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Full text: Geschäftsbericht (Rights reserved) Issue2013 (Rights reserved)

Berliner Energieagentur GmbH Geschäftsbericht 2013 www.b-e-a.de Grußwort der Geschäftsführung Sehr geehrte Damen und Herren, die Berliner Energieagentur (BEA) hat ihre erfolgreiche Geschäftsentwicklung der letzten Jahre fortgesetzt. Unsere Gesamterträge sind 2013 im Vergleich zum Vorjahr um rund 5 Prozent auf knapp 13.500 T€ gestiegen. Politisch stand die Rekommunalisierung der Energienetze vor dem Hintergrund eines Volksentscheides zu dieser Frage weit oben auf der Agenda. Die deutschlandweite Energiewende und mit ihr die Notwendigkeit zum Umbau des Energiesystems hat zudem an Brisanz nicht verloren. 2013 war geprägt von der Diskussion über die für 2014 geplante Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Das Geschäft der BEA mit umsetzungs- und planungsnaher Beratung zu Energiesparen, Energieeffizienz, dem Einsatz erneuerbarer Energien und vor allem durch eigene, investitionsbasierte Energiedienstleistungen konnte, trotz unsicherer gesetzlicher Rahmenbedingungen, weiter ausgebaut werden. So ist der Geschäftsbereich Contracting mit der klaren Ausrichtung auf objektbezogene Energieversorgungsprojekte im Berliner Gebäudebestand sowie mit Photovoltaik-Dachanlagen auch im Jahr 2013 stark gewachsen. Neben dem Einsatz von Blockheizkraftwerken, in Verbindung mit effizienten Kesselanlagen in der Berliner Wohnungswirtschaft, wurden in 2013 auf Basis des Erneuerbare-Energien-Gesetzes drei PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von rd. 308 kWpeak auf Wohn- und öffentlichen Gebäuden in Berlin errichtet. Die gesamte Investitionstätigkeit in neue, fertiggestellte Anlagen in 2013, beläuft sich auf rd. 1.124 T€ auf planmäßig hohen Niveau. Damit setzte die BEA Zeichen, nicht nur für Energieeffizienz, sondern auch für die Kombination mit erneuerbaren Energien. Die Kernkompetenzen des Geschäftsbereiches Consulting, Energiedienstleistungsberatung sowie bedarfsgerechte Informationsdienstleistungen zu Energiesparen und Energieeffizienz, konnten regional wie national weiter ausgebaut und erfolgreich platziert werden. So haben wir mit „Unternehmen Stromsparen“ ein neues Beratungsprojekt für kleine und mittelständische Unternehmen umgesetzt und mit dem energetischen Quartierskonzept Wedding/Müllerstraße eine umfassende energetische Bestandsaufnahme eines Berliner Sanierungsgebietes realisiert. Der Geschäftsbereich Internationaler Know-how-Transfer (IKHT) konnte sich erfolgreich weiterentwickeln. Kernbereich von IKHT ist weiterhin, die Energiedienstleistungsberatung durch Übermittlung des bestehenden Unternehmens-Know-hows zu Energiespar-Contracting auch in außereuropäischen Ländern voranzubringen. Die Zielregionen wurden durch Beratungen in Chile und in der Argentinien erfolgreich erweitert. Wir werden uns im Jahr 2014 weiterhin für einen zuverlässigen, nachhaltigen Energiemix in Berlin und Deutschland einsetzen. Die Förderung von Energieeffizienz, Energiesparen und die Integration erneuerbarer Energien stehen dabei im Mittelpunkt und sind Fokus unserer Geschäftstätigkeit. Als unabhängiges und innovatives Energiedienstleistungsunternehmen wollen wir unsere Energieberatungs- und Dienstleistungsmodelle in 2014 am Berliner Markt weiter ausbauen. Mit freundlichen Grüßen Michael Geißler Geschäftsführer der Berliner Energieagentur 2 www.b-e-a.de Profil der Berliner Energieagentur GmbH Die Berliner Energieagentur (BEA) wurde 1992 auf Initiative des Berliner Abgeordnetenhauses gegründet. Als privatwirtschaftlich organisierter Energiedienstleister soll die BEA Energiesparpotenziale erschließen und den Einsatz regenerativer Energien vorantreiben. Gesellschafter sind zu gleichen Teilen das Land Berlin, die Vattenfall Europe Wärme AG, die GASAG Berliner Gaswerke AG und die KfW Bankengruppe. 