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Ergebnisprotokoll

Full text: Ergebnisprotokoll

Freiräume Europacity / Heidestraße und Berlin - Mitte Nordhafen
Nichtoffener Ideen- und Realisierungswettbewerb

Ergebnisprotokoll

Nichtoffener landschaftsplanerischer Ideen- und Realisierungswettbewerb Freiräume Europacity / Heidestraße und Nordhafen Berlin-Mitte Ergebnisprotokoll

Berlin, April 2011

Wettbewerbskoordination Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Brückenstraße 6 10179 Berlin-Mitte Patrick Weiss, II D 2 Wettbewerbsvorbereitung und -durchführung gruppe F Landschaftsarchitekten – Pütz Kleyhauer Bauermeister Cuvrystraße 1 10997 Berlin Vorprüfung Katharina Schütze, Thilo Folkerts, Eike Richter Sachverständiger Vorprüfer für die Kosten Gerd Kleyhauer Technische Vorprüfung Lena Flamm, Nina Möller, Stephanie Matern Digitale Bearbeitung Andreas Kurths Titelbild Perspektive vom geplanten Stadthafen aus Arbeit 1556, relais Landschaftsarchitekten Druck Ahrensfeld & Wolf Kameruner Str. 57 13351 Berlin

Inhaltsverzeichnis

Ergebnisprotokoll der Preisgerichtssitzung ........................................7
 1. Konstituierung des Preisgerichtes .........................................................7
 2. Erläuterung der Aufgabenstellung .........................................................8
 3. Allgemeiner Bericht der Vorprüfung.......................................................8
 4. Informationsrundgang............................................................................8
 5. Diskussion der Bewertungskriterien ......................................................8
 6. Erster Wertungsrundgang .....................................................................8
 7. Zweiter Wertungsrundgang ...................................................................9
 8. Rückholanträge ...................................................................................10
 9. Schriftliche Beurteilung der Arbeiten ...................................................10
 10. Diskussion und Abstimmung der Preise ............................................14
 11. Allgemeine Empfehlungen des Preisgerichtes ..................................15
 12. Abschluss der Preisgerichtssitzung ...................................................15
 13. Protokollfreigabe................................................................................17
 14. Teilnehmerliste Preisgericht...............................................................18
 15. Liste der Verfasser.............................................................................22
 Bericht der Vorprüfung .........................................................................27
 Vorlauf und Einlieferung der Arbeiten ......................................................27
 Vollständigkeit der Arbeiten .....................................................................27
 Koordination ............................................................................................27
 Vorprüfung ...............................................................................................28
 Sachverständiger Vorprüfer für die Kosten..............................................28
 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der technischen Vorprüfung:................28
 Vorprüfung der Arbeiten...........................................................................28
 Kostenprüfung .........................................................................................28
 Sachverständige......................................................................................29
 Gliederung der Einzelberichte ................................................................29
 Tabelle Eingangsliste / Vollständigkeit.....................................................30
 Einzelberichte der Arbeiten......................................................................31
 Schriftliche Stellungnahmen der Sachverständigen ................................77
 Teilnehmerliste des Sachverständigentermins ........................................95


Freiräume Europacity / Heidestraße und Nordhafen - Ergebnisprotokoll der Preisgerichtssitzung

Ergebnisprotokoll der Preisgerichtssitzung

1. Konstituierung des Preisgerichtes Das Preisgericht tritt am 14.04.2011 um 10.20 Uhr in den Räumen des Finanzamtes Wedding, Osloer Straße 37, Berlin zusammen. Die Senats­ baudirektorin Frau Lüscher begrüßt die Anwesenden und erläutert kurz die Kernaufgaben des Wettbewerbs. Herr Weiss stellt alle Anwesenden namentlich vor. Er prüft die Vollständig­ keit und konstituiert das Preisgericht. Stimmberechtigte Fachpreisrichter: Gabriele Kiefer (kommt um 10.30 Uhr zur Preisgerichtssitzung) Sibylle Aubort Raderschall Winfried Häfner Axel Lohrer Cordula Loidl-Reisch Markus Neppl Stimmberechtigte Sachpreisrichter: Regula Lüscher Reiner Nagel Ephraim Gothe Henrik Thomsen Klaus-J. Kenzler Das Preisgericht ist somit vollständig und beschlussfähig. Frau Lüscher schlägt Frau Loidl-Reisch als Vorsitzende für das Preisgericht vor. Der Vor­ schlag wird vom Preisgericht einstimmig bei eigener Enthaltung angenom­ men. Frau Loidl-Reisch übernimmt den Vorsitz. Einstimmig werden Inga Hahn, Landschaftsarchitektin, Berlin und Florian Köhl, Architekt, Berlin zu ständig anwesenden Fachpreisrichtern gewählt. Alle stellvertretenden Preisrichter und Preisrichterinnen nehmen weiter an der Sitzung teil. Zur Protokollführerin wird Frau Gabriele Pütz bestimmt. Die Vorsitzende erläutert den Regelablauf der Preisgerichtssitzung gemäß RPW 2008. Alle Mitglieder des Preisgerichts versichern, dass sie •	 keinen	 Meinungsaustausch	 außerhalb	 des	 Zwischenkolloquiums	 mit	 den Wettbewerbsteilnehmern über die Wettbewerbsaufgabe und deren Lösung geführt haben, bzw. •	 während	der	Dauer	des	Preisgerichts	führen	werden, •	 bis	 zum	 Ablieferungstermin	 keine	 Kenntnisse	 von	 den	 Wettbewerbsar­ beiten erhalten haben, •	 die	 vertrauliche	 Behandlung	 der	 Beratung	 des	 Preisgerichts	 gewährlei­ sten werden, •	 die	Anonymität	gewahrt	haben, •	 es	unterlassen	werden,	sich	über	vermutete	Verfasser	zu	äußern.

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2. Erläuterung der Aufgabenstellung Frau Pütz erläutert die wesentlichen Punkte der Aufgabenstellung. 
 Die Vorsitzende, Frau Loidl-Reisch bittet um eine objektive, an der Auslo­ bung orientierte Bewertung der Arbeiten.
 3. Allgemeiner Bericht der Vorprüfung Frau Pütz gibt den technischen Bericht der Vorprüfung: Es wurden 22 Ar­ beiten fristgerecht abgegeben. Der geforderte Leistungsumfang war bei allen Arbeiten so weit erfüllt, dass sie prüfbar waren. Anschließend erläu­ tert Frau Pütz den Vorprüfbericht, der allen Preisrichtern vorliegt, den Ab­ lauf der Vorprüfung, sowie die Mitwirkung der Sachverständigen an der Vorprüfung. Herr Kleyhauer erläutert das Vorgehen bei der Kostenprüfung der Arbeiten. Das Preisgericht beschließt einstimmig alle 22 Arbeiten zur Beurteilung zuzulassen. Einstimmig wird der nachgereichte Ausdruck der Arbeit 1556 nicht zugelassen. Im Preisgericht wird nur der fristgerecht ein­ gegangene Plan der Arbeit 1556 verwendet. 4. Informationsrundgang Um 10.50 Uhr beginnt der Informationsrundgang ohne Wertung, bei wel­ chem die Arbeiten in ihren charakteristischen Grundzügen von den Vorprü­ fern im Wechsel vorgestellt und Verständnisfragen beantwortet werden. Der Informationsrundgang wird um 13.30 Uhr abgeschlossen. Es folgt von 13.30 Uhr bis 14.15 Uhr eine Mittagspause. 5. Diskussion der Bewertungskriterien Es folgt von 14.30 Uhr bis15.00 Uhr eine Diskussion der Beurteilungskrite­ rien. Frau Loidl-Reisch rekapituliert zunächst die in der Auslobung (S. 18) formulierten Kriterien. Vor diesem Hintergrund werden dann folgende As­ pekte vertiefend diskutiert: •	 der	 unterschiedliche	 Umgang	 mit	 den	 privaten	 Vorgartenzonen	 im	 Be­ reich der Promenade, •	 der	 Umgang	 mit	 den	 Brücken	 und	 die	 sich	 daraus	 ergebenden	 unter­ schiedlichen Höhensituationen vor allem am Stadthafen und an der Kieler Brücke, •	 die	Höhensituation	am	Kornversuchsspeicher, •	 die	 unterschiedlichen	 Haltungen	 zum	 neuen	 Stadthafen	 unter	 Berück­ sichtigung der Bedeutung des Stadthafens im ASTOC-Konzept als Kri­ stallisationspunkt des neuen Stadtteils und •	 die	 Nutzungsmöglichkeiten	 bzw.	 -restriktionen	 der	 verschiedenen	 Was­ serbereiche. 6. Erster Wertungsrundgang Um 15.00 Uhr beginnt der erste Wertungsrundgang. Die Vorsitzende weist darauf hin, dass im ersten Wertungsrundgang Arbeiten nur durch einstim­ migen Beschluss ausgeschieden werden können. Folgende Arbeiten wer­ den einstimmig ausgeschieden: (Tarnnummern)

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1. Rundgang Tarnzahl 1544 1546 1548 1557 1558 Ergebnis ausgeschieden ausgeschieden ausgeschieden ausgeschieden ausgeschieden

Fünf Arbeiten werden im ersten Wertungsrundgang ausgeschieden. Es verbleiben noch 17 Arbeiten im Beurteilungsverfahren. Der Erste Wer­ tungsrundgang wird um 15.15 Uhr beendet.

7. Zweiter Wertungsrundgang Um 15.20 Uhr beginnt die Jury den zweiten Wertungsrundgang. Nach in­ tensiver Diskussion der Arbeiten kommen die stimmberechtigten Preisrich­ ter unter Anwendung der Beurteilungskriterien der Auslobung und unter Einbeziehung der Sachverständigen zu folgenden Abstimmungsergebnis­ sen: 2. Rundgang Tarnzahl 1562 1561 1560 1559 1556 1555 1554 1553 1552 1551 1550 1549 1547 1545 1543 1542 1541 ja 3 4 7 0 8 5 9 1 2 0 0 4 0 0 7 0 1 nein 8 7 4 11 3 6 2 10 9 11 11 7 11 11 4 11 10 Ergebnis ausgeschieden ausgeschieden verbleibt ausgeschieden verbleibt ausgeschieden verbleibt ausgeschieden ausgeschieden ausgeschieden ausgeschieden ausgeschieden ausgeschieden ausgeschieden verbleibt ausgeschieden ausgeschieden

Der zweite Wertungsrundgang wird um 18.00 Uhr abgeschlossen. Drei­ zehn Arbeiten werden im zweiten Wertungsrundgang ausgeschieden. Es verbleiben noch vier Arbeiten im Bewertungsverfahren. Von 18.00 Uhr bis 18.15 erfolgt eine Pause, in der allen die Gelegenheit gegeben wird, die ausgeschiedenen Arbeiten nochmals anzuschauen und gegebenenfalls Rückholanträge zu stellen.

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8. Rückholanträge Aus dem Kreis der stimmberechtigten Preisrichter werden ab 18.15 Uhr folgende Rückholanträge gestellt: Rückholanträge: 1555 1561 1548 1562 Die Arbeiten werden diskutiert und über die Rückholanträge wird einzeln abgestimmt: Rückholanträge Tarnzahl 1555 1561 1548 1562 ja 9 9 3 5 nein 2 2 8 6 Ergebnis zurückgeholt zurückgeholt gescheitert gescheitert

Die Arbeiten 1555 und 1561 werden zurückgeholt und verbleiben im zwei­ ten Wertungsrundgang.
 Die Bearbeitung der Rückholanträge wird um 18.30 abgeschlossen. Insge­ samt verbleiben sechs Arbeiten im Bewertungsverfahren (engere Wahl).


9. Schriftliche Beurteilung der Arbeiten Von 18.30 bis 18.55 Uhr erfolgt die schriftliche Beurteilung der sechs Ar­ beiten der engeren Wahl. Beurteilt wird jeweils durch ein Team bestehend aus einem Fachpreisrichter (inklusive Stellvertretern) sowie einem Sach­ preisrichter (inklusive Stellvertretern). Die Vorprüfung und die Sachver­ ständigen stehen für Fragen zur Verfügung. Parallel erfolgt eine Kaffeepause. In dieser Zeit werden auch die verbliebe­ nen Arbeiten von der technischen Vorprüfung im Halbkreis aufgestellt. Ebenso wird allen Teilnehmern des Preisgerichtes die Gelegenheit gege­ ben, sich individuell die Arbeiten anzusehen. Um 19.10 Uhr verlässt Herr Thomsen das Preisgericht. Sein Stimmrecht wird von Frau Breithaupt übernommen. Von 18.55 bis 19.30 werden die Beurteilungstexte der Arbeiten im Plenum verlesen, diskutiert und einstimmig verabschiedet. 1543 Die Grundidee der Arbeit ist die Verbindung von Platz, Park und Prome­ nade. Durch die einheitliche Gestaltung und die Verwendung einheitlicher Materialien wird dem Quartier ein Rahmen gegeben. Die Polarität von Städtischer Promenade und Grünem Park am Nordhafen wird herausge­ stellt. Einzelne	 besondere	 Orte	 an	 der	 Uferpromenade	 werden	 qualifiziert	 und	 z.B. in der vorhandenen Böschung für die Nutzung erschlossen. Das Stadthafen-Becken zerfällt allerdings durch verschiedene Elemente und Materialien. Die Baumwahl wurde kontrovers diskutiert. Das Bild wirkt überzeugend, fraglich ist die Realisierbarkeit.
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Die Stege im Nordhafen und Stadthafenbecken werden aus bau- und ver­ kehrstechnischer Sicht als aufwendig eingestuft. Die Unterhaltung ist zu­ dem schwierig. Die	steinernen	Vorgartenzonen	bergen	Nutzungskonflikte.
 Dem	Gelände	von	Bayer	Schering	wird	durch	Pflanzungen	der	Bezug	zum
 	 Wasser genommen.
 Die Einhaltung des Kostenrahmens wurde positiv bewertet.
 Die Arbeit überzeugt in einzelnen Bereichen, ist aber insgesamt nicht in 
 der Lage, der Bedeutung des Ortes in der dargestellten Entwicklung ge­ recht zu werden.
 1554 Der städtebauliche Ansatz, das Promenadenband in fünf unterschiedliche Abschnitte zu gliedern, die sich jeweils zwischen den Brücken spannen, wird positiv bewertet. Die Bezugnahme zur gegenüberliegenden Uferseite erscheint dabei stimmig, wobei diese sich teilweise leider im formalen Zitat verliert (Nordhafen). Das Gesamtkonzept wird als klassisch konventionell beurteilt, was einer­ seits gefällt, anderseits den gewünschten Innovationsanspruch vermissen lässt. Die Materialidee für die Promenaden, Bestandsmaterial mit neuem Natur­ stein zu kombinieren, könnte einen reizvollen Detailaspekt darstellen. Da­ bei wird die Verknüpfung der Quartiere mit der Promenade durch die Be­ lagsfläche	als	sinnvoll	angesehen.	Die	genaue	Ausführung	bleibt	aber	lei­ der offen - die gezeigte Perspektive vermag die Atmosphäre nicht zu ver­ mitteln - und beantwortet die Frage nach einer komfortablen Begehbarkeit nicht. Während die Hafengestaltung einerseits als angemessen ruhig bewertet wird, wird andererseits das Spannungsmoment vermisst. Die Brücke auf der	Nordseite	stellt	einen	Nutzungskonflikt	mit	der	geplanten	Gastronomie	 dar.
 Stimmig und gelungen ist der Übergang von der Promenade zum Nordha­ fenpark, wobei die Lösung allerdings kostenintensiv ist und - wie auch in 
 anderen Bereichen - den vorgegebenen Kostenrahmen überschreitet.
 Die Detailgestaltung der Objekte wirkt im Gegensatz zur konventionellen 
 Raumgestaltung modisch und wird kritisch gesehen.
 Insgesamt eine Arbeit, die durch ihren städtebaulichen Grundansatz über­ zeugt, nicht aber in der konkreten Gestaltung des Raumes.
 1555 Die Verfasser greifen mit dem Bild der durchgehenden und im Detail chan­ gierenden Mauerlinien ein für Kanäle und damit für den Ort typisches Ele­ ment auf und ergänzen dies ansprechend vielfältig durch angelagerte und differenziert	 ausgeformte	 Freiflächen.	 Die	 Arbeit	 reagiert	 einerseits	 fein­ fühlig auf das städtebauliche Umfeld mit dessen besonderen Solitärsitua­ tionen und entwickelt andererseits ein einheitlich durchgehendes, wie zu­ sammenfassendes Erscheinungsbild der neuen Anlagen. In der räumlichen Wirkung zeigt sich die Arbeit dispers. Der Stadthafen scheint auf den ersten Blick einladend sowie großzügig offen. Der ein­ gesetzte Pavillon entwickelt mit seiner Vermittlung von Oben und Unten ein interessantes Spiel mit den vorgegebenen Höhendifferenzen, wirkt je­ doch bei genauerer Betrachtung zu sperrig im Raum. Die Promenade rea­
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giert sinnfällig auf die Rhythmisierung des Städtebaus, ist jedoch durch die Dichte der Begrünung - sowohl entlang der Promenade, wie auf den „Ein­ schubplätzchen“ - zu voll und gegenüber dem Kanal zu abschirmend. Der Nordhafen ist ein klar lesbarer, stimmiger Teil der Gesamtheit - das jedoch so	 konsequent,	 dass	 er	 -	 gefesselt	 durch	 das	 Gesamtbild	 -	 Gefahr	 läuft,	 seine individuelle Eigenständigkeit zu verlieren. Die Einbindung von Bayer Schering ist räumlich mit den Auslichtungen und funktionell mit der vor­ geschlagenen	Wegeabfolge	gut	gelungen.	Die	Material-	und	Pflanzenver­ wendung führt im Detail zu einer guten Orientierung im Gelände. Die Brü­ cken sind höhenmäßig gelungen in das Gelände und Wegnetz integriert, wenngleich	 manche	 ihrer	 Unterquerungen	 auf	 der	 Wasserebene	 noch	 zu	 eng, zu uneinsehbar erscheinen.
 Die	 gewählte	 Materialität	 mit	 Platten	 /	 Passepflaster	 und	 die	 vorgeschla­ genen Ausstattungselemente sind traditionell, dem Ort jedoch sicherlich 
 angemessen.
 Der	Entwurf	entwickelt	vielfältige	Aufenthaltsqualitäten,	gibt	in	Abschnitten	 vielleicht etwas zuviel vor, entwickelt in anderen - insbesondere am Stadt­ hafen	-	guten	Raum	für	individuelle	Aneignung	und	flexible	Bespielung. Der Kostenrahmen wird überschritten. Allerdings sind dafür bei dem vor­ geschlagenen Konzept angemessene Unterhaltskosten in der Zukunft zu erwarten. Die Arbeit stellt im Ganzen einen durchgehenden wie gestalterisch an­ spruchsvollen Vorschlag dar, der bis ins Detail schlüssig durchgearbeitet ist, jedoch in grundsätzlichen Aussagen zur Offenheit und insbesondere Eigenständigkeit der Teilbereiche nicht vollständig überzeugen kann.

1556 Das Projekt besticht durch eine klare, ruhige und einfache Gestaltung al­ ler Teilbereiche, was zu einer räumlich sehr großzügigen Lösung führt. Der Bezug zum Wasser, die Uferkante und die Tektonik des Geländes spielen dabei die Hauptrolle des Entwurfes. Die Materialisierung bleibt einfach und zurückhaltend. Die Promenade wird mit einer wassergebundenen Decke belegt, in die verschiedene 1,5 Me­ ter breite Bänder aus großen Betonplatten eingelegt sind. Ausgezeichnete Orte, wie der Stadthafen und die nördliche Stadtkante am Nordhafenpark, wie	auch	der	Nordhafenplatz	nehmen	das	Material	Beton	großflächig	auf. Vegetationselemente werden zurückhaltend und präzise auf ihren Verwen­ dungsort und -zweck hin eingesetzt: wenige Bestandsbäume und Solitär­ gehölze in der Promenade, Schatten spendende Formgehölze am Stadt­ hafen	und	Baumpakete	resp.	-reihen	im	Bereich	der	Wohnquartiere. Die Fußgängerbrücken sind in ihrer Lage und Topographie gut in ihre Um­ gebung eingebunden. In diesem Zusammenhang werden zwei Stadtter­ rassen formuliert: Ein Promenadendeck bildet das südliche Ufer des Stadt­ hafens, die entstehende Hafenmauer ist zugleich Anlegekante für Schiffe. Am Nordende der Bebauung wird ein Stadtbalkon zum Nordhafenpark ge­ baut, ein erhöhter Platz in Ergänzung zu den weichen grünen Geländee­ benen des Nordhafenparks. Am	 Stadthafen	 findet	 die	 erhöhte	 Stadtterrasse	 ihr	 Vis-à-Vis	 in	 einer	 klug	 ausgestalteten tektonischen Terrassen- und Rampenlandschaft. Dank sanfter Neigungen und niedriger Geländesprünge wird eine vielseitig an­ eignenbare Stadtlandschaft geschaffen, die ohne Treppen, Geländer und Brüstungen auskommt. Ein zuunterst liegendes Holzdeck schafft eine
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neue Atmosphäre, und mit dem leicht vom Wasser überspülten “Wasser­ stein” wird ein attraktives Gestaltungselement eingeführt, dessen Sicher­ heitsaspekt jedoch zu längeren Diskussionen geführt hat. Auf einen Pavil­ lon wird verzichtet, der Platz am Stadthafen wendet sich als Ganzes mög­ lichst zügig dem Wasser zu, ohne an der Heidestraße einen Stadtplatz aufbauen zu wollen. Die Hinwendung zum Wasser wird auch im Nordhafenpark thematisiert: die als “Wasserläufer” bezeichneten Holzstege, die sich zu Sitzbereichen auffalten, bieten eine willkommene Möglichkeit, sich dem Wasser zu nä­ hern	und	die	Wasserfläche	zu	erobern. Auch der Nordhafenplatz hat das Wasser zum Hauptthema, hier wird das in	 den	 Retentionsfilterbecken	 gewonnene	 Wasser	 als	 “Wasserparterres”	 wieder verwendet. Der Platzboden ist reliefartig gefaltet und geformt, das gereinigte Wasser füllt die Flächen blubbernd auf bis zu einer Tiefe von maximal	 40	 cm.	 Nebeldüsen	 bereichern	 diese	 flächige	Anordnung	 in	 der	 dritten Dimension und vor allem auch atmosphärisch. Die	 Retentionsfilterbecken	 werden	 -	 entgegen	 der	 Auslobung,	 die	 drei	 Standorte	 vorsieht	 -	 im	 Nordhafenpark	 als	 große,	 raumbildende	 Schilfflä­ chen	 zusammengefasst,	 sie	 bilden	 zusammen	 mit	 niedrigen	 Weidenflä­ chen	einen	schönen	Rahmen	für	eine	großzügige	Spielfläche. Die restlichen Parkbereiche am Nordhafen werden in ihrem Bestand auf­ gewertet, vorhandene Relikte wieder Instand gesetzt, die „Wasserläufer“ und eine neue große Ufertreppe verbessern die Zugänglichkeit zum Was­ ser auf beiden Seiten. Die Vegetation wird ausgelichtet. Insgesamt ist das Projekt 1556 eine sehr schlüssig ausformulierte und sorgfältig durchgearbeitete Arbeit mit hoher gestalterischer Qualität, die ei­ nen großzügigen Stadtboden für die unterschiedlichen Bereiche zur Verfü­ gung stellt und diese in einen übergeordneten Zusammenhang bringt.

1560 Die offene, klar strukturierte Promenadengestaltung mit ihrer als angenehm empfundenen Zurückhaltung wird sehr begrüßt. Prägnant im Entwurf sind mehrere geometrische Figuren im Stadthafenbecken und im Nordhafen. Hierbei	 ist	 das	 konsequent	 herausgearbeitete,	 abgestufte	 Stadthafenbe­ cken in Eichenholz als Schwerpunkt ausformuliert. Der so auf Straßenni­ veau entstehende großzügige Platzbereich auf der Nordseite des Hafen­ beckens wird als optimaler Gastronomiestandort positiv bewertet, ebenso der südliche Platzbereich, der sich durch ein Abrücken der Brücke formt. Das Hafenbecken mit seiner loungeartigen Anmutung wird als über das Quartier hinaus wirkender Anziehungspunkt mit einer besonderen Aufent­ haltsqualität	verstanden.	Positiv	wird	die	offene	Blickbeziehung	vom	Nord­ hafenplatz auf das Wasser gesehen. Sehr kontrovers wird die Materialwahl Holz im Hinblick auf die Kosten dis­ kutiert. Zum einen stellt sich die Frage, ob die Ausführung im vorgege­ benen	 Kostenrahmen	 qualitätvoll	 umgesetzt	 werden	 kann,	 zum	 anderen	 bestehen Bedenken in Bezug auf die langfristige Unterhaltung. Die geo­ metrischen Elemente im Nordhafenbereich erscheinen in ihrer Ausbildung zu formalistisch. Im Detail ist die Ausrichtung der Brückenrampe auf den Cafébereich am Speicher zu prüfen. Unklar bleibt, inwiefern die massiv er­ scheinende Brückenansicht im Stadthafenbecken vom Verfasser auch in einer	konstruktiv	filigranen	Lösung	denkbar	ist.
 Die	Retentionsbodenfilter	sind	in	diesem	Entwurf	sowohl	in	ihrer	Form	als
 	
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auch in ihrer Zugänglichkeit von der Heidestraße bemerkenswert war­ tungsfreundlich angelegt. Vom Wasser- und Schifffahrtsamt Berlin wird da­ rauf hingewiesen, dass Unterwasserelemente, wie die Betonstufen über dem Wasserspiegel, kenntlich gemacht werden müssen. Der Ideenteil erweckt den Eindruck, wenig vertieft worden zu sein. Die Be­ standsbäume auf dem Bayer-Schering-Areal erscheinen zu massiv. Die hier geforderten Blickbeziehungen sollten klarer in die Gestaltung inte­ griert werden. Insgesamt überzeugt die Arbeit mit einem spannenden Ansatz für eine au­ ßergewöhnliche Gestaltung im öffentlichen Raum, der von allen Beteili­ gten anerkennend gewürdigt wird. 1561 Die Arbeit verfolgt einen sehr einfachen, aber klaren Ansatz. Die	flächige	Promenade	wirkt	mit	ihren	eingestellten	Baumgruppen	als	Gegensatz zum gegenüberliegenden gegliederten Ufer. Die Verfasser beschreiben darüber hinaus die Komplementäre des stren­ gen Boulevards und des Freiraumkontinuums der Promenade. Die Promenadengestaltung ist homogen und sehr einfach, wobei aber die grünen Böschungen weitgehend erhalten werden. Auch das Stadthafenbecken ist einfach aber schlüssig konzipiert. Das Holzdeck auf dem unteren Niveau akzentuiert den Rand des Hafen­ beckens und schafft so unterschiedliche Situationen. Es gibt allerdings ei­ nige ungeklärte Höhen, die überprüft werden müssten. Die Treppen und Sitzstufen liegen an den richtigen Stellen und auch die Gesamtgliederung ist gut nachvollziehbar. Der	Nordhafenplatz/-park	ist	konsequent	als	Ganzheit	zusammenhängend	 entwickelt und schafft einen guten „grünen“ Zusammenhang. Die Möblierungselemente sind sehr schematisch und wirken über die Flä­ che verteilt. Im Ideenteil werden keine weiterführenden Aussagen gemacht. Der Ko­ stenrahmen wird überschritten. Insgesamt bietet die Arbeit einen durchgängigen Ansatz, der auf den er­ sten Blick sehr unspektakulär wirkt. Im Bereich des Stadthafens und des Nordhafenplatzes werden aber gute und angemessene Vorschläge ge­ macht. Darüber hinaus wird aber leider keine besondere Atmosphäre spür­ bar und der dem Ort angemessene Esprit wird vermisst.

10. Diskussion und Abstimmung der Preise Ab 19.30 Uhr werden die Arbeiten, die Rangfolge sowie die Verteilung der 
 Preise diskutiert. 
 Es wird der Antrag gestellt, die Arbeit 1560, 1561 und 1543 mit einer Aner­ kennung auszuzeichnen. Dem Antrag wird mit elf Ja-Stimmen und null 
 Nein-Stimmen zugestimmt.
 Es wird der Antrag gestellt, der Arbeit 1554 den dritten Preis zu geben. 
 Dem Antrag wird mit elf Ja-Stimmen und null Nein-Stimmen zugestimmt.
 Es wird der Antrag gestellt, der Arbeit 1555 den zweiten Preis zu geben. 
 Dem Antrag wird mit zehn Ja-Stimmen und einer Nein-Stimme zuge­ stimmt.
 Es wird der Antrag gestellt, der Arbeit 1556 den ersten Preis zu geben. 

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Dem wird mit zehn Ja-Stimmen und einer Nein-Stimme zugestimmt.
 Die Abstimmung über die Vergabe der Preise wird um 19.45 Uhr abge­ schlossen.


11. Allgemeine Empfehlungen des Preisgerichtes Das	 Preisgericht	 empfiehlt	 dem	 Auslober	 einstimmig	 die	 Arbeit	 1556	 zur	 Grundlage der weiteren Bearbeitung zu machen. Die angemerkten Kritik­ punkte sind bei der weiteren Bearbeitung zu berücksichtigen. Ebenso wer­ den folgende Empfehlungen einstimmig verabschiedet, die ebenfalls bei der weiteren Bearbeitung zu berücksichtigen sind: •	 Es	 ist	 in	 der	 Überarbeitung	 darauf	 zu	 achten,	 dass	 die	 auf	 den	 kleinen	 Plätzen zwischen Straßenraum und Promenade vorgesehenen Bäume nicht die Besonnung der Promenade beeinträchtigen. •	 Die	Eingriffe	in	die	bestehenden	Uferwände	sind	kritisch	zu	prüfen. •	 Es	 ist	 zu	 prüfen,	 inwieweit	 vorhandene	 Bäume	 erhalten	 und	 in	 die	 Pro­ menade integriert werden können. •	 Aufgrund	des	hohen	Pflegeaufwandes	von	Tennenflächen	ist	zu	prüfen,	 ob die vorgesehenen Tennenbeläge in Asphalt mit Tennencharakter aus­ geführt werden können. •	 Bei	der	Brücke	am	Stadthafen	ist	der	Anknüpfungspunkt	der	Brücke	auf	 der östlichen Uferseite neu zu betrachten. •	 Es	ist	sicherzustellen,	dass	das	Höhenprofil	der	südlichen	Seite	des	Ha­ fenbeckens Anlegemöglichkeiten für Schiffe bietet. •	 Die	Verteilung	der	Retentionsbodenfilter	ist	entsprechend	der	Vorgaben	 der Auslobung zu überarbeiten.

12. Abschluss der Preisgerichtssitzung Die Öffnung der Umschläge der Verfassererklärungen erfolgt ab 20.00 Uhr nachdem sich die Vorsitzende von der Unversehrtheit der Umschlä­ ge überzeugt hat. Von Herrn Weiss werden die Verfasser aller 22 Arbeiten verlesen. Die Namen der Wettbewerbsteilnehmer, die mit Preisen und Anerken­ nungen ausgezeichnet wurden, sind:

Erster Preis Arbeit 1556 Büro: relais Landschaftsarchitekten, Berlin Verfasser: Gero Heck, Marianne Mommsen Mitarbeiter: Elisabeth Biederbick, Annika Henne, Martina Kaiser, Thomas Thränert Zweiter Preis Arbeit 1555 Büro: sinai.Faust.Schroll.Schwarz. GmbH, Berlin in Arbeitsgemeinschaft mit Baumschlager Eberle Lochau ZT GmbH, Lochau, A Verfasser: AW Faust Mitarbeiter: Sandra Ballerstedt, Jana Bernhardt, Sebastian Exner, Sophie Holz, Britta Horn, Maja van der Laan, Friederike Müller Sonderfachleute:	 Jens	 Gehrken,	 JG	 -	 visulisierung+architekturfotografie,	 Berlin

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Dritter Preis Arbeit 1554 Büro: bbzl – böhm.benfer.zahiri.landschaften.städtebau, Berlin Verfasser: Ulrike Böhm, Cyrus Zahiri, Katja Benfer Anerkennung Arbeit 1543 Büro:	TDB	Landschaftsarchitektur	Thomanek	Duquesnoy	Boemans,	 Berlin Verfasser: Karl Thomanek Mitarbeiter: Luka Gilic Sonderfachleute: Hemprich Tophof Architekten BDA, Berlin Anerkennung Arbeit 1560 Büro: Atelier LOIDL, Berlin Verfasser: Leonard Grosch, Bernd Joosten Mitarbeiter: Stefan Grieger, Anna Jan, Anne Mertins Anerkennung Arbeit 1561 Büro: BERNARD und SATTLER Landschaftsarchitekten, Berlin Verfasser: Stefan Bernard Mitarbeiter: Fabian Lux, Agata Waszczuk, Matthias Schlosser, Filip Stasz­ kiewicz, Anita Wagner, Milena Engelhardt

Die Vorsitzende bedankt sich bei der Vorprüfung für die sehr gute Vorbe­ reitung und Präsentation der Arbeiten. Die Vorprüfung wird von der Jury einstimmig entlastet. Frau Lüscher bedankt sich im Namen des Auslobers bei der Vorsitzenden und allen am Verfahren beteiligten für die gute und konstruktive Zusam­ menarbeit. Um 20.30 Uhr endet die Preisgerichtssitzung.

