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Ausschreibung

Full text: Ausschreibung

Luisenblock Ost Berlin Mitte
Offener, zweiphasiger städtebaulicher Ideenwettbewerb

Ausschreibung

Offener städtebaulicher Ideenwettbewerb Luisenblock Ost Berlin Mitte Ausschreibung

Berlin, Mai 2009

Herausgeber Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Am Köllnischen Park 3 10179 Berlin-Mitte Wettbewerbskoordination Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Brückenstraße 6 10179 Berlin-Mitte Patrick Weiss, II D2 Tel.: +49 (0)30/ 9025-2016 Fax: +49 (0)30/ 9025-2533 e-mail: patrick-weiss@senstadt.berlin.de Wettbewerbsvorbereitung und Durchführung Architekturbüro Renate Keller Manteuffelstr. 77 10999 Berlin Tel.: +49 (0)30/ 618 51 06 Fax: +49 (0)30/ 618 69 48 e-mail: wettbewerbe@keller-elles.de Informationstechnik / Internet competitionline Verlagsgesellschaft mbH Charlottenstraße 95 10969 Berlin Tel: +49 (0)30 / 229 0846 41 Fax +49 (0)30 / 229 0846 51 info@competitionline.de www.competitionline.de Titelbild Bildflug Berlin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Druck Sprintout Digitaldruck GmbH

Inhaltsverzeichnis
Anlass und Ziel ........................................................................................7 Teil 1 Verfahren .......................................................................................9 1.1 1.2 1.3 1.4 1.5 1.6 1.7 1.8 1.9 1.10 1.11 1.12 1.13 1.14 1.15 1.16 1.17 1.18 1.19 2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 2.6 3.1 3.2 3.3 4.1 4.2 4.3 4.4 4.5 Auslober, Bauherr, Nutzer ...........................................................9 Art des Verfahrens ....................................................................10 Grundsätze und Richtlinien für Wettbewerbe ............................ 11 Teilnahmeberechtigung ............................................................. 11 Preisgericht und Vorprüfung......................................................12 Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen .......................................14 Abgabe der Wettbewerbsarbeiten .............................................14 Ergänzungen, Rückfragen und Rückfragenkolloquium .............16 Verzeichnis der Wettbewerbsunterlagen ...................................17 Geforderte Leistungen ..............................................................17 Beurteilungsverfahren und Vorprüfung .....................................20 Beurteilungskriterien des Preisgerichts .....................................21 Preise und Ankäufe ...................................................................22 Weitere Bearbeitung..................................................................22 Eigentum und Urheberrecht ......................................................22 Verfassererklärung ....................................................................23 Bekanntgabe des Ergebnisses / Ausstellung der Arbeiten........23 Haftung und Rückgabe .............................................................23 Zusammenfassung der Termine ................................................24 Lage im Stadtgebiet ..................................................................25 Historische Entwicklung des Wettbewerbsgebietes ..................26 Städtebauliche Einordnung / Umgebung ..................................33 Das Wettbewerbsgrundstück ....................................................39 Städtebauliche Konzepte / Planungen ......................................45 Planungsrechtliche Grundlagen ................................................47 Städtebaulich- architektonische Zielsetzung .............................51 Baulich- funktionale Zielsetzung ...............................................52 Erschließung, Stellplätze...........................................................54 Digitale Anlagen ........................................................................55 Quellenverzeichnis ....................................................................56 Abbildungsverzeichnis ..............................................................56 Weiterführende Informationen ..................................................56 Fotodokumentation ...................................................................56

Teil 2 Situation und Planungsvorgaben .............................................25

Teil 3 Aufgabe .......................................................................................51

Teil 4 Anhang ........................................................................................55

Luisenblock Ost / Anlass und Ziel

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Anlass und Ziel
Das Wettbewerbsgebiet Luisenblock Ost liegt im Bezirk Berlin-Mitte, im Ortsteil Mitte. Es ist Bestandteil des Entwicklungsbereiches „Hauptstadt Berlin - Parlaments- und Regierungsviertel“. Die annähernd dreieckige Fläche des Wettbewerbsgebietes wird begrenzt im Norden von dem Stadtbahnviadukt, im Süden von der Spree und im Westen von der Luisenstraße. Die Bestandsbebauung des Blocks ist städtebaulich ungeordnet und wird geprägt durch eine Mischung aus denkmalgeschützten Bürogebäuden und Werkhallen, erhaltenswerten sanierten Wohn- und Geschäftshäusern sowie abrissreife Vorderhaus- und Hofgebäude. Anlass und Ziel des städtebaulichen Ideenwettbewerbs Luisenblock Ost ist es, für dieses städtebaulich bedeutsame Quartier im Parlamentsund Regierungsviertel Berlin, eine der Lage und Funktion angemessene Neuordnung der Bebauung, der Erschließung und der Freiflächen zu entwickeln. Dabei sind Erweiterungsmöglichkeiten für die potentiellen langfristigen Bedarfe des Deutschen Bundestages besonders zu berücksichtigen. Mit der anstehenden Erweiterung des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses, die das „Band des Bundes“ zur Luisenstraße heranführen wird, stellt sich die Frage des östlichen Abschlusses des „Band des Bundes“. Eine der zentralen Aufgaben des Wettbewerbs ist die Entwicklung einer überzeugenden städtebaulichen Lösung für den östlichen Abschluss des „Band des Bundes“ einschließlich seiner begleitenden Alleen. Im Areal Luisenblock Ost sind ergänzende Nutzungen, insbesondere nicht störendes Gewerbe, Dienstleistungen, Wohnen etc. zu planen, die mit den Einrichtungen des Deutschen Bundestages in den städtischen Kontext der Berliner Innenstadt eingebunden werden. In der ersten Wettbewerbsphase des Wettbewerbs sind skizzenhafte Entwurfsideen und Konzepte gefordert. Die weitere Konkretisierung und Vertiefung des städtebaulichen Konzeptes erfolgt in der zweiten Wettbewerbsphase. Das Ergebnis des Wettbewerbs wird Grundlage der planungsrechtlichen Sicherung durch ein Bebauungsplanverfahren.

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Teil 1 Verfahren 1.1 Auslober, Bauherr, Nutzer

Auslober Land Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Zusammenarbeit mit der Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), und mit dem Bezirksamt Mitte von Berlin

Wettbewerbskoordination Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D2 Brückenstraße 6 10179 Berlin-Mitte Patrick Weiss, II D Tel.: +49 (0)30/ 9025-2016 Fax: +49 (0)30/ 9025-2533 e-mail: patrick.weiss@senstadt.berlin.de

Wettbewerbsvorbereitung und Durchführung Architekturbüro Renate Keller Manteuffelstr. 77 10999 Berlin Tel.: +49 (0)30/ 618 51 06 Fax: +49 (0)30/ 618 69 48 e-mail: wettbewerbe@keller-elles.de

Informationstechnik / Internet competitionline Verlagsgesellschaft mbH Charlottenstraße 95 10969 Berlin Tel: +49 (0)30 / 229 0846 41 Fax +49 (0)30 / 229 0846 51 info@competitionline.de www.competitionline.de

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1.2

Art des Verfahrens

Die Auslobung erfolgt als offener, zweiphasiger Ideenwettbewerb für Architekten und Stadtplaner gemäß den Grundsätzen und Richtlinien für Wettbewerbe auf den Gebieten der Raumplanung, des Städtebaus und des Bauwesens (GRW 1995) in der Fassung vom 22.12.2003. Das gesamte Verfahren ist bis zum Abschluss anonym. Kommunikation Die Wettbewerbssprache ist deutsch. Die Kommunikation mit den Teilnehmern erfolgt ausschließlich über den Teilnehmerbereich des Wettbewerbs auf der Internet-Plattform www.competitionline.de (siehe Pkt. 1.6, Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen). Die Teilnehmer sind aufgefordert, sich während des gesamten Wettbewerbs über den aktuellen Stand des Verfahrens eigenständig zu informieren. Im Teilnehmerbereich werden die Informationen zur Auslobung fortlaufend bereitgestellt und aktualisiert. Anmeldung Die Teilnehmer sind aufgefordert, zunächst die Teilnehmergebühr in Höhe von 50,00 € auf das unten genannte Konto einzuzahlen. Eine gültige EMail-Adresse, der Name des Büros und der Vermerk „Luisenblock“ müssen zwingend im Verwendungszweck bei der Überweisung angegeben werden. Anstelle des @-Zeichens sind die Buchstaben AT einzusetzen. Kontoinhaber: competitionline Verlagsgesellschaft mbH Bank: Berliner Volksbank Kontonummer: 7106459015 Bankleitzahl (BLZ): 100 900 00 Betrag: 50,00 € Verwendungszweck: E-Mail-Adresse des Teilnehmers (@ = AT), Name des Büros, Vermerk „Luisenblock“ Für Auslandsüberweisungen: IBAN: DE07100900007106459015 BIC: BEVODEBB Nach Überweisung der Teilnahmegebühr ist eine E-Mail an: Christian.Sammer@competitionline.de zu senden. Hierin ist der Name des Kontoinhabers, die vollständigen Kontaktdaten des Büros mit Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Ansprechpartner und ein Vermerk, dass die Teilnahmegebühr überwiesen wurde, anzugeben. Sobald die Teilnahmegebühr auf dem Konto eingegangen ist, erhalten die Teilnehmer eine E-Mail an die im Verwendungszweck angegebene Adresse mit den Zugangsdaten in den Teilnehmerbereich des Wettbewerbs. Die Teilnahmegebühr wird nicht zurückerstattet. Zugang zum Teilnehmerbereich Ab 20.05.2009 steht für alle Wettbewerbsteilnehmer, die die Gebühr überwiesen haben, über www.competitionline.de ein Teilnehmerbereich zur Verfügung. Durch Anklicken des Wettbewerbs auf der Startseite gelangt man in den Teilnehmerbereich mit einer Login-Eingabemaske. Dort sind die Zugangsdaten (E-Mail-Adresse, Passwort) einzutragen.

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1.3

Grundsätze und Richtlinien für Wettbewerbe

Dem Wettbewerb liegen die Grundsätze und Richtlinien für Wettbewerbe auf den Gebieten der Raumplanung, des Städtebaus und des Bauwesens (GRW 1995) zugrunde, soweit nachstehend nichts anderes ausgeführt ist. Bei der Vorbereitung der Ausschreibung hat die Architektenkammer Berlin entsprechend den Regelungen der GRW beratend mitgewirkt. Der Wettbewerb wird bei der Architektenkammer Berlin unter der Registrier-Nr. B-2009-09 geführt. Einverständnis Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer und Gast erklärt sich durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren mit den vorliegenden Teilnahmebedingungen und der Anwendung der GRW 1995 einverstanden. Verlautbarungen jeder Art über Inhalt und Ablauf vor und während der Laufzeit des Wettbewerbsverfahren, einschließlich der Veröffentlichung der Wettbewerbsergebnisse, dürfen nur über die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, - II D -, abgegeben werden. Datenschutz Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer, Gast und Auftragnehmer willigt durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren ein, dass seine personenbezogenen Daten im Zusammenhang mit o.g. Wettbewerb bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Form einer automatisierten Datei geführt werden. Diese Einwilligung ist auf der Verfasser- bzw. auf der Zustimmungserklärung zu bestätigen. Eingetragen werden Name, Anschrift, Telefon, Bankverbindung, Beauftragung im Wettbewerb, Kammermitgliedschaft, Berufsbezeichnung. Nach Abschluss des Verfahrens können auf Wunsch diese Daten gelöscht werden (durch Vermerk auf der Verfassererklärung). Gemäß § 6 des novellierten Datenschutzgesetzes ist die Einwilligung der Betroffenen notwendig, da eine spezielle Rechtsgrundlage für die Führung dieser Datei fehlt.

1.4

Teilnahmeberechtigung

Teilnahmeberechtigt sind: - natürliche Personen, die am Tage der Auslobung gemäß Rechtsvorschriften ihres Heimatstaates zur Führung der Berufsbezeichnung Architekt und/oder Stadtplaner berechtigt sind. Ist in dem jeweiligen Heimatstaat die Berufsbezeichnung gesetzlich nicht geregelt, so erfüllt die fachliche Voraussetzung als Architekt / Stadtplaner, wer über ein Diplom, Prüfungszeugnis oder sonstige Befähigungsnachweise verfügt, dessen Anerkennung nach der Richtlinie 85/384/EWG des Rates vom 10. Juni1985 (EG-Architektenrichtlinie) oder für Beratende Ingenieure, Ingenieure nach der Richtlinie 89/48/EWG des Rates vom 21. Dezember 1988 (EG Hochschuldiplomrichtlinie) gewährleistet ist, - juristische Personen, sofern deren satzungsmäßiger Geschäftszweck auf Planungsleistungen ausgerichtet ist und der Wettbewerbsaufgabe entspricht und einer der Gesellschafter oder einer der bevollmächtigten

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Vertreter und der Verfasser der Wettbewerbsarbeit die an natürliche Personen gestellten Anforderungen erfüllt. Bei Arbeitsgemeinschaften muss jedes Mitglied teilnahmeberechtigt sein. Teilnahmehindernisse sind nach 3.2.3 GRW geregelt. Fachberater unterliegen nicht den genannten Teilnahmebedingungen.

