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Ausschreibung

Full text: Ausschreibung

Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg

Bezirkszentralbibliothek Frankfurter Allee Berlin Friedrichshain-Kreuzberg
Begrenzt offener Realisierungswettbewerb

Ausschreibung

Begrenzt offener Realisierungswettbewerb für Generalplaner Bezirkszentralbibliothek Frankfurter Allee Berlin Friedrichshain-Kreuzberg Ausschreibung

Berlin, Mai 2008

Herausgeber und Wettbewerbsdurchführung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Brückenstraße 6 10179 Berlin-Mitte Wettbewerbsausschreibung Nanna Sellin-Eysholdt, II D 11 Lars Krokowski Digitale Bearbeitung Lars Krokowski Titelbild Lars Krokowski Druck A&W Digitaldruck, Berlin

Inhaltsverzeichnis
Anlass und Ziel ........................................................................................7 Teil 1 Verfahren ........................................................................................9 1.1 1.2 1.3 1.4 1.5 1.6 1.7 1.8 1.9 1.10 1.11 1.12 1.13 1.14 1.15 1.16 1.17 1.18 Auslober, Bauherr, Bedarfsträger................................................9 Art des Verfahrens ......................................................................9 Grundsätze und Richtlinien für Wettbewerbe..............................9 Wettbewerbsteilnehmer/innen...................................................10 Preisgericht und Vorprüfung......................................................10 Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen .......................................12 Abgabe der Wettbewerbsarbeiten.............................................12 Ortsbesichtigung, Rückfragen...................................................13 Verzeichnis der Wettbewerbsunterlagen...................................13 Geforderte Leistungen ..............................................................14 Beurteilungsverfahren und Vorprüfung .....................................16 Preise und Honorare .................................................................16 Weitere Bearbeitung .................................................................17 Eigentum und Urheberrecht ......................................................17 Verfassererklärung ....................................................................17 Bekanntgabe des Ergebnisses / Ausstellung der Arbeiten........18 Haftung und Rückgabe .............................................................18 Zusammenfassung der Termine................................................18

Teil 2 Situation und Planungsvorgaben ..............................................19 2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 2.6 2.7 2.8 2.9 Städtebauliche Rahmenbedingungen .......................................19 Historische Entwicklung des Standortes ...................................22 Das Wettbewerbsgrundstück ....................................................24 Baudenkmale/ Denkmalensemble in näherer Umgebung.........25 Schulbautyp SK Berlin ..............................................................26 Technische Infrastruktur ............................................................27 Erschließung und Verkehr.........................................................28 Planungsrecht ...........................................................................29 Die Bezirkszentralbibliothek Friedrichshain-Kreuzberg.............29

Teil 3 Wettbewerbsaufgabe ..................................................................31 3.1 3.2 3.3 3.4 3.5 3.6 3.7 3.8 3.9 3.10 3.11 Teil 4 4.1 4.2 4.3 Planungsumfang .......................................................................31 Architektonische Zielsetzung ....................................................32 Funktionale Anforderungen .......................................................32 Nachhaltigkeit / Energieeffizienz / Ökologische Zielsetzung.....35 Erschließung/ Stellplätze...........................................................35 Freiflächen ................................................................................35 Baukosten / Wirtschaftlichkeit ...................................................36 Barrierefreies Bauen .................................................................37 Baurechtliche Vorschriften, Normen und Richtlinien .................37 Beurteilungskriterien des Preisgerichts.....................................38 Beurteilungskriterien des Preisgerichts.....................................38 Anhang.....................................................................................39 Digitale Anlagen (auf beiliegender CD-ROM) ...........................39 Quellenangaben........................................................................42 Weiterführende Informationen (als link) ....................................42

Bezirkszentralbibliothek Frankfurter Allee

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Bezirkszentralbibliothek Frankfurter Allee / Anlass und Ziel

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Anlass und Ziel
Als neuer Standort der Bezirkszentralbibliothek Friedrichshain-Kreuzberg soll ein ehemaliges Schulgebäude auf dem Grundstück Frankfurter Allee 14 A im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg umgeplant werden. Diese Maßnahme ist notwendig, da das Gebäude an den jetzigen Standort in der Grünberger Straße 54 für die Bibliothek zu klein geworden ist. Ziel des Wettbewerbs ist es, ein Bibliotheksgebäude zu erhalten, das den Anforderungen des modernen Bibliothekswesen genügt und flexible Nutzungen ermöglicht. Dazu sollen in dem ehemaligen Schulgebäude möglichst großzügige, vielseitig nutzbare Raumzusammenhänge entstehen. Die Bibliothek soll zu einem „öffentlichen Ort“ werden, an dem vielfältige Kommunikationsangebote wahrgenommen werden können. Städtebaulich prägend für den zukünftigen Bibliotheksstandort ist die unter Denkmalschutz stehende Straßen begleitende Bebauung der Karl-MarxAllee/Frankfurter Allee im neoklassizistischen Zuckerbäckerstil. Es ist ein Raumprogramm mit einer geplanten Nutzfläche (NF) von insgesamt ca. 2.651,00 m² zu realisieren. Als Gesamtbaukosten für die Baumaßnahme einschließlich der Außenanlagen ist eine Summe von 3.064.000 Euro einschließlich Mehrwertsteuer und Nebenkosten vorgegeben. Die Maßnahme wird mit Mitteln des Bund-Länder-Programms StadtumbauOst im Rahmen der Zukunftsinitiative Stadtteil gefördert.

Bezirkszentralbibliothek Frankfurter Allee

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Bezirkszentralbibliothek Frankfurter Allee / Teil 1 Verfahren

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Teil 1 Verfahren 1.1 Auslober, Bauherr, Bedarfsträger

Auslober, Bauherr Land Berlin, vertreten durch Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin Abteilung Bauen, Wohnen und Immobilienservice Immobilienservice Petersburger Straße 86-90 10247 Berlin Frank Vettel Tel.: +49 (0)30 90298 3150 Fax: +49 (0)30 90298 2570 E-Mail: frank.vettel@ba-fk.verwalt-berlin.de Bedarfsträger Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg Abteilung für Finanzen, Kultur, Bildung und Sport Bibliotheksamt Grünberger Straße 54 10245 Berlin Wettbewerbsdurchführung, Ausschreibung und Koordination Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Brückenstraße 6 10179 Berlin Nanna Sellin-Eysholdt, II D 11 Tel.: +49 (0)30 9025 2039 Fax: +49 (0)30 9025 2535 E-Mail: nanna.sellin-eysholdt@senstadt.berlin.de

1.2

Art des Verfahrens

Die Auslobung erfolgt als begrenzt offener einstufiger Realisierungswettbewerb für Architekten als Generalplaner bzw. Arbeitsgemeinschaften aus Architekten und Ingenieuren der Fachrichtung Tragwerksplanung und Technische Gebäudeausrüstung. Das gesamte Verfahren ist bis zum Abschluss anonym. Kommunikation Die Wettbewerbssprache ist Deutsch. Die Kommunikation mit den Teilnehmern erfolgt über E-Mail.

1.3

Grundsätze und Richtlinien für Wettbewerbe

Dem Wettbewerb liegen die Verdingungsordnung für freiberufliche Leistungen (VOF) und die Grundsätze und Richtlinien für Wettbewerbe auf den Gebieten der Raumplanung, des Städtebaus und des Bauwesens (GRW 1995 in der novellieren Fassung vom 22.12.2003) zugrunde, soweit

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nachstehend nichts anderes ausgeführt ist. Bei der Vorbereitung der Ausschreibung hat die Architektenkammer Berlin entsprechend den Regelungen der GRW beratend mitgewirkt. Der Wettbewerb wird bei der Architektenkammer Berlin unter der Registrier-Nr. B-2008-07 geführt. Einverständnis Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer und Gast erklärt sich durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren mit den vorliegenden Teilnahmebedingungen und der Anwendung der GRW 1995 einverstanden. Verlautbarungen jeder Art über Inhalt und Ablauf vor und während der Laufzeit des Wettbewerbsverfahrens, einschließlich der Veröffentlichung der Wettbewerbsergebnisse, dürfen nur über die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, - II D -, abgegeben werden. Datenschutz Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer, Gast und Auftragnehmer willigt durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren ein, dass seine personenbezogenen Daten im Zusammenhang mit o.g. Wettbewerb bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Form einer automatisierten Datei geführt werden. Diese Einwilligung ist auf der Verfasser- bzw. auf der Zustimmungserklärung zu bestätigen. Eingetragen werden Name, Anschrift, Telefon, Beauftragung im Wettbewerb, Kammermitgliedschaft, Berufsbezeichnung. Nach Abschluss des Verfahrens können auf Wunsch diese Daten gelöscht werden (durch Vermerk auf der Verfassererklärung). Gemäß § 6 des novellierten Datenschutzgesetzes ist die Einwilligung der Betroffenen notwendig, da eine spezielle Rechtsgrundlage für die Führung dieser Datei fehlt.

1.4

Wettbewerbsteilnehmer/innen

Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden in einem vorgeschalteten Bewerbungsverfahren (Teilnahmewettbewerb gemäß GRW und VOF) durch ein vom Preisgericht unabhängiges Auswahlgremium 9 Architekten als Generalplaner bzw. Arbeitsgemeinschaften aus Architekten und Ingenieuren der Fachrichtung Tragwerksplanung und der Fachrichtung Technische Gebäudeausrüstung ausgewählt. Vom Auslober wurden zur Teilnahme Roswag & Jankowski Architekten Partnerschaft, Tilman Bock Norbert Sachs Architekten und zanderroth architekten, alle Berlin, eingeladen.