Das Protokoll wurde von der Vorsitzenden des Preisgerichts, Frau LoidlReisch, durchgesehen und genehmigt.

Gez. Cordula Loidl-Reisch

Protokoll: Gabriele Pütz
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13. Protokollfreigabe

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14. Teilnehmerliste Preisgericht

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15. Liste der Verfasser

Arbeit 1556 1. Preis relais Landschaftsarchitekten, Berlin Verfasser: Gero Heck, Marianne Mommsen Mitarbeiter: Elisabeth Biederbick, Martina Kaiser, Kirsten Polifka, Thomas Thränert, André Kaiser Arbeit 1555 2. Preis sinai.Faust.Schroll.Schwarz. GmbH, Berlin mit Baumschlager Eberle Lochau ZT GmbH, Lochau, A Verfasser: AW Faust Mitarbeiter: Sandra Ballerstedt, Jana Bernhardt, Sebastian Exner, Sophie Holz, Britta Horn, Maja van der Laan, Friederike Müller Sonderfachleute: Jens Gehrken, JG – visualisierung+architekturfoto­ grafie,	Berlin Arbeit 1554 3. Preis bbzl – böhm.benfer.zahiri.landschaften.städtebau, Berlin Verfasser: Ulrike Böhm, Cyrus Zahiri, Katja Benfer Arbeit 1543 Anerkennung TDB Landschaftsarchitektur Thomanek	Duquesnoy	Boemans,	Berlin Verfasser: Karl Thomanek Mitarbeiter: Luka Gilic Sonderfachleute: Hemprich Tophof Architekten BDA, Berlin Arbeit 1560 Anerkennung Atelier LOIDL, Berlin Verfasser: Leonard Grosch, Bernd Joosten Mitarbeiter: Stefan Grieger, Anna Jan, Anne Mertins Arbeit 1561 Anerkennung BERNARD und SATTLER Landschaftsarchitekten, Berlin Verfasser: Stefan Bernard Mitarbeiter: Fabian Lux, Agata Waszczuk, Matthias Schlosser, Filip Stasz­ kiewicz, Anita Wagner, Milena Engelhardt Arbeit 1541 2. Rundgang Latz + Partner, Kranzberg Verfasser: Tilman Latz Mitarbeiter: Florian Rüger, Michael Stegmeier, Daniela Strasinsky, Gerwin Gruber, Michael Schmölz, Angela da Silva

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Arbeit 1542 2. Rundgang ParadoXcity, Charlottesville, USA mit D.I.R.T., Charlottesville, USA Verfasser: Jorg Sieweke mit Julie Bargmann Mitarbeiter: Aja Bullen-Richards, Jen Lynch, Erin Root, Rebekah Dye Arbeit 1545 2. Rundgang LOCODROM Landschaftsarchitekten, Berlin Verfasser: Julia Lösse, Oliver Haag Mitarbeiter: Johannes Grothaus, Dörthe Ritter, Franziska Wünsch Arbeit 1547 2. Rundgang Levin Monsigny Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin Verfasser: Nicolai Levin Mitarbeiter: Maria Pegelow Arbeit 1549 2. Rundgang terra.nova Landschaftsarchitektur, München mit Wich Architekten, München Verfasser: Peter Wich, Martin Wich Mitarbeiter: Christina Schubert, Carola Stürzer, Jasmin Truk Arbeit 1550 2. Rundgang Realgrün Landschaftsarchitekten (GbR), München mit Lamott und Lamott Architekten, Stuttgart Verfasser: Wolf D. Auch, Klaus-D. Neumann, Prof. Ansgar Lamott Mitarbeiter: Patrizia Scheid, Peter Timar, Sebastian Väth Arbeit 1551 2. Rundgang WES & Partner Landschaftsarchitekten – Schatz Betz Kaschke Wehberg Krafft mit Hans-Hermann Krafft und Kuehn Malvezzi GmbH Architekten, Berlin Verfasser: WES & Partner Landschaftsarchitekten – Schatz Betz Kaschke Wehberg Krafft mit Hans-Hermann Krafft Mitarbeiter: Maria Gehrmann, Henriette Henning, Jana Mattusch, Sai Chen, Karin Fendt Sonderfachleute: Felix Holzapfel-Herziger, Julian Benisch, Landschaftsar­ chitektur+, Hamburg Arbeit 1552 2. Rundgang ARGE Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Dresden mit Rohdecan Archi­ tekten GmbH, Dresden Verfasser: Till Rehwaldt Mitarbeiter: Angela Aurin, Isabel Bartsch, Nicole Messerschmidt, Kerstin Rentsch, Canan Rohde-Can

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Freiräume Europacity / Heidestraße und Nordhafen - Ergebnisprotokoll des Preisgerichts

Arbeit 1553 2. Rundgang METTLER Landschaftsarchitektur, Berlin Verfasser: Rita Mettler Mitarbeiter: Marek Langner, Marcela Garcia, Jakob Kastner, Julia Hutzler, Bettina Roggenbach, Kaja Terpinska, Julia Reismüller, Ion Costin Sonderfachleute: Manfred Draxl, conceptlicht at, Mils/Innsbruck, A Arbeit 1559 2. Rundgang Vogt Landschaftsplaner GmbH, Berlin Verfasser: Prof. Günther Vogt Mitarbeiter: Udo Miltner, Johannes Hügle, Sarah Wiesner, Jakob Trzebitz­ ky, Ariane Holz, Maria Möser Arbeit 1562 2. Rundgang A24 Landschaft Landschaftsarchitektur GmbH, Berlin Verfasser: Steffan Robel Mitarbeiter: Ludivine Gragy, Giulia Rube, Shyuen Wen, Claudia Alvino, Moritz Bannach, Ines Schneider, Gianluca Torini, Elena Wichmann, Silvia Bachetti, Clara Lescourret Arbeit 1544 1. Rundgang 3:0 Landschaftsarchitektur Gachowetz Luger Zimmermann OG, Wien, A Verfasser: Oliver Gachowetz Mitarbeiter: Nicole Raker, Veronika Mungenast, Laura Lorenzo Arbeit 1546 1. Rundgang Valentien + Valentien Landschaftsarchitekten und Stadtplaner, Weßling Verfasser: Prof. Christoph Valentien, Prof. Donata Valentien Mitarbeiter: Susann Ahn, Julia Knop, Xue Ye Arbeit 1548 1. Rundgang Westpol Landschaftsarchitektur, Basel,CH Verfasser: Andy Schönholzer Mitarbeiter: Karoline Anacker, Knut Maywald Sonderfachleute: Peter Sigrist, Müller Sigrist Architekten AG Arbeit 1557 1. Rundgang Topotek 1 GmbH / Ortner & Ortner Baukunst, Berlin Verfasser: Marti Rein-Cano, Lorenz Dexler, Manfred Ortner Mitarbeiter: Francesca Venier, Carolin Fickinger, Claire Mothais, José Ignacio Rejas, Sara Perovic Arbeit 1558 1. Rundgang el.ch landschaftsarchitekten gbr, Berlin Verfasser: Elisabeth Lesche, Christian Henke Mitarbeiter: Marko Bendel, Anne Rohde
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Freiräume Europacity / Heidestraße und Nordhafen - Bericht der Vorprüfung

Bericht der Vorprüfung
Vorlauf und Einlieferung der Arbeiten Der Wettbewerb wurde als nichtoffener Ideen- und Realisierungswettbe­ werb nach den Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2008) und dem Rundschreiben SenStadt VIA Nr. 06 / 2009 durchgeführt. Das gesamte Verfahren ist bis zum Abschluss anonym. Der Wettbewerb wird bei der Architektenkammer Berlin unter der Registrier-Nr. B – 2011-01 geführt. Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden entsprechend der Ankündigung im EU-Amtsblatt vom 23.11.2010 in einem vorgeschalteten Bewerbungs­ verfahren (Teilnahmewettbewerb gemäß RPW und VOF) durch ein vom Preisgericht unabhängiges Auswahlgremium 25 Landschaftsarchitekten bzw. Arbeitsgemeinschaften von Landschaftsarchitekten mit Architekten / Stadtplaneren ausgewählt. Den ausgewählten Büros bzw. Arbeitsgemeinschaften wurden die Wettbe­ werbsunterlagen ab dem 21. 01.2011 zur Verfügung gestellt. Am 02.02.2011 fand eine Informationsveranstaltung mit Ortsbesichtigung statt, zu der alle Teilnehmer des Wettbewerbs eingeladen wurden. Auf dieser Veranstaltung wurde den Teilnehmer die Aufgabenstellung anhand der Auslobungsun­ terlagen erläutert. Im Anschluss fand eine Begehung des Geländes statt. Rückfragen zur Auslobung konnten bis zum 09.02.2011 schriftlich gestellt werden. Das Rückfragenprotokoll plus Anlagen wurde ab dem 16.02.2011 den registrierten Teilnehmer zur Verfügung gestellt. Die Arbeiten mussten bis zum 22.03.2011 16.00 Uhr in der Senatsverwal­ tung für Stadtentwicklung, Referat Wettbewerbe und Auswahlverfahren, Brückenstraße 6 in 10179 Berlin, Raum Nr. 4.026 eingegangen sein. 22 Arbeiten gingen termingerecht ein. Die Arbeiten wurden durch Mitarbei­ ter der Vorprüfung in einem für die Öffentlichkeit und für Unbefugte nicht zugänglichen Raum des Finanzamtes Wedding (ehemaliger Kassenraum) geöffnet. Die Kennziffern der Arbeiten wurden mit Tarnnummern von 1541 bis 1562 überklebt und auf Stelltafeln gehängt. Die Verfasserumschläge wurden unter Verschluss genommen. Vollständigkeit der Arbeiten Die Arbeiten wurden auf die Vollständigkeit der laut Auslobung unter Punkt 1.10 aufgelisteten „Geforderten Leistungen“ überprüft. Die entsprechende Liste ist Bestandteil des Vorprüfberichtes. Die Arbeiten waren fast alle voll­ ständig. Bei Arbeit 1541 sind von den drei geforderten Schnitten im Maßstab 1:100 zwei nur im Maßstab 1:200 dargestellt. Bei Arbeit 1542 ist eine Vertiefung ohne Maßstab dargestellt und die zwei­ te Vertiefung im Maßstab 1:200 fehlt. Ebenso wurde zu dieser Arbeit eine nicht	prüfbare	so	genannte	„qualitative		Kostenschätzung“	abgegeben.	Bei	 den Arbeiten 1544, 1549 und 1556 ist der Realisierungsteil Stadthafen (M1:200) verkleinert und bei 1549 fehlt außerdem ein Schnitt. Arbeit 1547 verzichtet auf skizzenhafte Darstellungen und Details. Der Text bei Arbeit 1550 ist vier Seiten lang (Vorgabe drei). Koordination Gabriele Pütz und Gerd Kleyhauer, gruppe F Landschaftsarchitekten

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Freiräume Europacity / Heidestraße und Nordhafen - Bericht der Vorprüfung

Vorprüfung Katharina Schütze, Landschaftsarchitektin, Thilo Folkerts, Landschaftsar­ chitekt, Eike Richter, Landschaftsarchitekt Sachverständiger Vorprüfer für die Kosten Gerd Kleyhauer, Landschaftsplaner Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der technischen Vorprüfung: Lena Flamm, B. Sc. Landschaftsarchitektur, Nina Möller, Studentin der Landschaftsarchitektur, Stephanie Matern, B. Sc. Architektur Vorprüfung der Arbeiten Nach einem ersten informativen Rundgang, der einen Überblick über das Spektrum der eingereichten Arbeiten ermöglichte, wurde ein der Anzahl der Arbeiten und der zur Verfügung stehenden Zeit angemessenes Vor­ prüfverfahren sowie ein organisatorischer Ablauf festgelegt. Aufgrund der in Teil 3 der Wettbewerbsauslobung beschriebenen Wettbe­ werbsaufgabe und der unter Punkt 1.11 „Beurteilungsverfahren und Vor­ prüfung“ benannten Kriterien entwickelte die Vorprüfung eine Struktur zur Prüfung der Arbeiten, die in die Gliederung der textlichen Beschreibungen der einzelnen Wettbewerbsarbeiten eingegangen ist: - Leitidee / Gesamtkonzept - Räumliche Gliederung / Einbindung - Uferpromenade - Döberitzer Grünzug - Stadthafen - Nordhafenpark - Nordhafenplatz - Realisierbarkeit Die Vorgaben der Auslobung wurden von den Mitarbeitern der Vorprüfung geprüft und bei Nichteinhaltung unter dem Gliederungspunkt Realisierbar­ keit vermerkt. Am 11.04.2011 wurde die Vorprüfung abgeschlossen. Kostenprüfung Grundlage der Kostenermittlung war das von den Auslobern vorgegebene „Formblatt Kosten“. Für zahlreiche anfallende Positionen wurden Einheits­ preise in Abstimmung mit Abt I der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und angelehnt an aktuelle Marktpreise festgelegt. Nach Maßgabe der Teil­ nehmer konnte dieses Formblatt erweitert und an die geplanten Maßnah­ men angepasst werden. Zusätzlich wurde für Ungenauigkeiten eine Ko­ stenreserve von 5% festgelegt. Die Kostenprüfung der Arbeiten erfolgte wie folgt: - Überprüfung aller Massen und Mengen anhand der eingereichten CADPrüfpläne, bei Unklarheiten unter Zuhilfenahme der Präsentationspläne - Ergänzung fehlender Leistungen, wenn sie in den Plänen dargestellt sind - Abgleich der von den Teilnehmern eingesetzten Einheitspreise mit den vorgegebenen Werten aus dem Formblatt. Anpassung an die Vorgaben, falls die Änderungen nicht begründbar sind - Korrektur von Einheitspreisen bei starken Abweichungen von ortsüb­ lichen Marktpreisen - Sofern die Realisierung der dargestellten und im Erläuterungstext be­ schriebenen Lösungsvorschläge mit den Einheitspreisen nicht vereinbar
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Freiräume Europacity / Heidestraße und Nordhafen - Bericht der Vorprüfung

erschien, wurden diese ebenfalls korrigiert. Dabei wurde bei wiederkeh­ renden Leistungen in verschiedenen Arbeiten auf eine vergleichbare Einschätzung Wert gelegt. - Maßnahmen im Ideenteil des Wettbewerbsgebietes wurden in der Ko­ stenprüfung nicht berücksichtigt. Ausnahmen bilden Maßnahmen in­ nerhalb des Beckens des Stadthafens, wenn diese wesentlich für die Entwurfsidee sind oder wichtige Funktionen, z.B. für die Erschließung haben. Bei einer Arbeit (1542) war die Kostenschätzung nicht prüfbar. Nach Prü­ fung der Kosten wurde für alle verbleibenden 21 Arbeiten eine Aussage zu den Gesamtkosten in den Vorprüfbericht übernommen. Abhängig von der Relation zum vorgegebenen Budget von 4,15 Mio € Netto erfolgt die Ein­ stufung in vier Klassen. Erste Klasse: Einhaltung des Budgets bzw. Überschreitung bis 3%: „Der Kostenrahmen wird eingehalten.“ Fünf Arbeiten wurden dieser Kategorie zugeordnet. Zweite Klasse: Überschreitung des Budget 3-10%: „Der Kostenrahmen wird überschritten.“ Sechs Arbeiten wurden dieser Kategorie zugeordnet. Dritte Klasse: Überschreitung des Budgets über 10 - 20%: „Der Kostenrah­ men wird deutlich überschritten.“ Dieser Kategorie wurden sieben Arbeiten zugeordnet. Vierte Klasse: Überschreitung des Budgets über 20%: „Der Kostenrahmen wird erheblich überschritten.“ Dieser Kategorie wurden drei Arbeiten zu­ geordnet. Die Kosteneinschätzung für jede Arbeit ist im Vorprüfbericht unter dem Gliederungspunkt Realisierbarkeit vermerkt. Maßnahmen für Umbauten an den Uferwänden (WSA) wurden nur von wenigen Teilnehmern in die Kosten eingerechnet. Daher wurden sie ein­ heitlich bei allen Teilnehmern nicht berücksichtigt. Stattdessen wurden alle Eingriffe in Verlauf und Höhe der bestehenden Uferwände ermittelt und gesondert erfasst. Im Vorprüfbericht erfolgt hierzu für jede Arbeit eine Ein­ schätzung der erforderlichen Eingriffe wie folgt: „Die Uferwände werden wenig verändert.“ Dies trifft für drei Arbeiten zu. „Die Uferwände werden stark verändert.“ Dies trifft für neun Arbeiten zu. „Die Uferwände werden sehr stark verändert.“ Dies trifft für zehn Arbeiten zu. Sachverständige Während der Vorprüfung wurden die Sachverständigen zum 01.04.2011 von 9.00 bis 15.00 Uhr eingeladen, die eingereichten Arbeiten aus ihrer jeweiligen fachlichen Sachverständigensicht zu prüfen. Von den 24 Sach­ verständigen nahmen 18 diese Gelegenheit wahr. Die Sachverständigen stehen dem Preisgericht für vertiefende Ausführungen zur Verfügung. Von vier Sachverständigen wurde eine schriftliche Stellungnahme abgegeben, die am Ende des Vorprüfberichtes dokumentiert ist. Gliederung der Einzelberichte Jede Arbeit wird auf zwei Seiten vorgestellt. Auf der ersten linken Seite wird die Verkleinerung des Entwurfs für das gesamte Wettbewerbsgebiet, sowie eine Perspektive dargestellt. Ebenso beginnt auf dieser Seite der Erläuterungstext der Vorprüfung, der sich auf der nächsten Seite entspre­ chend der oben genannten Gliederungspunkte fortsetzt. Zitate der Verfas­ ser sind kursiv wiedergegeben.
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Freiräume Europacity / Heidestraße und Nordhafen - Bericht der Vorprüfung

Tabelle Eingangsliste / Vollständigkeit

1541 1542 1543 1544 1545 1546 1547 1548 1549 1550 1551 1552 1553 1554 1555 1556 1557 1558 1559 1560 1561 1562

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Freiraumplanerisches Konzept+Umgebung M 1:2000 Entwurf Ideen- und Realisierungsteil M 1:500 Zwei Vertiefungen des Realisierungsteils M 1:200 Drei Schnitte M 1:100 1x Schifffahrtskanal, 2x frei wählbar Zwei räumliche Darstellungen der Entwurfsidee, frei wählbar Fakultative skizzenhafte Darstellungen und Details Ein Satz Prüfpläne (gefaltet), 500er mit Maßen zur Flächenberechnung Kostenschätzung nach DIN 276 für Realisierungsteil (Formblatt) Separater Erläuterungsbericht, max. 3 DIN A4 Seiten, Verzeichnis der eingereichten Unterlagen

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11 Verfassererklärung

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CD-Rom: Präsentationspläne als .tif-Dateien, bevorzugt 300 dpi

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CD-Rom: Präsentationspläne als pdf-Dateien, bevorzugt 300 dpi Prüfpläne als CAD-Datei, .dwg oder .dxf (AutoCAD 2000 oder tiefer)

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15 Formblätter zu Nr.8 als .xls-Datei

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1*- zusätzlich Schnitt 1:100, 2 Schnitte 1:200 2*- Konzeptschemata, 2 x Piktogramme Architektur/ Stadthafen

3*- nur eine Vertiefung (ohne Maßstab) 4*- 2 techn. Details, Images, Phasierung des Konzeptes 5*- keine Bemaßung 6*- 'Qualitative Kostenschätzung' als Text

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7*- Konzeptschema 8*- keine Bemaßung 9*- nur doc.

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*- Ausschnitt Stadthafen verkleinert 10*- 2x Piktogramme Konzept/ Oberfläche, Prinzipschnitte 11*- Detail (Tag u. Nacht), 2x Piktogramme Konzept/ Ausstattung

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12*- Piktogramme Konzept

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13*- zusätzlich Schnitt 1:200, 2 Prüfpläne+ Präsentationspläne erneut eingereicht

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14*- zusätzch 3 Schnitte 1:100 15*- Piktogramme Konzept

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*- Ausschnitt Stadthafen zu klein 16*- Piktogramme Konzept 17*- 1 Schnitt fehlt

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18*-zusätlich Schnitt 1:100 19*-Piktogramm Grünverbindungen 20*- 4 Textseiten

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21 Images, 3x Piktogramme Ausstattung/ Holzsteg/ Modul 22*- Plan 3 fehlt als tif.

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23*- Piktogramm Baumpflanzungen 24*- ohne Bemaßung

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25*- 2x Piktogramme Konzept/ Ausstattung 26*- ohne Bemaßung 27*- nur doc. 28*- zusätzlich Schnitt 1:100 29*- Piktogramme Ufer

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30*- Detail Schnitt 1:50

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31*- Ausschnitt verkleinert 32*- Piktogramme Konzept 33*- ohne Bemaßung

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34*- zusätzlich Schnitt 1:100

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35*- Piktogramme versiegelt u. unversiegelt

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36*- Piktogramm Gehölze

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37*- 11 SkizzenMobiliar u. Material, 4x Piktogramme Bestand/ Architektur/ Elemente/ Gehölze 38*- zusätzlich Schnitt 1:500 39*-Piktogramme Leitidee 40*- ohne Bemaßung

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41*- Piktogramme Konzept

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Erläuterungsbericht nach Nr.9 als .doc- und pdf-Datei

Bemerkungen

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Freiräume Europacity / Heidestraße und Nordhafen - Bericht der Vorprüfung

Einzelberichte der Arbeiten

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Latz + Partner, Kranzberg / 2. Rundgang

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Leitidee / Gesamtkonzept Die Vielfalt der Freiräume am Spandauer Kanal wird bestimmender Charakter des neuen Stadtteils. (…) Die Individualität und jeweils spezifische Aus­ richtung der einzelnen Bereiche soll gestärkt und dennoch eine zusammenhängende Erfahrung der Freiräume ermöglicht werden. Räumliche Gliederung / Einbindung Die Verfasser schlagen drei Maßnahmen vor: Er­ stens die Schaffung einer neuen Topographie mit Höhenpunkten (Bastionen) und Promenaden auf unterschiedlichem Niveau; zweitens die einheitliche Ausprägung von Trittsteinen in Gestalt von Plätzen und ca. 17 m hohen Grünen Türmen (aus Stahl); und drittens den wiederkehrenden Einsatz von Ve­ getationselementen wie z.B. freistehenden Bäu­ men,	 offenen	 Rasenflächen	 und	 vertikalem	 Grün.	 An den neu geschaffenen Höhenpunkten im Bereich der Fußgängerbrücken und an Böschungsoberkan­ ten	bestehen	Blickbeziehungen	über	die	Wasserflä­ chen und in den östlich angrenzenden Stadtraum. Uferpromenade Zwischen Sandkrugbrücke und Döberitzer Grünzug entsteht die Promenade am Kunstcampus. Das vor­ handene	 Pflastermaterial	 wird	 aufgenommen,	 ge­ sägt und wieder eingebaut. Der Seitenbereich am Kanal ist mit einer wassergebundenen Decke aus­ geführt, in die eine Möblierung und Beleuchtung in­ tegriert wird. Begleitet wird die Promenade von ei­ ner Baumreihe, das historische Geländer wird auf­ gegriffen und fortgeführt. Die Rampenanlage der Fußgängerbrücke am Dö­ beritzer	Grünzug	liegt	zweiläufig	parallel	zum	Kanal	 und ist mit einem Treppenabgang am Wendepunkt der Rampe ausgestattet. Die Anlage erhält einen rahmenden Belag aus großformatigen Betonplatten und ist Teil des Trittsteins am Kunstcampus. Durch den Culture Tower wird der Bereich zu einer ästhe­ tisch ansprechenden und ökologischen Großskulp­ tur. Weiter nördlich entsteht die Stadtpromenade. Sie
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Freiräume Europacity / Heidestraße und Nordhafen - Bericht der Vorprüfung

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erhält ein 4-5 m breites Asphaltband und eine was­ sergebundene Wegedecke entlang dem Kanal. Den Gebäuden bzw. Privatgärten vorgelagert ist ein Mosaikpflasterstreifen.	 In	 gewerblich	 oder	 öffent­ lich genutzten Bereichen (z.B. Cafés) kann dieser Belag verbreitert werden. In die Stadtpromenade sind Sitzmöbel, Spielangebote und eine Beleuch­ tung integriert. Die Promenade führt weiter um den Stadthafen herum und verläuft westlich am Korn­ versuchsspeicher vorbei. Dort entsteht ein weiterer Trittstein mit einem Belag aus großformatigen Be­ tonplatten. Er ist z.B. für Außengastronomie nutz­ bar. Im Anschlussbereich der Kieler Brücke ist die Promenade als Bastion ausformuliert. Sie setzt sich bis zum Nordhafenplatz fort und wird weiter entlang der Heidestraße geführt. Komplementär zu den linearen Baumsetzungen im Quartier sind frei stehende, mehrstämmige Bäume geplant. Darüber hinaus sind an den Hafenmauern und den Grünen Türmen	 Kletterpflanzen	 als	 verti­ kales Grün vorgesehen. Die Türme sollen Vögeln und Fledermäusen Lebensraum bieten. Döberitzer Grünzug Die Brücke am Döberitzer Grünzug wird mit dem Culture Tower als weithin sichtbares Element be­ tont.	 Die	 Wegefläche	 des	 Grünzugs	 besteht	 aus	 einem Asphaltband und wird von linear angeord­ neten	 Retentionsfilterbecken	 mit	 Schilfbepflanzung	 und einzelnen Baumsetzungen begleitet. An der südlichen	 Gebäudelinie	 ist	 Bestandspflaster	 einge­ baut	und	an	der	nördlichen	Mosaikpflaster. Stadthafen Am Stadthafen ist ein Brückenanschluss südlich des Hafenbeckens vorgesehen. Die Stadtprome­ nade steigt hier bis auf Höhe des Brückenlagers (+36.00)	 an.	 Tieferliegende	 Platzflächen	 (+31.20)	 rahmen das Hafenbecken. Der Höhenunterschied wird auf nördlicher Seite durch Sitzstufen (Tribü­ ne) abgefangen, auf der südlichen Seite durch eine Stützmauer bzw. grüne Wand der Rampenanlage und nach Westen durch eine leichte Neigung der Platzflächen.	Die	Platzfläche	ist	mit	großformatigen	 Betonplatten befestigt und kann z.B. für Veranstal­ tungen, Märkte und Gastronomie genutzt werden. Ein Pavillon dient der Bewirtschaftung des Hafen­ beckens. Er wird durch den berankten Flower To­ wer überhöht. Ein bewegliches Multifunktionsfloß im Stadthafen ermöglicht diverse Nutzungen: als Short-Cut, zur Abgrenzung einer bestimmten Be­ ckengröße, als Eislaufbahn im Winter, als Hafenki­ no, als Strandbar.

Nordhafenpark Die Unterführung der Kieler Brücke bindet an die uferbegleitende Promenade des Nordhafenparks Südwest an. In das Geländegefälle sind terrassierte Bodenretentionsfilter	 (Schilf),	 Liegewiesen,	 Sitzele­ mente und Flächen für Abenteuer und Spiel inte­ griert. Im Hafenbecken ist eine Fontäne vorgese­ hen. Durch die Verlagerung vorhandener Wege entste­ hen im Nordhafenpark Ost und West größere zu­ sammenhängende	 Rasenflächen	 als	 Spiel-	 und	 Liegewiesen. Stützmauern und Terrassen der histo­ rischen Parkanlagen sollen weitestgehend erhalten bleiben und entweder in die Neugestaltung oder als Skulpturen in	 die	 Wiesenflächen	 integriert	 werden.	 Auch Bestandsbäume werden integriert. Im Nordhafenpark Ost schlagen die Verfasser vor, die historische Pergola an der Fennstraße als Rein­ terpretation wiederaufzubauen und damit einen wei­ teren Trittstein zu schaffen. Von dort führt ein Weg an der Restaurantterrasse von Bayer Schering vor­ bei. Der Uferpromenade ist ein Bootsanleger vor­ gelagert. Nordhafenplatz Die	Platzfläche	wird	in	Bereiche	mit	harter und wei­ cher Oberfläche unterteilt. Am Trittstein auf west­ licher Seite ist der Bau eines berankten Aqua To­ wers vorgesehen. Dort soll gereinigtes Wasser aus dem Quartier mit Wasserspielen und Nebel sichtbar gemacht	 werden.	 Auf	 der	 Rasenfläche	 zwischen	 dem Tower und der Heidestraße sind Bodenretenti­ onsfilter	(Schilf)	und	Stege	integriert.	Der	Platz	wird	 von der Stadtpromenade (gefärbter Asphalt) und einem	 Streifen	 aus	 Mosaikpflaster	 gerahmt.	 Hier	 sind Sitzmöbel und Gastronomie vorgesehen. Realisierbarkeit - Der Kostenrahmen wird erheblich überschritten - Die Uferwände werden stark verändert. - Die Anschlusshöhe der Brückenrampe am Stadt­ hafen entspricht nicht der Vorgabe. - Grundstücke an der Bastion am Stadthafen schlie­ ßen an eine geneigte Promenade an. - Das untere Niveau am Stadthafen liegt auf +31,2 (statt +31,6). - Zwei Rampensteigungen am Stadthafen sind grö­ ßer als 6 %. - Grundstücke an der Bastion der Kieler Brücke schließen an eine geneigte Promenade an.

