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Full text: Berliner Gartenbrief (Rights reserved) Ausgabe 2014,18 (Rights reserved)

Pflanzenschutzamt Berlin Berliner Gartenbrief Nr. 18 vom 02.09.2014 Welke Triebe und verbrannte Blätter am Japanischen Fächerahorn (Acer palmatum) und anderen Gehölzen Besonders an sonnigen Standorten können aufgrund der Witterungsbedingungen der letzten Wochen (intensive Sonneneinstrahlung, Trockenheit und Wind) Japanische Fächerahorn einzelne welke und blattlose Triebe zeigen. Verfärbungen Meist kommt es zum einseitigen dunkleVerticillium durch Verkahlen des Strauches. Nach dem Abschneiden der toten Zweige sind im Holz punktuell dunkle Verfärbungen erkennbar. Die Ursache für dieses schnelle Absterben von einzelnen Astpartien sind Wirtelpilzarten (Verticiliium sp.) – sogenannte Gefäßparasiten. Eine genaue Diagnose ist nur im Labor möglich. Der Erreger dringt über die Wurzeln in die Pflanze ein, die Leitungsbahnen werden verstopft. Der Wassertransport wird beeinträchtigt. Zudem scheiden Pilze Giftstoffe aus, die zur Blattwelke führen. Meist ist die Pflanze schon länger vom Pilz befallen, aber erst unter Stressbedingungungen kommt es dann zu den beschriebenen Symptomen. Ein Rückschnitt befallener Triebe bis in das gesunde Holz verhindert die Ausbreitung in der Pflanze. Dieses Schnittholz sollte nicht über den Kompost entsorgt werden. Befallene Gehölze lassen sich in den Folgejahren durch sorgfältigen Schnitt aber gut neu formieren. Bei schwachem Befall und ausreichender Nährstoff- und Wasserversorgung können Pflanzen oft jahrelang überleben. Ist eine Ersatzpflanzung geplant, sollte besser auf die Hauptwirtspflanzen dieser Krankheit verzichtet werden. Vermeiden sollte man u.a. Perückenstrauch, Trompetenbaum, Kastanie, Götterbaum, Magnolien, Essigbaum, Clematis und Rhododendron. Nasse Standorte, die sich im Frühjahr nur langsam erwärmen, sind besonders gefährdet - auch Pflanzen mit Wasser- und Nährstoffmangel. Sobald sich die Blätter vom Japanischen Fächerahorn einrollen oder auch Blattrandnekrosen (Randverbrennungen) aufweisen, ist Sonnenbrand die Ursache. Besonders nach Tagen mit überdurchschnittlich hohen Temperaturen kann es zu diesen Symptomen kommen. Reflexionen von Glasscheiben führen ebenfalls zu diesen Randverbrennungen. Auch Rhododendron, die dauerhaft der Sonne ausgesetzt werden, weisen Verbrennungen an Blättern auf. Fächerahorn durch Verticillium geschädigt Triebwelke am Rhododendron Sonnenbrandschäden am Rhododendron Fächerahorn mit Sonnenbrandschäden Pflanzenschutzamt Berlin, Mohriner Allee 137, 12347 Berlin E-Mail: pflanzenschutzamt@senstadtum.berlin.de Internet: www.stadtentwicklung.berlin.de/pflanzenschutz Weitergabe bitte nur im Original. Bildnachweis:© Pflanzenschutzamt Berlin Pflanzenschutzamt Berlin, Berliner Gartenbrief Nr.15 vom 22.07.2014 Seite 2 von 2 Beerenobst auslichten und kranke Triebe entfernen Johannisbeerstrauch vor und nach dem Schnitt gut ausgelichtete Himbeerruten Ganz gleich ob Beerenobst als Strauch oder Hochstämmchen gezogen wird, einen regulierenden Schnitt benötigen beide Gehölzformen nach der Ernte. So sollten Johannis- oder Stachelbeeren nicht mehr als 5 - 7 kräftige Hauptäste behalten. Einerseits muss ausgelichtet werden, d.h. schwache oder überflüssige Triebe sind zu entfernen, andererseits sind jetzt kranke oder welkende Triebe gut erkennbar und können ebenfalls mit herausgeschnitten werden. Himbeerruten zeigen in vielen Gärten dunkelviolette Flecken. Diese Triebe sind von der Himbeerrutenkrankheit befallen. Auffällig sind diese Infektionen besonders an Sommerhimbeeren. Aber auch an den Herbsthimbeeren oder Johannisbeeren zeigen sich vielfach welke Triebe. Verursacher ist hier häufig der Grauschimmelerreger. Befall durch Säulenrost Befall durch Blattfallkrankheit Himbeerrutenkrankheit Triebwelke an Johannisbeere Noch ein Tipp in eigener Sache Ein neues Online-Handbuch zum Download über das Thema „Obstanbau im Garten“ steht bereit unter: http://stadtentwicklung.berlin.de/pflanzenschutz/obst Bitte beachten Sie unsere neuen Sprechzeiten für den Freizeitgärtner! Informationen hierzu finden Sie unter folgendem Link: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/pressebox/archiv_volltext.shtml?arch_1401/nac hricht5143.html Weitergabe bitte nur im Original.
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