1.5

Preisgericht und Vorprüfung
Ingrid Hentschel Architektin, Berlin Frank Assmann Architekt, Berlin

Fachpreisrichter

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Jutta Kalepky Architektin und Bezirksstadträtin für Bauen, Wohnen und Immobilienservice Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg Stellvertretende Fachpreisrichter Philipp Heydel Architekt, Berlin Peter Ostendorff Architekt und Referatsleiter Wettbewerbe und Auswahlverfahren Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Sachpreisrichter Frank Vettel Leiter Immobilienservice, Baumanagement Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg Susanne Metz Leiterin Bibliotheksamt Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg Stellvertretende Sachpreisrichter Michael Häusler Stellvertretender Leiter Baumanagement Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg Gabriele Schneider Leiterin Bezirkszentralbibliothek Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg Sachverständige Angela Hamann Fachbereich Stadtplanung Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg Annette Rähm Naturschutz und Grünflächen Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg Jens Baumgarten Fachbereich Bauaufsicht Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg Ulrike Ehrlichmann Beauftragte für Menschen mit Behinderung Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg Uwe Kranz Energiebeauftragter des Bezirks Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg Gerhard Oley Fachbereich Baumanagement Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg

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Inge Schmidt-Rathert Auswahlverfahren und Wettbewerbe Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Vorprüfung Ulrike Poeverlein Architektin, Berlin Birgit Petersen Architektin, Berlin Kostenprüfung/ Energieberatung Gäste Michael Galler Architekt, Berlin Sigrid Klebba Bezirksstadträtin für Finanzen, Kultur, Bildung und Sport Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg Peter Kever Architektenkammer Berlin Mitglieder der BVV Friedrichshain-Kreuzberg

1.6

Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen

Die Wettbewerbsunterlagen werden am 26. Mai 2008 im Rahmen der Ortsbesichtigung an die Teilnehmer ausgegeben (s. a. Punkt 1.8).

1.7

Abgabe der Wettbewerbsarbeiten

Die Arbeiten sind am 22. Juli 2008 von 14.00 bis 17.00 Uhr in der r Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Referat Wettbewerbe und Auswahlverfahren Brückenstraße 6 Jannowitzcenter 10179 Berlin Raum Nr. 4.026 abzugeben oder am selben Tag oder davor liegend per Post- oder Kurierdienst einzureichen. Bei der Einreichung durch Post- oder Kurierdienst ist eine Kopie des Aufgabebelegs in gleicher anonymisierter Weise wie die Arbeit selbst mit der Kennziffer versehen an o. a. Adresse nachzusenden. Die Wettbewerbsarbeiten sind zur Wahrung der Anonymität in verschlossenem Zustand ohne Absender oder sonstigen Hinweis auf den Verfasser, aber mit der Kennzahl und dem Vermerk „Realisierungswettbewerb Bezirkszentralbibliothek Frankfurter Allee“ einzureichen. Bei Zustellung durch Post- oder Kurierdienst ist der Empfänger als Absender anzugeben.

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Bei Einlieferung durch Post- oder Kurierdienst (porto- und zustellungsfrei für den Empfänger) gilt die Einlieferungsfrist als erfüllt, wenn der Aufgabestempel das Datum des 22. Juli 2008 oder eines davor liegenden Tages trägt. Der Verfasser trägt die Verantwortung, dass die geforderten Leistungen am 3. Tag nach Abgabedatum vorliegen. Der Verfasser selbst ist für die Lesbarkeit des Aufgabestempels auf der Sendung verantwortlich. Verspätet eingegangene Arbeiten, deren Aufgabestempel/Aufgabebeleg fehlt, unleserlich oder unvollständig ist oder dessen Richtigkeit angezweifelt wird, werden vorbehaltlich des späteren Nachweises fristgemäßer Einlieferung, den der Teilnehmer zu erbringen hat, mitbeurteilt. Kennzeichnung der Arbeiten Die Wettbewerbsarbeiten sind in allen Stücken nur durch eine gleichlautende Kennzahl zu bezeichnen. Sie ist aus sechs arabischen Ziffern zu bilden und in einer Größe von 1 cm Höhe und 4 cm Breite auf jedem Blatt und Schriftstück in der rechten oberen Ecke anzubringen. Der Wettbewerbsverfasser hat die Verfassererklärung mit seiner Anschrift in einem verschlossenen und undurchsichtigen Umschlag mit der gleichen Kennzahl abzugeben, mit der er seine Wettbewerbsarbeit gekennzeichnet hat. Dieser Umschlag ist gleichzeitig mit der Wettbewerbsarbeit abzugeben.

1.8

Ortsbesichtigung, Rückfragen

Ortsbesichtigung Die Ortsbesichtigung mit den Teilnehmern findet am 26. Mai 2008 um 10:00 Uhr statt. Der Treffpunkt ist vor dem ehemaligen Schulgebäude r Frankfurter Allee 14 A, 10247 Berlin. Im Anschluss daran, ab 11:00 Uhr, besteht die Möglichkeit, den jetzigen Standort der Bibliothek, Grünberger Straße 54, 10245 Berlin, zu besichtigen. Rückfragen Rückfragen (GRW 5.3) zur Ausschreibung können schriftlich per E-Mail gestellt werden. Sie müssen bis zum 3. Juni 2008 bei folgender E-MailAdresse eingegangen sein: nanna.sellin-eysholdt@senstadt.berlin.de Bei den Rückfragen ist auf die entsprechenden Teilziffern der Ausschreibung, auf die sie sich beziehen, Bezug zu nehmen. Ein Rückfragenkolloquium findet nicht statt. Die Beantwortung der Rückfragen erfolgt in Abstimmung mit dem Preisgericht. Die Zusammenstellung aller eingereichten Fragen und deren Beantwortung wird den Beteiligten zugesandt und ist Bestandteil der Ausschreibung.

1.9

Verzeichnis der Wettbewerbsunterlagen

Unterlagen des Wettbewerbs sind:
-

die vorliegende Ausschreibung

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-

die Zusammenstellung der Rückfragen und Antworten CD-ROM mit digitalen Daten (siehe Teil 4), u.a. die im Folgenden aufgeführten Planunterlagen und Dokumente:
-

Übersichts- und Arbeitsplan, u.a. als .dxf-Datei Zeichnungen des Bestandsgebäudes (Grundrisse, Schnitte) als .pdf-Dateien Luftbild als .tif-Datei Raum-, Funktionsprogramm als .pdf-Datei Gutachten zu statischen, konstruktiven und bauphysikalischen Randbedingungen

Hinweis Jeder Teilnehmer des Wettbewerbes verpflichtet sich, die vorliegenden digitalisierten Daten und Pläne nur für die Beteiligung am Wettbewerb zu nutzen. Daten, die im Rahmen der Bearbeitung als Zwischenprodukte anfallen und nicht an den Auslober abgegeben werden, sind nach Abschluss des Wettbewerbes zu löschen.

1.10

Geforderte Leistungen

Von den Teilnehmern werden folgende Leistungen erwartet: Geforderte Leistungen in Papierform 1. Lageplan 1:500 mit Darstellung der Gesamtsituation, Baukörper, Freiflächen, Erschließung, Stellplätze für Mobilitätsbehinderte sowie Fahrradabstellplätze 2. EG-Grundriss mit Darstellung der Freiflächen einschließlich der äußeren Erschließung sowie alle weiteren Grundrisse im M 1:200 3. Ansichten und zum Verständnis des Entwurfs erforderliche Schnitte M 1:200 4. Fassaden- bzw. Systemschnitt im M 1:20 mit Teilansicht – der Informationsgehalt dieses Schnittes soll annähernd dem eines Schnittes im Maßstab 1:50 entsprechen zur Vermittelbarkeit von Materialität, Gestaltqualität und zur Ermittlung der Kosten 5. Freie Darstellung der gestalterischen und räumlichen Qualität des/ der Innenräume 6. Perspektivische Ansicht des Gebäudes mit der Darstellung der Haupteingangssituation 7. Prüfpläne (gefaltet) ein Satz der verlangten Grundrisse und Schnitte mit Eintragung - der Raumbezeichnungen (entsprechend der Formblätter) - der für die Berechnung notwendigen Maße - der Raumgrößen - der Änderungen im Altbau in Anlehnung an § 3 (4) der Verordnung über Bauvorlagen im bauaufsichtlichen Verfahren (Bauvorlagenverordnung BauVorlVO/ Kennzeichnung durch rot/ gelb) 8. Berechnungen auf Formblättern (Formblatt Raumprogramm, Formblatt Gebäudekennwerte, s. 4.1.9 Formblätter). Der Rechenweg für alle Berechnungen ist nachvollziehbar auf den Prüfplänen darzustellen. - Brutto-Grundfläche BGF a - Brutto-Rauminhalt BRI a - Programmfläche

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9.

10. 11. 12. 13. 14.

Verhältnis Brutto-Grundfläche a / Nutzfläche (BGF a / Programmfläche) - DAF Dachflächen - HTF Horizontale Trennflächen - BAF Basisflächen - AWF Außenwandflächen - IWF Innenwandflächen - Gebäudehüllfläche A - Verhältnis A/V Erläuterungsbericht (getrennt von den Plänen, max. 2 DIN A 4 Seiten) mit - Erläuterung und Begründung des vorgeschlagenen Entwurfskonzepts - Beschreibung der Konstruktion und Materialien - Erläuterung der Umbaumaßnahmen - Aussagen zur Wirtschaftlichkeit Fragebogen zu Nachhaltigkeit / Energieeffizienz / Wirtschaftlichkeit (s. 4.1.9 Formblätter) Formblatt zur Ermittlung des Biotopflächenfaktors (s. 4.1.9 Formblätter) Baubeschreibung in Anlehnung an DIN 276 (neu) zu KG 300 und 400 Verzeichnis der eingereichten Unterlagen Verfassererklärung (s. 4.1.9 Formblätter)
-

Als verbindliche Form der Arbeit gilt der Papierausdruck. Jeder Teilnehmer darf nur eine Arbeit ohne Variante einreichen. Gemäß GRW 5.5 werden Darstellungen, die über die in der Auslobung geforderten Leistungen hinausgehen oder gegen bindende Vorgaben des Auslobers verstoßen, von der Vorprüfung ausgesondert. Farbige Darstellungen sowie erläuternde Skizzen sind zugelassen. Zusätzlich geforderte Leistungen in digitaler Form Folgende Leistungen sind in digitaler Form auf CD-Rom zu erbringen (für Vorprüfung, Ergebnisprotokoll und Veröffentlichung): - Präsentationspläne als Windows-kompatible .tif-Datei(en) in einer Auflösung von bevorzugt 300dpi (ggf. LZW-komprimiert) - die Präsentationspläne als pdf-Datei(en) mit eingebundenen Pixeldarstellungen in einer Auflösung von bevorzugt 300dpi. - die geforderten Leistungen nach Nr. 7 (Prüfpläne) als CAD-Datei im Format .dxf (AutoCAD, Version 2000 oder tiefer) oder .pln (ArchiCAD, Version 7 oder tiefer) - die ausgefüllten Formblätter zu Nr. 8 (s. 4.1.9 Formblätter) als .xlsDatei (Microsoft Excel) Hinweise zu den geforderten digitalen Leistungen „Offene“ Dateien aus Layout-Programmen (z.B. InDesign, QuarkExpress, Illustrator etc.) können nicht berücksichtigt werden. Bildmaterial, das nicht im genannten Windows-kompatiblen .tif-Format vorliegt, kann nicht berücksichtigt werden. Die CD-ROM selbst trägt als Titel nur die sechsstellige Kennzahl, mit der auch die schriftlichen Pläne gekennzeichnet werden (z.B. 123456). Die einzelnen Dateien auf der CD-ROM müssen wie folgt benannt werden:

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Der erste Teil des Dateinamens ist die sechsstellige Kennzahl, danach folgt ein Unterstrich und anschließend der eigentliche Dateititel, gefolgt von der Formatangabe, z.B. „tif“. Beispiele: Lageplan: Grundrisszeichnung Erdgeschoss: Ansichten: Prüfpläne:

123456_lageplan.tif 123456_grundriss_eg.pdf 123456_ansicht_01.pdf 123456_pruefplan_eg.dxf

In den Dateinamen dürfen keine Leer- und Sonderzeichen vorkommen. Die CD-ROM ist für Windows-kompatiblen PC zu erstellen. MacintoshFormate können grundsätzlich nicht verwendet werden. Allgemeine Hinweise Für die Präsentation der Wettbewerbsarbeiten stehen pro Wettbewerbsteilnehmer max. zwei 2,00 m hohe Rolltafeln mit einer Hängefläche von 1,96 m (Breite) x 1,46 m (Höhe) zur Verfügung.

1.11

Beurteilungsverfahren und Vorprüfung

Das Beurteilungsverfahren ist unter den Punkten 5.5, 5.6 und 5.7 sowie in den Anlagen II und III der GRW 1995 dargestellt. Ergänzend gilt Folgendes: Die eingereichten Arbeiten werden mit Hilfe eines Kriterienkataloges (Beurteilungskriterien gem. GRW 5.1.5) vorgeprüft. Bei der Erfüllung dieser Aufgabe können die Sachverständigen zur Unterstützung der Vorprüfer hinzugezogen werden. Dem Preisgericht werden die Ergebnisse der Vorprüfung als Entscheidungshilfe zur Verfügung gestellt, die Beurteilung der Arbeiten bleibt dem Preisgericht vorbehalten.

1.12

Preise und Honorare

Die Wettbewerbssumme (GRW 4.1) ist auf der Basis der §§ 15, 64 und 73 HOAI in Verbindung mit der GRW 1995 ermittelt. Für Preise und Ankäufe stehen insgesamt 28 000,00 EUR zur Verfügung. Vorgesehen ist folgende Aufteilung: 1. Preis 2. Preis 3. Preis Euro 14.000,– Euro 8.400,– Euro 5.600,–

Über die Preise und Ankäufe hinaus ist eine Kostenerstattung nicht vorgesehen. Die Preise und Ankäufe werden nach Entscheidung des Preisgerichts unter Ausschluss des Rechtsweges zugeteilt. Das Preisgericht kann einstimmig eine andere Verteilung beschließen oder Preisgruppen bilden. Die Mehrwertsteuer von derzeit 19 % ist in den genannten Beträgen nicht enthalten und wird den inländischen Teilnehmern zusätzlich ausgezahlt.

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1.13

Weitere Bearbeitung

Das Preisgericht gibt eine schriftliche Empfehlung für die weitere Bearbeitung der Wettbewerbsaufgabe. Der Bauherr wird unter Würdigung der Empfehlungen des Preisgerichts einem oder mehreren Preisträgern die weitere Bearbeitung der Aufgabe mit den Leistungsphasen 2 bis 9 nach §§ 15, 64 bzw. 73 HOAI übertragen, sofern kein wichtiger Grund einer Beauftragung entgegensteht, insbesondere soweit und sobald die dem Wettbewerb zugrundeliegende Aufgabe realisiert werden soll (GRW 7.1), unter der Voraussetzung, dass die Ausführung der ausgewählten Arbeit im Kostenrahmen möglich ist. Im Falle einer weiteren Bearbeitung werden durch den Wettbewerb bereits erbrachte Leistungen des Wettbewerbsteilnehmers bis zur Höhe des zuerkannten Preises oder Ankaufs nicht erneut vergütet, wenn der Wettbewerbsentwurf in seinen wesentlichen Teilen unverändert der weiteren Bearbeitung zugrunde gelegt wird (GRW 7.2). Kunst am Bau Gemäß den Ausführungen in der Allgemeinen Anweisung für die Vorbereitung und Durchführung von Bauaufgaben Berlins (Anweisung Bau) ist beabsichtigt, aus dieser Baumaßnahme Mittel für „Kunst am Bau“Maßnahmen bereitzustellen. Die Ausschreibung dieser Leistung soll in einem gesonderten Verfahren erfolgen.

1.14

Eigentum und Urheberrecht

Die eingereichten Unterlagen der mit Preisen ausgezeichneten und angekauften Wettbewerbsarbeiten werden Eigentum des Auslobers (GRW 6.4). Das Urheberrecht und das Recht der Veröffentlichung der Entwürfe bleiben dem Verfasser erhalten (GRW 7.3). Der Auslober ist berechtigt, die zu Beurteilung zugelassenen Arbeiten nach Abschluss des Wettbewerbs ohne weitere Vergütung zu dokumentieren, auszustellen und (auch über Dritte) zu veröffentlichen. Die Namen der Verfasser werden dabei genannt.

1.15

Verfassererklärung

Durch ihre Unterschrift in der Verfassererklärung versichern die Wettbewerbsteilnehmer, dass sie die geistigen Urheber der Wettbewerbsarbeiten, gemäß den Wettbewerbsbedingungen teilnahmeberechtigt, mit einer Beauftragung zur weiteren Bearbeitung einverstanden und zur fach- und termingerechten Durchführung in der Lage sind. Es wird darauf hingewiesen, dass die in der Verfassererklärung genannten Verfasser identisch mit den in der Bewerbung genannten Personen bzw. Arbeitsgemeinschaften sein müssen. Die Verfassererklärung befindet sich als Formblatt im Teil 4.1.9 Formblätter auf beiliegender CD-ROM.

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1.16

Bekanntgabe des Ergebnisses / Ausstellung der Arbeiten

Das Ergebnis des Wettbewerbs wird (unter Vorbehalt der Prüfung der Teilnahmeberechtigung) den Teilnehmern, deren Arbeit mit einem Preis ausgezeichnet wird, unmittelbar nach der Entscheidung des Preisgerichts mitgeteilt, allen anderen durch Übersendung des Preisgerichtsprotokolls mitgeteilt und der Öffentlichkeit über die Presse bekanntgegeben (GRW 6.1) sowie unter www.stadtentwicklung.berlin.de/ aktuell / wettbewerbe / angekündigt. Die zur Beurteilung zugelassenen Wettbewerbsarbeiten werden mit den Namen der Verfasser, der Mitarbeiter und Sonderfachleute, den Preisen, der Aufnahme in die engere Wahl und dem Preisgerichtsprotokoll öffentlich ausgestellt. Eröffnung, Ort und Dauer der Ausstellung werden den Wettbewerbsteilnehmern und der Presse bekannt gegeben (GRW 6.3).

1.17

Haftung und Rückgabe

Für die Beschädigung oder den Verlust der eingereichten Arbeiten haftet der Auslober nur im Fall nachweisbar schuldhaften Verhaltens (GRW 6.5). Die nicht prämierten Arbeiten von in Berlin ansässigen Teilnehmern können zu einem Zeitpunkt, der ihnen rechtzeitig mitgeteilt wird, bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung - II D - abgeholt werden. Sind diese Arbeiten, trotz einer Erinnerung sechs Wochen nach dem genannten Termin nicht abgeholt worden, so geht der Auslober davon aus, dass die betreffenden Teilnehmer das Eigentum an ihren Arbeiten aufgegeben haben und wird dann mit diesen Arbeiten nach seinem Belieben verfahren. Im Übrigen erfolgt die Rücksendung der nicht prämierten Arbeiten von Teilnehmern, die nicht in Berlin ansässig sind, nur dann, wenn die Arbeiten in transportgerechter und wiederverwendbarer Verpackung eingereicht wurden.

1.18

Zusammenfassung der Termine
26.05.2008 03.06.2008 10.06.2008 22.07.2008 21.08.2008 Oktober 2008

Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen/ Ortsbesichtigung Rückfragen über Internet bis Versand des Rückfragenprotokolls voraussichtlich bis Abgabe der Arbeiten Sitzung des Preisgerichts Ausstellung voraussichtlich

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Teil 2 Situation und Planungsvorgaben 2.1 Städtebauliche Rahmenbedingungen

Lage im Stadtgebiet Das Wettbewerbsgrundstück befindet sich im Ortsteils Friedrichshain, der nordöstlichen Hälfte des Bezirks Friedrichshain-Kreuzbergs. Das Grundstück liegt in einem Block, der im Westen von der Warschauer Straße, im Norden von der Frankfurter Allee, im Osten von der Niederbarnimstraße und im Süden von der Boxhagener Straße begrenzt wird.

Abb. 1: Schwarzplan

M. 1:10.000

Baustruktur der Umgebung Städtebaulich wird der Standort durch die großmaßstäbliche 50er-JahreBebauung im neoklassizistischen Zuckerbäckerstil und die angrenzenden gründerzeitlichen Bauten dominiert. Im umliegenden Stadtquartier finden sich weitgehend Wohngebäude, Kleingewerbeansiedlungen, Läden und Gastronomiebetriebe. In Richtung Süden und Osten schließt ein typisches Berliner Gründerzeitquartier in Blockrandbebauung an. Städträumlich wird das Quartier durch die sich kreuzenden Verkehrsachsen Karl-Marx-Allee/ Frankfurter Allee und Warschauer Straße/ Petersburger Straße geprägt.

