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Ergebnisprotokoll

Full text: Ergebnisprotokoll

Erweiterung der Schiller-Bibliothek Berlin Mitte

Nichtoffener Wettbewerb mit Ideenteil Ergebnisprotokoll

Nichtoffener Wettbewerb mit Ideenteil Erweiterung der Schiller-Bibliothek Berlin Mitte Ergebnisprotokoll

Berlin, Juni 2011

Koordination Nanna Sellin-Eysholdt, II D 11 Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Vorprüfung Architektur Heinrich Burchard Birgit Dietsch Ulrike Kurz Kosten / Energieeffizienz Heiko Rund Sinisa Miklic Mitarbeiter der Vorprüfung Swen Auerswald Milena Petkova Titelbild AV1 Architekten GmbH, Kaiserslautern Druck A & W Druck, Berlin

Inhaltsverzeichnis
1. 1.1 1.2 1.3 1.4 1.5 1.6 1.7 1.8 1.9 1.10 1.11 1.12 1.13 1.14 1.15 1.16 1.17 1.18 1.19 Preisgerichtssitzung am 15. und 16.6.2011 ........................... 7
 Preisgerichtssitzung vom 15. Juni 2011 (Bürgerabend)............. 7
 Konstituierung des Preisgerichts................................................ 7
 Eröffnung der Preisgerichtssitzung ............................................ 7
 Bürgerabend .............................................................................. 8
 Preisgerichtssitzung vom 16. Juni 2011 ..................................... 8
 Bericht der Vorprüfung ............................................................... 8
 Informationsrundgang ................................................................ 8
 Kriteriendiskussion ..................................................................... 9
 Erster Wertungsrundgang .......................................................... 9
 Zweiter Wertungsrundgang ........................................................ 9
 Schriftliche Beurteilung der Arbeiten der engeren Wahl........... 10
 Festlegung der Rangfolge und Preise...................................... 15
 Empfehlung des Preisgerichts ................................................. 16
 Öffnen der Verfasserumschläge............................................... 16
 Schließen der Sitzung .............................................................. 16
 Protokollfreigabe ...................................................................... 18
 Anwesenheitsliste Sitzung Preisgericht / Bürgerbeteiligung.....19 
 Anwesenheitsliste der Preisgerichtssitzung ............... ..............23
 Teilnehmer des Wettbewerbs . ..................................................27


2. 2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 2.6 2.7 2.8

Bericht der Vorprüfung .......................................................... 33
 Vorlauf ...................................................................................... 33
 Einlieferung der Arbeiten.......................................................... 33
 Anonymisierung ....................................................................... 33
 Vollständigkeit der Arbeiten...................................................... 33
 Vorprüfung................................................................................ 34
 Balkendiagramme .................................................................... 39
 Zusammenstellung der Kenndaten ..........................................40
 Einzelberichte 1320 - 1337 .... ..................................................43


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1.	 1.1	

Protokoll der Preisgerichtssitzung vom 15. und 16. Juni 2011 Preisgerichtssitzung vom 15. Juni 2011 (Bürgerabend)

in den Räumen des Paul-Gerhards-Stifts Großer Sitzungssaal Müllerstraße 56 13349 Berlin. Beginn: 18:00 Uhr Das Preisgericht zieht sich zunächst für den nichtöffentlichen Teil der Preisgerichtssitzung zurück. Frau Schmidt-Rathert, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Referat Wettbewerbe und Auswahlverfahren, begrüßt die Sitzungsteilnehmer und stellt die Anwesenheit (siehe Anwesenheitsli­ ste) und Vollzähligkeit des Preisgerichts fest.

1.2	

Konstituierung des Preisgerichts

Aus dem Kreis der stimmberechtigten Preisrichter und Preisrichterinnen 
 wird Frau Rohde-Can einstimmig zur Vorsitzenden gewählt.
 Herr Dierks wird anstelle von Herrn Staab als Fachpreisrichter benannt. 
 Das Preisgericht hat demnach folgende Zusammensetzung:
 Stimmberechtigte Fachpreisrichter:
 Canan Rohde-Can 
 Patrik Dierks 
 Michael Victor Müller
 Sandra Töpfer
 Stimmberechtigte Sachpreisrichter:
 Dagmar Hänisch
 Ephraim Gothe
 Herrmann-Josef Pohlmann


1.3	

Eröffnung der Preisgerichtssitzung

Die Vorsitzende übernimmt die Leitung der Sitzung. Sie bedankt sich für das entgegengebrachte Vertrauen und lässt sich von den Teilnehmern ver­ sichern, dass - sie keinen Meinungsaustausch mit Wettbewerbsteilnehmern über die Aufgabe und deren Lösung geführt haben und während der Dauer der Sitzung führen werden - sie bis zum Preisgericht keine Kenntnis von Wettbewerbsarbeiten er­ halten haben, soweit sie nicht als Vorprüfer oder Sachverständige bei der Vorprüfung teilgenommen haben - sie die Beratung des Preisgerichts vertraulich behandeln werden

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-

die Anonymität der Arbeiten aus ihrer Sicht gewahrt ist sie es unterlassen werden, sich über vermutete Verfasser zu äußern.

1.4

Bürgerabend

Die Preisgerichtssitzung wird im Rahmen der Bürgerbeteiligung öffentlich fortgeführt. Der Bürgerabend wird von Frau Fehlert, Jahn Mack und Part­ ner (Gebietsbauftragte Aktives Zentrum Müllerstraße), geleitet. Sie be­ grüßt das Preisgericht und die anwesenden Gäste. Zunächst werden die Arbeiten mittels einer Beamerpräsentation durch die Vorprüfung vorgestellt. Anschließend werden allgemeine Fragen sowie Fragen zu den einzelnen Arbeiten beantwortet und Anregungen entgegengenommen. Die Fragen und Anmerkungen werden gesammelt und für die nichtöffentliche Sitzung des Preisgerichts am nächsten Tag schriftlich festgehalten. Ende des Bürgerabends: 21:35 Uhr.

1.5

Preisgerichtssitzung vom 16. Juni 2011

Am nächsten Tag wird die Preisgerichtssitzung in den Räumen des PaulGerhards-Stifts fortgesetzt. Beginn: 9:30 Uhr Herr Ostendorff, Referatsleiter IID, begrüßt die Sitzungsteilnehmer und stellt die Anwesenheit (s. Anwesenheitsliste) fest. Anschließend über­ nimmt Frau Rohde-Can die Leitung der Sitzung.

1.6

Bericht der Vorprüfung

Die Vorprüfung hat einen schriftlichen Bericht zur Vorprüfung verfasst, der Bestandteil des Vorprüfberichts ist und dem Preisgericht vorliegt. Frau Dietsch berichtet über den Ablauf der Vorprüfung, die Einhaltung der Vorgaben gemäß der Auslobung und über die Mitwirkung der Sachver­ ständigen an der Vorprüfung. Das Preisgericht beschließt einstimmig, sämtliche Wettbewerbsbeiträge zur Bewertung zuzulassen.

1.7

Informationsrundgang

Ab 10:00 Uhr stellen die Vorprüfer die Wettbewerbsbeiträge in der Reihen­ folge der Tarnzahlen anhand der jeweiligen Pläne und Modelle sowie der Prüfbemerkungen aus dem Vorprüfbericht ausführlich und wertungsfrei vor.

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Der Informationsrundgang endet um 12:15 Uhr. 12:15 – 12:25 Uhr Pause

1.8

Kriteriendiskussion

Nach dem ersten Informationsrundgang folgt ein Austausch über die ge­ wonnenen Eindrücke und Überlegungen zu den Beurteilungskriterien. In der Diskussion werden über die in der Auslobung genannten Aspekte hinaus folgende Punkte weitergehend diskutiert: Städtebauliche Situation unter Einbeziehung des ehemaligen BVVSaales Umsetzung des 1. und 2. Bauabschnitts unter besonderer Berücksich­ tigung einer städtebaulich annehmbaren Lösung für den ersten Bau­ abschnitt Funktionale Aspekte des internen Ablaufs der Bibliothek bei Aufteilung auf mehrere Baukörper bzw. bei Mehrgeschossigkeit eines Baukör­ pers.

-

Alle Lösungen sollen im Einzelfall bewertet werden. Frau Rohde-Can bittet das Preisgericht, im folgenden ersten Wertungs­ rundgang nur die Arbeiten mit grundsätzlichen und schwerwiegenden Mängeln auszuschließen.

1.9

Erster Wertungsrundgang

Ab 12:25 Uhr findet der erste Wertungsrundgang statt. Die Vorsitzende weist darauf hin, dass im ersten Wertungsrundgang Arbeiten nur einstim­ mig ausgeschieden werden können. Im ersten Wertungsrundgang werden alle Arbeiten eingehend diskutiert. Wegen gestalterischer und funktionaler Mängel die nicht durch besonde­ re konzeptionelle Ansätze aufgewogen werden, werden folgende Arbeiten einstimmig im ersten Wertungsrundgang ausgeschieden: 1321 1324 1331.

13:10 – 13:45 Uhr Mittagspause

1.10

Zweiter Wertungsrundgang

Im zweiten Wertungsrundgang werden die im Verfahren verbliebenen Wettbewerbsarbeiten weiter vertiefend betrachtet.Die stimmberechtigten Preisrichter kommen unter Anlegen der Beurteilungskriterien der Auslo­ bung bzw. der in der Grundsatzdiskussion konkretisierten Bewertungs­ kriterien nach intensiver Erörterung der einzelnen Arbeiten zu folgenden

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Abstimmungsergebnissen: 2. Wertungsrundgang Tarnzahl 1320 1322 1323 1325 1326 1327 1328 1329 1330 1332 1333 1334 1335 1336 1337 Ja 3 3 6 0 4 0 6 1 7 5 1 4 0 0 1 Nein 4 4 1 7 3 7 1 6 0 2 6 3 7 7 6 Ergebnis ausgeschieden ausgeschieden Engere Wahl ausgeschieden Engere Wahl ausgeschieden Engere Wahl ausgeschieden Engere Wahl Engere Wahl ausgeschieden Engere Wahl ausgeschieden ausgeschieden ausgeschieden

Somit sind die Arbeiten 1320, 1322, 1325, 1327, 1329, 1333, 1335, 1336 und 1337 im zweiten Wertungsrundgang aus dem Verfahren ausgeschie­ den. Die Arbeiten 1323, 1326, 1328, 1330, 1332 und 1334 verbleiben im Beur­ teilungsverfahren und bilden die engere Wahl. Der zweite Wertungsrundgang endet um 16:30 Uhr.

1.11 	 Schriftliche Beurteilung der Arbeiten der Engeren Wahl
Die Arbeiten der engeren Wahl werden vor der schriftlichen Beurteilung durch das Preisgericht nochmals intensiv hinsichtlich der angebotenen Ty­ pologien und des Außenraums sowie der funktionalen Anforderungen der Nutzer diskutiert. Ab 16:45 werden die Arbeiten der engeren Wahl jeweils durch die Fachund Sachpreisrichter unter Berücksichtigung der vorangegangenen Dis­ kussion schriftlich beurteilt. Arbeit 1323 Die Arbeit besticht durch ihre atmosphärische, fast museale Anmutung. Sie legt sich als eingeschossiger, mäandrierender Baukörper sensibel in die Parklandschaft, produziert damit maßstäbliche, größtmögliche und gut nutzbare öffentliche Räume, die allseitig Qualitäten schaffen. Die beschei­ dene Höhenentwicklung im ersten Bauabschnitt vermeidet eine Störung der vorhandenen Ensemblewirkung, allerdings kann dieses Versprechen im 2. Bauabschnitt nicht eingehalten werden. Drei eingestellte mehrge­ schossige großmaßstäbliche Kuben besetzen als additive Elemente die vorhandenen Freiräume. Damit verliert der Entwurf leider einen Großteil

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seiner Leichtigkeit und Freiraumqualitäten. Es wird kritisch angemerkt, dass der vorhandene BVV-Saal keine Anbin­ dung an das Bibliotheksgebäude aufweist. Die Positionierung des Haupt­ einganges erfolgt über das freigestellte Erdgeschoss des BVV-Saales, der somit als Vordach fungiert. Der vorgeschlagene steinerne Rathausvorplatz ist klar definiert, schafft hohe Aufenthaltsqualitäten mit klaren Zugangssi­ tuationen. Durch die sehr schmale Front zur Müllerstraße hin ist die Bibli­ othek jedoch nicht sofort erkennbar. Architektonisch wird ein weitestgehend gläsernes Erdgeschoss vorge­ schlagen, über dem sich eine markante monolithische Dachlandschaft aus rau geschaltem Sichtbeton erhebt. Die Ausbildung der Sheddächer wird als der Aufgabe und künftigen Nutzung nicht entsprechend bewertet. Die konstruktive Ausbildung wird als aufwendig und wartungsintensiv betrach­ tet. Die vorgeschlagene Innendämmung wird ebenfalls als problematisch bewertet. Die in einer Vielzahl angebotenen Innen-Außenbezüge versprechen sehr hohe und inspirierende Aufenthaltsqualitäten. Die funktionale Abfolge der einzelnen Bereiche wird als Raumkontinuum definiert, gelingt im ersten Bauabschnitt sinnfällig, im zweiten Bauabschnitt weniger. Die Anmutung der Räume bietet Erlebnisse und Entdeckungen insbeson­ dere für Kinder. Jedoch erschwert ihre Länge bereits im 1. BA die Über­ sicht und erfordert trotz der Reduktion auf ein Geschoss einen Personal­ mehraufwand. Die Arbeitet stellt sich sehr preiswert dar, da auf ein Kellergeschoss, sowie vertikale Erschließungselemente im ersten Bauabschnitt vollständig ver­ zichtet werden kann. Städtebaulich gelingt hier ein besonders gelungenes Ensemble mit po­ sitiver Präsenz zur Müllerstrasse, gleichzeitig wird das Bornemann-En­ semble mit seinen klaren, solitären Kuben in einer fließenden Landschaft respektiert. Für den ersten Bauabschnitt stellt dieser Entwurf einen gelun­ genen Beitrag dar, wünschenswert wäre eine ähnliche sensible Haltung auch für den 2. Bauabschnitt.

Arbeit 1326 Eine städtebaulich selbstbewusste wie radikale Setzung. Der fließende Stadtraum wird scheinbar mühelos beherrscht, worin leider auch die do­ minante Aussage des Entwurfes liegt. Dennoch bietet die kraftvolle Prä­ senz des Solitärs neue Aspekte in Form einer offenen Stadtloggia, die vor allem aber einen architekturtheoretischen Standpunkt darstellt. Robustheit als ein Grundanliegen findet sich in der geometrisch, logisch entwickelten Gebäudestruktur wieder. Auf diese Weise gelingt eine äußerst klare Aus­ sage, die trotz ihrer Kompromisslosigkeit ein ernstzunehmendes Angebot zur Integration des BVV-Saales und des Gastropavillons macht, sowie zur Erweiterung zum 2. BA in Form einer Auffüllung der freien Kubusecken. Durch die Größe des Baukörpers entstehen entgegen der Verfasserab­ sichten jedoch räumliche Zwänge, Enge und Zergliederung des Freiraums in ein Vorne und Hinten.

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Ein Stahlraumtragwerk wird folgerichtig als adäquate Konstruktion ge­ wählt, wobei die Dimensionierung vor allem der weite Auskragung Fragen aufwirft. Die schwarzen Metallpaneele unterstützen den autonomen Cha­ rakter des Gebäudes und zeigen ein geschicktes Spiel mit Proportionen und Motiven. Die Fassade und die Höhe des Gebäudes wirken insbeson­ dere für Erst-Besucherinnen und Besucher ggf. wenig einladend und wer­ den kontrovers diskutiert. Die Logik der Struktur bedingte eine Härte der innenräumlichen Entfaltung. Die kreuzförmigen Arme zeigen Zwänge im Erschließungskonzept, wobei der quadratische, mit Oberlichter versehene Bibliotheksbereich übersicht­ lich und funktional positiv gegliedert ist, jedoch dämpft ein Mangel an Au­ ßenbezügen die Aufenthaltsqualität. Die Anmutung im Freihandbereich im OG bietet wenig Möglichkeiten für Differenzierungen bei der Medienpräsentation. Gut gelöst ist die modul­ hafte Erweiterbarkeit, durch die quasi per se voneinander trennbare Funk­ tionsbereiche entstehen. Durch die Anordnung im „Kreuz“ bleiben Wege zu den Beständen kurz. Die Regalaufstellung wirkt jedoch hölzern und wenig animierend, Räume zu entdecken. Durch die hohen Überbauungen entstehen Windfänge, die einen Aufent­ halt darunter eher nicht attraktiv erscheinen lassen. Die Einganssituation ist nicht sofort erkennbar. Die Arbeit wird als selbstbewusster, eigenständiger Beitrag gewürdigt, wobei die Absicht der Verfasser, auf die Außenräume positiv einzuwirken durch den übermächtigen Gestus des Gebäudes nicht erreicht wird. Der Entwurf lässt keine Umsetzung im vorgegebenen Kostenrahmen er­ warten; eine wirtschaftliche Realisierung im 1. BA erscheint nicht möglich.

Arbeit 1328 Der Entwurf setzt die städtebaulichen Vorgaben mit der Herausbildung von vier Pavillongebäuden und vier tiefer liegenden Höfen konsequent um. Die bauliche Einbindung des BVV-Saales mit dem gut auffindbaren Eingang im Sockelgeschoss ist städtebaulich überzeugend. Die Eingangssituation selbst wirkt jedoch wenig großzügig und offen. Der schmale Durchgang an der Brandwand (zwischen Müllerstraße und Genter Straße) wird durch Querungsmöglichkeiten über die Bibliotheks­ anlage aufgelockert und dadurch mit den übrigen Freiflächen vebunden. Die Gefahr von Vandalismus in den Innenhöfen wird durchaus gesehen und der evtl. Verzicht auf die Treppenanlage zu den Höfen diskutiert. Un­ abhängig davon wäre die nicht dargestellte Absturzsicherung für die Höfe erforderlich. Die Anmutung der Gebäude wirkt einladend. Die Erkennbarkeit ist jedoch im 1. BA durch den hinter den BVV-Saal zurückgesetzten Pavillon und die Untergeschosse nicht besonders ausgeprägt. Die Fassadengestaltung setzt sich in der Materialität und Gliederung vom bestehenden Gebäude­

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ensemble ab und stellt eine eigenständige Lösung dar. Die Mehrgeschossigkeit über mehrere Gebäudeteile hinweg macht einen nicht vertretbaren Personalaufwand nötig. Der Zugang im Eingangsbe­ reich ist nur über eine schmale Treppe in das Foyer des Untergeschosses zugänglich (keine Sichtbeziehung Infopoint / Eingangstür möglich). Die Teilbarkeit des Veranstaltungsraums im ehem. BVV-Saal in ca. 3 einzelne Gruppenräume müsste hergestellt werden. Die vier Hochbaukörper im 2. BA bedingen einen hohen Erschließungsaufwand (je zwei Treppenhäuser plus ein Aufzug erforderlich). Der zweite bauliche Rettungsweg ist in allen Pavillonbauten erforderlich. Die Sanitär­ raumversorgung ist nicht ausreichend. Der Kostenrahmen ist bei weitem nicht eingehalten. Durch die gewählte Baukörperform entsteht eine schlechte Energiebilanz. Arbeit 1330 Städtebau Der Verfasser entwickelt auf Grundlage des HaberlandKonzeptes eine eigen-ständige, viergeschossige Baukörperkette mit angemessener Ku­ batur entlang der südöstlichen Brandwand. Der aufgeständerte BVV-Saal wird hierbei durch ein sehr transparent gedachtes Erdgeschoss schlüs­ sig zitiert, wobei der Grad der erlebbaren Transparenz des durchweg ge­ nutzten Erdgeschosses zu prüfen wäre. Aussenraum Das zum Teil nahe Heranrücken der Gebäudekette an die Brandwand wird durch die versetzt angeordneten Kuben mit daraus resultierender Hofbil­ dung als positiver Ansatz im Umgang mit der Brandwand gesehen. Den­ noch sollte die Position der Gebäudekette im Bezug zum BVV-Saal hin­ sichtlich einer Verschiebung zur Müllerstrasse (Nordost) überprüft werden. (ggf. auch im Hinblick auf eine mögliche Anbindung des BVV-Saals). Gestaltung/Konstruktion Die vorgeschlagene Profilglasfassade mit eingefügten Panoramafenstern ist eine angemessene und eigenständige Antwort im Kontext zur beste­ henden Bebauung und lässt durchaus spannende Belichtungs- und Aus­ blicksituationen in Innenraum erwarten. Funktionalität Wesentlicher Kritikpunkt ist die fehlende Einbeziehung des BVV-Saals in die Nutzungsbereiche der Bibliothek und ggf. dessen Anbindung an den Neubau. Eine mögliche Einbeziehung oder Fremdnutzungsperspektive wäre zu prüfen. Desweiteren ist die Funktionalität der Bibliothek gegeben. Das transpa­ rente Erdgeschoss ist mit Eingangsfoyer und Kinderbereich entsprechend belegt. Realisierbarkeit Programmflächen und Erstellungskosten liegen im Zielfenster. Kompakt­ heit, Konstruktion und Fassadenvorschlag lassen eine Umsetzung in dem angestrebten Rahmen erwarten. Fluchtwegsituation und brandschutztech­ nische Belange sind überarbeitungswürdig.