1.5

Preisgericht und Vorprüfung
Axel Schultes Architekt, Berlin Kunibert Wachten Architekt und Stadtplaner, Dortmund Julia Tophof Architektin, Berlin Susanne Gross Architektin und Stadtplanerin, Köln Bernd Albers Architekt, Berlin

Fachpreisrichter

Stellvertretende Fachpreisrichter

Gisela Glass Architektin, Berlin Cyrus Zahiri Architekt, Berlin Bettina Georg Architektin, Berlin J. Miller Stevens Stadtplaner, Berlin Petra Kahlfeldt Architektin, Berlin

Sachpreisrichter

Regula Lüscher Senatsbaudirektorin Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Dr. Engelbert Lütke Daldrup Staatssekretär Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Dr. Wolfgang Thierse Vizepräsident des Deutschen Bundestages

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Ephraim Gothe Bezirkstadtrat für Stadtentwicklung Bezirksamt Mitte von Berlin

Stellvertretende Sachpreisrichter

Manfred Kühne Leiter Abteilung Städtebau und Projekte Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Annalie Schoen Leiterin Hauptstadtreferat Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Michael Halstenberg Leiter Abteilung B Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Inken Bühring Leiterin Referat B24 Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Karl-Georg Wellmann MdB Deutscher Bundestag Kristina Laduch Leiterin Fachbereich Stadtplanung Bezirksamt Mitte von Berlin

Sachverständige

Robert Erfen Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten Johann Jakob Nettekoven Leiter Referat Hochbau/ Bauplanung Verwaltung des Deutschen Bundestages Eva Jedelhauser Referat B24 Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Ludger Kämereit Hauptstadtreferat Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Peter Ostendorff Leiter Referat Wettbewerbe und Auswahlverfahren Senatsverwaltung für Stadtentwicklung

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Norbert Heuler Fachbereich Bau- und Kunstdenkmalpflege Landesdenkmalamt

Vorprüfer

Renate Keller (Leitung) Architektin, Berlin

Die Vorprüfung wird nach Bedarf verstärkt.

Gäste

Peter Kever Architektenkammer Berlin Je ein Vertreter der Fraktionen im Deutschen Bundestag Je ein Vertreter der Fraktionen in der Bezirksverordnetenversammlung Mitte von Berlin

1.6

Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen

Die Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen erfolgt ausschließlich über den Teilnehmerbereich des Wettbewerbs auf der InternetPlattform www.competitionline.de. Im Teilnehmerbereich werden sämtliche Wettbewerbsunterlagen zum Download zur Verfügung gestellt. Wettbewerbsunterlagen können nur auf diesem Weg abgerufen werden. Eine Zusendung per Post erfolgt nicht. Die Unterlagen können ab dem 20.05.2009 herunter geladen werden. Zur Anmeldung zum Wettbewerb siehe Kap. 1.2 der Auslobung!

1.7

Abgabe der Wettbewerbsarbeiten

Abgabe 1. Wettbewerbsphase Die Arbeiten der 1. Wettbewerbsphase sind per Internetformular bis zum 23.06.2009, 16.00h im Teilnehmerbereich des Wettbewerbs bei competitionline hochzuladen. Zu den Details siehe Leitfaden Online-Wettbewerbe 1. Phase von competitionline. Kennzeichnung der Arbeiten, 1. Wettbewerbsphase Es ist in der 1. Wettbewerbsphase nicht erforderlich, die Arbeiten mit einer Zahl zu kennzeichnen. Die Arbeiten werden nach Eingang durch competitionline automatisch mit Tarnzahlen versehen. Die Verfassererklärung ist als Internet-Formular im Teilnehmerbereich auszufüllen und abzuspeichern. Die Verfasserdaten bleiben bis zum Zeitpunkt nach der 2. Preisgerichtssitzung unter Verschluss. Weitere Informationen sind dem Leitfaden Online-Wettbewerbe 1. Phase unter www.competitionline.de zu entnehmen.

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Abgabe 2. Wettbewerbsphase Die Arbeiten der 2. Wettbewerbsphase sind am 11.08.2009 von 14.00 bis 17.00 Uhr in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Referat Wettbewerbe und Auswahlverfahren Brückenstraße 6 Jannowitzcenter Raum Nr. 4.026 10179 Berlin abzugeben oder am selben Tag oder davor liegend per Post- oder Kurierdienst einzureichen. Bei der Einreichung durch Post- oder Kurierdienst ist eine Kopie des Aufgabebelegs in gleicher anonymisierter Weise wie die Arbeit selbst mit der Kennziffer versehen an o. a. Adresse nachzusenden. Das Modell ist am 18.08.2009 von 14.00 bis 17.00 Uhr an gleicher Stelle oder am selben Tag oder davor liegend per Kurierdienst einzureichen. Das Modell ist in transportgerechter und wieder verwendbarer Verpackung abzuliefern. Die Wettbewerbsarbeiten sind zur Wahrung der Anonymität in verschlossenem Zustand ohne Absender oder sonstigen Hinweis auf den Verfasser, aber mit der Kennzahl und dem Vermerk „Städtebaulicher Ideenwettbewerb Luisenblock Ost“ einzureichen. Bei Zustellung durch Post- oder Kurierdienst ist der Empfänger als Absender anzugeben. Bei Einlieferung durch Post- oder Kurierdienst (porto- und zustellungsfrei für den Empfänger) gilt die Einlieferungsfrist als erfüllt, wenn der Aufgabestempel das Datum des 11.08.2009 oder eines davor liegenden Tages trägt. Für die Einlieferung des Modells gilt entsprechend das Datum des 18.08.2009. Der Verfasser trägt die Verantwortung, dass die geforderten Leistungen am 3. Werktag nach Abgabedatum beim Auslober vorliegen. Der Verfasser selbst ist für die Lesbarkeit des Aufgabestempels auf der Sendung verantwortlich. Verspätet eingegangene Arbeiten, deren Aufgabestempel/Aufgabebeleg fehlt, unleserlich oder unvollständig ist oder dessen Richtigkeit angezweifelt wird, werden vorbehaltlich des späteren Nachweises fristgemäßer Einlieferung, den der Teilnehmer zu erbringen hat, mitbeurteilt. Bei Einreichung durch Post- oder Kurierdienst ist eine Kopie des Aufgabebeleges in gleicher anonymisierter Weise wie die Arbeit selbst, mit der Kennziffer versehen, an den Auslober nachzusenden. Kennzeichnung der Arbeiten, 2. Wettbewerbsphase Die Wettbewerbsarbeiten sind in allen Stücken nur durch eine gleich lautende Kennzahl zu bezeichnen. Sie ist aus sechs arabischen Ziffern zu bilden und in einer Größe von 1 cm Höhe und 4 cm Breite auf jedem Blatt und Schriftstück in der rechten oberen Ecke anzubringen. Der Wettbewerbsverfasser hat die Verfassererklärung mit seiner Anschrift in einem verschlossenen und undurchsichtigen Umschlag mit der gleichen

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Kennzahl abzugeben, mit der er seine Wettbewerbsarbeit gekennzeichnet hat. Dieser Umschlag ist gleichzeitig mit der Wettbewerbsarbeit abzugeben.

1.8

Ergänzungen, Rückfragen und Rückfragenkolloquium

Hinweise zu Rückfragen im Internet Jeder Teilnehmer ist verpflichtet, seine Fragen im Rückfragenforum selbst zu veröffentlichen und hat selbst zu überprüfen, dass seine gestellten Fragen korrekt angezeigt werden. Um Doppelungen zu vermeiden, können die bereits gestellten Fragen im Rückfragenforum eingesehen werden. Bei den Rückfragen ist auf die entsprechenden Teilziffern der Auslobung, auf die sie sich beziehen, Bezug zu nehmen. Alle gestellten Fragen werden direkt und anonym angezeigt.

Rückfragen, 1. Wettbewerbsphase Rückfragen können ausschließlich im „Rückfragenforum“ des Teilnehmerbereichs bis zum 04.06.09, 16:00h gestellt werden. Beantwortung der Rückfragen, 1. Wettbewerbsphase Die Rückfragen werden mit dem Preisgericht erörtert und anschließend bis zum 09.06.2009 beantwortet. Die Antworten der Rückfragen werden im Teilnehmerbereich veröffentlicht und sind Bestandteil der Auslobung.

Ergänzungen 2. Wettbewerbsphase Eventuelle Empfehlungen des Preisgerichtes zur Weiterbearbeitung sowie eventuelle Ergänzungen der Auslobungsunterlagen erhalten die ausgewählten Teilnehmer spätestens zum Termin der Rückfragenbeantwortung über competitionline. Die Unterlagen werden verbindlicher Bestandteil der Auslobung. Rückfragen, 2. Wettbewerbsphase Rückfragen können im „Rückfragenforum“ des Teilnehmerbereichs bis zum 14.07.09, 16.00h gestellt werden. Rückfragenkolloquium Am 15.07.2009 veranstaltet der Auslober ein Kolloquium mit den Preisrichtern, Sachverständigen und Vorprüfern zur Beantwortung der Rückfragen. Ort und Uhrzeit werden noch bekannt gegeben. Beantwortung der Rückfragen, 2. Wettbewerbsphase Die vorab im „Forum“ gestellten Rückfragen werden mit dem Preisgericht erörtert und die Antworten bis zum 22.07.2009, im Teilnehmerbereich veröffentlicht. Die Antworten sind Bestandteil der Auslobung.

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1.9

Verzeichnis der Wettbewerbsunterlagen

Die Wettbewerbsunterlagen liegen im Teilnehmerbereich zum Download bei www.competitionline.de bereit. Unterlagen des Wettbewerbs sind: - Auslobungstext - digitale Dokumente (siehe Teil 4), u. a. die im Folgenden aufgeführten Planunterlagen: – Arbeitsplan 1 als CAD-Datei – Arbeitsplan 2 als CAD-Datei – Arbeitsplan 3 als CAD-Datei – Arbeitsplan 4 als CAD-Datei – Arbeitsplan 5 als CAD-Datei – Übersichtsplan als pdf-Datei im M 1:2000 – Informationsplan / Nummerierung Stadtbahnbögen – Informationsplan / Luisenstraße 31B, 32-34, 35 Erdgeschoss – mögliche unterirdische Anbindung, Stephan Braunfels Architekten – Bebauungsplan II-200C-Bundestag – Bebauungsplan I-210-Reinhardtstraße – Formblätter zu DIN 277 / BauNVO als xls-Datei - Online Verfassererklärung (im Teilnehmerbereich) für 1. Phase - Verfassererklärung (Formblatt siehe digitalen Anhang) für 2. Phase Hinweis Jeder Teilnehmer des Wettbewerbes verpflichtet sich, die vorliegenden digitalisierten Daten und Pläne nur für die Beteiligung am Wettbewerb zu nutzen. Daten, die im Rahmen der Bearbeitung als Zwischenprodukte anfallen und nicht an den Auslober abgegeben werden, sind nach Abschluss des Wettbewerbs zu löschen.

1.10

Geforderte Leistungen

In der 1. Wettbewerbsphase werden von den Teilnehmern folgende Leistungen – auf zwei Bilddateien - erwartet: 1. Lageplan, M 1 : 1.000 / Arbeitsplan 1 Veranschaulichung der städtebaulichen Leitidee sowie der geplanten Nutzungsverteilung in vereinfachter Darstellung der geplanten Verteilung der Baumassen als Dachaufsicht mit Angabe zu - Anzahl der Geschosse und Trauf- bzw. Gebäudehöhen - Nutzungsverteilung: - BT Bundestag - SN Städtische Nutzungen - Erschließung, Wegeführung - Eingänge Die stichpunktartige textliche Erläuterung der Entwurfsidee mit Angabe der überschlägigen Geschossfläche, gegliedert nach Flächen Bundestag (BT), Städtische Nutzungen (SN), erfolgt ausschließlich im Online-Formular. Räumliche Darstellung des übergeordneten Wettbewerbsgebietes vom Reichstag bis zum Bahnhof Friedrichstraße / Arbeitsplan 3

2.

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3.

Verfassererklärung Die Verfassererklärung erfolgt ausschließlich im Teilnehmerbereich in einem Online-Formular. Die einzureichende Unterlage ist in einfacher, schematischer Form auszuarbeiten. Es werden keine ausgearbeiteten Lösungen erwartet, sondern Lösungsansätze, die grundsätzliche Überlegungen als erste Näherung an die Wettbewerbsaufgabe zeigen. Die Lösungsansätze sind prägnant und informativ unter Einhaltung des vorgegebenen Layout-Formats darzustellen. Die Abgabe erfolgt per Internet-Formular! Die Darstellungen sind in zwei Bilddateien als JPG-Dateien (1024 x 768 Pixel, max. 600KB) im Teilnehmerbereich des Wettbewerbs hochzuladen. Der Erläuterungsbericht ist in einem vorgegebenen Online-Formular abzuspeichern. Zu den Einzelheiten der digitalen Abgabeform siehe auch Pkt 1.7 und den Leitfaden Onlinewettbewerbe 1. Phase von competitionline. Die Dateiformate und -größen sind zwingend zu beachten.

