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Periodical volume

Full text: Adlershofer Zeitung Issue 2005, H.133/Mai

Monatszeitung

Nr. 133 Mai 2005

0,60 €

❒ „8 Augen – 4 Künstlerinnen

aus dem Fürstentum Liechtenstein“ heißt die neue Ausstellung in der Galerie
Seite 7

❒ 60. Jahrestag der Befreiung:

Teil II der Geschichtsserie „Das Leben geht weiter – auch in Adlershof“
Seiten 8/9

❒ Auf der Jahrespressekonferenz wurde ein optimistischer

❒ Beim Adlershofer Kinderfest

Ausblick für das „neue“ Adlershof gegeben. So soll u.a. der Groß-Berliner Damm bis 2006 fertiggestellt sein
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am 5. Juni im Garten der „Blattlaus“ sind wieder „Junge Talente“ gefragt
Seite 14

❒ „Kultur macht Berlin interessant“ erklärte der zuständige

❒ Der Glienicker Weg soll ab

Senator Dr. Thomas Flierl auf einer Veranstaltung der Volkshochschule in der„Alten Schule“, an der auch Bezirksstadträtin Eva Mendl teilnahm
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2006 vierspurig ausgebaut werden. Dann muß das alte Pumpwerk weichen
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Nr. 133

Kultur macht Berlin interessant
Kultursenator Dr. Thomas Flierl zu Gast in der Alten Schule
„Berlin: Perspektiven durch Kultur“ war die Veranstaltung am 19. April in der „Alten Schule“ überschrieben. Dabei ging es um „Kulturpolitische Positionen und Handlungsorientierungen zu einer Berliner Agenda 21 für Kultur“, die von Kultursenator Dr. Thomas Flierl im Sommer 2004 verfaßt wurden und zu deren Erläuterung er jetzt nach Adlershof gekommen war. Zunächst skizzierte er die Situation bei Amtsübernahme im Jahre 2002 als 17. Kultursenator und betonte, daß es inzwischen gelungen sei, ein neues Verhältnis zum Bund herzustellen – Stichwort „Hauptstadtkulturvertrag“. Positiv hervorzuheben seien dabei z.B. die Investitionen für die Museumsinsel. Wissenschaft und Kultur gehören zu den wenigen Ressourcen, über die Berlin noch verfüge und Kultur mache die deutsche Hauptstadt für viele Besucher aus dem In- und Ausland interessant. Allerdings müsse man auch hier Prioritäten setzen, was gerade in Zeiten knapper Kassen nicht leichtfällt. Mit dem „Kulturwirtschaftsbericht“ – ausgearbeitet von den Senatsverwaltungen für Kultur und Wirtschaft – solle die öffentliche Kultur nicht kommerzialisiert, sondern die Wirtschaftsförderung auch für die Kultur aufgeschlossen werden, z.B. in den Bereichen Design, Mode und Musik. Als Antwort auf eine der zahlreichen Fragen aus dem Kreis der etwa 70 Besucher dieser Veranstaltung der Volkshochschule versprach der Senator, sich für kostenlose Bibliotheksausweise für ALG-II-Empfänger einzusetzen. L. Ebner

Öffentliche Sprechstunden
Bezirksbürgermeister Dr. Klaus Ulbricht steht am 11. Mai von 11-12 Uhr und am 24. Mai von 16-18 Uhr im Rathaus Köpenick zum individuellen Gespräch bereit. Nähere Informationen oder ggf. einen zusätzlichen Termin bitte unter 6172-2300 erfragen! Die Sprechstunde des stellvertretenden Bürgermeisters und Bezirksstadtrates für Umwelt, Grün und Immobilienwirtschaft, Michael Schneider, erfolgt jeden 2. Dienstag (so am 10.5.) von 17-19 Uhr im Altglienicker Bürgerzentrum, Ortolfstr. 182/184.

Das Adlershofer Festkomitee informiert:

Kinderfest im Mittelpunkt der nächsten Beratung am 10. Mai
Das Adlershofer Festkomitee wird auf seinem nächsten öffentlichen Treffen am 10. Mai ab 19 Uhr im Gartenrestaurant „Blattlaus“ abschließend über das Kinderfest in der „Blattlaus“ am 5.6. beraten und erste Planungen für das „Adlershofer Marktspektakel“ vom 2.-4. September besprechen. Für das Marktspektakel nehme ich nach wie vor gern Meldungen über helfende Hände oder Mitwirkende am Bühnenprogramm unter 677 24 58 entgegen. Nachfolgend die öffentlichen Veranstaltungstermine in Adlershof der im Komitee vereinten Kirchen, Klubs, Schulen und Vereine im Monat Mai. Nähere Informationen finden Sie auf weiteren Seiten dieser Ausgabe. Wolfhard Staneczek

Diskussionsabend „Integration“ verschoben
Der am 28.4. vorgesehene Diskussionsabend über das Miteinander und Nebeneinander von Deutschen und Ausländern mußte verschoben werden. Er soll nunmehr am 13.5. um 19 Uhr im Restaurant „Leo“ (Radickestr. 57) auf Initiative der SPD Adlershof unter dem leicht veränderten Motto „Integration in Berlin – Scherbenhaufen einer verfehlten Politik?“ stattfinden. Als Gesprächspartner wurden Lale Akgün (MdB), der Neuköllner Bürgermeister Heinz Buschkowski (beide SPD) und Omid Nouripour vom Bundesvorstand Bündnis 90/Die Grünen eingeladen. Erwartet werden weitere Gäste, u.a. aus der Türkischen Botschaft. Herzlich willkommen sind auch alle Adlershofer(innen)! L.D.

Termin

Ort

Veranstaltung

Zum Ausbau des Glienicker Weges
Noch bis 12. Mai liegen im Rathaus Köpenick die Planunterlagen für den Ausbau des Glienicker Weges zwischen dem Adlergestell und der ersten Eisenbahnbrücke nach der Zinsgutstraße aus. Betroffene können ggf. bis 26.5. Einsprüche gegen diesen Plan erheben. Dem vierspurigen Ausbau auf eine Breite zwischen 25,2 und 29,2 m mit Mittelstreifen plus Parktaschen und Bushaltestellen sowie Geh- und Radweg mit Grünstreifen werden erst einmal alle Bäume, das alte Pumpwerk und einige Garagen weichen müssen. Auch die genannte Brücke wird erneuert, sie muß verbreitert werden und wird nur noch ein Gleis haben. An den Einmündungen von Nipkow- und Wassermannstraße sind Ampelanlagen geplant, aus Handjery- und Zinsgutstraße können Fahrzeuge nur noch in Richtung Adlergestell abbiegen. Selbstverständlich sollen viele neue Bäume gepflanzt werden und die Straße dann Alleecharakter bekommen. Erfahrungsgemäß ist mit dem Beginn der Bauarbeiten nicht vor Ende 2006 zu rechnen. Die Zeichnungen und Erläuterungen können Mo-Mi 8-16 Uhr, Do 8-18 Uhr und Fr 8-14 Uhr sowie nach tel. Vereinbarung (6172-2026) im Raum 153 des Rathauses eingesehen werden. W.S.

Stätten der Erinnerung an Krieg und Befreiung in Adlershof (Hist. Spaziergang mit Ortschronist Rudi Hinte) 8.5., 8.00 Landschaftspark Brutvögel im Landschaftspark 10.5., 15.00 Alte Schule Bürgergespräch mit Bezirksstadträtin Dr. Buch zur Gesundheitsund Sozialpolitik 10.5., 19.00 „Blattlaus“ Sitzung des Adlershofer Festkomitees (öffentlich) 11.5., 18.00 Anna-SeghersKlaus Bellin: „Hubertusweg oder Gedenkstätte Exil in Wilhelmshorst“ 13.5., 19.00 Restaurant „Leo“ Diskussion „Integration in Berlin – Scherbenhaufen einer verfehlten Politik?“ 15.5., 19.00 Verklärungskirche „Nacht der offenen Kirchen“ 18.5., 18.00 Bahnhof Rundgang WISTA-Gelände mit Baustadtrat Dr. Schmitz 19.5., 17.00 Anna-SeghersBotanische Führung durch den Oberschule ungewöhnlichen „Schulgarten“ 23.5., 19.30 Kino „Casablanca“ Montagslesung mit Musik: Sieben Lieben 26.5., 19.30 Alte Schule Der Schauspieler Ekkehard Schall liest eigene Gedichte 28.5., 14.00 Landschaftspark Pflanzenwelt im Landschaftspark 29.5., 16.00 Neuapostol. Kirche Frühjahrssingen aller Chöre 29.5., 19.30 Verklärungskirche Konzert mit Werken von G.F. Telemann und J.S. Bach

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Mai 2005

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Neues vom Landschaftspark
Ungewöhnlich viele Teilnehmer hatte der „Runde Tisch“ des „Fördervereins Landschaftspark Flugfeld Johannisthal“ am 14. April. Vor allem neue Eigenheimbauer an der Westseite und der Südfuge des Parks erhofften sich nähere Informationen zu einem geplanten (offenbar unerwünschten) Versorgungsweg zwischen dem Park und ihren Anwesen. Zuständig dafür ist aber das Bezirksamt, der Förderverein hat keine Rechtsposition und kann nur politisch Einfluß nehmen. Es wurde die Mitgliedschaft im Förderverein angeboten. Für das multifunktionelle Sportfeld („Knödel- und Bolzplatz“) an der Ostseite des Parks bestehen inzwischen genauere Vorstellungen. Der mit Kunststoff beschichtete Boden von 44x26 m ist besonders für Hand- und Streetball geeignet. Das Areal wird von einem 4 m hohen Ballfangzaun umgeben und soll Sitzflächen anbieten, die auch als Treffpunkt genutzt werden können. Die notwendigen BauPlanungsUnterlagen (BPU) liegen noch nicht vor, so daß der Zeitplan immer enger wird. Dem „Rotary-Club Adlershof“, der eine Anschubfinanzierung zugesagt hat, stehen die Mittel nur für 2005 zur Verfügung, zudem endet 2007 die Förderung als Entwicklungsgebiet. Diskutiert wurde auch die Beteiligung an der vom Aktionskünstler Ben Wargin geplanten Maßnahme, mit vielen Sonnenblumen an das Kriegsende vor 60 Jahren zu erinnern. Inzwischen hat sich herausgestellt, daß der Pflegeaufwand (die Blumen brauchen viel Wasser) für ein 800 m langes und 1 m breites Blumenband derzeit nicht realisiert werden kann. Nach wie vor werden Vorschläge für einen weniger langen, einprägsamen Namen des Parks gesucht. Weiterhin sind jedermann und jede Frau aufgefordert, sich für dieses Adlershofer Naherholungsgebiet zu interessieren und zu engagieren. Der Förderverein kommt an jedem 1. Dienstag im Monat im UTZ (Volmerstr. 9), der „Runde Tisch“ erneut am 16. Juni um 17 Uhr im WISTA-Gebäude Rudower Chaussee 17 zusammen. Mitwirkende mit Ideen und Tatkraft sind immer willkommen! Weitere Auskünfte: 6392-6330 bzw. Email info@foerdervereinlandschaftspark.de und im Internet unter www.foerdervereinlandschaftspark.de. W.S.

„Adlershofer Gespräche“
Im Rahmen der vor drei Jahren begründeten „Adlershofer Gespräche“ lädt die SPD Adlershof zu einem gemeinsamen Besuch des WISTA-Geländes am 18. Mai ein. Es wird eine kurze und sicher spannende Diskussion zur Stadtentwicklung am Adlershofer Modell mit Baustadtrat Dr. Dieter Schmitz und dem Abgeordneten Jürgen Radebold geben. Danach sind Führungen durch das UTZ, BESSY II und die LaserTechnikBerlin GmbH geplant. Beim anschließenden Picknick im Landschaftspark stehen die Politiker für weitere Fragen zur Verfügung. Treffpunkt: 18 Uhr Haupteingang des S-Bhf. Adlershof oder 18.15 Uhr vor dem UTZ (Volmerstraße 9 b). Gabriele Schmitz

Das Psychologische Institut der Humboldt-Universität

Agenda 21
Über „Situation und Ergebnisse des ökologischen Landbaus im Agenda-Prozeß – Umwelteffekte, Beschäftigungseffekte und Verbraucherschutz“ spricht am 24.5. Frau Dr. Hoffmann von der Humboldt-Universität im Rahmen der Köpenicker Rathausgespräche zum Lokalen Agenda 21-Prozeß. Die Veranstaltung im Raum 106 des Rathauses beginnt um 18 Uhr. Weitere Infos unter 6172-5422.

