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Full text: Geschäftsbericht ... Issue 2014

Umsatz in Mio. EUR 2010 2011 2012 2013
Geschäftsbericht 2014 • Stadtwerke Flensburg

300,9 326,2 307,0 321,5 376,4

2014

Strom-Abgabe in Mio. kWh 2010 2011 2012 2013 2014 1.168,6 1.219,1 1.091,3 1.094,5 1.393,6

Fernwärme-Abgabe in Mio. kWh 2010 2011 2012 2013 2014 1.116,6 934,5 1.022,6 1.016,2 869,9

Wasser-Abgabe in Mio. m3 2010 2011 4,9 4,7 4,7 4,8 4,7

Stadtwerke Flensburg GmbH Batteriestraße 48 • 24939 Flensburg www.stadtwerke-flensburg.de

2012 2013 2014

Stadtwerke Flensburg GmbH
Überblick Bilanzsumme Gezeichnetes Kapital Sachanlagen (Ansch.-Wert) Investitionen in Sachanlagen Umsatzerlöse (ohne Stromsteuer) Energieabgabe – Strom, Fernwärme und Erdgas Anzahl der Mitarbeiter am 31.12. Anzahl der Auszubildenden am 31.12. Elektrizität Brutto-Kraftwerksleistung bei voller Heizwärmeabgabe1 Hochspannungsnetz 60/150 kV Mittelspannungsnetz 15 (20) kV Niederspannungsnetz Hausanschlüsse Zähler im Netz Netto-Stromerzeugung Strom für Fh-Umwälzpumpen Netto-Strombezug Nutzbare Abgabe Höchstbelastung im Netz Fernwärme Erzeugungskapazität1 Leitungsnetz2 Hausanschlüsse2 (einschl. nicht betriebener Anlagen) Zähler im Netz2 Wärmeerzeugung Nutzbare Abgabe Höchstbelastung Erdgas Leitungsnetz Nutzbare Abgabe3 Wasser Förderleistung Leitungsnetz Hausanschlüsse Zähler im Netz Wasserförderung Nutzbare Abgabe Höchste Tagesabgabe Hafenbetrieb Anzahl der eingelaufenen Schiffe Güterumschlag 1.000 t 	153,0 	368,0 227,0 398,0 Mio. m3 Mio. m3 1000 m3 1000 m3/Tag km 	31,5 	329,0 	16.735,0 	16.397,0 	5,2 	4,7 	17,5 31,5 327,0 16.643,0 16.319,0 5,5 4,8 20,6 2010 2011 2012 2013 2014 605 648 662 672 650 Anzahl der Mitarbeiter am 31.12. (GmbH) km Mio. kWh 	9,0 	0,0 9,0 0,0 Mio. kWh Mio. kWh MW MW km 	803,0 	642,0 	17.400,0 	17.206,0 	1.079,3 	869,9 	365,0 803,0 649,0 17.186,0 17.089,0 1.209,1 1.016,2 337,0 Mio. kWh Mio. kWh Mio. kWh Mio. kWh MW MW km km km 	147,0 	46,0 	431,0 	885,0 	22.989,0 	72.517,0 	344,3 	14,9 	103,4 	1.393,6 	117,6 147,0 46,0 370,0 774,0 20.033,0 66.079,0 345,9 16,0 75,3 1.094,5 116,4 Beteiligungen Zentralomnibusbahnhof Flensburg GmbH2 Kommunaler Windenergiepark Schleswig-Holstein GbR1 Trianel Windkraftwerk Borkum GmbH & Co. KG1 NSH Nahverkehr Schleswig-Holstein GmbH2
1 Stadtwerke Flensburg GmbH

	2014 Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR Mio. kWh 	292,1 	56,0 	809,3 	57,8 	376,4 	2.263,5 	650,0 	62,0

2013 276,4 56,0 756,7 45,4 321,5 2.110,7 672,0 64,0

Verbundene Unternehmen Aktiv Bus Flensburg GmbH1,2 AWZ Abfallwirtschaftszentrum Flensburg GmbH1,2 Campusbad Vermietungsgesellschaft mbH1,2 Flensburger Flughafenbetriebsgesellschaft mbH1,2 Flensburger Hafen GmbH1,2 Förde Bäder GmbH1,2 IT-Power GmbH1,2 100 % 100 % 100 % 100 % 100 % 100 % 100 %

27,49 % 18,12 % 6,15 % 2,7 %

2 Stadtwerke Flensburg Konzern

Impressum
Herausgeber Stadtwerke Flensburg GmbH Batteriestraße 48 • 24939 Flensburg Telefon: 0461 487-0 Telefax: 0461 487-1699 E-Mail: service@stadtwerke-flensburg.de Internet: www.stadtwerke-flensburg.de

Konzeption & Realisierung Eyleen John, Susanne Hansen

Gestaltung & Satz Susanne Hansen • www.hilgra.de

1 seit 2012 Umbau Erzeugungsanlagen 2 Verbundnetz Flensburg 3 seit 2012 nur Gasdurchleitung

Fotos Andreas Große • www.andreas-grosse.de

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Geschäftsbericht der Stadtwerke Flensburg

2014
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Inhalt
Prolog Leitmotiv: Das macht uns aus! Interview mit Maik Render Organe der Gesellschaft Bericht des Aufsichtsrates Bildteil: Das macht uns aus! Stadtwerke Flensburg GmbH Lagebericht Jahresabschluss • Bilanz • Gewinn- und Verlustrechnung • Anhang • Anlagenspiegel Bildteil: Das macht uns aus! Stadtwerke Flensburg Konzern Lagebericht Jahresabschluss • Bilanz • Gewinn- und Verlustrechnung • Anhang • Anlagenspiegel Bildteil: Das macht uns aus! Impressum 58 60 61 68 70 - 76 77 50 32 34 35 40 42 - 48 18

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Geschäftsbericht 2014 Prolog

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Prolog

die Energiewende sieht vor, dass die Stromversorgung klima- und umweltverträglicher werden und uns unabhängiger von knapper werdenden fossilen Brennstoffen machen soll. Gleichzeitig soll sie bezahlbar und verlässlich bleiben. Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist dabei eine zentrale Säule der Energiewende. Ökostrom ist inzwischen der wichtigste Energieträger im deutschen Strommix. Und erstmals seit Jahren sinken sogar die CO2-Emissionen. Die Energiewende wirkt also. Wir, die Stadtwerke Flensburg, leisten mit zielgerichteten Investitionen unseren Beitrag dazu. Auf Basis unserer Strategie „Energie im Wandel – Kraft aus Kontinuität“ modernisieren wir für 128 Millionen Euro seit nunmehr drei Jahren unser zentrales Heizkraftwerk in Flensburg. Eine moderne Gas- und Dampfturbinenanlage wird ab 2016 zwei alte Kohlekessel ersetzen. Eine Investition, die sich lohnt. Mit dem Ersatz der Kohle durch Erdgas werden wir bei gleicher Energieproduktionsmenge den CO2-Ausstoß um 40 Prozent reduzieren und leisten somit einen entscheidenden Beitrag für die Umwelt. Weiter setzen wir auf unser ökologisches Engagement im Bereich der erneuerbaren Energien. Ende Januar dieses Jahres ist der Windpark Borkum an das deutsche Netz gegangen und hat erstmalig Strom geliefert. Die Anlage ist der erste rein kommunale OffshoreWindpark Europas, an dem die Stadtwerke Flensburg mit rund 6 Prozent beteiligt sind. Im Jahr 2014 hat die Stadtwerke Flensburg GmbH ein sehr gutes Betriebsergebnis erzielt, das in seinen Kernbereichen für die Leistungskraft eines gesunden Unternehmens steht. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Energiegeschäft liegt mit 16,4 Millionen Euro deutlich im zweistelligen Bereich. Ebenfalls positiv entwickelte sich der Jahresüberschuss nach Steuern mit 10,9 Millionen Euro. Trotz des witterungsbedingt stark eingebrochenen Fernwärmeabsatzes ist der Unternehmensumsatz um 17 Prozent auf 376,4 Millionen Euro gestiegen. Dies lag vornehmlich an erheblichen Umsatzzuwächsen im Stromgeschäft. Uns ist bewusst, dass die politischen Rahmenbedingungen der Energiewende leider immer noch unkalkulierbar sind und die Frage nach einem Kapazitätsmarkt intensiv diskutiert wird. Unsere Ziele haben wir dabei weiter fest im Blick: Neben dem Erhalt der Kommunalität sind die Regionalität, die Gewinnerwirtschaftung im Zielkorridor bei gleichzeitiger Stärkung unserer Substanz sowie eine stark ökologisch orientierte Ausrichtung zentrale Themen unserer Strategie. Um diese zu erreichen, setzen wir mit unseren Investitionen auf maximale Flexibilität und Variabilität in unseren Wertschöpfungsstufen und behalten dabei immer unser Kerngeschäft im Fokus: unsere Kunden in der Region mit Fernwärme und Wasser und darüber hinaus in ganz Deutschland mit Strom zu versorgen.

Flensburg, im Mai 2015 Maik Render Geschäftsführer

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Geschäftsbericht 2014 Das macht uns aus!

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Versorgungssicherheit Sicher. Vertrauensvoll. Fair. Vertrauen Ökologische Ausrichtung
„Das macht uns aus!“ ist in diesem Jahr unser Leitmotiv. Regionaler Energieversorger zu sein, bedeutet weit mehr als nur das Liefern von Strom, Fernwärme und Wasser. Wir bringen nicht nur die Energie genau dorthin, wo sie gebraucht wird, sondern fühlen uns auch verantwortlich für die Region selbst und die Menschen, die dort leben. Wir punkten bei unseren Kunden mit einer sicheren und preiswerten Versorgung, mit unserem ökologischen Engagement in der Region und setzen dabei auf unseren sehr guten Kundenservice. Die Kinder unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die Eigenschaften unseres Unternehmens mit viel Persönlichkeit und auf Ihre Art für den Bildteil dieses Berichtes umgesetzt.

Stabilität Nachhaltiges wachstum Transparenz Genauigkeit Engagement Fairness Neue Geschäftsfelder

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Interview

mit Maik Render Geschäftsführer der Gesellschaft

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Geschäftsbericht 2014 Interview

Geschäftsbericht 2014 Interview

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Interview
Frage: Herr Render, vor welchen Herausforderungen standen die Stadtwerke 2014? Maik Render: Das aktuelle wirtschaftliche und politische Umfeld stellt immer noch eine Herausforderung dar, die wir nicht ausblenden. Der rasche Ausbau der erneuerbaren Energien verursacht erhebliche Überkapazitäten auf dem deutschen Strommarkt. Zusätzlich gibt es immer noch Unklarheiten hinsichtlich der Bedingungen für die umweltfreundliche KraftWärme-Kopplung. Auch im Vertriebsgeschäft ist der Druck auf die Versorger gestiegen. Die Kunden sind heute preisbewusster als früher und zunehmend bereit, den Anbieter zu wechseln. Durch unsere Servicequalität gewinnen wir nichtsdestotrotz per Saldo Kunden hinzu. Zugleich beobachten wir einen wachsenden Bedarf an innovativen Produkten und auf individuelle Bedürfnisse zugeschnittenen Lösungen. Diese ermöglichen einen intelligenteren, sparsameren Einsatz von Strom und Gas. Frage: Welches Ergebnis haben Sie in diesem Umfeld erzielt? Maik Render: Der Gewinn nach Steuern für 2014 liegt bei 10,9 Millionen Euro. Damit haben wir uns gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Aufgrund des extrem warmen Wetters ging unser Fernwärmeabsatz um 14,4 Prozent zurück, sonst hätten wir unsere sehr ambitionierten Ziele sogar übertreffen können. Wir haben das beste Ergebnis seit sieben Jahren erzielt und die Erwartungen unseres Gesellschafters, der Stadt Flensburg, erfüllen können. Das Wetter ist eben eine unberechenbare Größe und so bin ich sehr stolz, dass wir trotz der milden Witterung ein so gutes Ergebnis erwirtschaftet haben. Frage: Wie haben die einzelnen Geschäftsbereiche 2014 abgeschnitten? Und wie tragen Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu bei? Maik Render: Insgesamt ist der Unternehmensumsatz auf 376,4 Millionen Euro gestiegen. Das lag vor allem an den starken Umsatzzuwächsen im Stromgeschäft. Im Vergleich zum deutschlandweiten Stromverbrauch, der um fast 4 Prozent zurückgegangen ist, konnten wir unseren Absatz im Stromendkundengeschäft deutlich um 26,7 Prozent steigern. Dies spiegelt unsere sehr gute wettbewerbliche Positionierung wider. Unser Kraftwerksneubau liegt sowohl terminlich als auch bei den Kosten voll im Plan. Da wir bereits mehr als 90 Prozent aller Bauleistungen vergeben haben, erwarten wir hier keine Überraschungen mehr. Innerhalb der Netze haben wir weiterhin auf die Versorgungssicherheit unserer Kunden gesetzt, in dem wir in die Erneuerung unserer Netze und in den Ausbau unseres Telekommunikationsnetzes rund 14 Millionen Euro investierten. Insgesamt haben alle Geschäftsbereiche ein gutes Ergebnis erzielt. Und das beziehe ich nicht allein auf den finanziellen Aspekt. Vielmehr sehe ich den Erfolg unseres Unternehmens auch darin, dass sich mit der Formulierung und Präzisierung der Unternehmensstrategie die wesentlichen Kernbotschaften in weiteren Teilbereichen des Unternehmens verfestigt haben und in die operativen Bereiche durchdringen. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen unsere Strategie „Energie im Wandel – Kraft aus Kontinuität“ mit und machen einen hervorragenden Job. Der Fokus liegt dabei immer auf dem Kerngeschäft. Das tägliche Umsetzen unserer Aufgaben gelingt uns nur mit einer starken Basis. So schaffen wir gemeinsam und bereichsübergreifend mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den Spagat zwischen der Umsetzung der politischen Rahmenbedingungen der Energiewende, dem Erreichen von wirtschaftlichen Zielgrößen sowie der kontinuierlichen Neuausrichtung unserer Aktivitäten. Frage: Was mögen Ihre Kunden besonders? Maik Render: In Flensburg freuen wir uns über eine hohe Kundenbindung. Und das aus gutem Grund: Wir bieten einen sehr guten Kundenservice und sind direkt in der Nähe. Das schätzen auch immer mehr Kunden aus unserer Nachbargemeinde Harrislee. Anfang 2014 haben wir das dortige Stromnetz übernommen und konnten viele Kunden überzeugen, zu uns als Stromversorger zu wechseln. Überregional bewerten uns unsere Kunden als sicher und zuverlässig. Wir sind ein fortschrittliches Unternehmen, das umweltbewusst handelt. Das ist den Kunden wichtig. Wir bieten sehr guten Service und faire, stabile Preise. Frage: Was schätzt die Stadt Flensburg als alleinige Gesellschafterin besonders an den Stadtwerken? Maik Render: Die Stadt schätzt die gute und offene Zusammenarbeit mit uns, und dass wir sie jederzeit transparent über unser Unternehmen informieren. Mit der jährlichen Strategieüberprüfung steuern und überwachen wir unsere klar definierten Strategieinhalte. Zielabweichungen diskutieren wir offen und justieren sie gemeinsam nach, wenn es erforderlich ist. Als städtischer Konzern halten wir uns zudem an den Flensburger Kodex – ein Regelwerk zum Umgang mit städtischen Beteiligungen und Tochterunternehmen der Stadt. Wir folgen den Grundsätzen und Standards des kommunalen Konzerngedankens „in der Region – für die Region“. Bei allen Aktivitäten ist uns wichtig, der Leitlinie guter Unternehmensführung zu folgen. Frage: Wie sieht die Zwischenbilanz bei der Umsetzung der Strategie „Energie im Wandel – Kraft aus Kontinuität“ aus? Maik Render: Die Zwischenbilanz ist gut. Aber ich würde das nicht zeitpunktbezogen sehen. Viel mehr sehe ich die Umsetzung der Strategie als laufenden Prozess, den wir jährlich gemeinsam mit dem Aufsichtsrat auf die Einhaltung der Ziele hin überprüfen und festlegen, ob die Zielkriterien ausreichend sind oder ergänzt werden müssen. Es war richtig und notwendig, die Stadtwerke auf Basis der Strategie „Energie im Wandel – Kraft aus Kontinuität“ neu auszurichten. Wir haben in den letzten Jahren Schritt für Schritt unsere Organisationsstruktur angepasst und uns neu aufgestellt. Das ist eine Aufgabe, die nicht von heute auf morgen abgeschlossen ist, eigentlich nie. In diesem Prozess müssen immer wieder unterschiedliche Handlungsalternativen bewertet, abgestimmt und zum Teil verhandelt werden. Ich freue mich sehr, dass Aufsichtsrat und Gesellschafterin in den vergangenen Jahren Korrekturen intensiv geprüft, kritisch hinterfragt und diskutiert haben – letztendlich hat der Aufsichtsrat aber alle Entscheidungen mitgetragen und dem Führungsteam der Stadtwerke den Rücken gestärkt. An Engagements in erneuerbare Energien, wie dem Offshore Windpark Borkum, halten wir nach wie vor fest, denn wir wollen die Energiewende aktiv unterstützen. Das entspricht unserer Strategie, die eine Investition in ökologische Optionen vorsieht. Frage: Wie schreitet Ihr Großprojekt, der Kraftwerksneubau „Kessel 12“, voran? Bereits Ende 2015 soll die neue Gas- und Dampfturbinenanlage in Betrieb genommen werden. Bleibt es dabei? Maik Render: Bis 2016 werden wir für 128 Millionen Euro unter anderem zwei alte Kohlekessel durch eine moderne Gas- und Dampfturbinenanlage ersetzen. Und ja – es bleibt dabei! Wir wollen Ende 2015 fertig werden. Auch in 2014 können wir auf einen erfolgreichen Baufortschritt zurückblicken. Zu den wichtigsten Meilensteinen, die wir erreicht haben, zählen der Bau und die Anbindung der Erdgasleitung, die Anlieferung und Montage der Gasturbine sowie der Bau und die Inbetriebnahme der Leitwarte. Zudem haben wir rund 90 Prozent der Investitionen getätigt und können aus heutiger Sicht sagen, dass wir nicht nur die geplanten Kosten, sondern auch den Fertigstellungstermin einhalten können. Frage: Wie stellen sich die Stadtwerke zukünftig im Segment „Glasfaser“ auf? Maik Render: Schon heute verlegen wir bei Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten Glasfaserkabel mit, alle Neubaugebiete werden komplett erschlossen und Industriekunden ebenfalls ans Glasfaser-Netz genommen. Das werden wir auch weiter so handhaben, um heute den Grundstein für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit im Netzgebiet der Stadtwerke Flensburg zu legen. Mehr als 400 km Glasfaserleitungen haben wir in den letzten 15 Jahren verlegt und bauen das Glasfasernetz in Flensburg, Glücksburg und Harrislee weiter kontinuierlich aus, um den zukünftig stark steigenden Anforderungen an Datenübertragungsraten gerecht zu werden. Damit entsprechen wir unserer Rolle als kommunaler Energie- und Infrastrukturversorger und sichern die Zukunftsfähigkeit des Standorts Flensburgs. Der Bedarf für einen schnelleren digitalen Datenaustausch wird sich in den nächsten Jahren weiter stark erhöhen. Jeder kann dies in seinem eigenen Haushalt feststellen: Die Anzahl digitaler Geräte steigt, hochauflösendes Fernsehen wird flächendeckend eingeführt, video-on-demand (Online-Mediatheken) wird vermehrt genutzt. Schnelle Datenübertragungsmöglichkeiten sind also bereits notwendig und werden immer mehr erforderlich. Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, müssen wir die digitale Übertragungstechnik ausbauen. Wenn sich hier nichts tut, wird sich das nicht nur im privaten Bereich, sondern auch in der wirtschaftlichen Konkurrenzfähigkeit in der Region Flensburg negativ auswirken. Und dagegen unternehmen wir etwas. Frage: Geben Sie uns einen Ausblick. Wohin wird die Entwicklung der Stadtwerke 2015+ gehen? Maik Render: Wir werden uns weiterhin auf unser Kerngeschäft konzentrieren. Wir investieren in den Erhalt unserer Versorgungsnetze, um die hohe Versorgungssicherheit unserer Kunden mit Strom, Fernwärme und Wasser auch in Zukunft zuverlässig zu gewährleisten. Insgesamt setzen wir auf die Variabilisierung und Flexibilisierung in allen Wertschöpfungsstufen – aktuell vor allem in der Erzeugungsstruktur. Neben dem kontinuierlichen Ausbau unseres Glasfasernetzes werden wir uns zusätzlich in neuen Geschäftsfeldern engagieren, um dort zu wachsen. Aber wir wollen kein Wachstum um jeden Preis, sondern nur dort, wo es sinnvoll ist und wir unsere Kernkompetenzen einbringen können. Frage: Bleibt die strategische Ausrichtung der Stadtwerke also unverändert? Maik Render: Es gibt keinen Grund, unsere Strategie zu ändern! Die aktuelle Entwicklung und das positive Ergebnis im Kerngeschäft belegen, dass wir für die Zukunft den richtigen Kurs abgesteckt haben. Zusammen mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden wir unsere strategischen Schwerpunkte über alle Wertschöpfungsstufen hinweg konsequent und kontinuierlich weiterverfolgen und die Stadtwerke Flensburg stabil am Markt positionieren.