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Abb. 2:

Luftbild mit Eintragung der derzeitigen Grundstücksgröße

M. 1:5.000

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Abb. 3:

Lageplan mit Eintragung der derzeitigen Grundstücksgröße

M. 1:5.000

Bezirkszentralbibliothek Frankfurter Allee / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

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2.2

Historische Entwicklung des Standortes

Frankfurter Tor Die Frankfurter Straße (heute Frankfurter Allee) diente über Jahrhunderte als Handelsweg von Berlin über Frankfurt/Oder nach Breslau, Danzig und Königsberg. 1701 wurde das Frankfurter Tor mit einem dazugehörigen Wachgebäude errichtet. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, mit dem Einsetzen der Industrialisierung, war die Stadtmauer überflüssig geworden und sie wurde nach und nach abgebrochen. 1866 wurde mit dem Abriss des Frankfurter Tores begonnen. Erste Bebauung 1862 legte James Hobrecht den von ihm entwickelten Bebauungsplans („Hobrecht-Plan“) vor. Im Bereich des Wettbewerbsgrundstücks sah der Plan die Beibehaltung der bestehenden Straßen vor (heute: Frankfurter Allee und Boxhagener Straße). Neu geplant wurde die Ringstraße um den Stadtkern (heute: Warschauer Straße). Die erste Bebauung setzte entlang der Frankfurter Straße ein. Bis 1895 ist sie im Bereich des Wettbewerbsgrundstücks vollständig bebaut. Zwischen 1896 und 1908 wurde die, zuvor noch weitgehend unbebaute Ringstraße bebaut und auch in der Boxhagener Straße entstanden erste Gebäude. Bis zum Beginn des 1. Weltkriegs war die Bebauung des gesamten Gebiets weitgehend abgeschlossen. Entwicklung nach 1945 Das nach dem zweiten Weltkrieg vom damaligen Stadtbaurat Hans Scharoun entwickelte Konzept für die Neugestaltung gesamt Berlins, das eine vollkommene Neuaufteilung und Dezentralisierung der Stadt vorsah, sollte im stark zerstörten Stadtbezirk Friedrichshain im sowjetisch verwalteten Ostteil der Stadt erstmals großflächig realisiert werden. 1949 entstanden zwei Laubenganghäuser, die auf Scharouns Vorstellungen zurückgingen (Karl-Marx-Allee 102–104 und 126–128). Kurz darauf wurden Scharouns Pläne als formalistisch, elitär und westlich-dekadent verworfen. Maßstab für das repräsentative Bauvorhaben der Ende 1949 gegründeten DDR wurde nun die sowjetische Monumentalarchitektur als Vorbild für die spätere Karl-Marx-Allee.

Abb. 4: Luftbild 1953

Bezirkszentralbibliothek Frankfurter Allee / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

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Ab 1951 wurde die Neubebauung der Magistrale zwischen Straußberger Platz und Frankfurter Tor von einem Planungskollektiv um Herrmann Henselmann umgesetzt. Die daraus entstandene Bebauung ähnelte stilistisch der Lomonossow-Universität in Moskau. 1952 entstand in unmittelbarer Nähe zur Karl-Marx-Allee das Hochhaus an der Weberwiese nach Plänen von Hermann Henselmann, das für die Architektur der Magistrale stilprägend wurde.

Abb. 5: Bebauungsplan Stalinallee von 1961

Die über mehrere Kilometer verlaufende Magistrale wurde gesäumt von groß dimensionierten Wohnblöcken im sogenannten Zuckerbäckerstil mit bis zu 13 Stockwerken. Die Fassaden waren durch Stilelemente des Berliner Klassizismus wie dorische oder ionische Säulen, Ziergiebel mit Architrav und Fries etc. geprägt. Aufgelockert wurde der stringente Städtebau durch mehrere Plätze und zurückgezogene Einzelbauten, die besondere Funktionen (Kino, Tanzsaal, Sportpalast) beherbergen sollten. Im Erdgeschoss fanden sich hauptsächlich Läden. Der so entstandene Prachtboulevard wurde im Westen vom Strausberger Platz mit Hochhäusern von Henselmann, die wie ein Stadttor wirken und an die amerikanische Art Déco-Architektur der 1930er angelehnt sind, begrenzt. Im Osten bildete das Frankfurter Tor mit seinen zwei Türmen die Begrenzung. Die Kuppeln sind an die Gontardschen Türme des Deutschen und Französischen Doms angelehnt. Entgegen den ursprünglichen Plänen wurde vor allem wegen der hohen Baukosten der Boulevard nicht bis zum Alexanderplatz einheitlich bebaut. Zudem war ein Stilwandel eingetreten. Ab dem Strausberger Platz bis zum Alexanderplatz wurden deshalb im Gegensatz zum prachtvollen Zuckerbäckerstil schlichte acht bis zehngeschossige Plattenbauten als Wohnhäuser mit weiten Grünflächen zur Straße und zwischen den Blöcken errichtet. Im Gegensatz zu den früheren Bauten wurde in diesem Abschnitt auch das Hinterland der Allee bebaut. Als Folge der Nichtvollendung der ursprünglichen Pläne blieb das Wettbewerbsgrundstück, welches ursprünglich für eine zurückgesetzte Bebauung vorgesehen war, vorerst unbebaut.

Bezirkszentralbibliothek Frankfurter Allee / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

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1969 wurde der Bauantrag für das jetzige Schulgebäude eingereicht. Das Gebäude entstand als Berliner Variante des standardisierten DDRSchulbausystems, dem Serientyp „ SK Berlin“ (s. 2.6).

2.3

Das Wettbewerbsgrundstück

Grundstück/Größe Das Wettbewerbsgrundstück befindet sich in der Frankfurter Allee 14 A, 10247 Berlin, in der rückwärtigen Bebauungszone der Straße. Die Grundstücksgröße beträgt ca. 3.800 m². Auf dem Grundstück befindet sich ein viergeschossiges ehemaliges Schulgebäude mit einem SouterrainGeschoss des Serientyps „SK Berlin“ mit ca. 3.540,00 m² BGF, das zurzeit ungenutzt ist. Eigentum Das Flurstück sowie das sich darauf befindende Gebäude sind Eigentum des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg und werden nach Abschluss der Baumaßnahme 2010 dem Fachvermögen des Bibliotheksamts zugeordnet. Baugrund Das Wettbewerbsgrundstück liegt im Talsandbereich des jungpleistozänen Warschau-Berliner-Urstromtals. Der oberflächennahe Schichtenaufbau besteht im Allgemeinen aus mehrere Meter mächtigen glazifluviatilen Sanden. Es handelt sich hierbei meist um Fein- bis Mittelsande mit gelegentlichen grobsandigen bis kiesigen Einlagerungen. Örtliche Abweichungen der Gesteinsausbildung, der Schichtenfolge und der Mächtigkeit sind möglich. Grundwasser Der Grundwasserstand des Hauptgrundwasserleiters steht im Bereich des Grundstücks im ungespanntem Zustand an. Die Grundwasserdruckhöhe entspricht der Grundwasseroberfläche. Die Ermittlung der Grundwasserstände beruht auf der flächenhaften Interpolation von Grundwasserwerten, die an den Messstellen in der näheren und weiteren Umgebung des Grundstücks seit dem Jahr 1934 festgestellt wurden. Der aus den beobachteten Werten für das Grundstück interpolierte höchste Grundwasserstand (HGW) trat im Jahr 1946 auf und betrug ca. NHN +34,1 m. Im Januar 2008 lag der aktuelle Grundwasserstand im Grundstücksbereich zwischen NHN +33,9 m (siehe Anhang 4.1.3 Weitere Planungsunterlagen, Schichtenverzeichnis). Altlasten Zurzeit ist das Schulgrundstück nicht im Bodenbelastungskataster registriert und nach derzeitigem Kenntnisstand gibt es keine Hinweise auf schädliche Bodenverunreinigungen und Altlasten. Im Gebäude kann das Vorhandensein von Kamilit, Asbest und PaK’s nicht vollständig ausgeschlossen werden. Eine Asbestsanierung der Flurbereiche (abgehängte Decken) ist bereits erfolgt.

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Kampfmittel Nach gegenwärtigem Kenntnisstand bestehen keine konkreten Anhaltspunkte auf das Vorhandensein von Kampfmitteln. Das Vorhandensein von Kampfmitteln im Erdreich kann trotzdem nie völlig verbindlich ausgeschlossen werden. Freiflächen Die Freiflächen zeichnen sich nicht durch eine besondere Gestaltung aus und befinden sich durch den Leerstand des Gebäudes in einem ungepflegten Zustand. Baumbestand Auf dem Grundstück befinden sich mehrere größere Bäume. Es gilt die Verordnung zum Schutz des Baumbestandes in Berlin (Baumschutzverordnung – BaumschVO), zuletzt geändert durch die 4. Verordnung zur Änderung der BaumschVO vom 05.10.2007 (GVBl. S.558) (siehe 4.1.5 Vorschriften).

2.4

Baudenkmale/ Denkmalensemble in näherer Umgebung

Die Straßen begeleitende Bebauung der Frankfurter Allee zwischen Frankfurter Tor und Niederbarnimstraße ist Bestandteil des Denkmalensembles Karl-Marx-Allee/Frankfurter Allee. Der Straßenzug Karl-MarxAllee/Frankfurter Allee ist einschließlich seiner Bebauung als Denkmalbereich in die Berliner Denkmalliste eingetragen. Das Grundstück Boxhagener Straße 111 ist ebenfalls als Denkmalbereich gekennzeichet. Die hier befindliche ehemalige Etagenfabrik mit Wohnund Geschäftshaus 1904 von Arnold Kuthe ist als Einzeldenkmal (mit zwei Gebäuden) eingetragen.

Abb. 6: Einzeldenkmale und Denkmalbereich Frankfurter Allee

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26

2.5

Schulbautyp SK Berlin

Das ehemalige Schulgebäude entstand als Typenbau der Serie SK Berlin. Dieser Typ wurde in den späten 1960er Jahren aus der Typenserie 66 entwickelt, dem Musterbautyp für den DDR-Schulbau.

