Path:
Periodical volume

Full text: Adlershofer Zeitung Issue 2007, H.161/September

Monatszeitung

Nr. 161 September 2007

0,60 €

15. September 2007:

Traditionelles

Herbstfest
rund um die Alte Schule

❒ Fahrt frei auf der Spindlersfelder Straße! Am 9. August

durchschnitten Senatorin Ingeborg Junge-Reyer und Baustadtrat Rainer Hölmer das Band und übergaben das 2. Teilstück der TVO bis zum Glienicker Weg
Seite 2

Informationen zum Programm auf Seite 3

❒ Gedenktafel für Adlershofer

Schriftstellerin enthüllt
Seite 2

❒ Der Bezirksstadtrat für

Bürgerdienste, Bildung und Sport im Gespräch mit der Adlershofer Zeitung
Seite 4

❒ In unserer Serie „Der Name

❒ Vor rund acht Jahrzehnten wurde im östlichen Teil von

auf dem Straßenschild“ Informationen zur Helbigund Genossenschaftsstraße
Seite 12

Adlershof die Siedlung Wendenheide gegründet. Bei einem Fest der Familie Kehr versammelte man sich zu diesem Erinnerungsfoto vor der fertiggestellten Wohnlaube
Seiten 8/9

Seite 2

Nr. 161

Spindlersfelder Straße für den Verkehr freigegeben
2. Teilstück der TVO bis zum Glienicker Weg fertiggestellt
Nachdem am 7.10.2002 die ersten ca. 1.000 Meter der Tangentialverbindung Ost (TVO) mit zwei Brücken von der Straße an der Wuhlheide bis zur Oberspreestraße dem Verkehr übergeben wurden (s. AZ Nr. 103), folgten am 9.8.2007 als 2. Bauabschnitt weitere 1.450 Meter als Hochstraße bis zum Glienicker Weg mit Überbrückungen der Oberspreeund der Ottomar-Geschke-Straße. Das Gesamtbauwerk mit zwei Fahrstreifen je Fahrtrichtung ist Hauptverkehrsstraße mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h und heißt „Spindlersfelder Straße“. Während der 1. Teil auch Geh- und Radwege enthält, wurden diese beim 2. Teil separat am Dammfuß angelegt. Nach einer Entlastung des Verkehrsaufkommens in der Köpenicker Altstadt erhofft man sich das nun auch in der Dörpfeldstraße. Beide Teilstücke der TVO lagen in der Verantwortung des Senats und wurden zu 75% aus EU-Mitteln finanziert. Für den 3. Teilabschnitt, den Ausbau des Glienicker Weges bis zum Adlergestell (s. AZ Nr. 133), ist der Bezirk zuständig. Senatorin Ingeborg Junge-Reyer übergab jetzt bei der Streckeneinweihung symbolisch die Verantwortung für die weiteren Baumaßnahmen an Baustadtrat Rainer Hölmer und versprach noch in diesem Quartal die Zustimmung des Senats für den Weiterbau. Nun bemüht sich das Bezirksamt, auch dafür EU-Mittel zu bekommen. Wenn alles gut geht (u.a. müssen noch Teilflächen für den Ausbau erworben werden) soll von 2008 bis 2010 dieser Ausbau erfolgen. Bis dahin werden wir wohl Dauerstau auf dem Glienicker Weg und Schleichverkehr in Parallelstraßen ertragen müssen. W.S.

Fotos: Staneczek

Fortschritte beim Brückenbau – alter Bahnhof bald Geschichte
Die Baumaßnahmen der Deutschen Bahn gehen zügig voran. Die für den 10./11. August geplante Entfernung der S-Bahn-Brücke erfolgte bereits eine Woche zuvor. Inzwischen wurden auf der Nordseite der Baustelle das Stellwerk und das Erdreich bis zum denkmalgeschützten Haus Adlergestell 254 entfernt. Hier werden bis Ende September nicht überseh- und überhörbar 140 Bohrund Rammarbeiten erfolgen. Auf der Südseite weicht inzwischen das Bahnhofsgebäude inkl. Treppenhaus der Verbreiterung der Rudower Chaussee. W.S.

Neues vom Adlershofer Festkomitee:

Gedenktafel enthüllt
Ehrung für Berta Waterstradt an ihrem 100. Geburtstag

Einladung zu unserem Herbstfest
Für unser Adlershofer Festkomitee ist das traditionelle Herbstfest am 15. September rund um die Alte Schule (Dörpfeldstr. 54/56) erneut die aufwendigste Veranstaltung. Viele ehrenamtlich Beteiligte konnten für die Vorbereitung und Mitwirkung gewonnen werden (s. auch S. 3). Trotzdem sind potentielle Mitstreiter mit tollen (möglichst preiswerten) Ideen stets herzlich willkommen. Auch sonst ist in Adlershof immer wieder etwas los. Nachstehend weitere Termine im September und Oktober. Nähere Informationen finden Sie in dieser Ausgabe. Wolfhard Staneczek

Termin

Ort

Veranstaltung

Mehr als 50 Mitbürger(innen) waren am 9. August zur Enthüllung einer Gedenktafel für Berta Waterstradt an ihrem 100. Geburtstag in die Altheider Straße gekommen. In der von Dr. Hans Erxleben sehr gut vorbereiteten Veranstaltung erinnerten Lothar Kusche (Publizist, wohnte früher in der Thelenstraße), Dorothee Mortensen (Freundin von B.W., die viele Dokumente über sie besitzt, der Vermutung einer „ungeklärten Todesursache“ widersprach und ein Gedicht von Paul Wiens über die Schriftstellerin vortrug), Martha Glugla (ehemalige Nachbarin mit ganz privaten Erinnerungen und Plätzchen nach einem Rezept der B.W.) und die Schriftstellerin Elfriede Brüning (Jg. 10, seit den 20er Jahren mit B.W. bekannt, mit einer Festschrift ihrer Enkelin zum 100. Geburtstag) an die Autorin. Dr. Erxleben trug Grußadressen von

Prof. Kurt Maetzig (Jg. 11, Regisseur von „Die Buntkarierten“, der bedauerte, den Geburtstag nicht mehr mit B.W. feiern zu können) und Renate Holland-Moritz (war verhindert selbst zu erscheinen) vor und las eine Anekdote über B.W. aus deren Buch „Die tote Else lebt“. Nachdem von BVVVorsteher Siegfried Stock, dem stellv. Bürgermeister Michael Schneider und Herrn Pannier von der ARWOBAU (zu der das Haus gehört) die Tafel enthüllt und diese mit Rosen von Elfriede Brüning geschmückt wurde, trafen sich einige der Gäste noch zum Austausch von Erinnerungen an die Geehrte in der nahe gelegenen Anna-Seghers-Gedenkstätte. Unsere Stefan-Heym-Bibliothek erinnert seit Anfang August in einer Vitrine mit zahlreichen Unterlagen an die Adlershofer Schriftstellerin. W.S.

9.9., 10.00 Verklärungskirche Tag des offenen Denkmals (Besichtigung / Turmbesteigung) 9.9., 11.00 Christus-König- Tag des offenen Denkmals Kirche 10.9., 16.00 Friedhof Gedenken zum 90. Geburtstag von Boris Djacenko 10.9., 19.30 Alte Schule „Karneval in X“ Montagslesung mit Live-Musik 13.9., 19.30 Alte Schule Theaterabend: „Undine geht“ 14.9., 19.30 Alte Schule Kabarettabend: „Ich meine ja nur ...“ 15.9., 11.00 Alte Schule Adlershofer Herbstfest 20.9., 18.00 Anna-Seghers„Die Zukunft stimmt in allen Gedenkstätte Brüchen“ Barbara Hampel (Zürich) liest Texte zur bildenden Kunst 23.9., 10.00 Verklärungskirche Musikalischer Gottesdienst zum 400. Geburtstag von Paul Gerhardt 28.9., 20.00 Alte Schule Ausstellungseröffnung: Vor Ort 29.9., 10.00 Friedhof Nachdenklicher Spaziergang mit Ortschronist Rudi Hinte 13.10., 10.00 Rudower Ch./ G.-Leibniz-Str. 18.10., 18.00 Anna-SeghersGedenkstätte 18.10., 19.30 Stefan-HeymBibliothek Mit Rudi Hinte auf den Spuren der ADW (Südgelände) Sonja Hilzinger stellt ihr Buch über Christa Wolf vor Joochen Laabs liest aus „Späte Reise“

September 2007

Seite 3

Sonnabend, 15. September 2007, ab 11 Uhr, Kulturzentrum „Alte Schule“, Dörpfeldstraße

]kl kl^ ]jZ D
❍ ❍

`g^]j =\d]jk 00-

4
frei! Eintritt
Der „Förderkreis Hilfe für strahlengeschädigte belorussische Kinder“ (s. AZ Nr. 142) lädt am 30. September zu einem Benefizkonzert zugunsten seiner Projektarbeit in Belarus (Weißrussland) ein. Das „Ensemble arpeggio“ (Musiker der Deutschen Oper Berlin) spielt ab 14 Uhr in der Köpenicker Advent-Kapelle (Parrisiusstr. 27) Werke von Haydn, Beethoven und Mozart. Die im Anschluß erbetenen Spenden werden für Herzoperationen und Erholungsaufenthalte strahlengeschädigter belorussischer Kinder in Polen und die Behindertenarbeit in Belarus verwendet. Weitere Informationen bei Familie Braun, Tel. 656 01 28.
Änderungen vorbehalten

Unterhaltung und Vergnügen für jung und alt!

Aus dem Programm: ❏ Andersens Koffertheater
(11 Uhr in der Bibliothek)

Info- & Verkaufsstände von Adlershofer Einrichtungen
bereits am 13.9., 19.30 Uhr

❏

Musik, Musik, Musik
Junge Adlershofer Talente Verschiedene Tanzgruppen Rock & Pop Gospels

Performance „Undine geht“ Kabarett „Ich meine ja nur...“

bereits am 14.9., 19.30 Uhr
… und außerdem am Herbstfest-Sonnabend: • offene Tür mit Markt auf der
Schaustelle „Capitol“ von 9-16 Uhr
Für Speis’ und Trank ist bestens gesorgt!

❏ ❏

Spaß und Spiel
für Kinder auf dem Innenhof

steffens disco
erfreut mit Oldies und Schlagern

Das Adlershofer Festkomitee und das Kulturzentrum „Alte Schule“ laden herzlich ein und wünschen viel Vergnügen!

Entdeckungen am Tag des offenen Denkmals Benefizkonzert Ebenfalls am Sonntag kann die wird das Rathaus Köpenick sein, Der Tag des offenen Denkmals
findet bundesweit am 9. September, in Berlin am 8./9. September statt. Schwerpunktthema ist „Das Berliner Erbe der Nachkriegszeit“. In Adlershof gibt es am Sonntag Einblicke in den Aerodynamischen Park. Dazu werden um 10, 11.30, 13 und 14.30 Uhr Führungen angeboten. Treffpunkt: Großer Windkanal in der Kroneckerstr., zwischen Brook-Taylor- und Newtonstraße. Außerdem kann man von 9 bis 17 Uhr im schalldämpfenden Motorenprüfstand Kaffee und Kuchen genießen. Auch die kugelförmigen Thermolabore, Rudower Chaussee 5 / Am Studio, sind Sonntag von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Verklärungskirche (Arndtstr.) nach dem Gottesdienst ab 11 Uhr bis ca. 14 Uhr besichtigt werden. Auch eine Besteigung des Turmes ist möglich. Die Christus-KönigKirche (Nipkowstr.) ist ab 12 Uhr bis ca. 17 Uhr für Besucher offen. Im Bahnbetriebswerk Schöneweide gibt es von 10 bis 17 Uhr u.a. Führungsstandmitfahrten auf einer Diesellok und einen Imbiss im historischen Speisewagen. Handwerk und Denkmalschutz live erleben und den Machern bei der Arbeit zuschauen ist das Motto einer Veranstaltung am 8. September. Ort dieses speziellen Handwerker- und Restauratorenfestes zum Tag des offenen Denkmals selbst ein besonders schönes und bekanntes, unter Denkmalschutz stehendes Gebäude. Von 11 bis 18 Uhr werden Handwerker unseres Bezirks in der Altstadt und an historischem Ort alte traditionelle Arbeitstechniken und Produkte vorstellen. Restauratoren aus Berlin und Brandenburg zeigen an Beispielen, wie sie mit ihrer meisterlichen Arbeit zum Erhalt wertvoller Baudenkmale in TreptowKöpenick beitragen. Rund 50 traditionell arbeitende Handwerker sowie Restauratoren präsentieren gemeinsam ihr Können. Weitere Informationen unter www.stadtentwicklung.berlin.de/ denkmal/denkmaltag W.W./L.E.

