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Ergebnisprotokoll

Full text: Ergebnisprotokoll

Neubau einer Berlin kongresstauglichen Messehalle CharlottenburgWilmersdorf
Nichtoffener Wettbewerb

Ergebnisprotokoll

Nichtoffener Wettbewerb für Architekten Neubau einer kongresstauglichen Messehalle Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf Ergebnisprotokoll

Berlin, Mai 2011
	

Koordination Inge Schmidt-Rathert, II D 1 Vorprüfung Architektur Ulrike Lickert Ulrike Kurz Tragwerk Dr.-Ing. Pelle Ingenieurgesellschaft mbH Dr. Thomas Storch Manfred Klawonn Michael Wulfert Kosten / Wirtschaftlichkeit emproc GmbH Christoph Winter Holger Wiggers Patrick Herbke Susanne Kreuzer Christian Wieloch Energieeffizienz / Nachhaltigkeit HOL-ING Planungs- und Beteligungsgesellschaft mbh Dr. Matthias Ring Mitarbeit bei der Vorprüfung Lars Krokowski Katharina Fritz Johannes Dumpe Digitale Bearbeitung Lars Krokowski Druck A& W Digitaldruck, Berlin

Inhaltsverzeichnis
	
1.		 1.1		 1.2		 1.3		 1.4		 1.5		 1.6		 1.7		 1.8		 1.9		 1.10		 1.11		 1.12		 1.13		 1.14		 1.15		 1.16		 1.17		 1.18		 1.19		 1.20		 2.		 2.1		 2.2		 2.3		 2.4 	 2.5		 2.5.1 	 2.5.2 	 2.5.3 	 2.5.4 	 2.6 	 2.7		 2.8		 Protokoll der Preisgerichtssitzung am 28.04.2011 ................7
	 Ortsbesichtigung, Begrüßung und Feststellung der 
 Anwesenheit................................................................................7
	 Konstituierung des Preisgerichts.................................................7
	 Eröffnung der Preisgerichtssitzung .............................................8
	 Bericht der Vorprüfung ................................................................8
	 Informationsrundgang .................................................................9
	 Zulassung der Wettbewerbsarbeiten .........................................9
	 Grundsatzberatung .....................................................................9
	 Erster Wertungsrundgang ........................................................10
	 Zweiter Wertungsrundgang ....................................................... 11
	 Engere Wahl..............................................................................12
	 Einzelbeurteilungen...................................................................12
	 Festlegung der Rangfolge und Preise.......................................15
	 Empfehlung des Preisgerichts ..................................................16
	 Verfasserumschläge..................................................................16
	 Abschluss der Sitzung...............................................................17
	 Öffnung Verfasserumschläge ....................................................17
	 Protokollfreigabe der Preisrichter..............................................18
	 Anwesenheitsliste der Preisgerichtssitzung ..............................19
	 Anwesenheitsliste der Sitzung zur Öffnung der 
 Verfasserumschläge..................................................................23
	 Teilnehmer des Wettbewerbs ....................................................24
	 Bericht der Vorprüfung ...........................................................31
	 Vorlauf .......................................................................................31
	 Einlieferung der Arbeiten...........................................................31
	 Anonymisierung ........................................................................31
	 Vollständigkeit der Arbeiten.......................................................32
	 Vorprüfung.................................................................................33
	 Verfahren...................................................................................33
	 Prüfung der quantitativen Daten ...............................................33
	 Prüfung der qualitativen Daten..................................................34
	 Einbeziehung der Sachverständigen ........................................34
	 Balkendiagramme .....................................................................34
	 Zusammenstellung der Daten ...................................................36
	 Einzelberichte der Arbeiten 1201 bis 1218................................39
	

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1.		

Protokoll der Preisgerichtssitzung am 28.04.2011
9:00 Uhr

Beginn der Sitzung:

1.1		

Ortsbesichtigung, Begrüßung und Feststellung der Anwesenheit

Das Preisgericht beginnt mit einer gemeinsamen Besichtigung des Wettbewerbsbereichs sowie der angenzenden Bestandsgebäude. Die bauliche Bestandssituation und die sich daraus ergebenden Vorgaben für die Wettbewerbesaufgabe werden den Juryteilnehmern vor Ort erläutert. Die Teilnehmer fahren anschließend per Bus in die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Württembergische Straße 6, 10707 Berlin. Frau Lüscher, Senatsbaudirektorin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, begrüßt die Sitzungsteilnehmer nochmals und stellt die Anwesenheit (s. Anwesenheitsliste der Preisgerichtssitzung) und Vollzähligkeit des Preisgerichts fest.

1.2		

Konstituierung des Preisgerichts

Auf Vorschlag aus dem Kreis der stimmberechtigten Preisrichter wird Frau Gatermann einstimmig zur Vorsitzenden gewählt. Frau Lang wird anstelle von Herrn Meili als Fachpreisrichterin benannt. Stimmberechtigte Fachpreisrichter/-innen Florian Riegler Architekt, Graz Elke Delugan-Meissl Architektin, Wien Peter Kulka Architekt, Köln/Dresden Dörte Gatermann Architektin, Köln Eva Maria Lang Architektin, Dresden Stimmberechtigte Sachpreisrichter/-innen Regula Lüscher Senatsbaudirektorin Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin

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Raimund Hosch Vorsitzender der Geschäftsführung Messe Berlin GmbH Monika Thiemen Bezirksbürgermeisterin Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin Heidrun Rhode-Mühlenhoff Leitung Abteilung Wirtschaftsförderung Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen Berlin Ständig anwesender stellvertretender Fachpreisrichter ist Claus Anderhalten, Architekt, Berlin.

1.3

Eröffnung der Preisgerichtssitzung

Die Vorsitzende übernimmt die Leitung der Sitzung und lässt sich von den Mitgliedern des Preisgerichts versichern, dass - sie keinen Meinungsaustausch mit Wettbewerbsteilnehmern über die Wettbewerbsaufgabe und deren Lösung seit dem Rückfragenkolloquium geführt haben und während der Dauer der Preisgerichtssitzung führen werden, - sie bis zum Preisgericht keine Kenntnis von Wettbewerbsarbeiten erhalten haben, soweit sie nicht als Vorprüfer oder Sachverständiger bei der Vorprüfung mitgewirkt haben, - sie die Beratung des Preisgerichts vertraulich behandeln werden, - die Anonymität der Arbeiten aus ihrer Sicht gewahrt ist, - sie es unterlassen werden, Vermutungen über die Verfasser anzustellen. Die Vorsitzende weist auf die persönliche Verantwortlichkeit der Preisrichter und Preisrichterinnen gegenüber Auslober, Wettbewerbsteilnehmern und Öffentlichkeit hin. Sie bittet darum, die Leistung aller Teilnehmer durch entsprechend intensive und konzentrierte Bewertung aller vorhandenen Arbeiten zu honorieren.

1.4

Bericht der Vorprüfung

Frau Schmidt-Rathert (Koordinatorin des Verfahrens) beschreibt die städtebauliche Situation und die Grundzüge der Aufgabenstellung und fasst den Verfahrensablauf und die Vorgehensweise der Vorprüfung zusammen. Der schriftliche Bericht liegt vor. Die eingereichten Arbeiten wurden nach folgenden Kriterien geprüft: 1. Kontrolle der fristgemäßen Einlieferung der Wettbewerbsarbeiten 2. Öffnung der Wettbewerbsarbeiten, Überkleben der Kennzahlen durch Tarnzahlen und Anlegen einer Sammelliste

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3. Überprüfung der formalen Anforderungen, Feststellen der Vollständigkeit der geforderten Leistung 4. Quantitative Vorprüfung 5. Qualitative Vorprüfung

1.5

Informationsrundgang

Frau Gatermann schlägt vor, eine vertiefende Diskussion über die Thematik der Kosten, der Energieeffizienz und Nachhaltigkeit, den Anforderungen der Messe als Nutzer sowie den öffentlichen Anforderungen seitens des Städtebaus und des Denkmalschutzes vor Beginn des ersten Wertungsrundgangs zu führen. Ab 10:30 Uhr stellen abwechselnd Frau Lickert und Frau Kurz (Vorprüferinnen Städtebau/ Architektur) die Arbeiten in der Reihenfolge der Tarnzahlen ohne jede Wertung anhand der Planunterlagen und der Erläuterungsberichte ausführlich vor. Der Informationsrundgang endet um 13:20 Uhr.

1.6

Zulassung der Wettbewerbsarbeiten

Bei den Arbeiten 1205, 1206, 1210, 1211, 1214 und 1215 wurden mehr als 2 räumliche Darstellungen auf den Präsentationsplänen dargestellt. Gemäß Auslobung Punkt 1.10 – Geforderte Leistungen – waren nur 1 Innenperspektive und 1 Außenperspektive zugelassen. Die über die geforderte Leistung hinausgehenden Perspektiven bleiben abgedeckt. Bei der Arbeit 1207 überschreitet das Vordach das Wettbewerbsgebiet. Das Preisgericht beschliesst einstimmig den Verbleib der Arbeit 1207 im weiteren Verfahren. Das Preisgericht beschließt, alle eingegangenen Wettbewerbsarbeiten zur weiteren Beurteilung zuzulassen.

1.7

Grundsatzberatung

Diese beginnt nach der Mittagspause um 14:00 Uhr. Vor Beginn der Wertungsrundgänge erläutert der Nutzer die Notwendigkeit des Messehallenneubaus sowie die funktionalen Anforderungen an diesen Neubau. Im Einzelnen müssen folgende Punkte besonders beachtet werden: -	 Eingang am Messedamm zur Entmischung der Verkehrsströme bei Parallelveranstaltungen; - Berücksichtigung von zwei Zugängen, die eine bessere Vermarktung sowie die Einbindung in einen „Messerundgang“ ermöglichen sollen; -	 Trennung von Fußgänger- und Taxiverkehr bzgl. der Nutzung von Straßenraum; -	 attraktive Gestaltung des Zugangs zum unteren Geschoss bei einer Zweigeschossigkeit, um das in Halle 7 bestehende „Kellerbewußtsein“ zu vermeiden;

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Herr Hosch (Messe Berlin) führt hierzu aus, dass der Verbleib von großen Kongressen während der Sanierungszeit des ICC durch eine attraktive Kombination von Kongress- und Messehallennutzung gesichert werden soll. Der Neubau soll den sich verändernden Ausstelleransprüchen Rechnung tragen sowie als Ergänzung für den Bereich von Hauptversammlungen, die Mehrzweckflächen für Informationsveranstaltungen sowie Ausstellungsflächen benötigen, dienen. Gleichfalls soll der Messehallenneubau zur Durchführung von parallelen Veranstaltungen, z.B. während der „Grünen Woche“ genutzt werden. Da alle Entwürfe den Kostenrahmen überschreiten, wird die Relevanz der Baukosten bei der Betrachtung der Arbeiten im 1. Wertungsrundgang hinsichtlich ihrer Optimierung und den möglichen Einsparpotentialen diskutiert. Die Kriterien bei der Ermittlung der Gesamtkosten durch die Vorprüfung werden von den Kostenprüfern benannt und die für die Kostenüberscheitung verantwortlichen Elemente und Aspekte dargestellt. Aus Sicht der Nachhaltigkeit und Energieeffizienz wird durch Herrn Dr. Ring betont, dass dieser Bereich ein untergeordnetes Entscheidungskriterium in diesem Verfahren bildet. Einerseits werden die Entwürfe von der Erzeugungsseite her entlastet, da die Herstellung von Energie durch das bestehende Blockheizkraftwerk gewährleistet wird, andererseits ist die Umsetzung von Verbräuchen durch energetische Vorgaben und die DIN geregelt. Frau Dr. Tille, Oberste Denkmalschutzbehörde, weist auf das besonders hohe öffentliche Interesse hinsichtlich des Ersatzes des denkmalgeschützten Gebäudes hin. Der qualitative Anspruch muss hierbei gewahrt sein.

1.8

Erster Wertungsrundgang

Die Vorsitzende weist darauf hin, dass im ersten Wertungsrundgang Arbeiten nur einstimmig ausgeschieden werden können. Stimmenthaltungen sind nicht zugelassen. Im ersten Wertungsrundgang werden ab 14:20 Uhr alle Arbeiten eingehend diskutiert. Wegen gestalterischer und funktionaler Mängel, ohne dass diese durch besondere konzeptionelle Ansätze aufgewogen werden, werden folgende Arbeiten einstimmig im ersten Wertungsrundgang aus dem Verfahren ausgeschieden: Arbeit 1201 Arbeit 1203 Arbeit 1204 Arbeit 1211 Arbeit 1213 Arbeit 1214 Arbeit 1216

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Die übrigen 11 Arbeiten verbleiben im Verfahren.
	 Arbeit 1202 Arbeit 1205 Arbeit 1206 Arbeit 1207 Arbeit 1208 Arbeit 1209 Arbeit 1210 Arbeit 1212 Arbeit 1215 Arbeit 1217 Arbeit 1218 Der erste Wertungsrundgang endet um 15:20 Uhr.

1.9

Zweiter Wertungsrundgang

Nach einer Kaffeepause beginnt der 2. Wertungsrundgang um 16:10 Uhr. Im 2. Wertungsrundgang werden die im weiteren Verfahren verbliebenen 11 Wettbewerbsarbeiten vertiefend betrachtet und die besonderen funktionalen und gestalterischen Aspekte der Entwürfe erläutert. Eingehend diskutiert werden die Aspekte der Positionierung des Baukörpers, die architektonische Lösung der Eingänge / Zugänge / Übergänge sowie die adäquate Fassadengestaltung. Des Weiteren wurden insbesondere anhand der Grundrisse funktionale interne Abläufe beurteilt. Nach der Diskussion scheiden folgende sieben Arbeiten im 2. Wertungsrundgang aus: (für Verbleib) Arbeit 1205 Arbeit 1206 Arbeit 1207 Arbeit 1209 Arbeit 1210 Arbeit 1215 Arbeit 1217 2 0 3 2 0 2 2 : : : : : : : : (gegen Verbleib) 7 9 6 7 9 7 7

Folgenden vier Arbeiten bleiben im Verfahren (für Verbleib) Arbeit 1202 Arbeit 1208 Arbeit 1212 Arbeit 1218 8 9 7 8 : : : : : (gegen Verbleib) 1 0 2 1

Es werden Rückholanträge für die im 2. Wertungsrundgang ausgeschiedenen Arbeiten 1205, 1207, 1209 und 1215 gestellt.

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Über die Rückholanträge wird wie folgt abgestimmt:
	 (für Rückholantrag) Arbeit 1205 Arbeit 1207 Arbeit 1209 Arbeit 1215 0 8 6 8 : : : : : (gegen Rückholantrag) 9 1 3 1

Die Arbeit 1205 wird im 2. Wertungsrundgang ausgeschieden. Die Arbeiten 1207, 1209 und 1215 verbleiben im Verfahren und bilden mit den Arbeiten 1202, 1208, 1212 und 1218 die engere Wahl. Der zweite Wertungsrundgang endet um 17:10 Uhr.

1.10

Engere Wahl

Nach einer kurzen Pause wird die Sitzung ab 17:20 Uhr fortgeführt. Die im Verfahren verbliebenen Arbeiten werden erneut vergleichend diskutiert und bewertet. Das Preisgericht beschließt, die Arbeiten der engeren Wahl schriftlich nach den Kriterien der Auslobung zu beurteilen. Den Arbeiten werden Gruppen aus Fach- und Sachpreisrichtern zugeteilt. Im Anschluss werden die Einzelbeurteilungen vor den Arbeiten vorgetragen, diskutiert, ergänzt und verabschiedet.

1.11

Einzelbeurteilungen

Arbeit 1202 Die differenzierten Anforderungen bezüglich der Anbindungen an die bestehenden Hallen und bezüglich der Bewertung der Zugänglichkeiten von Außen wurden beim gegenständlichen Projekt außerordentlich geschickt konzipiert. So wird zum einen dem Wunsch nach einer signifikanten Eingangshalle am Messedamm nachgekommen und zum anderen die Anbindung im Westen an den bestehenden Südeingang mit einer großzügigen Treppenanlage aus dem Erdgeschoss und einem direkten Eingang auf der bestehenden Untergeschossebene gewährleistet. Damit ist für den Messebesucher ein Verkehrsfluss in Ost-West-Richtung auf beiden Ebenen gegeben und somit auch die getrennte Bespielbarkeit in mehrfacher Weise nachgewiesen. Des Weiteren ist die Anbindung an die Hallen 2 und 7 durch Verbindungsgänge im Bereich der Beschickungshöfe auf zwei Ebenen gewährleistet, was als ein enormer funktionaler Vorteil gewertet werden kann. Volumetrisch wird mit dem Hallenbaukörper die bestehende Geometrie aufgenommen und fortgeführt und mit einem Verwaltungsbaukörper auch in der Höhe entsprechend reagiert. Im Bezug auf die konstruktive Durchbildung ist anzumerken, dass auf Grund der geringen Spannweiten

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im Untergeschoss die Trägerhöhen etwas überdimensioniert erscheinen. Die kastenförmigen Träger über der stützenlosen Halle im Erdgeschoss, zusammen mit den dazwischen liegenden Glasflächen stellen eine kostenintensive Lösung dar und könnten im Hinblick auf den geforderten Tageslichtanteil vereinfacht werden. Arbeit 1207 Die Jury würdigt in dem Entwurf insbesondere das große Vordach als Klammer um die neue Messehalle und Verbindung zu den bestehenden Messebauten. Hierdurch erfährt das Umfeld der Jafféstraße eine deutliche städtebauliche Strukturierung und gestalterische Aufwertung. Vom Messedamm aus gesehen verspricht das Vordach einen möglichen Zugang in die neue Halle, der allerdings an dieser Stelle nicht vorhanden ist. Die Fläche ist mit wartenden Taxen und Bussen belegt. Ohne dieses Vordach überzeugt die neue Halle in ihrer Gestaltung jedoch nicht. Die Erschließung für das Publikum erfolgt von der Jafféstraße über zwei Ebenen getrennt in die obere und untere Halle. Der Zugang vom Vorplatz Messe-Süd ist nur über Umwege möglich. Dies wird vom Nutzer wie von der Jury als problematisch bewertet. Die Anordnung der Hallenebenen, Mehrzweckflächen und Büroflächen ist funktional und wirtschaftlich gut gelöst. Arbeit 1208 Der wohlproportionierte, schwebende und klare Baukörper überzeugt städtebaulich und architektonisch. Auf die schwierige Topographie mit dem neugeschaffenen Hauptzugang zur Messe antworten die Verfasser äußerst geschickt durch zwei gegenüberliegende Ebenen, die beide Eingangsituationen akzentuieren. Dies schafft die gewünschten Beziehungen zum Messedamm und Vorplatz Süd. Die Ebenen spielen gleichzeitig in die Grundrisse hinein. Die Terrassenebene gestattet einen Umlauf um das transparente Hauptgeschoss (Ebene ±0,0), was wiederum einen einladenden, offenen Charakter der Doppelaufgabe als Messe- und Kongresshalle verleiht. Ebenso klar wie das Äußere, ist der Grundriss erlebbar und übersichtlich. Folgerichtig ist die Anordnung der einzelnen Räumlichkeiten – so liegt die obere, höhere Messehalle auf der Terrassenebene, während die Funktionsräume für Seminare, Büros und Technik angehoben die obere Halle umlagern. Dabei wurde festgestellt, dass die angeordneten Technikflächen in ihrem Volumen zu groß sind. Erschlossen werden beide Hallen durch einen sinnvoll angeordneten Versorgungsring mit unterschiedlichen Erschließungselementen. Insgesamt ein schlüssiges, rationales Entwurfskonzept. Der Montageablauf der gut strukturierten, konstruktiven Lösung wird allerdings als aufwendig und somit kostenintensiv beurteilt. Oberhalb des transparenten Hauptgeschosses ist die Fassade umlaufend mit textiler Bespannung verhüllt und vermittelt dem Gebäude eine gut anstehende Leichtigkeit.

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Arbeit 1209 Das Projekt zeichnet sich durch ein konsequentes städtebauliches Konzept aus. Der durchgehend aufgeständerte eingeschossige Baukörper wird durch zwei transparente Kuben erschlossen. Durch die stringente Baukörperkonfiguration und das daraus entstehende kompakte Erscheinungsbild erfährt das heterogene Umfeld des Messeareals eine zeitgemäße und der geforderten Funktionen entsprechende Aussage. Die Bespielung der aufgeständerten Fläche bietet neben der Parkmöglichkeit für den Individualverkehr und der Erschließungsfunktion diverse räumliche Bezüge und Durchwegungsmöglichkeiten, die allerdings von einem Teil der Jury als räumlich und funktional schwierig angesehen werden. Die geforderte Flexibilität und Anbindung an die Halle 7 und 2 sind nicht überzeugend gelöst. Insgesamt kann so das innovative Konzept in den geforderten Aspekten nicht restlos überzeugen. Arbeit 1212 Die Verfasser treffen die eindeutige Entscheidung den Neubau der Messehalle zur Aufwertung und Stärkung des vorhandenen Zugangs am Messeplatz Süd zu situieren. Die runde Solitärform bricht die orthogonale Struktur der Messebauten und schafft damit räumliche Bezüge, die schwierig sind. Positiv zu bewerten ist die Aufgabe der pathetischen Treppenanlagen und die Entwicklung einer ebenen Platzfläche, an der sich die Eingänge zur neuen Messehalle und der Messehalle Süd befinden. Dadurch entsteht eine Platzsituation mit menschlichem Maßstab. Ein Nebeneingang liegt am Messedamm. Diese zweiseitige Erschließung ermöglicht die gewünschte parallele Nutzung der beiden Hallen. Das Foyer erstreckt sich über die volle Höhe des Volumens und wird durch Galerien mit gastronomischem Angebot belebt. Die Nebenraumzonen, Erschließung und Anlieferung sind richtig angeordnet. Die Anbindung an die Halle 7 und Halle 2.2 ist nicht ausreichend nachgewiesen. Die Hallen sind der Kreisform einbeschrieben, Kongress und Bürozonen sind um die obere Ausstellungshalle herum organisiert und werden über Atrien belichtet. Es entstehen zusätzliche Lounge und Aufenthaltsbereiche. Die Arbeit stellt einen guten Beitrag dar, ist jedoch städtebaulich unbefriedigend. Die Dachkonstruktion ist unterdimensioniert. Die Fassade wird aus einer Hülle aus vertikalen Aluminiumrohren gebildet, die das Gebäude umschließen. Die Materialwahl scheint dem Umfeld nicht angemessen. Der vorgeschlagene innenliegende Sonnenschutz ist kritisch zu bewerten. Aufgrund der kompakten Form liegt der Entwurf sowohl in den Baukosten als auch in der Wirtschaftlichkeit im unteren Bereich.

