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Ergebnisprotokoll

Full text: Ergebnisprotokoll

Fassadengestaltung des Bettenhochhauses und des OP-/ITS-Neubaus der Charité

Berlin Mitte

Nichtoffener Wettbewerb

Ergebnisprotokoll

Nichtoffener Wettbewerb Fassadengestaltung des Bettenhochhauses und des OP-/ITS-Neubaus der Charité Berlin Mitte

Ergebnisprotokoll

Gesamtkoordination Inge Schmidt-Rathert, II D 1 Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Koordination der Vorprüfung Ulrike Lickert, Architektin Vorprüfung Architektur Ulrike Lickert Norbert Giebels Energieeffizienz / Nachhaltigkeit IB Priedemann Fassadenberatung Wolfgang Priedemann Andreas Beccard Kosten SPM Stein Projektmanagement Karsten Felsner Marc Wandtke Toni Titze Mitarbeiter der Vorprüfung Beatrice Nowak Titelbilder Schweger & Partner Architekten, Hamburg (linkes Bild)
 Thomas Müller Ivan Reimann
 Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin (rechtes Bild)
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Inhaltsverzeichnis
1. 1.1 1.2 1.3 1.4 1.5 1.6 1.7 1.8 1.9 Ergebnisprotokoll der Preisgerichtssitzung vom 19.04.2012......... 7
 Begrüßung / Feststellung der Anwesenheit..................................... 7
 Konstituierung des Preisgerichts..................................................... 7
 Eröffnung der Preisgerichtssitzung ................................................. 8
 Bericht der Vorprüfung .................................................................... 8
 Informationsrundgang ..................................................................... 9
 Grundsatzberatung.......................................................................... 9
 Erster Wertungsrundgang ............................................................... 9
 Zweiter Wertungsrundgang ........................................................... 10
 Schriftliche Beurteilung der Arbeiten der engeren Wahl................ 10


1.10 Festlegung der Rangfolge, Preise und Anerkennungen................ 15
 1.11 Empfehlung des Preisgerichts....................................................... 15
 1.12 Öffnen der Verfassererklärungen .................................................. 16
 1.13 Abschluss der Sitzung................................................................... 16
 1.14 Protokollfreigabe ........................................................................... 17
 1.15 Anwesenheitsliste............................................................. .............18
 1.16 Teilnehmer des Wettbewerbs ...... ..................................................23


2. 2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 2.6 2.7 2.8

Bericht der Vorprüfung ............................................................... 29
 Vorlauf ........................................................................................... 29
 Einlieferung der Arbeiten ............................................................... 29
 Anonymisierung............................................................................. 29
 Vollständigkeit der Arbeiten ........................................................... 29
 Vorprüfung..................................................................................... 30
 Balkendiagramme ......................................................................... 33
 Zusammenstellung der Kenndaten ................. ..............................34
 Einzelberichte 1401 - 1418.......... ..................................................37


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1.	

Protokoll der Preisgerichtssitzung am 19.04.2012

Württembergische Straße 6, 10707 Berlin Raum 560 Beginn der Sitzung : 9.00 Uhr

1.1	

Begrüßung / Feststellung der Anwesenheit

Frau Senatsbaudirektorin Regula Lüscher begrüßt die Anwesenden und stellt die Anwesenheit (s. 1.15 Anwesenheitsliste) und die Vollzähligkeit des Preisgerichts fest. Herr Sauerbruch hat seine Mitwirkung als Fachpreisrichter abgesagt. Von der Senatsverwaltung für Finanzen wur­ de kein Sachpreisrichter benannt. Somit setzt sich das Preisgericht aus 5 Fachpreisrichtern und 4 Sachpreisrichtern zusammen und wird wie folgt konstituiert.

1.2	

Konstituierung des Preisgerichts

Auf Vorschlag aus dem Kreis der stimmberechtigten Preisrichter/-innen wird Prof. Manfred Ortner einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Stimmberechtigte Fachpreisrichter/-innen Manfred Ortner Architekt, Berlin Hilde Léon Architektin, Berlin Peter Brückner Architekt, Tirschenreuth Olaf Drehsen Architekt, Köln Andreas Hild Architekt, München Stimmberechtigte Sachpreisrichter/-innen Dr. Knut Nevermann Staatssekretär für Wissenschaft Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft Berlin Regula Lüscher Senatsbaudirektorin Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin

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Kristina Laduch Stadtplanung Bezirksamt Mitte von Berlin Dr. Karl Max Einhäupl Vorstandsvorsitzender Charité – Universitätsmedizin Berlin Ständig anwesende stellvertretende Fachpreisrichter /-innen Julia Tophof Architektin, Berlin Eike Becker Architekt, Berlin Ab 12.30 Uhr wird Frau Laduch vom stellvertretenden Sachpreisrichter Steffen Klette, Stadtplanung, Bezirksamt Mitte von Berlin vertreten.

1.3

Eröffnung der Preisgerichtssitzung

Der Vorsitzende übernimmt die Leitung der Sitzung und lässt sich von den Mitgliedern des Preisgerichts versichern, dass - sie keinen Meinungsaustausch mit Wettbewerbsteilnehmern über die Wettbewerbsaufgabe und deren Lösung seit der Auslobung geführt ha­ ben und während der Dauer der Preisgerichtssitzung führen werden, - sie bis zum Preisgericht keine Kenntnis von Wettbewerbsarbeiten erhal­ ten haben, soweit sie nicht als Vorprüfer oder Sachverständiger bei der Vorprüfung mitgewirkt haben, - sie die Beratung des Preisgerichts vertraulich behandeln werden, - die Anonymität der Arbeiten aus ihrer Sicht gewahrt ist, - sie es unterlassen werden, Vermutungen über die Verfasser anzustellen. Der Vorsitzende weist auf die persönliche Verantwortlichkeit der Preisrichter und Preisrichterinnen gegenüber Auslober, Wettbewerbsteilnehmern und Öffentlichkeit hin. Er bittet darum, die große Leistung aller Teilnehmer durch entsprechend intensive und konzentrierte Bewertung aller vorhan­ denen Arbeiten zu honorieren.

1.4

Bericht der Vorprüfung

Frau Schmidt-Rathert, Gesamtkoordinatorin des Verfahrens, fasst den Verfahrensablauf zusammen, erläutert den Allgemeinen Bericht der Vorprüfung (s. Teil 2, Bericht der Vorprüfung) und beschreibt in Grundzügen die Aufgabenstellung. Die Methodik der Kostenschätzung wird von Herrn Felsner, Kostenprüfer, SPM Stein Projektmanagement kurz erläutert (s. Teil 2, Bericht der Vorprüfung). Das Preisgericht beschließt einstimmig, alle eingegangenen Wettbewerbsarbeiten zur Beurteilung zuzulassen. Über das Maß hinausgehende Leistungen werden zugelassen.

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1.5

Informationsrundgang

Ab 9.30 Uhr werden die Entwürfe in der Reihenfolge der Tarnzahlen 1401 - 1418 von den Vorprüfern Frau Lickert und Herrn Giebels ausführlich und wertungsfrei vorgestellt. Der Informationsrundgang endet um 12.30 Uhr.

1.6

Grundsatzberatung

Der Vorsitzende schlägt vor, die Grundsatzdiskussionen im Rahmen der vertiefenden Betrachtung der einzelnen Arbeiten im 2. Wertungsrundgang zu führen. Hierbei soll die stadträumliche Qualität, die Materialität im Außen- sowie im Innenraum und die Anmutung und Atmosphäre für den Nutzer im Vordergrund stehen. Zur Würdigung der bestehenden Gebäudekonzeption bittet Herr Prof. Manfred Ortner die an der Planung des Bettenhochhauses beteiligten Architekten Herrn Prof. Korneli und Herrn Bankert, die Grundzüge der da­ maligen Planung für Gebäude und Fassade darzulegen. Der mit der Sanierung des Bettenhochhauses beauftragte Architekt Stefan Ludes erläutert die komplizierten inneren Raumfunktionen, die besondere Baulogistik sowie die Bindungen durch die statischen Gegebenheiten und weist auf die Bedeutung der Fassade für die Qualität des Innenraumes hin. Nach einer Mittagspause wird die Sitzung um 13.30 Uhr mit dem ersten Wertungsrundgang fortgesetzt.

1.7

Erster Wertungsrundgang

Der Vorsitzende weist darauf hin, dass im ersten Wertungsrundgang Arbeiten nur einstimmig ausgeschieden werden können. Stimmenthaltungen sind nicht zugelassen. Bereits im ersten Wertungsrundgang werden alle Arbeiten eingehend be­ trachtet und diskutiert. Wegen gestalterischer und funktionaler Mängel werden folgende 5 Arbeiten einstimmig im ersten Wertungsrundgang aus dem Verfahren ausgeschieden: Arbeit 1402 Arbeit 1405 Arbeit 1407 Arbeit 1409 Arbeit 1415 Somit verbleiben 13 Arbeiten im Verfahren. Der erste Wertungsrundgang endet um 14.15 Uhr.

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1.8	

Zweiter Wertungsrundgang

Im zweiten Wertungsrundgang werden die im Verfahren verbliebenen 13 
 Wettbewerbsarbeiten weiter vertiefend betrachtet, erläutert und diskutiert. Nach intensiver Erörterung der einzelnen Arbeiten wird im zweiten Wertungsrundgang wie folgt abgestimmt (Stimmenverhältnis für Verbleib : gegen Verbleib im Verfahren). Arbeit 1401 Arbeit 1403 Arbeit 1404 Arbeit 1406 Arbeit 1408 Arbeit 1410 Arbeit 1411 Arbeit 1412 Arbeit 1413 Arbeit 1414 Arbeit 1416 Arbeit 1417 Arbeit 1418 5 7 3 9 1 4 0 2 6 3 6 0 3 : : : : : : : : : : : : : 4
	 2
	 6
	 0
	 8
	 5
	 9
	 7
	 3
	 6
	 3
	 9
	 6
	

Für die Arbeiten 1410 und 1414 werden Rückholanträge gestellt. Die 
 Anträge werden ausführlich begründet und diskutiert. Die Anträge wer­ den wie folgt abgestimmt (Stimmenverhältnis für Rückholung : gegen Rückholung in das Verfahren). Arbeit 1410 Arbeit 1414 5 1 : : 4
	 8
	

Somit wird die Arbeit 1410 in das Verfahren zurückgeholt. Damit verbleiben folgende 6 Arbeiten als engere Wahl im Verfahren: Arbeit 1401
 Arbeit 1403
 Arbeit 1406
 Arbeit 1410
 Arbeit 1413
 Arbeit 1416
 Der 2. Wertungsrundgang endet um 17.00 Uhr.

1.9	

Schriftliche Beurteilung der Arbeiten der engeren Wahl

Vor der abschließenden Bewertung der Entwürfe und der Festlegung der Rangfolge und Preise wird von den Preisrichtern unter Hinzuziehung der Sachverständigen eine schriftliche Beurteilung der Arbeiten der engeren Wahl verfasst. Die Texte fassen die Ergebnisse der bisherigen Diskussion zusammen. Die Texte werden ab 17.45 Uhr vor den Arbeiten verlesen, diskutiert und in der nachfolgenden Fassung verabschiedet.

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Arbeit 1401 Der Entwurf ist geprägt durch eine neue, in weiten Teilen Alt- und Neubau überspannenden, ungerichteten, webartigen Fassadenstruktur. Die gesamten, weithin sichtbaren Fassadenteile werden durch großforma­ tige keramische, stranggepresste Profile/ Platten bedeckt. Diese sollen in Materialität und Farbe an die bestehenden Ziegelbauten der Charité an­ dienen (dies geben die vorgelegten, farbigen Pläne jedoch nicht wieder, da alles in einem graubraun Ton eingefärbt wurde. Das betrifft sowohl Alt-, wie auch Neubauten). Die gewählte Struktur schafft es, das Bettenhaus in eine homogene Gesamtstruktur zu überführen, ohne den bisherigen, bodenständigen, et­ was plumpen Charakter des Bestandes zu verleugnen. Er wird vielmehr wiederbelebt. Es ist eine zweischalige Elementfassade konzipiert (Innere/ Äußere Schale), welche aus ca. 7 m breiten, geschosshohen Elementen besteht. Die Arbeit hält sich weitestgehend an den vorgegebenen Kostenrahmen. Der umhüllende Dachaufbau der Technik des Bettenhauses wirkt zu groß proportioniert. Einen Teil der Technik deckt der Entwurfsverfasser jedoch über eine deutlich überhöhte Attika ab. Hierdurch erhält das Haus auch seinen deutlichen oberen Abschluss, welchen er wiederum durch die Betonung der geschlossenen Ecken, auf denen das Gebäude steht, auch wieder erdet. Das frei auskragende Vordach erscheint konstruktiv unglaubwürdig. Die einfache, dunkle Aluminiumfassade, mit geschlossenen Aluminiumöff­ nungsflügel und Blendpaneelen (bei Bad- und Technikbereichen) ist glaub­ würdig. Vor die geschlossenen Elemente hat der Verfasser immer eine Prallscheibe eingespannt / eingeklebt. Dadurch wird der gesamthaft glä­ serne Eindruck der Fassadenelemente in den Perspektiven glaubhaft er­ reicht. Die Zimmer wirken mit der konzipierten Fassade gut proportioniert und be­ lichtet. Ein Ausblick ist ungehindert möglich. Die geschlossenen Öffnungs­ flügel wirken deplaziert und sind vielleicht der Energiebilanz geschuldet. Der fehlende äussere Sonnenschutz ist ein Mangel. Gesamtheitlich gelingt es dem Verfasser Alt- und Neubau des OPBereichs als eigenständige Gebäude zu konzipieren. Erstaunlicherweise gelingt dies trotz der gleichen Fassadenstruktur. Sie erscheint auf bei­ den Gebäuden funktional und gestalterisch glaubwürdig. Die Einheit des Gesamtensembles wird hierdurch gestärkt. Das Zeichen des Bettenhochhauses der Charité wirkt nur leicht verändert weiter über Berlin.

Arbeit 1403 Die Arbeit teilt das Volumen in einen robusten Sockel und einen geglie­ derten Aufbau. Hierdurch verliert das Gebäude an optischer Höhe, was durch eine Betonung der Vertikalen durch feine Lisenen kompensiert wird. Auch die Funktionsbauten entwickeln sich aus dem Thema des Sockels und werden aus rigide gerastertem Backstein erstellt.

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Das Thema des Sockels wird kontrovers diskutiert, aber das eigentliche Thema des Entwurfes ist das Raster, mittels subtilen Pfeilerverbreiterungen werden die Rastersprünge des Bestandes thematisiert, aber nicht überbe­ tont. Es entsteht ein Fassadenbild, das zwar ein neues Gesicht für die Charité entwickelt, aber dessen Ursprung, nämlich der Bestand der alten Charité, durch das neue Kleid hindurch stets spürbar macht. Dabei wird diskutiert, ob die enge Rasterstellung im Innenraum eine Qualität entfalten kann. Die Materialität der Fassade ist im Rahmen der Möglichkeiten klug ge­ wählt, da der Sockel aus Backstein eine robuste Gebrauchstüchtigkeit verspricht, wohingegen die elementierte Faserzementfassade auf die Entfernung eine fein gegliederte Erscheinung verspricht. In diesem Zusammenhang erscheint der Technikaufbau etwas ungeglie­ dert. Im Ganzen kann so ein Bild einer neuen / alten Charité entstehen, die auch weiterhin eine Signalwirkung als großer Stadtbaustein hat.

Arbeit 1406 Das Konzept vermittelt glaubwürdig die Idee, wie sich der großmaßstäb­ liche Baukörper der Charité in der Stadt und über die Stadtsilhouette hinaus markant darstellt. Dazu greifen die Verfasser geschickt zu dem Mittel der Faltung, mit der sich die kleinteiligen Elemente zu einem großen Gesamten zusammenfügen. Dies bietet auch die Möglichkeit, die vielen dispara­ ten Elemente, z.B. die Vor- und Rücksprünge des Bestandsgebäudes, Fluchtbalkone u.a. zu überspielen. Das gibt dem gesamten Projekt eine einheitliche Wirkung, ohne schematisch zu sein. Das Thema der bestehenden Lisenen wird in dem vorliegenden Konzept neu interpretiert. Die starke vertikale Strukturierung, die vom Boden bis zum oberen Gebäudeabschluss reicht, gibt dem eher gedrungenen Bestandsgebäude eine vertikale Streckung, auch über die Erhöhung der Attika, wodurch auch ein Teil der Technik verdeckt werden kann. Dies führt im Ergebnis zu einem kraftvollen Baukörper und gleichzeitig zu einer Eleganz und Feingliedrigkeit. Das Gebäude funktioniert in seiner haptischen Wirkung auch in der Nah­ sicht: die Faltungen und Rundungen lassen je nach Sonnenstand unterschiedliche Schattenwirkungen entstehen, die im überzeugenden Kontrast zur reflektierenden Wirkung der Oberfläche stehen. Die Idee eines Vorhangs entspricht auch der Nutzung als Bettenhaus: die Anmutung des Ausblicks aus den Bettenzimmern in die Stadt hinein. Die verschiedenen additiven baulichen Elemente, wie Vordach, Brücken und Übergang sind eigenständig und doch Teil des Ganzen, ebenso die Fassade des Operationstraktes. Überzeugend ist auch der gestalterische Charakter der Bettenzimmer im Innern: Klar, hell und nutzerfreundlich.

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Einzelne Aspekte müssen auf ihre Tauglichkeit geprüft werden. Dazu gehört die Entrauchung der Zimmer über Lüftungsklappen hinter den Lochblech­ elementen. Auch ist das Material Lochblech hinsichtlich der Folgekosten Reinigung zu durchleuchten. Gestalterisch sollte die Differenz zwischen der Faltung im Vordergrund und dem Zwischenraum mit Fenstern und Brüstungen hervorgehoben werden, indem der Hintergrund grundsätzlich dunkel zurücktritt. Insgesamt zeigt sich das Projekt als eine robuste und starke Idee, bei der man sich gut vorstellen kann, dass unerwartete Hindernisse bei der Detaillierung und Realisierung behoben werden können. Die große Frage ist die Realisierbarkeit der Fassade im vorgegebenen Kostenrahmen.

Arbeit 1410 Die Arbeit besticht durch ihre Idee der Überlagerung unterschiedlicher Be­ zugssysteme. Eine Keramikstruktur wird gewebeartig über den vorhandenen Baukörper gelegt und gibt dem Bestand unter Beibehaltung der bestehenden Baukörpergliederung ein deutlich kleinteiligeres, neues Gesicht. Die Zweiteilung der Geschossebenen stellt eine Neudimensionierung des Hauses dar und führt zu einer visuellen Streckung des bestehenden Gebäudes. Wie ein stoffliches Gewebe verändern sich die Maschen der Struktur von unten nach oben, Westen nach Osten und bieten dem Betrachter auch von nahem einen abwechslungsreichen Anblick. Die warme Ausstrahlung des gewählten Materials verbindet sowohl den Neubau, als auch den Altbau mit der traditionellen Bausubstanz der Charité. Die Fensterflächen schaffen großzügige Belichtungen und nutzen die be­ sonderen Möglichkeiten des Hochhauses. Die Elementfassade mit der zusätzlich vorgesetzten Schale erscheint bzgl. der Konstruktion und ihrer Funktion fragwürdig. Die Wartung der Fassadenelemente ist u. a. auch im Hinblick auf NistMöglichkeiten für Vögel ungewöhnlich hoch. Schneelasten und Eisbildungs­ gefahr beeinträchtigen allerdings die Realisierbarkeit. Zusätzlich dazu lassen die zu erwartenden Investitions- und Wartungskosten eine Realisierung ausgeschlossen erscheinen. Unabhängig davon würdigt die Jury die Idee des vorgeschlagenen Fassadenkonzeptes, welches mit großem Respekt vor dem vorhan­ denen Gebäude eine poetische Neubewertung der architektonischen Erscheinung schafft.

