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Ergebnisprotokoll

Full text: Ergebnisprotokoll

Erweiterung Arndt-Gymnasium Dahlem	 Berlin Steglitz-Zehlendorf
Nichtoffener Wettbewerb

Ergebnisprotokoll

Nichtoffener Wettbewerb Erweiterung Arndt-Gymnasium Dahlem Berlin Steglitz-Zehlendorf Ergebnisprotokoll

Berlin, Juli 2011

Koordination Nanna Sellin-Eysholdt, II D 11 Vorprüfung Architektur Ulrike Lickert Ulrike Kurz Norbert Giebels Kosten Autzen & Reimers Architekten Bernd Reimers Anke Riemann Energieeffizienz Günther Ludewig Mitarbeiter der Vorprüfung Steffen Samberger Milena Petkova Johannes Dumpe Digitale Bearbeitung Ulrike Lickert Nils Hauer Modellfotos Hans-Joachim Wuthenow Druck A & W Digitaldruck

Inhaltsverzeichnis
1. 1.3 1.4 1.5 1.6 1.7 1.8 1.9 1.10 1.11 1.12 1.13 1.14 1.15 1.16 Protokoll der Preisgerichtssitzung am 12.07.2011 Eröffnung der Preisgerichtssitzung Bericht der Vorprüfung Informationsrundgang Grundsatzberatung Erster Wertungsrundgang Zweiter Wertungsrundgang Einzelbeurteilungen Festlegung der Rangfolge, Preise und Anerkennungen Empfehlung des Preisgerichts Öffnung der Verfassererklärungen Abschluss der Sitzung Protokollfreigabe der Preisrichter Anwesenheitsliste Teilnehmer des Wettbewerbs 7
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2. 2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 2.5.1 2.5.2 2.5.3 2.5.4 2.6 2.7 2.8

Bericht der Vorprüfung Vorlauf Einlieferung der Wettbewerbsarbeiten Anonymisierung Vollständigkeit der Arbeiten Vorprüfung Verfahren Prüfung der qualitativen Daten Prüfung der quantitativen Daten Einbeziehung der Sachverständigen Balkendiagramme Zusammenstellung der Daten Einzelberichte der Arbeiten 1051 - 1069

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1. Protokoll der Preisgerichtssitzung am 12.07.2011
Beginn der Sitzung: 9.10 Uhr Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Württembergische Straße 6 Raum 560

1.1

Begrüßung / Feststellung der Anwesenheit

Frau Schmidt-Rathert, Referat Auswahlverfahren und Wettbewerbe, Se­ natsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin begrüßt die Sitzungsteilneh­ mer und stellt die Anwesenheit (siehe Anwesenheitsliste) sowie die Be­ schlussfähigkeit des Preisgerichts fest. Herr Stäglin, Bezirksstadtrat Abteilung Bauen, Stadtplanung und Natur­ schutz wird durch Herrn Melzow, Leiter der Serviceeinheit Immobilien ver­ treten.

1.2

Konstituierung des Preisgerichts

Auf Vorschlag aus dem Kreis der stimmberechtigten Preisrichter wird Herr Grüntuch einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Stimmberechtigte Fachpreisrichter Armand Grüntuch Architekt, Berlin Ingrid Hentschel Architektin, Berlin Johannes Löbbert Architekt, Berlin Gunnar Tausch Architekt, Berlin Inga Hahn Landschaftsarchitektin, Berlin Stimmberechtigte Sachpreisrichter Norbert Kopp Bezirksbürgermeister Anke Otto Bezirksstadträtin Abteilung für Jugend, Schule und Umwelt Dieter Melzow Leiter der Serviceeinheit Immobilien

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Norbert Schmidt Bezirksstadtrat Abteilung Soziales und Sport Ständig anwesende stellvertretende Fachpreisrichter Stephanie Kaindl Architektin, Berlin Holger Kleine Architekt, Berlin

1.3 Eröffnung der Preisgerichtssitzung
Herr Grüntuch übernimmt die Leitung der Sitzung. Er lässt sich von den Mitgliedern des Preisgerichts versichern, dass - sie keinen Meinungsaustausch mit Wettbewerbsteilnehmern über die Wettbewerbsaufgabe und deren Lösung geführt haben und während der Dauer der Preisgerichtssitzung führen werden, - sie bis zum Preisgericht keine Kenntnis von den Wettbewerbsarbeiten erhalten haben, soweit sie nicht als Vorprüfer oder Sachverständige bei der Vorprüfung mitgewirkt haben, - sie das Beratungsgeheimnis wahren werden,
 - die Anonymität der Arbeiten aus ihrer Sicht gewahrt ist,
 - sie es unterlassen werden, Vermutungen über den Verfasser einer 
 Wettbewerbsarbeit zu äußern. Der Vorsitzende weist auf die persönliche Verantwortlichkeit der Preisrich­ ter gegenüber Auslober, Wettbewerbsteilnehmern und Öffentlichkeit hin. Er bittet darum, die Leistung aller Teilnehmer durch eine intensive und konzentrierte Bewertung aller vorliegenden Arbeiten zu honorieren.

1.4 Bericht der Vorprüfung
Die Vorprüfung hat einen schriftlichen Bericht erarbeitet, der von Frau Sellin-Eysholdt verlesen bzw. erläutert wird (s. Teil 2, Bericht der Vorprü­ fung). Die Kriterien bei der Ermittlung der Kosten durch die Vorprüfung werden benannt und erläutert. Das Preisgericht beschließt, alle 19 Arbeiten zur Beurteilung zuzulassen.

1.5 Informationsrundgang
Ab 9.30 Uhr werden die Arbeiten von den Vorprüfern in der Reihenfolge der Tarnzahlen 1051 bis 1069 ausführlich und wertungsfrei erläutert. Der Informationsrundgang endet um 12.30 Uhr.

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1.6 Grundsatzberatung
Die Kosten werden ausführlich diskutiert. Es wird festgestellt, dass sich die Soll-Kosten nicht auf den der Auslobung zugrunde gelegten Planungs­ stand bezogen. Hierdurch sind die errechneten höheren Kosten bis zu ca. 21 % über den ursprünglichen Soll-Kosten noch im Kostenrahmen. Bei Realisierung des ausgelobten Programms sind deshalb Steigerungen der angenommenen Soll-Kosten für den Neubau zu erwarten. Das Preisgericht würdigt die Vielfältigkeit der vorliegenden Entwurfskon­ zepte und stellt in Kenntnis der Entwürfe und des Lösungsspektrums die vorliegenden Typologien mit ihren Vor- und Nachteilen dar. Frau Lappe, Leiterin des Bauordnungsamtes nimmt Stellung zu den Be­ langen der Stadtplanung und des Denkmalschutzes, wie sie auch in der Auslobung formuliert wurden. Hierbei werden folgende Aspekte noch ein­ mal herausgestellt: - differenzierter Umgang, behutsame Erweiterung und Wahrung der Proportionen durch Baukörperanordnung und Höhe - Freistellung des Baudenkmals in seiner städtebaulichen Präsenz - stadträumliche Kontinuität, Bezugnahme auf die Umgebung Ausführlich diskutiert wird die Typologie des „Kreuzganges“ im Hinblick auf die Haltung zum Baudenkmal und dem Erhalt der Baumreihe südlich des Schulhofes. Die Einkörper-Lösung wird hinsichtlich der erforderlichen Aufteilung in 2 Bauabschnitte kritisch gesehen. 12. 30 Uhr – 13.00 Uhr Mittagspause.

1.7 Erster Wertungsrundgang
Der erste Wertungsrundgang beginnt um 13.00 Uhr. Der Vorsitzende weist darauf hin, dass im ersten Wertungsrundgang Ar­ beiten nur einstimmig ausgeschieden werden können. Stimmenthaltungen sind nicht zugelassen. Aufgrund gestalterischer und funktionaler Mängel, ohne dass diese durch besondere konzeptionelle Ansätze aufgewogen werden, werden folgende 7 Arbeiten einstimmig im ersten Wertungsrundgang aus dem Verfahren ausgeschieden: Arbeit 1054 Arbeit 1055 Arbeit 1056 Arbeit 1057 Arbeit 1062 Arbeit 1063 Arbeit 1068 Der erste Wertungsrundgang endet um 13.30 Uhr.

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1.8 Zweiter Wertungsrundgang
Im anschließenden zweiten Wertungsrundgang werden die Wettbewerbsarbeiten nochmals vertiefend betrachtet und die funktionalen und gestalte­ rischen Qualitäten unter Heranziehung von Stellungnahmen der Sachver­ ständigen bewertet. Im zweiten Wertungsrundgang werden folgende 7 Arbeiten von der wei­ teren Beurteilung ausgeschlossen (Stimmenverhältnis für Verbleib : gegen Verbleib im Verfahren): Arbeit 1051 Arbeit 1052 Arbeit 1058 Arbeit 1060 Arbeit 1061 Arbeit 1065 Arbeit 1067 0 : 9
 2 : 7
 0 : 9
 1 : 8
 2 : 7
 2 : 7
 1 : 8


Der zweite Wertungsrundgang endet um 14.40 Uhr. Für die Arbeiten 1052 und 1061 werden Rückholanträge gestellt. Die An­ träge werden ausführlich begründet und diskutiert. Die Anträge werden wie folgt abgestimmt (Stimmenverhältnis für Rückholung : gegen Rückho­ lung in das Verfahren): Arbeit 1052 Arbeit 1061 6 : 3
 2 : 7


Hiermit verbleibt die Arbeit 1061 im 2. Rundgang. Die Arbeit 1052 wird in das Verfahren zurückgeholt. Damit verbleiben folgende 6 Arbeiten als engere Wahl im Verfahren: Arbeit 1052
 Arbeit 1053
 Arbeit 1059
 Arbeit 1064
 Arbeit 1066
 Arbeit 1069


1.9 Einzelbeurteilungen
Ab 16.00 Uhr, vor der abschließenden Bewertung der Entwürfe und der Festlegung der Rangfolge, wird von den Preisrichtern unter Hinzuziehung der Sachverständigen eine schriftliche Beurteilung der Arbeiten der enge­ ren Wahl verfasst. Die Texte fassen die Ergebnisse der bisherigen Bespre­ chung zusammen. Die Texte werden ab 16.45 Uhr vor den Arbeiten verlesen, diskutiert und in der nachfolgenden Fassung verabschiedet.

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Arbeit 1052 Durch die Arrondierung des T-förmigen Bestandsgebäudes mit einem L-förmigen, dreigeschossigen Baukörper entsteht ein großzügiger Hof als Pausen- und Spielfläche. Der Hof ist jedoch nicht allseitig baulich im Sinne eines ganz introvertierten Außenraums gefasst. Im Erdgeschoss nach Sü­ den und Osten wird der Neubau aufgeständert, so dass eine direkte Blickund Wegebeziehung zu den Sportflächen möglich ist und ein überdachter Pausenbereich entsteht. Durch die großzügige Hoffigur kann die vorhan­ dene Baumreihe zwischen Pausenhof und Sportflächen jedoch leider nicht erhalten werden. Die Sporthalle liegt im südöstlichen Teil des Grundstücks und teilt die ver­ bleibenden Außenanlagen räumlich in zwei gut proportionierte Bereiche. Die Erschließung der Turnhalle erfolgt sinnhaft von Norden sowohl für schulinterne als auch externe Nutzer. Für externe Nutzer wird jedoch keine klar von außen erkennbare Eingangssituation formuliert. Die Fassaden der dreigeschossigen Schulerweiterung sind als Bandfassa­ den großzügig verglast und wirken offen. Durch die plastische Betonung der horizontalen Geschossdecke entsteht ein Kontrast zu der vertikalen Lochfassade des Altbaus. Dadurch erhält der Erweiterungsbau trotz der arrondierenden Baufigur seine Eigenständigkeit als moderne Ergänzung. Der Kontrast zwischen Glas und massiven, vorspringenden Geschoss­ decken wird bei der Sporthalle nur graphisch wieder aufgenommen. Mit dem Wandaufbau aus Faserzementplatten und der Sichtbetonattika, ge­ lingt es nicht ganz, die Qualitäten der Fassade der Schulerweiterung auf die Sporthalle zu übertragen. Insbesondere bestehen auch Zweifel an der ausreichenden Tageslichtbelichtung der Sporthalle. Die Struktur der Klassenzimmer ist klar und übersichtlich als einhüftige Erschließung konzipiert. Kritisch kann die Länge der gut belichteten Flure gesehen werden. Durch die Länge entsteht ein etwas behördlicher Cha­ rakter des Erweiterungsbaus, der einer Gruppenbildung von Klassenzim­ mern und einer Binnendifferenzierung der schulischen Erschließungsräu­ me etwas zuwiderläuft. Die vorgeschlagene Baukonstruktion erscheint weitgehend effizient und wirtschaftlich. Durch die Aufständerung im EG und die einhüftige Erschlie­ ßung liegt der Entwurf jedoch im oberen Drittel des Kostenspektrums (AVVerhältnis und Anteil Erschließungsfläche). Arbeit 1053 Die Arbeit besticht durch Maßstäblichkeit und die gute Positionierung der Baukörper. Der denkmalgeschützte Altbau wird freigestellt, unter Einbezie­ hung des Baumbestandes entsteht eine Abfolge hochwertiger Freiräume unterschiedlichen Charakters. Der Schulneubau übersetzt das Thema der offenen Arkade unprätentiös in einen Baukörpereinschnitt und schafft so einen zonierten Übergang zwi­ schen Hof und Gebäude. Haupteingang und Haupterschließung des Ge­ bäudes sind zentral angeordnet. Die offene Haupttreppe verbindet großzü­ gig dimensionierte, flexibel nutzbare Erschließungsräume im 1. und 2. OG, die über verglaste Gruppenräume und Lichtkuppeln belichtet werden.

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Hervorragend gelungen ist die flexible Zuordnung der Gruppenräume zu den Unterrichtsräumen, woraus sich für den Schulalltag vielfältige Nut­ zungsmöglichkeiten ergeben. Die Anbindung an den Altbau als offene Brü­ cke und die Überwindung des Höhenversatzes Altbau / Neubau bedürfen der Überprüfung. Für das Schulgebäude und den Sockel werden einfache Putzfassaden mit großformatigen Fensteröffnungen vorgeschlagen. Die Charakteristika des Altbaus werden in eine angemessene Sprache übersetzt. Der Hallenbau­ körper wird dem Putzsockel als eigenständiger, mit Polycarbonatplatten bekleideter Kubus aufgesetzt. Die als schlüssig erscheinende Materialität wird im Hinblick auf Alterungsfähigkeit und Robustheit in Frage gestellt. Die Arbeit weist ein sehr gutes Verhältnis von NF zu BGF auf und scheint damit wirtschaftlich realisierbar. Die vom Auslober gewünschte Umsetzung in Bauabschnitten ist problemlos lösbar. Arbeit 1059 Den Verfassern gelingt eine übersichtliche Gliederung des Außenraums durch den Rückbau des Münterbaus und die Unterbringung aller Erwei­ terungsflächen in zwei Baukörpern: einem 4-geschossigen Schulbau und Sporthalle. Der Schulbaukörper ergänzt die Dreiflügelanlage des ArndtGymnasiums um einen vierten Flügel, der auf der Hofseite den wieder freigelegten Bogengang des Altbaus fortführt. In der Flucht an die Hauptfassade positioniert und bis zur Traufe reichend, erhebt der Neubau den Anspruch, dem plastisch durchgebildeten Altbau nicht eine zweite Komposition entgegen zu setzen, sondern den Altbau selbst erst zu vollenden. Darin ist die Arbeit ein eigenständiger, sehr selbstbewusster Beitrag im Umgang mit dem Bestand, der kontrovers diskutiert wurde. Neben der Höhe des Neubaus, wurde auch seine Proportion kritisch hinterfragt. Die Kompaktheit des Baukörpers erlaubt den Erhalt der Eichenreihe. Die hälftig in Sockel und flächenbündige Glaspaneele gegliederte Sport­ halle nimmt Fluchten des Altbaus auf, wird aber vor allem als peripher gelagerter, ruhiger Solitär im Südosten des Grundstücks wahrgenommen. Der Abriss des Münterbaus lässt den ursprünglich geplanten Turnhof wie­ dererstehen. Der kompakte, zweibündige Erweiterungsbau ist mit der Mensa, Lehrer­ aufenthalt und Bibliothek im Erdgeschoss sowie den gut proportionierten Klassenräumen in den Obergeschossen funktionstauglich gegliedert. Tageslicht gelangt vor allem über die skulptural durchgestaltete Treppenhalle in die Flure. Diese Halle bildet mit angemessenen Mitteln ein ge­ lungenes Pendant zu derjenigen des Altbaus. Sie erlaubt überdies unter Zuhilfenahme des geschickt platzierten Aufzugs, den barrierefreien Über­ gang zwischen Alt- und Neubau. Auch die ebenerdige Sporthalle ist sauber durchgeplant und gut erschlossen für Schul- und Vereinssport, wenngleich die geforderte Technik mehr Platz beanspruchen wird.

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Der Stahlbetonskelettbau wird mit einer pigmentierten, kugelgestrahlten Vorhangfassade ansprechend verkleidet. Dieses Erscheinungsbild wird sich im Dahlemer Kontext behaupten. Die etwas schematische Fenster­ ordnung wird mit verschiebbaren Aluminiumpaneelen und der Verglasung der Treppenhäuser aufgelockert. Die Sporthalle wird mit einer Profilglas­ fassade mit integrierter TWD verkleidet. Die Realisierbarkeit scheint gegeben und die zu erwartenden Nutzungs­ kosten sind unterdurchschnittlich. Das energetische Konzept beinhaltet sinnvolle Einzelmaßnahmen, jedoch werden wesentliche Forderungen wie die Lüftung mit WRG nicht erfüllt. Arbeit 1064 Die Arbeit entwickelt einen lang gezogenen, überwiegend eingeschos­ sigen, prägnanten Baukörper entlang der Gelfertstraße. Auftakt bildet an der Königin-Luise-Straße eine zweistöckige Erhöhung, das Lehrerzimmer in zentraler Lage und in Richtung Süden ein Anstieg in der Höhenentwick­ lung zur Unterbringung der Sporthalle auf Geländeniveau. Die skulpturale Anmutung des Baumvolumens wird im Rahmen einer be­ sonderen städtebaulichen Lösung gewürdigt. Der flache Baukörper ordnet sich eindeutig dem denkmalgeschützten Bestandsgebäude unter und ent­ wickelt dabei eine sehr eigene Gestaltkraft. Sehr positiv wird gesehen, dass ein Bezug zum Münterbau über die Fassadengestaltung hergestellt wird. Fraglich bleibt der Mehrgewinn einer Außenhülle, die die Kubatur einer Sporthalle ‚kaschiert’. Ebenso wird die Sporthalle selbst separat er­ schlossen, so dass zwar ein Gesamtbauvolumen, aber trotzdem von der Funktion her betrachtet, zwei separate Gebäudeteile entstehen. Sehr gelungen zeichnen sich im Modell zwei Atrien in Ost-West-Richtung ab, die eine Durchlässigkeit zum Schulhof und einen Bezug zum Münter­ bau herstellen. Im Grundriss überzeugt der hier querende Erschließungsgang allerdings nicht. Klassenräume und Erschließungsgang sind optimal natürlich belichtet. Eine Kletterwand in der Fassade zum Sportplatz hin bildet ein besonderes Highlight. Die Lochblechfassaden wurden kontrovers als modisch disku­ tiert, die Fassadenbegrünung des Münterbaus ist ein anregender Ansatz. Sehr kritisch wird der Umgang mit den Bestandsbäumen gesehen. Ein Er­ halt erscheint bei dem massiven Eingriff in den Wurzelbereich als äußerst unwahrscheinlich. Besonders hervorzuheben ist der kostengünstige Ansatz der Arbeit, da sie die Verkehrsflächen sehr effektiv anlegt und durch die Eingeschossigkeit Treppenhäuser entfallen. Arbeit 1066 Der Entwurf fasst unter Aufgabe des Münterbaus sämtliche Programm­ funktionen in einem südlich der bestehenden Schule stehenden Baukör­ per zusammen. Das durch die Bündelung der Funktionen verhältnismäßig große Volumen wird städtebaulich an die Umgebung angepasst, indem die im Sockel

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befindliche Sporthalle ca. 5m eingegraben wird. Die Verfasser stellen so einen klaren und aufgeräumten Dialog zwischen dem weitgehend freige­ stellten Denkmal und der Ergänzung her. Zugleich werden gut geordnete und großzügige Freiräume mit den Widmungen Spielhof, Sporthof und Festhof angeboten. Die in großmaßstäbliche Klinker und Glasflächen unterteilten Fassaden des Neubaus vermitteln eine hohe Wertigkeit der Konstruktion, lassen aber gleichzeitig einen eindeutigen typologischen Bezug zum Schulbau vermissen – das Gebäude lässt eher ein Instituts- oder Hochschulgebäu­ de vermuten. Das Zusammenspiel der Materialien von Alt und Neu wird als guter Vorschlag gewürdigt. Die kompakte Figur führt zu einem sehr geringen Flächenverbrauch in den Freianlagen und zu kurzen Wegen innerhalb des Neubaus. Die Verbin­ dung in den beiden Obergeschossen zum Altbau erfolgt über zwei glä­ serne Brücken, die sich schlüssig aus der Fassadenfigur entwickeln. Die barrierefreie Erschließung des Bestands ist auf einfache Weise durch ei­ nen neuen Aufzug an zentraler Stelle gelöst. Der östlich gelegene Festhof bündelt die Zugänge des neuen Ensembles. Im Inneren folgt die Erschließung des Neubaus einem großzügigen Atri­ um, welches über zwei auf unterschiedlichen Niveaus befindlichen „Ter­ rassen“ belebt wird und der Schule einen attraktiven zusätzlichen Raum anbietet. Hinsichtlich der Flächeneffizienz schlägt dieses allerdings nega­ tiv zu Buche. Das Energiekonzept für diesen Raum ist nicht ausreichend dargestellt. Die Organisation der Klassenräume ist schlüssig und in der dreigeschos­ sigen Anordnung sinnvoll. Die Mensa- und Foyerfunktionen liegen dem Festhof richtig zugeordnet. In seiner sehr großzügig angelegten Geste läuft der Festhof allerdings auch Gefahr, den eigentlichen Haupteingang des Schulhauses durch die Konkurrenz zu schwächen. Die kompakte Bauweise lässt einen wirtschaftlichen und energiesparenden Betrieb erwarten, aufwendig ist allerdings die tief abgesenkte Sporthalle mitsamt der zweigeschossigen Überbauung, sowohl hinsichtlich Investiti­ on als auch Belichtung/Betrieb einzuschätzen. Dadurch ist der Entwurf im oberen Kostenbereich anzuordnen. Die Organisation der Sporthalle folgt darüber hinaus nicht den Vorgaben. Einen wesentlichen Kritikpunkt stellt die bau- und budgetlogistische Zu­ sammenfassung der 3 ausgelobten Programmteile dar. Hier bleibt die Um­ setzbarkeit grundsätzlich fraglich. Insgesamt ein guter Beitrag, der eine konsequent-kompakte Lösung der Bauaufgabe anbietet. Arbeit 1069 Die Arbeit zeichnet sich durch eine selbstbewusste und dennoch gegen­ über dem Bestandsbau respektvolle Haltung aus. Ein winkelförmiger Er­ weiterungsbau nimmt die nördlichen und südlichen Raumkanten des Be­ standsbaus präzise auf und arrondiert den westlichen Schulhof zu einem kreuzgangartigen Innenhof.

