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Full text: Geschäftsbericht Issue 2007

Mit uns halten Sie Kurs.

Berliner Energieagentur GmbH
Geschäftsbericht 2007

Grußwort der Geschäftsführung
Sehr geehrte Damen und Herren, das Geschäftsjahr 2007 war das bisher erfolgreichste in der Geschichte der Berliner Energieagentur. Wir haben unser EBIT auf rund 369.000 Euro gesteigert. Das bedeutet einen Zuwachs um 12,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Unsere Gesamterträge sind im Geschäftsjahr 2007 um 10 Prozent auf 6,5 Millionen Euro gestiegen Einen großen Anteil an unserem Erfolg haben umsetzungsnahe Beratungsprojekte im Bereich Energieeffizienz und -einsparungen. Sowohl im Geschäftsbereich Consulting als auch im Bereich Internationaler Know-how-Transfer sind die Umsätze um fast ein Drittel gestiegen. Informations- und Grundlagenarbeit mit Modellfunktion für andere Städte und Länder, beispielsweise auf dem Gebiet der Kraft-Wärme-Kopplung, haben ebenfalls zum Erfolg beigetragen. Darüber hinaus setzt die Berliner Energieagentur auch landeseigene Informations- und Qualifizierungsprogramme in Berlin um: Mit der vierteljährlich stattfindenden Diskussionsreihe ClubE wird das Thema Klimaschutz für Schüler und Studierende praktisch erfahrbar gemacht. Sie haben bei ClubE die Möglichkeit, sich in die aktuelle Diskussion einzumischen. Eine unserer Kernkompetenzen ist die kontinuierliche Begleitung von Energiesparpartnerschaften für das Land Berlin. Im Jahr 2007 konnte mit dem VivantesHumboldt-Klinikum das erste kommunale Krankenhaus in Berlin in eine Energiesparpartnerschaft gebracht werden. Im Bereich Contracting haben wir unseren Fokus weiterhin auf die Beistellung von effizienten Blockheizkraftwerken gelegt. Beispielsweise ergänzt seit November 2007 ein BHKW auf dem Betriebshof der Berliner Stadtreinigung in der Malmöer Straße die bestehende Heizungsanlage. Für 2008 haben wir uns vorgenommen, noch weiter zu wachsen. Unsere Position als unabhängiges und innovatives Energiedienstleistungsunternehmen am Berliner Markt wollen wir weiter ausbauen. Mit freundlichen Grüßen

Michael Geißler

Profil der Berliner Energieagentur GmbH

Die Berliner Energieagentur GmbH wurde 1992 auf Initiative des Berliner Abgeordnetenhauses gegründet. Mit Hilfe des privatwirtschaftlichen Energiedienstleistungsunternehmens sollten Energiesparpotenziale erschlossen und der Einsatz regenerativer Energien vorangetrieben werden. Gesellschafter sind zu gleichen Teilen das Land Berlin, die Vattenfall Europe Berlin AG & Co. KG, die GASAG Berliner Gaswerke AG und die KfW Bankengruppe. 2007 waren 43 Mitarbeiter bei der Berliner Energieagentur beschäftigt. Die erwirtschaftete Gesamtleistung liegt bei 6,5 Mio. Euro. Tätigkeitsfelder Die rationelle Nutzung von Energie und damit die Senkung des Energiebedarfs ist ein wesentliches Anliegen der Berliner Energieagentur. Der Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung und die damit verbundene hoch effiziente Erzeugung von Wärme und Strom gehören genauso zu unseren Zielen wie die Entwicklung wirtschaftlicher Nutzungskonzepte für regenerative Energien. Unsere Partner sind Industrieunternehmen und Gewerbebetriebe, die Wohnungs- und Gebäudewirtschaft und staatliche