Seite 4

Nr. 161

Ein Stadtrat für sinnvolle Freizeitgestaltung
In lockerer Reihenfolge stellen wir die „regie- schaft, Michael Schneider (AZ Nr. 101), Dirk renden“ Repräsentanten unseres Bezirks vor. Retzlaff, Bezirksstadtrat für Jugend und Schule Nach BVV-Vorsteher Siegfried Stock (AZ Nr. 49 + (AZ Nr. 154) und Ines Feierabend, Bezirksstadt53), Bürgermeisterin Gabriele Schöttler (AZ Nr. rätin für Soziales und Gesundheit (AZ Nr. 157), 151), dem stellv. Bürgermeister und Bezirks- sprachen wir mit Svend Simdorn, Bezirksstadtstadtrat für Umwelt, Grün und Immobilienwirt- rat für Bürgerdienste, Bildung und Sport. Hellersdorf am „Runden Tisch“, Bezirksstadtrat Svend Simdorn wurde Landesgeschäftsführer des (Jg. 60) hat die Leitung einer Ab„Demokratischen Aufbruch“ und teilung des Bezirksamtes überdanach in der CDU auf Orts-, nommen, deren Aufgaben recht Kreis- und Landesebene aktiv. unterschiedlich sind. Man könnte Eine Tätigkeit im Bundesministediese „bürgernahen Dienstleistunrium für Verteidigung führte ihn gen“ auch unter dem Begriff bis 1998 quer durch die „alte“ „sinnvolle Freizeitgestaltung“ zuBundesrepublik. In Hellersdorf sammenfassen. Einerseits gilt es bzw. Marzahn-Hellersdorf war er für die Mitbürger notwendige ab 1999 CDU-FraktionsvorsitzenAmtswege durch effektive BürFoto: der bis er 2001 zum Bezirksstadtgerdienste auf ein Minimum zu Staneczek rat gewählt wurde. Die Wahl 2006 reduzieren, zum anderen eine sinnvolle Freizeitgestaltung an der Berlins, trotzdem gilt es ihre Wir- führte ihn in dieser Funktion in Volkshochschule, in Bibliotheken kungsmöglichkeiten zu stärken. seinen Heimatbezirk zurück. Seit und Heimatmuseen sowie die ak- Treptow-Köpenick darf sich zu 2002 wohnt er mit seiner Familie tive Betätigung bei Musik und Recht als der Sportbezirk Berlins bereits wieder im Bezirk. Zu Adlershof hatte er bislang Sport zu ermöglichen. Dafür hat betrachten, doch ist die Vielzahl er beim Amtsantritt 2006 recht der Vereine ineffektiv, so daß es nur geringe Beziehungen, wenn gute Voraussetzungen in unserem wünschenswert sein dürfte, durch man davon absieht, daß sein OnBezirk vorgefunden, doch in Zei- Vereinsfusionen gemeinsam stär- kel Norbert Kameramann beim Fernsehfunk war, er einige Male ten knapper Kassen sind vielfäl- ker zu werden. tige Bemühungen notwendig, um Für diese Aufgaben scheint den Jugendklub besuchte und hier das Vorhandene zu erhalten und Svend Simdorn die richtige Per- mit seinem Fußballverein gegen zu erweitern. sönlichkeit zu sein. Als ältester ABC angetreten ist. Jetzt gilt sein Auch wenn die vier Bürger- unter fünf Geschwistern ist er Augenmerk vor allem der neuen ämter des Bezirks einen guten Ruf in einem christlich-konservativen Sporthalle am Groß-Berliner haben, gilt es stets deren Effekti- Elternhaus in Müggelheim aufge- Damm. Auch wenn deren Eröffvität und Bürgerfreundlichkeit zu wachsen (sein hier ungewöhnli- nung erst im 1. Quartal 2008 erverbessern. Stadtrat Simdorn wur- cher Vorname ist dänischen Vor- folgen kann, verbindet er mit dede zudem mit der Berichterstat- fahren geschuldet). Nach Ab- ren exzellenten Bedingungen den tung beim Regierenden Bürger- schluß der Oberschule absolvierte Traum der Austragung von Bunmeister über den Stand der Ent- er ab 1977 im Werk für Fernseh- desliga-Meisterschaften. Zudem wicklung aller Bürgerämter Ber- elektronik (WF) die Ausbildung soll zum 100. Geburtstag von lins beauftragt. Ein „Bibliotheks- zum Elektroniker. In einer an- ABC 08 der Platz am Lohnauer entwicklungsplan“ wird zu einer schließenden „Sturm und Drang“- Steig etliche Verbesserungen erstärkeren Konzentration der 13 Zeit widmete er sich der Musik fahren. Übrigens – aktive BetätiBibliotheken führen. Unsere Ste- und dem Sport. Der obligaten Ar- gung bei Musik und Sport sind fan-Heym-Bibliothek steht nicht meezeit folgte eine Tätigkeit im auch die Hobbys, denen sich zur Disposition, eine verstärkte WF. Nach der „Wende“ ent- Svend Simdorn in seiner knappen Nutzung ihrer reichen Bestände wickelte er, der sich schon im Freizeit widmet. Mögen Erfolge muß aber auch hier unbedingt Elternhaus als „Bürgerrechtler“ und Freude sein weiteres Wirken erfolgen. Die Joseph-Schmidt- empfand, politische Aktivitäten. begleiten. W.S. Musikschule gehört zu den besten Er saß in Friedrichshain und

Stadtentwicklung in Treptow-Köpenick
Zur Informations-Veranstaltung „Wie geht es weiter mit TreptowKöpenick? Eine Einschätzung aus der Sicht der Stadtentwicklung“ mit Baustadtrat Rainer Hölmer wird am 3.9. um 19 Uhr ins FSEPflegeheim in Johannisthal (Südostallee 212, Nähe Sterndamm) eingeladen. W.W.

NACHHILFE
Adlershof, Dörpfeldstraße 42 (Eingang Genossenschaftsstr. 70) Tel. 0 30/67 06 92 60 Beratung: Mo-Fr 14-17 Uhr

Kirchliche Termine
In der Verklärungskirche (Arndtstr.) begeht die Gemeinde sonntags ab 10 Uhr ihren Gottesdienst, am 9.9. zum Schuljahresanfang, am 23.9. zu Ehren von Paul Gerhardt (s. S. 5 + 6) und am 30.9. zum Erntedankfest. Am 9.9. kann nach dem Gottesdienst die Kirche zum „Tag des offenen Denkmals“ besichtigt werden. Im Gemeinderaum Arndtstr. 12 trifft sich der Frauenkreis am 7.9. und 21.9. um 15 Uhr und der Männerkreis am 7.9. um 19 Uhr. Zum Haus-Gesprächskreis am 14.9. kann man sich bei Fam. Prinzler (Tel. 67 19 80 00), zum Konfirmanden- und dem Erwachsenenunterricht bei Pfarrerin Quien (677 47 41) sowie zu den Chorproben bei Kantorin Schlegel (677 46 55) informieren. Interessenten am Jugendtreff (CVJM) und der Theatergruppe in der Remise können bei Magdalena Prinzler unter 67 19 82 27 nachfragen. Fortsetzung auf Seite 5

Zuwendungen für Jugendarbeit 2008 jetzt beantragen
Freie Träger der Jugendhilfe können für Projekte der Kinderund Jugendarbeit, die nach § 11 SGB VIII im Bezirk arbeiten, einen Antrag auf finanzielle Zuwendung für das Jahr 2008 stellen. Antragsschluß ist der 17.9.2007. Es werden nur vollständige, termingerecht eingegangene Anträge bearbeitet. Die Antragsformulare werden auf Anforderung versandt. Ansprechpartnerin: Frau Dannenberg, Jugendamt Treptow-Köpenick, Zum Großen Windkanal 4, 12489 Berlin, Tel.: 6172-5288.

PRIEPKE
030 / 670 20 20
Abschied mit Liebe . . .

BESTATTUNGSHAUS

Hackenbergstraße 12 Berlin-Adlershof / Am Friedhof

TAG & NACHT

September 2007

Seite 5

Falschen Ehrgeiz loslassen – Wege zur Gelassenheit
Eine ältere Frau fuhr im Bus. Die Sitzplätze waren alle belegt, deshalb mußte sie stehen. Neben ihr stand ein junger Mann, der sich an der gleichen Stange festhielt und sie die ganze Zeit über anstarrte. Schließlich sagte er: „Entschuldigen Sie, ich muß hier aussteigen.“ Sie stand ihm nicht im Weg, deshalb war sie ein wenig verwirrt: „Na, dann gehen Sie doch.“ Dann sagte er: „Aber das ist meine Stange. Ich habe sie gerade im Baumarkt gekauft. Damit will ich meinen Duschvorhang aufhängen.“ Für uns ist auch nicht immer ganz klar, was wir eigentlich festhalten und was wir loslassen sollen. Wer mit einer „Duschvorhangstangenmentalität“ durchs Leben geht, wird kaum Erfüllung und Gelassenheit erleben. Der Apostel Paulus warnt im Brief an die Galater: „Blinder Ehrgeiz, der nur unsere Eitelkeit befriedigt, gegenseitige Kränkungen und Neid dürfen bei uns keine Rolle mehr spielen.“ Dieses Thema führt uns in eine Spannung, die jeder für sich in seinem Alltag persönlich aushalten und den eigenen richtigen Weg finden muß.

2. Was macht Ehrgeiz fragwürdig? Wo wird Ehrgeiz gefährlich? „Man sollte Ehrgeiz besitzen, ohne von ihm besessen zu sein“, beschrieb der amerikanische Filmregisseur John Huston (1906-87) diese Spannung. Luther sagte deftig: „Das schändlichste Laster ist der Ehrgeiz.“ Jesus Christus hatte auch mit dem Ehrgeiz seiner Jünger und im Besonderen, mit dem Ehrgeiz einer Mutter von zwei seiner Jünger zu tun. „Ordne doch an, daß meine beiden Söhne rechts und links neben dir sitzen, wenn du deine Herrschaft angetreten hast!“ wird ihre an Jesus gerichtete Bitte beschrieben. (Matt. 20) Offenbar stimmt das Sprichwort: „Hinter jedem erfolgreichen Mann steckt eine ehrgeizige Frau.“ Der Mensch will von je her überlegen sein, er muß besser, tüchtiger, moralischer und erfolgreicher sein.

4. Kennzeichen eines Lebensstils, der von falschem Ehrgeiz geprägt ist
Falscher Ehrgeiz ... - beinhaltet zu hohe Erwartungen, die mit großen Enttäuschungen verbunden sind. - verhindert, daß wir richtig genießen und entspannen können. - ist durch starke Minderwertigkeitsgefühle und mangelnde Selbstachtung gekennzeichnet. - ist immer auf der Suche nach Anerkennung. Der tschechische Schriftsteller Pavel Kosorin (1964), ein Aphoristiker sagt: „Ehrgeizige Menschen ruhen nie aus, außer auf ihren Lorbeeren.“ - wird von der Angst angetrieben, Schwäche zu zeigen. - beinhaltet ein Entweder-oder-Denken. Entweder man ist absolut erfolgreich oder aber man sieht sich als Versager. - gibt sich niemals mit dem „Durchschnitt“ zufrieden. Das perfektionistische Streben ist grenzenlos. Der eigene Wert hängt fortwährend in der Luft. - verwendet viel Zeit für unwesentliche Dinge. Leben, Freundschaft, Beziehungen und Wohlbefinden werden vernachlässigt. Es ist gut, sich der heilsamen Frage zu stellen: „Was treibt mich an? Ist mein Ehrgeiz gesund? Bin ich bereits Opfer der Lebenslüge und deshalb entmutigt?“ Pädagogen sprechen von „entmutigten Ehrgeizigen“ bei Menschen, die aussteigen, weil ihre Riesenerwartungen unerfüllbar sind. Laßt uns nicht an Duschvorhangstangen festhalten. Wir brauchen das nicht, weil Gott uns festhält. Laß los, denn du wirst gehalten! „Wer keinen Halt mehr hat, den hält der Herr; und wer schon am Boden liegt, den richtet er wieder auf.“ (Psalm 145,14) Pastor Bruno Sexauer Zum Themenkomplex „Loslassen – Wege zur Gelassenheit“ sind unter der Internetadresse der Gemeinde: www.lebewertvoll.de weitere Beiträge zu finden.

3. Für falschen Ehrgeiz zahlt man einen hohen Preis
Je höher das Ziel und der Ehrgeiz, desto tiefer ist die Möglichkeit enttäuscht abzustürzen. Falscher Ehrgeiz nährt sich aus Eitelkeit und Eitelkeit macht viele Menschen blind für Moral. Wenn Ehrgeiz nicht mehr nach den Kosten fragt, wird er zum Fluch. „Ehrgeiz schafft viel, sogar einen selbst,“ sagt der Immunbiologe und Hochschullehrer Gerhard Uhlenbruck und der Eheberater und Psychotherapeut Reinhold Ruthe schreibt: „Nicht umsonst sind unsere Nervenkliniken, unsere Gefängnisse und unsere psychosomatischen Kliniken voll von Menschen, die glauben, keinen Wert in der menschlichen Gesellschaft zu besitzen. Sie meinen, sie müßten powern, sich überfordern, mit anderen konkurrieren, das Letzte aus sich herausholen.“ Wir müssen genau hinschauen, um die Lebenslüge „Falscher Ehrgeiz“ zu enttarnen, um ihn loslassen und den gesunden Ehrgeiz nutzen zu können, damit wir das Kind nicht mit dem Bade ausschütten.

