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Periodical volume

Full text: Adlershofer Zeitung Issue 2006, H.151/November

Monatszeitung

Nr. 151 November 2006

0,60 €

In dieser Ausgabe
❒ „Blaue Herzen“ für

Kinderfreundlichkeit an BERLIN CHEMIE und die BSR übergeben
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❒ Die aktuelle Statistik:

Am 31. März 2006 zählte Adlershof 15.198 Einwohner
❒ Genau 100 Jahre nach der „Cöpenickiade“ erinnerten mehrere
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Veranstaltungen an das damalige Geschehen. Dazu gehörte auch die Aufführung von Zuckmayers „Hauptmann von Köpenick“
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❒ Machbares durchsetzen,

Wünschbares im Blick behalten – Gespräch mit der Bürgermeisterin
Seite 4

❒ „Zeit und Ewigkeit“ –

der Präsident der Humboldt-Universität predigt in Adlershof
Seite 4

❒ Uwe-Johnson Preis

für Joochen Laabs, den großartigen Erzähler und Lyriker
Seite 7

❒ Von Kahlbaums Spritfabrik zum VEB Bärensiegel – 100 Jahre

❒ Größtes Flugzeug der

Spiritus in Adlershof. Unser Foto aus den 60er Jahren zeigt das Apparatehaus mit zwei Leitungen für Sprit
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Welt landete Ende September erstmals in Berlin-Schönefeld
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Seite 2 Das Adlershofer Festkomitee informiert:

Nr. 151

Beratung über neue Vorhaben
Am 7. November kommt um 19 Uhr unser Komitee in der Alten Schule (Dörpfeldstr. 54) zur Auswertung der diesjährigen Aktivitäten zusammen und wird sicher über Vorhaben im kommenden Jahr, wie die Vorstellung des neuen Bezirksamtes, Kinderfest und Herbstfest beraten. Gäste, besonFoto: Kirmse

ders aber potentielle Mitstreiter sind immer willkommen Nachstehend folgen die bisher bekannten Veranstaltungstermine im November und Dezember 2006. Nähere Informationen finden Sie auf weiteren Seiten dieser Ausgabe. Wolfhard Staneczek

Termin

Ort

Veranstaltung
Sitzung des Adlershofer Festkomitees (öffentlich) Auf den Spuren jüdischer Mitbürger (Rundgang mit Rudi Hinte) Martinsfest

Für Kinderfreundlichkeit geehrt
„Blaue Herzen“ an zwei Berliner Betriebe überreicht
Im Oktober wurden die Berliner Stadtreinigungsbetriebe und die BERLIN CHEMIE AG mit dem Blauen Herz für Kinderfreundlichkeit geehrt – dem ersten internationalen Preis, der von Kindern an Erwachsene vergeben wird. Beide Unternehmen stiften seit Jahren einen Umweltpreis. Dadurch beschäftigen sich Schüler mit Gesundheit, Ernährung, Stadtentwicklung und ihrer Umgebung. Beide Betriebe schaffen Ausbildungsplätze und übernehmen Azubis. Auch Kinder haben Angst davor, später ohne Beruf zu sein. Beide Unternehmen helfen, etwas weniger Angst zu haben. Sie lassen Kinder von einer guten Zukunft träumen – darum haben sie eine Blaue Herzen Fliese verdient. Für das Engagement, daß den Initiatoren der „Brücke der Herzen“ durch das Bezirksamt Treptow-Köpenick entgegen gebracht wurde, erhielt zudem stellvertretend Bürgermeister Dr. Ulbricht ein Blaues Herz verliehen.

7.11., 19.00 Alte Schule

Erinnerungen an die „Cöpenickiade“
Am 16. Oktober 2006, also auf den Tag genau 100 Jahre nach den Ereignissen, die als „Cöpenickiade“ in die Geschichte eingingen, erinnerten vor und in dem Köpenicker Rathaus mehrere Veranstaltungen an das damalige Geschehen. Punkt 15.27 Uhr wurde der Bürgermeister (letztmalig Dr. Ulbricht) „verhaftet“. In einer Festveranstaltung gedachte man am Abend dankbar des touristischen Marketing-Effektes für Köpenick und Umgebung und ein Vertreter der Stadtverwaltung in Luxemburg berichtete von vielen Besuchern am stets gepflegten Grab des Wilhelm Voigt. Dabei gab er die Geschichte zum Besten, daß im damals geteilten Luxemburg auf dem Weg zum Friedhof eine Garde salutierte, als dem Kontroll-Offizier bekannt wurde, daß sich im Leichenwagen „ein Hauptmann“ befand. Eine Aufführung von Zuckmayers „Hauptmann von Köpenick“ durch das Stadttheater Cöpenick im Ratssaal (Foto S. 1), quasi an historischer Stätte, beschloß den Abend. Die Ausstellung „100 Jahre Hauptmann von Köpenick“ kann noch bis 24.11. im Rathaus besichtigt werden. W.S.

9.11., 10.00 Platz der Befreiung 10.11., 16.30 Christus König Kirche 11.11., 19.30 Verklärungskirche Gospelkonzert 13.11., 18.30 Alte Schule Rudi Hinte: 1866 Bau der Görlitzer Eisenbahn 16.11., 19.00 Bibliothek „Geburtstagsgruß für Anna Seghers“ 17.11., 20.00 Alte Schule Ausstellungseröffnung „Schere–Stein–Papier“ 18.11., 19.00 „Blattlaus“ „Da lag Musike drin“ mit Kammersänger Reiner Süß 19.11., 10.00 Verklärungskirche Gottesdienst mit HU-Präsident Prof. Dr. Christoph Markschies 22.11., 19.00 Schwedenkirche Ökumenischer Gottesdienst zum Buß- und Bettag 23.11., 18.00 Anna-SeghersChristel Berger stellt ihr neuestes Gedenkstätte Buch über Friedrich Wolf vor 29.11., 19.30 Alte Schule Adlershofer Buchpremiere mit Erika Rosenberg 30.11., 16.00 Alte Schule Kabarett „Berliner Putzteufel“ 3.12., 17.00 Verklärungskirche Adventskonzert 6.12., 19.00 Verklärungskirche Weihnachtssingen der Heide-Grundschule 9.12., 18.00 Christus König Gottesdienst und Konzert Kirche der „Moskauer Mönche“ 10.12., 15.00 Verklärungskirche Adventskonzert der Familien-Musikschule Rehberg 11.12., 18.30 Alte Schule Rudi Hinte: Ein Bilderspaziergang durchs Marktviertel 14.12., 19.30 Bibliothek Eröffnung Stefan-Heym-Kabinett 16.12., 15.00 Verklärungskirche Weihnachtskonzert der Joseph-Schmidt-Musikschule

Adlershofer Bevölkerung
Im Zusammenhang mit den Wahlen am 17. September erhielten wir auch Angaben zu „melderechtlich registrierten Einwohnern am Ort der Hauptwohnung am 31. März 2006 nach Stimmbezirken und Alter“. Wir haben die Angaben über deutsche Einwohner für Adlershof in der nachstehenden Tabelle zusammengefaßt: Altersgruppe männlich unter 6 6 - 17 18 - 24 25 - 34 35 - 49 50 - 64 65 und älter zusammen x) x) 660 1.102 1.890 1.244 1.429 weiblich x) x) (50,6%) (46,9%) (46,3%) (51,0%) (59,3%) insgesamt 677 1.104 1.336 2.077 3.522 2.540 3.515 14.771 (4,6%) (7,5%) (9,0%) (14,1%) (23,8%) (17,2%) (23,8%) (100%)

Abgeordneten-Sprechstunde

Dr. Hans Erxleben,
Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick der Fraktion Die Linke.PDS für Adlershof lädt ein zu einer öffentlichen

Bürger-Sprechstunde
am Dienstag, 21. November 2006, von 17 bis 19 Uhr im Bürgersaal des Kulturzentrums Alte Schule

676 975 1.632 1.296 2.086

x) = keine Angaben mitgeteilt.

Die Prozentsätze bei „weiblich“ geben den Anteil der Frauen in der Altersgruppe an, bei „insgesamt“ den der Altersgruppe an der Gesamteinwohnerzahl. Außerdem wurde mitgeteilt, daß zusätzlich 427 (2,8%) ausländische Mitbürger hier ihren Wohnsitz haben. Damit lebten am 31.3.2006 in Adlershof insgesamt 15.198 Einwohner. W.S.

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Nr. 151

Machbares durchsetzen und Wünschbares im Blickfeld behalten
In früheren Ausgaben haben wir in lockerer (s. AZ Nr. 101) dem Bezirksamt in TreptowFolge die „regierenden“ Repräsentanten unse- Köpenick (Bezirksbürgermeister und -stadträte) res Bezirks vorgestellt. Nach der letzten Wahl an. Ganz aktuell baten wir die neue Bezirksgehört nur noch der stellvertretende Bürger- bürgermeisterin Gabi Schöttler um ein Gemeister und Bezirksstadtrat Michael Schneider spräch. 1998 stand sie bis 2002 als BerIm Bezirk Treptow-Köpenick liner Senatorin den Bereichen ist Gabi Schöttler die erste Frau Arbeit und Frauen und zeitweise im Bürgermeisteramt. In dieser den Bereichen Berufliche Bileinstigen Männerdomäne saß dung, Soziales und Gesundheit aber in Treptow bereits 1951/52 vor. Nach dem Ausscheiden aus Elfriede Dallmann (NDPD) und der Landespolitik übernahm sie in Köpenick 1990/92 Monika 2002 die Leitung der Sanssouci Höppner (SPD) auf dem BürgerBusiness Academy in Potsdam meisterstuhl. Trotzdem hat Gabi (eine Bildungseinrichtung der Schöttler an der Wiege wohl keine Ruhrkohle AG). Diese Tätigkeit Fee prophezeit, daß sie dereinst endete mit der Übernahme des ins weltbekannte Rathaus und Bürgermeisteramtes. just zum 100. Jahrestag der CöpeSeit dem Jahr 2000 wohnt die nickiade einziehen würde. Gabi (Gabriele sagte die Mutter zur Abt. Aus- und Weiterbildung Familie im Bezirk Treptow-Köpenur im Ernstfall) wurde 1953 als des VEB Elektromontage Berlin. nick, sie hat ein Häuschen mit erstes von fünf Kindern des Hand- 1985 schloß sie erfolgreich ein Garten in Späthsfelde bezogen. werkers Hans Schöttler nördlich Fernstudium als Ingenieur-Öko- Erste Kontakte zum „EntwickBerlins in Zehdenick geboren. nom ab und übernahm bis 1994 in lungsgebiet“ Adlershof hatte Gabi Nach Abschluß der 10. Klasse zog der Firma den Bereich Betriebs- Schöttler als Abgeordnete und sie nach Buch ins Internat und be- wirtschaft in der Berufsausbil- Senatorin. Auch sie hält das Zusammenwachsen der beiden Teile gann eine Ausbildung als Kran- dung. kenschwester. Bis 1980 war sie In der Wendezeit wurde die bis unseres Ortes für eine Aufgabe, anschließend in Buch und Som- dahin parteilose Gabi Schöttler die sie nach Kräften unterstützen merfeld vor allem im Bereich politisch aktiv und trat der SDP in will, wie auch die Integration der Neurologie/Psychiatrie tätig. In Mitte bei (seit 1981 wohnte die FHTW in den Ortsteil Oberschödieser Zeit lernte sie den Hand- Familie am Arkonaplatz). 1990 neweide. Sie hat sich vorgenomwerker Jörg kennen, sie zogen zu- saß sie bereits für ihre Partei in der men, im neuen Amt eine verläßsammen und seit 1974 sind beide letzten Stadtverordnetenversamm- liche Politk zu repräsentieren, das mit Sohn Carsten eine komplette lung (Ost-)Berlins. Im Familienrat Machbare durchzusetzen und das Familie (aber jeder behielt seinen hatten ihre beiden Männer diesen Wünschbare im Blickfeld zu beGeburtsnamen). Ein Besuch von Schritt gebilligt und ihr jedwede halten. Sicher auch im Namen unAbendkursen für Stenographie Unterstützung zugesagt. Seit 1991 serer Leser wünschen wir ihr und Schreibmaschine erleichterte war sie bis 2001 Mitglied des dafür Kraft, DurchsetzungsverGabi Schöttler 1980 den Wechsel Berliner Abgeordnetenhauses. Ab mögen und sehr viel Erfolg. W.S.
Foto: Staneczek

Das neue Bezirksamt
In der Annahme, daß sich das neue Bezirksamt Treptow-Köpenick bis dahin konstituiert hat, nahm die Volkshochschule bereits für den 7. November dessen Vorstellung als „Politischer Dämmerschoppen“ in ihr Programm auf. Ab 18.30 Uhr erwartet man, daß sich im „Alten Ballsaal“ des Friedrichshagener Bräustübl (Müggelseedamm 164) Bürgermeisterin und Stadträte nicht nur vorstellen, sondern auch bereits ihre Ziele erläutern und Fragen interessierter Gäste beantworten. W.W.