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Arbeit 1413 Innerhalb des gewachsenen Gebäudeensembles konzentriert sich dieser Entwurf auf die Darstellung solitärer Baukörper. 
 Die Verfasser entwickeln für die verschiedenen Volumen, Turm und 
 Sockel differenzierte Fassadenbilder, die der Grammatik der historischen Gebäude folgen sollen. Jede einzelne Fassade wird entsprechend der jeweiligen Gebäudestruktur, -ausrichtung und -funktion gegliedert. Das Hochhaus ist in Anlehnung an den Bestand mit Eckrisaliten und Dachabschluss vertikal strukturiert, wäh­ rend der Sockelbau mit OP-Bereich horizontal ausgebildet wird. Durch geringe Veränderung der Gebäudehülle und Überhöhung des Dach­ abschlusses erhält das Hochhaus eine neue Proportion, die in der äuße­ ren Wahrnehmung elegant und angemessener erscheint. Eine besondere Qualität der Arbeit liegt in der Einbindung des Technikgeschosses. In der Konsequenz und Logik des Fassadenprinzips wird die Gestaltung des Technikaufbaus konsequent umgesetzt und gibt dem Gebäude auf diese Weise seine besondere Erscheinung. Die vertika­ le Fassadengliederung des Hochhauses wird unterstützt durch das Zusammenziehen von jeweils zwei Geschossen, das dem gesamt­ en Gebäude eine Feingliederung gibt, die bei näherer Betrachtung des Details nicht mehr vorhanden ist. Die Arbeit fasziniert auf den ersten Blick durch ihre Eleganz und Proportion und versucht sich an dem Ort und in der gewachsenen Struktur selbstver­ ständlich einzubinden. Diese städtebauliche und architektonische Haltung wird von dem Preisge­ richt grundsätzlich kontrovers diskutiert. Während der Fassadenentwurf für das Bettenhochhaus den funktionalen Anforderungen optimal ent­ spricht, gibt er für eine neue Entwicklung des Standorts nach Außen nur wenig Akzent. Kritisch bewertet wird die Ausführung des Fassadendetails, das der äuße­ ren Wirkung des vorgegebenen Fassadenbildes nicht entspricht. Insgesamt handelt es sich bei dieser Arbeit um einen gut durchgear­ beiteten und soliden Beitrag, dessen architektonische Ausprägung und Haltung allerdings aus Sicht des Preisgerichts nicht zeitgemäß erscheint und damit der Aufgabe nicht genügend gerecht wird. Die Gesamtkosten der Fassaden werden in diesem Entwurf erheblich überschritten.

Arbeit 1416 Die Verfasser der Arbeit 1416 wollen mit dem Erneuern der Fassade auch einen Imagewandel der Charité vollziehen. „Innere Werte“ – wie Innovation, Modernität, Präzision, Heilung und Gesundheit, auf denen der Erfolg der Charité basiert, sollen stärker nach Außen transportiert werden und als kristalline Landmarke im Herzen Berlins in alle Himmelsrichtungen wirken. Das Gebäude markiert den traditionsreichen Standort mit einem eleganten, an Zellstrukturen erinnernden neuen Gewand als stadträumlicher Solitär.

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Den Verfassern gelingt eine zeitgemäße Transformation des bestehenden massiven Hochhauses zu einem in mehrere Türme aufgelösten Volumen. Der OP/-ITS-Neubau wird in Materialität und Anmutung in seinem Umfeld verankert und hat eine besondere Ausstrahlung. Die Arbeit spielt mit Material, Licht und den Jahreszeiten. Sie ist im Detail und Ausführung sorgfältig nachgewiesen.
 Die Fassadenkonstruktion ist geleitet von einer eigenen Maßstäblichkeit in 
 Nähe und Ferne.
 Der Entwurf wurde in der Jury kontrovers diskutiert. Kritisch gesehen wur­ de die kostenintensive Ausführung in Verbindung mit einer kühlen, distan­ zierten, gläsernen Ausstrahlung des Bettenhochhauses. Andererseits bietet die Arbeit eine zeitgemäße innovative Antwort für eine „neue Charité“ im 21. Jahrhundert.

1.10

Festlegung der Rangfolge und Preise

Nach eingehender, vergleichender und teilweise kontroverser Diskussion der Arbeiten der engeren Wahl entscheidet das Preisgericht einstimmig, die Aufteilung der Preissumme von 115.500 € wie folgt festzulegen Zwei 1. Preise à 3. Preis 4. Preis 2 Anerkennungen à 32.000 € 18.000 € 13.500 € 10.000 €

Daraufhin wird über die Rangfolge und die Verteilung der Preise im Einzelnen auf entsprechenden Antrag wie folgt abgestimmt: 1. Preis 1. Preis 3. Preis 4. Preis Arbeit 1403 Arbeit 1406 Arbeit 1416 Arbeit 1413 (einstimmig) (einstimmig) (5 : 4) (9 : 0) 32.000 € 32.000 € 18.000 € 13.500 €

Das Preisgericht beschließt einstimmig, folgende 2 Arbeiten mit gleichwer­ tigen Anerkennungen à 10.000 € auszuzeichnen: Anerkennung Anerkennung Arbeit 1401 Arbeit 1410 10.000 € 10.000 €

1.11

Empfehlung des Preisgerichts

Das Preisgericht empfiehlt die beiden mit dem 1. Preis ausgezeichneten Arbeiten zur Überarbeitung mit dem Ziel, den vorgegebenen Kostenrahmen einzuhalten. Die Ergebnisse und deren gestalterische Auswirkungen sollen Frau Lüscher und Herrn Prof. Ortner zur Entscheidung vorgestellt werden.

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1.12

Öffnung der Verfasserklärungen

Die Umschläge mit den Verfassererklärungen werden geöffnet. Die Namen der Wettbewerbsteilnehmer werden verlesen (s. 1.15 Wettbewerbsteilneh­ mer).

1.13

Abschluss der Sitzung

Die Vorprüfung wird entlastet. Herr Prof. Ortner schließt die Sitzung um 20.00 Uhr mit Dank an Preisrichter, Sachverständige und Vorprüfer für die engagierte und konstruktive Zusam­ menarbeit. Frau Lüscher dankt im Namen des Auslobers allen am Verfahren Be­ teiligten, insbesondere dem Vorsitzenden für ihre Mitwirkung. Das Protokoll wurde vom Vorsitzenden des Preisgerichts gelesen und genehmigt. Protokoll: Ulrike Lickert

Ausstellung Die Wettbewerbsarbeiten werden in einer 2-wöchigen Ausstellung zu be­ sichtigen sein. Ort und Zeitraum der Ausstellung werden rechtzeitig bekannt gegeben.

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1.14

Protokollfreigabe der Preisrichter

Das Protokoll wird genehmigt

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1.15

Anwesenheitsliste

Nichtoffener Wettbewerb für Architekten Fassadengestaltung des Bettenhochhauses und des OP/-ITS-Neubaus der Charité Berlin Mitte Preisgerichtssitzung Donnerstag, den 19.04.2012, 9.00 Uhr bis 20.00 Uhr Württembergische Straße 6, 10707 Berlin

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1.16
Preise

Teilnehmer des Wettbewerbs

Arbeit 1403 1. Preis	 Verfasser	

Schweger & Partner Architekten, Hamburg Prof. Peter P. Schweger Jens-Peter Frahm Mark Schüler Ralf Hawer Fassadenplanung: DS-Plan, Stuttgart Herwig-Tilo Barf

Mitarbeiter	 Sonderfachleute / 	 Berater	

Arbeit 1406 ein 1. Preis	

Thomas Müller Ivan Reimann Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin Prof. Ivan Reimann Andreas Fuchs, Torsten Glasenapp, Hieu Dang Tran, Jonas Houba Fassadenplanung: KFE, Kucharzak Fassaden Engineering, Berlin Roman Kucharzak, Piotr Majchrzyk

Verfasser	 Mitarbeiter	 Sonderfachleute / Berater

Arbeit 1416 3. Preis	

Barkow Leibinger Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin Frank Barkow Michael Ahlers, Martina Bauer, Michael Bölling, Clemens Gerritzen, Jerome Hord, Pearl Tae Kang, Dylan Marx Wood Fassadenplanung: IFM GmbH, Innovative Fassaden- und Metallbau­ technik, Berlin, Günther Weigle, Lars Schmitt Energieplanung: Transsolar Energietechnik GmbH, Stuttgart Thomas Auer

Verfasser	 Mitarbeiter	

Sonderfachleute / 	 Berater	

Arbeit 1413 4. Preis	

kister scheithauer gross architekten und stadtplaner GmbH, Leipzig Prof. Johannes Kister David Schröpfer, Sebastian Schröter,

Verfasser	 Mitarbeiter	

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Studierende: Fauzia Rahman Mouri, Monon bin Yunus, René Zieprich Sonderfachleute / Berater Fassadenplanung: Werner Sobek, Frankfurt am Main Jörg Dietz

Anerkennungen Arbeit 1401 Anerkennung Verfasser

knerer und lang Architekten GmbH, Dresden Prof.-Ing. Thomas Knerer Dipl.-Ing. Eva-Maria Lang Katja Karbstein, Alexander Rudolph, Hans Fricke Jozef Turza Bauphysik: bauphysik@intergrierte Planung Kai Rentrop Tragwerksplanung / Statkik: Büro für Baukonstruktion Markus Hauer, Hagen Grütze

Mitarbeiter Sonderfachleute / Berater

Arbeit 1410 Anerkennung Verfasser Mitarbeiter Sonderfachleute / Berater

BE Berlin GmbH, Berlin Dietmar Eberle, Gerd Jäger Thomas Pagel, Hugo Herrera Pianno Visualisierung: Jens Gehrcken, Berlin

2. Rundgang Arbeit 1404 2. Rundgang Verfasser Mitarbeiter Sonderfachleute / Berater

Heinle Wischer und Partner Freie Architekten, Berlin Edzard Schultz Linda Huynh, Barbara Schott, Anna Stryszewska-Slonska Fassadenplanung: Arup GmbH Matthias Effinger, Joep Hövels Tragwerksplaner: Schlaich Bergermann und Partner Thomas Schoknecht, David Sommer

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Arbeit 1408 2. Rundgang

Kleihues + Kleihues Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin Jan Kleihues mit Johannes Kressner Philip Schreiber, Christina Ann Pupp, Yasser Shretah, Nicolas Winklmair, Robert Stüdemann Fassadenplanung: Ingenieurbüro für Fassadentechnik und angewandte Bauphysik AMP, Neuss Frank Bergheim

Verfasser Mitarbeiter

Sonderfachleute / Berater

Arbeit 1411 2. Rundgang

Nalbach & Nalbach Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin Prof. Johanne Nalbach Univ. Prof. Gernot Nalbach Prof. Günter Zamp Kelp, Berlin Prof. Karl-Heinz Winkens, Berlin Mitarbeiter: Wang Hong Key, Isabelle Kroll, Arne Bennert Fassadenplanung: Prof. Rüdiger Lorenz, Berlin

Verfasser Mitarbeiter Sonderfachleute / Berater

Arbeit 1412 2. Rundgang Verfasser Mitarbeiter Sonderfachleute / Berater

Max Dudler, Berlin Prof. Max Dudler Simona Capaul, Alexander Bonte Thomas Fischnaller, Jochen Soydan Kosten / Fassadenplanung: FFB Fassadenplanung, Herr Betz, Steinau

Arbeit 1414 2. Rundgang Verfasser Mitarbeiter Sonderfachleute / Berater

gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner, Berlin Meinhard von Gerkan und Stephan Schütz mit Nikolas Pomränke Roman Bender, Clemens Ahlgrimm, Jan Deml, Tilo Zehme, Christian Hellmund Fassadenplanung: DS-Plan GmbH Martin Lutz, Herwig Barf

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Arbeit 1417 2. Rundgang Verfasser Mitarbeiter

Winking · Froh Architekten BDA, Berlin Martin Froh Anete Bajrami, Adrian Calitz, Franz-Michael Ewerhart, Stefan Petro, Daniel Richter, Jian Yang

Arbeit 1418 2. Rundgang Verfasser

Rohdecan Architekten GmbH, Dresden Canan Rohde-Can Eckart Rohde Enrico Lau, Roman Pries, Tobias Kusian, Johannes Bürger Bildhauererei / Bildende Kunst Dresden, Prof. Ursula Sax Prof. Michael Lange Ingenieurgesellschaft mbH, Berlin Holger Luhmann INNIUS GTD GmbH, Dresden Dr. Peter Vogel

Mitarbeiter Sonderfachleute / Berater

1. Rundgang Arbeit 1402 1. Rundgang

nps tchoban voss GmbH & Co.KG, Berlin Sergei Tchoban, Dipl.-Ing. Architekt BDA Magdalena Schwalke, Alina Holtmann, Maria Sasse, Natalie Minck, Raul Hoelzel, Karsten Waldschmidt, Simon Bange Fassadenplanung: IBF Ingenieurbüro Franke, Glienicke Andree Franke, Sven Kandziora

Verfasser Mitarbeiter

Sonderfachleute / Berater

Arbeit 1405 1. Rundgang Verfasser Mitarbeiter Sonderfachleute / Berater

Collignon Architektur und Design GmbH, Berlin Oliver Collignon Moritz Alt, Gregor Herberholz, Po Chun Hsieh Fassadenplanung: Happold Ingenieurbüro GmbH, Berlin Heiko Stumpf, Thomas Kraubitz, Neil Francis

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Arbeit 1407 1. Rundgang Verfasser Mitarbeiter Sonderfachleute / Berater

bbp : architekten bda, Kiel Björn Bergfeld Julia Vahldieck Fassadenplanung: DS-Plan GmbH, Stuttgart Herwig Barf

Arbeit 1409 1. Rundgang

Arge: ludloff+ludloff Architekten, Berlin / Werner Sobek, Stuttgart Jens Ludloff Werner Sobek Dr.-Ing. Thomas Winterstetter, Andreas Stephani, Benjamin Springer, Denis Hawner, Andrea Böhm, Max Schöttle, Nikolai von Rosen Lichtplanung: Studio Dinnebier, Berlin Jan Dinnebier

Verfasser

Mitarbeiter

Sonderfachleute / Berater

Arbeit 1415 1. Rundgang Verfasser

Just / Burgeff Architekten GmbH, Frankfurt am Main Till Burgeff Malte Just Thomas Wecke, Eun Joon Jang, Olaf Winckler Fassadenplanung: IFFT Schott Fred Schott

Mitarbeiter Sonderfachleute / Berater

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2.

Bericht der Vorprüfung

Bericht der Vorprüfung zur Preisgerichtssitzung am 19. April 2012.

2.1

Vorlauf

Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden entsprechend der Ankündigung im EU-Amtsblatt vom 13.12.2011 in einem vorgeschalteten Bewer­ bungsverfahren (Nichtoffener Wettbewerb gemäß Richtlinien für Planungs­ wettbewerbe RPW 2008) aus 85 Bewerbungen 20 Architekten durch ein vom Preisgericht unabhängiges Auswahlgremium ausgewählt. Die Wettbewerbsunterlagen standen ab dem 14.02.2012 zum Download bereit und wurden am 17.02.2012 per Post an die Teilnehmer versandt. Die Rückfragen der Teilnehmer konnten bis zum 23.02.2012 schriftlich ge­ stellt werden. Die Zusammenstellung der Fragen und Antworten wurde am 29.02.2012 versandt und ist Teil der Ausschreibung.

2.2

Einlieferung der Wettbewerbsarbeiten

Abgabetermin für die Wettbewerbsarbeiten war der 27.03.2012. Ein Teilnehmer sagte während der Bearbeitungszeit ab. Es gingen 18 Arbeiten in allen Teilen termingerecht bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Referat II D, Brückenstraße 6, 10179 Berlin, ein. Die Arbeiten wurden entgegengenommen, quittiert und Datum, Uhrzeit sowie Art und Umfang der Unterlagen in einer Sammelliste erfasst. Die Wettbewerbsbeiträge wurden ungeöffnet in die Räume der Vorprüfung, Raum 560 (Alte Kantine), Württembergische Straße 6, transportiert.

2.3

Anonymisierung

Die eingegangenen Arbeiten wurden in allen Teilen nach dem Zufallsprinzip mit einer 4-stelligen Tarnnummer von 1401 - 1418 gekennzeichnet. Die Verfasserumschläge wurden unter Verschluss genommen. Verstöße gegen die geforderte Anonymität wurden nicht festgestellt.

2.4

Vollständigkeit der Arbeiten

Die Vollständigkeit der Wettbewerbsbeiträge wurde gemäß Punkt 1.10 der Wettbewerbsausschreibung überprüft. Folgende Abweichungen von den geforderten Leistungen wurden festge­ stellt: Arbeit 1401 Arbeit 1402 Arbeit 1403 Arbeit 1405 Keine Westansicht Neubau 2 zusätzliche Innenperspektiven Keine Westansicht Neubau 1 zusätzliche Perspektive aber keine Drahtmodelle

Fassadengestaltung des Bettenhochhauses und des OP-/ITS-Neubaus der Charité / Ergebnisprotokoll

30

Arbeit 1406 Arbeit 1407 Arbeit 1408		 Arbeit 1410	

Arbeit 1411 Arbeit 1412		 Arbeit 1413	

Arbeit 1417 Arbeit 1418

Westansicht Neubau nur auf Prüfplänen Keine Innenraumperspektive, keine Westansicht, kein Fassadenschnitt Neubau 1 zusätzliche Perspektive aber keine Drahtmodelle 1 Perspektive Fernwirkung aus selbstgewähltem Standort, keine Drahtmodelle, zusätzlich eine Innenperspektive Eingang Keine Westansicht Neubau Zusätzlich eine Perspektive Alle Perspektiven nicht auf Grundlage der vorgegebenen Fotos, Westansicht BHH und Neubau und Nordansicht Neubau nur auf Prüfplänen, keine Drahtmodelle, keine Innenraumperspektiven. 1 zusätzliche Perspektive 1 zusätzliche Perspektive

Alle Arbeiten waren in den wesentlichen Teilen vollständig und prüffähig. Über den Umgang mit den über das geforderte Maß hinausgehenden Leistungen entscheidet das Preisgericht.

2.5

Vorprüfung

Die Vorprüfung wurde in der Zeit vom 20. März bis 17. April 2012 in den vorgenannten Räumen durchgeführt. Die Prüfung der Wettbewerbsarbeiten erfolgte durch zwei Vorprüfer für Architektur, zwei Vorprüfer für energetische Belange, drei Kostenprüfer und eine Mitarbeiterin der Vorprüfung. Zu jeder Wettbewerbsarbeit wurde ein Einzelbericht angefertigt, der die Ergebnisse der Vorprüfung zusammenfasst. Vorprüfung und Protokollierung der Ergebnisse folgten den unter Punkt 3.11 der Ausschreibung genann­ ten Beurteilungskriterien.

Prüfung der qualitativen Daten Folgende Kriterienbereiche wurden im Rahmen der Vorprüfung bearbeitet und finden sich entsprechend in den Einzelberichten wieder: Architektonische Gestaltung –		 Architektonische Qualität der Fassade –		 Gestalterische Ausformulierung, Einpassung in das Umfeld –		 Fernwirkung –		 Zusammenspiel von Bettenhochhaus, OP-/ITS-Neubau und umlie­ gender Bebauung –	 Umgang mit den Schnittstellen –		 Gestalterische Qualität der Brücke über die Luisenstraße Funktionen / Konstruktion –	 Materialwahl (Umgang mit Materialien) / Konstruktion –		 Belichtung

Fassadengestaltung des Bettenhochhauses und des OP-/ITS-Neubaus der Charité / Ergebnisprotokoll

31

– – – – –

Verschattung (Sonnenschutz) Belüftung, Hygiene Technische Ausstattung Reinigung / Wartung Nutzerfreundlichkeit / Patientenkomfort

Realisierbarkeit Einhaltung der Vorgaben Genehmigungsfähigkeit Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb Einhaltung des Kostenrahmens Nutzungskosten / Reinigungsaufwand Herangehensweise bei der Ermittlung der Kosten Durch die architektonische Vorprüfung wurden die jeweils opaken und transparenten Flächen aller Ausrichtungen und getrennt nach Sockel, Hochhaus und Neubau zusammengestellt. Dazu wurden die Hüllfläche des Verbindungsbaukörpers vom Altbau zum Neubau und des Dachaufbaus, sowie die Draufsicht des Vordaches abgegriffen. Bei den Elementfassaden wurden zunächst die opaken Flächen mittels Kennwerten bepreist und im Anschluss über Zulagen die individuelle Ausgestaltung (z.B. Lisenen etc.) berücksichtigt. Pauschal und bei allen Entwürfen gleich wurde das Vordach vor dem Verbindungsbaukörper, die Abbruchleistungen und die Gerüststellung be­ wertet. Kosten der Baustelleneinrichtung sind im Kenn+wert enthalten. Abschließend wurde zwischen den opaken und transparenten Bauteilen gewichtet und der Fassadenkennwert Bettenhochhaus und Neubau er­ mittelt. Insofern der Sockel anders ausgebildet wurde, wurde diese auf gleiche Art berücksichtigt. Kriterien für die Nachhaltigkeit / Energieeffizienz Folgende Bewertungs- und Prüfkriterien zur Fassade und zu den angege­ benen physikalischen Leistungsdaten wurden zu Grunde gelegt: nachvollziehbarer Konstruktionsaufbau des Fassadenkonzeptes Bewertung zur Hochhaustauglichkeit des Konzeptes fehlende oder unzureichend behandelte Funktionen, Vermerke und Hinweise, z. B. Reinigungskonzept, Vogelschutz etc. Prüfung und Abgleich von Angaben zu Wärmedämmung/Transmissionsverlusten, g-Werten und sommerlichem Wärmeschutz, Tageslichtversorgung, Schallschutz Für die Ergebnisse der qualitativen Prüfung stehen pro Wettbewerbsbeitrag zwei Seiten zur Verfügung. Zur Verdeutlichung des Entwurfs ist eine Perspektive, i. d. Regel von der Philippstraße, die Südansicht und Fassadendetails Bettenhochhaus und Neubau dargestellt.