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Geschäftsbericht 2014 Organe der Gesellschaft

Geschäftsbericht 2014 Bericht des Aufsichtsrates

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Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung Dipl.-Ing. Dipl. Wirt.-Ing. Maik Render Geschäftsführer der Gesellschaft

Bericht des Aufsichtsrates
Die Geschäftsführung hat den Aufsichtsrat während des Geschäftsjahres regelmäßig mündlich und schriftlich über die wirtschaftliche und technische Entwicklung des Unternehmens sowie über alle wesentlichen Geschäftsvorgänge unterrichtet. Der Aufsichtsrat hat dabei die ihm nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag obliegenden Aufgaben, insbesondere die Überwachung der Geschäftsführung, wahrgenommen, sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt und die erforderlichen Entscheidungen getroffen. Ein Schwerpunkt der teils gemeinsam mit der Gesellschafterversammlung durchgeführten Beratungen in 2014 war die Begleitung der Umsetzungsmaßnahmen zur Unternehmensstrategie „Energie im Wandel – Kraft aus Kontinuität“. Neben einem am 09. April durchgeführten „Strategie-Review“ standen die Erörterung vielfältiger Fragen im Zusammenhang mit der Teilstrategie Netze sowie die Begleitung des Fortgangs des Erzeugungsprojekts „Kessel 12“ im Fokus. Routinemäßig wurde die Anpassung der Fernwärme- und Wasserpreise mit dem Aufsichtsrat beraten.

Aufsichtsrat Rolf Helgert Vorsitzender, Verwaltungsangestellter/Betriebswirt Gerhard Bethge 1. stellv. Vorsitzender, Schulleiter a. D. Ulrike Kaetow Arbeitnehmervertreterin, 2. stellv. Vorsitzende, Betriebsratsvorsitzende/Betriebswirtin Anja Bauer Geschäftsführerin Gert Bendixen Geschäftsführer Rolf Bombe Arbeitnehmervertreter, Berufskraftfahrer Ellen Kittel-Wegner Ratsfrau, Sozialpädagogin Thorsten Kjaersgaard Ratsherr, Geschäftsführer Michael Mundt Arbeitnehmervertreter, Meister/techn. Betriebswirt Ingo Stössel Arbeitnehmervertreter, Abteilungsleiter Ralf Suhr Ingenieur Helmut Trost Ratsherr, Sozialwissenschaftler

Breiten Raum nahmen auch Themen zu den Beteiligungen der Stadtwerke Flensburg ein. Dabei wurden weitere Beschlüsse zur Bereinigung des Beteiligungsportfolios gefasst. Diese betrafen in der Sitzung am 08. Januar die Veräußerung der Mehrheitsbeteiligung an der TRIGIS, in der Sitzung am 19. Februar die Liquidation der Flensburger Verkehrsservice GmbH. Im Zusammenhang mit der von der Ratsversammlung der Stadt Flensburg beschlossenen Direktvergabe des gesamten städtischen Busverkehrs an Aktiv Bus beschäftigte sich der Aufsichtsrat eingehend mit der Übernahme der AFAG-Konzessionen und mit dem Abschluss eines öffentlichen Dienstleistungsauftrages mit der Stadt Flensburg. Gegenstand wiederholter Beratungen waren zudem die aktuelle wirtschaftliche Situation und die Perspektiven der IT-Power GmbH, die Einführung des Tarifvertrags für den Öffentlichen Dienst (TVöD) bei der Förde Bäder GmbH sowie die Entwicklungen bei dem Offshore-Beteiligungsprojekt Trianel Windkraftwerk Borkum. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2014 ist einschließlich des Lageberichts von der als Abschlussprüfer bestellten PKF FASSELT SCHLAGE Partnerschaft mbB, Duisburg, auch gemäß den Bestimmungen des kommunalen Prüfungsgesetzes im Wesentlichen im November 2014 (Vorprüfung) sowie im Februar 2015 in den Räumen der Stadtwerke Flensburg geprüft worden. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt. Nach eingehender Beratung stimmt der Aufsichtsrat dem ihm vorgelegten und auch während der Sitzung des Aufsichtsrates am 20. Mai 2015 mündlich erläuterten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 zu und empfiehlt in Übereinstimmung mit der Geschäftsführung der Gesellschafterversammlung, den Jahresabschluss in der vorgelegten Form festzustellen. Der Geschäftsführung, dem Betriebsrat sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtwerke Flensburg spricht der Aufsichtsrat Dank und Anerkennung für die im Geschäftsjahr 2014 geleistete Arbeit aus.

Flensburg, im Mai 2015 Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Flensburg GmbH Rolf Helgert Vorsitzender

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Unsere Kunden können sich entspannt zurücklehnen. Rund um die Uhr garantieren wir eine sichere Versorgung mit Strom, Fernwärme und Wasser.

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Versorgungssicherheit

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Auch unsere Kunden können sich voll und ganz auf uns verlassen und alles rund um ihre Energieversorgung in unsere Hände legen. Wir kümmern uns darum.

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Vertrauen

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Unser Weg zu einem CO2-neutralen Kraftwerk, atomstromfreie Produkte sowie unser Engagement in Umweltprojekte wie dem Flensburger Klimapakt unterstreichen unsere ökologische Ausrichtung.

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Ökologische Ausrichtung

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Geschäftsbericht 2014 Lagebericht Stadtwerke Flensburg GmbH

Geschäftsbericht 2014 Lagebericht Stadtwerke Flensburg GmbH

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Lagebericht Stadtwerke Flensburg GmbH
A. Grundlagen des Unternehmens Rahmenbedingungen und strategische Ausrichtung Mit Blick auf die energiewirtschaftlichen und -politischen Rahmenbedingungen unterscheidet sich das Jahr 2014 nicht wesentlich vom Vorjahr. Beherrschendes Thema bleibt die Energiewende, die den Umbau der Energieversorgung in Deutschland gestalten soll. In wesentlichen Punkten wird aber immer noch nicht erkennbar, wo, wann und in welchem Umfang die Weichenstellungen erfolgen sollen. Lediglich der Atomausstieg ist eine gesetzte Größe, die nach heutigem Ermessen nicht verrückbar erscheint. Vieles Andere bleibt nach wie vor schwer zu prognostizieren. Orientierung fällt in diesem Umfeld für langfristig angelegte Strukturentscheidungen nicht leicht. In diesen Rahmenbedingungen gibt die Strategie der Stadtwerke Flensburg „Energie im Wandel – Kraft aus Kontinuität“ die Orientierung, die für die langfristige und nachhaltige Zukunftssicherung des Unternehmens notwendig ist. Die bisherigen Strategien vieler Energieversorger stehen in Zeiten der Energiewende ungewollt auf dem Prüfstand. Bewährte Geschäftsmodelle greifen entweder nur noch in Teilbereichen oder überhaupt nicht mehr. Insbesondere die konventionelle Energieerzeugung aus Kohle und Gas besteht unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht gegenüber der subventionierten Erzeugung aus regenerativen Energiequellen. Dagegen bewähren sich die Konstrukte, die auf einer dezentralen Erzeugung basieren und damit flexibel und variabel auf die Rahmenbedingungen reagieren können. Diese Gesichtspunkte sind zentrale Inhalte der Stadtwerke Flensburg Strategie. Geschäftsjahr 2013 finalisiert und verabschiedet. Mit der Konkretisierung der Netzstrategie wurde in 2013 begonnen, die konkreten Definitionen wurden in 2014 erarbeitet und abgeschlossen.

Strategie: „Energie im Wandel – Kraft aus Kontinuität“

Beschaffungsstrategie

Erzeugungsstrategie

Netzstrategie

Vertriebsstrategie

Einheitliche Richtlinien für die Beschaffung von Gütern

Variabilität und Flexibilität unter Einhaltung des ökologischen Pflichtkatalogs und der Gesamtstrategie

Betrieb aller Arten von Leitungsnetzen im Versorgungsgebiet Flensburg/ Harrislee/Glücksburg aus einer Hand

Vertriebskonzept, Strategische Partnerschaften, Vertrieb intern/extern

SWFL Vorrang ökologischer Optionen ·	 bei entsprechender wirtschaftlicher 	Verhältnismäßigkeit ·	 wenn technisch erprobt ·	 mit konsequenter Einhaltung 		 	 eines Öko-Pflichtkatalogs 	 (z. B. Verzicht auf 	Atomstrom-Beteiligungen)

Positionierung der Stadtwerke Flensburg Die Stadtwerke Flensburg werden durch ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltiges Wirtschaften dauerhaft als regionaler Energieversorger und kommunaler Wertschöpfungspartner der Stadt Flensburg erhalten bleiben

SWFL Erwirtschaftung von Gewinnzielen ·	dauerhaft ·	 ohne Ausbeutung wirtschaftlicher 	 Ressourcen (z. B. Vermögen, 	 Mitarbeiter, Kunden, Natur) ·	 inkl. Wahrnehmung überregionaler, 	 ausgewogener Renditechancen Abbildung 2: Teilstrategien

Übergreifende Themen Beteiligungsstrategie

SWFL Übernahme sozialer Verantwortung für die Region ·	 Sicherstellung hochwertiger 	 und attraktiver Arbeitsplätze 	 für die Region ·	 Vermeidung betriebsbedingter 	Kündigungen ·	 faire Preise für die Kunden 	 im Heimatmarkt Abbildung 1: Strategie der Stadtwerke Flensburg: „Energie im Wandel – Kraft aus Kontinuität“

Stadt Erhalt der Kommunalität ·	 Selbstverpflichtung der Stadt ·	 Unabhängigkeit und Konstanz 	 in den Entscheidungen und 	Zielvorgaben

SWFL Substanzschaffung und -erhalt bei Netzen und Anlagen ·	 durch eine hohe 	Instandhaltungsqualität ·	 durch bedarfsgerechte 	 Erneuerungs- und Erweiterungs	 investitionen (z. B. für EEG) ·	 für eine hohe Versorgungssicherheit

Die im Rahmen der Unternehmensstrategie bereits weitestgehend realisierte Neuordnung und Bereinigung des Beteiligungsgeschäfts wurde fortgesetzt: Im Januar 2014 wurde der Verkauf der von den Stadtwerken Flensburg gehaltenen Geschäftsanteile (50,941 Prozent) an der in Gera ansässigen, im Geodatenmarkt tätigen TRIGIS GeoServices GmbH an deren Mitgesellschafter vollzogen. Damit haben die Stadtwerke Flensburg ihre Gesellschafterstellung bei der TRIGIS endgültig aufgegeben.

Mit der Veräußerung der TRIGIS GmbH wurde die Konzernstruktur weiter gestrafft. Trotz intensiver Bemühungen war es nicht gelungen, im operativen Geschäft unternehmensübergreifende Projekte, Maßnahmen oder Handlungsfelder zu identifizieren und zu entwickeln. Daher ist eine Trennung nur konsequent, denn dies gibt beiden Unternehmen die Möglichkeit zur unabhängigen Weiterentwicklung, ohne auf die Restriktionen des Partners eingehen zu müssen.

SWFL

AWZ 100 %

Im dritten Jahr der Strategieverfolgung unter den festgelegten Zielsetzungen hat sich die Konsolidierung im Kerngeschäft weiterhin verstärkt. Mit der Formulierung und Präzisierung der Unternehmensstrategie in weiteren Teilbereichen des Unternehmens verfestigen sich die wesentlichen Kernbotschaften und dringen in die operativen Bereiche durch.

Führend sind dabei die Wertschöpfungsstufen Beschaffung/ Steuerung, Erzeugung, Netze und Vertrieb. Während sich die Beschaffungsstrategie hinsichtlich der Commodities bereits bewährt hat und zum Routinehandlungsrahmen geworden ist, wurde die Erzeugungsstrategie mit dem Projekt „Kessel 12“ weiter vorangetrieben. Die Vertriebsstrategie wurde im

Aktiv Bus 100 %

Hafen 100 %

Flughafen 100 %

Förde Bäder GmbH 100 %

Campusbad Vermietungs GmbH 100 %

IT-Power 100 %

Komm. Windpark 18 %

Trianel Borkum 6,15 %

GKSS 0,6 %

Weitere Beteiligungen Abbildung 3: Konzernstruktur 2014

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Geschäftsbericht 2014 Lagebericht Stadtwerke Flensburg GmbH

Geschäftsbericht 2014 Lagebericht Stadtwerke Flensburg GmbH

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Die strategischen Kernbotschaften Gewinnerzielung, Substanzerhalt, Ökologie und Regionalität bilden die Eckpfeiler des unternehmerischen Handelns. Mit diesen Kernbotschaften wird das Unternehmen auch in Zeiten der Energiewende eine Konstante der regionalen Energieversorgung sein. Ergänzend dazu steht nach wie vor das uneingeschränkte Bekenntnis zur 100-prozentigen kommunalen Anteilseignerschaft durch die Stadt Flensburg.

soll einen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten. So können kritische Situationen im Übertragungsnetz, die in Zeiten eines noch unvollständigen Netzausbaus durch eine erhöhte Einspeisung aus erneuerbaren Energien und das Abschalten von konventionellen Kraftwerken entstehen können, überbrückt werden. Die Reservekraftwerke sind eine zusätzliche Absicherung, sollten die Potenziale der am Markt befindlichen Kraftwerke temporär ausgeschöpft sein. Diesen Mechanismen steht ein Energy Only Markt gegenüber, der dann zukünftig unlimitierte Strompreise bei Engpasssituationen zulassen muss. Völlig ungelöst ist eine Antwort auf das deutsche Energiewende-Paradoxon, dass Deutschland trotz Ausbau der erneuerbaren Energien seine CO2-Ziele im Stromsektor voraussichtlich verfehlen wird. Nach aktuellen Erkenntnissen ist hier von einer deutlichen Zielverfehlung auszugehen. Stromerzeugung und -verbrauch Diese Zielverfehlung geht im Jahr 2014 mit einer Erzeugungsleistung einher, die erstmalig zu mehr als einem Viertel von den erneuerbaren Energien getragen wird. Mit einem Anteil von 25,8 Prozent (Vorjahr 24,1 Prozent) erreichten die erneuerbaren Energien in 2014 erstmals den größten Anteil an der Stromerzeugung. Insgesamt lag die Brutto-Stromerzeugung mit 610,4 Mrd. kWh um 22,8 Mrd. kWh unter dem Vorjahreswert (633,2 Mrd. kWh). Dieser Rückgang ging fast ausschließlich zu Lasten der konventionellen Stromerzeugung auf Basis von Steinkohle (-11,7 Mio. kWh), Erdgas (-9,2 Mio. kWh), Braunkohle (-4,6 Mio. kWh) und Kernenergie (-0,5 Mio. kWh).