Sprechstunde
Am 14. November findet von 15-18 Uhr die nächste Sprechstunde des Bundestagsabgeordneten Dr. Gregor Gysi in seinem Wahlkreisbüro Brückenstraße 28 (Niederschöneweide) statt (Anmeldung unter 63 22 43 57 erbeten). Die Sprechstunden von Bezirksbürgermeisterin Gabriele Schöttler und den Bezirksstadträten können hier erst ab Dezember mitgeteilt werden.

Veränderungen für Hartz IV-Empfänger
Ab 1. August 2006 sind mit dem Fortentwicklungsgesetz der Grundsicherung für Arbeitsuchende im SGB II + III eine Reihe von Veränderungen eingetreten. In einer Veranstaltung am 8. November ab 10 Uhr soll im Rathaus Treptow (Neue Krugallee 4), Raum 217, erläutert werden „Was ist neu und welche Veränderungen gibt es?“ Vorgesehene Themen sind: • Bedarfsgemeinschaft Wer gehört dazu? • Vermögensfreibetrag Neue Akzente bei der Ausgestaltung des Schonvermögens zugunsten der Altersvorsorge • Aufenthalt in Frauenzufluchtswohnung - wer trägt die Kosten? • Förderrechtliche Änderungen ab 1.8.2006 • Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit • Gibt es spezielle Fördermaßnahmen für Frauen? Die Veranstalterinnen freuen sich auf weitere Fragen und eine angeregte Diskussion und empfehlen allen, die sich in einem Zusatzjob befinden, um Freistellung für die Veranstaltung zu bitten! Gleichstellungsbeauftragte Christiane Hartmann-Kraatz (Tel. 6172-2309), Doris Meyer, Agentur für Arbeit Berlin Süd (Tel. 5555 77 2596), Beatrice Rahn, Jobcenter Treptow-Köpenick (Tel. 5555 75 6090), Projektmanagerin Rosel Schmidt (Tel. 6780 79 14)

„Zeit und Ewigkeit“
HU-Präsident predigt in Adlershof
Der seit dem 1. Januar 2006 amtierende Präsident der Berliner Humboldt - Universität, Prof. Dr. Christoph Markschies (s. AZ Nr. 141), wird als ein Zeichen der Zusammengehörigkeit der beiden Teile Adlershofs am 19. November im Gottesdienst ab 10 Uhr in der Verklärungskirche (Arndtstr. 11-15) sprechen. Wie wir vorab erfahren konnten, hat der Inhaber des Lehrstuhls für Ältere Kirchengeschichte das Thema „Zeit und Ewigkeit“ für seine Predigt am Volkstrauertag gewählt. Sicher ist das ein Thema, das auch für Nichtchristen von Interesse ist. W.S.

PRIEPKE
030 / 670 20 20
Abschied mit Liebe . . .

BESTATTUNGSHAUS

Hackenbergstraße 12 Berlin-Adlershof / Am Friedhof

TAG & NACHT

November 2006

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Wahre Werte
Das Jahr 2006 neigt sich dem Ende zu. In Wirtschaft, Politik und im öffentlichen Leben wird Bilanz gezogen. Aber auch im ganz privaten Bereich wird man zum größten Teil zurückblicken und sich die Frage stellen: „Was hat dir das Jahr 2006 gebracht, was hast du erreicht?“ Wer kann bei diesem Rückblick schon auf spektakuläre Erfolge verweisen oder auf Gewinne, die sich positiv auf das Bankkonto auswirkten? Die wenigsten Menschen! Für viele hat sich die wirtschaftliche Situation sogar verschlechtert. Doch nicht alle Erfolge und nicht jeder Gewinn lassen sich mit Zahlen belegen. Ob man am Ende von Gewinn oder Verlust spricht, hängt maßgeblich von der Sicht der Dinge und den Lebensverhältnissen ab. Vom griechischen Reeder Aristoteles Onassis stammt der Ausspruch: „Ein reicher Mann ist oft nur ein armer Mann mit sehr viel Geld.“ Auch Jesus Christus sprach im Gleichnis vom reichen Kornbauern von einem armen Reichen: „Es war ein reicher Mensch, dessen Feld hatte gut getragen. Und er dachte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun? Ich habe nichts, wohin ich meine Früchte sammle. Und sprach: Das will ich tun: ich will meine Scheunen abbrechen und größere bauen, und will darin sammeln all mein Korn und meine Vorräte und will sagen zu meiner Seele: Liebe Seele, du hast einen großen Vorrat für viele Jahre; habe nun Ruhe, iß, trink und habe guten Mut! Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr! Diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern; und wem wird dann gehören, was du angehäuft hast? So geht es dem, der sich Schätze sammelt und ist nicht reich bei Gott“ (Lukas 12, 16-21). Niemand mag das mißverstehen. In diesem Gleichnis wird nicht der Gedanke verurteilt, sich einen Vorrat anzulegen und sich dann zur Ruhe zu setzen. Nein, Jesus Christus bezeichnet diesen Mann als Narr, weil er nur vergängliche Reichtümer angehäuft hatte und mit leeren Händen vor Gott stand. Er hatte versäumt, sich Schätze zu sammeln, die nie ihren Wert verlieren. Der Psychoanalytiker Erich Fromm mußte feststellen: „Nicht wer viel besitzt, ist reich, sondern wer viel gibt.“ Aus diesem Blickwinkel Bilanz zu ziehen bedeutet, die wahren Werte des Lebens zu erkennen. In den Sprüchen Salomos finden wir manchen Maßstab dafür. „Besser wenig mit der Furcht des Herrn als ein großer Schatz, bei dem Unruhe ist. Besser ein Gericht Kraut mit Liebe als ein gemästeter Ochse mit Haß. Ein zorniger Mann richtet Zank an; ein Geduldiger aber stillt den Streit.“ Wie viel Geduld haben wir mit unserem Nächsten, wie viel Liebe bringen wir ihm entgegen? Das Paradoxe daran ist: Je mehr wir davon geben, desto größer wird unser innerer Reichtum. Um vor Gott nicht mit leeren Händen zu stehen, genügt es nicht allein, auf gute Werke verweisen zu können. Unvergängliche Schätze liegen im Wort Gottes. Darum sagte Jesus Christus. „Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben.“ Dietmar Przybylka Neuapostolische Kirche

Kirchliche Termine im Monat November
In der Verklärungskirche (Arndtstr.) kommt die Gemeinde sonntags um 10 Uhr zum Gottesdienst zusammen. Am 12.11. wird um 10 Uhr in der Pfarrkirche Altglienicke die diesjährige Friedensdekade eröffnet (in Adlershof ist kein Gottesdienst). Am 19.11. predigt um 10 Uhr in Adlershof Prof. Dr. Markschies, der Präsident der HumboldtUniversität (s.S. 4). Im Gemeinderaum Arndtstr. 12 trifft sich der Besuchsdienstkreis am 17.11. um 14 Uhr und der Frauenkreis um 15 Uhr. Zum Haus-Gesprächskreis am 17.11. kann man sich bei Familie Prinzler (Tel. 67 19 80 00), zur Christenlehre, zum Konfirmanden- und dem Erwachsenenunterricht bei Pfarrerin Quien (677 47 41), zu den Chorproben bei Kantorin Schlegel (677 46 55) sowie zum Jugendtreff (CVJM) in der Remise bei Magdalena Prinzler unter 67 19 80 00 informieren. In der Christus König Kirche (Nipkowstr.) trifft sich die Gemeinde sonntags um 11 Uhr und samstags um 18 Uhr zur Heiligen Messe, zudem am 1.11. (Allerheiligen) und 2.11. (Allerseelen) um 19 Uhr. Die Gräbersegnung auf unserem Friedhof beginnt am 5.11. um 14.30 Uhr. Beim „Kindersonntag“ am 12.11. treffen sich die Kinder vor dem Gottesdienst um 10.30 Uhr und bleiben auch nach dem Gottesdienst noch beisammen. Das Patronatsfest Christus König am 25.11. beginnt um 11 Uhr mit einer Hl. Messe und endet um 17 Uhr mit einer Vesper. Meditationen mit und bei Frau Waury (Florian-Geyer-Straße 52, Tel. 677 39 00) beginnen am 20.11. um 18 Uhr. Zu den „meditativen und traditionellen Kreistänzen“ trifft man sich am 30.11. um 19.30 Uhr im Pfarrheim (Info bei Frau Schneegans, Tel. 033762/81880). Die Freie evangelische Gemeinde feiert sonntags in der „Schwedenkirche“ (Handjerystr. 29/31) jeweils um 10 Uhr Gottesdienst, am 12.11. mit einem Familiengottesdienst. Die Senioren treffen sich am 15.11. um 14.30 Uhr, dabei geht es neben interessanten Gesprächen, einem Kreativteil, Kaffee und Kuchen um die Frage: „Was bleibt wenn wir gehen müssen?“ Der ökumenische Gottesdienst zum Buß- und Bettag am 22.11. um 19 Uhr findet in diesem Jahr in der Schwedenkirche statt. Die Bibelgesprächskreise beginnen dienstags um 16.30 Uhr und 14tägig um 19.30 Uhr. Freitags ist regelmäßig um 16 Uhr Kinder- bzw. Singetreff für Mädchen und Jungen ab 4 Jahren, um 17.15 Uhr der Glaubensgrundkurs für Teenager und um 18.30 Uhr Teentreff „MotK Master of the Keller“. Samstag trifft sich um 18 Uhr die Jugend „Fisherman’s Friends“. Weitere Infos unter Tel. 677 56 65 oder www.lebewertvoll.de

Gospelkonzert in der Verklärungskirche
Der Jugendgospelchor Adlershof lädt zu einem Konzert am 11.11. um 19.30 Uhr in die Verklärungskirche (Arndtstr.) ein. Am Vorabend des Beginns der diesjährigen Friedensdekade erklingen Spirituals, Gospels aus alter und neuer Zeit sowie african songs. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. B.S.

Kinder treffen sich zum Martinsfest
Wie in den vergangenen Jahren treffen sich Kinder mit oder ohne Eltern zum Martinsfest am 10.11. um 16.30 Uhr zuerst in der Christus König Kirche (Nipkowstr.). Mit ihren Laternen ziehen sie dann in den Park der Verklärungskirche, um dort am Lagerfeuer gemeinsam zu singen und die Brezeln zu teilen. W.W.

