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Ergebnisprotokoll

Full text: Ergebnisprotokoll

Technische Universität Berlin Berlin Forschungszentrum für Maschinenbau Charlottenburgund Informatik Wilmersdorf
Begrenzt offener Realisierungswettbewerb Ergebnisprotokoll

Begrenzt offener Realisierungswettbewerb für Architekten und Ingenieure Forschungszentrum für Maschinenbau und Informatik Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf Ergebnisprotokoll

Berlin, September 2009

Koordination Inge Schmidt-Rathert, II D 1 Vorprüfung Architektur Ulricke Lickert Norbert Giebels Kosten Jessica Bothe, IPM Dagmar Bruhn, IPM Christian Gerlach, IPM Energieeffizienz/ Nachhaltigkeit Prof. Frank U. Vogdt Fanny Lange Manuela Walsdorf-Maul Mitarbeit bei der Vorprüfung Lars Krokowski Janine Becker Digitale Bearbeitung Lars Krokowski Druck G.R.I.M.M., Berlin Berlin, September 2009

Inhaltsverzeichnis

1. 1.1 1.2 1.3 1.4 1.5 1.6 1.7 1.8 1.9 1.10 1.11 1.12 1.13 1.14 1.15 2. 2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 2.6 2.7

Protokoll der Preisgerichtssitzung am 26.08.2009 ...............7 Konstituierung des Preisgerichts.................................................7 Eröffnung der Preisgerichtssitzung .............................................8 Bericht der Vorprüfung ................................................................8 Informationsrundgang .................................................................9 Erster Wertungsrundgang ..........................................................9 Zweiter Wertungsrundgang .......................................................10 Engere Wahl.............................................................................. 11 Einzelbeurteilungen................................................................... 11 Festlegung der Rangfolge und Preise.......................................16 Empfehlung des Preisgerichtes ................................................17 Öffnung Verfasserumschläge ....................................................17 Abschluss der Sitzung...............................................................17 Protokollfreigabe der Preisrichter..............................................18 Anwesenheitsliste .....................................................................19 Teilnehmer des Wettbewerbs ....................................................24 Bericht der Vorprüfung ...........................................................31 Einlieferung der Arbeiten...........................................................31 Anonymisierung ........................................................................31 Vollständigkeit der Arbeiten.......................................................32 Vorprüfung.................................................................................32 Balkendiagramme .....................................................................34 Zusammenstellung der Daten ...................................................36 Einzelberichte der Arbeiten 1331 bis 1348................................39

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1. Protokoll der Preisgerichtssitzung am 26.08.2009
Beginn der Sitzung : 9:40 Uhr

Herr Ostendorff, Referatsleiter Auswahlverfahren und Wettbewerbe, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, begrüßt die Sitzungsteilnehmer und stellt die Anwesenheit (s. Anwesenheitsliste) und die Vollzähligkeit des Preisgerichts fest.

1.1 Konstituierung des Preisgerichts
Im Vorfeld sagten kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen die Fachpreisrichter Carlo Baumschlager, Architekt aus Lochau (A), Thomas van den Valentyn, Architekt aus Köln, sowie der stellvertretende Fachpreisrichter Thomas Winkelbauer, Architekt aus Berlin, ab. In Abstimmung mit der Architektenkammer Berlin wurde Volker Staab, Architekt aus Berlin, als Fachpreisrichter und Wolfgang von Herder, Architekt aus Berlin, als stellvertretender Fachpreisrichter benannt. Die stellvertretende Fachpreisrichterin Marina Stankovic, Architektin aus Berlin, wird stimmberechtigte Fachpreisrichterin. Auf Vorschlag aus dem Kreis der stimmberechtigten Preisrichter wird Herr Hild einstimmig zum Vorsitzenden gewählt.

Stimmberechtigte Fachpreisrichter/-innen Anett-Maud Joppien Architektin, Frankfurt a.M./ Potsdam Andreas Hild Architekt, München Karen Eisenloffel Beratende Ingenieurin, Berlin Marina Stankovic Architektin, Berlin Volker Staab Architekt, Berlin Stimmberechtigte Sachpreisrichter/-innen Regula Lüscher Senatsbaudirektorin Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Konrad Zander Abteilungsleiter Ministerielle Angelegenheiten des Bauwesens Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin

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Hans-Joachim Rieseberg Leiter Gebäude- und Dienstemanagement Technische Universität Berlin Klaus-Dieter Gröhler Bezirksstadtrat Abteilung Bauwesen Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin

1.2 Eröffnung der Preisgerichtssitzung
Der Vorsitzende übernimmt die Leitung der Sitzung und lässt sich von den Mitgliedern des Preisgerichts versichern, dass - sie keinen Meinungsaustausch mit Wettbewerbsteilnehmern über die Wettbewerbsaufgabe und deren Lösung seit dem Rückfragenkolloquium geführt haben und während der Dauer der Preisgerichtssitzung führen werden, - sie bis zum Preisgericht keine Kenntnis von Wettbewerbsarbeiten erhalten haben, soweit sie nicht als Vorprüfer oder Sachverständiger bei der Vorprüfung mitgewirkt haben, - sie die Beratung des Preisgerichts vertraulich behandeln werden, - die Anonymität der Arbeiten aus ihrer Sicht gewahrt ist, - sie es unterlassen werden, Vermutungen über die Verfasser anzustellen. Der Vorsitzende weist auf die persönliche Verantwortlichkeit der Preisrichter und Preisrichterinnen gegenüber Auslober, Wettbewerbsteilnehmern und Öffentlichkeit hin. Er bittet darum, die Leistung aller Teilnehmer durch entsprechend intensive und konzentrierte Bewertung aller vorhandenen Arbeiten zu honorieren.

1.3 Bericht der Vorprüfung
Frau Schmidt-Rathert (Koordinatorin des Verfahrens) beschreibt den Verfahrensablauf der Vorprüfung. Der schriftliche Bericht liegt vor. Die eingereichten Arbeiten wurden nach folgenden Kriterien geprüft: 1. Kontrolle der fristgemäßen Ablieferung der Wettbewerbsarbeiten 2. Öffnung der Wettbewerbsarbeiten, Überkleben der Kennzahlen durch Tarnzahlen und Anlegen einer Sammelliste 3. Überprüfung der formalen Anforderungen, Feststellen der Vollständigkeit der geforderten Leistung 4. Quantitative Vorprüfung 5. Qualitative Vorprüfung Im Anschluss werden die wichtigsten Präferenzen von Seiten des Nutzers, der Bezirksverwaltung, des Denkmalschutzes und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung benannt. Herr Rieseberg, Leiter des Gebäude- und Dienstemanagements der Technischen Universität Berlin, erklärt die Prioritäten der Universität. Ein wichtiges Kriterium sind die Kosten, die den festgelegten Budgetrahmen

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nicht übersteigen sollen. Der Neubau wird durch die Technische Universität von Berlin finanziert. Ein weiteres Kriterium ist die Platzierung des neuen Gebäudes und die Bildung einer eigenständigen Adresse hin zum 17. Juni. Frau Dr. Tille, Leiterin der Werkstatt Architektur und Denkmalschutz, erläutert die Präferenzen für die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin. Die städtebauliche Platzierung und Ausformulierung der Baumasse des neuen Gebäudevolumens, die Sichtbeziehungen zum Ernst-Reuter-Platz mit seiner städtebaulichen Dominante des Telefunken-Hochhauses sowie die Berücksichtigung der umliegenden Denkmäler werden als wichtige Kriterien gesehen. Herr Dr. Schmidt, Landesdenkmalamt Berlin, erläutert die aus Sicht der Denkmalpflege zu beachtenden Kriterien. Die auf dem Nord-Campus typisch offene Bebauung, die Solitärstellung einzelner TU Gebäude und deren Architektur sowie die Torsituation zum Ernst-Reuter-Platz von der Straße des 17. Juni gesehen sollen bei der Beurteilung der Entwürfe berücksichtigt werden. Herr Latour, Leiter des Stadtplanungs- und Vermessungsamtes des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin sieht die bereits genannten Kriterien auch als wichtig an, wobei er sein Augenmerk auch auf die Auseinandersetzung mit dem Bestand und die Berücksichtigung der Bebauungspläne legen wird.

1.4 Informationsrundgang
Ab 10:15 Uhr stellen abwechselnd Frau Lickert und Herr Giebels (Vorprüfer/in Städtebau/ Architektur) die Arbeiten in der Reihenfolge der Tarnzahlen ohne jede Wertung anhand der Planunterlagen und der Erläuterungsberichte vor. Für Fragen zu wirtschaftlichen Besonderheiten insbesondere der Kosten steht Herr Volkmann (Vorprüfung Kosten) zur Verfügung. Fragen zur Energieeffizienz und Nachhaltigkeit werden von Herrn Prof. Vogdt beantwortet. Der Informationsrundgang endet um 13:00 Uhr.

1.5 Erster Wertungsrundgang
Nach einer Mittagspause beginnt der 1. Wertungsrundgang um 13:40 Uhr. Folgende Arbeiten werden nach eingehender Diskussion einstimmig im ersten Wertungsrundgang aus dem Verfahren ausgeschieden: Arbeit 1338 Arbeit 1341 Arbeit 1346 Die übrigen 15 Arbeiten verbleiben im Verfahren. Der erste Wertungsrundgang endet um 14:15 Uhr.

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1.6 Zweiter Wertungsrundgang
Im zweiten Wertungsrundgang werden die im weiteren Verfahren verbliebenen 15 Wettbewerbsarbeiten vertiefend betrachtet und die besonderen funktionalen und gestalterischen Aspekte der Entwürfe erläutert. Eingehend diskutiert werden die Aspekte der Positionierung des Baukörpers, die architektonische Lösung des Anschlusses an die ehemalige Versuchshalle des Institus für Wasserbau und Wasserwirtschaft, die Adressbildung hin zur Straße des 17. Juni sowie die adäquate Fassadengestaltung. Des weiteren wurden insbesondere anhand der Grundrisse funktionale interne Abläufe sowie die angemessene Eingangssituation beurteilt. Nach der Diskussion scheiden folgende Arbeiten im 2. Wertungsrundgang aus: (für Verbleib) Arbeit 1332 Arbeit 1333 Arbeit 1334 Arbeit 1336 Arbeit 1339 Arbeit 1340 Arbeit 1343 Arbeit 1345 Arbeit 1348 4 0 0 4 0 0 0 2 0 : : : : : : : : : : (gegen Verbleib) 5 9 9 5 9 9 9 7 9

Folgenden 6 Arbeiten bleiben im Verfahren (für Verbleib) Arbeit 1331 Arbeit 1335 Arbeit 1337 Arbeit 1342 Arbeit 1344 Arbeit 1348 7 9 6 9 9 7 : : : : : : : (gegen Verbleib) 2 0 3 0 0 2

Nach einer Pause von 15 Minuten wird die Sitzung um 15:50 Uhr fortgeführt. Es werden zwei Rückholanträge für im 2. Wertungsrundgang ausgeschiedene Arbeiten gestellt. Der Rückholantrag für die Arbeit 1336 wird mit 5:4 Stimmen angenommen, der Rückholantrag für die Arbeit 1332 wird gleichfalls mit 5:4 Stimmen angenommen. Die Arbeiten 1332 und 1336 verbleiben somit im Verfahren. Der zweite Wertungsrundgang endet um 16:00 Uhr.

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1.7 Engere Wahl
Das Preisgericht beschließt, die Arbeiten der engeren Wahl schriftlich nach den Kriterien der Auslobung zu beurteilen. Den Arbeiten werden Gruppen aus Fach- und Sachpreisrichtern sowie Sachverständigen zugeteilt. Ab 16:50 Uhr werden die Einzelbeurteilungen vor den Arbeiten vorgetragen, diskutiert, ergänzt und verabschiedet.

1.8 Einzelbeurteilungen
Arbeit 1331 Die Arbeit 1331 hat sich als einziger Beitrag für eine Solitäranlage im rückwärtigen Grundstücksbereich entschieden. Damit negiert er die Chance einer Verbesserung der nicht befriedigenden bestehenden städtebaulichen Situation zwischen der Halle und dem Scharounschen Ensemble. Die Positionierung eines kompakten 15-geschossigen Solitärs ohne direkten städtebaulichen Bezug im Kontext wird vom Preisgericht kontrovers diskutiert. Dem Verfasser gelingt es sein eigenes Entree zu schaffen, zu Lasten der freiräumlichen offenen Situation im Campus. Das Projekt zeichnet sich durch ein ästhetisch gestalterisches „Objekt“ aus, das jedoch im kritischen Bezug zur Stadt und zum Camps steht. Die zurückhaltende, elegante Fassadenstruktur vermag sich unter architektonischen Aspekten sehr gelungen in das heterogene Ensemble unterschiedlicher Architekturen zu integrieren. Die nach Außen suggerierte Offenheit des Sockels und der Fassade suggeriert Großzügigkeit, die in den stereotypen Grundrisskonfigurationen nicht eingelöst wird. Trotz der demonstrierten Kompaktheit und baukörperlichen Fügung lässt sich keine effiziente Flächenausnutzung und somit keine entsprechende Wirtschaftlichkeit erzielen. Das Projekt entzieht sich einer angemessenen Auseinandersetzung mit den komplexen, städtebaulichen Rahmenbedingungen, formuliert aber ein interessantes und eigenständiges architektonisches Gestaltungskonzept. Der Gebäudeentwurf weist einen sehr kompakten Baukörper auf und ist durch einen hohen Fensterflächenanteil geprägt. Die TGA ist durch ein aufwendiges Steuerungs-/ Regelungskonzept gekennzeichnet. Arbeit 1332 Die Arbeit reagiert mit ihrer insgesamt 25 m Höhe zurückhaltend auf den städtebaulichen Kontext. Die relativ geringe Höhe wird durch eine maximale Ausnutzung der Grundstückstiefe und einer großen Gebäudebreite erkauft. In Folge soll der Zwischenbau abgerissen und mit großem

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konstruktiven Aufwand über die Versuchshalle ausgekragt werden. Die Auskragungen des Gebäudekörpers in zwei Richtungen an der Eingangsfassade wird architektonisch konstruktiv und städtebaulich in Bezug auf die Sichtachsen besonders kritisch gesehen. Sehr positiv bewertet wird die Ausbildung der inneren Erschließung als Galerie zum Belichtungs- und Kommunikations-Hof. Die doppelte Zonierung der Büro- und Besprechungsräume ist ein interessanter Beitrag hinsichtlich Arbeitsplatzgestaltung, wurde kontrovers diskutiert und letztendlich als nachteilig für die Nutzung empfunden. Die Gebäudegeometrischen Werte liegen im Rahmen der Vorgaben und die Kosten liegen – ohne Berücksichtung der Kosten für Abriss und Auslagerung der Räume des Zwischenbaus – an der Obergrenze. Der Entwurf weist einen angemessenen baulichen Wärmeschutz und einen maßvollen Einsatz von Gebäudetechnik auf. Problematisch erscheinen die natürliche Belüftung der innen liegenden Raumzonen sowie die Vielzahl von schallharten Oberflächen bezüglich der akustischen Behaglichkeit. Arbeit 1335 Die Leitidee des Entwurfes basiert auf einer in Proportion und Position präzise formulierten Scheibe, die sich in das kontextuelle Ensemble gelungen einfügt. Die Konzeption eines mit der Maschinenhalle und dem Scharoun-Bau korrespondierenden Sockels sucht die Maßstäblichkeit der Fussgängerperspektive. Dieser Ansatz artikuliert eine klare Aufnahme der Bauflucht ohne die Nachbarschaft zu dominieren. Die baukörperliche Beziehung zwischen Sockel und Scheibe wirkt durch den östlichen knappen Rücksprung der Vertikale unbestimmt und wenig entschieden. Die Gestaltung des Sockels erfährt durch die großen Glasflächen und starken Öffnungen im Kopfbereich einen architektonischen Bruch. Die Qualtiät der innenräumlichen Konfiguration leidet unter der steten Wiederholung aus Zelle – Flur –Zelle in allen Obergeschossen ohne raumatmosphärische Akzente. Das Raumprogramm sowie die Anforderungen an die Fluchtwege konnten nicht erfüllt werden. Der von der Fassade abgerundetet Lamellenmantel behindert attraktive Blickbezüge aus dem Hochhaus in Campus und Stadt. Die gewählte schlanke Gebäudetiefe erzeugt innenräumliche Zwänge, ein Mangel an Flexibilität und erscheint unwirtschaftlich. Die Arbeit zeichnet sich durch eine geschickte Gliederung und Proportionierung des Baukörpers aus, weist aber hinsichtlich architektonischer und funktionaler Aspekte Qualitätsdefizite auf. Der Entwurf hat eine geringe Kompaktheit, einen guten baulichen Wärmeschutz und einen maßvollen Fensterflächenanteil. Das Gebäude hat ein

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aufwendiges TGA-Konzept (z.B. Erdwärmenutzung, „Solarkamin“). Feststehende horizontale Lamellen für den Sonnenschutz sind bezüglich der natürlichen Belichtung, der passiven Nutzung der Solarenergie im Winter sowie des hohen Reinigungsaufwands und des Blickbezugs ungünstig. Arbeit 1336 Die Stellung des Baukörpers 14 m hinter der südlichen Baugrenze ermöglicht die Ausgestaltung einer Platzsituation als Fläche vor der Maschinenbauhalle und dem Haupteingang des geplanten Forschungszentrums. Dieser Vorzug wird jedoch durch den tiefen Einschnitt in die Campusstruktur zum Nachteil, denn die Proportionen des Campus werden damit erheblich betroffen, das Gesamtgefüge unnötig gestört. Der Anschluss des geplanten Baukörpers zur Halle gelingt gestalterisch nicht, wenngleich mit dem Vorsprung um 3,5 m vor die Flucht der Halle die Abgrenzung zwischen alt und neu versucht wird. Es wäre jedoch wünschenswert, das äußere Erscheinungsbild der Halle bei der Fassadengestaltung des Neubaus aufzunehmen. Dieses wird unterlassen. Im Übrigen wirkt die Fassade insgesamt zu wenig gegliedert, an der westlichen Längsseite fast langweilig. Die positiven Aspekte der Energieeffizienz und Nachhaltigkeit werden für den Nutzer durch die eingeschränkte Funktionalität der Raumaufteilung durch die zwei Kerne relativiert. Insgesamt kann der Entwurf nicht überzeugen, seine Nachteile können auch bei einer Überarbeitung nicht ausgeräumt werden. Der Entwurf weist ein sehr detailliertes Energie- und Nachhaltigkeitskonzept auf. Arbeit 1337 Der Entwurf stellt eine langgestreckte 10-geschossige Neubauscheibe neben die Versuchshalle. Die Blickbeziehung zum benachbarten Architekturgebäude ist gewährleistet, jedoch ohne besonderen stadträumlichen Zugewinn. Mit seiner Höhe versucht er mit den Gebäuden der Umgebung in Dialog zu treten, ohne aber ein Spannungsverhältnis aufzubauen. Auf der anderen Seite tritt das Gebäude in starke Konkurrenz zum Umfeld. Die starke Selbstbezogenheit lässt ihn zum Solitär werden, ohne Bezug zu den Nachbargebäuden. Systematisch für diese Haltung ist die fehlende Indikation zwischen Halle und Neubau (Gebäude stehen nebeneinander, scheinbar ohne sich zu berühren). An dieser Haltung ändert auch der 4-geschossige Einschnitt in der Fassade zur Versuchshalle nichts. Dieser Einschnitt schwächt hingegen die optische Standfestigkeit des Baukörpers. Von der Jury gewürdigt wird die markante Fassadenhülle als herausragendes Merkmal des Entwurfes.

