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Bericht der Vorprüfung, zur 2. Sitzung des Preisgerichts am 12. Mai 2009

Full text: Bericht der Vorprüfung, zur 2. Sitzung des Preisgerichts am 12. Mai 2009

Prozessuale Stadtentwicklung Berlin Tempelhofer Feld - Columbiaquartier Bezirke Tempelhof - Schöneberg /
Neukölln / Friedrichshain Kreuzberg

Offener städtebaulich landschaftsplanerischer Ideenwettbewerb Bericht der Vorprüfung 2. Stufe

Ideenwettbewerb Tempelhofer Feld - Columbiaquartier, 2. Stufe / Bericht der Vorprüfung

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Offener städtebaulich-landschaftsplanerischer Ideenwettbewerb Prozessuale Stadtentwicklung Tempelhofer Feld – Columbiaquartier Berlin, Bezirke Tempelhof-Schöneberg / Neukölln / Kreuzberg Bericht der Vorprüfung Zur 2. Sitzung des Preisgerichts am 12. Mai 2009

Berlin, Mai 2009

Ideenwettbewerb Tempelhofer Feld - Columbiaquartier, 2. Stufe / Bericht der Vorprüfung

Wettbewerbsdurchführung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Brückenstraße 6 10179 Berlin Wettbewerbskoordination Patrick Weiss, II D 22 Leitung der Vorprüfung Eckhard Lange

Titelbild Eckhard Lange

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1. Vorlauf und Einlieferung der Arbeiten Die Ausschreibung wurde als offener zweistufiger städtebaulich-landschaftsplanerischer Ideenwettbewerb gemäß GRW 1995 in der Fassung vom 22.12.2003 ausgelobt. Zur Teilnahme am Wettbewerb zugelassen waren natürliche Personen, die entsprechend den Regelungen ihres Heimatstaates berechtigt sind, die Berufsbezeichnung Architekt, Landschaftsarchitekt oder Stadtplaner zu führen. Teilnahmebericht sind auch Juristische Personen, sofern deren satzungsmäßiger Geschäftszweck auf Planungsleistungen ausgerichtet ist und der Wettbewerbsaufgabe entspricht und einer der Gesellschafter oder einer der bevollmächtigten Vertreter und der Verfasser der Wettbewerbsarbeit die an natürliche Personen gestellten Anforderungen erfüllt. Die Bildung einer Arbeitsgemeinschaft aus Architekten und/oder Stadtplanern und Landschaftsarchitekten war gefordert. Die Zusammenarbeit mit Fachplanern für ressourceneffizienten, ökologischen Städtebau oder Umwelttechnik sowie die Zusammenarbeit mit Fachleuten für Stadtwirtschaft und / oder Stadtökonomie wurde empfohlen. In der 1. Sitzung des Preisgerichts am 18. und 19.12.2008 wählte das Preisgericht aus den 80 eingereichten Beiträgen 12 Arbeiten für die 2. Bearbeitungsstufe aus. Die ausgewählten Arbeiten wurden anonym vom 20. bis 22.01.2009 in der Haupthalle des ehemaligen Flughafens Tempelhof ausgestellt. Am 22.01.2009 fand am gleichen Ort zusätzlich eine öffentliche Diskussionsveranstaltung zu den ausgestellten Arbeiten statt. Die Ausstellungsbesucher konnten ihre Meinung während der Dauer der Ausstellung auch schriftlich mitteilen. Die Diskussionsveranstaltung und die eingegangenen Meinungsäußerungen wurden protokolliert und den Teilnehmern der 2. Stufe zur Verfügung gestellt. Die Unterlagen der Wettbewerbsunterlagen zur 2. Stufe konnte ab dem 31.01.2009 im Teilnehmerbereich unter www.competitionline.de heruntergeladen werden. Rückfragen zur 2. Stufe konnten bis zum 20.02.2009 anonym im Teilnehmerbereich unter www.competitionline.de gestellt werden. Die Rückfragen und die Antworten der Rückfragen wurden am 02. März 2009 im Teilnehmerbereich veröffentlicht. Am 16.02.2009 fand im Anschluss an eine Preisrichterbesprechung ein Rückfragenkolloquium mit den zwölf Arbeitsgemeinschaften der zweiten Wettbewerbsstufe statt. Im Anschluss wurde den Teilnehmern erneut die Gelegenheit zur Besichtigung des Flugfeldes gegeben. Die Wettbewerbsteilnehmer wurden zudem fortlaufend per E-Mail über das Wettbewerbsgeschehen informiert. 11 von 12 Arbeiten wurden nachweislich termingerecht bis Donnerstag, den 16. April 2009 bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Brückenstraße 6, Raum 4.026 in 10179 Berlin abgegeben bzw. am 16.04.2009 per Post bzw. Kurierdienst aufgegeben. Bei einer Arbeit hat die Vorprüfung Zweifel an der fristgerechten Abgabe der Arbeit. Die in Berlin aufgegebene Arbeit 1303 ging vier Tage nach der Abgabefrist am 20.04.2009 per Kurier bei der Senatsverwaltung für Stadtentwick-

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lung ein. Auf dem Einlieferungsnachweis mit Datum vom 16.04.2009 war als Empfänger die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung nicht angegeben. Die auf CD eingereichten Dateien tragen das Datum vom 18.04.2009, das ist zwei Tage nach der Abgabefrist. Zusätzlich reichte die Arbeit 1303 weitere Unterlagen am 20. April 2009 ein. Über die Zulassung der Arbeit 1303 bzw. über die Zulassung der nachgereichten Unterlagen entscheidet das Preisgericht. Eingangsdatum und -zeit, Zustand der Verpackungen sowie der Arbeiten wurden in Sammellisten eingetragen und ebenso wie die Verfasserumschläge unter Verschluss genommen. Die Arbeiten wurden durch MitarbeiterInnen der Vorprüfung in den Räumen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Württembergische Straße 6, 10707 Berlin, Raum 560 (Alte Kantine). geöffnet. Die Kennziffern der Arbeiten wurden mit willkürlich gewählten Tarnnummern von 1301 bis 1312 überklebt. 2. Prüfung der Vollständigkeit Die eingereichten Unterlagen wurden auf die Vollständigkeit der laut Auslobung unter Punkt 1.10 aufgelisteten geforderten Leistungen überprüft. Die entsprechende Liste mit 12 Prüfkriterien ist Bestandteil des Vorprüfberichts. Hinsichtlich der geforderten Leistungen sind folgende Auffälligkeiten festzustellen: • Das städtebaulich-landschaftsplanerischen Konzept (M 1:500) für einen ausgewählten exemplarischen Bereich wurde von der Arbeit 1301 als Isometrie eingereicht. • Die Arbeit 1305 hat den Erläuterungsbericht als 4-seitige A3-Broschüre eingereicht. Die Arbeit 1306 hat neben dem 3-seitigen Erläuterungstext ein 4-seitiges Essay mit dem Titel „Spiel der Möglichkeiten – es war einmal“ eingereicht. Die Arbeit 1310 hat zu einem 4-seitigen Erläuterungstext zusätzliche 5 Textseiten zum Thema „Nachhaltigkeit“ eingereicht. • Bei drei Arbeiten überschritt die Dateigröße die vorgegebene maximale Dateigröße von 10 MB zum Teil erheblich. • Bei der Arbeit 1301 waren die als PDF- und Tiff-Dateien eingereichten Pläne der Initial- und Zwischenphase identisch. Für die Dokumentation im Vorprüfbericht wurde der eingereichte Plan der Initialphase abfotografiert. Über die Zulassung von Arbeiten, die die geforderten Wettbewerbsleistungen nicht vollständig (oder Mehrleistungen) erbracht haben, entscheidet das Preisgericht. Die Pläne wurden entsprechend den Hängeplänen auf den Stelltafeln angeordnet. Sämtliche 12 Arbeiten wurden - auch bei zum Teil unvollständigen Unterlagen geprüft. 3. Vorprüfung Die Vorprüfung der 2. Stufe nahm ihre Arbeit am 20. April 2009 in den Räumen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Württembergische Straße 6, 10707 Berlin, Raum 560 auf. Die Vorprüfung wurde von folgenden Personen durchgeführt: Vorprüfer: Heinrich Burchardt, Architekt Birgit Dietsch, Architektin Katharina Schütze, Landschaftsarchitektin

