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Periodical volume

Full text: Die Neustadt Issue 2015,3

Reaktion auf Leserbrief „Kind im Krankenhaus – Erwachsener zu Hause?“
In der letzten Ausgabe der Kiezzeitung hatte Sieglinde Müller mehr Vorbildcharakter von den Teilnehmern im Straßenverkehr eingefordert – besonders wenn Kinder in der Nähe sind. Als Reaktion erhielt die Redaktion ein Schreiben von Jörg Michael Gehler, der mehr Eigenverantwortung und Selbstständigkeit und weniger Vorschriften und Regelungen propagiert. „Der Beitrag von Sieglinde Müller kann nicht unwidersprochen bleiben mit ihrem Wutausbruch über die Missachtung von Rotlicht. Zunächst zur Situation Hügelschanze/ Lynarstraße/Schönwalder Straße. Letzte wird durch Rotlicht gesperrt. Auf der nördlichen Seite bei Rewe bekommen die Fußgänger "grün" und laufen los, währen die auf der anderen Seite, obwohl die Straße ebenfalls gesperrt ist, wie die Ölgötzen auf grün warten. Das bekommen sie erst, wenn auch die Fahrzeuge aus der Lynarstraße "grün" bekommen, die zudem meist links abbiegen und nun auf die loslaufenden Fußgänger zufahren. Wer sich solche Ampelschaltungen ausdenkt, produziert geradezu die Rotlichtmissachtung.  Aber das Problem ist viel allgemeiner. In kaum einem Land Europas wird In kaum einem Land Europas wird von Fußgängern und Radfahrern die Regelung durch Lichtzeichen von Fußgängern und Radfahrern so beachtet wie in Deutschland. Zwischen London und Lissabon laufen die Verkehrsteilnehmer von Greis bis zum Kind los, wenn eine Lücke im Verkehr es ihnen erlaubt. In Paris z.B. müssen sich Autofahrer nicht selten, selbst wenn sie "grün" haben, ihren Weg langsam durch den nicht abreißenden Fußgängerstrom bahnen. Vielleicht liegt das daran, dass die Tradition zum selbständigen Denken und Handeln in diesen Ländern etwas weiter verbreitet ist als bei uns. Es kommt dort im Übrigen keineswegs zu höheren Unfallzahlen wegen Rotlichtmissachtung, wie auch hierzulande keine belastbare Statistik hergibt, dass dies eine besonders herausragende Unfallursache wäre. Die Tendenz zur Missachtung von Lichtzeichen durch Radfahrer und Fußgänger hat übrigens einen einfachen Grund: Sie brauchen sie nicht. Sie wurden erst erforderlich, um den wachsenden Kraftverkehr zu beregeln. Wo kein Auto in Sicht ist, haben sie quasi ihre Funktion verloren, werden zu Gesslerhüten, die zu grüßen man außer hierzulande wenig Bereitschaft zeigt. Eine Verkehrserziehung, die im Wesentlichen darauf abzielt, die Lichtzeichen zu beachten, wird ihrer

„Wird zu vieles durch zu viele Vorschriften geregelt?“
Aufgabe keinesfalls gerecht. Unsere Kinder wachsen im Dschungel des Großstadtverkehrs mit allen seinen Gefahren auf und müssen sich darin zurechtfinden, um unverletzt zu überleben. Längst nicht überall bietet sich ein gesicherter Übergang an. Sobald ihr Aufnahmevermögen hinreichend weit entwickelt ist, müssen sie sich darin üben, das Verkehrsgeschehen realistisch zu beurteilen, Geschwindigkeiten, Entfernungen und Zeitabläufe richtig einzuschätzen. Es nützt ihnen wenig, blind auf grün zu vertrauen, wenn ein eilig heranbrausender Autofahrer schnell noch die Kreuzung trotz Fußgängergrün passiert. Wie oft das vorkommt, davon kann sich jeder überzeugen, der eine Weile das Verkehrsgeschehen z.B. an der Einmündung der Schönwalder in die Neuendorfer Straße oder an den Ausfahrten aus dem Falkenseer Platz beobachtet. Es ist im Straßenverkehr wie im Leben, wie ich aus 35-Jahre langer Berufserfahrung im Polizeidienst weiß: oftmals ist eine überlegten, lageangepasstes Handeln sinnvoller als ein Beharren auf Vorschriften und starre Regeln. Aber solches Herangehen löst in einem Land, in dem fast alles bis ins Kleinste geregelt ist, bisweilen Wutausbrüche aus.“
Jörg Michael Gehler