Institutionen. National und international erarbeiten wir Strategien zur Erschließung von Energiesparpotenzialen, setzen Beratungs- und Managementkonzepte um und entwickeln Contracting-Dienstleistungen. Durch die Realisierung eigener Projekte nimmt die Berliner Energieagentur dabei eine Vorbildfunktion im wachsenden Markt profitabler Dienstleistungsmodelle ein. Wirtschaftliche Entwicklung Die Berliner Energieagentur hat im Jahr 2007 den Geschäftserfolg der Vorjahre erneut gesteigert. Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) stieg um etwa 13 Prozent auf 369T€ (2006: 328T€). Grundlage für diese Entwicklung ist bei stabiler Unternehmensstruktur die kontinuierliche Ausrichtung auf die Themenfelder Energieeffizienz, Energiesparen und Einsatz erneuerbarer Energien. Die eindeutige Fokussierung auf bewährte Produkte und das hohe Qualitätsniveau tragen ebenfalls zum nachhaltigen Erfolg der Berliner Energieagentur bei.

Leistungsspektrum t Entwicklung von Strategien zur Erschließung von Einsparpotenzialen t Umsetzung von Beratungs- und Managementkonzepten t Konzeption von ContractingDienstleistungen t Realisierung eigener Kraft-WärmeKopplungs-Projekte

Im November 2007 wurde das neue BHKW am Betriebshof der Berliner Stadtreinigung (BSR) in Betrieb genommen. Von rechts nach links: Katrin Lompscher, Berliner Umweltsenatorin, Vera GädeButzlaff, BSR-Vorstandsvorsitzende, und Michael Geißler, Geschäftsführer der Berliner Energieagentur.

Profil der Berliner Energieagentur GmbH
Das Management Michael Geißler Geschäftsführer der Berliner Energieagentur Michael Geißler ist ehrenamtlicher Generalsekretär der FEDARENE, des europäischen Netzwerkes der regionalen Energie- und Umweltagenturen, Vorstandsvorsitzender des Vereins Energie-Agenturen Deutschland – eaD e. V. und Mitglied im Energiebeirat des Landes Berlin.

Die Mitarbeiter Die Berliner Energieagentur hatte 2007 durchschnittlich 43 Mitarbeiter, u. a. aus den Fachgebieten Wirtschaftswissenschaften, Maschinenbau, Energie-, Verfahrens- sowie Elektrotechnik, Geografie und Sprachwissenschaften.

Das Unternehmen Die Berliner Energieagentur ist in drei Unternehmensbereiche gegliedert: Consulting: Wir beraten in allen Fragen des effizienten Energieeinsatzes - vom modernen Energiemanagement bis zur Entwicklung energetischer Sanierungskonzepte und dem Einsatz erneuerbarer Energien. Contracting: Wir realisieren umweltfreundliche Versorgungslösungen im eigenen Risiko zu wirtschaftlichen Preisen. Internationaler Know-how-Transfer: Wir übertragen erfolgreiche Modelle zur rationellen Energienutzung und zum Einsatz Erneuerbarer Energien auf neue Märkte.

Unterstützt werden die Geschäftsbereiche von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Bereichen PR, Personal, Rechnungswesen und Sekretariat.

Die Berliner Energieagentur berät im Auftrag der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) chilenische Akteure aus Politik und Wirtschaft zu Energieeinspar-Contracting in öffentlichen Gebäuden. Dies geschieht im Rahmen des neuen nationalen Energieeffizienzprogramms der chilenischen Regierung. Im Rahmen dieses Projekts war im Oktober 2007 eine Delegation chilenischer Politiker zu Gast bei der BEA.

Die Gesellschafter
Land Berlin (vertreten durch die Senatsverwaltung für Finanzen) KfW Bankengruppe Vattenfall Europe Berlin AG & Co. KG GASAG Berliner Gaswerke AG

Der Aufsichtsrat

bis 18. Juni 2007 Vorsitz Staatssekretärin Maria Krautzberger, Land Berlin Mitglieder Wolf-Dietrich Kunze, Vattenfall Europe Berlin AG & Co. AG Andreas Prohl, GASAG Berliner Gaswerke AG Olaf Weber, KfW Bankengruppe stellvertretende Mitglieder Lutz Wegner, Vattenfall Europe Berlin AG &Co. KG Dr. Jürgen Schmidberger, GASAG Berliner Gaswerke AG Birgitt Kalthöner, Land Berlin Dr. Lutz-Christian Funke, KfW Bankengruppe

ab 18. Juni 2007 Vorsitz Staatssekretär Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Land Berlin Andreas Prohl, GASAG Berliner Gaswerke AG (Stellvertreter) Mitglieder Staatssekretär Volkmar Strauch, Land Berlin Olaf Czernomoriez, GASAG Berliner Gaswerke AG Dr. Klaus Müller, KfW Bankengruppe Olaf Weber, KfW Bankengruppe Wolf-Dietrich Kunze, Vattenfall Europe Berlin AG & Co. KG Jürgen Zickert, Vattenfall Europe Hamburg AG