Informationen rund ums Studium
Die Humboldt-Universität lädt am 23.5. im Hauptgebäude (Unter den Linden 6) und am 25.5. im Erwin Schrödinger-Zentrum (Rudower Chaussee 26) jeweils ab 10 Uhr zu Vorträgen und Gesprächen rund um das Studium ein. In Adlershof geht es um 10 Uhr um „Lern- und Arbeitstechniken an der Universität“ oder um „Formulare von der Bewerbung bis zur Immatrikulation“, um 11 Uhr fragt man „welchen Wert hat die Abiturnote“ und um 12 Uhr wird eine Führung durch das Erwin Schrödinger-Zentrum angeboten. Weitere Infos unter www.hu-berlin.de/studium/siw/

sucht Teilnehmer
für eine

Studie zur Aufmerksamkeit.
Dauer: 1 Stunde, Vergütung: 10,00 €. Informationen unter: 030 / 2093-9339 oder straleni@cms.hu-berlin.de

Erfolgreiche Resultate – optimistischer Ausblick
Zur „Jahrespressekonferenz der Stadt für Wissenschaft, Wirtschaft und Medien“ in Adlershof waren am 20. April alle leitenden Vertreter der am „Standort“ vorhandenen Institutionen, angeführt von Wirtschaftsstaatssekretär Volkmar Strauch, erschienen.Neben WISTA Management, Adlershof Projekt, Humboldt-Universität und IGAFA (außeruniversitäre Forschungseinrichtungen) war diesmal auch der „Technologiekreis Adlershof“ (die Wirtschaftsunternehmen) mit dem Vorstandsvorsitzenden vertreten. Vorgestellt wurde ein „Bericht über Adlershof 2004“, dem Interessierte Zahlen und Ergebnisse des Vorjahres entnehmen können. Hier eine kurze Zusammenstellung der Resultate: allgemeine Wachstumstendenz, international beachtete Forschungsergebnisse, Ansiedlung neuer Unternehmen, ca. weitere 500 Beschäftigte, zunehmend gute lung des Groß-Berliner Damms (bis Ende 2006), der Bau der Hermann-Dörner-Allee (Parkrandstraße) und die Erneuerung des Eisenhutweges Priorität. Selbstverständlich sollen mit der Eröffnung des Autobahnanschlusses Adlershof die angrenzenden Straßen fertiggestellt sein. Offen ist nach wie vor der Bau des Thermalbades. Für den jetzigen Verhandlungspartner wird das Grundstück noch bis Ende Juni reserviert, dann wird es anderen Interessenten angeboten, aber in jedem Fall für die Errichtung eines Bades vorgehalten. Mit der TELEKOM hat man einen Gebietsaustausch vereinbart, so daß der Gebäudekomplex in der Agastraße (die wohl bald „Zu den Studios“ heißen soll), nahe der Köpenicker Straße Neubauten weichen kann. Probleme bereitet derzeit der Erhalt des großen Mosaiks. Hoffnungsfroh sieht man dem Verkauf des Grundstücks zwischen Autobahn und Eisenhutweg entgegen, mit den Einnahmen soll die Hochspannungsleitung unterirdisch verlegt werden. Zum Umbau von S-Bahnhof mit Brücke wird mal wieder „in 14 Tagen“ der Vertrag zwischen Senat und Bahn unterzeichnet. Mit einer Fertigstellung ist nicht vor Ende 2009 zu rechnen. Optimistischer ist man mit dem Neubau einer Sporthalle (wenn Domäne ausgezogen ist) und darüber glücklich, daß man von den leerstehenden 8.400 m2 im Einkaufszentrum „Adlershofer Tor“ ca. 4.000 m2 u.a. an die LUFTHANSA vermieten konnte. Das neue Ärztehaus an der Albert-Einstein-Straße soll bereits im Mai eröffnet werden. Teilen wir den Optimismus und hoffen, daß der Erfolg auch den Adlershofern zugute kommt. W.S.

Kooperation der Standortpartner, Kosten- und Energieeinsparung, 91% Auslastung der vorhandenen Flächen. All das veranlaßte Staatssekretär Strauch zu einer Lobeshymne auf den Standort, der dem Senat keine Sorgen, sondern Freude bereitet. Er lobte am „Ort der Excellence“ beispielhafte Allianzen, gelungene Nachnutzung und unternehmensorientierte Haltung. Für unsere Leser interessierten wir uns besonders für die weitere bauliche Entwicklung, die seit einem Jahr von der Adlershof Projekt GmbH übernommen wurde und Ende 2007 auslaufen soll. Im Straßenbau hat die Fertigstel-

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Nr. 133

Vielseitig kompetent und bürgernah
Sabine Bimböse leitet das Amt für Bürgerdienste im Bezirk Treptow-Köpenick
So mannigfaltig wie das Leben können Probleme sein, die nur „von Amts wegen“ gelöst werden können. Doch welch Mitbürger kennt sich heute im Zuständigkeitsgewirr der Ämter des nicht zu Unrecht genannten „Behördendschungel“ aus? Dem will man seit einigen Jahren im Bezirk mit dem „Amt für Bürgerdienste“ als erster Anlaufstelle begegnen. Von Anbeginn ist Amtsleiterin Sabine Bimböse (Jg. 53) dabei. Ihr Lebenslauf ist eng und unmittelbar mit Entwicklung und Aufgaben des Amtes verbunden. In Erfurt aufgewachsen kam sie 1971 zum Studium nach Berlin. Als DiplomWirtschaftlerin war sie zuerst im Außenhandel und einige Zeit in der Forstwirtschaft, ab 1985 beim Rat des Stadtbezirks Köpenick mit Investitionsplanungen beschäftigt. 1990 übernahm sie die Leitung des Bezirkseinwohneramtes. Als man im Bezirksamt darüber nachdachte, wie man bürgerfreundlicher und -näher arbeiten, sowie welche Aufgaben man aus den Fachabteilungen übernehmen kann, war sie dabei. Durch den Auszug der Sparkasse wurden im Rathaus Räume frei, in denen 1994 als Pilotprojekt ein Bürgeramt eingerichtet wurde (das 2. in Berlin!). Etwa 20 Mitarbeiter aus verschiedenen Amtsbereichen übernahmen unter Leitung von Frau Bimböse z.T. ihnen bisher neue Aufgaben. Jeder mußte möglichst rasch alle auftretenden Fragen beantworten und Probleme lösen helfen können. Eine positive Resonanz der Bürger ließ aus dem Projekt eine feste Einrichtung werden. Im Juli 1999 wurde erstmals in der Berliner Verwaltung innerhalb eines weiteren Pilotprojektes die Zulich informiert sind, wie z.B. bei der Einführung von Hartz IV. Selbstverständlich gibt es auch Fälle, die nur von der entsprechenden Fachabteilung beantwortet bzw. gelöst werden können. Es ist aber immer ratsam, zuerst das Amt für Bürgerdienste aufzusuchen und dessen breites Spektrum an Kenntnissen zu nutzen. Selbst wenn sich eine Angelegenheit nicht endgültig klären läßt, erhält man schnell und kompetent die richtige Anlaufstelle genannt, vielleicht sogar einen Termin dort und alle notwendigen Formulare. Die durchschnittliche Wartezeit von etwa 15 Minuten kann derzeit nur in Schöneweide (z.T. weil hier auch Bürger anderer Bezirke vorsprechen) nicht eingehalten werden. An dieser Stelle können nicht alle Angelegenheiten aufgeführt werden, die im Amt für Bürgerdienste erledigt werden. Ein ausliegendes Merkblatt gibt Auskunft. Alle vier Ämter sind Mo 8-15 Uhr, Di+Do 11-18 Uhr, Mi (nach Vereinbarung) + Fr 8-13 Uhr geöffnet. Hervorzuheben ist, daß im Bürgeramt I im Rathaus Köpenick auch zwei vielseitig engagierte Sozialarbeiter zur anonymen Beratung sowie ein Rechtsanwalt für Einkommensschwache bereitstehen. In der Annahme, daß Adlershofer den Weg ins Bürgeramt I (Rathaus Köpenick) vorziehen, beschränken wir uns hier auf dessen Rufnummer: 6172-2741/42 (Fax: -2845). Amtsleiterin Sabine Bimböse wünschen wir zum Wohle der Mitbürger weiterhin ein erfolgreiches Wirken und zu ihrem eigenen Wohl ausreichend Entspannung in Heim und Garten sowie bei den verschiedenen Hobbys. W.S.

Broschüre über das SFG
Gegen das Vergessen des demnächst geschlossenen und abgerissenen Sportzentrums an der Rudower Chaussee entstand ein Broschüre, die an der Rezeption des SFG für 3,50 € erhältlich ist. Autor Helmut Prochnow beschreibt die geschichtliche Entwicklung von einer 1939 gebauten Flugzeughalle zu einer Schwimm- und Sporthalle für das Wachregiment, die nach der Wende gern von vielen Adlershofern genutzt wurde. Das gut illustrierte, von Bezirksstadtrat Joachim Stahr empfohlene Heftchen vermittelt zudem einen ersten Eindruck von vorliegenden Entwürfen für eine neue Sporthalle, in der z.Z. noch Domäne seine Waren anbietet. W.S.

sammenarbeit zwischen Beschäftigten des Köpenicker Bürgeramtes und einer Meldestelle des Landeseinwohneramtes der Polizei erprobt. Seit März 2001 werden dessen Aufgaben im Bürgeramt erledigt. Der Versuch, auch Aufgaben des Finanzamtes in die Arbeit des Bürgeramtes zu integrieren, wurde wieder aufgegeben. Ende 2000 wurde aus dem Bürgeramt das „Amt für Bürgerdienste“ mit insgesamt 72 Mitarbeitern unter Leitung von Sabine Bimböse. Seit 2001 zählt das Standesamt, seit 2005 auch das Wahlamt zu ihrem Zuständigkeitsbereich. Zu mehr Bürgernähe gehört, daß die Ämter nicht zu weit vom Wohnort entfernt sind. Dem Bürgeramt im Rathaus Köpenick folgten 2002 das im Michael-Brückner-Haus (am Bahnhof Schöneweide) sowie 2004 die in Friedrichshagen (Myliusgarten 20) und Grünau (Wassersportallee 56). Inzwischen stehen 50 Mitarbeiter bereit, die Anliegen der Bürger anzuhören und sie möglichst umfassend zu erledigen. Es gibt keine Spezialisierung, jede(r) muß alle Aufgaben des Amtes beherrschen und dem Bürger erschöpfend Rat und Hilfe geben können. Das kann schwierig werden, wenn die Mitarbeiter selbst noch nicht gründ-

Foto: Staneczek

Kirchliche Termine
Die evangelische Gemeinde Adlershof kommt um 10 Uhr in der Verklärungskirche (Arndtstr.) zum sonntäglichen Gottesdienst zusammen. Am Pfingstsonntag (15.5.) wird darüber hinaus von 19-23 Uhr erneut zur „Nacht der offenen Kirche“ ins Gotteshaus eingeladen. Am Pfingstmontag wird der Gottesdienst zusammen mit dem Swaziland-Arbeitskreis und am 22.5. mit einer Bläsergruppe gestaltet. Das nächste große Konzert beginnt am 29.5. um 19.30 Uhr (s. Seite 5). Im Gemeinderaum Arndtstr. 12 kommt der Frauenkreis am 6.5. und 20.5. um 15 Uhr und der Männerkreis am 6.5. um 19 Uhr zusammen. Zum Haus-Gesprächskreis am 13.5. kann man sich bei Familie Prinzler (Tel. 67 19 80 00), zum Konfirmanden- und dem Erwachsenenunterricht bei Pfarrerin Quien (677 47 41), zu den Chorproben bei Kantorin Schlegel (677 46 55) sowie dem Jugendtreff unter 677 56 42 informieren. In der Christus König Kirche (Nipkowstr.) sind die Gottesdienste sonntags um 11 Uhr und samstags um 18 Uhr. In diesem Monat beginnt zudem sonntags um 17 Uhr eine Maiandacht. Am Himmelfahrtstag (5.5.) beginnt wie an beiden Pfingsttagen um 11 Uhr ein Hochamt. Der „Kindersonntag“ am 22.5. startet um 10.30 Uhr. Zum Fronleichnamsfest am 26.5. findet um 19 Uhr wie auch am 28.5. um 18 Uhr
(Fortsetzung auf Seite 5)

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TAG & NACHT

Mai 2005
Bevor die Arbeiter auf die Straße gehen, tanzen die Hexen. In der Walpurgisnacht, auf dem Blocksberg (Brocken) und anderswo, harmlos-naiv bis okkult. Harry Potter und Bibi Blocksberg sind übers Kinderzimmer hinausgewachsen, Esoterik erfreut sich nicht zuletzt beim schönen Geschlecht wachsender Beliebtheit. Rationalisten und Wissenschaftsgläubige mögen das als Dekadenzerscheinung bedauern, fromme Gemüter den Satanismus auf dem Vormarsch sehen – wer Humor hat, kann darin aber auch ein phantasievolles Spiel mit der Wirklichkeit, vielleicht auch mit der Wirklichkeit hinter der Wirklichkeit sehen. Übrigens ist die Walpurgisnacht nach einer Heiligen benannt. Walpurga wurde um 710 in England geboren, war Benediktinerin und starb 779. Der erste Mai ist der Tag ihrer Heiligsprechung. Sie galt als Schutzheilige gegen Pest, Husten, Tollwut und Hungersnot. Eine Schutzheilige gegen religiösen Wahn hat es nie gegeben. Leider auch nicht gegen die Ausprägung dieses Wahns, die zur größten Frauenverfolgung des christlichen Abendlandes führte. Die Hexenverfolgung hatte nicht nur religiöse Motive. Ohne die Mitwirkung von Juristen und weltlichen Herrschern wäre sie nicht möglich gewesen. Und auch eine Berufsgruppe, die gerade in naturwissenschaftlich orientierten Gemütern großes Vertrauen genießt, hatte ihr eigenes Interesse daran, die Zunft der Ärzte. Ursprünglich waren die Hexen „weise Frauen“. Die Menschen begegneten ihnen mit Respekt und einer gewissen Furcht. Aber sie kamen auch mit Leiden zu diesen Heilerinnen, die als Kräuterweiblein und Hebammen oft zu helfen wußten. Mediziner waren sie nicht, aber bei vielen Beschwerden konnten sie mit ihren Kräutern und Ratschlägen ebenso gut

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Vor dem 1.Mai...