Veranstaltungen
Juni - Juli 2015
Orgelkonzert mit Solisten, Chor und Orchester
Sonntag, 7. Juni 2015, 18 Uhr Ort: Lutherkirche Spandau

Eulalia Eigensinn: Türkisch kochen
Donnerstag, 25. Juni 2015, 13 Uhr Ort: Eulalia Eigensinn e.V. , Lutherstrasse 13

die neustadt.
informationen für den kiez Ausgabe 3 / Juni und Juli 2015
Editorial
Liebe Leserinnen und Leser, seien Sie nachsichtig, das ist meine erste Ausgabe - zögern sie nicht, Kritik, Ärger, Wut oder eventuell Lob an mich zu senden! Sie finden in dieser Kiezzeitung - die Reaktion auf den Leserbrief - den Bericht über eine Gedenkfeier von tollen Schülern ausgerichtet - die spannende Reise zum Singetreffen - Geschichten über Jugendliche und Kinder - Einweihung, Neueröffnungen und Umgestaltungen von Plätzen und Orten - und viele Informationen und Tipps für einen traumhaften Sommer! Viel Spaß beim Lesen! Die Redaktion der Kiezzeitung und Ihre „neue“ Kiezreporterin Bettina Gassmann Die Begrüßung von Ümit Gezer vom Vorstand der Islamischen Gemeinde zum Auftakt des zweitägigen Festes in der Lynarstrasse war Wunsch und Motto zugleich. Zum dritten Male sorgten ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit Vorführungen von Rap bis religiösen Liedern, Gedichten und Tänzen, einem Einblick in die Jugendarbeit der Gemeinde bis hin zu Verkaufsständen und den Köstlichkeiten der türkischen Küche für ausgezeichnete Unterhaltung . Wir sind sehr froh, dass das Leben in Spandau durch sie alle reicher wird!“, sagte Bezirksbürgermeister Kleebank und MdB Sven Schulz ergänzte in seinem

Klimawerkstatt Spandau: WanderSternKüche
Kochexperimente mit Freunden und Fremden Donnerstag, 25. Juni 2015, 18 - 20 Uhr Ort: Jagowstrasse 15

AG Gewerbe Marktplatz Neustadt
Thema: Unternehmens-und Gründungsfinanzierung Montag, 8. Juni 2015, 19 Uhr bis 21 Uhr Ort: Hotel centrovital

Sommerfest im JMB
Samstag, 27. Juni 2015, 11 Uhr bis 19 Uhr Ort: Jüdisches Museum Berlin, Lindenstrasse 9 -14

„Wir alle sind gemeinsam bunt – anders – Deutschland!“
Grußwort: „Der Islam gehört zu Deutschland! Auch wenn das noch nicht alle akzeptieren, sind wir doch auf einem guten Weg.“ Herzliche Worte fand Bezirksstadtrat Gerhard Hanke, der den neuen Geist pries, der mit der vorsichtigen Öffnung der Gemeinde begann, und Toleranz, Freundschaften und gemeinsame Projekte habe wachsen lassen. „Unsere Herzen schlagen mit Liebe. Wir sind alle Menschen dieser Erde, dieser Stadt!“ Neben persönlichen Begegnungen bestand am

3. Kiezfest der islamischen Gemeinde

Ausstellung Arbeit in Vielfalt
Dienstag, 9. Juni 2015, 10 Uhr bis 18 Uhr Ort: ABCami-Projekt, Jüdenstrasse 30

Abendspaziergang mit dem Quartiersmanagement
SommernachtsTRäume 2015 Dienstag, 30. Juni 2015, 19 Uhr Ort: Treffpunkt QM Spandauer Neustadt, Kurstrasse 5

Spandauer Integrationslotsen
Eröffnung der neuen Räumelichkeiten Dienstag, 9. Juni 2015, 14 Uhr Ort: ABCami-Projekt, Jüdenstrasse 30

Sommerfest der Musikschule Spandau
Sonntag, 12. Juli 2015, ganztägig Ort: Zitadelle, Italienische Höfe

