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Ergebnisprotokoll

Full text: Ergebnisprotokoll

Sporthalle Neue Schönholzer Straße

Berlin Pankow

Begrenzt offener Realisierungswettbewerb

Ergebnisprotokoll

Begrenzt offener Realisierungswettbewerb Sporthalle Neue Schönholzer Straße Berlin Pankow Ergebnisprotokoll

Berlin, Oktober 2009

Koordination Inge Schmidt-Rathert Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin II D 1 Vorprüfung Ulrike Lickert Birgit Dietsch Ulrike Kurz Kostenprüfung Bernd Reimers Anke Meyer Energieeffizienz / Nachhaltigkeit Henryk Hoenow Mitarbeiter der Vorprüfung Katharina Schüler Matthias Below Mathias Deutschländer Druck G.R.I.M.M, Berlin

Inhaltsverzeichnis

1. 1.1 1.2 1.3 1.4 1.5 1.6 1.7 1.8 1.9

Protokoll der Preisgerichtssitzung ...............................................7 Begrüßung / Feststellung der Anwesenheit ....................................7 Konstituierung des Preisgerichts .....................................................7 Eröffnung der Preisgerichtssitzung .................................................8 Bericht der Vorprüfung ....................................................................8 Informationsrundgang .....................................................................8 Erster Wertungsrundgang ...............................................................8 Zweiter Wertungsrundgang .............................................................9 Schriftliche Beurteilung der Arbeiten der engeren Wahl................10 Festlegung der Rangfolge und Preise...........................................14

1.10 Empfehlung des Preisgerichts ......................................................14 1.11 Öffnung der Verfassererklärungen ................................................14 1.12 Abschluss der Sitzung ...................................................................15 1.13 Protokollfreigabe der Preisrichter .................................................. 16 r 1.14 Anwesenheitsliste .........................................................................17 1.15 Wettbewerbsteilnehmer................................................................. 21 r

2. 2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 2.6 2.7

Bericht der Vorprüfung ...............................................................27 Einlieferung der Arbeiten ...............................................................27 Anonymisierung ............................................................................27 Vollständigkeit der Arbeiten ...........................................................27 Vorprüfung.....................................................................................28 Balkendiagramme .........................................................................31 Zusammenstellung der Daten .......................................................32 Einzelberichte zu den Wettbewerbsarbeiten 1701 - 1719 .............37

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1.

Ergebnisprotokoll der Preisgerichtssitzung am 08.10.2009

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Württembergische Straße 6, 10707 Berlin, Raum 560 9.00 Uhr - 18.00 Uhr

1.1 Begrüßung / Feststellung der Anwesenheit
Herr Ostendorff, Referatsleiter Wettbewerbe und Auswahlverfahren, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, begrüßt das Preisgericht und stellt die Anwesenheit (s. Anwesenheitsliste) und die Vollzähligkeit des Preisgerichts fest.

1.2 Konstituierung des Preisgerichts
Auf Vorschlag aus dem Kreis der stimmberechtigten Preisrichter/-innen wird Jost Haberland einstimmig zum Vorsitzenden gewählt.

Stimmberechtigte Fachpreisrichter/-innen Jost Haberland Architekt, Berlin Reimar Herbst Architekt, Berlin Gudrun Sack Architektin, Berlin Marianne Mommsen Landschaftsarchitektin, Berlin

Stimmberechtigte Sachpreisrichter/-innen Lioba Zürn-Kasztantowicz Bezirksstadträtin und Leiterin der Abteilung Gesundheit, Soziales, Schule und Sport Bezirk Pankow von Berlin Christine Keil Bezirksstadträtin und Leiterin der Abteilung Jugend und Immobilien Bezirk Pankow von Berlin Konrad Zander Abteilungsleiter Ministerielle Angelegenheiten des Bauwesens, Projektprüfung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Ständig anwesende stellvertretende Fachpreisrichterin ist Bettina Georg, Architektin, Berlin. Ab 13.30 Uhr wird Herr Zander von Herrn Dechène vertreten.

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1.3 Eröffnung der Preisgerichtssitzung
Der Vorsitzende lässt sich von den Mitgliedern des Preisgerichts versichern, dass - sie keinen Meinungsaustausch mit Wettbewerbsteilnehmern über die Wettbewerbsaufgabe und deren Lösung seit der Auslobung geführt haben und während der Dauer der Preisgerichtssitzung führen werden, - sie bis zum Preisgericht keine Kenntnis von Wettbewerbsarbeiten erhalten haben, soweit sie nicht als Vorprüfer oder Sachverständiger bei der Vorprüfung mitgewirkt haben, - sie die Beratung des Preisgerichts vertraulich behandeln werden, - die Anonymität der Arbeiten aus ihrer Sicht gewahrt ist, - sie es unterlassen werden, Vermutungen über die Verfasser anzustellen. Der Vorsitzende weist auf die persönliche Verantwortlichkeit der Preisrichter und Preisrichterinnen gegenüber Auslober, Wettbewerbsteilnehmern und Öffentlichkeit hin. Er bittet darum, die große Leistung aller Teilnehmer durch entsprechend intensive und konzentrierte Bewertung aller vorhandenen Arbeiten zu honorieren.

1.4 Bericht der Vorprüfung
Frau Schmidt-Rathert (Koordinatorin des Verfahrens) beschreibt den Verfahrensablauf der Vorprüfung. Der schriftliche Bericht liegt vor. Der Abgabetermin der Pläne war am 21.09.2009. Die Arbeiten mußten bis 17.00 Uhr vorliegen. Die Arbeit 1719 ging am 22.09.2009 per Boten ein. Das Preisgericht beschließt, die verspätet eingegangene Arbeit 1719 wegen Verstoß gegen die Wettbewerbsbedingungen nicht zur Beurteilung zuzulassen. Weitere Verstöße wurden nicht festgestellt. Somit werden 18 Arbeiten ins Verfahren aufgenommen.

1.5 Informationsrundgang
Die dem Wettbewerbsverfahren zu Grunde liegende Aufgabenstellung wird in ihren Grundzügen erläutert. Ab 9.30 Uhr werden die Entwürfe in der Reihenfolge der Tarnzahlen 1701 -1718 von der Vorprüfung ausführlich und wertungsfrei vorgestellt. Der Informationsrundgang endet um 12.30 Uhr.

1.6 Erster Wertungsrundgang
Der Vorsitzende weist darauf hin, dass im ersten Wertungsrundgang Arbeiten nur einstimmig ausgeschieden werden können. Stimmenthaltungen sind nicht zugelassen. Bereits im ersten Wertungsrundgang werden alle Arbeiten städtebaulich und architektonisch eingehend betrachtet und diskutiert.

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Wegen gestalterischer und funktionaler Mängel werden folgende 5 Arbeiten einstimmig im ersten Wertungsrundgang aus dem Verfahren ausgeschieden: Arbeit 1702 Arbeit 1703 Arbeit 1706 Arbeit 1707 Arbeit 1717 Somit verbleiben 13 Entwürfe im Verfahren. Der erste Wertungsrundgang endet um 12.50 Uhr. Nach einer Mittagspause wird die Sitzung um 13.20 Uhr mit dem zweiten Wertungsrundgang fortgesetzt.

1.7 Zweiter Wertungsrundgang
Im zweiten Wertungsrundgang werden die im Verfahren verbliebenen 13 Wettbewerbsarbeiten weiter vertiefend betrachtet, erläutert und diskutiert. Es scheiden folgende 7 Arbeiten im zweiten Wertungsrundgang aus dem weiteren Verfahren aus (Stimmenverhältnis für Verbleib : gegen Verbleib im Verfahren). Arbeit 1704 Arbeit 1705 Arbeit 1708 Arbeit 1711 Arbeit 1712 Arbeit 1713 Arbeit 1716 1:6 2:5 0:7 2:5 1:6 1:6 1:6

Folgende Arbeit verbleiben im Verfahren (Stimmenverhältnis für Verbleib : gegen Verbleib im Verfahren). Arbeit 1701 Arbeit 1709 Arbeit 1710 Arbeit 1714 Arbeit 1715 Arbeit 1718 4:3 5:2 7: 0 4:3 4:3 7:0

Für die Arbeiten 1705, 1707 und 1713 werden Rückholanträge gestellt. Nach Diskussion wird über die Anträge wie folgt abgestimmt (Stimmenverhältnis für Verbleib : gegen Verbleib): Arbeit 1705 Arbeit 1707 Arbeit 1713 4:3 0:7 2:5

Somit wird die Arbeit 1705 ins Verfahren zurückgeholt und es verbleiben 7 Arbeiten im Verfahren. Der 2. Wertungsrundgang endet um 15.45 Uhr.

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1.8 Schriftliche Beurteilung der Arbeiten der engeren Wahl
Das Preisgericht beschließt, die Arbeiten der engeren Wahl schriftlich nach den Kriterien der Auslobung zu beurteilen. Die Arbeiten werden Gruppen aus Fach- und Sachpreisrichtern zugeteilt. Ab 17.00 Uhr werden die Einzelbeurteilungen vor den Arbeiten vorgetragen, diskutiert, ergänzt und verabschiedet.

Arbeit 1701 Der kubische Hallenbaukörper nimmt stirnseitig die Straßenflucht auf und schafft durch seine Anbindung an die Reinhold-Burger-Oberschule raumbildend, nicht als Solitär freigestellt, Außenräume unterschiedlichen Charakters und hoher Qualität. Er lässt keine Resträume entstehen, sondern bildet einen klar gefassten Schulhof und differenzierte Außenräume mit Sportflächen. Die Räume werden durch Mauern sinnvoll gegliedert; nur die Mauer zwischen Schulhof und Gymnastikwiese wäre stärker zu öffnen. Gebäudekörper und Freiflächen stehen untereinander in sinnvollem Bezug. Auch das Vis-à-vis zur alten Mälzerei ist sehr selbstverständlich gelöst. Das abweisende Erscheinungsbild der Fassade sowie die Eingangsgeste werden kritisch gesehen. Auch ist die durchbrochene Klinkerfassadenstruktur hinsichtlich der Belichtung für die Sporthallennutzung schwierig (trotz hohen Verglasungsanteils geringe Tageslichtnutzung). Funktional und in ihrer Raumanordung überzeugt die Arbeit. Zu bemängeln ist, dass die Galerie der oberen Sporthalle fehlt. Das Fluchttreppenhaus müsste räumlich vom Hallenzugang getrennt werden. Auf Grund seiner kompakten, zudem auch oberirdischen Bauweise liegt die Arbeit hinsichtlich ihrer Gesamtbaukosten sowie auch ihrer späteren Nutzungskosten sehr günstig. Der Entwurf stellt eine städtebaulich wie hochbaulich überzeugende Lösung dar.

Arbeit 1705 Der Entwurf wendet sich bewusst von der Blockstruktur der Umgebung ab und positioniert die Sporthalle als Solitär in das durchgrünte Blockinnere. Diese städtebauliche Idee erscheint zunächst als mögliches Konzept, das vom Preisgericht als wertvoller Beitrag gewürdigt wird. Die daraus folgende architektonische Ausformulierung eines gläsernen Volumens, das schwebend in einer Parklandschaft steht, folgt schlüssig der Grundidee. Allerdings wird vom Preisgericht bezweifelt, dass sich eine Vierfach-Sporthalle als Bautypus eines solitären Pavillon-Konzeptes eignet. Die großzügige Setzung der Halle auf dem Grundstück wird durch die Kombination von Kugelstoßfläche und Gymnastikfläche erkauft. Dies ist aus Nutzersicht nicht möglich. Schön ist die großzügige Anlage des Erdgeschosses mit dem Galeriebereich, wobei die Frage der Angemessenheit dieser Geste kontrovers diskutiert wird.

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Die Stirnseiten der Halle sind geschlossen auszuführen, was zu einer grundlegenden Änderung des Entwurfs bestimmenden Motivs eines schwebenden Körpers führen würde. Die Belichtung der Umkleideräume im Untergeschoss durch in Sitzelemente integrierte Oberlichter ist nicht glaubwürdig. Die Nutzungs- und Erstellungskosten sind überdurchschnittlich.

Arbeit 1709 Städtebaulich bezieht sich die Halle auf die Mälzerei und bildet eine großzügige Platzfläche zur Straße und nach Norden hin aus. Zwei Eingänge führen gleichwertig auf eine gemeinsame großzügige Halle, von der eine offene Treppe nach oben führt. Sehr positiv wird hierbei die räumliche Durchbildung des Schnittes im Norden gesehen, die eine räumliche Verzahnung der Geschosse untereinander gewährleistet. Hierbei ist es z.B. möglich, vom unteren Eingangsfoyer direkt in die untere Sporthalle zu blicken. Der obere Erschließungsgang ist zweigeschossig und arbeitet mit einer interessanten Lichtführung. Diese Arbeit schafft es, eine angemessene Interpretation der Fassaden für den Ort zu gestalten. Eine lamellenartige Werkssteinfassade mit großen Glasanteilen im Erdgeschossbereich erzeugt einen interessanten Sockelbereich. Der mittlere Bereich aus geschlemmtem beigefarbenem Klinker in wildem Verband ist geschlossen gehalten. Das Dach hingegen wird als „gläserne Laterne“ aus Gussglasprofilen gebildet. Das Gussglas kann aufgrund seines schlechten G-Wertes so ohne sommerlichen Wärmeschutz nicht realisiert werden. Diese drei wohlproportionierten Schichten werden gekonnt gegeneinander verschoben. Der gerade Abschluss nach Süden hin wird hierbei etwas kritisch gesehen. Insgesamt sind die Funktionsräume / Umkleiden etwas zu knapp geraten. Der Nutzer kritisiert die fehlende Galerie für den oberen Hallenbereich. Im Gegensatz zur gekonnten räumlichen Durchformulierung des Gebäudes, bleibt die Qualität des Außenraumes blass. Die Sportfunktionen wie Gymnastikwiese wurden nicht vollständig nachgewiesen. Die Nutzungs- und Erstellungskosten liegen unter dem Durchschnitt.

Arbeit 1710 Leitidee des Entwurfs ist, die Sporthalle als Bindeglied zwischen den beiden Schulstandorten, dem Rathaus und der ehemaligen Mälzerei auszuformulieren. Die Wegeverbindungen zwischen den Standorten sollen gestärkt werden. Folgerichtig wird die Sporthalle als kompakter Solitär konzipiert. In dem Entwurf werden durch die Setzung des Baukörpers präzise Beziehungen zur vorhandenen Baustruktur aufgenommen. Es gelingt mit sehr einfachen Mitteln, den Ort neu zu ordnen und die Außenräume zu formulieren. Die beiden Sporthallen werden gestapelt, wobei die untere Sporthalle um 4 m eingegraben wird. Der funktionalen Anordnung folgt der Fassadenentwurf mit einer Gliederung in Sockelzone, Mittelteil und Dachzone. Beide Sporthallen präsentieren sich so auf gleiche Weise in den Außenraum. Die Sockel- und Dachzonen aus umlaufenden Betonlisenen erzeugen mit einfachen Mitteln eine überzeugende Gestaltung des Baukörpers.

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Die Felder zwischen den Lisenen werden je nach Belichtungsanforderung mit Glaselementen oder opaken Elementen geschlossen. Die Eingangssituation als Adressbildung an der Neuen Schönholzer Straße ist eindeutig und funktional richtig gelöst. Die Grundrissorganisation ist einfach. Türen in den Fluchtwegen müssen entsprechend den brandschutztechnischen Anforderungen ausgebildet werden. Die lichten Höhen erscheinen zu gering, was eine Erhöhung des Baukörpers erforderlich machen wird. Dies erscheint bei Beibehaltung des Grundriss- und Fassadenkonzepts realisierbar. Eine insgesamt sehr präzise und im positiven Sinne einfache Arbeit. Es werden unterdurchschnittliche Kosten erwartet.

Arbeit 1714 Städtebau Durch die gekonnte Verschiebung der beiden abgesenkten Sporthallen, schafft es diese Arbeit, als einzige sowohl die städtebaulichen Bezüge der Schule / Straße als auch der alten Mälzerei aufzunehmen. Durch diese Verschiebung ergibt sich eine interessante Eingangslösung des neuen Gebäudekomplexes nach Süden und ein klarer Abschluss nach Norden. Es entsteht ein öffentlicher Bereich mit städtischen Platzqualitäten, der gut zwischen den beiden Schulstandorten vermittelt. Außenflächen und Gebäude sind sehr gut auf dem Grundstück positioniert. Fassade Die Klinkerfassade arbeitet mit einer Ornamentik, die in verschiedenen Texturen interpretiert wird. Die Straßenfassade nimmt in ihrer Höhenentwicklung den vorderen Gebäudekomplex der Mälzerei auf, wirkt aber ein wenig „exotisch“ im Straßenbild. Durch die Verlegung der Sportnutzflächen auf das Dach schafft es dieser Entwurf, einen großzügigen, interessanten Bodenbelag über große Teile des Grundstücks zu ziehen, der sich im Pausenhof geschickt mit dem Bestand und den Rasenflächen verzahnt. Sowohl durch die großmaßstäbliche Gebäudeform, als auch durch die eigenwillige Platzgestaltung schafft diese Arbeit einen eigenständigen Ort in Pankow. Folgende Punkte werden kritisch gesehen: 1) Die Gewebeeinfassung an den Sportbereichen auf dem Dach. Hier wird ein möglichst einheitliches Erscheinungsbild nach außen angestrebt, wie es im Modell erscheint. Da die Sportfelder sowieso mit künstlichen Bodenbelägen ausgestattet werden, scheint eine Verlegung auf das Dach konsequent. Ein unabhängiger Eingang vom Pausenhof zu den Sportflächen erscheint jedoch wünschenswert. 2) Die Glasflächen an den Schmalseiten der Sporthalle sind nicht erwünscht. Da sie jedoch im verschatteten Bereich liegen, muss dieses mit den Nutzern diskutiert werden. 3) Die Funktionsbereiche sind knapp bemessen und die Umkleiden werden nur durch Oberlichter beleuchtet. Auf Grund des großen Gebäudevolumens liegen die Nutzungs- und Erstellungskosten sehr hoch. Das Gebäude erscheint der Wettbewerbsjury im Kostenrahmen nicht realisierbar.