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Arbeit 1332 Städtebau Der Rathausplatz erhält durch die gut proportionierte schmale, langgezo­ gene und leicht von der Straße zurückgezogene viergeschossige Brand­ wandbebauung eine adäquate südwestliche Einfassung und einen Raum bildenden Abschluss, der darüber hinaus noch eine ungestörte Sichtbe­ ziehung zur Leopoldplatz gestattet. Die Mittelpunktbibliothek kann als ei­ genständiger Baukörper realisiert werden. Auch die spätere Erweiterung ist gestalterisch und technisch gut lösbar. Die geforderte räumliche Anbin­ dung an den BVV Pavillon ist bei dieser konsequenten städtebaulichen Lösung allerdings nicht möglich. Außenraum Durch die Beschränkung auf die Brandwandbebauung bei dieser Arbeit entsteht ein sehr breiter, gut gestaltbarer Außenraum, der sich parkähnlich gestalten lässt und eine angstfreie fußläufige und großzügige Durchwe­ gung von der Müllerstraße zur Genterstraße erlaubt. Ob die parkartige Ge­ staltung direkt an der Müllerstraße beginnen soll, kann später entschieden werden. Das über die gesamte Länge des Baukörpers zurückspringende Erdgeschoss erlaubt sogar eine überdachte Wegeführung. Der Außenraum für die Gastronomie bleibt erhalten. Gestaltung / Konstruktion Der Entwurf erzeugt durch die großflächige Gestaltung der Fassade mit Glas eine eigene Architektursprache, die mit Bornemanns Ensemble aus Hochhaus und Pavillon einen Dialog eingeht. Der Eingang zum Gebäude ist gut auffindbar gegenüber dem BVV Pavillon angeordnet. Funktionalität / Raumqualität Die fehlende räumliche Anbindung der Funktionsbereiche im ehemaligen BVV-Saal an den neuen Baukörper ist betrieblich, insbesondere in den Herbst-/Wintermonaten nicht handhabbar. Diese Räume müssten in das Bibliotheksgebäude integriert werden, womit jedoch der ehemalige BVVSaal ohne eigentliche Nutzung verbliebe. Die Anzahl der Geschosse ist im Hinblick auf den Personaleinsatz sinnvoll. Dank guter Sichtachsen sind Pulte an gut einsehbaren Stellen mit vertret­ baren Wegelängen möglich. Mit dem 2. BA entstehen jedoch lange Wege. Im EG ist die Regalstellflä­ che durch den schmalen, zurückgezogenen Baukörper recht gering, so dass Sonderpräsentationen o.ä. nicht sofort erkennbar werden. Realisierbarkeit Die Reduzierung der gegenwärtig überschrittenen Flächen bzw. die Un­ terbringung der für den BVV-Saal vorgesehenen Funktionen im Neubau sollte in einer Überarbeitung geprüft werden. Wirtschaftlichkeit Der kompakte Baukörper, eine vereinfachte Fassadenausbildung und die Beschränkung auf die geforderten Nutzflächen lässt eine Realisierung im Kostenrahmen erwarten. Energieeffizienz Der Anbau an die Brandwand und der Anschluss an die Fernwärme tragen

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neben der großzügigen Verglasung zur guten Energieeffizienz bei. Arbeit 1334 Städtebaulich schafft der Entwurf bereits im ersten Bauabschnitt einen Neubau, der als kompakter Riegel von der Müllerstrasse bis zum Leo­ poldplatz wirksam wird. Die Positionierung des Baukörpers ist so gewählt, dass die Außenräume zur Müllerstrasse, zu den Bestandsbauten, wie auch zur Brandwand eindeutig definiert werden. Durch den großzügigen Abstand zur Brandwand werden gute Freiraumqualitäten auch in diesem Bereich geschaffen. Die klare zeitgenössische Architektursprache mit der gewählten Sockelund Attikalösung kann als Fortschreibung der Bornemannbauten gesehen werden. Der Fassadenaufbau mit der Doppelfassade als Schaufenster wird allerdings für aufwendig und etwas überzogen befunden. Die Integra­ tion des BVV-Saals in den Neubau wird sehr kontrovers diskutiert. Einer­ seits wird der Ansatz, den Saal als Bestandteil des Neubaus zu konzipie­ ren sehr begrüßt, andererseits wird die Aufhebung des Solitärcharakters als sehr kritisch gesehen. Das großzügige mehrgeschossige Atrium weist große Innenraumqualitäten auf, allerdings bleiben Antworten auf den Um­ gang mit Lärm, Brandschutz sowie die gleichmäßige thermische Behand­ lung der unterschiedlichen Bereiche offen. Insgesamt wird der städtebaulich mutige und konsequente Ansatz in der Erweiterung des zweiten Bauabschnitts sehr begrüßt, obwohl die Krüm­ mung zur Genterstraße formal bleibt und sich nicht erschließt. Die weite Auskragung zur Müllerstraße ist statisch ungeklärt und mindert die städte­ bauliche sowie räumliche Klarheit des Entwurfes. Der Baukörper lässt eine wirtschaftliche Umsetzung erwarten.

1.12

Festlegung der Rangfolge und Preise

Die schriftlichen Beurteilungen werden verlesen. Nach nachfolgender in­ tensiver Diskussion wird der Antrag gestellt, der Arbeit mit der Tarnzahl 1328 eine Anerkennung zuzusprechen. Über den Antrag wird wie folgt ab­ gestimmt: 1328: 7 : 0 ja/nein Stimmen

Somit ist der Antrag angenommen. Die Arbeit 1328 erhält eine Anerken­ nung. Als nächstes wird der Antrag gestellt, den Arbeiten 1323 und 1326 jeweils eine Anerkennung auszusprechen. Die Abstimmungen hierzu hat fol­ gendes Ergebnis: 1323 1326 6 : 6 : 1 1 ja/nein Stimmen ja/nein Stimmen

Somit sind beide Anträge angenommen. Die Arbeiten 1323, 1326 und 1328 erhalten je eine gleichwertige Anerken­ nung.

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Über die Vergabe der Preise beschließt das Preisgericht auf entspre­ chende Anträge mit folgenden Abstimmungsergebnissen: 3. Preis für die Arbeit 1330

4 :

3

ja/nein Stimmen

Somit erhält die Arbeit 1330 den 3. Preis.

2. Preis 
 für die Arbeit 1334

4 :

3

ja/nein Stimmen. 


Der 2. Preis wird der Arbeit 1334 zuerkannt.

Danach wird der Antrag gestellt, der Arbeit 1332 den 1. Preis auszuspre­ chen. Über diesen Antrag wird wie folgt abgestimmt. 1332: 5 : 2 ja/nein Stimmen

Die Arbeit 1332 erhält den 1. Preis.

1.13

Empfehlung des Preisgerichts

Das Preisgericht empfiehlt einstimmig, die Arbeit mit der Tarnzahl 1332 mit der weiteren Realisierung zu beauftragen. Für die weitere Bearbeitung 
 sind folgende Punkt zu beachten:
 Das zurückgesetzte Erdgeschoss ist aufgrund der Einschränkung hinsicht­ lich der nutzbaren Fläche zu prüfen.
 Der Veranstaltungsraum von 80 m² soll in den Baukörper integriert wer­ den. Auf die vorgesehene Nutzung des BVV-Saales durch die Schiller-
 Bibliothek soll verzichtet werden.
 Die Fassade soll vereinfacht werden.
 Die Schrägstellung des Baukörpers ist zu prüfen.


1.14

Öffnen der Verfasserumschläge

Die Umschläge mit den Verfassererklärungen werden zum Abschluss der Sitzung geöffnet. Die Namen der Wettbewerbsteilnehmer werden verle­ sen.

1.15

Schließen der Sitzung

Die Vorsitzende bedankt sich bei allen Beteiligten, insbesondere bei der Vorprüfung und bittet das Preisgericht um Entlastung der Vorprüfung. Nachdem diese einstimmig erfolgt ist, gibt sie den Vorsitz an Herrn Gothe zurück.

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Herr Gothe bedankt sich für die engagierte Arbeit und die Diskussionsbei­ träge des Preisgerichts und bringt den besonderen Dank für die Arbeit der Vorsitzenden zum Ausdruck.

Die Sitzung wird um 19:30 Uhr geschlossen.

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1.16

Protokollfreigabe

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1.17	 Anwesenheitsliste Sitzung des Preisgerichts / Bürgerbeteiligung am 15.6.2011

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1.18

Anwesenheitsliste der Preisgerichtssitzung

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1.19

Teilnehmer des Wettbewerbs

1. Preis Arbeit 1332 AV1 Architekten GmbH, Kaiserslautern Butz Dujmovic Schanné Urig Mitarbeiter:	 Dipl. Ing. Sascha Pawlik Dipl. Ing. Hasan Shehu Dipl. Ing. Sebastian Lelle

2. Preis Arbeit 1334 Klaus Block Architekt BDA, Berlin Klaus Block Mitarbeiter:	 Mathias Berg Olga Koch Ingo Lerch

Sonderfachleute/Berater: Tragwerksplanung:	 Tragwerksplanung DBV Berlin_ Dr. Babilon Gebäudetechnik:	 Planungsteam Energie und Bauen Berlin Dr. Kloas 3. Preis Arbeit 1330 Peter W. Schmidt Architekt BDA, Berlin Peter W. Schmidt Mitarbeiter:	 Alexander Raab Anja Retzlaff Barbara Senepart Herbert Hussmann Noel Schadt

Eine Anerkennung Arbeit 1323 e2a, Zürich Wim & Piet Eckert Mitarbeiter:	 Nikolai Müller Jaime Daroca

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Eine Anerkennung Arbeit 1326 Eckert Negwer Suselbeek Architekten, Berlin Eckert Negwer Suselbeek Architekten Eine Anerkennung Arbeit 1328 gmp Generalplanungsgesellschaft mbH, Berlin Meinhard von Gerkan, Prof. Dr. h.c. mult., Dipl. Ing. Architekt BDA Stephan Schütz, Dipl. Ing. Architekt BDA Mitarbeiter:	 Clemens Kampermann, Dipl. Ing. Architekt Min Li, Dipl. Ing. Architektin Michael Reiss, Dipl. Ing. Jochen Sültrup, Dipl. Ing. Jan Deml

Sonderfachleute/Berater: Landschaftsarchitekt: REHWALDT LANDSCHAFTSARCHITEKTEN Dresden 2. Wertungsrundgang Arbeit 1320 Stephan Braunfels Architekten BDA, Berlin Stephan Braunfels Mitarbeiter: 	 Nazihan Cecen Jens Waninger Katharina Nettekoven

Arbeit 1322 Schweger Associated Architects, Hamburg Professor Peter P. Schweger Mitarbeiter:	 Jens-Peter Frahm Vera Flohr Alexander Broy Christian Laabs Anna Lässig Tim Erdmann

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Arbeit 1325 Kleihues + Kleihues Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin Jan Kleihues, Dipl. Ing. Architekt Mitarbeiter:	 Götz Kern sowie Gabriela Torres Ruiz Philipp Zora Léonor Vincio Jonas Troescher

Sonderfachleute / Berater: Landschaftsarchitekten:	 Atelier Loidl Landschaftsarchitekten und Stadtplaner, Berlin Leonard Grosch Tragwerksplaner:	 Hartwich / Martens / Ingenieure, Berlin Dipl. Ing. Joachim Hartwich Dipl. Ing. Uwe Bernhardt hhpberlin Ingenieure für Brandschutz GmbH, Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Braunschweig Happold Ingenieurbüro GmbH, Berlin Dipl. Ing. Peter Forster

Brandschutz:	

TGA:	

Arbeit 1327 Max Dudler, Berlin Max Dudler Mitarbeiter:	 Jochen Soydan Thomas Fischnaller Ayshin Soydan Cornelius Voss Katja Schmidt

Arbeit 1329 Code Unique Architekten BDA, Dresden Volker Giezek Martin Boden-Peroche Mitarbeiter: Sebastian Schröter Raik Hartmann Mathias Stumme Helge Böttcher Merle Sundermann Sebastian Otto Nicole Lätsch

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Arbeit 1333 Haberland Architekten, Berlin Jost Haberland Mitarbeiter: Robert Heimann Martin Priess

Sonderfachleute/Berater: Tragwerksplaner: WTM ENGINEERS BERLIN GMBH, Berlin Markus Schoppe Arbeit 1335 Van den Valentyn Architektur, Köln Thomas van den Valentyn Mitarbeiter: Bernd Driessen Tom Wientgen Ingo Hütter Michael Bernasik Andreas Spitz

Sonderfachleute/Berater:
 Landschaftsarchitekten:
 Lad+ Landschaftsarchitektur Diekmann Martin Diekmann, Hannover Tragwerksplaner:
 TGA:
 Brandschutz:
 Prof. Dr. h.c. mult. Stefan Polóny mit Ingenieurbüro Schülke Wiesmann, Köln Bähr Ingenieure GmbH Joachim Bähr, Köln HHP West Beratende Ingenieure GmbH Heiko Zies, Bielefeld

Arbeit 1336 ReimarHerbst.Architekten Reimar Herbst / Angelika Kunkler, Berlin Reimar Herbst / Angelika Kunkler Mitarbeiter:	 Nadja Kemmann Ulrike Scholz Nikolaus Steinke

Sonderfachleute/Berater: Tragwerksplaner:	 R&P Ruffert Ingenieurgesellschaft mbH Berlin

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Arbeit 1337 Georg Scheel Wetzel Architekten, Berlin Bettina Georg, Tobias Scheel, Simon Wetzel Mitarbeiter: Gitta Koch Tim Simon Antje Utpatel

Sonderfachleute/Berater: Visualisierungen: Frank Joachim Wössner Modellbau:	 1. Wertungsrundgang Arbeit 1321 Gössler Kinz Kreienbaum Architekten, Berlin Bernhard Gössler Daniel Kinz Mitarbeiter:	 Felix Schippmann Christian Wieschemann Beeke Picksak Janusz Kruszewski

Sonderfachleute / Berater: Landschaftsarchitekten: Hahn Hertling von Hantelmann, Berlin Inga Hahn Kristian Dahlgaard Arbeit 1324 AFF architekten, Berlin Martin Fröhlich Sven Fröhlich Alexander Georgi Mitarbeiter: Francesca Boninsegna Sylvia Brock Monic Frahn Sascha Schulz Basil Bollinger Max Hacke

Sonderfachleute/Berater: Bauphysik: BBS Ingenieurbüro Gronau und Partner Ingenieurbüro für Bauphysik, Weimar Dipl.-Ing. Uwe Gronau Tragwerksplanung: Statikbüro Bauart, Berlin Dipl. Ing. Peter Klaus

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Arbeit 1331 Rebecca Chestnutt _ Robert Niess Architekten BDA, Berlin Rebecca Chestnutt _ Robert Niess Mitarbeiter:	 Mathias Wünsche, Dipl.-Ing. Arch. Jan Schreck, Dipl.-Ing. Arch. Maria Strugach, B.A. Sandra Merzmann, B.A.

Sonderfachleute/Berater: Tragwerksplanung:	 Eisenloffel . Sattler + Partner, Berlin Beratende Ing. für Bauwesen Dipl. Ing. Joachim Sattler TGA:	 B&S_Baupartner GmbH, Berlin Bernd Bimböse

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2.

Bericht der Vorprüfung

Bericht der Vorprüfung zur Preisgerichtssitzung am 15. und 16. Juni 2011.

2.1

Vorlauf

Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden entsprechend der Ankündigung im EU-Amtsblatt vom 16.11.2010 in einem vorgeschalteten Bewerbungs­ verfahren (Nichtoffener Wettbewerb gemäß Richtlinien für Planungswettbe­ werbe RPW 2008) 17 Architekten neben drei gesetzten Büros durch ein vom Preisgericht unabhängiges Auswahlgremium ausgewählt. Die Wettbewerbsunterlagen standen ab dem 15.3.2011 zum Download be­ reit und wurden am 16.3.2011 versandt. Die Modelleinsatzplatte wurde mit gesonderter Post ebenfalls am 16.3.2011 versandt. Die Rückfragen der Teilnehmer konnten bis zum 29.03.2011 schriftlich ge­ stellt werden. Die Zusammenstellung der Fragen und Antworten wurde am 07.04.2011 versandt und ist Teil der Ausschreibung.

2.2

Einlieferung der Wettbewerbsarbeiten

Abgabetermin für die Wettbewerbsbeiträge war der 17.05.2011; die Abgabe für das Modell war am 24.05.2011. Am 17.05.2011 gingen 18 Arbeiten und ein Modell termingerecht bei der Se-natsverwaltung für Stadtentwicklung, Referat II D, Brückenstraße 6, 10179 Berlin, ein. Sie wurden entgegengenommen, quittiert und Datum, Uhrzeit sowie Art und Umfang der Unterlagen in einer Sammelliste erfasst. Die 17 weiteren Modelle wurden am 24.05.2011 ebenfalls fristgerecht ab­ gegeben. Die Wettbewerbsbeiträge und Modelle wurden ungeöffnet in die Räume der Vorprüfung, Raum 560 (Alte Kantine), Württembergische Straße 6, transportiert.

