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Ausschreibung

Full text: Ausschreibung

Errichtung eines Berlin Spandau Klettergartens in der Parklandschaft Gatow
Interessenbekundungsverfahren Ausschreibung

Herausgeber und Wettbewerbsdurchführung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Städtebau und Projekte Referat II D Brückenstraße 6 10179 Berlin Bearbeitung der Ausschreibungsunterlagen FUGMANN JANOTTA Büro für Landschaftsarchitektur und Landschaftsentwicklung BDLA Gruppe PLANWERK Titelbild Kiefer CS

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Inhalt
1.	 2.	 3.	 Ausschreibungstext zum Interessenbekundungsverfahren 2 Beschreibung des Vorhabenstandortes Beschreibung des gesuchten Projekts  4 6 7 7 7 8 8 8 9

4.	 Rahmenbedingungen, Auflagen und Einschränkungen 4.1	 Flächeneigentümer und -widmung  4.2	 Natur-, Landschaftsschutz, Arten- und Baumschutz 4.3	Sicherheit 4.4	 Gebäude, Medien 4.5	Besucheraufkommen 4.6	 Finanzen und Umsetzung

Anlagen10

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1.	

Ausschreibungstext zum Interessenbekundungsverfahren

zum Betrieb eines Klettergartens in der geplanten Parklandschaft Gatow auf dem Gelände des ehemaligen Panzerschießübungsplatzes in BerlinSpandau Auslober des Interessenbekundungsverfahrens Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt (SenStadtUm) in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) Ansprechpartner: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Abteilung II Städtebau und Projekte Referat IID Auswahlverfahren, Wettbewerbe: Brückenstraße 6, 10179 Berlin Herr Ostendorff 030 9025-2028, Mail: peter.ostendorff@senstadtum. berlin.de Frau Jirku 030 9025-2018, Mail: almut.jirku@senstadtum.berlin.de Internetseite: www.stadtentwicklung.berlin.de Bauherr Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) vertreten durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) Informationen zum Projekt Es ist beabsichtigt auf Teilen des Geländes des ehemaligen Flugplatzes Gatow im Rahmen einer naturschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahme ein 90 ha großes Gelände als Parklandschaft umzugestalten. Grundlage für die Umgestaltung ist das Ergebnis des landschaftsarchitektonischen Realisierungswettbewerbes Parklandschaft Gatow - Urbane Landwirtschaft von 2011, in dem der Entwurf des Landschaftsarchitekturbüros KieferCS mit dem 1. Preis prämiert wurde. Im prämierten Entwurf des Büros Kiefer CS ist im Bereich des ehemaligen Panzer-Schießübungsplatzes ein Klettergarten geplant. Für diesen Klettergarten ist ein Betreiber zwingend erforderlich. Im Rahmen dieses Interessenbekundungsverfahrens werden private Anbieter gesucht, die ein geeignetes Konzept entwickeln, den Klettergarten wirtschaftlich betreiben zu können. Besondere Anforderungen an die Erstellung des Konzeptes ergeben sich aus der besonderen Lage des Standortes zwischen städtischer Peripherie und offener Feldflur, der Historie des Ortes als Bestandteil des ehemaligen Flugplatzes Gatow und den aus dem Entwurf des Büros Kiefer CS erwachsenden landschaftsarchitektonischen Entwicklungsvorstellungen auf der Fläche. Der Bewerber soll die hierzu im Ausschreibungstext aufgeführten Aspekte aufnehmen und in ein stimmiges und nachhaltiges Konzept für einen Klettergarten integrieren. Hierzu gehören ein Freiflächenplan, aus dem die angestrebte Flächennutzungskulisse hervorgeht sowie textliche Erläuterungen zu dessen Inhalten. Der Kletterpark soll idealerweise identitätsstiftend wirken und als Anzugspunkt für die gesamte Parklandschaft dienen. Soziale Aspekte wie die Einbindung von Schulen und Erlebnisangebote für Jugendliche für bezahlbare Preise werden erwartet. Es ist ein Motto oder ein Leitthema zum Betreiben des