2013 waren 58 Mitarbeiter bei der BEA beschäftigt. Die erwirtschaftete Gesamtleistung liegt bei 13,5 Millionen Euro. Leistungsspektrum  Entwicklung von Strategien zur Erschließung von Einsparpotenzialen  Umsetzung von Beratungsund Managementkonzepten  Konzeption von Contracting Dienstleistungen  Realisierung eigener KWKund Photovoltaik (PV)Projekte Tätigkeitsfelder Energie rational zu nutzen und damit den Bedarf zu senken, das ist das Ziel der BEA. Dieses erreicht sie zum Beispiel durch den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) oder die Entwicklung wirtschaftlicher Nutzungskonzepte für regenerative Energien. Das Unternehmen realisiert eigene Projekte und ist dabei Vorbild im wachsenden Markt profitabler Dienstleistungsmodelle. National und international erarbeitet die BEA darüber hinaus Strategien zu Energiesparpotenzialen, setzt Beratungs- und Energiemanagementkonzepte um und entwickelt Contracting-Dienstleistungen. Unsere Partner sind Industrieunternehmen und Gewerbebetriebe, die Wohnungs- und Gebäudewirtschaft sowie staatliche Institutionen. Wirtschaftliche Entwicklung Die BEA hat im Jahr 2013 ihre Marktposition weiter gefestigt. Der Jahresabschluss 2013 weist einen neuen Höchststand bei Umsatz und Gewinn aus. Aufgrund ihrer Kompetenz, langjährigen Expertise und wettbewerbsfähigen Produktpalette besitzt die BEA weiterhin sehr gute Marktchancen. Insbesondere in Berlin gilt das Unternehmen als der Ansprechpartner in Sachen Energieeffizienz und Kosteneinsparung in Gebäuden und Liegenschaften. Als neutrales Energiedienstleistungsunternehmen besitzt das Unternehmen das Vertrauen von Kunden und Partnern in Industrie, Gewerbe und Immobilienwirtschaft. Die BEA plant vor diesem Hintergrund, ihre Beratungsleistungen und vor allem ihre Investitionen im eigenen Energiedienstleistungsgeschäft weiter deutlich auszubauen. Mit der Forschungsinitiative „Zukunft Bau“ fördert das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit die Energiewende im Bauwesen. Eine Förderrichtlinie widmet sich dabei der Umsetzung von Modellprojekten im Effizienzhaus Plus-Standard. Seit 2013 ist die von der Berliner Energieagentur koordinierte Informationsstelle Effizienzhaus Plus Ansprechpartner für Fachleute und die Öffentlichkeit zum Effizienzhaus Plus-Standard und zu den Modellvorhaben der Forschungsinitiative Berliner Energieagentur 3 Profil der Berliner Energieagentur GmbH Das Management Michael Geißler Geschäftsführer der Berliner Energieagentur (BEA) Michael Geißler ist ehrenamtlicher Generalsekretär der FEDARENE, des europäischen Netzwerkes der regionalen Energie- und Umweltagenturen, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) e. V., Mitglied im Klimaschutzbeirat des Landes Berlin, Mitglied des Präsidiums der Industrie- und Handelskammer (IHK) sowie Mitglied des Beirats der Investitionsbank Berlin (IBB). Die Mitarbeiter Die BEA hatte 2013 durchschnittlich 58 Mitarbeiter, u.a. aus den Fachgebieten Wirtschaftswissenschaften, Maschinenbau, Energie-, Verfahrens- sowie Elektrotechnik, Geistes,- Kultur- und Sprachwissenschaften. Das Unternehmen Die BEA ist in drei Unternehmensbereiche gegliedert: Consulting: Wir beraten in allen Fragen des effizienten Energieeinsatzes – vom modernen Energiemanagement bis zur Entwicklung energetischer Sanierungskonzepte und dem Einsatz erneuerbarer Energien. Contracting: Wir realisieren umweltfreundliche Versorgungslösungen im eigenen Risiko zu wirtschaftlichen Preisen. Internationaler Know-how-Transfer: Wir übertragen erfolgreiche Modelle zur rationellen Energienutzung und zum Einsatz erneuerbarer Energien auf neue Märkte. Unterstützt werden die Geschäftsbereiche von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Bereichen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Personal, Rechnungswesen und Sekretariat. 