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Ausschreibung

Full text: Ausschreibung

Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf

Neuer Standort für die Berlin Kopernikus-Oberschule Steglitz-Zehlendorf
Begrenzt offener Realisierungswettbewerb

Ausschreibung

Begrenzt offener Realisierungswettbewerb für Architekten als Generalplaner / Arbeitsgemeinschaften aus Architekten und Ingenieuren der Fachrichtung Tragwerksplanung und Technische Gebäudeausrüstung Neuer Standort für die Kopernikus-Oberschule Berlin Steglitz-Zehlendorf Ausschreibung

Berlin, März 2008

Herausgeber und Wettbewerbsdurchführung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Brückenstraße 6 10179 Berlin-Mitte Wettbewerbsausschreibung Nanna Sellin-Eysholdt, II D 11 Bernadette Fielers, II D 23 Digitale Bearbeitung Frauke Röth Lars Krokowski Titelbild Lars Krokowski, Mai 2006 Druck A&W Digitaldruck, Berlin

Inhaltsverzeichnis
Anlass und Ziel ........................................................................................7 Teil 1 Verfahren ........................................................................................9 1.1 1.2 1.3 1.4 1.5 1.6 1.7 1.8 1.9 1.10 1.11 1.12 1.13 1.14 1.15 1.16 1.17 1.18 Auslober, Bauherr, Nutzer ...........................................................9 Art des Verfahrens ......................................................................9 Grundsätze und Richtlinien für Wettbewerbe..............................9 Wettbewerbsteilnehmer/innen...................................................10 Preisgericht und Vorprüfung......................................................10 Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen .......................................13 Abgabe der Wettbewerbsarbeiten.............................................13 Ortsbesichtigung, Rückfragen und Rückfragenkolloquium .......14 Verzeichnis der Wettbewerbsunterlagen...................................14 Geforderte Leistungen ..............................................................15 Beurteilungsverfahren und Vorprüfung .....................................17 Preise und Honorare .................................................................17 Weitere Bearbeitung .................................................................18 Eigentum und Urheberrecht ......................................................18 Verfassererklärung ....................................................................18 Bekanntgabe des Ergebnisses / Ausstellung der Arbeiten........19 Haftung und Rückgabe .............................................................19 Zusammenfassung der Termine................................................19

Teil 2 Situation und Planungsvorgaben ..............................................21 2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 2.6 2.7 2.8 Städtebauliche Rahmenbedingungen .......................................21 Historische Entwicklung des Standortes ...................................26 Das Wettbewerbsgrundstück ....................................................29 Vorhandene Bebauung .............................................................31 Technische Infrastruktur ............................................................33 Erschließung und Verkehr.........................................................34 Planungsrecht ...........................................................................35 Kopernikus-Oberschule.............................................................35

Teil 3 Wettbewerbsaufgabe ..................................................................37 3.1 3.2 3.3 3.4 3.5 3.6 3.7 3.8 3.9 3.10 3.11 3.12 3.13 Teil 4 4.1 4.2 4.3 Planungsumfang .......................................................................37 Städtebaulich-architektonische Zielsetzung..............................37 Denkmalpflegerische Anforderungen ........................................37 Nachhaltigkeit / Energieeffizienz / Ökologische Zielsetzung.....39 Funktionale Anforderungen .......................................................40 Erschließung .............................................................................40 Stellplätze..................................................................................41 Freiflächen / Außensportanlagen ..............................................41 Baukosten / Wirtschaftlichkeit ...................................................41 Barrierefreies Bauen .................................................................42 Baurechtliche Vorschriften, Normen und Richtlinien .................43 Beurteilungskriterien des Preisgerichts.....................................43 Beurteilungskriterien des Preisgerichts.....................................43 Anhang.....................................................................................45 Digitale Anlagen (auf beiliegender CD-ROM) ...........................45 Quellenangaben........................................................................49 Weiterführende Informationen (als link) ....................................49

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Neuer Standort für die Kopernikus-Oberschule / Anlass und Ziel

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Anlass und Ziel
1988 wurde das Schulgebäude der Kopernikus-Oberschule am Ostpreußendamm in Lichterfelde wegen Asbestkontaminierung geschlossen und in den folgenden Jahren abgerissen. Seitdem verteilen sich die 840 Schüler der Kopernikus-Oberschule auf zwei weit auseinander liegende Standorte. Diese Trennung ist auf Dauer nicht praktikabel für den Schulbetrieb. Ziel des Wettbewerbs ist die Zusammenführung der Kopernikus-Oberschule an dem Standort Platz des 4. Juli / Osteweg im Bezirk SteglitzZehlendorf. Dazu soll der nordwestliche Teilbereich der ehemaligen Telefunkenwerke, 1937-39 nach dem Entwurf von Hans Hertlein errichtet, zu einem Schulgebäude umgeplant werden. Der gesamte Gebäudekomplex steht unter Denkmalschutz. Die Einpassung der Schulnutzung soll unter Berücksichtigung der denkmalpflegerischen Anforderungen erfolgen. Neu errichtet werden soll eine Dreifachsporthalle mit den erforderlichen Sportfreiflächen. Der Neubau der Sporthalle soll unter dem besonderen Aspekt der Energieeffizienz geplant werden. Für die Umsetzung der Baumaßnahme ist ein maximaler Gesamtkostenrahmen von ca. 17.600.000 Euro in Aussicht gestellt. Im Rahmen dieses Wettbewerbs erwartet der Auslober von den Teilnehmern Vorschläge, die Baumaßnahme für die zurzeit zur Verfügung stehende Gesamtbausumme von 14.500.000 (einschl. 1.200.000 Euro für die Außenanlagen) zu realisieren.

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Neuer Standort für die Kopernikus-Oberschule / Teil 1 Verfahren

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Teil 1 Verfahren 1.1 Auslober, Bauherr, Nutzer

Auslober, Bauherr Land Berlin, vertreten durch den Bezirk Steglitz-Zehlendorf von Berlin SE Immobilien 12154 Berlin Hartmut Pfeiffer, Immo L Tel.: +49 (0)30 90299 6400 Fax: +49 (0)30 90299 7970 Bedarfsträger Bezirk Steglitz-Zehlendorf von Berlin Schulamt Kirchstraße 1/3 14163 Berlin Jörg Weese, Schul Plan Tel.: +49 (0)30 90299 7367 Fax: +49 (0)30 90299 6369 Wettbewerbsdurchführung, Ausschreibung und Koordination Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Brückenstraße 6 10179 Berlin Nanna Sellin-Eysholdt, II D 11 Tel.: +49 (0)30 9025 2039 Fax: +49 (0)30 9025 2535 E-Mail: nanna.sellin-eysholdt@senstadt.berlin.de

1.2

Art des Verfahrens

Die Auslobung erfolgt als begrenzt offener einstufiger Realisierungswettbewerb für Architekten als Generalplaner bzw. Arbeitsgemeinschaften aus Architekten und Ingenieuren der Fachrichtung Tragwerksplanung und der Fachrichtung Technische Gebäudeausrüstung. Das gesamte Verfahren ist bis zum Abschluss anonym. Kommunikation Die Wettbewerbssprache ist Deutsch. Die Kommunikation mit den Teilnehmern erfolgt über E-Mail.

1.3

Grundsätze und Richtlinien für Wettbewerbe

Dem Wettbewerb liegen die Grundsätze und Richtlinien für Wettbewerbe auf den Gebieten der Raumplanung, des Städtebaus und des Bauwesens (GRW 1995 in der Fassung vom 22.12.2003) zugrunde, soweit nachstehend nichts anderes ausgeführt ist. Bei der Vorbereitung der Ausschreibung hat die Architektenkammer

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Berlin entsprechend den Regelungen der GRW beratend mitgewirkt. Der Wettbewerb wird bei der Architektenkammer Berlin unter der Registrier-Nr. B-2008-04 geführt. Einverständnis Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer und Gast erklärt sich durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren mit den vorliegenden Teilnahmebedingungen und der Anwendung der GRW 1995 in der novellierten Fassung vom 22.12.2003 einverstanden. Verlautbarungen jeder Art über Inhalt und Ablauf vor und während der Laufzeit des Wettbewerbsverfahrens, einschließlich der Veröffentlichung der Wettbewerbsergebnisse, dürfen nur über die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Referat II D, abgegeben werden. Datenschutz Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer, Gast und Auftragnehmer willigt durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren ein, dass seine personenbezogenen Daten im Zusammenhang mit o.g. Wettbewerb bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Form einer automatisierten Datei geführt werden. Diese Einwilligung ist auf der Verfasser- bzw. auf der Zustimmungserklärung zu bestätigen. Eingetragen werden Name, Anschrift, Telefon, E-mail, Beauftragung im Wettbewerb, Kammermitgliedschaft, Berufsbezeichnung. Nach Abschluss des Verfahrens können auf Wunsch diese Daten gelöscht werden (durch Vermerk auf der Verfassererklärung). Gemäß § 6 des novellierten Datenschutzgesetzes ist die Einwilligung der Betroffenen notwendig, da eine spezielle Rechtsgrundlage für die Führung dieser Datei fehlt.

1.4

Wettbewerbsteilnehmer/innen

Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden in einem vorgeschalteten Bewerbungsverfahren (Teilnahmewettbewerb gemäß GRW und VOF) durch ein vom Preisgericht unabhängiges Auswahlgremium 15 Architekten als Generalplaner bzw. Arbeitsgemeinschaften aus Architekten und Ingenieuren der Fachrichtung Tragwerksplanung und der Fachrichtung Technische Gebäudeausrüstung ausgewählt.

1.5

Preisgericht und Vorprüfung
Prof. Bettina Götz Architektin, Berlin Julia Tophof Architektin, Berlin Stephan Höhne Architekt, Berlin Hermann Scheidt Architekt, Berlin

Fachpreisrichter

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Stellvertretende Fachpreisrichter

Margot Gerke Architektin, Berlin Jost Haberland Architekt, Berlin

Sachpreisrichter

Uwe Stäglin Bezirksstadtrat für Bauen, Stadtplanung und Naturschutz Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf Anke Otto Bezirksstadträtin für Jugend, Schule und Umwelt Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf Konrad Zander Abteilungsleiter VI, Ministerielle Angelegenheiten des Bauwesens Senatsverwaltung für Stadtentwicklung

Stellvertretende Sachpreisrichter

Hartmut Pfeiffer Leiter der Serviceeinheit Immobilien Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf Jürgen Speyer Leiter des Schulamts Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf Uwe Dechène Abteilung VI, Projektvorbereitung und –prüfung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung

Sachverständige

Bernd Geisler Schulleiter Kopernikus-Oberschule Dr. Thomas Schmidt Landesdenkmalamt Berlin Dr. Jörg Rüter Untere Denkmalschutzbehörde Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf Sabine Lappe Leiterein des Bauordnungsamtes Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf Gerd Feinhals Fachbereich Baumanagement Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf

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Jörg Weese Schulamt Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf Leonid Kleimann Energiebeauftragter Fachbereich Baumanagement Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf Peter Schrage-Aden Energiebeauftragter Umweltamt Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf Martin Müller-Ettler Leiter des Tiefbaubau- und Grünflächenamts Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf Monika Osteresch Fachbereich Naturschutz und Grünflächen Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf Sigrid Kayser Oberste Denkmalschutzbehörde Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Monika Büchler Abteilung VI, Projektvorbereitung und –prüfung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Ingeborg Stude Abteilung VI, Ministerielle und Einzelangelegenheiten des barrierefreien Bauens Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Jörg Meyer Schulentwicklungsplanung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Peter Ostendorff / Inge Schmidt-Rathert Referat Wettbewerbe und Auswahlverfahren Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Bernadette Fielers Referat Wettbewerbe und Auswahlverfahren Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Vorprüfung Norbert Giebels Architekt, Berlin Petr Barth Architekt, Berlin

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Kostenprüfung

Bernd Reimers Büro Autzen und Reimers, Berlin Dr. Günter Löhnert solidar Planungswerkstatt, Berlin Peter Kever Architektenkammer Berlin Mitglieder der BVV Steglitz-Zehlendorf Dominik Bär Kinder- und Jugendbüro Steglitz-Zehlendorf e.V.

