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Full text: Beteiligungsbericht ... der Stadt Solingen (Rights reserved) Ausgabe 2013 (Rights reserved)

Beteiligungsbericht 2013 Ressort 1 Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Solingen Ausgearbeitet auf der Grundlage der Prüfungs- und Geschäftsberichte 2013 Herausgegeben von der Stadt Solingen Ressort 1: Fachliche Verantwortung: Oberbürgermeister Norbert Feith Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH Ernst Schneider, Geschäftsführer Kai Dahlmann, Geschäftsführer Redaktion: Bezugsadresse: Maziar Mansouri Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH Rathausplatz 1 42651 Solingen Telefon: E-Mail: 0212 / 290-2245 m.mansouri@solingen.de Solingen, im Dezember 2014 Druck und Layout Umschlag: Stadt Solingen, Abteilung Servicedienst Mediengestaltung und Druck Vorwort Die Stadt Solingen erfüllt zahlreiche Aufgaben in der Daseinsvorsorge und bietet umfassende öffentliche Dienstleistungen an. Sie engagiert sich in vielen Unternehmen, damit Lebensqualität und Infrastruktur bewahrt und für die Zukunft gefördert werden. Mit dem vorliegenden Beteiligungsbericht wird sowohl dem Rat der Stadt und seinen Ausschüssen als auch den Bürgerinnen und Bürgern wieder ein umfassendes und transparentes Bild über die wirtschaftlichen und nicht wirtschaftlichen Betätigungen der Stadt Solingen mittels gemeindlicher Betriebe gegeben. Der Bericht soll dazu beitragen, eine Standortbestimmung der Unternehmen zu geben und Anregung sein für eine weitere strategische Entwicklung sämtlicher städtischer Beteiligungen. Zugrunde gelegt sind die Unternehmenszahlen aus den geprüften Jahresabschlüssen der Jahre 2011 bis 2013, ergänzt um einen Ausblick auf die Entwicklung künftiger Jahre. Die ohnehin schon wichtige Funktion des Beteiligungsberichtes gewinnt mit der Einführung des Neuen Kommunalen Finanzmanagements (NKF) noch weiter an Bedeutung. Die Stadt Solingen beabsichtigt, so wie es das Gemeindehaushaltsrecht NRW für jede Kommune vorsieht, zum Stichtag 31. Dezember 2010 einen Gesamtabschluss aufzustellen. Nachdem die Jahresabschlüsse 2009 und 2010 des städtischen Haushaltes vorliegen, wurde der entsprechende Gesamtabschlusses im Jahr 2014 aufgestellt. Der Gesamtlagebericht und der Beteiligungsbericht sind dem Gesamtabschluss beizufügen. Der Beteiligungsbericht ist dabei jeweils bezogen auf den Abschlussstichtag des Gesamtabschlusses fortzuschreiben. Durch die Aufstellung des Beteiligungsberichtes in neuer Form soll die Gesamtübersicht über die Betätigungen der Gemeinde in Form verselbstständigter Aufgabenbereiche hergestellt und die Informationslücke zum Gesamtlagebericht geschlossen werden. Das Jahr 2013 war begleitet von wesentlichen Veränderungen in der Beteiligungsstruktur. Die Stadtwerke Solingen GmbH (SWS) haben sich Rahmen ihrer strategischen Neuausrichtung sowie ihrer stärkeren Zusammenarbeit mit anderen Stadtwerken an den Unternehmen „Trianel GmbH“ (0,99 %) sowie „Biogas Pool 2 für Stadtwerke GmbH & Co. KG“ (9,33 %) beteiligt. Die Maßnahmen zur Umstrukturierung der Wirtschaftsförderung Solingen wurden weitestgehend abgeschlossen. Die Verschmelzung der Sanierungsgesellschaften Südliche Innenstadt Solingen auf die Wirtschaftsförderungsgesellschaften Solingen wurde mit Wirkung zum 01.01.2013 vollzogen. In 2013 hat die Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH (BSG) 49,1 % der Anteile an der Bergische Symphoniker Orchester GmbH, die zuvor von der Stadt Solingen gehalten wurden, übernommen. Aufgrund einer Umgestaltung der RW Holding Aktiengesellschaft hat die BSG Anteile an der neugegründeten RW Gesellschaft öffentlich rechtliche Anteilseigner II mbH (42,49 %) erworben. Ihre Aktien an der RW Holding AG hat die BSG auf die RW Gesellschaft öffentlich rechtliche Anteilseigner II mbH übertragen. Zudem hat die BSG die Kommanditbeteiligung an der Institut für Galvano- und Oberflächentechnik Solingen GmbH & Co. KG (IGOS) durch die Übernahme der Anteile der Galvaniseur-Innung Solingen um 10 % auf 100 % aufgestockt. Allen Unternehmen und insbesondere ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möchten wir an dieser Stelle für ihre engagierte Arbeit danken. Beteiligungsbericht 2013 Inhaltsverzeichnis Vorwort 1. 1.1 1.2 1.3 Wirtschaftliche Betätigung der Kommunen ..................................................................................... 3 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Solingen ................................................................................... 3 Rechtsgrundlagen wirtschaftlicher Betätigung ................................................................................. 4 Risikofrüherkennungssystem ........................................................................................................... 7 1.4 Rechtsformen kommunaler Betriebe ............................................................................................... 7 1.41 Rechtlich unselbständige Einrichtungen ..................................................................................... 7 1.42 Anstalt des öffentlichen Rechts .................................................................................................. 8 1.43 Privatrechtliche Unternehmen .................................................................................................... 8 2. 2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 2.6 2.7 3. 3.1 3.2 3.3 3.4 3.5 3.6 3.7 3.8 3.9 Die Beteiligungen und finanziellen Auswirkungen auf den Haushalt der Stadt Solingen im Überblick .................................................................................................... 10 Die unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungen der Stadt Solingen zum 31.12.2013 ................. 10 Die eigenbetriebsähnlichen Einrichtungen der Stadt Solingen zum 31.12.2013 ............................. 12 Genossenschaften zum 31.12.2013 .............................................................................................. 12 Graphische Übersicht über die Beteiligungen der Stadt Solingen ................................................... 14 Übersicht der finanziellen Auswirkungen auf den Haushalt der Stadt Solingen im Jahr 2013 ......... 16 Übersicht über wichtige Unternehmensdaten zum 31.12.2013 ..................................................... 18 Veröffentlichung der Bezüge von Unternehmensleitungen und Aufsichtsräten für das Geschäftsjahr 2013 ........................................................................................................... 20 Die unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungen der Stadt Solingen ............................................ 23 Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH (BSG) ....................................................................... 23 Solinger Bädergesellschaft mbH (SBG) ........................................................................................... 34 Stadtwerke Solingen GmbH (SWS) ................................................................................................ 40 SWS Netze Solingen GmbH (SWS Netze) ....................................................................................... 48 itec Informationstechnologie Solingen GmbH................................................................................ 52 EDL Solingen GmbH (ehemals MVV Energiedienstleistungen GmbH Solingen) .............................. 57 Wirtschaftsförderung Solingen Verwaltungsgesellschaft mbH ....................................................... 62 Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG ........................................................................... 66 Gründer- und Technologiezentrum Solingen GmbH & Co. KG (GuT) ............................................. 73 3.10 Institut für Galvano- und Oberflächentechnik Solingen GmbH & Co. KG (IGOS) ............................ 79 3.11 Städtische Musikschule Solingen GmbH ........................................................................................ 85 3.12 Kunstmuseum Solingen Betriebsgesellschaft mbH ......................................................................... 92 3.13 Bergische Symphoniker – Orchester der Städte Remscheid und Solingen GmbH ............................ 99 3.14 Wasserwerk Baumberg GmbH .................................................................................................... 107 3.15 ELBA Omnibusreisen GmbH ........................................................................................................ 112 3.16 Bergische Trinkwasser-Verbund-GmbH ....................................................................................... 118 3.17 RW Gesellschaft öffentlich rechtliche Anteilseigner II mbH .......................................................... 124 3.18 TAG Tropolys Altgesellschafter GmbH i. L. .................................................................................. 127 3.19 MVV Energie AG ......................................................................................................................... 130 3.20 RWE Aktiengesellschaft (RWE AG) .............................................................................................. 132 3.21 Entsorgung Solingen GmbH (ESG) ............................................................................................... 134 1 Beteiligungsbericht 2013 Inhaltsverzeichnis 3.22 Städtisches Klinikum Solingen gemeinnützige GmbH .................................................................. 139 3.23 Altenzentren der Stadt Solingen gemeinnützige GmbH ............................................................... 145 3.24 Kunst-Museum Solingen Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH ............................................ 152 3.25 Bergische Entwicklungsagentur GmbH (BEA)............................................................................... 157 3.26 Bergische Gesellschaft für Ressourceneffizienz mbH (Neue Effizienz) ........................................... 163 3.27 Bergisches Institut für Produktentwicklung und Innovationsmanagement gGmbH ...................... 168 3.28 Lokalfunk Remscheid-Solingen Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG............................................. 172 3.29 Verband der kommunalen RWE-Aktionäre GmbH (VkA) ............................................................. 174 3.30 Stadtwerke Aue GmbH ............................................................................................................... 177 4. 4.1 4.2 5. 5.1 5.2 6. 6.1 6.2 6.3 6.4 6.5 6.6 6.7 7. Die eigenbetriebsähnlichen Einrichtungen der Stadt Solingen ...................................................... 180 Technische Betriebe Solingen (TBS) ............................................................................................. 180 Dienstleistungsbetrieb Gebäude der Stadt Solingen (DBSG)......................................................... 187 Zweckverbände ........................................................................................................................... 193 Bergische Volkshochschule Zweckverband der Städte Solingen - Wuppertal ................................ 193 civitec Zweckverband kommunale Informationsverarbeitung ....................................................... 199 Genossenschaften ....................................................................................................................... 206 Spar- und Bauverein Solingen eG ................................................................................................ 206 Spar- und Bauverein eG Solingen-Wald Bauverein Gräfrath eG ................................................... 208 Bauverein Gräfrath eG Beamten-Wohnungsbauverein eG Solingen ............................................. 210 Beamten-Wohnungsbauverein eG Solingen ................................................................................ 212 Gemeinnützige Baugenossenschaft „Eigenheim“ eG .................................................................. 213 Ohligser Wohnungsbau eG i.I. .................................................................................................... 214 Neue Eigentümer Wohnungsgenossenschaft Solingen eG i.I. (NEWS) .......................................... 215 Stadt-Sparkasse Solingen ............................................................................................................ 216 Anhang Anlage 1: Kennzahlenerläuterungen ........................................................................................................ 221 Anlage 2: Begriffserläuterungen............................................................................................................... 225 Anlage 3: Public Corporate Governance Kodex für die Stadt Solingen ..................................................... 228 Anlage 4: Auszug aus der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen ......................................................... 240 Anlage 5: Auszug aus der Gemeindehaushaltsverordnung Nordrhein-Westfalen ...................................... 256 Anlage 6: Auszug aus dem Haushaltsgrundsätzegesetz ........................................................................... 257 Wirtschaftliche Unternehmensdaten: Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von ± einer Einheit (EUR, % usw.) auftreten. 2 Beteiligungsbericht 2013 Stadt 1. Wirtschaftliche Betätigung der Kommunen 1.1 Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Solingen Die Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (GO NRW) verpflichtet die Gemeinden in § 117 Abs. 1 einen Beteiligungsbericht zu erstellen, in dem ihre wirtschaftliche und nichtwirtschaftliche Betätigung, unabhängig davon, ob verselbstständigte Aufgabenbereiche dem Konsolidierungskreis des Gesamtabschlusses angehören, zu erläutern ist. Dieser Bericht ist jährlich bezogen auf den Abschlussstichtag des Gesamtabschlusses fortzuschreiben und dem Gesamtabschluss beizufügen. Für den ersten Beteiligungsbericht in neuer Form ist der Stichtag 31.12.2010 gesetzlich festgelegt worden. In der Übergangszeit waren die Gemeinden verpflichtet, einen Beteiligungsbericht nach § 112 Abs. 3 GO NRW in der bis zum 31.12.2004 geltenden Fassung zu erstellen, damit sie ihren Informationspflichten gegenüber dem Rat und den Einwohnern nachkommen. Der Beteiligungsbericht 2013 der Stadt Solingen umfasst alle unmittelbaren städtischen Beteiligungen und enthält neben den vom Gesetzgeber vorgegebenen Angaben Daten und Ausführungen zur wirtschaftlichen Situation der finanzwirtschaftlich wichtigen Unternehmen. Die wirtschaftlichen Daten der Unternehmen basieren auf den Jahresergebnissen der Geschäftsjahre 2011 bis 2013. Bei den Daten unter dem Gliederungspunkt „Verflechtung mit dem Haushalt der Stadt“ handelt es sich um den Buchungsstand des städtischen Haushaltes zum 31.12.2013. Die in den Kapiteln drei bis einschließlich sieben aufgeführten Beteiligungsverhältnisse, Beteiligungen der Gesellschaft und Besetzung der Organe, geben den aktuellen Stand wieder. 3 Beteiligungsbericht 2013 Stadt 1.2 Rechtsgrundlagen wirtschaftlicher Betätigung Die GO NRW unterscheidet zwischen wirtschaftlicher und nichtwirtschaftlicher Betätigung der Gemeinde. Wirtschaftliche Betätigung ist nach § 107 Abs. 1 GO NRW der Betrieb von Unternehmen, die als Hersteller, Anbieter oder Verteiler von Gütern oder Dienstleistungen am Markt tätig werden, sofern die Leistung ihrer Art nach auch von einem Privaten mit der Absicht der Gewinnerzielung erbracht werden könnte. Die Gemeinde darf sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben wirtschaftlich betätigen, wenn 1. 2. 3. ein öffentlicher Zweck die Betätigung erfordert, die Betätigung nach Art und Umfang in einem angemessenen Verhältnis zu der Leistungsfähigkeit der Gemeinde steht und bei einem Tätigwerden außerhalb der Wasserversorgung, des öffentlichen Verkehrs sowie des Betriebes von Telekommunikationsleitungsnetzen einschließlich der Telefondienstleistungen der dringende öffentliche Zweck durch andere Unternehmen nicht besser und wirtschaftlicher erfüllt werden. Nichtwirtschaftliche Betätigung liegt nach § 107 Abs. 2 GO NRW vor beim Betrieb von 1. Einrichtungen, zu denen die Gemeinde gesetzlich verpflichtet ist, 2. öffentlichen Einrichtungen, die für die soziale und kulturelle Betreuung der Einwohner erforderlich sind, 3. Einrichtungen, die der Straßenreinigung, der Wirtschaftsförderung, der Fremdenverkehrsförderung oder der Wohnraumversorgung dienen, 4. Einrichtungen des Umweltschutzes, insbesondere der Abfallentsorgung oder Abwasserbeseitigung sowie des Messe- und Ausstellungswesens, 5. Einrichtungen, die ausschließlich der Deckung des Eigenbedarfs von Gemeinden und Gemeindeverbänden dienen. Eine wirtschaftliche Betätigung außerhalb des Gemeindegebiets ist nach § 107 Abs. 3 GO NRW nur zulässig, wenn die Voraussetzungen des Absatz 1 vorliegen und die berechtigten Interessen der betroffenen kommunalen Gebietskörperschaften gewahrt sind. Die nichtwirtschaftliche Betätigung außerhalb des Gemeindegebiets ist nach § 107 Abs. 4 GO NRW nur zulässig, wenn die Voraussetzungen des Absatzes 1 Satz 1 Nr. 1 und Nr. 2 vorliegen und die berechtigten Interessen der betroffenen kommunalen Gebietskörperschaften gewahrt sind. Diese Voraussetzungen gelten bei den in den Krankenhausplan des Landes aufgenommenen Krankenhäusern als erfüllt. Die Aufnahme einer nichtwirtschaftlichen Betätigung auf ausländischen Märkten ist nur zulässig, wenn die Voraussetzungen des Absatzes 1 Satz 1 Nr. 1 und Nr. 2 vorliegen. Die Aufnahme einer solchen Betätigung bedarf der Genehmigung. 4 Beteiligungsbericht 2013 Stadt Nach § 107 Abs. 5 GO NRW ist vor der Entscheidung über die Gründung von bzw. die unmittelbare oder mittelbare Beteiligung an Unternehmen im Sinne des §107 Abs. 1 GO NRW (s. o.) der Rat auf der Grundlage einer Marktanalyse über die Chancen und Risiken des beabsichtigten wirtschaftlichen Engagements und die Auswirkungen auf das Handwerk und die mittelständische Wirtschaft zu unterrichten. Nach § 108 Abs. 1 GO NRW darf die Gemeinde Unternehmen und Einrichtungen in einer Rechtsform des privaten Rechts nur gründen oder sich daran beteiligen, wenn − die Voraussetzungen für eine wirtschaftliche Betätigung i. S. des § 107 Abs. 1 Satz 1 GO NRW (s. o.) gegeben sind und bei Unternehmen im Bereich der energiewirtschaftlichen Betätigung die Voraussetzung des § 107 Abs. 1 gegeben ist, − bei Einrichtungen die Grenzen der Leistungsfähigkeit der Gemeinde eingehalten werden und ein wichtiges Interesse der Gemeinde an der Gründung oder der Beteiligung vorliegt, − eine Rechtsform gewählt wird, welche die Haftung der Gemeinde auf einen bestimmten Betrag begrenzt, − die Einzahlungsverpflichtung der Gemeinde in einem angemessenen Verhältnis zu ihrer Leistungsfähigkeit steht, − die Gemeinde sich nicht zur Übernahme von Verlusten in unbestimmter oder unangemessener Höhe verpflichtet, − die Gemeinde einen angemessenen Einfluss, insbesondere in einem Überwachungsorgan erhält und dieser durch Gesellschaftsvertrag, Satzung oder in anderer Weise gesichert wird, − das Unternehmen oder die Einrichtung durch Gesellschaftsvertrag, Satzung oder sonstiges Organisationsstatut auf den öffentlichen Zweck ausgerichtet wird, − bei Unternehmen in Gesellschaftsform gewährleistet ist, dass der Jahresabschluss und der Lagebericht entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften bzw. entsprechend den Vorschriften für Eigenbetriebe aufgestellt und geprüft wird, − bei Unternehmen in Gesellschaftsform gewährleistet ist, dass die für die Tätigkeit im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge im Sinne des § 285 Nummer 9 des Handelsgesetzbuches der Mitglieder der Geschäftsführung, des Aufsichtsrates, des Beirates oder einer ähnlichen Einrichtung im Anhang zum Jahresabschluss jeweils für jede Personengruppe sowie zusätzlich unter Namensnennung die Bezüge jedes einzelnen Mitglieds dieser Personengruppen unter Aufgliederung nach Komponenten im Sinne des § 285 Nummer 9 Buchstabe a des Handelsgesetzbuches angegeben wird, 5 Beteiligungsbericht 2013 Stadt − bei Unternehmen der Telekommunikation einschließlich Telefondienstleistungen im Gesellschaftsvertrag die Haftung der Gemeinde auf den Anteil der Gemeinde bzw. des kommunalen Unternehmens am Stammkapital beschränkt ist. Die Gemeinde darf für diese Unternehmen weder Kredite nach Maßgabe kommunalwirtschaftlicher Vorzugskonditionen in Anspruch nehmen noch Bürgschaften und Sicherheiten leisten. Nach § 108 Abs. 4 GO NRW bedürfen die Aktivitäten der Gemeinde hinsichtlich einer Aktiengesellschaft einer Prüfung, ob der öffentliche Zweck nicht ebenso gut in einer anderen Rechtsform erfüllt werden kann. Nach § 108 Abs. 5 GO NRW hat die Gemeinde bei einer Beteiligung an einer GmbH oder deren Gründung durch Ausgestaltung des Gesellschaftsvertrages sicherzustellen, dass Beschlüsse über - den Abschluss und die Änderung von Unternehmensverträgen, - den Erwerb und Veräußerung von Unternehmen und Beteiligungen, - den Wirtschaftsplan, die Feststellung des Jahresabschlusses und die - Verwendung des Ergebnisses sowie - die Bestellung und die Abberufung der Geschäftsführer von der Gesellschafterversammlung gefasst werden. Weiter ist erforderlich, dass der Gemeinderat den von der Gemeinde bestellten oder auf Vorschlag der Gemeinde gewählten Mitgliedern des Aufsichtsrats Weisungen erteilen kann. Die Gründung einer anderen Gesellschaft, einer Beteiligung sowie der Erhöhung der Beteiligung einer Gesellschaft an einer anderen Gesellschaft, an der die Gemeinde mit mehr als 25 % beteiligt ist, erfordert nach § 108 Abs. 6 GO NRW u. a. die Zustimmung des Rates. Die Erfüllung eines öffentlichen Zwecks ist eine Hauptvoraussetzung kommunaler wirtschaftlicher Betätigung. § 109 GO NRW legt fest, dass die Unternehmen und Einrichtungen so zu führen, zu steuern und zu kontrollieren sind, dass diese einen Ertrag für den Haushalt abwerfen, soweit dadurch die Erfüllung des öffentlichen Zwecks nicht beeinträchtigt wird. Angestrebt werden soll, dass der Jahresgewinn der Unternehmen als Unterschied der Erträge und Aufwendungen so hoch sein soll, dass außer den für die technische und wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens notwendigen Rücklagen mindestens eine marktübliche Verzinsung des Eigenkapitals erwirtschaftet wird. Die Erwirtschaftung eines Ertrages für den städtischen Haushalt wird somit zwar angestrebt, ist der Erfüllung des öffentlichen Zwecks aber immer eindeutig nachgeordnet. 6 Beteiligungsbericht 2013 Stadt 1.3 Risikofrüherkennungssystem Gemäß dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) hat der Vorstand nach § 91 Abs. 2 AktG geeignete Maßnahmen zu treffen, damit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen früh erkannt werden. Er hat hierzu insbesondere ein Überwachungssystem einzurichten. Nach der Gesetzesbegründung hat diese Vorschrift auch Bedeutung für andere Unternehmen, da es sich hierbei um die Konkretisierung einer Geschäftsführerverpflichtung handelt. Im Rahmen der Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung nach § 53 HGrG ist auch zu prüfen, ob die Geschäftsführung ein solches Risikofrüherkennungssystem eingerichtet hat und ob es geeignet ist, seine Aufgabe zu erfüllen. Zu den Maßnahmen zur Früherkennung von Risiken können u.a. die jährlich zu erstellenden Wirtschaftspläne, die fünfjährige Finanzplanung sowie weitere Unternehmensplanungen gezählt werden. 1.4 Rechtsformen kommunaler Betriebe 1.41 Rechtlich unselbständige Einrichtungen Regiebetrieb Regiebetriebe verfügen über kein eigenes Vermögen, sondern sind unselbständige Bestandteile der Stadt. Ihre Erträge und Aufwendungen sowie Zahlungen schlagen sich unmittelbar nach dem Bruttoprinzip (also unsaldiert) im städtischen Haushalt nieder. Regiebetriebe sind i. d. R. kostenrechnende Einrichtungen, die jährlich eine Gebührenkalkulation und Betriebsabrechnung auf der Basis eines ausgebauten Kostenrechnungssystems vorlegen. Städtische Regiebetriebe sind derzeit beispielsweise die Märkte und die Hallenbäder. Regiebetriebe können aufgrund ihrer Einbindung in die Verwaltung unmittelbar kontrolliert und gesteuert werden. Eigenbetrieb und eigenbetriebsähnliche Einrichtung Das Vermögen der Eigenbetriebe ist als Sondervermögen aus dem Haushaltsplan der Stadt ausgegliedert; im städtischen Haushalt erscheint nach dem Nettoprinzip (also saldiert) nur der Differenzbetrag zwischen Einnahmen und Ausgaben als Gewinnabführung oder Verlustausgleich. Eigenbetriebe und eigenbetriebsähnliche Einrichtungen verfügen über ein eigenes voll ausgebautes (kaufmännisches) Rechnungswesen, werden entsprechend den Vorschriften der EigVO NRW von einer eigenverantwortlichen Betriebsleitung geführt und durch den Betriebsausschuss kontrolliert; unterstehen jedoch, da sie keine eigene Rechtspersönlichkeit haben, dem Rat und dem Oberbürgermeister. 7 Beteiligungsbericht 2013 Stadt Eigenbetriebsähnliche Einrichtungen des „Gesamtunternehmens Stadt Solingen“ sind die Altenzentren der Stadt Solingen, die EntsorgungsBetriebe Solingen, der Dienstleistungsbetrieb Gebäude der Stadt Solingen und der Technische Betrieb Straßen und Grün der Stadt Solingen. Betrieb gewerblicher Art und Hoheitsbetrieb Die Bezeichnungen Betrieb gewerblicher Art (BgA) und Hoheitsbetrieb haben steuerrechtliche Bedeutung. Regiebetriebe und Eigenbetriebe bzw. eigenbetriebsähnliche Einrichtungen sind im Gegensatz zu privatrechtlichen Unternehmen dann nicht steuerpflichtig, wenn sie überwiegend hoheitliche Aufgaben wahrnehmen (Hoheitsbetriebe). Andernfalls greift die Steuerpflicht und es handelt sich um Betriebe gewerblicher Art. 1.42 Anstalt des öffentlichen Rechts Die Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR) besitzt eigene Rechtspersönlichkeit, stellt aber keine eigene Rechtsform dar, sondern wird in jedem Einzelfall durch Gesetz für eine konkrete öffentliche Aufgabe bestimmt. Die Anstalt des öffentlichen Rechts wird von einem Vorstand geleitet, der von einem Verwaltungsrat beaufsichtigt wird. Die Stadt-Sparkasse Solingen ist eine AöR. Durch den neu eingefügten § 114 a GO NRW ist es den Gemeinden jetzt generell gestattet, Unternehmen und Einrichtungen in der Rechtsform einer Anstalt des öffentlichen Rechts zu errichten oder bestehende Regie- und Eigenbetriebe sowie eigenbetriebsähnliche Einrichtungen im Wege der Gesamtrechtsnachfolge in rechtsfähige Anstalten des öffentlichen Rechts umzuwandeln. Die Rechtsverhältnisse der Anstalt werden durch eine Satzung geregelt. 1.43 Privatrechtliche Unternehmen Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung ist eine Gesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit, an der sich die Gesellschafter mit Einlagen auf das Stammkapital beteiligen. Für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft haftet ihren Gläubigern nur das Gesellschaftsvermögen. Die Haftung der einzelnen Gesellschafter ist damit auf die Höhe ihrer Kapitalanteile beschränkt. Die Organe der GmbH sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Ein Aufsichtsrat kann gebildet werden bzw. muss eingerichtet werden, wenn das Unternehmen mehr als 500 Arbeitnehmer beschäftigt. Aktiengesellschaft (AG) Die Aktiengesellschaft ist ebenso wie die GmbH mit eigener Rechtspersönlichkeit ausgestattet. Das Grundkapital der Gesellschaft wird in Aktien zerlegt und von den Gesellschaftern (Aktionären) eingebracht. Für die Verbindlichkeiten der AG 8 Beteiligungsbericht 2013 Stadt haftet den Gläubigern nur das Gesellschaftsvermögen. Die Haftung der Aktionäre ist somit auf deren Kapitalanteil an der Gesellschaft beschränkt. Organe der Aktiengesellschaft sind die Hauptversammlung, der Aufsichtsrat und der Vorstand. Kommanditgesellschaft (KG) Die Kommanditgesellschaft hat mindestens zwei Gesellschafter. Bei mindestens einem Gesellschafter ist die Haftung gegenüber den Gesellschaftsgläubigern auf den Betrag einer bestimmten Vermögenseinlage beschränkt (Kommanditist), während bei mindestens einem Gesellschafter die Haftung nicht beschränkt ist (persönlich haftender Gesellschafter, Komplementär). Die Beteiligung der Stadt an einer Kommanditgesellschaft bzw. der kombinierten Form einer GmbH & Co. KG als Komplementärin ist mithin nicht möglich, wohl aber als Kommanditistin. Steuerungs- und Kontrollorgane der Kommanditgesellschaft Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) Wie die Kommanditgesellschaft hat die Kommanditgesellschaft auf Aktien mindestens einen Komplementär, der unbeschränkt haftet und mindestens einen Kommanditisten, dessen Haftung auf seine Einlage beschränkt ist. Das Gesellschaftskapital des/der Kommanditisten ist in Aktien verbrieft. Die Organe der Kommanditgesellschaft auf Aktien sind die Hauptversammlung, der Aufsichtsrat und der/die Komplementär(e). Offene Handelsgesellschaft (OHG) und Gesellschaft bürgerlichen Rechts (BGBGesellschaft) Offene Handelsgesellschaft und Gesellschaft bürgerlichen Rechts eignen sich nicht als Rechtsformen für kommunale Unternehmen, da die Gesellschafter dieser Personengesellschaften für die Verbindlichkeiten unbeschränkt haften. Eingetragene Genossenschaft (eG) Die eingetragene Genossenschaft ist eine Gesellschaft von nicht geschlossener Mitgliederzahl, welche die Förderung des Erwerbs oder der Wirtschaft ihrer Mitglieder mittels gemeinschaftlichen Geschäftsbetriebes zum Ziel hat. Für die Verbindlichkeiten der Genossenschaft haftet den Gläubigern nur das Vermögen der Genossenschaft. Die Haftung der Mitglieder ist demnach auf ihre Geschäftsanteile beschränkt. Im Konkursfall besteht allerdings für die Mitglieder eine Nachschusspflicht, es sei denn, die Satzung schließt dies aus. Organe der Genossenschaft sind die Mitgliederversammlung Vertreterversammlung, der Aufsichtsrat und der Vorstand. bzw. sind die 9 Beteiligungsbericht 2013 Stadt 2. Die Beteiligungen der Stadt Solingen im Überblick 2.1 Die unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungen der Stadt Solingen zum 31.12.2013 Beteiligung gezeichnetes Kapital EUR 1.002.000 Anteil EUR Anteil Anteilseigner % Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH (BSG) mit Anteilen an: MVV Energie AG RWE AG mit Beteiligungen an: Solinger Bädergesellschaft mbH Wirtschaftsförderung Solingen Verwaltungsgesellschaft mbH Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG (WiFö) mit Beteiligung an: Bergische Gesellschaft für Ressourceneffizienz mbH Institut für Galvano- und Oberflächentechnik GmbH & Co. KG Gründer- und Technologiezentrum Solingen GmbH & Co. KG Städtische Musikschule Solingen GmbH Kunst-Museum Solingen Betriebsgesellschaft mbH Bergische Symphoniker - Orchester der Städte Remscheid und Solingen GmbH EDL Solingen GmbH RW Gesellschaft öffentlich rechtliche Anteilseigner II GmbH TAG Tropolys Altgesellschafter GmbH i. L. Stadtwerke Solingen GmbH (SWS) mit Beteiligungen an: Stadtwerke Solingen Netz GmbH itec Informationstechnologie Solingen GmbH EDL Solingen GmbH Wasserwerk Baumberg GmbH ELBA Omnibusreisen GmbH Biogas Pool 2 für Stadtwerke GmbH & Co. KG Bergische Trinkwasser-Verbund-GmbH Trianel Gaskraftwerk Hamm GmbH & Co. KG Trianel GmbH 1.000.000 100,00 Stadt Solingen 168.721.398 1.547.000.00 0 26.000 25.565 2.316.539 2.240 1,37 BSG <0,01 BSG 25.000 96,15 BSG 25.565 100,00 BSG 51.129 48.522 94,90 BSG 25.000 1.563 23.437 6,25 WiFö 93,75 Andere Gesellschafter 102.258 102.258 100,00 BSG 52.000 25.000 100.000 26.000 600.000 25.000 25.000 61.360.000 48.360 3.640 93,00 BSG 7,00 Andere Gesellschafter 25.000 100,00 BSG 51.000 49.000 12.766 13.234 150.600 10.623 14.377 4.200 20.800 57.985.200 3.374.800 51,00 BSG 49,00 Verein Kunstmuseum SG e.V. 49,1 BSG 50,9 Andere Gesellschafter 25,10 BSG 42,49 BSG 57,51 Andere Gesellschafter 16,80 BSG 83,20 Andere Gesellschafter 94,50 BSG 5,50 Stadt-Sparkasse Solingen 250.000 500.000 600.000 200.000 250.000 1.201.000 100.000 84.598.006 20.152.575 250.000 100,00 SWS 500.000 100,00 SWS 449.400 100.000 62.500 112.000 19.850 2.217.880 200.000 74,90 50,00 25,00 9,33 SWS SWS SWS SWS 19,85 SWS 2,45 SWS 0,99 SWS 10 Beteiligungsbericht 2013 Stadt Beteiligung Solinger Bädergesellschaft mbH Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG Entsorgung Solingen GmbH Städtisches Klinikum Solingen gemeinnützige GmbH Altenzentren der Stadt Solingen gemeinnützige GmbH Kunst-Museum Solingen Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH Bergische Symphoniker – Orchester der Städte Remscheid und Solingen GmbH Bergische Entwicklungsagentur GmbH (BEA) mit Beteiligung an: Bergische Gesellschaft für Ressourceneffizienz mbH Bergisches Institut für Produktentwicklung und Innovationsmanagement gGmbH Lokalfunk Remscheid-Solingen Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG gezeichnetes Kapital EUR 26.000 51.129 Anteil EUR 1.000 2.608 Anteil Anteilseigner % 3,85 Stadt Solingen 5,10 Stadt Solingen 25.000 11.000.000 25.000 100,00 Stadt Solingen (TBS) 11.000.000 100,00 Stadt Solingen 100.000 100.000 100,00 Stadt Solingen 178.953 178.953 100,00 Stadt Solingen 26.000 234 12.766 13.000 9.200 3.600 37.300 1.562 23.438 4.500 25.500 0,90 Stadt Solingen 49,10 BSG 50,00 Stadt Remscheid 18,36 Stadt Solingen 7,19 Stadt-Sparkasse Solingen 74,45 Andere Gesellschafter 6,25 BEA 93,75 Andere Gesellschafter 15,00 Stadt Solingen 85,00 Andere Gesellschafter 50.100 25.000 30.000 512.000 73.216 54.784 384.000 14,30 Stadt Solingen 10,70 Stadt Remscheid 75,00 Lokalfunk Remscheid-Solingen Presse Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG mit der Beteiligung an: Lokalfunk Remscheid-Solingen Betriebsgesellschaft mbH 26.000 26.000 100,00 Lokalfunk Remscheid- Solingen Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG 813 127.010 0,64 Stadt Solingen 99,36 88 weitere Städte, Kreise, Kommunalverbände und weitere Gesellschafter Verband der kommunalen RWE-Aktionäre GmbH 127.823 Stadtwerke Aue GmbH 4.096.000 5.120 0,125 Stadt Solingen 4.090.880 99,875 Andere Gesellschafter 11 Beteiligungsbericht 2013 Stadt 2.2 Die eigenbetriebsähnlichen Einrichtungen der Stadt Solingen zum 31.12.2013 Eigenbetrieb Technische Betriebe Solingen Dienstleistungsbetrieb Gebäude der Stadt Solingen Stammkapital EUR 30.909.575 100.000 Anteil Anteil Anteilseigner EUR % 30.909.575 100,00 Stadt Solingen 100.000 100,00 Stadt Solingen 2.3 Genossenschaften zum 31.12.2013 Genossenschaft Geschäftsguthaben EUR 17.052.491 Anteil EUR 364.000 16.668.491 30.400 1.774.405 26.250 1.352.597 28.600 1.637.636 750 420.166 1* 1* Anteil % Anteilseigner Spar- und Bauverein Solingen eG 2,13 Stadt Solingen 97,87 weitere Mitglieder 1,72 Stadt Solingen 98,28 weitere Mitglieder 1,90 Stadt Solingen 98,10 weitere Mitglieder 1, 72 Stadt Solingen 98,28 weitere Mitglieder 0,18 Stadt Solingen 99,82 weitere Mitglieder Stadt Solingen Stadt Solingen Spar- und Bauverein eG Solingen-Wald Bauverein Gräfrath eG 1.764.805 1.378.847 Beamten-Wohnungsbauverein eG Solingen Gemeinnützige Baugenossenschaft „Eigenheim“ eG Ohligser Wohnungsbau eG i. I. Neue Eigentümer Wohnungsgenossenschaft Solingen eG i. I. 1.666.236 420.916 *Erinnerungswerte; kein Geschäftsguthaben mehr vorhanden. 12 Beteiligungsbericht 2013 Stadt 13 Beteiligungsbericht 2013 Stadt 2.4. Graphische Übersicht über die Beteiligungen der Stadt Solingen Konzern Stadt Solingen zum 31.12.2013 100% Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH Solinger Bädergesellschaft mbH 96,15% 94,5% Stadtwerke Solingen GmbH 3,85% SWS Netze Solingen GmbH 100% Wirtschaftsförderung Solingen Verwaltungs GmbH 1) 5,1% 2) 100% itec Informationstechnologie Solingen GmbH EDL Solingen GmbH 100% Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG** IGOS GmbH & Co. KG* 94,9% 25,1% 2) 100% 2) 74,9% Wasserwerk Baumberg GmbH 50% Gründer- und Technologiezentrum Solingen GmbH & Co. KG* 93% 2) 100% ELBA Omnibusreisen GmbH 25% Städtische Musikschule Solingen GmbH Kunstmuseum Solingen Betriebsgesellschaft mbH Bergische Symphoniker - Orchester der Städte RS u. SG GmbH Bergische Trinkwasser-Verbund GmbH 19,85% 51% Biogas Pool 2 für Stadtwerke GmbH & Co. KG Trianel Gaskraftwerk Hamm GmbH & Co. KG Trianel GmbH 9,33% 49,1% 2,45% RW Gesellschaft öffentlich rechtliche Anteilseigner II mbH TAG Tropolys Altgesellschafter GmbH i. L. MVV Energie AG 42,49% 0,99% 16,88% 1,37% Legende Beteiligung > 50 % RWE AG < 0,01% Beteiligung > 20 % Beteiligung < 20 % eigenbetriebsähnl. Einrichtungen 1) Komplementärin 2) Kommanditistin 14 Beteiligungsbericht 2013 Stadt Konzern Stadt Solingen zum 31.12.2013 Entsorgung Solingen GmbH 100% eigenbetriebsähnliche Einrichtungen Technische Betriebe Solingen Städtisches Klinikum Solingen gemeinnützige GmbH Altenzentren der Stadt Solingen gemeinnützige GmbH Kunstmuseum Solingen Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH Bergische Entwicklungsagentur GmbH 6,25% 100% 100% Dienstleistungsbetrieb Gebäude der Stadt Solingen 100% 18,36% Zweckverbände Bergische Gesellschaft für Ressourceneffizienz mbH Berg. Institut für Produktentwicklung und Innovationsmanagement gGmbH Lokalfunk Remscheid-Solingen Betriebsgesell. mbH & Co. KG 1) 100% 15% Bergisch-Rheinischer Wasserverband Wasserversorgungsverband Rhein-Wupper Wupperverband 14,3% 2) Lokalfunk Remscheid-Solingen Betriebsgesellschaft mbH Verband der kommunalen RWE Aktionäre GmbH Stadtwerke Aue GmbH 0,64% Zweckverband Bergische Volkshochschule Zweckverband Civitec 0,125% Zweckverband Erholungsgebiet Ittertal Zweckverband Naturpark Bergisches Land Zweckverband Verkehrsverbund Rhein-Ruhr Stadt-Sparkasse Solingen*** (Gewährträgerin bis zum 18.07.2005) *Komplementärin: Wirtschaftsförderung Solingen Verwaltungs GmbH **Die Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG ist an der Bergischen Gesellschaft für Ressourceneffizienz mbH mit 6,25 % beteiligt. ***Die Stadt-Sparkasse Solingen ist an der Stadtwerke Solingen GmbH mit 5,5 % sowie an der Bergischen Entwicklungsagentur GmbH mit 7,19 % beteiligt. 15 Beteiligungsbericht 2013 Stadt 2.5. Übersicht über die finanziellen Auswirkungen auf den Haushalt der Stadt Solingen im Jahr 2013 Unternehmen Bezeichnung PSP-Element / Sachkonto Dienstleistungen 1.57.05.030 / 523500 Schul/-Vereinsschwimmen 1.42.01.030 / 446100 Konzessionsabgabe 1.57.05.020 / 451100 Löschwasservertrag 1.12.06.010 / 529100 Konzessionsabgabe 1.57.05.090 / 451100 Zuwendung 1.57.05.090 / 448500 Darlehnszinsen 1.61.02.020 / 461800 Inanspruchnahme 1.25.03.010 / 529100 Konzerte 1.25.03.020 / 529100 Betriebskosten 1.25.02.020 / 531500 Schulkonzerte 1.21.08.030 / 528100 Schulmusiken 1.21.01.010 / 528100 Beteiligung Agentur 1.51.01.010 / 531800 Verlustabdeckung 1.57.05.090 / 531500 Ertrag RE 2013 EUR Aufwand RE 2013 EUR 131.366,09 276.795,36 Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH Solinger Bädergesellschaft mbH Stadtwerke Solingen GmbH 10.500.000,00 396.970,00 79.859,00 500.000,00 61.355,02 165.974,50 152.642,34 1.282.141,74 47.037,10 17.849,93 50.000,00 1.220,00 RWE AG Städtisches Klinikum Solingen gemeinnützige GmbH Kunst-Museum Solingen Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH Bergische Symphoniker Orchester der Städte Remscheid und Solingen GmbH Bergische Entwicklungsagentur GmbH Verband der kommunalen RWE-Aktionäre GmbH Ertrag / Aufwand Beteiligungen 11.141.214,02 2.521.997,06 Haushaltsauswirkung 2013 - Beteiligungen 8.619.216,96 16 Beteiligungsbericht 2013 Stadt Unternehmen Bezeichnung PSP-Element / Sachkonto Verwaltungskostenerstattung Sachkonto 448500 Konzernumlage 1.57.05.010 / 448500 Kostenerstattung (HSK) 1.57.05.060 / 448500 Konzessionsabgabe 1.57.05.060 / 451100 Dienstleistungserlöse Stadt verschiedene Sachkonten Ertrag RE 2013 EUR 146.374,00 324.070,00 400.000,00 552.706,13 Aufwand RE 2013 EUR Technische Betriebe Solingen 14.870.809,32 142.216,00 385.000,00 12.166.240,04 1.262.370,00 5.371.952,76 893.390,00 Dienstleistungsbetrieb Gebäude der Stadt Solingen Konzernumlage 1.57.05.010 / 448500 Kostenerstattung (HSK) 1.57.05.040 / 448500 Dienstleistungserlöse Stadt verschiedene Sachkonten Zweckverband Bergische Volkshochschule Zweckverband Civitec Zweckverband Verkehrsverbund Rhein-Ruhr Verbandsumlage 1.57.05.090 / 531300 IT-Kosten verschiedene Sachkonten Verbandsumlage 1.57.05.070 / 531300 Ertrag / Aufwand eigenbetriebsähn. Einrichtungen/Zweckverbände Haushaltsauswirkung 2013 eigenbetriebsähn. Einrichtungen/Zweckverbände Ertrag / Aufwand insgesamt Haushaltsauswirkung 2013 insgesamt 1.950.366,13 34.564.762,12 -32.614.395,99 13.091.580,15 37.086.759,18 -23.995.179,03 Die Finanz- und Leistungsbeziehungen der Beteiligungen untereinander werden im Rahmen der Aufstellung des Gesamtabschlusses der Stadt Solingen ermittelt. 17 Beteiligungsbericht 2013 Stadt 2.6. Übersicht über wichtige Unternehmensdaten zum 31.12.2013 Jahresabschlusszahlen Bilanz Beteiligungsquote im Konzern % 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH Solinger Bädergesellschaft mbH Stadtwerke Solingen GmbH (30.09.2013) itec solingen gmbh (30.09.2013) Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG Gründer- und Technologiezentrum Solingen GmbH & Co. KG IGOS GmbH & Co. KG Städtische Musikschule Solingen GmbH (31.07.2013) Kunstmuseum Solingen Betriebsgesellschaft mbH Bergische Symphoniker Orchester GmbH (31.08.2013) EDL Solingen GmbH (30.09.2013) Wasserwerk Baumberg GmbH ELBA Omnibusreisen GmbH Bergische TrinkwasserVerbund-GmbH Städtisches Klinikum Solingen gemeinnützige GmbH Altenzentren der Stadt Solingen gemeinnützige GmbH Entsorgung Solingen GmbH Kunstmuseum Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH Bergische Entwicklungsagentur GmbH Technische Betriebe Solingen Dienstleistungsbetrieb Gebäude der Stadt Solingen Zweckverband Bergische VHS Zweckverband civitec 100,00 100,00 94,50 94,50 100,00 93,00 100,00 100,00 51,00 50,00 95,88 47,20 23,63 18,74 100,00 100,00 100,00 100,00 18,36 Eigenbetrieb Eigenbetrieb 50,00 21,00 Bilanzvolumen TEUR 252.773 4.780 255.670 2.354 15.291 7.611 491 495 318 799 15.864 7.355 1.961 1.437 101.000 15.738 5.603 3.749 320 367.957 3.374 4.411 14.374 Anlagevermögen TEUR 219.372 3.028 150.501 807 2.639 7.431 170 97 180 84 9.593 6.393 475 1.013 68.464 13.164 4.455 3.341 29 357.193 1.316 553 4.264 Umsatzerlöse TEUR 100 609 325.503 5.288 2.847 679 645 839 118 944 3.674 3.100 7.613 3.867 106.977 15.070 3.157 210 0 85.495 12.854 4.891 24.836 GuV Jahresergebnis vor Steuern TEUR -8.988 -2.848 5.103 978 -593 54 -36 -852 -279 -2 -76 314 546 88 -2.076 337 155 -44 0 4.927 100 0 1.195 Betrieb / Gesellschaft Eigenkapital TEUR 191.397 3.062 76.268 1.558 4.757 224 383 272 0 56 2.096 2.335 1.102 110 40.875 2.736 2.409 40 50 60.193 1.954 428 2.856 18 Beteiligungsbericht 2013 Stadt Kennzahlen Vermögenslage Anlageintensität % 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 86,8 63,3 58,9 34,3 17,3 97,6 34,6 19,6 56,8 10,5 60,5 86,9 24,2 70,5 67,8 83,6 79,5 89,1 9,1 97,1 39,0 12,5 29,7 15,8 1,5 3,5 3,6 AbschreiInvestitionsbungsaufquote wandsquote % 5,2 30,7 3,1 1,7 1,6 24,8 3,0 2,7 15,7 2,4 17,7 14,5 0,1 7,4 6,2 1,9 17,4 50,4 3,7 2,3 1,1 -3,5 3,7 0,0 3,3 2,4 0,2 3,5 0,1 3,4 0,7 1,6 2,1 15,7 2,0 0,0 3,0 1,5 0,2 -1,8 34,5 Eigenkapitalquote % 75,7 64,1 29,8 66,2 31,1 2,9 77,9 54,9 0,0 7,0 13,2 31,8 56,2 7,7 40,5 17,4 43,0 1,1 15,7 16,4 57,9 9,7 19,9 32,1 56,1 217,0 51,1 221,4 216,2 28,4 82,0 440,4 1330,2 654,9 214,9 77,9 1206,7 78,4 474,8 132,6 1404,6 400,7 439,7 71,6 931,8 403,2 Finanzlage Verschuldungsgrad Anlagendeckungs grad I % 87,2 101,1 50,7 193,2 180,3 3,0 225,3 279,7 0,0 66,4 21,8 36,5 231,8 10,9 59,7 19,3 54,1 1,2 172,0 16,9 148,5 77,4 67,0 GesamtkapitalRentabilität % -3,0 -58,8 2,9 41,8 -1,7 2,3 -7,2 -172,1 -87,3 -0,6 22,4 7,3 27,9 6,9 -1,4 3,6 3,6 2,5 0,0 4,2 5,7 3,0 10,9 23,8 28,4 21,6 32,6 38,9 Ertragslage Materialaufwandsquote % 0,0 141,5 71,6 42,1 33,1 0,0 1,9 51,9 30,7 38,6 75,3 60,2 25,1 12,9 25,4 16,6 19,8 41,6 28,5 69,6 97,7 37,3 2,2 64,1 72,1 75,0 74,9 29,3 Personalaufwandsquote % 388,4 222,7 11,4 24,9 37,9 33,6 43,6 119,6 288,4 470,6 19 Beteiligungsbericht 2013 Stadt 2.7. Veröffentlichung der Bezüge von Unternehmensleitungen und Aufsichtsräten für das Geschäftsjahr 2013 - in Anlehnung an den Public Corporate Governance Kodex der Stadt Solingen sowie des Transparenzgesetzes unmittelbare und mittelbare Mehrheitsbeiteiligungen ab 50 % / Eigenbetriebe Betriebsleiter / Geschäfsführer Funktion hauptamtlich nebenamtlich Bezüge BL / GF in EUR 67.909 80.369 116.000 135.000 78.097 X X X X X X X X X X X 5.568 0 0 0 81.000 0 1.600 2.700 83.000 Gesamtbezüge Aufsichtsrat in EUR 2.433 Altenzentren der Stadt Solingen Peter Knoch gemeinnützige GmbH Bergische Symphoniker - Orchester GmbH Stefan Schreiner Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH Kai Dahlmann Ernst Schneider Dienstleistungsbetrieb Gebäude Udo Stock der Stadt Solingen EDL Solingen GmbH Peter Sossna Entsorgung Solingen GmbH Siegfried Schulz (bis 30.04.2013) Martin Wegner (ab 01.07.2014) Gründer- und Technologiezentrum Solingen Frank Hölscheidt GmbH & Co. KG Frank Balkenhol* Institut für Galvano- und Oberflächentechnik Josek Andrek* Solingen GmbH & Co. KG Fritz-Rainer Schmidtberg itec Solingen GmbH Petra Mofidi Kunst-Museum Solingen GrundstücksBernd Plohmann verwaltungsgesellschaft mbh Kunstmuseum Solingen Kai Dahlmann Betriebsgesellschaft mbH Dr. phil. Rolf Jessewitsch X X X X X 20 Beteiligungsbericht 2013 Stadt unmittelbare und mittelbare Mehrheitsbeiteiligungen ab 50 % / Eigenbetriebe Solinger Bädergesellschaft mbH Städtische Musikschule Solingen GmbH Städtisches Klinikum Solingen gemeinnützige GmbH Stadtwerke Solingen GmbH Stadtwerke Solingen Netz GmbH Technische Betriebe Solingen Betriebsleiter / Geschäfsführer Ernst Schneider Kai Dahlmann Ullrich Eick-Kerssenbrock Hermann-Josef Bökmann Andreas Schwarberg Conrad Troullier Janko Safirov (bis 27.10.2013) Siegfried Schulz (bis 30.04.2013) Wolfgang Köppen (bis 30.06.2014) Martin Wegner (ab 01.07.2013) Andreas Schwarberg Hans-Ulrich Schneider Frank Balkenhol* Josef Andrek Frank Balkenhol Funktion hauptamtlich nebenamtlich X X X X X X X X X X X X X X X Bezüge BL / GF in EUR 0 0 72.000 233.664 229.000 193.000 130.000 36.239 13.534 65.490 10.069 10.071 101.767 139.735 Gesamtbezüge Aufsichtsrat in EUR 1.335 37.000 1.440 2.065 - Wasserwerk Baumberg GmbH Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG Wirtschaftsförderung Solingen Verwaltungs GmbH *Anstellungsvertrag bei der Wirtschaftsförderung Solingen Verwaltungsgesellschaft mbH 21 Beteiligungsbericht 2013 Stadt 22 Beteiligungsbericht 2013 Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH 3. Die unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungen der Stadt Solingen 3.1. Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH (BSG) Rathausplatz 1 42651 Solingen Telefon: 02 12 / 2 90 2198 Fax: 02 12 / 2 90 21 99 E-Mail: bsg@solingen.de gegründet: 20.12.2001 Gegenstand/Zweck des Unternehmens – Allgemeines Gegenstand des Unternehmens ist das Halten und das Verwalten städtischer Unternehmensbeteiligungen und städtischer Spezialfonds sowie die Wahrnehmung aller Aufgaben des Beteiligungsmanagement der Stadt Solingen und von Dienstleistungen für die Stadt Solingen. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte durchführen, die mit dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar in Zusammenhang stehen. Sie kann sich an anderen Unternehmen beteiligen oder solche Unternehmen gründen. Die Vorschriften der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen bleiben unberührt. Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Stadt Solingen Stammkapitalanteil EUR % 1.002.000 100,00 Beteiligungen der Gesellschaft Stammkapitalanteil EUR % Städtische Musikschule Solingen GmbH 25.000 100,00 Wirtschaftsförderung Solingen Verwaltungs GmbH 25.565 100,00 Institut für Galvano- und Oberflächentechnik Solingen GmbH & Co. KG 25.000 100,00 Solinger Bädergesellschaft mbH 25.000 96,15 Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG 48.522 94,90 Stadtwerke Solingen GmbH 57.985.200 94,50 Gründer- und Technologiezentrum Solingen GmbH & Co. KG 48.360 93,00 Kunstmuseum Solingen Betriebsgesellschaft mbH 51.000 51,00 Bergische Symphoniker - Orchester GmbH 12.766 49,10 RW Gesellschaft öffentlich rechtliche Anteilseigner II mbH 10.623 42,49 EDL Solingen GmbH 150.600 25,10 23 Beteiligungsbericht 2013 Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH Anteile der Gesellschaft Stammkapitalanteil EUR % 2.316.539 1,37 2.240 <0,01 MVV Enerige AG RWE AG Organe der Gesellschaft • Gesellschafterversammlung Norbert Feith, Oberbürgermeister beratende Mitglieder: Heinz Eugen Bertenburg, Ratsmitglied Thomas Holtey Manfred Krause, Ratsmitglied Tim Kurzbach, Ratsmitglied Jan Welzel, Ratsmitglied • Geschäftsführung Dipl. Kaufmann Ernst Schneider (Vorsitzender) Dipl. Ökonom Kai Dahlmann Beschäftigtenzahlen Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2013 durchschnittlich: - Geschäftsführer - Beschäftigte - Beamte - Gesamt 2,0 3,5 3,5 9,0 Haftung der Stadt/Nachschussverpflichtung Die Stadt haftet gemäß GmbH-Gesetz mit ihrer Stammeinlage von EUR 1.002.000. 24 Beteiligungsbericht 2013 Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH Verflechtungen mit dem Haushalt der Stadt Ergebnisplan Dienstleistungen EUR -131.366 Wirtschaftliche Unternehmensdaten Bilanz im 3-Jahresvergleich Bilanz-Position Anlagevermögen Immaterielle Vermögensg. Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Forderungen Wertpapiere Kassenbest., Bankguthaben Rechnungsabgrenzungsposten Aktiva Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Gewinnvortrag Jahresergebnis Rückstellungen Verbindlichkeiten Passiva 31.12.2011 TEUR % 162.790,3 80,4 0,0 0,0 12,7 0,0 162.777,6 80,4 39.706,2 19,6 5.310,9 2,6 17.115,0 8,5 17.280,3 8,5 24,4 0,0 202.520,9 100,0 193.391,7 95,5 1.002,0 0,5 94.738,0 46,8 73.235,8 36,2 27.040,6 13,4 -2.624,7 -1,3 428,2 0,2 8.701,0 4,3 202.520,9 100,0 31.12.2012 TEUR % 228.035,3 87,7 0,0 0,0 10,2 0,0 228.025,1 87,7 31.918,0 12,3 6.399,0 2,5 17.452,6 6,7 8.066,4 3,1 31,0 0,0 259.984,3 100,0 200.528,0 77,1 1.002,0 0,4 94.738,0 36,4 73.235,8 28,2 24.415,9 9,4 7.136,3 2,7 559,5 0,2 58.896,8 22,7 259.984,3 100,0 31.12.2013 TEUR % 219.371,6 86,8 9,6 86,8 7,8 0,0 219.354,2 86,8 33.379,4 13,2 4.818,9 1,9 19.943,4 7,9 8.617,1 3,4 21,9 0,0 252.772,9 100,0 191.396,6 75,7 1.002,0 0,4 94.738,0 37,5 73.235,8 29,0 31.552,2 12,5 -9.131,4 -3,6 1.086,3 0,4 60.290,1 23,9 252.772,9 100,0 GuV im 3-Jahresvergleich GuV-Position Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Erträge aus Beteiligungen Sonstige Zinsen und Finanzerträge Erträge Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebl. Aufwendungen Abschreibungen auf Finanzanlagen Zinsen und ähnl. Aufwendungen Aufwendungen aus Verlustübernahme Aufwendungen Erträge Aufwendungen Steuern Jahresergebnis 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2013 TEUR TEUR TEUR 106,5 128,3 99,8 471,7 5.551,2 549,8 424,3 5.739,1 3.628,7 4.168,4 1.741,0 2.794,0 5.170,9 13.159,6 7.072,3 301,5 292,5 387,6 7,6 7,5 7,1 4.146,5 2.880,4 1.036,0 315,8 7,1 10.415,9 211,4 269,0 1.365,5 2.217,6 2.694,5 2.848,0 7.200,4 6.151,0 16.060,2 5.170,9 7.200,4 595,2 -2.624,7 13.159,6 6.151,0 -127,7 7.136,3 7.072,3 16.060,2 143,5 -9.131,4 25 Beteiligungsbericht 2013 Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH Kennzahlen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Kennzahlen 2011 % 2012 % 2013 % Vermögenslage Anlagenintensität Abschreibungsquote Investitionsquote Finanzlage Eigenkapitalquote Verschuldungsgrad Anlagendeckungsgrad I Ertragslage Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Materialaufwandsquote Personalaufwandsquote 80,4 7,1 8,8 87,7 5,8 8,0 86,8 5,2 3,7 95,5 4,7 118,8 77,1 29,6 87,9 75,7 32,1 87,2 -1,0 -0,9 0,0 283,1 3,5 2,8 0,0 227,9 -4,7 -3,0 0,0 388,4 26 Beteiligungsbericht 2013 Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH Entwicklung des Unternehmens Die Finanzmärkte, welche für die vermögensverwaltende Tätigkeit der BSG relevant sind, waren auch im fünften Jahr nach Ausbruch der großen Krise durch außergewöhnliche Entwicklungen im makroökonomischen Umfeld geprägt. Bei den Anlageklassen schnitten Aktien gemessen an der kumulierten Jahresperformance eindeutig am besten ab. Quasi nichts gab es mit festverzinslichen Anlageprodukten zu verdienen. Geldmarktengagements lagen real klar im Minus. Über die Beteiligung an der Stadtwerke Solingen GmbH wirken sich Branchenentwicklungen in der Energieversorgung mittelbar auf die BSG aus. Nach Angaben des BDEW (Bundesverband der Energie und Wasserwirtschaft) ist der Gasverbrauch in Deutschland in den ersten drei Quartalen des Jahres 2013 um 11 % gestiegen. Ursächlich für den erhöhten Gasverbrauch war insbesondere die deutlich kühlere Witterung in der ersten Jahreshälfte im Vergleich zum Vorjahr. Der Stromverbrauch in Deutschland sank dagegen leicht um 1,7 %. In 2013 wurden Anteile an der Bergischen Symphoniker – Orchester der Städte Remscheid und Solingen GmbH in Höhe von 49,1 % übernommen, womit die von der Stadt Solingen beschlossene Beteiligungsstruktur umgesetzt ist. Mit Wirkung zum 1. Januar 2013 wurde die Sanierungsgesellschaft Südliche Innenstadt Solingen mbH & Co. KG, Solingen, zu Buchwerten auf die Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG, Solingen, verschmolzen. Ferner wurde im Geschäftsjahr die Kommanditbeteiligung an der Institut für Galvanound Oberflächentechnik Solingen GmbH & Co. KG, Solingen, um 10 % auf 100 % aufgestockt. Im Geschäftsjahr kam es zu einer Umgestaltung der RW Holding Aktiengesellschaft, Düsseldorf. In diesem Zusammenhang wurde ein Geschäftsanteil von 11 TEUR der RW Gesellschaft öffentlich rechtliche Anteilseigner II mbH, Düsseldorf, zu einem Kaufpreis von 11 TEUR zuzüglich Nebenkosten von der RW Holding Aktiengesellschaft gekauft. Weiter wurden im Rahmen der Umgestaltung die an der RW Holding gehaltenen Aktien (160.875 Stück) im Wege der Sacheinlage auf die RW Gesellschaft öffentlich rechtliche Anteilseigner II mbH übertragen. Dies führte zu einer Umstrukturierung des Finanzanlagevermögens. Mit der Hingabe der Aktien an der RW Holding Aktiengesellschaft ist die BSG in die Gesellschafterstellung der RW Gesellschaft öffentlich rechtliche Anteilseigner II mbH eingetreten und hält zum Stichtag 42,49 %. Zur internen Steuerung des Unternehmens werden die folgenden bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren, die für das Verständnis des Geschäftsverlaufes und der Lage der Gesellschaft von Bedeutung sind, herangezogen. Plan-Ist-Vergleich 2013 TEUR -1.593 -8.207 -9.131 Plan 2013 TEUR -1.595 -2.023 -4.116 Veränderung TEUR % 2 0,1 -6.184 -5.015 - Betriebsergebnis1) Finanzergebnis Jahresergebnis 1) Betriebsergebnis = Betriebsleistung abzgl. Betriebsaufwand inkl. sonstige Steuern 27 Beteiligungsbericht 2013 Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH Aufgrund nicht eingeplanter Wertberichtigungen von Anteilen an verbundenen Unternehmen sowie von gehaltenen Beteiligungen ergibt sich ein um 6.184 TEUR schlechteres Finanzergebnis. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen die Abwertung der Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG, Solingen, über den geplanten Jahresfehlbetrag hinaus sowie eine ungeplante Abschreibung der RW Gesellschaft öffentlich rechtliche Anteilseigner II mbH, Düsseldorf. Unter Berücksichtigung positiver als geplant eingetretener Steuereffekte wurde ein um 5.015 TEUR niedriges Jahresergebnis im Vergleich zum Plan erwirtschaftet. Insbesondere unter Berücksichtigung der starken Abwertungen zum Bilanzstichtag ergibt sich ein nicht zufriedenstellender Geschäftsverlauf. Vorjahresvergleich 2013 TEUR -1.593 -8.207 -9.131 Vorjahr TEUR 3.496 3.482 7.136 Veränderung TEUR -5.089 -11.689 -16.267 Betriebsergebnis 1) Finanzergebnis Jahresergebnis 1) Betriebsergebnis = Betriebsleistung abzgl. Betriebsaufwand inkl. sonstige Steuern Der durch den Verkauf von Spezialfonds erzielte Gewinn in 2012 (5.355 TEUR) ist wesentlich für den Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge um 5.001 TEUR. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 817 TEUR wirkt dem entgegen. Das Vorjahr war gekennzeichnet durch Beratungskosten (930 TEUR) im Zuge des Rückkaufs der Anteile an der Stadtwerke Solingen GmbH, Solingen. Unter Berücksichtigung der um 782 TEUR gestiegenen sonstigen Steuern ergibt sich ein um 5.089 TEUR geringeres Betriebsergebnis. Der Anstieg der sonstigen Steuern im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Korrektur der Umsatzsteuererklärungen für die Jahre 2010 bis 2012 (585 TEUR) als Folgewirkung der Betriebsprüfung für die Jahre 2006 bis 2009. Das Finanzergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr um 11.689 TEUR gesunken und stellt sich wie folgt dar: 2013 TEUR Erträge aus Beteiligungen Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2012 TEUR 5.739 1.632 109 Delta TEUR -2.110 -671 1.724 3.629 961 1.833 Finanzerträge Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögen Aufwendungen aus Verlustübernahme Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6.423 -10.416 -2.848 -1.366 7.480 -1.034 -2.695 -269 -1.057 -9.382 -153 -1.097 Finanzaufwendungen Finanzergebnis -14.630 -8.207 -3.998 3.482 -10.632 -11.689 28 Beteiligungsbericht 2013 Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH Der Rückgang der Erträge aus Beteiligungen resultiert insbesondere aus der um 2.019 TEUR geringeren Ausschüttung der Stadtwerke Solingen GmbH. Aufgrund der Umstrukturierung der RW Holding Aktiengesellschaft sind die Dividendenzahlungen aus dem Aktienbesitz (Vorjahr: 317 TEUR) im Vergleich zum Vorjahr entfallen, was neben allgemeinen Entwicklungen den wesentlichen Effekt der rückläufigen Erträge aus anderen Wertpieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens erklärt. Aus dem für den Rückkauf der Anteile an der Stadtwerke Solingen GmbH aufgenommenen KfW-Darlehen (50.000 TEUR) resultieren Zinsaufwendungen in Höhe von 775 TEUR. Demgegenüber stehen Zinserträge aus dem zwecks Sicherung des KfW-Darlehens begebenen und verpfändeten Schuldscheindarlehen (sonstige Ausleihungen 50.000 TEUR) in Höhe von 940 TEUR. Der Anstieg der Aufwendungen aus Verlustübernahme resultiert aus dem um 153 TEUR höheren Jahresfehlbetrag der Solinger Bädergesellschaft mbH, Solingen. Ursächlich für das um 11.689 TEUR verschlechterte Finanzergebnis sind die Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 10.311 TEUR. Insbesondere die Abwertung der Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG, Solingen, um 4.715 TEUR sowie die Abwertung der RW Gesellschaft öffentlich rechtliche Anteilseigner II mbH, Düsseldorf, um 3.551 TEUR sind hier zu nennen. Weitere Abschreibungen betrafen im Wesentlichen mit 260 TEUR die Kunstmuseum Solingen Betriebsgesellschaft mbH sowie mit 893 TEUR die Bergische Symphoniker – Orchester der Städte Remscheid und Solingen GmbH. Aus der Betriebsprüfung 2006 bis 2009 entstandene Mehrsteuern wurden durch die Neueinschätzung eines Sachverhalts aus 2007 (Erlass geänderte Steuerbescheide im Januar 2013) und den sich daraus ergebenen Steuererstattungsanspruch überkompensiert, so dass sich per Saldo ein Ertrag in Höhe von 668 TEUR ergibt. Insgesamt ergibt sich ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 9.131 TEUR (Vorjahr: Jahresüberschuss 7.136 TEUR). Die im Jahresabschluss enthaltenen Aufwendungen für Personal- und Sachkosten in Höhe von 1.424 TEUR, für Ergebnisübernahmen in Höhe von 2.848 TEUR sowie Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 6.761 entlasten – nach Abzug der Umsatzerlöse von 100 TEUR – den Haushalt um einen Betrag von rund 933 TEUR. Hinsichtlich der Finanz- und Vermögenslage ist zu berichten, dass der Fehlbetrag aus vorhandenen Mitteln finanziert werden konnte. Mit einem Wert von 219.354 TEUR (86,8 % der Bilanzsumme) ist nach wie vor das Finanzlagevermögen der wesentliche Aktivposten. Mit 50.000 TEUR ist hier das zur Sicherung des KfW-Darlehens (Rückkauf der Anteile an der Stadtwerke Solingen GmbH) verpfände Schuldscheindarlehen – ausgewiesen in den sonstigen Ausleihungen – enthalten. Neben liquiden Mittel (8.617 TEUR) stehen der Gesellschaft kurzfristig veräußerbare Wertpapiere des Umlaufvermögens (19.943 TEUR) zur Verfügung. Die Bilanz weist ein Eigenkapital von 191.397 TEUR (Vorjahr: 200.528 TEUR) aus, so dass sich die Eigenkapitalquote auf 75,7 % (Vorjahr: 77,1 %) beläuft. Das Eigenkapital deckt das Anlagevermögen zu 87,2 %. 29 Beteiligungsbericht 2013 Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH Auf der Passivseite sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit 50.118 TEUR (Vorjahr: 50.005 TEUR) ein wesentlicher Posten. Diese beinhalten insbesondere das KfW-Darlehen mit 50.000 TEUR. Für das Geschäftsjahr 2014 ist beabsichtigt, das Volumen an Wertpapieranlagen leicht zu reduzieren und dafür entsprechende Ausleihungen an Gesellschaften im Konzern Stadt Solingen zu vergeben. Der Zinssatz derartiger Ausleihungen liegt derzeit über den Renditen von Anleihen mit entsprechend niedrigem Ausfallrisiko. Weiter wird das Dienstleistungsgeschäft für Tochtergesellschaften weiter ausgebaut und betrifft im Wesentlichen die Übernahme kaufmännischer Leistungen. Auch für das Jahr 2014 geht die Planung von einem Fehlbetrag aus. Plan 2014 TEUR -1.419 -3.369 -5.288 2013 TEUR -1.593 -8.207 -9.131 Veränderung TEUR % 174 10,9 4.838 58,9 3.843 42,1 Betriebsergebnis 1) Finanzergebnis Jahresergebnis 1) Betriebsergebnis = Betriebsleistung abzgl. Betriebsaufwand inkl. sonstige Steuern Bei geplanten Umsatzerlösen von 145 TEUR, Personalkosten von 666 TEUR sowie sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 850 TEUR wird insgesamt mit einem auf Vorjahresniveau befindlichen Betriebsergebnis gerechnet. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind in der Planung nicht berücksichtigt, da nicht von Veräußerungen von Wertpapieren bzw. Aktien ausgegangen wird und sich die Erträge aus obengenannter Umschichtung verlässlich planen lassen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden insbesondere für die Personalgestellung (268 TEUR), die Beratungskosten (200 TEUR) sowie für die Kosten des Geldverkehrs (120 TEUR) geplant. Im Geschäftsjahr 2014 werden Finanzerträge in Höhe von 3.508 TEUR und Finanzaufwendungen in Höhe von 6.877 TEUR erwartet. Wesentliche Posten der Finanzerträge stellen die geplante Ausschüttung der SWS GmbH (1.283 TEUR; 2013: 3.629 TEUR) sowie die Erträge aus Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermögens (1.181 TEUR; 2013: 961 TEUR) dar. Aufwendungen stellen neben der Verlustübernahme der SBG (2.255 TEUR; 2013: 2.848 TEUR) die Abschreibungen auf Finanzanlagen dar. Für das Geschäftsjahr 2014 sind Einzahlungen in die Kapitalrücklagen von Beteiligungsunternehmen sowie verbundenen Unternehmen in Höhe von 3.672 TEUR geplant. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft wird es in gleicher Höhe zu Wertberichtigungen kommen, welche entsprechend im Finanzergebnis geplant sind. Weitere Abschreibungen auf Finanzanlagen – wie es sie in 2013 gab – werden nicht erwartet. Das Zinsergebnis (94 TEUR; 2013: 467 TEUR) beinhaltet im Wesentlichen die geplanten Zinserträge aus dem Schuldscheindarlehen mit der UniCredit Bank (940 TEUR) sowie die Zinsaufwendungen aus dem KfW-Darlehen (775 TEUR). 30 Beteiligungsbericht 2013 Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH Unter Berücksichtigung von geplanten Ertragsteuern von 500 TEUR wird mit einem Jahresfehlbetrag von 5.288 TEUR gerechnet. Die Verpflichtung der BSG, die Anteile der Stadt-Sparkasse Solingen (5,5 %; 12.565 TEUR) an der Stadtwerke Solingen GmbH, Solingen, auf deren Geheiß hin in 2015 zu übernehmen, wirkt sich (bei Ausübung der Option durch die Stadt-Sparkasse) insbesondere auf die Vermögensstruktur und die Ertragslage aus. Es ergibt sich eine Anteilsvereinigung der Geschäftsanteile an der SWS GmbH, mit der Konsequenz, dass die BSG ca. 1.400 TEUR Grunderwerbsteuer zahlen müsste. Dem Aufwand aus der Übernahme würden die zusätzlichen Ergebnisausschüttungen der SWS GmbH gegenüberstehen. Ferner müsste für die Übernahme Kapital durch Verkäufe von Wertpapieren des Finanzanlagevermögens freigesetzt werden. Dies führt mittel- und langfristig zu einem erheblichen Liquiditätsabfluss, der das Potenzial der BSG für Verlustabdeckungen einschränkt mit der Folge, dass der städtische Haushalt die BSG stützen muss. Bezüglich der Chancen und Risiken der BSG wird darauf hingewiesen, dass im Rahmen der Geschäftstätigkeit die bekannten Risikofelder in der Versorgung (SWS GmbH) und der Vermögensverwaltung liegen. Generelles Risiko sieht die Gesellschaft in der Ergebnisentwicklung durch die mögliche Kaufverpflichtung der Stadtwerke Solingen GmbH Anteile von der Stadt-Sparkasse Solingen sowie in der wachsenden Abhängigkeit von dem Ergebnis der SWS GmbH. Um dem entgegenzuwirken, befindet man sich mit der Stadt-Sparkasse in Gesprächen über alternative Lösungen und sucht mit der Geschäftsführung der SWS GmbH nach Möglichkeiten der Ergebnisstabilisierung. Im Bereich der Versorgung unterhält die SWS GmbH ein eigenes Risikomanagementsystem, mit dem bestandsgefährdende Risiken für das Unternehmen abgefragt und analysiert werden. Hiernach hatten sich im Geschäftsjahr 2012/2013 der SWS GmbH weiterhin keinerlei Anhaltspunkte für Risiken ergeben, die den Fortbestand des Unternehmens unmittelbar gefährden könnten. Ein zentrales Risiko stellt unverändert die staatliche Regulierung in Form der Festlegung von Obergrenzen für die Erlöse aus Netzentgelten dar. Eine maßgebliche Beeinflussung des Ergebnisses wäre jedoch auch aufgrund des Eintritts des gestiegenen Risikos aus der landeskartellrechtlichen Prüfung und Senkung der Wasserpreise zu erwarten. Ähnliches gilt für das mittelbar über die SWS Netze bestehende Risiko aus etwaigen Mehrkosten im Zusammenhang mit dem Austausch von herkömmlichen gegen Smart-Meter-Zähler. Chancen werden im Bereich der Versorgung insbesondere auf der Beschaffungsseite gesehen. Hier können bspw. durch Rückkäufe von Strom- und Gasmengen nicht geplante Gewinne realisiert werden. Ferner werden Chancen in der Prozess- und Strukturoptimierung sowie im Bereich der erneuerbaren Energien gesehen. Aus der Tochtergesellschaft „Solinger Bädergesellschaft mbh, Solingen“, werden auch weiterhin Verluste zu übernehmen sein. Für das Geschäftsjahr 2014 wird mit einem Verlust in Höhe von 2.255 TEUR geplant. Chancen zur Minderung der Verluste werden in der Attraktivierung der Bäder mit einhergehender Besucherzahlsteigerung sowie Kosteneinsparungen durch Prozessoptimierungen gesehen. Die Vermarktung der Hallenbäder Solingen und Ohligs stellt auch in 2014 eine Herausforderung dar. Im Bereich Vermögensverwaltung ist insbesondere die Kapitalanlage von liquiden Mitteln der Gesellschaft hervorzuheben, da die Wertentwicklung letztlich von der allgemeinen Entwicklung an den Kapitalmärkten abhängig ist. Die BSG hat dieses Risiko durch die Beauftragung einer professionellen Vermögensverwaltung weitgehend minimiert. 31 Beteiligungsbericht 2013 Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH Generelles Risiko besteht in der Werthaltigkeit der Finanzanlagen. Es wurde in 2013 ein eigenes Risikomanagementsystem aufgebaut. Zusammenfassend geht die BSG für das Jahr 2014 davon aus, dass sich das Ergebnis der Stadtwerke Solingen GmbH aufgrund der Marktentwicklung weiter verschlechtert und damit – über geringere Ausschüttungen – auch das Ergebnis der BSG. Danach kann die BSG die übernommenen Verpflichtungen nicht aus laufenden Erträgen bedienen, sondern verbraucht Ergebnisse der Vorjahre. 32 Beteiligungsbericht 2013 Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH Entwicklung der Aktiva Entwicklung der Passiva Entwicklung der Erträge (in TEUR) Entwicklung der Aufwendungen (in TEUR) 33 Beteiligungsbericht 2013 Solinger Bädergesellschaft mbH 3.2. Solinger Bädergesellschaft mbH (SBG) Rathausplatz 1 42651 Solingen Telefon: 02 12 / 2 90 2101 Fax: 02 12 / 2 90 2199 E-Mail: e.schneider@solingen.de gegründet: 01.07.2010 Gegenstand/Zweck des Unternehmens Das Vorhalten und der Betrieb von Bädern und sonstigen Sportanlagen und anderen öffentlichen Einrichtungen in Solingen sowie die Ausführung aller im Zusammenhang mit diesen Aufgaben stehenden Tätigkeiten und Dienstleistungen. Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH Stadt Solingen Gesamt Stammkapitalanteil EUR % 25.000 96,15 1.000 3,85 26.000 100,00 Organe der Gesellschaft • Gesellschafterversammlung Kai Dahlmann, BSG Norbert Feith, Oberbürgermeister (Vorsitzender) beratende Mitglieder: Sybille Arians Birgit Evertz Ernst Lauterjung, Ratsmitglied Frank Schütz, Ratsmitglied Dr. Robert Weindl, Ratsmitglied • Geschäftsführung Dipl. Kaufmann Ernst Schneider 34 Beteiligungsbericht 2013 Solinger Bädergesellschaft mbH Beschäftigtenzahlen Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2013 durchschnittlich: - Angestellte - geringfügig Beschäftigte - Gesamt 28 11 39 Haftung/Nachschussverpflichtung Die BSG haftet gemäß GmbH-Gesetz mit ihrer Stammeinlage von EUR 25.000. Die Stadt haftet gemäß GmbH-Gesetz mit ihrer Stammeinlage von EUR 1.000. Verflechtungen mit dem Haushalt der Stadt Ergebnisplan Schul- und Vereinsschwimmen EUR -276.795 Wirtschaftliche Unternehmensdaten Bilanz im 3-Jahresvergleich Bilanz-Position Anlagevermögen Sachanlagen Umlaufvermögen Forderungen Kassenbest., Bankguthaben Rechnungsabgrenzungsposten Aktiva Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Verlustvortrag Rückstellungen Verbindlichkeiten Passiva 31.12.2011 TEUR % 3.636,5 54,0 3.636,5 54,0 3.096,9 46,0 3.095,2 45,9 1,7 0,0 3,3 0,0 6.736,7 100,0 3.017,2 44,8 26,0 0,4 2.998,0 44,5 -6,8 -0,1 55,1 0,8 3.664,4 54,4 6.736,7 100,0 31.12.2012 TEUR % 3.131,1 62,7 3.131,1 62,7 1.856,4 37,2 1.849,5 37,1 6,9 0,1 3,3 0,1 4.990,8 100,0 3.061,8 61,4 26,0 0,5 3.042,6 61,0 -6,8 -0,1 237,5 4,8 1.691,5 33,9 4.990,8 100,0 31.12.2013 TEUR % 3.027,9 63,3 3.027,9 63,3 1.748,3 36,6 1.746,6 36,5 50,4 1,1 4,1 0,1 4.780,3 100,0 3.061,8 64,1 26,0 0,5 3.042,6 63,6 -6,8 -0,1 251,7 5,3 1.466,8 30,7 4.780,3 100,0 35 Beteiligungsbericht 2013 Solinger Bädergesellschaft mbH GuV im 3-Jahresvergleich GuV-Position Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsen und ähnliche Aufwendungen Aufwendungen Erträge Aufwendungen Steuern Erträge aus Verlustübernahme Jahresergebnis 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2013 TEUR TEUR TEUR 511,5 597,0 608,9 1,0 36,3 187,0 1,9 1,1 0,0 514,4 634,4 795,9 896,7 895,9 861,5 1.170,2 1.564,1 1.355,9 213,1 197,2 186,6 402,6 631,2 1.200,8 49,0 40,5 39,3 2.731,6 3.328,9 3.644,1 514,4 2.731,6 0,5 2.217,6 0,0 634,4 3.328,9 0,0 2.694,5 0,0 795,9 3.644,1 -0,2 0,0 -2.848,0 Kennzahlen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Kennzahlen 2011 % 2012 % 2013 % Vermögenslage Anlagenintensität Abschreibungsquote Investitionsquote Finanzlage Eigenkapitalquote Verschuldungsgrad Anlagendeckungsgrad I Ertragslage Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Materialaufwandsquote Personalaufwandsquote 54,0 41,7 24,0 62,7 33,0 -8,9 63,3 30,7 2,3 44,8 123,3 83,0 61,4 63,0 97,8 64,1 56,1 101,1 0,0 0,7 175,3 228,8 0,0 0,8 150,1 262,0 -93,0 -58,8 141,5 222,7 36 Beteiligungsbericht 2013 Solinger Bädergesellschaft mbH Entwicklung des Unternehmens Das Geschäftsjahr 2013 der SBG schließt mit einem Jahresfehlbetrag vor Ergebnisübernahme durch die Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH (BSG) in Höhe von EUR 2.848 TEUR (Vorjahr: 2.695 TEUR) ab Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages zwischen der BSG und der SBG wurde ein ausgeglichenes Jahresergebnis erzielt. Die Bilanz 2013 der SBG weist eine Bilanzsumme von 4.780 TEUR (Vorjahr 4.991 TEUR) aus. Das ausgewiesene Anlagevermögen umfasst mit 3.028 TEUR (Vorjahr: 3.131 TEUR) hauptsächlich die Grundstücke und Gebäude sowie die Beckenanlagen und die Bädertechnik der Gesellschaft. Die langfristigen Vermögenswerte belaufen sich auf 62,7 % (Vorjahr: 63,3 %) der Bilanzsumme. Das Eigenkapital beträgt 3.062 TEUR (Vorjahr 3.062 TEUR); das sind rd. 64 % (Vorjahr: 61%) der Bilanzsumme. Den Forderungen, sonstigen Vermögensgegenständen und flüssigen Mitteln in Höhe von rd. 1.753 TEUR (Vorjahr: rd. 1.856 TEUR) stehen kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 1.058 TEUR (Vorjahr: 1.837 TEUR) gegenüber. Die Liquidität der Gesellschaft ist durch die Einbeziehung in das Cash-Management-System der BSG jederzeit gewährleistet. Besucherzahlen Plan 2013 Hallenbad Vogelsang Freibad Heide 85.000 25.000 Ist 2013 90.326 34.403 Abweichung +5.326 +9.403 Die Besucherzahlen des Hallenbades Vogelsang bewegen sich bei einer Abweichung von unter 10 % im möglichen Rahmen. Der Planansatz ist ein eher konservativer Ansatz. Die Situation im Freibad ist naturgemäß sehr stark von der Witterung abhängig. 2013 stellte einen guten Sommer dar und führt somit zu dieser positiven Besucherentwicklung. Vermarktung Hallenbad Birker Straße und Ohligs Die Hallenbäder Birker Straße und Ohligs stehen zur Vermarktung an und sind daher bilanziell vom Anlagevermögen ins Umlaufvermögen zu Buchwerten umgegliedert worden. Vor dem Hintergrund der sehr schwierigen Vermarktungschancen wurden die Restbuchwerte in vollem Umfang abgeschrieben. Attraktivierung des Hallenbades Vogelsang Die Leistungsfähigkeit der BSG ist wesentliche Voraussetzung für die Möglichkeiten der SBG zu investieren und Verluste zu erzielen. Denn durch den bestehenden Ergebnisabführungsvertrag werden die Verluste der SBG bei der BSG wirksam. Politische Zielsetzung war zunächst eine Umsetzung der Maßnahme, bis zur Eröffnung der Freibadsaison im Mai 2014. Hierzu wurden die Dauer und die zeitlichen Abläufe der einzelnen Projektphasen einer genaueren Betrachtung unterzogen. Nach Prüfung des Maßnahmenverlaufs der einzelnen Projektphasen schlug die Geschäftsführung einen 37 Beteiligungsbericht 2013 Solinger Bädergesellschaft mbH Beginn der Baumaßnahme zum 1. Juni 2015 vor. Die europaweite Ausschreibung der Planungsleistungen ist erfolgt und bis zur Entwurfsplanung abgeschlossen worden. Parkplatz Weyersberg Mit Beschluss des Rates der Stadt Solingen vom Juli 2013 wurde die Neufassung der Parkgebührenordnung beschlossen. Die neue Parkgebührenordnung umfasst auch den Parkplatz Weyersberg an der Klingenhalle. Entsprechend dem Ratsbeschluss erfolgt die Bewirtschaftung des Parkplatzes seit dem 01.01.2014. Der Parkplatz Weyersberg wird öffentlich-rechtlich bewirtschaftet, also wie die übrigen Parkplätze im öffentlichen Straßenraum, gemäß der Parkgebührensatzung der Stadt Solingen. Prognose Aufbauend auf die Vorjahre und einer immer weiteren Verfeinerung des Datenmaterials konnte für 2014 eine vorsichtige Planung mit einer erneuten Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr aufgelegt werden. Die geplanten Jahresergebnisse der Jahre 2015 - 2018 sind geprägt von der Teilsanierung und Modernisierung des Hallenbades Vogelsang und werden mittelfristig durch erhöhte Abschreibungen und Zinsaufwendungen zu höheren Jahresfehlbeträgen führen. Ein bedeutendes Risiko stellt die Vermarktung der Hallenbäder Solingen und Ohligs dar. Aufgrund des fehlenden Vermarktungspotentials wurden diese Objekte bereits komplett abgeschrieben. 38 Beteiligungsbericht 2013 Solinger Bädergesellschaft mbH Entwicklung der Aktiva Entwicklung der Passiva Entwicklung der Erträge (in TEUR) Entwicklung der Aufwendungen (in TEUR) 39 Beteiligungsbericht 2013 Stadtwerke Solingen GmbH 3.3. Stadtwerke Solingen GmbH (SWS) Beethovenstraße 210 42655 Solingen Telefon: 02 12 / 2 95 0 Fax: 02 12 / 2 95 24 99 E-Mail: info@sws-solingen.de www.sws-solingen.de umgegründet: 22.09.1995 Gegenstand/Zweck des Unternehmens - Allgemeines Gegenstand des Unternehmens ist die unmittelbare und mittelbare Versorgung von Haushalten, Gewerbe und Industrie mit Elektrizität, Gas und Wasser, öffentlichen Personennahverkehr und die damit zusammenhängenden Dienstleistungen. Die von der Gesellschaft zu erbringenden Leistungen erfolgen unter Berücksichtigung betriebswirtschaftlicher, ökologischer, sozialer und aller dem Gemeinwohl dienenden gesamtwirtschaftlichen Kriterien. Ferner obliegt den Stadtwerken die Energieberatung der Bevölkerung und der Wirtschaft hinsichtlich des ressourcenschonenden und umweltfreundlichen Energieeinsatzes und die Förderung von privaten und öffentlichen Energiesparmaßnahmen einschließlich des Einsatzes regenerativer Energieträger. Das Versorgungs- bzw. Einzugsgebiet umfasst das Stadtgebiet Solingen. Seit dem 1. Oktober 1979 werden zudem die Stadtwerke Haan, seit dem 10. Juli 1981 das Verbandswasserwerk der Städte Langenfeld und Monheim mit Wasser beliefert. Bei der Verkehrsbedienung werden auch Nachbargemeinden berührt. Die Unternehmensziele entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentlichen Zweck der Stadtwerke Solingen GmbH. Der öffentliche Zweck für die Beteiligung an der Gesellschaft ist somit erfüllt. Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH Stadt-Sparkasse Solingen Gesamt Stammkapitalanteil EUR % 57.985.200 94,50 3.374.800 5,50 61.360.000 100,00 40 Beteiligungsbericht 2013 Stadtwerke Solingen GmbH Beteiligungen der Gesellschaft Stammkapitalanteil EUR % 250.000 100,00 500.000 100,00 449.400 74,90 100.000 50,00 62.500 25,00 19.850 19,85 112.000 9,33 238.376 8,33 2.217.880 2,45 200.000 0,99 Stadtwerke Solingen Netz GmbH itec Informationstechnologie Solingen GmbH EDL Solingen GmbH Wasserwerk Baumberg GmbH ELBA Omnibusreisen GmbH Bergische Trinkwasser-Verbund-GmbH Biogas Pool 2 für Stadtwerke GmbH & Co. KG Trianel Onshore Windkraftwerke GmbH & Co. KG Trianel Gaskraftwerk Hamm GmbH & Co. KG Trianel GmbH Organe der Gesellschaft • Gesellschafterversammlung Norbert Feith, Oberbürgermeister (Vorsitzender) Ernst Schneider, BSG Kai Dahlmann, BSG Manfred Kartenberg, Stadt-Sparkasse Solingen beratende Mitglieder: Prof. Dr. Jörg Becker, Ratsmitglied Heinz-Eugen Bertenburg, Ratsmitglied Daniel Flemm, Ratsmitglied Dietmar Gaida, Ratsmitglied Tim Kurzbach, Ratsmitglied • Aufsichtsrat Beatrix Böttcher, Arbeitnehmervertreterin Norbert Feith, Oberbürgermeister Fred Fiege, Arbeitnehmervertreter Karsten Flöck, Arbeitnehmervertreter Manfred Kartenberg, Stadt-Sparkasse Solingen Manfred Krause, Ratsmitglied (Vorsitzender) Bernd Krebs, Ratsmitglied Ernst Lauterjung, Ratsmitglied Bernhard Müller, Arbeitnehmervertreter Dagmar Paasch, Arbeitnehmervertreter Jan Plaskocinski, Arbeitnehmervertreter (stv. Vorsitzender) Jan Welzel, Ratsmitglied 41 Beteiligungsbericht 2013 Stadtwerke Solingen GmbH • Geschäftsführung Andreas Schwarberg Dipl.-Betriebswirt Conrad Troullier Beschäftigtenzahlen Die Gesellschaft beschäftigte 2012 / 2013 durchschnittlich: - Geschäftsführer - Beschäftigte - Auszubildende - Gesamt 2,0 599,5 24,5 626,0 Haftung/Nachschussverpflichtung Die BSG haftet gemäß GmbH-Gesetz mit ihrer Stammeinlage von EUR 57.985.200. Verflechtungen mit dem Haushalt der Stadt Ergebnisplan Konzessionsabgabe Kosten der Löschwasserentnahme EUR 10.500.000 -396.970 Ausfallbürgschaften Die Stadt hat seit 1995 zugunsten der Gesellschaft mehrere Ausfallbürgschaften erklärt. Die Stadt bürgt für Ansprüche von Banken gegenüber der Gesellschaft aus Darlehensverträgen. Diese Darlehen hat die Gesellschaft zum überwiegenden Teil vor Gründung der GmbH als Eigenbetrieb Stadtwerke Solingen, zur Finanzierung von vermögenswirksamen Maßnahmen aufgenommen. 42 Beteiligungsbericht 2013 Stadtwerke Solingen GmbH Wirtschaftliche Unternehmensdaten Bilanz im 3-Jahresvergleich Bilanz-Position Anlagevermögen Immater. Vermögensg. Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen Kassenbest., Bankguth. Rechnungsabgrenzungsposten Aktiver Unterschiedsbetrag Aktiva Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Jahresüberschuss Sonderposten Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Passiva 30.09.2011 TEUR % 154.507,1 60,5 2.084,4 0,8 145.209,3 56,9 7.213,4 2,8 100.565,5 39,4 2.603,3 1,0 91.651,9 35,9 6.310,2 2,5 216,2 0,1 28,9 0,0 255.317,7 100,0 79.037,6 31,0 61.360,0 24,0 10.004,5 3,9 627,5 0,2 7.045,6 2,8 8.860,6 3,5 30.172,9 11,8 136.953,0 53,6 293,6 0,1 255.317,7 100,0 30.09.2012 TEUR % 152.760,9 60,5 2.144,5 0,8 142.016,4 56,3 8.600,0 3,4 99.482,6 39,4 2.425,1 1,0 96.603,8 38,3 453,8 0,2 135,1 0,1 8,4 0,0 252.387,0 100,0 78.383,1 31,1 61.360,0 24,3 10.004,5 4,0 627,5 0,2 6.391,1 2,5 8.883,3 3,5 22.021,0 8,7 143.069,1 56,7 30,5 0,0 252.387,0 100,0 30.09.2013 TEUR % 150.501,2 58,9 2.101,9 0,8 140.217,1 54,8 8.182,2 3,2 104.969,1 41,1 1.913,5 0,7 99.908,0 39,1 3.147,5 1,2 191,4 0,1 8,5 0,0 255.670,2 100,0 76.268,3 29,8 61.360,0 24,0 10.004,5 3,9 627,5 0,2 4.276,4 1,7 8.773,7 3,4 33.272,4 13,0 137.324,1 53,7 31,5 0,0 255.670,2 100,0 GuV im 3-Jahresvergleich GuV-Position Umsatzerlöse Erträge aus Beteiligungen Sonstige betriebliche Erträge Andere aktivierte Eigenleistungen Sonstige Zinsen und Finanzerträge Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsen und ähnliche Aufwendungen Aufwendungen aus Verlustübernahme Aufwendungen Erträge Aufwendungen Außerordentliche Aufwendungen Steuern Jahresergebnis 30.09.2011 30.09.2012 30.09.2013 TEUR TEUR TEUR 297.557,1 311.986,8 325.503,4 738,1 453,7 812,0 13.811,6 11.114,6 15.115,6 1.439,0 1.443,6 1.113,0 91,2 63,2 63,1 313.636,9 325.062,0 342.607,1 200.890,4 212.752,5 233.834,4 38.774,1 38.176,7 37.357,3 10.466,8 10.631,1 10.484,6 43.413,6 45.927,3 49.746,3 3.002,4 2.502,6 2.363,4 4.051,8 5.750,1 3.718,5 300.599,0 315.740,4 337.504,4 313.636,9 300.599,0 46,6 5.945,7 7.045,6 325.062,0 315.740,4 0,0 2.930,5 6.391,1 342.607,1 337.504,4 0,0 826,3 4.276,4 43 Beteiligungsbericht 2013 Stadtwerke Solingen GmbH Kennzahlen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Kennzahlen 2011 % 2012 % 2013 % Vermögenslage Anlagenintensität Abschreibungsquote Investitionsquote Finanzlage Eigenkapitalquote Verschuldungsgrad Anlagendeckungsgrad I Ertragslage Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Materialaufwandsquote Personalaufwandsquote 60,5 3,3 1,2 60,5 3,3 1,0 58,9 3,1 1,1 31,0 205,9 51,2 31,1 204,7 51,3 29,8 217,0 50,7 16,4 6,3 67,2 13,0 11,9 4,7 67,9 12,2 6,7 2,9 71,6 11,4 Entwicklung des Unternehmens Im September 2013 wurde ein neuer Bundestag gewählt. Für die Energieversorgungsunternehmen stellte sich die Frage, welche Politik sie nach der Bundestagswahl erwarten konnten und mit welchen Rahmenbedingungen bei möglichen Regierungskoalitionen zu rechnen sei. Bei allen Parteien stand nach der Wahl die Energiepolitik weit oben auf der Agenda. Alle Parteien sind sich einig, dass der Ausbau erneuerbarer Energien vorangetrieben werden soll und das EEG weiterentwickelt werden muss. Ziel ist es, verlässliche Rahmenbedingungen und Sicherheit für Investitionen und Planungen zu schaffen. Alle Parteien wollen den Ausbau der Stromnetze und die Entwicklung neuer Speichertechnologien vorantreiben. Die regionalen Netze sollen zu intelligenten Netzen weiterentwickelt werden. Das Thema Energieeffizienz ist ebenfalls bedeutsam. Die entscheidende Frage ist jedoch, wie diese Ziele unter den Prämissen der aktuellen Energiepolitik „Versorgungssicherheit, Klimaschutz und niedrige Energiepreise“ gemeinsam erreicht werden sollen. Zu Beginn der vergangenen Legislaturperiode wäre es nicht vorstellbar gewesen, dass die Koalition – ausgelöst von der Katastrophe in Fukushima – den schnellen Ausstieg aus der Kernenergie beschließt und damit die Energiewende einleitet. Auch mit der neuen Regierung bleibt die Energiewende ein Gemeinschaftsprojekt von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Der aktuelle Energiemarkt benötigt dringend ein neues Design, welches Marktsignale sowohl an den regenerativen Erzeugungsbereich als auch an den konventionellen Kraftwerkspark sendet. Die Absicherung der Energiewende durch den Zubau konventioneller Gaskraftwerke ist ansonsten genauso gefährdet wie der Bau der erforderlichen Stromspeicher auf regenerativer Basis, wie z. B. Pumpspeicherkraftwerke. 44 Beteiligungsbericht 2013 Stadtwerke Solingen GmbH Im Geschäftsjahr 2012/2013 betrugen die Umsatzerlöse der SW SG 325.503 TEUR. Dies entspricht einem Anstieg von 4,3 % gegenüber dem Vorjahreswert von 311.987 TEUR. Die höheren Umsatzerlöse sind vor allem auf das höhere Marktpreisniveau zurückzuführen. Von den Umsatzerlösen entfallen 168.543 TEUR auf Strom und 112.104 TEUR auf Gas. Davon betreffen 7.952 TEUR Netzpacht Strom und 7.051 TEUR Netzpacht Gas. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs und Betriebsstoffe sind gegenüber dem Vorjahr deutlicher als die Umsatzerlöse um 7,8 % gestiegen. Der Anstieg des Aufwands für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe resultiert im Wesentlichen aus einem um 26,2 % höheren Gasbezug als Folge des im Vergleich zum Vorjahr kälteren und längeren Winters sowie des gestiegenen Marktpreisniveaus. Der Jahresüberschuss hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2.115 TEUR auf 4.276 TEUR vermindert. Der Plan für das Geschäftsjahr 2012/13 wurde hingegen übertroffen. Die im abgelaufenen Geschäftsjahr entstandene Konzessionsabgabe beträgt 11.057 TEUR (Vj: 10.552 TEUR). Zum 30. September 2013 betrug die Zahl der Beschäftigten insgesamt 608 gegenüber 633 zum Vorjahresstichtag. Die zum Vorjahr gesunkene Zahl der Beschäftigten ist i.W. zum einen durch die Verlagerung der Abteilungen Planung und Leitwarte von der SW SG auf die SWS Netze begründet. Dieser Personalverringerung stehen jedoch zum anderen in geringerem Umfang mehr Beschäftigte im Fahrdienst des Verkehrsbetriebes gegenüber. Die Absatzmengen beim Strom sind, vor allem aufgrund des Wegfalls einzelner Geschäftskunden gesunken um 10,4 % auf 754,583 Mio. kWh (i. Vj. 841,908 Mio. kWh) gesunken. Bei den Verkaufserlösen wurde mit einem Ergebnis von 135.875 TEUR (i. Vj. 135.513 TEUR) ein leichter Anstieg von 0,3 % verzeichnet. Der Gasverkauf erhöhte sich im Geschäftsjahr 2012/2013 auf eine Gesamtverkaufsmenge von 1.239,904 MWh (i. Vj. 1.134,538 MWh). Bedingt durch den durch die kalte Witterung in der Heizperiode und durch die erfolgreiche Akquisition von Geschäftskunden außerhalb Solingens, aber im Vorjahresvergleich auch durch gestiegenes Marktpreisniveau erhöhten sich ebenso die Verkaufserlöse um 12,4 % auf 65.724 TEUR (i. Vj. 58.484 TEUR). Die Entwicklung des Wasserabsatzes setzt den Trend der letzten Jahre durch sparsameren Umgang mit dieser Ressource fort. Die gesamte Wasserabgabe verminderte sich um 4,4 % und betrug 9,862 Mio. cbm (i. Vj. 10,312 Mio. cbm). Die Erlöse gingen auf 20.108 TEUR (i. Vj. 20.534 TEUR) zurück. Im Verkehrsbereich war die Zahl der beförderten Fahrgäste mit 0,9 % leicht ansteigend. Anhand der errechneten Anzahl an Fahrten wurden 25,206 Mio. Fahrgäste (i. Vj. 24,987 Mio.) befördert. Resultierend aus einer Tariferhöhung im VRR, konnten die Umsatzerlöse auf 18.803 TEUR (i. Vj. 18.198 TEUR) gesteigert werden. Die Investitionsschwerpunkte lagen im Bereich der Verteilungsanlagen der Versorgung. Die Zugänge der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen übertreffen mit insgesamt 8.660 TEUR den Vorjahreswert von 7.694 TEUR. Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurden keine Risiken identifiziert, die die wirtschaftliche Existenz der SWS gefährdet hätten. 45 Beteiligungsbericht 2013 Stadtwerke Solingen GmbH Für das Geschäftsjahr 2013/2014 wird in der Planung von einem rückläufigen Ergebnisniveau in der Versorgung ausgegangen. Der Ergebnisrückgang ist vor allem auf die derzeit absehbaren Entwicklungen der Energiepreise zurückzuführen, die wiederum Folge der politisch noch nicht bewältigten Energiewende sind. Das Geschäftsjahr 2014/15 bleibt auf diesem Ergebnisniveau. Mittelfristig wird jedoch nach Wirksamwerden der laufenden strategischen und operativen Optimierungsmaßnahmen sowie dem Etablieren eines neuen Marktdesigns (Energiewende) ein wieder steigendes Ergebnis erwartet. Der bereits erfolgreich praktizierte Vertrieb von Strom und Gas außerhalb Solingens soll forciert und die regenerative Energieerzeugung deutlich ausgebaut werden. Für den Verkehrsbetrieb wird von einem sinkenden Verlustniveau ausgegangen. Der Planung liegt hierzu das Erschließen von Restrukturierungspotentialen zugrunde. Ziel für das gesamte Unternehmen ist es, die Ergebnislage auch in Zukunft auf gutem Niveau zu stabilisieren. 46 Beteiligungsbericht 2013 Stadtwerke Solingen GmbH Entwicklung der Aktiva Entwicklung der Passiva Entwicklung der Erträge (in TEUR) Entwicklung der Aufwendungen (in TEUR) 47 Beteiligungsbericht 2013 SWS Netze Solingen GmbH 3.4. SWS Netze Solingen GmbH Beethovenstraße 210 42655 Solingen Telefon: 02 12 / 2 95 12 00 Fax: 02 12 / 2 95 32 00 E-Mail: info@netze-solingen.de www.netze-solingen.de gegründet: 04.10.2005 Gegenstand/Zweck des Unternehmens Nach § 2 Abs. 1 des Gesellschaftsvertrages ist Gegenstand des Unternehmens das Betreiben, die Instandhaltung und der Ausbau von örtlichen Verteilungsanlagen für Elektrizität, Gas, Wasser und Fernwärme einschließlich der Wahrnehmung aller dazugehörigen Aufgaben und Dienstleistungen. Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der Unternehmensgegenstand gefördert werden kann. Zur Erfüllung ihrer Aufgaben kann sich die Gesellschaft u. a. anderer Unternehmen bedienen. Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Stadtwerke Solingen GmbH Stammkapitalanteil EUR % 250.000 100,00 Organe der Gesellschaft • Gesellschafterversammlung Andreas Schwarberg, SWS GmbH • Geschäftsführung Dipl. Ing. Hans-Jürgen Haas (28.10.2013 - 31.03.2014) Dipl. Ing. Matthias Lenz (ab 01.04.2014) Janko Safirov (bis 27.10.2013) 48 Beteiligungsbericht 2013 SWS Netze Solingen GmbH Beschäftigtenzahlen Die Gesellschaft beschäftigte 2012 / 2013 durchschnittlich: - Geschäftsführer - Beschäftigte - Gesamt 1,0 42,8 43,8 Haftung/Nachschussverpflichtung Die SWS GmbH haftet gemäß GmbH-Gesetz mit ihrer Stammeinlage von EUR 250.000. Verflechtungen mit dem Haushalt der Stadt keine Wirtschaftliche Unternehmensdaten Bilanz im 3-Jahresvergleich Bilanz-Position Umlaufvermögen Forderungen Kassenbest., Bankguthaben Rechnungsabgrenzungsposten Aktiva Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Passiva 30.09.2011 TEUR % 12.941,0 100,0 10.591,4 81,8 2.349,6 18,2 0,6 0,0 12.941,6 100,0 250,0 1,9 250,0 1,9 8.657,2 66,9 4.034,4 31,2 12.941,6 100,0 30.09.2012 TEUR % 10.358,3 100,0 10.215,5 98,6 142,9 1,4 2,0 0,0 10.360,3 100,0 250,0 2,4 250,0 2,4 6.454,7 62,3 3.655,6 35,3 10.360,3 100,0 30.09.2013 TEUR % 13.697,3 100,0 13.376,2 97,7 321,1 2,3 0,0 0,0 13.697,3 100,0 250,0 1,8 250,0 1,8 2.843,4 20,8 10.603,9 77,4 13.697,3 100,0 49 Beteiligungsbericht 2013 SWS Netze Solingen GmbH GuV im 3-Jahresvergleich GuV-Position Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Erträge aus Ergebnisübernahme Erträge Materialaufwand Personalaufwand Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsen und ähnliche Aufwendungen Aufwendungen Erträge Aufwendungen Steuern Jahresergebnis 30.09.2011 30.09.2012 30.09.2013 TEUR TEUR TEUR 59.742,2 62.306,9 68.686,3 3.962,9 4.685,8 4.918,8 19,0 1,2 5,7 3.729,8 5.510,1 3.718,5 67.453,9 72.504,1 77.329,3 54.374,1 59.546,1 60.761,2 127,4 269,2 3.508,9 12.875,4 12.586,0 12.962,7 76,8 102,0 95,6 67.453,8 72.503,3 77.328,5 67.453,9 67.453,8 0,1 0,0 72.504,1 72.503,3 0,7 0,0 77.329,3 77.328,5 0,8 0,0 Entwicklung des Unternehmens Im Strom- bzw. Gassegment sind unterschiedliche Faktoren für die Mengenentwicklung verantwortlich. Während die Strommenge in erster Linie von der Konjunktur abhängt, ist im Gassegment die Witterung maßgeblich. Da die sehr kalte und nasse Witterung in diesem Geschäftsjahr bis in den Juni hinein reichte, wurden die abgesetzten Gasmengen des letzten Jahres übertroffen. Während die Netzmenge im Vorjahr bei 1.357 GWh lag, konnten in diesem Geschäftsjahr rund 1.482 GWh abgesetzt werden. Im Stromsegment haben die Verteilmengen zwar den Planwert übertroffen, aber mit 814 GWh liegt die Netzmenge deutlich unter der des Vorjahres (831 GWh). Geschuldet ist dies in erster Linie der immer noch schwächelnden Konjunktur. Demgegenüber hat der relative Anteil der dezentralen Stromeinspeiser an der gesamten Netzeinspeisung zugenommen. Lag er im Vorjahr noch bei 7,07 %, betrug er im Geschäftsjahr 7,59 %. Im Rahmen der Umsetzung der mittleren Netzgesellschaft gab es einen Personalübergang der Abteilungen Netzplanung und Netzführung von der Stadtwerke Solingen GmbH (SW SG) auf die SWS Netze. Aufgrund dieser Personalübertragung ist die Mitarbeiteranzahl der SWS Netze zum Ende des Geschäftsjahres von 8 Mitarbeitern im Vorjahr auf 56 Mitarbeiter (exkl. Geschäftsführer) angestiegen. Während im Vorjahr noch 5 Mitarbeiter im Rahmen eines Arbeitnehmerüberlassungsvertrages mit der SW SG für die SWS Netze Solingen tätig waren, ist es zum Bilanzstichtag dieses Geschäftsjahres nur noch eine Mitarbeiterin. SWS Netze besitzt selbst kein Anlagevermögen, sondern verfügt über die für die Stromund Gasverteilung betriebsnotwendigen Anlagengüter mittels eines mit der SW SG geschlossenen Pachtvertrags. Nach dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) werden durch das bestehende Risikomanagementsystem der SWS Netze, das in das Risi50 Beteiligungsbericht 2013 SWS Netze Solingen GmbH komanagementsystem der SW SG eingegliedert ist, regelmäßig mögliche Risiken erfasst und mit der potentiellen Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Die Einführung intelligenter Messsysteme kann nach den europäischen Vorgaben des Dritten Binnenmarktpaketes einer wirtschaftlichen Bewertung unterliegen, anhand derer die Mitgliedstaaten einen Zeitplan mit einem Planungsziel von zehn Jahren für die Einführung der intelligenten Messsysteme erstellen. Wird die Einführung intelligenter Zähler positiv bewertet, müssen mindestens 80 % der Verbraucher bis 2022 mit intelligenten Messsystemen ausgestattet werden. Da die Umsatzerlöse im Zuge regulatorischer Vorgaben kontinuierlich weiter sinken, steht die SWS Netze unverändert vor der Herausforderung, eine weitestgehende Beibehaltung der Netzzuverlässigkeit zu gewährleisten. Aufgrund dessen ist eine zukünftige Optimierung der Kostenstruktur der SWS Netze weiterhin unabdingbar, um den verschiedenen Anforderungen Rechnung zu tragen. 51 Beteiligungsbericht 2013 itec Informationstechnologie Solingen GmbH 3.5. itec Informationstechnologie Solingen GmbH Beethovenstraße 210 42655 Solingen Telefon: 02 12 / 22 12 0 Fax: 02 12 / 22 12- 18 99 E-Mail: info@itec-solingen.de www.itec-solingen.de umfirmiert: 01.01.2003 (gegründet: 01.10.1997 IOS) Gegenstand/Zweck des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Informatik und Organisation, insbesondere für die Stadtwerke Solingen nebst ihren Tochtergesellschaften. Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Stadtwerke Solingen GmbH Stammkapitalanteil EUR % 500.000 100,00 Organe der Gesellschaft • Gesellschafterversammlung Andreas Schwarberg, SWS GmbH • Geschäftsführung Petra Mofidi Beschäftigtenzahlen Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2012 / 2013 durchschnittlich: - Beschäftigte 16,1 Haftung/Nachschussverpflichtung Die SWS GmbH haftet gemäß GmbH-Gesetz mit ihrer Stammeinlage von EUR 500.000. 52 Beteiligungsbericht 2013 itec Informationstechnologie Solingen GmbH Verflechtungen mit dem Haushalt der Stadt keine Wirtschaftliche Unternehmensdaten Bilanz im 3-Jahresvergleich Bilanz-Position Anlagevermögen Immater. Vermögensg. Sachanlagen Umlaufvermögen Forderungen Kassenbest., Bankguthaben Rechnungsabgrenzungsposten Aktivischer Unterschiedsbetrag Aktiva Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklagen Jahresüberschuss Rückstellungen Verbindlichkeiten Passiva 30.09.2011 TEUR % 669,1 43,7 306,1 20,0 363,0 23,7 757,8 49,5 732,6 47,8 25,2 1,6 101,4 6,6 3,9 0,3 1.532,2 100,0 906,2 59,1 500,0 32,6 0,0 0,0 406,2 26,5 427,0 27,9 199,0 13,0 1.532,2 100,0 30.09.2012 TEUR % 747,6 35,7 493,4 23,6 254,2 12,1 1.283,8 61,3 1.251,7 59,8 32,0 1,5 58,8 2,8 3,8 0,2 2.093,9 100,0 1.503,5 71,8 500,0 23,9 406,2 19,4 597,2 28,5 488,6 23,3 101,9 4,9 2.093,9 100,0 30.09.2013 TEUR % 806,6 34,3 514,8 21,9 291,8 12,4 1.479,6 62,9 1.443,2 61,3 36,4 1,5 64,0 2,7 3,8 0,2 2.353,9 100,0 1.558,3 66,2 500,0 21,2 406,2 17,3 652,0 27,7 717,1 30,5 78,6 3,3 2.353,9 100,0 GuV im 3-Jahresvergleich GuV-Position Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Außerordentliche Erträge Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsen und ähnliche Aufwendungen Außerordentliche Aufwendungen Aufwendungen Erträge Aufwendungen Steuern Jahresergebnis 30.09.2011 30.09.2012 30.09.2013 TEUR TEUR TEUR 3.797,1 4.870,0 5.288,3 57,5 76,7 102,4 4,5 1,8 0,0 0,7 0,0 0,0 3.859,8 4.948,5 5.390,6 1.201,7 1.988,0 2.226,2 1.194,6 1.251,9 1.319,0 297,0 345,0 348,7 581,6 516,5 512,8 7,1 4,4 6,0 7,8 0,0 0,0 3.289,8 4.105,8 4.412,6 3.859,8 3.289,8 163,8 406,2 4.948,5 4.105,8 245,5 597,2 5.390,6 4.412,6 326,0 652,0 53 Beteiligungsbericht 2013 itec Informationstechnologie Solingen GmbH Kennzahlen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Kennzahlen 2011 % 2012 % 2013 % Vermögenslage Anlagenintensität Abschreibungsquote Investitionsquote Finanzlage Eigenkapitalquote Verschuldungsgrad Anlagendeckungsgrad I Ertragslage Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Materialaufwandsquote Personalaufwandsquote 43,7 4,6 -22,8 35,7 3,0 -20,6 34,3 1,7 -3,5 59,1 69,1 135,5 71,8 39,3 201,1 66,2 51,1 193,2 62,9 37,7 31,6 31,5 56,1 40,5 40,8 25,7 62,8 41,8 42,1 24,9 Entwicklung des Unternehmens Die operative Ergebniserwartung für das Geschäftsjahr 2012/13 wurde nicht erfüllt, weil geplante Kundenaufträge nicht beauftragt wurden. Das Ergebnis liegt dennoch auf hohem Niveau. Die Umsatzerlöse belaufen sich auf 5.288 TEUR (Vj. 4.870 TEUR), wovon auf den Bereich RZ-Dienstleistungen 2.983 TEUR (Vj. 2.736 TEUR) entfallen und diese somit um 9 % gesteigert werden konnten. Hier erforderten aktuelle Projekte zusätzliche Kapazitäten im Bereich der Infrastruktur. Auf den Bereich Beratung entfallen 2.305 TEUR (Vj. 2.134 TEUR). Den Schwerpunkt bildet das Geschäftsfeld „Versorgung" und die hier eingesetzte SAP-Branchenlösung IS-U. Insgesamt teilt sich der Umsatz in Bestandsgeschäft (kontinuierliche vertraglich geregelte Leistungsbeziehung) und Projektgeschäft (projektbezogene Auftragsvergabe im Angebotsverfahren) auf. Wesentliche Projekte waren die Formatanpassungen zum 01.04./01.10.2013, SAP-Upgrade auf EhP6, das SEPA-Umsetzungsprojekt und die Neuentwicklung der Tarifkundenrechnung im Vertriebsmandanten mit "SAP Interactive Forms by Adobe". Der Anteil der durch eigene Mitarbeiter erbrachten Beratungsleistungen beträgt 887 TEUR (Vj. 908 TEUR). Im Geschäftsjahr 2012/13 sind Investitionen in Höhe von 415 TEUR getätigt worden, wovon 279 TEUR auf die Beschaffung von immateriellen Wirtschaftsgütern und 113 TEUR auf neue Server und Arbeitsplatzsysteme entfallen. Zur optimalen gesundheitlichen Vorsorge sind für die Mitarbeiter der itec höhenverstellbare Arbeitsplatzsysteme in Höhe von 23 TEUR angeschafft worden. Darlehen wurden für diese Investitionen im Geschäftsjahr 2012/2013 nicht aufgenommen; sie sind aus den laufenden Finanzmitteln finanziert worden. Für das zukünftige Geschäftsjahr ist ein Investitionsvolumen von 450 TEUR genehmigt worden. Die im Geschäftsjahr 2012/2013 erbrachten Beratungs- und Rechenzentrumsleistungen bezogen sich insbesondere auf den Bereich der Energieversorgung der Stadtwerke So54 Beteiligungsbericht 2013 itec Informationstechnologie Solingen GmbH lingen GmbH. Im Geschäftsjahr 2013/2014 wird der öffentliche Zweck durch die fortbestehende Erbringung von IT-Dienstleistungen für die Stadtwerke Solingen GmbH (SWS), einer Mehrheitsbeteiligung der BSG, weiterhin eingehalten. Die itec agiert einzig als Full-Service-Provider für die SWS und die SWS Netze Solingen GmbH (SWS Netze) und ist damit auch mittelbar vom Marktumfeld ihrer Kunden betroffen. Die Gesellschaft hat ein eigenes Risikomanagementsystem gemäß KonTraG installiert, damit alle den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Entwicklungen frühzeitig erkannt werden. Die fortschreitenden Regulierungsmaßnahmen der Bundesnetzagentur, Themen zum Verbraucherschütz und zur Energiewende werden weiterhin zu einem steigenden Bedarf an IT-Beratung und IT-Technologie führen, um die ständig neuen Prozesse massentauglich und kosteneffizient abzubilden. Diesen Anforderungen stehen dem Kostendruck, dem die SW SG und die SWS Netze ausgesetzt sind, entgegen. Die IT ist kein unerheblicher Kostenblock. Insbesondere das SAP-Modul IS-U hat hohe Fix- und Projektkosten, die im Konzern Stadtwerke Solingen mangels Möglichkeiten zur Kostendegression kaum gesenkt werden können. Um dieser unaufhaltsamen Entwicklung entgegenwirken zu können, wurde im Frühjahr das Projekt ITBM (IT/Billing/Metering) aufgelegt. Hier wird mit der Beratungsgesellschaft psc Management Consulting GmbH untersucht, inwieweit mit einem Partner durch Nutzen von Größen- und Qualitätseffekten, oder Wechsel der IT-Systeme Kosten von jährlich rund 1,5 Mio. EUR eingespart werden können. Das Projekt hat im BenchmarkVergleich zunächst zu der Erkenntnis geführt, dass die Itec über eine gute Performance verfügt und die Kosten des kundenspezifisch hoch individualisierten SAP-ISU-Systems zu marktkonformen Kosten angeboten wird. Da ein solches System sehr kostenintensiv ist, wurde als Zwischenergebnis der Umstieg auf ein standardisiertes SAP-ISU-Template eines externen IT-Dienstleisters beschlossen. Im Geschäftsjahr 2013/2014 gilt es, die erwarteten, langfristigen Einsparungen durch Einholung von Angeboten im Markt zu verifizieren und umzusetzen. 55 Beteiligungsbericht 2013 itec Informationstechnologie Solingen GmbH Entwicklung der Aktiva Entwicklung der Passiva Entwicklung der Erträge (in TEUR) Entwicklung der Aufwendungen (in TEUR) 56 Beteiligungsbericht 2013 EDL Solingen GmbH 3.6. EDL Solingen GmbH Beethovenstr. 210 42655 Solingen Telefon: 02 12 / 24 80 18 0 Fax: 02 12 / 24 80 18 8 umfirmiert: 20.12.2012 (gegründet: 25.11.2002 enserva GmbH) Gegenstand/Zweck des Unternehmens - Allgemeines Gegenstand des Unternehmens ist das Erbringen von Energiedienstleistungen, insbesondere im Bereich des Contracting (Einspar- und Anlagencontracting). Das eigenständige Erbringen von handwerklichen Dienstleistungen gegenüber Dritten ist in diesem Zusammenhang nicht Unternehmensgegenstand. Weitere Unternehmensgegenstände sind die Erschließungsträgerschaften sowie das Erbringen von Dienstleistungen im Bereich der Wasserversorgung und der Abwasserentsorgung. Die Gesellschaft bietet alle Leistungen als Komplettangebote an und übernimmt insbesondere Projektions- und Planungsleistungen, den Bau und die Finanzierung sowie den Betrieb von Versorgungsund Entsorgungsanlagen. Die Tätigkeit des Unternehmens ist schwerpunktmäßig auf das Versorgungsgebiet der Stadtwerke Solingen GmbH gerichtet. Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Stadtwerke Solingen GmbH Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH Gesamt Stammkapitalanteil EUR % 449.400 74,90 150.600 25,10 600.000 100,00 Organe der Gesellschaft • Gesellschafterversammlung Kai Dahlmann, BSG Ernst Schneider, BSG Andreas Schwarberg, SWS GmbH • Geschäftsführung Peter Sossna 57 Beteiligungsbericht 2013 EDL Solingen GmbH Beschäftigtenzahlen Die Gesellschaft beschäftigte 2012 / 2013 keine Mitarbeiter. Haftung/Nachschussverpflichtung Die SWS haftet gemäß GmbH-Gesetz mit ihrer Stammeinlage von EUR 449.400. Die BSG haftet gemäß GmbH-Gesetz mit ihrer Stammeinlage von EUR 150.600. Verflechtungen mit dem Haushalt der Stadt keine Wirtschaftliche Unternehmensdaten Bilanz im 3-Jahresvergleich Bilanz-Position Anlagevermögen Sachanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen Kassenbest., Bankguthaben Rechnungsabgrenzungsposten Aktiva Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinn-/Verlustvortrag Jahresüberschuss/-fehlbetrrag Sonderposten Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Passiva 30.09.2011 TEUR % 11.118,0 57,7 11.118,0 57,7 8.040,4 41,8 62,1 0,3 7.941,7 41,2 36,5 0,2 95,3 0,5 19.253,7 100,0 2.398,3 12,5 600,0 3,1 2.000,0 10,4 28,8 0,1 -230,6 -1,2 17,8 0,1 685,4 3,6 10.503,3 54,6 5.648,8 29,3 19.253,7 100,0 30.09.2012 TEUR % 10.233,9 58,5 10.233,9 58,5 7.187,4 41,1 13,6 0,1 7.005,4 40,0 168,5 1,0 86,2 0,5 17.507,6 100,0 2.225,0 12,7 600,0 3,4 2.000,0 11,4 -201,7 -1,2 -173,3 -1,0 14,3 0,1 591,1 3,4 9.357,9 53,5 5.319,4 30,4 17.507,6 100,0 30.09.2013 TEUR % 9.593,1 60,5 9.593,1 60,5 6.163,3 38,9 27,6 0,2 6.096,6 38,4 39,1 0,2 107,6 0,7 15.864,0 100,0 2.096,0 13,2 600,0 3,8 2.000,0 12,6 -375,0 -2,4 -128,9 -0,8 10,8 0,1 689,6 4,3 8.085,6 51,0 4.981,9 31,4 15.864,0 100,0 58 Beteiligungsbericht 2013 EDL Solingen GmbH GuV im 3-Jahresvergleich GuV-Position Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Außerordentliche Erträge Erträge Materialaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsen und ähnliche Aufwendungen Aufwendungen Erträge Aufwendungen Steuern Jahresergebnis 30.09.2011 30.09.2012 30.09.2013 TEUR TEUR TEUR 3.591,1 4.070,2 3.674,4 372,7 349,1 453,7 6,7 7,4 7,8 1,0 0,0 0,0 3.971,6 4.426,7 4.135,9 2.449,2 2.510,6 2.767,3 682,3 884,1 650,4 516,6 717,3 336,0 541,9 487,6 457,9 4.189,9 4.599,6 4.211,5 3.971,6 4.189,9 12,3 -230,6 4.426,7 4.599,6 0,4 -173,3 4.135,9 4.211,5 53,3 -128,9 Kennzahlen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Kennzahlen 2011 % 2012 % 2013 % Vermögenslage Anlagenintensität Abschreibungsquote Investitionsquote Finanzlage Eigenkapitalquote Verschuldungsgrad Anlagendeckungsgrad I Ertragslage Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Materialaufwandsquote Personalaufwandsquote 57,7 19,0 0,5 58,5 21,7 0,1 60,5 17,7 0,1 12,5 699,8 21,6 12,7 684,4 21,7 13,2 654,9 21,8 -9,1 1,7 68,2 0,0 -7,8 1,8 61,7 0,0 -3,6 2,4 75,3 0,0 Entwicklung des Unternehmens Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr einen Umsatz von 3.674 TEUR erwirtschaftet, dies entspricht einem Rückgang von 9,7% gegenüber dem Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurde ein Jahresfehlbetrag von 129 TEUR (Vorjahr: 173 TEUR) erwirtschaftet. 59 Beteiligungsbericht 2013 EDL Solingen GmbH Die Liquidität der Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr zu jeder Zeit gewährleistet. Die Gesellschaft erwartet auf Basis der Planung einen konstanten Cashflow aus den bisher getätigten Investitionen. Die Ertragslage wird mittelfristig konstant sein, und eine ausreichende Verzinsung des Eigenkapitals wird erwartet. Das Vermögen der Gesellschaft ist im Wesentlichen geprägt durch die Contractingprojekte sowie durch das PPP-Projekt. Die genannten Projekte werden im Anlagevermögen ausgewiesen. Die Eigenkapitalquote der EDL beträgt zum 30. September 2013 13,2 % (Vorjahr 12,7 %). Die Gesellschaft bewegt sich in stabilen, langfristigen Kundenbeziehungen. Die Kunden sind mit den Leistungen der Gesellschaft zufrieden, die Verfügbarkeit mit Wärme ist in allen Projekten stets gewährleistet. In den Biomasseprojekten wird der vertraglich zugesicherte Holzanteil erreicht bzw. übertroffen. Risiken, die die erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens gefährden könnten, sind nicht zu erkennen. Allerdings besteht im Ausfall von Kunden ein Risiko für die Gesellschaft. Die größten Einzelkunden bei den Energielieferungsverträgen sowie der Kunden des PPP-Projekts zählen jedoch zur Öffentlichen Hand, daher werden die Einnahmen als sicher eingestuft. Bei den Wärmelieferungs-Verträgen mit einzelnen Mietern ist das Risiko möglicher Ausfälle breit gestreut. Die Projekte mit den Genossenschaften sind über Grundschulden abgesichert. Insgesamt wird von einem planmäßigen Eingang der Zahlungen ausgegangen. Die Finanzierungen sind überwiegend mit langfristig festen Zinssätzen versehen. Für zwei Darlehen aus dem Jahr 2004 (Stand am 30.09.2013: 1 TEUR) ist ein Zinssicherungsgeschäft abgeschlossen, das die effektive Zinsbelastung bis 2014 festschreibt. Die Finanzierungskosten sind so mittelfristig gesichert. Der bestehende Kontokorrentkreditvertrag der Stadt-Sparkasse Solingen sieht eine Befristung bis zum 31. Dezember 2013 vor. Die Geschäftsführung geht allerdings davon aus, dass der Vertrag verlängert wird und dass im Falle einer möglichen Kündigung eine alternative Finanzierung durch die Gesellschafter gewährleistet wird. Veränderungen im Bereich der Bezugskosten können an die Kunden weitergegeben werden. Chancen liegen hauptsächlich in einer weiteren Verbesserung des Betriebs der Anlagen und damit verbundener Einsparungen sowie in der Hebung von Synergiepotentialen in Zusammenarbeit mit dem neuen Mehrheitsgesellschafter. Da die EDL Solingen GmbH keine neuen Projekte akquiriert, ist langfristig mit einem Auslaufen der Geschäftstätigkeit zu rechnen. Die meisten Verträge haben Laufzeiten zwischen 10 und 20 Jahren, das Altenzentrum Elisabeth-Roock-Haus ist über 30 Jahre verpachtet. Erste signifikante Rückgänge des Umsatzes sind somit erst ab dem Jahr 2015 zu erwarten. Für die beiden kommenden Geschäftsjahre wird mit einem Umsatz auf dem aktuellen Niveau gerechnet, wobei nach aktueller Wirtschaftsplanung im nächsten Geschäftsjahr ein Jahresfehlbetrag erwirtschaftet wird. Für 2014/2015 wird mit einem leicht positiven Ergebnis gerechnet. 60 Beteiligungsbericht 2013 EDL Solingen GmbH Entwicklung der Aktiva Entwicklung der Passiva Entwicklung der Erträge (in TEUR) Entwicklung der Aufwendungen (in TEUR) 61 Beteiligungsbericht 2013 Wirtschaftsförderung Solingen Verwaltungs GmbH 3.7. Wirtschaftsförderung Solingen Verwaltungs GmbH Grünewalder Straße 29 - 31 42657 Solingen Telefon: 02 12 / 24 94-130 Fax: 02 12 / 24 94-139 E-Mail: wirtschaftsfoerderung@solingen.de www.wirtschaftsfoerderung.solingen.de gegründet: 21.12.1998 Gegenstand/Zweck des Unternehmens - Allgemeines Die Beteiligung als persönlich haftender Gesellschafter an Kommanditgesellschaften, an denen die Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH mehrheitlich beteiligt ist. Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH Stammkapitalanteil EUR % 25.565 100,00 Beteiligungen der Gesellschaft als Komplementärin ohne Kapital- und Haftungseinlage: - Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG - Institut für Galvano- und Oberflächentechnik Solingen GmbH & Co. KG - Gründer- und Technologiezentrum Solingen GmbH & Co. KG Organe der Gesellschaft • Gesellschafterversammlung Norbert Feith, Oberbürgermeister (Vorsitzender) Kai Dahlmann, BSG Ernst Schneider, BSG beratende Mitglieder: Falk Dornseifer, Ratsmitglied Tim Kurzbach, Ratsmitglied Frank Knoche Prof. Dr. Jörg Becker, Ratsmitglied Ulrich G. Müller, Ratsmitglied 62 Beteiligungsbericht 2013 Wirtschaftsförderung Solingen Verwaltungs GmbH • Geschäftsführung Dipl. Ingenieur Josef Andrek Dipl. Geograph Frank Balkenhol Dipl. Ingenieur Hartmut Hoferichter (bis 31.12.2013) Dipl. Ökonom Frank Hölscheidt (bis 31.12.2013) Fritz Rainer Schmidtberg Dipl. Chemikerin Anke Svensson (bis 31.12.2013) Beschäftigtenzahlen Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2013 keine Mitarbeiter. Haftung/Nachschussverpflichtung Die BSG haftet gemäß GmbH-Gesetz mit ihrer Stammeinlage von EUR 25.565. Verflechtungen mit dem Haushalt der Stadt keine Wirtschaftliche Unternehmensdaten Bilanz im 3-Jahresvergleich Bilanz-Position Umlaufvermögen Forderungen Bankguthaben Aktiva Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinn/-Verlustvortrag Bilanzgewinn/-verlust Rückstellungen Verbindlichkeiten Passiva 31.12.2011 TEUR % 33,6 100,0 7,6 22,7 25,9 77,3 33,6 100,0 25,0 74,6 25,6 76,2 0,7 2,1 -1,2 -3,6 2,7 7,9 5,9 17,5 33,6 100,0 31.12.2012 TEUR % 68,4 100,0 34,3 50,2 34,1 49,8 68,4 100,0 26,6 38,9 25,6 37,4 -0,5 -0,8 1,6 2,3 1,9 2,7 39,9 58,4 68,4 100,0 31.12.2013 TEUR % 96,1 100,0 57,1 59,5 39,0 40,5 96,1 100,0 59,6 62,0 25,6 26,6 1,0 1,1 -0,5 -0,6 5,0 5,2 31,6 32,8 96,1 100,0 63 Beteiligungsbericht 2013 Wirtschaftsförderung Solingen Verwaltungs GmbH GuV im 3-Jahresvergleich GuV-Position Sonstige betriebliche Erträge Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Erträge Personalaufwand Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen Erträge Aufwendungen Steuern Jahresergebnis 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2013 TEUR TEUR TEUR 0,0 199,3 261,4 2,2 2,8 2,4 2,2 202,1 263,8 0,0 189,6 241,5 3,5 10,9 22,9 3,5 200,5 264,4 2,2 3,5 0,0 -1,2 202,1 200,5 0,1 1,6 263,8 264,4 -0,1 -0,5 64 Beteiligungsbericht 2013 Wirtschaftsförderung Solingen Verwaltungs GmbH Entwicklung des Unternehmens Die Wirtschaftsförderung Solingen Verwaltungs GmbH hat das Geschäftsjahr 2013 mit einem Jahresfehlbetrag von 533,88 EUR (Vorjahr: +1.588,02 EUR) abgeschlossen. Die Maßnahmen zur Umstrukturierung der wirtschaftsnahen Dienstleistungen der Stadt Solingen sind plangemäß weitergeführt worden. Die Verschmelzung der Sanierungsgesellschaft Südliche Innenstadt Solingen wurde mit Wirkung zum 01. Januar 2013 vollzogen. Dabei wurde die Sanierungsgesellschaft Südliche Innenstadt Solingen GmbH & Co. KG auf die Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG verschmolzen und die Sanierungsgesellschaft Südliche Innenstadt Solingen-Verwaltungs GmbH auf die Wirtschaftsförderung Solingen Verwaltungs GmbH. Damit ist die Wirtschaftsförderung Solingen Verwaltungs GmbH nunmehr persönlich haftende Gesellschafterin bei der Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG, der Institut für Galvano- und Oberflächentechnik Solingen GmbH & Co. KG (IGOS) und der Gründer- und Technologiezentrum Solingen GmbH & Co. KG (GuT) und satzungsgemäß bei allen Gesellschaften mit der alleinigen Geschäftsführung beauftragt. Die Gesellschaft unterhält im Geschäftsjahr 2013 keinen eigenen Geschäftsbetrieb. Nach den entsprechend vorzunehmenden Änderungen hat die Gesellschaft seit Jahresende 2013 mit Herrn Frank Balkenhol (für die Geschäftsbereiche Wirtschaftsförderung und Gründer und Technologiezentrum Solingen) und Herrn Rainer Schmidtberg und Herrn Josef Andrek (für den Geschäftsbereich Institut für Galvano- und Oberflächentechnik Solingen) noch drei Geschäftsführer. Alle sind alleinvertretungsberechtigt. Frau Anke Svensson, Herr Hartmut Hoferichter und Herr Frank Hölscheidt wurden mit Wirkung zum 31. Dezember 2013 abberufen. Die Gesellschaft hat sich mit der Verschmelzung der Sanierungsgesellschaft Südliche Innenstadt Solingen-Verwaltungs GmbH planmäßig entwickelt. Die Abrechnungen zu den Geschäftsführungskosten und den Haftungspauschalen wurde quartalsweise vorgenommen. Die sich aus dem Verschmelzungsvorgang insgesamt ergebenden Abrechnungen zwischen der Wirtschaftsförderung Solingen Verwaltungs GmbH und der Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG wurden zahlungstechnisch im Geschäftsjahr 2014 vorgenommen. Die sich aus der Verschmelzung ergebenden Abrechnungen auf der Gesellschafterseite sind im Jahresabschluss entsprechend dargestellt. Aus der Beteiligung als persönlich haftender Gesellschafter besteht grundsätzlich ein Haftungsrisiko bei Insolvenz einer der entsprechenden Kommanditgesellschaften. Im Zuge der vorgenommenen Umstrukturierungsmaßnahmen wurde das Aufgabenspektrum der Gesellschaft als persönlich haftende und mit der alleinigen Geschäftsführung beauftragte Komplementärin umfangreicher und vielschichtiger. Zukünftig werden im Rahmen der abzurechnenden Haftungspauschalen mit den Gesellschaften wieder positive Ergebnisse erwartet. 65 Beteiligungsbericht 2013 Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG 3.8. Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG Grünewalder Straße 29 - 31 42657 Solingen Telefon: 02 12 / 24 94-130 Fax: 02 12 / 24 94-139 E-Mail: wirtschaftsfoerderung@solingen.de www.wirtschaftsfoerderung.solingen.de gegründet: 01.01.1999 Gegenstand/Zweck des Unternehmens - Allgemeines Gegenstand des Unternehmens ist die Verbesserung der sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Struktur und die Weiterentwicklung der Stadt Solingen sowie der dazu erforderlichen Infrastruktur im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung entsprechend der Zielsetzung der lokalen Agenda 21, dem globalen Klimabündnis und im Rahmen der vom Rat beschlossenen wirtschaftspolitischen Entwicklungsziele und Grundsätze der Flächenbewirtschaftung. Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Persönlich haftende Gesellschafterin: Wirtschaftsförderung Solingen Verwaltungs GmbH Kommanditisten: Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH Stadt Solingen Gesamt Stammkapitalanteil EUR % ohne Kapitaleinlage 48.521,60 2.607,59 51.129,19 94,90 5,10 100,00 Beteiligungen der Gesellschaft Stammkapitalanteil EUR % 1.563 6,25 Bergische Gesellschaft für Ressourceneffizienz mbH 66 Beteiligungsbericht 2013 Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG Organe der Gesellschaft • Gesellschafterversammlung Norbert Feith, Oberbürgermeister (Vorsitzender) Kai Dahlmann, BSG Ernst Schneider, BSG beratende Mitglieder: Prof. Dr. Jörg Becker, Ratsmitglied Heinz-Eugen Bertenburg, Ratsmitglied Falk Dornseifer, Ratsmitglied Tim Kurzbach, Ratsmitglied Martina Zsack-Möllmann, Ratsmitglied Aufsichtsrat Prof. Dr. Jörg Becker, Ratsmitglied Kai Buschhaus Kai Dahlmann, Geschäftsführer BSG Thomas Disch, Ratsmitglied Norbert Feith, Oberbürgermeister Horst Gabriel Frank Knoche Michael Lange, Ratsmitglied Curt Mertens Bernhard Müller Ulrich G. Müller, Ratsmitglied Josef Neumann Hans Peters Marko Röhrig Ulrich Uibel Paul Westeppe • Geschäftsführung Wirtschaftsförderung Solingen Verwaltungs GmbH, vertreten durch: Dipl. Geograph Frank Balkenhol 67 Beteiligungsbericht 2013 Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG Beschäftigtenzahlen Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2013 durchschnittlich: - Beschäftigte - Beamte - Gesamt 8 1 9 Haftung/Nachschussverpflichtung Die Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH haftet als Gesellschafterin der persönlich haftenden „Wirtschaftsförderung Solingen Verwaltungs GmbH“ mit ihrer Stammeinlage von EUR 25.565 sowie als Kommanditistin mit Ihrer Haftungseinlage EUR 48.522. Die Stadt Solingen haftet als Kommanditistin mit ihrer Haftungseinlage von EUR 2.608. Verflechtungen mit dem Haushalt der Stadt keine Wirtschaftliche Unternehmensdaten Bilanz im 3-Jahresvergleich Bilanz-Position Anlagevermögen Immater. Vermögensg. Sachanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen Kassenbest., Bankguthaben Rechnungsabgrenzungsposten Nicht ged. Verlust Kommanditist Aktiva Eigenkapital Kapitalanteile gesamth. gebundene Rücklage Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Passiva 31.12.2011 TEUR % 2.510,2 16,6 1,0 0,0 2.509,2 16,6 12.273,2 81,4 11.845,7 78,6 265,7 1,8 161,7 1,1 28,1 0,2 266,7 1,8 15.078,2 100,0 404,0 2,7 404,0 2,7 1.483,1 13.188,2 2,8 15.078,2 9,8 87,5 0,0 100,0 31.12.2012 TEUR % 2.543,5 15,9 0,3 0,0 2.541,6 15,9 13.155,3 82,4 11.075,3 69,4 1.962,5 12,3 117,6 0,7 10,9 0,1 255,8 1,6 15.965,5 100,0 5.225,8 32,7 5.225,8 32,7 1.100,7 9.636,3 2,7 15.965,5 6,9 60,4 0,0 100,0 31.12.2013 TEUR % 2.638,7 17,3 0,3 0,0 2.636,8 17,2 12.346,2 80,7 9.978,1 65,3 2.284,7 14,9 83,3 0,5 16,9 0,1 288,9 1,9 15.290,6 100,0 4.757,2 31,1 4.609,8 30,1 147,4 1,0 1.055,9 6,9 9.475,1 62,0 2,5 0,0 15.290,6 100,0 68 Beteiligungsbericht 2013 Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG GuV im 3-Jahresvergleich GuV-Position Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Sonstige Zinsen und Finanzerträge Erträge Bestandsveränderungen Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonst. betriebliche Aufwendungen Zinsen und ähnliche Aufwendungen Aufwendungen Erträge Aufwendungen Steuern Jahresergebnis 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2013 TEUR TEUR TEUR 1.939,0 3.192,9 2.847,1 639,2 670,0 317,0 0,8 0,5 4,6 2.579,0 3.863,4 3.168,6 845,1 770,4 1.095,7 437,0 750,8 580,6 656,7 605,7 663,1 85,7 65,4 44,5 802,1 926,4 1.041,4 649,0 468,8 336,4 3.475,6 3.587,5 3.761,7 2.579,0 3.475,6 70,8 -967,4 3.863,4 3.587,5 62,3 213,6 3.168,6 3.761,7 56,0 -649,2 Kennzahlen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Kennzahlen 2011 % 2012 % 2013 % Vermögenslage Anlagenintensität Abschreibungsquote Investitionsquote Finanzlage Eigenkapitalquote Verschuldungsgrad Anlagendeckungsgrad I Ertragslage Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Materialaufwandsquote Personalaufwandsquote 16,6 3,2 0,1 15,9 1,9 2,6 17,3 1,6 3,7 2,7 3.632,1 16,1 32,7 205,5 205,5 31,1 221,4 180,3 -221,9 -1,6 39,9 60,0 5,3 4,7 31,0 25,0 -12,5 -1,7 33,1 37,9 69 Beteiligungsbericht 2013 Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG Entwicklung des Unternehmens Die Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG schließt das Geschäftsjahr 2013 mit einem Ergebnis von minus 649 TEUR ab. Gegenüber der Planung ist eine positive Abweichung von 296 TEUR und gegenüber dem Vorjahr eine Veränderung von minus 863 TEUR zu verzeichnen. Ursächlich für die Unterschreitung des geplanten Fehlbetrages sind im Wesentlichen die gegenüber dem Planansatz gestiegenen Umsatzerlöse sowie der geringere Materialaufwand. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren bundesweit im Jahr 2013 insgesamt gut. Durch 6 Grundstücksverkäufe wurden Solinger Unternehmen Verlagerungs- bzw. Erweiterungsflächen zur Verfügung gestellt. Zusätzlich ist ein Grundstück zur Errichtung einer neuen Kindertagesstätte veräußert worden. Der außerordentliche Umsatz des Jahres 2012 konnte nicht wieder erreicht werden. Die Planansätze wurden jedoch nochmals deutlich um 58 % übertroffen. Mit Wirkung zum 01. Januar 2013 erfolgte die Verschmelzung der Sanierungsgesellschaft Südliche Innenstadt Solingen mbH & Co. KG auf die Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG. Der Kapitalzugang hierdurch wurde in die gesamthänderisch gebundene Kapitalrücklage eingestellt. Die Grundstücke bilden mit einem Anteil von 80,8 % (Vorjahr 84,2 %) den wesentlichen Posten des Umlaufvermögens. Verkäufen von insgesamt 35.310 m² stand ein Ankauf von 12.554 m² im Bereich Fürkeltrath II gegenüber, so dass der Grundstücksbestand insgesamt 356.096 m² (Vorjahr 378.852 m²) beträgt. Die Umsätze in Höhe von 2.847 TEUR überstiegen die geplanten Umsätze in Höhe von 1.700 TEUR und basieren auf 7 Grundstückskaufverträgen. Der durchschnittliche Verkaufserlös je m² betrug rd. 72,84 EUR (Vorjahr 70,43 EUR). Die Mieterlöse sind in einer Höhe von 236 TEUR (Vorjahr 239 TEUR) nahezu unverändert. Die begonnenen Umstrukturierungsmaßnahmen wurden mit der Verschmelzung der Sanierungsgesellschaft Südliche Innenstadt Solingen mbH & Co. KG auf die Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG weitestgehend abgeschlossen. Die daraus resultierenden Verrechnungen werden im Jahr 2014 vorgenommen. Eine Zuführung in die Kapitalrücklage durch die Gesellschafterin wurde nicht vorgenommen. Die Effizienz der Wirtschaftsförderung in Solingen hat sich durch die Fortsetzung der Umstrukturierungsmaßnahmen weiter verbessert. Die Bedeutung einer stabilen Nachfrage nach gewerblichen Bauflächen für die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens wird gerade auch im Vergleich mit dem Vorjahr, bei einem Umsatz in Höhe von 3.193 TEUR und einem daraus entstanden positiven Jahresergebnis in Höhe von 214 TEUR, deutlich. 70 Beteiligungsbericht 2013 Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG Trotz der Einsparungen im Kostenbereich ist es der Gesellschaft nicht möglich, aus ihren derzeitigen Roherlösen notwendige Darlehenstilgungen aus eigener Kraft zu bewerkstelligen. Damit wird es zukünftig notwendig bleiben, die Gesellschaft mit ausreichend Eigenkapital auszustatten. Der Ausgleich von Jahresergebnissen wird in den Folgejahren EU-richtlinienkonform im Rahmen eines Betrauungsaktes stattfinden. Eine Einzahlung in die Kapitalrücklage seitens der Gesellschafterin BSG war in 2013 nicht notwendig. Die Menge an größeren zusammenhängenden Gewerbeflächen nimmt mit den durchgeführten Verkäufen weiter ab. Es wird zeit- und arbeitsaufwendiger, geplante Vertragsabschlüsse zu erreichen. Deshalb sind weitere Gewerbegebietsentwicklungen durch Ausweisung und Sicherung weiterer Gewerbegebiete in Solingen von großer Bedeutung. Die Gesellschaft hat durch Grunderwerb in den Jahren 2012 und 2013 im Rahmen ihrer Möglichkeiten dieser Entwicklung entgegengewirkt. Weitere Vorhaben werden sich im Rahmen der Umsetzung des Regionalplans 2015 und des Landesentwicklungsplanes (LEP) 2025 ergeben. 71 Beteiligungsbericht 2013 Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG Entwicklung der Aktiva Entwicklung der Passiva Entwicklung der Erträge (in TEUR) Entwicklung der Aufwendungen (in TEUR) 72 Beteiligungsbericht 2013 Gründer- und Technologiezentrum Solingen GmbH & Co. KG 3.9. Gründer- und Technologiezentrum Solingen GmbH & Co. KG Grünewalder Straße 29 - 31 42657 Solingen Telefon: 02 12 / 24 94-0 Fax: 02 12 / 24 94-100 E-Mail: info@gut-sg.de www.gut-sg.de umfirmiert: 06.09.2011 (gegründet: 29.04.1992 GuT GmbH) Gegenstand/Zweck des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die Förderung von Innovationen und Existenzgründungen in der verarbeitenden Industrie und im Dienstleistungssektor sowie der Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Unternehmen. Hierzu betreibt die Gesellschaft ein Technologiezentrum für Unternehmen und Existenzgründer und vermietet hierin Büro- und Gewerbeflächen. Ferner werden Beratungen sowie andere Dienstleistungen angeboten. Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Persönlich haftende Gesellschafterin: Wirtschaftsförderung Solingen Verwaltungs GmbH Kommanditisten: Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH Industrie- und Handelskammer Wuppertal-Solingen-Remscheid Industrieverband Schneid- und Haushaltswaren e. V. Gesamt Stammkapitalanteil EUR % ohne Kapitaleinlage 48.360 3.120 520 93,00 6,00 1,00 52.000 100,00 Organe der Gesellschaft • Gesellschafterversammlung Norbert Feith, Oberbürgermeister (Vorsitzender) Kai Dahlmann, BSG Ernst Schneider, BSG 73 Beteiligungsbericht 2013 Gründer- und Technologiezentrum Solingen GmbH & Co. KG beratende Mitglieder: Thomas Disch, Ratsmitglied Frank Kotthaus Alexandra Mehdi Arne Vaeckenstedt Daniel Weber • Geschäftsführung Wirtschaftsförderung Solingen Verwaltungs GmbH, vertreten durch: Dipl. Geograph Frank Balkenhol (ab 01.07.2013) Dipl. Ökonom Frank Hölscheidt (bis 31.12.2013) • Beirat Gemäß Gesellschaftsvertrag vom 30. August 2011 besteht der Beirat aus Vertretern: - der Solinger Wirtschaft, - von Wissenschaftlichen Institutionen, - von Technologie-, Ausbildungseinrichtungen, Verbänden, Kammern sowie weiteren Multiplikatoren. Der vorgenannte Teilnehmerkreis wurde durch den Gesellschaftsvertrag auf zehn Personen begrenzt. Beschäftigtenzahlen Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2013 durchschnittlich: - Geschäftsführer - Beschäftigte - Gesamt 1 7 8 Haftung/Nachschussverpflichtung Die Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH haftet als Gesellschafterin der persönlich haftenden „Wirtschaftsförderung Solingen Verwaltungs GmbH“ mit ihrer Stammeinlage von EUR 25.565 sowie als Kommanditistin mit Ihrer Haftungseinlage EUR 48.360. Verflechtungen mit dem Haushalt der Stadt keine 74 Beteiligungsbericht 2013 Gründer- und Technologiezentrum Solingen GmbH & Co. KG Ausfallbürgschaften Die Stadt Solingen hat seit 1995 zugunsten der Gesellschaft die Übernahme von 7 Ausfallbürgschaften über insgesamt 4.524.945 EUR erklärt. Sie bürgt für Ansprüche von Banken gegenüber der Gesellschaft aus Darlehensverträgen. Diese Darlehen hat die Gesellschaft für den Erwerb und die Herrichtung des Grundstücks Grünewalder Straße 31 aufgenommen. Der Stand der Verpflichtungen aus diesen Darlehensverträgen zum 31.12.2013 (31.12.2012) betrug 2.943.167 EUR (3.044 TEUR). Wirtschaftliche Unternehmensdaten Bilanz im 3-Jahresvergleich Bilanz-Position Anlagevermögen Sachanlagen Umlaufvermögen Forderungen Kassenbest., Bankguthaben Rechnungsabgrenzungsposten Aktiva Eigenkapital Kapitalanteile Kommanditisten Rücklagen Sonderposten Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Passiva 31.12.2011 TEUR % 7.764,2 95,5 7.764,2 95,5 340,1 4,2 133,8 1,6 206,3 2,5 23,8 0,3 8.128,1 100,0 151,6 1,9 20,6 0,3 130,9 1,6 4.668,3 57,4 30,7 0,4 3.275,1 40,3 2,4 0,0 8.128,1 100,0 31.12.2012 TEUR % 7.594,2 96,6 7.594,2 96,6 243,0 3,1 98,1 1,2 144,9 1,8 20,6 0,3 7.857,8 100,0 209,5 2,7 37,6 0,5 171,9 2,2 4.516,8 57,5 23,9 0,3 3.106,4 39,5 1,3 0,0 7.857,8 100,0 31.12.2013 TEUR % 7.430,8 97,6 7.430,8 97,6 172,5 2,3 146,0 1,9 26,5 0,3 7,3 0,1 7.610,5 100,0 223,9 2,9 52,0 0,7 171,9 2,3 4.365,3 57,4 33,8 0,4 2.985,7 39,2 1,8 0,0 7.610,5 100,0 GuV im 3-Jahresvergleich GuV-Position Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsen und ähnliche Aufwendungen Aufwendungen Erträge Aufwendungen Steuern Jahresergebnis 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2013 TEUR TEUR TEUR 659,0 681,7 678,8 181,9 231,8 188,4 0,5 0,1 0,0 841,4 913,6 867,2 -0,1 -0,1 0,0 235,4 236,7 228,0 180,7 171,1 168,2 301,7 346,3 296,6 127,9 115,6 120,2 845,6 869,5 813,0 841,4 845,6 27,1 -31,4 913,6 869,5 27,2 16,9 867,2 813,0 27,1 27,0 75 Beteiligungsbericht 2013 Gründer- und Technologiezentrum Solingen GmbH & Co. KG Kennzahlen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Kennzahlen 2011 % 2012 % 2013 % Vermögenslage Anlagenintensität Abschreibungsquote Investitionsquote Finanzlage Eigenkapitalquote Verschuldungsgrad Anlagendeckungsgrad I Ertragslage Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Materialaufwandsquote Personalaufwandsquote 95,5 27,4 0,0 96,6 25,1 0,0 97,6 24,8 0,0 1,9 227,0 2,0 2,7 218,4 2,8 2,9 216,2 3,0 -2,8 1,5 0,0 35,7 21,1 2,0 0,0 34,7 24,2 2,3 0,0 33,6 Entwicklung des Unternehmens Für die positive wirtschaftliche Entwicklung ist eine gute Basis von Existenzgründern und damit nachwachsenden Unternehmen unerlässlich. Der Förderung von Existenzgründern, der Förderung von Innovationen und dem Technologietransfer ist die Gründerund Technologiezentrum GmbH & Co. KG satzungsgemäß verpflichtet. Die Gründer- und Technologiezentrum GmbH & Co. KG (GuT) schließt das Geschäftsjahr 2013 mit einem Jahresgewinn in Höhe von 27 TEUR ab. Zur Wirtschaftsplanung 2013 bedeutet dies eine Abweichung in Höhe von plus 122 TEUR und gegenüber dem Vorjahr eine Veränderung von plus 10 TEUR. Durch die Bewirtschaftung des Gründer- und Technologiezentrums durch Vermietung von Büro- und Geschäftsräumen und von Seminarräumen auch an externe Nachfrager wurden Erträge in Höhe von 679 TEUR (Vorjahr 682 TEUR) erreicht. Durch die planmäßige Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil wurden ebenso wie in den Vorjahren Erträge in Höhe von 151 TEUR erzielt. Durch Einsparungen in maßgeblichen Aufwandspositionen konnte insgesamt ein positives Jahresergebnis erreicht werden. Das Grundstück Grünewalder Straße 29-31 mit den aufstehenden Gebäuden bildet mit einem Gesamtwert von 7.425 TEUR (Vorjahr 7.587 TEUR) rd. 97 % der Bilanzsumme von 7.611 TEUR (Vorjahr 7.858 TEUR). In den Forderungen (UV) sind u.a. 53 TEUR als Forderung gegen Gesellschafter erfasst (Vorjahr 0 TEUR). Dabei handelt es sich um einen positiven Bestand beim mit der Gesellschafterin Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH geführten Cash-Management. 76 Beteiligungsbericht 2013 Gründer- und Technologiezentrum Solingen GmbH & Co. KG Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 2.943 TEUR (Vorjahr 3.044 TEUR). Sie dienen - ebenso wie der Sonderposten mit Rücklageanteil in Höhe von 4.365 TEUR (Vorjahr 4.517 TEUR) - der Finanzierung des Grundstücks mit den aufstehenden Gebäuden im Anlagevermögen. Im Vermietungsbereich wurde im Jahr 2013 eine durchschnittliche Auslastungsquote von 91 % (92 % in 2012) erzielt und damit ein Ergebnis über dem Planansatz (85 %) erreicht. Im Gründerzentrum wurden im Jahr 2013 über 300 Beratungsgespräche geführt. In über 160 Fällen erfolgten weitere Beratungen im Zuge einer tatsächlich angestrebten Existenzgründung. In den unternehmensspezifischen Kennzahlen zählen zudem die Anzahl der Seminare für Gründer (27 in 2013; 24 in 2012) sowie Anzahl der Seminare für junge Unternehmen (13 in 2013; 22 in 2012). Die Werte erreichen in 2013 ein Ergebnis oberhalb der Planung; auch aktuell liegen die Ergebnisse dieser Bezugsgrößen über dem geplanten Ergebnis 2014. Die Beratungen für Existenzgründer und Wachstumsunternehmen werden weiter intensiviert. Für die Jahre ab 2014 werden aufgrund von Instandhaltungsmaßnahmen, die aus der im Jahr 2013 begonnenen Begutachtung von Gebäuden und Infrastruktur resultieren, zusätzliche Aufwendungen erwartet. Dies spiegelt sich in den Ergebnissen der Wirtschaftsplanjahre 2015 und 2016 wieder. 77 Beteiligungsbericht 2013 Gründer- und Technologiezentrum Solingen GmbH & Co. KG Entwicklung der Aktiva Entwicklung der Passiva Entwicklung der Erträge (in TEUR) Entwicklung der Aufwendungen (in TEUR) 78 Beteiligungsbericht 2013 Institut für Galvano- und Oberflächentechnik Solingen GmbH & Co. KG 3.10. Institut für Galvano- und Oberflächentechnik Solingen GmbH & Co. KG (IGOS) Grünewalder Straße 29 - 31 42657 Solingen Telefon: 02 12 / 2 49 47 00 Fax: 02 12 / 2 49 47 15 E-Mail: info@igos-gmbh.de www.igos-gmbh.de umfirmiert: 24.08.2011 (gegründet: 18.05.1993 IGOS GmbH) Gegenstand/Zweck des Unternehmens - Allgemeines Gegenstand des Unternehmens ist, Forschung und Entwicklung auf den Gebieten der Oberflächentechnik und Galvanotechnik und des diesbezüglichen Umweltschutzes zu betreiben. Das Beratungs- und Dienstleistungsangebot, die Förderung von Innovation und Technologietransfer im Bereich der Galvano- und Oberflächentechnik richtet sich vor allem an Klein- und Mittelbetriebe. Solingen ist das Zentrum der Galvanotechnik. Verbände der galvanotechnischen Industrie haben ihren Sitz in Solingen. Die galvano- und oberflächentechnische Berufsaus- und -weiterbildung ist hier am Ort konzentriert. Angesichts dieser lokalen Konzentration von Fachverstand im Bereich der Galvano- und Oberflächentechnik, war die Gründung einer Institution unter Beteiligung der Stadt Solingen, die sich dem Forschungs- und Entwicklungsbereich widmet, eine logische Konsequenz, um den Anforderungen an technische Bauteile, die einem ständigen entwicklungstechnischen Wandel unterworfen sind, gerecht zu werden. Das IGOS ergänzt die kommunale Technologieförderung, als Teil der städtischen Wirtschaftspolitik. Die Unternehmensziele entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentlichen Zweck der Institut für Galvano- und Oberflächentechnik Solingen GmbH & Co. KG. Der öffentliche Zweck für die Beteiligung an der Gesellschaft ist somit erfüllt. Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Persönlich haftende Gesellschafterin: Wirtschaftsförderung Solingen Verwaltungs GmbH Kommanditisten: Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH Stammkapitalanteil EUR % ohne Kapitaleinlage 25.000 100,00 79 Beteiligungsbericht 2013 Institut für Galvano- und Oberflächentechnik Solingen GmbH & Co. KG Organe der Gesellschaft • Gesellschafterversammlung Norbert Feith, Oberbürgermeister (Vorsitzender) Kai Dahlmann, BSG Ernst Schneider, BSG beratende Mitglieder: Gisela Adams Thomas Disch, Ratsmitglied Anna Feuerpfeil Salvatore Tranchina, Ratsmitglied Arne Vaeckenstedt • Geschäftsführung Wirtschaftsförderung Solingen Verwaltungs GmbH, vertreten durch: Dipl. Ingenieur Josef Andrek Fritz-Rainer Schmidtberg Beschäftigtenzahlen Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2013 durchschnittlich: - Beschäftigte 10,85 Haftung/Nachschussverpflichtung Die Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH haftet als Gesellschafterin der persönlich haftenden „Wirtschaftsförderung Solingen Verwaltungs GmbH“ mit ihrer Stammeinlage von EUR 25.565 sowie als Kommanditistin mit Ihrer Haftungseinlage EUR 22.500. Verflechtungen mit dem Haushalt der Stadt keine 80 Beteiligungsbericht 2013 Institut für Galvano- und Oberflächentechnik Solingen GmbH & Co. KG Wirtschaftliche Unternehmensdaten Bilanz im 3-Jahresvergleich Bilanz-Position Anlagevermögen Immater. Vermögensg. Sachanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen Kassenbestand, Bankguthaben Rechnungsabgrenzungsposten Nicht durch EK ged. Fehlbetrag Aktiva Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Rücklagen Sonderposten Rückstellungen Verbindlichkeiten Passiva 31.12.2011 TEUR % 60,7 18,7 1,9 0,6 58,8 18,1 223,3 68,8 25,3 7,8 197,2 60,7 0,8 0,2 4,5 1,4 36,1 11,1 324,7 100,0 224,7 69,2 0,0 0,0 224,7 69,2 0,1 0,0 51,0 15,7 48,9 15,1 324,7 100,0 31.12.2012 TEUR % 121,3 26,3 0,6 0,1 120,8 26,2 337,9 73,3 33,0 7,2 303,7 65,9 1,1 0,2 1,6 0,3 0,0 0,0 460,8 100,0 338,1 73,4 20,7 4,5 317,3 68,9 0,0 0,0 52,1 11,3 70,6 15,3 460,8 100,0 31.12.2013 TEUR % 169,8 34,6 2,2 0,4 167,6 34,1 319,4 65,0 34,2 7,0 285,1 58,0 0,1 0,0 2,1 0,4 0,0 0,0 491,3 100,0 382,5 77,9 25,0 5,1 357,5 72,8 0,0 0,0 60,6 12,3 48,1 9,8 491,3 100,0 GuV im 3-Jahresvergleich GuV-Position Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Zinsen und ähnliche Erträge Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsen und ähnliche Aufwendungen Aufwendungen Erträge Aufwendungen Steuern Jahresergebnis 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2013 TEUR TEUR TEUR 505,6 603,3 645,1 24,0 2,2 14,8 0,4 0,1 0,0 529,9 605,6 659,9 48,7 39,0 31,9 308,5 281,4 281,2 21,3 15,0 19,9 210,7 252,6 362,1 1,6 1,4 0,3 590,9 589,3 695,4 529,9 590,9 0,1 -61,1 605,6 589,3 0,0 16,2 659,9 695,4 0,0 -35,5 81 Beteiligungsbericht 2013 Institut für Galvano- und Oberflächentechnik Solingen GmbH & Co. KG Kennzahlen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Kennzahlen 2011 % 2012 % 2013 % Vermögenslage Anlagenintensität Abschreibungsquote Investitionsquote Finanzlage Eigenkapitalquote Verschuldungsgrad Anlagendeckungsgrad I Ertragslage Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Materialaufwandsquote Personalaufwandsquote 18,7 3,9 0,6 26,3 2,1 4,9 34,6 3,0 3,3 69,2 44,4 370,0 73,4 36,3 278,6 77,9 28,4 225,3 -27,1 -18,3 9,6 61,0 4,8 3,8 6,5 46,6 -9,3 -7,2 4,9 43,6 Entwicklung des Unternehmens Das Institut für Galvano- und Oberflächentechnik Solingen GmbH & Co. KG konnte im Geschäftsjahr 2013 erneut die Auftragslage deutlich verbessern. Dies führte zu einer Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr von ca. 7 %. Die geplanten Umsatzerlöse 2013 wurden um ca. 8 % übertroffen. Das Jahr 2013 stellt im Hinblick auf die Umsatzerlöse mit 645.000 EUR das bisher erfolgreichste Wirtschaftsjahr der Gesellschaft dar. Wie bereits in den Vorjahren, waren die Bereiche Werkstofftechnik und Korrosionsprüfung, die inhaltlich zu dem Bereich „Prüftechnik“ zusammengefasst werden können, die wesentlichsten Umsatzträger. Etwa 71 % der Umsatzerlöse entfielen auf diese beiden Bereiche. Als weiterer wesentlicher Umsatzträger ist der Bereich Consulting mit Schulungen und Seminaren zu nennen. Mit ca. 58.000 EUR wurden etwa 9 % der Erlöse in diesem Bereich erwirtschaftet (Vergleich: 2011 ca. 18,4 %, 2012 ca. 10,5 %). Die Auslandsumsätze liegen inzwischen auch schon bei 10,6 %. Im Aufwandsbereich liegen die Personalkosten ca. 27 % unter Plan. Maßgebend hierfür sind die Umbuchungen der Personalkosten für den hauptamtlichen Geschäftsführer in die sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Die für 2013 geplanten Erträge von 60.000 EUR aus Förderprojekten konnten nur in Höhe von 18.600 EUR generiert werden, weil die Projektarbeiten nicht den geplanten Umfang erreichten. Die fehlenden Erträge wurden jedoch durch Umsatzerlöse anderer Bereiche kompensiert. In 2013 wurden mit 120 Neukunden weniger neue Kunden geworben als in den beiden Vorjahren. Die Anzahl der Aufträge erhöhte sich mit 669 gegenüber dem Vorjahr leicht (2012: 652; 2011: 653; 2010: 647). 82 Beteiligungsbericht 2013 Institut für Galvano- und Oberflächentechnik Solingen GmbH & Co. KG Das durchschnittliche Auftragsvolumen (ohne Förderprojekte) ist im Berichtsjahr auf 977,71 EUR gestiegen (2012 = 925,27 EUR/Auftrag, 2011 = 770,59 EUR/Auftrag, 2010 = 685,75 EUR/Auftrag). Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag ein negatives Ergebnis aus, das den Kapitalkonten der Gesellschafter zugerechnet wird. Der Gesellschafter Galvaniseur-Innung Solingen ist mit Wirkung zum 31.12.2013 ausgeschieden. Die Anteile in Höhe von 10 % sind auf die Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH (BSG) übertragen worden. Sie hält nun 100 % der Anteile. Die Liquidität der Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag und zum Berichtszeitpunkt ausgezeichnet, so dass derzeit keine Engpässe zu erwarten sind. Im 3. Quartal des Geschäftsjahres 2013 hat der Gesellschafter BSG ein einheitlich strukturiertes Risikomanagementsystem implementiert, das die Belange der IGOS GmbH & Co. KG adäquat einbezieht. Für das Jahr 2014 wurden Umsatzerlöse von rd. 620.000 EUR und für Förderprojekte im Umfang von 24.000 EUR geplant. Zur Erreichung dieser Planumsätze gilt es, sich den Erfordernissen am Markt anzupassen, um somit den neuen geforderten Standards, vor allem in Bezug auf die Automobilbranche, Rechnung zu tragen. Im neu errichteten Korrosionsprüfzentrum des IGOS können seit 2012 alle gängigen Klimawechseltests voll automatisch durchgeführt werden. Dies führte zur Erhöhung der Nachfrage von Unternehmen nach Prüfleistungen. Die in 2012 und 2013 neu angeschafften Kombinationssprühkammern ermöglichen zusätzliche Leistungsangebote. Im Mai 2014 wurde im Zuge einer Kooperation eine weitere Kammer in Betrieb genommen, die zur Stabilisierung der Erträge in den jeweiligen Geschäftsjahren beiträgt. Um das Wachstumsfeld „Korrosionsprüftechnik“ zukünftig noch umfangreicher bedienen zu können und Unternehmen aus der Region wie auch zunehmend überregional zu binden, wurde der Ausbau dieses Fachbereiches in 2014 weiter fortgeführt. Die positive Entwicklung in der Automobilindustrie unterstützt diese Entwicklung. Das IGOS arbeitet zusammen mit anderen Projekt-Partnern an den Ziel2-Projekten OpEK und HEIS. Nach derzeitigen Erkenntnissen wird der bei der Fördermittelstelle beantragte Arbeitsaufwand nicht so hoch ausfallen, wie geplant. Dies führt auf Grund des unrentierlichen Charakters der Projekte zu einem verringerten Ergebnisbeitrag. Beide Projekte laufen Ende 2014 aus. IGOS beabsichtigt, Kooperationen mit Universitäten, Verbänden und anderen Institutionen zu intensivieren bzw. neue zu erwirken. Im Vertriebsbereich wurde der wachsenden Bedeutung des Internets als Akquisitionskanal Rechnung getragen, indem das Internetportal speziell mit Blick auf Suchmaschinen erweitert und optimiert wurde. Durch detaillierte Normenbezeichnungen und Verankerung zusätzlicher Leistungskriterien bzw. Suchbegriffe wurde die Anzeige in Suchmaschinen perfektioniert. In 2014 wird eine neue Informationsseite im Internet eingerichtet, die über spezielle Oberflächenfehler informiert. Das IGOS wird sich zudem auf brancheninternen und nahen Messen sowie auf Internetplattformen präsentieren. 83 Beteiligungsbericht 2013 Institut für Galvano- und Oberflächentechnik Solingen GmbH & Co. KG Entwicklung der Aktiva Entwicklung der Passiva Entwicklung der Erträge (in TEUR) Entwicklung der Aufwendungen (in TEUR) 84 Beteiligungsbericht 2013 Städtische Musikschule Solingen GmbH 3.11. Städtische Musikschule Solingen GmbH Flurstraße 18 42651 Solingen Telefon: 02 12 / 2 90 27 43 Fax: 02 12 / 2 90 27 49 E-Mail: musikschule@solingen.de www.solingen.de/musikschule/ umfirmiert: 20.06.2008 (gegründet: 01.08.1999 Musikschule Solingen gGmbH) Gegenstand / Zweck des Unternehmens – Allgemeines Gegenstand des Unternehmens und Zweck der Gesellschaft ist die Förderung der Erziehung und Bildung sowie die Förderung von Kunst und Kultur. Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch die Unterhaltung einer Musikschule und die Anregung zu eigener musikalischer und weiterer künstlerischer Betätigung und die Entwicklung von Erlebnisfähigkeit und Kreativität sowie den Betrieb kultureller Einrichtungen und/oder die Durchführung kultureller Veranstaltungen in Form von Konzerten und Musikdarbietungen. Die Gesellschaft ist zur Durchführung aller Maßnahmen und Geschäfte berechtigt, die ausschließlich und unmittelbar dem vorgenannten Gesellschaftszweck dienen oder geeignet sind, den Unternehmensgegenstand unmittelbar zu fördern. Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH Stammkapitalanteil EUR % 25.000 100,00 Organe der Gesellschaft • Gesellschafterversammlung Norbert Feith, Oberbürgermeister Kai Dahlmann, BSG Ernst Schneider, BSG beratende Mitglieder: Thomas Braun Gönül Kocaman, Ratsmitglied Dieter Keller, Ratsmitglied Klaus Krebs Angelika Witoch 85 Beteiligungsbericht 2013 Städtische Musikschule Solingen GmbH • Geschäftsführung Dipl. Ökonom Kai Dahlmann Staatl. geprüfter Musikschullehrer Ulrich Eick-Kerssenbrock Beschäftigtenzahlen Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2013 durchschnittlich: - Beschäftigte 30 Haftung der Stadt / Nachschussverpflichtung Die BSG haftet gemäß GmbHG mit ihrer Stammeinlage von EUR 25.000. Verflechtungen mit dem Haushalt der Stadt Solingen keine Wirtschaftliche Unternehmensdaten Bilanz im 3-Jahresvergleich Bilanz Position Anlagevermögen Sachanlagen Umlaufvermögen Forderungen Kassenbest., Bankguthaben Rechnungsabgrenzungsposten Aktiva Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Bilanzgewinn Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Passiva 31.07.2011 TEUR % 131,5 25,7 131,5 25,7 360,0 70,4 355,7 69,6 4,3 0,8 19,8 3,9 511,3 100,0 308,4 60,3 25,0 4,9 62,3 12,2 221,1 43,2 119,0 23,3 68,6 13,4 15,3 3,0 511,3 100,0 31.07.2012 TEUR % 111,2 19,2 111,2 19,2 444,4 76,5 439,6 75,7 4,8 0,8 25,0 4,3 580,6 100,0 384,1 66,2 25,0 4,3 802,1 138,1 -443,0 -76,3 114,2 19,7 58,1 10,0 24,2 4,2 580,6 100,0 31.07.2013 TEUR % 97,2 19,6 97,2 19,6 381,7 77,1 381,5 77,1 0,2 0,0 16,0 3,2 494,9 100,0 271,9 54,9 25,0 5,1 1.541,8 311,5 -1.294,9 -261,6 146,6 29,6 27,0 5,5 49,4 10,0 494,9 100,0 86 Beteiligungsbericht 2013 Städtische Musikschule Solingen GmbH GuV im 3-Jahresvergleich GuV - Position Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Erträge Honorare Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen Erträge Aufwendungen Steuern Jahresergebnis 31.07.2011 31.07.2012 31.07.2013 TEUR TEUR TEUR 851,50 833,34 838,59 832,03 78,51 77,38 2,15 1,86 0,00 1.685,68 913,71 915,97 499,63 396,86 435,08 859,74 889,45 1.003,36 28,29 28,80 22,40 249,44 262,70 307,10 1.637,11 1.577,81 1.767,93 1.685,68 1.637,11 0,00 48,57 913,71 1.577,81 0,00 -664,10 915,97 1.767,93 0,00 -851,97 Kennzahlen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Kennzahlen 2011 % 2012 % 2013 % Vermögenslage Anlagenintensität Abschreibungsquote Investitionsquote Finanzlage Eigenkapitalquote Verschuldungsgrad Anlagendeckungsgrad I Ertragslage Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Materialaufwandsquote Personalaufwandsquote 25,7 3,3 3,5 19,2 3,5 2,3 19,6 2,7 2,4 60,3 65,8 234,5 66,2 51,2 345,3 54,9 82,0 279,7 15,7 9,5 58,7 101,0 -172,9 -114,4 47,6 106,7 -313,3 -172,1 51,9 119,6 87 Beteiligungsbericht 2013 Städtische Musikschule Solingen GmbH Entwicklung des Unternehmens Im Geschäftsjahr 2012/2013 betrugen die Umsatzerlöse aus dem Hauptgeschäft, Musikunterricht und im Zusammenhang damit die Instrumentenvermietung, 818 TEUR (plus 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Die weiteren Erlöse betrugen insgesamt 21 TEUR (minus 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr) und betreffen überwiegend Einnahmen im Projektbereich (Kurse für Erwachsene). Die Abweichung gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass seit diesem Geschäftsjahr auch Erlöse aus der studienvorbereitenden Ausbildung und den Schulkooperationen unter den Umsatzerlösen aus dem Hauptgeschäft erfasst werden. Der Gesamtumsatz aller Erlöse lag unter den Erwartungen (minus 2 Prozent) im Wirtschaftsplan. Damit ist für das Geschäftsjahr 2012/2013 ein weiterer Rückgang der Schülerzahlen zu verzeichnen, die sich aber immer noch auf einem hohen Niveau bewegen. Bei der Belegungsdichte (Anzahl der Schüler pro Unterrichtsstunde) zeigt sich erstmals, dass ein Rückgang der Schülerzahl nicht mehr automatisch zu einem Rückgang der Unterrichtsstunden führt. Mit ursächlich hierfür ist, dass die Schüler, die Gruppenunterricht verlassen, nicht in gleichem Umfang ersetzt werden können. Die Belegungsdichte ist ein wichtiger Indikator für den wirtschaftlichen und quantitativen Erfolg, nicht unbedingt jedoch für den qualitativen Erfolg einer Musikschule. Die Auslastung der Musiklehrer/innen lag bei annähernd 100 Prozent. Die Quote Anzahl Schüler je Unterrichtsstunde war individuell sehr verschieden, da die Gruppenstärke in den einzelnen Fächern instrumentenspezifisch unterschiedlich ist. Veranstaltungen, Konzerte und die Angebote im Projektbereich trugen zusätzlich zum Ergebnis bei. Im Geschäftsjahr 2012/2013 belief sich der Landeszuschuss insgesamt auf 13 TEUR (Vorjahr 40 TEUR). Die Abweichung ist darauf zurückzuführen, dass der Zuschuss für das Kalenderjahr 2013 in Höhe von 30 TEUR erst nach dem 31.07.2013 vereinnahmt werden konnte. Die Honorar- und Personalaufwendungen inkl. der Sozialleistungen betrugen 1.438 TEUR. Die Überschreitung des Planwertes um 2,5 % ist im Wesentlichen auf eine Altersteilzeitrückstellung zurückzuführen. Zum Ende des Berichtsjahres waren 31 Angestellte (Vj. 29) sowie 54 freie Mitarbeiter/innen (-4) im Hauptgeschäft tätig. Das Abschreibungsvolumen betrug 22 TEUR (Vj. 29 TEUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind leicht über Plan (plus 5 %) eingetreten. Während des gesamten Geschäftsjahres war eine ausreichende Liquidität gegeben. Die Bilanzsumme beträgt 495 TEUR bei einer Eigenkapitalquote von 55 %. Der Jahresfehlbetrag soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. 88 Beteiligungsbericht 2013 Städtische Musikschule Solingen GmbH Das Geschäftsjahr 2012/2013 wird mit einem Fehlbetrag in Höhe von 852 TEUR abgeschlossen. Die Ergebnisentwicklung ist im Wesentlichen auf einen Landeszuschuss unter Plan (Vereinnahmung nach Geschäftsjahresende) und die Zuführung zu einer Altersteilzeitrückstellung zurückzuführen. Weiter standen durch das lange Schuljahr gleichbleibenden Erlösen höhere Honoraraufwendungen gegenüber. Die Gesellschafterin leistet eine Einzahlung von 739 TEUR in die Kapitalrücklage der Gesellschaft, die im GJ 2012/13 einen Ausgleich des Fehlbetrages im Eigenkapital nicht erreicht. Der übriggebliebene Fehlbetrag in Höhe von 113 TEUR wird durch die in den vergangenen Jahren durch Überschüsse erwirtschaftete Eigenkapitaldecke ausgeglichen. Die Aufwendungen können zu 51 % mit Erträgen aus dem laufenden Geschäft gedeckt werden. Zu Beginn des Jahres 2014 haben sich die Rahmenbedingungen der Städtischen Musikschule Solingen GmbH erheblich erschwert, da die Gesellschaft sowohl betriebswirtschaftlich als auch inhaltlich pädagogisch große Herausforderungen zu bewältigen hat. Das Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2012/2013 weist einen Fehlbetrag aus, der auch nicht durch die Einzahlung der Gesellschafterin BSG in die Kapitalrücklage ausgeglichen werden kann. Damit mindert sich zum ersten Mal seit dem Jahr 2004 das Eigenkapital der Gesellschaft. Dieser Sachverhalt bedroht nicht die Existenz der Gesellschaft, markiert aber vor dem Hintergrund der anstehenden Herausforderungen einen Wendepunkt in der wirtschaftlichen Entwicklung der Gesellschaft. Da der von der Gesellschafterin BSG eingezahlte Betrag in die Kapitalrücklage seit 2008 unverändert geblieben ist und bei rückläufigen Schülerzahlen die Erlössituation ebenfalls stagniert, ist die Einnahmensituation der Gesellschaft nahezu ausgereizt. Dagegen stehen aber, dies zeigen auch die Zahlen der Gewinn- und Verlustrechnung, Steigerungen gleich mehrerer Kostenarten. Seit 2008 gab es Tarifsteigerungen von insgesamt 11,4 %, so dass der Personalaufwand also dementsprechend angestiegen ist. Für 2014 ist eine weitere Tariferhöhung im öffentlichen Dienst bereits beschlossen. Wie Gewinn- und Verlustrechnung zeigt, sind auch andere Kosten seit 2008 gestiegen, wie die Miete des Gebäudes, sämtliche Kosten, die im Zusammenhang mit Instrumentenwartung, Neuanschaffung usw. stehen. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass in absehbarer Zukunft die Honorare der freien Mitarbeiter erhöht werden sollten, da die letzte Honorarerhöhung mittlerweile fünf Jahre zurückliegt, weshalb die Fluktuation innerhalb der Honorarkräfte zuletzt erheblich zugenommen hat. Die Städt. Musikschule wird diese Kostensteigerungen nicht aus eigener Kraft bewältigen können. Zudem sind aus Sicht der Geschäftsführung die Potentiale für weitere Einsparmöglichkeiten kaum vorhanden. Das vorhandene Personal noch weiter abzubauen ist aus inhaltlicher Sicht nicht zu vertreten – die Schule könnte ihren Auftrag der Musikalisierung breiter Schichten der Bevölkerung nur sehr eingeschränkt erfüllen. Der hohe Einsatz von Honorarkräften stellt die Musikschule heute schon vor erhebliche organisatorische Probleme, insbesondere vor dem Hintergrund der sich strukturell veränderten Rahmenbedingungen (Ganztag, G8 usw.). Deshalb kann auch ein noch stärkerer Einsatz von Honorarkräften bei gleichzeitigem Abbau von festangestelltem Personal kein Beitrag zur Lösung der Ergebnisproblematik der Gesellschaft sein. 89 Beteiligungsbericht 2013 Städtische Musikschule Solingen GmbH Eine Möglichkeit, die Erlössituation zu verbessern, liegt in der Neugestaltung der Musikschulentgeltstruktur. Die damit verbundenen Entgelterhöhungen beinhalten allerdings die Gefahr, dass es zu Abmeldungen kommt und der beabsichtigte Effekt nicht erreicht wird. Weitere Risiken ergeben sich aus den zunehmend sinkenden Schülerzahlen, da das Zeitfenster für Kinder und Jugendliche für außerschulische Bildung immer geringer wird. Aber auch Kindergartenkinder finden nicht mehr in gewohnter Zahl den Weg in die Grundmusikalisierungskurse der Musikschule, da diese auch vermehrt ganztägig betreut werden. Dieser neuen Herausforderungen begegnet die Musikschule mit verstärkten Ausbau von Kooperationen, sowohl mit Kindergärten als auch mit Grund- und weiterführenden Schulen. Die Solinger Musikschule hat denn auch in den vergangenen Jahren ihre Kooperationen massiv ausgebaut, mittlerweile arbeitet sie mit 13 Schulen und 6 Kindergärten zusammen. Allerdings sind die vorhandenen Ressourcen für eine weitere Zunahme dieser Kooperationen begrenzt. Schon die bestehenden Kooperationen sind logistisch und organisatorisch kaum mehr zu bewältigen, da die Realisierung ausschließlich mit weisungsgebundenen Lehrkräften, als festangestellten Mitarbeitern und nicht mit Honorarkräften erfolgen kann. Folgende Geschäftsbereiche sollen weiter entwickelt werden: • • • • • • • • • Musikschulangebote in Schulen und Kindergärten („Jedem Kind ein Instrument/eine Stimme“, Streicher- und Bläserklassen) Projekte gemäß aktueller Nachfragen Begabtenförderung und studienvorbereitende Ausbildung Kooperationen bzw. Vernetzung mit anderen Bildungs- bzw. Kulturanbietern, Musikvereinen weitere Ausdifferenzierung und Qualifizierung der Angebotspalette im Kernunterrichtsbereich weitere Angebote im Bereich des allgemeinen gemeinsamen Musizierens Sponsoren- und Drittmittelakquise Positionierung der Chorzentrale als Dienstleister und Informationszentrale der deutschsprachigen Chöre (u. a. Überarbeitung der Homepage, Imageflyer) Regelmäßige internationale Veranstaltungen der Chorzentrale 90 Beteiligungsbericht 2013 Städtische Musikschule Solingen GmbH Entwicklung der Aktiva Entwicklung der Passiva Entwicklung der Erträge (in TEUR) Entwicklung der Aufwendungen (in TEUR) 91 Beteiligungsbericht 2013 Kunstmuseum Solingen Betriebsgesellschaft mbH 3.12. Kunstmuseum Solingen Betriebsgesellschaft mbH Wuppertaler Straße 160 42653 Solingen Telefon: 02 12 / 2 58 14 - 0 Fax: 02 12 / 2 58 14 - 44 E-Mail: info@kunstmuseum-solingen.de www.kunstmuseum-solingen.de gegründet: 11.07.1996 Gegenstand / Zweck des Unternehmens – Allgemeines Gegenstand und Zweck des Unternehmens ist die Förderung von Kunst und Kultur. Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch das Betreiben des Kunstmuseums Solingen. Die Gesellschaft ist zur Durchführung aller Maßnahmen und Geschäfte berechtigt, die mit dem genannten Unternehmenszweck zusammenhängen. Sie kann sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben Dritter bedienen. Nach Bedarf arbeitet sie mit anderen vergleichbaren Gesellschaften und Institutionen zusammen. Der öffentliche Zweck für die Beteiligung an der Gesellschaft ist somit erfüllt. Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH Verein Kunstmuseum Solingen e. V. Gesamt Stammkapitalanteil EUR % 51.000 51,00 49.000 49,00 100.000 100,00 Organe der Gesellschaft • Gesellschafterversammlung Norbert Feith, Oberbürgermeister (Vorsitzender) Kai Dahlmann, BSG Ernst Schneider, BSG beratende Mitglieder: Sebastian Haug, Ratsmitglied Tim Kurzbach, Ratsmitglied Christoph Link Rainer Villwock Angelika Witoch 92 Beteiligungsbericht 2013 Kunstmuseum Solingen Betriebsgesellschaft mbH • Geschäftsführung Dipl. Ökonom Kai Dahlmann Dr. phil. Rolf Jessewitsch • Beirat Norbert Feith, Oberbürgermeister Hans Knopper, Leiter Kulturbüro Rainer Villwock, Vorsitzender AKST Dr. Hans-Peter Rolshoven, Schatzmeister des Kunstmuseums Solingen e.V. Dr. Axel Tochtermann, Vorsitzender des Kunstmuseums Solingen e.V. Beschäftigtenzahlen Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2013 durchschnittlich: - Beschäftigte 6 Haftung / Nachschussverpflichtung Die BSG haftet gemäß GmbH-Gesetz mit ihrer Stammeinlage von EUR 51.000. Verflechtung mit dem Haushalt der Stadt Solingen keine 93 Beteiligungsbericht 2013 Kunstmuseum Solingen Betriebsgesellschaft mbH Wirtschaftliche Unternehmensdaten Bilanz im 3-Jahresvergleich Bilanz Position Anlagevermögen Immater. Vermögensg. Sachanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen Kassenbest., Bankguthaben Rechnungsabgrenzungsposten Nicht gedeckter Fehlbetrag Aktiva Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinn-/Verlustvortrag Jahresüberschuss/-fehlbetrrag Sonderposten Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Passiva 31.12.2011 TEUR % 168,3 54,0 1,0 0,3 167,3 53,7 94,3 30,3 79,3 25,4 5,8 1,8 9,3 3,0 17,8 5,7 31,3 10,0 311,7 100,0 0,0 0,0 100,0 32,1 214,7 68,9 -122,4 -39,3 -223,6 -80,4 105,9 34,0 40,5 13,0 151,3 48,5 14,1 4,5 311,7 100,0 31.12.2012 TEUR % 198,2 66,8 0,2 0,1 198,0 66,8 92,3 31,1 66,8 22,5 14,7 5,0 10,7 3,6 6,0 2,0 0,0 0,0 296,4 100,0 14,2 4,8 100,0 33,7 467,4 157,7 -346,0 -116,7 -207,2 -74,5 99,6 33,6 30,2 10,2 138,0 46,6 14,4 4,9 296,4 100,0 31.12.2013 TEUR % 180,4 56,8 0,0 0,0 180,4 56,8 61,3 19,3 46,5 14,6 7,5 2,3 7,3 2,3 14,7 4,6 61,5 19,4 317,9 100,0 0,0 0,0 100,0 31,5 682,1 214,6 -553,2 -174,0 -290,4 -91,4 93,3 29,3 26,2 8,3 183,9 57,9 14,5 4,5 317,9 100,0 GuV im 3-Jahresvergleich GuV - Position Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsen und ähnliche Aufwendungen Aufwendungen Erträge Aufwendungen Steuern Jahresergebnis 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2013 TEUR TEUR TEUR 172,1 136,4 117,9 510,3 486,9 492,2 682,4 623,3 610,0 51,3 29,8 36,2 328,5 326,6 339,9 17,9 20,9 18,7 491,9 432,7 492,8 2,2 1,0 1,2 891,8 811,0 888,8 682,4 891,8 14,2 -223,6 623,3 811,0 19,4 -207,2 610,0 888,8 11,6 -290,4 94 Beteiligungsbericht 2013 Kunstmuseum Solingen Betriebsgesellschaft mbH Kennzahlen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Kennzahlen 2011 % 2012 % 2013 % Vermögenslage Anlagenintensität Abschreibungsquote Investitionsquote Finanzlage Eigenkapitalquote Verschuldungsgrad Anlagendeckungsgrad I Ertragslage Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Materialaufwandsquote Personalaufwandsquote 54,0 9,9 -9,7 66,8 12,5 13,0 56,8 15,7 0,2 0,0 422,5 0,0 4,8 281,9 7,2 0,0 440,4 0,0 -66,5 29,8 190,9 -1.322,9 -63,0 21,9 239,5 -87,3 30,7 288,4 95 Beteiligungsbericht 2013 Kunstmuseum Solingen Betriebsgesellschaft mbH Entwicklung des Unternehmens Der Jahresfehlbetrag der Gesellschaft beläuft sich auf minus 290 TEUR und fällt im abgelaufenen Geschäftsjahr mit rund 83 TEUR schlechter aus, als im Vorjahr. Unter Berücksichtigung der direkt von der Gesellschafterin BSG in die Kapitalrücklage eingezahlten 214,7 TEUR liegt der wirtschaftliche Verlust bei 75,7 TEUR. Die Ursachen liegen sowohl in der gesunkenen Gesamtleistung als auch in den gestiegenen Aufwendungen. Die Gesamtleistung ging insgesamt um rund 13 TEUR gegenüber dem Vorjahr zurück. Bei den Umsatzerlösen sind vor allem die Eintrittsgelder um rund 12,5 TEUR und die Erlöse aus Ratssaalvermietung um rund 6 TEUR zurückgegangen. Addiert man die Beträge, ergibt sich mit 18 TEUR der Betrag, um den die Umsatzerlöse gesunken sind. Dagegen steht eine leichte Steigerung der sonstigen Erträge um rund 5 TEUR. Insgesamt haben sich die einzelnen Positionen unterschiedlich entwickelt. Das Spendenaufkommen lag mit rund 207 TEUR um ca. 15 TEUR unter dem Vorjahresniveau. Dabei blieben die Mittel der Stadt-Sparkasse Solingen, welche aus der Gewinnentnahme der Stadt Solingen bei der Stadt-Sparkasse resultieren, mit 170 TEUR unverändert. Die Stiftung Butz hat der Gesellschaft mit 90 TEUR rund 30 TEUR weniger zukommen lassen als im Vorjahr. Allerdings wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr auch nicht das alle zwei Jahre stattfindende Museumsfest durchgeführt, für das die Stiftung Butz genannten 30 TEUR spendet. Nahezu auf Vorjahresniveau bewegen sich Erlöse aus dem Art-Sponsoring Solingen mit 92 TEUR. Darüber hinaus erhielt die Gesellschaft für ihre Tätigkeit zum Thema „Verfolgte Künste“ einen Zuschuss der Bürgerstiftung, der mit 35 TEUR um 15 TEUR höher ausfiel, als im Vorjahr. Letzte Position von Bedeutung sind die öffentlichen Zuschüsse für Ausstellungen und Veranstaltungen zum Thema „Verfolgte Künste“ in Höhe von 48 TEUR. Dabei handelt es sich um Einmaleffekte, die in dieser Form im Vorjahr nicht aufgetreten sind. Die um 18 TEUR gesunkenen Umsatzerlöse und um 5 TEUR gestiegenen sonstigen betrieblichen Erträge ergeben saldiert in Minus von 13 TEUR. Die Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um rund 77 TEUR erhöht. Die Aufwendungen für bezogene Waren (Materialaufwand) liegen bei rund 36 TEUR und sind gegenüber dem Vorjahr um 6,3 TEUR gestiegen. Die Hauptursache für diese Steigerung liegt in der Wertberichtigung auf nicht verkauft Kataloge in Höhe von 8,7 TEUR. Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um rund 13 TEUR gestiegen. Dies liegt im Wesentlichen in den Tarifsteigerungen für die Angestellten der Gesellschaft. Gleichzeitig wurde eine weitere Arbeitskraft als Minijobber eingestellt. Ein Mitarbeiter hat die Gesellschaft zum 31.03.2013 verlassen. Damit waren zum Bilanzstichtag 31.12.2013 noch fünf Festangestellte und vier geringfügig Beschäftigte für die Gesellschaft tätig. Die Raumkosten liegen für das abgelaufene Geschäftsjahr bei 249 TEUR und bewegen sich damit fast auf Vorjahresniveau (Steigerung um 0,8 TEUR). Ausstellungsbedingt sind die Versicherungen um rund 5 TEUR gestiegen. Die Ausstellungskosten sind gegenüber dem Vorjahr um 17 TEUR gestiegen und belaufen sich nunmehr auf 53 TEUR. Die Fremdarbeiten im künstlerischen Bereich sind ebenfalls um rund 22 TEUR gestiegen Die periodenfremden Aufwendungen sind ebenfalls um 8,4 TEUR gestiegen. Darin enthalten sind rund 6,5 TEUR Grundabgaben für das Geschäftsjahr 2012, welche an die Kunstmuseum Solingen Grundstücksgesellschaft mbH zu entrichten waren. 96 Beteiligungsbericht 2013 Kunstmuseum Solingen Betriebsgesellschaft mbH Die Bilanz der Gesellschaft ist dadurch gekennzeichnet, dass auf der Aktiva ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von 61.527,52 EUR ausgewiesen wird. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft als reine Betriebsgesellschaft über eine relativ hohe Anlagenintensität, 56,75 % des Vermögens ist Anlagevermögen. Da in dem Betrag von 180 TEUR rund 125 TEUR Ausstellungsstück Bilder und Plastiken und die Restsumme sich auf Betriebsausstattung, Museumseinrichtung sowie die Bibliothek und den Flügel verteilen, sind die Abschreibungen mit rund 19 TEUR im Vergleich zum Gesamtaufwand sehr niedrig. Die Geschäftsführung erhielt Ende Januar 2014 durch die externe Buchhaltungsfirma die vorläufigen Zahlen zum Jahresabschluss 2013. Daraus ging hervor, dass aufgrund des voraussichtlichen negativen Jahresergebnisses zum Bilanzstichtag 31.12.2013 das Eigenkapital der Gesellschaft vollständig aufgezehrt sein würde und somit die bilanzielle Überschuldung der Gesellschaft vorliegt. Daraufhin hat die Geschäftsführung unverzüglich eine außerordentliche Gesellschafterversammlung einberufen, die am 04. Februar 2014 stattfand. Die Gesellschafter wurden ausführlich über die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung informiert. In dieser Situation war es von großer Bedeutung, dass die Gesellschaft unter Berücksichtigung der Kreditlinie in Höhe von 200.000 EUR aus dem Cashpool der BSG jederzeit in der Lage war, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Darüber hinaus hatte die Geschäftsführung den Gesellschaftern in Aussicht gestellt, dass so schnell als möglich eine positive Fortführungsprognose für die Geschäftsjahre 2014 und 2015 vorbereitet wird. Diese wurde den Gesellschaftern in einer weiteren Gesellschafterversammlung am 11. April 2014 vorgestellt und von diesen entsprechend beschlossen. Die Geschäftsführung hat mit der Wirtschaftsplanung 2014 und 2015 eine positive Fortführungsprognose für die Gesellschaft entwickelt. Dabei war eine wichtige Prämisse, dass die Rahmenbedingungen für die beiden nächsten Geschäftsjahre unverändert bleiben, d.h. die Planungen berücksichtigen ausschließlich den Betrieb der Kunstmuseum Solingen Betriebsgesellschaft mbH. Die Planungen sollen erst dann aktualisiert werden, wenn die zweite Gesellschaft – die Zentrum für verfolgte Künste GmbH -, die ebenfalls das Museum nutzen wird, gegründet ist und ihren Betrieb aufgenommen hat. Dazu gehört im Einzelnen, dass die Mittel der BSG in Höhe von 214,7 TEUR weiterhin komplett der Gesellschaft zur Verfügung gestellt werden. Wenn die Zentrums GmbH gegründet ist, wird die BSG 145 TEUR der Zentrums GmbH zur Verfügung stellen müssen. Diese Summe kann dann nur kompensiert werden, wenn möglichst in derselben Höhe Aufwendungen auf die Zentrums GmbH übertragen werden. Andernfalls ist die Differenz unbedingt durch die Gesellschaft einzusparen. Darüber hinaus sind die in vergangenen Jahren von der Stadt-Sparkasse Solingen gezahlten Finanzmittel in Höhe von 170 TEUR mindestens in Jahren 2014 und 2015 in voller Höhe an die Gesellschaft zu überweisen. Vor dem Hintergrund der Gründung der Zentrums GmbH war ursprünglich vorgesehen, von dem genannten Betrag 70 TEUR an die Solinger Kunst-Stiftung zu überweisen. Insgesamt ist davon auszugehen, dass die Gründung der Zentrums GmbH vor dem Hintergrund der von allen Gesellschaftern beschlossenen Verträge die weitere Existenz der Gesellschaft gefährdet, da sich zukünftig die Erlössituation verschlechtern wird und die erforderlichen Aufwandsreduzierungen durch Übertragung auf die Zentrums GmbH nicht verhandelt werden konnten. 