1. Ehrgeiz ist nicht immer negativ zu sehen Jeder von uns kennt das gute Gefühl eine Arbeit, ein Projekt abschließen zu können. Man freut sich doch, etwas geleistet zu haben. Man ist dankbar oder im gesunden Sinne stolz, eine Prüfung bestanden zu haben. Ehrgeiz wird in Leistungsgesellschaften, und dazu gehören wir, groß geschrieben. Viele Menschen sind der Meinung: - ohne Ehrgeiz keine Leistung - ohne Ehrgeiz kein Erfolg - ohne Ehrgeiz keine Siegesprämie - ohne Ehrgeiz kein Fortschritt Dazu paßt die Lebenshaltung des Topmanagers Bernhard Plettner (1914-97). Er sagte: „Ich bin nie ehrgeizig gewesen in dem Sinne, daß ich etwas erreichen wollte. Ich wollte nur nicht von einem kommandiert werden, der dümmer ist als ich.“

Kirchliche Termine
Fortsetzung von Seite 4 In der Christus-König-Kirche (Nipkowstr.) kommt die Gemeinde sonntags um 11 Uhr und samstags um 18 Uhr zur Hl. Messe zusammen. Am 2.9. ist sie mit der Segnung der Schulanfänger verbunden. Am 4.9. gibt es bei einem Elternabend im Pfarrheim Informationen und Termine zum Religionsunterricht sowie für die Erstkommunion 2007/08. Am 9.9. kann die Kirche bis 17 Uhr zum „Tag des offenen Denkmals“ besichtigt werden. Am 16.9. feiert man ab 11 Uhr gemeinsam in Altglienicke „70 Jahre Maria Hilf“. Beim „Kindersonntag zum Erntedankfest“ am 30.9. treffen sich die Kinder bereits vor dem Gottesdienst um 10.30 Uhr. Zu den „meditativen und traditionellen Kreistänzen“ trifft man sich am 27.9. um 19.30 Uhr im Pfarrheim (Info bei Frau Schneegans, Tel. 033762/81880). Die Freie evangelische Gemeinde lädt sonntags um 10 Uhr in die „Schwedenkirche“ (Handjerystr. 29/31) zum Gottesdienst ein, am 30.9. ist wegen der Gemeindefreizeit hier kein Gottesdienst. Die Gruppe „Man(n) trifft sich“ lädt am 8.9. um 17 Uhr in die Kirchenküche ein. Der Gemeinschaftsnachmittag am 19.9. um 14.30 Uhr bietet für Senioren abwechslungsreiche Stunden. Am 21.9. kommen „Frauen unter sich“ um 19 Uhr zu einem interessanten und entspannenden Abend zusammen. Die Bibelgesprächskreise beginnen dienstags um 16.30 Uhr und 14-tägig um 19.30 Uhr. Freitags beginnt um 16 Uhr der Kinder- und Singetreff und um 18.30 Uhr der Teentreff „MotK“. Die Jugendgruppe „Fisherman's Friends“ kommt samstags ab 19 Uhr zusammen. Weitere Infos unter Tel. 677 56 65 oder www.lebewertvoll.de

Samuel – von Gott gerufen
Der Familiengottesdienst zum Schulanfang in der Verklärungskirche am 9. September um 10 Uhr steht unter dem Thema „Samuel – von Gott gerufen“. Der Kinderchor wird den Gottesdienst mit Liedern und einer Spielszene aus dem Leben des Propheten Samuel gestalten. Besonders herzlich sind die Schulanfänger eingeladen, die in diesem Gottesdienst gesegnet werden. Aber auch allen anderen Kindern und Jugendlichen, die ein neues Schuljahr beginnen, soll er als Stärkung für einen guten Start dienen. B.Sch.

BESTATTUNGEN
seit 1882

Kiefholzstraße 249 • 12437 Berlin Telefon 532 83 35 • 532 82 08 Telefax 53 00 79 09

Hackenbergstraße 20 • 12489 Berlin Telefon 677 54 43 Telefax 67 89 29 39

Seite 6

Nr. 161

„Der zerbrochne Krug“ im September auf Karneval in X Der Adlershofer dem Spielplan des Stadttheaters Cöpenick lag lädt am 10. APHAIA-VerSeptember ab
Recht und Gerechtigkeit in der berühmtesten Komödie Heinrich von Kleists kommt am Stadttheater Cöpenick im Faschingsgewand daher: In der Friedrichshagener Straße 9 steht im September „Der zerbrochne Krug“ auf dem Spielplan. Gerald Wolf geigt hier am 15.9. der Politik die Flötentöne. Ab 20 Uhr wird der Bogen von „janz jemütlich“ bis „janz hartzlich“ gespannt. Unter dem Motto „Da ist doch was im Bush!“ haucht er bekannten und beliebten Schlagern, Rocksongs und Volksliedern mit eigenen Texten neues Leben ein. Mit seiner „Club-tour 2007“ ist Jürgen Walter am 29.9. ab 20 Uhr zu Gast. Der Abend rührt ans Herz und weckt Gedanken. Von seinen Autoren Gisela Steineckert und Thomas Natschinski bekommt der ausdrucksstarke Künstler das, was er am besten kann: Lieder, die das Leben erzählen. Weitere Informationen unter Tel. 70 71 72 52 oder im Internet: www.stadttheatercoepenick.de 19.30 Uhr erneut zur traditionellen „Montags-Lesung mit LiveMusik“ ins Kulturzentrum Alte Schule („Bürgersaal“, Dörpfeldstraße 54) ein. Wieder präsentieren Autor Wolfgang Fehse und Chansonnier Michael Z. einen ihrer beliebten Abende in Wort und Musik, an dem sie Gereimtes und Ungereimtes, Rezitiertes und Gesungenes einem interessierten Publikum vorstellen. Mit stilistischem Schwung pflegen sie den interdisziplinären Dialog, mal als literarischen Seiltanz, mal als Wortakrobaten auf dem Boden der Alltäglichkeiten. Da geht es um eine ganz normale Stadt, in der Rätselhaftes geschieht, es verschieben sich die Ebenen des Gewohnten und die Musik spielt dazu. Wer Spaß am gelesenen und gesungenen Wort hat, sollte diesen vielschichtigen Abend nicht versäumen, zumal Michael Z. als Prosaist und Wolfgang Fehse als Geiger auch mal die Rollen tauschen ohne dabei die Facon zu verlieren. Ein pas de deux der besonderen Art. Kostenbeitrag: 6 € (erm. 4 €). W.W.

„Die Zukunft stimmt in allen Brüchen“
In der Anna-Seghers-Gedenkstätte (Anna-Seghers-Str. 81) liest am 20.9. ab 18 Uhr die Lyrikerin Barbara Hampel (Zürich) Texte zur Bildenden Kunst, darunter zu Skulpturen von Werner Stötzer, aus ihrem Werk „Die Zukunft stimmt in allen Brüchen“. Für die Veranstaltung wird kein Eintritt erhoben, um Spenden wird gebeten. Die Öffnungszeiten der Gedenkstätte sind dienstags und donnerstags von 10 bis 16 Uhr. W.S.

Der

Pixel-Doktor
Kann eine Kamera zuviele Pixel haben?
primiert („unwichtige“ Bildinformationen werden gelöscht, damit die Bilddatei möglichst klein wird) und schon passen wieder viele Bilder auf die Speicherkarte. Das ist gut, um den „Geizkragen“ zu bewerben („viele Pixel und viele Bilder für wenig Geld“, aber qualitativ äußerst unsinnig). Fazit: Der „gemeine Digitalknipser“ sollte sich mit einer einfachen Pixelmenge zufrieden geben, der Rest geht nur zu Lasten der Qualität. NEIN: Schärfe wird im Allgemeinen definiert, inwieweit sich Details unterscheiden lassen. Kann ich mehr Details in einem Bild erkennen, ist es schärfer. Werden hochwertige Ausbelichtungen in der Größe 30 x 45 cm gefertigt, ist die darin enthaltene Pixelmenge bereits größer als 30 Millionen. Das entspricht ungefähr einem hochwertigen Negativ-Film. Wer also (ausschließlich) Wert auf Qualität legt, kann nicht genug Pixel bekommen. Ihr

Heutiges Thema:

Friseurheimservice

Susanne Georgi
Friseurmeisterin

Tel. 0173-6 42 96 02

„Cöpenicker Whisky Herbst“ lädt ein
Zum Cöpenicker Whisky Herbst stehen am 8. September in der freiheit fünfzehn über 500 Whiskyproben zur Auswahl. Hier kann man den Machern des Whiskys begegnen, klassische Whiskys genießen, ausgesuchte Raritäten entdecken und das ganztägige Bühnenprogramm mit Pipes & Drums, den Bands Larkin & Clover sowie der Schottin Norma Munro erleben bis zum Ausklang des Tages, wenn die „Godfathers of Whisky“ die Bühne erklimmen. Weitere Infos unter 65 88 78 25.

Ja und Nein. JA: Der „gemeine Digitalknipser“ möchte viel Qualität für wenig Geld. Das ist natürlich eine Illusion. Das Resultat sind viele Kompromisse, mit dem einige „leben können“, die andere aber schlimm finden. Einer der wichtigsten Kompromisse ist der Grundgedanke, daß der „gemeine Digitalknipser“ Fotos in der Größe 10 x 15 cm ausdruckt und sich die Bilder am Monitor ansehen will. Dafür reichen 2 Millionen Pixel (MPi) aus. Wenn noch eine Reserve dazu gerechnet wird, bin ich bereits mit einem modernen Handy gut bedient (warum deren Qualität oft erschreckend aussieht, hat mit der Pixelmenge nichts zu tun und ist das Thema meiner nächsten Sprechstunde). Dabei setzt fast jeder als selbstverständlich voraus, daß viele Bilder auf die Speicherkarte passen („viel kriegen für wenig Geld“). Wer jetzt nachrechnet, wird feststellen, das bereits 6 MPi die dreifache Menge an Speicherplatz brauchen, also auch nur noch 33% an Bildern auf die Speicherkarte passen. Das ist zwar gut für die Qualität, aber für den „Geiz“-Käufer schlecht. Also werden die 6 MPi stark kom-

„blue night“ in der Alten Möbelfabrik
Als durstlöschender Wasserabend erlebt am 21. und. 22.9. die „blue night“ des Jungen Schlossplatztheaters in der Alten Möbelfabrik, Karlstraße 12, Premiere. Am 10.9. gibt es dort das ClaireWaldorff-Programm „Wegen Emil seine unanständ’ge Lust“, am 17.9. die kulinarische Lesung Desperate Lovers: „Feuertopf“ und am 24.9. Irischen und Französischen Folk und Klezmer. Beginn ist jeweils 20 Uhr, Eintritt kostet 6 €. Weitere Infos unter 651 65 16.

Pixel-Doktor

Gottesdienst zum Paul-Gerhardt-Jahr
Am 12. März jährte sich zum 400. Mal der Geburtstag des Dichters und Theologen Paul Gerhardt (1607-1676), dessen Lieder noch heute in den Gesangbüchern einen großen Raum einnehmen. In zahlreichen Konzerten und Gottesdiensten werden in diesem Jahr Vertonungen und Kompositionen seiner Lieder dargebracht. Aus diesem Anlaß wird der Gottesdienst am 23. September ab 10 Uhr in der Verklärungskirche (Arndtstr.) vom Chor der Gemeinde musikalisch gestaltet und in der Predigt Paul Gerhardt in besonderer Weise gewürdigt. B.Sch.

P Gerne können Sie mir Ihre .S. Digital-Probleme auch mailen: DerPixeldoktor@web.de

September 2007

Seite 7

„Festmahl für das unersättliche Ehrung für einen fast Vergessenen Der Schriftsteller Auge“ in der Galerie zu genießen cenko wäre am 10. Boris Dja- tens von Rotarmisten 1945 beim September Einmarsch in Deutschland vor.
In der Galerie in der Alten Schule kann bis zum 15.9. die sehenswerte Ausstellung „Drucken“ mit den Arbeiten von vier jungen Künstlerinnen besucht werden, die bei der Eröffnung euphorisch als „Festmahl für das unersättliche Auge“ bezeichnet wurde (s. auch AZ Nr. 160). Kuratorin Kerstin Seltmann präsentiert anschließend ab 28.9. (Eröffnung: 20 Uhr) in der folgenden Exposition „Vor Ort – Kunst aus Treptow-Köpenick“ zusammen mit Gudrun Kühne (Malerei, Plastik) und Heinz Handschick (Graphik) eigene Arbeiten (Malerei, Zeichnungen). Die Öffnungszeiten der Galerie sind: Di, Mi, Do 12-19 Uhr, Fr 12-17 Uhr und Sa 15-19 Uhr. Sie ist So/Mo und an gesetzlichen Feiertagen geschlossen. Auch im „Bürgersaal“ ist im September Kerstin Seltmann präsent. Dort werden unter dem Titel „Kontraste II“ die Ergebnisse des von ihr geleiteten Sommerworkshops (Malerei, Zeichnungen) gezeigt. Sie können zu den Essenszeiten sowie nach Vereinbarung (Tel. 67 77 68 11) besichtigt werden. Im Café („Seniorentreff“) in der „Alten Schule“ zeigt traditionsgemäß im September der „Adlershofer Kunstkreis“ Bilder, die beim diesjährigen Pleinair im Oderbruch und während des Urlaubs seiner Mitglieder entstanden sind. Das Café ist werktags von 10 bis 17 Uhr zugänglich. Im „Schach-Zimmer“ (Raum 117) über dem Café ist noch bis zum 28.9. die Ausstellung „Baut Arbeiterhäuser – 120 Jahre Baugenossenschaftssiedlung in Adlershof“ Mo-Fr in der Zeit von 9 bis 17 Uhr zu sehen, Führungen kann man unter 67 89 28 81 vereinbaren (s. auch S. 12). W.S. 90 Jahre alt geworden. Er starb vor nunmehr 32 Jahren am 14. April 1975 in Adlershof (s. AZ Nr. 132/33). Der gebürtige Lette floh 1939 aus politischen Gründen aus seiner Heimat, wurde später in Frankreich inhaftiert und zur Zwangsarbeit ins faschistische Deutschland deportiert. Seit Beginn der 50er Jahre lebte er als freier Schriftsteller in Berlin. Ende der 50er Jahre geriet er in Konflikt mit der Führung der SED, der er selbst angehörte. Man warf ihm in seinem Roman „Herz und Asche“ die unbotmäßige Darstellung des VerhalDer zweite Teil durfte nicht erscheinen, Vorabdrucke in der Illustrierten NBI wurden gestoppt. Fortan schrieb der frustrierte Djacenko unter dem Pseudonym Peter Addams unverfängliche Kriminalromane. Der Adlershofer Bürgerverein veranlaßte vor zwei Jahren die Bergung und Restaurierung des Grabsteines und seine Aufstellung in der Nähe der Trauerhalle. Zum 90. Todestag am 10.9. soll dort um 16 Uhr des zu Unrecht Vergessenen gedacht werden. (Treffpunkt am Eingang zum Friedhof, Friedlander Str. 158). Dr. Hans Erxleben

„JazzBox“ und fantastische Oper
Als „JazzBox“ startet das Schlossplatztheater Köpenick am 16. September seine neue Konzert-Reihe mit dem Swing Duo Berlin Hartmut Behrsing und Horst Würzebesser, den Begründern der Konzertreihe „Jazz im Frack“ in der Komischen Oper. Die fantastische Oper „Die Reise zum Mond“ von Jacques Offenbach steht ab 7. September wieder auf dem Spielplan (Foto). Mit Augenzwinkern stellen Schüler der Freien Montessorischule Köpenick am 12. September ab

Zwerchfell an der Garderobe lassen – Verletzungsgefahr!
Am 14. September, dem Vorabend unseres Herbstfestes, wird wie im Vorjahr ab 19.30 Uhr in der Alten Schule ein vergnüglicher Kabarettabend angeboten. „Ich meine ja nur ...“ äußern Katrin Asmuss und Stephanie Krüger und warnen „Wir schießen mit Banalitäten, Klartext mit scharfer Munition. Zwerchfell bitte an der Garderobe lassen, es besteht Verletzungsgefahr.“ Karten zum Preis von 5 € (erm. 3 €) sind im Vorverkauf in der Galerie in der Alten Schule (Dörpfeldstr. 56) zu erwerben (Tel. 67 77 68 11). W.S.