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Der 3-geschossige Teil des winkelförmigen Erweiterungsbaus schiebt sich unter Ausbildung einer gut proportionierten Fuge in Traufhöhe des Bestandsbaus bis an die Bauflucht der Königin-Luise-Straße heran. Der eingeschossige Schenkel bildet eine maßstäblich gut verträgliche Zäsur zu den südlichen Sportflächen und lässt dabei die Südsonne in den Hof einfallen. Die in der südöstlichen Ecke des Grundstücks angeordnete Sporthalle nimmt die Raumkante des Südflügels des Bestandsbaus auf und erzeugt mit dem eingeschossigen, vorgelagerten Umkleidebereich einen gut pro­ portionierten Sportflächenfreibereich. Die Eichenallee im Norden der Sportflächen wird erhalten. Der Erweiterungsbau ist über 3 Geschosse klar organisiert. Den nach Westen ausgerichteten Unterrichtsräumen, wird eine langgestreckte Er­ schließungszone mit kaskadenartiger Treppenanlage vorgelagert. Der eingeschossige Querriegel bildet ein bereicherndes Gegenüber zu dem wieder geöffneten erdgeschoßigen Wandelgang des Altbaus. Er nimmt die öffentlichen Funktionen von Mensa, Bibliothek und Arbeitsplätzen auf. Hier wird allerdings die Chance vergeben, durch eine durchgesteckte Grundrissorganisation und eine offene Fassadengestaltung eine größe­ re Durchlässigkeit zwischen Schulhof und Sportbereich herzustellen. Die Sporthalle ist ebenerdig organisiert, das kleine Foyer zu den Sportflächen bildet einen attraktiven Eingang. Die Fassaden stehen ebenso in zurück­ haltendem Kontrast zu der Putzfassade des Altbaus, wie die großen Fens­ terformate. Auch hier lassen sich die Eigenständigkeiten der Neubauten spüren. Eine natürliche Fensterlüftung ist nicht nachgewiesen. Der Entwurf liegt im unteren Bereich des Kostenspektrums und lässt eine wirtschaftliche Realisierbarkeit erwarten. Die zahlreichen Oberlichter der Sporthalle könnten im Sinne einer weiteren Kostensenkung noch reduziert werden. Die Arbeit überzeugt insgesamt durch ihren klaren Umgang mit gebautem Volumen und Freiräumen, wie durch den hohen Grad der Durcharbei­ tung.

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1.10	

Festlegung der Rangfolge, Preise und Anerkennungen

Nach ausführlicher Diskussion der Arbeiten der engeren Wahl werden die Arbeiten der engeren Wahl erneut vergleichend diskutiert und bewertet. Zunächst wird ein Meinungsbild über die Rangfolge der Arbeiten erstellt. Dann wird ein Antrag gestellt, die Arbeit 1053 mit dem 1. Preis auszuzeich­ nen. Es wird wie folgt abgestimmt: 1. Preis Arbeit 1053 einstimmig

Es wird ein Antrag gestellt, die Arbeit 1069 mit dem 2. Preis auszuzeichnen (Stimmverhältnis für : gegen) 2. Preis Arbeit 1069 7:2

Es wird ein Antrag gestellt, die Arbeit 1064 mit dem 3. Preis auszuzeichnen (Stimmverhältnis für : gegen) 3. Preis Arbeit 1064 5:4

Das Preisgericht beschließt einstimmig, folgende 3 Arbeiten mit gleichwer­ tigen Anerkennungen auszuzeichnen: Anerkennung Anerkennung Anerkennung Arbeit 1052 Arbeit 1059 Arbeit 1066

Die Verteilung der Preissummen wird entsprechend der Auslobung fest­ gelegt.

1.11	

Empfehlung des Preisgerichts

Das Preisgericht empfiehlt dem Auslober einstimmig, die mit dem 1. Preis ausgezeichnete Arbeit der weiteren Bearbeitung der Planungsaufgabe zugrunde zu legen. Dabei sollen folgende allgemeine Anmerkungen und Empfehlungen der Jury berücksichtigt werden: - Der Baukörpereinschnitt, der das Thema der offenen Arkade aufnimmt und so einen zonierten Übergang zwischen Hof und Gebäude schafft, ist mutiger zu formulieren. - Die ausreichende natürliche Belüftung der Räume ist zu prüfen. - Die Anbindung an den Altbau und die Überwindung des Höhenversatzes Altbau / Neubau sind zu überprüfen. - Die funktionalen Anforderungen der Sporthallen-Nebenräume und die Höhenanbindung / Zuwegung Sporthalle / Außenraum sind zu überprü­ fen. -	 Das Fassadenmaterial ist hinsichtlich seiner Robustheit / Nachhaltigkeit zu überprüfen.

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1.12

Öffnung der Verfassererklärungen

Die Umschläge mit den Verfassererklärungen werden geöffnet. Die Na­ men der Wettbewerbsteilnehmer werden verlesen (s. 1.16 Wettbewerbs­ teilnehmer).

1.13

Abschluss der Sitzung

Die Vorprüfung wird entlastet. Herr Grüntuch schließt die Sitzung um 17.30 Uhr mit Dank an Preisrichter, Sachverständige und Vorprüfer für die engagierte und konstruktive Zu­ sammenarbeit. Frau Schmidt-Rathert dankt im Namen des Auslobers allen am Verfahren Beteiligten, insbesondere dem Vorsitzenden, für ihre Mitwirkung. Protokoll: Ulrike Lickert

Die Wettbewerbsarbeiten werden 14 Tage ausgestellt werden. Zeitraum und Ort der Ausstellung werden rechtzeitig bekannt gegeben.

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1.14

Protokollfreigabe der Preisrichter

Das Protokoll wird genehmigt:

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1.15

Anwesenheitsliste

Nichtoffener Wettbewerb Erweiterung Arndt-Gymnasium Dahlem Berlin Steglitz-Zehlendorf Preisgerichtssitzung Dienstag, den 12.07.2011, Beginn 9.10 Uhr bis 17.30 Uhr Württembergische Straße. 6, 10707 Berlin Raum 560, Alte Kantine

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1.16

Teilnehmer des Wettbewerbs

Preise und Anerkennungen Arbeit 1053 1. Preis	 Verfasser	

AFF Architekten GmbH, Berlin Alexander Georgi, Sven Fröhlich, Martin Fröhlich Sascha Schulz, Sylvia Brock, Monic Frahn, Praktikanten: Bassil Bollinger, Max Hacke

Mitarbeiter	

Arbeit 1069 2. Preis Verfasser Sonderfachleute/ Berater Arbeit 1064 3. Preis Mitarbeiter Sonderfachleute/ Berater	

MGF Architekten GmbH, Stuttgart Dipl. Ing. Josef Hämmerl Dipl. Ing. Philippe Frey

augustinundfrank Architekten, Berlin Enisa Vatres, Jan Blifernez, Philipp Winter TGA: Winter Ingenieure Tragwerk:
 Pichler Ingenieure
 Landschaftsarchitekt:
 Regina Poly

Arbeit 1052 Anerkennung	 Verfasser	 Mitarbeiter	

CODE UNIQUE Architekten BDA, Dresden Volker Giezek, Martin Boden-Peroche Mathias Stumme, Christian Ecklebe, Nicole Lätsch, Sebastian Otto Landschaftsarchitekt: Herrburg Landschaftsarchitekten, Berlin Mareike Schönherr

Sonderfachleute/ Berater

Arbeit 1066 Anerkennung Verfasser Mitarbeiter

gernot schulz : architektur GmbH, Köln Prof. Gernot Schulz, Dipl.-Ing. Architekt André Zweering, Emilia Schulz, Gudrun Warnking, Andrea Zoll

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Arbeit 1059 Anerkennung Mitarbeiter 	 	 	 	 Sonderfachleute/ Berater

Anderhalten Architekten, Berlin Prof. Claus Anderhalten Jan Kamprolf, Martin Grunewald, Celia Roca, Andrea Alvarez Menendez Landschaftsarchitekt: geskes.hack Landschaftsarchitekten, Berlin Christof Geskes, Kristina Hack, Lukas Mettler, Stefan Hack Tragwerksplanung: IFB- FROHLOFF STAFFA KÜHL ECKER, Berlin TGA: Doman Beratende Ingenieuere, Berlin

2. Rundgang Arbeit 1051 2. Rundgang Verfasser Mitarbeiter Sonderfachleute/ Berater Arbeit 1058 2. Rundgang

UTArchitects, Berlin Tim Bauerfeind, Henning von Wedemeyer Simona Mihaylova, Zora Syren Delzer Kybernetik GmbH, Lörrach Dipl.-Ing. Siegfried Delzer

Numrich Albrecht Klumpp Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin Dipl.-Ing. Arthur Numrich Dipl.-Ing. Werner Albrecht Dipl.-Ing. (FH)Tiemo Klumpp Dipl.-Ing. Julian Wagner, Lena Wellmann Landschaftsarchitekt: ST raum a. Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH Dipl.-Ing. Tobias Micke, Dipl.-Ing. Anne Sickel

Verfasser

Mitarbeiter Sonderfachleute/ Berater

Arbeit 1060 2. Rundgang

BHBVT Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin Busmann, Haberer, Bohl, Vennes, Tebroke Stefan Tebroke, Dipl.-Ing. Architekt Bruno Vennes, Architekt BDA Dipl.-Ing. Ronny Huse, Michael Schulze

Verfasser

Mitarbeiter

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Sonderfachleute/	 Berater	

Landschaftsarchitekt: Bernard und Sattler Landschaftsarchitekten, Berlin Stefan Bernard, Fabian Lux, Filip Staszkiewicz Tragwerksplanung: IFB FROHLOFF STAFFA KÜHL ECKER, Berlin Jörg Frohloff TGA: Ingenieurgesellschaft W33 mbH, Berlin Herr Leistenschneider, Herr Tabassomi Brandschutz: Brandschutz Stanek, Berlin Herr Stanek

Arbeit 1061 2. Rundgang	

Thomas Müller Ivan Reimann Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin Thomas Müller, Ivan Reimann Jonas Houba, Jens Wesche, Ralph Habbel, Hieu Dang Tran, Peter Baumgärtner Pin Planende Ingenieure GmbH, Berlin Norbert Müller GSE Ingenieurgesellschaft mbH, Berlin
 Saar, Enseleit und Partner
 Landschaftsarchitekt:
 Weidinger Landschaftsarchitekten, Berlin


Verfasser	 Mitarbeiter	

Sonderfachleute/ Berater

Arbeit 1065 2. Rundgang	

kister scheithaur gross Architekten und Stadtplaner GmbH, Leipzig Prof. Johannes Kister, Architekt Steffen Kühn, Architekt Dipl.-Ing. Justus von Hantelmann M Sc. Dipl.-Ing. (FH) David Schröpfer Dipl.-Ing. (FH) Sebastian Schröter Florian Heiland, Praktikant Landschaftsarchitekt: Atelier Loidl, Berlin Leonard Grosch Haustechnik: Werner Sobek GmbH & Co. Kg, Frankfurt Jörg Dietz

Verfasser	

Mitarbeiter	

Sonderfachleute/ Berater

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Arbeit 1067 2. Rundgang Verfasser Mitarbeiter Sonderfachleute/ Berater

Kuehn Malvezzi, Berlin Johannes Kuehn Liping Lin, Karin Fendt Haustechnik: PRG Ingenieurgesellschaft mbH, Berlin Herr Meyer Statik/ Brandschutz: Krone Hamann Reinke Ingenieurbüro GmbH, Berlin, Herr Hamann

1. Rundgang Arbeit 1054 1. Rundgang

Scheidt Kasprusch Ges. v. Architekten mbH, Berlin Hermann Scheidt, Dipl.-Ing. Architekt BDA Prof. Frank Kasprusch, Dipl.-Ing. Architekt BDA Ramona Gappa, Dipl-Ing. Architektin Uwe Zinkahn, Dipl.-Ing. Architekt Sam Bassani, cand.arch. Tragwerksplanung: HEG beratende Ingenieure Berlin GmbH Dipl.-Ing. Wolfgang Häcker Landschaftsarchitekt: planung•freiraum Barbara Willecke, Dipl.-Ing Landschaftsarch.

Verfasser

Mitarbeiter

Sonderfachleute/ Berater

Arbeit 1055 1. Rundgang

Arnke Häntsch Mattmüller Architekten BDA, Berlin Rolf Mattmüller Brigitte Häntsch Peter Arnke David Vogel, Stephanie Bilz Tragwerksplanung: SFB Bauingenieure GmbH Björn Fischedick Ingenieurgesellschaft Zimmermann Mirko Zimmermann

Verfasser

Mitarbeiter Sonderfachleute/ Berater

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Arbeit 1056 1. Rundgang

Eckert Negwer Suselbeek Architekten BDA, Berlin Dieter Eckert Hubertus Negwer Wouter Suselbeek Isabel Fischer, Albrecht Maaß

Verfasser

Mitarbeiter Arbeit 1057 1. Rundgang Verfasser

huber staudt architekten bda, Berlin Joachim Staudt Christian Huber Leander Moons, Sohta Mori, Marian Almansa, Björn Kriewald Landschaftsarchitekt: LA.BAR Landschaftsarchitekten bdla, Berlin Rüdiger Amend, Katrin Jacob TGA: IGB Ingenieurbüro für Gebäudetechnik O. Grube, Berlin, Olaf Grube

Mitarbeiter

Sonderfachleute/ Berater

Arbeit 1062 1. Rundgang

Behles & Jochimsen Architekten GmbH BDA, Berlin ARGE Behles & Jochimsen / Planorama / Rentschler und Riedesser / Kühlich Armin Behles Jasper Jochimsen Susanne Glöckner, Sebastian Nordmeyer, Anas Champeaux, Laura Casado Albo, Bela Schwier Landschaftsarchitekt: Planorama Landschaftsarchitektur, Berlin Gerd Holzwartz, Stefan Cichosz Gebäudetechnik: Rentschler und Riedesser Ingenieursges. mbH, Berlin, Axel Semler Tragwerksplanung: Dipl.-Ing. Andreas Külich Ing. für Tragwerksplanung, Berlin Andreas Külich

Verfasser

Mitarbeiter

Sonderfachleute/ Berater

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Arbeit 1063 1. Rundgang Verfasser

Realarchitektur / AGP* Architekten Petra Petersson Wolfgang Meier-Kühn Gordon Black

Mitarbeiter Arbeit 1068 1.Rundgang

Kleihues + Kleihues Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin Jan Kleihues mit Johannes Kressner Stephan Märker, Philip Schreiber, Yasser Shretah, Gabriela Torres, Christian Urner, Leonor Vincio, Philipp Zora Akustik/Bauphysik: ISRW Institut für Schalltechnik, Raumakustik, Wärmeschutz Dr. Ing. Klapdt GmbH, Berlin Herr Helmecke Brandschutz: hhpberlin Ingenieure für Brandschutz GmbH, Berlin, Herr Thiemann Landschaftsplanung: Landschaft planen+bauen Berlin GmbH, Berlin Frau Steinbrügge TGA: Happold Ingenieurbüro GmbH, Berlin Herr Forster Tragwerksplanung: shp GmbH - schlaich bergermann und Partner, Berlin, Herr Reyher

Verfasser Mitarbeiter

Sonderfachleute/ Berater

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29

2. Bericht der Vorprüfung 2.1 Vorlauf
Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden entsprechend der Ankündigung im EU-Amtsblatt vom 20.04.2011 in einem vorgeschalteten Bewerbungsver­ fahren (Nichtoffener Wettbewerb gemäß Richtlinien für Planungswettbe­ werbe RPW 2008) 20 Architekten als Gesamtplaner, mit Unterauftragneh­ mern oder als Arbeitsgemeinschaft durch ein vom Preisgericht unabhän­ giges Auswahlgremium ausgewählt. Die Wettbewerbsunterlagen standen ab dem 03.05.2011 zum Download bereit und wurden am 06.05.2011 versandt. Die Modelleinsatzplatte wurde mit gesonderter Post am 05.05.2011 versandt. Die Rückfragen der Teilnehmer konnten bis zum 10.05.2011 schriftlich ge­ stellt werden. Die Zusammenstellung der Fragen und Antworten wurde am 17.05.2011 versandt und ist Teil der Ausschreibung.

2.2 Einlieferung der Wettbewerbsarbeiten
Abgabetermin für die Wettbewerbsarbeiten war der 21.06.2011; die Abga­ be für das Modell war am 28.06.2011. Es gingen insgesamt 19 Arbeiten in allen Teilen termingerecht bei der Se­ natsverwaltung für Stadtentwicklung, Referat II D, Brückenstraße 6, 10179 Berlin, ein. Die Arbeiten wurden entgegengenommen, quittiert und Datum, Uhrzeit sowie Art und Umfang der Unterlagen in einer Sammelliste er­ fasst. Die Wettbewerbsbeiträge und Modelle wurden ungeöffnet in die Räume der Vorprüfung, Raum 560 (Alte Kantine), Württembergische Straße 6, transportiert. Ein Modell ging beschädigt ein (Arbeit 1052) und wurde so gut wie möglich repariert.

2.3 Anonymisierung
Die eingegangenen Arbeiten wurden in allen Teilen nach dem Zufallsprin­ zip mit einer 4-stelligen Tarnnummer von 1051 - 1069 gekennzeichnet. Die Verfasserumschläge wurden unter Verschluss genommen. Verstöße gegen die geforderte Anonymität wurden nicht festgestellt.

2.4 Vollständigkeit der Arbeiten
Die Vollständigkeit der Wettbewerbsbeiträge wurde gemäß Punkt 1.10 der Wettbewerbsausschreibung überprüft.

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Bei Arbeit 1051 fehlt die Baubeschreibung in Anlehnung an DIN 276, 1053 zeigt Prüfpläne im M 1:250. Alle Arbeiten waren in den wesentlichen Teilen vollständig und prüffähig.

2.5 Vorprüfung 2.5.1 Verfahren

Die Vorprüfung wurde in der Zeit vom 21. Juni bis 10. Juli 2011 in den vor­ genannten Räumen durchgeführt. Zu jeder Wettbewerbsarbeit wurde ein Einzelbericht angefertigt, der die Ergebnisse der Vorprüfung zusammenfasst. Vorprüfung und Protokollie­ rung der Ergebnisse folgten den unter Punkt 3.12 der Ausschreibung ge­ nannten Beurteilungskriterien.

2.5.2

Prüfung der qualitativen Daten

Folgende Kriterienbereiche wurden im Rahmen der Vorprüfung bearbeitet und finden sich entsprechend als Gliederung in den Einzelberichten wie­ der: Städtebau und Gestaltung - Städtebau / stadträumliche Gestaltung - Denkmalschutz - Baukörpergestaltung - Innenraumqualität - Außenraumgestaltung Funktionen - Erschließung, Anlieferung - Funktionale Zuordnungen - Raumzuschnitte - Belichtung, Belüftung Baukonstruktion - Tragwerkskonzept - Materialien Realisierbarkeit - Programmerfüllung - Genehmigungsfähigkeit - Barrierefreiheit Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Einhaltung des Kostenrahmens - Kostenrisiken - Nutzungskosten

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Energieeffizienz - Energiekonzept 
 - Erneuerbare Energien (Energieeinsparungen im Betrieb)
 Für die Ergebnisse der qualitativen Prüfung stehen pro Wettbewerbsbei­ trag zwei Seiten zur Verfügung. Zur Verdeutlichung des Entwurfs ist ein 
 Modellfoto, der Erdgeschoss-Grundriss und die Ansicht, in der Regel von 
 Süden, dargestellt.