2.3

Anonymisierung

Die eingegangenen Arbeiten wurden in allen Teilen nach dem Zufallsprinzip mit einer 4-stelligen Tarnnumer von 1320 - 1337 gekennzeichnet. Die Verfasserumschläge wurden unter Verschluss genommen. Verstöße gegen die geforderte Anonymität wurden nicht festgestellt.

2.4

Vollständigkeit der Arbeiten

Die Vollständigkeit der Wettbewerbsbeiträge wurde gemäß Punkt 1.10 der Wettbewerbsausschreibung überprüft und die Ergebnisse in einer Liste zusammengefasst.

Erweiterung der Schiller-Bibliothek / Ergebnisprotokoll

34

Tarnzahl

Verzeichnis der eingereichten Unterlagen
Erläuterungsber. Fassadenschnitt Räuml. Darst. Berechnung Verzeichnis

1320 1321 1322 1323 1324 1325 1326 1327 1328 1329 1330 1331 1332 1333 1334 1335 1336 1337

x x x x x x x x x x x x x x x x x x

x x x x x x x x x x x x x x x x x x

x x x x x x x x x x x x x x x x x x

x x x x x x x x x x x x x x x x x x

x x x x x x x x x x x x x x x x x x

x x x x x x x x x x x x x x x x x x

x x x x x x x x x x x x x x x x x x

x x x (x) x x x x x x x x x x x x x x

x x x (x) x x x x x x x x x x x x x x

x x x x x x x x x x x x x x x x x x

x x x x x x x x x x x x x x x x x x

x x x x x x x x x x x x x x x x x x

x x x x x x x x x x x x x x x x x x

Alle Arbeiten waren in den wesentlichen Teilen vollständig. Bei der Arbeit 1323 fehlte die Darstellung der Funktionsbereiche des Ideenteils; die Flä­ chenansätze waren dementsprechend für den Ideenteil nicht nachprüfbar.

2.5

Vorprüfung

Die Vorprüfung wurde in der Zeit vom 19. Mai bis 09. Juni 2011 in den vorgenannten Räumen durchgeführt. Grundlage der Vorprüfung war der nachstehende Kriterienkatalog, der auf den in der Ausschreibung benannten Beurteilungskriterien des Preisgerichts aufbaut und die Vorgaben und Ziele der Wettbewerbsaufgabe im Einzelnen berücksichtigt. Die Ergebnisse der Vorprüfung sind in den zu jeder Arbeit vorliegenden Einzelberichten zusammengefasst.

Prüfung der qualitativen Daten Folgende Kriterienbereiche wurden im Rahmen der Vorprüfung bearbeitet und finden sich entsprechend als Gliederung in den Einzelberichten wie­ der: Städtebau Stadträumliche Gestaltung / I. und II. BA (Ideenteil) Baukörper Höhenentwicklung Eingangssituation (I. und II. BA) Orientierung zur Müllerstraße Einbindung des ehem. BVV-Saals Erhalt/Abriss des Gastronomie-Pavillons Müllerstraße im 1. BA Außenraum Außenraumgestaltung Bibliotheksangebote im Außenbereich

Verf.-Erkl.

Ansichten

Prüfpläne

Lageplan

Schnitte

Modell

OG

EG

CD

x x x x x x x x x x x x x x x x x x

Erweiterung der Schiller-Bibliothek / Ergebnisprotokoll

35

-

Feuerwehrzufahrt Stellplätze (auch Fahrräder) / Anlieferung

Gestaltung / Konstruktion Fassadengestaltung Materialität Innen / Außen Umgestaltung ehem. BVV-Saal Funktionalität / Raumqualität Erschließung Aussen / Innen Funktionale Zuordnung der Bereiche Veranstaltungsraum / Leselounge Servicepoints Räumliche Qualität Barrierefreiheit Veränderung der funktionalen Zuordnung beim Ideenteil Realisierbarkeit Erfüllung Raumprogramm Realisierungsteil und Ideenteil Genehmigungsfähigkeit (BauOBln/ Rettungswege/ Treppenhäuser) Überbauung 110 KV Leitung Wirtschaftlichkeit Einhaltung des Kostenrahmens Kostenrisiken Wirtschaftlichkeit des Baus und Betriebs Energieeffizienz Energiekonzept 
 Erneuerbare Energien (Energieeinsparungen im Betrieb).
 Für die Ergebnisse der qualitativen Prüfung stehen pro Wettbewerbsbeitrag 
 zwei Seiten zur Verfügung. Zur Verdeutlichung der städtebaulichen 
 Situation ist das Modell mit Realisierungsteil und Ideenteil abgebildet. 
 Außerdem ist der Lageplan sowie der Erdgeschoss-Grundriss, die Ansicht 
 von der Müllerstraße sowie die Außenraumperspektive dargestellt.


Prüfung der quantitativen Daten Die in der Ausschreibung geforderten quantitativen Daten wurden von der Vorprüfung nachgeprüft und als Grundlage für die Kostenprüfung aufbe­ reitet. Folgende Werte wurden, teilweise getrennt in Alt- und Neubaubereich, be­ rechnet: Programmfläche (gemäß dem der Auslobung zugrunde liegenden Raumprogramm) für Realisierungsteil und Ideenteil Technikfläche Bruttogrundfläche a Bruttorauminhalt a
 Verhältniswert BGF a / NF (NF Ist gem. Berechnung)
 Verhältniswert BRI a / NF (NF Ist gem. Berechnung)
 Überbaute Fläche


Erweiterung der Schiller-Bibliothek / Ergebnisprotokoll

36

-

GRZ GFZ Hüllfläche A Verhältnis Hüllfläche zu Volumen A / V

Die Kosten zu den Kostengruppen 300 und 400 (Bauwerkskosten) für den Realisierungsteil wurden im Rahmen der Vorprüfung ermittelt. Die Kostenermittlung erfolgt auf dem Wege einer Elementmethode ge­ trennt für Neubau und den ehemaligen BVV-Saal. Dabei werden für die Elemente auf der 2. Stelle der DIN 276 in den KG 300 und 400 mit ver­ öffentlichten Kostenkennwerten oder Kennwerten versehen. Die Kosten der Kostengruppen 200 und 700 wurden mit den Prozentsätzen des Bedarfsprogramms ermittelt und die Kosten der Kostengruppen 500 und 600 mit den fixen Beträgen des Bedarfsprogramms angesetzt. Die quantitativen Daten sind auszugsweise in den Einzelberichten in einer Tabelle dargestellt. Eine vergleichende tabellarische Zusammenstellung der Daten wurde den Einzelberichten vorangestellt. Einzelne Kenndaten wurden in Balkendiagrammen zur besseren Vergleich­ barkeit dargestellt: Kostengruppe 300 und 400 sowie Gesamtkosten (Kostengruppe 100-700) jeweils mit dem entsprechenden Kostenvorgaben als Vergleich, BGFa (incl. UG) und NF (Ist) sowie BRI a und Verhältniswert A / V.

Sachverständige Zu den einzelnen Prüfkriterien haben Sachverständige schriftliche oder mündliche Stellungnahmen abgegeben, die in die Einzelberichte mit ein­ geflossen sind. Als Sachverständige wirkten mit: Joachim Bädelt Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Abtl. Hochbau, Referat Projekt­ management Frank Baumgart Bezirksamt Mitte von Berlin, Abteilung Stadtentwicklung Jörg Bräuer Bezirksamt Mitte von Berlin, Energiebeauftragter Susanne Jahn Jahn, Mack und Partner, Gebietsbeauftrage Aktives Stadtzentrum Müllerstraße Sabine Krutzsch Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Abtl. Wohnungswesen, Stadt­ erneuerung, Soziale Stadt, Referat Städtebauförderung / Stadterneuerung Günter Ludecki Bezirksamt Mitte von Berlin, Fachbereich Bau- und Wohnungsaufsicht – Sonderbauten

Erweiterung der Schiller-Bibliothek / Ergebnisprotokoll

37

René Plessow Bezirksamt Mitte von Berlin, Abtl. Stadtentwicklung, FB Stadtplanung Günter Reimann Bezirksamt Mitte von Berlin, Abteilung Stadtentwicklung, FB Denkmalschutz Ingrid Reintjes Bezirksamt Mitte von Berlin, Abtl. Personal, Finanzen, Weiterbildung und Kultur, FB Biliotheken Karsten Scheffer Jahn, Mack und Partner, Gebietsbeauftrage Aktives Stadtzentrum Müllerstraße Inge Schmidt-Rathert Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Abteilung Städtebau und Projekte, Referat Wettbewerbe und Auswahlverfahren Silvia Topp Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Abtl. Hochbau, Referat Projekt­ management.

Berlin, 14.06.2011

Erweiterung Schiller-Bibliothek / Bericht der Vorprüfung

39

2.6

Balkendiagramme
NF Ist
4.652

NF IST und BGFa Ist - m²
5.000 4.500

BGFa Ist

3.645

3.490

3.547

4.000 3.500

3.985

3.229

3.401

3.177

3.465

2.860

2.719

2.795

2.624

2.549

3.000 2.500 2.000 1.500 1.000 500 0

2.447

1.914 2.281

2.139

2.169

2.132

2.277

2.061

2.084

2.021

2.007

2.440

2.702 1.845

1.985

1.990

1.999

2.001

1.790

1.842

2.004
NF Soll - Gesamt 1.780 m²
1337

1320

1321

1322

1323

1324

1325

1326

1327

1328

1329

1330

1331

1332

1333

1334

1335

1336

BRI Ist - m³
20.000

16.105

16.100

16.310

18.000 16.000 14.000 12.000 10.000 8.000 6.000 4.000 2.000 0

16.651

17.211

19.616

13.830

13.790

12.683

11.003

13.234

10.277

10.024

9.998

1320

1321

1322

1323

1324

1325

1326

1327

1328

1329

1330

1331

1332

1333

8.823

1334

1335

10.078

1336

10.285

1337

5.698.800

4.665.100

4.644.500

4.548.700

5.000.000 4.500.000

4.430.000

3.561.700

3.176.200

3.135.700

4.000.000 3.500.000 3.000.000 2.500.000 2.000.000 1.500.000 1.000.000 500.000 0

3.425.000

3.595.500

2.952.400

2.963.800

3.600.600

4.550.600

5.500.000

5.210.800

6.000.000

5.335.800

2.903.300

5.987.600
Gesamtkosten Soll
(KG 300 + 400 inkl. 10 % UV)

Gesamtkosten brutto (KG 300 + 400 ohne UV) - €

14.717
3.050.000 €
1333 1334 1335 1336 1337

1320

1321

1322

1323

1324

1325

1326

1327

1328

1329

1330

1331

1332

2.992

Erweiterung Schiller-Bibliothek / Ergebnisprotokoll

40

2.7

Zusammenstellung der Kenndaten

Nummer der Wettbewerbsarbeit

1320 1321 1322 1323 1324 1325 1326 1327 1328
m² m² m² m² m² m² m² m² m² m³ m³ m³

Planungsdaten Mittelpunktbibliothek / 1. BA NF - Altbau NF - Neubau NF - Gesamt NF - Gesamt Soll TF - Technikfläche TF - Technikfläche Soll BGFa - Altbau BGFa - Neubau BGFa - Gesamt BRIa - Altbau BRIa - Neubau BRIa - Gesamt BGFa-Gesamt / NF-Gesamt BRIa-Gesamt / NF-Gesamt ÜF - Überbaute Fläche GRZ GFZ A - Hüllfläche - Gesamt A / V - Gesamt m²

355 1.784 2.139 1.780 118 120 379 2.245 2.624 2.178 10.485 12.683 1,2 5,9 823 0,11 0,29

220 1.781 2.001 1.780 259 120 304 3.341 3.645 1.730 14.375 16.105 1,8 8,0 1.309 0,17 0,50 4.086 0,25

1.985 1.985 1.780 207 120 2.860 2.860 10.024 10.024 1,4 5,0 852 0,11 0,33 3.125 0,31

306 1.484 1.790 1.780 120 120 404 1.765 2.169 1.984 8.292 10.277 1,2 5,7 2.025 0,26 0,26 5.895 0,57

216 1.774 1.990 1.780 119 120 517 2.712 3.229 2.378 11.452 13.830 1,6 6,9 1.714 0,22 0,44 5.489 0,40

278
2.441

325 1.807 2.132 1.780 136 120 379 3.022 3.401 1.994 14.657 16.651 1,6 7,8 1.756 0,23 0,35 6.802 0,41

247 2.030 2.277 1.780 125 120 759 3.892 4.652 3.304 13.907 17.211 2,0 7,6 1.072 0,14 0,54 8.630 0,50

450 1.549 1.999 1.780 120 120 532 2.645 3.177 2.434 8.569 11.003 1,6 5,5 1.431 0,18 0,22 5.632 0,51

2.719 1.780 115 120 441 3.544 3.985 2.114 13.986 16.100 1,5 5,9 1.762 0,23 0,35 5.717 0,36

m²
m-1

2.730 0,22

Planungsdaten Ideenteil / 2. BA NF BZB Gesamt NF BZB Gesamt Soll Kosten 300 + 400 Gesamtkosten Ist KG 300 + 400 ohne UV Gesamtkosten Mittelwert KG 300 + 400 ohne UV Gesamtkosten Soll
KG 300 + 400 inkl. 10% UV

m² m²

6.567 6.518

7.015 6.518

7.837 6.518

n.p. 6.518

6.256 6.518

7.362 6.518

5.575 6.518

6.679 6.518

7.963 6.518

€ 3.176.200 3.561.700 3.425.000 2.952.400 5.698.800 5.210.800 4.548.700 4.665.100 4.430.000 brutto € 4.132.600 4.132.600 4.132.600 4.132.600 4.132.600 4.132.600 4.132.600 4.132.600 4.132.600 brutto € 3.050.000 3.050.000 3.050.000 3.050.000 3.050.000 3.050.000 3.050.000 3.050.000 3.050.000 brutto

Verhältnis zum Soll = 100% Kostenkennzahlen KG 300 + 400 Gesamtkosten KG 300 + 400 / BGF Ist Gesamtkosten KG 300 + 400 / NF Ist Gesamtkosten KG 300 + 400 / BRI Ist €/m² brutto €/m² brutto €/m² brutto

104 %

117 %

112 %

97 %

187 %

171 %

149 %

153 %

145 %

1.210 1.485 250

977 1.780 221

1.198 1.725 342

1.361 1.649 287

1.765 2.864 412

1.308 1.916 324

1.337 2.134 273

1.003 2.049 271

1.394 2.216 403

Erweiterung Schiller-Bibliothek / Ergebnisprotokoll

41

Nummer der Wettbewerbsarbeit

1329
m² m² m² m² m² m² m² m² m² m³ m³ m³

1330
1.842 1.842 1.780 116 120 2.447 2.447 9.998 9.998 1,3 5,4 978 0,11 0,27 3.492 0,35

1331 1332 1333 1334 1335 1336 1337
307 1.754 2.061 1.780 125 120 329 3.218 3.547 1.251 12.539 13.790 1,7 6,7 1.393 0,18 0,32 3.647 0,26 297 1.787 2.084 1.780 131 120 427 2.368 2.795 2.066 11.168 13.234 1,3 6,4 1.266 0,16 0,32 3.372 0,25 421 1.493 1.914 1.780 52 120 435 1.846 2.281 2.092 6.731 8.823 1,2 4,6 1.871 0,24 0,29 4.610 0,52 312 1.709 2.021 1.780 124 120 380 3.085 3.465 2.088 17.528 19.616 1,7 9,7 1.468 0,20 0,44 4.101 0,23 456 1.551 2.007 1.780 121 120 572 1.868 2.440 2.571 7.507 10.078 1,2 5,0 1.016 0,13 0,23 2.635 0,26 297 1.548 1.845 1.780 127 120 380 2.322 2.702 2.204 8.081 10.285 1,5 5,6 898 0,11 0,25 3.030 0,29 290 1.714 2.004 1.780 129 120 533 2.459 2.992 2.579 12.138 14.717 1,5 7,3 1.962 0,25 0,58 6.351 0,43

Planungsdaten Mittelpunktbibliothek / 1. BA NF - Altbau NF - Neubau NF - Gesamt NF - Gesamt Soll TF - Technikfläche TF - Technikfläche Soll BGFa - Altbau BGFa - Neubau BGFa - Gesamt BRIa - Altbau BRIa - Neubau BRIa - Gesamt BGFa-Gesamt / NF-Gesamt BRIa-Gesamt / NF-Gesamt ÜF - Überbaute Fläche GRZ GFZ A - Hüllfläche - Gesamt A / V - Gesamt m²

460 2.089 2.549 1.780 200 120 1.140 2.350 3.490 5.244 11.066 16.310 1,4 6,4 1.048 0,13 0,45

m²
m-1

4.835 0,30

Planungsdaten Ideenteil / 2. BA NF BZB Gesamt NF BZB Gesamt Soll Kosten 300 + 400 Gesamtkosten Ist KG 300 + 400 ohne UV Gesamtkosten Mittelwert KG 300 + 400 ohne UV Gesamtkosten Soll
KG 300 + 400 inkl. 10% UV

6.471
m²

6.334 6.518

6.342 6.518

6.018 6.518

6.689 6.518

6.430 6.518

7.093 6.518

8.290 6.518

6.565 6.518

6.518

€ 5.335.800 3.135.700 4.644.500 3.595.500 2.963.800 3.600.600 4.550.600 2.903.300 5.987.600 brutto € 4.132.600 4.132.600 4.132.600 4.132.600 4.132.600 4.132.600 4.132.600 4.132.600 4.132.600 brutto € 3.050.000 3.050.000 3.050.000 3.050.000 3.050.000 3.050.000 3.050.000 3.050.000 3.050.000 brutto %

Verhältnis zum Soll = 100% Kostenkennzahlen KG 300 + 400 Gesamtkosten KG 300 + 400 / BGF Ist Gesamtkosten KG 300 + 400 / NF Ist Gesamtkosten KG 300 + 400 / BRI Ist

175 %

103 %

152 %

118 %

97 %

118 %

149 %

95 %

196 %

€/m² brutto €/m² brutto €/m² brutto

1.529 2.093 327

1.281 1.702 314

1.309 2.254 337

1.286 1.725 272

1.299 1.548 336

1.039 1.782 184

1.865 2.267 452

1.075 1.574 282

2.001 2.988 407

Erweiterung der Schiller-Bibliothek / Ergebnisprotokoll

43

2.8

Einzelberichte 1320 - 1337

Stephan Braunfels Architekten BDA, Berlin | 2. Rundgang

1320

Planungsdaten NF [m²] BGFa [m²] BRIa [m³] BGFa / NF BRIa / NF Kosten [€]
KG 300 + 400

SOLL 1.780

IST 2.139 2.624 12.683 1,2 5,9

3.050.000 inkl.10% UV

3.176.200 o. UV

Erweiterung der Schiller-Bibliothek / Ergebnisprotokoll

1320
- Erwachsenenbibliothek von 3.-5. OG. Leselounge zweigeschossig im 4. OG. - Kinderbibliothek im ehem. BVV-Saal über Gang von 1. OG des Neubaus erschlossen. - Verwaltungsbereich über zwei Etagen an Nord­ westseite (4. und 5. OG). - 2. BA über Glasfuge angebunden. - Für Bezirkszentralbibliothek / Ideenteil überwie­ gend etagenweise Zusammenfassung der Funkti­ onsbereiche. - Übergeordnete Bereiche mit Lernwerkstätten im EG; Kinderbibliothek im 1. OG, Jugendbibliothek im 2. OG; Belletristik und Sachbuch im 3., 4. und 5. OG. - Lesecafé an Luftraum 1. OG. - Lesegarten als zweigeschossiger interner Bereich in Glasfuge angeordnet. - Solitär des ehem. BVV-Saales im 2. BA als Veran­ staltungsraum genutzt. - Sehr große Gebäudetiefe; teilweise innenliegende Räume. - Bereiche des 1. und 2. BA nicht in allen Etagen ver­ bunden. - Barrierefreiheit gegeben. Realisierbarkeit - Erfüllung Raumprogramm der Mittelpunktbiblio­ thek/1. BA; Programmflächen ca. 20 % zu groß. Flächen Ideenteil nachgewiesen. - Im 1. BA nur ein Rettungsweg. - Offenes Treppenhaus über alle Etagen sowie meh­ rere zweigeschossige Lufträume. - Grundriss und Ansichten teilweise nicht überein­ stimmend. - 110 KV Leitung nicht überbaut. Wirtschaftlichkeit - Kostenrahmen geringfügig überschritten (104%). - Kompakter Baukörper; sehr gutes Verhältnis BGF/NF. - Wegen der umfangreichen Lufträume (1., 3. und 5. OG) etwas ungünstigeres Verhältnis BRI/NF. - Insgesamt wirtschaftliche Geometrie. Energieeffizienz - Durch kompakten Baukörper gutes A/V-Verhältnis. - Große Glasflächen reduzieren künstliche Beleuch­ tung, dafür erhöhter Energieeintrag im Sommer. - Arbeit verzichtet auf Nutzung der vorhandenen Fernwärme und sieht stattdessen eigene Wär­ meerzeugung (Kesselanlage) und die Nutzung der Solarthermie zur Warmwasserbereitung vor (Ein­ haltung der Vorgaben des EEWärmeG fraglich).

