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Periodical volume

Full text: Adlershofer Zeitung Issue 2006, H.149/September

Monatszeitung

Nr. 149 September 2006

0,60 €

Am 17. September sind die Berliner zu den Wahlen für das Abgeordnetenhaus und für die zwölf Bezirksverordnetenversammlungen aufgerufen Seite 4

September

17
Wahlsonntag

23. September 2006:

Traditionelles

Herbstfest
in der Alten Schule
Programm auf Seite 7

ADLERSHOFER ANSICHTEN

Postkarten-Kalender der für das Jahr

2007
❒ Die Gemeinde der Christus König Kirche feiert ❒ Der traditionelle Postkarten-Kalender

mit Festgottesdienst, Gemeindefest und weiteren Veranstaltungen ihren 75. Jahrestag
Seiten 5 und 12

der „Adlershofer Zeitung“ für 2007 bietet wieder „Adlershofer Ansichten“ aus Vergangenheit und Gegenwart
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Nr. 149
Das Adlershofer Festkomitee informiert:

„Sommernacht in Adlershof“
Studio Berlin Adlershof mit erfolgreicher Bilanz

Herbstfest am 23. September mit attraktiven Tombola-Preisen
Zu letzten Absprachen für das traditionelle Herbstfest am 23.9. rund um die Alte Schule kommt das Komitee am 13. September um 19 Uhr in der Alten Schule (Dörpfeldstr. 54) zusammen. Für eine attraktive Tombola (zur Aufbesserung der notwendigen Finanzmittel) sind inzwischen besonders dank der Spendenfreudigkeit der Adlershofer Gewerbetreibenden genügend Präsente vorhanden. Nur für das Bühnenprogramm werden noch Mitwirkende gesucht, die keine oder nur eine geringe Aufwandsentschädigung erwarten. Wer kann dazu beitragen? Auch sonst sind Sie, wenn Sie die Arbeit unseres Festkomitees unterstützen wollen, nicht nur am 13.9. willkommen. Nachstehend folgen die bisher bekannten Veranstaltungstermine im September. Nähere Informationen finden Sie auf weiteren Seiten dieser Ausgabe. W. Staneczek

Foto: Staneczek

Mit einem Sommerfest feierte Studio Berlin Adlershof im August seine Erfolge der zurückliegenden Jahre. Vor über 1.000 Mitarbeitern und geladenen Gästen berichtete der Vorsitzende der Geschäftsführung, Dr. Martin Willich, daß alle 9 Studios in Adlershof gut ausgelastet sind und man hier seit 18 Monaten „schwarze Zahlen“ schreibt. Er verwies darauf, daß sich das Unternehmen inzwischen auf fast 80.000 m2 erstreckt und weitere Bauten geplant sind. Von den vielen Produktionen konnte er nur einige nennen, aber besonders verwies er auf die Berichterstattung zur Fußball-Weltmeisterschaft aus Berlin mit dem neuen

Übertragungswagen (s. AZ Nr. 144). Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (Foto) lobte bei dieser Gelegenheit, daß es in Adlershof gelungen ist, den traditionellen Medienstandort und das Know-how seiner Mitarbeiter nach der Wende zu erhalten und beständig auszubauen. Er dankte dem großen Arbeitgeber, der zudem die Zahl seiner Ausbildungsplätze verdoppelt hat, für das Engagement in Berlin, ebenso wie den diversen Auftraggebern. Er verwies darauf, daß „Duelle in Adlershof“ die politische Landschaft beeinflußt haben und zeigte sich besonders von der hier produzierten Serie „Verliebt in Berlin“ angetan. W.S.

Termin

Ort

Veranstaltung
Sommerabende (auch 3.9.) Abendmesse /Lesung aus der Gemeindechronik / Gospelkonzert Durchs alte Adlershofer Fabrikviertel (Rundgang mit Rudi Hinte) Festgottesdienst 75 Jahre Christus König Kirche (+ Gemeindefest) Tag des offenen Denkmals (Besichtigung/Turmbesteigung) Montagslesung mit Live-Musik „Er konnte ja sehr drollig sein“ Renate Hoffmann über Thomas Mann Kabarett „Die Verrenkten“ 10. Adlershofer Herbstfest Runder Tisch: Förderverein Landschaftspark Ausstellungseröffnung „Drei vor Ort“

2.9., 14.30 Schwedenkirche 8.9., 18.00 Christus König Kirche 9.9., 10.00 Adlergestell/ Büchnerweg 10.9., 10.00 Christus König Kirche 10.9., 11.30 Verklärungskirche 11.9., 19.30 Alte Schule 14.9., 18.00 Anna-SeghersGedenkstätte 22.9., 20.00 Alte Schule 23.9., 11.00 Alte Schule 28.9., 17.00 WISTA 29.9., 20.00 Alte Schule

Öffentliche Sprechstunden
Am 20. September findet von 16-18 Uhr die nächste Sprechstunde des Bundestagsabgeordneten Dr. Gregor Gysi in seinem Wahlkreisbüro Brückenstraße 28 (Niederschöneweide) statt (Anmeldung unter 63 22 43 57 erbeten). Bezirksbürgermeister Dr. Klaus Ulbricht steht am 5.9. und 14.9. von 16-18 Uhr im Rathaus Köpenick zum individuellen Gespräch bereit. Nähere Informationen oder ggf. einen zusätzlichen Termin bitte unter 6172-2300 erfragen! Die Sprechstunde des stellvertretenden Bürgermeisters und Bezirksstadtrates für Umwelt, Grün und Immobilienwirtschaft, Michael Schneider, erfolgt jeden 2. Dienstag (so am 12.9.) von 17-19 Uhr im Altglienicker Bürgerzentrum, Ortolfstraße 182/184.

Tag des offenen Denkmals
Der Tag des offenen Denkmals findet bundesweit am 9. September, in Berlin am 9./10. September statt. Beteiligen können sich alle, die ein Bau-, Boden- oder Gartendenkmal (im Sinne des Denkmalschutzgesetzes) öffnen, Führungen durch Denkmale, Ausstellungen, Konzerte, Kinderaktionen oder sonstige Programmpunkte im Denkmal anbieten. Im Bezirk Treptow-Köpenick wird u.a. in den Wilhelminenhof, in das Museum im Wasserwerk Friedrichshagen und in zahlreiche Kirchen eingeladen. Die Adlershofer „Verklärungskirche“, Arndtstraße 11/15, zählt zu den wenigen Kirchenbauten des Späthistorismus, deren ursprüngliche Innenausmalung und Ausstattung nahezu vollständig erhalten sind. Am 10. September ist von 10-14 Uhr geöffnet. Nach dem Gottesdienst wird um 11.30 Uhr eine Kirchenführung angeboten, weitere je nach Bedarf. Man kann auch auf den Kirchturm klettern und in der Kirche ausgestellte alte Dokumente von der Gründerzeit Adlershofs bis heute betrachten Im Landschaftspark Johannisthal/Adlershof können Besucher mit dem Wissen um die Historie der technischen Denkmale der Luftfahrt – dem Großen Windkanal, dem Trudelwindkanal und dem schallgedämpften Motorenprüfstand – zudem die Weite des ehemaligen Flugfeldes erleben. Um 10, 11.30, 13 und 14.30 Uhr gibt es am 10.9. Führungen. Treff: Großer Windkanal, Kroneckerstr. In Altglienicke feiern das Wasserwerk und der Wasserturm am 10. September ihren 100. Geburtstag. Zu diesem Anlaß wird das im Wasserturm entstehende Altglienicke Museum durch Bezirksbürgermeister Dr. Ulbricht um 12.30 Uhr feierlich eröffnet. Im ersten Stock zeigt der Bürgerverein Altglienicke mit seiner Fotoausstellung die Entwicklung des Dorfes. „Hausmeister Krause“ aus der Grundschule am Berg („Schöpfer“ des Adlershof-Logos) stellt eigene Ölgemälde aus. Auch ein Stück Spionagetunnel zwischen Altglienicke und Rudow ist zu sehen. Zwischen dem Wasserturm und dem Spätsommerfest im Dorf läßt der Verein „Wasserwerk Altglienicke“ einen historischen Doppelstockbus fahren. Mehr Infos im Internet unter: www.stadtentwicklung.berlin.de/ denkmal/denkmaltag

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Wahlen zum Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen
Bei der Wahl am 17. September gibt es einige Neuerungen. Erstmals können an der Wahl für die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) auch hier ansässige EUBürger und Jugendliche ab 16 Jahren teilnehmen (oranger Zettel). In Treptow-Köpenick werben neun Parteien um Zustimmung. Parteien, die mehr als 3% der Stimmen erreichen, ziehen in die BVV ein. Der Prozentsatz an gewonnenen Stimmen der Parteien bestimmt ihren Anteil an Verordneten auf den 55 Sitzen der BVV und die Zusammensetzung des Bezirksamtes (Bezirks-Bürgermeister und -Stadträte). Zur Wahl des Abgeordnetenhauses können sich Wähler ab 18 Jahren auf dem weißen Zettel (Erststimme) für einen von neun Kandidaten entscheiden. Wer von denen in unserem Wahlkreis (Adlershof/Altglienicke) die meisten Stimmen erhält, zieht ins Parlament ein (Direktkandidat). Der blaue Zettel (Zweitstimme) enthält 23 Parteien. Jede, die mehr als 5% der Stimmen erhält, kann entsprechend dem Anteil an gewonnenen Stimmen Mitglieder ins Berliner Abgeordnetenhaus entsenden. Dabei sind die Direktkandidaten zu berücksichtigen. Die neu gewählten Mitglieder des Abgeordnetenhauses wählen den Senat, bestimmen über die Zusammensetzung der Berliner Regierung. Ungewöhnlich ist ein weiterer, grauer Stimmzettel. Mit ihm

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Wahlsonntag
nimmt man an einer Volksabstimmung teil, die es zu einer Änderung der Berliner Verfassung gibt. Bereits mit der Wahlbenachrichtigung erhält man dazu ausführliche Informationen. W.S. In Treptow-Köpenick waren bis Redaktionsschluß 15 Wahllokale angemeldet, darunter in Adlershof die Stefan-Heym-Bibliothek in der Dörpfeldstraße 56. Am Abend des 8.9. findet von 17-22 Uhr in der Alten Feuerwache in Schöneweide, MichaelBrückner-Str. 7, eine große Wahlparty mit Wahlstudio statt, in dem Hochrechnungen veröffentlicht werden. Zudem werden Politiker Rede und Antwort stehen, und es gibt Live-Musik. Alle U18-Wahlunterlagen unter www.u18.org. Infos: 2830230.

Stimmabgabe schon möglich
Die Wahlen in Berlin finden am 17. September von 8-18 Uhr in zahlreichen Wahllokalen statt. Das zuständige Wahllokal findet man auf der Wahlbenachrichtigung, wie auch alle wichtigen Erläuterungen. Bereits vor dem Wahltag kann man seine Stimmen abgeben – per Briefwahl oder im Sonderwahllokal. Dazu muß man seine Wahlbenachrichtigung und ein gültiges Personaldokument (Personalausweis oder ein amtliches Dokument mit Bild und Stempel) mitnehmen. Gewählt werden kann von Montag bis Freitag in der Zeit von 8-18 Uhr im Rathaus Köpenick, Alt-Köpenick 21, Raum 106, oder im Rathaus Treptow, Neue Krugallee 4, Raum 220. Die Briefwahl ist bis zum 15.9., 18 Uhr möglich. Weitere Informationen unter Tel. 6172-2732, -2731. W.S.