Prüfung der quantitativen Daten Die in der Ausschreibung geforderten quantitativen Daten wurden von der Vorprüfung nachgeprüft, anhand der Verfasserangaben auf Plausibilität geprüft und als Grundlage für die Kostenprüfung aufbereitet. Dargestellte Fassaden wurden rechnerisch überprüft. Bei Übereinstimmung

Fassadengestaltung des Bettenhochhauses und des OP-/ITS-Neubaus der Charité / Ergebnisprotokoll

32

der Werte von Verfasser und Vorprüfung wurden die Werte des Verfassers übernommen. Bei starken Abweichungen wurden die Werte durch die Vorprüfung neu ermittelt, fehlende Angaben wurden durch die Vorprüfung ergänzt. Die Angaben der Verfasser waren nur teilweise prüfbar, da nicht für alle Fassaden eine Ansicht vorlag. Bei Fassaden, die nicht als Prüfplan vorhanden waren, wurde beispielsweise die Rasterung der vorlie­ genden Fassaden übernommen und mit der vom Verfasser angegeben Fenstergröße multipliziert. Folgende Nachweise wurden berechnet: Fassadenflächen BHH und Neubau, getrennt nach Orientierung Opake Fläche Transparente Flächen (Fenster und Türen) Draufsicht des Vordaches Hülle Dachaufbau

Transluzente Flächen wurde zu den opaken Flächen gerechnet. Die Berechnung der Fassadenflächen erfolgte für alle Arbeiten auf Grundlage der Bestandsflächen durch Hinzu- bzw. Abrechnen veränderter Bauvolumen, Risalite, Attikaerhöhungen etc.

Eine vergleichende tabellarische Zusammenstellung der ermittelten Kenndaten wurde den Einzelberichten unter 1.7 vorangestellt.
	 Die Kosten sind zur Vergleichbarkeit in Balkendiagrammen und zusätzlich 
 in den Einzelberichten in einer Tabelle dargestellt. 
 Einbeziehung der Sachverständigen
	 Bei der Vorprüfung haben folgende Sachverständige beratend mitgewirkt: 
 Peter Ostendorff, Inge Schmidt-Rathert, Cornelia Tauchnitz,
	 Peter Schmiedgen, Dr. David Naegler, Gabriele Natschke, Jana Manke, Kerstin Ossowski (beide vertretend für Karin Primus), Knut Kardacki

Berlin, 17.04.2012

Fassadengestaltung des Bettenhochhauses und des OP-/ITS-Neubaus der Charité / Ergebnisprotokoll

33

2.6

Balkendiagramme

Kosten KG 300 - Bettenhochhaus - €
23.757.500
30.000.000

22.354.520

25.698.950

20.253.850

20.578.550

19.078.650

25.000.000

17.168.500

19.903.800

16.880.000

16.140.100

15.768.350

16.022.763

16.885.200

13.783.038

15.000.000

13.621.693

13.872.450
KG 300 - BHH - Soll 12.848.930 €
1418

20.000.000

10.000.000

5.000.000

0
1401 1402 1403 1404 1405 1406 1407 1408 1409 1410 1411 1412 1413 1414 1415 1416 1417

Kosten KG 300 - Neubau - €
6.660.000
7.000.000

6.339.000

14.945.691

4.791.400

6.000.000

5.068.450

5.146.800

4.239.070

4.241.200

4.346.300 2.421.450

16.928.350

4.056.000

5.000.000

3.423.257

3.486.418

2.744.950

4.000.000

2.893.820

3.278.850

3.909.190

3.946.830

4.102.820
KG 300 - Neubau - Soll 2.893.720 €
1418

3.000.000

2.000.000

1.000.000

0
1401 1402 1403 1404 1405 1406 1407 1408 1409 1410 1411 1412 1413 1414 1415 1416 1417

Gesamtkosten KG 300 + KG 700 und UV - €
39.144.919 36.400.780

40.000.000

29.669.409

31.108.769

26.551.508

27.115.733

35.000.000

29.206.040

31.127.587

24.653.126

23.805.192

24.293.290

25.173.696

22.623.156

21.724.688
1418

30.000.000

22.851.534

25.737.758

20.820.517

25.000.000

20.000.000

20.697.573

Mittelwert 26.816.960 €

Kosten- Gesamt - Soll 19.070.000 €

15.000.000

10.000.000

5.000.000

0
1401 1402 1403 1404 1405 1406 1407 1408 1409 1410 1411 1412 1413 1414 1415 1416 1417

Fassadengestaltung des Bettenhochhauses und des OP-/ITS-Neubaus der Charité / Ergebnisprotokoll

34

2.7

Zusammenstellung der Kenndaten - Fassade

Nummer der Wettbewerbsarbeit

1401

1402

1403

1404

1405

1406

1407

1408

1409

Fassadenflächen Bettenhochhaus
Summe Fassade Bettenhochhaus Opake Flächen m² m² 19.394 15.734 3.660 1.198 200 18.613 14.247 4.366 1.280 276 18.960 13.441 5.519 1.198 324 21.902 17.001 4.901 1.198 150 18.923 13.109 5.814 1.198 360 18.917 14.398 4.519 1.198 352 18.137 13.799 4.338 1.198 913 18.614 10.032 8.582 1.198 300 18.229 13.175 5.054 1.198 315

Transparente Flächen m² Dachaufbauten Vordach m² m²

Fassadenflächen OP- / ITS-Neubau
Summe OP- / ITS-Neubau Opake Flächen m² m² 4.782 3.381 1.401 4.782 3.569 1.213 4.782 3.160 1.622 4.782 3.501 1.281 4.782 3.785 997 4.782 3.831 951 4.782 4.134 648 4.782 3.197 1.609 4.782 3.997 785

Transparente Flächen m²

Fassadenflächen Verbindungsbau
Summe
Verbindungsbau

m² m²

518 202 316

518 328 190

518 96 422

518 0 518

518 70 448

518 343 175

518 439 79

518 236 282

518 118 400

Opake Flächen

Transparente Flächen m²

Kosten
BHH - Ist (KG 300) BHH - Soll (KG 300) Neubau - Ist (KG 300) Neubau - Soll (KG 300) KG 700 UV Gesamtkosten Ist Gesamtkosten Soll Mittelwert Verhältnis zum Soll = 100 % € 13.783.038 13.621.693 15.768.350 20.253.850 22.354.520 19.078.650 17.168.500 16.140.100 16.880.000 € 12.848.930 12.848.930 12.848.930 12.848.930 12.848.930 12.848.930 12.848.930 12.848.930 12.848.930 € 3.423.257 3.486.418
2.893.820 4.239.070 3.278.850 5.068.450 4.791.400 4.241.200 2.744.950

€ 2.893.720 2.893.720 2.893.720 2.893.720 2.893.720 2.893.720 2.893.720 2.893.720 2.893.720 € 2.064.755 2.052.973 2.239.460 2.939.150 3.076.004 2.897.652 2.635.188 2.445.756 2.354.994 € 1.549.467 1.536.490 1.721.526 2.237.339 2.399.395 2.161.288 1.956.420 1.826.070 1.825.248 € 20.820.517 20.697.573 22.623.156 29.669.409 31.108.769 29.206.040 26.551.508 24.653.126 23.805.192 € 19.070.000 19.070.000 19.070.000 19.070.000 19.070.000 19.070.000 19.070.000 19.070.000 19.070.000 € 26.816.960 26.816.960 26.816.960 26.816.960 26.816.960 26.816.960 26.816.960 26.816.960 26.816.960 %

109%

109%

119%

156%

163%

153%

139%

129%

125%

Fassadengestaltung des Bettenhochhauses und des OP-/ITS-Neubaus der Charité / Ergebnisprotokoll

35

Nummer der Wettbewerbsarbeit

1410

1411

1412

1413 1414

1415

1416

1417

1418

Fassadenflächen Bettenhochhaus
Summe Fassade Bettenhochhaus Opake Flächen m² m² 19.054 12.030 7.024 1.309 352 17.989 11.710 6.279 1.198 370 18.477 5.984 12.493 1.198 454 18.614 13.340 5.274 2.584 630 18.614 14.507 4.107 1.322 454 19.084 13.938 5.146 1.198 352 18.644 14.449 4.195 1.024 392 19.230 15.261 3.969 1.282 423 17.951 13.500 4.451 1.232 375

Transparente Flächen m² Dachaufbauten Vordach m² m²

Fassadenflächen OP- / ITS-Neubau
Summe OP- / ITS-Neubau Opake Flächen m² m² 4.782 3.088 1.694 4.782 3.382 1.400 4.782 1.220 3.562 4.782 2.786 1.996 4.782 3.200 1.582 4.782 3.677 1.105 4.782 3.485 1.297 4.782 3.836 946 4.782 2.374 2.408

Transparente Flächen m²

Fassadenflächen Verbindungsbau
Summe OP- / ITS-Neubau Opake Flächen m² m² 518 158 360 518 130 388 518 166 352 518 358 160 518 0 518 518 13 505 518 0 518 518 80 438 518 0 518

Transparente Flächen m²

Kosten
BHH - Ist (KG 300) BHH - Soll (KG 300) Neubau - Ist (KG 300) Neubau - Soll (KG 300) KG 700 UV Gesamtkosten Ist Gesamtkosten Soll Mittelwert Verhältnis zum Soll = 100 % € 25.698.950 16.022.763 23.757.500 16.885.200 14.945.691 20.578.550 19.903.800 16.928.350 13.872.450 € 12.848.930 12.848.930 12.848.930 12.848.930 12.848.930 12.848.930 12.848.930 12.848.930 12.848.930 € 6.660.000 4.056.000 6.339.000 3.909.190 3.946.830 5.146.800 2.421.450 4.346.300 4.102.820 € 2.893.720 2.893.720 2.893.720 2.893.720 2.893.720 2.893.720 2.893.720 2.893.720 2.893.720 € 3.883.074 2.409.452 3.611.580 2.495.327 2.267.103 3.087.042 2.679.030 2.552.958 2.157.032 € 2.902.895 1.805.076 2.692.700 1.883.980 1.691.911 2.315.195 2.111.453 1.910.150 1.592.386 € 39.144.919 24.293.290 36.400.780 25.173.696 22.851.534 31.127.587 27.115.733 25.737.758 21.724.688 € 19.070.000 19.070.000 19.070.000 19.070.000 19.070.000 19.070.000 19.070.000 19.070.000 19.070.000 € 26.816.960 26.816.960 26.816.960 26.816.960 26.816.960 26.816.960 26.816.960 26.816.960 26.816.960 %

205%

127%

191%

132%

120%

163%

142%

135%

114%

Fassadengestaltung des Bettenhochhauses und des OP-/ITS-Neubaus der Charité / Ergebnisprotokoll

37

2.8

Einzelberichte zu den Arbeiten 1401 - 1418

Jede Wettbewerbsarbeit wird auf zwei Seiten dargestellt. Die Abbildungen umfassen eine Perspektive, i. d. Regel von der Philippstraße, die Südansichten, Fassadendetail Bettenhochhaus und Neubau. In der Tabelle sind die Kosten nach Bettenhochhaus (KG 300), Neubau (KG 300), Unvorhergesehenes (BHH + Neubau), KG 700 (BHH + Neubau) und die Gesamtkosten getrennt mit den jeweiligen Soll-Werten ausgewie­ sen. Die Textseite enthält die Ergebnisse der qualitativen Prüfung nach den un­ ter Punkt 1. 5 dargestellten Kriterien.

knerer und lang Architekten GmbH, Dresden | Anerkennung

1401

Kosten [€] Kosten KG 300 Bettenhochhaus Kosten KG 300 Neubau Kosten KG 700

Soll [€]

Ist [€]

12.848.930

13.783.038

2.893.720

3.423.257

1.889.118

2.064.755

UV

1.429.578

1.549.467

Gesamtkosten

19.070.000

20.820.517

Südansicht

Fassadendetail Bettenhochhaus

Fassadendetail Neubau

Fassadengestaltung des Bettenhochhauses und des OP-/ITS-Neubaus der Charité / Ergebnisprotokoll

1401

Architektonische Gestaltung -	 Umlaufende Hülle als Lochfassade in horizontaler Bänderung. Vertikale Gliederung durch Lisenen, die sich durch kontrastierendes Material und Versatz mit den Brüstungsbändern verweben und ein plastisches „Stoffmuster“ assoziieren. - Helle Keramikfassade mit vorspringenden hellen Ke­ ramik- und kontrastierenden, dunklen Aluminium-Li­ senen. Fensterelemente aus verglasten Flächen und dunklen vertikalen und horizontalen Alu-Paneelen. -	 Leicht erhöhte Attika. Oberer Gebäudeabschluss gefasst durch zurückgesetztes, umlaufendes, transluzentes Metallgewebe in Fassadenfarbe. Symmetrisch abgetreppter Dachaufbau, Höhe ca. 9 m. - Neubau, Verbindungsbauköper und Brücke als ge­ stalterisches Ensemble. Bettenhochhaus -	 Eingang als großflächige, 2-geschossige Verglasung, Drehtüren, 8 m weit auskragendes Vordach, Stahl­ konstruktion, in Gliederung angelehnt an Fassade. - Kein Fassaden-Vorsprung in Ebene 3 und 4. - Übernahme der Seitenrisalite im Norden und Süden mit Loggien / Balkonen. Stirnseitige Nischen mit opa­ ker Verkleidung geschlossen. - Ebene 21 mit umlaufender Lochfassade. - Zwei variierende Fassadenöffnungsbreiten zur Auf­ nahme des Achsverprungs. Flexible Fenstergrößen innerhalb der Fassadenöffnungen. - Variierende Leibungstiefen zwischen 12 und 25 cm. OP-/ITS-Gebäude - Einheitliche Gestaltung des Neubaus, klare Gliede­ rung mit einheitlichen, großen Fassadenöffnungen in Materialität und Formensprache analog zum BHH. Verbindungsbauwerk / Brücke - Verbindungsbau und Brücke über Luisenstraße in einheitlich dunkelgrauer Materialität und Gliederung als Ensemble mit BHH und Neubau. Funktionen / Konstruktion Bettenhochhaus - Vorgefertigte, geschosshohe Stahl-Rahmenelemente mit eingesetzten und vorgehängten Fassadenele­ menten. - Großflächige Festverglasung. Seitliche Lüftungsflü­ gel als geschlossene Alu-Paneele, außenliegende Prallscheiben als Absturzsicherung. - Fensterbrüstung als geschlossene Alu-Blechpaneele, Höhe nach Erfordernis. - Brüstungsband aus vorgehängten, durchgefärbten Ziegelplatten auf Alu-Unterkonstruktion, Höhe 1,30 m, ca. 20 cm vor Fensterebene. - Geschlossene Wandflächen analog zu Brüstungs­ bänder in horizontalem Plattenformat. - Vertikale, anthrazitfarbenen Lisenen aus vorge­ hängtem, gekantetem Alu-Blech, ca. 12 cm vor Fen­ sterebene. -	 Vertikale, helle Lisenen aus vorgehängten Ziegelplat­ ten, versetzt über die Brüstungsbänder greifend, ca.

25 cm vor Fensterebene. - Einhaltung des Fassadenrasters. Zwei unterschiedli­ che Fassadenöffnungen und Fenstergrößen. - Flexible Integration unterschiedlicher Brüstungshö­ hen, Wandanschlüsse etc. durch Alu-Brüstungspa­ neele. -	 Naßzellen geschlossen analog zu Lüftungsflügeln. - Innenräume geprägt durch großformatige Festver­ glasung mit seitlichen Lüftungsflügeln. - Beibehalt der vorgegebenen innenräumlichen Orga­ nisation, Schrankbreite 0,60 m. Brüstungs- und Sitz­ bankhöhe ca. 0,40 m. Leibungstiefe innen durch um­ laufende Abkofferung ca. 40 cm. - Achsraster 6 m: 2 Festverglasungen, ca. 1,60 m x 2,00 m mit je 1 seitlichen opaken Lüftungsflügel, ca. 0,80 m x 2,00 m. -	 Achsraster 3,60 m: 1 Festverglasung, 2,20 x 2,00 m, seitlicher opaker Lüftungsflügel, ca. 0,80 x 2,00 m. -	 Innenliegender Sonnen-/Blendschutz als Alu-Jalou­ sien. Sonnenschutzverglasung. -	 Eingangsbereich als Pfosten-Riegel-Konstruktion. -	 Ertüchtigung der bestehenden Auflagertaschen. -	 Befahrungsanlage. OP/-ITS-Gebäude - Hinterlüftete Ziegelplattenfassade, Lüftungsgitter. Technik in dunkle Alu-Bleche integrierbar. - Einheitliches Fassadenbild einschließlich 4. OG. Un­ terschiedliche Brüstungshöhen und Flexibilität durch Paneele gewährleistet. Gliederung auf Grundlage der Grundrissplanung, Wandanschluss im Raster von 1,25 m nicht nachgewiesen. Westansicht nicht gezeigt. Verbindungsbauwerk
 - Hinterlüftete Alu-Vorhangfassade, Festverglasung, 
 Brüstungen als geschlossene Alu-Paneele analog zu Neubau. Realisierbarkeit - Rückbau südlicher Vorbau. Seitenrisalite Süden mit Loggien. - Kein außenliegender Sonnenschutz BHH und Neubau. Innenliegende Aluminium-Lamellen hygienisch problematisch. - Aufwendige Verbindungskombination und schicht­ weisen Dämmebenen bauphysikalisch zu prüfen. - Lt. Aussage der Verfasser werden die vorgegeben Lasten durch Keramikverkleidung nicht überschrit­ ten. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb -	 Gesamtkosten 9 % über Kostenrahmen. - Keine kostenintensiven Anteile vorhanden. Fassa­ dengestaltung Bettenhochhaus und Neubau gleich. - Glatte, wenig strukturierte Fassade, die mittels Be­ fahranlage mit durchschnittlichem Aufwand zu reini­ gen ist.

nps tchoban voss GmbH & Co.KG, Berlin | 1. Rundgang

1402

Kosten [€] Kosten KG 300 Bettenhochhaus Kosten KG 300 Neubau Kosten KG 700

Soll [€]

Ist [€]

12.848.930

13.621.693

2.893.720

3.486.418

1.889.118

2.052.973

UV

1.429.578

1.536.490

Gesamtkosten

19.070.000

20.697.573

Südansicht

Fassadendetail Bettenhochhaus

Fassadendetail Neubau

Fassadengestaltung des Bettenhochhauses und des OP-/ITS-Neubaus der Charité / Ergebnisprotokoll