Auszug aus dem Lagebericht 2007

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Mit einer guten konjunkturellen Entwicklung der deutschen Wirtschaft im Jahr 2007 konnte mit 2,6 Prozent Wachstum des Bruttoinlandsprodukts das Vorjahresniveau (2,7 Prozent) erreicht werden. Der deutsche Primärenergieverbrauch ist 2007 gegenüber dem Vorjahr kräftig um 5 Prozent auf 472 Mio. Tonnen SKE zurückgegangen. Hauptverantwortlich für den Rückgang sind die milden Temperaturen in den ersten vier Monaten 2007 einerseits sowie die angestiegenen Energiepreise andererseits. Der Strommarkt war im Jahr 2007 durch starke Preissteigerungen gekennzeichnet. Hauptursache ist das anhaltend hohe Preisniveau für Mineralöl und Erdgas. Die Netto-Stromerzeugung blieb im Jahr 2007 mit 597 Mrd. kWh auf Vorjahresniveau. Der Anteil der Stromerzeugung auf Erdgasbasis war mit 12 Prozent stabil auf Vorjahresniveau. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung stieg erneut an und lag bei rund 14 Prozent. Geschäftsverlauf Die Berliner Energieagentur hat im Jahr 2007 den Geschäftserfolg der Vorjahre erneut gesteigert. Grundlage für diese Entwicklung ist bei stabiler Unternehmensstruktur die kontinuierliche Ausrichtung auf die Themenfelder Energieeffizienz, Energiesparen und Einsatz erneuerbarer Energien. Insgesamt hat die Berliner Energieagentur im Geschäftsjahr 2007 das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) um rd. 13 % auf 369T€ gesteigert. Das Ergebnis nach Steuern beträgt 168 T€. Der Umsatz im Geschäftsbereich Contracting liegt mit einem leichten Plus von rund 3 Prozent mit 4.207 T€ auf Vorjahresniveau. Der Geschäftsbereich Consulting konnte mit Gesamterträgen von 1.546 T€ eine deutliche Steigerung von rund 32 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert erzielen. Grundlage dafür bilden die bewährten Beratungsprodukte. Der Geschäftsbereich Internationaler Know-how-Transfer liegt mit einer deutlichen Steigerung der Gesamterträge auf 447 T€ rund 31 Prozent über dem Vorjahreswert. Zukünftige Entwicklung Grundlage der zukünftigen Entwicklung sind vor allem die verstärkten politischen Anstrengungen in Sachen Klimaschutz. Auf der Basis des durch die Bundesregierung beschlossenen "Integrierten Energie- und Klimaprogramms" verbunden mit hohen Rohstoffpreisen ist von einer wachsenden Nachfrage für Energiespar- und -effizienzberatung sowie verstärkten Anwendung der KraftWärme-Kopplung und Einsatz Erneuerbarer Energien auszugehen. Die Berliner Energieagentur bietet mit ihren bestehenden wie geplanten Produktgruppen maßgeschneiderte, innovative Speziallösungen umsetzungsorientiert an. Klare Unternehmensstrategie ist es, die Position als unabhängiges und innovatives Energiedienstleistungsunternehmen am Berliner Markt auszubauen. Die Berliner Energieagentur will der Ansprechpartner in Berlin für die Beratung zu allen Fragen zu Energieeffizienz und Energiesparen werden sowie der wichtigste Realisierer wirtschaftlicher, innovativer, dezentraler Energiedienstleistungsmodelle sein. Die überregionale Vermarktung vor allem der BeratungsProdukte in ausgewählten Regionen ist ebenfalls weiterhin im Fokus der unternehmerischen Ausrichtung.