heilen wie jene. Da sie statt Geld auch Naturalien als Entlohnung akzeptierten, waren sie sozusagen die Ärzte der kleinen Leute und in den Augen der Studierten eine nicht beliebte Konkurrenz. Dadurch wird die Verantwortung der Kirche nicht relativiert. Sie lieferte die Ideologie (etwa durch den berühmten „Hexenhammer“) und half bei der religiösen Inszenierung dieser Justizmorde an knapp 100.000 Menschen in ganz Europa, wovon die überwiegende Mehrzahl Frauen waren. Auch namhafte Theologen wie Augustinus und Thomas von Aquin waren Mitbegründer des Hexenwahns. Ihre Lehre, daß jeder Art von Zauberei ein Pakt mit Dämonen und letztlich mit dem Teufel zugrunde läge, trug entscheidend zur Verteufelung der weisen Frauen bei. Fakt ist, daß die Zauberinnen und Zauberer Bräuche und Überlieferungen der vom Christentum verdrängten heidnischen Kulte bewahrt hatten – und dadurch mit dem Absolutheitsanspruch des christlichen Glaubens in Konflikt gerieten. Und zwar nicht

nur, wie oft gedacht wird, in seiner katholischen Ausprägung. Auch der Reformator Martin Luther war davon überzeugt, daß Hexen als „böse Teufelshuren“ mit aller Härte zu bestrafen seien. So wütete die Hexenjagd in protestantischen Fürstentümern Deutschlands ebenso wie in katholischen Gebieten. Auch die Gedankenverknüpfung von Hexenwahn und Mittelalter ist nicht unbedingt haltbar. In Deutschland fand die letzte Hinrichtung einer angeblichen Hexe 1775 statt. Das Schlußlicht für Europa gaben die Schweizer, 1782 wurde Anna Göldi als Hexe enthauptet und unter dem Galgen verscharrt. Beide waren Dienstmägde, was ebenfalls zu denken gibt. Auch Widerstand gegen Hexenwahn und -verfolgung darf nicht unerwähnt bleiben, etwa vom Arzt Johannes Weyer (1515-1588), dem Prediger Balthasar Bekker (1634-1698) und dem Rechtsgelehrten Christian Thomasius (1655-1728). Diese Gegner stammten aus denselben Berufen wie die Befürworter der Hexenjagd; ein Zeichen, daß sowohl Vernunft als auch Glaube einerseits dem Fanatismus verfallen, andererseits die Aufklärung und Humanität fördern können, und es nur davon abhängt, auf wessen Seite wir uns stellen. Christus, dem die Hexenverfolger zu dienen glaubten, steht auf der Seite derer, die verfolgt und unterdrückt werden. Der am Kreuz starb, tanzt in der Walpurgisnacht mit den Hexen und geht am 1. Mai mit den Arbeitern auf die Straße. „Ich habe mich immer gefragt, warum ein Mensch, der nur eine Farbe sieht, als behindert gilt, er aber gelobt wird, wenn er nur eine Gottheit anerkennt.“ Dieser Satz von Marion Zimmer Bradley mag problematisch scheinen und interpretationsbedürftig sein. Aber er stimmt mich nachdenklich. Dirk Matthies, Pfarrer Diakonisches Werk Neukölln-Oberspree e.V.

Kirchliche Termine
(Fortsetzung von Seite 4)

„Nacht der offenen Kirchen“ am 15. Mai
Zur diesjährigen „Nacht der offenen Kirchen“ am Pfingstsonntag (15.5.) kann erneut die Adlershofer Verklärungskirche in der Arndtstraße besucht werden. Ab 19 Uhr beginnen Führungen mit Turmbesteigung. Dazwischen ist Musik zu hören. Um 22 Uhr werden im Turm Geschichten vorgelesen. Die Nacht klingt gegen 23 Uhr mit einer Andacht aus. T.P.

eine hl. Messe statt. Am 29.5. wird zum Gottesdienst nur in Altglienicke eingeladen. Am 13.5. liest Frau Laps ab 20 Uhr im Pfarrheim aus eigenen Werken. Meditationen mit und bei Frau Waury (Florian-Geyer-Str. 52, Tel. 677 39 00) beginnen am 17.5. um 18 Uhr. Die Freie evangelische Gemeinde lädt neben ihren sonntäglichen Gottesdiensten um 10 Uhr in der „Schwedenkirche“ (Handjerystr. 29/31) zu Angeboten für Jung und Alt ein. Gesprächskreise beginnen jeweils dienstags um 17 und 19.30 Uhr sowie unter

der Woche abends in verschiedenen Wohnzimmern. Freitags um 16 Uhr ist Kindertreff für 5bis 11jährige. Um 18.30 Uhr beginnt der Teentreff „MotK“. „Fisherman’s Friends“, ein Treffen für Jugendliche, ist samstags ab 19 Uhr. Am 29.5. feiert die Gemeinde im Rahmen eines Familiengottesdienstes den Abschluß des biblischen Unterrichtes für Teenager. Die Senioren kommen am 18.5. um 14.30 Uhr zu ihrem Gemeinschaftsnachmittag unter dem Thema „Allein geht man ein“ zusammen. Weitere Infos unter Tel. 677 56 65 oder www.lebewertvoll.de

Frühjahrssingen in der Neuapostolischen Kirche
In der Neuapostolischen Kirche (Handjerystr. 27) beginnt das jährliche Frühjahrssingen der Chöre der Gemeinde diesmal am 29. Mai um 16 Uhr. Zudem erklingt die Kienle-Orgel. Zu dem Konzert sind Gäste herzlich willkommen. W.S.

BESTATTUNGEN
seit 1882

„Die Tageszeiten“ in der Verklärungskirche
Am Sonntag, dem 29. Mai, erklingen in der Verklärungskirche (Arndtstr.) um 19.30 Uhr von Georg Philipp Telemann (16811767) „Die Tageszeiten“ sowie von Johann Sebastian Bach (1685-1750) die Kantate Nr. 117 „Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut“. Mitwirkende sind Claudia Aust (Sopran), Dirk Klawuhn (Altist), Thomas Kober (Tenor), Andreas Jocksch (Baß). Ein Orchester und die Kantorei der Verklärungskirche musizieren unter Leitung von Kantorin Beate Schlegel. Das Konzert wird unterstützt vom Kulturzentrum Alte Schule. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. W.S.

Kiefholzstraße 249 • 12437 Berlin Telefon 532 83 35 • 532 82 08 Telefax 53 00 79 09

Hackenbergstraße 20 • 12489 Berlin Telefon 677 54 43 Telefax 67 89 29 39

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Nr. 133

Den ganzen „Faust“ in 90 Minuten
Berühmte Tragödie als Lustspiel im Schlossplatztheater Köpenick Das Lustspiel „fastFaust“ steht gen wird die Oper für Kinder am 6., 20., 21. und 27. Mai für „Hänsel und Gretel mit ohne 20 Uhr auf dem Spielplan des Pfefferkuchen“ aufgeführt – ein Schlossplatztheaters Köpenick. zeitgemäßes Märchen nach EngelErleben Sie Ingo Volkmer und bert Humperdinck und Adelheid Torsten Waligura in einem Stück Wette. Diese Version des Knusfür 57 Rollen. Diese außerge- permärchens ist für Kinder der wöhnliche, konzentrierte Fassung 3. bis 6. Klasse geeignet. Karten: der berühmten Tragödie bietet Ih- Schüler 3,50 € mit Ermäßigungsnen den ganzen „Faust“ in 90 Mi- schein Theater der Schulen. Informationen und Vorbestellunnuten. Karten: 9 €, erm. 6,50 und 5 €. In den Vormittagsvorstellun- gen unter: 651 651 6

Film-Highlights im Kino Casablanca:
für nur 2,50 €
Mittwoch, 4.5. „Mathilde – Eine große Liebe“ Mittwoch, 11.5. „Die fetten Jahre sind vorbei“ Mittwoch, 18.5. „Die Tiefseetaucher“ Mittwoch, 25.5. „Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich“

Foto: Staneczek

Filmklappe für 5,- €
(Sonntag Mittagvorstellung und Montag Spätvorstellung) 1. und 2. 5. „Coffee and Cigarettes“ 8. und 9. 5. „Musica Cubana“ 15. und 16. 5. „Der Tag der Rasshevskies“ 22. und 23. 5. „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ 29. und 30. 5. „Rhythm is it!“ Außerdem im Mai: ab 5. „Der Dolch des Batu Khan“ „Sophie Scholl“ „Die Tiefseetaucher“ ab 6. „Hotel Ruanda“ ab 12. „Willenbrock“ „Robots“ ab 19. „Barfuss“ „Be cool“ (Anfangszeiten bitte telefonisch unter 677 57 52 erfragen oder www.kino-casablanca.de)

Gedenken an Boris Djacenko
Anläßlich des 30. Todestages von Boris Djacenko (s. AZ Nr. 132) fand am 14. April auf unserem Waldfriedhof eine Gedenkfeier statt. Dem Antrag des Adlershofer Bürgervereins auf ein Ehrengrab war vom Senat nicht zugestimmt worden, vom Bezirksamt wurde der Grabstein jedoch restauriert und hinter der Gedenkhalle gegenüber vom Grab des Bezirksbürgermeisters Michael Brückner aufgestellt. Vereinsvorsitzender Dr. Erxleben dankte dem anwesenden Stadtrat Michael Schneider für diese unbürokratische Entscheidung. Der Schriftstellerkollege und Freund Werner Liersch sowie der ehemalige Sportfreund Rainer Wendt erinnerten in persönlichen Worten an Boris Djacenko. W.S.

10 Jahre Theaterfestspiele der Kids
Märchen, Salonkomödie und Chansons im Stadttheater Cöpenick Das Bühnenstück „Geliebter Im Stadttheater Cöpenick, Friedrichshagener Straße 9, wird am Lügner“ von Jerome Kilty ist am 10., 12., 17., 19. Mai um 10 Uhr 4.5. um 15 Uhr sowie am 6. und und am 21.5. um 15 Uhr „Struw- 21.5. um 20 Uhr zu sehen. Die welpeter“ aufgeführt. Am 11.5. Berlinische Salonkomödie „Kein sind ab 10 Uhr unter dem Titel Frühstück bei Tiffany“ gibt es am „Alakazam, Alakazu – Du bist ein 11. Mai um 15 Uhr und am 13.5. Zauberer im Nu“ Zaubereien mit um 20 Uhr. Ebenfalls für erwachProfessor Zenturius zu erleben. sene Leute ist „Rotkäppchen, Und am 18.5. gibt es als Gastspiel Madame Oh-lá-lá, der Wein und ab 10 Uhr „Dornröschen und der der Wolf“ am 18. Mai um 15 Uhr gedacht. Um Liebe und Chansons Prinz Hinz von Pfefferminz“. Mit Tanz-Theater und Musical- dreht sich alles am 20 Mai um Comedy feiert das Stadttheater 20 Uhr bei „Edith Piaf”. Telefonische Reservierung unter vom 23. Mai bis 2. Juni das 10jährige Bestehen der Theater- 70 71 72 52 und 65 01 62 34. Infos: festspiele der Kids. Eintritt frei! www.stadttheatercoepenick.de

Frühlingskonzert und Technikworkshop
Mit einem Konzert am 1. Mai um 15.30 Uhr im Bürgerhaus Grünau begrüßen Schüler der Joseph Schmidt Musikschule den Frühling. Am 8. Mai lädt die Musikschule von 11-14 Uhr zum Technikworkshop ins Haus 5, Rudower Chaussee 4, ein. Im Anschluß steht ein Konzert mit Bands der Fachgruppe Jazz Rock Pop auf dem Programm. Freie Ausbildungsplätze hat die Musikschule für die Instrumente Klavier: (Anmeldung 6172-4955, Di 12-12.45, Do 17.30-18.15 Uhr), Keyboard: (6172-4950, Mo 13D.T. 13.45, Mi 12.30-13 Uhr).

Hereinspaziert, hereinspaziert!
Ein buntes Angebot im Grünen mit kreativen Spielen und kleinen Wettbewerben erwartet die Besucher am Himmelfahrtstag (5. Mai) sowie am 7. und 8. Mai beim „Familien-FEZ in der Wuhlheide (Eintritt frei). Die Pfingstferien stehen unter dem Zirkus-Motto: „Hereinspaziert, hereinspaziert!“ Die Kinder erleben Artisten, Akrobaten, Clowns, Jongleure, Dompteure, Zauberer und können in der großen Manege selbst jonglieren oder Clown sein. Außerdem kann man Zirkusrequisiten basteln. Highlight ist eine Zirkusshow. Informationen: 53 07 15 04.

„Hubertusweg oder Exil in Wilhelmshorst“
Die Anna-Seghers-Gesellschaft lädt am Mittwoch, dem 11. Mai, zu einer Veranstaltung in die Anna - Seghers-Gedenkstätte ein. Unter dem Titel „Hubertusweg oder Exil in Wilhelmshorst“ geht es in einem Feature von Klaus Bellin um den Dichter Peter Huchel und die DDR. Beginn im Haus Anna-Seghers-Straße 81 ist um 18 Uhr.

7./8.5., 11 Uhr „Bollywood macht GLÜCKLICH“ (Indische Filme) 23.5., 19.30 Uhr Montags-Lesung 29.5., 11 Uhr „Aschenputtel“
(Marionettentheater)

Thema: Astrologie
Unter dem Titel „Himmlische Gleichnisse“ geht es am 3. Mai im Gespräch mit Angelika Mendau um die Astrologie. Inwieweit kann sie tatsächlich Lebenshilfe sein und wie kann man sie erlernen? Beginn: 19 Uhr im Kulturbund Treptow, Ernststraße 14/16.

Nach „Walpurgisnacht“ mit „Tanz in den Mai“ zum Monatsbeginn laden Jana Wilhelmy und Team

am Himmelfahrtstag (5. Mai) ab 10 Uhr
zur Live-Musik mit Conny & Angelo ein. (Eisbein + Schnaps 4,90 €; Leckeres vom Grill)

Leckere Schnitzel oder saftige Schinken – unsere Empfehlung zu frischem Spargel! Fleischerei Jürgen Backs
Dörpfeldstraße 13 • 12489 Berlin • Telefon 677 45 38
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Auch am Pfingstsonntag (15. Mai)
gibt es von 10-15 Uhr Live-Musik und ab 18 Uhr Tanz für jung und alt.

