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Full text: Berliner Gartenbrief (Rights reserved) Ausgabe 2014,05 (Rights reserved)

Pflanzenschutzamt Berlin Berliner Gartenbrief Nr. 5 Kontrolle der Kübelpflanzen vom 05.03.2014 Spinnmilben an Oleander Woll-Läuse Grauschimmel an Pelargonien Der bislang sehr milde Winter führt dazu, dass Kübelpflanzen im Winterquartier wärmer als üblich stehen und die Schädlinge munter geblieben sind. Längere Tage und viel Sonnenschein fördern den Austrieb. Das Pflanzengewebe ist allerdings sehr weich, besonders dort, wo die Überwinterungstemperaturen stundenweise über 12 °C ansteigen können. Jetzt ist die Gefahr der Schädigung besonders durch Spinnmilben aber auch Schild- und Schmierläuse sowie Blattläuse an diversen Pflanzenarten besonders hoch. Pilzkrankheiten, wie der Grauschimmel, besiedeln Neutriebe und können Absterbeerscheinungen verursachen. Eine genaue Kontrolle der Triebe und Blätter ist jetzt notwendig (Unterseiten nicht vergessen), um rechtzeitig geeignete Bekämpfungsmaßnahmen durchzuführen. Stark befallene Pflanzenteile sollten herausgeschnitten und die Quartiere gründlich gereinigt werden. Aus Gründen der allgemeinen Hygiene empfiehlt sich das Entfernen von altem Laub und abgestorbenen Trieben. Schädlingsbefall kann durch gezielte Behandlungen mit Pflanzenschutzmitteln eingedämmt werden. Der Fachhandel bietet unterschiedliche Produkte. Mittel, die gegossen oder in Stäbchenform in die Erde der Kübelpflanzen gesteckt werden, zeigen noch nicht ihre volle Wirkung, da der Stoffwechsel der Pflanzen noch reduziert ist. Lüften Sie bei frostfreiem Wetter die Überwinterungsquartiere regelmäßig. Hierdurch kann die Luft zirkulieren und übermäßiger Temperaturanstieg wird vermieden, die Schädlinge vermehren sich langsamer und die Pflanzen härten ab. Ein rasches Abtrocknen von Pflanzenschutzmittelbelägen ist ebenso erwünscht wie die Reduzierung der Luftfeuchte nach dem Gießen der Töpfe. Ohnehin sollte derzeit noch sehr zurückhaltend gegossen werden. Auch immergrüne Kübelpflanzen im Freiland, wie z.B. Buchsbaum und Koniferen auf Balkon oder Terrasse, sollten vor austrocknenden Winden und Wintersonne geschützt werden. Hierfür eignen sich licht- und luftdurchlässige Gewebe oder Nadelholzreisig. Ungeeignet sind hingegen dichte Folienumhüllungen oder lichtundurchlässige Stoffhüllen. Kontrollieren sie regelmäßig die Immergrüner Ilex crenata im Kübel Bodenfeuchte. Pflanzenschutzamt Berlin, Mohriner Allee 137, 12347 Berlin E-Mail: pflanzenschutzamt@senstadtum.berlin.de Internet: www.stadtentwicklung.berlin.de/pflanzenschutz Weitergabe bitte nur im Original. Bildnachweis:© Pflanzenschutzamt Berlin Pflanzenschutzamt Berlin, Grünes Blatt Berlin Seite 2 von 2 Immergrüne im Garten gießen Achten Sie auch auf ausreichende Bodenfeuchte im Garten. Immergrüne Gehölze verdunsten den ganzen Winter über. In diesem Jahr ist noch kein nennenswerter Niederschlag gefallen, sodass besonders an Standorten mit leichten Böden gewässert werden sollte. Kontrolle der eingelagerten Knollen Eingelagerte Knollen von z.B. Dahlien, Gladiolen, Begonien und Canna sollten im Winterquartier auf Fäulnis kontrolliert werden. Auch bei optimalen Temperaturen von 4-8°C können Pilze an verbliebenen Stängelresten auftreten. Durchputzen und gute Lüftung stoppen die Ausbreitung. Dahlienknolle im Winterquartier Übrigens: … auch die Florfliegen werden munter. Sie sind jetzt häufig auf Dachböden zu finden. Dort haben sie geschützte Winterquartiere gesucht. Mitunter ändern sie in dieser Zeit ihre Farbe von hellgrün nach hellbraun. Mit steigenden Temperaturen und längeren Tagen zieht es sie nach draußen. Wenn es das Wetter zulässt, kann man das Dachfenster leicht öffnen, damit sie in den Garten gelangen. Ihre Larven sind bewährte Blattlausvertilger und leisten einen wichtigen Beitrag zur biologischen Schädlingsbekämpfung im eigenen Garten. zwei Florfliegen auf dem Dachboden Bitte beachten Sie unsere neuen Sprechzeiten für den Freizeitgärtner! Informationen hierzu finden Sie unter folgendem Link: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/pressebox/archiv_volltext.shtml?arch_1401/nac hricht5143.html Weitergabe bitte nur im Original.
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