Städtebau - Anordnung der Bibliothek an Müllerstraße unter Aufgreifen der Straßenflucht. - 6-geschossiger, kompakter orthogonaler Baukör­ per für 1. BA fasst zusammen mit Rathaus, Hoch­ haus und ehem. BVV-Solitär einen städtischen Platz. - 2. Bauabschnitt als Lückenschluss zwischen Mit­ telpunktbibliothek und Brandwand, durch gläserne Fuge abgesetzt. - Einheitliche Traufhöhe für 1. und 2. BA von 22 m greift Höhe der vorhand. Blockrandbebauung auf. - Eingang an Längsseite von Vorplatz (auch im 2. BA). - Solitärhafter Charakter des ehemaligen BVVSaales bleibt erhalten. - Ehem. BVV-Saal mit zusätzl. gläsernen Verbin­ dungsgang von 1. OG des Neubaus erschlossen. - Erhalt des Gastronomie-Pavillons im 1. BA. Außenraum - Ausbilden eines städtischen ‚Rathaus-Vorplatz‘ so­ wie eines zusammenhängendes Grünraumes un­ ter Erhalt eines Großteils der vorhandenen Bäume. - Südliche Durchwegung entlang der Brandwand. - Außenbereich Café im 1. BA erhalten. - Erhalt der Feuerwehrzufahrt möglich. - Fahrrad-Stellplätze an Längsseite des ehem. BVV-Saals (46 Stellplätze). - Parkplätze an Genter Straße werden erhalten. - Anlieferung unklar. Gestaltung / Konstruktion - Fassade mit roter Klinkerverkleidung; je zwei Ge­ schosse gestalterisch zusammengefasst. - Ansicht im Wechsel von geschlossenen Flächen (zu Müllerstraße) und stärker geöffneten Flächen (zum Park). - Stahlbetonkonstruktion mit Klinkervorsatzschale; partielle Unterkellerung im 1 Bauabschnitt. - Bodentiefe Aluminiumfenster (2-fach Verglasung); außenliegender Sonnenschutz - Natursteinboden im Foyer; in den Bibliotheks- und Verwaltungsbereichen textiler Bodenbelag. Funktionalität / Raumqualität - Hauptzugang an Platzseite führt zu zweigeschos­ sigem Foyer - Eine zentrale Servicestation im EG. - Verbindung aller Ebenen über offene einläufige Treppe. - Veranstaltungsraum im 1. OG mit funktional un­ günstigem Zuschnitt. - Jugendbibliothek im EG und 2. OG; Jugendbistro zweigeschossig im 2. OG.

Gössler Kinz Kreienbaum Architekten, Berlin | 1. Rundgang

1321

Planungsdaten NF [m²] BGFa [m²] BRIa [m³] BGFa / NF BRIa / NF Kosten [€]
KG 300 + 400

SOLL 1.780

IST 2.001 3.645 16.105 1,8 8,0

3.050.000 inkl.10% UV

3.561.700 o. UV

Erweiterung der Schiller-Bibliothek / Ergebnisprotokoll

1321
Funktionalität / Raumqualität -	 Haupteingang mit offenem Foyer am Vorplatz. Im 2. BA mit angebundener, interner Erschließungs­ achse parallel zum Boulevard mit offenen Treppenräumen an der Fassade. - 2. BA in zwei Baukörper geteilt, die nur im UG und 1.OG ebenengleich angebunden sind. - Funktionale Zuordnung der Bereiche überwiegend geschossweise. - Orientierung folgt dem Prinzip ‚Blickbeziehung gleich Wegebeziehung’. - Veranstaltungsraum am Foyer, im 2. BA im UG vor­ gesehen. - Leselounge in der Auskragung zum Platz im 2.OG. - Kinderbibliothek im ehemaligen BVV-Saal, in der BZB im Neubau zum Platz vorgesehen. - Jugendbibliothek im 1.OG, im 2. BA im EG mit se­ paratem Zugang von der Genter Straße. - Servicepoints in jedem Geschoss. - Non-Book-Medien im UG mit Lesegarten und einem Lichtgraben an der Genter Straße. - Raumhöhen von 2,85 / 3,50 m im EG, 3,93 / 4,55 m im 1.OG und 3,00 / 3,65 m im 2.OG. - Barrierefreiheit gewährleistet. - Veränderung der funktionalen Zuordnung im 2. BA mit Umbauten verbunden. Realisierbarkeit -	 Programmflächen 1.BA um 12%, im 2.BA um 7% überschritten. - Genehmigungsfähigkeit: Fluchtwegelängen über­ schritten, Anzahl Fluchttreppen zu gering. - Keine Überbauung der 110 KV Leitung. Wirtschaftlichkeit - Kostenrahmen überschritten (117%).
 - Kompakter Baukörper.
 - Einfache Konstruktion und Materialien.
 -	 Hoher Anteil von Verkehrsflächen. -	 Kostenrisiken durch vorgesehene Umbauten des 1. BA im 2. BA. -	 Auskragende Geschosse und Innenhof führen zu mittlerem A/V-Verhältnis. Energieeffizienz -	 Nutzung der vorhandenen Fernwärme. - Kernidee des energetischen Konzeptes ist es mit möglichst wenigen und Ressourcen schonenden Geräten eine gleichmäßige Verteilung von Wärme und Kälte sowie ein konstantes Temperaturniveau zu gewährleisten. -	 Zusätzl.Kühlbedarf durch große Fensterflächen . - Saal im UG erfordert künstliche Beleuchtung. - Kanalnetz sichtbar unter der Decke installiert.

Städtebau 	 - Konzept greift das Thema des Solitärs der benach­ barten öffentlichen Bauten auf. - Die Bibliothek platziert sich parallel zur Brandwand und erstreckt sich von der Müllerstraße bis zur Genter Straße als freistehender Bau. - 1. BA als 3-geschossiger Baukörper mit einem zur Müllerstraße weit auskragendem 2.OG. - Grundrissfigur zeigt mit dem angebundenen ehe­ maligen BVV-Saal ein 3-flügeliges Gebäude mit zentralem Eingangsfoyer. - 2. BA in direkter Anbindung als 2-teiliges Bauvo­ lumen bis kurz vor die Genter Straße. -	 Höhe des Neubaus: 13,60 m - Eingangsfoyer mit zwei Zugängen: vom aufgestän­ derten Bereich des ehemaligen BVV-Saals aus sowie vom Vorplatz an der Müllerstraße. Neben­ eingang an der Genter Straße (2. BA). - Ehemaliger BVV-Saal im 1.OG ebenengleich an­ gebunden. - Gastronomie-Pavillon an der Müllerstraße entfällt bereits im 1. BA. Außenraum -	 Freiraum mit differenziert gestalteten Bereichen. -	 Rathausplatz am Bestand orientiert. - Bibliothek mit Vorplatz und zwei seitlichen Durch­ wegungen zur Genter Straße: entlang der Brandwand als baumgesäumter Parkstreifen, zum Rat­ haus hin als ‚städtischer Boulevard’ mit seitlichen Sitzkuben. - Bibliotheksangebote im Außenbereich mit Lese­ garten und W-Lan Hotspots. -	 Feuerwehrzufahrt gewährleistet - Stellplätze direkt an der Genter Straße. Fahrräder am Vorplatz an der Müllerstr. Anlieferung an der Brandwand im 1. BA. Gestaltung / Konstruktion -	 Die Schillerbibliothek präsentiert sich als gläserner Körper mit filigraner Profilierung. - Vorgehängte Pfosten-Riegel-Fassade mit einer umlaufenden, geschosshohen Verglasung und äu­ ßerer, goldgelber Metallabdeckung mit integrierten, schmalen Lüftungsflügeln. - Fassaderücksprung im EG an den Längsfassaden, im Kopfbau 2-geschossig. - Umgestaltung des ehemaligen BVV-Saals durch einen eingeschnittenen Lichthof sowie bauliche Anbindung an den Neubau im 1.OG. - Stahlbeton-Fertigteilkonstruktion mit Anleihen am Industriebau.

Schweger Associated Architects, Hamburg | 2. Rundgang

1322

Planungsdaten NF [m²] BGFa [m²] BRIa [m³] BGFa / NF BRIa / NF Kosten [€]
KG 300 + 400

SOLL 1.780

IST 1.985 2.860 10.024 1,4 5,0

3.050.000 inkl.10% UV

3.425.000 o. UV

Erweiterung der Schiller-Bibliothek / Ergebnisprotokoll

1322
- Jugendbibliothek im 1. OG mit Bistro zur Müller­ straße. - Erwachsenenbibliothek im 2. OG mit Leselounge/ Café zur Müllerstraße. - Veranstaltungsraum im 1.OG an Südostfassade. - Gebäudetechnik im UG. - Über alle Etagen in beiden Bauabschnitten Kom­ munikationsbereiche zur Müllerstr. mit Außenbe­ zug. Tagesbelichtung aller Räume. Lichte Raum­ höhe 3,0 m. - Durch erhöhtes EG kein barrierefreier Gebäudezu­ gang. - Ehem. BVV-Saal im 1. BA ohne Bibliotheksnut­ zung, im 2. BA OG als Veranstaltungsraum mit ex­ terner Nutzungsmöglichkeit und Außenbezug. - Geringe Veränderung der funktionalen Zuordnung im 2. BA. Beibehaltung der etagenweisen Funkti­ onszuordnung Realisierbarkeit - Raumprogramm 1. BA erfüllt: u. a. Foyer + 60 m², Jugendbibliothek + 70 m², Loungebereiche +80 m². Raumprogramm 2. BA erfüllt: +16%. - Nur ein Treppenhaus. Ohne direkten Ausgang ins Freie. - Im 2. BA Teilunterkellerung des BVV-Pavillons als Lager für den Veranstaltungsraum im OG. - 110 KV Leitung nahe Genter Str. oberirdisch über­ baut. Wirtschaftlichkeit - Kostenrahmen überschritten (112 %). - Aufwändiger außenliegender Sonnenschutz. Hochwertige Oberflächenmaterialien. Einfaches Tragwerk/Rohbau mit einfacher Konstruktion. Kei­ ne aufwändigen Tiefbauarbeiten für Gründung. Sollflächenüberschreitung um 12%. - Insgesamt wirtschaftliche Geometrie durch sehr kompakten Baukörper. Gutes Verhältnis BGF/NF. Sehr gutes Verhältnis BRI/NF. Energieeffizienz - Gutes A/V-Verhältnis durch kompakten Baukörper. - Rücksprung Kelleraußenwand im Bereich Decken­ anschluss („Sockel“) thermisch problematisch. - Wärmedämmung (Verfasserangabe d = 12 cm) er­ scheint unzureichend und ist ggf. zu prüfen - Sinnvolle Fernwärmenutzung in Kombination mit Fußbodenheizung und Wärmerückgewinnung.

Städtebau - Kompakter, langgestreckter, dreigeschossiger Riegel parallel zur Brandwand reicht im 2. BA von Müller- bis Genter Str. (138,8 m x 20,1 m). Im 1. BA endet Riegel nördlich bündig mit BVV-Pavillon (42,6 m x 20,1 m). Gebäudehöhe 11,3 m. Neubau fasst im 2. BA Rathausplatz. - Gebäudesockel ist umlaufend um 30 cm einge­ rückt, um in Anlehnung an den Bestand einen schwebenden Eindruck zu erwecken. Analog dazu schwebende Eingangsstufen. - Stirnseitige Erschließung im 1. BA von Müllerstra­ ße. Erschließung im 2. BA vom Platz gegenüber Rathaus. - Ehem. BVV-Saal bleibt als Solitär erhalten. Keine Anbindung an Bestand/Neubau. Abstand zu Neu­ bau beträgt 5 m. - Erhalt des Gastronomie-Pavillons im 1. BA. Außenraum - Rathausplatz an Müllerstr. mit einheitlichem stei­ nernem Belag. Freifläche zur Genter Str. wird zum ‚Rathausgarten‘. Beide Straßen mit straßenbeglei­ tenden Baumreihen. - Durchwegung entlang Brandwand gegeben. - Außenbereich Gastronomie-Pavillons erhalten. - Feuerwehrzufahrt gegeben. - Stellplätze und Anlieferung nicht dargestellt. Gestaltung / Konstruktion - Stahlbetonkonstruktion. - Horizontale Fassadengliederung durch durchlau­ fende Geschossbänder. Dazwischen geschossho­ he, stehende Fensteröffnungen mit Faltläden aus horizontalen Stahlblechlamellen aus eloxiertem Leichtmetall als Sonnenschutz. - Im Inneren stehen weiße Putzflächen im EG hellen Natursteinplatten und Glasflächen und in den OGs warmen Holztönen gegenüber. - Teil des EG des ehem. BVV-Saals (unter Einbe­ ziehung von sechs Stützen) wird zur Erschließung des OG verglast. Funktionalität / Raumqualität - Breite Zugangstreppe führt in um 80 cm erhöhtes EG mit Foyer zur Müllerstraße. - Kompakter, innenliegender Erschließungskern mit geschlossenem Treppenhaus, Aufzug, Sanitärein­ heiten und raumseitig offener, einläufiger Treppe. - Im EG liegen an Südostfassade Ausleihe. Hinter Garderobenzeile Verwaltung. Raumzusammenle­ gungen. Zur Genter Str. schließt Kinderbibliothek an.

e2a, Zürich | Anerkennung

1323

Planungsdaten NF [m²] BGFa [m²] BRIa [m³] BGFa / NF BRIa / NF Kosten [€]
KG 300 + 400

SOLL 1.780

IST 1.790 2.169 10.277 1,2 5,7

3.050.000 inkl.10% UV

2.952.400 o. UV

Erweiterung der Schiller-Bibliothek / Ergebnisprotokoll

1323
- Funktionsbereiche Kinderbibliothek, Jugendbiblio­ thek und Erwachsenenbibliothek gehen als räum­ liche gefasste Bereiche (‚Hauseinheiten‘) ineinan­ der über. - Veranstaltungsraum im 1.OG des ehem. BVVSaales separat erschlossen. - Verwaltungsbereich als Großraumbüro im 1. OG des ehem. BVV-Saales ohne interne Anbindung an Mittelpunktbibliothek. - Durch großflächige Verglasung Öffnung der Biblio­ theksbereiche zu Grünbereichen. - Nach Norden orientierte zusätzliche Dachsheds. - Funktionalbereiche der Bezirkszentralbibliothek nicht detailliert dargestellt. Mehrgeschossige Er­ weiterungsgebäude im thematisch-funktionalen Zusammenhang mit Anordnung Mittelpunktbiblio­ thek dargestellt. - Barrierefreiheit gegeben. Realisierbarkeit - Raumprogramm 1. BA erfüllt. - Flächennachweis Ideenteil nicht prüfbar. - 110 KV Leitung ohne Unterkellerung überbaut. Wirtschaftlichkeit - Kostenrahmen eingehalten (97%). - Tragwerk / Rohbau mit einfachen Konstruktionen und Materialien. Aufwändige Dachkonstruktion (Holzbau in Kombination mit Stahlbeton). - Keine aufwändigen Tiefbauarbeiten für Gründung erforderlich. - Da nur erdgeschossig keine vertikalen Erschlie­ ßungen erforderlich (Treppen, Aufzüge, Schächte). - Sehr gutes Verhältnis BGF/NF. - Aufgrund der Dachlandschaft ungünstigeres Ver­ hältnis BRI/NF. - Insgesamt wirtschaftliche Geometrie und nur sehr geringe Überschreitung der Sollfläche. Energieeffizienz - Hoher Anteil der Gebäudehülle führt zu schlechtem A/V-Verhältnis. - Wärmeübertragende Flächen werden hoch ge­ dämmt (innenliegende Wärmedämmung). - Solarthermie und Serverabwärme als Hauptwär­ mequellen sowie eine Photovoltaikanlage vorgese­ hen. - Nutzung Fernwärme für Spitzenlasten soll auf (eh­ er unwirtschaftlich, da für einen geringen und nicht stetigen Bedarf dennoch die vollen Kosten eines FW-Anschlusses anfallen).

Städtebau - Eingeschossige lineare Pavillonstruktur entwickelt sich mäandernd von Müllerstraße bis zur Genter Straße. - Für 2. BA werden 5-6-geschossige Baukörper punktuell in die Pavillonstruktur eingepasst. - Durchgängige Gebäudehöhe von 6,50 m des 1. BA orientiert sich an ehem. BVV-Saal. Höhe des 2. BA ca. 15,00 – 18,00 m. - Zugang Mittelpunktbibliothek / 1. BA von über­ dachtem Erdgeschossbereich des ehem. BVASaales. - Ehem. BVV-Saal als freistehender Solitär vor Line­ arstruktur ohne bauliche Anbindung an Bibliothek (‚Eingangsbau und Vordach‘). Außenraum - Städtischer Vorplatz zwischen Rathausgebäuden und Mittelpunktbibliothek mit ehem. BVV-Saal als eingestelltem Solitär. - Aufwertung des Gesamtplatzes als ‚kleinen inner­ städtischen Park‘ durch Entfernen der FußgängerVerbindungen. - Erhalt eines Großteils der Bäume durch Gebäude­ stellung. - Erhalt der Feuerwehrzufahrt möglich. - Keine Aussage zu Stellplätzen PKW und Fahrrä­ der. - Keine Aussage zu Anlieferung. Gestaltung / Konstruktion - Horizontale Gliederung des Baukörpers in transpa­ rentes Erdgeschoss und Dachstruktur. - Erdgeschoss großflächig verglast. - Außenwände aus Sichtbeton mit innenliegender Wärmedämmung. - Dachstruktur als lineare Sheddachkonstruktion; teilweise mit Oberlichtern und runden Lichteinlässen. - Dachstuhl in Holzkonstruktion mit Sparrenzwi­ schendämmung; Metalleindeckung. - Innenräume mit Hartzementfußboden sowie Holz­ verkleidung der Wände und Dachflächen; Giebel­ seiten aus Sichtbeton. - ‚Struktureller Massivbau‘ aus Stahlbeton mit Holz­ dachkonstruktion. Funktionalität / Raumqualität - Zugang an Schmalseite des ehem. BVV-Saales führt zu Foyerbereich mit Information. - Lesecafé zu Rathausplatz orientiert (Sitzplätze auf Vorplatz). - Mittelpunktbibliothek als offenes Raumkontinuum komplett ebenerdig.