97 Beteiligungsbericht 2013 Kunstmuseum Solingen Betriebsgesellschaft mbH Entwicklung der Aktiva Entwicklung der Passiva Entwicklung der Erträge (in TEUR) Entwicklung der Aufwendungen (in TEUR) 98 Beteiligungsbericht 2013 Bergische Symphoniker GmbH 3.13. Bergische Symphoniker – Orchester der Städte Remscheid und Solingen GmbH Konrad-Adenauer-Straße 72-74 42651 Solingen Telefon: 02 12 / 28 01 583 Fax: 02 12 / 28 01 582 E-Mail: Kontakt@BergischeSymphoniker.de www.BergischeSymphoniker.de gegründet: 22.08.1995 Gegenstand/Zweck des Unternehmens - Allgemeines Unternehmensgegenstand ist die Pflege und Förderung der Kunstgattungen Konzerte, Oper, Operette, Kammermusik, Musical, Bühnentanz, Schulkonzerte und Schulmusiken sowie die Zusammenarbeit mit ortsansässigen Chören. Mit der Fusion der städtischen Orchester Remscheid und Solingen im Jahre 1995 und der Gründung der Bergische Symphoniker - Orchester der Städte Remscheid und Solingen GmbH wurden zwei Ziele verfolgt, und zwar zum einen ein regelmäßiges Angebot an Konzerten und Musiktheater in beiden Gesellschafterstädten vorzuhalten, was sich aus dem kultur- und bildungspolitischen Auftrag der Gemeinden ergibt; und zum anderen die finanzielle Belastung, die sich mit dem Unterhalt jeweils eines eigenen Orchesters für die Städte verband, zu reduzieren. Die Unternehmensziele entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentlichen Zweck der Bergische Symphoniker - Orchester der Städte Remscheid und Solingen GmbH. Der öffentliche Zweck für die Beteiligung an der Gesellschaft ist somit erfüllt. Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH Stadt Remscheid Stiftung Bergische Symphoniker Gesamt Stammkapitalanteil EUR % 12.766 49,10 12.766 49,10 468 1,80 26.000 100,00 99 Beteiligungsbericht 2013 Bergische Symphoniker GmbH Organe der Gesellschaft • Gesellschafterversammlung Reiner Daams, Stiftung Bergische Symphoniker Kai Dahlmann, Geschäftsführer BSG Burkhard Mast-Weisz, Oberbürgermeister der Stadt Remscheid • Aufsichtsrat Die Stadt Solingen vertreten durch: Reiner Daams Eric Günther Sebastian Haug, Ratsmitglied Dieter Keller, Ratsmitglied Norbert Müller, Ratsmitglied Dr. Kay Zerlin, Ratsmitglied Die Stadt Remscheid vertreten durch: Björn Gottschalk, Ratsmitglied Monika Hein, Ratsmitglied Karl-Heinz Humpert, Ratsmitglied Klaus Küster, Ratsmitglied Volker Leitzbach, Ratsmitglied Beatrice Schließer, Ratsmitglied Die Stiftung Bergische Symphoniker vertreten durch: Harald Lux • Geschäftsführung Dipl.-Verwaltungswirt Stefan Schreiner Beschäftigtenzahlen Die Gesellschaft beschäftigte 2013 durchschnittlich: - Angestellte nach besonderer Festsetzung - Angestellte nach TVöD - Angestellte nach TVK/Haustarifvertrag - Gesamt 2 4 75 81 100 Beteiligungsbericht 2013 Bergische Symphoniker GmbH Haftung / Nachschussverpflichtung Die BSG haftet gemäß GmbH-Gesetz mit ihrer Stammeinlage von EUR 12.766. Verflechtungen mit dem Haushalt der Stadt Ergebnisplan Schulmusiken Schulkonzerte Für Inanspruchnahme der Bergischen Symphoniker Konzerte der Bergischen Symphoniker Betriebskosten Orchester EUR -17.850 -47.037 -106.340 -178.575 -1.658.285 Wirtschaftliche Unternehmensdaten Bilanz im 3-Jahresvergleich Bilanz-Position Anlagevermögen Immater. Vermögensg. Sachanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen Kassenbestand, Bankguthaben Rechnungsabgrenzungsposten Aktiva Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Passiva 31.08.2011 TEUR % 93,1 20,7 1,1 0,2 92,0 20,4 332,7 73,9 1,2 0,3 322,3 71,6 9,3 2,1 24,3 5,4 450,2 100,0 55,8 12,4 25,6 5,7 30,3 6,7 230,1 51,1 159,0 35,3 5,2 1,2 450,2 100,0 31.08.2012 TEUR % 88,3 18,5 0,8 0,2 87,5 18,4 356,8 74,8 1,9 0,4 354,4 74,3 0,5 0,1 31,8 6,7 476,8 100,0 55,8 11,7 25,6 5,4 30,3 6,4 278,1 58,3 124,2 26,1 18,7 3,9 476,8 100,0 31.08.2013 TEUR % 84,1 10,5 0,3 0,0 83,9 10,5 684,4 85,7 1,0 0,1 679,0 85,0 4,4 0,5 30,2 3,8 798,7 100,0 55,8 7,0 25,6 3,2 30,3 3,8 479,3 60,0 258,3 32,3 5,2 0,7 798,7 100,0 101 Beteiligungsbericht 2013 Bergische Symphoniker GmbH GuV im 3-Jahresvergleich GuV-Position Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Betriebskostenzuschuss Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsen und ähnliche Aufwendungen Aufwendungen Erträge Aufwendungen Steuern Jahresergebnis 31.08.2011 31.08.2012 31.08.2013 TEUR TEUR TEUR 1.034,3 963,7 944,3 561,1 519,1 665,7 0,2 0,5 0,5 3.415,3 3.696,8 3.545,2 5.010,9 5.180,1 5.155,7 305,0 360,7 345,0 4.370,9 4.483,3 4.465,1 18,8 21,2 23,9 316,2 314,8 323,1 0,0 0,1 0,0 5.010,9 5.180,1 5.157,3 5.010,9 5.010,9 0,0 0,0 5.180,1 5.180,1 0,0 0,0 5.155,7 5.157,3 -1,6 0,0 Kennzahlen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Kennzahlen 2011 % 2012 % 2013 % Vermögenslage Anlagenintensität Abschreibungsquote Investitionsquote Finanzlage Eigenkapitalquote Verschuldungsgrad Anlagendeckungsgrad I Ertragslage Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Materialaufwandsquote Personalaufwandsquote 20,7 2,1 4,5 18,5 2,4 3,7 10,5 2,4 3,5 12,4 706,1 60,0 11,7 753,7 63,3 7,0 1.330,2 66,4 0,0 0,0 37,4 465,2 -2,8 -0,3 36,5 472,9 -8,7 -0,6 38,6 470,6 102 Beteiligungsbericht 2013 Bergische Symphoniker GmbH Entwicklung des Unternehmens Die Bemühungen und Verhandlungen um den Erhalt der Bergischen Symphoniker zogen sich übergangslos wie ein roter Faden vom abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2011/2012 durch bis fast zum Ende des Wirtschaftsjahres 2012/2013. Kurz vor den Sommerferien 2013 wurde in den letzten Ratssitzungen vor der Sommerpause in beiden Gesellschafterstädten die neue vertragliche Ausgestaltung zum langfristigen Erhalt des Unternehmens beschlossen. Der unermüdliche Einsatz wichtiger Entscheidungsträger, ein von insbesondere den beiden Orchesterfreundeskreisen initiiertes und getragenes öffentliches Meinungsbild sowie das professionelle und kompromissbereite Verhalten der Beschäftigten machten letztendlich die gefundene politische Lösung mit einer vertraglich garantierten Mindestbestandszeit von 16 Jahren möglich. Trotz, oder gerade auch wegen dieser bedrohlichen Lage glänzte das Orchester durch musikalische Höchstleistungen. Ein dichtgedrängter Dienstplan mit 162 Aufführungen und das künstlerisch anspruchsvolle Programm des Generalmusikdirektors erschienen als nicht zu leistendes Arbeitspensum und wurden doch, so ist jedenfalls auch die einheitliche Wahrnehmung von außen, souverän und auf hohem Niveau gemeistert. Diese Professionalität und Leistungsfähigkeit zeigte sich ebenfalls bei den vielen Auftritten bei wirtschaftlich Dritten und wurde dort ebenfalls auch bestätigt. Wie sich anhand der nachfolgenden Ausführungen zeigt, konnte auch das 18. Wirtschaftsjahr der Bergische Symphoniker GmbH im Rahmen der Wirtschaftsplanung durchgeführt und die bewilligte Betriebskostenzuschusshöhe erneut unterschritten werden. Die Bilanz zum 31. August 2013 weist eine Bilanzsumme von 798,7 TEUR nach 476,8 TEUR im Vorjahr aus. Das langfristig gebundene Vermögen beträgt 10,5 % der Bilanzsumme nach 18,5 % im Vorjahr. Die erhöhte Bilanzsumme ergibt sich im Wesentlichen aus der Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und ist stichtagsbedingt. Die Eigenkapitalquote beträgt 7,0 % nach 11,7 % im Vorjahr. Ursächlich für die Reduzierung der Quote ist die Erhöhung der Bilanzsumme. Das kurzfristige Fremdkapital betrug im Berichtsjahr 742,9 TEUR nach 420,9 TEUR im Vorjahr. Die Erhöhung der Rückstellung in Höhe von 201,2 TEUR sowie die Erhöhung der Verbindlichkeiten für Lieferungen und Leistungen und Sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 134,2 TEUR sind hierbei ursächlich für die Erhöhung. Gegenläufig wirkt die Reduzierung des Rechnungsabgrenzungspostens um 13,5 TEUR. Die Umsatzerlöse setzen sich mehrheitlich aus Konzert- und Musiktheaterveranstaltungen in den Gesellschafterstädten Remscheid und Solingen zusammen. Sonstige Veranstaltungserlöse sind Erträge aus musikalischen Tätigkeiten für wirtschaftlich Dritte. Die Gesamtzahl der Aufführungen in der Spielzeit 2012/2013 beträgt 162 (Vj.: 156). Wie im Vorjahr wurden über die Grundabnahme hinaus zwei Konzerte in Städt. Kliniken in Remscheid und Solingen, zwei Aufführungen "Nacht der Kultur", zehn zusätzliche Konzerte in Seniorenwohnanlangen und ein Benefiz-Konzert für Radio RSG durchgeführt. 103 Beteiligungsbericht 2013 Bergische Symphoniker GmbH Die Überlassung des Proberaums „Am Bruch“ für Einstudierungen für wirtschaftlich Dritte führte zu einer Kostenerstattung von 9,2 TEUR. Die Erträge bei wirtschaftlich Dritten übersteigen mit 272,5 TEUR wiederum die ursprüngliche Wirtschaftsplanung. Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit 832,7 TEUR um 152,5 TEUR höher, als in der Planung vorgesehen. Ursächlich hierfür sind mehrere Faktoren. In Absprache mit der Bezirksregierung braucht die für Personalzwecke zweckgebundene Landeszuweisung nicht separat ausgewiesen zu werden. Sie dient der allgemeinen Personalkostenbezuschussung. Dadurch entfällt eine Ausweisung als "außerordentlicher Ertrag." Eine nicht vorgesehene Personalkostenerstattung in Höhe von 69 TEUR, eine Steuererstattung aus Vorjahren, eine Versicherungsentschädigung und höhere Kostenerstattungen bei wirtschaftlich Dritten führten zu dem ausgewiesen Anstieg der Einnahmen. Die erfolgreiche Akquise konnten erneut und eher unerwartet erfreulich hohe Werbeund Sponsoringerträge erzielt werden. Den Einnahmen stehen entsprechende Ausgaben gegenüber (siehe hierzu Gewinn- und Verlustrechnung, Pos. 3, Materialaufwand). Sie führten zu einer Unterschreitung der Erstattungsleistung der Gesellschafter um rd. 7 TEUR. Die Aufwendungen für die Gesellschafterstädte im Bereich Solisten und Aushilfen liegen nur für Remscheid leicht über dem Ansatz. Ursächlich hierfür ist die Planung und Durchführung der Meisterkonzertreihe. Obwohl hier ebenfalls die Kosten für den vorher nicht planbaren Bereich Musiktheater enthalten sind, führte die Unterschreitung der Planansätze für partiturbedingte Aushilfen und Solisten zu einem insgesamt sicherlich vertretbaren Ergebnis. Der Förderbetrag der Freundeskreise für Solisten und Aushilfen sowie Unterstützungsleistungen für Schulmusiken und Schulkonzerte erreichte mit über 27 TEUR nur für diesen Bereich eine Rekordhöhe, die sich in Folgejahren sicherlich nicht so einfach wiederholen lässt. Die sonstigen Aufwendungen überschreiten die Planung um 39 TEUR. Auch in diesem Jahr liegt der Hauptgrund in der nicht vorhersehbaren Höhe der situationsbedingten Ausgaben für Beratung und Prüfung, die den Ansatz um 20,4 TEUR übersteigen. Die im letzten Lagebericht abgegebene Prognose ist somit leider eingetreten. Mit dem 10. Philharmonischen Konzert hatten die Naturfelle eines Paukensatzes und der großen Trommel "Dicke Berta" ihre Einsatzmöglichkeiten überschritten und mussten unplanmäßig noch vor Beginn der neuen Spielzeit erneuert werden. Dies führte zu einer Überschreitung des Planansatzes in Höhe von 6,9 TEUR. Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurde der Planansatz für Betriebskostenzuschüsse (BKZ) im Soll/Ist-Vergleich um 266,3 TEUR unterschritten. Dies verringert sich um die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 133 TEUR, die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten sind. Somit ist nach nicht bilanziellem Verständnis der BKZ je Gesellschafter erneut mit 67,8 TEUR nicht in Anspruch genommen worden. Durch die Gewährung von Betriebskostenzuschüssen in Höhe von insgesamt 3.471,2 TEUR (Vj.: 3.545,2 TEUR) beträgt das Jahresergebnis 0 TEUR. 104 Beteiligungsbericht 2013 Bergische Symphoniker GmbH Der Rechtsstreit zwischen der Deutschen Orchestervereinigung und dem Bühnenverein über die Übernahme von Tarifanpassungen im öffentlichen Dienst wurde im September in letztendlicher Instanz vor dem BAG entschieden. Erwartungsgemäß wurde die Auffassung des Bühnenvereins bestätigt. Die Tarifparteien haben sich inzwischen auf eine Tarifsteigerung ab dem 1. November 2013 und Tarifnachzahlungen für die Jahre 2010 bis 2013 geeinigt. Die hierfür gebildeten Rückstellungen wurden aufgelöst. Die Überlegungen und Verhandlungen zum Erhalt des Unternehmens machten eine auf die einzelnen Wirtschaftsjahre bis 2021 bezogene Personalplanung notwendig. Diese Planung sieht eine sozialverträgliche Abschmelzung des Klangkörpers auf 66 Personale auf der Basis der Kostengröße des Tarifabschlusses 2013 zzgl. einer vertretbaren Tarifsteigerung vor. Die zwischen den Gesellschaftern abgestimmte Abschmelzung des Betriebskostenzuschusses vollzieht diese Planung nach. Somit kann die Grundsicherung der wirtschaftlichen Planung aus Sicht der Geschäftsführung als gesichert angesehen werden. Gespräche mit dem Kölner Männergesangverein noch in den Saisonferien 2012/2013 führten zu einer noch engeren Zusammenarbeit. So sind die Bergischen Symphoniker ab der Spielzeit 2013/2014 zusätzlich auch das Begleitorchester für die philharmonischen Konzerte der KMGV in der Philharmonie Köln. Darüber hinaus besteht die Bereitschaft zu weiteren gemeinsamen Gastauftritten, die derzeit auch in Remscheid und Solingen geprüft werden. In 2013 hat die Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH 49,1 % der Anteile an der Gesellschaft übernommen. Hiermit wurde die von der Stadt Solingen beschlossene Beteiligungsstruktur umgesetzt. 105 Beteiligungsbericht 2013 Bergische Symphoniker GmbH Entwicklung der Aktiva Entwicklung der Passiva Entwicklung der Erträge (in TEUR) Entwicklung der Aufwendungen (in TEUR) 106 Beteiligungsbericht 2013 Wasserwerk Baumberg GmbH 3.14. Wasserwerk Baumberg GmbH Beethovenstraße 210 42655 Solingen Telefon: 02 12 / 2 95 11 11 Fax: 02 12 / 2 95 31 00 E-Mail: d.marenbach@sws-solingen.de gegründet: 11.01.1971 Gegenstand/Zweck des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung und der Betrieb einer Wassergewinnungsanlage in Monheim-Baumberg und einer Wasseraufbereitungsanlage in HildenKarnap zur Versorgung der Städte Solingen und Hilden mit Trink- und Brauchwasser; die damit zusammenhängenden Nebengeschäfte werden von dem Gegenstand des Unternehmens umfasst. Die Gesellschaft darf auch andere Abnehmer beliefern. Umgekehrt sind die Gesellschafter nicht verpflichtet, ihren Bedarf an Trink- und Brauchwasser ausschließlich durch die Gesellschaft zu decken. Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Stadtwerke Solingen GmbH Stadtwerke Hilden GmbH Gesamt Stammkapitalanteil EUR % 100.000 50,00 100.000 50,00 200.000 100,00 Organe der Gesellschaft • Gesellschafterversammlung Ernst Schneider, BSG (Vorsitzender) Hans-Ullrich Schneider (stv. Vorsitzender) Andreas Schwarberg, SWS GmbH • Aufsichtsrat Birgit Alkenings, Bürgermeisterin der Stadt Hilden Torsten Brehmer, Ratsmitglied der Stadt Hilden Manfred Krause, Ratsmitglied der Stadt Solingen Ernst Lauterjung, Ratsmitglied der Stadt Solingen Rainer Pennekamp, Stadtwerke Düsseldorf Ernst Schneider, Geschäftsführer BSG 107 Beteiligungsbericht 2013 Wasserwerk Baumberg GmbH Wolfgang Greve-Tegeler, Ratsmitglied der Stadt Hilden Carsten Voigt, Ratsmitglied der Stadt Solingen • Geschäftsführung Andreas Schwarberg Hans-Ullrich Schneider Beschäftigtenzahlen Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2013 durchschnittlich: - Beschäftigte 6 Haftung/Nachschussverpflichtung Die SWS GmbH haftet gemäß GmbH-Gesetz mit ihrer Stammeinlage von EUR 100.000. Verflechtungen mit dem Haushalt der Stadt keine Wirtschaftliche Unternehmensdaten Bilanz im 3-Jahresvergleich Bilanz-Position Anlagevermögen Immater. Vermögensg. Sachanlagen Umlaufvermögen Vorräte Foderungen Kassenbest., Bankguthaben Rechnungsabgrenzungsposten Aktiva Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Verlustvortrag Jahresüberschuss/-fehlbetrrag Rückstellungen Verbindlichkeiten Passiva 31.12.2011 TEUR % 6.654,3 88,7 27,1 0,4 6.627,2 88,3 843,8 11,2 7,4 0,1 149,0 2,0 687,5 9,2 4,1 0,1 7.502,2 100,0 1.352,1 18,0 200,0 2,7 2.800,0 37,3 300,0 4,0 -2.247,9 -30,0 300,0 4,0 15,0 0,2 6.135,1 81,8 7.502,2 100,0 31.12.2012 TEUR % 6.404,9 83,9 25,3 0,3 6.379,5 83,6 1.223,7 16,0 9,9 0,1 189,4 2,5 1.024,4 13,4 5,1 0,1 7.633,6 100,0 2.035,4 26,7 200,0 2,6 2.800,0 36,7 300,0 3,9 -1.947,9 -25,5 683,3 9,0 15,0 0,2 5.583,3 73,1 7.633,6 100,0 31.12.2013 TEUR % 6.392,9 86,9 23,6 0,3 6.369,4 86,6 956,6 13,0 10,8 0,1 72,4 1,0 873,4 11,9 5,1 0,1 7.354,7 100,0 2.335,4 31,8 200,0 2,7 2.800,0 38,1 300,0 4,1 -1.264,6 -17,2 300,0 4,1 15,0 0,2 5.004,3 68,0 7.354,7 100,0 108 Beteiligungsbericht 2013 Wasserwerk Baumberg GmbH GuV im 3-Jahresvergleich GuV-Position Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsen und ähnliche Aufwendungen Aufwendungen Erträge Aufwendungen Steuern Jahresergebnis 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2013 TEUR TEUR TEUR 3.483,9 3.359,7 3.100,3 1,4 17,5 19,8 3.485,3 3.377,2 3.120,1 2.257,5 1.759,9 1.866,5 60,5 65,0 68,5 450,9 448,1 450,7 140,2 168,8 198,2 262,4 238,0 222,5 3.171,5 2.679,9 2.806,4 3.485,3 3.171,5 13,8 300,0 3.377,2 2.679,9 14,1 683,3 3.120,1 2.806,4 13,7 300,0 Kennzahlen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Kennzahlen 2011 % 2012 % 2013 % Vermögenslage Anlagenintensität Abschreibungsquote Investitionsquote Finanzlage Eigenkapitalquote Verschuldungsgrad Anlagendeckungsgrad I Ertragslage Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Materialaufwandsquote Personalaufwandsquote 88,7 12,9 0,6 83,9 13,4 1,6 86,9 14,5 3,4 18,0 454,9 20,3 26,7 275,1 31,8 31,8 214,9 36,5 23,2 7,7 64,8 1,7 34,3 12,3 52,4 1,9 13,4 7,3 60,2 2,2 109 Beteiligungsbericht 2013 Wasserwerk Baumberg GmbH Entwicklung des Unternehmens Die Wasserwerk Baumberg GmbH verfügt über Wasserrechte von insgesamt 12,25 Mio. cbm/Jahr. Sie liefert derzeit Trinkwasser ausschließlich an ihre Gesellschafter. Die Wasserabgabe entwickelte sich wie folgt: 2013 cbm Stadtwerke Solingen GmbH Stadtwerke Hilden GmbH Gesamt 1.175.594 % 26,0 cbm 978.405 2012 % 22,5 Veränderungen cbm + 197.189 3.340.998 74,0 3.366.682 77,5 - 25.684 4.516.592 100,0 4.345.087 100,0 + 171.505 Die gelieferte Wassermenge ist um 3,9 % gestiegen. Bei Umsatzerlösen von 3.100 TEUR, sonstigen betrieblichen Erträgen von 20 TEUR und Betriebsaufwendungen von 2.820 TEUR wurde ein Jahresüberschuss von 300 TEUR (Vorjahr 683 TEUR) erwirtschaftet. Der Jahresüberschuss entspricht den Beschlüssen von Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung. Die vereinbarte Ermittlung des Wasserpreises auf Basis der Kosten zzgl. Gewinnaufschlag garantiert derzeit ein positives Jahresergebnis. Die Investitionen betrugen im Berichtsjahr 439 TEUR. Das Vermögen der Gesellschaft, das zu 86,9 % auf langfristig gebundene Vermögensgegenstände (Anlagevermögen) entfällt, ist zu 31,7 % durch Eigenkapital und zu 68,3 % durch mittel- und langfristig zur Verfügung stehende Fremdmittel finanziert. Der Jahresüberschuss des Vorjahres ist mit dem Verlustvortrag verrechnet worden. Zukünftige Risiken in wirtschaftlicher Hinsicht bestehen aufgrund der besonderen Konstellation nur bei unvorhersehbarem Investitionsbedarf oder als Folge massiver Umweltschäden und Wasserverunreinigungen. 110 Beteiligungsbericht 2013 Wasserwerk Baumberg GmbH Entwicklung der Aktiva Entwicklung der Passiva Entwicklung der Erträge (in TEUR) Entwicklung der Aufwendungen (in TEUR) 111 Beteiligungsbericht 2013 ELBA Omnibusreisen GmbH 3.15. ELBA Omnibusreisen GmbH Lierenfelder Straße 40 40231 Düsseldorf Telefon: 02 11 / 582 47 30 E-Mail: dirk.bögershausen@elba-bus.de gegründet: 06.08.1945 Gegenstand/Zweck des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist gemäß § 3 des Gesellschaftsvertrags die auftragsweise Durchführung von Linienverkehren mit Omnibussen und übrigen Verkehrsmitteln, Vermietung von Omnibussen und Personenkraftwagen, Vertretung anderer Verkehrsgesellschaften, die Durchführung und Abwicklung einschlägiger Geschäfte und deren Ausdehnung auf verwandte Gewerbe im Rahmen der kommunalrechtlichen Möglichkeiten. Darüber hinaus kann sie sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben anderer Unternehmen bedienen. Die Gesellschaft kann ferner Niederlassungen errichten und Interessengemeinschaften beitreten oder solche eingehen. Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Rheinbahn AG Stadtwerke Remscheid GmbH Stadtwerke Solingen GmbH ELBA durch den Einzug eigener Anteile Gesamt Stammkapitalanteil EUR % 62.500 25,00 62.500 25,00 62.500 25,00 -62.500 187.500 25,00 100,00 Organe der Gesellschaft • • Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Dirk Bögershausen 112 Beteiligungsbericht 2013 ELBA Omnibusreisen GmbH Beschäftigtenzahlen Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2013 durchschnittlich: - Beschäftigte 143 Haftung/Nachschussverpflichtung Die SWS GmbH haftet gemäß GmbH-Gesetz mit ihrer Stammeinlage von EUR 62.500. Verflechtungen mit dem Haushalt der Stadt keine Wirtschaftliche Unternehmensdaten Bilanz im 3-Jahresvergleich Bilanz-Position Anlagevermögen Immater. Vermögensg. Sachanlagen Umlaufvermögen Forderungen Kassenbest., Bankguthaben Rechnungsabgrenzungsposten Aktiva Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinn-/Verlustvortrag Jahresüberschuss/-fehlbetrrag Rückstellungen Verbindlichkeiten Passiva 31.12.2011 TEUR % 524,7 34,1 87,0 5,7 437,7 28,5 1.012,2 65,9 126,8 8,2 885,4 57,6 0,0 0,0 1.536,9 100,0 757,9 49,3 187,5 12,2 1.588,7 103,4 -1.190,5 -77,5 172,2 11,2 459,2 29,9 319,8 20,8 1.536,9 100,0 31.12.2012 TEUR % 502,3 31,2 62,1 3,9 440,2 27,3 1.104,7 68,6 458,1 28,4 646,7 40,1 4,3 0,3 1.611,4 100,0 1.016,6 63,1 187,5 11,6 398,2 24,7 0,0 0,0 387,9 24,1 454,3 28,2 140,5 8,7 1.611,4 100,0 31.12.2013 TEUR % 475,4 24,2 38,6 2,0 436,8 22,3 1.477,6 75,4 592,6 30,2 885,0 45,1 7,6 0,4 1.960,6 100,0 1.101,9 56,2 187,5 9,6 398,2 20,3 0,0 0,0 376,2 19,2 648,5 33,1 210,2 10,7 1.960,6 100,0 113 Beteiligungsbericht 2013 ELBA Omnibusreisen GmbH GuV im 3-Jahresvergleich GuV-Position Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsen und ähnliche Aufwendungen Aufwendungen Erträge Aufwendungen Steuern Jahresergebnis 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2013 TEUR TEUR TEUR 6.835,9 7.185,8 7.613,2 45,4 107,9 144,0 0,5 0,9 0,3 6.881,8 7.294,6 7.757,5 1.761,7 1.803,2 1.914,7 4.485,3 4.687,2 4.877,5 23,8 30,6 33,9 436,3 375,9 385,4 0,0 0,0 0,0 6.707,1 6.896,9 7.211,5 6.881,8 6.707,1 2,4 172,2 7.294,6 6.896,9 9,9 387,9 7.757,5 7.211,5 169,8 376,2 Kennzahlen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Kennzahlen 2011 % 2012 % 2013 % Vermögenslage Anlagenintensität Abschreibungsquote Investitionsquote Finanzlage Eigenkapitalquote Verschuldungsgrad Anlagendeckungsgrad I Ertragslage Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Materialaufwandsquote Personalaufwandsquote 34,1 0,1 0,0 31,2 0,1 -6,8 24,2 0,1 0,7 49,3 102,8 144,4 63,1 58,5 202,4 56,2 77,9 231,8 23,0 11,4 25,8 65,6 39,1 24,7 25,1 65,2 49,6 27,9 25,1 64,1 114 Beteiligungsbericht 2013 ELBA Omnibusreisen GmbH Entwicklung des Unternehmens Maßgeblich bestimmt wurde der Geschäftsverlauf im Jahr 2013 durch die planmäßige Erbringung von Verkehrsdienstleistungen im Linienverkehr für die Gesellschafter Stadtwerke Remscheid GmbH, Rheinbahn AG und Stadtwerke Solingen GmbH. Der Abwicklung der Leistungen im Jahr 2013 lagen folgende Eckdaten zugrunde: Umsatz ca. 7,6 Mio. EUR (Vorjahr: 7,2 Mio. EUR), Leistung: ca. 3,2 Mio. Nwkm, (Vorjahr: 3,0 Mio. Nwkm), durchschnittlich 143 Mitarbeiter (Vorjahr: 141 Mitarbeiter). Im Geschäftsjahr 2013 wurde ein Jahresüberschuss von 376,2 TEUR (Vorjahr: 387,9 TEUR) erzielt. Die Geschäftsbesorgung der ELBA-Omnibusreisen GmbH wurde im Berichtsjahr durch die Rheinbahn AG übernommen. Die geplanten Umsatzerlöse wurden bei allen drei Auftraggebern gegenüber dem Wirtschaftsplan um 4 % leicht übertroffen. Die ELBA erbringt ihre Leistungen mit angemieteten Fahrzeugen der Auftraggeber. Dieses Verfahren soll sich in künftigen Jahren beibehalten werden. Die Umsatzerlöse konnten in 2013 gegenüber dem Vorjahr um 427,5 TEUR auf 7.613,2 TEUR aufgrund der Fahrleistungssteigerung erhöht werden. Das Grundstück „Lüntenbecker Weg" in Wuppertal ist seit dem 2. Quartal 2013 mit einer Laufzeit bis zunächst März 2015 vermietet. Die Mieteinnahmen des unbebauten, asphaltierten Grundstücks tragen mit 46 TEUR (Vorjahr: 4 TEUR) zum Ergebnis bei. Im Vorjahr konnte die Fläche lediglich fallweise als Parkfläche für Veranstaltungen in der Umgebung vermietet werden. Der Materialaufwand (im Wesentlichen generiert durch die Anmietkosten für Fahrzeuge zur Leistungserbringung) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 111,5 TEUR (+6,2 %) auf 1.914,7 TEUR. Der Personalaufwand stieg um 190,3 TEUR (+4,1 %) auf insgesamt 4.877,5 TEUR; hier ist eine tarifliche Anhebung der Entgelte zum 1. Juni 2013 enthalten. Die Personalstärke wurde im Einklang zur Leistung im Berichtsjahr angepasst. Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 349,2 TEUR auf 1.960,6 TEUR erhöht. Das Anlagevermögen ist hauptsächlich durch das im Besitz der Gesellschaft befindliche Grundstück „Lüntenbecker Weg" in Wuppertal mit einem Bilanzwert in Höhe von 420 TEUR bestimmt. Die Verringerung des Anlagevermögens in Höhe von 27 TEUR resultiert im Wesentlichen aus Abschreibungen von Software-Lizenzen sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Erhöhung des Umlaufvermögens in Höhe von 373 TEUR ergibt sich im Wesentlichen aus einer Erhöhung der Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 135 TEUR sowie einer Erhöhung der Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 238 TEUR. 115 Beteiligungsbericht 2013 ELBA Omnibusreisen GmbH Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital im Vergleich zum Vorjahr um 85,3 TEUR. Die Rückstellungen stiegen um 194,2 TEUR, die Verbindlichkeiten erhöhten sich um 69,7 TEUR. Die ELBA behauptet sich inzwischen in einem schwierigen Umfeld und spielt eine wesentliche Rolle im ÖPNV der Städte Düsseldorf, Mettmann, Remscheid und Solingen. Mit einer substantiellen Ausweitung des Geschäftes und Veränderungen in der Vermögens- und Finanzlage ist insgesamt nicht zu rechnen. Für das Jahr 2014 wird ein positives Ergebnis bei einer Steigerung der Nutzwagenkm-Leistung um 0,2 Mio. Nwkm auf insgesamt 3,4 Mio. Nwkm erwartet. Das geplante Ergebnis für 2014 beträgt 366 TEUR bei geplanten Umsätzen von 8.141 TEUR mit durchschnittlich 152 Mitarbeiter/innen. Im Zuge der Planung wurden keine personalkostenwirksamen Tarifsteigerungen in Verbindung mit ertragswirksamen Leistungs-Preissteigerungen geplant. Es ist beabsichtigt, etwaige Tariferhöhungen des Entgelt-Haustarifvertrages ab dem 1. Juni 2014 bei Notwendigkeit im Sinne der Erreichbarkeit des geplanten Ergebnisses an die Auftraggeber in Form von Fahrleistungspreisanpassungen weiterzugeben. Optimierungs- und Steuerungsmöglichkeiten sind im Wesentlichen auf den Personaleinsatz begrenzt und hängen fast vollständig von den zukünftigen tarifvertraglichen Rahmenbedingungen für die Beschäftigten sowie der Akquisition von Sonderaufträgen Dritter ab. Risiken werden anhand eines Risikokataloges laufend überwacht und nach ihrer Risikostruktur- und Ereigniswahrscheinlichkeit bewertet. Wesentliche Risiken können für die Gesellschaft aus dem Fortfall der Konzessionen bei den Gesellschaftern und dem damit verbundenen Wegfall der wesentlichen Auftragsgrundlagen ergeben. Weitere Risiken liegen in der Kündigung bzw. dem Auslaufen von Fahrleistungsverträgen der Gesellschafter ohne Folgeaufträge sowie in überhöhten Tarifforderungen bei der Vergütung der Beschäftigten, die durch Ertragssteigerungen (Weitergabe der Mehrkosten in Fahrleistungspreisen) nicht aufgefangen werden könnten. Bestandsgefährdende Risiken sind aus Sicht der Geschäftsführung jedoch nicht zu erkennen. Chancen für die gesamte ÖPNV-Branche bestehen im wachsenden Umweltbewusstsein der Gesellschaft und einem weiteren Anstieg der Energiekosten. Dadurch ist in Verbindung mit einer weiteren "Entschleunigung" des Individualverkehrs bei gleichsamen Beschleunigungsmaßnahmen im Buslinienverkehr von einem weitergehenden Anstieg der Fahrgastzahlen im Öffentlichen Personennahverkehr auszugehen. 116 Beteiligungsbericht 2013 ELBA Omnibusreisen GmbH Entwicklung der Aktiva Entwicklung der Passiva Entwicklung der Erträge (in TEUR) Entwicklung der Aufwendungen (in TEUR) 117 Beteiligungsbericht 2013 Bergische Trinkwasser-Verbund-GmbH 3.16. Bergische Trinkwasser-Verbund-GmbH Bromberger Str. 39-41 42271 Wuppertal Telefon: 02 02 / 5 69 43 01 Fax: 02 02 / 5 69 43 00 E-Mail: preis@bwllabor.de gegründet: 07.08.1973 Gegenstand/Zweck des Unternehmens Gegenstand der Gesellschaft ist die partnerschaftliche Beteiligung und Mitwirkung bei der Entnahme, Fortleitung und Überwachung von Rohwasser aus der Großen DhünnTalsperre, bei der Aufbereitung und der Weiterleitung des Trinkwassers. Dazu gehören insbesondere die Überwachung und Mitsteuerung von Planung, Bau und Betrieb der Roh- und Trinkwassertransportleitungen, der Aufbereitungsanlage, der Pumpwerke und der dazugehörigen Nebenanlagen im Sinne eines wirtschaftlichen Baus und Betriebs der Anlagen sowie Kostenverteilung. Gegenstand der Gesellschaft ist ferner das Betreiben des Bergischen Wasser- und Umweltlabors. Dazu gehören insbesondere die Durchführung von Untersuchungen und Beratungen sowie die Erstellung von Berichten und Gutachten in den Bereichen Wasser, Umwelt, Abfall und Altlasten. Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Wuppertaler Stadtwerke AG EWR GmbH Stadtwerke Solingen GmbH Energieversorgung Leverkusen GmbH & Co. KG Gesamt Stammkapitalanteil EUR % 45.700 45,70 22.000 22,00 19.850 19,85 12.450 12,45 100.000 100,00 Organe der Gesellschaft • • Gesellschafterversammlung Geschäftsführung Dipl.-Ök. Claudia Fischer Dr. Thomas Hoffmann Rolf Menzel Andreas Schwarberg 118 Beteiligungsbericht 2013 Bergische Trinkwasser-Verbund-GmbH Beschäftigtenzahlen Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2013 durchschnittlich: - Beschäftigte 38 Haftung/Nachschussverpflichtung Die SWS GmbH haftet gemäß GmbH-Gesetz mit ihrer Stammeinlage von EUR 19.850. Verflechtungen mit dem Haushalt der Stadt keine Wirtschaftliche Unternehmensdaten Bilanz im 3-Jahresvergleich 31.12.2011 TEUR % 1.234,6 73,3 32,1 1,9 1.202,5 71,3 449,1 26,6 44,4 2,6 399,8 23,7 4,9 0,3 1,7 0,1 1.685,4 100,0 110,0 6,5 100,0 5,9 10,0 0,6 283,3 16,8 1.292,1 76,7 1.685,4 100,0 31.12.2012 TEUR % 1.236,3 75,4 82,0 5,0 1.154,4 70,4 402,2 24,5 36,3 2,2 358,0 21,8 7,9 0,5 0,5 0,0 1.639,1 100,0 110,0 6,7 100,0 6,1 10,0 0,6 286,8 17,5 1.242,3 75,8 1.639,1 100,0 31.12.2013 TEUR % 1.013,5 70,5 76,0 5,3 937,5 65,2 423,8 29,5 30,0 2,1 387,0 26,9 6,7 0,5 0,1 0,0 1.437,3 100,0 110,0 7,7 100,0 7,0 10,0 0,7 301,5 21,0 1.025,8 71,4 1.437,3 100,0 Bilanz-Position Anlagevermögen Immater. Vermögensg. Sachanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen Kassenbestand, Bankguthaben Rechnungsabgrenzungsposten Aktiva Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Rückstellungen Verbindlichkeiten Passiva 119 Beteiligungsbericht 2013 Bergische Trinkwasser-Verbund-GmbH GuV im 3-Jahresvergleich GuV-Position Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsen und ähnliche Aufwendungen Aufwendungen Erträge Aufwendungen Steuern Abgeführter Gewinn Jahresergebnis 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2013 TEUR TEUR TEUR 3.746,37 3.870,49 3.867,11 190,10 193,19 198,52 3.936,47 4.063,67 4.065,63 495,70 543,55 498,70 2.643,91 2.718,02 2.787,32 276,73 304,97 298,77 412,22 394,11 381,20 23,79 14,09 11,72 3.852,35 3.974,74 3.977,71 3.936,47 3.852,35 24,01 60,11 0,00 4.063,67 3.974,74 30,76 58,18 0,00 4.065,63 3.977,71 31,15 56,78 0,00 Kennzahlen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Kennzahlen 2011 % 2012 % 2013 % Vermögenslage Anlagenintensität Abschreibungsquote Investitionsquote Finanzlage Eigenkapitalquote Verschuldungsgrad Anlagendeckungsgrad I Ertragslage Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Materialaufwandsquote Personalaufwandsquote 73,3 7,3 -1,0 75,4 7,8 5,1 70,5 7,4 1,6 6,5 1.432,2 8,9 6,7 1.390,1 8,9 7,7 1.206,7 10,9 76,5 6,4 13,2 70,6 80,9 6,3 14,0 70,2 79,9 6,9 12,9 72,1 120 Beteiligungsbericht 2013 Bergische Trinkwasser-Verbund-GmbH Entwicklung des Unternehmens Der Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft wurden auch im Jahr 2013 maßgeblich durch den seit 1994 bestehenden Geschäftsbereich Bergisches Wasser- und Umweltlabor (bwl) bestimmt. Im Wirtschaftsplan für das Jahr 2013 wurde ein Ergebnis von 29 TEUR geplant, dass mit 57 TEUR vor Gewinnabführung deutlich übertroffen wurde. Der im Geschäftsjahr erzielte Gewinn wird im Rahmen des Organschaftvertrages mit Ergebnisabführungsvereinbarung an die Vereinigung der Gesellschafter der Bergischen Trinkwasser-Verbund-GmbH (GbR) abgeführt. Im 20. Geschäftsjahr erbringt das bwl als anerkannter und etablierter RegionalDienstleister Labor- und Beratungsleistungen überwiegend im Bergischen Land. Schwerpunkt der Geschäftsaktivitäten sind Wasseruntersuchungen aller Art für verschiedene Auftraggeber, insbesondere jedoch die Untersuchungen von Roh- und Trinkwasser sowie deren Ressourcen für Unternehmen der Wasserversorgung. Der Bereich Umwelt umfasst Dienstleistungen für Entsorgungsunternehmen, Deponien und Müllverbrennungsanlagen, Abwasseruntersuchungen, Altlastenerkundungen und Sanierungsmaßnahmen sowie gutachterliche Leistungen. Darüber hinaus ist das bwl im Sprudlergeschäft tätig. Das bwl vertreibt Sprudlerartikel und befüllt Kohlensäurezylinder. Seit Mitte 2001 wird dieser Geschäftsbereich unter der geschützten Marke bwl SODA® betrieben. Bei der Auftragsentwicklung konnte der erfreuliche Trend der Vorjahre im Labor-Bereich bestätigt werden. Im Vorjahr wurden Umsatzerlöse mit einer absoluten Rekordmarke in Höhe von 3.870 TEUR erzielt. Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2013 lagen mit 3.867 TEUR auf dem Rekordniveau des Vorjahres. Treiber dieser positiven Entwicklung waren zahlreiche neue Aufträge zur Untersuchung von Legionellen sowie eine Umsatzsteigerung im Geschäftsbereich bwl SODA. Basis der Umsatzerlöse ist eine solide Beauftragung durch die BTV-Gesellschafter sowie der seit langen Jahren dem bwl treu verbundenen Kunden. Dabei zeigte sich insbesondere bei den Neukunden, dass Image, Kompetenz, Flexibilität und Kundenservice entscheidende Faktoren für die Beauftragung des bwl waren. Am 09.07.2013 wurde vom bwl bei der DAkkS der Antrag auf Erweiterung des Akkreditierungsbereiches um weitere 63 Verfahren gestellt, um zukünftige Anforderungen zu erfüllen bzw. um bereits im Rahmen der Notifizierung in NRW bestehende Kompetenzen weiterhin aufrecht zu erhalten. Insgesamt ist das Geschäftsjahr 2013 zufrieden stellend verlaufen. Die Umsätze haben sich gegenüber dem Vorjahr (3.870 TEUR) kaum verändert. Im Laborbereich reduzierten sich die Umsatzerlöse um 30 TEUR, während sich im Geschäftsbereich SODA die Erlöse um 27 TEUR erhöhten, u. a. durch die seit 1. Januar 2013 erfolgte Übernahme von Kunden der F+H Füllservice und Handel GmbH & Co.KG. Der Materialaufwand konnte insbesondere durch neue, effizientere Analysenverfahren sowie verbesserte Einkaufskonditionen um 45 TEUR (8,3 %) reduziert werden. 121 Beteiligungsbericht 2013 Bergische Trinkwasser-Verbund-GmbH Der Personalaufwand erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund von Tarifsteigerungen um 69 TEUR (2,5 %) auf 2.787 TEUR. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit hat sich unwesentlich verändert und liegt mit 88 TEUR auf dem Niveau des Vorjahres. Im Berichtsjahr wurden Investitionen in Höhe von 76 TEUR, insbesondere in Analysegeräte der Labore getätigt. Die Abschreibungen beliefen sich auf 299 TEUR. Das Anlagevermögen ist um 223 TEUR auf 1.013 TEUR gesunken. Die Anlagenquote (Anlagevermögen / Gesamtvermögen) hat sich daher auf 70,5 % reduziert (Vorjahr 75,4 %). In den Verbindlichkeiten sind Tagesgeldaufnahmen in Höhe von 779 TEUR (Vorjahr 943 TEUR) enthalten. Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital/Gesamtkapital) beträgt zum Stichtag 7,7 % (Vorjahr 6,7 %). Für die Folgejahre werden trotz des schwierigen Marktumfeldes positive Ergebnisse erwartet. Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft wird in den nächsten Jahren als solide eingeschätzt. Bestandgefährdende Risiken sind aus Sicht der Geschäftsführung nicht zu erkennen. Hauptrisiko neben den üblichen Wettbewerbsrisiken ist für das bwl die sehr große Abhängigkeit von der WSW Energie & Wasser AG als Hauptauftraggeberin. Zur Risikominimierung bleibt es Ziel des bwl, durch konsequente Akquisition neuer Kunden nicht nur Umsatz und Ergebnis zu verbessern, sondern auch den sehr hohen Anteil der WSWGruppe an den bwl-Umsatzerlösen zu reduzieren. Chancen der Gesellschaft ergeben sich insbesondere durch neue Aufträge aufgrund gesetzlicher Änderungen wie z. B. der Trinkwasserverordnung sowie zusätzlicher Aufträge aus dem regionalen Umfeld. 122 Beteiligungsbericht 2013 Bergische Trinkwasser-Verbund-GmbH Entwicklung der Aktiva Entwicklung der Passiva Entwicklung der Erträge (in TEUR) Entwicklung der Aufwendungen (in TEUR) 123 Beteiligungsbericht 2013 RW Gesellschaft öffentlich rechtliche Anteilseigner II mbH 3.17. RW Gesellschaft öffentlich rechtliche Anteilseigner II mbH C/O BDO AG Georg-Glock-Straße 8 40474 Düsseldorf gegründet: 22.11.2013 Gegenstand/Zweck des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen auf dem Energiesektor, insbesondere durch Erwerb und Verwaltung von direkten oder indirekten Beteiligungen an der RWE AG, Essen, sowie die Beratung und Unterstützung von unmittelbaren und mittelbaren kommunalen Gesellschaftern in Fragen der Energiewirtschaft und -politik. Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH Stadt-Sparkasse Solingen Stadtsparkasse Oberhausen Gesamt Stammkapitalanteil EUR % 10.623 42,49 32,86 8.215 24,65 6.162 25.000 100,00 Organe der Gesellschaft • Gesellschafterversammlung Die BSG vertreten: Kai Dahlmann, Geschäftsführer Ernst Schneider, Geschäftsführer • Geschäftsführung Heinz Eberhard Holl, Osnabrück Beschäftigtenzahlen Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2013 keine Mitarbeiter. Haftung/Nachschussverpflichtung Die BSG haftet gemäß GmbH-Gesetz mit ihrer Stammeinlage von EUR 10.623. 124 Beteiligungsbericht 2013 RW Gesellschaft öffentlich rechtliche Anteilseigner II mbH Verflechtung mit dem Haushalt der Stadt keine Wirtschaftliche Unternehmensdaten Bilanz Bilanz-Position Anlagevermögen Finanzanlagen Umlaufvermögen Kassenbest., Bankguthaben Aktiva Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Bilanzverlust Rückstellungen Verbindlichkeiten Passiva 31.12.2013 TEUR % 9.952,3 99,8 9.952,3 99,8 24,8 0,2 24,8 0,2 9.977,1 100,0 9.966,0 99,9 25,0 0,3 9.945,6 99,7 -4,6 0,0 3,5 0,0 7,6 0,1 9.977,1 100,0 GuV GuV-Position Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen Steuern Jahresergebnis 31.12.2013 TEUR 4,6 4,6 0,0 -4,6 125 Beteiligungsbericht 2013 RW Gesellschaft öffentlich rechtliche Anteilseigner II mbH Entwicklung des Unternehmens Die Gesellschaft wurde am 22. November 2013 von der RW Holding AG, Düsseldorf bar gegründet. Am 20.12.2013 hat die RW Holding AG, Düsseldorf die Anteile an der Gesellschaft an die Stadt-Sparkasse Solingen, Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH und Stadtsparkasse Oberhausen zum Nennwert veräußert. Mit gleichem Datum haben die Gesellschafter insgesamt 378.592 Stück RW Holding AG Aktien in die Gesellschaft eingebracht. Die RW Holding AG hält eine Kapitalbeteiligung von 31,82% an der RWEB GmbH a Co. KG. Die RWEB GmbH & Co. KG ist zum 31.08.2013 zu 100% an der RWEB GmbH beteiligt. Die RWEB GmbH hält insgesamt 91.784.922 Stück RWE AG Aktien. Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft hängt somit von den zukünftig zu erzielenden Dividendenerträgen aus der mittelbaren Beteiligung an der RWE AG ab. Die Bewertung der mittelbar über die RW Holding AG gehaltenen RWE AG Aktien erfolgte mit dem Stichstagskurs (26,27 EUR) zum Zeitpunkt der Einbringung am 20. Dezember 2013. Der Kurs zum Bilanzstichtag betrug 26,61 EUR. Das bilanzielle Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich am Bilanzstichtag auf 9.971 TEUR. Die bilanzielle Eigenkapitalquote beträgt zum Stichtag rund 100 %. Im Berichtsjahr wurde keine Dividende vereinnahmt. Die künftige Ertragslage der RW Gesellschaft öffentlich rechtliche Anteilseigner II mbH ist im Wesentlichen abhängig von den Dividendenzahlungen der RWE AG, die regelmäßig an die berechtigten Gesellschafter ausgeschüttet werden. Aus diesem Grund sind keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar, die den Fortbestand der RW Gesellschaft öffentlich rechtliche Anteilseigner II mbH gefährden. Die zukünftigen Kosten sind durch die zukünftige Dividende abgedeckt. Für 2013 hat der Vorstand der RWE AG eine Dividende in Höhe von 1 EUR vorgeschlagen. Die Gesellschaft wird auch zukünftig kein eigenes Personal beschäftigen. Ein formalisiertes Risikomanagementsystem ist, aufgrund der überschaubaren Verhältnisse und des Zwecks der Gesellschaft nicht erforderlich. Der Öffentliche Zweck wurde im Geschäftsjahr für die beteiligten Gesellschafter mit der Übernahme der mittelbaren Beteiligung an der RWE AG, Essen erreicht. 126 Beteiligungsbericht 2013 TAG Tropolys Altgesellschafter GmbH i. L. 3.18. TAG Tropolys Altgesellschafter GmbH i. L. Islandufer 15 42103 Wuppertal Telefon: 02 02 / 4 88 21 00 Fax: 02 02 / 4 88 71 10 gegründet: 02.06.2006 Gegenstand/Zweck des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die treuhänderische Übernahme einer Beteiligung an der Vienna I S à r l, Luxemburg einschließlich dazugehöriger Ansprüche aus Schuldzertifikaten sowie die treuhänderische Verwaltung und Verwertung dieser Beteiligung und der im Zusammenhang damit übernommenen Schuldzertifikate. Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH Stadtsparkasse Wuppertal WSW Wuppertaler Stadtwerke GmbH Stadtsparkasse Essen Stadt-Sparkasse Solingen Gesamt Stammkapitalanteil EUR % 9.000 36,00 4.200 4.200 3.300 3.000 1.300 25.000 16,80 16,80 13,20 12,00 5,20 100,00 Beteiligungsquote in % 35,813 16,875 16,875 13,219 11,937 5,281 100,000 Abweichend von der Festlegung der Stammeinlagen gelten im Verhältnis der Gesellschafter zueinander die oben dargestellten Beteiligungsquoten. Organe der Gesellschaft • Geschäftsführung Ernst Schneider (bis 31.12.2011) Peter H. Vaupel (bis 31.12.2011) Dr. Horst Zierold (bis 31.12.2011) • Liquidator Mark Wilmking (ab 01.01.2012) 127 Beteiligungsbericht 2013 TAG Tropolys Altgesellschafter GmbH i. L. Beschäftigtenzahlen Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2013 keine Mitarbeiter. Haftung/Nachschussverpflichtung Die BSG haftet gemäß GmbH-Gesetz mit ihrer Stammeinlage von EUR 4.200. Verflechtung mit dem Haushalt der Stadt keine Wirtschaftliche Unternehmensdaten Bilanz im 3-Jahresvergleich Bilanz-Position Umlaufvermögen Forderungen Kassenbest., Bankguthaben Aktiva Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinnvortrag Jahresüberschuss Rückstellungen Verbindlichkeiten Passiva 31.12.2011 TEUR % 101,2 100,0 3,4 3,4 97,8 96,6 101,2 100,0 35,8 35,4 25,0 24,7 9,1 8,9 1,8 1,8 2,1 2,1 63,2 62,5 101,2 100,0 31.12.2012 TEUR % 51,0 100,0 0,1 0,1 51,0 99,9 51,0 100,0 37,3 73,0 25,0 49,0 10,8 21,2 1,4 2,8 2,3 4,5 11,5 22,5 51,0 100,0 15.10.2013 TEUR % 45,7 100,0 0,3 0,7 45,3 99,3 45,7 100,0 32,8 71,7 25,0 54,7 12,3 26,8 -4,5 -9,9 2,2 4,8 10,7 23,4 45,7 100,0 GuV im 3-Jahresvergleich GuV-Position Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Erträge Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsen und ähnliche Aufwendungen Aufwendungen Erträge Aufwendungen Steuern Jahresergebnis 31.12.2011 31.12.2012 15.10.2013 TEUR TEUR TEUR 5,0 5,0 0,0 0,1 0,0 0,1 14,4 0,7 0,2 19,5 5,7 0,2 2,5 2,9 4,6 14,4 0,7 0,2 16,9 3,6 4,7 19,5 16,9 0,8 1,8 5,7 3,6 0,6 1,4 0,2 4,7 0,0 -4,5 128 Beteiligungsbericht 2013 TAG Tropolys Altgesellschafter GmbH i. L. Entwicklung des Unternehmens Die Anteile an der TROPOLYS Beteiligungs GmbH (TBG) sind mit Wirkung zum 23. Juni 2006 von den Gesellschaftern in die Vienna I eingebracht worden. Zweck dieser Einbringung war die operative Fusion der TROPOLYS mit Versatel. Die Gegenleistung für diese Einbringung, Anteile an der Versatel, wurde an die TAG abgetreten. Im Zuge der Erhöhung des Kapitals bei der Vienna I erfolgte gleichzeitig eine Reklassifizierung der Kapitalverhältnisse in Anteile am Stammkapital und Gesellschafterdarlehen. Im Anschluss wurde seitens der Vienna I eine Teilrückzahlung der Darlehen vorgenommen. Danach ergaben sich folgende Kapitalverhältnisse der BSG an der Vienna I: Kapitalanteil von TEUR 35 (dies entspricht ca. 1,52 % des gesamten Stammkapitals in Höhe von TEUR 2.300) und Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 2.316. Darüber hinaus hat TAG Tropolys Altgesellschafter GmbH als kleine Kapitalgesellschaft gemäß § 264 Abs. 1 Satz 3 HGB auf die Erstellung eines Lageberichtes verzichtet. Nach Verkauf der Versatel-Aktien erfolgte im Laufe des Jahres 2011 die Liquidation der Vienna I Sàrl. Damit ist der Unternehmenszweck der TAG erfüllt. Die Gesellschafterversammlung hat die Liquidation zum 01.01.2012 beschlossen. Im Oktober 2014 haben die Gesellschafter den Beschluss zur Feststellung der Liquidationsschlussbilanz zum 15.10.2013 gefasst. Damit konnte die Löschung der Gesellschaft beantragt werden. 129 Beteiligungsbericht 2013 MVV Energie AG 3.19. MVV Energie AG Luisenring 49 68159 Mannheim Telefon: 06 21 / 290 0 Fax: 06 21 / 290 23 24 E-Mail: kontakt@mvv.de www.mvv.de gegründet: 1998 Gegenstand/Zweck des Unternehmens - Allgemeines Gegenstand des Unternehmens ist die Erzeugung, der Handel und die allgemeine Verund Entsorgung mit Elektrizität, Gas, Wasser und Wärme, die Verwertung von Reststoffen, die Informationsverarbeitung und Kommunikationstechnik, die Planung, Errichtung und der Betrieb von Telekommunikationseinrichtungen, der Erwerb, die Verwertung, Nutzung und Verwaltung von Grundstücken, die Grundstücksbewirtschaftung und das Gebäude- und Facilitymanagement sowie die Beratung Dritter und die Erbringung von Dienstleistungen in diesen Bereichen. Beteiligungsverhältnisse Gezeichnetes Kapital (Grundkapital) Gesamt Stückaktien Stck. EUR 65.906.796 168.721.398 % 100,0 Stck. 904.898 BSG EUR 2.316.539 % 1,37 • Wert je Stückaktie: 2,56 EUR • Stimmrecht je Aktie in der Hauptversammlung: Stückaktien: 1 Stimme Stand: 31.12.2013 130 Beteiligungsbericht 2013 MVV Energie AG Organe der Gesellschaft • Hauptversammlung Die BSG vertreten: Ernst Schneider, Geschäftsführer Kai Dahlmann, Geschäftsführer • Vorstand • Aufsichtsrat Haftung der Stadt/Nachschussverpflichtung Die BSG haftet gemäß AktG mit ihrem eingebrachten Kapital von EUR 2.316.539. 131 Beteiligungsbericht 2013 RWE AG 3.20. RWE Aktiengesellschaft (RWE AG) Opernplatz 1 45128 Essen Telefon: 02 01 / 12 00 Fax: 02 01 / 1 21 51 99 E-Mail: contact@rwe.com www.rwe.com Gegenstand/Zweck des Unternehmens - Allgemeines Die Gesellschaft leitet eine Gruppe von Unternehmen, die insbesondere auf folgenden Geschäftsfeldern tätig sind: Erzeugung und Beschaffung von Energie, einschließlich erneuerbarer Energien, Gewinnung, Beschaffung und Verarbeitung von Bodenschätzen und anderen Rohstoffen, Versorgung und Handel mit Energie, Errichtung, Betrieb und Nutzung von Transportsystemen für Energie, Versorgung mit Wasser und Behandlung von Abwasser, Erbringung von Dienstleistungen auf den vorgenannten Gebieten, einschließlich Energieeffizienzdienstleistungen. Die Gesellschaft ist berechtigt, alle Geschäfte vorzunehmen, die mit dem Gegenstand des Unternehmens zusammenhängen oder ihm unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind. Sie kann auf den in Absatz 1 bezeichneten Geschäftsfeldern auch selbst tätig werden. Die Gesellschaft kann andere Unternehmen gründen, erwerben und sich an ihnen beteiligen, insbesondere an solchen, deren Unternehmensgegenstände sich ganz oder teilweise auf die vorgenannten Geschäftsfelder erstrecken. Sie kann Unternehmen, an denen sie beteiligt ist, unter ihrer einheitlichen Leitung zusammenfassen oder sich auf die Verwaltung der Beteiligung beschränken. Sie kann ihren Betrieb ganz oder teilweise in verbundene Unternehmen ausgliedern oder verbundenen Unternehmen überlassen. Die Versorgung der Einwohner, des Gewerbes und der Industrie mit elektrischer Energie und Gas ist eine kommunale Aufgabe; insofern entsprechen die Unternehmensziele dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentlichen Zweck für die Beteiligung an der Gesellschaft. 132 Beteiligungsbericht 2013 RWE AG Beteiligungsverhältnisse Gezeichnetes Kapital (Grundkapital) Gesamt Stck. Stammaktien Vorzugsaktien Summen 575.745.000 39.000.000 614.745.000 EUR in Mio. 1.474 100 1.574 % 100,0 100,0 100,0 Stck. 875 0 875 BSG EUR 2.240 0 2.240 % <0,001 0,00 <0,001 • Wert je Stamm- und Vorzugsaktie: 2,56 EUR • Stimmrecht je Aktie in der Hauptversammlung: - Stammaktien: 1 Stimme - Vorzugsaktien: grundsätzlich ohne Stimmrecht Stand: 31.12.2013 Organe der Gesellschaft • Hauptversammlung Die BSG vertreten: Ernst Schneider, Geschäftsführer Kai Dahlmann, Geschäftsführer • Aufsichtsrat • Vorstand • Wirtschaftsbeirat • Regionalbeirat Mitte der RWE Energy AG Vom RWE-Vorstand berufen: Norbert Feith, Oberbürgermeister Haftung der Stadt/Nachschussverpflichtung Die BSG haftet gemäß AktG mit ihrem eingebrachten Kapital von EUR 2.240. Verflechtung mit dem Haushalt der Stadt Ergebnisplan Konzessionsabgabe EUR 79.859 133 Beteiligungsbericht 2013 Entsorgung Solingen GmbH 3.21. Entsorgung Solingen GmbH Dültgenstaler Straße 61 42719 Solingen Telefon: 02 12 / 2 90 45 41 Fax: 02 12 / 2 90 45 21 E-Mail: esg@solingen.de www.tbs.solingen.de gegründet: 06.02.2001 Gegenstand/Zweck des Unternehmens - Allgemeines Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Dienstleistungen jeder Art im Bereich der Abfallentsorgung, Abfallverwertung, Stadtreinigung und Stadtentwässerung sowie ferner der Betrieb von Kompostier-, Verwertungs- und Deponierungsanlagen für Abfälle und Wertstoffe jeder Art sowie die Vermarktung von Wertstoffen, etwa Metalle, Papier, Holz und Kunststoffen sowie die Zuführung von Wertstoffen bzw. sonstigen Erzeugnissen in den Rohstoffkreislauf. Dem Unternehmen ist es gestattet, sich an gleichartigen Unternehmen zu beteiligen. Die Gesellschaft ist insbesondere in der Stadt Solingen tätig. Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Stadt Solingen (TBS) Stammkapitalanteil EUR % 25.000 100,00 Organe der Gesellschaft • Gesellschafterversammlung Norbert Feith, Oberbürgermeister Ralf Weeke, Stadtkämmerer beratende Mitglieder: Herbert Gerbig, Ratsmitglied Enrique Pless, Ratsmitglied Christoph Schiefer Carsten Voigt, Ratsmitglied Ulrike Zerhau 134 Beteiligungsbericht 2013 Entsorgung Solingen GmbH • Geschäftsführung Dipl.-Ingenieur Siegfried Schulz (bis 23.07.2013) Dipl.-Bio. Martin Wegner (ab 24.07.2013) Beschäftigtenzahlen Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2013 durchschnittlich: - Beschäftigte 32,25 Haftung der Stadt/Nachschussverpflichtung Die Stadt Solingen haftet gemäß GmbH-Gesetz mit ihrer Stammeinlage von EUR 25.000. Verflechtungen mit dem Haushalt der Stadt keine Wirtschaftliche Unternehmensdaten Bilanz im 3-Jahresgleich 31.12.2011 TEUR % 4.962,2 77,5 4.962,2 77,5 1.438,0 22,5 47,9 0,7 1.388,7 21,7 1,5 0,0 0,9 0,0 6.401,1 100,0 2.276,1 35,6 25,0 0,4 151,0 2,4 1.727,9 27,0 372,2 5,8 2.443,6 38,2 1.681,5 26,3 6.401,1 100,0 31.12.2012 TEUR % 4.811,0 78,9 4.811,0 78,9 1.285,2 21,1 53,1 0,9 1.230,2 20,2 2,0 0,0 0,0 0,0 6.096,2 100,0 2.308,5 37,9 25,0 0,4 151,0 2,5 2.100,1 34,4 32,4 0,5 2.241,4 36,8 1.546,4 25,4 6.096,2 100,0 31.12.2013 TEUR % 4.455,1 79,5 4.455,1 79,5 1.148,1 20,5 50,6 0,9 1.095,2 19,5 2,3 0,0 0,0 0,0 5.603,2 100,0 2.408,9 43,0 25,0 0,4 151,0 2,7 2.132,5 38,1 100,5 1,8 1.790,7 32,0 1.403,6 25,0 5.603,2 100,0 Bilanz-Position Anlagevermögen Sachanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen Kassenbest., Bankguthaben Rechnungsabgrenzungsposten Aktiva Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinn-/Verlustvortrag Jahresüberschuss Rückstellungen Verbindlichkeiten Passiva 135 Beteiligungsbericht 2013 Entsorgung Solingen GmbH GuV im 3-Jahresvergleich GuV-Position Umsatzerlöse Bestandsveränderungen Sonstige betriebliche Erträge Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsen und ähnliche Aufwendungen Aufwendungen Erträge Aufwendungen Steuern Jahresergebnis 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2013 TEUR TEUR TEUR 3.534,7 3.096,3 3.156,9 1,2 7,4 -1,4 67,1 69,4 129,7 5,4 1,3 0,5 3.608,4 3.174,4 3.285,6 514,0 506,9 624,6 885,7 907,0 923,9 497,0 504,2 548,9 1.098,9 1.148,6 987,0 60,7 53,6 46,6 3.056,2 3.120,4 3.131,1 3.608,4 3.056,2 180,0 372,2 3.174,4 3.120,4 21,7 32,4 3.285,6 3.131,1 54,0 100,5 Kennzahlen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Kennzahlen 2011 % 2012 % 2013 % Vermögenslage Anlagenintensität Abschreibungsquote Investitionsquote Finanzlage Eigenkapitalquote Verschuldungsgrad Anlagendeckungsgrad I Ertragslage Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Materialaufwandsquote Personalaufwandsquote 77,5 14,1 0,6 78,9 16,3 2,4 79,5 17,4 2,0 35,6 181,2 45,9 37,9 164,1 48,0 43,0 132,6 54,1 24,3 9,6 14,5 25,0 2,3 1,8 16,3 29,2 6,4 3,6 19,8 29,3 Entwicklung des Unternehmens Die Entwicklung der Gesellschaft in 2013 kann als zufriedenstellend bezeichnet werden. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nach den sonstigen Steuern liegt mit einem Gewinn von 149 TEUR vor Ertragsteuern um 424 TEUR unter dem für 2013 geplanten Verlust von 275 TEUR. Gegenüber dem Vorjahr 2012 hat sich das Ergebnis vor 136 Beteiligungsbericht 2013 Entsorgung Solingen GmbH gewinnabhängigen Steuern um 101 TEUR verschlechtert. Nach Steuern wurde ein Jahresüberschuss von 101 TEUR erwirtschaftet. Die Umsatzerlöse erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 61 TEUR. Gegenüber der Planungsrechnung 2013 konnte ein Anstieg in Höhe von 288 TEUR verzeichnet werden. Die Vermarktungserlöse für Altpapier haben sich nach dem Einbruch durch die Wirtschaftskrise 2008/2009 wieder erholt und auf niedrigem Niveau stabilisiert. Im Bereich Anlagen haben die Erlöse ein Niveau leicht unter dem des sehr guten Vorjahres erreicht. Die hohe Anzahl von privaten Lieferungen hat zu einer weiterhin sehr guten Auslastung der Anlage geführt. Es ist davon auszugehen, dass die erheblichen Investitionen am Standort Bärenloch die Ergebnisse künftiger Jahre durch die langen Abschreibungs- und Finanzierungszeiträume nach wie vor belasten. Hinsichtlich der Erfassung und Vermarktung des Verpackungsanteils bei PPK wurde im September 2008 nach langen Verhandlungen mit der DSD GmbH ein Vertrag geschlossen. Zudem konnten mit anderen - dem Markt beigetretenen - Systembetreibern, ebenfalls entsprechende Vertragsabschlüsse mit unterschiedlichen Laufzeiten getätigt werden, so auch in 2013. Allerdings besteht seitens der Systembetreiber ein großes Interesse da-ran, an den Vermarktungserlösen für den Verpackungsanteil beteiligt zu werden. Die Leistungsverträge für die LVP-Fraktion wurden in 2012 für den Zeitraum von zwei Jahren erneut ausgeschrieben. Den Zuschlag für das Vertragsgebiet Solingen erhielt die ESG und erbringt somit seit dem 01.01.2013 den gesamten Leistungsumfang. Der Betrieb des Deponiebereiches wurde in 2009 planmäßig eingestellt. Zur Sicherstellung der Annahme von geringen Mengen Bauschutt aus Haushalten und Kleingewerbe ist weiterhin der Wertstoffhof bis zur Schließung nutzbar. Mit Beendigung des Deponiebetriebes begann die Phase der Rekultivierung und Oberflächenabdichtung, die voraussichtlich bis 2016 andauern wird. Hierfür wurden entsprechende Rückstellungen gebildet. Das neue Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz ist zum 01.06.2012 in Kraft getreten. Ziel ist es, Wertstoffe, die keine Verpackungsabfälle sind, in stärkerem Umfang als bisher der Wiederverwertung zuzuführen. Zur Steuerung der finanziellen Risiken der ESG, insbesondere der Liquiditätsrisiken, ist die ESG in das Cash-Managementsystem der Stadt Solingen eingebunden. Somit ist eine jederzeitige Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft gewährleistet. Die Aufnahme langfristiger Verbindlichkeiten erfolgt über den Gesellschafter Stadt Solingen (Technische Betriebe Solingen). Die Geschäftsführung der ESG geht aufgrund stabiler Vermarktungserlöse davon aus, dass das prognostizierte Jahresergebnis 2014 den geplanten Jahresfehlbetrag unterschreiten wird. Risiken können sich aus den Veränderungen im Marktpreis für Altpapier sowie im Bereich Anlagen ergeben. 