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Arbeit 1715 Die Arbeit verzichtet auf eine Absenkung und stellt sich selbstbewusst als Solitär zwischen Vorderhaus der Reinhard-Burger-Oberschule und Alter Mälzerei. Durch die Aufnahme der orthogonalen Struktur der Alten Mälzerei schafft der Entwurf eine neue Vorplatzsituation als Eingang zum Schulgelände und zur Sporthalle. Mit dem Heranrücken an die Neue Schönholzer Straße gelingt dem Verfasser eine optimale Ausnutzung der Freiflächen des Grundstückes für den Außensport und schafft einen harmonischen Übergang für die Pausennutzung. Das Raumprogramm wird erfüllt und funktional richtig zugeordnet. Die Trennung in Stiefel- und Turnschuh-Bereiche wird begrüßt. Die Flächen für Technik und die großzügige Loggia sind überdimensioniert und helfen offensichtlich, das Gebäudevolumen zu einem Kubus zu füllen. Durch geänderte Geschossaufteilungen der Nebenräume könnte eine Optimierung ohne Qualitätsverlust erfolgen. Die gewählte Farbigkeit des vorgeschlagenen Fassadenmaterials und die starke feingegliederte Vertikalität sowie der ausgeprägte Wechsel zwischen geschlossenen und transluzenten Flächen wirkt allerdings irritierend und erscheint bautechnisch und gestalterisch nicht ausgereift. Die Arbeit ist funktional ein guter und solide durchgearbeiteter Beitrag für die Aufgabenstellung und löst sie im vorgegebenen Kostenrahmen, bleibt aber gestalterisch zurück. Die angestrebte Energieeffizienz wird bezweifelt.

Arbeit 1718 Der Sporthallenneubau setzt mit seiner Stirnseite die Blockrandbebauung fort. Dadurch entsteht zwischen Sporthalle und ehemaliger Mälzerei eine grüne Fuge. Das Preisgericht würdigt, dass dadurch die ehemalige Mälzerei als baugeschichtliches Ensemble in ihrer städtebaulichen Sonderstellung gestärkt wird. Gleichzeitig wird dadurch jedoch die Stirnseite der Sporthalle zu einer straßenseitigen Fassade. Das umlaufend verglaste Erdgeschoss kann nicht überzeugen, da aus funktionalen Gründen die Fenster an den Stirnseiten hintermauert sein müssen. Zwischen Sporthallenneubau und Schulvorderhaus entsteht ein gemeinsamer Eingang, der ohne Vorplatz sehr schlicht gelöst ist. Das vorgeschobene Plateau im Erdgeschoss bildet ein attraktives Element. Die Außensportanlagen werden sinnvoll und räumlich gut angeordnet, die Verbindung von Pausenhof und Außensportflächen überzeugt. Die architektonische Raumaufteilung ist gut gelöst. Insgesamt handelt es sich um einen soliden gut durchgearbeiteten Entwurf, der jedoch an der Schnittstelle zwischen Städtebau und Architektur nicht konsequent zu Ende gedacht ist.

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1.9 Festlegung der Rangfolge und Preise
Nach Verabschiedung der schriftlichen Beurteilungen werden die Entwürfe der Engeren Wahl vergleichend diskutiert und bewertet. Zunächst wird ein Meinungsbild über die Einteilung der Arbeiten in die Ankauf- und Preisgruppe gemäß der in der Auslobung genannten Anzahl von 4 Preisen und 3 Ankäufen erstellt. Es wird eine Ankaufsgruppe, bestehend aus den Arbeiten 1705, 1714 und 1715 und eine Preisgruppe aus den Arbeiten 1701, 1709, 1710 und 1718 angeregt. Diesem Vorschlag folgt das Preisgericht einstimmig. Es werden folgende ausgezeichnet: Ankauf Ankauf Ankauf 3.500 € 3.500 € 3.500 € Arbeiten einstimmig mit einem Ankauf

Arbeit 1705 Arbeit 1714 Arbeit 1715

Nach einer weiteren vergleichenden Diskussion wird die Verteilung der Preise im Einzelnen auf entsprechenden Antrag wie folgt abgestimmt: 1. Preis 2. Preis 3. Preis 4. Preis 17.500 € 11.700 € 8.000 € 5.300 € Arbeit 1710 Arbeit 1701 Arbeit 1709 Arbeit 1718 (Stimmenverhältnis 5 : 2) (Stimmenverhältnis 5 : 2) (Stimmenverhältnis 4 : 3) (Stimmenverhältnis 5 : 2)

1.10 Empfehlung des Preisgerichtes
Das Preisgericht empfiehlt dem Auslober, die Arbeit, die mit dem 1. Preis ausgezeichnet wurde, der weiteren Bearbeitung zu Grunde zu legen. Dabei sind die in der schriftlichen Beurteilung genannten Hinweise und Kritikpunkte zu berücksichtigen. Insbesondere wird empfohlen: - die lichten Raumhöhen sind zu überarbeiten. - die funktionalen Anforderungen an die Umkleiden, den Lehreraufsichtsraum im 2. OG und die erforderlichen Technikflächen sind zu gewährleisten. - das Fluchtwegekonzept ist zu präzisieren.

1.11 Öffnung der Verfasserklärungen
Die Umschläge mit den Verfassererklärungen werden geöffnet. Die Namen der Wettbewerbsteilnehmer werden verlesen (s. 1.15 Wettbewerbsteilnehmer).

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1.12 Abschluss der Sitzung
Die Vorprüfung wird entlastet. Der Vorsitzende dankt allen Mitgliedern des Preisgerichtes für die engagierte und konstruktive Mitarbeit und gibt den Vorsitz an Herrn Ostendorff zurück. Frau Keil und Herr Ostendorff bedanken sich für die geleistete Arbeit. Die Sitzung endet um 18.00 Uhr. Das Protokoll wurde vom Vorsitzenden des Preisgerichts gelesen und genehmigt.

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1.13 Protokollfreigabe der Preisrichter

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1. 14 Anwesenheitsliste
Begrenzt offener Realisierungswettbewerb Sporthalle Neue Schönholzer Straße Berlin Pankow Sitzung des Preisgerichts Donnerstag, den 08.10.2009, 9.00 Uhr - 18.00 Uhr Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin, Württembergische Straße 6, 10707 Berlin

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1.15 Wettbewerbsteilnehmer
Preisträger Arbeit 1710 1. Preis

schulz & schulz architekten gmbh, Leipzig in Arge mit Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Dresden Ansgar Schulz, Benedikt Schulz Dirk Lämmel, Matthias Hönig, Laurenz Andritz Rehwaldt Landschaftsarchitekten Till Rehwaldt Tragwerksplanung: Seeberger Friedl und Partner, München

Verfasser Mitarbeiter Landschaftsplanung

Sonderfachleute / Berater

Arbeit 1701 2. Preis

mvmarchitekt+starkearchitektur, Köln in Arge mit clubL94 Landschaftsarchitekten, Köln michael viktor müller, architekt, BDA sonja starke, architektin Dominik Wanisch clubL94 Landschaftsarchitekten Frank Flor, Burkhard Wegener, Götz Klose, Jörg Hohmann Heike Plagmann Tragwerksplanung: WHP - Weischede Hermann und Partner, Stuttgart Dipl.- Ing. Rummel

Verfasser Mitarbeiter Landschaftsplanung

Mitarbeiter Sonderfachleute / Berater

Arbeit 1709 3. Preis

Alten Architekten, Berlin in Arge mit Harms Wulf Garten- und Landschaftsarchitekten, Berlin Olaf Kobiella Harms Wulf Garten- und Landschaftsarchitekten Tragwerksplanung: TWP, Ruffert & Partner, Berlin H. Bruch

Mitarbeiter Landschaftsplanung

Sonderfachleute / Berater

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Arbeit 1718 4. Preis

Peter W. Schmidt Architekt BDA, Berlin in Arge mit Adler und Olesch Landschaftsarchitekten BDLA, Berlin Peter W. Schmidt Herbert Hussmann, Patrick Lau, Alexander Raab, Anja Retzlaff, Lydia Benner Adler und Olesch Landschaftsarchitekten Michael Adler, Michael Olesch

Verfasser Mitarbeiter

Landschaftsplanung

Arbeit 1705 Ankauf f

Bruno Fioretti Marquez Architekten, Berlin in Arge mit capatti staubach urbane landschaften GbR, Berlin Dipl.- Ing. Arch Piero Bruno Lars-Sebastian Dillner, Rubén Jodar, Regina Maria Münstermann capatti staubach urbane landschaften, Berlin Tragwerksplanung: Winter, Beratende Ingeniere GmbH Bauphysik: Ingenieurbüro Axel C. Rahn GmbH Modellbau: Fernando Gonzalez

Verfasser Mitarbeiter

Landschaftsplanung Sonderfachleute / Berater

Arbeit 1714 Ankauf

AFF architekten, Berlin in Arge mit Landschafts.Architektur Birgit Hammer, Berlin AFF architekten Ulrike Dix, Martin Fröhlich, Sven Fröhlich, Franziska Sturm, Praktikantin Andrea Kuhn Birgit Hammer Ulrike Brinsa

Verfasser Mitarbeiter

Landschaftsplanung Mitarbeiter

Arbeit 1715 Ankauf

Schuster Architekten, Düsseldorf r in Arge mit Nagel Schonhoff und Partner, Hannover Prof. Dipl. Ing. Jochen Schuster Dipl. Ing. Arch. Katrin Kahlert Nagel Schonhoff und Partner Dipl. Ing. Bodo Schulze Büro für Sonnenenergie: Stahl und Weiss, Freiburg

Verfasser Mitarbeiter Landschaftsplanung

Sonderfachleute / Berater

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Arbeit 1704 2. Rundgang

Numrich Albrecht Klumpp, Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin in Arge mit Thomanek Duqesnoy Boemans, Berlin Dipl.-Ing. Arthur Numrich Julian Wagner, Matthias Sturm, Michael Filser, Carl-Christian Schmidt Thomanek Duquesnoy Boemans Tragwerksplanung: Pichler Ingenierure GmbH, Berlin Technische Gebäudeausrüstung: Ingenieurgesellschaft W33 mbH, Berlin

Verfasser Mitarbeiter

Landschaftsplanung Sonderfachleute / Berater

Arbeit 1708 2. Rundgang

4a Architekten GmbH, Stuttgart in Arge mit Prof. Schmid/Treiber/Partner BDLA, IFLA, Leonberg Matthias Burkart, Alexander von Salmuth, Ernst Ulrich Tillmanns Barbara Croonenberg, Fredrik Larsson Prof. Schmid/Treiber/Partner Alexander Bucmüller M. Mucha, S. Wehr Ingenieurbüro Fischer + Friedrich, Waiblingen Roland Fischer

Verfasser Mitarbeiter Landschaftsplanung Mitarbeiter Sonderfachleute / Berater

Arbeit 1711 2. Rundgang

Schlattmeier Architekten Schlattmeier Planungs GmbH & Co KG, Herford in Arge mit Landschaftsarchitekten Kortemeier Brokmann, Herford Dipl.-Ing. Karsten F. Schlattmeier, Architekt BDA Ulrike Osterwald Kortemeier Brokmann Nils Kortemeier Tragwerksplanung: Ingenieurbüro Grage, Herford Dipl.-Ing. Guido Horst Haustechnik: Ing.-Büro Burckhard Schröder & Partner, Bielefeld Brandschutz: HHP Beratende Ingenieure GmbH, HHP Nordost, Braunschweig Dr. Rüdiger Hass

Verfasser Mitarbeiter Landschaftsplanung

Sonderfachleute / Berater

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Arbeit 1712 2. Rundgang

Dörr Ludolf Wimmer Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin in Arge mit Büro Gabi Kiefer, Berlin Joachim Dörr, Axel Ludolf, Josef Wimmer Gabi Kiefer H. Sparla Tragwerksplanung: IFT - Freydoun Vaziri - Elahi Technische Gebäudeausrüstung: RCI - Konzepte für Energie und Umwelt Mitarbeiter: Carsten Schiek

Verfasser Landschaftsplanung Mitarbeiter Sonderfachleute / Berater

Arbeit 1713 2. Rundgang

koopX architekten, Berlin in Arge mit flux, Dieterle Landschaftsarchitektur Guido Böhning, Dipl.-Ing. Freier Architekt Bettina Zalenga, Dipl.-Ing. Freie Architektin BDA flux, Dieterle Landschaftsarchitektur Jan Dieterle, Karlsruhe

Verfasser

Landschaftsplanung

Arbeit 1716 2. Rundgang

Lehrecke Ges. von Architekten mbH, Berlin in Arge mit Katja Erke Landschaftsarchitektur, Berlin Jakob Lehrecke mit Hans Witschurke Robert Witschurke, Ralf Tschöpe, Hanna Dettner, Remo Prange Katja Erke Tragwerksplanung: Peter Saradshow, SFB Bauing. GmbH, Berlin Lichtplanung: Meike Gössling, LichtVision GmbH, Berlin Technische Gebäudeausrüstung: Frank Ritthaler, Heimann Ing. GmbH, Berlin

Verfasser Mitarbeiter

Landschaftsplanung Sonderfachleute / Berater

Arbeit 1702 1. Rundgang

Ingrid Hentschel, Prof. Axel Oestreich Architekten BDA, Berlin in Arge mit Kirk und Specht, Berlin Ingrid Hentschel, Prof. Axel Oestreich Anne Grauhan, Steffen Braunholz Kirk und Specht Tragwerksplanung: Ingenieurbüro Wolfgang Krentel, Berlin

Verfasser Mitarbeiter Landschaftsplanung Sonderfachleute / Berater

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Arbeit 1703 1. Rundgang

Lehmann Architektur GmbH BDA - DWB in Arge mit w+p Landschaften / Wöhrle und Partner BDLA, Berlin Gerhard A., Gunnar A. und Grischa A. Lehmann Manuela Kimmig w+p Landschaften Wöhrle und Partner, BDLA Hans-Jörg Wöhrle Mitarbeiter: Sebastian Exner

Verfasser Mitarbeiter Landschaftsplanung

Arbeit 1706 1. Rundgang

Norbers Sachs Architekt BDA, Berlin in Arge mit Weidinger Landschaftsarchitekten, Berlin Norbert Sachs Alfredo Gonzales Plequezuelos Weidinger Landschaftsarchitekten Prof. Jürgen Weidinger Tragwerksplanung: Eisenloffel, Sattler + Partner, Berlin Dipl. Ing. Achim Sattler

Verfasser Mitarbeiter Landschaftsplanung

Sonderfachleute / Berater

Arbeit 1707 1. Rundgang

weinbrenner.single.arabzadeh.Architekten BDA, Werkgemeinschaft Partnerschaftsgesellschaft, Nürtingen in Arge mit Rainer Schmidt, Landschaftsarchitekt, Berlin weinbrenner.single.arabzadeh Giang Le Minh, Diane Löwe, Frank Kiessling, Pilar Sachez-Arjona Rainer Schmidt Tragwerksplanung: IB Furche und Zimmermann, Köngen Prof. Furche Bauphysik: IB Engeneering Facility Group, Ditzingen Herr Jäger

Verfasser Mitarbeiter

Landschaftsplanung Sonderfachleute / Berater

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Arbeit 1717 1. Rundgang

KSP Jürgen Engel Architekten GmbH, Berlin in Arge mit Levin Monsigny Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin Dipl. Ing. Jürgen Engel, Architekt BDA Anete Bajrami, Brigit Brandenbusch, Valentin Schmitz Levin Monsigny Landschaftsarchitekten Rob Grotewal Ingenieurbüro für Bauwesen: Wetzel & von Seht, Berlin David Fuentes Technische Gebäudeausrüstung: Zibell Willner & Partner GmbH Dipl. Ing. Sven Bega Beratung Grafik: Dipl. Ing. Ulrike Koller

Verfasser Mitarbeiter

Landschaftsplanung

Sonderfachleute / Berater

Arbeit 1719 Nicht zur Beurteilung zugelassen

Prof. Bernhard Winking Architekten BDA mit Martin Froh, Berlin in Arge mit Bernard und Sattler. Berlin Martin Froh, Stefan Bernard Michael Sägesser Fabian Lux Nataliya Borys Bernard und Sattler Landschaftarchitekten

Verfasser Mitarbeiter

Landschaftsplanung

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2.

Bericht der Vorprüfung

2.1 Einlieferung der Arbeiten
Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden in einem vorgeschalteten Bewerbungsverfahren (Teilnahmewettbewerb gemäß GRW und VOF) durch ein vom Preisgericht unabhängiges Auswahlgremium 20 Architekten und 2 Nachrücker in Arbeitsgemeinschaft mit Landschaftsarchitekten ausgewählt. 3 Büros haben ihre Teilnahme vor der Ausgabe der Auslobungsunterlagen abgesagt. Der Abgabetermin für die Planunterlagen war der 21. September 2009. Der Abgabetermin für die Modelle war der 28. September 2009. Die Unterlagen mußten jeweils bis spätestens 17.00 Uhr bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in der Brückenstraße 6 in 10179 Berlin vorliegen. Es gingen 18 Arbeiten in allen Teilen erkennbar termingerecht ein. Die Arbeit 1719 ging am 22. September um 13.10 Uhr per Boten ein. Es wurde ein Einsendebeleg nachgereicht, aus dem hervorgeht, dass die Arbeit am 21. September bei einem Lieferservice aufgegeben wurde. Alle 19 Wettbewerbsarbeiten wurden bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Brückenstraße 6, 10179 Berlin entgegengenommen. Kenziffern, Eingangsdaten sowie Art und Zustand der Verpackung wurden in einer Sammelliste erfasst. Die Wettbewerbsunterlagen wurden ungeöffnet in die Räume der Vorprüfung, Alte Kantine, Raum 560, Württembergische Straße 6, transportiert. Die 1719 wurde vorbehaltlich der Entscheidung des Preisgerichtes, die Arbeit zum Verfahren zuzulassen, vorgeprüft.