in EUR/MWh

Nach vorläufigen Angaben der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e. V. vom 12.12.2014 lag der Stromverbrauch in Deutschland in 2014 mit 576 Mrd. kWh um fast 4 Prozent unter dem Vorjahr (599 Mrd. kWh). Die Hauptursache für den zurückgegangenen Energieverbrauch ist laut AG Energiebilanzen die milde Witterung. Preisentwicklung Commodities Bereits seit 2011 ist ein Abwärtstrend beim Strompreis zu erkennen. Die Terminkontrakte für das Jahr 2016 lassen im Verlauf des Jahres 2014 einen weiterhin fallenden Trend erkennen. Mittlerweile nähert sich die Kurve der 30 EUR/MWh an. Durch die Terminkontrakte können sowohl Verkauf als auch Beschaffung zwar mittelfristig geplant werden, allerdings geben sie auch einen Ausblick auf die Zukunft. Der Preisverfall am Stromgroßhandelsmarkt beeinträchtigt immer gravierender die Rentabilität konventioneller Kraftwerke, deren Erzeugungskosten mit den sehr niedrigen Stromgroßhandelspreisen nicht mithalten können. Bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) kam es zu ungewöhnlich vielen Stilllegungsanträgen konventioneller Kraftwerke. Betroffen waren besonders auch moderne Gaskraftwerke, deren Einsatz indes nennenswerte Beiträge zur Reduktion der Kohlendioxidemissionen sehr rasch leisten könnten. Die derzeitigen Marktverzerrungen führen auch zu einer deutlichen Zurückhaltung bei den Investitionen in die Projekte konventioneller Kraftwerksneubauten. Die unsicheren Rahmenbedingungen schlagen zunehmend auch auf die Kraft-Wärme-Kopplung und die Fernwärmeversorgung durch. Viele Fernwärmeversorger stehen vor der Entscheidung, ihre überalterten und CO2-lastigen kohlebefeuerten KWK-Anlagen durch Neubauten zu ersetzen, müssen jedoch zur Kenntnis nehmen, dass sich Neuanlagen – wenn überhaupt – nur sehr schlecht refinanzieren lassen. Hier droht eine schleichende Verabschiedung vom 25 Prozent-Ausbauziel durch KWK. Die Kohlepreise sind in 2014 weiterhin auf niedrigem Niveau, auf dem tiefsten Wert seit dem Beginn der weltweiten Finanzund Wirtschaftskrise im Jahr 2008. Erst zum Jahresende gab auch der Gaspreis auf ein niedrigeres Niveau nach. Die Preise für die CO2-Zertifikate bewegen sich weiterhin auf niedrigem Stand. Um dem Preisverfall entgegenzuwirken, wurde per – politisch lange umstrittener – EU-Verordnung das sogenannte „Backloading“ installiert. Seit März 2014 praktiziert, beinhaltet es die vorübergehende Marktentnahme von 900 Mio. CO2-Zertifikaten der dritten Handelsperiode in der Zeit 2014 bis 2016, davon

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Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Energiewende hat bislang zu beachtlichen Fortschritten beim Ausbau der erneuerbaren Energien geführt. Ein großer energiepolitischer Durchbruch fehlt indes noch, der die längerfristige Zukunftsfähigkeit des deutschen Energiemarkts nachhaltig und sicher gewährleistet. Die Zeit drängt, angesichts des in wenigen Jahren – 2022 – bevorstehenden vollständigen Ausstiegs aus der Kernkraft. Die Diskussion um das zukünftige Strommarktdesign ist nach wie vor offen. Der Umbau der Stromerzeugung zu einem überwiegend auf wetterabhängiger Erzeugung basierenden System mit immenser Subventionierung erscheint per heute weder technisch noch wirtschaftlich richtungsweisend gestaltet. Die Grundsatzentscheidung hinsichtlich eines Kapazitätsmarktes, der die Versorgungssicherheit absichern soll, steht nach wie vor aus. Die vorsorgliche Bereithaltung von Kraftwerksleistung
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Abbildung 5: Entwicklung Strompreise (Quelle: EEX Phelix Baseload Future Jahr 2016)

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Abbildung 6: Entwicklung Kohlepreise (Quelle: EEX Coal-Future ARA Cal 2016)

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Abbildung 4: Bruttostromerzeugung nach Energieträgern (Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e.V.; Energiedaten BMWi)

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Abbildung 7: Preisentwicklung CO2 (Quelle: EEX European Carbon Future Mid Dec 2015)

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B. Wirtschaftsbericht

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Geschäftsbericht 2014 Lagebericht Stadtwerke Flensburg GmbH

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400 Mio. Zertifikate in 2014. Im Berichtsjahr kam es zu einem begrenzten Preisanstieg bei den Emissionszertifikaten (European Union Allowances; „EUA“s), von rd. 5 EUR/EUA Ende 2013 auf über 7 EUR/EUA zum Ende des Berichtsjahres. Auf EU-Ebene wird mittlerweile die Einführung eines Marktstabilitätsmechanismus vorangetrieben. Das Europäische Parlament setzt sich dafür ein, zugunsten einer weiteren Stabilisierung des Emissionshandelssystems die Versteigerung großer Mengen von Emissionshandelszertifikaten zum Ende der Handelsperiode zu vermeiden. Die im Zuge des Backloading zurückgehaltenen 900 Mio. Emissionszertifikate sollen daher nicht, wie vorgesehen, in den Jahren 2019 und 2020 wieder in den Markt eingeführt werden, sondern in einen Fonds zur Unterstützung der energieintensiven Industrie einfließen. Der gesetzliche Umlageanteil am Strompreis stieg im Geschäftsjahr 2014 erneut kräftig an. Ins Gewicht fällt dabei vor allem die zum 01. Januar 2014 erhöhte EEG-Umlage von 5,277 ct/kWh im Vorjahr um 18,25 Prozent auf 6,240 ct/ kWh. Die KWK-Umlage stieg zugleich von 0,126 ct/kWh auf 0,178 ct/kWh. Neu hinzu trat eine Umlage für abschaltbare Lasten in Höhe von 0,009 ct/kWh. Unverändert blieb demgegenüber die Offshore-Haftungsumlage nach § 17 f EnWG in Höhe von 0,25 ct/kWh. Die Umlage nach § 19 StromNEV zur Entlastung stromintensiver Betriebe wurde von 0,329 ct/kWh auf 0,092 ct/kWh reduziert. Insgesamt erhöhte sich der gesetzliche Umlageanteil am Strompreis um 0,787 ct/kWh. Zudem sind die Strom-Netzentgelte für 2014 im bundesweiten Durchschnitt für alle Verbrauchergruppen deutlich angestiegen.

Netzinfrastruktur und gesetzliche Rahmenbedingungen Beim Netzausbau geht es nur langsam und im Zickzack voran. Der Rahmenplan mit den Ausbauzielen für Erneuerbare wurde zeitlich gestreckt, während der Netzentwicklungsplan für das Stromübertragungsnetz aber noch auf den alten Vorgaben beruht. Immer klarer wird, dass der Ausbau bis zur Aufnahme der letzten kWh aus erneuerbaren Energien ineffizient ist, doch nach welchen Kriterien bemisst man einen optimalen Mix zwischen Netzausbau und Redispatch? Das in den Transport- und Übertragungsnetzen funktionierende Instrument der Investitionsmaßnahme wurde auf die 110-kV-Netze ausgedehnt und stellt dort seither ausreichende Investitionsanreize sicher. Obwohl neben dem notwendigen Um- und Ausbau zur Integration der erneuerbaren Energien ein Substanzaufbau in den Stromverteilnetzen notwendig wäre, besteht nach den bisherigen Äußerungen der BNetzA im Rahmen der Evaluierung der Anreizregulierung nur ein geringer Handlungsbedarf, die Investitionsanreize auch für die Verteilnetze zu verbessern. Die BNetzA ignoriert damit den internationalen Trend, sowohl für Ersatz- als auch für Um- und Ausbauinvestitionen eine schnellere Anpassung der Erlöse an die tatsächliche Netzentwicklung mit unbürokratischen Mitteln zielgenau sicher zu stellen. Zu den wichtigen Energierechtsänderungen des Berichtsjahres gehört insbesondere die zum 01. August 2014 in Kraft getretene Novelle des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG). Diese zielt auf Kostenbremsung durch eine höhere Kosteneffizienz der Förderung und eine beschleunigte Integration der erneuerbaren Energien in den Strommarkt. Zu den Neuerungen zählen u. a. eine für Neuanlagen verpflichtende Direktvermarktung (der Verkauf von EEG-Strom direkt an Großabnehmer oder an der Strombörse), die Umstellung auf ein Ausschreibungsverfahren ab 2017 und die Festlegung von Ausbaukorridoren für Solarenergie, Onshore-Windkraft und Biomasse. Die Höhe der EEG-Förderung variiert je nachdem, ob die Korridorgrenzen unter- oder überschritten werden. Somit kommt es zu einem Wechsel vom Preismodell hin zu einem Mengenmodell. Die Ausgestaltung eines zukünftigen EEG-Ausschreibungsmodells wird eine große Herausforderung sein. Hier wird sich zeigen, ob es gelingt, die bisherige Akteursvielfalt zu erhalten. Vor diesem Hintergrund ist derzeit ein Boom an Investitionen in EEG-Anlagen zu beobachten, um noch unter den planbaren Bedingungen des EEG 2.0 zum Zuge zu kommen. Laut einer Erhebung, die von der Deutsche Windguard durchgeführt und vom Bundesverband Windenergie (BWE) sowie dem VDMA Power System beauftragt wurde, liegt der Nettozubau von Windkraftanlagen im Jahr 2014 weit über den Schätzungen. Tatsächlich liegt die neu installierte Windleistung bei

4.386 Megawatt, mehr als 1.000 Megawatt über dem Schätzwert. Erreicht wird dieser neue Rekordwert von 1.766 Windkraftanlagen, die im Jahr 2014 errichtet wurden.  Geschäftsverlauf In 2014 wurden bei dem für das Unternehmen bedeutsamen Kessel 12-Projekt wichtige Meilensteine erreicht, während das Gesamtprojekt weiterhin zeitlich und budgetmäßig im Plan liegt. Die baulichen Tätigkeiten sind inzwischen weit fortgeschritten.

Leitungsbau wurde zurückgezogen. Die baulichen Maßnahmen einschließlich der Übergabestationen wurden zwischen März und Oktober durchgeführt. In den drei vorhandenen, im Grundlast-Betrieb eingesetzten Kesselanlagen mit zirkulierender atmosphärischer Wirbelschichtfeuerung (ZAWSF) wurden neben dem Hauptbrennstoff Kohle im Berichtsjahr 32.192 t Ersatzbrennstoffe mit ca. 51,6 Prozent enthaltenen biogenen Anteilen sowie 266 t Holzhackschnitzel und 2.960 t Altholz mit verbrannt. Dadurch wurden rd. 20.409 t Kohle verdrängt (Vorjahr 21.500 t) sowie ein Ausstoß von rd. 28.048 t CO2 vermieden (Vorjahr 29.800 t). Seit Jahresbeginn 2014 sind die Stadtwerke Flensburg Stromnetzbetreiber in der an die Stadt Flensburg unmittelbar angrenzenden Nachbargemeinde Harrislee (ca. 11.400 Einwohner). Durch die Übernahme des Harrisleer Stromnetzes von der Schleswig-Holstein Netz AG ist das Stromnetzgebiet der Stadtwerke Flensburg um 14 Prozent bzw. 153 km auf zum Übernahmezeitpunkt fast 1.240 km Länge gewachsen. Bereits Ende 2011 hatten die Stadtwerke mit der Gemeinde Harrislee einen Stromnetz-Konzessionsvertrag („Wegenutzungsvertrag“) abgeschlossen. Neben den Städten Flensburg und Glücksburg wird seit Anfang 2014 auch die Gemeinde Harrislee von den Stadtwerken Flensburg atomstromfrei mit Strom beliefert.

Abbildung 9: Kessel 12 Projekt – Die neue GuD-Anlage beim Flensburger Heizkraftwerk

Weitestgehend fertiggestellt wurde die neue zentrale Leitwarte, die künftig die drei bisherigen Warten ersetzen wird. Ein erster Wirbelschichtkessel wird bereits über die neue Warte gesteuert. Die Gasturbine, das größte Los der GuD-Anlage, ist im Oktober 2014 angeliefert worden. Sie soll im Frühjahr 2015 erstbefeuert werden. Gegen Jahresende begann die Montage des Abhitzekessels, wobei die zeitlichen Verzögerungen durch die gegen Ende des Vorjahres eingetretene Insolvenz des ursprünglichen Abhitzekessel-Lieferanten gut bewältigt wurden. Die Dampfturbine befand sich zum Ende des Berichtsjahres in der Fertigung und soll im Januar/Februar 2015 montiert werden. Die von der DeuDan-Ferngasleitung bei Ellund zum Kraftwerk abzweigende 12 km lange Gashochdruckleitung der Stadtwerke Flensburg wurde im Oktober 2014 in Betrieb genommen. Eine wichtige Bauvoraussetzung war die erfolgte Erteilung des Planfeststellungsbeschlusses durch die Genehmigungsbehörde am 17.01.2014. Das Oberverwaltungsgericht in Schleswig hat den mit dem Ziel der Herstellung einer aufschiebenden Wirkung eingereichten Eilantrag gegen den Feststellungsbeschluss am 28.03.2014 zurückgewiesen. Die Klage gegen den

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n	Umlage f. abschaltbare 	 0,03 % 	 	Lasten n	Offshore-Haftungsumlage 	 0,9 % n	§ 19-Umlage	 0,3 % n	KWK-Aufschlag 	 0,6 % n	EEG-Umlage	 21,4 % n	Stromsteuer	 7,0 % n	Konzessionsabgabe	 5,7 % n	Mehrwertsteuer 19 %	 16,0 % n	Erzeugung, Transport, 	 48,1 %	 	Vertrieb Abbildung 8: Bestandteile des Strompreises (Quelle: BDEW, Angaben bei einem Vebrauch von 3.500 kWh/a, Stand 10/2014)

Abbildung 10: Netzgebiete Flensburg, Glücksburg, Harrislee

Der vertriebliche Stromabsatz des Unternehmens stieg erheblich, um 26,7 Prozent, über den Vorjahreswert. Hinzugewinne waren sowohl im eigenen Netzgebiet (+3,5 Prozent) zu verzeichnen, als auch im deutschlandweiten „externen“ Stromabsatz in fremde Netzgebiete (+34,4 Prozent). In beiden Fällen hatten Zuwächse bei den Sondervertragskunden den maßgeblichen Einfluss auf das Absatzplus. Die Zahl der externen Produktkunden (Kunden ohne individualisierte Stromverträge) erfuhr in 2014 einen Anstieg um rd. 6,0 Prozent auf knapp 141.000.

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Geschäftsbericht 2014 Lagebericht Stadtwerke Flensburg GmbH

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Im Bereich der Stromverkaufsaktivitäten außerhalb des Endkundengeschäfts kam es ebenfalls zu einem Umsatzzuwachs gegenüber dem Vorjahr. Über alle Aktivitäten des Strombereichs stieg der Umsatz um rd. 58 Mio. EUR auf rd. 300 Mio. EUR. Der in seiner Absatzhöhe stark witterungsabhängige Geschäftsbereich Fernwärme erfuhr einen starken Einbruch beim Wärmeabsatz. Ursache waren die außergewöhnlich warmen Jahrestemperaturen, die sich in besonderem Maße in den Heizperioden des 1. und 4. Quartals bemerkbar machten. Die Wärmeabgabe ging in 2014 gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 146,4 GWh bzw. 14,4 Prozent deutlich zurück. Das Umsatzvolumen in diesem Segment (62,5 Mio. EUR) lag deutlich unter dem des Vorjahres (67,0 Mio. EUR). Im Wasserbereich blieb das Absatzvolumen mit rd. 4,7 Mio. m3 in etwa auf dem Vorjahresniveau. Dabei wurde ein Umsatz von 8,1 Mio. EUR erzielt. Im Gasbereich gab es keine vertrieblichen Kunden, sodass nur im eigenen Netzgebiet Gasnetzentgelte an andere Versorger abgerechnet wurden.

Der Materialaufwand – die bei weitem größte Aufwandsposition im Unternehmen – lag mit rd. 286,0 Mio. EUR um rd. 45,7 Mio. EUR über dem Vorjahr. Darin spiegelt sich der gestiegene Umsatz im Endkundengeschäft auf der Strombeschaffungsseite wider. Der Materialaufwand beinhaltet als wesentliche Anteile die Strombeschaffungsaufwendungen für das bundesweite Stromendkundengeschäft, die dort zu entrichtenden Netzentgelte sowie die Entrichtung der gesetzlichen Umlagen. Mengen- und preisbedingt lag der Aufwand für die Kohleverbrennung deutlich unter dem Vorjahreswert. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind im Vorjahresvergleich um rd. 1,2 Mio. EUR auf einen Gesamtwert von 15,9 Mio. EUR zurückgegangen. Der Personalaufwand lag mit 41,4 Mio. EUR um rd. 1,2 Mio. EUR über dem Vorjahr (40,2 Mio. EUR). Hier macht sich vor allem die tarifliche Erhöhung der Gehälter bemerkbar. Zum Bilanzstichtag hatte das Unternehmen – ohne Auszubildende – eine Personalstärke von 650 Mitarbeitern (Vorjahr 672). Die Zahl der Auszubildenden betrug 62 (Vorjahr 64). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen lagen mit 17,5 Mio. EUR um 18,1 Prozent über dem Abschreibungsvolumen des Vorjahres. Perspektivisch wird diese Aufwandsposition deutlich steigen, da die Abschreibungswirkung aus den Investitionen des Kessel 12-Projekts erst mit einer zeitlichen Verzögerung eintritt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich mit 19,2 Mio. EUR rd. 4,1 Mio. EUR niedriger als im Vorjahr. Darin schlugen zuvorderst geringere Aufwendungen für Kohlepreissicherung sowie weniger Abschreibungen auf Forderungen aus Nebengeschäften zu Buche. Insgesamt wurde ein operatives Ergebnis über alle Sparten von 23,7 Mio. EUR erwirtschaftet. Getragen wurde diese Entwicklung vor allem aus der Sparte Strom, wohingegen die Sparte Fermwärme witterungsbedingt unter dem Vorjahr liegt.

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Abbildung 11: Vertrieb Kundenentwicklung

Das Berichtsjahr erwies sich weltweit als das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Auch in der Flensburger Region waren die Temperaturen außergewöhnlich warm, was sich besonders in den beiden Heizperioden des 1. und 4. Quartals absatzmindernd auswirkte. Dementsprechend hoch war mit 14,4 Prozent der Rückgang beim Fernwärmeabsatz des Unternehmens.

Hinzugewinne im externen Stromgeschäft mehr als ausgeglichen werden. Die Gesamtzahl der außerhalb Flensburgs versorgten Stromkunden hat sich in 2014 gegenüber dem Vorjahr um rd. 8.000 bzw. 6,0 Prozent auf rd. 141.000 erhöht. Demgegenüber hat sich die Zahl der Stromkunden im eigenen Netzgebiet um rd. 200 bzw. rd. 0,4 Prozent auf rd. 55.900 leicht verringert. Im Bereich der externen Niederspannungs-Produktkunden kam es zu einem Absatzzuwachs um 22,8 GWh. Noch deutlich höher waren die Zuwächse bei den externen NiederspannungsSondervertragskunden (+122,2 GWh) und den externen Mittelspannungs-Sondervertragskunden (+139,5 GWh). Aber auch im eigenen Netzgebiet nahm der Absatz insgesamt um 3,5 Prozent zu, bedingt durch deutliche Absatzzuwächse bei den – teils zurückgewonnenen – Mittelspannungs-Sondervertragskunden. So ergab sich insgesamt in dem Stromsegment ein Anstieg des Vertriebsabsatzes um 26,7 Prozent von 1.099,5 GWh auf 1.393,6 GWh. 79,7 Prozent des Stromabsatzes wurde in 2014 außerhalb des eigenen Versorgungsgebiets realisiert (Vorjahr rd. 75,1 Prozent). Bei den Ökostromprodukten des Unternehmens ging nach den auf die Fukushima-Nuklearkatastrophe folgenden rasanten Zuwächsen der Absatz um 5,2 GWh erstmals wieder zurück. Der Anteil der Ökostromprodukte am Stromabsatz des Unternehmens verringerte sich auf 8,1 Prozent (Vorjahr 10,7 Prozent). Nicht berücksichtigt in dieser „Öko“-Rechnung ist der außerhalb der Heizperioden für die Kunden im eigenen Netzgebiet atomstromfrei aus Skandinavien beschaffte Strom aus Wasserkraft, bei dem es sich ebenfalls um „grünen“ Strom handelt.