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Mitarbeiter der Vorprüfung: Katja Chudoba, Landschaftsplanerin Anna-Catharina Özakdag, Studentin Die Koordinierung der Vorprüfung lag bei Eckhard Lange. Nach einem ersten informativen Rundgang, der einen Überblick über das Spektrum der eingereichten Arbeiten ermöglichte, wurden ein der Anzahl der Arbeiten und der zur Verfügung stehenden Zeit angemessenes Vorprüfverfahren sowie der organisatorische Ablauf festgelegt. Gliederung der Einzelberichte Auf der Grundlage der in Teil 1 geforderten Leistungen und der in Teil 2 der Wettbewerbsauslobung beschriebenen Aufgabenstellung sowie der unter 2.4 der Auslobung aufgeführten Beurteilungskriterien (Leitidee / Grundstruktur / Raumbildung, Städtebauliche und landschaftsräumliche Einbindung, Umgang mit dem Bestand, Erschließung / innere Ordnung / Orientierbarkeit , prozessuale Stadtentwicklung in drei Entwicklungsstufen, Plausibilität / Praktikabilität des Entwicklungsprozesses in Bezug auf die angebotenen Bau- sowie Grün- und Freiflächen / Schlüssigkeit der „Spielregeln“ der prozessualen Stadtentwicklung, Tragfähigkeit und Entwicklungsfähigkeit, Ressourceneffizienz unter Berücksichtigung der klimatischen Austauschbeziehungen und des Klimaschutzes, Beachtung der Gendergesichtspunkte) entwickelte die Vorprüfung einen Kriterienkatalog zur Prüfung der Arbeiten, der in die Gliederungspunkte der textlichen Beschreibungen der einzelnen Wettbewerbsarbeiten eingegangen ist: • Leitidee • Grundstruktur / Raumbildung • Initialphase • Zwischenphase • Langfristige Entwicklung • Ressourceneffizienz Jede Arbeit wird auf vier Seiten vorgestellt. Auf der ersten Seite werden die drei Entwicklungsstufen graphisch dargestellt. Im oberen Bereich der weiteren Seiten sind zusätzlich erläuternde Abbildungen der Planverfasser abgebildet. Der untere Seitenbereich enthält die Texte der Vorprüfung entsprechend den o.g. Gliederungspunkten. Am Ende der Beschreibung der einzelnen Arbeiten werden zur Erinnerung die Beurteilungen der Arbeiten durch das Preisgericht aus der 1. Bearbeitungsstufe mit einer Abbildung der entsprechenden Arbeiten der 1. Stufe dargestellt. Zitate der Verfasser sind kursiv wiedergegeben. Für die Verfasser wichtige Begriffe sind unterstrichen. Die vorhandene Straße entlang des Friedhofs auf dem Flugfeld (Wirtschaftsstraße mit Anbindung an das Flughafenvorfeld) wird als „vorhandene äußere Flugfeldstraße“ bezeichnet. Wichtige Entwurfsmerkmale außerhalb des Wettbewerbsgebiets mit Bedeutung für das Gesamtkonzept werden in der Beschreibung des Entwurfs erwähnt. Für das gesamte Wettbewerbsgebiet gilt, dass in der Schutzzone C des Radarturms bauliche Anlagen ab einer Höhe von 91,52 m ü.NN genehmigungspflichtig

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sind. Dies bedeutet, dass z.B. im Columbiaquartier bei einer Ausgangshöhe von 45 m ü.NN für Neubebauungen ab einer Höhe von rd. 46,50 m die Genehmigung der Wehrbereichsverwaltung Ost eingeholt werden muss. Ein entsprechender Hinweis findet sich im Vorprüfbericht bei Arbeiten, die Gebäude vorsehen, die diese Höhe überschreiten. Zudem wird ein Hinweis gegeben, wenn einzelnen Arbeiten den Radarturm östlich des Flughafengebäudes oder das Heizwerk am Columbiadamm überplanen. Auch in der 2. Stufe des Wettbewerbs wurde die Angabe städtebauliche Kennzahlen wie Bruttogeschossfläche, GRZ oder GFZ nicht gefordert und konnte von der Vorprüfung auch nicht ermittelt werden. Entsprechende Angaben der Verfasser werden ungeprüft übernommen. Sachverständige Während der Vorprüfung wurden die Sachverständigen am 29.04.2009 eingeladen, sich einen Eindruck über die abgegebenen Arbeiten zu verschaffen. Von den 28 Sachverständigen nahmen 15 diese Gelegenheit wahr. Die Sachverständigen stehen dem Preisgericht für vertiefende Ausführungen zur Verfügung. Von folgenden Sachverständigen wurden zusammenfassende schriftliche Einschätzungen der Arbeiten erstellt, die sich im Anhang befinden: • • • Peter Trute, Stadtklima Rainer Knocke, Wasserwirtschaft Dr. Stephanie Bock, Frauenbeirat

• Bernd Holm, Senatsverwaltung für Inneres und Sport / Referat für Sportentwicklung und Standortmarketing • Thomas Kretschmer, Nachhaltigkeit und Energie Die Sachverständige zum Thema „wirtschaftliche Tragfähigkeit“ Frau Winkler-Kühlken teilte mündlich mit, dass sich nach ihrer Einschätzung nur 3 Arbeiten (1301, 1305 und 1308) intensiv mit stadtökonomischen Aspekten auseinandersetzen. Eine Bewertung der Aussagen konnte jedoch anhand der eingereichten Unterlagen – wie auch bei den anderen Arbeiten - nicht vollzogen werden, da konkrete städtebauliche Kennziffern nicht gefordert waren. Zudem erschwere die Konkretisierungsebene eines Ideenwettbewerbs und der langfristige Zeithorizont eine fundierte Einschätzung der eingereichten Arbeiten.