Foto: Schlossplatztheater

18 Uhr sowie am 13. September ab 10 Uhr ihren „Wilhelm Tell“ von Schiller vor. Weitere Informationen und Vorbestellungen unter Tel. 651 65 16, oder auch im Internet unter www.schlossplatztheater.de

Familien-Musikschule Léonard Rehberg – Dr. Shinichi Suzuki
Adlershof – Charlottenburg – Prenzlauer Berg – Neukölln Instrumentalunterricht für Kinder ab 3 Jahren mit ihren Eltern Violine, Flöte, Klavier, Gitarre, Violoncello

Performance „Undine geht“
In der Aula des Kulturzentrums Alte Schule, Dörpfeldstraße 54/56, ist nochmals am 13. September ab 19.30 Uhr die Performance „Undine geht“ mit Text, Musik und Tanz frei nach Ingeborg Bachmann zu sehen (s. AZ Nr. 160). Eintritt: 5 € (erm. 3 €); Kartenvorbestellung erbeten unter: 67 77 50 22 (Stefan-Heym-Bibliothek, auch Vorverkauf!). Weitere Infos: www.theater-spiel-schule.de W.W.

Zentrale: Danziger Straße 88 • 10405 Berlin • Tel.: 030-4411630 Léonard Rehberg 0179-3981626 • Sabine Basse 0179-9158007

Redaktionsschluß für die Ankündigung kultureller Termine im Oktober ist am 15. September

Wir ziehen um:

Am Falkenberg 117, 12524 Berlin

ERÖFFNUNG AM 1.10.2007

MR Dr. med. A. Bergemann
Facharzt für Allgemeinmedizin Betriebsmedizin
Sprechzeiten: Mo 08:00 – 12:00 Uhr nur EKG/Rezepte/ Überweisungen Di/Do 10:00 – 12:00 Uhr 16:00 – 18:00 Uhr n.V. Fr 10:00 – 12:00 Uhr Labor: Mo/Di/Do 08:00 – 9:30 Uhr

Heilpraktikerin Petra Laeske
Bioresonanztherapie Blütentherapie, Ernährungsberatung
Tel.: 51 65 30 44 Fax: 51 65 30 45 Mobil: 0173-709 33 68 Am Falkenberg 117, 12524 Berlin
Sprechzeiten: Mo – Fr 09:00 – 20:00 Uhr n.V. Schwerpunkte: Allergie und Heuschnupfen – Testung und Therapie Schmerzzustände aller Art / Migräne Haut- und Darmerkrankungen

Akupunktur Schmerztherapie Energieaufbau Homöopathie Sauerstoff-Therapie Venenentstauung WADIT
Tel.: 51 65 30 67 Fax: 51 65 30 87

Seite 8

Nr. 161

Gartenarbeit in den frühen Siedlungsjahren mit Blick auf die Bebauung am Freystadter Weg

Noch heute sind seinerzeit errichtete „Wohnlauben“ erhalten, wie hier am Freystadter Weg

Vor rund acht Jahrzehnten wurde die Siedlung Wendenheide gegründet
Im östlichen Teil von Adlershof zwischen Waldstraße, dem Waldrand der Köllnischen Heide, der S-Bahnlinie nach Spindlersfeld sowie der Ottomar-Geschke- und Dörpfeldstraße gelegen, dehnt sich die große Wohnsiedlung „Wendenheide“ aus. Zu DDRZeiten infolge der EigentumsGrundstücke schief angesehen, lebten die Anwohner nach der „Wende“ plötzlich in einer „Reichensiedlung“, weil jemand die Grundstückspreise von einer Ostauf 325 Westmark je m2 hochschraubte und die Einfamilienhäuser auf Westniveau verschönt wurden. Egal, die Siedlung hat schwere Jahre hinter sich, nun blüht sie auf und lädt zu Spaziergängen ein. Mittendrin liegt noch eine Kleingartenanlage mit 66 Parzellen. Die Siedlungsgeschichte beginnt nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg, der Deutschland in großer Not hinterließ. Einerseits wurden die Bürger durch die politischen Aktivitäten und Veränderungen in Atem gehalten, andererseits galt es Hunger und Wohnungsnot zu bekämpfen. Die Wohnungen waren mit Großfamilien überbelegt. Die jungen Leute wußten nicht wohin. Das Wohnungselend verstärkte sich durch viele Flüchtlinge, die aus den im Versailler Vertrag abgetrennten Gebieten Westpreußens und Schlesiens kamen. Die Adlershofer Gemeindevertreter bemühten sich trotz leerer Kassen mit allen Mitteln vorbildlich um Abhilfe. Mit der Beschaffung von Nahrungsmitteln, der Unterstützung von Kleingärtnern und dem Bau von Kleinhaussiedlungen setzten sie sich ein bleibendes Denkmal. Obwohl die Industrie Adlershof schon lange erobert hatte, lag der Ort Ende 1918 noch recht abgeschlossen „mitten im Wald“. Das änderte sich, als die Oberförsterei Potsdam, als „Eigentümer“ der Staatsforsten auf Drängen der preußischen Regierung in kurzer zeitlicher Abfolge von allen Forsten in Berlin „Verkaufsflächen“ für die Anlage von Siedlungs-, Klein- und Selbstversorgungsgärten freigab. Die Köllnische Heide wurde um zehn Verkaufsflächen zur Ader gelassen, davon sechs Flächen auf Adlershofer Gebiet. Allerdings mußte man auf die hier besonders interessierende Freigabe der Jagen 101 und 102 als Verkaufsfläche Nr. 6 mit der respektablen Größe von 47 ha bis zum Sommer des Jahres 1924 warten. Da durchquerte bereits eine von Trattendorf kommende Hochspannungsleitung der Elektrowerke AG den Jagen 101. Außerdem war dort schon eine breite Schneise für die seit 1918 projektierte südliche Umgehungsbahn geschlagen worden. Beginnend mit dem Jagen 102 wurde das ganze Waldgelände für die Besiedlung gerodet. Zur Gewinnung von Interessenten, für Verträge und der Abwicklung der Kosten- und Sachverhalte schloß die Oberförsterei mit der „Oberspree Siedlungsgesellschaft mbH“ aus Berlin C 2, Breite Straße 36, einen Generalpachtvertrag über die gesamte Fläche bis zum Jahr 1945 ab. Die seinerzeit recht bekannte Siedlungsgesellschaft reagierte schnell und warb mit Bekanntmachungen in der Zeitschrift „Die Heimatscholle“ und in Berliner Zeitungen Interessenten für die 650 bis 1.000 m2 großen Grundstücke. Parallel dazu beplante man in Abstimmung mit den Bezirksämtern das „forststaatliche Gebiet zwischen Adlershof und Spindlersfeld“, das noch keinen Namen hatte. Der Generalpächter teilte die Grundstücksblöcke in insgesamt 455 durchnummerierte Parzellen und legte einen Musterpachtvertrag vor, der auf den Verkauf des Grundstücks zielte. Um die Siedler möglichst schnell zum Kauf anzuregen, gestaltete man die Jahrespacht rückwirkend vom Pachtbeginn 1. Oktober progressiv. So betrug die Jahrespacht bis zum 30.9.1928 je Quadratmeter 5 Reichspfennige, steigerte sich dann jährlich um einen Reichspfennig bis 1937, und sollte bis zum theoretischen Pachtende 1945 mit 15 Reichspfennige je Quadratmeter konstant bleiben. Das waren bei 800 m2 bis 1928 immerhin 40 Reichsmark, ein Jahr später schon 48 RM. Zur Jahrespacht kamen noch weitere Kosten. Schon bei Vertragsabschluß war eine Kaution in Höhe von 50 RM auf den Tisch zu legen. Sollte man das Grundstück noch nicht kaufen können, waren 1930 und 1934 weitere 50 RM zur Befriedigung der Ansprüche des Verpächters zu zahlen. Die Vermessung und die Einzäunung des Grundstücks durch „Oberspree“ ging auch zu Lasten der Siedler. Letztlich muß-

OEHMCKE-IMMOBILIEN
über 50 Jahre ein Begriff für den Osten Berlins und das Umland

12489 Berlin-Adlershof, Adlergestell 263
(direkt am S-Bhf.)

¤ 6 77 99 80 * Fax 67 79 98 16 * ¤ 6 77 50 09

suchen und bieten

* Häuser und Grundstücke *
** www.oehmcke-immobilien.de **

Beratung * Vermittlung * Wohn- und Gewerberaumvermietung * Hausverwaltung
** Unsere Erfahrung ist Ihre Sicherheit **

September 2007
ten sich die Siedler verpflichten, für alle öffentlichen Abgaben aufzukommen. Das Ganze wurde nun zum Rechenkunststück jedes einzelnen Siedlers. Da verwundert es nicht, daß bei der herrschenden Arbeitslosigkeit die Verpachtung der vielen Grundstücke sehr langsam vonstatten ging. Selbst für Siedler, die Arbeit hatten, war es schwierig die Kosten aufzubringen. 40 RM Jahrespacht lesen sich heute recht harmlos, erinnern wir uns aber an damalige Löhne! So erhielt z.B. ein Arbeiter des Kabelwerkes Oberspree im September 1925 einen Monatslohn in Höhe von 38,80 RM ausgezahlt. Im Oktober 1924 schloß die „Oberspree“ Siedlungsgesellschaft rückwirkend zum 1.10. die ersten Pachtverträge ab. Beginnend im ehemaligen Jagen 102 verpachtete sie die Grundstücke des Blocks A, die anderen Blöcke folgten in alphabetischer Folge. Nach heutigem Verständnis ist also der Bereich am Bernstadter Weg und der östlichen Friedlander Straße die Keimzelle der Siedlung. Und was erhielt der Siedler für sein Geld? Ein Stück Waldboden! Typische Brandenburger Sandwüste, von der noch Baumstümpfe, Strauchwerk, Heidekraut und Magerrasen gerodet werden mußten. Kein Wasser, kein Strom – nichts! Nur Vermessungsstöckchen gaben in der Wildnis Auskunft über das Pachtland. In dieser Situation sagte sich der Neusiedler Hallmann (Vorname und Beruf leider unbekannt), daß in gegenseitiger Hilfe die Arbeit für alle leichter wird, und lud kurz entschlossen alle frisch gebackenen Pächter zu einer Versammlung in die Konditorei Aschinger am Halleschen Tor ein. Dort trafen sich am 26. November 1924 die Herren Hallmann, Fritz Kissner, Willy Schultz, Georg Fuchs, Felix Schwaner, Richard Becker, Georg Mootz und Franz Press. Herr Hallmann hatte alles bereits bestens vorbereitet. So beschlossen die acht Herren die Gründung eines Siedlervereins und gaben ihm den Namen „Siedlung Wendenheide“. Das war die Geburtsstunde des Siedlungsnamens. Schnell wählte man Fritz Kissner zum 1. Vorsit-