Benefizkonzerte in der Hofkirche
Der Förderkreis „Hilfe für strahlengeschädigte belorussische Kinder“ lädt zu Benefizkonzerten in die Hofkirche Köpenick (Bahnhofstraße 9) ein. Am 11. November um 19 Uhr stellen der Liedermacher Dr. Karl-Heinz Bomberg (Jg. 55) und Band ihre neue CD „Hoffnung“ vor. Mit sanfter Stimme und Vernunft verschaffen sie sich Gehör und singen in leisen Tönen von den kleinen und großen menschlichen Schwächen und Stärken. Statt Eintrittskarten zu verkaufen werden Spenden zugunsten des Förderkreises erbeten. Wie im Vorjahr unterstützt der Jazzchor der Joseph-SchmidtMusikschule erneut die Arbeit des Fördervereins mit einem Konzert am 3. Dezember in der Hofkirche. In Adlershof wird der Förderkreis dankenswerter Weise durch die Kollekte beim ökumenischen Gottesdienst in der „Schwedenkirche“ zum Buß- und Bettag am 22. November um 19 Uhr unterstützt. Rose Braun

BESTATTUNGEN
seit 1882

Kiefholzstraße 249 • 12437 Berlin Telefon 532 83 35 • 532 82 08 Telefax 53 00 79 09

Hackenbergstraße 20 • 12489 Berlin Telefon 677 54 43 Telefax 67 89 29 39

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Die Ästhetik aus Dogma und Freiheit funktioniert – aber nur bei Horst Bartnig
Es ist etwas Besonderes mit den runden Geburtstagen. Die haben mit Zahlen zu tun, mit Verläufen oder mit Abweichungen, Brüchen mitunter - mit Abgeschlossenem, Erreichtem oder Neuanfängen. Und sie tragen Farben in sich. Im besten Falle folgt aus der Vielzahl der scheinbar unlogischen Folgen von Zufällen ein sinnlicher Logarithmus, der Leben meint. Horst Bartnig (Jg. 1936, s. AZ Nr. 93) hat sich und uns daraus ein Bild gemacht. Dem Künstler und Menschen ist das, was man Klarheit nennt, Lebenselixier. Er treibt sein ernsthaftes Spiel damit jeden Tag aufs Neue mit einer Präzision, einer Frische und einer Liebe, um die wir ihn neidlos bewundern. Und so stehen wir alle da, wollen Dir gratulieren, von Herzen sogar: die Künstler, die Mitstreiter und Freunde und alle Skeptiker und die, die es immer schon wußten ... und die, deren Nerv Du einfach triffst. Der Fachbereich Kultur Treptow-Köpenick teilt diesen Tenor und nicht allein, weil der Meister in diesem Teil der Welt wirkt, sondern weil er die junge Welt in sich hat. So oder so. Petra Hornung

Anna-Seghers-Gesellschaft lädt ein
Am 16. November stellt ab 19 Uhr im Rahmen der jährlichen Veranstaltung „Geburtstagsgruß für Anna Seghers“ Wilhelm von Sternburg seine Biographie „Die Legende vom Dichter Joseph Roth“ (1984-1939) in der StefanHeym-Bibliothek (Dörpfeldstr.56) vor. Von dem Autor stammen bedeutende Biographien und historische Darstellungen, so über Arnold Zweig, Lion Feuchtwanger, Erich Maria Remarque oder Carl von Ossietzky. In der Anna-Seghers-Gedenkstätte (Anna-Seghers-Straße 81) präsentiert am 23. November ab 18 Uhr Christel Berger ihr soeben erschienenes Buch „Friedrich Wolf 1953. Eine unvollständige Biographie rückwärts“. Für beide Veranstaltungen wird kein Eintritt erhoben. W.S.

Casablanca
Ihr Kino in Adlershof

Filmhighlights für 3,- € (Immer Mittwoch, gegen 19 Uhr)
1. November „Ab durch die Hecke“ 8. November „Das Leben der Anderen“ 15. November „Garfield 2“ 22. November „Bandidas“ 29. November „Cars“

„Die Hose“ wieder im Programm
„Die Hose“ feiert am 1. November um 15 Uhr im Stadttheater Cöpenick, Friedrichshagener Str. 9, ihre Wiederaufnahme-Premiere. So wie hier wird diese Komödie von Carl Sternheim nirgendwo gespielt: Das Wohnzimmer ist eine Zirkusarena, der Beamte ein Clown, seine Ehefrau eine Seiltänzerin. Zwei Liebhaber fallen ins Haus und sind doch keine Männer. Aber natürlich geht es auch um die Hose, die Luise beim Besuch der königlichen Parade verliert. Ein Skandal ohnegleichen! Zu erleben am 3., 4. und 10.11. ab 20 Uhr sowie am 8.11. ab 15 Uhr. Beim Theater-Brunch am 19. November geben sich von 11 bis 15 Uhr unter dem Motto „Rex und Hopp“ Preußenkönig Friedrich II. und der legendäre Müller von Sanssouci die Ehre. Für die Sonnabend-Vorstellungen stehen Gastspiel-Abende mit viel Berliner „Herz und Schnauze“ auf dem Programm. Telefonische Reservierung unter 70 71 72 52 oder 65 01 62 34. Infos: www.stadttheatercoepenick.de.

Demnächst
• Deutschland:

Ein Sommermärchen
• Black Dahlia • Der Teufel trägt • Emmas Glück • Eine unbequeme • Science of Sleep

Prada Wahrheit

Für weitere Informationen einfach anrufen

677 57 52
oder vorbeischauen

Friedenstraße 12/13 12489 Berlin www.casablanca-berlin.de

Da lag Musike drin
Zu einer Reise durch 66 Jahre Musik mit Kammersänger Reiner Süß wird am 18. November um 19 Uhr in die Gaststätte „Blattlaus“ in der KGA „Am Adlergestell“, Neltestraße 19d, eingeladen. Die Moderation der Veranstaltung hat Michael Niekammer von Antenne Brandenburg übernommen. Karten können ab sofort unter Tel.671 42 41 bestellt werden. W.S.

Foto: Stadttheater Cöpenick

„fastFaust“ im November auf dem Spielplan
Der „fastFaust“ (Foto) – frei nach Goethe – steht für die Abendveranstaltungen auf dem November-Spielplan des Schlossplatztheaters in Alt-Köpenick 31-33. In den Vormittagsveranstaltungen können kleine und große Zuschauer das phantasievolle musikalische Spektakel „Mozart und die Zauberflöte“ erleben. Am 1.12. hat um 20 Uhr „Zum Teufel“ Premiere. Das beliebte russische Volksmärchen vom Popen und seinem Knecht Balda wurde von Alexander Puschkin in Verse gefaßt und von Dimitri Schostakowitsch, dessen Geburtstag sich am 25.9. zum 100. Male jährte, vertont. Vorbestellungen und weitere Informationen unter Tel. 6516516, Fax 6514089, Mail: info@schlossplatztheater.de oder unter www.schlossplatztheater.de im Internet.

Film über Charlotte
Eine Wiederbegegnung mit Charlotte von Mahlsdorf ermöglicht am 21. November der gleichnamige Film, der ab 19 Uhr im Haus des Kulturbundes Treptow, Ernststraße 14/16, gezeigt wird. Martin Claus, freischaffendender Grafiker und Fotograf, nimmt die Zuschauer mit in das alte Gutshaus, in dem Charlotte ein einzigartiges Museum eingerichtet hat.

Foto: Marcus Lieberenz

Wechselnde Speisekarte mit selbstgemachten Pastas und Steinofenpizzas Platz der Befreiung 1 Tel.: 66 77 58 20 Täglich 16 00 - 24 00 Uhr 12489 Berlin-Adlershof Fax: 66 77 58 19 Sa/So 1130 - 24 00 Uhr

Heinz Weiß Glasermeister Hackenbergstraße 5 12489 Berlin-Adlershof Tel.: (030) 612 51 38 Fax: (030) 611 70 17

Glaserei

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Bildereinrahmungen • Spiegel Neu- und Reparaturverglasungen

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„Schere-Stein-Papier“ ab 17. November in der Galerie
Nachdem bis zum 7.11. in der Galerie in der Alten Schule in der Ausstellung „Drei vor Ort“ Arbeiten von drei im Bezirk ansässigen Künstlern betrachtet werden können, folgt ab 17. November „Schere-Stein-Papier“. Die „verspielte Jahresendausstellung ist wie ein Künstlerfest mit Tafelbildern, Aquarellen, Gouachen, Fotografien und Kleinplastiken von ca. 40 Künstlern aus Berlin und Umgebung.“ In einer sehr abwechslungsreichen, farbigen Ausstellung werden u.a. Arbeiten von Hans Vent, Michael Augustinski, Gudrun Kühne, Werner Stötzer und Kerstin Seltmann gezeigt. Zur Ausstellungseröffnung um 20 Uhr spielt die „Sonntags-Big-Band“ aus Treptow-Köpenick. Die Öffnungszeiten der Galerie sind: Di, Mi, Do 12-19 Uhr, Fr 12-17 Uhr und Sa 15-19 Uhr. Sie ist So/Mo und an gesetzlichen Feiertagen geschlossen. Im Café („Seniorentreff“) in der „Alten Schule“ zeigen im November die Freunde der Wachsmalerei wieder einmal ihre Werke in einer „Faszination der Farben“. Das Café ist werktags von 10 bis 17 Uhr zugänglich. Im „Bürgersaal“ präsentieren im November der Adlershofer Hans-Helmut Müller (Jg. 30; s. AZ Nr. 29) und seine Schüler Pastelle und Aquarelle. Die Bilder können zu den Essenszeiten sowie nach Vereinbarung (Tel. 67 77 68 11) besichtigt werden. W.S.

29. November, 19.30 Uhr, Bürgersaal des Kulturzentrums Alte Schule:

„Adlershofer Buchpremiere“
mit Erika Rosenberg
Die in Buenos Aires lebende Autorin ist Herausgeberin der beiden Biographien „Ich, Emilie Schindler – Erinnerungen einer Unbeugsamen“ und „Ich, Oskar Schindler – persönliche Aufzeichnungen, Briefe und Dokumente“ (F. A.Herbig Verlag München). Neben der Buchpräsentation durch die Biographin sind auch seltene Dokumente aus dem Nachlass der Schindlers zu sehen, darunter das Original der legendären Liste Schindlers zur Rettung von über 1000 Juden, die Steven Spielberg zum Ausgangspunkt seines Film „Schindlers Liste“ machte.

Moderation: Dr. Hans Erxleben
Eine Kooperationsveranstaltung des Kulturzentrums Alte Schule und des Adlershofer Bürgervereins. Eintritt 4,- €, ermäßigt 3,- €.

Uwe-Johnson-Preis für Joochen Laabs
Der großartige Erzähler und Lyriker Joochen Laabs (Jg. 37) hat am 30. September für seinen Roman „Späte Reise“ den UweJohnson-Preis bekommen. Seit vielen Jahren ist er mit seiner Familie Einwohner Adlershofs und schon deshalb können wir uns mit ihm über diese verdiente Auszeichnung freuen. Sein Roman, der im Frühjahr im Steindl Verlag Göttingen erschien, ist ein Wende-Roman im eigentlichen Sinne und ein großer literarischer Wurf. Im ersten Quartal 2007 wird der Autor in der Stefan-Heym-Bibliothek daraus lesen, nachdem er ihn bereits im April in der Anna-SeghersGedenkstätte vorgestellt hat. Von Joochen Laabs wurde im Herbst 1989 sein bis dahin bestes Buch „Der Schattenfänger. Roman eines Irrtums“ veröffentlicht. Leider ging er in den Umbrüchen und Verwerfungen jener Zeit so gut wie unter. In den 90er Jahren engagierte sich Joochen Laabs als Generalsekretär des PEN mit viel Energie für die Vereinigung der beiden deutschen Zentren. Er ist einer der Stillen seiner Zunft. Um seine Person hat er nie viel Aufhebens gemacht. Er ist ein Schriftsteller, der seit nahezu vier Jahrzehnten in Lyrik und Prosa eine Menge zur deutschen Gegenwartsliteratur beisteuert. Nicht immer hat er dafür die Aufmerksamkeit gefunden, die sein Werk verdient. Sehr viel konkrete Lebenserfahrung geht in seine Bücher ein – in ihnen wird man einmal nachlesen können, wie man in der DDR lebte und aufbegehrte, lachte und weinte. Zugleich erheben sich die phantasievollen Geschichten des Schriftstellers auf kraftvollen erzählerischen Schwingen über die eigene Existenz, gehen auf Reisen in ferne Weltgegenden und literarische Epochen. So auch in „Späte Reise“, wo einer von den USA aus einen Blick zurück auf die deutschen Verhältnisse wirft, mitten in den Wirren der WendeZeit. Herzliche Gratulation zum Uwe-Johnson-Preis! Dr. Monika Melchert

Neueste Bücher über Musik gespendet

Foto: Staneczek

Von dem Adlershofer Musikwissenschaftler Prof. Lukas Richter (s. AZ Nr. 66 + 79) sind nach seinem Tod im September 2000 noch mehrere Werke erschienen. Seine Witwe Christa Richter (re.) hat jetzt je ein druckfrisches Exemplar der dreibändigen Ausgabe über „Momente der Musikgeschichte“ sowie der „Geschichte der Musiktheorie“ und von „Der Berliner Gassenhauer“ Anne Liersch (Leiterin der Stefan-HeymBibliothek) kostenfrei übergeben und damit den hiesigen Literaturbestand zur Musiktheorie erheblich erweitert. Nun denkt sie darüber nach, auch noch Teile der Bibliothek von Prof. Richter zur Verfügung zu stellen. Vielen Dank dafür! W.S.