Energieeffizienz/ Nachhaltigkeit Gäste

1.6

Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen

Die Wettbewerbsunterlagen werden am 14. März 2008 im Rahmen der Ortsbesichtigung an die Teilnehmer ausgegeben (s. a. Punkt 1.8).

1.7

Abgabe der Wettbewerbsarbeiten

Die Arbeiten sind am 19. Mai 2008 von 12.00 bis 17.00 Uhr in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Referat Wettbewerbe und Auswahlverfahren Brückenstraße 6 Jannowitzcenter 10179 Berlin Raum Nr. 4.026 abzugeben oder am selben Tag oder davor liegend per Post- oder Kurierdienst einzureichen. Bei der Einreichung durch Post- oder Kurierdienst ist eine Kopie des Aufgabebelegs in gleicher anonymisierter Weise wie die Arbeit selbst mit der Kennziffer versehen an o. a. Adresse nachzusenden. Das Modell ist am 26. Mai 2008 von 12.00 bis 17.00 Uhr an gleicher Stelle oder am selben Tag oder davor liegend per Kurierdienst einzureichen. Das Modell ist in transportgerechter und wiederverwendbarer Verpackung abzuliefern. Die Wettbewerbsarbeiten sind zur Wahrung der Anonymität in verschlossenem Zustand ohne Absender oder sonstigen Hinweis auf den Verfasser, aber mit der Kennzahl und dem Vermerk „Realisierungswettbewerb Kopernikus-Oberschule“ einzureichen. Bei Zustellung durch Post- oder Kurierdienst ist der Empfänger als Absender anzugeben. Bei Einlieferung durch Post- oder Kurierdienst (porto- und zustellungsfrei für den Empfänger) gilt die Einlieferungsfrist als erfüllt, wenn der Aufgabestempel das Datum des 19. Mai 2008 oder eines davor liegenden Tages trägt. Für die Einlieferung des Modells gilt entsprechend das

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Datum des 26. Mai 2008. Der Verfasser trägt die Verantwortung, dass die geforderten Leistungen am zweiten Tag nach Abgabedatum vorliegen. Der Verfasser selbst ist für die Lesbarkeit des Aufgabestempels auf der Sendung verantwortlich. Verspätet eingegangene Arbeiten, deren Aufgabestempel/Aufgabebeleg fehlt, unleserlich oder unvollständig ist oder dessen Richtigkeit angezweifelt wird, werden vorbehaltlich des späteren Nachweises fristgemäßer Einlieferung, den der Teilnehmer zu erbringen hat, mitbeurteilt. Bei Einreichung durch Post- oder Kurierdienst ist eine Kopie des Aufgabebeleges in gleicher anonymisierter Weise wie die Arbeit selbst, mit der Kennziffer versehen, an den Auslober nachzusenden. Kennzeichnung der Arbeiten Die Wettbewerbsarbeiten sind in allen Stücken nur durch eine gleichlautende Kennzahl zu bezeichnen. Sie ist aus sechs arabischen Ziffern zu bilden und in einer Größe von 1 cm Höhe und 4 cm Breite auf jedem Blatt und Schriftstück in der rechten oberen Ecke anzubringen. Der Wettbewerbsverfasser hat die Verfassererklärung mit seiner Anschrift in einem verschlossenen und undurchsichtigen Umschlag mit der gleichen Kennzahl abzugeben, mit der er seine Wettbewerbsarbeit gekennzeichnet hat. Dieser Umschlag ist gleichzeitig mit der Wettbewerbsarbeit abzugeben.

1.8

Ortsbesichtigung, Rückfragen und Rückfragenkolloquium

Ortsbesichtigung Die Ortsbesichtigung mit den Teilnehmern findet am 14. März 2008 um 11:00 Uhr statt. Der Treffpunkt ist der Uhrenturm am Platz des 4. Juli. Rückfragen und Rückfragenkolloquium Rückfragen (GRW 5.3) zur Ausschreibung können schriftlich per E-Mail gestellt werden. Sie müssen bis zum 31. März 2008 bei folgender E-MailAdresse eingegangen sein: nanna.sellin-eysholdt@senstadt.berlin.de Bei den Rückfragen ist auf die entsprechenden Teilziffern der Ausschreibung, auf die sie sich beziehen, Bezug zu nehmen. Ein Rückfragenkolloquium findet nicht statt. Die Beantwortung der Rückfragen erfolgt in Abstimmung mit dem Preisgericht. Die Zusammenstellung aller eingereichten Fragen und deren Beantwortung wird den Beteiligten zugesandt und ist Bestandteil der Ausschreibung.

1.9

Verzeichnis der Wettbewerbsunterlagen

Unterlagen des Wettbewerbs sind:
-

die vorliegende Ausschreibung die Zusammenstellung der Rückfragen und Antworten

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-

Modell-Einsatzplatte M 1:500 CD-ROM mit digitalen Daten (siehe Teil 4), u.a. die im Folgenden aufgeführten Planunterlagen und Dokumente:
-

Übersichts- und Arbeitsplan, u.a. als .dwg-Datei Bestandspläne des Schulgeländes und der Gebäude Zeichnungen der Bestandsgebäude (Grundrisse, Ansichten, Schnitte, Details) als .pdf-Dateien Luftbilder als .tif-Dateien Raum-, Funktions- und Freiflächenprogramm als .pdf-Datei

Hinweis Jeder Teilnehmer des Wettbewerbes verpflichtet sich, die vorliegenden digitalisierten Daten und Pläne nur für die Beteiligung am Wettbewerb zu nutzen. Daten, die im Rahmen der Bearbeitung als Zwischenprodukte anfallen und nicht an den Auslober abgegeben werden, sind nach Abschluss des Wettbewerbes zu löschen.

1.10

Geforderte Leistungen

Von den Teilnehmern werden folgende Leistungen erwartet: Geforderte Leistungen in Papierform 1. Städtebauliches Konzept M 1:500 mit Darstellung der Gesamtsituation, Baukörper, Freiflächen, Erschließung, Stellplätze für Mobilitätsbehinderte sowie Fahrradabstellplätze 2. EG-Grundriss mit Darstellung der äußeren Erschließung sowie alle weiteren Grundrisse im M 1:200 3. Ansichten und zum Verständnis des Entwurfs erforderliche Schnitte M 1:200 4. Fassaden- bzw. Systemschnitt im M 1:20 mit Teilansicht – der Informationsgehalt dieses Schnittes soll annähernd dem eines Schnittes im Maßstab 1:50 entsprechen, beispielhaft für Bestandund Neubau zur Vermittelbarkeit von Materialität, Gestaltqualität und Berücksichtigung der denkmalpflegerischen Anforderungen sowie zur Ermittlung der Kosten und Erläuterung des Gesamtenergiekonzepts 5. Prüfpläne (gefaltet) ein Satz der verlangten Grundrisse und Schnitte mit Eintragung - der Raumbezeichnungen (entsprechend der Formblätter) - der für die Berechnung notwendigen Maße - der Raumgrößen - der Änderungen im Bestand in Anlehnung an § 3 (4) der Verordnung über Bauvorlagen im bauaufsichtlichen Verfahren (Bauvorlagenverordnung BauVorlVO) 6. Berechnungen auf Formblättern (Formblatt Flächenermittlung Vorprüfung, Formblatt Kostenermittlung Vorprüfung Bestand und Neubau, s. 4.1.9 Formblätter). Der Rechenweg für alle Berechnungen ist nachvollziehbar auf den Prüfplänen darzustellen. - Überbaute Fläche - GRZ - GFZ Bestand / Neubau: - Brutto-Grundfläche BGF a - Brutto-Rauminhalt BRI a

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7.

8. 9. 10. 11. 12.

Programmfläche - Verhältnis Brutto-Grundfläche a / Nutzfläche (BGF a / Programmfläche) - DAF Dachflächen - HTF Horizontale Trennflächen - BAF Basisflächen - AWF Außenwandflächen - IWF Innenwandflächen - BAU Volumen der Baugrube - Gebäudehüllfläche A - Verhältnis A/V Erläuterungsbericht (getrennt von den Plänen, max. 2 DIN A 4 Seiten) mit - Erläuterung und Begründung des vorgeschlagenen Entwurfskonzepts - Beschreibung der Konstruktion und Materialien (Bestand / Neubau) - Erläuterung der Umbaumaßnahmen (Bestand) Fragebogen zu Nachhaltigkeit / Energieeffizienz / Wirtschaftlichkeit ( s. 4.1.9 Formblätter) Baubeschreibung in Anlehnung an DIN 276 (neu) zu KG 300 und 400 Verzeichnis der eingereichten Unterlagen Verfassererklärung (s. 4.1.9 Formblätter) einfaches Massenmodell M 1:500 unter Verwendung der vorgegebenen Einsatzplatte
-

Als verbindliche Form der Arbeit gilt der Papierausdruck. Jeder Teilnehmer darf nur eine Arbeit ohne Variante einreichen. Gemäß GRW 5.5 werden Darstellungen, die über die in der Auslobung geforderten Leistungen hinausgehen oder gegen bindende Vorgaben des Auslobers verstoßen, von der Vorprüfung ausgesondert. Farbige Darstellungen sowie erläuternde Skizzen sind zugelassen. Zusätzlich geforderte Leistungen in digitaler Form Folgende Leistungen sind in digitaler Form auf CD-Rom zu erbringen (für Vorprüfung, Ergebnisprotokoll und Veröffentlichung): - Präsentationspläne als Windows-kompatible .tif-Datei(en) in einer Auflösung von bevorzugt 300dpi (ggf. LZW-komprimiert) - die Präsentationspläne als pdf-Datei(en) mit eingebundenen Pixeldarstellungen in einer Auflösung von bevorzugt 300dpi. - die geforderten Leistungen nach Nr. 5 (Prüfpläne) als CAD-Datei im Format .dxf (AutoCAD, Version 2000 oder tiefer) oder .pln (ArchiCAD, Version 7 oder tiefer) - die ausgefüllten Formblätter zu Nr. 6 (s. 4.1.9 Formblätter) als .xlsDatei (Microsoft Excel) Hinweise zu den geforderten digitalen Leistungen „Offene“ Dateien aus Layout-Programmen (z.B. InDesign, QuarkExpress, Illustrator etc.) können nicht berücksichtigt werden. Bildmaterial, das nicht im genannten Windows-kompatiblen .tif-Format vorliegt, kann nicht berücksichtigt werden. Die CD-ROM selbst trägt als Titel nur die sechsstellige Kennzahl, mit der

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auch die schriftlichen Pläne gekennzeichnet werden (z.B. 123456). Die einzelnen Dateien auf der CD-ROM müssen wie folgt benannt werden: Der erste Teil des Dateinamens ist die sechsstellige Kennzahl, danach folgt ein Unterstrich und anschließend der eigentliche Dateititel, gefolgt von der Formatangabe, z.B. „tif“. Beispiele: Lageplan: Grundrisszeichnung Erdgeschoss: Ansichten: Prüfpläne:

123456_lageplan.tif 123456_grundriss_eg.pdf 123456_ansicht_01.pdf 123456_pruefplan_eg.dwg

In den Dateinamen dürfen keine Leer- und Sonderzeichen vorkommen. Die CD-ROM ist für Windows-kompatiblen PC zu erstellen. MacintoshFormate können grundsätzlich nicht verwendet werden. Allgemeine Hinweise Für die Präsentation der Wettbewerbsarbeiten stehen pro Wettbewerbsteilnehmer maximal vier 2 m hohe Rolltafeln mit je einer Hängefläche von 1,96 m (Breite) x 1,46 m (Höhe) zur Verfügung.