Seite 9
1927 ihren Satzungszweck in ein „unbegrenztes Tätigkeitsgebiet zum Wohle der Genossenschaft“. Man ahnte, daß die Zeit finanzieller Erfolge kommen würde. Während nach Kleingärten in Laubenkolonien eine riesige Nachfrage bestand, verlief die Verpachtung der großen Siedlungsgrundstücke nur schleppend. Nach drei Jahren waren die meisten Grundstücksblöcke erst recht lückenhaft verpachtet. Kurzerhand kündigte die unzufriedene Oberförsterei Potsdam den Generalvertrag mit der „Oberspree“ und übertrug am 18.4.1928 die Generalverwaltung der Siedlung Wendenheide dem gemeinnützigen Siedlungsunternehmen „Märkische Scholle“ e.GmbH. Dieses Unternehmen warb nun konsequenter um neue Interessenten. Ziel war der Kauf des Grundstücks und der Bau eines Wohnhauses. Dem stand aber in den nächsten Jahren noch das beschränkte Baurecht nach dem Ortsgesetz der Stadt Berlin vom 30.4.1924 gegenüber, das u.a. forderte, daß die Siedler eine feste Wohnung in Berlin haben mußten und Lauben u.ä. nicht zum dauernden Aufenthalt von Menschen benutzt werden durften. Die Folge waren endlose Kämpfe mit Behörden, besonders mit der streng nach Gesetz alles ablehnenden Baupolizei. Andererseits machte die Genossenschaft im November 1929 ihren großen Coup, indem sie alle noch nicht verpachteten Grundstücke, das Straßenland und die Grünflächen zum Weiterverkauf erwarb. Im Jahre 1930 gab es endlich Fortschritte mit der „Aufschließung“ des Siedlungsgebiets, die Straßen erhielten ihre Namen, die Grundstücke Hausnummern und das Winter-Wohnverbot wurde aufgehoben. Helmut Prochnow
(wird fortgesetzt)

Die Planungszeichnung der Oberspree Siedlungsgesellschaft mbH mit der Blockgliederung und den vorgesehenen Straßen – noch als Nummernstraßen
Illustrationen: Archiv Clauß; Archiv Müller; Archiv Prochnow

zenden und bis auf Organisator Hallmann und Franz Press erhielten alle anderen Teilnehmer einen Posten im Vorstand. Am 24.2. 1925 reichte der Gürtelmacher Fritz Kissner notariell beglaubigte Unterlagen beim Amtsgericht Berlin-Köpenick zur Eintragung in das Vereinsregister ein. 21 Monate später erhielt der Vorstand die Mitteilung, daß die Vereinigung „Siedlung Wendenheide“, BerlinCöpenick, am 26.11.1926 in das Vereinsregister eingetragen wurde. Es gab aber auch Leute, die ahnten, daß sich mit der Siedlung Geld verdienen ließ. So gründete sich am 18.8.1926 die Kleinsiedlungs-Genossenschaft „Wendenheide“ e.GmbH mit den Eheleuten Gohr und dem gegen Siedler berüchtigt klagewütigen Geschäftsführer Herbst an der Spitze. Scheinheilig wurde als Satzungszweck die Betreuung von Kleinwohnungen und der gemeinsame Erwerb von Dung, Düngemitteln, Bäumen usw. angegeben. Das gefiel vielen, denn solche Hilfen konnte der Siedlerverein noch nicht leisten. Weitsichtig erweiterte die Genossenschaft im Mai

Protokoll der Versammlung vom 26. November 1924 in der Konditorei Aschinger am Halleschen Tor. Auf dieser Sitzung wurde die Gründung des Vereins „Wendenheide“ beschlossen

Leider kann die Geschichte der Siedlung hier nur sehr stark gekürzt dargestellt werden. Die ausführliche Chronik ist in einer neuen Broschüre des Autors enthalten (52 Seiten, 77 Abb.), erhältlich am Stand der „AZ“ beim Adlershofer Herbstfest am 15. September!

Für Ihre Anzeigenwünsche in der

wählen Sie bitte

Telefon 67 98 95 37

Fax 67 98 95 38

Heinz Weiß Glasermeister Hackenbergstraße 5 12489 Berlin-Adlershof Tel.: (030) 612 51 38 Fax: (030) 611 70 17

Glaserei

Weiß

Anzeigenschluß für die Oktober-Ausgabe ist der 18. September

Alles rund ums G l a s

Bildereinrahmungen • Spiegel Neu- und Reparaturverglasungen

Seite 10

Nr. 161

„Seniorentreff“ lädt ein
Die regelmäßigen Veranstaltungen des „Seniorentreff in der Alten Schule“ (Dörpfeldstraße 54) haben wir aktualisiert im Januar (AZ Nr. 153) mitgeteilt. Auskünfte und Anmeldungen zu Veranstaltungen (auch am Mittwoch) unter 67 89 28 86. Außerdem bietet das September-Programm: 5.9., 14.00 Uhr: Kaffeenachmittag mit CD-Musik 12.9., 14.30 Uhr: „Im Schlageralbum geblättert“ – Lesung und Tanz mit Herrn Klein (2,50 €) 19.9., 14.00 Uhr: Kaffeenachmittag mit CD-Musik 26.9., 14.30 Uhr: Tanz mit dem „Duo Vis a Vis“ (2,50 €)

Mit dem Seniorenbus im September unterwegs
3.9. Wir speisen in der Himmelspagode in Hohen Neuendorf. Abholung für diese Tour zwischen 10.30 und 11.30 Uhr. (Fahrkosten: 17 €) 4.9. Im Krongut Bornstedt, einem einzigartigen Ensemble preußischer Geschichte, kann man die königliche Hofbäckerei, die Glashütte und andere historische Handwerksbetriebe besichtigen. (Fahrkosten: 17 €) 5.9. Auf dem Spargelhof in Klaistow erwarten uns Produkte aus eigenem Anbau und weitere brandenburgische Spezialitäten. (Fahrkosten: 20 €) 6.9. Ein Besuch der Springbach-Mühle bei Belzig lohnt zu jeder Jahreszeit. Die märkische Küche bietet Fisch und Wild. (Fahrkosten: 22 €) 10.9. Tierpark Eberswalde: Klein aber oho präsentiert sich der Zoo. Mittagessen in der Bierakademie. (Fahrkosten: 23 € + Eintritt) 11.9. Gut Hesterberg bietet auf dem Bauernhof Biolebensmittel (Fleisch und Wurst) sowie ein leckeres Essen. (Fahrkosten: 22 €) 12.9. Auf dem Küstriner Markt können wir preiswert einkaufen. Mittags nehmen wir einen Imbiss auf dem Markt ein. (Fahrkosten: 23 €) 13.9. In Altlandsberg umrahmen 40 Straßenscheunen die Wege zum Stadtwald und zur Seenlandschaft. (Fahrkosten: 23 €) 17.9. Im Tier- und Freizeitpark in Germendorf sind in den Freigehegen über 1.040 Tiere von Alpaka bis zum Zebu heimisch. (Fahrkosten: 20 €) 18.9. Schiffahrt vom Wannsee über Kladow, Cecilienhof, Sanssouci und zurück. (Fahrkosten: 15 € + 9,50 € für die Dampferfahrt ) 19.9. Wir bummeln am Treptower Hafen. (Fahrkosten: 15 €) 20.9. In Rheinsberg besuchen wir Schloß und Park. (Fahrkosten: 23 €) 24.9. Heute schippern wir über den Scharmützelsee. (Fahrkosten: 23 €) 25.9. Einkaufsbummel in Küstrin. (Fahrkosten: 23 €) 26.9. Nach einem Besuch auf dem Bauernhof Schmachtenhagen fahren wir durch die schöne Landschaft nach Kreuzbruch. (Fahrkosten: 20 €) 27.9. Die Stadt Brandenburg präsentiert sich als ein Bilderbuch mittelalterlicher Geschichte. (Fahrkosten: 20 €) Telefonisch anmelden können Sie sich montags bis freitags von 9-13 Uhr unter 6 25 10 19. Außerhalb dieser Zeit sprechen Sie bitte Ihren Namen und Ihre Telefonnummer auf das Band. Nennen Sie uns den Ausflugstag und informieren Sie uns, ob Sie einen Rollstuhl oder Rollator mitnehmen müssen. Sie werden zu den Fahrten zwischen 9 und 10.30 Uhr (bei Polenfahrten 8 bis 9.30 Uhr) abgeholt. Viel Spaß und schöne Stunden wünscht Ihnen Ihr VdK-Team!

Gut vorbereitet in den Lebensabend
Mit dem Ausstieg aus dem Berufsleben beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Wer frühzeitig über seine Wünsche im Alter nachdenkt, hat vorgesorgt, wenn die Kräfte einmal nachlassen. Rechtsanwältin Christel Riedel lädt am 5.9. um 10 Uhr ins Rathaus Treptow (Neue Krugallee 4) zu Vortrag und Gespräch ein. W.W.

Worte helfen heilen – Sprachlosigkeit überwinden
Ohnmacht und Sprachlosigkeit überwinden, Worte finden für das eigene Erleben der Diagnose Krebs, das ist das Ziel eines neuen Kurses der Berliner Krebsgesellschaft. Der Kurs „Die Sprachlosigkeit überwinden – Poesie- und Bibliotherapie für Krebspatienten“ findet sechsmal 14tägig ab 12.9. in den Räumen der Berliner Krebsgesellschaft (Robert-KochPlatz 7) statt. Interessierte können sich informieren und anmelden unter Tel. 283 24 00 oder per E-mail an info@berliner-krebsgesellschaft.de

Bei Schmerzen im Rücken gibt’s kein Entzücken
Sehr viele Menschen leiden unter Rückenschmerzen – mal mehr, mal weniger. Die Ursache liegt oft in falscher Haltung oder ungünstigen Bewegungen, wie etwa das Heben schwerer Lasten mit „rundem“ Rücken. Nicht selten ist dies dann auch der Auslöser für den gefürchteten Hexenschuss. Rasche Hilfe gegen all diese Rückenprobleme finden Sie bei uns. Zum Beispiel verschiedene Bäder, Einreibungen oder Pflaster, die die lokale Durchblutung anregen und so den Schmerz bekämpfen. Gut bewährt haben sich für die äußerliche Anwendung auch spezielle Salben und Gels, die eine ausgeprägte schmerzlindernde Wirkung zeigen. Schließlich können wir Ihnen auch mit rezeptfreien Schmerzmitteln dienen, wenn die äußerliche Anwendung nicht ausreichen sollte.

Friedhofswegweiser erschienen
Erstmals ist im August 2007 ein Friedhofswegweiser für TreptowKöpenick erschienen. Er enthält eine Reihe interessanter Informationen zu den neun kommunalen und vier kirchlichen Begräbnisplätzen im Bezirk. Darüber hinaus bietet er Hinweise und Anregungen für Hinterbliebene. Unterschiedliche Dienstleistungsunternehmen wie Bestatter, Gärtner, Drucker, Trauerredner, Steinmetze und Gastronomen bieten ihre Dienste an. Deren Anzeigen haben die kostenlose Abgabe der Broschüre ermöglicht, die bei ihnen zu erhalten ist. Etwa die Hälfte der 18.000 Exemplare ist auch über die Einrichtungen des Bezirksamtes (Bürgerämter, Bibliotheken etc.) zu bekommen. Am Rande der ersten Präsentation des Friedhofswegweisers war zu erfahren, daß im Bezirksamt seit einiger Zeit darüber nachgedacht wird, im Bezirk ebenfalls die Möglichkeit zur „Beisetzung im Friedwald“ (unter Bäumen) zu schaffen. Bisher gibt es das nicht in Berlin. W.S.

Ihr Team der

Elefanten-Apotheke
Anzeige

Dörpfeldstraße 52 Telefon 670 52 60

Über den Verlust reden und Schmerz zulassen
Wenn ein Mensch stirbt, bleiben die Hinterbliebenen oft auch mit ihrer Trauer allein. In einer begleiteten Trauergruppe können sie über ihren Schmerz reden. Der Malteser Hospiz- und Palliativberatungsdienst und das Selbsthilfezentrum Eigeninitiative Treptow-Köpenick bieten gemeinsam ab September eine begleitete Trauergruppe an, die sich wöchentlich einmal treffen wird. Ort der Veranstaltung sind die Räume des Malteser Hospiz- und Palliativberatungsdienstes, Stellingdamm 8, nahe dem S-Bahnhof Köpenick. Genauere Informationen und Anmeldung sind unter 55 39 71 24 (Malteser Hospiz- und Palliativberatungsdienst) oder 63 10 98 58 (Eigeninitiative) möglich.

❍

Angebote des Monats September:
» Alle Preise wie bei Doc Morris « Teufelskralle ratiopharm 100 Stück Dolormin extra 20 Stück Thermacare Rückenumschläge
diverse Größen 2 Stück

20,95 € 7,95 € 7,95 €

September 2007

Seite 11

Interessante Veranstaltungen am Wissenschaftsstandort
Hier einige Angebote von Veranstaltungen im Adlershofer Gebiet beiderseits der Rudower Chaussee im September: In den Internationalen Begegnungszentren (IBZ) der IGAFA e.V. (Wilhelm-Ostwald-Str. 3-7) finden jährlich hunderte internationale Gäste der Adlershofer Forschungseinrichtungen ein Zuhause auf Zeit. Alle zwei Monate öffnet das IBZ Adlershof (so am 12.9. ab 17 Uhr) seine Türen zum „Open House“. Weitere Informationen unter 6392-3582. Die Rechtsanwaltskanzlei Dr. Zacharias informiert in der Reihe „Recht und Wirtschaft“ jeweils ab 18 Uhr am 11.9. über „Liquiditätssteigerung durch effektives Forderungsmanagement“ und am 25.9. zu „Kündigungsrecht, Teil I“. Die Teilnahme an den Vorträgen in den Kanzleiräumen Volmerstr. 5-7 ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten, Tel. 6392-4567. Berliner und Brandenburger Schüler(innen) der gymnasialen Oberstufe werden am 20./21.9. unter dem Motto „Entdecken, was dahinter steckt“ von den Adlershofer Forschungseinrichtungen eingeladen, Orte der Forschung kennen zu lernen. In mehr als 50 Veranstaltungen können die Jugendlichen Wissenschaft hautnah erleben. Informationen und Anmeldung unter 6392-3587. W.W.