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Obwohl die Grundmodule der Fassade in der Vielfalt positiv bewertet werden scheint eine stärkere Korrelation sowohl zwischen Struktur und Hülle als auch zwischen Struktur und Raumgliederung empfehlenswert. Das Tragwerk ermöglicht weit gespannte Räume und eine flexible Raumnutzung. Obwohl die avisierte Nachhaltigkeit durch integrierte Photovoltaik begrüßt wird, erscheint die vorgeschlagene Fassadenkonstruktion besonders kostenintensiv. Anders als außen wird im Inneren eine klare Verbindung zwischen Versuchshalle und Neubau durch die Verglasung der Versuchshalle im Foyerbereich hergestellt. Die Zugehörigkeit des Gebäudes im Norden und im Süden wird im Interesse von Durchgängigkeit und Vernetzung auf dem Campusgelände gelobt. Die innere Organisation weist eine klare Zonierung der Funktionsräume auf. Die gemeinsam genutzten Räume in den ersten 4 Geschossen werden durch den Einschnitt in der ambitionierten Fassade als Gelenk herausgehoben. Funktional und räumlich tragen sie an richtiger Stelle zur Gliederung der Raumstruktur bei. Positiv gesehen wird abschließend die Auflockerung der Flurbereiche. Der Entwurf weist ein diffuses Nachhaltigkeits- und Energiekonzept auf. Das ambitionierte Anlagenkonzept sollte überarbeitet und sinnvoll reduziert werden. Bei der Baustoffauswahl ist der Einsatz von PCM-Materialien bezüglich der Recyclingfähigkeit zu prüfen. Arbeit 1342 Die Arbeit nimmt die bestehende Maschinenbauhalle als Ausgangspunkt und Komplizen und setzt als Abschluss der Halle in ihrer Flucht den Hochpunkt. Durch das Weiterführen eines Sockelbaus, der die Höhe der Halle übernimmt und sich in die Tiefe des Grundstücks entwickelt, entsteht eine Vergrößerung der Sockelbauten, die den Hochpunkt städtebaulich gut verorten. Das Verhältnis von Sockel und Hochbau ist stimmig und durch die klare Anbindung des Hochhauses an die Maschinenhalle wird die Eigenständigkeit des Scharounhauses wesentlich gestärkt, was durch die zurückversetzte Straßenflucht noch unterstrichen wird. Der Turm übernimmt die Reihung und Höhe der Hochbauten in der Umgebung entlang der Straße des 17.Juni. Somit werden sowohl im Sockel als auch im Turm präzise Bezüge im Kontext aufgenommen. Diese städtebauliche Haltung wird konsequent in der Wahl der architektonischen Mittel weitergeführt. Die vorgeschlagene Fassade aus Betonfertigteilstützen und Sandwichelementen aus eloxiertem Aluminiumblech übernehmen das Thema der Stützen und Füllungen der Maschinenhalle, jedoch in einer etwas veredelteren Materialisierung. Durch Bänderung wurden im Turm jeweils drei Geschosse zusammengefasst. Diese horizontale Strukturierung lehnt sich an die Ordnung der Chemie, Architektur oder des Telefunkenhauses. Diese große Ordnung produziert eine sehr schlanke vertikale Proportionierung der Fassaden, was eine Eleganz ausstrahlt. Das Preisgericht konnte sich im Kontext zur Maschinenhalle durchaus eine etwas rauere und industriell anmutende Detaillierung vorstellen.

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Der Sockel nimmt folgerichtig alle gemeinschaftlichen Räume auf, der Turm die Institutsräume. Die Eingangshalle mit Blick in die Maschinenhalle, der Birkenhof und die Erschließung des Sockels ist attraktiv und räumlich ansprechend. Der Eingang kann nicht überzeugen. Der Turm wirkt dagegen in gewissen Bereichen etwas beengt, Flurbreiten von 1,30 m sind nicht akzeptabel, die Bürotiefen werden mit 5,20 m und der davor gelagerten Bris-Soleil als kritisch gesehen. Die Aufstockung des Verbindungsbaus ist aus Gründen der Logistik und laufendem Betrieb so nicht umsetzbar. Für diese Räume müsste eine andere Lösung gefunden werden. Auch die Entfluchtung ist nicht möglich. Eine natürliche Belüftung der Räume durch außenliegende Bris-Soleils, ergänzt durch innenliegenden Sonnenschutz, scheint plausibel. Die Betonteilaktivierung sieht der Nutzer eher kritisch. Die bestehende Halle als Ausgangspunkt des Entwurfes zu nehmen erweist sich als hervorragende Strategie, die architektonisch überzeugend vorgetragen wird. In der Umsetzung unter laufendem Betrieb stellen sich leider noch Fragen. Der Entwurf weist eine unterdurchschnittliche Kompaktheit auf. Der gute bauliche Wärmeschutz sowie der maßvolle Fensterflächenanteil sind hervorzuheben. Der sommerliche Wärmeschutz, der durch die horizontale Überbauung erreicht werden soll, reduziert die Möglichkeiten der natürlichen Belichtung. Arbeit 1344 Die Arbeit bildet durch einen Hochpunkt an der östlichen Stirnseite der Halle eine überraschend einfache städtebauliche Figur. Das Scharoungebäude bleibt freigestellt. Die Halle findet einen logischen Anschluss und die rückwärtigen Gebäude werden nicht beeinträchtigt. Ein logisches Fassadensystem bildet die Nutzungsverteilung im Gebäude ab und fügt sich auch von der Materialität in den Kontext ein. Im Ergebnis entsteht ein kompakter Baukörper, der auch die Nutzung als Institutsgebäude abbilden kann. Die Höhe ist im städtebaulichen Kontext realisierbar. Die Geschossebenen sind für die Zwecke der TU gut organisiert und weisen eine Nutzungsneutralität auf. Das Raumprogramm ist sehr genau erfüllt. Wirtschaftlich bewegt sich das Gebäude eher im günstigen Bereich. Der Entwurf weist einen guten baulichen Wärmeschutz und eine angemessene Anlagentechnik auf. Hervorzuheben ist die individuell steuerbare Lüftung über die „Kiemenfelder“. Bezüglich des sommerlichen Wärmeschutzes sind der maßvolle Fensterflächenanteil sowie die Aktivierung der speicherfähigen Masse zu nennen, die durch die Anordnung von Akustiklamellen ermöglicht wird, ohne die akustische Behaglichkeit einzuschränken.

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Arbeit 1347 Die Kraft dieser Arbeit liegt in der städtebaulichen Komposition der Baumassen, die auf einfache Weise die vorhandenen Maschinenbauhalle und ihren rückwärtigen Anbau zu einem neuen Ganzen zusammenführt. So entsteht nicht nur eine räumlich offene Vorplatzsituation die auch dem benachbarten Scharoun-Bau seinen Platz einräumt sondern auch eine Hochhausscheibe die in Bezug auf die übergeordneten räumlichen Beziehungen in diesem Stadtraum angenehm proportioniert erscheint. Kontrovers wird die Aufstockung des Bestandgebäude im rückwärtigen Bereich diskutiert. Auch die damit verbundenen Niveauunterschiede erschweren eine behindertengerechte Erschließung. Das vorgeschlagene Konstruktionssystem und die räumliche Organisation der Grundrisse scheinen vor allem im Bereich der Obergeschosse zu kollidieren. Ebenfalls kritisch wird die Fassadengestaltung gesehen, die entgegen dem städtebaulichen Wunsch nach einer Gesamtkonzeption explizit keine Verbindung zu dem Bestand zu suchen scheint. So liegt die Stärke dieser Arbeit also in der städtebaulichen Konzeption. Der Entwurf hat eine vergleichsweise geringe Gebäudekompaktheit, die durch den guten baulichen Wärmeschutz ausgeglichen wird. Der Fensterflächenanteil ist maßvoll. Vom Lüftungskonzept der Seminarräume abgesehen wird ein sinnvolles Anlagenkonzept gewählt.

1.9 Festlegung der Rangfolge und Preise
Nach Verabschiedung der schriftlichen Beurteilungen werden die Arbeiten der Engeren Wahl erneut vergleichend diskutiert und bewertet. Zunächst wird ein Meinungsbild über die Rangfolge der Arbeiten der engeren Wahl erstellt. Nach einer vertieften Diskussion verbleibt die Wettbewerbsarbeit 1332 mit einem Stimmverhältnis von 9 : 0 in der engeren Wahl. Hieran anschließend wird ein Meinungsbild über die Einteilung in die Ankaufs- und Preisgruppe gemäß der in der Auslobung genannten Zahl von 4 Preisen und 3 Ankäufen erstellt. Es wird die Bildung einer Ankaufsgruppe, bestehend aus den Wettbewerbsarbeiten 1331, 1336 und 1337, und die Bildung einer Preisgruppe, bestehend aus den Wettbewerbsarbeiten 1335, 1342, 1344 und 1347, angeregt. Diesem Vorschlag folgt das Preisgericht einstimmig mit 9 : 0 Stimmen. Die Wettbewerbsarbeiten 1331, 1336 und 1337 werden einstimmig mit jeweils einem Ankauf ausgezeichnet. Nach einer vergleichenden Diskussion beschließt das Preisgericht einstimmig, die Preise wie folgt zu vergeben:

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1. Preis 2. Preis 3. Preis 4. Preis

Arbeit 1344 Arbeit 1342 Arbeit 1347 Arbeit 1335

1.10

Empfehlung des Preisgerichtes

Das Preisgericht empfiehlt dem Auslober einstimmig, die mit dem 1. Preis ausgezeichnete Arbeit zur Grundlage der weiteren Bearbeitung zu machen.

1.11

Öffnung Verfasserumschläge

Die Umschläge mit den Verfassererklärungen werden zum Abschluss der Sitzung geöffnet. Die Namen der 18 Wettbewerbsteilnehmer werden verlesen.

1.12

Abschluss der Sitzung

Der Vorsitzende entlastet die Vorprüfung und bedankt sich für die sorgfältige Vorbereitung und bei allen Mitarbeitern für die gute Durchführung des Verfahrens. Er dankt allen Mitgliedern des Preisgerichtes für die engagierte und konstruktive Mitarbeit und gibt mit dem Wunsch nach einer guten Verwirklichung des Projektes den Vorsitz an Frau Lüscher zurück. Diese bedankt sich ebenfalls für die geleistete Arbeit und schließt die Sitzung. Ende der Sitzung Die Sitzung endet um 18:20 Uhr. Das Protokoll wurde vom Vorsitzenden des Preisgerichts gelesen und genehmigt.

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1.13

Protokollfreigabe der Preisrichter

Das Protokoll wird genehmigt:

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1.14

Anwesenheitsliste

Begrenzt offener Realisierungswettbewerb für Architekten und Ingenieure Forschungszentrum für Maschinenbau und Informatik Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf Preisgerichtssitzung Mittwoch, den 26.08.2009, Beginn 9:40 Uhr bis 18:20 Uhr Württembergische Straße 6, 10707 Berlin

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1.15

Teilnehmer des Wettbewerbs

Preisträger Arbeit 1344 1. Preis

schulz & schulz architekten gmbh / Leipzig in Arge mit Seeberger Friedl und Partner / München Dipl.-Ing. Architekt BDA Ansgar Schulz Dipl.-Ing. Architekt BDA Benedikt Schulz Dirk Lämmel, Matthias Hönig, Alexej Kolyschkow Seeberger Friedl und Partner, München Dipl.-Ing. Ernst Friedl, Beratender Ingenieur Ingenieurbüro Prof. Michael Lange GmbH / Berlin Prof. Dipl.-Phys. Rüdoger Lorenz

Verfasser: Mitarbeiter: Tragwerksplanung: Bauphysik:

Arbeit 1342 2. Preis

ReimarHerbst.Architekten BDA / Berlin in Arge mit Schweitzer Ingenieure GmbH / Berlin Saarbrücken Dipl.-Ing. Architekt BDA Reimar Herbst Dipl.-Ing. Architektin Angelika Kunkler Nikolaus Steinke Schweitzer Ingenieure GmbH / Berlin-Saarbrücken B4-Plan Ingenieurgesellschaft mbH / Berlin Dipl.-Ing. Landschaftsarchitekt Kamel Louafi / Berlin

Verfasser: Mitarbeiter: Tragwerksplanung: TGA-Planung: Freiflächen:

Arbeit 1347 3. Preis

Steidle Architekten Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH / München in Arge mit AHW / Münster Dipl.-Ing. Architekt BDA Johann Spengler Dipl.-Ing. Architektin Ulrike Fukas Matthias Löhlein, Wolfgang Staudt, Stefan Dotzler, Anika Winkler, Arno Hallweger, Danilo Pompei, Thomas Kernt AHW / Münster Thimo Audick, Eric Helter Ingenieurbüro Hausladen / Kirchheim-München Josef Bauer t17 Landschaftsarchitekten / München Dipl.-Ing. (FH) Landschaftsarchitekt Manfred Kerler

Verfasser: Mitarbeiter:

Tragwerksplanung: TGA-Planung: Außenanlagen:

Arbeit 1335 4. Preis

Heinle Wischer und Partner - Freie Architekten GbR / Berlin in Arge mit Horn + Horn Beratende Ingenieure VBI / Neumünster

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Verfasser: Mitarbeiter: Tragwerksplanung:

TGA-Planung: Freiflächen: Bauphysik: Visualisierung:

Dipl.-Ing. Architektin BDA Ursula Wilms Jan Winterstein, Ines Schrader, Julian Telger Horn+Horn Beratende Ingenieure VBI / Neumünster Olaf Petersen Rentschler u. Riedesser Ingenieure GmbH / Berlin Jürgen Trautwein, Axel Semmler Heinz W. Hallmann / Aachen bauphysik@integrierte Planung GbR / Berlin Kai Rentrop roomservice / Berlin

Arbeit 1331 Ankauf

Barkow Leibinger Gesellschaft von Architekten mbH / Berlin in Arge mit ifb frohloff staffa kühl ecker / Berlin Dipl.-Ing. Architektin BDA Regine Leibinger B.Arch. M.Arch. Frank Barkow Michael Böllin, Charlotte Krefeld, Jens Weßel, Martina Bauer, Charilaos Biskos ifb frohloff staffa kühl ecker / Berlin Prof. Michael Staffa, Henning Ecker, Andreas Hertel Ed. Züblin AG, Direktion Nord Klaus Eißing Winter Beratende Ingenieure für Energie- und Gebäudetechnik GmbH / Berlin Jordan Kornfeld, Thorsten Willner Weidinger Landschaftsarchitekten / Berlin Prof. Jürgen Weidinger, Fine Aufmkolk hhpberlin GmbH / Berlin Sebastian Wiederer

Verfasser: Mitarbeiter: Tragwerksplanung: Beratung Bauablauf/ Bauzeiten: TGA-Planung:

Freiflächen: Brandschutz:

Arbeit 1336 Ankauf

GATERMANN+SCHOSSIG - Bauplanungsgesellschaft mbH & Co. KG / Köln in Arge mit Ingenieurbüro Prof. Dr. Hempel und Partner / Köln Prof. Dipl.-Ing. Architektin BDA Dörte Gatermann Dipl.-Ing. Architekt Jan Rübenstrunk, Dipl.-Ing. Architekt Alfred Schelenz, Dipl.-Ing. Moritz Lohse, Anneke van de Meer, Heidrun Hesse Ingenieurbüro Prof. Dr. Hempel und Partner / Köln Prof. Dr. Dipl.-Ing. Rainer Hempel Dipl.-Ing. Holger Neugebauer Bähr Ingenieure GmbH Dipl.-Ing. Dipl.-Wirt.-Ing. Joachim Bähr, Dipl.-Ing. (TH) Klaus Völcker, Dipl.-Ing. Sacha Wenda RMP Stefan Lenzen Landschaftsarchitekten / Bonn Dipl.-Ing. Landschaftsarchitekt BDLA Stephan Lenzen

Verfasser: Mitarbeiter:

Tragwerksplanung:

TGA-Planung:

Freiflächen:

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Arbeit 1337 Ankauf

Grüntuch Ernst Planungs GmbH / Berlin in Arge mit sbp GmbH Schlaich Bergermann und Partner / Berlin Dipl.-Ing. Architekt BDA Armand Grüntuch Dipl.-Ing. Architektin BDA Almut Ernst Henning Wiethaus, Kai Hansen, Thiele Nickau, Tristan Ernst sbp GmbH Schlaich Bergermann und Partner / Berlin Prof. Dr. sc. Mike Schlaich, Stephanie Thurat HL-Technik Engineering Partner / München Prof. Dipl.-Ing. Klaus Daniels TOPOTEK 1 Ges. von Landschaftsarchitekten mbH / Berlin Lisa Oregioni hhpberlin GmbH / Berlin Karsten Foth

Verfasser: Mitarbeiter: Tragwerksplanung:

TGA-Planung: Freiflächen:

Brandschutz:

Engere Wahl Arbeit 1332 Engere Wahl

Léon Wohlhage Wernik Gesellschaft von Architekten mbH / Berlin in Arge mit Ingenieurbüro Dr. -Ing. Christian Müller / Berlin Prof. Dipl.-Ing. Architektin Hilde Léon Dipl.-Ing. Architekt Siegfried Wernik Klaus-Tilman Fritzsche, Philipp Jacob, Alexandra Spiegel, Inka Steinhöfel Ingenieurbüro Dr. -Ing. Christian Müller / Berlin Arup GmbH / Berlin Thomas Hermann hhpberlin GmbH / Berlin Dr.-Ing. Christoph Klinzmann

Verfasser: Mitarbeiter: Tragwerksplanung: TGA-Planung: Brandschutz:

2. Rundgang Arbeit 1333 2. Rundgang

KSV Krüger Schubert Vandreike Planung und Kommunikation GmbH / Berlin in Arge mit Bornscheuer Drechsler Eisele GmbH / Stuttgart Dipl.-Ing. Architekt BDA Bertram Vandreike Emanuel Weu, Karena Filter, Philipp Janke, Sebastian Gabrys Bornscheuer Drechsler Eisele GmbH / Stuttgart

Verfasser: Mitarbeiter: Tragwerksplanung:

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Arbeit 1334 2. Rundgang

bogevischs buero hofmann ritzer architekten / München mit IB Deufel Statik / Deizisau Dipl.-Ing. Architekt BDA Rainer Hofmann Dipl.-Ing. Architekt BDA Ritz Ritzer Julius Klaffke, Thomas Bönsch, Anya Chu, Mark Sikeler Ingenieurbüro Deufel / Deizisau Climaplan, München Lohrer Hochrein / Magdeburg / München

Verfasser: Mitarbeiter: Tragwerksplanung: TGA-Planung: Freiflächen:

Arbeit 1339 2. Rundgang

Nickl und Partner Architekten AG / Berlin in Arge mit Pfefferkorn Ingenieure / Stuttgart Prof. Dipl.-Ing. Architekt BDA Hans Nickl Prof. Dipl.-Ing. Architektin Christine Nickl-Weller Mena Theißen, Sarai Metten Pfefferkorn Ingenieure / Stuttgart Ebert Ingenieure GmbH & Co. KG / Nürnberg POLA Landschaftsarchitekten BDLA / Berlin

Verfasser: Mitarbeiter: Tragwerksplanung: TGA-Planung: Freiflächen:

Arbeit 1340 2. Rundgang

KSP Engel und Zimmermann GmbH / Berlin in Arge mit Rutfest + Partner Ingenieurgesellschaft mbH / Limburg an der Lahn Dipl.-Ing. Architekt BDA Jürgen Engel Gregor Gutscher, Alexander Lohausen, Reimund Holubek, Markus Keßler, Andreas Hachulla Rutfest + Partner Ingenieurges. mbH Beratende Ingieure BDB VSVI, Limburg an der Lahn JAEGER, MORNHINWEG + PARTNER Ingenieurgesellschaft mbH / Stuttgart-Fasanenhof sinai.Faust.Scholl.Schwarz / Berlin

Verfasser: Mitarbeiter: Tragwerksplanung: TGA-Planung: Freiflächen:

Arbeit 1343 2. Rundgang

Auer + Weber + Assoziierte / München in Arge mit CBP Services GmbH / München Dipl.-Ing. Architekt Moritz Auer Dipl.-Ing. Architekt Philipp Auer Marion Mischke, Yankang Wang, Diana Kuch CBP Services GmbH / München Cordula Cherubim CBP Services GmbH / München Martin Vielhauer Levin Monsigny Landschaftsarchitekten Ges. von Landschaftsarchitekten mbH / Berlin Nicolai Levin

Verfasser: Mitarbeiter: Tragwerksplanung: TGA-Planung: Freiflächen:

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28

Arbeit 1345 2. Rundgang

MGF-Architekten / Stuttgart in Arge mit Ingenieurgruppe Bauen GbR - Beratende Ingenieure / Mannheim Dipl.-Ing. Architekt BDA Hartmut Fuchs Dipl.-Ing. Architekt BDA Armin Günster Dipl.-Ing. Architekt Josef Hämmerl Dipl.-Ing. Architekt Jan Kliebe Daniel Gross, Götz Lachenmann Ingenieurgruppe Bauen GbR - Beratende Ingenieure / Mannheim Paul + Gampe + Partner GmbH / Esslingen

Verfasser:

Mitarbeiter: Tragwerksplanung: TGA-Planung:

Arbeit 1348 2. Rundgang

ingenhoven architects / Düsseldorf in Arge mit Green Technologies: Werner Sobek / Stuttgart Dipl.-Ing. Architekt BDA Christoph Ingenhoven Michael Reiß, Ralf Dorsch-Rüter, Dominik Dittrich, Kilian Kresing, Martin Baden, Carina Kurzhals Green Technologies: Werner Sobek / Stuttgart DS-Plan / Stuttgart WKM Weber Klein Maas / Meerbusch Tropp Lighting Design / Weilheim BPK / Düsseldorf Jappsen / Berlin

Verfasser: Mitarbeiter:

Tragwerksplanung: TGA-Planung: Freiflächen: Lichtplanung: Brandschutz: Fördertechnik:

1. Rundgang Arbeit 1338 1. Rundgang

Henn GmbH / München in Arge mit Krone Ingenieurbüro GmbH / Berlin Prof. Dr.-Ing. Architekt BDA Gunter Henn Frederik Werner, Andreas Petzold, Karolin Do Krone Ingenieurbüro GmbH / Berlin

Verfasser: Mitarbeiter: Tragwerksplanung:

Arbeit 1341 1. Rundgang

RKW Rhode Kellermann Wawrowsky Architektur + Städtebau / Düsseldorf in Arge mit dbn Dröge Baade Nagaraj / Salzgitter Dipl.-Ing. Architekt Norbert Schmitz Nicole Rockel, Ruba Bani, Ivonne Hater, Daria Sulski, Peter Kafka, Karl-Heinz Zaft, Manfred Hövel, Tobias Hannibal, Sven Schneider, Immo de Haan dbn Dröge Baade Nagaraj / Salzgitter N. C. P. Nagaraj

Verfasser: Mitarbeiter:

Tragwerksplanung/ Brandschutz:

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29

TGA-Planung: Freiflächen:

PBP Matthias Zeidelmeier / München Ziegler Grünkonzepte / Düsseldorf Ulrich Ziegler

Arbeit 1346 1. Rundgang

Schweger Associated Architects GmbH / Berlin in Arge mit Sailer Stepan & Partner - Beratende Ingenieure für Bauwesen GmbH / München Prof. Dipl.-Ing. Architekt BDA Peter P. Schweger Jens-Peter Frahm, Corina Dietrich Sailer Stepan & Partner - Beratende Ingenieure für Bauwesen GmbH / München Institut für Gebäude und Solartechnik / Technische Universität Braunschweig

Verfasser: Mitarbeiter: Tragwerksplanung: TGA-Planung:

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30

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31

2. Bericht der Vorprüfung 2.1 Einlieferung der Arbeiten
Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden in einem vorgeschalteten Bewerbungsverfahren (Teilnahmewettbewerb gemäß GRW und VOF) durch ein vom Preisgericht unabhängiges Auswahlgremium 20 Architekten in Arbeitsgemeinschaft mit Ingenieuren der Fachrichtung Tragwerksplanung ausgewählt. Der Abgabetermin für die Planunterlagen war der 31. Juli 2009; das Modell konnte bis zum 06. August 2009 abgegeben werden. 18 von 20 Arbeiten wurden bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in der Brückenstraße 6 entgegengenommen, quittiert und Datum und Uhrzeit sowie Art der Unterlagen in einer Sammelliste notiert. Die Wettbewerbsunterlagen wurden ungeöffnet in die Räume der Vorprüfung, Alte Kantine, Raum 560, Württembergische Straße 6, transportiert. Zwei Teilnehmer hatten im Vorfeld der Ausgabe der Auslobungsunterlagen abgesagt. Es wurden zwei Nachrücker benannt. Ein weiterer Teilnehmer hat kurz vor dem Abgabetermin abgesagt. Es konnte kein Nachrücker mehr benannt werden. Insgesamt wurden 18 Arbeiten eingereicht, eine Arbeit wurde nicht abgegeben. 12 der eingereichten Arbeiten gingen in allen Teilen erkennbar termingerecht ein. 6 Teilnehmer haben bisher keinen Nachweis der termingerechten Einlieferung der Planunterlagen bzw. des Modells zugesandt. Die betreffenden Teilnehmer müssen die termingerechte Einlieferung nachreichen.

2.2 Anonymisierung
Die eingegangenen Arbeiten sowie die dazugehörigen Verfassererklärungen und alle sonstigen abgegebenen Unterlagen wurden nach dem Zufallsprinzip mit einer 4-stelligen Tarnzahl von 1331 bis 1348 gekennzeichnet. Die Reihenfolge des Eingangs ist aus der Reihenfolge der vergebenen Tarnzahlen nicht erkennbar. In einer angelegten Sammelliste ist die Zuordnung zwischen den Kennzahlen der Verfasser und den Tarnzahlen notiert. Eingangsdatum sowie Art und Zustand der Verpackung wurden erfasst und die Verfassererklärungen unter Verschluss genommen.

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32

2.3 Vollständigkeit der Arbeiten
Die Vollständigkeit der Arbeiten wurde gemäß Punkt 1.10 der Auslobung geprüft. Das Ergebnis wurde in einer Prüftabelle notiert.
1 2 3 4 5 6 (1 Satz der verlangten Grundrisse und Schnitte, mit Eintragung der Raumbezeichnungen analog Formblatt usw.) 7 8 9 10 11 12 13

Städtebauliches Konzept im M. 1:500 mit Darstellung der Gesamtsituation, Baukörper usw.

zum Verständnis erforderliche Ansichten und Schnitte M 1:200

CD-ROM Baubeschreibung analog DIN 276 (neu) zu KG 300, 400 und 500 Verzeichnis der eingereichten Unterlagen

Systemskizze Tragwerk und Skizze des Montageablaufs

(Informationsgehalt annähernd Schnitt M 1:50 zur Vermittelbarkeit von Materialität und Gestalqualität)

1331 1332 1333 1334 1335 1336 1337 1338 1339 1340 1341 1342 1343 1344 1345 1346 1347 1348

x x x x x x x x x x x x x x x x x x

x x x x x x x x x x x x x x x x x x

x x x x x x x x x x x x x x x4 x8 x x

x x x x x x x x x x x x x x x x x x

x x x x
x

x x x x x x2 x x x x x x x x5 x5 x5 x

x x x x
x

x x x x
x

x x x x
x

x x x x
x

x x x x
x

x x x1 x
x

x x x x
x

x x x x
x

x x x x
x

x x x x
x

x x x x x x x x x x x x x

x x x x x x x x x x6 x8 x x

x x x x x x x x x x x x x

x x x x x x x x x x x x x

x x x x x x x x x x x x x

x x x x x x x x x x x x x

x x x x x x x x x x7 x x x

x x x x x x x x x x x x x

x x x x x x x x x x x x

x x x x x x x x x x x x x

x x x x x3 x x x x x6 x8 x x

x – 1 2 3 4 5 6 7 8

Leistung liegt vor Leistung liegt nicht vor die Texte wurden nur auf CD abgegeben die Skizze befindet sich nur auf der CD und augedruckt in den schriftlichen Unterlagen .dxf-Dateien auf abgegebener CD nicht zu öffnen 1 Regelgrundriss im M 1:200, alle anderen im M 1:500 keine Darstellung in Form einer Skizze; Erläuterung in textlicher Form 1 Regelgrundriss im M 1:200, alle anderen im M 1:500, keine Raumunterteilungen sondern Flächenausweisung ganzer Fachgebiete Teil 2 des Energieeffizienz-Nachweises fehlt keine Darstellung des Untergeschosses

2.4 Vorprüfung
Verfahren Die Vorprüfung wurde vom 03. August 2009 bis zum 21. August 2009 im Raum 560 (Alte Kantine) der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Württembergische Straße 6, durchgeführt. Die Prüfung der Wettbewerbsarbeiten erfolgte durch zwei Vorprüfer für

ausgefüllte Formblätter als .xls-Datei x x x x
x

(im Format .dwg/.dxf/.pln Version 7.0 oder tiefer)

EG-Grundriss einschließlich äußere Erschließung M 1:200

Fassaden- bzw. Systemschnitt M 1:20

Fragebogen zur Nachhaltigkeit und Energieeffizienz

.pdf-Dteien der Präsentationspläne

.tif-Dateien der Präsentationspläne

alle anderen Grundrisse M 1:200

Flächenermittlung/ Gebäudekennwerte

(außer geschossgleiche Grundrisse)

Erläuterungsbericht

Verfassererklärung

Formblätter

Prüfpläne

Prüfpläne

Tarnzahl

x x x x x x x x x x x x x

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33

Hoch- und Städtebau, drei Vorprüfer für Energieeffizienz und Nachhaltigkeit, drei Kostenprüfer und vier Mitarbeiter der Vorprüfung. Prüfung der quantitativen Daten Die in der Ausschreibung geforderten quantitativen Nachweise wurden von der Vorprüfung berechnet bzw. anhand der Verfasserangaben auf Plausibilität geprüft. Sofern eine nachweisliche Diskrepanz zwischen Verfasserangaben und geprüften Werten vorhanden war, wurden die ermittelten Werte der Vorprüfung dargestellt. Folgende Nachweise wurden berechnet: Nutzfläche NF Bruttogrundfläche BGF Verhältnis BGF / NF Hüllfläche zu Volumen A/V Kosten

Die Arbeit 1345 war hinsichtlich des Raumprogramms nur eingeschränkt prüfbar, da der Entwurf in weiten Teilen nur Grundrissstrukturen und nicht die geforderte Darstellung von Einzelräumen aufzeigte (weder auf den Präsentations- und Prüfplänen, noch digital). Darstellung der quantitativen Daten Die Ergebnisse der quantitativen Prüfung sind in einer vorangestellten Tabelle und auszugsweise in den Einzelberichten zu den Arbeiten gesondert ausgewiesen. Die den Einzelberichten vorangestellten Balkendiagramme zeigen die Ergebnisse der Berechnungen im vergleichenden Überblick. Prüfung der qualitativen Daten Die für die Vorprüfung angelegten Prüfkriterien sind aus den in der Auslobung unter 3.10 benannten Kriterien zur Beurteilung der Wettbewerbsarbeiten abgeleitet und durch die Vorprüferinnen in Zusammenarbeit mit den Sachverständigen überprüft worden. Folgende Kriterienbereiche wurden im Rahmen der Vorprüfung bearbeitet und finden sich entsprechend als Gliederung in den Einzelberichten wieder: Architektonische Gestaltung - Städtebau, stadträumliche Gestaltung, Denkmalschutzbelange - Baukörper, Gestaltung und Ablesbarkeit - Materialwahl - Räumliche und architektonische Qualität des Innenraums - Freiflächen: Gesamtkonzept, Bepflanzung, Funktionalität, Pflegeaufwand Funktionen - Erschließung - Funktionale Zuordnung - räumliche Qualität - Raumzuschnitte, Belichtung und Belüftung - Außenraumnutzung, Orientierung Baukonstruktion

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34

Realisierbarkeit - Programmerfüllung - Planungsrecht / Baurecht - Genehmigungsfähigkeit - Nachhaltigkeit und Energieeffizienz - Einhaltung des Kostenrahmens - Barrierefreiheit Einbeziehung der Sachverständigen Im Rahmen der Vorprüfung hatten die Sachverständigen die Gelegenheit die Wettbewerbsarbeiten zu begutachten. Folgende Sachverständige haben die Arbeiten im Rahmen der Vorprüfung begutachtet: Frau Krug, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Frau Manke, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Frau Primus (vertr. Fr. Natschke), Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Frau Jaeuthe, Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf Herr Schmidt, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Frau Heffter, Technische Universität Berlin Herr Zielke, Technische Universität Berlin Herr Zimmermann, Technische Universität Berlin Herr Kieke, Technische Prüfgesellschaft Lehmann mbH im Auftrag der TU Berlin

2.5 Balkendiagramme
Zum Quervergleich wurden 3 Balkendiagramme erstellt. - BGFa ist und NF ist - Relation BGFa / NF ist und A / V - Gesamtkosten (KG 300-400)

BGFa ist und NF ist
18.000

BGFa ist
BGF ist

16.000 15.358 15.639 15.844 15.171 15.074

NF + FF ist
NF ist
14.540 14.461

14.409

14.000

13.947

13.187

13.556

13.139

12.753

12.319

12.585

10.000

8.000 7.666 7.553 7.360 6.967

12.047

12.000

12.731

13.157

7.200

7.132

7.030

7.051

7.057

7.025

7.032

7.107

6.523

4.000

2.000

0 1331 1332 1333 1334 1335 1336 1337 1338 1339 1340 1341 1342 1343 1344 1345 1346 1347 1348

6.620

6.548

6.000

7.204

7.283

7.058

NF soll 7.052,00 m²

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35

Relation BGFa / NF ist und A / V
2,50

BGFa / NF
BGF / NF ist
2,13 2,22 2,07

A/V

2,00

1,98

2,02

1,90

1,86

1,88

1,89

1,80

1,81

1,80

1,92

2,05

2,00

2,10

2,13

A/V

1,50

1,00

0,50

0,25

0,24

0,24

0,25

0,22

0,18

0,19

0,20

0,19

0,20

0,00

1331

1332

1333

0,19

1334

1335

1336

1337

1338

0,20

1339

1340

1341

0,20

1342

1343

0,21

1344

0,20

1345

1346

0,21

1347

0,24

1348

Baukosten brutto (KG 300 – 400)

0,23

1,73

Gesamtkosten 300 - 400 SOLL 23.000.000 EUR

Baukosten KG 400 brutto Technische Anlagen Baukosten KG 300 brutto Baukonstruktion

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36

2.6 Zusammenstellung der Daten

Nummer der Wettbewerbsarbeit Flächen und Rauminhalte NF (lt. RP) NF + FF ist NF soll BGFa ist BRIa ist BGFa / NF (lt. RP) BGFa / NF + FF ist Hüllfläche A/V Überbaute Fläche m² m² m² m² m² m² m³

1331 1332 1333 1334 1335 1336 1337 1338 1339
7.203,60 9.091,50 7.052,00 15.358,00 58.717,00 2,13 1,69 10.574,00 0,180 1.248,00 7.200,00 9.477,00 7.052,00 14.409,30 56.457,40 2,00 1,52 11.431,90 0,202 1.820,90 7.057,20 8.522,90 7.052,00 15.638,90 60.755,90 2,22 1,83 11.524,80 0,190 1.705,00 7.553,40 9.046,40 7.052,00 15.843,50 60.980,00 2,10 1,75 11.731,00 0,192 1.392,00 6.620,50 7.992,90 7.052,00 12.318,90 44.104,30 1,86 1,54 11.020,90 0,250 1.280,00 7.050,50 9.137,00 7.052,00 13.947,00 56.461,30 1,98 1,53 10.755,40 0,190 1.284,00 7.283,10 8.160,70 7.052,00 13.139,10 49.091,20 1,80 1,61 9.754,80 0,199 1.311,40 7.024,60 8.277,20 7.052,00 13.187,40 51.513,00 1,88 1,59 10.179,20 0,198 1.667,60 7.029,80 8.612,60 7.052,00 14.540,10 49.687,10 2,07 1,69 11.746,30 0,236 1.585,60

Kosten Gesamtkosten KG 300 + 400 ist Gesamtkosten KG 300 + 400 Mittelwert Gesamtkosten KG 300 + 400 soll Verhältnis zum Soll = 100% € brutto 25.238.013 23.068.877 22.910.380 26.418.810 21.423.170 23.697.658 21.317.162 19.659.270 22.785.203 € brutto 22.387.250 22.387.250 22.387.250 22.387.250 22.387.250 22.387.250 22.387.250 22.387.250 22.387.250 € brutto 23.000.000 23.000.000 23.000.000 23.000.000 23.000.000 23.000.000 23.000.000 23.000.000 23.000.000 9,73 0,30 -0,39 14,86 -6,86 3,03 -7,32 -14,52 -0,93

Abrisskosten Gesamtkosten Abriss Kostenkennzahlen KG 300 + 400 Gesamtkosten KG 300 + 400 / BGF ist Gesamtkosten KG 300 + 400 / NF ist Gesamtkosten KG 300 + 400 / BRI ist €/m² brutto 1.643 1.601 1.465 1.667 1.739 1.699 1.622 1.491 1.567 € brutto 90.000 120.000 0 0 0 0 0 0 0

€/m² brutto

2.776

2.434

2.688

2.920

2.680

2.594

2.612

2.375

2.646

€/m² brutto

430

409

377

433

486

420

434

382

459

TU Berlin - Forschungszentrum für Maschinenbau und Informatik / Ergebnisprotokoll

37

Nummer der Wettbewerbsarbeit Flächen und Rauminhalte NF (lt. RP) NF + FF ist NF soll BGFa ist BRIa ist BGFa / NF (lt. RP) BGFa / NF + FF ist Hüllfläche A/V Überbaute Fläche m² m² m² m² m² m² m³

1340 1341 1342 1343 1344 1345 1346 1347 1348
7.132,10 8.048,80 7.052,00 13.555,80 52.470,70 1,90 1,68 11.467,50 0,219 1.583,10 7.666,10 9.288,50 7.052,00 14.461,50 52.525,90 1,89 1,56 10.499,30 0,200 1.292,00 7.032,30 8.138,30 7.052,00 12.753,00 45.762,90 1,81 1,57 11.125,20 0,243 1.298,00 7.106,50 9.073,60 7.052,00 15.171,00 57.667,40 2,13 1,67 11.829,90 0,205 2.151,00 7.058,10 7.669,20 7.052,00 12.731,20 43.094,00 1,80 1,66 8.432,80 0,196 670,00 6.522,80 7.214,80 7.052,00 13.157,20 49.111,20 2,02 1,82 12.355,50 0,252 1.352,60 6.548,20 7.346,20 7.052,00 12.585,30 45.153,80 1,92 1,71 9.490,00 0,210 2.025,00 7.359,70 8.785,90 7.052,00 15.073,60 50.619,70 2,05 1,72 12.215,40 0,241 2.240,80 6.967,30 7.614,70 7.052,00 12.046,70 47.580,20 1,73 1,58 11.039,40 0,232 1.701,90

Kosten Gesamtkosten KG 300 + 400 ist Gesamtkosten KG 300 + 400 Mittelwert Gesamtkosten KG 300 + 400 soll Verhältnis zum Soll = 100% € brutto 21.511.743 25.321.924 21.131.281 23.582.257 19.631.980 25.633.592 16.924.589 22.186.105 20.528.490 € brutto 22.387.250 22.387.250 22.387.250 22.387.250 22.387.250 22.387.250 22.387.250 22.387.250 22.387.250 € brutto 23.000.000 23.000.000 23.000.000 23.000.000 23.000.000 23.000.000 23.000.000 23.000.000 23.000.000 -6,47 10,10 -8,12 2,53 -14,64 11,45 -26,41 -3,54 -10,75

Abrisskosten Gesamtkosten Abriss Kostenkennzahlen KG 300 + 400 Gesamtkosten KG 300 + 400 / BGF ist Gesamtkosten KG 300 + 400 / NF ist Gesamtkosten KG 300 + 400 / BRI ist €/m² brutto 1.587 1.751 1.657 1.554 1.542 1.948 1.345 1.472 1.704 €/m² brutto 0 0 20.000 120.000 0 0 570.000* 20.000 0

€/m² brutto

2.673

2.726

2.597

2.599

2.560

3.553

2.304

2.525

2.696

€/m² brutto

410

482

462

409

456

522

375

438

431

* bei der Arbeit 1346 kommen zu den 120.000 € Abrisskosten noch 450.000 € zusätzliche Kosten für Ersatzflächen in der ehemaligen Versuchshalle.

TU Berlin - Forschungszentrum für Maschinenbau und Informatik / Ergebnisprotokoll

38

TU Berlin - Forschungszentrum für Maschinenbau und Informatik / Ergebnisprotokoll

39

2.7 Einzelberichte der Arbeiten 1331 bis 1348
Jede Wettbewerbsarbeit wird auf zwei Seiten (4 Abbildungen, Kenndaten und Einzelbericht) dargestellt. Die Abbildungen umfassen: Modellfoto, Grundrissplan EG, Ansicht von Westen oder Osten und Querschnitt.