2.5.3

Prüfung der quantitativen Daten

Die in der Ausschreibung geforderten quantitativen Daten wurden von der Vorprüfung nachgeprüft und als Grundlage für die Kostenprüfung aufbereitet. Die Daten wurden für die Einzelbaukörper getrennt ermittelt und dann als Gesamtsumme dargestellt. Folgende Werte wurden berechnet: Nutzfläche Technikfläche Bruttogrundfläche a Bruttorauminhalt a
 Verhältniswert BGF a / NF (NF Ist gem. Berechnung)
 Verhältniswert BRI a / NF (NF Ist gem. Berechnung)
 Überbaute Fläche
 Hüllfläche A Verhältnis Hüllfläche zu Volumen A / V GRZ, GFZ

Die Kosten zu den Kostengruppen 200-700 wurden im Rahmen der Vor­ prüfung ermittelt. Die Kostenermittlung erfolgt auf dem Wege einer Ele­ mentmethode. Dabei wurden die Elemente auf der 2. Ebene „Bauteile“ der DIN 276 in den KG 200-700 mit veröffentlichten Kostenkennwerten oder Kennwerten, getrennt nach Sporthalle, Schulneubau und Schul-Umbau, versehen. Die quantitativen Daten sind auszugsweise in den Einzelberichten in einer Tabelle dargestellt. Eine vergleichende tabellarische Zusammenstellung der Daten wurde den Einzelberichten vorangestellt. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden einzelne Kenndaten in Balkendia­ grammen dargestellt: Gesamtkosten KG 200 - 700 mit der Kostenvorgabe und dem Mittelwert als Vergleich, BGFa und NF (Ist) sowie BRIa.

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2.5.4

Einbeziehung der Sachverständigen

Bei der Vorprüfung haben die folgenden Sachverständigen beratend mit­ gewirkt: Dr. Ute Stäbe-Wegemundt Schulleiterin, Arndt-Gymnasium Berlin Tilmann Kötterheinrich-Wedekind Stellvertretender Schulleiter, Arndt-Gymnasium Berlin Gerd Nowak, Architekt Leiter des Fachbereichs Baumanagement Abteilung Bauen, Stadtplanung und Naturschutz Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf Katrin Schulze Fachbereich Baumanagement Abteilung Bauen, Stadtplanung und Naturschutz Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf Leonid Kleimann Energiebeauftragter Fachbereich Baumanagement Abteilung Bauen, Stadtplanung und Naturschutz Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf Margitta Fuchs Sachverständige bei Bauwettbewerben Referat Sportanlagen Abteilung Sport Senatsverwaltung für Inneres und Sport Berlin Berlin, 11.07.2011

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33

2.6 Balkendiagramme
NF Ist und BGFa Ist - m²
NF Ist
6.500

BGFa Ist
5.863 6.323 5.646 5.827

5.790

5.526

5.399

5.326

5.235

4.888

4.985

4.747

4.814

5.500 5.000 4.500

5.136

5.378

5.469 3.647 3.383 4.700

6.000

3.809

5.677

5.721

3.683

3.723

3.671

3.637

3.641

3.538

3.559

3.522

3.508

3.366

3.424

3.498

3.514

3.533

4.000 3.500 3.000 2.500 2.000 1.500 1.000 500
 0


3.636

3.682

NF Soll - Gesamt 3.390 m²

1051

1052

1053

1054

1055

1056

1057

1058

1059

1060

1061

1062

1063

1064

1065

1066

1067

1068

1069

BRIa Ist - m³
29.721 29.738 28.626 27.229 27.183 26.945 27.496 25.266
28.000 26.000 24.000 22.000 20.000 18.000 16.000 14.000 12.000 10.000 8.000 6.000 4.000 2.000 0 1051 1052 1053 1054 1055 1056 1057 1058 1059 1060 1061 1062 1063 1064 1065 1066 1067 1068 1069

24.425

25.579

22.988

24.031

25.688

26.041

26.522

30.000

27.823

28.489

28.881

12.884.714

12.768.964

13.590.751

Gesamtkosten KG 200-700 - €

12.561.217 12.058.633 12.134.331 12.476.908 12.069.799 11.557.629
14.000.000 13.000.000 12.000.000 11.000.000 10.000.000 9.000.000 8.000.000 7.000.000 6.000.000 5.000.000 4.000.000 3.000.000 2.000.000 1.000.000 0 1051 1052 1053 1054 1055 1056 1057 1058 1059 1060 1061 1062 1063 1064 1065

12.114.234

12.641.487

10.769.214

10.686.207

10.730.834

10.900.755

11.785.434

10.310.751

10.217.832

10.586.192
1069


22.979
Kosten - Mittelwert 11.738.310 € Kosten - Soll 8.500.000 €
1066 1067 1068

Kosten Soll 8.500.000 €

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34

2.7

Zusammenstellung der Daten

Nummer der Wettbewerbsarbeit Flächen und Rauminhalte Gesamt
NF Ist - Gesamt NF Ist - RP ohne WCs NF Soll RP ohne WCS WC-Flächen - NF Technikflächen BGFa BRIa (V) Gebäudehüllfläche (A) BGFa Ist / NF Ist BRIa Ist / NF Ist A/V Überbaute Fläche Basisfläche GRZ GFZ m² m² m² m² m² m² m² m² m³ m²

1051 1052 1053 1054 1055 1056 1057 1058 1059 1060
3.671 3.570 3.390 101 108 5.326 27.229 10.002 1,45 7,42 0,37 2.767 2.511 0,22 0,60 3.637 3.365 3.390 96 106 5.325 27.183 10.118 1,46 7,47 0,37 2.890 1.941 0,23 0,57 3.538 3.460 3.390 78 29 4.747 22.988 8.045 1,34 6,50 0,35 2.633 2.559 0,21 0,54 3.559 3.443 3.390 116 62 5.136 24.425 8.877 1,44 6,86 0,36 2.982 2.723 0,23 0,56 3.809 3.515 3.390 124 194 5.790 27.823 7.672 1,52 7,30 0,28 1.663 1.663 0,17 0,59 3.508 3.419 3.390 89 60 5.677 28.626 6.146 1,62 8,16 0,21 1.508 1.294 0,16 0,58 3.683 3.547 3.390 90 96 5.721 26.945 10.697 1,55 7,32 0,40 3.113 2.943 0,24 0,59 3.366 3.286 3.390 80 65 4.888 25.579 7.960 1,45 7,60 0,31 2.306 2.176 0,20 0,55 3.424 3.310 3.390 114 41 4.985 24.031 8.514 1,46 7,02 0,35 2.528 2.366 0,20 0,55 3.498 3.389 3.390 49 26 5.399 27.496 10.142 1,54 7,86 0,37 3.144 2.187 0,24 0,57

Kosten KG 200 - 700
Gesamtkosten Ist KG 200 - 700 Ist Mittelwert Gesamtkosten Soll KG 200 - 700 Gesamtkosten Ist / Mittelwert Gesamtkosten Ist / Gesantkosten Soll € 11.557.62912.884.714 10.310.75110.868.207 12.768.96412.058.633 12.069.79910.769.21410.730.83412.134.331 € 11.738.310 11.738.310 11.738.310 11.738.31011.738.31011.738.310 11.738.310 11.738.310 11.738.310 11.738.310 €

8.500.000 8.500.000 8.500.000 8.500.000 8.500.000 8.500.000 8.500.000 8.500.000 8.500.000 8.500.000

0,98 1,36

1,10 1,52

0,88 1,21

0,93 1,28

1,09 1,50

1,03 1,42

1,03 1,42

0,92 1,27

0,91 1,26

1,03 1,43

Kostenkennzahlen KG 200 - 700
Gesamtkosten / BGFa KG 200 - 700 Gesamtbaukosten / NF KG 200 - 700 Gesamtkosten / BRIa KG 200 - 700 €/m² €/m² €/m³

2.170 3.148 424

2.419 3.543 474

2.172 2.914 449

2.116 3.054 445

2.205 3.352 459

2.124 3.437 421

2.110 3.277 448

2.203 3.199 421

2.153 3.134 447

2.248 3.469 441

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Nummer der Wettbewerbsarbeit Flächen und Rauminhalte Gesamt
NF Ist - Gesamt NF Ist - RP ohne WCs NF Soll RP ohne WCS WC-Flächen - NF Technikflächen BGFa BRIa (V) Gebäudehüllfläche (A) BGFa Ist / NF Ist BRIa Ist / NF Ist A/V Überbaute Fläche Basisfläche GRZ GFZ m² m² m² m² m² m² m² m² m³ m²

1061 1062 1063 1064 1065 1066 1067 1068 1069
3.522 3.381 3.390 72 47 5.526 29.721 12.287 1,57 8,44 0,41 3.681 3.681 0,27 0,58 3.514 3.412 3.390 102 266 5.863 29.738 7.597 1,67 8,46 0,26 2.072 2.072 0,19 0,59 3.723 3.483 3.390 87 235 5.646 25.688 8.131 1,52 6,40 0,32 2.208 2.170 0,28 0,54 3.533 3.343 3.390 100 190 4.814 26.041 11.406 1,36 7,37 0,44 4.030 4.030 0,28 0,54 3.641 3.485 3.390 156 66 5.378 25.266 10.166 1,48 6,94 0,40 3.232 3.129 0,24 0,57 3.636 3.491 3.390 122 93 6.323 28.489 7.049 1,74 7,84 0,25 1.933 811 0,18 0,60 3.682 3.510 3.390 172 173 5.827 28.881 7.937 1,58 7,84 0,27 2.242 2.242 0,19 0,60 3.647 3.508 3.390 134 184 5.469 26.522 10.930 1,50 7,27 0,41 3.159 2.905 0,24 0,57 3.383 3.314 3.390 69 33 4.700 22.979 9.795 1,39 6,79 0,43 3.208 3.100 0,24 0,54

Kosten KG 200 - 700
Gesamtkosten Ist KG 200 - 700 Ist Mittelwert Gesamtkosten Soll KG 200 - 700 Gesamtkosten Ist / Mittelwert Gesamtkosten Ist / Gesantkosten Soll € 12.561.217 12.476.908 12.114.23410.217.83210.900.75513.590.751 12.641.487 11.785.43410.586.192 € 11.738.310 11.738.310 11.738.310 11.738.310 11.738.310 11.738.310 11.738.310 11.738.310 11.738.310 €

8.500.000 8.500.000 8.500.000 8.500.000 8.500.000 8.500.000 8.500.000 8.500.000 8.500.000

1,07 1,48

1,06 1,47

1,03 1,43

0,87 1,20

0,93 1,28

1,16 1,60

1,08 1,49

1,00 1,39

0,90 1,25

Kostenkennzahlen KG 200 - 700
Gesamtkosten / BGFa KG 200 - 700 Gesamtbaukosten / NF KG 200 - 700 Gesamtkosten / BRIa KG 200 - 700 €/m² €/m² €/m³

2.273 3.567 423

2.128 3.551 420

2.146 3.254 472

2.123 2.892 392

2.027 2.994 431

2.149 3.738 477

2.169 3.433 438

2.155 3.232 444

2.252 3.129 461

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2.8 Einzelberichte der Arbeiten 1051 - 1069
Jede Wettbewerbsarbeit wird auf einer Doppelseite dargestellt.
 Die Abbildungen auf der linken Seite umfassen: Modellfoto, Ansicht, Grund­ riss EG mit angrenzenden Bestandsbauten und Freiflächen. Die Textseite auf der rechten Seite enthält die Ergebnisse der qualitativen Prüfung nach dem unter Punkt 2.5.2 dargestellten Kriterienkatalog.

UTArchitects, Berlin | 2. Rundgang

1051
Planungsdaten NF - ohne WCs [m²] NF - Gesamt BGFa [m²] BRIa [m³] BGF / NF A/V ÜF- überbaute Fläche Kosten [€] KG 200-700 8.500.000 Soll 3.390 Ist 3.570 3.671 5.326 27.229 1,45 0,37 2.767 11.557.629

Erweiterung Arndt-Gymnasium Dahlem / Ergebnisprotokoll

1051
seite, zweiseitig belichtet, nach Westen vorgelagerte Lehrer-Terrasse. - OG mit Mittelflur, 4,40m breit, unbelichtet. Räume funktionsgerecht an Außenwänden, LH ca. 3,40 m. - Schülerzeitung mit vorgelagerter Loggia - Untergeschoss Schulneubau, nur im Schnitt gezeigt, keine Nutzung angegeben. LH 2,70 m. Sporthalle - Großzügiges Foyer mit einläufiger Treppe nach un­ ten. Aufzug. Blick auf Hallenebene. - Funktionsgerechte Anordnung der Nebenräume. - Umkleiden/Waschräume im UG entlang westlicher Längsseite. Belichtung über Oberleichter, im Außenraum als Sitzbänke. Mittelflur, unbelichtet. - Zweiter Fluchtweg Halle über Außentreppe. - Umlaufende Hallen-Verglasung, Einblick von außen. - Technik auf dem Dach, hochgezogene Attika. Freiflächen - Erhalt der Sprung- und Wurfgrube. 100 m-Laufbahn im Süden. 2 Kleinspielfelder nachgewiesen. - Fahrradstellplätze im Süden des Neubaus. 12 PKWStellplätze nördlich des Münterbaus. - Ein Baum entfällt. Baukonstruktion - Betonbau, Putz, WDVS. EG-Fassade mit raumhohen Verglasungen, Sichtbeton-Sandwichplatten. - Sporthalle oberirdisch als Brettschichtholzrahmen­ konstruktion. EG-Fassade Pfosten-Riegel-Konstruk­ tion. - Fassade Münterbau und Sporthalle mit einheitlicher Holzbekleidung. - Innenliegender Blendschutz. Realisierbarkeit - 1 Sportler-WC fehlt, sonst Raumprogramm erfüllt. WC: 101m². TF 108m². - Stirnseitige Hallenverglasung (ab +3m) problema­ tisch. - Kein zweiter baulicher Rettungsweg imv Münterbau. - Ein zusätzl. Aufzug zur Erschließung Sporthalle. - Barrierefreiheit mit Rampen und langen Wegen ge­ währleistet. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gesamtkosten 36% über Soll, knapp unter dem Mit­ telwert. - Großer Hüllflächenanteil. Durchschnittlich flächeneffi­ zient. - Zu erwartende Nutzungskosten durchschnittlich. Energieeffizienz - EnEV -30% scheint möglich. - Tageslichtlenklamellen gut, wartungsintensiv. WRG durch „integrales Kreislauf-Verbundsystem“, ökolo­ gisch guter Ansatz, technisch sehr aufwändig. - Erneuerbarer Energien, hohe Investitionskosten. Ab­ wasserwärmerückgewinnung/ Erdregister ohne wirt­ schaftliche Bedeutung.

Städtebau und Gestaltung - Anordnung von zwei Neubaukörpern: 3-geschossiger Schulneubau im Westen. Stirnseitige Aufnahme der nördl. Altbauflucht. Abstand zu Altbau ca. 5 m. Anbin­ dung durch gläsernen, flurbreiten Verbindungsbau als Baukörperfuge Alt/Neu. Sporthalle im Süden des Münterbaus, Schaffung eines Ensembles durch stirn­ seitige Anbindung an Münterbau mit eingeschossiger Foyerhalle. - Gebäudehöhe Schulneubau und Verbindungsgang ca. 11,85m, Attika übernimmt Gesimshöhe Altbau. Abgesenkte Sporthalle ca. 7,75m übernimmt Höhe des Münterbaus, Verbindungshalle/Foyer ca. 3,7m. - Außenraum gegliedert in Pausenhof und Sportflä­ chen im Bereich der Halle. Trennung der Räume durch „Aktionsstreifen“ als West-Ost-Achse. - Schulneubau als kubischer Körper mit Putz-Lochfas­ sade. Einheitlich, liegende Fensterformate, gegliedert durch horizontale Lamellen mit dahinterliegenden Oberlichtern. Längsseitiger Baukörperrücksprung mit überdachtem Aussenraum zum Pausenhof, der Men­ sa vorgelagert. - Münterbau mit Sporthalle als gestalterische Einheit. Holzfassade in hellen, fein abgestuften Farbnuancen, farblich auf Schulneubau abgestimmt. - Verbindungsgang Schulneubau / Altbau und Foyer Sporthalle / Münterbau großflächig verglast. - Gläserner Aufzugsturm dem Altbau in süd-östl. Ge­ bäudeecke vorgestellt. Funktionen Erschließung - Beibehalt des Haupteinganges. Erschließung Neu­ bau über Treppenhaus Altbau und Verbindungsgang. Nebeneingang Schulneubau von Königin-Luise-Str. in gläsernen Verbindungsgang mit ebenerdigem Zu­ gang in das Treppenhaus Altbau und EG Neubau mit Garderobenbereich. - Eingang Sporthalle über Foyer von Westen durchge­ steckt zur Bitterstr. Anbindung an EG Münterbau. - Anlieferung Mensa funktionsgerecht von Westen. - Aufzug außen in Altbauecke, zweiseitige Ausgänge. Münterbau - EG mit neuem, zentralem, durchgesteckten Flur, ebenerdige Raumanordnung, Erweiterung des Innen­ raums im Norden, im Süden Integration des Säulen­ gangs in neue Foyerhalle. LH 3 m - Schnee- und Außengeräteraum im Süd-Westen. - OG mit zentraler Erschließungs-Halle unter acht Oberlichtern. Ringförmige Raumanordnung entlang den Außenwänden. LH 3 m. Schulneubau - Haupttreppenhaus auch für Neubau im Altbau, An­ bindung aller Ebenen Neubau bis 2. OG Altbau über Verbindungsgang. Höhenvermittlung über Rampen. Fluchttreppenhaus im Süd-Westen. - Mensa im EG dem Schulhof angelagert, überdachter Außenraum. LH ca. 3 m. - Lehrerzimmer / Einzelarbeit im EG in nördlicher Stirn­

CODE UNIQUE Architekten BDA, Dresden | Anerkennung

1052
Planungsdaten NF - ohne WCs [m²] NF - Gesamt BGFa [m²] BRIa [m³] BGF / NF A/V ÜF- überbaute Fläche Kosten [€] KG 200-700 8.500.000 Soll 3.390 Ist 3.365 3.637 5.325 27.183 1,46 0,37 2.890 12.884.714

Erweiterung Arndt-Gymnasium Dahlem / Ergebnisprotokoll

1052
sehene NaWi-Räume im 2. OG zusammengefasst. Klassenräume, Gruppen- und Schülerarbeitsräume im 1. OG. Einbündige Grundrisse, Orientierung der Unterrichtsräume nach Süden in Richtung Außen­ sportanlagen oder nach Westen. - WCs zentral auf allen Geschossebenen. 1 Techni­ kraum im 1. OG. - Raumzuschnitte funktionsgerecht. Lichte Höhen im EG 3,10m, in den OG 3,20m. - Natürliche Belichtung und Belüftung gegeben. Son­ nenschutz: außenliegende Lamellen-Raffstores. Sporthalle - Eingang vom Hof, gleichzeitig Zugang für den Ver­ einssport. Kleines Foyer mit Treppe in den Umkleide­ bereich im OG. - Organisation der Sporthallenräume auf zwei Ebenen. Umkleiden für Behinderte separat im EG. Umkleiden über Oberlichtband natürlich belichtet und belüftet. Flur im OG mit Belichtung über Dachoberlicht. Raum­ zuschnitte funktionsgerecht. - Befensterung der Halle auf der Ostseite oberhalb ca. 2m. Sonnenschutz durch Mikrolamellen-Rollos. - Technikflächen im EG. Freiflächen - 3 Spielfelder 22m x 44m. Laufbahn (100m) südlich, Weitsprung westlich, Kugelstoßen östlich der Spiel­ felder. - Fahrradstellplätze und 7 PKW-Stellplätze im Hof an der Bitterstraße. Baukonstruktion - Konventionelle Bauweise, Tragwerke aus Stahlbeton. Dachtragwerk Sporthalle mit Stahlfachwerkträgern. Realisierbarkeit - Raumprogramm nachgewiesen. Soll-Flächen viel­ fach leicht überschritten. Austausch von Flächen aus Altbau (SG Südflügel) und Neubauprogramm (Leh­ rerzimmer). WC: 96m². TF: 106m². - Rettungswege gegeben. - Barrierefreiheit: Aufzug zentral im Altbau. Höhendiffe­ renzen werden mit Rampen überwunden. - Entfall der Baumreihe am Südrand des Schulhofes. Neupflanzungen in beiden Höfen. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gesamtkosten 52% über Soll, 10% über Mittelwert. - Großer Hüllflächenanteil. - Durchschnittlich flächeneffizient. - Zu erwartende Nutzungskosten überdurchschnittlich. Energieeffizienz - EnEV -30% trotz großen Fensteranteils möglich. - Natürliche Lüftung durch großformatige Kippflügel fragwürdig. Konventionelle Lüftung mit WRG in der Sporthalle ohne konzeptionelle Einbindung. - Keine erneuerbaren Energien, konventionelle Gas­ heizung.

