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Periodical volume

Full text: Jahresbericht Issue 2015

Jahresbericht 2015
Rapport annuel

Verein für Landschaft und Kultur
Association en faveur du paysage et de la culture

Inhaltsverzeichnis
Table des matières

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8
11

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Wir wollen das Bewusstsein für den Wert unserer Landschaft stärken Vorwort des Präsidenten
Nous voulons renforcer l’idée que le paysage a de la valeur Avant-propos du président
Zwei Grossprojekte mit einem Gewinn für die Natur
Sanierung des Hagneckkanals und Neubau des Wasserkraftwerks Hagneck
Assainissement du canal de Hagneck et construction de la nouvelle centrale
Deux projets d’envergure – bienfait pour la nature
Schlendrian im Umgang mit den Bauvorschriften
Die Fälle von gesetzeswidrigen Bauprojekten am Bielersee häufen sich
Application des dispositions sur les constructions: beaucoup de laxisme
Les cas de constructions illégales se multiplient sur le lac de Bienne
Ein Wildtier gestaltet seinen eigenen Lebensraum
Weitere Ausbreitung des Bibers im Seeland
Erhaltung der artenreichen Lebensräume zwischen Wasser und Land
Spendenaktion des Netzwerks für den Schilfschutz bei Erlach
Eine Bedrohung für die einheimische Vegetation
Ausbreitung des invasiven Götterbaums oberhalb von Neuenstadt
Anpassung der Vermögenslage an die Realität Erforderliche Wertberichtigung der Vereinsbilanz

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43
46
46

Protokoll der 8. Generalversammlung Netzwerk Bielersee
Kurzmeldungen
Vorstand 2016
Impressum

15
21
26
29
33
36

Rechnung/Revisionsbericht separate Beilage

Frisch
geschnittene
Kopfweiden.

Vorwort des Präsidenten

Wir wollen das Bewusstsein
für den Wert unserer Landschaft stärken
Das neue Wasserkraftwerk an der Mündung der
umgeleiteten Aare in den Bielersee sowie der sanierte
Hagneckkanal sind Vorzeigebeispiele für den erfolgreichen Ausgleich von wirtschaftlichen und ökologischen
Interessen. Was bei solchen Grossprojekten in der
Regel zufriedenstellend funktioniert, bereitet unserem
Verein bei kleineren Bauvorhaben zunehmend Sorgen.
Immer häufiger werden Bauten wider besseres Wissen
selbst in geschützten Landschaften ohne Bewilligung
erstellt. Reagieren die Schutzorganisationen und
Baubehörden auf das illegale Verhalten, schiebt man
ihnen den schwarzen Peter zu und vertraut darauf,
dass ein Rückbau unverhältnismässig wäre.
Im Lauf des Berichtsjahres 2015 konnten im näheren
Einzugsgebiet des Bielersees gleich zwei Grossbaustellen
weitgehend abgeschlossen werden, die auch aus ökologischer Sicht von erheblicher Bedeutung sind. Beim
neuen Kraftwerk Hagneck überzeugt – im Vergleich zum
abgebrochenen Wehr – nicht nur die gelungene architektonische Einbettung ins Landschaftsbild, sondern
auch das wildbachähnliche Umgehungsgerinne für
Fische. Es ist ein Glanzstück für die Verbindung zwischen
dem See und dem weitläufigen Flusssystem der Aare,
das die ökologische Vernetzung unterschiedlicher
Lebensräume begünstigen und vor allem Wanderfische
wie etwa die Seeforelle fördern wird. Wenige 100 Meter
flussaufwärts hat auch der Kanton Bern sein Grossprojekt zur Verbesserung der Hochwassersicherheit am
Hagneckkanal beendet. Bei dieser Sanierung legte er

einen Schwerpunkt auf die ökologischen Aufwertungsmassnahmen, was insbesondere im Epsemoos augenfällig wird. Hier ist ein neues Seitengerinne entstanden,
das im Hinblick auf die Förderung der Biodiversität ein
beträchtliches Potenzial bietet. Im vergangenen Frühjahr
hat unser Verein für seine Mitglieder Exkursionen zu
beiden Projekten angeboten, die erfreulicherweise sehr
gut besucht waren.

Erfolgreiche Spendenaktion
für den Schilfschutz
Weil der ehemalige Verein Bielerseeschutz (VBS) – als
eine der Vorgängerorganisationen des Netzwerks Bielersee – einst zu den Gründern der SEVA-Lotterie gehörte,
konnte er ökologische Projekte rund um den Bielersee
jeweils dank der grosszügig fliessenden SEVA-Gelder
initiieren und finanzieren. Den meisten unserer Mitglieder dürften die in früheren Jahrzehnten durchgeführten
Pionierprojekte des heutigen Landschaftswerks noch
in guter Erinnerung sein. Als erfolgreiche Gegenmassnahme gegen den starken Schilfrückgang baute man
im Uferbereich des Bielersees Lahnungen, die den
Wellendruck stark vermindern konnten. Dadurch war es
möglich, die ökologische Funktion des Schilfs als artenreicher Lebensraum für Wassertiere und Vögel in weiten
Gebieten zu erhalten.
In der Folge beteiligte sich die öffentliche Hand
massgeblich am aufwändigen Unterhalt dieser «Schutzbauten». Allerdings haben die in den letzten Jahren
unternommenen Sparanstrengungen von Kanton und

Das neue
Wasserkraftwerk
in Hagneck
kurz vor der
Fertigstellung.

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Gemeinden auch vor diesen ökologischen Massnahmen
nicht Halt gemacht. Ohne zusätzliche Mittel hätte sich
das mit knappen Finanzen kämpfende Landschaftswerk
den weiteren Unterhalt der Lahnungen denn auch nicht
mehr leisten können.
Anfang Juli 2015 haben wir unsere Mitglieder deshalb erstmals seit Bestehen des Netzwerks Bielersee zu
einer Spendenaktion aufgerufen, um ein während fünf
Jahren laufendes Projekt für den Schilfschutz in Erlach
zu unterstützen. Aus Sicht des Vorstands ist der Erfolg
überwältigend, haben doch rund 200 Mitglieder einen
Gesamtbetrag von über 16 000 Franken gespendet.
Ihnen allen sei an dieser Stelle nochmals herzlich für
das ökologische und soziale Engagement gedankt.

Wertberichtigung der Beteiligung
am Landschaftswerk

Ökologische
Aufwertung
der Uferpartien
am Hagneckkanal.

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Im Zusammenhang mit der angespannten finanziellen
Situation des Landschaftswerks Biel-Seeland sieht sich
der Vereinsvorstand gezwungen, eine Wertberichtigung
der Mehrheitsbeteiligung an dieser Sozialfirma vorzunehmen und den entsprechenden Aktienbestand auf
0 Franken abzuschreiben. Dies entspricht dem früheren
Vorgehen bei der Bewertung der BSG-Aktien oder der
Genossenschafts-Anteilscheine für die Übernahme und
Renovation der MS Jura. Gegenwärtig täuschen die im
Anlagevermögen des Netzwerks Bielersee aufgeführten
Aktien nämlich ein nicht mehr vorhandenes Vereinskapital vor. Auch das dem Landschaftswerk noch zu Zeiten
des VBS gewährte Darlehen für den Kauf eines Geländefahrzeugs hat an den Vorstandssitzungen wiederholt
Anlass zu Diskussionen gegeben. Nüchtern betrachtet
müssen wir diesen Kredit nun ebenfalls bereinigen.

Als Folge der realistischen Bewertung schrumpft das
Ende 2014 noch mit knapp 410 000 Franken ausgewiesene Vermögen im Jahr 2016 um rund einen Drittel
auf noch 265 000 Franken. Dabei handelt es sich um
die effektiven Mittel, mit denen der Verein künftig wirtschaften kann. Der Antrag des Vorstands wird Ihnen zusammen mit dem Budget an der Generalversammlung
vom 20. Mai 2016 präsentiert.
Wie bereits unsere Vorgängerorganisationen Interessengemeinschaft Bielersee (IGB) und VBS hat 2015
auch das Netzwerk Bielersee von der kantonalen Steuerbehörde die offizielle Bestätigung erhalten, dass unser
Verein von der Steuerpflicht befreit ist. Hauptgründe
dafür sind der öffentliche oder gemeinnützige Zweck sowie die ehrenamtliche Vereinsleitung. Dies heisst unter
anderem auch, dass man Spenden und Schenkungen
an das Netzwerk vom steuerbaren Einkommen abziehen
kann.

Zu lockerer Umgang mit den Bauvorschriften
Die meisten Themen der Vorstandssitzungen lassen sich
unter dem Begriff «business as usual» zusammenfassen.
Doch was bedeutet der gewohnte Lauf der Dinge für
eine regionale Schutzorganisation? Dazu gehören etwa
Diskussionen über die angekündigten Grossbauprojekte
für neue Verkehrsverbindungen am Nordufer des
Bielersees. Wir machen uns dabei Gedanken über die
geplanten Eingriffe in das bestehende Landschaftsbild
und wägen Massnahmen zum Schutz der während
Jahrhunderten entstandenen Kulturlandschaften und
Siedlungen ab. Im Zentrum steht dabei immer auch die
Frage nach der Rolle des Netzwerks und dem allfälligen
Handlungsbedarf.

So hat etwa das Bundesamt für Strassen (ASTRA)
auf die Proteste der Schutzorganisationen gegen die
rücksichtslosen Unterhaltsmassnahmen entlang der
Autostrasse am Nordufer reagiert. Bei den Diskussionen
um die Gestaltung der neuen Stützmauern sind wir nun
direkt beteiligt. Dieser unmittelbare Kontakt erlaubt es
wenigstens, bei den weiteren Sanierungsmassnahmen
auf ein ökologisch und landschaftlich verträglicheres
Vorgehen zu drängen. Als Folge der Interventionen zieht
das ASTRA in dieser Sache inzwischen auch einen Landschaftsarchitekten zu Rate.
Die von einem Bundesamt vorgelebte Praxis, sich in
angeblicher Unkenntnis der Rechtslage über staatliche
Vorgaben hinwegzusetzen, kommt allerdings einem
Tabubruch gleich, dessen Folgen in ihrer Tragweite noch
nicht absehbar sind. Jedenfalls sind wir in den Schutzgebieten am Nordufer des Bielersees auch bei kleineren
Projekten zunehmend mit einer lockeren Haltung
gegenüber bestehenden Bauvorschriften konfrontiert.
Da werden mitunter Neubauten, bewilligungspflichtige
Umbauten oder Umgebungsgestaltungen ohne jegliche
Baubewilligung realisiert. Immer häufiger kommt es
auch vor, dass die Bauherrschaft umstrittene Projekte
vorzeitig realisiert und dann nachträglich noch das
passende Baugesuch einreicht. Damit stellt man die
Bewilligungsbehörden und Schutzorganisationen vor
vollendete Tatsachen und vertraut auf den Joker, dass
ein Rückbau unverhältnismässig wäre. Setzen wir uns
gegen solche illegalen Praktiken zur Wehr, schieben uns
die Bauherren den schwarzen Peter zu und stempeln die
Schutzorganisationen zu Bremsern und Verhinderern.
Auch dieses unlautere Spiel gehört leider mittlerweile
zum «business as usual».

Es braucht uns auch in Zukunft
Wie ich bereits im Neujahrsbrief betont habe, geraten
ethische Anliegen und Umweltinteressen in der politischen Debatte heute zunehmend unter die Räder.
Als Schutzorganisation sind wir trotzdem nicht bereit,
deshalb einfach klein beizugeben. So werden wir zum
Beispiel auch künftig nicht akzeptieren, dass Rebhäuschen, die ausschliesslich zur Lagerung der für den Rebbau benötigen Gerätschaften bestimmt sind, entgegen
den Bauvorschriften als Wochenenddomizil zweckentfremdet werden. Auch die Absicht, in einer geschützten
Kulturlandschaft von nationaler Bedeutung an schönster
Lage ein Billiggartenhaus aus dem Baumarkt aufzustellen, kommt bei uns schlecht an. Es geht dabei nicht
nur um Fragen der Ästhetik und um die Missachtung
einheimischer Handwerkskunst, sondern auch um die in
einer einzigartigen Umgebung erhöhte Verantwortung
von Privaten gegenüber der Öffentlichkeit.
Bereits vor Jahrzehnten haben die Vorgängerorganisationen VBS und IGB gegen den geringschätzigen
Umgang mit unseren schönen Ortsbildern und Landschaften angekämpft. Ohne ihre Weitsicht wären inzwischen sowohl das Südufer des Bielersees als auch die
einmalige Rebenlandschaft am Nordufer weitgehend
überbaut. Diese Erfahrung lehrt uns, dass auch regional
tätige Schutzorganisationen wie das Netzwerk Bielersee
durchaus etwas bewirken können, und dass es unser
Engagement deshalb auch in Zukunft braucht.

Exkursion
des Netzwerks
Bielersee
in Hagneck.
Erneuerung
der Schilfschutzmassnahmen
bei Erlach.

Adrian Jakob,
Biologe und Präsident des Vereins Netzwerk Bielersee

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Avant-propos du président

Nous voulons renforcer l’idée
que le paysage a de la valeur
La nouvelle centrale hydroélectrique à l’embouchure
de l’Aar dans le lac de Bienne et la réhabilitation du
canal de Hagneck sont l’exemple parfait du compromis
entre intérêts économiques et écologiques. Si les
grands projets se distinguent en général par de bonnes
pratiques, les travaux moins importants posent de plus
en plus souvent problème à notre association. Il arrive
toujours plus fréquemment que des ouvrages soient
construits délibérément sans autorisation, même au
cœur d’un paysage protégé. Lorsque les organisations
de protection et les autorités compétentes dénoncent
le non-respect de la loi, on leur rétorque tout bonnement qu’une déconstruction serait disproportionnée.
Durant l’année 2015, deux grands projets de constructions ont été achevés dans la région du lac de Bienne et
tous deux revêtent une grande importance écologique.
Comparée à l’ancien barrage, qui a été démoli, la nouvelle centrale de Hagneck convainc non seulement par
son intégration harmonieuse dans le paysage, mais
aussi par le réseau de chenaux, à caractère naturel et
sauvage, qui permettent aux poissons de contourner
l’ouvrage. C’est là un véritable chef-d’œuvre, qui fait
la liaison entre le lac et le vaste réseau hydrographique
de l’Aar, qui assurera ainsi la connectivité écologique
de différents habitats naturels et favorisera en particulier
les espèces piscicoles migratoires, telle la truite de lac.
Une centaine de mètres en amont, le canton de Berne
a mené à terme son projet destiné à améliorer la protection contre les crues sur le canal de Hagneck. La réfection
de l’ouvrage a mis un accent particulier sur la valorisation écologique, et les travaux réalisés sur le site marécageux de l’Epsemoos reflètent tout spécialement cette
volonté: un nouveau bras latéral a été creusé, qui ne
pourra qu’accroître sensiblement la biodiversité du site.
Au printemps de l’année dernière, notre association
a proposé des visites de ces deux projets à ses membres,
qui ne se sont pas fait prier pour venir contempler les
travaux.

Succès de la collecte
pour la protection des roselières
Comme l’ancienne Société pour la protection des rives
du lac de Bienne (SPR) a compté parmi les organismes
fondateurs de la SEVA, elle a pu, grâce aux fonds généreux de la loterie, lancer et financer des projets écologiques sur le lac de Bienne. La plupart de nos membres
se souviennent sans doute encore des projets novateurs
réalisés par l’actuelle Action paysage Bienne-Seeland.
Pour enrayer la forte érosion des roselières, des palissades filtrantes ont été placées à proximité des berges afin
de réduire le choc des vagues. Cette mesure a permis
de préserver les roselières et leur fonction écologique:

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les vastes zones qu’elles occupent forment un habitat
naturel d’une riche biodiversité, qui abrite aussi bien des
oiseaux que des animaux aquatiques.
Les pouvoirs publics ont par la suite largement
contribué à l’entretien coûteux de ces «ouvrages de
protection». Les mesures budgétaires prises ces dernières
années par le canton et les communes ont hélas également touché ces «barrières» écologiques. Sans fonds
supplémentaires, Action paysage, qui est loin de rouler
sur l’or, n’aurait plus eu les moyens d’entretenir les
palissades.
Pour la première fois depuis la création du Réseau
lac de Bienne, nous avons donc lancé un appel début
juillet 2015 à nos membres, afin de pouvoir soutenir un
projet prévu sur cinq ans et destiné à préserver les
roselières à Cerlier. Aux yeux du comité, cette collecte a
remporté un succès formidable: plus de 16 000 francs
ont été collectés auprès de quelque 200 membres.
Je tiens à les remercier une fois encore pour leur engagement social et écologique.