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Klettergartens auf dem ehemaligen Schießplatzes zu entwickeln. Erwartet werden von den Bewerber Angaben zur Planung, zu einem übergeordneten Motto, zum Bau, zum Betrieb und zur Finanzierung. Das Interessenbekundungsverfahren dient der Erkundung des Marktes, inwieweit und unter welchen Bedingungen Interessenten sich für den Betrieb des Klettergartens engagieren würden. Weitere Informationen erhalten Sie unter o.a. Adresse oder im Internet unter:http://www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/wettbewerbe/ ergebnisse/2011/parklandschaft_gatow/ Der Auslober wünscht einen Investor und Betreiber, der den Klettergarten eigenständig in Absprache mit dem Auftraggeber und dem Land Berlin als späteren Eigentümer errichtet sowie den Betrieb sicherstellt. Bau und Betrieb des Klettergartens sollen besonderen fachlichen und pädagogischen, sicherheitstechnischen und ökologischen Ansprüchen genügen. Als Orientierung dienen die Standards der European RopesCourseAssociation. Teilnahmebedingungen Die Interessenbekundung soll die Art der Aufgabenerfüllung darlegen und die Bedingungen angeben, zu dem die Interessenten bereit wären, die Aufgabe zu erfüllen. Von den Interessenten werden Referenzen und Nachweise über einen entsprechenden Erfahrungshintergrund, der Zuverlässigkeit und Fachkunde, der Liquidität ihres Unternehmens sowie eines Finanzierungskonzeptes erwartet. Dabei muss zu erkennen sein, dass der Betreiber nachweislich in der Lage ist, die Maßnahmen zu entwickeln, umzusetzen und zu betreiben. Ferner ist der Bewerbung ein Konzept beizufügen, aus dem unter anderem hervorgeht, ob und inwieweit den im Ausschreibungstext genannten Anforderungen entsprochen wird. Ablauf des Verfahrens Für die Interessenten wird ein Rückfragenkolloquium mit Ortsbegehung angeboten. Ansprechpartner ist das Planungsbüro Fugmann Janotta. Eine Ortsbegehung findet am 22.10.2012 um 14:30 Uhr statt. Treffpunkt ist der Eingang zum Schießplatz an der Potsdamer Chaussee in Berlin Kladow. Ihre Bewerbung richten Sie bitte mit der Aufschrift „Konzept Klettergarten Gatow“ bis zum 21.11.2012 an die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Referat II D, Brückenstr. 6, 10179 Berlin. Jede Interessensbekundung ist je einmal in Papierform und in elektronischer Form zuzusenden. Zulässige Formate für die elektronische Form sind das Adobe pdf-Format und Windows-Office Anwendungen. Das Angebot ist in deutscher Sprache abzufassen. Die gewonnen Erkenntnisse aus der Durchführung des Verfahrens werden den Stellen des Bundes und der Senatsverwaltung vorgelegt und dort bewertet. Die Interessenten werden anschließend über die Ergebnisse des Verfahrens informiert. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich nicht um die Vergabe eines öffentlichen Auftrages handelt, die Teilnehmer nicht an die Angebote gebunden sind und kein Rechtsanspruch zur Auftragserteilung bzw. Eröffnung eines Vergabeverfahrens besteht. Kosten werden nicht erstattet.

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2.	