U18 Jugendwahl – „Probelauf“ für junge Menschen
Anläßlich der Wahlen findet unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des Abgeordnetenhauses, Walter Momper, die Jugendwahl U18, gemeinsam mit der Erstwählerkampagne zur Wahl der Bezirksverordnetenversammlungen „06 – Mein erstes Mal“, statt. Am Freitag, dem 8.9., (in einigen Wahllokalen bereits am 7.9.) können Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren bis 18 Uhr ihre Stimme für die Kandidaten und Parteien zur Abgeordnetenhauswahl 2006 abgeben, unter nur leicht veränderten Bedingungen und ohne direkte Auswirkungen auf die Regierungszusammensetzung in Berlin. Das Anliegen ist: - jungen Leuten die Verbindung von Wahlen und Einflußnahme auf die Gestaltung des Umfeldes zu verdeutlichen und ihr Interesse an politischen Fragen zu steigern, - sie auf die Teilnahme an echten Wahlveranstaltungen vorzubereiten, - die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen stärker in den Blickpunkt der Politik und der Öffentlichkeit zu rücken.

Abgeordneten-Sprechstunde

Uwe Doering,
Mitglied des Abgeordnetenhauses für die Linkspartei und Direktkandidat im Wahlkreis 3 (Adlershof/Altglienicke), lädt ein zu einer öffentlichen

Ausweis nötig
Erstmals sind rund 60 000 Berliner im Alter von 16 und 17 Jahren bei den Wahlen zu den Bezirksverordnetenversammlungen wahlberechtigt. Um an der Wahl teilnehmen zu können, muß ein Personalausweis oder ein anderer amtlicher Ausweis mit Lichtbild (z.B. Reisepaß oder Führerschein) im Wahllokal vorgelegt werden.

Runder Tisch
Am 28. September lädt der „Förderverein Landschaftspark Flugfeld Johannisthal“ wieder zu einem Runden Tisch um 17 Uhr ins Gebäude der WISTA Management GmbH (Rudower Chaussee 17) ein. Alle an der Entwicklung des Landschaftsparks Interessierte sind jederzeit willkommen. W.S.

Bürger-Sprechstunde
am 8. September, 16 - 18 Uhr, im Kulturzentrum Alte Schule Adlershof

PRIEPKE
030 / 670 20 20
Abschied mit Liebe . . .

Archiv geschlossen
Wegen des Umzuges des Heimatmuseums Treptow ins historische Rathaus Johannisthal bleibt das Stadtgeschichtliche Archiv bis Oktober 2006 geschlossen. Die Sonderausstellung zum 100. Jahrestag des Teltowkanals im Heimatmuseum Treptow ist Di bis Do von 10-16 Uhr und an Sonntagen von 14-18 Uhr zu besichtigen.

BESTATTUNGSHAUS

Hackenbergstraße 12 Berlin-Adlershof / Am Friedhof

TAG & NACHT

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75 Jahre katholische Kirche Christus König
Nach den Feiern des 65. und 70. Kirchweihfestes (s. AZ Nr. 29 + 89) ist der 75. Jahrestag ein besonderer Tag der Erinnerung, Dankbarkeit und Freude. Einige Gedanken zur Geschichte der Gemeinde sollen darauf einstimmen: Ende des 19. Jahrhunderts wurde in den aufstrebenden Vororten im Südosten von Berlin auch die Zahl der zugewanderten Katholiken immer größer. Zu den von der Mutterkirche St. Josef in Cöpenick ausgehenden Gemeindegründungen gehörte auch Adlershof. Die von Cöpenick seelsorgerisch schwierige Betreuung bewog Pfarrer Erzpriester Karst, hier einen Kirchenbau anzustreben. Durch eifriges Sammeln und durch Spenden konnte ein Grundstück in der Friedlander Straße erworben werden. Erster Weltkrieg und Inflation ließen den Kirchenbaufonds zusammenschmelzen und machten alle Baupläne unmöglich. Ab 1921 konnte jedoch sonntags (14tägig) in der Schulaula Radickestraße der Gottesdienst gefeiert werden, ab 1923 jeden Sonntag. 1927 wurde mit Pfarrer Alfred Brinkmann die selbständige Kuratie Adlershof errichtet. Ein Grundkapital und große Spendenfreudigkeit (60 Familien erklärten sich bereit, bis zur Vollendung des Baus wöchentlich einen Stundenlohn zu zahlen) ließen die Pläne für den Neubau konkrete Gestalt annehmen. Ein zentral gelegenes Grundstück in der Kaiser-Wilhelm-(Nipkow-)Straße wurde erworben. Nach erstem Spatenstich und Grundsteinlegung 1928 wurde die Kirche bereits im August 1929 fertig. Da der zuständige Weihbischof Dr. Deitmer Anfang 1929 verstorben war, erhielt das Gotteshaus erst am 13. September 1931 durch Dr. Christian Schreiber, dem ersten Bischof des neu gegründeten Bistums Berlin die feierliche Weihe (Konsekration) und den Namen „Christus König“ (s. AZ Nr. 89). Maximilian Habersetzer schuf die schönen Keramikplastiken im Altarraum: der segnende Christus im Mittelpunkt seiner 12 Apostel. Die wuchtige Turmfassade erinnert an die Form alter Dorfund Wehrkirchen. Das große Eingangsportal in der Mitte des Turmes lädt zum Eintreten ein. Ein ähnlicher Gebäudeteil wie rechts vom Turm sollte links entstehen und Schwesternstation mit Kindergarten bzw. -hort sowie Pfarrsaal aufnehmen. Diese Pläne hat der 2.Weltkrieg zunichte gemacht. Pfarrer Brinkmann übernahm 1939 eine andere Gemeinde in Viele Gemeindemitglieder „verließen den Osten“. Nach dem Mauerbau 1961 gab den „Daheimgebliebenen“ persönlicher Glaube und die Gemeinschaft der Glaubenden einen wichtigen Halt. Als Erzpriester Daniel 1968 in den Ruhestand ging, folgte Pfarrer Georg Salzmann. Während seiner Zeit wurde die „religiöse Kinderwoche“ (staatliches Zugeständnis für die religiöse Arbeit mit Kindern) ein bestimmendes Gemeinschaftserlebnis. In diese Zeit (1970) fiel auch die bauliche Veränderung des Altarraumes entsprechend der Liturgiereform: der Altartisch wurde in die Mitte des Altarraumes gestellt. 1986 übernahm Pfarrer Klaus Spors die Gemeinde, in der er bis 1991 blieb und von Pfarrer Horst Herrfurth abgelöst wurde. Nach Renovierung des Pfarrhauses wurde 1996 das alte kleine Pfarrheim zum jetzt größeren umgebaut, das viele Gemeindeveranstaltungen ermöglicht. Die jahrelange Zusammenarbeit der christlichen Kirchen in Adlershof fand einen Höhepunkt anläßlich des 1. Ökumenischen Kirchentages 2003 in Berlin mit dem Fest der Begegnung und der Eröffnung der „Ökumenischen Pforte“ zwischen den Grundstücken der katholischen und evangelischen Gemeinden. Ein weiterer Höhepunkt war 2004 die gemeinsame Beteiligung der Christen in Adlershof am feierlichen Gottesdienst in der Verklärungskirche und am Festumzug mit einem „gemeinsamen Boot“ zum 250. Ortsjubiläum von Adlershof. Die Feier des 75. Jahrestages der Christus König Kirche wird von den katholischen Gemeinden in Altglienicke und GrünauBohnsdorf mitgetragen, die mit der Adlershofer Gemeinde zusammengefaßt wurden. Das Programm wird gesondert ausgewiesen. Dr. Gerhard Glugla Horst Herrfurth, Pfarrer

Federzeichnung: Bartoschek

Berlin, ihm folgte Pfarrer Walter Adolph in die zur Pfarrei erhobene Kuratie. Während des „Dritten Reiches“ wurde die Gemeindearbeit mit Kindern und Jugendlichen durch Auflösung „katholischer Verbandsarbeit“ zunehmend schwerer. Viele Gemeindemitglieder sind im 2. Weltkrieg an der Front „gefallen“ oder wurden vermißt. Durch Luftangriffe entstanden am Kirchengebäude mehrfach Schäden. Pfarrer Adolph bemühte sich während der Kriegsjahre seelsorgerisch sehr um die verschleppten und in Adlershof ansässigen ausländischen Zwangsarbeiter. Er konnte mit ihnen regelmäßig Gottesdienst feiern. Die letzte Erstkommunion der Kinder war 1943; erst 1946 konnte wieder eine größere Anzahl von Kindern zur Erstkommunion gehen. Die schwerste Zeit war 1945 mit häufigen Luftangriffen und vorgeschriebenen „Nutzungszeiten“ des Gotteshauses (Verdunkelungspflicht). Das erste Glockengeläut nach Beendigung der Schlacht um Berlin erfolgte am 5. Mai 1945. Pfarrer Adolph wurde 1945 ins Domkapitel berufen. Als Gemeindepfarrer folgte ihm Erzpriester Ernst Daniel, letzter Probst von Stettin. Während der Nazizeit war er wegen angeblicher Verwick-

lung in den „Fall Stettin“ (Duldung staatsfeindlicher Umtriebe) zwei Jahre im Zuchthaus. Nach Kriegsende galt es, die schlimmen Erfahrungen zu verarbeiten. Hierbei halfen die Gemeinschaft der Glaubenden, Gebet und Gottesdienst, aber auch ideelle und materielle Hilfe durch Nahrungs- und Kleiderspenden. In den 50er Jahren entwickelte sich ein intensives Gemeindeleben mit vielen Veranstaltungen. Die Jungen waren weitgehend bei den Georgspfadfindern aktiv. Mit den Jahren nahmen staatlicher Druck, Bevormundung und Behinderung der religiösen Arbeit insbesondere mit Kindern und Jugendlichen zu.

BESTATTUNGEN
seit 1882

Kirchliche Termine siehe Seite 12

Kiefholzstraße 249 • 12437 Berlin Telefon 532 83 35 • 532 82 08 Telefax 53 00 79 09

Hackenbergstraße 20 • 12489 Berlin Telefon 677 54 43 Telefax 67 89 29 39

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Nr. 149

„Elfter September“
Das historische Datum 11. September 2001 veranlaßt den Adlershofer APHAIA-Verlag am 11.9. um 19.30 Uhr unter dem Thema „Elfter September“ zu einer „Montags-Lesung mit LiveMusik und Gespräch“ ins Kulturzentrum Alte Schule (Dörpfeldstr. 54) einzuladen. Die Autoren Mitch Cohen (USA/Berlin) und Ralph Grüneberger (Leipzig) kommen zu Wort und Mustafa Yesilyurt (Türkei/Berlin) trägt experimentelle Worldmusik vor. Eintritt: 6 € (erm. 4 €). W.W.

Fotografien, Malereien und Objekte in der Alten Schule
Noch bis 19. September empfehle ich Ihnen, in der Galerie in der Alten Schule die anrührenden Fotografien von Ludwig Rauch (Jg. 60) unter dem Titel „Paradise“ zu betrachten. Erst dann ist zu begreifen, was es bedeutet, „Schmerz und Trauer in den Abstand der Würde zu heben“ (s. AZ Nr. 148). Die ausgelegten Geleitworte können für das Verständnis des Gezeigten sehr hilfreich sein. Am 29.9. wird um 20 Uhr die nächste Ausstellung „Drei vor Ort“ mit Arbeiten von im Bezirk ansässigen Künstlern vorgestellt. Nuria Quevedo (Jg. 38) präsentiert Malerei und Druckgrafik, Dieter Goltsche (Jg. 34) Arbeiten auf Papier und der Adlershofer Wolfgang Domröse (Jg. 48) Collagen, übermalte Druckgrafik und „Objekte“. Die Öffnungszeiten der Galerie sind: Di, Mi, Do 12-19 Uhr, Fr 12-17 Uhr und Sa 15-19 Uhr. Sie ist So/Mo und an Feiertagen geschlossen. Im Café („Seniorentreff“) in der „Alten Schule“ stellt im September traditionsgemäß der Adlershofer Kunstkreis seine Werke vor, diesmal vom Pleinair im sommerlichen Naturpark Schlaubetal (s. links). Das Café ist normalerweise werktags von 10 bis 17 Uhr zugänglich. Im Mehrzweckraum („Bürgersaal“) werden bis 20.9. die Ergebnisse des Sommer-Workshops „Freie Malerei“ mit Kerstin Seltmann gezeigt. Unter dem Thema „Licht und Leuchten“ präsentieren neun Damen und zwei Herren Malerei und Zeichnungen auf Papier und Leinwand. Die Bilder können zu den Essenszeiten sowie nach Vereinbarung (Tel.: 67 77 68 11) besichtigt werden. W.S.