Was läuft im November in der
Täglich geöffnet
Mittwoch Ruhetag
Großer Preisskat am 3. November und 1. Dezember, ab 18 Uhr Start in die Faschingssaison mit Schlachtefest und Live-Musik am Freitag, dem 11. November, ab 19 Uhr
(ohne Kostümierung, Vorbestellung erbeten!)

Da lag Musike drin
mit Kammersänger Reiner Süß

am Samstag, dem 18. November, 19 Uhr
(Vorbestellung erbeten!) Ständige Sonderangebote: Grillhaxe + ein Schwarzbier (montags 9,00 €) Vorweihnachtliche Schlemmereien zu zweit und nur einer muß bezahlen Eisbein + ein Pilsner (donnerstags 7,90 €) am Dienstag, dem 21. November, ab 18 Uhr ab 11.11. Martinsgans (mit Vorbestellung!)

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Nr. 151

Fotos aus den 60er Jahren: Der Tankwagen konnte 7.000 Liter Sprit transportieren. Der Kohlenplatz und im Hintergrund das Apparatehaus

100 Jahre Spiritus in Adlershof
Von Kahlbaums Spritfabrik zum VEB Bärensiegel und dem AHK Adlershof (Teil I)
Vor 100 Jahren wurde die bunte Palette der ein gutes Dutzend zählenden Adlershofer Fabriken um einen weiteren Tupfer ergänzt. Zu Unternehmen für die Herstellung von Filzen, Metallwaren, elektrischen Drähten, Küchenmöbeln, Emailleschildern, Mineralwasser und Likören gesellte sich 1906 unter der Adresse Glienicker Weg 1 (am Adlergestell) die C.A.F. Kahlbaum Spritfabrik GmbH. Der Name erinnert an die Chemische Fabrik C.A.F. Kahlbaum, die 1882 begann, sich auf dem daneben gelegenen wesentlich größeren Gelände niederzulassen. Alles begann 1818, als Carl August Ferdinand Kahlbaum (1794-1872) in der Berliner Münzstraße 19 eine Spritdestillation, genauer eine „Spritreinigungsanstalt und Likörfabrik“ eröffnete. Der Bedarf an reinem Alkohol (Äthylalkohol, Äthanol) war seit Ende des 18. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der Herausbildung der chemischen Industrie enorm gestiegen. Spiritus wurde nicht mehr vorzugsweise für die Herstellung von Trinkbranntwein, sondern mehr und mehr als Lösungsmittel sowie für chemische Synthesen und als Energielieferant benötigt. Auf Ratschlag des befreundeten Chemikers Prof. August Wilhelm von Hoffmann begann Kahlbaum 1869 bei der Destillation als Abprodukte anfallende Fuselöle für immer dringender benötigte Chemikalien zu verwerten. 1871/72 gründete Sohn August Wilhelm (1822-1884 in Adlershof) in der Schlesischen Straße 13/14 ein Werk für Chemische Alkoholpräparate, später in Fabrik für Laboratoriumspräparate umbenannt. 1882 begann Enkel Carl August Ferdinand Johannes (1851-1909 in Adlershof) den Umzug der Chemischen Fabrik nach Adlershof an den Glienicker Weg, der 1890 abgeschlossen war. In Berlin verblieben die Spritfabrik und die Likörfabrik von C.A.F. Kahlbaum. Alle drei Fabriken befanden sich im Besitz der C.A.F. Kahlbaum Aktiengesellschaft GmbH von Johannes Kahlbaum. Nach der Entscheidung, die Spritfabrik nach Adlershof zu überführen, wurde 1903 begonnen, hier eine neue, große Fabrikanlage zu errichten. Es entstanden „rote Klinkerverblendbauten in historisierenden Formen“ (Bauund Kunstdenkmale in der DDR, Hauptstadt Berlin II, S. 407). Besonders beeindruckt das viergeschossige Produktionsgebäude, zur Aufnahme der DestillationsKolonnen, mit seinen beiden „in die westliche Schmalfront eingefügten quadratischen Treppentürmen“, die in Staffelgiebel und Zeltdächer münden. Südlich, am Adlergestell, befand sich eine große Lagerhalle. (Heute steht die beeindruckende Anlage unter Denkmalschutz; das Hauptgebäude ist durch Vandalismus arg ramponiert.) 1905/1906 zog die C.A.F. Spritfabrik GmbH nach Adlershof, wo sie wie die chemische Fabrik von Johannes Kahlbaum „zu außerordentlicher Leistungsfähigkeit ausgebaut“ wurde. Eine weitere Spritfabrik befand sich in Lichtenberg. 1919 begannen Verhandlungen über den Verkauf der Spritfabrik an die Reichsmonopolverwaltung für Branntwein. Am 9. Juni 1920 kam es zu einem Pachtvertrag zwischen der Monopolverwaltung zu Berlin und der C.A.F. Kahlbaum Aktiengesellschaft GmbH. Die Adlershofer und die Lichtenberger Spritfabrik wurden gegen einen Pachtzins von 700.000 M „unter Verzicht aller bisherigen Rechte für 1920 bis 1930 an die Monopolverwaltung verpachtet“. Das Kaufangebot ab 1930 betrug 7 Mio M. Es begann ein neuer Abschnitt der Adlershofer Spritfabrik: der Übergang vom Privatunternehmen zur staatlichen Institution. Was hatte es mit der Monopolverwaltung auf sich? Das Bedürfnis in deutschen Landen auf Branntwein Abgaben zu erheben, ist urkundlich erstmals 1507 als „Bornewyn-Zins“ der Stadt Nordhausen nachweisbar. 1887 beschloß der Reichstag ein Branntweinsteuergesetz, mit dem auch die Erfassung des in Brennereien erzeugten Branntweins verbunden

Nennenswerte Kriegsschäden seien kaum vorhanden, besagt der Bericht des Bauamtes der Adlershofer Bürgermeisterei vom Oktober 1945

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größten Exportbetriebe, der Primasprit sogar in die BRD ausführte. Diese Leistungen wurden trotz großer Schwankungen bei der Anlieferung des Rohalkohols (wegen geringer Transportkapazitäten und fehlender Arbeitskräfte) erbracht. Viele Überstunden mußten für das Be- und Entladen der Waggons geleistet werden. Handwerker wurden in der Rektifikation eingesetzt, um die Produktionsziele zu sichern, und konnten dringende Werterhaltungen nicht durchführen. 1961 betrug der Durchschnittslohn pro Jahr 5.571 M, er war auf 110,8% (der Stundenlohn von Frau Haube von 1,65 auf 1,80 M), die Arbeitsproduktivität jedoch nur auf 106,9% gestiegen ein ökonomisches Mißverhältnis. 1965 legte man den VEB Spiritus Adlershof mit dem VEB Kahlbaum Bärensiegel in der Lichtenberger Josef-Orlopp-Straße zusammen. Dazu gehörten die Werke I Kornbrennerei, II Spritrektifikation Adlershof, III Kornbrennerei Hohenschönhausen und IV Branntwein Vertriebslager-Obstkellerei-Fruchtsaftgetränke Neuruppin. Rudi Hinte wird fortgesetzt

Briefkopf des VEB Spiritus Adlershof aus den 60er Jahren

Illustrationen: Archiv Hinte; Plankammer Bezirk Treptow; Haube

war. Die im 1. Weltkrieg vorgenommene Bewirtschaftung durch eine Reichsbranntweinstelle bahnte den Weg zum Monopol, das mit dem noch vom Kaiser Wilhelm II. vorbereiteten „Gesetz über das Branntweinmonopol“ (er brauchte Geld für den Krieg) zum 1. Oktober 1919 erstmals im Deutschen Reich eingeführt wurde. Die Ausübung des Monopols oblag einer Reichsmonopolverwaltung für Branntwein mit Sitz in Berlin. An sie mußte der im Inland hergestellte Branntwein geliefert werden, sie war allein befugt Branntwein einzuführen (von Ausnahmen abgesehen), sie hatte den Alkohol zu reinigen und zu verkaufen. Die Monopolverwaltung durfte auch Alkohol aus besonderen Rohstoffen herstellen, wie aus Holz oder Kalziumkarbid. Für die Lagerung des angelieferten Alkohols und seine Verwertung sowie dessen Verkauf war ein großes Netz von Lagern, Destillationsanlagen und Verwaltungsstellen, nebst zugehörigen Fuhrparks und Werkstätten erforderlich. Hierzu gehörte auch die hiesige Dienststelle der Monopolverwaltung, die sich „Verwertungsstelle Adlershof“ nannte. Nach der Befreiung 1945 wurde die Adlershofer Spritfabrik zunächst von der Roten Armee besetzt und verwaltet. „Nennenswerte Kriegsschäden (sind) kaum vorhanden“, besagt ein Bericht des Bauamtes der Adlershofer Bürgermeisterei vom Oktober 1945. Mit Befehl Nr. 36 der SMAD vom 25.8.1945 wurde für die Sowjetische Besatzungszone eine „Spiritus-Inspektion“ gebildet und der Zentralen Finanzverwaltung unterstellt. Der Aufbau war an den der früheren Monopolverwaltung angelehnt. Die ehemalige Verwertungsstelle Adlershof gehörte nun zur „Spiritus-In-

spektion (Direktion) Berlin“. Am 4. August 1948 beantragten die damaligen Chefs der Adlershofer Verwertungsstelle Kienast und Steinbach eine Baugenehmigung für den Neuaufbau des 1947 abgetragenen Schornsteins der Glühofenanlage, um die frühere Filtrationsanlage wieder instand setzen zu können. Dazu gab es die ausdrückliche Weisung und eine Materialzusage der SMAD, Abt. Handel und Versorgung in Karlshorst. 1950 erfolgte die Umbenennung in „VVB Spiritus ZentraleSpiritus Inspektion“, die hiesige Verwertungsstelle wurde zum „VEB Spiritus Adlershof“. 1955 wurde in der DDR das Branntweinmonopol abgeschafft. (In der BRD blieb es im Wesentlichen als „Finanzmonopol“ nach Artikel 105 des Grundgesetzes erhalten. Sitz der Bundesmonopolverwaltung für Branntwein wurde Offenbach am Main.) Zum VEB Spiritus Adlershof gehörten das Verkaufslager in der Lichtenberger Rittergutstraße (später Josef-Orlopp-Straße 39) sowie eine Lehrbrennerei. In einem Bericht des Rates des Stadtbezirks Treptow für 1956 wurden 127 Beschäftigte, davon 64 Produktionsarbeiter, aufgeführt. Die Bruttoproduktion betrug 21 Mio M. In den 60er Jahren lief die Arbeit des VEB Spiritus auf vollen Touren. Der Betrieb kaufte den Rohalkohol von landwirtschaftlichen Rohbrennereien in den Bezirken Frankfurt/Oder, Potsdam und Neubrandenburg auf. Der Transport erfolgte bis Anfang der 60er Jahre mit Waggons auf dem über das Betriebsgelände laufende Schienennetz und wurde dann auf LKW umgestellt. Hierfür und den Transport der Fertigware stand ein eigener Fuhrpark mit 6 Tankfahrzeugen für je 7.000 Liter zur Ver-