Maharaj-Trio
Benefizkonzert mit klassisch indischer Musik Samstag, 13. Juni 2015, 19 Uhr Ort: Lutherkirche Spandau

„Der Regierende“ Müller vor Ort in Spandau
Seit Dezember 2014 ist Michael der neue Regierende Bürgermeister von Berlin. Unter dem Motto „Senat vor Ort“ wird der SPD Mann in den kommenden Wochen alle Berliner Bezirke besuchen. Kürzlich standen beim „Antrittsbesuch in Spandau“ neben Gesprächen mit Wirtschaftsunternehmen und dem Quartiersmanagement der Spandauer Neustad ein Stadtrundgang und eine Bürgerfragestunde gemeinsam mit Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank im Rathaus auf dem Programm. Dabei äußerte sich der Regierende Bürgermeister wohltuend offen - zu den Fehlern seines Vorgängers: „Die Privatisierungen, namentlich der GSW, in der Vergangenheit versuche man derzeit wieder rückgängig zu machen“, sagte Müller. Man darf gespannt sein auf die Ergebnisse dieser Vorhaben. Und natürlich – als running gag – war auch die Entspannung in Punkto Fluglärm in der Neustadt ein Thema– aber da regiert in Berlin wohl eher das Prinzip Hoffnung!
Aktuelle Veranstaltungshinweise finden Sie auch immer unter www.qm-spandauer-neustadt.de. Veranstaltungen, Feedback und Themenvorschläge bitte an kiezreporterinnen@email.de

Tag der offenen Tür mit Kinderprogramm
Sonntag, 14. Juni 2015, ab 11 Uhr Ort: Berliner Philharmonie und Kammermusiksaal

„Lebenshilfe Disco“
Freitag, 19. Juni 2015, 18 Uhr bis 20 Uhr Ort: GEMISCHTES - das Kulturzentrum in Staaken

Klezmer-Konzert : Rozhinkes-Trio „a kleyne Kapeyle“ Leipzig
Freitag, 19. Juni 2015, 19.30 Uhr Ort: Wichernkirche, Wichernstrasse 14-21, 13587 Berlin

Stolpersteinverlegung
Mittwoch, 24. Juni 2015, 9 Uhr Ort: Schönwalderstrasse 64

Allen muslimischen Leserinnen und Lesern wünschen wir einen „ gesegneten Ramadan“ - Hayirli Ramazanlar ! Der Fastenmonat beginnt am 17./18. Juni und endet mit dem Zuckerfest am 17.-19. Juli 2015.
Das OpenAirKino Spandau im Hof der Stadtbibliothek
Spandau, Carl-Schurz-Strasse 13, hat die Sommersaison eröffnet: Freitag und Samstags um 21.30 Uhr oder 21.45 Uhr, Karten 7 €, oder ermässigt 6 bis 6,50 €. Das Programm gibt es unter

Wochenende die Gelegheit, die Moschee ausführlich zu besichtigen und den Damen in der Küche über die Schultern zu schauen. Der Regenschauer am Samstagnachmittag? Alle Besucher fanden unter den Zelten Platz und Schutz - und blieben.

Kuchenverkauf für Stolpersteine an der Lynarschule:"Kein Mensch soll vergessen sein"
Freitag Morgens um halb zehn Uhr in der Lynar-Grundschule: Im sonnigen Schulhof ist eine lange Verkaufstheke aufgebaut, es gibt heute Kuchen für die Schüler in der großen Pause: Käsekuchen, Sahnetorte, Muffins, Obststückchen, Sandkuchen und herzhafte Pizzabrote. Alle paar Minuten bringen die Lehrerinnen Barbara Latt und Claudia Schwope ein neues köstlich duftendes Blech heraus. Und die Schüler stehen Schlange um sich für die nächsten Stunden zu stärken. Aber die 50 Cent, die jedes Stück kostet, sind auch für eine ganz andere Aktion gedacht. Die Schüler werden am Mittwoch, 24. Juni 2015 gegen 9 Uhr in der Schönwalderstrasse 64/Ecke Stadtheidestrasse fünf Stolpersteine verlegen lassen. Ein Stolperstein kostet 120 € - das sind in Kuchenstücken gerechnet 240 süsse Teilchen. Im Rahmen des interreligiösen Projekts der Schule haben die Schüler eine jüdische Familie und ihre Lebensumstände ausfindig gemacht, die in der Nazizeit ebenda gewohnt haben. Die jüngste Tochter Marthel war noch nicht einmal ein Jahr alt, als sie deportiert wurde. Zur Erinnerung sollen nun die kleinen Messingtafeln mit ihren eingravierten Namen an ihr Schicksal erinnern. Drei Stolpersteine wurden bereits von privater Hand finanziert und in Kooperation mit der Freiherr-vom-SteinOberschule wird das nötige Geld bis zur offiziellen Verlegung zusammenkommen. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen an der feierlichen Verlegung am 24. Juni um 9 Uhr, Schönwalder Strasse 64 teilzunehmen. Weitere Infos zu Stolpersteine-Verlegungen unter www.jgwspandau.de