Participation au sein d’Action paysage:
réévaluation
Compte tenu des difficultés financières d’Action paysage
Bienne-Seeland, le comité de l’association se voit
contraint de réévaluer notre participation majoritaire
au sein de cette entreprise sociale et d’amortir le portefeuille d’action à la valeur de 0 franc. Cette manière de
procéder correspond à la solution appliquée naguère
aux actions SNLB et aux parts de la coopérative pour
la reprise et la rénovation du MS Jura. Figurant parmi les
actifs immobilisés du Réseau lac de Bienne, ces actions
correspondent à un capital désormais inexistant.
Au cours de ses séances, le comité a aussi régulièrement
débattu du prêt accordé en son temps par la SPR à
Action paysage pour l’achat d’un véhicule tout terrain.
La logique veut que nous apurions également ce crédit.
Une estimation réaliste amène à réduire d’un tiers
environ la fortune de l’association, qui se montait encore
à 410 000 francs fin 2014, et de la comptabiliser à 265 000
francs en 2016. Ce montant représente les moyens
dont l’association disposera effectivement à l’avenir.
Le comité vous présentera sa proposition avec le budget
lors de l’assemblée générale, qui se tiendra le 20 mai
2016.
Comme ce fut déjà le cas de nos «ancêtres», l’Association des amis du lac de Bienne (AAB) et la SPR,
le Réseau lac de Bienne est une association exonérée
de l’impôt. Confirmée officiellement par l’autorité fiscale
en 2015, cette exonération est possible, car le réseau
poursuit un but d’utilité publique et qu’il est dirigé par
des bénévoles. Cela signifie donc que les dons versés au
réseau peuvent être déduits du revenu imposable.

Application trop souple
des règlements de construction
La plupart des sujets abordés lors des séances du comité
relèvent des affaires courantes. Reste à savoir ce que
sont les activités habituelles d’une organisation régionale
de protection. Elles comprennent par exemple les
discussions concernant les projets de nouvelles voies
de communication sur la rive nord du lac de Bienne.
Dans ce cas, nous examinons les interventions qui sont
prévues dans le paysage existant et considérons les
mesures qui s’imposent pour protéger un paysage et
des milieux bâtis aménagés au fil des siècles. Le rôle de
notre réseau et l’éventuel besoin d’agir restent toujours
au cœur des préoccupations.
L’Office fédéral des routes (OFROU) a par exemple
réagi au tollé suscité parmi les organisations de protection par la négligence dont il a fait preuve lors des
travaux d’entretien réalisés le long de l’autoroute sur la
rive nord du lac. Nous sommes désormais partie prenante aux discussions qui portent sur la conception des
nouveaux murs de soutènement. Ces contacts directs
nous permettent au moins d’insister pour que les
travaux de réfection se poursuivent dans le respect de
l’environnement et du paysage. Suite à nos interventions, l’OFROU s’est par ailleurs adjoint les services d’un
architecte paysagiste pour suivre ce projet.
L'attitude de l’office – qui a décliné toute responsabilité sous prétexte qu’il ignorait la législation régissant
les tâches des pouvoirs publics – brise néanmoins un
tabou et il est encore impossible d'en prévoir les effets
à long terme. Toujours est-il que nous constatons que
les prescriptions sur les constructions sont considérées
avec une désinvolture croissante, même dans le cas de
petits projets réalisés dans les zones protégées de la rive
nord du lac. D’aucuns ne se donnent même plus la
peine de demander un permis pour ériger de nouvelles
constructions, entreprendre des transformations soumises à autorisation ou procéder à des aménagements
extérieurs. Il arrive aussi que des maîtres d’ouvrage
réalisent «par avance» des projets contestés et ne
demandent le permis qu’ensuite. Ils placent ainsi les
autorités compétentes et les organisations de protection

devant le fait accompli et misent sur le fait qu’une
déconstruction sera jugée disproportionnée. Si nous
dénonçons ces pratiques illégales, les maîtres d’ouvrage
nous rejettent la responsabilité et nous traitent de
«râleurs» opposés à tout progrès. Ce jeu déloyal fait
désormais aussi partie des «affaires courantes».

Nous aurons toujours du pain sur la planche
Comme je l’ai déjà souligné dans ma lettre à l’occasion
du Nouvel An, les préoccupations éthiques et environnementales passent actuellement à la trappe dans les
débats politiques. Nous n’allons pas baisser les bras pour
autant. A l’avenir comme aujourd’hui, nous refuserons
donc par exemple que des cabanes exclusivement destinées à abriter les outils nécessaires à l’entretien de la
vigne soient détournées de leur usage normal, en violation crasse des règlements, pour être transformées en
résidences secondaires. De même, nous n’apprécions
guère l’intention d’installer une cabane de jardin préfabriquée à l’endroit le plus remarquable d’un paysage
rural d’importance nationale. Ce n’est pas juste une
question d’esthétique et d’égard pour l’artisanat local.
Il s’agit aussi de faire comprendre aux propriétaires privés
que, dans un cadre aussi unique, ils doivent assumer
une responsabilité accrue envers le public.
Il y a des décennies que nos «ancêtres», la SPR et
l’AAB, ont entrepris de dénoncer le mépris avec lequel
d’aucuns traitaient nos magnifiques paysages et sites
construits. Sans leur clairvoyance, tant la rive sud du lac
de Bienne que le vignoble unique de sa rive nord seraient
aujourd’hui largement bâtis. L’expérience montre bien
que même des organisations actives au niveau régional,
comme le Réseau lac de Bienne, ont leur rôle à jouer
et que notre engagement reste et restera indispensable.

Adrian Jakob,
biologiste et président de l’association
Réseau lac de Bienne

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Zwei Grossbaustellen aus der
Vogelperspektive:
Das neue Kraftwerk Hagneck
mit dem Fischpass
und die
Aufweitung des
Hagneckkanals
im Epsemoos.

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Sanierung des Hagneckkanals
und Neubau des Wasserkraftwerks Hagneck

Zwei Grossprojekte mit einem Gewinn
für die Natur
Im Herbst 2015 sind in der Bielerseeregion nach einer
mehrjährigen Bauzeit gleich zwei wichtige Grossprojekte mit einer Ausstrahlungskraft für den ganzen
Kanton eingeweiht worden. Sowohl der sanierte Hagneckkanal als auch das neue Wasserkraftwerk Hagneck
gelten bezüglich der Rücksichtnahme auf die Natur als
vorbildlich. Sie zeigen auf, dass ein optimierter Hochwasserschutz und ein Ausbau der Wasserkraftnutzung
dank flankierender Massnahmen nicht im Widerspruch
zu den ökologischen Anliegen stehen müssen.
So gewährleisten umfangreiche Ersatzmassnahmen
eine gute Längsvernetzung zwischen See und Hagneckkanal und schaffen attraktive Lebensräume für Fauna
und Flora.
Vor rund 130 Jahren hat die erste Juragewässerkorrektion
den gesamten Wasserhaushalt im Seeland grossflächig
umgestaltet. Nach einer 11-jährigen Bauzeit floss das
bei Aarberg umgeleitete Wasser der Aare 1886 erstmals
über den neu geschaffenen und 8 Kilometer langen
Hagneckkanal in den Bielersee. Seither dienen die drei
Jurarandseen bei Hochwasser als Rückhaltebecken, was
die früher häufigen Überschwemmungen des Seelands
verhindert.
Der bei Hagneck in den Bielersee mündende Kanal
und das Wasserkraftwerk am gleichen Standort sind
geschichtlich eng miteinander verknüpft. Bedingt durch
das relativ grosse Gefälle und die geologischen Verhältnisse grub sich die Aare im künstlichen Flussbett immer
tiefer in die Landschaft ein. Erst durch den Bau eines
regulierbaren Stauwehrs am Kanalende bei Hagneck
gelang es, die Gewässersohle langfristig zu stabilisieren.
Gleichzeitig wollte man die Staustufe zur Stromproduktion nutzen. 1899 nahm das erste Wasserkraftwerk in
Hagneck seinen Betrieb auf – und zwar zu einer Zeit,
als es noch kaum Abnehmer für die Elektrizität gab.
Die Anlage ist damit eines der ältesten Flusskraftwerke
der Schweiz. Nach einer über 100-jährigen Laufzeit,
diversen Umbauten und Erneuerungen sowie einer
Neukonzessionierung im Jahr 1957 lief das Nutzungsrecht für das alte Kraftwerk 2004 ab.
Zwar verfügte auch diese Anlage seit einigen Jahrzehnten über eine Fischtreppe, die den Unterwasserkanal
unter dem alten Maschinenhaus mit dem Oberwasserkanal verband. Dieser konventionelle Beckenpass mit
seinem Kronenausschnitt war für die Wanderfische
jedoch unterdimensioniert und zudem anfällig auf Verstopfungen durch Schwemmgut, so dass die Fischtreppe
den heutigen Anforderungen bei weitem nicht genügte.

Ökologische Bedeutung
Durch die Juragewässerkorrektion und die Entsumpfung
des Grossen Mooses konnte sich im Seeland eine Kulturlandschaft mit fruchtbarem Boden und hohem ökonomischen Potenzial entwickeln. Kehrseite dieses Landgewinns war jedoch der Verlust vieler Feuchtgebiete,
die früher wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere
bildeten. Auch der Hagneckkanal mit seinen geraden
und wenig strukturierten Ufern und dem gleichförmigen
Gerinne bietet nur wenig Vielfalt. Trotz dieser Defizite
verfügt das künstliche Gewässer mit 29 Fischarten über
eine unerwartet hohe Biodiversität. Berücksichtigt man
auch den Bielersee, sind es sogar über 35 Arten –
darunter auch 10 gefährdete auf der Roten Liste wie
Seeforelle, Äsche, Schneider, Bachneunauge oder Dorngrundel.
Neben Schüss und Zihlkanal gehört der Hagneckkanal zu den drei grossen Zuflüssen des Bielersees, was
seinen Artenreichtum erklärt. Denn wo grosse Flüsse in
Seen münden, ist das Nahrungsangebot aufgrund der
eingeschwemmten Nährstoffe besonders üppig, was
eine grosse Fischdichte begünstigt. Durch die abgelagerten Sedimente und Feststoffe kommt es zur Deltabildung
und zu Flachwasserzonen, die sich im Sommer früher
erwärmen, Substrat für Wasserpflanzen wie Schilfflächen
bilden und damit als Lebensraum für Jungfische und
Karpfenartige attraktiv werden. Zudem ziehen hohe
Fischdichten Raubfische wie Seeforellen, Hechte, Zander
und Welse an. Die sich kleinräumig ändernden Strömungsbedingungen im Delta fördern das Zusammenleben von Fischarten mit unterschiedlichen Lebensraumund Laichplatzansprüchen. So begünstigen Abschnitte
mit Flusscharakter Barben, Bach- und Seeforellen, Äschen
sowie Schneider. Je mehr sich die Fliessgeschwindigkeit
im Mündungsbereich abschwächt, umso attraktiver wird
der Lebensraum für die seetypischen Arten Egli, Hecht,
Felchen, Zander, Wels und Weissfische.

Ökologische
Aufwertung
der Ufer
am Hagneckkanal.

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Der FischereiExperte
Daniel Bernet
erläutert die
Funktionsweise
des Fischpasses
in Hagneck.

Die hohe Biodiversität gilt nicht nur für die Fischfauna,
sondern zeigt sich auch über der Wasserlinie. Im Mündungsbereich bei Hagneck finden sich zahlreiche bedrohte Lebensräume wie Auenwälder, Flachmoore und
Wasserrandpflanzen. Das Wasserkraftwerk befindet sich
am Rand oder teilweise sogar innerhalb eines kantonalen Naturschutzgebietes sowie in einem Auengebiet und
einem Wasser- und Zugvogelreservat von nationaler
Bedeutung.

Sanierung des Aare-Hagneck-Kanals
Die relativ kurz aufeinanderfolgenden Hochwasser in
den Jahren 1999, 2005 und 2007 zeigten den dringenden
Sanierungsbedarf des über 130 Jahre alten Hagneckkanals auf, was eine 2006 durchgeführte Gefahrenanalyse bestätigte. So hielten die Dämme dem Wasserdruck
des Hochwassers im August 2005 nur noch knapp stand.
Um die Hochwassersicherheit entlang des Kanals wieder
zu gewährleisten, hat der Kanton Bern die Schutzdämme
auf einer Länge von rund 4 Kilometern erhöht und
verstärkt. Der Spatenstich erfolgte im Dezember 2010,
wobei im Bereich des Hagneckeinschnitts rund 190 000
Kubikmeter Sandstein und Mergel des rutschungsgefährdeten Hangs abgetragen werden mussten, um die
Böschung zu stabilisieren.
Obwohl ursprünglich von Menschenhand geschaffen,
handelt es sich beim Hagneckkanal um ein Gewässer
mit natürlichen Funktionen, für das somit auch das
kantonale Wasserbaugesetz zum Tragen kommt. Ein
zeitgemässer Wasserbau nimmt Rücksicht auf die vielfältigen biologischen Funktionen der Fliessgewässer und
versucht, diese zu erhalten oder – wie im vorliegenden
Fall – im Rahmen des Möglichen zu optimieren.
Das Motto der Sanierung lautete dementsprechend
«Besserer Hochwasserschutz, natürlichere Landschaft».
Neben dem Hochwasserschutz sollen die Lebensräume
für Pflanzen und Tiere entlang des Hagneckkanals

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erweitert und besser miteinander vernetzt werden.
Bei der Sanierung hat man daher verschiedene Lebensräume für Tiere und Pflanzen geschaffen: Lokal sind
durch die Entfernung von harten Uferverbauungen neue
Buchten und abgeflachte Ufer entstanden. Zudem haben
Kiesschüttungen oder der Einbau von Wurzelstöcken zusätzliche Strukturen für gefährdete Arten wie Bitterlinge
und Bachneunaugen sowie sichere Jungfischhabitate
geschaffen. Neben den ortsspezifischen Uferaufwertungen liegt der Schwerpunkt der ökologischen Massnahmen am Hagneckkanal im Epsemoos. Hier dient die
kiesige Sohle eines 500 Meter langen, neu ausgebaggerten Seitenarms insbesondere als Laichhabitat für kieslaichende Fische wie die gefährdete Äsche. Als Folge der
Gewässeraufweitung und periodischer Überflutungen
wird am neuen Fliessgewässerabschnitt im Epsemoos
in den nächsten Jahren auf einer stattlichen Fläche
von 5,5 Hektaren eine vielfältige Auenlandschaft mit
Feuchtgebieten und einer standorttypischer Vegetation
entstehen.
Die neuen Dämme sind mit artenreichen Wildblumenmischungen begrünt und werden künftig nur noch
extensiv bewirtschaftet. Für den Laubfrosch und den
Dunklen Moorbläuling – eine heute seltene Schmetterlingsart – hat man spezifische Lebensraumverbesserungen realisiert. Und im Hagnimoos fördert ein offener
Graben die Quervernetzung des Hauptgewässers mit den
naheliegenden Kanälen zur Bewässerung und Entwässerung.
Die Bauherrschaft lag beim Amt für Wasser und
Abfall (AWA) der kantonalen Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion. Die Gesamtkosten für die Sanierung des
Hagneckkanals beliefen sich auf rund 42 Mio. Franken.
Dazu steuerte der Kanton Bern 21,36 Mio. Franken bei,
der Bund übernahm 18,9 Mio., der kantonale Renaturierungsfonds 1,6 Mio., und der BKW-Ökofonds beteiligte
sich mit 140 000 Franken.