4 www.b-e-a.de Die Gesellschafter Land Berlin (vertreten durch die Senatsverwaltung für Finanzen) KfW Bankengruppe Vattenfall Europe Wärme AG GASAG Berliner Gaswerke AG Der Aufsichtsrat Vorsitz Staatssekretär Christian Gaebler Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin (ab 03. April 2012) Stellvertretender Vorsitz Andreas Prohl, GASAG Berliner Gaswerke AG (bis 31. August 2013) Gunther Müller, Vattenfall Europe Wärme AG (seit 04. Dezember 2013) Weitere Mitglieder Hans-Georg Kauert Land Berlin (seit 20. März 2013) Stefan Grützmacher, GASAG Berliner Gaswerke AG (seit 01. Februar 2013) Katja Gieseking, GASAG Berliner Gaswerke AG (seit 02. Dezember 2013) Christian Krämer, KfW Bankengruppe Olaf Weber, KfW Bankengruppe Dr. Frank May, Vattenfall Europe Wärme AG Wolf-Dietrich Kunze, Vattenfall Europe Wärme AG (01. Februar 2013 bis 04. Dezember 2013) Berliner Energieagentur 5 Auszug aus dem Lagebericht 2013 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Während nach den Aufholprozessen im Anschluss an die weltweite Wirtschaftskrise von 2009 bis 2011 hohe Zuwächse zu verzeichnen waren, hat sich das Wirtschaftswachstum Deutschlands nach 2012 auch 2013 deutlich verlangsamt. Mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,4 % erweist sich die deutsche Wirtschaft in einem schwierigen europäischen Umfeld jedoch als robust. Die Entwicklung ist weiterhin auf Wachstumsimpulse im In- und Ausland zurückzuführen. Die inländischen Konsumausgaben und vor allem der Außenbeitrag zeigen weiter eine positive Entwicklung, wohingegen die Bruttoinvestitionen zum zweiten mal in Folge leicht rückläufig waren. Die Verbraucherpreise in Deutschland stiegen im Jahresdurchschnitt 2013 gegenüber 2012 um 1,5 %. Energie verteuerte sich dabei im Vorjahresvergleich um 1,4 %. Der Preis für leichtes Heizöl fiel um 6 %, während bei anderen Haushaltsenergien ein Preiszuwachs verzeichnet wurde (z. B. Strom +11,9 %; Gas +1,3 %). Geschäftsverlauf Die Berliner Energieagentur hat auch im Jahr 2013 die erfolgreiche Geschäftsentwicklung der letzten Jahre fortgesetzt. Das Unternehmen ist im Umfeld der stabilen konjunkturellen Entwicklung bei planmäßig hoher Investitionstätigkeit gewachsen. Der Geschäftserfolg konnte vor allem auch durch eigene, investitionsbasierte Energiedienstleistungen auf der Grundlage von Blockheizkraftwerken konsequent weiter ausgebaut werden. Umfassende, umsetzungsorientierte Beratung und Information zu Energiesparen, Energieeffizienz und Einsatz Erneuerbarer Energien tragen weiterhin wesentlich zum Erfolg des Unternehmens bei. Die Berliner Energieagentur ist in der Berliner Wirtschaft und Politik fest verankert und verfügt über einen kontinuierlich wachsenden Kundenstamm, der deutlich über die Grenzen Berlins hinaus reicht. Insgesamt hat die Berliner Energieagentur im Geschäftsjahr 2013 ein Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) von 1.024 T€ erreicht. Das Ergebnis nach Steuern und Zinsen beträgt 488 T€. Der Geschäftsbereich Contracting ist mit der klaren Ausrichtung auf objektbezogene Energieversorgungsprojekte im Berliner Gebäudebestand und vor allem mit Blockheizkraftwerken im Jahr 2013 stark gewachsen. Der Umsatz des Geschäftsbereiches liegt mit einem Plus von rund 5 % und somit 10.413 T€ über Vorjahresniveau (9.910 T€). Der Geschäftsbereich Consulting hat den nationalen Förderrahmen sowie den weiterhin hohen Modernisierungsbedarf im Gebäudesektor zum Ausbau der Beratungsaktivitäten genutzt. Die