Offener Ideenwettbewerb Columbiaquartier - Vollständigkeits-Checkliste Stufe 2, Name (Student):

Tarnnummer (vierstellig)

Städtebaulich - landschaftsplanerisches Konzept M 1 : 2.000 in drei Zeitschichten mit Darstellung der Gesamt-situation, Baukörper, Freiflächen, Erschließung, Nutzungen und der prozessualen Entwurfskomponenten

Städtebaulich - landschaftsplanerisches Konzept M 1 : 500 für einen ausgewählten exemplarischen Bereich mit Darstellung der Gesamtsituation, Baukörper, Freiflächen und Erschließung

Details, Ansichten, Schnitte Perspektiven für Teilbereiche des Columbia-Quartiers und des Lilienthal-Quartiers nach freier Wahl mit Aussagen zur prozessualen Entwicklung

Aussagen zu den Themen „Ressourceneffizienz“, „städtebauliches Leitbild“ und „stadtökonomische Aspekte“.

Prüfpläne (gefaltet) der Präsentationspläne

Erläuterungsbericht mit Begründung des vorgeschlagenen Entwurfskonzepts (max. 3 Seiten)

Verzeichnis der eingereichten Unterlagen

Verfassererklärung

CD mit folgendem Inhalt (10 bis12):

Präsentationspläne als Windows-kompatible .tif-Dateien in einer Auflösung von max. 300dpi (ggf. LZW-komprimiert), max. Dateigröße 10 MB

Präsentationspläne als pdf-Dateien mit eingebundenen Pixel-Darstellungen in einer Auflösung von max. 300dpi (ggf. LZWkomprimiert), max. Dateigröße 10 MB

Tarnnummer

Gesamtkonzepte 1:2.000 in Zeitstufen Prüfpläne Erläuterungsbericht Verzeichnis CD 6 7 8 9 10 11 12 Verfassererklärung Präsentationspläne als Tiff Präsentationspläne als PDF Erläuterungsbericht als PDF 5

Städtebauliches Konzept 1:500

Freie Darstellungen

Ressourceneffizienz, Leitbild, Stadtökonomie

1

2

3

4

Erläuterungsbericht als pdf-Datei

Anmerkung zu 9, 10 und 11: Die CD-Rom trägt als Titel nur die sechsstellige Kennzahl mit der auch die Pläne gekennzeichnet sind (z.B. 123456). Die Dateien einzelnen Dateien auf der CD-Rom müssen wie folgt benannt werden: Der erste Teil des Dateinamens ist die sechsstellige Kennzahl, danach folgt ein Unterstrich und anschließend der eigentliche Dateititel, gefolgt von den Formatangaben, z.B. „tif“. Beispiele: Lageplan 123456_lageplan.tif Prüfplan 123456_pruefplan.tif In den Dateinamen dürfen keine Leer- und Sonderzeichen vorkommen. Auf die Verwendung von Umlauten im Dateinamen soll verzichtet werden. Die CD-Rom ist auf Windows-kompatiblen PC zu erstellen. MacintoshFormate können grundsätzlich nicht berücksichtigt werden.

Bemerkungen

1301

+ + + + + + + + + + + + + + + + 8* + + + + + + + + + + + + + + + + + + 7* 7* + + + + + + + + + + 6* + + + + + + + + + + + + 5* + + + + + + + + + + 4* 4* + + + + + 3* 3* + + + + + + + +

1*

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+ + 2*

2*

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1* - als Isometrie 2* - Phase 1 und Phase 2 identisch

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3* - Überschreitung der vorgegebenen Dateigröße 4* - Überschreitung der vorgegebenen Dateigröße 5* - Bericht als 4-seitige A3-Broschüre 6* - 4 Seiten Erläuterungsbericht und zusätzliche textliche Erläuterungen

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7* - Überschreitung der vorgegebenen Dateigröße

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8* - 4 Seiten + zusätzlich 5 Seiten Nachhaltigkeit

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Anhang Stellungnahmen folgender Sachverständiger: • • • • Peter Trute, Stadtklima Rainer Knocke, Wasserwirtschaft Dr. Stephanie Bock, Frauenbeirat Bernd Holm, Senatsverwaltung für Inneres und Sport / Referat für Sportentwicklung und Standortmarketing • Thomas Kretschmer, Nachhaltigkeit und Energie

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Prüfkriterien für die klima- und immissionsökologische Beurteilung der Entwürfe zum städtebaulichen Wettbewerb „Columbiaquartier“
Heutige Situation
Klimaökologisch wichtige Freifläche im urban überprägten Umfeld. Grüngeprägte Freiflächen des Flugfelds wirken als wichtige kaltluftproduzierende Flächen. Durch Temperaturgradient Freifläche – umgebende Bebauung (hier: ~5,0 K) wird ein klimaökologischer Luftaustauschprozess ausgelöst. Dieser liefert kühlere/frischere Luft in die angrenzende Bebauung. Die Reichweite dieser Strömungen beträgt bis zu 500 m in die Umgebung bis in die (Kreuzberger) Bebauung hinein, sie bewirken dort eine Reduzierung des bioklimatischen (und lufthygienischen) Belastungspotenzials.

Ziel
Ziel ist es, auch im Rahmen einer Überplanung und Flächennutzungsänderung (Baufeld W 3; F-Plan) das (eigenbürtige) Luftaustauschsystem Flugfeld – angrenzende Bebauung und die damit verbundene klimaökologische Wohlfahrtswirkung aufrecht zu erhalten. Außerdem sollen in den neu entwickelten Bebbauungsstrukturen (Fläche ca. 16,4 ha) möglichst günstige klimaökologische (und lufthygienische) Wohnumfeldbedingungen entstehen.

Kriterien für die Bewertung der Wettbewerbsbeiträge
Generell wurden bei allen Entwürfen die jeweiligen Endstufen bewertet, d.h. bei zeitlich gestuften Konzepten wurden die einzelnen Phasen nicht gesondert bewertet. Für die Bewertung der einzelnen Kriterien wurden Punktwerte von 1-3 vergeben. Ggf. werden auch 0,5 Punkte vergeben, um eine höhere Differenzierung zu gewährleisten. Alle Kriterien wurden gleich gewichtet. Bioklimatische/stadtklimatische und lufthygienische Aspekte werden gleichwertig behandelt. Beim Kriterium „Emissionen“ wurden nur die Punktwerte 1 oder 0 vergeben, da die Entwürfen im jetzigen Stadium in der Regel keine detaillierten Ausführen zu diesem Thema beinhalten. Eine qualitative Abstufung der emissionsmindernden Maßnahmen konnte deshalb nicht vorgenommen werden.