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Arbeit 1215 Das Preisgericht würdigt den ellipsoiden Baukörper als interessanten, solitären Lösungsansatz. Das dreiseitig abgesenkte Bauvolumen kann allerdings als städtebauliche Geste gerade aufgrund der fehlenden Höhe nicht vollends überzeugen. Die Ausbildung des Westeingangs stärkt den Haupteingang Süd und wirkt als einladende Geste zur neuen Halle. Die damit in Verbindung stehende Taxivorfahrt wird sehr knapp bemessen, während die Anlieferung als gut proportioniert erscheint. Der Anschluss an die Hallen 2 und 7 auf Hallenebene ist gut gelöst, wird allerdings in der darüber liegenden Ebene vermisst. Befremdlich erscheint die Anlagerung der Mehrzweck- und Büroflächen als separate Baukörper an die Bestandshallen, auch kann der hiermit in Verbindung stehende Nebeneingang nicht überzeugen. Die gewählte Dachkonstruktion aus Stahl-Holzbindern verspricht einen spannungsvollen Innenraum. Die angebotene BGF und die Gesamtbaukosten liegen im oberen Mittelfeld. Arbeit 1218 Die Klarheit der großen Halle, die die gesamten Ausstellungsflächen aufnimmt, besticht in ihrer Reduktion und großzügigen Ausbildung. Durch die Erschließung von Westen erhält der Südeingang eine wohlproportionierte Zugangsfläche in Verbindung mit dem Ungers-Bau, wie auch eine eindeutige Vorfahrt. Der durch die elliptische Form bestimmte Aufgang innerhalb des Eingangsfoyers bildet zwar einen spannungvollen Raum, führt aber auch zu weniger gut belichteten Flächen im Bereich der Mehrzweckausstellung. Auch wird die offene Zugänglichkeit der großen Halle als problematisch angesehen, wie auch die schwer abdunkelbaren Glasflächen der vollverglasten Stirnseiten und des Oberlichtes. Ein Nebeneingang von Osten wird vermisst. Die Anbindung der hohen und angenehm weiten Halle zur bestehenden Halle 2 ist mit den vorgesehenen Übergängen gut gelöst. Dies gilt insbesondere auch für die komplett umlaufende Anlieferung und weiter für den Erhalt der vorhandenen technischen Infrastruktur. Insgesamt führt die stringente Konzeption zu sparsamen Flächenwerten, die allerdings durch die Eingeschossigkeit weit in den östlichen Grundstücksbereich eingreifen.

1.12

Festlegung der Rangfolge und Preise

Nach Verabschiedung der schriftlichen Beurteilungen werden die Arbeiten der Engeren Wahl erneut vergleichend diskutiert und bewertet. Es wird zunächst ein Meinungsbild über die Rangfolge der Preise erstellt.

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Nach eingehender differenzierter und abwägender Diskussion beschließt das Preisgericht einstimmig, aus folgenden drei Arbeiten eine Gruppe der Anerkennungen zu bilden: Arbeit 1207 Arbeit 1209 Arbeit 1215 Danach wird über die Rangfolge der drei Arbeiten der Preisgruppe wie folgt abgestimmt: 1. Preis 2. Preis 3. Preis 4. Preis Arbeit 1208 Arbeit 1202 Arbeit 1212 Arbeit 1218 9 9 9 9 : : : : 0 0 0 0

Die Verteilung der Preissummen wird entsprechend der Auslobung festgelegt.

1.13

Empfehlung des Preisgerichts

Das Preisgericht empfiehlt dem Auslober einstimmig, die mit dem 1. Preis ausgezeichnete Arbeit unter Berücksichtigung der folgenden Überarbeitungshinweise zur Grundlage der weiteren Bearbeitung zu machen: - die Flächen und Kosten müssen in der weiteren Bearbeitung reduziert werden; Zudem sind im Dialog mit Nutzer und Bauherrn die in der schriftlichen Beurteilung genannten Hinweise zu berücksichtigen. Insbesondere ist zu gewährleisten, dass unter Beibehaltung der architektonischen Qualität der vorgegebene Kostenrahmen eingehalten wird. Frau Tille, Oberste Denkmalschutzbehörde, weist noch einmal darauf hin, dass die Bedingung für den Abbruch der Deutschlandhalle die Vorlage eines auf dem Ergebnis des Architektenwettbewerbs basierenden Bauantrags ist.

1.14

Verfasserumschläge

Aufgrund eines Einspruchs vor der Vergabekammer Berlin kann der Wettbewerb für den Neubau einer kongresstauglichen Messehalle derzeit nicht zum Abschluss geführt werden. Die Umschläge mit den Verfassererklärungen werden erst nach Abschluss des Nachprüfverfahrens durch den Auslober geöffnet. Die Namen der 18 Wettbewerbsteilnehmer werden allen Verfahrensbeteiligten umgehend mitgeteilt. Das Preisgericht stimmt dieser Vorgehensweise zu.

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1.15

Abschluss der Sitzung

Die Vorsitzende entlastet die Vorprüfung. Sie bedankt sich bei allen Mitarbeitern für die sorgfältige Vorbereitung und für die gute Durchführung des Verfahrens. Sie dankt allen Mitgliedern des Preisgerichtes für die engagierte und konstruktive Mitarbeit und gibt mit dem Wunsch nach einer guten Verwirklichung des Projektes den Vorsitz an Frau Lüscher zurück. Diese bedankt sich ebenfalls für die geleistete Arbeit und schließt die Sitzung. Ende der Sitzung Die Sitzung endet um 19:15 Uhr. Das Protokoll wurde von der Vorsitzenden des Preisgerichts gelesen und genehmigt.

1.16

Öffnung Verfasserumschläge

Am Dienstag, den 10.05.2011, wurden die Verfasserumschläge in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Württembergische Straße 6, Raum 1216, 10707 Berlin geöffnet und die Namen der 18 Wettbewerbsteilnehmer den Anwesenden (s. Anwesenheitsliste der Sitzung zur Öffnung der Verfasserumschläge) verlesen.

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1.17

Protokollfreigabe der Preisrichter

Das Protokoll wird genehmigt:

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1.18

Anwesenheitsliste der Preisgerichtssitzung

Nichtoffener Wettbewerb für Architekten Neubau einer kongresstauglichen Messehalle Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf Preisgerichtssitzung Donnerstag, den 28.04.2011, Beginn 9:00 Uhr bis 19:15 Uhr Württembergische Straße 6, 10707 Berlin

- entschuldigt -

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- entschuldigt -

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1.19		 Anwesenheitsliste der Sitzung zur Öffnung der Verfasserumschläge
Dienstag, den 10.05.2011, Beginn 17:00 Uhr bis 17:30 Uhr Württembergische Straße 6, 10707 Berlin

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1.20

Teilnehmer des Wettbewerbs
	

Preisträger Arbeit 1208 1. Preis		 Verfasser:		 Mitarbeiter:		

CODE UNIQUE Architekten BDA, Dresden Dipl.-Ing. Architekt BDA Volker Giezek Dipl.-Ing. Architekt BDA Martin Boden-Peroche Sebastian Schröter, Christian Ecklebe, Mathias Stumme, Helge Böttcher, Raik Hartmann, Merle Sundermann

Arbeit 1202 2. Preis		 Verfasser: Mitarbeiter: Tragwerksplanung:		

wulf & partner, Freie Architekten BDA, Stuttgart wulf & partner, Freie Architekten BDA Steffen Vogt, Victoria Schock, Camilo Hernandez, Jean-Charles Canas, Peter Brachat, Nicole Ehni Knippers Helbig GmbH, Stuttgart / Köln Dipl.-Ing. Roman Schieber, Dipl.-Ing. Hans Günther Pfleging Planstatt Senner, Überlingen Dipl.-Ing. Patricia Legner Pfeil & Koch Ingenieurgesellschaft GmbH, Köln Dipl.-Ing. Hans Günther Pfleging HHP Nord-Ost, Braunschweig Dr. Willi Siegfried

Freianlagen: TGA: Brandschutz:

Arbeit 1212 3. Preis		

JSWD Architekten GmbH & Co. KG, Köln Atelier d´árchitecture Chaix & Morel et Associés, Paris Dipl.-Ing. Architekt BDA Frederik Jaspert Dipl.-Ing. Architekt Walter Grasmug Dipl.-Ing. Architekt Olaf Drehsen Projektleiter: Christian Mammel, Maximilian Wetzig Til Jäger, Henriette Kosel, Pascal Martis, Tobias Lehre, Alexander Golinski Prof. Pfeifer und Partner, Darmstadt Prof. Dipl.-Ing. Matthias Pfeifer Dipl.-Ing. Ralf Wittenbecher PGH Planungsgemeinschaft Haustechnik, Dormagen Dipl.-Ing. Klaus Huke BSV - Büro für Stadt- und Verkehrsplanung, Aachen Dipl.-Ing. Axel C. Springsfeld

Verfasser:		 Bevollmächtigter Vertreter: Mitarbeiter:

Tragwerksplanung:		

TGA: Verkehrsplanung:

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Arbeit 1218
	 4. Preis Verfasser: Mitarbeiter:

Ackermann und Partner Architekten BDA, München Dipl.-Ing. Architekt BDA Peter Ackermann Roman Baudisch, Christian Egert, Tessa Kölnberger, Horst Raab, Stefan Schäfer, Maria Sideri, Alexander Soldan, Heidi Wolf Ackermann Ingenieure, München Dipl.-Ing. Christoph Ackermann

Tragwerksplanung:

Arbeit 1207 Anerkennung Verfasser: Mitarbeiter:

kadawittfeldarchitektur gmbh, Aachen Dipl.-Ing. Architekt BDA Gerhard Wittfeld Astrid Dierkes, Simona Czysch, Simon Kortemeyer, Johannes Müntinga, Maksim König, Dirk Zweering, Sascha Thomas, Torsten Pofahl, Kilian Kada Rendertaxi, Aachen TSB Ingenieurgesellschaft mbH Tichelmann & Barillas, Darmstadt PGS, Aachen Ing. Levon Sergis Ökotec, Gundelsheim Dr. Jaspers

Visualisierung: Tragwerksplanung: TGA: Brandschutz:

Arbeit 1209 Anerkennung Verfasser: Mitarbeiter:

P.arc GmbH und Degelo Architekten, Berlin Dipl.-Ing. Architekt Heinrich Degelo Dipl.-Ing. Architekt Gerrit Grigoleit E. Berkhoff, B. Bessel, D. Binert, E. Casciolo, A. Ernst, G. Hamilton, A. Wehmer WTM Engineers Berlin GmbH, Berlin R. Ratsch, M. Schoppe PB P. Berchtold, Samen (CH) B. Engsig

Tragwerksplanung: TGA:

Arbeit 1215 Anerkennung Verfasser:

Dietz Joppien Architekten AG, Potsdam

Prof. Dipl.-Ing. Architektin M.- Arch. A.-M. Joppien Dipl.-Ing. Architekt M.-Arch. Albert Dietz Mitarbeiter: Dipl.-Ing. Joachim Stephan, Dipl.-Ing. Ruth Knoth, Dipl.-Ing. Boris Kunz, Dipl.-Ing. Christine Brückner, Dipl.-Ing. Alexander Stewart, Dipl.-Ing. Malte Fründ, Marco Fitzthum, B.A., Julia Wenzel, cand. Arch. Tragwerksplanung/ Werner Sobek, Frankfurt Energiekonzept: Dipl.-Ing. T. Berger, Dr.-Ing. J. Dietz, Dipl.-Ing. S. Öhler Landschaftsarchitektur: Rose Fisch Landschaftsarchitektur, Berlin
	

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2. Rundgang Arbeit 1205 2. Rundgang Verfasser: Mitarbeiter:

Nieto Sobejano Arquitectos, Berlin Fuensanta Nieto, Enrique Sobejano Gesche Böckmann, Fernando Nasarre, Antoine Allaz, Daniel Schilp, Rocio Dominguez, Vanesa Manrique, Dirk Landt GSE Ingenieurgesellschaft mbH Saar Enseleit und Partner, Berlin Dr.-Ing. Jorg Enseleit, Hanno Zimmermann, Ulrike Walter P2B Planungsgruppe Berlin Brandenburg GmbH, Berlin Carsten Saul, Ernesto Mapache

Tragwerksplanung:

TGA:

Arbeit 1206 2. Rundgang Verfasser: Mitarbeiter:

Zaha Hadid, Hamburg Zaha Hadid Dr. Phil. Dipl.Ing. ARB, RIBA Patrik Schumacher Peter Irmscher, Anna von Roeder, Frederic Beaupere, Jahanshah Beyzavi, Katharina Jacobi, Muna Aziz, Yassmin Al Khasawne Werner Sobek, Stuttgart Michael Duder Ebert Ingenieure, Hamburg Dr. Torsten Warner HHP West, Bielefeld Heino Zies Masuch + Olbrisch, Oststeinbeck Dr. Rolf Hüttmann

Tragwerksplanung: TGA: Brandschutz: Verkehrsplanung:

Arbeit 1210 2. Rundgang Verfasser: Mitarbeiter:

gmp Generalplanungsgesellschaft, Berlin Dipl.-Ing. Architekt Hubert Nienhoff Jochen Köhn, Kristian Uthe-Spencker, Christiane Wermers, Marleen Michaels, Rüdiger von Helmolt, Claudia Stelzmann, Peter Axelsen Davide Abonacci, Berlin Schlaich Bergermann und Partner, Berlin Inros Lackner, Rostock Müller-BBM, Berlin Capatti Staubach, Berlin

Visualisierung: Tragwerksplanung: TGA: Brandschutz: Freiraumplanung:

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Arbeit 1217 2. Rundgang Verfasser: Mitarbeiter:

KSP Jürgen Engel Architekten GmbH, Frankfurt a.M. Dipl.-Ing. Architekt S.M. Arch/MIT Jürgen Engel Christopher Hammerschmidt, Sigrid Lippert, Andreas Hachulla, Sarah Becker, Drazan Mateljak, Alexander Lohausen BLOOMIMAGES, Hamburg Christian Zöllner Breuninger Tragwerksplanung, Stuttgart Ulrich Breuninger ARUP GmbH, Frankfurt Karsten Spengel HHP Berlin - Ingenieurgesellschaft für Brandschutz mbH, Frankfurt Dirk Kohmann Prof. Eger Consult, Darmstadt Prof. Rudolf Eger SINAI, Berlin, A.W. Faust Werk 5, Berlin Hr. Kröger

Visualisierung: Tragwerksplanung: TGA: Brandschutz:

Verkehrsplanung: Freiraumplanung: Modellbau:

1. Rundgang Arbeit 1201 1. Rundgang Verfasser: Mitarbeiter:

Mario Bellini Architect(s), Mailand Mario Bellini Raffaele Cipolletta, Giovanni Pigni, Manuel Hoff, Lucas Corato, Luca Bosetti, Roberta Totaro, Egle de Luca, Alessandro Brambilla, Flavia Sandelewski, Gaia Vavalli, Maurizio Di Lauro, Giulio Castegini S.A.N. - Ingenieure, Darmstadt Dr.-Ing. Claus Maier Drees & Sommer Advanced Building Technologies, Frankfurt Andreas Cleophas, Dr. Jörg Schlenger BHBVT, Berlin Stefan Tebroke

Tragwerksplanung: TGA:

Technical Architect:

Arbeit 1203 1. Rundgang Verfasser: Mitarbeiter: Tragwerksplanung: TGA:

Benthem Crouwel GmbH, Aachen Dipl.-Ing. Architekt BDA Markus Sporer Sascha Rullkötter, Cornelius Wens, Joris Görling Arup Deutschland, Berlin Arup Deutschland, Berlin

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28

Arbeit 1204 1. Rundgang Verfasser:

BRT-Architekten LLP, Hamburg Dipl.-Ing. Architekt BDA Jens Bothe Dipl.-Ing. Architekt BDA Hadi Teherani Dipl.-Ing. Architekt BDA Kai Richter Tina Jokschus, Bernd Muley, Christian Troche, Dorothee Hauptmann, Dominik Mack, Ruben Kienast, Marek Lipsky, Catharina Gauda Imagine structure GmbH, Frankfurt am Main RMN Ingenieure GmbH, Norderstedt Argus Stadt- und Verkehrsplanung, Hamburg

Mitarbeiter:

Tragwerksplanung: TGA: Verkehrsplanung: Arbeit 1211 1. Rundgang Verfasser: Mitarbeiter:

TREUSCH architecture ZT GmbH, Wien Dipl.-Ing. Architekt Andreas Treusch Dipl.-Ing. Christopher Gramer, Dipl.-Ing. Stefan Klinglmüller, Mag. arch. Jan Kristek, Fabian Lahrz, Christoph Thöni, Mag. arch. Aurelius Weber FCP Fritsch, Chiari & Partner ZT GmbH, Wien (A) Dipl.-Ing. Robert Schedler TB ZFG-Projekt GmbH, Baden (A) Ing. Josef Fellhofer hhp berlin Ingenieure für Brandschutz, Berlin Dipl.-Ing. Mandy Schulz Dipl.-Ing. Anna Detzlhofer, Wien (A)

Tragwerksplanung: TGA: Brandschutz: Grünraumberatung: Arbeit 1213 1. Rundgang Verfasser: Mitarbeiter: Visualisierung: Tragwerksplanung: Energiekonzept:

Dominique Perrault Architecture, Paris Dominique Perrault Projektleiter: Jan Horst, Michael Kühnlein, Philipp Neves, Thomas Bormann Francesco Vinci Bollinger und Grohmann, Frankfurt Klaas de Rycke, Philipp Eisenbach Transsolar, München Stefi Reuss

Arbeit 1214 1. Rundgang

Rafael Vinoly Architects PC, New York mit Eller + Eller GmbH Architekten, Berlin Rafael Vinoly FAIA SCA JIA IntFRRIBA David Rolland AIA JIA, Marco Ortiz RIBA ARB, Dipl.-Ing. SBA Daniel Gartner Schlaich Bergermann und Partner, New York P.E. Dipl.-Ing. Michael Stein Büro Happold, London Dipl.-Ing. (Arch.) Wolf Mangelsdorf BAL Berlin, Berlin Ulrich Schulte / Jürgen Scheele

Verfasser: Mitarbeiter: Tragwerksplanung: TGA: Kosten:

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29

Arbeit 1216 1. Rundgang		 Verfasser:		 Mitarbeiter:		

Hascher + Jehle Planungsgesellschaft, Berlin Prof. Dipl.-Ing. Architekt Rainer Hascher Prof. Dipl.-Ing. Architekt Sebastian Jehle Dipl.-Ing. Johannes Wolgang König, Dipl.-Ing. Kathleen Behrendt, Dipl.-Ing. Lilia Farztdinova, Dipl.-Ing. Wojtek Maminsky, Cand. Arch. Benjamin Böhringer RPB Rückert GmbH, Berlin Prof. Dipl.-Ing. Klaus Rückert Transsolar Energietechnik GmbH, Berlin Prof. Dipl.-Ing. Volkmar Bleicher, Dr. Dipl.-Ing. Nadir Abdessemed HHP Berlin, Berlin Dipl.-Ing. Matthias Tiemannn

Tragwerksplanung:		 TGA:		

Brandschutz:		

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31

2. 2.1

Bericht der Vorprüfung Vorlauf

Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden neben drei gesetzten Büros entsprechend der Ankündigung im EU-Amtsblatt vom 04. Dezember 2010 in einem vorgeschalteten Bewerbungsverfahren (Nichtoffener Wettbewerb gemäß den Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2008 und VOF) durch ein vom Preisgericht unabhängiges Auswahlgremium 15 Architekten ausgewählt. Ein Teilnehmer sagte im Vorfeld der Ausgabe der Auslobungsunterlagen ab. Es wurde ein Nachrücker benannt. Die Wettbewerbsunterlagen standen ab dem 07. Februar 2011 zum Download bereit und die Auslobungsbroschüre wurde am 10. Februar 2011 versandt. Die Rückfragen der Teilnehmer konnten bis zum 16. Februar 2011 schriftlich gestellt werden. Die Zusammenstellung der Fragen und Antworten wurde mit Anlagen am 22. Februar versandt.

2.2

Einlieferung der Arbeiten

Der Abgabetermin für die Planunterlagen war der 04. April 2011; das Modell konnte bis zum 11. April 2011 abgegeben werden. Alle 18 Arbeiten wurden bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in der Brückenstraße 6 entgegengenommen, quittiert und Datum und Uhrzeit sowie Art der Unterlagen in einer Sammelliste notiert. Alle eingereichten Arbeiten gingen in allen Teilen erkennbar termingerecht ein. Die Wettbewerbsunterlagen wurden ungeöffnet in die Räume der Vorprüfung, Alte Kantine, Raum 560, Württembergische Straße 6, transportiert.

2.3

Anonymisierung

Die eingegangenen Arbeiten sowie die dazugehörigen Verfassererklärungen und alle sonstigen abgegebenen Unterlagen wurden nach dem Zufallsprinzip mit einer 4-stelligen Tarnzahl von 1201 bis 1218 gekennzeichnet. Die Reihenfolge des Eingangs ist aus der Reihenfolge der vergebenen Tarnzahlen nicht erkennbar. In einer angelegten Sammelliste ist die Zuordnung zwischen den Kennzahlen der Verfasser und den Tarnzahlen notiert. Eingangsdatum sowie Art und Zustand der Verpackung wurden erfasst und die Verfassererklärungen unter Verschluss genommen.