Gewinn- und Verlustrechnung 2007
Jahr 2007 in T€ Vorjahr in T€

1. 2. 3. 4.

Umsatzerlöse Bestandsveränderung an unfertigen Leistungen andere aktivierte Eigenleistungen sonstige betriebliche Erträge

5.589 67 31 805 6492

5.394 - 36 58 439 5.856

Gesamtleistung

5.

Materialaufwand a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.392 2.456

297 3.803

188 3.212

Rohergebnis

6.

Personalaufwand a) Löhne und Gehälter b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung

1.910 1.547 363

1.580 1.274 306

7. 8. 9. 10. 11. 12.

Abschreibungen sonstige betriebliche Aufwendungen sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen Steuern Jahresüberschuß

429 1.070 47 101 25 168

411 873 19 104 96 166

Bilanz zum 31.12.2007
Aktiva
Jahr 2007 in T€ 3.195 26 3.158 11 Vorjahr in T€ 3.384 17 3.356 11 1. Verlustvortrag 2. Jahresüberschuß Umlaufvermögen 1. Vorräte 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinst. 3.289 111 1.378 1.800 2.878 62 1.268 1.549 Sonstige Sonderposten Rückstellungen Rechnungsabgrenzungsposten 316 404 Verbindlichkeiten 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Summe Aktiva 6.800 6.666 2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 4. sonstige Verbindlichkeiten 264 590 3.376 1.955 66 972 384 303 515 3.446 1.876 26 1.061 484 3. Eigenkapital insgesamt - 156 168 2.569 - 322 166 2.401

Passiva

Jahr 2007 in T€

Vorjahr in T€

Anlagevermögen 1. Immaterielle Vermögensgegenstände 2. Sachanlagen 3. Finanzanlagen (Beteiligungen)

Eigenkapital Gezeichnetes Kapital 2.557 2.557

Summe Passiva

6.800

6.666

Der Geschäftsbereich Consulting

Consulting umfasst t Analyse und Konzeption t Ausschreibung und Vergabe t Gutachten und Prognose t Seminare und Kampagnen

Im Geschäftsfeld Consulting berät die Berliner Energieagentur zur Entwicklung und Umsetzung eines modernen Energiemanagements. Entwicklung 2007 Der Geschäftsbereich Consulting konnte mit Gesamterträgen von 1.546 T€ eine deutliche Steigerung von rund 32 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert erzielen. Grundlage dafür bilden die bewährten Beratungsprodukte. Die umsetzungsorientierte Beratung umfasst die Erstellung von Energieanalysen und -konzepten bis zur Entwicklung und Begleitung von Energiesparcontracting-Projekten. Zugleich konnte der Bereich seine überregionalen Aktivitäten auf Basis der erprobten Beratungsdienstleistungen weiter ausbauen. Informations- und Motivationskampagnen sowie die Fortführung des Managements des Berliner ImpulsE-Programms bilden auch weiterhin wichtige Säulen im Themenfeld Energiesparmarketing.

Strategische Ausrichtung 2008 Rahmenbedingungen für den Geschäftsbereich Consulting sind sich verschärfende Gesetze, geplante Förderprogramme sowie die Energieausweispflicht für Wohngebäude ab dem zweiten Halbjahr 2008. Unter der Annahme steigender Energie- bzw. Strompreise setzt der Bereich auf den konsequenten Ausbau der Beratung zu den Kernthemen Energieeffizienz und Energiesparen in öffentlichen Liegenschaften. Mit Begleitung verschiedener Energieeffizienz-Förderprogramme von öffentlichen Banken erhält die Beratung zudem eine strategische Verankerung sowie Umsetzungsnähe. Die Unterstützung der Markteinführung innovativer Energieeffizienztechnologien sowie die Nutzung Erneuerbarer Energien gerade für den städtischen Einsatz bilden einen weiteren Beratungsschwerpunkt für Kunden aus Politik und Versorgungswirtschaft.