AFF architekten, Berlin | 1. Rundgang

1324

Planungsdaten NF [m²] BGFa [m²] BRIa [m³] BGFa / NF BRIa / NF Kosten [€]
KG 300 + 400

SOLL 1.780

IST 1.990 3.229 13.830 1,6 6,9

3.050.000 inkl.10% UV

5.698.800 o. UV

Erweiterung der Schiller-Bibliothek / Ergebnisprotokoll

1324
- Kinderbibliothek im UG innen liegend ohne Hof und Ausblicksmöglichkeit. - Jugendbibliothek im EG-1.OG. - Verwaltung im 2.OG. - Veranstaltungsraum und Leselounge im ehema­ ligen BVV-Saal. - Servicepoints nicht differenziert dargestellt. - Räumliche Qualität soll im UG mit dem zentralen Lesegarten erreicht werden. - Raumhöhen von 4,00 m im UG und 3,20 m vom EG bis 4.OG. - Barrierefreiheit durch Freitreppe zum Eingang im UG nicht gewährleistet. Insgesamt 4 Aufzüge vor­ gesehen. - Funktionale Zuordnung im 2.BA wird teilweise ver­ ändert. Realisierbarkeit - Raumprogrammflächen im 1. BA um 12% über­ schritten, im 2. BA um 4% unterschritten. - Genehmigungsfähigkeit: jeweils der zweite bau­ liche Rettungsweg fehlt. Haupteingang im UG nicht barrierefrei. - Brandwandbebauung mit einem offenen 6-ge­ schossigen Luftraum mit Freitreppe erfordert eine Sprinklerung. - Überbauung der 110 KV Leitung durch die Brand­ wandbebauung. Wirtschaftlichkeit - Kostenrahmen überschritten (187%). - Pavillonkonzept führt zu erhöhtem Bedarf an Er­ schließungsflächen. - Kostenrisiken durch die Unterkellerung des ehe­ maligen BVV-Saals. - Geometrie des Entwurfes führt zu ungünstigen Verhältnissen von BGF/NF und BRI/NF. Energieeffizienz - Starke Zergliederung der Baukörper mit ungün­ stigem A/V-Verhältnis. - Zusätzlicher Bedarf an künstlicher Beleuchtung. - Vorgeschlagene zusätzliche Erdwärmenutzung im Grundwasser ist genehmigungsrechtlich fraglich.

Städtebau - Konzept folgt den Vorgaben von einer offenen durchlässigen Struktur aus pavillonartigen Einzel­ baukörpern unter Einbeziehung des ehemaligen BVV-Saals. - Die Ausprägung eines inneren Campus, ein urba­ ner Raum für die ‚Lesewelt’ ist wichtiger Bestand­ teil des Konzeptes. - Langgestrecktes UG mit zentralem Lesegarten verbindet die einzelnen Baukörper. - Erschließung erfolgt über einen offenen Treppen­ hof in das neu geschaffene UG des BVV-Saals, von dort in den Bibliotheksbereich um den Lese­ garten. - 1. BA mit abgesenktem Eingangshof, zurück lie­ gendem 3-geschossigen Pavillon und verbin­ dendem UG. - 2. BA mit 3-geschossigem Baukörper in Flucht der Müllerstraße, 5-geschossiger Brandwand- bebau­ ung und erweitertem UG. - Höhen der Baukörper: 11 m und 18 m. - Gastronomie-Pavillon entfällt im 2.BA. Außenraum - Rathaus-Vorplatz wird geprägt durch den offenen Hof vor dem ehemaligen BVV-Saal mit 2-seitiger Freitreppe ins UG zum Eingang. - Durchwegung zur Genter Straße beidseitig der linear gestellten Baukörper und der eingeschnit­ tenen Lesegärten / Lichthöfe als ‚Bibliothekscam­ pus’. - Außenbereich Gastronomie-Pavillon erhalten. - Feuerwehrzufahrt gewährleistet. - Stellplätze an der Brandwand zur Müllerstraße. Fahrräder zentral an der Durchwegung; Anliefe­ rung zentral von der Genter Straße. Gestaltung / Konstruktion - Fassadengestaltung mit gelben Klinker, großflä­ chigen Verglasungen sowie perforierten Klinkerbe­ reichen (Nebenräume). - Der ehemalige BVV-Saal wird umfangreich umge­ staltet: Neues Eingangsgeschoss im UG; Leseloun­ ge im EG zurückgesetzt hinter die Stützen; Veran­ staltungsraum im 1.OG; neuer Erschließungskern. - Stahlbetonkonstruktion mit Klinkerfassaden. Funktionalität / Raumqualität - Haupteingang mit Foyer im neuen UG unterhalb des ehemaligen BVV-Saales, erreichbar über den offenen Eingangshof mit Freitreppe. - Erschließung aller Bereiche nur über das UG mit langen Wegen.

Kleihues + Kleihues Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin | 2. Rundgang

1325

Planungsdaten NF [m²] BGFa [m²] BRIa [m³] BGFa / NF BRIa / NF Kosten [€]
KG 300 + 400

SOLL 1.780

IST 2.719 3.985 16.100 1,5 5,9

3.050.000 inkl.10% UV

5.210.800 o. UV

Erweiterung der Schiller-Bibliothek / Ergebnisprotokoll

1325
leum in Freihandbereichen. Parkett in öffentl. Be­ reichen. Regalsysteme aus Vollholz. - Im EG des ehem. BVV-Saals geschlossener Trep­ penhauskern zwischen den Stützen. Funktionalität / Raumqualität - Ebenerdiger Zugang in Steinkubus führt in Glasku­ bus mit Luftraum, Foyer u. Lounge. Garderobe im UG an Übergang zu ehem. BVV-Saal - Einläufige, offene Treppe und . Aufzug im Foyer verbindet Geschosse. Geschlossenes Treppen­ haus an Südostecke. - Kinderbibliothek mit Zugang Bibliotheksgarten im EG Süd. - Jugendbibliothek im 1. OG mit Bistro. Erwachse­ nenbibliothek im UG mit Zugang zu Außenraum. - Verwaltung im 2.OG. Raumzusammenlegungen - Veranstaltungsraum im OG ehem. BVV-Saal. Ex­ terne Nutzungsmöglichkeit. - Arbeitsnischen entlang mittigem Erschließungsflur. Lichte Raumhöhe 3,2 m. - Gebäudetechnik im UG. - Barrierefreiheit gewährleistet. - Veränderung funktionaler Zuordnung im 2. BA. Er­ wachsenenbibliothek UG u. EG. Kinderbibliothek 1. OG. Jugendbibliothek 2. OG. Veranstaltungsraum im ehem. BVV-Saal bleibt erhalten. Realisierbarkeit - Raumprogramm 1. BA übererfüllt: Insg. +53% u. a. Foyer +300 m², Jugendbibliothek +110 m², Er­ wachsenenbibliothek +90 m², Veranstaltungen +220 m². Raumprogramm 2. BA erfüllt. - Teilunterkellerung des ehem. BVV-Saals. - Im 1. BA nur 1 baulicher Rettungsweg. Im 2. BA können 2 notwendige Treppenhäuser nicht von Feuerwehr angefahren werden. - 110 KV Leitung oberirdisch überbaut. Wirtschaftlichkeit - Kostenrahmen deutlich überschritten (171 %) - Aufwändige Gründungsarbeiten. Unterbauung BVV-Saal. Teilüberbauung der 110 KV-Trasse. Sollflächenüberschreitung um 53%. - Schlechtes Verhältnis BGF/NF und BRI/NF. Geo­ metrie des Entwurfs ist gerade noch wirtschaftlich. Energieeffizienz - Schlechtes A/V-Verhältnis. - Hoher Anteil erdberührter Außenbauteile mit däm­ pfendem Effekt bei Außentemperaturschwankung­ en, positiver Effekt durch zusätzl. Bedarf bei künstl. Beleuchtung kompensiert. - Fernwärme nur für Spitzenlasten unwirtschaftlich. Erdwärme im Grundwasser als primäre Wärmequel­ le technisch und genehmigungsrechtlich fraglich.

Städtebau - Sieben unterschiedlich große, versetzt zueinander angeordnete, dreigeschossige Kuben reihen sich parallel zur Brandwand auf und fassen im 2. BA den Rathausvorplatz. Es wechseln sich gläserne (Höhe 11,4 m) und steinerne Module (Höhe 10,8 m) ab. - Gläserne Kuben mit gebäudehohem Luftraum (7 m x 7 m) und Oberlicht. - Es soll dem vorgesehenen Solitärcharakter sowie der funktionalen Notwenigkeit nach zusammen­ hängenden Geschoßflächen Rechnung getragen werden. - Im 1. BA werden drei Kuben auf Höhe des BVVPavillons realisiert. Im 2. BA ergänzt ein gläserner Kubus zur Müllerstr. den Blockrand, zur Genter Str. folgen drei Kuben. - Zwischen den Bauteilen entstehen unterschied­ liche Lichthöfe und ‚versunkene Gärten‘ zur Belich­ tung des UG. - Ein gemeinsames Sockelgeschoss in Höhe des Bornemannschen Luftgeschosses verbindet alle Module gestalterisch miteinander. - Für beide Bauphasen liegt der eingerückte, eben­ erdige Zugang gegenüber dem Rathaus. - Ehem. BVV-Saal bleibt als Solitär erhalten. Ab­ stand zu Neubau 6,8 m. Anbindung über UG. - Erhalt des Gastronomie-Pavillons im 1. BA. Außenraum - Zwischen Neubau u. Brandwand wird der ehem. Weg zu einem geschlossenen ‚kontemplativen Bi­ bliotheksgarten‘. Zusätzl. Lichthöfe u. Lesegärten. - Verlängerung des Verbindungsweges Müller-/Gen­ ter Str. zwischen Neubau und Rathaus. - Im 2. BA öffnet Bibliothekscafé mit Außenfläche zu Rathausplatz. Externe Nutzungsmöglichkeit. - An Gebäudezugängen Natursteinpflaster und Frei­ raummöbel. - Außenbereich Gastronomie-Pavillons erhalten. - Fahrradstellplätze unter ehem. BVV-Saal. Stellplät­ ze an Genter Str., Anlieferung 1. BA nicht dargestellt. Gestaltung / Konstruktion - Horizontale Gliederung durch durchlaufende Ge­ schossdecken und großformatige, liegende, unre­ gelmäßig angeordnete Fensteröffnungen. - Hinterlüftete Fassadenverkleidung in zwei unter­ schiedlichen Materialien. Kuben mit hell geschläm­ mter, leicht unregelmäßiger Backsteinverkleidung folgen Kuben mit Fassadentafeln aus Glaskeramik (recyceltem Glas). - Fenster mit fassadenbündiger, hinterlüfteter Pralls­ cheibe, dazwischen Sonnenschutzjalousien. - Stahlbetonskelettkonstruktion. UG gegenüber OG nach Nordwest versetzt. - Innenwände gespachtelt. Sichtbetondecken. Lino­

Eckert Negwer Suselbeek Architekten, Berlin | Anerkennung

1326

Planungsdaten NF [m²] BGFa [m²] BRIa [m³] BGFa / NF BRIa / NF Kosten [€]
KG 300 + 400

SOLL 1.780

IST 2.132 3.401 16.651 1,6 7,8

3.050.000 inkl.10% UV

4.548.700 o. UV

Erweiterung der Schiller-Bibliothek / Ergebnisprotokoll

1326
- 3-geschossige Grundstruktur dient ausschließlich der Erschließung mit zwei offenen, einläufigen Treppen, Aufzügen sowie Rolltreppenanlage, die in die Obergeschosse führt. - Im 1. OG Anbindung an ehem. BVV-Saal mittels Zugang an dessen Rückseite. - Nutzung des ehem. BVV-Saales als Veranstal­ tungsraum (Fläche unter Vorwegnahme des 2. BA). - Funktionsbereiche Kinder-, Jugend- und Erwach­ senenbibliothek sämtlich im Dachgeschoss als of­ fene Großraum-Bereiche angeordnet. - Geringe Fensterflächen an Außenfassade; Belich­ tung des Dachgeschosses mittels verglaster Kas­ settendecke (‚Oberlichtsaal‘). - Ein zentraler Servicepoint im Dachgeschoss. - Geringe WC-Flächen. - Verwaltungsräume im UG um offenen Innenhof gruppiert; überwiegend gefangene Räume. - Für Bezirkszentralbibliothek / Ideenteil Schließen der überdachten Außenräume. - Überwiegend geschossweise Anordnung der Funk­ tionsbereiche im 2. BA. - Übergeordnete Bereiche mit Lernwerkstätten und Lesecafé sowie Kinderbetreuung im EG - Kinderbibliothek im 1.OG; Jugendbibliothek im 2. OG, Sachbuch/Belletristik im 3. OG. - Non-Book-Medien im Untergeschoss. - Verwaltungsbereiche werden an Südwestecke des 1. OG verlegt. - Barrierefreiheit gegeben. Realisierbarkeit - Programmflächen 1. BA überschritten (118 %). - Flächenbereiche Ideenteil unterschritten (86%). - Rettungswege innenliegend und ohne abgeschlos­ senes Treppenhäuser. - Mehrgeschossige Lufträume. - 110 KV Leitung nicht überbaut. Wirtschaftlichkeit - Kostenrahmen überschritten (149%). - Schwierige und aufwändige Provisorien zur Über­ bauung des ehemaligen BVV-Saals. - Tragwerk als Stahlbaukonstruktion (Vierendeelträ­ ger). - Erhöhter Anteil Verkehrs- u. Erschließungsflächen. - Unwirtschaftliche Gebäudegeometrie. Energieeffizienz - Erhöhung des Anteils wärmeübertragender Flächen. - Keine Angaben zur Wärme- und Energieversorgung oder zur Nutzung regenerativer Energien.

Städtebau - Kompakter Solitär für Schiller-Bibliothek an Müller­ straße angeordnet. - Orthogonale, kreuzförmige Grundstruktur mit darüberliegenden, durchgehendem Dachgeschoss bilden vier überdachte Außenbereiche als ‚offene Hallen‘ (Höhe ca. 12,00 m). - Außenräume weisen unterschiedliche Qualitäten auf: ehem. BVV-Saal und Gastronomiepavillon wer­ den in zwei ‚Hallen‘ untergestellt; Außenraum zum Rathaus-Vorplatz dient als Vorhalle zum Haupt­ eingang sowie im südwestl. Außenraum Ausbilden eines ‚Hofraumes‘ mit Innenhof Verwaltungsbereich. - Durchgängige Gebäudehöhe von 15,60 m des 1. BA wird auch im 2. BA beibehalten. - Zugang Mittelpunktbibliothek / 1. BA von über­ dachtem Erdgeschosshalle an Müllerstraße. - Gerahmter BVV-Solitär wird vom 1. OG der Mittel­ punktbibliothek aus erschlossen. Außenraum - Städtischer Vorplatz zwischen Rathausgebäuden und Bibliotheksgebäude. - Zusammenhängender Grünraum westlich der Bi­ bliothek. - Durchwegung entlang des Grünraumes an den südlichen Brandwänden. - Außenfläche Gastronomiepavillon im 1. BA einge­ schränkt. - Erhalt der Feuerwehrzufahrt möglich. - 4 PKW und 30 Fahrrad-Stellplätze. - Keine Aussage zu Anlieferung. Gestaltung / Konstruktion - Gliederung des Gebäudes in dreigeschossige Tragstruktur und Dachgeschoss. - Fassade aus beschichteten Stahlpaneelen sowie aus Stahlblechen mit floralen Ornamenten, die vor der Verglasung angeordnet sind. - Sockel und Stirnseiten der kreuzförmigen Tragstruktur geschlossen ausgebildet. - Gesamtes Dachgeschoss mit Oberlicht als Metall­ kassettendecke mit Glasfeldern. - Stahlkonstruktion mit Vierendeel-Trägern im Dach­ geschoss. - Schließen der ‚Außenräume‘ im 2. BA mit Stahl­ Glas-Fassade (Pfosten-Riegel-Konstruktion). - Erdgeschoss mit Natursteinbelag; OGs mit Linole­ um. Im Dachgeschoss (‚Oberlichtsaal‘) Parkett. Funktionalität / Raumqualität - Zugang von Südwest-Außenraum führt zu zweige­ schossigem Foyer mit Buchrückgabe und Gardero­ be in der kreuzförmigen Grundstruktur.

Max Dudler, Berlin | 2. Rundgang

1327

Planungsdaten NF [m²] BGFa [m²] BRIa [m³] BGFa / NF BRIa / NF Kosten [€]
KG 300 + 400

SOLL 1.780

IST 2.277 4.652 17.211 2,0 7,6

3.050.000 inkl.10% UV

4.665.100 o. UV

Erweiterung der Schiller-Bibliothek / Ergebnisprotokoll

1327
Funktionalität / Raumqualität - Haupteingang im 1. BA zentral mit seitlichem Fo­ yer-, Ausstellungs- und Galeriebereich. - 2. BA mit Eingang im Bereich der Arkade. - Bibliothek analog einer langen Galerie konzipiert. - Die Anordnung der unterschiedlichen Abteilungen erfolgt vorwiegend geschossweise. - Kinderbibliothek im EG am Eingang. - Jugendbibliothek im 1.-2.OG, Bistrobereich nicht ausgewiesen. - Veranstaltungsraum und Leselounge im ehema­ ligen BVV-Saal. - Servicepoints geschossweise angeordnet. - Verwaltung im 4.OG mit innen liegenden Raumzel­ len vorgesehen. - Räumliche Qualität: Konzept bietet im 1.BA Räume mit einer Tiefe von max. 5,60 m und differenzierten Höhen von 4,20 m im EG an, 2,75 m im 1.-3. OG und 3,10 m im 4.OG. - Barrierefreiheit gewährleistet. - Funktionale Zuordnung im 2. BA kann neustruktu­ riert werden. Realisierbarkeit - Programmflächen im 1. BA um 28% überschritten, im 2. BA erfüllt. - Genehmigungsfähigkeit: Stichflur von 50 m im 1.BA. Fluchtreppe an der Müllerstraße fehlt. - Überbauung der 110 KV Leitung in Teilbereichen. Tunnel zum ehemaligen BVV-Saal erfordert Anpas­ sung der Leitung. Wirtschaftlichkeit - Kostenrahmen überschritten (153%).
 - Erhöhte Verkehrsflächen durch 1-hüftigen Baukör­ per im 1.BA. - Verhältniswerte BGF/NF und BRI/NF ungünstig. - Kostenrisiken durch das vorgesehene UG im ehe­ maligen BVV-Saal mit Anbindung; - Konventionelle 2-schalige Fassadenausbildung. - Anordnung des Baukörpers an der Brandwand stellt generell eine wirtschaftliche Lösung dar, en­ ergetisch wie bautechnisch. Energieeffizienz - Grundgedanke des Energiekonzeptes ist es ein energetisch schlankes Gebäude zu entwickeln und den thermischen Anforderungen aus der Nutzung gerecht zu werden. - Vorgeschlagene Geothermie zu Kühlzwecken ge­ nehmigungsrechtlich fraglich. - Vorgeschlagene Regenwasser-Nutzung in der Lüf­ tungsanlage hygienisch schwierig und aufwändig. - Vorgesehen: Photovoltaikelemente, Geothermie, Lüftungsanlagen, hocheffiziente Wärmerückgewin­ nungssysteme.