Beschreibung des Vorhabenstandortes

Der Klettergarten soll Bestandteil der etwa 90 Hektar großen Parklandschaft Gatow werden. Das Konzept für die Parklandschaft Gatow ging aus einem Landschaftsarchitektonischen Wettbewerb zur Nachnutzung des ehemaligen Flugplatzes Gatow hervor, den das Büros Kiefer CS 2011 gewann. Mit der Parklandschaft wird die Idee verbunden, einen attraktiven Landschafts- und Erholungsraum zu schaffen, in dem die landwirtschaftliche Nutzung ein integraler Bestandteil ist. Der ehemalige Flugplatz Gatow wurde in den 1930er Jahren errichtet und nach dem zweiten Weltkrieg von den Briten übernommen, in deren Sektor dieser lag. Mit dem Abzug der Alliierten im Jahr 1994 übernahm die Bundesluftwaffe das Areal. Seit 1997 ist der Standort Gatow offiziell als Flugplatz entwidmet. Als Standort für den Klettergarten ist die ehemalige Panzerschießübungsplatzanlage vorgesehen, welche Anfang der 80er Jahre auf dem Flugplatzgelände gebaut wurde. Die Anlage befindet sich am nördlichen Rand des Areals und erstreckt sich über 6 Hektar. Die ebene Grundfläche des ehemaligen Schießübungsplatzes zwischen den Wällen hat eine Gesamtlänge von ca. 600 m und ist im südlichen Teil 50 m bzw. im nördlichen 65 m breit. Die Grundfläche ist gegenüber der Umgebung tiefergelegt und ist umgeben von einem streng trapezförmigen Erdwall von bis zu 15 m Höhe. Im Innern der Anlage befinden sich quer eingestellte, brückenartig ausgebildete Betonblenden und wandartige Seitenteile, die ihrerseits Höhen von 7,50 bis 11,00 m erreichen. Nach Aufgabe der Flugplatznutzung wurde das Innere der Anlage sukzessiv zurückgebaut, so dass bis heute nur noch ein Teil der Betonelemente verblieben ist. Der noch existierende Erdwall soll in Teilen abgetragen werden.

Anlage vor dem Abriss

Ansicht mit nordwestlicher Böschung

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Ansicht nach Teilabriss

Ansicht mit südöstlicher Böschung

Blick Richtung Norden unter den 2 noch erhaltenen Querbauwerken hindurch mit Restelementen der abgebauten Querbauwerke

Blick in einen Zwischenraum Richtung südöstlicher Wall

Kletterwand am Kugelfang

Seitenelement eines abgebauten Querbauwerkes

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3.	

Beschreibung des gesuchten Projekts

Dem Entwurf von Kiefer CS folgend, ist das Areal des ehemaligen Schießübungsplatz als Multifunktionsfläche auszugestalten. Neben einem Kletterpark ist auch eine Skater- und Rollschuhbahn auf der Fläche geplant. Der Wall soll durch wenige Treppen und eine Hangrutsche spielerisch erlebbar gemacht werden. Mit diesen Maßnahmen soll die Entwicklung des ehemaligen Schießübungsplatz zu einem identitätsstiftenden Ort erreicht werden, der zum Anziehungspunkt für die gesamte Parklandschaft wird. Das Vorhaben dient auch auf dem erheblichen Bedarf an Freizeiteinrichtungen insbesondere auch für Jugendliche und Schüler im Bereich Gatow-Kladow. Der ehemalige Schießübungsplatz weist innerhalb des Erdwalls keinen Baumbewuchs auf. Der Wall selbst ist dagegen fast flächendeckend mit Gehölzen bewachsen, die eine Höhe von bis zu 16 m erreichen. Der Wall am Südende der Schießbahn soll abgetragen werden, der südliche Längswall soll im Bereich der Tunnelzufahrten eingekerbt werden. Die Gehölze auf dem südlichen Längswall sollen entfernt werden. Der Wall soll künftig durch temporäre Schafbeweidung gepflegt werden. Der nördliche Kopfwall bleibt erhalten, er hat eine max. Höhe über der Grundfläche des Schießplatzes von 16,5 m. Die verbleibenden Betonelemente sind in das Klettergartenkonzept zu integrieren. Hierbei handelt es sich um 2 Elemente im Südwesten und 11 Elemente im Nordosten sowie die seitlichen Elemente der Schallschutzwand, die beidseitig noch vorhanden sind. Die Blenden haben Breiten von 34 m am Startpunkt und 50 m ab dem 300 m Feuerpunkt. Die Höhen der Blenden betragen zwischen 7,50 m und 11 m. Die Holzverkleidungen der Blenden und der seitlichen Schallschutzeinrichtungen werden komplett abgebaut. Die Betonelemente bestehen aus massiven Stahlbetonfertigteilen, sie sind je nach Größe mit bis zu 3 m tiefen Betonfundamenten im Boden verankert. Der Kopfwall, die Seitenwälle und die Blenden stehen für die Anbringung von Kletterseilen zur Verfügung. Zusätzliche Bauten sind nur in geringem Umfang vorzusehen, sollten sich in die bestehende Situation einfügen und sollten möglichst nicht mit der Notwendigkeit einer Genehmigung nach § 35 Baugesetzbuch verbunden sein. Bestehende Potentiale sind zu nutzen. Daher sind für die Erschließung und sonstige Infrastruktur auch bevorzugt bereits vorhandene Flächen mit entsprechenden Merkmalen zu nutzen. Dazu gehört die vorhandene Zufahrt, die auch für Stellplätze nutzbar wäre, sowie das noch bestehende Gebäude. Die Betonwand am Kopfbau wird derzeitig von einem Kletterverein genutzt und unterstreicht die potentielle Nutzbarkeit der Elemente für Kletteraktivitäten. Die Grundfläche unter den Blenden wird von einem Hundeverein genutzt, hier ist zu prüfen, ob sich diese Nutzung weiterhin integrieren lässt. Die Anlage ist mit dem Büro Kiefer CS gemeinsam zu planen, unter Beteiligung interessierter Jugendlicher. Bauherr wird das BBR sein, zumindest für einen Teil der Maßnahmen.