Gesamterträge (inkl. Bestandsveränderungen) des Geschäftsbereiches liegen mit ca. 2.074 T€ leicht unter dem Vorjahresniveau (rd. 2.126T€). Der Geschäftsbereich Internationaler Know-how-Transfer hat bei weiterhin hoher Auslastung und unter angepassten Beraterkapazitäten Gesamterträge inkl. Bestandsveränderungen von 449 T€ erzielt (Vorjahr: rd. 374 T€). Zukünftige Entwicklung Auch in 2014 stellen die mit der so genannten Energiewende in Deutschland einhergehende Notwendigkeit zum Umbau des Energiesystems, wie auch die weltweit weiterhin steigenden Preise für Energie und Rohstoffe, sowohl Chance als auch Herausforderung für die weitere Entwicklung dar. Im Rahmen des gesellschaftlich breit verankerten Wunsches nach Dezentralität und Umweltverträglichkeit der zukünftigen energetischen Infrastruktur, haben die Themenfelder Energiesparen, Energieeffizienz und Einsatz Erneuerbarer Energien hohe bzw. weiter steigende Bedeutung. Dabei gelangen Preiswürdigkeit, wie Sicherheit der Energieversorgung, zunehmend in den Fokus. Die politischen Initiativen und bestehenden gesetzlichen wie fördernden Rahmensetzungen von der europäischen bis hin zur regionalen Ebene bleiben geprägt von dem Ziel der Steigerung der Energieeffizienz sowie dem Ausbau Erneuerbarer Energien. Für das Geschäftsjahr 2014 plant die Geschäftsführung Investitionen auf hohem Niveau, verbunden mit einem mittelfristig weiter steigenden Unternehmensergebnis. 6 www.b-e-a.de Gewinn- und Verlustrechnung 2013 Jahr 2013 in T€ 1. Umsatzerlöse 12.494 153 100 720 13.467 6.567 6.003 564 Vorjahr in T€ 12.123 -184 68 855 12.862 6.818 6.094 723 2. Bestandsveränderung an unfertigen Leistungen 3. andere aktivierte Eigenleistungen 4. sonstige betriebliche Erträge Gesamtleistung 5. 5.a 5.b Materialaufwand Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren Aufwendungen für bezogene Leistungen Rohergebnis 6. Personalaufwand 6.a Löhne und Gehälter 6.b soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 6.900 2.967 2.431 536 6.044 2.510 2.100 410 7. Abschreibungen 1131 1.777 15 289 262 488 1.075 1.552 92 268 256 475 8. sonstige betriebliche Aufwendungen 9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11. Steuern 12. Jahresüberschuss Bilanz zum 31.12.2013 Aktiva Anlagevermögen 1. 2. 3. Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen (Beteiligungen) Jahr 2013 in T€ 12.794 111 12.679 4 Vorjahr in T€ 12.467 93 12.370 4 Passiva Eigenkapital Gezeichnetes Kapital 1. Gewinnrücklagen Jahr 2012 in T€ Vorjahr in T€ 2.557 158 1.482 488 4.685 284 1.116 11.204 8.568 61 1.808 767 2.557 158 1.147 475 4.337 318 1.421 11.153 8.363 340 2.408 348 Umlaufvermögen 1. 2. 3. Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.151 117 1.734 2.300 4.401 177 2.191 2.033 2. Gewinnvortrag 3. Jahresüberschuss 4. Eigenkapital insgesamt Sonstige Sonderposten Rechnungsabgrenzungsposten Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung 114 231 133 236 Rückstellungen Verbindlichkeiten Summe Aktiva 17.290 17.236 1. 2. 3. 4. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen sonstige Verbindlichkeiten Summe Passiva 17.290 17.236 Berliner Energieagentur 7 Der Geschäftsbereich Consulting Im Geschäftsfeld Consulting berät die Berliner Energieagentur hinsichtlich der Entwicklung und Umsetzung eines modernen Energiemanagements und setzt Beratungsinitiativen, Fachveranstaltungen und Informationskampagnen um. Strategische Ausrichtung 2014 Für den Geschäftsbereich Consulting ist vorgesehen, die erfolgreichen Informations- und Beratungsangebote weiterhin stabil am Markt zu platzieren. Aufgrund der aktuellen europäischen Schwerpunktsetzung auf Energieeffizienz und Energiedienstleistung ist die langjährige Kompetenz und Expertise in Sachen