Städtebau und Gestaltung - Ergänzung des Altbaus mit einem L-förmigen 3-ge­ schossigen Neubau, der an den Westflügel und den Südflügel des Altbaus anschließt. - Aufnahme der straßenseitigen Bauflucht und der Höhe des Traufgesimses des Altbaus. Verbindungs­ bauteil zum Westflügel und EG des Neubaus entlang der Gelfertstraße zurückgestaffelt, EG nach Süden als Luftgeschoss. Abstand zur Gelfertstraße 15m bis 17m. Gebäudehöhe ca. 12m. - Solitärer Sporthallenbau im südöstlichen Grund­ stücksbereich. Halle ebenerdig, Nebenraumtrakt 2­ geschossig. Einheitliche Gebäudehöhe ca. 9m. - Abriss des Münterbaus. Die für den Münterbau vor­ gesehenen Räume liegen im Neubau. - Zusammen mit dem Altbau vierseitige räumliche Fas­ sung des Schulhofs. „Ruhehof“ westlich des Neu­ baus. Außensportanlagen im südwestlichen Grund­ stücksbereich in Zuordnung zur Sporthalle. - Fassaden des Schulneubaus im EG als raumhohe vollverglaste Pfosten-Riegel-Konstruktion. In den OG nach Süden und Westen Bandfassaden mit umlau­ fenden Aluminium-Fensterkonstruktionen, Brüstun­ gen mit Glaspaneel-Bekleidungen, Sichtbetonstreifen im Bereich der Decken. Hoffassaden aus vorgehäng­ ten Betonscheiben und vollverglasten raumhohen Pfosten-Riegel-Elementen in regelmäßigem Wech­ sel. Zur Königin-Luise-Straße in den OG vollständig geschlossene Sichtbetonfassade. - Sporthallenfassade mit Faserzement-Bekleidung. Fensterbänder in Pfosten-Riegel-Konstruktion. Funktionen Erschließung - Eingang des Neubaus von der Königin-Luise-Stra­ ße über einen Vorplatz. Kleines Foyer, übergehend in den Mensaraum. Ebenengleicher Anschluss an die (verglasten) Altbau-Arkaden. Nebeneingang vom Hofbereich an der Bitterstraße; dort Neubau einer Treppe nach Entfall der bestehenden Treppe. - Zugang in die Sporthalle an der Nordwestecke vom Hof, für Vereinssport von der Bitterstraße mit kurzwe­ giger Überquerung des Schulgrundstücks. - Aufzug in der Haupthalle des Altbaus. Höhendifferen­ zen im Altbau sowie in den Anschlüssen Altbau-Neu­ bau werden durch Rampen überwunden. - Anlieferung Mensa nicht dargestellt. Schulneubau - Vertikalerschließung über Altbau-Treppen und einem Treppenraum im Flügel an der Gelfertstraße bzw. im Bereich des Anschlusses an den Altbau-Südflügel. Im Zusammenschluss mit den Altbaufluren ringförmiges Flursystem, im Neubau entlang der hofseitigen Fas­ sade geführt. Flurbreite ca. 2,40m. - Räumliche Organisation: Mensa mit eigenem Außenbereich sowie Bibliothek im EG; Lehrerzimmer im Sockelgeschoss des Altbau-Südflügels, Ersatzräume im 2. OG des Neubaus. Für den Münterbau vorge-

AFF Architekten, Berlin | 1. Preis

1053
Planungsdaten NF - ohne WCs [m²] NF - Gesamt BGFa [m²] BRIa [m³] BGF / NF A/V ÜF- überbaute Fläche Kosten [€] KG 200-700 8.500.000 Soll 3.390 Ist 3.460 3.538 4.747 22.988 1,34 0,35 2.633 10.310.751

Erweiterung Arndt-Gymnasium Dahlem / Ergebnisprotokoll

1053
- Je Geschoss kleiner Technikraum (2,8 m²) geplant. Sporthalle - Ebenerdige Hallenanordnung. Nebenraumschiene mit funktionsgerechter, zweibündiger Anordnung der Nebenräume. - Umkleide-/Waschräume an westl. Außenfassade. Unterschiedliche Belichtungsdarstellung. LH 2,5m. - Halle tagesbelichtet, transparente Hallenlängsseiten. - Schnee- u. Außengeräteraum funktionsgerecht inte­ griert. Technikraum (15m²) nachgewiesen. Freiflächen - 100 m Laufbahn, Weitsprung-, Kugelstoßanlage und 3 Kleinspielfelder in südlicher Grundstückshälfte. Zu­ sätzl. Basketballfeld im Bereich ehem. Münterbau. - Fahrrad- und 4 PKW Stellplätze im Bereich ehem. Münterbau nachgewiesen. Baukonstruktion - Schulneubau als Stahlbetonkonstruktion mit WDVSFassade. Edelkratzputzfassade. Außenfassadenbün­ dige Festverglasung in Holzrahmen. Innenbündige Öffnungsflügel vor perforiertem Putzelement. Innen­ liegender Blendschutz. Dachbegrünung. Bodenbeläge: Treppenhäuser, Nebenräume: Epoxid­ harzbeschichtung. Unterrichtsräume Linoleum. - Sporthalle als Stahlbetonkonstruktion. EG Kratzputz, innen Fichtenlatten als Ballschutz. Darüber längssei­ tig Polycarbonat-Hohlkammer-Paneele, innen Gitte­ rost als Ballschutz. Dachbegrünung. Realisierbarkeit - RP erfüllt: Garderobe im EG und weitere dezentrale Spinte in OG-Fluren. WCs 78m², TF 29m². - Zweiter Rettungsweg Neubau über TH Altbau. - Bäume westl. und südl. des Schulneubaus entfallen. - Unstimmigkeiten Fensterdarstellung Schulbau GR/ Ansichten, Sporthalle GR/Ansichten. Dachkonstruk­ tion Modell/Pläne. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gesamtkosten 21% über Soll,.12 % unter Mittelwert. - Sehr flächeneffizient. Geringer Hüllflächenanteil. - Zu erwartende Nutzungskosten unterdurchschnittlich Energieeffizienz - EnEV -30% scheint möglich. - Gute Tageslichtversorgung mit Tageslichtlenkfunktion optimiert. Sonnenschutz im Kastenfenster sehr wirt­ schaftlich, funktionssicher. - Natürliche Lüftung technisch gut gelöst. Zentrale Lüf­ tungsanlage mit WRG, Passivhausstandard möglich. - Keine Aussage zu erneuerbaren Energien.

Städtebau und Gestaltung - Kompakter, 3-geschossiger Schulneubau entlang Gel­ fertstr. (Höhe 11,7m) tritt hinter Altbauwestflügel zu­ rück und nimmt Außenkante des Südflügels auf. Neu­ bau schließt an wiedergeöffneten Altbauarkadengang an und führt diesen durch 1,2m Rücksprung im EG Neubau fort. Baukörper bindet in OGs über geschlos­ senen Übergang ohne Berücksichtigung der Höhen­ unterschiede von Süden an westliches Bestandstrep­ penhaus an. Anbindung im EG über Außenraum als Teil des Arkadengangs. - Sporthallenvolumen (Höhe 8,5m) mit westlich, vorge­ lagerter, 1-geschossiger Nebenraumschiene (Höhe 3,5m) in südöstlicher Grundstücksecke. - Abriss des Münterbaus. - Grundstück in 3 Freibereiche zoniert. Schulhof durch Neubau mit ergänzendem Arkadengang gefasst. Au­ ßensportanlagen südlich der Sporthalle zugeordnet. Hof zur Bitterstr. für Stellplätze u. Basketballfeld. - Schulneubau als Putzlochfassade mit großformati­ gen, liegenden Fensteröffnungen, einseitig flankiert von perforierten Putzelementen vor Öffnungsflügeln. EG Zone für Gemeinschaftsnutzung vollflächig ver­ glast. Dachoberlichter in Mittelflurzone. - Kompakte Sporthalle mit Putzfassade. Westlicher, mittiger Eingang in Nebenraumtrakt verglast. Hallen­ längsseiten nach Westen und Osten ab 3,6m über OK Fußboden als transparente Fassade. Funktionen Erschließung - Mittiger, ebenerdiger Schulhauptzugang unter Fassa­ denrücksprung von Osten über Schulhof in offenen Aufenthaltsbereich für OS, Nebenzugang von Königin-Luise-Str. - Ebenerdiger Sporthallenzugang von Westen, exter­ ner Zugang südlich von Am Schülerheim. - Anlieferung Mensa funktionsgerecht von Süden. - Aufzug im Altbau an westl. Bestandstreppenhaus angegliedert. Bei Anbindung Altbau/Neubau bleiben Höhenunterschiede unberücksichtigt. Schulneubau - EG mit offener Zone zum Schulhof. Mittiger Ein­ gangsbereich, Mensa im Südosten mit Außenfläche und Lehreraufenthalt im Nordosten mit eingestellten, abtrennbaren Einzelarbeitsplätzen. LH 3,5m. - Straßenseitige Raumschiene im EG mit Bibliothek und Sammlungsräumen. - Zentral gelegene, offene, gegenläufige Treppe mit Oberlichtern verbindet Geschosse untereinander. Geschlossenes Treppenhaus in Südwestecke mit an­ gegliedertem, unterdimensioniertem Aufzug. - Zweibündige Anordnung der Unterrichtsräume in OGs mit großzügiger Mittelzone für offene und abtrennba­ re Schülerarbeitsplätze. LH 3m. Dachoberlichter im Flurbereich. - Unterrichtsräume natürlich belichtet u. belüftet. Kü­ che u. Personalaufenthalt ohne direktes Tageslicht.

Scheidt Kasprusch Ges. v. Architekten mbH, Berlin | 1. Rundgang

1054
Planungsdaten NF - ohne WCs [m²] NF - Gesamt BGFa [m²] BRIa [m³] BGF / NF A/V ÜF- überbaute Fläche Kosten [€] KG 200-700 8.500.000 Soll 3.390 Ist 3.443 3.559 5.136 24.425 1,44 0,36 2.982 10.868.207

Erweiterung Arndt-Gymnasium Dahlem / Ergebnisprotokoll

1054
- Gebäudeflügel in den OGs einhüftig, Klassen- und Gruppenräume zum Pausenhof nach Westen orien­ tiert. Flur belichtet über Fensterband mit Lisenen-Un­ terteilung. Zweiter Rettungsweg über Treppenhaus im Süden mit direktem Zugang ins Freie. - Belichtung durch Festverglasung, Belüftung über seit­ liche Metallpaneele als Öffnungsflügel. Brüstungshö­ hen ca. 50cm. Sporthalle - Ebenerdige Anordnung der Nutzung. - Flur entlang Westfassade, Fensterband mit LisenenUnterteilung. - Funktionsgerechte Anordnung der Nebenräume ent­ lang der westl. Hallenlängsseite. - Halle, LH 7m, stirnseitige Fluchttüren. - Keine natürlich Belichtung Umkleiden/Waschräume. - Hallen-Belichtung von Osten ab + 3m OKFF über gro­ ße Öffnungen. Mensa - Mensa-Raum im Süden des eingeschossigen Pavil­ lons, dreiseitig belichtet. - Schülerzeitung und Aufenthalt OS nach Norden. Freiflächen - Erhalt der Sprung- und Wurfgrube. 100m-Laufbahn im Süden, 3 Kleinspielfelder in Gebäudebezug ange­ ordnet. - Fahrradstellplätze im Eingangsbereich Neubau. 24 PKW-Stellplätze in kleinem Hof an der Bitterstraße. - Erhalt des Baumbestandes. Baukonstruktion - Stahlbeton. Sandfarbener Klinker. Verglasung als Stahl-Rahmen-Konstruktion. - Klassenräume mit außen- und inneliegendem Son­ nenschutz. - Sporthalle mit Brettschichtholzbindern. Realisierbarkeit - Raumprogramm erfüllt. WC: 116m². TF: 62m². 
 - Eingriff in östl. Altbaufassade.
 - Abstand Fensterfassade Pavillon / Altbau ca. 4m.
 Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gesamtkosten 28% über Soll, 7% unter Mittelwert. - Geringes Bauvolumen. Große Hüllfläche. - Zu erwartende Nutzungskosten unter Durchschnitt. Energieeffizienz - EnEV -30% scheint trotz hohem Fensteranteil mög­ lich. - Gute Tageslichtversorgung, Sporthalle mit Aussenla­ mellen gut. - Natürliche Lüftung im Alternativbetrieb mit Lüftungs­ anlage mit WRG. Passivhausstandard möglich. Sporthalle mit Erdwärmetauscher. - Dezentrale Gasheizungen, kein Gesamtversorgungs­ konzept, PV-Anlage optional, nicht integriert in Ener­ giekonzept.

Städtebau und Gestaltung - Bauliche Erweiterung im Süd-Osten durch langge­ streckte, volumendifferenzierte Baukörperanordnung, bestehend aus Riegel in Nord-Süd-Richtung und zwei nach Osten angelagerte kubische Baukörper. Anbin­ dung Altbau östlich des Südflügels, Fassung des Schulhofes und der Sportfreiflächen, Aufnahme der östlichen Altbauflucht. - Eingeschossiger, pavillonartiger Solitär im Westen nimmt nördliche Altbauflucht auf. Abstand zu Altbau ca. 4m. - Abriss Münterbau. - Differenzierte Höhenstaffelung als Übergang zur süd­ lichen Villenbebauung. 3-geschossiger Gebäudeflü­ gel in Nord-Süd-Richtung, Höhe ca. 11,50m (ca. 45 cm unter Altbau-Gesims), östlich angelagerter, 2-ge­ schossiger, kubischer Baukörper, Höhe ca. 7,80m, Hallenbaukörper ca. 9m. Mensa-Pavillon im Westen ca. 3,80m. - Außenraum gegliedert in offenen Pausenhof mit an­ gelagerter Mensa und südlichen Sportfreiflächen mit angelagertem Hallenkörper. Kleiner Hof im Osten zwischen Alt- und Neubau als Parkplatz. - Riegel im EG zwischen Fachklassenraumtrakt und Sporthalle als Brücke ausgebildet, Durchgangshöhe ca. 2,90m. - Fassade geprägt durch Klinker in Sandtönen, struktu­ riert durch Fehlbrände. Zum Schulhof klar gegliederte Lochfassade mit einheitlichen, großen Fenstern, im EG vertikale Gliederung durch schmale Fensterschlit­ ze, gebildet durch senkrechte Lisenen aus eingefärb­ tem Sichtbeton. Nach Osten lange Fensterbänder mit vertikaler Lisenen-Gliederung. Sporthalle mit groß­ formatiger Lochfassade ab + 3m OKFF, horizontale Gliederung durch vorgehängte Alu-Lamellen. Mensa mit Pavillon-Charakter, nach Süden und Osten groß­ flächig verglast. Funktionen Erschließung - Beibehalt Haupteingang Schule. Nebeneingang Schulneubau und Eingang Sporthalle gegenüberlie­ gend unter Brückenbau, angebunden an die Bitter­ straße und den Pausenhof. - Direkte Anbindung Neu / Alt bis 2. OG. - Aufzug in süd-östl. Altbau-Risalit an Neubau-Foyer angelagert. Barrierefreier Übergang Altbauflur mittels Rampe bzw. Treppenlift. - Eingang Mensa vom Pausenhof, überdacht durch Baukörperrücksprung. - Anlieferung Mensa funktionsgerecht von Westen. Schulneubau - Foyer mit direktem Zugang in Altbau, angelagertes Treppenhaus . Zweites Treppenhaus im Osten. - EG zweibündig mit Mittelflurerschließung, durchge­ steckt. Fachräume. - Lichte Höhe EG – 2. OG: ca. 3m. - 1. OG mit Lehrerzimmer / Einzelarbeit nach Norden.

Arnke Häntsch Mattmüller Architekten BDA, Berlin | 1. Rundgang

1055
Planungsdaten NF - ohne WCs [m²] NF - Gesamt BGFa [m²] BRIa [m³] BGF / NF A/V ÜF- überbaute Fläche Kosten [€] KG 200-700 8.500.000 Soll 3.390 Ist 3.515 3.809 5.790 27.823 1,52 0,28 1.663 12.768.964

Erweiterung Arndt-Gymnasium Dahlem / Ergebnisprotokoll

1055
- Chemieräume aus dem Altbau in den Neubau verla­ gert. Aufenthalt Oberstufe und Schülervertretung im Sockelgeschoss des Altbau-Südflügels. - WCs auf allen Geschossen an der Haupttreppe. - Raumzuschnitte funktionsgerecht. Lichte Höhen im EG 3,40m, in den OG 3,00m. - Natürliche Belichtung und Belüftung gegeben. Vor­ hänge als Blend- / Sonnenschutz, Wärmeschutzver­ glasung, „Tageslichtlenksystem in der Verglasung“. - Technikräume im UG. Sporthallenbereich - Zugang über einläufige Treppe / Aufzug vom Foyer in den 4,20m breiten Flur zwischen Umkleiden und Hal­ le. Wege Umkleiden-Außensportanlagen über Foyer oder Fluchttreppe in der Gebäuderandzone. - Organisation der Sporthallenräume auf einer Ebene. - Im Wesentlichen funktionsgerechte Zuordnungen und Raumzuschnitte. - Dreiseitige Befensterung der Halle oberhalb 5,20m Innenraumhöhe. Flur mit Oberlichtern. Umkleiden nicht natürlich belichtet. - Technikräume auf der UG-Ebene. Freiflächen
 - Verkleinerung der Sportfläche in der Tiefe um ca. 
 10m. Sprung- und Wurfgrube belassen. 100 m Lauf­ bahn nördlich von 3 Kleinspielfeldern. - Fahrradstellplätze an der Gelfertstraße vor dem Neu­ bau. 12 Pkw-Stellplätze an der Bitterstraße. Baukonstruktion - Konventionelle Bauweise unter Verwendung von Fer­ tigteilen. Tragwerk aus Stahlbeton. Dachtragwerk der Sporthalle mit vorgefertigten Stahlbetonträgern.. Realisierbarkeit - Raumprogramm nachgewiesen. Soll-Flächen viel­ fach leicht überschritten. Austausch von Flächen aus Altbau (Chemie) und Neubauprogramm (SV und Auf­ enthalt OS). WCs: 124m². TF: 194m². - 1. Rettungsweg über die Treppenhalle, 2. Rettungs­ weg mit unzureichender Treppenbreite (1m). - Barrierefreiheit: 2 Aufzüge (einschl. Altbau). - Baumbestand: Wegnahme der Baumgruppe am süd­ lichen Schulhofrand. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gesamtkosten 50% über Soll, 9 % über Mittelwert. - Geringer Hüllflächenanteil, gutes A/V Verhältnis. - Überdurchschnittlich hohe Bruttogeschossfläche. - Zu erwartende Nutzungskosten überdurchschnittlich. Energieeffizienz - EnEV -30% fragwürdig, Fensterflächen überdimensi­ oniert. - Wärmverluste durch Eingrabung minimiert. - Günstiges A/V-Verhältnis. - WW-Kollektoren. Wärmepumpe mit Erdwärmespei­ cher. PV-Module.

Städtebau und Gestaltung - Freistehender L-förmiger Neubau im nordwestlichen Grundstücksbereich mit den Räumen des Neubau­ programms, den für den abgerissenen Münterbau vorgesehenen Räumen und der Sporthalle. Höhen­ entwicklung: 3 Geschosse über Terrain bzw. durch­ gängig ca. 11m, Sporthallenebene auf -5,20m (OKF) abgesenkt. Abstand zur Gelfertstraße 14m bis 15m. - Abriss des Münterbaus. - Westlicher Schulhof durch Neubau und Altbau vier­ seitig räumlich gefasst, Verknüpfung mit den umlie­ genden Freiflächen über zwei offen gehaltenen Hof­ raumecken. Weiterer Pausenhof („Spielhof“) an Stel­ le des Münterbaus. Außensportflächen im südlichen Grundstücksbereich im Wesentlichen unverändert. - Einfacher kubischer Baukörper mit einer „leichten vo­ lumetrische Verschiebung“ an der Westseite, „formal unabhängig“. - In der OG-Zone sowie dem EG des Nordflügels Loch­ fassade mit eigener Maßstäblichkeit, einheitliche Fensteröffnungen (5,80m x 2,40m), Fenster in Holz­ Aluminium-Konstruktion, großformatige Festvergla­ sung, schmale Lüftungsflügel. - In der übrigen EG-Zone, d.h. dem Bereich des Luft­ raums der Sporthalle, Fassaden aus geschosshohen Stützen, regelmäßig im Konstruktionsraster (1,20m) des Sporthallen-Deckentragwerks gesetzt, mit Fest­ verglasung der Zwischenräume. - Fassadenmaterial: vorgehängte durchgefärbte Be­ tonfertigteile. Extensiv begrüntes Dach. Funktionen Erschließung - Eingang in den Neubau von der Gelfertstraße und vom Hof. 12,5m x 7m großes Foyer mit Freitreppen­ anlage und Aufzug. Weiterer Aufzug im Altbau-Süd­ flügel. Keine Verbindung Neubau und Altbau. - Eingang Sporthalle über das Foyer und die zentrale Treppe. Externer Zugang von der Gelfertstraße mit kurzwegiger Überquerung des Schulgrundstücks. - Anlieferung Mensa über das zentrale Foyer. Schulbereich - Haupt-Vertikalerschließung über Treppenraum / Auf­ zug vom Foyer. Einläufige Nebentreppen an beiden Gebäudeenden. - Zentrale Treppenhallenräume auf allen Ebenen - Flure in den OG des Nordflügels außenliegend, groß­ zügig befenstert. Flure im Südflügel innenliegend mit Aufweitungen, Belichtung über offene Gruppenräu­ me. Flurbreiten durchgängig ca. 2m. - In den OG des Nordflügels 1-bündige, im Südflügel 2-bündige Grundrisse mit wechselnden Raumtiefen zwischen 6,40m und 9,40m. - Im EG des Neubau-Nordflügels Garderobe, Mensa, Bibliothek als Raumfolge. Lehrerzimmer im 1. OG an der Haupttreppe. - Allgemeine Unterrichtsräume im Südflügel, Naturwis­ senschaften im Nordflügel, jeweils im 1. und 2. OG. Sammlung Geographie im UG.

