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Ergebnisprotokoll

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Neubau der Feuerwache Pankow Berlin Pankow

Nichtoffener Wettbewerb

Ergebnisprotokoll

Nichtoffener Wettbewerb für Architekten und Landschaftsarchitekten Neubau der Feuerwache Pankow Berlin Pankow Ergebnisprotokoll

Berlin, Dezember 2010

Koordination Nanna Sellin-Eysholdt, II D 11 Vorprüfung Architektur Ulrike Lickert Juliane Zach Kosten / Wirtschaftlichkeit aim busse architekten und ingenieure Olaf Busse, emproc GmbH Robert Mühlstein Holger Wiggers Patrick Herbke Energieeffizienz Hartwich / Mertens / Ingenieure Katrin Peltz Mitarbeit bei der Vorprüfung Janine Becker Beatrice Nowak Johannes Dumpe Digitale Bearbeitung Janine Becker Druck G.R.I.M.M. GmbH, Berlin

Inhaltsverzeichnis

1. 1.1 1.2 1.3 1.4 1.5 1.6 1.7 1.8 1.9 1.10 1.11 1.12 1.13 1.14 1.15 1.16 2. 2.1 2.3 2.4 2.4.1 2.4.2 2.4.3 2.4.4 2.5 2.6 2.7

Protokoll der Preisgerichtssitzung am 16.12.2010 ...............7 Begrüßung und Feststellung der Anwesenheit ...........................7 Konstituierung des Preisgerichts.................................................7 Eröffnung der Preisgerichtssitzung .............................................7 Bericht der Vorprüfung ................................................................8 Informationsrundgang .................................................................8 Erster Wertungsrundgang ..........................................................9 Zweiter Wertungsrundgang .........................................................9 Engere Wahl.............................................................................. 11 Einzelbeurteilungen................................................................... 11 Festlegung der Rangfolge und Preise.......................................13 Empfehlung des Preisgerichtes ................................................14 Öffnung Verfasserumschläge ....................................................14 Abschluss der Sitzung...............................................................14 Einlieferung der Arbeiten...........................................................15 Anwesenheitsliste .....................................................................16 Teilnehmer des Wettbewerbs ....................................................20 Einlieferung der Arbeiten .......................................................23 Anonymisierung ........................................................................23 Vollständigkeit der Arbeiten......................................................24 Vorprüfung.................................................................................24 Verfahren...................................................................................24 Prüfung der quantitativen Daten ...............................................24 Prüfung der qualitativen Daten..................................................25 Einbeziehung der Sachverständigen ........................................26 Balkendiagramme ....................................................................26 Zusammenstellung der Daten ...................................................28 Einzelberichte der Arbeiten 1151 bis 1160 ................................31

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1. Protokoll der Preisgerichtssitzung am 16.12.2010
Beginn der Sitzung : 9:10 Uhr

1.1 Begrüßung und Feststellung der Anwesenheit
Herr Ostendorff, Referatsleiter Auswahlverfahren und Wettbewerbe, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, begrüßt die Sitzungsteilnehmer und stellt die Anwesenheit (s. Anwesenheitsliste) und die Vollzähligkeit des Preisgerichts fest.

1.2 Konstituierung des Preisgerichts
Auf Vorschlag aus dem Kreis der stimmberechtigten Preisrichter und Preisrichterinnen wird Her Ansgar Schulz, Architekt aus Leipzig, einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Stimmberechtigte Fachpreisrichter/-innen Carola Schäfers Architektin, Berlin Simon Wetzel Architekt, Berlin Ansgar Schulz Architekt, Leipzig Stimmberechtigte Sachpreisrichter/-innen Hermann-Josef Pohlmann Leiter des Referats Projektmanagement Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Anja Hartebrodt Leiterin Baumanagement Berliner Immobilienmanagement GmbH Zu ständig anwesenden stellvertretenden Fachpreisrichtern werden Herr Tancredi Capatti, Landschaftsarchitekt und Herr Peter Ostendorff bestimmt.

1.3 Eröffnung der Preisgerichtssitzung
Der Vorsitzende übernimmt die Leitung der Sitzung und lässt sich von den Mitgliedern des Preisgerichts versichern, dass - sie keinen Meinungsaustausch mit Wettbewerbsteilnehmern über die Wettbewerbsaufgabe und deren Lösung seit dem Rückfragenkolloquium geführt haben und während der Dauer der Preisgerichtssitzung führen werden,

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- sie bis zum Preisgericht keine Kenntnis von Wettbewerbsarbeiten erhalten haben, soweit sie nicht als Vorprüfer oder Sachverständiger bei der Vorprüfung mitgewirkt haben, - sie die Beratung des Preisgerichts vertraulich behandeln werden, - die Anonymität der Arbeiten aus ihrer Sicht gewahrt ist, - sie es unterlassen werden, Vermutungen über die Verfasser anzustellen. Der Vorsitzende weist auf die persönliche Verantwortlichkeit der Preisrichter und Preisrichterinnen gegenüber Auslober, Wettbewerbsteilnehmern und Öffentlichkeit hin. Er bittet darum, die Leistung aller Teilnehmer durch entsprechend intensive und konzentrierte Bewertung der vorliegenden Arbeiten zu honorieren.

1.4 Bericht der Vorprüfung
Frau Sellin-Eysholdt (Koordinatorin des Verfahrens) fasst den Verfahrensablauf und die Vorgehensweise der Vorprüfung zusammen. Der schriftliche Bericht liegt vor. Die eingereichten Arbeiten wurden nach folgenden Kriterien geprüft: 1. Kontrolle der fristgemäßen Einlieferung der Wettbewerbsarbeiten 2. Öffnung der Wettbewerbsarbeiten, Überkleben der Kennzahlen durch Tarnzahlen und Anlegen einer Sammelliste 3. Überprüfung der formalen Anforderungen, Feststellen der Vollständigkeit der geforderten Leistung 4. Quantitative Vorprüfung 5. Qualitative Vorprüfung Von Seiten der Vorprüfung wird darauf hingewiesen, dass vier Wettbewerbsteilnehmer die vorhandene Gasleitung auf dem Wettbewerbsgrundstück überplant haben und vier Wettbewerbsteilnehmer die vorgegebene Abstandsfläche zur vorhandenen Gasleitung nicht einhalten. Vier Wettbewerbsbeiträge sehen eine Grenzbebauung vor, zwei davon mit notwendigen Fenstern. Zwei Wettbewerbsbeiträge erschließen die geplante Feuerwache über das Nachbargrundstück. Herr Schulz schlägt vor, die Thematik zurückzustellen und nach Beendigung des Informationsrundganges erneut zu diskutieren. Gemäß Auslobung Punkt 1.10 – Allgemeine Hinweise, sind keine räumlichen Darstellungen zugelassen. Die Arbeiten 1153, 1154, 1155 haben räumlichen Darstellungen eingereicht, die von der Vorprüfung abgedeckt wurden. Das Preisgericht entscheidet einstimmig, die räumlichen Darstellungen bei den jeweiligen Arbeiten abgedeckt zu lassen.

1.5 Informationsrundgang
Vorab weist der Preisgerichtsvorsitzende auf die in der Auslobung genannten Beurteilungskriterien hin. Dem Preisgericht werden insbesondere die Abläufe des Feuerwehrdienstes und die funktionalen Raumzusammenhänge in einer Feuerwache erläutert.

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Ab 9:30 Uhr stellen abwechselnd Frau Zach und Frau Lickert (Vorprüferin Städtebau/ Architektur) die Arbeiten in der Reihenfolge der Tarnzahlen ohne jede Wertung anhand der Planunterlagen und der Erläuterungsberichte vor. Für Fragen zu wirtschaftlichen Besonderheiten insbesondere der Kosten stehen Herr Busse und Herr Wiggers (Vorprüfung Kosten) zur Verfügung. Herr Protzmann stellt fest, dass die Wettbewerbsaufgabe wegen der komplexen Funktionszusammenhänge einer Feuerwache und der geringen Größe des Grundstücks anspruchsvoll war. Herr Wiggers fügt ergänzend hinzu, dass bei der Kostenermittlung die Kosten für die Lärmschutzwand und die Verlegung der Gasleitung nicht berücksichtigt wurden. Das Preisgericht beschließt alle eingereichten Arbeiten zur weiteren Beurteilung zuzulassen. Der Informationsrundgang endet um 11:40 Uhr.

1.6 Erster Wertungsrundgang
Nach einer kurzen Pause folgt der erste Wertungsrundgang um 11:50 Uhr. Der Vorsitzende weist darauf hin, dass im ersten Wertungsrundgang Arbeiten nur einstimmig ausgeschieden werden können. Stimmenthaltungen sind nicht zugelassen. Im ersten Wertungsrundgang werden alle Arbeiten eingehend diskutiert. Alle 10 Arbeiten verbleiben im Verfahren. Der erste Wertungsrundgang endet um 12:45 Uhr.

1.7 Zweiter Wertungsrundgang
Direkt im Anschluss an den ersten Wertungsrundgang folgt der zweite Wertungsrundgang ab 12:45 Uhr. Im zweiten Wertungsrundgang werden die im Verfahren verbliebenen 10 Wettbewerbsarbeiten vertiefend betrachtet und die besonderen funktionalen und gestalterischen Aspekte der Entwürfe erläutert. Eingehend diskutiert werden: - Grundrissstruktur, Übersichtlichlichkeit, innere Organisation - Positionierung auf dem Grundstück, Freiflächen - Grundstückszufahrt, Wenderadien, Aufstellflächen

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Nach der Diskussion scheiden folgende sieben Arbeiten im 2. Wertungsrundgang aus: (für Verbleib) Arbeit 1151 Arbeit 1152 Arbeit 1155 Arbeit 1156 Arbeit 1157 Arbeit 1158 Arbeit 1159 0 0 1 0 1 0 0 : : : : : : : : (gegen Verbleib) 5 5 4 5 4 5 5

1151 Ein sehr raumgreifender Entwurf, der sich jedoch mit seiner Zugangssituation der Straßenadresse abwendet. Der Entwurf hat außerdem funktionale Mängel im Bereich der Schleusen. Die Fassade erscheint zu beliebig. 1152 Der unwirtschaftliche Baukörper erscheint in seiner Gebäudekonfiguration als nicht angemessen für diese Aufgabe. Das Freihalten des Erdgeschosses, praktisch nur für die Einsatzfahrzeuge, erzeugt funktionale Mängel im täglichen Ablauf der Wache. 1155 Ein durchaus ansprechend gestaltetes Gebäude benötigt leider durch seine Disposition auf dem Wettbewerbsgebiet zur Erschließung der Gesamtanlage das südlich benachbarte Grundstück. Auch die Grenzbebauung erscheint wegen der Fenster im Obergeschoss kritisch. 1156 Der aussdrucksstarke Entwurf kann in seiner Funktionalität und in der Ausformulierung der Räume und Fassade nicht überzeugen. Die Raumzusammenhänge bleiben zum Teil zu schematisch. 1157 Ein sehr kompakter Baukörper in L-Form erzeugt in der funktionalen Mitte des Gebäudes zu viele Mängel, die nicht behoben werden können. Angezweifelt wird auch der Außenzugang in den Schleusenbereich. 1158 Die Erschließung der Feuerwache erfolgt über das südlich angrenzende Grundstück, was nicht akzeptiert werden kann. Gewürdigt wird die Lage der Ruheräume am Lichthof, ein zweiter Rettungsweg jedoch fehlt. 1159 Nicht verständlich ist die Ausbildung einer gebäudehohen Trennwand zum nördlichen Grünbereich. Auch die Ausformulierung des dreigeschossigen Baukörpers zur Autobahn kann nicht überzeugen. Leichte funktionale Mängel gibt es im Erdgeschoss und in den Obergeschossen mit gefangenen Aufenthaltsräumen. Folgende drei Arbeiten bleiben im Verfahren (für Verbleib) Arbeit 1153 Arbeit 1154 Arbeit 1160 5 5 3 : : : : (gegen Verbleib) 0 0 2

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Der zweite Wertungsrundgang endet um 13:30 Uhr. Es folgt eine Mittagspause bis 14:10 Uhr. Es wird ein Rückholantrag für die im zweiten Wertungsrundgang ausgeschiedene Arbeit 1155 gestellt. Der Rückholantrag wird mit 2 : 3 Stimmen abgelehnt.

1.8 Engere Wahl
Das Preisgericht beschließt, die drei Arbeiten der engeren Wahl schriftlich nach den Kriterien der Auslobung zu beurteilen. Den Arbeiten werden Gruppen aus Fach- und Sachpreisrichtern zugeteilt. Ab 15:10 Uhr werden die Einzelbeurteilungen vor den Arbeiten vorgetragen, diskutiert, ergänzt und verabschiedet.