1.11

Beurteilungsverfahren und Vorprüfung

Das Beurteilungsverfahren ist unter den Punkten 5.5, 5.6 und 5.7 sowie in den Anlagen II und III der GRW 1995 dargestellt. Ergänzend gilt Folgendes: Die eingereichten Arbeiten werden mit Hilfe eines Kriterienkataloges (Beurteilungskriterien gem. GRW 5.1.5) vorgeprüft. Bei der Erfüllung dieser Aufgabe können die Sachverständigen zur Unterstützung der Vorprüfer hinzugezogen werden. Dem Preisgericht werden die Ergebnisse der Vorprüfung als Entscheidungshilfe zur Verfügung gestellt, die Beurteilung der Arbeiten bleibt dem Preisgericht vorbehalten.

1.12

Preise und Honorare

Die Wettbewerbssumme (GRW 4.1) ist auf der Basis des § 15, 64 und 73 HOAI in Verbindung mit der GRW 1995 ermittelt. Für Preise und Ankäufe stehen insgesamt 70.000 Euro zur Verfügung. Vorgesehen ist folgende Aufteilung: 1. Preis 2. Preis 3. Preis 4. Preis Ankauf Ankauf Ankauf Euro 23.000,– Euro 16.500,– Euro 11.000,– Euro 7.500,– Euro 4.000,– Euro 4.000,– Euro 4.000,–

Über die Preise und Ankäufe hinaus ist eine Kostenerstattung nicht vorgesehen. Die Preise und Ankäufe werden nach Entscheidung des Preisgerichts unter Ausschluss des Rechtsweges zugeteilt. Das Preisgericht kann ein-

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stimmig eine andere Verteilung beschließen oder Preisgruppen bilden. Die Mehrwertsteuer von derzeit 19% ist in den genannten Beträgen nicht enthalten und wird den inländischen Teilnehmern zusätzlich ausgezahlt.

1.13

Weitere Bearbeitung

Das Preisgericht gibt eine schriftliche Empfehlung für die weitere Bearbeitung der Wettbewerbsaufgabe. Der Bauherr wird unter Würdigung der Empfehlungen des Preisgerichts einem oder mehreren Preisträgern die weitere Bearbeitung der Aufgabe mindestens mit den Leistungsphasen 2 bis 5 nach § 15, 64 bzw. 73 HOAI übertragen, sofern kein wichtiger Grund einer Beauftragung entgegensteht, insbesondere soweit und sobald die dem Wettbewerb zugrundeliegende Aufgabe realisiert werden soll (GRW 7.1), unter der Voraussetzung, dass die Ausführung der ausgewählten Arbeit im Kostenrahmen möglich ist. Im Falle einer weiteren Bearbeitung werden durch den Wettbewerb bereits erbrachte Leistungen des Wettbewerbsteilnehmers bis zur Höhe des zuerkannten Preises oder Ankaufs nicht erneut vergütet, wenn der Wettbewerbsentwurf in seinen wesentlichen Teilen unverändert der weiteren Bearbeitung zugrunde gelegt wird (GRW 7.2). Kunst am Bau Gemäß den Ausführungen in der Allgemeinen Anweisung für die Vorbereitung und Durchführung von Bauaufgaben Berlins (Anweisung Bau) ist beabsichtigt, aus dieser Baumaßnahme Mittel für „Kunst am Bau“Maßnahmen bereitzustellen. Die Ausschreibung dieser Leistung soll in einem gesonderten Verfahren erfolgen.

1.14

Eigentum und Urheberrecht

Die eingereichten Unterlagen der mit Preisen ausgezeichneten und angekauften Wettbewerbsarbeiten werden Eigentum des Auslobers (GRW 6.4). Das Urheberrecht und das Recht der Veröffentlichung der Entwürfe bleiben dem Verfasser erhalten (GRW 7.3). Der Auslober ist berechtigt, die zu Beurteilung zugelassenen Arbeiten nach Abschluss des Wettbewerbs ohne weitere Vergütung zu dokumentieren, auszustellen und (auch über Dritte) zu veröffentlichen. Die Namen der Verfasser werden dabei genannt.

1.15

Verfassererklärung

Durch ihre Unterschrift in der Verfassererklärung versichern die Wettbe-werbsteilnehmer, dass sie die geistigen Urheber der Wettbewerbsarbeiten, gemäß den Wettbewerbsbedingungen teilnahmeberechtigt, mit einer Beauftragung zur weiteren Bearbeitung einverstanden und zur fach- und termingerechten Durchführung in der Lage sind. Es wird darauf hingewiesen, dass die in der Verfassererklärung genannten Verfasser identisch mit den in der Bewerbung genannten Personen bzw. Arbeitsgemeinschaften sein müssen.

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Die Verfassererklärung befindet sich als Formblatt in den digitalen Anlagen auf beiliegender CD-ROM.

1.16

Bekanntgabe des Ergebnisses / Ausstellung der Arbeiten

Das Ergebnis des Wettbewerbs wird (unter Vorbehalt der Prüfung der Teilnahmeberechtigung) den Teilnehmern, deren Arbeit mit einem Preis oder einem Ankauf ausgezeichnet wird, unmittelbar nach der Entscheidung des Preisgerichts mitgeteilt. Allen anderen Teilnehmern wird das Ergebnis durch Übersendung des Preisgerichtsprotokolls mitgeteilt und der Öffentlichkeit über die Presse bekannt gegeben (GRW 6.1) sowie unter www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/wettbewerbe/ angekündigt. Die zur Beurteilung zugelassenen Wettbewerbsarbeiten werden mit den Namen der Verfasser, der Mitarbeiter und Sonderfachleute, den Preisen und Ankäufen, der Aufnahme in die engere Wahl und dem Preisgerichtsprotokoll öffentlich ausgestellt. Eröffnung, Ort und Dauer der Ausstellung werden den Wettbewerbsteilnehmern und der Presse bekannt gegeben (GRW 6.3).

1.17

Haftung und Rückgabe

Für die Beschädigung oder den Verlust der eingereichten Arbeiten haftet der Auslober nur im Fall nachweisbar schuldhaften Verhaltens (GRW 6.5). Die nicht prämierten Arbeiten von in Berlin ansässigen Teilnehmern können zu einem Zeitpunkt, der ihnen rechtzeitig mitgeteilt wird, bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung - II D - abgeholt werden. Sind diese Arbeiten, trotz einer Erinnerung sechs Wochen nach dem genannten Termin nicht abgeholt worden, so geht der Auslober davon aus, dass die betreffenden Teilnehmer das Eigentum an ihren Arbeiten aufgegeben haben und wird dann mit diesen Arbeiten nach seinem Belieben verfahren. Im Übrigen erfolgt die Rücksendung der nicht prämierten Arbeiten von Teilnehmern, die nicht in Berlin ansässig sind, nur dann, wenn die Arbeiten in transportgerechter und wiederverwendbarer Verpackung eingereicht wurden.

1.18

Zusammenfassung der Termine
14.03.2008 31.03.2008 04.04.2008 19.05.2008 26.05.2008 12.06.2008 Juni/Juli 2008

Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen/ Ortsbesichtigung Rückfragen über Internet bis Versand des Rückfragenprotokolls voraussichtlich bis Abgabe der Arbeiten Abgabe des Modells Sitzung des Preisgerichts Ausstellung

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Neuer Standort für die Kopernikus-Oberschule / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

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Teil 2 Situation und Planungsvorgaben 2.1 Städtebauliche Rahmenbedingungen

Lage im Stadtgebiet Das Wettbewerbsgebiet liegt im Südwesten Berlins, am westlichen Rand des Ortsteils Lichterfelde des Berliner Bezirks Steglitz-Zehlendorf. Es grenzt an das Bäketal, einer eiszeitlichen Rinne entlang des früheren Verlaufs des Flüsschens Bäke, dem heute der Verlauf des Teltow-Kanals entspricht. Etwa 1,5 km nordöstlich des Wettbewerbgebietes befindet sich das mit seinen 160 m hohen Schornsteinen weit sichtbare, 1970 bis 1974 errichtete Vattenfall (ehemals BEWAG)-Heizkraftwerk Lichterfelde. Das Wettbewerbsgrundstück ist ein Teil (nordöstlich) der ehemaligen Telefunkenwerke, später McNair – Kaserne, die bis 1994 von amerikanischen Streitkräften genutzt wurde. Das Gebiet der ehemaligen Telefunkenwerke liegt als Insel historischer Industriearchitektur in einer Umgebung, die stadtstrukturell jedoch im wesentlichen von Einzelhausgebieten, weitläufigen Kleingartenanlagen sowie dem großen Parkfriedhof Lichterfelde geprägt ist.

Abb. 1: Schwarzplan

M. 1:10.000

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Abb. 2:

Luftbild

M. 1:4.000

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Abb. 3:

Lageplan mit Eintragung des Wettbewerbsbereiches

M. 1:4.000

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Der einstige Kasernen-Bereich wird im Süden durch die Goerzallee mit angrenzenden Industriegebieten, im Osten durch den Platz des 4.Juli und den Parkfriedhof Lichterfelde, im Norden durch den Osteweg mit angrenzende Kleingartenkolonien und Einzelhausbebauungen, sowie im Westen durch die Darser Straße und Einzelhausbebauungen eingegrenzt. Baustruktur der Umgebung In unmittelbarer Nachbarschaft (westlich der Mittelachse) zum Wettbewerbsgrundstück der Kopernikus-Oberschule liegt das Grundstück der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Berlin-Lichterfelde. Die Gemeinde hat die ehemalige Kapelle der US-Streitkräfte sowie das benachbarte „Museumsgebäude“ im Juli 2006 bezogen. Die einschiffige Kapelle entstand 1947 und ist in ihrer ursprünglichen Gestalt fast vollständig erhalten. Es handelt sich um einen eingeschossigen Bau, bestehend aus einem Mittelschiff mit Apsis und zwei kleineren seitlichen Anbauten. Im Anschluss an das Gemeindegrundstück am Osteweg, Ecke Harry– S.–Truman–Allee ist eine neue Kindertagesstätte entstanden, die vom Schweizer Architekten Danny Bucco entworfen wurde. Das puristische, weiß verputzte Gebäude ähnelt mit seinen klaren Formen der Formensprache der angrenzenden Wohnbebauung. Westlich der Kindertagesstätte schließt sich die Wohnsiedlung „Quartier McNair“ an, die im Jahr 2002 nach den Plänen des Schweizer Architekten Anatole du Fresne in Arbeitsgemeinschaft mit den Österreicher Architekten Carlo Baumschlager und Dietmar Eberle fertiggestellt wurde. Die Architekten entwarfen eine Siedlung mit modernen Reihen- und Doppelhäusern in quadratischen, kubischen Formen, die nach der Idee der Gartenstadt als Baukörper eng mit Freiräumen, urban anmutenden Plätzen und Landschaftszitaten verwoben sind. Die an der Ästhetik des Bauhauses orientierte Architektur bedient sich einer sachlichen Formensprache und nimmt Bezug auf den Stil des benachbarten Industriedenkmals der Telefunkenwerke. Angrenzend an das Quartier McNair finden sich im Westen und Nordwesten Einfamilienhausgebiete mit vorstädtischem Charakter. Nach Norden trennt der Osteweg das Wettbewerbsgebiet und die Kleingartenkolonie Schweizer Land, sowie drei weitere, angrenzende, weitläufige (über 35 Hektar reichende) Kolonien. Sie können zur Naherholung genutzt werden. Die Bebauung wird bestimmt durch Gartenlauben unterschiedlichsten Charakters und Alters. Im Osten wird das Wettbewerbsgrundstück durch den Platz des 4. Juli begrenzt. Hierbei handelt es sich um eine monumentale (400 m lange und 70 m breite) asphaltierte Freifläche. Der straßenähnliche Platz ist ein Teil der ersten realisierten Speerschen Straßenbauprojekte der NS-Zeit und wird zurzeit u.a. als Übungsstrecke für Fahrschüler und als Gelände für Antikund Trödelmärkte genutzt. Östlich an den Platz des 4. Juli schließt sich der Parkfriedhof Lichterfelde an. Der rund 18 Hektar große, als Gartendenkmal eingetragene Parkfriedhof besitzt über die Bezirksgrenze hinaus Bedeutung als wertvolle Grünanlage.

