auch das Regattagelände hatte um seinen Standort zu kämpfen und mußte das Wettkampfprofil erweitern. Gestärkt wird seine Position durch das Wasserfahrsportzentrum (u.a. Olympiastützpunkt). Das 1990 von Werner Philipp gegründete Wassersportmuseum (jetzt Regattastraße 191) hält die Erinnerung an die große Tradition wach. Der 1990 gebildete Ortsverein Grünau e.V. in der Regattastraße 141 greift in diesem Jahr das Thema „260 Jahre Grünau“ in monatlichen Veranstaltungen auf. Sie sollen das Engagement für die anstehenden Probleme stärken, auch wenn bis zu ihrer Lösung noch viel Wasser die Dahme hinunterfließen wird. Helgunde Henschel

Regattastrecke im Jahr der Olympischen Spiele 1936

Archiv Henschel

wurde, die Randwanderung von Industriebetrieben erfaßte nicht nur Adlershof. Die kleinen, meist chemischen Betriebe am Wasser gingen 1882/83 in der „Chemischen Fabrik Grünau Landshoff & Meyer“ auf, die sich im Laufe der Jahre ausdehnte und zum Hauptarbeitgeber wurde. Als weiterer Industriebetrieb kam 1910 das „Königlich-Preußische Bahnbetriebswerk“ hinzu. Dadurch stieg die Einwohnerzahl sprunghaft an. Das machte die Errichtung von Mietshäusern notwendig und durchmischte das bauliche Bild Grünaus. Im Prinzip wurde aber die offene Bauweise beibehalten. Während Adlershof eher städtischen Charakter annahm, blieb Grünau Villenvorort. Markenzeichen Grünaus wurde der Wassersport. Zahlreiche Werften, Segel- und Rudervereine siedelten sich an. Die erste Ruderregatta auf dem Langen See fand 1880 statt. Ein Jahr später gründete sich der Berliner Regatta-Verein, dessen Anfänge untrennbar mit dem Namen Georg Wilhelm Büxenstein verbunden sind. 1896 pachtete der Verein für 90 Jahre ca. 1.000 Meter Ufergelände. Einige architektonisch bedeutsame Bootshäuser stehen heute unter Denkmalschutz. 1898 wurde das Sportdenkmal an der 1.000 MeterMarke eingeweiht. Grünau wurde

ten Grünau zu einem beliebten Naherholungszentrum, und man darf wohl ohne Übertreibung sagen, daß mehr Adlershofer nach Grünau kamen als umgekehrt. Mit der Entwicklung der Infrastruktur wurde auch die politische Verwaltung neu geregelt. Ab 1874 unterstanden beide Orte dem Amtsbezirk Alt Glienicke mit Amtssitz in Adlershof. Die Eingemeindung nach Berlin 1920 trennte beide Orte in unterschiedliche Bezirke, bis sie mit der Fusion 2001 im Bezirk Treptow-Köpenick erneut zusammenfanden. Seit 1906 vereinte außerdem der Wasserversorgungsverband in Alt Glienicke und der Kanalisationsverband in Grünau beide Gemeinden. Der Bau des Teltowkanals (1900-1906) veränderte die Landschaft und verschob die Grenzen: Grünau verlor das Gebiet bis zur Köpenicker Rohrwallinsel an Köpenick und gewann den Zipfel Straße am Kanal, Amselhorst, Drosselsteg von Adlershof hinzu. Eine Zäsur schuf der II. Weltkrieg, den unsere Region annähernd glimpflich überstand. Zunächst schien das Leben zu den alten Zeiten zurückzukehren. Mit der Durchsetzung der politischen Strukturen der DDR änderte sich vieles. Die Chemische Fabrik wurde 1947 verstaatlicht und verschmolz 1966 mit dem
        
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