Eckert Negwer Suselbeek Architekten BDA, Berlin | 1. Rundgang

1056
Planungsdaten NF - ohne WCs [m²] NF - Gesamt BGFa [m²] BRIa [m³] BGF / NF A/V ÜF- überbaute Fläche Kosten [€] KG 200-700 8.500.000 Soll 3.390 Ist 3.419 3.508 5.677 28.626 1,62 0,21 1.508 12.058.633

Erweiterung Arndt-Gymnasium Dahlem / Ergebnisprotokoll

1056
halle. - Schnee- und Außengeräteraum nicht nachgewiesen. Freiflächen - 100m Laufbahn, 2 Kleinspielfelder und Weitsprung­ anlage im südlichen Grundstück. Zusätzlich westlich Basketballfeld und Tischtennisplatten. Kugelstoß­ bahn fehlt. - Fahrradstellplätze entlang Gelfertstraße, 15 PKWStellplätze entlang Bitterstraße. Baukonstruktion - Stahlbetonkonstruktion mit hinterlüfteter, eingefärbter Sichtbetonverkleidung. - Glasfassade als Pfosten-Riegel-Konstruktion. - Bodenbeläge: Estrich, Linoleum. Realisierbarkeit - RP: Außen- und Schneegeräteraum fehlen. WCs 89m², TF 60m². - Rettungswegekonzept problematisch u.a. keine di­ rekten Ausgänge ins Freie. - Sporthalle mit großflächiger Verglasung. - 2 Bäume entfallen. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gesamtkosten 42% über Soll, knapp über dem Mittel­ wert. - Geringer Hüllflächenanteil, günstiges A/V Verhältnis. - Überdurchschnittlich großes Bauvolumen.
 - Zu erwartende Nutzungskosten überdurchschnittlich.
 Energieeffizienz - EnEV -30% fragwürdig. - Kein Tageslichtkonzept. - Keine Angaben zur natürlichen Lüftung. - Keine Angabe zu Energieträgern, kein Gesamtver­ sorgungskonzept,

Städtebau und Gestaltung - Kompakter, 4-geschossiger Baukörper (Höhe 20,8m, max. Breite 34,75m, max. Länge 46m) schließt süd­ lich an Bestand an und besetzt Grundstücksmitte. - Abriss des Münterbaus. - Fassade mit großen Rundbogenöffnungen analog zu „tonnenartig, gewölbten Decken“ der öffentlichen Räume. - Im EG-2.OG, Geschosshöhe 4m, für Unterricht- und Mensanutzung, vorgestellte Fassade mit umlaufend 3 bzw. 4 gleichgroßen Rundbögen. Eigentliche Voll­ glasfassade mit vertikaler Fenstergliederung liegt analog zum Wandelgang um 1,5m zurückgesetzt und bildet Fluchtweg und Sonnenschutz. - Im 3.OG, Geschosshöhe 8m, für Sporthalle, mit raumhohen, übereckliegenden, verglasten Fassa­ denbögen mit horizontaler Fenstergliederung. An Schmalseite zusätzlich dazwischenliegender Rund­ bogen in Größe wie darunterliegende Geschosse als Fassadenrelief ohne Fenster. - Einzelne Geschosse staffeln sich nach oben umlau­ fend um je 25 cm hoch. - EG Neubau gegenüber Gelände um -0,42m abge­ senkt. - Freifläche zieht sich um Neubau. Südlicher Außenraum für Außensportanlagen. - Wiederöffnung des Arkadengangs im EG Altbau. Funktionen Erschließung - Schulneubaueingang von Osten über bestehendes südwestliches Risalit. - Dieser Zugang wird auch für Mensaanlieferung über Neubaufoyer und für externe Sporthallenerschlie­ ßung genutzt. - Neubauanbindung auf allen Ebenen an Bestands­ südflügel über Ausgleichsrampen im Altbau. - Schachteltreppe im Neubau mit dazwischenliegen­ dem Aufzug. Neubau - Ringförmige Anordnung der Räume im EG – 2.OG um zentrale Hallen. Im EG als Foyer mit Garderobe, im 1. und 2. OG als zweigeschossige Halle mit umlaufen­ der Galerie. Beide Hallen ohne direktes Tageslicht. - Mensa im EG Süd. Lehreraufenthalt im EG Ost und Bibliothek im EG West. LH 3,5m. - Unterrichtsräume um Halle im 1. und 2. OG angeord­ net. Schülerarbeitsplätze und Aufenthaltsbereiche als geschlossene Räume im EG. LH 3,5m. - Sporthalle im 3. OG mit Nebenraumtrakt an nördli­ cher Hallenlängsseite. Funktionsgerechte Anordnung der Nebenräume. Umkleideräume mit raumhohen Fenstern. Nebenraumtrakt durch dazwischenlie­ gendes Treppenhaus zweigeteilt. Halle mit großen bogenförmigen Fensteröffnungen bis Fußboden auf Hallenlängs- und Stirnseite. 2m hohe, umlaufende Prallglaswand. Galerie über Nebenraumtrakt. - Technikfläche laut Prüfplan auf Galerieebene Sport­

huber staudt architekten bda, Berlin | 1. Rundgang

1057
Planungsdaten NF - ohne WCs [m²] NF - Gesamt BGFa [m²] BRIa [m³] BGF / NF A/V ÜF- überbaute Fläche Kosten [€] KG 200-700 8.500.000 Soll 3.390 Ist 3.547 3.683 5.721 26.945 1,55 0,40 3.113 12.069.799

Erweiterung Arndt-Gymnasium Dahlem / Ergebnisprotokoll

1057
entiert, im 1. OG mit vorgelagerter Terrasse. Lichte Höhen ca. 3,50m. - Schülerzeitung und ein Gruppenraum im 3. OG mit Dachterrasse. Lichte Höhe ca. 2,80m. - Technikraum im 3. OG. - Natürliche Belichtung der Flure, Klassenräume mit Öffnungsflügel, Brüstungshöhe ca. 90cm, im 1. OG Fenstertüren auf Terrasse. Sporthalle - Ebenerdige Anordnung der Nutzung. - L-förmiger Flur entlang Nord- und Ostfassade, groß­ flächige Verglasung. - Funktionsgerechte Anordnung der Nebenräume L­ förmig um Stirn- und östl. Hallenlängsseite. - Halle, LH 7,30m. - Zuschauergalerie auf + 3,30m, ausschließlich über Terrassenebene erschlossen. - Hallen-Belichtung L-förmig im Bereich der Galerie, zum Teil stirnseitig und an öslticher Hallenlängsseite als großflächige Verglasung ab +3,30m, nach Westen Fensterband ab + 4,20m. - Hallenoberlichter, kastenförmig mit Lüftungsklappen. - Keine natürl. Belichtung Umkleiden/Waschräume. Freiflächen - Erhalt Sprung- und Wurfgrube. 100m-Laufbahn im Süden, 3 Kleinspielfelder im Westen der Sporthalle vorgelagert. - Fahrradstellplätze dezentral im Westen und Osten vor Eingangsbereich Neubau. 3 PKW-Stellplätze an der Gelfertstraße. - Erhalt des Baumbestandes. Baukonstruktion - Stahlbeton. Glasfaserbetonplatten. - Holz-Alu-Fenster abwechselnd mit geschlossenen Alu-Paneelen. Lehmbauwände. - Außenliegende Sonnenschutzrollos mit Stoffbehang und seitlichen Seilführungen. Realisierbarkeit - Raumprogramm erfüllt. Gruppen- und Klassenräume zum Teil + 5m² bzw. - 8m², IT-Arbeitsplätze + 17m². WC: 90m². TF: 96m². - Barrierefreiheit bedingt, ein Aufzug Neubau, weite Wege. - Unterschiedl. Aussagen bei Schnitten und Ansichten. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gesamtkosten 42% über Soll, knapp über Mittelwert. - Hohe Bruttogeschossfläche, große Hüllfläche. - Zu erwartende Nutzungskosten überdurchschnittlich. Energieeffizienz - EnEV -30% scheint möglich. - Natürliche Lüftung im Alternativbetrieb zu zentra­ ler Klimaanlage (einzige Arbeit mit Klimaanlage) mit WRG. Dezentrale Gasbrenner, Mini-Geothermie zur WW-Unterstützung gut, wirtschaftlich fragwürdig.

Städtebau und Gestaltung - Langgestreckte, volumendifferenzierte Baukörper­ anordnung im Westen, spannt mit einer Terrasse­ nebene als verbindendes Element und begehbaren Dachflächen unterschiedliche Zwischen- und Aus­ senräume auf. Anbindung an Altbau durch schmalen Verbindungsbau in Flucht des Altbauflures. Abstand zu Altbau ca. 3m. - Erhalt des Münterbaus. - Differenzierte Höhenstaffelung: 4-geschossiges nord­ westl. Gebäudeteil und Verbindungsgang ca. 15,70m, 3-geschossiger Klassentrakt ca. 11.50m und Sport­ halle ca. 9.50m hoch. - Aussenraum gegliedert in differenzierte Flächen: ge­ fasster Schulhof, Sportflächen, der Halle angelagert, Mensagarten, große Dachterrasse und überdach­ te Freiflächen. Wegeverbindung nimmt historische Wegachse auf, lange Sitzmauern u. Grünsteifen in W-O-Richtung als räumliche Fuge zwischen Schulhof und Sportflächen. - Einheitliches Fassadenmaterial für Neubau, Sporthal­ le und Münterbau aus Glasfaserbetonplatten, liegen­ des, schmales Format. Gliederung durch Bandfassa­ den, spielerisch unterbrochen durch geschlossene Alu-Paneele in unterschiedl. Formaten, goldfarbig eloxiert. Terrassen-/Brückenelement mit verglaster Brüstung. Verbindungsbau vollflächig verglast. Funktionen Erschließung - Beibehalt des Haupteingangs. Nebeneingang Schul­ neubau und Sporthalle gegenüberliegend unter Ter­ rassenebene, an Gelfertstraße angebunden. - Zweiter Eingang Sporthalle zentral vom Sportplatz in die Halle. Nebeneingang Schulneubau von Westen, durchgesteckt bis zum Altbau. - Eingang Münterbau von Süden, Nebeneingänge im Osten und Westen. Verbindung zu Altbau im OG über Brückenbau. - Eingang Mensa vom Pausenhof. Überdachter Aus­ senbereich. Anlieferung von Westen über Hauptflur. - Aufzug in Schul-Neubau im Bereich des Verbindungsgang Altbau. Übergang Altbauflur mit Rampen. Münterbau - Bauliche Anbindung an Altbau ausschließlich im OG. - EG mit T-förmigem Flur, langgestreckter, zentraler Luftraum mit Oberlichtern. Zweites, innenliegendes Treppenhaus. Erweiterung Innenraum nach Norden. - OG mit natürlich belichteter Erschließung. Ein Fach­ raum ca. 12m tief, zweiseitig belichtet. Oberlichtkäs­ ten analog zu Sporthalle. Schulneubau - Durchgesteckter Flur in Achse Altbauflur, Treppen­ haus, Aufzug. Anbindung Altbau bis 3.OG. Mittelflur im nördlichen Gebäudekopf, nach Süden einhüftig mit Flur entlang westlicher Aussenwand. Zweites Treppenhaus an südl. Gebäudeende. LH 3m. - 1. OG mit Lehrerzimmer / Einzelarbeit zentral im W. - Klassenräume über zwei Geschosse, nach Osten ori-

Numrich Albrecht Klumpp, Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin | 2. Rundgang

1058
Soll 3.390 Ist 3.286 3.366 4.888 25.579 1,45 0,31 2.306 8.500.000 10.769.214

Planungsdaten NF - ohne WCs [m²] NF - Gesamt BGFa [m²] BRIa [m³] BGF / NF A/V ÜF- überbaute Fläche Kosten [€] KG 200-700

Ansicht von Westen

Erweiterung Arndt-Gymnasium Dahlem / Ergebnisprotokoll

1058
- NaWi (Raumprogramm Münterbau) im 1. OG zusam­ mengefasst. Allgemeine Unterrichtsräume überwie­ gend im 2. und 3. OG. - WCs im EG (Mensa) sowie im 2. und 3. OG. - Raumzuschnitte funktionsgerecht. Lichte Höhen im EG 4,50m, in den OG 3,20m. - Natürliche Belichtung und Belüftung gegeben. Au­ ßenliegender textiler Sonnenschutz. Sporthalle - Eingangszone mit „Loggia“. Kleines Foyer mit Treppe und Aufzug in den Umkleidebereich im OG. Zweite Treppe am gegenüberliegenden Gebäudeende. - Ebenerdige Halle, Umkleiden über den Geräteräu­ men. OG-Flur zur Halle offen (Zuschauergalerie). Sportler-WC nur vom einem Hallenteil erschlossen. - Raumzuschnitte funktionsgerecht, natürliche Belich­ tung und Belüftung gegeben. Umlaufende Befenste­ rung des Hallenraumes oberhalb 7m. Außenliegender textiler Sonnenschutz. - Technikräume im OG des Nebenraumtrakts. Freiflächen - Sprung- und Wurfgrube belassen. 100 m Laufbahn im Süden. 3 Kleinspielfelder ca. 20m x 45m. - Fahrradstellplätze nördlich der Sporthalle. 2 PKWStellplätze an der Bitterstraße. Baukonstruktion - Konventionelle Bauweise. Tragwerk aus Stahlbeton oder Mauerwerk. Dachtragwerk der Sporthalle mit Brettschichtholzbindern. Realisierbarkeit - Raumprogramm im Wesentlichen nachgewiesen. Flächendefizite bei den Gruppenräumen und beim Lehrerzimmer. WCs: 80m². TF: 65m². - 2. Rettungsweg aus dem 3. OG problematisch. - Barrierefreiheit: 2 Aufzüge (Alt- und Neubau). Reale Höhenbeziehungen Altbau- zu Neubaugeschossen machen erheblich längere Rampen erforderlich. - Baumbestand: Entfall eines Baumes im Anschlussbe­ reich Neubau-Altbau, bei 4 Bäumen greift der Neu­ bau in den Kronen- bzw. Wurzelbereich ein. - Grundrisse und Ansichten teilweise nicht korrespon­ dierend. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gesamtkosten 27% über Soll, 8% unter Mittelwert. - Geringer Hüllflächenanteil. - Unterdurchschnittliche Bruttogeschossfläche. - Zu erwartende Nutzungskosten unter Durchschnitt. Energieeffizienz - EnEV -30% fragwürdig. - Klassen: keine Lüftungsanlage mit WRG. Sporthalle: Lüftungsanlage mit WRG und Erdwärmetauscher. - Günstiges A/V-Verhältnis des Schulbaus. - Dezentrale Gasbrenner, Grundlast über Geothermie mit Wärmepumpe.

Städtebau und Gestaltung - Ergänzung des Altbaus mit einem gestaffelten 3- bis 4-geschossigen Gebäudeflügel entlang der Gelfert­ straße, Anschluss an die westliche Giebelwand. Auf­ nahme der straßenseitigen Bauflucht sowie der Hö­ hen des Traufgesimses und der Traufe. Abstand zur Gelfertstraße ca. 16 bis 18m. Gebäudehöhen Schul­ neubau ca. 12,70 bzw. 16,30m. - Solitärer Sporthallenbau im südwestlichen Grund­ stücksbereich. Aufnahme von Baufluchten des Alt­ baus. Halle ebenerdig. Gebäudehöhen ca. 9,80m (Halle) bzw. 7,60m (Nebenraumtrakt). 3,60m tiefer Unterschnitt („Loggia“) auf der Westseite. - Abriss des Münterbaus. - Westlicher Schulhof dreiseitig gefasst, Fortsetzung der Altbau-Arkaden durch entsprechende Ausfor­ mung der hofseitigen EG-Zone des Neubaus. Weite­ rer Pausenhof an Stelle des Münterbaus. - Außensportanlagen im südlichen Grundstücksbe­ reich in Zuordnung zur Sporthalle. Bandartig in West­ Ost-Richtung verlaufende Spielzone. - Erweiterungsbau als kubischer Baukörper mit re­ gelhaft gegliederter Lochfassade aus vorgefertigten Sichtbeton-Elementen. Tief zurückliegend eingebau­ te Aluminium-Fensterkonstruktionen, Lüftungsflü­ gel mit vorpatinierten Metall-Füllungen. Einheitliche Fensteröffnungen in den OG ca. 4,80m x 2,00m, im EG raumhoch. Extensiv begrüntes Dach. - Fassadenmaterial der Sporthalle wie beim Schulneu­ bau. Umlaufendes Fensterband oberhalb 7,00m In­ nenraumhöhe. Extensiv begrüntes Dach. Funktionen Erschließung - Eingang Neubau von der Königin-Luise-Straße mit innenliegender Treppe / Rampe. Kleines Foyer, daran anschließend ca. 3m breiter Flur sowie diesem zuge­ ordnet der zum Hof offene Arkadengang. - Ebenengleicher Anschluss des Altbau-SG. Anschluss an den Altbau im 1. und 2. OG über Differenztreppen bzw. -rampen. - Aufzug im südlichen Neubaubereich. Weiterer Aufzug im Altbau-Südflügel. - Eingang Sporthalle mit kleinem Foyer von Westen. Externer Zugang von der Bitterstraße. - Anlieferung Mensa von der Gelfertstraße. Schulneubau - Vertikalerschließung über Treppenraum / Aufzug im Neubau am südlichen Flurende nahe der Mensa oder über westliche Altbautreppe. Erschließung 3. OG über zusätzliche Treppenverbindung vom 2. OG. - Im 1. und 2. OG unbelichteter Mittelflur, im 3. OG au­ ßenliegender, großzügig befensterter Flur, Flurbreiten ca. 2,20m. - In den OG zweibündige Grundrisse mit Standardraumtiefen von ca. 6,50m. - Mensa im EG, eigener Außenbereich. Lehrerzimmer im EG am Eingang bzw. Übergang zum Altbau.

Anderhalten Architekten, Berlin | Anerkennung

1059
Planungsdaten NF - ohne WCs [m²] NF - Gesamt BGFa [m²] BRIa [m³] BGF / NF A/V ÜF- überbaute Fläche Kosten [€] KG 200-700 8.500.000 Soll 3.390 Ist 3.310 3.424 4.985 24.031 1,46 0,35 2.528 10.730.834

Erweiterung Arndt-Gymnasium Dahlem / Ergebnisprotokoll

1059
- Alle Unterrichtsräume natürl. belichtet und belüftet. Sporthalle - Ebenerdige Sporthallenanlage. Vollverglaster Foyer­ flur mit direktem Hallenzugang führt zu einbündig angeordneten, nördl. Umkleide-/Waschräume. Beide Schiedsrichterräume sind der Halle zugeordnet. - Nebenzugang für Schulen führt zu Umkleidebereich. - Natürliche Belichtung und Belüftung der Umkleide­ / Waschräume. Halle entlang Längsseiten ab 3,5m über OK Boden tagesbelichtet. - Schnee- und Außengeräteraum an Außenwand. - Technikraum an Halle angrenzend (24 m²). Freiflächen - 100m Laufbahn, Weitsprung und 2 Kleinspielfelder südlich. Zusätzlich auf östl. Freizeithof Basketballund Beachvolleyballfeld. Keine Kugelstoßanlage. - Fahrradstellplätze entlang Gelfertstr. Höhe Neubau. 8 PKW-Stellplätze im Südosten an Am Schülerheim. Baukonstruktion - Schulneubau als Stahlbetonkonstruktion mit pigmen­ tierter Betonvorsatzschale kugelgestrahlt. Fenster als Alu-Pfosten-Riegel-Konstruktion mit Öffnungsflügeln. Sonnenschutz durch feststehende, fassadenbün­ dige, perforierte Blendpaneele und außenliegende Raffstores aus eloxiertem Aluminium. Bodenbeläge Treppenhäuser u. Mensa aus Betonwerkstein, der Unterrichtsräume aus Linoleum monochrom. - Sporthalle als Stahlbetonkonstruktion. Dachkonstruk­ tion Leimholzbinder. Sockelbereich pigmentierte Be­ tonvorsatzschale kugelgestrahlt. Halle Profilbauglas mit integrierter, transparenter Wärmedämmung und Lüftungsflügeln in Alurahmen. Prallwand Nadelholz­ paneele. Realisierbarkeit - RP erfüllt. WCs 114m², TF 41m².
 - Zweiter Rettungsweg Neubau über TH Altbau.
 - Bäume weitgehend erhalten.
 - Keine exakte Übereinstimmung der Fensterdarstel­ lungen in GR und Ansicht. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gesamtkosten 26% über Soll, 9% unter Mittelwert. - Unterdurchschnittliche Bruttogeschossfläche. Günsti­ ges A/V-Verhältnis Schulbau Geringes Bauvolumen - Zu erwartende Nutzungskosten unterdurchschnittlich Energieeffizienz - EnEV -30% scheint möglich. - Keine konkreten Angaben zur Unterstützung Tages­ lichtversorgung. Tageslicht Sporthalle über translus­ zente Wärmedämmung gut. - Lüftungsflügel hinter Blechpaneele gut, jedoch keine Lüftungsanlage mit WRG. Sporthalle: Konventionelle Lüftungsanlage mit WRG. Dezentrale Gasbrennwert­ geräte mit Solar in Sporthalle sinnvoll. - Regenwassernutzung für Toilettenspülung.