Abb. 7: Ansicht Typenserie 66

Typenserie 66 Entsprechend dem steigenden Bedarf an Schulbaukapazitäten im Zuge der Einführung des „einheitlichen sozialistischen Bildungssystems“ wurde im DDR-Schulbauprogramm 1966/1970 der Bau von ca. 14.000 Unterrichtsräumen vorgesehen. Für die Konstruktion wurde die „Montagebauweise Wandbau 2 Mp“ vorgesehen – in Betonwerken vorgefertigte Wandbauteile wurden auf der Baustelle zum Gebäude zusammengefügt, „2 Mp“ steht für das maximale Gewicht von 2 Megapond (entspricht 2 t) der Elemente, das als wirtschaftlichste Größe in Bezug auf Transport und Verarbeitung auf der Baustelle angesehen wurde. Durch regionale Unterschiede in Produktion und Verarbeitung zeichneten sich Probleme mit der strikt einheitlichen Einführung der Typenserie 66 ab. So wurden in der Folge nur das funktionale Grundkonzept, das Raumprogramm und die ökonomischen Kennziffern zur Bedingung gemacht, auf dessen Grundlage sich regionale Varianten entwickelten. Schulbautyp SK Berlin Als eine der regionalen Weiterentwicklungen der Typenserie 66 wurde in Berlin ab den späten 1960er Jahren der Typ SK Berlin als Standardbautyp für Polytechnische Oberschulen in großer Anzahl realisiert. Seine Grundkonstruktion basiert nicht, wie beim Typenserie 66, auf einer Wandmontagebauweise. Vielmehr wurde hier eine Stahlbetonskelettbauwei se (SK) mit Fertigteilen angewandt, die jedoch mit Wandtafeln aus dem üblichen Sortiment kombiniert wurde, um die Aussteifung zu gewährleisten. Möglich wurde die Kombination beider Bausysteme, da die Bauteilsortimente auf dem gleichen Flächenraster beruhten. Grundsätzlich basierten sie auf einem horizontalen Grundraster von 1,20 m, als Geschosshöhen kamen für „Gebäude mit wohnähnlichem Charakter“ 2,80 m, für Gesellschaftsbauten 3,30 m bis 4,80 m und für Flachbauten (Sporthallen, Schwimmhallen etc.) 7,20 m zum Einsatz. Durch die Skelettkonstruktion erlaubt der Typ SK Berlin eine höhere Flexibilität als die starren Systeme mit Massivwänden. In der Regel vier-

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geschossig plus Kellergeschoss erstellt, weist er eine Geschosshöhe von 3,30 m auf. Das Querachsenraster beträgt innerhalb des Gebäudes 3,60 m bzw. 4,80 m, in der Längsachse sind drei Stützenreihen angeordnet. Die Hauptträger verlaufen in Längsachse, auf den äußeren Stützenreihen 530 x 30 cm) liegen Einzelriegel (50 x 30 cm) auf, auf der inneren Stützenreihe (80 x 30 cm) zwei Riegel (20 x 50 cm) auf, was in diesem Bereich die vertikale Leitungsführung ermöglicht. Die Deckenplatten mit 24 cm Dicke und einem Fußbodenaufbau von 75 mm liegen auf den Hauptträgern auf. Die Außenwände bestehen an den Längsseiten im Brüstungsbereich aus vorgehängten Stahlbetonfertigteilen mit einer kassettenartigen Struktur mit Systemlängen von 3600 und 4800 mm. Die Giebelwände bestehen aus vorgehängten, geschosshohen Stahlbetonfertigteilen mit einem Systemmaß von 1800 mm. Alle Fassadenelemente bestehen aus einer außenliegenden Leichtbeton-Tragschicht und einer innenseitigen HWLPlatten- und Kamilitdämmung (Kamilit ist als krebserregender Stoff der Kategorie 2 eingestuft).

2.6

Technische Infrastruktur

Gebäudetechnik Im Gebäude sind die technischen Anlagen weitgehend demontiert worden. Elektrizität Die Vattenfall-Stromleitung verläuft von der Frankfurter Allee 16 kommend parallel zur Ostseite des Gebäudes, knickt nach der Abböschung nach Westen ab und verläuft parallel der Südseite folgend das Gebäude entlang. Über die Südseite ist das ehemalige Schulgebäude an die Stromversorgung angeschlossen. Erdgas Leitungen für die Gasversorgung verlaufen in der Straße vorm Schulgrundstück von der Frankfurter Allee aus hin zum benachbarten Gebäude der Georg-Friedrich-Händel-Schule. Die Versorgung findet über eine Niederdruckgasleitung am Vorbau an der Nordwestseite des ehemaligen Schulgebäudes statt. Bei Baumpflanzungen beträgt der Mindestabstand zu Anlagen der GASAG 2,5 m. Fernwärme Im Bereich der Erschließungsstraße südlich der Gebäude an der Frankfurter Allee liegen Fernwärmeleitungen an. Trinkwasserversorgung Von der Frankfurter Allee aus ist das ehemalige Schulgebäude mit Leitungen an das Trinkwasserversorgungsnetz angeschlossen. Abwasser Nördlich des ehemaligen Schulgrundstücks, im Bereich der rückwärtigen Erschließungsstraße der Wohngebäude an der Frankfurter Allee, verläuft ein Mischwasserkanal mit DN 300 (s. 4.1.3 Digitale Anlagen/ Informationspläne).

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Telekommunikation Hauptleitungen der Deutschen Telekom liegen in der Frankfurter Allee. Von hier aus wird das ehemalige Schulgebäude über eine separate Leitung versorgt.

2.7

Erschließung und Verkehr

Übergeordnete Erschließung Das Wettbewerbsgrundstück liegt in der hinteren Bebauungszone der Frankfurter Allee (B 1/5), einer vom Alexanderplatz ausgehenden Radialen und wichtigsten Verbindung zwischen dem östlichem Stadtzentrum und den im Osten Berlins gelegenen Bezirk. Über sie gelangt man zum Alexanderplatz bzw. in entgegengesetzter Richtung in die Bezirke wie Lichtenberg und Hellersdorf. In ihrer Verlängerung kann die Auf- bzw. Abfahrt zur Autobahn A10 (Berliner Ring) erreicht werden. Erschließung des Wettbewerbsgrundstücks Das Grundstück der zukünftigen Bezirkszentralbibliothek ist über eine Stichstraße von der Frankfurter Allee aus erschlossen, die auch den Blockinnenbereich der Wohnbebauung an der Frankfurter Allee erschließt. Der Blockinnenbereich wird zum Teil als Parkplatz genutzt. Die Haupterschließung befindet sich zurzeit auf der rückwärtigen Seite des Gebäudes. Sie erfolgt über eine Haupttreppe im östlichen Gebäudeteil. Durch die Ausbildung eines Souterraingeschosses ist der Eingangsbereich nicht ebenerdig angeschlossen. ÖPNV In fußläufiger Entfernung befindet sich an der Kreuzung Frankfurter Allee und Warschauer Straße der U-Bahnhof Frankfurter Tor der U-Bahnlinie 5,

Abb. 8: Bestandsgrundriss Erdgeschoss mit gegenwärtiger Erschließung

die nach vier Stationen den S + U-Bahnhof Alexanderplatz erreicht bzw. stadtauswärts nach zwei Stationen einen Umstieg in die Ringbahn ermöglicht. Gleichfalls sind hier auch die Haltestellen der Tramlinie M10 und M7. Die M10 erreicht in südlicher Richtung nach zwei Stationen den S + UBahnhof Warschauer Straße, während sie in nördlicher Richtung durch den Bezirk Prenzlauer Berg führt und am Nordbahnhof im Bezirk Mitte endet.

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2.8

Planungsrecht

Flächennutzungsplan Der FNP 94 (Neubekanntmachung vom Januar 2004) stellt das Gebiet, auf dem sich das Wettbewerbsgrundstück befindet, als Gemeinbedarfsfläche mit hohem Grünanteil mit der Zweckbestimmung Schule dar. Landschaftsplan Im Bereich ist des Wettbewerbgrundstücks ist mit Rechtsverordnung vom 09.03.1999 der Landschaftsplan Frankfurter Allee-Süd (V-L-2) festgesetzt worden. Auf der Wettbewerbsfläche ist ein Biotopflächenfaktor von 0,4 nachzuweisen. Planungsrecht Die Zulässigkeit von Vorhaben wird nach § 34 BauGB entschieden. Für das Gebiet existiert kein Bebauungsplan. Bauordnungsrecht Der Planung ist die Bauordnung des Landes Berlin (BauOBln, www.stadt entwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/bauen.shtml) in der aktuellen Fassung zugrunde zu legen.

2.9

Die Bezirkszentralbibliothek FriedrichshainKreuzberg

Die Bezirkszentralbibliothek ist der einzige Bibliotheksstandort im Ortsteil Friedrichshain. Ihre Zielgruppe sind alle Bürger/innen, die Informationen benötigen oder den Umgang mit diesen erlernen wollen. Sie deckt insbesondere die Versorgung der ganzen Friedrichshainer Bevölkerung ab und bietet für alle 35 Kindertagesstätten und 13 Grund-/ Sonderschulen des Stadtteils Veranstaltungen zur Sprach- und Leseförderung an. Die Bezirkszentralbibliothek ist auch Dienstleistungseinrichtung der Bibliotheken im Ortsteil Kreuzberg und vereint die zentralen Aufgaben wie Erwerbung, Katalogisierung, Buchbinderei, EDV, Mahnwesen, Verwaltung usw. unter einem Dach. Die Bibliothek kooperiert mit örtlichen und überörtlichen Bildungs- und Kultureinrichtungen und Institutionen. Ziel ist es, insbesondere mit Kindertagesstätten, Schulen und der Volkshochschule auf den Gebieten kulturelle (Weiter-)Bildung, Vermittlung von Medienkompetenz und lebenslanges Lernen zusammenzuarbeiten. Die Angebote der Stadtbibliothek und ihrer Kooperationspartner ergänzen sich, um den Bürger/innen ein breit gefächertes und innovatives Informations- und Bildungsangebot zu sozial verträglichen Bedingungen zu bieten. Der Bezirkszentralbibliothek stehen an ihrem jetzigen Standort in der Grünberger Straße 54 insgesamt 2.800 m² zur Verfügung, wovon 1.834 m² Publikumsfläche sind. Die Fläche verteilt sich auf drei Geschosse. Die öffentlich zugänglichen Publikumsbereiche befinden sich im zweiten und fünften Geschoss, während im dritten Geschoss Büros, Arbeits- und Magazinräume untergebracht sind. Die jetzigen Bestände der Bibliothek betragen rund 110.000 Medieneinheiten, für die ca. 2.660 lfd. Regalmeter zur Verfügung stehen.