1402

Architektonische Gestaltung - Fassaden des Bettenhochhauses und des OP-/ITSNeubaus in identischer Formensprache und Materia­ lität der äußeren Hülle: Lochfassaden mit Bekleidung aus glasierten Keramik-Platten. - Aufgabe des gebäudeübergreifenden Sockels. Ein­ bindung in den städtischen Kontext durch eine bis zur Höhe der Nachbarbebauung reichende Farbgebung in ziegelartigen Rotbrauntönen. - Verbindungsbaukörper als „gläserne Fugen“ zwischen freistehend und „optisch auf den Boden gestellt“ wirkenden Baukörpern. Bettenhochhaus - Integration der seitlichen Rücksprünge in das Volu­ men. Zusammenfassung der Dachaufbauten zu einem vereinfachten, nicht terrassierten Kubus. - Bekleidung der Fassaden mit verschiedenfarbig glasierten keramischen Platten, liegende Formate (Regelformat ca. 0,3m x 1,57m) in wildem Läuferverband. Sukzessiver Farbwechsel nach oben bis zu „hellen bis weißlichen Nuancen“. Auflockerung der Fensterordnung von unten nach oben. - In der Regel 2- oder 3-geschosshohe, in geringerer Anzahl auch 1-geschosshohe Fensterelemente in Aluminium-Konstruktion, anthrazitgrau beschichtet. Integrierte opake Glasfelder als Verblendung der De­ cken- und Brüstungsbereiche. 6 verschiedene Fen­ sterformate. Tiefe der Leibungen (AluminiumprofilRahmung) ca. 0,13m. - 2 geschosshoch verglaster Haupteingang mit Wind­ fang unter Aufnahme der Kontur der erkerartig aus­ kragenden Ebenen 03 und 04. 13m tiefes und 15m breites Vordach, Stahlkonstruktion, Bekleidung mit hinterleuchtetem satiniertem Glas. OP/ITS-Gebäude - Fassadenbild identisch mit dem Hochhaussockel. Strenge Fensterordnung mit gleichmäßigen Fensterund Pfeilerbreiten. Fensteröffnungen der Ebenen 01 bis 04 2-geschossig, der Ebene 05 1-geschossig. Verbindungsbauwerk / Brücke - Fassaden der Verbindungsbauteile mit Pfosten-Rie­ gel-Fassade, Bekleidung der geschlossenen Flä­ chen mit opakem Glas. Fenster mit Kippflügeln bzw. Festverglasung. Funktionen / Konstruktion Bettenhochhaus - Elementierte, mit Ausnahme der Keramikbekleidung vorgefertigte Systemfassade auf Basis von unter­ schiedlich breiten eingeschosshohen AluminiumRahmen bzw. Wärmedämmpaneelen (Kassetten). Im Rohbau geschlossene Wandflächen mit konventioneller hinterlüfteter Vorhangfassade. - Aluminium-Verbundfenster mit Dreifachverglasung, innenseitig VSG. Drehkippflügel mit Öffnungsbe­ grenzer. Modifizierungen der Fensterelemente zur Anpassung an spezifische Raum- und Nutzungsbe-

dingungen durch geschlossene Ausfachung von Teil­ flächen. - Fensteröffnungen berücksichtigen überwiegend die bestehende Schottenstellung, vielfach ist jedoch ei­ ne entsprechende geschlossene Ausfachung von Teilen der Fensterelemente erforderlich. - Grundrissorganisation, Sitzmöglichkeiten, Stau­ raum, Heizkörper, Nasszellen sowie die nordseitigen Fluchtbalkone sind grundsätzlich berücksichtigt. - Aufgrund der vielfältigen Fensterordnung ergeben sich sehr unterschiedliche Qualitäten hinsichtlich natürlicher Belichtung und Ausblick. Maße Fensterflügel: b 0,45m – 1,15m, h 2,00m – 2,85m. - Unterschiedliche Brüstungshöhen können bedarfs­ gerecht durch entsprechende Ausfachung der Fens­ terkonstruktionen geschaffen werden. - Integrierter Sonnenschutz: Lamellenraffstore innerhalb der Dreifachverglasung. - Natürliche Belüftung über die Fenster. Zusätzlich könnte eine regulierbare Lüftung über in der Leibung liegende Klappen, die die Luft wettergeschützt hinter der Vorhangfassade entnehmen, erfolgen. - Im Bereich der Technikräume (Ebene 05) können die Fenster durch Lüftungslamellen ersetzt werden. - Konventioneller Anschluss der Fassade an die De­ ckenplatten. Montage mittels Kran. Vertikaler Ele­ mentstoß in Höhe der Fensterunterkante. Montage von oben nach unten. Die zum Abschluss auf die vorgefertigte Unterkonstruktion aufgebrachte Kera­ mikbekleidung überdeckt die Elementstöße. - Reinigung aller Fenster vom Innenraum vorgesehen. OP/-ITS-Gebäude - Konventionelle Lochfassade mit Betonbrüstungen und Mauerwerkspfeilern. Alufenster, hinterlüftete Ke­ ramikbekleidung. - Fassadenordung berücksichtigt das 1,25m-Raster des Neubaus. - Geschlossen geplante Wandbereiche auf der Ostsei­ te (Ebenen 02 und 03) sind nicht berücksichtigt. Verbindungsbauwerk / Brücke - siehe oben. Realisierbarkeit - Schließung der südlichen Seitenrisalite. Anstelle der Südfenster der Patientenaufenthaltsräume im Be­ reich der seitlichen Risalite werden Fenster seitlich der Eckschächte vorgesehen. Die Decken wären in diesen Bereichen zu ergänzen. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gesamtkosten 9 % über Kostenrahmen. - Keine kostenintensiven Anteile vorhanden. Die Fassadentypen Bettenhochhaus und Neubau sind gleich. - Keramische Fassadenelemente mit geringem Reini­ gungsaufwand. Befahranlage zur Reinigung der Fas­ sadenelemente notwendig.

Schweger & Partner Architekten, Hamburg | 1. Preis

1403

Kosten [€] Kosten KG 300 Bettenhochhaus Kosten KG 300 Neubau Kosten KG 700

Soll [€]

Ist [€]

12.848.930

15.768.350

2.893.720

2.893.820

1.889.118

2.239.460

UV

1.429.578

1.721.526

Gesamtkosten

19.070.000

22.623.156

Südansicht

Fassadendetail Bettenhochhaus

Fassadendetail Neubau

Fassadengestaltung des Bettenhochhauses und des OP-/ITS-Neubaus der Charité / Ergebnisprotokoll

1403

Architektonische Gestaltung - Helle Baukörperausbildung mit einheitlichem, feinem Raster über das gesamte Gebäudevolumen geführt. Starke vertikale Gliederung mittels durchflaufender Lisenen und schmalen Brüstungsbändern. - Erhöhung der Fassade um ca. 4 m durch Einbe­ ziehung des Dachaufbaus. Kubischer, aufgesetzter Dachaufbau ca. 8 m hoch. - Ebene 21 mit umlaufenden Blindfenstern. - Ausbildung eines 5-geschossigen fassadenbündi­ gen, verklinkerten Sockels zur Aufnahme der umgebenden Gebäudehöhen und Einbindung des Neu­ baus mit gleicher Materialität und Gliederung. Bettenhochhaus - Klares Raster des Sockels mit Reihung einheitlicher, stehender Fensterformate, bis zum oberen Gebäu­ deabschluss. - Erhalt der Risalite mit Fortführung der Fassadenra­ sterung, Ausbildung von Blindfenstern. Keine Bal­ kone im Norden. Keine stirnseitigen Nischen. - Mittelrisalit im Eingangsbereich über 5 Ebenen. - Einheitliche Fensterformate. Vermittlung des Achs­ rasters durch zwei Lisenen-Breiten, 0,90 und 0,45 m, rhythmisch angeordnet. Brüstungsbänder ca. 0,90 m hoch, gleichbleibende Breite der Fassadenöff­ nungen. - Eingang mit großem, vorgestelltem Vordach auf ver­ klinkerten Stützen. Fassadenvorsprung. 7 Eingangs­ türen. - Dachaufbau als weißer Kubus mit schwarzem, mo­ dernem Schriftzug. OP-/ITS-Gebäude - Gestaltung des Neubaus als Fortführung des Hoch­ haussockels in rotem Klinker, klare Gliederung mit stehenden Formaten, horizontale Betonung durch umlaufende Gesimsbänder aus Sichtbeton, tiefe Fensterleibungen. Blindfenster. Verbindungsbauwerk / Brücke - Verbindungsbaukörper als geschosshoch verglaste Pfosten-Riegel-Fassade, analog hierzu die neue Brü­ cke. Funktionen / Konstruktion Bettenhochhaus - Sockelbaukörper aus vorgehängten, vorfabrizierten Ziegel-Fertigteilelementen. Horizontale Betonung mittels durchlaufener Gesimsbänder. - Verkleidung mit Faserzementplatten ab Ebene 6. Ho­ her Reflexionsgrad durch veredelte Oberfläche. - Brüstungen, vertikale Lisenen und geschlossene Wandflächen aus hellem Faserzement. - Elementierte Alu-Kastenfensterelemente bestehend aus Dreh-Kipp-Fensterflügeln und außenseitiger Prallscheibe als Absturzsicherung. - Gesamtfassadentiefe ca. 50 cm. Prallscheibe außen bündig. Zwischenraum ca. 30 cm. Lisenen leicht vor Brüstungsbändern angeordnet. Leibungstiefe aussen ca. 15 cm.

- Krankenzimmer mit Wandschränken vor den Wandvorlagen, 60 bzw. 45 cm breit. Sitzbänke zwischen den Schränken. Brüstungshöhe / Sitzbank ca. 35 cm. Zimmer geprägt durch schmale, hohe Fenster im Wechsel mit hellen Wandpfeilern. - Achsmaß 6 m: 4 öffenbare Fenster, 0,90 x 2,50 m, dazwischen Wandvorlagen gleicher Breite. - Achsmaß 3,60 m: 2 öffenbare Fenster, 0,90 x 2,50 m. - Kastenfensterzwischenraum ca. 30 cm. - Leibungstiefe innen durch Abkofferung und Sitzbank­ ca. 40 cm. - Außenliegender Sonnenschutz als Lamellenraffstore hinter Prallscheibe. - Fassadenverankerung durch neue Fassadenkonso­ len am Kopf- und Fußpunkt. - Befahranlage. - Fassadenraster im Süden um ca. 0,80 m auf Mittel­ achse verschoben. - Nordfassade ohne Bestandsanbau gezeigt. OP/-ITS-Gebäude - Fassadenausbildung analog zu Hochhaussockel aus Klinker, jedoch ohne Prallscheiben. - Klare, einheitliche Lochfassade bis 4. OG, zum Teil als Blindfenster. - Horizontale Betonung mittels durchlaufender Ge­ simsbänder aus Sichtbeton. - Tiefe Fensterleibungen, außen ca. 38 cm, innen ca. 10 cm. - Fassadentiefe gesamt ca. 60 cm. - Fassadenraster mit 1,25 m breiten Wandvorlagen und Brüstungsbänder. Fenstergrößen 1,25 m x 3m. - Unterschiedliche Brüstungshöhen nicht gezeigt. - Fenster als Dreh-Kipp-Flügel. - Aussenliegende Sonnenschutzjalousien. Realisierbarkeit - Erweiterung des Eingangsvorbaus im Süden. - Fassadenraster im Süden versetzt. 
 - Innenansicht Krankenzimmer nicht deckungsgleich 
 mit Fassadenteilung. - Absturzsicherung Neubau nicht dargestellt. - Pläne leicht unmaßstäblich. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gesamtkosten 19 % über Kostenrahmen. - Unterschiedlicher Einsatz von Materialien (Ziegelele­ mentfassade und Faserplatten) im Sockel und Hoch­ haus. - Kostenüberschreitung durch aufwendige Elementfas­ sade mit Faserplatten im Hochhaus. - Relativ geringer Aufwand bei der Unterhaltung der Elementteile. Reinigung über die Befahranlage mög­ lich.

Heinle Wischer und Partner Freie Architekten, Berlin | 2. Rundgang

1404

Kosten [€] Kosten KG 300 Bettenhochhaus Kosten KG 300 Neubau Kosten KG 700

Soll [€]

Ist [€]

12.848.930

20.253.850

2.893.720

4.239.070

1.889.118

2.939.150

UV

1.429.578

2.237.339

Gesamtkosten

19.070.000

29.669.409

Südansicht

Fassadendetail Bettenhochhaus

Fassadendetail Neubau

Fassadengestaltung des Bettenhochhauses und des OP-/ITS-Neubaus der Charité / Ergebnisprotokoll

1404

Architektonische Gestaltung - Transformation in ein „Ensemble aus freistehenden Stadtbausteinen, untereinander leicht und gläsern verbunden“ beabsichtigt. - „Helles Bettenhochhaus mit „weicher“ Haptik (…) steht im gewollten Kontrast zu dem metallrauen dunkleren OP/ITS-Zentrum (…).“ Bettenhochhaus - Zweischichtige Fassade (“innere und äußere Membran“). - Äußere Fassadenschicht aus umlaufenden weiß­ lichtgrauen „Membranbändern“ (PTFE-Gewebe). Vor- und Rücksprünge werden durch verschieden tiefe Unterkonstruktionen beglichen. Die Dachaufbauten werden in der Kontur des Hochhauskubus eingefasst, die Nutzung der DG wird vorgeschlagen. - Die Höhe der Bänder steigt nach oben hin an, die vor den Fenstern frei bleibenden Flächen werden nach oben hin entsprechend flacher. - Innere Fassadenschicht: elementierte vorgehängte Lochfassade aus Aluminium-Fenstern und Dämm­ paneelen mit Alu-Bekleidung, in den sichtbaren Be­ reichen durch schwarzes PTFE-Gewebe abgedeckt. - Keine Angaben zur Modifizierung der Fassaden im Technikgeschoss Ebene 05. - In den Ebenen 01 bis 05 innere Fassadenebene in Teilbereichen als vollverglaste Pfosten-Riegel-Kon­ struktion aus Stahl-Profilen, bereichsweise bespannt mit einer schwarzen Membran. - Vordach ca. 13m frei auskragende in Höhe der De­ cke der Ebene 02, unterseitig durch eine schwarze Gewebemembran geschlossen. Im Eingangsbereich vollverglaste 2-geschosshohe Pfosten-Riegel-Fassa­ de. Drehflügeltüren. OP/ITS-Gebäude - Bandfassaden. Bekleidung mit dunkel-anthrazit eloxiertem Aluminium-Blech, Fenster in Aluminium-Kon­ struktion. - Aluminium-Lochbleche als Sonnenschutz und Einblickschutz vor den Fensteröffnungen, teilweise zu öffnen, ebenfalls dunkel-anthrazit eloxiert. - Sichtschutz Liegendkrankenanfahrt aus Lochblech. Verbindungsbauwerk / Brücke - Vollverglaste Fassade (Structural-Glazing), PfostenRiegel-Konstruktion. Aufnahme der Bandstruktur der Hochhausfassade. Sonnenschutzverglasung. - Eingang Verbindungsbau farblich hervorgehoben. - Unterseite der Brücke mit Aluminiumblech-Verscha­ lung. Funktionen / Konstruktion Bettenhochhaus - Äußere Membran zusammengefügt aus einzelnen „Membran-Kassetten“ (Aluminiumrahmen) mit PT­ FE-Gewebe-Bespannung. Unterkonstruktion (t max. 1,5m) in die inneren Fassadenelemente einhäng­ bar. Zur Überbrückung größerer Felder Seilnetz-Un­ terkonstruktion.

- Elementierte innere Vorhangfassade. Elementgröße laut Verfasser max. 2,25m x 3,00m. - Alumium-Fensterkonstruktionen mit Dreifachvergla­ sung und Lüftungsflügel, Dreh-Kipp-Beschläge. Absturzsicherung im Bereich der Lüftungsflügel durch schwarze PTFE-Membran sowie durch ein Stahlstabgeländer, ansonsten durch VSG-Verglasung. - Fassaden im Bereich der Dachgeschosse auf Stahl­ rahmenkonstruktionen. - Fensteröffnungen berücksichtigen die bestehende Schottenstellung. - Grundrissorganisation, Brüstungshöhen, Sitzmöglichkeiten, Stauraum, Heizkörper und Nasszellen so­ wie die Fluchtbalkone sind berücksichtigt. - 3,60m breite Räume mit je einem Fenster, 6,00m breite Räume mit je zwei Fenstern. Fensterformate (Regelgeschoss): Höhe 2,20m, Breite gem. Schnitt einschließlich Lüftungsflügel ca. 2,30m. Fenster grundsätzlich bedarfsgerecht variabel ausführbar. - Sonnenschutz: innenliegende textilen Screens. Verschattung durch PTFE-Gewebe voraussichtlich un­ zureichend. - Vorfertigung der Fassadenelemente. Montage mit Klettermast-Monorail-System von oben nach unten. - Reinigung / Wartung vom Innenraum. OP/-ITS-Gebäude - Brüstungsbänder und geschlossene Wandflächen aus Stahlbeton. Konventionelle Fassadenkonstrukti­ on auf Basis des Konstruktionsrasters (1,25m). Be­ kleidung mit dunkel-anthrazit eloxiertem Aluminiumblech. Fensterbändern mit Dreh-Kipp-Fenstern (Drei­ fachverglasung) in Aluminiumprofil-Rahmenkonstruk­ tion. - Sonnenschutz durch Lochblech-Verblendung und in­ nenliegende textilen Screen. - Fassadenkonzept berücksichtigt die unterschiedlichen Brüstungshöhen. - Natürliche Lüftung (Dreh-Kipp-Fensterflügel) gegeben. - Fassadenmontage mit Gerüst. - Reinigung vom Innenraum. Verbindungsbauwerk - siehe oben. Realisierbarkeit - Hohe Sog- und Druckkräfte. Schwer kontrollierbares Schwingungsverhalten. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gesamtkosten 56 % über Kostenrahmen. - Aufwendige textile Bänder aus teflonbeschichtetem Gewebe. Gewissermaßen wurden hier zwei Fassa­ den dargestellt. Herstellung der Fassade er-folgt in zwei Zügen. Aufwendige baukonstruktive Er-weite­ rung im Dachbereich. - Durch das vorgespannte Gewebe hoher Grad an Verschmutzung und Flugtieransiedlung. Be-fahranla­ ge notwendig.

Collignon Architektur und Design GmbH, Berlin | 1. Rundgang

1405

Kosten [€] Kosten KG 300 Bettenhochhaus Kosten KG 300 Neubau Kosten KG 700

Soll [€]

Ist [€]

12.848.930

22.354.520

2.893.720

3.278.850

1.889.118

3.076.004

UV

1.429.578

2.399.395

Gesamtkosten

19.070.000

31.108.769

Südansicht

Fassadendetail Bettenhochhaus

Fassadendetail Neubau

Fassadengestaltung des Bettenhochhauses und des OP-/ITS-Neubaus der Charité / Ergebnisprotokoll

1405

Architektonische Gestaltung - Helle Gebäudehülle mit plastischer Fassadenaus­ bildung mit Licht- und Schattenwirkung durch eine gefaltete, streifenförmige Aluminiumverkleidung. Le­ bendiges, variierendes Fassadenbild durch Schiebe­ klappläden in „Frühlingsgrün“. - Vertikale Gliederung mittels durchlaufenden, sch­ male Fassadenöffnungen als Fensterbänder mit Ver­ glasungen und geschlossenen Brüstungs-/Decken­ feldern als Analogie zur historischen Fensterbände­ rung der Charité-Altbauten. Attika leicht erhöht. - Ausbildung eines dunklen, 5-geschossigen „steinernen“ Sockels als städtebauliche Einbindung und Auf­ nahme der Gebäudehöhe des Neubaus in Farbkon­ trast zu hellem Hochhauskörper. - Kubischer Dachaufbau, Fassadenverkleidung analog zur Hauptfassade, ca. 8 m hoch, schwarzes Signet. - Eingang über zwei Geschosse großflächig verglast, 2 Drehtüren, expressives Vordach als gefaltete Stahlkonstruktion auf Stahlstützen. - Neubau als dunkle Klinkerfassade mit analoger Glie­ derung durch stehende Fassadenbänder. Bettenhochhaus - Sockel mit dunkler, schindelförmiger Verkleidung. Stehende Fensterformate, auf Ebene 3 und 4 mit geschossübergreifenden Wandöffnungen analog zur Hochhausfassade. - Umlaufende schmale Schattenfuge als Materialzäsur zwischen Sockel und Hochhaus. - Hülle ab Ebene 6 mit hellen, schmale Lisenen unter­ schiedlicher Breite, geschossübergreifende, silberne Elemente. - Seitenrisalite Süden mit Befensterung, im Sockelbe­ reich nicht eindeutig, kein Mittelrisalit im Sockel. - Nordfassade mit seitlichen grünen Farbfeldern ruhig gegliedert. Seitenrisalite mit Balkonen, mittig durch Lisene geteilt. - Stirnseitigig keine Nischen. Befensterung. - Ebene 21 nach Süden mit Fensteröffnungen, an­ sonsten geschlossen. OP-/ITS-Gebäude - Dunkle Klinkerfassade als Lochfassade mit Fenster­ elementen analog zum BHH. - 3. OG als Lochfassade mit massiver Brüstung, 4. OG als massive Klinkerwand ausgebildet. Verbindungsbauwerk / Brücke - Verbindungsbaukörper als geschosshoch verglaste Fassade im Ensemble mit der transparenten, leich­ ten Ausbildung der neuen Brücke. Funktionen / Konstruktion Bettenhochhaus - Sockel aus streifenförmigen, vertikal schräg verleg­ ten und verzahnten Beton-Werksteinplatten in drei farblich leicht schattierenden Varianten. - Lisenen-Verkleidung ab Ebene 6 durch im Winkel von ca. 3,5 Grad in der Horizontalen zueinander ge­ drehten Blechen als silbern-eloxierte Aluminium-Ver­

kleidung. - Fassadenraster mit gleichbleibenden Fensterbreiten, variierende Lisenenbreite. - Alu-Fensterelemente als Festverglasung, Alu-Brü­ stungslemente. - Lüftungsflügel als opakes Paneel hinter Fassaden­ verkleidung. Zuluft über Gitter in seitlicher Leibung. - Geschosshohe Schiebe-Klappläden als Sonnen­ schutz aus perforierten, gekanteten Alumiumblech, ca. 45 cm ausladend. - Nordfassade mit seitlichen, grünen, perforierten Me­ tallelementen, dahinterliegenden Lüftungspaneelen. - Krankenzimmer mit großer Festverglasung bis fast unter die Decke, Brüstungshöhe 40 cm, Sitzbank/ Heizkörper, raumhohe Schrankelemente und offene Regalböden als innere Leibung mit einer Tiefe von ca. 40 cm in Holzoberfläche. Faltläden innen silbern. - Achsraster 6 m: 2 Fenster à 1,80 x 2,50 m, seitliche Lüftungsflügel hinter Fassadenverkleidung. - Achsraster 3,60 m: 1 Fenster 1,80 x 2,50 m, 1 seitlicher Lüftungsflügel. - Nasszellen als opake Flächen in Lisenenstruktur. - Geschosshohe Elemente, Systembreite 0,90 bzw. 1,80 m, an vorhandener Befestigung über Ankerplat­ ten angeschweißt. Elementstöße Deckenunterkante. - Befahranlage. OP/-ITS-Gebäude - Klinkervormauerwerk. Fenster analog zu BHH aus stehenden Elementen über zwei Geschosse, paarweise angeordnet. Raster orientiert sich an geplan­ tem Grundriss, kein durchgängiger Wandanschluss im Raster von 1,25 m nachgewiesen. - Fensterflügel als Öffnungsflügel, Öffnungsbegrenzer als Absturzsicherung. Leibungstiefen ca. 22 cm, Brü­ stungsverkleidung mit silberfarbenem Aluminium. - Vorfahrt mit Alu-Paneelen verkleidet. - Außenliegender Sonnenschutz. Realisierbarkeit - Abschluss Seitenrisalit im südlichen Sockelbereich nicht eindeutig. Rückbau südlicher Vorbau. - Befestigung der Beton-Werksteinplatten im Sockel­ bereich nicht dargestellt. - Nordfassade ohne außen liegenden Sonnenschutz. - Entrauchung durch seitl. Lüftungsgitter ist zu prüfen. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gesamtkosten 63 % über Kostenrahmen. - Sehr kostenintensiver, aufwendiger Sonnenschutz im Hochhausbereich (Schiebe-Falt-Läden, motorischer Antrieb etc.). Keine einheitlichen Fassadenflächen. Wechsel der Materialien zwischen Sockel, Hochaus­ teil und Neubau. - Geringer Aufwand durch Befahranlage und Mate­ rialien bei der Fassadenreinigung. Außenliegende Schiebe-Faltlädensysteme (Sonnenschutz) anfällig für Verschmutzung verbunden mit hohem Wartungs­ aufwand.

