Path:
Ergebnisprotokoll

Full text: Ergebnisprotokoll

Erweiterungsbau Ludwig-Hoffmann-Grundschule

Berlin Friedrichshain-Kreuzberg
Begrenzt offener Realisierungswettbewerb

Ergebnisprotokoll

Begrenzt offener Realisierungswettbewerb Erweiterungsbau Ludwig-Hoffmann-Grundschule Berlin Friedrichshain-Kreuzberg Ergebnisprotokoll

Berlin, Juli 2009

Koordination Nanna Sellin-Eysholdt Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin II D 11 Vorprüfung Ulrike Lickert Norbert Giebels Kostenprüfung Bernd Reimers Anke Meyer Energieeffizienz / Nachhaltigkeit Steffen Rösner / Nils Remde RTW Ingenieurgesellschaft für Haustechnik mbH Mitarbeiter der Vorprüfung Matthias Below Matthias Deutschländer Druck A&W Berlin

Inhaltsverzeichnis
1. 1.1 1.2 1.3 1.4 1.5 1.6 1.7 1.8 1.9 1.10 1.11 1.12 1.13 1.14 1.15 2. 2.1 2.2 2.3 2.4 Ergebnisprotokoll der Preisgerichtssitzung vom 15.07.2009 Begrüßung / Feststellung der Anwesenheit Konstituierung des Preisgerichts Eröffnung der Preisgerichtssitzung Bericht der Vorprüfung Informationsrundgang Erster Wertungsrundgang Zweiter Wertungsrundgang Schriftliche Beurteilung der Arbeiten der engeren Wahl Festlegung der Rangfolge und Preise Empfehlung des Preisgerichts Öffnung der Verfassererklärungen Abschluss der Sitzung Protokollfreigabe der Preisrichter Anwesenheitsliste Wettbewerbsteilnehmer Bericht der Vorprüfung Einlieferung der Arbeiten Anonymisierung Vollständigkeit der Arbeiten Vorprüfung Verfahren Kriterien Entwurfsdaten Sachverständige Balkendiagramme Zusammenstellung der Daten Einzelberichte zu den Wettbewerbsarbeiten 1501 - 1510

7 7 8 8 8 8 9 9 13 13 14 14 15 16 19

23 23 23 23

2.5 2.6 2.7

25 26 29

7

1.

Ergebnisprotokoll der Preisgerichtssitzung vom 15.07.2009

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Württembergische Straße 6, 10707 Berlin, Raum 560 9.00 Uhr - 16.15 Uhr

1.1

Begrüßung / Feststellung der Anwesenheit

Frau Kalepky, Bezirksstadträtin für Bauen, Wohnen und Immobilienservice, und Herr Ostendorff, Referatsleiter bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, begrüßen die Sitzungsteilnehmer. Herr Ostendorff stellt die Anwesenheit (s. 1.14 Anwesenheitsliste) und die Beschlussfähigkeit des Preisgerichts fest. Frau Pätzel übernimmt die Position der stellvertretenden Sachpreisrichterin an Stelle der erkrankten Frau Haverbeck. Diese kurzfristig erforderlich gewordene Umbesetzung wurde mit der Architektenkammer Berlin abgestimmt.

1.2

Konstituierung des Preisgerichts

Auf Vorschlag aus dem Kreis der stimmberechtigten Preisrichter wird Herr Numrich einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Stimmberechtigte Fachpreisrichter Arthur Numrich Architekt, Berlin Gudrun Sack Architektin, Berlin Jost Haberland Architekt, Berlin Stimmberechtigte Sachpreisrichter Jutta Kalepky Bezirksstadträtin für Bauen, Wohnen und Immobilienservice Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin Frank Vettel Leiter Immobilienservice / Baumanagement Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin Ständig anwesender stellvertretender Fachpreisrichter Jens Bauermeister Architekt, Berlin Frau Pätzel vertritt ab 15.00 Uhr Frau Kalepky.

Erweiterungsbau Ludwig-Hoffmann-Grundschule / Ergebnisprotokoll

8

1.3

Eröffnung der Preisgerichtssitzung

Herr Numrich übernimmt die Leitung der Sitzung. Er lässt sich von den Mitgliedern des Preisgerichts versichern, dass - sie keinen Meinungsaustausch mit Wettbewerbsteilnehmern über die Wettbewerbsaufgabe und deren Lösung geführt haben und während der Dauer der Preisgerichtssitzung führen werden, - sie bis zum Preisgericht keine Kenntnis von den Wettbewerbsarbeiten erhalten haben, soweit sie nicht als Vorprüfer oder Sachverständige bei der Vorprüfung mitgewirkt haben, - sie die Beratungen des Preisgerichts vertraulich behandeln werden, - die Anonymität der Arbeiten aus ihrer Sicht gewahrt ist, - sie es unterlassen, Vermutungen über die Verfasser anzustellen. Der Vorsitzende weist auf die persönliche Verantwortlichkeit der Preisrichter gegenüber Auslober, Wettbewerbsteilnehmern und Öffentlichkeit hin. Er bittet darum, die Leistung aller Teilnehmer durch eine angemessene und nachvollziehbare Bewertung der Wettbewerbsarbeiten zu honorieren. Die dem Wettbewerbsverfahren zugrunde liegende Aufgabenstellung wird vom Vorsitzenden in ihren Grundzügen erläutert. Auf eine weitergehende allgemeine Besprechung der Wettbewerbsaufgabe wird an dieser Stelle verzichtet, da sie allen Beteiligten aufgrund der Ausschreibung und des Preisrichterkolloquiums hinreichend bekannt ist.

1.4

Bericht der Vorprüfung

Die Vorprüfung hat eine schriftlichen Bericht erarbeitet, der verlesen bzw. erläutert wird (s. Teil 2 Bericht der Vorprüfung). Das Preisgericht beschließt, alle eingegangenen Wettbewerbsarbeiten ins Verfahren aufzunehmen, da keine Verstöße gegen die Wettbewerbsbedingungen festgestellt wurden.

1.5

Informationsrundgang

Die Arbeiten werden von den Vorprüfern in der Reihenfolge der Tarnzahlen 1501 bis 1510 ausführlich und wertungsfrei vorgestellt. Herr Rösner (Energieberater, Vorprüfer Energieeffizienz und Nachhaltigkeit) erläutert die zur Erreichung des Passivhaus-Energiestandards erforderlichen baulichen und betrieblichen Maßnahmen und die in den Wettbewerbsarbeiten vorgeschlagenen Energiekonzepte.

1.6

Erster Wertungsrundgang

Der Vorsitzende weist darauf hin, dass im ersten Wertungsrundgang - bei einstimmigem Votum durch das Preisgericht - in der Regel nur solche Arbeiten ausgeschieden werden, die im Hinblick auf Aufgabenstellung und Lösungserwartung schwerwiegende grundsätzliche Mängel und Fehler aufweisen.

Erweiterungsbau Ludwig-Hoffmann-Grundschule / Ergebnisprotokoll

9

Da dieses nach Auffassung aller Preisrichter bei keiner Arbeit der Fall ist, wird im ersten Wertungsrundgang keine Arbeit ausgeschlossen.

1.7

Zweiter Wertungsrundgang

Im anschließenden zweiten Wertungsrundgang werden die Wettbewerbsarbeiten nochmals einer ausführlichen und kritischen Betrachtung unter Anlegung der Beurteilungskriterien der Ausschreibung unterzogen. Die Bewertung der Arbeiten berücksichtigt insbesondere die städtebauliche Disposition, typologische Identität, Innenraumgestaltung und Nutzungsqualität des Schulneubaus sowie Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit. Im zweiten Wertungsrundgang werden folgende Arbeiten von der weiteren Beurteilung ausgeschlossen (Stimmenverhältnis für Verbleib : gegen Verbleib im Verfahren): Arbeit 1502 Arbeit 1504 Arbeit 1506 Arbeit 1507 Arbeit 1509 Arbeit 1510 2:3 1:4 0:5 0:5 0:5 0:5

Für die Arbeit 1502 wird ein Rückholantrag gestellt und begründet. Der Antrag wird einstimmig angenommen. Damit verbleiben als engere Wahl folgende fünf Arbeiten im Verfahren: 1501, 1502, 1503, 1505, 1508.

1.8

Schriftliche Beurteilung der Arbeiten der engeren Wahl

Vor der abschließenden Bewertung der Entwürfe und der Festlegung der Rangfolge wird von den Preisrichtern unter Hinzuziehung der Sachverständigen eine schriftliche Beurteilung der Arbeiten der engeren Wahl verfasst. Die Texte fassen die Ergebnisse der bisherigen Besprechung zusammen. Die Texte werden anschließend vor den Arbeiten verlesen, diskutiert und in der nachfolgenden Fassung verabschiedet. Arbeit 1501 Der U-förmige, nach Süden sich öffnende Baukörper schafft es zwischen Punkt- und Riegeltypus gut zu vermitteln. Der Außenraum wird hierdurch positiv gegliedert. Es entsteht ein intimer gefasster Hofbereich, der sich zu den Freiflächen der Nachbareinrichtungen öffnet und zur Straße hin geschützt ist. Der Park im Norden wird durch dieses Gebäude wenig beeinträchtigt. Die geplante Durchwegung im Norden wird berücksichtigt. Die Höhenentwicklung der Straßenfassade im städtebaulichen Kontext wird als problematisch gesehen. Die Vermittlung zwischen den sehr unterschiedlichen Nachbargebäuden ist keine angemessene Lösung. Die Eingangssituation zur Strasse ist zu wenig artikuliert. Ebenso wünscht man sich, trotz der Passivhausfunktion, den Foyerbereich weiter geöffnet