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4.	

Rahmenbedingungen, Auflagen und Einschränkungen

Die im Folgenden genannten Aspekte sind für die konzeptionellen Überlegungen zum Klettergarten beachtlich. Das Angebot muss daher auch Aufschluss darüber geben, inwieweit den Vorgaben entsprochen werden kann. Abweichungen hiervon sind darzustellen und zu begründen.

4.1	

Flächeneigentümer und -widmung

Flächeneigentümer ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA). Nach Fertigstellung der Parklandschaft Gatow werden die Flächen an das Land Berlin übergeben. Laut Flächennutzungsplan und Bebauungsplan handelt es sich um Waldflächen. Eine Kletteranlage ist zulässig.

4.2	

Natur-, Landschaftsschutz, Arten- und Baumschutz

Zu beachtende Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege ergeben sich für das Projekt aufgrund des europäischen Artenschutz und existierender Ausgleich und Ersatz-Vorgaben für den Standort. Allgemein gilt ferner, dass Beeinträchtigungen und Störungen der Tierund Pflanzenwelt durch den Bau und den Betrieb des Klettergartens weitestgehend ausgeschlossen sein müssen. Artenschutz Eine faunistischen Kartierung im Jahre 2010 ergab, dass das Areal der ehemaligen Schießanlage eine hohe Bedeutung für die Avifauna besitzt. Vor allem für Boden- und Gebüschbrüter wie Grauammer und Neuntöter bietet dieses wertvolle Lebensräume in Form offener- und halboffener Vegetationsstrukturen. Daneben konnte die nach Anhang IV der FFHRichtlinie schutzwürdige Zauneidechse im Süden der Anlage mit ihren vegetationsfreien und grasigen Flächen erfasst werden. Zum Vorkommen von Fledermäusen findet derzeit eine Untersuchung statt. Das Vorkommen der genannten Arten macht einen möglichst weitgehenden Erhalt der vorhandenen Biotopstrukturen notwendig. Daher sollten Streifen aus extensiv genutzten Wiesen bzw. Hochstaudenfluren bestehen bleiben, um die Biotopverbundfunktion für Arten des ungestörten Offenlands zu erhalten. Aus Sicht der Fledermäuse können Unterstände und Fugen bzw. Spalten an den Betonwänden interessant sein. Für die künftige Nutzung als Klettergarten entsteht daraus ein Pflegeerfordernis für die Rasen, Wiesen und Hochstaudenflächen. Daher wird es begrüßt, wenn sich aus der Nutzung als Klettergarten auch die Pflege der Flächen im Rahmen des Betreiberkonzeptes darstellen lassen würde. Die für den Klettergarten notwendige Nutzung der Grundfläche ist in einem Plan zur Flächennutzungskulisse darzustellen, indem entsprechende Teilflächen für Nutzung und Pflege ausgewiesen werden.