Casablanca
Ihr Kino in Adlershof

Filmhighlights für 3,- € (Immer Mittwoch, gegen 19 Uhr)
6. September „X-Men 3“ 13. September „Maria an Callas“ 20. September „Poseidon“ 27. September „Good Night and Good Luck“

Demnächst
• Malen oder Lieben • Geheime Staatsaffären • Volver • Man muss mich nicht lieben

Pleinair im Schlaubetal
90 km östlich von Berlin liegt der verträumte, 227 km2 große Naturpark Schlaubetal. Die südlich des Wirchensees entspringende Schlaube reiht auf ihrem 20 km langen Weg große und kleine Seen wie eine Perlenkette auf. Das Tal bezaubert durch seine unberührte Natur und eine ungeahnte Vielfalt an Flora und Fauna, die richtige Szenerie für das Pleinair 2006 unseres Adlershofer Kunstkreises. Vom 19. - 21. Mai waren wir in der neuen Jugendherberge Bremsdorf hervorragend untergekommen. Schon am Anreisetag schwärmten alle acht Mitglieder aus, um schöne Motive zu suchen. Am Abend konnten in gemütlicher Runde bereits erste Skizzen und Zeichnungen ausgewertet werden. Am nächsten Tag malten und zeichneten wir an der Schwarkoer Mühle und machten einen Abstecher zur barocken Klosteranlage Neuzelle. Im Klostergarten besuchten wir eine schöne Ausstellung. Am dritten Tag machte Regen unsere Pläne hinfällig, so daß wir heimfuhren. Das Ergebnis des Pleinair kann ab 1.9. im Café (Seniorentreff) in der Alten Schule besichtigt werden. Zum Herbstfest am 23.9. laden Mitglieder unseres Kunstkreises von 11-16 Uhr zum Gespräch über die ausgestellten Bilder und zu weiteren Aktivitäten ein. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Hans-J. Tschiersnitz

Für weitere Informationen einfach anrufen

677 57 52
oder vorbeischauen

„Hurra, Patient Deutschland – wir schrumpfen uns gesund“
Das meint am 22.9. um 20 Uhr das Kabarett-Duo „Die Verrenkten“. Stephan Weiß aus Köpenick und Albrecht von Lucke aus Ingelheim versprechen heilsame Strapazierung der Lachmuskeln nach Omas Motto „Lachen ist die beste Medizin!“. Die beiden Dialektiker tischen ganz dick vom kannibalistischen Alltag des Berliner PolitBetriebes auf, getreu der Devise: Lachen Sie, so lange es was zu lachen gibt! Restkarten sind bei Frau Kästner im Seniorentreff in der Alten Schule (Dörpfeldstr. 54) für 5 € erhältlich. W.W.

Friedenstraße 12/13 12489 Berlin www.casablanca-berlin.de

Den „ganzen Faust“ in 90 Minuten im Schlossplatztheater
„fastFaust“ – das Lustspiel von Albert Frank nach Goethe – steht im September wieder auf dem Spielplan des Schlossplatztheaters Köpenick, Alt-Köpenick 31-33. Freitags und samstags kann man sich ab 20 Uhr daran erfreuen, wie heiter und leicht die beiden Darsteller in die verschiedenen Figuren schlüpfen und den „ganzen Faust“ in 90 Minuten spielen. Die Vormittagsveranstaltungen an den Wochentagen sind dem Mozartjahr 2006 gewidmet. Als phantasievolles Spektakel wird für Kinder der 3. bis 6. Klasse die Oper „Mozart und die Zauberflöte“ aufgeführt. Das Junge Schlossplatztheater präsentiert am 8., 9., und 22. September ab 20 Uhr sowie am 23. September ab 18 Uhr open air im Garten der Alten Möbelfabrik, Karlstraße 12, die neue Telenovela „Ti amo“. Weitere Informationen unter www.schlossplatztheater.de und Tel. 651 651 6.

Lesung: ,,Ohne Theo nach Lodz“
Im Salon im Grünen No. 31 liest am 26. September ab 19.30 Uhr Steffen Mensching aus seinen Romanen „Lustigs Flucht“ und „Ohne Theo nach Lodz“ im Haus des Kulturbundes Treptow, Ernststraße 14/16. Bekannt wurde der Autor in den 80er Jahren durch die selbst geschriebenen hintergründig-philosophischen Kabarettprogramme im Liedertheater „Karls Enkel“. Für einen Unkostenbeitrag von 3 bzw. 2 € kann man die Bekanntschaft von Steffen Mensching und Ernst Lustig (44, geschieden, Literaturwissenschaftler ohne festen Job und überzeugter Anti-Tourist) machen. Informationen auch zu weiteren Veranstaltungen unter 53 69 65 34.

Wechselnde Speisekarte mit selbstgemachten Pastas und Steinofenpizzas Platz der Befreiung 1 Tel.: 66 77 58 20 Täglich 16 00 - 24 00 Uhr 12489 Berlin-Adlershof Fax: 66 77 58 19 Sa/So 1130 - 24 00 Uhr

Heinz Weiß Glasermeister Hackenbergstraße 5 12489 Berlin-Adlershof Tel.: (030) 612 51 38 Fax: (030) 611 70 17

Glaserei

Weiß

Alles rund ums G l a s

Bildereinrahmungen • Spiegel Neu- und Reparaturverglasungen

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Sonnabend, 23. September 2006, ab 11 Uhr, Kulturzentrum „Alte Schule“, Dörpfeldstraße

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4
frei! Eintritt
Änderungen vorbehalten

Unterhaltung und Vergnügen für jung und alt!

Aus dem Programm:
❏ ❏

Andersens Puppentheater
(11 Uhr in der Bibliothek)

Info- & Verkaufsstände von Adlershofer Einrichtungen
… und außerdem am Herbstfest-Samstag:
• Besichtigung der Verklärungskirche,
Arndtstraße, von 15-17 Uhr mit Turmbesteigung

Musik, Musik, Musik
Junge Adlershofer Talente Rock & Pop Gospels afrikanische Klänge

• In die Christus-König-Kirche,
Nipkowstraße, wird von 15-17 Uhr in die „offene Kirche“ eingeladen

❏ ❏

Große Tombola
mit Spenden der Adlershofer Gewerbetreibenden

Spaß und Spiel
für Kinder auf dem Innenhof
Für Speis’ und Trank ist bestens gesorgt!

Das Adlershofer Festkomitee und das Kulturzentrum „Alte Schule“ laden recht herzlich ein und wünschen viel Vergnügen!

Was läuft im September in der
Täglich geöffnet
Mittwoch Ruhetag
Indische Spezialitäten zu zweit
und nur einer muß bezahlen

am Dienstag, dem 19. September, ab 18 Uhr
„Lehrlings-Kochtag“
alle Gerichte für 7 €

am Dienstag, dem 26. September
Vorankündigung:
Ständige Sonderangebote: Grillhaxe + ein Schwarzbier (montags 9,00 €) Eisbein + ein Pilsner (donnerstags 7,90 €) Tasse Kaffee + Stück Kuchen (Sa/So 2,50 €)

Großes Schlachtefest mit erstem Bockbieranstich

am 7. Oktober ab 19 Uhr
(Vorbestellung erforderlich!)

KGA „Am Adlergestell“ Neltestraße 19d ¤ 671 42 41

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Eine Ansicht aus der Genossenschaftssiedlung kurz nach ihrer Erbauung Fotos: Archiv Hinte; Marks durch die Berliner Baugenossenschaft

Der Färber Hermann Köffers – Genossenschaftler der ersten Stunde – mit seiner Frau und ihr Haus in der Genossenschaftsstraße 3 (heute Nr. 61)

Traditionsreiche Genossenschaftssiedlung – eine grüne und ruhige Oase in Adlershof
120 Jahre Berliner Baugenossenschaft – 120 Jahre Genossenschaftssiedlung in Adlershof
1893 war die erste Siedlung der Berliner Baugenossenschaft (BBG) fertiggestellt. Zunächst führten ehemalige Feldwege durch die Kolonie bis zur Gemeindegrenze an der Cöpenicker Forst, der Cöllnischen Heide, die gleich hinter den letzten Genossenschaftshäusern begann. Im ersten Bebauungsplan wurden sie als Straße III und VI geführt und 1889 in Helbig- bzw. Genossenschaftsstraße benannt. Wie auf alten Fotos zu sehen ist, gruben die Fuhrwerke ihre Spuren zuerst noch deutlich in den Sand. Aus Verwaltungsunterlagen geht hervor, daß die Helbigstraße 1899 „reguliert und mit polygonalem Kopfsteinpflaster“gepflastert wurde; die Hackenbergstraße wurde erst später gepflastert. Die Genossenschaft mußte diese Arbeiten wie auch die Bepflanzung mit Straßenbäumen auf eigene Kosten ausführen. Über die Helbigstraße ist bekannt, daß 1904 dort 62 alte und 38 neue Rüster standen. Wir können von der gleichen Zahl Rüster (Ulmen) und Kastanienbäume in der Genossenschaftsstraße ausgehen. Beim Bau der Genossenschaftssiedlung ließ sich der Vorstand nicht nur von ökonomischen und sozialen Grundsätzen leiten. Bei der äußeren Gestaltung der Häuser sollte eine „abwechselungsvolle Bauart den Charakter der Einförmigkeit“ vermeiden, „und sei es nur, ... indem die einzelnen Häuser in verschieden gefärbten Ziegeln ausgeführt würden, und indem Wand und Dach noch besonderen Schmuck durch einzelne bunte Steinschichten erhielten“. Diese einfachen, aber wirksamen Variationen sind noch heute zu bewundern. Ebenso sind die Gedanken aus den Gründerjahren der Baugenossenschaft hochaktuell: „Einförmig gebaute Arbeiterquartiere haben leicht den Charakter der Trostlosigkeit; diese Stimmung belastet auch die Bewohner ... wer dort wohnt, spinnt sich leicht in Ideen ein, die ihn nicht mit der Gesellschaft versöhnen, sondern ihn auch in einer besseren Wohnung die Empfindung einer bedrückenden Sonderstellung unter seinen Mitmenschen wach halten. Dieses psychologische Moment darf in seiner Bedeutung nicht unterschätzt werden ...“ Abwechslung der Baugestaltung brachten auch unterschiedlich angeordnete Giebel, die beim Einbau von Dachwohnungen aufgesetzt wurden. Noch einmal baute die Genossenschaft 1898/99 Häuser in Adlershof an der in den 1890er Jahren angelegten Sedanstraße (später Arras-, heute Florian-GeyerStraße) 70-78, 84-94. Es waren zwei Wohnblöcke mit elf in einer Reihe gebauten dreigeschossigen Häusern. Im Keller gab es eine Waschküche, im Erdgeschoß und im 1. Stock befanden sich je zwei Stuben und Küche, im 2. Stock Stube, Kammer, Küche sowie ein Bodenraum. Die schmalen, unterschiedlich gestalteten Jugendstilfassaden ziehen sofort die Blicke der Besucher an. Auch hier gehörten kleine langgestreckte Gärten mit ca. 370 m2 hinter den Häusern zur Ausstattung. Als am 16. April 1899 die Generalversammlung der BBG letztmals in Adlershof im Restaurant von Leopold stattfand, konnte sie auf den Bau von 178 Häuser im Berliner Umland verweisen, einschließlich der 55 in Adlershof errichteten. 1894-1896 waren auch in Baumschulenweg 55 Häuser gebaut worden, 1904/05 kamen 28 hinzu. Die Gemeindevertretung von Treptow (Baumschulenweg gehörte damals zur Gemeinde Treptow) hatte das gemeinnützige Wirken der BBG in ihrem Ort erkannt und deshalb 1904 beschlossen, den Straßen 10 und 13 die Namen Schrader- bzw. Wohlgemuthstraße zu geben. (Letztere wurde 1940 von den Nazis aus rassistischen Gründen in „Lauerzeile“ umbenannt und erhielt 1947 wieder ihren ursprünglichen Namen.) Die Zahl der Mitglieder hatte sich inzwischen auf 914 erhöht, davon waren 593 unselbständig Beschäftigte. Die Versammlung wurde informiert, daß Louis Helbig 1899 mit 57 Jahren verstorben war. Ein Jahr zuvor, am 19. Januar 1898, mußte die BBG bereits den plötzlichen Tod ihres Mitbegründers und Vorsitzenden Gabriel Wohlgemuth im Alter von 48 Jahren zur Kenntnis nehmen. Er war einer der „tätigsten und beliebtesten Mitglieder der Berliner Stadtverordnetenversammlung“, wie das „Berliner Tageblatt“ am folgenden Tag schrieb. Dem Verstorbenen, Inhaber eines großen Baugeschäftes, wurde „besondere Geschicklichkeit und guter Geschmack“ bescheinigt. Besonders erwähnte der Nachruf die Errichtung der Ausstellung „Kairo“ auf der Berliner Gewerbeausstellung