In der 2. Wettbewerbsphase werden von den Teilnehmern folgende Leistungen erwartet: Übersichtsplan / Darstellung der strukturellen Verflechtung mit dem angrenzenden Gebiet / M 1 : 2.000 / Arbeitsplan 4 2. Lageplan / Städtebauliches Konzept, M 1 : 500 / auf der Grundlage von Arbeitsplan 2 mit Darstellung der Gesamtsituation: - Baukörper mit Angaben zu Anzahl der Geschosse und Traufbzw. Gebäudehöhen - Freiflächen - Erschließung 3. Lageplan / Nutzungskonzept, M 1 : 500 / auf der Grundlage von Arbeitsplan 2 mit Darstellung der Nutzungsverteilung / Gebäudenutzung und Kennzeichnung der jeweiligen Baufelder. Die unterschiedlichen Nutzungen sind wie folgt zu kennzeichnen: BT Bundestag KBT Kinderbetreuungseinrichtung Deutscher Bundestag W Wohnen B Büro L Läden / Gastronomie G Sonstiges Gewerbe 4. Darstellung eines Bürogeschosses (BT) / Regelgrundriss, M 1 : 500 5. Darstellung eines typologischen Erdgeschossbereiches, M 1 : 500 6. Darstellung von 2 Schnitten, M 1 : 500, unter Verwendung der vorgegebenen Schnittführung in Arbeitsplan 5 7. Freie Darstellungen auf einem Blatt 8. Modell M 1 : 500 unter Verwendung der vorgegebenen Einsatzplatte 9. Prüfplan zum Lageplan / Städtebauliches Konzept (gefaltet), M 1: 500, mit Eintragung der für die Nachvollziehbarkeit der u.g. Berechnungen erforderlichen Maße. 10. Berechnungen auf vorgegebenen Formblättern nachprüfbar und aufgestellt nach DIN 277 bzw. Baunutzungsverordnung (BauNVO); - Angabe der nutzungsbezogenen Grundstücksflächen/-größe (Bundestag, städtische Nutzung, Gewerbe/Wohnen) mit Zuordnung zu Baufeldnummern. 1.

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Berechnung der überbauten Fläche/Grundfläche und Geschossfläche nach BauNVO - Berechnung der nutzungsbezogenen Grundflächenzahl (GRZ) und Geschossflächenzahl (GFZ) nach BauNVO - Berechnung der nutzungsbezogenen Brutto-Grundfläche (BGF), untergliedert in Flächen Bundestag (Büro, Kindereinrichtung), Städtische Nutzungen (Wohnen, Läden etc.) 11. Erläuterungsbericht (getrennt von den Plänen, max. 3 DIN A4 Seiten) mit Begründung des vorgeschlagenen Entwurfskonzepts 12. Verzeichnis der eingereichten Unterlagen 13. Verfassererklärung (Formblatt siehe Anhang) Als verbindliche Form der Arbeit der 2. Wettbewerbsphase gilt der Papierausdruck. Jeder Teilnehmer darf nur eine Arbeit ohne Variante einreichen. Gem. GRW 5.5 werden Darstellungen, die über die in der Auslobung geforderten Leistungen hinausgehen oder gegen bindende Vorgaben des Auslobers verstoßen, von der Vorprüfung ausgesondert. Farbige Darstellungen sowie erläuternde Skizzen sind zugelassen. Hinweis: Das Umgebungsmodell kann in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Am Köllnischen Park 3, 10179 Berlin, Mo - Sa zwischen 10.00 Uhr und 18.00 Uhr besichtigt werden. Zusätzlich geforderte Leistungen der 2. Wettbewerbsphase in digitaler Form Folgende Leistungen sind in digitaler Form auf CD-Rom zu erbringen (für Vorprüfung, Ergebnisprotokoll und Veröffentlichung): - die Präsentationspläne als Windows-kompatible .tif.-Datei(en) in einer Auflösung von bevorzugt 300 dpi (ggf. LZW-komprimiert) - die Präsentationspläne als pdf-Datei(en) mit eingebundenen PixelDarstellungen in einer Auflösung von bevorzugt 300 dpi. - die geforderten Leistungen nach Nr. 9 (Prüfpläne) als CAD-Datei im Format .dwg oder .dxf (AutoCAD, Version 2000 oder tiefer) oder .pln (ArchiCad, Version 7 oder tiefer) - die ausgefüllten Formblätter zu Nr. 10 (siehe Digitale Anlagen/ Formblätter als .xls-Datei (Microsoft Excel) Hinweise zu den geforderten digitalen Leistungen (2. Wettbewerbsphase) „Offene Dateien“ aus Layout-Programmen (z.B. InDesign, QuarkExpress, Illustrator etc.) können nicht berücksichtig werden. Bildmaterial, das nicht im genannten Windows-kompatiblen tif-Format vorliegt, kann nicht berücksichtigt werden. Die CD-ROM selbst trägt als Titel nur die sechsstellige Kennzahl, mit der auch die schriftlichen Pläne gekennzeichnet werden (z.B. 123456) und soll nicht mit Aufklebern versehen werden. Die einzelnen Dateien auf der CDRom müssen wie folgt benannt werden: Der erste Teil des Dateinamens ist die sechsstellige Kennzahl, danach folgt ein Unterstrich und anschließend der eigentliche Dateititel, gefolgt

-

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von der Formatangabe, z.B. „tif“. Beispiele: - Lageplan: 123456_lageplan.tif - Grundrisszeichnung Erdgeschoss: 123456_grundriss_eg.pdf. - Prüfpläne: 123456_pruefplan_eg.dwg In den Dateinamen dürfen keine Leer- und Sonderzeichen vorkommen. Die CD-ROM ist für Windows-kompatiblen PC zu erstellen. MacintoshFormate können grundsätzlich nicht verwendet werden. Allgemeine Hinweise (2. Wettbewerbsphase) Für die Präsentation der Wettbewerbsarbeiten stehen in der 2. Bearbeitungsphase pro Wettbewerbsteilnehmer max. zwei 2 m hohe Rolltafeln (einseitig behängt) mit einer Hängefläche von je 1,96 m (Breite) x 1,46 m (Höhe) zur Verfügung.

1.11

Beurteilungsverfahren und Vorprüfung

Das Beurteilungsverfahren ist unter den Punkten 5.5, 5.6 und 5.7 sowie in den Anlagen II und III der GRW 1995 dargestellt. Ergänzend gilt Folgendes: Beurteilungsverfahren 1. Wettbewerbsphase Die Prüfung der 1. Wettbewerbsphase beschränkt sich auf folgende Maßnahmen: - Prüfung der fristgerechten Einlieferung - Kennzeichnung durch Tarnzahlen - Anlegen einer Sammelliste Die Präsentation der Arbeiten der 1. Wettbewerbsphase erfolgt in zufälliger Reihenfolge mittels Projektion über Beamer. Mit Hilfe der Beurteilungskriterien für die 1. Wettbewerbsphase (siehe Punkt 1.12) wählt das Preisgericht in Wertungsrundgängen ca. 25 Teilnehmer für die 2. Wettbewerbsphase aus. Beurteilungsverfahren 2. Wettbewerbsphase Die eingereichten Arbeiten der 2. Wettbewerbsphase werden mit Hilfe des Kriterienkataloges - s. Pkt. 1.12 - (Beurteilungskriterien gem. GRW 5.1.5) vorgeprüft. Bei der Erfüllung dieser Aufgabe können die Sachverständigen zur Unterstützung der Vorprüfer hinzugezogen werden. Dem Preisgericht werden die Ergebnisse der Vorprüfung als Entscheidungshilfe zur Verfügung gestellt, die Beurteilung der Arbeiten bleibt dem Preisgericht vorbehalten.

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1.12

Beurteilungskriterien des Preisgerichts

Nachfolgende Kriterien werden der Prüfung der Arbeiten durch das Preisgericht zugrunde gelegt. Die Reihenfolge der Kriterien hat auf deren Wertigkeit keinen Einfluss.

1. Wettbewerbsphase Allgemeine Anforderungen - Übereinstimmung mit den formalen Kriterien - Fristgerechte Einlieferung - Vollständigkeit der Leistungen Leitidee - Stadträumliche Qualität, Einbindung in den städtebaulichen Kontext - Umgang mit dem Gebäudebestand - Art, Maß der Nutzung

2. Wettbewerbsphase Allgemeine Anforderungen - Übereinstimmung mit den formalen Kriterien - Fristgerechte Einlieferung - Vollständigkeit der Leistungen Leitidee Städtebauliches Konzept - Stadträumliche Qualität, Einbindung in den städtebaulichen Kontext - Umgang mit dem Gebäudebestand - Maßstäblichkeit - Freiraum- und Aufenthaltsqualität - Verkehrliche Erschließung, ruhender Verkehr Funktionalität - Anordnung der Nutzungsbereiche - Viaduktbögen, Umgang mit der Geräuschemissionen - Umgang mit den unterschiedlichen Lagequalitäten des Quartiers Erschließung - Anbindung an die öffentlichen Verkehrswege - Verkehrswege innerhalb des Quartiers - Verteilung der Stellplätze - Lage der Tiefgaragenzufahrt/en Realisierbarkeit - Art, Maß der Nutzung - Nachhaltigkeit - Wirtschaftlichkeit - Umsetzbarkeit

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1.13

Preise und Ankäufe

Die Wettbewerbssumme (GRW 4.1) ist auf der Basis des Arbeitspapiers Städtebaulicher Entwurf der Architektenkammer Baden Württemberg und der HOAI in Verbindung mit der GRW 1995 (in der novellierten Fassung vom 22.12.2003) ermittelt. Für Preise und Ankäufe stehen insgesamt 68.600,-Euro netto zur Verfügung. Vorgesehen ist folgende Aufteilung: 1. Preis 2. Preis 3. Preis Ankauf Ankauf Euro 27.600,00 € Euro 17.000,00 € Euro 10.000,00 € Euro 7.000,00 € Euro 7.000,00 €

Über die Preise und Ankäufe hinaus ist eine Kostenerstattung nicht vorgesehen. Die Preise werden nach Entscheidung des Preisgerichts unter Ausschluss des Rechtsweges zugeteilt. Das Preisgericht kann einstimmig eine andere Verteilung beschließen oder Preisgruppen bilden. Die Mehrwertsteuer von derzeit 19 % ist in den genannten Beträgen nicht enthalten und wird den inländischen Teilnehmern zusätzlich ausgezahlt.

1.14

Weitere Bearbeitung

Das Preisgericht gibt eine schriftliche Empfehlung für die weitere Bearbeitung der Wettbewerbsaufgabe nach der 2. Wettbewerbsphase. Im Falle einer weiteren Bearbeitung werden durch den Wettbewerb bereits erbrachte Leistungen des Wettbewerbsteilnehmers bis zur Höhe des zuerkannten Preises oder Ankaufes nicht erneut vergütet, wenn der Wettbewerbsentwurf in seinen wesentlichen Teilen unverändert der weiteren Bearbeitung zugrunde gelegt wird (GRW 7.2).

1.15

Eigentum und Urheberrecht

Die eingereichten Unterlagen der mit Preisen ausgezeichneten und angekauften Wettbewerbsarbeiten werden Eigentum des Auslobers (GRW 6.4). Das Urheberrecht und das Recht der Veröffentlichung der Entwürfe bleiben dem Verfasser erhalten (GRW 7.3). Der Auslober ist berechtigt, die zur Beurteilung zugelassenen Arbeiten nach Abschluss des Wettbewerbs ohne weitere Vergütung zu dokumentieren, auszustellen und (auch über Dritte) zu veröffentlichen. Die Namen der Verfasser werden dabei genannt.

Luisenblock Ost / Teil 1 Verfahren

23

1.16

Verfassererklärung

Durch ihre Unterschrift in der Verfassererklärung versichern die Wettbewerbsteilnehmer, dass sie die geistigen Urheber der Wettbewerbsarbeiten, gemäß den Wettbewerbsbedingungen teilnahmeberechtigt, mit einer Beauftragung zur weiteren Bearbeitung einverstanden und zur fach- und termingerechten Durchführung in der Lage sind. Es wird darauf hingewiesen, dass die in der Verfasserklärung der 2. Wettbewerbsphase genannten Verfasser identisch mit den Verfassern der 1.Wettbewerbsphase sein müssen. Die Verfassererklärung der 1. Phase ist als Internetformular im Teilnehmerbereich auszufüllen und abzuspeichern. Für die Verfassererklärungen der 2. Phase wird ein Formular im Teilnehmerbereich zum Download bereitgestellt.

1.17

Bekanntgabe des Ergebnisses / Ausstellung der Arbeiten

Das Ergebnis des Wettbewerbs wird (unter Vorbehalt der Prüfung der Teilnahmeberechtigung) den Teilnehmern, deren Arbeit mit einem Preis oder Ankauf ausgezeichnet wird, unmittelbar nach der Entscheidung des Preisgerichts mitgeteilt, allen anderen durch Übersendung des Preisgerichtsprotokolls mitgeteilt und der Öffentlichkeit über die Presse bekannt gegeben (GRW 6.1) sowie unter www.stadtentwicklung-berlin.de/ aktuell/ausstellungen angekündigt. Alle eingereichten Wettbewerbsbeiträge der 1. Wettbewerbsphase sowie die zur 2. Wettbewerbsphase zugelassenen Wettbewerbsarbeiten werden mit den Namen der Verfasser, der Mitarbeiter und Sonderfachleute, den Preisen und Ankäufen, der Aufnahme in die engere Wahl und dem Preisgerichtsprotokoll öffentlich ausgestellt. Eröffnung, Ort und Dauer der Ausstellung werden den Wettbewerbsteilnehmern und der Presse bekannt gegeben (GRW 6.3).

1.18

Haftung und Rückgabe

Für die Beschädigung oder den Verlust der eingereichten Arbeiten haftet der Auslober nur im Fall nachweisbar schuldhaften Verhaltens (GRW 6.5). Die nicht prämierten Arbeiten von in Berlin ansässigen Teilnehmern können zu einem Zeitpunkt, der ihnen rechtzeitig mitgeteilt wird, bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung - II D - abgeholt werden. Sind diese Arbeiten, trotz einer Erinnerung sechs Wochen nach dem genannten Termin nicht abgeholt worden, so geht der Auslober davon aus, dass die betreffenden Teilnehmer das Eigentum an ihren Arbeiten aufgegeben haben und wird dann mit diesen Arbeiten nach seinem Belieben verfahren.