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ParadoXcity, Charlottesville, USA mit D.I.R.T., Charlottesville, USA / 2. Rundgang

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Leitidee / Gesamtkonzept Die Arbeit hat drei Kernthemen. Der gestalterische Schwerpunkt liegt als Promise of the Edge auf der skulpturalen Behandlung der Uferkante. Über das bestehende Wasserkonzept hinaus entwickelt die Arbeit	Konzepte	zur	Verbesserung	der	Wasserqua­ lität des Nordhafens als grundlegende Freiraum­ qualität	für	das	Quartier	(Nordhafenbad). Identitäts­ bildung soll mit der sukzessiven Entwicklung des Städtebaus über transitorische Maßnahmen erfol­ gen. Diese Maßnahmen stützen sich auf die sozio­ kulturellen Strukturen der angrenzenden Stadtteile. Spezifische	 Pflanzen	 mit	 entsprechendem	 geogra­ phischen	Bezug	sollen	assimiliert	und	quartierspezi­ fisch	integriert	werden	(Assisted Migration). Bauge­ rüste	 mit	 Großplakatflächen	 dienen	 in	 der	 als	 lang­ fristig, über eine Generation verstandenen Zeit bis zur Realisierung als stadträumliche Vorwegnahme und Finanzierungsmodell für die thematische Frei­ raumentwicklung (Funding Hedges). Räumliche Gliederung / Einbindung Entlang der Promenade wird als Abschluss der Uferlinie eine skulpturale, hochwertige Werkbetonkante vorgeschlagen. Im Gegensatz hierzu werden - als armes Material - alle Freiräume der Promena­ de bis in das Quartier hinein - zum Teil entlang der Heidestraße - durchgängig mit Asphalt belegt. Der Nordhafenplatz wird schematisch dargestellt. Uferpromenade Die Arbeit sieht eine durchgehende Promenaden­ gestaltung von der Sandkrugbrücke bis zur Kieler Brücke vor. Eine Brücke über das Stadthafenbe­ cken schafft eine lineare Fortführung der Kante. Die Promenade wird durchgehend mit locker platzierten Uferbirken und Espen begleitet. Durch den Einsatz unterschiedlicher	 Asphaltqualitäten	 (Einkornas­ phalt/Drainasphalt) werden Zonen unterschiedlicher Geschwindigkeiten und Aktivitäten geschaffen. Die ‚Eingänge’ von den Quartierstraßen auf die Prome­ nade werden mit mittig gesetzten Baumgruppen ak­ zentuiert. Der Bereich um den Kornversuchsspei­

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Freiräume Europacity / Heidestraße und Nordhafen - Bericht der Vorprüfung

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cher wird als asphaltierte Fläche an die Promena­ de angebunden. Die skulpturale Kante wird in ver­ schiedenen	Profilen	aus	Fertigbetonteilen	gestaltet.	 Das Element wird durch Anpassungen als Mobiliar und Einbauten zur Beleuchtung weiter funktionali­ siert, eine lineare Bronzeintarsie betont die Eigen­ art. Die Kante wird hoch oder sehr breit ausgeführt (bis zu 4,80 m) um keine weitere Absturzsicherung vorsehen zu müssen. Döberitzer Grünzug Der Döberitzer Grünzug im östlichen Teil der Euro­ pacity wird über die Materialität Asphalt bis in den Straßenraum der Heidestraße fortgeführt. Er wird durch	 zwei	 im	 Profil	 mittig	 platzierte,	 schmale	 Re­ tentionsbodenfilter	gegliedert.	Lage	und	Anbindung	 der Brücke wird nicht detailliert dargestellt. Stadthafen Innerhalb	der	rahmenden	Asphaltfläche	im	Stadtha­ fenraum wird das Hafenbecken im Norden und We­ sten durch Treppenanlagen gefasst. Das Gebäude ist in die Treppenanlage integriert. Weitere Ram­ pen	 vermitteln	 unspezifisch	 die	 unterschiedlichen	 Höhen.	 Eine	 das	 Hafenbecken	 querende,	 schmale	 Brücke und ein stegartiger Einbau fassen den Raum des Hafenbeckens nach Osten. Nach Süden und Westen sind Baumreihen vorgesehen. Die Brücke über den Kanal ist schematisch dargestellt. Sie ist am Südende des Hafenbeckens angeordnet. Nordhafenpark West / Ost Die Promenade schließt an der Kieler Brücke mit ei­ ner ins Hafenbecken ragenden Terrassenanlage ab. Von hier wird die Pontonanlage des Nordhafenbads erschlossen. Der südwestliche Nordhafenpark wird durch	großflächige,	terrassierte	Schilfklärgärten ge­ prägt. Die Terrassen fächern sich von der Kieler Brücke aus auf und sind von Asphaltwegen gefasst. Die historischen Anlagen im Osten und Westen werden gestalterisch nicht genauer untersucht. Der Baumbestand wird schematisch als einzelne Baum­ gruppen dargestellt. Im Osten wird der Europa­ radweg auf vorhandener Trasse auf 4 m verbreitert, eine lange Steganlage wird dem Ufer vorgelagert. Zentrales	 Gestaltungs-	 und	 Identifikationselement	 soll das Nordhafenbad werden, welches als große Holzplattform mit zwei Becken im Südwesten des Hafenbeckens angeordnet wird. Bayer Schering wird als Sponsor für das Bad vorgeschlagen. Die Badeanlage wird im Zusammenhang mit weiteren Maßnahmen	 zur	 Herstellung	 der	 Badequalität	 im	 Hafenbecken			 als	 eigentliche	 Freiraumqualität	 des	 -

Nordhafenparks - vorgeschlagen. Ergänzend zum vorhandenen Wasserkonzept des Quartiers sollen unter	 anderem	 die	 Oberflächenwasser	 der	 Heide­ straße	und	der	Bahnflächen	behandelt	werden.	 Nordhafenplatz Der Nordhafenplatz wird schematisch dargestellt. Es werden keine dezidierten Aussagen zur Gestal­ tung getroffen. Für den nordwestlichen Bereich der Europacity wird die Annahme getroffen, dass dieser erst nach langer Zeit bebaut werden wird. Die Zwi­ schenzeit soll zur Identitätsbildung des Quartiers genutzt werden. Mit einer temporären Gestaltung als Warteraum sollen hier Märkte veranstaltet oder Grillbereiche eingerichtet werden. Mit Großplaka­ ten auf Baugerüsten soll das spätere Quartier stadt­ räumlich vorinszeniert werden. Realisierbarkeit - Die Einhaltung des Kostenrahmens ist nicht prüf­ bar - Die Uferwände werden sehr stark verändert. - Es werden konzeptionelle Aussagen zur Finan­ zierung von temporären Gestaltungen und Kultur­ projekten skizziert. - Die Einhaltung der baulichen Vorgaben (Flächen­ zuordnungen, Höhen und Steigungen) sowie Bauweisen und Anschlüsse sind nicht durchgän­ gig prüfbar. - Pflege	 und	 Unterhalt	 für	 die	 Drainasphaltbeläge	 erscheint aufwändig. - Die Brücke am Kunstkubus entspricht nicht den Vorgaben. - Die	 Flächengröße	 des	 Retentionsbodenfilters	 im	 Döberitzer Grünzug wird unterschritten. - Die Verfasser schlagen eine weitere Brücke über das Hafenbecken vor. - Das Hafenbecken ist nicht behindertengerecht er­ schlossen. - Die Terrassen an der Kieler Brücke ragen in die Fahrrinne hinein. - Das Bad im Nordhafen ragt in den Anlegerbereich hinein. - Im Nordhafenpark Südwest sind keine Spielange­ bote ausgewiesen. - Die	geforderten	Retentionsfilterbecken	werden	im	 Nordhafenpark zusammengefasst.

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TDB	Landschaftsarchitektur	Thomanek	Duquesnoy	Boemans,	Berlin	/	Anerkennung

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Leitidee / Gesamtkonzept Eine homogene Materialität belegt die öffentlichen Flächen des Wettbewerbsgebiets. Die Gestaltung der Freiflächen ist das Gemeinsame des neuen Quartiers und bildet das Tableau auf dem das In­ dividuelle zur Geltung kommt. Der Freiraum ist im wahrsten Sinne der Grund auf dem der neue Stadt­ teil ruht. Räumliche Gliederung / Einbindung Die Promenade wird mit einem einheitlichen Belag aus Betonwerkstein in unterschiedlichen Formaten vom Süden bis zum Nordhafenplatz geführt. Im Be­ reich Kunst-Campus als städtisch, steinerne Prome­ nade, im weiteren Verlauf durch Bäume und grüne Böschungen ergänzt. Die Quartiersplätze und die privaten Freiräume der Wohnbauten sind Teil der Promenadenabwicklung. In Kontrast dazu stehen die landschaftlichen, parkartigen Uferböschungen um den Nordhafen. Uferpromenade Die Promenade beginnt im Süden mit Ersatz des historischen Materials und der ufernahen Linden durch den neuen Promenadenbelag. Gastrono­ mienutzung und denkmalgeschützter Vorgarten­ bereich am Hamburger Bahnhof werden erhalten, die	Grünfläche	im	weiteren	Verlauf	ergänzt.	Parallel	 zum Ufer sind Bänke und Leuchtstelen angeordnet. Dieser Abschnitt ist durch Durchlässigkeit zwischen Kunst-Campus und dem bandartigen Freiraum des Kanals gekennzeichnet. Der Platz am Kunstkubus wird uferseitig vollständig freigehalten. Im weiteren Verlauf der Promenade ist die Prome­ nade zweigeteilt: Von den Gebäudefassaden bis zur Ufermauer als räumliche Einheit im Belag der Betonwerksteinplatten. Die privaten Freiräume sind als Höhensprung abgesetzt, die Grenze zwischen privat	 und	 öffentlich	 wird	 durch	 Topfpflanzen	 mar­ kiert. Davon abgesetzt stehen die begrünten Böschungen: Vorhandene und ergänzte Bäume, offene Rasenbö­ schungen, teils mit zum Wasser führenden Wegen,

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Freiräume Europacity / Heidestraße und Nordhafen - Bericht der Vorprüfung

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brechen mit ihrer Topographie die strenge Uferge­ staltung. Die Zugangsplätze zum Quartier werden hart	ausgebildet	mit	mittig	gesetzten	Grünflächen. Am Kornversuchsspeicher führt die Promenade beidseitig ums Gebäude herum. An beiden Seiten sind gastronomische Angebote vorgesehen. Auf der Südostseite wird die Promenade in ca. 7m Breite mit gerader Ufermauer aufgeweitet und endet po­ destartig über der begrünten Böschung. Bis zur Kieler Brücke wird die Promenade (hier mit Bäu­ men im Zentrum) leicht auf 34,60 angehoben und schließt mittels zweier Treppen an den Brückenkopf an. Döberitzer Grünzug Der Döberitzer Grünzug wird in Bodenbelag und Beleuchtung der Promenade zugeordnet. Mittig sind	 zwei	 große	 Retentionsfilterbecken	 eingebun­ den. Die Zufahrt zum Kunst-Campus erfolgt auf der Südfläche	des	Betonbelages.	Die	nördlichen	Wohn­ bauten erhalten, analog zur Uferpromenade steiner­ ne Wohnterrassen. Im Übergang zum Kunstkubus und in Flucht zu den Retentionsflächen	 findet	 sich	 ein Außen-Café. Bereits wieder auf der Uferprome­ nade	wird	die	Brücke	in	der	Version	mit	zweiläufiger	 Rampe und Treppe erreicht. Stadthafen Die Gestaltung des Stadthafens soll der zukünf­ tigen Nutzung (Gastronomie, Kultur, Aktionen) eine souveräne Bühne bieten. Dazu werden zwei terras­ senartige	 Platzflächen	 geschaffen,	 die	 von	 Prome­ naden- auf Hafenniveau führen: Eine große Frei­ treppe mit hölzernen Lounges und hochaufgeas­ teten Kiefern oder Robinien führt von Westen über ein Zwischenpodest zum Wasser. Nördlich ist zur Entschleunigung und Erholung eine terrassierte Sandfläche (Beach) geplant, an die beidseitig eine Treppe anschließt. Dem Nordufer ist im Hafen ein langestrecktes Holzdeck vorgelagert. An der nord­ westlichen Schnittstelle der Treppenanlagen bietet das Stadthafencafé mit Cafeterrasse Möglichkeiten für Aufenthalt und Ausblick. Die Uferpromenade verläuft um den Hafen herum und reicht mit ihrem Belag bis an die Häuser und den Gehweg. Am Westrand ist eine Reihe großer Reflektoren zur Beleuchtung und als Membran zur Heidestraße geplant. Die Brücke über den Schifffahrtskanal ist südlich des Stadthafens angeordnet. Die Rampe der Brü­ cke führt gerade auf die Promenade und dann wei­ ter auf das mittlere Niveau der westlichen Freitrep­ pe. Von hier gelangt man barrierefrei mittels einer

die Freitreppe diagonal durchschneidenden Rampe auf das untere Hafenniveau. Nordhafenpark Der südliche Bereich wird als Teil der städtisch, steinernen Promenade zwischen Kieler Brücke und Nordhafenplatz	 als	 harte	 Belagsfläche	 mit	 linearen	 Leuchtstelen ausgeführt. Gestalterisch integriert sind	 die	 privaten	 Wohnterrassen	 mit	 Kübelpflan­ zen. Zur Kieler Brücke gelangt man über zwei Treppen und eine Rampe, die direkt in den Nordhafenpark führt.	 Parallel	 zur	 Promenade	 finden	 sich	 Retenti­ onsflächen mit Schilf. Diesen vorgelagert ist eine geometrisch gekennzeichnete Spiel- und Sport­ landschaft auf Quartiersniveau. Entwickelt wurden umfangreiche Spielangebote, u.a. zwei große Klet­ ternetze. Der Hauptweg im südwestlichen Nordha­ fenpark führt vom Promenadenniveau langsam zum Wasser herunter, das er am Durchgang zur Nordha­ fenbrücke erreicht. Uferseitig sind Sitzmauern und –stufen in der Rasenböschung angeordnet. Die beiden westlichen Parkteile werden zusätzlich über eine orthogonale Stegkonstruktion mit platzar­ tigen Erweiterungen, dem Wassergarten, verbun­ den. Das Motiv des Holzsteges	 findet	 sich	 im	 öst­ lichen Parkteil wieder, hier als Bootsanleger und für Außengastronomie. Westlicher und östlicher Park­ teil werden bezüglich Wegeverbindungen, Anbin­ dung der Holzstege und Herstellung neuer Sicht­ beziehungen überarbeitet: Sichtachsen und Wege führen vom Ufer zum Beyer-Schering Areal, der überregionale Radweg wird integriert. Nordhafenplatz Der Platz steht in enger gestalterischer Verwandt­ heit zum südwestlichen Nordhafenpark. Ein grünes, Baum bestandenes Trapez schiebt sich über die Heidestraße, die Retentionsflächen	 werden	 flucht­ haltig aufgenommen. Ziel ist die Schaffung eines spektakulären Entrees ins Quartier, was durch das Freihalten der Heidestraße von Bäumen in diesem Bereich verstärkt wird. Neben dem grün geprägten Mittelbereich des Platzes umfasst die steinerne Promenade den Platz und ermöglicht die Erschließung der Gebäude. Die Beleuchtung der Promenade wird auf den Platz fort­ geführt. Realisierbarkeit - Der Kostenrahmen wird eingehalten. - Die Uferwände werden stark verändert.

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3:0 Landschaftsarchitektur Gachowetz Luger Zimmermann OG, Wien, A / 1. Rundgang

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Leitidee / Gesamtkonzept In der Ausgestaltung der Nordhafenpromenade werden der extensive, naturräumliche Charakter der Promenade sowie die Qualitäten des Erlebnis­ raums Wasser unterstrichen. Urbane Zentren der zukünftigen Bebauung werden herausgearbeitet und bieten ein breites Spektrum an Nutzungsmög­ lichkeiten. Räumliche Gliederung / Einbindung Das Konzept für die Promenade und den Nordha­ fenpark Ost ist durch drei Elemente geprägt: 1. die Schiene, die den Hauptweg am Kanal bildet und aus abknickenden Eisenbahnschienen entwickelt ist. 2. die Linie, bestehend aus einem Geländer, das die Promenade als Orientierungs- und Konzeptlinie be­ gleitet. 3. den Rahmen, der die Promenade in Form von Grünquerungen rhythmisiert und mit dem Um­ feld verknüpft. Uferpromenade Hauptwegeelement mit einer festen Oberfläche ist die Schiene, die aus grobkörnigem Makadam (bitu­ minös gebunden) besteht. Die zum Teil parallel ver­ laufenden Schienen schmiegen sich in einer immer gleichen Krümmung aneinander und bilden dabei Schweißnähte, an denen jeweils Grünquerungen angelagert sind. Halbfeste Beläge aus Platten und Schotterrasen rahmen den Hauptweg am Eingangs­ bereich Süd. In den übrigen Bereichen ist dieser Belag überwiegend auf der Gebäudeseite vorgese­ hen. Weiche Flächen sind dem Kanal zugewandt. Sie bestehen z.B. aus vegetativen Böschungsab­ schnitten oder betretbaren Aussichtsbalkonen. Die privaten Vorgärten werden durch einen Höhenver­ satz kenntlich gemacht. Nördlich des Stadthafens trennt sich die Promena­ de in einen Hauptweg (+33.26) und tiefer liegen­ den Nebenweg (+ 31.60). Beide Wege werden am Kornversuchsspeicher wieder zusammengeführt und östlich vorbeigeführt. Das Gebäude wird klam­ merartig von einem Platz mit säulenförmigen Bäu­ men eingefasst. An der westlichen Gebäudekante

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Freiräume Europacity / Heidestraße und Nordhafen - Bericht der Vorprüfung

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ist Raum für Außengastronomie. Kontinuierlich begleitet wird die Promenade von einem Geländer – der Linie. Nur dort wo der Hö­ henverlauf einen direkten Aufenthalt am Wasser er­ möglicht, wird auf das Geländer verzichtet, wie z.B. südlich des Kornversuchsspeichers. Im Verlauf der Promenade werden insgesamt 9 Rahmen bzw. Grünquerungen integriert. An diesen HotSpots sind Sport, Spiel und Aufenthaltsmöglich­ keiten untergebracht, Aussichtspunkte gestaltet und individuelle Pflanzthemen ausformuliert. Im Bereich des Kunstcampus bestehen sie beispielsweise aus baumüberstellten, begrünten gegenläufigen Tribü­ nen. Darüber hinaus ist die Promenade mit Sitzbän­ ken und Leuchten ausgestattet, als begleitende Ge­ hölzreihe werden blühende Zierobstbäume vorge­ schlagen. Die Kieler Brücke führt auf ein Bellevue (+ 35.70), das den Abschluss der Promenade bildet. Vom Bellevue führt eine Rampe nach Süden auf ein Sitz­ plateau am Kornspeicher. Nach Norden führt eine Rampe auf den Promenadensteg,	 der	 Wasserflä­ chen	am	Nordhafenpark	West	überquert. Döberitzer Grünzug Die	Rampe	der	Fußgängerbrücke	ist	zweiläufig	und	 liegt parallel zum Kanal. Im Döberitzer Grünzug wird die	 Wegefläche	 über	 das	 Retentionsfilterbecken	 hinweg und durch Staudenbänder geführt. Teilbe­ reiche sind mit Pappeln und Zelkoven überstanden. Neben einem Wasserspiel sind Spielbereiche und Sitzangebote integriert. Die Gebäudevorzonen wer­ den frei gehalten. Stadthafen Die Brückenrampe mündet südlich des Stadthafens auf dem oberen Platzniveau (+33,70). Weiter west­ lich	 führt	 eine	 zweiläufige	 Rampe	 auf	 das	 mittlere	 (+ 32.35) und untere Niveau (+ 31.60). Im Westen und Norden überbrücken verschwenkte Treppenan­ lagen die Niveauunterschiede. Der Platzbelag be­ steht aus Platten mit wechselnder Verlegerichtung. Integriert ist ein Pavillon mit Gastgarten. Im Hafen­ becken liegen zwei schiffsförmige Sonnendecks mit Schwimmbad und Gehölzen. Zugang besteht von Norden über einen Steg. Als Ausstattungsele­ mente sind Sitzbänke, Abfallbehälter, Leuchten und Poller (randseitig) vorgesehen. Im Norden und We­ sten wird der Platz von Platanen und Ahornen über­ stellt. Nordhafenpark Im Nordhafenpark Südwest entsteht ein Wegenetz,

das die Idee der Schiene aufgreift. Dazwischen be­ finden	 sich	 Spiel-	 und	 Liegewiesen,	 Staudenbän­ der und einzelne Sitzbänke. Vom Bellevue an der Kieler Brücke führt ein weiterer Weg an einer Ufer­ bepflanzung vorbei und erschließt zwei schwim­ mende Holzdecks. An der Nordhafenbrücke wird das Wegenetz in einem Weg gebündelt und unter der Brücke entlang geführt. Der Böschungsbereich der Brücke ist mit Staudenbändern gestaltet. Der Nordhafenpark Südwest wird im Norden und Süden von Baumlinien gerahmt. Ebenfalls vom Bellevue kommend erschließt ein schienenförmiger Promenadensteg mit Geländer die	 Wasserflächen	 des	 gesamten	 Nordhafenparks	 West. Er schließt südlich der Fennstraße an einen Parkweg an. Zwischen dem Promenadesteg und der	 Uferlinie	 sind	 großflächig	 Wasserpflanzen vor­ gesehen. Gartenhistorische Relikte sind im Entwurf aufgenommen. Das Wegesystem im Nordhafenpark Ost verknüpft das Gelände von Bayer Schering mit den Park- und Uferbereichen. Der Fernradwanderweg ist aufge­ nommen und wird unter der Fennbrücke entlang ge­ führt. Ein langes Holzdeck mit Wassereinschlüssen ist der Uferlinie vorgelagert. Ausgehend von den hi­ storischen Relikten südlich der Fennbrücke beste­ hen	Blickbeziehungen	über	die	Wasserfläche. Nordhafenplatz Auch auf dem Nordhafenplatz entsteht ein schie­ nenähnliches Wegenetz. Die Wege umschließen ein	 Retentionsfilterbecken	 und	 befestigte	 Platzflä­ chen.	 An	 die	 Wegeflächen	 sind	 Sitzbänke	 angela­ gert. Die Gebäudevorzonen sind freigehalten. Um den nördlich angrenzenden Parkteil und den Nord­ hafenplatz optisch zusammenzuführen, wird eine Neubepflanzung	mit	Gehölzlinien	entlang	der	Platz­ ränder vorgeschlagen. Realisierbarkeit - Der Kostenrahmen wird eingehalten.
 - Die Uferwände werden stark verändert.
 - Der Platz am Kornversuchsspeicher ragt in den 
 westlichen Straßenraum. - Die Grundstücke an der Kieler Brücke schließen an	geneigte	Wegeflächen	an.	 - Einige Rampensteigungen sind größer als 6 %. - Im	 Nordhafenpark	 ist	 kein	 Retentionsbodenfilter	 verortet, - auf der Spielwiese sind keine differenzierten Spie­ langebote ausgewiesen. - Die	 Pflege	 der	 Staudenbänder	 erscheint	 aufwän­ dig.

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LOCODROM Landschaftsarchitekten, Berlin / 2. Rundgang

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Leitidee / Gesamtkonzept Die Arbeit bildet die Dan-Flavin-Promenade als durchgehendes Band aus, welches bis vor die Nordhafenbrücke reicht. Ein Lichtband zitiert die stadträumliche Präsenz der farbigen Lichtarbeit von Dan Flavin am Hamburger Bahnhof. Räumliche Gliederung / Einbindung Die Durchgängigkeit der Promenade wird durch den linearen Einsatz verschiedener Gestaltungse­ lemente hergestellt. Balkonartige Terrassen setzen punktuelle Akzente entlang des Ufers und auf der Promenade. Alle Querungen in Ost-Westrichtung werden durch Baumreihen akzentuiert. Das Nord­ hafenbecken wird als eigenständiger, bestandsge­ prägter Parkraum verstanden. Uferpromenade Entlang der gesamten Promenade gliedert ein LED Lichtband den Promenadenbelag in einen mosaik­ gepflasterten	Uferweg und die mit Platten belegten, quartierseitigen	Promenadenflächen.	Zwei	-	mit	den	 Enden der Lichtlinie versehene – Holzstelen mar­ kieren Anfang und Ende der Promenade. Entlang der Promenade werden einzelne Reihen aus Spitz­ ahorn angeordnet. Der Uferweg mit der Lichtlinie wird am Stadthafen beidseitig des Hafenbeckens zum Wasser hinabgeführt. Zur Kieler Brücke hin steigt die gesamte Uferkante bis auf die Höhe des Brückenkopfes an, von wo sie bis zur wassernahen Uferkante an der Nordhafenbrücke wieder sanft ab­ fällt. Holzterrassen in Verlängerung der Quartier­ straßen werden – unter Aussparung des Uferweges –	 bündig	 in	 die	 weitere	 Promenadenfläche	 einge­ lassen. Die Terrassen werden als auskragende Stegkonstruktionen bis zur Wasserlinie geführt. Sie sind als Aufenthaltsbereiche mit eingebauten Sitz­ gelegenheiten	 und	 Baumbepflanzungen	 konzipiert.	 Analog werden die Flächen um den Kornversuchs­ speicher mit einer großen Holzterrasse differen­ ziert. Eine rückversetzte Baumreihe schlägt diese Fläche dem Promenadenraum zu. Der Brückenkopf der Kieler Brücke wird als Landspitze etwa fünf Me­

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Freiräume Europacity / Heidestraße und Nordhafen - Bericht der Vorprüfung

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ter über dem Wasser formuliert. Die Uferkante der Promenade wird mit einer Mauerkrone aus Granit ausgestattet. Das Ufergeländer (Stahlkonstruktion mit hölzernem Handlauf) erhält eine innenliegende LED Beleuchtung. Döberitzer Grünzug Der	 Döberitzer	 Grünzug	 wird	 -	 im	 Profil	 leicht	 aus­ mittig - in Ost-West Richtung geteilt: zur Promenade hin eine Doppelreihe Bäume, nach Westen das Re­ tentionsfilterbecken.	 Die	 Brücke	 am	 Kunstcampus	 wird	 mit	 zweiläufiger	 Rampe	 ausgeführt,	 allerdings	 zwischen Kunstkubus und Uferhalle angeordnet. Stadthafen Das Hafenbecken wird von den zwei parallel ge­ führten Belagsarten der Promenade gesäumt. Da­ zwischen vermitteln (Sitz)Stufenanlagen nach Nor­ den und Süden. Die Uferebene wird beidseitig über Rampen parallel zum Kanal erschlossen. Die Nord­ seite des Platzes wird oberhalb der Treppenanla­ ge von einer Reihe Spitzahorne gefasst. Der Cafébau ist in die Stufenanlage integriert. Am Westende des Hafenbeckens sind zwei Terrassen angeordnet, die auch vom Café genutzt werden können. An der Südseite des Hafenbeckens sind breitere Bereiche auch	für	Anlegerverkehr	für	Ausflugs-	oder	Restau­ rantschiffe vorgesehen. Hier erschließen zwei ge­ trennte Rampenanlagen zum einen die Kanalbrü­ cke und die Wasserebene vom Hafenplatz. Eine Wendung der Rampe und eine angesetzte Treppe verkürzen	die	Lauflänge	der	Brücke	und	binden	die	 Nord-Süd Quartierstraße direkt an. Eine Mole fasst das Hafenbecken zum Kanal. Das Cafégebäude ist leicht gedreht angeordnet um die Freiraumverbin­ dung jenseits der Heidestraße zu signalisieren. Ein Fontänenfeld als Wasserspiel schließt sich in der gleichen Richtung an. Eine Kastanie und eine Pla­ tanengruppe akzentuieren hier den Platzraum. Nordhafenpark West / Ost Im Südwesten wird die Promenade entlang des Ufers bis zu ihrem Abschluss an der Nordhafen­ brücke geführt. Westlich schließen sich der „Park an der Kieler Brücke“ und der Nordhafenplatz als zusammenhängend konzipierte Freiraumeinheiten an. Von Heidestraße und Landspitze an der Kieler Brücke neigen sich die Flächen des Parks als große Rasenfläche	 zum	 Wasser.	 Eine	 Reihung	 von	 Klet­ terspielgeräten auf dem Kamm der Rampe zur Kieler Brücke überhöht die topographische Aus­ sichtssituation. Die nördliche Gebäudekante des Europaquartiers	 wird	 hier	 von	 der	 höher	 liegenden	

Rampe und Treppenanlage zur Kieler Brücke hin räumlich gefasst. Zur Heidestraße hin gliedert eine lockere Baumgruppe aus Platanen und Kastanien den Raum. Dahinter verbinden Wasserspiele, Was­ serbecken,	Retentionsfilterbecken	und	gefasste	Ra­ senbereiche, die jeweils mit schmalen Stegen über­ spannt sind, formal und räumlich den oberen Teil des Parks an der Kieler Brücke mit dem Nordhafenplatz. Der nördlich der Nordhafenbrücke als eigen­ ständige Raumeinheit gelesene Nordhafenpark soll in seinem Bestand weitgehend saniert werden. Aus­ lichtungen werden vorgenommen. Im Westteil des Parks wird das Wegenetz auf die höher gelegenen Strecken zurückgebaut und ein vegetativ geprägter Böschungs- und Ufercharakter geschaffen. Ein höl­ zerner Anlegersteg im Osten, ein großes Holzdeck und zwei schmale Anlegerstege im Westen erwei­ tern die Freiraumstrukturen bis ins Wasser. Beid­ seitig der Nordhafenbrücke wird die Böschung dicht bepflanzt.	Im	Osten	wird	der	neue	Bootssteg	mit	ei­ ner direkten Wegelinie an die Caféterrasse im neu­ en Bayer Schering Campus angebunden. Nordhafenplatz Die beiden Teilräume Platz und Park am Nordha­ fen werden durch eine über die Heidestraße bis auf den Brückenkopf der Nordhafenbrücke geführte, freie Baumreihe verbunden. Ebenfalls verbindet der Betonplattenbelag Nordhafenplatz und Promenade entlang	 der	 südlichen	 Gebäudekante.	 Die	 Platzflä­ chen sind auf beiden Seiten mit Asphalt mit heller Splittabstreuung	belegt.	Das	Retentionsfilterbecken	 ist auf dem Nordhafenplatz erhöht angeordnet und bildet mit anschließendem Wasserbecken, Terras­ senflächen,	Stufenanlagen	und	Stegen	ein	eigenes	 Raumelement auf dem Platz. Individuelle Holzbän­ ke markierten Aufenthaltsbereiche in der offenen Gebäudevorzone im Süden und unter dem frei plat­ zierten Baumhain im Norden des Platzes. Realisierbarkeit - Der Kostenrahmen wird deutlich überschritten. - Die Uferwände werden stark verändert - Die Holzpodeste ragen über die OK der Uferma­ uer. - Die Auskragung im Bereich des Kornversuchspei­ chers ragt ca. 1 m über die Uferlinie. - Die Rampe am Kunstkubus entspricht nicht den Vorgaben (gedreht).

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Valentien + Valentien Landschaftsarchitekten und Stadtplaner SRL, Weßling / 1. Rundgang

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Leitidee / Gesamtkonzept Es sollte ein ruhiger Stadtboden entstehen, der so selbstverständlich diesen Ort trägt, als wäre er im­ mer so gewesen. Räumliche Gliederung / Einbindung Die Uferpromenade verbindet mit einem einheit­ lichen Belag großformatiger heller Betonplatten die unterschiedlichen Bereiche von der Sandkrugbrü­ cke zum Nordhafenplatz. Im Bereich von Einmün­ dungen und besonderen Orten öffnen sich Quar­ tiersplätze, die in Stadtbalkone am Wasser überge­ hen. Als grünes Pendant zur Promenade wird der Nordhafen parkartig und eng am Bestand entwi­ ckelt. Als Besonderheit und Points de Vue werden fünf leichte und nachts beleuchtete Pavillons vorge­ schlagen. Uferpromenade Die Uferpromenade beginnt an der Invalidenstra­ ße mit dem einheitlichen neuen Belag und einem der vorgeschlagenen Pavillons. Die ufernahen Lin­ den werden erhalten und fortgesetzt. Im Bereich bis zum Döberitzer Grünzug sind uferbegleitende Sitzbänke geplant. Ein rückwärtiger Kiesstreifen mit Leuchtstelen ist im gesamten Verlauf bis zur Kieler Brücke vorgesehen. Das Kunstareal wird mittels zweier Baumplätze an­ gebunden, wobei der südliche Baumplatz die Ver­ bindung zu einem Restaurant am Hamburger Bahn­ hof schafft. Im weiteren Verlauf binden drei Quartiersplätze und der Döberitzer Grünzug die Europacity an die Pro­ menade an. Die Quartiersplätze sind Baum bestan­ den. Materialität und Ausstattung unterscheiden sich innerhalb eines Rahmens aus großformatigen Betonplatten und nehmen Bestandsmaterialien auf. Spiel- und Aufenthaltsbereiche werden integriert. Die Quartiersplätze gehen an fünf Stellen in Stadt­ balkone am Wasser über, die in die grünen UferBöschungen bis zur Uferkante auskragen. An drei Stellen ist ein Pavillon geplant. Am Kornversuchsspeicher führt die Promenade

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Freiräume Europacity / Heidestraße und Nordhafen - Bericht der Vorprüfung

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beidseitig ums Gebäude herum. Südseits sind gas­ tronomische Angebote vorgesehen. Uferseitig wei­ tet ein Stadtbalkon, als Kombination von Auskra­ gung und Mauerergänzung, den Raum auf. Als Baumarten der Promenade werden Linden (im Süden und Norden), Weiden sowie ausgewählte Baumarten an den Quartiersplätzen vorgeschla­ gen. Die	 privaten	 Vorgärten	 sind	 bepflanzt	 und	 werden	 mit einer Stütz- bzw. Sitzmauer und dem Kiesstrei­ fen zur Promenade abgegrenzt. Döberitzer Grünzug Der Döberitzer Grünzug besteht aus einem lang­ gestreckten Platz, der von der Heidestraße bis zur Promenade ragt und mit Baumblocks zwei Reten­ tionsbecken umgreift. In die Baumgruppen sind li­ neare Sitzbänke integriert. Am östlichen Abschluss mündet der Grünzug in einen Baumplatz und Stadt­ balkon am Wasser. Die Zickzack-Brücke entspricht der Brückenoption mit Rampe und Treppe parallel zum Kanal. Südlich und nördlich des Platzes wird die Prome­ nade mit ihren Betonplatten an die Heidestraße he­ rangeführt. Die Leuchtstelen der Promenade wer­ den auf der südlichen Seite, der Kiesstreifen auf der nördlichen Seite fortgeführt. Die Retentionsbecken sind	durch	Stege	querbar.	 Stadthafen Im Hafen soll durch einen leichten Schwenk der Treppen mehr Spannung und mehr nutzbarer Raum direkt am Wasser entstehen. Das vorgeschlagene Gebäude wird als Café mit Bootsverleih verstanden und in die nördliche steinerne Freitreppe integriert. Auf der Westseite wird die Freitreppe verschwenkt herumgezogen.	 In	 die	 Freitreppe	 sind	 Sitzflächen	 integriert. Der Belag der Promenade geht direkt ans Hafenbecken heran. Ein vorgeschlagenes Restau­ rantboot ist über einen Steg erreichbar. Die Brücke über den Schifffahrtskanal ist südlich des Stadthafens angeordnet. Die Rampe der Brü­ cke führt gerade auf den Platz. In Fortsetzung der Brücke entsteht nach Westen ein erhöhter Aus­ sichtspunkt für Außengastronomie. Unter der Brü­ cke ist eine Rampe zur barrierefreien Erschließung der unteren Ebene geplant. Der Abschluss zur Heidestraße wird mittels eines zweireihigen Platanenplatzes hergestellt. Zusätz­ lich werden Platanen locker verteilt in den nörd­ lichen Platz und die Freitreppe hineingezogen. Die Vorzonen	 der	 Gebäude	 werden	 als	 offene	 Platzflä­ chen mit Leuchtstelen gestaltet.