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32

2.4

Vollständigkeit der Arbeiten

Die Arbeit 1207 überschreitet mit einem freistehenden Dachelement das Wettbewerbsgrundstück. Die Vollständigkeit der Arbeiten wurde gemäß Punkt 1.10 der Auslobung geprüft. Das Ergebnis wurde in der nachstehenden Prüftabelle notiert.
1 EG-Grundriss mit Darstellung angrenzender Freiflächen einschließlich äußerer Erschließung im M 1:200 Lageplan im M 1:500 mit Darstellung der Gesamtsituation, Baukörper, Zufahrt, äußere Erschließung sowie Außenanlagen 2 3 4 2 räumliche Darstellungen (1 Innenansicht sowie 1 Außenansicht) nach freier Wahl 5 6 7
(1 Satz der verlangten Grundrisse und Schnitte, mit Eintragung der Raumbezeichnungen analog Formblatt, Vermaßung usw.)

8 Berechnung auf Formblatt A und Formblatt B Gebäudekennwerte

9

10

11

12

13

14 CD-ROM Prüfpläne (im Format .dwg/.dxf/.pln Version 7.0 oder tiefer)

alle Ansichten und zum Verständnis erforderliche Schnitte im M 1:200

alle weiteren Grundrisse mit Darstellung der Anbindung an das Messegelände im M 1:200

(Informationsgehalt annähernd Schnitt M 1:50 zur Vermittelbarkeit von Materialität und Gestaltqualität)

Verzeichnis der eingereichten Unterlagen

1201 1202 1203 1204 1205 1206 1207 1208 1209 1210 1211 1212 1213 1214 1215 1216 1217 1218

x x x x
x

x x x x
x

x x x x x1 x x x x x x x2 x x x3 x4 x x

x x x5 x6
x

x x x x x8 x9 x x x x10 x10 x x x11 x10 x x x

x x x x12
x

x x x x x x x x x x x x x x x x x

x x x x x x14 x x x x x15 x x x

x x x x
x

x x x x
x

x x x x16
x

x x x x
x

x x x x x x x x x x x x x x x x x x

x x x x
x x

x x x x
x

x x x x
x

x x x x
x

x x x x
x

x x x x x x x x x x x x x

x x x x x x x x x x x x x

x x x x6 x x x5 x6 x x7 x6 x x5

x x x x x x x x x x13 x x x

x x x x x x x x x x x x
x

x x x x x x x x x x x x x

x x x16 x x x16 x x x17 x x x x

x x x x x x x x x x x x x

x x x x x x x x x x x x x

x x x x x x x x x x x x x

x x x x x x x x x x x x x

x x x x x x x x x x x x x

x x x x x x x x x x x x

x – 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17

Leistung liegt vor. Leistung liegt nicht vor.
	 Der Verfasser hat 4 Grundrissebenen (+12,75, +5,2, -2,6 und -5,0) nur im M 1:400 dargestellt.
	 Der Verfasser hat die Grundrissebene +02 (+9,5) nicht auf dem Präsentationsplan dargestellt.
	 Der Verfasser hat 5 Grundrissebenen (+9,00, +6,0, 0,00, -4,5 und -13,00) nur im M 1:500 
 dargestellt. Der Verfasser hat 2 Grundrisse (DG und UG) nur im M 1:500 dargestellt. Der Verfasser hat nur 3 Ansichten abgegeben. Der Verfasser hat nur 2 Ansichten abgegeben. Der Verfasser hat nur 1 Ansicht abgegeben. Der Verfasser hat 9 Außenraumperspektiven abgegeben. Der Verfasser hat 2 Innenraum- und 2 Außenraumperspektiven abgegeben. Der Verfasser hat 2 Außenraumperspektiven abgegeben. Der Verfasser hat 21 Innenraum- und 11 Außenraumperspektiven abgegeben. Der Verfasser hat 2 Fassadenschnitte / Teilansichten im M 1:50 abgegeben. Der Verfasser hat 1 Detailschnitt durch Tragwerk und Dach im M 1:25 abgegeben. Der Verfasser hat lediglich die Bauphasen in einem Piktogramm dargestellt. Der Verfasser hat den Montageablauf nur textlich beschrieben. Der Erläuterungsbericht ist 5 Seiten lang. Der Erläuterungsbericht ist 22 Seiten lang (Piktogramme und Text).

ausgefüllte Formblätter als .xls-Datei

Baubeschreibung analog DIN 276 (neu) zu KG 300, 400 und 500

Systemskizzen des Montageablaufs

Fassaden- bzw. Systemschnitt M 1:20

Erläuterungsbericht (max. 4 Seiten)

.pdf-Dteien der Präsentationspläne

.tif-Dateien der Präsentationspläne

Modell M 1:500 unter Verwendung der Einsatzplatte

Systemskizzen des Tragwerks

Verfassererklärung

Prüfpläne

Tarnzahl

x x x x x x x x x x x x x x x x x x

Neubau einer kongresstauglichen Messehalle / Ergebnisprotokoll

33

Zudem konnten bei drei Arbeiten die abgegebenen Prüfpläne im .dwg/ .dxf-Format und bei einer weiteren Arbeit alle digitalen Unterlagen auf der abgegebenen CD nicht geöffnet werden. In einer anonymen Sammel-EMail an alle Wettbewerbsteilnehmer wurden die Verfasser am 06.04.2011 und am 13.04.2011 aufgefordert, die CD bzw. die Prüfpläne in digitaler Form erneut zu übersenden. Der Aufforderung wurde durch Abgabe in der Brückenstraße 6 am 07.04.2011 bzw. am 14.04.2011 / 15.04.2011 nachgekommen.

2.5 2.5.1

Vorprüfung Verfahren

Die Vorprüfung wurde vom 05. April 2011 bis zum 27. April 2011 im Raum 560 (Alte Kantine) der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Württembergische Straße 6, durchgeführt. Die Prüfung der Wettbewerbsarbeiten erfolgte durch zwei Vorprüferinnen für Hoch- und Städtebau, fünf Vorprüfer für Kosten, einen Vorprüfer für Energieeffizienz und Nachhaltigkeit, drei Vorprüfer für die Tragwerkskonstruktion, einen Vorprüfer für Belange der Technischen Gebäudeausrüstung hinsichtlich der Kapazitäten und Anschlüsse an das bestehende Messegelände und drei Mitarbeiter der Vorprüfung.

2.5.2

Prüfung der quantitativen Daten

Die in der Auslobung geforderten quantitativen Nachweise wurden von der Vorprüfung berechnet bzw. anhand der Verfasserangaben auf Plausibilität geprüft. Sofern eine nachweisliche Diskrepanz zwischen Verfasserangaben und geprüften Werten vorhanden war, wurden die ermittelten Werte der Vorprüfung dargestellt. Folgende Nachweise wurden berechnet: Nutzfläche NF (Raumprogramm) Technische Funktionsflächen (TF) Bruttogrundfläche BGFa Bruttorauminhalt BRIa (V) Verhältnis BGFa / NF Hüllfläche zu Volumen A / V überbaute Fläche

Die Kosten wurden nicht von den Teilnehmern abgefragt, sondern von den Kostenprüfern ermittelt. Darstellung der quantitativen Daten Die Ergebnisse der quantitativen Prüfung sind in einer vorangestellten Tabelle und auszugsweise in den Einzelberichten zu den Arbeiten gesondert ausgewiesen. Die den Einzelberichten vorangestellten Balkendiagramme zeigen die Ergebnisse der Berechnungen im vergleichenden Überblick.

Neubau einer kongresstauglichen Messehalle / Ergebnisprotokoll

34

2.5.3

Prüfung der qualitativen Daten

Die für die Vorprüfung angelegten Prüfkriterien sind aus den in der Auslobung unter 3.12 benannten Kriterien zur Beurteilung der Wettbewerbsarbeiten abgeleitet und durch die Vorprüferinnen in Zusammenarbeit mit den Sachverständigen überprüft worden. Folgende Kriterienbereiche wurden im Rahmen der Vorprüfung bearbeitet und finden sich entsprechend als Gliederung in den Einzelberichten wieder: Städtebau / Gestaltung 
 Funktionen 
 Baukonstruktion 
 Realisierbarkeit
	 Energieeffizienz
	 Baukosten / Wirtschaftlichkeit 


2.5.4

Einbeziehung der Sachverständigen

Im Rahmen der Vorprüfung hatten die Sachverständigen die Gelegenheit die Wettbewerbsarbeiten zu begutachten. Folgende Sachverständige hat die Arbeiten im Rahmen der Vorprüfung begutachtet: Frau Moritz-Doll, Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin Zudem wurden folgende Personen aus freien Büros als Sachverständige hinzugezogen: Herr Kissel, GKK Ingenieurgesellschaft für Hochbau mbH, Projektsteuerung Herr Kind, GKK Ingenieurgesellschaft für Hochbau mbH, Projektsteuerung Prof. Alexander Rudolphi, Gesellschaft für ökologische Bautechnik Berlin mbH

2.6 Balkendiagramme
Zum Quervergleich wurden 3 Balkendiagramme erstellt. BGFa ist und NF (gesamt) ist
	 Relation BGFa ist / NF (gesamt) ist und A / V
	 Gesamtkosten netto (KG 200-700 und KG 300 + 400)
	

Neubau einer kongresstauglichen Messehalle / Ergebnisprotokoll

35

BGFa ist und NF (gesamt) ist
BGFa ist NF (gesamt) ist

NF (lt. RP Soll) 23.465 qm

Relation BGFa ist / NF (gesamt) ist und A / V
BGFa ist /
	 NF (gesamt) ist
	 A/V

Gesamtkosten netto (KG 200 – 700 / KG 300 + 400)
	
Gesamtkosten KG 200 – 700 ist Gesamtkosten KG 300 + 400 ist

Gesamtkosten SOLL KG 200 – 700 65.000.000 EUR

Neubau einer kongresstauglichen Messehalle / Ergebnisprotokoll

36

2.7

Zusammenstellung der Daten
	

Nummer der Wettbewerbsarbeit Flächen und Rauminhalte NF (lt. RP) ist NF (lt. RP) soll NF (außerhalb RP) NF (gesamt) ist Technikfläche BGFa ist BRIa ist BGFa / NF (lt. RP) soll BGFa / NF (gesamt) ist Hüllfläche A/V Überbaute Fläche m² m² m² m² m² m² m² m² m³

1201
26.669 23.465 2.713 29.382 6.178 49.488 397.030 2,11 1,68 52.293 0,132 16.313

1202
24.050 23.465 965 25.015 3.830 47.030 353.628 2,00 1,88 53.781 0,152 16.751

1203
23.835 23.465 75 23.910 2.270 31.893 294.710 1,36 1,33 44.894 0,152 16.551

1204
24.782 23.465 0 24.782 3.244 39.841 374.008 1,70 1,61 44.690 0,119 21.918

1205
24.706 23.465 0 24.706 2.137 56.346 561.708 2,40 2,28 77.705 0,138 17.279

1206
23.874 23.465 0 23.874 2.616 34.071 315.590 1,45 1,43 38.478 0,122 14.460

1207
23.768 23.465 77 23.845 8.188 43.335 371.474 1,85 1,82 46.218 0,124 15.564

1208
23.693 23.465 0 23.693 10.226 50.785 427.225 2,16 2,14 53.328 0,125 17.418

1209
23.035 23.465 0 23.035 2.886 35.042 320.737 1,49 1,52 63.045 0,197 24.090

Kosten Gesamtkosten KG 300 + 400 ist Gesamtkosten KG 300 + 400 Mittelwert Gesamtkosten KG 300 + 400 soll Verhältnis zum Soll = 100% Kostenkennzahlen KG 300 + 400 Gesamtkosten KG 300 + 400 / BGF ist Gesamtkosten KG 300 + 400 / NF ist Gesamtkosten KG 300 + 400 / BRI ist Kostenkennzahlen KG 200 - 700 Gesamtkosten KG 200 - 700 ist Gesamtkosten KG 200 - 700 Mittelwert Gesamtkosten KG 200 - 700 soll Verhältnis zum Soll = 100% € netto 145.696.000 141.202.000
111.035.000 131.006.000 159.456.000 117.380.000 115.281.000 128.303.000 133.786.000

€ netto 108.319.800 100.932.600 € netto € netto % 95.550.156 52.000.000 208 95.550.156 52.000.000 194

82.761.200 95.550.156 52.000.000 159

96.966.700 95.550.156 52.000.000 186

119.668.100

85.296.000 95.550.156 52.000.000 164

86.328.400 95.550.156 52.000.000 166

95.416.400 95.550.156 52.000.000 183

96.513.800

95.550.156 52.000.000 230

95.550.156 52.000.000 186

€/m² netto

2.189

2.146

2.595

2.434

2.124

2.503

1.992

1.879

2.754

€/m² netto

3.687

4.035

3.461

3.913

4.844

3.573

3.620

4.027

4.190

€/m² netto

273

285

281

259

213

270

232

223

301

€ netto 129.305.889 129.305.889 129.305.889 129.305.889 129.305.889 129.305.889 129.305.889 129.305.889 129.305.889 € netto % 65.000.000 224 65.000.000 217 65.000.000 171 65.000.000 202 65.000.000 245 65.000.000 181 65.000.000 177 65.000.000 197 65.000.000 206

Neubau einer kongresstauglichen Messehalle / Ergebnisprotokoll

37

Nummer der Wettbewerbsarbeit Flächen und Rauminhalte NF (lt. RP) ist NF (lt. RP) soll NF (außerhalb RP) NF (gesamt) ist Technikfläche BGFa ist BRIa ist BGFa / NF (lt. RP) soll BGFa / NF (gesamt) ist Hüllfläche A/V Überbaute Fläche m² m² m² m² m² m² m² m² m³

1210
25.117 23.465 273 25.390 3.283 38.353 418.363 1,63 1,51 44.371 0,106 20.574

1211
24.986 23.465 0 24.986 3.294 45.838 411.312 1,95 1,83 51.351 0,125 15.783

1212
23.400 23.465 681 24.081 3.014 38.481 349.012 1,64 1,60 41.106 0,118 14.594

1213
25.100 23.465 0 25.100 2.230 35.799 357.790 1,53 1,43 56.565 0,158 21.914

1214
23.826 23.465 0 23.826 4.308 37.000 315.615 1,58 1,55 72.912 0,231 23.274

1215
24.319 23.465 0 24.319 2.153 39.170 365.464 1,67 1,61 70.134 0,192 26.331

1216
24.823 23.465 747 25.570 4.829 40.604 324.299 1,73 1,59 44.848 0,138 18.616

1217
23.691 23.465 0 23.691 2.787 35.230 355.136 1,50 1,49 41.728 0,117 14.876

1218
23.809 23.465 204 24.013 2.202 29.171 417.358 1,24 1,21 53.673 0,129 19.405

Kosten Gesamtkosten KG 300 + 400 ist Gesamtkosten KG 300 + 400 Mittelwert Gesamtkosten KG 300 + 400 soll Verhältnis zum Soll = 100% Kostenkennzahlen KG 300 + 400 Gesamtkosten KG 300 + 400 / BGF ist Gesamtkosten KG 300 + 400 / NF ist Gesamtkosten KG 300 + 400 / BRI ist Kostenkennzahlen KG 200 - 700 Gesamtkosten KG 200 - 700 ist Gesamtkosten KG 200 - 700 Mittelwert Gesamtkosten KG 200 - 700 soll Verhältnis zum Soll = 100% € netto 122.298.000 138.622.000 126.021.000 120.885.000 157.069.000 127.054.000 131.505.000 122.056.000 98.851.000 €/m² netto 2.270 2.200 2.338 2.559 3.285 2.439 2.380 2.527 2.588 € netto € netto € netto % 87.044.200 100.836.700 95.550.156 52.000.000 167 95.550.156 52.000.000 194 89.951.900 95.550.156 52.000.000 173 91.612.400 121.561.300 95.550.156 52.000.000 176 95.550.156 52.000.000 234 95.538.000 95.550.156 52.000.000 184 96.626.900 95.550.156 52.000.000 186 89.040.600 95.550.156 52.000.000 171
75.487.800

95.550.156 52.000.000 145

€/m² netto

3.428

4.036

3.735

3.650

5.102

3.929

3.779

3.758

3.144

€/m² netto

208

245

258

256

385

261

298

251

181

€ netto 129.305.889 129.305.889 129.305.889 129.305.889 129.305.889 129.305.889 129.305.889 129.305.889 129.305.889 € netto % 65.000.000 188 65.000.000 213 65.000.000 194 65.000.000 186 65.000.000 242 65.000.000 195 65.000.000 202 65.000.000 188 65.000.000 152

Neubau einer kongresstauglichen Messehalle / Ergebnisprotokoll

38

Neubau einer kongresstauglichen Messehalle / Ergebnisprotokoll

39

2.8

Einzelberichte der Arbeiten 1201 bis 1218

Jede Wettbewerbsarbeit wird auf zwei Seiten (5 Abbildungen, Kenndaten und Einzelbericht) dargestellt. Die Abbildungen umfassen: Modellfoto, Grundriss Haupteingang, Innenperspektive, Außenperspektive, Schnitt. Die Textseite auf der rechten Seite enthält die Ergebnisse der qualitativen Prüfung nach dem unter Punkt 5.3 dargestellten Kriterienkatalog.

Mario Bellini Architect(s), Mailand | 1. Rundgang

1201

Planungsdaten
NF (Raumprogramm) NF (gesamt) BGFa BRIa BGFa / NF (gesamt) A/V Kosten € (KG 200 - 700)

Vorgabe 23.465

Entwurf 26.669 29.382 49.488 397.030 1,68 0,132

65.000.000

145.696.000

Grundrissebene Haupteingang

Außenperspektive

Innenperspektive

Längsschnitt

Neubau einer kongresstauglichen Messehalle / Ergebnisprotokoll

1201

Städtebau und Gestaltung - Baukörperensemble aus zwei Volumen: kompakter Hallenkörper orthogonal zu Halle 2, vorgelagerter Riegel im Osten in Ausrichtung der ehem. Deutschlandhalle, differenziert in mehrfach gefalteten Sockelkörper und aufgelagertem, mehrseitig auskragendem Gebäuderiegel als Hauptfassade zum Messedamm. Aufnahme und Einbindung der vorhandenen Platzanlage Vorplatz Süd in westlichen Gebäudeabschluss. - Gebäudehöhe Halle +19m, Riegel +21m, Aufnahme der Höhe Halle 7. - Abstand Halle 2 ca. 33,5m, Halle 7 im Minimum ca. 8m, zu Eingang Süd ca. 30m. - Anbindung an Halle 2 über Brückensteg, an Halle 7 über Brücke. - Kubischer Hallenkörper mit vorgehängter, umlaufender Hülle aus Streckmetall, in Teilen durchbrochen durch Glasfelder. Oberer Gebäudeabschluss dreiseitig als 10m hohes Luftgeschoss für Technik, semitransparent aus Streckmetall ausgebildet. - Riegel differenziert in Sockel als vielfältig gefaltete Fassade aus U-Glas und aufgelagertem, kubischem Riegel, mehrfach auskragend, auf Stützen gestellt mit Fassadenhülle aus dunklen Glaspaneelen, vertikal gegliedert, drehbare Fensterflügel. - Differenzierte Fassadengliederung zum Vorplatz Süd unter Einbindung der bestehenden Platzgestaltung. - Große Geländeabgrabung im Osten und Süden auf –10,5m. Anlieferung und Belichtung untere Ebene. Landschaftliche Außenraumgestaltung, Wasserwand am Messedamm. Erhalt der Gestaltung Vorplatz Süd mit Einschnitt für Nebeneingang und Außensitzfläche. Funktionen - Anlieferung Halle auf -10,5m auf beiden Hallenlängsseiten, im Norden über Anbindung an vorh. Lieferstraße, im Süden über tiefe Abgrabung. Lastenaufzug auf +1,5m. Anbindung auf ±0m über Stege an vorhandene Lieferstraße. Rampen zur Überwindung von 1,5m. - Taxivorfahrt an Hautpeingang unter Vordach. - Ebenerdiger Haupteingang auf –3m auf süd-östl. Ecke markiert durch ausladendes Vordach in lang gestreckte Foyerhalle. LH 3,5m. Ovale Deckenöffnungen, geschossweise verspringend, Lufträume zum Teil als gebäudehohe verglaste Atrien, zwei schräg eingestellte Rolltreppen in Foyer auf 10,5m und nach oben in Foyer +1,5m, LH je 6m. Große transparente Fassadenflächen. Auf -10,5m Belichtung über Abgrabung. - Nebeneingang axial im Norden auf untere Hallenebene (-10,5m). Geländeeinschnitt in Freitreppe. Foyerhalle, LH bis zu 8m. - Separater Eingang für Büronutzung im Osten. - Innere Erschließung ringförmig entlang den Außenwänden, ringförmiger Nebenraumtrakt. Flure mit Tageslicht.