2.2

Anonymisierung

Die Wettbewerbsarbeiten wurden in allen Teilen mit einer 4-stelligen Tarnzahl von 1701 bis 1719 gekennzeichnet, die Kennziffern wurden dabei verdeckt. Die Vergabe der Tarnzahlen erfolgte zufällig, ein Rückschluss auf die Reihenfolge des Eingangs ist nicht möglich. Die ebenfalls mit den Tarnzahlen versehenen Verfassererklärungen wurden unter Verschluss genommen.

2.3

Vollständigkeit der Arbeiten

Geprüft wurde die Vollständigkeit der Wettbewerbsarbeiten gem. Punkt 1.10 Geforderte Leistungen der Ausschreibung.

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Perspektivische Darstellungen waren nicht zugelassen. Bei den Arbeiten 1705 und 1710 wurden diese vorbehaltlich der Entscheidung des Preisgererichts von der Vorprüfung abgedeckt. Alle Arbeiten sind vollständig und prüffähig.

2.4 Vorprüfung
Verfahren Die Vorprüfung wurde vom 22. September bis zum 04. Oktober im Hause der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Württembergische Straße 6, 10707 Berlin, Raum 560 (Alte Kantine) durchgeführt. Die Prüfung erfolgte durch drei Vorprüfer (Architekten), zwei Kostenprüfer (Architekten), einen Ingenieur für Energieeffizienz und drei Mitarbeiter der Vorprüfung. Zu jeder Wettbewerbsarbeit wurde ein Einzelbericht angefertigt, der die Ergebnisse der Vorprüfung zusammenfasst. Vorprüfung und Protokollierung der Ergebnisse folgten den unter Punkt 3.16 der Ausschreibung genannten Beurteilungskriterien. Die Gliederung wurde angepasst, der Kriterienbereich Baukonstruktion eingefügt.

Kriterien Städtebau - Stadträumliche Gestaltung / Denkmalschutzbelange - Einbindung in die Umgebung - Adressbildung - Freiflächenkonzeption - Baukörper, Gestaltung, Ablesbarkeit Funktionalität, Pflegeaufwand - Erschließung (außen und innen) - Funktionale Zuordnung - Räumliche Qualität - Raumzuschnitte, Belichtung, Belüftung

Gestaltung

Funktion

Baukonstruktion Realisierbarkeit - Programmerfüllung - Nachhaltigkeit und Energieeffizienz - Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Einhaltung des Kostenrahmens - Barrierefreiheit - Genehmigungsfähigkeit

Entwurfsdaten Der Nachweis des Raumprogramms und die von den Wettbewerbsteilnehmern vorgelegten Entwurfsdaten wurden überprüft und ggf. korrigiert. Folgende Daten werden in tabellarischer Zusammenstellung in den Einzelberichten aufgeführt:

Sporthalle Neue Schönholzer Straße / Ergebnisprotokoll

29

- Nutzfläche NF (Raumprogramm 1. - 8, ohne WCs, Technik) - Technikflächen - WC-Flächen - Nutzfläche + WCs + Technikflächen - Brutto-Grundfläche BGFa - Brutto-Rauminhalt BRI (V) - Gebäudehüllfläche A - Quotient BGFa / NF - Quotient A / V - Überbaute Fläche - Kosten (KG 200 - 700) Zum Quervergleich wurden Balkendiagramme zu einzelnen Werten sowie eine Tabelle mit allen Daten aller Arbeiten erstellt.

Sachverständige Bei der Vorprüfung haben die folgenden Sachverständigen beratend mitgewirkt: Susanne Jahn, Karl-Heinz Urban.

Berlin, den 05. Oktober 2009

Sporthalle Neue Schönholzer Straße / Ergebnisprotokoll

31

2.5

Balkendiagramme - Quervergleich

Nutzfläche - Ist (Raumprogramm 1. - 8.) und BGF - m²

Soll
2.429 m²

Bruttorauminhalt - m³

Kosten (KG 200 - 700) - €
9.565.085 9.671.409
Gesamtkosten- Ist

9.923.672

8.952.198

8.945.359

8.923.813

8.338.664

8.394.231

8.455.157

8.302.186

9 7.902.612

7.720.985 2

1 7.611.477

2 7.724.450

8 8.243.820

8.327.578

10.000.000

8.637.659

9.072.850

9.297.946

Soll
8.400.000 €

8.000.000

6.000.000

4.000.000

2.000.000

1701 1702 1703 1704 1705 1706 1707 1708 1709 1710 1711 1712 1713 1714 1715 1716 1717 1718 1719

Sporthalle Neue Schönholzer Straße / Ergebnisprotokoll

32

2.6

Zusammenstellung der Daten

1701
Flächen und Rauminhalte

1702

1703

1704

1705

NF Ist - Raumprogramm 1. - 8. NF Soll - Raumprogramm 1. - 8. WCs Technikflächen NF + WCs + TF BGF - Gesamt BRI - Gesamt Gebäudehüllfläche (A) BGF Ist / NF Ist BGF Ist / NF Soll A/V Überbaute Fläche Kosten Gesamtkosten KG 200-700 Ist Gesamtkosten KG 200-700 Soll Verhältnis zum Soll=100% Kostenkennzahlen KG 200-700 Gesamt Gesamtbaukosten / BGF KG 200-700 / BGF Ist Gesamtbaukosten KG 200-700 BGF BKI Gesamtbaukosten / NF KG 200-700 / NF Ist Gesamtbaukosten / BRI a KG 200-700 / BRI IST Gesamtbaukosten / BRI a KG 200-700 / BRI IST

m² m² m² m² m² m² m³ m²

2.456 2.429 68 77 2.601 3.633 23.208 5.682 1,48 1,50 0,24

2.466 2.429 86 56 2.608 3.990 27.655 6.484 1,62 1,64 0,23 1.592

2.436 2.429 16 80 2.532 3.739 22.707 5.920 1,53 1,54 0,26 1.308

2.380 2.429 41 140 2.561 4.109 23.710 6.476 1,73 1,69 0,27 1.612

2.446 2.429 36 58 2.540 4.224 28.017 6.299 1,73 1,74 0,22 1.708

m²

1.407

€ €

7.720.985 8.400.000

8.952.198 8.400.000

7.902.612 8.400.000

8.945.359 8.400.000

8.923.813 8.400.000

0,92

1,07

0,94

1,06

1,06

€/m² €/m²

2.125 1.941

2.244 1.941

2.114 1.941

2.177 1.941

2.113 1.941

€/m²

3.188

3.696

3.263

3.693

3.684

€/m³ €/m³

333 323

324 323

348 323

377 323

319 323

Sporthalle Neue Schönholzer Straße / Ergebnisprotokoll

33

1706
Flächen und Rauminhalte

1707

1708

1709

1710

NF Ist - Raumprogramm 1. - 8. NF Soll - Raumprogramm 1. - 8. WCs Technikflächen NF + WCs + TF BGF - Gesamt BRI - Gesamt Gebäudehüllfläche (A) BGF Ist / NF Ist BGF Ist / NF Soll A/V Überbaute Fläche Kosten Gesamtkosten KG 200-700 Ist Gesamtkosten KG 200-700 Soll Verhältnis zum Soll=100% Kostenkennzahlen KG 200-700 Gesamt Gesamtbaukosten / BGF KG 200-700 / BGF Ist Gesamtbaukosten KG 200-700 BGF BKI Gesamtbaukosten / NF KG 200-700 / NF Ist Gesamtbaukosten / BRI a KG 200-700 / BRI IST Gesamtbaukosten / BRI a KG 200-700 / BRI IST

m² m² m² m²

2.443 2.429 66 94 2.603

2.465 2.429 50 186 2.701 3.914 22.591 6.164 1,59 1,61 0,31 1.690

2.464 2.429 49 114 2.627 3.866 25.284 5.874 1,57 1,59 0,23 1.524

2.377 2.429 39 31 2.447 3.259 23.898 5.748 1,39 1,34 0,24 1.443

2.460 2.429 54 50 2.564 3.338 22.174 5.339 1,36 1,37 0,24 1.508

m² m³ m²

4.281 27.439 6.971 1,75 1,76 0,25

m²

1.692

€ €

9.565.085 8.400.000

8.637.659 8.400.000

8.302.186 8.400.000

7.611.477 8.400.000

7.724.450 8.400.000

1,14

1,03

0,99

0,91

0,92

€/m² €/m²

2.234 1.941

2.207 1.941

2.147 1.941

2.336 1.941

2.314 1.941

€/m²

3.949

3.566

3.428

3.143

3.189

€/m³ €/m³

349 323

382 323

328 323

318 323

348 323

Sporthalle Neue Schönholzer Straße / Ergebnisprotokoll

34

1711
Flächen und Rauminhalte

1712

1713

1714

1715

NF Ist - Raumprogramm 1. - 8. NF Soll - Raumprogramm 1.- 8. WCs Technikflächen NF + WCs + TF BGF - Gesamt BRI - Gesamt Gebäudehüllfläche (A) BGF Ist / NF Ist BGF Ist / NF Soll A/V Überbaute Fläche Kosten Gesamtkosten KG 200-700 Ist Gesamtkosten KG 200-700 Soll Verhältnis zum Soll=100% Kostenkennzahlen KG 200-700 Gesamt Gesamtbaukosten / BGF KG 200-700 / BGF Ist Gesamtbaukosten KG 200-700 BGF BKI Gesamtbaukosten / NF KG 200-700 / NF Ist Gesamtbaukosten / BRI a KG 200-700 / BRI IST Gesamtbaukosten / BRI a KG 200-700 / BRI IST

m² m² m² m² m² m² m³ m²

2.414 2.429 57 193 2.642 3.692 23.171 8.504 1,53 1,52 0,40

2.433 2.429 40 28 2.501 3.712 25.000 6.081 1,53 1,53 0,24 1.445

2.424 2.429 87 63 2.574 3.742 24.011 6.162 1,54 1,54 0,26 1.501

2.406 2.429 75 32 2.513 3.492 26.492 10.970 1,45 1,44 0,41 2.948

2.450 2.429 58 224 2.732 3.902 25.591 5.844 1,59 1,61 0,23 1.410

m²

2.562

€ €

9.671.409 8.400.000

8.338.664 8.400.000

8.394.231 8.400.000

9.923.672 8.400.000

8.455.157 8.400.000

1,15

0,99

1,00

1,18

1,01

€/m² €/m²

2.620 1.941

2.246 1.941

2.243 1.941

2.842 1.941

2.167 1.941

€/m²

3.993

3.443

3.466

4.097

4.491

€/m³ €/m³

418 323

334 323

350 323

375 323

330 323

Sporthalle Neue Schönholzer Straße / Ergebnisprotokoll

35

1716
Flächen und Rauminhalte

1717

1718

1719

NF Ist - Raumprogramm 1. - 8. NF Soll - Raumprogramm 1. - 8. WCs Technikflächen NF + WCs + TF BGF - Gesamt BRI - Gesamt Gebäudehüllfläche (A) BGF Ist / NF Ist BGF Ist / NF Soll A/V Überbaute Fläche Kosten Gesamtkosten KG 200-700 Ist Gesamtkosten KG 200-700 Soll Verhältnis zum Soll=100% Kostenkennzahlen KG 200-700 Gesamt Gesamtbaukosten / BGF KG 200-700 / BGF Ist Gesamtbaukosten KG 200-700 BGF BKI Gesamtbaukosten / NF KG 200-700 / NF Ist Gesamtbaukosten / BRI a KG 200-700 / BRI IST Gesamtbaukosten / BRI a KG 200-700 / BRI IST

m² m² m² m²

2.423 2.429 49 64 2.536

2.681 2.429 118 211 3.010 4.710 28.024 6.206 1,76 1,94 0,22 1.549

2.466 2.429 40 31 2.537 3.594 26.475 5.947 1,46 1,48 0,22 1.537

2.465 2.429 38 180 2.683 4.095 24.570 5.443 1,66 1,69 0,22 1.373

m² m³ m²

3.984 24.297 5.835 1,64 1,64 0,24 1.618

€ €

9.072.850 8.400.000

9.297.946 8.400.000

8.243.820 8.400.000

8.327.578 8.400.000

1,08

1,11

0,98

0,99

€/m² €/m²

2.277 1.941

1.974 1.941

2.294 1.941

2.034 1.941

€/m²

3.746

3.839

3.404

3.438

€/m³ €/m³

373 323

332 323

311 323

339 323

Sporthalle Neue Schönholzer Straße / Ergebnisprotokoll

37

2.7

Einzelberichte zu den Wettbewerbsarbeiten 1701 - 1719

mvmarchitekt+starkearchitektur, Köln mit clubL94 Landschaftsarchitekten, Köln / 2. Preis

1701

Sporthalle Neue Schönholzer Straße / Ergebnisprotokoll

1701

Städtebau und Gestaltung - Kubischer Hallenbaukörper übernimmt mit der Stirnseite die Straßenflucht. - Gebäudehöhe 18 m, gestapelte Hallen, nach Norden abgestaffelt auf 14 m für Nebenraumschiene. - Torsituation und gemeinsame Adresse für Sport und Schule mittels massiver Vordachkonstruktion, die sich aus dem Neubaukörper entwickelt und an die Brandwand der Reinhold-Burger-Oberschule in der Höhe von 11,60 m voller Tiefe mit neuer, angelehnter Klinkerwand anbindet. - Klinkermauer, 3 m hoch als Fortführung der nördlichen Gebäudeflucht und Abgrenzung zum Schulhof und zu den südl. und östl. angrenzenden Grundstücken fasst die Aussensportfläche im Osten und Süden ein. Kontrollierte Eingänge vom Schulhof und von der Straße. - Sportanlagen als „Intarsien“ in wassergebundener Decke. „Sonnenbank“ entlang der nördlichen Klinkermauer. - Baukörperhülle mit „monolithischem Charakter“ aus gelbem Klinkermauerwerk, strukturiert durch einen bandartigen auf Lücke gesetzten Kreuzverband mit dahinterliegenden Fensterbändern. - Viergeschossige Verglasung der nordwestlichen Baukörperecke markiert den Haupteingang über die überdachte Torsituation. Zugangsbreite zwischen Bestand und Halle 7 m. Funktionen - Ebenerdiger Eingang, kompaktes Foyer mit gebäudehohem Luftraum, angelagerte zweiläufige Treppe. - Gespiegelte Eingangssituation nach Osten zu den Aussenanlagen, dazwischen durchgesteckter Längsflur, Breite 2,20 m, Belichtung stirnseitig und über die Lücken der Vormauerung, Aufzug auf der Mitte angeordnet. - Vier Stichflure, 1,60 m breit zur Hallenebene im EG, dazwischen Geräteräume, Zuschauer-WCs und Lehrerraum. - 1.OG des Nebenraumtraktes mit Zuschauergalerie, 3 m breit, 2,50 m hoch zum Hallenluftraum über Hallenlänge, stirnseitig die Treppen. - 2.OG des Nebenraumtraktes analog zu 1.OG, Zuschauergalerie mit Blick auf untere Hallenebene. - Je 4 Umkleideräume linear an nördlicher Außenwand im 1. und 2. OG angeordnet, natürlich belichtet und belüftet, über Zuschauergalerie erschlossen. - Zweite Hallenebene im 3.OG, Organisation ana-

-

-

-

log zur ersten Hallenebene mit angelagerten Geräteräumen, Stichfluren. Keine Zuschauergalerie. Lichte Hallenhöhen 7 m. Belichtung / Belüftung der Hallen über Fensterbänder in der südlichen Längswand, ab 2 m über Hallenboden, Fensterhöhe 5 m, vorgelagert die Loch-Vorsatzschale. Technikräume in Teilunterkellerung des Nebenraumtraktes. Gymnastikwiese, ca. 675 m² mit integrierter Kugel-stoßanlage (Rasenfläche). Spielfeld im Osten zur Wohnbebauung. Laufbahn, Länge insgesamt 84 m an der südlichen Grundstücksgrenze mit integrietem Weitsprung. Außengeräteraum mit konischem Zuschnitt an der Brandwand der alten Turnhalle. 20 Fahrradstellplätze an der Brandwand der alten Turnhalle seitlich des Geräteraumes. 3 Behinderten-Stellplätze im Süden hinter der Klinkermauer an der Straße.

Baukonstruktion - Stahlbetonkonstruktion. Spannbetonfertigteilbinder. Innenwände aus Mauerwerk. - Aluminiumfenster als Dreh-Kippflügel. - Fassade im Foyer-Bereich Pfosten-Riegel-Konstruktion. - Sonnenschutz durch Vormauerung. - Extensive Dachbegrünung. Realisierbarkeit - Zwei Zuschauergalerien für eine Halle als Rettungswege und Erschließung der Umkleiden, offen zur Halle. 2. Halle ohne Zuschauergalerie. - Zweiter Ausgang aus den Hallen führt direkt in den Treppenraum. - Laufbahnen kombiniert mit Weitsprung. - Durchschnittlicher Wärmeschutz, kein plausibles Haustechnik-Konzept. - Hoher Verglasungsanteil bei gleichzeitiger Verschattung, geringe Tageslichtnutzung. - Fernwärmeversorgung, Lüftung mit WRGA, Solarthermie für TWW. - Kompakter Baukörper, unterdurchschnittliche BRI. - Gesamtbaukosten um 8 % unterschritten. - Nutzungskosten unterdurchschnittlich.