Städtebau und Gestaltung - Entlang Gelfertstr. entsteht 4-geschossiger, kubi­ scher Schulneubau (Höhe 15,3m) der stirnseitig die nördliche Fassadenkante und Traufhöhe des Be­ stands aufnimmt und direkt an Westflügel anschließt. - Sporthalle im Südosten. Massives Sockelgeschoss (Höhe 3,5m) integriert nördlichen Nebenraumtrakt und östlichen Foyerbereich. Aus Sockel ragt Hallen­ volumen mit einheitlicher, teils transparenter Fassa­ denverkleidung hervor (Höhe 8,3m). - Abriss des Münterbaus. - Grundstück in drei Außenräume gegliedert. Pausen­ hof 3-seitig durch Schulneubau gefasst. Im Bereich. Münterbau entsteht „Freizeithof“ mit Sportfeldern. Außensportanlagen sind Sporthalle zugeordnet. Zu­ sätzliche Bereiche für u.a. Schulgarten, grünes Klas­ senzimmer, Sitzobjekte ausgewiesen. - Fortführung des wiedergeöffneten Arkadengangs durch Teilrücksprung des östl. Neubau EGs. - Schulbaukörper mit Lochfassade. Gleichmäßig an­ geordnete, liegende Fenster mit Öffnungsflügeln und farblich abgesetzten, feststehenden, vertikalen Blendpaneelen analog zu Bestandsklappläden. - Gebäudehohe Glasfassade für Treppenhaus und Anschlüsse an Bestand mit Öffnungsflügeln und unregelmäßig angeordneten, geschosshohen, fest­ stehenden, perforierten Paneelen unterschiedlicher Breite aus eloxiertem Aluminium. - Sporthalle eingeschossiger Sockel mit Öff-nungs­ schlitzen im Bereich Umkleide/-Waschräume. Lang­ gestreckte Eingangshalle zur Bitterstr. mit Glasfront. Hallenvolumen umlaufend einheitlich gestaltet, an Längsseiten mit Lichteinfall. Funktionen Erschließung - Ebenerdiger Neubauhauptzugang von Königin-LuiseStr. neben TH in Verlängerung Neubauarkade. Weite­ re Zugänge von Osten über Pausenhof. - Direkte Anbindung Neubau an westl. Bestandstrep­ penhaus. Höhenausgleich über Treppen/Durchlader. - Ebenerdiger, überdachter, eingeschnittener Sporthal­ lenhauptzugang an Bitterstr. mit integrierten Fahrrad­ stellplätzen. Leicht eingerückter, farblich abgesetzter Nebeneingang für Schulnutzung von Westen. - Anlieferung mit Stellplatz westlich über Gelfertstr. an Treppenhaus nicht gelöst. - Aufzug im Neubau am Übergang zum Altbau. Schulneubau - Haupteingang führt zu zentralem, offenem Treppen­ haus mit mehrfach versetzten Treppenläufen. Ge­ schlossenes Treppenhaus südwestlich. - Mensa öffnet im EG Ost zum Pausenhof. - Lehreraufenthaltsbereich im EG Nord zur KöniginLuise-Str. Bibliothek im EG Südost. - Zweibündige, kompakte Anordnung der Unterrichtsräume im 1.-3.OG. Mittelflur im 2. OG über Arbeits­ nische vor Loggia tagesbelichtet, ansonsten weitge­ hend ohne Tageslicht. LH 3,2m.

BHBVT Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin | 2. Rundgang

1060
Planungsdaten NF - ohne WCs [m²] NF - Gesamt BGFa [m²] BRIa [m³] BGF / NF A/V ÜF- überbaute Fläche Kosten [€] KG 200-700 8.500.000 Soll 3.390 Ist 3.389 3.498 5.399 27.496 1,54 0,37 3.144 12.134.331

Erweiterung Arndt-Gymnasium Dahlem / Ergebnisprotokoll

1060
Raumhöhe 6,70 m. Einblick in Luftraum vom 1. OG über verglaste Flurwand. Lichte Höhe der weiteren EG- Bereiche ca. 2,60 m. - Bibliothek im 1. OG großflächig zum Innenhof und zum Flur verglast. Lichte Höhe 3,80m. - Lehrerzimmer / Einzelarbeit im Südflügel 1. OG. - Klassenräume über zwei Geschosse, nach Osten ori­ entiert, im 1. OG mit vorgelagerter Terrasse. - Schülerzeitung und ein Gruppenraum im 3. OG mit Dachterrasse. - Natürliche Belichtung der Flure. Klassenräume mit bodengleichen Fenstern. Schmale Öffnungsflügel. Fachräume mit Brüstungen. Höhe ca. 80 cm. Sporthalle - Ebenerdige Anordnung der Nutzung. U-förmiger Flur, Breite ca. 2,80m. - Funktionsgerechte Anordnung der Umkleiden/Wasch­ räume an nördlicher Außenwand. - Lehrer-/Schiedsrichterraum nicht an Halle gelegen. - Halle, LH 7,70 m. Brettschichtholzbinder. - Hallen-Belichtung ab + 3,15m umlaufend über Profil­ bauglas in Aluminiumrahmen. - Natürliche Belichtung Umkleiden / Waschräume. Freiflächen - 100m-Laufbahn, Sprunganlage, 3 Kleinspielfelder kompakt im Süden der Sporthalle vorgelagert. - Fahrradstellplätze im Westen entlang Neubau, PKWStellplätze optional im Nord-Osten. - Insgesamt 8 Bäume entfallen. Baukonstruktion - Stahlbeton. Verkleidung mit Holzschindeln (Lärche). - Breite, aufgesetzte Rahmen aus gekantetem AluBlech, integriertem, aussenliegendem Sonnenschutz. Alu-Fenster. - Sporthalle im Sockelbereich aus Schindeln, in Fassa­ de integrierte Lüftungsklappen. Oberer Abschluss aus Profilbauglaskonstruktion. Brettschichtholzbinder. Realisierbarkeit - Zwei Sportler-WCs und Reinigungsgeräteraum Sport­ halle fehlen. Mensa ca. -15m². WC: 49m². TF: 26m². - Lehrer-/Schiedsrichterraum nicht an Halle gelegen. - Keine Aussage zur Überwindung der Höhenunter­ schiede im Bereich des Südflügels. - Eingriffe im Bereich der Bestands-Treppenhäuser. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gesamtkosten 43% über Soll, 3% über Mittelwert - Großer Hüllflächenanteil. Geringe Flächeneffizienz. - Zu erwartenden Nutzungskosten über Durchschnitt. Energieeffizienz - EnEV -30% scheint möglich, trotz großer Vergla­ sung. - Tageslicht Sporthalle über transluzente Wärmedäm­ mung gut. Sicherheitsproblematische nächtliche Lüf­ tung. Kein energetisches Konzept.

Städtebau und Gestaltung - Schaffung einer vierseitigen Gesamtanlage durch 3­ geschossigen L-förmigen Baukörper, der mit Altbau einen Innenhof fasst. Anbau an westliche und südli­ che Treppenhausköpfe, im Norden Rücksprung aus der Bauflucht. Südlicher Flügel aufgeständert, West­ flügel zur Gelfertstraße mit langem Gebäudeunterschnitt, spielerische Stützenstellungen. - Abriss Münterbau. - Sporthallen-Solitär in West-Ost-Richtung an süd-öst­ licher Grundstücksecke. - Gebäudehöhen: Schulneubau ca. 10,60m, Anbin­ dung unterhalb Altbau-Gesims. Sporthalle 9,75m, nach Norden gestaffelt auf 3,50m. - Aussenraum gegliedert in baulich gefassten Schul­ hof und Sportflächen im Süden der Halle zugeordnet. Aufgeständerter südl. Neubauflügel schafft räumliche Verbindung u. überdachten Aussenraum. Schulgarten mit Birkenhain im Bereich des ehem. Münterbaus. - Holzschindelfassade als „Referenz an den ländlichen Geist der Umgebung.“ Horizontale Gebäudekon­ zeption mit liegenden, kastenförmig eingerahmten Fensterformaten, geschossweiser Versatz. Farbig­ keit der vergrauenden Schindeln nimmt Bezug auf Putzfarbe des Altbaus. Fassaden zum Innenhof als gebäudegreifende, streng gegliederte Verglasung als Holz-Pfosten-Riegel-Konstruktion. Sporthalle in gleicher Formensprache. Umlaufender oberer Hal­ lenabschluss aus Profilbauglas in grauer AluminiumRahmung, vertikale Rasterung durch einheitliches, schmales Format. Funktionen Erschließung - Schulneubau als Erweiterung zu einer ringförmigen Gesamtanlage. Haupteingang über Altbau. Neben­ eingang Neubau im Süden mit Foyer und Treppen­ haus, Erschließung Mensa. Weitere Nebeneingänge im N-W und Süd-Osten. - Eingang Mensa von Gelfertstr. über Zufahrt im N-W. - Eingang Sporthalle auf nord-westlicher Baukörpere­ cke, markiert durch Baukörperrücksprung. - Aufzug im Westflügel des Schulaltbaus. Kein Aufzug im Neubau. Barrierefreiheit nur bedingt. Schulneubau - Etagenweise geschlossene Rundwege in den OGs. Flurbreiten 3,40m. - Einhüftiger Südflügel. Flur zum Innenhof vollflächig verglast, lange Sitzbank. Westflügel mit beidseitig verglaster Raumschiene zum Innenhof. - Klassenräume nach Westen bzw. Süden orientiert. Lichte Höhe 1. OG ca. 3,80m, im 2. OG ca. 3m. - Nutzfläche Münterbau als Raumschiene im 1. OG des Westflügels, ein Klassen- und Gruppenraum im Südflügel 2. OG angeordnet. - Mensa im EG Westflügel, vollflächig verglast, zum Innenhof orientiert. Zweigeschossige langgestreck­ te Raumsituation nach Osten im Bereich der Tische,

Thomas Müller Ivan Reimann, Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin | 2. Rundgang

1061
Soll 3.390 Ist 3.381 3.522 5.526 29.721 1,57 0,41 3.681 8.500.000 12.561.217

Planungsdaten NF - ohne WCs [m²] NF - Gesamt BGFa [m²] BRIa [m³] BGF / NF A/V ÜF- überbaute Fläche Kosten [€] KG 200-700

Erweiterung Arndt-Gymnasium Dahlem / Ergebnisprotokoll

1061
- Zentrale Nutzungen im EG (Mensa mit Außenbereich, Aufenthalt OS) und 3. OG (Lehrerzimmer, SV). Unter­ richtsräume im 1. bis 3. OG. - WCs auf allen Geschossebenen. - Raumzuschnitte funktionsgerecht. Lichte Höhen im EG 3,50m, in den OG 3,10m bzw. 3,30m. - Natürliche Belichtung und Belüftung gegeben. Au­ ßenliegender textiler Sonnenschutz. Östlicher Schulneubau - Verbindungbauteil zum Altbau mit Zugängen vom Hof. Ringflursystem. Natürlich belichtete Flure, 2m bzw. 2,50m breit. - Räumliche Organisation und Raumzuschnitte funkti­ onsgerecht. Lichte Höhe 3,30m. - WCs am Übergang zur Sporthalle. - Natürliche Belichtung und Belüftung gegeben. Au­ ßenliegender Sonnenschutz (Lamellen-Raffstore). Sporthalle - Umlaufende, zum Hallenraum offene Foyerzone. Zwei Freitreppen und Aufzug zur Hallenebene. - Räumliche Organisation der Sporthallenräume auf der UG-Ebene und Raumzuschnitte funktionsge­ recht. Keine natürliche Belichtung und Belüftung des Umkleidebereichs und der Flure. - Umlaufendes Fensterband in der Ebene des Dach­ tragwerks. Sonnenschutzverglasung. - Technikflächen in der Nebenraumzone.. Freiflächen - Spielfeldfläche 44m x 67 m. Laufbahn (50m) und Weitsprung nördlich des Spielfeldes. Basketballfeld als Teil des Schulhofes. - Fahrradstellplätze an der Gelfertstraße.10 PKW-Stell­ plätze an der Bitterstraße. Baukonstruktion - Alle Neubauten in konventioneller Bauweise mit Stahlbeton-Tragwerken. Dachtragwerk der Sporthalle mit Stahlfachwerkbindern aus Hohlprofilen. Realisierbarkeit - Raumprogramm erfüllt. WCs: 72m². TF: 47m². - Rettungswegekonzept des nördlichen Schulbaus un­ klar. Rettungswegekonzept Sporthalle aufwändig. - Barrierefreiheit: 2 Aufzüge in Randlage (auf die ge­ samte Gebäudeanlage bezogen). - Baumbestand weitgehend erhalten. 2 Bäume entfal­ len für den westlichen Neubau. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gesamtkosten 48% über Soll, 7% über Mittelwert. - Sehr großer Hüllflächenanteil und Bauvolumen. - Zu erwartende Nutzungskosten überdurchschnittlich. Energieeffizienz - EnEV -30% scheint möglich. - Natürliche Lüftung über Lüftungsschlitze unzurei­ chend. Sporthalle Lüftungsanlage mit WRG. - Solarthermische Anlage in der Sporthalle. Konventio­ nelle Gasbrenner.

Städtebau und Gestaltung - Zwei Neubauten „als eigenständige Bauwerke, die weder architektonisch noch städtebaulich mit dem identitätsstiftenden Altbau konkurrieren wollen“. - Kompakter kubischer Baukörper auf quadratischer Grundfläche im nordwestlichen Grundstücksbereich, hinter den Altbau zurücktretend und mit diesem nur über ein verglastes Verbindungsbauteil verknüpft. Seitenlänge ca. 24m, Gebäudehöhe über Hofniveau ca. 15,5m, 4 Geschosse. Entfernung zur Königin-Lui­ se-Straße 31m, zur Gelfertstraße 13m. - Flacher eingeschossiger Erweiterungsbau an der Bitterstraße mit den für den Münterbau vorgesehe­ nen Räumen und der Sporthalle. Grundfläche 29m x 105m, Atrium 7m x 36m. Gebäudehöhe 4,10m; Höhe des aus dem Flachbau aufragenden Hallenkubus 6,60m. Sporthallenebene (OKF) auf -4,20m. - Abriss des Münterbaus. - Westlicher Schulhof dreiseitig gefasst, nach Sü­ den um ca. 10m erweitert. Außensport im südlichen Grundstücksbereich der Sporthalle zugeordnet. Öst­ lich des Neubaus an der Bitterstraße Schulgärten. - Fassaden des westlichen Neubaus überwiegend aus vollverglasten raumhohen Pfosten-Riegel-Kon­ struktionen mit Fenstertüren zu 0,5m tiefen Balko­ nen. Lüftungsöffnungen im oberen Rahmenbereich. Geschlossene Fassadenbereiche mit vertikaler Lär­ chenholzverschalung. Außenliegender textiler Son­ nenschutz. Dachbegrünung. - Fassaden des Flachbaus aus Betonwerkstein mit re­ gelmäßiger Befensterung (2m x 2,50m), begrünt „wie eine Gartenmauer“. Fassaden des Sporthallenbaus im EG (Längsfassaden) und aufragenden OG (um­ laufend) vollverglaste Pfosten-Riegel-Konstruktionen in Aluminium. Dachbegrünung. Funktionen Erschließung - Eingang in den westlichen Neubau von der Köni­ gin-Luise-Straße über einen Vorplatz. Großzügiges Foyer, Mensa offen zugeordnet. Anschluss an den Altbau-Westflügel über ein Verbindungsbauteil mit Treppen und Aufzug (Durchlader). - Eingänge in den östlichen Schulneubau vom Hof. Anbindung an das Altbau-SG. Altbau, nördlicher Neu­ bautrakt und Sporthalle über durchlaufende Flure verknüpft. - Aufzüge im westlichen Neubau und in der Sporthal­ le. - Eingang Sporthalle vom Hof. Externer Zugang von der Bitterstraße mit kurzwegiger Überquerung des Schulgeländes. Umlaufendes Foyer. - Anlieferung Mensa nicht dargestellt. Westlicher Schulneubau - Vertikalerschließung über abgeschlossenen Trep­ penraum bzw. Aufzug. Auf allen Geschossen zentrale Verteilerhalle, der die direkt Räume zugeordnet sind. Belichtung der Verteilerhallen über offene Gruppenräumen oder Schülerarbeitsplätze.

Behles & Jochimsen Architekten GmbH BDA, Berlin | 1. Rundgang

1062
Planungsdaten NF - ohne WCs [m²] NF - Gesamt BGFa [m²] BRIa [m³] BGF / NF A/V ÜF- überbaute Fläche Kosten [€] KG 200-700 8.500.000 Soll 3.390 Ist 3.412 3.514 5.863 29.738 1,67 0,26 2.072 12.476.908

Erweiterung Arndt-Gymnasium Dahlem / Ergebnisprotokoll

1062
reich im EG der Schulerweiterung Einblickmöglichkeit in Halle. - 7 Technikräume im UG, 4 weitere in den OGs. Freiflächen - Erhalt der Sprung- und Wurfgrube. 100 m Laufbahn und 3 Kleinspielfelder im Süden. Zusätzlich Basket­ ballfeld im Westen und Tischtennisplatten. - Fahrradstellplätze entlang Gelfertstr. und neben Westflügel. 2 PKW-Stellplätze nördl. des Neubaus. Baukonstruktion - Schulneubau in Massivbauweise, UG in Stahlbeton. Betonwerksteinverkleidung im Sockelbereich, Höhe wie Bestand. Darüber WDVS mit Putzoberfläche. Fensterbänke und Brüstungsabdeckungen auch Be­ tonwerkstein. - Fenster als Holz-Aluminiumkonstruktion mit aussen­ liegenden Ausfallarm-Markisoletten. - Dächer mit Kupferstehfalzdeckung, in Anlehnung an Bestandsturmdächer. - Bodenbelag Linoleum, Treppen Betonwerkstein. - Sporthallenhaupttragwerk mit vorgespannten Stahl­ betonfertigteilbinder in Satteldachform. Realisierbarkeit - RP erfüllt. WCs 102m², TF 266m². - Abriss des Risalits am Südflügel. - Sporthalle mit umlaufenden Fensteröffnungen ab 4,7m über OK Fußboden. - Alle Bäume erhalten. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gesamtkosten 47% über Soll, 6% über Mittelwert. - Sehr geringe Flächeneffizienz. - Sehr großes Bauvolumen.
 - Zu erwartende Nutzungskosten überdurchschnittlich.
 Energieeffizienz - EnEV -30% scheint möglich, angemessener Fenster­ flächenanteil. - Fassadenausprägung begünstigt Tageslichtversor­ gung.. - Sicherheitsproblematische nächtliche Lüftung. - Lüftungsanlage mit WRG nur in innen liegenden Be­ reichen und Sporthalle. Gutes Konzept mit Solarka­ minen für Sporthallenlüftung. - Wärmepumpe, Erdwärmetauscher kombiniert mit Gasbrenner. Solarthermie optional.

Städtebau und Gestaltung - Z-förmige, 4-geschossige Schulerweiterung (Gebäu­ dehöhe 16m) schließt direkt an Südflügel an und führt Raumstruktur des Bestands weiter. Ost- und West­ neubauflügel nehmen Baufluchten des Bestands auf, Flügelenden treppen nach oben pro Geschoss um 1,4m nach Osten bzw. 1,5m nach Westen ab, be­ zugnehmend auf heruntergezogenes Bestandswalm­ dach. - Um ca. 3,8m abgesenkte Sporthalle fügt sich als 1­ geschossiger Anbau östlich in Z-Form ein. Leicht ge­ neigtes Walmdach hinter Attika. Traufhöhe ca. 4,6m. - Abriss des Münterbaus und Risalits am Südflügel. - Zusammenhängender Außenraum im Westen und Süden vorwiegend für Außensportanlagen. Durch Neubau entsteht dreiseitig gefasster Hof im Osten für Eingang und PKW Stellplätze. Rundbänke um Bäu­ me und Sitzbänke. - Neubau übernimmt von Bestandsfassade Höhe der Sockelverkleidung und Farbigkeit. Neubau mit ein­ heitlicher, durchgehender Strukturfassade. Relief ent­ steht durch schräge Flächen, die von den Fenstern ausgehen. Neigungswinkel ändert sich mit Breite der angrenzenden Wandflächen. Tiefe des Fassadenreli­ efs beträgt 10cm zzgl. Fensterleibungstiefe. - Wiederöffnung des Arkadengangs im EG Altbau. Funktionen Erschließung - Eingang Schulneubau von Bitterstr. über östlichen Pausenhof führt in Foyer mit direkter Anbindung an Altbau. - Nebenzugänge von westlichem Pausenhof. - Sporthallenzugang über Foyer. Externe nutzen nörd­ lichen Schuleingang über Bitterstr. - Anlieferung Mensa funktionsgerecht von Süden. - Aufzug am Neubaufoyer zentral positioniert. Schulneubau - Foyer mit Aufzug in allen Etagen am Übergang zum Bestand. Übernahme der Bestandsgeschosshöhen. LH EG 3,25m, 1.OG 3,35m, 2.OG 3,8m, 3.OG 3m. Geschlossenes Treppenhaus an beiden Gebäudeflü­ gelenden. - Mensa im EG Südflügel mit Außenfläche zum Sport­ platz. LH ca. 3,25m. - Einbündige Anordnung der Unterrichtsräume im EG Nord und in den Obergeschossen. - Bibliothek und Lehrerzimmer im 2. OG Nord. - Alle Aufenthaltsräume und Flure tagesbelichtet. - Schnee- und Außengeräteraum im EG West. Sporthalle - Zugang von Foyer über einläufige Treppe und Aufzug ins UG. - Funktionsgerechte, zweibündige Anordnung der Ne­ benräume. Umkleide/Waschräume mit Oberlichtöff­ nung zu Lichtschacht. Mittelflur unbelichtet. - Halle umlaufend mit Fensteröffnungen ab 4,7m über OK Fußboden. Zahlreiche Oberlichter. Vom Flurbe­

Realarchitektur / AGP* Architekten, Berlin | 1. Rundgang

1063
Planungsdaten NF - ohne WCs [m²] NF - Gesamt BGFa [m²] BRIa [m³] BGF / NF A/V ÜF- überbaute Fläche Kosten [€] KG 200-700 8.500.000 Soll 3.390 Ist 3.483 3.723 5.646 25.688 1,52 0,32 2.208 12.114.234

Erweiterung Arndt-Gymnasium Dahlem / Ergebnisprotokoll

1063
Brüstungshöhe ca. 0,9m Sporthalle - Erschließung über Hauptfoyer bzw. von Osten. Mittel­ flur. - Ebenerdige Anordnung der Nutzungen. - Funktionsgerechte Anordnung der Umkleiden/Wasch­ räume, innenliegend entlang nördlicher Hallenlängs­ seite. - Halle, LH 7m. Brettschichtholzbinder. - Zuschauertribüne über Aussentreppe erschlossen. - Hallen-Belichtung über Oberlichtshed-Bänder mit Nord-Orientierung und südl. Verglasung hinter Au­ ßentribüne. - Belichtung Umkleiden/Waschräume über Ober­ lichtshed. - Technik/Lüftung auf abgestaffelter Dachfläche. Freiflächen - Erhalt der Sprunganlage, 100m-Laufbahn entlang südlicher Grenze, 3 Kleinspielfelder im Süd-Westen. - Fahrradständer an der Gelfertstraaße. 3 PKW-Stell­ plätze an der Bitterstraße. - Alle Bäume erhalten. Baukonstruktion - Stahlbeton. Verblendmauerwerk. Holz-Aluminium­ fenster. - Sporthalle mit Stahl-Beton-Binderkonstruktion, Tra­ pezblech. Oberlichter mit Neigung nach Süden für Solarzellen. - Sonnenschutz der Südfenster mit vertikalen Alumini­ um-Lamellen. Realisierbarkeit - Raumprogramm erfüllt. Mensa +40m², Ausgabeküche -15 m². WCs: 87 m². TF: 235 m². Zusätzliche Flächen im UG und 1. OG: 153m². - Raumzuschnitt Geräteräume ungünstig. - Treppenhaus ohne direkten Ausgang ins Freie. - Eingriff in Fassade im Bereich des Altbau-Risalits. - Enge Erschließungssituation EG Schulneubau/ Sport­ halle. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gesamtkosten 43% über Soll, 3 % über Mittelwert. - Überdurchschnittliche Bruttogeschossfläche. - Zu erwartende Nutzungskosten überdurchschnittlich. Energieeffizienz - EnEV -30% scheint möglich. - Angemessener Fensterflächenanteil, gute Orientie­ rung. - Keine konkreten Angaben zur Unterstützung Tages­ lichtversorgung. - Natürliche Lüftung über Fensterpaneele einbruchsi­ cher möglich. - Keine Einbindung erneuerbarer Energien ins Heiz­ konzept. Konventionelle Heiztechnik. PV-Anlage nicht in Energiekonzept integriert.