(Teil III)

1896 im Treptower Park (s. AZ Nr. 24). Die an der heutigen Straße Am Treptower Park gegenüber der Parkanlage von Wohlgemuth aufgebauten Nachbildungen einer Pyramide, von Minaretten und orientalischen Straßenzügen, belebt durch ägyptisch gekleidete „Kairoer“, wurden zum besonderen Anziehungspunkt dieser, einer Weltausstellung gleichkommenden Veranstaltung. Auch mit einem Musterhaus der BBG wartete Wohlgemuth im Treptower Park auf. Auf dem jüdischen Friedhof in Weißensee wurde der Verstorbene von einer großen Trauergemeinde bestattet. Die Berliner Baugenossenschaft hatte mit Wohlgemuth und Helbig zwei ihrer Pioniere verloren, jedoch zu jener Zeit bereits ihre Feuerprobe bestanden und über Adlershof hinaus Fuß gefaßt. Als Nachfolger Wohlgemuths wählte die Generalversammlung Karl Schrader zum Vorsitzenden (zuvor Aufsichtsratsvorsitzender) und Dr. phil. Paul Nathan zum Aufsichtsratsvorsitzenden. Dem Vorstand gehörten weiterhin aus Adlershof der Rendant (Kassierer) der BBG, Kaufmann Ernst Syring (Genossenschaftsstr. 66), der am 8.10.1907 verstarb, und dem Aufsichtsrat Lehrer Hermann Suppas (Hackenbergstr. 11) an. Im Adreßbuch für Adlershof von 1895/96 können 116 Besitzer bzw. Mieter in den Genossenschaftshäusern gezählt werden. Davon waren rund 60 Arbeiter, etliche Angestellte, einige Handwerksmeister, drei Kaufmann, sechs Witwen und drei Fabrikanten. Die Genossenschaftsgast-

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1898/99 baute die Genossenschaft Häuser an der Sedanstraße (später Arras-, heute Florian-Geyer-Straße). Links das Haus von Willy Mälzer auf einem Bild von 1911, daneben ein Foto aus heutiger Zeit

Das Ehepaar Elisabeth Marie und Friedrich Hermann Göpel vor 1900

stätte hatte Restaurateur Franz Rohde gepachtet, spätere Inhaber waren P. Toepfer, R. Kaul und K. Rolle. Zu den die längste Zeit in der Genossenschaftssiedlung wohnenden Adlershofer Familien gehört die des Cartonagen-Fabrikanten Rudolf Richter (s. AZ Nr. 7), der in die alte Adlershofer Familie Leopold eingeheiratet hatte und dessen Angehörige noch im Haus Helbigstraße 19 wohnen. Ein anderer Genossenschaftler war Färber Hermann Köffers (Genossenschaftsstr. 61), sein Sohn Werkmeister Paul Köffers (18771944), sowie dessen Sohn Schlosser Herbert Köffers (1905-1981), der von 1929 bis 1940 eine AutoReparaturwerkstatt unterhielt und noch bis in die 1970er Jahre manchem Pkw-Besitzer mit Sachverstand hilfsbereit unter die Arme griff. Nachfahren leben noch im Ort. Ein anderer Genossenschaftler der ersten Stunde war Tischler Hermann Göpel sen. (Genossenschaftsstr. 47). Ihm folgte der Sohn, Tischler Hermann Göpel jun., der 1931 verstarb und das Haus seiner Witwe hinterließ. Buchdruckereibesitzer Albert Galonska, der bereits 1893 in der Bismarckstraße 20 (Dörpfeldstr. 63) wohnte, war in den Jahren bis 1902 in die Genossenschaftsstraße 30 gezogen. Von seinem Haus am Marktplatz kündete eine weit sichtbare Aufschrift von seinem Metier. Er war Herausgeber der „Adlershofer Zeitung“, die bis

in die 1930er Jahre die Adlershofer begleitete (und seit 1994 in neuer Gestalt als Monatszeitung wieder erscheint). In der Genossenschaftsstraße verlebte Drehbuchautor und Schriftsteller Wolfgang Kohlhaase mit Schul- und Spielkameraden wie dem kürzlich verstorbenen Klaus Bläsing aufregende Kindheits- und Jugendjahre, über die er u.a. in seinen Erzählungen „Sylvester mit Balsac“ berichtete (s. AZ Nr. 18 + 144). Die BBG weitete nach der Jahrhundertwende ihre Bautätigkeit verstärkt aus. Nachdem die Stadt Berlin der Genossenschaft 1903 ein Hypothekendarlehen in Höhe von 500.000 M bereitstellte, konnte sie an der Liebenwalder-, Ecke Malplaquetstraße ein Grundstück erwerben. „Im tiefen Wedding“ entstand so ein beispielhaftes genossenschaftliches Mietshaus als Gegenstück zu den weit verbreiteten Mietskasernen. Der fünfgeschossige Bau enthielt 192 Ein-, Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen mit Doppelfenstern und Innentoiletten (!), die meisten mit Balkon und einige mit Bad. Es gab Gemeinschaftseinrichtungen wie eine Bibliothek, einen Kindergarten und einen 100 Personen fassenden Festsaal (heute „Bürgersaal“). Er wurde vom Aufsichtsratsmitglied Weisbach für Geselligkeiten, Theateraufführungen und Familienfeste ausgestattet. Karl Schrader stiftete dem Kindergarten Kunstdrucke, ein Aquarium und Spielzeug und kam

für dessen Unterhaltung auf. Er sah in dieser Fürsorge eine würdige Erinnerung an seine verstorbene Frau Henriette, einer engagierten Pädagogin und Fröbel-Schülerin, die gemeinsam mit ihm 1872 das Pestalozzi-Fröbel-Haus in Schöneberg gegründet hatte. Für die damals komfortablen Wohnungen waren etwa 34 M Miete zu zahlen. Das 1906 eingeweihte Haus erhielt den Namen „KarlSchrader-Haus“, der es heute noch ziert. Derzeit hat die BBG mehr als 7.800 Mitglieder und einen Bestand von 6.532 Wohnungen in 21 Berliner Ortsteilen bzw. Vororten. Sie ist die älteste und aktivste der 26 im „Genossenschafts-Forum“ zusammenwirkenden Berliner Wohnungsbaugenossenschaften. Auch in Adlershof haben seit den 1950er Jahren Arbeiterwohnungsbaugenossenschaften (AWG) zur Erweiterung des Wohnungsbestandes beigetragen und halten bis heute die Idee des genossenschaftlichen Bauens und Wohnens wach. 1995 wurden die Bauten der BBG in Adlershof unter Denkmalschutz gestellt. Sie erinnern an die sehr frühe soziale Initiative verantwortungsbewußter Männer, die bis heute beispielhaft ist. Möge unsere traditionsreiche Genossenschaftssiedlung den Adlershofern auch weiterhin als grüne und ruhige Oase inmitten des unweit geräuschvoll brodelnden Verkehrs eine willkommene Abwechslung bieten. Rudi Hinte

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„Wo die Schornsteine von Filzfabrik, Fahrradfabrik und Lindt & Sprüngli rauchten“ lädt Ortschronist Rudi Hinte kostenfrei zu einer Führung durch ein altes Fabrikviertel in Adlershof ein. Treff ist am 9. September um 10 Uhr am Adlergstell/Ecke Büchnerweg.

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Nr. 149

„Seniorentreff lädt ein
Die regelmäßigen Veranstaltungen des „Seniorentreff in der Alten Schule“ im Café, Dörpfeldstr. 54, haben wir aktualisiert in AZ Nr. 141 mitgeteilt. Einige weitere, neue Angebote wurden in AZ Nr. 143 + 145 offeriert. Auskünfte und Anmeldungen zu Veranstaltungen (auch für die Mittwochnachmittage) bitte unter 67 89 28 86. Außerdem bietet das September-Programm: 6.9., 14.00 Uhr: Christa Katzur liest eigene Geschichten im Berliner Dialekt mit Herz und Schnauze (1,50 €) 8.9., 14.30 Uhr: Fröhliches Grillfest (Anmeldung erbeten!) 13.9., 14.30 Uhr: Tanz mit Herrn Greuel (2,50 €) 20.9., 14.30 Uhr: Kaffeenachmittag mit Informationen des Pflegedienstes Avita 27.9., 14.30 Uhr: Tanz mit Herrn Kaiser (2,50 €)

Mit dem Seniorenbus im September unterwegs
4.9. Wir fahren ins Umland von Berlin. Je nach Wunsch werden wir uns die Umgebung anschauen und nett einkehren. (Fahrtkosten: 18 €) 12.9. Fahrt in die Nähe der Bernauer Heide an den Wandlitzer See. Mit Spaziergang und anschließendem Mittagessen in einem Lokal wollen wir uns einen schönen Ausflugstag gönnen. (Fahrtkosten: 19 €) 20.9. Heute können wir preiswert einkaufen (auf dem Markt in Polen). (Fahrtkosten: 23 €) 28.9. Das Krongut Bornstedt in Potsdam ist ein einzigartiges Ensemble preußischer Geschichte. Heute lädt es zum Shoppen ein: 21 Gewerke sind hier unter einem Dach vereint, wie die königliche Hofbäckerei, die Glashütte (dem Glasbläser kann man bei der Arbeit zusehen), die Kerzenzieher und viele mehr. (Fahrtkosten: 17 €) Telefonisch anmelden können Sie sich montags bis freitags von 9-13 Uhr unter 6 25 10 19. Außerhalb dieser Zeiten sprechen Sie bitte Ihren Namen und Ihre Telefonnummer auf das Band. Nennen Sie uns den Ausflugstag und informieren Sie uns, ob Sie einen Rollstuhl oder Rollator mitnehmen müssen. Bitte daran denken, den Schwerbehindertenausweis oder andere Ausweise für Ermäßigungen in Einrichtungen dabei zu haben! Sie werden zu den Fahrten zwischen 8.30 und 9.30 Uhr abgeholt. Viel Spaß und schöne Stunden wünscht Ihnen Ihr VdK-Team