- Hallen auf zwei Ebenen, je 7.470qm, 75x100m. - Untere Ebene auf –10,5m, LH 10m; zwei parallele Stützenreihen, dazwischen axialer Flur 5m breit. Keine natürliche Belichtung. Anbindung Bestandshallen über Lieferstraße. - Obere Hallenebene auf +1,5m, stützenfrei, LH 13m. Tageslicht über 42 Dachkuppeln, abdunkelbar. Unterdecke aus Metallgewebe. Anbindung an Halle 2 über Brücke. - Mehrzweckflächen in Riegel kompakt auf 2 Ebenen (+9m u. +15m), LH 5 m. Ringförmige, großzügige Erschließung an zwei innenliegenden Atrien. Teilbarkeit in längliche Raumsegmente. - Verwaltung in Riegel kompakt auf 3 Ebenen (+9m +13m, +17m), LH ca. 3m, ringförmige Erschließung an innenliegenden Atrien. Tageslicht über öffenbare Fensterflügel. Anbindung an Halle 7 über Brückenbau auf +9m. - Küche als unterirdischer, 2-geschossiger Gebäudetrakt im SW, getrennte Anlieferung - Bistros im Norden (-10,5m) und Süden (+1,5m) an Foyers angebunden, großzügig belichtet, beide mit Außensitzbereichen. - TF z.T in Zwischengeschossen des äußeren Hallenringes. Baukonstruktion - Dachtragwerk aus Stahlfachwerkbindern, Spannweite 75m, Abstand 6m. Höhe 4m. - Untere Hallendecke als Stahlverbundkonstruktion, Spannweite 35m, Abstand 3m. - Aussteifung über Stahlbetonwände. - Wirtschaftliche Bauweise der Tragkonstruktion. - Gründach. Glasdächer mit integriert. Photovoltaik. Realisierbarkeit - Raumprogramm erfüllt. 3.200qm über Soll. Haupteingang ca. 3.200qm zu groß. Nebeneingang ca. -160qm zu klein. TF ca. 1.100qm zu groß, weitere zusätzliche TF von 2.700qm. - Pumpenstation nicht überbaut. - Problematische Fluchtweglängen, zum Teil Entfluchtung über Anlieferung, keine direkten Ausgänge ins Freie. - Abstandsfläche zu Halle 7 unterschritten. - Treppendarstellung z. T. nicht deckungsgleich. Energieeffizienz / Nachhaltigkeit - Energetische Forderungen vollständig umgesetzt. - Wärme: gut, Kälte: befriedigend. Baukosten / Wirtschaftlichkeit - Kosten 124% über Soll, 13% über Mittelwert. - Hohe Kosten durch Umverlegungsmaßnahmen und die aufwendige Fassadenkonstruktion.

wulf & partner, Freie Architekten BDA, Stuttgart | 2. Preis

1202

Planungsdaten
NF (Raumprogramm) NF (gesamt) BGFa BRIa BGFa / NF (gesamt) A/V Kosten € (KG 200 - 700)

Vorgabe 23.465

Entwurf 24.050 25.015 47.030 353.628 1,88 0,152

65.000.000

141.202.000

Grundrissebene Haupteingang

Außenperspektive

Innenperspektive

Längsschnitt

Neubau einer kongresstauglichen Messehalle / Ergebnisprotokoll

1202
Obere Hallenebene +1,5m, stützenfrei, LH 9m, Dachtragwerk aus hölzernen Kästen sichtbar, dazwischen verdunkelbare Oberlichtbänder. Untere Hallenebene -11,5m, 20 Stützen, LH 9m, ohne Tageslicht. Lagerfläche für mobile Trennwände. Mehrzweckflächen an West- und Ostseite auf Ebene +5,5m, angebunden an Foyers. Angrenzend in Gebäudeecken Terrassen hinter Fassadenperforation. LH 4,5m. Räume teilbar. Verwaltung über 6 Etagen in Bürokubus, 4 Büros über Treppenluftraum belichtet. Tagesbelichteter Gastronomiebereich entlang Südfassade. Auf Ebene +1,5m Küche über Hallenbreite, angrenzend Bistros auf Foyerflächen West und Ost. Auf Ebene -2,5m Lager und Anlieferung (über Aufzug). Optionales Café mit Terrasse auf Ebene +5,5m. Lager und Technik vorwiegend zusammenhängend auf Südseite, zusätzlich dezentrale Flächen. Fußläufige Anbindung an Halle 2 auf Ebene ±0,0m und -9m in Verlängerung von Foyer West mit Rolltoren für Lieferumfahrung. Verglaste Übergänge auf Ebene +9m von Büroetage zu Halle 7.

Städtebau und Gestaltung - Baukörper in Nord-Süd-Ausrichtung nimmt östliche Bestandsfassadenflucht auf und leitet nördlich durch abschließenden 6-gesch. Bürokubus mit Innenhof durch Übernahme dessen Gebäudehöhe und -breite in Halle 7 über. Fassadenverlauf folgt bestehender Zugangstreppe zu Halle 7. Westl. Gebäudering wird bis an Halle 2 geführt. Vorplatz Süd erhalten, Foyer schiebt sich zwischen Freitreppen bis an Platzkante. Horizontale Dreiteilung des Neubaus durch eingerückten Sockel, perforierte Zwischenzone und abschließender, über niedrigeren Gebäudering aufliegender, „aufgereihter Holzbalken“ über Messehallen. - Max. Gebäudehöhe 21,3m. Abmessung max: 155m x 144,5m incl. Foyer. - Geringster Abstand zu Halle 7 beträgt 3,8m. - Verglaste Fußgängerbrücken von Bürokubus zu Halle 7 auf Ebene +9m. - Umlaufend eingefärbte Stahlbetonfertigteile mit perforierten Quadraten in 3 Größen vor Mehrzweckflächen/ Foyers und offene Loggien an den Ecken. Kastendachtragwerk mit Kupferverkleidung mit dazwischenliegender Verglasung markiert Messehallengröße. - Vor östlichem Haupteingang trennen Wasserflächen den Eingangsbereich mit Vorfahrt für Busse und Taxen von den Stellflächen am Messedamm. Dichte Baumbepflanzung im Bereich der Stellplätze. Baumreihe entlang Süd- und Westfassade. Funktionen - Anlieferung beider Messehallen über bestehende nördliche Lieferumfahrung. Höhenausgleich über Rampen. Zusätzl. südl. Anlieferung unterer Halle auf Ebene -11,5m über untertunnelte Zufahrt von Messedamm zu Beschickungshof mit Lichthof u. Lastenaufzugsanbindung an obere Halle. - Bestehende Taxiumfahrung mit neuer Zufahrt von Messedamm wird nördl. zwischen Neubau u. Bestand in neuem Taxitunnel auf ca. -17m zu bestehender Ausfahrt geführt. Taxivorfahrten auf Vorplatz in Umrundung integriert. Separate Vorfahrt vor Haupteingang. Stellplätze am Messedamm. - Leicht eingerückter Haupteingang Ost ebenerdig auf -2,5m. Nebeneingang von südlichem Vorplatz auf 9m eingeschoben zwischen Freitreppen. Separater Bürozugang Nordost. - Auf beiden Hallenebenen tagesbelichtete Foyers an West- und Ostlängsseiten, die untereinander mit einläufigen Treppen/Rolltreppen verbunden sind. Östliches Hauptfoyer auf Ebene -2,5m mit zweigeschossigem Luftraum über Eingangshalle. - Zentral gelegene Hallen mit Nebenräumen und Erschließungselementen entlang Hallenlängsseiten auf 5 Etagen. West-und Ostseite belegen Foyers und Mehrzweckräume. Südseite für Anlieferung, Gastronomie, Lager und Technik. Nordseite Bürokubus u. Anbindung/Anlieferung an Bestand. - Übereinanderliegende Messehallen 66m x 114m.

-

-

-

Baukonstruktion - Dachtragwerk aus Holzkastenträgern Spannweite 66m, Bauhöhe 6m. - Geschossdeckenebene +1,50m. π-Platten Spannweite 3,70m liegen auf Fachwerkträgern mit Spannweite 27,5m, die ihre Lasten über 11m spannende Balken in Mittelachse der Halle abtragen. Konstruktion sehr aufwendig. - Geschlossene Fassadenbereiche teilw. Anthrazit durchgefärbter Faserzement, teilw. Sichtbeton. - Dach: Kupferverkleidung der Hauptträger mit verdunkelbarem Glasdach in Zwischenräumen. Nebenring: Flachdach mit Begrünung. Oberlichter über Seminarraum. Realisierbarkeit - Raumprogramm erfüllt (+580qm NF). Zusätzl. NF ca. 950qm u.a. Loggien in OG. TF ca. +1.700qm: - Überschreitung der Rettungsweg- und Stichflurlängen im Verwaltungskubus. Treppenhäuser entfluchten über Foyer. - Überschreitung der Abstandsflächen zu Halle 7 führt zu Belichtungseinschränkung bei Bestandsbüros Halle 7. Energieeffizienz / Nachhaltigkeit - Energetische Forderungen teilweise umgesetzt. - Wärme: gut. Kälte: befriedigend. Baukosten / Wirtschaftlichkeit - Kosten 117% über Soll. 9% über Mittelwert. - Niedriger Kennwert der Außenwand aufgrund hohen Anteil unterirdischer Außenwände. Aufwendige und kostenintensive Dachkonstruktion. Kostenrisiko bei Anbindung der Nebengebäude und Überbauung der Anlieferzufahrt.

Benthem Crouwel GmbH, Aachen | 1. Rundgang

1203

Planungsdaten
NF (Raumprogramm) NF (gesamt) BGFa BRIa BGFa / NF (gesamt) A/V Kosten € (KG 200 - 700)

Vorgabe 23.465

Entwurf 23.835 23.910 31.893 294.710 1,33 0,152

65.000.000

111.035.000

Grundrissebene Haupteingang

Außenperspektive

Innenperspektive

Längsschnitt

Neubau einer kongresstauglichen Messehalle / Ergebnisprotokoll

1203

Städtebau und Gestaltung - Kompakter, lang gestreckter Baukörper, orthogonal zur Messe. Überbauung des Parkplatzes am Messedamm. Im Westen 12m tiefe Gebäudeauskragung zum Vorplatz Süd. Breiter, angeschrägter Geländeeinschnitt in Böschung. Dreiseitige Fassung des Baukörpers durch ca. 3,5m hohe Anböschung mit breitem Plateau. - Gebäudehöhe +15,25m. Abmessung ca. 195x84m. - Abstand zu Halle 2 u. 7 ca. 43m, zu Eingang Süd 32m. - Anbindung an Halle 7 über Brücke, an Halle 2 über Stege an Lieferstraße. - Umlaufende Hülle aus gekanteten, eloxierten Aluminium-Lochblechen in vertikaler Gliederung. Differenzierung durch Betonung innenliegender Bereiche, wie Kongress- und Veranstaltungsnutzung durch Verschlankung der Lamellentiefe, zum Teil stromlinienförmig, soll lt. Verfasser „Assoziationen zur Kontur der benachbarten Avus Rennstrecke und der Lüftungsperforationen auf der Motorhaube der legendären Silberpfeile“ wecken. - Begrünte Anböschung entlang des Baukörpers im Osten und Süden, breite obere Umfahrt als Anlieferung. Großer Geländeeinschnitt zum Vorplatz Süd. Aufnahme / Erweiterung der vorhandenen Außentreppen, Außenrolltreppe. Funktion - Anlieferung der Hallen über Erweiterung der vorhandenen Lieferstraßen. Auf Hallenebene -9m zusätzl. über breite unterirdische Zu- und Abfahrt im Osten. Hallenebene ±0m mit Andienung im Norden, Osten und Süden über Plateau. - Taxivorfahrt im Westen an Vorplatz Süd bis Gebäudeauskragung. - Haupteingang vom Vorplatz Süd auf -9m, axial angeordnet als Einschnitt in Außentreppen. Foyerhalle, Luftraum verspringend, gebäudehoch mit Glasdach. Fluchttreppenhäuser. Rolltreppen entlang Hallentrennwand. Zweites Foyer auf Ebene ±0m mit Luftraum und Galerieblick nach unten. Beide Ebenen über große Glasflächen der Westfassade und über Glasdach belichtet. - Nebeneingang südl. des Foyers; Möglichkeit der getrennten Erschließung der Mehrzweckflächen. - Zwei Hallenebenen, untere Halle ca. 5.000m², obere Halle 10.800m² groß. Umlaufender Flur. - Untere Hallenebene auf -9m, Abmessung 60x82m, mittlere Stützenreihe, 4 Stützen. LH 6.25m. Anbindung an Lieferstraße. - Obere Hallenebene: ±0m, Abmessung 132x78m LH 11,5m. L-förmige Einfassung durch Galerie über östl. Längsseite und nördl. Querseite auf +6m mit Anbindung an die Mehrzweckräume. Hallendach als Stahlfachwerk. Belichtung über Oberlichtbänder. Anbindung an Halle 2 über Steg.

- Mehrzweckflächen über dem Foyer auf +6m. Blickbeziehung über Galerie bzw. Verglasungen zum Foyer und in die Hallenebene. LH 4,4m. Anbindung an Halle 7 über Brückenbau. Freie Teilbarkeit in längliche Segmente. Ein Raum nur über Lichthof belichtet. - Verwaltung über Foyer auf oberster Ebene +12m im Westen kompakt als Mehrbund angeordnet. Durchgesteckte Längsflure ergänzt durch Querflure zu ringförmiger Erschließung. Büros an West- und Nordfassade. Innenliegende Raumschienen über Lufträume und Dacheinschnitte als Dachgärten belichtet. LH 2,9m. - Küche entlang östlicher Querseite auf ±0m, Anlieferung über angeböschte Erschließung. - Bistro 1 auf ±0m an oberes Foyer angebunden. Außensitzfläche zum Vorplatz. Bistro 2 im Osten vor Küche, zur Halle orientiert. - Technik im Osten über ganze Querseite auf Ebene +6m. - Lager kompakt auf Ebene ±0m. Baukonstruktion - Tragwerk aus Stahlfachwerkbinder, Spannweite 78m, Abstand 6m. Bauhöhe 3m. Binderhöhe zu gering. - Deckenebene ±0m aus Stahlfachwerkbinder mit Stahlbetondecke, Raster 6m. Bauhöhe 2,4m. Binderhöhe zu gering. Selbsttragende Filigranplatten nicht realisierbar, Unterstützung der Decken ím Bauzustand erforderlich. - Fachwerkträger für westl. Gebäudeauskragung unrealistisch, notwendige Durchführung durch den Luftraum nicht dargestellt. - Sandwich-Fassadenelemente mit PU-Kerndämmung. - Zum Teil Gründach, aufgeständerte Photovoltaik. Realisierbarkeit - Raumprogramm erfüllt. Ca. 370qm über Soll. Hallenfläche +250qm. 75qm zusätzl. NF. - Zwei innenliegende Mehrzweckräume und mehrere Büroräume über Luftraum belichtet. - LH der unteren Halle lediglich 6,25m. - Alle Medienbauwerke erhalten. - Problematische Fluchweglängen Verwaltung. Entfluchtung über Foyer. Offene Treppenaufgänge vom UG ins Freie. Energieeffizienz / Nachhaltigkeit - Energ. Forderungen nur eingeschränkt umgesetzt. - Wärme: befriedigend, Kälte: schlecht. Baukosten / Wirtschaftlichkeit - Kosten 71% über Soll, 14% unter Mittelwert. - Kostenersparnis durch geringe Außenwand- u. Dachflächen, kompakte Bauweise. Kostenrisiken durch erforderliche Anpassung des Tragwerks.

BRT-Architekten LLP, Hamburg | 1. Rundgang

1204

Planungsdaten
NF (Raumprogramm) NF (gesamt) BGFa BRIa BGFa / NF (gesamt) A/V Kosten € (KG 200 - 700)

Vorgabe 23.465

Entwurf 24.782 24.782 39.841 374.008 1,61 0,119

65.000.000

131.006.000

Grundrissebene Haupteingang

Außenperspektive

Innenperspektive

Längsschnitt

Neubau einer kongresstauglichen Messehalle / Ergebnisprotokoll

1204
geschlossene Schiene für Technik, Lager an Anlieferzone. Übrige Bereiche mit Glasfassaden dienen dem Publikumsverkehr. Hier Versorgungsring mit partiellen Öffnungen zur Halle für multifunktionale Flächen. Nördl. schließt großzügige, ebenenverbindende Erschließungszone mit Rolltreppen an. Östl. u.a. offene Foyer- u. Bistroflächen. Westl. u.a. Bürou. Mehrzweckräume. Übereinanderliegende Messehallen ca. 75m x 100m, ohne Tageslicht. Obere Hallenebene +4m stützenfrei, LH 11,5m. Untere Hallenebene -9m, LH 9m, 8 Stützen. Offene Mehrzweckflächen West Ebene -2,6m mit Außenfläche durch Fassadenrücksprung, LH 5,5m. Darüberliegende Mehrzweckräume an Außenfassade Ebene +4,0m. LH 4,5m. Zweibündige Büroanordnung in westl. Obergeschossen Ebene +8,95m und +12,25m mit Orientierung Vorplatz und Dachterrasse (Tiefe 9,6m). Küche zusammenhängend auf Ebene -9m West LH 6m teils mit Galeriegeschoss. Belichtung über begehbare Glasoberlichter. Separate ebenengleiche, südliche Anlieferung. Tagesbelichtetes Bistro 1 auf Galerien im Hauptfoyer Ebene +4m u. +8,95m. Bistro 2 an Nebenfoyer Ebene -9m angegliedert, über begehbare Oberlichter tagesbelichtet. Lagerflächen vorw. in südl. Versorgungsschiene. Technik vorwiegend in südl. Versorgungsschiene. Anbindung an Halle 2 und 7 über geschlossene Übergänge auf Ebene -9m. Halle 2 zusätzlich auf Bestandshallenebene ±0,0m Rolltore im Bereich Lieferumfahrung. Brückenverbindung an Halle 7 auf Ebene +8,95m.

Städtebau und Gestaltung - Rechteckiger, kompakter Baukörper parallel zu Bestand übernimmt nördl. Flucht des Eingangsgebäudes und südl. Flucht der Tribünen. Baukörper in Ost-West Ausrichtung durch großes Vordach nach Osten verlängert. Vordach auf filigranen, nach oben aufweitenden Stützen, unregelmäßige Stützenanordnung führt zu unterschiedlichen Lastabtragungen/Verformungen. Durchdringung der Vordachstruktur mit Hallenbau durch Stützenfortsetzung im Hauptfoyer. Messehallen durch geschwungene Dachkonstruktion in Dachfläche ablesbar. Westl. tieferliegender Dachterrassenstreifen. Südl. aufgeständerte Anlieferzone mit Rampe. Vorplatz Süd bleibt erhalten, an Platzkante Einschnitt für Nebeneingang neben Freitreppe. - Max. Gebäudehöhe 19,5m. Abmessung: Baukörper: Breite 97,1m. Länge 143,8m zzgl. Vordach: 97,1m x 72,5m. Anlieferzone: 35m x 110m. -	 Abstand zu Halle 2 und 7 beträgt 42,5m. - Gläserne Brückenanbindungen an Halle 7 auf Ebene +8,95 Höhe 4,6m und an Halle 2 auf Ebene ±0,0 Höhe 6m. - Glasfassaden als Stahl-Pfosten-Riegel-Konstruktion, silbermetallic. Westfassade Wechsel mit öffnenden u. festverglasten, stehenden Fensterelementen. Deckenbänder opak verglast. Übrige Glasfassaden mit vertikaler Betonung, liegendes Fensterformat. Südliche, geschlossene Fassade mit vorgehängten Sichtbetonfertigteilen im liegenden Fensterformat. Umlaufende 2m hohe Attika. -	 Freiraum maßgeblich von Anlieferzone und Vordach belegt. Messedammebene -2,6m zieht sich um Neubau. Breite Freitreppen mit Sitzstufen führen auf Vorplatz Süd. Funktionen - Anlieferung untere Halle auf Ebene -9m von Nord über bestehende Lieferumfahrung und verlängert über östl. Anbindung an südl. Anlieferzone. Anlieferung obere Halle von Nord über Lastenaufzug, von Süd über Anlieferzone. - Unter Vordach Taxivorfahrt-Haupteingang u. Stellflächen mit Zu- und Ausfahrt Messedamm. Taxivorfahrt Vorplatz Süd/Nebeneingang mit Zufahrt Jafféstr., Wendekreis auf Vorplatz u. südl. Tunnelausfahrt über Anlieferzone zum Messedamm. - Haupteingang ebenerdig -2,6m von Messedamm unter Vordach. Ebenerdiger, eingerückter Nebeneingang von Vorplatz Süd zwischen Freitreppen. Zwei separate Zugänge von West Ebene -2,6m. - Tagesbelichtetes Hauptfoyer übernimmt Vordachhöhe LH ca. 17m öffnet ebenerdig auf Ebene -2,6m zum Messedamm. Großzügige Halle für Counter und Garderobe. Westliches Nebenfoyer Ebene -9m von Vorplatz erschlossen auf unterem Hallenniveau, geringe Tagesbelichtung über Eingang und Oberlichter. -	 Versorgungsring umgibt Messehallen. Südl. grenzt

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Baukonstruktion - Dachtragwerk aus Stahlfachwerkbindern, Spannweite 75m, Abstand 6m, Bauhöhe 3,5m. Ausreichend. - Geschossdeckenebene +0,0m aus Stahlfachwerkbindern, Spannweite 37,5m, Raster 6m, Bauhöhe 3,5m. Ausreichend. - Fachwerkträgerrost des Vordaches über Hallendach ausgesteift. -	 Westfassade außenliegender Sonnenschutz. Realisierbarkeit - Raumprogramm erfüllt. +1.300qm NF (u.a. Foyers +680qm, Lagerfläche +450qm). TF +1.100qm. - Rettungs- und Stichflurlängen in OGs überschritten. Entfluchtung Hallen über Anlieferung. Energieeffizienz / Nachhaltigkeit - Energetische Forderungen teilweise umgesetzt. - Wärme und Kälte: befriedigend. Baukosten / Wirtschaftlichkeit -	 Kosten 102% über Soll. 1% über Mittelwert. - Hohe Kosten durch Vordachkonstruktion, ansonsten wirtschaftl. Bauweise ohne bes. Auffälligkeiten.