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Bezirkszentralbibliothek Frankfurter Allee / Teil 3 Wettbewerbsaufgabe

31

Teil 3 Wettbewerbsaufgabe 3.1 Planungsumfang

Gegenstand der Wettbewerbsaufgabe ist die Planung der Bezirkszentralbibliothek Friedrichshain-Kreuzberg in einem ehemaligen Schulgebäude auf dem Grundstück Frankfurter Allee 14 A im Bezirk FriedrichshainKreuzberg. Das Gebäude soll wegen der Umgestaltung zur Bibliothek funktional neu geordnet werden. Wegen der geringen zur Verfügung stehenden Gesamtbausumme sollten Eingriffe in die Bausubstanz, wenn entwurfsbedingt notwendig, möglichst sparsam erfolgen. Ergänzungsbauten sind ausgeschlossen, wobei ein ggf. außen an die Fassade gesetzter Aufzug nicht als Ergänzungsbau gilt. Die Flächenvorgaben im Raumprogramm ergeben sich aus einer größtmölichen Einsparung von Verkehrsflächen und sind entwurfsbedingt einzuhalten. Die geschossweise Aufteilung in unterschiedliche Funktionen ist vom Nutzer gewünscht und sollte so umgesetzt werden (siehe 3.3 Funktionale Anforderungen). Es ist angestrebt, ein Raumprogramm mit einer geplanten Nutzfläche (NF) von insgesamt ca. 2.651,00 m² zu realisieren. Das Raumprogramm basiert auf folgendem Leistungsvolumen: - 120.000 Medien, 3.000 lfd. Regalmeter - 48 Öffnungsstunden an 6 Tagen in der Woche - 230.000 Besucher pro Jahr - 450 Besuche von Kita- und Schulgruppen - Entleihung von 750.000 Medieneinheiten pro Jahr - 30 Mitarbeiter Die Bibliothek gliedert sich funktional und organisatorisch in folgende Bereiche (jeweilige Flächenbedarf, NF, gerundet): Eingangsbereich Veranstaltungsbereich Jugend-, Kunst- und Musikbibliothek Familienbibliothek Interner Arbeitsbereich Bibliothek für Sachliteratur und -medien 400 m² 100 m² 570 m² 560 m² 460 m² 580 m²

Ziel ist es, durch die Umgestaltung des bestehenden Gebäudes ein Bibliotheksgebäude zu erhalten, das den Anforderungen des modernen Bibliothekswesen genügt und flexibel Nutzungen ermöglicht. Die Planungen sollen unter anderen unter dem Gesichtspunkt erfolgen, dass in Zukunft ein elektronisches Zugangskontroll- und Medienverwaltungssystem auf RFID-Basis (Radio Frequency Identification) eingeführt wird (voraussichtlich ab 2010). Für die Angebote der Bibliothek ist eine übersichtliche und besuchergerechte Zugänglichkeit zu schaffen. Die jetzigen Bestände (rund 110.000 Medieneinheiten oder 2.660 lfd. Regalmeter) sollen zusammen mit der vorhandenen Möblierung (s. Liste im Anhang 4.1.4 Funktionale Anforderungen) im neuen Standort Frankfurter Allee 14 A eingegliedert werden.

Bezirkszentralbibliothek Frankfurter Allee / Teil 3 Wettbewerbsaufgabe

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Die dem Wettbewerbsgrundstück zugeordneten Außenbereiche sind der Nutzung des Gebäudes angemessen zu gestalten, wobei pflegeintensive Entwürfe nicht gewünscht sind. Der Wettbewerbsentwurf ist unter dem Aspekt der Energieeffizienz als Niedrigenergiegebäude zu planen, das die Anforderungen der EnEV 2007 um mindestens 30 % unterschreitet (entspricht somit voraussichtlich dem Standard der EnEV 2009).

3.2

Architektonische Zielsetzung

Das Gebäude soll in seiner wichtigen Funktion als zentrale Bibliothek des Ortsteils Friedrichshain erkennbar sein. Eine wesentliche Aufgabe des Wettbewerbs ist es, dem spröden Typenbau aus dem Ende der 60er Jahre durch gestalterische Maßnahmen eine der Bibliothek angemessene Architektursprache zu verleihen. Durch die Lage im Blockinneren sollte von der Frankfurter Allee das öffentliche Gebäude erkennbar und durch einen zentralen Eingang gut auffindbar sein. Die Gestaltung des zukünftigen Bibliotheksgebäudes soll sich mit der umliegenden Bebauung auseinandersetzen. Die Angebote der Bezirkszentralbibliothek sollen in großzügigen, offenen Bereichen zielgruppenorientiert präsentiert werden. Dazu sollen im Bestandsgebäude möglichst große, flexibel nutzbare Raumzusammenhänge geschaffen werden. Die Bibliothek soll zu einem „öffentlichen Ort“ werden, an dem vielfältige Kommunikationsangebote wahrgenommen werden können. Es ist vorgesehen, in den Bibliotheksräumen auch Ausstellungen durchzuführen, so dass die Wände sowohl als Stellfläche für Wandregale wie auch für Ausstellungen genutzt werden sollen.

3.3

Funktionale Anforderungen

Bei der Planung sollten folgende Vorgaben beachtet werden: Eingang - Der Haupteingang zur Bibliothek soll zur Straßenseite verlegt werden und behinderten-/Kinderwagengerecht sein (z.B. ebenerdig, Türbreite und -öffnung) - Vor dem Haupteingang werden ca. 20 Fahrradständer benötigt - Die Etagen müssen über das Treppenhaus und einen Aufzug zu erreichen sein - Großer Briefkasten mit Anbindung zum Rauminneren - Ladezone für Lieferanten, Hausmeister und Bibliotheksbus Souterrain - Interner Arbeitsbereich - Büros, Arbeits- und Aufenthaltsräume für 30 MA - 1 Besprechungsraum für ca. 10 Personen - Kleiner Raum für Drucker und Kopierer - Raum für Haustechnik (einschließlich IT) - Lagerflächen: Geschäftsbedarf, EDV, Hausmeister (ca. 55 m2) - Kleiner Pausenraum mit Teeküche, Kühlschrank und Mikrowellen für max. 10 Personen

Bezirkszentralbibliothek Frankfurter Allee / Teil 3 Wettbewerbsaufgabe

33

-

Mitarbeiter-WC (behindertengerecht) Kleiner Raum für Reinigungskräfte und Material, Wasseranschluss Im Souterrain sollen auch Buchbindemaschinen untergebracht werden. Dies ist bei der Planung zu berücksichtigen.

Erdgeschoss (nicht ebenerdig) - Foyer mit offener Sichtverbindung nach außen sowie Ablageflächen r für Informationsmaterialien zur kostenlosen Mitnahme; Bereich für Taschenschränke und Ablagen für Taschen etc.; Zugang zum Aufzug - Verbuchungszone: kombinierte Verbuchungs- und Erstauskunftstheke sowie Selbstverbuchungs- und Kassenautomaten mit Rücksortierungsanlage und Stellfläche für Bücherwagen (ca. 22 m2); Rückgabeautomat in Außenwand eingelassen für 24 Stundenservice; Mediensicherungsanlage im Türbereich; Regale für vorgemerkte Medien, Regale für zurückgebuchte Medien - Kleiner Medien- und Kassenraum (Leihverkehrbearbeitung etc. – Nähe Verbuchungszone) - Zentraler Ort für besondere zeitlich begrenzte Bestandspräsentationen (ca. 5 m²) - Lese-Café mit angeschlossenem Zeitschriften-/Zeitungslesesaal (ca. 12 Tages- und Wochenzeitungen und ca. 4000 Zeitschriftenhefte) - Arbeitsplätze (u.a. mit Internet-PC; ca. 10 Plätze) - Veranstaltungsraum für ca. 50 Personen (wenn möglich mit separatem Eingang für Nutzung außerhalb der Bibliotheksöffnungsstunden und mit Anbindung an das Lesecafe sowie WC) - Büro für das Service-Center (d.h. Beschwerde- und Mahnstelle, r Publikumsverkehr, ca. 20 m2) - Stellfläche Kopiergerät für Kunden - Wandfläche für 3 große Pinwände / Schwarze Wand - WC Erstes OG - Familienbibliothek - Die Zielgruppen der Familienbibliothek sind Kinder bis 12 Jahre, Eltern und Großeltern sowie Erzieher/innen und Grundschullehrer/innen. - Der Buch- und Medienbestand ist allein auf diese Zielgruppen ausgerichtet und wird rund 31.500 Medieneinheiten (1050 lfd. Regalmeter) umfassen. - Kleines Magazin u.a. für Klassensätze (ca. 3.400 Medieneinheiten, 100 lfd. Regalmeter) - 2 separaten Veranstaltungsräumen (25m² für bis 20 Kinder und 50m² für bis 30 Kinder), in denen Veranstaltungen zur Sprach- und Leseförderung für Kita- und Grundschulgruppen stattfinden. Im großen Raum wird Stauraum für die Veranstaltungsmaterialien benötigt (eingebaute Wandregal- und Schrankkombination – Ist: 18 lfd. Regalmeter, Soll: 30 lfd. Regalmeter, Fach je Regalmeter: T 35 cm, H 40 cm) und kleine Teeküche. Auch der zweite Raum sollte nach Möglichkeit mit einem Wasseranschluss ausgestattet sein. Eine Wand der Veranstaltungsräume sollte weiß sein (Nutzung als Projektionsfläche). Je Raum sollte eine Garderobe eingebaut sein, die vom Rest des Raumes abgeschirmt ist. Für die Präsentation von Medien werden Ausstellungsborde in Augenhöhe der Kinder benötigt. - Altersgerechte Lesezonen für Kinder und Erwachsene (z.B. Podest / Sitzlandschaft) - Arbeitstische für ca. 30 Kinder (z.B. für Hausaufgabenerledigung;

Bezirkszentralbibliothek Frankfurter Allee / Teil 3 Wettbewerbsaufgabe

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-

Bastelarbeit etc.) sowie PC/ Spielkonsolen (ca. 10 Plätze) Abhörplätze (z.B. für CDs) mit je 2 Anschlüssen Ein Informationsplatz sowie Online-Kataloge WC (u.a. kindgerecht, Wickeltisch)