Planungsdaten Nutzfläche (RP 1.-8.) BGFa Kosten

Vorgabe 2. 429 m² 8.400.000 €

Entwurf 2.456 m² 3.633 m² 7.720.985 €

Ingrid Hentschel, Prof. Axel Oestreich, Berlin mit Kirk und Specht, Berlin / 1. Rundgang

1702

Sporthalle Neue Schönholzer Straße / Ergebnisprotokoll

1702

Städtebau und Gestaltung - Gegliederter, um 3,25 m abgesenkter Baukörper soll mit Platzierung und Baukörperausbildung zwischen den Umgebungsbauten mitteln. - Ausrichtung des Hallenbaukörpers mit Längsseite parallel zur Mälzerei. Nördlich angelagerter 3-geschossiger Nebenraumtrakt (Höhe 11,15 m) führt bis an Straßenfront. Konische Auskragung (max. Tiefe 4 m) des 2.OG nimmt Bezug zum Vorderhaus der Reinhold-Burger-Oberschule. Nebentrakt wird entlang Straßenkante weitergeführt und von eingeschossigem gefasstem Vorplatz ( ca. 15 x 9,5 m) als Hauptzugang abgeschlossen. - Hallenbaukörper (16,0 m) überragt Nebentrakt mit aufgesetztem Kubus mit leichtem Satteldach aus mattiertem Glas. - Nebenräume bilden zusammen mit unterem Hallenteil Mauerwerkssockel. - Straßenfassade von unterschiedlichen Baukörperhöhen und Rücksprüngen bestimmt. Lochfassade. Eingeschossig gefasster Vorplatz markiert mit zwei Durchgängen den Sporthalleneingang. - Auskragung des 2.OG (Höhe 5,8 m) zwischen Bestand und Neubau weist den Schulzugang. Zugangsbreite ca. 12,2 m. - Nordfassade: Liegendes Fassadenelement im EG durch Mauerwerksbänder und Oberlichter stark horizontal gegliedert. Östlicher Abschluss durch 2-geschossigen Rücksprung für Nebeneingang Reinhold-Burger-Oberschule. Straßenabschluss mit 2-geschossigem Foyerfenster. Obergeschoss regelmäßige Lochfassade. - Vertikale Gliederung der Südfassade im EG durch regelmäßig angeordnete, stehende Fensteröffnungen. Einblickmöglichkeit in Halle. - Sportfreiflächen südlich und östlich des Neubaus. Funktionen - Hauptzugang führt in Foyer mit 3-geschossigem Luftraum vor verglaster Gebäudeecke. Aufzug und Treppenhaus zur Straße. Weiteres Treppenhaus in nordöstlicher Gebäudeecke. Dazwischen spannt Flur. - Unterer Hallenebene im UG auf –3,25 m. Unbelichteter Flur an nördlicher Außenwand. Geräteräume, Sportlertoiletten und Lehrerraum schließen an Halle an. - Obere Hallenebene auf + 6,5 m. Raumorganisation analog unterer Halle. Sportlerfoyer in nordwestlicher Flurausweitung im Bereich Auskragung. Belichtung über Lochfassade. - Im EG für untere Halle Umkleide/ Waschräume, Lehrerraum und Zuschauertoiletten an Außenfassade (Oberlichter). - Im 1.OG Umkleide/Waschräume für obere Halle. Raumanordnung analog EG.

- Erschließungsflur im EG (Breite 1,80 m) entlang Hallenlängsseite wird auch als Zuschauergalerie genutzt. Obere Halle ohne Zuschauergalerie. - Technikräume im UG und 2. OG. - Außengeräteraum mit konischem Zuschnitt an Brandwand alte Turnhalle. - Belichtung unterer Halle ab 3,25 m über südliche Seitenfenster. Fensterhöhe 3,5 m. Blendjalousien zwischen Fensterflügeln. Belichtung oberer Halle ab 4,65 m über umlaufende Kubusglasfassade. - Laufbahn (78 m + 6 m) und Weitsprunganlage an südlicher Grundstücksgrenze. Östlich von Halle Gymnastikwiese und Kugelstoßanlage (zusammen ca. 400 m²). Kleinspielfeld zur Wohnbebauung. - Teils Sitzmauern/bänke an Spielfeldrändern. - Behindertengerechter Stellplatz und Fahrradstellplätze entlang Brandwand Vorderhaus ReinholdBurger-Oberschule. Weitere Fahrradstellplätze im Vorhof. - Platzgestaltung mit Betonsteinen, farblich an Fassade angepasst. Baukonstruktion - Gebäudesockel: Stahlbetonkonstruktion mit hinterlüftetem Verblendmauerwerk in wildem Verband mit hell-ockriger Buntsortierung, teils plastisch strukturiert. - Kubusaufsatz: Holzkonstruktion. Glasfassade: 50% geschlossen: Mattiertes Glas außen und innen, gedämmtes Zwischenraumelement. 40% transparente, feststehende Elemente mit mattiertem Glas. 10 % Drehflügel. - Innenwandverkleidung: großformatige, durchgefärbte MDF-Panelle. In unterer Halle ab 3,25 m Sichtbeton. - Dachfläche Nebenraumtrakt: extensiv begrünt. Realisierbarkeit - Treppenhäuser an Außenwand ohne direkten Ausgang ins Freie. - Obere Halle ohne Zuschauergalerie. - Durchschnittlicher Wärmeschutz, kein plausibles Haustechnik-Konzept. - Fernwärmeversorgung, Lüftung mit WRGA, Solarthermie für TWW. Geringe Technikflächen. - Geringe Kompaktheit, hoher BRI. - Gesamtbaukosten um 7 % überschritten. - Nutzungskosten überdurchschnittlich.

Planungsdaten Nutzfläche (RP 1.-8.) BGFa Kosten

Vorgabe 2. 429 m² 8.400.000 €

Entwurf 2.466 m² 3.990 m² 8.952.198 €

Lehmann Architekten, Berlin mit w+p Landschaften, Berlin / 1. Rundgang

1703

Sporthalle Neue Schönholzer Straße / Ergebnisprotokoll

1703
-

Städtebau und Gestaltung - Anordnen eines kompakten Baukörpers mit der Schmalseite zur Neuen Schönholzer Straße. - Durch Zurücksetzen der Halle Ausbilden eines ‚Grünen Tores‘ mit Baumbestand beidseits der Straße. - Anbinden an die Brandwand der vorhandenen Sporthalle mittels Außensportgeräteraum sowie Überdachung. - Ausbilden eines gemeinsamen Hauptzugangs zum Schulhof sowie zur Halle von der Neuen Schönholzer Straße am ‚Grünen Tor‘. - Gliederung der Freiflächen in Vorplatz mit gemeinsamen Zugang; Ausbilden eines durchgehenden Schulhofes bis zur Halle; zusammenhängende Sportflächen im Südosten. - Sich verengender Hauptzugang zur Halle setzt sich in der Gebäudegeometrie fort. - Weiterer Zugang vom Schulhof der Reinhold-Burger-Oberschule an der Längsseite. - Hallen gestapelt; untere Halle ca. 3 m abgesenkt. - Durchgängige Gebäudehöhe von 15 m. - Gliederung des Baukörpers in Hallenbereich und Nebentrakt, durch Glasfuge getrennt. - Vorsatzmauerwerk aus Klinkern. - Erschließungsbereiche mit großflächiger Verglasung; Nebenbereiche mit quadratischen Fensteröffnungen. - Untere Halle über Fensterband nach Süden; obere Halle über Sheddächer nach Nordwesten belichtet. - Bereich der Lüftungstechnik durch Fassadenschlitze und konisch zulaufende Oberlichter betont. - Fahrradstellplätze und ein behindertengerechter Stellplatz am Vorplatz angeordnet. Funktionen - Zugänge führen zu zentraler Erschließungsebene auf der mittigen Ebene der unteren Halle. - Verteilung im Gebäude über zwei seitliche Treppenhäuser sowie einen Aufzug. - Untere Halle über Fensterband nach Süden; obere Halle über Sheddächer nach Nordwesten belichtet. - Umkleiden/Duschen auf je zwei Ebenen pro Halle verteilt. - Umkleiden mit natürlicher Belichtung und Belüftung. - Behindertengerechtes WC nicht in Sanitärbereich angeordnet. - Eine innenliegende Lehrerumkleide pro Umkleidenebene. - Keine Sportlertoilette auf den Hallenebenen.

Zuschauergalerien auf 2 Ebenen pro Halle verteilt. Außengeräteräume mit ungünstigem Zuschnitt. Zonierung der Außenräume durch Wegeführung. Kleinspielfeld in Ost-West-Richtung östlich der Halle angeordnet; teilweise überdachter Zuschauerbereich am Schulhof. - Zwei Laufbahnen zwischen Halle und südlicher Grundstücksgrenze angeordnet. - Weitsprunggrube überschneidet sich mit Kugelstoßanlage. - L-förmige Gymnastikwiese im Nordosten. Baukonstruktion - Massivbauweise mit Decken und Wänden aus Ortbeton, Unterzüge als Betonfertigteile. - ‚Hochwärmegedämmte Außenflächen‘ (10 cm); Klinkervormauerwerk. - Holz-Aluminiumfenster mit außenliegenden StoffMarkisen.

Realisierbarkeit - Raumprogramm im Wesentlichen erfüllt; 2 zusätzliche Lehrerumkleiden. - Eine 75-Bahn fehlt. - Treppenhäuser nicht abgeschlossen und ohne direkten Ausgang ins Freie. - Behindertengerechte Toilette außerhalb der Umkleiden. - Wärmeschutz der Hüllflächen nicht spezifiziert. - Belichtung der Hallen über südorientierte Fenster bzw. Shed-Dach. - Hoher Anteil nordorientierter Fensterflächen. - Lüftungskonzept mit Luftüberströmung von den Hallen zu den Sanitärräumen (technisch problematisch). - Angaben zu Haustechnik-Konzept und Energieeffizienz sehr allgemein bzw. nicht vorhanden, Nutzung regenerativer Energie nicht erwähnt. - Kompakter Entwurf mit unterdurchschnittlichem BRI. - Gesamtbaukosten um 6 % unterschritten. - Nutzungskosten unterdurchschnittlich.

Planungsdaten Nutzfläche (RP 1.-8.) BGFa Kosten

Vorgabe 2. 429 m² 8.400.000 €

Entwurf 2.436 m² 3.739 m² 7.902.612 €

Numrich Albrecht Klumpp, Berlin mit Thomanek Duquesnoy Boemans, Berlin / 2. Rundgang

1704

Sporthalle Neue Schönholzer Straße / Ergebnisprotokoll

1704

Städtebau und Gestaltung - Polygonaler Baukörper (max. Höhe ca. 17 m) mit geneigten Dachflächen und diagonaler Firstlinie wird grundstücksmittig platziert. Fasst den Schulhof baulich. - Straßenraum an Neue Schönholzer Straße wird aufgeweitet. Entstehender Vorplatz korrespondiert mit gegenüberliegendem Platz. - Um 1,80 m abgesenkter Baukörper mit versetzt gestapelten Hallen nimmt städtebauliche Linien der Umgebung auf. Dachfläche zitiert vielfältige Dachlandschaft der Nachbarbebauung. - Nordwestlicher, großzügiger Gebäudeunterschnitt (8-14 m x ca. 25 m) kennzeichnet Hauptzugänge der Sporthalle. Treppen, Sitzstufen und Rampe (Neigung ca. 18 %) führen auf um 90 cm erhöhtes „offenes Foyer/Loggia“ mit Einblickmöglichkeit in untere Halle. Loggia auch als überdachter Pausenhof denkbar. - Durch zurückgesetzte Straßenfront und „offenes Foyer“ der Sporthalle soll Erschließung der Reinhold-Burger-Oberschule verbessert werden. - Einheitliche Fassade aus geschlemmtem Ziegelmauerwerk. - Baukörper mit einzelnen großflächigen Fensteröffnungen im Foyerbereich des EG und 1.OG. Perforierungen an den Hallenlängsseiten (untere Halle nach Süden, obere Halle nach Norden) mittels Gittermauerwerk. - Sportfreiflächen südlich und östlich des Neubaus. Gymnastikhof im 2.OG unter Dachöffnung (Öffnung 3,5 - 9,5 m x 26 m). - Freiflächengraphik abgeleitet aus Hallenausrichtung. Funktionen - Gebäudeunterschnitt führt in 2 separate Foyers. Westliches, hallenstirnseitiges mit einläufiger Treppe und Aufzug erschließt obere Halle. Nordöstliches Foyer mit einläufiger Treppe erschließt untere Halle. Foyers mit Einblickmöglichkeit in untere Halle. Zuschauertoiletten an straßenseitiges Treppenhaus angegliedert. - Untere Halle auf Ebene –1,80 parallel zur südlichen Grundstücksgrenze ausgerichtet. Ebenengleich zweihüftige Anordnung der Nebenräume mit erweiterter Flurzone. Ohne natürliche Belichtung / Belüftung. Hallenseitig Geräteräume (ungünstiger Raumzuschnitt), 2 Umkleideräume mit Waschraum und Lehrerraum (bei Hallentrennung nur Einsicht in eine Halle). An nördlicher Außenwand 2 Umkleideräume mit Waschräume, Lehrerraum und Sportlertoiletten (unterdimensioniert). - Obere Halle um 30° verschränkt, orthogonal zur

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Neuen Schönholzer Straße. Raumaufteilung analog zur unteren Ebene. Flurerweiterung als Aufenthaltsbereich mit großzügiger Verglasung. Hallenseitige Umkleiden unbelichtet. Im 2.OG bei + 9,8 m an östlicher Stirnseite Zuschauergalerie für obere Halle ab 3,5 m über Hallenboden. An südlicher Hallenlängsseite liegt auf Dachhof Gymnastikbereich (ca. 330 m²). Geschosshöhe UG 2,7 m. Technikräume im UG und 1.OG. Außengeräteraum im EG. Konstruktiver Sonnenschutz bei großen Hallenöffnungen durch Vorlagerung der „Loggia“ bzw. des Gymnastikhofs und durch vorgesetztes, perforiertes Gittermauerwerk. Östlich vom Neubau liegt Kugelstoßanlage (17 x 9 m), Kleinspielfeld (17 x 35 m) und Weitsprunganlage. Laufbahn (86 m) entlang südlicher Grundstücksgrenze. Dazwischen Zuschauertribüne. Stellplatz und Fahrradstellplätze im Vorplatz.

Baukonstruktion - Stahlbetonkonstruktion. Geschlemmte Ziegelvormauerschale. Kerndämmung. - Hallendeckenspannweiten ca. 4,5 m. Trägerhöhe ca. 1,5 m. Dach: Stahlbetondecke. Schüttung aus Ziegelbruch. Kerndämmung. - Aluminium-Glaskonstruktion. Realisierbarkeit - Rettungswegekonzept problematisch. - Barrierefreie Erschließung der Nebenräume im UG nur über Halle. Rampenneigung ca. 18%. - Zugang zu 2. Rettungsweg in Hallenstirnseite. - Perforierte Fenster/Wandöffnung ab 1,2 m in oberer Halle. - Unstimmigkeiten zwischen Ansicht Süd, Nord und Grundrissen. - Problematische Leitungsführung durch versetzt angeordnete Hallen. - Guter Wärmeschutz, nachvollziehbares Haustechnik-Konzept. Geringe Tageslichtnutzung durch Verschattung und fensterlose Nebenräume. - Fernwärmeversorgung, Lüftung mit WRGA und Luftkollektor, Solarthermie für TWW. - Baukörper durchschnittlich kompakt. - Gesamtbaukosten um 6 % überschritten. - Nutzungskosten überdurchschnittlich. Planungsdaten Nutzfläche (RP 1.-8.) BGFa Kosten 8.400.000 € Vorgabe 2. 429 m² Entwurf 2.380 m² 4.109 m² 8.945.359 €

Bruno Fioretti Marquez, Berlin mit capatti staubach urbane landschaften, Berlin / Ankauf

1705

Sporthalle Neue Schönholzer Straße / Ergebnisprotokoll

1705

Städtebau und Gestaltung - Zurückgesetzter kompakter Solitär will ‚fragmentarischen Charakter des Ortes‘ beibehalten. - Durch Gebäudestellung Gliederung der Freifläche in Vorplatz, durch die Sporthalle gefassten Schulhof sowie Außensportflächen im räumlichen Zusammenhang mit geplantem Spielplatz. an der Mühlenstraße. - Durchgehender Grünzug von Neuen Schönholzer Straße zu Mühlenstraße vorgesehen. - Gemeinsamer Zugangsbereich für Schule und Sporthalle. - Zugang Halle von Burger-Oberschule auf Längsseite; zusätzlicher Eingang im Nordwesten (auch für externe Nutzer) durch gläsernen Windfang markiert. - Durchgängige Gebäudehöhe 14,20 m. - Gestapelte Hallen insgesamt um 3,50 m abgesenkt. - Betonung des Erdgeschosses als ‚öffentlicher Bereich‘ durch großflächige Verglasung im Wechsel mit geschlossenen Wandscheiben aus Sichtbeton. - Obere Halle mit umlaufender feststehender Verglasung aus U-Profilen. - Im Innenbereich Sichtbeton sowie Holzverkleidung für Wände. - Weiterführung des Außenbelags aus Walz-Asphalt mit Naturstein-Zuschlagsstoffen in Hallen-Erdgeschoss sowie zum Schuleingang. - Fahrrad-Stellplätze und behindertengerechter Stellplatz auf dem Vorplatz. Funktionen - Hauptzugang im Erdgeschoss führt zu großzügigem Foyer als ‚öffentlichem Raum‘. - Foyer geht in zweiseitig umlaufende Galerie über. - Erschließung der Nutzungsebenen durch zwei einläufige Treppenhäuser sowie einen Aufzug. - Untere Hallenebene abgesenkt; Belichtung über großflächige Verglasung im EG. - Obere Halle über Fensteröffnungen sowie seitliches Oberlicht über Galerie belichtet. - Sämtliche Umkleiden/Duschen der unteren Halle auf Hallenebene, über Oberlichter belichtet. - Umkleiden obere Halle im 2. OG; natürlich belichtet. - Duschen im 2. OG ohne natürliche Belichtung und Belüftung. - Zuschauergalerien jeweils zweiseitig umlaufend im EG und 2. OG. - Keine Zuschauertoiletten auf beiden Galerieebenen. - 3 x 75 m Laufbahnen (ohne An-/Auslauf) mit Weitsprunganlage kombiniert an südlicher Grund-

stücksgrenze. - Kleinspielfeld im Nordosten in Nord-Süd-Richtung. - Gymnastikwiese mit Kugelstoßanlage kombiniert. Baukonstruktion - Stahlbeton-Konstruktion mit Stahlbetonrippendecken auf Wandscheiben bzw. Treppenhauskernen aufgelagert. Teilweise Pfahlgründungen. - Wände der Obergeschosse aus Stahlbeton mit Fensteröffnungen sowie umlaufender U-Profilverkleidung aus geätztem Glas. - Sonnenschutzverglasung im EG sowie für U-Profile im OG vorgesehen. - Blendschutz obere Halle durch umlaufende Verglasung; kein Blendschutz untere Halle. - Extensive Dachbegrünung (‚Hängende Gärten‘). Realisierbarkeit - Raumprogramm erfüllt. - Normaler Wärmeschutz der Hüllflächen (z.B. 14 cm WD für AW). - Entwurf mit durchschnittlichem Fensterflächenanteil, gleichmäßige Belichtung durch transluzente Hülle, natürliche Belichtung auch über Oberlichter. - Haustechnik-Konzept auf Basis von Fernwärmeversorgung, Lüftung mit WRGA und Regelungskonzept, Solarthermie für Trinkwarmwasser. - Geringe Kompaktheit, großes Bauvolumen. - Gesamtbaukosten um 6 % überschritten. - Nutzungskosten überdurchschnittlich.