Liebe Vereinsvorstände, Pressewarte, Organisatoren und liebe „Mädels und Jungs für alles“in der Neustadt!

www.openairkino-spandau.de

Schlechtwetterhotline: 0177 3694863

Impressum

Das Faltblatt für die Spandauer Neustadt erscheint alle zwei Monate. Es liegt an vielen Orten im Stadtteil kostenlos aus, u.a. im Quartiersbüro in der Kurstraße 5. Herausgeber: Eulalia Eigensinn e.V., Lutherstraße 13, 13585 Berlin | Redaktion und Layout: Bettina Gassmann, E-Mail: kiezreporterinnen@email.de| Sprechzeiten Mittwoch von 16.00 - 18.00 Uhr bei Eulalia Eigensinn e.V., Lutherstraße 13 oder Telefon 030 - 915 94 643 | Druck: flyeralarm. de, Auflage 2.500. Jegliche Nutzung von Beiträgen, Logos, Grafiken und Fotografien aus diesem Faltblatt bedarf der Genehmigung durch die Redaktion. Gefördert im Rahmen des Quartiersmanagements für das Gebiet Spandauer Neustadt mit Mitteln der EU und des Landes Berlin im Rahmen der Zukunftsinitiative Stadtteil, Programmteil Soziale Stadt.

Mein Name ist Bettina Gassmann und ich werde künftig für Sie, Ihren Verein, Ihre Schule, Ihre Organisation und Ihre Anliegen Ihre Ansprechpartnerin sein. Ich wohne und lebe seit zwei Jahren in Spandau - bin also noch Neubürgerin in der Neustadt. Zuvor habe ich lange Zeit in Schwetzingen als Erzieherin und Journalistin gearbeitet. Ich habe zwei erwachsene Kinder und war in verschiedenen kommunalpolitischen Vereinen in der „alten Heimat Baden-Württemberg“ tätig. Ich kenne beide Seiten: die des Journalisten und die des Vereinsvertreters und ich weiß, dass wir alle dasselbe Ziel verfolgen: unsere Arbeit der Öffentlichkeit vorzustellen und um Aufmerksamkeit für unsere Belange zu kämpfen.

Die Kiezzeitung erscheint alle zwei Monate! Die nächste Ausgabe erscheint Ende Juli und wird dann für August/ September sein. Wichtig ist also, dass Sie alle Termine für Veranstaltungen so schnell wie möglich an uns senden!

Sie erscheinen dann rechtzeitig in der Zeitung und damit erreichen Sie die Öffentlich die Sie sich wünschen und verdienen. Wenn Sie Personen, Plätze oder Situationen kennen, die sie interessant und berichtenswert finden, sprechen Sie uns an. Schreiben Sie uns Ihre Meinung zu Themen, die die Neustadt bewegt. Machen Sie uns aufmerksam auf Themen, die Ihnen und Ihren Mit stretern unter den Nägeln brennen. 

kiezreporterinnen@email.de 030 98334227 0171 1807230

Greifen Sie selbst zu Stift (Laptop) und Kamera und schicken Sie uns Ihre Artikel. Bringen Sie Ihre Ideen, Vorschläge und Wünsche ein, damit die Neustadt  lebens-  und liebenswert bleibt und lassen Sie uns gemeinsam an der Zukunft einer lebendigen Neustadt für alle Menschen arbeiten. Ich freue mich auf eine interessante und vertrauensvolle Zusammenarbeit!
 Redaktionsstammtisch Wir treffen uns jeden Mittwoch von 16 Uhr bis 18 im Café Eulalia, Lutherplatz.