Energiespar-Contracting, insbesondere für öffentliche Liegenschaften, regional wie überregional gefragt. Im Kontext der energetischen Wohngebäudesanierung sowie des Neubaus wird zudem das Beratungsangebot zum energiesparenden Planen, Bauen und Sanieren von Gebäuden in Berlin ausgebaut. Auf hohem Niveau fortgesetzt bzw. ausgebaut werden die Informationsangebote zum Energie- bzw. Stromsparen im Haushaltssektor. Erfahrungen hieraus sollen in entsprechenden Beratungsangeboten in Gewerbe und Industrieunternehmen erfolgreich platziert werden. Consulting umfasst  Analyse und Konzeption  Ausschreibung und Vergabe  Gutachten und Prognose  Veranstaltung und Kampagnen Entwicklung 2013 Der Geschäftsbereich Consulting hat den weiterhin vorhandenen hohen Modernisierungsbedarf wie das ansteigende Neubauaufkommen im Gebäudesektor stabil zur Platzierung von Beratungsaktivitäten genutzt und durch Erstellung von objekt- bis hin zu quartiersbezogenen Energiekonzepten erfolgreich umgesetzt. Über die erfolgreiche Ausweitung von Energieeffizienzberatungen für kleine und mittlere Unternehmen wurde die Kernkompetenz regional wie überregional erfolgreich gestärkt. Bei temporär deutlich rückläufigem Förderaufkommen für politische Strategie- und Instrumentenberatung im Themengebiet Klimaschutz konnte der Geschäftsbereich damit die Gesamterträge (inkl. Bestandsveränderungen) in Höhe von ca. 2.074 T€ (leicht unter dem Vorjahresniveau, rd. 2.126 T€) erzielen. Projektbeispiele 2013 Energiesparpartnerschaft Beuth-Hochschule Insgesamt 1,4 Mio. Euro hat der Energiesparpartner EnBW Vertrieb GmbH in Maßnahmen zur Energieeffizienz investiert. Die BEA hat als Projektmanager die Hochschule bei der dafür nötigen Vorbereitung und Durchführung des Ausschreibungsverfahren unterstützt und den Vertrag vorbereitet. Die garantierte Energieeinsparung liegt bei knapp 260.000 Euro im Jahr. Damit werden über 1.000 Tonnen CO2 jährlich gespart. Die Beuth-Hochschule reduziert damit ihre Energiekosten um 19 Prozent. Eine beträchtliche Leistung – grade weil bereits 2002 im Rahmen des ersten Energiespar-Garantievertrages 22,5 Prozent eingespart wurden. Die erneuten Einsparungen erreicht EnBW unter anderem durch einen Austausch von Kälteanlagen, Rohrdämmungen und Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung. Energieberatung ENEO Das Projekt unterstützt finanziell die Erstellung von Gutachten mit konkreten Modernisierungsempfehlungen zur energetischen Sanierung von Wohngebäuden in Berlin durch hochqualifizierte externe Energieberater. Die BEA ist Kooperationspartner und unterstützt aufgrund der langjährigen Erfahrung und Expertise bei der Qualitätssicherung des Beraterpools und der Modernisierungsgutachten. Um die Qualität der Gutachten zu gewährleisten, vermittelt ENEO zertifizierte EnergieeffizienzExperten, die eine erforderliche Praxisqualifikation nachweisen müssen. Energiesparen wird zur obersten Maxime: Die Beuth-Hochschule in Berlin reduziert durch verschiedene Maßnahmen ihre Energiekosten um 19 Prozent. 8 www.b-e-a.de Der Geschäftsbereich Contracting Im Geschäftsfeld Contracting hat sich die BEA darauf spezialisiert, Objekte mittels Klein- und Kleinst-Blockheizkraftwerken mit Energie zu versorgen. Diese finanziert und betreibt sie als Contractor selbst. Im Berichtsjahr hat das Unternehmen für eine Reihe von Mehrfamilienhäusern und Dienstleistungsgebäuden die Wärmeversorgung übernommen und die Heizzentralen in den entsprechenden Objekten modernisiert. 