Herzlich willkommen im

„Sportcasino ABC 08“, Lohnauer Steig! ¤ 67 89 51 89

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Werke von Künstlerinnen aus Liechtenstein in der Galerie
In der Galerie in der „Alten Schule“ wurde die Ausstellung eines internationalen Projekts von „8 Augen – 4 Künstlerinnen aus dem Fürstentum Liechtenstein“ mit Installationen, Objekten und Bildern gerade eröffnet. „Durchblicke“ nennt Martha HiltiBüchel, die den Design-Preis der Schweiz erhalten hat, ihren filigranen Wald aus Textil. Von Gertrud Kohli ist neben streng reduzierter Malerei und Druckgrafik die Installation „Schach des Lebens“ zu sehen. Acrylglasobjekte von Evelyne Bermann kontrastieren die minimalistischen NaturFundstücke im „Altar der Natur“ von Sunhild Wollwage. Die Ausstellung ist ein Höhepunkt des langjährigen Kulturaustausches zwischen dem Fürstentum Liechtenstein und dem Berliner Stadtbezirk Treptow-Köpenick und kann bis 21. Juni Mo, Di, Do 12-19 Uhr, Fr 12-17 Uhr und So 15-19 Uhr besucht werden. Ebenso gerade neu zu sehen sind im Café in der „Alten Schule“ weitere Arbeiten von Mitgliedern des „Adlershofer Künstlerstübchens“ zum 15jährigen Jubiläum der Gruppe. Sie zeigen einen Querschnitt mit Werken, die bei den verschiedenen Pleinairs entstanden sind. Jeweils am 3. Donnerstag (so am 19.5.) kommen die Hobbykünstler hier ab 16 Uhr zusammen. Parallel dazu stellen Mitglieder der Gruppe im Foyer des UTZ (Volmerstr. 9) Arbeiten vor. Alle gezeigten Bilder können erworben werden (Informationen bei H. - J. Tschiersnitz, Tel./Fax: 677 02 75). Im wieder zum Mittagstisch genutzten Mehrzweckraum (Restaurant) sind Arbeiten der Gruppe WIR zu sehen. Die Mitglieder der Gruppe würden sich am 2. + 4. Donnerstag ab 17 Uhr über interessierte Besucher freuen. Die Bilder im Restaurant können zu den Essenszeiten sowie nach Vereinbarung (Tel.: 67 77 68 11) betrachtet werden, das Café (Seniorenbegegnung) ist werktags von 10 bis 17 Uhr zugänglich. W.S.

Ekkehard Schall in Adlershof
„Auf mir ein Makel nun, wie sichs gehört“ steht auf dem neuen Gedichtband des Schauspielers Ekkehard Schall, der in diesem Frühjahr erschienen ist. Am 26. Mai liest der Autor und bekannte Brecht-Darsteller (und -Schwiegersohn) ab 19.30 Uhr in der Stefan Heym Bibliothek (Dörpfeldstraße 56) aus seinem Werk. In der gemeinsamen Veranstaltung der Bibliothek, des Kulturzentrums und des Adlershofer Bürgervereins wird anschließend Dr. Hans Erxleben den Gast zu Person und Wirken

Foto: Anselm H.-W. Müller

befragen. Der Abend ist dem bevorstehenden 75. Geburtstag von Ekkehard Schall gewidmet. W.S.

Literatur und Musik Ausstellung im
Zu einer Montagslesung mit Live-Musik lädt am 23. Mai um 19.30 Uhr der Adlershofer APHAIA VERLAG ins Kino „Casablanca“ (Friedenstr. 12) ein. Unter dem Thema „Sieben Lieben“ wird Ina Paul Kurzgeschichten, Sonette und einen Romanauszug lesen. Für interessante Zwischentöne sorgt Gernot Reetz am Keyboard. Von den 4,50 € Eintritt werden bei einem Buchkauf 2,- € angerechnet. Am 1. Juni liest ab 19.30 Uhr im Kunstverleih Treptow-Köpenick (Sterndamm 102, Rathaus Johannisthal) Tina Stroheker aus ihrem Buch „Auf einander zu“. Friedemann Graef übernimmt mit seinem Saxophon die musikalische Umrahmung. (Kostenbeitrag 6,- €, erm. 4,- €) W.W.

Rathaus Köpenick
Unter dem Titel „1945. Treptow-Köpenick. Ende und Neubeginn“ wurde anläßlich des 60. Jahrestages der Befreiung vom Nationalsozialismus und des Kriegsendes im Rathaus Köpenick eine Ausstellung eröffnet. Die Dokumentation erinnert anhand ausgewählter Beispiele aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung an Ereignisse in Treptow und Köpenick zwischen dem 23. April 1945, dem Tag des Einmarsches sowjetischer Truppen in Köpenick, und dem 20. Oktober 1946, dem Tag der ersten freien Wahl in Berlin nach 1933. Die Ausstellung ist bis 17. Juni täglich von 8-18 Uhr zu besichtigen.

Treffpunkt: „Alte Schule“
Im Kulturzentrum „Alte Schule“ hält der Abgeordnete Walter Kaczmarzyk (PDS) am 9.5. ab 17 Uhr erneut eine Bürgersprechstunde ab. Am 10.5. ab 10 Uhr können Kinder ab vier Jahren in der Stefan Heym Bibliothek erleben, wie Agnes Barbara Kirst das Märchen mit Musik „Der faule Heinz“ vorträgt. Regelmäßige Veranstaltungen:
• Science lab für Vorschulkinder

(Di 16-17 Uhr Kursraum) (Anmeldungen und Infos: Frau Grönmeier unter 43 72 95 14) • Schach (Di +Fr 18-22 Uhr) • Freie Malerei mit Kerstin Seltmann (Di 18.30-21 Uhr) • Rechtsberatung der Berliner Mietergemeinschaft (Mi 18-20 Uhr) W.W.

Heimatmuseum wegen Bauarbeiten geschlossen
Im Jahr 2006 wird das Rathaus Johannisthal 100 Jahre alt. Aus diesem Grund wird es saniert und restauriert (Einbau eines Fahrstuhles, Dacherneuerung etc.) und das Heimatmuseum hat seine Ausstellung am 30.4. geschlossen. Das Archiv ist weiterhin nach Anmeldung unter 6172-5630 donnerstags für Interessenten geöffnet. Monika Niese

Täglich geöffnet

Was läuft im Mai in der
Mittwoch Ruhetag
Bier, Musik und gute Laune am Himmelfahrtstag Donnerstag, den 5. Mai, 10-20 Uhr Pfingstmenüs am Pfingstsonntag, dem 15. Mai, ab 12 Uhr
Vorankündigung:
Sommerfest der KGA „Am Adlergestell“

mit buntem Programm und Live-Musik

am Samstag, dem 4. Juni, ab 15 Uhr
Kinderfest des Adlershofer Festkomitees

Musikalischer Frühschoppen mit Brunch am Pfingstmontag, dem 16. Mai, ab 10 Uhr
(Vorbestellung erforderlich!)

am Sonntag, dem 5. Juni, ab 15 Uhr
Boxen Live auf der Festwiese

Spargel-Essen zu zweit
und nur einer muß bezahlen

am Samstag, dem 11. Juni, ab 14 Uhr

am Dienstag, dem 24. Mai, ab 18 Uhr

KGA „Am Adlergestell“ Neltestraße 19d ¤ 671 42 41

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Kaiser-Wilhelm-Straße 41/43: Sitz der sowjetischen Kommandantur. In der Baracke Oppenstraße waren polnische Zwangsarbeiterinnen untergebracht

Das Leben geht weiter – auch in Adlershof
Kriegsende, Befreiung und Wiederaufbau vor 60 Jahren
Wer kann die Gefühle und Gedanken der Adlershofer beschreiben, die sie in jenen Stunden und Tagen erfüllten? Wieviel Ängste, niederdrückende Verzweiflung und lähmende Ausweglosigkeit gab es, als die T 34-Panzer durch die Bismarckstraße, über den Glienicker Weg dröhnten oder in anderen Straßen auffuhren und Rotarmisten die Häuser durchkämmten? Kommen jetzt Abrechnung und Rache der Sieger? Einige Familien im Ort, die den Druck nicht aushielten, den die goebbels'sche Propaganda geschürt hatte, machten ihrem Leben ein Ende. So erschoß sich der Rektor der 9. Volksschule, Weiher, Rektor Manke mit Familie erhängte sich. Viele beseitigten Papiere, Ausweise, Arbeitsbücher, Fotos und alles, worauf Hakenkreuze zu sehen waren. Adlershofer Sozialdemokraten, Arbeitersportler, Kommunisten u.a., die sich ihre antifaschistische Überzeugung bewahrt hatten, wie die standhafte Gruppe bekennender Christen um Pfarrer Goosmann, erwarteten sehnsüchtig das Ende der nationalsozialistischen Herrschaft. Es begann auch Neugier aufzukeimen. Was mögen das für Leute sein, die Sieger? Die damals 19jährige Elfriede (Tochter des ehemaligen Vorsitzenden der Adlershofer SPD, Paul Ickert) schrieb am 23. April in ihr Tagebuch: „Morgens. Die Russen sind da. Etwas verstört kamen wir aus unserem Schlupfwinkel. Da standen frische, junge Kerle auf ihren Wagen. In allen Haustoren standen die Leute und versuchten, sich mit den Soldaten zu unterhalten. Ein eigenartiges Gefühl, so am Rande der Zeit. Ob sie wohl besser werden wird?“ Auch Klara Zossack (Glienicker Weg 151) veröffentlichte 1977 ihre Aufzeichnungen aus jenen Tagen: „Gut genährte und gekleidete Soldaten, sehr anständig, scheint die Kerntruppe zu sein.“ In einem Versteck an der Zinsgutstraße erwarteten Alfred Krajewski (politischer Häftling in Moabit, der dem ihn begleitenden Wachtmeister entkam) und sein von der Wehrmacht desertierter Freund Günter das Ende der Hitlerdiktatur. Am 22. April sahen sie einen deutschen Panzer mit offener Luke am Glienicker Weg/Ecke Zinsgutstraße stehen, das Rohr in Richtung Köpenick gerichtet, von wo Geschoßsalven zu hören waren. „Morgen habt ihr die Russen hier“ rief der Panzerfahrer und rollte in Richtung Adlergestell. Im Morgengrauen schlugen Gewehrkolben an die Tür des Verstecks, Rotarmisten stürmten ein. Die beiden waren frei. Weniger von kämpfenden Einheiten als von nachrückenden Truppen gingen zahlreiche Gewaltakte besonders gegenüber Frauen aus. Viele Rotarmisten trugen einen tiefen Haß gegen die Deutschen in sich. Sie hatten Angehörige verloren, manche ihre ganze Familie. Auf den Feldzügen nach Deutschland sahen sie ihr zerstörtes Heimatland, sie waren als „niedrige Rasse“ gedemütigt worden. Der lange, grausame Krieg hatte nicht wenige Soldaten demoralisiert. Die Rufe „Uri, Uri!“, vor allem aber „Frau komm!“ sind Zeitzeugen bis heute in Erinnerung geblieben. Plünderungen begannen, „Ausländer und Deutsche mausten wie die Elstern“, notierte Frau Zossack. In Adlershof befanden sich rund 2.000 Zwangsarbeiter aus 12 Ländern in 18 Lagern, die für Rüstungsbetriebe im Ort oder in der Umgebung geschuftet hatten und nun von den Alliierten aufgefordert wurden, Berlin zu verlassen. Sie deckten sich mit Lebens- und Haushaltsmitteln, Kleidung, Wäsche und auch Kleinmöbeln ein, die sie oft unter dem Schutz von Rotarmisten aus Geschäften, Luftschutzkellern, Wohnungen und der Schule Radickestraße, wo Mobiliar ausgebombter Adlershofer untergestellt war, herausholten. Zu den Betroffenen gehörten das Lebensmittelgeschäft von Werner Zipperling, Bismarckstraße 32, und das Seifen- und Wirtschaftsartikelgeschäft Luise Krenz (Inhaberin war die Tochter, Frau Riedel), Radickestraße 25. Alfred Krajewski schrieb in seinen Erinnerungen: „Viel übler benahmen sich die nun freien polnischen Zwangsarbeiter, obwohl wir ihren Zorn verstanden, aber auch wir wurden ihre Opfer. Sie durchstreiften Häuser und Keller und

(Teil II)

Das Geschäft von Werner Zipperling – hier auf einem Vorkriegsfoto

nahmen mit, was ihnen von Wert erschien. Manche hatten schon drei Uhren an den Handgelenken und zogen mit der vierten davon. Meine Uhr war auch dabei.“ Sie zerschlugen auch „ihre“ Wohnbaracken. „Mit der Überwindung des faschistischen Terrorregimes brachen alle Hemmungen weg ... Den plündernden Polen folgten plündernde Deutsche.“ Wolfgang Kohlhaase, in der Genossenschaftsstraße aufgewachsen, schilderte in seinen Erzählungen „Sylvester mit Balzac“ einen „Ladensturm“ in der Bismarckstraße: „Und die Ladentüren waren schon aufgebrochen ... und wo sie noch hielten, kletterte man, den Kopf voran, mit strampelnden Beinen durch die Lichtluken der mit Brettern vernagelten Schaufenster, warf Regale um, trat in scharfriechende Essiglachen, kämpfte um Fleischermesser, um die Beute zu erlegen, und preßte Speckseiten an sich, an denen andere sich festkrallten“. Er selbst konnte nur noch einige Dutzend Tüten Puddingpulver ergattern. Am 25. April schrieb die Konrektorin der 10. Volksschule, Käthe Brockhusen, in ihrem letzten Eintrag in die Schulchronik: „Wenn einer heute allerdings beim Plündern usw. ertappt wird, wird er erschossen. Die Russen halten darin jetzt scharfes Regiment.“ Das „Regiment“ in Adlershof war einem Ortskommandanten, dem sowjetischen Offizier Michail Filipow, übertragen worden. Die Kommandantur befand sich zuerst im Hause Genossenschaftsstraße 38, ab Juli 1946 bis zur Auflösung der Kommandanturen nach Gründung der DDR am 7. Oktober 1949 im Landhaus Kaiser-Wilhelm-Straße 41/43. In der Schule Bismarckstraße hatte die Rote Armee ein Lazarett eingerichtet, wo Verwundete aus den Kämpfen um Adlershof lagen. Auf dem Nachbargrundstück, dem