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BDP-Mädchenladen: Singetreffen bei Erfurt - Das große Jubiläum 2015
Ein Bericht von Diana All Naser

Bunte Eröffnung NachbarschaftsHofMittelstraße

Die Vorbereitungen begannen dieses Jahr schon viel früher als in den vorherigen Jahre, denn wir feierten nicht irgendein Singetreffen, sondern das 25-jährige Jubiläum. Doch was ist überhaupt das Singetreffen? Der Mädchenladen fährt seit 25 Jahren jedes Jahr über Himmelfahrt zum Singetreffen nach Lützensömmern (nahe Erfurt). Zudem fuhren wir mit einigen Jungs vom Kiez und   dem BDP Luke aus Reinickendorf dorthin. Der ursprüngliche Gedanke des Singetreffen "Liedgut Ost mit Liedgut West" bekannt zu machen, hat sich nach 20 Jahren Vereinigung weitgehend als richtig erwiesen. Es gibt nur Aktive, keine Konsumenten. Ob klein oder groß, jede_r hat die Möglichkeit, Workshops anzubieten, jeder ist Lernende_r und Lehrende_ Es ist ein gleichberechtigtes Nehmen und Geben. Mit ca. 30 Personen waren wir diesmal vor Ort, und so machten sich Menschen aus Polen, Frankreich,Marokko,Belarus,B ulgarien, Tunesien, Ukraine, San Francisco und nicht zu vergessen Baden Württemberg (So Swobl), auf den Weg, sich in  Lützensömmern zu treffen.

Die Hinfahrt hätte nicht chaotischer verlaufen können. Bei der Verbindung, welche wir uns rausgesucht hatten, mussten wir sehr viel umsteigen und darin lag auch unser großes Problem: Wir verpassten unsere erste Bahn, mussten den Bahnführer darum bitten auf uns zu warten, und legten dabei einen Marathon hinter uns: nicht zu vergessen das tonnenschwere Gepäck, das wir noch bei uns trugen und von A- Z transportieren mussten als wir den falschen Ausgang nutzten statt einfach die Treppen gegenüber des Bahnsteiges aufzusteigen. Am späten Abend nach der Ankunft,

stellte sich der Mädchenladen persönlich vor. Wir tanzten den sogenannten "One Billion Rising" Tanz. Am Valentinstag, protestiert die ganze Welt gegen Gewalt gegen Frauen indem sie tanzen. Mit dem Tanz brachten wir erhebliche Stimmung in den kleinen Club. Ein Highlight ist der internationale Brunch. Die Teilnehmer_innen des Singetreffs bringen selbstgemachte Spezialitäten ihrer Kulturen mit. Am 2. Tag werden die Workshops von den Workshopleitern präsentiert. Der Mädchenladen präsentierte einen Workshop , welcher von den

Bulgaren und den Franzosen besucht wurde. Ob kubanisches Salsa, Basteleien, politische Lieder, kurdische Lieder, Hip Hop, polnische Lieder, für jeden war  garantiert etwas dabei. Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums vor zwei Jahren im Mädchenladen, haben wir passend zum Jubiläum des Singetreffens   eine Überraschung für Mohti Zaherdoust, unsere Leiterin, geplant, indem wir anhand eines Theaterstücks die Geschichte des Mädchenladens als auch die Rolle Mohtis   zeigten, um uns bei Mohti für all das zu bedanken, was sie bisher auf die Beine gestellt hat. Am letzten Abend wurden die erlernten Choreographien von Tänzen, Liedern, Instrumenten und Kunststücken vorgestellt. Wie an allen anderen Abenden auch, feierten wir auch diesmal bis spät in die Nacht. Auch diese Fahrt musste ein Ende nehmen. Kurz vor der Abreise gab es noch die traditionelle Abschlussrunde. Da man sich in dieser kurzen Zeit mit vielen Menschen anderer Nationalitäten angefreundet hatte und die schöne Zeit nun zu Ende war, fiel uns der Abschied besonders schwer. Die Rückfahrt war -wie jedes Jahr - sehr mühsam: Müde und erschöpft von der Reise, freuten wir uns auf das Wiedersehen mit unseren Familien. Kultursommer im Jüdischen Museum