Städtebau und Gestaltung - Platzierung einer kompakten Baukörperanordnung aus 5-geschossigem Gebäudeteil mit giebelständiger Ausrichtung an der Bitterstraße und nach Süden an­ geordnetem Hallenkörper im Süd-Osten des Grund­ stücks. Freistellung des Altbaus, Abstand zum Süd­ flügel Altbau ca. 12m. - Anbindung an südl. Treppenhausrisalt Altbau durch verglaste Brücken im 1. OG und 3. OG. - Abriss Münterbau. - Gebäudehöhen: Schulneubau ca. 18m, Sporthalle 8,60m, Staffelung zwischen den Baukörpern auf 5m. - Aussenraum gegliedert in grünen Schulhof und Sport­ freiflächen im S-W bzw. Süden der Halle zugeordnet. Amphi-Stufen-Anlage im Bereich des ehem. Münter­ baus. Bouleplatz an der Königin-Luise Str. - Plastische Baukörperausbildung. Sichtmauerwerk mit vielfältigen Fassadenbildern. Nordansicht rhythmisch gegliedert durch liegende Öffnungsformate, geglie­ dert im geschossweisen Versatz. Östliche Stirnseite mit sparsamen Öffnungen, im Westen großflächige Foyerverglasung. Nach Süden geprägt durch Bau­ körpereinschnitt im 1. OG über ganze Längsseite als Außentribüne mit Blick in die Halle und auf die Sport­ freiflächen. Im 4.OG schaufensterartige Verglasung vor Aufenthalt OS. Brücken an Altbau als verglaste Wetterschutzstege. Funktionen Erschließung - Haupteingang von Norden zentral in Foyer. Erschlie­ ßung aller Nutzungen. Ein Treppenhaus über Flur an­ gebunden. Zweites Treppenhaus ab 1. OG, nicht an EG angebunden, Fluchtweg über Dachfläche. - Nebeneingang mit kleinem Foyer von der Bitterstra­ ße. - Anlieferung Mensa nicht nachgewiesen. - Aufzug im Neubau an Treppenhaus. Aufzug Altbau am süd-westlichen Risalit. - Bauliche Anbindung 1.OG-Neubau/EingangsebeneAltbau. Aussenraum mit überdachtem Weg. Schulneubau - Mensa im EG und 1. OG, große Übereck-Verglasung, breite Stufen zum Sitzen und Anbindung ins 1. OG mit Verbindungsbrücke in den Altbau. Lichte Raum­ höhe ca. 6,50 m. Außenterrasse. - Lehrerbereich im EG gegenüber Treppenhaus. Lichte Höhe ca. 3,20 m. - OGs mit Mittelflur, angelagerte Lufträume und Flu­ raufweitungen. Lichte Höhe ca. 3,20 m. - Klassenräume in den OGs nach Norden orientiert. - 1. OG und 2. OG für Nutzflächen des Münterbaus. - Lehrmittelräume den Geschossen zugeordnet. - Bibliothek im 1. OG mit Ausgang auf Dachfläche. - Teilunterkellerung für Technik. Viele dezentrale Schächte über alle Geschosse an den Flurwänden. - Natürliche Belichtung der Flure. Klassenräume mit Festverglasungen und seitlichen Lüftungspaneelen.

augustinundfrank Architekten, Berlin | 3. Preis

1064
Planungsdaten NF - ohne WCs [m²] NF - Gesamt BGFa [m²] BRIa [m³] BGF / NF A/V ÜF- überbaute Fläche Kosten [€] KG 200-700 8.500.000 Soll 3.390 Ist 3.343 3.533 4.814 26.041 1,36 0,44 4.030 10.217.832

Erweiterung Arndt-Gymnasium Dahlem / Ergebnisprotokoll

1064
und OG. Technikflächen im EG und OG. Schulneubau - Vertikalerschließung (nur Lehrerzimmer) über AltbauTreppenhaus. Einfaches Flursystem mit Breiten zwi­ schen 2m und 4,30m. Belichtung nur kopfseitig. -	 Mensa (EG) und Lehrerzimmer (OG) am Eingang bzw. Altbau-Übergang, Klassenzimmer am Längsflur, Gruppen- und Schülerarbeitsräume am Atrium. - WCs in Randlage. Technikraum an der Mensa. - Raumzuschnitte funktionsgerecht. Lichte Höhen im EG 3,20m, im Eingangsbereich ca. 2,50m. - Natürliche Belichtung und Belüftung gegeben. Son­ nenschutz: Vorhang im Fassaden-Zwischenraum. Sporthalle - Eingang vom Hof in den am Atrium liegenden Flur der Umkleidezone. Externer Zugang mit Foyer. - Organisation auf einer Ebene. Umkleiden ggf. über Oberlichter zum Flur natürlich belichtet. Keine natürli­ che Belüftung. Raumzuschnitte funktionsgerecht. - Südseitige Belichtung der Halle, Polycarbonat-Steg­ platten oberhalb 2,50m. Sonnenschutz durch Loch­ blech-Fassade. - Technikflächen unter der Dachschrägen. Freiflächen - 2 Spielfelder 22m x 44m, 1 Basketballfeld. Laufbahn (100m) kombiniert mit Weitsprung im Süden. - Fahrradstellplätze an der Gelfertstraße.12 PKW-Stell­ plätze an der Bitterstraße. Baukonstruktion - Konventionelle Bauweise, Tragwerke aus Stahlbeton. Dachtragwerk der Sporthalle mit Stahlbindern. - Münterbau: neue EG-Decke im Bereich der Turnhal­ le, zusätzliches Treppenhaus, Atrium, bereichsweiser Erhalt der Außenwände (Rohbau) im OG. Realisierbarkeit - Raumprogramm erfüllt. WCs: 100m². TF: 190m².
 - Rettungswege gegeben.
 - Barrierefreiheit: Aufzüge im westlichen Treppenraum 
 des Altbaus sowie im Münterbau. - Erhaltung des Baumbestand beabsichtigt, jedoch weitgehende Eingriffe in den Wurzelbereich. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb -	 Gesamtkosten 20% über Soll, 13% unter Mittelwert. - Sehr hohe Flächeneffizienz. - Sehr geringe Bruttogeschossfläche. -	 Zu erwartende Nutzungskosten unter Durchschnit. Energieeffizienz - EnEV-30% scheint möglich.
 - Natürliche Lüftung über Fassadenpaneele.
 -	 Schlüssiges konzept mit Brennwert, dezentral in Bau­ teilen u. Geothermiebohrungen. - Ungünstiges A/V- Verhältnis. - Regenwassernutzung. Einbindung in das pädagogi­ sche Schulkonzept.

Städtebau und Gestaltung	 - Flacher Neubaukomplex mit den für den Schulneubau vorgesehenen Räumen und der Sporthalle entlang der Westgrenze des Schulstandorts, zurückgesetzt gegenüber der nördlichen Bauflucht des Altbaus. An­ schluss an den Altbau über ein 2,5m breites Verbin­ dungsbauteil. Gesamtlänge des Neubaus ca. 125m, Abstand zur Gelfertstraße 6 bis 14m. - Baukörper überwiegend 1-geschossig, 4m hoch. Kopfbau zur Königin-Luise-Straße 2-geschossig, 7m hoch. Sporthalle im südwestlichen Grundstücksbe­ reich ebenerdig, 9,40 hoch. Grundflächenkontur be­ rücksichtigt den Baumbestand. Gliederung der Ge­ samtanlage durch 2 Atrien. -	 Sanierung und Umbau des Münterbaus. - Dreiseitige räumliche Fassung des Schulhofs. Außen­ sportanlagen im südöstlichen Grundstücksbereich in Zuordnung zur Sporthalle. - Fassaden im Bereich des Schulbaus und der Ne­ benraumzone der Sporthalle: vollverglaste Pfosten­ Riegel-Konstrukion; davor Einscheibenverglasung, bündig mit einer durchlaufenden, ca 1,50m hohen „Attika“ aus Sichtbeton, die sich zu Seitenwänden der OG und Begrenzungswänden der Atrien ausformt. Vorhang als Sonnenschutz im Zwischenraum. - Im Bereich der Sporthalle Fassade teilweise als Boul­ derwand (Kletterwand). Südfassade oberhalb 2,50m aus Polycarbonat-Stegplatten. - Fassade zur Königin-Luise-Straße und Südfassade der Sporthalle mit Bekleidung (Abstand 0,5m) aus gelochten Blechplatten (Sonnenschutz). - Fassade Münterbau: geschlossene Wandbereiche mit Putzoberflächen (WDVS), ansonsten vollverglas­ te Pfosten-Riegel-Konstruktion wie beim Neubau. OG allseitig mit Bekleidung aus gelochten Blechplatten als Sonnenschutz und Rankgerüst. Funktionen Erschließung - Neubaueingang von der Königin-Luise-Straße über Vorplatz. Großzügiges Foyer, Mensa offen zugeord­ net. Übergänge in den Altbau im EG und 1. OG. - Erschließung des Münterbaus wie im Bestand auf zwei Ebenen vom Altbau, Nebeneingänge vom Hof. - Zugang Sporthalle vom Hof sowie für Vereinssport von der Gelfertstraße. - Aufzüge im Münterbau und westlichen Altbau-Trep­ penhaus. -	 Anlieferung Mensa nicht dargestellt. Münterbau -	 Vertikalerschließung über zwei Treppenräume bzw. Aufzug. Auf beiden Geschossen zentrale Verteilerhal­ le, der die Räume zugeordnet sind. Im OG zusätzlich ein Stichflur. Natürliche Belichtung der Verkehrsflä­ chen, im OG über ein Atrium mit Glasdach. -	 Räumliche Organisation und Raumzuschnitte funkti­ onsgerecht. Natürliche Belichtung und Belüftung ge­ geben. NaWi im OG zusammengefasst. WCs im EG

kister scheithaur gross Architekten und Stadtplaner GmbH, Leipzig | 2. Rundgang

1065
Soll 3.390 Ist 3.485 3.641 5.378 25.266 1,48 0,40 3.232 8.500.000 10.900.755

Planungsdaten NF - ohne WCs [m²] NF - Gesamt BGFa [m²] BRIa [m³] BGF / NF A/V ÜF- überbaute Fläche Kosten [€] KG 200-700

Erweiterung Arndt-Gymnasium Dahlem / Ergebnisprotokoll

1065
Sporthalle - Ebenerdige Hallenanordnung. Nördliche Zugänge durch hallenlängsseitigen Eingangsflur verbunden. Einblickmöglichkeit in Halle über horizontale Fensterschlitze. Flurbelichtung über Lichtkuppeln. - Funktionsgerechte Anordnung der Umkleide- /Wasch­ räume in nördl., einbündige Nebenraumschiene. Be­ lichtung über Oberlichtstreifen. LH 3m. - Südlich von Halle in 1-geschossiger Erweiterung Geräteräume, beide Schiedsrichterräume, Technik-, Schnee- und Außengeräteraum. - Halle mit Dachlichtkuppeln. Umlaufend ab 4m über OK Fußboden 3m hoher Fassadenstreifen aus ge­ schlossenen und offenen Fassadenelementen. Freiflächen - Erhalt der Sprung- und Wurfgrube. 100m Laufbahn flankiert von Holzbänken in Ost-West-Richtung zwi­ schen Schule und Sporthalle. 2 Kleinspielfelder. - Fahrradstellplätze an Bitter- u. Gelfertstr. PKW Stell­ plätze nördl. des Münterbaus mit Zufahrt Bitterstr. Baukonstruktion - Schulneubau als Stahlbetonkonstruktion. Neue Au­ ßenwände Münterbau aus KS-Steinen. Hinterlüf­ tete, vorgehängte, gefärbte Putzfassade. Alumini­ umfenster mit Öffnungsflügeln und außenliegenden Aluminiumlamellenraffstores. Außenwände innen als Sichtbetonwände. Bodenbelag Mensa und Foyer ge­ schliffener Gussasphalt, sonst Linoleum. - Sporthalle als Betonkonstruktion. Sockelbereich mit vorgehängter Putzfassade. Hallenvolumen mit um­ laufenden, vorgehängten Alu-Paneelen und festste­ hender Aluminiumfensterkonstruktion mit außenlie­ gender Lamellenkonstruktion als Sonnenschutz. - Lichtkuppeln aus opal eingefärbtem Glas. Realisierbarkeit - RP erfüllt. WCs 156m², TF 66m². - Sporthalle mit umlaufend seitlichem Lichteinfall hinter Sonnenschutzlamellen am 4m über OK Boden. - Zweiter Rettungsweg Münterbau über TH Altbau. - Schulneubau ohne bauliche Anbindung an Bestand. - Insg. entfallen 4 Bäume im S und W des Neubaus. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gesamtkosten 28% über Soll, 7% unter Mittelwert. - Hoher Hüllflächenanteil. - Durchschnittlich flächeneffizient. - Zu erwartende Nutzungskosten unter Durchschnitt. Energieeffizienz - EnEV -30% scheint möglich. - Keine konkreten Angaben zur Unterstützung Tages­ lichtversorgung. - Lüftungsfensterflügel in Kombination mit Lüftungsan­ lage mit WRG. Sicherheitsproblemat. nächtl. Lüftung - Unschlüssiges energetisches Konzept mit Brennwert, Solart- und PV-Anlage. Gebäudekühlung vorgese­ hen. Regenwassernutzung zur Toilettenspülung.

Städtebau und Gestaltung - Kompakter, 3-geschossiger Schulneubau (Höhe 11,15m) parallel zu Gelfertstr. tritt nördl. deutlich hin­ ter Altbau zurück. Attika bleibt unter Gesimshöhe. Keine bauliche Anbindung Neubau an Bestand. - Erhalt des Münterbaus. - Sporthalle in südöstlicher Grundstücksecke in OstWest Ausrichtung mit angelagertem Vorplatz nach Norden. Massiver Sockel (Höhe 4m) integriert nördl. und südl. 1-gesch. Nebenraumtrakt. Hallenvolumen (Höhe 10m) mit Lichtkuppeln hinter hoher Attika. - Räumlich gefasster Pausenhof durch Schulneubau. Südliche Grundstückshälfte für Sporthalle mit Vor­ platz und Außensportanlagen. - Schulneubau und Münterbau bilden gestalterische Einheit. Unterschiedlich große Fensteröffnungen werden durch Betonfertigteil-Faschen gerahmt und teils horizontal zusammengefasst. Eingangsbereiche und Mensa im EG mit geschosshoher Verglasung. - Sporthalle mit massivem Sockel. Eingangsberei­ che verglast. Zum Vorplatz über Längsseite um 2m auskragendes Vordach. Hallenbau als „metallisch, schimmerndes, aufgehendes Mittelteil“. In oberer Hälfte geschlossene Metallpaneellverkleidung. In unterer Hälfte Wechsel von Metallpaneellverkleidung mit Lamellen vor Festverglasung. - Wiederöffnung des Arkadengangs im EG Altbau. Funktionen Erschließung - Eingerückter, überdachter, ebenerdiger Neubauzu­ gang von Königin-Luise-Str. führt ins Foyer. Aufzug und Treppenhaus an Foyer angrenzend. In südwest­ licher Gebäudeecke reines Fluchttreppenhaus. - Münterbau mit mittig gelegenen, ebenerdigen Haupt­ zugang von Süden gegenüber Sporthalle führt in großzügiges, zentrales Foyer mit offener Treppe. Ge­ schlossenes Treppenhaus am Übergang Altbau. - 2 überdachte Sporthallenzugänge von N über Vor­ platz. Nordöstl. Eingang für Externe über Bitterstr. - Anlieferung Mensa funktionsgerecht von Gelfertstr. - Aufzug im südl. Risalit Altbausüdflügel. Erschließung Mansardendach nicht ohne Eingriffe in Dachfläche. Münterbau - Schließung des Säulengangs im EG. Ringförmige Raumanordnung an Außenfassaden. Zentrales Foyer mit offener Treppe um Luftraum mit 6 Oberlichtern. Bibliothek im EG West. LH EG 3m, OG 3,8m. - Technikraum im EG. Schulneubau - Mensa im EG Südost mit Zugang über Garderobenraum. Außenbereich nach Süden. LH 3,15m. - Lehrerzimmer an westl. Längsseite mit Foyerzugang - Funktionsgerechte Anordnung der Unterrichtsräume im 1. und 2.OG um L-förmigen Flur mit belichteten Flurenden. Sanitäreinheiten in Flurbereich integriert. Flurbelichtung 2. OG über Lichtkuppeln. LH 3,15m. - Technikraum im EG.

gernot schulz : architektur GmbH, Köln | Anerkennung

1066
Planungsdaten NF - ohne WCs [m²] NF - Gesamt BGFa [m²] BRIa [m³] BGF / NF A/V ÜF- überbaute Fläche Kosten [€] KG 200-700 8.500.000 Soll 3.390 Ist 3.491 3.636 6.323 28.489 1,74 0,25 1.933 13.590.751

Erweiterung Arndt-Gymnasium Dahlem / Ergebnisprotokoll

1066
- Überwiegend einbündige Grundrisse. - WCs auf allen Geschossebenen in Nähe des westli­ chen Treppenhauses. - Raumzuschnitte funktionsgerecht. Lichte Höhen im EG 3,30m, in den OG 3,40m. - Natürliche Belichtung und Belüftung gegeben. Son­ nenschutz: Lamellen-Raffstores mit Lichtlenkfunktion im Zwischenraum Fenster-Prallscheibe. Sporthallenbereich - Organisation der Sporthallenräume auf zwei Ebenen. Nebenräume gestapelt. Umkleiden nicht natürlich belichtet oder belüftet. Flur mit Belichtung über den Hallenraum. Geräteräume nur 7,20m breit, Raumzu­ schnitte ansonsten funktionsgerecht. - Befensterung der Halle auf der Südseite oberhalb ca. 5m, Sonnenschutz durch steuerbare Lochpaneele, tiefer liegende Befensterung und Lichtschacht optio­ nal. Oberlichter in der Decke zur Atriumshalle. - Technikflächen in der westlichen Randzone des UG. Freiflächen - 2 Spielfelder 22m x 44m. Laufbahn (75m) und Weit­ sprung südlich des Neubaus, Kugelstoßen in südöst­ lichen Grundstückseck. - Fahrradstellplätze an der Gelfertstraße, 14 PKWStellplätze an der Bitterstraße. Baukonstruktion - Konventionelle Bauweise, Tragwerke aus Stahlbeton, teilweise aus Fertigteilen. Keine Angaben zur Über­ dachung des Atriums. Realisierbarkeit - Raumprogramm nachgewiesen. WCs: 122m². TF: 93m². - Brandschutz im Bereich der Atriumhalle und Ret­ tungswegekonzept fragwürdig.. - Barrierefreiheit: Aufzug zentral im Altbau, Rampen, Hubpodest. - Baumbestand mit Ausnahme eines Baumes erhal­ ten. - Realisierung in Bauabschnitten nicht möglich. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gesamtkosten 60% über Soll, 16% über Mittelwert. - Sehr hohe Bruttogeschossfläche. - Sehr hohes Bauvolumen. - Sehr geringe Flächeneffizienz. Energieeffizienz - EnEV -30% scheint möglich. 
 - Nächtliche Lüftung sehr gut möglich, jedoch Lüftungs­ anlage mit WRG nur in Sporthalle. - Günstiges A/V-Verhältnis - Unschlüssiges energetisches Konzept mit konventio­ neller Heizung. Wärmepumpe, Solarthermie, PV An­ lage.