Das neue Wasserkraftwerk Hagneck
Das Wasserkraftwerk wird von der Bielersee Kraftwerke
AG (BIK) betrieben, einer Partnerorganisation der BKW
Energie AG und des Energie Service Biel/Bienne (ESB).
Bereits 1996 liefen die Projektierungsarbeiten für eine
neue Konzession an, die das kantonale Parlament 2010
erteilte. Sie umfasst eine vollständig neue Wehranlage
sowie ein rechtsseitig angeordnetes Maschinenhaus mit
zwei horizontalen Kaplanrohrturbinen (Schluckvermögen
280 m3/s). Das alte Kraftwerk im ehemaligen Ausleitkanal bleibt als historisches Bauwerk erhalten und trägt
in reduziertem Mass mit einer der ehemals fünf Turbinen
auch weiterhin zur Stromproduktion bei.
Wehre und Wasserkraftwerke unterbrechen in jedem
Fall den freien Lauf eines Fliessgewässers und bilden
damit Hindernisse für wandernde Fische. Viele Fischarten
sind jedoch auf Wanderungen zwischen verschiedenen
Habitaten angewiesen. So schwimmen beispielweise
ausgewachsene Seeforellen bis zu 100 km vom See
flussaufwärts, um sich in den Fliessgewässern, in denen
sie aufgewachsen sind, fortzupflanzen. Während die
Elterntiere nach dem Ablaichen gleich wieder in den See
zurückkehren, verbleiben die Jungtiere bis zu zwei Jahren
im Fliessgewässer. Danach wandern auch sie in den See
ab, um dort zu stattlichen Seeforellen heranzuwachsen.
Als Verbindungsteile und Übergangsbereiche unterschiedlicher Lebensräume sind die Mündungsgebiete
von Flüssen in Seen für die Fischwanderung besonders
wichtig. Deshalb stellen sich hier auch spezielle Herausforderungen an Fischwanderhilfen bei Kraftwerksanlagen. Der Anspruch besteht darin, allen vorkommenden
Arten mit ihren unterschiedlichen Vorlieben und

schwimmtechnischen Möglichkeiten die freie Fischwanderung zu ermöglichen. Beim neuen Wasserkraftwerk
Hagneck haben die Verantwortlichen für den Fischaufstieg ein grosszügig dimensioniertes Umgehungsgerinne
angelegt. Es besteht aus einem Raugerinnebeckenpass
mit mehreren Armen, welche die möglichen Wanderrouten verbinden. Damit erschlossen sind die Gewässerabschnitte flussabwärts des neuen Wehrs und unterhalb
des alten Maschinenhauses. Beim Turbinenauslauf
des neuen Maschinenhauses findet sich eine Collection
Gallery mit drei Einstiegsöffnungen. Das mit 1,3 bis 3
Prozent geringe Gefälle und die naturnahen Abschnitte
sorgen dafür, dass die Wanderhilfe den aufstiegswilligen
Fischen nicht nur als Transitkorridor, sondern auch als
Lebensraum dient. Damit sie den Einstieg in das Umgehunggerinne unterhalb des neuen Kraftwerks leichter
finden, wird der Abfluss durch Dotierturbinen erhöht.
Die zusätzliche Lockströmung beträgt 2,6 m3/s im Sommer, respektive 1,8 m3/s im Winter, so dass die Lockströmung rund 1,2 Prozent der turbinierten Wassermenge
entspricht.
Die Abflussverhältnisse im Umgehungsgerinne sowie
die Beckengrössen, Schlitzbreiten und Überfallshöhen
sind auf die Zielfischarten Seeforelle und Barbe ausgerichtet. Während die Seeforelle als grosswüchsige und
schwimmstarke Art gilt, zählt die Barbe zu den bodenorientierten, schwimmschwächeren Vertretern.

Hier könnte
dereinst
auch der Lachs
wieder Richtung
Oberland
aufsteigen.

13

Sollte mittelfristig auch der Lachs via Rhein und Aare
wieder das Seeland erreichen, würde das neue Umgehungsgerinne auch seinen Ansprüchen gerecht. Neben
Seeforellen und Barben erwartet man im Fischpass auch
Schneider, Rotaugen, Lauben, Hasel und Alet als häufige
Arten.
Innerhalb von drei Jahren nach Inbetriebnahme des
Kraftwerks muss der Betreiber den Nachweis erbringen,
dass die Fischwanderhilfe biologisch funktioniert.
Zentrales Element ist dabei die sogenannte Fischzählkammer, ein seitlich zum Fischpass angeordneter Raum
mit einem Volumen von rund 30 m3. Zum Zählen der
aufsteigenden Fische werden diese in das Zählbecken
umgeleitet, wo man sie täglich auch nach der Art
bestimmt und anschliessend wieder freilässt. Die Funktionskontrolle dauert ein Jahr.
Umgehungsgerinne und Fischtreppen funktionieren
nur für aufwärtswandernde Fische. Für den Abstieg
braucht es jedoch andere Systeme, da flussabwärts
schwimmende Fische den Einstieg in die Fischtreppen
nicht finden. Mit der Hauptströmung gelangen sie vielmehr in die Turbinen, wo ihnen eine erhebliche Verletzungs- oder sogar Todesgefahr droht. Trotz verbesserter
Konstruktionen mit vier statt fünf Turbinenflügeln,
geringeren Drehzahlen und grösseren Mindestabständen
zwischen den Flügeln besteht nach wie vor die Notwendigkeit, abwärtswandernde Fische schadlos um die
Turbinen herumzuleiten. Für frontalangeströmte Laufkraftwerke mit Dimensionen wie im Fall der Anlage
Hagneck existieren in Mitteleuropa bisher aber noch
keine wirksamen Systeme. Sie sind jedoch Gegenstand
von intensiven Forschungsprogrammen. In Hagneck
wird der Fischabstieg beim neuen Kraftwerk durch zwei
oberflächennah angelegte, trompetenförmige Einstiegsöffnungen an beiden Seiten vor dem Einlaufrechen
gelöst. Auf diesem Weg werden dort einsteigende Fische
über eine Freiwasserleitung verletzungsfrei in das Umgehungsgewässer gespült.
Weil das alte Kraftwerk neu nur noch mit einer
maximalen Abflussmenge von 35 m3/s betrieben wird,
ist hier die Realisierung einer aktiven Fischabstiegsanlage
möglich. Ein 45 Grad zur Sohle geneigter vertikaler
Feinrechen mit einem Stababstand von 15 mm hält absteigende Fische von der Turbinenpassage ab und leitet
sie zu einem oberflächennahen Kronenausschnitt.
Passieren sie diese Öffnung, gelangen sie via eine By-

14

passleitung in das naheliegende Umgehungsgerinne.
Für den Kanton Bern hat die Realisierung Pilotcharakter,
handelt es sich doch um die erste aktive Fischabstiegsanlage dieses Typs.
Als ökologische Ersatzmassnahme für den Bau des
neuen Kraftwerks wird der Unterwasserkanal der alten
Anlage renaturiert. Da die Betreiber hier künftig deutlich
weniger Wasser turbinieren, kann man die harten Uferverbauungen entfernen und ein neues Fliessgewässer
mit Auendynamik anlegen. Das Mündungsgebiet und
seine Uferpartien werden mit Hügeln, Gräben, Offenwasser- und Verlandungsstadien kleinräumig vielfältig
strukturiert. Dadurch kann sich in den nächsten Jahren
eine natürliche Auenlandschaft entwickeln, die vom
schwankenden Spiegel des Bielersees geprägt ist und
Lebensraum für eine vielfältige Fischfauna sowie für
Biber, Vögel, Amphibien und zahlreiche weitere Tiere
bietet.
Das neue Kraftwerk ist im Herbst 2015 ans Netz
gegangen und produziert 110 Gigawattstunden Strom.
Der Anteil der Umweltmassnahmen macht mit 15 Mio.
Franken rund 10 Prozent der Gesamtkosten aus. Aktuell
laufen die Arbeiten zur Sanierung des alten Maschinenhauses, zum Bau der aktiven Fischabstiegsanlage sowie
zur Renaturierung des Unterwasserkanals. Teil davon
ist auch die Fertigstellung des Umgehungsgerinnes mit
dem Einstiegsarm unterhalb des Maschinenhauses.
Alle diese Arbeiten sollen Ende 2016 abgeschlossen
sein.
Im Vergleich zur Situation vor dem Bau der beiden
Grossprojekte führen sowohl die ökologischen Massnahmen entlang des sanierten Hagneckkanals als auch rund
um das Wasserkraftwerk Hagneck zu einer erheblichen
Verbesserung der Lebensraumsituation für Fauna und
Flora. Insbesondere die Fischwanderhilfen stärken die
ökologische Vernetzung des Hagneckkanals mit dem
Bielersee. Im Rahmen des technisch und finanziell Möglichen ist eine augenfällige Habitatvielfalt entstanden,
welche die Gegend auch als attraktives Naherholungsgebiet aufwertet, was von der Bevölkerung entsprechend
geschätzt wird.

Daniel Bernet,
Zoologe, Vorstandsmitglied Netzwerk Bielersee
Lisa Wilmsmeier, Zoologin

Weiterführende Informationen:
• www.be.ch/hagneckkanal
• http://www.bielerseekraftwerke.ch/hagneck.html
• Artikel im Heft 4/2015 der Zeitschrift «Wasser
Energie Luft», S. 261–268: http://www.swv.ch/
Publikationen/Fachzeitschrift-WEL/FruehereAusgaben/2015

Assainissement du canal de Hagneck
et construction de la nouvelle centrale

Deux projets d’envergure –
bienfait pour la nature
Après des années de travaux, deux grands projets ont
été achevés sur le lac de Bienne à l’automne 2015 et
tous deux revêtent une importance cantonale: tant le
canal de Hagneck, désormais réhabilité, que la nouvelle
centrale hydroélectrique respectent au mieux la nature.
Les deux ouvrages prouvent que des mesures complémentaires bien conçues permettent d’optimiser la
protection contre les crues et de développer l’exploitation de la force hydraulique sans porter atteinte aux
intérêts écologiques. Les vastes mesures de compensation garantissent une bonne connectivité longitudinale
entre le lac et le canal de Hagneck, tout en créant des
habitats attrayants pour la faune et la flore.
La première correction des eaux du Jura a transformé le
régime hydrologique de tout le Seeland il y a 130 ans
environ. Le canal de Hagneck, long de 8 kilomètres,
a en effet été inauguré en 1886, après onze années de
travaux. Depuis lors, l’ouvrage dévie les eaux de l’Aar à
partir d’Aarberg dans le lac de Bienne, de sorte que les
trois lacs du pied du Jura servent de bassin de rétention
en cas de crue, empêchant la survenue d’inondations,
naguère fréquentes.
Le canal, qui se jette dans le lac près de Hagneck,
et l’usine électrique, construite à cet emplacement, ont
de tout temps partagé le même destin. Vu la déclivité
du canal et les conditions géologiques, l’Aar tendait à
creuser son lit artificiel et à s’enfoncer profondément

dans le paysage. Seule la construction d’un barrage de
régulation à l’extrémité de l’ouvrage, près de Hagneck,
est parvenue à stabiliser le fond du lit sur le long terme.
Dans le même temps, on a voulu exploiter le palier de
retenue pour produire du courant. La première centrale
hydroélectrique de Hagneck a été mise en service en
1899, à une époque où les consommateurs d’électricité
étaient encore rares. L’usine est ainsi l’une des plus
anciennes centrales au fil de l’eau de Suisse. Après plus
de 100 ans d’exploitation, diverses transformations et
rénovations ainsi que l’obtention d’une nouvelle concession en 1957, le droit d’exploiter l’ancienne centrale
arrivait à échéance en 2004.
Depuis quelques années, l’installation possédait
certes une échelle à poissons reliant le canal inférieur,
en aval du bâtiment des machines, au canal supérieur.
Cette passe conventionnelle, à bassins successifs dotés
d'une échancrure, était cependant sous-dimensionnée
pour les poissons migrateurs et régulièrement encombrée par les matériaux flottés, de sorte qu’elle ne répondait de loin pas aux exigences actuelles.

Importance écologique
La correction des eaux du Jura et l’assèchement du
Grand-Marais ont transformé le Seeland en une région
agricole au sol fertile et d’un grand potentiel économique.
Elle a hélas aussi entraîné la disparition de nombreuses
zones humides qui constituaient des écosystèmes de

A la centrale
de Hagneck,
les chenaux
de la passe à
poissons
ont été conçus
pour ressembler
au lit d’un
torrent sauvage.

15

qualité et abritaient quantité d’espèces animales et
végétales. Du point de vue morphologique, le canal de
Hagneck ne se distingue d’ailleurs pas par sa diversité:
tracé rectiligne, section uniforme du lit et berges peu
structurées. Malgré ces déficits, le cours d’eau artificiel
présente une biodiversité inattendue, puisqu’il abrite
29 espèces piscicoles. Si l’on y ajoute celles du lac de
Bienne, on dénombre un total de 35 espèces dont dix,
comme la truite lacustre, l’ombre, le spirlin, la petite
lamproie et la loche de rivière, figurent sur la liste rouge
des poissons menacés.
Avec la Suze et le canal de la Thielle, le canal de
Hagneck est l’un des trois principaux affluents du lac de
Bienne, d’où sa biodiversité. Là où une rivière se jette
dans un lac, les nutriments sont particulièrement abondants et le peuplement piscicole est dès lors très dense.
Les dépôts de sédiments et de matériaux solides forment
peu à peu un delta, avec des zones d’eaux peu profondes. Celles-ci se réchauffent rapidement en été et offrent
un substrat idéal aux végétaux aquatiques, telles les
roselières, susceptibles d’abriter les jeunes poissons et
les cyprinidés. La présence d’un peuplement riche attire
en outre les espèces prédatrices telles que la truite lacustre, le brochet, le sandre et le silure. Comme le courant
varie beaucoup dans un delta, celui-ci s’avère propice à
la cohabitation d’espèces piscicoles aux exigences très
différentes en matière d’habitat et de frayères. Les tronçons de type fluvial attirent par exemple le barbeau
commun ainsi que les truites de lac et de rivière, l’ombre
et le spirlin. Plus la vitesse d’écoulement diminue, plus
l’écosystème convient aux espèces lacustres, comme
la perche, le brochet, le corégone, le sandre, le silure et
les poissons blancs.
Les berges se distinguent, elles aussi, par une biodiversité remarquable. A l’embouchure du canal de
Hagneck, on recense nombre d’écosystèmes menacés

16

tels que des forêts alluviales, des bas-marais et une
végétation riveraine caractéristique. La centrale hydroélectrique se trouve à la limite, voire à l’intérieur, d’une
réserve naturelle cantonale, ainsi que dans une zone
alluviale et dans une réserve d’oiseaux d’eau et de migrateurs d’importance nationale.

Réfection du canal de Hagneck
Les crues successives des années 1999, 2005 et 2007 ont
montré que le canal de Hagneck, après 130 ans de bons
et loyaux services, avait d’urgence besoin d’une réfection.
Ce besoin a été confirmé en 2006 par une analyse des
risques. En août 2005, les digues avaient même failli
lâcher sous la pression des flots. Afin de garantir la
protection contre les crues le long du canal, le canton de
Berne a rehaussé et renforcé les digues sur une longueur
de 4 kilomètres. Les travaux ont débuté en décembre
2010 par la sécurisation de la tranchée près de Hagneck,
où il a fallu évacuer quelque 190 000 mètres cubes de
molasse et de marne, afin de stabiliser les rives.
Bien qu’il ait été créé par l’homme, le canal de
Hagneck est un cours d’eau qui assure des fonctions
naturelles et qui est dès lors régi par la loi cantonale sur
l’aménagement des eaux. A notre époque, cet aménagement tient compte des diverses fonctions biologiques
d’un cours d’eau et essaie de les préserver voire, comme
c’est le cas ici, de les optimiser. La rénovation du canal
a dès lors été placée sous le mot d’ordre «Meilleure protection contre les crues dans un paysage revalorisé».
Outre améliorer la protection contre les crues, le projet
visait en effet à agrandir et à accroître la connectivité
entre les habitats naturels le long du canal.
Les travaux ont ainsi été mis à profit pour créer de
nouveaux écosystèmes: la déconstruction d’ouvrages en
dur sur certaines berges a fait place à de nouvelles criques et à des rives plates. Des déversements de gravier

et la plantation de touffes végétales ont de plus créé
des structures pour des espèces menacées (bouvière et
petite lamproie) et des abris pour les jeunes poissons.
Les mesures écologiques mises en œuvre sur le canal
de Hagneck visaient en priorité à revaloriser certaines
berges, ainsi qu’à agrandir le site marécageux de l’Epsemoos. A cet endroit, le canal a été doté d’un nouveau
bras de 500 mètres, dont le fond de gravier sert notamment de frayère aux poissons qui ont besoin de ce type
de milieu pour se reproduire, tel l’ombre (une espèce
menacée). Au cours des années à venir, l’extension de
l’espace réservé aux eaux et les inondations périodiques
remodèleront le site: le long du nouveau tronçon aménagé dans l’Epsemoos, 5,5 bons hectares de terrains
seront occupés par un paysage alluvial varié, comprenant
des zones humides et une végétation typique.
Végétalisées avec de riches mélanges de fleurs sauvages, les digues feront désormais l’objet d’une culture
extensive. Des améliorations spécifiques ont été réalisées
pour promouvoir la rainette et l’azuré des paluds (une
espèce rare de papillon). Enfin, dans le site marécageux
du Hagnimoos, une tranchée ouverte favorise la connectivité transversale entre le bras principal et les canaux
voisins, qui servent aussi bien à l’irrigation qu’à l’évacuation des eaux.
Conduits par l’Office des eaux et des déchets (OED),
qui fait partie de la Direction des travaux publics, des
transports et de l’énergie, les travaux sur le canal de
Hagneck ont coûté au total quelque 42 millions de francs.
Le canton a couvert 21,36 millions, la Confédération

18,9 millions et le Fonds de renaturation du canton de
Berne 1,6 million. Le fonds écologique de BKW a versé
une contribution de 140 000 francs à la réalisation du
projet.