• Rechtsberatung per E-Mail: kanzlei@bilk-keil.de •
ANWALTSKANZLEI

Rechtsanwalt

Bil Keil
Tätigkeitsschwerpunkte Interessenschwerpunkte

&

Rechtsanwalt Anwaltsmediator

Arwid Bilk
Arbeitsrecht Familienrecht Verkehrsrecht Verwaltungsrecht Vereinsrecht

Harald Keil
Vertragsrecht Strafrecht Computer-/Internetrecht Urheberrecht Wettbewerbsrecht

¤ (030) 6 70 44 - 227/229

Moriz-Seeler-Straße 3

•

12489 Berlin (Fernsehgelände/neben dem Turm) • Fax (030) 6 70 44 - 226/229 • www.bilk-keil.de

Beim 50. Lady’s Stammtisch geht’s um „Money – Money – Money“
Beim 50. Lady’s Stammtisch am 4. September im Ratssaal des Rathauses Treptow, Neue Krugallee 4, dreht sich ab 19 Uhr alles um „Money – Money – Money“. Über Finanzierungsmöglichkeiten mit der Investitionsbank Berlin informiert Herr Niebuhr und die Herren Trampenau und Fehlinger von der Grenkeleasing AG geben Einblicke ins Leasing als eine mögliche Form der Finanzierung. Für Nichtmitlieder des Vereins wird ein Unkostenbeitrag von 10 € erhoben. Am 19. September besuchen die Unternehmerinnen das Wasserwerk-Museum in Friedrichshagen. Treff für die Sonderführung ist um 16.30 Uhr am Müggelseedamm 307. Für weitere Informationen kann nun auch die neue website www.ladiesstammtisch.com genutzt werden. M.E.

Bezirksamt bildet aus
Das Bezirksamt Treptow-Köpenick begrüßt am 3.9. mit einer Lehrjahreseröffnungsveranstaltung im Rathaus Köpenick 26 neue Auszubildende. Darüber hinaus beteiligt sich das Bezirksamt an Ausbildungsverbünden. Auch 2008 werden wieder Auszubildende eingestellt. Bewerbungen für die Berufe Verwaltungsfachangestellte/r, Kauffrau/mann für Bürokommunikation können an das Bezirksamt Treptow-Köpenick, Serviceeinheit Personal und Finanzen, Personalentwicklung, z.H. Frau Kuschel, PF 910240, 12414 Berlin, gerichtet werden. Für die Berufe Gärtner/in im Garten- und Landschaftsbau, Vermessungstechniker/in und Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste sind die Bewerbungen direkt an die jeweiligen Fachämter zu richten. Bewerbungsschluss – außer für Gärtner/in (30.11.2007) – ist der 31.12.2007. Infos: 6172-2525.

Vorträge im BIZ Neukölln
Schülerinnen und Schüler aus Treptow-Köpenick können an interessanten Vortragsveranstaltungen im Berufsinformationszentrum (BIZ) der Agentur für Arbeit Berlin Süd teilnehmen. Eltern und Lehrer sind ebenfalls herzlich eingeladen. Donnerstags ab 16 Uhr gibt es Informationen zu: 06.09. Ausbildung bei der BVG 13.09. Schauspieler/in 20.09. Karrieren in der Seeschifffahrt 11.10. Berufe am Boden des Flughafens Die Veranstaltungen werden von Berufsberatern in Zusammenarbeit mit Fachleuten aus der Praxis durchgeführt im Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit Berlin Süd, Sonnenallee 282, 12057 Berlin, Tel. 5555 77 2360

Zurück ins Erwerbsleben
Sie wollen nach einer Zeit der Kinderbetreuung oder der Pflege von Familienangehörigen wieder zurück ins Erwerbsleben? Dazu haben Sie viele Fragen? Die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Berliner Agenturen für Arbeit möchten Ihnen Informationen und Hinweise zur Vorbereitung des beruflichen Wiedereinstiegs geben. Wir laden Sie ein, kommen Sie am Donnerstag, dem 27. September, um 10.30 Uhr ins Berufsinformationszentrum (BIZ) der Agentur für Arbeit Berlin Mitte, Friedrichstraße 39.

Info-Veranstaltungen zu „Arbeitszeugnis“ und „Weiterbildung“
Die Beratungsstelle „Berufsförderung für Frauen“ lädt am 26.9. zu Info-Veranstaltungen ins Rathaus Treptow, Neue Krugallee 4, Raum 217, ein. Von 14-16 Uhr heißt das Thema „Geheimsprache Arbeitszeugnis“. Von 16-18 Uhr geht es um „Weiterbildung durch Förderung“. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich. Infos bei Projektmanagerin Rosel Schmidt, Berufsförderung für Frauen, c/o Schutzhülle e.V., 67 80 79 14 oder 0173-205 41 32, www.berufsfoerderung-frauen.eu

❍ häusliche Krankenpflege in allen medizinischen Bereichen

MEDI A VITA
Kranke - Behinderte - Senioren
Am Studio 2 12489 Berlin-Adlershof

❍ individuelle Betreuung durch examiniertes Pflegepersonal ❍ zuverlässig Tag und Nacht 7 Tage in der Woche ❍ fachkundige Beratung in Sachen Pflegeversicherung

Just & Wäsch GmbH

Wir sind immer für Sie da - rufen Sie uns an ¤ 67 09 99 - 0
www.medi-a-vita.de

Seite 12

Nr. 161

Erinnerung an einen initiativreichen Unternehmer mit sozialen Überlegungen
Im Herzen von Adlershof, direkt hinter dem Marktplatz, wohnt man seit den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts in den parallel verlaufenden „Genossenschaftsstraße“ oder „Helbigstraße“, an denen sich die von 1886 bis 1893 von der Berliner Baugenossenschaft e.G. erbauten Doppelhäuser reihen, umrahmt von vielem Grün.

Nachdenklicher Spaziergang
Ortschronist Rudi Hinte lädt am 29. September zu einem nachdenklichen Spaziergang über den Adlershofer Waldfriedhof ein (Treff: 10 Uhr; Eingang Friedlander Straße 158).

Der Name auf dem Straßenschild Heute:

Helbigstraße und Genossenschaftsstraße
Nachdem das Gutsbesitzerehepaar von Oppen die Äcker seines Gutes verkauft hatte, das Land parzelliert worden war und seiner „Verwertung“ harrte, gehörte Zimmermeister Louis Helbig (1832-1899) aus Berlin, Großbeerenstraße 48, zu den Erwerbern etlicher Adlershofer Grundstücke. Auf einem Plan von 1879, der erstmalig die neuen Besitzverhältnisse in der Gemeinde ausweist, sind Helbigs Anteile zu erkennen. Sieben Geländestreifen lagen im Bereich der Helbig- und Genossenschaftsstraße, zwei weitere in Richtung Adlergestell an der heutigen Silberberger Straße, eins an der Hauptstraße (etwa das Gelände von „Kaiser’s Verbrauchermarkt“), ein Streifen auf dem Gelände der heutigen Kleingartenanlage „Ehrliche Arbeit“ (Büchnerweg) und zwei Grundstücke linker Hand hinter der Eisenbahnstrecke an der Rudower Chaussee. Louis Helbig erkannte gegen Mitte der 1880er Jahre das Bedürfnis vieler Arbeiter, Wohnungen im südöstlichen Umland von Berlin zu finden. Die einen wollten den menschenunwürdigen Wohnverhältnissen in den engen Berliner Arbeitervierteln entfliehen und dafür gerne die Fahrt auf der Görlitzer Eisenbahn zu damals noch „fairen“ Fahrpreisen in Kauf

nehmen, andere fanden im rasch wachsenden Industriestandort Adlershof einen Arbeitsplatz und suchten hier auch eine Wohnung. Die neuen Grundbesitzer erhofften sich aus der einsetzenden regen Bautätigkeit für Mietwohnungen gute Gewinne. Helbig verband seine Gewinnerwartungen mit sozialen Überlegungen. Er erbaute z.T. mit Abrißmaterialien auf einigen seiner Landstreifen (Helbigstraße rechts) von kleinen Gärten umgebene Häuschen. Er wollte, daß Arbeiter statt in Mietshäusern, wie sie z.B. an der Bismarck-(Dörpfeld-)straße damals gerade entstanden, im Grünen umgeben von Licht, Luft und Sonne wohnen können. Die wohlgemeinten Aktivitäten Helbigs litten jedoch am unvollkommenen Material und unzureichender Ausführung (z.B. fehlender Unterkellerung). Nachdem er mit einflußreichen, sozialen Anliegen zugeneigten Persönlichkeiten zusammenkam und sich über den 1878 gegründeten ersten deutschen Arbeiterbauverein in Flensburg informiert hatte, wurde er 1886 zum Mitbegründer der Berliner Baugenossenschaft e.G. (BBG). Sie ist heute die älteste aktive Baugenossenschaft in Berlin. Helbig war somit der Pionier dieser Genossenschaftssiedlung und der BBG. Er wandte sich Anfang 1886 mit dem Aufruf „Baut Arbeiterhäuser!“ an Interessenten in Berlin, Cöpenick und Umgebung und lud darin für die Sonntage im März zu Informationsgesprächen im Restaurant von Leopold (heute Grünanlage Adlergestell / Dörpfeldstraße) ein. Helbig wurde Mitglied des Vorstandes der BBG, dem er bis zu seinem Tod am 11.3.1899 angehörte. Helbigstraße 30 und 29 waren die ersten, 1886/87 errichteten Genossen-

Das Deutsche Rote Kreuz ruft die Adlershofer im Alter von 18 bis 65 Jahren auf, sich an der

Blutspendeaktion
Zeichnung von 1886 für das erste Genossenschaftshaus, Helbigstr. 30
am 11. September von 9 - 13 Uhr bei der Bahn AG, Adlergestell 143, am 20. September von 9.30 - 13 Uhr im Blutspendebus am Ärztehaus von BERLIN CHEMIE, Glienicker Weg 125, am 1. Oktober von 11.30 - 16.30 Uhr im WISTA-Gebäude, Rudower Chaussee 17, zu beteiligen. Info-Telefon: 80 68 11 22 oder 0800-11 949 11

schaftshäuser. Die BBG konnte die Siedlung (die jetzt unter Denkmalschutz steht) unter günstigen Bedingungen erbauen, da Helbig seine Grundstücke der Genossenschaft zu mäßigen Preisen verkaufte (s. auch AZ Nr. 6). Seinerzeit gehörte das Straßenland den Grundbesitzern und sie hatten das Vorschlagsrecht für die Straßennamen. Sie mußten die Straßen entsprechend den dafür geltenden Bestimmungen einrichten und mit Bäumen bepflanzen. Die BBG bepflanzte ihre Straßen mit Kastanien und Rüstern. Somit erinnert die Helbigstraße seit 1889 ununterbrochen an diesen rührigen Unternehmer und Adlershofer Grundbesitzer, die Genossenschaftsstraße ebenso lange an die von Helbig initiierte Baugenossenschaft, die der Baugenossenschaftsbewegung in Deutschland starke Impulse gab und bis heute einen möglichen mieterfreundlichen Weg weist. Rudi Hinte

Der Natur auf der Spur
Britzer Garten lädt ein
Nach den Sommerferien werden Eltern mit ihren Kindern wieder zu mehreren Veranstaltungen in den Britzer Garten eingeladen. Am 8.9. können sie dort ab 20 Uhr nachtaktive Tiere entdecken und eine Lichterreise unternehmen (Anmeldung: 703 30 20). Das ist nochmals am 14.9. ab 19 Uhr und am 21.9. ab 18.30 Uhr möglich (Treff: Parkeingang Mohriner Allee; Anmeldung für diese und die folgenden Veranstaltungen unter 7560-3000). Dem faszinierenden Leben der Schnecken können sie sich am 15.9. widmen (Treff: 11 Uhr; Freilandlabor) und am 22.9. Spinnen genauer unter die Lupe nehmen und deren Lebensweise erforschen (Treff: 14 Uhr; Freilandlabor). In der „Experimentierwerkstatt“ beschäftigt man sich am 22.9. experimentell mit der Frage „Was schwimmt und was geht unter?“ (Treff: 11 Uhr; Freilandlabor). Im Ausstellungspavillon (Freilandlabor) werden „U.F.O.'s – (Un-)Bekannte Flugobjekte der Natur“ Di-Fr 12-17 Uhr, Sa 12-18 Uhr und So 10-17 Uhr gezeigt. Am 16.9. wird dort von 11-15 Uhr zu einem Informationstag eingeladen. Dabei können auch Flieger und Drachen gebastelt werden Informationen zu diesen und weiteren Ereignissen im Britzer Garten erhält man werktags von 9 bis 16 Uhr unter 703 30 20. W.W.

Weitere Informationen enthält die Ausstellung „Baut Arbeiterhäuser – 120 Jahre Baugenossenschaftssiedlung in Adlershof“ (s. AZ Nr. 159) im „Schach-Zimmer“ (Raum 117) im „Kulturzentrum Alte Schule“, die bis zum 28. September montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr zu sehen ist. Führungen kann man unter 67 89 28 81 vereinbaren.

GLASEREI NEY
Glaserarbeiten aller Art Hummel und Goebel Tel. u. Fax: 673 31 26 Notdienst: 0172 311 52 55

Hausbefriedung Grundstückseinebnung
mit eigenem Bagger und Radlader Tel.: 0172 394 71 11

Köpenicker Straße 43

•

12524 Berlin-Altglienicke

September 2007

Seite 13

Hört, hört – es gibt was zu verkünden, Susi und Felix woll'n sich verbinden!
Alle Leute können es wissen: am 15.9. werden sie sich küssen – in Adlershof vor dem Traualtar umgeben von der Gästeschar. Vier Jahre Fernkontakt sind vorüber, das Zusammenziehen ist ihnen lieber. Die passende Wohnung war schnell gefunden, für liebevolle, gemeinsame Stunden. Das haben wohl beide nicht gedacht, als sie sich zum ersten Mal angelacht vor anderer Freunde Hochzeitsnacht. Und Felix bemerkte, noch nicht lange her: „Eine bessere find ich wohl nimmermehr!“ Auch Susi ist sicher genau so gut dran und fand in Felix den richtigen Mann.