Die Tücken mit dem Rücken
Rückenbeschwerden haben sich mittlerweile schon zu einem Volksleiden entwickelt. Gerade die Entwicklung der Lebensweise in Industrienationen wie Deutschland führt dazu, dass sich Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule immer weiter verbreiten. Häufiges Sitzen durch Büroarbeit sowie ein allgemeiner Bewegungsmangel, aber auch Haltungsfehler sind Hauptursachen für Rückenschmerzen, weil dadurch die Bandscheiben übermäßig belastet werden. Und das ist auch schon unser erster Rat: Versuchen Sie, wann immer es geht, die Bandscheiben zu entlasten. Achten Sie zum Beispiel beim Anheben von Lasten darauf, den Rücken gerade zu halten, und lassen Sie die Oberschenkelmuskeln die Hauptarbeit leisten. Es gibt viele weitere alltägliche Begebenheiten, bei denen Sie einmal bewusst auf Ihre Körperhaltung achten sollten. Sie werden feststellen, dass es im Prinzip recht einfach ist, durch kleine Haltungsänderungen zu spürbaren Entlastungen der Wirbelsäule zu kommen. Und wenn Sie einmal unter besonders starken Rückenschmerzen leiden, etwa durch einen Hexenschuss, können wir Ihnen mit wirksamen Medikamenten helfen.

Berufungsvorschläge für die bezirkliche Seniorenvertretung
Für die Dauer der kommenden Wahlperiode der BVV sind gemäß Berliner Seniorenmitwirkungsgesetz die Mitglieder der bezirklichen Seniorenvertretung zu berufen. Berufen werden können alle Senior(inn)en, die am 15.11.2006 das 60. Lebensjahr vollendet und ihren Hauptwohnsitz in TreptowKöpenick haben. Berufungsvorschläge müssen den Vor- und Zunamen, das Geburtsdatum und den Hauptwohnsitz der/des Vorgeschlagenen enthalten. Die öffentliche Versammlung, in der durch Wahl eine Vorschlagsliste für das Bezirksamt erstellt wird, findet am 15. November, 13.30-17.30 Uhr im Ratssaal des Rathauses Köpenick, Alt-Köpenick 21, statt. An der Wahl dürfen alle Senior(inn)en teilnehmen, die durch Vorlage eines gültigen Ausweises belegen, daß sie am Wahltag das 60. Lebensjahr vollendet und ihren Hauptwohnsitz in Treptow-Köpenick haben. Die Versammlung findet nicht statt, wenn weniger als 13 gültige Berufungsvorschläge vorliegen. Dies wird rechtzeitig durch öffentlichen Aushang bekannt gemacht. Dr. Angelika Buch Bezirksstadträtin

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Sommerausklang in der Natur
Im September bieten die Mitarbeiter des Britzer Gartens für Eltern mit Kindern ein besonders umfangreiches Programm an. Am 2.9. geht es auf Forschungstour zu großen und kleinen Wassertieren (ab 3 Jahre), am 9.9. wird über das Leben der Schnecken informiert (ab 5 Jahre, jeweils Treff: 11 Uhr, Freilandlabor). Am 10.9. wird untersucht, welche Tiere im Boden vorkommen (ab 7 Jahre Treff: 14 Uhr, Freilandlabor) und am 15.9. werden bei einem abendlichen Streifzug nachtaktive Tiere beobachtet (Treff: 19 Uhr, Parkeingang Mohriner Allee; entgeltfrei). Am 16.9. kann man Spinnen unter die Lupe nehmen und ihre Lebensweise erforschen (ab 6 Jahre, Treff: 15 Uhr, Freilandlabor) oder verschiedene Fledermausarten beobachten (Treff: 18.30 Uhr, Eingang Mohriner Allee; Anmeldung jeweils unter 75 60 30 00). Am 23.9. werden Bäume, deren „Kinder“ und ihre Früchte besucht (Treff: 11 Uhr, Freilandlabor; entgeltfrei). Dauerbewohner und Durchzügler der Feldmark werden am 3.9. am Rudower Dörferblick beobachtet (Treff: 8 Uhr, U-Bhf. Rudow). Am 23.9. wird das Anlegen eines Herbars gezeigt, dafür werden Pflanzen gesammelt und aufbereitet (Treff: 14 Uhr, Freilandlabor). Zudem werden VHS-Kurse zur umweltschonenden Rosenpflege (16.9.) und zur Gesundheit von Obstgehölzen (17.9. +22.9.) angeboten. Informationen und Anmeldung werktags von 9 bis 16 Uhr unter 703 30 20. W.W.

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Die Vielseitigkeit ist hier das A und O
Glaserei Weiß seit neun Monaten in der Hackenbergstraße

Berufsförderung für Frauen
In unserer Beratungsstelle informieren und unterstützen wir sowohl erwerbslose als auch von Arbeitslosigkeit bedrohte Frauen sowie Berufsrückkehrerinnen. Entsprechend ihren Kompetenzen, Wünschen und Zielen sowie zur Klärung ihrer beruflichen Situation und neuen Lebensperspektive bieten wir eine individuelle Beratung in Ausbildung • Weiterbildung • Umschulung • Wiedereinstieg. Zudem entwickeln wir mit ihnen persönliche Bewerbungsstrategien, beraten sie bei der Gestaltung von aktuellen Bewerbungsunterlagen und bereiten sie auf Vorstellungsgespräche vor. Auf Wunsch helfen wir zudem von Mobbing betroffenen Frauen. Alle Beratungen sind kostenfrei. Bitte vereinbaren Sie vor Ihrem Besuch in der Hans-SchmidtStraße 6/8, 12489 Berlin-Adlershof telefonisch einen Termin unter 67 80 79 14; 0173-205 41 32; Rosel Schmidt Projektmanagerin Berufsförderung für Frauen c/o Schutzhülle e.V.
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Neu- und Reparaturverglasungen • Schallschutz- und Sicherheitsgläser • Spiegel und Spiegelzubehör • Glasschleiferei • Bildeinrahmungen • Galeriebedarf. Dieses und noch viel mehr gehört zum Leistungsspektrum der Glaserei Weiß und steht gut lesbar auf den großen Schildern über dem Ladeneingang in der Hackenbergstraße 5. Vielseitigkeit ist das A und O, sagt Heinz Weiß (Jg. 47). Er hat das Handwerk von der Pike auf gelernt, war acht Jahre Geselle und legte 1973 die Meisterprüfung ab. Seit 1975 ist Heinz Weiß selbständig und führte jahrzehntelang seinen Handwerksbetrieb im Stadtbezirk Friedrichshain. Am 1. Dezember 2005 eröffnete er sein Geschäft in der Hackenbergstraße und hat es – wie er betont – nicht bereut, nach Adlershof gezogen zu sein. Dem Umzug waren drei Jahre umfangreicher Eigenleistungen voraus-

Fotos: Ebner

gegangen, um im Haus alles so herzurichten, wie es jetzt ist. Die Glaserei Weiß arbeitet viel für Hausverwaltungen, aber auch für Privatkunden. Das Verhältnis hält sich etwa die Waage. Diverse Verwaltungsgebäude in Berlin (z.B. im Erholungspark Marzahn) und in Potsdam wurden von der Firma Weiß verglast. Das bekannteste Objekt dürfte die Frankfurter Hauptpost sein. Darüber hinaus wurden u.a. große Glasregale für das Restaurant im Bundestag gebaut. Zusammen mit dem Firmenchef kümmern sich ein weiterer Meister und ein Geselle um die fachgerechte Erledigung der Aufträge. Früher wurden mehr Reparaturverglasungen ausgeführt. Die heutigen Fenster gehen nicht mehr so schnell kaputt. Bei einem Glasschaden (Abrechnung über die Versicherung ist möglich) wird das Fenster abgeholt oder der Kunde bringt es selbst ins Geschäft. Dann trifft man auch Frau Weiß, die sich um die Büroarbeit und den Laden kümmert. Und man sieht die vielen unterschiedlichen Bilderrahmen und erfährt, daß die Glaserei Weiß auch Ölgemälde reinigt. Denn Vielseitigkeit ist das A und O… L. Ebner Öffnungszeiten: Mo - Fr 8.30 - 13.00 Uhr 15.00 - 18.00 Uhr Sa 10.00 - 12.00 Uhr Telefon: 612 51 38

Vortragsthema „Insolvenz – kein geschäftliches Ende“
Beim 46. Lady’s Stammtisch am 12. September ab 19 Uhr im Köpenicker Rathaussaal können sich Unternehmerinnen und Gäste Informationen zum Thema „Insolvenz – kein geschäftliches Ende“ holen. Dr. Thorsten Graeber, Richter am Amtsgericht Potsdam, spricht über „Das insolvenzbedrohte Unternehmen“ und Frau Dr.Vandamme von der Schuldnerberatung offensiv’91 zeigt „Wege in eine neue Selbständigkeit“. Für Nichtmitglieder des Lady’s Stammtisch e.V. wird ein Unkostenbeitrag von 10 € erhoben. Der Monatliche Themenabend bietet am 21. September ab 18 Uhr eine „Rote Weinreise durch Europa“ mit Weinprobe und Infos. Auch in diesem Jahr führt der Lady‘s Stammtisch e.V. ein Seminar für Unternehmerinnen und Frauen, die es werden wollen, durch. Das viertägige, kostenlose Seminar findet am 3./4. und 10./11. November im Rathaus Treptow statt. Wegen der begrenzten Teilnehmerinnenzahl sind Anmeldungen ab sofort per E-Mail: GroLadiesstammtisch@gmx.de oder Tel.: 6172-4133 möglich.

Dokumentationszentrum eröffnet
Ende August wurde das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in der Britzer Straße 5 in Niederschöneweide feierlich eröffnet. Die Ausstellung „Bausteine. Geschichte und Perspektive des Dokumentationszentrums NSZwangsarbeit“ und die Wanderausstellung der Berliner Regionalmuseen „Zwangsarbeit in Berlin 1938-1945“ sind vorläufig Di bis So 11-17 Uhr zu besichtigen. Kontakt 0173/200 56 26. W.W.

„Topographie der Berliner Mauer“
Anläßlich des 45. Jahrestages der Berliner Mauer hat das Heimatmuseum Köpenick eine Fotoausstellung mit dem Titel „Topographie der Berliner Mauer“ in der Galerie des Rathauses Köpenick eröffnet. Der Fotograf Karl-Ludwig Lange greift prägend empfundene Situationen der Berliner Mauer in den Jahren 1970-1990 in Einzelansichten heraus. Der Betrachter kann dieser Spurensuche nahtlos folgen.