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Abb. 4: Platz des 4. Juli, Blickrichtung Süden

Eine Trennung zwischen der historischen Industriearchitektur der einstigen Telefunkenwerke und der südöstlich gelegenen Bäkeniederung bildet die stark befahrene Hauptverkehrsstraße Goerzallee, an die sich in südlicher Richtung Industrie- und Gewerbegebiete anschließen. Die ehemaligen Telefunkenwerke von Hans Hertlein Die raumgreifenden, aus Gebäuderiegeln aneinandergefügten Telefunkenwerke wurden vom Architekten Hans Hertlein (1881-1963) entworfen. Hertlein war in den 30er Jahren Chefarchitekt der Siemens-Betriebe und in den 1920er und 1930er Jahren einer der wichtigsten deutschen Architekten für moderne Industriearchitektur. Charakteristisch für ihn ist sein funktionaler, gleichzeitig aber monumentaler Stil. Typisch ist die strikte Rechtwinkligkeit und das strenge, klare Fassadenraster seiner Bauten, die sich auch in der Telefunkenfabrik wiederfinden lassen. Hertleins Baustil ist unter der Bezeichnung „Siemens-Architektur“ in die Baugeschichte eingegangen. Der Gebäudekomplex fügt sich aus U- und L-förmig angeordneten, drei- oder viergeschossigen Baukörpern zusammen. Die klar gegliederten Lochfassaden präsentieren sich als zeitlose, glatt verputzte, bis zu 600 m lange Hausfronten, die sich um große Grünflächen und Innenhöfe gruppieren. Herausragender Blickfang der Anlage ist der markante, neunstöckige Uhrenturm. Das signifikante, 39 m hohe zum Platz des 4. Juli orientierte Bauwerk gibt dem raumgreifend ausgelegten Komplex Orientierung. Auf der dem Uhrenturm vor gelagerten Fassade befindet sich als einziger Schmuck ein Relief des Bildhauers Joseph Wakerle. Neue Nutzungen in den ehemaligen Telefunkenwerken Zurzeit werden im Rahmen des Investorenprojekts „Monroe Park“ Teile der ehemaligen Telefunkenwerke für eine Wohnnutzung umgebaut. Die Umsetzung erfolgt durch das Architekturbüro „nps tchoban voss“. Realisiert werden sollen verschiedene Wohnungstypen mit Loftcharakter, eingeschossige Wohnungen im Erdgeschoss mit Terrasse und Garten, Maisonettewohnungen und Penthäuser mit Dachterrassen. Die Bestandsbauten erhalten zur Südseite Balkone und zusätzliche Treppenhäuser. Die Freiflächen sollen parkartig angelegt und mit Alleen, Kinderspielplätzen und Gemeinschaftszonen durchsetzt werden. Die Realisierung des Objektes ist bis Ende 2008 / Anfang 2009 geplant.

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Bereits fertig gestellt ist der südwestlich auf dem Areal gelegene Komplex „Loftland“. Hier entstanden ebenfalls Wohnungen (s. 4.1.11). In einem im nordwestlichen Areal gelegenen L-förmigen Gebäuderiegel, der durch ein die Mittelachse überspannendes Brückenbauwerk mit der zukünftigen Kopernikus-Oberschule verbunden ist, will ab August 2008, vorbehaltlich der Genehmigung durch die Schulbehörden in Berlin, die bilinguale Grundschule PHORMS Berlin-Süd mit zunächst ca. 120 Schülern eröffnen. Nach Süden entlang der Goerzallee schließt der Komplex der ehemaligen Telefunkenwerke mit einer teilweise neu errichteten Gewerbezeile mit Einkaufs- und Freizeitangeboten ab.

2.2

Historische Entwicklung des Standortes

Zwischen 1239 und 1375 wurden die vier ehemals außerhalb Berlins gelegenen eigenständigen Siedlungen Steglitz, Lichterfelde, Giesendorf und Lankwitz erstmals urkundlich erwähnt und blieben bis auf Steglitz, das schon im Spätmittelalter von Berlin aus verwaltet wird, selbstverwaltete dörfliche Siedlungen. Im Jahr 1792 leiteten der Bau der ersten gepflasterten Straße Preußens, die Berlin mit Potsdam verband, sowie 1838 die Inbetriebnahme der ersten Eisenbahnlinie Berlin-Potsdam den wirtschaftlichen Aufschwung - insbesondere von Steglitz - ein. Für Lichterfelde begann die Zeit des Aufschwungs um 1865, als der Hamburger Großkaufmann Carstenn die völlig verschuldeten Güter Giesensdorf und Lichterfelde kaufte. Carstenns Ziel war es, einen für die besser verdienenden Kreise der Bevölkerung Berlins interessanten Villenvorort zu schaffen. Die bis dahin unbebauten Felder sollten parzelliert, erschlossen und, mit strengen Auflagen zur Bebauungsdichte und zur Bauform in Grundstücke aufgeteilt, verkauft werden. Mit der Eröffnung des Bahnhofs Lichterfelde-West an der Potsdamer Bahn im Jahr 1871 wurde eine weitere Voraussetzung für die Entwicklung Lichterfeldes zu einem Berliner Vorort geschaffen. Ab 1881 nutzte Werner von Siemens die stillgelegten Schienen der von Carstenn angelegten Bahn zum Transport von Baumaterial als Versuchsstrecke für die erste elektrische Straßenbahn der Welt. Von 1900-1906 wurde der Teltowkanal gebaut. Der Kanal verkürzte den Wasserweg zwischen Elbe und Oder um 16 km und entlastete dadurch die Berliner Wasserwege. Außerdem löste die Gemeinde Teltow auf diesem Wege ihre Kanalisationsprobleme. Zwischen Kleinmachnow und Steglitz folgte der Kanal dem ehemaligen Bäkebett und dem Teltower See. Im Zehlendorfer Grenzbereich, nördlich des Teltowkanals, setzte 1908 mit dem Bau einer Niederlassung der Spinnstoffabrik Zehlendorf die Entwicklung des Gewerbegebietes Süd ein. 1911 wurde der Parkfriedhof Lichterfelde, von Friedrich Bauer in Form eines Landschaftsparks entworfen, eröffnet. 1920 bildete sich die Stadtgemeinde Groß-Berlin.

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Um 1925 sind einzelne Grundstücke südlich und westlich der Carstennschen Villenkolonie bebaut worden. So entstand in unmittelbarer Nähe des Wettbewerbsgebietes ein Wohngebiet mit lockerer Einzelhausbebauung. Nördlich des Wettbewerbsbereiches blieben große Flächen als Kleingartenkolonien bis in die 80er Jahre unbebaut. Im Zusammenhang mit dem Neugestaltungsplan Albert Speers sollten während der NS-Zeit vier konzentrische Ringstraßen als Ergänzung des ebenfalls geplanten Autobahnringes entstehen. Der heutige Platz des 4. Juli ist ein solches, damals begonnenes Teilstück des sogenannten „Vierten Rings“. Angrenzend ist dort 1937 – 1939 das Telefunkenwerk Zehlendorf errichtet worden.

Abb. 5: Lageplan Telefunkenwerk Goertzallee 1939

Abb. 6: Blick vom Osteweg aus nordöstlicher Richtung auf die Gesamtanlage, undatiert (1939)

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1946 übernahm die US-Army das Areal der Telefunkenwerke und baute es für das 6. US-Infanterie-Regiment aus. Seinen Namen „McNair Barracks“ erhielt es nach dem im 2. Weltkrieg gefallenen US-General Leslie T. McNair.

Abb. 7: Schrägluftbild aus südlicher Richtung, 1946

Abb. 8: Militärparade auf dem Platz des 4. Juli, 1994

1947 entstand die Kapelle der US-Streitkräfte auf dem Gelände der ehemaligen Telefunkenwerke. In der Folge der Wiedervereinigung wurde 1994 die Berlin Brigade nach 49 Jahren ihres Bestehens aufgelöst. 1995 wurde das vollständig erhaltene Gebäudeensemble der ehemaligen Telefunkenwerke unter Denkmalschutz gestellt und ist nach dem Flughafen Tempelhof Berlins zweitgrößtes Industriedenkmal. 1996 ist von der Bundesrepublik Deutschland gemeinsam mit dem Land Berlin für den westlichen Teil der ehemaligen Telefunkenwerke ein städtebaulicher Realisierungswettbewerb ausgelobt worden. Auf einer Baufläche von 186.000 m² sollten für Parlamentarier und Bundesbedienstete Mietwohnungen und Einfamilienhäuser in verdichteter Bauweise, sowie eine Kindertagesstätte und eine Grundschule entstehen.

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Den 1. Preis erlangte das Büro Eckert, Negwer, Sommer, Suselbeek. Im Dezember 1996 wurde ENSS mit der Überarbeitung der Planung bzw.

Abb. 9: Lageplan 1. Preis des Wettbewerbs Wohnungsbau für Parlamentarier und Bundesbedienstete, ENSS, Juni 1996

Erarbeitung einer städtebaulichen Rahmenplanung beauftragt. Im Herbst 1997 folgte ein Investorenauswahlverfahren. Ausgewählt wurde ein Angebot der Bavaria Objekt- und Baubetreuung GmbH mit einer Planung der Architekten Baumschlager/Eberle, Anatole du Fresne/ Büro d-company.

2.3

Das Wettbewerbsgrundstück

Grundstück/Größe Das Grundstück befindet sich im nordöstlichen Teilbereich des Areals der ehemaligen Telfunkenwerke am Platz des 4. Juli 2/ Osteweg 53. Die Gesamtfläche beträgt ca. 26.374 m2 . Es setzt sich aus mehreren Flurstücken zusammen. Eigentum Sämtliche Flurstücke befinden sich im Eigentum des Landes Berlin und sind dem Fachvermögen des Schulamtes des Bezirks Steglitz-Zehlendorf zugeordnet. Topographie Das Wettbewerbsgebiet kann mit einer Höhe von 44,08 m im Westen und 43,33 m über N.N. im Osten als eben angesehen werden. Baugrund Geologische Situation: Das Grundstück liegt auf der pleistozänen TeltowHochfläche. Der oberflächennahe Schichtaufbau besteht im Allgemeinen aus mehreren Metern mächtigem Geschiebemergel mit Einlagerungen von Sanden in unterschiedlicher Mächtigkeit und Ausdehnung. In den obersten Metern unter der Geländeoberfläche kann der Geschiebemergel durch Verwitterung verkalkt und zu Geschiebelehm umgewandelt sein. Als Anhaltspunkt über die Schichtenfolge des Untergrundes im Unter-

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suchungsgebiet finden sich im Anhang die im Lageplan eingetragenen Schichtenverzeichnisse verschiedener Bohrungen (s. 4.1.2 Informationspläne). Örtliche Abweichungen der Gesteinsausbildung, der Schichtenfolge und der Schichtenmächtigkeit sind möglich. Grundwasser Das Grundwasser des bedeckten Hauptgrundwasserleiters kann im Grundstücksbereich, je nach angetroffener Schichtenfolge, in gespanntem oder ungespanntem Zustand angetroffen werden. Bei ungespannten Verhältnissen entspricht die Grundwasserdruckhöhe der Grundwasseroberfläche. Bei gespannten Verhältnissen kann das Grundwasser nicht so hoch ansteigen, wie es seinem hydrostatischem Druck entspricht, da die überlagernden bindigen Sedimente (Geschiebemergel) dies verhindern. Die Ermittlung des höchsten Grundwasserstandes beruht auf Messergebnissen, die an der Grundwassermessstelle Nr. 68, Goerzallee 190/238, seit 1953 festgestellt wurden. Der höchste Grundwasserstand (HGW) seit Beginn der Messungen trat im Jahr 1988 bei etwa NHN + 35,3 m auf. Im April 2006 lag der aktuelle Grundwasserstand an der Grundwassermessstelle bei etwa NHN + 34,5 m. Die vorgenannten Werte gelten nur für den Standort der Grundwassermessstelle und können für den Bereich des Grundstücks zur Orientierung herangezogen werden. Die im Anhang beigefügte Ganglinie der Messstelle Nr. 68 gibt eine Übersicht über Beobachtungslücken, Schwankungsverhalten des Grundwasserspiegels und Grundwasserflurabstand. Hinsichtlich der Grundwasserverhältnisse wird auf die besondere Stellung der Sande hingewiesen, die über dem Geschiebemergel der Grundmoräne lagern bzw. in Linsen eingeschaltet sind und beim Bauvorhaben berücksichtigt werden sollten: In mit Sanden gefüllten Senken oberhalb des Geschiebemergels kann sich in Abhängigkeit von Niederschlägen ein oberflächennahes Grundwasser ausbilden, das unabhängig vom Hauptgrundwasserleiter ist. Zudem sind auch innerhalb des Geschiebemergels kleinere Grundwasservorkommen in Sandlinsen („Schichtenwasser“) nicht auszuschließen. Messwerte über dieses oberflächennahe Grundwasser liegen nicht vor.