Lage Ertragslage Trotz des witterungsbedingt stark eingebrochenen Fernwärmeabsatzes ist der Unternehmensumsatz im Berichtsjahr um 54,9 Mio. EUR auf 376,4 Mio. EUR angestiegen (Vorjahr 321,5 Mio. EUR). Dies lag zuvorderst an erheblichen Umsatzzuwächsen im Stromgeschäft. Das Stromgeschäft ist der hauptsächliche Träger des Unternehmensumsatzes. Obgleich der Stromverbrauch in Deutschland in 2014 um fast 4 Prozent zurückgegangen ist, konnten die Stadtwerke Flensburg ihren Absatz im Stromendkundengeschäft deutlich steigern. Dies spiegelt die gute wettbewerbliche Positionierung des Unternehmens. Der deutschlandweite Stromabsatz in andere Netzgebiete erreichte in 2014 einen Anteil von rd. 80 Prozent am gesamten Stromabsatz des Unternehmens, nur noch 20 Prozent gehen in das eigene Netzgebiet. In dem Stromgeschäft wird das Unternehmen in überregionalen Vergleichsuntersuchungen immer wieder ausgezeichnet, so auch im Berichtsjahr – für gute Servicequalität, Zuverlässigkeit, eine fairen Stromtarif und guten Ökostrom. Die beim Stromabsatz im eigenen Netzgebiet wettbewerbsbedingt zu verzeichnende Kundenabwanderung konnte durch

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Abbildung 12: Entwicklung der Umsatzerlöse 2006-2014

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit einem Gesamtbetrag von 8,5 Mio. EUR mit 1,3 Mio. EUR über dem Vorjahreswert.

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Im Geschäftsjahr 2014 wurden Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von nahezu 60 Mio. EUR durchgeführt (Vorjahr 45,9 Mio. EUR). Im Mittelpunkt der Investitionstätigkeit stand das Kraftwerks-Neubauprojekt „Kessel 12“, dessen Fertigstellung für das Jahr 2016 vorgesehen ist. Wesentlichen Einfluss auf die Finanzlage des Jahres hatten die bereits in 2013 abgerufenen zweckgebundenen Finanzierungsmittel für das Projekt Kessel 12. Die zugrunde liegenden Darlehen standen am Vorjahreswechsel als Liquidität zur Verfügung, waren aber für eine zweckgebundene Mittelverwendung in 2014 reserviert. Aus diesem Umstand fällt der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit im Berichtsjahr deutlich geringer als im Vorjahr aus.
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Die Rückstellungen bewegen sich in etwa auf Vorjahresniveau, allein die Steuerrückstellungen sind um 2,4 Mio. EUR angestiegen. Mit der Tilgung von Bestandskrediten hat sich der Gesamtsaldo der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gegenüber dem Vorjahr trotz hoher Investitionstätigkeit leicht verringert. Der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten resultiert aus der zum Stichtag noch nicht gezahlten Stromsteuer.

C. Nachtragsbericht In seiner Sitzung am 18.02.2015 hat der Aufsichtsrat der Stadtwerke Flensburg die Auflösung des 100-prozentigen Tochterunternehmens IT-Power GmbH zum 31.03.2015 beschlossen. Seit der Abwanderung eines Großteils der IT-PowerBelegschaft und dem damit verbundenen Neustart im Jahr 2012 weist die IT-Power ein durchgehendes negatives Ergebnis aus. Ungeachtet unternommener Versuche zur Reorganisation und Neupositionierung besteht für die Gesellschaft keine positive wirtschaftliche Fortführungsprognose. Das Geschäftsmodell der IT-Power unterscheidet sich in seinen Prozessen und Strukturen zudem sehr stark von dem originären Geschäft der Stadtwerke Flensburg. Die getroffene Entscheidung kommt der noch stärkeren Konzentration auf die Kernkompetenzen des Unternehmens zugute.

5

Vermögenslage Bei einer Bilanzsumme von 292.095 TEUR bestand zum 31.12.2014 das Gesamtvermögen der Stadtwerke Flensburg rd. 5,7 Prozent höher als zum Vorjahresstichtag (276.372 TEUR). Als Energieversorgungsunternehmen mit eigenen Produktions- und Verteilungsanlagen weisen die Stadtwerke Flensburg eine hohe Anlagenintensität mit entsprechender Kapitalbindung auf. Den größten Anteil am Gesamtvermögen hatte mit 242.251 TEUR bzw. 82,9 Prozent (Vorjahr 74,5 Prozent) so auch das langfristig gebundene Anlagevermögen. Im Anlagevermögen überwog dabei mit einem Anteil von 96,4 Prozent (Vorjahr 94,6 Prozent) das Sachanlagevermögen. Auch hier prägt das Kessel 12 Projekt diese Bilanzgröße. Mit rd. 60 Mio. EUR werden die Anlagen im Bau des Projekts bilanziert. Aus dem Fortschritt des Projekts erklärt sich im Schwerpunkt die Veränderung des Sachanlagevermögens zum Vorjahr. Der relative Anteil des Finanzanlagevermögens bewegte sich demgegenüber mit 2,7 Prozent (Vorjahr 4,1 Prozent) unter dem Vorjahresniveau. Das Umlaufvermögen hatte einen Anteil von 47.148 TEUR bzw. 16,1 Prozent (Vorjahr 25,2 Prozent) am Gesamtvermögen. Während sich das Vorratsvermögen auf Vorjahresniveau bewegt, sind die Forderungen umsatzbedingt angestiegen. Die Veränderung der liquiden Mittel resultiert aus der zuvor beschriebenen Darlehensauszahlung für das Projekt Kessel 12. Auf der Kapitalseite sind Stammkapital und Kapitalrücklagen unverändert geblieben. Zur Deckung des Vorjahresverlustes wurden die Gewinnrücklagen um einen Betrag von rd. 14,7 Mio. EUR reduziert. Es wurde – nach Vorabausschüttung an die Gesellschafterin – ein Bilanzgewinn von 7,9 Mio. EUR erzielt. Die in der Bilanz dargestellten empfangenen Ertragszuschüsse nehmen planmäßig ab.

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Abbildung 13: Operatives Ergebnis 2009-2014

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Abbildung 14: Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2009-2014

Die Stadtwerke Flensburg haben mit diesem Ergebnis unter den gegebenen Rahmenbedingungen ein sehr solides Betriebsergebnis erzielt, das für die gesunde Leistungskraft des Unternehmens in seinen Kernbereichen steht. Das Finanzergebnis fällt mit -7,3 Mio. EUR um rd. 14,4 Mio. EUR erheblich besser aus als im Vorjahr (-21,7 Mio. EUR). Der Unterschied zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem im Vorjahr wirkenden Sondereffekt der bilanziellen Wertkorrektur der an der Trianel Windkraftwerk Borkum GmbH & Co.KG gehaltenen Beteiligung. Im Berichtsjahr ist das Finanzergebnis aufwandsseitig geprägt durch im Rahmen des Kessel 12-Projekts gestiegene Zinsaufwendungen (5,1 Mio. EUR), Aufwendungen aus der Verlustübernahme defizitärer Tochtergesellschaften (2,6 Mio. EUR) sowie durch eine Abschreibung auf die inzwischen nicht mehr werthaltige Stammeinlage der Stadtwerke Flensburg in die IT-Power GmbH (500 Tsd. EUR). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit fällt mit 16,4 Mio. EUR deutlich besser aus als im Vorjahr (-7,7 Mio. EUR).

Der Steueraufwand bemisst sich in Höhe von rd. 5,5 Mio. EUR. Mit dessen Berücksichtigung ermittelt sich ein Jahresüberschuss von 10.917 TEUR nach Steuern. Finanzlage Die finanzielle Entwicklung der Stadtwerke Flensburg ist in folgender Kapitalflussrechnung dargestellt:
31.12.2014 TEUR Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (a) Cashflow aus Investitionstätigkeit (b) Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (c) Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (a-c) Finanzmittelfonds am Anfang der Periode Finanzmittelfonds am Ende der Periode 	38.825 	-58.765 	2.144 	-17.796 	18.966 	1.170 31.12.2013 TEUR 	15.390 	-45.554 	56.199 	26.035 	-7.069 	18.966

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D. Prognosebericht Der Prozess „Energiewende“ nimmt von Jahr zu Jahr Tempo auf. In der Vergangenheit nicht vorstellbare Szenarien werden nun konkrete Wirklichkeit. Damit verbinden sich für die Prognose der künftigen Geschäftsentwicklung vielfältige Ungewissheiten. Neben der Entwicklung des Marktgeschehens bleiben auch die überlagernden rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen wesentliche Einflussgrößen. Das für das Unternehmen große Kraftwerks-Neubauprojekt „Kessel 12“ und dessen Finanzierung über einen verstärkten Fremdkapitaleinsatz stellen ambitionierte Herausforderungen an die künftige Ergebnisentwicklung. Insgesamt ist indes – angesichts eines gesunden Kerngeschäfts – von einer kontinuierlichen Ergebnisentwicklung auszugehen, nachdem die hohen Beteiligungsrisiken mittlerweile eliminiert wurden. Die Stadtwerke Flensburg gehen dabei von einer Absatz- und Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2015 etwas unter dem Vorjahr aus, die ganz maßgeblich aus dem externen Stromgeschäft getragen wird. Hierfür sprechen das Auftragsvolumen der für 2015 abgeschlossenen Stromlieferverträge mit

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Geschäftsbericht 2014 Lagebericht Stadtwerke Flensburg GmbH

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Sondervertragskunden wie auch die sich auf Erfahrungswerte stützende Entwicklungsprognose der Produktkundenzahlen. Der Umsatz im externen Stromgeschäft ist durch Preisanpassungen entsprechend den vertraglichen Möglichkeiten beeinflusst. Anders als in den Vorjahren kommt es in 2015 zu keinem weiteren Anstieg der EEG-Umlage. Der gesetzliche Umlageanteil am Strompreis bleibt in 2015 insgesamt stabil, geht sogar geringfügig zurück. Zum 01. Januar 2015 sinkt die EEG-Umlage von 6,240 ct/kWh leicht um 1,1 Prozent auf 6,170 ct/kWh. Die Umlage für abschaltbare Lasten verringert sich von 0,009 ct/kWh auf 0,006 ct/kWh. Die in 2014 in Höhe von 0,250 ct/kWh erhobene Offshore-Haftungsumlage nach § 17 f EnWG wird mit -0,051 ct/kWh zur negativen Umlage. Da die Einnahmen aus dieser Umlage in den beiden Vorjahren höher gewesen waren als die stattgefundenen Entschädigungszahlungen, werden diese Überschüsse in 2015 ausgeglichen. Gestiegen sind demgegenüber die KWK-Umlage, von 0,178 ct/kWh auf 0,254 ct/kWh, und die Umlage nach § 19 StromNEV zur Entlastung stromintensiver Betriebe. Letztere hat sich von 0,092 ct/kWh auf 0,237 ct/kWh erhöht. Dem insgesamt leichten Rückgang bei der gesetzlichen Umlage stehen allerdings gestiegene Netzentgelte in der überwiegenden Zahl der Netzgebiete und Regelzonen gegenüber. Die Absatzerwartung in der Fernwärme ergibt sich aus den Durchschnittswerten der der Planung vorausgehenden letzten fünf Jahre (2009-2013), wobei auch dem politisch gewollten, im Rahmen der Energieeffizienz-Politik immer weiter vorangetriebenen sinkenden Wärmebedarf der Häuser Rechnung zu tragen ist. Unter Berücksichtigung einer zum 01.01.2015 vorgenommenen Preisanpassung wird von einem gegenüber dem Ausnahmejahr 2014 deutlich höheren Umsatzvolumen eines „Normaljahres“ ausgegangen. Ungeachtet seiner witterungsbedingten Schwankungen ist der Fernwärmeabsatz neben dem Stromgeschäft ein sehr wichtiges und maßgebliches Standbein des Unternehmenserfolges. Wie beim Stromabsatz im eigenen Netzgebiet ist das Unternehmen bei der Fernwärme auf allen Wertschöpfungsstufen vertreten. Insgesamt liegt die Umsatzerwartung 2015 für das Gesamtunternehmen bei rd. 375 Mio. EUR. Dabei ist der Fernwärmeumsatz auf Basis der genannten Prämissen höher als im Berichtsjahr, wohingegen der Umsatz aus dem Strombereich niedriger als im Berichtsjahr erwartet wird. Der Gesamtaufwand aus der Strombeschaffung des Unternehmens für das überregionale „externe“ Stromgeschäft setzt sich aus preislich schon fixierten Beschaffungsgeschäften und noch dem Spotmarkt unterliegenden offenen Mengen zusammen.

Gemäß der Teilstrategie Beschaffung und einer internen Richtlinie zur Risikominimierung haben die Stadtwerke Flensburg für einen Teil ihres externen Stromabsatzes den Beschaffungspreis preislich fixiert und können daher an einem weiteren Absinken der Strombeschaffungspreise nur zu einem Teil partizipieren, sind aber nicht dem Risiko steigender Beschaffungskosten ausgesetzt.

Zielgröße des Unternehmens. Die auf das Kessel 12-Projekt entfallenden Investitionen machen sich in 2015 abschreibungs- bzw. ergebniswirksam bereits bemerkbar. Der Großteil dieser Investitionen wird sich allerdings erst in den Folgejahren mit der Anlagenfertigstellung niederschlagen. Ein besonderes Kapitel sind die Maßnahmen zur Förderung und Bindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens, deren Professionalität, hohe Motivation und Flexibilität für den Unternehmenserfolg unverzichtbar sind. Schulungen der Führungskräfte und Weiterbildung und Qualifizierung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen hier im Fokus.

im Bereich der Beschaffung von Energie. Hierzu zählt vor allem der Einkauf von Kohle, Strom und Emissionszertifikaten sowie zukünftig auch Gas. Dieser Einkauf erfolgt mittelfristig anhand des geplanten Bedarfs im Rahmen einer Commodity Richtlinie. Kontinuierliche Prüfungen und monatliche, geschäftsbereichsübergreifende Verprobungen lassen Handlungsnotwendigkeiten frühzeitig sichtbar werden. Die Entwicklungsaussichten von Konjunktur und Beschäftigung sind günstig. Die Bundesregierung rechnet in ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2015 mit einem 1,5-prozentigen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Ähnlich lagen zum Jahreswechsel die Einschätzungen der meisten der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute. Ein guter Konjunkturverlauf bietet die Chance, dass der Strombedarf gewerblicher Kunden auf prognostiziertem Niveau bleibt oder sogar steigt. Auch vermindern gute Auftrags- und Beschäftigungslagen das Risiko von Forderungsausfällen. Damit erscheinen die konjunkturellen Risiken durchaus überschaubar. Schwer abzuschätzen sind allerdings mögliche negative Rückwirkungen auf den deutschen Wirtschaftsraum für den Fall, dass die Ukrainekrise stark eskaliert oder aber die Bestrebungen zur Stabilisierung Griechenlands scheitern. Hier sind es vor allem die Marktpreisrisiken, die wiederum Rückwirkung auf die Ertragsentwicklung des Unternehmens haben. Allerdings werden diese durch die zuvor beschriebene Commodity Richtlinie mit einem enthaltenen Portfoliomanagement bewertet und gesteuert. Die Steuerung erfolgt dabei ausschließlich durch Produkte und Maßnahmen, die vom Commodity Komitee zur Absicherung und Risikobegrenzung zugelassen sind. Finanzielle Produkte werden aktuell nicht zur Preisfixierung eingesetzt. Kernbereich ist und bleibt der bewertete Abgleich zwischen Bedarf (Absatz) und Einkauf. Kennzeichnend für die Energiebranche sind die schwer kalkulierbaren vielfältigen und schnellen Veränderungen der rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen. Ungünstig sind indes die oft unzureichende, langfristige Planungssicherheit wie auch der betriebliche Anpassungsaufwand an die rechtlichen und regulatorischen Änderungen. Sofern es zu einer zügigen Abarbeitung der diesbezüglichen Aufgabenstellungen kommt, ergeben sich daraus Chancen gerade auch für die konventionelle Energieerzeugung. Eine wichtige Rolle kommt der Ausgestaltung des künftigen Strommarktdesigns zu, das die Bundesregierung Ende Oktober 2014 in ihrem Grünbuch zur Diskussion gestellt hat. In ihren Festsetzungen noch nicht einzuschätzen ist die in 2015 zu erwartende Novelle der Anreizregulierung. Die Bundesnetzagentur hat dem Bundeswirtschaftsministerium nach § 33 Abs. 1 ARegV diesbezüglich einen Bericht zur Evaluierung der

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E. Angabe zur Rechnungslegung nach Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) Aufgrund des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) haben die Stadtwerke Flensburg als vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen jeweils getrennte Konten zu führen und für jede ihrer regulierten Tätigkeiten einen Tätigkeitsabschluss (§ 6b Absatz 3 EnWG) zu erstellen und darüber zu berichten (§ 6b Absatz 7 EnWG). Entsprechend § 6b Absatz 3 EnWG ergeben sich folgende Unternehmenstätigkeiten: •	Elektrizitätsverteilung • 	 Gasverteilung • 	 Andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors • 	 Andere Tätigkeiten innerhalb des Gassektors • 	 Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors Für die Elektrizitäts- und Gasverteilung wird darüber hinaus eine Bilanz und eine Gewinn- und Verlustrechnung erstellt. Während die Elektrizitätsverteilung das Anlagevermögen in den Gemeinden Flensburg, Glücksburg und Harrislee umfasst, ist die Gasverteilung allein auf Flensburg bezogen. In den Unternehmenstätigkeiten „Andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors“ bzw. „Andere Tätigkeiten innerhalb des Gassektors“ werden jeweils die Strom- bzw. Gasbeschaffung, die Stromerzeugung und der Strom- bzw. Gasvertrieb erfasst. In den „Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors“ werden neben den Wasser- und Wärmeaktivitäten alle anderen unternehmerischen Aktivitäten inklusive des Beteiligungsbereichs zugeordnet.