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Ausgleich und Ersatz Das Ausgleichskonzept des B-Plans VIII-422 macht für die Fläche des ehemaligen Schießplatzes die folgenden Vorgaben mit Relevanz für die Errichtung eines Klettergartens: —	 Vegetationsentwicklung zu je ¼ artenreiche Mähwiesen, Magerrasen, ruderalen Hochstaudenfluren, Gehölzbeständen —	 Entsiegelung der befestigten Flächen Diesen Vorgaben ist so weit wie möglich zu entsprechen und in eine Flächennutzungskulisse zu überführen, in der dargelegt wird, welche Bereiche des für den Klettergarten zur Verfügung stehenden Fläche zur Umsetzung der Ausgleichserfordernisse weiterhin zur Verfügung stehen können. Baumschutz Schäden an Bäumen inklusive dem Wurzelbereich sind durch die Wahl schonender Bau- und Nutzungsverfahren zu vermeiden. Werden Bäume in den Klettergarten integriert, sind diese einmal jährlich durch Fachleute zu kontrollieren. Vor Beauftragung der Baumarbeiten ist das Bezirksamt Spandau, Untere Naturschutzbehörde darüber auf Veranlassung des Betreibers zu informieren.

4.3	Sicherheit
Die Sicherheit genießt oberste Priorität und setzt neben der TÜVPrüfung vor Inbetriebnahme die Einhaltung der vorgeschriebenen Wartungsintervalle, den Betrieb durch Fachpersonal in ausreichender Stärke und die Wahl des optimalsten Sicherheitssystems nach dem gültigen Stand der Technik voraus. Die Ausführungen gelten insbesondere auch für die verbliebenen Betonelemente der alten Schießanlage, die in das Klettergartenkonzept integriert werden. Die Standsicherheit der Betonelemente und die langfristige Kontrolle und Unterhaltung ist im Rahmen der Baugenehmigung zu klären. Instandhaltung und Wartung der Elemente obliegt dem Betreiber.

4.4	

Gebäude, Medien

Zusätzliche Gebäude für Kassenhäuschen und Toiletten sind in ihrer Zahl möglichst gering zu halten. Die vorhandenen Gebäude sollten hinsichtlich Ihrer Verwendbarkeit überprüft und ggf. in das Konzept einbezogen werden. Anschlüsse für Strom und Wasser sind bis zum bestehenden Kontrollhaus vorhanden. Die Vereine haben auf eigene Kosten die Leitungen bis zum Lagerhaus verlängert. Ein Abwasseranschluss ist nicht vorhanden.

4.5	Besucheraufkommen
Das Konzept soll Angaben über die prognostizierten Besucherzahlen und die Abwicklung der Besucherströme enthalten. Im Rahmen des Konzeptes sind die zu erwartenden verkehrlichen Auswirkungen darzustellen. Die vorhandene Zufahrt ist hinsichtlich ihrer Eignung als zukünftige Zufahrt zum Klettergarten und ggf. als Stellplatzfläche zu überprüfen. Ziel muss es sein, die Versiegelung auf der Fläche zu verringern.

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4.6	

Finanzen und Umsetzung

Die Herstellung des Klettergartens soll kostenteilig erfolgen. Die Finanzierung der Gestaltung der Grundfläche wird durch den Bund als Vorhabenträgergewährleistet und ist Teil der Freiflächengestaltung. Die Finanzierung aller Klettereinrichtungen einschließlich der Stabilisierung der Betonelemente soll durch den Betreiber erfolgen. Es wird erwartet, dass die langfristige Unterhaltung der Anlage sowie die Finanzierung des dauerhaften Betriebs nachgewiesen wird. Dabei ist zu beachten, dass die Preisgestaltung für die Nutzung der Freizeiteinrichtung sozial verträglich ausfällt. Hierzu gehört, keine überhöhten Preise festzulegen, Ermäßigungen für bestimmte Bevölkerungsgruppen zu gewähren und spezielle Angebote für Schulen zu unterbreiten. Es ist darzustellen, inwieweit durch die Einnahmen auch die Pflege und Unterhaltung der in Nutzung befindlichen Flächen und ggf. auch angrenzender Flächen übernommen und finanziert werden kann.

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Anlagen

1. Aktuelle Vegetationsstruktur 2. Konzept Kiefer CS 3. Prinzipskizzen des Schießübungsplatzes 4. Konstruktionszeichnungen der Betonelemente 5. Statische Angaben (Ingenieurbüro Jockwer)
        
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