Projektbeispiele 2007
Heilsam für Klima und Krankenhausbudget Als erstes kommunales Krankenhaus in Berlin hat das Vivantes-Humboldt-Klinikum eine Energiesparpartnerschaft (ESP) besiegelt. Die Berliner Energieagentur hat die die Ausschreibung und Umsetzung der ESP betreut. Den Vertrag haben Vertreter von Vivantes, des Berliner Senats und des Contracting-Partners Axima auf einer gemeinsamen Pressekonferenz unterschrieben. Die Partnerschaft garantiert dem Krankenhaus in den nächsten zwölf Jahren einen geringeren Kohlenstoffdioxid-Ausstoß von 40.300 Tonnen und Energieeinsparungen von 24 Prozent. Das bedeutet Einsparungen von insgesamt 4,5 Millionen Euro, an denen Vivantes mit 2,0 Millionen Euro beteiligt wird. Der Contractor will die Verbrauchsreduktion durch Investitionen in eine neue Gebäudeund Anlagentechnik erreichen. Summerheat - kühler Kopf dank KWK Das europäische Projekt Summerheat untersucht die politischen Rahmenbedingungen und Marktkonditionen zur Nutzung von Abwärme aus Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und Verbrennungsanlagen in Fernwärmenetzen für die Betreibung von Kühl- bzw. Klimaanlagen während des Sommers. Der Grund: Wärmegetriebene Kältemaschinen produzieren deutlich weniger KohlendioxidEmissionen als die bislang üblichen, mit Strom betriebenen Klimaanlagen. Die ganzjährige Nutzung von Wärme trägt mittelfristig auch dazu bei, KWK-Technologien kosteneffizienter zu machen und somit in diesem Bereich eine flächendeckende Nutzung voranzutreiben. Das Projekt Summerheat wird im Rahmen des EU-Programms “Intelligent Energy for Europe” gefördert und von der Vattenfall Europe AG & Co. KG kofinanziert.

Pressekonferenz mal anders: Der Vertrag für die Energiesparpartnerschaft wurde im Schwimmbad des Vivantes-Humboldt-Klinikums unterzeichnet.

Der Geschäftsbereich Internationaler Know-how-Transfer

Im Geschäftsfeld Internationaler Know-howTransfer werden die bisher in Deutschland gemachten Erfahrungen der effizienten Energienutzung z. B. in die Länder Mittel- und Osteuropas übertragen. Der Bereich berät nationale Regierungen, internationale Organisationen und Unternehmen bei der Anwendung erfolgreicher Modelle. Im Rahmen des Capacity Buildings berät die Berliner Energieagentur im Auftrag von internationalen Institutionen (z. B. der EU-Kommission) nationale Regierungen, öffentliche Träger (z. B. Ministerien), Energieagenturen und Unternehmen des Finanzsektors bei der Umsetzung von Energieeffizienzstrategien. Entwicklung 2007 Der Geschäftsbereich Internationaler Knowhow-Transfer liegt mit einer deutlichen Steigerung der Gesamterträge auf 447 T€ rund 31 Prozent über dem Vorjahreswert.

Grundlage dafür bilden international geförderte Beratungsprojekte im Themengebiet Energiesparcontracting (ESC) sowie die Umsetzung und Begleitung von ESCPilotprojekten in Brasilien, Chile, Indien und Südosteuropa. Strategische Ausrichtung 2008 Die internationalen Klimaschutzziele und steigende Energiepreise erzeugen einen Handlungsbedarf im Bereich Energieeffizienz. Der Geschäftsbereich Internationaler Know-how-Transfer setzt mit seiner Kernkompetenz damit auf den Ausbau der qualitativen und quantitativen Beratung zu Energy Performance Contracting. Der Fokus liegt dabei in der Verstärkung der Zusammenarbeit mit nationalen wie internationalen Förderorganisationen (KfW, GTZ, EU) zur Erweiterung der Beratungsaktivitäten in Schwellenländern und Europa.