La nouvelle centrale de Hagneck
La centrale hydroélectrique est exploitée par Centrales
électriques du lac de Bienne SA, une société partenaire
entre BKW Energie SA et Energie Service Biel/Bienne
(ESB). L’étude de projet a été lancée dès 1996 et le
parlement cantonal a accordé la nouvelle concession en
2010. Cette concession comprend un barrage tout neuf,
avec une salle des machines située près de la rive droite
et équipée de deux turbines Kaplan horizontales (capacité d’écoulement: 280 m3/s). L’ancienne usine, située
sur l’ancien canal de dérivation, est conservée à titre de
monument historique et contribue, mais modestement
(une seule des cinq vieilles turbines restant en service),
à la production d’électricité.
Les barrages et les centrales interrompent inévitablement le cours d’une rivière et font obstacle à la migration
des poissons. Or, nombre d’espèces piscicoles migrent
entre différents habitats au cours de leur cycle de vie.
Devenues adultes, les truites de lac remontent par
exemple jusqu’à 100 km la rivière où elles ont grandi,
afin de se reproduire. Alors que les individus adultes
rejoignent le lac dès après le frai, les alevins et les jeunes
poissons restent dans le cours d’eau, parfois jusqu’à
deux ans après l’éclosion. Ils descendent ensuite vers le
lac, où ils atteignent l’âge adulte.

Excursion
du Réseau
lac de Bienne
sur le canal
de Hagneck
rénové.

17

Proche du canal
de Hagneck,
l’Epsemoos
a été inondé
lors des crues
de mai 2015.

Eléments de liaison et de transition entre différents
écosystèmes, les embouchures de rivière dans un lac
jouent un rôle crucial pour la migration piscicole. D’où
les exigences particulières imposées aux passes à poissons. Celles-ci doivent assurer le libre passage de toutes
les espèces piscicoles, en tenant compte de leurs diverses préférences et de leur comportement natatoire.
Les responsables de la nouvelle centrale de Hagneck ont
aménagé un dispositif de contournement aux dimensions généreuses: la passe à bassins comprend plusieurs
couloirs à fond rugueux, qui relient les différents canaux
de contournement. Ils desservent les tronçons situés en
aval de la nouvelle centrale et en aval de l’ancien bâtiment des machines. Les poissons qui remontent le cours
d’eau empruntent l’une des trois entrées de la galerie
collectrice placée à la sortie des turbines de la nouvelle
centrale. Grâce à la faible pente (1,3 à 3%) et à un aménagement proche de l’état naturel, les canaux ne servent
pas seulement de voie de transit, mais aussi d’habitat,
pour les poissons. Pour que ceux-ci trouvent plus facilement l’entrée de la passe, une turbine de dotation accroît
l’écoulement: le «débit d’attrait» est maintenu à 2,6 m 3/s
en été et à 1,8 m3/s en hiver, de sorte qu’il représente
environ 1,2% du débit turbiné.
Le débit dans les canaux de contournement, la taille
des bassins, la largeur des échancrures et la hauteur des
seuils sont dimensionnés pour convenir en priorité à la
truite de lac et au barbeau commun. Alors que la truite
de lac devient grande et nage bien, le barbeau commun
évolue plus près du fond et est moins bon nageur.
Si le saumon parvient à nouveau un jour à rejoindre le
Seeland via le Rhin et l’Aar, la nouvelle passe à poissons
serait à même de satisfaire ses exigences également.
Outre la truite de lac et le barbeau commun, le spirlin,
le gardon, l’ablette, la vandoise et le chevaine devraient
compter parmi les principales espèces à emprunter la
passe.

L’exploitant doit prouver l’efficacité biologique de la
passe à poissons trois années après la mise en service
de la centrale. A cet effet, le système de Hagneck a été
doté d’une «chambre de comptage des poissons»:
un local situé sur l’un des côtés du canal de contournement. Les poissons sont détournés vers un bassin d’un
volume de 30 m3 environ, où ils sont comptés et identifiés avant d’être relâchés. Ce contrôle spécifique est prévu
sur une année.
Les passes à poissons et les canaux de contournement ne fonctionnent toutefois que pour la montaison.
D’autres dispositifs sont nécessaires pour la dévalaison,
car les poissons qui descendent la rivière ne peuvent pas
trouver l’entrée de la passe. Ils restent dans le courant
principal du cours d’eau, qui les conduit dans la turbine,
et risquent ainsi de graves blessures, voire la mort.
Malgré une conception optimisée des turbines (quatre
pales au lieu de cinq, vitesse de rotation réduite et
espace plus grand entre les pales), des mesures doivent
être prises afin d’aider les poissons à passer la centrale
sans dommage. Si d’intenses travaux de recherches sont
en cours, aucun dispositif efficace n’a jusqu’ici été mis
au point en Europe centrale pour d’aussi grandes centrales placées face au courant. A Hagneck, la solution
comprend des orifices en forme de pavillon de trompette,
proches de la surface et placés à chaque extrémité de la
grille qui barre l’amenée d’eau. Les poissons qui parviennent dans ces orifices, sont emportés sans risque
par un courant naturel vers le canal de contournement.
L’ancienne usine ne turbinant plus qu’un débit
maximal de 35 m3/s, il était possible d’y aménager un
dispositif actif de dévalaison. Une grille fine, avec des
barres espacées de 15 mm, placée à 45 degrés par
rapport au fond du cours d’eau empêche les poissons
qui descendent la rivière de traverser la turbine en les
détournant vers une échancrure proche de la surface.
Une fois qu’ils ont passé cette ouverture, un canal de

Bewusste
Verzahnung
von Wasser
und Land:
Neue Gewässerlandschaft
im Epsemoos.

19

déviation les amène vers le canal de contournement tout
proche. Pour le canton de Berne, ce système fait office
de projet pilote, puisqu’il s’agit du premier dispositif de
dévalaison de ce type.
La compensation écologique pour la construction de
la nouvelle centrale comprend la renaturation du canal
inférieur de l’ancienne usine. Les exploitants prévoyant
de n’y turbiner qu’un débit réduit, il est possible d’éliminer l’enrochement des berges et d’aménager un cours
d’eau à caractère alluvial. L’embouchure et ses alentours
comprendront des structures variées: collines, fossés,
zones d’eau courante et zones de sédimentation.
Au cours des années à venir, on devrait voir apparaître
ici un paysage alluvial naturel, marqué par les variations
du niveau du lac de Bienne, abritant un peuplement
piscicole varié et offrant un habitant approprié au castor,
aux oiseaux, aux amphibiens et à nombre d’autres animaux.
La nouvelle centrale a été raccordée au réseau à
l’automne 2015 et produit 110 gigawattheures. Avec un
total de 15 millions de francs, les mesures écologiques
représentent environ 10% des coûts totaux. Les travaux
actuels comprennent la rénovation de l’ancien bâtiment
des machines, l'aménagement du dispositif de déva-

20

laison pour les poissons et la renaturation du tronçon
de déversement. Ils comprennent aussi la finition de la
passe de contournement et le canal d’entrée situé en
aval de l’ancienne usine. L’achèvement de ces divers travaux est prévu fin 2016.
Par rapport à la situation qui régnait avant la réalisation des deux grands projets, les mesures écologiques
prises le long du canal de Hagneck et aux alentours de
la centrale hydroélectrique améliorent sensiblement
l’écosystème au profit de la faune et de la flore. La passe
à poissons favorise en particulier la connectivité entre le
canal de Hagneck et le lac de Bienne. En respectant les
limites du raisonnable, sur les plans financier et technique, il a été possible de créer une variété considérable
d’habitats qui revalorisent les atouts de cette zone pour
les loisirs de proximité, une qualité que la population ne
manque pas d’apprécier.

Daniel Bernet,
zoologue et membre du comité du Réseau lac de Bienne
Lisa Wilmsmeier, zoologue

Informations complémentaires:
• www.be.ch/hagneckkanal
• http://www.bielerseekraftwerke.ch/nouveau.html
• Article paru dans l’édition 4/2015 du Magazine
Eau – énergie – air, p. 261-268:
https://www.swv.ch/fr/Publications/Revue-Eauenergie-air/Anciennes-editions/2015

Die Fälle von gesetzeswidrigen Bauprojekten am Bielersee häufen sich

Schlendrian im Umgang mit den Bauvorschriften

Bei ihrer Tätigkeit in den Seegemeinden fallen den
Bauberatern des Netzwerks Bielersee vermehrt bauliche
Eingriffe auf, die offensichtlich ohne rechtskräftige
Baubewilligung erfolgt sind. Da werden zum Teil in
Wildwestmanier Projekte realisiert, als gäbe es weder
Nutzungspläne noch kommunale Baureglemente.
Der angemessene Umgang mit illegalen Bauten ist eine
schwierige Sache. Nachträgliche Bewilligungsverfahren
stellen die Behörden vor vollendete Tatsachen und
verschärfen die Gefahr von künftigen Missbräuchen,
weil das gesetzeswidrige Verhalten kaum ernsthafte
Folgen hat. Wird jedoch ein Rückbau verfügt, so steht
seitens der Bausünder rasch die Frage nach der Verhältnismässigkeit im Raum. Dabei gibt es in der Regel
nur Verlierer.
Bauvorhaben greifen in gewachsene Strukturen ein,
prägen Ortsbilder und Kulturlandschaften und haben
deshalb erhebliche Auswirkungen auf das schützenswerte Landschaftsbild, dem sich unser Verein als regionale Schutzorganisation verpflichtet fühlt. Deshalb bietet
das Netzwerk auch allen Seegemeinden am Bielersee
eine kostenlose Bauberatung an, die sich primär mit
räumlichen, gestalterischen und formalen Aspekten der
Architektur befasst.
Wichtige Orientierungspunkte bei der Beurteilung
von Bauprojekten bilden dabei das Bundesinventar
der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler
Bedeutung (BLN), das Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder (ISOS) sowie die Bestimmungen des
kantonalen See- und Flussufergesetzes (SFG).
Das BLN-Objekt 1001 (Linkes Bielerseeufer) umfasst
über 7 Quadratkilometer in den Gemeinden Neuenstadt,
Ligerz und Twann-Tüscherz. Seine Schutzziele gelten
insbesondere der jahrhundertealten Kulturlandschaft

mit ihren zusammenhängenden Rebbergen und gut
erhaltenen Winzerdörfern, wobei auch die Flora und
Fauna der Felsenheiden, Trockenwiesen und Flaumeichenwälder sowie die Twannbachschlucht hervorgehoben werden. Im ISOS sind zusätzlich zu den Dörfern
und Weilern am Nordufer zwischen Neuenstadt und
Tüscherz auch die Ortsbilder von Biel, Nidau, Vinelz,
Erlach und Le Landeron sowie die St. Petersinsel aufgeführt.

Cabane in der
Seeuferzone
bei Neuenstadt
und ein
vermeintlicher
«Geräteschuppen»
mit grosszügiger
Terrasse
im Rebberg
ob Twann.

Die Bauberater sind keine Baupolizisten
Während sich die Bauberatung des Netzwerks am
Südufer auf den SFG-Bereich der Uferzone beschränkt,
stehen am Nordufer auch die Dörfer und höher gelegenen Siedlungen im Betrachtungsperimeter. Diese Aufgabe
ist mit zahlreichen Sitzungen und Begehungen der
verantwortlichen Architekten in der Region verbunden.
Aufgrund ihrer langjährigen Beratungstätigkeit kennen
sie die Ortsbilder und deren Umgebung recht gut und
verfügen anhand der öffentlichen Publikation von geplanten Bauvorhaben auch über aktuelle Kenntnisse der
anstehenden Projekte. Ohne in die Rolle von Detektiven
oder gar Baupolizisten zu verfallen, stossen sie dabei
in verschiedenen Gemeinden zunehmend auf bauliche
Eingriffe, die offensichtlich nie ein reguläres Baubewilligungsverfahren durchlaufen haben. Manchmal kontaktieren uns auch besorgte Personen, die sich fragen, wie
ein Bauentscheid wohl zustande gekommen sein mag.
Sie vertrauen dann jeweils darauf, unser Verein werde
sich um die entsprechenden Abklärungen kümmern.
So oder so erscheint es ziemlich naiv davon auszugehen,
in den überschaubaren Dörfern am Bielersee – mit ihrer
ebenfalls gut einsehbaren Umgebung – lasse sich ein
Bauprojekt relativ unbemerkt von der Öffentlichkeit und
unter Umgehung jeglicher Bauvorschriften realisieren.

21

Das Gemeindebaureglement
Twann gestattet
den Bau von
Rebhäuschen in
der Rebenschutzzone nur als
Fahrnisbauten
zur Lagerung der
Werkzeuge.

Dem Vorstand des Netzwerks Bielersee ist die Rolle
eines nicht amtlichen Aufsichtsorgans in Baufragen
ziemlich unangenehm, denn die Überwachung und
Durchsetzung der gesetzlichen Vorgaben kann nicht
Bestandteil unserer Bauberatung sein. Diese Aufgabe
bleibt vielmehr den Bewilligungsbehörden vorbehalten,
während es sich bei den Fachberichten des Netzwerks
grundsätzlich um Empfehlungen für die kommunalen
und bisweilen auch kantonalen Stellen handelt.
Bei der Beurteilung von Bauvorhaben sollen sie primär
als Entscheidungsgrundlagen in gestalterischen Fragen
dienen. Gemäss den Statuten ist unser Verein zwar
zu Baueinsprachen berechtigt, nutzt dieses Instrument
jedoch nur selten und als letzte Möglichkeit.

Unwissen oder kühle Berechnung?

Plattform
für Liegestühle
im Rebberg
hinter Ligerz.

22

Die Vorschriften für das rechtskonforme Bauen sind in
den Gesetzen, Verordnungen, Nutzungsplänen und
Reglementen des Kantons Bern sowie der Gemeinden
klar geregelt und zumeist auch verständlich formuliert.
Zudem bedarf es auch keiner übermässigen Anstrengungen, um an diese Informationen zu gelangen.
So erwähnen die Gemeindebaureglemente (GBR) jeweils
die im kantonalen Baugesetz (BauG) oder in der Bauverordnung (BauV) aufgeführten relevanten Artikel.
Zudem nehmen sie auch Bezug auf die verschiedenen
Nutzungszonen mit ihren Auflagen und gesetzlichen
Bestimmungen.
Unwissen und Unbekümmertheit dürften also nicht
die alleinigen Gründe für das vermehrte Bauen ohne
gültige Bewilligung sein. Vor allem bei potenziell
umstrittenen Projekten sind wohl vielmehr auch Mutwilligkeit oder Berechnung im Spiel. Solche Bausünder
kümmern sich in der Regel nicht um gesellschaftliche
Anliegen wie die räumliche Integration eines Bauvorha-

bens ins Orts- oder Landschaftsbild, seine architektonische Qualität, eine adäquate Materialwahl oder die
Massstäblichkeit. Sie haben oft nur ihren Eigennutzen
im Kopf und setzen sich über allgemeine Interessen
hinweg. Häufig fehlt ihnen zudem die Sensibilität für
den Wert der Landschaft und eines intakten Ortsbildes.

Die Frage nach der Verhältnismässigkeit
Sobald die Behörden Kenntnis von nicht bewilligten
Bauarbeiten haben, müssen sie den Sachverhalt von
Amtes wegen abklären. Dabei vertraut die Bauherrschaft
meistens darauf, dass sie ein nachträgliches Gesuch
einreichen kann. Die Höhe der Busse hat kaum je eine
abschreckende Wirkung, da sie nur einen geringen
Bruchteil der Baukosten ausmacht. Erweist sich eine
widerrechtlich erstellte Baute jedoch nicht als bewilligungsfähig, so müsste eigentlich der gesetzeskonforme
Zustand wieder hergestellt werden, was einem Rückbau
gleichkommt. Werden Schutzorganisationen wie das
Netzwerk in solchen Situationen zu Rate gezogen,
so ist es für die Bausünder relativ einfach, ihnen den
«Schwarzen Peter» zuzuschieben, indem sie die Forderungen nach einem Rückbau als völlig unverhältnismässig taxieren. Drücken wir hingegen regelmässig ein
Auge zu, so droht die Gefahr, dass der lockere Umgang
mit den Bauvorschriften zum nicht mehr geahndeten
Normalfall wird.