-

-

Altlasten Bodenuntersuchungen haben gezeigt, dass die Prüfwerte der BundesBodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV) vom 12. Juli 1999 für die Nutzungskategorien Kinderspielplätze und Wohngebiet unterschritten werden. Damit bestehen im Hinblick auf die menschliche Gesundheit keine Gefährdungen und der Verdacht auf eine Altlast ist somit ausgeräumt. Eine vom Grundstück ausgehende Gefährdung des Grundwassers ist auf der Basis der vorliegenden Untersuchungsergebnisse ebenfalls nicht zu erkennen. Sollte für die Schule ein Schulgarten vorgesehen werden, wird aus Gründen der Gesundheitsvorsorge eine zusätzliche Beprobung in diesem Bereich empfohlen.

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Kommt es im Zuge späterer Baumaßnahmen zu Bodenbewegungen, sind abfallrechtliche Belange zu berücksichtigen. Die Ergebnisse der Bodenuntersuchungen zeigen, dass Bodenaushub auf der Grundlage der Technischen Regeln der Länderarbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA) nicht uneingeschränkt nutzbar ist und zur Festlegung des Verwertungsweges weitere Beprobungen notwendig werden. Im Rahmen der Übernahme des zukünftigen Schulgebäudes von der NIDAG durch den Bezirk wurden begleitend Gebäudeuntersuchungen der Bauteile A (1001 A), B (1001 B) und NL (1001 NL), s. a. Anhang 4.1.1 Plan 02_arb-lage_kos.pdf, auf Schadstoffe vorgenommen. Die bei Voruntersuchungen bzw. während der Entkernungsarbeiten vorgefundenen belasteten Baugruppen bzw. Bauelemente hat man entfernt. Unterlagen über die dokumentierte Sanierung sowie ein Statikgutachten können in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Nanna SellinEysholdt, Brückenstraße 6, 10179 Berlin eingesehen werden. Freiflächen Seit Abzug der Alliierten im Jahr 1994 liegen die Freiflächen brach und sind in einem ungepflegten Zustand. Die Grünflächen sind geprägt von wild wachsender Vegetation. Aufgrund des vernachlässigten Zustand ist die ehemalige Freiflächengestaltung nur noch annähernd nach zu vollziehen. Größere Flächen sind aus der früheren Nutzung heraus asphaltiert. Zurzeit ist das Wettbewerbsgrundstück am Osteweg und am Platz des 4. Juli durch eine Zaunanlage gesichert. Baumbestand Das Wettbewerbsgrundstück weist einen Bestand an diversen Baumarten unterschiedlichsten Alters und unterschiedlichster Größe auf. Schützenswerte Bäume im Sinne der Verordnung zum Schutz des Baumbestandes in Berlin ( Baumschutzverordnung — BaumschVO ) vom 11. Januar 1982 (GVBl. S. 250), zuletzt geändert durch 4.Verordnung zur Änderung der BaumschVO vom 05.10.2007 (GVBl. S.558) sind zu beachten (siehe 4.1.5 Vorschriften).

2.4

Vorhandene Bebauung

Auf dem Grundstück befinden sich zwei orthogonal aneinander gefügte Riegelbauten, von denen der südwestliche Teil (Bauteil A, s. 4.1.1 Plan 02_

Abb. 10:

Orthogonal aneinander gefügte drei- und vierigeschossige Riegelbauten

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arb_lage_kos.pdf) an der Mittelallee in dreigeschossiger, der südöstliche Teil (Bauteil B) in viergeschossiger Bauweise errichtet wurde. Bauteil B grenzt im Osten direkt an den zum Monroe Park gehörenden, neungeschossigen Uhrenturm und im Süden an ein Brückenbauwerk. Das Brückenbauwerk gehört zur Hälfte zum Schulkomplex der Kopernikus-Oberschule.

Abb. 11:

Brückenbauwerk aus nördlicher Richtung

Nach Norden schließt das 1940 im sogenannten „Heimatstil“ errichtete Nordkasino an (als Speiseraum und Saal für Vorträge und Kinovorführungen als letzter Bauteil auf dem Telefunkenareal errichtet). Das Gebäude ist über einen eingeschossigen Dreiflügelbau mit dem südwestlichen Bauteil A verbunden. Hier bildet ein weiterer eingehauster Übergang als Mischkonstruktion aus Holz- und Massivbau mit Satteldach die direkte Verbindung von Nordkasino und Bauteil A . Dieser und der Dreiflügelbau umschließen eine nahezu (ehemals offene) quadratische Fläche (Atrium). Während der Nutzung durch die amerikanischen Truppen wurde dieser Gebäudekomplex stark überformt. Ein in bauzeitlicher Form erhaltener Laubengang verbindet das Bauteil B mit dem Nordkasino. Durch eine zweiflügelige, schmiedeeiserne Toranlage in der Pergola erschließt sich der Innenhof. Die Gebäude des Telefunkenwerks sind als Stahlbetonskelettbauten hergestellt worden. Dehnfugen teilen das langgestreckte Bauwerk in einzelne Abschnitte. Im Bereich der Dehnfugen befinden sich in Gebäudequerrichtung jeweils Rahmensysteme, durch die das Gebäude ausgesteift wird. Für den vertikalen Lastabtrag wurden verschiedene Deckensysteme verwendet. Die Geschossdecken über dem Erd- und dem 1. Obergeschoss wurden als Stahlbetonrippendecken hergestellt. Sie leiten ihre Lasten über die Fassade bzw. zwei Unterzugsebenen in den Gebäudemittelachsen ab. Diese lagern wiederum auf Stützen auf. Als Kellergeschossdecke wurden einachsig bzw. zweiachsig spannende Stahlbetonplattendecken, die wiederum auf Stahlbetonunterzügen aufliegen, verwendet. Die Außenwände aus Stahlträgern und –stützen als 4-Ständer-System mit Mauerwerksausfachung tragen die Last des Gebäudes. Diese Konstruktion ermöglicht frei verfügbare Geschossflächen und lässt einen variablen Ausbau zu. Die puristischen, sachlichen Fassaden präsentieren sich in einem strengen, klaren Raster. Sie tragen einen zweilagigen, zwei Zentimeter dicken, glatten Putz und einen hellen Anstrich. Alle Flachdächer sind mit

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Dachpappe belegt. Die Sockelbereiche sowie die Fensterbrüstungen wurden mit einem hellgrauen Kunststein versehen. Die Attika erhielt eine gesimsartige Profilierung.

Abb. 12:

Stahlbetonskelettkonstruktion im Südriegel mit Blick nach Osten

Alle auf dem Schulgrundstück befindlichen Gebäude sind für die Umbaumaßnahme bis auf den Rohbauzustand entkernt. Durch die Entkernungsmaßnahmen wurde die beeindruckende Stahlbetonbinderkonstruktion des Nordkasinos wieder sichtbar. Das Dach des Dreiflügelbaus blieb de aus statischen Gründen erhalten. Zur Absicherung der Baustelle und zum Schutz der Bausubstanz wurden die Fenster und die innen liegende Dachentwässerung bisher nicht entfernt. Ein statisches Gutachten zu den Riegelbauten bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Nanna Sellin-Eysholdt, Brückenstraße 6, 10179 Berlin einzusehen.

2.5

Technische Infrastruktur

Elektrizität Kabeltrassen sind im Bereich Osteweg, Platz des 4. Juli sowie der „Mittelallee“ (innere Erschließungsstraße der ehemaligen Telefunkenwerke vom Osteweg zur Goerzallee) vorhanden. Allerdings sind zur Zeit neue Anlagen in der Planung. Die Richtlinie zum Schutz von Kabel- und Freileitungsanlagen der Vattenfall Europe Distribution Berlin GmbH sind zu beachten. Erdgas Nach den aktuellen Bestandsplanunterlagen sind Gasrohrnetzanlagen im Verlauf des Osteweg und Platz des 4. Juli zu verzeichnen. Die genaue Lage und der Verlauf der Leitungen sind in jedem Fall durch fachgerechte Erkundungsmaßnahmen (Ortung, Querschläge, Suchschlitze, Handschachtungen o.a.) festzustellen. Die Entnahme von Maßen durch Abgreifen aus den Planunterlagen ist nicht zulässig.

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Fernwärme Im Bereich der Mittelallee liegen Fernwärmeleitungen an. Die Wettbewerbsgebäude der zukünftigen Kopernikus-Oberschule sind im Bereich des einstigen Nordkasinos sowie im Bereich des langgestreckten südlichen Gebäudeflügels angeschlossen. Trinkwasser- und Entwässerungsanlagen Versorgungsleitungen der Trinkwasseranlagen der Berliner Wasserbetriebe verlaufen im Bereich Osteweg. Ein Schmutzwasserkanal ist entlang des Platzes des 4. Juli zu verzeichnen. Das Regenwasser wird durch Kanäle im Bereich Osteweg sowie Platz des 4. Juli abgeleitet. Telekommunikation Telekommunikationslinien/-anlagen der Deutschen Telekom sind im Bereich des öffentlichen Gehweges Osteweg und Platz des 4. Juli geführt. Darüber hinaus liegen Leitungen in der Mittelallee der ehemaligen Telefunkenwerke, die von hier aus die vorhandenen Gebäude des Wettbewerbsgrundstückes versorgen. Kampfmittel Es haben sich keine konkreten Erkenntnisse über das Vorhandensein von Kampfmitteln auf dem Wettbewerbsgrundstück ergeben, daher wurde auf eine Kampfmittelsuchmaßnahme verzichtet. Kabelführungssysteme des IT - Dienstleistungszentrum Berlin Das Wettbewerbsgebiet gehört zum Baubezirk 1 (BBZ 1) des ITDZBerlin. Das öffentliche Straßenland im Bereich der Gehwege Osteweg und Platz des 4.Juli ist mit fernmeldetechnischen Sicherheitsanlagen (Kabelführungssystemen) belegt. Polizei-Fernmeldeanlagen Im Wettbewerbsgebiet liegen keine Polizei-Fernmeldeanlagen und Kabel. Berliner Feuerwehr In dem betreffenden Areal wurden keine Löschwasserbrunnen und Zisternen vorgefunden.

