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Full text: Berliner Gartenbrief (Rights reserved) Issue2017,5 (Rights reserved)

Pflanzenschutzamt Berlin Berliner Gartenbrief Nr. 05-2017 vom 26.03.2017 Gesunde Rosen durch Schnitt „Wenn die Forsythien blühen, können die Rosen geschnitten werden.“ Rosen zeigen deutlich ihre Austriebsbereitschaft. So lassen sich jetzt abgestorbene Triebe problemlos erkennen, ebenso Triebverfärbungen durch die pilzliche Rindenfleckenkrankheit. Diese Triebe sind unbedingt zu entfernen, um die Ausbreitung zu verhindern. Auch alte Blätter, die mit Sternrußtau befallen waren, müssen jetzt schnellstens entfernt werden, um die Neuinfektion einzuschränken. Auch erkennbare Blattlauseier an Rindenfleckenkrankheit Trieben sind durch Schnitt herauszuschneiden. Nur kräftige, gesunde Triebe sollten stehen bleiben. Die Art des Schnittes hängt von der Wuchsart der Rosen ab: Beet- und Edelrosen sowie mehrfach blühende Strauchrosen werden jetzt auf vier bis sechs Augen zurückgenommen, ebenso die Kronentriebe der Hochstammrosen. Dabei fördert ein starker Rückschnitt einen starken Austrieb. Ausgelichtete Rosen sind weniger krankheitsanfällig, weil das Laub schneller abtrocknet und den Pilzen schlechtere Infektionsbedingungen bietet. Falllaub muss jetzt aus den Rosenbeständen entfernt werden, die meisten Pilzkrankheiten der Rose überdauern an alten Blättern. Durch den milden Winter haben einige Rosen noch restliche Blätter an ihren Trieben, die häufig krank sind. Auch sie sollten im Rahmen des vorbeugenden Pflanzenschutzes abgeschnitten oder vorsichtig abgezupft werden. Rosenneutrieb und altes infiziertes Laubblatt Blattlauseier Weniger Pilzbefall in Staudenbeeten durch Ausputzen Abgestorbene Triebe an überwinterter Staude Beginnender Rostbefall am Neuaustrieb von Malven Echter Mehltau an Phlox Stauden haben jetzt ihren „Wintercharme“ verloren, sie sehen zerzaust aus, vor allem die Gräser. Im Herzen der Pflanzen zeigt sich der erste Austrieb. Deshalb ist es jetzt Zeit, abgestorbenes Material zu entfernen. An diesen alten Pflanzenteilen überwinterten bekannte Krankheiten wie Echter Mehltau, Rost und auch Grauschimmel. Um einer Ausbreitung in der neuen Saison entgegen zu wirken, muss jetzt alles Alte raus. Am Austrieb erkennbarer Rostbefall, z.B. an Malven sollte möglichst auch entfernt werden, um die Weiterentwicklung von Malvenrost einzugrenzen. Newsletter abbestellen! Pflanzenschutzamt Berlin, Mohriner Allee 137, 12347 Berlin E-Mail: pflanzenschutzamt@senuvk.berlin.de Internet: www.stadtentwicklung.berlin.de/pflanzenschutz Weitergabe bitte nur im Original. Bildnachweis:© Pflanzenschutzamt Berlin Pflanzenschutzamt Berlin, Berliner Gartenbrief Nr. 04-2017 Seite 2 von 3 Geschädigte Frühjahrsblüher schnell entfernen Zahlreiche Frühjahrsblüher zeigen sich in den Gärten mit üppiger Blüte. Andere haben bereits braune Blattspitzen oder verdrehte deformierte Blätter, auch Fraßstellen von Schnecken und Asseln sind erkennbar. Diese geBeschädigte Tulpen nach Schneckenschädigten Zwiebeln Tulpen mit eingetrockneten Blättern befall durch Grauschimmelbefall sind möglichst schnell zu entfernen. Grauschimmel und auch andere Pilz- und Bakterienkrankheiten können sich daran schnell vermehren. Unter feuchten Witterungsbedingungen gehen diese Infektionen schnell auf gesunde Bestände über. Derart befallene Pflanzen gehören nicht auf den Kompost. Gute Bedingungen für überwinterte Samenunkräuter In diesem Winter konnten sich