Die Liste der Bausünden

Auch öffentliche Stellen stehen in der Pflicht

Die Beispiele der in den letzten Jahren realisierten
Bauten und Anlagen ohne gültige Bewilligung sind sehr
unterschiedlich. Da werden etwa in der Grünzone vor
einem Wohnhaus am See im SFG-Uferbereich Betonmauern zum Schutz vor Hochwasser erstellt, was gemäss
dem kantonalen Baugesetz nicht zulässig ist. In der
Rebenschutzzone ob Twann, wo das GBR den Bau von
Rebhäuschen nur als Fahrnisbaute zur Lagerung der
Werkzeuge gestattet und deren Aussenmasse klar beschränkt, steht auf einmal ein Neubau, der offensichtlich
als kleine Weekend-Bleibe zweckentfremdet wird.
Und oberhalb von Ligerz verunstaltet seit einiger Zeit
eine Sitzplattform aus Holz das Bild der Kulturlandschaft
von nationaler Bedeutung. In Neuenstadt schliesslich
«ziert» neuerdings ein Holzverschlag mit Kunststoffabdeckung die Seeuferzone. Etwas anders sieht es beim
Umbau eines bestehenden Hauses ob Twann aus,
das in der Landwirtschaftszone und am Weg zur Twannbachschlucht liegt. Hier reichte der Bauherr zwar ein
Baugesuch ein, begann dann aber mit den Arbeiten für
einen umstrittenen Pool, bevor die Bewilligung der
Gemeinde vorlag. Im konkreten Fall haben die Behörden
einen Rückbau verfügt, was für alle Beteiligten unangenehm ist.

Meistens nehmen es Privatpersonen mit den geltenden
Vorschriften nicht allzu genau, doch selbst öffentliche
Trägerschaften wie Burgergemeinden oder das ASTRA
foutieren sich hin und wieder um geltendes Recht.
Im Jahresbericht 2014 hat das Netzwerk über die schonungslose Sanierung der bestehenden Waschbetonmauern entlang der Seestrasse am Nordufer berichtet.
Die zuständige ASTRA-Zweigstelle in der Romandie
verteidigte die zum Teil drastischen Eingriffe damals als
reine Unterhaltsarbeiten und verzichtete deshalb auf
ein Bewilligungsverfahren sowie auf die vorgängige
Information der betroffenen Gemeinden und Schutzorganisationen.
Mit der Bebilderung von Negativbeispielen im vorliegenden Artikel geht es uns nicht darum, die diversen
Bausünder persönlich an den Pranger zu stellen, weshalb
wir ihre Namen bewusst weglassen. Die kleine Dokumentation soll vielmehr aufzeigen, dass es sich beim Bauen
ohne Bewilligung nicht einfach um ein Kavaliersdelikt
handelt. Die Eingriffe in national geschützte Landschaften
und Ortsbilder fallen zum Teil so massiv aus, dass regionale Schutzorganisationen wie das Netzwerk Bielersee
oder die Regionalgruppe des Heimatschutzes diese Verstösse nicht einfach stillschweigend tolerieren können.

Rolf Suter ist Architekt und Bauberater des Netzwerks
Bielersee für das Nordufer

Weder für
die Konstruktion
der Plattform
noch für den
neuen Holzbau
am östlichen Rand
von Tüscherz
holte die
verantwortliche
Burgergemeinde
eine Baubewilligung ein.

23

Land unter
im Mai 2015
in der Bieler Bucht.
Vor Hagneck
dagegen
entstehen durch
das Schwemmmaterial
der Aare neue
Flachinseln.

Les cas de constructions illégales se multiplient sur le lac de Bienne

Application des dispositions sur les constructions:
beaucoup de laxisme

En se rendant dans les communes du bord du lac,
les conseillers en matière de constructions du Réseau
lac de Bienne découvrent de plus en plus souvent des
objets réalisés à l’évidence sans permis de construire.
C’est comme si nous étions revenus au temps du
Far West, une époque sans plans d’affectation ni règlements communaux des constructions. Ces constructions
illégales sont un véritable casse-tête. Les demandes
de permis rétroactives placent les autorités devant
le fait accompli et accroissent le risque de futurs abus,
si les travaux réalisés en toute illégalité n’entraînent
pas de sérieuses conséquences. Lorsqu’une déconstruction est ordonnée, les coupables ne manquent pas de
remettre en question la proportionnalité de la décision.
Au bout du compte, tout le monde est perdant.
En s’inscrivant dans un cadre préexistant, les projets de
construction marquent inévitablement un site construit
ou un paysage rural. En l’occurrence, ils ont un impact
non négligeable sur le paysage digne de protection
que notre organisation régionale s’est donné pour but
de préserver. Voilà pourquoi notre réseau propose des
conseils gratuits en matière de construction à toutes
les communes situées sur le lac de Bienne. Ces conseils
portent en priorité sur l’aspect spatial, esthétique et
formel de l’architecture.
L’évaluation de projets de construction repose sur
diverses données de référence: Inventaire fédéral des
paysages, sites et monuments naturels d’importance
nationale (IFP), Inventaire fédéral des sites construits à
protéger en Suisse (ISOS) et les dispositions de la loi cantonale sur les rives des lacs et des rivières (LRLR). L’objet
IFP 1001 «rive gauche du lac de Bienne» englobe plus de
7 kilomètres carrés sur les communes de La Neuveville,
de Gléresse et de Douanne-Daucher. Il vise en particulier
à protéger un paysage rural qui remonte à plusieurs
siècles, avec ses vignobles contigus et ses villages viticoles bien préservés. L’inventaire souligne par ailleurs

26

l’importance de la faune et de la flore des landes rocheuses, des prairies sèches et des chênaies buissonnantes, de
même que les gorges de Douanne. Quant à l’ISOS, outre
les villages et les hameaux situés entre la Neuveville et
Daucher, sur la rive nord du lac, il mentionne également
les sites construits de Bienne, de Nidau, de Vigneules,
de Cerlier et du Landeron, ainsi que l’Ile Saint-Pierre.

Les conseillers du réseau ne font pas
la police des constructions
Tandis que les conseils en matière de construction de
notre association se limitent au périmètre de la LRLR sur
la rive sud du lac, ils englobent, sur la rive nord, également les villages et les lotissements situés plus haut sur
les pentes. Cette tâche implique de nombreuses séances
et visites sur place pour les architectes responsables.
Assumant cette tâche depuis de longues années, ils
connaissent bien les sites construits et leurs environs,
et disposent, grâce aux mises à l’enquête publique,
d’informations récentes sur les projets prévus. Sans se
prendre pour des détectives et encore moins pour la
police des constructions, ils tombent de plus en plus
souvent sur des constructions qui n’ont de toute évidence
pas été soumises à une procédure ordinaire de permis
de construire. Il arrive aussi que des personnes nous
contactent, parce qu’elles se demandent comment certaines réalisations ont bien pu être autorisées. Elles sont
alors persuadées que notre association se chargera des
investigations requises. Quoi qu’il en soit, il faut être
vraiment naïf pour croire que l’on peut construire
tout et n’importe quoi sans que nul ne s’en aperçoive,
alors que les villages sur le lac de Bienne sont de taille
modeste et que leurs environs sont visibles de partout...
Le comité n’apprécie guère que le Réseau lac de
Bienne soit considéré comme un organe de surveillance
non officiel en matière de constructions, car nos activités
de conseils dans ce domaine ne consistent pas à faire
respecter les prescriptions légales. Cette tâche incombe

toujours aux autorités chargées d’accorder les permis
de construire, tandis que les rapports de notre réseau
formulent des recommandations destinées aux autorités
communales, voire cantonales, et, lors de l’évaluation
d’un projet, servent de base de décision avant tout en
matière esthétique. Selon les statuts de notre association,
nous pouvons certes faire opposition à un projet,
mais nous n’utilisons cette possibilité que rarement et
toujours en dernier recours.

Ignorance ou esprit calculateur?
Lois, ordonnances, plans d’affectation et règlements
cantonaux et communaux spécifient clairement ce qu’il
est permis de faire ou non en matière de constructions.
Les prescriptions sont le plus souvent formulées de
manière compréhensible et il est facile d’accéder aux
informations requises. Les règlements communaux
mentionnés se réfèrent ainsi toujours aux articles pertinents de la loi cantonale sur les constructions (LC) ou
de l’ordonnance sur les constructions (OC). Ils précisent
également les diverses zones d’affectation, avec leurs
exigences et les dispositions légales.
L’ignorance et l’insouciance ne sont donc pas toujours les seules raisons qui expliquent la multiplication
des constructions sans permis valable. Les projets qui
pourraient susciter une controverse sont plutôt réalisés
de la sorte par volonté délibérée ou par pur calcul.
Les coupables ne se soucient en général pas de préoccupations comme l’intégration spatiale d’un projet dans
le site construit et le paysage, sa qualité architecturale,
le choix de matériaux adéquats ou la proportionnalité.
Ne voyant souvent que leur objectif personnel, ils foulent
aux pieds l’intérêt général. Il n’est d’ailleurs pas rare qu’ils
soient parfaitement insensibles à la valeur du paysage
et d’un site construit préservé.

La proportionnalité – parfois un bon prétexte
Dès que les autorités apprennent que des travaux de
construction sont en cours sans autorisation, elles sont
tenues de tirer l’affaire au clair. Les maîtres de l’ouvrage
comptent en général sur le fait qu’ils pourront déposer
une demande de permis à titre rétroactif. L’amende n’est
guère dissuasive, puisque son montant ne représente
qu’une fraction du coût des travaux. S’il apparaît néanmoins qu’une construction édifiée illégalement n’aurait
pas pu être autorisée, il faudrait en principe rétablir
une situation conforme à la loi, c’est-à-dire procéder
à une déconstruction. Lorsque l’on s’adresse alors à des
organisations de protection comme notre réseau pour
leur demander conseil, les coupables ont beau jeu de
renvoyer la balle en taxant la demande de déconstruction
de totalement disproportionnée. Cependant, si nous
fermons les yeux trop souvent, nous risquons de voir se
généraliser un laxisme coupable dans l’application des
prescriptions sur les constructions.

Quelques cas de transgressions
Les constructions et installations réalisées ces dernières
années sans autorisation valable varient beaucoup. Dans
le jardin d’une maison située dans la zone dite riveraine
du lac au sens de la LRLR, des murs en béton ont été
érigés pour assurer la protection contre les crues. Or, une
telle solution contrevient à la loi sur les constructions.
Dans le vignoble protégé au-dessus de Douanne, où le
règlement des constructions autorise certes la présence
de cabanons, mais seulement pour entreposer des outils
et si leurs dimensions extérieures respectent les limites
imposées, se dresse soudain une belle «cabane», qui a
tout d’une petite résidence secondaire. Dans les hauts
de Gléresse, c’est une terrasse en bois qui dépare depuis
quelque temps un paysage rural d’importance nationale.
A La Neuveville, un appentis en bois recouvert d’un toit
en plastique «enjolive» depuis peu la rive du lac.
Les travaux de transformation d’une maison située dans
une zone agricole qui surplombe Douanne, sur le chemin
qui mène aux gorges, ont connu un épilogue différent:
le maître de l’ouvrage a certes déposé une demande
de permis, mais il a commencé à aménager une piscine
controversée avant d’avoir reçu l’accord de la commune.
Dans ce cas précis, la commune a ordonné la déconstruction de l’ouvrage. Nul n’y a gagné.

Les services de l’état ne font guère mieux
Si ce sont le plus souvent des particuliers qui tendent
à contrevenir aux prescriptions, même des organismes
publics, comme des communes bourgeoises ou l’OFROU,
se moquent parfois comme d’une guigne du droit en
vigueur. Dans son rapport annuel de 2014, notre réseau
a rendu compte de la réfection brutale des murs en
béton lavé de la route qui longe la rive nord du lac.
La filiale romande de l’OFROU, responsable du projet,
avait en son temps soutenu que les interventions massives prévues relevaient simplement de l’entretien et avait
donc renoncé non seulement à demander une autorisation, mais aussi à informer au préalable les communes
et les organisations de protection...
En décrivant ici les exemples à ne pas suivre, nous
ne voulons nullement clouer les coupables au pilori.
C’est pourquoi nous ne citons aucun nom. Nous tenons
surtout à montrer que construire sans permis n’est pas
juste une peccadille. De tels travaux portent parfois si
gravement atteinte à un paysage et à des sites construits
d’importance nationale que les organisations régionales
de protection, tels le Réseau lac de Bienne ou le groupe
régional de Patrimoine bernois, ne peuvent les tolérer
sans rien dire.

Rolf Suter, architecte et conseiller en construction
rive nord du Réseau lac de Bienne

27

Weitere Ausbreitung des Bibers im Seeland

Ein Wildtier gestaltet
seinen eigenen Lebensraum

Die anhaltende Ausbreitung des Bibers in der Schweiz
ist ein Erfolgsbeispiel für die Rückeroberung der
Gewässerlandschaft durch ein anpassungsfähiges
Wildtier. Allein im Kanton Bern hat der Bestand der
nachtaktiven Nager zwischen 2008 und 2015 von 292
auf 765 Tiere zugenommen, während sich die Anzahl
ihrer Reviere gleichzeitig auf gut 200 verdoppelte,
wie Zahlen des kantonalen Jagdinspektorats zeigen.
Das wasserreiche Seeland mit seinen grösseren Flüssen
und Seeufern gehört dabei zu den Schwerpunkten der
Besiedlung. Allerdings wird deutlich, dass viele Lebensräume für den Biber hier mittlerweile besetzt sind, so
dass seine Population langsamer wächst als in anderen
Regionen. Wie keinem anderen Wildtier gelingt es
dem Biber, die von ihm besiedelte Umgebung umzugestalten, was bisweilen auch zu Konflikten mit dem
Menschen führt.
Für den Biologen Christof Angst von der nationalen Biberfachstelle an der Universität Neuenburg ist der Biber
«der Landschaftsarchitekt schlechthin». Wie kein anderes
Wildtier passe die Art ihren Lebensraum aktiv den
eigenen Bedürfnissen an. «Indem er Dämme baut, Bäche
staut und stehende Gewässer schafft, Höhlen in die
Uferböschungen gräbt und flächig Bäume fällt, kann der

Biber ganze Landschaften verändern.» Diese Eingriffe
führen beidseits der Uferlinie zu einer grösseren Strukturvielfalt und stärkeren Dynamik, die auch anderen
Tier- und Pflanzenarten zugutekommt. Neue Teiche und
Feuchtgebiete, verschiedene Stadien der Wiederbewaldung sowie überflutete und abgestorbene Bäume mit
ihrem Totholz schaffen Lebensräume für teils gefährdete
Amphibien, Vögel, Libellen und Fischarten, deren
Artenzahl und Individuendichte höher ist als in Gewässerlandschaften ohne Biber. Der Nager ist also eine
Schlüsselart, die mit ihrem Verhalten ganze Lebensgemeinschaften prägt und reguliert.

Biberfamilie
mit Jungtieren
vor ihrem Bau.

Zu intensiv genutzte Uferzonen
«Das in der Schweiz vor rund 200 Jahren ausgerottete
Wildtier kehrt allerdings in eine Landschaft zurück,
die sich in der Zwischenzeit dramatisch verändert hat»,
stellt Christof Angst fest. So wurden auch im Seeland
viele Gebiete trockengelegt, Bäche eingedolt, begradigt
und fest verbaut. «Schweizweit sind zwei Drittel des
potenziell für den Biber besiedelbaren Gewässernetzes
in einem stark beeinträchtigten oder naturfremden
Zustand.» Zudem habe der Mensch den Raum der
Fliessgewässer in den vergangenen Jahrzehnten durch
den Bau von Siedlungen, Verkehrswegen sowie die

29

intensivierte Landwirtschaft immer mehr eingeengt.
Nicht selten rücken diese Nutzungen sehr nahe an die
Ufer der Still- und Fliessgewässer heran, so dass die
Lebensweise der Biber fast zwangsläufig zu Konflikten
führt.
Liegen etwa Strassen und Wege direkt an der
Böschungskante von Gewässern, so untergraben die
Erdbauten der Biber unweigerlich die Verkehrsinfrastruktur, was vor allem über den Wohnhöhlen zu Einstürzen
führen kann. Probleme bestehen auch bei kleineren
Gewässern, deren Sohle höher liegt als das umliegende
Kulturland. Macht sich ein Biber am Schutzdamm
zu schaffen, kommt es vor, dass Wasser via den durchlöcherten Damm ins Kulturland abfliesst.

30

Gemäss dem eidgenössischen Jagdgesetz zahlen
Bund und Kantone für Biberschäden in der Land- und
Forstwirtschaft zwar Abgeltungen, doch müssen die
Eigentümer Infrastrukturschäden selber tragen. Während
die angemeldeten Frassschäden im Seeland lediglich
einige tausend Franken pro Jahr ausmachen, fallen die
Beeinträchtigungen der bautechnischen Infrastruktur
vor allem im Grossen Moos höher aus.