Erweiterungsbau Ludwig-Hoffmann-Grundschule / Ergebnisprotokoll

10

zum Hof und zum Pausenbereich „verzahnt“. Dadurch würde mehr Licht in den Foyerbereich fallen und die Eingangssituation straßenseitig wiederum einladender wirken. Der Foyerbereich wird insgesamt als positiv und gut dimensioniert angesehen. Er könnte räumlich noch interessanter gestaltet werden zum Beispiel durch eine Verschränkung der verschiedenen Ebenen in der Vertikalen. Das Raumprogramm ist insgesamt gut gelöst. Die Fassadengestaltung des Gebäudes ist im Ganzen etwas „blass“ und zurückhaltend. Sie schafft in den Augen der Jury zu wenig Eigenständigkeit an diesem Ort und wird formal als wenig „städtisch“ empfunden. Diese Arbeit hat in ihrer Bauweise vorbildhaften Charakter. Über den geforderten Passivhausstandard hinaus berücksichtigt sie die Kriterien des DGNB, indem sie in einer lebenszyklusorientierten Energiebilanzierung „denkt“. Dieses wird gerade für den Neubau einer Grundschule als sehr positiv aufgenommen und ist im Berliner Kontext mehr als begrüßenswert. Das Konzept der Haustechnik mit dem Verzicht auf die Nutzung der vorhandenen Fernwärme erscheint noch nicht ausgewogen. Ob darüber hinaus ein Erdwärmespeicher notwendig oder eine Photovoltaikanlage wirklich sinnvoll ist, kann gerade im Sinne des DGNB hinterfragt werden. Arbeit 1502 Der Entwurf nimmt direkten Bezug zum Altbau von Ludwig Hoffmann. In der Materialität des roten Ziegels, der Fassadengliederung zur Lasdehner Strasse und in den Geschosshöhen werden die von Altbau vorgegebenen Themen reflektiert. Städtebaulich gelingt es mit dieser Strategie die Ecke des Schulgeländes mit einem kraftvollen Gebäudevolumen zu besetzen, das selbstbewusst seine Funktion als öffentliches und städtisches Gebäude im heterogenen Kontext formuliert. Zur Hofseite ist der Baukörper gestaffelt und löst sich mit diesem Kompositionsprinzip von seinem Vorbild und erlangt damit eine hohe Eigenständigkeit. Zur Straße wird die direkte formale Annäherung die Fassade zum Hoffmannbau von der Jury als äußerst problematisch angesehen. Die Übernahme der historischen Geschosshöhen von über 4 m, genaue Angaben fehlen auf den Plänen, führen zur Überschreitung des vorgegebenen Kostenrahmens und zur Unwirtschaftlichkeit des Entwurfes. Die innere Organisation eines hierarchisch abgestuften Erschließungssystems ist gut. Die Anordnung der Schulfunktionen wird aus Sicht des Nutzers als sehr gelungen beurteilt. Die äußere Gestalt wird vom Preisgericht in Hinsicht auf Kindgerechtigkeit kontrovers diskutiert. Insgesamt stellt der Entwurf in seiner Zeitlosigkeit, Rationalität und Einfachheit einen wertvollen Beitrag zur Wettbewerbsaufgabe dar, dessen Qualitäten durch die allzu vordergründige Interpretation der Hauptfassade leider geschmälert werden. Arbeit 1503 Das 3-geschossige Schulgebäude entlang der nord-östlichen Grundstücksgrenze nimmt die Zeilenstruktur des gegenüberliegenden Baublocks auf. Der Ost-West-gerichtete Baukörper vermittelt zwischen den Höhen der sich anschließenden 5-geschossigen Wohnbebauung und dem 2-geschossigen Hortgebäude an der Lasdehner Strasse.

Erweiterungsbau Ludwig-Hoffmann-Grundschule / Ergebnisprotokoll

11

Mit Aufnahme der östlichen Flucht des Hortgebäudes und durch den Rücksprung aus der Bauflucht der Lasdehner Straße rückt das Gebäude in die „zweite Reihe“, in den begrünten Blockbereich. Der so entstandene Vorplatz wird zum Schulhof hin durch eine gemauerte Bank optisch gefasst und bietet durch seine Gestaltung für Schul- und Hortkinder eine kombinierte Nutzungs- und Aufenthaltsmöglichkeit, die durch den Erhalt des Baumbestandes noch verstärkt wird. Der Vorplatz der Schule korrespondiert mit dem im nahen Umfeld gelegenen Angebot von Aufenthaltsbereichen wie dem nord-westlich an der Lasdehner Straße gelegenen Pinguin-Spielplatz und den gegenüberliegenden, der Wohnbebauung vorgelagerten Freiflächen und ist Übergang zu der nord-östlich anschließenden Parkdurchwegung. Der vorhandene, zusammenhängende großzügige Grünraum im Blockinnenbereich wird jedoch durch die Ost-West-gerichtete fast 60m lange Zeile geteilt und ist nicht mehr wahrnehmbar. Zudem wird durch die Länge des Baukörpers die direkt nordöstlich angrenzende Parkdurchwegung in ihrer zukünftigen Aufenthaltsqualität verschattet. Es kommt auf dem Grundstück zum Verlust eines wertvollen geschützten Baumes. Die nach Norden angeordneten Funktions- und Klassenräume werden durch die einhüftige, nach Süden zum Innenhof orientierten Flur- und Aufenthaltsbereiche erschlossen. Das Erdgeschoss ist nach Südwesten zum Schulhofbereich durch ein 35 m langes großzügiges Foyer mit Zugangsfunktion zum Schulhofgelände als „Orangerie“ geöffnet. In den Obergeschossen sind die langgestreckten Flurbereiche als Galerien ausgebildet. Der über alle Geschosse geführte Luftraum und die damit verbundenen Bepflanzungsmöglichkeiten beeinflusst die differenzierten Aufenthaltsbereiche positiv. Das geforderte Raumprogramm und die vorgegebene Zuordnung sind vollständig umgesetzt. Die Lage des Multifunktionsraumes im Erdgeschoss wird positiv bewertet, die Attraktivität wird durch die mögliche Öffnung zur „Orangerie“ gesteigert. Die ausschließliche Anordnung der WC-Anlagen im Erdgeschoss wird bemängelt. Der Technikraum im Untergeschoss ist mit 19 m² zu gering bemessen. Die nach Süden orientierte, gebäudehoch verglaste Fassade in Verbindung mit den vorgehängten, horizontal durchlaufenden Holzlamellen gewährleistet eine spannungsreiche, jahreszeitlich differenzierte natürliche Belichtung der Erschließungszonen, wird jedoch formal kritisch gesehen. Das Entwurfskonzept entspricht in der Kompaktheit der Grundrisszonierung sowie in den eingesetzten Baumaterialien und Strukturen den Anforderungen einer nachhaltigen und Energieeffizienten Realisierbarkeit, das energetische Konzept ist in sich stimmig. Arbeit 1505 Der Entwurf sieht einen U-förmigen 2-geschossigen Baukörper vor, der die Bauflucht der Lasdehner Straße sowie die nord-östliche Baugrenze zur vorgesehenen Grünanlage aufnimmt. Der Entwurf geht somit „über das Grundstück hinaus“ auf die geplante Durchwegung zwischen Kadiner und Lasdehner Straße ein. Die Qualitäten der neu zu planenden Grünanlage und deren ausreichende Besonnung werden dadurch berücksichtigt, der Außenraum wird weiterentwickelt. Die Gestaltung des Gesamtgebäudes als konsequent zweigeschossiger Baukörper wurde vom Preisgericht gewürdigt. Die räumliche Ausbildung des Innenhofbereiches nimmt Bezug auf die Gebäudefluchten des Hortge-

Erweiterungsbau Ludwig-Hoffmann-Grundschule / Ergebnisprotokoll

12

bäudes und des Schulaltbaus. Dieser in der Mitte des U-förmigen Gebäudes entstehende Hofraum soll Schulhof für den Neubau und zugleich räumliche Fassung des campusartigen Gesamtgeländes sein. Durch die Planung eines ein Meter hohen massiven Sockels wird der Schulhofbereich klar definiert. Die vorgesehene Freitreppe des Sockels soll diesen als „Bühne“ mit dem übrigen Schulgelände verbinden. Die Anbindung an dieser Stelle ist jedoch nicht eindeutig gelöst und trennt Hofraum und Schulgelände. Die Haupterschließung des Gebäudes über eine Seitentreppe sowie die barrierefreie Erschließung für Behinderte sind nicht befriedigend gelöst. Die Fassadengestaltung stellt einen Bezug zur Architektursprache des Ludwig-Hoffmann-Baus her. Durch die handwerkliche Verwendung des Materials Ziegel sowie die Neuinterpretation und Weiterentwicklung der Schmuckfelder des Bestandes in eine kindgerechte Ornamentgrafik wird dieses Ziel erreicht. Die Gestaltung dieser Ornamente erfolgt durch andersfarbige Ziegel im Mauerwerk der Außenschale und nutzt somit die typologischen Möglichkeiten des Mauerwerksbaus. Die Fassade ist als Lochfassade, mit liegenden großen Fensterformaten, Festverglasungen und schmalen, stehenden Öffnungsflügeln geplant. Teilbereiche sind als perforierte Fassade ausgeführt. Art und Lage der Öffnungen und perforierten Bereiche, besonders an der zur Lasdehner Straße gelegenen Fassadenseite, erscheinen gestalterisch noch nicht abschließend geklärt. Das Raumprogramm ist in großen Teilen erfüllt. Die Anordnung fast aller Klassenräume im 1. OG wurde positiv gewürdigt, das Fehlen von WC-Anlagen im 1. OG allerdings bemängelt. Ein Betreuungsraum wurde auf zwei kleinere Raumeinheiten verteilt, dieses scheint von der Nutzung problematisch. Die beiden Lehrmittelräume wurden zu einem Raum zusammengefasst. Die offene Treppe im Foyerbereich dient als Haupterschließung. Der angegliederte Luftraum erzeugt einen großzügigen Raumeindruck, ist aber aus brandschutztechnischer Sicht zu überarbeiten. Der zweite bauliche Rettungsweg ist zu korrigieren. Das vorgesehene Energiekonzept mit entsprechendem Wärmeschutzstandard der Gebäudehüllflächen sowie die Anlagentechnik erfüllen im Wesentlichen die Anforderungen an den Passivhausstandard. Arbeit 1508 Städtebaulich erfolgt eine Definition der Blockecke, die den Ansatz der Freiflächengestaltung (Schulhof / Durchwegung) unterstützt. Dabei gelingt es, die Flächenversiegelung auf ein Minimum zu reduzieren. Das Polygon entwickelt sich aus den städtebaulichen Fluchtlinien und ordnet sich so in den Kontext ein. Die Funktionen werden um einen Kernbereich angeordnet, der für jedes Geschoss den Verteiler bildet. Die öffentlichen Nutzungen wie Multifunktionsraum und Multimediaraum sind dem Foyer im EG zugeordnet, das durch großzügige Einschnitte gut belichtet ist. In den Obergeschossen bildet sich die Verteilerfläche mit differenzierten Aufenthaltsqualitäten aus: verschiedene Hell- und Dunkelzonen, von oben wie seitlich belichtet, in denen sich räumliche Einbauten zum Sitzen befinden. Zweifel bestehen, ob die Flächen für die Aufnahme der Schülerkapazitäten ausreichen. Ebenso erscheint die Belichtung des Kernbereich im 1. OG als nicht ausreichend. Der Aufbau eines Dachgeschosses ausschließlich für Nebenräume ist funktional fragwürdig und wirkt sehr formal. Gestalterisch versucht der Verfasser der Arbeit, die Umgebungsfakten

Erweiterungsbau Ludwig-Hoffmann-Grundschule / Ergebnisprotokoll

13

aufzunehmen und in die Textur des Sichtmauerwerks zu übernehmen. Inwieweit dies in linearer Gliederung ausreicht, bleibt fraglich; auf weitere Gliederungen im Fassadenmaterial wird verzichtet. Fensteröffnungen treten typologisch in 3 Varianten auf: geschosshohe großflächige Verglasung, großflächige raumbegleitende Öffnungen, kleine Öffnungen für Nebenräume. Die Ausformulierung und Anordnung erscheint teilweise willkürlich. Energetisch bietet der Entwurf gute Ansätze durch seine Kompaktheit und Wärmespeicherfähigkeit. Die Wirtschaftlichkeit von Erdwärmeheizung in Verbindung mit einer Fernwärme-Spitzenlastheizung erscheint fragwürdig, die Konzentration auf den Energieträger Fernwärme wäre denkbar. Hervorzuheben ist, dass der Entwurf unter allen Beiträgen die größte Wirtschaftlichkeit aufweist und sich innerhalb des verfügbaren Budgets bewegt.