Herzliche
Im September gratulieren wir zuerst Gertrud Hentschel, die am 3.9. ihren 97. Geburtstag begehen kann. Zum 94. Erdenjubiläum erhalten am 2.9. Franz Reinhardt, am 21.9. Anna Behrndt und am 27.9. Else Petsche beste Glückwünsche. Auf 93 Lebensjahre blicken am 7.9. Hans Schwarz, am 9.9. Anita Meßner und am 15.9. Elfriede Müller zurück. Sein 92. Wiegenfest begeht am 10.9. Kurt Bernhardt. Zum 91. Tag der Geburt gratulieren wir am 11.9. Herta Fischer. Weiterhin alles erdenklich Gute! Ihr 85. Lebensjahr vollenden Otto Mesletzki (6.9.), Helga

Glückwünsche
Nehls (7.9.), Hildegard Nitschke (8.9.) und Irmgard Bergmann (16.9.). Herzlichen Glückwunsch! Glückwünsche zum 80. Geburtstag erhalten Ewald Köhler (3.9.), Karl-Heinz Schlüter (5.9.), Dr. Hans Flietner und Herbert Neusche (12.9.), Irmgard Hasche (15.9.), Günter Zabel (19.9.), Gisela Nieber und Käthe Theodor (26.9.), Kurt Wenzel (28.9.) und Hildegard Zielinski (30.9.). Wir gratulieren! Wir wünschen allen, auch den ungenannten Jubilaren im neuen Lebensjahr beste Gesundheit, viel Freude, Frohsinn und Zufriedenheit.

Zu Eurem Hochzeitsfeste wünschen Euch beiden das Allerbeste das MuffV-Team, die „Entenrunde“ und viele weitere Freunde

Ein weiteres Lebensjahr hat sich vollendet und ich freue mich,

„Mutter“ Grete Niemann
erneut zu ihrem Wiegenfest gratulieren zu können. Meine Glück- und Segenswünsche enthalten vor allem die Besserung der gesundheitlichen Probleme, damit Sie die kleinen Freuden des Lebens auskosten können. Zudem bedanke ich mich herzlich für die langjährige, warmherzige Gastfreundschaft! Wolfhard

Traurig nehmen wir Abschied von unserer lieben Mutter und unserer lieben Oma

Waltraud Meyer
geb. Smolka
* 21.03.1934 † 11.08.2007

Etwas verspätet, aber ebenso herzlich übermitteln wir

Waltraud Altstadt
Unsere liebe Mutter und Großmutter herzlichste Glückwünsche zum 77. Geburtstag am 30. August. Bleib uns noch lange erhalten!

In Liebe und Dankbarkeit Sylvia Hildebrandt mit Familie Uwe Meyer mit Familie
Die Beisetzung fand am 28.08. auf dem Friedhof in Berlin-Adlershof statt.

Hildegard Behnke
erhält zum 88. Geburtstag auch auf diesem Wege herzlichste Glück- und Segenswünsche
von den Kindern und Enkeln

Unsere Rätselecke
An Stelle der Punkte werden Buchstaben gesetzt, so daß sich sinnvolle Wörter ergeben. Aneinander gereiht nennen diese Buchstaben einen sinnhaften Ausspruch von Albert Schweitzer.

Deine Tochter mit Enkeltöchtern, Urenkeln und Olaf

Allen Personen und Institutionen, die mir zu meinem 90. Geburtstag gratulierten und mich beschenkten, vor allem aber mit lieben Wünschen und vielen Blumen glücklich machten, möchte ich hiermit meinen herzlichen Dank ausdrücken.
Irena Bielefeldt

Bahn . . mm, Bu . . . hleife, Ange . . rige, Ku . . . stoff, Fri . . . nstaube, Ba . . . anager, Urw . . . riesen, Bl . . . balg, Ste . . . arder, Klass . . . precher, Spra . . . arriere, Folg . . . sten, Kla . . . rbeutel, Spitze . . . . didat, Fe . . . erputzer, Überdr . . . heit, Sontagsk . . . er, Geborg . . . eit, Schm . . . therapie, Leid . . . chaft, Gem . . . derat, Schwieg . . . utter, Appet . . . acher, Ord . . . bruder, Mäd . . . . schwarm
Rätselautor: Wolf Will

Auflösung des Rätsels in der August-Ausgabe:

Finanzmittel für ehrenamtliche Arbeit
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat dem Bezirksamt Treptow-Köpenick für das Jahr 2007 insgesamt 3.000 € zur Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit, die der Verbesserung der öffentlichen Infrastruktur dient, zur Verfügung gestellt. Mit diesen Mitteln können Bürger(innen), die durch Eigeninitiative zur Verbesserung der Infrastruktur beitragen, kleinere Beträge für Sachkosten erstattet werden. So z.B. für Farbe bei der Renovierung in Seniorenfreizeitstätten sowie für kleine Ausstattungsgegenstände. Bereits über das Quartiersmanagement geförderte Gebiete sind ausgeschlossen. Anträge sind schriftlich unter Angabe von Zweck, Art, Umfang, Zeitrahmen und Kosten des Vorhabens zu richten an das Bezirksamt Treptow-Köpenick, Abt. Soziales und Gesundheit, Sozialamt/Fachbereich 2 Soz 213 Postfach 910240, 12414 Berlin Die Entscheidung zur Vergabe der Mittel trifft das Bezirksamt.

1) Bewilligung; 2) Starttermin; 3) Wesensart; 4) Bedeutung; 5) Baumeister; 6) Erfassung; 7) Grünstreifen; 8) Vergünstigung; 9) Radeburg; 10) Fledermaus; 11) Erneuerung; 12) Begonie; 13) Alimente; 14) Kopfbedeckung; 15) Apfelstrudel; 16) Beeinträchtigung; 17) Soloauftritt; 18) Schönfärberei; 19) Kräftemessen. Der Auspruch des griech. Philosphen Seneca lautet:

Was du für den Gipfel hältst, ist nur eine Stufe.

Liebe Leser,
in der Rubrik „LeserWORT“ halten wir für Sie immer einen Platz bereit, um Ihre Meinungen, Kritiken und Wünsche zu veröffentlichen.

Schreiben Sie an Adlershofer Zeitung PF 1103 12474 Berlin

Seite 14

Nr. 161

Schultütenfest, Raumfahrttage und Samba-Fieber im FEZ Berlin
Beim „Vattenfall Family Sport 2007“ gibt es am 1. und 2. September im FEZ in der Wuhlheide Spaß und Bewegung für Groß und Klein. Zum Schultütenfest „Hurra, ich bin ein Schulkind!“ wird am 8. und 9. September eingeladen. Raumfahrttage sind am 15. und 16.9. zu erleben. Am 22. und 23.9. findet im FEZ der Kongress der Pfadfinder statt. Vom 27. bis 30. 9. herrscht in der Wuhlheide wieder das Samba-Fieber. Für all diese Aktionen ist der Eintritt frei. Workshops und Abendkonzerte des Samba Syndrom sind kostenpflichtig. Infos hierzu unter Tel. 53 07 12 69 und sasy@ landesmusikakademie-berlin.de Sonnabends ist das FEZ von 13 bis 18 Uhr und sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Informationen zu allen FEZVeranstaltungen unter 53 07 10.

Tag der offenen Tür in der Joseph-Schmidt-Musikschule
Am 25. September ist es wieder soweit: Die Joseph-SchmidtMusikschule lädt ab 15 Uhr zum „Tag der offenen Tür“ ein. Musizier- und Unterrichtsangebote für Musikbegeisterte jeden Alters werden an der Hans-SchmidtStraße 6/8 vorgestellt. Kinder und Erwachsene können mit Musikinstrumenten spielend Erfahrungen mit Rhythmus und Klang machen und sich im Schnupperunterricht ausprobieren. Informationen gibt es zu den verschiedenen Fachgruppen, den unterrichtsbegleitenden Angeboten, den Ergänzungsfächern, den Angeboten für Tanzinteressierte und den Entgelten. Bis 18 Uhr kann Musikunterricht im Einzel-, Gruppen-, und Kursunterricht miterlebt werden. Alle Musikinteressierten sind herzlich willkommen. Ausführliche Informationen in der Verwaltung der Musikschule und unter 6172-4968.

Spenden übergeben
Ein Spendenscheck über 500 € wurde am 15. August anläßlich der Eröffnung der neuen Filiale der Berliner Volksbank im Einkaufszentrum Schöneweide an die Joseph-Schmidt-Musikschule übergeben. Das Geld wird für die Joseph Schmidt-Ausstellung verwendet, die ab 16. November zum 65. Todestag des berühmten Tenors und Kammersängers in der Musikschule zu sehen ist. Eine 500 €-Spende erhielt auch die Grundschule am Heidekampgraben.

Baumfällarbeiten in der Heide-Grundschule

Friedrichshagen feiert Festival
Mit seinem Festival der besonderen Art feiert Friedrichshagen am 8./9. September den Fluss aller Dinge. Durch den Ort strömen Musik, Tanz, Ausstellungen, Installationen, Kunstmarkt, Kinderumzug, Führungen, Vorträge, Lesungen, Theater, Filme, Hoffeste, Modenschauen, Marktplatzfeier, viel Spiel & Spaß und offene Türen bei Künstlern und Einrichtungen. Am 9.9., wird die Bölschestraße zum Flussbett für Liegestuhlfans, Flaneure, Deklamierende, Singende, Spielende, Sprinter, Radler, Tram & Taxis (Sperrung für den normalen Kfz-Verkehr). Zur Eröffnung des Festivals Dichter.dran heißt es am 7.9. um 22 Uhr in der Christophoruskirche, Bölschestr.: „Christophorus im Fluss der Melodien“ mit den JazzVocals. Kartenbestellungen zu 8 € (erm. 5 €) per E-Mail unter dichterdran@friedrichshagen.net

Besucht doch mal den „Grashüpfer“
Im „Grashüpfer“, dem kleinen Theater im Treptower Park, ist am 1. und 2.9. das Puppenspiel nach Janosch „Oh, wie schön ist Panama“ (ab 3 Jahre) zu sehen. „Traumfresserchen“ heißt ein Puppenspiel (ab 4), das am 4. und 5., 10. und 11. sowie 17. und 18.9. im Programm steht. Am 6., 12. und 13.9. gibt es für die Kleinsten (ab 2) „Von Küken und Rübchen“, „Das Rübchen und andere Geschichten zum Großwerden“ (3-7) am 8. und 9.9. Clown PatschMo spielt: Das Entchen am 15. und 16. sowie 19. und 20.9., die Geschichte „Vom Fischer und seiner Frau“ ist vom 22.-27.9 zu erleben und am 29. und 30.9. verwandelt sich „das häßliche junge Entlein“. Erwachsene und Schüler sind am 7., 14., 21. und 28.9. ab 20 Uhr zum Märchenabend am kleinen Feuer in der Jurte auf dem Theaterhof willkommen. Informationen unter 53 69 51 50. W.W.

Foto: Staneczek

Von Otto Reutter bis AC/DC
Unsterbliche Couplets von Otto Reutter bringt am 8.9. Hellmut Gaber im Alten Ballsaal des Bräustübl, Müggelseedamm 164, zu Gehör. Mit Ed Stone sind am 14.9. die wirklichen Rolling Stones zu erleben. Das Musikkabarett MTS 007 mit der Lizenz zum Totlachen steht am 15.9. auf der Bühne. AC/DC-Fans werden am 22.9. am Konzert von Dr. Kinski & seinem Salonorchester ihre Freude haben. Die drei Gesangssolisten von Vocall Recall zeigen am 28.9. in ihrer Bühnenshow, daß PopGeschichte erfrischend unverbraucht klingen kann. Die Band „Fischermans Blues“ ist am 29.9. im Rahmen des Friedrichshagener Kneipenmusikfestes zu Gast. Infos unter 645 57 16 oder unter www.alter-ballsaal.de

Das Amt für Umwelt und Natur mußte fünf ca. 30 m hohe Pappeln fällen, um Beschädigungen der baulichen Anlagen des Schulhofes der Heide-Grundschule in der Florian-Geyer-Str. 87 und Gefahrenstellen für die Schüler zu verhindern. Die Bäume hatten teilweise trockene Äste in den Baumkronen und einen relativ hohen Totholzanteil trotz regelmäßiger Schnittmaßnahmen.

„Begegnungen am singenden Fluss“
„Begegnungen am singenden Fluss – Erinnerungen an Mali und Spurensuche 2006“ ist der DiaVortrag am 11. 9. um 19 Uhr im Hause des Kulturbundes Treptow, Ernststraße 14/16, überschrieben. 1967 bis 1969 in Mali als Entwicklungshelfer tätig, bereiste Werner Laube nach fast 40 Jahren mit Arbeitskollegen von einst und interessierten Freunden das Land seiner Jugenderinnerungen erneut, um es aus heutiger Pespektive kennenzulernen. Mit Rucksack, Zelt und Jeep besuchte er das geheimnisumwobene Land. Eindrucksvolle Landschaften, farbenfrohe Marktszenen, einzigartige Maskentänze und berührende Begegnungen mit den Menschen stehen im Mittelpunkt der fotografischen Zeitreise. Unkostenbeitrag: 5 € (erm. 4 €). Infos zu weiteren Veranstaltungen unter Tel. 53 69 65 34.