Mehr Uferräume für die Natur
Für Christof Angst sind die mit solchen Schäden einhergehenden Konflikte «das Symptom einer Gewässerlandschaft, die zu wenig Raum hat». Die Biber nutzen für
ihre Aktivitäten nämlich meistens nur einen schmalen
Streifen von wenigen Metern am Gewässer. Steht ihnen
dieser Uferraum zur Verfügung, so kommt es kaum zu
Konflikten mit menschlichen Nutzungen. Langfristige
Lösungen zur Entschärfung bestehender Probleme
erfordern deshalb Massnahmen an Bächen, Flüssen und
Seen in Form von Renaturierungen, wie sie auch das
revidierte Gewässerschutzgesetz verlangt. Wird der
gesetzlich geforderte Gewässerraum konsequent ausgeschieden, sind auch die Ansprüche des Bibers abgedeckt,
und es ergeben sich viel weniger Konflikte. Dabei
kommen die vorgeschriebenen Uferstreifen nicht nur
den Nagern zugute. Vielmehr dienen sie zahlreichen
weiteren Tier- und Pflanzenarten als wertvolle Wanderkorridore und Lebensräume. Zudem vermindern die
Pufferstreifen den Eintrag von Pestiziden und Nährstoffen
in die Gewässer und werden überdies als attraktive
Erholungsräume für den Menschen geschätzt.

Vom Biber besiedelte Lebensräume
Bei der Wahl ihrer Lebensräume sind die Biber sehr
anpassungsfähig und können unterschiedliche Gewässertypen besiedeln, wobei sie stehende oder langsam
fliessende Gewässer mit einer ausreichenden Tiefe für
Tauchgänge bevorzugen. Entsprechend finden sich ihre
Reviere überproportional häufig an den Ufern von Flüssen
und Seen. Diese dienen auch als Ausbreitungswege für
die Besiedlung neuer Lebensräume.
Bei den Bibern im Bernbiet handelt es sich um Nachkommen von Tieren, die zwischen 1958 und 1977 in den
Nachbarkantonen Freiburg, Neuenburg, Waadt und
Aargau ausgesetzt worden waren. Wie eine Bestandeserhebung von 1993 ergab, lebten die damals rund
30 Biber auf bernischem Kantonsgebiet alle im Seeland
und konzentrierten sich auf die Lebensräume Fanel,
Zihlkanal, Niederriedstausee, Alte Aare und Häftli.
Das eidgenössische Biberinventar von 2008 wies ein
deutliches Wachstum der Bestände und ihrer Ausbreitung
nach, siedelten im Kanton doch bereits 292 Tiere in
99 Revieren. Dabei lag der Schwerpunkt weiterhin im
Seeland, wo der Biber mittlerweile an allen grösseren
Gewässern vorkam.

Gemäss der Erhebung dürfte dieser Trend auch in
Zukunft anhalten. Im erweiterten Seeland, das in der
Biberstatistik auch die Aare unterhalb des Wohlensees
sowie die bernischen Einzugsgebiete von Saane und
Sense umfasst, hat der Bestand im Zeitraum 2008 bis
2015 von 209 auf 355 Tiere zugenommen, während
die Zahl ihrer Reviere von 67 auf 91 anstieg. Prozentual
stärker fiel der Bestandeszuwachs in dieser Zeit im
Grossen Moos zwischen Hagneckkanal und Broye aus.
Zählte man hier 2008 noch 59 Biber, waren es 2015
schon 133 Tiere, wobei einzelne Kanäle in der Zwischenzeit neu besiedelt worden sind.

Im Verbreitungsgebiet der Biber
sind Feldwege
in unmittelbarer
Ufernähe
einsturzgefährdet.

Beat Jordi, Journalist und Vorstandsmitglied
des Netzwerks Bielersee

Resultate der neusten Erhebung
Im Auftrag des kantonalen Jagdinspektorats
haben Fachleute des Projekts «Hallo Biber!
Mittelland» den entsprechenden Tierbestand im Bernbiet im Winter 2015
erneut erfasst. Wie ihre Erhebung
zeigt, ist die Zahl der Tiere weiter auf
765 Biber in insgesamt 202 Revieren
angestiegen. Die im Vergleich zur
Entwicklung der Reviere raschere
Zunahme des Bestands lässt sich
unter anderem auf eine vermehrte
Bildung von Biberfamilien zurückführen. Die Zentren der Besiedlung
bilden weiterhin die mittleren und
grossen Gewässer des Mittellandes –
insbesondere im Seeland und
entlang der Aare. Das deutlich
verlangsamte Wachstum in
diesen Gebieten weist jedoch
auf eine gewisse Sättigung
hin, weil viele Lebensräume inzwischen besetzt
sind. Die stärkste
Zunahme erfolgte denn
auch an mittleren und
kleinen Gewässern, wo
noch deutlich mehr freie
und geeignete Plätze
zu finden sind.

31

Beschäftigte des
Landschaftswerks
schneiden
Weidenäste
für den
Schilfschutz
bei Erlach zu.

Spendenaktion des Netzwerks für den Schilfschutz bei Erlach

Erhaltung der artenreichen Lebensräume
zwischen Wasser und Land
Bedingt durch die Sparanstrengungen der öffentlichen
Hand verfügt die ökologische Landschaftspflege über
immer weniger staatliche Mittel. Das gilt auch für die
vom Landschaftswerk seit den frühen 1990er-Jahren
realisierten Massnahmen zum Schutz der Schilfbestände am Bielersee. Um die artenreichen Flachuferzonen bei Erlach möglichst zu erhalten, hat der Vorstand
die Vereinsmitglieder erstmals in der Geschichte des
Netzwerks zu Spenden aufgerufen. Dank der breit
abgestützten Aktion stehen dem Landschaftswerk in
den kommenden fünf Jahren gut 200 000 Franken
für die Erneuerung der Lahnungen und für Schilfpflanzungen vor Erlach zur Verfügung.
Wie eine Auswertung von historischen Luftbildern zeigt,
haben die Schilfflächen am Bielersee zwischen 1956
und 1980 um gut 25 Hektaren abgenommen. Die landseitigen Verluste lassen sich vor allem mit einer natürlichen Erhöhung der organischen Streuauflage und der
Ansammlung von Schwemmgut erklären. Seeseitig
hingegen hat der markante Rückgang der Schilfgrenze in
dieser Periode weit komplexere Ursachen. Christoph Iseli
vom Landschaftswerk Biel-Seeland erklärt, die Flächenverluste der aquatischen Röhrichte seien in Europa an
mehr als 35 Seen beobachtet worden. Ein möglicher
Hauptgrund dafür ist seiner Einschätzung nach die
Überdüngung der Gewässer mit Nährstoffen und ihre
Folgen, zu denen etwa die mechanische Belastung

der Schilfbestände durch angespülte Fadenalgen zählt.
Auch die vermehrte Erosion im Zuge einer veränderten
Unterwasservegetation, der natürliche Wellengang oder
die Zunahme des Bootsverkehrs wirken sich negativ aus.
Zudem spielen unmittelbare Zerstörungen durch harte
Uferverbauungen und die Landgewinnung sowie Veränderungen der Seepegelstände eine wichtige Rolle.

Lahnungen zum Schutz der Schilfbestände
Zum Schutz der bedrohten Schilfbestände sind am
Bielersee zu Beginn der 1990er-Jahre erstmals in einem
grösseren Umfang ingenieurbiologische Massnahmen
realisiert worden. Zivilschutzpflichtige aus der Region
und später auch Programmteilnehmende des Landschaftswerks erstellten dazu auf einer Länge von insgesamt rund 900 Metern natürliche Wellenbrecher aus
Weidenzweigen. Diese Lahnungen bestehen jeweils aus
einer doppelten Reihe von in den Seegrund gerammten
Holzpfählen. Zwischen die parallel zum Ufer gebauten
Pfahlreihen werden in der Längsrichtung Weidenzweige
aufgefüllt, festgepackt und mit Draht befestigt. Um ein
allzu schnelles Verrotten des erneuerbaren Baumaterials
zu verhindern, liegt die Kronenhöhe der Lahnungen
auf dem mittleren Sommerwasserstand. Die grosse
innere Oberfläche der Bauwerke reduziert die Energie
der Wellen und Strömungen, so dass die Schilfbestände
geringeren mechanischen Kräften ausgesetzt sind und
sich erholen können. Die positiven Auswirkungen auf

Zum Schutz
vor Wellenschlag
und Hochwasser
werden die
Weidenbündel
mit Drahtgitter
befestigt.

33

Das Landschaftswerk muss die
Weidenbündel
periodisch
erneuern.

den landseitigen Wasserkörper ermöglichen zudem die
Bildung von beruhigten Flachwasserzonen, in denen die
natürliche Ablagerung der Sedimente gute Bedingungen
für das weitere Schilfwachstum schafft, was die Ufer
langfristig vor der Erosion schützt.

Periodischer Erneuerung der Wellenbrecher
Damit die bestehenden Lahnungen ihre wellenbrechende
Wirkung nicht verlieren, muss das mit der Aufgabe
betraute Landschaftswerk die Holzpfähle und Weidenbündel periodisch ersetzen. Dies ist nur in aufwändiger
Handarbeit möglich. Im Projektperimeter bei Erlach,
der südlich an das Naturschutzgebiet Heidenweg grenzt,
kosten die entsprechenden Arbeiten in der fünfjährigen
Periode von 2016 bis 2020 insgesamt rund 200 000
Franken. Neben den Löhnen umfasst der Betrag auch den
Aufwand für Maschinen, Geräte, Fahrzeuge und Boote.
Weil für die ökologische Landschaftspflege aus Spargründen immer weniger öffentliche Gelder zur Verfügung

34

stehen, kann das Landschaftswerk einen Teil dieser
Kosten nicht mehr durch öffentliche Beiträge decken.
Der Schilfgürtel in Erlach ist zwar im Inventar der
Flachmoore und Auen von nationaler Bedeutung aufgeführt, liegt jedoch ausserhalb eines kantonalen Schutzgebiets. Somit bleiben die möglichen Beiträge des Kantons auf das See- und Flussufergesetz (SFG) beschränkt,
welches die staatlichen Subventionen auf einen Drittel
der Gesamtkosten limitiert. Gemessen am Projektaufwand
von 200 000 Franken fehlten dem Landschaftswerk also
rund 133 000 Franken.

Fundraising-Aktion mit breiter Beteiligung
Dank den Zuwendungen von Stiftungen, der Standortgemeinde, Umweltorganisationen sowie Firmen und
Privaten, die unter anderem mit einem Spendenaufruf
des Vereins Netzwerk Bielersee mobilisiert wurden,
ist es dem Landschaftswerk im Lauf des Sommers 2015
gelungen, die fehlenden Mittel doch noch aufzutreiben.

Damit lassen sich die artenreichen Übergangsbereiche
zwischen Wasser und Land – am Rand eines bedeutenden Brut-, Durchzugs- und Überwinterungsgebiets für
zahlreiche Vogelarten – auch in den kommenden Jahren
erhalten. Schilfgürtel sind nämlich nicht nur schützenswert, weil sie die Landschaft am Bielersee und deren
Charakter prägen. Sie bilden auch wichtige Lebensräume
für eine Vielzahl von seltenen Tierarten wie Vögel,
Insekten, Amphibien, Reptilien und Fische. So dienen
sie etlichen Fischarten, wie dem stark gefährdeten Bitterling, aber auch Blicke, Brachsen, Laube oder Karpfen als
gut geschützte Laichplätze. Die Chance, von gefiederten
Räubern weitgehend unentdeckt zu bleiben, kommt
auch weiteren Arten wie Dorngrundel, Bartgrundel,
Gründling, Alet, Hasel, Rotauge, Rotfeder, Schleie, Stichling, Egli, Zander und Hecht in verschiedenen Altersstadien zugute. Das Schilf spielt also eine bedeutende
Rolle bei der Erhaltung bedrohter Tierarten. Dies gilt
auch für seltene Vögel wie Zwergtaucher, Zwergdommel,
Rohrschwirl oder den Drosselrohrsänger. Zusätzlich
bieten auch die Lahnungen ideale Verstecke für Jungfische und Krebse.
Doch auch an Land fördert der Schilfschutz die Biodiversität. Als Baumaterial für die Wellenbrecher dienen
nämlich Äste und Zweige von Kopfweiden, die wertvolle
Elemente der traditionellen Kulturlandschaft sind und
das Landschaftsbild in der Region ebenfalls bereichern.

Vor allem die Astlöcher und Stammhöhlen der älteren
Bäume eignen sich als Unterschlupf und Nistmöglichkeiten für diverse Vögel und Fledermäuse sowie für
zahlreiche Insektenarten. Im Frühling nutzen Wild- und
Honigbienen die Weidenkätzchen zudem als wichtige
Nektarquelle.

Landschaftsschutz mit einer sozialen Ader
Neben den ökologischen Vorzügen haben die am Bielersee realisierten Schilfschutzmassnahmen freilich auch
eine soziale Komponente. Als Sozialbetrieb, an dem
unser Verein als Mehrheitsaktionär beteiligt ist, setzt das
Landschaftswerk für diese Arbeiten insbesondere Langzeiterwerbslose ein, was die soziale und zum Teil auch
berufliche Integration der Betroffenen fördert.
Während sich die übrigen Aufträge im Bereich der
ökologischen Landschaftspflege primär auf die Vegetationsperiode zwischen Frühjahr und Herbst konzentrieren, kann das Landschaftswerk den Lahnungsbau
und die Impulspflanzungen von Schilf in den Wintermonaten ausführen. Dann fällt jeweils ohnehin weniger
Arbeit an und die Sozialfirma kann ihre Auslastung
optimieren, während der saisonal tiefe Wasserstand die
Realisierung der Schilfschutzmassnahmen gleichzeitig
begünstigt.

Beat Jordi, Vorstandsmitglied des Netzwerks Bielersee

35

Ausbreitung des invasiven Götterbaums oberhalb von Neuenstadt

Eine Bedrohung für die einheimische Vegetation

Trotz der
alljährlichen
Ausreissaktionen
hat sich die
invasive Art
auf dieser Weide
grossflächig
ausgebreitet.
Selbst auf Extremstandorten – wie
dieser Felswand –
hat sich der
Götterbaum ausgebreitet und den
sehr trockenen
Sommer 2015
problemlos
überstanden.

Im Gebiet der Felsenheide Le Gibet oberhalb von
Neuenstadt breitet sich der invasive Götterbaum aus.
Die ursprünglich aus Ostasien stammende Laubbaumart besiedelt inzwischen alle Kontinente. Seit dem
18. Jahrhundert wurden die äusserst genügsamen,
wärmeliebenden und schnellwüchsigen Bäume in
mitteleuropäischen Gärten und Parkanlagen gepflanzt.
Von hier aus traten sie ihren Siegeszug an und stocken
inzwischen auch an Extremstandorten, wo sie sich nur
mit Mühe bekämpfen lassen. Zum Schutz der einheimischen Vegetation am Nordufer des Bielersees gilt
es zu verhindern, dass die in Neuenstadt aufkommenden Götterbäume Früchte bilden und sich durch die
flugfähigen Samen weiträumig verbreiten.
Wer an einem Herbsttag vom Nordufer des Bielersees
bei Neuenstadt gegen die Felsenheide von Le Gibet
hochblickt, dem fallen oberhalb der Reben mehrere
gelb leuchtende Flecken auf, die gut ins bunte Bild der
herbstlichen Farbtöne am Jurasüdhang passen. Erst aus
der Nähe lässt sich die betreffende Laubholzart bestimmen: Hier wurzelt der aus Ostasien stammende Götterbaum (Ailanthus altissima), der sich mittlerweile auf
allen Kontinenten ausbreitet. Gegen Mitte des 18. Jahrhunderts gelangte die Art als Ziergehölz von China nach
Europa, wo sie vor allem in Gärten und Parkanlagen
gepflanzt wurde. Stadtgärtnereien setzten den Götterbaum noch bis weit ins 20. Jahrhundert gerne ein, weil
ihm weder Streusalz noch Luftschadstoffe etwas anhaben
können.

Ein invasiver Neophyt
Als schnellwüchsigste Baumart in Europa produzieren
seine Wurzeln neue Triebe, die in einem einzigen Jahr
Längen von über 2 Metern erreichen. Besonders leicht
etabliert sich der Götterbaum auf geologischen Bruchflächen mit freiliegendem Mineralboden, wobei seine

36

hohe Trockenheitstoleranz als entscheidender Konkurrenzvorteil gegenüber den einheimischen Arten gilt.
Damit verfügt er über beste Voraussetzungen, um als
invasiver Neophyt neue Lebensräume zu erobern.
Dies tut er denn auch in bedrohlichem Ausmass oberhalb von Neuenstadt, wo sich die Art selbst auf felsigem
Untergrund vegetativ über die Wurzeln ausbreitet.
Sogar in einer steilen Felswand hat er sich festgekrallt
und den trockenen Sommer 2015 schadlos überstanden,
dem an einem solchen Standort jede andere Baumart
zum Opfer gefallen wäre. Laut Aussagen des zuständigen
Försters gab es unterhalb des Schadengebiets einen
einzigen Götterbaum, der inzwischen gefällt wurde.
In der näheren Umgebung hat er jedoch Hunderte –
wenn nicht Tausende – von Nachkommen hinterlassen.