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In Anlehnung an die Checkliste wurde bewertet: 1. Kaltluftleitbahn: Ziel ist eine zwischen Flugfeld und seinem nördlichen Umfeld strömungsgünstig ausgestaltete Freifläche. Ausprägung: ungehinderte Strömung eingeschränkte Strömung unterbundene Strömung 3 2 1

2. Hinderniswirkung Quartier Das geplante Stadtquartier sollte nicht als undurchlässiger Riegel zum Flugfeld hin ausgeformt werden. Ausprägung: Quartier ist durchlässig für Kaltluftströmung Quartier ist nur eingeschränkt durchlässig Quartier ist Strömungshindernis 3 2 1

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3. Bioklima Quartier (inkl. Umfeld) Durch Mischung von Grünflächen und Baukörper sowie Dachund

Fassadenbegrünung soll eine stärkere Überwärmung vermieden werden. Ausprägung: Bioklimatische Situation gut Bioklimatische Situation durchschnittlich Bioklimatische Situation nachteilig 3 2 1

4. Immissionen aus Quellgruppe Verkehr Hinsichtlich der Immissionssituation ist eine Verlängerung der beidseitigen Bebauung am Columbiadamm nachteilig, da eine Verdünnung der

Schadstoffkonzentrationen durch Frischluft gehemmt wird („Schluchtcharakter“). Ausprägung: Immissionssituation gut Immissionssituation durchschnittlich Immissionssituation nachteilig 3 2 1

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5. Emissionsminderung (alle pot. Quellgruppen) Maßnahmen zur Minimierung der verkehrlichen Emissionen, der Emissionen durch Hausbrand, Vermeidung von Emissionen durch regenerative Energiekonzepte, Einsatz von Solarthermie, Nutzung regenerativer Energie (Sonne, Biomasse, Geothermie) im Gebiet. Ausprägung: Maßnahmen zur Emissionsminderung berücksichtigt Maßnahmen zur Emissionsminderung nicht berücksichtigt 1 0

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Hannover, den 05.05.2009

Peter Trute Geschäftsführer

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Wettbewerb Columbiaquartier / 2. Stufe Sichtung der Wettbewerbsarbeiten 1301 bis 1312 am 29.04.2009 Zum Thema Wasserversorgung und Abwasserentsorgung werden von allen Wettbewerbern nur allgemeine bzw. gar keine Aussagen getroffen. Es gibt keine Stellungnahmen zum Anschlusszwang bei Trink- und Schmutzwasser. Diejenigen Wettbewerber, die in diesem Bereich ggf. eigenständige Lösungen anstreben, machen keine Aussagen zum späteren Betreiber der erforderlichen Anlagen. Bei einigen Arbeiten entsteht der Eindruck, dass über die Machbarkeit der gemachten Vorschläge nicht konsequent genug nachgedacht wurde. Da die Verlagerung des vorhandenen Regenrückhaltebeckens (RRB) an der Lilienthalstraße vermutlich keine Vorgabe für die zweite Stufe des Wettbewerbs war, macht bis auf Nr. 1310 kein Wettbewerber nähere Angaben hierzu. Je nach Lage dieses Beckens kann dies jedoch ggf. Auswirkungen auf den städtebaulichen Entwurf haben, da die Trasse(n) der Zulaufleitung(en) üblicherweise nicht überbaut werden dürfen. Auch zum Thema Straßenentwässerung finden sich keine genaueren Angaben. Da voraussichtlich als System die Versickerung des anfallenden Regenwassers gewählt wird, muss diese z.Zt. noch zwingend über eine belebte Bodenzone und damit über Mulden erfolgen. Dies hat Auswirkungen auf die Gestaltung der Straßen im Querschnitt und bei semizentraler bzw. zentraler Versickerung auch auf den Längsschnitt. Im Trinkwasserbereich gehen die Wettbewerber gemäß den Vorgaben von einer Trinkwassersubstitution durch Grau- und Regenwassernutzung in den zukünftigen Gebäuden aus. Zu diesem Thema der Haustechnik finden sich jedoch mit Ausnahme von Nr. 1310 keine genaueren Aussagen. Die hier getroffenen Feststellungen bedeuten nicht, dass die Wettbewerbsbeiträge hinsichtlich Wasserversorgung und Entwässerung nicht "funktionieren". In diesem frühen Stadium der Stadtplanung können vermutlich nicht sämtliche Aspekte vollständig berücksichtigt werden. Es ist jedoch davon auszugehen, dass sich bei der weiteren differenzierten Betrachtung des späteren Siegerbeitrags noch Änderungen ergeben, die auf Forderungen der Wasserversorgung bzw. Abwasserentsorgung beruhen. Müller-Kalchreuth Planungsges. mbH gez. Rainer Knoke

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Wettbewerb Columbiaquartier Sachverständigentermin am 29.04.2009 Tarnnummer 1301 Bemerkung Keine Aussagen zu Wasser. Keine planliche Darstellung von vorh. bzw. geplantem Regenrückhaltebecken (RRB) Vorh. RRB Lilienthalstraße wird überbaut. Keine Aussagen zu erforderlichem Ersatzbecken. Phase 1 ("Aneignung"): Vorh. RRB bleibt zunächst erhalten. Phase 2 ("Setzung"): Vorh. RRB bleibt zunächst erhalten. Phase 3 ("Gewöhnung"): Das RRB wird zur Tiefgarage. Keine Aussagen zu erforderlichem Ersatzbecken. 1304 Initialphase: Retentionsfläche an strategisch günstiger Stelle positioniert, aber bezüglich Grundfläche und Volumen wahrscheinlich zu klein. Keine weiteren Aussagen zum Betrieb dieser Fläche bzw. dieses Beckens. Langfristige Entwicklung: Weitere Retentionsflächen innerhalb der Quartiere (vermutlich zur Aufnahme von Regenwasser von den dortigen Dach- und Hofflächen). Keine planliche Darstellung dieser Flächen. 1305 Phase 1: Vorh. RRB bleibt zunächst erhalten Phase 2: Mit Errichtung des Quartiers nördlich des Columbiadamms wird das RRB in das Wiesenmeer verlagert, was lange und damit teure Zuleitungen erfordert. Phase 2/3: Vier Wasserbecken mit Dauerstau für vorfiltriertes Regenwasser. Keine Aussagen zum Betrieb (Filter, Pumpen etc.), zum erforderlichen Volumen oberhalb des Dauerwasserspiegels und zur Ableitung des Drosselabflusses bzw. des Überlaufwassers. 1306 Phase 1 ("Erobern"): Vorh. RRB bleibt zunächst erhalten Phase 2 ("Erproben"): Vorh. RRB wird durch Temporäres Wohnen ersetzt. Keine Aussagen zu erforderlichem Ersatzbecken. Phase 2 ("Erleben"): Endgültige Bebauung im Bereich des vorh. RRB Regenwasser innerhalb des Quartiers soll über Mulden und Gräben zur Versickerung gebracht werden.