1.9

Festlegung der Rangfolge und Preise

Nach eingehender vergleichender und teilweise kontroverser Diskussion der Arbeiten der engeren Wahl wird über die Rangfolge und die Verteilung der Preise im Einzelnen auf entsprechenden Antrag wie folgt abgestimmt: 1. Preis 2. Preis 3. Preis Ankauf Nachrücker 14.000 € 9.000 € 6.000 € 3.000 € Arbeit 1505 Arbeit 1502 Arbeit 1501 Arbeit 1503 Arbeit 1508 (Stimmenverhältnis 4 : 1) (Stimmenverhältnis 5 : 0) (Stimmenverhältnis 5 : 0) (Stimmenverhältnis 5 : 0) (Stimmenverhältnis 4 : 1)

Die Verteilung der Preissumme entspricht der Wettbewerbsausschreibung.

1.10 Empfehlung des Preisgerichts
Das Preisgericht empfiehlt dem Auslober einstimmig, die mit dem 1. Preis ausgezeichnete Arbeit der weiteren Bearbeitung der Planungsaufgabe zugrunde zu legen. Dabei sind die in der schriftlichen Beurteilung genannten Hinweise und Kritikpunkte zu berücksichtigen. Insbesondere wird empfohlen: - Die Fassadengestaltung ist hinsichtlich der Ornamentik zu überprüfen. Eine zurückhaltende Farbigkeit sollte dabei gewahrt bleiben. - Die Haupttreppenanlage ist unter Beibehaltung der räumlichen Großzügigkeit als Rettungsweg zu qualifizieren. - Die teilweise Aufteilung der Betreuungs- / Teilungsräume bzw. deren Dimensionierung ist zu korrigieren. - Die barrierefreie Erschließung ist zu verbessern mit dem Ziel kürzerer und der allgemeinen Erschließung zugeordneter Wege. - Im 1. OG ist eine ausreichende Anzahl von Schülertoiletten einzuplanen.

Erweiterungsbau Ludwig-Hoffmann-Grundschule / Ergebnisprotokoll

14

1.11 Öffnung der Verfassererklärungen
Die Umschläge mit den Verfassererklärungen werden geöffnet. Die Namen der Wettbewerbsteilnehmer werden verlesen (s. 1.15 Wettbewerbsteilnehmer).

1.12 Abschluss der Sitzung
Die Vorprüfung wird entlastet. Herr Numrich schließt die Sitzung um 16.15 Uhr mit Dank an Preisrichter, Sachverständige und Vorprüfer für die engagierte und kollegiale Zusammenarbeit. Herr Ostendorff dankt im Namen des Auslobers allen am Verfahren Beteiligten, insbesondere dem Vorsitzenden, für ihre Mitwirkung. Das Protokoll wurde vom Vorsitzenden durchgesehen und genehmigt. Protokoll: Norbert Giebels

Die Wettbewerbsarbeiten werden vom 02. September bis zum 11. September 2009, montags bis freitags von 14.00 bis 18.00 Uhr in der Aula der Ludwig-Hoffmann-Grundschule, Lasdehner Straße 21, 10243 BerlinFriedrichshain ausgestellt. Die Ausstellung wird am Dienstag, den 01. September 2009 um 18.30 Uhr eröffnet.

Erweiterungsbau Ludwig-Hoffmann-Grundschule / Ergebnisprotokoll

15

1.13 Protokollfreigabe der Preisrichter

Erweiterungsbau Ludwig-Hoffmann-Grundschule / Ergebnisprotokoll

16

1.14 Anwesenheitsliste

Erweiterungsbau Ludwig-Hoffmann-Grundschule / Ergebnisprotokoll

17

Erweiterungsbau Ludwig-Hoffmann-Grundschule / Ergebnisprotokoll

18

Erweiterungsbau Ludwig-Hoffmann-Grundschule / Ergebnisprotokoll

19

1.15 Wettbewerbsteilnehmer
Preisträger Arbeit 1505 1. Preis

Arbeitsgemeinschaft AFF Architekten & Nitschke-Donath-Architekten Berlin Martin Fröhlich Sven Fröhlich Ulrike Dix, Jan Musikowski, Peter Schick, Sascha Schulz, Robert Zeimer

Verfasser

Mitarbeiter

Arbeit 1502 2. Preis

Hemprich Tophof Architekten Berlin Julia Tophof Norbert Hemprich Markus Arndt, Linda Pelchat

Verfasser

Mitarbeiter

Sonderfachleute / Haustechnik: Berater Heimann Ingenieure GmbH, Berlin Gerhard Marcus Statik: Ruffert & Partner, Berlin Ingenieurgesellschaft für Tragwerksplanung mbH, Holger Bruch

Arbeit 1501 3. Preis

Ziegert | Roswag | Seiler Architekten Ingenieure Roswag Architekten Gesellschaft von Architekten mbH Berlin Eike Roswag Caroline Senftleben Max Steinbächer, Carola Scholz, Eva Holtz, Fabian Thode

Verfasser

Mitarbeiter

Sonderfachleute / Baukonstruktion, Fachberatung Lehmbau: Berater Ziegert | Seiler Ingenieure, Berlin Gebäudetechnik: Planungsteam Energie + Bauen, Berlin Dr. Matthias Kloas Fachberatung Passivhaus: Jörg Lammers, Dipl.-Ing. Architekt, Berlin

Erweiterungsbau Ludwig-Hoffmann-Grundschule / Ergebnisprotokoll

20

Arbeit 1503 Ankauf

petersen pörksen partner architekten + stadtplaner | bda Lübeck petersen pörksen partner architekten + stadtplaner | bda Dipl.-Ing. Markus Matthießen

Verfasser

Mitarbeiter

Sonderfachleute / Energieberatung: Berater Kaplus Ingenieurbüro Vollert, Eckernförde Technische Gebäudeausrüstung: KMG Ingenieurgesellschaft mbH, Berlin Tragwerksplanung: LEUPOLD Ingenieur-Büro für Tragwerksplanung und Bauphysik, Berlin Landschaftsarchitekt: Sven Andresen, Lübeck

Engere Wahl Arbeit 1508 Engere Wahl

koopX architekten Berlin Guido Böhning Freier Architekt Dipl. Ing. Bettina Zalenga Freie Architektin BDA

Verfasser

Sonderfachleute / Energietechnik: Berater koopX engineering, Karlsruhe Dipl. Ing. Architekt Dietrich Elger

2. Rundgang Arbeit 1504 2. Rundgang

Grüntuch Ernst Planungsgesellschaft mbH Berlin Dipl. Ing. Arch. Almut Grüntuch-Ernst Dipl. Ing. Arch. Armand Grüntuch Architekt March Dominik Queck, Dipl. Ing. Thiel Nickau, Tristan Ernst

Verfasser

Mitarbeiter

Sonderfachleute / Tragwerksplanung, Haustechnik: Berater Gesellschaft für Technik am Bau, Berlin

Erweiterungsbau Ludwig-Hoffmann-Grundschule / Ergebnisprotokoll

21

Landschaftarchitekten: Topotek 1 Büro für Garten- und Landschaftsplanung GmbH, Berlin

Arbeit 1506 2. Rundgang

Norbert Sachs Architekt BDA Berlin Norbert Sachs Kevin Herbst

Verfasser Mitarbeiter

Sonderfachleute / Fassadenbepflanzung: Berater Hackenberg Landschaftsarchitekten, Berlin

Arbeit 1507 2. Rundgang

Bucholz McEvoy Architekten Berlin Annette Wolpert Merritt Bucholz Nikolai Erichsen

Verfasser

Mitarbeiter

Sonderfachleute / Laschinski Ingenieure Berater Christian Laschinski Winter - Beratende Ingenieure Jordan Kornfeld

Arbeit 1509 2. Rundgang

Arnke Häntsch Mattmüller Architekten GmbH Saradshow Fischedick Berlin - Bauingenieure GmbH Berlin Peter Arnke Brigitte Häntsch Rolf Mattmüller David Vogel

Verfasser

Mitarbeiter

Sonderfachleute / Tragwerksplanung: Berater Saradshow Fischedick Berlin - Bauingenieure GmbH Björn Fischedick Technische Gebäudeausrüstung: Heimann Ingenieure GmbH Herr Marcus

Erweiterungsbau Ludwig-Hoffmann-Grundschule / Ergebnisprotokoll

22

Arbeit 1510 2. Rundgang

KSV Krüger Schuberth Vandreike Planung und Kommunikation GmbH Berlin Torsten Krüger Christiane Schubert Bertram Vandreike Thomas Kroker, Markus Pfeil, Thomas Richter, Katja Neuheiser

Verfasser

Mitarbeiter

Sonderfachleute / TGA: Berater Winter-Ingenieure, Berlin Herr Zimmermann Statik: INGTRA GmbH, Berlin Herr Wiele

Erweiterungsbau Ludwig-Hoffmann-Grundschule / Ergebnisprotokoll

23

2. 2.1

Bericht der Vorprüfung Einlieferung der Arbeiten

Der Abgabetermin für die Wettbewerbsarbeiten war der 03. Juli 2009. 10 Wettbewerbsarbeiten wurden bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Württembergische Straße 6, 10707 Berlin entgegengenommen. Kenziffern, Eingangsdaten sowie Art und Zustand der Verpackung wurden in einer Sammelliste erfasst. Alle 10 Wettbewerbsarbeiten gingen rechtzeitig ein.

2.2

Anonymisierung

Die Wettbewerbsarbeiten wurden in allen Teilen mit einer 4-stelligen Tarnzahl von 1501 bis 1510 gekennzeichnet, die Kennziffern wurden dabei verdeckt. Die Vergabe der Tarnzahlen erfolgte zufällig, ein Rückschluss auf die Reihenfolge des Eingangs ist nicht möglich. Die ebenfalls mit den Tarnzahlen versehenen Verfassererklärungen wurden unter Verschluss genommen.

2.3

Vollständigkeit der Arbeiten

Geprüft wurde die Vollständigkeit der Wettbewerbsarbeiten gem. Punkt 1.10 Geforderte Leistungen der Ausschreibung. Alle Arbeiten sind vollständig und prüffähig. Bei den Arbeiten 1504 und 1506 wurden lediglich die Isometrien in einem kleineren Maßstab als M 1:200 vorgelegt. Unzulässige zusätzliche Leistungen wurden abgedeckt.

2.4

Vorprüfung

Verfahren Die Vorprüfung wurde vom 03. Juli bis zum 14. Juli 2009 im Hause der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Württembergische Straße 6, 10707 Berlin, Raum 560 (Alte Kantine) durchgeführt. Die Prüfung erfolgte durch zwei Vorprüfer (Architekten), einen Kostenprüfer (Architekt), einen Haustechniker und drei Mitarbeiter der Vorprüfung. Zu jeder Wettbewerbsarbeit wurde ein Einzelbericht angefertigt, der die Ergebnisse der Vorprüfung zusammenfasst. Vorprüfung und Protokollierung der Ergebnisse folgten den unter Punkt 3.9 der Ausschreibung genannten Beurteilungskriterien. Ergänzt wurde der Kriterienbereich Baukonstruktion.