Thomas Müller Ivan Reimann Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin | 1. Preis

1406

Kosten [€] Kosten KG 300 Bettenhochhaus Kosten KG 300 Neubau Kosten KG 700

Soll [€]

Ist [€]

12.848.930

19.078.650

2.893.720

5.068.450

1.889.118

2.897.652

UV

1.429.578

2.161.288

Gesamtkosten

19.070.000

29.206.040

Südansicht

Fassadendetail Bettenhochhaus

Fassadendetail Neubau

Fassadengestaltung des Bettenhochhauses und des OP-/ITS-Neubaus der Charité / Ergebnisprotokoll

1406

Architektonische Gestaltung - Zusammenführung „der unterschiedlichen, disparaten Gebäudeteile und Konstruktionselemente (…) zu einer prägnanten Großform“ mit „einer einheitlichen Idee und einem durchgehenden Gliederungssystem“ beabsichtigt. - Helle, reflektierende, silberne Fassaden. Idee des Vorhangs, der Umhüllung. - Bettenhochhaus und OP/ITS-Gebäude in verwandter Formensprache und identischer Materialität. Bettenhochhaus - Ausgeprägt vertikal gerichtete Gliederung unter Auf­ gabe des Sockels. Verlängerung der Fassade über die Ebene 21 hinaus, Ausbildung einer ca. 6,00m ho­ hen Attika (Blindfassade). - Einbindung der geschlossenen Wandbereiche (Ri­ salite) und der offenen nordseitigen Balkone in das umlaufende Fassadenmuster. Aufgabe des südseiti­ gen Erkers (Ebenen 03 und 04) und der seitlichen Rücksprünge. - Plastische Gliederung des Volumens durch Lisenen aus unterschiedlich breiten und verschiedenartig wel­ lenförmig geformten, gelochten Aluminiumpaneelen, „deren Abfolge einen metallenen Vorhang evoziert“. - Unregelmäßigkeiten des Bestandsrasters werden durch unterschiedliche Lisenenbreiten ausgeglichen. - Stehende Fensterformate, überwiegend in gleicher Breite. Keine Angabe zum Fenstermaterial. - Brüstungsbekleidung aus Alublechen, Höhe in der Regel ca. 0,70m, im Bedarfsfall entsprechend höher. - Keine Angaben zur Modifizierung der Fassaden im Technikgeschoss Ebene 05. - Zweigeschosshoch verglaster Eingangsbereich mit Vordach (22m x 14,50m). Stahlkonstruktion auf zwei filigranen Stützen mit integrierter Beleuchtung. Karusselldrehtüren. OP-/ITS-Gebäude - Fassadenkonzept ähnlich Bettenhochhaus. Streng regelmäßige umlaufende Fassadenordnung mit Li­ senen und Fenstern in einheitlichen Breiten. - Sichtschutz der Liegendkrankenanfahrt nicht dargestellt. Verbindungsbauwerk / Brücke - Fassade Verbindungsbauwerk analog OP/ITS-Ge­ bäude. - Brücke mit Vollverglasung. Funktionen / Konstruktion Bettenhochhaus - Vorgefertigte elementierte Fassaden. Elementhöhen 3,30m (Regelgeschoss) bzw. 4,20m. - Fensterelemente mit Festverglasung. - Separate Lüftungsklappen hinter den Lisenen. „Die Durchlüftung wird durch die Lochung der Fassaden­ paneele und Schlitze zwischen den Paneelen gewährleistet.“ Stabgeländer als Absturzsicherung. - Die bestehende Schottenstellung ist berücksichtigt. - Opake Bereiche der Fassaden als gedämmte Sand­

wichpaneele mit Aluminiumblechbekleidung. - Grundrissorganisation, Sitzmöglichkeiten, Stauraum, Heizkörper und Nasszellen sowie die nordseitigen Fluchtbalkone sind berücksichtigt. - 3,60m breite Räume mit je einem Fenster, 6,00m breite Räume mit je zwei Fenstern. Fensterhöhen im Regelgeschoss ca. 2,60m, Fensterbreiten überwie­ gend ca. 1,65m. - Außenliegender textiler Sonnenschutz mit Schienenführung. Vorhänge als Blendschutz. - Montage der Fassadenelemente über Stahlkonsolen an die Deckenplatten. - Keine detaillierten Angaben zum Bauablauf. Vertikaler Elementstoß im Bereich der Deckenplatten. Hori­ zontaler Elementstoß nicht dargestellt. - Reinigung über Befahranlage. OP/-ITS-Gebäude - Vorgefertigte elementierte Fassade analog Betten­ hochhaus, jedoch mit weniger Modulvarianten. - Fensterelemente mit einheitlicher Breite (1,00m). Pfeilerbreite (innen) 0,25m. Fenster- und Brüstungs­ höhen bedarfsgerecht variabel, in den Bettenzimmern Fensterhöhe 2,90m. - Abwechselnd Fenster mit Festverglasung bzw. mit Öffnungsflügeln. - Außenliegender textiler Sonnenschutz mit Schienenführung. - Fassadenordnung berücksichtigt das 1,25m-Raster des Neubaus. - Keine detaillierten Angaben zum Bauablauf. - Reinigung über Befahranlage oder Steiger. Verbindungsbauwerk / Brücke - siehe oben. Realisierbarkeit - Aufgabe des südseitigen Erkers (Ebenen 03 und 04). - Entrauchung im Hochhaus über die schmalen Lüf­ tungsklappen ggf. kritisch. - Die Gefahr einer Geräuschentwicklung aufgrund der Lochung und Geometrie der Bleche ist gegeben. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gesamtkosten 53 % über Kostenrahmen. - Aufwendige Herstellung der Wellblechprofile. Mehrschalige Fassadenhaut (Aluminiumlochblechfassa­ de mit vorgesetzten Wellblechen). - Hoher Verschmutzungsgrad im Bereich der gewellten Vorhangelemente, Befahranlage notwendig. Rei­ nigungsaufwand der Wellblechelemente hoch.

bbp : architekten bda, Kiel | 1. Rundgang

1407

Kosten [€] Kosten KG 300 Bettenhochhaus Kosten KG 300 Neubau Kosten KG 700

Soll [€]

Ist [€]

12.848.930

17.168.500

2.893.720

4.791.400

1.889.118

2.635.188

UV

1.429.578

1.956.420

Gesamtkosten

19.070.000

26.551.508

Südansicht

Fassadendetail Bettenhochhaus

Fassadendetail Seitenrisalite

Fassadengestaltung des Bettenhochhauses und des OP-/ITS-Neubaus der Charité / Ergebnisprotokoll

1407

Architektonische Gestaltung - Umlaufende Hülle als helle Aluminiumfassade mit Differenzierungen in Gliederung der einzelnen Ge­ bäudefronten. Ausbildung unterschiedlicher „Ge­ sichter“. - Hauptfassaden im Norden und Süden als lebendige Lochfassade durch vorgelagerte, zu den Fassaden­ öffnungen versetzten Prallscheiben, die sich nach oben hin durch zunehmende Größe verdichten. - Seitenrisalite als flächige „Türme“ mit horizontaler Bandgliederung ausgebildet, analog hierzu die Glie­ derung der Stirnseiten. - Neubau durch starke horizontale Gliederung freige­ stellt. - Ensemblebildung mit Neubau und Verbindungsbau­ körper durch Verwendung gleicher Fassadenele­ mente und horizontaler Gliederung. - Langgestrecktes, plattenförmiges, orangefarbenes Vordach als verbindendes Element und Wetterschutz für alle Eingangsbereiche über gesamte Südseite. Bettenhochhaus - Übernahme der Seitenrisalite im Süden und Norden, homogen horizontal gegliedert. Glatte Blechverklei­ dung. Keine Balkone. Verglasung mit Prallscheiben, im oberen Bereich Streifen aus Lochblech. - Im Norden Übernahme des Mittelrisalites. Im Süden kein Vorbau. Stirnseitige Nischen geschlossen. - Mittlere Bereiche der Hauptfassaden als gleichmäßig gerasterte Lochfassade mit einheitlichen, rechtecki­ gen Öffnungen. Vorgehängte, spielerisch angeord­ nete Prallscheiben, nach oben zunehmende Größe. - Ebene 1 - 5 der Hauptfassaden ohne Prallscheiben gezeichnet. - Ebene 21 umlaufend mit Fensterfassade. - Eingangsbereich großflächig verglast, durch L-för­ miges, langgestrecktes Vordach eingerahmt. - Kubischer Dachaufbau, ca. 8 m hoch mit großem orangefarbenem Schriftzug. OP-/ITS-Gebäude - Neubau gestaltet mit den gleichen Fassadenelemen­ ten, als Bandfassade stark horizontal gegliedert. Verbindungsbauwerk / Brücke - Verbindungsbau und Brücke nehmen Bezug auf hori­ zontale Bandgliederung der Seitenrisalite, Stirnseiten und des Neubaus. Funktionen / Konstruktion Bettenhochhaus - Elementierte, vorgefertigte Fassadenelemente mit Glattblechverkleidung und Verglasung. - Kastenfenster aus öffenbaren Fensterflügeln und aussenliegender Prallscheibe. Unterer Gebäudebe­ reich ohne Prallscheibe, da kein „Windschutz für Sonnensschutz notwendig“. - Seitenrisalite im Norden und Süden analog gegli­ edert mit Übereckverglasung. Im unteren Bereich Prallscheibe, oberer Bereich mit bündigem, vorge­ hängtem Lochblech.

- Geschlossene Fassadenflächen mit Aluminiumblechen bekleidet. - Krankenzimmer lediglich im Grundriss im Idealfall gezeigt. Keine Innenraumperspektiven. - Achsraster 6 m: 2 Fensterelemente je 1,60 x 2,20 m, davon seitlicher Kippflügel ca. 0,60 m breit, ansonsten Festverglasung. Anordnung zum Teil außermittig - Achsraster 3,60 m: 1 Fensterelement wie oben beschrieben. Anordnung im Raum zum Teil außermittig. - Achsraster im Norden und Westen zum Teil nicht er­ füllt. Im Osten nicht prüfbar. - Außenliegender Sonnenschutz aus Aluminium-La­ mellenraffstores hinter Prallscheiben. Turmbereiche mit feststehendem Lochblech als Sonnenschutz. - Befestigung mittels durchgehender Stahlzargen am raumseitigen Kopf- und Fußpunkt. Neue Konsolen im Fassadenachsraster. - Befahranlage. OP/-ITS-Gebäude - Fassadenkonstruktion und Materialität analog zu den Eckrisaliten des Bettenhochhauses als horizontale Bandfassade mit flexiblem Raster, mit vorgelagertem Lochblech und Prallscheibe, im 3. und 4. OG mit ho­ her Brüstung. - Schematische Darstellung, keine Fassadenschnitte. Realisierbarkeit - Rückbau des südlichen Erkers. - Prallscheiben, ca. 20 cm vorstehend, bieten keine Witterungs-, Windschutz und Schutz für außenlie­ genden Sonnenschutz. Nordseite ohne außen lie­ genden Sonnenschutz. - Krankenzimmer lediglich im Grundriss gezeigt. Kein Fassadenschnitt Neubau. - Zum Teil sehr schematische Ansichten. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gesamtkosten 39 % über Kostenrahmen. - Doppelung der Fassadenelemente. Aufwendiger konstruktiver Aufbau der Prallscheiben. - Reinigung der Fassade erfolgt mittels Befahranlage. Die Baufolgekosten werden als überdurchschnittlich gewertet, da im Bereich der Prallscheiben ein hoher Aufwand zur Reinigung stattfindet. Problematische Reinigung der Innenseiten des Prallschutzes auf Grund versetzter Anordnung.

Kleihues + Kleihues Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin | 2. Rundgang

1408

Kosten [€] Kosten KG 300 Bettenhochhaus Kosten KG 300 Neubau Kosten KG 700

Soll [€]

Ist [€]

12.848.930

16.140.100

2.893.720

4.241.200

1.889.118

2.445.756

UV

1.429.578

1.826.070

Gesamtkosten

19.070.000

24.653.126

Südansicht

Fassadendetail Bettenhochhaus

Fassadendetail Neubau

Fassadengestaltung des Bettenhochhauses und des OP-/ITS-Neubaus der Charité / Ergebnisprotokoll

1408

Architektonische Gestaltung - Fassadenkonzept auf Basis eines detailliert durchgearbeiteten Elements, „das (…) so kraftvoll ist, dass es auch aus größerer Entfernung erkennbar bleibt“. - Hochhaus, OP/ITS-Gebäude und Verbindungsbauten mit unterschiedlichen, hinsichtlich Formenspra­ che und Materialität jedoch verwandten Fassaden. Bettenhochhaus - Aufgabe der übergeordneten Sockelzone des Bestands und des Erkers auf der Südseite. Einbeziehung der seitlichen Fugen in das umhüllte Volumen. - Fensterbereiche des Gebäudes mit einheitlich aus­ gebildeten Kastenfenster-Elementen in zwei verschiedenen Breiten (3,00m und 3,60m). Einfache serielle Ordnung unter Aufnahme der konstruktiven Struktur des Bestandes. - Fensterpfeiler und Brüstungen in den Regelge­ schossen in durchgängig gleicher Breite (0,45m) mit Aluminiumblech-Bekleidung (Kassetten), gold-bron­ zefarbig eloxiert, in der Addition in webmusterartiger Verschränkung. Doppelung und Verbreiterung (auf 0,60m) der Brüstungselemente in den 4,20m hohen Geschossen 01 bis 05. - Gerahmte Prallscheiben (VSG) flächenbündig mit Pfeiler und Brüstungen, 0,15m breite offene Fugen zur natürlichen Belüftung der Innenräume. Formate der Prallscheiben: b 2,29m bzw. 2,89m, h 2,55m. - Geschlossene Außenwandbereiche (Risalite, Dachaufbauten) mit Aluminiumblechbekleidung, geglie­ dert durch die Aufnahme der Brüstungsbänder. - Keine Angaben zur Modifizierung der Fassaden im Technikgeschoss Ebene 05. - Zweigeschosshoher Portikus in der Formensprache und Materialität der Hochhausfassaden, b 25,00m, t 12,00m. Stahlrahmenkonstruktion, AluminiumblechBekleidung, Oberlichter, Unterseite mit Gitterrost und integrierten Leuchten. Eingangsbereich zweigeschosshoch verglast. Karusselldrehtüren. OP-/ITS-Gebäude - Massive Brüstungsbänder, Pfeiler und Außenwände. Lochfassaden auf Basis des Konstruktionsrasters (1,25m) mit gold-bronzefarbig eloxierter Aluminiumblech-Bekleidung (Kassetten). - Aufnahme der Brüstungsbänder des Hochhauses. - Großformatige Alu-Fensterkonstruktionen, jeweils aufgeteilt in 4 Flügel. Geschosshohe Fenster im EG. - Sichtschutz Liegendkrankenanfahrt nicht dargestellt. Verbindungsbauwerk / Brücke - Großformatige Verglasung. Aufnahme der Brüstungs­ bänder des Hochhauses. - Vordach des Verbindungsbaueingangs bis an die Südkante des Hochhauses reichend. Funktionen / Konstruktion Bettenhochhaus - Vorgefertigte Fassadenelemente: Aluminium-Ka­ stenfensterkonstruktion mit äußerer Prallscheibe (VSG), wärmegedämmte Aluminium-Kassetten als

Brüstungen und Pfeiler. Elementbreiten 3,00m und 3,60m, Elementhöhen 3,30m und 4,20m. Tiefe der Elemente ca. 0,32m. - Die bestehende Schottenstellung ist berücksichtigt. - Grundrissorganisation, Sitzmöglichkeiten, Stauraum, Heizkörper etc. sowie die nordseitigen Fluchtbalkone sind berücksichtigt. Für Nasszellen an der Außenwand könnten lt. Verfasser Fassadenelemente in­ nenseitig geschlossen ausgeführt werden, die Prall­ scheiben-Außenhülle bliebe dabei gewahrt. - Aluminium-Fensterkonstruktion geteilt in einen sch­ malen Dreh-Kipp-Lüftungsflügel und einen breiteren, zur Reinigung zu öffnenden Flügel. Dreifachverglasung. Abstand Prallscheibe - Fenster 0,25m). - 3,60m breite Räume mit je einem Fenster (b 2,70m x h 2,40m). 6,00m breite Räume mit je zwei Fenstern (b 2,10m x h 2,40m). - Brüstungshöhen im Regelgeschoss 0,40m, in den unteren Geschossen 0,75m. - Sonnenschutz: Lamellen-Raffstore witterungsgeschützt im Kastenfenster-Zwischenraum. - Keine detaillierten Angaben zum Bauablauf. Vertikaler Elementstoß auf Höhe der Fensterunterkante. - Reinigung weitgehend vom Innenraum. Außenreini­ gung der Prallscheibe über Befahranlage. OP/-ITS-Gebäude - Lochfassade mit Brüstungen, Pfeilern und geschlos­ senen Wandflächen in Beton oder Mauerwerk. Konventioneller Außenwandaufbau mit AluminiumblechBekleidung (Kassetten). - Aluminium-Fensterkonstruktionen ca. 5,00m x 2,50m, jeweils aufgeteilt in 4 Flügel mit Dreh-KippBeschlägen. Im EG geschosshohe Fenster. Drei­ fachverglasung. - Brüstungshöhen einheitlich 0,40m. Im Bedarfsfalle erhalten die Fenster als Einsichtschutz im unteren Bereich „eine opake Schicht“. - Sonnenschutz: außenliegender Lamellen-Raffstore mit Seilführung. - Konstruktionsraster des Neubaus eingehalten. - Reinigung vom Innenraum. Verbindungsbauwerk / Brücke - siehe oben. Realisierbarkeit - Aufgabe des Erkers auf der Südseite (Ebenen 03 und 04). Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gesamtkosten 29 % über Kostenrahmen. - Hoher Anteil an Glasflächen. Kostenintensive Veredelung der Fassadenelemente (Blechkassetten bronzefarben eloxiert), sehr große Fensterflächen. - Die glatte Fassadenfläche ist von innen zugänglich und von außen mittels einer Befahranlage mit durch­ schnittlichem Aufwand zu reinigen.