Nordhafenpark Der südliche, direkt an den Städtebau anschlie­ ßende, Bereich wird als Teil der Promenade ver­ standen. Eingebunden ist hier ein Stadtbalkon mit Ausblick auf den tiefer liegenden Park und den Nordhafen. Die Kieler Brücke ist mit einer Rampe angebunden, die auf der Promenade endet. Ein Ab­ gang zum tiefer gelegenen Parkteil ist im westlichen Abschluss der Promenade vorgesehen. Die parkartigen Teile sollen einen Kontrast zu den stark baulich bestimmten Freiflächen des Stadt­ quartiers bieten. Der Park terrassiert sich mittels Wiesen, Sitzstufen und Baumgruppen zum Wasser. In die Große Spielwiese ist ein Spielplatz integriert. Im westlichen Parkteil sind zwei Uferbereiche als Strandflächen	 ausgebildet,	 die	 nördliche	 erhält	 ei­ nen der geplanten Pavillons. Die westlichen und östlichen Parkteile greifen die historischen Spuren in Wegeplanung und Baumbe­ stand auf. Die Bäume sollen zur besseren Durch­ sicht hoch aufgeastet werden. Die westlichen Park­ teile werden durch eine aufgeweitete Steganlage miteinander verbunden. Holzstege und eine Holz­ plattform am östlichen Ufer bieten Aufenthaltsmög­ lichkeiten am Wasser. Ein Schilfgürtel und Trauer­ weiden setzen Akzente am Wasser. Nordhafenplatz Der Platz lehnt sich als Abschluss der Promenade in Materialität und Gestaltung an diese an. Zwei dop­ pelte und eine einfache Lindenreihe gliedern den Platz und ragen unter Einbeziehung der Straßenbäume in den Nordhafenpark. Zwischen den Baumreihen sind zwei Retentionsbecken als grüne Teile des Platzes angeordnet. Die Verfasser schlagen vor, die Retentionsbecken des südwestlichen Nord­ hafenparks hier zusätzlich unterzubringen. Holz­ stege führen über die Retentionsbecken. Im nörd­ lichen Teil des Platzes sind Bereiche für Außengas­ tronomie vorgesehen. Realisierbarkeit - Der Kostenrahmen wird eingehalten.
 - Die Uferwände werden sehr stark verändert.
 - Im Bereich Promenade und Quartiersplätze be­ trägt der Abstand der Gehölze zur Uferkante ca. 2,5m - Die Zufahrt am Döberitzer Grünzug unterschreitet die geforderte Breite von 5,5m. - Die	nördlichen	Retentionsfilterbecken	werden	auf	 dem Nordhafenplatz zusammengefasst. - Die	nördliche	Strandfläche	im	Nordhafenpark	ragt	 in die Fahrrinne.

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Levin Monsigny Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin / 2. Rundgang

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Leitidee / Gesamtkonzept Die dynamische Uferlinien-Form des Schifffahrts­ kanals wird zitiert und zu Schwüngen transformiert. Es entsteht das Bild einer neuen Uferlinie, die die Europacity begleitet und in ihre Freiräume hinein führt. Damit rückt die Idee des Schifffahrtskanals in die Mitte der Europacity und wirkt hier als gestaltge­ bendes Element. Räumliche Gliederung / Einbindung An der Sandkrugbrücke wird das Entree mit einer Landmarke bzw. einer Kunst-Installation markiert. In Längsrichtung wird die Uferpromenade in drei Spuren mit unterschiedlichen Belägen und Funkti­ onszuweisungen gegliedert. An Platzaufweitungen in Verlängerung der Quartiersstraßen und im Be­ reich der Fußgängerbrücken wird sie mit der Umge­ bung verknüpft. Endpunkt der Promenade bildet ein Plateau an der Kieler Brücke. Dort bestehen Blick­ beziehungen über den Nordhafen und Nordhafenpark. Uferpromenade Die Uferpromenade wird in drei Spuren gegliedert: Die mittlere Spur bildet den Hauptweg und besteht aus einem 6 m breiten sandfarbenen Asphaltbelag. Entlang der Uferkante entsteht die zweite Spur. Hier wird die bestehende Spundwandabdeckung mittels gleicher Granitplatten in Richtung Promenade ver­ breitert (max. 4m breit). Mit Sitzelementen ausge­ stattet bietet die Spur Aufenthaltsmöglichkeiten und kann als Café-Terrasse genutzt werden. Als Variati­ on ist südlich des Stadthafens eine Rasenböschung mit Sitzstufen (aus Granit) integriert. Die dritte Spur verläuft an der Gebäudeseite. Sie bietet Platz für Café-Terrassen, Standflächen oder Mietergärten. Die Gärten sind durch eine Kante abgesetzt. Be­ gehbare Flächen der dritten Spur sind mit Granit­ großpflaster	 befestigt,	 wie	 z.B.	 die	 Platzfläche	 am	 Kornversuchsspeicher. Dort wird der ehemalige Kranausleger als kleines „Folie“ integriert und die Engstelle auf ca. 7 m verbreitert. Der Platz kann als Cafe-Terrasse genutzt werden.

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Freiräume Europacity / Heidestraße und Nordhafen - Bericht der Vorprüfung

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Die kleinen Plätze in Verlängerung der Quartiers­ straßen sind mit Wasserspielen oder als Wasser­ spielplatz angelegt und jeweils von einem BaumKaree überstellt. Nördlich des Döberitzer Grün­ zuges sind in Ufernähe einzelne Bäume integriert. Die	Platzflächen	im	Verlauf	der	Promenade	werden	 durch dichtere Baumsetzungen betont. Zusätzlich schlagen die Verfasser eine Baumreihe in den pri­ vaten Vorgärten vor. Vom Plateau (+35.70) an der Kieler Brücke führen eine Rampe bzw. Treppe nach Süden und Westen und zwei Wege weiter in den Nordhafenpark. Döberitzer Grünzug Die	 Brückenrampe	 am	 Kunstkubus	 liegt	 einläufig	 parallel zum Kanal. Im Döberitzer Grünzug sind sechs	 Retentionsfilterbecken	 in	 linearer	 Anord­ nung untergebracht. Sie werden von einer Baum­ reihe und Sitzblöcken begleitet. Die lineare Baum­ pflanzung	an	der	südlichen	Gebäudeseite	wechselt	 im Bereich des Kunstkubus zu frei angeordneten Baumsetzungen. Stadthafen Der Stadthafen wird von einer stilisierten Ufermauer gerahmt. Sie besteht aus dem gleichen Material wie die Ufermauer am Schifffahrtskanal. Es entsteht die Geste einer sich in den Stadthafen hinein schwin­ genden Kanal-Ufermauer. Von Osten wird die Brü­ ckenrampe südlich des Stadthafens erst auf das obere (+33.70) und dann auf das mittlere (+32.80) Platzniveau geführt. Eine Sitzstufenanlage mit inte­ grierten Sonnendecks (Granit) fasst im Westen und Norden das untere Platzniveau (+31.60). Von dort bindet eine Rampe parallel zum Kanal nach Norden an die Promenade an. Im nördlichen Eckbereich des Hafens entsteht durch die Höhendifferenz ein kleines Aussichts-Plateau. Auf	 der	 oberen	 Platzfläche	 sind	 ein	 Cafégebäude,	 Sitzmöbel und Außengastronomie untergebracht. Überstellt wird der Stadthafen von Baumreihen und	 Baumgruppen.	 Zur	 Nutzung	 der	 Wasserfläche	 schlagen die Verfasser eine modulare Bühne aus 20 Pontons vor. Nordhafenpark Die Uferböschung im Nordhafenpark Südwest wird durch Rasenwellen abgestuft und ist mit Sitzele­ menten (Beton) ausgestattet. Zwei Asphaltwege führen von der Kieler Brücke bis zur Unterführung (+32.00) der Nordhafenbrücke. Zwischen den We­ gen	 ist	 eine	 Sandspielfläche	 mit	 Spielelementen	 vorgesehen. Sie wird von Baumreihen bzw. Baum­

gruppen gerahmt. Analog zum Stadthafen wird die Spielfläche	auf	westlicher	Seite	von	einer	stilisierten Ufermauer (aus Granit) eingefasst. Die dem Spiel­ platz zugewandte Seite ist als Sitzbank ausgeformt. Rückseitig sind Retentions-, Gras- und Schilfflä­ chen vorgesehen. An der Heidestraße entsteht eine kleine	Platzfläche	(Ortbeton)	in	die	Skate-Elemente integriert sind. Am Ufer des Nordhafenpark West liegt ein Bade­ schiff. In Containern entlang der Böschung könnten weitere Einrichtungen untergebracht werden. Nörd­ lich des Badeschiffs entsteht in der Schleife des Uferwegs die Grüne Arena mit abgestuften Rasenwellen. Bestehende Wegeplätze sollen erhalten und saniert werden, der Baumbestand wird aufge­ nommen und zur Heidestraße hin verdichtet. Im Nordhafenpark Ost ist am Eingang des EuropaRadwegs eine Landmarke platziert (an der ehem. Kranplattform). Das Gelände von Bayer Schering mit Café-Terrasse ist über ein neues Wegesystem erschlossen. Der Baumbestand wird zur Schaffung von Sichtbeziehungen ausgelichtet, bestehende Treppenanlagen und Sitzplätze sollen weitgehend erhalten bzw. saniert werden. Am Ufer entsteht eine breite Sitzstufenanlage mit Kiosk, Bootsanleger und Tretbootverleih. Eine Fontäne im Wasser bildet ei­ nen Blickpunkt und erzeugt eine angenehme Ge­ räuschkulisse. Nordhafenplatz Der Nordhafenplatz wird als grüner Stadtplatz an­ gelegt und entwickelt sich aus der Blockstruktur des neuen Quartiers. Die Randbereiche können gas­ tronomisch	 genutzt	 werden.	 Sie	 werden	 gepflastert	 und von Bäumen mit gusseisernen Baumscheiben gefasst.	In	der	Platzmitte	entsteht	eine	quadratische	 Retentionsfläche	mit	Mobilé und umlaufendem Was­ serbecken. Das Mobilé wird mit gereinigtem Was­ ser gespeist, das im Wasserbecken wieder aufge­ fangen wird. Der Beckenrand wird als Sitzkante aus Granit	mit	Sitzauflage	gestaltet. Realisierbarkeit - Der Kostenrahmen wird deutlich überschritten. - Die Uferwände werden stark verändert.

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Westpol Landschaftsarchitektur, Basel,CH / 1. Rundgang

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Leitidee / Gesamtkonzept Kerngedanke der Arbeit ist die Verbindung des Quartiers und der baulichen Ankerpunkte Hambur­ ger Bahnhof, Kornspeicher und Ufermauer mit ei­ ner einheitlichen und eindeutigen räumlichen Figur. Die	 Promenadenoberfläche	 wird	 durch	 intarsienar­ tige Einsätze akzentuiert, strukturiert, funktionali­ siert. Dieser harte Stadtraum wird klar vom weichen Grünraum Nordhafenpark getrennt. Räumliche Gliederung / Einbindung Der einheitliche Promenadenbelag, der ebenso für den Döberitzer Grünzug, den Stadthafen und den Nordhafenplatz verwendet wird, verknüpft als mäan­ drierendes Band die Promenade mit dem Quartier. Die Promenade wird – im Gegensatz zum Nordha­ fenpark und gegenüberliegendem Ostufer des Ka­ nals – als mineralische, offene Fläche konzipiert. An der Kieler Brücke wird mit der balkonartigen Auskra­ gung	 des	 Brückenkopfes	 eine	 deutliche,	 figurative	 Zäsur gesetzt und die Promenade als klare Kante bis in den Platz am Nordhafen fortgesetzt. Uferpromenade Die Promenade und die Aufweitungen werden offen und	flächig	gestaltet;	verschiedene	Breiten	generie­ ren hierbei eine Reihe von Räumen und Plätzen, die fast ausschließlich auf der Quartiersebene ge­ führt werden. Ausnahmen sind: das Hafenbecken und die grüne Böschung nördlich des Stadthafens. Als Kontrast zum stark durchgrünten Quartier und der gegenüberliegenden Uferseite verbleibt die Promenade bewusst frei von Baumbestand - bis auf (die wenigen) Bestandsbäume. Die Promena­ de ist durchgehend mit Bänken und Mastleuchten – in Möblierungsbändern - bestückt. Eine NordSüdgliederung erfährt die Promenade durch die unterschiedlichen Uferkanten und Brüstungen. Der historische Teil der Ufermauer im Süden wird bei­ behalten, das Bestandsgeländer erhalten bzw. er­ gänzt. Ab dem Stadthafen bildet eine brüstungsho­ he, prägende Betonmauer die Uferkante. Der grü­ ne Böschungsbereich zwischen Stadthafen und

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Freiräume Europacity / Heidestraße und Nordhafen - Bericht der Vorprüfung

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Kornversuchsspeicher verbleibt ohne Brüstung. Die Promenade wird zwischen Kieler Brücke und Kornversuchsspeicher durch eine neue, senkrech­ te Ufermauer erweitert. Eine Rampe führt am Ufer unter der Kieler Brücke zum Nordhafenpark. An den Enden der Quartiersstraßen werden intarsien­ artige,	baumbepflanzte	Gestaltungselemente	in	die	 Promenadenfläche	 platziert.	 Diese	 schaffen	 hier,	 im Döberitzer Grünzug, im Stadthafen und an der Nordkante der Europacity Ausstattung, Möblierung und räumliche Akzentuierung. Die jeweils formal verwandt gestalteten Intarsien bestehen regelmä­ ßig	 aus	 Sitzmauern	 aus	 Beton,	 Baumbepflanzung	 (Koelreuteria paniculata), wassergebundenem Be­ lag	 und	 Sandspielflächen.	 Der	 Promenadenbelag	 besteht aus oberflächenbehandelten Betonplatten in Großformaten. Zwischen diesen sind Fugenbän­ der aus Stahl eingelassen um den vormals industri­ ellen Charakter wiederzuspiegeln. Die privaten Vor­ bereiche	 erhalten	 Heckenpflanzungen	 aus	 Hain­ buchen. Die Plätze werden durch hohe, prägnante Lichtmasten markiert. Döberitzer Grünzug Der	 Döberitzer	 Grünzug	 wird	 durch	 zwei	 im	 Profil	 leicht ausmittig platzierte Intarsien räumlich geglie­ dert. Die nach Süden mit Sitzmauern begrenzten, durchwegten Intarsien	 sind	 beide	 mit	 Schilfinseln	 und	Bäumen	(Quercus	palustris)	bepflanzt.	Die	Brü­ cke am Kunstkubus wird mit uferparallelen Rampen vorgeschlagen. Stadthafen Der Platz am Stadthafen ist als weite, offene Flä­ che konzipiert. In diese ist das Hafenbecken als eng gefaßte Form eingelassen. Nach Westen und Nor­ den ist das Hafenbecken durch Sitzstufen bzw. sitz­ hohe Terrassenebenen gefasst. Der Zugang zum Wasser erfolgt durch eine steile stirnseitige Ram­ pe (ca.19%) und drei Treppen. Die Nordseite des Platzes gliedert sich durch mit Gleditschien bestan­ dene Intarsien (wassergebundene Decke, Sitzmau­ er). Kommerzielle und gastronomische Nutzungen sind in den platzangrenzenden Gebäuden mit Au­ ßenbereichen vorgesehen. Weitere Nutzungen wer­ den – nach dem Modell Amsterdam - auf Pontons auf dem Wasser verortet: im Stadthafen (Hafenbar) und im Nordhafen. Die Brücke wird als unabhän­ giges Element, an der Südseite des Hafenbeckens auf die Promenade gestellt. Nordhafenpark West / Ost Die Promenade wird als harte Kante bis zum Nord­

hafenplatz geführt. Der anschließende, vegetati­ onsgeprägte Park um das Nordhafenbecken wird neu durch einen breiten Uferweg aus Ortbeton di­ rekt am Wasser gefasst. Dieser Uferweg wird unter der Kieler Brücke durch eine Rampe angebunden, auf der Ostseite wird der verbreiterte Europarad­ weg direkt entlang des Ufers geführt; die gesamte Wegeführung wird neu formalisiert. Zwei inselartige Anleger, z. T. mit (gastronomischen) Bauten sind im Hafenbecken platziert. Der Baumbestand wird weitgehend erhalten, teilweise ausgelichtet und – vor allem zur Heidestraße hin – mit bestandsorien­ tierten Salix, Quercus und Acer ergänzt. Der Bayer Schering Campus wird durch eine Terrasse und ei­ nen Platz mit dem Park verzahnt. Der Platz knüpft an einen neuen oberen Weg an, der die rückge­ baute Straße „Am Nordhafen“ ersetzt. Das Wasser­ thema wird in den Intarsien an der Kieler Brücke als Trinkbrunnen aufgenommen. Nordhafenplatz Der Nordhafenplatz wird als Fortsetzung der Pro­ menade gelesen. Analog wird der großformatige Betonplattenbelag fortgeführt und die Südseite des Platzes mit einer baumbestandenen Intarsie verse­ hen. Zentrales Platzthema ist ein Senkgarten mit den	 Schilfpflanzungen	 der	 zwei	 hier	 zusammenge­ fassten	 nördlichen	 Retentionsfilterbecken,	 ergänzt	 durch	 Wasserflächen,	 Stauden-	 und	 Gräserpflan­ zungen. Die Umfahrt der Gebäudekanten am Nord­ hafenplatz bleibt frei. Realisierbarkeit - Der Kostenrahmen wird deutlich überschritten. - Die Uferwände werden sehr stark verändert - die neuen Gebäude an der Kieler Brücke schlie­ ßen an eine geneigte Promenadenebene an. - Die Rampe am Stadthafen entspricht nicht den Vorgaben (verkürzt). - Das Hafenbecken ist nicht behindertengerecht er­ schlossen. - Das untere Niveau am Stadthafen liegt auf +31.20 (statt 31.60). - Ein Gebäude auf dem Platz am Stadthafen ist nicht vorgesehen. - Die	nördlichen	Retentionsfilterbecken	werden	auf	 dem Nordhafenplatz zusammengefasst. - Im Nordhafenpark Südwest sind keine Spielange­ bote ausgewiesen.

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terra.nova Landschaftsarchitektur, München mit Wich Architekten, München / 2. Rundgang

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Leitidee / Gesamtkonzept Wie ein ‚Roter Faden’ zeichnet die Promenade die Nahtstelle von Stadt- und Kanalraum nach. Es ent­ steht eine Fußgängerachse im Sinne der Berliner Promenadentradition > die Europapromenade. Vom urbanen Auftakt am Europaplatz folgt sie auf selbst­ verständliche Weise dem Kanalverlauf und mündet am Nordhafen in einer ‚Grünen Oase’ > der Nord­ hafenpark. Räumliche Gliederung / Einbindung Die Uferpromenade verbindet mit einem einheit­ lichen Belag die unterschiedlichen Bereiche des Europaquartiers	 bis	 zum	 Nordhafenplatz.	 Gleich­ sam einer Perlenkette, der Urbanen Partitur, wer­ den die Attraktionen der Europapromenade (Euro­ paplatz, Hamburger Bahnhof, Kunstkubus, Hafen­ café, Kornversuchsspeicher und Nordhafenplatz) miteinander verbunden. Das Pendant zur steiner­ nen Promenade stellt die Grüne Oase des Nordha­ fenparks dar. Uferpromenade Die Europapromenade beginnt am Hauptbahnhof und führt über Humboldttreppe und Sandkrugbrü­ cke ins Gebiet. Vorgeschlagen wird ein einheitlicher rot-braun bzw. orange -roter diagonal verlegter Be­ lag aus Klinkern oder Natursteinen. Die ufernahen Linden werden durch den Leitbaum der Uferpro­ menade, die dornenlose Gleditschie (Gleditsia tria­ canthos inermis) ersetzt. Im Verlauf bis zum Stadt­ hafen werden die Bäume in lockeren Gruppen im Promenadenbelag verteilt. Am Platz am Kunstku­ bus erfolgt eine Platzaufweitung mit Außengastro­ nomie. Drei Plätze mit regelmäßig angeordneten Baumstandorten binden an das Quartier an. Zwischen Stadthafen und Kornversuchsspeicher finden	sich	locker	verteilte	Bäume	in	der	Böschung,	 ergänzt durch uferspezifische Vegetation. Ein zum Wasser geführter Weg, der Wassergarten, ermögli­ cht das ‚Eintauchen’ in den Kanallandschaftsraum. Am Kornversuchsspeicher führt die Promenade beidseitig vorbei, südlich vorgelagert mit Außeng­

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Freiräume Europacity / Heidestraße und Nordhafen - Bericht der Vorprüfung

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astronomie. Ab hier hat die Promenade keine Bäu­ me mehr. Der Brückenkopf der Kieler Brücke wird durch eine Rampe angebunden. Wasserseitig geht eine weitere Rampe in die Naturuferpromenade des Nordhafenparks über. Die	 privaten	 Vorgärten	 sind	 bepflanzt	 und	 werden	 mit einer Sitz- und Stützmauer abgegrenzt. Es wird ein Lichtkonzept der Promenade unter dem Motto Flanieren bis spät in die Nacht vorgeschla­ gen. Dazu sind einheitliche Mastleuchten und eine gezielte Illumination von Bäumen, Fassaden, Mau­ ern und dem Hafenbecken geplant. Döberitzer Grünzug Der Döberitzer Grünzug wird als platzartige Auskra­ gung der Promenade mit ihrem einheitlichen Be­ lag und Beleuchtung bis zur Heidestraße verstan­ den.	 Integriert	 sind	 zwei	 Retentionsflächen,	 die	 als	 langgestreckte Schilfbänder mit Silberweiden (Salix alba‚ ’Chermesina’) kombiniert werden. Vorgese­ hen sind Aufenthalts- und Spielmöglichkeiten sowie ein lineares Wasserspiel. Die Verbindung zum Platz am Kunstkubus stellen Kunstobjekte dar. Am Platz wird die Brücke mittels Rampe und Treppe parallel zum Kanal erreicht. Stadthafen Der Stadthafen Berlin ist das Herz der Europacity. Die	 Promenade	 verläuft	 mit	 ihrer	 Pflasterung	 und	 den locker verteilten Gleditschien als platzartige Aufweitung um den Hafen. Die Brücke über den Schifffahrtskanal verläuft mit langgestreckter Rampe parallel zum südlichen Rand des Hafens. In Fortsetzung der Brücke ent­ steht nach Westen ein Aussichtspunkt. Der Brücke hafenseitig vorgelagert ist eine Rampe zur barrie­ refreien Erschließung der unteren Ebene. An die­ se Mauer schließt sich L-förmig eine um die Ecke herumgezogene Naturstein-Treppenanlage (z.B. Lausitzer Granit) an, in die Sitzkuben aus Holz und Baumstandorte eingebunden sind. Der untere, am Wasser liegende Bereich des Ha­ fens, die Stadthafenpromenade, besitzt einen Holz­ belag aus Thermobuche. Hier sind Holzpontons als Hafenbühne, Gastronomiebereich oder schwim­ mender Garten vorgelagert. Im nordöstlichen Be­ reich der Freitreppe liegt das neue Hafencafé. Das Dach des bühnenartigen Cafés ist begehbar und dient als Aussichtsplattform. Durch seinen Aufzug besteht ein weiterer barrierefreier Übergang der beiden Ebenen. Nordhafenpark

Die Anbindung an den Brückenkopf der Kieler Brü­ cke ist gestalterisch Teil der Promenade. Zuerst als Rampe, dann gerade, führt sie zum Nordhafenplatz hinüber. An den Wohnbauten schließt sich auf Ge­ bäudehöhe eine Erschließungszone an. Vom Aussichtpunkt ‚Brückenkopf’ ist der Nordha­ fenpark zu überblicken, der aus einer mit Sitzmau­ ern terrassierten Wiesenlandschaft mit Baumgrup­ pen aus schmalblättrigen Eschen (Fraxinus angu­ stifolia „Raywood“) besteht. Über eine Rampe wird die Naturuferpromenade er­ reicht, die wiederum direkt am Wasser unterhalb der Brücke mit dem Kornversuchsspeicher verbun­ den ist. Im weiteren Verlauf verbindet die Promena­ de	 als	 wasserdurchlässige	 Asphaltfläche	 die	 west­ lichen Parkteile. Das Ufer auf der Westseite wird als neue Formstein-Ufermauer gestaltet. Auf der Ost­ seite ist der überregionale Radwanderweg in die Promenade integriert. Die nordwestlichen und östlichen Parkteile greifen, mit Ausnahme der neuen Ufergestaltung, die histo­ rischen Spuren in Wegeplanung und Baumbestand auf. Die Bäume sind durch Blickachsen aufgelo­ ckert. Im Wasser sind Holzdecks und eine Wasser­ fontäne vorgesehen. Der langgestreckte Holzsteg der Ostseite wird mit Mastleuchten, die Sitzmauern des Südwestteils durch eine LED-Lichtlinie beleuchtet. Nordhafenplatz Der Nordhafenplatz lehnt sich als Abschluss der Europapromenade gestalterisch an diese an. Als städtischer Aufenthaltsort	 wird	 er	 mit	 dem	 Pflaster	 der Promenade befestigt, in das locker verteilte Sil­ berweiden (Salix alba‚ ’Chermesina’) eingestreut sind.	Im	Platz	finden	sich	sechs	Schilf	bewachsene,	 polygonale	 Retentionsbodenfilter.	 In	 der	 Mitte	 des	 Platzes ist ein zentrales Wasserspiel vorgesehen. 
 In Richtung Nordhafen wird eine Sichtachse freige­ halten.
 Die Erschließung der Gebäude wird freigehalten, 
 der nördliche Vorbereich der Gebäude ist straßen­ artig mit einer Baumreihe ausgebildet.
 Realisierbarkeit - Der Kostenrahmen wird deutlich überschritten.
 - Die Uferwände werden sehr stark verändert. 
 - Im Nordhafenpark Südwest sind keine Spielange­ bote ausgewiesen. - Zwei Holzpontons an der Fennbrücke ragen in die Fahrrinne. - Die	 nördlichen	 Retentionsbodenfilter	 werden	 auf	 dem Nordhafenplatz zusammengefasst.

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Realgrün Landschaftsarchitekten, München mit Lamott und Lamott Architekten, Stuttgart / 2. Rundgang

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Leitidee / Gesamtkonzept Ziel des Entwurfskonzepts ist die Versorgung der zukünftigen BewohnerInnen mit differenzierten, vielfältig nutzbaren Freiräumen unter Berücksichti­ gung der Einbindung in die vorhandenen und ge­ planten Freiraum- und Erschließungsstrukturen des übergeordneten Stadt- und Landschaftsgefüges. Räumliche Gliederung / Einbindung Für das Wettbewerbsgebiet werden entsprechend der angelagerten Nutzungen differenzierte Frei­ raumtypologien entwickelt. So wechseln sich z.B. neue Sitzstufenanlagen am Wasser und neue Kai­ mauern mit bestehenden industriell oder ruderal ge­ prägten Uferbereichen ab. Die Ausprägung der Bo­ denbeläge und die Gehölzverwendung folgen einem durchgängigen Gestaltungskanon. Über platzartige Aufweitungen wird die Uferpromenade mit den neu­ en Quartieren vernetzt. Uferpromenade Die Promenade am Schifffahrtskanal ist durchgän­ gig mit zwei verschiedenen Bodenmaterialien be­ festigt: Gehbereiche erhalten eine Belag aus hell­ beigen	Granitpflaster	(gesägt),	integriert	ist	ein	3	m breiter Radweg aus hellbeige Asphalt. Ausgehend von der Sandkrugbrücke umlaufen diese zwei Be­ lagsarten auch den Stadthafen und reichen am nördlichen Quartiersabschluss über die Heidestra­ ße	hinweg	bis	zum	Nordhafenplatz.	Relikte	von	Pfla­ ster und Gleisanlagen sollen, wo funktional möglich, in den Belag integriert werden. Die bestehenden in­ dustriell oder ruderal geprägten Uferbereichen wer­ den abschnittweise durch neue Einbauten ergänzt wie z.B. Kaimauern, einer Rampe, einem Holzdeck und neuen Sitzstufen zum Wasser. In den Rand­ bereichen der Promenade sind Sitzbänke und eine Beleuchtung integriert. Das Gehölzkonzept sieht li­ neare Baumstellungen aus Säulenpappeln vor, die durch Baumhaine mit freier Anordnung im Bereich von Platzaufweitungen unterbrochen werden. Die privaten	 Vorgärten	 sind	 als	 Grünfläche	 dargestellt	 und nehmen die Reihe aus Säulenpappeln auf. Die

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Freiräume Europacity / Heidestraße und Nordhafen - Bericht der Vorprüfung

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mit Birkenhainen überstellten Flächen entlang dem Kunstcampus und die kleinen Platztaschen weiter nördlich dienen als Spiel- und Rückzugsorte. Im Be­ reich des Kornversuchsspeichers schlagen die Ver­ fasser vor, das südliche Nachbargebäude in eine Platzaufweitung mit einzubeziehen, und so einen großzügigen urbanen Platzraum entstehen zu las­ sen. Die Erdgeschosszonen können kulturell und gewerblich genutzt werden. Als Baumsetzungen werden Robinien und Zierkirschen vorgeschlagen. Die Rampe der Kieler Brücke mündet in die Pro­ menade bzw. Fußgängerzone am nördlichen Quar­ tiersabschluss. Von dort bestehen Anbindungen zum Nordhafenpark und zum Nordhafenplatz. Döberitzer Grünzug Die	 Rampenanlage	 am	 Kunstkubus	 liegt	 einläufig	 parallel zum Kanal. Ein rotes Klinkerband markiert den Verlauf des Döberitzer Grünzuges. Linear an­ geordnete	 Retentionsfilterbecken	 mit	 Schilf	 sind	 in	 den Grünzug integriert. Sie werden von Stegen ge­ quert	 und	 von	 versetzt	 angeordneten	 Schnurbäu­ men und Sitzstufen begleitet. Den Gebäuden sind befestigte	 Flächen	 (Granitpflaster)	 vorgelagert,	 die	 für Außengastronomie genutzt werden können. Für Fahrradfahrer ist ein Asphaltstreifen vorgesehen. Stadthafen Die Brücke mit Aussichtskanzel wird südlich des Stadthafens geführt. Die Rampe mündet auf dem oberen, umlaufenden Platzniveau (33.70). Eine parallel versetzte zweite Rampe führt hinunter auf das Marina Holzdeck (31.60), das sich umlaufend bis zum Kanal fortsetzt. Ein schwimmendes Holzdeck im Hafenbecken kann als Bühne genutzt wer­ den. Im Norden und Westen des Hafenbeckens werden Sitz- und Liegestufen mit einem behinder­ tengerechten Zugang vorgeschlagen. Im Kreu­ zungsbereich der Stufen ist ein Pavillon aus Sicht­ beton platziert mit einem Dach als Aussichtsterras­ se.	 Die	 Platzfläche	 ist	 mit	 Sitzbänken	 ausgestattet,	 im Norden sind Flächen für Außengastronomie vor­ gesehen. Der westliche Platzbereich ist locker mit Schirmkiefern und Robinien überstellt. Mit den Bäu­ men sollen mediterrane Assoziationen an eine Pi­ neta geweckt werden. Nordhafenpark Im Übergangsbereich des Quartiers entsteht im Nordhafenpark Südwest ein Spielplatz für verschie­ dene Altersgruppen. Er wird auf westlicher Seite von einem Sitz- und Liegedeck eingefasst. Auf östlicher Seite führt ein wassergebundener Parkweg vorbei,

der	 anschließend	 einen	 mit	 Schilf	 bepflanzten	 Re­ tentionsbodenfilter	 flankiert.	 Am	 Ufer	 des	 Nordha­ fenparks West sind ein Bootsanleger und ein Bade­ schiff vorgesehen. Gartenhistorische Relikte sind in das Konzept integriert. Im Nordhafenpark Ost wer­ den lang gestreckte Sitzmauern parallel zur Uferli­ nie angeboten. Ein Weg bindet an die Caféterrasse von	Bayer	Schering	an.	Alle	Wegeflächen	im	Nord­ hafenpark werden saniert und teilweise ergänzt. Durch gezielte Eingriffe in den Gehölzbestand wer­ den	 Blickbezüge	 hergestellt.	 Als	 Neupflanzungen	 sind z.B. Trauerweiden (im Nordosten) und rotlaubi­ ge Ahornbäume (im Südwesten) vorgesehen. Nordhafenplatz Der Geometrie des Stadtraumes folgend werden unterschiedliche Nutzungszonen etabliert. Der nördliche Platzrand ist von einer Baumreihe über­ stellt und kann für Außengastronomie genutzt wer­ den.	 Es	 schließt	 sich	 ein	 mit	 Schilf	 bepflanztes	 Re­ tentionsfilterbecken	 an.	 Das	 Becken	 wird	 einseitig	 von einer Sitzstufenanlage gefasst und von einem breiten	Steg	gequert.	Benachbart	wird	eine	Pergola	 mit Sitzbänken vorgeschlagen. Südlich schließt sich eine	 wassergebundene	 Platzfläche	 an.	 Sie	 ist	 mit	 Spiel- und Sitzmöglichkeiten ausgestattet und eig­ net sich zum Boule spielen. Diese Fläche wird mit Schnurbäumen und einzelnen rotlaubigen Ahornso­ litären	 überstellt.	 Die	 übrige	 Platzfläche	 erhält	 ana­ log	zur	Uferpromenade	einen	Belag	aus	Granitpfla­ ster, im Süden ist ein Asphaltsreifen für Fahrradfah­ rer integriert. Realisierbarkeit - Der Kostenrahmen wird erheblich überschritten. - Die Uferwände werden sehr stark verändert. - Das untere Niveau am Stadthafen liegt im süd­ lichen Eckbereich bei +33.70 (statt + 31.60). - Das Gefälle der Brückenrampe am Stadthafen und der Kieler Brücke ist größer als 6 %.