fügung. Die Lagerung erfolgte in der Lagerhalle bzw. im betriebseigenen Auslieferungslager Krakow am See. Der Rohalkohol mit bis zu 60 Vol.% wurde in der Rektifikation (Gegenstromdestillation) in Produkte für die verschiedensten Verwendungszwecke umgewandelt: Primasprit für die Lebensmittel- und Pharmaindustrie, Sekundasprit für Pharmazie, Essigproduktion etc., Technischen Alkohol, Brennspiritus, unvollständig vergällten Branntwein und feinfiltrierten Sprit. Der Adlershofer Betrieb war Alleinhersteller von Alkohol/absolut, d.h. mit einem Reinheitsgrad von 99,6 Vol.%, der für medizinische oder technische Zwecke benötigt wird. Diese Reinigung wurde in einer speziellen Anlage, der „Absolution“ vorgenommen. Ein kleines, bereits 1950 eingerichtetes Labor unterstützte die Produktion. Die Abt. Einkauf und Absatz wickelte die Geschäfte ab, Handwerker und Heizer sicherten den Betriebsablauf. Für die Belegschaft standen eine Sanitätsstube sowie Küche und Kantine zur Verfügung. Es wurde im Schichtbetrieb auch sonnabends und sonntags gearbeitet. Zu jeder Schicht gehörten zwei Apparateführer, zwei Heizer und ein Schichtleiter. Auch Frauen waren als wichtige Apparateführer tätig, wie die Adlershoferin Margarete Haube (1960-69). Werkleiter war Willi Köhn, späterer Direktor des Getränkekombinats Berlin; als Stellvertreter arbeitete Herr Muhs. Zum BGLVorsitzenden wurde Herr Rudolph gewählt. Der Produktionsplan konnte beispielsweise 1961 mit 103,8 % übererfüllt werden; dem Bevölkerungsbedarf wurde zusätzlich Brennspiritus im Wert von 540.000 M zugeführt. Der Betrieb war im Bezirk Treptow einer der

Rudi Hinte

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Weitere Episoden und Details aus der Historie unseres Ortes sind in den Bänden I und II des „Adlershof“-Geschichtsbuches von Rudi Hinte nachzulesen. Beide Werke sind für 12,60 € bzw. 13,90 € im „Boulevardbuch“ am Marktplatz, im Geschenkeladen Heidi Gläser in den Marktpassagen sowie bei Lotto/Toto Cobel, Dörpfeldstraße 53, erhältlich.

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Nr. 151

„Seniorentreff lädt ein
Die regelmäßigen Veranstaltungen des „Seniorentreff in der Alten Schule“, Dörpfeldstraße 54, haben wir aktualisiert in AZ Nr. 141 mitgeteilt. Einige weitere Angebote wurden in AZ Nr. 143 + 145 offeriert. Auskünfte und bitte Anmeldungen zu Veranstaltungen (auch am Mittwoch) unter 67 89 28 86. Außerdem bietet das November-Programm: 1.11., 14.30 Uhr: Tanzveranstaltung mit „The Voices“ (2,50 €) 8.11., 14.00 Uhr: Kaffeenachmittag mit CD-Musik 15.11., 14.30 Uhr: Tanzveranstaltung (2,50 €) 22.11., 14.00 Uhr: Kaffeenachmittag mit CD-Musik 29.11., 14.00 Uhr: Kaffeenachmittag und Bastelmöglichkeiten 30.11., 15.00 Uhr: Kaffeestunde im Seniorentreff 16.00 Uhr: Kabarett „Berliner Putzteufel“ (2,50 € – s. unten)

Mit dem Seniorenbus im November unterwegs
1.11. Nach einem Restaurantbesuch fahren wir ins Theater am Kurfürstendamm. Dort wird um 16 Uhr das Stück „Der Gast“ aufgeführt. Sie werden zwischen 12 und 13 Uhr abgeholt. (Fahrtkosten: 15 € + 19 € pro Theaterkarte) 9.11. Einkaufsfahrt nach Polen. Zur Mittagszeit nehmen wir einen Imbiß auf dem Markt zu uns. (Fahrtkosten: 23 €) 13.11. Wir besuchen die Himmelspagode in Hohen Neuendorf – ein einzigartiges chinesisches Restaurant. Sie werden zwischen 10.30 und 11.30 Uhr abgeholt. (Fahrtkosten: 17 €) 21.11. Auf dem Spargelhof in Klaistow mit seinem großen Hofladen erwarten uns brandenburgische Spezialitäten. (Fahrtkosten: 20 €) 30.11. Ein Bummel über den Spandauer Weihnachtsmarkt versetzt uns in vorweihnachtliche Stimmung. Sie werden zwischen 11.30 und 13.30 Uhr abgeholt, um nach einem kurzen Aufenthalt in einem Café für den Ausflug gerüstet zu sein. Mit einer Lichterfahrt lassen wir den Tag ganz ruhig ausklingen. (Fahrtkosten: 15 €) Telefonisch anmelden können Sie sich montags bis freitags von 9-13 Uhr unter 6 25 10 19. Außerhalb dieser Zeiten sprechen Sie bitte Ihren Namen und Ihre Telefonnummer auf das Band. Nennen Sie uns den Ausflugstag und informieren Sie uns, ob Sie einen Rollstuhl oder Rollator mitnehmen müssen. Bitte daran denken, den Schwerbehindertenausweis oder andere Ausweise für Ermäßigungen in Einrichtungen dabei zu haben! Sie werden zu den Fahrten – wenn nicht anders angegeben – zwischen 8.30 und 9.30 Uhr abgeholt. Viel Spaß wünscht Ihnen Ihr VdK-Team.

Urlaubsleid und kesse Lippe ...
Das für den 26. Oktober angekündigte Kabarett-Programm im Kulturzentrum Alte Schule (Dörpfeldstraße 54) mußte leider verschoben werden. Nunmehr erscheint Stephan Weiß aus Köpenick mit Maria-Simone Amekor aus Freiburg als Duo „Die Berliner Putzteufel“ hier am 30. November, um ab 16 Uhr zu dokumentieren, wie man als Putzkolonne der Berliner Stadtreinigung alle Probleme dieser Republik (sogar zwischenmenschliche) „auf die Reihe kriegt“. Der Kartenvorverkauf (2,50 €) hat im „Seniorentreff“ bereits begonnen. W.W.

Seniorenball „Tausendundeine Nacht“
Am 23. November wird ab 17 Uhr zum Seniorenball ins Courtyard by Marriott Hotel Köpenick (Grünauer Str. 1) eingeladen. Die Gäste erwartet orientalische Musik und Tanz mit Helmut Haker & Band, Wahrsagen und andere kleine Gaukeleien. Für das leibliche Wohl sorgt ein reich gedecktes Büfett. Karten zum Preis von 15 € (erm. 12 €) sind in allen bezirkliche Seniorenfreizeitstätten und im Sozialamt, Hans-SchmidtStr. 18 (Adlershof), Zimmer 204, Mo und Di von 10 bis 12 Uhr (Tel. 6172-6135) erhältlich. W.W.

Was Leber und Galle gut tut
„Mein Gott, war das Essen köstlich!“ So oder so ähnlich haben Sie vielleicht auch schon geschwärmt. Doch nicht selten folgt die Strafe auf dem Fuß mit Völlegefühl und Magendrücken. Besonders nach dem Genuß üppiger Mahlzeiten haben Leber und Galle manchmal Probleme, die erforderlichen „Verdauungssäfte“ in genügender Menge bereitzustellen. Dann können pflanzliche verdauungsfördernde Kombinations-Präparate sehr hilfreich sein. Ihre Inhaltsstoffe regen die Gallenproduktion auf natürliche Weise an und unterstützen die Leberfunktion. Damit kommt die Verdauung in Schwung, und Sie fühlen sich rasch wieder wohl.

Spätherbst im Britzer Garten
Zugvögeln und Wintergästen an der Rudower Stadtgrenze gilt am 5.11. das Interesse. Mäusebussard, Habicht, Sperber, Lerchen, Ammern, Finken und vielleicht einige seltene Wintergäste hofft man anzutreffen (Treff: 8.50 Uhr, U-Bhf. Rudow). Zum Martinstag am 11.11. findet im Britzer Garten um 16 Uhr wieder ein Laternenumzug statt. Kinder ohne Laterne sind eingeladen, sich zuvor eine zu basteln (Treff: ab 12 Uhr im Freilandlabor). Die traditionellen Weihnachtsfarben Rot und Grün kommen aus der Natur und beleben die Winterzeit. Bei einem Spaziergang durch den Britzer Garten am 12.11. gilt die Aufmerksamkeit verschiedenen wintergrünen Gehölzen (Treff:12 Uhr, Freilandlabor). Den Geheimnissen von Kolkrabe, Nebelkrähe., Elster und anderen Rabenvögeln will man am 18.11. bei einem Streifzug durch den Britzer Garten mit Eltern und Kindern ab 6 Jahren auf die Spur kommen (Treff: 11 Uhr, Freilandlabor; telefonische Anmeldung unter 75 60 30 00). Die aus Nordund Nordosteuropa eingeflogenen gefiederten Gäste wie Bergfinken, Birken- und Erlenzeisige sowie einzelne Sperber stehen am 26.11. im Mittelpunkt (Treff: 9 Uhr; Parkeingang Buckower Damm). Die Ausstellung „Fichte, Tanne, Kiefer – immergrüne Sträucher und Bäume“ im Ausstellungspavillon kann Do-So 12-15 Uhr besucht werden. Für den naturgemäßen Obstbaumschnitt sind diverse theoretische und praktische Tips am 3. + 5.11. sowie am 11./12.11. in Volkshochschulkursen zu erwerben. Hierzu wie zu allen anderen Ereignissen erhält man werktags von 9 bis 16 Uhr Informationen unter 703 30 20 ebenso wie die Möglichkeit zur Anmeldung zu den Veranstaltungen. W.W.

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Bau des Flughafens als Chance für den Bezirk begreifen
Bei der Mitgliederversammlung des Wirtschaftskreises TreptowKöpenick e.V. am 10. Oktober wurde der Vorstand der Interessenvertretung der Unternehmer, Freiberufler und Selbstständigen bestätigt. „Wir müssen in den kommenden Jahren vor allem den Bau des Flughafens als Chance für den Bezirk begreifen. Als Wirtschaftskreis werden wir die Politik im Bezirk und im Land Berlin daran erinnern, dass Treptow-Köpenick künftig das Tor der Hauptstadt sein wird,“ erklärte Prof. Dr. Wolfgang Lausch, Vorstandsvorsitzender des Wirtschaftskreises zu den künftigen Aufgaben. Der Wirtschaftskreis TreptowKöpenick wurde 1991 gegründet und vertritt heute rund 150 Unternehmen mit mehr als 22.000 Beschäftigten. Im letzten Jahr konnten mehr als 50 neue Mitglieder im Verband begrüßt werden.

Größtes Flugzeug der Welt erstmals in Schönefeld
Das größte Flugzeug der Welt landete am 27. September erstmals in Schönefeld. Die sechsstrahlige Frachtmaschine vom Typ Antonov An-225 „Mriya“ nahm 174 Tonnen Fracht für China an Bord. Der Jungfernflug der An-225 erfolgte im Dezember 1988. Ursprünglich zum Transport der russischen Raumfähre Buran gebaut, wurde die Maschine 1994 nach Einstellung dieses Raumfahrtprogramms außer Dienst gestellt. 2001 fand der zweite Erstflug statt. Seit dieser Zeit wird das größte Frachtflugzeug wieder regelmäßig für besondere Transportaufgaben, u.a. auch im Auftrag der UNO, weltweit eingesetzt.