Erweiterungsbau Ludwig-Hoffmann-Grundschule / Ergebnisprotokoll

24

Kriterien Gestaltung

- Städtebau / stadträumliche Gestaltung - Baukörpergestaltung - Innenraumqualität - Erschließung - Funktionale Zuordnung - Raumzuschnitte - Belichtung, Belüftung

Funktion

Baukonstruktion Realisierbarkeit - Programmerfüllung - Nachhaltigkeit und Energieeffizienz - Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Barrierefreiheit - Genehmigungsfähigkeit

Entwurfsdaten Der Nachweis des Raumprogramms und die von den Wettbewerbsteilnehmern vorgelegten Entwurfsdaten wurden überprüft und ggf. korrigiert. Folgende Daten werden in tabellarischer Zusammenstellung in den Einzelberichten aufgeführt: - Nutzfläche NF - Technische Funktionsfläche TF - Brutto-Grundfläche BGFa - Brutto-Rauminhalt BRI (V) - Gebäudehüllfläche A - Quotient BGFa / NF - Quotient A / V - Überbaute Fläche - Kosten Zum Quervergleich wurden Balkendiagramme zu einzelnen Werten sowie eine Tabelle mit allen Daten aller Arbeiten erstellt.

Sachverständige Bei der Vorprüfung haben die folgenden Sachverständigen beratend mitgewirkt: Annette Grohmann-Kind, Andrea Häntsch, Cathleen Koroschetz, Grit Nitzsche, Eckart Schwalm.

Berlin, den 14.07.2009

Erweiterungsbau Ludwig-Hoffmann-Grundschule / Ergebnisprotokoll

25

2.5

Balkendiagramme

NF Ist und BGFa Ist - m²
NF Ist
3.500

BGFa Ist
3.075 2.310 2.409 2.700 2.181 2.271 1.903 2.083 1.156 1.328 1.197 1.175 1.157 1.163 1.254 1.270
NF Soll 1.095 m²

2.500

2.000

1.321

2.624

3.000

1.500

1.000

500

0

1501

1.293

1502

2.750

1503

1504

1505

1506

1507

1508

1509

1510

BRI Ist - m³
BRIa

10.328

12.000

11.056

9.017

10.000

8.989

9.639

8.487

8.045

8.000

6.000

4.000

2.000

0

1501

1502

1503

1504

1505

7.058

1506

1507

1508

1509

8.184

1510

Gesamtkosten - €
Gesamtkosten KG 200/300/400/600/700

5.249.193

4.826.209

6.000.000

4.754.419

3.960.526

3.935.409

3.878.578

5.000.000

4.074.141

5.086.446

5.205.852

5.706.353
Kosten Soll 4.821.100 €

4.000.000

3.000.000

2.000.000

1.000.000

0

1501

1502

1503

1504

1505

1506

1507

1508

1509

1510

11.913

Erweiterungsbau Ludwig-Hoffmann-Grundschule / Ergebnisprotokoll

26

2.6

Zusammenstellung der Daten

1501
Flächen und Rauminhalte NF Ist - Gesamt NF Ist ohne WCs und Technik NF Soll ohne WCS und Technik TF BGFa BRIa (V) Gebäudehüllfläche (A) BGFa Ist / NF Ist BGFa Ist / NF Soll A/V Überbaute Fläche Kosten Gesamtkosten Ist
KG 300 - 400 Ist

1502
1.293 1.185 1.095 148 2.750 11.056 3.553 2,13 2,50 0,32 798

1503
1.157 1.100 1.095 19 2.181 9.017 3.214 1,89 1,99 0,36 784

1504
1.197 1.105 1.095 82 2.310 8.045 3.554 1,93 2,70 0,44 646

1505
1.175 1.106 1.095 28 1.903 7.058 3.274 1,62 1,74 0,46 889

m² m² m² m² m² m³ m²

1.321 1.205 1.095 95 2.624 10.328 3.626 1,98 2,30 0,35

m²

868

€ € € €

4.034.785 3.929.635 4.826.209 4.821.100 1,0

4.424.568 3.929.635 5.249.193 4.821.100 1,09

3.285.832 3.929.635 3.960.526 4.821.100 0,82

4.045.734 3.929.635 4.754.419 4.821.100 0,99

3.496.295 3.929.635 4.074.141 4.821.100 0,85

Mittelwert Gesamtkosten Ist
KG 200-700, ohne KG 500

Gesamtkosten Soll
KG 200-700, ohne KG 500

Verhältnis zum Soll=100% Kostenkennzahlen KG 200-700, ohne KG 500 Gesamtbaukosten / BGFa
KG 200-700, o. KG 500 / BGFa

€/m²

1.839

1.909

1.816

2.058

2.141

Gesamtbaukosten / BGFa
KG 200-700, o. KG 500 / BGFa BKI

€/m²

1.798

1.798

1.798

1.798

1.798

Gesamtbaukosten / NF
KG 200-700, o. KG 500 / NF Ist

€/m²

3.653

4.060

3.423

3.972

3.467

Gesamtbaukosten / BRI a
KG 200-700, o. KG 500 / BRI IST

€/m³

467

475

439

591

577

Erweiterungsbau Ludwig-Hoffmann-Grundschule / Ergebnisprotokoll

27

1506
Flächen und Rauminhalte NF Ist - Gesamt NF Ist ohne WCs und Technik NF Soll ohne WCS und Technik TF BGFa BRIa (V) Gebäudehüllfläche (A) BGFa Ist / NF Ist BGFa Ist / NF Soll A/V Überbaute Fläche Kosten Gesamtkosten Ist
KG 300 - 400 Ist

1507
1.254 1.154 1.095 84 2.700 9.639 3.948 2,15 2,45 0,41 782

1508
1.270 1.149 1.095 78 2.271 8.487 2.649 1,79 2,01 0,31 603

1509
1.156 1.081 1.095 83 2.083 8.184 2.653 1,80 1,90 0,32 593

1510
1.328 1.179 1.095 72 3.075 11.913 3.955 2,32 2,80 0,33 997

m² m² m² m² m² m³ m²

1.163 1.123 1.095 92 2.409 8.989 2.730 2,07 2,20 0,30

m²

576

€ € € €

4.351.675 3.929.635 5.086.446 4.821.100 1,06

4.394.402 3.929.635 5.205.852 4.821.100 1,08

3.180.169 3.929.635 3.878.578 4.821.100 0,80

3.286.802 3.929.635 3.935.409 4.821.100 0,82

4.796.090 3.929.635 5.706.353 4.821.100 1,18

Mittelwert Gesamtkosten Ist
KG 200-700, ohne KG 500

Gesamtkosten Soll
KG 200-700, ohne KG 500

Verhältnis zum Soll=100% Kostenkennzahlen KG 200-700, ohne KG 500 Gesamtbaukosten / BGFa
KG 200-700, o. KG 500 / BGFa

€/m²

2.111

1.928

1.708

1.889

1.856

Gesamtbaukosten / BGFa
KG 200-700, o. KG 500 / BGFa BKI

€/m²

1.798

1.798

1.798

1.798

1.798

Gesamtbaukosten / NF
KG 200-700, o. KG 500 / NF Ist

€/m²

4.374

4.151.

3.054

3.404

4.297

Gesamtbaukosten / BRI a
KG 200-700, o. KG 500 / BRI IST

€/m³

566

540

457

481

479

Erweiterungsbau Ludwig-Hoffmann-Grundschule / Ergebnisprotokoll

29

2.7

Einzelberichte zu den Wettbewerbsarbeiten 1501 - 1510

Erweiterungsbau Ludwig-Hoffmann-Grundschule / Ergebnisprotokoll

1501

Ziegert | Roswag | Seiler Architekten Ingenieure, Berlin / 3. Preis

1501

Gestaltung - U-förmiger Baukörper öffnet sich mit Hof zum Schulaltbau. - Aufnahme der Bauflucht der Lasdehner Straße und der nörd-östlichen Grundstücksgrenze. - 3-geschossig, Gebäudehöhe 11,60 m, Süd-WestFlügel um ein Geschoss abgestaffelt, Gebäudehöhe 8,80 m. Höhenabwicklung vermittelt zwischen nördlicher Bebauung und Hortgebäude. - Länge des Nord-Ost-Flügels 37 m, entspricht der Hälfte der nord-östlichen Grenzlänge. - Putzfassade als Lochfassade mit spielerisch angeordneten Fensteröffnungen in variierenden Formaten mit Holzumfassungsrahmen. 3.OG durch wellenförmige Putzstruktur abgesetzt. Flachdach, auf 2-geschossigem Gebäudeflügel begehbar und als Freiklasse nutzbar. - Baukörperrücksprung im EG markiert mit großflächiger Verglasung den Haupteingang in der Flucht der Graudenzer Straße. - Nebeneingang von Süd-Osten in Flurbereich. Funktion - Windfang mit U-förmiger Treppe und Aufzug. WCBlöcke nach Nord-Osten angelagert auf allen Geschossen. - Foyer als keilförmig aufgeweiteter Flurbereich über alle Geschosse mit SO- bzw. SW-Ausrichtung an die Hoffassaden angelagert. Im EG verglaste Öffnungen zum Hofbereich. - Multifunktionsraum im EG des Süd-Westflügels, südlich an Foyer angelagert, mit großer Schiebetür schaltbar. Großzügige Öffnungen zum Schulhof. Anlieferung der Küche direkt über die Lasdehner Straße. - Zwei Klassenräume im EG mit NO bzw. Ost-Orientierung. Zwischengeschalteter Teilungsraum. - Raumblock im EG nach NO mit Lehrerräumen und Lehrer-WCs, Lehrmittelräume flurseitig vorgelagert. - Klassenräume im 1.OG und 2.OG nach NO und Osten orientiert. - Schülerwerkstatt über Mensa im 1.OG. - Raumhöhen 3,35 m. - Trennwand Flur / Klassenräume als 80 cm dicke Wand mit Sitz- und Garderobennischen ausgebildet. Durchlaufende Oberlichtbänder mit darüberliegender Abkofferung für die Technik. - Sitznischen und Podeste an den Fenstern der Foyerbereiche. - Teilunterkellerung für Technikräume. - Zweiter Fluchtweg über Treppenhaus am süd-östlichen Ende des Gebäudes. Baukonstruktion - Konstruktion aus Natur- und Recyclingprodukten. - Holzständerbauweise, mit Cellulose ausgeblasen. Teilunterkellerung aus Beton.