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WES & Partner Landschaftsarchitekten, Berlin mit Kuehn Malvezzi GmbH Architekten, Berlin / 2. Rundgang

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Leitidee / Gesamtkonzept Die Leitidee ist die Thematisierung der Verflechtung der Räume. Die unterschiedlich gelesenen Teilräu­ me – z.B. Kunstcampus oder kleine platzartige Auf­ weitungen – werden entlang der Promenade mit einzelnen Gestaltungselementen verklammert und verzahnt. Räumliche Gliederung / Einbindung Das grünere Ostufer wird vom urbaneren Westu­ fer unterschieden, welches einen deutlich auf das Wasser bezogenen Charakter [hat], der von Baum­ solitären und Baumgruppen akzentuiert wird. Line­ are Baumgruppen unterschiedlichen Charakters verbinden Teilräume in Ost-Westrichtung. Die Pro­ menade entwickelt sich von einem sehr urbanen, steinernen Stadtraum im Süden zu einem Weg, der nach Norden immer stärker von Grün begleitet wird. Das gesamte Nordhafenbecken wird als zusam­ menhängender, vegetationsgeprägter Parkraum mit starkem Bezug zum Ufer verstanden. Die Plätze am Nordhafen und am Stadthafen werden jeweils als eigene Freiraumeinheiten gelesen. Vereinzelte, lange steinerne Stufenelemente werden im gesamt­ en Nordhafenpark und an den Uferböschungen des Kanals als wiederkehrendes Thema eingesetzt. Uferpromenade Die Promenade wird durchgehend mit geschnitte­ nem	 Natursteinpflaster	 belegt.	 In	 dieses	 werden	 Bänder (als Gehsteg) eingelassen, die das Rück­ grat der Promenade bilden. Dem Verlauf des Kanals folgend, verbinden die Bänder die verschiedenen Ufersituationen, die Platzräume, den Nordhafen und die Brücken zu einem Ganzen. Uferseitig wer­ den	Leuchten	und	Bänke	aufgestellt	und	definieren	 die Uferkante als Aufenthaltsbereich. Die Engstel­ le am Kornversuchsspeicher wird mit einem aus­ kragenden Holzdeck aufgeweitet und als Terrasse für gastronomische Angebote genutzt. Das Umfeld des Gebäudes wird als Teil der Promenade gele­ sen. Drei mit je sechs Bäumen bestandene kleine Plätze werden an den Enden der Quartierstraßen

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Freiräume Europacity / Heidestraße und Nordhafen - Bericht der Vorprüfung

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angeordnet. Unter ihrem Kronendach sind Spielan­ gebote ausgewiesen. An der Kieler Brücke wird der Brückenkopf freigestellt und mit linearen Treppenund Rampenstegen an die Promenadenebene an­ geschlossen. Die Wegeverbindung der Promena­ de wird unter der Kieler Brücke als Rampe bis in den Nordhafenpark fortgeführt. Die privaten Vorbe­ reiche entlang der Promenade werden mit Hecken abgetrennt. Döberitzer Grünzug Der	Döberitzer	Grünzug	wird	durch	vier	im	Profil	mit­ tig	platzierte	Retentionsfilterbecken	gegliedert.	Die­ se sind mit unterschiedlichen Bäumen bestanden. Diese Baumarten sollen im Boulevard Heidestraße und jenseits aufgenommen werden, um die Konti­ nuität des Grünzugs darzustellen. Beidseitig der Fil­ terbecken wird ein Band	 in	 die	 Straßenoberfläche	 eingelassen und Lichtmasten analog der Prome­ nadenausstattung angeordnet. Die Brücke wird mit uferparallelen Rampen vorgeschlagen. Stadthafen Der Platz am Stadthafen wird als eigenständiger Freiraum	 gelesen	 und	 großflächig	 mit	 mittelforma­ tigen Betonplatten belegt. Das Hafenbecken wird in	 die	 Platzfläche	 eingefügt.	 Von	 der	 Stirnseite	 des	 Beckens zieht sich – entlang der Nordseite bis zur Verzahnung mit der Uferböschung am Kanal – eine differenziert gestaltete Treppenanlage. Die Stirnsei­ te des Hafenbeckens wird mit dem artifiziellen Re­ lief einer Terrassenlandschaft prägnant gestaltet. Über	 die	 Nordflanke	 zieht	 sich	 ein	 durchgehendes	 Stufenmaß gleichmäßig bis in den Böschungsbe­ reich des Kanals, wo die Treppengeste über eini­ ge in die Böschung eingefügte Sitzbalken aufgelöst wird. Der kubische Körper des Cafégebäudes und ein Wasserspiel werden an der Stirnseite in die Stu­ fenanlage eingefügt. Entlang der Südseite des Ha­ fenbeckens erschließt eine Rampe das untere Ni­ veau. Ebenfalls hier im Süden wird die Brücke über den Kanal positioniert. An der Nordseite des Hafen­ platzes schafft eine zweigeteilte Baumreihe einen arkadenartigen Platzraum. An der Heidestraße ak­ zentuieren fünf frei gesetzte Bäume den Platzbe­ reich.	 Die	 Wasserflächen	 des	 Stadthafens	 werden	 durch modular kombinierbare Pontons akzentuiert. Nordhafenpark West / Ost Die Nordkante der Europacity erhält mit einer durch Hecken getrennte Vorgartenzone eine atmosphä­ risch parkorientierte Ausformung; ein Café mit Au­ ßenterrasse akzentuiert das ‚Kieler Eck’ gastrono­

misch. Der südwestliche Nordhafenpark, der mit zwei Wegen an Promenade und Quartiervorzone angeschlossen ist, erhält Spielinseln unter Bäumen. Verbindendes gestalterisches Element zum Nord­ hafenplatz	ist	eine	die	Heidestraße	querende	Serie	 von	Retentionsfilterbecken.	Durch	künstliche Schilf­ rohre aus Edelstahl soll das Wasser in den Becken akustisch erlebbar gemacht werden. Im gesamten Nordhafenbecken werden baumbestandene Ra­ senflächen	 von	 einem	 ergänzten	 historischen	 We­ genetz durchzogen. Im Osten wird der Höhenweg neu entlang der Trasse der rückgebauten Straße Am Nordhafen geführt. Der Baumbestand wird weit­ gehend erhalten, jedoch ausgelichtet, der Bayer Schering Campus erhält direkte Wege- und Sicht­ beziehungen zum Wasser. Verschiedene Pontons und Stege auf dem Wasser und im Park dienen als Anleger und als Liegeplätze zum Sonnen. Nordhafenplatz Die Mitte des Nordhafenplatzes wird mit zwei Re­ tentionsfilterbecken	 formal	 mit	 dem	 Nordhafenpark	 verknüpft. Die starken artifiziellen Landschaftsele­ mente dienen als Ruhepol in einem sehr urban ge­ prägten Raum. Der Nordhafenplatz wird als eigen­ ständige Freiraumeinheit verstanden und mit einem mittelgroßen Betonplattenbelag im Längsverband belegt. Die städtebauliche Orientierung zum Ha­ fenbecken wird mit zwei im Gelände verschleifen­ den Stufenbändern dezent topographisch nachge­ zeichnet. Sie umfahren den u-förmigen Platzraum, dessen Nord- und Südseite jeweils von einem dop­ pelreihigen lichten Baumdach überstellt ist. Die Ge­ bäude am Platz erhalten - berlintypisch mit Mosaik­ pflaster	und	Gehstegen	belegte	-	Vorzonen. Realisierbarkeit - Der Kostenrahmen wird deutlich überschritten. - Die Uferwände werden wenig verändert.

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ARGE Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Dresden mit Rohdecan Architekten GmbH, Dresden / 2. Rundgang

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Leitidee / Gesamtkonzept Die „Stadtlandschaft am Wasser“ entsteht als „kon­ tinuierliche Vielfalt“: Raumprägende Gehölze wer­ den als ein grünes Grundgerüst eingesetzt, welches der verdichteten Stadt eine landschaftliche Leben­ digkeit entgegensetzt. Die Verschiedenartigkeit der Stadt wird in eine ebenso vielfältige Freiraumstruk­ tur übersetzt. Räumliche Gliederung / Einbindung Die Berliner Promenadenmischung wird als durch­ gehendes lineares Element entwickelt und besteht im Querschnitt aus drei Teilen: stadtseitig als befe­ stigte Wegezone,	die	Wege	aus	den	Stadtquartieren	 aufnimmt und Plätze bildet. Mittig aus der Gehölz­ zone mit Sitzmöbel, zur Trennung unterschiedlicher Geschwindigkeiten und der Uferzone im Anschluss an die zu erhaltende Uferbefestigung. Die Promenade wird in Abschnitte unterschied­ lichen	Charakters	mit	spezifischen	Gehölzarten	und	 Gestaltungselementen aufgeteilt. Der Nordhafenpark ist Teil der grünen Uferzone. Der Nordhafenplatz öffnet sich zum Kanal und ist Endpunkt der Promenade. Uferpromenade Die Promenade beginnt am Hamburger Bahnhof, unter Erhalt des historischen Materials und der ufernahen Linden. Nördlich der Bestandseiche bis zum Kunstkubus werden Linden in der Gehölzzone vorgeschlagen. Die Wegezone wird mit mittelforma­ tigen Steinbelägen befestigt und bis zur Ufermauer geführt. Der Platz am Kunstkubus wird, mit Ausnah­ me von 3 Bäumen in Flucht der Brückenrampe, frei­ gehalten. Im Bereich der Gartenpromenade an den Wohnquartieren	 beginnen	 die	 drei	 Funktionszonen: Die Wegezone nimmt drei befestigte Quartiersplätze mit Spielangeboten auf. Die Gehölzzone umfasst hoch aufgeastete Kirschen und breite Sitzbänke, die aufdie	 private	 Nutzung	 der	 Wohnquartiere	 verweisen.	 Die Uferzone besteht aus der bewachsenen und ergänzten Bestandsböschung. In Kombination mit

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Freiräume Europacity / Heidestraße und Nordhafen - Bericht der Vorprüfung

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den privaten Wohnterrassen, denen ein Heckenstreifen vorgesetzt ist, wird ein gemeinschaftlicher Gartenraum geschaffen. Am Kornversuchsspeicher führt die Promenade stadtseitig ums Gebäude herum. Auf der Westsei­ te sind gastronomische Angebote vorgesehen. Auf der Uferseite ist ein 5m breites Holzdeck geplant, das im Süden podestartig über der bewachsenen Böschung liegt und an die Gehölzzone anbindet. Bis	 zur	 Kieler	 Brücke	 findet	 sich	 erneut	 das	 Motiv	 der Gehölzzone mit Sitzmöbel wieder, die mittig im Plattenbelag liegt. Analog zur Gartenpromenade sind hier Wohnterrassen mit vorgelagertem Gehölzstreifen vorgesehen. Im gesamten Verlauf folgen Leuchtstelen in Flucht der Bäume der Promenade. Döberitzer Grünzug Der Döberitzer Grünzug wird mittels einer funktio­ nalen Dreifachbelegung als Landschaft von weit her bezeichnet: Am Nordrand als Baum bestan­ dener neuer Grünraum, in der Mitte das „Döberitzer Schilf“ mit der auf zwei Becken aufgeteilten Reten­ tionsanlage, die durch ein Holzdeck verbunden ist, und im Süden durch einen robusten Stadtraum zur Erschließung des Kunstcampus. Leuchtstelen der Promenade sind der Retentionsanlage südlich vor­ gelagert. Es wird ein Wasserspielplatz vorgeschla­ gen. Am östlichen Abschluss wird die Brücke mit zweiläufiger	Rampe	erreicht. Stadthafen Am Stadthafen weitet sich die Promenade zum ur­ banen Platz auf. Im Übergang zur Heidestraße ist ein kompakter Baumhain aus Schnurbäumen ge­ plant, der den Hafen-Pavillon räumlich einbindet. Zwischen Baumhain/Pavillon und der großzügigen Freitreppe	 in	 Richtung	 Wasser	 finden	 sich	 Außen	 gastronomieflächen.	Auf	 der	 nördlichen	 Hafenseite	 überwindet eine steinerne Treppenanlage den Hö­ henunterschied zwischen Hafen und Promenade. Sie geht uferseitig zum Kanal in Rasenstufen über. Die Brücke über den Kanal ist südlich des Stadtha­ fens angeordnet. Die Rampe der Brücke führt auf die Promenade und dann hinunter auf das mittlere Niveau der Freitreppe. Zum Wasser führt eine zwei­ te Rampe am nördlichen Ende der Freitreppe. U­ förmig um den Hafen, auf Promenadenebene, sind Leuchtstelen	angeordnet.	Die	Platzfläche	aus	groß­ formatigen Steinplatten integriert Fahrgassen zur Erschließung der Neubauten. Nordhafenpark Der südliche Bereich der Wegezone zwischen

Kieler Brücke und Nordhafenplatz wird als harte Belagsfläche	 mit	 linearen	 Leuchtstelen	 ausgeführt.	 Die Rampe der Kieler Brücke führt parallel zu den Neubauten auf die Promenade. Es entstehen pri­ vate Wohnterrassen mit vorgelagerten Hecken. Übergänge	 zum	 Uferpark	 finden	 sich	 unterhalb	 der	 Kieler Brücke am Ufer, über eine auslaufende Stu­ fenanlage westlich der Brücke und als Querungen der Retentionsbecken, die parallel zu den Gebäu­ den ausgebildet sind. Der südwestliche Uferpark, die Wiese am Wasser, fungiert als moderne Ergänzung der „Weddinger Al­ ster“ mit großzügiger Wiesenmulde. Locker verteilte Baumgruppen im Süden, im Norden eine fünfrei­ hige Baumreihe und lineare Wege führen zum Grü­ nen Strand. Hier verschränken sich Wiesen- und Tennenflächen	 nach	 Nutzungsintensität.	 Lineare	 Sitzmöbel begleiten das Ufer, in den Hafen führt ein Holzsteg.	 Spielflächen	 sind	 in	 die	 Böschung	 inte­ griert, als Wasserangebot am Ufer dienen Strand­ spritzer. Im nordwestlichen Teil des Parks, dem grünen Schirm, werden die historischen Vegetations- und Wegestrukturen weitgehend aufgegriffen. Gleiches gilt für den östlichen Tei des Parks, dem sonnigen Ufer. Zur Vernetzung des Parks mit der Umge­ bung und zur besseren Nutzbarkeit werden größere räumliche Öffnungen vorgeschlagen. Nordhafenplatz Der Platz ist in gestalterischer Verwandtheit zum Uferpark entwickelt. Zwischen der Fortsetzung der Promenade im Süden und versetzten Baumreihen im Norden öffnet sich der Platz zum Kanal und wird durch Material- und Baumbändern gegliedert. Als Baumart wird Gleditsia ‚Sunburst’ vorgeschlagen. Das Retentionsbecken wird im Westen als Abschir­ mung zum Straßenraum vorgeschlagen und gestal­ terisch mittels der Kleinen Wasserstraße	(flach	ein­ getiefter Kanal) in Richtung Nordhafenpark fortge­ setzt.	Spielflächen	zum	Thema	Schifffahrt	und	line­ are Bänke ergänzen das Angebot des mit Asphalt befestigten Platzes. An	 der	 Nord-	 und	 Südseite	 finden	 sich	 die	 Leucht­ stelen der Promenade, der nördliche Anschluss an die Gebäude ist für Erschließungszwecke freigehal­ ten. Realisierbarkeit - Der Kostenrahmen wird überschritten.
 - Die Uferwände werden wenig verändert.
 - Im Bereich nördlich Döberitzer Grünzug beträgt 
 der Abstand der Gehölze zur Uferkante ca. 3 m.

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METTLER Landschaftsarchitektur, Berlin / 2. Rundgang

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Leitidee / Gesamtkonzept Es wird ein Ort geschaffen, der Gegensätze verbin­ det, ein Miteinander von geordnet und frei zulässt und so einen vielfältigen und lebenswerten Lebens­ raum ermöglicht. Räumliche Gliederung / Einbindung Die Freiräume zeichnen sich durch Gegensätzlich­ keit aus. So ist der Bereich zwischen Sandkrugbrü­ cke und Stadthafen durch eine überwiegend har­ te Uferkante geprägt und erhält einen innerstäd­ tischen, geordneten Charakter. Dagegen schließen sich nördlich bis zur Fennbrücke überwiegend wei­ che Uferböschungen an, die industriell, ruderal, wild und romantisch geprägt sind. Von Süden begleitet eine durchgehende Lindenrei­ he die Promenade und bildet das räumliche Rück­ grat. Trauerweiden - als Motiv aus dem Nordhafenpark aufgegriffen - unterbrechen die Linearität der Linden-Promenade. Das Baumkonzept stärkt die optische und räumliche Zusammengehörigkeit der Promenade mit dem Nordhafenpark. Uferpromenade Die	 Oberflächen	 der	 Promenade reagieren auf Be­ wegung und Aufenthalt. Sie werden in einen schnel­ len Bewegungsstreifen aus Asphalt und eine lang­ same Fläche aus wassergebundener Decke oder Kopfsteinpflaster	(im	südlichen	Teil)	gegliedert.	Der	 Belagsabschluss zum Ufer besteht aus einem kräf­ tigen Granitstreifen (Mauerabdeckung). Uferbeglei­ tend ist ein schlichtes Metall-Geländer vorgesehen. Auf	der	Handlaufoberfläche	wird	ein	fein geprägtes Muster abgebildet, das Bewegung und Transport in Form von Fischen und Vögeln symbolisiert. Auf­ weitungen und Querungsbereiche werden im Pro­ menadenverlauf zu Plätzen ausformuliert und mit Kopfsteinpflaster	 befestigt	 (teilweise	 geschliffen).	 Ausnahme bilden die kleinen Plätze in Verlänge­ rung der Quartierstraßen. Sie erhalten eine wasser­ gebundene Decke und können z.B. für Boule-Spiel genutzt werden. Die privaten Vorgärten werden durch eine 90 cm hohe Aufkantung von der Prome­

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Freiräume Europacity / Heidestraße und Nordhafen - Bericht der Vorprüfung

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nade abgesetzt. Zwischen Stadthafen und Kornversuchsspeicher besteht die Uferbefestigung aus einer weichen Ra­ senböschung. Am Speichergebäude wird die Platz­ fläche	 kanalseitig	 mit	 Kopfsteinpflaster	 markiert,	 die dortige Engstelle mit einer Auskragung auf ca. 7 m verbreitert. Auf westlicher Seite ist ein wasser­ gebundener Belag mit einer Nutzung durch Außen­ gastronomie vorgesehen. Nördlich anschließend wird die Promenade durch Verzicht auf die private Vorgartenzone verbreitert. Die Kieler Brücke mün­ det	auf	einer	mit	Kopfsteinpflaster	belegten	Platzflä­ che (ca. +35.00). Auf der Promenade werden in freier Anordnung Bo­ den-, Sitz- und Liegeelemente aus einem Holzmo­ dul angeboten. Darüber hinaus wird die Promena­ de mit Mastleuchten und teilweise Einbauleuchten ausgestattet. Döberitzer Grünzug Die	 Rampe	 der	 Fußgängerbrücke	 wird	 einläufig	 parallel zum Kanal auf die Promenade geführt. Im Döberitzer Grünzug führt die Versickerungsfläche des	Retentionsbodenfilters	bis	an	die	nördliche	Ge­ bäudelinie heran. Im Querungsbereich zum nörd­ lichen Quartier ist ein Steg vorgesehen. An die süd­ liche	Beckenkante	schließt	sich	die	Wegefläche	des	 Grünzugs an. Lockere Baumreihen und Baumgrup­ pen überstellen den Grünzug. Stadthafen Der Übergang zwischen harter Uferkante und Wie­ senböschung erfolgt am neuen Stadthafen. Auf dem	 oberen	 Niveau	 (+33.70)	 wird	 die	 Platzfläche	 zunächst	 von	 einem	 Belag	 aus	 Kopfsteinpflaster	 gerahmt. Die neue Brückenrampe führt südlich des Hafenbeckens auf dieses Niveau. Das untere Ni­ veau wird durch einen 3 m breiten Steg gebildet, der auch einen Teilabschnitt des Mündungsbereiches umschließt. Auf der nördlichen Seite des Platzes wird der Niveauunterschied dieser beiden Flächen durch eine baumbestandene Rasenböschung ver­ mittelt. Der Sonne zugewandt, ist sie mit den o. g. modularen Sitz- und Liegeelementen aus Holz aus­ gestattet.	 Auf	 westlicher	 Seite	 wird	 die	 Platzfläche	 über eine breite Treppenanlage zum Wasser ge­ führt.	Nachts	wird	sie	mit	einem	Streiflicht	sanft be­ tont. Am nördlichen Ende der Treppenanlage ist ein auskragendes Hafencafé in der Haptik der modu­ laren Holzelemente integriert. Als weitere Nutzung wird	 das	Anlegen	 von	 Wassertaxen,	Ausflugsschif­ fen, Theater- und Museumsbooten genannt. Ent­ lang der östlichen und westlichen Gebäudelinien

sind private Vorgartenzonen ausgewiesen. Nordhafenpark Vom nördlichen Quartiersabschluss führt ein was­ sergebundener Weg über eine sanft abfallende Bö­ schung an das Ufer (+33.00) des Nordhafenparks Südwest.	 In	 Ufernähe	 werden	 Schaukeln,	 Sandflä­ chen, Holzelemente zum Balancieren, Slack-Lines und eine Gruppe von Boulder-Felsen angeboten. Im Bereich der Unterführung der Nordhafenbrücke ist dem Weg eine Holzterrasse (Ponton +33.50) vorgelagert. Der Schiffsanleger bleibt erhalten. Im Nordhafenpark West führt ein ufernaher Weg zu einer weiteren Holzterrasse (Ponton) südlich der Fennstraße. Vorhandene Natursteintreppen und ­ mauern sollen instand gesetzt und mit den angegli­ ederten Holzelementen einen direkten Zugang zum Wasser erhalten. Im Nordhafenpark Ost wird das Gelände von Bayer Schering über ein ergänzendes Wegesystem	mit	den	Parkflächen	verknüpft,	der	be­ stehende Fernradwanderweg wird aufgenommen. Im Hafenbecken ist ein großer Steg bzw. Boots­ anleger vorgesehen. Zur Verbesserung der Sicht­ beziehungen wird der Gehölzbestand auf beiden Uferseiten ausgelichtet. Der Aussichtbalkon an der Fennstraße ist integriert. Nordhafenplatz Der Nordhafenplatz wird zu einem städtischen Ort mit grünem Charakter.	 Der	 Retentionsbodenfilter	 nimmt	den	Großteil	der	Platzfläche	ein	und	ragt	bis	 zur nördlichen Gebäudelinie. Die Verfasser schla­ gen eine Versickerung über eine mit Betontreppen terrassierte	Vegetationsfläche	vor.	Die	Terrasse	auf	 der Westseite wird zum Wasserplatz, sie lädt zum beobachten der Flora und Fauna ein. Vor der süd­ lichen Gebäudelinie werden die Belagsstreifen der Uferpromenade fortgeführt. Gerahmt wird der Platz von lockeren Baumsetzungen. Realisierbarkeit - Der Kostenrahmen wird eingehalten.
 - Die Uferwände werden wenig verändert.
 - Einige Gehölze, insb. zwischen Kunstkubus und 
 Stadthafen, unterschreiten den Mindestabstand (5 m) zur Uferkante. - Das Grundstück an der Kieler Brücke schließt an geneigte	Wegeflächen	an. - Im	 Nordhafenpark	 Südwest	 ist	 kein	 Retentionsfil­ terbecken ausgewiesen.

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bbzl – böhm.benfer.zahiri.landschaften.städtebau, Berlin / 3. Preis

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Leitidee / Gesamtkonzept Der Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal bildet zur­ zeit eine stadträumliche Zäsur. Die Arbeit verfolgt die Ausbildung eines erkennbaren Uferraums unter Berücksichtigung der gegenüberliegenden Ufersei­ te. Die Abfolgen der Ufer- und Stadträume sollen verknüpft werden und das bestehende Patchwork an unterschiedlichen Uferflächen und –profilen inte­ griert und akzentuiert werden. Räumliche Gliederung / Einbindung Die bestehenden und geplanten Brücken gliedern den Uferraum in fünf Abschnitte. Die Querungen werden durch Baumreihen markiert und verbun­ den. Die Uferabschnitte werden mit Bogen, Kreu­ zung, Passage, Fenster und Bucht benannt. Die bestehende Ufermorphologie und die innerhalb der Uferabschnitte bestehenden Unregelmäßigkeiten geben den Abschnitten eine jeweils eigenständige Charakteristik. Diese bildet den Ausgangspunkt für die gestalterischen Interventionen in der Zu­ sammenschau mit der jeweils gegenüberliegenden Uferseite. Uferpromenade Der bogenförmige, historische Uferbereich an der Sandkrugbrücke wird beibehalten. Gegenüber der Balkonsituation am Invalidenfriedhof wird eine Aus­ kragung positioniert. Mit Bezug auf die gegenüber­ liegende Uferseite wird das Hafenbecken mit einem unteren Uferweg entlang der Promenade bis weit nach Süden gefasst. Die Treppenanlage am Ostu­ fer wird nach Norden erweitert und angepasst. Zwi­ schen der Stadthafenbrücke und der Kieler Brücke wird ein wassernaher Uferweg unterhalb der Be­ standsböschung geführt. Dieser steigt bis zur begra­ digten und als senkrechter Balkon ausgeweiteten Promenadenstrecke am Kornversuchsspeicher wieder an und wird unter der Kieler Brücke dann nochmals zum Uferbereich im Nordhafenpark hinab geführt. An der Kieler Brücke schließen ein wasser­ naher ‚Eckplatz’ und der geometrisierte Balkon auf Quartiersebene die Promenade ab. Alle Ufer- und

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Freiräume Europacity / Heidestraße und Nordhafen - Bericht der Vorprüfung

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Korridorräume werden durch die einheitliche Art der Materialverwendung zusammengefasst: Die Uferkante erhält einen Uferstein unterschiedlicher Brei­ te.	Die	Promenadenflächen	bestehen	patchworkar­ tig aus vorhandenen Belägen, gerahmt von neuem Natursteinpflaster.	 Die	 gesamte	 Promenade	 wird	 punktuell	 mit	 Baumpflanzungen	 und	 Einfügungen	 von Sitzmobiliar akzentuiert. Die Straßenräume des Quartiers erhalten einen separaten, einheitlichen (hellen) Belag. Die Quartiersplätze, inklusive dem Platz hinter dem Kornversuchsspeicher sind in die­ sen eingefügt. Döberitzer Grünzug Der Döberitzer Grünzug wird durch zwei Retenti­ onsfilterbecken und eine Baumreihe räumlich ge­ gliedert. Zwischen den Becken sind Sitzbänke und weiteres Mobiliar angeordnet. Ein rotes Klinkerband wird als Kennzeichnung des Grünzugs in den Belag eingefügt.	 Die	 zweiläufige	 Rampenanlage	 der	 Brü­ cke wird parallel zum Kunstkubus gedreht. Stadthafen Der	 Stadthafen	 wird	 als	 den	 Kanal	 querender,	 ge­ fasster Raum verstanden. Das Hafenbecken wird durch eine tieferliegende, wassernahe Ebene und eine Ebene auf Stadtniveau umfasst. Zwischen die­ sen beiden Niveaus vermitteln Treppen- und Ram­ penanlagen. In die Treppenanlagen sind Sitzgele­ genheiten und einzelne Bäume eingefügt. Die Brü­ cke ist im Norden des Hafenbeckens angeordnet. Ebenfalls im Norden überragen ein Balkon und eine breite Treppenanlage das Hafenbecken. Nach We­ sten	wird	dieses	mit	einer	breiten	mehrläufigen	Trep­ penanlage mit terrassenartigen Zwischenpodesten erschlossen. Ein Pavillon ist in diese Treppenan­ lage integriert. Im Süden erschließt eine schmale Rampe die untere Hafenebene, die durchgängig als Verlängerung der Promenadenstrecke begangen werden kann. Umlaufend erhält der Platz einen dem Quartier zugeordneten Belagsbereich. An der Heidestraße wird der Hafenplatz mit Leuchten, Sitz­ möbeln, einem kleinen Hain und einem einzelnen Schnurbaum gegliedert. Nordhafenpark West / Ost Der Nordhafenpark Südwest wird als Fenster ge­ lesen und verbindet den Nordhafenplatz über das Wasser hinaus mit der Ostseite des Nordhafens. Es wird ein starker visueller Bezug angestrebt und ein direkter Kontakt der Böschungswiese mit dem Was­ ser konzipiert, die Wasserlinie wird hier entspre­ chend leicht zurückgenommen. Die terrassierten

Geländekonturen der Böschungen werden – ana­ log der vorhandenen Gestaltung im Sellerpark - mit niedrigen Mauern und Sitzstufen nachgezeichnet. Die Modellierung (...) erhöht die Aufenthaltsqualität für informelle Nutzungen wie Lagern, Picknicken, Spielen und Toben. Im historischen Parkbereich bei­ der Uferseiten werden die vorhandenen baulichen Parkelemente als Zeitzeugnisse weitgehend erhal­ ten. Die Vegetation wird stellenweise ausgelichtet. Im Bereich der Nordhafenbrücke – bis zum ‚Horn’ an der Fennbrücke - wird der Uferweg verbreitert und mit leichten Pontonstegen ins Wasser verlän­ gert. Der Anschluss der Fennbrücke wird durch eine breite Treppe sowie eine begleitende Rampe herge­ stellt. Der obere Weg am Ostufer wird neu etwa auf der Trasse der rückgebauten Strasse am Nordha­ fen geführt. Der Bayer Schering Campus wird über offene Wiesenbereiche an den Park angebunden. Nordhafenplatz Auf dem Nordhafenplatz setzt sich das freie geo­ metrische Muster vom Nordhafenpark Südwest fort. Steglinien	 queren	 die	 zu	 einem	 zentralen	 Becken	 zusammengefassten nördlichen Retentionsboden­ filter.	 Park	 und	 Platz	 werden	 durch	 den	 gleichen	 Pflasterbelag	 belegt	 und	 gerahmt.	 Eine	 strenge	 Doppelbaumreihe im Norden und eine freie Baum­ reihung entlang der Südkante des Fensters gibt den Teilräumen räumliche Kontinuität über die Heide­ straße hinaus. Aufenthaltsbereiche werden entlang der Nord- und Südfassade der platzangrenzenden Gebäude verortet. Realisierbarkeit - Der Kostenrahmen wird deutlich überschritten. - Die Uferwände werden sehr stark verändert. - Die Auskragung des Eckplatzes an der Kieler Brü­ cke ragt ca. 3m über die Uferlinie. - Das untere Niveau am Stadthafen liegt auf 31.25 (statt 31.60). - Auf den Wiesenterrassen am Nordhafenpark sind keine differenzierten Spielangebote ausgewie­ sen. - Die	nördlichen	Retentionsfilterbecken	werden	auf	 dem Nordhafenplatz zusammengefasst - Einige Rampensteigungen sind größer als 6 %.