Götterbaum
Der in Nordvietnam, China und Nordkorea heimische
Götterbaum wird bis zu 30 Meter hoch und selten
älter als 100 Jahre. Seine Blätter dienen in China
zum Teil als hochwertiges Futter für Seidenraupen
und bieten diesbezüglich eine Alternative zum
Maulbeerbaum. Zudem ist die Baumart in den
Ursprungsländern auch bei Imkern sehr beliebt,
die den Blütenhonig als Spezialität anbieten.
Für den Menschen hingegen sind die meisten
Pflanzenteile giftig und können – etwa bei Hautkontakt – Allergien auslösen.
Weil Götterbäume bei uns einheimische Arten
verdrängen, gefährden sie die biologische Vielfalt.
Zudem können ihre Wurzeln grosse Schäden an
Strassen und Mauern anrichten, weshalb sie heute
bekämpft werden. Erfolgreiche Gegenmassnahmen
sind allerdings sehr schwierig umzusetzen und
kostenintensiv.

Beängstigende Ausbreitung
Die gelblich-weissen Blütenrispen blühen bei uns in
den Sommermonaten Juni und Juli. Ein weiblicher
Götterbaum produziert jährlich Abertausende geflügelter
Samen, die mit dem Wind weiträumig verfrachtet
werden oder an Fahrzeugen haften bleiben und auf
diese Weise erhebliche Distanzen zurücklegen können.
Fällt man einen solchen Baum, so reagiert die im Boden
verbliebene Wurzel mit Stockausschlägen und unzähligen
Wurzeltrieben auf diesen Eingriff, was die Bekämpfung
noch mühsamer macht. Denn jedes noch so kleine
Wurzelstückchen, das im Boden verbleibt, treibt wieder
aus. Um dies zu verhindern, müsste man den ganzen
Boden tiefgreifend umgraben und alle Wurzeln in mühsamer Kleinarbeit entfernen. Noch mehr Schwierigkeiten
bereiten Gegenmassnahmen auf felsigem Untergrund.
Weil die Wurzeln in jede Spalte eindringen, bringt ihr
Ausreissen nichts, würde dadurch doch nur der oberirdische Teil eliminiert. Eine chemische Bekämpfung –
etwa mittels Injektion von Pestiziden im Stammbereich –
ist im Schweizer Wald noch nicht erlaubt, wird aber zum
Teil im Siedlungsgebiet erprobt.
Hierzulande kommt der Götterbaum im Tessin am
häufigsten vor – und zwar so verbreitet, dass eine Bekämpfung mittlerweile aussichtslos erscheint. Vor allem
auf Trockenstandorten führt seine weitere Ausbreitung
zu einer Verarmung der einheimischen Arten, die
gegenüber dem schnellwüchsigen Neophyt chancenlos
sind. Deshalb wird in der Südschweiz geprüft, wie man
den unbeliebten Exoten nutzen und ihn besser ins
Waldökosystem integrieren könnte, obwohl den Fachleuten bewusst ist, dass die drohenden Risiken und

Schäden grösser sein dürften als der zu erwartende
Nutzen. In den Tessiner Schutzwäldern, wo der Götterbaum insbesondere die Edelkastanie bedrängt, bereiten
vor allem die häufige Kernfäule der Bäume und ihre
damit einhergehende Instabilität Sorgen.

Bekämpfung am Bielersee
Mit dem Vorkommen bei Neuenstadt ist die betroffene
Schadenfläche am Bielersee gegenwärtig noch überblickbar, aber eine unkontrollierte Ausbreitung des Götterbaums auf Kosten der einheimischen Arten könnte auch
die Vegetation und das Landschaftsbild der Jurasüdhänge
nachhaltig verändern. Trotz der noch relativ beschränkten Ausbreitung muss man sich Gedanken über das
weitere Vorgehen machen. Auf jeden Fall gilt es zu verhindern, dass die Götterbäume ob Neuenstadt Früchte
mit flugfähigen Samen bilden. Denn vor allem bei
Herbststürmen erfolgt deren Verbreitung in Windeseile.
Oberhalb der Felswand von Le Gibet erstreckt sich
auf einer breiten Geländeterrasse eine Weide mit einer
flächendeckenden Ausbreitung von jungen Götterbäumen. Mitarbeitende des Landschaftswerks Biel-Seeland
kümmern sich um deren Bekämpfung, indem sie die
Baumsprösslinge einmal jährlich ausreissen. Weil dabei
der grösste Teil der Wurzeln im Boden zurückbleibt,
schlagen diese in der Folge wieder aus. Immerhin kommt
es dank den wiederholten Ausreissaktionen nicht zur
Fruchtbildung, und es besteht die Hoffnung, dass die
Vitalität der Wurzeln nach einigen Jahren nachlässt.

Im Gebiet der
Felsenheide
Le Gibet
ob Neuenstadt
haben Hunderte
von Götterbäumen
Wurzeln
geschlagen.
Aus scheinbar
harmlosen
Jungpflanzen
wachsen in Kürze
stattliche Bäume
heran.
Wichtig ist
dass die Jungbäume nicht zur
Fruchtreife
kommen und sich
grossräumig ausbreiten können.

Urs Rohner ist ausgebildeter Förster
und Vorstandsmitglied des Netzwerks Bielersee

37

Erforderliche Wertberichtigung der Vereinsbilanz

Anpassung der Vermögenslage
an die Realität
Seit der Gründung des Landschaftswerks Biel-Seeland
als eigenständige Aktiengesellschaft ist der Verein
Netzwerk Bielersee Hauptaktionär der Sozialfirma.
Der Vorstand hat diese Beteiligung nie als finanzielles
Investment verstanden, sondern als gezielte Förderung
der ökologischen und sozialen Ziele, die das Landschaftswerk mit seinen verschiedenen Aktivitäten
verfolgt. Der vor allem im Geschäftsjahr 2014 ausgewiesene Verlust der AG hat den Vereinsvorstand nun
bewogen, diese Aktien vollständig abzuschreiben.
Durch die Wertberichtigung schrumpft das Vermögen
des Netzwerks Bielersee um rund einen Drittel. Der vor
Jahresfrist gewählte Finanzchef Walter Bieri spricht im
Interview von einem schmerzhaften Schritt, der die
Zukunft des Vereins jedoch in keiner Weise gefährde.
Im Anlagevermögen des Netzwerks sind ein Anteilschein der MS Jura im Wert von 10 000 Franken und
Aktien der BSG im Wert von 8000 Franken aufgeführt.
Diese Beteiligungen hat der Verein aber bereits vor
Jahren vollumfänglich abgeschrieben. Nun sollen auch
die Aktien des Landschaftswerks auf 0 Franken wertberichtigt werden. Was sind die Gründe dafür?
Walter Bieri: Es geht primär darum, die Bilanz nach
kaufmännischen Grundsätzen zu bereinigen und die
Vermögenslage des Vereins den Mitgliedern gegenüber
realistisch darzustellen. Ein wichtiger Auslöser dafür
ist der Geschäftsabschluss des Landschaftswerks BielSeeland im Jahr 2014 mit einem relativ hohen Verlust.
So gesehen haben die Aktien im Umfang von 100 000
Franken keinen realen Wert mehr. Jedenfalls würde man
dafür keinen Käufer finden. Deshalb müssen wir diesen
Betrag abschreiben. Bei der Gründung des Landschaftswerks ist man wohl noch davon ausgegangen, dass die
entsprechenden Aktien ihren Wert behalten werden und
dass die AG gedeiht, beziehungsweise keine grösseren
Verluste einfährt.
Hätte man diese Wertberichtigung nicht etappenweise
vornehmen können statt auf einen Schlag?
Nein – das könnten wir aus gesetzlichen Gründen gar
nicht. Die Anpassung der Bilanz an die tatsächlichen
wirtschaftlichen Gegebenheiten muss gemäss dem
Obligationenrecht auf einmal erfolgen. Das Geld ist de
facto verloren, und die staatlichen Vorgaben lassen keine
Wertberichtigung auf Raten zu.

ist minim, weshalb wir auch diese Summe wertberichtigen. Wir nehmen sie aber nicht aus den Büchern,
sondern schreiben eine offene Position ab und tragen
ihrem realistischen Wert dadurch Rechnung, weil die
finanzielle Situation des Landschaftswerks nach wie vor
nicht rosig ist.
Der Verein Netzwerk verliert somit rund einen Drittel
seines bisher ausgewiesenen Vermögens.
Ja, es bleibt uns nichts anderes übrig als im Budgetjahr
2016 einen markanten Verlust auszuweisen, denn das
ins Landschaftswerk investierte Vermögen ist tatsächlich
verloren. Aktienkapital ist per se Risikokapital. Bezüglich
der Kapitalisierung steht der Verein mit einem frei
verfügbaren Restvermögen von rund 200 000 Franken
jedoch nach wie vor gut da. Daneben bestehen noch
zweckgebundene Rückstellungen und Legate im Umfang
von über 70 000 Franken.
Ist es denkbar, dass der Verein durch seine Beteiligung
am Landschaftswerk in Zukunft noch weitere Vermögensverluste erleidet?
Nein, denn das finanzielle Risiko bleibt auf das Aktienkapital und das erwähnte Darlehen beschränkt.
Wir machen jetzt einen sauberen Schnitt, der zwar sehr
schmerzhaft ist, aber sich nicht wiederholen wird.
Wie gross ist das Risiko, dass auch in den kommenden
Jahren weitere massive Wertberichtigungen drohen –
und zwar unabhängig vom Landschaftswerk?
Diese Gefahr ist gering, denn die übrigen Vermögenswerte konzentrieren sich auf Bankkonten und eine
einzige Finanzanlage im Umfang von gut 76 000 Franken.
In Zukunft werden wir dieses Geld mündelsicher
anlegen, das heisst so, dass es auf den Verfalltermin hin
keinen Kursschwankungen unterliegt. Dies ist zwar mit
dem Nachteil tiefer Zinseinnahmen verbunden, sichert
jedoch den Bestand des aufgebauten Vermögens.

Walter Bieri ist ausgebildeter Treuhänder und hat im
Vorstand des Vereins Netzwerk Bielersee per Mai 2015
das während Jahren verwaiste Amt als Finanzchef übernommen. Er ist Inhaber der Consulta AG in Gerolfingen,
deren Angebot für Firmen- und Privatkunden unter
anderem Buchhaltungen, Wirtschaftsprüfungen sowie
Steuerberatungen umfasst.

Die Aktien waren Ende 2015 noch mit 100 000 Franken
bewertet. Weshalb beläuft sich der Abschreiber denn
auf 137 000 Franken?
Vor Jahren hat der Verein Netzwerk Bielersee dem Landschaftswerk für den Kauf eines Geländefahrzeugs ein
Darlehen gewährt, das sich nach einer früheren Teilrückzahlung heute noch auf 37 000 Franken beläuft.
Die Aussicht, dass dieser Kredit je zurückbezahlt wird,

39

Protokoll der 8. Generalversammlung
Netzwerk Bielersee
vom 22. Mai 2015, 19.00 Uhr, Residenz Au Lac in Biel

Vorsitz
Anwesend

Adrian Jakob
89 Mitglieder oder Gäste
gemäss Präsenzliste
Entschuldigt Es haben sich 37 Mitglieder
entschuldigt
Protokoll
Beat Jordi

Zwei der drei Fischereivorträge sind in diesem Frühjahr als Exkursionen (Fischaufstieg Kraftwerk Hagneck
und Aufweitung des Hagneckkanals im Epsemoos)
durchgeführt worden und waren ein grosser Erfolg.
Nach dem Dank an alle Beteiligten für die Redaktion
und Gestaltung des Jahresberichts wird dieser einstimmig
genehmigt und die Arbeit des Produzenten mit einem
Präsent verdankt.

Begrüssung
Der Präsident begrüsst die anwesenden Mitglieder zur
8. Generalversammlung und erwähnt namentlich den
Regierungsstatthalter Philippe Chételat, die Bieler
Gemeinderätin Barbara Schwickert, das Ehrenmitglied
Peter Klingenberg, Marion Girod – die neue Geschäftsführerin des Landschaftswerks – sowie die Vertreter verschiedener Schutzorganisationen und Seegemeinden.
Auch im vergangenen Jahr hat der Verein Netzwerk
Bielersee etliche Mitglieder durch Todesfälle verloren.
In einer Schweigeminute wird der Verstorbenen gedacht.

Protokoll der 7. Generalversammlung
vom 2. Mai 2014
Das Protokoll ist im Jahresbericht 2014 abgedruckt.
Es wird von der Versammlung diskussionslos genehmigt
und vom Vorsitzenden verdankt.

Jahresbericht 2014
Präsident Adrian Jakob vertieft die im Jahresbericht behandelten Themen in seinem illustrierten Rückblick auf
das Vereinsjahr. Er erwähnt dabei speziell die Begleitung
des inzwischen abgeschlossenen Projekts «Fischweg»,
den neu eröffneten und viel begangenen Uferweg im
Nordwesten des Bieler Standbodens und die Planungsarbeiten für das Grossprojekt Agglolac in Nidau. Hier
sieht das siegreiche Projekt eine gute Verzahnung des
neuen Quartiers mit dem Seeufer vor. Weniger erfreut
ist der Vorstand über die Unterhaltsarbeiten des ASTRA
im Bereich der Stützmauern am Nordufer des Bielersees
und die sture Haltung des Bundesamtes im Hinblick auf
das Ostportal des geplanten Twanntunnels. Hier haben
die Schutzorganisationen bis jetzt erfolglos für eine
landschaftsschonendere Tieflegung der Strasse plädiert.
Als gelungene Integration in die Landschaft erachten wir
hingegen das neu erstellte Wasserkraftwerk am Ausfluss
des Hagneckkanals in den Bielersee.
Adrian Jakob weist darauf hin, dass unser Verein
für den zurücktretenden Peter Klingenberg ein neues
Mitglied für den Stiftungsrat des Rebhauses Wingreis
sucht. Er macht zudem darauf aufmerksam, dass die
MS Jura auf weitere Gönner und finanzielle Unterstützung angewiesen ist.

40

Kassa- und Revisorenbericht 2014/
Décharge-Erteilung
Adrian Jakob erläutert die Jahresrechnung. Bei einem
Vereinsertrag von CHF 43 604.30 und einem Aufwand
von CHF 40 644.90 schliesst das Rechnungsjahr 2014 mit
einem Gewinn von CHF 2959.40 ab. Grösste Budgetposten waren die Produktion des Jahresberichts (Grafik
und Druck), ein Beitrag von CHF 5000.– an das Rebhaus
Wingreis, die Bauberatung und Beiträge an Projekte
Dritter.
Per Ende 2014 beliefen sich die Aktiven in der Bilanz
auf CHF 409 754.56. Unter Ausklammerung der zweckgebundenen Rückstellungen und Legate beträgt das
Eigenkapital neu CHF 336 290.71.
Die von Alain Meister (Team von Marc Meichtry
Treuhand) erstellte Rechnung und der Bericht der Revisoren Matthias Gygax und Sylvia Brunner werden
einstimmig genehmigt. Die GV erteilt dem Kassier und
dem Vorstand Decharge. Der Präsident dankt Elsa Känel,
welche die Buchhaltung führt, sowie den Revisoren
Matthias Gygax, Sylvia Brunner und Caroline Kan (Ersatz)
für ihre Arbeit.

Wahlen
Der Vorstand und Präsident werden nur alle zwei Jahre
in ihren Ämtern bestätigt, weshalb 2015 keine Erneuerungswahlen anstehen. Walter Bieri vom Treuhandbüro
Consulta in Gerolfingen hat sich bereit erklärt, das seit
Jahren verwaiste Finanzressort im Vorstand zu übernehmen. Er wird in Abwesenheit einstimmig gewählt.
Sylvia Brunner hat ihre Demission als Revisorin
eingereicht. Sie war seit 2005 in dieser Funktion tätig –
anfangs noch für die IGB. Künftig wird Caroline Kan
gemeinsam mit Matthias Gygax die Revision betreuen,
und die Notarin Isabelle Dettwiler rutscht als Ersatz nach.
Auch diese Wahl erfolgt einstimmig.
Adrian Jakob weist darauf hin, dass Elsa Känel seit
20 Jahren das Sekretariat des Vereins Netzwerk und
der Vorgängerorganisation IGB führt und verdankt ihre
Arbeit mit einem Präsent.

Ausblick

Anträge

Adrian Jakob erwähnt folgende Punkte:
• Einsatz für möglichst natürliche Seeufer und die
Artenvielfalt in der Region.
• Unterstützungsaktion zugunsten des Landschaftswerks
für die Finanzierung neuer Schilfschutzmassnahmen
in Erlach.
• Finanzielle Unterstützung der Naturschule Seeland
für ihr Kursangebot zum Thema Gewässer.
• Finanzielle und ideelle Unterstützung der EinbaumRegatta vom 31. Mai 2015 am Bieler Strandboden
(mit internationaler Beteiligung).
• Kritische Begleitung der verschiedenen Grossprojekte
für neue Strassen- und Bahnverbindungen am
Nordufer.
• Unterstützung der Genossenschaft MS Jura.