Mai 2005
Kohlenhandel Eckert, wurden verstorbene Soldaten aufgebahrt und dann auf dem Marktplatz um den Brunnen begraben. Nach Fertigstellung des Treptower Ehrenmals erfolgte die Umbettung. Auf Fabrikgrundstücken, wie des Schering-Werkes oder der Mannesmann AG, dem Gelände der DVL an der Rudower Chaussee und an zahlreichen anderen Stellen hatten sich Einheiten der Roten Armee niedergelassen. Kinder holten sich von deren Gulaschkanonen etwas zu essen, ihnen gegenüber hatten die Rotarmisten ein großes Herz. Die Besatzungsmächte regelten alle wichtigen Fragen mit Befehlen. Dazu gehörten ein Ausgehverbot von 22 bis 6 Uhr sowie die Aufforderung, Waffen, Munition und Sprengmaterialien abzuliefern, ebenso Radiogeräte und Fotoapparate. Bei aller Unruhe oder Verzweiflung forderte schließlich das Leben sein Recht. Wo wird Essen herkommen, das tägliche Brot? Wie sollen die Trümmer beseitigt, die beschädigten Häuser und Wohnungen wenigsten notdürftig bewohnbar gemacht werden? Die ersten Anordnungen wurden den Adlershofern bereits am 23. April über einen Lautsprecherwagen mitgeteilt: „Ab morgen gibt es für alle Kinder bis zu sechs Jahren einen Viertelliter Milch.“ und „Alle arbeitsfähigen Männer melden sich morgen früh beim Betriebs(Güter-)bahnhof Adlershof.“ Dort mußten Mehlsäcke auf Lastwagen geladen und zu Bäckern im Ort gebracht werden. Sie sollten nachts Brot backen und am anderen Morgen ab 8 Uhr verkaufen. Bereits um 7 Uhr hatte sich vor der Bäckerei Zugwurst (heute Gebhardt, Dörpfeldstraße 41) eine unübersehbare Schlange gebildet, in der Adlershoferinnen viele Stunden nach „ihrem“ Brot anstanden. Das blieb lange ein gewohntes Bild. Der Kriegskorrespondent Michael Guss befand sich am 2. Mai auf der Fahrt zum Befehlsstand von General Tschuikow in Johannisthal, wo der Oberbefehlshaber des Bereiches Berlin, General Helmuth Weidling, seinen Befehl über die Kapitulation Berlins auf eine Schallplatte sprechen sollte. Gegen 9 Uhr erreichte er unseren Ort und schrieb in sein Tagebuch: „Über die Straßen ziehen sich Gefangenenkolonnen. Vor einer Bäckerei in Adlershof steht eine lange Schlange. Die Berliner erhalten Brot auf Befehl des ersten Sowjetkommandanten von Berlin (Generaloberst Bersarin). Die Gefangenenkolonne erreicht die Schlange. Die Frauen starren die Vorbeigehenden an. Unser Wagen bleibt zwischen der Schlange und der Kolonne stehen. Die Frauen betrachten die Russen und wenden dann ihre Blicke den Gefangenen zu.“ Der Ortskommandant zog für die Durchführung der Aufgaben Deutsche heran, so die Kommunisten Fritz Gummelt und Erich Schmidt. Sie sollten mit anderen Adlershofern für Ruhe und Ordnung sorgen und täglich bis zu 400 Mann für Arbeitseinsätze zusammenbringen. In Adlershof wurden vor allem ehemalige NSDAP-Mitglieder herangezogen. Ein Schwerpunkt war zu Beginn der von der Roten Armee besetzte und genutzte Flugplatz. Sammelpunkt war auf dem Grundstück des Amtshauses an der Radickestraße zwischen Kaiser-Wilhelmund Arndtstraße, wo noch die Buchstaben A-Z an der Mauer zum Nachbargrundstück zu sehen sind, unter denen sich die Teilnehmer einzuordnen hatten. Als Bürgermeister hatte der Kommandant zuerst den russisch sprechenden ukrainischen Emi-

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beauftragte ihn, als geschäftsführender Bürgermeister die örtliche Gemeindeverwaltung aufzubauen. Die Bürgermeisterei wurde in der Schule Radickestraße eingerichtet. Als Bürgermeister setzte der Kommandant am 28.5.1945 Dr.-Ing. Karl Wittmann (s. auch AZ Nr. 113) ein. Ihn hatte die Gestapo in Budapest wegen Hochverrat verhaftet und ins Gefängnis des Polizeipräsidiums in Einzelhaft gebracht. Er kam am 22.4.1945 nach Adlershof und arbeitete im Draht- und Kabelwerk Vogel als Technischer Betriebsleiter. Frau Adele Schapira, zuvor Dolmetscherin der Kommandantur, arbeitete als Sekretärin. Viel Arbeit wartete auf die neue deutsche Verwaltung im Ort. Noch waren die Straßen mit Trümmern übersät. Zur Versorgung mit dem Wenigen war die Ausgabe von Lebensmittelkarten notwendig. Dazu mußte man die Zahl der Einwohner kennen, die sich ständig änderte, da nach und nach ehemalige Soldaten, Kinder und Jugendliche aus den KLV-Lagern und Evakuierte zurückkamen. Dazu und zur Ausgabe der Karten wurden Haus- und Straßenvertrauensleute eingesetzt. Kranke und Schwache waren zu versorgen. Da Medikamente u.a. medizinisches Material knapp waren, richtete die Verwaltung hierfür ein Lager in der Schule Radickestraße ein und wandelte das vorhandene Hilfslazarett in ein „Krankenhaus“ um. Es war Ambulatorium mit Rettungsstelle, in dem ein Professor und sechs Ärzte Patienten behandelten. Reparaturarbeiten auf allen Gebieten waren zu leisten und dafür Material zu beschaffen, der Schulbetrieb war vorzubereiten und die kulturelle Arbeit und der Sport auf den Weg zu bringen. Rudi Hinte
wird fortgesetzt

Dr.-Ing. Karl Wittmann

granten, Friedhofsgärtner Simanowitsch, eingesetzt. Er nutzte ihn mehr als Übersetzer, z.B. bei der großen Einwohnerversammlung auf dem Marktplatz. Es gab Beschwerden darüber, daß es „alten Nazis ... gelang den leicht beeinflußbaren Bürgermeister zu betören“, um „Posten der kommunalen Verwaltung wie ... des wirtschaftlichen Leben“ zu erlangen, wie in einem „Stimmungsbericht“ zu lesen ist. Inzwischen hatten sich etliche ehemalige Sozialdemokraten, Kommunisten und andere antifaschistisch gesinnte Adlershofer zur Mitarbeit beim Wiederaufbau des Ortes bereit erklärt. Sie hatten ein Büro „Antifaschistische Aktion“ eingerichtet, das großen Zulauf bekam und mit der Kommandantur zusammenarbeitete, wie Krajewski berichtet. Sie halfen bei der Beschaffung von Lebensmitteln, brachten Fleisch zu Fleischer Langnickel (Hackenbergstraße), organisierten einen Fünf-Tonner mit Holzvergaser, hackten Holz und fuhren zum Gut Waßmannsdorf, um von dort Rotkohl, Rüben und Wirsingkohl zu holen. Sie füllten Granattrichter auf, damit die Straßen wieder befahrbar wurden. Der Kommandant sah das praktische Wirken von Krajewski und

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Nr. 133

Seniorenbegegnung lädt ein
Die regelmäßig wiederkehrenden Veranstaltungen der „Seniorenbegegnung in der Alten Schule“ im Café, Dörpfeldstraße 54, haben wir im Januar, einige neue im April (AZ Nr. 129 + 132) mitgeteilt.

Außerdem bietet das Mai-Programm:
4.5., 14.30 Uhr: 11.5., 14.30 Uhr: 17.5., 10.00 Uhr: 18.5., 14.30 Uhr: 25.5., 14.30 Uhr: Tanz mit Herrn Unger (2,50 €) Ein Wilhelm-Busch-Programm (2,50 €) Rentenberatung mit Dr. Müller Tanz mit Herrn Fiolek (Volkssolidarität) Seniorenkabarett „Die Zeitzünder“ (2,50 €)

Mit dem Seniorenbus im Mai unterwegs
2.5. Baumblüte in Werder: Fahrt durchs Umland, Blick von der Friedrichshöhe auf die Havel. Auch Spargelkauf ist möglich. (Fahrtkosten: 14 €) 3.5. Britzer Garten: Natur pur genießen! Eventuell Rundfahrt mit der Parkbahn. (Fahrtkosten: 12 € + Eintritt) 4.5 Potsdam: Spaziergang rund um Cecilienhof (Fahrtkosten: 13 €) 9.5. Einkaufsfahrt nach Polen. (Fahrtkosten: 20 €) 10.5. Besuch der „Internationalen Gärten“: der Balinesische, Chinesische oder Japanische Garten in Marzahn. (Fahrtkosten: 12 € + Eintritt) 11.5. Dresden: Fahrt durch die Stadt und Besuch des „Grünen Gewölbes“. (Fahrtkosten: 25 € + Eintritt: 6-10 €) 17.5. Domstiftsgut Mötzow: Kurz hinter Brandenburg erwartet uns ein Schloß, ein Spargelhof sowie der Beetzsee. (Fahrtkosten: 16 €) 18.5. Schlunkendorf bei Beelitz: Hier kann Spargel direkt vom Feld gekauft werden. (Fahrtkosten: 15 €) 23.5. Schwielow-See: Wir umrunden den See und können in Caputh Schloß und Einstein-Villa besichtigen. (Fahrtkosten: 14 € + Eintritt) 24.5. Bad Saarow: Wir planen eine Dampferfahrt über den Scharmützelsee. (Fahrtkosten: 15 € + Fahrgeld für den Dampfer) 25.5. Dresden: Wegen der großen Nachfrage fahren wir nochmals zum „Grünen Gewölbe“. (Fahrtkosten: 25 € + Eintritt: 6-10 €) 30.5. Spargelhof Klaistow: Wer noch nicht genug vom Spargel hat, bucht diese Fahrt. (Fahrtkosten: 15 €) 31.5. Einkaufsfahrt nach Polen zum Küstriner Markt. (Fahrtkosten: 20 €) Telefonisch anmelden können Sie sich montags bis freitags von 9-13 Uhr unter 6 25 10 19. Außerhalb dieser Zeiten sprechen Sie bitte Ihren Namen und Ihre Telefonnummer auf das Band. Bitte nennen Sie uns den Ausflugstag und informieren Sie uns, ob Sie einen Rollstuhl oder Rollator mitnehmen müssen. Sie werden zu allen Fahrten zwischen 8.30 und 9.30 Uhr abgeholt. Ihr VdK-Team

Ratgeber „Krebs Nachsorge“ erschienen
Mit dem aktuellen Ratgeber „Krebs Nachsorge Berlin“ will die Berliner Krebsgesellschaft Patienten nach einer Krebsbehandlung und deren Angehörigen den Zugang zu einem vielfältigen Informations- und Selbsthilfeangebot erleichtern. Die Broschüre umfaßt mehr als 180 Adressen von Selbsthilfe- und Sportgruppen, Beratungsstellen, Palliativstationen und Hospizinitiativen. Sie kann kostenlos angefordert werden bei: Berliner Krebsgesellschaft e.V. Robert-Koch-Platz 7, 10115 Berlin, Tel. 283 24 00

Zum Muttertag Gesundheit schenken
Am Muttertag gibt’s neben dem Küsschen von den Kindern auch Blumen. Das ist gute Tradition seit Jahren. Warum sollte diese Tradition nicht erweitert werden, etwa so, dass den Müttern auch einmal mit einem Geschenk aus der Apotheke gedankt wird. Hierfür bietet sich einiges an: apothekenexklusive Kosmetik-Produkte, Tonika und Stärkungsmittel oder hochwertige Badezusätze, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Das Beste daran: Viele dieser tollen Geschenke können die Kinder ohne Probleme auch von ihrem Taschengeld bezahlen. Am besten besuchen Sie uns und schauen sich einmal um. Und wenn Sie Fragen haben: Wir beraten Sie gern.

VHS: Politisches Gespräch und Umwelterkundungen
Forum mit Bezirksstadträtin Dr. Angelika Buch
Am 10. Mai lädt die Volkshochschule um 15 Uhr zu einem Gespräch mit der für Gesundheit und Soziales zuständigen Bezirksstadträtin Dr. Angelika Buch in die Alte Schule (Dörpfeldstraße 54/56) ein. Im Mittelpunkt stehen die Themen - Entwurf der Berliner Leitlinien der Seniorenpolitik, - Entwicklung der Senioreneinrichtungen im Bezirk und - Aktuelles zu Hartz IV. Am 19. Mai um 17 Uhr wird zu einer botanischen Führung durch den ungewöhnlichen „Schulgarten“ der Anna-Seghers-Oberschule (Radickestraße 49) eingeladen. Welche botanischen Kostbarkeiten es auf dem ehemaligen Appellplatz zu entdecken gibt, vermittelt dessen Initiator, der Künstler und Gartenfreund HansHelmut Müller (s. AZ Nr. 29). Anmeldung unter 6172-5411. Im Rahmen der „Umwelterkundungen“ findet am 30. Mai eine botanische Exkursion zum Landschaftspark Flugfeld Johannisthal statt. (Treff: 14 Uhr S-Bhf. Adlershof). Auch hierfür bitte unter 6172-5411 anmelden. W.W.