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Wettbewerb Columbiaquartier Sachverständigentermin am 29.04.2009 Tarnnummer 1307 1308 Bemerkung Planliche Darstellung eines Retentionsbeckens im Wiesenmeer ohne weitere textliche Erläuterung Keine Aussagen zu vorhandenem und neuem RRB, lediglich textlicher Hinweis auf (unterirdische?) Regenwasserspeicher in den "Anchorpoints". Keine Aussagen zu Betrieb, angeschlossene Flächen etc.) Keine planliche Darstellung von Becken oder Leitungen. Phase 1 ("Aktivieren"): Keine Aussagen zu Wasser Phase 2 ("Entfalten"): Retentionsfläche ("Wasserinsel") im Wiesenmeer. Zwei Badeweiher im südlichen Anschluss an Columbiabad (Sommerbad Neukölln). Reizvolle Alternative: künstlich / natürlich Baden. Frage: Werden die Badeweiher von den Bäderbetrieben oder einem Konkurrenzunternehmen betrieben? Phase 1 ("Verflechten"): Weitere Ausgestaltung von Phase 2. Badeweiher sind von ihrem Wasservolumen ggf. zu klein, um dauerhaft ohne zu großen Aufwand Badegewässerqualität zu erhalten. 1310 Phase 1: Vorh. RRB bleibt zunächst erhalten Phase 2: RRB wird ersetzt durch Bodenfilter (nördlich des Columbiadamms) und nachgeschaltete Pflanzenkläranlagen bzw. Wasserbecken (südlich des Columbiadamms). Sämtliches auf dem Flugfeld, dem Columbiadamm und im Quartier anfallendes Regenwasser wird über Bodenfilter vorgereinigt und anschließend in verschiedenen Teilströmen verteilt (Pflanzenkläranlage und Bewässerung Gärten zu Biomasseproduktion, Nutzung als Brauchund Grauwasser zur Trinkwassersubstitution. Keine Aussagen zu erforderlichen Volumina, Pumpleistungen etc. Keine Angaben dazu, wer die gesamte Anlage betreiben soll.

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Wettbewerb Columbiaquartier Sachverständigentermin am 29.04.2009 Tarnnummer 1311 Bemerkung Phase 1: Neues Versickerungsbecken am Südostrand des Planungsgebiets. Ungünstige Lage, da längere (und damit teurere) Zuleitung erforderlich, wenn auch die Bestandsflächen hieran angeschlossen werden sollen. Aus der planlichen Darstellung heraus ist eher zu vermuten, dass an das Becken nur das neue Quartier mit überschüssigem Regenwasser (und vorgereinigtem Schmutzwasser?) angeschlossen ist. Phase 2/3: Hinweis auf Wasserrecycling und Grauwassersysteme in geplanten und vorhandenen Gebäuden. Regenwassernutzung zur Trinkwassersubstitution. 1312 Initialphasen (1-3): Vorh. RRB bleibt zunächst erhalten Initialphasen (4-6): Vorh. RRB bleibt zunächst erhalten Initialphasen (7-9): Ab Phase 8 ist das vorh. RRB überbaut. Keine Aussagen zu erforderlichem Ersatz, lediglich textlicher Hinweis auf Verlagerung Allgemein: Begrünte Dächer und dezentrale Versickerung in den Grünflächen.

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Frauenbeirat der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Dr. Stephanie Bock 05.05.09 Vorprüfung 2. Stufe Offener städtebaulich und landschaftsplanerischer Ideenwettbewerb „Prozessuale Stadtentwicklung Tempelhofer Feld – Columbiaquartier Stellungnahme der Sachverständigen für den Frauenbeirat In der ersten Stellungnahme zu den Beiträgen der 1. Stufe des Wettbewerbs wurde darauf hingewiesen, dass bereits in den Beurteilungskriterien a) Leitidee, Grundstruktur, Raumbildung, b) Städtebauliche und landschaftsräumliche Einbindung (Erschließung/Vernetzung), c) Prozessuale Stadtentwicklung, genderrelevante Aspekte vorhanden sind. Hieraus resultierten u.a. folgende Fragen, die in der 2. Bearbeitungsstufe beantwortet werden sollten: • Welche attraktiven Wohn- und Lebensformen sind denkbar? • Welche Idee von „Stadt“ wird verfolgt? Zudem sollen die in der Ausschreibung unter der Überschrift Gender Mainstreaming (S. 103) angeführten Gesichtspunkte in die Bewertung einfließen. In der Ausschreibung heißt es wie folgt: „Als allgemeine Anforderungen an eine gendergerechte Planung sind die Gleichstellung der Geschlechter, Chancengleichheit und eine angemessene Berücksichtigung der unterschiedlichen Lebensbedingungen und Zwänge, unter denen die Geschlechter leben, anzusehen. Es ist insbesondere sicherzustellen, dass Orte für alle Geschlechter geschaffen werden, der Stellenwert der Reproduktion berücksichtigt ist, Sicherheit vor Gewalt und Unfällen gewährt ist, die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Familienarbeit unterstützt wird und Raumrepräsentationen sowie durch die Gestaltung transportierte Werte und Normen alle Geschlechter, Ethnien, Altersgruppen und Klassen einbezogen werden.“ Ausgeführt werden im Anschluss daran konkrete Kriterien zu Funktionsmischung und räumliche Zuordnung der Quartiere, zu Wohnen, zu Freiräumen und zu Sicherheit. Aus der Sichtung der überarbeiteten Wettbewerbsbeiträge ergibt sich vor diesen beiden Bewertungsebenen folgende Bewertung: Die Frage nach der Idee von „Stadt“, die dem jeweiligen Beitrag zugrunde liegt, wird auch in den überarbeiteten Beiträgen der 2. Runde nicht beantwortet. Die Sichtung zeigt, dass die formulierten Bilder und Visionen für Tempelhof und die angrenzenden Quartiere weiterhin mit Blick auf die zukünftig dort lebenden Bevölkerungsgruppen so offen formuliert sind, dass sich keine konkreten Aussagen erkennen lassen. Wenn sich Ansatzpunkte finden, bleiben die Antworten auf Schlagworte beschränkt. Aus Genderperspektive vermisst werden Aussagen zum demografischen Wandel in Berlin und seinen möglichen Folgen für neue Quartiere, Aussagen zu Migranten, die zumindest in den angrenzenden Quartieren eine große Bevölkerungsgruppe sind, und auch Aussagen zu bspw. Wohnformen für eine sozial gerechte Stadt. Entsprechende Ausführungen hätten Hinweise für die geplante Bevölkerungsmischung einerseits und für den sozialen Bezug zu den