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Abbildung 15: Fernwärmeabsatz WiPlan

Die vor allem der Strom- und Fernwärmeversorgung der Kunden im eigenen Netzgebiet dienende, überwiegend wärmegeführte Energieproduktion des Flensburger Heizkraftwerks ist aufgrund der erreichten Wirkungsgrade durch vergleichsweise sehr niedrige Kohleeinsatzkosten geprägt. Indes fallen künftig steigende Aufwendungen für den Verbrauch von Emissionszertifikaten ins Gewicht. Das Unternehmen kann in 2015 zu einem Teil unentgeltlich zugeteilte Zertifikate verwerten, zur Deckung des Gesamtbedarfs müssen aufgrund einer sinkenden Zuteilungsmenge aber anteilig mehr Zertifikate entgeltlich erworben werden als im Vorjahr. Die Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr bewegt sich leicht unter dem Wert des Berichtsjahrs und spiegelt abermals die Konsolidierung im Kerngeschäft. In 2015 ist, bedingt durch das Kessel 12-Projekt, ein noch immer hohes Investitionsvolumen vorgesehen, durch den eingetretenen Projektfortschritt allerdings bereits deutlich unter dem Vorjahr. Mit der starken Investitionstätigkeit wird der Substanzerhalt umgesetzt – einer wesentlichen strategischen

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F. Chancen- und Risikobericht Mit einem mehrfach jährlich aktualisierten Risikomanagementsystem werden wesentliche Unternehmensrisiken erfasst und bewertet. Ein wesentliches Ziel ist die Risikominimierung

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Geschäftsbericht 2014 Lagebericht Stadtwerke Flensburg GmbH

Geschäftsbericht 2014 Lagebericht Stadtwerke Flensburg GmbH

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Anreizregulierung mit Vorschlägen zu deren künftigen Ausgestaltung vorgelegt. Die Novelle der Anreizregulierung wird zeigen, wie investitionsfreundlich die Rahmenbedingungen für Verteilnetze künftig gestaltet sein werden angesichts des im Zuge der Energiewende bestehenden erheblichen Investitionsbedarfs in den nächsten Jahren. Wichtige Weichenstellungen können auch von der Ausgestaltung der vorgesehenen Novelle des KWK-Gesetzes ausgehen. In dem Koalitionsvertrag der Regierungskoalition ist das Ausbauziel eines 25-prozentigen Stromanteils der hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) bis zum Jahr 2020 vereinbart. Dieses Ziel wäre nur zu erreichen, wenn die KWK-Förderung den aktuellen Marktbedingungen Rechnung trägt. Aus der möglichen KWK-Förderung von Bestandsanlagen ergäben sich große Chancen für die Stadtwerke Flensburg. Mit dem Neubauprojekt „Kessel 12“ beim Flensburger Heizkraftwerk gehen Kosten- und Terminrisiken einher. Das Unternehmen setzt nach wie vor auf sein effektives Projektmanagement in Eigenregie und ein stringentes Kosten- und Termincontrolling. Diese Risiken werden allerdings dadurch deutlich gemindert, dass inzwischen der Baufortschritt weit gediehen ist und über einen Großteil des Budgets bereits verfügt wurde, während zugleich das Projekt kosten- und terminmäßig im Plan liegt. Die zum Vorjahresstichtag bestehende Gefahr von Terminverzögerungen und Kostensteigerungen durch die damals eingetretene Insolvenz des Auftragnehmers für das Los „Abhitzekessel“, einem der drei Haupt-Anlagenkomponenten der GuD-Anlage, konnte in 2014 durch die Beauftragung eines neuen Lieferanten rasch abgewendet werden. Die eingetretene zeitliche Verzögerung bei dem Teilprojekt Abhitzekessel konnte weitgehend aufgeholt werden, wodurch keine negativen Auswirkungen auf den Fortschritt des Gesamtprojekts zu erwarten sind. Auch die zum Vorjahresstichtag bestehende Gefahr einer nicht rechtzeitigen Erdgasanbindung der GuDAnlage an die Ferngasleitung besteht mittlerweile nicht mehr. Die Leitung wurde inzwischen in Betrieb genommen. Die Klage gegen den Leitungsbau wurde zurückgenommen, nachdem das Oberverwaltungsgericht eine aufschiebende Wirkung für die Baumaßnahme abgelehnt hatte. Die Stadtwerke Flensburg haben die Finanzierung des Gesamtprojekts „Kessel 12“ außer über Eigenmittel über von einem Bankenkonsortium bereitgestellte unbesicherte Fremdmittel in Höhe von 85 Mio. EUR sichergestellt. In dieser Hinsicht bestehen Covernance-Vorgaben, deren Nichteinhaltung für das Unternehmen mit erhöhten Zinsaufwendungen oder sonstigen erhöhten Aufwendungen einhergehen kann. Auch wenn bei der Umgestaltung der Erzeugungslandschaft zurzeit noch die Risiken aus den Bauvorhaben im Vordergrund stehen, sind deutliche positive Wirkungen für die Zeit

nach dem Projektabschluss zu erwarten. Das Kessel 12-Projekt sichert nachhaltig die Zukunftsfähigkeit des Flensburger Erzeugungsstandorts, unter anderem auch durch deutliche Effizienzsteigerungen in der Energieproduktion, durch flexiblere Einsatzmöglichkeiten des Heizkraftwerks wie auch durch modernisierte, verschlankte Strukturen vor allem im Personalbereich. Die Einsatzplanung der Anlagen mit der GuD-Anlage wird derzeit konzeptionell erarbeitet. Bei der Energieerzeugung in Kraft-Wärme-Kopplung sind Emissionszertifikate seit dem Beginn der dritten Emissionshandelsperiode für den kompletten Anteil der Stromerzeugung zu erwerben. Für den Anteil der in Kraft-Wärme-Kopplung erzeugten Wärmeproduktion wird eine anfänglich weitgehend kostenlose Zuteilung von Zertifikaten stufenweise reduziert, so dass ab 2027 auch diese Zertifikate vollständig zu erwerben sind. Von daher wird der Erwerb von Emissionsberechtigungen ein immer wichtigerer Kostenfaktor bei der Energieproduktion des Heizkraftwerks. Das von der EU eingeführte, seit März 2014 praktizierte Backloading hat bisher nur zu einem recht begrenzten Preisanstieg der Emissionszertifikate geführt. Da die Reformbemühungen zur Stabilisierung des Emissionshandelssystems weitergehen, ist längerfristig dennoch mit dem Risiko deutlich steigender Zertifikate-Preise zu rechnen. Der durch den verfolgten Energiemix im Flensburger Heizkraftwerk auch bislang schon reduzierte Bedarf an Emissionsberechtigungen wird durch den Einsatz der GuD-Anlage künftig noch weiter sinken. Im Stromvertrieb mit seinen wettbewerbsbedingt eng kalkulierten Margen bestehen Risiken für den Fall, dass einzelne Sondervertragskunden ausfallen. Bei den externen Stromvertriebsaktivitäten des Unternehmens besteht zudem auch das Risiko, dass die beschafften Strommengen mit der prognostizierten Nachfrage nicht übereinstimmen. Das kann zu benötigten Mehr- oder Mindermengen führen, die das Unternehmen dann über den Spotmarkt auszugleichen sucht. Bei zu hohen Einkaufsmengen und anhaltendem Preisverfall der Börsenstrompreise wäre z. B. ein solcher Ausgleich nur mit Verlust möglich. Der Ausgleich über den Spotmarkt kann sich gegebenenfalls aber auch als Chance erweisen. U. a. regelt eine Beschaffungs-Commodity-Richtlinie hier die geeigneten Verfahrensweisen des Unternehmens. Beträchtliche Chancen bestehen vor allem auch im externen Stromgeschäft des Unternehmens, soweit es gelingt, Stromabsatz und Kundenzahl deutlich zu steigern und vom Unternehmen nicht beeinflussbare Kosten in hinreichendem Maße an die Kunden weiterzugeben. Bei den Geschäftskunden kann allein schon der Zugewinn weniger besonders großer Kunden zu maßgeblichen Absatzsteigerungen beitragen. Im Privatkundengeschäft Strom ergibt sich eine gewisse Chance auch

aus der zugenommenen kritischen Aufmerksamkeit der Medien gegenüber Billigstromanbietern mit ungünstigen Vertragsbedingungen. Je nach Witterungsverlauf birgt das Fernwärmegeschäft gleichermaßen Chancen wie Risiken für das Unternehmen. Im Extremfall kann sich dies erheblich auf die Ertragslage auswirken. Die Zuwachsmöglichkeiten durch Neukundenakquisition sind indes bei der Fernwärme angesichts einer bereits realisierten fast vollständigen Anschlussdichte im Flensburger Raum begrenzt. Im Rahmen der Teilstrategie Netze werden derzeit die Chancen neuer Geschäftsfelder im Netzbereich geprüft. So verfügt das Unternehmen bereits über leistungs- und ausbaufähige Lichtwellenleiter-Netzstrukturen, wodurch die Ausweitung zu einem eigenen Geschäftsfeld im Bereich Breitbandnetz/ Telekommunikation sich als eine Möglichkeit darstellt. Ebenso wie im Kraftwerk werden die operativen Betriebsrisiken durch regelmäßige Wartungen und Instandhaltungen, hohe Sicherheitsstandards sowie die Erneuerung älterer Anlagen minimiert. Finanzwirtschaftliche Risiken bestehen im beherrschbaren Rahmen. Der nicht über Festzinskonditionen dargestellte Anteil der Kessel 12 Finanzierung wird über Zinsswaps abgesichert. Die daraus zu erwartenden Zinsbelastungen sind sowohl im Wirtschaftsplan als auch in der Mittelfristplanung berücksichtigt. Durch vorhandene Überziehungslinien können kurzfristige Mittelbedarfe abgedeckt werden. Die aus den Beteiligungsaktivitäten der Vergangenheit resultierenden Risiken sind nunmehr beherrschbar. Mit der beschlossenen Abwicklung der IT-Power trennt sich das Unternehmen von weiteren nicht zum Kerngeschäft gehörenden Aktivitäten. Ein Prozessrisiko besteht noch aus der Insolvenz der Enkelgesellschaft Flensburger Förde Energiegesellschaft. Entsprechende Risikovorsorge wurde im Berichtsjahr getroffen. Ein Projekt zur Optimierung der energiewirtschaftlichen IT-Landschaft wurde zum Ende des Berichtsjahres in der Zusammenarbeit mit einem Dienstleister gestoppt. Derzeit werden die Optionen für eine Fortführung dieser Optimierungsmaßnahmen bewertet. Mit den bestehenden Lösungen bleibt das Unternehmen jedoch handlungsfähig.

politische Rahmen voraussichtlich noch nicht kalkulierbare langfristige Rahmenbedingungen aufzeigen wird. Genau das aber wäre am allermeisten wünschenswert. Sicherlich wird die Bundesregierung im Laufe des Jahres 2015 die Frage eines Kapazitätsmarktes intensiv diskutieren. Ob sie sich dabei eine einheitliche, klare und stabile Meinung bildet, ist aber fraglich. Inwiefern davon die Stadtwerke Flensburg mit ihren Erzeugungsanlagen betroffen sind, wird sich erst nachgelagert zeigen. Die langfristige Neugestaltung des EEG wird angesichts der vielen offenen Fragen wohl kaum im nächsten Jahr geklärt werden. Auch hinsichtlich der Umgestaltung der Anreizregulierung ist noch keine eindeutige Richtung zu erkennen. Weder die Branchenverbände noch die Regulierungsbehörden des Bundes und der Länder vertreten hier derzeit eine einheitliche Meinung. Vor diesem Hintergrund bleibt völlig offen, wie die Bundesregierung die selbstgesteckten CO2-Minderungsziele erreichen will. Eine naheliegende Option wäre es, zumindest für die KWK-Anlagen eine tragbare Übergangslösung zu schaffen.   Den Unternehmen bleibt angesichts dieser Situation nur die Strategie, sich möglichst flexibel aufzustellen und auf verschiedene denkbare Entwicklungen einzustellen. Unabhängig von der konkreten Entwicklung der Rahmenbedingungen sollte jedoch der Blick auf die Kundenbeziehung geschärft werden. Hier besteht langfristig die Notwendigkeit, die Kundenbindung zu festigen und weiterzuentwickeln. Daneben sollte sich der Blick auch nach innen richten: Der Kurs der Effizienzsteigerung und der Verbesserung der Unternehmenssteuerung in allen Bereichen der Wertschöpfung muss fortgesetzt werden, auch um schnell auf die noch unbekannte Entwicklung der Rahmenbedingungen reagieren zu können.

Gesamtaussage zur Chancen- und Risikolage Es bedarf keiner besonderen Fähigkeiten, um die wenig gewagte These zu treffen, dass auch im Jahr 2015 der energie-

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Geschäftsbericht 2014 Bilanz Stadtwerke Flensburg GmbH

Geschäftsbericht 2014 Bilanz Stadtwerke Flensburg GmbH

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Bilanz Stadtwerke Flensburg GmbH
AKTIVSEITE A.	Anlagevermögen 	 I.	 Immaterielle Vermögensgegenstände 1.	 entgeltlich erworbene Nutzungsrechte 		 Anhang-Nr. (1) 	 31.12.2014 in EUR 	 	242.251.156,67 	2.318.483,37 	2.318.483,37 	0,00 	233.453.130,92

zum 31. Dezember 2014

Vorjahr in EUR

PASSIVSEITE A. 	Eigenkapital 	 	 I. 	 Gezeichnetes Kapital III.	Gewinnrücklagen 	 II.	Kapitalrücklage 	 IV.	Bilanzgewinn/Jahresfehlbetrag B.	Empfangene Ertragszuschüsse C. 	 Rückstellungen 		 1.	 Rückstellungen für Pensionen 			 und ähnliche Verpflichtungen 	 		 		 2.	Steuerrückstellungen 3. 	 Sonstige Rückstellungen

Anhang-Nr.

	

31.12.2014 in EUR

	

Vorjahr in EUR

	205.784.778,42 	2.750.334,71 	2.458.378,37 		 	291.956,34 	194.670.606,22

	108.160.172,99 	56.000.000,00 	14.249.271,66 	29.994.337,35 	7.916.563,98 (5) 	3.290.403,75 	27.360.579,00

	103.243.609,01 	56.000.000,00 	14.249.271,66 	44.695.853,18 	-11.701.515,83 	4.188.968,32 	24.368.443,22

		 2.	 Geleistete Anzahlungen 			 auf immaterielle Vermögensgegenstände 	 II.	Sachanlagen 		 1.	 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 		 			 einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 		 		 		 	 		 		 		 2.	 Technische Anlagen und Maschinen 3.	 Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.	 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau (2) 1.	 Anteile an verbundenen Unternehmen 2.	 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.	Beteiligungen

		 		 	24.223.139,07 	25.235.623,83 	141.292.192,62 	7.870.580,32 	60.067.218,91 	6.479.542,38 	1.164.322,56 	1.250.000,00 	1.369.646,60 	 	2.365.921,79 	2.607,59 	327.043,84 	47.148.452,87 	14.425.667,62 	12.905.167,39 	941.072,40 	479.188,83 	100.239,00 (3) (4) 	31.539.014,28 	22.105.745,64 	2.604.177,69 	123.631.343,62 	8.812.611,32 	36.991.027,45 	8.363.837,49 	2.694.322,56 	1.410.000,00 	1.369.646,60 	 	2.458.100,56 	2.607,59 	429.160,18 	69.642.255,27 	13.539.266,77 	12.068.333,51 	0,00 	1.387.712,26 	83.221,00 	28.792.796,31 	15.031.514,43 	1.738.192,71

III.	Finanzanlagen

		 		 	4.015.771,00 	4.071.628,00 	2.704.298,65 (6) (7) 	20.640.509,35 	153.131.289,59 	111.581.110,80 	344.894,92 	15.442.971,50 (8) 	3.529.430,12 	 (9) 3.986,03 	278.763,83 	20.018.051,39 	144.261.789,65 	115.885.446,52 	325.537,84 	13.847.118,98 	2.261.701,51 	 0,00

D. 	 Verbindlichkeiten 		 		 		 		 1. 	 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.	 Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3. 	 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4. 	 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

		 4.	 Ausleihungen an Unternehmen, 			 mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 		 		 5.	 Wertpapiere des Anlagevermögens 6.	 Sonstige Ausleihungen

B.	Umlaufvermögen 	 I.	Vorräte 		 		 		 		 	 		 		 1.	 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.	Emissionsrechte 3.	 Unfertige Leistungen 4.	 Fertige Erzeugnisse 1.	 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.	 Forderungen gegen verbundene Unternehmen

		 5. 	 Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, 			 mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 		 6. 	 Sonstige Verbindlichkeiten 			(davon aus Steuern: 			 11.025.908,58 EUR, Vj: 4.086.841,10 EUR) 			 (davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 			 6.319,40 EUR, Vj: 4.087,50 EUR) E.	Rechnungsabgrenzungsposten

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		 		 		 		 	22.228.896,22 	11.941.984,80 	152.067,62 	309.054,75

II.	 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

		 3.	 Forderungen gegen Unternehmen, 			 mit denen 	 in Beteiligungsverhältnis besteht e 		 4.	 Sonstige Vermögensgegenstände 	 III.	 Kassenbestand, Guthaben 		 bei Kreditinstituten und Schecks C. 	 Rechnungsabgrenzungsposten

		 		 	693.720,37 	198.387,42 	6.135.370,58 	1.183.770,97 	2.694.903,41 	292.094.512,95 	11.824.701,75 	27.310.192,19 	944.831,26 	276.371.864,95 	292.094.512,95 	276.371.864,95

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Geschäftsbericht 2014 Gewinn- und Verlustrechnung Stadtwerke Flensburg GmbH