Barkow Leibinger Gesellschaft von Architekten mbH in Arge mit ifb frohloff staffa kühl ecker, Berlin | Ankauf

1331

Planungsdaten
NF (lt. Raumprogramm)

Vorgabe 7.052,00

Entwurf 7.203,60 9.091,50 15.358,00 58.717,00 1,69 0,180

NF + FF ist in qm BGFA (gesamt in qm) BRIA in cbm BGFA / NF + FF ist A/V Kosten € (KG 300 + 400)
zzgl. Abrisskosten €

23.000.000

25.238.013 90.000
Grundriss EG

Ansicht von Westen

Querschnitt

TU Berlin - Forschungszentrum für Maschinenbau und Informatik / Ergebnisprotokoll

1331

Gestaltung - 15-geschossige Hochhausscheibe (h ca. 55m) im Innenbereich des nördlichen Campusgeländes auf rechteckiger, ca. 42m x 21,50m großer Grundfläche. Aufnahme der orthogonalen Ordnung der Universitätsbauten, Ausrichtung parallel zur Straße des 17. Juni. Aufnahme der westlichen Baugrenze. - Abriss der 3 westlichen Achsen der Versuchshalle und des rückwärtigen Instituts- und Werkstattanbaus. Neuer 2-geschossiger Verbindungsbau zwischen Hochhaus und Versuchshalle, in Platzierung und Gebäudebreite analog zum Bestand. - „Als Ensemble bilden Neubau und Bestand eine neue Form des (…) typologischen Zusammenspiels aus Hochhaus, Flachbau und abgewinkeltem Verbindungselement“. - Einfacher kubischer Baukörper. Serielle vollverglaste Pfosten-Riegel-Fassade. Wellenförmige Überformung aller Fassadenflächen oberhalb einer 2-geschosshohen Sockelzone durch vertikale, geschossweise konisch zulaufende AluminiumFinnen vor der Glasfassade. Außenliegender Sonnenschutz: elektrisch steuerbare AluminiumMikrolamellen. Neue Westfassade der Versuchshalle ebenfalls als vollverglaste Pfosten-RiegelKonstruktion. - Freiraum als Vorplatz und räumlich neu definierter Zugang in den Campus-Innenraum mit einheitlichem Belag aus Naturstein- oder hochwertigen Betonplatten großflächig zusammengefasst. Funktion - Hauptzugang vom Vorplatz. Knapp bemessene Eingangs- und Verteilerhalle, über Deckenöffnungen und Freitreppen mit großzügigen Erschließungsflächen im 1. und 2. OG verknüpft. Aufenthaltszonen („Work Lounges“) innerhalb der Erschließungsräume. - Durchgehende Vertikalerschließung über 1 innenliegenden (Sicherheits-) Treppenraum bzw. 4 zentral angeordnete Aufzüge. Zusätzliche einläufige Freitreppen zwischen den unteren 3 Geschossen. - In den Regelgeschossen dreibündige Grundrissstruktur mit linearen, ca. 1,50m breiten, nur kopfseitig belichteten Innenfluren. - Ver- und Entsorgung über die allgemeinen Verkehrswege. - Direkter Zugang vom Neubau in die Bestandshalle. - Geschosshöhen 3,675m. - Raumzuschnitte funktionsgerecht. Seminarräume, PC-Poolräume etc. mit Raumtiefen zwischen 5,80 und 12,60m. Büros mit Raumtiefen von ca. 5,20m.

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Teilweise Bildung von Großraumbüros an den Gebäudestirnseiten. Natürliche Belichtung und Belüftung der Aufenthaltsräume überwiegend gegeben, im UG über breite Lichtgräben. Fassadenraster 0,675m, im Sockelbereich 1,35m. Hohe Flexibilität hinsichtlich der Raumteilung in Gebäudelängsrichtung. Funktionsgerechte räumliche Organisation mit überwiegend klarer Zonierung der Fakultäten, der Institute und der Fachgebiete. Gemeinsam genutzte Räume, zentrale Einrichtungen, Fakultäts-Service-Center auf den unteren 5 Geschossebenen. Institute ab dem 5. OG. Fakultät IV im 5. bis 7. OG. Fakultät V im 7. bis 14. OG, davon eine Geschossebene (9. OG) als Ersatzfläche für die entfallenden Flächen des Institutsanbaus. Zusammenfassung von Tutoren-Arbeitsplätzen in Großräumen, teilweise Arbeitsgebiets- oder Fakultäts-übergreifend. Sekretariate und Professoren zentral in der Nähe der Aufzüge. Bei Anordnung von zwei Fachgebieten gemeinsam in einem Geschoss Teilung entlang der Längsachse. UG mit Technikräumen und Ersatzflächen für die entfallenden Werkstätten des Versuchshallenanbaus. Kfz- und Fahrradstellplätze am westlichen Rande des Vorplatzes.

Baukonstruktion - Stahlbeton-Skelettkonstruktion. Verwendung von Fertigteilen (Fassadenstützen, Decken). - Fassadenelemente in einheitlicher Breite (1,35m). Pfosten-Riegel-Konstruktion aus Aluminium. - Stützweiten in der Regel zwischen ca. 5,0m und 8,0m. Realisierbarkeit - Raumprogramm erfüllt. - Abriss des Institutsgebäudes. Nachweis entsprechender Ersatzflächen (BGF) im UG und 9. OG. - Sehr kompakter Baukörper, sehr hoher Fensterflächenanteil. Aufwendiges Steuerungs- und Regelungskonzept für Gebäudetechnik. Bauteilaktivierung in Kombination mit Deckensegel ist zu prüfen. - Gesamtbaukosten ca. 10,1 % oberhalb des Sollwerts. - Rettungswegesystem mit 1 Sicherheitstreppenraum mit Ausgang ins Freie. Zulässige Stichflurlängen überschritten.

Léon Wohlhage Wernik Ges. von Architekten mbH in Arge mit Ingenieurbüro Dr. -Ing. Christian Müller, Berlin | Engere Wahl

1332

Planungsdaten
NF (lt. Raumprogramm)

Vorgabe 7.052,00

Entwurf 7.200,00 9.477,00 14.409,30 56.457,40 1,52 0,202

NF + FF ist in qm BGFA (gesamt in qm) BRIA in cbm BGFA / NF + FF ist A/V Kosten € (KG 300 + 400)
zzgl. Abrisskosten €

23.000.000

23.068.877 120.000
Grundriss EG

Ansicht von Westen

Querschnitt

TU Berlin - Forschungszentrum für Maschinenbau und Informatik / Ergebnisprotokoll

1332

Gestaltung - Abriss des rückwärtigen Anbaus. - 7-geschossiger, 92 m langer Gebäuderiegel orientiert sich an den Gebäudehöhen der südlichen Straßenseite. - Gebäudehöhe 25,50 m, OK Fußboden oberstes Geschoss + 21,60 m. - Auskragung ab dem 4.OG um 10 m nach Osten über die ehem. Versuchshalle bildet nach SüdOsten eine schwebende Gebäudeecke aus. - Gebäudebreite 16,60 m bzw. 26,60 m. - Kubatur nimmt südliche und westliche Baugrenze auf. - Einheitlich gestaltete Fassadenhülle, rhythmische Gliederung durch stehende Fensterformate 0,85 m bzw. 0,65 m breit, geschossweise versetzt, im Wechsel mit vertikalen Keramikbändern, die sich im Bereich der Brüstungen verzahnen. Breite analog der Fenster. Horizontale Profilierung. - Tiefe Leibungen. Fenster mit Brüstungen, im 6.OG raumhoch. Funktion - Gebäuderücksprung im EG, 4 m tief, 3.20 m hoch, markiert den stirnseitigen Eingang. - Foyer als Erschließungshalle, 8 – 10 m breit, ca. 73 m lang mit glasgedecktem Luftraum über Gebäudehöhe, in den Obergeschossen gegliedert durch eingehängte Raumeinheiten, bzw. „Arbeitsterrassen“ und Lounge-Bereiche. - Belichtung der Halle im EG über Glasdach und bis 3.OG über südl. Stirnseite. - Breiter Zugang zur ehem. Versuchshalle über Foyer. - 3 Treppenräume, 2 Aufzüge, 1 Lastenaufzug. - Anlieferung im Nord-Westen mit Vorraum und direktem Zugang zum Lastenaufzug. - Anordnung der Räume umlaufend um Halle, in den Obergeschossen mit umlaufender Erschließungsgalerie, 1,80 m breit, entlang des zentralen Luftraumes, durch versetzt eingehängte Raumkuben unterteilt. - Offene, einläufige Treppen über je ein Geschoss entlang der eingehängten Räume. - Geschosshöhen: EG: 3,80 m, OGs: 3,50 m. - Achsmaß: 1,25 m, variabel durch Fassadenausbildung. - Raumtiefen: 7,60 m. - Unterteilung der Raumtiefen in den Obergeschossen durch Glastrennwände. Innenliegende Raumschienen als großflächige Arbeitsbereiche, zusätzlich belichtet über raumhohe Verglasungen in den Trennwänden zum Atrium. Erschließung der fassadenseitigen Räume über vorgelagerte

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Raumzonen. Fachgebiete als 2-schienige Raumeinheiten zusammengefasst. Institute geschossübergreifend angeordnet. TS nicht im Institutszusammenhang untergebracht. EG-2.OG: Zentrale Einrichtungen und gemeinsam genutzte Flächen beider Fakultäten. 3.OG: im Nord-Osten Ersatzräume für den Anbau und Fachgebiet K der Fakultät V. 3.OG–5.OG: Fakultät V. 6.OG: Fakultät IV. Zwei Besprechungsräume der Fakultät IV dezentral im 3.OG und 6.OG. UG mit Lager, im Osten Ersatzflächen für die abgerissenen Werkstätten mit vorgelagertem breitem Lichtschacht.

Baukonstruktion - Stahlbetonkonstruktion, Stahlbetonflachdecken. - Verkleidung mit weiß / grauen Keramikplatten mit horizontaler Profilierung. - Verbund-Fenster, graue Aluminiumprofile, alle Fenster öffenbar. - Außen liegender Sonnenschutz durch Stoffrolos, individuell steuerbar. - Geschosshohe Abfangträger im Bereich der Auskragung. - Weiße Putzoberflächen, rotes Linoleum. Realisierbarkeit - Programm erfüllt, 150 m² mehr Programm-Nutzfläche, PC-Pools und Besprechungsräume zum Teil zu groß, ansonsten Raumgrößen nah an den Vorgaben. - Abriss des Anbaus, ca. 1.180 m² Ersatzfläche (NF), davon 480 m² im 3.OG und 700 m² im UG. - Angemessener baulicher Wärmeschutz. - Maßvoller Einsatz von Gebäudetechnik. - Vielzahl von schallharten Flächen. - Problematische natürliche Belüftung der innenliegenden Raumzonen. - Gesamtbaukosten ca. 0,8 % oberhalb des Sollwertes. - Kein Hochhaus. - Problematische Rettungswege über gebäudehohes Atrium.

KSV Krüger Schubert Vandreike GmbH, Berlin in Arge mit Bornscheuer Drechsler Eisele GmbH, Stuttgart | 2. Rundgang

1333

Planungsdaten
NF (lt. Raumprogramm)

Vorgabe 7.052,00

Entwurf 7.057,20 8.522,90 15.638,90 60.755,90 1,83 0,190

NF + FF ist in qm BGFA (gesamt in qm) BRIA in cbm BGFA / NF + FF ist A/V Kosten € (KG 300 + 400)
zzgl. Abrisskosten €

23.000.000

22.910.380 0
Grundriss EG

Ansicht von Westen

Querschnitt

TU Berlin - Forschungszentrum für Maschinenbau und Informatik / Ergebnisprotokoll

1333

Gestaltung - 9-geschossige Hochhausscheibe. In Höhe (36,10m), Grundfläche (ca. 76,50m x 22,50m) und Ausrichtung Orientierung an den Nachbargebäuden. „Das neue Gebäude reiht sich ein in den städtebaulichen Rhythmus der (…) scheibenförmigen Bauten entlang der Straße des 17. Juni.“ - Überschreitung der westlichen Baugrenze um ca. 1,0m. Abstand zur südlichen Baugrenze 4,30m. - Einfacher kubischer Baukörper. 2-geschosshohe Einschnitte in das Volumen an der Straße des 17. Juni (Tiefe ca. 7,00m) sowie an der nordwestlichen Gebäudeecke. - 3-geschosshoher Einschnitt an der Schnittstelle mit der Versuchshalle. Überlagerung der Versuchshalle um ca. 3,70m. Direkter baulicher Anschluss. - Lochfassade mit „silberner Aluminiumhaut“, „die durch quadratische Öffnungen unterschiedlicher Größe perforiert wird“. - In der Regel – von innen gesehen - identische Fenstergrößen (ca. 2,0 x 2,0m). Durch unterschiedliche konische Laibungen entstehen in der äußeren Fassadenebene unterschiedlich große Öffnungen. „Prallscheiben“ mit umlaufenden Lüftungsfugen schließen die Fensteröffnungen flächenbündig mit der Metallhaut. Im Luftraum zwischen den „Prallscheiben“ und der inneren Fensterebene bewegliche Sonnenschutz-Lamellen. - Im EG und im 8. OG in Abweichung von der Regel größere Fensterformate. 2-geschosshohe großformatige Öffnungen im Bereich der Eingänge. - Extensive Begrünung der Dachfläche. Im Lageplan dargestellte Dachoberlichter ohne nachvollziehbare Entsprechung im Grundriss des 8. OG. - Gestalterische Zusammenfassung der südlich und westlich vorgelagerten Freiflächen einschließlich des Vorfeldes der Versuchshalle, Werkstein-Belag. Entwicklung eines Zugangs in den CampusInnenbereich zwischen Architekturgebäude und Neubau. Funktion - Zugänge von 3 Seiten in die großzügige, über die gesamte Gebäudelänge verlaufende Eingangshalle. - Vertikalerschließung über 2 Kerne mit innenliegenden Treppenräumen und je 2 Aufzügen. Zusätzliche Freitreppen in Lufträumen zwischen EG und 2. OG, 4. und 5. OG sowie 7. und 8. OG. Zusätzliche 4 Aufzüge zwischen EG und 2. OG. - In den OG 3-bündige Grundrissordnung mit linearen, in der Regel bis an die Fassaden geführten Innenfluren. Im 3. bis 8. OG Erweiterung der Flurzonen mit offenen Aufenthaltsbereichen in Mittel-

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und Randzonen. Direkter Übergang Neubau – Bestandshalle im EG. Anlieferungszone im Bereich des Vorplatzes an der Schnittstelle Neubau – Versuchshalle. Geschosshöhen: EG 4,50m, 1. und 2. OG 4,00m, 3. bis 8. OG 3,60m. Raumtiefen überwiegend ca. 6,0m, bei Seminarräume, PC-Pools etc. teilweise ca. 7,2m. Raumzuschnitte funktionsgerecht. Natürliche Belichtung und Belüftung aller Aufenthaltsräume gegeben. Fassadenraster 1,20m. Funktionsgerechte räumliche Organisation mit überwiegend klarer Zonierung der Fakultäten, der Institute und der Fachgebiete. Gemeinsam genutzte Räume, Zentrale Einrichtungen, Fakultäts-Service-Center auf den unteren 4 Geschossebenen. Institute im Wesentlichen ab dem 4. OG. Fakultät IV mit Ausnahme von 2 Fachgebieten (SA im 3. OG, ST im 5. OG) im 4. OG zusammengefasst. Fakultät V im 5. bis 8. OG. Fachgebiete jeweils ebenengleich organisiert. UG mit Technikräumen und Lagern. Kfz- und Fahrradstellplätze vor der ehemaligen Versuchshalle.

Baukonstruktion - Stahlbeton-Konstruktion mit massiven Decken, Wänden und Stützen. Verwendung von Fertigteilen (Fassadenelemente). - Durchgängiges Konstruktionsraster. Stützweiten in der Regel ca. 8,50m. - Anschluss von Zwischenwänden an die FensterMittelachse gem. Grundrissdarstellung ohne konstruktive Entsprechung in der Detaildarstellung. - Abfangung der Auskragung über dem Vorhof durch Ausbildung der darüberliegenden Längswände als Überzüge. Realisierbarkeit - Raumprogramm erfüllt. - Kompakter Baukörper, guter baulicher Wärmeschutz, maßvoller Fensterflächenanteil (Lochfassade). Passive Solargewinne im Winter sehr gering (g≤30%). Vernünftiger Einsatz von Anlagentechnik. Erhöhte Nachtkühlung durch Querlüftung gewährleistet. - Gesamtbaukosten ca. 0,4 % unterhalb des Sollwerts. - Rettungswegesystem mit 2 Sicherheitstreppenräum en. Ausgänge führen nicht direkt ins Freie.

bogevischs buero hofmann ritzer architekten in Arge mit IB Deufel Statik, Deizisau | 2. Rundgang

1334

Planungsdaten
NF (lt. Raumprogramm)

Vorgabe 7.052,00

Entwurf 7.553,40 9.046,40 15.843,50 60.980,00 1,75 0,192

NF + FF ist in qm BGFA (gesamt in qm) BRIA in cbm BGFA / NF + FF ist A/V Kosten € (KG 300 + 400)
zzgl. Abrisskosten €

23.000.000

26.418.810 0
Grundriss EG

Ansicht von Westen

Querschnitt

TU Berlin - Forschungszentrum für Maschinenbau und Informatik / Ergebnisprotokoll

1334

Gestaltung - Anordnung von drei zueinander verschobenen kubischen Riegel-Baukörpern. - 4-geschossiger Sockelbau, Höhenstaffelung auf 11 Geschosse im Süd-Westen und 15 Geschosse nach Norden. - Gebäudehöhen: 17 m gegenüber des ScharounBaus, 41 m nach Osten, 55 m nach Norden. - Auskragung des 11-geschossigen Baukörpers ab dem 3.OG um 6 m nach Osten über die Halle. - Aufnahme der südlichen und westlichen Baugrenze, Gebäudelänge 66 m. - Durchgängiges Fassadenraster durch stehende, raumhohe, einheitliche Fensterformate mit Oberlicht und streifenförmiger Keramikverkleidung in variierenden Farbtönen, Sockelgeschoss und Stirnseiten zum Teil mit großflächigen Keramikplatten spielerisch angeordnet, Farbgestaltung und Anordnung der Keramikplatten sollen die Baukörper „zusammen weben“. - Solitärbäume, Vorplatz mit Rasen bis an das Gebäude heran geführt, gehalten durch Gitterroste. Funktion - Haupteingang im Osten an der Schnittstelle zur ehem. Versuchshalle. Auskragung über die Halle bildet überdachten Außenraum, Bodenbelag aus Gitterrost mit Split. - Foyer durchgesteckt nach Westen, Stützenraster, 3 Aufzüge eingestellt, offene Treppenanlage bis zum 3.OG, geschossweise versetzt. 3 Treppenhäuser. - Zugang vom Foyer zur ehem. Versuchshalle über breite Öffnung. - Anlieferung über Feuerwehrzufahrt im Osten mit Nebeneingang, Vorzone und Lastenaufzug. - 1.OG- 3.OG, zweihüftig, Mittelflur 3,50 m breit, nach Westen Raumtiefen 8,30 m, nach Osten Nebenraumschiene, Tiefe 4,20 m. - 4.OG-10.OG mit zweihüftigen Grundrissen der beiden sich verschränkenden, orthogonalen Baukörper, im Schnittpunkt innenliegende Nebenräume mit umlaufender Erschließung. - Raumtiefe: 5,80 m. - 11.OG-14.OG mit durchlaufendem Mittelflur, Raumtiefen beidseitig 5,80. - Geschosshöhen: EG-3.OG: 4,18 m, weitere Obergeschosse 3,40 m. - Achsmaß: 1,30 m. - Natürliche Belichtung und Belüftung der Hauptnutzflächen, Flure lediglich im Bereich von Fluraufweitungen belichtet. - Klare Zuordnung der Fakultäten, Institute und Fachgebiete. Institute zusammenhängend zum

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Teil über 3 Geschosse organisiert. EG – 4.OG: zentrale Einrichtungen und gemeinschaftlich genutzte Räume beider Fakultäten. 5.OG-10.OG: Fakultät V. 11.OG-14. OG: Fakultät IV. Untergeschoss mit Lager- und Technikräumen. 4 PKW-Stellplätze und Fahrradständer im Osten direkt dem Zugang zugeordnet.