Luisenblock Ost / Teil 1 Verfahren

24

Im Übrigen erfolgt die Rücksendung der nicht prämierten Arbeiten von Teilnehmern, die nicht in Berlin ansässig sind, nur dann, wenn die Arbeiten in transportgerechter und wieder verwendbarer Verpackung eingereicht wurden.

1.19

Zusammenfassung der Termine

1. Wettbewerbsphase Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen 1. Wettbewerbsphase Rückfragen über Internet bis

20. Mai 2009 04. Juni 2009 16.00 h 09. Juni 2009 23. Juni 2009 16.00 h 30. Juni 2009

Beantwortung der Rückfragen bis Abgabe der Arbeiten 1. Wettbewerbsphase

Preisgericht 1. Wettbewerbsphase

2. Wettbewerbsphase Aufforderung zur 2. Wettbewerbsphase Rückfragen über Internet bis 01. Juli 2009 14. Juli 2009 16.00 h

Rückfragekolloquium (Ort und Zeit werden noch bekannt gegeben) Beantwortung der Rückfragen bis Abgabe der Arbeiten, 2. Wettbewerbsphase

15. Juli 2009 22. Juli 2009 11. August 2009 14.00 bis 17.00 h 18. August 2009 14.00 bis 17.00 h 8. September 2009

Abgabe des Modells

Preisgericht, 2. Wettbewerbsphase Ausstellung der Arbeiten (1. und 2. Wettbewerbsphase)

wird noch bekannt gegeben

Luisenblock Ost / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

25

Teil 2 Situation und Planungsvorgaben 2.1 Lage im Stadtgebiet

Das Wettbewerbsgebiet „Luisenblock Ost“ liegt im Bezirk BerlinMitte innerhalb des räumlichen Geltungsbereichs der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme „Hauptstadt Berlin – Parlaments und Regierungsviertel“, unmittelbar östlich des realisierten Teils des „Band des Bundes“, zwischen Marschallbrücke und Weidendammer Brücke. Es wird begrenzt im Norden vom Stadtbahnviadukt, im Süden vom Schiffbauerdamm und der Spree sowie im Westen von der Luisenstraße. Die für die Neuordnung und weitere Entwicklung im Rahmen des städtebaulichen Ideenwettbewerbs „Luisenblock Ost“ zur Verfügung stehende Baufläche beträgt ohne die Flächen mit erhaltenswerter Bausubstanz ca. 30.000 m² bzw. rd. 61.700 m² inkl. Verkehrsflächen und Bauflächen der Bestandsgebäude (vgl. 2.4.3 Eigentumsverhältnisse, Übersichtstabelle).

Stadtmodell Ausschnitt Planwerk Innenstadt

Luisenblock Ost / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

26

2.2

Historische Entwicklung des Wettbewerbsgebietes

Städtische Entwicklung bis 1760 Die naturräumlichen Gegebenheiten des heutigen Berliner Stadtgebietes sind stark durch eiszeitliche Einwirkungen geprägt. Dahme, Spree und Havel sind Teile des damals entstandenen Baruther Urstromtals. Erste Besiedlungen konzentrierten sich auf die Flusstalniederungen, der Siedlungskern der Stadt Berlin befand sich an den Ufern der Spree und auf der Spreeinsel in der Fürstenwalder-Berliner Spreetalniederung. Zu dieser Zeit ist das Gebiet der Spreeniederungen gekennzeichnet durch seine sumpfige, mit Auenwäldern bewachsene Landschaft. Die Mitte des 13. Jahrhunderts auf der Flussinsel bzw. am rechten Flussufer als Siedlungen erwähnten Städte Berlin und Cölln schlossen sich im Jahre 1307 zusammen. Bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts konzentrierte sich die Berliner Siedlungsentwicklung auf das Gebiet des nordwestlichen Teils der Spreeinsel und der östlich der Spree anschließenden Blöcke. Aufgrund der steigenden Einwohnerzahlen entstanden Ende des 17. Jahrhunderts Siedlungsgebiete vor den Toren der Stadt: die Berlinische und Spandauer Vorstadt im Norden Berlins, die Dorotheenstadt im Westen und die Friedrichstadt im Südwesten.

Schiffbauerdamm 1755 -1768, Wettbewerbsgebiet im Vordergrund, Blick nach Süd-Osten

Grundriss der königlichen Residenz 1798 mit Kennzeichnung des Wettbewerbsgebiets o.M.

Luisenblock Ost / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

27

Mit der Gründung der Spandauer Vorstadt im Jahre 1710 begann auch die Besiedlung des Gebietes rund um den heutigen Luisenblock. Das versumpfte Waldgebiet entlang des heutigen Schiffbauerdamms war Ausgangspunkt der Entwicklung in diesem Gebiet. Mit Ausnahme des Weges zur bereits existierenden Charité (Verlängerung der heutigen Unterbaumstraße) waren die Grundstücke am Schiffbauerdamm nur von der Spree aus erschlossen. Ende des 17. Jahrhunderts begann man mit der Grundstücksgliederung. Entgegen den für die Berliner Vorstädte typischen orthogonalen Strukturen entstanden hier durch holländischen Einfluss geprägte, vom Wasser aus entwickelte Sichtachsen mit sehr tiefen, schräg zum Fluss hin orientierten Grundstücken. Im Jahre 1708 ließ der Graf von Wartensleben hier eine barocke Gartenanlage mit einem kleinen Schloss errichten. Noch heute ist in der Struktur der Grundstücke Schiffbauerdamm 19-21 die Lage des Wartenslebenschen Garten zu erkennen. Anfang des 18. Jahrhunderts entwickelte sich das Gebiet um den Schiffbauerdamm wegen seiner günstigen Lage im innerstädtischen Verkehrsnetz zu einem Manufaktur- und Gewerbezentrum. Neben Färbereien, Druckereien, Holzhandlungen und Gerbereien siedelten sich Schiffbaubetriebe an, die dem Damm an der nördlichen Uferseite der Spree schließlich ihren Namen gaben. Nutzungswandel im Luisenblock - 1760 bis 1850 Mitte des 18. Jahrhunderts befand sich das nördliche Ufer des Spreebogens bis auf wenige Ausnahmen fest in Schiffbauerhand. Die Bebauung erfolgte wegen der Hochwassergefahr nur im hinteren Bereich der Grundstücke, die vorderen Abschnitte wurden als Schiffbau- oder einfach als Lagerplätze genutzt. Mit der fortschreitenden Industrialisierung und der Einführung der Gewerbefreiheit war das Ende des Zeitalters der Manufakturen gekommen. Im Laufe der zwanziger Jahre des 19. Jahrhunderts zog sich das Gewerbe nach und nach vom Schiffbauerdamm zurück, das Gelände wurde mit Wohnhäusern bebaut. Eine direkte Anbindung des Luisenblocks an das städtische Straßennetz bestand nicht; die Weidendammbrücke und ein Steg über die Spree (der spätere, bis in die 40er Jahre existierende Schlütersteig) waren die einzigen Spreeüberquerungen. Langjährige Planungen, die das Gelände um den Schiffbauerdamm direkt an die Stadt anbinden sollten, konnten erst nach 1818 mit dem Bau der Marschallbrücke durch Schinkel realisiert werden. Dies war eine wichtige Voraussetzung für die fortschreitende, städtische Besiedlung des späteren Luisenblocks. Bisher war nur das Gelände entlang des Schiffbauerdamms parzelliert und bebaut. Mit dem königlichen Beschluss aus dem Jahre 1825 zur „Anlegung neuer Straßen“ in der Spandauer Vorstadt sollte das bislang ungestaltete Gebiet städtebaulich neu geordnet und besiedelt werden. Die Hauptachse (die spätere Luisenstraße) der geplanten Straßen sollte von der Marschallbrücke in gerader Linie nach Norden zur Charité verlaufen. Damit war ein rechtwinkliges Planungsschema vorgegeben, das im Gegensatz zur überlieferten barocken Schräglage der Grundstücke stand. 1827 erfolgte nach Neuteilung der Grundstücke die Namensgebung der Straßen - nach Angehörigen des Königshauses. Mit dem Straßenneubau

Luisenblock Ost / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

28

entwickelte sich das Gebiet hinter den Schiffbauerdamm-Grundstücken zu einer „großstädtischen Anlage“. Das neue Stadtviertel bekam 1832 den Namen Friedrich-Wilhelm-Stadt, das der Unterbaum deutlich gegen die vorstädtische Bebauung am Tiergarten abgrenzte. Abschluss der Blockentwicklung - 1850 bis 1936 Im Zeitraum zwischen 1850 und 1870 wurden erste Umbauten und bauliche Erweiterungen einiger Häuser entlang des Schiffbauerdammes (auch im westlich anschließenden Block) und der Luisenstraße vorgenommen. Mit der Reichsgründung im Jahre 1871 und mit der Errichtung des Deutschen Reichstags wurde das Gebiet der Friedrich-Wilhelm-Stadt deutlich aufgewertet. Im Hinterland des Reichstages und des Regierungsviertels breitete sich die Stadt weiter Richtung Westen aus. Charakteristisch für das Gebiet um den Schiffbauerdamm wurde nun die Durchmischung von repräsentativen Behörden- und Wohnbauten. Die frühe Bebauung wurde zu dieser Zeit durch weitaus höhere Bauten an den Blockrändern ersetzt. Im Blockinneren entstanden in aufgelockerter Bauweise Lagerhallen, Abstellplätze und kleinere Werkstätten der Handwerker. Durch den Bau der Stadtbahn im Jahre 1882 wurde der Baublock um den Schiffbauerdamm zwar vom nördlichen Bereich völlig abgetrennt, wurde jedoch wegen seiner verkehrsgünstigen Lage in der Mitte Berlins zu einem begehrten Wohnstandort. Im Jahre 1887 wurde in der Luisenstraße 32-34 mit dem Bau des Kaiserlichen Patentamtes ein qualitativ hochwertiger Bau im NeoBarockstil errichtet. Das Grundstück des ehemaligen Wartenslebenschen Garten (nach Enteignung für den Bau der Luisenstraße nun stark verkleinert) und das Grundstück Schiffbauerdamm 22 wurden im Jahre 1888 von der „Städtischen Elektrizitäts-Werken, Aktiengesellschaft zu Berlin“ erworben. Im hinteren Bereich des Schiffbauerdamm-Grundstückes entstand

Schiffbauerdamm

Luisenblock Ost / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

29

Straubeplan 1910

o.M.

das vierte Kraftwerk der Stadt Berlin, während im vorderen Teil, auf dem Eckgrundstück Schiffbauerdamm/Luisenstraße und in der Luisenstraße 35 Verwaltungsbauten errichtet wurden. Ab 1899 lief auf dem Gelände der Probebetrieb der elektrischen Hochbahn. An der Ostfassade des Maschinenhauses sind heute noch die Auflagerkonsolen für die Stahlkonstruktion einer Hochbahnrampe sichtbar. Bis Anfang der 20er Jahre entwickelte sich im Bereich rund um den Luisenblock ein großstädtisches Stadtviertel mit Theater- und Vergnügungsbauten, Gaststätten und Hotels. Die städtebaulich funktionale Entwicklung hatte damit ihren Endpunkt erreicht. „Welthauptstadt“ und Kriegszerstörungen - 1936 bis 1945 Mit seinen großmaßstäblichen Planungen zum Umbau Berlins hatte Albert Speer vorgesehen, das Gebiet um den Schiffbauerdamm der „Großen Halle des Volkes“ und der Spreeverlegung unterzuordnen. Sein Entwurf zur „Welthauptstadt Germania“ sah in diesem Bereich eine Spreeverbreiterung vor, für die ganze Baublöcke, so auch der Luisenblock, hätten abgetragen werden müssen. Mit Kriegsausbruch wurden die begonnenen Arbeiten wieder abgebrochen. Durch die Luftangriffe der letzten Kriegsmonate auf das Regierungsviertel rund um den Reichstag sowie durch die Gefechte um das Zentrum Berlins im „Endkampf“ wurde der größte Teil der Bebauung im Luisenblock zerstört.

Luisenblock Ost / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

30

Schwarzplan 1940

o.M.

Schwarzplan 1953

o.M.

Schwarzplan 1989

o.M

Luisenblock Ost / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

31

Schwarzplan 2000

o.M.