1.9 Einzelbeurteilungen
Arbeit 1153 Das L-förmige Gebäude verankert sich entlang der Pasewalkerstraße. Der Baukörper schafft einerseits eine klare urbane räumliche Situation, erhält jedoch gleichzeitig die Kontinuität des Landschaftsraums. Der kubische Baukörper ist klar in zwei Nutzungsbereiche gegliedert: ein dreigeschossiges Funktionsgebäude und eine eingeschossige Fahrzeughalle mit einer Gesamthöhe von 5,6 m. Das Gebäude wirkt, trotz zurückhaltender Fassadengestaltung durch Einschnitte und Überhöhungen, skulptural. Die Freiraumgestaltung ist funktional, die Gestaltungsansätze (Streifen) wirken allerdings appliziert und formal. Die Funktionalität des Gebäudes ist gegeben, einzelne Zuordnungen sind jedoch zu bearbeiten. Die Kleiderkammer (Schmutzkleidung) und die Poolkammer müssen im EG vorgesehen werden. Ein zweites Rettungstreppenhaus ist erforderlich sowie eine Rutschstange vom zweiten OG zum ersten OG. Der multifunktionale Aufenthaltsraum sollte trennbar sein. Die Jury würdigt die klare, reduzierte Materialgestaltung (eingefärbter Beton, Asphalt, Gussasphalt, Industriebauglas,...). Die Wirtschaftlichkeit des Entwurfs wird von der Jury positiv gesehen. Trotz erforderlicher Änderungen scheint der Entwurf im Kostenrahmen realisierbar. Arbeit 1154 Schlüssig und verständlich bildet der Gebäudekörper einen Riegel zur Pasewalker Straße mit einer klaren Addressbildung und einer gut positionierten Alarmausfahrt. Skulpturale Erweiterungen nach Norden und Osten bilden einen Gebäudekopf ab und reagieren dabei auf den nördlichen Ufergrünraum. Der östliche Teil des Grundstücks wird für Freiflächen und eine großzügige Umfahrung freigespielt, die von Süden her erfolgt. Kennzeichnend für die Typologie des Gebäudes ist die mit einem Geschoss überbaute Fahrzeughalle, die die kompakte Ausformung des Baukörpers und eine geringe überbaute

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Fläche ermöglicht. Realisiert wird dies durch die Aufnahme einiger Funktionen in einem Zwischengeschoss, die sich im Normalfall der Fahrzeughalle im EG zugeordnet finden. Das Zwischengeschoss ist zwar visuell mit der Fahrzeughalle verknüpft, es fehlt jedoch die unmittelbare vertikale Verbindung zwischen Kleiderkammer und Schwarzbereich, die unabhängig von der allgemeinen Erschließung möglich sein muss. Weitere Abstriche im EG bilden die fehlende 2. Schleuse und der fehlende Rettungsruheraum, der in das Obergeschoss verlegt wurde. Die Vertikalerschließung und die Rettungswege funktionieren ansonsten gut. Positiv wird die Grundrisszonierung im OG gesehen, insbesondere der Verteilerknoten im Gebäudekopf mit Belichtung durch die eingeschobene Terrasse. Durch die Typologie bedingt ist eine Ausrichtung eines großen Teils von Funktionsräumen (hier die Ruheräume) zur Pasewalker Straße allerdings unvermeidbar. Die Auskragung des Obergeschosses im Kopfbereich ist zwar aus dem Baukörperkonzept nachzuvollziehen, erhöht jedoch aus energetischer Sicht den Anteil der Außenhüllfläche, die bei diesem Konzept überproportional hoch erscheint und diverse Anschlusspunkte mit sich bringt. Bedingt durch das eingeführte Zwischengeschoss wird die Fahrzeughalle zu Lasten der Kubatur überhöht. Der Aufwand für die Überspannung der Halle erhöht sich, bedingt durch die Lasten aus dem darüberliegenden Geschoss. Die Verwendung eines Aluminium-Grids für die Fassade des Obergeschosses wirkt den skulpturalen Qualitäten des Baukörpers eher entgegen und ist hinsichtlich seiner Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit zu hinterfragen. Das Erscheinungsbild des Haupteinganges entspricht nicht den Erfordernissen, die sich aus dem Grundriss ergeben, und muss ebenfalls überarbeitet werden. Da die Gesamtkosten überschritten sind, ist über Einsparpotentiale nachzudenken. Arbeit 1160 Es handelt sich um ein U- förmiges zweigeschossiges Gebäude, das sich nach Norden zur Grünanlage hin öffnet. Die städtebauliche Figur wird durch ein umlaufendes zweigeschossiges Corten-Stahlband gebildet, das eine große Öffnung im Bereich der Wagenhallen aufweist. Diese unmaßstäbliche Geste wird für den Ort und die Bauaufgabe als unangemessen empfunden. Auch im Hinblick auf die Belichtung ist die teilweise perforierte CortenFassade vor den Räumen im Obergeschoss problematisch und nicht akzeptabel.

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Die Anordnung von Wagenhalle und angrenzendem Gebäude in L-Form überzeugt. Dem gut angeordneten Eingang folgt ein angemessenes Foyer von dem die Schleusenbereiche und die Umkleide- und Sanitärbereiche hervorragend zu einander und zur Wagenhalle ausgerichtet sind, so dass optimale Arbeitsabläufe für ausrückende und einrückende Arbeitskräfte und Fahrzeuge gegeben sind. Auch die Anordnung der Gemeinschaftsräume im Obergeschoss mit Blick in den Grünraum ist genauso gelungen wie die Anordnung der Ruheräume. Durch die Corten-Fassade ist jedoch die Ausfahrt für das C-Fahrzeug blockiert, auch ist die räumliche Auslagerung des Funkraumes außerhalb des L-förmigen Gebäudes zur Bildung eines U-förmigen Gebäudes funktional unbefriedigend. Die konventionelle Stahlbetonkonstruktion ist angemessen. Die CortenFassade ist - besonders im Bereich der Wagenhalle, wo sie im Abstand von 10 m vor der eigentlichen Gebäudehülle geführt wird und dabei noch eine 20 m lange Öffnung für die Fahrzeuge verfügt – nicht angemessen. Das Raumprogramm ist nachgewiesen. Der Entwurf ist im zur Verfügung stehenden Kostenrahmen nicht realisierbar. Dieser wird um ca. 34 % überschritten. Das Preisgericht bemängelt, dass für einen insgesamt funktional guten Entwurf nicht die der Bauaufgabe und dem Ort angemessene architektonische Gestaltung gefunden wurde.

1.10

Festlegung der Rangfolge und Preise

Nach Verabschiedung der schriftlichen Beurteilungen werden die Arbeiten der Engeren Wahl erneut vergleichend diskutiert und bewertet. Es wird zunächst ein Meinungsbild über die Rangfolge der Preise erstellt. Das Preisgericht entscheidet einstimmig die Arbeit 1160 auf den 3.Rang zu stellen. Nach eingehender Diskussion beschließt das Preisgericht einstimmig, die folgenden zwei Arbeiten wie folgt mit dem 1. und 2. Rang zu platzieren: (für) 1. Rang 2. Rang Arbeit 1153 Arbeit 1154 5 5 : : : (gegen) 0 0

Es wird einstimmig entschieden, aus den Arbeiten 1153 und 1154 eine Preisgruppe zu bilden. Das Preisgericht entscheidet einstimmig, in Abweichung zur Auslobung keinen 3. Preis zu vergeben.

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Das Preisgericht beschließt einstimmig die Preisgelder wie folgt neu aufzuteilen: 1. Preis: 2. Preis: Anerkennung: 10.000,7.000,3.000,-

Anschließend wird über die Rangfolge der Arbeiten 1153 und 1154 die Preisgruppe wie folgt abgestimmt. (für) 1. Preis: 2. Preis: Arbeit 1153 Arbeit 1154 5 5 : : : (gegen) 0 0

Über den Antrag, die Arbeit 1160 mit einer Anerkennung zu honorieren, wird einstimmig entschieden. Die Arbeit 1160 erhält somit eine Anerkennung.

1.11

Empfehlung des Preisgerichtes

Das Preisgericht empfiehlt dem Auslober einstimmig, die mit dem 1. Preis ausgezeichnete Arbeit zur Grundlage der weiteren Bearbeitung zu machen. Die in der Beurteilung der Wettbewerbsarbeit aufgeführten Überarbeitungsempfehlungen sind hierbei zu berücksichtigen.

1.12

Öffnung Verfasserumschläge

Die Umschläge mit den Verfassererklärungen werden zum Abschluss der Sitzung geöffnet. Die Namen der 10 Wettbewerbsteilnehmer werden verlesen.

1.13

Abschluss der Sitzung

Der Vorsitzende entlastet die Vorprüfung. Er bedankt sich bei allen Mitarbeitern für die sorgfältige Vorbereitung und für die gute Durchführung des Verfahrens. Er dankt allen Mitgliedern des Preisgerichtes für die engagierte und konstruktive Mitarbeit und gibt mit dem Wunsch nach einer guten Verwirklichung des Projektes den Vorsitz an Herrn Ostendorff zurück. Dieser bedankt sich ebenfalls für die geleistete Arbeit und schließt die Sitzung. Ende der Sitzung Die Sitzung endet um 16:10 Uhr. Das Protokoll wurde vom Vorsitzenden des Preisgerichts gelesen und genehmigt.

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1.14

Einlieferung der Arbeiten

Das Protokoll wird genehmigt:

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1.15

Anwesenheitsliste

Nichtoffener Wettbewerb Neubau der Feuerwache Pankow Berlin Pankow Preisgerichtssitzung Donnerstag, den 16.12.2010, von 09:10 Uhr bis 16:10 Uhr Württembergische Straße 6, 10707 Berlin

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- entschuldigt -

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- entschuldigt -

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1.16

Teilnehmer des Wettbewerbs

Preisträger Arbeit 1153 1. Preis Verfasser: Mitarbeiter: TGA: Freiraumplanung: Verfasser: Arbeit 1154 2. Preis Verfasser: Mitarbeiter:

Anderhalten Architekten, Berlin Claus Anderhalten Martin Grunewald Planer Domann BI, Berlin ST raum a Landschaftsarchitektur, Berlin Tobias Micke

Böge Lindner Architekten, Hamburg Jürgen Böge Michael Gutena Detlev Kozian Jaroslaw Siwiecki Breimann & Bruun Landschaftsarchitekten, Hamburg Bertel Bruun Franziska Husung Anne Kittel

Freiraumplanung: Verfasser: Mitarbeiter:

Arbeit 1160 Anerkennung Verfasser: Mitarbeiter: Freiraumplanung: Verfasser: Mitarbeit:

Patrik Dierks Norbert Sachs Architekten, Berlin Norbert Sachs Patrik Dierks Lars-Sebastian Dillner Holger Meier Büro Hackenberg, Berlin Klaus-Peter Hackenberg Antje Ernst Marion von Lehmden

2. Rundgang Arbeit 1151 2. Rundgang Verfasser: Mitarbeiter: Energieberatung: Freiraumplanung: Verfasser:

bbp: architekten bda, Kiel Björn Bergfeld Stephan Urban Steffen Peichl kessler.krämer Landschaftsarchitekten, Flensburg Christine Krämer Martin Keßler

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Arbeit 1152 2. Rundgang Verfasser: Mitarbeiter: Tragwerksplanung: Freiraumplanung: Verfasser: Mitarbeiter:

[pool 2 Architekten], Kassel Tore Pape Lukas Droste (in freier Mitarbeit) Reitz + Pristl, Kassel pukland, Berlin Maria Pegelow Mario Zander (in freier Mitarbeit)

Arbeit 1155 2. Rundgang Verfasser: Mitarbeiter:

huber staudt architekten bda, Berlin Joachim Staudt Lenader Moons Sohta Mori Tatyana Cherepanova IBG-Ingenieurbüro Grube Olaf Grube TDB Thomanek Duquesnoy Boemans, Berlin DKarl Thomanek Luka Gilic

TGA: Freiraumplanung: Verfasser: Mitarbeiter:

Arbeit 1156 2. Rundgang Verfasser: Mitarbeiter:

Grüntuch Ernst Architekten GmbH, Berlin Almut Grüntuch-Ernst Armand Grüntuch Kristina Herresthal Arno Löbbecke Henning Wiethaus Hugo Neto Sven Abe Tjalma Daniel Straßburger Hans C. Schultz KEM – Ingenieurbüro für Haustechnik Götz Loseit Topotek 1 Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH, Berlin Martin Rein Cano Ines Bahr

TGA: Freiraumplanung: Verfasser: Mitarbeiter:

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Arbeit 1157 2. Rundgang Verfasser: Mitarbeiter: Freiraumplanung: Verfasser: Mitarbeit:

Pussert Kosch Architekten, Dresden Dirk Pussert Achim Kosch Christian Kron Roswitha Kron Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Dresden Till Rehwaldt Christiane Eberts Sebastian Pietzsch

Arbeit 1158 2. Rundgang Verfasser: Mitarbeiter:

bernd zimmermann_architekten, Ludwigsburg Bernd Zimmermann Regina Bestle-Zimmermann Thomas Gehnke Caroline Stieghorst Transsolar GmbH, Stuttgart Christian Matt Christine Neuberger, Fellbach

Energietechnik: Freiraumplanung:

Arbeit 1159 2. Rundgang Verfasser: Mitarbeiter: Tragwerksplanung: TGA: Freiraumplanung:

Karl + Probst, München Ludwig Karl Isabelle Heinz ISP Scholz Beratende Ingenieure AG, München Dr. Ing. Ulrich Scholz Duschl Ingenieure GmbH & CO. KG, Rosenheim Gerhard Duschl Werner Franz Landschaftsarchitekt, München Werner Franz

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2. Einlieferung der Arbeiten
Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden in einem vorgeschalteten Bewerbungsverfahren (Teilnahmewettbewerb gemäß RPW 2008 und VOF) durch ein vom Preisgericht unabhängiges Auswahlgremium 10 Arbeitsgemeinschaften aus Architekten und Landschaftsarchitekten ausgewählt. Die Planunterlagen mussten bis spätestens 24. November 2010 und das Modell bis zum 01. Dezember 2010 vorliegen. Alle 10 Arbeiten wurden bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in der Brückenstraße 6 entgegengenommen, quittiert und Datum und Uhrzeit sowie Art der Unterlagen in einer Sammelliste notiert. Die 10 eingereichten Arbeiten gingen in allen Teilen erkennbar termingerecht ein. Die Wettbewerbsunterlagen wurden ungeöffnet in die Räume der Vorprüfung, Alte Kantine, Raum 560, Württembergische Straße 6, transportiert.