Baukonstruktion - Stahlbetonskelett mit vorgefertigten tragenden Aussenwandpfeilern bzw. Innenstützen. - Verkleidung mit farbigen Keramikplatten im Streifenformat. - Fassadenbündige, feststehende Prallscheibe als Schutz für die dahinterliegenden Lamellenjalousien und als Schallschutz. - Aluminiumfensterelemente als Kastenfenster, öffenbar zur Belüftung über einen begrenzt offenen Bereich hinter der Prallscheibe. Zusätzliche Lüftungsklappen direkt ins Freie, aussenseitig mit Keramikplatten verkleidet, parallel ausstellbar. Realisierbarkeit - Viele Räume mit Übergröße, dadurch 500 m² über Programmfläche. - Raum ZE IV (21 m²) fehlt. - Büroraum Fachgebiet TS in zwei Räume aufgeteilt und im 8.OG und 9.OG untergebracht. - Aufwendige Schachtführung für WCs. - Maßvoller Fensterflächenanteil. - Ambitioniertes Anlagenkonzept zur Ernergieversorgung. - Gutes Konzept zur Tageslichtnutzung. - Gesamtbaukosten ca. 14,8 % oberhalb des Sollwertes. - Hoher Bruttorauminhalt auf Grund der Flächenüberschreitung und Flächen für Technik und WCs. Hohe BGF/NF, großes Foyer, breite Flure. - Brandschutzvorgaben weitgehend erfüllt.

Heinle Wischer und Partner GbR, Berlin in Arge mit Horn + Horn Beratende Ingenieure VBI, Neumünster | 4. Preis

1335

Planungsdaten
NF (lt. Raumprogramm)

Vorgabe 7.052,00

Entwurf 6.620,50 7.992,90 12.318,90 44.104,30 1,54 0,250

NF + FF ist in qm BGFA (gesamt in qm) BRIA in cbm BGFA / NF + FF ist A/V Kosten € (KG 300 + 400)
zzgl. Abrisskosten €

23.000.000

21.423.170 0
Grundriss EG

Ansicht von Westen

Querschnitt

TU Berlin - Forschungszentrum für Maschinenbau und Informatik / Ergebnisprotokoll

1335

Gestaltung - Insgesamt 16-geschossiger Hochhausbau (h 54,40m) aus einem 3-geschossigen Sockel (ca. 83m x 16m) und einer abgesetzten, deutlich schmaler und kürzer dimensionierten 13-geschossigen Scheibe (54,50m x 12,80m). - Ausrichtung, Dimensionierung und Baumassengliederung nehmen Bezug auf die Nachbargebäude. - Aufnahme der westlichen Baugrenze. Abstand zur südlichen Baugrenze ca. 1,70m. - Anschluss des Neubaus an die Versuchshalle über ein schmales verglastes Bauteil („Lichtfuge“). - Kubische Baukörper. Sockel mit regelhaft gegliederter Lochfassade: Metallbekleidung, raumhohe Befensterung, Differenzierung der Foyerzonen durch großformatige Verglasung. Erscheinungsbild der Hochhausscheibe geprägt durch allseitige „Lamellenhülle“ in ca. 1,50m Abstand vor einer Bandfassade mit Metallbekleidung der Brüstungen bzw. vor den weitgehend geschlossenen Gebäudeschmalseiten. 3. OG als Fuge zwischen Sockel und Scheibe vollverglast und ohne Lamellenhülle. - Begrünung der Dachfläche des Sockels, Dachterrasse. - Freiraum an der Straße des 17. Juni mit Rasenflächen / Liegewiesen und einem „boulevardartigen Weg“ mit langen Sitzbänken. Vorplatz mit Betonwerkstein- oder Natursteinplattenbelag. Qualifizierung der Fläche zwischen Neubau und Architekturgebäude als Straße in den CampusInnenbereich. Funktion - Haupteingang an der Schmalseite von der Straße des 17. Juni. 3-geschosshohe Eingangshalle mit Freitreppenanlage. Nebeneingang von Norden. - Vertikalerschließung über 1 zentral angeordneten Kern mit (Sicherheits-) Treppenhaus und 2 Aufzügen. Im Sockel Freitreppe in der Foyerzone sowie Außentreppe an der nördlichen Gebäudestirnseite. - 2-bündige Grundrissstruktur. Horizontalerschließung über lineare, in der Regel nur kopfseitig belichtete Innenflure. Flurbreite in den Regelgeschossen ab 3. OG ca. 1,60m. - Direkter Übergang Eingangshalle - Versuchshalle. - Ver- und Entsorgung von der TU-internen Straße westlich des Neubaus. - Geschosshöhen auf den unteren 4 Geschossebenen 4,0m, darüber 3,20m. - Raumzuschnitte funktionsgerecht. Seminarräume, PC-Poolräume etc. mit 6,40m Raumtiefe, Büros mit 4,80m Raumtiefe.

- Natürliche Belichtung und Belüftung aller Aufenthaltsräume gegeben. - Ausbau- bzw. Fassadenraster 1,60m. - Funktionsgerechte räumliche Organisation mit überwiegend klarer Zonierung der Fakultäten, der Institute und der Fachgebiete. - Gemeinsam genutzte Räume, Zentrale Einrichtungen, Fakultäts-Service-Center auf den unteren 4 Geschossebenen. - Institute ab dem 4. OG. Fakultät IV im 4. bis 6. OG. Fakultät V im 7. bis 15. OG. Fachgebiete überwiegend ebenengleich zusammengefasst, in Einzelfällen auf 2 übereinander liegenden Geschossen mit teilweise ungünstigen Wegebeziehungen über den zentralen Kern. - UG mit Technikräumen und Lagern. - Kfz- und Fahrradstellplätze vor der Westseite des Neubaus an der internen Straße. Baukonstruktion - Stahlbeton-Skelettkonstruktion. Verwendung von Fertigteilen. - Konstruktionsraster / Stützweiten 6,40m x 6,0m bzw. 4,80m. - Weitgehend unverkleidete Wand- und Deckenflächen. Deckensegel in Teilbereichen der Aufenthaltsräume. Abgehängte Decken in den Fluren. - Elementiertes Trennwandsystem, Oberflächen in Holzfurnier und farbigem Glas. Realisierbarkeit - Geforderte Räume mit Ausnahme eines PCPools (GE IV 2.06) nachgewiesen. Vielfach Abweichungen von den geforderten Raumgrößen, die sich in der Summierung innerhalb der Fachgebiete ausgleichen. Defizite bei den gemeinsam genutzten Räumen beider Fakultäten, NF insgesamt ca. 430 m² zu wenig. - Vergleichsweise geringe Kompaktheit des Gebäudes, guter baulicher Wärmeschutz, maßvoller Fensterflächenanteil. Aufwendiges TGAKonzept (z.B. Erdwärmenutzung, „Solarkamin“). Feststehende Lamellen für den Sonnenschutz sind ungünstig für die Belichtung und Nutzung von passiven Solargewinnen im Winter. Hoher Reinigungsaufwand der feststehenden Lamellen. - Gesamtbaukosten ca. 6,9 % unterhalb des Sollwerts. - 1 zentral angeordneter Sicherheitstreppenraum, Ausgang führt nicht ins Freie. Rettungswegesystem wegen der erheblichen Überschreitung der zulässigen Stichflurlängen konzeptionell problematisch.

GATERMANN+SCHOSSIG GmbH & Co. KG in Arge mit Ingenieurbüro Prof. Dr. Hempel und Partner, Köln | Ankauf

1336

Planungsdaten
NF (lt. Raumprogramm)

Vorgabe 7.052,00

Entwurf 7.050,50 9.137,50 13.947,00 56.461,30 1,53 0,190

NF + FF ist in qm BGFA (gesamt in qm) BRIA in cbm BGFA / NF + FF ist A/V Kosten € (KG 300 + 400)
zzgl. Abrisskosten €

23.000.000

23.697.658 0
Grundriss EG

Ansicht von Westen

Querschnitt

TU Berlin - Forschungszentrum für Maschinenbau und Informatik / Ergebnisprotokoll

1336

Gestaltung - 11-geschossiger Gebäuderiegel, 16,50 m breit, 75 m lang, 41,60 m hoch übernimmt in Höhe und Orientierung die Riegelstruktur des Campus und bindet nahtlos an die ehem. Versuchshalle an. - Aufnahme der westlichen Baugrenze. - Straßenseitige Stirnseite springt um 3,5 m aus der Gebäudeflucht der ehem. Versuchshalle nach Süden und bleibt damit 14 m hinter der südl. Baugrenze zurück. - Fassadenhülle als Aluminium-Element-Fassade, klar strukturiert durch einheitliche, raumhohe, stehende Fensterformate. Längsseiten vertikal gegliedert durch vorgehängte Betonschwerter. Betonung der Horizontalen durch vorgehängte, konische Betonkonsolen im Deckenbereich. Stirnseiten mit Betonung der Horizontalen durch Wechsel der Ausrichtung der Betonschwerter. Licht- und Schattenspiel durch Schwerttiefe von ca. 55 cm und Textur auf der weißen Betonoberfläche. - Markierung der Fassadenbereiche vor mehrgeschossigen Raumzonen durch großflächige Verglasung und Schrägstellung der vertikalen Betonschwerter. - Außenraum mit Betonbohlensystem im Raster der Fassade, Vorplatzgestaltung durch lineare Bepflanzungen im Wechsel mit Sitzelementen. Funktion - Haupteingang, stirnseitig, markiert durch zweigeschossige, vertikale Fassadengliederung mit schräggestellten Schwertern. - Langgestrecktes Foyer über zwei Geschosse mit großflächiger Verglasung nach Süden und Westen. Freistehende einläufige Treppe im Foyer entlang der Westfassade, eingehängte Galerieebenen, angelagerter Luftraum bis zum 3.OG. - Zugang vom Foyer zur ehem. Versuchshalle über Treppenraum möglich. - Anlieferung im Süd-Osten mit Lagerraum, Lastenfahrstuhl im Foyer. - Café in der Flurverlängerung im Nord-Westen mit Luftraum und Galerie im 1.OG. - Grundstruktur dreibündig mit innenliegenden WCBlöcken, einem Kern mit 4 Aufzügen und Drucker/ -Kopierräume, variiert im EG – 3.OG durch Anbindung großer Räume an die Mittelzone, hierdurch große Fluraufweitungen und unterschiedliche Raumsituationen. - Achsmaß: 1,30 m. - Geschosshöhen: EG-3.OG: 4,20 m, weitere OGs 3,50 m. - Raumtiefen: 3,80 m bis 5,00 m, Seminarräume 7 m bis zu 9,40 m, zum Teil über Eck belichtet.

- Natürliche Belichtung und Belüftung aller Hauptnutzflächen. Belichtung der Erschließungsflächen zum Teil über die Stirnseiten und Fluraufweitungen bis an die westliche Fassade. - Lufträume, den Aufzügen an der Westfassade vorgelagert sowie in den Aufenthaltsbereichen jeweils über zwei Geschosse. - Fachgebiete geschossweise klar zoniert, jedoch Institute nicht zusammenhängend organisiert. Zentrale Einrichtungen und gemeinsam genutzte Flächen zum Teil im Fakultätszusammenhang nachgewiesen (z.B. Studienberatung im 8.OG). - EG-2.OG: Zentrale Einrichtungen und gemeinsam genutzte Räume beider Fakultäten. - 3.OG: Gemeinsam genutzte Räume und Fakultät IV. - 4.OG: Fakultät IV. - 5.OG-10.OG: Fakultät V, im 8.OG u. 9.OG gemeinsam genutzte Räume und zentrale Einrichtungen. - Teilunterkellerung mit Lager- und Technikräumen. Baukonstruktion - Stahlbetonskelettbau, Flachdecken aus Spannbeton-Hohldielen. Aussteifung über die Erschließungskerne. - Aluminium-Elementfassade bestehend aus raumhohen Verbundfenstern und vertikalen Paneelen mit innenseitigen statischen Heizflächen. - Sonnenschutz integriert in Verbundfenster. - Vorgehängte Betonschwerter, glasfaserarmiert aus weißem Matrizenbeton als feststehender Sonnenschutz. - Öffenbare Fenster, festverglaster Brüstungsbereich. Realisierbarkeit - Ein PC-Pool-Raum innenliegend angeordnet, 10 m² zu klein. 14 Büroräume ca. 5 m² zu klein. Zwei Lagerräume, ein Besprechungsraum, zwei Seminarräume jeweils ca. eine Achse zu klein. - NF-Ist gleich NF-Soll. - Institute zum Teil nicht zusammenhängend organisiert. - Zusätzliches Café mit einer NF von ca. 80 m². - Sehr ausführliches, plausibles Energie- und Nachhaltigkeitskonzept. Maßvoller Einsatz von Gebäudetechnik. - Kompakter Baukörper, guter baulicher Wärmeschutz, maßvoller Fensterflächenanteil. - Gewährleistung von akustischer Behaglichkeit. - Gesamtbaukosten ca. 3,3 % oberhalb des Sollwerts. - Ein Treppenraum mit zu kurzen Treppenläufen. - Kein Feuerwehraufzug. Stichflurlängen überschritten.

Grüntuch Ernst Planungs GmbH in Arge mit sbp GmbH Schlaich Bergermann und Partner, Berlin | Ankauf

1337

Planungsdaten
NF (lt. Raumprogramm)

Vorgabe 7.052,00

Entwurf 7.283,10 8.160,70 13.139,10 49.091,20 1,61 0,199

NF + FF ist in qm BGFA (gesamt in qm) BRIA in cbm BGFA / NF + FF ist A/V Kosten € (KG 300 + 400)
zzgl. Abrisskosten €

23.000.000

21.317.162 0
Grundriss EG

Ansicht von Westen

Querschnitt

TU Berlin - Forschungszentrum für Maschinenbau und Informatik / Ergebnisprotokoll

1337

Gestaltung - 10-geschossige Hochhausscheibe. Gesamthöhe einschließlich des von der Fassade eingefassten Dachgartens 39,0m. Bezugnahme auf die Nachbargebäude in Ausrichtung und Dimensionierung (79,0m x 16,60m). - Aufnahme der westlichen Baugrenze. Abstand zur südlichen Baugrenze ca. 12,50m. Versprung aus der Bauflucht der Versuchshalle um ca. 5,50m. - Direkter Anschluss des Neubaus an Versuchshalle. - Kubischer Baukörper. Markante Fassadenhülle, basierend auf der sichtbar belassenen konstruktiven Struktur: dreieckige „räumlich zueinander versetzte“ Grundmodule mit „vielfältigen Füllungen und Belegungen: sie variieren durch Folien und Screens, Beschichtungen und Bedruckungen; sie integrieren Sonnenschutztextilien und Photovoltaik-Elemente“. Bezugnahme auf die Nutzungen durch dem entsprechende transparente Ausbildung der Module. Ausstellflügel erlauben natürliche Fensterlüftung. - Vollverglasung der unteren vier Geschosse auf der Ostseite vor den über die gesamte Gebäudelänge verlaufenden Erschließungsflächen bzw. zur geöffneten Westseite der Versuchshalle. - Einheitliche Pflasterung des Vorfeldes an der Straße des 17. Juni mit parallelogrammförmigen Betonplatten, Ergänzung des Baumbestandes in freier Anordnung. - Dachgarten auf dem Neubau. Photovoltaikelemente auf dem Dach der Versuchshalle. Funktion - Haupteingang an der Schmalseite. Ca. 4,50m breiter Hallenraum über die gesamte Gebäudelänge. Auf den folgenden 3 OG-Ebenen in Entsprechung zu den publikumsintensiven Nutzungen weitere großflächige Erschließungszonen. Vernetzung der Erschließungszonen über Deckenöffnungen und Freitreppenanlagen. - Nebeneingang von Norden. - Durchgehende Vertikalerschließung über 2 Kerne mit (Sicherheits-) Treppenraum und 2 Aufzügen am südlichen und nördlichen Ende der Halle. Zusätzliche Freitreppen in den OG. - Im unteren Gebäudeteil (EG – 3. OG) überwiegend einbündige, im oberen Gebäudeteil (4. – 9. OG) dreibündige Grundrissordnung. Natürliche Belichtung der Flure über bis an die Fassade geführte seitliche Aufweitungen. Flurbreiten in den dreibündigen Bereichen ca. 1,40m. - Direkter Übergang zur Versuchshalle vom Foyer. - Ver- und Entsorgung über allgemeine Verkehrsflächen. - Geschosshöhen in der Regel 3,50m, im EG 4,50m.

- Seminarräume, PC-Poolräume etc. mit 10,50m (EG), 9,30m oder 7,50m Raumtiefe, Büros mit 4,50m Raumtiefe – gemessen zwischen V-Stützen und Flurinnenwänden. Raumzonen zwischen Konstruktion und Außenhülle eingeschränkt nutzbar. - Natürliche Belichtung und Belüftung der Aufenthaltsräume überwiegend gegeben, bei Raumtiefen über 8,50 mechanische Lüftung erforderlich. - Stützenfreie Geschossflächen. Fassadenrastermaß 2,60m. - Funktionsgerechte räumliche Organisation mit überwiegend klarer Zonierung der Fakultäten, der Institute und der Fachgebiete. - Gemeinsam genutzte Räume, Zentrale Einrichtungen, Fakultäts-Service-Center auf den unteren 4 Geschossebenen. - Institute ab dem 4. OG. Fakultät IV im 4. bis 5. OG. Fakultät V im 5. bis 9. OG. Fachgebiete überwiegend ebenengleich zusammengefasst, in Einzelfällen auf 2 übereinander liegenden Geschossen. - UG mit Technikräumen und Lagern. - Kfz-Stellplätze an der Straße des 17. Juni, Fahrradabstellplätze im Bereich vor der Versuchshalle. Baukonstruktion - Stahlverbund-Skelettkonstruktion mit Betondecken auf 0,60m hohen Trägern. Außenliegendes Rautenfachwerk. Aussteifung durch Kern in Massivbauweise. Stützweiten ca. 14,80m. - Fassadenanschlüsse der Zwischenwände kompliziert. - Bereichweise abgehängte Akustikdecken. Bodeninstallationskanäle für Elektro- und Datenleitungen. Realisierbarkeit - Geforderte Räume mit Ausnahme eines PC-Pools (V S 2.01) nachgewiesen. Vielfach Abweichungen von den geforderten Raumgrößen, überwiegend Überschreitungen. NF insgesamt ca. 230 m² zu viel. - Sehr diffuses Nachhaltigkeits- und Energiekonzept zumeist in der Möglichkeitsform formuliert. Guter baulicher Wärmeschutz, hoher Fensterflächenanteil. Passiver sommerlicher Wärmeschutz (massiver PCM-Einsatz) bzgl. Nachhaltigkeit (Recyclingfähigkeit) problematisch. Ambitioniertes Anlagenkonzept (z.B. 120 Erdsonden). - Gesamtbaukosten ca. 7,3 % unterhalb des Sollwerts. - 2 Sicherheitstreppenhäuser, Ausgänge führen nicht ins Freie. Löschanlagen und Rauchabzugsanlagen in den Bereichen der offen verbundenen Geschosse erforderlich.

Henn GmbH, München in Arge mit Krone Ingenieurbüro GmbH, Berlin | 1. Rundgang

1338

Planungsdaten
NF (lt. Raumprogramm)

Vorgabe 7.052,00

Entwurf 7.024,60 8.277,20 13.187,40 51.513,00 1,59 0,198

NF + FF ist in qm BGFA (gesamt in qm) BRIA in cbm BGFA / NF + FF ist A/V Kosten € (KG 300 + 400)
zzgl. Abrisskosten €

23.000.000

19.659.270 0
Grundriss EG

Ansicht von Westen

Querschnitt

TU Berlin - Forschungszentrum für Maschinenbau und Informatik / Ergebnisprotokoll

1338

Gestaltung - 7-geschossiger Gebäuderiegel, 19 m breit, 90,50 m lang. - Gebäudehöhe 26 m, OK Fußboden oberstes Geschoss + 21,90 m. - Aufnahme der westlichen und südlichen Baugrenze. - Großflächige Glasfassade bis zum 3.OG und Auskragung des Baukörpers ab dem 4. OG um 2 m nach Osten über die ehem. Versuchshalle bildet die Naht zum Bestand. - Scharfkantiger Baukörper, klar gegliederte Fassadenstruktur mit einheitlich stehendem Fensterformat. Brüstungsbereich in Fensterebene als Glaspaneel mit dahinterliegender Dämmung. - Fassaden-Verkleidung aus hellem Naturstein. Tiefe Leibungen einseitig gegliedert durch einen vertikalen Natursteinstreifen in halber Leibungstiefe. - Schräggestellte, geschlossene Wandscheibe über 4 Geschosse markiert den Haupteingang im Osten am Schnittpunkt zum Bestand. - Nach Westen Wiederholung des Eingang-Motivs durch beidseitige Fassaden-Einbuchtungen und großflächige Verglasung über vier Geschosse. - Vorplatz an der südlichen Stirnseite zieht sich um die Eingangsbereiche im Osten und Westen. - Im nördlichen Gebäudebereich umlaufender, breiter Graben, 3,65 m tief, Breite an der nördl. Stirnseite 8 m, an den Längsseiten 4 m bzw. 1,50 m, nach Süden 1 m zur Belichtung des 1.UG. Außentreppen an den Längsseiten. - Im Eingangsbereich Steinbelag in Anlehnung an Fassadenmaterial. Funktion - Haupteingang in großes Foyer, durchgesteckt nach Westen, nach Norden mit Luftraum über 4 Geschosse, 3-4 m breit, ca. 14 m hoch. Frei eingestellte, einläufige Treppe. - Nebeneingang von Westen mit Luftraum, ca. 3 m x 6 m über 4 Geschosse. - Mehrgeschossige Verglasung zur ehem. Versuchshalle. - Zwei innenliegende Treppenhäuser, zwei zentrale Aufzüge. Offene einläufige Treppenanlage bis zum 3.OG im Luftraum, 4.OG-6.OG als offene, zentrale Treppenanlage. - Grundstruktur dreibündig, im EG und 1.OG variiert durch tiefe Seminarräume. Innenliegender Toiletten-Kern und Treppenräume. - Achsmaß: 1,25 m. - Geschosshöhen: 3,65 m. - Raumtiefen: 4,80 m nach Westen, 6 m nach Osten, Seminarräume 10 m.