Wiederaufbau und Neuorientierung - 1945 bis 1990 In den Jahren nach 1950 wurden die Ruinengrundstücke geräumt und die noch nutzbare Bausubstanz gesichert. Im Rahmen des 1957 durchgeführten städtebaulichen Wettbewerbs zur „Hauptstadt Berlin“ stand der Luisenblock wieder im planerischen Interesse. Mit Maßnahmen wie der Begradigung der Spree, der Verlegung der Stadtbahn und dem Anlegen riesiger Verkehrsachsen wäre der historische Stadtgrundriss total vernichtet worden. Der Mauerbau im Jahre 1961 drängte den Luisenblock ins städtische Abseits. Im Bereich des Luisenblocks Ost wurde auf der Höhe Schiffbauerdamm 23 der Straßenraum verlegt, es entstand das Grundstück des ehemaligen Wasser- und Schifffahrtsamtes, auf dem sich bis 1989 Grenzkontrollanlagen und die Zollabfertigung befanden. Das Gebäude des ehemals Kaiserlichen Patentamtes beherbergte zu DDR-Zeiten die Genealstaatsanwaltschaft. Das 1927 neu errichtete Verwaltungsgebäude der Bewag in der Luisenstraße 35 erhielt nach dem Krieg eine baulich stark veränderte Fassade. Auf den Grundstücken des Schiffbauerdamms 13-18 entstanden Ende der 70er Jahre in industrieller Großbauweise errichtete Bürobauten für Regierungsfunktionen der DDR. Weite Flächen wurden als Lager- bzw. Parkplatzflächen genutzt. Bis auf ein Gebäude wurde die Wohnnutzung komplett verdrängt. Blockentwicklung nach dem Fall der Mauer Mit dem Beschluss der Bundesregierung vom 20.06.1991, zur Vollendung der Deutschen Einheit den Sitz des Deutschen Bundestages nach Berlin zu verlegen („Hauptstadtbeschluss“) und den Reichstag künftig für Plenarsitzungen zu nutzen, (Beschluss vom 30.10.1991) wurde in die Planungen für den Hauptstadtumzug von Anbeginn an auch das Gebiet „Luisenblock Ost“ einbezogen. So wurde z.B. die Generalstaatsanwaltschaft (ehemaliges Kaiserlichen Patentamt) als nunmehr bundeseigenes Gebäude saniert und für Bundestagseinrichtungen hergerichtet. Die BEWAG (seit 2003 Vattenfall Europe GmbH) hat die ihr gehörigen Grundstücke und Gebäude im Luisenblock Ost zurück erhalten und nutzte diese für Verwaltungsaufgaben. Die denkmalgeschützten Hallen auf dem

Luisenblock Ost / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

32

Luftbild 1941

Luftbild 1945

Luisenblock Ost / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

33

ehemaligen BEWAG-Gelände - ehemals Kessel- und Maschinenhaus wurden als Werkstätten und Lager genutzt. In das Bürogebäude entlang des Schiffbauerdammes 13-17 zog zunächst das Umweltministerium ein. Die weiteren Hallen und Gewerbeflächen im Blockinnenbereich wurden sukzessive von neuen Firmen im gewerblichen und Dienstleistungsbereich in Anspruch genommen. Die Grundstücke der BEWAG sind inzwischen im Eigentum des Bundes. Eine Weiterentwicklung der Bau- und Nutzungsstruktur im Block hat jedoch nicht stattgefunden. Seit dem Abschluss des internationalen städtebaulichen Ideenwettbewerbs „Spreebogen“ im Februar 1993 und der Überarbeitung des Entwurfs von Schultes/Frank sowie der Festlegung auch des Luisenblockes als Teil des Entwicklungsbereichs „Hauptstadt Berlin - Parlaments- und Regierungsviertel“ Mitte 1993 befindet sich die Weiterentwicklung des Blockes in einer Warteposition.

2.3

Städtebauliche Einordnung / Umgebung

Das Wettbewerbsgebiet liegt unmittelbar im Stadtzentrum mit Sichtbeziehung zum Reichstagsgebäude, zu den Parlamentsneubauten und dem Geschäftszentrum an der Friedrichstraße. Das annähernd dreieckige Quartier wird begrenzt im Norden von dem Stadtbahnviadukt, im Süden von der Spree und im Westen von der Luisenstraße. Seine stadträumliche Einbindung führt zu unterschiedlichen Qualitäten und Chancen der Blockränder. Der nördliche Rand wird geprägt durch die Geräuschemission des Stadtbahn, deren Viaduktbögen andererseits ein bedeutendes Entwicklungspotential darstellen, die südliche Seite durch die unmittelbare Nähe zur Spree und die gute Besonnung aufgrund der Himmelsrichtung, der westliche Rand durch den Nutzungszusammenhang der Bundestagsbauten westlich und östlich der Luisenstraße. Stadtbahnbögen Die 1882 errichtete Stadtbahn verläuft auf einem Viadukt in einer Höhe von ca. 6 bis 7 m über dem Gelände. Die 33 Gewölbebögen der Stadtbahn (Nr. 210 bis 242; siehe Informationsplan Nummerierung Stadtbahnbögen) zwischen Schiffbauerdamm und Luisenstraße werden zum größten Teil als Lagerflächen genutzt und haben im Bereich der Bögen 224 bis 242 eine Nutzfläche von ca. 120 m² bis 130 m² / Bogen. Ab Bogen 225 verbreitert sich die Bahntrasse, die Nutzfläche der Bögen wächst bis auf knapp 200 m² an. Das S-Bahn-Viadukt ist im genannten Bereich am Bogen 238, 213 und nach dem Bogen 210 unterquerbar, wobei letztere Unterquerung schräg zur S-Bahn-Trasse verläuft und eine Breite von ca. 8 m hat (in Bestands-Plänen aus der Zeit der Trassenplanung ist an dieser Stelle eine Verbindungsstraße eingetragen). Das Viadukt ist ein Denkmalbereich im Sinne einer Gesamtanlage.

Luisenblock Ost / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

34

Allgemeine Liegenschaftskarte (ALK, Auszug) mit Markierung Wettbewerbsgebiet

o.M.

Luisenblock Ost / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

35

Bildflug Berlin, März 2007

Luisenblock Ost / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

36

Quartier zwischen Marienstraße, Albrechtstraße und Stadtbahn Das Quartier nördlich der Stadtbahn ist durch 3- bis 5-geschossige, sanierte Altbauten (Wohn- und Geschäftshäuser) geprägt. Die geschlossene Straßenfront der Bebauung an der Marienstraße zeigt im östlichen Abschnitt Seitenflügel und Quergebäude, die zur Stadtbahn (Südseite) orientiert sind. Die durch die unterquerbaren Stadtbahnbögen möglichen Verbindungen münden nördlich des S-Bahnviadukts überwiegend auf privaten Grundstücken, z.T. auf Verkehrsbegleitflächen (Grünflächen). Bahnhof Friedrichstraße Unmittelbar östlich des Wettbewerbsgebietes liegt der S-, U- und Regionalbahnhof Friedrichstraße. Am Schiffbauerdamm - an der östlichen Spitze des Wettbewerbsgebietes - bietet eine Fußgängerbrücke über die Spree einen direkten Zugang zum Bahnhof. Spreeufer Der Schiffbauerdamm mit beidseitigem Gehweg führt unmittelbar am Spreeufer entlang. Das Spreeufer ist wichtiger Bestandteil des innerstädtischen Freiraumsystems. Ein schmaler Streifen Rasenbewuchs bildet teilweise die Uferkante. Am Schiffbauerdamm befinden sich Schiffsanleger (Schiffbauerdamm 16 und Schiffbauerdamm 41) für Sportboote und Ausflugsdampfer. Quartier südlich der Spree Südlich der Spree zwischen der Marschallbrücke und der Stadtbahnbrücke befinden sich zwei Quartiere, die fast ausschließlich durch öffentliche Institutionen gekennzeichnet sind: Deutscher Bundestag, Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, Institute der Charité, ARDHauptstadtstudio. Marie-Elisabeth-Lüders-Haus und Paul-Löbe-Haus Unmittelbar westlich der Luisenstraße liegt das Marie-Elisabeth-LüdersHaus (Fertigstellung 2003) mit seiner Erweiterungsfläche. Es bildet mit dem Bundeskanzleramt (Fertigstellung 2001) und dem Paul-Löbe-Haus (Fertigstellung 2001) das „Band des Bundes“. Das aus dem internationalen städtebaulichen Ideenwettbewerb Spreebogen (1992/93) und den darauf folgenden Realisierungswettbewerben hervorgegangene städtebauliche Konzept für den Spreebogen und sein unmittelbares Umfeld basiert auf dem Entwurf des ersten Preises der Berliner Architekten Axel Schultes und Charlotte Frank. Städtebauliches Leitbild ist die Verbindung der ehemals getrennten Stadthälften West- und Ostberlins (s.a. Pkt. 2.5). Entworfen und geplant wurde der zweiteilige Bürokomplex des Deutschen Bundestages von dem Münchner Architekten Stephan Braunfels, der aus dem Realisierungswettbewerb als erster Preisträger hervorging. Die beiden jeweils rd. 24 Meter hohen (Traufkante = 58,2 m ü. NN), 7-geschossigen Gebäude (gesamt ca. 60.000 m² Hauptnutzfläche) zeigen eine kammförmige Grundstruktur mit dreiseitig umschlossenen abgesenkten Außenhöfen. Sie orientieren sich durch die formal ähnliche Gestaltung der spreeseitigen Sonderbauten und ausladende Vordächer aufeinander und flankieren so den von der Spree durchschnittenen so genannten „Spreeplatz“.

Luisenblock Ost / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

37

Zur Spree hin zeigen die beiden Gebäude eine einheitlich durchlaufende Traufkante. An der Nordseite verbindet der Marie-Elisabeth-Lüders-Steg beide Gebäude. Die Fußgängerbrücke hat zwei Ebenen, deren tiefer liegende Ebene für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Die zentralen Hallen der Baukörper liegen in einer Achse. Die Halle im Paul-Löbe-Haus erstreckt sich über die gesamten 200 Meter und wird über zylindrische Einbauten strukturiert, in denen die meisten Ausschusssäle des Deutschen Bundestages angesiedelt sind. Zwischen den Kämmen mit insgesamt 550 Büroräumen orientieren sich offene Lichthöfe zu den das „Band des Bundes“ säumenden Alleen. Im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus sind Funktionsbereiche des Parlaments untergebracht, die keine unmittelbare Nähe zum Plenum haben müssen. Es dient u.a. als wissenschaftliches Dienstleistungs- und Infrastrukturzentrum des Parlaments und beherbergt darüber hinaus eine Reihe verschiedener Sondereinrichtungen wie z.B. die wissenschaftliche Parlamentsbibliothek, die in Form einer überragenden Rotunde an der Westfront des Gebäudes liegt. Im Tiefgeschoss der Bibliotheksrotunde erinnern Originalsegmente der Berliner Mauer, die bis 1990 das heutige Parlamentsgrundstück durchschnitt, an den ehemaligen Grenzverlauf und die Berliner Teilung. Das „Band des Bundes“ wird von vierreihigen Alleen gefasst, die den öffentlichen Raum im Spreebogen wesentlich prägen: nördlich die Otto-vonBismark-Allee, südlich die Paul-Löbe-Allee. Ein unterirdisches Erschließungssystem (UES) verbindet das Paul-LöbeHaus, das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus und das Jakob-Kaiser-Haus mit dem Reichstag. Der Tunnel weist eine lichte Höhe von mindestens 4,20 m und eine Breite von rund acht Metern auf und hat seine Zufahrt an der Westseite der Luisenstraße. Erweiterungsfläche Marie-Elisabeth-Lüders-Haus Das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus soll bis zur Luisenstraße herangeführt werden und auch weitere öffentliche Nutzungen (Parlamentsgalerie, Café) aufnehmen. An der Luisenstraße wird der neue Haupteingang entstehen, der von einem ca. 36 m hohen Turmbau flankiert wird. Das Marie-ElisabethLüders-Haus wurde bereits mit einer anschlussfähigen Ostfassade geplant. Die Erweiterung soll bis 2013 fertig gestellt sein.

Luisenblock Ost / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

38

Paul-Löbe- und Marie-Elisabeth-Lüders-Haus mit dem Erweiterungsbau Marie-Elisabeth-Lüders-Haus

Perspektive Süd-Ost, Erweiterung des Marie-Elisabeth-Lüders-Haus

Luisenblock Ost / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

39

2.4
2.4.1

Das Wettbewerbsgrundstück
Gebäudebestand und Nutzung

3 1 2 4 5 6

Nummerierung der unten beschriebenen Bestandsgebäude

o.M.

Das Wettbewerbsgebiet weist eine extrem heterogene Baustruktur auf. Nach der Kriegszerstörung waren nur wenige Reste des ehemals großstädtisch geprägten Stadtviertels erhalten. Zu den nicht bzw. teilzerstörten und wieder aufgebauten Gebäuden zählen das ehemalige BEWAG-Gebäude Luisenstraße 35 sowie die Hallen auf dem ehemaligen BEWAG-Gelände, das ehemalige Kaiserliche Patentamt (Generalstaatsanwaltschaft, Luisenstraße 32-34), das Gebäude am Schiffbauerdamm 19, das einzig noch bestehende Wohngebäude auf dem Grundstück Schiffbauerdamm 12 sowie vereinzelte eingeschossige Werkstattgebäude. Einzelne Gebäude (i.d.R. Wagen- und Lagerhallen) aus der DDR-Zeit wie die ehemalige Zollstation der Grenzbehörden und städtebaulich nicht eingebundene Plattenbauten komplettieren den Eindruck eines dringlich zu entwickelnden Stadtgebietes. Luisenstraße 35 Haus 1: Das 6-geschossige Gebäude wird derzeit saniert und ist als zu erhaltendes Gebäude in das Entwurfskonzept zu integrieren. Es wird durch den Deutschen Bundestag genutzt. Haus 2: Das 6-geschossige Gebäude aus den 70er Jahren steht seit längerer Zeit leer. Auf dem Dach befindet sich ein Reporterplatz eines Fernsehsenders. Haus 3: s. Schiffbauerdamm 22 Luisenstraße 31 B, 32 - 34 Das Gebäude Luisenstraße 31 B, 32 - 34 (ehemalige Generalstaatsanwaltschaft) ist einschließlich der südlichen Brandwandbebauung saniert und steht unter Denkmalschutz. Das Gebäude wird heute durch den Deutschen Bundestag genutzt.