2.1 Anonymisierung
Die eingegangenen Arbeiten sowie die dazugehörigen Verfassererklärungen und alle sonstigen abgegebenen Unterlagen wurden nach dem Zufallsprinzip mit einer 4-stelligen Tarnzahl von 1151 bis 1160 gekennzeichnet. Die Reihenfolge des Eingangs ist aus der Reihenfolge der vergebenen Tarnzahlen nicht erkennbar. In einer angelegten Sammelliste ist die Zuordnung zwischen den Kennzahlen der Verfasser und den Tarnzahlen notiert. Eingangsdatum sowie Art und Zustand der Verpackung wurden erfasst und die Verfassererklärungen unter Verschluss genommen.

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2.3 Vollständigkeit der Arbeiten
Die Vollständigkeit der Arbeiten wurde gemäß Punkt 1.10 der Auslobung geprüft. Das Ergebnis wurde in einer Prüftabelle notiert.

1

2

3

4

5

6
(1Satz der verlangten Grundrisse/Schnitte, mit Eintragung der Raumbezeichnungen analog Formblatt, notwendige Vermaßung, Raumgrößen)

7

8

9

10

11

12

13

Städtebauliches Konzept M 1:500, Darstellung der Gesamtsituation, Baukörper usw.

CD-ROM Verzeichnis der eingereichten Unterlagen

EG-Grundriss mit Darstellung des Außenbereichs mit Frei- und Übungsflächen M 1:200

zum Verständnis erforderliche Ansichten und Schnitte M 1:200

(Informationsgehalt annähernd Schnitt M 1:50 zur Vermittelbarkeit von Materialität und Gestaltqualität)

1151 1152 1153 1154 1155 1156 1157 1158 1159 1160

x x x1 x2
x3

x x x x
x

x x x x
x

x x x x
x

x x x x
x

x x x x
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x x x x
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x x x x
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x x x x
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x x x x x x x x -

x x x x
x x

x x x x
x

x x x x
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x x x x
x

x x x x x x x x x x

x x x x x

x x x x x

x x x x x

x4 x x x x

x x x x x

x x x x

x x x x x

x x x x x

x x x x x

x x x x x

x x x x x

x x x x x

x x x x

x – 1 2 3 4

Leistung liegt vor Leistung liegt nicht vor Der Verfasser hat eine räumliche Darstellung abgegeben. Der Verfasser hat 3 räumliche Darstellungen abgegeben. Der Verfasser hat 2 räumliche Darstellungen abgegeben. Der Verfasser hat keine Nord- und keine Südansicht.

2.4 Vorprüfung 2.4.1 Verfahren

Die Vorprüfung wurde vom 26. November 2010 bis zum 10. Dezember 2010 im Raum 560 (Alte Kantine) der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Württembergische Straße 6, durchgeführt. Die Prüfung der Wettbewerbsarbeiten erfolgte durch zwei Vorprüferinnen für Hoch- und Städtebau, drei Vorprüfer für Kosten und Wirtschaftlichkeit, eine Vorprüferin für Energieeffizienz, und drei Mitarbeiter der Vorprüfung.

2.4.2

Prüfung der quantitativen Daten

Die in der Ausschreibung geforderten quantitativen Nachweise wurden von der Vorprüfung berechnet bzw. anhand der Verfasserangaben auf Plausibilität geprüft.

ausgefüllte Formblätter als .xls-Datei x x x x x x x x x x

Baubeschreibung analog DIN 276 (neu) zu KG 300, 400 und 500

(im Format .dwg/.dxf/.pln Version 7.0 oder tiefer)

Fassaden- bzw. Systemschnitt M 1:20

.pdf-Dteien der Präsentationspläne

.tif-Dateien der Präsentationspläne

alle anderen Grundrisse M 1:200

Flächenermittlung / Gebäudekennwerte

Modell im Maßstab 1:500

Erläuterungsbericht

Verfassererklärung

Formblätter

Prüfpläne

Prüfpläne

Tarnzahl

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Sofern eine nachweisliche Diskrepanz zwischen Verfasserangaben und geprüften Werten vorhanden war, wurden die ermittelten Werte der Vorprüfung dargestellt. Folgende Nachweise wurden berechnet: Nutzfläche NF (Raumprogramm) Technische Funktionsfläche Nutzfläche NF (gesamt) Bruttogrundfläche BGFa (gesamt) Bruttogrundfläche BGFa (nur EG) Bruttorauminhalt BRI (V) Verhältnis BGFa / NF (gesamt) Verhältnis BRI / NF (gesamt) Hüllfläche (A) Hüllfläche zu Volumen A / V überbaute Fläche GFZ / GRZ

Darstellung der quantitativen Daten Die Ergebnisse der quantitativen Prüfung sind in einer vorangestellten Tabelle und auszugsweise in den Einzelberichten zu den Arbeiten gesondert ausgewiesen. Die den Einzelberichten vorangestellten Balkendiagramme zeigen die Ergebnisse der Berechnungen im vergleichenden Überblick.

2.4.3

Prüfung der qualitativen Daten

Die für die Vorprüfung angelegten Prüfkriterien sind aus den in der Auslobung unter 3.11 benannten Kriterien zur Beurteilung der Wettbewerbsarbeiten abgeleitet und durch die Vorprüfer/Innen in Zusammenarbeit mit den Sachverständigen überprüft worden. Folgende Kriterienbereiche wurden im Rahmen der Vorprüfung bearbeitet und finden sich entsprechend als Gliederung in den Einzelberichten wieder: - Städtebau und Gestaltung Baukörper, Freiflächen - Funktion Erschließung, Räumliche Qualität, Raumzuschnitte, Belichtung, Belüftung, Außenraumnutzung, Orientierung - Baukonstruktion / Materialität - Realisierbarkeit Programmerfüllung, Genehmigungsfähigkeit - Energieeffizienz Nachhaltigkeit - Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb Einhaltung des Kostenrahmens

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2.4.4

Einbeziehung der Sachverständigen

Im Rahmen der Vorprüfung hatten die Sachverständigen die Gelegenheit die Wettbewerbsarbeiten zu begutachten. Folgende Sachverständige haben die Arbeiten im Rahmen der Vorprüfung begutachtet: Marion Neumann, Mietermanagement Berliner Feuerwehr, Regina Krokowski, Grün Berlin Park und Garten GmbH Berlin, Juliane Redlich-Christakopoulos, Abteilung Städtebau und Projekte, städtebauliche und planungsrechtliche Projektprüfung, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin, Kerstin Püschel, Abteilung Ministerielle Angelegenheiten des Bauwesens, Referat technisch/wirtschaftliche Prüfung und Genehmigung im Hochbau, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin, Mathias Balluneit, Abteilung Hochbau, Referat Projektmanagement, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin, Lars Obscherningkat, Abteilung Hochbau, Referat Objektmanagement, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin, Knut Kardacki, Abteilung Ministerielle Angelegenheiten des Bauwesens, Oberste Bauaufsicht, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin.

2.5 Balkendiagramme
Zum Quervergleich wurden 3 Balkendiagramme erstellt. - BGFa ist und NF (gesamt) ist - Relation BGFa ist / NF (gesamt) ist und A / V - Gesamtkosten (KG 100-700 und KG 300 + 400)

BGFa ist und NF (gesamt) ist

BGFa ist NF (gesamt) ist
NF (gesamt Soll) 1.282 m²

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Relation BGFa ist / NF (gesamt) ist und A/V

BGFa ist / NF (gesamt) ist
A/V

Gesamtkosten (KG 100 – 700 / KG 300 + 400)

Gesamtkosten SOLL KG 100 – 700 6.500.000 EUR

Gesamtkosten KG 100 – 700 ist Gesamtkosten KG 300 + 400 ist

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28

2.6 Zusammenstellung der Daten

Nummer der Wettbewerbsarbeit Flächen und Rauminhalte NF (Raumprogramm gesamt, NF+TF) ist NF (Raumprogramm gesamt, NF+TF) soll BGFa EG ist BGFa gesamt ist BRIa ist Hüllfläche BGFa gesamt ist / NF (gesamt) ist A/V BRIa ist / NF (gesamt) ist überbaute Fläche GRZ GFZ Kosten Gesamtkosten KG 100 – 700 ist Gesamtkosten KG 100 – 700 Mittelwert Gesamtkosten KG 100 – 700 soll Verhältlis zum Soll = 100% Gesamtkosten KG 300 + 400 ist Gesamtkosten KG 300 + 400 Mittelwert Gesamtkosten KG 300 + 400 soll Gesamtkosten KG 500 ist Gesamtkosten KG 500 Mittelwert Gesamtkosten KG 500 soll Kostenkennzahlen KG 100 – 700 Gesamtkosten KG 100 – 700 / BGF ist Gesamtkosten KG 100 – 700 / NF (gesamt) ist Gesamtkosten KG 100 – 700 soll / NF (gesamt) soll Gesamtkosten KG 100 – 700 / BRI ist Kostenkennzahlen KG 300 + 400 Gesamtkosten KG 300 + 400 / BGF ist Gesamtkosten KG 300 + 400 / NF ist Gesamtkosten KG 300 + 400 soll / NF (gesamt) soll Gesamtkosten KG 300 + 400 / BRI ist €/m² brutto €/m² brutto €/m² brutto €/m³ brutto €/m² brutto €/m² brutto €/m² brutto €/m³ brutto € brutto € brutto € brutto € brutto € brutto € brutto € brutto € brutto € brutto m² m² m² m² m² m³ m²

1151
1.299 1.282 989 1.967 6.951 3.779 1,51 0,54 5,35 989 0,37 0,74

1152
1.335 1.282 514 1.941 8.219 3.505 1,45 0,43 6,16 979 0,37 0,73

1153
1.284 1.282 738 1.747 6.091 2.742 1,36 0,45 4,74 749 0,28 0,66

1154
1.333 1.282 680 2.047 8.351 3.210 1,54 0,38 6,27 793 0,30 0,77

1155
1.254 1.282 877 2.139 7.854 3.525 1,71 0,45 6,26 977 0,37 0,80

7.705.250 7.129.671 6.500.000 18,5 4.974.914 4.467.712 3.357.300 329.273 396.698 424.650

8.998.780 7.129.671 6.500.000 38,4 5.704.384 4.467.712 3.357.300 604.639 396.698 424.650

6.092.800 7.129.671 6.500.000 -6,3 3.725.414 4.467.712 3.357.300 341.887 396.698 424.650

7.363.720 7.129.671 6.500.000 13,3 4.576.859 4.467.712 3.357.300 471.716 396.698 424.650

6.925.800 7.129.671 6.500.000 6,6 4.346.832 4.467.712 3.357.300 360.927 396.698 424.650

3.917 5.932 5.070 1.109

4.636 6.741 5.070 1.095

3.488 4.741 5.070 1.000

3.597 5.524 5.070 882

3.238 5.523 5.070 882

2.529 3.830 2.619 716

2.939 4.273 2.619 694

2.132 2.899 2.619 612

2.236 3.434 2.619 548

2.032 3.466 2.619 553

Neubau der Feuerwache Pankow / Ergebnisprotokoll

29

Nummer der Wettbewerbsarbeit Flächen und Rauminhalte NF (Raumprogramm gesamt, NF+TF) ist NF (Raumprogramm gesamt, NF+TF) soll BGFa EG ist BGFa gesamt ist BRIa ist Hüllfläche BGFa gesamt ist / NF (gesamt) ist A/V BRIa ist / NF (gesamt) ist überbaute Fläche GRZ GFZ Kosten Gesamtkosten KG 100 – 700 ist Gesamtkosten KG 100 – 700 Mittelwert Gesamtkosten KG 100 – 700 soll Verhältlis zum Soll = 100% Gesamtkosten KG 300 + 400 ist Gesamtkosten KG 300 + 400 Mittelwert Gesamtkosten KG 300 + 400 soll Gesamtkosten KG 500 ist Gesamtkosten KG 500 Mittelwert Gesamtkosten KG 500 soll Kostenkennzahlen KG 100 – 700 Gesamtkosten KG 100 – 700 / BGF ist Gesamtkosten KG 100 – 700 / NF (gesamt) ist Gesamtkosten KG 100 – 700 soll / NF (gesamt) soll Gesamtkosten KG 100 – 700 / BRI ist Kostenkennzahlen KG 300 + 400 Gesamtkosten KG 300 + 400 / BGF ist Gesamtkosten KG 300 + 400 / NF ist Gesamtkosten KG 300 + 400 soll / NF (gesamt) soll Gesamtkosten KG 300 + 400 / BRI ist €/m² brutto €/m² brutto €/m² brutto €/m³ brutto €/m² brutto €/m² brutto €/m² brutto €/m³ brutto € brutto € brutto € brutto € brutto € brutto € brutto € brutto € brutto € brutto m² m² m² m² m² m³ m²