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sinai.Faust.Schroll.Schwarz. GmbH, Berlin mit Baumschlager Eberle Lochau ZT GmbH, Lochau, A / 2. Preis

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Leitidee / Gesamtkonzept Stadtufer und grüner Parkpromenade ist gemein­ sam, dass sie weniger als lineare Verbindungsräu­ me interpretiert werden, sondern als gemeinsame Oberfläche der angrenzenden Quartiere. Verzah­ nung und Verankerung im Stadtraum steht im Mit­ telpunkt. Räumliche Gliederung / Einbindung Der Schifffahrtskanal mit seinen Häfen ist bestim­ mende stadträumliche Dominante. Daraus entste­ hen zwei grundsätzlich verschiedene Abschnitte: zuerst die harte Stadtpromenade, die durchge­ hend	 mit	 Kleinsteinpflaster	 befestigt	 und	 an	 Quar­ tiersplätzen durch die Einlagerung von querenden Plattenbahnen, als „Stationierung“ rückverankert ist. Am Gelenk des Nordhafenplatzes bzw. –parkes geht das Ufer dann in die grüne Parkpromenade über, die als Promenadenschale den Nordhafen umschließt. Uferpromenade Die Promenade beginnt am Hamburger Bahnhof unter Beachtung des historischen Materials und der Linden. Das Tor wird entfernt und eine barrierefreie Rampe angelegt. Bis zur Brücke am Kunstkubus sind Linden (Tilia ‚Greenspire’) geplant und die Pro­ menade in zwei Bereiche unterteilt: Stadtseitig zur Überleitung ins Kunstareal ein Pflastersaum aus Großsteinpflaster.	Uferseitig	der	Belag	der	Stadtpro­ menade	aus	Mosaikpflaster	(Lindauer Grauwacke). Zur Einfassung werden vorhandene Schienen vor­ geschlagen. Dem Kunstkubus ist der Pflastersaum vorgelagert, der Platz ansonsten freigehalten. Im Bereich der Stadtpromenade an den Hafenquar­ tieren, wird der Pflaster- zum Gartensaum, der den privaten Gartenraum mit Hecke und einen 1m ho­ hen Stein-Sockel zur Promenade umfasst. Am Ufer verbleiben die grünen Uferbereiche und lockern den Raum auf. Parallel zur Baumreihe der Linden fassen Sitzbänke die Promenade. Die Promenade wird durch Quartiersmarken (kleine Plätze an Er­ schließungsschleifen) rückverankert: Bahnen aus
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Freiräume Europacity / Heidestraße und Nordhafen - Bericht der Vorprüfung

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Charlottenburger Platten mit Säuleneichen binden die Plätze an. Zwischen den Bäumen sind Spielin­ seln und lineare Bänke in Tenne angeordnet. Um den Kornversuchsspeicher führt die Promena­ de beidseitig. Plattenbänder der Quartiersmarken verbinden beide Seiten. Südöstlich des Speichers wird die Ufermauer gerade geführt. Diese liegt po­ destartig über der Rasenböschung mit Sitzstufen. Bis zur Kieler Brücke wird die Stadtpromenade mit Gartensaum	 weitergeführt.	 Eine	 Rampe	 unterquert	 die Kieler Brücke. Im gesamten Verlauf sind schlich­ te Leuchtstelen und Bänke sowie als Abschluss zur Uferkante eine Doppelbahn aus 60 cm Sandsteinbahnen als Kopf vorgesehen. Diese wird als Stand­ saum für Schaulustige verstanden, in den Geländer integriert sind. Döberitzer Grünzug Der Grünzug wird als grüne Promenade gestaltet: Auf der Südseite mit einem Baum bestandenen Grünstreifen, in der Mitte als zentrale Bewegungs­ fläche zur Erschließung des Kunstcampus und im Norden mit einem Schilfband in den Retentionsflä­ chen. Granit-Plattenbänder und Säuleneichen am östlichen Quartiersplatz leiten zur Promenade über und	führen	zur	Brücke	mit	zweiläufiger	Rampe. Stadthafen Die Asymmetrie des Hafens wird aufgegriffen und auf einfachste Weise dreidimensional in Wert ge­ setzt: Die Nordseite durch eine durchgehende SitzStufenanlage, die Südseite durch die Brückenram­ pe über den Schifffahrtskanal und deren Fortset­ zung zum Hafen als skulpturale Wand. Von Westen führt der Platz als schiefe Ebene vom Gehweg Heidestraße zum Hafenbecken und er­ laubt so vielfältige Wegebeziehungen. In die Schrä­ ge sind Säuleneichen mit Baumscheiben-Bänken integriert. Eine Besonderheit stellt der Pavillon am Hafenkopf dar: Das Sonnendeck ist mittels einer Rampe erreichbar, der Baukörper schwebt über Ha­ fen und Platz. Am nördlichen und südlichen Platzrand , außerhalb des	 dreidimensionalen	 Hafenausschnitts,	 finden	 sich lineare Granit-Plattenbänder, Baumreihen, Leuchtstelen, Bänke und taktile Streifen. Im Norden wird Außengastronomie angeboten. Nordhafenpark Der südliche Bereich wird mit dem Nordhafenplatz als das zentrale Gelenk zwischen den Raumfolgen entwickelt: Auftakt ist die Kieler Spitze. Der Brü­ ckenkopf wird als keilartige Rampe von Westen als

Aussichtspunkt entwickelt. Die Rampe der Kieler Spitze führt parallel zu den Neubauten in Richtung Heidestraße. Die neuen Gebäude werden durch ein Granit-Plattenband auf Promenadenebene verbunden, wobei der westliche Block private Wohnterrassen erhält. An der Kieler Spitze beginnt die Zweiteilung des Nordhafenparks in Stadt- und Promenadenebene, wobei das Ufer am Fußpunkt der Kieler Spitze über Rampen und Treppen erreicht wird. Der obere Bereich des Parks korrespondiert mit dem Nordhafenplatz: Vorgeschlagen wird ein Baumhain in wassergebundener Decke im Norden, ein drei­ reihiges Baumraster im Süden, mit Spielangeboten und Kleinkinder-Matschplatz sowie an der Heide­ straße Schilffelder mit Retentionsanlage, Holzste­ gen und Wasserspielen. Die Promenadenebene führt als großzügige Auf­ weitung unter der Nordhafenbrücke in den nord­ westlichen Parkteil weiter. Unter Aufgreifung von Strukturelementen der historischen Gestaltung wird dem Nordhafen eine neue Fassung gegeben, die Promenadenschale, mit doppelter Fassung durch Promenadenebene und tiefer liegendem Treidel­ weg. Im östlichen Parkteil wird dies fortgesetzt und Schwerpunkte in der Anbindung des Bayer Sche­ ring Campus an den neuen Bootsanleger durch di­ rekt	geführte	Wege	und	Auflockerung	des	Baumbe­ standes zur Verbesserung der Sichtbeziehungen gelegt. Nordhafenplatz Die Elemente des Nordhafenparks werden auch am Platz aufgegriffen und weiterentwickelt: Baumhain im Norden, das Baumraster im Süden, in das Sitz­ bereiche integriert sind und Schilffelder an der Hei­ destraße. Westlich der Retentionsflächen	sind	line­ are Wasserbecken mit Wasserdüsen und Außeng­ astronomie angeordnet. Der nördliche und südliche Anschluss an die Ge­ bäude ist für Erschließungszwecke freigehalten, die Granit-Plattenbänder der Promenade enden hier. Realisierbarkeit - Der Kostenrahmen wird überschritten.
 - Die Uferwände werden sehr stark verändert.
 - Die Rampensteigungen im Nordhafenpark sind > 
 6 %. und z.T. ohne Podeste - Die Auskragung des Pavillon am Hafenkopf ragt 18x9,5 m ins Hafenbecken. - Die	 Flächengröße	 des	 Retentionsbodenfilters	 im	 Döberitzer Grünzug wird unterschritten.

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relais Landschaftsarchitekten, Berlin / 1. Preis

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Leitidee / Gesamtkonzept Für die Anbindung an die angrenzenden Stadtstruk­ turen kommt den Freiräumen des neuen Quartiers eine zentrale Bedeutung zu. Allerdings wird mit dem Entwurf nicht das Ziel verfolgt, das antagonistisch geprägte Verhältnis zum urbanen Kontext mit ei­ ner moderierenden Geste aufzuheben. Vielmehr geht es darum, den isolierten zu einem prägnanten Stadtraum umzuwerten. Räumliche Gliederung / Einbindung Grundlage des Konzepts ist die Schaffung einer steinernen Uferkante im Bereich des Berlin-Span­ dauer-Schifffahrtskanals, komplementär zum vege­ tativen Nordhafenpark. Die Uferkante am Kanal und Nordhafen wird als Mauer, Böschung, Terrasse, Fal­ tung, Treppe, Steg ausgebildet. Mit der Gestaltung des Stadthafens und einem Wasserparterre am Nordhafenplatz soll Wasser in verschiedenen Er­ scheinungsformen erlebbar gemacht und die Quali­ tät	der	Wasserlage	in	das	Innere	des	Stadtquartiers	 projiziert werden. Uferpromenade Die Promenade wird als gestalterische Einheit aus­ formuliert. Dazu wird die Spundwand zwischen südlichem Stadthafen und Kornversuchsspeicher erhöht – so entsteht durchgängig eine steinerne Uferkante. Befestigt wird die Promenade mit einer wassergebundenen Decke, in die 1,50 m breite großformatige Betonbänder (Besenstrich) integriert sind. Vereinzelt sind Bestandsbäume, Solitärpflan­ zungen und Holzbänke in die Promenade integriert. Es werden Mastleuchten und ein Geländer aus feu­ erverzinktem Stahl vorgeschlagen. Die Linearität und Materialität der Uferpromenade wird in den Ost-West-Querungsbereichen gebro­ chen. Diese Schnittstellen werden von den Ver­ fassern als Orientierungspunkte im Stadtgrundriss aufgefasst. Darüber hinaus sind im Übergang zu den	 Quartierstraßen	 jeweils	 kleine	 Platzflächen	 mit	 Baumpaketen, Sitz- und Spielobjekten gestaltet. Die privaten Vorgartenzonen werden durch einen

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Freiräume Europacity / Heidestraße und Nordhafen - Bericht der Vorprüfung

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Sockel von der Promenade abgesetzt. Dem Sockel vorgelagert sind 1,5 m breite Heckenkörper mit in­ tegrierten Sitznischen. Die Promenade führt östlich am	Kornversuchsspeicher	vorbei.	Die	Freifläche	um	 das Gebäude wird mit einer wassergebundenen De­ cke befestigt und bietet Raum für Außengastrono­ mie. Die Kieler Brücke wird als transparente Ram­ penkonstruktion fortgesetzt. Unter der Kieler Brücke entsteht eine Wegeverbindung zum Nordhafenpark. Die Promenade am nördlichen Quartiersabschluss wird als Balkon ausformuliert und erhält einen Be­ tonplattenbelag. Döberitzer Grünzug Die	 Brückerampe	 am	 Kunstkubus	 wird	 einläufig	 parallel zum Kanal geführt. Der Döberitzer Grünzug erhält	 eine	 zweireihige	 Baumpflanzung	 und	 ist	 mit	 Spiel- und Sitzobjekten ausgestattet. An den Ge­ bäudeseiten ist jeweils ein 4-5 m breiter, befahrbarer Betonplattenbelag (sandgestrahlt) vorgesehen. Stadthafen Am	 Stadthafen	 ist	 eine	 einläufige	 Brückenrampe	 südlich des Hafenbeckens vorgesehen. Die Ha­ fenkanten werden durch eine prägnante, topogra­ phische Geste ausformuliert. Auf der Nord- und Westseite wird die umlaufende Promenade durch die	 Ausbildung	 von	 flachen	 Rampen,	 Sitzstufen	 und	 Treppen	 mit	 der	 Wasserfläche	 verbunden.	 Die	 skulpturale Form (aus Sichtbeton) schafft einen be­ spielbaren Zugang zum Wasser. Durch ein Holzdeck an der Nordseite des Hafenbeckens (+31.60) und	einen	flach	vom	Kanal	überspülten	Wasserstein (aus Sichtbeton) soll die Atmosphäre einer Flussba­ deanstalt zitiert	 werden.	 An	 der	 Südseite	 befindet	 sich ein Schiffsanleger. Die Gebäudevorzone wird mit einem breiten Belag aus Betonplatten befestigt (+33.40). Im Norden sind schirmförmige Gehölze und Flächen für Außengastronomie vorgesehen. Nordhafenpark Der Nordhafenpark Südwest wird nördlich des Bal­ kons abgesenkt und mit wasserbezogenen Lagen neu modelliert. Die geforderten Flächen für Reten­ tionsbodenfilter	sind	hier	zusammengefasst.	An	der	 Heidestraße und an der Uferlinie ist jeweils eine Schilfterrasse vorgesehen. Zwischen den Schilf­ terrassen, und eingefasst von wegbegleitenden Strauchweiden,	entsteht	eine	Spielfläche	aus	Sand.	 Ein Geräte- und Kletterparcours (Eichengrundge­ rüst) bietet Spielmöglichkeiten für verschiedene Al­ tersgruppen. Im Nordhafenpark West und Südwest erhält der Uferweg einen sandfarbenen Belag aus

Asphalt, Nebenwege eine wassergebundene De­ cke. Vier Stege bzw. Wasserläufer (Lärchenholz) führen	 ins	 Wasser.	 An	 ihrem	 Ende	 werden	 Sitzflä­ chen aufgefaltet und bieten sonnige Aufenthalts­ orte. In Böschungsbereichen führen Betonstufen auf die Stege. Gartenhistorische Relikte sollen he­ rausgearbeitet werden. Im Nordhafenpark Ost blei­ ben historischer Relikte wie der Pergola erhalten und die Aussichtsterrasse an der Fennstraße wird wiederhergestellt. Eine breite Freitreppe führt vom Uferweg zum Wasser. Stichwege binden an die Ca­ féterrasse von Bayer Schering an. Nordhafenplatz Die Gestaltung des Nordhafenplatzes nimmt formal Bezug auf die östlich gelegenen Geländeformen. Es entstehen drei flach gefaltete Flächen (2 bis 4 % Gefälle) aus sandgestrahlten Betonplatten. Als nachhaltiges Wasserparterre nehmen sie gereini­ gtes	Wasser	aus	den	Retentionsbodenfiltern	auf.	Je	 nach Vorrat soll das Wasser blubbernd aus der un­ terirdischen Speicheranlage gepumpt werden und dabei eine maximale Höhe von 40 cm erreichen. Das Wasser spiegelt und verdunstet, es wird durch Regen und Wind strukturiert, es reagiert auf Berüh­ rungsimpulse. In	die	westliche	Wasserfläche	ist	eine	 Nebelanlage integriert. Bei Trockenheit oder Veran­ staltungen soll der Platz ohne Wasser bleiben. Vor die nördliche Gebäudelinie wird ein langes Sitz­ objekt gesetzt (südexponierte Lage). Einzelne Bäu­ me bieten lichten Schatten. Rückwärtig sind Flä­ chen für Außengastronomie vorgesehen. Realisierbarkeit - Der Kostenrahmen wird eingehalten.
 - Die Uferwände werden sehr stark verändert.
 - Die wassergebundene Decke und die Hecken an 
 der	Promenade	erscheinen	pflegeaufwendig. - Ein Gebäude auf dem Platz am Stadthafen ist nicht vorgesehen. - Die	 geforderten	 Flächen	 für	 Retentionsfilterbe­ cken werden im Nordhafenpark zusammenge­ fasst.

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Topotek 1 GmbH / Ortner & Ortner Baukunst, Berlin / 1. Rundgang

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Leitidee / Gesamtkonzept Der Entwurf markiert die Beziehung zwischen Land und Wasser durch ein neues Leitelement. Aus den Raumthemen des Bestandes sollen Spuren – Kan­ ten, Mauern, Böschungen (...) – aufgenommen und weiter entwickelt werden. Prägnante brüstungsho­ he Ufermauern als skulpturale Kante und analog materialisierte polygonale Inseln als großformatige, bepflanzte	 Sitzelemente	 im	 historischen	 Teil	 der	 Promenade fassen und verknüpfen in diesem Sinne Bestehendes und Neues. Räumliche Gliederung / Einbindung Die Promenade wird von Ufermauern begleitet bis zur Kieler Brücke geführt, ab wo sie im Nordhafenpark formal in größere Inseln aufgelöst wird. Das markante Motiv der Ufermauer bildet auch auf der Promenadenfläche	 gewundene	 Bänder,	 die	 be­ gleiten und einschließen, Teilräume bilden und ein System aus Bewegungs- und Aufenthaltsflächen schaffen, welches situativ auf den Bestand und den neuen Städtebau reagiert. Der Nordhafenplatz und Nordhafenpark werden als jeweils eigenständige Räume formuliert. Uferpromenade Eine durchgehende skulpturale Uferkante aus Be­ ton materialisiert die Verbindung [der Promena­ de] zum Wasser. Diese rahmt und begleitet alle Erschließungssituationen zwischen Wasser und Land. Die Promenade teilt sich in den nördlichen Teil, der von der brüstungshohen Ufermauer ge­ fasst wird und den südlichen Teil, der durch die Be­ standsmauer und das ergänzte Bestandsgeländer geprägt wird. Im Bereich zwischen Sandkrugbrücke und Kunstkubus wird die skulpturale Kantengeste mit	 gefassten,	 baumbepflanzten	 Sitzelementen	 auf	 der Promenade thematisiert. Während die Ufersitu­ ation	 mit	 locker	 platzierten	 Weiden	 bepflanzt	 wird,	 sind die Quartiersplätze wie auch der Platz hinter dem Kornversuchsspeicher mit kleinen, strengen Baumhainen als eigenständige Freiraumeinheiten konzipiert. Ein unten am Wasser geführter Weg

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Freiräume Europacity / Heidestraße und Nordhafen - Bericht der Vorprüfung

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(Holzbelag) bindet direkt vom Stadthafen kommend den ebenfalls mit Holz belegten, verbreiterten Platz­ raum am Speichergebäude an. Mit einer neuen, senkrechten Ufermauer wird hier die Promenade verbreitert. Die Bestandsböschung zwischen Stadt­ hafen und Kornversuchsspeicher wird umlaufend durch die Betonkante gefasst. Eine analoge Ufer­ situation wird südlich des neuen Hafenbeckens mit einer Bauminsel geschaffen. An der Kieler Brücke entsteht mit mauergefassten Treppen und Ram­ pen eine bastionsartige Aussichtssituation. Durch­ gehender Belag aus gesägtem Naturstein verbindet die	 Promenadenflächen	 materiell.	 Der Raum wird als fließende, gemischte Verkehrsfläche vorgese­ hen. Mastleuchten werden entlang der Promenade und auf den angebunden Freiräumen als durchgän­ giges Element eingesetzt. Döberitzer Grünzug Das	 Retentionsfilterbecken	 im	 Döberitzer	 Grünzug	 wird in zwei schmalen Bändern im Norden des Stra­ ßenraums angeordnet und von einer locker verteil­ ten, freien Baumreihe begleitet. Der Durchgang zur Promenade bleibt als großzügige Fläche offen. Die Brücke wird mit uferparallelen Rampen ausgeführt. Stadthafen Das Stadthafenbecken wird durch die themenge­ benden Mauern punktuell mit drei Balkonen ge­ fasst. Dazwischen spannen sich eine Treppenanla­ ge	 (am	 Nordufer)	 und	 eine	 Rampenfläche	 (4,4%),	 die sich über die gesamte Breite der Stirnseite des Hafenbeckens zieht. Es wird eine direkte Blickbe­ ziehung zwischen der Heidestraße und dem Was­ ser angestrebt. Als Gegenüber der Rampengeste wird die Treppenanlage am Ostufer des Kanals auf Breite des Hafenbeckens erweitert. (Verbindung Ost-West). Auf ein Cafégebäude wird verzichtet, Gastronomie wird in den direkt an den Platz an­ grenzenden Gebäuden verortet, eine Außenterras­ se auf einem „Balkon“ angeboten. Die zwei Balkone auf der Nordseite sind mit freien Weidengruppen bepflanzt.	Die	Brücke	wird	auf	der	Südseite	des	Ha­ fenbeckens angeordnet, auf der als hohe, gerade Kante ausgebildeten Südseite des Hafenbeckens. Im Stadthafen bildet eine dreiseitig umlaufende Stegkonstruktion den Uferbereich. Hier wird ein an­ gedocktes, hölzernes Ponton zur Nutzung z.B. als Bühne vorgeschlagen. Nordhafenpark West / Ost Im Nordhafenpark Südwest erhalten die Gebäude eine breite Belagsvorzone von der Kieler Brücke bis

zur Heidestraße. Das gestalterische Thema der Pro­ menade - mauergefasste Freiraumeinheiten - wird von	 hier	 als	 drei	 großflächige	 Spielbereiche	 in	 den	 vegetativ geprägten Nordhafenpark transformiert. Zwischen den Feldern führen Wege zum Uferweg. Dieser liegt oberhalb der Uferböschung und wird mit Holzdecks zum Wasser hin abgetreppt. Die Spielund Sportbereiche sind für unterschiedliche Nutz­ ergruppen	 konzipiert.	 Das	 Retentionsfilterbecken	 wird zwischen Spielbereiche und Heidestraße posi­ tioniert. Der Park um das Nordhafenbecken wird als eigene Einheit begriffen und soll als zeitgemäße, ur­ bane Wasserlandschaft einheitlich lesbar gemacht werden. (...) Die vorhandenen Wege werden dem Konzept angepasst und erneuert, um die Besucher möglichst nah an das Wasser zu führen. Einzelne historische Bauelemente des Parkbereiches wer­ den beibehalten. Der Baumbestand wird weitge­ hend erhalten und ergänzt. Das Ufer im Südwesten und Westen wird von einer breiten vorgelagerten Holzdeckkonstruktion unter der Nordhafenbrücke hindurch begleitet und zusammengefasst. Der Ba­ yer Schering Campus wird mit freier Wegeführung direkt in das Wegenetz des Parks eingebunden. Nordhafenplatz Der Nordhafenplatz wird gestalterisch eigenständig formuliert. Ein gerasterter, frei aufgelöster Baum­ hain vermittelt zwischen einem mit Stegen über­ standenen,	 zum	 Teil	 baumbepflanzten	 Retentions­ filterbecken	 an	 der	 Südseite	 des	 Platzes	 und	 einer	 mit einem Feld von Wasserdüsen versehenen Platz­ fläche.	Der	Platz	wird	direkt	bis	an	die	Gebäude	ge­ führt, die Randbereiche zu den Gebäuden bleiben von Einbauten frei. Realisierbarkeit - Der Kostenrahmen wird deutlich überschritten.
 - Die Uferwände werden stark verändert.
 - Die Gehölze im Bereich südlich des Stadthafens 
 unterschreiten den Mindestabstand (5 m) zur Uferkante. - Das untere Niveau am Stadthafen liegt auf 32.10 statt 31.60.Das Becken des Stadthafens ist im Westen um ca. 4 m verkleinert. - Ein Gebäude auf dem Platz am Stadthafen ist nicht vorgesehen. - Pflege	und	Unterhalt	für	die	Holzbeläge	erscheint	 aufwändig.

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el.ch landschaftsarchitekten gbr, Berlin / 1. Rundgang

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Leitidee / Gesamtkonzept 2 Komponenten streben aufeinander: Grünes Ufer und steinernes Berlin. 1 Dynamischer Strang ver­ knüpft beide Bereiche miteinander. Die Nahtstelle ist hierbei ein Hybrid aus beiden. Räumliche Gliederung / Einbindung Der Dynamische Strang verbindet als durchge­ hendes lineares Element die Uferpromenade und besteht aus drei Teilen: uferseitig mit grünen Bö­ schungen und weichen Belägen, wie wasserge­ bundener Decke, stadtseitig mit härten Belägen wie Mosaikpflaster	 und	 mittig	 als Bewegungsband, das ähnlich Charlottenburger Gehwegplatten als Beton­ band mit Linienprägung fungiert. Aus diesem Kon­ zept heraus sind stadtseitige Elemente, wie Quar­ tiersplätze und Gebäudeterrassen geometrisch ent­ worfen, uferseitig wird die Struktur weicher, insbe­ sondere am grüngeprägten Uferpark. Der nördliche Nordhafenpark löst sich als Grünzug Nordhafen aus dem Dreiklang des Dynamischen Strangs. Uferpromenade Die Uferpromenade beginnt im Süden mit Integra­ tion des Bewegungsbandes in die historischen Be­ läge und ufernahen Linden. An der Bestandseiche am Hamburger Bahnhof ist eine Terrasse mit Wei­ denstreifen vorgesehen. Im Bereich bis zum Dö­ beritzer	 Grünzug	 finden	 sich	 parallel	 zum	 Ufer	 lo­ cker verteilte Holzlattenbänke sowie uferseitig eine Baumreihe aus Weiden. Am Kunstkubus markiert diese Baumreihe den Übergang zum Kanal. Im wei­ teren Verlauf der Promenade verbinden drei Plätze mit Spielangeboten, einer langen Bank und einem Baumquartier	 in	 die	 Quartiere.	 Uferseitig	 wird	 die	 bewachsene Bestandsböschung weitgehend erhal­ ten. Den Wohnterrassen sind Weidenstreifen und eine gestufte Mauer aus hellem Beton vorgelagert. Am Kornversuchsspeicher führt die Promenade in Form des Dynamischen Strangs westlich ums Ge­ bäude herum. Der uferseitige Uferplatz wird durch eine Interpretation der wassergebundenen Decke, als sandfarbiger Asphaltmastix, befestigt. Südöst­

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Freiräume Europacity / Heidestraße und Nordhafen - Bericht der Vorprüfung

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lich wird eine zum Wasser abgetreppte Stufenanla­ ge mit überkragendem Podest angeboten. Im letzten Abschnitt bis zur Kieler Brücke wird die Promenade zum Brückenkopf angerampt, ein Teil parallel zum Ufer verbleibt auf Bestandsniveau. Auf beiden Niveauebenen wird ein Biergarten vor­ geschlagen. Das Hotel am Brückenkopf erhält eine großzügige Terrasse. Im gesamten Verlauf der Promenade folgen Leuchtstelen dem Bewegungs­ band. Döberitzer Grünzug Der Döberitzer Grünzug wird als langgestreckter Platz	verstanden.	In	die	Pflasterfläche	sind	als	Grü­ ninseln	zwei	Teilflächen	des	Retentionsbodenfilters,	 Spiel- und Wasserspielangebote sowie Leucht­ stelen der Promenade integriert. An der Nordseite entstehen private Wohnterrassen mit vorgelagerten Weidenstreifen und Sitzmauer. An der Südseite er­ folgt die Erschließung des Kunst Campus durch ein separates Materialband. Am östlichen Abschluss zur Uferpromenade wird die Brücke mit Rampe und Treppe parallel zum Kanal erreicht. Stadthafen Im Bereich des Hafens führt das Betonband mit Li­ nienprägung um das Hafenbecken herum. Auf der Süd- und Nordseite sind Leuchtstelen angeordnet. Nördlich	 findet	 sich	 eine	 Baumreihe.	 Stadtseitig	 wird das steinerne Berlin durch das geplante Café an der Südwestseite, durch Weidenbäume im Mo­ saikpflaster	 als	Abschluss	 zur	 Heidestraße,	 einzel­ ne Spiel- und Ausstattungsobjekte und durch groß­ zügige Gastronomieterrassen repräsentiert. Hafen­ seitig wird das grüne Ufer durch den sandfarbigen Asphaltmastix dargestellt, in den helle Betonstu­ fen der dreiseitigen Sitzstufen-, und Treppenanla­ ge zum Hafen integriert sind. Die Brücke über den Kanal ist südlich des Stadthafens angeordnet. Die Rampe der Brücke führt gerade auf den Platz. Un­ terhalb der Brücke führen eine Rampe und eine Treppe von der Promenade zum Hafenbecken. An der Treppe sind Bootsverleih und Anlegestelle für die Passagierschifffahrt angeordnet. Nordhafenpark Der südliche Bereich ist Teil des Dynamischen Strangs und führt von Kieler Brücke zum Nordha­ fenplatz. Den Gebäuden vorgelagert entstehen pri­ vate Wohnterrassen mit Weidenstreifen und Sitz­ mauer. Übergänge zum tiefer gelegenen Uferpark finden	 sich	 als	 Treppe	 am	 Brückenkopf	 der	 Kieler	 Brücke	 und	 als	 Rampe	 in	 der	 Mitte	 des	 Stadtquar­

tiers. Der Uferpark staffelt sich als weich modellierte Rasenlandschaft zum Wasser hin ab: Im obersten Bereich mit Retentionsanlage, weiter unten mit Sitz­ mauern	akzentuierte	Rasenböschungen.	Hier	finden	 sich vielfältige Spielangebote wie Kletterschiffe und Hangrutschen. Im untersten Bereich des Uferparks wird eine Uferplattform mit Wasser- und Nebeldü­ sen vorgeschlagen, die das Grüne Ufer in Asphalt­ mastix aufgreift und als leichte Stahlkonstruktion dem bestehenden Ufer vorhängt. Im Hafenbecken ist eine schwimmende Pontonterrasse vorgesehen. Wegeverbindung von der Promenade in den west­ lichen Nordhafenpark ist eine wassergebundene Decke mit begleitenden Leuchtstelen. Im westlichen Teil des Nordhafenparks stützt den Weg hangsei­ tig eine durchgehende Sitzstufe/Stützwand. Hier und	im	östlichen	Parkteil	finden	sich	langgestreckte	 Wege in Form von Holzterrassen, die sowohl am Ufer, wie zur Umgebung, z.B. zum Beyer-Schering Areal, mittels Rampen führen. Nordhafenplatz Der Uferplatz besteht aus drei Teilbereichen: sein südlicher und westlicher Teil nimmt den Abschluss des Dynamische Strangs auf, der als Zugang zur künftigen S-Bahn endet. Der Bereich an der Hei­ destraße ist Baum bestanden und verweist auf den Uferpark. Der zentrale Bereich ist befestigt und nimmt ein Wasserdüsenfeld auf.	 Umlaufend	 finden	 sich die Leuchtstelen der Promenade, der nördliche Anschluss an die Gebäude ist für Erschließungs­ zwecke freigehalten, der südliche erhält eine Ter­ rasse. Realisierbarkeit - Der Kostenrahmen wird überschritten.
 - Die Uferwände werden sehr stark verändert.
 - Im Bereich der Promenade Süd beträgt der Ab­ stand der Gehölze zur Uferkante ca. 3 m - Im	Nordhafenplatz	ist	kein	Retentionsfilter	ausge­ wiesen, im Döberitzer Grünzug und Nordhafenpark werden die Flächengrößen unterschritten. - Die Gebäudeterrasse am Stadthafen ragt in den öffentlichen Raum - Der Uferbalkon am Kornversuchsspeicher sowie der Radweg an der Fennbrücke ragen in die Fahr­ rinne. - Die Rampensteigung am südwestlichen Nordha­ fenpark ist > 6 %. - Das Gefälle der Rampen der Holzstege im west­ lichen und östlichen Nordhafenpark ist nicht durchgängig prüfbar