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benachbarten Quartieren geben können. So bleibt aus Genderperspektive kritisch anzumerken, dass zwar die räumlichen sowie prozessualen Vorstellungen konkretisiert wurden. Nach wie vor bleibt dabei offen, für welche Stadtgesellschaft hier gebaut werden soll. Genderaspekte bei der Formulierung attraktiver Wohn- und Lebensformen: Die Wettbewerbsbeiträge setzen sich nur ansatzweise mit der Frage nach den Wohn- und Lebensformen auseinander, für die sie das neue Quartier entwerfen. Gesprochen wird in der überwiegenden Zahl der Beiträge von gemischten Quartieren und einer Mischung von Bevölkerungsgruppen. Die Überlegungen bleiben jedoch überwiegend formelhaft und diffus. Als Wohnform werden in den meisten Beiträgen Baugruppen genannt, ohne diese in ihrer Zusammensetzung weiter zu spezifizieren. Kritisch anzumerken ist, das Baugruppen alleine noch keine gemischten Quartiere hervorbringen, finden sich in dieser Form der Eigentumsbildung doch meist sozial homogene Gruppen zusammen. Wenige Aussagen gibt es zu den konkreten Vermarktungsformen (Miete, Eigentum, Angebote für Baugruppen). Angeführt wird zwar auch das Stichwort Generationsübergreifendes Wohnen, aber genauere Hinweise auf z. B. unterschiedliche Ansätze von betreutem, generationsübergreifendem Wohnen tauchen nicht auf. Mit Blick auf die in der Ausschreibung konkretisierten Genderaspekte ergeben sich nachfolgend ausgeführte Hinweise zu den Beiträgen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass durch die aus Genderperspektive zu begrüßende Prozesshaftigkeit der Entwicklung des Quartiers die Aussagen zur städtebaulichen Gestaltung des neuen Quartiers relativ offen bleiben mussten: Hervorzuheben sind die Beiträge, in denen eine Nutzungsmischung nicht nur im Quartier sondern auch innerhalb der Gebäude vorgesehen ist und sowohl horizontale als auch vertikale Zuordnungen von Wohnen, Dienstleistungen, Einzelhandel, Gastronomie und Gemeinbedarfseinrichtungen angedacht sind. Besonders relevant erscheint dies auch im Hinblick auf Infrastruktur, zu der in einigen Beiträgen keine Aussagen getroffen werden oder die in anderen am Rand des Quartiers angesiedelt werden. Mit Blick auf den vorgesehenen Städtebau sind die Beiträge positiv zu bewerten, die kompaktere Siedlungsstrukturen vorschlagen und ein verdichteteres Quartier entwerfen. Aus Genderperspektive sind gemischte Formen im Geschosswohnungsbau den ebenfalls in einigen Beiträgen vorgeschlagenen Einfamilienhäusern vorzuziehen. Eine besondere Bedeutung nehmen rund um das neue Quartier die vorhandenen Friedhofsflächen ein. Da angesichts der Alterung der Gesellschaft und der weiteren Zunahme vor allem hochbetagter Witwen Friedhöfe für diese Gruppe einen wichtigen Freiraum darstellen, sind diejenigen Beiträge aus Genderperspektive positiv zu bewerten, die keine Überplanung dieser Flächen, bzw. keine Verlagerung der Friedhöfe vorsehen und zudem Öffnungen und Durchwegungen vorschlagen. Positiv zu bewerten ist, dass in der Überarbeitung die meisten Beiträge ihren Ansatz der prozessualen Stadtentwicklung genauer ausführen. In den

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Wettbewerbsbeiträgen sind nun detailliertere Vorschläge zur stufenweisen Bebauung definierter Baufelder gemacht, die Spielräume für die Anpassung an neue Rahmenbedingungen anbieten und um Entwicklungsvorstellungen auch revidieren zu können. Dieser Aspekt ist gerade aus Genderperspektive bedeutsam, da Veränderungen gesellschaftlicher Vorstellungen (neue Formen des Zusammenlebens, Auflösung der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung, neue Formen der Life-Work-Balance etc.) oder gesellschaftlicher Rahmenbedingungen (neue Konzepte für die Pflege älterer Menschen, Energiekonzept etc.) die vorhandenen Strukturen anpassungsfähig und flexibel halten müssen.

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SenInnSport IV C 2

(927)-2961 08.05.09

Städtebaulicher / landschaftsplanerischer Ideenwettbewerb Columbia-Quartier 2. Stufe Beurteilung der eingereichten Beiträge aus der Sicht des Sports Aus Sicht des Sports werden die Entwürfe nach drei Kriterien beurteilt: 1. Umgang mit dem derzeitig nutzbaren und für die Versorgung der Anwohner wichtigen Sportanlagenbestand, insb. --> Erhalt/Gefährdung/Aufgabe des Sportplatzes Züllichauer Straße --> TIB-Vereinsgelände 2. Umgang mit der ehemaligen Sport- und Freizeitzone der Amerikaner (Softballfelder. Picknick-Area etc.) insb. im Rahmen von Zwischennutzungen 3. Schaffung neuer dauerhafter Sportangebote innerhalb des Wettbewerbsgebietes Zu 1. a) Die bearbeiteten Entwürfe gehen überwiegend sorgsamer mit dem Bestand der Sportanlagen um als in der 1.Stufe. Dennoch ignorieren Entwurfsverfasser das Vorhandensein des privaten TIB-Geländes, bzw. halten eine „Verpflanzung“ desselben für eine realistische Möglichkeit (1301). Positiv hebe ich die Arbeit 1307 hervor, die einen Schulstandort am Rand des TIB-Geländes vorschlägt. Vorausgesetzt, für eine Schule bestünde seitens der Schülerzahlen durch die Gebietsentwicklung eine ausreichende Tragfähigkeit, bietet diese Idee mehrere Vorteile (Erhöhung der Auslastung von Sportanlagen, sportliche Profilierung der Schule, ggf. schon ab der Kita, Vernetzung von Bildung, Sport und Jugendarbeit etc.). Die Mehrheit der Entwurfsverfasser möchte den Sportplatz Züllichauer Straße dauerhaft erhalten. Allerdings rücken etliche davon eine geplante Bebauung unmittelbar an den Rand des Sportplatzgeländes und gefährden den Erhalt eines ganztägig nutzbaren Sportplatzes indirekt. Ich halte so etwas für inkonsequent und würde es begrüßen, wenn der Sportplatz entweder mit einem ausreichenden Abstand zu einer Wohnbebauung erhalten bliebe (z.B. eingebettet in eine Klimaschneise – sieh Arbeit 1304) oder aber es wird einer konsequenten baulichen Lösung im Lilienthalquartier der Vorzug gegeben, dann ist der Sportplatz südlich des Columbiadamms zu ersetzen. Ersatzlösungen außerhalb des Wettbewerbsgebiets, z.B. im südl. Randbereich des Flughafens (1305), sind nicht akzeptabel, da ihnen die Anbindung an das Kreuzberger Versorgungsgebiet fehlt. Zu 2. Aus meiner Sicht ist das Band das sich von den Softballfeldern hinter dem Friedhof bis zur Neuköllner Siedlungskante erstreckt ausgezeichnet geeignet, mit temporären Nutzungen (Starter / Pioniere) belegt zu werden und den sofort nutzbaren alltäglichen Gebrauchswert des Flughafengeländes aufzuzeigen. Diesen Gedanken greift die Mehrheit der Arbeiten auf