10.413 T€ deutlich über Vorjahresniveau (9.910 T€). Strategische Ausrichtung 2014 Im Geschäftsbereich Contracting ist geplant, weiterhin über die Errichtung und den Betrieb von Mini- und Mikro-KWK sowie Solar (-Dach) anlagen zu wachsen. Bei Bestands- wie Neukunden soll dabei zunehmend die Stromdirektvermarktung aus bestehenden wie neuen Erzeugungsanlagen zum Tragen kommen. Zudem ist die Realisierung von Energieerzeugungsanlagen unter Einsatz von Energiespeichern einerseits sowie die Verbindung mit Energielieferung mit Einsparberatung bzw. – dienstleistung geplant. Der vorhandene wie neue Anlagenpark wird dabei fortlaufend auf Kostensenkungs- und eigene Wertschöpfungserweiterungspotenziale, z. B. in der Wartung und Abrechnung, geprüft. Dem bestehenden Wettbewerb begegnet die Berliner Energieagentur dabei fortgesetzt durch Innovation, Qualität und Bonität. Contacting umfasst  Konzeption und Planung  Investition und Finanzierung  Bau und Betrieb  Wartung und Instandhaltung  Kontrolle und Abrechnung Entwicklung 2013 Der Geschäftsbereich Contracting ist mit der klaren Ausrichtung auf objektbezogene Energieversorgungsprojekte im Berliner Gebäudebestand und mit Photovoltaik-Dachanlagen auch im Jahr 2013 stark gewachsen. Die Strategie Blockheizkraftwerke, in Verbindung mit effizienten Kesselanlagen, in der Berliner Wohnungswirtschaft einzusetzen, hat sich erfolgreich bewährt. In 2013 wurden auf Basis des ErneuerbareEnergien-Gesetzes (EEG) drei PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von rd. 308 kWpeak auf Wohn- und öffentlichen Gebäuden in Berlin errichtet. Die gesamte Investitionstätigkeit in neue, fertig gestellte Anlagen in 2013, beläuft sich auf rd. 1.124 T€ auf planmäßig hohen Niveau. Der Umsatz des Geschäftsbereiches liegt mit einem Plus von rund 5 % und somit Projektbeispiele 2013 Wohn- und Geschäftsgebäude in Friedrichshain Auf der Speisekarte des arabisch-libanesischen Restaurants Qadmous am Prenzlauer Berg in Berlin stehen Spezialitäten wie Hummus, Halloumi, Taboule oder Gegrilltes zur Auswahl. Was der Gast des edlen Restaurants nicht lesen kann: Im Keller des Hauses erzeugt ein modernes BHKW auf effiziente Weise Wärme und Strom für die insgesamt 34 Wohn- und Gewerbemieter. Im Zuge eines Vollcontractingvertrages mit dem Eigentümer des Gebäudes mit einer Gesamtfläche von 3.600 Quadratmetern hat die BEA die bisherige Kesselanlage gegen ein kompaktes BHKW und einen modernen Brennwert-Spitzenlastkessel auf Erdgasbasis ausgetauscht. Diese Modernisierung hat den CO2-Ausst0ß jährlich um 62 Tonnen reduziert und deckt den Energiebedarf des Gebäudes beinahe vollständig ab. Neubauwohnprojekt Einbecker Straße In der Einbecker Straße in Berlin Lichtenberg hat die BEA in drei Neubau-Wohnhausblöcken mit insgesamt 61 Wohnungen mit insgesamt 4.450 qm Wohnfläche die Energieversorgung übernommen: Sie hat ein BHKW mit einer elektrischen Leistung von 20 kW und einer thermischen Leistung von rund 47 kW installiert. Es wird unterstützt von einem Gasbrennwertkessel mit 279 kW. Die Energiezentrale wird im Voll-Contracting betrieben. Der Strom steht den Mietern als BEA-Kiezstrom zur Verfügung. Die Einsparungen liegen bei jährlich 200 MWh Primärenergie und knapp 55 Tonnen CO2. Eigentümer der Wohngebäude und Auftraggeber ist die Helma Wohnungsbau GmbH. . Moderne KWK-Technologie kommt in diesem Gebäude in Lichtenberg zum Einsatz. Berliner Energieagentur 9 Der Geschäftsbereich Internationaler Know-how-Transfer Internationaler Knowhow-Transfer umfasst  Politikberatung  Beratung zu Energiesparcontracting  Markterschließung für KraftWärme-Kopplung und erneuerbare Energien  Veranstaltung und Kampagnen Im Geschäftsfeld Internationaler Know-howTransfer (IKHT) werden die bisher in Deutschland gemachten Erfahrungen der effizienten Energienutzung zum Beispiel in die Länder Mittel- und Osteuropas übertragen. Die Mitarbeiter der Berliner Energieagentur beraten nationale Regierungen, internationale Organisationen und Unternehmen