1156
1.192 1.282 945 1.541 6.294 3.176 1,29 0,50 5,28 1.118 0,42 0,58

1157
1.279 1.282 882 1.676 5.933 3.122 1,31 0,53 4,64 902 0,34 0,63

1158
1.277 1.282 877 1.652 5.485 3.145 1,29 0,57 4,30 955 0,36 0,62

1159
1.264 1.282 877 1.807 5.463 3.270 1,43 0,60 4,32 967 0,36 0,68

1160
1.319 1.282 1.010 2.015 8.122 3.595 1,53 0,44 6,16 1.058 0,40 0,76

6.749.680 7.129.671 6.500.000 3,8 4.059.804 4.467.712 3.357.300 519.197 396.698 424.650

6.089.230 7.129.671 6.500.000 -6,3 3.710.063 4.467.712 3.357.300 354.620 396.698 424.650

6.128.500 7.129.671 6.500.000 -5,7 3.801.455 4.467.712 3.357.300 291.312 396.698 424.650

6.552.140 7.129.671 6.500.000 0,8 4.038.979 4.467.712 3.357.300 370.447 396.698 424.650

8.690.808 7.129.671 6.500.000 33,7 5.738.418 4.467.712 3.357.300 322.966 396.698 424.650

4.380 5.662 5.070 1.072

3.633 4.761 5.070 1.026

3.710 4.799 5.070 1.117

3.626 5.184 5.070 1.199

4.313 6.589 5.070 1.070

2.635 3.406 2.619 645

2.214 2.901 2.619 625

2.301 2.977 2.619 693

2.235 3.195 2.619 739

2.848 4.351 2.619 707

Neubau der Feuerwache Pankow / Ergebnisprotokoll

31

2.7 Einzelberichte der Arbeiten 1151 bis 1160
Jede Wettbewerbsarbeit wird auf zwei Seiten (4 Abbildungen, Kenndaten und Einzelbericht) dargestellt. Die Abbildungen umfassen: Modellfoto, Grundriss EG mit angrenzenden Freiflächen, Ansicht von Westen (Pasewalker Straße) und Schnitt. Die Textseite auf der rechten Seite enthält die Ergebnisse der qualitativen Prüfung nach dem dargestellten Kriterienkatalog.

bbp: architekten bda, Kiel mit kessler.krämer Landschaftsarchitekten, Flensburg / 2. Rundgang

1151

Planungsdaten
NF (m²) (Raumprogramm NF+TF) BGFa EG (m²) BGFa (m²) BGFa / NF (Raumprogramm NF+TF) BRI (m³) A/V Kosten € (KG 100 - 700)

Vorgabe
1.282

Entwurf
1.299 989 1.967 1,51 6.951 0,54

6.500.000 7.705.250
Grundriss EG

Ansicht von Westen

Schnitt

Neubau der Feuerwache Pankow / Ergebnisprotokoll

1151

Städtebau und Gestaltung - T-förmiger Baukörper mit Kopfbildung im Osten. - Platzierung in Orthogonalität zur Prenzlauer Promenade. Dreieckiger Vorplatz an der Pasewalker Straße, Tiefe ca. 2 - 15 m. - Funktionsflügel schließt das Gelände linear nach Nordosten ab. Hallenkörper teilt das Grundstück in Vorplatz und Übungshof mit PWK Stellplätzen. - Gebäudehöhe Fahrzeughalle 4,65 m, Funktionskörper 6,95 m. 2 Geschosse. Keine Überbauung der Halle. Teilunterkellerung. - Erdgeschosszone Wechsel von geschosshoch verglasten und geschlossenen Bereichen. Obergeschoss großflächige Öffnungen in dunkler Plattenverkleidung. Exponierte Innenwandflächen und Ostfassade mit rotem Anstrich reflektieren die Nutzung nach außen. Hallentore verglast. - Zufahrt Feuerwehr im Süden. Gleichzeitig Anlieferung und Zufahrt Stellplätze sowie fußläufige Erschließung. Fahrradstellplätze vor rückwärtiger Eingangsfassade. 18 PKW Stellplätze östlich des Übungshofes. - Trennung der Freiflächen in befestigte Flächen für Vorplatz, Zufahrt und Übungshof mit Akzentuierung durch strenge Vegetationsstrukturen mit Bäumen und Ziergräserstreifen. Unbefestigter Bereich mit „Wiesensaum“ entlang Nordfassade mit eingelagerter Freiterrasse. Lärmschutzwand mit horizontalem Sichtfenster. Funktion - Haupteingang in rückwärtiger Gebäudeinnenecke in belichtete Eingangshalle mit einläufiger Treppenanlage im Knotenpunkt der Anlage als zentraler Verteiler in nordorientierte verglaste Flurzonen. - Wechsel von einhüftiger Erschließung im EG mit Südorientierung der Räume zu zweibündiger Erschließung im Ostteil des 1.OG. - Halle im Süden mit 5 horizontal verglasten Toren, das südlichste für C-Fahrzeug. Nach Osten 4 Tore zur Rangier- und Übungsfläche. - Torbreiten 4,0 m, Torhöhen 4,0 m, Umfahrung der Halle im Süden. Wenderadien knapp bemessen. - Lichte Höhe Halle 3,60 m. Stellplatzbreite 4,50 m, Stellplatztiefe 12,50 m. Stellplatz C-Fahrzeug ca. 4,0 m x 7,0 m mit geringer Abstands- und Bewegungsfläche vor Raumzugängen. - Wachgeschäftszimmer mit Blickbeziehung zum Vorplatz und in die Halle. Fernmelderaum unweit. - Fahrzeughalle mit direktem Zugang zu Ölkammer, Desinfektion und Gerätetechnikraum Brandbekämpfung im Süden der Halle. Gerätetechnikraum Rettungsdienst auf darüber liegender Empore. - Schleuse nördlich der Halle mit zwei Rutschstangen. Weiterer Zugang von der Eingangshalle zur Fahrzeughalle ohne Schleuse. - Hauptflur EG belichtet entlang Nordfassade.

- Diensträume zusammengefasst im Westflügel zum Vorplatz orientiert. Im Ostflügel Sanitärräume zwischen Gestellraum und Schrankraum geschaltet. Lineare Einheit mit Kleiderkammer hinter Ruheräumen für Rettungsdienst und Raum für Schmutzkleidung angeordnet. - 1.OG Sozialräume im westlichen Bereich. Im östlichen zweibündigen Bereich Ruheräume nach Norden orientiert. Aufenthalt und Schrankraum CDienst sowie Sportraum nach Süden. - Ruheräume (2,50 m breit, 4,70 m tief) für Rettungsdienst im EG in Hallennähe. Alle weiteren Ruheräume im 1.OG nach Norden zum Freibereich Schmöckpfuhlgraben orientiert. - Teilunterkellerung mit Technikflächen. - Flurbreiten 2,40 m. Türaufschlag zur Raumseite. - Lichte Raumhöhe EG, OG 2,70 m, UG 2,40 m. - Belichtung der Halle über verglaste Tore, Belichtung der Räume über bodentiefe Lüftungsflügel in Fensterbändern. Flure belichtet über Nordfassade oder Südfassade und Stirnseite. Baukonstruktion / Materialität - Dienstgebäudeteil als konventioneller Massivbau, Fahrzeughalle als Stahlbeton-Skelett mit Trapezblechdach. - Geschlossene Fassadenflächen im EG als Sichtbetonflächen, 1.OG als Vorhangfassade mit dunkelgrauen Fassadenplatten. - Alufenster in Alu-Pfosten-/Riegelkonstruktion. - Außenliegender starrer Sonnenschutz, im Norden als Sichtschutz. - Extensive Dachbegrünung. Realisierbarkeit - Raumprogramm nachgewiesen, + 17 m2. Ein zusätzlicher Ruheraum im 1.OG. - Lichte Höhe Halle lediglich 3,60 m. - Desinfektionsraum ungünstig angeordnet. - Tiefe Vorplatz auf Wettbewerbsgrundstück unterschritten. - Wenderadien knapp bemessen. - 2. baulicher Rettungsweg als Außentreppe an der Ostfassade. - Überbauung der Gasleitung. Energieeffizienz - Wenig kompakte Bauform. - Problematischer sommerlicher Wärmeschutz. - Einsatz von Solarenergie. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gesamtkosten ca.18% über dem Soll, ca.8% über dem Mittelwert. - Hohe BGF und Hüllfläche. - Zuschläge für Abhangdecken, Teilklimaanlagen, Verlegung der Gasleitung. - Erhöhte Betriebskosten durch Glasflächenreinigung und Teilklimaanlagen zu erwarten.

[pool 2 Architekten], Kassel mit pukland, Berlin / 2. Rundgang

1152

Planungsdaten
NF (m²) (Raumprogramm NF+TF) BGFa EG (m²) BGFa (m²) BGFa / NF (Raumprogramm NF+TF) BRI (m³) A/V Kosten € (KG 100 - 700)

Vorgabe
1.282

Entwurf
1.335 514 1.941 1,45 8.219 0,43

6.500.000 8.998.780
Grundriss EG

Ansicht von Westen

Schnitt

Neubau der Feuerwache Pankow / Ergebnisprotokoll

1152

Städtebau und Gestaltung - Klarer, kubischer Baukörper mit umlaufend auskragendem Obergeschoss. - Auskragung OG nach Westen und Osten ca. 5 m, im Norden und Süden ca. 2,50 m. - Platzierung des Baukörpers im Süden mit Ausrichtung der Längsseite parallel zur Straße. - Vorplatztiefe ca. 7,60 m, zum Teil überdacht. - Gebäudehöhe 8,85 m, zwei Geschosse, Halle überbaut, ein Untergeschoss. - Differenzierung der Fassade in gläsernes Erdgeschoss mit Halle und auskragendem OG mit umlaufender, vorgehängter Hülle aus perforiertem Kupferblech. Unterschiedliche Lochanordnung soll aneinander gereihte Wassertropfen darstellen. Nach Westen und Osten Fensterband hinter Kupferblech. Stirnseiten im N und S mit offener Loggia, raumhohe Verglasung. - Zufahrt Feuerwehr im Süden, Zufahrt Anlieferung im Norden, 6 Pkw- und 10 Fahrradabstellplätze. Fußläufige Erschließung nördlich des Vorplatzes. - Gliederung der Außenanlagen in Übungs- und Erschließungsflächen mit kupferfarbenem Asphaltbelag. Übergang nach Osten in landschaftlich modellierte Freifläche in Anlehnung an das Bild einer Flussaue, Aufenthaltsqualität durch Sitzbänke, Rasenflächen, Baumgruppen. Zaun im Süden und Lärmschutzwand im Osten aus perforiertem Kupferblech analog zur Fassade. Funktion - Haupteingang an nord-westlicher Gebäudeecke, angelagertes Treppenhaus. Aufzug. Längsflur. Zugang zur Halle über 2 Schleusen, zwischen geschaltet der Gestellraum. - Halle mit 5 verglasten Doppeltoren zur Straße, das südlichste für C-Fahrzeug. 4 Doppeltore zur Rangierund Übungsfläche im Osten. - Torbreiten 4,30 m, Torhöhe ca. 4,50 m, Umfahrt im Süden. Wenderadien knapp bemessen. - Lichte Hallenhöhe 4,50 m. Stellplatztiefe ca. 15 m, Breite ca. 4,80 m. Äußere seitliche Abstände lediglich ca. 0,30 m. - Stellplatz C-Fahrzeug ca. 7,40 m x 4,40 m. - Zweites Treppenhaus und Gerätetechnik im Süden der Halle direkt angelagert. - Rutschstangen direkt in den Gestellraum, eine Stange im Süden der Halle. - Hauptflur EG, mit Herren-WC und Abstellraum, Flurbreite ca. 1,20 m. - OG als Mehrbünder mit innenliegenden Zonen und ringförmigen Fluren. Westlicher Längsflur im Norden und Süden durchgesteckt mit Zugang zu Loggien an den Gebäudestirnseiten. - Sanitärbereich als Kernzone aus 3 innenliegenden, zugeordneten Raumblöcken mit 4 Schrankräumen einschl. C-Schrankraum, Raumblock mit WC D/H und Block mit Duschen.