- Natürliche Belüftung aller Hauptnutzflächen. Belichtung der Flure EG-3.OG über Hallenbereich im Süd-Westen, 4.OG-6.OG unbelichtete Flure. - Herrmann-Föttinger-Institut zusammenhängend im 3.OG-4.OG, Fachgebiet ES im 6.OG untergebracht. Institute teilweise über drei bis vier Geschosse organisiert, Fachgebiete zusammenhängend angeordnet. - 1. UG (-3,65 m): Fakultät V, gemeinsam genutzte Flächen. Breiter Graben wird im Längsschnitt nicht gezeigt. - EG: Fakultät IV, gemeinsam genutzte Flächen, zentrale Einrichtungen. - 1.OG: beide Fakultäten, gemeinsam genutzte Flächen (V), zentrale Einrichtungen (IV). - 2.OG: Fakultät IV mit zentralen Einrichtungen und Institutsnutzung. - 3.OG: beide Fakultäten. - 4.OG-6.OG: Fakultät V. - 2. UG: Lager und Technikräume. Baukonstruktion - Stahlbetonskellettbau, Stahlbetonflachdecken, Aussteifung über die massiven Erschließungskerne. - Natursteinfassade, Aluminium-Fenster, außenliegender textiler Sonnenschutz. - Brüstungsbereich als Glaspaneel mit dahinterliegender Dämmung. Realisierbarkeit - Raumprogramm erfüllt, jedoch ca. 35 Büroräume statt 20 bzw. 22 m² nur 17 m² (dreiachsige Räume nach Westen), ca. 15 Büroräume zu groß. - NF-Ist gleich NF-Soll. - Problematische Belichtung der Seminarräume auf Grund der Raumtiefe, im 1.UG zusätzlich durch die Lage. - Zwei Untergeschosse. - Energie- und Nachhaltigkeitskonzept schlagwortartig. Keine quantifizierbaren Angaben zum baulichen Wärmeschutz. Schwer nachvollziehbares Anlagenkonzept. - Gesamtbaukosten ca. 14,5 % unterhalb des Sollwerts. Geringe BGF und BGF/NF. - Kein Hochhaus. - Problematische Ausbildung der innenliegenden Treppenhäuser. - Kein direkter Ausgang ins Freie. - Fluchtweg zum Teil offen zu Luftraum.

Nickl und Partner Architekten AG, Berlin in Arge mit Pfefferkorn Ingenieure, Stuttgart | 2. Rundgang

1339

Planungsdaten
NF (lt. Raumprogramm)

Vorgabe 7.052,00

Entwurf 7.029,80 8.612,60 14.450,10 49.687,10 1,69 0,236

NF + FF ist in qm BGFA (gesamt in qm) BRIA in cbm BGFA / NF + FF ist A/V Kosten € (KG 300 + 400)
zzgl. Abrisskosten €

23.000.000

22.785.203 0
Grundriss EG

Ansicht von Osten

Querschnitt

TU Berlin - Forschungszentrum für Maschinenbau und Informatik / Ergebnisprotokoll

1339

Gestaltung - Insgesamt 14-geschossiger Hochhausbau (h 45,77m) aus einem 2-geschossigen Sockel (ca. 75,0m x 16,50m), einer 2-geschossigen zurückgestaffelten „Fuge“ und einer nach Süden ca. 11,60m auskragenden 10-geschossigen Scheibe (ca. 65,50m x 14,50m). - Ausrichtung, Dimensionierung und Baumassengliederung nehmen Bezug auf die Nachbargebäude. - Aufnahme der westlichen Baugrenze. Abstand zur südlichen Baugrenze ca. 1,0m. - Direkter Anschluss des Neubaus an die Halle. Verbindungsbauteil verknüpft den Neubau im 1. OG mit dem bestehenden rückwärtigen Institutsanbau. - Kubische Baukörper. Elementierte „aktive“ Fassade. Raumhohe Aluminium-Paneele mit integrierten Lüftungs- bzw. Klimageräten in regelhaftem Wechsel mit ebenfalls raumhohen Fensterelementen mit außenliegendem Sonnenschutz aus grobgewebtem Glasfaserverbundmaterial. 2-geschossige „Fuge“ mit umlaufender Glasfassade. - Verknüpfung der Freiflächen mit dem ErnstReuter-Platz durch Aufnahme des großformatigen quadratischen Oberflächenmusters. Qualifizierung des Bereichs zwischen Neubau und Architekturgebäude als Zugang in den Campus-Innenbereich durch Verschwenkung der Westkante des Sockelbauteils und Freihaltung von weiteren Nutzungen. Funktion - Haupteingang an der Schmalseite von der Straße des 17. Juni. Großzügige Eingangshalle, an die sich rückwärtig ein breiter Flur mit einer Aufenthaltszone anschließt. Im 1. OG ebenfalls groß dimensionierte Erschließungs- und Aufenthaltszonen. Verknüpfung EG – 1. OG über Freitreppe. - Nebeneingänge im nördlichen Bereich des Neubaus. Im 1. OG Anknüpfung des Flurs an das bestehende Institutsgebäude. - Durchgehende Vertikalerschließung über 2 Kerne mit 3 Aufzügen bzw. mit 1 Aufzug. - 2-bündige Grundrissstruktur. Horizontalerschließung in den Regelgeschossen über lineare ca. 2,30m breite, überwiegend nicht natürlich belichtete Innenflure. Teilweise Zuordnung offener Aufenthaltsräume. - Direkter Übergang von der Eingangshalle in die Versuchshalle. - Ver- und Entsorgung über allgemeine Verkehrsflächen. - Geschosshöhen in der Regel 3,20m, im EG 4,17m.

- Seminarräume, PC-Poolräume etc. mit Raumtiefen zwischen 5,30m und 8,20m. PC-Pool im EG als Großraum ca. 15,70m x 13,50m. Büros mit Raumtiefen von 5,30m und 5,90m. - Natürliche Belichtung und Belüftung der Aufenthaltsräume überwiegend gegeben, bei Raumtiefen über 8,50 mechanische Lüftung über die „aktive“ Fassade. - Fassadenraster 1,20m. - Funktionsgerechte räumliche Organisation mit überwiegend klarer Zonierung der Fakultäten, der Institute und der Fachgebiete. - Gemeinsam genutzte Räume, Zentrale Einrichtungen, Fakultäts-Service-Center auf den unteren 4 Geschossebenen. - Institute ab dem 4. OG. Fakultät IV im 4. bis 6. OG. Fakultät V im 6. bis 13. OG. Fachgebiete in der Regel ebenengleich zusammengefasst, in wenigen Einzelfällen auf 2 übereinander liegenden Geschossen. Professorenräume an den Gebäudestirnseiten. - UG (Teilunterkellerung) mit Technikräumen und Lagern. - Kfz-Stellplätze und Fahrradabstellplätze im Bereich vor der Versuchshalle. Baukonstruktion - Stahlbeton-Skelettkonstruktion. Teilweise Vorfertigung (Deckenplatten). Stützen in Stahl-StahlbetonVerbundbauweise. Kerne in Ortbeton. - Stützweiten von 7,20m x 6,00m, Auskragung der Regelgeschossdecken nach Westen um 2,40m. - Aufwendige Abfangung der südlichen Auskragung. Realisierbarkeit - Geforderte Räume mit Ausnahme eines Büros (ZE V 3.02) nachgewiesen. Vielfach Abweichungen von den geforderten Raumgrößen, die sich in der Summierung innerhalb der Fachgebiete ausgleichen. - Vergleichsweise geringe Gebäudekompaktheit, hoher Fensterflächenanteil. Angestrebte Nutzung der Umweltwärme nicht erläutert. Individuell steuerbares Lüftungssystem. Akustische und thermische Behaglichkeit fraglich. - Gesamtbaukosten ca. 0,9 % unterhalb des Sollwerts. - Rettungswegesystem mit 2 außenliegenden Treppenräumen. Unzulässige Stichflurlängen in den Regelgeschossen (Südseite). Feuerwehraufzug nicht ersichtlich.

KSP Engel und Zimmermann GmbH, Berlin in Arge mit Rutfest + Partner Ingenieur GmbH, Limurg a.d. Lahn | 2. Rundgang

1340

Planungsdaten
NF (lt. Raumprogramm)

Vorgabe 7.052,00

Entwurf 7.132,10 8.048,80 13.555,80 52.470,70 1,68 0,219

NF + FF ist in qm BGFA (gesamt in qm) BRIA in cbm BGFA / NF + FF ist A/V Kosten € (KG 300 + 400)
zzgl. Abrisskosten €

23.000.000

21.511.743 0
Grundriss EG

Ansicht von Westen

Querschnitt

TU Berlin - Forschungszentrum für Maschinenbau und Informatik / Ergebnisprotokoll

1340

Gestaltung - 10-geschossige Baukörperanordnung, bestehend aus zueinander verschobenen Gebäuderiegeln auf einem 3-geschossigen Sockel. - Gebäudehöhe 39 m, gestaffelt im Südwesten, Westen und Norden auf 3 Geschosse, Höhe 13 m. - Aufnahme der Baugrenze im nord-westlichen Bereich, im süd-westlichen Bereich Rücksprung um 1,80 m, Gebäudelänge ca. 86 m. - Straßenseitige Stirnseite springt in den ersten 3 Geschossen um 8 m zurück, Auskragung der Obergeschosse bleibt 1,50 m hinter der südlichen Baugrenze. - Auskragung des östlichen Baukörpers über die ehem. Versuchshalle um 4,60 m. - Anbindung der Obergeschosse im Nordosten an die West-Fassade des rückwärtigen Anbaus mit einem 13 m hohen Gebäudetrakt. Schaffung eines Innenhofes (6 m bzw. 11 m breit), im EG mit Durchfahrt von Norden. - Markante Fassade, einheitlich gerastert als „kettenhemdartiges Maschennetz“. Stehende Fensterformate mit Brüstungspaneelen aus Aluminium. Vertikale, geschossübergreifende Paneele, je Geschoss um zwei Achsen versetzt, Verzahnung im Brüstungsbereich. Lichtboxen als unterer Endpunkt der vertikalen Paneele im Brüstungsbereich, 90 cm x 90 cm, nachts mit LED hinterleuchtet. Horizontal gerillte Bleche in den Deckenbereichen zwischen den Paneelen. Plastizität durch unterschiedliche Elementtiefen. - Außenraum soll das Rasterprinzip der Fassade auf den Boden projizieren. Großformatige dunkle Betonplatten in Lang- und Quadratformaten, im Gebäudeumfeld durch weiße quadratische Platten ersetzt. Funktion - Haupteingang, stirnseitig, markiert durch raumhohe Verglasungen über 3 Fassadenachsen und 11,50 m hohen, 8 m tiefen Baukörperrücksprung. - Langgestrecktes Foyer über zwei Geschosse entlang der Westfassade, einläufige Treppe an Längswand angelehnt. Galerie an der nördlichen Stirnseite des Foyers. - Anlieferung im Osten zwischen Anbau und Neubau mit großem Vorraum, Lastenaufzug über Nebenerschließung. - Grundstruktur dreibündig mit innenliegenden Funktions- und Technikflächen, in den nördlichen und südlichen Kopfbereichen zweihüftig. - Zwei innenliegende Sicherheitstreppenhäuser, 2 Aufzüge und ein Lastenaufzug zentral in der Mittelzone.

- Achsmaß 0,90 m, Flexibilität in den Raumgrößen durch 0,90 m breites Paneel in jeder 2. Achse. - Grundrisszeichnungen bis 2.OG ohne Fassadengliederung, in den OGs zum Teil nicht mit Fassade übereinstimmend. - Geschosshöhen: EG: 5,30 m; OGs: 3,50 m. - Raumtiefen: 5,60 m, Seminarräume 7,30 m. - Erschließungsflure weitgehend unbelichtet, zum Teil bis an die Gebäude-Stirnseiten geführt. - Im 1.OG innenliegende Seminarräume als Kanzeln dem Luftraum des Foyers angelagert und über diesen belichtet. - Natürliche Belichtung und Belüftung der weiteren Hauptnutzflächen. 6 Besprechungsräume zum Innenhof. - EG – 3.OG: Gemeinsame Nutzung, Zentrale Einrichtungen. - Institute geschossübergreifend organisiert. - Fakultät IV: 8. OG – 9.OG. SA im 7.OG. - Fakultät V: 3.OG – 7.OG. NMT mit 3 Räumen im 3. OG ansonsten 4. OG. TS mit einem Raum im 3.OG, ansonsten 4.OG. KE verteilt im 5.OG u. 6.OG. - 9.OG nach Westen große Dachterrasse, Fassade umlaufend weitergeführt. - Teilunterkellerung mit Lager- und Technikräumen. Baukonstruktion - Stahlbetonkonstruktion mit innenliegendem Kern, Auskragung über der ehem. Versuchshalle mit neuer Stützenreihe im Bestand. - Stahlbeton-Lochfassade mit Leichtmetallverkleidung und Fensterrahmen. Deckenband aus perforiertem Blech zur Ansaugung der Zuluft. - Außenliegender Sonnenschutz als Lamellenjalousien. Realisierbarkeit - Programm erfüllt. Raumgrößen eng am Soll. HNFIst 80 m² über HNF-Soll. - Anbindung an Westfassade des Anbaus. Eingriff in die Versuchshalle durch neue Stützenreihe. - Guter baulicher Wärmeschutz, maßvoller Fensterflächenanteil. Minimiertes Anlagenkonzept. Problemorientiertes Nutzerkonzept. - Gesamtbaukosten ca. 6,5 % unterhalb des Sollwertes. - Rettungswege über Atrium, problematische Ausgänge der Sicherheitstreppenhäuser. - Überschreitung der Stichflurlänge um ca. 3 m.

RKW Rhode Kellermann Wawrowsky, Düsseldorf in Arge mit dbn Dröge Baade Nagaraj, Salzgitter | 1. Rundgang

1341

Planungsdaten
NF (lt. Raumprogramm)

Vorgabe 7.052,00

Entwurf 7.666,10 9.288,50 14.461,50 52.525,90 1,56 0,200

NF + FF ist in qm BGFA (gesamt in qm) BRIA in cbm BGFA / NF + FF ist A/V Kosten € (KG 300 + 400)
zzgl. Abrisskosten €

23.000.000

25.321.924 0
Grundriss EG

Ansicht von Westen

Querschnitt

TU Berlin - Forschungszentrum für Maschinenbau und Informatik / Ergebnisprotokoll

1341

Gestaltung - Insgesamt 13-geschossiger Baukörperkomplex aus sich überlagernden bzw. durchdringenden transparenten und geschlossenen Volumina. Höhenentwicklung bis auf 45,00m. - „Der Neubau (…) komplettiert eine Serie gleich ausgerichteter, markanter Gebäude.“ - Abstand zur westlichen Baugrenze ca. 1,50m. - Direkter Anschluss des Neubaus an die Versuchshalle und an den rückwärtigen Institutsanbau. - An der Straße des 17. Juni als „Auftakt“ vollverglastes 4-geschossiges Bauteil in der Tiefe der Versuchshalle mit langestrecktem Vordach nach Westen. Die gläserne Gebäudefigur setzt sich als zurückgestaffelte Basis in Gebäudelängsrichtung fort und erscheint an der Nordseite als 3-geschossiges Prisma. Pfosten-Riegel-Konstruktion mit vorgesetzter Prallscheibe und Sonnenschutz-Screen im Zwischenraum. - Geschlossene Bauteile mit unregelmäßig gegliederten Lochfassaden unter Verwendung nahezu raumhoher Fensterformate in durchgängig gleicher Breite. Bekleidung mit schwarzen Natursteinplatten (Diorit). Vor den Fenstern flächenbündige, nach innen zu öffnende Prallscheiben, in den Zwischenräumen Sonnenschutz-Screens. - Bodenbelag des EG (Basalt) weit nach außen weitergeführt als „Plattform“ 0,36m über Terrain. - Die Freiraumgestaltung folgt mit der Übernahme des großformatigen quadratischen Oberflächenmusters der Gestaltung des Ernst-Reuter-Platzes und seiner Randbereiche. Das Grün wird geometrisch formal behandelt. Der Bereich zwischen Neubau und Architekturgebäude wird als Zugang / Zufahrt in den Campus-Innenbereich geordnet. - Einsehbare Dachflächen werden extensiv begrünt. Dachgarten auf dem straßenseitigen Bauteil. Funktion - Haupteingang von Westen „im Schwerpunkt des Gebäudes“. Großzügige Eingangshalle, über Freitreppen und Lufträume mit den zentralen, teilweise hallenartigen Erschließungszonen des 1. bis 3. OG verknüpft. - Durchgängige Vertikalerschließung über zentralen Kern mit Sicherheitstreppenraum bzw. 2 benachbarte Aufzüge. Zusätzlicher Feuerwehr- / Lastenaufzug. - Kombination aus 2- u. 3-bündiger Grundrissordnung. Lineare, in der Regel nicht oder nur kopfseitig natürlich belichtete Innenflure mit ca. 1,80m Breite. - Anlieferung über die Versuchshalle. - Direkter Übergang Eingangshalle - Versuchshalle.

- Geschosshöhen in der Regel 3,24m, im EG und 1. OG 4,32m. - Seminarräume, PC-Poolräume etc. mit Raumtiefen zwischen 4,60m und 9,10m. Im EG und 1. OG diverse Großräume. Büros mit Raumtiefen von 5,50m und 6,50m. Raumzuschnitte funktionsgerecht. - Fassadenraster 1,25m. - Natürliche Belichtung und Belüftung der Aufenthaltsräume in der Regel gegeben. Belichtungsprobleme ggf. im Anschlussbereich ans rückwärtige Institutsgebäude sowie in dem Altbau selbst. - Funktionsgerechte räumliche Organisation mit überwiegend klarer Zonierung der Fakultäten, der Institute und der Fachgebiete. - Gemeinsam genutzte Räume, Zentrale Einrichtungen, Fakultäts-Service-Center auf den unteren 4 Geschossebenen. - Institute ab dem 4. OG. Fakultät IV im 4. bis 5. OG. Fakultät V im 5. bis 12. OG. Fachgebiete in der Regel ebenengleich zusammengefasst, in wenigen Fällen auf 2 übereinander liegenden Geschossen. - UG mit Technikräumen, Lagern und WC-Anlage. - Kfz-Stellplätze und Fahrradabstellplätze im Bereich vor der Versuchshalle. Baukonstruktion - Stahlbeton-Skelettkonstruktion. Weitgehend tragende Außenwände. Verwendung von Fertigteilen. - Stützweiten in der Regel max. 8,70m. - Mobile Trennwände, zu den Fluren teilweise transparent. Hohlraumböden. - Brandwandausbildung zum bestehenden Institutsgebäude. Realisierbarkeit - Geforderte Räume nachgewiesen. Vielfach Abweichungen von den geforderten Raumgrößen, überwiegend Flächenüberschreitungen. NF insgesamt ca. 614 m² zu viel. - Baulicher Wärmeschutz mit Optimierungspotential, maßvoller Fensterflächenanteil. Ausführliches Anlagentechnikkonzept, maßvolle Nutzung regenerativer Energien (z.B. Solarthermie für WWVersorgung). Thermische Entkopplung speicherfähiger Massen durch Fußbodenaufständerung und Deckenabhängung. - Gesamtbaukosten ca. 10,1 % oberhalb des Sollwerts. - Rettungswegesystem mit 1 außenliegenden Trepenraum (EG bis 3. OG) und 1 zentral angeordneten Sicherheitstreppenraum mit gesichertem Ausgang ins Freie. Bereichsweise erhebliche Überschreitungen der zulässigen Stichflurlängen (2., 3., 9. bis 12. OG). Rettungswegesystem konzeptionell problematisch.