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und ermöglicht in der ersten Stufe mal mehr – mal weniger die Inanspruchnahme dieser Möglichkeiten für Sport und Bewegung. Allerdings wird die hohe Qualität, die die Randzone des Flugfeldes gerade für derartige Angebote hat, in den folgenden Stufen zugunsten baulicher Verdichtung wieder aufgegeben. Stattdessen wird diese Qualität für eine Wohnbebauung beansprucht, ohne Ideen zu präsentieren, wie und wo am Ende attraktive Bewegungsräume bleiben. Diese Entwicklung von der Pioniernutzung über die Koexistenz bis zur Verdrängung des Sports zeigt exemplarisch die Arbeit 1312. Zu 3. Nur sehr wenige Entwürfe haben aufgezeigt, wie ggf. neue zusätzliche Sportangebote, bzw. Flächen für Sportinfrastruktur (über den Ersatzbedarf hinaus) innerhalb des Wettbewerbsgebiets südlich des Columbiadamms dauerhaft geschaffen werden könnten. Ein Badeweiher (1309) ist eher mit Skepsis zu sehen. Beurteilung: Die jeweiligen städtebaulichen/landschaftsplanerischen Entwürfe werden von mir nicht im Einzelnen beurteilt. Das Aufzeigen großflächiger temporärer Sportnutzungen unter Inanspruchnahme der USRestbestände zeugt m.E. von einer guten Analyse der Gegebenheiten und Anforderungen (Öffnung und Bekanntmachung des Geländes, Externalisierung von Betriebskosten, Bewachung und soziale Kontrolle, Schaffung attraktiver Nutzungsangebote…). Das Aufzeigen zusätzlicher sportlicher Angebote im oder am geplanten Landschaftspark zeigt, dass der Verfasser die Notwendigkeit solcher Angebote bei weiterer baulicher Verdichtung erkannt hat, die Potentiale des Geländes sieht und sich über Lösungen Gedanken gemacht hat. In beiden Fällen empfehle ich, diese positive Qualität bei der Auswahl zu berücksichtigen, bzw. im Fall der Bevorzugung anderer Entwürfe, zu bedenken, ob auch diese die Möglichkeiten für Sport- und Freizeitangebote in gleichem Maß ermöglichen können. Die Arbeiten, die zwar eine temporäre Nutzung durch Sport- und Freizeitangebote vorschlagen, deren spätere Verdrängung durch eine „nachrückende Bebauung“ jedoch in Kauf nehmen, sollten dahingehend beurteilt werden, ob die neu entstehende – weiter innen im Flugfeld liegende – Randzone, die Schnittstelle von Bebauung und Landschaftspark die Aufnahme der verdrängten Nutzungen ermöglichen würde. Holm

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Gutachterliche Stellungnahme zu den Wettbewerbsentwürfen „Columbiapark“ Stand 11.05.09 1 Allgemeines
Aspekte der Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz wurden in den Entwürfen bisher kaum umgesetzt. Dies mag zum Teil auf folgende Aspekte zurückzuführen sein: Der prozessuale Wettbewerb steht möglicherweise im Widerspruch dazu, ausreichend konkret zu sein, um Aspekte der Nachhaltigkeit zu verdeutlichen In einem städtebaulichen Konzept sind die Aspekte der Nachhaltigkeit weniger klar darstellbar, als in einem Gebäudeentwurf. Dem ist jedoch entgegenzuhalten, dass wesentliche Entscheidungen in der Konzeptphase einen erheblichen Einfluss auf die Nachhaltigkeit im Wettbewerbsgebiet haben. Beispiele für Nachhaltigkeitskonzepte in dieser Phase könnten sein: Berücksichtigung einer optimalen Gebäudeorientierung für passive und aktive solare Nutzung Übergreifendes Energiekonzept für das Wettbewerbsgebiet Maßnahmen zur Förderung des fußläufigen oder öffentlichen Verkehrs bzw. des Radverkehrs Maßnahmen zur Verringerung des Bedarfs an Verkehrswegen durch eine gute Infrastruktur (Mischung Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Konsum) Konzepte und Strategien, die den Lebenszyklus von Gebäuden und Infrastruktur beachten etc. Der Begriff „Nachhaltigkeit“ wird hier im Sinne der Brundtland-Kommission verwendet: „Dauerhafte Entwicklung ist Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.“ 1. Nachhaltigkeit umfasst die Aspekte Wirtschaftlichkeit, Ökologie und Soziokulturelles Der Begriff „Ressourceneffizienz“ bezieht sich nicht nur auf Energie, sondern auf alle auf der Erde verfügbaren Ressourcen mit einer Gewichtung nach Gefahr der Verknappung. Diese allgemeinen Definitionen zeigen schon, dass die Beschränkung auf ein Energiekonzept für das Wettbewerbsgebiet eine viel zu enge Interpretation der Aufgabe darstellt. In den den Wettbewerbsteilnehmern übergebenen Unterlagen wurden viele Aspekte der Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz dargelegt, auf die die Wettbewerbsteilnehmer kaum eingegangen sind. Ein gutes Konzept beschränkt sich nicht auf die Aufzählung von Aspekten, die man berücksichtigen könnte, sondern zeigt sich an den Entwürfen selbst. Eine rein textliche Beschreibung oder Aufzählung von Nachhaltigkeitsaspekten, die sich nicht in den Entwürfen widerspiegelt, entzieht sich eigentlich der Bewertung.

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Brundtland-Bericht, Seite 46

Stand 11.05.09 Index 0

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Im Folgenden werden die Entwürfe kurz unter diesen Aspekten beleuchtet. Die Darstellung mit + und – soll das Lesen erleichtern, jedoch nicht dazu dienen, durch Abzählen von Plus- und Minus- Punkten eine Bewertungsskala aufzustellen. Vielmehr haben die Punkte eine unterschiedliche Gewichtung.

2 2.1

Stellungnahme zu den einzelnen Entwürfen Beitrag 1301

- Die Baukörper knüpfen an die Architektur von Le Corbusier an ohne erkennbare energetische Anforderungen - Der Beitrag orientiert sich bei der Landschaftsgestaltung eher an einer Parklandschaft statt Aspekte von Biotopen und Artvielfalt zu berücksichtigen. - Besonders drastisch wirken die Palmen in Käfigen, wodurch das Thema Nachhaltigkeit eher auf den Kopf gestellt wird. + Grünverbindung und Durchlüftung sind berücksichtigt. + „Vermeidung von Überdimensionierungen“ als Aspekt der Nachhaltigkeit.

2.2

Beitrag 1302

+ Wie auch im Beitrag 1306 sind Bonusregeln für ökologische Maßnahmen im Konzept erwähnt. + Ökologisch positiv ist die Verwendung von Aushub und Abrissmaterial zu bewerten. - Die dargestellten massiven Baukörper orientieren sich an Ganzglasfassaden, die eher als energetische Dinosaurier einzustufen sind. - Die Tempelhofer Promenade wirkt autoorientiert. + Für die Pionierbauten wird das Prinzip „cradle to cradle“ erwähnt.