Planungsdaten Nutzfläche (RP 1.-8.) BGFa Kosten

Vorgabe 2. 429 m² 8.400.000 €

Entwurf 2.446 m² 4.224 m² 8.923.813 €

Norbert Sachs, Berlin mit Weidinger Landschaftsarchitekten, Berlin / 1. Rundgang

1706

Sporthalle Neue Schönholzer Straße / Ergebnisprotokoll

1706

Städtebau und Gestaltung - Kompakter, rechteckiger Neubau (TH 12,45 m) mit Stirnseite parallel zur Straßenflucht. Um 7,5 m von Straße zurückgesetzt nimmt Baukörper als Solitär Bezug zur Alten Mälzerei. Ausrichtung bezieht sich auf Blockrandbebauung. Schulhof soll gefasst werden. - Vorplatz zur Straße als „Entrée“ für Schule und Sporthalle. - Durch Absenkung des Baukörpers um 3,85 m entsteht transparente Erdgeschosszone mit Einblickmöglichkeit vom Vorplatz und Schulhof. - Im EG verglaster Gebäudeunterschnitt (Höhe 3,0 m) an westlicher Stirnseite ca. 5,4 m tief, an nördlicher Längsseite 2,2 m tief. - Südwestliche Gebäudeecke (Treppenhaus), und nordöstliche Ecke (Außengeräteraum, Technik) mit metallischer Verkleidung. - Sieben Sheddächer nach Osten zur Belichtung der oberen Halle. - Offener Dachhof (Größe 7,8 x 26,5 m) u. a. für Lüftungstechnik an westlicher Stirnseite mit straßenseitiger Öffnung. - Obergeschosse mit modular geformten Ziegelelementen in leichten Farbnuancen, die durch Wechselspiel aus 2 Ebenen ein lineares Schattenbild erzeugen. Partiell Ziegelwand als lamellenartige Konstruktion vor Verglasung als Sonnen- und Blendschutz. - Außensportanlagen südlich und östlich. Funktionen - Mehrere ebenerdige Zugänge vom Vorplatz und Schulhof führen in transparentes Eingangsgeschoss genutzt als Zuschauergalerie. - Auf allen Ebenen L-förmige Erschließungsstruktur entlang westlicher Hallenstirnseite und nördlicher Außenfassade. Zwei offene einläufige Treppen in nördlicher Erschließungszone. Aufzug in nordöstlicher Ecke. Geschlossenes Treppenhaus bildet südwestlichen Abschluss. - Im UG auf unterer Hallenebene Geräte-, Lehrerräume (je ein Raum pro Hallenhälfte), Sportlertoiletten und ein Technikraum an der Hallenlängsseite. An der westlichen Außenwand belichten 3 Lichtschächte Umkleide- und Waschräume. - Im 1.OG auf oberer Hallenebene Geräte-, Lehrerräume (je ein Raum pro Hallenhälfte), Sportlerund Zuschauertoiletten an Hallenlängsseite. An westlicher Außenwand Umkleide- und Waschräume mit Oberlichtern. - 2.OG großzügige Zuschauergalerie an Hallenlängsseite mit Zugang zu offenem Dachhof. - Keine eindeutige Zuordnung der Umkleiden zu ei-

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ner Hallenhälfte. Alle Lehrerräume den Hallen zugeordnet. Außengeräte- und Technikraum im EG. Umlaufende Fensterflächen für untere Halle ab 3,8 m über Hallenboden. Konstruktiver Sonnenschutz nach Westen durch Gebäudeunterschnitt. An Süd- und Ostglasfassade durch Vordach (2,0 m). Für obere Halle ab 3,8 m über Hallenboden nach Süden Fensteröffnungen hinter lamellenartiger Ziegelkonstruktion. Kleinspielfeld und Gymnastikwiese (ca. 400 m²) zwischen Neubau und Mühlenstraßenbebauung. Südlich der Halle Kugelstoßanlage und Laufbahn (87 m) in Kombination mit Weitsprunganlage. Behindertengerechter Stellplatz auf Rückwand Vorderhaus Reinhold-Burger-Oberschule. Fahrradstellplätze auf Vorplatz an südlicher Grundstücksgrenze.

Baukonstruktion - Stahlbetonmassivbauweise mit hinterlüfteter, stranggepresster Ziegelelementverkleidung. - Hallentragwerke als Plattenbalken. Trägerhöhe über unterer Halle 100 cm, über oberer Halle 90 cm. - Im EG Alu-Pfosten-Riegel-Konstruktion. Realisierbarkeit - Behindertengerechter Stellplatz außerhalb des Wettbewerbsgebiets. - Rettungswegekonzept problematisch. Zweiter Rettungsweg über offenes Treppenhaus. - Hallengeschosshöhe 8 m. - Durchschnittlicher Wärmeschutz, keine weiteren Aussagen zum Haustechnik-Konzept. - Hoher Anteil verschatteter Fensterflächen. - Fernwärmeversorgung, Lüftung mit WRGA. - Hohes Bauvolumen. - Gesamtbaukosten um 14 % überschritten. - Nutzungskosten überdurchschnittlich.

Planungsdaten Nutzfläche (RP 1.-8.) BGFa Kosten

Vorgabe 2. 429 m² 8.400.000 €

Entwurf 2.443 m² 4.281 m² 9.565.085 €

weinbrenner.single.arabzadeh, Nürtingen mit Rainer Schmidt, Berlin / 1. Rundgang

1707

Sporthalle Neue Schönholzer Straße / Ergebnisprotokoll

1707

Städtebau und Gestaltung - Aufnahme der Ausrichtung der ehem. Mälzerei, nord-westl. Gebäudeecke steht auf der Straßenflucht. Abstand von der südl. Grenze 6 m. - Bildung eines „trichterförmiger Vorplatzes“ ca. 19 m bis 13 m breit zwischen nördlicher Brandwand und Neubau als Zugang für Schule und Sport. - Gliederung des Neubaus in einen 14 m hohen, eingegrabenen Hallenbaukörper und einen 9 m hohen Nebenraumtrakt, der als Spange den Kubus im Norden umgreift. - Baukörperauskragung des Nebentraktes im OG um 3,60 m, Höhe 4,50 m über gesamte Länge, überdachter Aussenraum und Vordach. - Platzgestaltung im Norden, zusammenhängende gepflasterte anthrazitfarbene Fläche aus Kunststein mit weißen Bändern, Sportaussenanlagen im Osten und Süden in befestigte Fläche eingelegt. - Unterschiedliche Fassadenbilder geprägt durch grauen „gedämpften“ Klinker und großflächige Verglasungen, vertikal gegliedert durch schmale Beton-Stützen. Fensterfaschen und Attika durch Stahlbetonfertigteilstürze gefasst. - Südfassade mit großflächiger Hallenverglasung, breites Deckenband und Fassadenrahmen aus Klinker. Einblick von Süden in die tiefer liegende untere Hallenebene. - Straßenfassade geprägt durch Volumengliederung, große Klinkerflächen und großer verglaste Foyerfassade im Nordwesten. - Nordfassade mit gebäudebreiter, auskragender Schiene mit verglasten Erschließungsgang im OG, EG gegliedert durch geschlossene und großzügig verglaste Eingänge. Oberster Baukörperabschluss in Ebene des Hallenbaukörpers, großflächig verglast. - Übereckverglasung des Treppenhauses markiert den Hauptzugang über den Vorplatz. Funktionen - Eingänge an den Enden der nördlichen Längsseite. Räumliche Organisation deckungsgleich gespiegelt: 5 m hohe Foyerzone, zweiläufige Treppe an den Stirnseiten. Zuschauergalerie und Flurerschließung, lichte Breite 2 m verbinden Foyerzonen entlang der Hallenlängsseite mit Einblick auf die 3 m tiefer liegende Hallenebene. - 4 Umkleideräume ebenerdig linear nach Norden, mittige Aufweitung für offenes Treppenhaus mit Luftraum. - 1 Aufzug, insgesamt 3 Treppenhäuser. - Untere Hallenebene auf – 3 m, Längsflur entlang nördlicher Außenwand, unbelichtet. Geräteräume

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und Nebenräume der Halle angelagert. Zuschauer-WCs auf unterer Ebene. Zweite Hallenebene auf + 5.60 m. Nebenraumtrakt nach Norden durch Auskragung zweischienig: zur Halle die Geräteräume, nach Norden angelagert 4 innenliegende Umkleidebereiche auf zweiter Hallenebene. Erschließungsflur entlang der nördlichen Außenwand vollflächig verglast. Lichte Hallenhöhe 7 m. Konstruktionshöhe 1,20 m. Deckenhöhen der Umkleiden ca. 0,20 m. 2 zusätzliche Regieräume. Dritte Nebentraktebene mit 3 m breiter Zuschauergalerie, 3,20 m über der zweiten Hallenebene, lichte Höhe 3,80 m, nach Norden vollflächig verglast. Dachterrasse der Zuschauergalerie vorgelagert mit Blick auf den Schulhof. Belichtung / Belüftung der Hallen über großflächige Verglasung der Südfassade, obere Halle zusätzlich über Nord-Verglasung der Zuschauergalerie belichtet. Technikgeschoss zwischen die Umkleidetrakte geschoben, lichte Höhe ca. 1,80 m. Spielfeld im Südosten. Laufbahn, 72 m entlang der südlichen, Gymnastikwiese und Kugelstoßen an der nordöstlichen Grundstücksgrenze. Außengeräteraum als Solitär im Osten des Spielfeldes unter „Schattenpergola“. Einfriedung durch Hecken. Fahrräder an der Bestands-Giebelwand.

Baukonstruktion - Stahlbetonkonstruktion. Klinkervormauerschale. Zum Teil freistehende Stahlbetonstützen. Spannbetonbinder. Öffenbare Aluminiumfenster. - Glasfassade als Pfosten-Riegel-Konstruktion. Sonnenschutz durch außenliegende Jalousien. Realisierbarkeit - Laufbahn und Weitsprung zu kurz. - Erschließung des Zwischengeschosses nicht nachgewiesen. 186 m² Technikfläche. Südfassade nicht mit Schnitt übereinstimmend. - Guter Wärmeschutz. Hoher Verglasungsanteil. - Aufwändiges, unplausibles Haustechnik-Konzept. - Durchschnittlich kompakt. - Gesamtbaukosten um 3 % überschritten. - Nutzungskosten unterdurchschnittlich. Planungsdaten Nutzfläche (RP 1.-8.) BGFa Kosten 8.400.000 € Vorgabe 2. 429 m² Entwurf 2.465 m² 3.914 m² 8.637.659 €

4a Architekten, Stuttgart mit Prof. Schmid Treiber Partner, Leonberg / 2. Rundgang

1708

Sporthalle Neue Schönholzer Straße / Ergebnisprotokoll

1708

Städtebau und Gestaltung - Gestapelte Sporthalle (Gebäudehöhe 15 m) schließt mit Stirnseite an Brandwand Vorderhaus Reinhold-Burger-Oberschule an und ergänzt Blockrandbebauung mit Hallenlängsseite. - Zugang zur Sporthalle, Schule und Feuerwehrzufahrt über Durchgang zwischen Neubau und südlicher Grundstücksgrenze, der sich nach Osten von 9,5 auf 6,0 m verjüngt (abzgl. Stellplätze). Durchgang auf Höhe des Straßenübergangs zum zweiten Schulkomplex. - An östlicher Hallenlängsseite schließt mehrfach abgetreppter Nebenraumtrakt (Gebäudehöhen 3,0 - 6,0 - 9,0 und 15,0 m) mit Dachterrasse im Nordosten an. - Einheitliche Fassadenverkleidung mit Aluminiumverbundplatte stellt mit „ künstlerischer Ornamentik modernen Bezug zum Thema Sport und Natur“ her. - Fassade durch einzelne großformatige horizontale Fensteröffnungen gegliedert. - Straßenseitige Fassadenöffnung im EG wird um Ecke nach Süden zum Haupteingang weitergeführt. Einblickmöglichkeit in um ca. 3 m abgesenkte, untere Halle. - Obergeschoss umlaufend von großformatigen Öffnungen gegliedert. Nebenraumtrakt in unteren beiden Ebenen mit schmalen horizontalen Oberlichtbändern. - 4 Oberlichtstreifen in Dachebene. - Bestehender Schulhof bildet mit Außensportanlagen große zusammenhängende Freifläche im Blockinneren. Funktionen - Zugänge führen in südwestlichen, 1-geschossigen Nebentraktbauteil. Haupteingang von Süden. Zugang für Reinhold-Burger-Oberschule von Osten. - Innere Erschließung über 2 geschlossene Treppenhäuser an Nord- und Südfassade. Mittig angeordneter Aufzug und zweiläufige Treppe (ohne direkten Ausgang ins Freie). - Analoge Grundrissorganisation beider Hallenebenen auf Ebene –1 und Ebene 2. Treppenhäuser an den Gebäudeenden erschließen direkt die Sporthalle. Über mittleres Treppenhaus und Aufzug erreicht man die Technikräume, Lehrerraum und Sportlertoiletten. Lehrerraum hat bei Hallentrennung nur Einblick in eine Hälfte. - Im EG und auf Ebene 1 jeweils Umkleide-/Waschräume und Lehrerraum an östlicher Außenfassade mit Oberlichtern. - Hallenseitige Erschließungsbereiche der unteren

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Halle als Zuschauergalerien, die über Lufträume miteinander verbunden sind. Besuchertoiletten im EG. Zuschauergalerie für obere Halle auf Ebene 3. Außengeräteraum im EG. Von Westen und Süden Belichtung der unteren Halle ab 3,0 m über Hallenboden. Fensterhöhe 4,0 m mit außenliegenden Sonnenschutzjalousien. Für obere Halle Belichtung von Westen und Süden ab 2,85 m über Hallenboden. Fensterhöhe 3,15 m mit Sonnenschutzverglasung. Laufbahn (69 m) und Weitsprunganlage an südlicher Grundstücksgrenze. In Grundstücksmitte Gymnastikwiese in Kombination mit Kugelstoßanlage (ca. 1000 m²). Kleinsportfeld vor Wohnbebauung. Zwei Baumreihen sollen zusätzlich Sportfreifläche und Schulhof verzahnen. Behindertengerechter Stellplatz und Fahrradstellplätze entlang südlicher Grundstücksgrenze auf Eingangsplatz.

Baukonstruktion - Stahlbetonkonstruktion mit hinterlüfteter Aluminiumverbundplattenverkleidung. - Decke über unterer Halle aus vorgespannten Stahlbetonfertigteilbindern: Höhe ca. 130 cm. Abstand 2,5 m. - Dachtragwerk aus Brettschichtholzbindern. Trägerhöhe 150 cm. Abstand 5 m. Realisierbarkeit - Rettungskonzept zu überprüfen. Zwei Hallenausgänge führen in mittleres Treppenhaus ohne direkten Ausgang ins Freie. - Laufbahn zu kurz (69 m). - Durchschnittlicher Wärmeschutz und Fensterflächenanteil. - Gute Tageslichtnutzung. - Fernwärmeversorgung, keine weiteren Aussagen. - Ungünstige Anordnung des Technikraums im UG. - Baukörper durchschnittlich kompakt. - Gesamtbaukosten im Soll. - Nutzungskosten durchschnittlich.