Nieto Sobejano Arquitectos, Berlin | 2. Rundgang

1205

Planungsdaten
NF (Raumprogramm) NF (gesamt) BGFa BRIa BGFa / NF (gesamt) A/V Kosten € (KG 200 - 700)

Vorgabe 23.465

Entwurf 24.706 24.706 56.346 561.708 2,28 0,138

65.000.000

159.456.000

Grundrissebene Haupteingang

Außenperspektive

Innenperspektive

Längsschnitt

Neubau einer kongresstauglichen Messehalle / Ergebnisprotokoll

1205

Städtebau und Gestaltung - Expressiver, metallener Baukörper mit linearem, Vförmigen Dachtragwerk, zusammengesetzt zu gleichmäßigen Gebäudeschienen mit gleichförmig gefalteter Fassade. Ausrichtung der Gebäudeschienen in Nord-Süd-Richtung orthogonal zu Halle 2 und 7. Baukörpervor- und rücksprünge durch gruppenweises Heraus- / Zurückschieben der Gebäudeschienen. Überbauung des Vorplatzes Süd an nordöstlicher Platzkante durch kaskadenhafte Abstaffelung des Baukörpers. Erhalt des weiteren Böschungsbereichs mit Außentreppen. Im Osten Freihaltung einer großen begrünten Platzfläche mit Stellplätzen. - Gebäudehöhe: +23,2m, zum Vorplatz Süd abfallend auf ca. +9m. - Abstand: zu Halle 2 ca. 26m, zu Halle 7 ca. 22,5m, zu Eingangsgebäude Süd ca. 14,5m. - Anbindung an Halle 7 über mehrgeschossiges Brükkengebäude. Durchgangshöhe unter Brücke ca. 3,5m. Erhalt des besteh. Eingangs Halle 7. - Einheitliche Hülle für Fassade und Dach aus patiniertem Aluminium. Schmale Fenster in gefalteter Fassade, wild sortiert. Fassaden- und Dachfelder teilweise mit Perforationen. Hohe gebäudebreite Glaswände an den Eingängen im Westen und Osten als Medienflächen. - Geländeaufschüttung auf +1.5m entlang südlicher Hallenseite. Baumbepflanzung im Bereich der bestehenden Parkplätze. Funktion - Anlieferung der Hallenebene -11m über eine Anbindung an vorhand. Lieferstraße im Norden und 2 Zufahrten über Abböschung im Süd-Westen, Hallenebene +1,5m erschlossen einmal im Norden und von Süden, 3 Tore, Rampe auf aufgeböschtes Plateau. - Taxivorfahrt im Osten vor Haupteingang. - Haupteingang mit breitem Gebäudeunterschnitt am Messedamm. Nebeneingang vom Vorplatz Süd. Separate Eingänge zu den Mehrzweckflächen im Osten. - Foyer auf -2,6m entlang Gebäudebreite, gebäudehoher Luftraum mit Galerien, beidseitig große Treppenund Rolltreppenanlagen. Raumeindruck durch sichtbare V-förmige Dachkontur. Belichtung über große Glasfassade. - Foyer Nebeneingang auf -9m in Grundstruktur und Belichtung analog zu Haupteingang. - Zwei Funktionsschienen entlang der Hallenflächen, Verwaltungs-/Mehrzweckräume in seitlichen Volumenerweiterungen angedockt. - Zwei Hallenebenen gleicher Größe, 7.650qm. - Untere Hallenebene auf -11m, Abmessung ca. 75mx101m. LH 9m. Keine natürliche Belichtung. Anbindung an Halle 2 und 7 über Lieferstraße.

- Obere Hallenebene: +1,5m, Abmessung s. untere Ebene, stützenfrei. LH 13,5m. Belichtung über Oberlichter als Perforationen in der Dachhaut. Anbindung an Halle 2 über Lieferstraße, an Halle 7 über Brücke. - Mehrzweckflächen auf Ebene +1,50m und auf +9m übereinander angeordnet an nördlicher Fassade. LH ca. 6m. Belichtung über schmale Fenster in gefalteter Fassade. Teilbarkeit nicht nachgewiesen. Anbindung beider Ebenen über Brücke. - Verwaltung im Süden über 3 Geschosse, zentraler, großzügiger Kommunikationsbereich mit ca. 10m hohem Luftraum. Belichtung über gefaltete Fassade. LH 3,2m. - Küche auf 1,5m im Süden. Anlieferung über angeschüttetes Gelände. Belichtung über gefaltete Fassade. - Bistro 1 auf +1,5m, Bistro 2 auf -11m, beide dem Foyer-Nebeneingang zugeordnet und großzügig belichtet. - Technik linear vorwiegend im Zwischengeschoss auf -6,8m. - Lagerflächen kompakt im Süden auf -11m. Baukonstruktion - Dachtragwerk Stahlfachwerkbinder, Spannweite 75m als Sheddachkonstruktion. Bauhöhe 6m. - Notwendige Berücksichtigung hoher Schneelasten des ausgeprägten Sheddaches führt zu unwirtschaftlicher Konstruktion. - Geschossdecke +1,5m als Trägerrostsystem, 3,5m hoch unwirtschaftlich und nicht sinnvoll umsetzbar. - Fassadenverkleidung aus Aluminiumpaneelen. Realisierbarkeit - Raumprogramm nur teilweise prüfbar. Grundrisse zum Teil im Maßstab 1:400. Abweichungen bei den prüfbaren Werten. Mehrzweckflächen ca. 200qm zu klein, Verwaltungsräume großteils zu klein bemessen. - Pumpenstation erhalten. - Fluchttreppenhäuser ohne direkten Zugang ins Freie. Energieeffizienz / Nachhaltigkeit - Energetische Forderungen teilweise umgesetzt. - Wärme: befriedigend, Kälte: befriedigend. Baukosten / Wirtschaftlichkeit - Kosten 145% über Soll, 23% über Mittelwert. - Sehr hohe Kosten durch Umverlegungsmaßnahmen und große Abwicklungsfläche der Außenhülle, unwirtschaftliche Bauweise. Kostenrisiko durch statisch fragliche Deckenkonstruktion.

Zaha Hadid, Hamburg | 2. Rundgang

1206

Planungsdaten
NF (Raumprogramm) NF (gesamt) BGFa BRIa BGFa / NF (gesamt) A/V Kosten € (KG 200 - 700)

Vorgabe 23.465

Entwurf 23.874 23.874 34.071 315.590 1,43 0,122

65.000.000

117.380.000

Grundrissebene Haupteingang

Außenperspektive

Innenperspektive

Längsschnitt

Neubau einer kongresstauglichen Messehalle / Ergebnisprotokoll

1206

Städtebau und Gestaltung - Rechteckiger Grundbaukörper parallel zu Bestand, an Stirnseiten durch halbelliptische Kopfbauten abgeschlossen, wird durch Faltdachwerk, das die gesamte Außenfläche umspannt, zum skulpturalen Baukörper. In Kopfbauten integrierte, verglaste Elemente. Westliche Vorplatzfassung wird durch geschwungene, abgesenkte Zugangstreppe aufgelöst. - Max. Gebäudehöhe ca. 20m. Abmessung max: 88m breit, 154 m lang. - Geringster Abstand zu Halle 2 und 7 beträgt 36m. - Anbindungen an Bestand folgen Faltwerk. An Halle 7 über unterstützte, verglaste Fußgängerbrücke auf Ebene +8m, Höhe 4m. An Halle 2 über teilüberdachtes Brückenbauwerk auf Ebene +1m. - Faltwerk aus Wechsel von konisch zulaufenden Erhebungen und Senkungen spannt über Dach und Fassade und erhält einheitliche Haut aus AluminiumStehfalzprofilen. - Motiv der fließenden Außenhaut wird im Bodenbelag des Außenbereichs weitergeführt. Neuer, südlicher Fußgängerweg verbindet S-Bahn und Neubaueingänge. Südöstliche Freitreppe mit Sitzstufen verbindet Ebene -3m mit Vorplatz Süd. Zugangstreppe Halle 7 wird verlegt. Funktionen - Nördliche Anlieferungsmöglichkeiten auf Hallenebenen -9m und ±0,0m über bestehende Lieferumfahrung und Rampen zum Höhenausgleich. Südl. Anlieferungsmöglichkeit auf Ebene -3m mit Wendemöglichkeit u. Lastaufzuganbindung. - Taxistrecke für Zu- und Abfahrten entlang Jafféstr. mit Wendefläche auf Vorplatz Süd. Integrierte Vorfahrten an Eingängen. Stellplätze östlich mit Zufahrt von Jafféstr. - Haupteingang ebenerdig auf -3m von Osten. Vom Vorplatz Süd -9m über Freitreppe zum westl. Nebeneingang auf Ebene -10m. Eingänge durch überkragende Fassade überdacht. Separater Bürozugang von Nord. - Ebenerdige Haupteingangsebene mit Registrierung und Bistro, LH 3m, über zentrale Roll-/Treppenanlage mit darüber und darunterliegenden Foyerlobbys auf Hallenebenen verbunden. Oberes, hallenhohes Foyer mit Oberlicht. Westlicher Nebeneingang mit Foyer und Bistro auf unterer Hallenebene, LH 4,5m. - Zentral angeordnete Messehallen auf Längsseite von Lager, Technik, Treppenhäusern und 2 Lastenaufzügen flankiert. Kopfbauten für Publikumsverkehr mit Foyers, Bistros, Büros und Mehrzweckflächen. (insg. 8 Treppenhäuser, 9 Personen-, 2 Lastenaufzüge, Rolltreppen) - Übereinanderliegende, gleichgroße Messehallen 72m x 104m. Ohne Tageslicht. Halleninnenwände Sichtbeton. Obere Hallenebene +1m, stützenfrei, LH 11,8m, Deckenuntersicht auf Faltwerk. Untere Hallenebene -10m, 10 Stützen, LH 9m. Lagerflächen für mobile Trennwände.

- Mehrzweckflächen auf Ebene +1m in Foyer West und Ost integriert. Abtrennbar. Weitere abtrennbare Flächen auf Ebene -3m West. Teils tagesbelichtet. LH West 4,5m. LH Ost 5,5m. - Verwaltung in Kopfbauten. Tagesbelichtung problematisch. Auf Ebene +8m Ost an Außenfassade und zum Foyerluftraum orientiert. Teils ungünstige Raumzuschnitte (2,4m x 8m). Westseite Ebene -3m und +1m für PCO-Büros an Außenfassade. - Küche auf Ebene -10m Ost ohne Tageslicht. Durchgangsräume. Büros an Lichtschacht angebunden. LH 5m. Anlieferung von Nord über bestehende Lieferzufahrt auf Ebene -9m u. Rampe. - Tagesbelichtete Bistros den Foyers zugeordnet. Ebene -10m West und -3m Ost mit Außenfläche. - Lagerflächen vorwiegend in Hallenlängsseiten. - Technik in Hallenlängsseiten untergebracht. - Überdachte Anbindung an Hallen 2 auf Ebene -9m und ±0,0m über bestehende Lieferumfahrung mit Rampen. Anbindung der Verwaltung an Halle 7 auf Ebene +8m über Brückenverbindung. Baukonstruktion - Dachtragwerk aus eingespannten, räumlichen Stahlfachwerkbindern. - Geschossdecke +1m aus vorgespannten Stahlbetonträgern, Spannweite 29m, Bauhöhe 2m, Raster 3m Raster. Wirtschaftliche Baukonstruktion. - Längsseitenteile als Stahlbetonkonstruktion. - Dachaufbau: Trapezblech, Dampfsperre, Dämmung, Aluminium-Stehfalzprofile. - Transparente Bereiche Pfosten-Riegel-Konstruktion. Sonnenschutz teilw. außenliegende Alu-Raffstores. Realisierbarkeit - Raumprogramm erfüllt. NF ca. +400qm. TF ca. +480qm. Belichtung der Büros problematisch. Küche ohne Tageslicht. - Rettungsweglängen in Obergeschossen Ost Verwaltung und Mehrzweckflächen überschritten. - Abstandsflächen zum Vorplatz Süd überschritten. Energieeffizienz / Nachhaltigkeit - Energetische Forderungen teilweise umgesetzt. - Wärme und Kälte: befriedigend. Baukosten / Wirtschaftlichkeit - Kosten 81% über Soll. 9% unter Mittelwert. - Sehr kompakte Bauweise, dadurch geringer Technikkostenanteil. Sehr aufwendige Dachkonstruktion.

kadawittfeldarchitektur gmbh, Aachen | Anerkennung

1207

Planungsdaten
NF (Raumprogramm) NF (gesamt) BGFa BRIa BGFa / NF (gesamt) A/V Kosten € (KG 200 - 700)

Vorgabe 23.465

Entwurf 23.768 23.845 43.335 371.474 1,82 0,124

65.000.000

115.281.000

Grundrissebene Haupteingang

Außenperspektive

Innenperspektive

Längsschnitt

Neubau einer kongresstauglichen Messehalle / Ergebnisprotokoll

1207

Städtebau und Gestaltung - Kompakter Baukörper parallel zur bestehenden Messe. Aufnahme der Vorplatzkante Messe Süd durch Querseite. Im Osten Gebäudeunterschnitt. Stadträumliche Fassung und „dreidimensionales Logo“ durch auf Stützen gelagertes, geschwungenes Pergola-Dach, das den Neubau mit dem Vorplatz Süd umklammert. - Gebäudehöhe: +15,5m, Vordach ca. +8m, zum Teil leicht nach oben geschwungen. Abmessung Baukörper ca. 102x134m lang. - Abstand zu Halle 2 und 7 ca. 36m. - Anbindung an Halle 7 über Geländeaufschüttung zwischen Halle 7 und Neubau und über schräglaufende Brückenkonstruktion. Anbindung an Halle 2 als Brückenkonstruktion. - Einheitliche, dunkel schimmernde Hülle aus Alucubond mit versetztem Fugenbild. Lange Fensterbänder. Großflächige Verglasung der südlichen Längsseite mit Foyerbereich. Pergola auf unregelmäßig verteilten, schlanken Stahlbeton-Stützen, Dachflächen mit hellen Stahlblechpaneelen verkleidet. - Anböschung des Geländes im Osten auf ±0m, entlang südl. Längsseite als Plateau mit großer Freitreppe und Verbindung des Haupteingangs mit dem Niveau -11m, Zugang zur S-Bahn. Erhalt der Stufenanlagen zum Vorplatz Süd. Obere Ebene auf -2,6m entlang westlicher Gebäudequerseite am Vorplatz Süd. Pergola-Dach als großer überdachter Außenraum für Erschließung, Vorfahrt, Kommunikation. Außenaufzug. Funktion - Anlieferung beider Hallenebenen (±0m und -11m) über 2 Anbindungen an vorhandene Lieferstraßen. Anbindung an Halle 2 durch große Liefertore beidseitig zur Durchfahrt zu öffnen. - Unterbrechung der bestehenden Taxiausfahrt durch Anbindung an Halle 2, notwendiges Wenden auf dem Vorplatz Süd. - Überdachte Taxivorfahrt im Süden mit Wendekopf auf Vorplatz Süd. - Haupteingang über breite Glasfront im Süden auf ±0m. Nebeneingang im Süd-Westen auf Niveau 11m. Separater Eingang Verwaltung im Nord-Osten mit eigenem, kleinen Foyer. - Foyer, LH ca. 7,5m auf Ebene ±0m entlang südlicher Gebäudelängsseite, Galerie auf +4,5m. Rolltreppe auf untere Hallenebene und auf +9m. Belichtung über große Glasfassade. - Neben-Eingang auf -9m, LH ca. 9m, räumlich mit Hauptfoyer verbunden, Belichtung des direkten Eingangsbereichs über Glasfassade. - Zwei Hallen mit je 7.440qm, umlaufende Raumschienen, ringförmige Erschließungsflure. - Untere Hallenebene auf -11m, Abmessung ca. 110x68m, doppelte, mittige Stützenreihe aus je 6

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Stützen. LH 9m. Anbindung an Halle 2 über Flur und geschlossenen Gang, optional auch an Halle 7. Keine natürliche Belichtung. Rettungsausgänge über Rampen/Außentreppen. Anbindung über Lieferstraße und über öffenbaren Gang. Obere Hallenebene: ±0m, Abmessung 110x68m, stützenfrei. LH 11m. Keine natürliche Belichtung. Stahlfachwerkträger. Anbindung an Halle 2 über Lieferstraße und über geschlossene Brücke, an Halle 7 über offene Brücke. Mehrzweckflächen auf Ebene +9m L-förmig im Süden und Osten um Halle gelegt, getrennt durch breite Flure. LH ca. 4,5m, belichtet über Fensterbänder. Teilbarkeit in längliche Raumsegmente. Direkte Anbindung an Foyer und über schräggestellten Brückenbau an Halle 7. Verwaltung in 3 Ebenen übereinander im Norden, bzw. z. Teil im Westen kompakt linear angeordnet, Mittelflur. LH 3m. Belichtet über Fensterbänder. Küche auf -11m im Norden mit Anlieferung. LH 9m. Belichtung über breiten Lichtschacht. Bistro 1 auf +4,5m als Galerie zum Hauptfoyer, Bistro 2 auf +9m den Mehrzweckflächen zugeordnet, belichtet über Fensterbänder. Technik als Raumschiene +12,5m und in Zwischengeschoss. Lagerflächen zu großen Teilen auf Ebene -11m.

Baukonstruktion - Dachtragwerk aus Stahlfachwerkbindern, Spannweite 68m, Abstand 4m, Bauhöhe mit 4m ausreichend. - Geschossdecke ±0m als π-Platte, Spannweite 23m, Bauteilhöhe mit 1,3m ausreichend. - Vordach aus ca. 25 cm dicken Betonschalen, metallverkleidet, 20-32 cm dicke runde Stahlstützen. Realisierbarkeit - Raumprogramm erfüllt. Insgesamt +500qm über Soll. Küchen/Bistro ca. +150qm, Lager ca. 180qm zu groß. Zusätzliche NF ca. 77qm. +6.000qm Technik in Zwischengeschossen. - Vordach überschreitet Wettbewerbsgebiet. Lt. Verfasser mehrere Realisierungsstufen denkbar. - Problematische Rettungswege über Tunnel. - Pumpenstation und Medienkanal erhalten. Energieeffizienz / Nachhaltigkeit - Energetische Forderungen teilweise umgesetzt. - Wärme: gut, Kälte: gut. Baukosten / Wirtschaftlichkeit - Kosten 77% über Soll. 11% unter Mittelwert. - Hohe bauwerksfremde Kosten durch grundstücksübergreifende Dachkonstruktion. Sehr hoher und damit kostenintensiver Glasanteil.

CODE UNIQUE Architekten BDA, Dresden | 1. Preis

1208

Planungsdaten
NF (Raumprogramm) NF (gesamt) BGFa BRIa BGFa / NF (gesamt) A/V Kosten € (KG 200 - 700)

Vorgabe 23.465

Entwurf 23.692 23.692 50.785 427.225 2,14 0,125

65.000.000

128.303.000

Grundrissebene Haupteingang

Außenperspektive

Innenperspektive

Längsschnitt

Neubau einer kongresstauglichen Messehalle / Ergebnisprotokoll

1208

Städtebau und Gestaltung - Kubischer Baukörper parallel zu Bestand in Ost-WestAusrichtung. Horizontale Dreiteilung. Sockelgeschoss teils eingegraben bildet umlaufendes Plateau vor eingerückter, verglaster Hallenhauptebene. Einheitliches Obergeschossband als „Funktionsring“ kragt gegenüber Hauptebene um 4,5m bis 12,5m aus. Vorplatz Süd westlich bis Neubau weitergeführt. Freitreppe gedreht. -	 Max. Gebäudehöhe 18,2m. Abmessung max. 113,5m breit, 153m lang. - Abstand zu Bestandshallen ca. 39,5m. -	 Anbindung an Halle 7 über gläserne Fußgängerbrücke auf Ebene +9,85m. - Obergeschosse umspannt von textiler, außen farbig beschichteter, hinterlüfteter Vorhangfassade. Teils mit eingewebter, wetterfester LED-Matrix. Hauptebene und Eingänge verglast als Alu-Pfosten-RiegelKonstruktion. Sockelgeschoss teils massiv, teils eingegraben. -	 Rampe entlang Südfassade und Freitreppe führt von Vorplatz Süd auf Plateauebene ±0,0m, die nordwestlich bis an Bestand reicht. Überdachte Umrundungsmöglichkeit der verglasten Hauptebene durch Überstand der Obergeschosse. Verlegte Freitreppe vor Halle 7 und südöstl. Treppe führen auf bestehendes Geländeniveau von -3,5m. Baumreihe entlang Südfassade. Baumreihen bei Stellplätzen und an Vorplatz Süd. Funktionen - Anlieferung Messehallen über bestehende, nördliche Lieferumfahrung auf Ebene -9m mit Rampe und Ebene ±0,0m über Plateau. - Taxi-/Buszufahrt zum Hauptzugang von Jafféstr. mit nördlicher Ausfahrt. Erhalt bestehender Taxiumfahrung mit Taxivorfahrt zum Nebeneingang am Vorplatz Süd. Stellplatzfläche vor Haupteingang mit Zufahrt von Messedamm. - Haupteingang ebenerdig auf -3,5m von Messedamm, überdacht durch überkragende Obergeschosse. Nebeneingang auf -9,0m von südlichem Vorplatz. Separater Bürozugang von Nord auf -3,5m. - Tagesbelichtete Foyers auf West- und Ostseite verbinden über einläufige Treppen unterschiedliche Ebenen miteinander. Hohe Lufträume. Oberlicht. Verschiedene Aufenthaltsbereiche u.a. Ausstellungsflächen, Bistros und Nebenflächen sind integriert. Einblickmöglichkeit von Haupteingangsfoyer in untere Halle. - Mittig angeordnete Messehallen ringförmig umgeben von Kernzone mit Erschließungselementen (12 Treppenhäuser, offene Treppen, 9 Personen- und 2 Lastenaufzüge), Sanitäreinheiten und Nebenräumen. Auf Hallenebenen außenliegender Ringflur, in oberer Ebene tagesbelichtet. Obergeschosse Mittelflurerschließung. - Übereinanderliegende Messehallen ohne Tageslicht. Abmessung 75m x 100m. Obere Hallenebene ±0,0m,

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stützenfrei, LH 13,5m. Untere Hallenebene -10,5m, 6 Stützen, LH 9m. Lagerfläche für mobile Trennwände. Mehrzweckflächen im 1. und 2. OG Nord zusammenhängend hinter Textilfassade. 5 Räume mit LH 7,5m. 5 Räume mit LH 3,5m. Teilbar. Verwaltung im 1. und 2. OG Ost zweibündig angeordnet. Büros öffnen zum Foyerluftraum bzw. liegen hinter Textilfassade. Zusammenhängende Kücheneinheit unter Plateau nach Süd, tagesbelichtet. LH 2,8m. Separate Anliefer ungsmöglichkeit. Tagesbelichtete Bistros in südöstlicher und nordwestlicher Gebäudeecke in Foyers integriert auf Ebene ±0,0m mit vorgelagerten Terrassen. Lager auf Eingangs- und unterer Hallenebene. Zusammenhängende Technikfläche im äußeren „Funktionsring“ Süd und West. Zusätzlich auf Höhe des Dachtragwerks umlaufend entlang Außenfassade. Weitere dezentrale Einheiten im Nebenraumring. Messehallenanbindung an Bestand nur über Außenraum auf Ebene ±0,0m. Brückenverbindung von Mehrzweckflächen zu Halle 7 auf +9,85m.