Zweites OG - Jugendbereich sowie Kunst- und Musikbibliothek Auf der Etage sollen die Jugendbibliothek, die Musik-/ Kunstbibliothek und der Belletristik-Bereich untergebracht werden. Es soll 1 Informationsplatz sowie Online-Kataloge für alle drei Bereiche geben. Jugendbibliothek - PC-Pool und Spielkonsolen (ca. 10 Plätze) - Buch- und Medienbestand ca. 2.400 Medieneinheiten (80 lfd. Regalmeter) - Arbeitstische - Sitz-/Sofabereich Musik- und Kunstbibliothek - Medienbestand ca.11.200 CDs + Schallplatten, ca. 3.300 DVD + Video, ca. 7.700 Bücher, ca. 700 Zeitschriftenhefte sowie 327 Kunstwerke der Artothek; entspricht: 750 lfd. Regalmetern (hier größerer Bedarf an Wandflächen, u.a. für Regalaufstellung und Bilder) - PC-Pool - Hörstationen - Ausstellungsflächen für Bilder (Sonnenschutz!) - Kleines Magazin für die Artothek (ca. 15 m2) - Probenraum für Musiker (ca. 20 m2 ) Belletristik-Bereich - Medienbestand: ca. 17.000 Bücher (566 lfd. Regalmeter) - Sitz-/Sofabereich Drittes OG - Sachliteratur und –medien - Gesamt: ca. 32.700 Medieneinheiten (1041 lfd. Regalmeter) - Informationsplatz sowie Online-Kataloge - Multimediales LernCenter (ca. 15 vernetzte PC-Arbeitsplätze zum Lernen, Ausprobieren und Arbeiten von/mit PC-Anwendungen, Datenbanken, Sprachensoftware etc. Soll als Schulungsraum und zur individuellen Nutzung fungieren. Zur besseren Beaufsichtigung und Einsicht sollte der Raum möglichst durch transparente Glaswände abgetrennt werden) - Arbeitsplätze - Ruhe-/Sofazone Technische Anlagen Aufzug g Es ist ein Aufzug für das gesamte Gebäude vorzusehen, der behindertengerecht ist und auch als Lastenaufzug (u. a. Transport der Bücherwagen) genutzt werden kann. Er soll das Souterrain mit dem 3. Obergeschoss verbinden und auch der Anlieferung und weiteren Verteilung von Büchern in die Arbeits- und Magazinräume im Souterrain und auf die einzelnen dienen. Heizung g Das Gebäude soll an das Fernwärmenetz angeschlossen werden.

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35

3.4

Nachhaltigkeit / Energieeffizienz / g g Ökologische Zielsetzung

Die Umbauplanung soll unter dem Aspekt der Energieeffizienz als Niedrigenergiegebäude geplant werden, das die Anforderungen der EnEV 2007 um mindestens 30 % unterschreitet (entspricht somit voraussichtlich dem Standard der EnEV 2009). Bei der Entwurfsbearbeitung sind die Planungsprinzipien der Nachhaltigkeit anzuwenden, die eine ausgewogene Beachtung ökologischer, ökonomischer und sozialer Aspekte erfordern. Folgende Ziele hinsichtlich der Nachhaltigkeit sind zu berücksichtigen: - Sicherstellung eines geringen Energiebedarfs (Gebäude, Anlagentechnik) - Optimierung der Tageslichtnutzung - Langfristige und flexible Nutzungsqualität - Kosteneffizienz bei Baukosten - Minimierung der Betriebskosten - Bedarfsgerechte natürliche Lüftung - Reduktion von Immissionen und Emissionen Ökologische Planungskriterien Prinzipien des ökologischen Bauens sind in den „Ökologischen Kriterien für Bauwettbewerbe“ beschrieben (Stand Juli 2007, s. im Anhang 4.1.8 Richtlinien als Link: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/ wettbewerbe/grundlagen/oekolog_planungskriterien.pdf). Für die Konstruktion und Bauausführung sollen danach nur Materialien und Bauteile zur Anwendung kommen, die hinsichtlich ihrer Gewinnung, Transport, Verarbeitung, Funktion und Beseitigung eine hohe Gesundheitsund Umweltverträglichkeit sowie eine hohe Lebensdauer aufweisen.

3.5

Erschließung/ Stellplätze

Die Haupterschließung für das Gebäude soll über die Nordseite durch einen zentral gelegenen Eingang erfolgen, der eine sinnvolle und übersichtliche Erschließung der einzelnen Funktionsbereiche gewährleistet. Der Zugang zum Gebäude soll Behinderten- und Familiengerecht (Rollstuhlfahrer/ Kinderwagen) gestaltet werden. Es ist die Anlage von 40 Fahrradstellplätzen (100 m² Brutto-Grundfläche) und eines PKW-Stellplatzes für Mobilitätsbehinderte erforderlich. Es ist eine Ladezone mit direkter Anbindung an den Aufzug vorzusehen.

3.6

Freiflächen

Die dem Wettbewerbsgrundstück zugeordneten Außenflächen sind der Nutzung des Gebäudes angemessen zu gestalten, wobei pflegeintensive Entwürfe nicht gewünscht sind. Bei der Anlage der Freiflächen ist zu darauf zu achten, dass die Versie-

Bezirkszentralbibliothek Frankfurter Allee / Teil 3 Wettbewerbsaufgabe

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gelung der Flächen auf ein Minimum beschränkt wird. Befestigte Flächen wie z. B. Verbindungswege sollen möglichst direkt in die anliegenden unbefestigten Flächen entwässern. Es ist ein Biotopflächenfaktor von 0,4 auf dem Grundstück nachzuweisen (s. 4.1.9 Formblätter). Für die Außenlagen stehen 120.000,00 € zur Verfügung.

3.7

Baukosten / Wirtschaftlichkeit

Nach der Landeshaushaltsordnung ist der Bauherr verpflichtet, seine Mittel sparsam und wirtschaftlich zu verwenden. Die Wirtschaftlichkeit des Entwurfes ist daher ein entscheidendes Kriterium bei der Beurteilung der Wettbewerbsarbeiten. Dies bezieht sich auf:
-

Baukosten Instandhaltungskosten Kosten des laufenden Betriebs

Es wird vorausgesetzt, dass bei der Planung umweltfreundliche Baustoffe verwendet und technische Systeme auf ein Minimum reduziert werden (die Verwendungsverbote und -beschränkungen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sind zu beachten, s. 4.1.8 Richtlinien als link). Die Um- und Neubauplanung hat sich am Prinzip des kostensparenden Bauens zu orientieren. Hierzu sind folgende Kriterien zu berücksichtigen:
-

kompakte, klare und funktionale Grundrissorganisation, Reduzierung der Verkehrsfläche auf ein notwendiges Maß natürliche Belichtung der Räume natürliche Belüftung der Räume Verzicht auf aufwendige Konstruktionen Minimierung der Oberfläche, Kompaktheit Optimierung des Verhältnisses von verglaster zu geschlossener Fassadenfläche Reduktion der Materialwahl, Instandsetzungsfähigkeit, Alterungsfähigkeit des Materials

Um eine Beurteilung der Wettbewerbsbeiträge unter diesen Gesichtspunkten zu ermöglichen, werden konkrete Aussagen zur Konstruktion und zum Ausbau erwartet, die unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine besonders kurze Bauzeit ermöglichen. Um die Vergleichbarkeit der Wettbewerbsbeiträge zu gewährleisten, ist dabei – neben der Darstellung des Entwurfsansatzes in Skizzen und Textform – eine Beschreibung der Konstruktion und Materialien (Baubeschreibung in Anlehnung an DIN 276, Kostengruppen 300 und 400, s. 1.10 Geforderte Leistungen, Nr. 12) gefordert. Dabei soll auch die baukonstruktive und gebäudetechnische Grundkonzeption beschrieben und dargestellt werden. Hierzu sind konkrete Aussagen zu folgenden Bauteilen zu machen: Konstruktion, Tragsystem, Ausbaustruktur Gebäudehülle (Fassade, Dach Technische Gebäudeausrüstung (Heizen u. Lüften, passive Kühlung, Tageslichtnutzung, Beleuchtung)

Bezirkszentralbibliothek Frankfurter Allee / Teil 3 Wettbewerbsaufgabe

37

Für die Baumaßnahme einschließlich der Außenanlagen ist eine Summe von 3.064.000 Euro einschließlich Mehrwertsteuer vorgegeben. Dieser Kostenrahmen ist im weiteren Verfahren zwingend einzuhalten. Gesamtkosten nach DIN 276 KG 200 KG 300 KG 400 KG 500 KG 600 KG 700 Projektsteuerung Herrichten und Erschließen Bauwerk - Baukonstruktion Bauwerk - Technische Anlagen Außenanlagen Ausstattung und Kunstwerke Baunebenkosten (bei Generalplanervertrag Bestandteil der Architektenleistungen) 10.000,- EUR 1.740.000,- EUR 740.000,- EUR 120.000,- EUR 30.000,- EUR 350.000,- EUR 74.000,- EUR

Gesamtbaukosten (brutto)

3.064.000,- EUR

In den einzelnen Kostengruppen sind jeweils 7 % für Unvorhergesehenes eingerechnet. In der Kostengruppe 300 sind die Kosten für Abbruch enthalten.

3.8

Barrierefreies Bauen

Barrierefreies Bauen ist als selbstverständliche Qualitätsanforderung gemäß den Grundsätzen des Handbuches „Barrierefreies Planen und Bauen in Berlin“, zu finden unter www.senstadt.berlin.de/bauen/barrierefreies_ bauen/de/handbuch, im Wettbewerb umzusetzen. Dabei sollen die unterschiedlichen Nutzeranforderungen hinsichtlich motorischer, sensorischer oder kognitiver Art Berücksichtigung finden. Den Funktionsbereichen - Erschließung - Orientierung - Versammlungsräume - Gastronomieräume - Sanitärräume - Unterrichtsräume ist besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Auch auf dem Grundstück sind die Prinzipien des barrierefreien Bauens konsequent anzuwenden.

3.9

Baurechtliche Vorschriften, Normen und Richtlinien

Der Planung sind insbesondere zugrunde zu legen:
-

Bauordnung Berlin und ergänzende Vorschriften BauOBerlin
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/download/bauen/ 20070607_bauobln.pdf

Neuer Standort für die Kopernikus-Oberschule

38

Des weiteren sind die im Anhang aufgeführten Richtlinien zu beachten.

3.10

Beurteilungskriterien des Preisgerichts

Das Raumprogramm sowie die Funktionsdiagramme befinden sich als digitaler Anhang auf der Ausschreibung beiliegenden CD-Rom.