- Diensträume nach Westen linear gereiht. - Küche mit Aufenthaltsraum im Süden der westlichen Raumschiene. Fernsehraum im Norden. - Ruheräume (3,90 m breit x 3 m tief) entlang der Ostfassade. Bettenregalräume an den Flurenden. - C-Dienst kompakt im Nord-Osten angeordnet. - Sportraum an südlicher Stirnseite, raumhohe Verglasung, vorgelagerte Loggia. - UG mit Funkraum, Kleiderkammer, schmutziger Kleidung und Technik. - Flurbreiten OG und UG ca. 1,60 m. Türen nach innen aufschlagend. - Lichte Raumhöhen: EG durchgängig 4,50 m, OG 3 m, UG ca. 2,50 m. - Belichtung der Halle über Tore, Räume belichtet über Fensterbänder hinter perforierter Verkleidung, stirnseitig raumhohe Verglasung. Querflure im OG über Oberlichtbänder, ein Längsflur stirnseitig belichtet. Baukonstruktion / Materialität - Stahlbetonkonstruktion. Fassaden-Stützen, Achse ca. 4,80 m, Spannweite ca. 14 m, Unterzüge ca. 0,40 cm, Halle überbaut, 5 m auskragendes OG. - EG mit verglasten Toren/Türen bzw. vorgehängten transluzenten Glaspaneelen, zum Teil bedruckt mit symbolhaften Grafiken. Sichtbetonstützen. - OG mit vorgehängtem Kupferblech, Fensterbänder als 2. Schicht, Höhe 1,20 m, Brüstungshöhe ca. 0,70 m. Loggien mit Glasbrüstungen, dahinter raumhohe Verglasung. - Sonnenschutz über perforiertes Blech und Sonnenschutz-Verglasung. Realisierbarkeit - Raumprogramm nachgewiesen. Raumgrößen zum Teil ca. 5 % größer. - Wachgeschäftszimmer und Rettungsruheraum nicht im EG angeordnet. - Flurbreiten max. 1,60 m. Ringförmigen Flure, unterschiedliche Orientierungen. - Keine Schwarz-Weiß-Trennung, Desinfektion/ Schmutzige Kleidung im UG. - Geringe Abstandsfläche im Süden (2,50 m). - Abstandsflächen zur Gasleitung unterschritten. Energieeffizienz - Betonkernaktivierung, Erdwärmesonden, Passiv-Haus-Standard. - Fensterflächenanteil nicht nachvollziehbar. Ziel:

Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gesamtkosten ca. 38% über dem Soll, ca. 26% über dem Mittelwert. - Hohe BGF, hoher BRI. - Zuschläge für Fassadenhülle und Einfriedung aus Kupferblech, Aufzug, Haustechnik, Verlegung der Gasleitung. - Keine besonderen Nutzungskosten zu erwarten.

Anderhalten Architekten, Berlin mit ST raum a Landschaftsarchitektur, Berlin / 1. Preis

1153

Planungsdaten
NF (m²) (Raumprogramm NF+TF) BGFa EG (m²) BGFa (m²) BGFa / NF (Raumprogramm NF+TF) BRI (m³) A/V Kosten € (KG 100 - 700)

Vorgabe
1.282

Entwurf
1.284 738 1.747 1,36 6.091 0,45

6.500.000 6.092.800
Grundriss EG

Ansicht von Westen

Schnitt

Neubau der Feuerwache Pankow / Ergebnisprotokoll

1153

Städtebau und Gestaltung - L-förmiger Baukörper mit Höhendominante bildet Vorplatz aus. - Platzierung parallel zur Pasewalker Straße, Vorplatz an der Straße, Tiefe ca. 10 m. - Gebäudehöhe Fahrzeughalle 5,60 m, Funktionskörper 9,10 m. 3 Geschosse. Keine Überbauung der Halle. Teilunterkellerung. - Massivbau mit mokkafarbener Betonplattenverkleidung, um farbliche Nähe zum Grünzug zu suchen. Frei angeordnete Öffnungen in den Lochfassaden mit Füllung aus grünlichem Industrieglas vor transparenter Wärmedämmung und Öffnungsflügel in AluRahmen. Hallentore verglast. - Zufahrt Feuerwehr im Norden. Gleichzeitig Anlieferung und Zufahrt Stellplätze, 18 PKW Stellplätze östlich des Übungshofes. Fahrradstellplätze an Nordfassade entlang Zufahrt. Fußläufige Erschließung über straßenseitigen Haupteingang im Kopfbau. - Vorplatz, Zufahrt und Übungshof als Asphaltfläche mit Akzentuierung durch weiße Bodenlinierung in Parallelität zu den Feuerwehrausfahrten. Rote Linien markieren die PKW Stellplätze entlang der Autobahnböschung. Dachbegrünung setzt mit streifenartiger Bepflanzung die Bodenbehandlung gestalterisch fort. Lärmschutzwand als gefaltete Betonkonstruktion mit roten Elementstreifen auf der Autobahnseite. Funktion - Haupteingang unter Rücksprung an der Pasewalker Straße im dreigeschossigen Bauteil. Treppenhaus am durchgesteckten Flur zum Nebeneingang im Osten. - Halle im Süden mit 5 verglasten Toren, das südlichste für C-Fahrzeug. Nach Osten 4 Tore zur Rangier- und Übungsfläche. - Torbreiten 4,35 m, Torhöhen 4,60 m, Hallenumfahrung im Norden. Wenderadien nachgewiesen. - Lichte Höhe Halle 4,70 m. Stellplatzbreite 4,50 m, Stellplatztiefe 13,0 m. Stellplatz C-Fahrzeug ca. 3,80 m x 6,50 m. Seitliche Abstandsfläche von 1,5 m an beiden Hallenseiten unterschritten. - Wachgeschäftszimmer mit Einblick in die Halle und über Vorplatz. Fernmelderaum unweit. - Fahrzeughalle mit direktem Zugang zu Ölkammer, Desinfektion im Norden und Gerätetechnikräumen im Süden. Abgasabsaugung der Halle oberhalb der Gerätetechnikräume in Zwischengeschoss. - 2 Schleusen neben Treppenhaus. Rutschstangen auf gegenüberliegender Flurseite. - Gestellraum, Schrankraum und Sanitärraume, sowie Ruheräume (Raumbreite 2,30 m) für Rettungsdienst kompakt nördlich des Flures gelegen. - 1.OG Erschließungsflure T-förmig angelegt, durchgesteckt zur Fassade bzw. mit Blick in die Halle. - Ruheräume (2,30 m breit, 4,50 m breit) linear angeordnet nach Osten orientiert mit gegenüberliegendem Bettenregal- und Sportraum.

- Aufenthalts- und Sozialräume zusammengefasst im westlichen Bereich. - C-Dienst Räume in Funktionsbereiche integriert. - 2.OG Diensträume linear angeordnet mit vorwiegender Orientierung nach Norden. - Unterkellerung des Funktionsgebäudes für Technikräume, Kleiderkammer und Schmutzkleidung. - Flurbreiten 2,20 m. Türaufschlag nicht gezeigt. - Lichte Raumhöhen EG und 1.OG 2,55 m, 2.OG 3,0 m, UG 2,45 m. - Belichtung der Halle über verglaste Tore, Räume belichtet über bodentiefe transluzente Fassadenöffnungen mit integrierten transparenten Öffnungsflügeln. Flure belichtet über Stirnseiten. Baukonstruktion / Materialität - Funktionsgebäudeteil als konventionelle Stahlbetonkonstruktion, Fahrzeughalle als Stahlbeton-Rahmenbau mit Trapezblechdach. - Fassaden mit vorgehängten pigmentierten großformatigen Betonplatten. - Öffnungsflügel als Alufenster in Fensterflächen mit Industrieprofilglas vor transparenter Wärmedämmung. - Außenliegender Sonnenschutz als Alu-Lamellen beschrieben (nicht dargestellt). - Extensive Dachbegrünung. Realisierbarkeit - Raumprogramm nachgewiesen. Sanitärräume -10 m2, Diensträume +12 m2. - Rutschstange aus 2.OG fehlt. - Raum für Schmutzkleidung im UG. Bettenregalraum innenliegend. Aufenthaltsraum nicht teilbar. - 2. baulicher Rettungsweg fehlt. Einziges Treppenhaus ist innenliegend und führt in Erschließungsflur im EG. - Bodentiefe Fensterflügel ohne Absturzsicherung. - Grenzbebauung mit Brandwand. - Abstandsflächen zur Gasleitung unterschritten. Energieeffizienz - Kompakte Bauweise, günstige Gebäudeausrichtung. - Natürliche Belüftung nur im OG möglich. - Fernwärme, kein Einsatz erneuerbarer Energie. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gesamtkosten ca. 6% unter dem Soll, ca.14% unter Mittelwert. - Kompakte Bauweise, einfacher Ausbaustandard, kostengünstige Fassade. - Zuschläge für mechanische Lüftung mit WRG, Verlegung der Gasleitung. - Keine besonderen Nutzungskosten zu erwarten.

Böge Lindner Architekten, Hamburg mit Breimann & Bruun Landschaftsarchitekten, Hamburg / 2. Preis

1154

Planungsdaten
NF (m²) (Raumprogramm NF+TF) BGFa EG (m²) BGFa (m²) BGFa / NF (Raumprogramm NF+TF) BRI (m³) A/V Kosten € (KG 100 - 700)

Vorgabe
1.282

Entwurf
1.333 680 2.047 1,54 8.351 0,38

6.500.000 7.363.720
Grundriss EG

Ansicht von Westen

Schnitt

Neubau der Feuerwache Pankow / Ergebnisprotokoll

1154

Städtebau und Gestaltung - Langgestreckter, plastischer Baukörper. Volumendifferenzierung durch horizontale Verschiebungen und Auskragungen von kubischen Gebäudeteilen. - Platzierung des Gebäudes parallel zur Straße. - Vorplatz an der Straße, Tiefe ca. 9 m. - Gebäudehöhe 10,40 m, 3 Geschosse, Überbauung der Halle mit einem Geschoss. Teilunterkellerung. - Gliederung der West- und Ostfassade in massiven Sockel in Hallenhöhe aus grauschwarzem Backstein und oberer Verkleidung als AluminiumRahmenkonstruktion. Auskragung OG nach Westen ca. 5 m. Hallentore als Alu-Falttore mit semitransparenten, bedruckten Glasflächen. Verglaste GebäudeEingänge. Alu-Verkleidung der Obergeschosse in einheitlichem Rhythmus vertikal gegliedert, Integration von schmalen stehende Fensterformaten. Stirnfassaden mit Backstein, gegliedert durch verglaste Felder, Betonung der Ecken durch herumgezogene Alu-Verkleidung. - Zufahrt Feuerwehr und Anlieferung im Süden, 7 Parkplätze und Fahrradabstellplätze. - Radiale Abgrenzung des Geländes durch Hecken und Bäume. Betonpflaster, mosaikartig in unterschiedlichen Farbtönen um das Gebäude und über den Übungshof geführt. Lärmschutzwand entlang der östlichen und südlichen Grenze, Materialität nicht benannt. Funktion - Haupteingang im Nord-Westen, überdacht durch Auskragung. Durchgesteckter Flur mit Nebeneingang von Osten, Treppenhaus und Aufzug. - Wachgeschäftszimmer mit Blickbeziehung zum Vorplatz, Eingang und in die Halle. - Halle im Süden mit 5 verglasten Alu-Falttoren, das nördlichste für C-Fahrzeug. Nach Osten 4 Tore zur Rangier- und Übungsfläche. - Torbreiten 4,40 m, Torhöhe ca. 5,40 m, Umfahrt im Süden. Wenderadien nachgewiesen. - Lichte Höhe Halle 5,40 m. Stellplatztiefe ca. 12,60 m, Breite 4,80 m. Stellplatz C-Fahrzeug ca. 7,20 m x 4,20 m. - Gerätetechnik im Süden und Norden der Halle direkt zugeordnet. - Zweites Treppenhaus im Süden der Halle. - Raum für schmutzige Kleidung und Desinfektion der Halle direkt zugeordnet. - Schleuse nördlich der Halle mit zwei Rutschstangen und Drucker. - Gestellraum im Norden hinter Schleuse und Hauptflur. - Hauptflur EG, durchgesteckt, angelagert Material-, Fernmelderaum u. H-WC, Flurbreite ca. 2,40 m. - 1. OG als Zwischengeschoss im Norden mit kompakter Anordnung des Sanitärbereiches mit Schrankraum und Kleiderkammer, kurzer Flur, Blick in die Halle. - 2. OG mit klarer Zonierung, L-förmiger Mittelflur, innenliegende Aufweitung, angelagerte Terrasse.