Städtebau - Zwei übergeordnete städtebauliche Ziele: Ensem­ ble ‚Rathaus-Hochhaus und BVV-Saal’ soll in sei­ ner solitärhaften Ausrichtung gestärkt, und die Blockrandsituation gegenüber des alten Rathauses von Friedrich Hellwig geklärt werden. - 1. BA sieht eine schmale 5-geschossige Brand­ wandbebauung zur Herstellung von klaren Raum­ kanten und Bezügen zum Baudenkmal vor. - 2. BA als 5-geschossige Erweiterung mit Arkaden­ durchgang und solitärhaftem Abschluss an der Genter Straße. - Gebäudehöhe von 18.30 m. - Haupteingang deutlich ablesbar gegenüber dem BVV-Saal am Mittelrisalit des Neubaus. - Einbindung des ehemaligen BVV-Saals auch durch Sockelmauer im aufgeständerten Bereich mit um­ laufender Schattenfuge zum Bestand. - Gastronomie-Pavillon an der Müllerstr. bleibt im 1. BA erhalten, danach im Kopfbau des Neubaus vor­ gesehen. Außenraum - Freiraum klar differenziert in Bibliotheksplatz, Bür­ gerplatz, Marktplatz und Grünanlage. - Bereiche werden durch niedrige Backsteinmauern räumlich gefasst. - Durch die Anböschung des Geländes an das Hoch­ haus soll der Eindruck einer grünen Insel entste­ hen, auf der das Hochhaus ruht. - 2. BA mit Lesegarten an der Genter Straße. - Außenbereich Café auf dem Bibliotheksplatz. - Feuerwehrzufahrt nicht klar erkennbar. - Stellplätze zur Genter Straße orientiert. Fahrräder auf dem Bibliotheksplatz. - Anlieferung nicht dargestellt. Gestaltung / Konstruktion - Die Erweiterung der Schillerbibliothek ist als skulp­ turaler Baukörper und als Pendant zum alten Rat­ hausgebäude konzipiert. - Fassade subtil gegliedert: erhöhte Sockelzone mit Sitzgelegenheit, einem 3-geschossigen Mittelteil und einem erhöhtem Dachabschluss. - Materialität: Fassade aus gebrannten, roten Zie­ gelsteinen. Holzrahmenfenster mit verdecktem Rahmen. Linoleumböden. - Umgestaltung ehem. BVV-Saal: umlaufende So­ ckelmauer im aufgeständerten Bereich. Neuer Er­ schließungskern bis ins neu zu schaffende UG, Tunnel zum Neubau. - Stahlbetonkonstruktion mit selbsttragender Mauer­ werksschale.

gmp Generalplanungsgesellschaft mbH, Berlin | Anerkennung

1328

Planungsdaten NF [m²] BGFa [m²] BRIa [m³] BGFa / NF BRIa / NF Kosten [€]
KG 300 + 400

SOLL 1.780

IST 1.999 3.177 11.003 1,6 5,5

3.050.000 inkl.10% UV

4.430.000 o. UV

Erweiterung der Schiller-Bibliothek / Ergebnisprotokoll

1328
Lamellen in unterschiedlichen, größeren Abstän­ den. Im Bereich Verwaltung mit Öffnungsflügeln. Innenliegende Blendschutzjalousien. - Dach aufgeständerte Metallabdeckung. - Bibliotheksräume mit Teppichböden. Funktionalität / Raumqualität - Zugang und Foyer im verglasten EG unter ehem. BVV-Saal. Einläufige Treppe zu Ausleihe/Info UG. - Je Baukörper ein Treppenhaus und ein Aufzug. - Kinder- und Jugendbibliothek mit Bistro im UG. Be­ lichtung durch Lesegärten. - Erwachsenenbibliothek im EG und 1. OG mit Lese­ lounge im EG. - Verwaltung im 2. OG. Ein innenliegendes Büro. - Veranstaltungsraum im OG des ehem. BVV-Saals. Externe Nutzung möglich. Außenbezug. - LH: UG: 3,3 m, EG: 3 m, 1. u. 2. OG: 3,1 m. WC‘s zentral im UG unter ehem. BVV-Saal. - Gebäudetechnik im 2. UG. - Barrierefreiheit gewährleistet. - 2. BA ohne Veränderung der bestehenden funkti­ onalen Zuordnung. Ergänzter Kubus zur Müller­ str. für Kinderbibliothek, Kuben zur Genter Str. für Jugendbibliothek u. Sachbuch. Erweitertes UG für Non Book Medien. Zwischen Glasbändereinschnit­ ten in OGs Arbeitsnischen. Realisierbarkeit - Raumprogramm 1. BA erfüllt: u.a. Foyer +75m², Veranstaltung +220 m². Raumprogramm 2. BA er­ füllt insgesamt +18%. - Nur 1 notwendiges Treppenhaus je Baukörper. - Nur insg. eine zentrale Sanitäreinheit im UG. - Teilunterkellerung des ehem. BVV-Saals innerhalb der Stützen zur Anbindung an UG Neubau. - Südöstliches UG Nähe Genter Str. reicht in den Be­ reich der 110 KV Leitung. Wirtschaftlichkeit - Kostenrahmen deutlich überschritten (145 %) - Aufwändige Tiefbauarbeiten (Gründung, Unterbau­ ung) BVV-Saal. Flächenüberschreitung um 12%. - Schlechtes Verhältnis BGF/NF und BRI/NF. Geo­ metrie ist gerade noch wirtschaftlich. Energieeffizienz - Schlechtes A/V-Verhältnis mit Erhöhung des Anteils wärmeübertragender Flächen durch Gliederung von Baukörper und Fassade. - Hoher Anteil erdberührter Außenbauteile führt zu dämpfendem Effekt bei Außentemperaturschwan­ kungen, positiver Effekt wird durch zusätzl. Bedarf bei künstlicher Beleuchtung im UG kompensiert. - Erdwärmetauscher genehmigungsrechtlich frag­ lich. Solarthermie wirtschaftlich fraglich.

Städtebau - Bibliothek als ‚Band der Bildung‘ aus Aneinander­ reihung von 4 Bibliothekspavillons alternierend mit oberirdischen Plätzen und ‚Tiefgärten‘. Band er­ streckt sich von Müller- bis Genter Str. Gebäudehöhe 11 m. Dimensionen orientieren sich an ehem. BVV-Pavillon. - Ehem. BVV-Pavillon gliedert sich als Solitär durch leichte Überschneidung eines oberirischen Platzes ins ‚Band‘ ein. - Im 1. BA wird der Kubus südlich des ehem. BVVSaals und das beidseitig, angrenzende UG mit 3 Belichtungshöfen realisiert. Im 2. BA wird das Band durch zwei Baukörper zur Genter Str. und einem Baukörper zur Müllerstr. ergänzt. - Die 3-geschossigen Solitäre sind durch gemein­ sames UG miteinander verbunden. Obergeschosse kragen verspringend gegenüber darunterliegenden Geschossen um je 2 m in Nord-Süd-Richtung aus. UG hat gegenüber OGs größere Grundfläche. - Jeder Baukörper wird von je zwei 2 m tief einge­ schnittenen Lichtbändern, die von der Südwestfas­ sade über die Dachfläche bis auf die Nordostfassa­ de reichen, durchzogen. - Ehem. BVV-Pavillon wird mit verglastem EG zum Eingangspavillon mit Zugang von Müllerstr. Soli­ tärcharakter bleibt erhalten. Anbindung an Neubau über UG. - Erhalt des Gastronomie-Pavillons im 1. BA. Außenraum - Befestigte Wege flankieren beidseitig Bibliotheksband und verbinden Müller- mit Genter Str. - ‚Oberirdische Plätze‘ zwischen den Baukörpern mit Rasen (40 cm Substratschicht) und Sitzbänken. - Solitärbebauung ermöglicht diagonale Durchwe­ gungen des Geländes. - ‚Tiefgärten‘ mit Treppenanbindung an öffentliche Freifläche. Brücken queren Höfe. - Außenbereich Gastronomie-Pavillons erhalten. - Feuerwehrzufahrt von Genter Str. gegeben. - Fahrradstellplätze und WLAN Bereich auf befe­ stigtem Vorplatz zur Müllerstr. - Behindertengerechte Stellplätze an Müllerstr. An­ lieferung nicht dargestellt. Gestaltung / Konstruktion - Rohbau aus Ortbeton. Stirnseiten der Neubauten zur Brandwand und zum Hochhaus geschlossen mit hinterlüfteter Metallpaneelverkleidung. - Fassaden zur Straße und zwischen den Baukör­ pern mit vertikaler Gliederung durch eingeschnit­ tene Lichtbänder und feststehende, vertikale Me­ talllamellen vor Festverglasung. Lamellen fassen OG‘s durch gleichmäßigen, engen Lamellenab­ stand zusammen. Im EG und UG durchlaufende

Code Unique Architekten BDA, Dresden | 2. Rundgang

1329

Planungsdaten NF [m²] BGFa [m²] BRIa [m³] BGFa / NF BRIa / NF Kosten [€]
KG 300 + 400

SOLL 1.780

IST 2.549 3.490 16.310 1,4 6,4

3.050.000 inkl.10% UV

5.335.800 o. UV

Erweiterung der Schiller-Bibliothek / Ergebnisprotokoll

1329
funktion zu Veranstaltungssaal und Stichgang im OG sowie zum Übergang zum Neubau im UG. Untergeschoss des Neubaus mit runden Ausbuch­ tungen sowie Sitzstufen und Rampen als ‚formal bewegte Erlebnislandschaft‘ gestaltet. Kreisförmige Deckeneinschnitte über sämtliche Etagen, teilweise mit eingestellten offenen Trep­ pen. Großflächig verglastes EG ermöglicht Einblicke in den mehrgeschoss. Bibliotheksraum von außen. In der nördlichen und südlichen Gebäudehälfte Ju­ gendbibliothek und Erwachsenenbibliothek jeweils über 2 bzw. 3 Etagen gestapelt. Verwaltungsbereich im 1. OG. Flächenaufteilung für Ideenteil mit übergeordneten Bereiche mit Lernwerkstätten sowie Kinderbiblio­ thek im UG und 1. OG; Jugendbibliothek und Er­ wachsenenbereich im 2. und 3. OG gestapelt. Lesecafé im 1. OG an Übergang zu Veranstal­ tungsraum. Barrierefreiheit gegeben; Gestaltung im UG er­ schwert Nutzung.

Städtebau - Anordnen eines kompakten Baukörpers für Mittel­ punktbibliothek / 1. BA an der Müllerstraße, hinter Gastronomiepavillon zurückgesetzt. - Gebäuderiegel entwickelt sich im 2. BA linear von Mittelpunktbibliothek bis zur Genter Straße weiter. - 4-geschossiger Baukörper ist im Erdgeschoss punktuell unterbrochen, um Durchwegung zu er­ möglichen. - Einheitl. Traufhöhe für 1. und 2. BA von 15,40 m. - Ehem. BVV-Saal mit eingehaustem Erdgeschoss sowie Unterkellerung zur internen Anbindung an Neubau. - Eingang zu Bibliothek erdgeschossig an Längssei­ te des ehem. BVV-Saals. - Zusätzlicher Verbindungsgang im 1. OG. - Entfernen des Verbindungsganges zu Hochhaus. - Erhalt des Gastronomie-Pavillons bis 2017. Außenraum - Durch Gebäudestellung klare Trennung in städ­ tischen Rathausvorplatz sowie Platzbereich, der sich zur Genter Straße orientiert. - Südliche Durchwegung entlang der Brandwand wird mittels punktueller Durchlässigkeit des Ge­ bäudes mit dem Gesamtplatz verbunden. - Einheitliche Gestaltung des Platzbereiches vorge­ schlagen. - An Genter Straße Fläche für Spielplatz sowie Wo­ chenmarkt. - Erhalt des Außenbereichs des Gastronomiebe­ triebes möglich. - Erhalt der Feuerwehrzufahrt. - Fahrrad-Stellplätze zwischen ehem. BVV-Saals und Neubau. - 4 Parkplätze an Genter Straße. - Anlieferung unklar. Gestaltung / Konstruktion - ‚Entmaterialisierte‘ Glasfassade in EG und Ober­ geschossen. - Stahlbetonkonstruktion mit geschosshoher Vergla­ sung aus 3-fachem Sonnenschutzglas. - Innenliegender Blendschutz. - Außenfassade EG an den Durchwegungsbe­ reichen abgerundet. - Vollständige Unterkellerung des Neubaus sowie des ehem. BVV-Saales. - Geschliffener Zementestrich mit Epoxidharzversie­ gelung. Aluminiumrasterdecken. Funktionalität / Raumqualität - Vorplatz an Müllerstraße führt zu großzügigem Fo­ yer im EG des ehem. BVV-Saales mit Verteiler-

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Realisierbarkeit - Raumprogramm 1. BA erfüllt; Programmflächen er­ heblich überschritten (43%). - Programmflächen Ideenteil nachgewiesen. - Mehrgeschossige Lufträume. - Keine Abgrenzung von 1. und 2. BA in der Gebäu­ destruktur. - 110 KV Leitung nicht überbaut. Wirtschaftlichkeit - Kostenrahmen überschritten (179%). - aufwändige Tiefbauarbeiten für Gründung und Un­ terbauung des ehem. BVV-Saales. - Hoher Anteil an Glasflächen. - Kompakter Baukörper mit teilweise aufwändigen Formen. - Aufgrund des Luftgeschosses und der Lufträume erhöhter Bruttorauminhalt. Energieeffizienz - Durch kompakten Baukörper gutes A/V-Verhältnis. - Große Glasflächen reduzieren künstliche Beleuch­ tung, dafür erhöhter Energieeintrag im Sommer. - Geothermie als Hauptwärmequellen vorgeschla­ gen. Überschüsse sollen in Pufferspeichern im Erdreich gelagert werden (genehmigungsrechtlich fraglich). Für Spitzenlasten soll auf eine Fernwär­ menutzung zurückgegriffen werden (unwirtschaft­ lich, da für einen geringen, nicht stetigen Bedarf dennoch die vollen Kosten eines Anschlusses an­ fallen).

Peter W. Schmidt Architekt BDA, Berlin | 3 Preis

1330

Planungsdaten NF [m²] BGFa [m²] BRIa [m³] BGFa / NF BRIa / NF Kosten [€]
KG 300 + 400

SOLL 1.780

IST 1.842 2.447 9.998 1,3 5,4

3.050.000 inkl.10% UV

3.135.700 o. UV

Erweiterung der Schiller-Bibliothek / Ergebnisprotokoll

1330
- Stahlbeton-Skelettbau. V-Stützen des aufgestän­ derten EG hinter der umlaufenden Glasfassade. Obergeschosse mit transluzenter Fassadenhaut aus Profilitglas. Funktionalität / Raumqualität - Haupteingang zentral im 1. BA mit angebundener ‚Bibliothekspromenade’, die bei einer späteren Er­ weiterung den Vorteil der modularen Addition bie­ tet. - Erschließungszone mit eingeschnittenen offenen Treppen. Alternierende Lufträume verbinden zu­ sammengehörende Funktionsbereiche. - Funktionale Zuordnung der Bereiche überwiegend den Raummodulen folgend. -	 Im 2. BA werden die Bereiche neu gegliedert. - Veranstaltungsraum im 1. BA am Eingang zum In­ nenraum orientiert, im 2. BA im Kopfbau am Platz. -	 Leselounge 2-geschossig im Kopfbau -	 Servicepoints auf zwei Ebenen dargestellt. -	 Kinderbibliothek im EG. - Räumliche Qualität wird erreicht durch das ver­ glaste EG, offene Raumfolgen, Panoramafenster, indirektes Licht (Profilitglas), alternierende Lufträu­ me und die mittige ‚Bibliothekspromenade’. - Raumhöhen von 3,50 m im EG und 3,25 m in den drei Obergeschossen. -	 Keine innen liegende Räume. -	 Barrierefreiheit gewährleistet. Realisierbarkeit -	 Programmflächen im 1.BA um 3% überschritten, im 2. BA um 3% unterschritten. - Genehmigungsfähigkeit: zweiter baulicher Ret­ tungsweg im 1.BA fehlt. Äußere Fluchtreppe des ehemaligen BVV-Saals fehlt. -	 110 KV Leitung teilweise überbaut. UG stellenwei­ se im Bereich der Leitung. Wirtschaftlichkeit -	 Kostenrahmen eingehalten (103%). - Kompakter Baukörper mit guten Verhältniswerten BGF/NF und BRI/NF. -	 Kostenrisiken im Bereich der 110 KV Leitung. Energieeffizienz - Ein niedriger Energiebedarf kann nur erreicht wer­ den, wenn zum Einen der Bedarf an sich minimiert wird, und zum Anderen die Nutzung von Umwelte­ nergien optimiert wird. - Differenziertes und der Baumasse angemessenes Energiekonzept. -	 Kompakter Baukörper mit gutem A/V-Verhältnis.

Städtebau - Den bestehenden Einzelbauwerken wird ein wei­ terer ‚Stadtbaustein’ hinzu gefügt. - Konzept einer freistehenden alternierenden Band­ struktur mit Vor- und Rücksprüngen. - 1. BA in der Flucht des ehemaligen BVV-Saals, 2. BA angebunden bis zur Genter Strasse. - Baukörper doppelkammartig, auf V-Stützen gestellt und im EG vollflächig verglast. -	 4-geschossiger Neubau, teilunterkellert. -	 Gebäudehöhe: 15,75 m - Erschließung über den Rathausplatz, Eingang seit­ lich des ehemaligen BVV-Saals. - BVV-Saal als Solitär freigestellt. Vorschlag einer Gastronomie Nutzung im verglasten EG, Festsaal im 1.OG. - Gastronomie Nutzung an der Müllerstraße kann ins EG des ehemaligen BVV-Saals verlegt werden. Außenraum -	 Differenzierte Gliederung des Freiraums mit Platz-, Grün- und Aktionsflächen. - Rathaus-Vorplatz als städtischer Platz mit Stein­ belag, neuen Stadtmöbeln und einer zonierender Treppenanlage. - ‚Gasse’ entlang der Brandwand als abwechslungs­ reicher Raum mit Aufweitungen. Optische Anbin­ dung der Gasse durch das verglaste, aufgestän­ derte EG der Bibliothek. - Bibliotheksangebote im Außenbereich im Aktionsraum um die Bibliothek herum mit gestalteten ‚In­ seln’. -	 Dachgartenhof als kontemplativer Bereich wird im 2. BA vorgesehen. - Außenbereich Gastronomie-Pavillon als eigener Platzbereich gefasst. -	 Feuerwehrzufahrt gewährleistet. -	 Stellplätze und Anlieferung an der Genter Straße vorgesehen. Standort für Fahrräder nicht darge­ stellt. Gestaltung / Konstruktion - Der mit Profilitglas verkleidete Baukörper schwebt scheinbar über dem Park und nimmt das Motiv des ebenfalls auf Stützen stehenden denkmalge­ schützten BVV-Saales auf. - Geschlossene und offene Wandflächen im Inne­ ren lassen das gefilterte Licht der Profilitglashaut im Wechsel durchscheinen. So entstehen differen­ zierte Licht durchflutete Räume. Panoramafenster eröffnen Aussichten in den Stadtraum. - Umgestaltung des ehemaligen BVV-Saals mit ver­ glastem EG und neuem Erschließungskern. Au­ ßentreppe entfällt.