3.11

Beurteilungskriterien des Preisgerichts

Architektonische Gestaltung Gestaltung, Ablesbarkeit Materialwahl Räumliche / architektonische Qualität Freiraum Funktionen Erschließung Funktionale Zuordnung Raumzuschnitte, Belichtung, Belüftung Realisierbarkeit Programmerfüllung Nachhaltigkeit und Energieeffizienz Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb

Bezirkszentralbibliothek Frankfurter Allee / Teil 4 Anhang

39

Teil 4 Anhang 4.1
4.1.0
-

Digitale Anlagen (auf beiliegender CD-ROM)
Ausschreibung Vorliegende Ausschreibung als .pdf-Datei mit farbigen Abbildungen in 300dpi Auflösung
00_ausschreibung_bzb.pdf

4.1.1 Arbeitspläne .pdf-Dateien - Übersichts-/ Lageplan, Arbeitspläne: Grundrisse, Schnitte, Ansichten
01_uebers_lage_bzb.pdf f 02_arb_gr_ kg_bzb.pdf 03_arb_gr_eg_bzb.pdf f 04_arb_gr_1.og_bzb.pdf 05_arb_gr_2.og_bzb.pdf f 06_ arb_gr_3.og_bzb.pdf 07_arb_schnitte_bzb.pdf f (M 1:500) (M 1:200) (M 1:200) (M 1:200) (M 1:200) (M 1:200) (M 1:200)

CAD-Dateien - Lageplan auf Grundlage der ALK und des Vermesserplanes der Außenanlagen und Grundrisse/Schnitte/Ansichten auf Grundlage des Vermesserbüros als CAD-Datei in verschiedenen Dateiformaten (maßstabsunabhängig)
01_uebers_lage_bzb.dwg/dxf f 02_arb_gr_ kg_bzb.dwg/dxf 03_arb_gr_eg_bzb.dwg/dxf f 04_arb_gr_1.og_bzb.dwg/dxf f 05_arb_gr_2.og_bzb.dwg/dxf 06_ arb_gr_3.og_bzb.dwg/dxf f 07_arb_schnitte_bzb.dwg/dxf (vAutoCAD 2000) (vAutoCAD 2000) (vAutoCAD 2000) (vAutoCAD 2000) (vAutoCAD 2000) (vAutoCAD 2000) (vAutoCAD 2000)

4.1.2
-

Informationspläne Bestandspläne des ehemaligen Schulgebäudes Frankfurter Allee 14a
00_info_bestand_kg_bzb.pdf f 01_info_bestand_eg_ bzb.pdf f 02_info_bestand_og_ bzb.pdf 03_info_bestand_systemschnitt_a-a.pdf f 04_info_bestand_vertikalschnitt.pdf (M 1:100) (M 1:100) (M 1:100) (M 1:50) (M 1:100)

-

Lageplan des Wettbewerbgrundstücks als .pdf-Datei, erstellt vom Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, Stand Mai 2008
05_lageplan_bzb.pdf f (M 1:250)

-

Lagepläne von Ver- und Entsorgungsleitungen als .pdf-Dateien
01_ltg_bwb_trinkwasser.pdf 01_ltg_bwb_trinkwasser_legende.pdf 02_ltg_bwb_entwaesserung.pdf f 02_ltg_bwb_technische_vorschriften.pdf 03_ltg_vattenfall_stromversorgung.pdf f 04_ltg_vattenfall_waerme.pdf f 04_ltg_vattenfall_waerme_richtlinien.pdf (M 1:500) (M 1:500) (M 1:500) (M 1:500)

Bezirkszentralbibliothek Frankfurter Allee / Teil 4 Anhang

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05_ltg_telekom_500.pdf 05_ltg_telekom_zeichenlegende.pdf 06_ltg_gasag.pdf f

(M 1:500) (M 1:500)

-

Luftbild, Stand 2007 als .jpg-Datei
Lb_01_luftbild.jpg

4.1.3
-

Weitere Planungsunterlagen Schichtenverzeichnis und Grundwasserstände
01_schichtenverzeichnis_lageplan.pdf 02_schichtenverzeichnis.pdf

-

Statisches Gutachten vom Februar 2008 als .pdf-Datei
03_statisches_gutachten.pdf

-

Skizze der für die Präsentation zur Verfügung stehenden Rolltafeln
04_skizze_rolltafel.tif

4.1.4
-

Funktionale Anforderungen, Raumprogramm Raumkonzept der Bezirkszentralbibliothek als .pdf-Datei
01_raumkonzept_bzb.pdf

-

Raumprogramm der Bezirkszentralbibliothek als .pdf-Datei
02_raumprogramm_bzb.pdf

-

Inventarliste der Bezirkszentralbibliothek am jetzigen Standort in der Grünberger Str. als .pdf-Datei
03_ist-inventarliste_bzb.pdf

-

Regalverteilung der einzelnen Bibliotheksbereiche der Bezirkszentralbibliothek am zukünftigen Standort Frankfurter Allee 14a
04_regalverteilung_bzb.pdf

-

Flächenberechnung für die neue Bezirkszentralbibliothek im ehemaligen Schulgebäude Frankfurter Allee 14A als .pdf-Datei
05_flächenberechnung_bzb.pdf

4.1.5
-

Vorschriften (als .pdf_Datei) Verordnung zum Schutzes des Baumbestandes in Berlin (Baumschutzverordnung - BaumSchVO)
01_baumschvo.pdf

4.1.6 -

Vorschriften (als link) Bauordnung Berlin und ergänzende Vorschriften BauOBerlin (BauOBln) v. 29. September 2005), in Kraft getreten am 01. Februar 2006, zuletzt geändert durch § 9 des Gesetzes vom 7. Juni 2007
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/bauen.shtml

-

Verordnung über Bauvorlagen, bautechnische Nachweise und das Verfahren im Einzelnen (Bauverfahrensverordnung BauVerfVO) vom 19. Oktober 2006
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/bauen.shtml

Bezirkszentralbibliothek Frankfurter Allee / Teil 4 Anhang

41

-

Gesetz zum Schutz von Denkmalen in Berlin (Denkmalschutzgesetz Berlin – DSchG Bln) v. 24. 04.1995, zuletzt geändert am 14.12.2005
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/denkmal.shtml

-

Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) v. 12. August 2004, zul. geändert am 20. Juli 2007
http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/arbst_ttv_2004/gesamt.pdf

4.1.7
-

Richtlinien (als .pdf-Datei) Wirtschaftliche Standards des öffentlichen Bauens, Rundschreiben SenBauWohn1/2002
01_WiSt_rundschreiben.pdf 02_WiSt_allgemein.pdf 03a_WiSt_hochbau.pdf 03b_WiSt_hochbau_matrix.pdf 04_WiSt_technische_geb_ausr.pdf 05_WiSt_literaturhinweise.pdf 06_WiSt_landschaftsbau.pdf

-

Grundsätze für die Betriebswassernutzung, Rundschreiben SenStadt VI C Nr. 1/2003
07_betriebswassernutzung.pdf

-

Ökologische Kriterien für Bauwettbewerbe, Arbeitspapier SenStadt 2007
08_oekolo_planungskriterein.pdf

-

Planungshilfe für energiesparendes Bauen, landesinstitut für Bauwesen des Landes Nordrhein-Westfalen, Aachen 2003
09_planungshilfe_energiesparendes_bauen.pdf

4.1.8 -

Richtlinien (als link) Rundschreiben im Bereich Bauen, Projektvorbereitung und –prüfung Bereich Hochbau, Richtwerte und Standards
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/rundschreiben/de/projekte_hochbau.shtml

-

Rundschreiben im Bereich Bauen, Verwendungsverbote und –beschränkungen im Bereich von Baustoffen; Schadstoffen
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/rundschreiben/de/schadstoffe.shtml

-

Grundlagen für Wettbewerbe, ökologisches Bauen
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/wettbewerbe/grundlagen/

-

Barrierefreies Planen und Bauen in Berlin – öffentlich zugängliche Gebäude, Grundlagen und Beispiele, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung – Kommunikation, Juni 2007
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/barrierefreies_bauen/de/handbuch.shtml

4.1.9
-

Formblätter Verfassererklärung (s. Teil 1.10) (pdf-Formular, d.h. Text kann direkt in das Formblatt eingeben und danach ausgedruckt werden. Das pdf-Formular kann mit dem Acrobat-Reader aber nicht gespeichert werden)
verfassererklärung_bzb.pdf

Bezirkszentralbibliothek Frankfurter Allee / Teil 4 Anhang

42

-

Fragenbogen zur Energieeffizienz und Nachhaltigkeit (pdf-Formular, d.h. Text kann direkt in das Formblatt eingeben und danach ausgedruckt werden. Das pdf-Formular kann mit dem Acrobat-Reader aber nicht gespeichert werden)
fragen_energie_nachhalt_bzb.pdf

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A Formblatt Flächenermittlung Raum- und Funktionsprogramm (s. Teil 1.10) (sechsstellige Tarnnummer voranstellen)
000000_bzb_A_formbl_flaechen_raum_funktion.xls

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B Formblatt Gebäudekennwerte (s. Teil 1.10) (sechsstellige Tarnnummer voranstellen)
000000_bzb_B_formbl_gebäudekennwerte.xls

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Biotopflächennachweis
bff-faktor_bzb.pdf

4.1.10 Bilddokumentation - Bilddokumentation als jpg.-Dateien
01_bild-doku

4.2
-

Quellenangaben
Geist, Johann Friedrich und Kürvers, Klaus: Das Berliner Mietshaus, Bände 2 und 3. Prestel-Verlag, München, 1984 (Band 2) und 1989 (Band 3) Engel, Helmut und Ribbe Wolfgang (Hg.): Karl-Marx-Allee – Magistrale in Berlin. Akademie Verlag, Berlin, 1996 Kulturamt Friedrichshain, Heimatmuseum (Hg.): Von der Frankfurter zur Stalinallee. Geschichte einer Straße. Begleitmaterial zur Ausstellung, Berlin, März 1997

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Abbildungsnachweis Titelbild: Lars Krokowski Abb. 1- 3, 5, 6, 8 Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abb. 4 Karl-Marx-Allee - Magistrale in Berlin, Akademie Verlag Abb. 7 VEB Berlin Projekt

4.3
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Weiterführende Informationen (als link)
http://www.berlin.de/citybibliothek/bibliotheken/gruenbergerstr/ index.html http://www.senatsbibliothek.de/bauarchiv.htm

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