- Diensträume als auskragendes Volumen, im Westen kompakt mit C-Dienst an nördlichem Stichflur. - Sportraum und Sozialräume nach Osten. - Ruheräume, ca. 2,30 m breit x 5 m tief im Westen linear gegenüber den Sozialräumen, Bettenregalräume am südlichen Ende der Raumschiene. - WC D/H als zentraler innenliegender Raumblock. - Teilunterkellerung mit Technikflächen. - Flurbreiten der Hauptflure 2,40 m, Stichflur 1,50 m. Türaufschlag nicht gezeigt. - Lichte Raumhöhe EG–2. OG 2,80 m, UG 2,60 m, Halle 5,40 m. - Belichtung der Halle über verglaste Tore, Räume belichtet über öffenbare, schmale Fenster, Brüstungshöhe ca. 40 cm. Flure belichtet über Stirnseiten und Terrassenverglasung. Baukonstruktion / Materialität - Stahlbetonkonstruktion. Filigranplatten. Halle überbaut, Fassaden-Stützen, Unterzüge Höhe ca. 0,60 cm. Auskragendes OG im NW ca. 5 m. - Verblender aus grauschwarzem Ziegel im EG, Hallenfassade als Pfosten-Riegel-Konstruktion aus Aluminium, Aluminium-Schnelllauf-Falttore. - Fassade im OG verkleidet mit Aluminium-Grid, HolzAlu-Fenster. - Aussenliegende Sonnenschutzjalousien. Realisierbarkeit - Raumprogramm bis auf einen Abstellraum nachgewiesen. Schleusen zusammengefasst zu einer Fläche. Durchgängig geringfügige Abweichungen der Raumgrößen. - Rettungsruheraum nicht im EG, Damenruheraum nicht an D-WC und Dusche gelegen. - Schrankraum und Duschen im 1. OG ungünstig angeordnet. - 2. Rettungsweg gewährleistet, Zwischengeschoss ohne Aufenthaltsräume. - Überbauung der Gasleitung. Energieeffizienz - Hoher Anteil Außenwandfläche, viele Anschlusspunkte. - Solaranlage, gasbetriebene Wärmepumpe. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gesamtkosten ca. 13% über dem Soll, ca. 3% über dem Mittelwert. - Hohe BGF und höchster BRI. - Zuschläge für große Außenwandflächen und Verkleidung aus Alu-Grid, Aufzug, große befestigte Freiflächen, Verlegung der Gasleitung. - Keine besonderen Nutzungskosten zu erwarten.

huber staudt architekten bda, Berlin mit TDB Thomanek Duquesnoy Boemans, Berlin / 2. Rundgang

1155

Planungsdaten
NF (m²) (Raumprogramm NF+TF) BGFa EG (m²) BGFa (m²) BGFa / NF (Raumprogramm NF+TF) BRI (m³) A/V Kosten € (KG 100 - 700)

Vorgabe
1.282

Entwurf
1.254 877 2.139 1,71 7.854 0,45

6.500.000 6.925.800
Grundriss EG

Ansicht von Westen

Schnitt

Neubau der Feuerwache Pankow / Ergebnisprotokoll

1155

Städtebau und Gestaltung - L-förmiger plastisch modulierter zweigeschossiger Baukörper mit turmartiger Höhendominante als nördlicher Gebäudeabschluss. - Platzierung in Orthogonalität zur Pasewalker Straße, Vorplatz an der Straße, Tiefe ca. 10 m. - Gebäudehöhe Hauptbaukörper 8,80 m, turmartige Überhöhung 12,30 m. 2 Geschosse. Überbauung der Halle mit einem Geschoss. Teilunterkellerung. - Massivbau mit vorgehängter Klinkerfassade. Gliederung durch horizontale Fensterbänder in AluRahmen. Verglaste Falt-Schiebetoranlage. - Zufahrt Feuerwehr im Süden über Nachbargrundstück. Gleichzeitig Anlieferung und Zufahrt zu 6 PKW Stellplätzen östlich des Übungshofes. Fußläufige Erschließung über straßenseitigen Haupteingang an der Südwestecke des Gebäudes. Fahrradstellplätze am Haupteingang. 3 weitere PKW Stellplätze nördlich der Vorplatzfläche. - Vorplatz mit Betonpflaster belegt, Zufahrt und Übungshof als Asphaltfläche ausgebildet. Dachflächen extensiv begrünt. Ein Streetballfeld und Sitzbänke im nördlichen Grünbereich. Einfassung des Grundstücks mit Sicherheitszaun aus Metallpfosten und Stahlrahmenelementen. Lärmschutzwand als Betonfertigteilkonstruktion mit Begrünung auf der Feuerwehrhofseite. Funktion - Haupteingang unter Rücksprung an der Ecke Pasewalker Straße/Zufahrt in Eingangshalle mit Wartebereich und Vertikalverbindung ins 1.OG. - Halle im Norden mit 5 verglasten FaltSchiebetoranlagen, das nördlichste für C-Fahrzeug. Nach Osten 4 Tore zur Rangier- und Übungsfläche. - Torbreiten 4,30 m, Torhöhen 4,0 m, Umfahrung der Halle im Süden. Wenderadien nachgewiesen. - Lichte Höhe Halle 4,0 m. Stellplatzbreite 4,50 m, Stellplatztiefe 12,50 m. Stellplatz C-Fahrzeug ca. 3,20 m x 6,80 m. - Auskragung des 1.OGs bietet wettergeschützten Vorbereich vor den Toren. - Fahrzeughalle mit direktem Zugang zu Ölkammer und Gerätetechnik Brandbekämpfung im Norden, sowie Desinfektion und Gerätetechnikraum Rettungsdienst im Süden. - 2 nebeneinander angeordnete Schleusen von der Eingangshalle in die Fahrzeughalle. - Rutschstangen an beiden Stirnseiten in die Halle. - Wachgeschäftszimmer mit Einblick in Fahrzeug- und Eingangshalle. Fernmelderaum integriert. - Raum für schmutzige Kleidung an der Halle. - Gestellraum, Schrankraum und Sanitärraume in linearer Anordnung im Ostflügel mit einhüftiger Erschließung über hofseitigen Flur wie auch über Verbindungstüren zwischen den Räumen. - 1.OG mit Zweibunderschließung. Zweiläufige Treppeanlagen im Kreuzungspunkt und an den Enden der Gebäudeflügel.

- Ruheräume (4,30 m breit, 2,80 m tief) linear angeordnet zur Pasewalker Straße orientiert mit gegenüberliegenden Bettenregalräumen. - Aufenthalts- und Sozialräume zusammengefasst im östlichen Flügel zum Übungshof orientiert mit vorgelagerter Dachterrasse. - C-Dienst Räume zusammengefasst im nördlichen Flügelende nach Osten orientiert mit vorgelagerter Dachterrasse. Direkte Treppenverbindung und Rutschstange in die Fahrzeughalle. - Diensträume linear angeordnet südorientiert. - 2.OG Funkraum bildet die turmartige Dominante. - Teilunterkellerung für Technikräume im Kreuzungspunkt der Gebäudeflügel. - Flurbreiten 2,20 m. Türaufschlag nicht gezeigt. - Lichte Raumhöhen EG 4,0 m, 1.OG 2,60 m, 2.OG 2,80 m, UG 2, 45 m. - Belichtung der Halle über verglaste Tore, Räume über Fensterbänder mit Öffnungsflügel. Flure belichtet über Stirnseiten und Terrasseneinschnitt. Baukonstruktion / Materialität - Stahlbetonkonstruktion in Mischbauweise aus Skelett- und Schottenbau. Hallenstützen als Scheiben ausgebildet. - Fassaden mit „Kolumba Ziegel“ verklinkert. - Fensterelemente aus Alu hell eloxiert. - Außenliegender „transparenter“ textiler Sonnenschutz. - Extensive Dachbegrünung. Realisierbarkeit - Raumprogramm nachgewiesen, - 28 m2. Sanitärräume -10 m2, Sozialräume +14 m2, Schrankraum C-Dienst -10 m2. - Ruheräume Rettungsdienst im 1.OG. Rutschstangen direkt in die Fahrzeughalle. - Zufahrt liegt nicht auf dem Wettbewerbsgelände. - Grenzbebauung mit notwendigen Fenstern. - Abstandsflächen zur Gasleitung unterschritten. Energieeffizienz - Fassadenkonstruktion viele Anschlusspunkte. - Solaranlage, Erdwärmetauscher, Grauwassernutzung angedacht. - Natürliche Belüftung, mechanische Ergänzung. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gesamtkosten ca. 6% über dem Soll, ca. 3% unter dem Mittelwert. - Sehr hohe BGF, sehr hoher BRI. - Kostengünstige Fassadenkonstruktion. - Zuschläge für Haustechnik, Verlegung der Gasleitung. - Keine besonderen Nutzungskosten zu erwarten.

Grüntuch Ernst Architektur GmbH, Berlin mit Topotek 1, Berlin / 2. Rundgang

1156

Planungsdaten
NF (m²) (Raumprogramm NF+TF) BGFa EG (m²) BGFa (m²) BGFa / NF (Raumprogramm NF+TF) BRI (m³) A/V Kosten € (KG 100 - 700)

Vorgabe
1.282

Entwurf
1.192 945 1.541 1,29 6.294 0,50

6.500.000 6.749.680
Grundriss EG

Ansicht von Westen

Schnitt

Neubau der Feuerwache Pankow / Ergebnisprotokoll

1156

Städtebau und Gestaltung - Expressive, geschwungene Baukörperanordnung bestehend aus Fahrzeughalle und Wachgebäude, „wie ein Drehgelenk mit einander verbunden“, soll Bezug nehmen auf die „Bewegungsradien der Rettungsfahrzeuge“. Gebäudeunterschnitt im EG nach Westen und Osten. - Hallenbaukörper um ca. 30° aus der Straßenflucht nach Osten gedreht. - Vorplatz gefasst durch konkave Gebäudekontur, nach Süden verjüngt, Tiefe von 8 bis 1,20 m. - Höhenstaffelung der Gebäudeteile, Höhe nördlicher Gebäudetrakt ca. 7 m, 2 Geschosse. Halle im Süden ca. 5,60 m, nicht überbaut. - Fassade aus Metall, rot eloxiert. Verglaste Tore im Hallenbereich. Schmale umlaufende OberlichtFensterbänder im EG und OG, nach Westen und Osten Öffnung durch Bandfassade mit stehenden Fensterformaten. Vertikale Gliederung durch vorgehängte, farbig transluzente Glasschwerter im Fenster-Rhythmus. - Zufahrt Feuerwehr und Anlieferung im Süden. 9 PKW- und Fahrradabstellplätze an östl. Grenze. - Geschwungene Abgrenzung des Geländes als Weiterführung der Gebäudekontur durch Hecken und Lärmschutzwand (Material nicht benannt). Betonpflastermosaik in verschiedenen Farben. Funktion - Haupteingang hofseitig, überdacht durch Gebäuderücksprung, Tiefe ca. 5 m, markiert durch ausgestellten, ovalen Raumkubus als Wachgeschäftszimmer. - Nebeneingang im Nord-Westen zum Kleiderpool und Raum für Schmutzkleidung und in die Halle. - Halle mit 5 Toren, das südlichste für C-Fahrzeug. Nach Osten 4 Tore. Wenderadien nachgewiesen. - Torbreiten 4,20 m, Torhöhe ca. 4,20 m. - Lichte Höhe Halle 4,20 m. Lichte Tiefe 16,60 m – 13 m, Stellplatzbreite 4,50 m. Stellplatz C-Fahrzeug ca. 7 m x 3,80 m. Geringe Abstandsfläche C-Fahrzeug/ Geräteraum. - Gerätetechnik, Lager, Desinfektion und Ölkammer im Süden der Halle direkt zugeordnet. - Breite Schleuse nördlich der Halle mit Zugang in Gestellraum. - EG ringförmig um runden Kern zoniert, angelagertes ovales Treppenhaus. - Gestellraum, Kleiderpool, Schrankraum als ringförmige, verbundene Raumabfolge, vorgelagerter innenliegender Ring mit Sanitärräumen, Kern mit kreisrundem Vorraum. - Zwei Rutschstangen in ovalem Treppenraum mit direktem Zugang in Gestellraum. - Diensträume im EG mit Funkraum an Flur, Breite ca. 2,20 m. - 1. OG mit ringförmigem Flur, Räume entlang geschwungener Außenkontur, innenliegende Kernzone für WC-Räume.

- Ruheräume in Reihung, von Westen nach Osten, Raumzuschnitte leicht konisch, im Mittel ca. 3,20 m breit, 4, 20 m lang. Bettenregalräume nebeneinander am südl. Ende der Raumfolge. - Sportraum 12 x 4,30 m nach Süden. - Aufenthaltsraum in südlicher Gebäuderundung durch Küchennebenraum von Küche getrennt. - Flurbreiten 2,40 m, Türaufschlag raumseitig. - Lichte Raumhöhen 2,80 m. Halle 4,20 m. - Belichtung der Halle über Tore, Ruheräume, Sportund Schrankräume belichtet über schmales Band aus Oberlichtfenstern, Brüstungshöhe ca. 2 m. Dienstund Sozialräume belichtet über öffenbare Fenster, Brüstungshöhe ca. 70 cm. Flure und Treppenraum nicht natürlich belichtet. Baukonstruktion / Materialität - Stahlbetonkonstruktion. Stützenraster ca. 12 x 19 m. Höhe Unterzüge ca. 0,40 cm. Halle nicht überbaut. Stützenfreie Auskragung im NO ca. 5 m. - Fassade aus rot eloxierten, gebogenen Aluminiumpaneelen, Alu-Fenster. - Außenseitig vorgehängte Glasschwerter. - Extensive Dachbegrünung. Realisierbarkeit - Raum für Lüfterzentrale über Gerätetechnik ca. 60 m² zu klein, LH ca. 1,40 m, keine Erschließung nachgewiesen. Raum für ELT-Technik, ein Herren-WC und ein Abstellraum fehlen. - Schrankraum, Kleiderkammer je ca. 8 m², Vorraum ca. 18 m² größer. Aufenthalt 8 m² kleiner. - Rettungsruheraum nicht im EG. Damenruheraum nicht an D-WC und Dusche angeordnet. - Desinfektionsraum problematisch angeordnet. Keine konsequente Trennung Schwarz-Weiß. - Innenliegendes Treppenhaus, kein direkter Ausgang ins Freie, kein 2. baulicher Rettungsweg. - Grundrissdarstellung Hallenfassade schematisch. - Überbauung der Gasleitung. Energieeffizienz - Gute Tageslichtnutzung, natürliche Belüftung. - Sonnenschutz nur teilweise durch die Vordächer und Glasschwerter. - Keine Angaben zu erneuerbaren Energien, unschlüssiges Lüftungskonzept. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gesamtkosten ca. 4% über dem Soll, ca. 5% unter dem Mittelwert. - Sehr niedrige BGF, BRI und Außenwandfläche. - Zuschläge für Rundung Fassaden- und Wandflächen, viel befestigte Freiflächen, Verlegung der Gasleitung. - Eventuell zusätzliche Kosten für Lüftung u. Sonnenschutz. - Keine besonderen Nutzungskosten zu erwarten.