137 Beteiligungsbericht 2013 Entsorgung Solingen GmbH Entwicklung der Aktiva Entwicklung der Passiva Entwicklung der Erträge (in TEUR) Entwicklung der Aufwendungen (in TEUR) 138 Beteiligungsbericht 2013 Städtisches Klinikum Solingen gemeinnützige GmbH 3.22. Städtisches Klinikum Solingen gemeinnützige GmbH Gotenstraße 1 42653 Solingen Telefon: 02 12 / 5 47 0 Fax: 02 12 / 5 47 26 83 E-Mail: info@klinikumsolingen.de www.klinikumsolingen.de gegründet: 27.09.2007 Gegenstand/Zweck des Unternehmens - Allgemeines Die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesen, insbesondere die bedarf- und leistungsgerechte ambulante und stationäre Krankenhausversorgung der Bevölkerung durch die Führung und den Betrieb des Städtischen Klinikums Solingen. Hierzu unternimmt es die Gesellschaft, mit ihren Einrichtungen und Mitteln durch ärztliche und pflegerische Leistungen Krankheiten, Leiden und Körperschäden festzustellen, zu heilen oder zu lindern, Geburtshilfen und Begutachtungen zu leisten und ärztliche Eingriffe vorzunehmen. Gegenstand des Unternehmens ist daneben die Aus- und Weiterbildung in den medizinischen, medizinisch-technischen und pflegerischen Berufen. Die Tätigkeit der Gesellschaft ist darauf gerichtet, die Allgemeinheit auf dem Gebiet des Gesundheitswesens selbstlos zu fördern. Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Stadt Solingen Stammkapitalanteil EUR % 11.000.000 100,00 Organe der Gesellschaft • Gesellschafterversammlung Norbert Feith, Oberbürgermeister beratende Mitglieder: Franz-Josef Fehlenberg Dieter Keller, Ratsmitglied Dr. Müller-Stöver, Ratsmitglied Dr. Heinrich Apfelstedt Martina Zsack-Möllmann, Ratsmitglied 139 Beteiligungsbericht 2013 Städtisches Klinikum Solingen gemeinnützige GmbH • Aufsichtsrat Michael Bender Ali Dogan, Arbeitnehmervertreter Dirk Errestink Franz-Josef Fehlenberg Norbert Feith, Oberbürgermeister Herbert Gerbig, Ratsmitglied Anke Jahncke, Arbeitnehmervertreterin Heike Janz, Arbeitnehmervertreterin Jürgen Kaiser, Ratsmitglied Dr. Hans-Joachim Müller-Stöver, Ratsmitglied Kai Sturmfels, Ratsmitglied Gisela Weih Dr. Robert Weindl, Ratsmitglied Dr. Josef Weyer, Arbeitnehmervertreter Barbara Witscher, Arbeitnehmervertreterin • Geschäftsführung Hermann-Josef Bökmann • Unternehmensleitung Martin Kemnitz, Technischer Direktor Dieter Omstedt, Pflegedirektor Dr. med. Peter Schmiegelow, Medizinischer Direktor (kommissarisch ab 01.04.2014) Prof. Dr. med. Thomas Standl, Medizinischer Direktor (bis 31.03.2014) Martin Wahoff, Personaldirektor Beschäftigtenzahlen Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2013 durchschnittlich: - Beschäftigte 1.830 Haftung der Stadt/Nachschussverpflichtung Die Stadt haftet gemäß GmbH-Gesetz mit ihrer Stammeinlage von EUR 11.000.000. Verflechtungen mit dem Haushalt der Stadt Ergebnisplan Zuwendung EUR 500.000 140 Beteiligungsbericht 2013 Städtisches Klinikum Solingen gemeinnützige GmbH Wirtschaftliche Unternehmensdaten Bilanz im 3-Jahresvergleich Bilanz-Position Anlagevermögen Immater. Vermögensg. Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen Kassenbest., Bankguthaben Rechnungsabgrenzungsposten Aktiva Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Bilanzgewinn Sonderposten Rückstellungen Verbindlichkeiten Ausgleichsp. aus Darlehensförd. Rechnungsabgrenzungsposten Passiva 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2013 TEUR % TEUR % TEUR % 65.874,3 59,1 69.229,5 63,9 68.464,3 67,8 115,2 0,1 154,2 0,1 289,6 0,3 64.620,2 58,0 68.963,9 63,7 67.513,6 66,8 1.138,8 1,0 111,4 0,1 661,1 0,7 45.409,6 40,7 38.892,2 35,9 32.375,6 32,1 4.438,9 4,0 4.471,8 4,1 5.049,4 5,0 12.798,1 11,5 15.723,7 14,5 14.454,7 14,3 28.172,6 25,3 18.696,7 17,3 12.871,5 12,7 190,3 0,2 167,1 0,2 160,0 0,2 111.474,2 100,0 108.288,9 100,0 101.000,0 100,0 44.235,0 39,7 43.799,1 40,4 40.875,0 40,5 11.000,0 9,9 11.000,0 10,2 11.000,0 10,9 27.634,3 24,8 27.634,3 25,5 27.634,3 27,4 5.300,8 4,8 4.800,8 4,4 4.300,8 4,3 300,0 0,3 364,0 0,3 -2.060,0 -2,0 31.882,1 28,6 31.715,9 29,3 29.414,3 29,1 25.726,3 23,1 23.062,0 21,3 20.619,6 20,4 7.437,5 6,7 7.681,9 7,1 8.221,4 8,1 2.190,6 2,0 2.028,9 1,9 1.867,3 1,8 2,6 0,0 1,1 0,0 2,3 0,0 111.474,2 100,0 108.288,9 100,0 101.000,0 100,0 GuV im 3-Jahresvergleich GuV-Position Umsatzerlöse Betandsveränderungen Sonstige betriebliche Erträge Zinsen und sonstige Finanzerträge Sonstige Erträge Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsen und ähnliche Aufwendungen Sonstige Aufwendungen Aufwendungen Erträge Aufwendungen Steuern Jahresergebnis 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2013 TEUR TEUR TEUR 97.805,9 103.825,4 106.976,6 420,7 5,1 -38,5 8.264,6 11.258,8 10.569,2 782,6 1.157,3 293,6 8.538,1 7.439,9 7.274,6 115.811,8 123.686,5 125.075,5 71.016,7 77.049,5 80.209,0 23.867,8 26.984,3 27.115,4 5.736,1 6.039,9 6.720,3 9.521,8 9.296,8 9.362,7 782,0 724,9 690,5 4.227,1 3.103,0 3.053,1 115.151,4 123.198,3 127.151,2 115.811,8 115.151,4 310,9 349,4 123.686,5 123.198,3 424,1 64,0 125.075,5 127.151,2 348,3 -2.424,0 141 Beteiligungsbericht 2013 Städtisches Klinikum Solingen gemeinnützige GmbH Kennzahlen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Kennzahlen 2011 % 2012 % 2013 % Vermögenslage Anlagenintensität Abschreibungsquote Investitionsquote Finanzlage Eigenkapitalquote Verschuldungsgrad Anlagendeckungsgrad I Ertragslage Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Materialaufwandsquote Personalaufwandsquote 59,1 5,7 3,7 63,9 5,7 3,7 67,8 6,2 2,1 39,7 84,7 67,2 40,4 78,1 63,3 40,5 78,4 59,7 1,5 1,3 24,3 72,3 1,1 1,1 26,0 74,2 -5,1 -1,4 25,4 75,0 Entwicklung des Unternehmens Der Jahresabschluss 2013 zeigt ein hohes negatives Ergebnis. Der Jahresverlust beträgt 2.424 TEUR (Vorjahresgewinn 64 TEUR). Das Klinikum ist auch im Geschäftsjahr 2013 seinem Versorgungsauftrag für die Solingerinnen und Solinger und auch für den Einzugsbereich umfänglich nachgekommen. Die Leistungsdaten haben sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt: Die Fälle der stationär behandelten Patienten waren im Jahr 2013 gegenüber 2012 wiederum ansteigend. Im Geschäftsjahr 2013 wurden 28.446 Patienten (2012: 27.646; 2011: 27.176; 2010: 27.028) stationär behandelt. Dies entspricht einer Zunahme für das Jahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr von 800 Patienten. Die Belegungstage der stationären Patienten gingen in 2013 auf 179.115 Tage (Vorjahr: 183.401 Tage) zurück. Dies ist überwiegend auf die Bereiche Allgemein, Viszeral- und Thoraxchirurgie und Frauenheilkunde/Geburtshilfe/Senologie zurückzuführen. Die durchschnittliche Verweildauer war mit 6,3 Tagen (Vorjahr: 6,6 Tage) leicht rückgängig. Der Casemix-Index (CMI) sank gegenüber 2012 um 0,04 auf 0,958. Ziel des SKS sollte ein CMI von mindestens 1,0 sein. Die Ertragsseite war wesentlich geprägt von einer kontinuierlichen Leistungssteigerung, insbesondere durch die Steigerung von Fallzahlen im Vergleich zum Vorjahr. In erster Linie sind hier die Erlöse aus den allgemeinen Krankenhausleistungen zu nennen, ge142 Beteiligungsbericht 2013 Städtisches Klinikum Solingen gemeinnützige GmbH stützt durch die guten Ergebnisse der Entgeltverhandlung. Der durchschnittliche Schweregrad der Fälle blieb allerdings mit ca. 680 CM-Punkten hinter der Planung zurück. Diese Entwicklung kann vom Klinikum nur eingeschränkt beeinflusst werden, da ein Anteil von über 40 % der Patienten als ungeplante stationäre Notfälle aufgenommen werden. Aktivitäten zur Erhöhung des Einweiseranteils wurden aufgenommen. Über entsprechende Zuweiserportale ist beabsichtigt, die Kommunikation zwischen Einweisern und dem Klinikum zukünftig weiter zu verstärken. Auf der Aufwandsseite waren gegenüber dem Vorjahr überwiegend Anstiege festzustellen. Dies wird besonders in den Positionen Personalaufwand und Medizinischer Bedarf deutlich. Die Erhöhung des Personalaufwandes im Geschäftsjahr ist durch eine erhebliche Personalausweitung zu begründen. Die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung wird wesentlich dadurch beeinflusst, ob es gelingt, die positive Leistungsentwicklung des Jahres 2013 auch in 2014 fortzusetzen und neben steigenden Fallzahlen auch eine Steigerung des Case Mix Index (CMI) gemäß den Planzahlen des Wirtschaftsplans 2014 zu realisieren. Von wesentlicher Bedeutung für die mittel- und langfristige Klinikentwicklung war die Entscheidung der Gremien zum Neubau des 2. Bauabschnittes / 5. Teilbauabschnitt mit einem Gesamtvolumen von ca. 30 Mio. EUR. Hierdurch wird die Möglichkeit eröffnet, die baulichen und organisatorischen Strukturen für ein zukunftsorientiertes Angebot zu schaffen. Das Hauptziel der nächsten Jahre muss sein, aus dem operativen Geschäftsbetrieb die Überschüsse zu erzielen, die dem Klinikum durch eine unzureichende Investitionsförderung fehlen. Um zu vermeiden, dass dieses Ergebnis auf Kosten der Patienten und des Personals erwirtschaftet wird, benötigt das Klinikum hocheffiziente Abläufe. Aufgrund des sich ständig verändernden DRG Finanzierungssystems handelt es sich hierbei nicht um einen einmaligen Restrukturierungsprozess, sondern um eine kontinuierliche Aufgabenstellung mit einschneidenden Veränderungen. Insgesamt blickt die Geschäftsleitung trotz ständig ändernder Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen zuversichtlich in die Zukunft und räumt dem Krankenhausbereich mehr Chancen als Risiken ein. Für 2014 wurden neben der Verbesserung der Patientenversorgung folgende Schwerpunkte gesetzt: medizinische und pflegerische Behandlung auf hohem Niveau Qualität und Menschlichkeit für zufriedene Patienten Insourcing statt Outsourcing Tariftreue und kommunale Trägerschaft bauliche und technische Weiterentwicklung sowie Substanzerhalt Mitarbeiterbindung und –förderung Erhalt der Zukunftsfähigkeit durch wirtschaftliches Arbeiten und Wachstum Steigerung bzw. Verbesserung in der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität Beachtung des demographischen Wandels sowie der zunehmenden psychischen Belastungen. 143 Beteiligungsbericht 2013 Städtisches Klinikum Solingen gemeinnützige GmbH Entwicklung der Aktiva Entwicklung der Passiva Entwicklung der Erträge (in TEUR) Entwicklung der Aufwendungen (in TEUR) 144 Beteiligungsbericht 2013 Altenzentren der Stadt Solingen gemeinnützige GmbH 3.23. Altenzentren der Stadt Solingen gemeinnützige GmbH Melanchtonstraße 77 42653 Solingen Telefon: 02 12 / 2 58 17 - 0 Fax: 02 12 / 2 58 17 17 E-Mail: altenzentren@solingen.de www.altenzentren.solingen.de gegründet: 24.08.2011 Gegenstand/Zweck des Unternehmens- Allgemeines Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb von Einrichtungen der Altenhilfe in Solingen, die in besonderem Maß (zu mindestens zwei Dritteln ihrer Leistungen) den in § 53 Abgabenordnung genannten Personen dienen. Die Tätigkeit der Gesellschaft ist darauf gerichtet, die Allgemeinheit auf dem Gebiet der Altenhilfe selbstlos zu fördern. Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Stadt Solingen Stammkapitalanteil EUR % 100.000 100,00 Organe der Gesellschaft • Gesellschafterversammlung Norbert Feith, Oberbürgermeister beratende Mitglieder: Hans-Heinrich Dehl Dieter Keller, Ratsmitglied Ernst Lauterjung, Ratsmitglied Jan Welzel, Ratsmitglied Martina Zsack-Möllmann, Ratsmitglied • Aufsichtsrat Martina Albers, Arbeitnehmervertreterin Ramona Engels, Ratsmitglied Monika Hugonin, Ratsmitglied Patricia Kneppeck, Arbeitnehmervertreterin Frank Knoche 145 Beteiligungsbericht 2013 Altenzentren der Stadt Solingen gemeinnützige GmbH Robert Krumbein, Beigeordneter Tim Kurzbach, Ratsmitglied Henning Magel, Arbeitnehmervertreter Ulrich G. Müller, Ratsmitglied Rita Pickardt, Ratsmitglied Jan-Claudius Salewski, Ratsmitglied Karola Sezgin, Arbeitnehmervertreterin Harry Schulz, Ratsmitglied Kai Sturmfels, Ratsmitglied Ricarda Wolf, Arbeitnehmervertreterin • Geschäftsführung Peter Knoch Beschäftigtenzahlen Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2013 durchschnittlich: - Beschäftigte - Beamte - Auszubildende - Gesamt 224 2 23 249 Haftung der Stadt/Nachschussverpflichtung Die Stadt haftet gemäß GmbH-Gesetz mit ihrer Stammeinlage von EUR 100.000. Verflechtung mit dem Haushalt der Stadt keine 146 Beteiligungsbericht 2013 Altenzentren der Stadt Solingen gemeinnützige GmbH Wirtschaftliche Unternehmensdaten Bilanz im 3-Jahresvergleich Bilanz-Position Anlagevermögen Immaterielle Vermögensg. Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen Kassenbestand, Bankguthaben Rechnungsabgrenzungsposten Aktivischer Unterschiedsbetrag Aktiva Eigenkapital Stammkapital Kapitalrücklagen Bilanzgewinn/-verlust Sonderposten Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Passiva 31.12.2011 TEUR % 9.486,6 85,7 2,0 0,0 9.484,6 85,7 0,0 0,0 1.576,7 14,2 54,6 0,5 51,6 0,5 16,7 0,2 7,4 0,1 0,0 0,0 11.070,7 100,0 2.754,4 24,9 100,0 0,9 2.637,8 23,8 16,6 0,2 4,2 0,0 1.031,9 9,3 7.047,3 63,7 232,9 2,1 11.070,7 100,0 31.12.2012 TEUR % 9.749,1 91,3 0,0 0,0 9.749,1 91,3 0,0 0,0 918,5 8,6 49,2 0,5 43,3 0,4 14,7 0,1 14,2 0,1 0,0 0,0 10.681,9 100,0 2.658,7 24,9 100,0 0,9 2.637,8 24,7 -95,7 -0,9 3,2 0,0 942,2 8,8 6.770,9 63,4 306,9 2,9 10.681,9 100,0 31.12.2013 TEUR % 13.164,0 83,6 0,0 0,0 13.159,0 83,6 5,0 0,0 2.486,9 15,8 44,0 0,3 35,0 0,2 1.030,3 6,5 12,8 0,1 74,0 0,5 15.737,7 100,0 2.736,0 17,4 100,0 0,6 2.637,8 16,8 77,3 0,5 3,8 0,0 949,2 6,0 11.783,3 74,9 265,4 1,7 15.737,7 100,0 GuV im 3-Jahresvergleich GuV-Position Umsatzerlöse Sonstige Erträge Zinsen und ähnliche Erträge Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige Aufwendungen Zinsen und ähnliche Aufwendungen Aufwendungen Erträge Aufwendungen Steuern Jahresergebnis 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2013 TEUR TEUR TEUR 14.518,4 14.628,4 15.070,1 602,0 772,2 1.072,7 14,0 2,6 0,5 15.134,3 15.403,1 16.143,3 2.485,5 2.496,6 2.507,0 10.714,6 11.084,4 11.294,5 450,6 317,6 360,7 1.097,0 1.237,5 1.409,4 154,4 145,8 234,2 14.902,0 15.281,9 15.805,9 15.134,3 14.902,0 215,7 16,6 15.403,1 15.281,9 216,9 -95,7 16.143,3 15.805,9 260,2 77,3 147 Beteiligungsbericht 2013 Altenzentren der Stadt Solingen gemeinnützige GmbH Kennzahlen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Kennzahlen 2011 % 2012 % 2013 % Vermögenslage Anlagenintensität Abschreibungsquote Investitionsquote Finanzlage Eigenkapitalquote Verschuldungsgrad Anlagendeckungsgrad I Ertragslage Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Materialaufwandsquote Personalaufwandsquote 85,7 2,9 0,1 91,3 2,1 1,9 83,6 1,9 15,7 24,9 301,6 29,0 24,9 301,5 27,3 17,4 474,8 19,3 8,4 3,5 17,1 73,8 4,6 2,5 17,1 75,8 12,3 3,6 16,6 74,9 Entwicklung des Unternehmens Der Jahresabschluss 2013 der Altenzentren der Stadt Solingen gemeinnützige GmbH weist einen Jahresgewinn in Höhe von 77.252,88 EUR (i. Vj. -95.704,11 EUR) aus. Die Verbesserung gegenüber dem Vorjahr um 173 TEUR ist insbesondere auf die bereits in 2012 eingeleitete Maßnahme der Schließung eines Wohnbereiches im GBH bei gleichzeitiger Anpassung der Personalbesetzung erreicht worden. Zu den Einrichtungen der Altenzentren der Stadt Solingen gehören das Eugen-MaurerHaus, das Gerhard-Berting-Haus sowie das Elisabeth-Roock-Haus. Die nachstehenden Häuser haben nach der Gewinn- und Verlustrechnung folgende Ergebnisse erzielt: • • • Eugen-Maurer-Haus Gerhard-Berting-Haus Elisabeth-Roock-Haus + 100.823,66 EUR (i. Vj. + 194.213,49 EUR) + 35.676,39 EUR (i. Vj. - 224.853,35 EUR) - 59.247,17 EUR (i. Vj. - 65.064,25 EUR) Die steigenden Erträge resultieren größtenteils aus der positiven Entwicklung der Pauschalen für die Altenpflegeausbildung und die Erstattung von Kosten für Auszubildende in der Pflege. Die Auslastung der Heime stellt sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar: 148 Eugen-Maurer-Haus Gerhard-Berting-Haus Elisabeth-Roock-Haus Auslastung 2013 98,1,% 85,4 % 97,5 % Auslastung 2012 98,2 % 85,7 % 99,7 % Beteiligungsbericht 2013 Altenzentren der Stadt Solingen gemeinnützige GmbH Die Auslastungsvorgabe der Pflegekassen betrug 98 %, die Gesamtauslastung liegt 5,4 % darunter (Vj. 4,8 %). Dies ist im Wesentlichen bedingt durch einen Rückgang der Auslastung im ERH. Die unbefriedigende Auslastung im GBH ist auf den hohen Zweibettzimmeranteil und die nicht mehr zeitgemäße Ausstattung der Bäder zurückzuführen. Es wird davon ausgegangen, dass sich mit der Eröffnung des Ersatzneubaus des GBH im November 2014 und spätestens nach Abschluss der Modernisierung des vorhandenen Pflegewohnheimes die Nachfrage nach Plätzen im GBH voraussichtlich wieder auf einem hohen Niveau bewegt. Die Umsatzerlöse sind um 442 TEUR (+3,0 %) gestiegen, trotz der geringeren Gesamtauslastung. Ursache sind Pflegesatzsteigerungen, die ab dem 01.08.2013 abgerechnet werden konnten. Bezogen auf den Wirtschaftsplan 2013 ist eine Verschlechterung von 47 TEUR eingetreten. Dies resultiert hauptsächlich aus den unter Plan liegenden Erträgen aus allgemeinen Pflegeleistungen. Die sonstigen Erträge haben sich gegenüber über dem Vorjahr um rd. 301 TEUR erhöht. Für diese Steigerung sind insbesondere die Zuweisungen und Zuschüsse zu den Betriebskosten (509 TEUR; Vorjahr 260 TEUR) ausschlaggebend. Der Materialaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um rd. 10 TEUR gestiegen. Dies ist vor allem auf die gestiegenen Aufwendungen für Wasser, Energie und Brennstoffe zurückzuführen. Gegenüber der Planung ergibt sich ein Mehraufwand von 448 TEUR. Hier liegen die Aufwendungen für den Wirtschafts- und Verwaltungsbedarf deutlich über dem Planansatz. Der Personalaufwand nimmt mit rd. 71% den größten Anteil der Aufwendungen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ein. Gegenüber dem Vorjahr ist der Personalaufwand um rd. 210 TEUR gestiegen. Ursächlich hierfür ist der vereinbarte Tarifabschluss. Die Abschreibungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um rd. 43 TEUR. Die Position Steuern, Abgaben, Versicherungen stieg um 43 TEUR gegenüber dem Vorjahr, bedingt durch die Aufwendungen zur Besicherung des Darlehensbestandes der gemeinnützigen GmbH. Hierfür mussten Notarkosten und Gebühren in Höhe von rd. 41 TEUR verbucht werden. Bei den sonstigen Aufwendungen ist ein Anstieg von rd. 172 TEUR zu verzeichnen. Dies ist im Wesentlichen auf die erhöhten Ausgleichszahlungen an den LVR für die Altenpflegeausbildung (320 TEUR; Vj. 150 TEUR) zurückzuführen. Das Finanzergebnis hat sich um 90 TEUR verschlechtert (Vorjahr -143 TEUR). Die Pflegesatzverhandlungen per 01.08.2013 wurden über alle Einrichtungen betrachtet mit einem guten Ergebnis abgeschlossen. Aufgrund der Lohnsteigerung von 3 % oder mindestens einem Sockelbetrag von 90,- Euro je Vollzeitstelle wird es erforderlich, in 2014 die Pflegekassen und den überörtlichen Sozialhilfeträger zu neuen Verhandlungen für die Pflegesätze und die Sätze zur Unterkunft und Verpflegung aufzurufen. Die vereinbarte „Soziale Komponente“ mit einer Tariferhöhung von monatlich mindestens 90,EUR je Monat führt für die Altenzentren zu einer Erhöhung der Personalkosten von 149 Beteiligungsbericht 2013 Altenzentren der Stadt Solingen gemeinnützige GmbH deutlich über 3 % ab März 2014. Bei den anstehenden Verhandlungen muss ein noch besserer Beitrag zur Insolvenzsicherung erzielt werden. Aufgrund der Situation der Pflegekassen und der Sozialhilfeträger ist es zu erwarten, dass der Kostendruck auf stationäre Pflegeeinrichtungen auch in Zukunft sehr hoch bleiben wird oder sogar noch zunimmt. Aus dieser Situation erwächst das Risiko, dass bei den Pflegesatzverhandlungen im Hinblick auf einen hohen Tarifabschluss während eines gesamtwirtschaftlichen Aufschwungs nur mit großer Anstrengung kostendeckende Preise erzielt werden können. Ein weiterhin zunehmendes Risiko für die Kostenstruktur stellen die immer höheren fachlichen Ansprüche im Pflegeprozess dar. Die Altenzentren der Stadt Solingen gemeinnützige GmbH hat dauerhaft einen Fachkräfteanteil von über 50 % und muss diesen für eine qualitativ hochwertige Leistung auch halten. Seitens der Kostenträger wird aber nur ein Fachkräfteanteil von genau 50% refinanziert. Pflegesatzvereinbarungen werden grundsätzlich mit Leistungs- und Qualitätsvereinbarungen abgeschlossen, die die Einrichtung auf einen dort näher definierten Standard festlegt. Wird dieser festgelegte Standard nicht gewährleistet, haben die Kostenträger einen Anspruch auf anteilige Rückzahlung der Pflegeentgelte. Dies belegt, dass es auch aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll ist, mit einem dem Pflegebedarf angepassten Mitarbeitervolumen und einem dazugehörigen Fachkräfteanteil zu arbeiten. 150 Beteiligungsbericht 2013 Altenzentren der Stadt Solingen gemeinnützige GmbH Entwicklung der Aktiva Entwicklung der Passiva Entwicklung der Erträge (in TEUR) Entwicklung der Aufwendungen (in TEUR) 151 Beteiligungsbericht 2013 Kunst-Museum Solingen Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH 3.24. Kunst-Museum Solingen Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH Grünewalder Straße 29 - 31 42657 Solingen Telefon: 02 12 / 24 94-130 Fax: 02 12 / 24 94-139 gegründet: 1995 Gegenstand/Zweck des Unternehmens Zweck der Gesellschaft ist der Erwerb sowie die Bebauung, Verwaltung und Vermietung von Immobilien. Kündigung des Gesellschaftsvertrages Aufgrund der durch die Kunst-Museum Solingen Gründstücksverwaltungsgesellschaft mbH ausgesprochenen Kündigung der Kunst-Museum Solingen Gründstücksgesellschaft mbH & Co. sind zum 01. Januar 2007 sämtliche Vermögenswerte und Schulden auf die Kunst-Museum Solingen Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH angewachsen und die Kommanditisten ausgeschieden. Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Stadt Solingen Stammkapitalanteil EUR % 178.953 100,00 Organe der Gesellschaft • Gesellschafterversammlung Norbert Feith, Oberbürgermeister • Geschäftsführung Dipl.-Verwaltungswirt Bernd Plohmann Beschäftigtenzahlen Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2013 keine Mitarbeiter. 152 Beteiligungsbericht 2013 Kunst-Museum Solingen Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH Haftung der Stadt/Nachschussverpflichtung Die Stadt haftet gemäß GmbH-Gesetz mit ihrer Stammeinlage von EUR 178.953. Verflechtungen mit dem Haushalt der Stadt Ergebnisplan Darlehenszinsen EUR 61.355 Gesellschafterdarlehen der Stadt Die Stadt hat der Gesellschaft zur teilweisen Finanzierung der Kosten für den Um- und Ausbau des Gebäudes Wuppertaler Straße 160 in ein Kunstmuseum ein Darlehen in Höhe von EUR 2.045.167,52 gewährt. Die Auszahlung erfolgte in mehreren Teilbeträgen entsprechend dem Baufortschritt und der Veranschlagung im städtischen Haushaltsplan. Bis zur Baufertigstellung wurde das Darlehen zinslos gewährt. Mit Beginn der Mietzahlung durch die Kunstmuseum Solingen Betriebsgesellschaft mbH wird das Darlehen mit 3 % p. a. verzinst. Wirtschaftliche Unternehmensdaten Bilanz im 3-Jahresvergleich Bilanz-Position Anlagevermögen Sachanlagen Umlaufvermögen Forderungen Kassenbestand, Bankguthaben Rechnungsabgrenzungsposten Aktiva Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinn-/Verlustvortrag Jahesfehlbetrag Sonderposten Rückstellungen Verbindlichkeiten Passiva 31.12.2011 TEUR % 3.552,9 90,7 3.552,9 90,7 351,2 9,0 146,9 3,7 204,3 5,2 14,9 0,4 3.919,0 100,0 135,7 3,5 179,0 4,6 220,0 5,6 -221,9 -5,7 -41,4 -1,1 445,4 11,4 15,0 0,4 3.322,9 84,8 3.919,0 100,0 31.12.2012 TEUR % 3.447,1 90,1 3.447,1 90,1 366,2 9,6 163,8 4,3 202,4 5,3 12,5 0,3 3.825,9 100,0 84,0 2,2 179,0 4,7 220,0 5,8 -263,3 -6,9 -51,7 -1,4 431,5 11,3 8,2 0,2 3.302,1 86,3 3.825,9 100,0 31.12.2013 TEUR % 3.341,3 89,1 3.341,3 89,1 397,2 10,6 149,6 4,0 247,6 6,6 10,2 0,3 3.748,7 100,0 40,4 1,1 179,0 4,8 220,0 5,9 -315,0 -8,4 -43,6 -1,2 417,6 11,1 8,3 0,2 3.282,4 87,6 3.748,7 100,0 153 Beteiligungsbericht 2013 Kunst-Museum Solingen Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH GuV im 3-Jahresvergleich GuV-Position Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Erträge Abschreibungen auf Sachnanlagen Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsen und ähnliche Aufwendungen Aufwendungen Erträge Aufwendungen Steuern Jahresergebnis 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2013 TEUR TEUR TEUR 206,0 210,3 209,8 14,0 13,9 16,0 4,3 0,2 0,1 224,2 224,4 225,9 105,8 105,8 105,8 22,4 31,8 26,7 122,1 121,3 120,4 250,3 258,9 252,9 224,2 250,3 15,3 -41,4 224,4 258,9 17,2 -51,7 225,9 252,9 16,6 -43,6 Kennzahlen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Kennzahlen 2011 % 2012 % 2013 % Vermögenslage Anlagenintensität Abschreibungsquote Investitionsquote Finanzlage Eigenkapitalquote Verschuldungsgrad Anlagendeckungsgrad I Ertragslage Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Materialaufwandsquote Personalaufwandsquote 90,7 51,4 0,0 90,1 50,3 0,0 89,1 50,4 0,0 3,5 993,5 3,8 2,2 1.176,4 2,4 1,1 1.404,6 1,2 -19,2 2,4 - -41,0 2,3 - -66,9 2,5 - 154 Beteiligungsbericht 2013 Kunst-Museum Solingen Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH Entwicklung des Unternehmens Die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zeichnete sich in 2013 wie folgt aus: Das Anlagevermögen weist Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten in Höhe von 3.341 TEUR (Vorjahr 3. 447 TEUR) aus. Das Umlaufvermögen weist Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 7 TEUR (Vorjahr 21 TEUR), Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 140 TEUR (Vorjahr 140 TEUR) sowie flüssige Mittel in Höhe von 248 TEUR (Vorjahr 202 TEUR) aus. Hinsichtlich der Entwicklung der Kapitalstruktur wird neben dem gezeichneten Kapital in Höhe von 179 TEUR (Vorjahr 179 TEUR) eine Kapitalrücklage in Höhe von 220 TEUR (Vorjahr 220 TEUR), ein Verlustvortrag in Höhe von 315 TEUR (Vorjahr 263 TEUR) sowie ein Jahresfehlbetrag für das Berichtsjahr von 44 TEUR (Vorjahr 52 TEUR) ausgewiesen. Die Kapitalrücklage in Höhe von 220 TEUR basiert auf der Grundlage eines Beschlusses des Rates der Stadt Solingen (Alleingesellschafterin) vom 30.09.2010. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betragen 1.825 TEUR (Vorjahr 1.852 TEUR). Die Umsatzerlöse betreffen mit 210 TEUR (Vorjahr 210 TEUR) ausschließlich Pachteinnahmen aus dem Grundbesitz „Wuppertaler Straße 160, Solingen“. Eine Einnahmeverbesserung durch Erhöhung der Pachtzinsen in den Folgejahren erscheint nicht realistisch. Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 44 TEUR (Vorjahr 52 TEUR) resultiert im Wesentlichen aus der Gebäudeabschreibung in Höhe von 106 TEUR (Vorjahr 106 TEUR) und Zinsaufwendungen für Darlehen der Stadt Solingen und der Stadt-Sparkasse Solingen in Höhe von 121 TEUR (Vorjahr 121 TEUR). Nach Abschluss des laufenden Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung bekannt geworden, die Auswirkung auf den Geschäftsverlauf oder die Lage der Gesellschaft haben. Chancen und Risiken, welche die Entwicklung der Gesellschaft beeinflussen können, sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar. Einerseits kann aufgrund der Mieterstruktur (Hauptmieter Museum) nicht davon ausgegangen werden, das kurz- bis mittelfristig eine Erhöhung der jährlichen Mietzahlungen möglich ist; anderseits sind die Mietverhältnisse jedoch als sicher anzusehen. Ein Mietausfallrisiko wird derzeit nicht gesehen. Da die Immobilie mit öffentlichen Zuschüssen baulich erweitert bzw. renoviert wurde, ist seitens der Zuschussgeber eine Zweckbindungsfrist (Betrieb eines Museums) für die Dauer von 25 Jahren vereinbart worden. Diese Bindungsfrist endet im Jahre 2021. In den Folgejahren ist von einer konstanten Ertragslage auszugehen. Für den langfristigen Fortbestand ist die Gesellschaft auf die weitere Unterstützung durch die Gesellschafterin angewiesen. 155 Beteiligungsbericht 2013 Kunst-Museum Solingen Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH Entwicklung der Aktiva Entwicklung der Passiva Entwicklung der Erträge (in TEUR) Entwicklung der Aufwendungen (in TEUR) 156 Beteiligungsbericht 2013 Bergische Entwicklungsagentur GmbH 3.25. Bergische Entwicklungsagentur GmbH Kölner Straße 8 42651 Solingen Telefon: 02 12 / 88 16 06 - 60 Fax: 02 12 / 88 16 06 - 66 E-Mail: info@bergische-agentur.de www.bergisches-dreieck.de gegründet: 09.10.2007 Gegenstand/Zweck – Allgemeines Gegenstand der Gesellschaft ist die Entwicklung und Umsetzung von Projekten der Stadt- und Regionalentwicklung im Bergischen Städtedreieck. Inhaltliche Grundlage der Arbeit ist der von den Räten der Städte beschlossene und mit der IHK abgestimmte „Handlungsrahmen-Strukturimpulse für das Bergische Städtedreieck“. Die Gesellschaft ist zur Durchführung aller Maßnahmen und Geschäfte berechtigt, die ausschließlich und unmittelbar dem vorgenannten Gesellschaftszweck dienen oder geeignet sind, den Gesellschaftszweck zu fördern. Die Vorschriften der Gemeindeordnung NRW bleiben hiervon unberührt. Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Stadt Solingen Stadt Remscheid Stadt Wuppertal Wirtschaftsförderung Wuppertal AöR Stadtsparkasse Wuppertal Stadt-Sparkasse Solingen Stadtsparkasse Remscheid IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid Gesamt Stammkapitalanteil EUR % 9.200 18,36 9.200 18,36 7.950 15,87 1.250 2,50 8.850 17,66 3.600 7,19 2.550 5,09 7.500 14,97 50.100 100,00 Beteiligungen der Gesellschaft Stammkapitalanteil EUR % 1.562 6,25 Bergische Gesellschaft für Ressourceneffizienz mbH 157 Beteiligungsbericht 2013 Bergische Entwicklungsagentur GmbH Organe der Gesellschaft • Gesellschafterversammlung Die Stadt Solingen vertritt: Norbert Feith, Oberbürgermeister • Geschäftsführung Bodo Middeldorf Beschäftigtenzahlen Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2013 durchschnittlich: - Beschäftigte - Aushilfen 12 10 Haftung der Stadt/Nachschussverpflichtung Die Stadt Solingen haftet gemäß GmbH-Gesetz mit ihrer Stammeinlage von EUR 9.200. Verflechtungen mit dem Haushalt der Stadt Ergebnisplan Beteiligung Agentur EUR -50.000 Wirtschaftliche Unternehmensdaten Bilanz im 3-Jahresvergleich Bilanz-Position Anlagevermögen Immater. Vermögensg. Sachanlagen Umlaufvermögen Forderungen Kassenbest., Bankguthaben Aktiva Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Sonderposten Rückstellungen Verbindlichkeiten Passiva 31.12.2011 TEUR % 47,0 10,6 7,9 1,8 39,1 8,9 394,8 89,4 227,4 51,5 167,4 37,9 441,8 100,0 50,1 11,3 50,1 11,3 47,0 10,6 38,9 8,8 305,8 69,2 441,8 100,0 31.12.2012 TEUR % 36,5 9,0 4,5 1,1 30,5 7,5 369,6 91,0 161,9 39,9 207,7 51,2 406,1 100,0 50,1 12,3 50,1 12,3 35,0 8,6 39,0 9,6 282,1 69,5 406,1 100,0 31.12.2013 TEUR % 29,1 9,1 1,0 0,3 26,5 8,3 290,7 90,9 176,1 55,1 114,6 35,8 319,8 100,0 50,1 15,7 50,1 15,7 27,6 8,6 34,0 10,6 208,2 65,1 319,8 100,0 158 Beteiligungsbericht 2013 Bergische Entwicklungsagentur GmbH GuV im 3-Jahresvergleich GuV-Position Sonstige betriebl. Erträge Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebl. Aufwendungen Zinsen u. ähnl. Aufwendungen Aufwendungen Erträge Aufwendungen Steuern Jahresergebnis 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2013 TEUR TEUR TEUR 1.862,8 2.002,8 1.505,5 1,2 0,1 0,1 1.863,9 2.003,0 1.505,6 344,0 349,0 359,0 622,0 616,3 625,8 14,0 16,5 15,3 883,5 1.020,5 505,5 0,0 0,3 0,0 1.863,6 2.002,6 1.505,5 1.863,9 1.863,6 0,3 0,0 2.003,0 2.002,6 0,3 0,0 1.505,6 1.505,5 0,1 0,0 Kennzahlen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Kennzahlen 2011 % 2012 % 2013 % Vermögenslage Anlagenintensität Abschreibungsquote Investitionsquote Finanzlage Eigenkapitalquote Verschuldungsgrad Anlagendeckungsgrad I Ertragslage Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Materialaufwandsquote* Personalaufwandsquote* *Anteil am Gesamtaufwand 10,6 50,4 - 9,0 3,0 9,1 3,0 11,3 500,2 106,6 12,3 500,9 137,2 15,7 400,7 172,0 0,7 0,1 18,5 33,4 0,7 0,2 17,4 30,8 0,2 0,0 23,8 41,6 159 Beteiligungsbericht 2013 Bergische Entwicklungsagentur GmbH Entwicklung des Unternehmens Die Bergische Entwicklungsagentur (BEA) schließt das Geschäftsjahr 2013 mit einem ausgeglichenen Ergebnis ab. Die Aktivitäten basierten auch 2013 auf dem von den Räten der drei Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal verabschiedeten Wirtschaftsplan sowie den laufenden Beschlüssen der Gesellschafterversammlung. Zum Jahreswechsel 2012 auf 2013 wurde den politischen Gremien darüber hinaus eine Bilanz der Gesellschaftsarbeit für das abgelaufene sowie ein Jahresarbeitsprogramm für das kommende Geschäftsjahr vorgelegt. Letzteres wurde von den Räten der drei Städte ohne Änderungen verabschiedet. Erstmals wurde überdies ein umfassender Tätigkeitsbericht als Rückblick auf die Arbeit des Jahres herausgegeben. Zusätzlich fand eine regelmäßige und umfangreichere Information über die laufende Projektarbeit in den Ausschüssen der drei Städte statt. Der Lenkungskreis nahm auch 2013 seine Vorberatungsfunktion wahr. An der Zusammensetzung der Gesellschafterstruktur wurde 2013 keine Änderung vorgenommen. Auf der Basis eines Kooperationsvertrages zwischen der BEA und der Bergischen Universität Wuppertal wurde der Rektor der Universität als offizielles Mitglied in den Lenkungskreis der BEA aufgenommen. Für die Durchführung von Projekten konnte die BEA wieder in größerem Umfang auf Drittmittel insbesondere des Landes NRW aus unterschiedlichen Förderzugängen zurückgreifen. Allerdings ging das Gesamtvolumen der eingesetzten Fördermittel aufgrund des nahenden Endes der laufenden Förderperiode zurück. Insgesamt konnten Drittmittel im Umfang von 444 TEUR eingesetzt werden. Im Jahr 2013 lagen die Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit in der Umsetzung zahlreicher Förderprojekte, der Weiterentwicklung und Etablierung regionaler Netzwerke sowie der Erarbeitung der inhaltlichen Eckpunkte für das regionale Strukturprogramm für die neue Förderperiode. Die Effektivität und die Wahrnehmbarkeit der Arbeit der BEA konnte dabei durch zahlreiche Veranstaltungen mit einer Vielzahl von Akteuren untermauert werden. Insgesamt wurden in 2013 fast 60 größere und kleinere Veranstaltungen, Messepräsentationen und Workshops in der Verantwortung der BEA durchgeführt. Mitte 2013 wurden im Rahmen des neuen Gesamtauftritts unter dem Logo „Das Bergische Städtedreieck – Unternehmerregion Remscheid, Solingen, Wuppertal“ das Wirtschaftsportal „kompetenzhoch3“ und die Internetseite „bergische-agentur“ zu einem einheitlichen Auftritt zusammengeführt. Hier findet nunmehr die Präsentation des Wirtschaftsstandortes Bergisches Städtedreieck mit allen wirtschaftsrelevanten Informationen sowie einer Darstellung der Projekte der BEA eine neue Plattform. Seit 2013 ist nun auch das Bergische Städtedreieck Teil der Standortmarketingkampagne des Landes mit dem Titel „Germany at its Best“. Die BEA koordiniert den Auftritt der Region als Partner der Kampagne in Abstimmung mit den Wirtschaftsförderungen der drei Städte. 160 Beteiligungsbericht 2013 Bergische Entwicklungsagentur GmbH Zu einem der bedeutendsten Entwicklungs- und Förderprojekte gehörte 2013 Schloss Burg. Neben der Umsetzung des Ziel 2-Antrags mit dem in der Verantwortung der BEA liegenden Baustein Marketing konnten im Rahmen der weitergehenden Akquisitionsbemühungen für die Sanierung des Gebäudes zwei wichtige Prozesse angestoßen werden. Es handelt sich dabei um die Erarbeitung eines städtebaulichen Entwicklungskonzepts für den Ortsteil Burg sowie eines Nutzungskonzepts für Schloss Burg selbst. Letzteres wird in der Unterstützung durch den LVR in der Federführung der BEA erstellt. Für das fahrradtouristische Marketing im Bergischen Städtedreieck wurden im Mai 2013 Fördermittel aus dem Ziel 2-Programm bewilligt. Diese Aktivitäten betten sich ein in den von der BEA initiierten Gesamtverbund der Panorama-Radwege. Die konzeptionelle Entwicklung der Marke wurde und wird von einer Vielzahl von Partnern getragen, die über die Region hinausreichen und die sich in verschiedenen Arbeitsstrukturen zu einem Netzwerk zusammen gefunden haben. Im Rahmen der unternehmensbezogenen Strukturpolitik konnten zwei regionale Clusterprojekte erfolgreich weiterentwickelt werden. Im Fall des Kompetenznetzwerks Oberflächentechnik ist es im November 2013 gelungen, einen durch Unternehmen getragenen Verein zu gründen, der die Fortführung des Netzwerks auch über das Ende des Förderprojekts in 2014 sicherstellen kann. Im Fall des Maschinenbaunetzwerks Bergisch Land schlossen sich in 2013 insgesamt 20 Unternehmen mit der BEA und der Universität zusammen, um aus der Kooperation Nutzen zu ziehen. Jedes der Unternehmen ist durch einen bilateralen Kooperationsvertrag mit der BEA verbunden. Mit den Förderanträgen für die Stärkung des zdi-Zentrums BeST sowie der Modellkommune für Kraft-Wärme-Kopplung konnten unter der Federführung der BEA am Ende der laufenden Förderperiode noch zwei neue Projekte erfolgreich an den Start gebracht werden. Der unter dem Dach der Destinationsmarke „Die Bergischen Drei“ für die operative Vermarktung und Interessenbündelung der touristischen Leistungsträger in der Region zuständige Verein „Bergisches Land Tourismus Marketing“ (BLTM) wurde in 2013 noch einmal gestärkt. Insgesamt konnten 29 neue Mitglieder gewonnen werden, darunter auch die überregional bedeutenden Kultureinrichtungen, so dass der Verein heute über 50 Mitglieder zählt. Vorsitz und Geschäftsführung des Vereins liegen bei der BEA. Hinsichtlich der Fortführung der BEA haben sich die Gesellschafter darauf verständigt, die Gesellschaft zum 01.01.2015 in die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH umzufirmieren verbunden mit der Erweiterung des Gesellschaftszwecks sowie der Zusammenführung mit der Regionalagentur Bergisches Städtedreieck (RA). Ziel ist es die Fördermöglichkeiten aus dem Europäischen Regionalfonds EFRE und dem Europäischen Sozialfonds ESF konsequenter umfassender nutzen zu können. 161 Beteiligungsbericht 2013 Bergische Entwicklungsagentur GmbH Entwicklung der Aktiva Entwicklung der Passiva Entwicklung der Erträge (in TEUR) Entwicklung der Aufwendungen (in TEUR) 162 Beteiligungsbericht 2013 Bergische Gesellschaft für Ressourceneffizienz mbH 3.26. Bergische Gesellschaft für Ressourceneffizienz mbH Lise-Meitner-Straße 1-13 42119 Wuppertal Telefon: 02 02 / 31 17 3 134 E-Mail: info@neue-effizienz.de www.neue-effizienz.de gegründet: 23.05.2012 Gegenstand/Zweck – Allgemeines Der Gegenstand der Gesellschaft ist die Etablierung der Region als Ressourceneffizienzstandort durch Schaffung einer Plattform zur Förderung von Innovationen, Wissenschafts- sowie Technologietransfer, Vernetzung der unterschiedlichen wirtschaftlichen Interessen und Zusammenführung der Akteure und Aktivitäten. Hierzu soll die Gesellschaft selbst Projekte im Bereich Ressourceneffizienz entwickeln und durchführen; Unternehmen, Institutionen und Initiativen bei der Entwicklung und Vorbereitung von Projekten im Bereich Ressourceneffizienz unterstützen; Fördermittel akquirieren und den Wissenstransfer sicherstellen. Die Gesellschaft darf alle Geschäfte betreiben, die geeignet sind, den Gesellschaftszweck zu fördern sofern sie im Einklang mit der Gemeindeordnung NRW stehen. Die Gesellschaft ist verpflichtet, nach den Wirtschaftsgrundsätzen im Sinne des § 109 GO NRW zu verfahren. Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Wuppertaler Stadtwerke GmbH Bergische Universität Wuppertal Wirtschaftsförderung Wuppertal AöR Wirtschaftsförderung Wuppertal AöR (treuhänderisch) Stadt Remscheid Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG Bergische Entwicklungsagentur GmbH Verein zur Förderung der "Bergische Gesellschaft für Ressourceneffizienz mbH" e.V. KNIPEX-Werk C. Gustav Putsch KG Exor GmbH Gesamt Stammkapitalanteil EUR % 6.250 25,00 3.125 12,50 3.126 12,50 4.561 18,24 1.563 6,25 1.563 6,25 1.562 6,25 2.500 500 250 25.000 10,00 2,00 1,00 100,00 163 Beteiligungsbericht 2013 Bergische Gesellschaft für Ressourceneffizienz mbH Organe der Gesellschaft • Gesellschafterversammlung Die Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG vertritt: Frank Balkenhol Die Bergische Entwicklungsagentur GmbH vertritt: Bodo Middeldorf • Geschäftsführung Prof. Dr. Hüttenhölscher (bis 21.08.2013) Dipl. Ökonom Jochen Stiebel (ab 22.08.2013) • • Lenkungsausschuss Projektkonferenz Beschäftigtenzahlen Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2013 durchschnittlich: - Beschäftigte 6 Haftung/Nachschussverpflichtung Die Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG sowie die Bergische Entwicklungsagentur GmbH haften gemäß GmbH-Gesetz mit ihren Stammeinlagen von EUR 1.563 bzw. EUR 1.562. Verflechtungen mit dem Haushalt der Stadt keine 164 Beteiligungsbericht 2013 Bergische Gesellschaft für Ressourceneffizienz mbH Wirtschaftliche Unternehmensdaten Bilanz im 2-Jahresvergleich Bilanz-Position Anlagevermögen Immater. Vermögensg. Sachanlagen Umlaufvermögen Forderungen Kassenbest., Bankguthaben Aktiva Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinn/-Verlustvortrag Jahresüberschuss/-fehlbetrag Rückstellungen Verbindlichkeiten Passiva 31.12.2012 TEUR % 16,3 10,3 13,9 8,7 2,4 1,5 142,5 89,7 139,4 87,8 3,1 1,9 158,8 100,0 130,0 81,9 25,0 15,7 152,1 95,8 0,0 0,0 -47,1 -29,6 7,3 4,6 21,5 13,5 158,8 100,0 31.12.2013 TEUR % 30,3 11,5 25,2 9,5 5,1 1,9 233,8 88,5 233,0 88,2 0,8 0,3 264,1 100,0 213,4 80,8 25,0 9,5 412,9 156,3 -47,1 -17,8 -177,3 -67,2 19,6 7,4 31,0 11,7 264,1 100,0 GuV im 2-Jahresvergleich GuV-Position Sonstige betriebliche Erträge Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Erträge Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsen und ähnliche Aufwendungen Aufwendungen Erträge Aufwendungen Jahresergebnis 31.12.2012 31.12.2013 TEUR TEUR 60,0 173,0 0,0 0,2 60,0 173,2 63,1 213,3 5,5 15,8 38,5 111,5 0,0 10,0 107,1 350,6 60,0 107,1 -47,1 173,2 350,6 -177,3 Entwicklung des Unternehmens Ziel der Bergischen Gesellschaft für Ressourceneffizienz mbH (Neue Effizienz) ist es, die Ressourceneffizienz im Bergischen Städtedreieck überdurchschnittlich zu verbessern, so die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Region und ihrer Unternehmen zu stärken. Ressourceneffizienz ist ein Standortfaktor - das gilt für das Bergische Städtedreieck in noch höherem Maße als für andere Regionen. Materialkosten machen fast die Hälfte aller Kosten vieler produzierender Betriebe aus. Hierbei sollen praktische Herausforderungen aus der Wirtschaft mit theoretischen Lösungen aus der Wissenschaft kombiniert werden. Dazu bringt die Neue Effizienz Wirtschaft, Wissenschaft und Kommunen in einem neuartigen Netzwerk zusammen. Die 165 Beteiligungsbericht 2013 Bergische Gesellschaft für Ressourceneffizienz mbH Wissenschaft ist dabei durch eine enge Einbindung der Bergischen Universität Wuppertal und dem weltweit renommierten Wuppertal Institut vertreten. Diese Expertise schafft einen bedeutenden Mehrwert für die Wirtschaftsunternehmen. Die Neue Effizienz wird dabei durch das Umweltministerium des Landes NRW unterstützt. Die Neue Effizienz ist damit: • • • • • • Servicestelle für Unternehmen Netzwerkkoordinator für das branchenübergreifende Querschnittsthema Ressourceneffizienz Organisator von Arbeitsgruppen, Workshops und Kongressen Initiator von Projekten Begleiter von Projektförderanträgen Inkubator für internationale Netzwerke zur Steigerung der Ressourceneffizienz Die Gesellschaft hat das Geschäftsjahr 2013 mit einem Jahresfehlbetrag von 177 TEUR. Im Berichtsjahr wurden keine Umsatzerlöse erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge ergeben sich aus den Erlösen des Zuwendungsbescheides des Landes in Höhe von 173 TEUR. Den überwiegenden Teil der Aufwendungen bilden mit rd. 213 TEUR der Personalaufwand und mit rd. 111 TEUR die sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Derzeitig befinden sich Geschäftsbereiche im Aufbau, die dazu beitragen sollen, dass die Neue Effizienz eigene Erlöse generieren kann. Für die Geschäftsjahre ab 2015 plant die Gesellschaft Umsatzerlöse, die sich aus Produkt- und Dienstleistungsentwicklungen zusammensetzen. Die Stadt Remscheid (6,25 %) und die Firma Exor GmbH (1 %) haben im ersten Quartal 2014 die von der Wirtschaftsförderung Wuppertal AöR treuhänderisch gehaltenen Anteile erworben. Das Jahr 2013 als erstes vollständiges Geschäftsjahr wurde durch folgende Aufgabenstellungen geprägt: • • • Die Initiierung neuer Projekte unter den Leitthemen „Effiziente Produktion“, „Bildung“ sowie „Effiziente Gebäude und Infrastruktur“ Die Erfüllung aller Voraussetzungen für den Fördermittelbescheid des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV NRW) Umfangreiche Marketingaktivitäten Die Kooperation mit der Bergischen Universität Wuppertal durch Anerkennung der Neuen Effizienz als An-Institut wurde in 2013 weiter vertieft. Seit Mitte 2013 hat die Neue Effizienz die organisatorische Abwicklung von ÖKOPROFIT im Bergischen Städtedreieck übernommen. Als gemeinsames Projekt des Bergischen Städtedreiecks, der IHK und der Stiftung zukunftsfähiges Wirtschaften ist ÖKOPROFIT seit vielen Jahres fester Bestandteil der Region und verfolgt das Ziel, Unternehmen ökologisch und ökonomisch zu stärken. 166 Beteiligungsbericht 2013 Bergische Gesellschaft für Ressourceneffizienz mbH Im Rahmen des Landesprojekts "KWK Modellkommune" wurde gemeinsam mit der Bergischen Entwicklungsagentur GmbH ein Grobkonzept erarbeitet, welches im Landeswettbewerb erfolgreich war. Das Projekt "Happy Power Hour" wurde als Projektantrag beim Umweltministerium NRW eingereicht und zum 16.12.2013 bewilligt. Damit wurden rund 415.000 EUR an Fördergeldern durch die Neue Effizienz eingeworben, die nun den 3 Konsortialpartnern für die Projektlaufzeit von 18 Monaten zur Verfügung stehen. Wesentliche Ziele für das Jahr 2014 waren u. a. Entwicklung neuer Projektideen und Einreichung weiterer Projektanträge Durchführung eigener Workshops und Kongresse Akquirierung neuer Gesellschafter Ausbau des Beteiligungsvereins Ausbau der Bekanntheit der Marke Neue Effizienz und der damit verbundenen Dienstleistungen Aufbau weiterer Kooperationspartnerschaften mit Instituten und Netzwerken Die Finanzierung der Gesellschaft soll weiterhin zu je 50 % durch die Gesellschafter und den Zuschussgeber erfolgen. Für die Fördermittel des Umweltministeriums besteht eine Zusage bis zum Sommer 2015. Aufgrund der auslaufenden Förderung durch das Umweltministerium, hat sich der Lenkungsausschuss dafür ausgesprochen, eine Folgeförderung über den so genannten RegioCall des Landes NRW zu beantragen. Eine mögliche Bewilligung erfolgt voraussichtlich ab dem 3. Quartal 2015. Hinsichtlich der nicht vollständig vergebenen Geschäftsanteile, beabsichtigt die Geschäftsführung der Neuen Effizienz durch gezielte Ansprache von Unternehmen, diese als weitere Gesellschafter zu gewinnen. 167 Beteiligungsbericht 2013 Berg. Institut f. Produktentwicklung u. Innovationsmanagement gGmbH 3.27. Bergisches Institut für Produktentwicklung und Innovationsmanagement gGmbH Bahnhofstraße 15 42651 Solingen Telefon: 02 12 / 3 82 07 81 Fax: 02 12 / 2 35 42 29 E-Mail: info@bergisches-institut.de www.bergisches-institut.de gegründet: 15.07.2004 Gegenstand/Zweck - Allgemeines Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Zweck der Gesellschaft ist die Förderung von Forschung, Lehre und Wissenschaft auf den Gebieten des Innovationsmanagements, der Produktentwicklung und hier insbesondere des Industrial Designs, des Engineerings und der Ergonomie. Der Satzungszweck wird verwirklicht durch Initiierung, Planung und Durchführung von Forschungsund Entwicklungsprojekten; Produkt- und Methodenforschung; Entwicklung, Erprobung und Durchführung von wissenschaftlichen Fort- und Weiterbildungsprogrammen; Organisation von Fach- und Studienveranstaltungen; Förderung von Netzwerken zwischen Unternehmen, Universität und Öffentlichkeit; Beratung im Bereich Innovationsmanagement und Produktentwicklung; Information und Kommunikation gegenüber der Öffentlichkeit; Präsentation von kulturellen Entwicklungen in der Region zum Thema Design. Zur Erfüllung des Satzungszwecks arbeitet die Gesellschaft mit der Bergischen Universität Wuppertal zusammen. Die Zusammenarbeit mit anderen Hochschulen und Forschungseinrichtungen ist nicht ausgeschlossen. Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Stadt Solingen Verein z. Förderung d. Instituts für Innovationsmanagem. u. Produktdesign Berg. Universität Wuppertal IHK Wuppertal - Solingen - Remscheid Industrieverband Schneid- und Haushaltswaren e.V. Gesamt 168 Kapital- und Haftungseinlage EUR % 4.500 15,00 9.000 30,00 7.500 4.500 4.500 30.000 25,00 15,00 15,00 100,00 Beteiligungsbericht 2013 Berg. Institut f. Produktentwicklung u. Innovationsmanagement gGmbH Organe der Gesellschaft • Gesellschafterversammlung Die Stadt Solingen vertreten: Norbert Feith, Oberbürgermeister Carsten Becker • Beirat • Geschäftsführung Dipl-Ing. Dipl.-Des. Ralf Aßmann Beschäftigtenzahlen Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2013 durchschnittlich: - Beschäftigte 6 Haftung der Stadt/Nachschussverpflichtung Die Stadt haftet mit ihrer Stammeinlage von EUR 4.500. Verflechtungen mit dem Haushalt der Stadt keine 169 Beteiligungsbericht 2013 Berg. Institut f. Produktentwicklung u. Innovationsmanagement gGmbH Wirtschaftliche Unternehmensdaten Bilanz im 3-Jahresvergleich Bilanz-Position Anlagevermögen Immater. Vermögensg. Sachanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen Kassenbestand, Bankguthaben Rechnungsabgrenzungsposten Aktiva Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Gewinn/-Verlustvortrag Jahresüberschuss/-fehlbetrag Sonderposten Rückstellungen Verbindlichkeiten Passiva 31.12.2011 TEUR % 4,5 4,0 0,0 0,0 4,5 4,0 107,5 96,0 0,0 0,0 49,9 44,6 57,5 51,4 0,0 0,0 111,9 100,0 57,0 50,9 30,0 26,8 26,9 24,0 0,1 0,1 0,0 0,0 4,0 3,5 51,0 45,5 111,9 100,0 31.12.2012 TEUR % 2,7 2,7 0,0 0,0 2,7 2,7 92,9 95,7 0,0 0,0 54,0 55,6 38,9 40,0 1,5 1,6 97,1 100,0 57,4 59,2 30,0 30,9 27,0 27,8 0,5 0,5 0,0 0,0 6,5 6,7 33,2 34,2 97,1 100,0 31.12.2013 TEUR % 1,3 1,6 0,0 0,0 1,3 1,6 78,3 96,8 0,4 0,5 25,9 32,0 52,0 64,3 1,3 1,6 80,9 100,0 66,8 82,6 30,0 37,1 27,4 33,9 9,4 11,6 0,0 0,0 6,4 8,0 7,6 9,4 80,9 100,0 GuV im 3-Jahresvergleich GuV-Position Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen Erträge Aufwendungen Steuern Jahresergebnis 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2013 TEUR TEUR TEUR 397,9 407,1 373,0 8,8 7,3 12,5 406,7 414,4 385,5 0,3 0,2 0,3 271,9 295,6 274,8 2,6 1,8 1,7 131,7 116,4 99,3 406,6 413,9 376,2 406,7 406,6 0,0 0,1 414,4 413,9 0,0 0,5 385,5 376,2 0,0 9,4 170 Beteiligungsbericht 2013 Berg. Institut f. Produktentwicklung u. Innovationsmanagement gGmbH Kennzahlen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2011 % Vermögenslage Anlagenintensität Abschreibungsquote Investitionsquote Finanzlage Eigenkapitalquote Verschuldungsgrad Anlagendeckungsgrad I Ertragslage Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Materialaufwandsquote Personalaufwandsquote 2012 % 2013 % 4,0 0,7 4,6 2,7 0,4 0,0 1,6 0,5 0,0 50,9 96,4 1.277,2 59,2 69,0 2.158,9 82,6 21,1 5.096,3 0,2 0,1 0,1 68,3 0,7 0,5 0,0 72,6 14,0 11,6 0,1 73,7 Entwicklung des Unternehmens Das Bergische Institut (BI) ist ein An-Institut der Bergischen Universität mit Sitz im Forum Produktdesign in Solingen. Es koordiniert die Zusammenarbeit von Wissenschaftlern, Entwicklern und Anwendern aus der Wirtschaft auf der Plattform des Institutes. Es wird von einem Förderverein unterstützt, in dem sich zahlreiche, insbesondere kleine und mittelständische, Unternehmen zusammengefunden haben. Das Geschäftsjahr 2013 wurde mit einem Ergebnis von 9,4 TEUR (Vorjahr: 0,5 TEUR) abgeschlossen. Im Rahmen eines Umstrukturierungskonzeptes wurde am 17.11.2014 in einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung die Liquidation der Gesellschaft zum 31.12.2014 beschlossen. Geplant ist die Gründung eines In-Instituts mit Sitz im Solinger Forum Produktdesign durch die Bergische Universität Wuppertal. Als Anker für das In-Institut soll der Stiftungslehrstuhl „Neue Fertigungstechnologien und Werkstoffe“ dienen, welcher inhaltlich der Abteilung Maschinenbau zugeordnet werden kann. Das erarbeitete Konzept sieht vor den Unternehmen in der Region auch weitere der regionalen Wirtschaftsstruktur entsprechende Kompetenzen der Bergischen Universität zur Verfügung zu stellen. Das eventuell aus der Liquidation verbleibende Vermögen soll dem In-Institut zufließen. Ziel ist es für alle Beteiligten und vor allem für die industriellen Mitglieder des Fördervereins des Instituts, mittelfristig einen Mehrwert zu erzielen. 171 Beteiligungsbericht 2013 Lokalfunk Remscheid - Solingen Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG 3.28. Lokalfunk Remscheid - Solingen Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG Mummstraße 9 42651 Solingen Telefon: 02 12 / 29 91 05 Fax: 02 12 / 29 91 18 gegründet: 10.11.1989 Gegenstand/Zweck - Allgemeines Gegenstand des Unternehmens ist die Wahrnehmung von Aufgaben, die sich aus dem Landesrundfunkgesetz NRW ergeben, und zwar hauptsächlich die zur Produktion und Verbreitung des lokalen Rundfunks erforderlichen technischen Einrichtungen zu beschaffen und dem Vertragspartner (Veranstaltergemeinschaft) zur Verfügung zu stellen, dem Vertragspartner die zur Wahrnehmung seiner gesetzlichen und durch Vereinbarung bestimmten Aufgaben erforderlichen Mittel und Produktionshilfen zur Verfügung zu stellen und Hörfunkwerbung zu verbreiten. Das Landesrundfunkgesetz NRW sieht vor, dass sich Gemeinden mit bis zu 25 % am Gesellschaftskapital von Betriebsgesellschaften nach dem sog. Zwei-Säulen-Modell für den privaten Lokalfunk beteiligen können. Der öffentliche Zweck für die Beteiligung der Stadt Solingen an der Gesellschaft ist mithin vom Landesgesetzgeber speziell legitimiert und wird erfüllt, da die Gesellschaft ihre Aufgaben entsprechend dem Landesrundfunkgesetz NRW und dem Gesellschaftsvertrag wahrnimmt. Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Persönlich haftende Gesellschafterin: Lokalfunk Remscheid-Solingen Betriebsgesellschaft mbH Kommanditisten: Stadt Solingen Stadt Remscheid Lokalfunk Remscheid-Solingen Presse Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG Gesamt Kapital- und Haftungseinlage EUR % ohne Kapitaleinlage 73.216 54.784 384.000 512.000 14,30 10,70 75,00 100,00 172 Beteiligungsbericht 2013 Lokalfunk Remscheid - Solingen Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG Beteiligungen der Gesellschaft Stammkapitalanteil EUR % 26.000 100,00 Lokalfunk Remscheid - Solingen Betriebsgesellschaft mbH Organe der Gesellschaft • Gesellschafterversammlung Die Stadt Solingen vertritt: Norbert Feith, Oberbürgermeister • Geschäftsführung Die persönlich haftende Gesellschafterin „Lokalfunk Remscheid-Solingen Betriebsgesellschaft mbH“ ist zur Geschäftsführung berufen; ihr Geschäftsführer ist Herr Bernhard Boll. Beschäftigtenzahlen Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2013 durchschnittlich 4 Mitarbeiter. Haftung der Stadt/Nachschussverpflichtung Die Stadt haftet mit ihrer Haftungseinlage von EUR 73.216. Verflechtungen mit dem Haushalt der Stadt keine Wirtschaftliche Unternehmensdaten Die wirtschaftlichen Unternehmensdaten werden nach Rücksprache mit der Geschäftsführung nicht veröffentlicht. 173 Beteiligungsbericht 2013 VkA GmbH 3.29. Verband der kommunalen RWE-Aktionäre GmbH (VkA) Baedekerstraße 5 45128 Essen Telefon: 02 01 / 24 34 39 Fax: 02 01 / 22 29 74 gegründet: 11.01.1930 Gegenstand/Zweck des Unternehmens - Allgemeines Gegenstand der Gesellschaft ist die Wahrnehmung und Sicherung der kommunal- und aktienrechtlich zulässigen Interessenvertretung der Gesellschafter bei der RWE AG. Die Gesellschaft unterstützt ihre Gesellschafter insbesondere bei deren Aufgaben zur Sicherung einer wirtschaftlich sinnvollen Daseinsvorsorge und bei der Darbietung einer sicheren und preiswerten Ver- und Entsorgung in den Bereichen Strom, Öl, Gas, Wasser, Abwasser und Abfall. Die Unternehmensziele entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentlichen Zweck des Verbandes der kommunalen RWE-Aktionäre GmbH. Der öffentliche Zweck für die Beteiligung an der Gesellschaft ist somit erfüllt. Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Stadt Solingen 88 weitere Gesellschafter * Gesamt * Stammkapitalanteil EUR % 813 0,64 127.010 99,36 127.823 100,00 Die weiteren Gesellschafter sind Städte/Gemeinden, Kreise, Kommunalverbände und Landesbanken, Sparkassen, deren Dachverbände und öffentliche Versicherungen. Organe der Gesellschaft • Gesellschafterversammlung Die Stadt Solingen vertritt: Norbert Feith, Oberbürgermeister • Verwaltungsrat 12 Mitglieder • Geschäftsführung 2 Geschäftsführer Neben den Organen hat die Gesellschaft 4 Gebietsausschüsse eingerichtet. 174 Beteiligungsbericht 2013 VkA GmbH Haftung der Stadt/Nachschussverpflichtung Die Stadt haftet gemäß GmbH-Gesetz mit ihrer Stammeinlage von EUR 813. Gemäß § 14 Absatz 1 des Gesellschaftsvertrages sind die Gesellschafter verpflichtet, zur Deckung der laufenden Ausgaben der Gesellschaft Nachschüsse, in der jeweils durch Beschluss der Gesellschafterversammlung festzusetzenden Höhe, zu leisten. Die Nachschüsse der einzelnen Gesellschafter werden nach dem Verhältnis der Geschäftsanteile festgesetzt. Verflechtungen mit dem Haushalt der Stadt Ergebnisplan Verlustabdeckung EUR -1.220 Wirtschaftliche Unternehmensdaten Bilanz im 3-Jahresvergleich Bilanz-Position Anlagevermögen Sachanlagen Finanzanlanlagen Umlaufvermögen Forderungen Kassenbest., Bankguthaben Aktiva Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Bilanzverlust Rückstellungen Verbindlichkeiten Passiva 30.06.2011 TEUR % 279,3 45,6 5,9 1,0 273,5 44,6 333,2 54,4 23,5 3,8 309,7 50,6 612,5 100,0 596,3 97,4 126,8 20,7 678,8 110,8 401,0 65,5 0,0 0,0 10,4 1,7 5,8 1,0 612,5 100,0 30.06.2012 TEUR % 278,4 53,6 4,9 0,9 273,5 52,7 240,7 46,4 11,0 2,1 229,6 44,2 519,0 100,0 493,0 95,0 125,8 24,2 805,6 155,2 402,0 77,5 -840,4 -161,9 20,8 4,0 5,2 1,0 519,0 100,0 30.06.2013 TEUR % 274,7 60,0 1,2 0,3 273,5 59,7 183,5 40,0 10,4 2,3 173,1 37,8 458,2 100,0 429,8 93,8 125,3 27,3 993,5 216,8 402,6 87,9 -1.091,5 -238,2 21,6 4,7 6,7 1,5 458,2 100,0 175 Beteiligungsbericht 2013 VkA GmbH GuV im 3-Jahresvergleich GuV-Position Sonstige betriebliche Erträge Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Erträge Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen Erträge Aufwendungen Steuern Jahresergebnis 30.06.2011 30.06.2012 30.06.2013 TEUR TEUR TEUR 2,2 3,8 0,5 21,6 20,2 19,2 23,8 24,1 19,6 173,0 172,4 176,8 2,2 2,4 1,7 63,2 78,4 91,8 238,5 253,1 270,2 23,8 238,5 0,0 -214,7 24,1 253,1 0,0 -229,1 19,6 270,2 0,0 -250,6 176 Beteiligungsbericht 2013 Stadtwerke Aue GmbH 3.30. Stadtwerke Aue GmbH Mühlstraße 4 08280 Aue/Sachsen Telefon: 0 37 71/ 55 66-0 Fax: 0 37 71/ 55 66-30 E-Mail: info@swaue.de www.swaue.de gegründet: 1994 Gegenstand/Zweck des Unternehmens - Allgemeines Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung, der Erwerb und der Betrieb von Anlagen, die der Versorgung von Haushalten, Gewerbe und Industrie mit Elektrizität, Gas, Wasser und Fernwärme dienen. Die Gesellschafter können den Unternehmensgegenstand um andere Ver- und Entsorgungstätigkeiten erweitern. Die Unternehmensziele entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentlichen Zweck der Stadtwerke Aue GmbH. Der öffentliche Zweck für die Beteiligung an der Gesellschaft ist somit erfüllt. Beteiligungsverhältnisse Gesellschafter Große Kreisstadt Aue Thüga AG, München envia Mitteldeutsch Energie AG, Chemnitz Stadt Solingen Gesamt Stammkapitalanteil EUR % 2.083.840 50,875 1.003.520 24,500 1.003.520 5.120 24,500 0,125 187.500 100,000 Organe der Gesellschaft • Gesellschafterversammlung Die Stadt Solingen vertritt: Ernst Schneider • Aufsichtsrat Die Stadt Solingen vertritt: Ernst Schneider • Geschäftsführung Dr. Barbara Neubert (ab 01.04.2014) Dipl.-Ing. Günter Spielvogel 177 Beteiligungsbericht 2013 Stadtwerke Aue GmbH Beschäftigtenzahlen Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2013 durchschnittlich: - Beschäftigte - Auszubildende - Gesamt 18 1 19 Haftung der Stadt/Nachschussverpflichtung Die Stadt haftet gemäß GmbH-Gesetz mit ihrer Stammeinlage von EUR 5.120. Nach § 16 Absatz 2 des Gesellschaftsvertrages vom 02.06.1994 ist die Stadt weder am Gewinn und Verlust noch am Liquidationserlös beteiligt. Verflechtung mit dem Haushalt der Stadt keine Wirtschaftliche Unternehmensdaten Bilanz im 3-Jahresvergleich Bilanz-Position Anlagevermögen Immater. Vermögensg. Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen Kassenbest., Bankguthaben Rechnungsabgrenzungsposten Aktivischer Unterschiedsbetrag Aktiva Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Bilanzgewinn Sonderposten Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Passiva 31.12.2011 TEUR % 15.043,2 71,5 119,9 0,6 11.842,0 56,3 3.081,3 14,6 5.949,3 28,3 75,6 0,4 2.107,0 10,0 3.766,7 17,9 35,3 0,2 19,4 0,1 21.047,2 100,0 12.369,6 58,8 4.096,0 19,5 2.288,9 10,9 4.534,7 21,5 1.450,0 6,9 851,8 4,0 4.525,8 21,5 3.250,1 15,4 49,8 0,2 21.047,2 100,0 31.12.2012 TEUR % 15.757,0 74,8 109,1 0,5 12.566,6 59,7 3.081,3 14,6 5.269,4 25,0 38,7 0,2 3.888,4 18,5 1.342,4 6,4 21,1 0,1 18,9 0,1 21.066,4 100,0 12.601,7 59,8 4.096,0 19,4 2.288,9 10,9 4.616,8 21,9 1.600,0 7,6 760,6 3,6 3.854,9 18,3 3.745,7 17,8 103,5 0,5 21.066,4 100,0 31.12.2013 TEUR % 15.410,4 75,3 107,8 0,5 12.221,4 59,7 3.081,3 15,1 4.994,7 24,4 31,5 0,2 3.951,4 19,3 1.011,8 4,9 38,8 0,2 17,8 0,1 20.461,7 100,0 12.561,2 61,4 4.096,0 20,0 2.288,9 11,2 4.626,3 22,6 1.550,0 7,6 641,2 3,1 3.680,6 18,0 3.578,1 17,5 0,6 0,0 20.461,7 100,0 178 Beteiligungsbericht 2013 Stadtwerke Aue GmbH GuV im 3-Jahresvergleich GuV-Position Umsatzerlöse Sonstige Erträge Sonstige Zinsen und Finanzerträge Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsen und ähnliche Aufwendungen Aufwendungen Erträge Aufwendungen Steuern Jahresergebnis 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2013 TEUR TEUR TEUR 19.443,4 23.352,1 26.562,7 1.387,3 1.214,7 1.111,4 445,2 446,0 335,8 21.275,9 25.012,7 28.009,9 13.025,5 16.275,0 19.259,3 591,5 661,6 933,5 1.050,4 1.011,3 1.120,8 4.543,0 4.743,9 4.518,4 68,3 135,2 82,8 19.278,7 22.826,9 25.914,9 21.275,9 19.278,7 534,7 1.462,5 25.012,7 22.826,9 503,7 1.682,1 28.009,9 25.914,9 535,5 1.559,5 179 Beteiligungsbericht 2013 Technische Betriebe Solingen 4. 4.1. Die eigenbetriebsähnlichen Einrichtungen der Stadt Solingen Technische Betriebe Solingen (TBS) Dültgenstaler Straße 61 42719 Solingen Telefon: 02 12 / 2 90 42 00 Fax: 02 12 / 2 90 45 21 E-Mail: tbs@solingen.de www.tbs.solingen.de gegründet: 01.01.2011 Gegenstand/Zweck des Betriebs Die Technischen Betriebe Solingen betreiben die nachfolgenden Einrichtungen, die unbeschadet des § 6 KAG NRW eine wirtschaftliche und organisatorische Einheit darstellen: • • • • • Straßenreinigung, einschließlich Winterdienst, Abwasserbeseitigung, Abfall-, einschließlich Schadstoffentsorgung, Müllheizkraftwerk, Betrieb städtischer Friedhöfe einschließlich Ehrenfriedhöfe. Die Technischen Betriebe Solingen nehmen außerdem folgende Aufgaben wahr: Planung, Bau und Unterhaltung der Straßen der Stadt Solingen sowie der Ingenieurbauwerke, Planung, Bau, Unterhaltung und Betrieb der städtischen Verkehrsanlagen einschließlich Verkehrsrechner, Planung, Bau, Unterhaltung und Betrieb der städtischen Grün-, Sport- und Freiflächen sowie Außenanlagen von städtischen Gebäuden und landschaftsplanerischen Leistungen zu Bauleitplanungen und Planfeststellungsverfahren, Planung, Bau, Unterhaltung und Betrieb moderner Kommunikationseinrichtungen (Telefonie, Solicom), Werkstatt und Fahrbereitschaft einschl. Fuhrparkmanagement, Bearbeitung und Heranziehung öffentlicher Abgaben (Grundbesitz und Friedhofsgebühren). - 180 Beteiligungsbericht 2013 Technische Betriebe Solingen Organe des Betriebs • Zentraler Betriebsausschuss Gisela Adams, Sachkundige Bürgerin Dirk Becker, Ratsmitglied Heinz Bender, Ratsmitglied Falk Dornseifer, Ratsmitglied Herbert Gerbig, Ratsmitglied Rainer Gerhards, Sachkundiger Einwohner Dr. Rudi Grützmann, Sachkundiger Bürger Thomas Holtey, Sachkundiger Bürger Immo Jähner, Sachkundiger Einwohner Elke Menge, Ratsmitglied Enrique Pless, Ratsmitglied Frank Rabenschlag, Sachkundiger Bürger Ilka Riege, Sachkundige Bürgerin Jürgen Scheller, Sachkundiger Bürger Joachim Schmidt, Sachkundiger Bürger Thilo Schnor, Sachkundiger Einwohner Salvatore Tranchina, Ratsmitglied Carsten Voigt, Ratsmitglied Dieter Wagner, Sachkundiger Einwohner Ulrike Zerhau, Sachkundige Einwohnerin • Betriebsleitung Dipl.- Ing. Siegfried Schulz (bis 30.04.2013) Dipl.-Ök. Wolfgang Köppen (kommissarisch, 01.05.2013 - 30.06.2013) Dipl.-Bio. Martin Wegner (ab 01.07.2013) • Die Zuständigkeiten des Rates, die Stellung des Oberbürgermeisters und des Stadtkämmerers sind in der Gemeindeordnung NRW und in der Eigenbetriebsverordnung des Landes NRW geregelt. Beschäftigtenzahlen Der Betrieb beschäftigte im Jahr 2013 durchschnittlich: - Beschäftigte - Beamte - Auszubildende - Gesamt 454,25 16,00 13,75 484,00 181 Beteiligungsbericht 2013 Technische Betriebe Solingen Verlustausgleich Die Stadt ist entsprechend den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung für das Land NRW bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen zum Verlustausgleich verpflichtet. Verflechtung mit dem Haushalt der Stadt Ergebnisplan Verwaltungskostenerstattung Konzernumlage Kostenerstattung Konzessionsabgabe Dienstleistungserlöse Stadt EUR 146.374 324.070 400.000 552.706 -14.780.809 Wirtschaftliche Unternehmensdaten Bilanz im 3-Jahresvergleich Bilanz-Position Anlagevermögen Immater. Vermögensg. Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen Kassenbest., Bankguthaben Rechnungsabgrenzungsposten Aktiva Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Gewinn-/Verlustvortrag Jahresüberschuss/-fehlbetrrag Sonderposten Ertragszuschüsse Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Passiva 31.12.2011 TEUR % 364.793,1 97,0 30,0 0,0 363.296,8 96,6 1.466,3 0,4 11.332,3 3,0 4.565,8 1,2 6.751,6 1,8 14,9 0,0 88,7 0,0 376.214,1 100,0 53.393,1 14,2 30.909,6 8,2 22.117,4 5,9 31,7 0,0 -758,2 -0,2 1.092,7 0,3 8.589,2 2,3 7.683,4 2,0 9.940,7 2,6 290.520,0 77,2 6.087,6 1,6 376.214,1 100,0 31.12.2012 TEUR % 360.923,8 97,3 67,0 0,0 359.551,9 96,9 1.305,0 0,4 9.885,2 2,7 4.266,7 1,2 5.602,2 1,5 16,2 0,0 156,2 0,0 370.965,2 100,0 56.113,8 15,1 30.909,6 8,3 22.117,4 6,0 366,2 0,1 0,0 0,0 2.720,6 0,7 8.603,2 2,3 7.703,8 2,1 9.563,3 2,6 282.701,3 76,2 6.279,9 1,7 370.965,2 100,0 31.12.2013 TEUR % 357.192,6 97,1 65,0 0,0 355.983,9 96,7 1.143,7 0,3 10.612,5 2,9 4.739,3 1,3 5.862,4 1,6 10,7 0,0 152,1 0,0 367.957,1 100,0 60.193,4 16,4 30.909,6 8,4 22.117,4 6,0 2.310,0 0,6 0,0 0,0 4.856,5 1,3 8.469,9 2,3 7.493,6 2,0 7.294,0 2,0 278.112,0 75,6 6.394,1 1,7 367.957,1 100,0 182 Beteiligungsbericht 2013 Technische Betriebe Solingen GuV im 3-Jahresvergleich GuV-Position Umsatzerlöse Bestandsveränderungen Andere aktivierte Eigenleistungen Sonstige betriebliche Erträge Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsen und ähnliche Aufwendungen Aufwendungen Erträge Aufwendungen Steuern Jahresergebnis 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2013 TEUR TEUR TEUR 82.371,0 83.699,2 85.495,3 -123,8 -314,2 237,5 396,1 647,1 828,4 2.971,3 3.407,3 3.288,4 94,8 69,8 56,8 85.709,4 87.509,2 89.906,5 23.096,2 23.965,6 24.558,2 22.988,4 23.607,2 24.710,4 13.553,4 13.272,2 13.498,2 11.981,1 11.904,8 11.582,9 12.920,7 11.941,0 10.630,0 84.539,7 84.690,9 84.979,8 85.709,4 84.539,7 77,0 1.092,7 87.509,2 84.690,9 97,7 2.720,6 89.906,5 84.979,8 70,2 4.856,5 Kennzahlen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Kennzahlen 2011 % 2012 % 2013 % Vermögenslage Anlagenintensität Abschreibungsquote Investitionsquote Finanzlage Eigenkapitalquote Verschuldungsgrad Anlagendeckungsgrad I Ertragslage Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Materialaufwandsquote Personalaufwandsquote 97,0 16,4 1,4 97,3 15,8 1,0 97,1 15,8 1,5 14,2 511,4 14,6 15,1 477,2 15,5 16,4 439,7 16,9 2,2 3,7 27,9 27,8 5,0 4,0 28,5 28,1 8,2 4,2 28,4 28,5 183 Beteiligungsbericht 2013 Technische Betriebe Solingen Entwicklung des Betriebs Im Wirtschaftsjahr 2013 wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von 4.857 TEUR (Vorjahr: 2.721 TEUR) erzielt. Die Entwicklung der Technischen Betriebe Solingen in 2013 kann als gut bezeichnet werden. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nach den sonstigen Steuern liegt mit einem Gewinn von 4.881 TEUR vor Ertragsteuern um 2.016 TEUR über dem für 2013 geplanten Ergebnis von 2.865 TEUR. Im Vergleich zum Vorjahresergebnis in Höhe von 2.777 TEUR (vor Ertragsteuern) ergibt sich eine Ergebnisverbesserung von 2.104 TEUR. Insgesamt wird die negative Abweichung des Plan/Ist-Ergebnisses des Bereiches Stadtreinigung (-431 TEUR) durch positive Abweichungen der Bereiche Tiefbau (+987 TEUR), Anlagentechnik (+1.477 TEUR) und Straßen/Grün (+71 TEUR) aufgefangen. Die Nachkalkulation der für 2013 erhobenen Gebühren führte in fast allen Bereichen zu Überdeckungen von insgesamt 3.721 TEUR, die ertragsmindernd verbucht wurden und innerhalb von vier Jahren an die Gebührenzahler zurückgegeben werden müssen. Die ermittelten Unterdeckungen bei der Straßenreinigung (544 TEUR) und der Fäkalschlammgebühr (17 TEUR) konnten nicht gegengerechnet werden, da es hierfür an der zwingenden gesetzlichen Grundlage zur Nacherhebung fehlt. Abweichend von der bis 2011 geübten Praxis, entsprechende Rückstellungen zu bilden, wird die Rückzahlungsverpflichtung an die Gebührenzahler seit 2012 unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Im Unterschied zur Bildung von Rückstellungen erfolgt die Bilanzierung jedoch mit dem Erfüllungsbetrag und wird nicht abgezinst. Bei einer Unterteilung nach Sparten weisen die Stadtreinigung mit 96 TEUR und der Tiefbau mit 5.172 TEUR positive Ergebnisse auf, während die Bereiche Anlagentechnik mit 258 TEUR sowie Straßen und Grün mit 153 TEUR im Minus liegen. In 2013 wurden keine neuen Darlehen aufgenommen. Die Entwicklung der Kapitalmarktzinsen und die Zusammensetzung des Darlehensbestandes werden durch den Betrieb aktiv beobachtet. Die Steuerung erfolgt über eine Internet-Software in Zusammenarbeit mit dem Finanzmanagement der Stadt Solingen. Grundsätzlich verfolgt die Betriebsleitung eine Strategie der Risikobegrenzung und der langfristigen Zinssicherung. Aufgrund der günstigen Situation am Kapitalmarkt haben die TBS im ersten Halbjahr 2014 ein Darlehen über 15 Mio. EUR mit einem Zinssatz von 1,93 % aufgenommen. Neben der organisatorischen und satzungsrechtlichen Zusammenführung der Betriebe „EntsorgungsBetriebe Solingen" (EBS) und den „Technischen Betrieb Straßen und Grün" (TBSG) zu den „TBS“ zum 01.01.2011 wurde nach intensiven Beratungen in den politischen Gremien im Rat die räumliche Zusammenlegung der Betriebsstandorte an der Dültgenstaler Straße beschlossen. Der Bau des neuen Verwaltungsgebäudes wurde im Juni abgeschlossen und ab August 2013 bezogen. Mit der räumlichen Konzentration ist eine jährliche Einsparvorgabe (HSP) ab 2013 definiert. Nach der erfolgreichen Zertifizierung der EBS nach DIN/ISO, Öko-Audit und EMAS im März 2003 wurde im April 2014 auch das letzte Überwachungsaudit für die Technischen Betriebe Solingen einschließlich der Zertifizierung als Entsorgungsfachbetrieb bestanden. 184 Beteiligungsbericht 2013 Technische Betriebe Solingen Bei diesem Audit wurden erstmalig auch die Bereiche des bisherigen TBSG, die sich bereits an der Dültgenstaler Straße befinden, in das Managementsystem einbezogen. Als Unternehmen, zu dessen Hauptaufgaben die Erbringung von Umweltdienstleistungen gehört, sehen sich die Technischen Betriebe in der Verantwortung, ihre Produkte und Dienstleistungen mit hoher Qualität unter Berücksichtigung von Umweltaspekten zu erbringen. Folglich sind in der Umwelterklärung entsprechende Maßnahmen als Qualitäts- und Umweltziele dargelegt. Wichtige Einflussfaktoren für das Geschäft sind neben den Gebühreneinnahmen die Auslastungsmengen für das Müllheizkraftwerk (MHKW). Darüber hinaus versorgen die TBS die Stadt Solingen und deren Konzerntöchter mit Strom und Fernwärme aus dem MHKW. Bestandsgefährdende Risiken sind aus Sicht der Betriebsleitung nicht zu erkennen. Wesentliche Risiken resultieren aus den geplanten Änderungen in der Abfallwirtschaft (KrWG), welche sich auf die Bereiche Stadtreinigung sowie MHKW auswirken. Hier ist, durch die ab 2015 geltende getrennte Erfassung und Verwertung von biogenen Abfällen und Wertstoffen, mit weiter abnehmenden Abfallmengen zu rechnen. Nach vorliegender Hochrechnung werden die TBS das Geschäftsjahr 2014 voraussichtlich mit einem positiven Ergebnis von ca. 4,4 Mio. EUR abschließen. 185 Beteiligungsbericht 2013 Technische Betriebe Solingen Entwicklung der Aktiva Entwicklung der Passiva Entwicklung der Erträge (in TEUR) Entwicklung der Aufwendungen (in TEUR) 186 Beteiligungsbericht 2013 Dienstleistungsbetrieb Gebäude der Stadt Solingen 4.2. Dienstleistungsbetrieb Gebäude der Stadt Solingen (DBSG) Bonner Straße 100 42697 Solingen Telefon: 02 12 / 2 90 68 46 Fax: 02 12 / 2 90 68 45 E-Mail: u.stock@solingen.de gegründet: 01.01.2008 Gegenstand/Zweck des Betriebs Der Betrieb erbringt marktorientierte Dienstleistungen zum Planen, Bauen, Unterhalten und Betreiben, insbesondere der städtischen Gebäude (einschließlich der Gebäude der anderen eigenbetriebsähnlichen Einrichtungen, Eigenbetriebe, Eigengesellschaften und der überwiegend mit Mitteln der öffentlichen Verwaltung betriebenen Gebäude) und der von der Stadt Solingen genutzten Gebäude und Räumlichkeiten einschließlich deren Nebenanlangen. Organe des Betriebs • Zentraler Betriebsausschuss Gisela Adams, Sachkundige Bürgerin Dirk Becker, Ratsmitglied Heinz Bender, Ratsmitglied Falk Dornseifer, Ratsmitglied Herbert Gerbig, Ratsmitglied Rainer Gerhards, Sachkundiger Einwohner Dr. Rudi Grützmann, Sachkundiger Bürger Thomas Holtey, Sachkundiger Bürger Immo Jähner, Sachkundiger Einwohner Elke Menge, Ratsmitglied Enrique Pless, Ratsmitglied Frank Rabenschlag, Sachkundiger Bürger Ilka Riege, Sachkundige Bürgerin Jürgen Scheller, Sachkundiger Bürger Joachim Schmidt, Sachkundiger Bürger Thilo Schnor, Sachkundiger Einwohner Salvatore Tranchina, Ratsmitglied Carsten Voigt, Ratsmitglied Dieter Wagner, Sachkundiger Einwohner Ulrike Zerhau, Sachkundige Einwohnerin 187 Beteiligungsbericht 2013 Dienstleistungsbetrieb Gebäude der Stadt Solingen • Betriebsleitung Udo Stock • Die Zuständigkeiten des Rates, die Stellung des Oberbürgermeisters und des Stadtkämmerers sind in der Gemeindeordnung NRW und in der Eigenbetriebsverordnung des Landes NRW geregelt. Beschäftigtenzahlen Der Betrieb beschäftigte im Jahr 2013 durchschnittlich: - Beschäftigte - Beamte - Gesamt 321 6 327 Verlustausgleich Die Stadt ist entsprechend den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung für das Land NRW bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen zum Verlustausgleich verpflichtet. Verflechtung mit dem Haushalt der Stadt Ergebnisplan Konzernumlage Kostenerstattung Dienstleistungserlöse Stadt EUR 142.216 385.000 -12.166.240 188 Beteiligungsbericht 2013 Dienstleistungsbetrieb Gebäude der Stadt Solingen Wirtschaftliche Unternehmensdaten Bilanz 3-Jahresvergleich Bilanz-Position Anlagevermögen Immater. Vermögensg. Sachanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen Kassenbestand, Bankguthaben Rechnungsabgrenzungsposten Aktiva Eigenkapital Stammkapital Kapitalrücklage Verlustvortrag Jahresüberschuss Sonderposten Rückstellungen Verbindlichkeiten Passiva 31.12.2011 TEUR % 1.276,5 36,9 14,2 0,4 1.262,4 36,5 2.152,3 62,3 476,7 13,8 1.675,0 48,5 0,6 0,0 26,2 0,8 3.455,0 100,0 1.844,5 53,4 100,0 2,9 1.512,4 43,8 -153,3 -4,4 385,5 11,2 9,7 0,3 1.151,3 33,3 449,6 13,0 3.455,0 100,0 31.12.2012 TEUR % 1.368,5 36,9 0,8 0,0 1.367,7 36,9 2.318,8 62,6 111,6 3,0 2.204,7 59,5 18,1 0,5 18,1 0,5 3.705,4 100,0 2.143,4 57,8 100,0 2,7 1.715,9 46,3 232,1 6,3 95,3 2,6 29,9 0,8 942,7 25,4 589,4 15,9 3.705,4 100,0 31.12.2013 TEUR % 1.315,8 39,0 0,5 0,0 1.315,3 39,0 2.042,3 60,5 67,3 2,0 1.944,9 57,6 16,2 0,5 16,2 0,5 3.374,4 100,0 1.953,6 57,9 100,0 3,0 1.727,8 51,2 0,0 0,0 125,8 3,7 25,9 0,8 918,2 27,2 476,6 14,1 3.374,4 100,0 GuV im 3-Jahresvergleich GuV-Position Umsatzerlöse Bestandveränderungen fertige/unfertige Erz. Andere aktivierte Eigenleistungen Sonstige betriebl. Erträge Zinsen und ähnliche Erträge Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsen und ähnliche Aufwendungen Aufwendungen Erträge Aufwendungen Steuern Jahresergebnis 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2013 TEUR TEUR TEUR 15.793,0 15.487,8 12.854,3 -115,4 215,3 -369,1 9,6 3,0 3,8 370,3 266,9 390,2 2,0 4,8 1,7 16.059,5 15.977,8 12.881,0 3.151,5 3.320,7 2.649,7 11.221,0 10.340,6 8.564,0 159,6 163,3 195,0 1.641,5 1.717,2 1.338,7 35,2 34,6 33,4 16.208,9 15.576,4 12.780,9 16.059,5 16.208,9 3,9 -153,3 15.977,8 15.576,4 16,0 385,5 12.881,0 12.780,9 4,8 95,3 189 Beteiligungsbericht 2013 Dienstleistungsbetrieb Gebäude der Stadt Solingen Kennzahlen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Kennzahlen 2011 % 2012 % 2013 % Vermögenslage Anlagenintensität Abschreibungsquote Investitionsquote Finanzlage Eigenkapitalquote Verschuldungsgrad Anlagendeckungsgrad I Ertragslage Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Materialaufwandsquote Personalaufwandsquote 36,9 1,0 30,9 36,9 1,5 14,0 39,0 1,5 0,2 53,4 86,8 144,5 57,8 71,7 156,6 57,9 71,6 148,5 21,8 12,6 21,1 65,8 4,7 3,6 21,2 68,6 8,6 5,7 21,6 69,6 Entwicklung des Betriebs Der DBSG schließt ein weiteres Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss in Höhe von rd. 126 TEUR ab. Leider konnten die Vorgaben, die Kantineneinrichtungen/Catering ohne Zuschuss der Kernverwaltung zu betreiben, nicht erreicht werden. Wie in den Vorjahren ist erkennbar, dass die Ergebnisse ganz überwiegend durch Umsatzerlöse innerhalb des Konzerns Stadt Solingen (95,6 %) erwirtschaftet wurden. Die Umsatzerlöse mit Dritten wurden gegenüber den vergangenen Abrechnungsperioden gesteigert, was auf die Effekte des Produktes Kantine zurückzuführen ist. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind rund 150 TEUR Mieteinnahmen für Dienstwohnungen erhalten, die jedoch an den Stadtdienst Immobilienmanagement weitergegeben werden und somit für den DBSG erfolgsneutral sind. Wie in der Vergangenheit mussten sowohl die Gebäudereinigung als auch die Hausmeisterdienste erhebliche Optimierungsvorgaben realisieren. Die erzielten Einsparungen resultieren durch die Anwendung der Vergütungsgruppe EG 1 TVöD und die Einführung der ergebnisorientierten Reinigung. Im Bereich der Hausmeister wurde nach Abschluss des Projektes „Optimierung von Hausmeisterdiensten“ durch geänderte Prozesse Personaleinsatzstunden reduziert. Die Zinserträge in Höhe von 1 TEUR entstanden aus dem Cash Management der Stadt Solingen, das die Liquidität des Betriebes permanent sicherstellt. In den Zinsaufwendungen sind 20 TEUR Zinsen enthalten, die sich aus der Berechnung langfristiger Rückstellungen nach den Vorschriften des Gesetzes zur Modernisierung des Bilanzrechts (BilMoG) ergaben. 190 Beteiligungsbericht 2013 Dienstleistungsbetrieb Gebäude der Stadt Solingen Die größte Aufwandsposition ist der Personalaufwand, der mit einem Anteil von 67,9 % an den Gesamtaufwendungen in das Betriebsergebnis eingeht. Der Materialaufwand entstand im Wesentlichen bei der Durchführung der Werkstattleistung und im Bereich Catering. In dem sonstigen betrieblichen Aufwand kommt, abgesehen von den Mieterstattungen für Hausmeisterwohnungen, der eigene Verbrauch des Betriebes zum Ausdruck, der es ihm ermöglicht, die Aufgaben zu erfüllen. Dort enthalten sind EDV-, Gebäude-, Kraftfahrzeug-, Personalneben- und allgemeine Geschäftsaufwendungen sowie in Anspruch genommene Leistungen der verschiedenen Stadtdienste und Umlagen des Konzerns. Ein großer Teil dieser Zahlungen fließt also an die Stadt Solingen zurück. Im Wirtschaftsjahr 2013 hat der DBSG Investitionen in Höhe von 142 TEUR verausgabt. Dem Betrieb standen während des gesamten Wirtschaftsjahres ausreichende liquide Mittel zur Verfügung. Durch Organisationsverfügung mit Wirkung zum 01.10.2013 wurden die Aufgabenbereiche Catering und Post- und Botendienste sowie Empfangsservice wieder in die Kernverwaltung überführt. Das Personal nebst personalbezogener Rückstellungen ging zum 01.10.2013 auf die Kernverwaltung über, die Vermögens- und Schuldposten zum 01.01.2014. Die Erlöse der Bereiche standen bis zum 31.12.2013 dem DBSG zu. Darüber hinaus wurde die Verwaltung im Rahmen der Haushaltsberatungen 2014 mit der Prüfung beauftragt, durch organisatorische Veränderungen, z.B. auch durch Auflösung des DBSG und Überführung in die Kernverwaltung, zusätzliche Einsparungen zu erschließen. Eine Entscheidung darüber liegt noch nicht vor. Die Haushaltslage der Stadt Solingen hat sich gegenüber den Vorjahren nochmals verschärft. Damit ergibt sich auch für die nächsten Jahre die Notwendigkeit, die Personalkosten im Dienstleistungsbereich sparsam zu bewirtschaften. Dies wird im Einzelfall nur gelingen, wenn Nutzer und Auftraggeber bereit sind, damit einhergehende Standardreduzierungen zu akzeptieren. Aufgrund der Tatsache, dass die Verwaltung im Rahmen der Haushaltsberatungen 2014 beauftragt wurde weitere organisatorische Veränderungen des DBSG zu untersuchen, werden strategische Überlegungen für die Zukunft des Betriebes zurückgestellt. Gleichwohl wird die Zielsetzung, die möglichst wirtschaftliche Erstellung von Dienstleistungen und Gütern, auch für die Zukunft unabhängig von der Organisationsform beibehalten werden müssen. 191 Beteiligungsbericht 2013 Dienstleistungsbetrieb Gebäude der Stadt Solingen Entwicklung der Aktiva Entwicklung der Passiva Entwicklung der Erträge (in TEUR) Entwicklung der Aufwendungen (in TEUR) 192 Beteiligungsbericht 2013 Zweckverband Bergische Volkshochschule 5. 5.1. Zweckverbände Bergische Volkshochschule Zweckverband der Städte Solingen - Wuppertal Birkenweiher 66 42651 Solingen Telefon: 02 02 / 5 63 26 07 Fax: 02 02 / 563 81 44 E-Mail: info@bergische-vhs.de www.bergische-vhs.de gegründet: 30.12.2005 Gegenstand/Zweck des Unternehmens - Allgemeines Die Körperschaft hat ihren Sitz in Solingen. Darüber hinaus werden Zweigstellen in den Verbandsgemeinden Solingen und Wuppertal unterhalten. Zweck der Körperschaft ist nach der Satzung die Wahrnehmung der Aufgaben der Volkshochschule und des Zentrums zur beruflichen Frauenförderung/Regionalstelle Frau und Beruf*, der Familienbildung und der Beschäftigung und Qualifizierung nach Maßgabe der einschlägigen Gesetze. *Die Aufgaben zur beruflichen Frauenförderung/Regionalstelle Frau und Beruf werden seit 2007 nicht mehr durchgeführt, weil das Land die Förderung eingestellt hat. Organe des Zweckverbandes • Verbandsversammlung Die Stadt Solingen vertreten durch: Prof. Dr. Jörg Becker, Ratsmitglied Heinz Eugen Bertenburg, Ratsmitglied Manfred Krause, Ratsmitglied Tim Kurzbach, Ratsmitglied Thomas Küster, Ratsmitglied Dr. Jochen Müller-Stöver, Ratsmitglied Ernst Schneider, Geschäftsführer BSG Die Stadt Wuppertal vertreten durch: Heiner Fragemann, Ratsmitglied Thomas Gaffkus-Müller, Ratsmitglied Michael Hornung, Ratsmitglied Gunhild Böth, Ratsmitglied 193 Beteiligungsbericht 2013 Zweckverband Bergische Volkshochschule Matthias Nocke, Beigeordneter Marc Schulz, Ratsmitglied Renate Warnecke, Ratsmitglied (Vorsitzende) • Verbandsvorsteher Ernst Schneider, Geschäftsführer BSG Dr. Johannes Slawig, Stadtdirektor der Stadt Wuppertal (Stellvertreter) Leitung Monika Biskoping (fachlich-pädagogische Leitung) Udo H. Bente (kaufmännische Leitung) Beschäftigtenzahlen Der Zweckverband beschäftigte im Jahr 2013 durchschnittlich: - Beschäftigte - Beamte - Gesamt 76 5 81 Verflechtung mit dem Haushalt der Stadt Ergebnisplan Verbandsumlage EUR -1.262.370 194 Beteiligungsbericht 2013 Zweckverband Bergische Volkshochschule Wirtschaftliche Unternehmensdaten Bilanz im 3-Jahresvergleich Bilanz-Position Anlagevermögen Immater. Vermögensg. Sachanlagen Umlaufvermögen Forderungen Kassenbestand, Bankguthaben Rechnungsabgrenzungsposten Aktiva Eigenkapital Kapitalrücklage Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Passiva 31.12.2011 TEUR % 681,4 13,9 31,3 0,6 650,1 13,2 4.217,2 85,8 4.210,3 85,7 6,9 0,1 15,4 0,3 4.914,0 100,0 427,5 8,7 427,5 8,7 3.663,7 74,6 627,6 12,8 195,1 4,0 4.914,0 100,0 31.12.2012 TEUR % 688,1 14,0 26,2 0,5 662,0 13,5 4.204,6 85,7 4.202,7 85,7 1,9 0,0 12,4 0,3 4.905,2 100,0 427,5 8,7 427,5 8,7 3.641,9 74,2 712,2 14,5 123,6 2,5 4.905,2 100,0 31.12.2013 TEUR % 552,5 12,5 21,4 0,5 531,1 12,0 3.846,4 87,2 3.844,9 87,2 1,5 0,0 12,2 0,3 4.411,2 100,0 427,5 9,7 427,5 9,7 3.286,7 74,5 556,3 12,6 140,6 3,2 4.411,2 100,0 GuV im 3-Jahresvergleich GuV-Position Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Sonstige Zinsen und ähnl. Erträge Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsen und ähnliche Aufwendungen Aufwendungen Erträge Aufwendungen Steuern Jahresergebnis 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2013 TEUR TEUR TEUR 7.240,2 6.282,2 4.891,4 4.436,6 4.393,9 4.251,9 145,0 3,1 1,8 11.821,8 10.679,2 9.145,1 1.883,2 1.736,3 1.592,2 6.979,3 5.793,4 4.777,3 178,2 197,7 174,1 2.781,1 2.951,8 2.466,9 0,0 0,0 134,5 11.821,8 10.679,2 9.145,1 11.821,8 11.821,8 0,0 0,0 10.679,2 10.679,2 0,0 0,0 9.145,1 9.145,1 0,0 0,0 195 Beteiligungsbericht 2013 Zweckverband Bergische Volkshochschule Kennzahlen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Kennzahlen 2011 % 2012 % 2013 % Vermögenslage Anlagenintensität Abschreibungsquote Investitionsquote Finanzlage Eigenkapitalquote Verschuldungsgrad Anlagendeckungsgrad I Ertragslage Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Materialaufwandsquote Personalaufwandsquote 13,9 2,4 9,7 14,0 3,1 6,8 12,5 3,5 -1,8 8,7 1.049,4 62,7 8,7 1.047,4 62,1 9,7 931,8 77,4 0,0 0,0 26,0 96,4 0,0 0,0 27,6 92,2 31,5 3,0 32,6 97,7 Entwicklung des Unternehmens Der Abschluss des Zweckverbandes Bergische VHS weist für das Geschäftsjahr 2013 eine Bilanzsumme von 4.411.180,25 EUR (Vorjahr = 4.905.186,24 EUR) und ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von „Null“ aus. Die Abschlagszahlungen auf die Verbandsumlage betrugen für die Stadt Wuppertal = 2.853.000 EUR und für die Stadt Solingen 1.262.370 EUR. Gegenüber dem Erfolgsplan 2013 ergeben sich Nachforderungen, die als „Forderungen gegenüber Gesellschaftern“ in Höhe von 31.376,31 EUR gegen die Stadt Solingen und in Höhe von 15.338,83 EUR gegen die Stadt Wuppertal im Jahresabschluss 2013 ausgewiesen wurden. Das Geschäftsjahr 2013 war geprägt von: • • dem Abschluss der Auflösung des Bereichs „Beschäftigung & Qualifizierung“ (Netzwerk für Alleinerziehende, Ausbildungsmaßnahmen, Schulsozialarbeit in Wuppertal). der Wiedereröffnung des Gebäudes Auer Schulstr. 20 nach mehrjähriger Sanierung. Das funktional und optisch deutlich verbesserte Gebäude wird nun auch verstärkt für kulturelle Veranstaltungen genutzt. der Rezertifizierung der Bergischen Volkshochschule nach der internationalen Qualitätsnorm ISO 9001. Im Rahmen der Rezertifizierung wurden durch externe Gutachter Produkte und Prozesse der Einrichtung umfassend geprüft. Das neu erteilte Zertifikat gilt nun bis Mai 2016. der Verlagerung der in Solingen durchgeführten Schulabschlusslehrgänge in das Gebäude Birkenweiher 66 und die dadurch entstandene Möglichkeit, am Standort Mummstr. 10 zusätzliche Angebote für Deutsch als Fremdsprache / Zweitsprache durchführen zu können. • • 196 Beteiligungsbericht 2013 Zweckverband Bergische Volkshochschule Die Vermögens- und Ertragslage des Zweckverbandes bewegte sich in 2013 unterjährig weitestgehend im Rahmen der Planwerte. Die Liquidität war jederzeit gesichert. Als kommunale Pflichteinrichtung (Volkshochschule) ist die Bergische VHS starker Konkurrenz durch gemeinnützige Vereine, Familienbildungsstätten in konfessioneller oder sonstiger Trägerschaft sowie durch Kirchengemeinden und konfessionelle Erwachsenenbildungseinrichtungen ausgesetzt. Während in den Angebotsfeldern „Politische Bildung“, „Alphabetisierung“ und „Nachholung von Schulabschlüssen“ nahezu Monopolstellung besteht, sind vor allem in den Angebotsfeldern „Kulturelle Bildung“ und „Gesundheitsbildung“ Wettbewerbsnachteile zu spüren. Trotz der genannten Wettbewerbssituation ist der Zweckverband in quantitativer und qualitativer Hinsicht Marktführer für ein öffentlich zugängliches Weiterbildungsangebot. Bei den Kundinnen und Kunden der Bergischen Volkshochschule bestand eine hohe Zufriedenheit mit deren Produkten und Dienstleistungen (Durchschnittsnote 1,41; Vorjahr: 1,45). In den Bereichen „Zweiter Bildungsweg / Grundbildung“ ist davon auszugehen, dass sich an der Zahl der Interessenten für den nachträglichen Erwerb von Schulabschlüssen mittelfristig nichts ändert. Der Bedarf an Grundbildung bzw. Vorbereitungsangeboten für Schulabschlusslehrgänge steigt weiter an. Viele Interessenten bringen derart lückenhafte Vorkenntnisse mit, dass sie nicht direkt in einen regulären Schulabschlusskurs integriert werden können und zum Teil regelrecht alphabetisiert werden müssen. Die Nachfrage durch Absolventen von Förderschulen nimmt weiter zu – auf deren zum Teil sehr speziellen fachlichen und pädagogischen Förderbedarf ist die Volkshochschule nicht eingerichtet. Das unverändert hohe finanzielle Engagement des Landes NRW, reicht bei Weitem nicht aus, die anfallenden Kosten zu decken. Hier droht ggf. eine Rückforderung des Landes, weil Schülerbetriebspraktika, die in allen Schulformen der Sek. I Standard sind, im Rahmen des Nachholens von Schulabschlüssen nicht als förderfähiger Unterricht angesehen werden. Die Angebotsbereiche „Seniorenbildung / Gesundheitsbildung“ können durchaus als stabil bis wachstumsorientiert bezeichnet werden. Für den Fachbereich „Deutsch als Fremdsprache“ wird mittelfristig eine stagnierende bis leicht rückläufige Nachfrage erwartet. Ein hoher Anteil von Migrantinnen und Migranten hat mittlerweile die durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge co-finanzierten Sprachkurse durchlaufen. Hingegen zeichnet sich ein erhöhter Bedarf an berufsbezogenen Deutschkursen (z. B. wegen verbindlicher Deutsch-Tests für Ärzte) ab, die ggf. auch durch die Betriebe finanziert werden. Ob und in welchem Umfang die Nachfrage durch den Zustrom von Asylsuchenden oder Bürgerkriegsflüchtlingen ansteigen könnte, lässt sich weder abschätzen noch durch die Volkshochschule beeinflussen. 197 Beteiligungsbericht 2013 Zweckverband Bergische Volkshochschule Entwicklung der Aktiva Entwicklung der Passiva Entwicklung der Erträge (in TEUR) Entwicklung der Aufwendungen (in TEUR) 198 Beteiligungsbericht 2013 Zweckverband civitec 5.2. civitec Zweckverband kommunale Informationsverarbeitung Mühlenstraße 51 53721 Siegburg Telefon: 02241 / 999 0 Fax: 02241 / 999 11 09 E-Mail: info@civitec.de www.civitec.de gegründet: 01.01.1998 Gegenstand/Zweck des Unternehmens - Allgemeines Der Zweckverband verfolgt das Ziel, die Qualität und Wirtschaftlichkeit der automatisierten Datenverarbeitung in den Mitgliedsverwaltungen durch die Nutzung gemeinsamer Ressourcen und weiterer Synergien zu verbessern. Der Zweckverband bietet Beratungsleistungen und Schulungen an auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnik und pflegt, wartet, beschafft, vermittelt, betreibt, installiert und administriert Komponenten der Informations- und Kommunikationstechnik. Der Zweckverband vermittelt Leistungen und Service auf dem Gebiet der Sprachkommunikation. Programmentwicklungen werden durchgeführt, wenn sie besonders wirtschaftlich oder auf dem Markt keine geeigneten Produkte vorhanden sind. Der Zweckverband erbringt seine Leistungen vorrangig für seine Mitglieder. Der Umfang dieser Leistungen ergibt sich aus den von den zuständigen Organen beschlossenen aktuellen Produktplänen. Der Zweckverband kann zur Verbesserung des Betriebsergebnisses unter den Voraussetzungen des § 107 ff. GO NW Aufgaben für Dritte übernehmen, die ihrerseits Träger kommunaler Aufgaben sind. Dies gilt insbesondere für die kommunalen Unternehmen der Zweckverbandsmitglieder und Aufgaben, die dem Zweckverband durch den Abschluss einer öffentlichrechtlichen Vereinbarung übertragen werden. Die Vermittlung von Leistungen und Service auf dem Gebiet der Sprachkommunikation kann der Zweckverband auch für öffentlich-rechtliche Körperschaften und Dritte, die Träger kommunaler Aufgaben sind, in der Region Bonn erbringen. Alle Leistungen des Zweckverbandes werden zu wettbewerbsfähigen Konditionen angeboten. Der Zweckverband ist berechtigt, mit der Erledigung von Aufgaben Dritte zu beauftragen, soweit eine ordnungsgemäße Aufgabenerfüllung im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen sichergestellt ist. Der Zweckverband ist berechtigt, sich an Gesellschaften des Privatrechts zu beteiligen oder diese (mit) zu begründen, wenn die rationelle und kostensparende Erfüllung der Verbandsaufgaben dadurch gefördert wird. 199 Beteiligungsbericht 2013 Zweckverband civitec Organe des Zweckverbandes • Verbandsversammlung Die Stadt Solingen vertreten durch: Jochen Gottke, Leiter Konzernkoordinierung • Verbandsvorsteher Hagen Jacobi, Landrat Oberbergischer Kreis Klaus Pipke, Bürgermeister Stadt Hennef (1. Stellvertreter) Jochen Welp, Stadt Solingen (2. Stellvertreter) • Verwaltungsausschuss gleiche Besetzung wie beim Organ „Verbandsvorsteher“ • • ADV-Fachbeirat Geschäftsführung Norbert Kreuzer (stellv. Geschäftsführer ab 01.04.2013) Thomas Neukirch Holger Hemme (bis 31.03.2013) Christian Völz (stellv. Geschäftsführer ab 01.04.2013) Beschäftigtenzahlen Der Zweckverband beschäftigte im Jahr 2013 durchschnittlich: - Beschäftigte 134 Verflechtung mit dem Haushalt der Stadt Ergebnisplan IT-Kosten EUR -5.371.953 200 Beteiligungsbericht 2013 Zweckverband civitec Wirtschaftliche Unternehmensdaten Bilanz im 3-Jahresvergleich Bilanz-Position Anlagevermögen Immater. Vermögensg. Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen Kassenbestand, Bankguthaben Rechnungsabgrenzungsposten Aktiva Eigenkapital Rücklagen Gewinn-/Verlustvortrag Jahresüberschuss/-fehlbetrrag Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Passiva 31.12.2011 TEUR % 3.422,1 31,7 15.015,1 139,2 1.842,3 17,1 78,3 0,7 6.831,5 63,3 86,4 0,8 3.619,0 33,5 3.126,1 29,0 534,4 5,0 10.788,1 100,0 589,3 5,5 763,2 7,1 -653,0 -6,1 479,1 4,4 8.442,9 78,3 1.716,4 15,9 39,5 0,4 10.788,1 100,0 31.12.2012 TEUR % 3.388,0 25,1 13.501,9 100,0 1.953,3 14,5 84,5 0,6 9.216,6 68,3 34,5 0,3 4.091,7 30,3 5.090,4 37,7 893,2 6,6 13.497,9 100,0 1.727,5 12,8 763,2 5,7 -173,9 -1,3 1.138,2 8,4 10.225,1 75,8 1.418,1 10,5 127,2 0,9 13.497,9 100,0 31.12.2013 TEUR % 4.264,0 29,7 14.461,7 100,6 2.725,7 19,0 92,2 0,6 9.392,9 65,3 45,1 0,3 3.759,6 26,2 5.588,2 38,9 716,9 5,0 14.373,9 100,0 2.856,3 19,9 763,2 5,3 964,3 6,7 1.128,8 7,9 9.953,6 69,2 1.256,5 8,7 307,5 2,1 14.373,9 100,0 GuV im 3-Jahresvergleich GuV-Position Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Zinsen und ähnliche Erträge Außerordentliche Erträge Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsen und ähnliche Aufwendungen Außerordentliche Aufwendungen Aufwendungen Erträge Aufwendungen Steuern Jahresergebnis 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2013 TEUR TEUR TEUR 22.842,4 23.231,3 24.835,7 326,9 160,8 673,6 19,7 120,1 106,7 3.495,9 1.759,1 0,0 26.684,9 25.271,3 25.616,0 8.779,8 8.830,3 9.649,4 8.677,0 8.817,0 9.260,4 1.538,0 1.450,8 1.793,5 3.166,9 3.432,8 3.352,8 188,4 384,3 365,1 3.791,8 1.150,2 0,0 26.141,9 24.065,5 24.421,1 26.684,9 26.141,9 63,9 479,1 25.271,3 24.065,5 67,7 1.138,2 25.616,0 24.421,1 66,1 1.128,8 201 Beteiligungsbericht 2013 Zweckverband civitec Kennzahlen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Kennzahlen 2011 % 2012 % 2013 % Vermögenslage Anlagenintensität Abschreibungsquote Investitionsquote Finanzlage Eigenkapitalquote Verschuldungsgrad Anlagendeckungsgrad I Ertragslage Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Materialaufwandsquote Personalaufwandsquote 31,7 3,1 23,7 25,1 3,1 18,6 29,7 3,6 34,5 5,5 1.730,7 17,2 12,8 681,4 51,0 19,9 403,2 67,0 92,1 6,8 38,4 38,0 69,8 11,8 38,0 38,0 41,8 10,9 38,9 37,3 Entwicklung des Unternehmens Mit dem Ziel der Zusammenarbeit im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik bilden der Oberbergische Kreis und der Rhein-Sieg-Kreis, die kreisfreie Stadt Solingen sowie weitere kreisangehörige Städte und Gemeinden einen Zweckverband nach dem Gesetz über die Kommunale Gemeinschaftsarbeit NW in der zurzeit gültigen Fassung. Der Sitz des Zweckverbandes ist Siegburg mit weiteren Standorten in Gummersbach und Solingen. Der Zweckverband führt den Namen „civitec Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung". Der civitec bietet allen Mitgliedern Grundleistungen und für ihre jeweiligen Aufgaben spezifische Kernleistungen an, zu deren Abnahme sie sich verpflichten. Die Grundleistungen bestehen in der Bereitstellung eines sicheren Verbandsnetzes und anderer Leistungen für alle Mitglieder. Der Zweckverband civitec hat im Geschäftsjahr 2013 einen Jahresüberschuss von 1.129 TEUR erwirtschaftet. Das Jahresergebnis 2013 liegt damit auf dem Niveau d3es Vorjahres (+1.138 TEUR). Wesentliche Einflussfaktoren auf das Jahresergebnis gegenüber dem Vorjahr sind folgende Punkte: Die Umsatzerlöse liegen insgesamt um +6,9 % (+1.604 TEUR) über dem Vorjahresniveau. Dies ist insbesondere auf die positive Erlösentwicklung im Bereich der Verfahrensbereitstellung (+ 903 TEUR) und der Beratungsleistungen (+796 TEUR) gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen. Sonstige Erträge liegen aufgrund von Erträgen Rückstellungen um +439 TEUR über dem Vorjahr. 202 aus der Auflösung von Beteiligungsbericht 2013 Zweckverband civitec Die Betriebsaufwendungen folgen maßgeblich dem gestiegenem Umsatz und sind gegenüber dem Vorjahr um 1.180 TEUR gestiegen. Die Abschreibungen haben sich im Vergleich zum Jahr 2012 um 343 TEUR erhöht; dies ist begründet durch den Anstieg des Investitionsvolumens (159 TEUR) und maßgeblich durch die Ausbuchung von Forderungen aus Pensionslastenteilung (233 TEUR). Die in 2012 ursächlichen positiven Erträge aus Sonderumlagen zur Deckung von Sonderzuführungen zu Pensionsrückstellungen waren ein Einmaleffekt im außerordentlichen Ergebnis. Die Investitionen von insgesamt 2.460 TEUR erfolgten im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände (781 TEUR) und im Bereich der Sachanlagen (1.671 TEUR). Signifikante Investitionen waren die Erwerbe von Servern (306 TEUR), die Erneuerung der USV (224 TEUR) sowie weitere Ersatzinvestitionen im Volumen von 329 TEUR für ITEndgeräte, die an Kunden vermietet werden. Zudem wurde in Firewallsoftwarepakete im Volumen von 84 TEUR und in eine neue Telefonanlage (62 TEUR) investiert. Insgesamt sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen kommunaler IT–Dienstleister in NRW gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Unter dem Leitgedanken der „Gemeinsamen Zukunftssicherung einer leistungsfähigen Informationstechnik im Zweckverband civitec“ wurde das vom Verwaltungsausschuss einstimmig verabschiedete Projekt „civitec 2018“ entwickelt. Das Optimierungsprogramm „civitec 2018“ beinhaltet folgende sieben Arbeitspakete: 0. 1. 2. 3. 4. 5. 6. Strategie Serviceorientierte Betriebsprozesse Leistungsportfolio und Wertschöpfungstiefe Kosten- und Leistungsrechnung, Preisbildung, Vertragsmanagement Organisation und Personal Marketing und Vertrieb IT-Architektur und IT-Infrastruktur Besonders wichtig für die Entwicklung des civitec sind die wesentlichen strategischen Eckpunkte aus „civitec 2018“: Die Einproduktstrategie und die Mehrjahresplanung. Neben den im Strategiemodel civitec dargelegten strategischen Eckpunkten, war eine wesentliche Aufgabe im Jahr 2013 für civitec die Analyse der Rechenzentrumssituation voranzutreiben. Nachdem zu Beginn des Jahres Sofortmaßnahmen im Bereich der in die Jahre gekommenen Stromversorgung realisiert wurden, erfolgte mit externer Unterstützung die Ermittlung des gesamten Investitionsbedarfs. Vor allem der fehlende zweite Rechenzentrumsstandort ist nach wie vor als sehr kritisch für die Daten- und Informationssicherheit zu sehen. 203 Beteiligungsbericht 2013 Zweckverband civitec In 2013 wurden weitere Gespräche mit potentiellen Kooperationspartnern fortgesetzt und es wurden auch schon erste gemeinsame Projekte zur Zusammenarbeit begonnen, die auf sehr positive Resonanz in den beteiligten Häusern getroffen sind. Das zeigt, dass die Wettbewerbsfähigkeit der civitec trotz schwieriger Rahmenbedingungen nicht gelitten hat. Diese gilt es in den Folgejahren mit Kooperationspartnern zu festigen und zu verstärken, um für die Mitglieder weiterhin attraktive Leistungen anbieten zu können. Für das Geschäftsjahr 2014 wird grundsätzlich von einer stabilen Umsatzsituation des bestehenden Produktportfolios ausgegangen. Risiken werden in der Möglichkeit von Vermögens- und Imageschäden aus Sicherheitslücken bzw. Verstößen gegen Datenschutz/Datensicherheitsbestimmungen gesehen. Ebenfalls bedeutsam ist das Risiko, Preis- und Kostensteigerungen nicht auf Produkte und Dienstleistungen umlegen zu können. 204 Beteiligungsbericht 2013 Zweckverband civitec Entwicklung der Aktiva Entwicklung der Passiva Entwicklung der Erträge (in TEUR) Entwicklung der Aufwendungen (in TEUR) 205 Beteiligungsbericht 2013 Spar- und Bauverein Solingen eG 6. 6.1. Genossenschaften Spar- und Bauverein Solingen eG Kölner Straße 47 42651 Solingen Telefon: 02 12 / 20 66 - 0 Fax: 02 12 / 1 87 82 E-Mail: info@sbv-solingen.de www.sbv-solingen.de gegründet: 1897 Gegenstand/Zweck des Unternehmens- Allgemeines Zweck der Genossenschaft ist vorrangig eine gute, sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung ihrer Mitglieder. Sie kann zur Ergänzung der wohnlichen Versorgung Gemeinschaftsaufgaben und Folgeeinrichtungen, Läden und Räume für Gewerbetreibende, soziale und kulturelle Einrichtungen bereitstellen. Die Genossenschaft kann weiterhin alle im Bereich der Wohnungswirtschaft, des Städtebaus und der Infrastruktur anfallenden Aufgaben übernehmen. Durch die Umsetzung ihrer satzungsgemäßen Ziele (u. a. sozial verantwortbare Wohnungsversorgung ihrer Mitglieder) trägt die Genossenschaft zusammen mit anderen Solinger Wohnungsunternehmen den wohnungspolitischen Zielsetzungen der Stadt Rechnung. Damit ist die Erfüllung des öffentlichen Zwecks sichergestellt. Beteiligungsverhältnisse Die Stadt Solingen ist mit 728 Geschäftsanteilen je 500,00 EUR (= 364.000 EUR) an der Genossenschaft beteiligt. Das entspricht bei einem Geschäftsguthaben von 17.052.491 EUR am 31.12.2013 einer Beteiligungsquote von 2,13 %. Organe der Genossenschaft • Vorstand 4 Vorstandsmitglieder • Aufsichtsrat 12 Aufsichtsratsmitglieder • Vertreterversammlung mindestens 50 (zurzeit 140) von den Mitgliedern gewählte Vertreter, die Mitglieder der Genossenschaft sein müssen und weder dem Vorstand noch dem Aufsichtsrat angehören dürfen. 206 Beteiligungsbericht 2013 Spar- und Bauverein Solingen eG Die Stadt wird in der Vertreterversammlung nicht vertreten. Die Genossenschaft beschäftigte im Jahr 2013 durchschnittlich: - Vollzeitbeschäftigte - Teilzeitbeschäftigte - Auszubildende - Gesamt 109 29 8 146 Haftung der Stadt/Nachschussverpflichtung Die Stadt haftet nach § 19 der Satzung mit der Haftsumme von 364.000 EUR. Verflechtungen mit dem Haushalt der Stadt Ergebnisplan Dividende 2013 EUR 14.560 207 Beteiligungsbericht 2013 Spar- und Bauverein eG Solingen-Wald 6.2. Spar- und Bauverein eG Solingen-Wald Friedrich-Ebert-Straße 44 42719 Solingen Telefon: 02 12 / 31 00 34 Fax: 02 12 / 31 81 24 www.walder-bauverein.de E-Mail: info@walder-bauverein.de gegründet: 12.06.1897 Gegenstand/Zweck des Unternehmens - Allgemeines Zweck der Genossenschaft ist vorrangig eine gute, sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung ihrer Mitglieder. Die Genossenschaft kann alle im Bereich der Wohnungswirtschaft, des Städtebaus und der Infrastruktur anfallenden Aufgaben übernehmen. Durch die Umsetzung ihrer satzungsgemäßen Ziele (u. a. sozial verantwortbare Wohnungsversorgung ihrer Mitglieder) trägt die Genossenschaft zusammen mit anderen Solinger Wohnungsunternehmen den wohnungspolitischen Zielsetzungen der Stadt Rechnung. Damit ist die Erfüllung des öffentlichen Zwecks sichergestellt. Beteiligungsverhältnisse Die Stadt Solingen ist mit 32 Geschäftsanteilen je 950,00 EUR (= 30.400 EUR) an der Genossenschaft beteiligt. Das entspricht bei einem Geschäftsguthaben von 1.764.805 EUR am 31.12.2013 einer Beteiligungsquote von 1,72 %. Organe der Genossenschaft • Vorstand 3 Vorstandsmitglieder • Aufsichtsrat 6 Aufsichtsratsmitglieder • Mitgliederversammlung Die Stadt hat in der Mitgliederversammlung - wie alle anderen Mitglieder - 1 Stimme. 208 Beteiligungsbericht 2013 Spar- und Bauverein eG Solingen-Wald Haftung der Stadt/Nachschussverpflichtung Die Stadt haftet nach § 19 der Satzung mit ihren Geschäftsanteilen von 30.400 EUR. Beschränkte Haftung besteht auf Nachschüsse zur Konkursmasse in Höhe eines Geschäftsanteils. Verflechtungen mit dem Haushalt der Stadt Ergebnisplan Dividende 2013 EUR 1.216 209 Beteiligungsbericht 2013 Bauverein Gräfrath eG 6.3. Bauverein Gräfrath eG Schulstraße 47 42653 Solingen Telefon: 02 12 / 5 97 56 Fax: 02 12 / 59 39 13 E-Mail: mail@bauverein-graefrath.de www.bauverein-graefrath.de gegründet: 1919 Gegenstand/Zweck des Unternehmens - Allgemeines Zweck der Genossenschaft ist die Förderung ihrer Mitglieder vorrangig durch eine gute, sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung (gemeinnütziger Zweck). Die Genossenschaft kann Bauten in allen Rechts- und Nutzungsformen bewirtschaften, errichten, erwerben und betreuen; sie kann alle im Bereich der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, des Städtebaus und der Infrastruktur anfallenden Aufgaben übernehmen. Hierzu gehören Gemeinschaftsanlagen und Folgeeinrichtungen, Läden und Räume für Gewerbebetriebe, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Einrichtungen und Dienstleistungen. Beteiligungen sind zulässig. Die Ausdehnung des Geschäftsbetriebes auf Nichtmitglieder ist nicht zugelassen. Damit ist die Erfüllung des öffentlichen Zwecks sichergestellt. Beteiligungsverhältnisse Die Stadt Solingen ist mit 75 Geschäftsanteilen je 350,00 EUR (= 26.250 EUR) an der Genossenschaft beteiligt. Das entspricht bei einem Geschäftsguthaben von 1.378.847 EUR am 31.12.2013 einer Beteiligungsquote von 1,90 %. Organe der Genossenschaft • Vorstand 3 Vorstandsmitglieder • Aufsichtsrat 9 Aufsichtsratsmitglieder • Mitgliederversammlung Die Stadt hat in der Mitgliederversammlung - wie alle anderen Mitglieder - 1 Stimme. 