„Mama – Matscheeee!“

Neustadtväter neues Konzept und neue Räumlichkeiten

Gedenkfeier zum 70. Jahrestag der Befreiung am 8.Mai 1945 und zur Erinnerung an das Ende der Nazizeit,Judenverfolgung und Zwangsarbeit

„Neue Väter braucht das Land“
„Wir sind offen für alle Väter, die gemeinsam mit ihren Kindern Zeit verbringen wollen!“ Moctar Kamara und Hüseyin Kartal (siehe Foto unten) von den Neustadtvätern der LebensWelt Berlin strahlen bei der Eröffnung ihrer neuen Räume in der Jagowstrasse 24/Ecke Kurstrasse. Entstanden sind nach der neuen Projektgestaltung sehr ansprechend ausgestatteten Räume, die beide ihrem Auftrag gemäß interkulturell, systemisch, ressourcen- und sozialraumorientiert nutzen wollen. Dabei nutzen sie ihre eigenen Resourcen: gesprochen wird neben deutsch auch türkisch, kurdisch, arabisch, wolof, französisch, englisch, soninke und fulbe. Seit 2011 besteht das Projekt, wurde 2014 neu ausgeschrieben und will sich an Väter richten, die lernen wollen „ihre Kinder mit den jeweiligen Bedürfnissen ernst zu nehmen und ihr „Glück“ als Väter zu erkennen, unabhängig von der Schicht und sozialen Lage .“ Wir wollen ins Gespräch mit den Vätern kommen und bei Erziehungsfragen, persönlichen Anliegen aber auch beim Thema Bildung Hilfestellungen geben.“ Es wird also nicht nur um eine sinnvolle, gemeinsame Freizeitgestaltung gehen, sondern beide wollen Ansprechpartner bei Problemen sein. Und die richtigen Kontakte mit weiterführenden Stellen knüpfen, wenn „Not am Mann“ ist. Übrigens sind auch Mütter herzlich willkommen.

"Erinnern mit dem Blick nach vorne“
vor. "Nein, wir sind nicht zu jung für diese Arbeit", so ihr Statement, "wir haben doch nur diese eine Welt!" Sehr persönliche Berichte über eine Gedenkstättenfahrt in polnische KZs trug das OSZ-Team vor. Ihr Fazit nach einer Reise nach Lublin, Maidanek und Belcez und der persönlichen Auseinandersetzung mit den Gräuel der Lager fassten sie zusammen: "Vergessen entehrt die Toten!" "Es war für mich unvorstellbar, bevor ich es mit eigenen Augen gesehen habe", berichteten die Jugendlichen der Krakau-AG der

Bunte Luftballons wiesen den Weg zum neuen NachbarschaftsHof in der Mittelstraße. Und mancher Luftballon, der liebevoll von der Lebenshilfe am Eröffnungsnachmittag aufgeblasen wurde, stieg viel zu früh in den blauen Himmel. Zahlreiche Kinder, Mütter, Väter, Jugendliche und auch Repräsentanten der am Planungs- und Realisierungsprozess Beteiligten waren gekommen, um endlich das neu umgestaltete Gelände in Besitz zu nehmen. Entstanden ist ein großartiger Raum, der Jungen und Älteren eine wundervolle Begegnungsstätte bietet: Die Kleinen können Sand, Wasser und

Stammvater Abraham

Weltspieltag überall in Spandau

Attraktionen auf dem Lutherplatz

„Coole Kids“ trafen sich am Weltspieltag auf dem Lutherplatz. Die Organisatoren hielten

zahlreiche Attraktionen für kleine und große Kinder und Jugendliche bereit. Fotos:bg

Beim Sommer der Kulturen, am Samstag, 27. Juni 2015 von 14 Uhr bis 19 Uhr, dreht sich alles um Abraham, den Stammvater der drei Religionen Judentum, Christentum und Islam und seine Kinder. Beim großen Sommerfest wird der Museumsgarten in der Lindenstraße zur Bühne und das Platanenwäldchen zur Oase: Große und kleine Besucher können die israelisch-iranische Band „Sistanagila“ auf der Sommerbühne erleben, dem Erzählmusiktheater am Brunnen lauschen und türkische und israelische Köstlichkeiten genießen.Für Kinder steht außerdem ein aufregendes Detektivspiel, traditionelles Hefezopfbacken, Instrumentenbau und vieles mehr auf dem Programm. Die Königin der Clowns wird da sein, das Jakobschaf im Streichelzoo und, wer weiß, vielleicht begegnet man auch einem Engel im Museumsgarten. Der Eintritt ist frei. Jüdisches Museum, Lindenstraße 9-14, 10969 Berlin.