Pussert Kosch Architekten, Dresden mit Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Dresden / 2. Rundgang

1157

Planungsdaten
NF (m²) (Raumprogramm NF+TF) BGFa EG (m²) BGFa (m²) BGFa / NF (Raumprogramm NF+TF) BRI (m³) A/V Kosten € (KG 100 - 700)

Vorgabe
1.282

Entwurf
1.279 882 1.676 1,31 5.933 0,53

6.500.000 6.089.230
Grundriss EG

Ansicht von Westen

Schnitt

Neubau der Feuerwache Pankow / Ergebnisprotokoll

1157

Städtebau und Gestaltung - Klarer, kubischer L-förmiger Baukörper. Volumendifferenzierung durch Dacheinschnitt und Fassadenrücksprung. - Platzierung in Orthogonalität zur Pasewalker Straße, Vorplatz an der Straße, Tiefe ca. 2 m. - Gebäudehöhe 6,90 m, 2 Geschosse, Fahrzeughalle nicht überbaut, Teilunterkellerung. - Massivbau mit vorgehängter Klinkerfassade. Gliederung durch horizontale Fensterbänder in AluRahmen. Beidseitig verglaste Toranlagen. - Zufahrt Feuerwehr im Süden und Ausfahrt im Norden. Gleichzeitig Zufahrt für Anlieferung und zu 11 PKW Stellplätzen östlich des Übungshofes. 3 Stellplätze im Gewässerrandstreifen Schmöckpfuhlgraben ausgewiesen. Fußläufige Erschließung über straßenseitigen Haupteingang an der Südwestecke des Gebäudes. Fahrradabstellraum am Haupteingang. - Vorplatz, Zufahrten und Übungshof als Asphaltflächen ausgebildet. Dachflächen extensiv begrünt. Fortführung der nördlichen Gehölzpflanzungen entlang Autobahnböschung. PKW Stellplätze unter „grünem Dach“. Keine Lärmschutzwand ausgewiesen. Funktion - Haupteingang unter Rücksprung an der Ecke Pasewalker Straße/Zufahrt in Eingangshalle mit Vertikalverbindung ins 1.OG und durchgesteckt zum Nebeneingang vom Übungshof in Schleusenbereich zur Halle. - Halle im Norden mit 4 verglasten Toren. Nach Osten 5 Tore zur Rangier- und Übungsfläche. Nördlichster Stellplatz für C-Fahrzeug mit Ein- und Ausfahrt über Übungshof. - Torbreiten 4,30 m, Torhöhen 4,20 m. Umfahrt von Süden. Wenderadien nachgewiesen. - Lichte Höhe Halle 5,40 m. Stellplatzbreite 4,50 m. Stellplatztiefe 14 m. Stellplatz C-Fahrzeug ca. 4,0 m x 7,0 m. Seitliche Abstandsfläche von 1,5 m lediglich an südlicher Hallenseite. - Wachgeschäftszimmer mit Einblick in die Fahrzeughalle und über den Übungshof, daneben Fernmelderaum und weitere Diensträume. - Gerätetechnik im Norden der Halle angelagert. Desinfektion, Ölkammer im Süden der Halle. - Raum für Schmutzkleidung, Sanitärräume und Schrankraum in direkter Anbindung zur Halle. - Rutschstangen in die Eingangshalle mittig zwischen Funktionsbereichen. Zugang zur Fahrzeughalle über eine gemeinsame Schleuse. - Schrankraum C-Dienst, Gestellraum und Kleiderkammer in linearer Anordnung entlang Südfassade im Ostflügel. - 1.OG Haupterschließungszone mit Zugang zur eingezogenen Terrasse im Gebäudewinkel. Aufsplittung in L-förmige Mittelflurerschließung im Ostflügel und zu Stichfluren nach Westen. - Ruheräume (ab 2,80 m breit x 3,8 m tief) linear angeordnet entlang Nord- und Ostfassade mit angrenzenden Bettenregalräumen.

- Aufenthaltsund Sozialräume zusammengefasst hinter Raumblöcken mit Küche, Sanitär und Lagerräumen im westlichen Flügel zur Pasewalker Straße orientiert. Blickverbindung Aufenthaltsraum in die Halle. - C-Dienst kompakt im Süd-Osten angeordnet. - Wachgeschäftzimmer II an der Südfassade mit integriertem Aktenlagerraum. - Teilunterkellerung für Technikräume. - Flurbreiten zum Teil lediglich 2,0 m. Türaufschlag nicht gezeigt. - Lichte Raumhöhen EG, 1.OG 2,8 m, UG 2,2 m. - Belichtung der Halle über verglaste Tore. Räume belichtet über Fensterbänder mit Öffnungsflügel. Flure belichtet über Stirnseiten und Terrassentür. Baukonstruktion / Materialität - Halle mit Stahlbetonfertigteilträgern auf Betonstützen, Filigrandecken mit Aufbetondeckung. - Funktionsbau als Stahlbetonkonstruktion mit aussteifenden Kernen / Wandscheiben. - Fassaden mit rotbrauner Ziegelblendschale, oberflächenbündige und farbgleiche Verfugung. - Fensterbänder aus hell eloxierten Alu-Fensterelementen in umlaufenden Alu-Rahmen. - Außenliegender Sonnenschutz (nicht dargestellt.) - Extensive Dachbegrünung. Realisierbarkeit - Raumprogramm nachgewiesen. Schrankraum -10 m2, Küche -5 m2, Aufenthalt + 11 m2, Sportraum -10 m2. - Tiefe Vorplatz auf Wettbewerbsgrundstück unterschritten. - Keine Trennung in Schwarz- und Weißbereich. Lage Diensträume am Gestellraum. Ruheräume Rettungsdienst im 1.OG. - Ein Bettenregalraum innenliegend. Bei Teilung Aufenthaltsraum zweiter Zugang über Küche. - 2. baulicher Rettungsweg fehlt. Einziges Treppenhaus innenliegend und führt in Eingangshalle. - Abstandsflächen zur Gasleitung unterschritten. Energieeffizienz - Günstige Bauform. - Unschlüssiges Lüftungskonzept. - Nutzung von Grauwasser angedacht. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gesamtkosten ca. 6% unter dem Soll, ca. 14% unter dem Mittelwert. - Sehr niedrige BGF, geringer BRI und Außenwandfläche, einfache Konstruktion. - Zuschläge für Verlegung der Gasleitung, eventuell für Lüftungsanlagen. - Keine besonderen Nutzungskosten zu erwarten.

bernd zimmermann_architekten, Ludwigsburg mit Christine Neuberger, Fellbach / 2. Rundgang

1158

Planungsdaten
NF (m²) (Raumprogramm NF+TF) BGFa EG (m²) BGFa (m²) BGFa / NF (Raumprogramm NF+TF) BRI (m³) A/V Kosten € (KG 100 - 700)

Vorgabe
1.282

Entwurf
1.277 877 1.652 1,29 5.485 0,57

6.500.000 6.128.500
Grundriss EG

Ansicht von Westen

Schnitt

Neubau der Feuerwache Pankow / Ergebnisprotokoll

1158

Städtebau und Gestaltung - Baukörperanordnung aus Fahrzeughalle und kubischem Kopfbau als Wachgebäude. Unterschnitt im Norden nimmt schräglaufende Grundstückslinie auf und hält Abstand zur Gasleitung. - Aufnahme der westlichen Grenze durch Kopfgebäude, Hallenbaukörper springt aus der Flucht nach Osten zurück. - Vorplatz in Hallenbreite, Tiefe 10 m, im Norden gefasst durch Wachgebäude. - Einheitliche Gebäudehöhe von ca. 5,80 m, Wachgebäude 2-geschossig, Halle nicht überbaut, umlaufende Attika ca. 1 m. Teilunterkellerung. - Fassade gegliedert durch geschlossene Wandflächen aus anthrazitfarbenem Ziegelmauerwerk und Sichtbetonflächen, Fensterbänder und schaufensterartige Fassadenöffnungen mit vorgelagerten, auskragenden Sichtbetonrahmen als feststehendem Sonnenschutz. - Zufahrt Feuerwehr und Anlieferung im Süden über das Nachbargrundstück, 11 Parkplätze entlang östlicher Grenze, Fahrradabstellplätze im Norden unter Auskragung. - Großer Hof mit Asphaltbelag analog zum Vorplatz, eingefasst durch Randstreifen. Mäanderförmige Retentionsfläche im Norden aus Schotter und Gräsern. Lärmschutzwand optional, keine Aussage zur Materialität. Funktion - Haupteingang markiert durch Rücksprung nördlich des Vorplatzes, Trennung zum Vorplatz durch Mauerscheibe. - Nebeneingänge für Anlieferung neben Haupteingang und hofseitig in Längsflur. - Halle mit 5 Toren, das südlichste für C-Fahrzeug, durch Fassadenstreifen abgesetzt. Nach Osten 4 Tore zur Rangier- und Übungsfläche. Wenderadien nachgewiesen. - Torbreiten ca. 4 m, Torhöhe ca. 4 m. - Lichte Höhe Halle 4 m. Lichte Tiefe ca. 12,40 m. Stellplatzbreite 4,60 m. Stellplatz C-Fahrzeug ca. 6,80 x 4 m. - Gerätetechnik und Ölkammer im Süden, Desinfektion im Norden der Halle direkt zugeordnet. - Zwei parallel angeordnete Schleusen. - EG mit Längsflur in Ost-West-Richtung, einläufige Treppe ins UG und OG. Kein Aufzug. - Wachgeschäftszimmer am Eingang mit Blick in die Halle und auf den Vorplatz. - Eine Rutschstange in Fluraufweitung mit Drucker vor der Wache. - Gestellraum und Raum für Schmutzkleidung nördlich des Flures. - Sanitärbereich als Schleuse zum Schrankraum, angelagerter Kleiderpool. - 1. OG mit U-förmigem Flur um innenliegende Zone.

- Ruheräume als zwei innenliegende Raumschienen, belichtet über zwischengeschalteten Lichthof, ca. 13 x 3 m. 5 Ruheräume ca. 2,50 breit x 4,20 m tief. Bettenregalräume nebeneinander im Süden den 5 Ruheräumen zugeordnet. - Sportraum als langer, im Norden abgeschrägter Raum am Ende des südlichen Flures. - Aufenthaltsraum, Küche, Material und Fernsehraum an der Fassade in logischer Folge zoniert. - C-Dienst Räume kompakt im NO zugeordnet. - Wachgeschäftszimmer im Süd-Westen, zum Teil mit Blick auf den Vorplatz. - Flurbreiten ca. 2 m, Türaufschlag nach außen, zum Teil Schiebetüren. - Lichte Raumhöhen 2,50 m. Halle 4 m. - Belichtung der Halle über Tore, Sportraum mit raumhohen, Aufenthaltsbereich mit großen Fensterbändern. Ruheräume über Lichthof, Flure und Bettenregal über sechs Oberlichtsheds belichtet. Baukonstruktion / Materialität - Stahlbetonkonstruktion. Sichtbetonfertigteile. Höhe Unterzüge ca. 0,50 cm. Überzüge über Dach ca. 1 m, dazwischen Solarpaneele. Halle nicht überbaut. Auskragung im Norden ca. 8 m. - Fassade aus dunklem Vormauerziegel, Holzfenster. - Sonnenschutz Verwaltung aus feststehenden, vorgehängten Sichtbetonfertigteilrahmen, ansonsten aussenliegende Jalousien. - Optionale extensive Dachbegrünung. Realisierbarkeit - Raumprogramm nachgewiesen. Schrankraum ca. 13 m² größer. - Rettungsruheraum nicht im EG. - Raum für Schmutzkleider/Schrankraum ungünstig zugeordnet. - Innenliegendes Treppenhaus, kein direkter Ausgang ins Freie, kein 2. baulicher Rettungsweg. - Grenzbebauung im Süden mit Brandwand. - Zufahrt liegt nicht auf Wettbewerbsgelände. Energieeffizienz - Günstige Bauform und einfache Konstruktion. - Fernwärme, Solaranlage, gute Tageslichtnutzung im OG, Sonnenschutz berücksichtigt. - Lüftungsanlage voraussichtlich unzureichend. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gesamtkosten ca. 6% unter dem Soll, ca. 14% unter dem Mittelwert. - Niedrige BGF und geringer BRI. - Kostengünstige Fassade. - Eventuell zusätzlich Kosten für Lüftung. - Keine besonderen Nutzungskosten zu erwarten.