210 Beteiligungsbericht 2013 Bauverein Gräfrath eG Haftung der Stadt/Nachschussverpflichtung Die Stadt haftet nach § 19 der Satzung mit ihren Geschäftsanteilen von 26.250 EUR. Beschränkte Haftung besteht auf Nachschüsse zur Konkursmasse in Höhe eines Geschäftsanteils (= 350,00 EUR). Verflechtungen mit dem Haushalt der Stadt keine 211 Beteiligungsbericht 2013 Beamten-Wohnungsbauverein eG Solingen 6.4. Beamten-Wohnungsbauverein eG Solingen Beckmannstraße 70 a 42697 Solingen Telefon: 02 12 / 4 30 20 Fax: 02 12 / 4 45 14 E-Mail: info@bauverein.net www.bauverein.net gegründet: 02. Juli 1912 Gegenstand/Zweck des Unternehmens - Allgemeines Zweck der Genossenschaft ist vorrangig eine gute, sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung ihrer Mitglieder. Die Genossenschaft kann alle im Bereich der Wohnungswirtschaft, des Städtebaus und der Infrastruktur anfallenden Aufgaben übernehmen. Durch die Umsetzung ihrer satzungsgemäßen Ziele (u. a. sozial verantwortbare Wohnungsversorgung ihrer Mitglieder) trägt die Genossenschaft zusammen mit anderen Solinger Wohnungsunternehmen den wohnungspolitischen Zielsetzungen der Stadt Rechnung. Damit ist die Erfüllung des öffentlichen Zwecks sichergestellt. Beteiligungsverhältnisse Die Stadt Solingen ist mit 88 Geschäftsanteilen je 325,00 EUR (= 28.600,00 EUR) an der Genossenschaft beteiligt. Das entspricht bei einem Geschäftsguthaben von 1.666.236 EUR am 31.12.2013 einer Beteiligungsquote von 1,72 %. Organe der Genossenschaft • Vorstand 3 Vorstandsmitglieder • Aufsichtsrat 6 Aufsichtsratsmitglieder • Mitgliederversammlung Die Stadt hat in der Mitgliederversammlung - wie alle anderen Mitglieder - 1 Stimme. Haftung der Stadt/Nachschussverpflichtung Die Stadt haftet nach § 19 der Satzung mit ihren Geschäftsanteilen von 28.600 EUR. Beschränkte Haftung besteht auf Nachschüsse zur Konkursmasse in Höhe von 800 EUR. Verflechtung mit dem Haushalt der Stadt keine 212 Beteiligungsbericht 2013 Gemeinnützige Baugenossenschaft „Eigenheim“ eG 6.5. Gemeinnützige Baugenossenschaft „Eigenheim“ eG Friedenstraße 112 42699 Solingen Telefon: 02 12 / 6 06 60 E-Mail: info@baugenossenschaft-eigenheim.de www.baugenossenschaft-eigenheim.de gegründet: 1928 Gegenstand/Zweck des Unternehmens - Allgemeines Zweck der Genossenschaft ist vorrangig eine gute, sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung ihrer Mitglieder. Die Genossenschaft kann alle im Bereich der Wohnungswirtschaft, des Städtebaus und der Infrastruktur anfallenden Aufgaben übernehmen. Durch die Umsetzung ihrer satzungsgemäßen Ziele (u. a. sozial verantwortbare Wohnungsversorgung ihrer Mitglieder) trägt die Genossenschaft zusammen mit anderen Solinger Wohnungsunternehmen den wohnungspolitischen Zielsetzungen der Stadt Rechnung. Damit ist die Erfüllung des öffentlichen Zwecks sichergestellt. Beteiligungsverhältnisse Die Stadt Solingen ist mit 4 Geschäftsanteilen je 187,50 EUR (= 750,00 EUR) an der Genossenschaft beteiligt. Das entspricht bei einem Geschäftsguthaben von 420.916 EUR am 31.12.2013 einer Beteiligungsquote von 0,18 %. Organe der Genossenschaft • Vorstand 3 Vorstandsmitglieder • Aufsichtsrat 3 Aufsichtsratsmitglieder • Mitgliederversammlung Die Stadt hat in der Mitgliederversammlung - wie alle anderen Mitglieder - 1 Stimme. Haftung der Stadt/Nachschussverpflichtung Die Stadt haftet nach § 19 der Satzung mit ihren Geschäftsanteilen von 750 EUR. Beschränkte Haftung besteht auf Nachschüsse zur Konkursmasse in Höhe von 500 EUR. Verflechtungen mit dem Haushalt der Stadt Ergebnisplan Dividende 2013 EUR 30,00 213 Beteiligungsbericht 2013 Ohligser Wohnungsbau eG i.I. 6.6. Ohligser Wohnungsbau eG i.I. Steinstraße 6 42697 Solingen Telefon: 02 12 / 23 22 00 Fax: 02 12 / 2 32 20 22 gegründet: 1897 Gegenstand/Zweck des Unternehmens - Allgemeines Zweck der Genossenschaft ist vorrangig eine gute, sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung ihrer Mitglieder. Die Genossenschaft kann alle im Bereich der Wohnungswirtschaft, des Städtebaus und der Infrastruktur anfallenden Aufgaben übernehmen. Durch die Umsetzung ihrer satzungsgemäßen Ziele (u. a. sozial verantwortbare Wohnungsversorgung ihrer Mitglieder) trägt die Genossenschaft zusammen mit anderen Solinger Wohnungsunternehmen den wohnungspolitischen Zielsetzungen der Stadt Rechnung. Damit ist die Erfüllung des öffentlichen Zwecks sichergestellt. Beteiligungsverhältnisse Die Genossenschaftsanteile der Stadt Solingen an der Ohligser Wohnungsbau e.G. wurden aufgrund des anhängigen Insolvenzverfahrens zum 31.12.2010 bis auf den Erinnerungswert von 1 EUR abgeschrieben. Organe der Genossenschaft • Vorstand 2 Vorstandsmitglieder • Aufsichtsrat 5 Aufsichtsratsmitglieder • Mitgliederversammlung Die Stadt hat in der Mitgliederversammlung - wie alle anderen Mitglieder - 1 Stimme. Haftung der Stadt/Nachschussverpflichtung Die Stadt haftet nach § 19 der Satzung mit 4 Pflichtanteilen (=1.200 EUR). Beschränkte Haftung besteht auf Nachschüsse zur Konkursmasse in gleicher Höhe. Verflechtungen mit dem Haushalt der Stadt keine 214 Beteiligungsbericht 2013 Neue Eigentümer-Wohnungsgenossenschaft Solingen eG i. I. 6.7. Neue Eigentümer Wohnungsgenossenschaft Solingen eG (NEWS) i. I. Steinstraße 6 42697 Solingen Telefon: 02 12 / 23 22 00 Fax: 02 12 / 2 32 20 22 gegründet: 08.06.1998 Gegenstand/Zweck des Unternehmens - Allgemeines Zweck der Genossenschaft ist vorrangig eine gute, sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung ihrer Mitglieder. Die Genossenschaft kann alle im Bereich der Wohnungswirtschaft, des Städtebaus und der Infrastruktur anfallenden Aufgaben übernehmen. Durch die Umsetzung ihrer satzungsgemäßen Ziele (u. a. sozial verantwortbare Wohnungsversorgung ihrer Mitglieder) trägt die Genossenschaft zusammen mit anderen Solinger Wohnungsunternehmen den wohnungspolitischen Zielsetzungen der Stadt Rechnung. Damit ist die Erfüllung des öffentlichen Zwecks sichergestellt. Beteiligungsverhältnisse Die Genossenschaftsanteile der Stadt Solingen an der NEWS e.G. wurden aufgrund des anhängigen Insolvenzverfahrens zum 31.12.2010 bis auf den Erinnerungswert von 1 EUR abgeschrieben. Organe der Genossenschaft • Vorstand 2 Vorstandsmitglieder • Aufsichtsrat 3 Aufsichtsratsmitglieder • Mitgliederversammlung Die Stadt hat in der Mitgliederversammlung - wie alle anderen Mitglieder - 1 Stimme. Haftung der Stadt/Nachschussverpflichtung Die Stadt hat nach § 18 der Satzung auch im Falle des Konkurses bzw. der Gesamtvollstreckung keine Nachschüsse zu leisten. Verflechtungen mit dem Haushalt der Stadt keine 215 Beteiligungsbericht 2013 Stadt-Sparkasse Solingen 7. Stadt-Sparkasse Solingen Kölner Straße 68 - 72 42651 Solingen Telefon: 02 12 / 2 86 0 Fax: 02 12 / 2 86 32 70 E-Mail: info@sparkasse.solingen.de www.sparkasse-solingen.de gegründet: 1840 Gegenstand/Zweck des Unternehmens Die Stadt-Sparkasse Solingen ist rechtlich eine mündelsichere, dem gemeinen Nutzen dienende Anstalt des öffentlichen Rechts. Sie ist ein Wirtschaftsunternehmen der Stadt und hat die Aufgabe, die geld- und kreditwirtschaftliche Versorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft am Ort sicherzustellen. Hierzu betreibt sie neben der Hauptstelle 19 Geschäftsstellen im gesamten Stadtgebiet. Die Stadt-Sparkasse Solingen ist über den Rheinischen Sparkassen- und Giroverband in Düsseldorf dem Deutschen Sparkassenund Giroverband e. V. in Bonn angeschlossen. Organe der Stadt-Sparkasse Solingen • Verwaltungsrat Heinz Bender, Ratsmitglied Fabian Blasberg, Arbeitnehmervertreter Reiner Daams, Sachkundiger Bürger ( 2. Stellvertretender Vorsitzender) Norbert Feith, Oberbürgermeister (Vorsitzender) Franz Haug, Oberbürgermeister a. D. Sandra Klingelhöller, Arbeitnehmervertreterin Bernd Krebs, Ratsmitglied Tim Kurzbach, Ratsmitglied Erik Pieck, Sachkundiger Bürger Sascha Ramm, Arbeitnehmervertreter Kai Sturmfels, Ratsmitglied René Tzschabran, Arbeitnehmervertreter Ulrich Uibel, Sachkundiger Einwohner (1. Stellvertretender Vorsitzender) Kristian Winkelhoch, Arbeitnehmervertreter Dr. Kay Zerlin, Ratsmitglied • Vorstand Stefan Grunwald (Vorsitzender) Manfred Kartenberg Harald Samorey (bis 31.12.2013, freigestellt ab 01.04.2013) Detlef Wagner (stellv. Mitglied bis 31.12.2013) 216 Beteiligungsbericht 2013 Stadt-Sparkasse Solingen Beschäftigtenzahlen Die Stadt-Sparkasse Solingen beschäftigte im Jahr 2013 durchschnittlich: Vollzeitkräfte Teilzeit- und Ultimokräfte Auszubildende Gesamt 370 184 34 588 Haftung der Stadt Die Stadt Solingen war im Rahmen ihrer Trägerschaft bisher verpflichtet, für die StadtSparkasse Solingen und die bei ihr eingelegten Kundengeldern, finanziell einzustehen. Diese Verpflichtung gegenüber der Stadt-Sparkasse Solingen wird als „Anstaltslast“ bezeichnet, die unmittelbare Verpflichtung gegenüber den Kunden als „Gewährträgerhaftung“. Die Anstaltslast wurde am 19.07.2005 durch eine normale wirtschaftliche Eigentümerbeziehung gemäß marktwirtschaftlicher Grundsätze, wie sie zwischen einem privaten Anteilseigner und einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung besteht, ersetzt. Die wirtschaftliche Unterstützung durch den öffentlichen Träger ist seitdem ausgeschlossen. 217 Beteiligungsbericht 2013 Stadt-Sparkasse Solingen Wirtschaftliche Unternehmensdaten Bilanzstruktur im 3-Jahresvergleich Bilanz-Position Barreserve Forderungen an Kreditinstitute Forderungen an Kunden Schuldverschr. u. a. festverzinsl. Wertpap. Aktien u. a. nicht festverzinsl. Wertpap. Beteiligungen Treuhandvermögen Immaterielle Anlagewerte Sachanlagen Sonstige Vermögensgegenstände Rechnungsabgrenzungsposten Aktiva Verbindlichkeiten geg. Kreditinstituten Verbindlichkeiten geg. Kunden Verbriefte Verbindlichkeiten Treuhandverbindlichkeiten Sonstige Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Rückstellungen Nachrangige Verbindlichkeiten Genussrechtskapital Fonds für allgemeine Bankrisiken Eigenkapital Passiva 31.12.2011 TEUR % 13.479,0 0,64 76.141,2 3,63 1.428.957,1 68,12 345.063,6 16,45 170.865,7 8,15 40.261,5 1,92 37,9 0,00 80,7 0,00 17.857,0 0,85 3.665,7 0,17 1.357,2 0,06 2.097.766,6 100,00 271.474,6 12,94 1.582.608,6 75,44 42.923,2 2,05 37,9 0,00 3.498,4 0,17 3.786,1 0,18 26.452,5 1,26 12.473,8 0,59 1.735,1 0,08 17.043,5 0,81 135.733,0 6,47 2.097.766,6 100,00 31.12.2012 TEUR % 21.353,1 1,03 35.435,5 1,71 1.444.013,1 69,62 329.064,6 15,86 168.642,0 8,13 39.378,1 1,90 3.329,8 0,16 137,9 0,01 16.723,5 0,81 15.219,7 0,73 945,5 0,05 2.074.242,7 100,00 244.914,4 11,81 1.590.971,3 76,70 22.099,2 1,07 3.329,8 0,16 7.780,7 0,38 3.243,3 0,16 24.124,2 1,16 2.817,2 0,14 1.708,3 0,08 34.490,8 1,66 138.763,5 6,69 2.074.242,7 100,00 31.12.2013 TEUR % 32.746,8 1,55 31.608,9 1,50 1.505.770,7 71,34 302.212,3 14,32 165.612,3 7,85 35.383,0 1,68 2.706,3 0,13 128,9 0,01 17.795,4 0,84 16.131,5 0,76 605,2 0,03 2.110.701,2 100,00 246.559,9 11,68 1.627.136,6 77,09 14.009,7 0,66 2.706,3 0,13 3.710,3 0,18 2.895,9 0,14 24.335,0 1,15 0,0 0,00 1.688,2 0,08 46.490,8 2,20 141.168,5 6,69 2.110.701,2 100,00 Ertragslage im 3-Jahresvergleich GuV-Position Zinsergebnis Provisionsergebnis Nettoertrag aus Handelsgeschäften Sonstige betriebliche Erträge Erträge aus Zuschreibungen Erträge Verwaltungsaufwendungen Abschreibungen und Wertberichtigungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Zuführung Fonds für allgemeine Bankrisiken Aufwendungen Erträge Aufwendungen Steuern Jahresergebnis 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2013 TEUR TEUR TEUR 59.616,3 50.069,8 55.417,4 14.289,6 13.738,3 14.837,5 -1.264,1 1.328,8 330,7 5.626,7 6.241,9 5.195,5 0,0 13.155,0 6.169,5 78.268,6 84.533,8 81.950,7 43.891,4 46.646,2 47.679,6 8.970,2 2.677,2 5.603,5 3.562,5 5.345,8 4.342,0 8.500,0 17.100,0 12.000,0 64.924,1 71.769,2 69.625,0 78.268,6 64.924,1 9.383,4 3.961,1 84.533,8 71.769,2 8.734,1 4.030,5 81.950,7 69.625,0 8.320,7 4.005,0 218 Beteiligungsbericht 2013 Stadt-Sparkasse Solingen Entwicklung des Unternehmens Die Geschäftsentwicklung der Stadt-Sparkasse Solingen zeigte im Jahr 2013 einen insgesamt zufriedenstellenden Verlauf. Wie im Vorjahr prognostiziert, konnte die StadtSparkasse Solingen die Kreditvergabe an Kunden im Jahr 2013 moderat ausweiten. Die Unternehmen haben in ihrer Investitionstätigkeit weiterhin Zurückhaltung gezeigt, so dass die Kreditvergabe diesen gegenüber entgegen den Erwartungen im Vergleich zum Vorjahr erneut um 11 Mio. EUR abnahm. Dagegen nahmen die Kredite gegenüber der öffentlichen Hand in erheblichem Umfang von 62 Mio. EUR zu; dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 86,7 %. Damit stellen die Kredite der öffentlichen Haushalte die wesentliche Position für die Ausweitung des gesamten Kreditgeschäfts dar. Das Kreditgeschäft mit Privatpersonen konnte ebenfalls leicht um 1,7 % (12 Mio. EUR) ausgeweitet werden. Diese Ausweitung ist insbesondere auf das niedrige Zinsniveau begünstigten Wohnungsbaubereich zurückzuführen. Die Ertragslage der Stadt-Sparkasse Solingen war in 2013 grundsätzlich positiv. Nach Abzug der Ertragsteuern verblieb ein Jahresüberschuss von rd. 4.005 TEUR (Vorjahr rd. 4.031 TEUR). Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Veränderung von minus 26 TEUR. Der Verbesserung des Betriebsergebnisses im Geschäftsjahr 2013 (+4,48 Mio. EUR) stand die rückläufige Entwicklung des Bewertungsergebnisses (-10,02 Mio. EUR) gegenüber. Im Frühjahr 2013 hat die Stadt-Sparkasse Solingen erneut am SparkassenOnlinekunden- Dialog teilgenommen. Die umfassend angelegte Studie liefert Informationen zur Kundenzufriedenheit und Kundenbindung. Innerhalb weniger Tage nahmen ca. 2000 Kunden der Sparkasse an der Umfrage teil. Die Stadt-Sparkasse Solingen konnte fast alle Befragungswerte, die bereits in 2012 gestiegen waren, noch einmal leicht verbessern. Bei nahezu allen Themen schnitt sie zudem besser als der Verbandsdurchschnitt ab. 94 % der Kunden haben die Sparkasse bei der Gesamtzufriedenheit mit „gut“, „sehr gut“ oder „ausgezeichnet“ bewertet. Ein wesentlicher Wachstumsimpuls für die Wirtschaft soll 2014 voraussichtlich von den Investitionen ausgehen. Nach einer Phase der Investitionszurückhaltung kann mit einer Aufwärtsbewegung im Investitionszyklus gerechnet werden. Viele Ersatzinvestitionen, die die Unternehmen in den vergangenen Jahren nicht getätigt haben, können nicht länger verschoben werden. Zudem wird die steigende Kapazitätsauslastung in der Industrie voraussichtlich zunehmend Ersatzinvestitionen nach sich ziehen. Die Finanzierungsbedingungen sind nach wie vor günstig. Aktuell scheint sich die wirtschaftliche Lage in Europa weiter zu stabilisieren. Für einige Staaten Südeuropas wird nach einer Reihe von Rezessionsjahren für 2014 wieder mit einem leichten Wirtschaftswachstum gerechnet. Sollte sich dieser Trend bestätigen oder gar verstärken, ist nach Ansicht von Marktbeobachtern zunächst nicht mit einer weiteren signifikanten Lockerung der EZB-Geldpolitik zu rechnen. Umgekehrt ist für den EURRaum derzeit aber auch eine Rückführung der ultraexpansiven Geldpolitik nicht in Sicht. Die EZB dürfte in 2014 ihre Niedrigzinspolitik weitgehend beibehalten. 219 Beteiligungsbericht 2013 Stadt-Sparkasse Solingen Es wird davon ausgegangen, dass die wirtschaftlichen Prognosen das gewerbliche Kreditgeschäft der Stadt- Sparkasse Solingen deutlich positiv beeinflussen, da auch die Solinger Unternehmen insgesamt über eine gute wirtschaftliche Situation berichten. Das könnte in 2014 zu einer deutlich höheren Investitionstätigkeit führen. Der Umfang der Ausweitung des Firmenkundenkreditgeschäfts ist davon abhängig inwieweit eine Finanzierung notwendiger Investitionen durch gebildete Rücklagen der Unternehmen erfolgen kann. Aufgrund der erheblichen Steigerung des Kreditvolumens gegenüber der öffentlichen Hand im abgelaufenen Geschäftsjahr ist für 2014 keine merkliche Steigerung in diesem Bereich mehr zu erwarten. Auch bei der Entwicklung des Konsumentenkreditgeschäfts ist nach einem leichten Rückgang in 2013 mit einer Stagnation zu rechnen. Da beim verfügbaren Einkommen ein weiterer Anstieg erwartet wird und gleichzeitig angesichts des weiterhin niedrigen Zinsniveaus mit keiner nennenswerten Steigerung der Sparquote zu rechnen ist, ist davon auszugehen, dass die voraussichtlich erneut deutlich zunehmenden Konsumausgaben zu großen Teilen aus laufenden Einkommen und weniger über Kredite finanziert werden. Vor dem Hintergrund eines gleichbleibend niedrigen Zinsniveaus und den damit verbundenen geringen Sparanreizen wird ein leichter Rückgang der Kundeneinlagen prognostiziert. Die derzeitigen Rahmenbedingungen, insbesondere das dauerhaft niedrige Zinsniveau und die unvermindert starke Konkurrenzsituation, erschweren es tendenziell, ausreichende Margen zu erzielen und das Zinsergebnis auf einem stabilen Niveau zu halten. In 2014 wird im Vergleich zum Vorjahr von einer leichten Erhöhung des Zinsergebnisses ausgegangen. Der Vorstand der Stadt-Sparkasse Solingen erwartet für 2014 ein Jahresergebnis leicht unter dem Niveau der letzten Jahre. 220 Beteiligungsbericht 2013 Stadt Anhang Anlage 1: Erläuterung der verwendeten Kennzahlen Ein Instrument zur Auswertung der gesammelten Informationen und insbesondere der Fülle der im Jahresabschluss zusammengestellten Daten ist die Bildung von Kennzahlen. Kennzahlen sind zu verstehen als betriebswirtschaftlich relevante absolute Zahlen und Verhältniszahlen, die messbare betriebliche Tatbestände zusammengefasst wiedergeben. Kennzahlen, die aus Jahresabschlüssen gewonnen werden, erlauben Feststellungen über die wirtschaftliche Lage und Entwicklung eines Unternehmens als Ganzes. Sie vermitteln ein Bild der Situation, lassen Interdependenzen erkennen und decken Schwächen und Stärken des Unternehmens auf. Kennzahlen stellen allerdings Momentaufnahmen dar, deren Aussagewert zeitgebunden ist; soweit sie aus der Bilanz gewonnen werden, beziehen sie sich lediglich auf die Situation am Bilanzstichtag. Werden Zahlen der GuV zugrunde gelegt, betreffen sie den Zeitraum der Abrechnungsperiode. Kennzahlen zur Vermögenslage Anlageintensität: Anlagevermögen x 100 Gesamtvermögen Diese Kennzahl stellt den Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen dar (vertikale Bilanzstruktur) und gibt somit Aufschluss über den Vermögensaufbau (Verhältnis AV : UV). Sie hängt im Wesentlichen von der Branche und Art des Betriebes ab und hat Auswirkung auf die Investitionspolitik sowie der Abschreibungspolitik eines Unternehmens. Ein Brachenvergleich ist hier aufschlussreich. Abschreibungsaufwandsquote: Abschreibungen auf Sachanlagen x100 Umsatz Die Abschreibungsaufwandsquote (Abschreibungsintensität) zeigt den prozentuellen Anteil der Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen am Umsatz. Die Abschreibungsintensität hängt ganz entscheidend von der Anlageintensität, insbesondere der Sachanlagenintensität und der Investitionstätigkeit eines Unternehmens ab. Je höher die Sachlanlagenintensität eines Unternehmens ist, desto höher fällt im Regelfall die Abschreibungsintensität aus. Diese Kennzahl liefert u. a. Anhaltspunkte zur Beurteilung der Selbstfinanzierung (Abschreibungen sollten mit dem Ertrag „verdient“ werden) sowie der Abschreibungspolitik eines Unternehmens. 221 Beteiligungsbericht 2013 Stadt Investitionsquote: Zugänge Sachanlagen x 100 Sachanlagevermögen am Jahresanfang Die Investitionsquote zeigt das Verhältnis von Investitionen in Sachanlagen zum gesamten Sachanlagenvermögen auf. Mit dieser Kennzahl können Aussagen über die Investitionsneigung oder der Zukunftsvorsorge getroffen werden. Diese Kennzahl ist nur begrenzt aussagefähig, wenn nur 1 Geschäftsjahr betrachtet wird. In der Praxis sind die Investitionen eines Unternehmens über mehrere Jahre selten gleich verteilt. Es kann also vorkommen, dass in einem Jahr sehr viel investiert wurde die Investitionsquote damit sehr hoch ist - und im Folgejahr fast keine Investitionen getätigt werden - die Investitionsquote also sehr gering ist -, da im Vorjahr bereits die notwendigen Ersatzinvestitionen enthalten waren. Eine über mehrere Geschäftsjahre hohe Investitionsquote ist generell ein Indiz für eine zukunftsorientierte Unternehmenspolitik. Kennzahlen zur Finanzlage Eigenkapitalquote: Eigenkapital x 100 Gesamtkapital (Bilanzsumme) Die Eigenkapitalquote gibt an, wie hoch der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital ist. Sie beschreibt den Grad der wirtschaftlichen und finanziellen Stabilität der Unternehmung. Allgemein gilt: Je höher die Eigenkapitalquote, umso größer ist die prinzipielle Ausgleichsmöglichkeit von eingetretenen Verlusten (= desto geringer der Verschuldungsgrad). Allerdings kann eine zu hohe Eigenkapitalquote (also Sicherheit im übertriebenen Sinne) auch für eine mangelnde Investitions- und Wachstumsbereitschaft eines Unternehmens sprechen. Hierbei wird die höhere Eigenkapitalquote - sprich Sicherheit - zu Lasten einer geringeren Eigenkapitalrendite "erkauft". Als angemessen gilt eine Eigenkapitalquote von ca. 25 % - 30 %; die heutige Tendenz liegt unter 20 %. Verschuldungsgrad: Fremdkapital x 100 Eigenkapital Der Verschuldungsgrad zeigt die Relation von Eigenkapital zu Fremdkapital an und gibt damit Auskunft über die Finanzierungsstruktur. Eine in der Praxis herausgebildete, grobe Regel besagt, dass der Verschuldungsgrad nicht höher sein soll als 2:1 (200%), also das Fremdkapital nicht mehr als das Doppelte des EK betragen soll. 222 Beteiligungsbericht 2013 Stadt Durch die Aufnahme von Krediten erhöht sich der Verschuldungsgrad und damit auch das Risiko im Unternehmen. Grundsätzlich gilt je höher der Verschuldungsgrad, desto abhängiger ist das Unternehmen von externen Gläubigern. Jedoch sollte beachtet werden, dass unter bestimmten Renditebedingungen eine Erhöhung des Fremdkapitals gewünscht ist. Anlagendeckungsgrad I: Eigenkapital x 100 Anlagevermögen Diese Kennzahl gibt an, in welcher Höhe das Anlagevermögen (AV) durch EK gedeckt ist. Sie stellt die horizontale Bilanzstruktur dar. Nach der „Goldenen Bilanzregel“ sollte das AV möglichst weitgehend durch EK finanziert sein. In der Regel kann es genügen, wenn das AV durch langfristiges Kapital (EK + langfristiges Fremdkapital) gedeckt ist. Diese Anlagendeckung (Anlagendeckungsgrad II) sollte dann jedoch 100 % betragen, um zu vermeiden, dass langfristig gebundene Vermögensteile kurzfristig finanziert werden müssen (Liquiditätsrisiko). Je mehr das AV durch EK gedeckt ist, desto größer ist die finanzielle Stabilität des Unternehmens. Eine volle Anlagendeckung sollte jedoch nicht überbewertet werden, da sie z. B. unzureichender Ertragskraft erfahrungsgemäß keine Gewähr dafür darstellt, dass das Unternehmen krisensicher ist. Kennzahlen zur Erfolgsanalyse Eigenkapital-Rentabilität: Jahresergebnis vor Steuern x 100 Eigenkapital Durch diese Kennzahl wird der geschäftliche Erfolg der Gesellschaft in Relation zum eingesetzten Kapital gebracht. Sie zeigt somit die Höhe der Verzinsung des EK und damit des EK-Risikos an. Der Vergleich zur am Kapitalmarkt erzielbaren Rendite gibt einen Anhaltspunkt für die Beurteilung, ob der Einsatz des EK im Unternehmen unter finanzwirtschaftlichen Aspekten sinnvoll ist. § 109 Abs. 2 GO NRW sieht vor, dass städtische Gesellschaften mindestens eine marktübliche Verzinsung des EK erwirtschaften sollen. Prinzipiell ist zwar eine möglichst hohe Verzinsung anzustreben, was jedoch auf Grund der öffentlichen Aufgabenstellung sowie der Konstruktion einiger städtischer Gesellschaften nicht immer möglich ist. 223 Beteiligungsbericht 2013 Stadt Gesamtkapital-Rentabilität: (Jahresergebnis vor Steuern + Fremdkapitalzinsen) x 100 Gesamtkapital Die Gesamtkapitalrentabilität stellt die Verzinsung des Gesamtkapitals, d. h. des Eigenund des Fremdkapitals, dar. Da die Gesamtkapitalrentabilität die Verzinsung des gesamten im Unternehmen investierten Kapitals angibt, ist sie aussagefähiger als die Eigenkapitalrentabilität. Es wird hier die Effizienz des gesamten eingesetzten Kapitals, unabhängig von seiner Finanzierung, betrachtet. Die Fremdkapitalzinsen müssen dem Gewinn hinzugerechnet werden, da sie in der gleichen Periode erwirtschaftet wurden, jedoch den Gewinn schmälern. Materialaufwandsquote: Materialaufwand x 100 Gesamtleistung Die Materialaufwandsquote setzt den in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Materialaufwand in ein Verhältnis zur Gesamtleistung (betrifft v. a. die Umsatzerlöse) des Unternehmens. Mittels dieser auch als Materialintensität bezeichneten Kennzahl kann ein Unternehmen sich mit anderen Unternehmen seiner Branche vergleichen, um zu erkennen, ob Wettbewerber ihre Leistung mit weniger Materialaufwand erzielen. Die Materialaufwandsquote ist stark branchenabhängig und nimmt i. d. R. von Handelsunternehmen über Industrieunternehmen hin zu Dienstleistungsunternehmen ab. Personalaufwandsquote: Personalaufwand x 100 Gesamtleistung Die Personalaufwandsquote gibt den Anteil des Personalaufwandes an der betrieblichen Gesamtleistung an. Mittels dieser auch als Personalintensität oder Personalkostenquote bezeichneten Kennzahl kann ein Unternehmen sich mit anderen Unternehmen seiner Branche vergleichen, um zu erkennen, ob Wettbewerber ihre Leistung mit weniger Personalaufwand erzielen. Die Personalaufwandsquote lässt zudem Schlüsse auf die Fixkostenbelastung und somit die finanzielle Flexibilität des Unternehmens in schlechteren Zeiten zu. 224 Beteiligungsbericht 2013 Stadt Anlage 2: Begriffserläuterungen Abschreibungen Abschreibungen erfassen die Wertminderungen der Anlagegüter, die durch Nutzung, technischen Fortschritt, wirtschaftliche Entwertung oder durch außergewöhnliche Ereignisse verursacht werden. In der Jahreserfolgsrechnung stellen die Abschreibungen Aufwand dar; sie vermindern somit den steuerpflichtigen Gewinn und damit auch zugleich die gewinnabhängigen Steuern: Einkommen- bzw. Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer. Für die Bewertung der Anlagegüter ist zu unterscheiden zwischen • abnutzbaren und nicht abnutzbaren Anlagegütern sowie • planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibung. Die Aktivseite der → Bilanz gibt Auskunft über die Anlage bzw. über die Verwendung des Kapitals (→ Anlage- und → Umlaufvermögen). Sie zeigt also die Mittelverwendung oder Investierung. Die Summe aller Aktiva, die gleich der Summe aller → Passiva ist, ergibt die Bilanzsumme. Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert über EUR 410 netto und Gegenstände in Sachgesamtheiten (Zusammenfassung mehrerer selbständig nicht nutzungsfähiger Gegenstände, z.B. Schreibtischkombinationen), die dem Unternehmen auf Dauer dienen und längere Zeit im Vermögen verbleiben oder über längere Zeiträume genutzt werden. Das Anlagevermögen ist neben dem → Umlaufvermögen Teil der → Bilanz eines Unternehmens; es steht auf der Aktivseite und umfasst Sachanlagen (Immobilien, Maschinen, Fuhrpark etc.), Finanzanlagen (Beteiligungen, Wertpapiere etc.) und immaterielle Vermögensgegenstände (Patente, Lizenzen). Jeden Werteverzehr eines Unternehmens an Gütern, Diensten und Abgaben bezeichnet man als Aufwand. Aufwendungen vermindern das → Eigenkapital. Gegenüberstellung der betrieblichen Aufwendungen (z.B. Materialaufwand, Personalaufwand, → Abschreibungen, Mieten u.a.) = Kosten und der betrieblichen Erträge (z.B. Umsatzerlöse, Eigenleistungen u.a.) = Leistungen ergibt das Ergebnis der eigentlichen betrieblichen Tätigkeit = Betriebsergebnis. Aufstellung der Herkunft und Verwendung des Kapitals zu einem bestimmten Stichtag (Ende des Wirtschaftsjahres) in Kontenform. Sie enthält auf der linken Seite die Vermögensgegenstände (→ Aktiva), auf der rechten Seite das → Fremdkapital und das → Eigenkapital (→ Passiva) als Ausgleich (Saldo). Beide Seiten der Bilanz (ital. Bilancia = Waage) weisen daher die gleichen Summen aus. Wird das → Jahresergebnis um einen Gewinnvortrag aus dem Vorjahr und/oder um Entnahmen aus den Gewinnrücklagen erhöht oder um einen Verlustvortrag aus dem Vorjahr und/oder um Einstellungen in die Gewinnrücklagen vermindert, so erhält man den Bilanzgewinn bzw. -verlust (nur bei Kapitalgesellschaften). Kapital, welches einem Unternehmen von seinen Eigentümern ohne zeitliche Begrenzung und ohne festen Verzinsungsanspruch zur Verfügung gestellt wird. Das Eigenkapital steht auf der Passivseite, gliedert sich in das → gezeichnete Kapital, je nach Rechtsform als Grund-, Nenn- oder → Stammkapital bezeichnet, und die → Rücklagen sowie den → Gewinnvortrag und den Jahresüberschuss. Soweit die Rücklagen durch Einbehaltung von Gewinnen entstanden sind, werden sie als → Gewinnrücklagen bezeichnet. Die → Kapitalrücklagen wurden durch Kapitalerhöhungen oder einen Aufschlag auf das eingezahlte Stammkapital gebildet. Alle Wertzuflüsse in ein Unternehmen, die das → Eigenkapital erhöhen. Hauptertrag sind die Umsatzerlöse, die nicht nur die Selbstkosten decken sollen, sondern auch einen angemessenen Gewinn erbringen. 225 Aktiva Anlagevermögen Aufwendungen Betriebsergebnis Bilanz Bilanzgewinn/-verlust Eigenkapital Erträge Beteiligungsbericht 2013 Stadt Fremdkapital Ein Teil der → Bilanz, der auf der Seite der → Passiva aufgeführt wird und die Mittel darstellt, mit denen das Unternehmensvermögen finanziert wurde. Es bezeichnet also die Verbindlichkeiten (Schulden) des Unternehmens, insbesondere Kredite und → Rückstellungen für zukünftige Verpflichtungen. Ist das Entscheidungsgremium der Anteilseigner (Gesellschafter) bei der GmbH. Sie beschließt über Änderungen im Gesellschaftsverhältnis, im Gesellschaftsvertrag und in der Unternehmensstrukturierung. Sie stellt den → Jahresabschluss fest und beschließt die Gewinnverwendung. Weiter bestellt sie den Aufsichtsrat, wenn nicht der Stadtrat ein Entsendungsrecht hat. Periodische Erfolgsrechnung durch Gegenüberstellung der → Erträge und → Aufwendungen eines bestimmten Abrechnungszeitraums. Sie ist Bestandteil des handelsrechtlichen Jahresabschlusses und muss zum Ende des Wirtschaftsjahres erstellt werden. Der ausgewiesene Periodenerfolg, der Jahresüberschuss oder –fehlbetrag (→ Jahresergebnis), ist Ausgangsgröße der Gewinnverwendungsrechnung. Wird aus dem bereits versteuerten Jahresgewinn durch Einbehaltung bzw. Nichtausschüttung von Gewinnanteilen gebildet. Man unterscheidet vor allem zwischen gesetzlichen, satzungsmäßigen und anderen (freien) Gewinnrücklagen. Der nach dem Gewinnverwendungsbeschluss in die nächste Rechnungsperiode vorgetragene (übertragene) Gewinn. In der Folgeperiode wird der Restbetrag dann mit dem aktuellen Ergebnis verrechnet, und es erfolgt ein erneuter Verwendungsbeschluss (siehe auch Verlustvortrag). Ist das im Handelsregister eingetragene Kapital, auf das die Haftung der Gesellschafter beschränkt ist. Es ist Bestandteil des → Eigenkapitals. Bei der GmbH stellt das Stammkapital, bei der AG das Grundkapital das „Gezeichnete Kapital“ dar. Es ist stets zum Nennwert auszuweisen. Nach dem Verhältnis der gehaltenen Anteile am „Gezeichneten Kapital“ bestimmt sich die Beteiligungsquote. In der Regel nur Geldverwendungen für den Erwerb von → Anlagevermögen (Grundstücke, Gebäude, Maschinen usw.). Für die betriebswirtschaftliche Planung und Steuerung der Investitionstätigkeit ist jedoch eine weiter gefasste Definition zweckmäßig: Investition ist der zukunftsorientierte Einsatz finanzieller Mittel für Güter, die zur Erfüllung bestimmter Ziele längerfristig genutzt werden sollen. Kurz: Investition ist die zielgerichtete Bindung von Kapital. Man unterscheidet zw. Sach-, immateriellen und Finanzinvestitionen. Ergebnis eines Unternehmens unter Berücksichtigung aller → Erträge und → Aufwendungen, steht am Ende der Gewinnermittlung (auch: Jahresüberschuss/-fehlbetrag). Sie kommt in der Bilanz auf der → Passivseite vor und gehört zum → Eigenkapital. Die Kapitalrücklage ist die von Kapitalgesellschaften zu bildende → Rücklage. Als Kapitalrücklage auszuweisen sind: 1. Der Betrag, der bei der Ausgabe von Anteilen über den Nennbetrag hinaus erzielt wird. 2. Der Betrag, der bei der Ausgabe von Schuldverschreibungen zum Erwerb von Anteilen erzielt wird. 3. Der Betrag von Zuzahlungen, die Gesellschafter gegen Gewährung eines Vorzugs für ihre Anteile leisten. 4. Der Betrag von anderen Zuzahlungen, die Gesellschafter in das Eigenkapital leisten. Ist die Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens, die sich aus dem Verhältnis der flüssigen (liquiden) Mittel zu den fälligen Verbindlichkeiten ermitteln lässt. Es ist zu prüfen, ob die liquiden Mittel ausreichen, das kurzfristig fällige → Fremdkapital zu decken – Zahlungsunfähigkeit (Illiquidität) führt meist zum Gesellschafterversammlung Gewinn- und Verlustrechnung Gewinnrücklage Gewinnvortrag Gezeichnetes Kapital Investitionen Jahresergebnis Kapitalrücklage Liquidität 226 Beteiligungsbericht 2013 Stadt Konkurs. Passiva Auf der Passivseite der → Bilanz ist die Aufteilung des Vermögens in → Eigenkapital und → Fremdkapital dargestellt. Sie gibt also Auskunft über die Mittelherkunft des Unternehmens. Die Summe aller Passiva, die gleich der Summe aller → Aktiva ist, ergibt die Bilanzsumme. Ausgaben (→ Aktiva) bzw. Einnahmen (→ Passiva) vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen (Aktive bzw. Passive Rechnungsabgrenzung). Rechnungsabgrenzungsposten dienen der zeitraumrichtigen Abgrenzung der → Aufwendungen und → Erträge, damit das Gesamtergebnis periodengerecht zum Jahresabschluss ermittelt werden kann. Sind variable Eigenkapitalteile auf der → Passivseite, die aufgrund von Gesetzen, der Satzung oder auch einfach freiwillig gebildet werden. Rücklagen sind einbehaltene Gewinne oder zusätzliches → Eigenkapital aus einem Agio (der Betrag, der bei Ausgabe von Anteilen über den Nennbetrag hinausgeht). Sind Bilanzpositionen auf der → Passivseite. Sie haben den Charakter von ungewissen Verbindlichkeiten, da ihre Höhe und Fälligkeit ungewiss ist. Man unterscheidet in Pensions-Rückstellungen, andere Rückstellungen (z.B. für Prozesskosten, Garantieleistungen, Steuern) und Aufwandsrückstellungen (z.B. für Großreparaturen, Werbekampagnen, künftige Preissteigerungen). Als Stammkapital bezeichnet man die bei Gründung einer Kapitalgesellschaft von den Gesellschaftern zu erbringende Einlage (→ gezeichnetes Kapital). Bei GmbHs in Deutschland muss das Stammkapital nach § 5 Abs. 1 GmbHG mindestens 25.000,00 EUR betragen. Bei mehreren Gesellschaftern muss jeder mindestens ein Viertel seiner Stammeinlage erbringen, wobei die Summe dieser Einlagen mindestens die Hälfte des gesamten Stammkapitals ergeben muss (vgl. § 7 Abs. 2 GmbHG). Bezeichnet Werte eines Unternehmens, die einer ständigen Änderung durch Zu- und Abgänge unterliegen. Zum Umlaufvermögen zählen unter anderem Warenbestände, Forderungen, Wertpapiere und liquide Mittel. Es steht in der → Bilanz auf der → Aktivseite. Erlöse für Lieferungen und Leistungen, die von Unternehmen bzw. Betrieben an Dritte erbracht und in Rechnung gestellt werden. Zur Ermittlung der Erlöse werden Preise abzüglich unmittelbar gewährter Preisnachlässe (Rabatte, Boni, Skonti) zugrunde gelegt. Die Kosten für Fracht, Verpackung und Porto (auch wenn getrennt in Rechnung gestellt) und ebenso die auf den eigenen Erzeugnissen liegenden Verbrauchsteuern werden einbezogen. Die Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) ist in den Erlösen dagegen nicht enthalten. Ist die Möglichkeit des steuerlich wirksamen Verlustausgleiches. Verluste des entsprechenden Abrechnungszeitraumes können mit steuerpflichtigen Gewinnen aus dem vorangegangenen Jahr verrechnet bzw. auf unbegrenzte Zeit vorgetragen werden, damit die Verrechnung mit zukünftig möglichen Gewinnen erfolgen kann. Dies bildet die gesetzlich zulässige Möglichkeit, gezahlte Steuern zurückzuerhalten bzw. die zukünftig mögliche Steuerschuld zu mindern. Rechnungsabgrenzungsposten Rücklagen Rückstellungen Stammkapital Umlaufvermögen Umsatz Verlustvortrag/rücktrag 227 Beteiligungsbericht 2013 Stadt Anlage 3: Public Corporate Governance Kodex für die Stadt Solingen Standards zur Steigerung der Effizienz, Transparenz und Kontrolle bei den städtischen Beteiligungsunternehmen 228 Beteiligungsbericht 2013 Stadt Inhaltsverzeichnis PRÄAMBEL UND GELTUNGSBEREICH PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX GESELLSCHAFTER AUFSICHTSRAT GESCHÄFTSFÜHRUNG 230 231 232 234 237 229 Beteiligungsbericht 2013 Stadt Präambel und Geltungsbereich Die Stadt Solingen ist verpflichtet, bei ihren Beteiligungsunternehmen (Anstalten, Betrieben und Gesellschaften) eine gute, d.h. verantwortungsvolle Unternehmensführung zu gewährleisten, die sich sowohl am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens selbst als auch am Gemeinwohl (Interessen der Bürger) orientiert. Neben der Aufgabe, die Unternehmen bei der Erfüllung des Unternehmenszwecks zu unterstützen und die wirtschaftliche Effizienz zu optimieren, hat sie daher gleichzeitig sicherzustellen, dass bei der Leitung, Steuerung und Überwachung der Unternehmen insbesondere auch die öffentlichen Belange berücksichtigt werden. Im Hinblick auf diese komplexe Aufgabenstellung hat sich die Verwaltung der Stadt Solingen zur weiteren Verbesserung der Unternehmenssteuerung, -überwachung und -transparenz entschlossen, eine Richtlinie unter dem Titel "Public Corporate Governance für die Stadt Solingen“ auszuarbeiten. Der Begriff der Public Corporate Governance wird hierbei als Maßstab guter Unternehmensführung und Kontrolle in Beteiligungsunternehmen in öffentlicher Hand verstanden. Die vorliegende Public Corporate Governance wurde auf der Grundlage des Deutschen Corporate Governance Kodex erarbeitet, der aufgrund § 161 AktG seit 2002 die Organe börsennotierter Unternehmen in Deutschland verpflichtet, Entsprechenserklärungen abzugeben. Die Public Corporate Governance der Stadt Solingen soll dazu dienen, • • • • • Standards für das Zusammenwirken aller Beteiligten (Rat der Stadt Solingen und seine Ausschüsse, Verwaltung sowie alle städtischen Anstalten, Betriebe und Gesellschaften) festzulegen und zu definieren; eine effiziente Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsgremien und der Unternehmensführung zu fördern und zu unterstützen; den Informationsfluss zwischen Beteiligungsunternehmen und Beteiligungsmanagement zu verbessern, um die Aufgabenerfüllung im Sinne eines Beteiligungscontrollings zu erleichtern; das öffentliche Interesse und die Ausrichtung der Unternehmen am Gemeinwohl durch eine Steigerung der Transparenz und Kontrolle abzusichern; durch mehr Öffentlichkeit und Nachprüfbarkeit das Vertrauen in Entscheidungen aus Politik und Verwaltung zu erhöhen. Zusammenfassend soll das Regelwerk zur Public Corporate Governance somit ein auf den Bedarf der Solinger Beteiligungen abgestimmtes System darstellen, das die Transparenz und die Effizienz nachhaltig verbessert. Ein Beschluss zur Übernahme dieser Public Corporate Governance der Stadt Solingen bedeutet eine freiwillige Selbstverpflichtungserklärung der Beteiligungsunternehmen, diese Vorgaben und Standards grundsätzlich anzuerkennen, um den erhöhten Anforderungen an die Transparenz, Steuerung und Kontrolle bei öffentlich finanzierten Unternehmen gerecht zu werden. Der Kodex ist sowohl auf Einzelabschlussebene als auch bei der Erstellung von Konzernabschlüssen und städtischen Gesamtabschlüssen zu beachten. Da die Mehrzahl der kommunalen Beteiligungsunternehmen in der Rechtsform der GmbH geführt werden, ist die Richtlinie zur Public Corporate Governance an dieser Rechtsform ausgerichtet. Für Beteiligungen an Gesellschaften in einer anderen Rechtsform und für Anstalten und Betriebe gelten die Regelungen entsprechend, sofern nicht gesetzliche Bestimmungen entgegenstehen. Für Beteiligungsunternehmen ohne Aufsichtsrat oder vergleichbares Organ werden dessen Aufgaben vom Gesellschafter wahrgenommen; Regelungen, die ausschließlich das Aufsichtsratsgremium betreffen, bleiben daher unbeachtlich. Den Beteiligungsunternehmen, bei denen die gehaltenen Anteile der Stadt Solingen 50% oder weniger betragen, wird die Publik Corporate Governance der Stadt Solingen zur Anwendung empfohlen. Dies gilt insbesondere, wenn die Anteilsmehrheit in der Summe Gebietskörperschaften zusteht. Der Rat der Stadt Solingen beschließt die Public Corporate Governance mit den im Kodex enthaltenen Standards für die Stadt Solingen. Die Verwaltung und die Vertreter in den Organen der Gesellschaften für alle Beteiligungsunternehmen wirken darauf hin, dass diese Richtlinie für alle Beteiligungsunternehmen der Stadt Solingen eine verbindliche Grundlage darstellt. Soweit möglich sollen die Gesellschaftsverträge, Satzungen und Geschäftsordnungen entsprechend angepasst werden. 230 Beteiligungsbericht 2013 Stadt Damit ist gewährleistet, dass die Regelungen, Empfehlungen und Anregungen zur Public Corporate Governance für alle Mehrheitsbeteiligungen der Stadt Solingen samt deren Organen, den Rat der Stadt Solingen sowie die Verwaltung zur einheitlichen Handlungsleitlinie werden. Die Public Corporate Governance der Stadt Solingen wird regelmäßig im Hinblick auf neue Entwicklungen überprüft und kann bei Bedarf angepasst werden. Public Corporate Governance Kodex Mit der Anerkennung der Public Corporate Governance der Stadt Solingen werden die besonderen Anforderungen an die Führungsgremien (Gesellschafterversammlung, Aufsichtsrat und Geschäftsführung) von öffentlich finanzierten Unternehmen herausgehoben. Insbesondere können auch durch die Schaffung qualifizierter Aufsichtsstrukturen die jeweiligen Verantwortlichkeiten im vollen Umfang wahrgenommen werden. Empfehlungen des Public Corporate Governance Kodex sind im Text durch die Verwendung des Wortes „soll“ gekennzeichnet. Die Gesellschaften können hiervon abweichen, sind dann aber verpflichtet, dies in einem Corporate Governance Bericht jährlich offenzulegen und zu begründen. Dies ermöglicht den Gesellschaften die Berücksichtigung branchen- oder unternehmensspezifischer Bedürfnisse. Mit diesen über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehenden Empfehlungen des Public Corporate Governance Kodex verpflichten sich die Gesellschaften freiwillig selbst, die im Folgenden aufgeführten Standards zur Effizienz, Transparenz und Kontrolle bei ihrer Unternehmensführung zu beachten oder Abweichungen davon offen zu legen. Ferner enthält der Kodex Anregungen, von denen ohne Offenlegung abgewichen werden kann; hierfür werden Begriffe wie „sollte“ oder „kann“ verwendet. Soweit für einzelne Teilbereiche bereits verbindliche Regelungen oder Gesetze in Kraft sind, wird dies begrifflich durch „muss“ bzw. „hat“ zum Ausdruck gebracht. Geschäftsführung und Aufsichtsrat haben dem Beteiligungsmanagement der Stadt Solingen jährlich über die Public Corporate Governance des Unternehmens und insbesondere über eventuelle Abweichungen von den Empfehlungen des Kodexes zu berichten („Erklärung“). Dabei kann auch zu den Kodexanregungen Stellung genommen werden. Grundlage dieser Erklärung ist jeweils die zum Zeitpunkt des Berichts aktuelle Fassung des Public Corporate Governance Kodex der Stadt Solingen. Der Bericht wird als Corporate Governance Bericht im Zusammenhang mit dem Beteiligungsbericht der Stadt Solingen veröffentlicht. Ausdrücklich soll darauf hingewiesen werden, dass eine Abweichung von einer Empfehlung bei entsprechender Begründung nicht per se schon auf einen "Mangel" in der Unternehmensführung oder -überwachung hinweist. Die Standards in Form des Kodex sind im Gegenteil darauf angelegt, flexibel und verantwortungsvoll angewendet zu werden, um damit als einheitliche Grundlage für die in allen Belangen so unterschiedlichen Beteiligungsunternehmen der Stadt dienen zu können. Solche Entscheidungen, Empfehlungen des Kodex nicht zu entsprechen, können aus gewissen Gründen durchaus sinnvoll und notwendig sein, müssen aber transparent gemacht und begründet werden ("comply or explain"). 231 Beteiligungsbericht 2013 Stadt 1 Gesellschafter 1.1 1.1.1 Die Stadt Solingen als Gesellschafterin Die Stadt Solingen ist Gesellschafterin der Beteiligungsunternehmen der Stadt Solingen. Der Rat der Stadt Solingen ist das Hauptorgan der Stadt Solingen. In der Gesellschafterversammlung kann jedoch nicht der Rat der Stadt Solingen in seiner Gesamtheit als Gesellschafter tätig werden, sondern er wird durch vom Rat bestimmte Personen vertreten. Die Vertreter der Stadt Solingen üben ihre Funktion auf der Grundlage der Beschlüsse des Rates der Stadt Solingen bzw. seiner Ausschüsse aus. Das Beteiligungsmanagement der Stadt Solingen, das von der Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH (BSG) wahrgenommen wird, unterstützt die Vertreter der Stadt und übt das Beteiligungscontrolling aus. Deshalb können Vertreter der BSG an allen Gesellschafterversammlungen der Beteiligungsunternehmen teilnehmen. Die Stadt Solingen als Gesellschafterin regelt die Anwendbarkeit des Landesgleichstellungsgesetzes in seiner jeweils gültigen Fassung in allen Gesellschaftsverträgen. Sie wirkt darauf hin, dass die bestehenden Gesellschafterverträge entsprechend geändert werden. Die Gesellschaft soll, sofern die Prüfrechte nicht bereits bestehen oder durch gesetzliche Regelungen zwingend ausgeschlossen sind, regeln, dass der Revisionsdienst der Stadt Prüfrechte nach der Revisionsordnung wahrnehmen kann. 1.1.2 1.1.3 1.1.4 1.2 1.2.1 Gesellschaftsversammlung Die Gesellschafterversammlung ist oberstes Organ der Gesellschaft. Die Gesellschafter nehmen ihre Gesellschafterrechte grundsätzlich in der Gesamtheit der Gesellschafter durch Beschlussfassung in der Gesellschafterversammlung wahr. Bestimmte Rechte und Aufgaben sind dem Gesellschafter/den Gesellschaftern gesetzlich zugeordnet (vgl. §§ 45 ff GmbH-Gesetz, z.B. Änderung des Gesellschaftsvertrags, Einforderung von Nachschüssen, Auflösung der Gesellschaft) bzw. müssen ihnen im Gesellschaftsvertrag einer kommunalen GmbH vorbehalten sein (Feststellung des Jahresabschlusses und Ergebnisverwendung, Beschluss über Wirtschaftsplan, Bestellung und Abberufung von Geschäftsführern, Abschluss und Änderung von Unternehmensverträgen im Sinne der §§ 291 und 292 Abs. 1 AktG, Übernahme neuer Aufgaben von besonderer Bedeutung im Rahmen des Unternehmensgegenstands, Errichtung, Erwerb und Veräußerung von Unternehmen und Beteiligungen). Weitere grundsätzliche Rechte und Kompetenzen sind die Weisungsbefugnis gegenüber der Geschäftsführung, Überwachung der Geschäftsführung und strategische Steuerung, deren Verhältnis und Ausgestaltung gegenüber den daneben bestehenden, gleichlautenden Befugnissen des Aufsichtsrats festgelegt werden muss. Diese Rechte und Kompetenzen der Gesellschafterversammlung gehen möglichen gleichlautenden Befugnissen des Aufsichtsrats vor. Der/die Gesellschafter legen den Gegenstand des Unternehmens – als erste strategische Ausrichtung – im Hinblick auf den öffentlichen Auftrag der Gesellschaft fest. Dieser stellt für die Geschäftsleitung und die Aufsichtsratsmitglieder eine unabdingbare Handlungsleitlinie dar und steht nicht zu deren Disposition. Der Gegenstand des Unternehmens wird bei der Gründung der Gesellschaft im Gesellschaftsvertrag niedergeschrieben und kann nur durch den Rat geändert werden. Die Geschäftspolitik der Mehrheitsbeteiligungen hat die Zielsetzungen der Stadt Solingen zu berücksichtigen. Die Geschäftspolitik der Beteiligungsunternehmen soll sich den Zielsetzungen und den Optimierungs- und Konsolidierungsbestrebungen der Kommune unterordnen. 1.2.2 1.2.3 1.2.4 1.2.5 1.2.6 232 Beteiligungsbericht 2013 Stadt 1.2.7 Die Geschäftspolitik soll sich auch an ökologischen und sozialen Belangen des Gemeinwesens, das von der Gesellschafterin vertreten wird, orientieren. 1.2.8 Die Gesellschafterversammlung findet mindestens einmal jährlich statt. Sie wird von der Geschäftsleitung unter Angabe der Tagesordnung einberufen. Bei den von der Stadt Solingen beherrschten Unternehmen sollen alle Angelegenheiten, die der Beschlussfassung der stimmberechtigten Vertreter obliegen, in dem nach der Zuständigkeitsordnung für die Ausschüsse im Rat der Stadt Solingen zuständigen Ausschuss behandelt werden. § 113 GO NRW ist zu beachten. Aufgaben der Gesellschafter Der Rat der Stadt Solingen und seine Ausschüsse sowie der Oberbürgermeister als Gesellschafter sollen auf der Basis des Unternehmensgegenstands grundsätzliche strategische Zielvorgaben für die Gesellschaft definieren. Neben den wirtschaftlichen Zielen sollen dabei auch Ziele und Erwartungen im Rahmen des öffentlichen Auftrags klar formuliert werden. Der Stand der Strategieumsetzung soll in regelmäßigen Abständen zwischen Gesellschaftern und Geschäftsführung erörtert werden. Gesellschaftsverträge, Satzungen, Geschäftsordnungen und bestehende sowie neu abzuschließende Geschäftsführer-Verträge und Directors & Officers Versicherungen sind vor der Sommerpause 2011 dahingehend zu überprüfen und entsprechend anzupassen. 1.2.9 1.3 1.3.1 1.3.2 1.4 1.4.1 Maßnahmen zur Transparenzsteigerung Bei der Beschlussfassung der Gesellschafterversammlung über die Entlastung des Aufsichtsrates soll kein Vertreter der Stadt Solingen mitwirken, der selbst Mitglied des Aufsichtsrats ist. Die im Beteiligungsbericht veröffentlichte Darstellung jedes Beteiligungsunternehmens sollte in angemessener Form im Internet öffentlich zugänglich gemacht werden. Die Gesellschaft veröffentlicht die Bezüge der Mitglieder der Geschäftsführung, sofern dem zwingende gesetzliche Regelungen nicht entgegenstehen. 1.4.2 1.4.3 233 Beteiligungsbericht 2013 Stadt 2 Aufsichtsrat 2.1 2.1.1 Grundsätzliches Bei allen Gesellschaften mit beschränkter Haftung, die in der Regel nicht mehr als 500 Arbeitnehmer beschäftigen, steht es den Gesellschaftern grundsätzlich frei, durch Bestimmungen im Gesellschaftsvertrag einen (fakultativen) Aufsichtsrat zu bilden. Hierbei sind die Mitglieder des Aufsichtsrates mittels Entsendung durch die Gesellschafter oder durch Wahl in der Gesellschafterversammlung bestellt. Der Aufsichtsrat ist das wichtigste Überwachungs- und Kontrollorgan. Die Aufsichtsratsmitglieder sind für die Ausübung ihres Mandats persönlich verantwortlich. Der Aufsichtsrat kann bei Bedarf die Geschäftsführer der BSG zur Beratung hinzuziehen. 2.1.2 2.2 2.2.1 Aufgaben Aufgabe des Aufsichtsrats ist es, die Geschäftsführung bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig zu beraten und zu überwachen. Er ist in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen einzubinden. Der Aufsichtsrat achtet im Rahmen seiner Überwachungsfunktion darauf, dass die operativen Ziele, die die Gesellschaft verfolgt, den strategischen Zielen der Gesellschafter nicht entgegenstehen. Der Aufsichtsrat gibt sich eine Geschäftsordnung. In der Geschäftsordnung soll der , in der Regel vierteljährliche Sitzungsturnus des Aufsichtsrats geregelt werden. Gesetzliche Regelungen über die Einberufung des Aufsichtsrats bleiben unberührt. Jedes Aufsichtsratsmitglied sollte durch seine eigene persönliche und fachliche Qualifikation dafür sorgen, dass es seine Aufgabe und Verantwortlichkeit im Sinne dieser Public Corporate Governance erfüllen kann. Die Gesellschaft soll die fachliche Qualifikation der Aufsichtsratsmitglieder in geeigneter Weise, z.B. durch Fortbildungen, ausbauen und fördern. Jedes Aufsichtsratsmitglied achtet darauf, dass ihm für die Wahrnehmung seiner Mandate genügend Zeit zur Verfügung steht. In regelmäßigen Abständen sollen vom Aufsichtsrat die Wertgrenzen für die unter einem Zustimmungsvorbehalt stehenden Arten von Geschäften und Rechtshandlungen auf ihre Zweckmäßigkeit und Praktikabilität überprüft werden. Dabei sollte auch die Wertentwicklung des Geldes berücksichtigt werden. 2.2.2 2.2.3 2.2.4 2.2.5 2.2.6 2.3 2.3.1 2.3.2 Aufgaben und Befugnisse des Aufsichtsratsvorsitzenden Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat und leitet dessen Sitzungen. Der Aufsichtsratsvorsitzende soll mit der Geschäftsführung, insbesondere mit dem Vorsitzenden bzw. Sprecher der Geschäftsführung, regelmäßig Kontakt halten und mit ihm die Geschäftsentwicklung und das Risikomanagement des Unternehmens beraten. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist über wichtige Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind, unverzüglich durch die Geschäftsführung zu informieren. Der Aufsichtsratsvorsitzende soll sodann den Aufsichtsrat unterrichten und erforderlichenfalls eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen. Sofern kein Prüfungsausschuss eingerichtet wurde, erteilt der Aufsichtsrat, bzw. der Vorsitzende dem Abschlussprüfer den Prüfungsauftrag. Hierbei soll der Aufsichtsratsvorsitzende von der Möglichkeit, eigene Prüfungsschwerpunkte für die Abschlussprüfung festzulegen, Gebrauch machen und Empfehlungen des Beteiligungsmanagements berücksichtigen. 2.3.3 2.3.4 234 Beteiligungsbericht 2013 Stadt 2.3.5 Der Aufsichtsratsvorsitzende hat auf die Einhaltung der Verschwiegenheitsregelung durch alle Mitglieder des Aufsichtsrats zu achten (§§ 394, 395 Aktiengesetz i. V. m. § 52 GmbH-Gesetz). 2.3.6 Schließt die Gesellschaft für den Aufsichtsrat eine D&O-Versicherung ab, so soll in Anlehnung an den für die Geschäftsführung zu bemessenden Selbstbehalt ein angemessener Selbstbehalt des Aufsichtsrats im Schadensfall vereinbart werden. Bildung von Ausschüssen Der Aufsichtsrat kann abhängig von den spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens und der Anzahl seiner Mitglieder fachlich qualifizierte Ausschüsse bilden, die der Effizienzsteigerung der Aufsichtsratsarbeit und der Behandlung komplexer Sachverhalte dienen sollen. Die jeweiligen Ausschussvorsitzenden berichten regelmäßig an den Aufsichtsrat über die Arbeit der Ausschüsse. 2.4 2.5 2.5.1 Zusammensetzung des Aufsichtsrats Bei der Besetzung sollte seitens des Rats der Stadt Solingen bzw. der Fraktion darauf geachtet werden, dass dem Aufsichtsrat jederzeit Mitglieder angehören, die über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen und hinreichend unabhängig sind. Ferner sollten die Tätigkeit des Unternehmens und potenzielle Interessenkonflikte berücksichtigt werden. Bei der Besetzung des Aufsichtsrats sollten die Gesellschafter für eine kompetente und interessenkonfliktfreie Besetzung sorgen. Eine unabhängige Beratung und Überwachung der Geschäftsführung durch den Aufsichtsrat wird auch dadurch ermöglicht, dass dem Aufsichtsrat kein ehemaliges Mitglied der Geschäftsführung angehören soll. Das Aufsichtsratsmitglied hat dem Aufsichtsratsvorsitzenden gegenüber eine Erklärung darüber abzugeben, ob es Beratungsaufgaben oder Organfunktionen bei wesentlichen Wettbewerbern, Kunden oder Lieferanten des Unternehmens ausübt. 2.5.2 2.6 2.6.1 Vertretungsmöglichkeit im Aufsichtsrat An den Aufsichtsratssitzungen sollen die Mitglieder regelmäßig teilnehmen und im Falle der Verhinderung eine Vertretung benachrichtigen, sofern die Satzung eine Vertretung vorsieht. Falls ein Mitglied des Aufsichtsrats in einem Geschäftsjahr an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen hat, soll dies in einem Bericht des Aufsichtsrats an die Gesellschafter vermerkt werden. Abwesende Aufsichtsratsmitglieder in fakultativen Aufsichtsräten sollen nur dadurch an der Beschlussfassung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse teilnehmen können, dass sie ein anderes ordentliches Aufsichtsratsmitglied zur Stimmabgabe schriftlich bevollmächtigen (Stimmvollmacht), oder dass sie ihre schriftliche Stimmabgabe durch eine andere zur Teilnahme berechtigte Person überreichen lassen (Stimmbotschaft). 2.6.2 2.7 2.7.1 Vergütung Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder soll der Verantwortung und dem Tätigkeitsumfang der Aufsichtsratsmitglieder sowie der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens Rechnung tragen. Die vom Unternehmen an die Mitglieder des Aufsichtsrats gezahlten Vergütungen oder gewährten Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, müssen gesondert im Anhang zum Jahresabschluss angegeben werden. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats sowie der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder und die Vergütungssätze der Aufsichtsratsmitglieder müssen im jeweiligen Anhang zum Jahresabschluss, zum Gesamtabschluss der Stadt Solingen oder Teilkkonzernabschluss und im Beteiligungsbericht ausgewiesen werden. 2.7.2 235 Beteiligungsbericht 2013 Stadt 2.8 2.8.1 Interessenkonflikte Jedes Mitglied des Aufsichtsrats ist dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Gleichzeitig sollen die Vertreter der Stadt Solingen in den Aufsichtsratsgremien die besonderen Interessen der Stadt Solingen, insbesondere die Beschlüsse des Rats der Stadt Solingen und seiner Ausschüsse berücksichtigen. Die kommunalen Vertreter in den Aufsichtsräten sollen die Umsetzung der im Gesellschaftsvertrag festgelegten Zielsetzung sowie den öffentlichen Zweck sorgfältig überprüfen und die Ausübung der Geschäftstätigkeit ggf. kritisch hinterfragen. Die kommunalen Vertreter in den Aufsichtsräten sollen sich aktiv für die Umsetzung dieser Public Corporate Governance der Stadt Solingen einsetzen und arbeiten in ihren Gremien darauf hin, dass die genannten Punkte umgesetzt werden. Kein Aufsichtsratsmitglied darf bei seinen Entscheidungen weder persönliche Interessen verfolgen, noch Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, für sich nutzen. Jedes Aufsichtsratsmitglied soll Interessenkonflikte, insbesondere solche, die auf Grund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern der Gesellschaft entstehen können, dem Aufsichtsrat gegenüber offen legen. Der Aufsichtsrat soll in seinem Bericht an die Gesellschafterversammlung über aufgetretene Interessenkonflikte und deren Behandlung informieren. Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte in der Person eines Aufsichtsratsmitglieds sollen zur Beendigung des Mandats führen. Beratungs- und sonstige Dienstleistungs- und Werkverträge mit aktiven Aufsichtsräten sollen nicht geschlossen werden. Verträge mit ehemaligen Aufsichtsräten sollen erst nach Ablauf einer Frist von drei Jahren nach Beendigung der Tätigkeit geschlossen werden. Sollen aus wichtigem Grund Verträge innerhalb dieser Frist geschlossen werden, bedürfen sie der Zustimmung des Aufsichtsrats. eines Aufsichtsratsmitglieds, die mit der Gesellschaft abgeschlossen werden, bedürfen der Zustimmung der Gesellschafterversammlung. 