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Full text: Berliner Gartenbrief (Rights reserved) Ausgabe 2012,37 (Rights reserved)

Pflanzenschutzamt Berlin Berliner Gartenbrief Nr. 37 Wintervorbereitungen im Ziergarten, Teil 2 Im Gartenbrief Nr. 35 haben wir uns mit Maßnahmen beschäftigt, die dazu beitragen, Zierpflanzen gut durch den Winter zu bringen. Bevor die Gartensaison mit Dauerfrost und ersten Schneefällen zu Ende geht, ist noch Zeit, schon jetzt mit Kultur- und Pflegearbeiten Pflanzenschutzproblemen im nächsten Jahr vorzubeugen. vom 05.12.2012 Fruchtmonilia an Apfel Sternrußtau an Rose Schorf an Apfel Nach der reichlichen Apfelernte in diesem Jahr sollten verfaulte Äpfel, die auf dem Boden liegen oder als Fruchtmumien noch am Baum hängen, kompostiert werden, damit Infektionsherde der Fruchtmonilia beseitigt werden. Um einer Neuinfektion mit Schorf im Frühjahr vorzubeugen, kann Falllaub bedenkenlos kompostiert werden. Auch wenn in den meisten Komposthaufen im Haus- und Kleingarten die für die sogenannte Heißrotte notwendigen 70°C nicht erreicht werden, überdauern pilzliche Sporen von Mehltau, Blatffleckenerregern, Monilia und Rost das feuchte Bodenmilieu nicht. Auch Blätter von Beerenobst und Rosen können auf diese Weise sinnvoll entsorgt werden, ebenso Laub mit Birnengitterrost, von dem ohnehin für die Birne keine Infektionsgefahr ausgeht, da der Pilz an Wacholder überwintert. Nur unterirdische Pflanzenteile oder Stängel, die z.B. von Kohlhernie oder Welkekrankheiten befallen sind, dürfen nicht kompostiert werden, da die bodenbürtigen Schaderreger optimale Überlebensbedingungen im Kompost finden. Grundsätzlich bietet ein Komposthaufen die ideale Möglichkeit, Gartenabfälle übers Jahr problemlos zu entsorgen und im dritten Jahr über guten Gartenboden zu verfügen. Neben einem halbschattigen Standort ist gleichbleibende Feuchtigkeit und die richtige Schichtung wichtig. Ein Wechsel von trockenem Material wie Reisig, Holzhäcksel und Staudenstängeln mit feuchten Komponenten wie organischen Küchenabfällen, Laub und Rasenschnitt sorgt für einen lockeren Aufbau mit ausreichendem Sauerstoff im Innern. Ein Weißanstrich am Stamm von Obstbäumen hilft, Frostschäden im Spätwinter zu verhindern. Werden diese im Fachhandel erhältlichen Fertiganstriche nach Weihnachten bei frostfreiem Wetter ausgebracht, kommen vor allem früh treibende und frostempfindliche Gehölze wie Aprikose, Kirschen und auch Pflaumen gesünder durch den Winter. Besonders gefährdet sind alle jungen Obstbäume, weil sie nur eine sehr dünne Borke haben. Der Weißanstrich schützt vor Frostrissen, da sich die Sonnenseite der Stämme nicht so stark aufheizt und ausdehnt. Weißanstrich an Obstbaum Pflanzenschutzamt Berlin, Mohriner Allee 137, 12347 Berlin E-Mail: pflanzenschutzamt@senstadtum.berlin.de Internet: www.stadtentwicklung.berlin.de/pflanzenschutz Bildnachweis:© Pflanzenschutzamt Berlin Die Weitergabe an Dritte, auch auszugsweise, ist nicht gestattet. Pflanzenschutzamt Berlin Seite 2 von 2 Der Schutz von Nützlingen ist eine wichtige Maßnahme, um das Auftreten von Schädlingen zu reduzieren. Singvögel, die den Winter bei uns verbringen, nutzen mitunter Nistkästen als Nachtquartier. Deshalb sollten die Nistkästen spätestens jetzt gereinigt und ggf. repariert werden. Alte Nester sind häufig von Milben besiedelt und beinhalten mitunter Eierschalen- und je nach Vogelart auch Kotreste. Bei den Reinigungsarbeiten bitte Handschuhe anziehen und Entsorgung über den Hausmüll. Vogelhäuser, die frei am Ast hängen, sind katzensicher. Sonnenblumenkerne, Körner-/Nussmischungen und Meisenknödel sind geeignetes Vogelfutter. Speisereste, Brot und Gesalzenes bitte nicht verwenden! Samenstände von Stauden und Ringelblumen werden von Körnerfressern wie Meisen und Finken gerne angenommen. Weichfresser wie Amseln „bedienen sich“ an Wildobsthecken oder Efeufrüchten. Wer an seinen Obstbäumen Leimringe angebracht hat, um Frostspanner abzufangen, sollte wöchentlich kontrollieren, ob eventuell Blätter daran kleben und somit unerwünschte Überbrückungen entstehen.
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