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Vogt Landschaftsplaner GmbH, Berlin / 2. Rundgang

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Leitidee / Gesamtkonzept Die Uferpromenade ist das “Rückgrat“ des Entwurfs. Sie verbindet das Wasser mit den Straßen und Frei­ räumen in den Quartieren, vermittelt zwischen den unterschiedlichen Nutzungen in den angrenzenden Gebäuden und zwischen den unterschiedlichen Ufertypen. Räumliche Gliederung / Einbindung Das	Konzept	definiert	drei	Freiraumtypen:	die	Ufer­ promenade, Plätze und Parkanlagen. In allen drei Bereichen erhalten die befestigten Flächen einen Belag aus hellem Asphalt mit einer veredelten Ober­ fläche. Dieser Belag verknüpft als verbindendes Element die neuen Stadt- und Landschaftsräume. Auch die Ausstattungselemente (Bänke, Beleuch­ tung, Abfallbehälter) sind in allen Bereichen gleich. Ausgenommen sind der Stadthafen und Nordhafenplatz, die als besondere Orte teilweise mit großfor­ matigen Betonplatten markiert sind. Gegliedert und unterschiedlich ausgeprägt werden die Freiräume durch die Art, die Anordnung und die Dichte	der	neu	gepflanzten	Bäume.	Auf	der	Prome­ nade sind dies kompakte Baumcluster, im Nordha­ fenpark lockere Baumgruppen und Solitäre, auf den Plätzen geometrisch angeordnete Baumhaine. Uferpromenade Die Uferpromenade ist zwischen Uferwand und Ge­ bäudelinie durchgängig mit einem homogenen Be­ lag aus abgestreuten Asphalt befestigt (mit Ausnah­ me eines Grünstreifens am Hamburger Bahnhof). In ihrem Verlauf wird die Promenade durch vier ver­ schiedene Baumcluster gegliedert. Sie bestehen je­ weils aus einer Baumart und haben naturräumlich und assoziativ einen Bezug zu Wasser und Ufer (Espe, Schwarzerle, Vogelkirsche, Hainbuche). Die Baumcluster setzten unterschiedliche Akzente und dienen der Orientierung. Besondere Orte und Wegeverbindungen, wie z.B. der Eingangsbereich an der Sandkrugbrücke, werden mit einer fünften Baumart, der Säulen-Espe, hervorgehoben. Baum­ scheiben erhalten eine Abstreuung aus dem glei­

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Freiräume Europacity / Heidestraße und Nordhafen - Bericht der Vorprüfung

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chen	 Naturstein	 wie	 die	Abstreuung	 der	Asphaltflä­ che. Am Kornversuchsspeicher wird die Promenade an beiden Gebäudeseiten vorbeigeführt und bildet eine rahmende	 Platzfläche.	 Auf	 östlicher	 Gebäudeseite	 ist die Nutzung durch Außengastronomie vorgese­ hen. Die ehemalige Kranplattform ist integriert und die Engstelle in der Promenade durch eine Erhö­ hung der Spundwand auf ca. 5 m verbreitert. Nörd­ lich des Kornversuchsspeichers, im Übergangsbe­ reich zum Nordhafenpark, ist eine baumüberstan­ dene	Rasenfläche	vorgesehen.	Den	nördlichen	Ab­ schluss der Promenade bildet ein Aussichtsbalkon am Nordhafen bzw. an der Kieler Brücke (+35.70). Döberitzer Grünzug Die Rampe mit Treppenabgang wird im Anschluss an	 die	 Döberitzer	 Fußgängerbrücke	 einläufig	 par­ allel zum Kanal geführt. Eine Gruppe aus SäulenEspen markiert den Eingang zum Grünzug. Dieser erhält eine urbane Gestaltung: ein linear angeord­ netes	 Retentionsfilterbecken	 mit	 Schilfbepflanzung	 wird von einer doppelten Baumreihe aus SpitzAhorn und einem Fußweg begleitet. Stadthafen Die	 Rampe	 der	 Fußgängerbrücke	 führt	 zweiläufig	 auf die nördliche Seite des Stadthafens. Die obe­ re Ebene am Stadthafen, das Stadtplatzkarree, liegt ca. 3m über dem Wasserspiegel (+33.70), die untere Ebene ca. 90 cm über dem Wasserspiegel (+31.60). Auf der unteren Ebene wird die Uferpro­ menade aus Asphalt um das Hafenbecken geführt. Die obere Ebene erhält einen großformatigen Be­ tonplattenbelag. Beide Ebenen werden über Ram­ pen auf beiden Seiten des Hafens, über Treppen, Betonsitzstufen und eine Freitreppe auf der west­ lichen Platzseite verbunden (Sichtbeton). An der Stirnseite	 des	 Hafenbeckens	 führen	 flache	 Stufen	 und	 eine	 flach	 geneigte	 Ebene	 bis	 hinunter	 zum	 Wasser.	Auf	 der	 flach	 geneigten	 Ebene	 bieten	 Ok­ taeder Sitzmöglichkeiten am Wasser. Im Hafenbe­ cken liegt ein Museumsschiff. An der Heidestraße wird der Platz mit einem dreirei­ higen Raster aus Spitz-Ahorn gefasst. Die Bäume stehen in einer wassergebundenen Decke in glei­ cher Farbe wie der Asphaltbelag. In die Fläche sind lange Sitzbänke integriert. Nördlich der Freitreppen­ anlage ist ein Pavillon mit einer Terrasse für Außen­ gastronomie vorgesehen. Nordhafenpark Die Gestaltung des Nordhafenparks orientiert sich

an den Elementen des Volksparks. Geschwun­ gene Wege führen in den Nordhafenpark Südwest. Am Quartiersrand sind ein Spielplatz im Baumhain und	 ein	 Retentionsfilterbecken	 mit	 Schilfbepflan­ zung	 vorgesehen.	 Die	 flache	 Uferböschung	 kann	 als Spielwiese genutzt werden und am Ufer ist eine Wasserterrasse (1 m über Wasserniveau) ange­ legt. Die Gestaltung mit geschwungenen Wegen und lo­ ckeren Baumgruppen setzt sich im Nordhafenpark West fort. An den Wegen werden Sitzbänke ange­ boten. Südlich der Fennbrücke entsteht eine kleine Platzfläche	mit	Wasserterrasse. Im Nordhafenpark Ost wird der Fernradwanderweg von Norden kommend unter der Fennbrücke hin­ durch und vorbei am Nordhafenbalkon geführt. Wei­ ter östlich bindet ein Weg an die öffentliche Terras­ se von Bayer Schering an. Im Hafen ist ein Boots­ anleger vorgesehen. Nordhafenplatz Der westliche Teil des Nordhafenplatzes bildet ge­ stalterisch eine Parkeinheit mit dem Nordhafenpark.	 In	 die	 Rasenfläche	 integriert	 sind	 ein	 Reten­ tionsfilterbecken	 mit	 Schilfbepflanzung,	 geschwun­ gene	Wegeflächen	und	lockere	Baumsetzungen.	Im	 Westen schließt sich eine befestigte Fläche an, die analog zum Stadthafen mit großformatigen Betonplatten und einem dreireihigen Baumhain gestaltet ist. Realisierbarkeit - Der Kostenrahmen wird erheblich überschritten.
 - Die Uferwände werden stark verändert.
 - Auf private Vorgartenzonen wird zugunsten einer 
 Verbreiterung der Promenade verzichtet. - Mehrere Gehölze unterschreiten den Mindestab­ stand (5 m) zur Uferkante.

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Atelier LOIDL, Berlin / Anerkennung

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Leitidee / Gesamtkonzept Raumgreifende, skulpturale Elemente aus Eichen­ holz prägen als Motiv des großen Holzmöbels die unterschiedlichen Freiräume. Aus der Verknüp­ fung der historischen Gegebenheiten und der Visi­ on eines modernen neuen Stadtteils wird die Idee eines starken und eigenständigen Freiraums entwi­ ckelt. Die hafenartige Atmosphäre des Areals soll erhalten und weiterentwickelt werden. Räumliche Gliederung / Einbindung Die Promenade wird als durchgehende Geste von der Sandkrugbrücke bis zur balkonartig ausge­ formten Situation an der Kieler Brücke geführt. Die angelagerten Plätze werden als gestalterisch ei­ genständige,	 innerquartierliche	 Freiräume	 begrif­ fen. Der vorhandene Großsteinbelag des Kunst­ campus wird für diese als durchgängiges Motiv weiterentwickelt. Der Nordhafenpark als vegetativ geprägter Bereich erhält im Südwesten mit einem eingefügten Spielplatz und einer korrespondieren­ den runden Steganlage einen eigenen Freiraum­ charakter. Lange skulpturale Holzbänke werden als verbindendes Element auf der Promenade und im Park eingesetzt. Uferpromenade Die Promenade ist durchgängig mit Ortbeton unter­ schiedlicher Textur belegt. Ein breites Ortbetonband zum Ufer hin und eine materialgleiche aber mit ei­ ner geriffelten Oberfläche ausgeführte Übergangs­ zone nach Westen setzen sich von den inneren Freiräumen des Quartiers ab. Die Übergangszone ist punktuell mit Silberweiden und Möblierung be­ stückt. An der Sandkrugbrücke wird die historische Gestaltung beibehalten. Südlich des neuen Hafen­ beckens wird ein Flussbalkon als eigener Raum in der Promenade ausgebildet. Von hier wird die Uferkante bis zum Hafenbecken begradigt weitergeführt. Die kleinen Quartiersplätze werden als Spielplätze eigenständig gestaltet. Am Kornversuchsspeicher wird die bestehende, dossierte Natursteinmauer nach Süden verlängert und die Promenade somit

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Freiräume Europacity / Heidestraße und Nordhafen - Bericht der Vorprüfung

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erweitert. Um den Speicher wird Außengastronomie vorgesehen. Der Platz hinter dem Gebäude wird mit einer rückversetzten Weidenreihe gestalterisch der Promenade zugeordnet. An der Kieler Brücke mar­ kiert eine prominent gefasste Ecke das Ende der Promenade. Der Brückenkopf wird auf der Prome­ nadenebene freigestellt und nach Westen mit einer Treppenanlage, nach Süden parallel zum Kanal mit einer Rampe erschlossen. Die Promenade erhält ein Stahlgeländer mit breitem Handlauf aus Eichen­ holz. An der Uferkante werden - alle 100 m - Re­ tentionswasserbrausen als thematisches und spie­ lerisches Element aufgestellt, ergänzt um Infotafeln zum Wasserkreislauf. Die privaten Terrassengärten erhalten	Heckenpflanzungen. Döberitzer Grünzug Der Straßenraum des Döberitzer Grünzugs wird mehrfach gegliedert. Aufgeteilt in zwei Segmente wird eine mittig positionierte Baumreihe von jeweils zwei	 Bändern	 Retentionsbodenfilter	 begleitet	 so­ wie von einer Vorgartenzone der nördlich anschlie­ ßenden Wohnhäuser. Die Belagsmaterialität des Grünzugs	(Großsteinpflaster)	wird	westlich	der	Hei­ destraße fortgeführt. Die Brücke am Kunstkubus wird	mit	zweiläufiger	Rampe	ausgeführt.	 Stadthafen Das Hafenbecken ist als Treppenskulptur konzipiert. Die als Sitzstufen gegliederte, holzbelegte Treppen­ anlage ist in den Hafenplatz eingelassen. Die Stu­ fen sind nach Westen tief terrassiert, nach Norden steil angeordnet. Der kanalseitige Abschluss der Treppenanlage erfolgt mit Betonstufen über die ge­ samte Höhe. Die Stufen werden bis ins Wasser ge­ führt. (Ab der Wassergrenze als Betonstufen, ab OK 31,10m). An der Südseite des Hafenbeckens ist am Fuß einer Ufermauer ein schmaler Anlegerpier für ein Restaurant- oder Theaterschiff angeordnet. Der Pier ist mit einer Rampe von Westen, mit einer Treppenanlage von Osten erschlossen. Das Café ist als Glaskubus in die Treppenanlage integriert. Die Brücke wird im Süden des Hafenbeckens an­ geordnet.	Der	mit	Großsteinpflaster	belegte,	offene	 Platz wird locker von Eschen überstanden. Einzel­ ne	 Mastleuchten	 sind	 in	 der	 Platzfläche	 angeord­ net. Außengastronomie ist in den Gebäuden am Platz vorgesehen. Nordhafenpark West / Ost Im Südwesten des Nordhafenparks schließt das Quartier mit einer geraden Promenadenkante und einer Baumreihe zum Park ab. Ein breiter Parkweg

führt von hier in den historischen Teil des Nord­ hafens. Der Parkweg wird als breiter Asphaltweg, ausgebuchtet unter der Nordhafenbrücke hindurch­ geführt. Der südwestliche Parkteil wird durch zwei korrespondierende Großformen geprägt: Im Ha­ fenbecken wird ein kreisförmiger Holzsteg als Auf­ enthaltsplattform positioniert. Das gleiche Element taucht als bespielbares Stegelement im mit Weiden bestandenen Spielplatz auf. Ein streifenförmiger Retentionsbodenfilter	 ist	 an	 der	 Heidestraße	 ange­ ordnet.	Alle	weiteren	Parkflächen	sind	als	baumbe­ standene Wiesen konzipiert. Im Westteil des Nord­ hafenparks werden einzelne historische Elemente erhalten, die Wegeführung erneuert, großzügig ver­ breitert und mit zwei breiten Treppen an die Hei­ destraße angeschlossen. Eine Rampe führt an die Kreuzung der Fennbrücke. Der Ostteil des Nordha­ fenparks erhält – bei weitgehender Belassung des Baumbestandes – ein neues, geradliniges Wegenetz welches die Bayer Schering Terrasse direkt an den am Wasser geführten, verbreiterten Uferweg führt. Ein großes Holzponton im Hafenbecken dient als Aufenthaltsort und Schiffsanleger. Nordhafenplatz Die	 breite	 Gebäudevorzone	 aus	 Pflasterbelag	 wird	 von der Kieler Brücke bis auf den Nordhafenplatz fortgeführt. Hier wird dieser Platzbelag von zwei ge­ stalterischen Großformen akzentuiert. Ein großes Sitzkreuz aus Holz und ein großes rundes Retenti­ onsbassin formen die Schwerpunkte im Platzraum. Ein lichter, freier Eschenhain bespielt den Südostraum des Platzes. Gastronomische Nutzung ist ent­ lang der Südfassaden des Platzes vorgesehen. Realisierbarkeit - Der Kostenrahmen wird überschritten.
 - Die Uferwände werden stark verändert.
 - Die promenadenseitige Anlieferung zum Hambur­ ger Bahnhof ist nicht berücksichtigt. - Eine Auskragung im Bereich des Hafenbeckens ragt ca. 3 m über die Uferlinie. (Begradigung an der südlichen Ecke) - Das Becken des Stadthafens ist durch die Stu­ fen unter Wasser in der Länge um ca. 20 m ver­ kleinert. - Das untere Niveau am Stadthafen wird bis ins Wasser geführt. - Pflege	und	Unterhalt	für	die	Holzbeläge	erscheint	 aufwändig. - Einige Rampensteigungen sind größer als 6 %.

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BERNARD und SATTLER Landschaftsarchitekten, Berlin / Anerkennung

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Leitidee / Gesamtkonzept Der stringent linearen Typologie des Boulevards Heidestraße ist mit einer komplementären Frei­ raumstruktur zu begegnen: strenge Baumlinien und lineare Funktionstrennung werden durch ein auf­ gelockertes Kontinuum von freundlichen, „spiele­ rischen“ Freiräumen ergänzt. Räumliche Gliederung / Einbindung Die Uferpromenade verbindet mit einem einheit­ lichen Belag die unterschiedlichen Bereiche des Eu­ ropaquartiers:	 Eingestreut	 in	 das	 Freiraumkontinu­ um	 des	 Pflasters	 sind	 gezielte Setzungen, die den Passanten subtil lenken, unterschiedliche Blickbe­ ziehungen öffnen und differenzierte räumliche Situ­ ationen schaffen. Intarsien verstärken sich zu Groß­ formen am Nordhafenplatz und gehen in die grün geprägten Bereiche des Nordhafenparks über. Uferpromenade Der Eingang an der Sandkrugbrücke wird mit dem Pflaster	der	Uferpromenade	(sandfarbiger	Grauwa­ cke-Kleinstein in Passe) umgestaltet und das Tor entfernt. Die Gliederung der Uferpromenade zwi­ schen Bewegungs- und Ruheräumen erfolgt über Intarsien (Bäume, Ausstattung, Beleuchtung, was­ sergebundene Decke). Als neue Bäume der Prome­ nade werden lichte Baumarten in freier Verteilung vorgeschlagen, wie Gleditschien und Birken. Ein Ausstattungskanon mit Mastleuchten, Geländern, Sitz- und Liegemöbeln sowie Ufer-Abdecksteinen in hellem Beton wurde entwickelt. Im Verlauf des Kunstcampus wird weitgehend auf Einbauten verzichtet, um punktuelle Kunstobjekte zu verorten. Eine Ausnahme ist die Bestands-Stie­ leiche, die eine Holzplattform erhält. In den KunstCampus soll der Belag der Promenade hineinge­ zogen	 und	 eine	 zentrale	 Tennenfläche	 mit	 Gledit­ schien geschaffen werden. Zwischen Döberitzer Grünzug und Stadthafen wird das	Motiv	der	gepflasterten	Promenade	mit	lenken­ den	 Einbauten	 konsequent	 angewandt:	 Wasser­ gebundene	 Decken	 mit	 integrierten	 Pflanzungen	
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Freiräume Europacity / Heidestraße und Nordhafen - Bericht der Vorprüfung

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sowie verschiedene Sitzmodule unterstützen die sanfte Zonierung von Bewegungs- und Ruheräu­ men. An den Knotenpunkten	 zum	 Quartier	 finden	 sich vier geometrische und Baum bestandene Ten­ nenflächen	 mit	 informellen	 Spiel-	 und	 Aufenthalts­ möglichkeiten. Im Bereich zwischen Stadthafen und Kornversuchs­ speicher	sind	gepflasterte	Promenade	und	bewach­ sene Böschung deutlich getrennt. Am Kornver­ suchsspeicher führt die Promenade über eine frei schwebende Plattform ans Ufer. Der Brückenkopf der Kieler Brücke wird über eine gerampte	Platzfläche	angebunden.	 Die privaten Vorgärten sind erhöht und mit Stütz­ mauer abgegrenzt. Döberitzer Grünzug Im Bereich Döberitzer Grünzug wird die Materialität der Uferpromenade mit Elementen des Döberitzer Grünzugs (Asphalt mit Klinkerband) verbunden. Als nördlichem Abschluss signalisiert der Retentions­ bodenfilter	mit	punktuellen	Pflanzungen	von	Silberweiden und Gleditschien den Zusammenhang mit der Uferpromenade. An der Uferpromenade wird die Brücke mit Rampe und Treppe parallel zum Ka­ nal erreicht. Stadthafen Der Stadthafen wird das urbane Herz des Quartiers. Die	 Promenade	 verläuft	 mit	 ihrer	 Pflasterung	 und	 den wassergebundenen und Baum bestandenen Intarsien um den Hafen. Als Abschluss zur Heide­ straße	findet	sich	eine	geometrische	Großsteinpfla­ sterfläche.	 Einbauten,	 wie	 Fahrradständer,	 werden	 zusammengefasst. Der Hafenpavillon liegt im Nord­ westen des Platzes. Aufenthaltsbereiche mit Ausblick zum Wasser wer­ den an zwei Sitzstufen-Treppenlagen aus hellem Betonstein im Westen und im Norden des Hafens vorgeschlagen. Im Übergang zum Kanal sind am östlichen Rand zwei kleinere, bastionsartige Bal­ kone	zu	finden.	 Die Brücke über den Kanal ist südlich des Hafens angeordnet. Die Brückenrampe führt gerade auf die Promenade und weiter auf die mittlere Ebene der großen Aufenthaltsterrasse. Zum Wasser führt eine zweite Rampe am nördlichen Ende der Terrasse. Als unterste Ebene des Stadthafens, leicht über dem Wasserspiegel, liegt ein umlaufendes Holzdeck, das allseitig als Schiffsanleger fungieren kann. Nordhafenpark Der südliche Teilbereich ist gestalterisch Teil der

Promenade. Vor den Wohnbauten wird ein 2m brei­ ter, mit Platten ausgebildeter Erschließungs-Be­ reich angeordnet. An der Kieler Brücke wird ein Balkon angeboten. Die Promenade teilt sich und wird im Übergang zum Nordhafenpark vom Ufer weg gelenkt. Der Belag wechselt	von	Pflaster	in	Tenne	mit	Großsteineinfas­ sung und führt in leichtem Gefälle zu einer platzar­ tigen Aufweitung mit Spielinseln. Hier und am Ufer werden lang gestreckte Sitz- bzw. Uferkanten sowie frei verteilte Sitzmöbel und Spielmöglichkeiten an­ geboten. In	 der	 terrassenartigen	 und	 locker	 bepflanzten	 Ge­ staltung	 des	 südwestlichen	 Parkteils	 findet	 sich	 an	 der	Heidestraße	der	Retentionsbodenfilter.	 Die westlichen Parkteile werden mittels einer Steg­ konstruktion unter der Brücke verbunden. Mit Aus­ nahme des schollenartig gestalteten Eingangsbe­ reichs nördlich der Nordhafenbrücke lehnt sich die Gestaltung der nördlichen Parkteile an die histo­ rische Parkstruktur an. Der Schwerpunkt liegt auf der Sanierung der Baukonstruktionen und der Her­ stellung von Sichtbeziehungen zum Bayer Sche­ ring-Areal. Der überregionale Radwanderweg ist in die Wegeplanung integriert. Nordhafenplatz Nordhafenplatz und Nordhafenpark bilden eine lo­ gische Einheit: während der grüne Park platzartige Aufweitungen aufweist, stellt der Platz einen ur­ banen Platz mit grünen Inseln dar. Drei	 große	 grüne	 Schollen,	 eine	 als	 Retentionsflä­ che, fungieren im Sinne des Promenadenkonzeptes als	 Setzungen	 im	 ansonsten	 gepflasterten	 Platz.	 Hinzu kommt eine große Holzkonstruktion, die auf das Podest am Hamburger Bahnhof verweist. Vor den Nord- und Südfassaden des Platzes sind die mit Platten ausgebildeten Erschließungsbereiche angeordnet. Realisierbarkeit - Der Kostenrahmen wird überschritten.
 - Die Uferwände werden stark verändert. 
 - Gehölze im Bereich der südlichen Promenade un­ terschreiten den Mindestabstand (5 m) zur Uferkante. - Das untere Niveau am Stadthafen (Holzdeck) liegt auf – 3.00 (+30.70) statt 31.60. - Die untere Rampensteigung am Hafen ist > 6 %. - Die neuen Gebäude an der Kieler Brücke schlie­ ßen an eine geneigte Promenadenebene an.

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A24 Landschaft Landschaftsarchitektur GmbH, Berlin / 2. Rundgang

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Leitidee / Gesamtkonzept Die neuen Freiräume der Europacity verzahnen das Stadtquartier mit den Wasserflächen des Ber­ lin-Spandauer-Schifffahrtskanals und Nordhafens. (…) Das Leitmotiv der Verzahnung setzt sich bis in die Zugänge zum Wasser fort. Im Stadthafen ver­ zahnen bewegte Wasserrampen den Platz mit dem Wasser. Im Nordhafenpark lösen breite Holzplatt­ formen und Wassergärten die Uferlinie auf und füh­ ren direkt aufs Wasser. Räumliche Gliederung / Einbindung Die Uferpromenade bildet das Rückgrat der Freiräu­ me und ist verbindendes Element. Ihr Verlauf wird durch Platz- und Raumfolgen in Ost-West-Richtung rhythmisiert. Die Promenade wird dabei immer wie­ der tief in das Quartier hineingezogen und verbin­ det es mit dem Wasser, wie etwa am Döberitzer Grünzug, am Stadthafen und am Nordhafenplatz. Zusätzlich verweisen dunkle Belagsstreifen auf die Zugänge zum Wasser und Querverbindungen in das Quartier. Uferpromenade Die gesamte Uferpromenade erhält einen einheit­ lichen	Belag:	zum	Wasser	senkrechte	Pflasterstrei­ fen aus geschnittenem Naturstein. In Querungsbe­ reichen verdichten und verdunkeln sich die Strei­ fen. Am Eingangsbereich an der Sandkrugbrücke sind einige Lindenbäume erhalten. In der Folge akzentu­ ieren einzelne Baumgruppen die Promenade. Diese Bereiche sind mit einer wassergebundenen Decke hergestellt und mit Sitzelementen ausgestattet. Nördlich des Döberitzer Grünzuges entstehen in Verlängerung der Quartiersstraßen drei kleine, mit Bäumen bestandene Aufenthaltsplätze. Die pri­ vaten Flächen vor den Gebäuden werden als Ter­ rassen leicht erhöht angelegt. Sie können als pri­ vate Vorgärten und auch gastronomisch genutzt werden. Am Speichergebäude wird der Promena­ denbelag beidseitig fortgesetzt. Die dortige Engstel­ le ist durch eine Erhöhung der Spundwand auf 6 m

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Freiräume Europacity / Heidestraße und Nordhafen - Bericht der Vorprüfung

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verbreitert. Weiter nördlich wird parallel zur Spund­ wand eine Rampe zur Unterführung der Kieler Brü­ cke eingebaut. Auf oberem Niveau führt die Ram­ pe der Kieler Brücke in westlicher Richtung auf die Promenade. Als Beleuchtungselement schlagen die Verfasser eine formal neutrale, modulare Lichtstele vor, die unterschiedliche Beleuchtungsszenarien (wie z.B. Flächenlicht, Wegebeleuchtung, Fassadenstrah­ lung) möglich macht. Döberitzer Grünzug Die Rampe der Döberitzer Fußgängerbrücke wird zweiläufig	südlich	des	Kunstkubus	geführt.	Der	Dö­ beritzer Grünzug ist mit dem gleichen Belag wie die Promenade befestigt. Er ist als grüner Aufent­ haltsraum mit	 zwei	 Sequenzen	 einer	 doppelten	 Baumreihe (Rot-Ahorn ’red sunset’) und linear an­ geordneten Sitzelementen gestaltet. Zwischen den Baumsequenzen	 sind	 zwei	 mit	 Schilf	 bepflanzte	 Retentionsfilterbecken	 und	 ein	 kleines Wasserspiel vorgesehen. Stadthafen Die	 neue	 Brückenrampe	 wird	 zweiläufig	 nördlich	 des Stadthafens parallel zur Promenade geführt. Die Promenade umläuft den Stadthafen auf Quar­ tiersniveau (+33.70). Dort wird sie beidseitig von ei­ ner Baumreihe begleitet (Rot-Ahorn ’red sunset’). Auf der nördlichen Seite führen mehrere Treppen auf das mittlere Niveau (+32.70) – die Hafenterras­ se. Sie bietet Raum für Außengastronomie und ist mit niedrigen Holzpodesten ausgestattet. Am Kopf­ ende ist ein Gastronomiepavillon integriert. Von Westen führen sieben bewegte Wasserram­ pen (Beton) in das Hafenbecken. Sie verzahnen den Platz mit dem Wasser und vermitteln den Hö­ hensprung zwischen oberem Platzniveau und Was­ serspiegel (+ 30.78). Die Wasserrampen sind mit Betonsitzelementen ausgestattet. Zwischen den Rampen werden Bänder mit Gräsern und Seggen angelegt. Es entsteht ein Aufenthaltsort mit hoher atmosphärischer Dichte. Den Rampen vorgelagert ist eine Schwimmbühne. An der Heidestraße bildet ein dreireihiges Baum­ dach (Ahornblättrige Platane) den räumlichen Ab­ schluss	der	Platzfläche. Nordhafenpark Im	 Nordhafenpark	 Südwest	 ist	 ein	 Retentionsfil­ terbecken mit Wasserspielplatz vorgesehen. Über handbetriebene Pumpen kann Wasser gefördert, über Düsen verspritzt oder in Rinnen geleitet wer­

den. Der Nordhafenpark Südwest und West erhält eine neue Uferlinie mit linearen Verkippungen. Entlang der Uferlinie verläuft die Wasserpromenade (Ort­ beton). Begleitend wird eine dichte Ufervegetation entwickelt. Fünf rechteckige Holzdecks brechen die Uferlinie und weiten den Uferpark auf das Wasser aus. Drei schwimmende Gärten liegen im Wasser. An der Heidestraße fasst die vom Schifffahrtskanal kommende Promenade den Nordhafenpark. Schmale Wege führen nach unten auf Stege oder Holzdecks im Wasser. Fragmente der historischen Parkanlage (Sitzplatz, Bäume) werden in das Kon­ zept integriert. Im Nordhafenpark Ost wird der übergeordnete Rad­ weg aufgenommen. Zwischen den Baukörpern auf dem Gelände von Bayer Schering sind drei recht­ eckige Freiraumelemente integriert: ein Gräsergar­ ten,	eine	Gastronomieterrasse	und	eine	Spielfläche.	 Sie sind über Stichwege mit dem Uferweg verbun­ den. Der Uferlinie ist ein großes Holzdeck (Ponton) mit einer Anlegestellte für Freizeitboote vorgelagert. Südlich der Fennbrücke bleibt der historische Bal­ kon erhalten. Nordhafenplatz Die Uferpromenade und die Freiräume springen über die Heidestraße in den Nordhafenplatz. Um­ laufen wird der Platz von der Promenade. Einzelne Pflasterbelagsstreifen	 führen	 linear	 über	 die	 Platz­ fläche	 bis	 zur	 Heidestraße.	 Dazwischen	 sind	 Ra­ senflächen,	ein	Retentionsfilterbecken,	ein	Wasser­ becken,	eine	Spielfläche	und	Sitzelemente	angeord­ net. Den räumlichen Abschluss zur Quartiersstraße bildet ein Baumdach (Ahornblättriger Platane), da­ runter werden weitere Sitzelemente angeboten. Realisierbarkeit - Der Kostenrahmen wird überschritten.
 - Die Uferwände werden sehr stark verändert. 
 - Die vorgeschlagenen Brückenlösungen am Döbe­ ritzer Grünzug und Stadthafen entsprechen nicht den Vorgaben. - Größe und Form des Stadthafens wird durch die Wasserrampen verändert. Die Spundwand des Stadthafens ist durchgängig erhöht. Die Hafenter­ rasse ist nicht barrierefrei angeschlossen. - Die Rampensteigung an der Kieler Brücke ist grö­ ßer als 6%. - Die	Flächengröße	der	drei	Retentionsfilterbecken	 wird unterschritten.