ReimarHerbst.Architekten BDA, Berlin in Arge mit Schweitzer Ingenieure GmbH, Berlin/ Saarbrücken | 2. Preis

1342

Planungsdaten
NF (lt. Raumprogramm)

Vorgabe 7.052,00

Entwurf 7.032,30 8.138,30 12.753,00 45.762,90 1,57 0,243

NF + FF ist in qm BGFA (gesamt in qm) BRIA in cbm BGFA / NF + FF ist A/V Kosten € (KG 300 + 400)
zzgl. Abrisskosten €

23.000.000

21.131.281 20.000
Grundriss EG

Ansicht von Westen

Querschnitt

TU Berlin - Forschungszentrum für Maschinenbau und Informatik / Ergebnisprotokoll

1342

Gestaltung - 12-geschossiger Gebäuderiegel, 41,50m hoch, 47 m lang, übernimmt Proportionen der Riegelstruktur des Campus. - Gebäudebündiger Sockel in Höhe der ehem. Versuchshalle, im Norden weitergeführt als 3-geschossige, 25 m lange Gebäudeverlängerung. - Integration des rückwärtigen Anbaus durch 3-geschossige Gebäudeschiene in West-Ostrichtung über nördl. Bestands-Fassade hinweg, Aufstockung des vorh. Verbindungsbaus um 2 Geschosse. Präzise Aufnahme der Gebäudehöhe der ehem. Versuchshalle (11,80m). Schaffung eines rechteckigen Innenhofs, lichte Größe ca. 8 m x 36 m. - Nahtloser Anschluss des Neubaus, Aufnahme der südlichen Bauflucht der ehem. Versuchshalle. - Aufnahme der westlichen Baugrenze. - Fassaden-Neuinterpretation der Fassadenstruktur der ehem. Versuchshalle. Äußeres Fassadenraster aus schmalen Sichtbetonstützen, unregelmäßig angeordnet, horizontale Gliederung in 3-geschossige Segmente entsprechend der Höhenproportionen der ehem. Versuchshalle durch schmale Gesimsbänder, rauhe Oberfläche, heller Farbton. Rastertiefe 0,95 cm (Süden), ansonsten 0,50-0,30 cm. - Aluminiumverkleidete Brüstungen als 2. Ebene mit horizontal auskragenden Gittern aus Aluminium als feststehender Sonnenschutz. Aluminium-Fenster, Leibungstiefe 20 cm. - Betonung des 3-geschossigen Sockels in Höhe der ehem. Versuchshalle durch breiteres FassadenAchsmaß. Funktion - Haupteingang stirnseitig, an der Naht zur Versuchshalle, markiert durch markantes vorgestelltes, teleskopartiges Entrée. - Foyer in Tiefe der ehem. Versuchshalle, Anbindung durch große Öffnungen. - Mittiger, langgestreckter Luftraum mit offener, einläufiger Treppe. - Repräsentativer Nebeneingang als „Hoffoyer” im Norden, durchgesteckt in neuer nördl. Gebäudeschiene, Zugang zum Innenhof, zum Anbau und Neubau. - 3 Treppenhäuser, ab dem 3.OG zwei. 2 Aufzüge im EG dem Foyer angelagert, ab dem 3.OG dezentral. - Im EG-2.OG im Bereich des Luftraumes einbündig ansonsten zweibündig, 3.OG-11.OG dreibündig mit innenliegendem Kern für Funktionsflächen. - Raumtiefen: 8,20 m und 5,20 m. - Geschosshöhen: EG-2.OG: 3,95 m; weitere OGs: 3,25 m.

- Flurbreiten ab dem 3.OG: 1,30 m und 1,80 m. - Achsmaß: 1,25 m, äußere Fassadenstruktur entkoppelt. - Belichtung des Foyerbereiches in allen 3 Geschossen über die Stirnseiten, im EG-1.OG durch Eingangsvorbau verschattet. - Flure z. T. bis zu den Stirnseiten durchgesteckt, Fluraufweitungen vor einem der Treppenhäuser. - Hauptnutzflächen natürlich belichtet und belüftet. - Zentrale Lufträume ca. 1,20 m x 4,80 m verbinden je zwei Geschosse und weiten Flure auf. - EG-2.OG: zentrale Einrichtungen und gemeinsam genutzte Flächen. - Aufstockung Anbau (1.OG+2.OG): ZE beider Fakultäten mit offener, zentraler Treppe. - Fakultät IV: 3.OG-4.OG. - Fakultät V: 5.OG-11.OG. - Institute geschossübergreifend organisiert. - Fachgebiete weitgehend kompakt zoniert. NMT im 5.OG, 3 Räume im 2.OG. TS im 6.OG, 2 Räume im 2.OG. ST im 3.OG, Kopierraum im 9.OG. - UG mit Lager und Technik. - Fassade / Grundriss z. Teil nicht übereinstimmend. Baukonstruktion - Stahlbetonstützenkonstruktion. - Fassade aus Sichtbeton, raue, lebendige Textur. Brüstungen aus Sandwichelementen mit eloxierter Aluminiumbekleidung. Feststehende, perforierte, waagrechte Verschattungselemente aus eloxiertem Alu. Öffenbare Alu-Fenster. Realisierbarkeit - Programm erfüllt. Teilweise Auslagerung von Räumen eines Fachgebietes. - NF-Soll gleich NF-Ist. - Labor für Medizintechnik 15 m² zu klein, ansonsten Raumgrößen eng am Programm orientiert. - Zum Teil schmale Flure. - Eingriffe in den bestehenden Anbau. - Eine WC-Anlage pro Geschoss, abwechselnd je Geschlecht. Große WC-Anlage im UG. - Unterdurchschnittliche Kompaktheit. Guter baulicher Wärmeschutz. Maßvoller Fensterflächenanteil. Sinnvolles Lüftungskonzept. - Reduzierte Tageslichtnutzung durch horizontalen Sonnenschutz. - Hydrophobierte Fassade hinsichtlich Nachhaltigkeit fraglich. - Gesamtbaukosten ca. 8,0 % unterhalb des Sollwertes. Niedrige BGF, BGF/NF und BRI.
- Problematische Fluchtweglänge, ca. 42 m im Bereich der Aufstockung. Rettungswege über Atrium. Kein Feuerwehraufzug.

Auer + Weber + Assoziierte in Arge mit CBP Services GmbH, München | 2. Rundgang

1343

Planungsdaten
NF (lt. Raumprogramm)

Vorgabe 7.052,00

Entwurf 7.106,50 9.073,60 15.171,00 57.667,40 1,67 0,205

NF + FF ist in qm BGFA (gesamt in qm) BRIA in cbm BGFA / NF + FF ist A/V Kosten € (KG 300 + 400)
zzgl. Abrisskosten €

23.000.000

23.582.257 120.000
Grundriss EG

Ansicht von Westen

Querschnitt

TU Berlin - Forschungszentrum für Maschinenbau und Informatik / Ergebnisprotokoll

1343

Gestaltung - 9-geschossige Hochhausscheibe, 80m lang, 17m breit, 33,50m hoch. 3-geschossiger östlicher Gebäudeflügel auf dem Standort des derzeitigen nördlichen Institutsanbaus umfasst ein Atrium. - Ausrichtung, Dimensionierung und Baumassengliederung nehmen Bezug auf die Nachbargebäude. Das Hochhaus kragt ab dem 3. OG um ca. 8,50m über die Flucht der Versuchhalle aus. - Abstand zur westlichen Baugrenze ca. 1,0m, zur südlichen Baugrenze ca. 9,50m. - Direkter Anschluss des Hochhauses und des Flachbauflügels an die Halle. - Einfache kubische Baukörper, überlagert durch eine Außenhülle mit „leicht bewegter“ Kontur. Einund zweischalige geschosshohe Elemente in stetigem Wechsel sowie in geschossweisem Versatz um eine Achse. - Jedes Element enthält neben dem raumhohen Fenster einen opaken Lüftungsflügel (Aluminium). Das zweischalige Element ist durch Vorsatz einer äußere Prallscheibe wie ein Kastenfenster gebaut, der Sonnenschutz (Raffstore) liegt im Luftraum. Im einschaligen Element liegt ein im Kippwinkel variables Lamellensystem im Scheibenzwischenraum - Vollverglaster Fassadenteil (Pfosten-Riegel-Konstruktion) im Bereich des Hauptfoyers nimmt die Traufhöhe und die nördliche Gebäudeflucht der Versuchshalle auf; analoge Fassadenfassung des EG im Seminarbereich. - Einheitlich mit Granit-Kleinpflaster befestigte Freiflächen als Vorplatz vor dem Haupteingang sowie zwischen Architekturgebäude und Neubau. Grünfläche vor der Versuchshalle. Funktion - Hauptzugang von Süden. Großzügige Eingangshalle, über Freitreppen und Luftraum vor der Fassade mit den hallenartigen Erschließungsflächen im 1. und 2. OG verknüpft. 3 Nebeneingänge. Zusätzliche Foyerzone im Seminarbereich (EG). - Durchgehende Vertikalerschließung über 2 Kerne mit (Sicherheits-) Treppenräumen bzw. eine Aufzugsgruppe mit 3 Aufzügen von Eingangshalle. - In der Regel 3-bündige Grundrissstruktur mit linearen, kopfseitig oder punktuell über Aufweitungen belichteten Innenfluren. Wechselnde Flurbreiten durch bereichsweise Einbeziehung der Mittelzonen zwischen 1,30 und 5,40m. Im nördlichen Gebäudeteil sowie im Flachbau 1- bzw. 2-bündige Grundrisse mit 2,60m breiten Fluren. - Direkter Übergang in die Versuchshalle vom Foyer sowie vom Flachbau. - Anlieferung über den westlichen Nebeneingang.

- Geschosshöhen im EG bis 2. OG 4,00m, im 3. bis 8. OG 3,50m. - Regelmäßige Raumtiefen in dreibündigen Grundrissen 4,80m. Seminarräume, PC-Poolräume etc. mit Raumtiefen zwischen 4,80m und 12,10m. Raumzuschnitte funktionsgerecht. - Fassadenraster 1,35m. - Natürliche Belichtung und Belüftung der Aufenthaltsräume gegeben. - Funktionsgerechte räumliche Organisation mit überwiegend klarer Zonierung der Fakultäten, der Institute und der Fachgebiete. - Gemeinsam genutzte Räume, Zentrale Einrichtungen, Fakultäts-Service-Center auf den unteren 3 Geschossebenen. - Institute ab dem 3. OG. Fakultät IV im 3. bis 6. OG. südlich der zentralen Erschließungszone, Fakultät V im 3. bis 6. OG nördlich davon sowie auf den gesamten Geschossflächen des 7. und 8. OG. Fachgebiete in der Regel ebenengleich zusammengefasst, nur in einem Fall auf 2 übereinander liegenden Geschossen. - Ersatzräume für die Nutzungen des entfallenden Institutsanbaus im UG bis 1. OG des Flachbaus. - UG mit Technikräumen und Ersatz für die entfallenden Bestandsflächen. - Kfz-Stellplätze und Fahrradabstellplätze westlich des Neubaus. Baukonstruktion - Massive Stahlbeton-Skelettkonstruktion. Konstruktionsraster / Stützweiten: 5,40m x 4,60m bzw. 5,90m, im nördlichen Gebäudebereich 5,40m x 7,60m. Fassadenelemente vorgefertigt. - Aufwendige Abfangung der Auskragung. Realisierbarkeit - Raumprogramm erfüllt. Abweichungen von den Flächenvorgaben gleichen sich innerhalb der Arbeitsgebiete aus. - Abriss des Institutsgebäudes. Nachweis von Ersatzflächen (BGF) im UG bis 1. OG des Flachbaus. - Schlagwortartiges Konzept vor allem bzgl. der Gebäudehülle. Hoher Fensterflächenanteil, Fassadenkonzept mit Verglasungswechsel bzgl. potentieller Vorteile nicht nachvollziehbar. Maßvolle Nutzung der Anlagentechnik. - Gesamtbaukosten ca. 3,5 % oberhalb des Sollwerts. - Rettungswegesystem mit 2 außenliegenden Sicherheitstreppenräumen und 1 weiteren Treppenraum im Flachbau zwischen EG und 2. OG. Überschreitung der zulässige Stichflurlängen in den Regelgeschossen.

schulz & schulz architekten gmbh, Leipzig in Arge mit Seeberger Friedl und Partner, München | 1. Preis

1344

Planungsdaten
NF (lt. Raumprogramm)

Vorgabe 7.052,00

Entwurf 7.058,10 7.669,20 12.731,20 43.094,00 1,66 0,196

NF + FF ist in qm BGFA (gesamt in qm) BRIA in cbm BGFA / NF + FF ist A/V Kosten € (KG 300 + 400)
zzgl. Abrisskosten €

23.000.000

19.631.980 0
Grundriss EG

Ansicht von Westen

Querschnitt

TU Berlin - Forschungszentrum für Maschinenbau und Informatik / Ergebnisprotokoll

1344

Gestaltung - 19-geschossiger, aufgeständerter, scharfkantiger Baukörper, 18 m breit, 37 m lang, nimmt Bezug auf das Telefunken-Hochhaus. - Gebäudehöhe 67 m. OK Fußboden oberstes Geschoss 60 m. - Nahtloser Anschluss an die Halle. - Baukörper bleibt im Süden ca. 12 m hinter der Baugrenze zurück, im Westen kragt er in den OGs ca. 1 m über. - Weit eingerücktes EG im Süden, Westen und Norden, vollflächig verglast, übernimmt die südliche und nördliche Gebäudeflucht der ehem. Versuchshalle und schafft einen großen Außenraum (lichte Höhe: 4 m) unter dem Gebäude mit umlaufender Stützenreihe. - Glatte, kantige Fassadenausbildung als ElementFassade aus Aluminium mit vertikaler Strukturierung durch schmale Lisene aus Aluminiumprofilen im Abstand von 1,20 m durchlaufend über die Geschosse. Lisenenabstand im 4.OG bis 7.OG auf 2 Achsen vergrößert markiert die Zonen für die Großräume. Zwischen den Lisenen AluBrüstungselemente als horizontale Gliederung, Fensterbereiche unterteilt in Öffnungsflügel und schmale, geschlossene Felder, davor PrallScheibe bzw. horizontale Alu-Lüftungslamellen. Flächige Wirkung durch bündige Anordnung der äußeren Schale, feine Plastizität durch die schmalen, durchlaufenden Lisenen.
- Oberster Gebäudeabschluss durch 4 m hohe, geschlossene Zone analog der Brüstungsfelder, Lisenen durchlaufend.

Geschosse: 3,25 m. - Achsmaß: 1,20 m. - Erschließung im 1.OG-6.OG zum Teil über Ostfassade natürlich belichtet, in den weiteren Geschossen nur im Vorbereich der Aufzüge. - Hauptnutzflächen natürlich belichtet und belüftet.
- 1.OG–6.OG: Zentrale Einrichtungen und gemeinsam genutzte Flächen beider Fakultäten, ab dem 3.OG die Großräume. - Fakultät V: 7.OG–9.OG, Hermann-Föttinger-Institut (7.OG zum großen Teil mit GE- und ZE-Flächen der Fakultät IV) und 13.OG-18.OG mit den weiteren Instituten. - Fakultät IV: 10.OG-12.OG. - Institute geschossübergreifend organisiert. - Fachgebiete weitgehend zusammenhängend zoniert. SB verteilt auf 13.OG-15.OG. - Zum Teil Zusammenfassung von 2 Büroräumen zu einem großen Raum an den Gebäudeecken. - UG mit Lager und Technik. - Oberstes Geschoss als Luftgeschoss für Technik.

Baukonstruktion - Skelettkonstruktion in Stahlbeton-Verbund-Bauweise, Stützraster 4,80 m x 7,00 m, Erschließungskern aus Ortbeton. - OK Fussboden oberstes Geschoß 60 m, keine erhöhten baurechtlichen Forderungen.
- Schild-Hybrid-Fassade, Aluminium. Fensterelemente als Kastenkonstruktion, bestehend aus seitlichem opakem Lüftungselement mit vorgelagerten, feststehenden Lamellen. Kastenfenster, außenseitig mit Prallscheibe. - Sonnenschutz durch Jalousien im Scheibenzwischenraum. - Sichtbeton-Oberflächen, im Deckenbereich mit Akustiklamellen.

Funktion - EG mit dreiseitig verglastem Foyer mit Durchblick und eingestellter Treppe bildet die Adresse. Eingänge von Süden, Norden und Westen. - Transparenter Foyerbereich mit eingestelltem Erschließungskern, Sicherheitstreppenhaus, 3 Aufzüge, Zugang zur ehem. Versuchshalle, eine offene zweiläufige Treppe. - 1.OG-6.OG mit innenliegendem Treppenhaus und umlaufender Erschließungsfläche mit großen Aufweitungen und offener Treppe. - Im 3.OG-7.OG Großräume zum Teil angedockt an Treppenkern. - 8.OG-18.OG dreibündig, innenliegende Zone 2,80 m, Flure 2 m breit. - Zum Teil Etagenvernetzung über 2 Geschosse mittels offener einläufiger Treppe in Achse der Kernzone zur Verbindung eines Fachgebietes. - Raumtiefen: 4,80 m, Seminarräume 7,20 m. - Geschosshöhen: EG: 4,75 m, alle weiteren

Realisierbarkeit - Programm erfüllt. NF-Ist gleich NF-Soll. - Teilweise Zusammenfassung von 2 Büros. Kleine Kopierräume (z. T. ca. 5 m²). - Maßvoller Fensterflächenanteil. Guter baulicher Wärmeschutz. Angemessene Anlagentechnik. - Individuell steuerbare Lüftung über Kiemenfelder. - Akustiklamellen als Speichermasse für sommerlichen Wärmeschutz. - Gesamtbaukosten ca. 14,6 % unterhalb des Sollwertes. Niedrige BGF, BGF/NF und BRI. - Problematischer Ausgang des Sicherheitstreppe nhauses, Überschreitung der Stichflurlänge und Fluchtweglänge Feuerwehraufzug.

MGF-Architekten, Stuttgart in Arge mit Ingenieurgruppe Bauen GbR, Mannheim | 2. Rundgang

1345

Planungsdaten
NF (lt. Raumprogramm)

Vorgabe 7.052,00

Entwurf 6.522,80 7.214,80 13.157,20 49.111,20 1,82 0,252

NF + FF ist in qm BGFA (gesamt in qm) BRIA in cbm BGFA / NF + FF ist A/V Kosten € (KG 300 + 400)
zzgl. Abrisskosten €

23.000.000

25.633.592 0
Grundriss EG

Ansicht von Westen

Querschnitt

TU Berlin - Forschungszentrum für Maschinenbau und Informatik / Ergebnisprotokoll

1345

Gestaltung - 10-geschossige schlanke Hochhausscheibe, 38,50m hoch. Einheitliche Grundfläche der OG: 99,30m x 13,70m. - Ausrichtung, Dimensionierung und Baumassengliederung nehmen Bezug auf die Nachbargebäude. Überschreitung der südlichen Bauflucht der Versuchshalle um ca. 17,0m. - Überschreitung der westlichen Baugrenze um ca. 1,0m. Abstand zur südlichen Baugrenze ca. 1,0m. Baukörperentwicklung nach Norden bis die Grenze der bebaubaren Fläche. - Anschluss des Neubaus an die Halle über ein ca. 6,30 breites Verbindungsbauteil. - Einfacher kubischer Baukörper. Aufständerung um ca. 7,00m auf 2 asymmetrisch gesetzten Erschließungskernen. Die Kerne sind umbaut mit kleinen, vollverglasten Eingangshallen. Die südliche nimmt die Baufluchten der Versuchshalle auf, die nördliche ist deutlich aus der Gebäudeachse nach Westen versetzt. - Erscheinungsbild geprägt durch „technischen Ausdruck und sichtbare Modularität“ sowie durch Reduktion auf die Materialien Glas und Beton. - Vorgehängte zweischalige Glasfassade mit Sonnenschutz (regelbare Lamellenelemente) im Zwischenbereich. Einheitliche geschosshohe Fassadenelemente. - Begrünte Dachfläche mit Sonnenkollektoren. - Freianlagen mit „einfacher und reduzierter Gestaltung“. Eingangsbereich und Durchgang zum Campus-Innenbereich als „geschlossene Fläche, welche sich wie ein Teppich unter das Haus schiebt“. Vor der Versuchshalle „eine durch Rasen- und regenwasseroffene Pflasterflächen gestaltete Ebene“. Funktion - Haupteingang von Westen. In der Grundfläche knapp dimensioniertes Foyer mit ca. 7,00m Höhe. - Nebeneingang am zweiten Kern weiter nördlich. - Durchgehende Vertikalerschließung vom Haupteingang über geschlossenen Treppenraum ohne Vorraum bzw. 3 Aufzüge. Analoge Vertikalerschließung vom Nebeneingang, jedoch nur mit 1 Aufzug. - Auf den Geschossebenen Warte- bzw. Aufenthaltsflächen in Zuordnung zu den Kernen. Überwiegend 2-bündige Grundrissorganisation mit linearen, ca. 3,30m breiten Fluren, die im Bereich der Kerne großzügig bis an die Längsfassaden erweitert sind. - Ver- und Entsorgung über die allgemeinen Verkehrsflächen.