Internationaler Know-how-Transfer umfasst t Politikberatung t Beratung zu Energiesparcontracting t Markterschließung für Kraft-WärmeKopplung und erneuerbare Energien t Entwicklung von Projekten und Finanzierungsmodellen

Projektbeispiele 2007
Energiespar-Contracting in Rumänien auf den Weg gebracht Zum Erbe des Kommunismus im EU-Neumitgliedsstaat Rumänien zählen auch marode Gebäude und Energie verschwendende Anlagen. Im Auftrag des Umweltbundesamtes hat deshalb die Berliner Energieagentur zusammen mit einem deutschen Partner und der rumänischen Nationalen Agentur für Energieeffizienz ARCE die Grundlagen für Contracting in Rumänien geschaffen. Das in Deutschland erfolgreich praktizierte Hessen-Modell des Energiespar-Contractings ist mit juristischer Unterstützung an die rumänischen Rahmenbedingungen angepasst worden. Außerdem soll ein rumänisches Kompetenzzentrum für Contracting aufgebaut werden. Dazu wurden die Mitarbeiter der ARCE umfassend weitergebildet. Erste Pilotprojekte zum Energiespar-Contracting stehen unmittelbar bevor. Mehr Energieeffizienz bei öffentlicher Beleuchtung in fünf neuen EU-Ländern Ziel des EU-Projekts “Bottom Up to Kyoto“ (BUtK) ist es, den Energieverbrauch und damit die CO2- Emissionen im Bereich der öffentlichen Beleuchtung in fünf Kommunen der neuen EU-Mitgliedsstaaten zu senken. Die Städte liegen in Rumänien, Polen, Lettland, Slowenien und Estland. Die Berliner Energieagentur bringt ihr Fachwissen zu Einsatzmöglichkeiten von Contracting in das Projekt ein. Sie analysiert dazu u. a. Einsparpotenziale und die rechtlichen Rahmenbedingungen. Außerdem unterstützt die BEA die Anpassung von Standardverträgen zum Einsparcontracting an die jeweiligen nationalen Rahmenbedingungen. Neben Machbarkeitsstudien sind in den beteiligten Gemeinden Pilotprojekte geplant, die Vorbild für andere Städte in den fünf Ländern sein sollen. “BUtK” läuft bis Dezember 2009.

Die Berliner Energieagentur unterstützt im Rahmen des Projekts “Bottom up to Kyoto” effiziente Straßenbeleuchtung in fünf der neuen EU-Mitgliedsstaaten.

Der Geschäftsbereich Contracting

Contracting umfasst t Konzeption und Planung t Investition und Finanzierung t Bau und Betrieb t Wartung und Instandhaltung t Kontrolle und Abrechnung

Im Geschäftsfeld Contracting hat sich die Berliner Energieagentur auf die Objektversorgung mittels Klein- und Kleinst-Blockheizkraftwerken (BHKW) spezialisiert, die sie als Contractor selbst finanziert und betreibt. Derzeit sind das mehr als 40 Standorte in Gewerbe- und Wohnimmobilien sowie in öffentlichen Gebäuden. Kraft-Wärme-Kopplung vor Ort ist nicht nur kostengünstiger und sicherer als Wärmeerzeugung und Strombezug auf herkömmliche Weise, sondern die Berliner Energieagentur erreicht damit auch eine CO2-Einsparung von jährlich ca. 10.000 Tonnen. Gleichzeitig setzt das Unternehmen auf neue Techniken. Die Energie der Sonne nutzt die Agentur mit dem Betrieb ihrer solarthermischen und Photovoltaik-Anlagen, und sie treibt Entwicklung und praktischen Einsatz moderner Mikro-KWK-Anlagen voran. Entwicklung 2007 Der Geschäftsbereich Contracting ist auch im Jahr 2007 mit der Umsetzung von weiteren BHKW-Beistellungs- sowie Kleinkesselprojekten im Gebäudebestand weiter gewachsen. Der Umsatz liegt im Umfeld einer rückläufi-