Arge: ludloff+ludloff Architekten, Berlin / Werner Sobek, Stuttgart | 1. Rundgang

1409

Kosten [€] Kosten KG 300 Bettenhochhaus Kosten KG 300 Neubau Kosten KG 700

Soll [€]

Ist [€]

12.848.930

16.880.000

2.893.720

2.744.950

1.889.118

2.354.994

UV

1.429.578

1.825.248

Gesamtkosten

19.070.000

23.805.192

Südansicht

Fassadendetail Bettenhochhaus

Fassadendetail Neubau

Fassadengestaltung des Bettenhochhauses und des OP-/ITS-Neubaus der Charité / Ergebnisprotokoll

1409

Architektonische Gestaltung - Differenzierte Gestaltung der Baukörperanordnung. Bettenhochhaus gegliedert in Sockel und Hochhaus, - Gestalterisch eigenständiger Neubau und Verbinder. - Prägnantes Erscheinungsbild durch hohe Plastizität der mehrschichtigen Fassade mit Inszenierung durch Lichteffekte und Farbenspiel. Übernahme der ge­ treppten Figur des Dachaufbaus. Bettenhochhaus - 4-geschossiger, großflächig verglaster Sockel mit feiner einheitlicher Gliederung, Plastizität durch an­ geschrägte Pfosten / Riegelausbildung. - Beibehalt der Seitenrisalite mit verglasten Loggien. Im Süden Verzicht auf Mittelrisalit, im Norden Beibe­ halt des Mittelrisalites. - Hochhaus ab Ebene 5 umhüllt mit vorgehämgtem „Kleid“ aus großmaschigen, „elfenbein-metallicfar­ benen“ Streckmetalltafeln als Klimahülle, aufgebro­ chen durch flächenbündige, quadratische Prallschei­ ben. Plastizität und Wechsel von offenem und ge­ schlossenem Erscheinungsbild je nach Blickwinkel. - Farbige Gestaltung der zweiten, massiven Fassadenebene, gegliedert nach unterschiedlichen Farbfa­ milien je Himmelsrichtung. Fassade als „kinetisches Objekt“, das auf Lichtwechsel und Tageszeiten mit unterschiedlicher Farbintensität reagiert und gleich­ zeitig von außen durch schräglaufende Farbfelder „einzelne Zimmerperspektiven“ suggerieren soll. Nächtliche Fassaden-Inszenierung mit Licht (LED). - Eingangsbereich mit flächenbündiger, Pfosten-Rie­ gelverglasung in gläsernem Sockel Vordach, 2 Ge­ schosse hoch als auskragende Platte auf vorderer Stützenreihe. - Dachaufbau verkleidet mit geprägten Aluminiumta­ feln, hinterleuchtet, schwarzes Signet. OP-/ITS-Gebäude - Neubau als Lochfassade mit Fensterbändern . - Wiederverwertung der Spaltklinkerplatten der Be­ standsfassade. - Breite Fensterfaschen aus Faserbeton als „Passpartout“ zwischen historischem und neuem Element. Verbindungsbauwerk / Brücke - Verbindungsbau als leichte Pfosten-Riegel-Konstruk­ tion, angelehnt an Sockel BHH, Brücke vollflächig verglast, teilweise bedruckt. Funktionen / Konstruktion Bettenhochhaus - Aluminium-Streckmetallplatten, pulverbeschichtet als äußere Hülle, punktgehalten an innenliegender Schale, ca. 15 cm vor Porenbeton. - Massivschale aus vorgefertigten Porenbetonwandta­ feln mit Festverglasung und Lüftungsflügel. - Festverglasung hinter außenbündiger, in Streckme­ tall integrierte Prallscheibe, Zwischenraum ca. 20 cm. - Schmale seitliche, geschlossene Lüftungsflügel, bün­ dig mit Innenraum. Innenseitig holzverkleidet.

- Fassadentiefe gesamt 60 cm. - Krankenzimmer mit großer Festverglasung, Sitzbank und Lüftungsflügel aus Lärchenholz. Innenliegender Stoffvorhang. BRH 45cm. - Achsraster 6 m: 2 Fenster à 1,70 x 1,70 m. - Achsraster 3,60 m: 1 Fenster à 1,70 x 1,70 m, zum Teil außermittig. - Zum Teil stehende Fensterformate ca. 1,40 bzw. 1,60 x 2,10 m. - Nasszellen als geschlossene Wandflächen. - Innere Verglasung öffenbar zu Revisionszwecken. - Sonnenschutz als Raffstore hinter Prallscheiben. Streckmetallhülle als Wetter- und Sonnenschutz. - Anschluss Porenbetonelemente über Winkel an Fuß­ boden- und Deckenrand. Äußere Streckmetallplatten an Porenbeton punktgehalten. - Sockel aus geschoßhohen Fensterelementen aus Lärchenholz, geschlossene Paneele aus emailliertem Glas, Raster 1,25 m. Außenseitige Verkleidung der Pfosten-Riegel-Konstruktion mit Faserzementplatten, spitzstoßend im 45° Winkel. Lüftungsschlitze in den Platten. Sonnenschutz durch außenlie­ gende, in Verkleidung integrierte Raffstores. - Befahranlage. OP/-ITS-Gebäude - Horizontal geprägte Bandfassade. Sockel EG umlau­ fend aus Sichtbeton. - Vorgehängte Spaltklinkerplatten. Wiederverwendung soweit möglich, ansonsten neuer Spaltklinker. - Fensterfaschen aus Faserbeton mit integrierten, au­ ßenliegenden Raffstores. - Fassadenraster entspricht Grundriss. Flexible Band­ fassade. Massive Brüstungen mit geforderten Hö­ hen. Technikgeschoss geschlossen. Verbindungsbauwerk / Brücke - Pfosten-Riegel-Konstruktion, großflächig verglast. Realisierbarkeit - 3 m hohe Jalousien im Sockel problematisch. - Porenbetonelementierung problematisch, Bauweise ist hinsichtlich Lasten und Isothermenverlauf zu prü­ fen. - Entrauchung hinter Metallgewebe und im Bereich der Sockelfassade Bettenhochhaus muss nachgewiesen werden. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gesamtkosten 25 % über Kostenrahmen. - Vorgehangenes Gewebe aus Drahtgitter mit zusätz­ lichem Dachaufbau (Mehrfläche). Unterschiedlicher Einsatz von Materialien über die Fassade. Aufwen­ dige bauliche Konstruktion. Tragkonstruktion für die Fassade notwendig. - Hoher Reinigungsaufwand der Fassade, durch die über die gesamte Fläche angeordneten Lochbleche (Streckmetallverkleidung). Mit Hilfe einer Befahranla­ ge reinigbar.

BE Berlin GmbH, Berlin | Anerkennung

1410

Kosten [€] Kosten KG 300 Bettenhochhaus Kosten KG 300 Neubau Kosten KG 700

Soll [€]

Ist [€]

12.848.930

25.698.950

2.893.720

6.660.000

1.889.118

3.883.074

UV

1.429.578

2.902.895

Gesamtkosten

19.070.000

39.144.919

Südansicht

Fassadendetail Bettenhochhaus

Fassadendetail Neubau

Fassadengestaltung des Bettenhochhauses und des OP-/ITS-Neubaus der Charité / Ergebnisprotokoll

1410

Architektonische Gestaltung - Einheitliches Fassadenkonzept für Bettenhochhaus und OP/ITS-Gebäude. „Eine raumhaltige Fassade aus vorgefertigten Ziegelelementen bekleidet den ansonsten mit einer zurückhaltenden grauen Metallfassade umschlossenen Baukörper“. - Ausdrückliche Bezugnahme auf die Nachbarbebauung durch Verwendung ziegelfarbiger Keramikelemente. - Optische Freistellung der Bauten durch transparente Ausbildung der Verbindungsbauten. Aufgabe des ge­ bäudeübergreifenden Sockels und es südseitigen Er­ kers. Bettenhochhaus - Zweischichtiges Fassadensystem. - Äußere, in Abhängigkeit von der Himmelsrichtung unterschiedlich tiefe, das Gebäude allseitig einfas­ sende Fassadenschicht: gitter- bzw. wabenartige Struktur aus dünnwandigen Keramikelementen, die „über Einschubprofile aus Aluminium zu Rahmen verbunden werden“. Anschluss der mit Ausnahme des EG halbgeschossig unterteilten Rahmen an die innere Fassade im Bereich der Brüstungen. - Innere Fassadenschicht: elementierte Metall-Vor­ hangfassade mit konventionellem Außenwandaufbau und konventionellem Fenstersystem (keine Materi­ alangaben). Lochfassade. Im EG raumhohe Befen­ sterung. - Innere Fassaden der Technikgeschosse mit horizontalen Lamellen. - Gitterfelder in unterschiedlichen Breiten zwischen ca. 1,20m und 2,10m überwiegend ohne erkennba-res Ordnungssystem und ohne Bezug zur Gliede-rung der inneren Fassade. - Vordach mit b 22,50m, t 15,00m. Stahlkonstruktion. Die Höhe entspricht der eines halben Geschosses bzw. der eines Gitterfeldes. Bekleidung der Unterseite mit Keramikplatten. OP-/ITS-Gebäude - Fassadenkonzept identisch mit dem des Bettenhochhauses. - Innere Fassade bedarfsgerecht mit Einzelfenstern oder mit Fensterbändern ausstattbar. - Sichtschutz der Liegendkrankenanfahrt durch Herunterführung der Gitterstruktur der OG-Fassade. Verbindungsbauwerk - Raumhohe Verglasung. Vermutlich Pfosten-RiegelKonstruktion. Fassadengliederung mit Bezugnahme auf die Nachbargebäude. Brücke - Großflächige Verglasung. Funktionen / Konstruktion Bettenhochhaus - Elementierte Vorhangfassade: vorgefertigte komplette Elemente aus innerer (konventionelle Metallfas­ sade) und äußerer Fassadenschicht (keramikbeklei­ dete Aluminium-Rahmenkonstruktion).

- Tiefe der äußeren Fassadenschicht auf der Südseite 1,00m, auf den übrigen Seiten 0,775m. - Fensteröffnungen berücksichtigen die bestehende Schottenstellung. - Grundrissorganisation, Brüstungshöhen, Sitzmöglichkeiten, Stauraum, Heizkörper etc. sowie die nord­ seitigen Fluchtbalkone sind berücksichtigt. Außen­ wandseitige Nasszellen sind anzuordnen. - 3,60m breite Räume mit einem 2,80m breiten Fens­ ter, 6,00 breite Räume mit einen 4,50m breiten Fen­ ster. Pflegeschränke seitlich der Fenster. - Fensterhöhen 2,60m in den Regelgeschossen, 3,50 m in den unteren Geschossen. - Brüstungshöhen sind aufgrund des Fassadenkon­ zeptes überall bedarfsgerecht ausführbar. Brüstungs­ höhen in den Bettenzimmern 0,43m. - Natürliche Belüftung über ein bis zwei Wendeflügel in den Fensterkonstruktionen, die bis zu einem Spalt­ maß von 0,12m aufgestellt werden können. Die üb­ rigen Fensterflächen sind nur zur Reinigung zu öff­ nen. - Sonnenschutz: Verschattung nur durch die vorgehängte Gitterstruktur. Vorhänge als Blendschutz. - Montage von oben nach unten vorgesehen. Ver­ schränkung der Fassadenelemente. Nachvollzieh­ bare Elementstöße. Deckenanschlüsse über Stahl­ profile. - Reinigung vom Innenraum her. Die äußere Fassa­ denschicht ist betretbar ausgelegt. - Ggf. Lastprobleme aufgrund unvermeidbarer Schneeansammlungen. OP/-ITS-Gebäude - Fassadenkonzept identisch mit dem des Bettenhochhauses. - Die innere Fassade berücksichtigt das 1,25m-Raster des Neubaus und die erforderlichen Brüstungshö­ hen. Verbindungsbauwerk / Brücke - siehe oben. Realisierbarkeit - Aufgabe des südseitigen Erkers (Ebenen 03 und 04). Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gesamtkosten 105 % über Kostenrahmen. - Normale Elementfassade mit zusätzlicher vorgesetzter Zusatzschale. Aufwendig in Hinblick auf statischkonstruktive Belange. Vollflächige Zulage der Alu-Ke­ ramik-Konstruktion. - Sehr hoher wirtschaftlicher Aufwand zur Wartung der Fassadenelemente. Ansiedlung von Flugtieren im Bereich der Vorsatzschale. Weiterhin ist in den Wintermonaten mit erhöhten in den Elementen anfallen­ den Schneelasten zu rechnen. Eine Befahranlage ist notwendig.

Nalbach & Nalbach Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin | 2. Rundgang

1411

Kosten [€] Kosten KG 300 Bettenhochhaus Kosten KG 300 Neubau Kosten KG 700

Soll [€]

Ist [€]

12.848.930

16.022.763

2.893.720

4.056.000

1.889.118

2.409.452

UV

1.429.578

1.805.076

Gesamtkosten

19.070.000

24.293.290

Südansicht

Fassadendetail Bettenhochhaus

Fassadendetail Neubau

Fassadengestaltung des Bettenhochhauses und des OP-/ITS-Neubaus der Charité / Ergebnisprotokoll

1411

Architektonische Gestaltung - Aufnahme der stadträumlichen Proportion durch Aus­ bildung eines Sockels, der sich mit einem oberen umlaufenden Fries über den Neubau zieht. Verbin­ dungsbauteile als gläserne Zwischenbauteile. - Gläserne, glänzende Gebäudehülle, horizontale, flä­ chige Fassadengliederung und Farbgestaltung in nu­ ancierten Grüntönen soll „schwebende Leichtigkeit“ assoziieren. Sichtbare horizontale Schichtung der Geschosse. Übernahme des gestaffelten Dachauf­ baus in Materialität und Farbe des Hauptbaukörpers. Bettenhochhaus - 5-geschossiger Sockel als Lochfassade in hellem Grau-Beige mit klarer Gliederung, quadratische bis liegende Fensterformate. - Ebene 5 mit geschlossenem Fries bildet Zäsur zwischen Sockel und oberem Gebäudeteil. Umlaufen­ des Motiv einer Doppel-Helix als „Sinnbild der Urform allen Lebens“. - Beibehalt der Seitenrisalite, im Süden Mittelrisalit über 4 Ebenen. Im Norden geschlossene Balkone. Nischen im Westen und Osten geschlossen. - Ab Ebene 6 flächige, klar strukturierte Fassade aus einheitlich grünschimmernden Brüstungsbändern und vertikalen Bändern aus gelb-grünen Glas-Pa­ neelen. Gleichbleibende Breite der Lisenen und Brü­ stungsbänder, unterschiedliche Fensterbreiten. - Eingang über 2 Geschosse vollflächig verglast. 16 m auskragendes „Flugdach“ mit transluzenter Verglasung, bei Nacht hinterleuchtet. OP/-ITS-Gebäude - Weiterführung des Fassadenbildes des Hochhausso­ ckels. - Oberer Gebäudeabschluss als Fortführung des Frie­ ses über Sockel des BHH. Funktionen / Konstruktion Bettenhochhaus - Sockel aus Faserbetonplatten im Wechsel von rauer und glatter Oberfläche. - Aussenseitig flächenbündiges Kastenfenster, 20 cm tief, in hochpoliertem Alu-Rahmen, außen 1-fach­ festverglast, innnen 2-fachverglaster Reinigungsflügel. - Fassadentiefe gesamt 50 cm. - Seitliche Lüftungsflügel aus Glaspaneelen mit transluzenter Wärmedämmung, im Hochhausbereich gelb getönt, außenseitige 1-fach-Verglasung. - Brüstungsbänder nach Süden als grün/smaragd-far­ benen kristallinen Photovoltaikpaneele. - Recyclebare Materialien. - Umlaufendes Fries aus Baubronze mit Auslässen für Lüftungstechnik als perforierte Elemente. - Dachaufbau mit Hülle aus getönten Glaspaneelen analog zu den Brüstungsbereichen. - Krankenzimmer geprägt durch große Verglasungen mit dazwischen angeordneten Lüftungsflügeln, innenseitig als gelbe Glas-Paneele. Fenster innen­

seitig bündig, Sitzbank vorgelagert über gesamte Raumbreite, kein Nachweis Schrank. BRH 45 cm. - Achsraster 6 m: 2 Fenster 1,10 x 2,25 m und 1 Fen­ ster 1,70 x 2,25m, dazwischen 2 Lüftungsflügel ca. 0,50 m breit. - Achsraster 3,60 m: 1 Fenster 1,70 x 2,25 m und 1 Fenster 1,10 x 1,25 m, dazwischen Lüftungsflügel. - Nasszellen mit Fenster, in Raster berücksichtigt. - Raster exakt eingehalten. Fensterelemente mittig in Räumen, jedoch keine Schränke nachgewiesen. - Innere Verglasung zu Reinigungszwecken zu öffnen. - Beweglicher Sonnenschutz im Zwischenraum des Kastenfensters. - Befestigung mit Konsolen an den Geschossdecken. Elementierung. - Befahranlage. OP/-ITS-Gebäude - Lochfassade. Fassadenverkleidung analog zu Hoch­ haussockel aus Faserzement. Spielerische Anord­ nung der variierenden Fensterformate. Fensterele­ mente analog zu Bettenhochhaus mit poliertem AluRahmen und seitlichen transluzenten Lüftungspa­ neelen. - Massive Brüstungsbänder, im 2. und 3. OG höher ausgebildet. Zum Teil Blendfenster. - 4. OG mit umlaufendem, geschlossenem Fries. - Kastenfenster mit zwischenliegendem Sonnenschutz. Lüftungsflügel mit außenliegendem Prallschutz. - Wandanschluss im Raster von 1,25 nicht durchgän­ gig nachgewiesen. Verbindungsbauwerk / Brücke - Verbindungsbau und Brücke als leichte Pfosten-Rie­ gel-Konstruktion, vollflächig verglast. Realisierbarkeit - Erweiterung des südlichen Vorbaus von Ebene 1 bis Ebene 4. - Neubau-Westfassade nicht gezeigt. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gesamtkosten 27 % über Kostenrahmen. - Photovoltaik-Glaselemente mit Glaspaneeleabschnit­ ten. Verschiedenste Verwendung von Materialien über die Fassadenteile (Sockel, Hochhaus, Neubau). Zulagen für Wechselrichter und Blitzschutz erforder­ lich. - Fassade problemlos durch Befahranlage zu war­ ten und zu reinigen. Die Baufolgekosten werden als durchschnittlich bewertet.