Planungsdaten Nutzfläche (RP 1.-8.) BGFa Kosten

Vorgabe 2. 429 m² 8.400.000 €

Entwurf 2.464 m² 3.866 m² 8.302.186 €

Alten Architekten, Berlin mit Harms Wulf, Berlin / 3. Preis

1709

Sporthalle Neue Schönholzer Straße / Ergebnisprotokoll

1709

Städtebau und Gestaltung - Anordnen des Baukörpers als ‚vom Blockrand gerahmten Solitär‘ mit der Schmalseite an der Neuen Schönholzer Straße. - Baukörper greift orthogonale Struktur der Alten Mälzerei auf. - L-förmiger, gemeinsamer Vorplatz mit BurgerOberschule entwickelt sich in die Grundstückstiefe. - Hauptzugang zur Halle über verglasten Eingangsbereich an Längsseite der Halle unter auskragenden Obergeschossen. - Außensportanlagen im Südosten L-förmig angeordnet, über lineare ‚Aktionsfläche‘ mit Pausenhof verbunden. - Höhenentwicklung differenziert in Hallenbereich (15 m) sowie Nebentrakt (9 m). - Gestapelte Sporthallen um 3 m abgesenkt. - Dreigliederung des Baukörpers in ‚horizontaler Schichtung‘. - Erdgeschoss mit ‚rhythmischer Perforierung‘. - Mittelzone als geschlossenes Fassadenband aus geschlemmten Klinkern. - Erhöhter Sporthallenbauteil als ‚Laternengeschoss‘ mit umlaufenden transluzenten Gussglasprofilen. - Bandartige Strukturierung des Vorplatzes. - Fahrrad-Stellplätze auf dem Vorplatz; behindertengerechter Stellplatz an bestehender Sporthalle. Funktionen - Zugang über Vorplatz führt zu partiell zweigeschossigem Foyer sowie Zuschauergalerie. - Erschließung der Ebenen über mittiges offenes Treppenhaus und freistehenden Aufzug sowie zwei seitliche Treppenhäuser. - Sporthallen gestapelt; untere Halle abgesenkt. - Belichtung der unteren Halle über Fensterelemente im EG; obere Halle über U-Profile belichtet. - Sämtliche Umkleiden/Duschen der unteren Halle auf Hallenebene innenliegend angeordnet. - Umkleiden der oberen Halle im 1. OG zusammengefasst; innenliegend, über Luftraum im 2. OG teilweise indirekt belichtet. - Zuschauergalerie im Erdgeschoss an der Hallenlängsseite.; für obere Halle keine Galerie ausgewiesen. - Kleinspielfeld in Ost-West-Ausrichtung östlich der Halle angeordnet. - Gymnastikwiese in Kombination mit Kugelstoßanlage vorgesehen. - 3 x 75 m-Bahnen (mit An- und Auslauf) und Weitsprunganlage beidseits des Spielfeldes. - Außengeräteraum den Freiflächen zugeordnet.

Baukonstruktion - Massive Konstruktion mit Stahlbetonträgern in der unteren Halle sowie Fachwerkträgern in der oberen Halle. - Außenliegender Sonnenschutz im Erdgeschoss. - Blendschutz obere Halle durch Gussglasprofile, mit transluzenter Wärmedämmung gefüllt. - Fensterprofile und Pfosten-Riegelkonstruktion aus eloxiertem Aluminium. - Extensive Dachbegrünung über Nebentrakt; Fotovoltaik und Solarthermie auf Hallendach. Realisierbarkeit - Programmerfüllung leicht unterschritten; Umkleiden / Duschen zu klein (17 bzw. 10 %). - Notwendige Treppenräume nicht abgeschlossen. - Lufträume über Galerie bzw. Erschließungsgang im 1. OG problematisch. - Keine Angaben zum Wärmeschutz der Hüllflächen. - Entwurf mit sehr hohem Fensterflächen- bzw. Verglasungsanteil, dadurch ist hoher Transmissionswärmeverlust sowie eine sommerl. Überhitzung zu erwarten. - Intensive Tageslichtversorgung der Hallen, Umkleiden /Sanitär innenliegend ohne bzw. mit nur indirektem Tageslicht. - Angaben zum Haustechnik-Konzept nicht vorhanden. - Kompakter Entwurf mit leicht unterdurchschnittlichem BRI. - Gesamtbaukosten um 9 % unterschritten. - Nutzungskosten unterdurchschnittlich.

Planungsdaten Nutzfläche (RP 1.-8.) BGFa Kosten

Vorgabe 2. 429 m² 8.400.000 €

Entwurf 2.377 m² 3.259 m² 7.611.477 €

schulz & schulz architekten, Leipzig mit Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Dresden / 1. Preis

1710

Sporthalle Neue Schönholzer Straße / Ergebnisprotokoll

1710

Städtebau und Gestaltung - Kompakter Kubus (Höhe ca. 12,3 m) nimmt südliche und östliche Ausrichtung der Alten Mälzerei auf. Rückt analog von Straße ab. Abstand zur südlichen Grenze 4,5 m. - Entstehender großzügiger Platz zur Straße und zwischen Neubau und Bestand schafft für Sporthalle und Reinhold-Burger-Oberschule voneinander unabhängige Eingänge. - Gestapelte Sporthallen um ca. 3,8 m abgesenkt. Nebenraumtrakt (Tiefe 5,5 m) schließt an nördliche Hallenlängsseite an. Baukörper bildet Einheit. Im EG an nordwestlicher Ecke Gebäudeunterschnitt ca. 15 x 5 m, Höhe 2,8 m zur Markierung des Eingangs. - Anordnung der Nebenräume im UG mit doppelter Tiefe (11 m). - Baukörper mit horizontaler, umlaufender Fassadendreiteilung. Geschlossenes Mittelteil mit Ziegelfassade nimmt Bezug zur Nachbarbebauung. Sockelzone und Dachkranz belichten die Hallen mit Betonlisenen je nach Belichtungserfordernis mit Fensterelementen oder opaken Füllungen. Einblickmöglichkeit in untere Halle. - Dachfläche mit sieben Oberlichtern á 2,5 x 2,5m. - Sportfreiflächen östlich in Verlängerung Sporthalle. Funktionen - Sehr kompakte Grundrissanordnung in 5,5 m breiter Nebenraumschiene wird von zentral angeordneter Schachteltreppe bestimmt. - Erschließungsflure aller Ebenen legen sich um Treppenanlage. Treppenvorräume Teil der Flure. - Ebenerdiger Eingang von Westen führt in Treppenvorraum. Aufzug öffnet sich zum Vorraum der gegenläufigen Treppe. - Im EG in Verlängerung der Treppenanlage liegen Zuschauertoiletten und der Außengeräteraum. Flur (Breite 1,5 m) entlang der Hallenlängsseite dient als Zuschauergalerie für untere Halle. - Im unbelichteten 1.OG auf oberer Hallenebene Geräteräume, Lehrerraum und Sportlertoiletten beidseitig der Treppenanlage. - Im 2.OG liegen in 5,5 m breiten Nebenraumschiene 2 Wasch- und 4 Umkleideräume (mit schmalen Zuschnitt 1,4m / 2,4m). Erschließungsflur entlang Halle (Breite 1,5 m) als Zuschauergalerie für obere Halle. - Im unbelichteten UG auf unterer Hallenebene 4,3 m wird Nebenraumschiene verdoppelt und die Räume analog zum 1.OG und 2.OG angeordnet. Statt Zuschauergalerie ist ein Technikraum geplant.

- Lehrerräume haben bei Hallentrennung nur Einsicht in eine Halle. - Belichtung der unteren Halle ab ca. 4,0 m über Hallenboden. Obere Halle mittels Dachoberlichter und umlaufenden Glaskranz ab ca. 5,4 m über Hallenboden belichtet. - Laufbahn (ca. 79 m) in Kombination mit Weitsprunganlage an südlicher Grundstücksgrenze. Vorhandene Grundstücksbreite 4,5 m. - In Verlängerung der Sporthalle Kleinspielfeld, nach Norden zum Schulhof durch Baumreihe mit Sitzgelegenheit gefasst. Östlich Gymnastikwiese (ca. 340 m²) und Kugelstoßanlage. - Östlich soll an geplanten öffentlichen Fußweg auf Gelände der Mälzerei angebunden werden. - Fahrradstellplätze entlang Brandwand der Reinhold-Burger-Oberschule. Behindertengerechter Stellplatz nicht dargestellt. Baukonstruktion - Stahlbetonkonstruktion mit hinterlüfteter Klinkervorsatzschale in englischem Verbund. - Dachkonstruktion: Stahlbetonverbundkonstruktion. - Verglasung Längsseite: reflektierende Sonnenschutzbeschichtung und integrierte lichtstreuende, blendfreie Funktionsschicht. - Verglasung Giebelseite: Sandwichelement mit reflektierender Sonnenschutzbeschichtung, Vakuum-Isolations-Paneel als Dämmkern, Innenseite Aluminiumblech. - Innenwandflächen gespachtelt und gestrichen. Prallwandverkleidung aus Holzwerkstoffplatten. Realisierbarkeit - Südliche Abstandsfläche um 0,4 m überschritten. - Rettungswegekonzept problematisch. - Geschosshöhe Sporthallen 8,0 m. - Guter Wärmeschutz z.B. mit Vakuum-Dämmelementen. - Fernwärmeversorgung, Lüftung mit WRGA, Solarthermie für TWW. - Technikraum im UG ungünstig platziert. - Kompakter Baukörper. Geringer BRI. - Gesamtbaukosten um 8 % unterschritten. - Nutzungskosten unterdurchschnittlich.

Planungsdaten Nutzfläche (RP 1.-8.) BGFa Kosten

Vorgabe 2. 429 m² 8.400.000 €

Entwurf 2.460 m² 3.338 m² 7.724.450 €

Schlattmeier Architekten, Herford mit Kortemeier Brokmann, Herford / 2. Rundgang

1711

Sporthalle Neue Schönholzer Straße / Ergebnisprotokoll

1711

Städtebau und Gestaltung - Höhensgestaffelte Baukörperkonfiguration nimmt im Norden die Straßenflucht auf und knickt im Bereich des Hallenkörpers in die Orthogonalität der ehem. Mälzerei. - Längliche Baukörperanordnung, 88 m, in Grundstückstiefe fasst Pausenhof der ReinholdBurger-Oberschule durch 12 m bzw. 8,50 m hohe Gebäudeschiene auf ganzer Breite ein und nimmt Bezug auf die Baufluchten der bestehenden Brandwände. Baukörperrücksprung im EG schafft lang gezogenen Arkadengang zum Schulhof und überdachte Zone mit Einblick in den Galeriebereich und Blick durch den Hallenkörper. - Straßenseitige Kopfausbildung durch Höhenstaffelung des Nebenraumtraktes. - Breite Torausbildung und Vorplatz durch Anbindung an die Brandwand der Reinhold-BurgerOberschule mit einer Vordachkonstruktion, die sich aus dem 12 m hohen Gebäudetrakt entwickelt, rechteckiger Dachausschnitt. - Hallenkörper, 5 m hoch, eingegraben, straßenseitige Breite 26 m, nach Süden weit auskragendes Dach. Abstand von der südlichen Grenze 7,30 m. - Außenanlagen auf dem Dach des Baukörpers. - Schmaler Durchgang nach Osten, 1,50 m breit zwischen Bestands-Turnhalle und Neubau. - Straßenseitig geschlossene Fassade aus Faserzementplatten mit „Sportemblemen“, Hallendach im Westen und Osten durch Oberlichtband abgesetzt. Südfassade großflächig verglast. Ballfangzaun übernimmt obersten Gebäudeabschluss. Funktionen - Ebenerdiger Eingang über Vorplatz, Foyer mit Luftraum an der Fassade, zweiläufige Treppe, Besucher-WCs. - Zugang nach Osten über Vorraum in lang gestreckte Galeriezone, 3,30 m breit, die sich über die beiden nebeneinander liegenden Hallen erstreckt. Lichte Höhe 4 m. Blick auf die tiefer liegende Hallenebenen auf -3 m. - Weitere Eingänge vom Schulhof. - Zwei Treppenhäuser an den Gebäudeenden. Ein Aufzug im Westen. - Fluchttreppen von Hallenebenen im Süden in Anböschung als Außentreppen. Rampe für Anlieferung. - Hallenebenen auf - 3 m, Flur 75 m lang, 1,50 m breit im Norden, belichtet über vier Oberlichter, 4 Stichflure zwischen den Geräteräumen, bzw. Sportlertoiletten zu den Hallen. Trennung zwischen den Hallen transparent, „vorzugsweise“ als Glaswand.

- Lichte Hallenhöhe 7 m . Konstruktionshöhe 1 m. - Alle Umkleiden auf Ebene + 5 m linear nach Norden angeordnet. Längsflur, großflächig verglast zu den Sportaussenanlagen auf dem Dach. - Oberste Ebene des Nebentraktes im westlichen Gebäudekopf als Technikfläche, lichte Raumhöhe 2,40 m. - Belichtung / Belüftung der Hallen über großflächige Verglasung im Süden. EG mit kleiner Abböschung und Treppen/Sitzstufen. Konstruktiver Sonnenschutz durch 3,80 m auskragendes Dach. Belichtung im Westen und Osten durch 1 m hohe Bänder unterhalb der Dachkonstruktion. - Belichtung / Belüftung der Umkleiden über Lichtband entlang der Nordfassade. - Laufbahn, 86 m, Weitsprunganlage, Kugelstoßen, Kleinspielfeld und Gymnastikwiese auf dem Dach. Kunststoffbeläge. Ballfangzaun. - Kletterwand am Gebäudekopf, zugänglich von der Außensport/Dachfläche. - 20 Fahrradstellplätze überdacht im Bereich des Vorplatzes. - Grundstücksfläche im Osten zur Mühlenstraße für öffentliche Nutzung (Park/Spielplatz). Baukonstruktion - Stahlbetonkonstruktion. Hallendecke mit sichtbaren Stahlbetonträgern und Installationen. - Aluminium-Fenster als Pfostenriegel-Konstruktion. - Blendschutz durch Dachüberstand und Rollos, die von unten nach oben führen. - Verglasung der Umkleiden mit auf Glas applizierten Fotovoltaikelementen. - Extensive Dachbegrünung über den Umkleiden. Realisierbarkeit - Fluchtweglänge vom Dach ca. 2 m zu lang. - Geringe Höhe der Hallendachkonstruktion (1 m). - Lange Wege zwischen Umkleideräumen und Hallenebene. - Zwei zusätzliche Sportler-WCs. - Geringe Kompaktheit, großer Hüllflächenanteil, hoher Fensterflächenanteil. - Sehr guter Wärmeschutz der Außenbauteile. - Wenig Angaben zum Haustechnik-Konzept und zur Energieeffizienz. - Gesamtbaukosten um 15 % überschritten. - Nutzungskosten überdurchschnittlich. Planungsdaten Nutzfläche (RP 1.-8.) BGFa Kosten 8.400.000 € Vorgabe 2. 429 m² Entwurf 2.414 m² 3.692 m² 9.671.409 €

Dörr Ludolf Wimmer, Berlin mit Büro Gabi Kiefer, Berlin / 2. Rundgang

1712

Sporthalle Neue Schönholzer Straße / Ergebnisprotokoll

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Städtebau und Gestaltung - Gestapelte Sporthalle (Firsthöhe 15,3 m) parallel zur Alten Mälzerei ausgerichtet. Von Straßenkante zurückgesetzt. Neubau als Solitär zur Ergänzung des Ensembles der Alten Mälzerei. - Dreigeschossiger Riegel (Höhe ca. 10,4 m, Breite ca. 7 m) als Nebenraumtrakt südlich an Halle angelagert. Westlich ragt Riegel mit vollständig verglastem, vertikalen Erschließungskern ca. 8 m über Hallenkubus hinaus. Verlängert wird Riegel über 3,8 m auskragendes Vordach über Haupteingang als „zeichenhafte Adressbildung“ und Orientierung über Straße zu 2. Schulstandort. Östlicher Riegelabschluss mit separatem Sportlerzugang für Reinhold-Burger-Oberschule. - Schulzugang Reinhold-Burger-Oberschule nördlich des Neubaus getrennt von Sporthallenzugang auf südlicher Seite. - Unterer Hallenteil bildet zusammen mit Nebenraumtrakt massiven Sockel mit Ziegelmauerwerksverkleidung. - Südlicher Nebenraumtrakt als Lochfassade mit horizontaler Ausrichtung. Hallenstirnseiten im Sockelbereich geschlossen. Nach Norden zum Schulhof großflächige Verglasung im EG mit Einblickmöglichkeit in um ca. 2,9 m abgesenkte untere Halle. Für obere Halle 4 stehende Einzelfenster. - Auf massivem Sockel sitzt über dem Hallenkubus umlaufende Dachlaterne aus Gussglasprofilen mit transluzenter Wärmedämmung, nach Süden mit Solarmodulen. - Außensportanlagen zwischen Neubau und Mühlenstraßenbebauung. Laufbahn südlich. - Lineare Struktur für gesamte Schulfreiräume aus Laufbahn entwickelt. Sitzskulpturen aus Buchstaben und Zahlen zum Thema Sport. Funktionen - Verglaster Erschließungsbaukörper vor massivem Hallenkubus ist über gemeinsames Dach mit Nebentrakt verbunden. Hier liegt Hauptzugang, Treppenhaus und Aufzug. Nebenzugang und zweites Treppenhaus am östlichen Riegelende. - Untere Hallengeschosshöhe mit 9,0 m entspricht drei Nebenraumgeschossen (lichte Höhe 2,5 m). - Auf unterem Hallenbodenniveau (Ebene –1) sind Geräte- und Lehrerraum an Halle angelagert. Unbelichteter Flur an südlicher Außenwand. - Lineare Anordnung belichteter Umkleide-/Waschräume und Lehrerraum an Südseite des Erdgeschosses. Erschließungsflur hallenseitig mit Fensteröffnungen an Stirnseiten. - Für obere Halle sind Umkleiden im 1.OG, Geräteräume im 2.OG (Hallenbodenniveau) analog unte-

rer Halle angeordnet. - Erschließungsflure (Breite 1,5 m + 0,6 m) für Umkleiden im EG und 1.OG werden zeitgleich als offene Zuschauergalerien für untere Halle genutzt. Für obere Halle Zuschauerbereich im 2.OG beidseitig der Geräteräume auf Hallenniveau. Besuchertoiletten im EG und 1.OG. - Technikebene über 2.OG hinter Dachbrüstung. - Belichtung der unteren Halle an Nordseite 3,4 m über Hallenboden, Fensterhöhe 3 m. Obere Halle an Nordseite mit 4 Fenstern (0,9 m x 2,3 m) auf Hallenbodenniveau und transluzenter Dachlaterne ab 4,4 m über Hallenboden belichtet. Solarmodule als Blendschutz an Südseite. - An südlicher Grundstücksgrenze Laufbahn (77 m + 10 m) in Kombination mit Weitsprunganlage. - Östlich von Sporthalle Kleinspielfeld in Hallenausrichtung. Nordöstlich Gymnastikwiese (ca. 350 m²) mit integrierter Kugelstoßanlage. - Schalldämmende Mauer zwischen östlicher Wohnbebauung und Sportanlagen. Mauerthema zur Alten Mälzerei soll aufgenommen werden. Außengeräteraum südöstlich in Mauer integriert. - Behindertengerechter Stellplatz und Fahrradstellplätze an südwestlicher Grundstücksgrenze. Baukonstruktion - Stahlbetonkonstruktion mit hinterlüfteter Ziegelvorsatzschale. - Decke über unterer Halle: vorgespannte, kastenförmige Stahlbetonträger. Achsabstand 5,6 m. - Dachlaterne: gedämmte Gussglasprofile mit transluzenter Wärmedämmung. - Dach: Stahlfachwerk. Dachintegrierte Solarmodule. Realisierbarkeit - Programm erfüllt. - Guter Wärmeschutz. Große Verglasungsflächen für obere Halle. - Unklares Haustechnik-Konzept. Fernwärmeversorgung, Lüftung mit WRGA und Umluft, Photovoltaik an Fassade und Dach. - Durchschnittlich kompakt. - Gesamtbaukosten im Soll. - Nutzungskosten durchschnittlich.