2.8.2 2.8.3 2.8.4 2.8.5 2.8.6 2.8.7 2.9 2.9.1 Verschwiegenheitspflicht Die Aufsichtsratsmitglieder unterliegen grundsätzlich der Verschwiegenheitspflicht. Ist im Ausnahmefall ein Bericht an Dritte zulässig, muss dabei gewährleistet sein, dass bei den Berichten die Vertraulichkeit gewahrt ist. 236 Beteiligungsbericht 2013 Stadt 3 Geschäftsführung 3.1 3.1.1 Grundsätzliches Die Geschäftsführung kann aus einer oder mehreren Personen bestehen und einen Vorsitzenden oder Sprecher haben. Die Geschäftsführung wird durch die Gesellschafterversammlung bestellt und abberufen. Bei mehreren Personen soll eine Geschäftsordnung die Geschäftsverteilung und die Zusammenarbeit in der Geschäftsführung, insbesondere der Vertretung, regeln. Die Geschäftsordnung muss von der Gesellschafterversammlung genehmigt werden. Die Geschäftsführer führen die Geschäfte der Gesellschaft, sie haben in den Angelegenheiten der Gesellschaft die Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns anzuwenden. Die Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft entweder jeweils allein, gemeinschaftlich oder zusammen mit einem Prokuristen gerichtlich und außergerichtlich. Die Geschäftsführung soll sich auf die vollständige Umsetzung des Unternehmensgegenstands und des öffentlichen Auftrags konzentrieren. 3.1.2 3.1.3 3.2 3.2.1 Aufgaben und Zuständigkeit Die Geschäftsführung soll klare und messbare operative Zielvorgaben zur Umsetzung und Realisierung des Unternehmensgegenstands für die Mitarbeiter der Gesellschaft definieren. Die Geschäftsführung soll ihre Pflichten zur Entwicklung strategischer Zielvorgaben gegenüber den Gesellschaftern und dem Aufsichtsrat aktiv wahrnehmen. Die Geschäftsführung sorgt für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling einschließlich eines wirksamen internen Revisions-/Kontrollsystems im Unternehmen. Die interne Revision sollte je nach Größe des Unternehmens als eigenständige Stelle wahrgenommen werden. Die Geschäftsführung soll ein unterjähriges Berichtswesen implementieren. Sie informiert die Gesellschafterversammlung, den Aufsichtsrat und das Beteiligungsmanagement regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements (Halbjahres-/Quartalsbericht). Sie geht auf Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen unter Angabe von Gründen ein. Die Geschäftsführung stellt den Jahresabschluss und Lagebericht gemäß den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften auf. Die Geschäftsführung soll den Jahresabschluss rechtzeitig vor der Behandlung im Aufsichtsrat bzw. der Gesellschafterversammlung mit dem Beteiligungsmanagement abstimmen, damit Besonderheiten, Bilanzierungsfragen und Auswirkungen auf den städtischen Haushalt vorab diskutiert und Vereinbarungen besser umgesetzt werden können. Außerdem soll die Geschäftsführung das Beteiligungsmanagement als Erstellerin des Beteiligungsberichts und als Konsolidierungsstelle für den Gesamtabschluss der Stadt Solingen aktiv bei der Erstellung unterstützen, indem sie frühzeitig die benötigten Informationen und Daten zur Verfügung stellt. Die Geschäftsführung soll sich bei ihren Entscheidungen auch an den gesamtstädtischen Zielen orientieren und damit der Verantwortung als kommunales Unternehmen Rechnung tragen. 3.2.2 3.2.3 3.2.4 3.2.5 3.2.6 3.2.7 3.2.8 3.2.9 237 Beteiligungsbericht 2013 Stadt 3.3 3.3.1 Vergütung Leistungsbezogene Anteile der Geschäftsführervergütung, sofern sie gewährt werden sollen, werden von der Gesellschafterversammlung unter Einbeziehung von etwaigen Konzernbezügen in angemessener Höhe festgelegt. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des Geschäftsführungsmitglieds, seine Leistung sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens unter Berücksichtigung seines Vergleichsumfelds. Geschäftsführungsmitglieder dürfen Nebentätigkeiten, insbesondere Aufsichtsratsmandate außerhalb des Unternehmens, nur mit Zustimmung der Gesellschafterversammlung übernehmen. Die korrekte Abwicklung der Vergütung der Geschäftsführung soll durch den Wirtschaftsprüfer überprüft und schriftlich bestätigt werden. Die Vergütung/Bezüge der Mitglieder der Geschäftsführung sind im Anhang des Jahresabschlusses analog § 285 Nummer 9 a HGB aufgeteilt nach Fixum, erfolgsbezogenen Komponenten, Sachleistungen und Bezügen aus Aufsichtsrat- und Beiratstätigkeiten auszuweisen. Die Angaben müssen individualisiert erfolgen. Außerdem soll vermerkt werden, ob und welche Pensionsregelungen seitens der Gesellschafter bestehen. Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung werden auch im Gesamtabschluss der Stadt Solingen, in Teilkonzernabschlüssen und im Beteiligungsbericht ausgewiesen. Interessenkonflikte Geschäftsführungsmitglieder unterliegen während ihrer Tätigkeit für das Unternehmen einem umfassenden Wettbewerbsverbot. Geschäftsführungsmitglieder und Mitarbeiter dürfen im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit weder für sich noch für andere Personen von Dritten Zuwendungen oder sonstige Vorteile fordern oder annehmen oder Dritten ungerechtfertigte Vorteile gewähren. Die Geschäftsführungsmitglieder sind dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Kein Mitglied der Geschäftsführung darf bei seinen Entscheidungen persönliche Interessen verfolgen und Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, für sich nutzen. Jedes Geschäftsführungsmitglied soll Interessenkonflikte, insbesondere wenn Befangenheitsgründe entsprechend § 31 GO NRW vorliegen, dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen legen und die anderen Geschäftsführungsmitglieder hierüber informieren. Alle Geschäfte zwischen dem Unternehmen und den Geschäftsführungsmitgliedern sowie ihnen nahestehenden Personen oder ihnen persönlich nahestehenden Unternehmungen (vgl. § 31 GO NRW) haben branchenüblichen Standards zu entsprechen und bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats oder der Gesellschafterversammlung. 3.3.2 3.3.3 3.3.4 3.3.5 3.4 3.4.1 3.4.2 3.4.3 3.4.4 3.5 Vermögensschadenshaftpflicht- (Directors & Officers-) Versicherung Schließt die Gesellschaft für die Geschäftsführung eine D&O Versicherung ab, so ist ein Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung der Geschäftsführung zu vereinbaren. 3.6 Dauer der Bestellung und der Anstellung Eine Bestellung zum Geschäftsführer sollte in der Regel für fünf Jahre erfolgen. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils höchstens für fünf Jahre, ist zulässig. Sie bedarf eines erneuten Beschlusses der Gesellschafterversammlung, der frühestens ein Jahr vor Ablauf der bisherigen Amtszeit gefasst werden kann. 238 Beteiligungsbericht 2013 Stadt 3.7 3.7.1 3.7.2 Zusammenwirken von Geschäftsführung und Aufsichtsrat Geschäftsführung und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Die ausreichende Information des Aufsichtsrats ist gemeinsame Aufgabe von Geschäftsführung und Aufsichtsratsvorsitzendem. Die Geschäftsführung informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements. Sie geht auf Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen unter Angabe von Gründen ein (Halbjahres-/Quartalsbericht). Darüber hinaus soll der Aufsichtsrat zeitnah unterrichtet werden, wenn unabweisbare, erfolgsgefährdende und vom Betrag her wesentliche Mehraufwendungen oder Mindererträge zu erwarten sind. Ferner soll der Aufsichtsrat unverzüglich informiert werden, wenn staatsanwaltliche Ermittlungen gegen das Unternehmen bzw. seine Organe aufgenommen wurden oder aufgenommen zu werden drohen oder wenn andere Vorfälle, die das Ansehen der Stadt Solingen als Gesellschafterin bedrohen könnten, der Geschäftsführung bekannt werden. Der Aufsichtsrat soll die Informations- und Berichtspflichten der Geschäftsführung nach Art und Umfang näher festlegen. Berichte der Geschäftsführung an den Aufsichtsrat sind in der Regel in schriftlicher Form zu erstatten. Entscheidungsnotwendige Unterlagen werden den Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der Sitzung zugeleitet. Gute Unternehmensführung setzt eine offene Diskussion zwischen Geschäftsführung und Aufsichtsrat voraus. Die umfassende Wahrung der Vertraulichkeit ist dafür von entscheidender Bedeutung. Alle Organmitglieder stellen sicher, dass die von ihnen eingeschalteten Mitarbeiter die Verschwiegenheitspflicht in gleicher Weise einhalten. Die Geschäftsführung bereitet die Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse vor und nimmt regelmäßig an den Aufsichtsratssitzungen teil. Der Aufsichtsrat kann bei Bedarf ohne die Geschäftsführung tagen. Die Gewährung von Krediten des Unternehmens an Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats sowie ihre Angehörigen bedarf der Zustimmung des Aufsichtsrats. 3.7.3 3.7.4 3.7.5 3.7.6 3.7.7 3.7.8 3.7.9 3.7.10 Geschäftsführung und Aufsichtsrat sollen in einem gemeinsamen Bericht dem Beteiligungsmanagement jährlich über die Corporate Governance des Unternehmens berichten. Hierzu gehört insbesondere die Erläuterung eventueller Abweichungen von den Empfehlungen dieses Kodex. Dabei kann auch zu Kodexanregungen („Sollte/Kann-Vorschriften“) Stellung genommen werden. 239 Beteiligungsbericht 2013 Stadt Anlage 4: Auszug aus der Gemeindeordnung für das Land NRW (GO) in der Fassung der Bekanntmachung vom 14. Juli 1994 (GV. NRW. S. 666 ff.), zuletzt geändert durch Gesetz vom 19.12.2013 (GV. NRW. S. 878) 5. Teil Der Rat § 41 Zuständigkeiten des Rates a. Der Rat der Gemeinde ist für alle Angelegenheiten der Gemeindeverwaltung zuständig, soweit dieses Gesetz nichts anderes bestimmt. Die Entscheidung über folgende Angelegenheiten kann der Rat nicht übertragen: a) ...... k) die teilweise oder vollständige Veräußerung oder Verpachtung von Eigenbetrieben, die teilweise oder vollständige Veräußerung einer unmittelbaren oder mittelbaren Beteiligung an einer Gesellschaft oder anderen Vereinigungen des privaten Rechts, die Veräußerung eines Geschäftsanteils an einer eingetragenen Kreditgenossenschaft sowie den Abschluss von anderen Rechtsgeschäften im Sinne § 111 Abs. 1 S. 1, und 2, l) die Errichtung, Übernahme, Erweiterung, Einschränkung und Auflösung von Anstalten des öffentlichen Rechts gemäß § 114 a, öffentlichen Einrichtungen und Eigenbetrieben, die Bildung oder Auflösung eines gemeinsamen Kommunalunternehmens gemäß § 27 Abs. 1 bis 3 und 6 des Gesetzes über kommunale Gemeinschaftsarbeit, die Änderung der Unternehmenssatzung eines gemeinsamen Kommunalunternehmens sowie der Austritt aus einem gemeinsamen Kommunalunternehmen, die erstmalige unmittelbare oder mittelbare Beteiligung sowie die Erhöhung einer unmittelbaren oder mittelbaren Beteiligung an einer Gesellschaft oder anderen Vereinigungen in privater Rechtsform, den Erwerb eines Geschäftsanteils an einer eingetragenen Kreditgenossenschaft, m) die Umwandlung der Rechtsform von öffentlichen Einrichtungen und Eigenbetrieben sowie die Umwandlung der Rechtsform von Anstalten des öffentlichen Rechts gemäß § 114 a, Gesellschaften, an denen die Gemeinde beteiligt ist, soweit der Einfluss der Gemeinde (§ 63 Abs. 2 und § 113 Abs. 1) geltend gemacht werden kann, n) ...... 240 Beteiligungsbericht 2013 Stadt 11. Teil Wirtschaftliche Betätigung und nichtwirtschaftliche Betätigung § 107 Zulässigkeit wirtschaftlicher Betätigung (1) Die Gemeinde darf sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben wirtschaftlich betätigen, wenn 1. ein öffentlicher Zweck die Betätigung erfordert, 2. die Betätigung nach Art und Umfang in einem angemessenen Verhältnis zu der Leistungsfähigkeit der Gemeinde steht und 3. bei einem Tätigwerden außerhalb der Wasserversorgung, des öffentlichen Verkehrs sowie des Betriebes von Telekommunikationsleitungsnetzen einschließlich der Telefondienstleistungen der dringende öffentliche Zweck durch andere Unternehmen nicht besser und wirtschaftlicher erfüllt werden kann. Das Betreiben eines Telekommunikationsnetzes umfasst nicht den Vertrieb und/oder die Installation von Endgeräten von Telekommunikationsanlagen. Als wirtschaftliche Betätigung ist der Betrieb von Unternehmen zu verstehen, die als Hersteller, Anbieter oder Verteiler von Gütern oder Dienstleistungen am Markt tätig werden, sofern die Leistung ihrer Art nach auch von einem Privaten mit der Absicht der Gewinnerzielung erbracht werden könnte. (2) Als wirtschaftliche Betätigung im Sinne dieses Abschnitts gilt nicht der Betrieb von 1. Einrichtungen, zu denen die Gemeinde gesetzlich verpflichtet ist, 2. öffentlichen Einrichtungen, die für die soziale und kulturelle Betreuung der Einwohner erforderlich sind, insbesondere Einrichtungen auf den Gebieten - Erziehung, Bildung oder Kultur (Schulen, Volkshochschulen, Tageseinrichtungen für Kinder und sonstige Einrichtungen der Jugendhilfe, Bibliotheken, Museen, Ausstellungen, Opern, Theater, Kinos, Bühnen, Orchester, Stadthallen, Begegnungsstätten), - Sport oder Erholung (Sportanlagen, zoologische und botanische Gärten, Wald, Park- und Gartenanlagen, Herbergen, Erholungsheime, Bäder, Einrichtungen zur Veranstaltung von Volksfesten), - Gesundheits- oder Sozialwesen (Krankenhäuser, Bestattungseinrichtungen, Sanatorien, Kurparks, Senioren und Behindertenheime, Frauenhäuser, soziale und medizinische Beratungsstellen), 3. Einrichtungen, die der Straßenreinigung, der Wirtschaftsförderung, der Fremdenverkehrsförderung oder der Wohnraumversorgung dienen, 4. Einrichtungen des Umweltschutzes, insbesondere der Abfallentsorgung oder Abwasserbeseitigung sowie des Messe- und Ausstellungswesens, 5. Einrichtungen, die ausschließlich der Deckung des Eigenbedarfs von Gemeinden und Gemeindeverbänden dienen. Auch diese Einrichtungen sind, soweit es mit ihrem öffentlichen Zweck vereinbar ist, nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu verwalten und können entsprechend den Vorschriften über die Eigenbetriebe geführt werden. Das für Inneres zuständige Ministeriumkann durch Rechtsverordnung bestimmen, dass Einrichtungen, die nach Art und Umfang eine selbständige Betriebsführung erfordern, ganz oder teilweise nach den für die 241 Beteiligungsbericht 2013 Stadt Eigenbetriebe geltenden Vorschriften zu führen sind; hierbei können auch Regelungen getroffen werden, die von einzelnen der für die Eigenbetriebe geltenden Vorschriften abweichen. (3) Die wirtschaftliche Betätigung außerhalb des Gemeindegebiets ist nur zulässig, wenn die Voraussetzungen des Absatzes 1 vorliegen und die berechtigten Interessen der betroffenen kommunalen Gebietskörperschaften gewahrt sind. Die Aufnahme einer wirtschaftlichen Betätigung auf ausländischem Märkten ist nur zulässig, wenn die Voraussetzungen des Absatzes 1 Satz Nr. 1 und Nr. 2 vorliegen. Die Aufnahme einer solchen Betätigung bedarf der Genehmigung. (4) Die nichtwirtschaftliche Betätigung außerhalb des Gemeindegebiets ist nur zulässig, wenn die Voraussetzungen des Absatzes 1 Satz 1 Nr. 1 und Nr. 2 vorliegen und die berechtigten Interessen der betroffenen kommunalen Gebietskörperschaften gewahrt sind. Diese Voraussetzungen gelten bei den in den Krankenhausplan des Landes aufgenommenen Krankenhäusern als erfüllt. Die Aufnahme einer nichtwirtschaftlichen Betätigung auf ausländischen Märkten ist nur zulässig, wenn die Voraussetzungen des Absatzes 1 Satz 1 Nr. 1 und Nr. 2 vorliegen. Die Aufnahme einer solchen Betätigung bedarf der Genehmigung. (5) Vor der Entscheidung über die Gründung von bzw. die unmittelbare oder mittelbare Beteiligung an Unternehmen im Sinne des Absatzes 1 ist der Rat auf der Grundlage einer Marktanalyse über die Chancen und Risiken des beabsichtigten wirtschaftlichen Engagements und über die Auswirkungen auf das Handwerk und die mittelständische Wirtschaft zu unterrichten. Den örtlichen Selbstverwaltungsorganisationen von Handwerk, Industrie und Handel und der für die Beschäftigten der jeweiligen Branche handelnden Gewerkschaften ist Gelegenheit zur Stellungnahme zu den Marktanalysen zu geben. (6) Bankunternehmen darf die Gemeinde nicht errichten, übernehmen oder betreiben. (7) Für das öffentliche Sparkassenwesen gelten die dafür erlassenen besonderen Vorschriften. § 107 a Zulässigkeit energiewirtschaftlicher Betätigung (1) Die wirtschaftliche Betätigung in den Bereichen der Strom-, Gas- und Wärmeversorgung dient einem öffentlichen Zweck und ist zulässig, wenn sie nach Art und Umfang in einem angemessenen Verhältnis zu der Leistungsfähigkeit der Gemeinde steht. (2) Mit den Bereichen Strom-, Gas- und Wärmeversorgung unmittelbar verbundene Dienstleistungen sind zulässig, wenn sie den Hauptzweck fördern. Die Gemeinde stellt sicher, dass bei der Erbringung dieser Dienstleistungen die Belange kleinerer Unternehmen, insbesondere des Handwerks, berücksichtigt werden. (3) Die Aufnahme einer überörtlichen energiewirtschaftlichen Betätigung ist zulässig, wenn die Voraussetzung des Absatzes 1 vorliegt und die berechtigten Interessen der betroffenen kommunalen Gebietskörperschaften gewahrt sind. Bei der Versorgung 242 Beteiligungsbericht 2013 Stadt mit Strom und Gas gelten nur die Interessen als berechtigt, die nach den Vorschriften des Energiewirtschaftsgesetzes eine Einschränkung des Wettbewerbs zulassen. Die Aufnahme einer energiewirtschaftlichen Betätigung auf ausländischen Märkten ist zulässig, wenn die Voraussetzung des Absatzes 1 vorliegt. Die Aufnahme einer solchen Betätigung bedarf der Genehmigung. (4) Vor der Entscheidung über die Gründung von bzw. die unmittelbare Beteiligung an Unternehmen im Sinne des Absatzes 1 ist der Rat über die Chancen und Risiken des beabsichtigten wirtschaftlichen Engagements zu unterrichten. Den örtlichen Selbstverwaltungsorganisationen von Handwerk, Industrie und Handel und der für die Beschäftigten der jeweiligen Branche handelnden Gewerkschaften ist Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben, sofern die Entscheidung die Erbringung verbundener Dienstleistungen betrifft. § 108 Unternehmen und Einrichtungen des privaten Rechts (1) Die Gemeinde darf Unternehmen und Einrichtungen in einer Rechtsform des privaten Rechts nur gründen oder sich daran beteiligen, wenn 1. bei Unternehmen (§ 107 Abs. 1) die Voraussetzungen des § 107 Abs. 1 Satz 1 gegeben sind und bei Unternehmen im Bereich der energiewirtschaftlichen Betätigung die Voraussetzung des § 107 Abs. 1 gegeben ist, 2. bei Einrichtungen (§ 107 Abs. 2) ein wichtiges Interesse der Gemeinde an der Gründung oder der Beteiligung vorliegt, 3. eine Rechtsform gewählt wird, welche die Haftung der Gemeinde auf einen bestimmten Betrag begrenzt, 4. die Einzahlungsverpflichtung der Gemeinde in einem angemessenen Verhältnis zu ihrer Leistungsfähigkeit steht, 5. die Gemeinde sich nicht zur Übernahme von Verlusten in unbestimmter oder unangemessener Höhe verpflichtet, 6. die Gemeinde einen angemessenen Einfluss, insbesondere in einem Überwachungsorgan, erhält und dieser durch Gesellschaftsvertrag, Satzung oder in anderer Weise gesichert wird, 7. das Unternehmen oder die Einrichtung durch Gesellschaftsvertrag, Satzung oder sonstiges Organisationsstatut auf den öffentlichen Zweck ausgerichtet wird, 8. bei Unternehmen und Einrichtungen in Gesellschaftsform gewährleistet ist, dass der Jahresabschluss und der Lagebericht, soweit nicht weitergehende gesetzliche Vorschriften gelten oder andere gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, aufgrund des Gesellschaftsvertrages oder der Satzung in entsprechender Anwendung der Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften aufgestellt und ebenso oder in entsprechender Anwendung der für Eigenbetriebe geltenden Vorschriften geprüft werden, 9. bei Unternehmen und Einrichtungen in Gesellschaftsform, vorbehaltlich weitergehender oder entgegenstehender gesetzlicher Vorschriften, durch Gesellschaftsvertrag oder Satzung gewährleistet ist, dass die für die Tätigkeit im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge im Sinne des § 285 Nummer 9 des Handelsgesetzbuches der Mitglieder der Geschäftsführung, des Aufsichtsrates, des Beirates oder einer ähnlichen Einrichtung im Anhang zum Jahresabschluss jeweils für jede Personengruppe sowie zusätzlich unter Namensnennung die Bezüge jedes einzelnen 243 Beteiligungsbericht 2013 Stadt Mitglieds dieser Personengruppen unter Aufgliederung nach Komponenten im Sinne des § 285 Nummer 9 Buchstabe a des Handelsgesetzbuches angegeben werden. Die individualisierte Ausweisungspflicht gilt auch für: a) Leistungen, die den genannten Mitgliedern für den Fall einer vorzeitigen Beendigung ihrer Tätigkeit zugesagt worden sind, b) Leistungen, die den genannten Mitgliedern für den Fall der regulären Beendigung ihrer Tätigkeit zugesagt worden sind, mit ihrem Barwert sowie den von der Gesellschaft während des Geschäftsjahres hierfür aufgewandten oder zurückgestellten Betrag, c) während des Geschäftsjahres vereinbarte Änderungen dieser Zusagen und d) Leistungen, die einem früheren Mitglied, das seine Tätigkeit im Laufe des Geschäftsjahres beendet hat, in diesem Zusammenhang zugesagt und im Laufe des Geschäftsjahres gewährt worden sind. Eine Gewährleistung für die individualisierte Ausweisung von Bezügen und Leistungszusagen ist im Falle der Beteiligung an einer bestehenden Gesellschaft auch dann in Gesellschaftsvertrag oder Satzung die erstmalige individualisierte Ausweisung spätestens für das zweite Geschäftsjahr nach Erwerb der Beteiligung festgelegt ist. 10. bei Unternehmen der Telekommunikation einschließlich von Telefondienstleistungen nach § 107 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 im Gesellschaftsvertrag die unmittelbare oder im Rahmen einer Schachtelbeteiligung die mittelbare Haftung der Gemeinde auf den Anteil der Gemeinde bzw. des kommunalen Unternehmens am Stammkapital beschränkt ist. Zur Wahrnehmung gleicher Wettbewerbschancen darf die Gemeinde für diese Unternehmen weder Kredite nach Maßgabe kommunalwirtschaftlicher Vorzugskonditionen in Anspruch nehmen noch Bürgschaften und Sicherheiten i.S. von § 87 leisten. Die Aufsichtsbehörde kann von den Vorschriften der Nummern 3, 5 und 8 in begründeten Fällen Ausnahmen zulassen. Wird von Satz 1 Nummer 8 eine Ausnahme zugelassen, kann auch von Satz 1 Nummer 9 eine Ausnahme zugelassen werden. (2) Absatz 1 Satz 1 Nummer 9 gilt für die erstmalige unmittelbare oder mittelbare Beteiligung an einer Gesellschaft einschließlich der Gründung einer Gesellschaft, wenn den beteiligten Gemeinden oder Gemeindeverbänden alleine oder zusammen oder zusammen mit einer Beteiligung des Landes mehr als 50 vom Hundert der Anteile gehören. Bei bestehenden Gesellschaften, an denen Gemeinden oder Gemeindeverbände unmittelbar oder mittelbar alleine oder zusammen oder zusammen mit dem Land mit mehr als 50 vom Hundert beteiligt sind, trifft die Gemeinden und Gemeindeverbände eine Hinwirkungspflicht zur Anpassung an die Vorgaben des Absatzes 1 Satz 1 Nummer 9. Die Hinwirkungspflicht nach Satz 2 bezieht sich sowohl auf die Anpassung von Gesellschaftsvertrag oder Satzung als auch auf die mit Absatz 1 Satz 1 Nummer 9 verfolgte Zielsetzung der individualisierten Ausweisung der dort genannten Bezüge und Leistungszusagen. (3) Gehören einer Gemeinde mehr als 50 vom Hundert der Anteile an einem Unternehmen oder einer Einrichtung in Gesellschaftsform, muss sie darauf hinwirken, dass 1. in sinngemäßer Anwendung der für die Eigenbetriebe geltenden Vorschriften a) für jedes Wirtschaftsjahr ein Wirtschaftsplan aufgestellt wird, b) der Wirtschaftsführung eine fünfjährige Finanzplanung zugrunde gelegt und der Gemeinde zur Kenntnis gebracht wird, 244 Beteiligungsbericht 2013 Stadt c) die Feststellung des Jahresabschlusses, die Verwendung des Ergebnisses sowie das Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts unbeschadet der bestehenden gesetzlichen Offenlegungspflichten öffentlich bekannt gemacht werden und der Jahresabschluss und der Lagebericht bis zur Feststellung des folgenden Jahresabschlusses zur Einsichtnahme verfügbar gehalten werden, 2. in dem Lagebericht oder in Zusammenhang damit zur Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung und zur Zweckerreichung Stellung genommen wird, 3. nach den Wirtschaftsgrundsätzen (§ 109) verfahren wird, wenn die Gesellschaft ein Unternehmen betreibt. Gehört der Gemeinde zusammen mit anderen Gemeinden oder Gemeindeverbänden die Mehrheit der Anteile an einem Unternehmen oder an einer Einrichtung, soll sie auf eine Wirtschaftsführung nach Maßgabe des Satzes 1 Nr. 1 a) und b) sowie Nr. 2 und Nr. 3 hinwirken. (4) Die Gemeinde darf unbeschadet des Absatzes 1 Unternehmen und Einrichtungen in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft nur gründen, übernehmen, wesentlich erweitern oder sich daran beteiligen, wenn der öffentliche Zweck nicht ebenso gut in einer anderen Rechtsform erfüllt wird oder erfüllt werden kann. (5) Die Gemeinde darf unbeschadet des Absatzes 1 Unternehmen und Einrichtungen in der Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung nur gründen oder sich daran beteiligen, wenn durch die Ausgestaltung des Gesellschaftsvertrags sichergestellt ist, dass 1. die Gesellschafterversammlung auch beschließt über a) den Abschluss und die Änderungen von Unternehmensverträgen im Sinne der §§ 291 und 292 Abs. 1 des Aktiengesetzes, b) den Erwerb und die Veräußerung von Unternehmen und Beteiligungen, c) den Wirtschaftsplan, die Feststellung des Jahresabschlusses und die Verwendung des Ergebnisses sowie d) die Bestellung und die Abberufung der Geschäftsführer, soweit dies nicht der Gemeinde vorbehalten ist, und 2. der Rat den von der Gemeinde bestellten oder auf Vorschlag der Gemeinde gewählten Mitgliedern des Aufsichtsrats Weisungen erteilen kann, soweit die Bestellung eines Aufsichtsrates gesetzlich nicht vorgeschrieben ist. (6) Vertreter der Gemeinde in einer Gesellschaft, an der Gemeinden, Gemeindeverbände oder Zweckverbände unmittelbar oder mittelbar mit mehr als 25 vom Hundert beteiligt sind, dürfen a) der Gründung einer anderen Gesellschaft oder einer anderen Vereinigung in einer Rechtsform des privaten Rechts, einer Beteiligung sowie der Erhöhung einer Beteiligung der Gesellschaft an einer anderen Gesellschaft oder einer anderen Vereinigung in einer Rechtsform des privaten Rechts nur zustimmen, wenn - die vorherige Entscheidung des Rates vorliegt, - für die Gemeinde selbst die Gründungs- bzw. Beteiligungsvoraussetzungen vorliegen und 245 Beteiligungsbericht 2013 Stadt - sowohl die Haftung der gründenden Gesellschaft als auch die Haftung der zu gründenden Gesellschaft oder Vereinigung durch ihre Rechtsform auf einen bestimmten Betrag begrenzt sind oder - sowohl die Haftung der sich beteiligenden Gesellschaft als auch die Haftung der Gesellschaft oder Vereinigung, an der eine Beteiligung erfolgt, durch ihre Rechtsform auf einen bestimmten Betrag begrenzt sind; b) einem Beschluss der Gesellschaft zu einer wesentlichen Änderung des Gesellschaftszwecks nur nach vorheriger Entscheidung des Rates zustimmen. In den Fällen von Satz 1 Buchstabe a) gilt Absatz 1 Satz 2 und 3 entsprechend. Als Vertreter der Gemeinde im Sinne von Satz 1 gelten auch Geschäftsführer, Vorstandsmitglieder und Mitglieder von sonstigen Organen und ähnlichen Gremien der Gesellschaft, die von der Gemeinde oder auf ihre Veranlassung oder ihren Vorschlag in das Organ oder Gremium entsandt oder gewählt worden sind. Beruht die Entsendung oder Wahl auf der Veranlassung oder dem Vorschlag mehrerer Gemeinden, Gemeindeverbände oder Zweckverbände, so bedarf es der Entscheidung nur des Organs, auf das sich die beteiligten Gemeinden und Gemeindeverbände oder Zweckverbände geeinigt haben. Die Sätze 1 bis 4 gelten nicht, soweit ihnen zwingende Vorschriften des Gesellschaftsrechts entgegenstehen. (7) Die Gemeinde kann einen einzelnen Geschäftsanteil an einer eingetragenen Kreditgenossenschaft erwerben, wenn eine Nachschusspflicht ausgeschlossen oder die Haftungssumme auf einen bestimmten Betrag beschränkt ist. § 108 a Arbeitnehmermitbestimmung in fakultativen Aufsichtsräten (1) Soweit im Gesellschaftsvertrag eines Unternehmens (§ 107 Abs. 1, § 107 a Abs. 1) oder einer Einrichtung (§ 107 Abs. 2) in Privatrechtsform, an der die Gemeinde unmittelbar oder mittelbar mit mehr als 50 vom Hundert der Anteile beteiligt ist, ein fakultativer Aufsichtsrat vorgesehen ist, können dem fakultativen Aufsichtsrat Arbeitnehmervertreter des Unternehmens oder der Einrichtung angehören. In diesem Fall ist ein angemessener Einfluss der Gemeinde im Sinne des § 108 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 gegeben, wenn bei mehr als 2 von der Gemeinde in den Aufsichtsrat zu entsendenden Vertretern nicht mehr als ein Drittel der Gesamtzahl der Aufsichtsratsmandate durch Arbeitnehmervertreter des Unternehmens oder der Einrichtung nach Maßgabe der folgenden Absätze besetzt werden. (2) Der Rat der Gemeinde bestellt aus einer von der Betriebsversammlung des Unternehmens oder der Einrichtung zu erstellenden Vorschlagsliste die in den fakultativen Aufsichtsrat zu entsendenden Arbeitnehmervertreter. Die Bestellung bedarf eines Beschlusses der Mehrheit der gesetzlichen Zahl der Mitglieder des Rates. Die Vorschlagsliste muss mindestens die doppelte Zahl der zu entsendenden Arbeitnehmervertreter enthalten. Der Rat hat das Recht, mit der Mehrheit der gesetzlichen Zahl seiner Mitglieder sämtliche Vorschläge der Liste zurückzuweisen und eine Ergänzung zu verlangen. In diesem Fall kann eine Betriebsversammlung eine neue Vorschlagsliste erstellen; Sätze 1 bis 4 gelten entsprechend. Im Falle einer erneuten Zurückweisung der Vorschläge durch den Rat bleiben die für die Arbeitnehmervertreter vorgesehenen Aufsichtsratsmandate unbesetzt. 246 Beteiligungsbericht 2013 Stadt (3) § 113 Abs. 1 Sätze 2 und 3 gelten für die nach Absatz 2 für den fakultativen Aufsichtsrat vom Rat bestellten Arbeitnehmervertreter entsprechend. Verliert ein vom Rat bestellter Arbeitnehmervertreter die Beschäftigteneigenschaft in dem Unternehmen oder der Einrichtung, muss der Rat ihn entsprechend § 113 Abs. 1 Satz 3 aus seinem Amt im fakultativen Aufsichtsrat abberufen. (4) In der Betriebsversammlung nach Absatz 2 sind alle Beschäftigten des Unternehmens bzw. der Einrichtung wahlberechtigt, die am Tage der Betriebsversammlung das 18. Lebensjahr vollendet haben. Nicht wahlberechtigt sind Geschäftsführer und Vorstände des Unternehmens bzw. der Einrichtung. In die Vorschlagsliste können nur Wahlberechtigte aufgenommen werden. Die Einzelheiten für die Wahl der Arbeitnehmervertreter sind im Gesellschaftsvertrag, der Satzung oder einem sonstigen Organisationsstatut des Unternehmens bzw. der Einrichtung zu regeln. Im Gesellschaftsvertrag, der Satzung oder dem Organisationsstatut des Unternehmens bzw. der Einrichtung ist auch die Amtsdauer der Arbeitnehmervertreter zu regeln. Sie soll die regelmäßige Amtsdauer der nach § 113 Abs. 2 Satz 2 neben dem Bürgermeister oder dem von ihm benannten Bediensteten der Gemeinde in den fakultativen Aufsichtsrat bestellten weiteren Vertreter nicht überschreiten. (5) Wird ein Arbeitnehmervertreter von seinem Amt gemäß § 113 Abs. 1 Satz 3 abberufen oder scheidet er aus anderen Gründen aus dem Aufsichtsrat aus, bestellt der Rat mit der Mehrheit der gesetzlichen Zahl seiner Mitglieder aus dem noch nicht in Anspruch genommenen Teil der Vorschlagsliste nach Absatz 2 einen Nachfolger. Kommt eine solche Mehrheit nicht zustande, kann eine Betriebsversammlung den noch nicht in Anspruch genommenen Teil der Vorschlagsliste um neue Vorschläge ergänzen. Kommt auch dann keine Mehrheit der gesetzlichen Zahl der Mitglieder des Rates für die Bestellung eines Nachfolgers zustande, bleibt das Aufsichtsratsmandat unbesetzt. (6) Die Absätze 1 bis 5 gelten mit folgenden Maßgaben entsprechend in den Fällen, in denen an einem Unternehmen oder einer Einrichtung in Privatrechtsform zwei oder mehr Gemeinden beteiligt sind. Die Bestellung der in den fakultativen Aufsichtsrat zu entsendenden Arbeitnehmervertreter bedarf übereinstimmender, mit der Mehrheit der gesetzlichen Zahl der Mitglieder zustande gekommener Beschlüsse der Räte mindestens so vieler beteiligter Kommunen, dass hierdurch insgesamt mehr als die Hälfte der kommunalen Beteiligung an dem Unternehmen oder der Einrichtung repräsentiert wird. Kommen solche übereinstimmenden Beschlüsse nicht oder nicht im erforderlichen Umfang zustande, kann eine Betriebsversammlung eine neue Vorschlagsliste erstellen. Kommen auch hierzu entsprechende übereinstimmende Beschlüsse der beteiligten Räte nicht oder nicht im erforderlichen Umfang zustande, bleiben die für die Arbeitnehmervertreter vorgesehenen Aufsichtsratsmandate unbesetzt. Für die Bestellung eines Nachfolgers im Sinne des Absatzes 5 gilt Satz 2 entsprechend. Kommen danach übereinstimmende Beschlüsse der beteiligten Räte nicht oder nicht im erforderlichen Umfang zustande, kann eine Betriebsversammlung den noch nicht in Anspruch genommenen Teil der Vorschlagsliste um neue Vorschläge ergänzen. Kommen auch dann übereinstimmende Beschlüsse der beteiligten Räte nicht oder nicht im erforderlichen Umfang zustande, bleibt das Aufsichtsratsmandat unbesetzt. 247 Beteiligungsbericht 2013 Stadt Für die nach § 113 Abs. 1 Sätze 2 und 3 zu treffenden Entscheidungen bedarf es übereinstimmender Beschlüsse der Räte mindestens so vieler beteiligter Kommunen, dass hierdurch insgesamt mehr als die Hälfte der kommunalen Beteiligung an dem Unternehmen oder der Einrichtung repräsentiert wird. § 109 Wirtschaftsgrundsätze (1) Die Unternehmen und Einrichtungen sind so zu führen, zu steuern und zu kontrollieren, dass der öffentliche Zweck nachhaltig erfüllt wird. Unternehmen sollen einen Ertrag für den Haushalt der Gemeinde abwerfen, soweit dadurch die Erfüllung des öffentlichen Zwecks nicht beeinträchtigt wird. (2) Der Jahresgewinn der wirtschaftlichen Unternehmen als Unterschied der Erträge und Aufwendungen soll so hoch sein, dass außer den für die technische und wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens notwendigen Rücklagen mindestens eine marktübliche Verzinsung des Eigenkapitals erwirtschaftet wird. § 110 Verbot des Missbrauchs wirtschaftlicher Machtstellung Bei Unternehmen, für die kein Wettbewerb gleichartiger Unternehmen besteht, dürfen der Anschluss und die Belieferung nicht davon abhängig gemacht werden, dass auch andere Leistungen oder Lieferungen abgenommen werden. § 111 Veräußerung von Unternehmen, Einrichtungen und Beteiligungen (1) Die teilweise oder vollständige Veräußerung eines Unternehmens oder einer Einrichtung oder einer Beteiligung an einer Gesellschaft sowie andere Rechtsgeschäfte, durch welche die Gemeinde ihren Einfluss auf das Unternehmen, die Einrichtung oder die Gesellschaft verliert oder vermindert, sind nur zulässig, wenn die für die Betreuung der Einwohner erforderliche Erfüllung der Aufgaben der Gemeinde nicht beeinträchtigt wird. (2) Vertreter der Gemeinde in einer Gesellschaft, an der Gemeinden, Gemeindeverbände oder Zweckverbände unmittelbar oder mittelbar mit mehr als 50 v.H. beteiligt sind, dürfen Veräußerungen oder anderen Rechtsgeschäften i.S. des Absatzes 1 nur nach vorheriger Entscheidung des Rates und nur dann zustimmen, wenn für die Gemeinde die Zulässigkeitsvoraussetzung des Absatzes 1 vorliegt. 248 Beteiligungsbericht 2013 Stadt § 112 Informations- und Prüfungsrechte (1) Gehören einer Gemeinde unmittelbar oder mittelbar Anteile an einem Unternehmen oder einer Einrichtung in einer Rechtsform des privaten Rechts in dem in § 53 des Haushaltsgrundsätzegesetzes bezeichneten Umfang, so soll sie 1. die Rechte nach § 53 Abs. 1 des Haushaltsgrundsätzegesetzes ausüben, 2. darauf hinwirken, dass ihr die in § 54 des Haushaltsgrundsätzegesetzes vorgesehenen Befugnisse eingeräumt werden. (2) Ist eine Beteiligung der Gemeinde an einer Gesellschaft keine Mehrheitsbeteiligung im Sinne des § 53 des Haushaltsgrundsätzegesetzes, so soll die Gemeinde, so weit ihr Interesse dies erfordert, darauf hinwirken, dass ihr im Gesellschaftsvertrag oder in der Satzung die Befugnisse nach § 53 des Haushaltsgrundsätzegesetzes eingeräumt werden. Bei mittelbaren Minderheitsbeteiligungen gilt dies nur, wenn die Beteiligung den vierten Teil der Anteile übersteigt und einer Gesellschaft zusteht, an der die Gemeinde allein oder zusammen mit anderen Gebietskörperschaften mit Mehrheit im Sinne des § 53 des Haushaltsgrundsätzegesetzes beteiligt ist. § 113 Vertretung der Gemeinde in Unternehmen oder Einrichtungen (1) Die Vertreter der Gemeinde in Beiräten, Ausschüssen, Gesellschafterversammlungen, Aufsichtsräten oder entsprechenden Organen von juristischen Personen oder Personenvereinigungen, an denen die Gemeinde unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist, haben die Interessen der Gemeinde zu verfolgen. Sie sind an die Beschlüsse des Rates und seiner Ausschüsse gebunden. Die vom Rat bestellten Vertreter haben ihr Amt auf Beschluss des Rates jederzeit niederzulegen. Die Sätze 1 bis 3 gelten nur, soweit durch Gesetz nichts anderes bestimmt ist. (2) Bei unmittelbaren Beteiligungen vertritt ein vom Rat bestellter Vertreter die Gemeinde in den in Absatz 1 genannten Gremien. Sofern weitere Vertreter zu benennen sind, muss der Bürgermeister oder der von ihm vorgeschlagene Bedienstete der Gemeinde dazuzählen. Die Sätze 1 und 2 gelten für mittelbare Beteiligungen entsprechend, sofern nicht ähnlich wirksame Vorkehrungen zur Sicherung hinreichender gemeindlicher Einfluss- und Steuerungsmöglichkeiten getroffen werden. (3) Die Gemeinde ist verpflichtet, bei der Ausgestaltung des Gesellschaftsvertrages einer Kapitalgesellschaft darauf hinzuwirken, dass ihr das Recht eingeräumt wird, Mitglieder in den Aufsichtsrat zu entsenden. Über die Entsendung entscheidet der Rat. Zu den entsandten Aufsichtsratsmitgliedern muss der Bürgermeister oder der von ihm vorgeschlagene Bedienstete der Gemeinde zählen, wenn diese mit mehr als einem Mitglied im Aufsichtsrat vertreten ist. Dies gilt sowohl für unmittelbare als auch für mittelbare Beteiligungen. (4) Ist der Gemeinde das Recht eingeräumt worden, Mitglieder des Vorstandes oder eines gleichartigen Organs zu bestellen oder vorzuschlagen, entscheidet der Rat. 249 Beteiligungsbericht 2013 Stadt (5) Die Vertreter der Gemeinde haben den Rat über alle Angelegenheiten von besonderer Bedeutung frühzeitig zu unterrichten. Die Unterrichtungspflicht besteht nur, soweit durch Gesetz nichts anderes bestimmt ist. (6) Wird ein Vertreter der Gemeinde aus seiner Tätigkeit in einem Organ haftbar gemacht, so hat ihm die Gemeinde den Schaden zu ersetzen, es sei denn, dass er ihn vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt hat. Auch in diesem Falle ist die Gemeinde schadensersatzpflichtig, wenn ihr Vertreter nach Weisung des Rates oder eines Ausschusses gehandelt hat. § 114 Eigenbetriebe (1) Die gemeindlichen wirtschaftlichen Unternehmen ohne Rechtspersönlichkeit (Eigenbetriebe) werden nach den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung und der Betriebssatzung geführt. (2) In den Angelegenheiten des Eigenbetriebes ist der Betriebsleitung ausreichende Selbständigkeit der Entschließung einzuräumen. Die Zuständigkeiten des Rates sollen soweit wie möglich dem Betriebsausschuss übertragen werden. (3) Bei Eigenbetrieben mit mehr als 50 Beschäftigten besteht der Betriebsausschuss zu einem Drittel aus Beschäftigten des Eigenbetriebes. Die Gesamtzahl der Ausschussmitglieder muss in diesem Fall durch drei teilbar sein. Bei Eigenbetrieben mit weniger als 51, aber mehr als zehn Beschäftigten gehören dem Betriebsausschuss zwei Beschäftigte des Eigenbetriebes an. Die dem Betriebsausschuss angehörenden Beschäftigten werden aus einem Vorschlag der Versammlung der Beschäftigten des Eigenbetriebes gewählt, der mindestens die doppelte Zahl der zu wählenden Mitglieder und Stellvertreter enthält. Wird für mehrere Eigenbetriebe ein gemeinsamer Betriebsausschuss gebildet, ist die Gesamtzahl aller Beschäftigten dieser Eigenbetriebe maßgebend; Satz 4 gilt entsprechend. Die Zahl der sachkundigen Bürger darf zusammen mit der Zahl der Beschäftigten die der Ratsmitglieder im Werksausschuss nicht erreichen. § 114 a Rechtsfähige Anstalten des öffentlichen Rechts (1) Die Gemeinde kann Unternehmen und Einrichtungen in der Rechtsform einer Anstalt des öffentlichen Rechts errichten oder bestehende Regie- und Eigenbetriebe sowie eigenbetriebsähnliche Einrichtungen im Wege der Gesamtrechtsnachfolge in rechtsfähige Anstalten des öffentlichen Rechts umwandeln. § 108 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und Nr. 2 gilt entsprechend. (2) Die Gemeinde regelt die Rechtsverhältnisse der Anstalt durch eine Satzung. Die Satzung muss Bestimmungen über den Namen und die Aufgaben der Anstalt, die Zahl der Mitglieder des Vorstands und des Verwaltungsrates, die Höhe des Stammkapitals, die Wirtschaftsführung, die Vermögensverwaltung und die Rechnungslegung enthalten. 250 Beteiligungsbericht 2013 Stadt (3) Die Gemeinde kann der Anstalt einzelne oder alle mit einem bestimmten Zweck zusammenhängende Aufgaben ganz oder teilweise übertragen. Sie kann zugunsten der Anstalt unter der Voraussetzung des § 9 durch Satzung einen Anschluss- und Benutzungszwang vorschreiben und der Anstalt das Recht einräumen, an ihrer Stelle Satzungen für das übertragene Aufgabengebiet zu erlassen; § 7 gilt entsprechend. (4) Die Anstalt kann nach Maßgabe der Satzung andere Unternehmen oder Einrichtungen gründen oder sich an solchen beteiligen oder eine bestehende Beteiligung erhöhen, wenn das dem Anstaltszweck dient. Für die Gründung von und die Beteiligung an anderen Unternehmen und Einrichtungen in einer Rechtsform des privaten Rechts sowie deren Veräußerung und andere Rechtsgeschäfte im Sinne des § 111 gelten die §§ 108 bis 113 entsprechend. Für die in Satz 2 genannten Gründungen und Beteiligungen muss ein besonders wichtiges Interesse vorliegen. (5) Die Gemeinde haftet für die Verbindlichkeiten der Anstalt unbeschränkt, soweit nicht Befriedigung aus deren Vermögen zu erlangen ist (Gewährträgerschaft). Rechtsgeschäfte im Sinne des § 87 dürfen von der Anstalt nicht getätigt werden. (6) Die Anstalt wird von einem Vorstand in eigener Verantwortung geleitet, soweit nicht gesetzlich oder durch die Satzung der Gemeinde etwas anderes bestimmt ist. Der Vorstand vertritt die Anstalt gerichtlich und außergerichtlich. (7) Die Geschäftsführung des Vorstands wird von einem Verwaltungsrat überwacht. Der Verwaltungsrat bestellt den Vorstand auf höchstens 5 Jahre; eine erneute Bestellung ist zulässig. Er entscheidet außerdem über 1. den Erlass von Satzungen gemäß Absatz 3 Satz 2, 2. die Beteiligung oder Erhöhung einer Beteiligung der Anstalt an anderen Unternehmen oder Einrichtungen sowie deren Gründung, 3. die Feststellung des Wirtschaftsplans und des Jahresabschlusses, 4. die Festsetzung allgemein geltender Tarife und Entgelte für die Leistungsnehmer, 5. die Bestellung des Abschlussprüfers, 6. die Ergebnisverwendung, 7. Rechtsgeschäfte der Anstalt im Sinne des § 111. Im Fall der Nr. 1 unterliegt der Verwaltungsrat den Weisungen des Rates und berät und beschließt in öffentlicher Sitzung. In den Fällen der Nrn. 2 und 7 bedarf es der vorherigen Entscheidung des Rates. Dem Verwaltungsrat obliegt außerdem die Entscheidung in den durch die Satzung der Gemeinde bestimmten Angelegenheiten der Anstalt. In der Satzung kann ferner vorgesehen werden, dass bei Entscheidungen der Organe der Anstalt von grundsätzlicher Bedeutung die Zustimmung des Rates erforderlich ist. (8) Der Verwaltungsrat besteht aus dem vorsitzenden Mitglied und den übrigen Mitgliedern. Den Vorsitz führt der Bürgermeister. Soweit Beigeordnete mit eigenem Geschäftsbereich bestellt sind, führt derjenige Beigeordnete den Vorsitz, zu dessen Geschäftsbereich die der Anstalt übertragenen Aufgaben gehören. Sind die übertragenen Aufgaben mehreren Geschäftsbereichen zuzuordnen, so entscheidet der Bürgermeister über den Vorsitz. Die übrigen Mitglieder des Verwaltungsrats werden vom Rat für die Dauer von 5 Jahren gewählt; für die Wahl gilt § 50 Abs. 4 sinngemäß. Die Amtszeit von Mitgliedern des Verwaltungsrats, die dem Rat angehören, 251 Beteiligungsbericht 2013 Stadt endet mit dem Ende der Wahlperiode oder dem vorzeitigen Ausscheiden aus dem Gemeinderat. Die Mitglieder des Rats üben ihr Amt bis zum Amtsantritt der neuen Mitglieder weiter aus. Mitglieder des Verwaltungsrats können nicht sein: 1. Bedienstete der Anstalt, 2. leitende Bedienstete von juristischen Personen oder sonstigen Organisationen des öffentlichen oder privaten Rechts, an denen die Anstalt mit mehr als 50 v.H. beteiligt ist; eine Beteiligung am Stimmrecht genügt, 3. Bedienstete der Aufsichtsbehörde, die unmittelbar mit Aufgaben der Aufsicht über die Anstalt befasst sind. (9) Die Anstalt hat das Recht, Dienstherr von Beamten zu sein, wenn sie auf Grund einer Aufgabenübertragung nach Absatz 3 hoheitliche Befugnisse ausübt. Wird die Anstalt aufgelöst oder umgebildet, so gilt für die Rechtsstellung der Beamten und der Versorgungsempfänger Kapitel II Abschnitt III des Beamtenrechtsrahmengesetzes. (10) Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Anstalt werden nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt und geprüft, sofern nicht weitergehende gesetzliche Vorschriften gelten oder andere gesetzliche Vorschriften entgegenstehen. § 285 Nummer 9 Buchstabe a des Handelsgesetzbuches ist mit der Maßgabe anzuwenden, dass die für die Tätigkeit im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands sowie die für die Tätigkeit im Geschäftsjahr gewährten Leistungen für die Mitglieder des Verwaltungsrates im Anhang des Jahresabschlusses für jede Personengruppe sowie zusätzlich unter Namensnennung die Bezüge und Leistungen für jedes einzelne Mitglied dieser Personengruppen unter Aufgliederung nach Komponenten im Sinne des § 285 Nummer 9 Buchstabe a des Handelsgesetzbuches angegeben werden, soweit es sich um Leistungen des Kommunalunternehmens handelt. Die individualisierte Ausweisungspflicht gilt auch für Leistungen entsprechend § 108 Absatz 1 Satz 1 Nummer 9 Satz 2. (11) § 14 Abs. 1, § 31, § 74, § 75 Abs. 1, § 77, § 84 sowie die Bestimmungen des 13. Teils über die staatliche Aufsicht sind auf die Anstalt sinngemäß anzuwenden. § 115 Anzeige (1) Entscheidungen der Gemeinde über a) die Gründung oder wesentliche Erweiterung einer Gesellschaft oder eine wesentliche Änderung des Gesellschaftszwecks oder sonstiger wesentlicher Änderungen des Gesellschaftsvertrages, b) die Beteiligung an einer Gesellschaft oder die Änderung der Beteiligung an einer Gesellschaft, c) die gänzliche oder teilweise Veräußerung einer Gesellschaft oder der Beteiligung an einer Gesellschaft, d) die Errichtung, die Übernahme oder die wesentliche Erweiterung eines Unternehmens, die Änderung der bisherigen Rechtsform oder eine wesentliche Änderung des Zwecks, 252 Beteiligungsbericht 2013 Stadt e) den Abschluss von Rechtsgeschäften, die ihrer Art nach geeignet sind, den Einfluss der Gemeinde auf das Unternehmen oder die Einrichtung zu mindern oder zu beseitigen oder die Ausübung von Rechten aus einer Beteiligung zu beschränken, f) die Führung von Einrichtungen entsprechend den Vorschriften über die Eigenbetriebe, g) den Erwerb eines Geschäftsanteils an einer eingetragenen Genossenschaft, h) die Errichtung, wesentliche Erweiterung oder Auflösung einer rechtsfähigen Anstalt des öffentlichen Rechts gemäß § 114 a, die Beteiligung oder Erhöhung einer Beteiligung der Anstalt an anderen Unternehmen oder Einrichtungen oder deren Gründung sowie Rechtsgeschäfte der Anstalt im Sinne des § 111 sind der Aufsichtsbehörde unverzüglich, spätestens sechs Wochen vor Beginn des Vollzugs, schriftlich anzuzeigen. Aus der Anzeige muss zu ersehen sein, ob die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Die Aufsichtsbehörde kann im Einzelfall aus besonderem Grund die Frist verkürzen oder verlängern. (2) Für die Entscheidung über die mittelbare Beteiligung an einer Gesellschaft gilt Entsprechendes, wenn ein Beschluss des Rates nach § 108 Abs. 6 oder § 111 Abs. 2 zu fassen ist. 253 Beteiligungsbericht 2013 Stadt 12. Teil Gesamtabschluss § 116 Gesamtabschluss (1) Die Gemeinde hat in jedem Haushaltsjahr für den Abschlussstichtag 31. Dezember einen Gesamtabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufzustellen. Er besteht aus der Gesamtergebnisrechnung, der Gesamtbilanz und dem Gesamtanhang und ist um einen Gesamtlagebericht zu ergänzen. Der Rat bestätigt den geprüften Gesamtabschluss durch Beschluss. § 96 findet entsprechende Anwendung. (2) Zu dem Gesamtabschluss hat die Gemeinde ihren Jahresabschluss nach § 95 und die Jahresabschlüsse des gleichen Geschäftsjahres aller verselbstständigten Aufgabenbereiche in öffentlich-rechtlicher oder privatrechtlicher Form zu konsolidieren. Auf den Gesamtabschluss sind, soweit seine Eigenart keine Abweichung erfordert, § 88 und § 91 Abs. 2 entsprechend anzuwenden. (3) In den Gesamtabschluss müssen verselbstständigte Aufgabenbereiche nach Absatz 2 nicht einbezogen werden, wenn sie für die Verpflichtung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Schulden-, Ertrags- und Finanzgesamtlage der Gemeinde zu vermitteln, von untergeordneter Bedeutung sind. Dies ist im Gesamtanhang darzustellen. (4) Am Schluss des Gesamtlageberichtes sind für die Mitglieder des Verwaltungsvorstands nach § 70, soweit dieser nicht zu bilden ist für den Bürgermeister und den Kämmerer, sowie für die Ratsmitglieder, auch wenn die Personen im Haushaltsjahr ausgeschieden sind, anzugeben: 1. der Familienname mit mindestens einem ausgeschriebenen Vornamen, 2. der ausgeübte Beruf, 3. die Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien i.S.d. § 125 Abs. 1 Satz 3 des Aktiengesetzes, 4. die Mitgliedschaft in Organen von verselbstständigten Aufgabenbereichen der Gemeinde in öffentlich-rechtlicher oder privatrechtlicher Form, 5. die Mitgliedschaft in Organen sonstiger privatrechtlicher Unternehmen. (5) Der Gesamtabschluss ist innerhalb der ersten neun Monate nach dem Abschlussstichtag aufzustellen. § 95 Abs. 3 findet für die Aufstellung des Gesamtabschlusses entsprechende Anwendung. (6) Der Gesamtabschluss ist vom Rechnungsprüfungsausschuss dahingehend zu prüfen, ob er ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Schulden-, Ertrags- und Finanzgesamtlage der Gemeinde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ergibt. Die Prüfung des Gesamtabschlusses erstreckt sich darauf, ob die gesetzlichen Vorschriften und die sie ergänzenden Satzungen und sonstigen ortsrechtlichen Bestimmungen beachtet worden sind. Der Gesamtlagebericht ist darauf zu prüfen, ob er mit dem Gesamtabschluss in Einklang steht und ob seine sonstigen Angaben nicht eine falsche Vorstellung von der Ver254 Beteiligungsbericht 2013 Stadt mögens-, Schulden-, Ertrags- und Finanzgesamtlage der Gemeinde erwecken. § 101 Abs. 2 bis 8 gilt entsprechend. (7) In die Prüfung nach Absatz 6 müssen die Jahresabschlüsse der verselbstständigten Aufgabenbereiche nicht einbezogen werden, wenn diese nach gesetzlichen Vorschriften geprüft worden sind. § 117 Beteiligungsbericht (1) Die Gemeinde hat einen Beteiligungsbericht zu erstellen, in dem ihre wirtschaftliche und nichtwirtschaftliche Betätigung, unabhängig davon, ob verselbstständigte Aufgabenbereiche dem Konsolidierungskreis des Gesamtabschlusses angehören, zu erläutern ist. Dieser Bericht ist jährlich bezogen auf den Abschlussstichtag des Gesamtabschlusses fortzuschreiben und dem Gesamtabschluss beizufügen. Der Beteiligungsbericht ist dem Jahresabschluss nach § 95 beizufügen, wenn kein Gesamtabschluss nach § 116 aufzustellen ist. (2) Der Beteiligungsbericht ist dem Rat und den Einwohnern zur Kenntnis zu bringen. Die Gemeinde hat zu diesem Zweck den Bericht zur Einsichtnahme verfügbar zu halten. Auf die Möglichkeit zur Einsichtnahme ist in geeigneter Weise öffentlich hinzuweisen. § 118 Vorlage- und Auskunftspflichten Die Gemeinde ist verpflichtet, bei der Ausgestaltung von Gründungsverträgen oder Satzungen für die in § 116 bezeichneten Organisationseinheiten darauf hinzuwirken, dass ihr das Recht eingeräumt wird, von diesen Aufklärung und Nachweise zu verlangen, die die Aufstellung des Gesamtabschlusses erfordert. 255 Beteiligungsbericht 2013 Stadt Anlage 5: Auszug aus der Gemeindehaushaltsverordnung NRW (GemHVO NRW) in der Fassung der Bekanntmachung vom 16. November 2004, zuletzt geändert durch Gesetz vom 18.09.2012 (GV. NRW. S. 432) Siebter Abschnitt Gesamtabschluss § 52 Beteiligungsbericht (1) Im Beteiligungsbericht nach § 117 der Gemeindeordnung sind gesondert anzugeben und zu erläutern 1. die Ziele der Beteiligung, 2. die Erfüllung des öffentlichen Zwecks, 3. die Beteiligungsverhältnisse, 4. die Entwicklung der Bilanzen und der Gewinn- und Verlustrechnungen der letzten drei Abschlussstichtage, 5. die Leistungen der Beteiligungen, bei wesentlichen Beteiligungen mit Hilfe von Kennzahlen, 6. die wesentlichen Finanz- und Leistungsbeziehungen der Beteiligungen untereinander und mit der Gemeinde, 7. die Zusammensetzung der Organe der Beteiligungen, 8. der Personalbestand jeder Beteiligung. (2) Im Bericht sind die Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen der Beteiligungen in einer Zeitreihe abzubilden, die das abgelaufene Geschäftsjahr, das Vorjahr und das Vorvorjahr umfasst. Die Darstellung kann bei den Bilanzen auf die in § 266 des Handelsgesetzbuches in den Absätzen 2 und 3 mit Buchstaben und römischen Zahlen bezeichneten Posten in der vorgeschriebenen Reihenfolge beschränkt werden. Bei den Gewinn- und Verlustrechnungen können Erleichterungen nach § 276 des Handelsgesetzbuches unabhängig von der Einhaltung der dort beschriebenen Größenklassen in Anspruch genommen werden. Werden bei den Beteiligungen für die Jahresabschlussanalyse Strukturbilanzen erstellt, können diese die vollständigen Bilanzen ersetzen. (3) Dem Bericht ist eine Übersicht über die gemeindlichen Beteiligungen unter Angabe der Höhe der Anteile an jeder Beteiligung in Prozent beizufügen. 256 Beteiligungsbericht 2013 Stadt Anlage 6: Auszug aus dem Haushaltsgrundsätzegesetz § 53 Rechte gegenüber privatrechtlichen Unternehmen (1) Gehört einer Gebietskörperschaft die Mehrheit der Anteile eines Unternehmens in einer Rechtsform des privaten Rechts oder gehört ihr mindestens der vierte Teil der Anteile und steht ihr zusammen mit anderen Gebietskörperschaften die Mehrheit der Anteile zu, so kann sie verlangen, dass das Unternehmen 1. im Rahmen der Abschlussprüfung auch die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung prüfen lässt; 2. die Abschlussprüfer beauftragt, in ihrem Bericht auch darzustellen a) die Entwicklung der Vermögens- und Ertragslage sowie die Liquidität und Rentabilität der Gesellschaft, b) verlustbringende Geschäfte und die Ursachen der Verluste, wenn diese Geschäfte und die Ursachen für die Vermögens- und Ertragslage von Bedeutung waren, c) die Ursachen eines in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Jahresfehlbetrages; 3. ihr den Prüfungsbericht der Abschlussprüfer und, wenn das Unternehmen einen Konzernabschluss aufzustellen hat, auch den Prüfungsbericht der Konzernabschlussprüfer unverzüglich nach Eingang übersendet. (2) Für die Anwendung des Absatzes 1 rechnen als Anteile der Gebietskörperschaften auch Anteile, die einem Sondervermögen der Gebietskörperschaft gehören. Als Anteile der Gebietskörperschaft gelten ferner Anteile, die Unternehmen gehören, bei denen die Rechte aus Absatz 1 der Gebietskörperschaft zustehen. § 54 Unterrichtung der Rechnungsprüfungsbehörde (1) In den Fällen des § 53 kann in der Satzung (im Gesellschaftsvertrag) mit Dreiviertelmehrheit des vertretenen Kapitals bestimmt werden, dass sich die Rechnungsprüfungsbehörde der Gebietskörperschaft zur Klärung von Fragen, die bei der Prüfung nach § 44 (Prüfung staatlicher Betätigung bei privatrechtlichen Unternehmen) auftreten, unmittelbar unterrichten und zu diesem Zweck den Betrieb, die Bücher und die Schriften des Unternehmens einsehen kann. (2) Ein vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes begründetes Recht der Rechnungsprüfungsbehörde auf unmittelbare Unterrichtung der Rechnungsprüfungsbehörde bleibt unberührt. 257
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