Baukonstruktion - Dachtragwerk aus Stahlfachwerkbindern, Spannweite 75m, Abstand 6m, Bauhöhe 4m als ausreichend anzusehen. -	 Geschossdeckenebene +0,00m ausführbar. - Seitliche Gebäudeauskragungen abgefangen über ca. 4,0 m hohe Stahlbetonwandscheiben in Dachebene. Seitliche Geschossebenen hängen an Kragscheiben. Ablauf aufwendig und somit kostenintensive Bauweise. -	 Sichtbetonwände, teils mit farbigem Anstrich. -	 Kunstharzterrazzo im Eingang- und Foyerbereich. Realisierbarkeit - Raumprogramm erfüllt. NF ca. +230qm. TF ca. +8.000qm. Mehrzweckflächen LH 3,5m. - Rettungsweglängen in Obergeschossen Verwaltung überschritten. Energieeffizienz / Nachhaltigkeit - Energetische Forderungen im Wesentlichen umgesetzt. -	 Wärme und Kälte: gut. Baukosten / Wirtschaftlichkeit -	 Kosten 97% über Soll. 1% unter Mittelwert. - Aufwendige Bauweise durch statisch erforderliche Bauabschnitte. Geringe Außenwandfläche, diese jedoch sehr kostenintensiv. Hoher Technikkostenanteil aufgrund sehr hoher BGF. Kostenrisiko durch nicht vollständig gelöste Situation bei auskragenden Elementen.

P.arc GmbH und Degelo Architekten, Berlin | Anerkennung

1209

Planungsdaten
NF (Raumprogramm) NF (gesamt) BGFa BRIa BGFa / NF (gesamt) A/V Kosten € (KG 200 - 700)

Vorgabe 23.465

Entwurf 23.035 23.035 35.042 320.737 1,52 0,197

65.000.000

133.786.000

Grundrissebene Haupteingang

Außenperspektive

Innenperspektive

Längsschnitt

Neubau einer kongresstauglichen Messehalle / Ergebnisprotokoll

1209

Städtebau und Gestaltung - Kubischer, kompakter Baukörper parallel zur Messestruktur, aufgeständert über gesamte Grundfläche auf ca. 680 Stützen, LH unter dem Gebäude 2,5m. Untergestellte, verglaste Raumkuben als Foyers. Schaffung einer klaren Raumkante zum Vorplatz Süd durch Gebäudeschiene für Verwaltung, Gebäudehöhe ab OK Vorplatz ca. 5,5m. - Gebäudehöhe: +13m, Baukörperabmessung ca. 144x150m. - Abstand: zu Halle 2 u. 7 ca. 21,5m, zu Eingang Messe Süd mit Plateauunterbau (-3,5m) ca. 12,5m. - Sichtbare Anbindung an Halle 7 durch ca. 10m breiten Verbindungsbau auf ±0m und +9m; an Halle 2 Verbindungsbau auf ±0m. - Einheitliche Hülle aus vorgehängtem weißbedrucktem Glas im stehenden, zueinander verschobenem Format. Belichtung des Fassadenzwischenraumes, zweite Ebene Holzsandwichpaneele. Gebäudebreiter Schriftzug „Deutschlandhalle“ am Messedamm. - Rampe im Bereich von Halle 7 auf ±0m, Verlegung der Außentreppe Halle 7. Ersatz der Böschung/ Treppenanlage durch Gebäudekante zum Vorplatz Süd. Keine direkte Verbindung über den Außenraum auf Vorplatz. - Verlagerung der Stellplätze am Messedamm unter das Gebäude. Funktion - Zwei Anlieferungen der Hallenebene von Norden über Rampe und zu öffnende Tore der Verbindungsgänge. - Taxivorfahrt unter das Gebäude zum Haupteingang. - Haupteingang über den untergestellten verglasten Kubus mit Garderobe, Counter und breiter Wendeltreppe, axial dazu Nebeneingang vom Vorplatz SüdWesten. Separater Eingang Verwaltung vom Vorplatz Süd mit kleinem Foyer. - Foyer, LH ca. 2,5m auf Ebene -3,5m, breite Wendeltreppe auf Ebene ±0m mit Foyer und breiten Erschließungsflächen ringförmig um die Hallenfläche. - Foyer Nebeneingang auf -3,5m, LH ca. 5m, Belichtung über zurückgesetzte Fassade zum Vorplatz Süd. Breite Wendeltreppe auf Ebene ±0m mit Foyerhalle, LH 11,8m. - Hallenfläche auf einer Ebene (±0m), seitl. Schienen mit Treppen und Lager für mobile Wände. Ca. 7.500qm. Ergänzende Flächen seitl. der Schiene, ca. 20m breit, insges. ca. 7.200qm. Umlaufende, breite Flur- und Kommunikationszone. Nebenräume zum Teil als eingestellte Raumkuben. Freie Fläche zwischen den Schienen 75x100m. LH 11,8m. Keine natürliche Belichtung. - Anbindung an Halle 2 und 7 über Verbindungsgang auf ±0m. - WCs kompakt als ein Raumblock im Bereich Hauptfoyer und in den Hallenecken.

- Mehrzweckflächen auf Ebene +9m als Raumschiene über gesamte nördliche Gebäudelängsseite. Anbindung an Hallenebene über Treppenhäuser und Stege zu den Aufzügen. Teilbarkeit laut Anforderung. Übergang zu Halle 7 über Brückenbau.LH 3m. - Verwaltung in zwei Geschossen (-9m u. -6m) übereinander in Gebäudesockel am Vorplatz Süd. Dreibündige Zonierung. Flure 1,5m breit. Räume großteils über Innenhöfe, Räume nach Westen über Lochfassade natürlich belichtet. LH 3m. - Küche auf Hallenebene im Nordwesten, Anlieferung von -9m über Lastenaufzug. Natürliche Belichtung über Fassade möglich. - Bistro 1 und 2 auf Hallenebene dem Haupt- und Nebenfoyer jeweils zugeordnet, natürl. belichtet. - Technik als Raumbrücken unter der Hallendecke, erschlossen über Ebene +9,50m. LH 2,50m. - Lagerflächen am Vorplatz Süd in Riegel auf -9m. Baukonstruktion - Dachtragwerk aus Holzbindern, Spannweite 75m, 4m hoch, Raster 4m. An Hallenenden Wechsel der Spannrichtung ergeben hochbelastete Randträger. Aussagen hierzu fehlen. Tragfähigkeit bedenklich. - Geschossdecke ±0m aus 1m dicker Stahlbetonflachdecke, 50cm tief eingeschnittene Spartenkanäle, aufgelagert auf Stahlbetonstützen, Auskragung Randbereich ca. 5m. Plattendicke zu gering. - Gesamtes Gebäude aufgestellt auf Stützen. Keine aussteifenden Wände in der Parkplatzebene. Gebäudestabilisierung offensichtlich nicht gewährleistet. Realisierbarkeit - Raumprogramm erfüllt. Hallenfläche ca. 330qm zu klein, Technik ca. 750qm zu groß. - LH Mehrzweckflächen lediglich 3m. - Büros großteils nur über Lichthöfe belichtet. - Pumpenstation erhalten. - Überschreitung der Flucht- und Stichflurlängen Verwaltung. Kein direkter Ausgang ins Freie. Energieeffizienz / Nachhaltigkeit - Energ. Forderungen im Wesentlichen umgesetzt. - Wärme: gut, Kälte: gut. Baukosten / Wirtschaftlichkeit - Kosten 106% über Soll, 3% über Mittelwert. - Kostenintensive Doppelfassade (Glasvorsatzschale). Unkalkulierbares Kostenrisiko durch Umplanung nach statischen Vorgaben. Hohe Kosten durch Umverlegungsmaßnahmen.

gmp Generalplanungsgesellschaft, Berlin | 2. Rundgang

1210

Planungsdaten
NF (Raumprogramm) NF (gesamt) BGFa BRIa BGFa / NF (gesamt) A/V Kosten € (KG 200 - 700)

Vorgabe 23.465

Entwurf 25.117 25.390 38.353 418.363 1,51 0,106

65.000.000

122.298.000

Grundrissebene Haupteingang

Außenperspektive

Innenperspektive

Längsschnitt

Neubau einer kongresstauglichen Messehalle / Ergebnisprotokoll

1210

Städtebau und Gestaltung - Ellipsenförmiger Baukörper als Pendant zu offenem, quadratischem Vorplatz Süd. Geometrie nimmt Bezug zu Sommergarten und Oval der Avus Nordschleife. Baukörper wird von „Wandelgang“ mit „Säulenwald“ umgeben. Überdachung des Umgangs setzt sich von, nach oben gewölbter Dachhaut des eigentlichen Baukörpers ab und schafft durch Asymmetrie einen größeren, südlichen Vorbereich. Südliche Dachauskragung 12,7m, nördliche 4,2m. Erhalt bestehender Vorplatzkante Ost, Tunnelzufahrt in Böschung integriert. - Max. Gebäudehöhe 18,2m. Abmessung max: 142m breit, 182m lang. - Geringster Abstand zu Bestand 24m. - Anbindung an Halle 7 über verglasten Übergang mit Höhe ca. 12,5m, Brückenanbindung an Halle 2 Höhe ca. 8m. - Einheitliche Fassadengestaltung. Alu-PfostenRiegel-Konstruktion mit Sonnenschutzbeschichtung. Vertikallamellen aus eloxiertem Lochblech. - Baukörper auf begrünter, angeböschter Ebene +1m über Geländeniveau -2,5m. Böschung mit Rampen und Treppen durchwoben. Freitreppe zum Vorplatz Süd, Außenaufzug von Vorplatz bis -2,5m, daneben Zufahrt zu unterirdischer Taxiumfahrung. Funktionen - Anbindung neue Taxiumfahrung südl. des Baukörpers an bestehende, nördliche Lieferumfahrung. Taxis nutzen Einfahrt von Messedamm auf Ebene -10m, umrunden Neubau südlich bis zu westlichem Wendehammer mit Taxiaufstellfläche unter Anböschung. Ausfahrt auf selben Weg. Taxivorfahrten zu Vorplatz Süd, Nebenfoyer West und unteres Hauptfoyer Süd integriert. Stellplatzfläche am Messedamm unter Bäumen. - Anlieferung untere Halle über bestehende nördliche Lieferumfahrung mit Anbindung an neue Taxistrecke zur östlichen Anlieferzone mit LKW-Aufstellfläche auf Ebene -10m. Anlieferung obere Halle über Aufzüge von östl. Anlieferzone und über nördl. bestehende Lieferumfahrung. Küchenanlieferung neben westlichem Taxiwendehammer Ebene -10m per Aufzug. - Haupteingang Süd auf Ebene +1m von Jafféstr. und Messedamm über Freitreppe/Rampen entlang Anböschung bzw. von Vorplatz Süd über Freitreppe/ Außenaufzug und Wandelgang erschlossen. Foyer Süd -10m nur über Taxiumfahrung erreichbar. Foyer Nebeneingang Ost von Vorplatz Süd über Taxitunnel. Separater Bürozugang über Rampe auf Ebene +1m von Nordost. - Hauptfoyer auf oberer Hallenebene, LH 6m, über Lufträume, Rolltreppen, Aufzüge mit darunterliegendem Foyer, LH 9m, Ebene -10m, für u.a. Taxivorfahrt verbunden. Westliches Nebenfoyer auf unterer Ebene ohne direktes Tageslicht, hauptsächlich über Taxivorfahrt erreichbar.

- Rechteckige Messehallen zentral in Ellipse. Aufenthaltsräume an Schnittpunkten angrenzender Kreissegmente. Diverse Erschließungssysteme. - Messehallen unterschiedlicher Abmessungen übereinanderliegend, ohne Tagesbelichtung. Modulare Innenwandbekleidung mit Blechpaneelen mit absorb. Wirkung. Obere Hallenebene +1m, Abmessung 107,6m x 83,6m, stützenfrei, LH 10,3m, gelochte Trapezblechunterdecke. Untere Hallenebene -10m, Abmessung 84m x 83,6m, 6 Stützen, LH 9m, Gipskartonabhangdecke. - Mehrzweckflächen ohne Tageslicht. Getrennte Anordnung. 4 Räume auf Ebene -10m, LH 9m und je 2 Räume auf Ebene +8m West u. Ost, LH 4,5m. Weitere Foyerrandflächen als Mehrzweckflächen auf unterer Ebene. Teilbar. - Verwaltung im OG umlaufend entlang Außenfassade. Aufenthaltsflächen in Gebäudeecken mit Halleneinblick. - Zusammenhängende Kücheneinheit auf Ebene +1m West, tagesbelichtet. LH 6m. Anlieferung über Aufzüge von Ebene -10m. - Bistro 1 und 2 gegenüberliegend auf Ebene +1m am Übergang zu Halle 7. Tagesbelichtet. - Lagerflächen vorwiegend auf Ebene -10m teils auch Ebene +1m. - Dezentrale Technikflächen auf allen Ebenen. - Direkte Anbindung an Halle 2 und 7 auf beiden Messehallenebenen. Rolltore für LKW-Durchfahrt. Zusätzliche Anbindung 2. OG Neubau an Halle 7 auf Ebene +9m. Baukonstruktion - Dachtragwerk aus kreuzweise spannenden Stahlfachwerkträgern, Bauhöhen 2,5m – 4,0 m. - Geschossdecke +0,00m aus π-Platten auf Hauptbinderkonstruktion aus Stahlverbundträgern, Spannweite 21m, Bauhöhe 2m. Ausführbar. - Dach mit Zinkblecheindeckung. Realisierbarkeit - Raumprogramm erfüllt: NF ca. +1.650m² u.a. Haupteingang +500m², Messehallen +1.000m², Verwaltung +300m², Lager +200m², Küche -100m², Mehrzweckflächen -250m². Zusätzl. NF +270m². TF ca. +1.150m². - 2. Rettungsweg unterer Halle über Anlieferungstunnel. Energieeffizienz / Nachhaltigkeit - Energetische Forderungen teilweise umgesetzt. - Wärme und Kälte: befriedigend. Baukosten / Wirtschaftlichkeit - Kosten 88% über Soll. 5% unter Mittelwert. - Durch kompakte Bauform und geringere Dachfläche absolut kostengünstigste Dachkonstruktion. Geringe Außenwandfläche, diese jedoch sehr kostenintensiv. Hohe Kosten durch Umverlegungsmaßnahmen.

TREUSCH architecture ZT GmbH, Wien | 1. Rundgang

1211

Planungsdaten
NF (Raumprogramm) NF (gesamt) BGFa BRIa BGFa / NF (gesamt) A/V Kosten € (KG 200 - 700)

Vorgabe 23.465

Entwurf 24.986 24.986 45.838 411.312 1,83 0,125

65.000.000

138.622.000

Grundrissebene Haupteingang

Außenperspektive

Innenperspektive

Längsschnitt

Neubau einer kongresstauglichen Messehalle / Ergebnisprotokoll

1211

Städtebau und Gestaltung - Kubischer Baukörper mit geometrischer Volumendifferenzierung durch 12m tiefe Auskragungen im Westen und Osten und 4 einheitlichen, über die Halle gelegten Gebäudebügeln. Aufnahme der Orthogonalität der Messe. Neue bauliche Raumkante zum Vorplatz Süd. Wegfall der östlichen Böschung und Treppenanlage. - Gebäudehöhe: Bügelhöhe +23,5m, Staffelung auf 18,5m. Baukörperabmessung ca. 150x103m. - Abstand: zu Halle 2 und 7 ca. 49m, zu Eingang Messe Süd mit Auskragung ca. 20m. - Sichtbare Anbindung an Halle 7 durch Brückenbau auf +9m . Stege an Lieferstraße vor Halle 2 und 7. - Klare Fassadengestaltung, geprägt durch AluLamellenstruktur mit vertikaler bzw. horizontaler Ausrichtung und geschlossenen Wandflächen aus Aluminiumpaneelen. Herausgeschobenes Volumen im Westen und Osten in der 2. Fassadenebene vollflächig verglast, vorgehängte Alu-Lamellen als Werbeträger. Foyerzonen mit großen Verglasungen. - Neuer Haupteingangs-Vorplatz am Messedamm mit angrenzendem Grünraum als „Erlebnislandschaft“. 150 PKW-Stellplätze und Werbeträgerturm am Messedamm. Neue Fassung und ebenerdige Gestaltung des Vorplatzes Süd durch Hallenbaukörper. Funktion - Anlieferung von Norden u. Süden. Im Süden große, abgegrabene Aufstell- und Wendefläche für LKWs auf -9m, darüberliegendes Anlieferungsplateau auf +3m. Anlieferung von Norden über Erweiterung der bestehenden Lieferstraße. - Taxivorfahrt über den Vorplatz an den Haupteingang. - Ebenerdiger Haupteingang über östlichen Vorplatz markiert und überdacht durch Baukörperauskragung. Ebenerdiger Nebeneingang am Vorplatz Süd. - Hauptfoyer als lang gestreckte Halle. Einblick in die unterer Hallenebene auf -9m. LH 4,5m. Rolltreppen nach unten. Anbindung an breite, ringförmige Verkehrsfläche mit seitlichen Foyerbereichen entlang Außenwand mit Rolltreppenanlagen in obere Halle. - Foyer Nebeneingang auf -9m. LH ca. 5,5m. Direkter Zugang auf Hallenebene. Rolltreppen in Foyerbereich auf Ebene -3m. - Zwei Hallenebenen auf -9m und auf +3m. Untere Halle ca. 5.050qm. Obere Halle durch beidseitige Auskragung in Längsrichtung und seitlichen Foyers ca. 10.500qm. - Unter Hallenfläche auf -9m, ca. 71,5x70m, LH ca. 9,6m. 4 zentrale Stützen. Seitliche Nischen für mobile Trennwände. Große Lastenaufzüge. Verbindung der Foyers nur über Hallenfläche. Anbindung an Halle 2 über Lieferstraße, an Halle 7 über unterirdischen Verbindungsbau. - Obere Hallenfläche auf +3m, ca. 70x144m, LH ca. 12,5m. Erschließung über seitliche Foyers. Raumfassende Verglasungen zu beiden Vorplätzen.

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Vorgelagerte raumbreite Terrassen. Anbindung an Halle 2 über Stege, an Halle 7 über Brückenbau, 49m, keine Aussage zur Gestalt. Gebäudebügel mit beidseitiger vertikaler Erschließung als aufgesetzten Riegelbaukörper auf +18m für Mehrzweckflächen und Verwaltung. Abstand der Riegel ca. 16,5m, zum Teil dazwischengelagerte Terrassenflächen. Mittige durchgehende Oberlichtbänder. Mehrzweckflächen in den mittleren Riegeln, ein Riegel mit 200qm-Räumen, einhüftig erschlossen, zweite Schiene mit 100qm-Räumen, Mittelflur. LH 4m. Unterschiedliche Schaltbarkeit. Keine Anbindung an Halle 7. Verwaltung aufgeteilt in die beiden außenliegende Riegel. Mittelflurerschließung mit Aufweitungen. Verbindung der Trakte über Flur entlang der nördl. Längsseite. LH 4m. Anbindung an Halle 7 auf Zwischenpodest +9m. Küche auf unterer Hallenebene (-9m) direkt angelagert, Anlieferung über abgegrabene Rangierfläche. Belichtung über Abböschung. Bistro 1 und 2 den Foyers auf Ebene -3m zugeordnet. Bistro 1 über Foyer belichtet, mit Blick auf Hallenebene, Bistro 2 mit Terrasse an Westfassade. Technik und Lagerflächen auf Ebene -9m.

Baukonstruktion - Dachtragwerk aus 4 Bügeln aus Stahlfachwerk. Höhe 7m. Spannweite 75m. Querbalken, 2m hoch, Raster 6m, Spannweite 18m. Gebäudeauskragungen 12m tief, Binderhöhe der Randbügel zu gering. - Bauhöhe Geschossdecke +3m zu gering. Realisierbarkeit - Raumprogramm erfüllt. Insgesamt 1.520qm über Soll. Hallenfläche 700qm, Nebeneingang 800qm, TF 1.400qm zu groß. Viel WC-Flächen (1.300qm). - Pumpenstation erhalten. - Überschreitung der Fluchtweglängen Verwaltung. Energieeffizienz / Nachhaltigkeit - Energetische Forderungen teilweise umgesetzt. - Wärme: befriedigend, Kälte: befriedigend. Baukosten / Wirtschaftlichkeit - Kosten 113% über Soll, 7% über Mittelwert. - Hohe Kosten durch Umverlegungsmaßnahmen, Außenwandflächen, Integration Tragkonstruktion Dach in Fassade Bürotrakte. Kostenrisiken durch mögl. Brandschutzanforderungen in Bürotrakten sowie Statik der Deckenkonstruktion.