Rebecca Chestnutt _ Robert Niess Architekten BDA, Berlin | 1. Rundgang

1331

Planungsdaten NF [m²] BGFa [m²] BRIa [m³] BGFa / NF BRIa / NF Kosten [€]
KG 300 + 400

SOLL 1.780

IST 2.061 3.547 13.790 1,7 6,7

3.050.000 inkl.10% UV

4.644.500 o. UV

Erweiterung der Schiller-Bibliothek / Ergebnisprotokoll

1331
„Deck“ orientierte, einläufige Treppe verbindet UG mit 1. OG. Weitere offene Treppen in geschossver­ bindendenLufträumen. Kinderbibliothek im UG Süd mit Lesegarten. Jugendbibliothek 1. OG mit Bistro zur Müllerstr. Erwachsenenbibliothek im EG und UG. Leseloun­ ge im EG. Verwaltung im EG und 1.OG an Südostfassade. Raumzusammenlegungen. Veranstaltungsraum im 1. BA im verglasten EG des ehem. BVV-Pavillons. Im 1. BA OG des ehem. BVV-Saals ohne Biblio­ theksnutzung. Anbindung an Rathaushochhaus bleibt erhalten. Gebäudetechnik im UG zur Müllerstr. Lichte Höhe 3,00 m. Zweigeschossige Lufträume verbinden Etagen un­ tereinander. Keine innenliegenden Räume. Barrierefreiheit gewährleistet. Funktionale Zuordnungen im 2. BA geändert. UG und EG für Erwachsene. Kinder- und Jugendbibli­ othek belegen OG je eines Baukörpers. EG des ehem. BVV-Saals mit Bibliothekszugang und u. a. Lesecafé/ Zeitschriften. Veranstaltungsraum im OG des ehem. BVV-Saals mit externer Nutzungs­ möglichkeit. Außenbezug.

Städtebau - Rechteckiger, kompakter, 3-geschossiger Neubau (21,9 m x 35,9 m, Höhe 11,4 m) schließt mit ein­ gerückter, 1,5 m breiter Übergangsfuge an ehem. BVV-Pavillon an. - Im 2. BA wird Ensemble durch weiteren Kubus in selber Achse Richtung Genter Str. ergänzt. UG verbindet beide Bauteile. Dazwischenliegendes „Deck“ mit abgesenktem Lesegarten und Aufbau. - EG des ehem. BVV-Pavillon wird komplett einge­ haust und in beiden Bauphasen als Eingangspavil­ lon mit Zugang von Rathausvorplatz genutzt. - Im 2. BA weiterer, optionaler Zugang von Genter Str. - Erhalt des Gastronomie-Pavillons Müllerstraße. Außenraum - Befestigter Rathausvorplatz mit ‚Verweil-und Auf­ enthaltsbereichen‘, ‚ruhige, parkähnliche Fläche an Rathaussüdseite‘ und zwischen den Pavillons bei­ der Bauphasen ‚Bibliothekshof als Deck mit Büh­ nencharakter‘. - Versetzte Freiräume schaffen diagonale Wegever­ bindungen. - Im 1. BA Belichtungshof an Südfassade. Kom­ plettes 2. OG als großer Lesegarten (665 m²). - Außenbereich Gastronomie-Pavillons erhalten. - Feuerwehrzufahrt von Genter Str. gegeben. - Stellplätze / Anlieferung nicht dargestellt. Gestaltung / Konstruktion - EG Fassade mit großen fassadenbündigen „Schau­ fenstern“ mit einzelnen Lüftungsflügeln als StahlGlas-Konstruktion. Einzelnes Übereckschaufen­ ster zur Müllerstr. im 2. OG. Ansonsten im 1. und 2. OG rhythmische Anordnung von geschosshohen, eingerückten Holz-Glas-Fensterschlitzen mit au­ ßenliegenden Sonnenschutzjalousien. - Kompakte Stahlbetonbauweise. Kerndämmung. Außenfassadenverkleidung aus hell geschlämm­ tem Backstein, bezugnehmend auf öffentliche Bau­ ten im Umfeld. Extensive Dachbegrünung, optional mit Photovoltaik. - Teppichböden in Obergeschossen, EG und UG Parkett. Einbauten aus lasiertem Multiplex. - Verglaste EG-Fassade des ehem. BVV-Saals wird gegenüber OG um 60 cm eingerückt. Gegenüber Rathaus teils geschlossene Fassade. Funktionalität / Raumqualität - Schmaler Zugang über ehem. BVV-Pavillon ent­ lang am Veranstaltungsraum und Garderobenschränken führt ins eigentliche Foyer im Neubau. - Zwei Treppenhäuser an Nordwestfassade. Zum

-

-

Realisierbarkeit - Raumprogramm 1. BA erfüllt +16%: u. a.: Foyer +70 m², Veranstaltungen +60 m². Zusätzlicher Le­ segarten 665 m². Raumprogramm 2. BA erfüllt. - 110 KV Leitung nicht überbaut. Wirtschaftlichkeit - Kostenrahmen deutlich überschritten (152%) - Aufwändige Gründungsmaßnahmen. Zusätzliche Flächen (Lesegarten 665 m²). Einfache Konstruk­ tion und Materialien. - Sehr gutes Verhältnis BGF/NF und BRI/NF. Insge­ samt wirtschaftliche Geometrie. Energieeffizienz - Gutes A/V-Verhältnis durch kompakten Baukörper. - Einfaches bedarfsgerechtes Energiekonzept. - Nutzung vorhandener Fernwärme (keine Aussa­ gen zu regenerativen Energien).

AV1 Architekten GmbH, Kaiserslautern | 1. Preis

1332

Planungsdaten NF [m²] BGFa [m²] BRIa [m³] BGFa / NF BRIa / NF Kosten [€]
KG 300 + 400

SOLL 1.780

IST 2.084 2.795 13.234 1,3 6,4

3.050.000 inkl.10% UV

3.595.500 o. UV

Erweiterung der Schiller-Bibliothek / Ergebnisprotokoll

1332
- Zwischen ‚Lichtfuge‘ und Bibliotheksbereich Er­ schließungsspange mit Treppenhäusern und WCAnlagen sowie ‚Rückzugsbereichen‘. - Geschossweise Anordnung der Funktionsbereiche, jeweils mit Auskunftsplätzen und Servicepoints. - In allen OG‘s Lesegärten im Südwesten. - Kinderbibliothek schließt sich im EG an Foyer an. - Im 1. OG Jugendbibliothek mit Bistro (zu Müller­ straße orientiert) und Lesegarten (im Südwesten). - Erwachsenenbibliothek im 2. OG. Leselounge zur Müllerstraße orientiert. - Verwaltungsbereich im 3. OG. - Geschossweise Flächenaufteilung für Ideenteil: - Übergeordneten Bereichen mit Lesecafé an Mül­ lerstraße, zum Vorplatz orientiert. - Kinderbibliothek und Kinderbetreuung im Erdge­ schoss sowie darüberliegend im 1. OG. - Jugendbibliothek und Erwachsenenbereich im 2. und 3. OG angeordnet. - Verwaltungsetage wird mit Lernwerkstätten und Lesegarten ergänzt. - Im 4. OG weitere Flächen des Non-Book-Bereiches sowie Raum der Stille. - Ehem. BVV-Saal wird für Veranstaltungsraum ge­ nutzt; im 2. BA Einhausung im EG für wechselnde Sonderflächen. - Barrierefreiheit gegeben. Realisierbarkeit - Raumprogramm 1. BA erfüllt: Programmflächen überschritten (25%). Flächenbereiche Ideenteil un­ terschritten (8%). - Mehrgeschossige Luftraum an Lichtfuge. - 2. Rettungsweg nicht in allen Geschossen vorhan­ den. - Treppenhäuser im 2. BA zum Teil ohne direkten Ausgang ins Freie. - 110 KV Leitung lastfrei überbaut. Wirtschaftlichkeit - Kostenrahmen überschritten (118%). - Einfache Konstruktion, Tragwerk in Stahlbeton. Zu­ sätzlicher Aufwand durch Überbauung der 110 kVTrasse. - Kompakter Baukörper. - Wegen auskragender Geschosse und Innenhof nur mittleres A/V-Verhältnis. Energieeffizienz - Nutzung der vorhandenen Fernwärme kombiniert mit hoher Wärmedämmung. - Photovoltaikanlage. - Große Glasflächen reduzieren künstliche Beleuch­ tung, dafür erhöhter Energieeintrag im Sommer.

Städtebau - Linearer Baukörper für Bibliothek / 1. BA sowie Ide­ enteil als Brandwandbebauung vorgesehen, von dieser mittels Lichtfuge abgesetzt. - 1. BA hinter Straßenflucht Müllerstr. zurückgesetzt. - 2. BA enwickelt sich von beiden Schmalseiten der Bibliothek bis an Müllerstraße bzw. zur Genter Straße hin (170 m Gebäudelänge). - An Längsseite auskragende Obergeschosse bil­ den überdachten Fußweg aus. - 3-4-geschossiger Baukörper für 1. BA (11,60 bzw. 15,35 m). - Partielle Aufstockung für 2. BA um ein weiteres Ge­ schoss (19,20 m). - Gebäudeeinschnitt für Lesegarten. - Eingang zu Bibliothek gegenüber ehem. BVV-Saal. - Solitärhafter Charakter des ehem. BVV-Saals wird beibehalten. Im 2. BA Einhausung des EG. - Keine bauliche Anbindung des ehem. BVV-Saals an Neubau. - Erhalt des Gastronomie-Pavillons. Außenraum - Einheitliche Gestaltung des Platzbereiches als Parkfläche vorgeschlagen. - Zwischen ehem. BVV-Saal und Neubau Anordnen eines Bibliothek-Hofes. - Ausbilden eines linearen, überdachten Fußweges sowie einer frei geformten Durchwegung zwischen Hochhaus und Bibliothek. - Fahrrad-Stellplätze an Genter Straße. - 4 Parkplätze an Genter Straße. - Erhalt der Feuerwehrzufahrt. - Anlieferung unklar. - Erhalt des Außenbereichs des Gastronomiebe­ triebes. Gestaltung / Konstruktion - Plastische Ausgestaltung der OG‘s durch unter­ schiedlich stark vorspringende Fassadenelemente. - Großflächige Verglasung der Fassade. - Erschließungsbereiche an den Stirnseiten massiv ausgebildet. - Stahlbetonkonstruktion mit ‚structural glazing‘- Ver­ glasung aus 3-fachem Sonnenschutzglas. - Außenliegender Sonnenschutz. - Zementestrich mit Epoxidharzversiegelung. Stahl­ betondecken. - Partielle Unterkellerung des Neubaus. Funktionalität / Raumqualität - Haupteingang an ‚Bibliothek-Hof‘ führt zu Foyer, das Proportionen des ehem. BVV-Saales auf­ nimmt. - Zentrale Info- und zwei Servicepoints im Foyer.

Haberland Architekten, Berlin | 2. Rundgang

1333

Planungsdaten NF [m²] BGFa [m²] BRIa [m³] BGFa / NF BRIa / NF Kosten [€]
KG 300 + 400

SOLL 1.780

IST 1.914 2.281 8.823 1,2 4,6

3.050.000 inkl.10% UV

2.963.800 o. UV

Erweiterung der Schiller-Bibliothek / Ergebnisprotokoll

1333
Funktionalität / Raumqualität - Haupteingang mit Foyer im EG des ehemaligen BVV-Saals. - Alle Bereiche des 1. BA ebenerdig im Sockel, bis auf die Verwaltung im aufgesetzten 1.OG. - Veranstaltungsraum im ehemaligen BVV-Saal. - Leselounge zum Vorplatz orientiert. - Servicepoints auf jeder Ebene vorgesehen. - 1. BA eingeschossig als Raumkontinuum organi­ siert mit gliedernden Lichthöfen. - Raumhöhen von durchgehend 3,0 m auch im Bü­ cherturm. - Barrierefreiheit gewährleistet. - Funktionale Zuordnungen werden im 2. BA ange­ passt. Realisierbarkeit - Programmfläche im 1. BA um 8% überschritten, im 2. BA eingehalten. - Keine Überbauung der 110 KV Leitung. Wirtschaftlichkeit - Kostenrahmen eingehalten (97%). - Aufwändige Dachkonstruktion für den Flachbau mit begehbaren Gärten. - Wirtschaftliche Gebäudegeometrie und sehr gutes Verhältnis von BGF/NF. Energieeffizienz - Differenziertes Konzept für Verglasung, Beleuch­ tung, Lüftung und Heizung. - Wärmeerzeugung durch thermische Solaranlage auf dem Dach der Verwaltung in Verbindung mit einem Fernwärmeanschluss. - Regenwasser wird in einer Zisterne aufgefangen und neben der Bewässerung der Grünanlagen für die adiabate Kühlung der Zuluft verwendet.

Städtebau - Das Gebäude besteht aus einem begehbaren 1-geschossigen Sockel auf den zwei Gebäudevo­ lumen gesetzt sind. - Der ehemalige BVV-Saal wird als drittes Volumen in den Sockel einbezogen. - Der Sockel ist als landschaftliches Element in die Parklandschaft eingebettet, während sich die neu­ en Gebäudekubaturen in das 60er Jahre Ensemble von Rathausturm und BVV-Saal einfügen. - 1. BA mit Sockel, südlichem 2-geschossigen Vo­ lumen und dem eingebundenen ehemaligen BVVSaal. - 2. BA mit einem erweiterten Sockelbereich und 6-geschossigem Bücherturm an der Müllerstr. - Höhen: Sockel 4,60 m; südl. Baukörper 8,0 m; Bau­ körper Müllerstraße 22,0 m. - Erschließung über das angebundene Foyer im ausgebauten EG des ehemaligen BVV-Saals. - Gastronomie-Pavillon an der Müllerstraße wird im 1. BA erhalten. Außenraum - Konzept gliedert den Bereich an der Müllerstr. in einen Rathausvorplatz sowie einen durch seitliche Stufen begrenzten Vorplatz vor dem ehemaligen BVV-Saal für die Bibliothek. - Neues Element ist der begehbare und begrünte Sockel als zusätzliches Angebot einer Durchwe­ gung im 2. BA. - Sockel mit mehreren eingeschnittenen Höfen als Lesegärten. - Dächer mit extensiver Begrünung. - Außenbereich Gastronomie-Pavillon erhalten. - Feuerwehrzufahrt gewährleistet. - Stellplätze an der Genter Straße vorgesehen. Fahr­ räder und Anlieferung nicht näher differenziert. Gestaltung / Konstruktion - Fassadengestaltung in Analogie zum Rathausturm horizontal gegliedert. - Die liegenden Proportionen der Fassade erinnern an Regale, die transparent gestaltet, ein Fenster zur Stadt bilden sollen. - Fassade als Pfosten-Riegelkonstruktion mit Alumi­ niumfenstern. - Materialität innen mit gespachtelten Wänden, Lino­ leumböden, Werksteintreppen. - Stahlbetonkonstruktion mit Flachdecken. Unterkel­ lerung im 2. BA. - Regelmäßiges Stützenraster von 6,0 x 5,0 m - Umgestaltung des ehemaligen BVV-Saals mit Fo­ yer im EG und neuem Erschließungskern.

Klaus Block Architekt BDA, Berlin | 2. Preis

1334

Planungsdaten NF [m²] BGFa [m²] BRIa [m³] BGFa / NF BRIa / NF Kosten [€]
KG 300 + 400

SOLL 1.780

IST 2.021 3.465 19.616 1,7 9,7

3.050.000 inkl.10% UV

3.600.600 o. UV

Erweiterung der Schiller-Bibliothek / Ergebnisprotokoll

1334
rium mit Ausleihe. - Zwei Erschließungs-/Sanitärkerne an Südostfassa­ de. Offene einläufige Treppe entlang Atrium verbin­ det alle Etagen. - Kinderbibliothek im EG mit möglicher Außenraum­ nutzung. - Jugendbibliothek 1. OG mit geringer Stellfläche, großzügiges Bistro öffnet zum Atrium, Arbeitsplät­ ze entlang Südostfassade. - Erwachsenenbibliothek 2.OG. - Verwaltung auf allen Etagen am südl. Kopfende. Raumzusammenlegungen. - Im 1. BA Veranstaltungsraum und Leselounge im OG des ehem. BVV-Saals mit Straßenraumbezug. Externe Nutzung über Aufzug möglich. Anbindung über Höhenausgleichsrampen an 1.OG Neubau. - Gebäudetechnik im UG (Teilunterkellerung). - Lichte Höhe EG und 2. OG: 3,1 m. 1.OG: 4,2 m. Unterschiedliche Fensterbrüstungshöhen für Aus­ blicke für Sitzende und Stehende. - Barrierefreiheit gewährleistet. - Funktionale Zuordnungen im 2. BA werden gering­ fügig verändert. Veranstaltungsraum von ehem. BVV-Saal ins 1. OG Müllerstr. verlegt. OG BVV Saal im 2. BA komplett für Leselounge/-café ge­ nutzt. Realisierbarkeit - Raumprogramm 1. BA erfüllt: +13% u.a. Foyer +110 m², Jugendbibliothek -100 m², Sanitär/ Ne­ benräume +150 m². Raumprogramm 2. BA erfüllt. - 110 KV Leitung nicht überbaut. Wirtschaftlichkeit - Kostenrahmen überschritten (118%). - Tragwerk / Rohbau mit einfachen Konstruktionen und Materialien. Keine aufwändigen Tiefbauarbei­ ten für Gründung. Erhöhter Aufwand für Siche­ rungsmaßnahmen aus Integration und tlw. Über­ bauung des BVV-Saals. Aufwändige mehrscha­ lige Fassade als Holzverbundwerkstoffkonstrukti­ on. Sollflächenüberschreitung um 14%. - Schlechtes Verhältnis BGF/NF. Sehr schlechtes Verhältnis BGF/BRI wegen großer Lufträume. Ins­ gesamt unwirtschaftliche Geometrie. Energieeffizienz - Gutes A/V-Verhältnis durch kompakten Baukörper. - Erdwärmenutzung (genehmigungsrechtlich frag­ lich) als Hauptwärmequellen, für Spitzenlasten zusätzlich Fernwärmenutzung. Vorgehen unwirt­ schaftlich, da für geringen, nicht stetigen Bedarf die vollen Kosten eines FW-Anschlusses anfallen.