Die familienfreundlichsten Betriebe Interessante Veranstaltungen
Während der 10. Wirtschaftstage in Adlershof wurden die familienfreundlichsten Betriebe in Treptow-Köpenick für das laufende Jahr prämiiert. Von 16 Bewerbungen im Wettbewerb Familienfreundlicher Betrieb kamen auf die ersten 5 Plätze: • Ferdinand-Braun-Institut für Höchstfrequenztechnik, Forschungsinstitut in Adlershof (160 Beschäftigte, davon 39 weiblich; 47 Beschäftigte haben Kinder unter 12 Jahren) • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. in Adlershof (345 Beschäftigte, davon 120 weiblich; 69 Beschäftigte haben Kinder unter 12 Jahren; neun Mütter und ein Vater haben in den letzten 3 Jahren Elternzeit beansprucht) • Stephanus-Stiftung Ulmenhof, Einrichtung zur Betreuung geistig behinderter und alter Menschen in Wilhelmshagen (221 Beschäftigte, davon 147 weiblich; ca. 70 Beschäftigte mit Kindern unter 12 Jahren) • Friseur Peter Reschenberg, Friedrichshagen (14 weibliche Beschäftigte, eine mit Kind unter 12 Jahre). • micro resist technology im Innovationspark Wuhlheide (39 Beschäftigte, davon 27 weiblich; 11 Beschäftigte mit Kindern unter 12 Jahren; 2005/2006 wurden drei Kinder geboren) Weitere Informationen bei Christiane Hartmann-Kraatz, Gleichstellungsbeauftragte, unter Tel. 6172-2309.

am Wissenschaftsstandort

Hier einige Angebote von Veranstaltungen im Adlershofer Gebiet beiderseits der Rudower Chaussee: Die Rechtsanwaltskanzlei Dr. Zacharias informiert am 2.11. ab 16 Uhr über „Neue Kündigungsregeln im Arbeitsrecht“ und am 16.11. ab 15.30 Uhr nochmals über „Das Straßenausbaubeitragsrecht“. Die Teilnahme an den Vorträgen in den Kanzleiräumen Volmerstraße 5-7 ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten, Tel. 6392-4567. In der Reihe Humboldt-Kino wird am 2.11. ab 17.30 Uhr im Vortragsraum des Erwin Schrödinger-Zentrums (Rudower Chaussee 26) der Film „Aus dem Hör-

saal nach Portugal“ gezeigt (s. S. 14; Info über 0178/2717200). Das Institut für Planetenforschung am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR, Rutherfordstr. 2) setzt sein „Adlershofer Planetenkolloquium“ am 8.11. mit „Impaktkrater auf terristrischen Planeten: Numerische Simulation der kraterbildenden Prozesse“ und am 22.11. mit „Permafrostforschung“ fort. Beginn: 15 Uhr in der Rotunde des Hauses. Infos unter 670 55-320. Am 11.11. lädt um 18.30 Uhr das Blasorchester Köpenick zu einer „Gala der Blasmusik“ im Bunsensaal (Rudower Chaussee 17) ein. W.W.

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Nr. 151

Ein interessanter Abend mit Wolfgang Kohlhaase
Weit über 100 Gäste waren der Einladung zu einem Abend mit dem Autor Wolfgang Kohlhaase (s. AZ Nr. 144 + 150) in der Stefan-Heym-Bibliothek gefolgt. Die Mehrzahl von ihnen hatte die meisten seiner Filme gesehen und erfreute sich an interessanten Geschichten dazu, wie auch an Erinnerungen aus seiner Jugend in Adlershof. Neu war, daß einer seiner ersten Artikel in der Zeitung „Start“ seinem Vater in sowjetischer Kriegsgefangenschaft das Überleben erleichterte. Lustig u.a., daß ihn die Notiz über seinen „ersten Zeitungsbeitrag des 16jährigen Autors“ ebenso mißfiel, wie der Hinweis, daß das Drehbuch zu seinem neuesten Film ’Sommer vorm Balkon‘

Postkarten -Kalender der Adlershofer Zeitung
Der Postkarten-Kalender der „Adlershofer Zeitung“ für das Jahr 2007 mit historischen Ansichten und Fotos der Gegenwart ist zum Preis von 6,50 € in diesen Geschäften erhältlich: Lotto/Toto/Zeitschriften Niedrich Dörpfeldstraße 12 Boulevardbuch (am Markt) Genossenschaftsstraße 70 Geschenkeladen Heidi Gläser Marktpassagen Zeitungskiosk am Marktplatz Lotto/Toto/Zeitschriften Cobel Dörpfeldstraße 53 Tabak-Center Bosse Wassermannstraße 105 tz medial Rudower Chaussee 3

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Foto: Staneczek

„vom 75jährigen Wolfgang Kohlhaase“ stammt. Über sein aktuelles Filmprojekt „Haus und Kind“ ließ er sich nur wenig entlocken. Doch nach mehr als zweistündigen Ausführungen signierte er noch freundlich Bücher und beantwortete geduldig individuelle Fragen. Wir hoffen weiterhin auf einen Beitrag von ihm für unsere Zeitung. W.S.

Postkarten-Kalender der für das Jahr

2007

Das Deutsche Rote Kreuz ruft die Adlershofer im Alter von 18 bis 65 Jahren auf, sich an der

Wiedersehen beim Klassentreffen
Wir waren noch 13, als wir uns im August zum Klassentreffen zusammengefunden haben. 13 von ehemals 45 Schülerinnen, die 1949 aus der 10. Volksschule in der Radickestraße ins Leben entlassen wurden. 1998 hatte ein großer Teil von uns eine Einladung von der Verklärungskirche in Adlershof zur goldenen Konfirmation bekommen. Wir sahen es als große Chance für ein Wiedersehen, denn kaum eine von uns hatte noch Kontakt zur anderen. Und es klappte wunderbar! Noch im gleichen Jahr hatten wir unser 1. Klassentreffen! Das wiederholt sich nun jedes Jahr einmal, wir sind beim 8. Klassentreffen angelangt, und die erste von uns ist gerade 73 Jahre alt geworden. Wir hatten uns zu fünft als Organisatorinnen unserer Treffen zusammengefunden und haben uns immer etwas ausgedacht, was wir vor unserem geliebten „Klatsch“ gemeinsam unternehmen. Wir haben uns durch Adlershof führen las-

Blutspendeaktion
am 2. November von 15.30 - 19.30 Uhr in der Heide-Grundschule, Florian-Geyer-Straße, am 23. November von 9 - 13 Uhr bei der Bahn AG, Adlergestell 143, zu beteiligen.

Info-Telefon: 80 68 11 22 oder 0800-11 949 11

Woche der seelischen Gesundheit
In Zeiten der Massenarbeitslosigkeit und der Zuspitzung globaler Konflikte erscheint das Thema „Seelische Gesundheit“ als ein wichtiges Unterfangen. In der Woche vom 20. - 24.11. wollen Volkshochschule, Krankenhaus Hedwigshöhe und psychosoziale Träger im Bezirk auch zum dazugehörigen Themenfeld psychischer Erkrankungen eine breite Öffentlichkeit schaffen und Berührungsängste vermindern. Eine kunsthandwerkliche Ausstellung, ein Tag der offenen Türen sowie Fachvorträge, Workshops und Filmvorführungen sollen verschiedene Zugangswege öffnen. Informationen und Anmeldung bei Hansine Krause unter Tel. 5369-9053/ -9059 (Baumschulenstraße 81).

sen, haben die Verklärungskirche besichtigt, eine Dampferfahrt gemacht und das KunstgewerbeMuseum besucht. Aber es zeigt sich, daß wir müde werden. Wir sind zufrieden, wenn wir es schaffen uns zu treffen und miteinander zu reden, uns nach der Gesundheit zu fragen, nach dem Befinden der Kinder und Enkel. Es gibt immer wieder jemanden, der kurzfristig absagen muß: Es geht gesundheitlich nicht gut, dem Partner geht es schlecht, der Urlaub ist so lange schon geplant – das Letztere ist

die angenehmste Entschuldigung. Ja, unsere Kindergesichter sind immer noch unter unseren Falten verborgen und sogar Wünsche und Träume haben wir noch, aber, wenn wir uns im nächsten Jahr wiedersehen, dann sind wir alle 73 Jahre alt! Hoffentlich werden wir alle 20 „Golden Girls“, die noch hier in der Berliner Gegend leben, dann wieder zusammen sein! 13 waren wir im August und hoffen, daß wir uns alle in nächsten Jahr gesund wiedersehen. Margot Gruner

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Kaum zu glauben und doch wahr! Auch mit 85 Jahren ist

Aufrichtige Gratulation zur Vollendung des 70. Lebensjahres dem Ur-Adlershofer

„Käthchen“ Tantow
nach wie vor im „Leichenkeller“ aktiv. Für das weitere Leben wünscht ihr beste Gesundheit, Aktivität und viel Freude nicht nur
Familie Magarin
Zahlreiche Gäste und Nachbarn schließen sich den guten Wünschen an.

Wolfgang Krüger
Als „Kino-Wolfgang“ hat er viele Jahre im CAPITOL jung und alt etwas vorgemacht und alle Besucher in andere Welten entführt. Alles Gute weiterhin wünschen Nachbarn, Bekannte und Freunde

Herzliche
Im November beglückwünschen wir zuerst am 12.11. Ilse Strenger und am 22.11. Ernst Glumm zur Vollendung ihres 95. Lebensjahres. Herzliche Gratulationen zum 93. Geburtstag erhält am 8.11. Wally Engel. Zum 92. Wiegenfest beglückwünschen wir am 7.11. Hans Heining, am 22.11. Helene Winkler und am 27.11. Erna Hoffmann. Viele gute Wünsche zum 91. Erdenjubiläum erhalten am 1.11. Tessa Scheel und am 15.11. Hilda Marquardt. Den Kreis der 90jährigen erreichen am 10.11.

Glückwünsche
Hildegard Trenner und am 23.11. Margot Rommel. Auf 85 erfüllte Lebensjahre blicken Horst Scheuerlein (2.11.), Ingeborg Sack (9.11.), Hans Reich (11.11.), Harry Zisky (13.11.), Luise Hahn (15.11.), Katharina Tantow (17.11.) und Anna Thom (28.11.) zurück. Zum 80. Geburtstag gehen beste Wünsche an Gerda Schwenk (1.11.), Gertrud Hennig (8.11.) und Ina Schütz (28.11.). Wir wünschen allen – auch den ungenannten – Jubilaren beste Gesundheit, Glück und Freude.

Unsere Rätselecke
Es ist jeweils ein vierbuchstabiges Wort als „Brücke“ zwischen den beiden außen stehenden Wörtern zu finden. So sollen sich zwei neue Begriffe ergeben, wobei das Brückenwort zu beiden Wörtern passen muß. Die dritten Buchstaben des Lösungswortes ergeben ein Ereignis in der Nähe von Adlershof vor genau 100 Jahren.

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13

Lieder Abend Fluß Wasser Weizen Auto Land Künstler Stein Kunst Stadt Korn Blumen

Halter Scheibe Schwalbe Bogen Bauch Kasse Keller Blende Ofen Bruch Ziel Brechen Enge
Rätselautor: Wolf Will

17. Berliner Märchentage
Die 17. Berliner Märchentage vom 2. bis 19. November finden unter dem Motto „Die Donau – ein Märchenfluss“ statt. In allen Bibliotheken des Bezirkes wird es ein buntes Märchenprogramm geben. Bitte informieren Sie sich in den einzelnen Einrichtungen über das Angebot. Für alle Veranstaltungen ist der Eintritt frei, bei Gruppen wird aber um Voranmeldung gebeten!

Erloschene Straßenlaternen
Unser Leser Michael D. bat uns um Unterstützung, da seine Beschwerde über erloschene Straßenlaternen in der Bärdorfer Zeile sowohl beim Tiefbau- als auch beim Ordnungsamt ohne den gewünschten Erfolg geblieben waren. Auf unsere Nachfrage beim Leiter des Ordnungsamtes erfuhren wir, daß man in beiden Ämtern nicht zuständig sei, aber die Bitte der verantwortlichen Einrichtung zugeleitet habe. Da uns zudem dunkle Laternen an der Ecke Radicke-/Handjerystraße aufgefallen

k]j P H] N SK
sind, haben wir uns auch an NUON, Stadtlicht Berlin, Egellsstraße 21, 13507 Berlin, Telefon 40 90 22 20 gewandt und unter 40 90 21 60 ein Fax übersandt. Mal sehen, wie schnell uns wieder ein Licht aufgeht! W.S.

