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Full text: Berliner Gartenbrief (Rights reserved) Ausgabe 2013,20 (Rights reserved)

Pflanzenschutzamt Berlin Berliner Gartenbrief Nr. 20 Schwülwarmes Sommerwetter fördert Rostpilze an Pflanzen Orangerote Pusteln oder rostfarbene Beläge auf Blättern oder Stängeln werden meist durch pilzliche Erreger aus der Gruppe der Rostpilze verursacht. Unter diesen Erregern gibt es solche, die im Laufe einer Vegetationszeit zwei Wirtspflanzen benötigen. Diese Rostkrankheiten bezeichnet man als wirtswechselnd. Hier gibt es typische Pflanzen, die als Haupt- oder Winterwirt dienen und solche, die im Frühjahr durch Sporenflug von den Winterwirten infiziert werden. Stehen Haupt- und Nebenwirtspflanzen dicht beisammen, kommt es alljährlich zu intensiven Infektionen. Beispiele wirtswechselnder Rostkrankheiten: vom 09.07.2013 Birnengitterrost Rost an Johannisbeere Rost an Berberitze Weidenrost Winterwirt/Hauptwirt Wacholderarten Weymouthkiefer Gräser/Getreide Lärche, Zierlauch Anemonen Fuchsie Sommerwirt/Nebenwirt Birne Weiß- und Rotdorn Schwarze Johannisbeere Berberitze Weide Pflaume Weidenröschen Schadausmaß Absterbeerscheinungen am Hauptwirt nach langjährigem Befall Hauptwirte im Garten ohne Bedeutung kaum nachhaltige Schäden am Sommerwirt ggf. vorzeitiger Blattfall am Hauptwirt ggf. Laubfall Hauptwirtspflanzen bleiben viele Jahre infiziert, zumal von den Sommerwirten immer wieder neue Infektionen im Spätsommer möglich sind. Der Rostpilz verbleibt bei den Hauptwirtspflanzen im Holz bzw. an der Pflanze. Am Nebenwirt kommt es lediglich zu Infektionen an Blättern, Blüten und Früchten, die zum Vegetationsende abgeworfen werden. Die Nebenwirtspflanze ist danach frei von Infektionen. Nur am Nebenwirt können Infektionen durch Anwendung zugelassener Pflanzenschutzmittel vermieden werden. Pflanzenschutzamt Berlin, Mohriner Allee 137, 12347 Berlin E-Mail: pflanzenschutzamt@senstadtum.berlin.de Internet: www.stadtentwicklung.berlin.de/pflanzenschutz Weitergabe bitte nur im Original. Bildnachweis:© Pflanzenschutzamt Berlin Pflanzenschutzamt Berlin, Berliner Gartenbrief Seite 2 von 2 Folgende Pflanzenschutzmittel können beispielhaft gegen Rostpilze an Zierpflanzen und Obst eingesetzt werden: Wirkstoff Myclobutanil Tebuconazol Tebuconazol+Trifloxistrobin Metiram Difenoconazol Handelspräparate Celaflor Pilzfrei Ectivo Bayer Garten Pilzfrei Baycor M Bayer Garten Pilzfrei Folicur Bayer Garten Rosen Pilzfrei Baymat Plus Celaflor Pilzfrei Polyram WG Compo Duaxo Universal Pilz-frei Zulassung im Freiland Zierpflanzen, Rosen Zierpflanzen Birne, Pflaume, Zierpflanzen Leider sind keine Pflanzenschutzmittel für den Haus- und Kleingarten gegen Rostpilze am Gemüse zugelassen. Zu den nicht wirtswechselnden Rostpilzen gehören u.a.: Rost an Rose, Mahonie, Pelargonie, Nelken, Tausendschön, Malve, Glockenblume, Johanniskraut, Porree und Schnittlauch, Bohne, Brombeere. Mahonienrost Rosenrost Rost an Glockenblume Eine Ausbreitung des Befalls kann durch rechtzeitiges Auspflücken oder Ausschneiden betroffener Pflanzenteile ausreichend verhindert werden. Wie bei allen Pilzerkrankungen sollte die Beregnung über das Laub vermieden werden. Befallene Zier- oder Gemüsepflanzen sind ungeeignet zur Samengewinnung. Hier besteht die Gefahr, dass am gewonnenen Saatgut Rostsporen erhalten bleiben, die die Jungpflanzen im Folgejahr erneut infizieren. Bohnenrost Rost am Schnittlauch Rost an Pelargonie Weitergabe bitte nur im Original.
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