Luisenblock Ost / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

40

Schiffbauerdamm 22 Die denkmalgeschützten Hallen des Kessel- und Maschinenhauses des ehemaligen Elektrizitätswerkes der BEWAG wurden zwischenzeitlich durch Umbauten (Einziehen von Decken, Geschoßaufbau) überformt und umgenutzt. Haus 3 bis 5: Die Gebäude Schiffbauerdamm 22 sind an einen Fernsehsender und andere Medienfirmen verpachtet. Die Gebäude werden als Studios und Büroräume genutzt und befinden sich im Eigentum des Bundes. Haus 6: (ohne Garagen) wird vom Deutschen Bundestag genutzt. Schiffbauerdamm 19 Das Grundstück ist in Privateigentum. Perspektivisch wird seitens des Bundes angestrebt, das Grundstück zu Arrondierungszwecken zu erwerben. Die 1-geschossigen Gebäude im rückwärtigen Bereich werden derzeit vom Deutschen Bundestag genutzt. Sie stehen zugunsten einer künftigen Neuordnung des Blocks zur Disposition. Für den straßenseitigen Grundstücksteil (Flurstück 292) ist im Falle der Abrissplanung ein ca. 1.200 m² großes Ersatzgrundstück auf dem Areal Luisenblock Ost für eine Büronutzung zur Verfügung zu stellen. Schiffbauerdamm 17, 15, 13 Die 8-geschossigen Gebäude wurden in den 70er Jahren in industrieller Bauweise errichtet. Das Bürogebäude Schiffbauerdamm 17 (Flurstück 297) wird in den Obergeschossen vom Deutschen Bundestag genutzt. Im Erdgeschoss ist es vermietet. Die 1- und 5-geschossige Hofbebauung im rückwärtigen Bereich des Flurstücks 297 ist gewerblich vermietet. Die Gebäude Schiffbauerdamm 15 und 13 stehen weitgehend leer. Die Bebauung (Vorderhäuser und Hofbebauung) Schiffbauerdamm 17, 15 und 13 ist zugunsten einer künftigen Neuordnung des Blocks zum Abriss vorgesehen. Schiffbauerdamm 12 Das Wohngebäude (Vorderhaus und Seitenflügel) auf dem privaten Grundstück Schiffbauerdamm 12 ist saniert und als zu erhaltendes Gebäude in das städtebauliche Konzept aufzunehmen. Schiffbauerdamm 41 Auf einem Teil des Straßenlandes des ehemaligen Schiffbauerdammes/ Ecke Luisenstraße (Schiffbauerdamm 41) wurde in den 60er Jahren von den damaligen Grenzbehörden eine Zollstation angelegt. Das ehemalige Gebäude des Wasser- und Schifffahrtsamtes ist zugunsten einer neuen Straßenführung zum Abriss vorgesehen. Die Uferwand soll entsprechend über eine Länge von ca. 80 m erhöht bzw. erneuert werden. Blockinnenbereich Die Gebäude im Blockinnenbereich sind größtenteils eingeschossige, in Leichtbauweise errichtete Hallen, deren baulicher Zustand zum Teil als marode und sanierungsbedürftig zu bezeichnen ist. Ein geringerer Teil dieser Hallen (Ziegelbauten) ist der Altbausubstanz zuzurechnen und weist ebenfalls einen maroden und sanierungsbedürftigen Zustand auf. Bis auf

Luisenblock Ost / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

41

wenige Ausnahmen werden die Hallen genutzt. Ein Teil der ehemaligen fünfgeschossigen Hofbebauung auf dem Grundstück Schiffbauerdamm 15 ist erhalten geblieben und wird zurzeit von unterschiedlichen Firmen genutzt. Die Gebäude im Blockinnenbereich sind zugunsten einer künftigen Neuordnung des Blocks zum Abriss vorgesehen.

2.4.2

Denkmalschutz

Im Bereich Luisenblock Ost sind folgenden Gebäude als Denkmale in der Denkmalliste des Landes Berlin eingetragen (Stand 24.9.2008):

Auszug Denkmalkarte + Legende

o.M.

Luisenstraße 31 B, 32-34 Das 1887 - 91 errichtete ehemalige Kaiserliche Patentamt, als eines der ersten neu errichteten kaiserlichen Behördenbauten nach 1880, gilt wegen seiner außerordentlich repräsentativen Gestaltung mit architektonischen Details und Bauplastiken als charakteristisches Baudenkmal wilhelminischer Architektur (s. Fotos im Anhang und Informationsplan / Luisenstraße 31B, 32-34, 35 Erdgeschoss). Das Gebäude wurde um 1895 durch Zukauf des Nachbargrundstücks erweitert und das dort bereits befindliche Vorderhaus umgebaut, sowie Flügel und ein Quergebäude errichtet. Das ursprüngliche Grundstück Luisenstraße 32 trägt heute die Nummer 31 B. Das ursprüngliche Vorderhaus auf dem Grundstück Nr. 32 (heute 31 B) ist zerstört. Der 5-geschossige Flügel mit Quergebäude steht an der Brandwand des Gebäudes der heutigen Luisenstraße 32-34.

Luisenblock Ost / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

42

Schiffbauerdamm 22 / Luisenstraße 35 Das ehemalige BEWAG-Verwaltungsgebäude (Haus 1) auf dem Grundstück Luisenstraße 35 (erbaut 1927/28) steht unter Denkmalschutz. Die weiteren hofseitigen Gebäude, Haus 2 (Neubau) und Haus 3 (Altbau so genannter „Speicher“) stehen nicht unter Denkmalschutz. Zusammen mit den denkmalgeschützten Hallen auf den Grundstücken Luisenstraße 35 / Schiffbauerdamm 22 dokumentieren sie als Gesamtanlage die ersten Anfänge des Berliner Stromversorgungsunternehmen. Die backsteinernen Bauten des Kesselhauses und der Maschinenhalle (Bauzeit: 1889-90) als Teil des letzten der damaligen vier „ElektrizitätsCentralen“ stellen ein bedeutendes Denkmal Berliner Industriegeschichte dar. An der Ostfassade des ehemaligen Maschinenhauses sind noch die Auflagerkonsolen für die Stahlkonstruktion der Versuchsrampe für elektrische Triebwagenfahrzeuge zu erkennen.

2.4.3

Eigentumsverhältnisse

Mit rd. 81,3 % befindet sich der größte Teil der Baufläche des Luisenblocks Ost im Eigentum des Bundes. In Privateigentum befinden sich 11,7 % der Fläche (Schiffbauerdamm 12 und 19). Kleinere Grundstücke (rd. 6,9 % der Flächen) entlang des Stadtbahnviaduktes befinden sich im Eigentum der Deutschen Bahn AG. Übersichtstabelle Nachfolgende Tabelle vermittelt einen zusammenfassenden Überblick über die Eigentumsverhältnisse, die Grundstücksgrößen, die Nutzung, die Geschossfläche (gem. BauNVO) und die Eintragung der Gebäude in die Denkmalliste Berlins bzw. mit der Qualifizierung „zu erhalten“.

Luisenblock Ost / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

43

Grundstück Stadtbahnviadukt Luisenstraße Luisenstraße Luisenstraße 37 Luisenstraße 36 Luisenstraße 31 B Luisenstraße 32 - 34 Schiffbauerdamm 12 Hinter Schiffbauerd.12 - 22 Schiffbauerdamm 13 Schiffbauerdamm 15 Schiffbauerdamm 17 Schiffbauerdamm 19 Schiffbauerdamm 19 Schiffbauerdamm 21 Schiffbauerdamm 20, 22 und Luisenstr. 31, 31A, 35: Haus 1: Haus 2: Haus 3: Haus 4+5: Haus 6 (o. Garagen): Schiffbauerdamm Schiffbauerdamm Schiffbauerdamm Schiffbauerdamm Schiffbauerdamm Schiffbauerdamm Schiffbauerdamm Schiffbauerdamm Schiffbauerdamm Schiffbauerdamm Schiffbauerdamm Schiffbauerdamm Schiffbauerdamm Schiffbauerdamm 41 Summe

Flur 921, EigenFlurstück tümer 135 136 284 137 139 385 386 155 138 296 295 297 292 293 282 279 DB AG Land Berlin Land Berlin DB AG Bund Bund Bund privat DB AG Bund Bund Bund privat privat Bund Bund

Grundstückgröße Nutzung 6.428,00 m² Bahnanl./Bahn-Bögen 54,00 m² Verkehrsfläche 6.178,00 m² Verkehrsfläche 367,00 m² nicht entwickelt 2.190,00 m² nicht entwicklet 464,00 m² Deutscher Bundestag 5.260,00 m² Deutscher Bundestag 570,00 m² saniert 2.184,00 m² nicht entwickelt 682,00 m² unsaniert 824,00 m² unsaniert 6.670,00 m² nicht entwickelt 1.237,00 m² saniert 2.503,00 m² nicht entwickelt 1.533,00 m² nicht entwickelt 12.269,00 m² (teilweies saniert) Deutscher Bundestag Leerstand vermietet vermietet Deutscher Bundestag

GeschossDenkmalschutz/ fläche gem. zu erhalten BauNVO

Denkmalschutz Denkmalschutz zu erhalten 9.978,00 m²

zu erhalten

zu erhalten

4.300,00 m² 5.200,00 m² 2.510,00 m²

Denkmalschutz

5.420,00 m² 540,00 m²

156 157 159 160 267 276 277 278 280 281 285 294 286

DB AG Land Berlin Land Berlin Land Berlin Land Berlin Land Berlin Bund Land Berlin Bund Land Berlin Land Berlin Land Berlin Bund

128,00 m² nicht entwickelt 166,00 m² Verkehrsfläche 1.344,00 m² Verkehrsfläche/Anleger 174,00 m² Verkehrsfläche/Anleger 3,00 m² Verkehrsfläche/Anleger 42,00 m² Verkehrsfläche 210,00 m² nicht entwickelt 1.193,00 m² Verkehrsfläche 1,00 m² nicht entwickelt 159,00 m² Verkehrsfläche 86,00 m² Verkehrsfläche 7.392,00 m² Verkehrsfläche 225,00 m² Verkehrsfläche 1.172,00 m² nicht entwickelt 61.708,00 m²

287 Teilfl. Land Berlin

Luisenblock Ost / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

44

2.4.4

Baugrund

Das Gebiet nördlich des Schiffbauerdamms gehörte vor der Kanalisierung der Spree zu den Überschwemmungsgebieten der Spree. Entsprechend wird hier ein Baugrund vorgefunden, dessen Tragfähigkeit erst in 4 m bis 6 m Tiefe als „normal“ bezeichnet wird. Eingeschlossen sind „Linsen“ mit einer normalen Tragfähigkeit erst ab 6 m bis über 8 m.

2.4.5

Erschließung

Das Wettbewerbsgebiet wird durch den Schiffbauerdamm und die Luisenstraße für den Individualverkehr erschlossen. Ferner bildet der Bahnhof Friedrichstraße am Ostrand des Blockes eine unmittelbare Anbindung an sämtliche öffentliche Nahverkehrsmittel (Regionalbahn / SBahn / U-Bahn / Busse / Straßenbahn). Der Schiffbauerdamm bindet im Osten an die Friedrichstraße (Weidendammbrücke) und im Westen an die Luisenstraße (Marschallbrücke) an. Das Straßenprofil ist mit ca. 12 m Fahrbahnbreite und mit haus- und uferseitigen Fußwegen von durchschnittlich 3 m Breite (wechselnde Breiten) für eine Erschließungsstraße als ausreichend zu bezeichnen. Die Luisenstraße wie auch die Marschallbrücke sind Teil der Nord-SüdVerbindung zwischen Invalidenstraße und Halleschem Ufer und nehmen eine wesentliche Funktion innerstädtischer Erschließungen für den motorisierten Individualverkehr ein (Fahrbahn = 2 x 6,25 m, Gehbahn = 2 x 3,50 m). Das Gebiet ist an sämtliche Versorgungsnetze (Wasser, Abwasser, Gas, Strom, Telekommunikation) angeschlossen. Ferner ist das Gebiet über die Fernwärmetrasse in der Luisenstraße (zur Charité) an das Fernwärmenetz (Mitte) angeschlossen. Der Innenbereich des Luisenblocks Ost mit seinen tiefen Grundstücken ist nicht für den öffentlichen Verkehr erschlossen.

2.4.6

Grün-/Baumbestand

Der Blockinnenbereich des Wettbewerbsgebiets weist nur eine spärliche Begrünung entlang der Neubauten auf, ca. 90 % der Fläche ist versiegelt bzw. überbaut.

Luisenblock Ost / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

45

2.5

Städtebauliche Konzepte / Planungen

Städtebaulicher Ideenwettbewerb „Spreebogen“ 1992 wurde der internationale städtebauliche Ideenwettbewerb „Spreebogen“ mit dem Ziel ausgelobt, zentrale Einrichtungen des Bundes und regierungsnaher Einrichtungen unter Einbeziehung des Reichstages auf dem Gebiet des inneren Spreebogens unterzubringen. Das städtebauliche Konzept für den Spreebogen und sein unmittelbares Umfeld ist Ergebnis dieses Ideenwettbewerbs, der mit über 800 eingereichten Arbeiten durchgeführt wurde. Erste Preisträger waren die Berliner Architekten Axel Schultes und Charlotte Frank. Der Grundgedanke ihres Konzepts definiert die eigenständige, in die Flusslandschaft gestellte Figur eines Parlament und Regierung vereinigendes Bandes („Band des Bundes“), das sich über rd. 1,5 km Länge von der Friedrichstraße über die Luisenblöcke und den inneren Spreebogen bis hin zum Stadtbahnviadukt im Bereich des Moabiter Werder erstreckt und dabei Ost und West sinnfällig verbindet. Für den Bereich des Luisenblocks Ost sieht das ursprüngliche Konzept von Axel Schultes und Charlotte Frank die konsequente Weiterführung der für das „Band des Bundes“ charakteristischen Strukturen und dessen Nutzungen bis zum Bahnhof Friedrichstraße vor. Die Alleen, die das „“Band des Bundes“ fassen, werden in diesem Konzept im Luisenblock Ost aufgenommen. Die Nordallee wird, unterbrochen durch das denkmalgeschützte Gebäude Luisenstraße 32-34, in Form von Ost-West-gerichteten Baukörper-Bändern angedeutet.