Karl + Probst, München mit Werner Franz Landschaftsarchitekt, München / 2. Rundgang

1159

Planungsdaten
NF (m²) (Raumprogramm NF+TF) BGFa EG (m²) BGFa (m²) BGFa / NF (Raumprogramm NF+TF) BRI (m³) A/V Kosten € (KG 100 - 700)

Vorgabe
1.282

Entwurf
1.264 877 1.807 1,43 5.463 0,60

6.500.000 6.552.140
Grundriss EG

Ansicht von Westen

Schnitt

Neubau der Feuerwache Pankow / Ergebnisprotokoll

1159

Städtebau und Gestaltung - Baukörper als geschlossene Hofanlage aus Hallenkörper, Funktionsgebäude und Hofmauer. - Platzierung Halle parallel zur Pasewalker Straße, Vorplatz an der Straße, Tiefe ca. 12 m. - Gebäudehöhe Fahrzeughalle 6,0 m, Funktionskörper 9,0 m, 3 Geschosse, Fahrzeughalle nicht überbaut, keine Unterkellerung. - Rote Mauerwerksschale umgreift im Süden und Nordosten den Hallenkörper mit farbiger vertikaler Blechverkleidung. Integration der Toranlagen zur Halle und Übungshof. Südfassade als Lochfassade mit stehenden schmalen Fensteröffnungen in Alu-Rahmen mit unregelmäßiger Anordnung im Übergang zur geschlossenen Mauer am Grünzug. Fensterbänder an Gebäudeaußenecken im zurückweichenden 2.OG zeigen „Dampfermotiv“. - Zufahrt Feuerwehr im Norden. Gleichzeitig Zufahrt zu 4 PKW Stellplätzen auf der Ostseite des introvertierten Übungshofes. 8 weitere PKW Stellplätze nördlich und südlich der Vorplatzfläche. Anlieferung und fußläufige Erschließung über straßenseitigen Haupteingang an der Südwestecke des Gebäudes mit Fahrradabstellplätzen. - Vorplatz, Zufahrt und Übungshof mit Sickerfugenpflaster und Rasenfugenpflaster ausgebildet. Dachflächen extensiv begrünt. Keine Lärmschutzwand ausgewiesen. Funktion - Haupteingang im Süden in durchgesteckten Längsflur mit mittig gelegenem Treppenhaus, Aufzug sowie Rutschstangen neben Hofeingang. - Halle im Norden mit 5 verglasten nach innen öffnenden Stahl-Glasfalttoren, das nördlichste für C-Fahrzeug. Nach Osten 4 Tore zum Rangier- und Übungshof. - Torbreiten 4,0 m, Torhöhen 4,60 m. Umfahrt von Norden. Wenderadien knapp bemessen. - Lichte Höhe Halle 4,60 m. Stellplatzbreite 4,50 m. Stellplatztiefe 12,80 m. Stellplatz C-Fahrzeug ca. 8,0 m x 3,0 m. Seitliche Abstandsfläche von 1,5m lediglich an südlicher Hallenseite. - Gerätetechnik, Desinfektion und Ölkammer im Norden der Halle angelagert. - Wachgeschäftszimmer mit Einblick in die Fahrzeughalle, daneben Fernmelderaum. - Zugang zur Fahrzeughalle über zwei nebeneinander liegende Schleusen. Rutschstangen mittig im zentralen Erschließungsflur. - Kleiderkammer, Gestellraum, Raum für Schmutzkleidung und Sanitäranlagen in linearer Abordnung an der Südseite. - Ruheräume Rettungsdienst (4,0 m breit, 3,0 m tief) zum Übungshof orientiert vor Schrankraum am östlichen Flurende im gerundeten Kopfbau. - 1.OG Ruheräume für C-Dienst, Führung und Damen zum Übungshof orientiert. Ruheräume Brandbekämpfung gegenüberliegend an der Südseite.

-

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Bettenregalräume in Distanz an der Südseite der Fahrzeughalle gelegen. Aufenthalts- und Sozialräume zusammengefasst am östlichen Flurende im gerundeten Kopfbau. C-Dienst in die Funktionsbereiche integriert. Diensträume linear entlang Südfassade. 2.OG Sportraum an der Südwestecke. Kleiderkammer, Funkraum, Nebenräume im zweibündigen Bereich. Großflächige Technikräume im östlichen gerundeten Kopfbereich. Flurbreiten 2,20 m. Türaufschlag zur Raumseite. Lichte Raumhöhen EG, 1.OG und 2.OG 2,50 m. Belichtung der Halle über verglaste Tore. Räume belichtet über Lochfenster oder Fensterbänder mit Öffnungsflügel. Natürliche Belichtung der Flure über Stirnseiten und Treppenhausöffnungen nimmt zum 2.OG kontinuierlich ab.

Baukonstruktion / Materialität - Halle als Brettschichtholzkonstruktion mit Längsträgern aus 4 nebeneinander stehenden Furnierschichtholz (Kerto)-Trägern auf einer Mittelstütze. Querträger aus Brettschichtholz. Dachscheibe aus Sperrholz. Farbige Blechverkleidung. Tore als Stahl-Glaskonstruktion. - Funktionsbau als Stahlbetonkonstruktion mit aussteifendem Erschließungskern, tragender Flurwand und tragenden Außenwänden mit roter Ziegelblendschale verklinkert. - Lochfenster / Fensterbänder als Alu-Konstruktion. - Sonnenschutz innenliegend plus Verglasung. - Extensive Dachbegrünung. Realisierbarkeit - Raumprogramm nachgewiesen, -18 m2. Technikflächen -10 m2. - Desinfektionsraum ungünstig angeordnet. Ablauf Kleidungswechsel problematisch. - Fernsehraum und Küche als gefangene Räume hinter Aufenthaltsraum. Ein Bettenregalraum innenliegend. Aufenthaltsraum nicht teilbar. - 2. baulicher Rettungsweg fehlt. - Teilweise zu geringe Fensterflächen. - Grenzbebauung mit notwendigen Fenstern. - Abstandsflächen zur Gasleitung unterschritten. Energieeffizienz - Sehr schlechtes A/V Verhältnis. - Günstige Fassadenkonstruktion, geringe Fensterfläche. - Fernwärme und Solarenergie angedacht. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gesamtkosten ca. 1% über dem Soll, ca. 8% unter dem Mittelwert. - Zuschläge für Lüftungsanlage, Überdachung Hofeinfahrt, Klinkerwand, Verlegung der Gasleitung. - Geringe Raumhöhe. - Keine besonderen Nutzungskosten zu erwarten.

Patrik Dierks Norbert Sachs Architekten, Berlin mit Büro Hackenberg, Berlin / Anerkennung

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Planungsdaten
NF (m²) (Raumprogramm NF+TF) BGFa EG (m²) BGFa (m²) BGFa / NF (Raumprogramm NF+TF) BRI (m³) A/V Kosten € (KG 100 - 700)

Vorgabe
1.282

Entwurf
1.319 1.010 2.015 1,53 8.122 0,44

6.500.000 8.690.808
Grundriss EG

Ansicht von Westen

Schnitt

Neubau der Feuerwache Pankow / Ergebnisprotokoll

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Städtebau und Gestaltung - Konfiguration aus geschwungenem Riegel entlang der südlichen Grenze mit Abstand von ca. 3 m und der Halle parallel zur westlichen Grenze. U-förmige Prägung der Anlage durch Fassung der Anlage mit Band aus Cortenstahl als Fassade, Hofabschluss und Lärmschutzwand. Öffnung des dreiseitig gefassten Betriebshofes nach Norden. - Riegel mit schrägem, straßenseitigem Rücksprung im EG, im OG Aufnahme der westlichen Grenze. Halle zurückspringend, abgeschrägte nördliche Stirnseite, Abstand zur Gasleitung. - Vorplatz ca. 10 m tief, räumliche Fassung zur Straße durch Cortenstahlband ab ca. + 3,40 m, Bandhöhe ca. 4 m. - Höhe Riegel und Stahlband 7,45 m, Riegel 2geschossig. Hallenhöhe 6,95 m, nicht überbaut. Teilunterkellerung des Riegels. - Horizontal geprägte Bandfassade. Hallenfassade und Nordfassade Riegel verkleidet mit Blechpaneelen, im OG Fensterbänder, im EG Band als Alu-Paneele bzw. Festverglasung. Südfassade im OG und Stirnseiten verkleidet durch mehrfach gekantetes Cortenstahl als vorgehängte Schicht, im Bereich der dahinterliegenden Fenster fein perforiert. Südfassade EG großflächig verglast. - Zufahrt und Anlieferung im Norden. 5 überdachte Parkplätze im Osten, eingefasst durch Lärmschutzwand. Zusätzlich straßenseitige Stellplätze unter Pergola, Fahrradstellplätze unter Auskragung vor Haupteingang. - Vorplatz und Hof aus farbigem Asphalt. Eingang mit Betonplatten in dunklem Split, Sitzbank. Südl. und nördl. Randstreifen mit Rasenpflanzung. Funktion - Haupteingang überdacht und markiert durch abgeschrägten Rücksprung an westl. Stirnseite. Nebeneingang / Anlieferung hofseitig im Osten. - Halle mit 4 Toren straßen- und hofseitig. CFahrzeug-Tor im NW, verdeckt durch Wandscheibe. Wenderadien knapp bemessen. - Torbreiten ca. 4 m, Torhöhe ca. 4 m. - Lichte Höhe Halle ca. 6 m, Tiefe ca. 12,80 m. Stellplatzbreite 4,50 m. Stellplatz C-Fahrzeug ca. 7,10 x 4 m. - Gerätetechnik und Ölkammer im Norden, Desinfektion im Süden direkt an der Halle. - Zwei Schleusen an den Hallenecken. - EG mit großem Foyer, einläufiger Treppe und Flur entlang geschwungener südl. Glasfassade. Östl. Stichflur mit Ausgang zum Hof. Kein Aufzug. - Wachgeschäftszimmer am Eingang mit Blick zum Vorplatz und Foyer. - Zwei Rutschstangen, jeweils an den Schleusen. - Gestellraum an Foyer. Raum für Schmutzkleidung mit direktem Zugang ins Freie. - Trennung Schwarz/Weiß durch Umkleide schwarz/ weiß, Sanitärräume als Schleusen geschaltet,

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Raumeinheit westlich des Gestellraumes einhüftig an Längsflur angelagert. Kleiderkammer im Osten mit separatem Zugang. 1. OG mit Foyer, Glaswand mit Blick in die Halle, innenliegender WC-Block, Mittelflur nach Osten. Ruhe- und Bettenregalräume an Mittelflur nach Süden gereiht, am Ende Ruheraum Frauen und Führung. Unterschiedl. Raumgrößen 2-Bett ca. 2,50 m x 4,10 m, 1-Bett ca. 1,60 m x 4,10 m. Aufenthalt mit Küche, Material und Nebenraum als Raumblock an der westl. Stirnseite. Fernsehraum am Foyer zum Hof orientiert. Sportraum im UG mit Böschung nach Süden. C-Dienst zum Hof und am Ende der südl. Raumschiene. Wachgeschäftszimmer in Reihe zum Hof. Flurbreiten ca. 2,20 m, Türaufschlag nicht gezeigt. Lichte Raumhöhen EG 3,50 m, OG 2,80 m. Halle 6 m. Belichtung der Halle über Tore, Aufenthaltsräume mit liegenden Fenstern, Brüstung 90 cm, Ruheräume mit vorgelagertem, perforiertem Blech. EG-Flur verglast. Sportraum über Böschung belichtet.

Baukonstruktion / Materialität - Stahlbetonkonstruktion. Höhe Unterzüge Halle ca. 20 cm, Auskragung zur Straße ca. 6 m. - Fassade mit vorgehängten Metallpaneelen, zum Teil Corten-Stahl, mehrfach gekantet. - Sonnenschutz: außenliegende Metall-Raffstores. - Extensive Dachbegrünung. Realisierbarkeit - Raumprogramm nachgewiesen. Gestellraum ca. 7 m² zu klein, Dienst- und Sozialräume ca. 23 m², Sanitärräume ca. 12 m² zu groß. - Funkraum als separates Bauteil im NO abgelegen, Küchennebenraum ungünstig angeordnet. - Rettungsruheraum nicht im EG. - Problem. Ausfahrt und seitl. Abstand C-Fahrzeug. - Fassade/Grundriss z. Teil nicht übereinstimmend. Energieeffizienz - Ungünstige Gebäudeausrichtung, hoher Glasflächenanteil, z. Teil unklarer Sonnenschutz. - Fernwärme mit Solaranlage. - Unschlüssiges Lüftungskonzept. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gesamtkosten um ca. 34% über Soll, ca. 22% über dem Mittelwert - Hohe BGF, sehr großer BRI. - Zuschläge für gerundete Außenwandkonstruktion, umlaufendes Cortenstahlband, Stellplatz-Überdachung. - Eventuell zusätzliche Kosten für Lüftung. - Erhöhte Betriebskosten durch Reinigung der Glasflächen.
        
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