Planungsdaten Nutzfläche (RP 1.-8.) BGFa Kosten

Vorgabe 2. 429 m² 8.400.000 €

Entwurf 2.433 m² 3.742 m² 8.338.664 €

koopX architekten, Berlin mit flux, Dieterle, Karlsruhe / 2. Rundgang

1713

Sporthalle Neue Schönholzer Straße / Ergebnisprotokoll

1713

Städtebau und Gestaltung - Sporthalle soll als ‚städtebauliches Gelenk‘ zwischen Burger-Oberschule und Alter Mälzerei vermitteln - Aufgreifen der orthogonalen Ausrichtung der Alten Mälzerei. - Baukörper mit Schmalseite an der Neuen Schönholzer Straße angeordnet. - Ausbilden eines kleinen Vorplatzes mit Halleneingang an der Neuen Schönholzer Straße; Zugang zur Schule nördlich der Halle. - Gliederung der Freiflächen in Vorplatz mit Zugang zur Halle, einen bis zur Halle durchgehenden Schulhof sowie zusammenhängende Sportflächen im Südosten. - Dezentrale Zugänge für unterschiedliche Nutzer vorgesehen: zwei Zugänge von Schulhof aus, ein Zugang für externe Nutzer an der Neuen Schönholzer Straße sowie ein Zugang im Süden für westlichen Schulstandort. - Betonung des Hauptzugangs durch Auskragung. - Gliederung des Baukörpers in erhöhten Bereich mit Sporthallen (14,20 m) sowie L-förmigen, abgestuften Nebentrakt (8,60 m). - Sporthallen in Längsrichtung versetzt gestapelt. - Baukörper ca. 3 m abgesenkt. - Differenzierung der Fassade durch Materialität: anthrazit-farbener Klinker für erhöhten Bereich, Nebenbereiche mit hellem, mineralischen Putz. - Fassade im Wechsel von Fensterbändern und großflächige Verglasung gestaltet. - Fahrradstellplätze und behindertengerechter PKW-Stellplatz am Vorplatz. Funktionen - Zugänge im Norden bzw. an der Straße führen zu zentralem Foyer im Erdgeschoss - Über weitere dezentrale Zugänge individuelle Erschließung der Hallenteile möglich. - Erschließung der Ebenen über drei Treppenhäuser sowie einen Aufzug. - Untere Halle abgesenkt. - Belichtung beider Hallen über Fensterbänder an der südlichen Längswand. - Umkleiden und Duschen der unteren Halle sämtlich auf Erschließungsebene im Erdgeschoss vorgesehen. - Umkleiden/Duschen der oberen Halle auf Hallenebene im 1. OG angeordnet. - Sämtliche Umkleiden / Duschen außenliegend mit durchgängiger Raumtiefe von 3 m. - Geschosshöhe für Umkleiden und Nebenräume im EG und 2. OG jeweils 5,40; im UG und 1. OG jeweils 2,80 m.

- Zuschauergalerien im Erdgeschoss sowie im 2. Obergeschoss jeweils an der Längsseite. - Kleinspielfeld und Gymnastikwiese (375 m²) in Nord-Süd-Ausrichtung im östlichen Grundstücksbereich. - Weitsprunganlage sowie 3 x 75 m- Bahnen (mit An- und Auslauf) im Süden angeordnet. - Zonierung der Außenräume durch Heckenanlagen. - Feste Bodenbeläge im Außenraum aus eingefärbtem, wasserdurchlässigem Material. Baukonstruktion - Stahlbetonkonstruktion mit Stahlbetonträgern; Wärmedämmung mit mineralischem Putz bzw. Klinkervormauerschale. Extensive Dachbegrünung. Fußbodenheizung. - 3-fach Isolierverglasung; außenliegender Sonnenschutz aus Metall unterschiedlicher Farbgebung. Realisierbarkeit - Raumprogramm erfüllt. - Zwei Treppenhäuser nicht abgeschlossen und ohne direkte Ausgänge ins Freie. - Sehr guter Wärmeschutz der Hüllflächen (z.B. 16 cm WD für AW / 20 cm Bodenplatte, 3-fach-Verglasung). - Entwurf mit unterdurchschnittlichem Fensterflächenanteil. - Gute Tageslichtnutzung durch mäßige Verschattung über horizontale Lammellen - Durchgearbeitetes Haustechnik-Konzept auf Basis Fernwärmeversorgung, Lüftung mit WRGA und Erdreichluft-Register, Solarthermie für Trinkwarmwasser - Entwurf mit Wärmedämmung nach PassivhausKonzept lässt gute Energieeffizienz erwarten. - Baukörper durchschnittlich kompakt. - Gesamtbaukosten im Soll. - Nutzungskosten durchschnittlich.

Planungsdaten Nutzfläche (RP 1.-8.) BGFa Kosten

Vorgabe 2. 429 m² 8.400.000 €

Entwurf 2.424 m² 3.742 m² 8.394.231 €

AFF architekten, Berlin mit Birgit Hammer, Berlin / Ankauf

1714

Sporthalle Neue Schönholzer Straße / Ergebnisprotokoll

1714

Städtebau und Gestaltung - Zwei baugleiche, gegeneinander verdrehte Sporthallen sind über gemeinsames Dach für Außensportanlagen miteinander verbunden (max. Höhe incl. Ballfangstruktur 13,5 m). - Westliche Sporthalle folgt Bauflucht der Blockrandbebauung. Feuerwehrdurchfahrt (Breite 3,0 m) zwischen Brandwand und Neubau. Westliche Halle öffnet sich nach Süden zum Vorplatz mit Orientierung zum 2. Schulstandort. - Östliche Sporthalle um ca. 180° gedreht. Öffnet sich zum Schulhof Reinhold-Burger-Schule. - Zwischen Hallen entsteht Passage, die beidseitig von geschosshohen Verglasungen flankiert, Einblicke in die um 3,1 m abgesenkten Hallen gewährt. Passage wird räumlich durch Dach gefasst, das Eingängen Wetterschutz bietet und durch Dachöffnung ( ca. 7 x 11 m) belichtet wird. - Passage führt auf Schuleingang. - Einheitliche Fassadenstruktur für Gesamtkomplex. Ornamentik der Reinhold-Burger-Schule wird zur Textur weiterentwickelt. Klinkerfassade aus Spaltklinker im Musterverband. Im unteren Bereich teilperforiert vor Festverglasung. Im Deckenbereich mit musterglasierten Klinkern. Geschwungener Übergang von Klinkerfassade zur Einfassung der Dachsportlandschaft mit durchwurf- und absturzsicherer, bedruckter, semipermanenter Gewebeeinfassung. - Unterschiedliche Freiräume: häufig frequentierter Vorplatz an Neue Schönholzer Straße. Introvertierter Schulhof der Reinhold-BurgerOberschule. Ruhiger Freiraum mit Gymnastikwiese zur Wohnbebauung. Funktionen - Ebenerdige Eingangsbereiche zu beiden Hallen im Übergang zur Passage. - Polygonale Eingangsebene im EG als Zuschauergalerie und Erschließungsebene mit Aufzug und offener Treppe. - Zweibündige Anordnung der Nebenräume im UG auf Hallenbodenniveau. Hallenseitig Geräteräume, Sportler- und Besuchertoiletten, mittig Lehrerraum. An Außenwand zweiter Lehrerraum, Wasch- und Umkleideräume (mit begehbaren Oberlichtern). - Optionale Verbindungsmöglichkeit beider Hallen auf Hallenbodenniveau. - Stirnhallenseiten sind im Bereich Passage verglast mit vorgehängtem Metallgewebe als Durchwurfschutz. - Rettungswege an Hallenrückseite. - Schmale Technikräume im UG, erweiterbar. - Außengeräteraum auf Dach.

- Kleinspielfeld, Weitsprunganlage (45 m), Laufbahn (78 m), Kugelstoßanlage und Zuschauertribüne auf Dachlandschaft. Blauer Kunststoffbelag. - Umlaufendes Betonwinkelelement als Sitz- und Konstruktionselement. - Gymnastikwiese (ca. 400 m²) östlich zwischen Neubau und Mühlenstraßenbebauung. - Oberflächenbelag der Außenanlagen aus fünfund sechseckigen Teilstücken (wie Fußball) als Grünfläche oder Betonplatte in unterschiedlichen Verhältnissen zueinander. Vorplatz: Verhältnis grün-befestigt ausgeglichen. Passage steinern. Schulhof: Verzahnung mit bestehendem Belag. - Behindertengerechter Stellplatz und Fahrradstellplätze an südlicher Grundstücksgrenze auf Vorplatz. Baukonstruktion - Stahlbetonkonstruktion mit hinterlüfteter Klinkervorsatzschale. Flachdecken. - Innenwände mit abriebfester blauer Lackierung. Monochrome Schallschutzpaneele im oberen Hallenbereich. - Böden aus farbigem Expoxydharz. Realisierbarkeit - Zwei Geräteräume mit Raumtiefe von 4,13 m. - Feuerwehrdurchfahrt 3,0 m statt 3,5 m. - Unklare Aussagen zum Wärmeschutz und Haustechnik. - Durchschnittlicher Fensterflächenanteil bei starker Verschattung. - Fernwärmeversorgung und Lüftung mit WRGA, Solarthermie für TWW, Lüftungsgeräte auf dem Sportdeck. - Geringe Kompaktheit, hoher BRI, hoher Hüllflächenanteil. - Gesamtbaukosten um 18 % überschritten. - Nutzungskosten überdurchschnittlich.

Planungsdaten Nutzfläche (RP 1.-8.) BGFa Kosten

Vorgabe 2. 429 m² 8.400.000 €

Entwurf 2.406 m² 3.492 m² 9.923.672 €

Schuster Architekten, Düsseldorf mit Nagel Schonhoff und Partner, Hannover / Ankauf

1715

Sporthalle Neue Schönholzer Straße / Ergebnisprotokoll

1715

Städtebau und Gestaltung - Kompakter Baukörper mit Schmalseite an der Neuen Schönholzer Straße angeordnet. - Baukörper greift orthogonale Struktur der Alten Mälzerei auf. - Durch Heranrücken an Neue Schönholzer Straße Schaffen eines zusammenhängenden Freiraums im Blockinneren. - In Ost-West-Richtung verlaufende öffentliche Grünflächen sollen südlich der Halle das Grundstück queren. - Durch Gebäudestellung Ausbilden eines gemeinsamen Hauptzugangs zum Schulhof sowie zur Halle an der Neuen Schönholzer Straße. - Unterstreichen der Grundstücksgrenze des Schulhof durch Baumpflanzungen und Sitzbänke (unabhängige Nutzung gewährleistet). - Baukörper mit einheitlicher Gebäudehöhe von 18,50 m. - Sporthallen gestapelt; untere Halle ebenerdig. - ‚Feingliedriges Fassadenraster‘ mit Wechsel von geschlossenen Elementen (durchgefärbte Glasfaserbetontafeln) und transluzenten Elementen (aus wärmegedämmten Industrieglas) gestaltet. - Betonung des Hauptzugangs durch großflächige Verglasung. - An der Nordseite Auskragung für Erschließungsgänge vor Umkleiden. - Räume für Fahrradstellplätze und Außengeräte unter Auskragung untergestellt. - Behindertengerechter Stellplatz am Vorplatz. - Begrünung der Brandwand durch Spalier. Funktionen - Hauptzugang führt zu zentralem Foyer. - Erschließung der Ebenen über zwei seitliche Treppenhäusern mit je einem Aufzug (ein Aufzug optional). - Untere Halle ebenerdig. - Beide Halle über transluzente wärmegedämmte Verglasung blendfrei belichtet. - Umkleiden/Duschen im 1. und 2.OG gestapelt; über außenseitig angeordnete Erschließungsgalerie belichtet und belüftet. - Erschließung über optionalen Stiefel-/bzw. Turnschuhgang möglich. - Zuschauergalerien im 1.OG den Umkleiden vorgelagert. - Im 4.OG Zuschauergalerie der zweiten Halle mit zusätzlicher Loggia. - Keine Zuschauertoiletten auf Galerieebenen. - Lüftungsgeschoss im 5.OG. - Kleinspielfeld in Ost-West-Richtung östlich der Halle.

- Gymnastikwiese (450 m²) im Nordosten. - 3 x 75 m-Bahnen (mit An- und Auslauf) und Weitsprunggrube im Süden. - Kugelstoßanlage an Schmalseite des Spielfeldes. Baukonstruktion - Primärkonstruktion in Stahlbeton. - Fassadenkonstruktion aus durchgefärbten Glasfaserbetontafeln sowie wärmegedämmten transluzentem Industrieglas (Blendschutz). Realisierbarkeit - Raumprogramm erfüllt. Zusätzlicher Fahrradraum vorgesehen. - Ein Treppenhaus nicht abgeschlossen und ohne direkten Ausgang ins Freie. - Normaler Wärmeschutz der Hüllflächen, Profilbauglas mit TWD-Einlage U ≥ 1,1 W/m²K. - Entwurf mit überdurchschnittlichem Fenster- bzw. Verglasungsflächenanteil durch längsseitige Anordnung Profilbauglas. - Gute Tageslichtnutzung durch transluzente TWD. - Haustechnik-Konzept auf Basis Fernwärmeversorgung, Lüftung mit WRGA mit Überströmung von der Halle in die Nebenräume - Problematischer Verzicht auf separate Heizflächen nach Passivhauskonzept. - Nutzung vpm Photovoltaik vorgesehen. - Formulierte Ziel eines Passivhauses nicht nachvollziehbar - Durchschnittlich kompakter Baukörper, gutes A/VVerhältnis, aber überdurchschnittlichem BRI. - Gesamtbaukosten im Soll. - Nutzungskosten durchschnittlich.