Wiedersehen nach Jahrzehnten

Stadtführungen
Zu einer Überblicksführung „Adlershof. Stadt der Wissenschaft und Medien“ lädt Clemens Samietz am 29.9. um 11 Uhr ab Rudower Chaussee / Franz-Ehrlich-Straße ein. „Friedrichshagen. Vom Kolonistendorf zur grünen Wohnstadt“ heißt die Führung am 9.9. um 11 Uhr ab S-Bhf. Friedrichshagen Anmeldung: 0176-20 06 11 67, www.stadtfuehrungen-berlin.info

Wieder einmal haben sich ehemalige Klassenkameraden aus der 11. Oberschule (Abgangsjahr 1960, s. AZ Nr. 118/123/134) im Café 1901 getroffen. Freudig konnten sie diesmal den früher in der Weerthstraße wohnenden Michael Buller (links) begrüßen, den unser Leser Klaus Hanisch (rechts) mit Hilfe des Deutschen Roten Kreuzes in München aufgespürt hatte.

September 2007

Seite 15

Adlershofer BC 08 im Pokalspiel am 11. September gegen den BFC Dynamo
Im September bestreitet die Verbandsligamannschaft des Adlershofer BC 08 zwei Heimspiele auf dem Sportplatz am Lohnauer Steig. Im Pokalkampf ist am 11.9. der BFC Dynamo ein starker Gegner. Anstoß ist um 18.30 Uhr. Am 22.9. geht es dann ab 14 Uhr um Punkte gegen Tasmania Gropiusstadt. Das Frauen-Team des Adlershofer BC 08 beginnt die neue Saison in der Regionalliga am 9.9. gegen Hafen Rostock in der Hansestadt. Die ersten beiden Heimspiele auf dem Sportplatz Dörpfeldstraße werden am 16.9. ab 12 Uhr gegen den Halleschen FC und am 30.9. ab 14 Uhr gegen Erzgebirge Aue bestritten. L.E.

Karate und Selbstverteidigung kennenlernen
Das Karate-Dojo Johannisthal lädt zum Kennenlernen ein. Seit Jahren können interessierte Kinder ab 8 Jahren, Jugendliche und auch Erwachsene sowohl traditionelles Karate als auch Grundlagen der Selbstverteidigung erlernen. Das Training erfolgt in Leistungs- und Altersklassen durch erfahrene und lizenzierte Trainer (Stile: Shotokan-Karate und Isshin-Ryu Contact Karate). Es werden grundlegende Bewegungsabläufe in einer Vielzahl von denkbaren Ernstfallsituationen vorgestellt. Im Hinblick auf tätliche Angriffe ist meist schon viel gewonnen, wenn man mögliche Situationen zumindest einmal bewußt durchdenkt. Oft ist das Opfer nur deshalb „wie gelähmt“, weil es sich plötzlich einer Situation gegenübersieht, an die es noch nie gedacht hat. Während des Trainings sollen durch intensives Üben Bewegungsketten unterbewußt einprogrammiert werden,

um sie dann im Ernstfall mit einer relativen Sicherheit anzuwenden. Das Training findet mittwochs ab 17 Uhr in der „Grundschule am Ginkobaum“ (Springbornstr. 250; Eingang Sterndamm 126) und freitags ab 16 Uhr im Jugendzen-

trum JuJo (Winckelmannstr. 56) statt. Die Angebote richten sich an Anfänger, Fortgeschrittene und Wiedereinsteiger. Einen Monat lang ist kostenloses Probetraining. Interessenten melden sich unter 61 72 63 20 (Herr Damaschun).

Wandere mit – so bleibst Du fit!
„Durch Parks und Gärten“ ist die freie Wandergruppe „Der Wanderfreund“ am 2.9. unterwegs. Treff: 10 Uhr, S-Bhf. Marzahn (11 km). Der neue Bölsche-Wanderweg wird am 9.9. erkundet. Treff: 10 Uhr, S-Bhf. Friedrichshagen (11 km). Mit Unterstützung der Gruppe wird am 16.9. die NDHerbstwanderung veranstaltet. In der Reihe „Die vier Jahreszeiten“ ist am 23.9. der Herbst an der Reihe. Treff: 10 Uhr, S-Bhf. Strausberg (15 km). Rund um den Müggelsee ist man am 25.9. unterwegs. Treff: 11.30 Uhr, S-Bhf. Rahnsdorf (10 km). Noch einmal geht es am 29.9. „Durch Parks und Gärten“. Treff: 10 Uhr, S-Bhf. Pichelsberg (11 km). Weitere Informationen unter Tel. 656 07 34. „Tuschkasten- und Preußensiedlung“ werden von den „Cöpenicker Wanderfreunden“ am 2.9. besucht. Treff: 10 Uhr, S-Bhf. Grünau (15 km). Eine „Romantiktour“ am Schweriner See wird am 8.9. unternommen (18 km). Treff: 7 Uhr, Hauptbahnhof zum RE 4. Anmeldung bis 6.9. unter 529 39 95. „Auf zur Heide“ heißt es am 15.9. Treff: 9 Uhr, S-Bhf. Mühlenbeck-Mönchmühle (21 km). „Tegeler Fließ und Tegeler Forst“ stehen am 16.9. auf dem Programm. Treff: 11 Uhr, S-Bhf. Tegel (17 km). Diese Wanderung ist rollstuhltauglich. „Zur alten Havel“ begibt man sich am 23.9. Treff: 9.30 Uhr, S-Bhf. Lehnitz (17 km). „Zum Herbstanfang aufs Land“ ist das Motto am 27.9. Treff: 10 Uhr, S-Bhf. Wartenberg (7 bzw. 17 km). „Wandern in der Schorfheide“ ist am 29.9. angesagt. Treff: 6.45 Uhr, Bhf. Lichtenberg (35 km). Anmeldung bis 28.9. unter 0162-243 51 93. Infos zu weiteren Touren unter 56 59 38 41. L.E.

Adlershofer Zeitung
PF 1103 12474 Berlin
Herausgeber
MEDIEN-BÜRO Adlershof verantw. Redakteur Lutz Ebner Tel. 67 98 95 37 Fax 67 98 95 38 redaktionelle Mitarbeit Wolfhard Staneczek Tel. & Fax 677 24 58 Herstellung Eggersdorfer Druck- und Verlagshaus Auflage 3000 Exemplare Erscheinungsweise monatlich

Redaktionsschluß für die Ankündigung sportlicher Termine im Oktober ist am 15. September

Von A wie Aufschnitt bis Z wie Zigeunersteak – große Auswahl zu kleinen Preisen
Fleischerei Jürgen Backs
Inh. Detlef Ritthaler Dörpfeldstraße 13 • Telefon 677 45 38
• Wurst und Salate in eigener Produktion • Qualität und Frische aus Meisterhand • fachliche Beratung

Wäscherei Dirk Szubiak
• • • • Haushaltswäsche – schrankfertig Wolldecken, Steppdecken Haustourendienst Gardinenexpress morgens ab, mittags ran ohne Aufpreis • Unser neuer Service: Fenster putzen
v

Tel. 030 / 671 72 47

Angebote auch für Hotels, Wohnanlagen und Großkunden

Dörpfeldstraße 74 Montag bis Freitag 9 - 18 Uhr Johanna-Tesch-Str. 42a Montag bis Donnerstag 6 - 15 Uhr

Seite 16
Anzeige

Nr. 161

dpvision – Ihr Partner für die Medien der Zukunft

Informationsfahrt zum Deutschen Bundestag
Am 14. September können politisch interessierte Bürgerinnen und Bürger auf Einladung des Bundestagsabgeordneten und Fraktionsvorsitzenden der Linkspartei, Dr. Gregor Gysi, an einer Informationsfahrt zum Deutschen Bundestag teilnehmen. Die Fahrt beinhaltet die Teilnahme an einem Plenarbesuch im Deutschen Bundestag, ein Informationsgespräch sowie eine Stadtrundfahrt – an politischen Punkten orientiert. Anmeldungen bitte bei André Schubert unter 63 22 43 57.

Öffentliche Sprechstunden
Am 25. September findet von 15 bis 18 Uhr die monatliche Sprechstunde des Bundestagsabgeordneten Dr. Gregor Gysi in seinem Wahlkreisbüro Brückenstraße 28 (Niederschöneweide) statt (Anmeldung bitte unter 63 22 43 57). Die Termine im September, an denen Bezirksbürgermeisterin Gabriele Schöttler im Rathaus Köpenick zum individuellen Gespräch bereitsteht, bitten wir unter 6172-2300 zu erfragen. Die nächste Sprechstunde des stellvertretenden Bürgermeisters und Bezirksstadtrates für Umwelt, Grün und Immobilienwirtschaft, Michael Schneider, findet nach seinem Urlaub wieder im Oktober an 2. Donnerstag oder nach Vereinbarung im Rathaus Treptow statt.

Die Internationale Funkausstellung gewährt in diesen Tagen einen Blick in die faszinierende mediale Zukunft und sie belegt, dass die Fernsehwelt vor einem fundamentalen technischen Umbruch steht: Das jetzige PAL-Signal wird durch hochauflösende Bilder mit 1920 x 1080 Pixeln im 16:9-Format abgelöst. Dies führt zu erheblichen Veränderungen in der angewandten Technik. Die von den beiden Unternehmern Dennis und Dirk Pohland gegründete dpvision Media Technik KG ist darauf bestens vorbereitet. Sie bietet einen kompletten Service mit Beratung, Planung, Installation und Betreuung sowohl für Privat- als auch für Geschäftskunden. Dabei konzentriert man sich auf drei Bereiche: HDTV-Home Cinema Komplexe Installation von Heimkinosystemen, größtenteils im Bereich der vollen HDTV-Auflösung. Mit einer individuell zugeschnittenen Lösung kann der Kunde das Fernsehen der Zukunft erleben. Infotainment Systeme Komplexe individuelle Vernetzungen bieten ungeahnte Möglichkeiten im Entertainment-Bereich für

Hotels, Krankenhäuser, Wohneinrichtungen und viele mehr. Event-Videotechnik Komplexe Lösungen für Veranstaltungen mit gigantischen Panoramaprojektionen oder individuelle Firmenpräsentationen in Form einer aufwendigen Multimedia-Show lassen Ihr Unternehmen in neue Welten schauen. Philosophie der dpvision Media Technik KG ist es, dem Kunden die Nutzung der fortschreitenden Technik so einfach wie möglich zu machen und auf individuelle Wünsche schnell und flexibel zu reagieren. Ein starkes deutschlandweites Netzwerk und gute Kontakte nach Österreich sind dafür beste Voraussetzungen. Und dieses Netzwerk soll weiter wachsen. Wollen Sie sich von der Leistungsfähigkeit der dpvision überzeugen, dann kommen Sie doch am 8. September zwischen 11 und 18 Uhr zur Eröffnung der neuen Geschäftsräume in Adlershof. Die HDTV-Experten erwarten Sie in der Ernst-Augustin-Straße 12 – direkt in der MediaCity, wo die Zukunft der Medien schon heute ein Zuhause hat. Eb.

Förderung von Kulturprojekten
Nach der bezirklichen Entscheidung über die Förderung von Kulturprojekten im 2. Halbjahr 2007 kann knapp die Hälfte der 37 Antragsteller mit einer finanziellen Unterstützung aus dem Fonds für dezentrale Kulturarbeit rechnen. Die Spanne der bewilligten Projektanträge umfaßt Ausstellungen, Festivals, Stadtteilfeste, Konzerte und Theaterproduktionen. Erwähnt seien die Inszenierung des „Hauptmanns von Köpenick“ durch das Stadttheater Cöpenick, der „Kietzer Sommer“ in Köpenick und das 6. Friedrichshagener Gitarrenfestival. Anträge für das 1. Halbjahr 2008 sind in vorgeschriebener Form bis zum 30.10. einzureichen beim Kulturamt Treptow-Köpenick, Dörpfeldstr. 54, 12489 Berlin, Tel. 6782-2755. Auf Wunsch werden die Formulare gemailt, gefaxt oder zugeschickt.

Die Bibliotheken verstärkt nutzen
Unter dem Motto „TreptowKöpenick muß sich zu einem Lesebezirk entwickeln“ ruft die SPD-Fraktion in der BVV die Bürger(innen) auf, verstärkt alle Bibliotheken im Bezirk zu nutzen. Treptow-Köpenick als flächengrößter Bezirk hat mit 13 Bibliotheken die meisten Ausleihstandorte, aber die Ausleihzahlen gehören im Verhältnis zur Einwohnerzahl zu den geringsten Berlins. In den vergangenen Jahren wurden die Bibliotheken attraktiver gestaltet und erheblich mehr Geld für die Neuanschaffung von CDs, DVDs und anderen audiovisuellen Medien ausgegeben. Der Senat stellt den Bezirken nur bei hohen Ausleihzahlen entsprechende Finanzmittel zur Verfügung. Schon fünf Ausleihen pro Jahr von jedem Treptow-Köpenicker und die Bibliotheken im Bezirk wären ausreichend finanziert. W.W.

Versatel Partner Shop Berlin-Adlershof
Rudower Chaussee 12 • 12489 Berlin Tel. 030- 39375432 • Fax 030- 39375434 Unser Motto:

„Fairdammt günstig“
Öffnungszeiten: Mo- Fr: 10:00 - 19:00 Uhr Sa: 10:00 - 16:00 Uhr
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.