Band des Bundes; Charlotte Frank, Axel Schultes

o.M.

Im Entwurf der Architekten Schultes und Frank wird der Bahnhof Friedrichstraße in die Alleen-Struktur (Nord-/Südallee) im östlichen Teil des „Band des Bundes“ eingebunden. Die Realisierung des Abschlusses des „Band des Bundes“ östlich des Bahnhofs Friedrichstraße wurde auf Grund der dort vorhandenen Strukturen nicht weiter verfolgt. Zwischenzeitlich haben sich diese Strukturen verfes-

Luisenblock Ost / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

46

tigt bzw. wurden weiter entwickelt. Von einer Fortführung des “Band des Bundes“ über den Luisenblock Ost hinaus ist daher nicht auszugehen. Das realisierte „Band des Bundes“ endet zurzeit an der Luisenstraße mit der in Planung befindlichen Erweiterung des Marie-Elisabeth-LüdersHauses. Die Konkretisierung des östlichen Abschlusses des „Band des Bundes“ ist zentraler Gegenstand des städtebaulichen Ideenwettbewerbs Luisenblock Ost. Planwerk Innenstadt Das städtebauliche Leitbild des Planwerks Innenstadt ist eine attraktive und urbane Innenstadt, die vom Alexanderplatz bis zur City-West reicht und eine verbindende Struktur mit einem zusammenhängenden Netz attraktiver öffentlicher Räume anbietet. Durch die o.g. Planungsziele soll das Wohnen gestärkt und die Voraussetzungen für ein urbanes Leben in der Innenstadt erhalten und ausgebaut werden. Am 18.05.1999 wurde das Planwerk vom Berliner Senat als städtebauliches Leitbild beschlossen. Im Rahmen des Planwerks Historisches Zentrum wurde das Schultes/Frank Konzept soweit abgeändert, dass das so genannte „Band des Bundes“ nicht wie geplant an der Friedrichstraße abschließt, sondern schon im Luisenblock West endet. Im Planwerk Innenstadt werden keine Aussagen zum Luisenblock Ost getroffen.

Planwerk Innenstadt (Auszug)

Luisenblock Ost / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

47

2.6
2.6.1

Planungsrechtliche Grundlagen
Flächennutzungsplan

Der Flächennutzungsplan Berlin (FNP) stellt für das gesamte Stadtgebiet die Art der Bodennutzung dar, wie sie sich aus der beabsichtigten städtebaulichen Entwicklung und den voraussehbaren Bedürfnissen der Gemeinde ergibt. Der gültige Flächennutzungsplan wurde im Juli 1994 wirksam. Er liegt unter Einbeziehung der beschlossenen Änderungen in der Fassung der Neubekanntmachung vom 23. und 25.09.2008 (ABl. S. 2330) vor. Der im Jahr 1994 aufgestellte Flächennutzungsplan weist den gesamten Luisenblock Ost als Sonderbaufläche-Hauptstadtfunktion aus, wobei der Erläuterungsbericht zum FNP 94 Spielraum für Nutzungsänderungen lässt. Die Darstellungen des FNP für das Wettbewerbsgebiet ist ggf. auf Grundlage des Wettbewerbsergebnisses zu ändern.

2.6.2

Bebauungsplan

Für das Wettbewerbsgebiet liegt kein Bebauungsplan vor. Das Ergebnis des Wettbewerbs soll Grundlage eines Bebauungsplanverfahrens werden. Für den westlich der Luisenstraße angrenzenden Block liegen die Bebauungspläne II-200c „Bundestag“ (festgesetzt 02.05.2006), und I-210 „Reinhardtstraße“ (festgesetzt 02.05.2006) vor; s. Informationspläne. Der Bebauungsplan II–200c „Bundestag“ sichert ein Sondergebiet für den Bundestag sowie die Spree begleitende Grünflächen. Er setzt für die Fläche eine Traufhöhe von 58,2 m ü.NN fest. Der Bebauungsplan I-210 „Reinhardtstraße“ wurde mit überwiegend Sondergebiet für den Bundestag festgesetzt, mit einer Traufhöhe von 22,0 m ü. Gehweg.

2.6.3

Bauordnungsrecht

Die Genehmigung von Bauvorhaben (i.S. der BlnBauO) erfolgt im Baugenehmigungsverfahren bei dem Bezirksamt Mitte bzw. der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.

2.6.4

Entwicklungsbereich Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme „Hauptstadt Berlin – Parlaments und Regierungsviertel“

Nach dem am 20.07.1991 getroffenen Hauptstadtbeschluss wurde am 01.11.1991 der Einleitungsbeschluss zur Durchführung einer vorbereitenden Untersuchung mit dem Ziel gefasst, zentrale Bereiche Berlins mit künftigen Hauptstadtfunktionen als Entwicklungsbereich festzulegen.

Luisenblock Ost / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

48

Auf Basis der Ergebnisse des städtebaulichen Ideenwettbewerbs „Spreebogen“ wurde in der Voruntersuchung für den Luisenblock West und den Luisenblock Ost folgende Funktion vorgegeben: Neubebauung der Blöcke unter Berücksichtigung der überkommenen baulichen und landschaftlichen Elemente, Entwicklung einer gemischten Nutzungsstruktur, die Parlamentsund Regierungsnutzungen, private Dienstleistungen, Infrastrukturstandorte, Wohnungsbau und Freiflächen miteinander verbindet, Gestaltung einer durchgehenden Spreeuferpromenade unter Einbeziehung landschaftlicher und Freiraumelemente und Überresten der Grenzanlagen als Teil einer linearen Freifläche; Verbesserung der Freiflächensituation für die Wohnbevölkerung, Realisierung von weiteren Flächenansprüchen (city- und bahnhofsbezogene Dienstleistungen). Zusammenfassende Empfehlung: „ Der Rand der Friedrich-Wilhelm-Stadt nördlich der Spree weist hohe stadträumliche Qualitäten auf, die es durch eine anspruchsvolle Uferbebauung wiederzugewinnen gilt. Neben dem Erhalt der vorhandenen Wohnungen sollte hier die Chance genutzt wer

Entwicklungsbereich „Hauptstadt Berlin – Parlaments und Regierungsviertel“ (Auszug) o.M. fertiggestellt in Planung

den parlamentsbezogene Nutzungen und - insbesondere in den bahnhofsbezogenen Bereichen - city-typische Dienstleistungen und auch hochwertigen innerstädtischen Wohnungsbau zu ermöglichen.“ Ferner wird darauf hingewiesen, dass Art und Maß der Bebauung so weit zu begrenzen sind, dass wichtige klimatische Austauschbahnen erhalten bleiben, die Grün- und Freiflächensituation verbessert wird (z.B. durch Minimierung der Versiegelung) und Energie-Einsparungspotentiale durch entsprechende Gebäudeexposition (passive Solarenergienutzung) genutzt sowie umweltschonende Energieversorgungssysteme installiert werden.

Luisenblock Ost / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

49

Am 17.06.1993 wurde der Entwicklungsbereich „Hauptstadt Berlin Parlaments- und Regierungsviertel“ - unter Einbeziehung des Luisenblocks Ost in den Teilbereich E 1 - festgelegt. Damit unterliegt das Wettbewerbsgebiet den Regelungen der §§ 165 - 171 des Baugesetzbuches. In der Begründung zur Festlegung des Entwicklungsbereichs werden als wesentliche Entwicklungsziele unter anderem benannt: „c) Bereitstellung unterstützender Dienstleistungseinrichtungen und Vermeidung monofunktionaler Strukturen mit Hilfe einer Durchmischung mit Wohnungen und dazugehöriger wohnungsnaher Infrastruktur, privaten Dienstleistungseinrichtungen des Handels, des Handwerks und der Gastronomie, Einrichtungen von Kultur und Wissenschaft, d) Verbesserung der ökologischen Struktur des Gebietes und der Aufenthaltsqualität am Ufer der Spree sowie auf öffentlichen Straßen und Plätzen,...“ Mit dem Erlass der Erhaltungsverordnung für das Gebiet Friedrich-WilhelmStadt, Friedrichswerder, Dorotheenstadt, Friedrichsstadt durch den Bezirk Mitte, die zur Vermeidung von Doppelfestsetzungen im Entwicklungsbereich keine Anwendung findet, wird als weiteres Entwicklungsziel die Erhaltung der städtebaulichen Eigenart von Teilen des Entwicklungsgebietes in die Entwicklungsmaßnahme aufgenommen. Auch Erhaltungsziele sind damit im Rahmen der entwicklungsrechtlichen Genehmigungen nach § 144 BauGB zu berücksichtigen.

Luisenblock Ost / Teil 3 Aufgabe

51

Teil 3 Wettbewerbsaufgabe 3.1 Städtebaulich- architektonische Zielsetzung

Anlass und Ziel des städtebaulichen Ideenwettbewerbs Luisenblock Ost ist es, für dieses städtebaulich bedeutsame Quartier im Parlamentsund Regierungsviertel Berlin eine der Lage und Funktion angemessene Neuordnung der Bebauung, der Erschließung und der Freiflächen zu entwickeln. Dabei sind die Erweiterungsmöglichkeiten für die potentiellen langfristigen Bedarfe des Deutschen Bundestages besonders zu berücksichtigen. In dem städtebaulichen Neuordnungskonzept werden von den Teilnehmern Lösungsvorschläge erwartet, wie die denkmalgeschützte und zu erhaltende Bausubstanz und die Neubebauung durch öffentliche und private Freiflächen in eine adäquate Beziehung zueinander gebracht werden können. Die Belange der Sicherheit für die Parlamentseinrichtungen sind mit dem Anspruch auf Offenheit, Gestalt- und Gebrauchsqualität öffentlicher Stadträume im Rahmen des städtebaulichen Entwurfes abzustimmen. Mit der zurzeit in Planung befindlichen Erweiterung des Marie-ElisabethLüders-Hauses, die das „Band des Bundes“ zur Luisenstraße heranführt, stellt sich darüber hinaus die Frage des östlichen Abschlusses des „Band des Bundes“. Eine zentrale Aufgabe des Wettbewerbs besteht in der städtebaulichen Lösung bzw. Konkretisierung des östlichen Abschlusses des „Band des Bundes“ einschließlich seiner begleitenden Alleen. Inwieweit der inhaltliche Zusammenhang zur Neubebauung des Deutschen Bundestages im Luisenblock Ost formal weiter- und zum Abschluss geführt wird, ist im Rahmen des Ideenwettbewerbs zu prüfen. Als wesentliche und bindende städtebauliche Vorgabe gilt es, die raumwirksame südliche Bauflucht und die Traufhöhe (58 m ü.NN., ca. 24 m über Gelände) des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses und damit des „Band des Bundes“ in das Entwurfskonzept aufzunehmen. Eine weitergehende Übernahme der Fluchten, Baumassenstrukturen und Alleen des Konzeptes von Schultes und Frank ist im Rahmen des städtebaulichen Entwurfes zu überprüfen, insbesondere hinsichtlich der erhaltenswerten Bausubstanz und der erforderlichen Erschließung des Blockinnenbereiches. Im Abschnitt Schiffbauerdamm 19 bis Schiffbauerdamm 31 soll spürbar werden, dass das Spreeufer einen wichtigen Bestandteil des innerstädtischen Freiraumsystems von der Museumsinsel über die Friedrichstraße zum Parlamentsviertel darstellt. In diesem Zusammenhang ist das Grundstück Schiffbauerdamm 41 (inkl. des darauf befindlichen ehemaligen Zollgebäudes) zugunsten des historischen Straßenverlaufs zurückzubauen. Das Wettbewerbsgebiet soll zu einem Stadtraum entwickelt werden, der seiner zukünftigen herausragenden Bedeutung gerecht wird und gleichzeitig die differenzierten Besonderheiten des Quartiers erlebbar macht. Dabei soll die künftige Nutzungsstruktur des Blockes die unterschiedlichen Lagequalitäten der nördlichen, südlichen und westlichen Blockränder unterstreichen.

Luisenblock Ost / Teil 3 Aufgabe

52

Die denkmalgeschützten Gebäude sowie die zu erhaltenden Gebäude Luisenstraße 35 und Schiffbauerdamm 12 (privates Wohngebäude) sind in das Entwurfskonzept aufzunehmen. Weiterhin ist Gegenstand des Wettbewerbs zu prüfen, inwieweit das sanierte Gebäude Schiffbauerdamm 19 in das städtebauliche Neuordnungskonzept integriert werden kann bzw. zugunsten einer attraktiven städtebaulichen Neukonzeption aufgegeben werden soll. In letzterem Fall ist für den jetzigen privaten Eigentümer Ersatz an geeigneter Stelle auf dem zu beplanenden Areal vorzusehen. Die Möglichkeiten einer mittel- bis langfristigen Integration der angesiedelten „Fremdnutzer“ in unmittelbarem Umfeld des Deutschen Bundestages sind im Rahmen der Entwurfsaufgabe zu untersuchen. Als Ergebnis des städtebaulichen Ideenwettbewerbs wird als Maß der Nutzung eine Geschossflächenzahl (GFZ) von ca. 3,5 erwartet.