- Außenfassade als Lehmputzfassade auf Holzfaserplatte, Naturfarbenanstrich. - Decken und Flachdach als Brettstapeldecken, zum Teil mit hohen Traglamellen zur Integration der Beleuchtung und Belüftung. - Innenwände als Holzständerwände mit Ausfachung aus Lehmsteinen, 24 cm dick. Lehmputz und Naturfarbenanstrich. - Holz-Aluminium-Fensterelemente, nach Süden innenbündig, sonst außenbündig eingesetzt. Oberlichtflügel öffenbar. Keine Aussagen zum Sonnenschutz. Realisierbarkeit - Schülerwerkstatt 57 m² zu groß. Klassen- und Teilungsräume teilweise mit trapezförmigem Zuschnitt, Länge Klassenräume bis 10,50 m, je 15 m² über Soll. - Barrierefreiheit gegeben. - Rettungswege nachgewiesen. Nachhaltigkeit und Energieeffizienz - Dämmung entspricht Passivhaus-Energiestandard, überprüfbarer Nachweis liegt vor. - Energieversorgung: Sole/Wasserwärmepumpe mit Erdkollektor. Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. - Photovoltaik auf dem Flachdach, Nachweis „Plusgebäude“ liegt nicht vor. - Vorgeschlagene Grauwassernutzung auf Grund der Nutzung fragwürdig. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Bauwerkskosten im Mittelwert. - Konstruktion günstig, jedoch zu großes Bauvolumen. - Geringe Kompaktheit. - Zu erwartende Nutzungskosten durchschnittlich.

Planungsdaten NF TF BGFa BRIa A BGFa / NF A/V Überbaute Fläche Kosten 1.321 m² 95 m² 2.624 m² 10.328 m³ 3.626 m² 1,98 0,35 868 m² 4.826.209 €

Erweiterungsbau Ludwig-Hoffmann-Grundschule / Ergebnisprotokoll

1502

Hemprich Tophof Architekten, Berlin / 2. Preis

1502

Gestaltung - Gestaffelter 1- bis 4-geschossiger Solitär aus 3 klar ablesbaren Volumina. 4-geschossiges Bauteil zur Lasdehner Straße, niedrigere Bauteile zum Schulhof orientiert. Blockrandbebauung mit Aufnahme der Fluchtlinien der Nachbargebäude. Gebäudehöhe an der Lasdehner Straße ca. 16,50 m. - Einfache kubische Bauformen, Flachdächer. „Ziegelarchitektur“. Straßenfassade interpretiert das Hauptmotiv des Ludwig-Hoffmann-Baus, Ausprägung einer Sockelzone. Südostfassade zum Schulhof mit hohem Fensteranteil. - Großzügige Eingangshalle über die gesamte Gebäudetiefe, auch als Pausenhalle nutzbar. - Kurze übersichtliche Flure, beidseitig mit Wandschränken und Garderoben ausgestattet. - Orientierung des Multifunktionsraums auf den Schulhof. - Klassenräume mit Fenstern über die gesamte Raumlänge. Brüstungshöhe nur ca. 0,5m. - Keine Angaben zum Innenausbau. Der Systemschnitt lässt unbekleidete Decken und Wandflächen vermuten. Funktion - Erschließung direkt von der Lasdehner Straße sowie vom Schulhof. Eindeutige, leicht zurückversetzte Eingänge. Zusätzlicher Nebeneingang in Richtung Hortgebäude. - In der Regel kopfseitig belichtete, ca. 3,3 m breite Innenflure. Im 4. OG einbündiger Grundriss. - Treppenanlagen an beiden Flurenden. Aufzug an der nördlichen Treppe. - Separater Kellerzugang von außen. - Im Wesentlichen funktionsgerechte räumliche Organisation auf 4 Geschossebenen. - Klassenräume im EG bis 3. OG, Ausrichtung nach SO oder NW. Betreuungsräume in der Regel zwischen zwei Klassen liegend. - Schülerwerkstatt im 3. OG. - Multimediaraum im 2. OG. Raumeinheit entspricht in Größe und Zuschnitt einem Klassenraum. - Multifunktionsraum im EG mit transparenter Wand zur Halle. - Separierter Lehrerbereich im EG mit Vorraum. Weiterer Lehrerraum im 3. OG. - Lehr- und Lernmittelräume im 3. OG. 1 Raum innenliegend. 1 Raum gefangen, in direkter Zuordnung zur Schülerwerkstatt. - WC-Anlagen im 1. und 2. OG. Zugänge direkt von den Fluren. - Technikflächen im UG. Durchlaufende Schächte im Bereich der Flurwände. - Raumzuschnitte funktionsgerecht. Klassenräume regelmäßig ca. 7,8 m x 7,7 m. - Lichte Raumhöhen ca. 3,70 m. - Natürliche Belichtung gegeben, natürliche Belüftung möglich.

Baukonstruktion - Stahlbetonmassivbau mit hinterlüfteten Ziegelfassaden. - Flurwände sollen durch Profilierung und Dimensionierung als Queraussteifung wirken, so dass die Raumteilung entlang den Fassaden durch leichte Trennwände möglich wird. - „Wartungsarme und langlebige Materialien“. Realisierbarkeit - Erhebliche Flächenüberschreitungen bei Betreuungsräumen, Schülerwerkstatt, Multimediaraum, Lehrerarbeitsräumen und Lehrmittelräumen. Raumprogramm ansonsten erfüllt. - Barrierefreiheit gegeben. - Rettungswege nachgewiesen. Nachhaltigkeit und Energieeffizienz - Dämmung entspricht Passivhaus-Energiestandard, überprüfbarer Nachweis zur Einhaltung liegt nicht vor. - Energie-Versorgung: Fernwärme. - Beheizung durch Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und Luft-Erdwärmetauscher. - Wirtschaftliche Nutzung Erdwärmetauscher fraglich. - Zusätzliche statische Heizflächen vorgesehen. - Eventuell adabiate Kühlung möglich bzw. LuftBauteilkühlung vorgesehen, wirtschaftliche Nutzung fraglich. - Photovoltaikanlage 5kWp vorgesehen. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Geringe Kompaktheit. - Großes Bauvolumen. - Gesamtbaukosten 9% überschritten. - Zu erwartende Nutzungskosten überdurchschnittlich.

Planungsdaten NF TF BGFa BRIa A BGFa / NF A/V Überbaute Fläche Kosten 1.293 m² 148 m² 2.750 m² 11.056 m³ 3.553 m² 2,13 0,32 798 m² 5.249.193 €

Erweiterungsbau Ludwig-Hoffmann-Grundschule / Ergebnisprotokoll

1503

petersen pörksen partner architekten + stadtplaner | bda, Lübeck / Ankauf

1503

Gestaltung - 3-geschossiger, kubischer Riegel, 59,60 m lang, entlang der nord-östlichen Grundstücksgrenze. - Rücksprung aus der Flucht der Lasdehner Straße. Aufnahme der östlichen Bauflucht des Hortgebäudes. Vorplatz an der Lasdehner Straße mit langer gemauerten Sitzbank als Fassung zum Schulhof. - Weitgehender Erhalt des Baumbestandes. - Gebäudehöhe 10,40 m. - Nach Nord-Osten und stirnseitig Verblendmauerwerk in Gelb-Tönen, große zum Teil bandartige Fassadenöffnungen rhythmisch angeordnet, mit umlaufenden Einfassungen aus Weißbeton. Aluminium-Fenster mit schlanken Öffnungsflügeln, teilweise mti farbigen Gitterelementen. - Nach Süd-Westen Glasfassade mit Öffnungen zum Hof, Obergeschosse mit vorgehängten, horizontal durchlaufenden Holzlamellen. Funktion - Eingang von der Lasdehner Straße mittig in der Gebäudestirnseite. - Kleiner Windfang, angelagert nach Süden das Treppenhaus mit einläufiger Treppe und Aufzug. Nach Norden zugeordnet ein offener Garderobenraum. - Einhüftige Erschließung, lineare Zonierung: nach Süd-Westen verglastes 35 m langes, 6,50 m breites Foyer mit Erschließungsfunktion als „Orangerie“, im EG mit zwei parallelen Raumschienen, getrennt durch Wandvorlagen. In den Obergeschossen mit Galerie und angelagertem Luftraum über alle Geschosse. Alle Funktions- und Klassenräume nach NO orientiert. - Zwei Treppenhäuser mit einläufigen Treppen an den Enden der „Orangerie“. - Im EG Ausgänge von der „Orangerie“ auf eine Terrassenfläche mit langen Rasenstufen zum Hof. - Lehrerbereich mit WCs im EG. - Schüler-WCs ausschließlich im EG. - Multifunktionsraum im EG am östlichen Gebäudeende mit zusätzlicher Erschließung/Anlieferung von der Kadiner Straße. - Klassenräume im 1.OG und 2.OG. - Schülerwerkstatt und Multimediaraum im 2.OG am östlichen Ende des Gebäudes. - Erschließung von Räumen zum Teil direkt über den Treppenraum. - Lichte Raumhöhen 3,15 m. - Trennwand Flur / Klassenräume als dicke Lehmwand mit Sitz- / Garderobennischen im Wechsel mit Nischen auf Seite der Klassenräume für Waschbecken, Versorgungsschächte. - Klassenraumtüren mit verglasten Seitenteilen und Oberlichtern. - „Orangerie“ mit mediterranen Pflanzen, Rankpflanzen an Stahlseilen über alle Geschosse. - Technikraum im EG (19 m²).

Baukonstruktion - Einschaliges Mauerwerk, 42,5 cm aus stark porosiertem Ziegel, innen Leichtputz, aussen Verblendmauerwerk. - Aluminium-Fenster als Dreifach-Verglasung, zum Teil mit farbigen Wetterschutzgittern, manuell öffenbar, Nord-Ost-Fassade ohne Sonnenschutz. - Weißbeton-Fenstereinfassungen als Stürze. - Süd-Fassade als Pfosten-Riegelkonstruktion mit außenliegendem feststehendem Sonnenschutz aus Holzlamellen. Mechanisch betriebene Öffnungsflügel. - Massive Decken, unterseitig unverkleidet, oberseitig Verbundestrich. - 1 m dicke Stampflehmwand mit schalungsrauhem Erscheinungsbild zwischen Flurzone und Klassenräumen. - Begrüntes Flachdach mit schräggestellten Photovoltaik-Elementen. Realisierbarkeit - Zusätzlicher Garderoben-/Warteraum im EG mit 29 m². Technikraum im 1.OG,19 m². Schüler-WCs ausschließlich im EG, insgesamt 37 m². - Problematische Erschließung von Klassenräumen direkt über das Treppenhaus. - Darstellung Fassade / Grundriss im Bereich des Treppenhauses nicht übreinstimmend. - Barrierefreiheit gegeben. Nachhaltigkeit und Energieeffizienz - Dämmung entspricht Passivhaus-Energiestandard, überprüfbarer Nachweis liegt vor. - Energie-Versorgung: Fernwärme. - Sinnvolle Anlagenkombination. Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, zusätzlich statische Heizflächen, Photovoltaikanlage. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gute Kompaktheit. - Durchschnittliches Bauvolumen. - Baukosten um 18 % unterschritten. - Zu erwartende Nutzungskosten unterdurchschnittlich. Planungsdaten NF TF BGFa BRIa A BGFa / NF A/V Überbaute Fläche Kosten 1.157 m² 19 m² 2.181 m² 9.017 m³ 3.214 m² 1,89 0,36 784 m² 3.960.526 €