Es sind keine Anträge eingegangen.

Budget 2015, Festlegung der Jahresbeiträge

Der Präsident: Adrian Jakob
Der Protokollführer: Beat Jordi

Adrian Jakob erläutert das Budget. Bei geplanten
Einnahmen von CHF 48 000.– und Ausgaben in gleicher
Höhe schliesst es ausgeglichen ab. Das der GV unterbreitete Budget wird einstimmig genehmigt. Auch die
gleich bleibenden Mitgliederbeiträge werden ohne
Gegenstimme akzeptiert. Sie betragen 2015 für Einzelmitglieder CHF 30.–, für Paarmitglieder CHF 50.– und
für juristische Mitglieder CHF 100.–.

Verschiedenes
• Adrian Jakob dankt Elsa Känel für die perfekte
Organisation der diesjährigen GV.
• Die MS Jura sucht weitere Gönner, um ihr strukturelles
Defizit decken zu können (> www.msjura.ch ).
Anschliessend an die Versammlung präsentiert der
Biologe Christof Angst von der Biberfachstelle an der
Universität Neuenburg (> www.cscf.ch) einen Bildervortrag zum Thema «Der Biber – Landschaftsarchitekt
ohne Auftrag».
Bei einem Apéro klingt die Versammlung aus.

41

Kurzmeldungen

Chemins de rive à La Neuveville:
la justice a statué
Le feuilleton de l’aménagement du chemin de rive dans
la commune de La Neuveville continue. Nous vous en
avons informés dans nos rapports annuels de 2012 et de
2014. Tout ça à cause de la loi cantonale du 6 juin 1982
sur les rives des lacs et des rivières (LRLR).
Visant à protéger la physionomie des rives, à rendre
ces dernières accessibles au public et à y limiter les
constructions, cette loi oblige les communes riveraines
du lac à aménager des chemins longeant la rive, ou à
proximité de celles-ci, et à y prévoir des surfaces libres
et accessibles à la collectivité. Par ses buts statutaires, il
incombe au Réseau Lac de Bienne de suivre l’application
de cette loi au plus près.
Responsabilité assumée à La Neuveville, tout d’abord
dans la procédure concernant le plan de protection
de rives (PPR) La Neuveville-Saint-Joux, promulgué par
la commune en décembre 2005. Ce plan a fait l’objet
d’une opposition des anciens «Amis du Lac de Bienne»,
puis d’un recours du Réseau Lac de Bienne qui leur a
succédé, dans un premier temps à la Direction de la justice (JCE) et ensuite au Tribunal administratif du canton
de Berne (TA). Par jugement du 19 novembre 2012,
ce dernier a confirmé notre point de vue selon lequel
l’abandon d’un chemin longeant la rive n’est possible
qu’à des conditions restrictives et qu’un chemin «à proximité» ne doit pas se situer à plus e 50 m de la rive.
Cette dernière condition n’ayant pas été respectée sur

les deux tiers du tronçon La Neuveville-Saint-Joux,
le TA a annulé le plan de 2005 sur ce point.
Rebelote concernant le tronçon Poudeille-Chavannes
et son PPR de 2006. Dans ce cas, la commune prévoyait
tout simplement d’abandonner le chemin de rive au
profit du tracé de la route du vignoble. Ce plan a été
approuvé par l’Office des affaires communales et
de l’organisation du territoire (OACOT) en octobre 2008.
Le 31 octobre 2013, la JCE a toutefois admis notre recours
qui s’opposait au tracé prévu. Rejetant le recours d’un
particulier contre la décision de la JCE, le TA a confirmé
cette dernière décision par son jugement du 10 août
2015.
Morale de l’histoire: primo, l’Etat de droit fonctionne,
mais il prend son temps ; secundo, dans les deux
situations, la balle est maintenant dans le camp de la
commune de La Neuveville. Dès le jugement du TA
du 19 novembre 2012, nous lui avons fait part de notre
intérêt de collaborer à la recherche de la solution des
problèmes posés. A ce jour sans réponse.
Selon la LRLR de 1982, les PPR devaient être édictés
dans les cinq ans à compter de l’entrée en vigueur
de la loi. Au besoin, le Conseil-exécutif peut autoriser
l’OACOT à les édicter à la place des communes.
Notre association continuera de suivre ces dossiers
avec toute l’attention requise. Car suite il y aura.

Daniel Suter, Avocat,
vice-président du Réseau Lac de Bienne

43

Blau markiert sind
Fliessgewässer,
die der Kanton
ökologisch
aufwerten will.

Aufwertung der Fliessgewässer

Twanntunnel muss
landschaftsverträglicher sein
Ende Februar 2016 hat das Bundesverwaltungsgericht
(BVG) die Beschwerde der Schutzorganisationen gegen
das vom Departement UVEK vorgelegte Ausführungsprojekt für das Ostportal des geplanten Twanntunnels
vollumfänglich gutgeheissen. Der Berner Heimatschutz
und die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz hatten vor
Gericht damit bereits zum zweiten Mal erfolgreich
verlangt, dass die mit grosser Sorgfalt gepflegte Reblandschaft am Bielersee nicht durch ein unnötig überdimensioniertes Verkehrsbauwerk zerstört werden dürfe.
Das UVEK muss nun im Rahmen der Ausführungsplanung die landschaftlich deutlich bessere Variante 3B
weiterverfolgen, welche eine Tieferlegung der N5 am
östlichen Dorfeingang von Twann vorsieht. Obwohl die
eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission
(ENHK), das Bundesamt für Umwelt (BAFU), verschiedene
Schutzverbände – darunter auch das Netzwerk Bielersee – sowie die Standortgemeinde Twann-Tüscherz die
Variante 3B einhellig als landschaftsschonendste Lösung
bewerten, setzte sich das UVEK in seiner Plangenehmigungsverfügung vom 8. September 2014 über diese
Stellungnahmen hinweg. Das BVG dagegen argumentiert
in seinem Urteil, im Vergleich zur Amtsvariante lasse
sich mit dem Projekt 3B ein deutlicher Gewinn für den
Natur- und Heimatschutz und somit auch eine bessere
Schonung des bundesrechtlich geschützten BLN-Gebietes
erzielen. Dafür seien die geschätzten Mehrkosten von
rund 8 Millionen Franken in Kauf zu nehmen.
Die Gewichtung des UVEK wird «als unzutreffend und
im Ergebnis als bundesrechtswidrig» bezeichnet.

44

Im Zuge der revidierten Gewässerschutzgesetzgebung
investieren Bund und Kantone in den kommenden
Jahrzehnten mehrere hundert Millionen Franken, um die
zum Teil stark verbauten und naturfremden Gewässer
zu revitalisieren. Dazu erstellen die Kantone für ihr Territorium strategische Planungen, wobei im Bernbiet für
alle Regionen Gewässerentwicklungskonzepte (GEKOBE)
erarbeitet worden sind.
Ein solches Konzept liegt seit Anfang 2015 auch für
das Seeland vor. Es legt einen Schwerpunkt auf das
Gewässersystem im Grossen Moos, das im Rahmen der
beiden Juragewässerkorrektionen drastische Veränderungen erfahren hat. Bestehende Gewässer wurden
korrigiert und umgelegt, wobei ein ausgeklügeltes Netz
von Entwässerungs- und Bewässerungskanälen die
ehemalige Sumpflandschaft für die Landwirtschaft
nutzbar gemacht hat. Dementsprechend stuft der Kanton
die Struktur (Ökomorphologie) dieser Fliessgewässer
als naturfern oder künstlich ein. Der Nutzen von Revitalisierungen für Natur und Landschaft gilt als mittel
bis gross. Solche Aufwertungen sind im Grossen Moos
an 7 Gewässerabschnitten mit einer Gesamtlänge von
gut 13 km vorgesehen. Dabei ist geplant, die Revitalisierungen und Ausdolungen eng mit der Landwirtschaft zu
koordinieren.
Weitere Massnahmen plant der Kanton auf einem
rund 4 km langen Abschnitt des Mülibachs zwischen
Tschugg und Erlach. Mit hoher Priorität will er dabei die
Umsetzung auf der Gewässerstrecke vor der Mündung
in den Bielersee angehen. Auch der Oberlauf des Twannbachs bis zur Twannbachschlucht ist begradigt und stark
verbaut. Hier sind deshalb zwei Revitalisierungsmassnahmen mit hoher und mittlerer Priorität vorgesehen.
Sämtliche Eingriffe aus allen Teilprojekten sollen in
den nächsten 20 Jahren mit unterschiedlicher Priorität
umgesetzt werden.

Überzeugende Vorzüge der Wintermahd
Ohne Pflegeeingriffe des Menschen würden die artenreichen Trockenrasen und Felsenheiden am Nordufer
des Bielersees innerhalb weniger Jahre vollständig
verbuschen und zuwachsen, was für die hier lebenden
seltenen Orchideen und Schmetterlinge verheerend
wäre. Wo nötig erfolgen die entsprechenden Unterhaltsarbeiten durch das Landschaftswerk deshalb jährlich
oder in grösseren Abständen von bis zu 5 Jahren.
Während in den Felsenheiden ungefähr die Hälfte des
Krautsaumes stehen bleibt, werden in den Magerrasen
10 bis 30 Prozent der Fläche nicht gemäht. Wie die
Ergebnisse einer seit 2015 vorliegenden Untersuchung
zeigen, kommen die Flora und Fauna mit einer fachgerecht ausgeführten Wintermahd am besten zurecht.
Dies hängt damit zusammen, dass zahlreiche
Orchideen in der Region – wie etwa Bocksriemenzunge,
Ohnsporn, Spitzorchis, Hummel- oder Bienen-Ragwurz –
ihre Blattrosetten im Herbst bilden. Bei einem Winterschnitt fallen die Blattschäden nicht allzu gravierend aus,
so dass die Orchideen im Frühjahr gute Startbedingungen
vorfinden, weil die Konkurrenz durch andere Pflanzen
noch weitgehend fehlt. Auf nicht regelmässig gemähten
Flächen mit einer dichten Vegetation verschwinden
diese Arten mit der Zeit.
Die Pflegemassnahmen im Verlauf des Winters
wirken sich auch auf die Überwinterungsstadien der
Tagschmetterlinge aus. Beim Hufeisenkleeheufalter, Mittelwegerichfalter, Weissen Waldportier und Himmelblauen Bläuling handelt es sich um die Raupe, und beim
Silbergrünen Bläuling um das Ei, die in der Vegetationsschicht überwintern. Wichtig für die Schmetterlinge
ist dabei die Verfügbarkeit von eher vegetationsarmen,
lückig bewachsenen Stellen über Schotter oder Fels.
In diesen Bereichen ist eine Mahd oft nur nach besonders nassen Sommern nötig, wenn die Pflanzen aussergewöhnlich hoch gewachsen sind. Dagegen leiden
die Raupen in dichten, verfilzten Bereichen der Magerwiesen unter zu hoher Feuchtigkeit, und es fehlt ihnen
die warme Bodenabstrahlung bei Sonnenschein,
weshalb eine regelmässige Wintermahd in solchen Fällen
zur Erhaltung der Artenvielfalt beiträgt.

Une nouvelle régate internationale
sur le lac de Bienne
Vu le succès de la régate de pirogues monoxyles,
organisée en mai 2014 à l’occasion de la journée internationale des musées, le NMB Nouveau Musée Bienne
et ArchaeoConcept ont voulu partager cette expérience:
ils ont élargi la manifestation dans le temps et l’espace
en y incluant les cinq autres pays qui possèdent des sites
palafittiques préhistoriques autour des Alpes inscrits au
patrimoine de l’UNESCO. Cet évènement itinérant, inauguré sur le lac de Bienne le 31 mai et le 1er juin 2015,
se déroulera jusqu’en 2020 et fera étape en France,
Allemagne, Autriche, Italie et Slovénie. La régate de 2015
a accueilli quatorze équipes composées d’étudiants,
d’archéologues et de fanatiques de la rame venant de
toutes les régions de Suisse (Neuchâtel, Bâle, Zurich,
Berne, Vaud) et de l’étranger (France, Slovénie, Autriche
et Irlande). Si la victoire est revenue à l’équipe locale des
Rats d’eau, le second meilleur temps a été réalisé par
l’équipe autrichienne du Keutschachersee. Cette année,
quatre embarcations ont participé à la course. Deux provenaient du Musée de préhistoire de Zoug et une autre
d’Autriche. La pirogue du NMB Nouveau Musée Bienne,
Xyphia, était la plus grande mais également la plus
stable. Le temps étant chaud et clément, la course a attiré
une foule très nombreuse sur les Près de la Rive.
Le nouveau pont a accueilli plus d’un spectateur curieux.
Le lendemain, une table ronde consacrée à la réalisation expérimentale de pirogues préhistoriques a réuni
des professionnels de Suisse, de France, d’Autriche,
d’Irlande, d’Angleterre et de Slovénie. Les échanges furent
très fructueux et nous espérons publier leurs résultats
dans l’année à venir. La conférence fut complétée par
une visite de la station de plongée et du laboratoire de
dendrochronologie du Service archéologique du canton
de Berne à Sutz-Lattrigen.

Le public
encourage
les marins
au départ
de la course.

Cynthia Dunning

45

Vorstand 2016
Stand 1.3.2016

Präsident
Vizepräsident
Sekretariat
BeisitzerInnen

Adrian Jakob
Daniel Suter
Elsa Känel
Daniel Bernet
Walter Bieri
Cynthia Dunning
Beat Jordi
Urs Rohner
Rolf Suter
Christine Wisler

Ehrenmitglieder Hans Brogni
Peter Klingenberg
Hans Rudolf Oechslin
Hugo Pilloud
Lilly Spring
Kontrollstelle
Revisoren
Ersatz

Matthias Gygax
Caroline Kan
Isabelle Dettwiler

Delegierte und Vertretungen
Stiftung Rebhaus Wingreis
Stiftung von Rütte-Gut
Stiftung Hans Iseli
Aqua Viva
Landschaftswerk Biel-Seeland
MS Jura Genossenschaft

Untere Zelg 36, 3145 Oberscherli
Plattenweg 3, 2502 Biel
Alpenstrasse 57, 2502 Biel
Burgunderweg 17, 2505 Biel
Hauptstrasse 9D, 2575 Gerolfingen
Schützengasse 21, 2502 Biel
Salomegasse 15, 2503 Biel
Moosweg 9, 3293 Dotzigen
Alleestrasse 11, 2503 Biel
Gostel 18, 3234 Vinelz
Hauptstrasse 2, 2562 Port
Im Vogelsang 28, 2502 Biel
Aebistrasse 62, 2503 Biel
Schafisweg 43, 2514 Schafis-Ligerz
Kutterweg 10, 2503 Biel

Bielmatten 13, 2564 Bellmund
Weyernweg 27, 2560 Nidau
Alpenstrasse 52, 2502 Biel/Bienne

Elisabeth Aellen, Christine Hurni
Christine Hurni
Anna Hofmann
Adrian Jakob
Urs Rohner
Adrian Jakob

Impressum
Jahresbericht Netzwerk Bielersee
Rapport annuel Reseau Lac de Bienne
Herausgeber/Editeur
Netzwerk Bielersee
Réseau Lac de Bienne
Postfach/Case postale
2501 Biel/Bienne
T 032 315 27 29
sekretariat@netzwerkbielersee.ch
www.netzwerkbielersee.ch
www.reseaulacdebienne.ch
Auflage/Tirage
1100 Ex. April/avril 2016
Redaktion und Produktion/
Rédaction et production
Beat Jordi
Übersetzungen/Traduction
Milena Hrdina, Bienne
Bildnachweis
Christof Angst (29, 30/1, 31),
Daniel Bernet (11, 15, 19, 25, 46),
Gabi Bernet (12), Rudolf Bryner (44/1),
Nadja Gubser (4/2, 7/2, 32–35),
Adrian Jakob (5, 14, 16, 17, 18, 20),
Beat Jordi (3, 6, 7/1, 9, 13, 24/1, 38/1,
41, 42/2, 43, 48), Vinzenz Maurer – AWA
(10), NMB (45/2), Maria Ritter (1, 4/1,
24/2, 28, 30/2, 38/2, 42/1), Urs Rohner
(36, 37), Rolf Suter (21–23, 26), zVg (44)
Gestaltung/Conception graphique
Oliver Salchli
Druck/Impression
Ediprim
gedruckt auf FSC-Papier

Netzwerk Bielersee
Réseau Lac de Bienne
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2501 Biel/Bienne

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