3.2

Baulich-funktionale Zielsetzung

Für das Areal „Luisenblock Ost“ sind Einrichtungen des Deutschen Bundestages (Büronutzung, Einrichtung zur Kinderbetreuung) sowie städtische Nutzungen (nicht störendes Gewerbe, Dienstleistungen, Büros, Wohnen) vorzusehen.

3 1 2 4 6

Städtische Nutzungen

5

Erweiterungsflächen Deutscher Bundestag

zu erhaltende Gebäude Gebäude steht zur Disposition grobe Trennlinie der Bereiche Deutscher Bundestag und Städtische Nutzungen

Luisenblock Ost / Teil 3 Aufgabe

53

3.2.1

Städtische Nutzungen

Neben Flächen für Büros und Dienstleistungen soll zur Vermeidung monofunktionaler Strukturen im Luisenblock Ost innerstädtisches Wohnen realisiert werden. Die Flächen im östlichen Bereich des Areals stehen im Rahmen des Ideenwettbewerbs für städtische Nutzungen (nicht störendes Gewerbe, Dienstleistungen, Büros, Wohnen) zur Verfügung. Dabei sind in dem Entwurfskonzept die hohen Lärmemmissionen der Stadtbahn zu berücksichtigen. Der Erhalt und die Stärkung der innerstädtischen Wohnnutzungen entspricht den grundsätzlichen städtebaulichen Zielsetzungen der Entwicklungsmaßnahme „Hauptstadt Berlin – Parlaments- und Regierungsviertel“. Der Wohnanteil soll bei mindestens 40 % (der Geschossfläche städtischer Nutzungen) liegen, wohnungsnahe Infrastruktur ist zu berücksichtigen. Aufgrund der Lage der Grundstücke sind hochwertige innerstädtische Wohnungen in attraktivem städtebaulich-freiraumplanerischen Umfeld anzusiedeln, die die Standortqualität der Wasserlage betonen. Die jüngere Bebauung der Friedrichstraße zeigt, dass eine vertikale Schichtung der Nutzungen Vorteile bietet. Die horizontale Schichtung der Wohnnutzung auf Gewerbeblöcke kann sich jedoch entwurflich begründen. Die Viaduktbögen der Stadtbahn sollen als hochwertige Gewerbeflächen für Handel, Gastronomie und Dienstleistungen in ein funktionierendes Gesamtkonzept integriert werden. Zur Gewährleistung einer städtischen Belebung außerhalb der Bürozeiten sollen im Bereich des Schiffbauerdamms Einzelhandel und Gastronomie im Erdgeschoss angeboten werden.

3.2.2

Einrichtungen des Deutschen Bundestags

Die Flächen Luisenstraße 32 - 34, Luisenstraße 35 (Haus 1) und Luisenstraße 31B sollen langfristig im Bestand des Deutschen Bundestages verbleiben. Weitere Flächen für den Deutschen Bundestages sind hieran zu arrondieren. Die Gebäude des Deutschen Bundestages sind in räumlichem Zusammenhang zu errichten und baulich zu verbinden. Für den Bereich an der Luisenstraße ist die geplante unterirdische Anbindung an die Erweiterung des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses als verbindliche Planungsvorgabe in dem Entwurfskonzept zu berücksichtigen (s. Informationsplan). Der Haupteingangsbereich zu den Erweiterungsflächen des Deutschen Bundestags sollte an der Luisenstraße angeordnet werden. Zur Gewährleistung der Sicherheitsanforderungen des Deutschen Bundestages sind möglichst wenig Eingänge zu planen. Anzahl und Lage der Eingangsbereiche sind entwurfsabhängig an städtebaulich relevanten Stellen vorzusehen.

Luisenblock Ost / Teil 3 Aufgabe

54

Für den potentiellen langfristigen Bedarf des Deutschen Bundestages sind - zusätzlich zu den zu erhaltenden Gebäuden – weitere Flächen in dem städtebaulichen Konzept nachzuweisen. Dabei sind Bürogrößen mit einer Nutzfläche von 18-19 m²/Büro und Geschosshöhen von 3,10 m zugrunde zu legen. Neben den Flächen für Büronutzung ist eine Fläche von rd. 2.000 m² BGF für eine Kinderbetreuungseinrichtung in dem für Bundestagsnutzung dargestellten Areal zu planen. Darüber hinaus sind in diesem Bereich keine anderen Nutzungen vorgesehen. Aufgrund der langfristigen Realisierungszeiträume liegen keine weiteren konkreten Nutzungs- und Flächenangaben für die Erweiterungsflächen des Deutschen Bundestages vor. Im Rahmen des städtebaulichen Ideenwettbewerbs sind die Erweiterungsflächen auf der im Informationsplan gekennzeichneten Fläche im Rahmen des vorgegeben Spannenwerts mit einer GFZ von ca. 3,5 zu planen.

3.3

Erschließung, Stellplätze

Der Luisenblock Ost ist gegenwärtig lediglich von der Luisenstraße und dem Schiffbauerdamm erschlossen. Die Erschließung des Quartiers ist zu sichern. Zur städtebaulichen Entwicklung des Quartiers ist hierzu eine öffentliche Erschließung der südlichen Seite am Stadtbahnviadukt („S-BahnParallele“), an der Spree und für den Blockinnenbereich zu planen. Der Schiffbauerdamm ist Bestandteil des 57 m langen durch Berlin verlaufenden Spreeweges, einem von 20 grünen Hauptwegen. Der Schiffbauerdamm soll - wie bereits erwähnt - im Bereich zwischen Schiffbauerdamm 19 und Schiffbauerdamm 41 in seine ursprüngliche Lage parallel zur Spree zurück verlegt werden und eine städtische Prägung erhalten. Stellplätze sind in Tiefgaragen anzuordnen.

Luisenblock Ost / Teil 4 Anhang

55

Teil 4 Anhang 4.1 Digitale Anlagen

4.1.0 Auslobungstext – vorliegende Auslobungstext als pdf-Datei mit farbigen Abbildungen
auslobungstext_lbo.pdf

4.1.1 Arbeitspläne – Arbeitsplan 1 als CAD-Datei (1 : 1.000)
lbo_ap1_2_4.dxf

– Arbeitsplan 2 als CAD-Datei (1 : 500)
lbo_ap1_2_4.dxf

– Arbeitsplan 3 als CAD-Datei (3d-Modell)
lbo_ap3_3d.dxf

– Arbeitsplan 4 als CAD-Datei (1 : 2.000)
lbo_ap1_2_4.dxf

– Arbeitsplan 5 als CAD-Datei (1 : 500) (wird zur 2. Wettbewerbsphase nachgereicht)
lbo_ap5_schnitte.dxf

4.1.2 Informationspläne – Übersichtsplan im M 1:2000
lbo_übersicht.pdf

– Informationsplan / Nummerierung Stadtbahnbögen
lbo_info_nr-stadtbahnbögen.pdf

– Informationsplan / Luisenstraße 31B, 32-34, 35 Erdgeschoss
lbo_info_luisen-erdgeschoss.pdf

– mögliche unterirdische Anbindung, Stephan Braunfels Architekten
lbo_anbindung-unterirdisch.pdf

– Bebauungsplan II-200C-Bundestag
lbo_b-plan_II-200c-bundestag.pdf

– Bebauungsplan I-210-Reinhardtstraße
lbo_b-plan_I-210-reinhardtstraße.pdf

4.1.3

Vorschriften im Internet ...

4.1.4 Formblätter – Online Verfassererklärung (im Teilnehmerbereich) für 1. Wettbewerbsphase (siehe Teil 1.10) – Verfassererklärung für 2. Wettbewerbsphase (siehe Teil 1.10)
lbo_verfassererklärung.pdf

– Formblatt Kenndaten (Vorlage ausdrucken, Kenndaten eintragen und den Abgabeunterlagen beilegen.)
lbo_formblätter.xls

4.1.5 Bilddokumentation – Fotos F1 – F36 als jpg-Dateien

Luisenblock Ost / Teil 4 Anhang

56

4.2

Quellenverzeichnis

ungedruckt – Entwurf Städtebaulicher Wettbewerb Luisenblock Ost, Basisinformation und Materialien. Senatsverwaltung für Bauen, Wohnen und Verkehr, Hauptstadtreferat, 1998, Berlin Internet – Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Landesdenkmalamt

4.3

Abbildungsverzeichnis

Abbildungen – S. 25 Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin, Abt. IIB – S. 26 o, 26 u, 28 Landesarchiv Berlin – S. 29, 41 Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin, Landesdenkmalamt – S. 30 o, 30 m, 30 u, 31 Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin, Abt. II – S. 32 o, 32 u Luftbilddatenbank Estenfeld – S. 34, 39, 52, 57 o, 57 u Bezirksamt Mitte von Berlin, Abt. Stadtentwicklung, Vermessungsamt, - Verm 2 – S. 35 Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin, Abt. III – S. 38 o, 38 u Architekturbüro Stephan Braunfels Bauherr: Bundesbaugesellschaft Berlin mbH Architekt: Prof. Dipl.-Ing. Stephan Braunfels – S. 45, 46, 48 Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Fotodokumentation – S. 58, 59, 60, 61, 62 F1 - F36 Architekturbüro Renate Keller, Björn Kaminski

4.4

Weiterführende Informationen im Internet

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Wettbewerbsgrundlagen Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Denkmale Bezirksamt Berlin Mitte

4.5

Fotodokumentation

Das Planungsgebiet und seine Umgebung

Luisenblock Ost / Teil 4 Anhang

57

III

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( 2)

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II

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385

IV
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F34
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I
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17

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358 8

278 277
41

281 280

808
286 159 59 9
( 3)

34,2

359 5

612
I II

35,9

Standpunkte Fotoaufnahmen (Schwerpunkt Wettbewerbsgrundstück)

Luisenblock Ost / Teil 4 Anhang

58

F1

Bahnhof Friedrichstraße, Blick auf Schiffbauerdamm

F2

Schiffbauerdamm 12, Blick nach Westen

F3

Schiffbauerdamm 19, Blick nach Osten

F4

Schiffbauerdamm 20, Blick nach Norden

F5

Schiffbauerdamm / Luisenstraße, Blick nach Osten

F6

Reichstagufer, Blick nach Norden auf Schiffbauerdamm 19

F7

Reichstagufer, Blick nach Norden Schiffbauerdamm 19, 20, 21, 22

F8

Reichstagufer, Blick nach Nord-Osten, im Vordergrund Schiffbauerdamm 41

Luisenblock Ost / Teil 4 Anhang

59

F9

Reichstagufer, Blick nach Norden, links im Bild das Marie-Elisabeth-Lüders Haus

F10

Vor der Ostfassade Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, Blick nach Osten

F11

Luisenstraße Marschallbrücke, Blick nach Norden

F12

Blick auf Luisenstraße 32-34

F13

Luisenstraße 37, Blick nach Osten

F14

Luisenstraße / Marienstraße, Blick nach Osten in die Marienstraße

F15

S-Bahndamm, Blick nach Süden, Rechts das MarieElisabeth-Lüders Haus, Links die Luisenstraße

F16

S-Bahndamm, Blick nach Süden auf das Wettbewerbsgebiet

Luisenblock Ost / Teil 4 Anhang

60

F17

Nordseite S-Bahnbögen, Blick nach Westen

F18

Nordseite S-Bahnbögen, Blick nach Westen

F19

Luisenstraße 35 (Dach), Haus 2, Blick nach NordOsten

F20

Luisenstraße 36 (Dach), Haus 2, Blick nach Norden

F21

Luisenstraße 35 (Dach), Haus 2, Blick nach Osten

F22

Luisenstraße 35 (Dach), Haus 2, Blick nach Süden

F23

Luisenstraße 35 (Dach), Haus 2, Blick nach SüdWesten

F24

Luisenstraße 35 (Dach), Haus 2, Blick nach NordOsten

Luisenblock Ost / Teil 4 Anhang

61

F25

Luisenstraße 35 (Dach), Haus 2, Blick nach Osten

F26

Schiffbauerdamm 22, Blick nach Norden, links im Vordergrund Haus 5

F27

Schiffbauerdamm 20, Blick nach Westen, rechts im Vordergrund Haus 5

F28

Blick nach Nord-Westen, im Bild von links: Haus 4 (rot+weiß), Haus 2 (grau), Haus 3, Haus 6

F29

Blick nach Süden, rechts im Bild Haus 5

F30

Blick nach Nord-Westen, im Bild von links: Haus 4 (rot+weiß), Haus 2 (grau), Haus 6

F31

Blick nach Süden, rechts im Bild Haus 6, links hinten im Bild Schiffbauerdamm 19 (gelb)

F32

Blick nach Westen, links im Bild Nordfassade Haus 3

Luisenblock Ost / Teil 4 Anhang

62

F33

Hof Schiffbauerdamm 19, Blick nach Norden

F34

Hof Schiffbauerdamm, Blick nach Westen

F35

Blick nach Süden, im Hintergrund von rechts: Schiffbauerdamm 19, 17, 15

F36

Blick nach Nord-Westen, im Hintergrund Haus 3 (rot)
        
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