gen Nachfrage nach Erneuerungsinvestitionen und aufgrund der milden Temperaturen im 1. Quartal 2007 mit einem leichten Plus von rund 3 Prozent mit 4.207 T€ auf Vorjahresniveau. Erstmals konnte durch den Bereich ein Beleuchtungscontractingprojekt in der gewerblichen Immobilienwirtschaft umgesetzt werden. Strategische Ausrichtung 2008 Wegen der anstehenden Novelle des KWKGesetzes und der geplanten Förderung von Kleinst-KWK durch ein Marktanreizprogramm der Bundesregierung ist davon auszugehen, dass die Nachfrage für die KWKTechnologie gestärkt wird. Schwerpunkt des Geschäftsbereichs Contracting ist daher die Ausweitung der dezentralen Gebäudeenergieversorgung mit dem Einsatz von Klein- bis Kleinst-BHKW auf dem Wege der Beistellung bzw. des Heizungsaustauschs. Bei den Bestandsprojekten liegt der Schwerpunkt auf der ständigen Optimierung des Anlagenbetriebs sowie die Gewährleistung der Versorgungssicherheit durch Früherkennung von Betriebsrisiken.

Projektbeispiele 2007
Komplettpaket für effiziente Beleuchtung In der Tiefgarage eines Dienstleistungsgebäudes in Berlin-Prenzlauer Berg sollten die Kosten für Strom und für die Wartung der Beleuchtung deutlich reduziert werden. Das Gebäude beherbergt neben Arzt- und Anwaltspraxen auch Supermärkte sowie ein Fitnessstudio. Bei der Erneuerung der Beleuchtungsanlage kam ein Contracting-Modell zum Einsatz. Dabei wurden insgesamt mehr als 700 moderne T5-Leuchtstoffröhren mit den dazu gehörenden elektronischen Vorschaltgeräten installiert. Reflektoren sorgen zusätzlich für eine optimale Lichtausbeute. Insgesamt sind rund 30.000 Euro in effiziente Technik investiert worden. Der Stromverbrauch in der Tiefgarage wurde dadurch um circa 40 Prozent reduziert, und jährlich werden 77 Tonnen Kohlendioxid vermieden. Außerdem sind die Kosten für die Wartung der Anlage dauerhaft gesunken. Modernes BHKW für Berliner Stadtreinigung Seit November 2007 ergänzt ein Blockheizkraftwerk (BHKW) die bestehende Heizungsanlage auf dem Betriebshof der Berliner Stadtreinigung (BSR). Für die moderne Technik sind der BSR keine zusätzlichen Kosten entstanden, denn die Berliner Energieagentur hat im Rahmen einer BHKWBeistellung alle Investitionen getätigt und übernimmt den kompletten Service für die Anlage. Das erdgasbetriebene Klein-Kraftwerk liefert bis zu 40 Prozent des Grundbedarfs an Wärme und produziert gleichzeitig Strom. Die Anlage wurde nachträglich in die bestehende, moderne Heizzentrale integriert und hat eine Leistung von 50 kWel und 97 kWth. Der Betriebshof in der Malmöer Straße spart mit der neuen Technik 550 MWh Primärenergie pro Jahr ein und vermeidet jährlich 110 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen.

Tiefgarage in Prenzlauer Berg: 40 Prozent weniger Stromverbrauch dank moderner Technik

Notizen

Impressum
Herausgeber Berliner Energieagentur GmbH Französische Str. 23, 10117 Berlin Telefon: 030 / 29 33 30–0 Telefax: 030 / 29 33 30–99 Internet: www.berliner-e-agentur.de E-Mail: office@berliner-e-agentur.de Satz und Layout Djuke Nickelsen Bildnachweis Titel: Fotolia/linous Im Bereich “Download” unserer Website www.berliner-e-agentur.de bekommen Sie unseren Geschäftsbericht als PDF-Dokument

Berliner Energieagentur GmbH – Ihr Energie Navigator
Die Berliner Energieagentur ist unabhängiger Dienstleistungspartner von Industrie, Gewerbe, tertiärem Sektor und öffentlicher Hand. Berliner Energieagentur GmbH - Französische Straße 23 - 10117 Berlin - Tel. (030) 29 33 30 - 0 Fax (030) 29 33 30-99 - office@berliner-e-agentur.de - www.berliner-e-agentur.de Ansprechpartner: Michael Geißler, Geschäftsführer
        
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