2.6

Erschließung und Verkehr

Übergeordnete Erschließung Das Wettbewerbsgebiet ist über die Goerzallee und den Osteweg in nördlicher Richtung mit der Innenstadt verbunden. In südwestlicher Richtung gelangt man von der Goerzallee zum Berliner Ring (A10). Erschließung des Schulgrundstückes Das Wettbewerbsgebiet erschließt sich über den Osteweg und die nordsüdlich verlaufende Mittelachse der ehemaligen Telefunkenwerke sowie über den Platz des 4. Juli. ÖPNV Unmittelbar angrenzend an das Wettbewerbsgebiet befinden sich in fußläufiger Entfernung vier Haltestellenstandorte im Bereich Osteweg 37-71 der Linie 112:

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-

Pinnauweg, Standort: Osteweg vor Harry-S.-Truman-Straße Platz des 4. Juli, Standort: Osteweg am Platz des 4. Juli Platz des 4.Juli, Standort: Osteweg gegenüber dem Platz des 4.Juli Pinnauweg, Standort: Seehofstraße

Die Linie 112 fährt den S-Bahnhof Nikolasee an. Ebenfalls fußläufig zu erreichen sind die Haltestellen der Linie 285 und des N84 (Nachtbus) in der Goerzallee. Die Busse der Linie 285 und der Nachtbus fahren zum S- und U-Bahnhof Rathaus Steglitz.

2.7

Planungsrecht

Flächennutzungsplan Der Flächennutzungsplan von 1994 (Neubekanntmachung vom Januar 2004) stellt den Wettbewerbsbereich als gemischte Bauflächen M2 dar. Im Zusammenhang mit der geänderten Nutzung wird eine Anpassung des Flächennutzungsplans erfolgen. Planungsrecht Für den gesamten Bereich des ehemaligen Telefunkenareals ist ein Bebauungsplan – B XII-301 – erstellt worden. Er wurde am 10.04.2001 festgesetzt. Die Zahl der Vollgeschosse ist als Höchstmaß auf drei bestimmt, die GRZ beträgt 0,4, die GFZ 1,2 in geschlossener Bauweise. Denkmalschutz Die Telefunkenwerke sind als Gesamtanlage in die Denkmalliste Berlin unter der Inventar-Nr. 09065824 eingetragen. Auszüge aus der Begründung (der vollständige Text findet sich unter 4.1.11 ergänzende Informationen): Die weiträumige, kantig angelegte Großfabrikanlage prägt durch ihre Größe, ihre spezielle Bauweise und ihre Türme das Ortsbild zwischen Goerzallee, Osteweg und Parkfriedhof. ... Die Anlage vermittelt einen anschaulichen Eindruck von Industriearchitektur unter dem Einfluss des Nationalsozialismus: Verwendung tiefer Ehrenhofanlagen, nüchtern-sachliche Fassaden mit kräftigen Fenstereinfassungen, Pfeiler“Kolonaden“-Motiv mit schmalem Balkon am Ehrenhof, Versatzstücke aus der Antike (Fries, Turmloggia) sind typische Elemente der sogenannten „Zweckbauten“ für die Arbeitswelt.. . Bauordnungsrecht Der Planung ist die Bauordnung des Landes Berlin (BauOBln, www.stadt entwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/bauen.shtml) in der aktuellen Fassung zugrunde zu legen.

2.8

Kopernikus-Oberschule

Historische Entwicklung Infolge der Diskussion zur Bildungsreform in der Bundesrepublik wurden vom Land Berlin, Anfang der 70er Jahre, fünfzehn Bildungszentren (Gesamtschule mit Volkshochschule, öffentliche Bücherei und Jugendfreizeitheim) in Fertigbauweise errichtet, darunter die Kopernikus-Oberschule im Bezirk Steglitz.

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Die Kopernikus-Oberschule ist 1974 mit der Bezeichnung „1. Oberschule Steglitz“ gegründet worden. 1979 entschied man sich den Namen Kopernikus von der inzwischen aufgelösten Realschule zu übernehmen. Anfang Februar 1988 wurde festgestellt, dass beim Bau der Mittelstufenzentren in Berlin Spritzasbest verwendet worden ist. Wegen gesundheitlicher Gefährdung der Schüler und Mitarbeiter musste das Gebäude der Kopernikusschule umgehend geräumt werden. Kurzfristig wurde die Wiederaufnahme des Unterrichts an drei Standorten organisiert: - Plantagenstraße in Steglitz (7. und 8. Jahrgang der Mittelstufe) - Lepsiusstraße in Steglitz (9. und 10. Jahrgang der Mittelstufe) - Dessauerstraße in Lankwitz (Gymnasiale Oberstufe). Mit Beginn des Schuljahres 1988/89 konnte die bis dahin getrennte Mittelstufe in der Lepsiusstraße wieder zusammengeführt werden. Ende 2005 hat das Abgeordnetenhaus von Berlin die Zustimmung zum Erwerb eines Teilbereiches der ehemaligen Telfunkenwerke durch den Bezirk Steglitz-Zehlendorf erteilt, um nach der Sanierung die KopernikusOberschule an diesem Standort unterzubringen. Heutige Situation Die Kopernikus-Oberschule ist eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe in einem gebundenen Ganztagsbetrieb mit 840 Schülern. Mögliche Schulabschlüsse sind: Abitur Mittlerer Schulabschluss – Ende 10 Erweiterter Hauptschulabschluss – Ende 10 Hauptschulabschluss – Ende 9. Zurzeit findet der Unterricht an zwei Standorten statt. Die Gebäude der Mittelstufe befinden sich in der Lepsiusstraße, die der Oberstufe in der Dessauerstraße.

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Teil 3 Wettbewerbsaufgabe 3.1 Planungsumfang

Gegenstand der Wettbewerbsaufgabe ist die Planung des neuen Standortes der Kopernikus-Oberschule am Platz des 4. Juli / Osteweg im Bezirk Berlin Steglitz-Zehlendorf. Die Schule soll auf dem nordöstlichen Grundstückbereich in einem Teilbereich der ehemaligen Telefunkenwerke untergebracht werden. Zur Verfügung für die Schulnutzung stehen zwei orthogonal angeordnete Gebäuderiegel, an die sich nach Norden eine stark überformte Dreiflügelanlage mit einem ehemals offenen Atrium und das hallenartige Gebäude des Nordkasino anschließen. Mit einem einseitig offenen Laubengang wird die vierseitige Anlage um einen großzügigen Hof geschlossen. Neu errichtet werden soll eine Dreifachsporthalle mit den erforderlichen Sportfreiflächen. Der Neubau der Sporthalle ist besonders unter dem Aspekt der Energieeffizienz als Niedrigenergiegebäude zu planen, das die Anforderungen der EnEV 2007 um mindestens 30 % unterschreitet (entspricht somit voraussichtlich dem Standard der EnEV 2009). Der Entwurf der Sportfreiflächen ist nicht Bestandteil der Wettbewerbsaufgabe, die Realisierbarkeit der geforderten Flächen auf dem Schulgrundstück ist jedoch im Lageplan nachzuweisen.

3.2

Städtebaulich-architektonische Zielsetzung

Dem Thema der Adressbildung und der baulichen Identität der Schule kommt bei der Entwurfsaufgabe eine besondere Bedeutung zu. Das intendierte einheitliche Erscheinungsbild des Gebäudekomplexes kann einerseits eine Differenzierung der unterschiedlich genutzten Gebäudeteile nicht zulassen, andererseits ist die Auffindbarkeit der Schule von existenzieller Bedeutung. Das Gebäude soll deshalb nach außen als Schule erkennbar sein. Wichtig ist außerdem, eine der Schulnutzung angemessene Eingangssituation zu schaffen, die eine zentrale Funktion innerhalb der heterogenen, dezentralen Anordnung der Bestandsbauten einnehmen kann. Wegen der typologischen Ausbildung des Gebäudes sollte der zukünftige Haupteingang der Schule am Osteweg im Bereich des Dreiflügelbaus liegen. Ein weiterer Bestandteil der Entwurfsaufgabe ist die Planung des Neubaus einer Dreifachsporthalle. Aufgrund des Grundstückszuschnitts ist unter Berücksichtigung der städtebaulichen Situation und der denkmalpflegerischen Aspekte die Sporthalle im nordwestlichen Grundstücksbereich (zwischen der Kindertagesstätte McNair und dem Dreiflügelbau) vorzusehen.

3.3

Denkmalpflegerische Anforderungen

Der gesamte Gebäudekomplex der ehemaligen Telefunkenwerke steht unter Denkmalschutz. Das äußere Erscheinungsbild ist zu erhalten, so dass das Fassadenrelief nicht verändert wird. Leibungstiefen, Gesimsbänder und Attikaausbildungen sind nach bauzeitlicher Gestaltung beizubehalten. Der Duktus der Hertlein’schen Formensprache ist zu erhalten.

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Wärmedämmverbundsysteme sind denkmalrechtlich nicht genehmigungsfähig. Intelligente Lösungen zur Annäherung an die Anforderungen der EnEV müssen aus dem Bestand heraus entwickelt und den jeweiligen Anforderungen angepasst werden. Folgende Anforderungen des Denkmalschutzes sind zwingend zu beachten: Außenhaut Zulässig ist ein Wärmedämmputz als Siliconharzputz. Alternativ sollen im Wettbewerb praktikable Lösung zur Innendämmung entwickelt werden. Dabei ist in Bezug auf Materialwahl auf die besonderen Bedingungen der Schulnutzung zu achten (diffusionsoffene Materialien). Fenster Der Fassadenduktus als strenge Lochfassade ist beizubehalten. Fensteröffnungen sind in Lage und Größe nicht zu verändern. Bauzeitlich wurden in diesem Teilbereich der Telefunkenwerke Holzfenster mit sechsfacher Teilung eingebaut. Die Fenster sollen im Rahmen der weiteren Entwurfsbearbeitung in Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde detailliert werden. Kunststoff- und Aluminium-Fenster sind auszuschließen. Die Brüstungshöhe ist beizubehalten. Den Sicherheitsanforderungen eines Schulgebäudes ist hierbei jedoch Rechnung zu tragen. Absturzsicherungen oder andere geeignete Elemente sollen im Gesamtbild der Fassade nicht störend in Erscheinung treten. Kreative Lösungen hierzu sollen im Rahmen des Wettbewerbs abgefragt werden werden. Sonnenschutz Außen liegender Sonnenschutz ist entsprechend der schulischen Nutzung erforderlich und grundsätzlich denkmalrechtlich genehmigungsfähig. Hier sollen unter Berücksichtigung der denkmalpflegerischen Vorgaben im Wettbewerb praktikable und denkmalverträgliche Vorschläge entwickelt werden und im Rahmen der weiteren Entwurfsbearbeitung mit der Denkmalschutzbehörde abgestimmt werden. (Zu Thema Sonnenschutz wurden für die bereits umgeplanten Gebäudeteile verbindliche Vorgaben entwickelt, deren Anwendbarkeit für die Schulnutzung überprüft und die ggf. leicht modifiziert werden müssen (s. 4.1.11 ergänzende Informationen). Dach Öffnungen in der Dachhaut zur Belichtung der darunterliegenden Räume wie Flure, Treppenhäuser etc. sind grundsätzlich möglich. Die Entwässerung soll über Sammelkästen nach außen erfolgen. Treppenhäuser Zusätzliche Treppenhäuser bzw. exponierte Eingangsbereiche an den Außenfassaden der Riegelbauten sind nicht genehmigungsfähig. Aufzüge Im Bestand sind Schächte vorhanden, die unter dem Aspekt des barrierefreien Bauens genutzt werden können. Laubengang Der Laubengang soll in der jetzigen Form erhalten bleiben und denkmalgerecht instandgesetzt werden

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Dreiflügelbau mit Atrium Den Wettbewerbsteilnehmern ist freigestellt, die ehemalige Dreiflügelanlage in der typologischen Figur wieder auszubilden oder dort in Anlehnung an das ursprüngliche Gebäude einen Neubau vorzusehen. Der Atrium – Charakter, wie er bauzeitlich entwickelt wurde, soll wieder erlebbar gemacht werden, wobei das Atrium als überdachte Fläche vorgesehen werden kann. Nordkasino Die den Raumeindruck beherrschenden Stahlbetonbinder sollen sichtbar bleiben. Aus denkmalpflegerischer Sicht wäre eine Zweiteilung in der Querachse möglich, um eine bessere Funktionalität zu erreichen. Denkbar wären zu besseren Nutzung des Raumes z. B. Haus-in-HausKonstruktionen oder in Teilbereichen frei eingestellte Einbauten, wobei die Konstruktion und die Großräumigkeit weiterhin erlebbar bleiben soll. Sporthalle Als zukünftiger Standort wird der nordwestliche Grundstücksbereich zwischen der Kindertagesstätte McNair und der Dreiflügelanlage bestimmt.