Erweiterungsbau Ludwig-Hoffmann-Grundschule / Ergebnisprotokoll

1504

Grüntuch Ernst Planungsgesellschaft mbH, Berlin / 2. Rundgang

1504

Gestaltung - Polygonaler 3-geschossiger Baukörper. Aufnahme der Blockkante und der Grenze der Grünanlage. Gebäudehöhe ca. 11,50 m bis 13,00 m. - Skulpturale Baukörperausformung. Leicht geneigtes Flachdach. - Tiefer Einschnitt in die Gebäudekubatur im EG bildet einen überdachten Außenraum. In den OG ist oberhalb davon ein zentrales, nicht überdachtes Atrium ausgespart, in dem eine gebäudehohe Installation die Wetterkräfte erlebbar werden lässt. - Vor der bauphysikalisch wirksamen Außenwand mit Fensterbändern ist eine offene Schicht keramischer Vertikallamellen vorgesetzt. „Die frei gestaltete Linienführung (…) greift das Polygonalthema des Baukörpers auf und ermöglicht ein wechselvolles Licht- und Schattenspiel mit unterschiedlich tiefen Ein- und Ausblicken.“ - Kleines Foyer an der Lasdehner Straße, 4 Stufen unterhalb des EG-Niveaus. - Über das Atrium gut belichtete Erschließungsflächen mit Aufenthaltsqualität in den OG. Die Flure sind bis an die Fassaden herangeführt. - Klassenräume mit Fenstern über eine gesamte Raumseite, Linoleum-Böden. In Fluren und Gemeinschaftsräumen Terrazzoböden. - In der Regel verputzte, unbekleidete Innenwandund Deckenoberflächen. Bereichsweise abgehängte Akustikdecken bzw. Akustikdeckensegel. Funktion - Zugang auf einen Vorplatz an der Lasdehner Straße orientiert. Kleine Eingangshalle. Übersichtliche Erschließungsflächen auf den Geschossebenen, Gangbreite ca. 2,6 m bis 2,8 m. - Separater Rollstuhlfahrereingang mit Rampe. - Zwei funktionsgerecht angeordnete Treppenhäuser. Aufzug an der südöstlichen Treppe bzw. dem Rollstuhlfahrereingang. - Ver- und Entsorgung über allgemeine Erschließungswege. - Räumliche Organisation auf 3 Geschossebenen. - Klassenräume: je 3 Räume im EG bis 2. OG, überwiegend nach NO, ein Drittel nach SO ausgerichtet. Teilweise keine direkte Zuordnung der Betreuungsräume. Garderoben entlang der Flurwände. - Schülerwerkstatt und Multimediaraum im 2. OG. - Multifunktionsraum im 1.OG mit Faltwand zum Flurbereich. Küchen direkt zugeordnet. - Lehrerräume im 2. OG zusammengefasst. - Lehr- und Lernmittelräume innenliegend im 1. OG sowie im UG. - Schüler-WC im EG und 1. OG mit direkten Zugängen von den Fluren. - Technikflächen im UG. Schachtverlauf nicht dargestellt. - Raumzuschnitte funktionsgerecht. Klassenräume ca. 8,2 m bzw. 8,0 m x 7,2 m.

- Lichte Raumhöhen ca. 2,7 m (bei abgehängten Decken) bzw. 3,0 m. - Natürliche Belichtung gegeben, natürliche Belüftung möglich. Baukonstruktion - Stahlbetonschottenbau, Ausfachungen und nichttragende Innenwände in Mauerwerk. MassivFlachdecken aus Stahlbeton. Kaschierte Wärmedämmung. Äußere Fassadenebene aus keramischen Lamellen. - Aufgeständerte Böden. Realisierbarkeit - Flächenüberschreitung beim Multimediaraum. Raumprogramm ansonsten erfüllt. Zusätzliche Räume: Nebenraum an der Küche, Lager für Außenspielgeräte. - Barrierefreiheit gegeben. - Rettungswege nachgewiesen. Nachhaltigkeit und Energieeffizienz - Einhaltung Passivhaus-Energiestandard, überprüfbarer Nachweis liegt nicht vor. - Energieversorgung: Luft-Wasser-Wärmepumpe. - Beheizung durch Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und Luft-Erdwärmetauscher. - Wirtschaftliche Nutzung Erdwärmetauscher fraglich. - Zentrale Warmwasserbereitung über Luft-WasserWärmepumpe wirtschaftlich nicht sinnvoll. - Photovoltaikanlage vorgesehen. - Grauwassernutzung hier wirtschaftlich bedenklich, kein typischer Anwendungsfall. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Bauwerkskosten im Mittelwert. - Unterdurchschnittliches Bauvolumen. - Zu erwartende Nutzungskosten durchschnittlich.

Planungsdaten NF TF BGFa BRIa A BGFa / NF A/V Überbaute Fläche Kosten 1.197 m² 82 m² 2.310 m² 8.045 m³ 3.554 m² 1,93 0,44 646 m² 4.754.419 €

Erweiterungsbau Ludwig-Hoffmann-Grundschule / Ergebnisprotokoll

1505

Arbeitsgemeinschaft AFF Architekten & Nitschke-Donath-Architekten, Berlin / 1. Preis

1505

Gestaltung - U-förmiger, 2-geschossiger Baukörper mit trapezförmigem Zuschnitt öffnet sich mit seinem Hof zum Schulaltbau. - Aufnahme der Bauflucht der Lasdehner Straße und der nord-östlichen Baugrenze. Fassung des Hofbereichs nimmt Bezug zu den östlichen Gebäudefluchten des Hortgebäudes und des Schulaltbaus. - 1 m hoher, massiver Sockel führt als Plateau in den Aussenraum. Treppenanlagen als Gestaltungselemente. Rampe entlang der Süd-Fassade des Süd-Ostflügels. - Gebäudehöhe 8 m, Länge des Nordflügels 47 m. - Vielfältig strukturierte, zum Teil perforierte gelbe Klinkerfassade als Lochfassade mit liegenden, großen Formaten. Fenster als Festverglasungen mit schmalen, stehenden Fensterflügeln. - Auskragendes Obergeschoss im Hof nach SW und SO als überdachter Pausenhof und Sonnenschutz, stirnseitig im SW als Überdachung der Rampe. Funktion - Haupteingang über die Treppenanlage an der Lasdehner Straße auf das Plateau in den U-förmigen Hof, Zugang in der süd-östlichen Gebäudeecke. Rampe entlang der Fassade im SO, Wegeführung zur Rampe nicht nachgewiesen. - Kleiner Windfang, U-förmige Flurzone, der hofseitigen Fassade folgend, weitet sich nach Osten zu einer Halle mit freistehender zweiläufiger Treppe mit Aufzug und angelagertem, trapezförmigem Luftraum auf. Dach-Oberlicht über Luftraum. - Multifunktionsraum im Westflügel, großzügige Glasfassade zum 1 m hochliegenden Hofbereich mit Überdachung. Trennwand zum Flur als Flügeltüranlage. - Kompakte WC-Anlage im EG nach NO mit gemeinsamen Vorraum mit Brunnen. - Lehrerräume im Erdgeschoss in Reihung nach NO. - Drei Klassenräume im EG über Eck nach NO, bzw. Osten und Süden orientiert. - Obergeschosse mit Klassenräumen, Schülerwerkstatt und Multimediaraum einhüftig an die U-förmige Erschließungszone angelagert, unterschiedliche Orientierungen. - Lichte Raumhöhen 3,00 m. - Fluchttreppenhaus am südlichen Ende des SüdWestflügels mit Zugang zum UG mit Technikraum, 28 m². - Innenräume mit Decken- und Wandakustikverkleidungen. - Garderoben als Möbel vor den Trennwänden, im EG im Flurbereich und entlang der Brüstung der offenen Treppe.

Baukonstruktion - Betonkonstruktion mit Wärmedämmung und Verblendmauerwerk, innenseitig verputzt. - Massive Trennwände aus Beton, Akustikverkleidungen. - Holzfenster mit Festverglasung und Öffnungsflügeln. In den Klassenräumen als Kastenfenster mit zwischenliegendem Sonnenschutz. - Lüftungsbausteine in den Flurwänden. Realisierung - Umständliche barrierefreie Erschließung und Anlieferung über Rampe. - Problematischer zweiter Fluchtweg. - Programm erfüllt, jedoch Aufteilung eines Betreuungs-/Teilungsraum in zwei Räume à 20 m² bzw. 24 m². Zusammenfassung der Lehrmittelräume zu einem Raum à 22 m². WCs lediglich im EG. - Unterkellerung für einen Technikraum, 28 m². Nachhaltigkeit und Energieeffizienz - Dämmung entspricht Passivhaus-Energiestandard, überprüfbarer Nachweis liegt nicht vor. - Energieversorgung: Fernwärme. - Beheizung durch Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. - Nutzung einer Solarthermie unwirtschaftlich. - Nachströmung der Abluft aus den Klassenräumen in die Flure über ein Kanalnetz nicht sinnvoll. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gute Kompaktheit. - Deutlich unterdurchschnittliches Bauvolumen. - Gesamtbaukosten um 15 % unterschritten. - Zu erwartende Nutzungskosten unterdurchschnittlich.

Planungsdaten NF TF BGFa BRIa A BGFa / NF A/V Überbaute Fläche Kosten 1.175 m² 28 m² 1.903 m² 7.058 m³ 3.274 m² 1,62 0,46 889 m² 4.074.141 €

Erweiterungsbau Ludwig-Hoffmann-Grundschule / Ergebnisprotokoll

1506

Norbert Sachs Architekt BDA, Berlin / 2. Rundgang

1506
- Technikflächen, Lüftungszentrale im DG. Durchlaufender Schacht am Treppenhaus. - Raumzuschnitte funktionsgerecht. Klassenräume regelmäßig ca. 8,5 m x 7 m. - Lichte Raumhöhen ca. 3,25 m. - Natürliche Belichtung gegeben, natürliche Belüftung möglich. Baukonstruktion - Stahlbetonmassivbau mit hinterlüfteten Fassaden aus Harzverbund-Werkstoffplatten. - Fluchtbalkone, Pflanztröge und Außentreppen in Stahlkonstruktion. - Pulverbeschichtete Holz-Aluminium Fenster. Realisierbarkeit - Raumprogramm erfüllt. 2 zusätzliche Gruppenräume. - Barrierefreiheit mit Ausnahme der Dachebenennutzung gegeben. - Rettungswege problematisch: innenliegendes Treppenhaus, außenliegender 2. Rettungsweg ohne Witterungsschutz und mit ungünstiger Wegeführung. - Fluchtbalkone auf der Nordseite überkragen die Grünfläche. Nachhaltigkeit und Energieeffizienz - Dämmung entspricht Passivhaus-Energiestandard, überprüfbarer Nachweis liegt nicht vor. - Energieversorgung: Fernwärme. - Beheizung durch Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. - Zusätzliche statische Heizflächen. - Nutzung einer Solarthermieanlage unwirtschaftlich. - Photovoltaikanlage vorgesehen. - Wasserlose Urinale nicht empfehlenswert. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Bauwerkskosten 6% überschritten. - Durchschnittlich kompakt. - Zu erwartende Nutzungskosten überdurchschnittlich. Planungsdaten NF TF BGFa BRIa A BGFa / NF A/V Überbaute Fläche Kosten 1.163 m² 92 m² 2.409 m² 8.989 m³ 2.730 m² 2,07 0,30 576 m² 5.086.446 €

