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Full text: Berliner Gartenbrief (Rights reserved) Ausgabe 2013,10 (Rights reserved)

Pflanzenschutzamt Berlin Berliner Gartenbrief Nr. 10 Gemüsejungpflanzen und Balkonpflanzen langsam abhärten vom 30.04.2013 Gurkenjungpflanzen im Verkauf junge Zierpflanzen im Verkauf ungenügend abgehärtete Selleriepflanzen ungenügend abgehärtete Engelstrompete Der Gartenboden ist schon gut durchgewärmt, das Jahr schon weit fortgeschritten. Gemüsejungpflanzen und zahlreiche Beet- und Balkonpflanzen „warten“ in großer Anzahl in den Gartenmärkten. Doch die frisch gekauften Jungpflanzen sind noch nicht auf die Wachstumsbedingungen im Freiland eingestellt, sie standen vor kurzem noch im Gewächshaus oder Folienzelt. Hier sind Lichtintensität, Luftfeuchte und Bodentemperaturen weitaus günstiger als im Freiland. Deshalb müssen die Jungpflanzen erst einmal langsam an den Aufenthalt im Freiland gewöhnt werden. Sie sollten deshalb für mindestens eine Woche erst einmal an einen vor Sonne und Wind geschützten Platz gestellt werden. Danach können die Pflanzen an ihren späteren Standort gepflanzt werden. Pflanzt man gleich nach dem Kauf ins Freiland, kann es entweder zu Wurzelschäden durch zu kalten Boden oder zu Blattschäden infolge intensiver Sonneneinstrahlung kommen. Übrigens sollten auch Zimmer- und Kübelpflanzen vor einem Freilandaufenthalt auf Terrasse oder Balkon erst einmal ein bis zwei Wochen draußen in Hausnähe einen Standort erhalten, der ebenfalls vor Sonne und Wind geschützt ist. Obstbaumblüte bedeutet Bienenschutz Mit Einsetzen deutlich wärmerer Temperaturen und intensiver Sonneneinstrahlung beginnt zum Wochenende die Blüte der meisten Obstbäume. Bitte beachten Sie, dass in dieser Zeit keine bienengefährlichen Spritzmittel eingesetzt werden dürfen. Ohnehin ist die Zahl der Bienenvölker durch den letzten Winter erschreckend dezimiert worden. Deshalb gilt den Bienen unser besonderer Schutz. üppig blühende Aprikose Zudem blühen zahlreiche Frühjahrsblumen und Unkräuter wie Taubnessel, Löwenzahn und Gänseblümchen. Sie dienen als Pollen- und Nektarspender für hungrige Bienen und Hummeln. Wer jetzt mit Insektiziden in seinem Garten spritzt, schadet nicht nur den fleißigen Blütenbestäubern sondern auch sich selbst. Denn der Ertrag von Baum- und Strauchobst ist entscheidend abhängig von der Aktivität dieser Insekten. Deshalb besteht zur Zeit der Obstbaumblüte generelles Spritzverbot für bienengefährliche Insektizide. Apfelblüte mit Hummelbesuch Pflanzenschutzamt Berlin, Mohriner Allee 137, 12347 Berlin E-Mail: pflanzenschutzamt@senstadtum.berlin.de Internet: www.stadtentwicklung.berlin.de/pflanzenschutz Weitergabe bitte nur im Original. Bildnachweis:© Pflanzenschutzamt Berlin Pflanzenschutzamt Berlin, Berliner Gartenbrief Seite 2 von 2 Marienkäfer in Blattlauskolonie Schwebfliege auf pollenreicher Blüte Florfliege Eine Blattlausbekämpfung mit Insektiziden erscheint zurzeit wenig sinnvoll, weil Marienkäfer, Schweb- und Florfliegen als Blattlausvertilger bereits aktiv sind. Die anderen Nützlingspopulationen bauen sich durch das bisher unbeständige und kühle Wetter etwas zögerlicher auf. Aber bald wird auch die Gruppe der Schlupfwespen vorhandene Läuse reduzieren, die sich später an Schneeball und Rosen zeigen. An Johannisbeersträuchern beginnt Blasenlausbefall, der im Haus- und Kleingarten im Anfangsstadium durch Entfernen befallener Blätter reduziert werden kann. Die Schäden sind meist nur optisch und bleiben begrenzt, weil die Läuse bereits im Juni die Johannisbeeren verlassen und auf ihren Sommerwirt, den Ziest (Stachys) wechseln. Schadbild der Johannisbeerblasenlaus Bienenungefährlich sind Spritzbehandlungen mit Fungiziden gegen Pilzkrankheiten, wie z.B. gegen Schorf, Monilia-Spitzendürre oder Birnengitterrost. Dennoch sollten auch solche Behandlungen auf den frühen Abend verlegt werden, wenn die Bienen in ihren Stock zurückgekehrt sind und der Wind nachlässt. Weitergabe bitte nur im Original.
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