Max Dudler, Berlin | 2. Rundgang

1412

Kosten [€] Kosten KG 300 Bettenhochhaus Kosten KG 300 Neubau Kosten KG 700

Soll [€]

Ist [€]

12.848.930

23.757.500

2.893.720

6.339.000

1.889.118

3.611.580

UV

1.429.578

2.692.700

Gesamtkosten

19.070.000

36.400.780

Südansicht

Fassadendetail Bettenhochhaus

Fassadendetail Neubau

Fassadengestaltung des Bettenhochhauses und des OP-/ITS-Neubaus der Charité / Ergebnisprotokoll

1412

Architektonische Gestaltung - Gestalterische Zusammenfassung der Baukörper im Sinne einer gesteigerten Zeichenhaftigkeit. „Die additive Gliederung in Flachbau, Hochbau und Tech­ nikaufbau (…) wurde überformt und zu einer skulpturalen Gesamtfigur umgestaltet. Auch die Vielzahl der Materialien wurde auf zwei reduziert: Glas und Me­ tall.“ - Identische serielle Fassaden bei Bettenhochhaus, OP/IST-Neubau, Verbindungsbau und Brücke. Bettenhochhaus - „Auffaltung“ der Fassadenflächen zu einer „kristallinen“, im Horizontalverlauf wellenförmigen Struktur aus Aluminium-Rahmen mit einer gusseisenartig schimmernden Oberfläche und Füllungen aus Glas bzw. Gussglas. - Fassadenelemente aus zwei im Winkel montierten Rahmenkonstruktionen mit Kastenfenstern ein­ schließlich Brüstungspaneelen. Brüstungen und ver­ tikale Lisenen flächenbündig mit der (äußeren) Verglasung. - Bekleidung der 0,75m (alternativ 0,90m) hohen Brü­ stungsfelder ab Ebene 06 abwechselnd mit Alumini­ umblech und Gussglas, in den unteren Geschossen ausschließlich mit Aluminiumblech. - Fassadenelemente im Bereich der geschlossenen Außenwände (Risalite, Technikgeschosse) nur mit Prallscheibe. Rückwärtig konventioneller Außen­ wandaufbau als Aluminium-Warmfassade. - Eckausbildung und Attika mit 0,60m breiten Alumini­ um-Profilen. - Vordach 17m x 24m, zweigeschosshohe Stahlträgerkonstruktion mit verglastem Dach, von der Fas­ sade statisch abgekoppelt. Sägezahnförmige Zarge mit Gussglasfüllungen. Eingang über Karusselldreh­ türen. OP-/ITS-Gebäude - Fassadenkonzept identisch mit dem des Bettenhochhauses. - Sichtblende der Liegendkrankenanfahrt aus einer „Variation des Fassadenmotivs“. Verbindungsbauwerk / Brücke - Fassadenkonzepte identisch mit dem des Bettenhochhauses. - Eingang des Verbindungsgebäudes durch Vordach deutlich markiert. Funktionen / Konstruktion Bettenhochhaus - Fassaden aus einem standardisierten, in nur weni­ gen Varianten vorzufertigenden Fassadenelement aus zwei im Winkel montierten Kastenfenstern inklusive Brüstung. Fassadentiefe in der Regel 0,18m. - Kastenfenster mit innerem Drehflügel mit Zwei- oder Dreifachverglasung und einem äußeren Parallelaus­ stellfenster mit Einfachverglasung (VSG / Absturzsicherung). Bei Öffnung des Drehflügels fährt mittels einer Scherenmechanik das Ausstellfenster um

0,12m aus. - Brüstungshöhen in zwei Varianten (0,45m und 0,75m). Die höhere Variante entspricht dem Bedarf der U+B-Nutzungen der Ebenen 01 bis 05 und erlaubt in den Bettenzimmern Fenstersitzplätze mit Rü­ ckenlehnen. Die Heizkörper sind in jedem Falle un­ terzubringen. - Keine Berücksichtigung von Pflegeschränken an der Außenwand. - Die Grundrissvariante zur Vermeidung von Nasszellen an der Außenwand ist aufgrund der umfangrei­ chen konstruktiven Probleme durch die Wegnahme der Schotte im Fassadenbereich fragwürdig. - In allen Räumen Befensterung von Seitenwand zu Seitenwand. Günstige Ausblickverhältnisse. - Sonnenschutz: Jalousie im Fensterzwischenraum. Vorhänge als Blendschutz. - Fassaden-Variante für die Technikgeschosse. 
 - Freihaltung der nordseitigen Balkone.
 - Das gewählte Fassadenraster von 1,20m berück­ sichtigt die bestehende Schottenstellung. - Montage der Fassadenelemente an einem an die Bestandsdecken zusätzlich anzubringenden dreieckigen Betonfertigteil. - Reinigung vom Innenraum sowie über Befahranlage. Die Prallscheiben lassen sich zu Reinigungszwecken in den Innenraum schwenken. OP/-ITS-Gebäude - Fassadenkonzept identisch mit dem des Bettenhochhauses. - Berücksichtigung des 1,25m-Rasters. Wandan­ schlüsse sind sowohl am Stoßpunkt zweier Elemente als auch am mittleren ausgestellten Pfosten mög­ lich. - Keine Angaben zu den im OP-Bereich erforderlichen größeren Brüstungshöhen. Verbindungsbauwerk - siehe oben. Realisierbarkeit - Aufgabe des südseitigen Erkers (Ebenen 03 und 04). Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gesamtkosten 91 % über Kostenrahmen. - Hoher Glasflächenanteil, aufwendige Konstruktion. Anschluss zusätzlicher Deckenfelder notwendig. - Durch den hohen Anteil an spiegelenden Flächen wird der Reinigungsaufwand als sehr hoch einge­ stuft. Eine Befahranlage ist notwendig.

kister scheithauer gross architekten und stadtplaner GmbH, Leipzig | 4. Preis

1413

Kosten [€] Kosten KG 300 Bettenhochhaus Kosten KG 300 Neubau Kosten KG 700

Soll [€]

Ist [€]

12.848.930

16.885.200

2.893.720

3.909.190

1.889.118

2.495.327

UV

1.429.578

1.883.980

Gesamtkosten

19.070.000

25.173.696

Südansicht

Fassadendetail Bettenhochhaus

Fassadendetail Neubau

Fassadengestaltung des Bettenhochhauses und des OP-/ITS-Neubaus der Charité / Ergebnisprotokoll

1413

Architektonische Gestaltung - Solitäre Baukörper, durch Brücken verbunden. Ein­ heitliche Systematik der Fassaden, entwickelt aus einer Matrix aus zueinander versetzten Flächen und Materialität bildet ein verwandtes Gebäudeensemble. - Hochhaus mit starker vertikaler Baukörpergliede­ rung, verstärkt durch die Einbeziehung der Dachaufbauten mit einer Höhe von 15 m als Teil der Hochhausfassade und erhöhtem, oberen Gebäu­ deabschluss. Zusätzlicher, weißer Dachaufsatz mit Schriftzug. - Vertikale Linienstruktur, Gruppierung der Fensterbän­ der und rötliche Terrakottafassade nimmt Bezug zu historischem Ensemble. Bettenhochhaus - Beibehalt der Seitenrisalite, im Norden mit Loggien. Verzicht auf Vorbau im Süden. Süd-Risalite ohne Fenster. Keine Nischen im Osten und Westen, Be­ fensterung. - Klare Gliederung durch Lisenen aus Terrakotta. Pla­ stische Wirkung und vertikale Stärkung durch lineare Rillung. Einheitliche vertikale Fassadenfelder als Alu­ minium-Fassadenelemente. Zusammenfassung von zwei Geschossen durch einen Rahmen und Untertei­ lung in Fenster und Brüstungsbereiche. - Rasterbedingte Verjüngung der Lisenen. - Eckrisalite und seitlicher Dachaufbau aus horizontal struktrurierten Betonfertigteilen, versetzt gefügt. Homogene Farbstimmung mit Terrakottaverkleidung. - Eingangsbereich mit weit ausladendem, einge­ schossigen Vordach als „ausschwingenden Brüstungsstreifen“. Aufgesetzte Glaskonstruktion als Oberlichtträger, der ein „Raumvolumen generiert“. Streifenförmige Mattierung. OP/-ITS-Gebäude - Übernahme der Fassadengrammatik des Betten­ hochhauses, jedoch in klarer, einheitlicher, horizon­ taler Ausbildung. Fensterelemente und gerillte Brü­ stungen als zueinander versetzte Flächen entspre­ chend eines Mauerwerksryhythmus. Verbindungsbauwerk / Brücke - Verbindungsbau in Gliederung und Materialität wie Neubau, Brücke schematisch im Duktus des Neu­ baus dargestellt. Funktionen / Konstruktion Bettenhochhaus - Aluminium-Elementfassade bestehend aus Brü­ stungs- und Fensterelementen. - Lisenen aus Terrakottaplatten auf Dämmplatten ver­ klebt. - Fenster als Verbundglaskonstruktion mit integriertem Sonnenschutz, seitlicher schmaler öffnungsbegrenzter Schwenkflügel. - Brüstungselemente aus PV-Elementen und bedruck­ tem Glas, in die Alu-Fassade eingelegt /eingehängt. - Leibungstiefe Lisenen / Fenster ca. 25 cm.

- Geschlossene Seitenrisalite und seitlicher Dachauf­ bau verkleidet mit eingefärbten Sichtbetonfertigteilen in liegendem Format im Verband zu einander ver­ setzt. - Fassadentiefe gesamt 50 cm. - Krankenzimmer entsprechend Vorgaben mit Sitzbank und Schrank organisiert. (Keine Innenraum­ perspektive). - Krankenzimmer. BRH 48 cm. - Leicht variierende Fensterbreite von 2,05 m bis 2,31 m. Fensterelement bestehend aus Festverglasung und seitlichem Wendeflügel. - Achsraster 6 m: 2 Fensterelemente 2,30 x 2m. - Achsraster 3,60 m: 1 Fensterelement 2,05 x 2m. Schrank zum Teil nicht nachvollziehbar.. - Nasszellen mit Fenster, in Raster berücksichtigt. - Beweglicher Sonnenschutz im Zwischenraum des Verbundelementes. - Befestigung der geschosshohen Elemente durch an Deckenvorderkante gedübelte Haken. Nut zwischen oberem und unterem Element. Zwei Elementtypen u­ förmig zusammengefasst zu einer zweigeschossigen Tektonik. - Befahranlage. OP/-ITS-Gebäude - Fassadenelemente analog zu BHH, jedoch horizontale Brüstungsverkleidung aus Terrakotta. Bandarti­ ge Aluminiumfassade aus Fensterelementen und ge­ schlossenen Paneelen. - Einheitliche Brüstungsbänder, ca. 2 m hoch. 4. OG mit geschlossenen Aluminiumpaneelen. - Verbundfenster mit zwischenliegendem Sonnen­ schutz. Realisierbarkeit - Rückbau südl. Vorbau. Stirnseitige Nischen mit Fen­ stern, Ergänzung der Geschossdecken. - Wendeflügel ohne Absturzsicherung. - Fassaden BHH und Neubau z. Teil nur auf Prüfplänen, keine Innenraumperspektive. Kein Schnitt Neu­ baufassade. Schrankfläche nicht durchgängig nach­ vollziehbar. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gesamtkosten 32 % über Kostenrahmen. - Erweiterung des Dachaufbaus (Entstehung von Mehrflächen) und aufwendiges Vordach. Photovol­ taikelmente als Paneele in den Fensterbereichen zu­ sätzlich. - Die Baufolgekosten werden als durchschnittlich ge­ wertet. Eine Befahranlage wird als notwendig be­ trachtet.

gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner, Berlin | 2. Rundgang

1414

Kosten [€] Kosten KG 300 Bettenhochhaus Kosten KG 300 Neubau Kosten KG 700

Soll [€]

Ist [€]

12.848.930

14.945.691

2.893.720

3.946.830

1.889.118

2.267.103

UV

1.429.578

1.691.911

Gesamtkosten

19.070.000

22.851.534

Südansicht

Fassadendetail Bettenhochhaus

Fassadendetail Neubau

Fassadengestaltung des Bettenhochhauses und des OP-/ITS-Neubaus der Charité / Ergebnisprotokoll

1414

Architektonische Gestaltung - Baukörper als „solitäre, autarke Volumina“. Aufgabe der übergeordneten Sockelzone des Bestandes. - Hochhaus und OP/ITS mit unterschiedlichen, jedoch hinsichtlich Typologie und Materialität verwandten Fassaden. Verbindungsbauwerke als „eigenständige, transparente Brücken“. Bettenhochhaus - Ausgeprägt vertikale Gliederung durch hochformati­ ge, in der Regel zweigeschossige, im Sockelbereich dreigeschossige Fassadenelemente. DG-Technikge­ schosse als vereinfachter Kubus zusammengefasst. Einbeziehung der seitlichen Einschnitte in das um­ hüllte Volumen. Aufgabe des südseitigen Erkers. - 0,70m tiefe Fassadenkonstruktion: weiß-beige Aluminium-Rahmen (b 1,575m, h 6,60), abwechselnd ausgefacht mit Fensterelementen (Festverglasung) bzw. mit bronzefarbig eloxierten Alu-Streckmetallpa­ neelen in Schrägstellung mit wechselnder Ausrich­ tung. Hinter den Streckmetallpaneelen schmale opa­ ke Lüftungsflügel. - Rückwärtige geschlossene Wandbereiche aus Dämmpaneelen mit Aluminiumbekleidung. - Keine Angaben zur Modifizierung der Fassaden im Technikgeschoss Ebene 05 und im Attikabereich. - Geschlossene Außenwandflächen einschließlich Dachaufbauten mit Alupaneel-Vorhangfassade. - Eingangsbereich mit dreigeschosshoher vollverglas­ ter Pfosten-Riegel-Fassade. Portikus (b 27m, t 16m) in Stahlkonstruktion mit Alublech-Beleidung und ver­ glaster Dachkonstruktion im Fassadenraster. OP-/ITS-Gebäude - Neubau als „horizontal lagerndes Volumen“ mit ban­ dartig strukturierten Fassaden. - 1,10m tiefe Fassadenkonstruktion: weiß-beige Aluminium-Rahmen (b 7,50m bzw. 5,00m, h 1,40m), drei liegende Rahmen pro Geschoss, ausgefacht mit Fensterelementen oder Wärmedämmpaneelen mit Alu-Bekleidung. Im Bereich der Brüstungen und der oberen Fensterreihe ca. 0,50m tiefe feststehende Alu-Lamellen, bronzefarbig eloxiert. - EG-Fassaden mit geschosshohen Rahmen und voll­ ständiger Lamellen-Füllung der Fassadenfelder. - Gebäudeecken als geschlossene Wandscheiben mit Aluminiumpaneel-Vorhangfassaden. - Sichtschutz der Liegendkrankenanfahrt analog zu den EG-Fassaden. Verbindungsbauwerk / Brücke - Vollverglaste regelhaft gegliederte Fassaden. Keine näheren Angaben. Funktionen / Konstruktion Bettenhochhaus - Vorgefertigte elementierte Aluminiumrahmenfassa­ de. Elementbreite durchgängig 1,575m. Elementhö­ hen 3,30m (Regelgeschoss) bzw. 4,20m. - Horizontales Fassadenraster (3,15m bzw. 1,575m) und Anordnung der geschlossenen Fassadenfelder

berücksichtigt die bestehende Schottenstellung. - Feststehende Wärmeschutzverglasung (VSG). Opake Dreh-Kipp-Lüftungsflügel. Öffnungsanteil der Streckmetallpaneele ca. 35%. Akustische Bedämp­ fung des Zwischenraumes möglich. - Integrierter außenliegender Sonnenschutz: Alu-Mi­ krolamellen-Raffstore, in Schienen geführt, zentral gesteuert, nutzerseitig manuell übersteuerbar. - 3,60m breite Räume mit je einem Fenster, 6,00m breite Räume mit je zwei Fenstern, Fensterformat durchgängig mit b 1,40m und h 2,20m. Unterschied­ lich große Flächen für außenwandseitige Einbauten und Bänke verfügbar. - Brüstungshöhen im Innenraum durchgängig 0,40m. Ggf. zusätzliche Absturzsicherung (Geländerstange). - Verankerung über Konsolen an den Bestandsde­ cken. Montage von oben nach unten über Monorai­ lanlage. - Außenreinigung über Befahranlage. Reinigung / Wartung ansonsten von Innen. OP/-ITS-Gebäude - Vorgefertigte elementierte Aluminiumrahmenfassa­ de. Elementbreite 7,50m bzw. 5,00m. Elementhöhe 1,40m (Normalgeschoss) bzw. ca. 3,70m (EG). - Fensterteilung / Innenwandanschlüsse im geforderten Grundraster (1,25m). - Aluminium-Fenster mit Dreh-Kipp-Beschlägen. - Sonnenschutz durch Lamellen bzw. integrierten au­ ßenliegenden Alu-Mikrolamellen-Raffstore. - Brüstungshöhen im Innenraum durchgängig 0,90m. Im Bedarfsfall (z.B. bei Sterilfluren) Schließung des unteren Fensterelements. - Natürliche Belichtung / Ausblick in Flurbereichen bzw. bei den OP im Gebäudeeckbereich durch die geschlossenen Wandscheiben in den Gebäudeecken eingeschränkt. - Außenreinigung über Befahranlage. Reinigung / Wartung ansonsten von Innen. Verbindungsbauwerk / Brücke - siehe oben. Realisierbarkeit - Aufgabe des südseitigen Erkers (Ebenen 03 und 04). - Entrauchung im Hochhaus über die schmalen Lüf­ tungsflügel bzw. Streckmetallpaneele ggf. kritisch. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gesamtkosten 20 % über Kostenrahmen. - Wenig kostenintensive Anteile vorhanden, jedoch Preiserhöhung durch Streckmetallverkleidung und Alupaneele. Gesamte Fassadengestaltung einheit­ lich. - Hoher Wartungsaufwand und Verschmutzungsgrad durch die Anordnung der Lochbleche im Bereich der Lüftungsflügel. Querlamellen im Bereich des Neubaus problematisch, da anfällig auf Taubenbefall. Ei­ ne Befahranlage wird als notwendig betrachtet.

Just / Burgeff Architekten GmbH, Frankfurt am Main | 1. Rundgang

1415

Kosten [€] Kosten KG 300 Bettenhochhaus Kosten KG 300 Neubau Kosten KG 700

Soll [€]

Ist [€]

12.848.930

20.578.550

2.893.720

5.146.800

1.889.118

3.087.042

UV

1.429.578

2.315.195

Gesamtkosten

19.070.000

31.127.587

Südansicht

Fassadendetail Bettenhochhaus

Fassadendetail Neubau

Fassadengestaltung des Bettenhochhauses und des OP-/ITS-Neubaus der Charité / Ergebnisprotokoll

1415

Architektonische Gestaltung - „Krone und weitsichtbares Markenzeichen“ als obe­ rer Gebäudeabschluss und Verkleidung der Dachaufbauten. - Vertikale Gliederung durch stehende Fassadenfor­ mate. - Plastizität durch herausgeschobenene Kastenelemente mit vorgehängten Lamellen, zum Teil geschossweise verspringend. - Ausbildung eines 5-geschossigen Sockels mit vor­ gehängten Paneelen in rötlich/gelben Farbschat­ tierungen zur Aufnahme der umgebenden Gebäudehöhen und Einbindung des Neubaus mit gleicher Materialität und Gliederung. Horizontale Gliederung durch schmales umlaufendes Profiles auf Geschos­ sebenen. Bettenhochhaus - Beibehalt der Seitenrisalite, im Norden mit Balkonen und Mittelrisalit. Im Süden Mittelrisalit auf Ebene 3 und 4. Seitenrisalite im Süden mit Übereckvergla­ sung. Erhalt der Nischen im Osten und Westen. - Gebäudesockel mit umlaufender Profil-Glas-Hülle mit vertikaler Rillung als große vorgehängte, translu­ zente Farbflächen in rot/gelben Pastelltönen. - Ab Ebene 6 umlaufende Struktur aus AluminiumTragprofilen bilden schmale geschoss- bzw. brü­ stungshohe Felder mit unterschiedlichen, flächen­ bündigen Glas-Füllungen. - Herausgeschobene Kastenelemente, zum Teil ge­ schossweise verpringend. - Fassadenbündige, markant abgeschrägte Metall-Git­ ter-Verkleidung der Dachaufbauten. - Umlaufendes Brüstungsband über Ebene 2 schwingt sich im Eingangsbreich zu einem Vordach nach außen, kreisförmige Oberlichtausschnitte, spielerisch platzierte schmale Stützen. OP/-ITS-Gebäude - Übernahme der Sockel-Fassade des Bettenhoch­ huases. Verbindungsbauwerk / Brücke - Verbindungsbau und Brücke vollflächig verglast als Pfosten-Riegel-Konstruktion. Funktionen / Konstruktion Bettenhochhaus - Sockel mit vorgehängter Fassade aus Profil-Glas. Dahinterliegende, geschlossene Wandflächen aus „leichtem“ Mauerwerk. Tranzsluzente Bereiche mit Dreifachfachverglasung. Transparente Flächen mit Dreh-Kippflügeln /Glasbrüstungen, Prallscheiben in Ebene der Profil-Glas-Verkleidung. Fassadentiefe ca. 28 cm. - Ab Ebene 6 Aluminium-Elementfassade mit sicht­ barer Struktur aus tragenden Halteprofilen, Tiefe 25 cm. - Brüstungs- und Wandfelder als Glaspaneele. - Lüftungsflügel als herausgeschobenes Kastenelement (ca. 30 cm) mit außenseitigen Lamellen. Flügel

nach außen öffnend. - Transparente Felder als Kipp-Fensterflügel mit außenliegender Festverglasung. - Transluzentes Element als 3-fach-Verglasung mit außenliegender Prallscheibe, beide Schichten be­ druckt. - Fassade mit Ausnahme der Kastenelemente außen flächenbüdig. - Fassadentiefe gesamt ca. 27 cm. Lüftungsflügel ca. 30 cm herausgeschoben. Fenster innenseitig bün­ dig. - Krankenzimmer. BRH ca. 45 cm. Sitzbank im Fensterbereich unterbrochen. - Raster zum Teil nicht passend. 
 - Unterschiedliche Elementzusammenstellung aus 4 
 unterschiedlichen Modulen. - Achsraster 6 m: 2 Fenster 1,20 x 2,50 m, dazwi­ schen 3 Module à 0,80m (Lüftungs-, transluzentes Element,) und Wandvorlage 1,20 m. - Achsraster 3,60 m: 1 Fenster 1,20 x 2,50 m, 3 Mo­ dule à 0,80 m (Lüftungs-, transluzentes und opakes Element). - Nasszellen mit Glaspaneelen geschlossen. - Bewegliche Lamellen als Sonnenschutz hinter Prallscheibe. Sonnenschutz des Sockels hinter Profilglas. - Dachaufbau verkleidet durch „Krone“ aus eloxierten Streckmetallelementen auf verzinkter Stahlunterkonstruktion. - Geschosshohe Fassadenelemente gerüstlos mit Konsolen an Decken befestigt. - Befahranlage. OP/-ITS-Gebäude
	 - Fassadenelemente analog zu Sockel BHH.
	 - Brüstung mit Glaselement. - Außenliegender Sonnenschutz hinter Prallscheibe. Realisierbarkeit - Achsraster mit Fassadenaufteilung zum Teil sehr schematisch dargestellt. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gesamtkosten 63 % über Kostenrahmen. - Unterschiedlich in der Gestaltung vorliegender So­ ckel, Hochhaus und Neubaubereich. Zusätzlicher aufwendiger Dachaufbau (Mehrflächen). Profilguss­ glas über die gesamte Fassadenfläche des Hoch­ hausteils. Konstruktiv aufwendig vorspringende Fen­ ster. - Die Baufolgekosten werden als durchschnittlich ein­ gestuft. Eine Befahranlage ist notwendig.