Gestaltung - Kompaktes 5-geschossiges Gebäude auf quadratischer Grundfläche, ca. 8 m hinter den Fluchtlinien der Nachbargebäude. „Solitär im Grünen“. Vorgarten bindet an die Grünanlage an, Baumbestand kann weitgehend erhalten werden. Gebäudehöhe einschließlich DG ca. 17,50 m. - Verlängerung der EG-Fassade des Neubaus als Mauer bis an das Hortgebäude, Integration eines Schiebetors. Auf der Mauer rückwärtig aufgelagertes Dach verbindet Hort und Schulneubau. - Kubischer Baukörper mit Flachdach. Umlaufende Balkone in den Obergeschossen. - EG-Fassade begrünt: Gräser, Farne in Pflanztaschenmatten („Vertikales Grün / Grafitti-Schutz“). - In den Obergeschossen einschließlich der Umfassung der Dachebene mehrschichtige Fassaden. Innere Fassadenebene bekleidet mit strukturierten und gefärbten Harzverbund-Werkstoffplatten, geschossweise unterschiedlich gegliedert, hoher Fensteranteil. Äußere, nicht lineare Fassadenebene aus Bambus-Bepflanzung („Grüner Schleier“) in Trögen, die an den Fluchtbalkonen hängen. - Dachebene teilweise als Unterrichtsbereich („Klasse in den Baumwipfeln“) mit Sitzstufen angelegt. - Hallenartige, gut belichtete Erschließungsflächen auf allen Geschossebenen. - Klassenräume mit flurseitigen Schrankzonen. Fenster über die gesamte Raumlänge. - In der Regel verputzte, unbekleidete Innenwandund Deckenoberflächen. Bereichsweise Holzbekleidungen. - In den Flurzonen abhängte Decken zur Luftführung. Hirnholzparkett-Böden in den Flurzonen und im Multifunktionsraum. Funktion - Eindeutiger Zugang vom Schulhof bzw. von der Lasdehner Straße. Großzügige Erschließungsflächen auf allen Geschossebenen. - Zentrale, innenliegende, in den Obergeschossen eingehauste Treppenanlage. Befensterung des Treppenhauses und Anordnung von Lufträumen geschossweise wechselnd. Aufzug in Randlage. - Ver- und Entsorgung über eigenen Eingang. - Funktionsgerechte räumliche Organisation auf 4 Geschossebenen. - Klassenräume im 1. bis 3. OG, überwiegend nach SO oder NW ausgerichtet. Betreuungsräume in der Regel zwischen zwei Klassen liegend. Zwei zusätzliche, innenliegende Gruppenräume. - Schülerwerkstatt und Multimediaraum im 1. OG. - Multifunktionsraum im EG mit Faltwand zur Halle. Küchen direkt zugeordnet. - Lehrerräume im EG an der Eingangshalle. - Lehr- und Lernmittelräume im 1. und 3. OG. - Zentrale WC-Anlage im EG an der Halle. Zugänge über abgeschirmten Flur.

Erweiterungsbau Ludwig-Hoffmann-Grundschule / Ergebnisprotokoll

1507

Bucholz McEvoy Architekten, Berlin / 2. Rundgang

1507

Gestaltung - L-förmige Baukörperanordnung, bestehend aus 4geschossigem, 55 m langen Riegel im Nord-Osten und 2-geschossigem 30 m langen Flügel im SüdWesten. - Aufnahme der Bauflucht der Lasdehner Straße und der nördlichen Grundstücksgrenze. - Gebäudehöhe 14,40 m und 7,00 m. 2-geschossiger Baukörper nimmt Höhe und Proportion des benachbarten Hortgebäudes auf. - Abstand zum Hortgebäude 5 m. - Rücksprung der SW- und SO-Fassaden im EG um 2.20 m schafft L-förmig überdachten Bereich zum Schulhof. - Klare Gliederung der NO-Fassade durch einheitliche, große Fenster für die Klassenräume. Nach SO und SW großflächige Verglasung mit außenliegenden horizontalen Holzlamellen aus Zedernholz. EG-Fassade als Sockel im NO und NW mit grauem Verblendmauerwerk verkleidet. - Dachfläche des 2-geschossigen Gebäudes für Unterricht im Freien mit angelegten Beeten, Dachgarten, mit umlaufendem Geländer, Zugang direkt an Flurerschließung angebunden. - Fassadenrücksprung im EG, 16 m breit und 2 m tief, mit Stützenreihe, markiert den Haupteingang im Bereich der Einmündung der Graudenzer Straße mit breiter Glasfront und Durchblick zum Hof. Funktion - Eingang über langgestreckten Windfang in gebäudetiefes, durchgestecktes beidseitig verglastes Foyer. - Erschließung des Multifunktionsraums im SO über Windfang. - Foyer mit großzügigem Luftraum und einläufiger Freitreppe und Stützenraster. - Einhüftige Erschließung, lineare Reihung der Räume, Flur im SO und SW mit großflächiger Verglasung, Klassenräume alle nach NO orientiert. - Fluraufweitungen vor den Betreuungsräumen für Garderoben. - WCs als Raumblöcke, dem Foyer nach Norden zugeordnet auf allen Etagen. - Technikräume im Erdgeschoss zentral untergebracht. - Lehrerräume im EG, abseits des Foyers nord-östlich der Technikräume, angebunden über zweites Treppenhaus am süd-westlichen Gebäudeende. - Klassenräume im 1.OG - 3.OG deckungsgleich gereiht. - Schülerwerkstatt mit Medienraum im 1.OG des 2geschossigen Gebäudeflügels. - Lichte Raumhöhen ca. 3,10 m. Baukonstruktion - Tragstruktur aus Kalksandsteinmauerwerk und Ortbeton.

- Fassade Erdgeschoss mit Verblendmauerwerk, Obergeschosse Holzverschalung aus Zedernholz, Holzfenster, zum Teil Festverglasung mit integrierten, schmale Öffnungsflügel. - Sonnenschutz der großflächigen Glasfassaden mit aussenliegenden Holz-Jalousien, als Streifensegmente individuell verstellbar. Klassenräume mit innenliegenden Jalousien. Realisierung - Aufteilung eines Betreuungs-/Teilungsraumes in zwei Räume à 21 m². Schülerwerkstatt 16 m² größer. - 2 Fluchttreppenhäuser an den Gebäudeenden des großen Riegels. Zweiter Rettungsweg des 2geschossigen Gebäudes über Außentreppe am süd-östlichen Gebäudeende. - Barrierefreiheit gegeben. Nachhaltigkeit und Energieeffizienz - Dämmung entspricht Passivhaus-Energiestandard, überprüfbarer Nachweis liegt nicht vor. - Energieversorgung: Fernwärme. - Beheizung durch Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. - Luftverteilung über Luftkanäle in Betondecken nicht sinnvoll. - Sommerbetrieb mit Kühlungsfunktion verursacht höhere Betriebskosten als natürliche Belüftung. Wirtschaftlichkeit in Bau und Betrieb - Geringe Kompaktheit. - Großes Bauvolumen. - Gesamtbaukosten 8 % überschritten. - Zu erwartende Nutzungskosten überdurchschnittlich.

Planungsdaten NF TF BGFa BRIa A BGFa / NF A/V Überbaute Fläche Kosten 1.254 m² 84 m² 2.700 m² 9.639 m³ 3.948 m² 2,15 0,41 782 m² 5.205.852 €

Erweiterungsbau Ludwig-Hoffmann-Grundschule / Ergebnisprotokoll

1508

koopX architekten, Berlin / Engere Wahl

1508

Gestaltung - Kompakter polygonaler 3- bis 4-geschossiger Baukörper. Aufnahme der Baufluchten an der Lasdehner Straße. Zur Grünfläche ca. 1 m Abstand. - Der Bau übernimmt in seinem geometrischen Zuschnitt die verschiedenen Richtungen von Gebäuden und Straßen im Umfeld. Dies gilt auch für die Ausformung der tiefen Einschnitte für die Eingänge. Gebäudehöhe an der Lasdehner Straße ca. 13,50 m. - Extensiv begrüntes Flachdach mit 4-Jahreszeiten-Bepflanzung und Dachoberlicht. Die Dachgeschossbebauung beschränkt sich auf den straßenseitigen Bereich. Der Dachgarten wird von der hochgezogenen Fassade eingefasst. Die Traufkante fällt nach Osten leicht ab. - Die Materialität der Fassade – Ziegel in verschiedenfarbigen Streifen – und die Gliederung durch „Lochfenster“ sollen „auf spielerische Art den typologischen Zusammenhang“ mit dem Hauptgebäude thematisieren. - Holzfenster, außenliegende textile Vertikalmarkisen. Großflächige Verglasung der Eingangsbereiche, Pfosten-Riegel-Konstruktion. - Kleine Eingangs- und Verteilerhalle zwischen den beiden Zugängen. In den Obergeschossen zentrale Erschließungsflächen, die über Deckenöffnungen miteinander und mit der EG-Halle räumlich vernetzt sind. Belichtung über Dachoberlicht. Garderoben, Einbaumöbel und Sitznischen, „Flurlandschaft“. - „Helle und warme Materialien“ im Innenraum sollen einen „wohnlichen Raumeindruck“ vermitteln. Funktion - Eindeutige Zugänge von der Lasdehner Straße und vom Schulhof in die Eingangshalle. - Übersichtliche zentrale Erschließungsflächen mit Aufenthaltscharakter auf allen Geschossebenen. - Zwei Treppenhäuser und Aufzug funktionsgerecht platziert. - Ver- und Entsorgung über allgemeine Erschließungswege. - Funktionsgerechte räumliche Organisation auf 3 Geschossebenen. - Klassenräume im 1. und 2. OG, überwiegend nach NO oder NW ausgerichtet. Betreuungsräume in der Regel zwischen zwei Klassen liegend. - Schülerwerkstatt im 1. OG. - Multimediaraum im EG an der Halle. - Multifunktionsraum im EG an der Halle. Küchen in direkter Zuordnung, gefangene Räume. - Besprechungsraum und Lehrerarbeitsraum im EG, separiert mit eigener Flurzone. - Lehr- und Lernmittelräume im EG bei den Lehrerräumen. - Schüler-WC auf allen Geschossebenen. Zugänge direkt von den zentralen Erschließungsräumen.