Städtebau - Langgestreckter, 3-geschossiger Neubau von Mül­ ler bis Genter Str. (Höhe 15,4 m) ist zentral auf Grundstück platziert. Abstand zur Brandwand ca. 19,5 m. - Im 1. BA ist Neubau (50 m x 23 m) mit ehem. BVVSaal verzahnt (Unterschnitt ca. 3,4 m). - Im 2. BA beidseitig verlängert auf ca.142 m x 23m. Zur Müllerstr. vorwiegend als Auskragung, zur Genter Str. im leichten Schwung abknickend. - Baukörper mit transparenter EG-Zone. Oberge­ schosse kragen an den Längsseiten um ca. 3,6 m aus und sind durch zurückgesetzte, 1,7m hohe Sichtbetonattika und –unterzug horizontal gefasst. - Im 1. BA zentrales, gebäudehohes Atrium mit Oberlicht, das sich nach oben hin aufweitet. Im 2. BA weitere, zentral angeordnete Oberlichter. - Im 1. BA Eingang von Rathausplatz, im 2. BA, durch Foyererweiterung von Müllerstr. unter Aus­ kragung (Auskragungstiefe ca. 13,5 m). - Erhalt des Gastronomie-Pavillons im 1. BA. Außenraum - Rathausvorplatz im 2. BA durch Neubauriegel ge­ fasst. Durchgehender, einheitl., steinerner Belag. - Grünstreifen beidseitig entlang Gebäude. - Durchwegung entlang Brandwand gegeben. - Im 2. BA schiebt sich Lesepatio aus südöstlichem EG. Lesegarten im DG. - Außenbereich Gastronomie-Pavillon erhalten. - Feuerwehrzufahrt von Genter Str. gegeben. - Fahrradstellplätze unter ehem. BVV-Saal. Behin­ dertengerechte Stellplätze nicht dargestellt. Anlie­ ferung von Genter Str. zu Lastenaufzug. Gestaltung / Konstruktion - EG vollflächig verglast. - Auskragende Obergeschosse mit Doppelfassa­ de. Zwischenraum als Schaufenster nutzbar. Äu­ ßere Schutzverglasung mit großformatiger Unter­ teilung vor gedämmter Schale mit beidseitiger, hel­ ler Ahornpaneelverkleidung und unregelmäßig ge­ setzten Fensteröffnungen unterschiedlicher Grö­ ßen und Brüstungshöhen, teils als Schlitze. Tiefe Leibungen als Sitzgelegenheit. - Stahlbetonkonstruktion. - Böden: unterschiedlich farbiges Linoleum. Ein­ bauten helles Ahornholz. - Ehem. BVV-Saal verliert solitären Charakter. EG bis auf Aufzug frei von Bauten. Funktionalität / Raumqualität - Zweigeschossige Eingangshalle mit Aufenthaltsga­ lerie im Nordosten führt in großzügiges Foyer / At­

Van den Valentyn Architektur, Köln | 2. Rundgang

1335

Planungsdaten NF [m²] BGFa [m²] BRIa [m³] BGFa / NF BRIa / NF Kosten [€]
KG 300 + 400

SOLL 1.780

IST 2.007 2.440 10.078 1,2 5,0

3.050.000 inkl.10% UV

4.550.600 o. UV

Erweiterung der Schiller-Bibliothek / Ergebnisprotokoll

1335
- Erwachsenenbibliothek mit vorgelagertem Lichthof im Basisgeschoss - Vom Basisgeschoss wird über offene Treppenanla­ ge Jugendbibliothek im EG und 1. OG des ehem. BVV-Saales erschlossen. - Verwaltungsbereich im 2. OG. - Im Ideenteil verbleibt Foyer an gleicher Stelle; die Obergeschosse dienen übergeordneten Funkti­ onen mit Sonderflächen, Kinderbetreuung sowie Lesecafé. - Ehem. BVV-Saal wird für Lernwerkstatt genutzt. - Basisgeschoss mit Erwachsenenbibliothek wird bis an Müllerstraße bzw. Genter Straße ausgedehnt. - Belichtung des Basisgeschossses über drei Licht­ höfe. - Veranstaltungsraum im UG über Oberlicht an Mül­ lerstraße belichtet. - Jugend- und Kinderbibliothek jeweils im EG, 1. OG und 2. OG eines Pavillons untergebracht. - Im Zentrum jedes Pavillons Lufträume mit offener Treppenanlage. - Verwaltungsbereich im 3. OG. - Barrierefreiheit gegeben. Realisierbarkeit - Raumprogramm 1. BA erfüllt: Programmflächen überschritten (10%). Flächenbereiche Ideenteil un­ terschritten (8%). - 2. Rettungsweg in den Pavillonbauten nicht in al­ len Geschossen vorhanden. Rettungswege teilwei­ se zu lang. - Mehrgeschossige Lufträume an Treppenanlagen. - 110 KV Leitung nicht überbaut. Wirtschaftlichkeit - Kostenrahmen überschritten (149%). - Schwierige Provisorien und aufwändige Tiefbauarbeiten für Gründung und Unterbauung des BVVSaals erforderlich - Einfaches Tragwerk in Stahlbeton - Konventionelles Fassadenkonzept mit Pfosten­ Riegel-Fassade. - Durch hohen Flächenanteil im UG hoher Bedarf an künstlicher Beleuchtung. Energieeffizienz - Aufgrund Gliederung der Baukörper ungünstiges A/V-Verhältnisses mit Erhöhung des Anteils wär­ meübertragender Flächen. - Hoher Anteil erdberührter Bauteile mit dämp­ fendem Effekt bei Temperaturschwankungen - Vorgeschlagene Nutzung von Geothermie geneh­ migungsrechtlich fraglich, vorgesehene Photovol­ taik wird nicht näher erläutert.

Städtebau - Pavillonstruktur aus frei angeordneten schiefwink­ ligen Gebäuden, die durch ein Untergeschoss mit Lichthöfen verbunden sind. - Für Realisierungsteil Anordnen eines zur Müller­ straße orientierten Pavillons hinter Gastronomie­ pavillon. - Im Ideenteil Ergänzen durch zwei weitere Pavillons zur Genter Straße hin sowie Vergrößern des Unter­ geschosses in beiden Richtungen. - 3-geschossige Baukörper (11, 90 m) orientieren sich an Höhe des ehem. BVV-Saales. - Solitärhafter Charakter des ehem. BVV-Saals bleibt erhalten. - Einhausen des EG-Bereiches; ehem. BVV-Saales wird über Neubau erschlossen. - Eingang zu Bibliothek an Längsseite des Pavillons bleibt im Ideenteil an gleicher Stelle. - Entfernen des Verbindungsganges zum Hochhaus. - Erhalt des Gastronomie-Pavillons im 1. BA. Außenraum - Klare Gliederung des Platzbereiches in Vorplatz mit Pflasterung und Sitzgruppen sowie Park. - Verschiedene Durchwegungen (‚Gehbänder‘) vor­ gesehen. - Bereich zwischen Hochhaus und Brandwand durch Lichthöfe zusätzlich gegliedert. - 4 Parkplätze sowie Fahrrad-Stellplätze nahe Mül­ lerstraße an Brandwand. - Erhalt der Feuerwehrzufahrt. - Anlieferung an Genter Straße zwischen Brandwand und Pavillon. - Erhalt des Außenbereichs des Gastronomiebe­ triebes. Gestaltung / Konstruktion - Schiefwinklige Gebäudeformen als Kontrast zur Orthogonalität der vorhandenen Bebauung. - Durchgängige Gestaltung aller Gebäude. - T-förmige Aluminiumsprofile bilden Rasterfassade, die in den OG‘s kleinteiliger wird. - Stahlbetonkonstruktion mit nichttragender Alumini­ um-Glas Konstruktion mit äußerer Glasebene als Festverglasung und innerer 2-fach Verglasung mit Öffnungsflügeln. - Sonnenschutz in Zwischenraum der Glasebenen. - Partielles Technikgeschoss im 2. BA. Funktionalität / Raumqualität - Haupteingang an Nordwestecke des Pavillons führt zu Foyer mit Informationsbereich und Leselounge. - Im Foyer offene einläufige Treppenanlage zur Er­ schließung UG und ehem. BVV-Saal sowie der Obergeschosse.

Reimar Herbst / Angelika Kunkler, Berlin | 2. Rundgang

1336

Planungsdaten NF [m²] BGFa [m²] BRIa [m³] BGFa / NF BRIa / NF Kosten [€]
KG 300 + 400

SOLL 1.780

IST 1.845 2.702 10.285 1,5 5,6

3.050.000 inkl.10% UV

2.903.300 o. UV

Erweiterung der Schiller-Bibliothek / Ergebnisprotokoll

1336
Funktionalität / Raumqualität - Separate Eingänge für jeden Bauabschnitt. - Anbindung beider Bauabschnitte im UG. - Nutzungen sind entsprechend Publikumsverkehr und der zu erwartenden Nutzungsintensität hierar­ chisiert angeordnet. - Veranstaltungsraum im EG am Foyer. - Leselounge 2-geschossig zur Müllerstraße orien­ tiert. - Jugendbibliothek im 1.OG beider Gebäude. - Kinderbibliothek im ehemaligen BVV-Saal und 2.OG des 2. BA. - Servicepoints nicht näher differenziert. - Verwaltung im 2.-3.OG des 1. BA. - Belletristik- und Sachbuchbereich im UG zu den Lesegärten orientiert. - Non Book Media im EG des 1. BA vorgesehen. - Zusammenhängende Raumbereiche im Freihand­ bereich sollen flexible Raumaufteilungen ermögli­ chen. - Raumhöhen von 3,25 m im EG und 3,15 m in den Obergeschossen. 2,50 m im UG. - Auch Nebenräume überwiegend mit natürlicher Belichtung und Belüftung. - Barrierefreiheit gewährleistet. Realisierbarkeit - Programmfläche im 1. BA um 4%, im 2. BA um 28% überschritten. - Genehmigungsfähigkeit gegeben. - Keine Überbauung der 110 KV Leitung. Wirtschaftlichkeit - Kostenrahmen eingehalten (95%). - Kompakter Baukörper mit gutem Verhältnis von BGF/NF und BRI/NF. - Insgesamt wirtschaftliche Geometrie des Baukör­ pers. Energieeffizienz - Kompaktheit führt zu gutem A/V-Verhältnis. - Einfachheit und Klarheit werden verstanden als ökonomische und ökologische Grundhaltung. - Eine nachhaltige und energieeffiziente Bauweise soll erreicht werden durch kompakte Organisation der Programmflächen mit sorgfältig und angemes­ sen materialisierten Gebäuden. - Der sparsame Umgang mit Energie soll durch ei­ ne thermische Zonierung in einem kompakten Bau­ körper gefördert werden. - Differenziertes Konzept: natürliche Belichtung, Fensterlüftung/Nachtlüftung, Bauteilaktivierung. - Durchdachtes und der Baumasse angemessenes Energiekonzept.

Städtebau - Leitidee ist es schon mit dem 1. BA die gewünschte Präsenz auf dem Rathausplatz und der Müllerstra­ ße zu erzeugen. - Charakter des denkmalgeschützten Umfeldes soll gestärkt werden. - Neubau setzt die Raum bildende Orthogonalität um das Rathaus fort und formuliert mit weiteren Baumodulen die langfristige Entwicklung in die Tie­ fe des Grundstücks. - 1. BA mit einem 4-geschossigen ‚präzisen Körper’ seitlich des ehemaligen BVV-Saals. - 2. BA als 3-geschoss. in sich versetzter Baukörper mit abgesenkten Lesegärten in den Versprüngen. - 1. BA und 2. BA jeweils als separate Baukörper. - Gebäudehöhen: 1. BA mit 14,60 m; 2. BA mit 11 m. - Eingang 1. BA vom Vorplatz an der Müllerstr. und über den gemeinsamen Vorplatz mit dem 2. BA. - Anbindung des ehemaligen BVV-Saals im 1.OG. Luftgeschoss von ‚Einbauten’ befreit. - Gastronomie-Pavillon an der Müllerstr. erhalten. Außenraum - Rathaus-Vorplatz am Bestand orientiert. - Bibliotheks-Vorplatz mit Grünfläche, seitlich be­ grenzender Freitreppe und gedecktem Vorbereich zum Eingang und Foyer. - Ziel der Gestaltung dieser Außenräume ist die Schaffung von charakteristischen Räumen mit Auf­ enthaltsqualität. - Durchwegung zur Genter Straße beidseitig der Bi­ bliothek vorgesehen mit verbindendem Vorplatz zwischen den beiden Bauabschnitten. - Bibliotheksangebote im Außenbereich als abge­ senkte Lesegärten. - Außenbereich Gastronomie-Pavillon erhalten. - Feuerwehrzufahrt gewährleistet. - Stellplätze im Bereich der Genter Straße. Fahrrä­ der am gemeinsamen Vorplatz. Anlieferung nicht dargestellt. Gestaltung / Konstruktion - Außenfassaden werden mit langformatigen hellen Ziegelsteinen bekleidet. - Die horizontale Steinstruktur, Fensterfelder mit feststehender Verglasung, Lüftungsklappen und Ziegelreliefs sollen ein wieder erkennbares Fassa­ denbild erzeugen. - Materialität Innen: Stein, Beton, Stahl, Glas, As­ phalt, Holz, Textilien, möglichst authentisch und un­ behandelt. - Umgestaltung des ehem. BVV-Saals als Kinderbi­ bliothek. - Stahlbeton-Fertigteilkonstruktion mit Mauerwerksschale.

Georg Scheel Wetzel Architekten, Berlin | 2. Rundgang

1337

Planungsdaten NF [m²] BGFa [m²] BRIa [m³] BGFa / NF BRIa / NF Kosten [€]
KG 300 + 400

SOLL 1.780

IST 2.004 2.992 14.717 1,5 7,3

3.050.000 inkl.10% UV

5.987.600 o. UV

Erweiterung der Schiller-Bibliothek / Ergebnisprotokoll

1337
Funktionalität / Raumqualität - Eingang im eingerückten EG des ehem. BVV-Saals führt über offene Treppe mit Luftraum ins UG auf Bibliothekshauptebene. Garderobe unter Luftraum. Ausleihe zentral angeordnet. - Jede ‚Glaslaterne‘ mit Treppenhaus mit Ausgang ins Freie. 2 Aufzüge im 1. BA. - Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbibliotheksbe­ reich sind je einem Außenraum mit ‚Glaslaterne‘ zugeordnet. Lese-/Aufenthaltszonen und Jugend­ bistro an Lesegärten angrenzend. - Verwaltung entlang eingeschnittener Höfe, teils mit geringem Lichteinfall, teils als Großraumstruktur. - Lesecafé und teilbarer Veranstaltungsraum im OG des ehem. BVV-Saals mit Straßenbezug und exter­ ner Nutzungsmöglichkeit. - UG‘s über zwei Lufträume miteinander verbunden. - Lichte Raumhöhe 3,5 m. Geringe Tageslichtnut­ zung insbesonders im 2. UG. - Gebäudetechnikfläche im 2. UG. - Barrierefreiheit gewährleistet. - Änderung der funktionalen Anordnung im 2. BA. Erwachsenenbibliothek im 2. UG. Kinderbibliothek im erweiterten 1. UG. Veranstaltungsraum wird op­ tional ins 1. UG in den Bereich Gastronomie-Pavil­ lon verlegt. OG des ehem. BVV-Saals dann kom­ plett für Cafénutzung. Realisierbarkeit - Raumprogramm 1. BA erfüllt: insg. +13% u.a. Ver­ anstaltungsraum +110 m². Raumprogramm 2. BA erfüllt. - Ehem. BVV-Saal wird komplett unterkellert. - 110 KV Leitung nicht überbaut. Wirtschaftlichkeit - Kostenrahmen deutlich überschritten (197%). - Außerordentlich aufwändige Tiefbauarbeiten für unterirdischen Bau, Gründung und Unterbauung BVV-Saals. Sehr aufwändige, oberirdische Fassa­ den. Sollflächenüberschreitung um 13%. - Vertretbares Verhältnis BGF/NF durch Baumasse­ verteilung im wesentlichen auf einer unterirdischen Ebene. Schlechtes Verhältnis von BGF/BRI. Insge­ samt unwirtschaftlicher Baukörper. Energieeffizienz - Schlechtes A/V-Verhältnis. - Hoher Anteil erdberührter Außenbauteile führt zu dämpfendem Effekt bei Außentemperaturschwan­ kungen, positiver Effekt wird durch zusätzl.Bedarf bei künstlicher Beleuchtung im UG kompensiert. - Erdwärme genehmigungsrechtlich Fraglich. - Unterirdisches BHKW technisch schwer realisier­ bar.

Städtebau - Das ‚ausbalancierte Gleichgewicht‘ zwischen der vorhand. ‚horizontalen Freifläche und der verti­ kalen städtebaulichen Dominante des Rathaus­ hochhauses‘ soll nicht durch ‚große oberirdisch an­ geordnete Baumassen‘ ‚gestört u. verändert‘ wer­ den. - Fünf eingeschnittene Belichtungshöfe, flankiert von ‚gläsernen Belichtungskörpern‘ (10 m x 10 m, Hö­ he 5 m) verteilen sich auf dem Wettbewerbsgrund­ stück zwischen Müller- und Genter Str. - Im 1. BA werden die drei nördlichen Belichtungs­ höfe und ein Bibliotheksuntergeschoss realisiert. 2. UG für Gebäudetechnik. - Im 2. BA werden Richtung Genter Str. zwei Bibli­ otheksuntergeschosse mit zwei Belichtungshöfen ergänzt. - Ehem. BVV-Pavillon bleibt als Solitär erhalten. Über verglastes EG Zugang vom Rathausplatz zu den Bibliotheksebenen im UG. - Erhalt des Gastronomie-Pavillons im 1. BA. Außenraum - Grünfläche wird bis zum Rathauseingang erwei­ tert. Vorplatz zur Müllerstraße befestigt. - Besteh. Freifläche soll als ‚zusammenhängendes Raumkontinuum‘ erhalten und gestärkt werden. - ‚Belichtungsvitrinen‘ sollen ‚nicht als primäre archi­ tektonische Objekte‘ sondern als ‚Elemente des landschaftlich geprägten, fließenden Raumes‘ ver­ standen werden. - Zahlreiche Durchquerungsmöglichkeiten des Wett­ bewerbsgrundstücks sind gegeben. - Bibliotheksaußenbereiche in Belichtungshöfen, im 2.BA dienen diese zugleich als Oberlichter zur Be­ lichtung des 2. UG. - Außenbereich Gastronomie-Pavillons erhalten. - Feuerwehrzufahrt von Genter Str. gegeben. - Fahrradstellplätze unter BVV-Saal. Behinderten­ gerechte Stellplätze an Genter Str. Anlieferung im mittleren Pavillon von Genter Str. Gestaltung / Konstruktion - ‚Glaslaternen‘ als profillose Vollglaskonstruktion mit innenliegenden Glasschwertern. Eingestellter Stahlbetonkern und zwei Stahlbetonstützen. - Untergeschosse weiße Wanne mit abschließender 1 m hoher Substratschicht für Rasenfläche. - EG des ehem. BVV-Saal wird zwischen den Stüt­ zen verglast. - Räumlicher und inhaltlicher Zusammenhang zwi­ schen Neubau und Bestand soll durch analo­ ge Glaskonstruktion und farbige Vorhänge in den ‚Glaslaternen‘ sowie im ehem. BVV-Saal erreicht werden.
        
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