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Damit Ihr Urlaub ein Erfolg wird, vermitteln wir Ihnen medizinische Beratung für alle (!) Urlaubsländer der Welt. • Wir stellen Ihnen Ihre individuelle Reise-Apotheke zusammen • Wir beraten Sie über gesundheitliche Risiken in Ihrem Urlaubsland • Wir empfehlen Ihnen die notwendigen Schutzimpfungen • Wir informieren Sie über mögliche Heimkehrerkrankheiten. Alle Informationen erhalten Sie zusätzlich für Ihre Reise schriftlich und natürlich kostenlos. Kommen Sie rechtzeitig, denn manche Schutzimpfungen müssen bis zu 6 Monate vor Reiseantritt erfolgen.

Spenden für Diakonie erbeten
Vom 16.-29. Mai sind „Sammler“ mit der Büchse auf der Straße oder mit der Liste durch die Häuser unterwegs, um das Weiterbestehen vieler Krankenhäuser, Alten-, Jugend- und Kinderheime, Kitas, Diakoniestationen und Beratungsstellen nebst den dazugehörigen Ausbildungs- und Versorgungseinrichtungen zu ermöglichen! Ob Sie Münzen oder (vorzugsweise) Scheine in die Büchse stecken, wir glauben, daß Sie damit Gutes tun, das Ihnen vielleicht eines Tages selbst zugute kommt. Vielleicht sind Sie auch stark genug, mit einer Liste (z.B. bei Freunden, Nachbarn oder Bekannten) vorbeizugehen oder an einem Tag mit der Sammelbüchse die Vorüberhastenden freundlich anzusehen? Es wäre schön, wenn Sie sich recht bald dem Büro der evangelischen Kirchengemeinde Arndtstraße 12 (Di 15-17 Uhr, Mi + Do 9-11 Uhr; Tel. 677 52 68) melden würden. Weitere Infos unter www.evangelische-kircheadlershof.de, Seite: Diakonie F.F.

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Für Urlaubs- und andere Erinnerungen
Film & Bild Studio GmbH mit der Filiale Dörpfeldstraße feiert 2005 ein Doppeljubiläum
Bis vor nunmehr zehn Jahren gab es so etwas nicht in Adlershof. Seine selbst geknipsten Filme brachte man zum Entwickeln in die Drogerie (z.B. zu Preuße, Bismarckstraße 47) und für die Eisbärenfell-, Konfirmanden-, Hochzeits- oder Paßfotos ging man z.B. zu Zacher bzw. Willamowski in ihr Dachatelier Bismarck-(Dörpfeld-)str. 39.

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Juni -Ausgabe ist der 20. Mai

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Mit dem Neubau des „Papageienhauses“ zog 1995 nicht nur „Bella Italia“ (s. AZ Nr. 131), sondern auch die „Film & Bild Studio GmbH“ ins Haus Dörpfeldstr. 43. Im Regelfall versucht hier Monika Schwiethal (Jg. 49) die unterschiedlichen Wünsche der Kunden zu erfüllen. Sie ist in Grünau aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach Abschluß der 10. Klasse erlernte sie den Beruf einer Fotografin. 1967 nahm sie in der „PGH Film & Bild“ in Friedrichshagen ihre Tätigkeit auf und arbeitete in den Folgejahren in deren verschiedenen Filialen. Als Sohn Gunnar 1976 zur Schule kam, wurde der tägliche Weg zur Schönhauser Allee zu zeitaufwendig. Monika Schwiethal kam nach Adlershof und arbeitete an der AdW in der Fotoabteilung des Instituts für Gerätefertigung. In dieser Zeit erwarb sie die Befähigung eines „Meister des Fotografenhandwerks“. 1986 kehrte sie zu „ihrer“ PGH zurück, Gunnar hatte die Schule abgeschlossen. Nach der „Wende“ entschieden sich 1990 die Abteilungsleiterinnen

Fusionen der Agenturen für Arbeit Berlin Süd und Berlin Südwest
Im Zuge der Reform der Bundesagentur für Arbeit sind am 1. April die bisherigen Agenturen für Arbeit Berlin Süd und Südwest fusioniert. Die neue Agentur für Arbeit Berlin Süd ist mit ihren Geschäftsstellen an den bisherigen Standorten für die Bezirke Steglitz-Zehlendorf, TempelhofSchöneberg, Neukölln und Treptow-Köpenick zuständig. Öffnungszeiten: Montag-Freitag 8-13 Uhr (Mittwoch nur mit Termin) Donnerstag 13-18 Uhr (nur für Berufstätige) Öffnungszeiten der Selbstinformationseinrichtungen (SIE): Montag-Mittwoch 8-16 Uhr Donnerstag 8-18 Uhr Freitag 8-13 Uhr

Monika Schwiethal und Anita Netzler-Haase aus Adlershof (seit 2003 im Ruhestand) dafür, die Arbeit als GmbH in der Bölschestraße und der Grünstraße (Köpenick) fortzusetzen und übernahmen die Geschäftsleitung. Sie beschlossen, eine dritte Filiale in Adlershof zu eröffnen. Im gerade errichteten Neubau fand man 1995 die geeigneten Räume. So kann in diesem Jahr ein Doppeljubiläum gefeiert werden: 15 Jahre GmbH und 10 Jahre Filiale Adlershof! Wenn man die Geschäftsräume betritt, fällt sofort das riesige „Minilab“ auf. Der Automat entwickelt unter fachkundiger Aufsicht die von den Kunden abgegebenen Farbfilme aus allen drei Filialen und stellt die gewünschten Abzüge her. So ist es möglich, daß man die Fotos von Filmen, die bis 10 Uhr abgegeben werden, bereits ab 17 Uhr (ohne Expreßzuschlag) abholen kann. Bedürfen die Filme besonderer Bearbeitung und Aufmerksamkeit (z.B. bei speziellen Wünschen der Berufsfotografen) dauert es meist etwas länger. Selbstverständlich gehören auch Portrait- und Familienaufnahmen (bei Hochzeiten oder Jubiläen werden sogar Hausbesuche nach

Anmeldung unter 671 00 03 gemacht) zum Angebot. Eine hübsche Idee hatte eine Adlershofer Familie, seit 1995 kommt der Sohn an seinem Geburtstag (inzwischen ohne Mutti) für ein aktuelles Foto vorbei. Besonders häufig werden jedoch Paß- und Bewerbungsbilder benötigt. Auch hier wird versucht, stets die „Schokoladenseite“ abzulichten. Bei digitaler Aufnahme kann sich der Kunde aus mehreren Fotos eines aussuchen und anschließend ohne lange Wartezeit mitnehmen. Zubehör wie Filme, Rahmen, Alben in verschiedensten Größen und Ausführungen gehören zum weiteren Angebot. Wegen wechselnder Aktionen wie Fotos im Format 20x30 für 49 Cent, die Anfertigung von Postern zum besonders günstigen Preis, ein Zusatzbild bei Portraitaufnahmen oder zum Valentinstag erscheint es sinnvoll, immer einmal vorbeizuschauen und sich darüber zu informieren. Geöffnet ist montags bis freitags von 9-18 Uhr und samstags von 9-12 Uhr. Eine Vielzahl der Fotos in unserer „Adlershofer Zeitung“ wurde hier entwickelt, wir sind zufrieden und hoffen, daß das auch weiterhin so bleibt. Wolf Will

Suchtberatung
Seit Mitte März hat der Suchthilfeverein „Haven of Peace“ im Haus Dörpfeldstraße 66 eine Kontakt- und Anlaufstelle für Alkoholgefährdete, -abhängige und deren Angehörige eröffnet. Sie ist in der Anlaufphase Di und Do 14-18 Uhr geöffnet. Die Zeiten sollen bei Bedarf ausgebaut werden. Die Tätigkeit der Mitglieder basiert auf gegenseitiger Selbsthilfe. Es werden Gruppen- und Einzelgespräche angeboten. Weitere Informationen unter 67 80 41 10 oder 673 41 98. W.W.

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Im kürzlich vom Bezirksamt vorgelegten „Kulturpolitischen Kalender des Bezirkes“ fehlen einige Adlershofer Persönlichkeiten. Zu ihnen gehören Berta Waterstradt (s. AZ Nr. 6+14) und Steffi Ruschin-Spira (s. AZ Nr. 7+14). Die beiden ungewöhnlichen Frauen, die etliche Jahre in Adlershof gelebt haben, sind im

Zu Führungen im Bezirk Treptow-Köpenick, bei denen Entstehung, Entwicklung und kulturelle Besonderheiten der Ortsteile veranschaulicht werden sollen, lädt der zertifizierte Stadtführer Clemens Samietz ein. 6. Mai: Grünau – von Landhäusern und Wassersport Treff: 10.30 Uhr, S-Bhf. Grünau (Ausgang Adlergestell) 14. Mai: Alt-Treptow – rund um den Treptower Park Treff: 14 Uhr, S-Bhf. Treptower Park (Ausgang Puschkinallee) 20. Mai: Adlershof – das Wohngebiet Treff: 10.30 Uhr, S-Bhf. Adlershof (Ausgang Adlergestell) Info-Tel.: 67 19 83 36

Führungen im Bezirk

Berta Waterstradt und Steffi Ruschin-Spira

Seite 12

Historischer Spaziergang

Zu einem historischen Spaziergang unter dem Thema „Stätten der Erinnerung an den Krieg und die Befreiung in Adlershof“ lädt Ortschronist Rudi Hinte am 7. Mai ein. Treff ist um 10 Uhr am Platz der Befreiung.

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Fax: 030/673 31 26
Fotos: Staneczek

In memoriam

Zur Herrentagswanderung, bei der auch Damen gern gesehen sind, lädt die freie Wandergruppe „Der Wanderfreund“ am 5.5. ein. Treff: 10 Uhr, S-Bhf. Hirschgarten. Die 2-Etappen-Wanderung „Entlang des Tegeler Fließes“ steht am 14. und 15.5. auf dem Programm. Treff: am Samstag 9.45 Uhr, S-Bhf. MühlenbeckMönchmühle, Treff: am Sonntag 10 Uhr, S-Bhf. Hermsdorf. Durch die Dahlewitzer Heide geht’s am 22.5. Treff: 10.15 Uhr, S-Bhf. Blankenfelde. Informationen zu diesen und weiteren Touren unter Tel. 656 07 34. Die Strecke von Grünau nach Treptow absolvieren die „Cöpenicker Wanderfreunde“ am 8.5. Treff: 10 Uhr, S-Bhf. Grünau. Natur und Kultur sind am 21.5. im Angebot. Treff: 10 Uhr, S-Bhf. Wannsee (Vorplatz). Sport und Musik im Walde heißt es am 29.5. Treff: 10 Uhr, S-Bhf. Friedrichshagen. Auf dem Heidewanderweg ist man am 31.5. unterwegs. Treff: 10 Uhr, S-Bhf. Strausberg. Infos zu diesen und weiteren Touren unter Tel. 56 59 38 41. L.E.

Natur und Kultur

Mai verstorben. Um hier an sie zu erinnern, haben wir ihre Grabstellen aufgesucht. Berta Waterstradt, vor 15 Jahren verstorben, hat auf dem Jüdischen Friedhof in Weißensee und Steffi Spira, die seit 10 Jahren nicht mehr lebt, auf dem Friedhof Friedrichsfelde ihre letzte Ruhestätte gefunden. Bei uns sind sie nicht vergessen! W.S.

12524 Berlin Köpenicker Straße 43

Am 8. Mai laden Mitarbeiter des Freilandlabors Britz dazu ein, im Landschaftspark Flugfeld Johannisthal Vögel wie Heidelerche, Brachpieper und Steinschmätzer bei der Brut zu beobachten (Treff: 8 Uhr, Rudower Chaussee/Ecke Magnusstraße). An gleicher Stelle treffen sich am 28.5. um 14 Uhr diejenigen, die sich für die Pflanzenwelt des ehemaligen Flugfeldes und jetzigen Landschaftsparks interessieren. Im Britzer Garten wird bereits am 1. Mai die Aufmerksamkeit auf verschiedene Frühlingskräuter gerichtet (Treff: 11.30 Uhr, Freilandlabor). Einblicke in die Geschichte der Tulpen erhält man bei einer Führung durch „Tulipan“ am 8.5. ab 11 Uhr und am 19.5. ab 17.30 Uhr (Treff: Kalenderplatz). Frühjahrspilze werden bei einem Rundgang am 19.5. gezeigt (Treff: 17 Uhr, Freilandlabor).

Im Rathaus Treptow gibt bis 12. August eine Ausstellung unter dem Motto nach Erich Kästner „nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt ist ein Mensch“ einen Einblick in das Wirken des „Figurentheaters Grashüpfer“ im Treptower Park aus Anlaß seines 20jährigen Bestehens. Sie kann Mo bis Fr von 9 bis 16.30 Uhr (Do bis 18.30 Uhr) besichtigt werden.