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Nr. 149

75 Jahre katholische Kirche Christus König
Freitag, 8. September 18 Uhr: Abendmesse (Requiem für die Verstorbenen der Gemeinde) anschließend Lesung aus der Gemeindechronik 20 Uhr: Gospelkonzert Samstag, 9. September 18 Uhr: Vorabendmesse (Gestaltung durch die Jugendband)
anschließend

Neues aus dem Tiefbauamt
Dörpfeld-/Ecke Florian-Geyer-Straße soll 2007 Ampel erhalten
Die unsinnige und für Fußgänger gefährliche Öffnung der Hackenbergstraße für den Kraftfahrzeugverkehr (s. AZ Nr. 146-148) war offenbar nicht mehr zu verhindern, die Baumaßnahmen haben begonnen. Von den vorhandenen 910 cm Straßenbreite soll der Gehweg bei KAISER’s 150 cm, auf der anderen Seite 120 cm breit werden. In Verbindung mit der um 15 m zum Markt verlegten Straßenbahnhaltestelle dürfte hier ein neuer Unfallschwerpunkt entstehen. Offenbar hat nun auch im Osten der Fahrzeugverkehr absolute Priorität vor Fußgängern. Für die Beseitigung eines anderen Gefahrenpunktes in der Dörpfeldstraße keimt neue Hoffnung. Durch die Freundlichkeit von Stefan Förster wurden wir vorab über Bezirksamts-Mitteilungen informiert. Dem Schlußbericht zu Lichtsignalanlagen (LSA = „Ampeln“) ist zu entnehmen: „Die LSA Dörpfeldstr./Florian-GeyerStr. soll 2007 errichtet werden.“ Zum Antrag der BVV zur Errichtung eines Fußgängerüberwegs an der Rudower Chaussee (s. AZ Nr.
146) wird mitgeteilt, daß „ ... die

weitere Darbietungen der Jugendband

Sonntag, 10. September 10 Uhr: Festgottesdienst anschließend Gemeindefest auf dem Kirchengelände 15 Uhr: Dankandacht
anschließend

Kaffee & Kuchen

Kirchliche Termine
In der Verklärungskirche (Arndtstr.) kommt die Gemeinde sonntags um 10 Uhr zum Gottesdienst zusammen. Nach dem Gottesdienst am 10.9 sind zum „Tag des offenen Denkmals“ um 11.30, 12.30 und 13.30 Uhr Turmbesteigungen möglich und werden Führungen durch das Gotteshaus angeboten. Am 17.9. findet die Goldene Konfirmation für alle vor 50 und mehr Jahren Konfirmierten statt. Im Gottesdienst am 24.9. mit Agapemahl wird das Erntedankfest begangen. Im Gemeinderaum Arndtstr. 12 trifft sich der Besuchsdienstkreis am 1.9. um 14 Uhr, der Frauenkreis am 1.9. und 15.9. um 15 Uhr und der Männerkreis am 1.9. um 19 Uhr. Zum HausGesprächskreis am 15.9. kann man sich bei Familie Prinzler (Tel. 67 19 80 00), zur Christenlehre, zum Konfirmanden- und dem Erwachsenenunterricht bei Pfarrerin Quien (677 47 41), zu den Chorproben bei Kantorin Schlegel (677 46 55) sowie zum Jugendtreff (CVJM) in der Remise bei Magdalena Prinzler unter 67 19 80 00 informieren. In der Christus König Kirche (Nipkowstr.) trifft sich die Gemeinde sonntags um 11 Uhr und samstags um 18 Uhr zum Gottesdienst. Zum 75. Kirchweihjubiläum gibt es ein umfangreiches Programm (s. oben). Meditationen mit und bei Frau Waury (FlorianGeyer-Str. 52, Tel. 677 39 00) beginnen am 18.9. um 18 Uhr. Zu den „meditativen und traditionellen Kreistänzen“ trifft man sich am 28.9. um 19.30 Uhr im Pfarrheim (Info bei Frau Schneegans, Tel. 033762/81880). Die Freie evangelische Gemeinde feiert sonntags in der „Schwedenkirche“ (Handjerystr. 29/31) jeweils um 10 Uhr Gottesdienst. Am ersten September-Wochenende (2./3.9) sind Nachbarn und Freunde zu den traditionellen Sommerabenden eingeladen (s. AZ Nr. 148). Am 6.9. beginnt ein Grundkurs für Erwachsene mit Basisinformationen über den christlichen Glauben (s. nebenstehend). Die Senioren treffen sich am 20.9. um 14.30 Uhr zu anregenden Gesprächen unter dem Thema „Ich wünsche dir Halt“. Gäste sind herzlich willkommen. Am 29.9. lädt der Frauentreff „Frauen unter sich“ um 19 Uhr ein. Die Bibelgesprächskreise beginnen dienstags um 16.30 und 19.30 Uhr. Freitags ist wieder regelmäßig um 16 Uhr Kinder- bzw. Singetreff für Mädchen und Jungen ab 4 Jahren, um 17.15 Uhr der Glaubensgrundkurs für Teenager und um 18.30 Uhr Teentreff „MotK – Master of the Keller“. Samstag trifft sich um 18 Uhr die Jugend „Fisherman’s Friends“. Weitere Infos unter Tel. 677 56 65 oder www.lebewertvoll.de

Errichtung eines Fußgängerüberweges in der Rudower Chaussee zw. Brook-Taylor-Straße und Magnusstraße auf Antrag der Humboldt-Universität zu Berlin bereits geprüft“ wird. Im August 2005 hatte die Bezirksverordnetenversammlung beschlossen, die neue Verbindung zwischen Otto-Franke-Straße und Glienicker Weg „Am Vollkropfgraben“ zu benennen (s. AZ Nr. 138). Dazu schreibt das Bezirksamt: „Da der Vollkropfgraben nicht in unmittelbarer Nähe liegt ... und diese neue, zu benennende Straße eine direkte Verlängerung der bestehenden Anna-SeghersStraße darstellt, wird eine Einbeziehung in die Benennung ’AnnaSeghers-Straße‘ vorgenommen.“ In diesem Zusammenhang wird auch mitgeteilt: „Der Straßenabschnitt der Anna-Seghers-Straße zwischen Büchnerweg und OttoFranke-Straße ... wird bis Ende 2006 baulich wieder hergestellt und für den Durchgangsverkehr freigegeben.“ Warten wir es ab. W.S.

Glaubenskurs für Erwachsene
Die Freie evangelische Gemeinde bietet in der „Schwedenkirche“ (Handjerystr. 29/31) im September mittwochs um 19.30 Uhr einen Grundkurs für Erwachsene mit Basisinformationen über den christlichen Glauben an. Die Suche nach spirituellem Leben und damit nach echten Antworten auf unsere Lebensfragen ist der rote Faden der vier Abende (Referent: Pastor Bruno Sexauer). Die Themen sind: 6.9.: Eine lebensbejahende Gottesbeziehung 13.9.: Hilfreiches für tragfähige Beziehungen 20.9.: Dem Leben eine sinnvolle Richtung geben 27.9.: Eine neue Kraftquelle entdecken Weitere Infos unter Tel. 677 56 65 oder www.lebewertvoll.de B.S.

Das Deutsche Rote Kreuz ruft die Adlershofer im Alter von 18 bis 65 Jahren auf, sich an der

Blutspendeaktion
am 14. September von 9-13 Uhr bei der Bahn AG, Adlergestell 143, am 14. September von 9.30-13 Uhr im Blutspendebus am Ärztehaus von BERLIN CHEMIE, Glienicker Weg 125, am 21. September von 11.30-16.30 Uhr im WISTA-Gebäude, Rudower Chaussee 17, zu beteiligen.

Info-Telefon: 80 68 11 22 oder 0800-11 949 11

Neuer Kleingarten-Ruf
Der Bezirksverband der Gartenfreunde Berlin-Treptow e.V. teilt mit, daß seine Telefonanschlüsse sich ab sofort ändern: Rufnummer 5301 4941, Fax 5301 7789.

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Köpenicker Straße 43

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12524 Berlin-Altglienicke

Oktober-Ausgabe
ist der 20. September

September 2006
Mögest Du alles, was Du tust, aus Überzeugung und mit dankbarem Herzen tun.

Seite 13

Herzliche
Erneut können wir im September zuerst am 3.9. Gertrud Hentschel und am 16.9. Hilda Gurbicz zum nunmehr 96. Geburtstag gratulieren. Zum 94. Erdenjubiläum erhalten am 14.9. Hedwig Richter und am 23.9. Dr. Herbert Meybaum beste Glückwünsche. Auf 93 Lebensjahre blicken am 2.9. Franz Reinhardt, am 21.9. Anna Erna Behrndt und am 27.9. Else Petsche zurück. Ihr 92. Wiegenfest begehen am 7.9. Hans Schwarz, am 9.9. Anita Meßner und am 15.9. Elfriede Müller. Zum 91. Geburtstag gratulieren wir am 10.9. Kurt Bernhardt. Neu in den Kreis der 90jährigen tritt am 11.9. Herta Fischer.

Glückwünsche
Ihr 85. Lebensjahr vollenden Hildegard Klare (2.9.), Lieselotte Schalla (3.9.), Ruth Boge (9.9.), Walter Denda (24.9.), Adolf Dombrowski und Marianne Krampitz (25.9.), sowie Magdalena Mösch (26.9.). Herzliche Glückwünsche zum 80. Geburtstag erhalten Renate Laufkötter und Hildegard Ohlsen (3.9.), Gabriele Redlin und Günter Langner (6.9.), Gertrud Welser (9.9.), Anita Bartels (16.9.), Erna Kernchen (24.9.), Helene Meyer (26.9.) sowie Horst Reiche (30.9.). Wir wünschen allen, auch den ungenannten Jubilaren im neuen Lebensjahr beste Gesundheit, viel Freude und Zufriedenheit.

Alle guten Wünsche und Gottes Segen übermitteln wir unserer Ehrenältesten

Ruth Boge
zum 85. Geburtstag.
Vielen Dank für die mühevolle Arbeit im Archiv und Ihr Mitwirken im Gemeindekirchenrat, dem Sie stets mit Rat und Tat zur Seite stehen! Die Mitglieder des Gemeindekirchenrates

Mit großer Freude reihe ich mich in die Schar der Gratulanten ein, die

„Mutter“ Grete Niemann
zur Vollendung ihres 85. Lebensjahres Glück- und Segenswünsche kundtun. Ich erhoffe für sie weiterhin bestmögliche Gesundheit, vielfältige Freuden, alle Tage Zufriedenheit und danke zugleich für die langjährige, warmherzige Gastfreundschaft! Bis zu einem frohen Wiedersehen grüßt herzlich
Wolfhard Es ist nicht zu glauben, –

Unsere Rätselecke
Aus den Silben ahn – ar – auf – be – bel – berg – bo – bo – de – de – den – der – ders – di – do – en – ent – er – er – eu – fund – gna – hau – in – ka – ka – käu – keit – land – le – ler – lo – lo – ma – ma – mau – ment – merk – mez – mi – mi – ne – ne – neu – ni – nung – pi – pran – ret – ro – ro – sa – sam – se – se – seg – sels – sen – si – so – son – span – su – tas – ten – tin – to – to – tu – um – un – ur – wie – zo sind Wörter folgender Bedeutung zu bilden: 1. schwalbenähnlicher Vogel; 2. Erhebung im Thüringer Wald; 3. Insel südlich von Australien; 4. Zeitraum von zehn Tagen; 5. Erholung; 6. Frauenstimmlage; 7. Unterordnung der Paarhufer; 8. Beachtung; 9. Personenbeschreibung; 10. Teil der Südalpen; 11. Verwandtschaftsgrad; 12. Stadt an der Wipper; 13. chemisches Element; 14. Nebenfluß des Kongo; 15. Witterungserscheinung; 16. japanische Hafenstadt; 17. venezianischer Maler des 16. Jahrhunderts; 18. Zierpflanze; 19. Oper von Lortzing; 20. kanadische Provinz; 21. straußenähnlicher Laufvogel. Die ersten Buchstaben von oben nach unten und die vorletzten von unten nach oben gelesen, ergeben einen Ausspruch von Jefferson (ue = ü)
Rätselautor: Harry Pätzold †

unsere Renate wird 80!
Wir danken Dir, liebes Geburtstagskind, für Deine selbstlose Liebe und Sorge, für Deinen hilfreichen wie kritischen Rat. Unsere herzlichen Wünsche für viele erlebnisreiche, glückliche Jahre bei bester Gesundheit und nie versiegender Energie sollen Dich begleiten. Dein Rudi für alle Kinder, Enkel, Urenkel, Nichten, Freunde und Bekannten Am 16. Juli 1976 nahm die Erzieherin

Ina Bringezu
in unserem Kindergarten ihre Arbeit auf. Inzwischen sind 30 erlebnisreiche Jahre vergangen und sie ist noch immer mit viel Freude und guten Ideen dabei. Dazu wollen wir herzlich gratulieren, DANKE sagen und ihr noch viele schöne Kita-Jahre wünschen. Das Kita-Team „Knirpsenland“ und alle, die hier ein- und ausgingen bzw. -gehen

Auflösung zu „Die Mitte macht’s“ in der August-Ausgabe
1. Report; 2. Gelege; 3. Exposé; 4. Rappen; 5. Grenze; 6. Vesper; 7. Ställe; 8. Sperma.