- Übergang zur Versuchshalle vom Hauptfoyer. - Geschosshöhen 3,50m, im EG / Foyer 7,00m. - Durchgängige Raumtiefen an den Längsfassaden 5,00m, an den Gebäudestirnseiten bis 8,80m. - Natürliche Belichtung und Belüftung der Aufenthaltsräume gegeben. - Fassadenraster 1,50m. - Räumliche Organisation wegen fehlender Detailierung nur eingeschränkt prüfbar. - Zentrale Einrichtungen beider Fakultäten im 1. OG. Ab 2. OG Institute. Büros an den Längsfassaden, gemeinsam genutzte Flächen bzw. Großräume an den Gebäudestirnseiten. - Keine konsequente Zonierung der Fakultäten und Institute, Zuordnungsmängel. Fachgebiete in der Regel ebenengleich zusammengefasst, in Einzelfällen auf 2 übereinander liegenden Geschossen. - UG zwischen den Kernen mit Technikräumen und Lagern. - Fahrradabstellplätze an der Zuwegung zum Campus-Innenbereich sowie im EG-Luftgeschoss. Kfz-Stellplätze nicht dargestellt. Baukonstruktion - „Formal minimierte, technisch anspruchsvolle Stahlbeton-Skelettkonstruktion. Lastenabtrag über 2 massive Betonkerne, zwischen den Kernen ein Hauptträger. Keine weiteren Angaben. - Hohlraum- Doppelböden. - Decken- und Fassadenelemente in Vorfertigung. Realisierbarkeit - Nachweis des Raumprogramms nur eingeschränkt prüfbar, da der Entwurf in weiten Teilen nur Grundrissstrukturen und nicht die geforderte Darstellung von Einzelräumen aufzeigt. Die Flächenausweisungen für die Arbeitsgebiete weichen teilweise erheblich von den Vorgaben ab. NF insgesamt ca. 530m² zu wenig. - Vergleichsweise geringe Gebäudekompaktheit, keine quantifizierbaren Angaben zum baulichen Wärmeschutz, sehr hoher Fensterflächenanteil. Plakative Beschreibung der Anlagentechnik. Fehlende Angaben zur Nachhaltigkeit (Formblatt nicht eingereicht). Nachhaltigkeitskonzept im weiteren Planungslauf vorgesehen. - Gesamtbaukosten ca. 11,5 % oberhalb des Sollwerts. Keine realistische Angabe der Innenwandflächen. Allgemein sehr hoher Standard (Material und Herstellungsaufwand). - Rettungswegesystem mit 2 Sicherheitstreppenräumen mit Mängeln (Vorräume fehlen, Ausgänge führen nicht direkt ins Freie). Feuerwehraufzug ohne Vorraum.

Schweger Associated Architects GmbH, Berlin in Arge mit Sailer Stepan & Partner GmbH, München | 1. Rundgang

1346

Planungsdaten
NF (lt. Raumprogramm)

Vorgabe 7.052,00

Entwurf 6.548,20 7.346,20 12.585,30 45.153,80 1,71 0,210

NF + FF ist in qm BGFA (gesamt in qm) BRIA in cbm BGFA / NF + FF ist A/V Kosten € (KG 300 + 400)
zzgl. Abrisskosten €

23.000.000
+ Ersatzflächen

16.924.589 570.000
Grundriss EG

Ansicht von Westen

Querschnitt

TU Berlin - Forschungszentrum für Maschinenbau und Informatik / Ergebnisprotokoll

1346

Gestaltung - Erhalt der westlichen Achsen der ehemaligen Versuchshalle. - Abriss des rückwärtigen Anbaus. - 6-geschossiges Atriumgebäude als Solitär nördlich der ehem. Versuchshalle, quadratische Grundfläche, 45 m x 45 m. - Gebäudehöhe 22 m, Abstand zur Halle 10 m. - Atrium 18 m x 18 m. Glasdach über 1.OG. - Aufnahme der westlichen Baugrenze und Bauflucht der Halle. Aufnahme der nördlichen Wettbewerbsgrenze. - Klar strukturiertes Fassadenraster mit einheitlichen, liegenden Öffnungen 5 m x 2,20 m mit umlaufenden Faschen, einheitliche Breite der Wandund Brüstungsbereiche. - Bündige Oberfläche aus großflächigen, graugrünen Faserzementplatten und Kastenfenster mit außenliegender Prallscheibe. - Innenhoffassade analog zur Außenfassade. - Vorplatz vor der ehem. Versuchshalle mit zwei Platanen-Reihen in ganzer Länge der ehem. Versuchshalle vorgelagert. Funktion - Haupteingang im Westen, gebäudemittig angeordnet. - Foyer, dem Lichthof angelagert mit offener einläufiger Treppe. - Anbindung an ehemalige Versuchshalle über den Außenraum und einen Büroraum. - Grundstruktur zweihüftig, umlaufende Erschließung, Räume entlang der Fassade bzw. des Innenhofes angeordnet. Offene Foyerzone mit einläufiger Treppe auf allen Geschossen angelagert an den Innenhof. - Zwei Treppenhäuser mit Aufzügen in den Eckbereichen zum Innenhof. - Achsmaß: 1,25 m. - Geschosshöhen: EG: 4 m, weitere OGs 3,50 m. - Raumtiefen: 5,80 m, zum Innenhof 5,00 m. - Belichtung der Erschließungsflächen im Bereich der Foyerzonen über Innenhof und zum Teil durch Stichflure zur Fassade. - Natürliche Belichtung und Belüftung der Hauptnutzflächen, zum Teil über Innenhof. - EG-1.OG: Zentrale Einrichtungen beider Fakultäten. - 2.OG: Fakultät IV. - 3.OG-5.OG: Fakultät V. - 2 Institute teilweise in 2 Geschossen verteilt. Fachgebiete geschossweise zoniert. - Gemeinsam genutzte Räume beider Fakultäten im EG, teilweise im 1.OG. 3 Büroräume für

Gastwissenschaftler im 4.OG und 5.OG. - UG mit Lager und Technik. UG lediglich im Schnitt dargestellt. Baukonstruktion - Stahlbetonkonstruktion. - Verkleidung aus fugenlos gestoßenen Faserzementplatten. - Kastenfenster, Aluminium, außen mit Prallscheibe, Lüftungsfugen. - Sonnenschutz, textil in Farbgebung der Verkleidung zwischen den Glasebenen. Realisierbarkeit - Schematische Grundrisszeichnungen. 3.- 5.OG nur auf den Prüfplänen dargestellt, Grundrissstruktur analog zu 1.OG und 2.OG. - 12 Räume für Kopierer/Plotter mit insges. 122 m² nicht nachgewiesen. - Räume durchgängig ca. 5 -10 % zu klein. - NF-Ist ca. 500 m² unter NF-Soll. - Unterbringung der Nutzungen des abgerissenen Anbaus in den drei Achsen der ehemaligen Versuchshalle, zeichnerisch nicht dargestellt. - Guter baulicher Wärmeschutz. Maßvoller Fensterflächenanteil. - Aufwendiges Anlagentechnikkonzept. - Gute Tageslichtnutzung durch deckengleiche Stürze und Atrium. - Thermische Behaglichkeit fraglich (z.B. Fußbodenkühlung). - Gesamtbaukosten ca. 25,9 % unterhalb des Sollwertes. Niedrige BGF und BRI. - Treppenhäuser nicht an Außenwand. - Schmale Treppen. - Kein direkter Ausgang ins Freie. - Überschreitung der Fluchtweglängen. - Hohe überbaute Fläche.

Steidle Architekten Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH, München in Arge mit AHW, Münster | 3. Preis

1347

Planungsdaten
NF (lt. Raumprogramm)

Vorgabe 7.052,00

Entwurf 7.359,70 8.785,90 15.073,60 50.619,70 1,72 0,241

NF + FF ist in qm BGFA (gesamt in qm) BRIA in cbm BGFA / NF + FF ist A/V Kosten € (KG 300 + 400)
zzgl. Abrisskosten €

23.000.000

22.186.105 20.000
Grundriss EG

Ansicht von Westen

Querschnitt

TU Berlin - Forschungszentrum für Maschinenbau und Informatik / Ergebnisprotokoll

1347

Gestaltung - Gebäudekomplex aus Bestand und Neubauten in enger baulicher und funktionaler Verflechtung „vermeidet bewusst die Wiederholung der benachbarten Institutshochhausscheiben“. - Im Anschluss an die um 3 Achsen zurückgebaute ehemalige Versuchshalle entsteht ein abgestuftes „Gebäudeband“ um einen zentralen Innenhof. Kombination eines U-förmigen 3-, 5- und 6-geschossigen Flachbauteils mit einem 14-geschossigen Punkthochhaus (h ca. 50,0m), das die Gebäudefluchten der Versuchshalle aufnimmt. Aufstockung des bestehenden 1-geschossigen Werkstatttrakts. Anbau an die Nordfassade des Institutsgebäudes. 3-geschossiger Anbau vor der Nordfassade der Versuchshalle für Verbindungsflure. - Aufnahme der westlichen Baugrenze. - Modulare Fassaden aus verschiedenen, patchworkartig zusammengesetzten Elementen: transluzente Glaspaneele, opake Glaspaneele vor geschlossenen Außenwandbereichen bzw. dezentralen Lüftungsgeräten, Verbundfenster unterschiedlicher Höhe mit integriertem Sonnenschutz (Lamellen). Erdgeschosszone insgesamt sowie westliche Abschlusswand der Versuchshalle in vollverglaster Pfosten-Riegel-Konstruktion. - Freiflächen südlich des Neubaus und der Versuchshalle mit Plattenbelag aus hochwertigem SV-Beton in streifenartiger Ausformung („Barcodestruktur“), der auch im Innenhof und als Bodenbelag im EG eingesetzt wird. Darin eingefügt geometrisch angepasste „Heckenbänder“, Sitzquader und Wasserflächen. Innenhof mit Zitterpappeln. Funktion - Haupteingang vom Vorplatz an der Straße des 17. Juni. Großzügige, über die gesamte Gebäudelänge verlaufende und zum Innenhof geöffnete Eingangshalle. Im Turmsockel 3-geschosshoher Hallenbereich mit Freitreppenanlage und skulptural ausgebildetem Seminarraum im Luftraum. - Nebeneingang von Norden. - Anbindung des bestehenden Institutsgebäudes im 1. und 2. OG über Ausgleichstreppen. - Durchgehende Vertikalerschließung über 2 Kerne: nördlicher Kern mit 1 Aufzug bis zum 5. OG, südlicher Kern mit 3, ab dem 3. OG mit 2 Aufzügen und Schachteltreppen bis zum 13. OG. Weitere Treppen im Flachbau. - In der Regel 2-bündige Grundrissstruktur. Differenziertes Flursystem mit Aufweitungen, Lufträumen, Freitreppen, Aufenthalts- und Wartezonen. Nutzbare Flurbreiten zwischen 2,0 und 3,0m.

- Ver- und Entsorgung über allgemeine Verkehrsflächen. - Direkter Übergang Eingangshalle - Versuchshalle. - Geschosshöhen in der Regel 3,50m, im EG 4,50m. - Seminarräume, PC-Poolräume etc. mit Raumtiefen zwischen 6,60m und 8,60m. Büros mit Raumtiefen von ca. 5,40m. - Natürliche Belichtung und Belüftung der Aufenthaltsräume gegeben. - Fassadenraster 1,35m. - Funktionsgerechte räumliche Organisation mit klarer Zonierung der Fakultäten, der Institute und der Fachgebiete. - Gemeinsam genutzte Räume, Zentrale Einrichtungen, Fakultäts-Service-Center auf den unteren 3 Geschossebenen. - Institute ab dem 3. OG. Fakultät IV im 3. und 4. OG, jeweils im nördlichen Gebäudeabschnitt. Fakultät V im 3. und 4. OG, südlicher Abschnitt, sowie auf den gesamten Geschossflächen des 5. bis 13. OG. Fachgebiete mit nur einer Ausnahme (NMT) ebenengleich zusammengefasst. - UG (Teilunterkellerung) mit Technikräumen und Lagern. - Kfz-Stellplätze und Fahrradabstellplätze vor der Versuchshalle. Baukonstruktion - Stahlbeton-Skelettkonstruktion. Aussteifung durch Kerne und Wandscheiben. Stützweiten in der Regel ca. 8,10m x 7,80m. - Aufstockung des Bestandsgebäude unabhängig von dessen Tragsystem mit außenliegendem Rahmensystem in Stahlverbundbauweise. - Hohlraumböden. Gipskarton-Metallständerwände. Realisierbarkeit - Geforderte Räume nachgewiesen. Vielfach Überschreitungen der Flächenvorgaben. NF insgesamt ca. 308 m² zu viel. - Vergleichsweise geringe Gebäudekompaktheit, guter baulicher Wärmeschutz, maßvoller Fensterflächenanteil. In der Regel sinnvolles Anlagentechnikkonzept, jedoch Lüftungskonzept Seminarraum fraglich. Akustische Behaglichkeit offen. - Gesamtbaukosten ca. 3,4 % unterhalb des Sollwerts. - Rettungswegesystem mit insgesamt 4 außenliegenden Treppenräumen. 2 Treppenräume im Flachbautrakt enden offen in der Eingangshalle. Im Hochhaustrakt verlaufen die Rettungswege über eine Schachteltreppenanlage mit 2 getrennten Treppenräumen und direkten Ausgängen ins Freie.

ingenhoven architects, Düsseldorf in Arge mit Green Technologies: Werner Sobek, Stuttgart | 2. Rundgang

1348

Planungsdaten
NF (lt. Raumprogramm)

Vorgabe 7.052,00

Entwurf 6.967,30 7.614,70 12.046,70 47.580,20 1,58 0,232

NF + FF ist in qm BGFA (gesamt in qm) BRIA in cbm BGFA / NF + FF ist A/V Kosten € (KG 300 + 400)
zzgl. Abrisskosten €

23.000.000

20.528.490 0
Grundriss EG

Ansicht von Westen

Querschnitt

TU Berlin - Forschungszentrum für Maschinenbau und Informatik / Ergebnisprotokoll

1348

Gestaltung - 9-geschossiger Riegel, ca. 16 m breit, 93 m lang und 42 m hoch, bindet mit einer verglasten 1,50 breiten Fuge an die ehem. Versuchshalle an. - Kubatur nimmt südliche und westliche Baugrenze auf, geschwungene Stützenreihe geht westlich 3,50 m über die Baugrenze. - Aufständerung des Gebäudes im EG, Höhe 10,50 m, mittlere Stützenreihe in Bogenlinie, abgefangen durch 2,40 m hohe Querträger. - Markante nach außen gebogene, rechteckige Stützen (1 m x 0,6 m). Schaffung einer Arkade und eines großen Außenraumes unter dem Gebäude als „Universitäts-Loggia“. - Eingestelltes, vollflächig verglastes Foyer, oval geschwungen, bindet als Raumerweiterung an ehem. Versuchshalle an. - Fassaden der Längsseiten aus vorgehängten, horizontalen Glaslamellen, die sich zusammen mit den schräggestellten Photovoltaikelementen auf dem Dach als Lamellen-Haut über das Gebäude legen. - Innere Fassaden-Schale mit durchlaufenden, horizontalen Fassadenbändern bestehend aus einer Brüstung, mit Aluminium verkleidet und Fensterfassade als Aluminium verkleidete Holz-PfostenRiegelkonstruktion. - Stirnseite mit großflächigem Fassadenraster, opak dargestellte Materialität, eingefasst durch sichtbaren Tragwerksrahmen. - Außenraum mit Betonpflaster, parkartige Anordnung unterschiedlicher Baumarten. Platzartige Gestaltung unter dem Gebäude. Funktion - 2 Haupteingänge mit Drehtüren unter dem Gebäude im Westen. - Foyer um eingestellten, ovalen Erschließungskern mit einem innenliegendem Treppenhaus und 3 Aufzügen. Großflächige Verglasung der Trennwand zur ehemaligen Versuchshalle. - Zweites notwendiges Treppenhaus im EG freistehend unter dem Gebäude. In den OGs beide Treppenhäuser an der östlichen Außenwand. - 2-hüftige Grundstruktur im 1.OG-3.OG und 5.OG8.OG. 4.OG einhüftig mit Erschließungsgang im Westen, Großräume nach Osten. Flurbreiten 2,50 m. Zentrale, offene Raumbereiche als „meeting point”. - Geschosshöhe: EG 10,50 m, OGs 3,65 m. - Raumtiefen: 5,80 m, Großräume 12 m. - Achsmaß: 1,30 m. - Natürliche Belichtung und Belüftung der Hauptnutzflächen.

- Mittelflur bis an die Außenwände durchgesteckt, zusätzl. über Fluraufweitung vor den Aufzügen belichtet. - Fakultät IV im 1.OG – 3.OG. - Fakultät V im 4.OG – 8. OG. - Zentrale Einrichtungen und gemeinsam genutzte Flächen den Fakultäten zugeordnet. Fakultät IV im 2. OG und 3.OG. Fakultät V im 4.OG und 5. OG. - Institute weitgehend geschossweise organisiert. - Weitgehend klare Zonierung der Fachgebiete. KM im 6.OG, 2 Räume im 5.OG untergebracht. - UG mit Technikflächen zeichnerisch nicht dargestellt - Fahrradständer parallel vor der ehem. Versuchshalle. Baukonstruktion - Stahlbetonskelett, im EG aufgeständert, Abfangung durch hohe Querträger. - Äußere Stützenreihe als abgerundetes Rechteckprofil. Stützenraster 13 m x 9,50 m bzw. 5,50 m. - Vorgehängte Glaslamellen, reflektierend, automatisch verstellbar. - Betonbrüstungen, gedämmt, außenseitig verkleidet, horizontal durchlaufende Fassadenöffnungen mit Holz-Pfosten-Riegelkonstruktion, außenseitig mit Aluminium verkleidet. - Fensterelement unten und oben horizontal in liegende Flügel geteilt, dreh- und kippbar. Mittlerer Bereich als feststehende Verglasung. - Sonnenschutzrollos, innenliegend. Realisierbarkeit - 45 Büroräume statt 22 bzw. 20 m² lediglich 14,5 m². 2 Drittmittelbüros statt 30 m² nur 14,5 m². 2 Räume (ES) á 12 m² und 10 m² und ein Kopierraum (SA) nicht nachgewiesen. Zahlreiche Räume größer als gefordert, ein zusätzl. Raum mit 15 m² (P). - NF-Ist 85 m² über NF-Soll. - Geringe Kompaktheit. Vertretbarer Fensterflächenanteil. - Ambitionierte Anlagentechnik. - Einfluss der Lamellen auf Tageslichtversorgung und passive Solarenergienutzung im Winter ist zu prüfen. - Hoher Reinigungsaufwand der äußeren „shadowbox“. - Gesamtbaukosten ca. 10,7 % unterhalb des Sollwertes. Niedrige BGF, niedrige BGF/NF. - Problematischer Ausgang Sicherheitstreppenhaus ins Freie. Fluchtweglänge Feuerwehraufzug und Stichflurlänge überschritten.
        
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