Auflösung zu „Die Mitte macht’s“ in der Oktober-Ausgabe
1. Graben; 2. Begehr; 3. Storch; 4. Redner; 5. Mieter; 6. Blende; 7. Anhalt; 8. Kruste.

Das Abgeordnetenhaus ist das gerade neu gewählte Berliner Landesparlament.

Liebe Leser,
in der Rubrik „LeserWORT“ halten wir für Sie immer einen Platz bereit, um Ihre Meinungen, Kritiken und Wünsche zu veröffentlichen. Schreiben Sie an

BESTATTUNGSHAUS MÖWIUS & Co.
Seit 1884 Familienunternehmen – gegründet von Tischlermeister Franz Möwius sen. – Inh. Klaus und Dr. Frank Möwius

„Tag der offenen Tür“

✄

mit Ihren Fragen zu

„Bestattung und Bestattungsvorsorge“,
®

die Sie schon immer ’mal beantwortet haben wollten.

Adlershofer Zeitung
PF 1103 • 12474 Berlin

12524 Berlin-Altglienicke
Köpenicker Straße 17 (Nähe Kirche,

¤

P

am Haus)

6 73 21 26 Tag und Nacht

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Sonnabend, 18. und 25. November 2006. In der Zeit von 9 bis 18 Uhr erwarten wir Sie

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Nr. 151

Rock – Pop – Jazz Konzert
Rock, Pop und Jazz erklingt am Freitag, dem 17. November, im Klub „Gérard Philipe“ in Treptow. Ab 19 Uhr stellen Schüler der Joseph-Schmidt-Musikschule bei diesem Konzert in der Karl-Kunger-Straße 29 ihr Können unter Beweis. D.T.

Merian-Schüler übergaben 5.920 €
Aktions- und Spendentag an Köpenicker Gesamtschule
Zum 5. Mal führten die 1000 Merianer anlässlich ihres Namenstages einen Aktions- und Spendentag im Zeichen der Solidarität und humanitären Hilfe durch. In diesem Jahr verzichteten die Schüler erneut auf die Feierlichkeiten und arbeiteten in Firmen, Betrieben und öffentlichen Einrichtungen, verkauften Kuchen bzw. engagierten sich bei Privatleuten, um mit dem Erlös aidskranken Kindern in Namibia zu helfen. Außerdem wurden 2.826 Stunden unentgeltliche Arbeit für die Umwelt geleistet. Der außergewöhnlich hohe Spendenbetrag von 5.920,89 € wurde dem Weltfriedensdienst übergeben, vertreten durch Frau Gebara. Die Übergabe der Spende erfolgte durch die Schüler und Pädagogen in feierlicher Form am 22. September. Auf diesem Wege danken wir Merianer allen Privatpersonen und Firmen für ihre Hilfe und Unterstützung. B. Vogel Schulleiterin

„Mehr oder weniger angezogen“
Andrea van Reimersdahl (Jg. 72) und Ulla Seidel (Jg. 43) stellen ab 1. Dezember in der Galerie Grünstraße in Köpenick Modezeichnungen, Malerei und handgefertigte Umbrüche aus (Di-Fr 13-19, Sa 14-18 Uhr). Beide Künstlerinnen sind von den Aspekten der Mode, der ewigen Wandlung und Erneuerung „mehr angezogen“. Mit Mode kann man über den Charakter der Gesellschaft und deren kulturelle Entwicklung viel erfahren. Trotz oder gerade wegen der Unterschiede in Alter und Entwicklung der beiden an der Kunsthochschule Weißensee ausgebildeten Frauen existiert ein assoziationsreiches Spannungsfeld zwischen den Werken, erkennt der Betrachter hohe Maßstäbe und wird verführt, dem Ideenreichtum nachzuspüren.

IG Dörpfeldstraße ermittelte Gewinner
In der September-Ausgabe der Adlershofer Zeitung hatte die IG Dörpfeldstraße zu einem Gewinnspiel eingeladen. Dabei galt es die Porträts der Geschäftsleute den entsprechenden Visitenkarten zuzuordnen. Als Gewinner der Warengutscheine im Gesamtwert von 1.000 € wurden ermittelt:
Martin Albrecht, Horst Bartnig, Ina Bernhardi, Winfried Bernhardi, Monika Becker, Antje Bienert, Rolf Brand, Regina Buttker, Brigitte Fähnrich, Dagmar Ferchland, Hr./Fr. Fries, Helga Gesierich-Aich, Hr./Fr. Glugla, Lisbeth Grasse, Manuel Groß, Franziska Gultner, Roland Heyser, Karin Höer, Doris Jacob, Chr. Kriesch, B. Kube, Jana Rieger, Inge Rubel, A. Rudorf, E. Rudorf, Lydia Schenk, Ruth Schenk, Sylvia Schmechel, Waltraud Schumann, R. Schur, Anja Stietz, Marion Wagner, Petra Willemelis, Rose-Maria Zaddach. Die Gewinner erhalten ihre Gutscheine auf dem Postweg.

Aus dem Hörsaal nach Portugal – Exkursion durch das Land
Portugal war im März 2006 das Ziel von 21 Studierenden des Geographischen Instituts der Humboldt-Universität. Zusammen mit Prof. Dr. Bodo Freund (er spricht zur Einführung) und Diplom-Geograph Daniel Parreira startete die Gruppe bei peitschendem Regen in Porto und stapfte 14 Tage später durch den weißen Sandstrand der Algarve. Bei der Exkursion von Nord nach Süd trugen diverse Wissenschaftler und portugiesische Experten dazu bei, den Blick für die Unterschiede und Besonderheiten der Regionen Portugals zu schärfen. Ihre neuen Erkenntnisse haben die Studierenden in einem Film dokumentiert, den sie am 2.11. ab 17.30 Uhr im Vortragsraum des Erwin Schrödinger-Zentrums (Rudower Chaussee 26) der Öffentlichkeit vorstellen. Der Eintritt ist frei. W.W.

Rundgang und Vortrag mit Lichtbildern zur Heimatgeschichte
Am 9. November lädt Ortschronist Rudi Hinte zu einem Rundgang „Auf den Spuren jüdischer Mitbürger in Adlershof“ ein. Alle Interessierten treffen sich mit ihm um 10 Uhr auf dem Platz der Befreiung. Am 13. November gibt er zudem um 18.30 Uhr einen Überblick zur Geschichte des Bahnanschlusses von den Anfängen unter „Eisenbahnkönig“ Strousberg über das „Nuckelchen“ und die „Bierstation Adlershof“ bis zum Anschluß an die Berliner S-Bahn. Der Vortrag mit Lichtbildern im Kulturzentrum Alte Schule (Dörpfeldstraße 54) kann kostenfrei besucht werden. W.S.

NACHHILFE
Englisch für Anfänger (Schüler) und Erwachsene, intensiver Einzeluntericht. Anfragen unter Tel. 671 04 11

„Zwei falsche Fuffziger“ in der Kulturküche
„Zwei falsche Fuffziger“ bieten am 9. November ab 15 Uhr im Kultur Café der Kulturküche Bohnsdorf Schlager und Humor. Gerti Müller und Christiane Brandt sind in der Dahmestr. 33 zu Gast. Am 16. November wird in dieser Veranstaltungsreihe Rainer Paschke ein buntes Unterhaltungsprogramm präsentieren. Der Eintritt kostet jeweils 2,50 €. Informationen zum weiteren Programm, auch zu den regelmäßigen Veranstaltungen und Kursen in der Kulturküche unter Tel. 6172-5570.

Kabarett „Süßer die Glocken nie hingen“ im Alten Ballsaal
Im Alten Ballsaal im Bräustübl, Müggelseedamm 164, kommen Freunde des Kabaretts in diesem Monat drei Mal auf ihre Kosten. Am 11.11. präsentiert Hellmut Gaber ab 21 Uhr seinen OttoReutter-Abend, am 24.11. ebenfalls ab 21 Uhr sind die MelanKomiker zu Gast und am 26.11. versichert Marga Bach ab 20 Uhr: „Süßer die Glocken nie hingen“. Die Karten kosten jeweils 10 €. Informationen zu weiteren Veranstaltungen des Monats unter Tel. 645 57 16 oder im Internet unter www.alter-ballsaal.de.

• Sie möchten auf Ihre speziellen Angebote zum
Weihnachtsfest aufmerksam machen?

• Sie wollen Ihre Kunden zum Jahresende grüßen
und ihnen Dank für die Treue sagen?

6. Köpenicker Kneipenmusikfest am 4. November
Am 4. November steigt das 6. Köpenicker Kneipenmusikfest. Mit einem Ticket kann man durch 18 Kneipen ziehen und Livemusik erleben. In der „freiheit fünfzehn“ spielt ab 20 Uhr die „Blue Haley Band“. Diese Musiker nehmen Sie mit in die musikalische Welt des Bill Haley und seiner Comets. Infos zum weiteren Programm der „freiheit fünfzehn“ unter Tel. 65 88 78 0 oder im Internet unter www.freiheit15.de. Karten für das Kneipenmusikfest kosten im Vorverkauf 8,50 €, an der Abendkasse 10 €.

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Dezember-Ausgabe der

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Telefon oder Fax

67 98 95 37 67 98 95 38

Anzeigenschluß für die

Dezember-Ausgabe ist der 20. November

November 2006

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Im November jeweils nur ein Heimspiel
Die Fußballer des Adlershofer BC 08 bestreiten in der Landesliga im November nur ein Punktspiel auf dem Sportplatz Lohnauer Steig. Am 18.11. ist ab 14 Uhr Sparta Lichtenberg zu Gast. Auch das Frauenteam des Adlershofer BC spielt in der Regionalliga in diesem Monat nur einmal auf dem heimischen Sportplatz Dörpfeldstraße. Am 19.11. ist Blau-Weiss Hohen Neuendorf der Gegner. Der Anstoß erfolgt bereits um 13.30 Uhr.

Seniorensport spezial – freitags in der „Alten Schule“
Im Adlershofer Seniorentreff „Alte Schule“ in der Dörpfeldstraße 54 kommen wir – ein fröhlicher netter kleiner Kreis (noch im Aufbau) – jeden Freitag von 9 bis 10 Uhr zusammen, um uns zu bewegen. Das geschieht nach schöner Musik unter fachlicher Anleitung unserer Übungsleiterin Heike Voßke. Ausgebildet wurde und wird sie weiterhin vom DRK und der Sportschule des LSB Berlin. Die Sitz-Gymnastik bei ihr ist sehr abwechslungsreich und fördert die koordinativen Fähigkeiten, die mit zunehmenden

Gymnastik hält jung, Gymnastik hält fit
Gymnastik hält jung, Gymnastik hält fit, ja das ist unser großer Hit. Nach rechts, nach links und auch mal vor, so lustig singen wir im Chor. Nach rechts, nach links und wieder zurück, so geht es weiter in dem Stück. Gymnastik hält jung, Gymnastik hält fit, ja das ist unser großer Hit. Fallen uns auch manche Übungen schwer, lieben wir alle es doch sehr. Von Mal zu Mal geht es langsam voran, bis sie wirklich jeder kann. H. Voßke

Lebensjahren langsam abbauen. Auch wenn es nicht immer beim ersten Mal gleich klappt, sehen wir unsere kleinen Erfolge schon nach vierwöchigen regelmäßigen Teilnahmen. Einige von uns kommen auch mit Gehhilfen, die nach dieser Stunde zum Teil vergessen werden. Wir Frauen der Jahrgänge 1924 bis 1936 lieben es, mit unserer Übungsleiterin zu trainieren und freuen uns immer auf den Freitag. Haben wir Ihr Interesse geweckt, dann besuchen Sie uns und machen mit. Inge Forner, Christa Wagner, Käte Streng, M. Heyl

Sportangebote im Herbst/Winter 2006
Noch bis 17. Dezember stehen in mehreren Sporthallen im Bezirk etliche Sportangebote zur Verfügung. Es können Fußball, Volleyball, Tischtennis, Streetball, Basketball und allgemeine Spiele unter fachgerechter Anleitung gespielt werden. In Adlerhof ist das in der Sporthalle der HeideGrundschule, Florian-Geyer-Straße 87, sonntags 10-13.30 Uhr und 14-18 Uhr möglich. Nähere Info bei Siegfried Abé, Tel. 6172-4406.