diverse ein- und zweijährige Unkräuter gut entwickeln. Zum Beispiel blüht die Vogelmiere jetzt sehr schön im Garten. Eine Pflanze kann bis zu 15 000 Samen bilden, die dazu noch sehr lange keimfähig bleiben können. Diese Überlebensstrategien sind für viele Problemunkräuter charakteristisch. Deshalb sollten diese Pflanzen jetzt rechtzeitig und regelmäßig entfernt werden. Die Samenunkräuter sollten zur Minderung ihrer Ausbreitung nicht kompostiert werden. Auch die Staudenunkräuter wie das Schöllkraut, Brennnessel sind schon gut im Garten erkennbar. An diesen Pflanzen überwintert z.B. die Kohlmottenschildlaus. Dieser Schädling geht dann sehr schnell auf junge Kohlrabi- oder Kohlpflanzen über. Durch Entfernen des Schöllkrautes ist es möglich, den Befall durch die Kohlmottenschildlaus an Kohlgemüse vorbeugend einzudämmen. Erdbeeren durchwachsen mit Unkräutern Unkräuter sind Wildkräuter und haben im Naturhaushalt wichtige Funktionen, u.a. als Nektar- und Pollenspender für Insekten. Deshalb muss immer abgewogen werden, wo Unkräuter in großen Dichten Probleme bereiten oder wo sie toleriert werden Blühendes Schöllkraut können. Weitergabe bitte nur im Original. Blühende Tulpen mit Vogelmiere Pflanzenschutzamt Berlin, Berliner Gartenbrief Nr. 04-2017 Seite 3 von 3 Kräuter am Fenster nicht mehr appetitlich … Blattläuse an Basilikum Saugschäden von Spinnmilben an Petersilie Absterbende Kräuterpflanzen nach Befall durch Trauermücken und Wurzelkrankheiten Auch Kräuter am Fenster können von Schadorganismen besiedelt werden. Besonders jetzt im Frühjahr vermehren sich am Schnittlauch oder an Basilikum Blattläuse. Auch Spinnmilben lieben Kräuter, so zu sehen an Petersilie. Blattläuse sind einfach abzuspülen bzw. die Pflanzen werden zurückgeschnitten. Weiterhin kann oft an Zimmerkräutern ein schnelles Absterben festgestellt werden, vorwiegend wenn sie feucht und warm stehen. Ursachen sind u.a. Larven der Trauermücke, die an den feinen Wurzeln fressen. Angefressene Wurzeln werden von Wurzelkrankheiten infiziert. Zuerst welken einzelne Erwachsene Trauermücken eingePflanzen, später sterben sie ganz ab. Kleine mückenartige Fliegen fangen auf gelben Leimtafeln sind am Topf zu beobachten. Um die Lebensdauer der Kräutertöpfe zu erhöhen, sind sie trockener zu kultivieren. Gegossen wird nur dann, wenn die Pflanzen fast welk sind. Gelbsticker sind geeignet, fliegende Trauermücken abzufangen, um dadurch deren Eiablage auf der Bodenoberfläche zu reduzieren. Damit kann das Befressen der Wurzeln durch die Mückenlarven erheblich eingeschränkt werden. An Kräutern sollten keine Pflanzenschutzmittel angewendet werden. Feuerwanzen sind nicht schädlich An sonnigen Tagen sind große Mengen von Feuerwanzen an Stammfüßen von Bäumen konzentriert. An diesen warmen Stellen nehmen sie Feuchtigkeit auf und leben vorwiegend von Algen, Flechten der Baumrinde. Sie schädigen die Bäume nicht. Sofern es wieder kalt wird, wandern die Tiere in Verstecke ab, gern auch in Wohnräume. Die Feuerwanzen sind dann nur einzusammeln und draußen wieder freilassen zu lassen. Feuerwanzen saugend auf Baumrinde mit Flechtenbesatz Teichmolch Übrigens: … Aufpassen beim Reinigen von Teichen, der Teichmolch überwintert an Teichen und hat zum Laichen diese bereits wieder aufgesucht. Er leistet nützliche Dienste – seine Nahrung besteht u.a. aus Mückenlarven im Wasser und Kleinsttieren wie Schnecken in Teichnähe. Weitergabe bitte nur im Original.
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