Barkow Leibinger Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin | 3. Preis

1416

Kosten [€] Kosten KG 300 Bettenhochhaus Kosten KG 300 Neubau Kosten KG 700

Soll [€]

Ist [€]

12.848.930

19.903.800

2.893.720

2.421.450

1.889.118

2.679.030

UV

1.429.578

2.111.453

Gesamtkosten

19.070.000

27.115.733

Südansicht

Fassadendetail Bettenhochhaus

Fassadendetail Neubau

Fassadengestaltung des Bettenhochhauses und des OP-/ITS-Neubaus der Charité / Ergebnisprotokoll

1416

Architektonische Gestaltung - Bettenhochhaus als Solitär mit einer „eigenständigen, durch Glas und Metall bestimmten Identität“ mit dem Ziel einer „leichteren, dynamischeren und eleganteren“ Erscheinung des Gebäudes. Aufgabe des Sockels. - Der OP/ITS-Neubau greift mit einer BetonfertigteilFassade Farben und Materialitäten der Umgebung auf. - Verbindungsbau und Brücke mit vollverglasten Pfos­ ten-Riegel-Fassadenkonstruktionen. Bettenhochhaus - Fassadenkonzept basierend auf der Addition eines in Variationen verwendeten Grundmoduls mit „Ganzglascharakter“. Alle Fassadenelemente mit äußerer elementhoher Prallscheibe, die durch Drehung um eine (gedachte) horizontale mittige Achse unter­ schiedliche Neigungen (max. 2°) erhalten. In der vor­ gesehenen geordneten Abfolge der Neigungen ent­ steht ein wellenförmiger Fassadenverlauf. -	 Vorgefertigte 2-schalige Fassadenelemente (b 0,9m x h 3,3m bzw. 4,2m) aus Alu-Rahmenprofilen (b 5cm, sichtbare Tiefe 30 cm). Prallscheiben mit 15cm Luft zur oberen und unteren Rahmenkante. - Opake Elemente mit Aluminium-Lochblech-Beklei­ dung der inneren Fassadenschale. - Fensterelement mit Aluminium-Fensterkonstruktion, Brüstungspaneele in unterschiedlichen bedarfsge­ rechten Höhen mit Aluminium-Lochblech-Bekleidung und Schiebelüftern im deckennahen Bereich. -	 Sonderelemente mit Lüftungslamellen für Ebene 05. - Seiten der Gebäudevorsprünge mit Alublech-Beklei­ dung, metallic-beschichtet. Dachaufbauten mit verti­ kal gerichteter Profilblechbekleidung, ebenfalls me­ tallic-beschichtet, Lüftungslamellen nach Bedarf. - Eingangsbereich mit vollverglaster 2-geschosshoher Pfosten-Riegel-Fassade. Vordach als flache Stahlkonstruktion auf acht filigranen Stützen. Bekleidung mit Aluminium-Glattblech. OP-/ITS-Gebäude - Rötlich-braun eingefärbte Betonfertigteil-Vorhang­ fassade mit hervorgehobenen Decken- und Fenster­ pfeilerprofilierungen, die analog zur Hochhausfas­ sade vertikal und horizontal eine Wellenkontur beschreiben. Oberflächen gesäuert und hydrophobiert. - Massive Brüstungen, Unterzüge, konventioneller Au­ ßenwandaufbau. - Vier- bis sechsteilige Aluminium-Fensterbänder in jeweils 5,0m bis 7,5m (Achsmaße) breiten Segmen­ ten. Im Technikgeschoss anstelle der Fenster filigrane Betonfinnen vor Aluminium-Lüftungslamellen. - Verhältnis Brüstungs- und Fensterhöhen bedarfsge­ recht unterschiedlich - Keine Angaben Sichtschutz Liegendkrankenanfahrt. Verbindungsbauwerk / Brücke - Fassaden in Pfosten-Riegel-Konstruktion. Lackierte Profiloberflächen. Geschosshohe Sonnenschutz-Iso­ lierverglasung.

Funktionen / Konstruktion Bettenhochhaus -	 Vorgefertigte zweischalige Fassadenelemente in Rahmenkonstruktion mit unterschiedlicher Ausfa­ chung und vorgesetzter, unterschiedlich geneigter Prallscheibe. Elementbreite 0,90m, Elementhöhe 3,30m bzw. 4,20m, Gesamttiefe 0,48m. -	 Die bestehende Schottenstellung ist berücksichtigt. - Grundrissorganisation, Sitzmöglichkeiten, Stauraum, Heizkörper etc. sowie die nordseitigen Fluchtbalkone sind berücksichtigt. Nasszellen an der Außenwand können mit oder ohne Fenster ausgeführt werden. - Aluminium-Fensterkonstruktionen mit einheitlicher Breite von ca. 0,80m in zwei Höhen von ca. 2,50m und ca. 2,10m. Zweifach-Sonnenschutzisoliervergla­ sung, Drehflügel mit Öffnungsbegrenzung. - Sonnenschutz: Sonnenschutzgläser, Lamellenraffstore zwischen Prallscheibe und Fenster, innenliegendes Rollo oder Vorhang. - Lüftung über in die Brüstung integrierte Öffnungen mit Schieberegler, ggf. automatisiert, sowie zusätzlich über die Fenster. - 3,60m breite Räume mit je 2 Fenstern, 6,00m breite Räume mit bis zu 6 Fenstern möglich. Pflegeschränke ind der Regel seitlich der Fenster. -	 Brüstungshöhen 0,45m bzw. 0,875m. -	 Montage der Fassadenelemente von oben nach un­ ten mit Kranhebezeug. Elementstöße im Bereich der Decken. -	 Reinigung / Wartung vom Innenraum und über Befahranlage (Prallscheiben). OP/-ITS-Gebäude - Vorgehängte Betonfertigteile als Außenwandbeklei­ dung. Konventioneller Wandaufbau mit massiven Brüstungen, Unterzügen, Fensterpfeilern. -	 Aluminium Fensterkonstruktionen mit Dreifachver­ glasung und Drehflügeln. - Natürliche Belüftung über Drehflügelfenster. - Sonnenschutz: Sonnenschutzgläser. Außenliegende Lamellen-Raffstores. -	 Brüstungshöhen zwischen 0,40m und 1,50m. - Fassaden berücksichtigen das 1,25m-Raster des Neubaus. - Geschlossen geplante Wandbereiche sind in den Plandarstellungen nicht berücksichtigt. Verbindungsbauwerk / Brücke -	 siehe oben. Realisierbarkeit -	 Keine erkennbaren Einschränkungen. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb -	 Gesamtkosten 42 % über Kostenrahmen. -	 Hoher Anteil an Glaselementen (Prallscheiben) über die gesamte Fassade des Bettenhochhauses. -	 Die Baufolgekosten werden wegen der Reinigung der Glaselemente über eine Befahranlage als hoch eingestuft.

Winking · Froh Architekten BDA, Berlin | 2. Rundgang

1417

Kosten [€] Kosten KG 300 Bettenhochhaus Kosten KG 300 Neubau Kosten KG 700

Soll [€]

Ist [€]

12.848.930

16.928.350

2.893.720

4.346.300

1.889.118

2.552.958

UV

1.429.578

1.910.150

Gesamtkosten

19.070.000

25.737.758

Südansicht

Fassadendetail Bettenhochhaus

Fassadendetail Neubau

Fassadengestaltung des Bettenhochhauses und des OP-/ITS-Neubaus der Charité / Ergebnisprotokoll

1417

Architektonische Gestaltung - Skulpturale Baukörperausbildung als Neuinterpreta­ tion der Gebäude-Charakteristik mit vertikalen Wandscheiben und Baukörpernischen in Ziegeloptik und vorgehängter Fassade. - Starke horizontale Gliederung des Bauvolumens durch ein vorgehängtes, segelförmiges Band zwischen massiven Wandpfeilern/-scheiben in Form ei­ ner „gespannten Haut“. Gleichzeitige Begradigung des Bauvolumens. - Gewölbte und konkav/konvexe Ausbildung der Segel als skulpturale Fassadenbänderung. - Zurückliegende Fassadenebene als metallisch-graue Bandfassade als zurückliegende, untergeordnete Fensterebene mit flexibler Unterteilung. - Gebäudeensemble mit gleichem Duktus durch Über­ nahme des Gestaltungsprinzips für Brücke, Verbin­ der und Neubau. - Ziegel mit „glänzender Oberfläche“ als Bezugnahme auf die historischen Ziegelbauten der Charité mit ihren Schieferdächern. - Dachaufbau als breiter Kubus in Optik der Wandscheiben nimmt die Flucht der Nischen an den Sei­ tenrisaliten auf, dezenter Schriftzug, Höhe ca. 9 m. Bettenhochhaus - Kein Gebäudesockel. Begradigung des Bauvolu­ mens, Einfügen von Nischen: südliche Seitenrisalite mit Nischen, kein Vorbau, im Norden massive Wand­ pfeiler mit seitlichen Nischen, Rückbau des Mittelri­ salites über alle Ebenen. Beibehalt der Nischen im Osten und Westen. - Einheitliche Fassadenstruktur bis zum oberen Ge­ bäudabschluss einschließlich Ebene 21. - Vordach als weit ausschwingendes Segelelement in oberhalb der Ebene 1, zwei Stützen. Großflächige Verglasung mit konvex geformtem Gitterelement markiert den Eingangsbereich mit 2 Drehtüren. OP/-ITS-Gebäude - Ensemblewirkung durch Übernahme des Gestal­ tungsprinzips des Bettenhochhauses. Verbindungsbauwerk / Brücke - Verbindungsbau vollflächig verglast. Brücke in Gliederung und Materialität analog zum Bettenhochhaus und Neubau. Funktionen / Konstruktion Bettenhochhaus - Wandscheiben aus „rot-blau-buntem“ Verblendziegel. Glänzende Ziegelflächen durch Sparverband und gesinterte Oberfläche. - Metall-Systemfassade mit gedämmten opaken Sand­ wichpaneelen im Brüstungs- und Wandanschlussbe­ reich. - Fenster als Alu-Holz-Verbundkonstruktion, Festverglasung. Seitliches Lüftungspaneel als Drehflügel mit Fensterfalzlüftung. Brüstungspaneele, Höhe nach Bedarf. - Segel, ca. 45 cm mit Reinigungssteg auskragend,

bespannt mit Leichtmetallstreckgitter in Edelstahlop­ tik mit vertikaler Langmasche als gleichmäßiger Son­ nenschutz, auf Ebene 1-5 als breites Band, ab Ebe­ ne 6 verjüngt. - Ziegelpfeiler mit „eigener wirksamer Unter- und Abfangkonstruktion in Stahl“. Lastangabe des Verfassers: 220 kg/m². - Vordach als Raumtragwerk auf Stützen. - Außenliegender Sonnenschutz durch Edelstahlgitter, im Süden weiterer Sonnenschutz durch Verglasung. - Blendschutz durch innenliegende Screens und Vorhänge. - Fassadentiefe innere Ebene ca. 16 cm. Vorgehängte Segel ca. 45 cm auskragend - Krankenzimmer mit Sitzbank und beidseitigen Schrankflächen. Vorhang. BRH 75 cm. Helle Farbge­ bung. Segel aussenseitig als feststehendes Element. - Achsraster 6 m: 2 Festverglasungen 1,10 x 2,10m, zwei seitliche Lüftungsflügel ca. 0,6 x 2,10m. - Achsraster 3,60 m: 1 Festverglasungen und 1 seit­ licher Lüftungsflügel. - Nasszellen können im Raster berücksichtigt werden. - Befestigung der geschosshohen Elemente an De­ ckenvorderkante. - Keine Befahranlage notwendig. Reinigung über die Wartungsstege. Bodentiefe Verglasungen mit Öff­ nungsflügel zum Reinigen. OP/-ITS-Gebäude - Fassadenelemente analog zum Bettenhochhaus. - Flexible Bandstruktur gewährleistet Raumraster. - Einheitliche Struktur bis zum oberen Gebäudeab­ schluss, Technikebene mit breitem Segel. Realisierbarkeit - Erforderlicher Rückbau der Geschossdecken des Mittelrisalites Nord, des südlichen Vorbaus und der Geschossdecken im Bereich Nischen in den SüdRisaliten. - Außenliegender Sonnenschutz nur über vorgelagerte Segel nachgewiesen. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Gesamtkosten 35 % über Kostenrahmen. - Verschattungselemente baukonstruktiv aufwendig in der Montage. Mehrfläche der Fassade durch die Ver­ schattungselemente. Zusätzlicher Dachaufbau. - Es ist keine Befahranlage notwendig, da ein Reini­ gungsbalkonen angeordnet wird. Die Baufolgeko­ sten werden als durchschnittlich bis hoch bewertet, da die Gitterstruktur der Verschattungselemente als schmutzanfällig zu bewerten sind.

Rohdecan Architekten GmbH, Dresden | 2. Rundgang

1418

Kosten [€] Kosten KG 300 Bettenhochhaus Kosten KG 300 Neubau Kosten KG 700

Soll [€]

Ist [€]

12.848.930

13.872.450

2.893.720

4.102.820

1.889.118

2.157.032

UV

1.429.578

1.592.386

Gesamtkosten

19.070.000

21.724.688

Südansicht

Fassadendetail Bettenhochhaus

Fassadendetail Neubau

Fassadengestaltung des Bettenhochhauses und des OP-/ITS-Neubaus der Charité / Ergebnisprotokoll

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Architektonische Gestaltung - Die neue Fassade legt sich „wie ein Goldbehang über den monolithischen Baukörper“. - Hochhaus und OP/IST-Gebäude mit unterschiedlichen, hinsichtlich Formensprache und Materialität je­ doch verwandten Fassaden. Bettenhochhaus - Aufgabe des Sockels und des südseitigen Erkers. Einbeziehung der seitlichen Gebäudefugen in das umhüllte Volumen. Dachaufbauten als vereinfachter Kubus zusammengefasst. Attikaausformung durch Überhöhung der Fassade über die Ebene 21 hinaus. - Lochfassade mit Bekleidung aus eloxiertem Alumini­ um in abgestuften Goldtönen. - Regelmäßige Fassadengliederung: einheitliche Fen­ sterpfeilerbreiten (0,90m), unterschiedliche, vertikal gerichtete Fensteröffnungen (b 0,90m bzw. 1,10m, h 2,20m bzw. 2,80m), Brüstungshöhen außen 1,10m bzw. 1,40m (Ebenen 01 bis 05). Blindfenster im Be­ reich aller geschlossenen Außenwandflächen. Im EG geschosshohe Verglasung. - Fensteröffnungen und Blindfenster mit Prallschei­ benfüllung, flächenbündig mit Pfeilern und Brüstungen, nach oben und unten mit ca. 0,15m Luft. - Im Technikgeschoss Ebene 21 sowie im Bereich der nordseitigen Fluchtbalkone Füllung der Öffnungen mit Streckmetallpaneelen. - Dachaufbauten mit weißlich eloxierter AluminiumHülle (Kaltfassade). -	 Keine Angaben zur Modifizierung der Fassaden der Technikräume in Ebene 05. - Zweigeschosshoher Portikus (23,50m x 16,00m) in Stahl-Konstruktion mit verglastem Gitterdachtrag­ werk. Vollverglaster Windfang (12,50m x 4,00m) aus der Fassadenflucht unter das Vordach gerückt. OP/IST-Gebäude - Lochfassade mit Bekleidung aus eloxiertem Alumini­ um, mit Bezug auf die Nachbarbebauung in rot-brau­ nen Farben. - Regelmäßige Fassadengliederung: einheitliche Fen­ sterpfeilerbreiten (0,50m), einheitliche Fensteröff­ nungen (b 0,75m, h 3,20m), Brüstungshöhen außen 0,80m. - Blindfenster im Bereich aller geschlossenen Außen­ wandflächen. Ausfachung mit Metallbekleidungen „in Fensterfarbe“, im Technikgeschoss mit Streckmetall. - Sichtschutz der Liegendkrankenanfahrt durch Herabziehen der Fassade, Füllung mit Streckmetall. Verbindungsbauwerk / Brücke - Vollverglaste Fassaden in Pfosten-Riegel-Bauweise. - Eingang Verbindungsbau mit Vordach. Funktionen / Konstruktion Bettenhochhaus - Fassadenelemente in Pfosten-Riegel-Konstruktion, Bekleidung Alu eloxiert. Elementbreiten 1,80m und 2,00m. Fassadentiefe 0,31m. -	 Aluminiumfenster mit Drehflügel. Zweifachvergla-

sung. Prallscheibe in VSG als Absturzsicherung. Abstand Fenster-Prallscheibe ca. 0,15m. - Innere Brüstungen (gedämmte Kassetten) sowie ge­ schlossene Fassadenflächen (Blindfenster) hinter den Prallscheiben mit Colorglas-Bekleidung „in Fen­ sterfarbe“. - Die bestehende Schottenstellung ist berücksichtigt. Die Schotte trifft in der Regel auf die Fensterpfeiler­ mitte. - Grundrissorganisation, Sitzmöglichkeiten, Stauraum, Heizkörper etc. sind berücksichtigt. Nasszellen an der Außenwand können mit Fenstern oder geschlos­ sen mit Blindfenstern ausgeführt werden. Die nord­ seitigen Fluchtbalkone werden von der Lochfassade eingefasst. -	 3,60m breite Räume mit je zwei Fenstern (b 0,90m), 6,00m breite Räume mit je drei Fenstern (b 1,10m). Brüstungshöhen in den Pflegegeschossen 0,45m, ansonsten 0,80m. - Einbauten, Sitzbänke, Verkleidungen bilden raumseitig Fensterumrahmungen mit 0,50m tiefer Lei­ bung. -	 Natürliche Lüftung über die Fenster. -	 Sonnenschutz: Lamellen-Raffstores im Zwischenraum Fenster - Prallscheibe. -	 Elemente vorgefertigt. Elementstoß: UK-Fenster. - Reinigung vom Innenraum. Reinigung der Prallscheiben über eine Befahranlage. Bei Blindfenstern zu öffnende Prallscheibe. OP/IST-Gebäude - Vorgehängte elementierte Fassade in Pfosten-Rie­ gel-Konstruktion, Bekleidung Alu eloxiert. Element­ breiten 1,25m. Fassadentiefe 0,31m. - Aluminiumfenster mit Dreifachverglasung, Drehflügel mit Öffnungsbegrenzung. - Brüstungen, Stürze (abgehängte Decke) sowie geschlossene Fassadenflächen (Blindfenster) mit Metall-Bekleidung, reflektierend, „in Fensterfarbe“. -	 Brüstungshöhen bedarfsgerecht 0,45m bis 1,50m. -	 Sonnenschutz: außenliegende Lamellen-Raffstores. - Keine detaillierten Angaben zum Bauablauf. Elementstoß: UK Fenster. -	 Reinigung vom Innenraum. Verbindungsbauwerk / Brücke -	 siehe oben Realisierbarkeit -	 Aufgabe des südseitigen Erkers (Ebenen 03 und 04). Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb -	 Gesamtkosten 14 % über Kostenrahmen. -	 Keine kostenintensiven Anteile vorhanden. -	 Der Reinigungsaufwand bei eloxierten Elementen fällt höher aus. Die Einstufung der Wartungsfreund­ lichkeit kann dennoch als durchschnittlich bewertet werden. Eine Befahranlage ist notwendig.
        
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