Pole Poppenspäler ist die bekannte Erzählung von Theodor Storm.

Gefahrenquelle Gehweg
Mehrere Leser haben uns auf die Einengung des Gehwegs vor den Häusern Dörpfeldstraße 41 und 45 durch die Auslagen der Blumen- bzw. Gemüsehändler und die damit verbundenen Gefahren besonders für Eltern mit Kinderwagen und Behinderte hingewiesen. Wie wir erfahren konnten, sind die Auslagen auf 90 cm vom Tiefbauamt kostenpflichtig genehmigt worden. Bei einer Gesamtbreite von 225 cm bleiben für Passanten (falls keine Kunden den Weg versperren) 135 cm! Dem Tiefbauamt erscheint das ausreichend zu sein, es teilte uns mit: „Die Behörde, die fast 700 km Straßenland verwaltet, will und kann nicht personalintensiv kontinuierlich prüfen, ob Blumentöpfe mit dem Durchmesser von weniger als 20 cm den Gehweg unangemessen einengen.“ Wie wird

Wasserfontäne statt Thermalbad?
Leider ist das kein erstes Foto, das von Bohrungen und damit von Baumaßnahmen für ein Thermalbad an der Rudower Chaussee kündet. Ein Wasserrohrbruch in der Gellertstraße bescherte den Passanten dieses ungewöhnliche Schauspiel und Leserin Gisela Kernchen machte geistesgegenwärtig Fotos. Wie wir jedoch aus gut unterrichteten Kreisen erfuhren, liegt dem an dem Bad interessierten Investor derzeit ein Vertragsangebot vom Senat vor. Mal sehen, ob er dem zustimmt!? W.S.

Foto: Staneczek

man wohl im Tiefbauamt reagieren, wenn auf die Fahrbahn Ausweichende von einem Kraftfahrzeug erfaßt und verletzt werden? Wird noch immer der Brunnen erst abgedeckt, nachdem das Kind hineingefallen ist? W.S.

Liebe Leser,
in der Rubrik „LeserWORT“ halten wir für Sie immer einen Platz bereit, um Ihre Meinungen, Kritiken und Wünsche zu veröffentlichen.

Schreiben Sie an Adlershofer Zeitung PF 1103 12474 Berlin

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Nr. 149

Mit dem Postkarten-Kalender der Adlershofer Zeitung durch das Jahr

„Er konnte ja sehr drollig sein“
In der Anna-Seghers-Gedenkstätte (Anna-Seghers-Straße 81) trägt am 13. September ab 18 Uhr Renate Hoffnann unter obengenanntem Motto aus ihrem Buch „Anekdoten über Thomas Mann“ vor. Für die Lesung wird kein Eintritt erhoben. W.S.

Bilder von damals und heute
Der PostkartenKalender der ADLERSHOFER „Adlershofer ANSICHTEN Zeitung“ für das Jahr 2007 wird erstmals zum „Herbstfest“ am 23. September angeboten und Postkarten-Kalender der ist danach auch in mehreren für das Jahr Geschäften zum Preis von 6,50 € 2007 erhältlich. Wie bei unseren Kalendern der Vorjahre haben wir auch dieses Mal wieder historische Ansichten für die 12 Monatsblätter ausgewählt und dabei den alten Aufnahmen neue farbige Fotos vom zumeist gleichen Standort gegenübergestellt. Dazu gibt es jeweils kurze historische Erläuterungen. Unser nebenstehendes Beispiel vermittelt einen kleinen Eindruck.
Hier gibt’s den Postkarten -Kalender: Lotto/Toto/Zeitungen Niedrich, Dörpfeldstr. 12 Boulevardbuch, Genossenschaftsstr. 70 (am Markt) Geschenkeladen Heidi Gläser, Marktpassagen Zeitungskiosk am Marktplatz Lotto/Toto/Zeitungen Cobel, Dörpfeldstr. 53 Tabak-Center Bosse, Wassermannstraße 105 tz medial, Rudower Chaussee 3

Adlergestell/Ecke Auguste-Viktoria-Straße (um 1910) heute Adlergestell/Ecke Büchnerweg
In der „Restauration zum Adler“ am Adlergestell wurden seit 1893 von verschiedenen Wirtsleuten Gäste empfangen. Bei Familie Weiß, die hier ab 1954 wirkte, hieß sie „Joker-Bierbar“ obwohl auch Speisen angeboten wurden. Das historische Foto läßt „gut bürgerliche“ Besucher vermuten, aber es waren bis in Wendezeiten wohl hauptsächlich Arbeiter und Angestellte der vielen benachbarten Betriebe, die hier „im Kollektiv“ oder einzeln nach Feierabend einkehrten. Seit einigen Jahren findet man freundliche Aufnahme im „Nighthards“ und kann gelegentlich an Tanz- und Country-Abenden teilnehmen.

„Montagscafé“ in der Alten Möbelfabrik
Zum „Montagscafé“ lädt die Alte Möbelfabrik in Köpenick, Karlstraße 12, ein. Am 4.9. gibt es das Liederprogramm „Flageolett“. Der Film von Martin Claus über Charlotte von Mahlsdorf und ihr Gründerzeitmuseum wird am 18.9. gezeigt. Texte und Musik zum Zeitverbleib unter dem Titel „los doch“ werden am 25.9. dargeboten. Nachwuchskünstler können sich am 11.9. bei der „Offenen Bühne“ beweisen. Beginn: 20 Uhr; Eintritt: 5 bzw. 3 €. Am Samstag, 23.9., gibt es ab 15 Uhr beim Tag der offenen Tür Gelegenheit zum Schauen, Probieren und Tanzen. Ab 18 Uhr zeigt das Junge Schlossplatztheater „Ti amo“ als Open air und ab 20.30 Uhr bittet Skaska zum Tanzen. Eintritt ist frei. Weitere Infos unter 651 651 6.

Veranstaltungen am Wissenschaftsstandort
Auch im Adlershofer Gebiet beiderseits der Rudower Chaussee wird zu einer Fülle von Veranstaltungen eingeladen. Hier einige der Angebote: In der Reihe „Recht und Wirtschaft“ informiert die Rechtsanwaltskanzlei Dr. Zacharias am 7.9. um 15.30 Uhr über „Folgen des neuen Antidiskriminierungsgesetzes für die Personalpraxis“, am 15.9. um 14 Uhr über „Geplante Änderungen im Erbschaftssteuerrecht“ und am 21.9. um 15.30 Uhr über „Das Straßenausbaubeitragsrecht“. Die Teilnahme an den Vorträgen in der Kanzlei Volmerstr. 5-7 ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten: 6392-4567. IGAFA, Humboldt-Universität und WISTA Management GmbH laden am 21./22.9. unter dem Motto „Am Anfang jeder Forschung steht das Staunen“ zu Tagen der Forschung ein. Informationen unter 6392-3583. Im Rahmen der Patientenakademie heißt es am 28.9. ab 17 Uhr im Pasteur Kabinett (Rudower Chaussee 17) „Zähne sitzen wieder fest, Implantate für die Dritten“. Anmeldung unter 6392-3260 erbeten. W.W.

Kindertrödelmarkt in der Kita „Spatzennest“
Nach dem großen Erfolg der letzten Veranstaltung am 1. April 2006 mit über 70 Ständen findet am Samstag, dem 16. September, von 9 -13 Uhr wieder ein von den Eltern organisierter Kindertrödelmarkt im Garten der Kita „Spatzennest“ in Adlershof, Am Studio 5 (früher Agastraße) statt. Sie sind herzlich eingeladen einen Stand zu eröffnen, um Babyund Kindersachen, Spielzeug oder anderen Trödel zu verkaufen. Sie können jedoch auch einfach nur gemütlich über unseren Markt schlendern. Ihre Kinder können in der Zwischenzeit den Bastelstand nutzen oder sich auf dem großen Spielplatz austoben. Für das leibliche Wohl ist mit einem Getränke-, Kuchen- und Rostbratwurststand gesorgt. Anmeldungen für einen Stand sind telefonisch: 672 03 26 bei Frau Reschke (Elternvertreterin) oder per E-Mail: spatzennest@ babybasare.de bis zum 9. September möglich. Die Standgebühr beträgt pro 3 m Tapeziertisch (selbst mitzubringen) 5 € und ein Kuchen. Der Erlös kommt den Kindern der Kita „Spatzennest“ zugute. Für Fragen stehen wir gern zur Verfügung. Für diejenigen, die diesen Termin nicht wahrnehmen können: Am 21. April 2007 ist wieder ein Kindertrödelmarkt in der Kita „Spatzennest“ geplant. K.R.

RECHTSANWALTSKANZLEI DR. ZACHARIAS
Dr. Sebastian Silberg Volmerstraße 5 - 7 Rechtsanwalt 12489 Berlin-Adlershof
Dr. Ulrich Zacharias Rechtsanwalt Telefon: 030 / 6392-4567 Telefax: 030 / 6392-4569

§

w w w. w i r t s c h a f t s r e c h t - a d l e r s h o f . d e

September 2006

Seite 15

Zweitschnellster beim „IRONMAN“
Henner Koepenik wurde Vize-Europameister im Triathlon der AK 65-69
23. Juli 2006, Frankfurt/Main, Siegerehrung beim „IRONMAN EUROPEAN CHAMPIONSHIP“: in der Altersklasse 65-69 Jahre wird Henner Koepenik als Zweitschnellster und damit Vize-Europameister im Triathlon geehrt. Der größte sportliche Erfolg für den Chef der „Adlershofer Fahrradwelt“. 2.025 Teilnehmer waren am Start, 1.903 erreichten das Ziel nach 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen. Zeitweise heftiger Regen hatte den ausgezeichnet organisierten Triathlon zusätzlich erschwert. Henner Koepenik hatte bei Kilometer 20 des abschließenden Laufes einen kleinen „Durchhänger“, doch die Anfeuerung seiner Frau, einiger Bekannter und der vielen Zuschauer halfen ihm über diese Phase hinweg. Erschöpft, aber glücklich erreichte er das Ziel dieses renommierten Wettbewerbes, zu dessen Gelingen 4.000 freiwillige Helfer beitrugen. Seit Februar hatte er sich systematisch auf den Wettkampf vorbereitet und nach Plänen einer erfahrenen Trainerin rund 20 Stunden pro Woche trainiert: Schwimmen im FEZ Wuhlheide und im Strandbad Grünau, Laufen im Wald zwischen Grünau und Zeuthen und Radtouren bis Lübben, Bad Saarow und Sperenberg. Mit dem Erfolg in Frankfurt kann sich Henner Koepenik auch über sein gelungenes Comeback freuen. 2002 hatte es ihn bei einem Radunfall an der Schulter schwer erwischt. Physiotherapie und eifriges Training sorgten dafür, daß er wieder in Schwung kam. Für den Triathleten vom SV Berlin-Chemie Adlershof ist der Sport nicht nur das beste Mittel, um von so manchem Zipperlein abzulenken, sondern eventuellen gesundheitlichen Einschränkungen vorzubeugen oder sie zu mindern. So möchte er mit seinem Beispiel gern andere animieren, mehr Sport zu treiben. Und seine sportlichen Pläne für das nächste Jahr? Vielleicht die Teilnahme am Triathlon im Mai auf Lanzarote. Dafür wünschen wir schon jetzt viel Erfolg und schließen uns den vielen Gratulanten mit dem Landessportbund an der Spitze an. L. Ebner