Zu den Pfingstfeiertagen bietet der Tourismusverein Berlin Treptow-Köpenick Tagesausflüge an. Am Sonnabend, 14. Mai, fährt der komfortable Reisebus in die Märkische Schweiz. Dort sind eine Stadtführung, Mittagessen und eine Schiffahrt vorgesehen. Abfahrt: 8.30 Uhr S-Bhf. Köpenick, Elck-

Zu einem literarisch-musikalischen Programm von Autoren aus Berlin und Brandenburg zum Schreibaufruf „Europa im Kopf – Europa im Herzen“ wird am 27. Mai ins Rathaus Treptow (Neue Krugallee 4) eingeladen.

Erkundungen in Park und Garten

„Grashüpfer“ im Rathaus

Tagesausflüge zu Pfingsten mit dem Bus

Auf dem Weg nach Europa

Tel. 67 82 31 12 formano, Goebel, Hummel u.v.a.

Geschenkideen

Nagelstudio
am 12. Mai von 15.30 - 19.30 Uhr in der Heide-Grundschule, Florian-Geyer-Straße, zu beteiligen. . (Personalausweis und ggf.

Am 4.5. und 7.5. gilt es bei Eltern-Kind-Veranstaltungen nachtaktive Tiere und weitere Geheimnisse in der Dunkelheit zu entdecken (Treff: 20 Uhr; Ort bei der Anmeldung erfragen). Dem Leben der Schnecken gehört am 28.5. die Aufmerksamkeit (Treff: 11 Uhr, Freilandlabor; Anmeldung unter 75 60 30 00). Kinder zwischen 7 und 10 Jahren können bereits am 22.5. Sing- und Wasservögel mit ihren Jungen besuchen (Treff: 14 Uhr, Freilandlabor). Für die gleiche Altersgruppe gibt es am 19.5., 10-16 Uhr, einen Workshop zur Vielfältigkeit des Elements Wasser (Anmeldung erforderlich!). Am 29.5. wird ins Freilandlabor ab 11 Uhr zum Basteln von Tiermasken, Stirnbändern und Traumfängern eingeladen. Infos sowie Anmeldung zu den Veranstaltungen werktags von 9 bis 16 Uhr unter 703 30 20. W.W.

nerplatz. Am Sonntag, 15. Mai, ist Schwerin das Reiseziel. Neben Stadtführung, Mittagessen und Schiffahrt steht auch eine Führung durch das Schweriner Schloß auf dem Ausflugsplan. Abfahrt: 7 Uhr S-Bhf. Köpenick, Elcknerplatz. Buchungen und weitere Informationen unter 655 75 50.

Die Veranstaltung unter dem Titel „Auf dem Weg nach Europa unterwegs nach Europa“ beginnt um 18 Uhr. Karin Manke hat die Moderation und Carina Brandestini die Umrahmung mit Gesang und Gitarre übernommen. W.W.

Info-Telefon: 80 68 11 22 oder 0800-11 949 11

Blutspendepass nicht vergessen!)

Das Deutsche Rote Kreuz ruft die Adlershofer im Alter von 18 bis 65 Jahren auf, sich an der

Blutspendeaktion

Tel. 673 46 35

Nr. 133

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Mai 2005

Seite 13

Herzliche
Mit besonderer Freude gratulieren wir im Mai Elfriede Hundt, die am 12.5. ihr 101. Lebensjahr vollenden kann (s. unten). Ebenso herzliche Glückwünsche übermitteln wir am 9.5. Ella Borchert zum 98. Geburtstag. Zum 95. Wiegenfest beglückwünschen wir am 25.5. Helene Lache und zum 94. am 20.5. Hertha Bendig. Auf erfüllte 93 Lebensjahre können am 2.5. Wilhelmine Domke und Erich Finkelde sowie am 25.5. Heinz Leonhardt zurückblicken. Gratulationen zum 92. Geburtstag erhält am 6.5. Gertrud Schulz. Ihr 91. Erdenjubiläum begehen am 5.5. Ida Null, am 23.5. Marianne Otto sowie am 26.5. Helene Schubert und Herbert Schmude. In den Kreis der 90jährigen wer-

Glückwünsche
den am 5.5. Lisbeth Geschke, am 6.5. Ilse Schulz und am 8.5. Elsbeth Brandt aufgenommen. Ihr 85. Lebensjahr vollenden in diesem Monat Ursula Jenning (10.5.), Viktor Szakallas (11.5.), Bärbel Sommerfeld (20.5.), Elli Wurziger (26.5.) und Lieselotte Hildegard Dorn (28.5.). Den 80. Tag ihrer Geburt begehen Irmgard Unfried (1.5.), Gerda Emma Gertrud Friedrich (2.5.), Reinhilde Hentschel (19.5.), Horst Meißner (20.5.), Hildegard Breitbach (22.5.), Hans-Georg Paulusch (24.5.), Rüdiger Polomski (29.5.) und Annelies Fehrmann (30.5.). Wir wünschen allen – auch den ungenannten – Jubilaren Gesundheit, Freude und Zufriedenheit.
Am 16. Mai feierst Du,

Alles hat seine Zeit, Sich begegnen und kennenlernen, Sich halten und lieben, Sich loslassen und erinnern

Herbert Walz
* 13.9.1925 † 26.3.2005 Du wirst immer einen Platz in unseren Herzen behalten.
Die Familie und der Freundeskreis

Unsere Rätselecke
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liebe Gitti,
Deinen 50. Geburtstag. Dazu gratuliert Dir von Herzen Deine Helli Tina, Michi und alle, die Dich lieb haben, schließen sich den guten Wünschen an.

Gratulation zum 100+ersten!
Wir sind Elfriede Hundt zwar seit ihrem 100. Geburtstag nicht wie erhofft wieder auf der Straße begegnet (s. AZ Nr. 121), wurden von ihr aber mobil und freundlich kurz vor ihrem 101. in der eigenen Wohnung begrüßt. Auf dem Foto zeigt sie sich mit Pflegerin Uta Purtzner von MEDI A VITA, die dreimal täglich zu ihr kommt (oder von einer Kollegin vertreten wird). Mit ihr war Elfriede Hundt bei schönem Sommerwetter zumindest mal bis auf den Hof spaziert. Essen und Trinken schmeckt, sie kann gut schlafen und macht in ihrem Sessel am Fenster auch mal ein Nickerchen. Mit dem Sehen und Hören klappt es nicht mehr so gut, aber hin und wieder wirft sie doch einen Blick in die Zeitung oder den Fernseher. Das Wichtigste sind aber die regelmäßigen Besucher, wie die

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Foto: Staneczek

frühere Postfrau Petra Nothe mit Babsy, Marina u.a. Hauptpflegerin Uta Purtzner schickt auch mal Praktikanten zum Vorlesen oder gemeinsamen Rätselraten vorbei. Elfriede Hundt zeigte uns ein Bild ihres Großvaters, der 110 Jahre alt werden wollte. Sie ist jetzt schon älter als er wurde. Wird sie wohl seinen Plan erfüllen? Unsere guten Wünsche begleiten sie auf alle Fälle. Wolf Will

Waagerecht: 1. Biene; 4. Wegekarte; 7. brasilianischer Schriftsteller; 9. Papageienvogel; 11. Einheit der Beschleunigung; 13. sich drehende Rundbahn mit Fahrsitzen; 16. Leitungsfähigkeit; 21. Reis mit Malz gezuckert; 22. Antilopengattung; 23. Stockwerk; 26. Masse der Verpackung; 27. Strom in Mitteleuropa. Senkrecht: 1. Land in Vorderasien; 2. kraterförmige Senke; 3. Europameisterschaften (Abkürzung); 4. chem. Zeichen für Palladium; 5. Theaterplatz; 6. deutscher Schriftsteller; 8. Begriff im Ballsport; 10. polnische Stadt; 12. Nebenfluß der Lena; 14. Frauenname; 15. Serie zusammengehöriger Gegenstände; 16. Anteil; 17. dickflüssige Masse; 18. norwegischer Fluß; 19. Insektenfresser; 20. Blasinstrument der Bronzezeit; 24. Zeichen für Tantal; 25. chem. Zeichen für Germanium. Rätselautor: Harry Pätzold †
Auflösung des Silbenrätsels in der April-Ausgabe
1) Karawane; 2) Initiative; 3) Notbehandlung; 4) Dresdener; 5) Einbildung; 6) Ringelnatter; 7) Blaubeerkuchen; 8) Rodelbahn; 9) Aufmunterung; 10) Ungemach; 11) Choleriker; 12) Herodot; 13) Elbsandsteingebirge; 14) Nagasaki; 15) Lorelei; 16) Irrlicht; 17) Eisschnelllauf; 18) Bauchspeicheldrüse; 19) Existenzminimum. Die oft vergessene Binsenweisheit, die nicht häufig genug wiederholt werden kann, lautet:

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Seit 1884 Familienunternehmen – gegründet von Tischlermeister Franz Möwius sen. – Inh. Klaus und Dr. Frank Möwius

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Kinder brauchen Liebe wie die Blume das Licht.

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Nr. 133

Kinderfest in der „Blattlaus“ Anna-Seghers-Oberschule
Am 5. Juni findet ab 14 Uhr das „Adlershofer Kinderfest“ wieder auf dem Festplatz des Gartenlokals „Blattlaus“ (KGA „Am Adlergestell“, Neltestraße) statt. Das Kinderfest wird in Kooperation mit dem Adlershofer Festkomitee, der KGA „Am Adlergestell“ und der JFE „Grimau“ organisiert. Unter dem Motto „Junge Talente“ wird ein Bühnenprogramm mit Kindern für Kinder gestaltet. Wer Lust hat teilzunehmen, kann sich bis 3.6. in der Jugendfreizeiteinrichtung „Grimau“ (Waldstr. 7, Tel. 677 45 27) melden und bekommt die Möglichkeit aufzutreten. Man kann sich auch noch am 5. Juni an der Bühne der „Blattlaus“ melden und auftreten. Wer sich am Kinder-Trödel-Markt beteiligen möchte, kann sich ebenfalls im „Grimau“ informieren und anmelden. Zum Mitmachen laden weitere Angebote ein wie Schminken, Bastelmöglichkeiten, Spielmobil mit der Rollenrutsche, Ponyreiten, Bibliothek und Computer. Die Jugendfeuerwehr Adlershof bietet Rundfahrten an, auch ein Polizeiauto wird da sein. Wer sich nach dem Basteln austoben will, kann das auf der Hüpfburg tun. Für das leibliche Wohl sorgt die Gaststätte „Blattlaus“. Groß und Klein sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. I.W.

setzt deutliche Zeichen

Schüler bitten um Unterstützung für ihre Aktivitäten

Adlershof – auf den zweiten Blick
Haben Sie im Februar in den Marktpassagen und im April in den Schaufenstern der Adler-Apotheke und der Apotheke an der Alten Schule die Collagen von Schülern des Grundkurses Kunst des 12. Jahrganges der AnnaSeghers-Oberschule bewundert? Im vergangenen Herbst waren sie mit dem Auftrag durch Adlershof gezogen, architektonische Besonderheiten im Kiez zu fotografieren. Wie jeder weiß, hat Adlershof schöne, moderne und architektonisch besondere Seiten. Auch Schandflecke, wie das alte Kino Capitol, machen unseren Kiez erst zu dem, was er ist. Erstaunlicher Weise sahen die Schüler(innen) viel mehr als erwartet. Wer hat schon mal auf die ganz verschiedenen Eingangstüren geachtet? Oder gar die Türklinken, auch sie sind ein kleiner Teil der Vielfalt, die sich dem aufmerksamen Beobachter bietet. Anschließend gestalteten die Schüler mühevoll mit Rat und Hilfe ihrer engagierten Lehrerin aus ihren Fotos die gezeigten phantasievollen, spielerischen und detaillierten Collagen. Initiiert und unterstützt wurde die Fotosafari von der SPD-Abteilung Adlershof. Sie stellte das Geld für die Anschaffung der Einwegkameras, die Entwicklung der Filme bereit und kümmerte sich um die Ausstellungen. Wer Informationen zu den Bildern wünscht oder an einem bestimmten Bild interessiert ist, kann sich gern an die SPD Adlershof unter der Rufnummer 70 76 13 56 wenden. Lars Düsterhöft

US-Schüler suchen Gastfamilien
Amerikanische Schülerinnen und Schüler im Alter von 16 bis 18 Jahren suchen ab Ende August 2005 eine deutsche Gastfamilie. Bis Juni 2006 werden sie als neues Familienmitglied in einer deutschen Familie leben, eine weiterführende Schule besuchen und in die Wirklichkeit Gleichaltriger eintauchen. Die Teilnehmer sind Stipendiaten des „Parlamentarischen Patenschafts-Programms“, mit dem der Deutsche Bundestag und der Amerikanische Kongress jungen Menschen die Gelegenheit geben, Kultur und Alltagsleben des jeweils anderen Landes vor Ort kennen zu lernen. Kosten für Anreise, Versicherung sowie von der Austauschorganisation geplante Aktivitäten sind durch ein Vollstipendium abgedeckt. Jedem amerikanischen Austauschschüler ist ein Mitglied des Deutschen Bundestages als Pate zugeteilt. Für ihren persönlichen Bedarf verfügen die Jugendlichen über Taschengeld. Für die Gastfamilien entstehen keine Kosten außer denen, die mit der Aufnahme eines zusätzlichen Familienmitgliedes im Haushalt automatisch verbunden sind. Für die jungen Menschen spielt eine herzliche Aufnahme und die Einbeziehung in das Alltagsleben die Hauptrolle. Interessierte Familien wenden sich bitte an: Cornelia Merkt Friesdorfer Straße 194 a 53175 Bonn Tel.: 0228/9 57 22-0 Fax: 0228/35 82 82 Email: merkt@experiment-ev.de Internet: www.experiment-ev.de