Planungsdaten Nutzfläche (RP 1.-8.) BGFa Kosten

Vorgabe 2. 429 m² 8.400.000 €

Entwurf 2.450 m² 3.902 m² 8.455.157 €

Lehrecke Ges. von Architekten, Berlin mit Katja Erke, Berlin / 2. Rundgang

1716

Sporthalle Neue Schönholzer Straße / Ergebnisprotokoll

1716

Städtebau und Gestaltung - Neubau (Höhe ca. 14,0 bzw. 15,6 m) parallel zur Alten Mälzerei. Ostgiebel nimmt Bauflucht des Darrengebäudes auf. Blockinnenhof schließt nach Nordosten räumlich ab. - Polygonaler Baukörper für Nebenräume nördlich angegliedert. (Höhe ca. 9,6 und 14,0 m ). - Sporthalle und Nebentrakt bis zu Höhe 9,6 m mit einheitlicher bunt/ockerfarbiger Klinkervorsatzschale. - In Anlehnung an Dachaufbauten der Mälzerei erhält Baukörper als additives Element einen „Glaskranz“ mit durchlaufender Dacherhöhung (Breite 6,2 m, Höhe 1,6 m) in Längsrichtung mit seitlichem Lichteinfall. Mittelschiff sitzt mittig zur Sporthalle, jedoch asymmetrisch zum Baukörper. - Untere Halle auf Südseite von Sprossenfensterreihe belichtet. Einblickmöglichkeit in um ca. 2,8 m abgesenkte Halle. - Nebenraumtrakt mit unregelmäßig angeordneten Fensteröffnungen. Zwei schräge Unterschnitte für die Eingänge. Drei liegende großformatige Fensteröffnungen im Bereich Treppenhaus und Flurzone. Sechs kleine Fenster mit schräger Laibung. - Im UG Erweiterung des polygonalen Nebenraumbereichs um ca. 8,8 m Richtung Schulhof bis an nördliche Grundstücksgrenze. - Außensportanlagen südlich und östlich der Halle. Funktionen - Straßenseitiger Eingang führt in L-förmigen Flur. Zugang vom Schulhof führt auf Zuschauergalerie für untere Halle entlang Hallenlängsseite. Besuchertoiletten ebenengleich. - In nördlichem Gebäudedreieck vertikale Erschließung über dreiläufige Treppe um polygonalen Luftraum mit Oberlicht. An östlicher Außenwand abgeschlossenes Treppenhaus, an westlicher Außenwand Aufzug. - 2. Rettungsweg für untere Halle über Außentreppe Hallensüdseite. - Im UG auf Hallenbodenniveau sind Nebenräume zweihüftig um breite Mittelflurzone mit offenem Treppenhaus organisiert. Geräteräume und je ein Lehrerraum öffnen sich zu den Hallenhälften. Umkleide- (mit begehbaren Oberlichtern) und Waschräume liegen in erweiterter nördlicher UG Zone. Sportlertoiletten und 2 Technikräume. - Im 1.OG Umkleide-/Waschräume und Lehrerraum für obere Halle. Hallenseitiger Erschließungsflur als zusätzliche Galerie für untere Halle. - 2.OG Hallenbodenniveau oberer Halle. Hallenseitig Geräteräume und Lehrerraum (bei Trennung nur Einblick in eine Halle). Im nördlichen Dreieck

liegt das Treppenhaus. - 3.OG Galeriebereich für obere Halle auf Höhe des Glaskranzes (ca. 4,5 m über Hallenboden). - Kleinspielfeld östlich. Südlich Laufbahn in Kombination mit Weitsprunganlage (79 m). Nordöstlich Gymnastikwiese in Kombination mit Kugelstoßanlage (ca. 400 m²). - Zauneinfriedung um Gesamtgrundstück. Zugang von Straße mit Durchfahrtsbreite 6m. - Außengeräteraum an östlicher Grundstücksgrenze in Einfriedung integriert. - Fahrradstellplätze an westlicher Neubaufassade. Behindertengerechter Stellplatz nördlich der Durchfahrt. Baukonstruktion - Stahlbetonkonstruktion mit hinterlüfteter Klinkervorsatzschale - Glaskranz: Transluzente Wärmedämmung, Glasvlieseinlage als Sonnenschutz. Fensterhöhe 2,5 m. - Südliche Fensterreihe Pfosten-Riegelkonstruktion ab 3,5 m über Hallenboden. Fensterhöhe ca. 3,5 m. Außenliegende Verschattungsrollos - Prallwandoberfläche aus hellem Holzfurnier. - Gründach auf Nebenraumdreieck. Realisierbarkeit - Gebäudezugangshöhe unklar. - Rettungswege zu überprüfen. Zweiter Rettungsweg von Zuschauerebene im 3. OG über Dachterrasse. - Geschosshöhe obere Halle 8,2 m, untere Halle 8,4 m. - Wärmeschutz nicht konsequent. - Hoher Verglasungsanteil für obere Halle. - Fernwärmeversorgung, Lüftung mit WRGA und Erdreichluft-Register. - Durchschnittlich kompakt. - Gesamtbaukosten um 8 % überschritten. - Nutzungskosten überdurchschnittlich.

Planungsdaten Nutzfläche (RP 1.-8.) BGFa Kosten

Vorgabe 2. 429 m² 8.400.000 €

Entwurf 2.423 m² 3.984 m² 9.072.850 €

KSP Jürgen Engel Architekten, Berlin mit Levin Monsigny, Berlin / 1. Rundgang

1717

Sporthalle Neue Schönholzer Straße / Ergebnisprotokoll

1717

Städtebau und Gestaltung - Baukörperanordnung bestehend aus südlicher Gebäudeschiene und Hallenbaukörper, die aus der Straßenflucht zurückspringt und Ausrichtung der ehem. Mälzerei aufnimmt. - 4-geschossige südliche Schiene springt 8 m nach Westen vor und fasst einen Vorplatz ein, zur Straße die Gymnastikwiese bzw. Vorgarten vorgelagert. - Gebäudehöhe Halle 18 m, Nebenraumtrakt 16 m. - Abstand von südlicher Grenze ca. 6,50 m. - Kleinspielfeld nach Osten in Verlängerung der Halle. Laufbahn im Süden. „Gartenintarsien. Banklinien.“ - Eingang über Vorplatz nach Süden in den Nebentrakt. - Vorplatz mit langen Bankreihen gefasst, gepflasterte Fläche aus Mosaikstein führt auf den Schulhof der Reinhold-Burger-Oberschule. Sitzstufenanlage entlang der Nord-Fassade des Neubaus mit Blick auf den Schulhof und Einblick in die untere Hallenebene. - Fassade als horizontal geschichtete Holzfassade und bandartigen Verglasungen setzt sich bewusst von der Materialität der Umgebung ab. Gliederung durch Holzlamellen und großformatige Kassettierungen aus Holzschichtplatten. Im Sockelbereich Streifen aus dunkelfarbenen Faserzementplatten. - Straßenfassade mit geschlossenem Hallenkörper und großflächig verglaster Stirnseite der Nebenraumschiene. Nach Norden große Fensterbänder zur den Hallen, im EG niedriger als im OG. Ostfassade analog zur Westfassade. Nach Süden vollflächige Verglasung des Gebäudesockels in den OGs bandartige Fensterschlitze. Funktionen - Eingang in kompaktes Foyer, durchgesteckt nach Süden. Aufzug. - Treppenraum mit zweiläufiger Treppe, gespiegelte Situation im Osten. - Längsflur an südlicher Fassade verbindet Treppenräume. Zwei Stichflure, 3 m breit in Halle. Sportlertoiletten. - 2. Ebene mit 4 Umkleiden an südlicher Außenwand, belichtet und belüftet. - Zuschauergalerie den Umkleiden vorgelagert, lichte Breite 2 m, endet im Osten 10 m vor Hallenende. Lichte Höhe der Galerien 5,30 m. ZuschauerWCs. - 3. Ebene mit Technikraum, 2,50 m hoch, vorgelagerter Luftraum zur Zuschauertribüne der 1. Hallenebene. - 2. Hallenebene analog zur 1. Hallenebene.

- 4. Ebene mit 4 Umkleiden analog zur 2. Ebene mit vorgelagerter Zuschauergalerie, lichte Höhe 5,30 m. - Natürliche Belichtung der Hallen über Fensterbänder in der Nordfassade zum Schulhof. Geschlossene Prallschutzbereiche bis 2 m über OK Fussboden. - Natürliche Belichtung der Umkleiden über die Fensterbänder im Süden. Baukonstruktion - Stahlbetonkonstruktion. Fertigteilstützen, -binder und –dachkonstruktion. Lerchenholzverkleidung. - Fenster als Pfosten-Riegelkonstruktion aus Stahl. - Hallenwände innen mit Holz verkleidet. - Sonnenschutz durch außenliegende Lamellen. - Extensive Dachbegrünung. Realisierbarkeit - Flächenüberschreitungen z. Teil über 50 %, bei Geräteräumen, Lehrerräumen, Waschräumen, insgesamt 190 m² zu groß. - Zusätzliche Lagerräume mit insgesamt 57 m². 211 m² Technikfläche. - Lehrer-/ Schiedsrichterraum nur für ein Hallenteil nutzbar. - Problematisch offene Stützenanordnung in der Halle hinsichtlich Verletzungsgefahr bzw. fehlender Prallschutzverkleidung. - 2. Fluchtweg aus der Halle nur über Öffnung im Trennvorhang. - Transparente Fassade vor Nutzungen wir Lager, Aufzug. - Guter Wärmeschutz der Hüllflächen. - Hoher Verglasungsanteil. - Gute Tageslichtnutzung auch in den Umkleide-/ Sanitärräumen und Fluren. - Plausibles Haustechnik-Konzept, Fernwärmeversorgung, Lüftung mit WRGA und Erdreichregister, Photovoltaik. - Separates Technikgeschoss in zentraler Lage. - Kompakter Baukörper, höchster BRI. - Gesamtbaukosten um 11 % überschritten. - Nutzungskosten überdurchschnittlich.

Planungsdaten Nutzfläche (RP 1.-8.) BGFa Kosten

Vorgabe 2. 429 m² 8.400.000 €

Entwurf 2.681 m² 4.710 m² 9.297.946 €

Peter W. Schmidt, Berlin mit Adler und Olesch, Berlin / 4. Preis

1718

Sporthalle Neue Schönholzer Straße / Ergebnisprotokoll

1718

Städtebau und Gestaltung

- Gestapelter, kompakter Sporthallenneubau (Höhe 15,5 m) setzt mit Stirnseite Blockrandbebauung fort. Somit rückt nur Mälzerei als baugeschichtliches Ensemble von Straßenkante ab. Neubau bildet Abschluss des Reinhold-Burger-Oberschule Komplexes. - Untere Halle ist um 3,2 m abgesenkt. 50 cm hohes Eingangsplateau (6 x 45 m) führt auf EG Niveau und bildet Sockel. - Umlaufende, verglaste Erdgeschossfuge bietet Durchblick in Nord-Süd-Richtung und Einblick in untere Halle. Hallenstirnseiten: Glasfassade vor geschlossener Wandfläche. - Nördliche Erdgeschossfuge rückt im Bereich des Plateaus um 2,4 m ein. Es entsteht überdachter Eingangsbereich (Höhe 4,2 m). - Sporthalle und über Gesamtlänge führender, nördlicher Nebenraumtrakt bilden Einheit. Oberste Nebenraumetage als offenes Technikgeschoss mit Öffnungen an den Stirnseiten. - Obergeschosse: Klinkerfassade. Hallensüdseite mit großzügiger, liegender Fensteröffnung in vorstehendem Betonrahmen mit unregelmäßig angeordneten, vertikalen Betonlamellen. An Nordseite vorstehende, horizontale Fenster für Nebenräume. - Schulzugang und Feuerwehrzufahrt zwischen Plateau und Brandwand. Durchgangsbreite 5 m. - Außensportflächen südlich und östlich der Halle. Funktionen - Zwei Gebäudezugänge liegen an eingerückter nördlicher Erdgeschossfuge. Von der Straße aus führen eine Rampe und Treppe zum westlichen Zugang. Auf Höhe des Schulhofs gelangt man über Treppe zum östlichen Eingang. - Eingangsebene des EG wird als Zuschauergalerie für untere Halle genutzt. Besuchertoiletten ebenengleich. - An den Gebäudeenden liegen je ein geschlossenes Treppenhaus. Mittig eine teils offene, zweiläufige Treppe und Aufzug. - Im UG auf unterer Hallenebene (-3,20 m) sind die Nebenräume zweihüftig, ohne natürliche Belichtung angeordnet. Nebentrakt reicht bis unter Gesamtplateau (Tiefe ca. 11 m). An nördlicher Außenfassade liegen Sportlertoiletten, Umkleide/ Wasch- und 2 Lehrerräume. Zwischen den Stichfluren (1,6 m) zur Halle Geräte-, Technikräume und Lehrerraum. - Auf oberer Hallenebene (1. OG , + 5,30 m) liegen Geräte- und 2 Lehrerräume. Belichteter Flur an Außenfassade. - Im 2. OG Umkleide/Waschräume für obere Halle

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an Außenfassade. 1 Umkleideraum unbelichtet. Kein Lehrerraum. Erschließungsflur (Breite 2,0 m) wird zeitgleich als Zuschauergalerie für obere Halle genutzt. Außengeräteraum im EG über Plateau (Höhe +0,5 m) erschlossen. Belichtung der unteren Halle über Glasfuge ab 3,7 m über Hallenboden. Nach Süden mit außenliegenden Sonnenschutzjalousien. Obere Halle mit Fensteröffnung nach Süden ab 2,0 m über Hallenboden. Sonnenschutz über vertikale Betonlamellen und außenliegende Jalousien. Südlich Laufbahn (75 m) in Kombination mit Weitsprunganlage. Östlich Kleinspielfeld, Gymnastikwiese und Kugelstoßanlage. Behindertengerechter Stellplatz und Fahrradstellplätze an Rückfront Vorderhaus Reinhold-BurgerOberschule.

Baukonstruktion - Stahlbetonskelettbauweise mit hinterlüftetem Vorsatzmauerwerk. - Dachkonstruktion: Holzbinderträger. - Innenwandbekleidung: Birnefurnier. - Extensive Dachbegrünung. Realisierbarkeit - Laufbahn und Kleinspielfeld mit Tennen- statt Kunststoffbelag. - Behindertengerechter Stellplatz außerhalb des Wettbewerbgebiets. - Unklarer Wärmeschutz. Keine plausiblen Aussagen. - Fernwärmeversorgung, Lüftung mit WRGA, Solarthermie für TWW. - Baukörper kompakt, hoher BRI. - Gesamtbaukosten im Soll. - Nutzungskosten durchschnittlich.

Planungsdaten Nutzfläche (RP 1.-8.) BGFa Kosten

Vorgabe 2. 429 m² 8.400.000 €

Entwurf 2.466 m² 3.594 m² 8.243.820 €

Prof. Bernhard Winking mit Martin Froh, Berlin mit Bernard und Sattler, Berlin / Nicht zur Beurteilung zugelassen

1719

Sporthalle Neue Schönholzer Straße / Ergebnisprotokoll

1719

Städtebau und Gestaltung - Kompakter Solitär mit Schmalseite an der Neuen Schönholzer Straße angeordnet. - Baukörper greift orthogonale Struktur der Alten Mälzerei bzw. der rückwärtigen Schulgebäude auf. - Freifläche für Außensportanlagen soll mit Spielplatz ‚zusammengeführt‘ werden. - Ausbilden eines gemeinsamen Vorplatzes für Sporthalle und Burger-Oberschule im Nordwesten. - Vorplatz- und Pausenhofgestaltung greifen orthogonale Ausrichtung auf. - Weiterführung des Gehwegbelags im Bereich des Vorplatzes soll halböffentlichen Charakter unterstrichen - Haupteingang zur Halle von Schulhof aus. - Betonung des Hauptzugangs zur Halle durch großformatige Bodenplatten. - Zusätzlicher Eingang für externe Nutzer vom Vorplatz aus. - Homogener Baukörper mit einheitlicher Gebäudehöhe von 17,80 m. - Sporthallen gestapelt; untere Halle ebenerdig. - Hauptzugang durch großflächige Verglasung betont. - Einheitliche Fassadengestaltung mit ockerfarbenen Klinkern. - Hervorheben des Sockelbereiches durch lasierte Ziegel mit allmählichem Farbverlauf. - Umlaufende Lochfassade mit horizontalen Öffnungen. - Behindertengerechter Stellplatz und Fahrrad-Stellplätze im Norden des Vorplatzes. Funktionen - Haupterschließung führt zu zentralem Foyer mit zwei einläufigen, offenen Treppen zur Erschließung der Zuschauergalerie im 1. OG. - Erschließung der Obergeschosse über zwei seitliche, geschlossene Treppenhäuser, ab dem 1. OG. - Behindertengerechte Erschließung aller Ebenen durch zentrale Aufzugsanlage. - Hallen gestapelt; untere Halle ebenerdig. - Spielfelder etwas zu groß in Längsrichtung. - Belichtung beider Hallen über Fensteröffnungen, nach Süden orientiert. - Umkleiden Duschen für untere Halle im 2. OG angeordnet. - Umkleiden Duschen für obere Halle im 4. OG zusammengefasst. - Sämtliche Umkleiden und Sanitärräume mit natürlicher Belichtung und Belüftung. - Zuschauergalerien jeweils im 1. und im 4. OG. - Technikebene im 5. OG mit vorgesetzter Blendfassade.

- Kleinspielfeld in Nord-Süd-Richtung im östlichen Grundstücksbereich. - 3 x 75 m Bahnen mit Weitsprunganlage kombiniert. Gymnastikwiese (585 m²) mit Kugelstoßanlage zusammengelegt. - Wegeflächen im Bereich der Sportanlagen in ‚hochwertigem Asphalt‘. Baukonstruktion - Primärkonstruktion als Stahlbetonbauweise sowie Kalksandsteinmauerwerk Stahlbetonträger im Bereich der Halle. Vorsatzmauerwerk aus ockerfarbenen bzw. grün-grau lasierten Ziegeln, 15 cm Dämmschicht. - Hochwärmedämmende Aluminiumfenster mit dunkler Farbgebung. - Kein Sonnenschutz vorgesehen; Blendschutz über satiniertes Glas. Realisierbarkeit - Raumprogramm erfüllt; Hallenflächen und Duschen zu groß. - Notwendige Treppenhäuser nicht durchgehend und ohne direkten Ausgang ins Freie. - Normaler Wärmeschutz der Hüllflächen (z.B. 15 cm WD für AW). - Einbausituation der Fenster mit maßgeblichen Wärmebrücken dargestellt. - Entwurf mit unterdurchschnittlichem Fensterflächenanteil. - Gute Tageslichtnutzung für Verkehrsbereiche und Umkleide-/Sanitärräume. - Schlankes Haustechnik-Konzept auf Basis Fernwärmeversorgung, Lüftung mit WRGA, Solarthermie für Trinkwarmwasser. - Kompakter Baukörper mit gutem A/V- Verhältnis und BRI. - Gesamtbaukosten im Soll. - Nutzungskosten durchschnittlich.

Planungsdaten Nutzfläche (RP 1.-8.) BGFa Kosten

Vorgabe 2. 429 m² 8.400.000 €

Entwurf 2.465 m² 4.095 m² 8.327.578 €
        
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