bei der Anwendung erfolgreicher Energiedienstleistungsmodelle. In Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Förderorganisationen berät die BEA im Rahmen des Capacity Buildings Regierungen, Ministerien, Energieagenturen und Unternehmen des Finanzsektors bei der Umsetzung von Energieeffizienzstrategien. Zielregionen wurden durch Beratungen u. a. in der Chile sowie in Argentinien erfolgreich erweitert. Strategische Ausrichtung 2014 Mit der zusätzlichen Vermarktung von Unternehmenskompetenz und -Know-how im Geschäftsbereich IKHT plant die Berliner Energieagentur die erfolgreiche Fortsetzung ihres internationalen Beratungsgeschäfts. Die Spezialisierung bleibt dabei auf den weiterhin stark nachgefragten Themengebieten dezentrale Energieerzeugung, Energiemanagement sowie vor allem Energiedienstleistungsmodelle. Aufgrund der Überschneidung von Themen- und Schwerpunktsetzungen mit internationalen Gebern, wie z. B. der European Bank for Reconstruction and Development (EBRD), ist in 2014 ein Länderfokus insbesondere auf Südosteuropa vorgesehen. Erfolgschancen durch die Zusammenarbeit mit bewährten, lokalen Kooperationspartnern werden genutzt. Entwicklung 2013 Der Geschäftsbereich Internationaler Knowhow-Transfer hat auf Basis seiner Kernkompetenz, Beratung zu Energiedienstleistung, seine Marktposition stabil ausgebaut und wesentliche mittelfristig angelegte Aufträge erhalten. In 2013 wurden bei hoher Auslastung und unter angepassten Beraterkapazitäten Gesamterträge (inkl. Bestandsveränderunge) von 449 T€ erzielt (Vorjahr: rd. 374 T€). Weiterhin Kernprodukt des Bereiches, das auch in 2013 international erfolgreich vermarktet wurde, ist Energiedienstleistungsberatung mit Transfer des bestehenden UnternehmensKnow-hows zu Energiespar-Contracting. Die Projektbeispiele 2013 Energieeffizienz und Kraft-Wärme-Kopplung für Chile In Kooperation mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) unterstützt die BEA Chile bei der Einführung der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Im Rahmen des Projekts werden in drei öffentlichen Krankenhäusern in Santiago de Chile, Punta Arenas und Coyhaique Blockheizkraftwerke mit einer Gesamtleistung von ca. 580 kW elektrisch und 900 kW thermisch installiert. Die BEA hat dabei die Machbarkeitsstudien für den Einsatz der BHKW erstellt und unterstützt nun das europaweite Ausschreibungsverfahren und begleitet anschließend den gesamten Prozess bis zur Inbetriebnahme. Um das nötige Know-how weiterzugeben arbeitet das Team der BEA dabei eng mit chilenischen Partnern zusammen. Marktöffnung für private Energiedienstleister in Rumänien Die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Energiespar-Contracting (ESC) sind in Rumänien derzeit noch schwierig. In ausgewählte Pilotstädte wird deshalb der öffentliche Sektor dabei unterstützt, Verbesserungen umzusetzen. Die BEA leitet das Projekt des deutsch-rumänischen Beraterkonsortiums und internationaler Energiespar-Contracting Experten. Es werden Maßnahmen zur Vorbereitung und Durchführung von Pilotprojekten entwickelt, Musterverträge und Ausschreibungsunterlagen erstellt, Trainings vor Ort gegeben und Unterstützung bei der Anpassung der rechtlichen Rahmenbedingungen geleistet. BEA Ingenieurin Claudia Alt mit den Projektpartnern in Chile 10 www.b-e-a.de Impressum Herausgeber Berliner Energieagentur GmbH Französische Straße 23 10117 Berlin U-Bhf. Französische Straße Fon: +49(0)30-293330-0 Fax: +49(0)30-293330-99 E-Mail: office@berliner-e-agentur.de Internet: www.b-e-a.de Fotos Berliner Energieagentur Beuth-Hochschule (S. 8) Text Björn Matthiesen Katja Neubauer Phillip Haverkamp Oliver Zernahle Berliner Energieagentur
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