Städtebau und Gestaltung - Kompakter kubischer Baukörper im südöstlichen Grundstücksbereich mit den für den Schulneubau und den Münterbau vorgesehenen Räumen und der Sporthalle. Aufnahme der östlichen Bauflucht des Alt­ baus. 3 Geschosse über Terrain, 2 Geschosse unter­ irdisch, Sporthallenebene auf –5,60m. Gebäudehöhe 11,60m. Zentrales, terrassiertes, glasüberdachtes At­ rium („Kalthalle“) im 1. und 2. OG. - Anbindung des Neubaus an den Südflügel des Alt­ baus über eine 2-geschossige Verbindungsbrücke. Ersatz der Bestandstreppe im Anschlussbereich durch eine neue Treppe unmittelbar neben dem Flur. - Abriss des Münterbaus. Die für den Münterbau vor­ gesehenen Räume liegen im Neubau. - Westlicher Schulhof nicht beansprucht. „Festhof“ an Stelle des Münterbaus. Sportaußenanlagen im südli­ chen Grundstücksteil in Zuordnung zur Sporthalle. - Fassaden teilweise verklinkert, ansonsten umfangrei­ che Befensterung (Kastenfenster-Konstruktion), Brüs­ tungen mit Metallbekleidung. Geschosshohe, seitlich gehaltene Prallscheiben, bündig mit der Klinkerwand. Verbindungsbrücke verglast. Sporthallen-Südseite: „Pfosten-Riegel-Konstruktion mit vorgeblendeten steuerbaren Lochpaneelen“. Funktionen Erschließung - Eingang des Neubaus vom Hof. Kleines Foyer, über­ gehend in einen rückwärtigen 3,30m breiten, das Haus über seine gesamte Länge durchquerenden Flur („Galerie“) mit Fenstern zum Sporthallenraum. Übergänge zum Altbau im 1. und 2. OG. - Aufzug im Altbau nahe der Haupttreppe. Höhendiffe­ renzen auf den Geschossebenen werden durch eine Rampe im EG und durch ein Hubpodest im 1. OG überwunden. - Externer Zugang von der Bitterstraße. - Anlieferung Mensa von der Bitterstraße auf der Ge­ bäude-Ostseite. - Vertikalerschließung über zwei vom UG bis ins 1. OG durchgehende Treppenräume, vom 1. ins 2. OG über 2 einläufige Freitreppen in den Randzonen der Atriumhalle. Aufzug in Zuordnung zum westlichen Treppenraum. Ringförmiges Flursystem in den Ober­ geschossen. Flurbreiten zwischen ca. 2m und ca. 3,50m. Flure überwiegend über das Atrium belich­ tet. Auf der Umkleideebene der Sporthalle ca. 3,30m breiter, zum Hallenraum offener Flur. Schulbereich - Mensa mit eigenem Außenbereich und Bibliothek im EG, Garderobe in der EG-Randzone. Lehrerzimmer im 1. OG am Übergang in den Altbau. Für den Mün­ terbau vorgesehene NaWi-Räume sowie Schülerräu­ me im 1. OG. Klassen- und Gruppenräume im 2. OG. Orientierung der Unterrichtsräume in alle Richtungen. Zwei unterschiedlich tiefe Terrassenebenen in der At­ riumhalle.

Kuehn Malvezzi, Berlin | 2. Rundgang

1067
Planungsdaten NF - ohne WCs [m²] NF - Gesamt BGFa [m²] BRIa [m³] BGF / NF A/V ÜF- überbaute Fläche Kosten [€] KG 200-700 8.500.000 Soll 3.390 Ist 3.510 3.682 5.827 28.881 1,58 0,27 2.242 12.641.487

Erweiterung Arndt-Gymnasium Dahlem / Ergebnisprotokoll

1067
über Sheds. - Mensa im EG Ost zentral gelegen mit Fensteröffnun­ gen zur Schulfreifläche und Einblickmöglichkeit in Sporthalle. Angrenzende Küche und Personalaufent­ halt ohne Tageslicht. LH ca. 3 m. - Garten-/Schneegeräteraum über Außengeräteraum zugänglich im EG Süd. - Technikraum im EG Ost. Sporthalle - Funktionsgerechte, zweibündige Anordnung der Ne­ benräume im UG. Ohne Tageslicht. LH 3,5m. - Zweiter Fluchtweg über südliche Außentreppe. - Östliche Hallenlängsseite mit Fenstern ab 4,8m über OK Hallenboden, westliche Hallenlängsseite öffnet mit Fenstern zur Mensa als Zuschauerempore. - 2 Technikräume im UG. Freiflächen - Laufbahn 75 m im Süden. Weitsprung, Kugelstoßan­ lage, Basketballfeld und 2 Kleinspielfelder westlich des Neubaus. - Fahrradstellplätze entlang Bitterstr. auf Höhe des Neubaus. 5 PKW-Stellplätze nördlich des Neubaus. Baukonstruktion - Stahlbetonkonstruktion. Hinterlüftetes Verblendmau­ erwerk. Außenliegender, textiler Sonnenschutz. Bo­ den mit Kautschukbelag. - Sporthallendachtragwerk in Sheds integriert. - 4-geschossiger Bauteil mit Dachbegrünung. Realisierbarkeit - RP erfüllt. WCs 172m², TF 172m².
 - Nur ein baulicher Rettungsweg im 3. OG Neubau.
 - 1 Baum entfällt.
 Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gesamtkosten 49% über Soll, 8% über Mittelwert. - Sehr großes Bauvolumen. Geringe Flächeneffizienz. - Sehr hohe Bruttogeschossfläche. - Zu erwartende Nutzungskosten überdurchschnittlich. Energieeffizienz - EnEV-30% scheint möglich. - Keine konkreten Angaben zur Unterstützung Tages­ lichtversorgung. - Natürliche Lüftung, Lüftungsanlage mit WRG nur in Sporthalle. Sicherheitsproblematische nächtliche Lüf­ tung. - Konventionelle, zentrale Gas-Brennwert-Technik. PV Anlage ohne Einbindung in Energiekonzept. - Günstiges A/V-Verhältnis.

Städtebau und Gestaltung - Terrassierter Neubaukomplex entlang Bitterstr. be­ herbergt Schulerweiterung, Mensa und Sporthalle. - Baukörper bindet 4-geschossig bei Übernahme der Bestandstraufhöhe direkt an Flurbereich des Südflü­ gels an und entwickelt sich von hieraus nach Süden und Osten. Neubau treppt nach beiden Seiten hin ab (Gebäudehöhen ca. 15,6m/12,4m/8,2m/4,4m). Auf den 1- und 3-geschossigen Bauteilen entstehen Dachterrassen. - Abriss des Münterbaus. - Sporthalle belegt südöstliches UG und EG. Über Sporthalle sind Klassenräume mit durchgehenden Sheds mit Öffnungen nach Norden und Sollarkollek­ toren nach Süden angeordnet. - Dachterrasse über südöstlichem, 1-geschossigen Bauteil ist über breite Freitreppe mit Sitzstufen mit Schulfreifläche verbunden. - Durch Neubaupositionierung entsteht östlich Ein­ gangshof mit PKW-Stellplätzen und westlich zusam­ menhängende Grünfläche zur Gelfertstr. für Pausen­ hof und Außensportanlagen. - Loggia im 1. OG Ost vor Aufenthalt OS. - Schulneubau als kubischer Körper mit heller Klinker­ fassade und einheitlich, liegenden Fensterformaten. Fensteröffnungen werden bei Eingängen, Mensa und Dachterrassenzugängen bis OK Boden geführt. Sporthallenfenster unterscheiden sich von übrigen Fenstern nur durch fehlende, vertikale Unterteilung. - Wiederöffnung des Arkadengangs im EG Altbau. Funktionen Erschließung - Zugang von Bitterstr. führt über breite Rampe/Stufen zum nördlichen Haupteingang mit Foyer. - Ebenerdiger Nebeneingang mit Vordach für Zugang Mensa und Sporthalle führt von Westen ins Foyer. - Offene L-förmige Treppe mit großem Treppenauge im Foyer verbindet UG mit 1. OG. Angrenzendes ge­ schlossenes Treppenhaus und Aufzug erschließt alle Etagen. Weiteres Treppenhaus an Ostfassade bis 2. OG. - Foyer bindet über Höhenausgleichsrampen an Be­ standsflur an. - Sporthalle wird über offene Treppe und Aufzug im Fo­ yer und über südliche Außentreppe erschlossen. - Anlieferung Mensa funktionsgerecht von Süden. - Aufzug im Neubau am Übergang zum Altbau. Neubau - In nördlichem Gebäudeteil zweibündige Anordnung der Fach-/Aufenthaltsräume. Lehrerzimmer im 3.OG mit Zugang zur Dachterrasse nach Osten. Bibli­ othek im 3.OG West. Ein Sammlungs/Vorbereitungs­ raum ohne Tageslicht im 2.OG. - Über Sporthalle zweibündige Anordnung von Klas­ senräumen mit versetztem Flur mit teils direktem Zugang zur Dachterrasse bzw. Zugang über Flur mit Blick über Sportfreiflächen. Zusätzliche Belichtung

Kleihues + Kleihues Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin| 1. Rundgang

1068
Soll 3.390 Ist 3.508 3.647 5.469 26.522 1,50 0,41 3.159 8.500.000 11.785.434

Planungsdaten NF - ohne WCs [m²] NF - Gesamt BGFa [m²] BRIa [m³] BGF / NF A/V ÜF- überbaute Fläche Kosten [€] KG 200-700

Erweiterung Arndt-Gymnasium Dahlem / Ergebnisprotokoll

1068
- Mensa mit eigenem Außenbereich und Lehrerzim­ mer im EG, Lehrerzimmer im Bereich des Altbau-An­ schlusses. Klassenzimmer; Gruppen- und Schülerar­ beitsräume in den OG, einbündig geordnet. Orientie­ rung überwiegend zur Gelfertstraße. WCs zentral auf allen Geschossebenen. Technikräume / Schächte in der Flurzone. - Raumzuschnitte funktionsgerecht. Lichte Höhen im EG 3,75m, in den OG 3,25m. - Natürliche Belichtung und Belüftung gegeben. Son­ nenschutz: außenliegende Lamellen-Raffstores. Sporthalle - Eingang vom Hof, gleichzeitig Zugang für den Ver­ einssport. Kleines Foyer. - Funktionsgerechte Zuordnung der Sporthallenräume auf einer Ebene. Umkleiden über Oberlichtband na­ türlich belichtet und belüftet. Raumzuschnitte funkti­ onsgerecht. - Umlaufende Befensterung der Halle oberhalb 3,80m. Keine Angaben zum Sonnenschutz. - Technikflächen nachgewiesen. Freiflächen - 3 Spielfelder 22m x 44m. Laufbahn (100m), Weit­ sprung, Kugelstoßen nördlich der Spielfelder. - Fahrradstellplätze und 5 PKW-Stellplätze an der Gel­ fertstraße. Weitere Fahrradstellplätze nördlich des Münterbaus. Baukonstruktion - Konventionelle Bauweise, Tragwerke aus Stahlbeton. Dachtragwerk der Sporthalle mit Stahlträgern. - Münterbau: neue EG-Decke im Bereich der Turnhal­ le, zusätzliches Treppenhaus, Kürzung der Brüstun­ gen im OG. Realisierbarkeit - Raumprogramm nachgewiesen. Flächenabweich­ nungen im Münterbau: Informatik -16m², Gruppenraum +20m². WCs: 139m². TF: 184m². - Rettungswege gegeben. Ein Rettungsweg im Schul­ neubau (offen im Eingangshallenraum) fragwürdig. - Barrierefreiheit: Aufzug im westlichen Altbau-Trep­ penhaus. Münterbau und Altbau-Südflügel nicht bar­ rierefrei erschlossen. - Eingriffe in die Baumgruppe am Südrand des Schul­ hofes (5 Bäume entfallen). Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb -	 Gesamtkosten 39% über Soll, im Mittelwert. -	 Großer Hüllflächenanteil. -	 Zu erwartende Nutzungskosten durchschnittlich. Energieeffizienz -	 EnEV-30% scheint möglich, bedarfsgerechter Fens­ terflächenanteil. - Natürliche Lüftung in Kombination mit Lüftungsanla­ ge mit WRG, nächtliche Lüftung gut. - Konventionelle Gas-Heiztechnikl, Solar für WW.

Städtebau und Gestaltung	 -	 Ergänzung des Altbaus mit einem 3-geschossigen Gebäudeflügel entlang der Gelfertstraße. Anschluss an die westliche Giebelwand über ein zurückgesetz­ tes Verbindungsbauteil. Aufnahme der straßenseiti­ gen Bauflucht, der Höhe des Traufgesimses. Staffe­ lung der zur Gelfertstraße orientierten Baukörperkon­ tur, Abstand zur Straße ca. 8 bis 18m. Gebäudehöhe Schulneubau 11,90m. - Solitärer Sporthallenbau im südöstlichen Grund­ stücksbereich. Aufnahme der Baufluchten des Mün­ terbaus. Halle ebenerdig, flacher Nebenraumtrakt ostseitig vorgelagert. Gebäudehöhen ca. 9,40m (Hal­ le) bzw. 3,20m (Nebenraumtrakt). - Sanierung und Umbau des Münterbaus unter Aufnah­ me der derzeitigen Außenwandstellung. - Dreiseitige Fassung des Schulhofs. Außensportanla­ gen im Süden in Zuordnung zur Sporthalle. - Einheitliches Fassadenkonzept für Neubauten und Münterbau. Sockelzone mit Naturwerksteinplattenbe­ lag in Anlehnung an die Sockelzone des Altbaus, zu­ rückgesetzte großformatige raumhohe Befensterung. In der Obergeschosszone umlaufende Systemfassa­ de, Bekleidung aus Aluminium-Blechen, stark profi­ liert; regelmäßige, nahezu raumhohe Befensterung, einheitliche stehende Formate, integrierte Lüftungs­ flügel. Fassaden- / Fensterraster 1,55m. Funktionen Erschließung - Eingang des Neubaus von der Königin-Luise-Stra­ ße, Durchgang zum Hof. Anschluss an den AltbauWestflügel über ein Verbindungsbauteil. Übergänge im EG (ebenengleich) sowie im 1. und 2. OG (über Differenztreppen bzw. Durchlader-Aufzug). - Erschließung des Münterbaus wie im Bestand auf zwei Ebenen vom Altbau, Nebeneingänge vom Hof. - Zugang Sporthalle auf der Gebäudeostseite vom Hof sowie für Vereinssport von der Bitterstraße. -	 Aufzug am westlichen Altbau-Treppenhaus. -	 Anlieferung Mensa: Zufahrt von der Gelfertstraße.. Münterbau -	 Vertikalerschließung über zwei Treppenräume. Auf beiden Geschossebenen innenliegende unbelichtete Flure. Flurbreiten zwischen 1,50m und 2,80m. - Räumliche Organisation und Raumzuschnitte funkti­ onsgerecht. NaWi im OG zusammengefasst. Samm­ lung / Vorbereitung auf 3 Räume verteilt. WCs im EG und OG. Technikflächen im EG und OG. - Natürliche Belichtung und Belüftung gegeben. Son­ nenschutz: außenliegende Lamellen-Raffstores. Schulneubau - Vertikalerschließung über Freitreppe vom Foyer. Ne­ ben- bzw. Fluchttreppe am südlichen Gebäudeende. Aufzug im westlichen Altbau-Treppenhaus. Einfaches Flursystem, überwiegend entlang der hofseitigen Fassade geführt. Flurstück hinter der Treppe innenliegend. Flurbreiten ca. 2,50m.

MGF Architekten GmbH, Stuttgart | 2. Preis

1069
Planungsdaten NF - ohne WCs [m²] NF - Gesamt BGFa [m²] BRIa [m³] BGF / NF A/V ÜF- überbaute Fläche Kosten [€] KG 200-700 8.500.000 Soll 3.390 Ist 3.314 3.383 4.700 22.979 1,39 0,43 3.208 10.586.192

Erweiterung Arndt-Gymnasium Dahlem / Ergebnisprotokoll

1069
Neubau nachgewiesen. - Technikraum im 2. OG. Sporthalle - Ebenerdiger Zugang führt in zweibündigen Neben­ raumtrakt mit funktionsgerechter Anordnung. LH 2,6m. Ebenengleicher Zugang zur Halle. - Umkleide-/Waschräume entlang westl. Längsseite laut Ansichten mit geschosshoher Festverglasung. - Halle mit zahlreichen Oberlichtern. Östlicher, längs­ seitiger Fensterstreifen ab ca. 3,8m über OK Boden. - Schnee- und Außengeräteraum im Südwesten. - Zwei kleine Technikräume in Nebenraumtrakt. Freiflächen - 100m Laufbahn im Süden. 2 Kleinspielfelder, Weit­ sprung u. Kugelstoßanlage an Sporthalle angelagert. Weiteres Sportfeld 21m x 31m östlich. - Fahrradstellplätze westlich des Neubaus entlang Gel­ fertstraße. 8 PKW-Stellplätze auf nordöstlicher Frei­ fläche mit Zufahrt von Bitterstr. Baukonstruktion - Neubau Stahlbetonskelettbauweise mit Betonwerk­ steinverkleidung, Alu-/Glaskonstruktion, innenliegen­ dem Sonnenschutz, Dachbegrünung. Bodenbelag in Erschließungsflächen Naturstein, in Klassenräumen Linoleum. - Sporthalle Stahlbetonkonstruktion. Tragwerk mit Stahlbetonträger als Fertigteil. Oberlichter mit licht­ streuender Kapillareinlage. Dachbegrünung. Realisierbarkeit - RP erfüllt. Wegfall eines Unterrichtsraumes im Altbau durch Übergang und Lehrerarbeitsplätze, Ersatz im Neubau 1.OG. WCs 69m², TF 33m². - Zweiter Rettungsweg Neubau über TH Altbau. Flucht­ treppenhaus Neubau nicht abgeschlossen, ohne di­ rekten Ausgang ins Freie. - Bäume entfallen west. und südl. des Schulneubaus. - Planunstimmigkeiten Sporthalle Ansicht W /GR. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gesamtkosten 25% über Soll, 10% unter Mittelwert. - Sehr geringe Bruttogeschossfläche.
 - Geringes Bauvolumen. Sehr hohe Flächeneffizienz.
 - Zu erwartende Nutzungskosten unterdurchschnitt­ lich. Energieeffizienz - EnEV-30% scheint möglich, bedarfsgerechter Fens­ terflächenanteil. - Keine konkreten Angaben zur Unterstützung Tages­ lichtversorgung. - Keine natürliche Lüftung. Lüftungsanlage mit WRG. - Luftheizung über Lüftungsanlage. Wärmepumpenan­ lage, Energiequelle nicht benannt. - Regenwassernutzung für Gartenbewässerung und Toilettenspülung.

Städtebau und Gestaltung - Westliche Freifläche wird durch 3-geschossigen, kompakten Neubau entlang Gelfertstr. und einge­ schossigem Volumen zwischen Neubauriegel und Altbauflügel zum abgeschlossenen Pausenhof. - 3-geschossiger Schulneubau (Gebäudehöhe 11,8m) nimmt Gesimshöhe und stirnseitig nördliche Fassa­ denflucht des Altbaus auf und bindet im 1. und 2.OG über gläsernen Übergang an Bestandstreppenhaus an. Abstand zu Altbau 5,5m. - 1-geschossiges Volumen (Gebäudehöhe 4,5m) nimmt südliche Fassadenkante des Neubaus und des Bestandssüdflügels auf und schließt direkt an Altbau an. - Sporthalle (Gebäudehöhe 8,4m) im südöstl. Grund­ stücksecke. Längsseitiger, vorgelagerter, 1-geschos­ siger Nebenraumtrakt (Höhe 3,6m) nach W. - Abriss des Münterbaus. - Außenraum gegliedert in räumlich gefassten Pausen­ hof, in Sportfreiflächen angelagert an Sporthalle und in östl. Schulhof für Sportfeld und Stellflächen. - Schulneubauten mit Lochfassade. 3-geschossiger Baukörper mit stirnseitig geschlossenen Fassaden. An den Längsseiten große, quadratische Fensteröff­ nungen, zur Gelfertstr. in regelmäßiger Anordnung, zum Schulhof unregelmäßige Positionierung. Im Querflügel reichen beidseitig, gleichmäßig angeord­ nete, große Öffnungen bis Bo-den. - Kompakte, weitgehend geschlossene Sporthalle übernimmt Architektursprache von Neubau. Westl., eingerückte, verglaste Fassade entlang Nebentrakt. - Wiederöffnung des Arkadengangs im EG Altbau. Funktionen Erschließung - Haupteingang Schulneubau von Königin-Luise-Str. im EG unter gläsernen Verbindungsgang gegenüber Bestandstreppenhaus. - Zugang zu Mensa über Pausenhof. - Eingang Sporthalle von W für Schule und Externe. - Anlieferung Mensa funktionsgerecht von Süden. - Aufzug im südl. Risalit des Altbausüdflügel. Erschlie­ ßung Mansardendach nicht ohne Eingriffe in Dachflä­ che. Langer Weg Aufzug/OGs Neubau. - Anbindung an Altbauwestflügel im 1. und 2. OG, Hö­ hendifferenzen unberücksichtigt. Anbindung an Süd­ flügel über Raumdurchbruch im Bestand EG. Schulneubau - Zugang führt in einbündigen Trakt für Unterrichts- und Fachräume über 3 Ebenen. Erschließung über hofs­ eitige, einläufige, offene Treppe und Treppenhaus am südl. Flurende. LH EG 3,1m, OG 3,5m. - Eingeschossiger Querriegel, LH ca. 3,1m, beher­ bergt Mensa, Bibliothek und Aufenthaltsräume für Schüler und Lehrer in offener Raumfolge. Mensa mit vorgelagerter, nördlicher Außenfläche zum Schulhof. Lehrereinzelarbeitsplätze im angrenzenden Südflü­ gel Altbau angeordnet, Ersatzklassenraum im 1. OG
        
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