Aktiv im Punkteund Pokalkampf
Die Fußballer des Adlershofer BC 08 (Landesliga) bestreiten im September drei Punktspiele auf dem Sportplatz Lohnauer Steig. Jeweils ab 14 Uhr sind am 9.9. der 1. FC Neukölln, am 23.9. Fortuna Biesdorf und am 30.9. Stern Britz zu Gast. Außerdem findet auf dem Sportplatz Dörpfeldstraße am 2.9. um 15 Uhr das Pokalspiel der Adlershofer gegen den Grünauer BC statt. Das Frauenteam des Adlershofer BC absolviert in der Regionalliga ebenfalls auf dem Sportplatz Dörpfeldstraße im September zwei Heimspiele: Am 10.9. gegen den Halleschen FC und am 24.9 gegen Grün-Weiß Neukölln. Beginn ist um 14 Uhr.

Adlershofer Zeitung
PF 1103 12474 Berlin
Herausgeber
MEDIEN-BÜRO Adlershof

Angebote der Jugendförderung und der SG Treptow 93
Die Jugendförderung TreptowKöpenick und die SG Treptow 93 bieten für Kinder, Jugendliche und junge Familien vom 23. September bis 17. Dezember 2006 in mehreren Sporthallen im Bezirk verschiedene Sportmöglichkeiten. Es können Fußball, Volleyball, Tischtennis, Streetball, Basketball, allgemeine Spiele und vieles mehr unter fachgerechter Anleitung durch Übungsleiter gespielt werden. In Adlershof ist dafür die Sporthalle der Heide-Grundschule in der Florian-Geyer-Straße 87 sonntags von 10-13.30 Uhr und 14-18 Uhr reserviert. Wer Interesse speziell an Streetball hat, kann donnerstags in diese Sporthalle kommen. Entweder macht man gleich mit oder schaut einfach zu. Beginn: ab 4 Jahre um 16.00 Uhr ab 10 Jahre um 17.00 Uhr ab 14 Jahre um 18.30 Uhr ab 18 Jahre um 20.00 Uhr Und schon zum Vormerken: Am 16.12. findet das 37. Adlershofer Streetball-Turnier statt. Weitere Informationen unter 6172-4406.

verantw. Redakteur Lutz Ebner Tel. 67 98 95 37 Fax 67 98 95 38 redaktionelle Mitarbeit Wolfhard Staneczek Tel. & Fax 677 24 58 Herstellung Eggersdorfer Druck- und Verlagshaus Auflage 3000 Exemplare Erscheinungsweise monatlich Vertrieb über Geschäftsinhaber, Vereine und andere Adlershofer Helfer

Das Beste für Ihre Grill-Party:

Ob Schweinekamm, Steaks oder Würstchen – alles frisch und lecker!
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Redaktionsschluß für die Ankündigung sportlicher Termine im Oktober ist am 15. September

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Nr. 149

„1:25 Die Region in Miniatur“
Bis Ende Oktober kann man in der Altstadt Köpenick 16 originalgetreue Modelle Berliner und Brandenburger Sehenswürdigkeiten im Maßstab 1:25 bewundern. Auf einer 1.300 m2 großen Fläche in der Lüdersstraße in Rathausnähe werden u.a. das Schloß Köpenick (Foto), die Siegessäule, die Neue Wache und die Klosterkirche Neuzelle gezeigt. Die Gebäude im Kleinformat wurden detailgetreu von Modellbauern in einem Projekt der BUS gGmbH gebaut. Die Ausstellung, die bei freiem Eintritt täglich bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet ist, gibt einen Vorgeschmack auf die große Dauerausstellung des Modellpark Berlin-Brandenburg ab 2007 in der Wuhlheide. Weitere Infos unter www.modellparkberlin.de

12. September, 15-18 Uhr, Joseph Schmidt Musikschule:

Tag der offenen Tür in Adlershof
Hören, Entdecken, Mitmachen und Ausprobieren. Ein Tag, an dem die Türen zu den Unterrichtsräumen in der Joseph Schmidt Musikschule, Hans-Schmidt-Straße 6/8 geöffnet werden können. Wie spielt man eine Blockflöte? Was machen die Klanghüpfer und Singmäuse bei der Musikalischen Früherziehung? Die Stimme ein Instrument? Fragen über Fragen, die erfahrene Musiklehrerinnen und Musiklehrer an diesem Nachmittag beantworten wollen. Außerdem stehen zur Auswahl: Unterricht zum Zuhören und Ausprobieren bei den Klavieren, Gitarristen musizieren und singen, Tanzprogramme, das kleine Mozartkonzert mit den Streichern, Schnupperstunden und Unterricht zum Zuhören bei Jazz, Rock, Pop. Ein weiterer Farbtupfer und reizvoller Kontrast zu den zahlreichen Klassikangeboten sind Lateinamerikanische Musik auf der Gitarre, Bandproben, Flamenco und Steptanz. Herzlich willkommen sind Kinder und Erwachsene, die sich für eine Ausbildung interessieren oder einfach nur neugierig sind. D.T.
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CDU-Direktkandidatin Katrin Vogel stellt sich vor
Liebe Adlershofer,
die Berliner Wahlen stehen kurz bevor. Werden Sie hingehen? Im Gespräch mit Bürgern höre ich immer wieder: „Warum soll ich wählen gehen, es ändert sich ja doch nichts.“ Ich bin der festen Überzeugung, dass wir sehr viel ändern können in Berlin. Fünf Jahre rot-rote Regierung sind genug. Berlin kann mehr. Dafür tritt die CDU in Berlin an. Geben Sie uns die Chance, das unter Beweis zu stellen. Wenn man durch Berlin fährt und die Versprechungen von SPD und PDS liest, dann drängt sich mir immer wieder die Frage auf: „Warum habt ihr das nicht schon lange umgesetzt, ihr hattet fünf Jahre Zeit?!“ Nehmen wir das Thema Kinder und Bildung. Als Mutter zweier Söhne, habe ich es keineswegs vergessen, dass unter der rot-roten Regierung eine Erhöhung der Kita-Gebühren stattgefunden hat, die bundesweit einzigartig war. Aber damit nicht genug. Es wird ein neues Schulgesetz beschlossen. Die Kinder werden jetzt mit 5 1/2 Jahren eingeschult. Das bisher über Jahrzehnte gewachsene und erfolgreiche System der Vorschule wird gestrichen. Dafür werden wir jetzt den neuen Ansatz eines „jahrgangsübergreifenden Lernens“ ausprobieren müssen. Wem das nichts sagt (ich konnte mich bis vor wenigen Wochen auch dazuzählen), dem will ich es ganz kurz erläutern, so wie ich es verstanden habe: Es gibt keine Vorschule mehr. Die mit 5 1/2 eingeschulten Kinder kommen in eine Klasse, die zur anderen Hälfte aus Kindern besteht, die die erste Klasse schon absolviert haben. Und dann sollen sich die Kinder, bei Klassenstärken von weit über 20 Kindern, gegenseitig das Lesen und Schreiben beibringen. Super, oder? Und ab der siebenten Klasse wird dann ein Werteunterricht eingeführt. Statt gleich in der ersten Klasse wichtige Grundlagen für die Wertevermittlung zu legen, wird das auf einen Zeitpunkt verschoben, wo die persönliche Ausbildung von Werteempfinden lange abgeschlossen ist. Warum wird nicht ab der ersten Klasse ein Wahlpflichtfach Ethik/Religion eingeführt? Nehmen wir das Thema Wirtschaft. Wie viele Arbeitsplätze haben wir in den letzten Jahren in Berlin verloren? Zu viele! Großinvestoren verabschieden sich, weil es bessere Wirtschaftsstandorte als Berlin gibt. Standorte mit geringeren Gewerbesteuerhebesätzen, mit geringeren Wasserpreisen und mit geringeren Grundsteuern. Dazu kommen Belastungen, die kaum kalkulierbar sind wie z.B. durch das neue Straßenausbaubeitragsgesetz. EU-Fördergelder von 44 Mio. EURO wurden im vergangenen Jahr von unserem Senat nicht abgerufen. Gelder, die wir dringend für den Straßenbau benötigen. Dafür wird, gegen den Willen der CDU, das Straßenausbaubeitragsgesetz beschlossen. Die Bürger sollen bezahlen, auch wenn es die Existenz kostet. Die ersten Betroffenen gibt es und es kann mir keiner erzählen, dass 72.000 EURO nicht existenzgefährdend sind. Ich möchte auch an den Tempodromskandal erinnern. Viele Handwerker wurden ruiniert, weil ihre Rechnungen nicht bezahlt wurden. SPD-Bausenator Strieder geht, aber unser PDS-Wirtschaftssenator Wolf unternimmt nichts, um diesen Handwerkern zu helfen. Oder nehmen wir das Gelände des ehemaligen Rundfunks. Warum wurde das Gelände weit unter Wert verkauft, obwohl wesentlich bessere Angebote vorlagen? Warum werden die Dinge nicht aufgedeckt und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen? Berlin ist kein Selbstbedienungsladen! Heute, da ich diesen Artikel schreibe, ist der 13. August. Ich bin gerade von einer GedenkVeranstaltung an der Glienicker Brücke zurückgekehrt, die mich tief bewegt hat. Wie gehen wir in Berlin mit unserer Geschichte um? Warum lassen wir es zu, dass die Täter von einst in Hohenschönhausen darüber entscheiden wollen, wie das Gedenken an die Opfer aussehen soll? Warum akzeptieren wir einen Senator Flierl, der wortlos zusieht, wenn sich die Täter von damals wieder zu Wort melden? Hat auch die SPD verdrängt, wie 1946 mit den eigenen Genossen umgegangen wurde, die gegen die Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED waren? Haben wir wirklich schon vergessen wie es war?… dass man sich nicht traute, seine politische Überzeugung öffentlich darzulegen… dass die, die sich dennoch trauten, verfolgt und kriminalisiert wurden, auch deren Familien… dass ihnen ihr Besitz und ihre Würde genommen wurden… dass am „antifaschistischen Schutzwall“ die Soldaten auf die eigenen Landsleute schießen mussten…? Ich habe und ich will es nicht vergessen. Da hilft es auch nicht, wenn der rot-rote Senat die Gedenk-Kreuze für die Mauertoten am Checkpoint Charlie entfernen lässt, nach dem Motto: „Aus den Augen aus dem Sinn“. Es muss sich in Berlin vieles ändern und ich bin zuversichtlich, dass die CDU es anpacken wird. Deshalb bitte ich Sie um Ihr Vertrauen und am 17. September um Ihre Stimme. Weitere Informationen, auch zu aktuellen Veranstaltungen, finden Sie auf meiner Internetseite: www.katrinvogel.de Katrin Vogel CDU-Altglienicke 6729397 info@katrinvogel.de
        
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