JSWD Architekten GmbH & Co. KG, Köln und Atelier d´árchitecture Chaix & Morel et Associés, Paris / 3. Preis

1212

Planungsdaten
NF (Raumprogramm) NF (gesamt) BGFa BRIa BGFa / NF (gesamt) A/V Kosten € (KG 200 - 700)

Vorgabe 23.465

Entwurf 23.400 24.081 38.481 349.012 1,60 0,118

65.000.000

126.021.000

Grundrissebene Haupteingang

Außenperspektive

Innenperspektive

Längsschnitt

Neubau einer kongresstauglichen Messehalle / Ergebnisprotokoll

1212

Städtebau und Gestaltung - Kreisrunder Neubau nimmt Verbindung mit halbkreisförmiger Eingangshalle Süd auf. Es soll „Ensemble gleichberechtigter Partner“ entstehen. Vorplatz wird bis an Neubau geführt. Baukörper übernimmt aufstrebende Fassade und orientiert sich über Fassadenöffnungen und Haupteingang zum Vorplatz. Südl. Grundrisserweiterung in unteren Ebenen wird zur Ecke. Atrien und Lufträume zeichnen sich mit Oberlichtern im Kreisrandbereich der Dachfläche ab. - Max. Gebäudehöhe 15,2m. Abmessung: Hallendurchmesser 135m. - Geringster Abstand zu Halle 2 und 7 je ca. 29m. - Verglaste Anbindungen an Bestand auf Ebene ±0,0m. Zu Halle 2 als Brückenbauwerk Höhe 7m. Zu Halle 7 als Übergang Höhe 6m. - Großformatige, offene und geschlossene Fassadenfelder werden durch umlaufende, vertikale, gebäudehohe Aluminiumrohre (Ø15 cm) als zweite Haut, zur homogenen Fassadenhülle. Im Bereich der Öffnungen mit Unterbrechungen. - Gelände wird von Messedamm -2,5m bis zum Neubau/obere Hallenebene ±0,0m angeschüttet, um ebenerdigen Nebenzugang zu gewährleisten. Südliche Freitreppe mit Sitzstufen verbindet Ebene ±0,0m mit Vorplatz Süd/Haupteingang. Zugangstreppe Halle 7 wird verlegt. Funktionen - Anlieferung untere Halle mit 2 nördl. Zufahrten über bestehende Lieferumfahrung -9m und 2 östl. Zufahrten über Erweiterung. Höhenausgleich über Rampen. Anlieferung obere Halle mit 2 Zufahrten über erweiterte Lieferumfahrung Ebene ±0,0 m. - Erhalt bestehender Taxiumfahrung. Durch Geländeanhebung Ost integrierte Taxivorfahrt zu Haupt- und Nebeneingang. Stellplatzflächen am Messedamm. - Haupteingang ebenerdig auf -9m von West über Vorplatz Süd. Nebeneingang auf ±0,0 m von Ost über Messedamm. - Großzügiges, tagesbelichtetes Foyer in Westkreissegment verbunden u.a. durch Lufträume bis zu 14,5m Höhe mit darüberliegendem Hauptfoyer und Bistro für obere Halle. Auf Zwischenebene -4,5m eingeschobene Galerien als Loungezonen u. angegliederte Büros ohne Tageslicht. Im Ostkreissegment tagesbelichtetes Nebenfoyer und Bistro auf Ebene ±0,0m. Lufträume bis 11,5 m Höhe. - Übereinanderliegende, mittig angeordnete Messehallen. West- und Ostsegmente 3-4-geschossig für Foyers und Mehrzweckräume, Erschließungselemente an Hallenwand, Mittelflur. Süd- und Nordsegmente 5-geschossig für Verwaltung und Nebenräume. Flur an Hallenwand mit Stichfluren. (8 Treppenhäuser, 16 Aufzüge, Rolltreppen). - 2 gleichgroße Hallen 79m x 95m, ohne Tageslicht, Gipsabhangdecken. Obere Hallenebene +0,0m stützenfrei, LH 11,5m. Untere Ebene -10,5m, 6 Stützen, LH 9m.

- Zwei Mehrzweckflächen an Ostfoyer Ebene ±0,0m angegliedert. Auf Ebene +4,5m je 3 Mehrzweckräume im West- und Ostsegment zwischen Foyerlufträumen und angrenzenden Terrassen. Von Flur aus Einblickmöglichkeit in obere Halle. Tagesbelichtet. Unterteilung vorwiegend in 2 Bereiche. LH 5,5m. - Zweigeschossige Büroanordnung getrennt in Südund Nordeinheit auf Ebene +6m und +9,5m, dreibündig zwischen Belichtungsatrien. - Küche auf Ebene ±0,0m Süd. LH 5,0m. Anlieferung und Lager auf Ebene -11,0 über Aufzüge angebunden. Alternative, ebenerdige Anlieferungsmöglichkeit. - Bistros tagesbelichtet auf oberer Hallenebene ±0,0m West und Ost. - Lagerflächen vorwiegend auf Hallenebenen. - Technikflächen auf unteren Ebenen -11,0m und 4,5m Nord und Süd. - Hallenrundgang auf Ebene ±0,0m gegeben. Auf Ebene -9m Anbindung an Halle 2 und 7 nur bei Überquerung der bestehenden Taxi- und Anlieferspur. Baukonstruktion - Dachtragwerk mit Stahlfachwerkbindern, Bauhöhe 3m, Spannweite 80m ist als zu gering anzusehen. - Geschossdecke +0,00m zwei unterschiedliche Bauweisen: Stahlverbundkonstruktion mit zu geringer Deckenhöhe. Stahlbetonhohldecke als Leichtbetonkonstruktion sehr kostenintensiv - Dach: Trapezblech, optionale Dachbegrünung. - Fassade: Pfosten-Riegel-Konstruktion. Geschlossene Felder: hinterlüftetes Alu- oder Stahlpaneel vor gedämmtem Sandwichelement. Offene Felder: vorgesetzte Metallrohre dienen u.a. als Fassadenriegel der Lastabtragung. - Innenliegender textiler Sonnenschutz. Realisierbarkeit - Raumprogramm erfüllt: Zusätzl. NF ca. +680qm u.a. Lounge +250qm. TF ca. +880qm. Haupteingang zugeordnete Büros ohne Tageslicht. - Rettungsweglängen im Bistrobereich West überschritten. Treppenhäuser ohne direkten Ausgang ins Freie. - Anbindung an Bestand im Modell nicht dargestellt. Energieeffizienz / Nachhaltigkeit -- Energetische Forderungen teilweise umgesetzt. Wärme und Kälte: befriedigend. Baukosten / Wirtschaftlichkeit - Kosten 94% über Soll. 3% unter Mittelwert. - Niedrige Kosten für Außenwände durch kompakte Bauform. Unkalkulierbares Kostenrisiko durch erforderliche Umplanung der Dachkonstruktion und damit Vergrößerung des Bauvolumens.

Dominique Perrault Architecture, Paris | 1. Rundgang

1213

Planungsdaten
NF (Raumprogramm) NF (gesamt) BGFa BRIa BGFa / NF (gesamt) A/V Kosten € (KG 200 - 700)

Vorgabe 23.465

Entwurf 25.100 25.100 35.799 357.790 1,43 0,158

65.000.000

120.885.000

Grundrissebene Haupteingang

Außenperspektive

Innenperspektive

Längsschnitt

Neubau einer kongresstauglichen Messehalle / Ergebnisprotokoll

1213

Städtebau und Gestaltung - Langgestreckter, kubischer Baukörper orthogonal zur Messe, platziert auf einem ca. 3m hohen, umlaufenden Plateau, rückt östlich aus der Bauflucht in Richtung Messedamm. Hauptansicht nach Süden mit neuem, großem Vorplatz an der Jafféstraße. - Erhalt der Platzkante zum Vorplatz Süd, Erweiterung bis auf Niveau ±0m. - Gebäudehöhe +19,25m, Abmessung ca. 198x102m. - Abstand zu Bestandshallen ca. 29,5m, zu Eingang Messe Süd ca. 43m. - Bauliche Anbindung an Halle 7 und 2 auf ±0m. - „Medienfassade“ als prägender, oberer Gebäudeabschluss aus umlaufender, vorgehängter Hülle aus Metallgewebe mit LEDs bestückt, im Süden als großer vorgehängter, schräggestellter flacher Schirm über gesamte Längsseite als Hauptfassade. Zweite, innere Fassadenebene verglast, bzw. aus geschlossenen, im Sockel gelochten Metallpaneelen. Foyerbereich dreiseitig vollflächig verglast. - Haupteingangs-Vorplatz über ganze Längsseite an der Jafféstraße mit Geländestufen, Wasserbecken und temporären Pavillons. Direkte Anbindung an SBhf. Erhalt/Ergänzung der Gestaltung des Vorplatzes Süd, Einschnitt für neuen Nebeneingang auf -9m. - PKW-Stellplätze im UG auf -3,8m unter östlichem Gebäudebereich, Erschließung vom Messedamm. Funktion - Anlieferung mit insges. 8 Halleneinfahrten entlang nördl. Längsseite u. Stirnseiten auf ±0m, Plateau an vorhandene Lieferstraße angebunden. - Taxivorfahrt über den südl. Eingangsplatz mit Weiterführung über Rampe auf -9m auf Vorplatz Süd. - Haupteingang im Süden. Vorplatz mit großen Geländestufen entlang Gebäudelängsseite von -3,9m auf ±0m, dazu querlaufende Außentreppenanlage auf Plateau ±0m. Nebeneingang vom Vorplatz Süd über Geländeeinschnitt auf Ebene -9m. Eingang für Verwaltung an den Stirnseiten. - Medienschirm als gebäudelanges Vordach. - Hauptfoyer über gesamte Längsseite, raumgreifende Verglasung. LH 8m. Eingestellte Raumnutzungen, externe Aufzüge für OGs. Treppenanlagen auf +9,45m und auf Foyerebene -9m. Mehrere Lufträume nach oben. - Nebenfoyer auf Ebene -9m ausschließlich zur Erschließung der Ebene ±0m. LH 7m. Belichtung über tiefen Geländeeinschnitt. Angelagerte Personalräume, unbelichtet. - Hallenfläche auf einer Ebene (±0m), 15.059m². Trennung Halle / Foyer durch Nebenraumschiene. - Halle ca. 199x76m, LH ca. 9,3m. Stützenfrei. Raumprägendes Hallentragwerk als Holzfachwerk mit zapfenförmigen Fachwerkpfosten in Form umgekehrter Pyramiden, Untergurt aus Stahlseilen. Belichtung über Polycarbonatplatten als umlaufende Oberlichtbänder ab OK +9m.

- Anbindung Halle 2 u. 7 auf Ebene ±0m über verglaste Gänge. Durchfahrtstore für Lieferverkehr. - Zweigeschossiger Gebäuderiegel über dem Foyer und hinter Medien-Fassadenhülle aufgestellt. - Mehrzweckflächen in aufgestelltem Riegel auf +9,45m. Einhüftig gereiht, vorgelagerte Flur- und Kommunikationszone mit Lufträumen ins Foyer. LH 4m. Nördl. Abschluss durch Raumschiene mit Treppenhäusern und Nebenräumen. Fensterfassade hinter Medienschirm. - Verwaltung in oberer Ebene des Riegels auf +14,85m als Staffelgeschoss mit beidseitigen Dachterrassen. Zweibund mit großen Fluraufweitungen. LH 3m. Fensterfassaden. Vorgelagerter Medienschirm als Sonnenschutz. - Küche auf Ebene -5m im Süd-Osten. LH 3,8m. Belichtung nur über Oberlichtbänder. Lange Wege zu Bistros. - Bistro 1 und 2 im Hauptfoyer an den Stirnseiten. - Technik und Lager auf Ebene -5m. Lastenaufzug in Halle. Baukonstruktion - Seilunterspanntes Tragwerk aus Holzfachbindern, Spannweite 75m, Höhe 5m. Visualisierte Bauteile der Seile zu gering, Knotenpunkte benötigen größere Abmessungen. - Sockel aus Lochblech, geschlossene Bereiche mit Metallpaneelen. Polycarbonatoberlichtband. - Vorgehängtes metallisches, gazeartiges Gewebe mit LEDs durchwirkt auf Stahlkonstruktion. Realisierbarkeit - Raumprogramm erfüllt. Ca. 1.635qm über dem Soll. Foyer ca. 1.000qm, Nebenfoyer ca. 246qm, Lager ca. 188qm zu groß. - Personalräume und Büros auf -9m teilweise ohne Tageslicht. - Keine Anbindung Mehrzweckflächen / Halle 7. - Überschreitung der Rettungsweglänge Verwaltung. Fluchttunnel im UG für Ausgang Treppenräume ins Freie problematisch. - Keine direkte Anlieferung Küche und Lager. Energieeffizienz / Nachhaltigkeit - Energetische Forderungen vollständig umgesetzt. - Wärme: schlecht, Kälte: schlecht. Baukosten / Wirtschaftlichkeit - Kosten 86% über Soll, 7% unter Mittelwert. - Niedrige Kosten für Zwischendecken, da Messehallen größtenteils ebenerdig. Sehr große Dachfläche mit kostenintensiver Holzkonstruktion. Hohe Kosten durch Medienfassade.

Rafael Vinoly Architects PC, New York und Eller + Eller GmbH Architekten, Berlin | 1. Rundgang

1214

Planungsdaten
NF (Raumprogramm) NF (gesamt) BGFa BRIa BGFa / NF (gesamt) A/V Kosten € (KG 200 - 700)

Vorgabe 23.465

Entwurf 23.826 23.826 37.000 315.615 1,55 0,231

65.000.000

157.069.000

Grundrissebene Haupteingang

Außenperspektive

Innenperspektive

Längsschnitt

Neubau einer kongresstauglichen Messehalle / Ergebnisprotokoll

1214

Städtebau und Gestaltung - Gestaffelter Baukörper. In zwei ineinandergreifenden Rahmentragwerken mit weiter, südl. Dachauskragung werden zwei geschlossene Hallenkuben eingehängt. Mittelzone zwischen den Kuben in unterer Hälfte für Anlieferung und Küche. Obere Hälfte als überglaster, öffentlicher, begrünter Freiraum, der witterungsabhängig an den Stirnseiten geöffnet/geschlossen werden kann. Eingeschobene Büroschienen, offene und geschlossene Rampen, Gänge, Rolltreppen, Treppentürme in Mittelzone. Vorplatz Süd erhalten, Vordachfoyer schiebt sich zwischen Freitreppen bis an Platzkante. - Max. Gebäudehöhe 22m. Abmessung max: 174m x 195m incl. Foyers und Dachauskragung. - Abstand zu Halle 2 und 7 beträgt ca. 20m. - Verglaste Verbindungsbrücke auf Ebene +9m an Halle 7. Höhe 3,8m. - Ost- und Westfassade von Rahmentragwerk mit horizontaler Lamellenstruktur geprägt. Nord- und Südfassade mit Blick auf geschlossene Kuben mit modularer Holzverkleidung in liegendem Format. Glasfassaden in Mittelzone. - Anschüttung des Geländes von Messedamm bis Hauptzugang auf ±0,0m. Freitreppen von West, Süd und Ost und langgezogene Rampen entlang Süd- und Nordfassade führen auf unterschiedlichen Ebenen um das Gebäude. Funktionen - Zufahrt über bestehende Lieferumfahrung in untere Mittelzone. Auf den Hallenebenen -9m und ±0,0m je 4 Hallenzufahrten von einer Seite. - Erhalt bestehender Taxiumfahrung von Messedamm mit integrierten Vorfahrten an Eingängen. Östlich terrassierte Stellplatzflächen mit Rampen mit Zufahrt Messedamm und Ausfahrt Jafféstr. - Von Vorplatz Süd Ebene -9m verglaster, mittiger Nebeneingang mit abgehängtem, weit auskragendem Vordach zwischen Freitreppen und angrenzender Anböschung. Motivwiederholung beim Haupteingang auf Ebene ±0,0m von Messedamm. Weit vorgezogenes Rahmentragwerk markiert südlichen Zugang über Freitreppe auf Ebene +5m mit direkter S-Bahnanbindung. - Haupt- und Nebenfoyer jeweils auf Hallenebenen. Hauptfoyer über gesamte Gebäudebreite mit mittiger, verglaster Eingangshalle und angrenzenden gering tagesbelichteten Foyerflächen, auch für Büros. Nebenfoyer verglast. LH 3,5m. - Mittlere Erschließungszone mit ebenenverbindenden Rolltreppen. Verglaste Verbindungswege entlang Innenfassade und verbindenden Brücken zur Erschließung angrenzender Räume (3 Treppenhäuser, 10 Personenaufzüge, 4 Lastenaufzüge). - Messehallen vertikal versetzt, nebeneinanderliegend. Hochfahrbare, verglaste Fußgängerbrücken durchqueren Hallen und verbinden Mittelzone mit

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Umgebungsebenen, LH 9m, beide Hallen stützenfrei, Innenwände mit modularer Holzverkleidung. Halle Ost 141,5m x 54m ebenengleich zu Haupteingang, Lichteinfall über offene Mittelzone. Halle West 138m x 54m ebenengleich zu Nebeneingang, ohne Tageslicht. Auf unterem Hallendach 10 Mehrzweckräume auf Ebene +9m West mit Terrassen und vorgelagerter Nebenraumschiene. Unterteilung in je 2 Bereiche möglich. LH 4,5m. Beidseitig auskragende, gegenüberliegende Verwaltungsschienen auf oberster Ebene +14m öffnen vollverglast zur Mittelhalle. Küche in Mittelzone Ebene -4m ohne Tageslicht. LH 4,2m. Anlieferung über Aufzüge. Bistro 1 auf Ebene -4m öffnet zu Halle West mit Anbindung an Fußgängerbrücken. Ohne Tageslicht. Bistro 2 als Insel in offener Mittelhalle auf Ebene +5m mit darüberliegender Terrasse auf +9m mit Einblick in Halle Ost und Anbindung an Fußgängerbrücken. Lagerflächen auf Hallenebenen und Büroebene. Technik vorwiegend auf Hallendachflächen. Ebenengleiche Anbindung an Bestandshallen auf -9m und ±0,0m nur über bestehende Taxi- und Lieferumfahrung. Außenraum. Verglaste Brückenanbindung Neubau Halle 7 auf Ebene +9m für Mehrzweckflächen. Im Modell Verlängerung der Hauptmittelebene +5m bis Bestandshallen.

Baukonstruktion - Beide Hallendächer an außenliegende Stahlbügel angehängt. Bauweise möglich, jedoch aufwendig und kostenintensiv. - DachrahmentragwerkmitLamellenstrukturalsVerschattungselement mit möglicher Photovoltaikbelegung. - Hallenkuben mit Stahlprofilständerwerk, vorgehängte Sandwich-Dämmelemente und hinterlüfteter modularer Holzverkleidung als Wetterschutz. Dachhaut mit Trapezblech. - Glasfassaden: Pfosten-Riegel-Konstruktion. Realisierbarkeit - Raumprogramm erfüllt. U.a. NF Gastronomie ca. +500qm, Verwaltung -100qm. TF ca. +2.170qm u.a. im DG. Küche ohne Tagesbelichtung. - Rettungsweg- und Stichflurlängen in Verwaltungsschienen überschritten. Treppenhäuser entfluchten über Anlieferung. Energieeffizienz / Nachhaltigkeit - Energet. Forderungen eingeschränkt umgesetzt. - Wärme und Kälte: befriedigend. Baukosten / Wirtschaftlichkeit - Kosten 142% über Soll. 21% über Mittelwert. - Sehr aufwendige, kostenintensive und unwirtschaftliche Gesamtkonstruktion und Bauweise. Sehr hohe Kosten für Tragkonstruktionen.

Dietz Joppien Architekten AG, Potsdam | Anerkennung

1215

Planungsdaten
NF (Raumprogramm) NF (gesamt) BGFa BRIa BGFa / NF (gesamt) A/V Kosten € (KG 200 - 700)

Vorgabe 23.465

Entwurf 24.319 24.319 39.170 365.464 1,61 0,192

65.000.000

127.054.000

Grundrissebene Haupteingang

Außenperspektive

Innenperspektive

Längsschnitt

Neubau einer kongresstauglichen Messehalle / Ergebnisprotokoll

1215

Städtebau und Gestaltung - Ellipsenförmige Dachfläche als architektonische Transformation der geometrischen Form, Ausrichtung und Dimension des ovalen Sommergartens der Messe. Einbettung der großen Dachform in das Gelände, zentrierte Wölbung mit einer Randhöhe von ca. +4m nach oben auf ca. +12m. - Großer, unterirdischer, eckiger Gebäudesockel durch Geländemodellierung auf ±0m umlaufend überdeckt. - Neugestaltung, Fassung und schräge Ausrichtung der östlichen Platzkante des Vorplatzes Süd durch breite ca. 10m hohe orthogonale Glasfassade des Gebäudesockels als Hauptfassade. Sichtbares Volumen zum Messedamm als ovaler 4m hoher, verglaster Dachrand, angeböschte Rasenfläche. - Abmessung Ellipse ca. 190m (Hauptachse) x 120m (Nebenachse). Unterirdischer, mehrwinkliger Sockelbau, ca. 210x170m. - Verwaltung als eigenständiger Riegel den Hallen 2 und 7 vorgelagert, Abmessung 120x13m, Höhe +12,5m. Abstand zu Bestandshallen ca. 14m. Aufnahme der östlichen Bauflucht von Halle 7 und Umbau bestehender Eingang. - Anbindung Riegel/Halle 7 durch neues gemeinsames Foyergebäude, Höhe +4,2m und Brückenverbindung auf Ebene +9m und im UG. - „Dachlandschaft als Energie- und Lichtgarten“ gegliedert in längliche Segmente, spielerisch im Wechsel ausgebildet als Solar-, Licht-, oder Lüftungsmodule. Vertikaler Gebäuderand umlaufend verglast mit Blick auf Hallenebene. Glasfassade, ca. 10m hoch und 46m lang zum Vorplatz Süd mit auskragendem Sonnenschutzlamellendach. - Außenraum als große Rasenfläche, im Osten angeböscht auf ±0m und landschaftlich gestaltet, integrierte Stellplätze. Im Westen neu gestalteter, gefasster Vorplatz Süd. Funktion - Anlieferung mit 7 Hallenzufahrten über unterirdische LKW-Umfahrung im Norden, Osten und Süden, angebunden an Lieferstraße. Wendekreis im Süden. - Taxivorfahrt im Süden auf Vorplatz Süd. Unterbrechung der vorh. Umfahrung. Wendekreis als notwendiger Ersatz der bestehenden Ausfahrt. - Eingang am Vorplatz Süd. Separate Eingänge in Verwaltungsriegel von Süden. Umgebauter Eingang Halle 7 als Nebeneingang. - Foyer über gesamte Platzseite, dreiseitige Verglasung. LH 8,5m. Eingestellter, geschwungener Raumblock mit 2 Ebenen, angelagerte Treppen, Zugang Dachterrasse. - Großer Flur- und Kommunikationsbereich auf -9m an nördl. Längsseite mit Lufträumen, angelagerte Mehrzweckflächen über zwei Ebenen. Offene Treppen. - Hallenfläche auf einer Ebene (-9m), 15.000qm. Nebenräume um die Halle gelagert, bilden Ellipsengeometrie aus.