Klettergerüste nutzen, für die begleitenden Mamas, Papas oder Großeltern stehen Bänke bereit, Schüler sind aufgerufen im ErlebnisGarten erste Erfahrungen beim Pflanzen zu sammeln und für Jugendliche gibt es ein

Workout-Angebot unter freiem Himmel – die Calisthenics- Anlage und ein Bewegungs- und Balancieren. Möglich gemacht haben die Umgestaltung Neustädter Bürgergremien, die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, die Bezirkspolitik, die Berliner Wasserbetriebe, das Quartiersmanagement, der Landschaftsarchitekt Jörg Hollricher, das Spandauer Grünflächenamt sowie die vielen am Planungsprozess beteiligten Anwohner und Akteure. „Es war eine große Kooperationsleistung“, hob Ulrike Herrmann vom QM hervor und Dr. Jochen Lang von der Senatsverwaltung ergänzte:“Und es ist wahnsinnig schön geworden!“ Das sahen die Kinder ebenso und eroberten kurz nach dem gemeinsamen Startschuss „Wasser Marsch“ die Planschanlage und vergnügten sich sichtlich an Wasser, Sand und den Spielgeräten, während die anderen Parcours und Anlagen für die „älteren Semester“ ebenfalls mit Begeisterung und beeindruckender Akrobatik angenommen wurden. Und nachdem die Kinder vom Kinderladen Gruberzeile und der Kita Blumenstraße die offizielle Eröffnung mit ihren Liedbeiträgen bereicherten, sprach ein kleiner Junge wohl am Ende allen aus dem Herzen: „Mama, Matscheeeeeee!“

Es hätte keinen geeigneteren Veranstaltungsort als die Italienischen Höfe in der Zitadelle für die Haupt-Gedenkfeier in Spandau geben können. Der Saal mit seinen meterdicken Mauern und dem Deckengewölbe atmet Geschichte und ist dennoch in den 90ger Jahren modern renoviert und ausgestattet. Der beste Raum für das Zusammentreffen von leidvoller Vergangenheit und mutiger Auseinandersetzung in der Gegenwart. Der 8.Mai 1945 wurde zunächst als eine Niederlage empfunden: Der Krieg, den ein ganzen Land gegen Völker, Juden, politisch Andersdenkende und Minderheiten geführt hatte, war „grandios gescheitert“, wie Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank in seiner Rede betonte. Es sollten 40 Jahre vergehen, bis eine neue Bewertung stattfand: Es war eine Befreiung! schrieb Bundespräsident Richard von Weizsäcker den Deutschen 1985 ins Stammbuch. Dass diese Befreiung dennoch untrennbar mit der Erinnerung an das Leid und dem Gedenken an die Opfer verbunden bleibt, stellten die Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Spandauer Schulen in ihren Beiträgen sehr beeindruckend dar. Die 6. Klasse der Lynar-Grundschule hatte sich in einem interreligiösen Projekt mit dem Thema "Würde" auseinandergesetzt und trug ihre Erlebnisse und Erfahrungen mit dem Gerechten unter den Völkern "Papa Weidt" einem Buch von Inge Deutschkron mit bewunderswerter Überzeugung

Bert-Brecht- Oberschule über ihre Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz. Aus der Knobelsdorf-Schule war eine Gruppe in Mauthausen, um zu "restaurieren". Neben der Kriegsgräberpflege ging es dabei um Barackenschleifen, Tische abschleifen und die Fenster neu lackieren – ein Film dokumentiert die Arbeit im Konzentrationslager Mauthausen und die Jugendlichen nahmen "ein tiefes Bewusstsein für die damalige

Fünf junge Obstbäume für den Koeltzepark Apfel, Pflaume, Birne und Kirsche – und im Herbst ist Erntezeit!
„Heute ist der beste Tag, um neue Bäume