In diesem Monat werden Schüler der Anna-Seghers-Oberschule für einige Tage nach Israel reisen. Über die Vorgeschichte dieses Besuches gibt der folgende Artikel Aufschluss. Im November 2004 haben sich 13 Schüler der Anna-SeghersOberschule mit 13 Jugendlichen aus Israel im Alter von 16 bis 18 Jahren zu einem elftägigen Jugendaustausch getroffen. Die Hälfte der israelischen Teilnehmer kam aus dem arabischen, die andere aus dem jüdischen Schulsystem Israels. Die Gäste verbrachten zunächst einige Tage in deutschen Gastfamilien, besuchten unsere Schule und erkundeten gemeinsam Berlin. Anschließend fand ein Workshop in der Jugendausbildungsstätte „Kurt Löwenstein“ in Werftfuhl zum Thema „Unsere Zukunft in religiöser, kultureller und ethnischer Vielfalt“ statt. Dazu gehörten u.a. eine Exkursion zur Gedenkstätte Sachsenhausen, ein Besuch im Jüdischen Museum sowie ein Gespräch mit Dr. Rolf Mützenich (SPD-Bundestagsabgeordneter, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss). Die gemeinsamen Aktivitäten und Diskussionen hinterließen auf beiden Seiten einen nachhaltigen Eindruck. Mit der Zusammenarbeit mit israelischen Schülern will die Anna-Seghers-Oberschule deutliche Zeichen setzen. Jetzt im Mai soll es zur Fortsetzung dieser Begegnung kommen. Deutsche

Schüler und ihre Lehrerin haben die Möglichkeit, in Begleitung einer Mitarbeiterin der Jugendausbildungsstätte an einer 10tägigen Reise nach Israel teilzunehmen und Land, Lebensweise und Probleme der Israelis kennen zu lernen und nicht zuletzt die Jugendlichen aus Julis und Hadera wieder zu treffen. Zur Finanzierung dieser Reise organisierten die Schüler Waffelund Sandwichbasare, verkauften am „Tag der offenen Tür“ Wein aus Israel und selbst hergestellte israelische Spezialitäten. Dazu trugen auch eine großzügige Spende des Fördervereins der Schule und eine Spendenaktion unter den Lehrern bei. Ein ebenso riesengroßes Dankeschön gilt dem Management der Adlershofer Marktpassagen für die großzügige Spende von 500 € zur Unterstützung des Vorhabens. Neben den Aufenthaltskosten fallen hohe Reisekosten an, die trotz allem nicht von allen Jugendlichen finanziert werden können. Deshalb bitten wir auch die Leser(innen) dieser Zeitung, uns mit Spenden an den oder eine Mitgliedschaft in dem Förderverein der Anna-Seghers-Oberschule, Kt.: 0 283 822 109 bei der Postbank Berlin (BLZ 100 100 10) zu unterstützen, um möglichst vielen Schülern diese Begegnung wie auch andere schulische Aktivitäten zu ermöglichen. Sophie Becker, Schülerin Kathrin Bönisch, Lehrerin

Adlershofer Zeitung
PF 1103 Herausgeber
MEDIEN-BÜRO Adlershof verantw. Redakteur Lutz Ebner Tel. 67 98 95 37 Fax 67 98 95 38 redaktionelle Mitarbeit Wolfhard Staneczek Tel. & Fax 677 24 58

12474 Berlin
Herstellung Eggersdorfer Druck- und Verlagshaus Auflage 3000 Exemplare Erscheinungsweise monatlich Vertrieb über Geschäftsinhaber, Vereine und andere Helfer

Mai 2005

Seite 15

Sportaktionstag für Fußballinteressierte
Der SV Berlin-Chemie Adlershof lädt Kinder und Eltern am 12. Mai um 16.45 Uhr zu einem Sportaktionstag auf den Sportplatz „Birkenwäldchen“ ein. Der Sportverein sucht Mädchen und Jungen der Jahrgänge 1997 bis 2000, die Interesse am Fußballspielen haben. Gespielt wird auf dem schönen Naturrasenplatz in der Köllnischen Heide. Die Kinder sollten sportliche Kleidung und Turnschuhe mitbringen. Der Spielnachmittag endet um 18 Uhr. Weitere Infos bei Frau Danz unter Tel. 6707-2358 werktags von 9 bis 16 Uhr.

Offenes Vereinssportfest
Zum 14. Mal findet am Sonnabend, dem 4. Juni, am Nachmittag das für alle TreptowKöpenicker offene Vereinssportfest des ESV Lok Schöneweide statt. 23 Sportangebote laden zum Mitmachen ein, dazu noch einige sportliche und andere Betätigungsmöglichkeiten für Kinder im Schul- und Vorschulalter. Der Sonnabendnachmitag könnte also zu einem schönen sportlichen Familienerlebnis werden. Die Wettbewerbe sind für alle Altersgruppen ausgelegt. Sie reichen von einfachen Übungen wie Ballprellen und Dart bis zur Leichtathletik sowie Fuß- und Volleyball-Turniere. Natürlich sind das Bohlekegeln, der Schlängellauf, das Kugelstoßen und die für Senioren gedachten Übungen wieder im Programm. Von 14 bis 16 Uhr kann man sogar unter Anleitung kostenlos in die Sportart Tennis hineinschnuppern. Jeder Teilnehmer bekommt eine Startkarte, die nach sechs absolvierten Wettbewerben zum Tombola-Los wird. Alle Kinder und Jugendlichen erhalten einen Preis und bei den Erwachsenen gibt es auch einen hohen Anteil, der einen Preis gewinnen kann. Außerdem werden Urkunden und Mannschaftspreise vergeben. Die Teilnahme ist bis auf Fuß- und Volleyball kostenlos. Für die beiden Turniere ist bereits am 27. Mai Meldeschluß. H. Weiss

Berlin Hilalspor und TSV Rudow II zu Gast am Lohnauer Steig
Die Fußballer von ABC 08 bestreiten in der Landesliga im Mai zwei Heimspiele auf dem Sportplatz Lohnauer Steig. Am Sonnabend, dem 7.5., ist das Team von Berlin Hilalspor zu Gast. Am Sonnabend, dem 21.5., heißt der Gegner TSV Rudow II. Die 1. Frauenmannschaft des Adlershofer BC absolviert in der Regionalliga im Mai nur ein Punktspiel auf dem Sportplatz Dörpfeldstraße. Dazu kommen die Damen des Chemnitzer FC am Pfingstmontag, dem 16.5. nach Adlershof. Alle Begegnungen beginnen um 14 Uhr.

Wir hatten eine Menge Spaß
Ski-Lager in Jasov nad Nisou vom 4.-14. Januar 2005
Kaum richtig ins neue Jahr gerutscht, den letzten Kater im Bus ausgeschlafen, schon stieg man aus und rutschte schon wieder. Wir befanden uns im Isargebirge. Das Dorf Jasov nad Nisou stellte einen absoluten Kontrast zu unserer Millionenstadt dar. Weiß so weit das Auge reichte. Ein breites Lächeln überzog das Gesicht unserer Lehrer und schon waren die Videokameras gezückt. Und da waren schon die ersten „Freudenrufe“: „Oh, ist das kalt hier, brrr!“, andere wollten schon nach dem ersten Abend wieder nach Hause. Am Dienstag war alles vergessen als die ersten Laufversuche auf dem Plan standen. Nicht alle erwiesen sich auf Langlauf-Ski talentiert. Das Gemecker ging weiter! „Das macht gar keinen Spaß!“, „Andauernd liegt man im Schnee und kommt nicht mehr hoch!“, „Ich kann das nicht!“, „Das ist schlimmer als Schule“ konnte man hören. Beim ersten Wettkampf waren die Meckerköppe jedoch voll dabei und selbst Skimuffel offenbarten ihr Talent. Danach machten lange Tagestouren von 15-20 km den Wenigsten etwas aus. Dunkelfahrten mit Freiwilligen waren absolute Highlights während des Skilagers. Bei solchen Abfahrten, wo man kaum den Vordermann richtig sah, musste auch mal schnell improvisiert werden. So war man gezwungen den Vordermann bei leicht abschüssigem Gelände zu schieben. Das wurde sogar von Herrn Holler gelobt, da die Beteiligten dabei nicht hinfielen. Leider wies er uns erst recht spät in die richtige Technik des Fallens ein. Genügend Leute hatten es vorher oft und teil-

weise sehr schmerzhaft ausprobiert. Trotz allem gelang dem Skikurs 2005 der beste Testdurchschnitt, den unsere Lehrer je hatten. Gratulation dazu! Die Abende klangen meist harmonisch aus. Herr Hunger und Herr Holler stimmten ihre Gitarren und ließen ihre Stimmen durch die Pension hallen. Das Fazit dieses Skilagers war: Wir hatten trotz Leistungskontrollen und Wettkämpfen eine Menge Spaß. Trotzdem freute sich

jeder auf zu Hause, auf sein Bett, seine Freunde, seine Familie. Jeder brachte Gebrechen heim: blaue Flecken, dicke Knie, geschwollene Knöchel, Blasen, bis hin zur Grippe war alles vertreten. Und doch war das Skilager ein Erlebnis, welches wir nicht so schnell vergessen werden. Wir empfehlen es auch dem künftigen 12. Jahrgang!
Maxim Kremer, Stephanie Klose, Denise Eßmann, Carolin Ringe Anna-Seghers-Oberschule

Redaktionsschluß für die Ankündigung sportlicher Termine im Juni ist am 16. Mai
Türöffnung Montagen Schließanlagen Fluchtwegsicherung Schlüsselanfertigung

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In unserer Ratgeber-Serie wollen wir Ihnen Anregungen aus verschiedenen Bereichen vermitteln. Wir widmen uns Fragen der Rechtsprechung und geben Tips zur Gesundheit. Sie erfahren Neues aus dem Kochstudio, Wissenswertes zum Thema Umwelt sowie vieles Interessantes mehr. HEUTE:

Nr. 133

Wissenschaftsstandort lädt ein
Das Institut für Planetenforschung am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR, Rutherfordstr. 2) setzt am 4.5. und 18.5. jeweils um 15 Uhr das „Adlershofer Planetenkolloquium“ fort. Themen und weitere Infos bitte unter 670 55-320 erfragen. Einen Informationsabend zur Laserbehandlung bei Fehlsichtigkeit bietet Augenärztin Dr. Mascher am 9.5. um 19 Uhr im IBISHotel (Rudower Chaussee 15) an, Anmeldung unter 20 45 45 46. In der Vortragsreihe Recht und Wirtschaft informiert die Rechtsanwaltskanzlei Dr. Zacharias am 12.5. ab 15.30 Uhr im UTZ (Volmerstr. 5-7) über „Immobilienkauf – vom notariellen Vertrag bis zum Grundbucheintrag“ sowie in der Reihe Familien- und Erbrecht am 26.5. ab 15.30 Uhr über „Erbrechtliche Gestaltungsmöglichkeiten“. Anmeldung unter 63924567 erbeten. Am 23.5. lädt ab 11 Uhr die LTB Lasertechnik Berlin GmbH (Rudower Chaussee 29) zu einem Tag der offenen Tür unter dem Motto „15 Jahre LTB – 15 Jahre anwendungsorientierte Lösungen in der Laser- und Lasermeßtechnik“ ein. Weitere Infos unter 6392-6190. Vom 20.5. bis 19.6. kann in Adlershof eine europäische Solarausstellung im Rahmen von „Wohnen am Landschaftspark“ besucht werden. W.S.

Beteiligen Sie das Finanzamt an Ihrer Haushaltshilfe
Nur wenige wissen, dass schon seit 2003 die Möglichkeit existiert, das Finanzamt an den Kosten für eine private Haushaltshilfe zu beteiligen. Wer beispielsweise zu Hause typische haushaltsnahe Dienstleistungen wie Putzfrau, Fensterputzer, Hilfen bei Kochen, Einkaufen, Bügeln oder Hilfen im Garten in Anspruch nimmt, kann die hierfür gezahlten Kosten zusammen mit der Steuererklärung beim Finanzamt einreichen. Wichtig ist, dass die Haushaltshilfe ordnungsgemäß angemeldet wird und für diese Sozialabgaben abgeführt werden. Beschäftigen Sie ein Unternehmen oder einen selbständigen Dienstleister (z.B. Ich-AG), so müssen Sie auf eine ordnungsgemäße Rechnung bestehen und darüber hinaus den Betrag überweisen. Dies ist lt. Gesetz unabdingbare Voraussetzung für den Erhalt der Steuerersparnis. Dafür können Sie zwischen 10 und 20 % der gezahlten Aufwendungen (auch Sozialversicherungsbeiträge) direkt von Ihrer Steuerlast abziehen. Tip: Auch typische Schönheitsreparaturen einer Wohnung wie beispielsweise Malerarbeiten fallen unter diese Regelung. Sollten Sie zum Beispiel beim Auszug von Ihrem Vermieter zur Durchführung von Malerarbeiten verpflichtet werden, kann sich die Beauftragung eines Fachbetriebes, von dem Sie eine Rechnung erhalten, lohnen. Katrin Fischer Wirtschaftsprüferin Steuerberaterin Dörpfeldstraße 11 Tel. 82 71 81 90 www.stbkanzlei-fischer.de

Partnerschaft Bezirk – Polizei
Eine „Kommunale Ordnungsund Sicherheitspartnerschaft“ zwischen der Polizeidirektion 6 und dem Bezirk Treptow-Köpenick wurde am 12. April von Polizeidirektor Prof. Michael Knape und Bezirksbürgermeister Dr. Klaus Ulbricht unterzeichnet. Sie sieht die Kooperation bezüglich personeller und materieller Ressourcen sowie auf kommunikativer Ebene einen effizienteren Austausch zwischen Ordnungsamt und Polizeidirektion 6 vor. Damit kann man dem Sicherheitsbedürfnis der Bürger besonders an kommunalen Brennpunkten gerecht werden.
        
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