2.3

Beitrag 1303

In diesem Konzept sind sehr viele Aspekte der Nachhaltigkeit berücksichtigt. + Regenwassernutzung + Erweiterung der Grünbereiche + Schaffung eines Nahwärmenetzes zur umweltfreundlichen Wärmeversorgung + Fußgängerverkehr wurde berücksichtigt. + Der Flughafenvorplatz wird entsiegelt! + Diverse Grünnutzungen der Flächen sind vorgesehen. + Grün und Wohnen sind gut durchmischt und integriert.

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2.4

Beitrag 1304

+ Es ist ein Biomassekraftwerk vorgesehen. +/-Der Zebrastreifen über den Columbiadamm verbessert zwar die Verbindung des Columbiaquartiers mit dem nördlichen Quartier, ist aber angesichts der Verkehrsdichte am Columbiadamm eher unrealistisch. - Baukörper und Städtebau erwecken nicht den Eindruck eines nachhaltigen Quartiers + Insgesamt wirkt das Wettbewerbsgebiet wenig bebaut und es gibt viele Grünflächen

2.5

Beitrag 1305

+ Die Verknüpfung mit den anderen Grünflächen (Hasenheide, Friedhöfe, Sportpark) macht den unmotorisierten Verkehr attraktiver. + Die Problematik der Hasenheide wird dabei erkannt und berücksichtigt. Die Hasenheide stellt derzeit eine eher problematische Grünanlage bzgl. Pflegezustand und Aufenthaltsqualität dar. - Der Städtebau orientiert sich sehr am Bestand und ist für eine nachhaltige Stadtentwicklung durch die teilweise sehr dichte Bebauung eher ungeeignet. - Das Thema Energie spielt in dem Beitrag keine Rolle.

2.6

Beitrag 1306

+ Positiv an diesem Beitrag ist die Idee, durch Bonusregeln die Realisierung von energieeffizienten Gebäuden zu fördern. So kann ohne zusätzliche Vorschriften und Auflagen ein Beitrag zur Verminderung des Energiebedarfs geleistet werden. - Leider werden energetische Aspekte an der dargestellten Gebäudestruktur nicht ablesbar. + Weitere Nachhaltigkeitsaspekte sind Regenwassernutzung und autofreies Wohnen als Angebot aber nicht als Vorgabe + Die spektakuläre und attraktive Überquerung des Columbiadamms fördert den nicht motorisierten Verkehr. Durch diese Überquerung ist eine gute Anbindung des Columbiaquartiers an das nördlich vom Columbiadamm gelegene Gebiet gegeben.

2.7

Beitrag 1307

+ Durch die vorgesehenen Dachbegrünungen wird die Versiegelung der Flächen kompensiert. - Die Gebäudestruktur berücksichtigt keine ökologischen Aspekte + Die Kaltluftströmung, die laut Gutachten in den nördlichen Bereich einströmen soll, wird durch die Gebäude nicht verhindert. + Das Thema Ressourceneffizienz soll Thema der IGA werden. - Die Darstellung der IGA auf dem Wettbewerbsgebiet zeigt Beete statt Biotope und zeigt keine ökologischen Aspekte. - Aspekte Energie-Einsparverordnung sind falsch dargestellt.

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2.8

Beitrag 1308

+ Der Beitrag berücksichtigt den geforderten Frischluftaustausch + Wohnen und Gewerbe werden miteinander verknüpft. Dies kann den Autoverkehr vermindern. + Fußgängerverkehr und umweltfreundlicher Verkehr stellen ein Schwerpunkt des Konzeptes dar. + eine autofreie Stadt und Nullenergie-Standard werden als Zielsetzungen benannt. - Ein reales Energiekonzept ist nicht erkennbar

2.9

Beitrag 1309

+ Es werden einige Stichworte erwähnt, die Aspekte der Nachhaltigkeit berücksichtigen: „Mit Bestand Arbeiten“ erlaubt ressourceneffizienten Umgang mit den Baumaterialien, Recycling wird als Nachhaltigkeitsprinzip angestrebt. + Eine Baumschule kann einen Beitrag zur C0 2 – Reduktion leisten (zumindest wenn die Bewirtschaftung nachhaltig erfolgt).

2.10 Beitrag 1310
- Der Beitrag orientiert sich an Orte wie Las Vegas und Hollywood, die nicht im Verdacht stehen, Vorreiter der Nachhaltigkeit zu sein. - die „autofreundliche Straße“ Columbiadamm wird als positives Element des Konzepts bewertet - Ein Zeppelin verbindet Tempelhof, Schönefeld und Tegel. Dieses Konzept geht an den Bedürfnissen der Flureisenden sicher weit vorbei. + Aspekte wie Regenwassernutzung, Blockheizkraftwerk, Photovoltaik, thermische Solaranlagen Biomasseproduktion sind erwähnt - Das Energiekonzept ist nicht stichhaltig, die erwähnte „Energieskulptur“ ersetzt kein nachhaltiges Versorgungskonzept.

2.11 Beitrag 1311
+ Ressourceneffizienz stellt einen wichtigen Schwerpunkt dieses Beitrags dar. + Verschiedene Grünflächen sind Teil des Konzepts. + Es ist eine Energieproduktion vor Ort vorgesehen (Solar und Wind). Ob der Einsatz von Windenergie im innerstädtischen Bereich sinnvoll ist, ist jedoch zweifelhaft. + Abwassernutzung und eine effiziente Verwendung von Materialien sind vorgesehen. - Die dargestellten Gebäude stellen durch Gebäudestruktur und Fassaden (bedruckte Ganzglasfassaden) nicht die Ziele der Nachhaltigkeit heraus.

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2.12 Beitrag 1312
+ Der vorgesehene Erhalt der vorhandenen Nutzungen reduziert den Aufwand für die Umgestaltung des Wettbewerbsgebietes deutlich. + Eine Fußgängerallee macht den Fußgängerverkehr attraktiv und kann so den Autoverkehr reduzieren. - Eine effiziente Ausrichtung der Gebäude ist zwar im Text erwähnt, aber in den Plänen nicht umgesetzt. +/-Die Durchlüftung des Gebietes ist angesprochen. Jedoch ist durch die in den Luftschneisen vorgesehenen Bäume die Effizienz dieser Maßnahme zweifelhaft. +/-Wichtige Dokumente zur Nachhaltigkeit wie LEED und die Zertifikate der DGNB sind erwähnt, aber die Umsetzung von Nachhaltigkeitskonzepten wird anhand der Gebäudestruktur nicht sichtbar. + Regenwassernutzung ist erwähnt + Eine Bedarfsevaluierung ist vorgesehen, um flexibel auf den tatsächlichen Bedarf reagieren zu können. Durch diese Evaluierung kann ineffizienter und ökologisch nachteiliger Leerstand vermieden werden.

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