Interessante Wandertouren
Zu der Hubertuswanderung „Der große Fürstenzug“ lädt die freie Wandergruppe „Der Wanderfreund“ am 4.11. ein. Treff: 10 Uhr, S-Bhf. Halensee. „Es geschah vor 90 Jahren“ heißt es am 11.11. Treff: 10 Uhr, S-Bhf. Friedrichshagen. Die „Kaiser Pagode“ im Stil eines chinesischen Palastes ist Ziel am 19.11. Treff: 10.15 Uhr, S-Bhf. Zehlendorf. Zu alten Grabstätten geht es am 22.11. Treff: 10 Uhr, U-Bhf. Krumme Lanke. Die „15. Borgsdorfer Nelke“ steht am 25.11. auf dem Programm. Infos unter Tel. 03303-40 31 01. Der Spreetunnel wird am 26.11. besucht. Treff: 10 Uhr, S-Bhf. Friedrichshagen. Weitere Informationen unter Tel. 656 07 34. „Buch - Landschaft im Wandel“ ist die Tour am 2.11. mit den „Cöpenicker Wanderfreunden“ überschrieben. Treff: 10 Uhr, S-Bhf. Buch. Zum Nordgraben wandert man am 4.11. Treff: 8.30 Uhr, S-Bhf. Blankenburg. Eine gesellige Wandertour unternimmt man am 11.11. Treff: 10 Uhr, S-Bhf. Oranienburg. Der Spreewald wird am 12.11. erwandert. Treff: 8 Uhr, Ostbahnhof-Bhf. (Anmeldung bis 9.11. unter Tel. 65 49 87 10). „Auf ins Märchenland“ heißt die Devise am 14.11. Treff: 10 Uhr, S-Bhf. Pankow-Heinersdorf. „Schon vergessen“ fragt man sich am 18.11. Treff: 7.45 Uhr, Bhf. Zoo. (Anmeldung bis 16.11. unter Tel. 455 15 68). „Von Treptow nach Köpenick“ wird am 19.11. gelaufen. Treff: 10 Uhr, S-Bhf. Treptow (Parkseite). „100 Jahre Teltowkanal“ (Teil III) wird am 26.11. absolviert. Treff: 9 Uhr, U-Bhf. Rudow. Nähere Informationen zu diesen und weiteren Wanderungen unter 56 59 38 41. L.E.

Adlershofer Zeitung
PF 1103 Herausgeber
MEDIEN-BÜRO Adlershof verantw. Redakteur Lutz Ebner Tel. 67 98 95 37 Fax 67 98 95 38 redaktionelle Mitarbeit Wolfhard Staneczek Tel. & Fax 677 24 58

12474 Berlin
Herstellung Eggersdorfer Druck- und Verlagshaus Auflage 3000 Exemplare Erscheinungsweise monatlich Vertrieb über Geschäftsinhaber, Vereine und andere Helfer

Herbstzeit – Genießerzeit
Die Wildsaison hat begonnen!
Wir bieten an: • Rehkeule • Hirschedelgulasch • Wildschweinkeule
Bestellungen werden gerne entgegengenommen.

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Fleischerei Jürgen Backs
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Angebote auch für Hotels, Wohnanlagen und Großkunden

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Redaktionsschluß für die Ankündigung sportlicher Termine im Dezember ist am 15. November

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100. Ausstellung in der Mediathek Köpenick
Zur Eröffnung ihrer 100. Ausstellung lädt die Mediathek Köpenick (Jägerstraße 1-2; Telefon 655 73 49) am 22. November um 19.30 Uhr ein. „Bewegte Bilder“ ist der Titel der Jahresausstellung des Vereins Berliner Grafikfreunde Inventor e.V. Erklärtes Ziel des Vereins ist es, die künstlerische Druckgrafik zu fördern. Die aktiven Mitglieder werden dazu grafische Arbeiten in verschiedensten Techniken zeigen. Die an sich „statischen“ Bilder setzen sich mit „Bewegung“ auseinander.

Wirtschaftsbroschüre
Ob Erfindertage oder TV-Duelle, Rodelschlitten für den Spitzensport oder ein Traffic Tower zur virtuellen Verkehrsüberwachung – all das sind Leistungen und Produkte „made in Treptow-Köpenick“. Vorgestellt werden sie in der neuen Wirtschaftsbroschüre Treptow-Köpenick, die im Oktober zu den 10. Wirtschaftstagen im Bezirk erschien. Das Heft ist bei der Wirtschaftsförderung des Bezirksamtes, Freiheit 15, erhältlich.

In unserer Ratgeber-Serie wollen wir Ihnen Anregungen aus verschiedenen Bereichen vermitteln. Wir widmen uns Fragen der Rechtsprechung und geben Tips zur Gesundheit. Sie erfahren Neues aus dem Kochstudio, Wissenswertes zum Thema Umwelt sowie vieles Interessantes mehr. HEUTE:

Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld und 13. Monatsgehalt
In vielen Unternehmen leistet der Arbeitgeber zusätzlich zum Gehalt Sonderzahlungen wie Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld oder ein 13. Monatsgehalt. Hier stellen sich viele interessante Rechtsfragen, z. B.: Gibt es einen gesetzlichen Anspruch auf diese Sonderzahlungen? Nein. Nur unter bestimmten Voraussetzungen, die wir hier noch besprechen wollen, entsteht für den Arbeitnehmer ein – einklagbarer – Anspruch auf diese Leistungen. Was sind diese Voraussetzungen? Es kommen verschiedene Rechtsgrundlagen in Betracht. Zunächst natürlich der Arbeitsvertrag selbst oder ein Tarifvertrag, ebenso eine Betriebsvereinbarung. Aber auch eine schlichte betriebliche Übung: Der Arbeitgeber hat diese Leistungen mindestens in drei aufeinanderfolgenden Jahren gewährt. In diesem Fall kann der Arbeitnehmer sie auch für das vierte Jahr verlangen. Kann der Arbeitgeber diese Leistungen kürzen oder wieder beseitigen? Das kommt darauf an – nämlich auf welcher Rechtsgrundlage die Leistungen bisher gewährt worden sind. Bei Arbeitsvertrag ist ein Freiwilligkeitsvorbehalt erforderlich. Eine betriebliche Übung kann der Arbeitgeber durch eine sog. entgegengesetzte betriebliche Übung beseitigen, d. h. er gewährt die Leistungen drei Jahre lang nur unter Vorbehalt. Bei Leistungen aufgrund Tarifvertrages kann nur ein neuer Tarifvertrag zum Wegfall der Sonderzahlungen führen, das Gleiche gilt für Sonderzahlungen aufgrund einer Betriebsvereinbarung. Wie hoch sind die Sonderzahlungen? Je nach Vereinbarung im Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder in der Betriebsvereinbarung. Es gilt jedoch der Gleichbehandlungsgrundsatz. Der Arbeitgeber muss allen Mitarbeitern das Gleiche zahlen, es sei denn, er hat einen sachlichen Grund für Zahlungen in unterschiedlicher Höhe. Können auch ausgeschiedene Mitarbeiter die Sonderzahlungen verlangen? Das hängt von der Art der Sonderzahlung ab. Nur wenn sie als Entgelt für die Arbeitsleistung anzusehen ist (wie z. B. das 13. Monatsgehalt), kann der Arbeitnehmer bei vorzeitigem Ausscheiden eine anteilige Zahlung verlangen. Anders bei Leistungen mit Gratifikationscharakter. Hiermit soll in erster Linie die Betriebstreue des Mitarbeiters belohnt werden. Deshalb sind solche Leistungen häufig an eine Mindestbeschäftigungsdauer bzw. an eine Wartezeit geknüpft. Sind diese nicht erfüllt, erhält der Mitarbeiter insoweit gar nichts. Wie sieht es aus, wenn der Arbeitnehmer nicht gearbeitet hat? Bei Nichtarbeit unter Lohnfortzahlung (Krankheit, Urlaub, Mutterschutz etc.) können die Sonderzahlungen beansprucht werden. Anders, wenn das Arbeitsverhältnis ruht (Beispiel: Elternzeit): Hier kann der Arbeitgeber auch ohne entsprechenden Vorbehalt im Arbeitsvertrag oder sonstwo die Sonderzahlung kürzen, wenn diese Entgeltcharakter hat (Beispiel wiederum: 13. Monatsgehalt). Sonderzahlungen mit Gratifikationscharakter muss er hingegen in voller Höhe auszahlen. Wann kann der Arbeitgeber eine geleistete Sonderzahlung zurückfordern? Es geht vor allem um Fälle, in denen der Mitarbeiter kurz nach Erhalt der Zahlung kündigt oder sonstwie ausscheidet. Hier gilt: Ohne entsprechende Rückzahlungsklausel gar nicht. Aber selbst wenn sich der Arbeitgeber die Rückforderung vorbehalten hat, ist sie nicht unbeschränkt zulässig, z. B. grundsätzlich nicht für Sonderzahlungen mit Entgeltcharakter. Für andere („Gratifikationen“) kommt es auf die Höhe der Zahlungen an: Unter 100,- € brutto gar nicht, im Übrigen hat die Rechtsprechung ein nach dem Zeitpunkt des Ausscheidens und der Höhe der Sonderzahlung abgestuftes System entwickelt. Dies können wir hier leider aus Platzgründen nicht darstellen.
Für weitere Informationen rund um das Arbeitsrecht steht Ihnen unser „Jus-Letter spezial“ Arbeitsrecht zum kostenlosen Download zur Verfügung: www.wirtschaftsrecht-adlershof.de
Rechtsanwalt Dr. Sebastian Silberg, Rechtsanwaltskanzlei Dr. Zacharias Berlin-Adlershof

Lange Nacht der Wissenschaften 2007
Auch wenn bis zur nächsten „Langen Nacht der Wissenschaften“ am 9. Juni 2007 noch einige Zeit vergeht, hat ein „ProjektTeam für den Standort Adlershof“ bereits erstmals getagt. Dabei wurde bekannt, daß nach den drei Universitäten der Vorsitz im Kuratorium für die Gesamt-Berliner Veranstaltung in den nächsten beiden Jahren von Prof. Dr. Tränkle, Direktor des FerdinandBraun-Instituts für Höchstfrequenztechnik (FBH), und der Initiativgemeinschaft Außeruniversitärer Forschungseinrichtungen in Adlershof (IGAFA) übernommen wurde. Für den Standort Adlershof muß vor allen gesichert sein, daß trotz der Arbeiten an der BahnStrecke am 9.6. und der folgenden Nacht durchgehender S-Bahn-Verkehr gewährleistet wird. Das erfolgreiche KinderProgramm (inzwischen auch an den anderen Standorten angeboten) will man im kommenden Jahr gemeinsam mit den hiesigen Medien-Einrichtungen gestalten. Zudem denkt man darüber nach, welches Großexperiment als besonderer Höhepunkt nach Adlershof locken könnte. Gegenüber den anderen Veranstaltungsorten wäre hier dafür genügend Platz vorhanden. Wir sind gern bereit, Ideen oder Empfehlungen unserer Leser zur „Langen Nacht“ weiterzuleiten. W.S.

RECHTSANWALTSKANZLEI DR. ZACHARIAS
Dr. Sebastian Silberg Volmerstraße 5 - 7 Rechtsanwalt 12489 Berlin-Adlershof
Dr. Ulrich Zacharias Rechtsanwalt Telefon: 030 / 6392-4567 Telefax: 030 / 6392-4569

§

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