- Halle ca. 150x100m, LH ca. 9m. Je zwei Stützen in den Hallenecken. Raumprägendes Hallenfachtragwerk aus gewölbten Brettschichtholzträgern, V-förmigen Fachwerkstäben und Stahlgurten. Belichtung in Teilen über Dachrand und Oberlichter, notwendige Verdunkelung. - Anbindung an Halle 2 und 7 auf Ebene -9m über Gänge mit Toren für Durchfahrt Lieferverkehr. - Riegel mit 5 Ebenen, im Gebäudesockel Bestandteil des Foyers mit Mehrzweckflächen auf ±0m, LH 4,5m. Direkte Anbindung an neues Foyer vor Halle 7. - Verwaltung im Riegel auf Ebene +6m und +9m, zweibündig, durchgesteckter Mittelflur. Foyerzone am östlichen Gebäudekopf. LH 4m bzw. 2,5m. - Küche auf Ebene -9m im Osten, LH 3m. Keine natürliche Belichtung. - Bistro 1 im Hauptfoyer eingestellt, Bistro 2 auf -4,5m bei den Mehrzweckflächen. - Technik und Lager an den Hallenrändern, z. Teil zweigeschossig. Baukonstruktion - Eingeschossige Hallenkonstruktion mit Holzfachwerkbindern aus statisch konstruktiver Sicht möglich. - Binder nach oben gewölbt. Zuggurt als Stahlrohrkammerträger, gleichzeitig Wartungsgang. Vertikale Fachwerkstäbe aus V-förmigen Brettschichtholzträgern. - Modulares „Energiedach“. Realisierbarkeit - Raumprogramm erfüllt. Haupteingang ca. 800qm über dem Soll. 300qm Mehrzweckflächen nur optional nachgewiesen. - Natürliche Belichtung Mehrzweckflächen, Büroräume am Foyer, und Bistro 2 problematisch, Küche unbelichtet. - Grundrisse z. Teil nur im Maßstab 1:500. - Geringe Aussagen zur Gestaltung des Verwaltungsriegels. Energieeffizienz / Nachhaltigkeit - Energetische Forderungen teilweise umgesetzt. - Wärme: schlecht, Kälte: schlecht. Baukosten / Wirtschaftlichkeit - Kosten 95% über Soll, 2% unter Mittelwert. - Hohe Kosten Umverlegungsmaßnahmen. Große Dachfläche mit kostenintensiver Deckung. Hoher Glasflächenanteil Fassade. Kostenrisiko Ertüchtigungsmaßnahmen Verwaltungstrakt.

Hascher + Jehle Planungsgesellschaft, Berlin | 1. Rundgang

1216

Planungsdaten
NF (Raumprogramm) NF (gesamt) BGFa BRIa BGFa / NF (gesamt) A/V Kosten € (KG 200 - 700)

Vorgabe 23.465

Entwurf 24.823 25.570 40.604 324.299 1,59 0,138

65.000.000

131.505.000

Grundrissebene Haupteingang

Außenperspektive

Innenperspektive

Längsschnitt

Neubau einer kongresstauglichen Messehalle / Ergebnisprotokoll

1216
längsseiten für Nebenräume, Küche, Büros u. Mehrzweckflächen. Vorwiegend Mittelflurerschließung. Entfluchtung auf Ebene -4m, dafür unabhängige Treppenhäuser für OGs u. UGs. Übereinanderliegende Messehallen 75m x 100m. Obere Hallenebene +1,5m, stützenfrei, LH 10m Verglaster Übergang zu Halle 2 und 7. Untere Hallenebene -10,5m, 5 Stützen, LH 9,5m. Verglaster Übergang zu Halle 2. Tagesbelichtete, teilbare Mehrzweckflächen mit dazwischenliegenden Pausenbereichen beidseitig auf Hallenlängsseiten auf Ebene +7,1m. Mit Foyergalerieflur untereinander verbunden. LH 4,5m. Anbindung über gläserne Brücke an Halle 7 Interne Verwaltung dreigeschossig an südlicher Außenfassade auf Ebenen -4m, -0,3m und +3,4m. Externe Büros PCO auf Ebene +7,1m den Mehrzweckräumen angegliedert. Tagesbelichtet. Küche auf ZWG Ebene -4m mit separater, ebenerdiger Anlieferung von Nord. Tagesbelichtet. LH 5m. Tagesbelichtete Bistros auf oberer Hallenebene +1,5m in drei Gebäudeecken. Westseite über Galerie im Foyer erschlossen. Ostseite mit Terrasse. Lagerflächen vorwiegend auf Hallenebenen Technikgeschoss im UG und DG in Hallenlängsseiten mit Querverbindungen im UG.

Städtebau und Gestaltung - Rechteckiger Kubus parallel zu Bestand nimmt nördl. Flucht des Eingangsgebäudes auf. Asymmetrische Dachform mit beidseitig, nach oben fliehenden, sehr weit auskragenden Dachflächen, überdachen Vorraum westl.18m und östl. 41m. „Durchlaufende Torwirkung“ zwischen Eingängen. Tragende verzweigte, massive Stützenreihen in Foyers. Vorplatz Süd bleibt erhalten. - Max. Gebäudehöhe 29,1m. Abmessung max: ca. 100m x 170m. - Abstand zu Halle 2 und 7 beträgt ca. 43m. - Anbindung an Halle 7 über gläserne Fußgängerbrücke auf Ebene +7,1m. Übergang zu Bestandshallenebene ±0,0m. - Außenwandverkleidung aus horizontal strukturierten Streckmetallelementen zieht sich als „glänzende“ Hülle von seitlichen Fassaden um die Ecke bis in Dachverkleidung. Vordachunteransicht am Haupteingang als möglicher Projektionsschirm bzw. Medienfassade. Stirn- und Längsseiten großflächig verglast, verdunkelbar. - Östl. Freiraum maßgeblich von Freitreppen mit Sitzstufen unter Vordach bestimmt. Geländeniveau Messedamm -4m bis an Freitreppen Ost geführt. Gebäudeumlaufende Ebene +1,5m mit Abböschungen an Hallenlängsseite auf -4m zur Entfluchtung/Anlieferung/Belichtung. Freitreppen zu Vorplatz Süd bis auf eingeschnittenen Nebenzugang auf Gesamtbreite. Funktionen - Anlieferung beider Hallen über nördliche, bestehende Lieferumfahrung und Rampen. Zusätzliche südliche Anliefermöglichkeit der unteren Halle durch getunnelte Umfahrung von Ost nach Süd, über Lastenaufzug auch obere Halle angebunden. - Separate Taxivorfahrt zu Haupteingang von Messedamm über Rampe unter Vordach. Taxizufahrt von Jafféstr. südl. des Neubaus auf Vorplatz Süd mit Wendehammer und Ausfahrt auf selbem Weg. Alternativ bestehende Taxiumfahrung Nord. Stellplätze vor Haupteingang am Messedamm zwischen Bäumen. - Östlicher Haupteingang führt über breite Freitreppenanlage auf oberes Hallenniveau +1,5m mit Hauptfoyer. Alternative ebenerdige Erschließung über ZWG Foyer auf Ebene -4m über Einschnitte in Freitreppenanlage von Ost und Süd mit S-Bahn-Anbindung. Nebeneingang von Vorplatz Süd -9m über Freitreppe/ Rampe zu Nebenfoyer/ unteres Hallenniveau -10,5m. Separater Bürozugang von Süd. - Tagesbelichtetes, gebäudehohes Nebenfoyer, LH 22m über Rolltreppen mit Galerieflur (Breite 1,5m4m) zur Erschließung oberer Halle und Bistros verbunden. Tagesbelichtetes Hauptfoyer LH 10-12,6m, über Rolltreppen mit ZWG Foyer auf Ebene -4m u. unterer Hallenebene -10,5m verbunden. - Mittig angeordnete Messehallen. Foyerflächen und Bistros belegen West- u. Oststirnflächen. Hallen-

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Baukonstruktion - Dachtragwerk als räumliche Stahlfachwerkkonstruktion. Konstruktionshöhen realistisch. - Geschossdecke +1,50m aus Stahlbeton π-Platten auf Spannbetonquerträgern, Spannweite 17m, Bauhöhe 3m. Realistische Bauweise. - Pfosten-Riegel-Glasfassade, Aussteifung durch 25cm breite Glasschwerter, Edelstahlspannseile. - Sonnen- und Blendschutz Foyer über Streckmetallelemente. Realisierbarkeit - Raumprogramm erfüllt: NF + 1.360qm u.a. Eingänge +1.200qm, Lager +280qm, Mehrzweckflächen 200qm. Zusätzl. NF +750qm (u.a. Garderobe/Foyer ca. +610qm, Pausenbereich Mehrzweckflächen +140qm). TF ca. +2.700qm. - Stichflure in ZWG Konferenzbereich überschritten - Abstandsflächen zu Eingang Süd unterschritten. - Anbindung an Bestand im Modell nicht dargestellt. ZWG 2 nur als Prüfplan. Energieeffizienz / Nachhaltigkeit - Energetische Forderungen teilweise umgesetzt. - Wärme und Kälte: gut. Baukosten / Wirtschaftlichkeit - Kosten 102% über Soll. 2% über Mittelwert. - Große Innenwandfläche bei kostenintensiver Konstruktionswahl mit hohen Anteil mobiler Glasflächen u. Trennwänden. Hoher Glasanteil in der Fassade.

KSP Jürgen Engel Architekten GmbH, Frankfurt am Main | 2. Rundgang

1217

Planungsdaten
NF (Raumprogramm) NF (gesamt) BGFa BRIa BGFa / NF (gesamt) A/V Kosten € (KG 200 - 700)

Vorgabe 23.465

Entwurf 23.691 23.691 35.230 355.136 1,49 0,117

65.000.000

122.056.000

Grundrissebene Haupteingang

Außenperspektive

Innenperspektive

Längsschnitt

Neubau einer kongresstauglichen Messehalle / Ergebnisprotokoll

1217

Städtebau und Gestaltung - Kompakter Baukörper mit klarer Grundform, signifikant durch metallene Hülle mit abgerundetem Übergang Fassade/Dach und gebäudehoher Schrägstellung der verglasten Stirnseiten im Westen und Osten. Aufnahme der nördlichen Baukante des Eingangsgebäudes Süd. Erhalt und bauliche Fassung der östlichen Platzkante des Vorplatzes Süd. Im Osten Versprung aus der Bauflucht um ca. 15m, Vorplatz zum Messedamm. - Gebäudehöhe 17m, Abmessung ca. 154x92,5m. - Abstand zu nördlichen Bestandshallen ca. 25m. - Brückenanbindung an Halle 7 auf ±0m und +9m, optional auf +15m (offen), Stege an Halle 2. - Umlaufende Fassaden- und Dachhülle aus eloxiertem Aluminium, horizontal gegliedert durch aufgesetzte Alu-Lamellenprofile. Liegende Fensterbänder hinter Fassaden-Lamellenstruktur, auf Dachfläche fortgeführt als Oberlichtbänder. Vollflächige Verglasung der Stirnseiten. Im Osten markante Fassadenwölbung in den Foyerbereich. - Außenraum mit unterschiedlichen Ebenen, gefasst und landschaftlich gestaltet durch begrünte Böschungen, Rasenflächen und Baumhaine. Vorplatz im Osten, gebäudebreit mit Vorfahrt, lineare Wasserbecken als Abtrennung zu PKW-Parkplatz am Messedamm. Im Westen Erhalt der Platzsituation Vorplatz Süd. Breiter Einschnitt in Böschung für Nebeneingang. Geländeplateau entlang südlicher Längsseite auf +1,25m für Anlieferung. Entlang nördlicher Längsseite Abgrabung auf -9m. Funktion - Anlieferung von Süden (Plateau auf obere Hallenebene ±0m) und über Anbindung an vorh. Lieferstraße im Norden auf -9m,. - Taxivorfahrt vor Haupteingang am Messedamm. Erhalt der Taxispuren Vorplatz Süd. - Haupteingang von Osten, markiert durch Vorplatz und markante Glasfassade. Nebeneingang vom Vorplatz Süd über mittigen Geländeeinschnitt in untere Halle. Umgebauter Eingang Halle 7. - Hauptfoyer gebäudebreit, im unteren Bereich nach innen gewölbte Fassade, zentrale, breite Treppe in untere Hallenebene, seitlich symmetrische Treppenanlagen auf obere Foyerebene mit Anbindung an Halle. LH Foyer 10m bzw. 3,5m unter Galeriebereichen und 6m auf oberer Foyerebene. Auf ±0m Anbindung über Brückenbau an Halle 7. - Nebenfoyer am Vorplatz Süd. Zugang über Böschungseinschnitt. Verglaste Halle, LH ca. 7,8m. Direkter Zugang in untere Hallenebene. An südl. und nördl. Außenwand angelagerte Treppenanlage in obere Hallenebene. Axial zu Nebenfoyer auf Ostseite angeordnete Erschließungshalle mit breiter Treppe ins Hauptfoyer auf +1,25m. - Hallenfläche unterteilt in kleine Halle auf -9m (ca. 6.000qm) und große Halle auf +1,25m (ca. 9.000qm).

- Nebenräume konsequent als Raumschienen im Norden u. Süden den Hallenflächen über 4 Ebenen vorgelagert. - Untere Halle auf -9m, ca. 83x72m, LH ca. 9m. 3x4 Stützen, Achsraster 18m. Ebene Deckenuntersicht. Kein Tageslicht. Anbindung an Lieferstraße. - Obere Halle auf +1,25m, ca. 126x72m. LH 9m. Stützenfrei. Stahlfachwerkträger aus Rundrohr. Oberlichter mit Verdunkelung. Westfassade großflächig verglast, notwendige Verdunkelung. Anbindung über Stege/Rampen an Halle 7. - Mehrzweckflächen als 2-geschossige Raumschiene über dem Hauptfoyer. LH ca. 4m. Vorgelagerte Galerie- und Erschließungszone. Belichtung über großflächig verglaste Ostfassade. Anbindung an Halle 7 über Brückenbau auf Ebene +7,95m. Rampenausbildung. - Verwaltung in nördl. Raumschiene auf 4 Ebenen und in südl. Schiene auf einer Ebene mit Mittelflur, natürliche Belichtung. LH ca. 3m. - Küche auf Ebene -9m im Norden mit Anlieferung. Natürlich belichtet über Außenraum auf -9m. - Bistro 1 und Bistro 2 im Hauptfoyer auf oberer Hallenebene im Norden und Süden der Galerie. - Technik und Lager auf 4 Geschossen in den Raumschienen entlang der Hallenlängsseiten. Baukonstruktion - Dachtragwerk aus Stahlfachwerkbindern. Spannweite 72m, Abstand 9m. Ausreichende Bauhöhe von 4,5m. - Geschossdecke +1,25m ohne Konstruktionsangaben. Dargestellte Höhe von 1,16m bei Spannweiten von 18m zu gering. - Dachfläche mit Solar- und Photovoltaikmodulen. Realisierbarkeit - Raumprogramm erfüllt. Ca. +600qm Technik. - Verwaltung dezentral angeordnet. Kein separater Zugang. - Erhalt Pumpenstation. - Überschreitung der Fluchtweg-/Stichflurlängen Mehrzweckflächen u. Verwaltung. Treppenhäuser z. Teil ohne direkten Ausgang ins Freie. Energieeffizienz / Nachhaltigkeit - Energetische Forderungen teilweise umgesetzt. - Wärme: gut, Kälte: gut. Baukosten / Wirtschaftlichkeit - Kosten 88% über Soll, 6% unter Mittelwert. - Teilweise sehr aufwendige Konstruktion der Pfosten-Riegel-Fassade, sonst keine signifikanten Kostenelemente. Kostenrisiko aufgrund zu geringer Höhe der Hallendeckenkonstruktion.

Ackermann und Partner Architekten BDA, München | 4. Preis

1218

Planungsdaten
NF (Raumprogramm) NF (gesamt) BGFa BRIa BGFa / NF (gesamt) A/V Kosten € (KG 200 - 700)

Vorgabe 23.465

Entwurf 23.809 24.013 29.171 417.358 1,21 0,129

65.000.000

98.851.000

Grundrissebene Haupteingang

Außenperspektive

Innenperspektive

Längsschnitt

Neubau einer kongresstauglichen Messehalle / Ergebnisprotokoll

1218

Städtebau und Gestaltung - Langgestreckter Hallenbau parallel zu Bestand belegt große Teile des Wettbewerbsgebiets. Baukörper orientiert sich mit Eingangshalle im Sockelbereich zum Vorplatz Süd. Zugang eingeschnitten in Anböschung zwischen Freitreppen. Vorplatz bleibt erhalten. Ellipsenförmiges Erschließungselement mit Oberlicht in Dachfläche ablesbar. - Max. Gebäudehöhe 17m. Abmessung max: ca. 105m breit, ca. 205m lang. - Abstand zu Halle 2 und 7 beträgt ca. 39m. - Verglaster Übergang zu Halle 2 und 7 mit Rolltoren für Anlieferverkehr. Übergang Höhe 5,5m mit Höhenversprung auf 7,8m für Anbindung an Bestandshalle auf ±0,0m. - Glasfassaden an Stirnfassaden und umlaufend um massive Baukörper an Längsseiten. An Süd-, Nord- und Ostfassade in Höhe +5m bis +19m Membranstruktur auf vorgehängtem Bogentragwerk. Photovoltaikmodule auf Membraninnenseite. Folienkonstruktion als Medienscreen mit möglicher LEDBeleuchtung. - Wettbewerbsgrundstück bis an Freitreppe zu Vorplatz einheitlich auf -2,5m. Baukörper belegt großteils des Grundstücks, umlaufende Verkehrsfläche für Anlieferung, Stellplätze. Funktionen - Umrundungsmöglichkeit mit Anliefermöglichkeit von allen vier Seiten auf Hallenniveau -2,5m. - Erhalt bestehender Taxiumfahrung mit Taxivorfahrt am Vorplatz Süd. Stellplätze südlich des Neubaus mit Zufahrt Jafféstr. - Zwischen Freitreppen mit Sitzstufen, eingerückter Eingang ebenerdig auf -9m von Vorplatz Süd, von darüberliegender Freifläche leicht überdacht. Kein Nebenzugang vorgesehen. Separate Zugangsmöglichkeiten zu Verwaltung von Nord und Süd. - Eingangshalle mit Counter, Garderobe und dazugehörigen Büros ohne Tagesbelichtung, LH 5,5m führt über ellipsenförmigen Aufgang mit zwei Rolltreppen und Treppe als alleiniger Publikumszugang direkt auf Hallenebene. - Gebäudelänge bestimmende Messehalle wird von dreigeschossigen Nebenraumschienen an den Längsseiten flankiert. - Eine zusammenhängende Messefläche auf Ebene 2,5m mit nur einem ellipsenförmigem Zugang, der direkt auf Messefläche führt. Tagesbelichtet über Oberlicht, verglaste Stirn- und teils Längsseiten. Hallenabmessung ca. 81m x 197m. Stützenfrei. LH 13,5m. - Mehrzweckflächen im Eingangsgeschoss hinter Erschließungsellipse. Ohne Tagesbelichtung. Unterteilung der Räume schwierig. LH 5,3m. - Getrennte Büroeinheiten auf Nordund Südhallenlängsseiten, einbündige Anordnung auf Ebenen +4,1m und +7,4m. Fensteröffnungen hinter vorgehängtem Bogentragwerk.

- Tagesbelichtete Küche auf Hallenebene -2,5m Süd mit ebenerdiger Anlieferungsmöglichkeit. Lagerflächen auf Ebene -5,9m über Lastenaufzug angebunden. - Tagesbelichtete Bistros an östlichen Gebäudeecken auf Hallenebene -2,5m. Zugänglich nur über Halle. - Lagerflächen auf Ebene -2,5m in Längsseiten. - Technikgeschoss auf Ebene -7,5m. Weitere Technikfläche in südlicher Nebenraumschiene. - Übergänge zu Halle 2 und 7 führen über Treppenturm auf die Bestandshallenebenen, mit rollstuhlgerechter Hubplattform. Zugang zu Bestandshallen auf Ebene -9m nur mit Überquerung der bestehenden Taxiumfahrung. Mögliche Mehrzweckflächenanbindu ng nur über Tunnel und Außenraum auf Ebene -9m. Baukonstruktion - Dachtragwerk aus Stahlfachwerkbindern, Spannweite 81m, Abstand12m. Bauhöhe 5m als ausreichend anzusehen. - Außenwänden als zweischalige Stahlbetonkonstruktion mit Kerndämmung und eingefärbter Sichtbetonoberfläche. - Dachdeckung Trapezblech. - Büros in Obergeschossen mit hohen Fensteröffnungen vor Wartungsbalkonen. Blendschutz. Verschattung durch vorgehängte Membranstruktur/Photovoltaikmodulen. Realisierbarkeit - Raumprogramm: NF +350qm. Kein Nebeneingang vorgesehen. Zusätzl. NF +200qm. Büros an Haupteingang ohne Tagesbelichtung. - Stichflurlängen in Verwaltungstrakt überschritten. - Anbindung an Bestand im Modell und Ansichten nicht dargestellt. Energieeffizienz / Nachhaltigkeit - Energetische Forderungen eingeschränkt umgesetzt. - Wärme und Kälte: schlecht. Baukosten / Wirtschaftlichkeit - Kosten 52% über Soll. 24% unter Mittelwert. - Niedrige Kosten durch äußerst geringe Decken- und Innenwandflächen. Einfache und wirtschaftliche Gesamtkonstruktion. Keine Umverlegungen der Medienbauwerke erforderlich.
        
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