Zeit mit". Die Israel-AG schreibt "neue Geschichte": gemeinsam mit israelischen Jugendlichen besuchten sie den Kibbutz Eshbal im Norden Israels. "Wir wollen Jugendliche animieren, die Zukunft zu gestalten". Die Zeit, die sie gemeinsam verbrachten, sei "eine einzigartige Erfahrung gewesen". Zum Auftakt der Gedenkfeier hatte sich der Auschwitz-Überlebende und Zeitzeuge Henry Schwarzbaum in das Goldene Buch der Stadt Spandau eingetragen, das nebenbei bemerkt in den Jahren 1933 bis 1945 "unauffindbar" war und somit keine zweifelhaften Einträge enthält. Ein Zeichen für Humanität und Menschlichkeit wolle er setzen, sagte der heute 94-jährige Schwarzbaum und beschloss die denkwürdige und beeindruckende Feierstunde mit nahezu unglaublichen, unvorstellbar grausamen und kaum zu ertragenden Geschichten aus seiner Lager-und Fluchtzeit. Einfühlsam befragt wurde er dabei von den Mitgliedern des Projekts Ravensbrück der Wernervon-Siemens Werkberufsschule, deren Auszubildende sich freiwillig für die Arbeit mit Zeitzeugen und der Recherche zur Unternehmensgeschichte engagieren.Es herrschte atemlose Stille in den Italienischen Höfen bei dem Gespräch und der eigentlich wohlverdiente Applaus für den Mut aller Beteiligten wollte am Ende nicht recht aufkommen. Obgleich Schwarzbaums Appell "Erzählen gegen Fremdenfeindlichkeit" allen aus der Seele sprach.

Bilderrätsel für die Spandauer Neustadt
Liebe Leserinnen und Leser, unser heutiges Rätsel betrifft eine Platte, sie sich irgendwo in der Neustadt befindet. Wenn Sie herausfinden, wo Dieter Wallstaff diesmal mit der Kamera unterwegs war, erwartet Sie eine Überraschung zur Belohnung. Beantworten Sie die Frage und schicken Sie eine Postkarte mit der richtigen Lösung an: Treffpunkt Lynarstraße, Lynarstraße 8, 13585 Berlin, oder eine E-Mail an:

Wo befindet sich diese Platte?

Öffnungszeiten und Kontakt: Mo und Do 15- 18 Uhr und nach Vereinbarung Hüseyin Kartal, tel. 0178 1662763, Moctar Kamara, tel. 0172 1797958, Ismet Özkan, tel. 0157 50014829

zu pflanzen“ ist sich Sven Proske vom BDP sicher. Er und sein Team haben die Aktion „Obstbäume für den Koeltzepark“ sehr gut vorbereitet. Am Mittag sieht das Gelände vor dem Jugendzentrum des BDF zwar noch aus, als hätten sich Maulwürfe des Bodens bemächtigt, aber die Hügel und Löcher im Boden sind der tatkräftigen Unterstützung des Grünflächenamtes

zu verdanken. Die fünf Obstbäume kommen mit einem LKW an und müssen erst mal entladen werden, bevor die fleißigen Helfer sie fachmännisch und unter großem körperlichen Einsatz sicher in die Erde pflanzen. Ein Unterfangen, das sich den ganzen Tag hinzieht, denn neben dem Einpflanzen gehört ebenso die sachgerechte Befestigung und der Schutz der jungen Bäumchen zu den Pflichten der Helfer um Sven Proske und Christian Warembourg vom Bund Deutscher Pfadfinder. Im Laufe des Tages finden sich immer wieder willige Helfer ein: nach der Schule, auf dem Weg zum Einkaufen und beim „Abhängen und Chillen“ im Park motivieren die Verantwortlichen immer wieder vorbeikommende Schüler und Jugendliche, die Schubkarren mit neuer Erde zu schieben, die Bretter zum Schutz der neuen Pflanzen zu sägen oder auch die

Bäume zu gießen. „Wir wünschen uns, dass die Jugendlichen im Herbst spätestens wieder vorbeischauen, die Früchte ernten und wir dann vielleicht gemeinsam Marmelade oder Kompott kochen können“, freut sich Proske.
Wer eine Patenschaft für einen der fünf Bäume übernehmen möchte, ist herzlich eingeladen! Infos unter: info@bdp-koeltzepark.de

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