3.4

Nachhaltigkeit / Energieeffizienz / Ökologische Zielsetzung

Bei der Wettbewerbsaufgabe sind die Planungsprinzipien der Nachhaltigkeit anzuwenden, die eine ausgewogene Beachtung ökologischer, ökonomischer und sozialer Aspekte erfordern. Bei der Entwurfsbearbeitung sind folgende Ziele hinsichtlich der Nachhaltigkeit zu berücksichtigen: - Sicherstellung eines geringen Energiebedarfs (Gebäude, Anlagentechnik) - Optimierung der Tageslichtnutzung - Langfristige und flexible Nutzungsqualität - Kosteneffizienz bei Baukosten - Minimierung der Betriebskosten - Bedarfsgerechte natürliche Lüftung - Reduktion von Immissionen und Emissionen - Vereinbarkeit unterschiedlicher Anforderungen (Denkmalschutz Energieeffizenz) Ökologische Planungskriterien Prinzipien des ökologischen Bauens sind in den „Ökologischen Kriterien für Bauwettbewerbe“ beschrieben (Stand Juli 2007, s. im Anhang 4.1.7 Richtlinien bzw. über folgenden Link: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/wettbewerbe/grundlagen/ oekolog_planungskriterien.pdf). Für die Konstruktion und Bauausführung sollen danach nur Materialien und Bauteile zur Anwendung kommen, die hinsichtlich ihrer Gewinnung, Transport, Verarbeitung, Funktion und Beseitigung eine hohe Gesundheitsund Umweltverträglichkeit sowie eine hohe Lebensdauer aufweisen. Planungsziele für die weitere Bearbeitung des Projektes Die weitere Bearbeitung des Projektes sind folgende Vorgaben maßgeblich:

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Schulnutzung / Klassenräume und sonstige Bereiche - Reduktion von Transmissionswärmeverlusten und internen thermischen Lasten - Tageslichtoptimierung / hohe Tageslichtautonomie - Herstellung der Gebäudedichtheit und Wärmebrückenreduktion - Prüfung des Einsatzes von Innendämmsystemen, ggf. Passivhauskomponenten - Nutzungsgerechtes Lüftungskonzept zur ganzjährigen Sicherung der thermischen Behaglichkeit - Optimale Raumluftqualität (Visualisierung für Schüler und Lehrer) - Einsatz schadstoffarmer, nachwachsender und recyclingfähiger Materialien - Hervorragende Sprachverständlichkeit und akustische Raumeigenschaften Neubau der Sporthalle - Kompaktheit (A/V) der Gebäudeform und Zonierung der Nutzungsbereiche - Hohe thermische Qualität, Fugendichtheit und wärmebrückenfreie Konstruktionen der Gebäudehülle - Vermeidung von Blendung und Kontrast bei hoher Tageslichtautonomie in allen Bereichen - Bedarfsgerechte hocheffiziente Lüftungsanlagen (Frischluftvorwärmung / Wärmerückgewinnung) - hocheffiziente Wärmebereitstellungssysteme und Wärmeverteilung im Gesamtklimakonzept - Einsatz von Steuerungs- und Regelungsstrategien zur optimalen Betriebsführung - Prüfung des Einsatzes solarer Energienutzung (Duschwasser, Heizungsunterstützung, Strom) - Prüfung der Regen- und Grauwassernutzung

3.5

Funktionale Anforderungen

Unterrichtsräume Die Klassenräume für den allgemeinen Unterricht (AU) sollten i. d. Regel nicht länger als 10 m sein. Die lichte Raumhöhe sollte bei Aufenthaltsräumen generell 3,00 m betragen. Eine maximale Raumtiefe von 8,40 m sollte nicht überschritten werden. Des weiteren sind die Vorgaben des Funktionsprogramms im Anhang, 4.1.4 Funktionale Anforderungen, Raumprogramm, zu beachten.

3.6

Erschließung

Die Haupterschließung der Schule soll vom Osteweg erfolgen. Der zukünftige Haupteingang der Schule soll im Bereich des Dreiflügelbaus liegen, der wegen der typologischen Ausbildung des Gebäudes für einen Eingangsbereich besonders geeignet scheint. Exponierte Eingangssituationen in den Riegelbauten sind nicht erwünscht. Ein weiterer Zugang über den Hof vom Platz des 4. Juli aus ist jedoch sinnvoll.

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41

3.7

Stellplätze

Die Anlage von 300 Fahrradstellplätzen ist erforderlich (1 Stellplatz / 10 Schülerplätze). Es werden 4 PKW-Stellplätze für Mobilitätsbehinderte benötigt.

3.8

Freiflächen / Außensportanlagen

Die Gestaltung der Freiflächen und Außensportanlagen ist nicht Bestandteil der Wettbewerbsaufgabe. Gleichwohl sind nachstehende Flächenvorgaben zu beachten und deren Realisierbarkeit innerhalb des vorgeschlagenen Entwurfskonzeptes nachzuweisen. Freiflächen Als Pausenfläche sind 4.200 m² (5 m²/Schüler) vorzusehen. Für den Schulgarten sind 1.500 m² erforderlich. Außensportanlagen Für die Sportaußenanlagen wird benötigt: Spielfeld 52m x 79m (brutto) bzw. 2 Kleinspielfelder 27m x 45m Bahnen 100 m Laufbahn (120 m brutto) 4 Bahnen Weitsprung 45m Anlauf (brutto) 3 Bahnen Grube 5,55m x 9m Hochsprungkissen 4m x 6m (neben Spielfeld) Kugelstoßen 1 Ring Sektor 40°, 20m Schenkellänge Gymnastikwiese Flächen insgesamt 4.760 m² 962 m² 350 m² 40 m² 220 m² 400 m² 6.732 m²

Für die gesamten Außenlagen sind 1.200.000 Euro vorgesehen. Diese Kosten sind in dem für diesen Wettbewerb vorgegebenen Gesamtkostenrahmen von 13.300.000 Euro nicht enthalten.

3.9

Baukosten / Wirtschaftlichkeit

Nach der Landeshaushaltsordnung ist der Bauherr verpflichtet, seine Mittel sparsam und wirtschaftlich zu verwenden. Die Wirtschaftlichkeit des Entwurfes ist daher ein entscheidendes Kriterium bei der Beurteilung der Wettbewerbsarbeiten. Dies bezieht sich auf:
-

Baukosten Instandhaltungskosten Kosten des laufenden Betriebs

Es wird vorausgesetzt, dass bei der Planung umweltfreundliche Baustoffe verwendet und technische Systeme auf ein Minimum reduziert werden (die Verwendungsverbote und -beschränkungen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sind zu beachten, s. 4.1.7 Richtlinien).

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Die Um- und Neubauplanung hat sich am Prinzip des kostensparenden Bauens zu orientieren. Hierzu sind folgende Kriterien zu berücksichtigen:
-

kompakte, klare und funktionale Grundrissorganisation, Reduzierung der Verkehrsfläche auf ein notwendiges Maß natürliche Belichtung der Räume natürliche Belüftung der Räume Verzicht auf aufwendige Konstruktionen Minimierung der Oberfläche, Kompaktheit Optimierung des Verhältnisses von verglaster zu geschlossener Fassadenfläche Reduktion der Materialwahl, Instandsetzungsfähigkeit, Alterungsfähigkeit des Materials

Um eine Beurteilung der Wettbewerbsbeiträge unter diesen Gesichtspunkten zu ermöglichen, werden konkrete Aussagen zur Konstruktion und zum Ausbau erwartet, die unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine besonders kurze Bauzeit ermöglichen. Um die Vergleichbarkeit der Wettbewerbsbeiträge zu gewährleisten, ist dabei – neben der Darstellung des Entwurfsansatzes in Skizzen und Textform – eine Beschreibung der Konstruktion und Materialien (Baubeschreibung in Anlehnung an DIN 276, Kostengruppen 300 und 400, s. 1.10 Geforderte Leistungen, Nr. 9) gefordert. Dabei soll auch die baukonstruktive und gebäudetechnische Grundkonzeption beschrieben und dargestellt werden. Hierzu sind konkrete Aussagen zu folgenden Bauteilen zu machen:
-

Konstruktion, Tragsystem, Ausbaustruktur Gebäudehülle (Fassade, Dach) Technische Gebäudeausrüstung (Heizen u. Lüften, passive Kühlung, Tageslichtnutzung, Beleuchtung)

Für die Baumaßnahme einschließlich der Außenanlagen liegt ein geprüftes Bedarfsprogramm vor. Für die Umsetzung ist ein maximaler Gesamtkostenrahmen ca. 17.600.000 Euro (einschl. 1.200.000 Euro für die Außenanlagen) in Aussicht gestellt. Ein Ziel dieses Verfahrens ist es, von den Teilnehmern Vorschläge zu erhalten, die Baumaßnahme für die zurzeit zur Verfügung stehende Gesamtbausumme von 14.500.000 (einschl. Außenanlagen) zu realisieren.

3.10

Barrierefreies Bauen

Barrierefreies Bauen ist als selbstverständliche Qualitätsanforderung gemäß den Grundsätzen des Handbuches „Barrierefreies Planen und Bauen in Berlin“, zu finden unter www.senstadt.berlin.de/bauen/barrierefreies_ bauen/de/handbuch, im Wettbewerb umzusetzen. Dabei sollen die unterschiedlichen Nutzeranforderungen hinsichtlich motorischer, sensorischer oder kognitiver Art Berücksichtigung finden. Den Funktionsbereichen - Erschließung - Orientierung - Versammlungsräume - Gastronomieräume

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- Sanitärräume - Unterrichtsräume ist besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Auch auf dem Grundstück sind die Prinzipien des barrierefreien Bauens konsequent anzuwenden.

3.11

Baurechtliche Vorschriften, Normen und Richtlinien

Der Planung sind insbesondere zugrunde zu legen:
-

Bauordnung Berlin und ergänzende Vorschriften BauOBerlin
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/download/bauen/ 20070607_bauobln.pdf

Des weiteren sind die im Anhang aufgeführten Richtlinien zu beachten.

3.12

Beurteilungskriterien des Preisgerichts

Das Raumprogramm sowie die Funktionsdiagramme befinden sich als digitaler Anhang auf der Ausschreibung beiliegenden CD-Rom.