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Schriftliche Stellungnahmen der Sachverständigen

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Frauenbeirat Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Dip.Ing Cagla Ilk, Dip Ing. LA Barbara Willecke 05.04.2011

Freiräume Europacity/ Heidestraße und Nordhafen Nichtoffener Ideen- und Realisierungswettbewerb Gestalterische Prozesse von Freiräumen in der Stadt sind nicht nur als Baumaßnahmen zu begreifen, sondern als eine Impulsmöglichkeit für ein vielseitiges, soziales und kulturelles Leben im öffentlichen Raum. Ziel ist es, Möglichkeiten der Raumaneignung für alle Geschlechter zu schaffen. Die wesentlichen Fragen zur Umsetzung von Gender and Diversity in Frei­ raum Planungsprozessen sind: (Alter, Geschlecht, Mobilität, sozio¬ökonomischer Hintergrund): - Welche Orte nutzen Frauen, Männer, Kinder, Jugendliche Erwachsene, ältere Menschen (unterschiedlichen Geschlechts, sozialen Status‘ und Herkunft)? - Welche Raumbildung und Nutzungsmischung, Flexibilität und Interpre­ tierbarkeit fördert die Entwicklung von „sense of community“ und die Identifikation?	 - Wie können Freiräume Orte des informellen gesellschaftlichen Aus­ tausches und gleichzeitig der Erholung sein? - Als Vertreterinnen des Frauenbeirates haben wir die Wettbewerbsbei­ träge als eingeladene Sachverständige an Hand von acht Kriterien zur Umsetzung von Gender Mainstreaming in Wettbewerbsprozessen be­ obachtet und bewertet, die im Rahmen der Arbeit des Frauenbeirates entwickelt wurden: - Räumliche Diversität und Flexibilität sowie Wahlmöglichkeiten für un­ terschiedliche Gruppen zu unterschiedlichen Tageszeiten und Jahres­ zeiten; (Alter, Geschlecht, Mobilität, sozio-ökonomischer Hintergrund). - Räume für Kommunikation und Schwellenbereiche: Diese Räume sollen der	 räumlichen	 Differenz	 zwischen	 den	 unterschiedlichen	 Raumquali­ täten von Übergang und Trennung, Übergangszone zwischen unter­ schiedlichen Orten, Schwellenbereiche als besondere Orte der Verände­ rung im Verhalten, in der Geschwindigkeit, in Klang, Gestalt etc betonen. Es gibt differenzierte, präzise angeordnete Bereiche des Übergangs von Aufenthaltsorten, Orte der Kommunikation und des Durchgangs etc.(„community building“) - Zonierungen: Öffentliche, halböffentliche Flächen sollen klar zugeordnet bzw.	lesbar	werden	um	Konflikte	zu	vermeiden. - Bewegung im Raum: Die Räume sollen so abgestuft, differenziert sein das eine Wahlmöglichkeit von Wege zu Tag und Nachtzeiten und zwi­ schen unterschiedlichen Bewegungsintensitäten und - Geschwindig­ keiten ermöglicht wird. - Orientierung, Merkzeichen: Markante Elemente sollen Identität stiften Orientierung ermöglichen - Vielfältige Nutzer/innen-Gruppen: Die Bedürfnisse der Nutzer/innen in ihrer	 Verschiedenheit	 werden	 integriert	 und	 spezifische	 Anforderungen	 der Altersgruppen und Nutzungspräferenzen werden berücksichtigt ohne andere Gruppen auszuschließen. - Nutzungsintensität: Unterschiedliche Nutzungsintensitäten orientieren sich an der Richtung und Größe der Räume. (Wahlmöglichkeiten und Orientierung bei Tagwegen, Nachtwegen, zwischen unterschiedlicher
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Bewegungsintensität, Richtung und Größe der Räume) - Sicherheit: Blickbeziehungen, Übersichtlichkeit sollen Sicherheit ermög­ lichen. Die Gesamtanlage muss gut zu überblicken sein. Die Blickbezie­ hungen und eine ausreichende Transparenz ermöglichen eine soziale Kontrolle. Privatheit und soziale Kontrolle werden gleichermaßen geför­ dert. Unsere Betrachtung untersucht an Hand dieser Kriterien, ob Entwürfe einem Leitbild folgen, welche dem Grundgedanken des Gender Mainstrea­ mings entsprechen oder Teilaspekten der Anliegen von Gender + Diversity Raum geben. Hierzu wurden die Kriterien in einer Gesamtbewertung zu­ sammengefasst, die die Einschätzung der Vertreterin des Frauenbeirates mit Blick auf GM zu den einzelnen Entwürfen wiedergeben. Ergebnis: Wir haben das Wettbewerbsareal in zwei Themen für unsere Bewertung geteilt: Promenade und Aufenthaltsorte. Deshalb entstehen teilweise zwei Bewertungen Die Wettbewerbsaufgabe hat durch die eingeschränkte Zielsetzung bei den Wettbewerbsbeiträgen dazu geführt, dass eine Vielfalt von Lösungen nicht abgebildet wurde. Die Aufgabe zur Freiraumplanung war auf die zukünf­ tige Bewohner/innen von diesem neu entwickelten Stadtteil beschränkt. Im	 Auslobungstext	 sind	 Gender-	 und	 Diversity-Kriterien	 definiert	 und	 als	 eine Zielsetzung beschrieben. Nur in drei Entwürfen wurde diese Frage­ stellung explizit thematisiert. Erschließung und Durchwegung sind nicht in 
 jedem Entwurf bearbeitet.
 Viele Beitragen schlagen gute Nutzungskonzepte für Aufenthaltsorte vor. 
 Allerdings sind die Promenaden im Hinblick darauf nicht immer gut und 
 vertieft durchgearbeitet.
 Zu fünf Wettbewerbsbeiträgen können kaum Aussagen getroffen werden, 
 weil sie aufgrund ihrer Darstellung keine oder nur wenige Aussagen zur 
 Funktion des Raumes oder ihrer Nutzer/innen machen.
 Zwei Beiträge konnten bezogen auf unsere Gender- und Diversity-Kri­ terien	 als	 sehr	 gut	 realisierbar	 identifiziert	 werden.	 Als	 entwicklungsfähig	 können wir die mit mehreren (+2) Zeichen gekennzeichneten Entwürfe be­ zeichnen. Legende: Integration der Kriterien Sehr Positiv Hoch Gut Neutral Niedrig Fehlend +3 +2 +1 0 -1 -2

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1542 1541 1543 1545 1550 1551 1560 1552 1553 1554 1548 1561 1559 1562 Kennziffer (+1) Räumliche Diversität (+1) Räume für Kommunikation und Schwellebereiche-Schnittstelle 0 0 (+2) (+2) 0 (+1) (+1) (+1) (-2) (+1) (+1) Bewegung in Raum 0 (-1) Nutzergruppen Orientierung-Merkzeichen räumliche Zonierung (+2) 0 (+1) (-1) (+1) 0 (+2) 0 (+2/-1)* 0 (+1) (-1) (+1) (-2) 0 (-1) (-1) (+1) 0 0 (-2) (+2) 0 (+2) 0 0 (+2) 0 0 0 0 (+1) (+1) (+1) (+2) (-1) (-1/+2)* (+2) 0 (+1) (+2) (+1) (+2) (+1) (+1) (+1) (+1) (+1) (+1) 0 0 (+1) (+1) (+1) (+2) (+1/-1)* (+2) (+1) (+1) (+2) 0 (+1) (+1) (+2) (+2) (+1) (+2) (+1) (+1) (+1/+2) (+1/-1)* (+1) (+2) * (+2) 0 (+1) (+2) (0/-1) (+1) (+2) (+1) (+1) (+1) (+2) (+2)

1546

1557

1558

1555

1544

(+2/-1)* (+2)

(+1/0)* (+1)

1547

(+1)

(+1)

(+1)

(+2/-1*) (+2) (+1)

1549

(+1)

(+2/-1)* (+1)

(+1)

1556

(+1)

(+2)

(+1/0)* (+2)

nicht

(+1)

(+2)

(+1)

(+1)

bewertet (+2)

(+2)

(+1)

(+2/+1)* (+2) (+1)

(+2) (+2) 0 (+1) (+1) (+3) (+1) sehr posi tiv

(+2)

(+1)

(+2/+1)* (+2) (+1/0)* (+1)

(+1) (+1/-1)* (+1) Nutzungsintensität (+1) Sicherheit und Beleuchtung Entwurf aus Genderperspektive

(+1)

(+2)

(+1)

0

(+1)

(+3)

(+1)

(+1)

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* bei zwei Bewertungen in einer Klammer steht die erste Zahl für die Aufenthaltsorte die Zweite für die Promenade

sehr positiv

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Prüfkommentare SenStadt XPW Jörgen Rutke 01.04.2011
FreiräumeEuropacity/HeidestraßeundNordhafenPrüfkommentareSenStadtXPW
 Vertrag:   ͲͲ     KommentarblattNr. Datum Sendung XPWͲEuropC_Wettb_01 01.04.2011 Einsichtnahme Präsentationsunterlagen 01.04.11

Einheit/Bauteil Untereinheit/-bauteil Detail Nr. I

I – Stadthafen, II - Sonstiges

Dokument Teilnehmer Nr. 1541 bis 1562

Stand o.D.

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Teil­ nehmer 1541

Kommentar I – Stadthafen Technische Machbarkeit: machbar, Hinweise beachten Unterhaltung: erhöhter Aufwand

Hinweise I – Stadthafen - beachte: Boote westlich des Floßes können den Hafen nicht verlassen. Vorschlag: Floß in Segmenten geteilt vorsehen. - Fontäne im Konflikt zu Booten und Umgebung (Winddrift von Tropfen) - Bäume landseitig des Südufers begrenzen - Übergangsrampe (Gangway) zum Wassertaxi räumlich vorsehen (verfügbarer Platz ggf. zu gering am BSK)

II – Sonstiges Floß und Fontäne: machbar, jedoch Betreibermodell klären 1542 I – Stadthafen Machbarkeit kann wegen fehlender Spezifikation nicht bewertet werden. 1543 I – Stadthafen Technische Machbarkeit: machbar, Hinweise beachten Unterhaltung: erhöhter Aufwand

-

I – Stadthafen - Die Unterhaltungskosten der Holzplattformen sind gegenüber Steinflächen erhöht (regelmäßig voraussichtlich Aufarbeitung erforderlich gegen Splitterbildung - Stegfläche knapp über dem WSP wird abgelehnt. Grund: Erhebliches Gefahrenpotential wegen Glätte (Veralgung), ggf. als Schwimmsteg möglich - Der Abstand zwischen UK der Holzplattform und WSP ist zu optimieren, um störende Geräusche aus dem Unterschlagen von Wellen zu vermeiden. -

II – Sonstiges Wassergarten: machbar soweit als Schwimmkonstruktion 1544 I – Stadthafen Technische Machbarkeit: machbar Unterhaltung: neutral

II – Sonstiges

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Schwimmgarten: machbar, jedoch Betreibermodell klären 1545 I – Stadthafen Technische Machbarkeit: machbar, Hinweise beachten Unterhaltung: neutral I – Stadthafen - Übergang vom liegenden Schiff an Land (Gangway) vorsehen.

II – Sonstiges -­ 1546 I – Stadthafen Technische Machbarkeit: machbar, Hinweise beachten Unterhaltung: neutral I – Stadthafen - Übergang vom liegenden Schiff und Booten an Land (Gangway) vorsehen. - Restaurantschiff deutlich hafenwärts verschieben, so dass kein Konflikt zum BSK entsteht - Nutzung zum Surfen nicht denkbar (verfügbare Fläche)

II – Sonstiges -­ 1547 I – Stadthafen Technische Machbarkeit: machbar Unterhaltung: neutral

II – Sonstiges Modulare Bühne: machbar, jedoch Betreibermodell klären Ufer Kornversuchsspeicher: Erhaltung vorh. Uferwand scheint nicht vorgesehen zu sein. I – Stadthafen Technische Machbarkeit: machbar wenn Uferfläche auf min. +31.60 mNN angehoben wird, Hinweise beachten Unterhaltung: erhöhter Aufwand

1548

I – Stadthafen - Die Unterhaltungskosten der Holzplattformen sind gegenüber Steinflächen erhöht. Schwimmplattform zum Übergang in das Schiff (gleich bleibender Freibord) favorisieren.

II – Sonstiges Anlegerplattform Hafenbar – Betreibermodell klären 1549 I – Stadthafen Technische Machbarkeit: machbar, Hinweise beachten I – Stadthafen - Die Unterhaltungskosten der Holzplattformen sind gegenüber Steinflächen erhöht (regelmäßig

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FreiräumeEuropacity/HeidestraßeundNordhafenPrüfkommentareSenStadtXPW voraussichtlich Aufarbeitung erforderlich gegen Splitterbildung - Der Abstand zwischen UK der Holzplattform und WSP ist zu optimieren, um störende Geräusche aus dem Unterschlagen von Wellen zu vermeiden. - Übergang von Booten an Land (Gangway) vorsehen.

Unterhaltung: erhöhter Aufwand

II – Sonstiges Umgestaltung des Nordufers des Humboldthafens nicht machbar, da derzeit die Uferwand (hist. Bestand) saniert wird. 1550 I – Stadthafen Technische Machbarkeit: machbar, Hinweise beachten Unterhaltung: erhöhter Aufwand

I – Stadthafen - Die Unterhaltungskosten der Holzplattformen sind gegenüber Steinflächen erhöht (regelmäßig voraussichtlich Aufarbeitung erforderlich gegen Splitterbildung - Schiffe hafeneinwärts verlegen, so dass Konflikt zum BSK vermieden wird. - Übergang von Schiffen an Land (Gangway) vorsehen.

II – Sonstiges Bühne: machbar, jedoch Betreibermodell klären

1551

I – Stadthafen Technische Machbarkeit: machbar, Hinweise beachten Unterhaltung: erhöhter Aufwand

I – Stadthafen - Die Unterhaltungskosten der Holzplattformen sind gegenüber Steinflächen erhöht (regelmäßig voraussichtlich Aufarbeitung erforderlich gegen Splitterbildung - Übergang von Schiffen an Land (Gangway) vorsehen.

II – Sonstiges -­

1552

I – Stadthafen Technische Machbarkeit: machbar, Hinweise beachten Unterhaltung: neutral

I – Stadthafen - Übergang von Schiffen an Land (Gangway) vorsehen.

II – Sonstiges -­

1553

I – Stadthafen Technische Machbarkeit: machbar Unterhaltung: neutral

II – Sonstiges -­

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1554

I – Stadthafen Technische Machbarkeit: machbar, Hinweis beachten Unterhaltung: neutral

I – Stadthafen - UK Kopfholm der Uferwand modifizieren, so dass störende Geräusche aus dem unterschlagen von Wellen vermieden wird.

II – Sonstiges -­

1555

I – Stadthafen Technische Machbarkeit: machbar, Hinweise beachten Unterhaltung: neutral

I – Stadthafen - Zugang zu anlegendem Schiff klären.

II – Sonstiges Pavillon nicht bewertet. 1556 I – Stadthafen Technische Machbarkeit: machbar, Hinweise beachten Unterhaltung: erhöhter Aufwand I – Stadthafen - Die Unterhaltungskosten der Holzplattformen sind gegenüber Steinflächen erhöht (regelmäßig voraussichtlich Aufarbeitung erforderlich gegen Splitterbildung - „Wasserstein“ (Flachwasserzone zum Aufenthalt) wird abgelehnt. Grund: Erhebliches Gefahrenpotential gegen Absturz in das Tiefwasser. Kein Badegewässer. - Markierungspfähle gegen auffahrende Boote vorsehen („Wasserstein“) - Der Abstand zwischen UK der Holzplattform und WSP ist zu optimieren, um störende Geräusche aus dem Unterschlagen von Wellen zu vermeiden. - Holzart später festlegen. I – Stadthafen - Das Konzept, große Stegflächen flächendeckend über neu anzulegender Wasserfläche anzulegen ist nicht nachvollziehbar. - Die Unterhaltungskosten der Holzplattformen sind gegenüber Steinflächen erhöht (regelmäßig voraussichtlich Aufarbeitung erforderlich gegen Splitterbildung - Bezeichnung „Ponton“ unverständlich - Der Abstand zwischen UK der Holzplattform und WSP ist zu optimieren, um störende Geräusche aus dem Unterschlagen von Wellen zu vermeiden.

II – Sonstiges -­

1557

I – Stadthafen Technische Machbarkeit: machbar, Hinweise beachten Unterhaltung: erhöhter Aufwand

II – Sonstiges -­

1558

I – Stadthafen Technische Machbarkeit: machbar Unterhaltung: neutral

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II – Sonstiges Kornversuchsspeicher / Balkon: Auskragung in das BSK-Profil voraussichtlich mit erschwerter Genehmigungsfähigkeit (KO-Potential)

1559

I – Stadthafen Technische Machbarkeit: machbar, Hinweise beachten Unterhaltung: neutral

I – Stadthafen - Sitz-Oktaeder landseitig verschieben, Absturzkante in das Hafenbecken (Westufer) gegen auffahrendes Boot (Markierungspfähle) und gegen Personenabsturz sichern - vom anlegenden Museumsschiff ist der Übergang auf das Ufer zu klären (Abstand zum Ufer, Höhenversatz)

II – Sonstiges -­

1560

I – Stadthafen Technische Machbarkeit: machbar, Hinweise beachten Unterhaltung: erhöhter Aufwand

I – Stadthafen - wasserseitig der treppenartigen Ufer sind Dalben (Pfähle) vorzusehen, die das Aufschieben der Boote auf das Ufer insbesondere bei wechselnden Wasserständen verhindern - von anlegenden Booten ist der Übergang auf das Ufer nicht gefahrlos möglich (Abstand zum Ufer, Höhenversatz) - Die Unterhaltungskosten der Holztreppen sind gegenüber Steintreppen erhöht (regelmäßig voraussichtlich Aufarbeitung erforderlich gegen Splitterbildung - Die Holzart sollte später festgelegt werden (Kosten, Verfügbarkeit, Haltbarkeit). I – Stadthafen - prüfen, ob Holzdecks schwimmend oder fest vorgesehen sind - Die Unterhaltungskosten der Holzplattformen sind gegenüber Steinflächen erhöht (regelmäßig voraussichtlich Aufarbeitung erforderlich gegen Splitterbildung -

II – Sonstiges -­

1561

I – Stadthafen Technische Machbarkeit: machbar nach Revision (Höhenniveaus falsch, Holzdeck auf +31.60mNN anordnen) Unterhaltung: erhöhter Aufwand

II – Sonstiges -­

1562

I – Stadthafen Technische Machbarkeit: voraussichtlich machbar (Höhenniveaus unspezifiziert), Hinweise beachten Unterhaltung: erhöhter Aufwand

I – Stadthafen - Empfehlung: Wasserwechselbereich der Betonrampen in Granit herstellen (Haltbarkeit) - von anlegenden Booten ist der Übergang auf das Ufer noch zu prüfen (Höhenversatz)

Rev. 0

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Prüfkommentare SenStadt XPW

FreiräumeEuropacity/HeidestraßeundNordhafenPrüfkommentareSenStadtXPW II – Sonstiges Schwimmplattform: machbar, jedoch Betreibermodell klären

erstellt

Jörgen Rutke

01.04.11

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Prüfkommentare p2m 01.04.2011
Vorprüfung Sachverständigentermin 01.04.2011
Wettbewerb: Freiräume Europacity / Heidestraße und Nordhafen

Entwurf 1541

Technische Vorprüfung

Bemerkung

RKB: Im Stadthafenplatz ist Unterirdische Becken in Gestaltungskonzept Stadtha- ein Speicher dargestellt. fenplatz und Platz am Nordhafen integrierbar Hier ist im Konzept von p2m nur ein RKB vorgeRBF: sehen Lage und Aufteilung der RBF entsprechend des nachhaltigen Wasserkonzeptes. Nutzung: Nutzung des gereinigten Oberflächenwassers im Aquatower

1542

1543

Pflanzenkläranlage geht RKB: Unterirdische Becken in Gestaltungskonzept Stadtha- über das vorgesehene nachhaltige Wasserkonfenplatz und Platz am Nordhafen integrierbar zept hinaus. Konzept RBF: sieht keine Klärung und Lage und Aufteilung der RBF entsprechen nicht dem Nutzung von Schwarznachhaltigen Wasserkonzeptes (entspricht hier greywasser vor! water recycling/ storage den RBF?) Grauwasserversickerung Nutzung: nicht zulässig. Nutzungskonzept unklar RKB: Unterirdische Becken in Gestaltungskonzept Stadthafenplatz und Platz am Nordhafen integrierbar RBF: Lage und Aufteilung der RBF entsprechend des nachhaltigen Wasserkonzeptes. Nutzung: Nutzungskonzept unklar

1544

RKB: Unterirdische Becken in Gestaltungskonzept Stadthafenplatz und Platz am Nordhafen integrierbar RBF: RBF im Platz am Nordhafen sowie Döberitzer Grünzug entsprechend des nachhaltigen Wasserkonzeptes. RBF im Nordhafenpark fehlt. Nutzung: Nutzungskonzept unklar

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Prüfkommentare p2m

Vorprüfung Sachverständigentermin 01.04.2011
Wettbewerb: Freiräume Europacity / Heidestraße und Nordhafen

Entwurf 1545

Technische Vorprüfung

Bemerkung

RKB: Nutzung des gereinigten Unterirdische Becken in Gestaltungskonzept Stadtha- Oberflächenwassers für fenplatz und Platz am Nordhafen integrierbar Wasserspielplätze noch nicht geklärt. RBF: Lage und Aufteilung der RBF entsprechend des nachhaltigen Wasserkonzeptes. Nutzung: - Wasserbecken im Platz am Nordhafen - Wasserspielplatz an Kieler Brücke RKB: Unterirdische Becken in Gestaltungskonzept Stadthafenplatz und Platz am Nordhafen integrierbar RBF: RBF im Platz am Nordhafen sowie Döberitzer Grünzug entsprechend des nachhaltigen Wasserkonzeptes. RBF im Nordhafenpark fehlt. Nutzung: Nutzungskonzept unklar RKB: Zugang für WartungsUnterirdische Becken in Gestaltungskonzept Stadtha- zwecke des RBF im fenplatz und Platz am Nordhafen integrierbar Platz durch umgebende Wasserfläche eingeRBF: schränkt! Lage und Aufteilung der RBF entsprechend des nachhaltigen Wasserkonzeptes. Nutzung: - Wasserbecken im Platz am Nordhafen

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1547

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RKB: Unterirdische Becken in Gestaltungskonzept Stadthafenplatz und Platz am Nordhafen integrierbar RBF: RBF im Platz am Nordhafen sowie Döberitzer Grünzug entsprechend des nachhaltigen Wasserkonzeptes. RBF im Nordhafenpark fehlt. Nutzung: - Wasserbecken im Platz am Nordhafen

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Prüfkommentare p2m

Vorprüfung Sachverständigentermin 01.04.2011
Wettbewerb: Freiräume Europacity / Heidestraße und Nordhafen

Entwurf 1549

Technische Vorprüfung RKB: Unterirdische Becken in Gestaltungskonzept Stadthafenplatz und Platz am Nordhafen integrierbar RBF: RBF im Platz am Nordhafen sowie Döberitzer Grünzug entsprechend des nachhaltigen Wasserkonzeptes. RBF im Nordhafenpark fehlt. Nutzung: - Wasserspiele im Platz am Nordhafen - Wasserspiele im Döberitzer Grünzug

Bemerkung

1550

RKB: RBF im Nordhafenpark Unterirdische Becken in Gestaltungskonzept Stadtha- sehr schmal und langfenplatz und Platz am Nordhafen integrierbar gezogen. Kann zu höheren Invest- und BeRBF: triebskosten führen. RBF im Platz am Nordhafen und im Nordhafenpark entsprechend des nachhaltigen Wasserkonzeptes. RBF im Döberitzer Grünzug fehlt. Nutzung: Nutzungskonzept unklar

1551

RKB: RBF sind wartungsUnterirdische Becken in Gestaltungskonzept Stadtha- freundlich gestaltet. fenplatz und Platz am Nordhafen integrierbar RBF: Lage und Aufteilung der RBF entsprechend des nachhaltigen Wasserkonzeptes. Nutzung: Nutzungskonzept unklar

1552

RKB: Dargestellte Querungen Unterirdische Becken in Gestaltungskonzept Stadtha- der RBF sollten als Stefenplatz und Platz am Nordhafen integrierbar ge ausgeführt werden. RBF im Nordhafenpark RBF: sehr schmal und langLage und Aufteilung der RBF entsprechend des nachgezogen. Kann zu höhehaltigen Wasserkonzeptes. ren Invest- und BeNutzung: triebskosten führen. - “kleine Wasserstraße“ im Platz am Nordhafen

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Prüfkommentare p2m

Vorprüfung Sachverständigentermin 01.04.2011
Wettbewerb: Freiräume Europacity / Heidestraße und Nordhafen

Entwurf 1553

Technische Vorprüfung

Bemerkung

RKB: RBF fälschlicherweise Unterirdische Becken in Gestaltungskonzept Stadtha- als Versickerungsfläfenplatz und Platz am Nordhafen integrierbar chen bezeichnet. Eine Versickerung ist RBF: zurzeit nicht vorgeseRBF im Platz am Nordhafen sowie Döberitzer Grünzug hen. entsprechend des nachhaltigen Wasserkonzeptes. RBF im Nordhafenpark fehlt. Nutzung: - Wasserbecken im Platz am Nordhafen

1554

RKB: Unterirdische Becken in Gestaltungskonzept Stadthafenplatz und Platz am Nordhafen integrierbar RBF: RBF im Platz am Nordhafen sowie Döberitzer Grünzug entsprechend des nachhaltigen Wasserkonzeptes. RBF im Nordhafenpark fehlt. Nutzung: Nutzungskonzept unklar

1555

RKB: Unterirdische Becken in Gestaltungskonzept Stadthafenplatz und Platz am Nordhafen integrierbar RBF: Lage und Aufteilung der RBF entsprechend des nachhaltigen Wasserkonzeptes. Nutzung: - diverse einfache Wasserspiele

1556

RKB: Aufteilung RBF aufgrund Unterirdische Becken in Gestaltungskonzept Stadtha- der Entwicklung der Europacity in Phasen nicht fenplatz und Platz am Nordhafen integrierbar gewünscht. RBF: Anordnung des RBF im Nur ein RBF im Nordhafenpark am Ufer! Uferbereich für die WarSpeicher im Platz am Nordhafen. tung aufwendiger. Nutzung: - Wasserspiel im Platz am Nordhafen

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Prüfkommentare p2m

Vorprüfung Sachverständigentermin 01.04.2011
Wettbewerb: Freiräume Europacity / Heidestraße und Nordhafen

Entwurf 1557

Technische Vorprüfung

Bemerkung

RKB: Nutzung des gereinigten Unterirdische Becken in Gestaltungskonzept Stadtha- Oberflächenwassers für fenplatz und Platz am Nordhafen integrierbar Wasserspielplätze noch nicht geklärt. RBF: Lage und Aufteilung der RBF entsprechend des nachhaltigen Wasserkonzeptes. Nutzung: - Wasserspielplatz im Platz am Nordhafen

1558

RKB: Unterirdische Becken in Gestaltungskonzept Stadthafenplatz und Platz am Nordhafen integrierbar RBF: RBF im Nordhafenpark sowie Döberitzer Grünzug entsprechend des nachhaltigen Wasserkonzeptes. RBF im Platz am Nordhafen fehlt. Nutzung: - Wasserspiel im Platz am Nordhafen - Wasserspiel im Döberitzer Grünzug

1559

RKB: Zugänglichkeit RKB im Unterirdische Becken in Gestaltungskonzept Stadtha- Platz am Stadthafen fenplatz und Platz am Nordhafen integrierbar aufgrund des Grünzugs entlang der Heidestraße RBF: für Wartungen eingeLage und Aufteilung der RBF entsprechend des nachschränkt. haltigen Wasserkonzeptes. Nutzung: Nutzungskonzept unklar

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RKB: RBF sind wartungsUnterirdische Becken in Gestaltungskonzept Stadtha- freundlich gestaltet. fenplatz und Platz am Nordhafen integrierbar RBF: Lage und Aufteilung der RBF entsprechend des nachhaltigen Wasserkonzeptes. Nutzung: Nutzungskonzept unklar

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Prüfkommentare p2m

Vorprüfung Sachverständigentermin 01.04.2011
Wettbewerb: Freiräume Europacity / Heidestraße und Nordhafen

Entwurf 1561

Technische Vorprüfung RKB: Unterirdische Becken in Gestaltungskonzept Stadthafenplatz und Platz am Nordhafen integrierbar RBF: Lage unklar. Nutzung: Nutzungskonzept unklar

Bemerkung

RBF RKB

– Retentionsbodenfilter – Regenklärbecken (Absetzbecken)

Generell:	­

Ergebnisse bzgl. einer zukünftigen Nutzung des gereinigten Oberflächenwasser in der Freiraumplanung nicht sehr umfangreich. RKB und Speicher sind in der Regel nicht dargestellt, lassen sich als unterirdische Bauwerke in der Regel gut integrieren (wichtig: Zugänglichkeit von der Heidestraße aus für Wartungsarbeiten!)

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Prüfkommentare WSA Ernst Becker 07.04.2011

Wasser- und Schifffahrtsamt Berlin Mehringdamm 129 · 10965 Berlin

Gruppe F Landschaftsarchitekten Cuvrystr. 1 10997 Berlin

Wasser- und Schiff­ fahrtsamt Berlin Mehringdamm 129 10965 Berlin Ihr Zeichen Mein Zeichen 3-263.4-BSK/4(104) 07.04.2011 Ernst Becker Telefon 030/69532-331 Zentrale 030-69532-0 Telefax 030-69532-201 wsa-berlin@wsv.bund.de www.wsa-berlin.wsv.de

Errichtung eines Uferwanderweges am Berlin-SpandauerSchifffahrtskanal von km 10,20-11,60 beide Ufer; Wettbewerb Europacity/ Heidestraße - Vorprüfung

im Ergebnis meiner Vorprüfung teile ich folgendes mit: Ich weise darauf hin, dass verschiedene Ideen der Planer die Forde­ rungen des WSA Berlin nicht berücksichtigt haben und daher nicht genehmigungsfähig sind. Für eventuelle Regressforderungen seitens der Architekten ist das WSA Berlin nicht haftbar zu machen. Folgende Forderungen wurden nicht berücksichtigt, Nicht - Einbeziehung von Fahrzeugen des Wassertourismus Keine Inanspruchnahme von Eigentum Dritter (Anlegestellen von Dritten) Errichtung von Steganlagen für ein Restaurantschiff in der Ausfahrt des Stadthafens (Forderungen des WSA Berlin s. Protokoll vom 27.11.2009) Keine Überplanung der Flächen der Koppel- Liege- und Warteflä­ chen im Nordhafen.

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Was noch aufgefallen ist: Im Nordhafen sind deutliche Veränderungen der Uferbegrenzung vorgenommen worden. Diese machen Grunderwerb durch das Land Berlin erforderlich.

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Prüfkommentare WSA

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Landflächen Dritter (Einfahrt Stadthafen im BSK), die zu Wasserflä­ chen werden, gehen entschädigungslos in das Eigentum der WSV über. Der nautisch günstige Nordhafen wird als Hafen zurückgebaut, während der nautisch ungünstige Stadthafen einen sterilen Hafen­ charakter fast ohne Hafenfunktion erhält! Die Ideen im Nordhafen finden sich im Stadthafen nicht wieder. Vor dem Kornspeicher werden in fast allen Entwürfen senkrechte Uferwände errichtet. Diese sind vom Land Berlin zu beantragen, zu errichten und zu unterhalten. Eine Einengung des BSK ist nicht er­ laubt. Die Einengung des BSK unterhalb der Kieler Brücke ist nicht ge­ nehmigungsfähig, da der BSK eingeengt wird.

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Folgende Schreiben, Emails und Protokolle möchte ich hier erwähnen - Protokoll Nr. 03 vom 27.11.2009 - Anfrage von 'tobias.berger@wernersobek.com' Email vom 16.08.2010

Im Auftrag

Becker

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Teilnehmerliste des Sachverständigentermins 01.04.2011 von 9.00-15.00 Uhr in der Osloer Str. 37, 13359 Berlin

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