- Technikflächen im DG. Vertikale und horizontale Leitungsführungen sollen in die Einbaumöbel integriert werden. - Raumzuschnitte überwiegend funktionsgerecht. Unterschiedlich dimensionierte Klassenräume mit Raumtiefen von knapp über 7,0 m. Klassenraum im südöstlichen Gebäudeeck / 2. OG ca. 10 m x 6 m. - Lichte Raumhöhen ca. 3,3 m. - Natürliche Belichtung des Erschließungsraums im 1.OG problematisch. Baukonstruktion - Stahlbeton-Konstruktion mit Spannbeton-Hohldielen-Decken. Ziegelfassaden. Kerndämmung. - Extensive Dachbegrünung. Realisierbarkeit - Flächenunterschreitung bei 2 Teilungsräumen. Zusätzliche Räume im DG: Lager und Werkraum / Ausweichfläche. - Barrierefreiheit gegeben. - Rettungswege nachgewiesen, Treppenbreiten jedoch nicht ausreichend. Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. - Einhaltung Passivhaus-Energiestandard, Nachweis liegt nicht vor. - Energieversorgung: Wärmepumpe mit Erdkollektor, bei Lastspitzen zusätzlich Fernwärme. - Beheizung durch Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, im Sommerfall adabiate Kühlung. - Zusätzliche Flächenheizung (Decke). Hohe Baukosten. Im Sommer als Kühlung genutzt. - 2 Kühl- und 2 Heizungssysteme sind in hohem Maße unwirtschaftlich und nicht sinnvoll. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gute Kompaktheit. - Unterdurchschnittliches Bauvolumen. - Gesamtbaukosten 20% unterschritten. - Zu erwartende Nutzungskosten unterdurchschnittlich.

Planungsdaten NF TF BGFa BRIa A BGFa / NF A/V Überbaute Fläche Kosten 1.270 m² 78 m² 2.271 m² 8.487 m³ 2.649 m² 1,79 0,31 603 m² 3.878.578 €

Erweiterungsbau Ludwig-Hoffmann-Grundschule / Ergebnisprotokoll

1509

Arnke Häntsch Mattmüller Architekten GmbH, Berlin / 2. Rundgang

1509

Gestaltung - Polygonaler, kompakter Baukörper nimmt die Bauflucht der Lasdehner Straße und die nord-östliche Grundstücksgrenze auf. - Ausdehnung und Form des Gebäudes nimmt Rücksicht auf Teile des Baumbestandes an der Lasdehner Straße. - Drei Geschosse, Dachkonstruktion mit 5 unterschiedlich großen und geneigten Dachflächen, im Zentrum Dachoberlicht, Traufkante 11,20 m, Firsthöhe 12,80 m. - Fassadenverkleidung aus Terrakotta-Platten mit vertikalen Profilrillen in changierenden Rottönen in Anlehnung an den Ludwig-Hoffmann-Bau, Dach mit Zinkblechverkleidung. - Klar gegliederte umlaufendes Fassadenbild mit großen, liegenden Öffnungen für die Klassenräume, quadratische Formate für die Nebenräume. Übereckverglasungen an vier Seiten. Holzfenster, z. Teil mit Öffnungsflügel. - Tiefer Fassadenrücksprung, 4 m, an der Lasdehner Straße schafft eine große überdachte Vorzone und verläuft südlich über Eck in einen Rücksprung von 1 m. Großflächige Eingangsverglasung. - Südfassade zum Schulhof mit großer Glasfront analog zum Haupteingang, Tiefe des Rücksprungs 1 m als Zugang zum Schulhof. Funktion - Eingang über breiten Windfang in zentrales Foyer nach Süden durchgesteckt mit Ausgang in den Schulhof. - Eingestellte Treppe als „ Treppenskulptur“ mit winkelförmigem Treppenauge. Glasdach über der Treppe. - EG: Lehrerbereich und WCs beidseitig am Eingang an Foyer angelagert. Multifunktionsraum mehreckig im SW an Foyer. Multimediaraum an NO-Fassade. - 1.OG + 2.OG: Zentrales Foyer als Verteiler- und Bewegungsraum. Durchgesteckter Stichflur nach NO. Klassenräume umlaufend an den Aussenwänden. Orientierungen nach NO, NW und nach Süden. Betreuungsräume auf den Ecken trapezförmig zwischengeschaltet, zum Foyer mit transparenten Trennwänden. - WC-Anlagen im 1.OG für Mädchen, 2.OG für Jungen. - Fluchttreppenhaus mit einläufiger Treppe an der NO-Fassade. Angelagert der Aufzug. Erschließung über Stichflur, im EG dem Lehrerbereich zugeordnet. - Schülerwerkstatt im 2.Obergeschoss an der NOFassade. - Garderoben linear an der Flurwand der Stichflure. - Teilunterkellerung im NW mit Technik und Putzmittelraum. - Lichte Raumhöhen 3,50 m.

Baukonstruktion - Außenwände Stahlbeton, tragende Innenwände als wandartige Träger in Stahlbeton, Decken Stahlbeton-Filigranplatten, zum Teil unbekleidet bzw. mit perforierten Deckensegeln. - Vertikal gerillte Keramikplatten mit glasierter Oberfläche (Graffiti-Schutz), flächige Wirkung durch minimierte Fugenbreite, dahinter Wärmedämmung. Schattenspiel durch Rillung der Platten, Tiefe ca. 10-20 mm. - Innenwände, Erschließungsbereiche und Jalousien in gelb-grünlicher Farbgebung. - Innenliegender Sonnschutz. - „Treppenskulptur mit signifikantem Holzwerkstoff“. Realisierung - Problematische Rettungswege. Breite des Treppenraums lediglich 2,40 m. - Kein barrierefreies WC nachgewiesen. - Teilungsraum im 1.OG zu klein (23 m²). - Anlieferung Küche nur über zentrale Halle. - Zum Teil trapezförmige Raumzuschnitte. Nachhaltigkeit und Energieeffizienz - Dämmung entspricht Passivhaus-Energiestandard, überprüfbarer Nachweis liegt nicht vor. - Energieversorgung: Fernwärme. - Beheizung durch Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und Luft-Erdwärmetauscher, wirtschaftliche Nutzung Erdwärmetauscher fraglich. - Zusätzliche statische Heizkörper. - Luft-Bauteilaktivierung wirtschaftlich fraglich. - Photovoltaikanlage. Wirtschaftlichkeit in Bau und Betrieb - Gute Kompaktheit. - Unterdurchschnittliches Bauvolumen. - Gesamtbaukosten 18% unterschritten. - Nutzungskosten unterdurchschnittlich.

Planungsdaten NF TF BGFa BRIa A BGFa / NF A/V Überbaute Fläche Kosten 1.156 m² 83 m² 2.083 m² 8.184 m³ 2.653 m² 1,80 0,32 593 m² 3.935.409 €

Erweiterungsbau Ludwig-Hoffmann-Grundschule / Ergebnisprotokoll

1510

KSV Krüger Schuberth Vandreike Planung und Kommunikation GmbH, Berlin / 2. Rundgang

1510

Gestaltung - Winkelförmiger 3-geschossiger „urbaner Solitär“. Aufnahme der Baufluchten der Nachbargebäude. Zur Grünfläche ca. 2 m Abstand. Gebäudehöhe ca. 11,80 m. - Differenzierung des Baukörpers „im Ensemble der heterogenen Schulbaukörper“ durch Abrundung der Gebäudeecken, geschwungene Außenwandabwicklung zum Hof und Ausprägung der Horizontalen. Flachdach mit Dachoberlichtern. - Fassaden aus weiß lasierten LärchenschichtholzPaneelen. Fensterbänder aus anthrazitfarbig beschichteten Metall-Holz-Konstruktionen mit horizontalen Sprossen. - Großflächig verglaste Südfassade. Feststehender Sonnenschutz mit beweglichen Lamellen. - Eine leuchtend grüne Wand betont den zurückgestaffelten Eingangsbereich. - Hallenartige Erschließungsräume in allen Geschossen, über Deckenöffnungen bzw. einen gebäudehohen Luftraum vor der Südfassade miteinander verbunden. - Klassenräume mit Oberlichtbändern zum Flur. An den Flurwänden Schränke, Sitzgelegenheiten, Garderoben. - Dominierende Materialien im Innenraum: weiß lasiertes Lärchenholz, anthrazitfarbenes Linoleum und farbige Putzflächen. Funktion - Eindeutiger Zugang von der Lasdehner Straße. Großzügige Eingangshalle. Mehrere Zugänge vom Schulhof in die Halle. - Großzügige Erschließungsflächen auf allen Geschossebenen. Einbündige Grundrissstruktur. - Zwei Treppenhäuser an den Gebäudeenden. Aufzug zentral am Luftraum angeordnet. - Ver- und Entsorgung über allgemeine Erschließungswege. - Funktionsgerechte räumliche Organisation auf 3 Geschossebenen. - Klassenräume im EG bis 2. OG nach NO oder NW ausgerichtet. Betreuungsräume in der Regel zwischen zwei Klassen liegend. - Schülerwerkstatt im EG in Randlage. - Multimediaraum im 2. OG. - Multifunktionsraum im EG mit Faltwand zur Halle. Küchen direkt zugeordnet. Schülerküche über Verteilerküche erschlossen. - Besprechungsraum und 1 Lehrerarbeitsraum im EG mit Vorzone in Zuordnung zur Eingangshalle. 1 Lehrerarbeitsraum im 2. OG. - Lehr- und Lernmittelräume im 1. OG zusammengefasst. - Schüler-WC auf allen Geschossebenen. Zugänge direkt von den Fluren. - Technikflächen im UG. Schachtführung im Bereich der Flurwände.

- Raumzuschnitte funktionsgerecht. Klassenräume regelmäßig ca. 8,4 m x 7,2 m. - Lichte Raumhöhen ca. 3,0 m, im EG 3,5 m. - Natürliche Belichtung gegeben, natürliche Belüftung möglich. Baukonstruktion - Stahlbeton-Mauerwerk-Mischbauweise. Stahlbetondecken mit Verbundestrich. Fassaden mit hinterlüfteten Lärchenschichtholz-Paneelen als Wetterschale. - Fenster in beschichteter Metall-Holz-Konstruktion, integrierte Lamellenjalousien. Realisierbarkeit - Raumprogramm erfüllt. Zusätzlich 1 Gruppenraum im 1. OG und 1 Lagerraum im UG. - Barrierefreiheit gegeben. - Rettungswege nachgewiesen. Nachhaltigkeit und Energieeffizienz - Dämmung entspricht Passivhaus-Energiestandard, überprüfbarer Nachweis liegt nicht vor. - Energieversorgung: Fernwärme. - Beheizung durch Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. - Zusätzliche statische Heizkörper. - Bodenkonvektor mit kontrollierter Zuluftführung im Foyer, Überströmung der Zuluft in die Klassenräume über zu öffnende Oberlichter fraglich. - Nutzung einer Solarthermieanlage unwirtschaftlich. - Photovoltaikanlage vorgesehen. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Geringe Kompaktheit. - Deutlich überdurchschnittliches Bauvolumen. - Gesamtbaukosten um 18% überschritten. - Zu erwartende Nutzungskosten überdurchschnittlich.

Planungsdaten NF TF BGFa BRIa A BGFa / NF A/V Überbaute Fläche Kosten 1.328 m² 72 m² 3.075 m² 11.913 m³ 3.955 m² 2,32 0,33 997 m² 5.706.353 €
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.