3.13

Beurteilungskriterien des Preisgerichts

Städtebau und Gestaltung (Bestand / Neubau) Städtebau / stadträumliche Gestaltung Baukörper, Gestaltung, Ablesbarkeit Denkmalgerechter Umgang / Gestaltung Funktionen Erschließung Funktionale Zuordnung Räumliche Qualität Raumzuschnitte, Belichtung, Belüftung Außenraumnutzung Realisierbarkeit Programmerfüllung Planungsrecht, Baurecht Denkmalschutz Nachhaltigkeit und Energieeffizienz Wirtschaftlichkeit in Bau und Betrieb

Neuer Standort für die Kopernikus-Oberschule

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Neuer Standort für die Kopernikus-Oberschule / Teil 4 Anhang

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Teil 4 Anhang 4.1
4.1.0
-

Digitale Anlagen (auf beiliegender CD-ROM)
Ausschreibung Vorliegende Ausschreibung als .pdf-Datei mit farbigen Abbildungen in 300dpi Auflösung
00_ausschreibung_ kos.pdf

4.1.1 Arbeitspläne .pdf-Dateien - Übersichts-/ Lageplan, Arbeitspläne: Grundrisse, Schnitte, Ansichten
01_uebers_lage_kos.pdf 02_arb_lage_kos.pdf 03_arb_gr_ug_kos.pdf 04_arb_gr_eg_kos.pdf 05_arb_gr_1.og_kos.pdf 06_arb_gr_2.og_kos.pdf 07_arb_ansicht_riegelbau_kos.pdf 08_arb_ansicht_dreifluegelbau_kos.pdf 09_arb_schnitte_kos.pdf (M 1:1000) (M 1:500) (M 1:200) (M 1:200) (M 1:200) (M 1:200) (M 1:200) (M 1:200) (M 1:200)

CAD-Dateien - Lageplan auf Grundlage der ALK und des Vermesserplanes der Außenanlagen und Grundrisse/Schnitte/Ansichten auf Grundlage des Vermesserbüros als CAD-Datei in verschiedenen Dateiformaten (maßstabsunabhängig)
01_arb_gr_ug_kos.dwg/dxf 02_arb_gr_eg_kos.dwg/dxf 03_arb_gr_1og_kos.dwg/dxf 04_arb_gr_2og_kos.dwg/dxf 05_arb_schnitte_kos.dwg/dxf 06_arb_ansichten_kos.dwg/dxf 07_arb_lageplan_kos.dwg/dxf (vAutoCAD 2000) (vAutoCAD 2000) (vAutoCAD 2000) (vAutoCAD 2000) (vAutoCAD 2000) (vAutoCAD 2000) (vAutoCAD 2000)

4.1.2
-

Informationspläne Bebauungsplan XII-301, Blatt 1, Stand 1999
00_b-plan.pdf (M 1:1.000)

-

Aufmasspläne des Vermessungsbüros Rek & Schwenk vom Atriumgebäude und Nordkasino als .pdf-Dateien
01_aufm_ansicht_gesamt.pdf 02_aufm_grundriss.pdf 03_aufm_unterzug.pdf 04_aufm_hoehen.pdf (M 1:100) (M 1:100) (M 1:100) (M 1:100)

-

Lageplan des Wettbewerbgrundstücks als .pdf-Datei, erstellt vom Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf, Stand November 2007
05_lageplan_071123.pdf (M 1:250)

-

Luftbild, Stand 2007 als .jpg-Datei
Lb_01_luftbild.jpg (M 1:4.000)

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-

Lagepläne von Ver- und Entsorgungsleitungen außerhalb des Gebäudes als .pdf-Dateien
ltg_01_bwb_trink_schmutzwasser_1.pdf ltg_01_bwb_trink_schmutzwasser_2.pdf ltg_02_bwb_entwaesserung_1.pdf ltg_02_bwb_entwaesserung_2.pdf (M 1:500) (M 1:500) (M 1:4.000) (M 1:4.000) (M 1:500) (M 1:500) (M 1:500) (M 1:500)

ltg_03_gasag.pdf
ltg_04_vattenfall_strom_1.pdf ltg_04_vattenfall_strom_2.pdf ltg_04_vattenfall_strom_3.pdf ltg_05_vattenfall_fernwaerme.pdf ltg_06_itdz_kabelfuehrungssystem_1.pdf ltg_06_itdz_kabelfuehrungssystem_2.pdf ltg_06_itdz_kabelfuehrungssystem_3.pdf ltg_06_itdz_kabelfuehrungssystem_legende.pdf

4.1.3
-

Weitere Planungsunterlagen Schichtenverzeichnis und Grundwasserstände
01_schichtenverzeichnis_lageplan.pdf 02_schichtenverzeichnis_1.pdf 03_schichtenverzeichnis_2.pdf 04_grundwasserstand.pdf

-

Skizze der für die Präsentation zur Verfügung stehenden Rolltafeln
05_skizze_rolltafel.tif

4.1.4
-

Funktionale Anforderungen, Raumprogramm Funktionsprogramm Kopernikus-Oberschule als .pdf-Datei
01_funktionsprogramm.pdf

-

Funktionale Anforderungen für Sporthallen - Textbausteine, Stand 12/07
02_funktionale_anforderung_sporthalle.pdf

-

Musterraumprogramm für Sporthallen, Stand Juli 1995
03_Mrp_sporthallen.pdf

4.1.5
-

Vorschriften (als .pdf_Datei) Unfallverhütungsvorschriften für Schulen vom Mai 2001 mit Durchführungsanweisungen vom Juni 2002
01_muster_uvv_schulen.pdf

-

Verordnung zum Schutzes des Baumbestandes in Berlin (Baumschutzverordnung - BaumSchVO)
02_baumschvo.pdf

4.1.6 -

Vorschriften (als link) Bauordnung Berlin und ergänzende Vorschriften BauOBerlin (BauOBln) v. 29. September 2005), in Kraft getreten am 01. Februar 2006, zuletzt geändert durch § 9 des Gesetzes vom 7. Juni 2007
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/bauen.shtml

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-

Verordnung über Bauvorlagen, bautechnische Nachweise und das Verfahren im Einzelnen (Bauverfahrensverordnung BauVerfVO) vom 19. Oktober 2006
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/bauen.shtml

-

Gesetz zum Schutz von Denkmalen in Berlin (Denkmalschutzgesetz Berlin – DSchG Bln) v. 24. 04.1995, zuletzt geändert am 14.12.2005
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/denkmal.shtml

-

Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) v. 12. August 2004, zul. geändert am 20. Juli 2007
http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/arbst_ttv_2004/gesamt.pdf

-

Unfallverhütungsvorschriften Schulen
http://regelwerk.unfallkassen.de/regelwerk/data/regelwerk/m_uvv/V_S1.pdf

4.1.7
-

Richtlinien (als .pdf-Datei) Wirtschaftliche Standards des öffentlichen Bauens, Rundschreiben SenBauWohn1/2002
01_WiSt_rundschreiben.pdf 02_WiSt_allgemein.pdf 03a_WiSt_hochbau.pdf 03b_WiSt_hochbau_matrix.pdf 04_WiSt_technische_geb_ausr.pdf 05_WiSt_literaturhinweise.pdf 06_WiSt_landschaftsbau.pdf

-

Verwendungsverbote und Verwendungsbeschränkungen von Baustoffen, Rundschreiben SenBauWohnV VI Nr. 10/1998
07_verbote_baustoffe.pdf

-

Verwendungsverbote und Verwendungsbeschränkungen von Baustoffen, Rundschreiben SenStadt VI A Nr. 14/2004
08_verbote_baustoffe_tropenholz.pdf

-

Grundsätze für die Betriebswassernutzung, Rundschreiben SenStadt VI C Nr. 1/2003
09_betriebswassernutzung.pdf

-

Ökologische Kriterien für Bauvorhaben und Wettbewerbe (Stand Juli 2006/ Fortschreibung vom August 2001)
10_oekolo_planungskriterein.pdf

-

Barrierefreies Planen und Bauen in Berlin - öffentlich zugängliche Gebäude, Grundlagen und Beispiele, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Juni 2007
11_barrierefreiesbauen_gesamt.pdf

-

Muster-Richtlinie über bauaufsichtliche Anforderungen an Schulen
12_MSchulbauR_Juli-1998.pdf

-

Planungshilfe für energiesparendes Bauen, landesinstitut für Bauwesen des Landes Nordrhein-Westfalen, Aachen 2003
13_planungshilfe_energiesparendes_bauen.pdf

Neuer Standort für die Kopernikus-Oberschule / Teil 4 Anhang

48

4.1.8 -

Richtlinien (als link) Rundschreiben im Bereich Bauen, Projektvorbereitung und –prüfung Bereich Hochbau, Richtwerte und Standards
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/rundschreiben/de/projekte_hochbau.shtml

-

Rundschreiben im Bereich Bauen, Verwendungsverbote und –beschränkungen im Bereich von Baustoffen; Schadstoffen
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/rundschreiben/de/schadstoffe.shtml

-

Grundlagen für Wettbewerbe, ökologisches Bauen
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/wettbewerbe/grundlagen/

-

Barrierefreies Planen und Bauen in Berlin – öffentlich zugängliche Gebäude, Grundlagen und Beispiele, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung – Kommunikation, Juni 2007
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/barrierefreies_bauen/de/handbuch.shtml

4.1.9
-

Formblätter Verfassererklärung (s. Teil 1.10) (pdf-Formular, d.h. Text kann direkt in das Formblatt eingeben und danach ausgedruckt werden. Das pdf-Formular kann mit dem Acrobat-Reader aber nicht gespeichert werden)
verfassererklärung_kos.pdf

-

Fragenbogen zur Energieeffizienz und Nachhaltigkeit (pdf-Formular, d.h. Text kann direkt in das Formblatt eingeben und danach ausgedruckt werden. Das pdf-Formular kann mit dem Acrobat-Reader aber nicht gespeichert werden)
fragen_energie_nachhalt_kos.pdf

-

A Formblatt Flächenermittlung Raum- und Funktionsprogramm (s. Teil 1.10) (sechsstellige Tarnnummer voranstellen)
000000_kos_A_formbl_flaechen_raum_funktion.xls

-

B Formblatt Kostenermittlung (s. Teil 1.10) (sechsstellige Tarnnummer voranstellen)
000000_kos_B_formbl_WBW_Kosten_Massen.xls

4.1.10 Bilddokumentation - Bilddokumentation als jpg.-Dateien
01_bild-doku -

Umgebungsmodell als .jpg-Dateien
01_umgebungsmodell.jpg

4.1.11 ergänzende Informationen - Kurzbegründung der denkmalpflegerischen Unterschutzstellung
01_Untersch_Begruend.pdf

-

Leitdetails zum Umgang mit den Telefunkengebäuden der unteren Denkmalschutzbehörde
02_Denkmalschutzauflagen.pdf

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-

Übersichtsplan der Flächennutzungen aud dem ehemaligen Telefunkengelände
03_Uebersicht_Flaechennutzung_Telefunken.pdf

-

Flächennutzungsplan von Berlin, Ausschnitt Wettbewerbsgebiet 04_fnp.pdf 05_fnp_legende.pdf

4.2
-

Quellenangaben
Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen (Herausgeber): Ausschreibungsbroschüre zum Bauwettbewerb in zwei Stufen, Neubau der Bildungszentren Kopernikus-Oberschule mit Jugend-Freizeitheim Berlin-Steglitz, Otto-Hahn-Oberschule mit Ruderstützpunkt Berlin-Neukölln, März 1992 Bundesministerium für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau und Senatsverwaltung für Bauen, Wohnen und Verkehr (Herausgeber): Ausschreibungsbroschüre zum begrenzt offenen städtebaulichen Realisierungswettbewerb für Wohnungsbau für Parlamentarier und Bundesbedienstete auf dem Gelände der ehemaligen McNair-Kaserne, Berlin-Steglitz, März 1996 Die ehemaligen Telefunkenwerke Goerzallee – McNair-Barracks in Berlin-Steglitz, eine bauhistorisch-denkmalpflegerische Expertise mit Plan- und Bilddokumentation von Wolfgang Schäche und Norbert Szymanski, Berlin Oktober 2000 Dr.-Ing. Thomas Storch, Gutachten: Bestandsuntersuchungen zum Umbau eines Kasernengebäudes zu einem Schulgebäude „Kopernikus-Oberschule“, Goerzallee 190-238, 14167 Berlin

-

-

-

Abbildungsnachweis Titelbild: Lars Krokowski Abb. 1-3 Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Referat II D Abb. 4,10,11 Frauke Röth Abb. 5-9 Expertise mit Plan- und Bilddokumentation von Wolfgang Schäche und Norbert Szymanski, Berlin Oktober 2000 Abb. 12 Lars Krokowski

4.3

Weiterführende Informationen (als link)
- http://www.kopernikus.be.schule.de/
        
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