Geschäftsbericht 2014 Anhang Stadtwerke Flensburg GmbH

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Gewinn- und Verlustrechnung Stadtwerke Flensburg GmbH
Anhang-Nr. 1.	Umsatzerlöse 	 	Umsatzerlöse mit Strom- und Erdgassteuer abzüglich Strom- und Erdgassteuer (10) 				 2014 in EUR 	 			 376.378.551,96 			 402.070.763,70 				 25.692.211,74 				 -891.505,43 				 3.733.660,14 (11) 				 8.450.716,70 	 5. 	 Materialaufwand 	 	 	 	 a. 	 Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe b. 	 Aufwendungen für Emissionsrechte c. 	 Aufwendungen für bezogene Leistungen a.	 Löhne und Gehälter (12) 387.671.423,37 			 285.931.312,88 				 269.777.925,96 				 239.330,75 				 15.914.056,17 				 41.444.500,31 				 31.975.234,94 	 				 9.469.265,37 				 17.466.561,18 (13) 				 19.168.579,57 				 6.028.647,18 			 	13.139.932,39 	 9. 	Erträge aus Beteiligungen 	 (davon aus verbundenen Unternehmen: 	 0,00 EUR, Vj: 50.941,00 EUR) 	 (davon aus Gewinnabführung: 	 0,00 EUR, Vj: 50.941,00 EUR) 10.	Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen 	 des Finanzanlagevermögens 	 (davon aus verbundenen Unternehmen: 	 78.614,04 EUR, Vj: 84.710,04 EUR) 11.	Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 	 (davon aus verbundenen Unternehmen: 	 118.912,62 EUR, Vj: 102.663,96 EUR) 12.	Abschreibungen auf Finanzanlagen 13.	Aufwendungen aus Verlustübernahme 14.	Zinsen und ähnliche Aufwendungen 	 (davon an verbundene Unternehmen: 	 0,00 EUR; Vj: 0,00 EUR) 15.	Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 16.	Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 17.	Sonstige Steuern 18.	Jahresüberschuss/ -fehlbetrag 19.	Vorabausschüttungen 20.	Bilanzgewinn/ -verlust (14) 				 564.863,64 (15) 				 500.000,00 				 2.597.688,33 364.010.953,94 	

für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014

Anhang Stadtwerke Flensburg GmbH
I. Angaben zur Form und Darstellung von Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2014 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. wird durch Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus der Rückstellung für Deputate und aus der Bildung von Drohverlustrückstellungen, die passiven latenten Steuern ergeben sich aus gebildeten Rücklagen nach § 6 b EStG und Rücklagen für Ersatzbeschaffung gemäß R 6.6 EStR. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein Steuersatz von 30,11 Prozent zu Grunde. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und Deputate erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2005 G. Der Rückstellung für Pensionen liegen ein Rechnungszinssatz von 4,62 Prozent, eine Lebenshaltungskostensteigerungsrate von 1,0 Prozent und eine Anpassungsrate der laufenden Renten von 1,0 Prozent zu Grunde. Die Rückstellung für Deputate berücksichtigt einen Rechnungszinssatz von 4,62 Prozent, eine Preissteigerungsrate von 1,5 Prozent sowie eine Fluktuationsquote von 1,4 Prozent. Die Rückstellung für eine Sterbegeldverpflichtung wurde mit einem Rechnungszins von 4,62 Prozent, einer Einkommenssteigerungsrate von 2,40 Prozent und einer Fluktuationsquote von 1,40 Prozent gebildet. Die übrigen Rückstellungen sind nach Berücksichtigung erkennbarer Risiken in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt worden, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2005 G mit einem Rechnungszinssatz von 2,91 Prozent sowie einem Einkommenstrend von 2,4 Prozent bewertet. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert. Die Erstbewertung der Geschäftsvorfälle in Fremdwährung erfolgt zum Umrechnungskurs zum Zeitpunkt des Eigentumsüberganges. Die Folgebewertung wird nach § 256 a HGB durchgeführt. 2. Veräußerung von Unternehmensbeteiligungen Mit Vertrag vom 19.12.2013 (UR1917/2013) erfolgte zum 01.01.2014 die Übertragung der Geschäftsanteile in Höhe von 50,941 Prozent an der TRIGIS GeoServices GmbH mit Sitz in Korbußen an die Mitgesellschafter der TRIGIS GeoServices GmbH mit Sitz in Korbußen zum vereinbarten Kaufpreis von 1.030.000,00 EUR. 3. Angaben zu Positionen der Bilanz (1) Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Von den im Anlagenspiegel aktivisch

Vorjahr in EUR

	321.496.171,14 	342.199.368,53 	20.703.197,39 		 	843.800,17 	3.065.763,70 	7.176.577,06 	332.582.312,07 	240.201.878,26 	 	 	 	 222.817.559,05 221.193,75 17.163.125,46 30.685.249,70

2. 	 Minderung/ Erhöhung des Bestandes 	 an unfertigen Leistungen und fertigen Erzeugnissen 3. 	Andere aktivierte Eigenleistungen 4. 	 Sonstige betriebliche Erträge

II. Erläuterungen zu den Positionen von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung bezüglich Ausweis, Bilanzierung und Bewertung 1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.	 Auf die in den Herstellungskosten enthaltenen eigenen Leistungen werden angemessene Material- und Fertigungsgemeinkostenzuschläge berechnet. Bei Zugängen vor 2008 wurde, soweit zulässig, die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Ab dem Jahr 2008 erfolgen die Abschreibungen nach der linearen Methode. Aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Stadtwerke Flensburg GmbH werden in der Handelsbilanz die steuerlichen Regelungen des § 6 Abs. 2 a EStG übernommen. Im Bereich des Anlagevermögens wird für Reserveteile der Erzeugung ein Festwert gemäß § 240 HGB geführt. Kapitalzuschüsse werden von den Anschaffungskosten des Anlagevermögens abgesetzt. Empfangene Ertragszuschüsse werden seit dem Jahr 2003 ebenfalls unmittelbar von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzt und gesondert im Anlagenspiegel ausgewiesen. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten, ggf. vermindert um Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB, ausgewiesen. § 253 Abs. 5 HGB wurde beachtet. Die Vorräte sind zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Soweit erforderlich, wurden Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 4 HGB vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Berücksichtigung des erkennbaren Ausfallrisikos bewertet. Die Gesamtdifferenzbetrachtung der Latenzposten ergibt zum Bilanzstichtag einen Aktivüberhang. Auf eine Bilanzierung

6. 	 Personalaufwand 	 b. 	 Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 		 		 und für Unterstützung (davon für Altersversorgung: 		 3.111.677,03 EUR, Vj: 3.164.282,66 EUR) 	 	 	 7. 	Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen a. 	 Konzessionsabgabe b. 	 Übrige Aufwendungen

	40.213.926,79

9.528.677,09

	14.795.872,76 	23.310.653,08 	 	 	 6.192.721,01 17.117.932,07 318.522.330,89

8. 	 Sonstige betriebliche Aufwendungen

				 17.611,18 	 				 331.917,89

		 	74.382,63 		 		 	345.519,60 		 		 	145.790,83 	17.060.430,17 	1.718.302,61 		 	3.508.446,54 	 -21.721.486,26 	-7.661.505,08 	3.591.614,26 	448.396,49 	4.040.010,75 	-11.701.515,83 	0,00 	-11.701.515,83

				 5.109.955,07 	 -7.293.250,69 				 16.367.218,74 				 4.963.017,92 				 487.636,84 				 5.450.654,76 	10.916.563,98 	-3.000.000,00 	7.916.563,98

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Geschäftsbericht 2014 Anhang Stadtwerke Flensburg GmbH

Geschäftsbericht 2014 Anhang Stadtwerke Flensburg GmbH

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abgesetzten Kapitalzuschüssen für das Geschäftsjahr 2014 entfallen 4,5 Mio. EUR auf empfangene Ertragszuschüsse.
Sitz der Gesellschaft Anteile an verbundenen Unternehmen: 	Unmittelbare Beteiligungen AWZ Abfallwirtschaftszentrum Flensburg GmbH Aktiv Bus Flensburg GmbH Flensburger Hafen GmbH Flensburger Flughafenbetriebsgesellschaft mbH IT-Power GmbH Förde Bäder GmbH Campusbad Vermietungsgesellschaft mbH 	 Mittelbare Beteiligungen Flensburger Verkehrsservice Gesellschaft mbH Flensburg Flensburg Flensburg Flensburg Flensburg Flensburg Flensburg Flensburg

(2) Der Anteilsbesitz der Stadtwerke Flensburg GmbH stellt sich nach § 285 Nr. 11 HGB per 31.12.2014 wie folgt dar:
Anteil am Kapital % Eigenkapital EUR 	 100 100 100 100 100 100 100 	-1.479.071,56 	1.000.000,00 	52.000,00 	52.000,00 	500.000,00 	25.000,00 	460.953,16 	 	 	 	 	 0,00 *1 0,00 *1 0,00 *1 0,00 *1 0,00 *1 0,00 *1 -11.393,46 Jahresergebnis EUR

(7) Für die Verbindlichkeiten bestehen folgende Restlaufzeiten:
Gesamt TEUR Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Vorjahr) Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (Vorjahr) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr) 	 Davon gegenüber der Gesellschafterin 	(Vorjahr) 	111.581 	(115.885) 	 345 	(326) 	15.443 	(13.847) 	0 	(1) davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr TEUR 	7.601 	(16.340) 	345 	(326) 	15.443 	(13.847) 	0 	(1) 	3.529 	(2.262) 	4 	(0) 	19.914 	(9.612) 	24 	(16) 	11.026 	(4.087) 	6 	(4) 	46.836 	 (42.387) von 1 bis 5 Jahre TEUR 	59.433 	(42.866) 	0 	(0) 	0 	(0) 	0 	(0) 	0 	(0) 	0 	(0) 	2.315 	(2.329) 	0 	(0) 	0 	(0) 	0 	(0) 	61.748 	 (45.195) über 5 Jahre TEUR 	44.547	 	(56.679) 	0 	(0) 	0 	(0) 	0 	(0) 	0 	(0) 	0 	(0) 	0 	(1) 	0 	(0) 	0 	(0) 	0 	(0) 	44.547 	 (56.680)

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 	3.529 (Vorjahr) 	(2.262) Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (Vorjahr) Sonstige Verbindlichkeiten (Vorjahr) 	 Davon gegenüber der Gesellschafterin 	(Vorjahr) 	 Davon aus Steuern 	(Vorjahr) 	4 	(0) 	22.229 	(11.942) 	24 	(16) 	11.026 	(4.087) 	6 	(4) 	153.131 	 (144.262)

100

	

28.619,04

0,00 *2

*1) mit vorgenannten Gesellschaften bestehen Ergebnisabführungsverträge *2) bei vorgenannter Gesellschaft besteht ein mittelbarer Ergebnisabführungsvertrag

Von den Ausleihungen an verbundene Unternehmen entfallen 1,0 Mio. EUR auf die Flensburger Hafen GmbH und 0,25 Mio. EUR auf die Flensburger Flughafenbetriebsgesellschaft mbH. Die Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten 2,4 Mio. EUR an die Trianel Windkraftwerk Borkum GmbH & Co. KG. In den sonstigen Ausleihungen sind langfristige Kunden- und Baudarlehen in Höhe von 0,3 Mio. EUR enthalten. (3) Die ausgewiesenen Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig. (4) Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten die Erlösabgrenzung für Energielieferungen in Höhe von 121,3 Mio. EUR für Verbräuche, die zwischen Ablese- und Bilanzstichtag entstanden sind, vor Saldierung mit den erhaltenen, nicht abgerechneten Bruttoabschlagsbeträgen. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind 58,6 TEUR aus Nebengeschäften mit der Gesellschafterin enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten 167,4 TEUR aus Lieferungen und Leistungen. (5) Die empfangenen Ertragszuschüsse enthalten Zuschüsse der Kunden zu den Netzkosten und den Hausanschlusskosten. Die bis 2002 empfangenen Ertragszuschüsse werden mit einer jährlichen Rate von 5,0 Prozent der Ursprungswerte zugunsten der Umsatzerlöse aufgelöst. Die ab 2003 empfangenen Ertragszuschüsse werden direkt von den Anschaffungs- und Herstellungskosten des jeweiligen Leitungsnetzes abgesetzt.

(6) Die sonstigen Rückstellungen setzen sich u.a. zusammen aus Rückstellungen für Urlaubsansprüche, Überstundenvergütungen, Gleitzeitausgleich und Berufsgenossenschaftsbeiträge von zusammen 2,6 Mio. EUR und für Altersteilzeitverpflichtungen und Jubiläumszuwendungen in Höhe von 0,6 Mio. EUR. Aus der Abrechnungsverpflichtung für Jahresverbrauchsabrechnung und interne Abschlusskosten besteht eine Rückstellung über insgesamt 1,2 Mio. EUR. Des Weiteren bestehen Rückstellungen für Rekultivierungsmaßnahmen in Höhe von 0,9 Mio. EUR, für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und für Prozessrisiken über insgesamt 1,1 Mio. EUR und für am Stichtag ausstehende Rechnungen in Höhe von 13,7 Mio. EUR.

	 Davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 	(Vorjahr) Summe (Vorjahr)

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 0,5 Mio. EUR durch Bürgschaften der Gesellschafterin und von den sonstigen Verbindlichkeiten sind 27,5 TEUR für Arbeitnehmerdarlehen durch eine Bürgschaft der Nord-Ostsee Sparkasse gesichert. (8) In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind aus Lieferungen und Leistungen 0,2 Mio. EUR (Vorjahr 0,3 Mio. EUR) enthalten. (9) Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen 4,4 Mio. EUR (Vorjahr 4,1 Mio. EUR) aus Umsatz-, Lohn- und Kirchensteuer gegenüber dem Finanzamt Flensburg, 2,3 Mio. EUR gegenüber der Gemeinde Harrislee aus der stillen Beteiligung und 6,6 Mio. EUR (Vorjahr 30 TEUR) aus Steuerverbindlichkeiten gegenüber dem Hauptzollamt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden für Guthaben aus der Jahresverbrauchsabrechnung betragen zum Stichtag 5,1 Mio. EUR (Vorjahr 1,96 Mio. EUR), davon 23,9 TEUR gegenüber der Gesellschafterin. Für durch Bürgschaften gesicherte Arbeitnehmerdarlehen besteht eine Verbindlichkeit in Höhe von 27,5 TEUR (Vorjahr 47,6 TEUR) und aus der Abgrenzung von Darlehenszinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig sind, besteht eine Verbindlichkeit in Höhe von 0,3 Mio. EUR

(Vorjahr 0,8 Mio. EUR). Des Weiteren enthält der Posten Verbindlichkeiten für Abgaben aus der Grundwasserentnahme, für Emissionsrechte und für zur Auszahlung an Kunden vorgesehene KWK Fördermittel von rd. 1,0 Mio. EUR. 4. Angaben zu Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung (10) Die Umsatzerlöse (vor Abzug von Stromsteuer) in Höhe von 402,1 Mio. EUR setzen sich wie folgt zusammen:
Elektrizitätsversorgung inkl. Stromsteuer Fernwärmeversorgung Gasverteilung inkl. Erdgassteuer Wasserversorgung Sonstige Umsatzerlöse 	 	 	 	 	 326,8 Mio. EUR 63,1 Mio. EUR 0,9 Mio. EUR 8,5 Mio. EUR 2,8 Mio. EUR

Die Umsatzerlöse der Elektrizitätsversorgung und der Gasverteilung beinhalten die an die Kunden weiterberechnete und an das Hauptzollamt abgeführte Strom- und Erdgassteuer in Höhe von zusammen 25,7 Mio. EUR. In der Gesamtbetrachtung sind im Geschäftsjahr periodenfremde Erlösminderungen in Höhe von 0,8 Mio. EUR aus dem Verbrauch und der Auflösung der Erlösabgrenzung 2013 für Energielieferungen enthalten.

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Geschäftsbericht 2014 Anhang Stadtwerke Flensburg GmbH

Geschäftsbericht 2014 Anhang Stadtwerke Flensburg GmbH

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(11) Wesentlichen Anteil an den sonstigen betrieblichen Erträgen haben im Geschäftsjahr Erträge aus einzelwertberichtigten und abgeschriebenen Forderungen, Erstattungen von Mahnkosten und Frankaturerträge von zusammen 1,9 Mio. EUR und Erträge der dezentralen Einspeisung durch den Trafo Weding von 1,1 Mio. EUR sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 2,2 Mio. EUR. Im Geschäftsjahr wurden neben den Rückstellungsauflösungen weitere periodenfremde Erträge in Höhe von 1,5 Mio.EUR gebucht, davon entfallen 0,5 Mio. EUR auf die Rücknahme einer Wertberichtigung für eine Anzahlungsbürgschaft und 0,7 Mio. EUR auf Endabrechnungen für den Bezug von EEG-Strom 2013. Aus Anlagenabgängen und Zuschreibungen ergab sich ein Ertrag in Höhe von 0,2 Mio. EUR. (12) Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren betreffen im Wesentlichen den Energiebezug und den Brennstoffeinsatz in der Kraft-Wärme-Kopplung. (13) Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten die Konzessionsabgaben in Höhe von 6,0 Mio. EUR (Vorjahr 6,2 Mio. EUR), Aufwendungen aus der Kohlepreissicherung in Höhe von 1,0 Mio. EUR (Vorjahr 2,3 Mio. EUR) und 2,5 Mio. EUR aus Abschreibungen und Wertberichtigungen zu Forderungen (Vorjahr 4,2 Mio. EUR). Aus der Zuführung zu einer Rückstellung für Prozessrisiken resultiert ein Aufwand von 1,0 Mio. EUR. Aus Abgaben und Gebühren ergab sich ein Aufwand von 0,8 Mio. EUR (Vorjahr 0,8 Mio. EUR) und für Beratungsleistungen und Aus- und Fortbildungskosten wurden insgesamt 0,8 Mio. EUR (Vorjahr 1,4 Mio. EUR) aufgewendet. (14) Die Erträge aus der Abzinsung im Sinne von § 277 Abs. 5 Satz 1 HGB belaufen sich im Geschäftsjahr auf 2 TEUR (Vorjahr 9 EUR). Die Aufwendungen aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen belaufen sich auf 429 TEUR (Vorjahr 399 TEUR). (15) Die Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 0,5 Mio. EUR betreffen die Beteiligung an der IT-Power GmbH, Flensburg. Eine Werthaltigkeitsprüfung machte im Geschäftsjahr eine Korrektur des Beteiligungsansatzes notwendig.

Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung beliefen sich die Gesamtbezüge auf 131,0 TEUR. Die für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung gebildeten Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen betragen 1,7 Mio. EUR sowie für pensionsähnliche Verpflichtungen 54,7 TEUR. Die Pensionsverpflichtungen sind durch Bürgschaften abgesichert. Die Aufwendungen für die Mitglieder des Aufsichtsrates betrugen 60,0 TEUR. 2. Belegschaft Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:
2014 Arbeitnehmer insgesamt davon in Vollzeit davon in Teilzeit Auszubildende 	715 	577 	82 	56 2013 	730 	592 	80 	58

Mit den Tochtergesellschaften Aktiv Bus Flensburg GmbH, AWZ Abfallwirtschaftszentrum Flensburg GmbH, Flensburger Flughafenbetriebsgesellschaft mbH, Flensburger Hafen GmbH, IT-Power GmbH, Förde Bäder GmbH und Campusbad Vermietungsgesellschaft mbH sowie der Enkelgesellschaft Flensburger Verkehrsservice Gesellschaft mbH besteht ein Cash Clearing, welches die Stadtwerke Flensburg GmbH verpflichtet, die Konten täglich auszugleichen. Des Weiteren ist die Gesellschaft Mitglied in der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL). Die hierüber versicherten Mitarbeiter der Gesellschaft bzw. deren Hinterbliebene erhalten hieraus Versorgungs- und Versicherungsrenten, Sterbegelder sowie Abfindungen. Aufgrund der umlagefinanzierten Ausgestaltung der VBL besteht eine Unterdeckung in Form der Differenz zwischen den von der Einstandspflicht erfassten Versorgungsansprüchen und dem anteiligen, auf die Stadtwerke Flensburg GmbH entfallenden Vermögen der VBL. Die für eine Rückstellungsberechnung erforderlichen Daten der ausgeschiedenen Mitarbeiter werden von der Gesellschaft nicht vorgehalten. 4. Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten Im Zusammenhang mit der Aufnahme eines Konsortialkredits vom 04.11.2013, bestehend aus einer festverzinslichen Tranche B in Höhe von 40,0 Mio. EUR und der variabel verzinslichen Tranche A in Höhe von 45,0 Mio. EUR, wurden am 05.12.2013 in Bezug auf die Tranche A betrags-, tilgungsund fristenkongruente Zinsswapgeschäfte mit einer Laufzeit vom 30.06.2014 bis zum 31.10.2018 bei den am Konsortium beteiligten Banken abgeschlossen. Der Nominalwert der Zinsswapgeschäfte beträgt zum 31.12.2014 24,5 Mio. EUR. Die Zinsswaps, bei denen der variable Zinssatz gegen den fixen Zinssatz getauscht wird, dienen dem Zweck der vollständigen Beseitigung des Zinsänderungsrisikos, das sich aus der variablen Verzinsung auf Basis von 3-Monats-EURIBOR der Tranche A ergibt. Der negative Marktwert der Zinsswaps belief sich zum 31. Dezember 2014 auf insgesamt 2,07 Mio. EUR. Auf Basis der vereinbarten Konditionen werden die Zinsswaps und die korrespondierenden Darlehen der Tranche A als Bewertungseinheit zusammengefasst, weshalb ein Ansatz der Marktwerte in der Bilanz unterblieben ist. 5. Behandlung von Emissionsberechtigungen

Unit Amounts) ein Wert von 3,57 Mio. EUR ergeben. Ferner befinden sich im Bestand entgeltlich erworbene Emissionsrechte (EUA‘s) mit einem zum Bilanzstichtag beizulegenden Wert von insgesamt 0,9 Mio. EUR. Für die Abgabeverpflichtung nach dem Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz (TEHG) für die tatsächlich verursachten Emissionen im Geschäftsjahr 2014 werden die entgeltlich erworbenen EUA‘s zum Teil herangezogen. Eine entsprechende Verbindlichkeit wird im Jahresabschluss ausgewiesen. 6. Sonstige Angaben Für das Geschäftsjahr 2014 wurde die PKF FASSELT SCHLAGE Partnerschaft mbB, Duisburg zum Abschlussprüfer für die Stadtwerke Flensburg GmbH bestellt. Das Honorar für die Prüfungsleistungen ist im Anhang zum Konzernabschluss der Stadtwerke Flensburg GmbH dargestellt.

Für durchschnittlich 738 Beschäftigte der Gesellschaft bestand im Geschäftsjahr eine Zusatzversorgung bei der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL). Die Zusatzversorgung umfasst eine Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsrente sowie ein Altersruhegeld und eine Hinterbliebenenversorgung, für die eine Wartezeit von 60 Monaten erfüllt sein muss. Die zusatzversorgungspflichtigen Brutto-Löhne und BruttoGehälter betrugen im Berichtsjahr 30,8 Mio. EUR. Der Umlagesatz belief sich für 2014 auf 6,45 Prozent. Hinzu kam ein Sanierungsgeld von 1,23 Prozent. 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse Das Bestellobligo für die Folgejahre beträgt unter Berücksichtigung geleisteter Anzahlungen zum Bilanzstichtag rd. 117,3 Mio. EUR. Im Wesentlichen entfallen davon auf Verträge über Stromlieferungen 87,6 Mio. EUR, auf das Projekt „Kessel 12“ zum Neubau einer Gas- und Dampfturbinenanlage rd. 19,0 Mio. EUR, auf Kohleabnahmeverträge 1,6 Mio. EUR, für Netzsanierungs- und -ausbauarbeiten rd. 0,9 Mio. EUR und für den Transport von Brennstoffen und Aschen rd. 2,6 Mio. EUR. Es bestehen Verpflichtungen aus gegebenen Bürgschaften für verbundene Unternehmen in Höhe von 1,5 Mio. EUR. Gegenüber der AWZ Abfallwirtschaftszentrum GmbH (vormals MEISH Mittelständische Entsorgungsinitiative Schleswig-Holstein GmbH) wurde eine Patronatserklärung abgegeben.

Flensburg, 06. März 2015 Stadtwerke Flensburg GmbH

III. Ergänzende Angaben 1. Zusammensetzung der Organe, Aufwendungen für Organe und Organkredite Die Mitglieder des Aufsichtsrates und der Geschäftsführung sind unter Punkt 7 und 8 aufgeführt. (Vgl. S. 10 Geschäftsbericht)

Unentgeltlich ausgegebene Emissionsberechtigungen sowie die Abgabeverpflichtung für die im Geschäftsjahr verursachten Emissionen werden zum Bilanzstichtag zum Erinnerungswert angesetzt. Bei einer Betrachtung zum Zeitwert (EEX–Börsenpreis zum Bilanzstichtag) würde sich für die im Bestand befindlichen unentgeltlichen Emissionsrechte (EUA – European

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Geschäftsbericht 2014 Anlagenspiegel Stadtwerke Flensburg GmbH

Geschäftsbericht 2014 Anlagenspiegel Stadtwerke Flensburg GmbH

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Anlagenspiegel Stadtwerke Flensburg GmbH
Anschaffungs- und Herstellungskosten 01.01.2014 EUR I. 	 Immaterielle 	Vermögensgegenstände 	 1. 	 Nutzungsrechte 532.000,00 N 17.518.890,42 933.175,88 -2.284,00 8.917,19 18.990.699,49 15.060.512,05 500.072,00 N 1.113.916,07 -2.284,00 0,00 16.672.216,12 2.458.378,37 2.318.483,37 Zugänge EUR Abgänge EUR Umbuchungen + ./. EUR 31.12.2014 EUR 01.01.2014 EUR Zugänge EUR Abschreibungen Abgänge EUR Umbuchungen + ./. EUR 31.12.2014 EUR Buchwerte 01.01.2014 EUR 31.12.2014 EUR

	 2. 	 Geleistete Anzahlungen 		auf immaterielle 		Vermögensgegenstände

291.956,34 17.810.846,76

1.455.839,09 532.000,00 N 2.389.014,97

-5.990,00 -8.274,00

-5.167,67 3.749,52

1.736.637,76 20.727.337,25

0,00 15.060.512,05

1.736.637,76 500.072,00 N 2.850.553,83

0,00 -2.284,00

0,00 0,00

1.736.637,76 18.408.853,88

291.956,34 2.750.334,71

0,00 2.318.483,37

II. 	 Sachanlagen 	 1. 	 		 		 		 Grundstücke, grundstücks-	 gleiche Rechte u. Bauten 		 einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

60.570.566,76 624.524.369,75

72.554,78 -4.419.011,62 K 24.000.050,01 -2.400,00 K 52.511,00 N

-49.037,30 -22.916,25

58.454,14 9.765.908,03

60.652.538,38 653.848.399,92

35.334.942,93 500.893.026,13

1.105.400,68 -1.219.891,62 K 12.942.806,04 -1.295,00 K

-10.944,30 -37.322,00 ZU -22.411,25 -44.936,00 ZU -719.758,81

0,00 0,00

36.429.399,31 512.556.207,30

25.235.623,83 123.631.343,62

24.223.139,07 141.292.192,62

	 2. 	 Technische Anlagen 		und Maschinen 	 3. 	 Betriebs- und 		Geschäftsausstattung 	 4. 	 Geleistete Anzahlungen 		 und Anlagen im Bau

34.638.696,90

637.709,61 -34.200,00 K -3.587.160,58 AZ

-721.978,81

115.124,64

34.719.663,34

25.826.085,58

1.788.987,25

0,00

26.849.083,02

8.812.611,32

7.870.580,32

36.991.027,45

36.642.286,01 -4.455.611,62 K 52.511,00 N

-1.497,64

-9.943.236,33

60.067.218,91

0,00

0,00 -1.221.186,62 K

0,00 -82.258,00 ZU -753.114,36

0,00

0,00

36.991.027,45

60.067.218,91

756.724.660,86 III.	Finanzanlagen 	 1. 	 Anteile an verbundenen 		Unternehmen 	 2. 	 Ausleihungen an ver		bundene Unternehmen 	 3. 	 Beteiligungen 	 4. 	 Ausleihungen an beteiligte 		Unternehmen 	 5. 	 Wertpapiere 		des Anlagevermögens 	 6. 	 Sonstige Ausleihungen 5.352.201,15 2.190.000,00 27.330.587,55 2.458.100,56 2.607,59 437.940,53 37.771.437,38

57.765.439,83

-795.430,00

-3.749,52

809.287.820,55

562.054.054,64

15.837.193,97

0,00

575.834.689,63

194.670.606,22

233.453.130,92

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 -4.455.611,62 K 584.511,00 N

-1.600.000,00 -160.000,00 0,00 -92.178,77 0,00 -102.116,34 -1.954.295,11

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

3.752.201,15 2.030.000,00 27.330.587,55 2.365.921,79 2.607,59 335.824,19 35.817.142,27

2.657.878,59 780.000,00 25.960.940,95 0,00 0,00 8.780,35 29.407.599,89

500.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 500.000,00 -1.221.186,62 K 500.072,00 N

-570.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 -570.000,00 -82.258,00 ZU -1.325.398,36

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

2.587.878,59 780.000,00 25.960.940,95 0,00 0,00 8.780,35 29.337.599,89

2.694.322,56 1.410.000,00 1.369.646,60 2.458.100,56 2.607,59 429.160,18 8.363.837,49

1.164.322,56 1.250.000,00 1.369.646,60 2.365.921,79 2.607,59 327.043,84 6.479.542,38

812.306.945,00
AZ	 K	 ZU	 N	 = Anzahlungen = Kapitalzuschuss = Zuschreibung = Nachaktivierung

60.154.454,80

-2.757.999,11

0,00

865.832.300,07

606.522.166,58

19.187.747,80

0,00

623.581.143,40

205.784.778,42

242.251.156,67

42 42
Mit einer starken Mannschaft konzentrieren wir uns auf unser Kerngeschäft. Jeder unserer Mitarbeiter ist für die Stabilität unseres Unternehmens von großer Bedeutung.

43 43

StabilitÄt

44 44
Innerhalb unserer Kernkompetenzen wollen wir weiter wachsen. Aber nicht um jeden Preis. Nachhaltigkeit steht dabei im Vordergrund. Mittlerweile haben wir z. B. über 400 km Glasfaserkabel mitverlegt.

45 45

Nachhaltiges wachstum

46 46
Zu einer guten Geschäftsbeziehung gehört Transparenz. Darum gewähren wir Einblicke in unsere laufenden Prozesse und Abläufe.

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Transparenz

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Wir wissen, was wir tun. Auf die Kompetenz und Genauigkeit jedes einzelnen Mitarbeiters können wir uns verlassen.

49 49

Genauigkeit

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Geschäftsbericht 2014 Lagebericht Stadtwerke Flensburg Konzern

Geschäftsbericht 2014 Lagebericht Stadtwerke Flensburg Konzern

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Lagebericht Stadtwerke Flensburg Konzern
A. Grundlagen des Unternehmens Rahmenbedingungen und strategische Ausrichtung Mit Blick auf die energiewirtschaftlichen und -politischen Rahmenbedingungen unterscheidet sich das Jahr 2014 nicht wesentlich vom Vorjahr. Beherrschendes Thema bleibt die Energiewende, die den Umbau der Energieversorgung in Deutschland gestalten soll. In wesentlichen Punkten wird aber immer noch nicht erkennbar, wo, wann und in welchem Umfang die Weichenstellungen erfolgen sollen. Lediglich der Atomausstieg ist eine gesetzte Größe, die nach heutigem Ermessen nicht verrückbar erscheint. Vieles Andere bleibt nach wie vor schwer zu prognostizieren. Orientierung fällt in diesem Umfeld für langfristig angelegte Strukturentscheidungen nicht leicht. In diesen Rahmenbedingungen gibt die Strategie der Stadtwerke Flensburg „Energie im Wandel – Kraft aus Kontinuität“ die Orientierung, die für die langfristige und nachhaltige Zukunftssicherung des Unternehmens notwendig ist. Die bisherigen Strategien vieler Energieversorger stehen in Zeiten der Energiewende ungewollt auf dem Prüfstand. Bewährte Geschäftsmodelle greifen entweder nur noch in Teilbereichen oder überhaupt nicht mehr. Insbesondere die konventionelle Energieerzeugung aus Kohle und Gas besteht unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht gegenüber der subventionierten Erzeugung aus regenerativen Energiequellen. Dagegen bewähren sich die Konstrukte, die auf einer dezentralen Erzeugung basieren und damit flexibel und variabel auf die Rahmenbedingungen reagieren können. Diese Gesichtspunkte sind zentrale Inhalte der Stadtwerke Flensburg Strategie. Im dritten Jahr der Strategieverfolgung unter den festgelegten Zielsetzungen hat sich die Konsolidierung im Kerngeschäft weiterhin verstärkt. Mit der Formulierung und Präzisierung der Unternehmensstrategie in weiteren Teilbereichen des Unternehmens verfestigen sich die wesentlichen Kernbotschaften und dringen in die operativen Bereiche durch. Führend sind dabei die Wertschöpfungsstufen Beschaffung/ Steuerung, Erzeugung, Netze und Vertrieb. Während sich die Beschaffungsstrategie hinsichtlich der Commodities bereits bewährt hat und zum Routinehandlungsrahmen geworden ist, wurde die Erzeugungsstrategie mit dem Projekt „Kessel 12“ weiter vorangetrieben. Die Vertriebsstrategie wurde im Geschäftsjahr 2013 finalisiert und verabschiedet. Mit der Konkretisierung der Netzstrategie wurde in 2013 begonnen, die konkreten Definitionen wurden in 2014 erarbeitet und abgeschlossen. Die im Rahmen der Unternehmensstrategie bereits weitestgehend realisierte Neuordnung und Bereinigung des Beteiligungsgeschäfts wurde fortgesetzt: Im Januar 2014 wurde der Verkauf der von den Stadtwerken Flensburg gehaltenen Geschäftsanteile (50,941 Prozent) an der in Gera ansässigen, im Geodatenmarkt tätigen TRIGIS GeoServices GmbH an deren Mitgesellschafter vollzogen. Die strategischen Kernbotschaften Gewinnerzielung, Substanzerhalt, Ökologie und Regionalität bilden die Eckpfeiler des unternehmerischen Handelns. Mit diesen Kernbotschaften wird das Unternehmen auch in Zeiten der Energiewende eine Konstante der regionalen Energieversorgung sein. Ergänzend dazu steht nach wie vor das uneingeschränkte Bekenntnis zur 100-prozentigen kommunalen Anteilseignerschaft durch die Stadt Flensburg. Geschäftsverlauf In 2014 wurden bei dem für die Stadtwerke Flensburg bedeutsamen Kessel 12-Projekt wichtige Meilensteine erreicht, während das Gesamtprojekt weiterhin zeitlich und budgetmäßig im Plan liegt. Die baulichen Tätigkeiten sind inzwischen weit fortgeschritten. Die Gasturbine, das größte Los der GuD-Anlage, ist im Oktober 2014 angeliefert worden. Sie soll im Frühjahr 2015 erstbefeuert werden. Gegen Jahresende begann die Montage des Abhitzekessels, wobei die zeitlichen Verzögerungen durch die gegen Ende des Vorjahres eingetretene Insolvenz des ursprünglichen Abhitzekessel-Lieferanten gut bewältigt wurden. Die Dampfturbine befand sich zum Ende des Berichtsjahres in der Fertigung und soll im Januar/Februar 2015 montiert werden. Die von der DeuDan-Ferngasleitung bei Ellund zum Kraftwerk abzweigende 12 km lange Gashochdruckleitung der Stadtwerke Flensburg wurde im Oktober 2014 in Betrieb genommen. Seit Jahresbeginn 2014 sind die Stadtwerke Flensburg Stromnetzbetreiber in der an die Stadt Flensburg unmittelbar angrenzenden Nachbargemeinde Harrislee (ca. 11.400 Einwohner). Durch die Übernahme des Harrisleer Stromnetzes von der Schleswig-Holstein Netz AG ist das Stromnetzgebiet der Stadtwerke Flensburg um 14 Prozent bzw. 153 km auf zum Übernahmezeitpunkt fast 1.240 km Länge gewachsen. Neben den Städten Flensburg und Glücksburg wird seit Anfang 2014 auch die Gemeinde Harrislee von den Stadtwerken Flensburg atomstromfrei mit Strom beliefert. Der vertriebliche Stromabsatz der Stadtwerke Flensburg stieg erheblich, um 26,7 Prozent, über den Vorjahreswert. Hinzugewinne waren sowohl im eigenen Netzgebiet (+3,5 Prozent) zu verzeichnen, als auch im deutschlandweiten „externen“ Stromabsatz in fremde Netzgebiete (+34,4 Prozent). In beiden Fällen hatten Zuwächse bei den Sondervertragskunden den maßgeblichen Einfluss auf das Absatzplus. Die Zahl der externen Produktkunden (Kunden ohne individualisierte Stromverträge) erfuhr in 2014 einen Anstieg um rd. 6,0 Prozent auf knapp 141.000. Das Berichtsjahr erwies sich weltweit als das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Auch in der Flensburger Region waren die Temperaturen außergewöhnlich warm, was sich besonders in den beiden Heizperioden des 1. und 4. Quartals absatzmindernd auswirkte. Dementsprechend hoch war mit 14,4 Prozent der Rückgang beim Fernwärmeabsatz der Stadtwerke Flensburg. In den Jahresabschluss 2014 der Stadtwerke Flensburg Gruppe sind neben der Muttergesellschaft •	 Stadtwerke Flensburg GmbH 	 („Stadtwerke Flensburg“) im Einzelnen die folgenden verbundenen Unternehmen einbezogen: •	 Aktiv Bus Flensburg GmbH („Aktiv Bus“; 	 Beteiligung Stadtwerke Flensburg: 100 Prozent) •	 Flensburger Verkehrsservice Gesellschaft mbH 	(„FVG“; Beteiligung Aktiv Bus: 100 Prozent) •	 Flensburger Hafen GmbH („Hafen GmbH“; 	 Beteiligung Stadtwerke Flensburg: 100 Prozent) •	 Flensburger Flughafenbetriebsgesellschaft mbH 	(„FFB“; Beteiligung Stadtwerke Flensburg: 	 100 Prozent) •	 Förde Bäder GmbH („FöB GmbH“; 	 Beteiligung Stadtwerke Flensburg 100 Prozent) •	 Campusbad Vermietungsgesellschaft mbH 	(„CBVG“; Beteiligung Stadtwerke Flensburg 100 Prozent) •	 AWZ Abfallwirtschaftszentrum Flensburg GmbH 	(„AWZ“; Beteiligung Stadtwerke Flensburg: 	 100 Prozent) •	 IT-Power GmbH („IT-Power“; 	 Beteiligung Stadtwerke Flensburg: 100 Prozent) Im Januar 2014 wurde der Verkauf der von den Stadtwerken Flensburg gehaltenen Geschäftsanteile (50,941 Prozent) an der in Gera ansässigen, im Geodatenmarkt tätigen TRIGIS GeoServices GmbH an deren Mitgesellschafter vollzogen. Damit haben die Stadtwerke Flensburg ihre Gesellschafterstellung bei der TRIGIS endgültig aufgegeben. Trotz intensiver Bemühungen war es nicht gelungen, im operativen Geschäft unternehmensübergreifende Projekte, Maßnahmen oder Handlungsfelder zu identifizieren und zu entwickeln. Daher ist eine Trennung nur konsequent, denn dies gibt beiden Unternehmen die Möglichkeit zur unabhängigen Weiterentwicklung, ohne auf die Restriktionen des Partners eingehen zu müssen. Am 26. September 2013 hat die Ratsversammlung der Stadt Flensburg eine Direktvergabe des gesamten städtischen Busverkehrs an Aktiv Bus gemäß der EU-Verordnung 1370/2007 ab 2015 beschlossen. Zugunsten einer Übergangslösung – bei einer Laufzeit der Konzessionen der Stadtbuslinien bis zum 31. Mai 2015 – haben Aktiv Bus und die Allgemeine Flensburger Autobus-Gesellschaft GmbH & Co. KG (AFAG) am 27. Februar 2014 einen Vertrag über die vorübergehende Neuordnung der Busverkehrsleistungen in der Stadt Flensburg geschlossen. Darin überträgt die AFAG die Konzessionen für ihre sechs Buslinien mit Wirkung zum 01. Januar 2014 vorzeitig an Aktiv Bus, die ebenfalls sechs städtische Buslinien betreibt. Auf der Grundlage dieses Vertrages hat die Stadt Flensburg als zuständige Behörde Aktiv Bus für die Zeit vom

B. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Energiewende hat bislang zu beachtlichen Fortschritten beim Ausbau der erneuerbaren Energien geführt. Ein großer energiepolitischer Durchbruch fehlt indes noch, der die längerfristige Zukunftsfähigkeit des deutschen Energiemarkts nachhaltig und sicher gewährleistet. Die Zeit drängt, angesichts des in wenigen Jahren – 2022 – bevorstehenden vollständigen Ausstiegs aus der Kernkraft. Die Diskussion um das zukünftige Strommarktdesign ist nach wie vor offen. Der Umbau der Stromerzeugung zu einem überwiegend auf wetterabhängiger Erzeugung basierenden System mit immenser Subventionierung erscheint per heute weder technisch noch wirtschaftlich richtungsweisend gestaltet. Die Grundsatzentscheidung hinsichtlich eines Kapazitätsmarktes, der die Versorgungssicherheit absichern soll, steht nach wie vor aus. Die vorsorgliche Bereithaltung von Kraftwerksleistung soll einen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten. So können kritische Situationen im Übertragungsnetz, die in Zeiten eines noch unvollständigen Netzausbaus durch eine erhöhte Einspeisung aus erneuerbaren Energien und das Abschalten von konventionellen Kraftwerken entstehen können, überbrückt werden. Die Reservekraftwerke sind eine zusätzliche Absicherung, sollten die Potenziale der am Markt befindlichen Kraftwerke temporär ausgeschöpft sein. Diesen Mechanismen steht ein Energy Only Markt gegenüber, der dann zukünftig unlimitierte Strompreise bei Engpasssituationen zulassen muss.

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Geschäftsbericht 2014 Lagebericht Stadtwerke Flensburg Konzern

Geschäftsbericht 2014 Lagebericht Stadtwerke Flensburg Konzern

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01. Januar 2014 bis 31. Mai 2015 die Genehmigungen zum Betrieb der bisherigen AFAG-Linien erteilt. Seit Anfang 2014 trägt somit Aktiv Bus die Gesamtverantwortung für das Flensburger Busliniennetz. Die AFAG ist als Subunternehmen von Aktiv Bus bis zum 31. Dezember 2017 weiter mit Busverkehrsleistungen beauftragt. Die Direktvergabe der zwölf städtischen Buslinien an Aktiv Bus für die Zeit 01. Juni 2015 bis 31. Mai 2025 soll nach dem Willen der Stadt Flensburg in Form einer Betrauung mit einem öffentlichen Dienstleistungsauftrag erfolgen. Eine entsprechende Beschlussfassung der Ratsversammlung ist am 26. März 2015 vorgesehen. Nach Vollzug des Betrauungsaktes wird das Genehmigungsverfahren der Neukonzessionierung mit der Stadt fortgeführt.

Der in seiner Absatzhöhe stark witterungsabhängige Geschäftsbereich Fernwärme erfuhr einen starken Einbruch beim Wärmeabsatz. Ursache waren die außergewöhnlich warmen Jahrestemperaturen, die sich in besonderem Maße in den Heizperioden des 1. und 4. Quartals bemerkbar machten. Bei den verbundenen Unternehmen traten im Einzelnen die folgenden Entwicklungen ein: Aktiv Bus verzeichnete in seinem Busverkehrs- und Transportgeschäft deutlich höhere Umsatzerlöse und Materialaufwendungen als im Vorjahr. Dies lag zum einen an den zusätzlichen Einnahmen aus dem hinzugetretenen Betrieb der sechs bisherigen AFAG-Buslinien, zum anderen an der Anmietung entsprechender Busverkehrsleistungen von der AFAG zum Betrieb dieser Linien. Insgesamt ergab sich für Aktiv Bus ein Jahresverlust über dem Vorjahr. Wesentlicher Grund hierfür sind Abschreibungen auf immaterielle Anlagenwerte im Zusammenhang mit der Übernahme der AFAG-Liniennetzkonzessionen. – Aufgrund der Betriebseinstellung im Februar 2014 hatten die Geschäftsaktivitäten der FVG keinen nennenswerten Umfang mehr. Die Hafen GmbH sah sich bei geringerem Schiffsverkehr mit einem gesunkenen Güterumschlag konfrontiert. Die Einstellung der Futtermittelherstellung durch die Hauptgenossenschaft Nord AG gegen Mitte des Vorjahres machte sich nun ganzjährig bemerkbar. Vor allem auch erhöhte Aufwendungen für die Hafeninstandhaltung führten zu einem gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Betriebsverlust. Für die FFB verbinden sich Vorhaltung und Betrieb der regionalen Infrastruktureinrichtung Flughafen Flensburg-Schäferhaus mit hohen Fixkosten, wodurch die Spielräume für grundlegende Veränderungen der Kostensituation begrenzt sind. Insgesamt ergab sich für das Unternehmen ein Verlust über dem Vorjahr. Die FöB GmbH erfuhr als Betreiberin des Flensburger Campusbades in ihrem ersten vollen Geschäftsjahr einen weiteren starken Anstieg der Besucherzahlen. Gegenüber dem Vorjahr nahm die Zahl der Badbesuche um mehr als 28.000 auf 274.104 zu. Auf Basis eines Beschlusses der Ratsversammlung, für alle kommunalen Gesellschaften im Gesamtverbund Stadt Flensburg eine Tarifbindung herzustellen, wurde zum 01. August 2014 der Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst (TVöD) für alle Mitarbeiter als Entlohnungsgrundlage eingeführt. Daraus resultiert eine starke Zunahme des Personalaufwands, die über die verbesserte Einnahmesituation nur begrenzt kompensiert werden kann. Insgesamt ergab sich so ein Verlust über dem Vorjahr.

Die CBVG als Vermieterin des Flensburger Campusbades erzielte unter Einbezug einer aperiodischen Belastung ein positives Ergebnis vor Steuern, geriet indes über die Gewerbesteuerlast in die Verlustzone. Bei der AWZ endete das Geschäftsjahr mit einem gegenüber dem Vorjahr deutlich höheren Jahresverlust. Vor allem lag dies an dem im Vorjahr wirkenden Sondereffekt einer Schadensregulierung. Die IT-Power konnte über höhere Umsätze, eine im Jahresverlauf zunehmende Projektauslastung der Mitarbeiter wie auch über realisierte aufwandsseitige Optimierungen den Jahresverlust gegenüber dem Vorjahr deutlich mindern, ein positives Ergebnis dennoch nicht erreichen. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit einem Gesamtbetrag von 8,1 Mio. EUR in etwa auf dem Vorjahresniveau. Der Materialaufwand – die bei weitem größte Aufwandsposition im Konzern – lag mit rd. 293,6 Mio. EUR um rd. 48,5 Mio. EUR über dem Vorjahr. Darin spiegelt sich der gestiegene Umsatz der Stadtwerke Flensburg im Endkundengeschäft auf der Strombeschaffungsseite wider. Der Materialaufwand beinhaltet als wesentliche Anteile die Strombeschaffungsaufwendungen für das bundesweite Stromendkundengeschäft, die dort zu entrichtenden Netzentgelte sowie die Entrichtung der gesetzlichen Umlagen. Mengen- und preisbedingt lag der Aufwand für die Kohleverbrennung deutlich unter dem Vorjahreswert. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind im Vorjahresvergleich um rd. 1,4 Mio. EUR auf einen Gesamtwert von 21,8 Mio. EUR gestiegen. Der Personalaufwand lag mit 48,8 Mio. EUR um rd. 1,5 Mio. EUR unter dem Vorjahr (50,3 Mio. EUR). Zum Bilanzstichtag hatte das Unternehmen – ohne Auszubildende – eine Personalstärke von 834 Mitarbeitern (Vorjahr 960 bzw. ohne TRIGIS 855). Die Zahl der Auszubildenden betrug 68 (Vorjahr 76 bzw. ohne TRIGIS 71). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen lagen mit 19,7 Mio. EUR um 17,4 Prozent über dem Abschreibungsvolumen des Vorjahres. Perspektivisch wird diese Aufwandsposition deutlich steigen, da die Abschreibungswirkung aus den Investitionen der Muttergesellschaft in das Kessel 12-Projekt erst mit einer zeitlichen Verzögerung eintritt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich mit 20,6 Mio. EUR rd. 3,2 Mio. EUR niedriger als im Vorjahr.

Insgesamt wurde ein operatives Ergebnis über alle Sparten von 20,6 Mio. EUR erwirtschaftet. Getragen wurde diese Entwicklung vor allem aus der Sparte Strom der Muttergesellschaft, wohingegen die Sparte Fernwärme witterungsbedingt unter dem Vorjahr liegt. Die Stadtwerke Flensburg Gruppe hat mit diesem Ergebnis unter den gegebenen Rahmenbedingungen ein sehr solides Betriebsergebnis erzielt, das für die gesunde Leistungskraft der Muttergesellschaft Stadtwerke Flensburg in ihren Kernbereichen steht. Das Finanzergebnis fällt mit -4,5 Mio. EUR um rd. 15,6 Mio. EUR erheblich besser aus als im Vorjahr (-20,1 Mio. EUR). Der Unterschied zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem im Vorjahr wirkenden Sondereffekt der bilanziellen Wertkorrektur der an der Trianel Windkraftwerk Borkum GmbH & Co.KG gehaltenen Beteiligung. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit fällt mit 16,1 Mio. EUR deutlich besser aus als im Vorjahr (-5,3 Mio. EUR). Der Steueraufwand bemisst sich in Höhe von rd. 5,5 Mio. EUR. Mit dessen Berücksichtigung ermittelt sich ein Jahresüberschuss von 11.670 TEUR nach Steuern. Finanzlage Die finanzielle Entwicklung der Stadtwerke Flensburg Gruppe ist in folgender Kapitalflussrechnung dargestellt:
31.12.2014 TEUR Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (a) Cashflow aus Investitionstätigkeit (b) Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (c) Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (a-c) Finanzmittelfonds am Anfang der Periode Finanzmittelfonds am Ende der Periode 	39.491 	-59.945 	1.296 	-19.158 	18.693 	-465 31.12.2013 TEUR 	21.873 	-63.955 	70.799 	28.717 	-10.024 	18.693

Lage Ertragslage An dem Geschäft der Stadtwerke Flensburg Gruppe hat das Energiegeschäft der Muttergesellschaft Stadtwerke Flensburg den weitaus größten Anteil. Trotz des witterungsbedingt stark eingebrochenen Fernwärmeabsatzes ist der Konzernumsatz im Berichtsjahr um 53,5 Mio. EUR auf 392,2 Mio. EUR angestiegen (Vorjahr 338,7 Mio. EUR). Dies lag zuvorderst an erheblichen Umsatzzuwächsen im Stromgeschäft. Hauptsächlicher Träger des Konzernumsatzes ist das Stromgeschäft der Muttergesellschaft. Obgleich der Stromverbrauch in Deutschland in 2014 um fast 4 Prozent zurückgegangen ist, konnten die Stadtwerke Flensburg ihren Absatz im Stromendkundengeschäft deutlich steigern. Dies spiegelt die gute wettbewerbliche Positionierung des Unternehmens. Der deutschlandweite Stromabsatz in andere Netzgebiete erreichte in 2014 einen Anteil von rd. 80 Prozent am gesamten Stromabsatz des Unternehmens, nur noch 20 Prozent gehen in das eigene Netzgebiet. In dem Stromgeschäft werden die Stadtwerke Flensburg in überregionalen Vergleichsuntersuchungen immer wieder ausgezeichnet, so auch im Berichtsjahr – für gute Servicequalität, Zuverlässigkeit, eine fairen Stromtarif und guten Ökostrom. Die beim Stromabsatz im eigenen Netzgebiet wettbewerbsbedingt zu verzeichnende Kundenabwanderung konnte durch Hinzugewinne im externen Stromgeschäft mehr als ausgeglichen werden. Die Gesamtzahl der außerhalb Flensburgs versorgten Stromkunden hat sich in 2014 gegenüber dem Vorjahr um rd. 8.000 bzw. 6,0 Prozent auf rd. 141.000 erhöht. Demgegenüber hat sich die Zahl der Stromkunden im eigenen Netzgebiet um rd. 200 bzw. rd. 0,4 Prozent auf rd. 55.900 leicht verringert.

Im Geschäftsjahr 2014 wurden Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von rd. 61 Mio. EUR durchgeführt (Vorjahr 48,9 Mio. EUR). Im Mittelpunkt der Investitionstätigkeit stand das KraftwerksNeubauprojekt „Kessel 12“, dessen Fertigstellung für das Jahr 2016 vorgesehen ist. Wesentlichen Einfluss auf die

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Geschäftsbericht 2014 Lagebericht Stadtwerke Flensburg Konzern

Geschäftsbericht 2014 Lagebericht Stadtwerke Flensburg Konzern

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Finanzlage des Jahres hatten die bereits in 2013 abgerufenen zweckgebundenen Finanzierungsmittel für das Projekt Kessel 12. Die zugrunde liegenden Darlehen standen am Vorjahreswechsel als Liquidität zur Verfügung, waren aber für eine zweckgebundene Mittelverwendung in 2014 reserviert. Aus diesem Umstand fällt der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit im Berichtsjahr deutlich geringer als im Vorjahr aus. Vermögenslage Bei einer Bilanzsumme von 310.942 TEUR bestand zum 31.12.2014 das Gesamtvermögen der Stadtwerke Flensburg Gruppe rd. 4,1 Prozent höher als zum Vorjahresstichtag (298.751 TEUR). Den größten Anteil am Gesamtvermögen hatte mit 261.304 TEUR bzw. 84,0 Prozent (Vorjahr 75,5 Prozent) das langfristig gebundene Anlagevermögen. Im Anlagevermögen überwog dabei mit einem Anteil von 91,8 Prozent (Vorjahr 90,0 Prozent) das Sachanlagevermögen. Auch hier prägt das Kessel 12 Projekt diese Bilanzgröße. Mit rd. 60 Mio. EUR werden die Anlagen im Bau des Projekts bilanziert. Aus dem Fortschritt des Projekts erklärt sich im Schwerpunkt die Veränderung des Sachanlagevermögens zum Vorjahr. Der relative Anteil des Finanzanlagevermögens bewegte sich demgegenüber mit 7,2 Prozent (Vorjahr 8,7 Prozent) unter dem Vorjahresniveau. Das Umlaufvermögen hatte einen Anteil von 46.873 TEUR bzw. 15,1 Prozent (Vorjahr 24,1 Prozent) am Gesamtvermögen. Während sich das Vorratsvermögen auf Vorjahresniveau bewegt, sind die Forderungen umsatzbedingt angestiegen. Die Veränderung der liquiden Mittel resultiert aus der zuvor beschriebenen Darlehensauszahlung für das Projekt Kessel 12. Auf der Kapitalseite sind Stammkapital und Kapitalrücklagen unverändert geblieben. Die Verminderung der Gewinnrücklagen um rd. 7,3 Mio. EUR auf 32,6 Mio. EUR resultiert aus der Deckung des Vorjahresverlustes, der Ausschüttung 2013 an die Stadt Flensburg sowie aus den Auswirkungen der Endkonsolidierung der TRIGIS. Es wurde – nach Vorabausschüttung an die Gesellschafterin – ein Bilanzgewinn von 8,7 Mio. EUR erzielt. Die in der Bilanz dargestellten empfangenen Ertragszuschüsse nehmen planmäßig ab. Die Rückstellungen bewegen sich in etwa auf Vorjahresniveau, allein die Steuerrückstellungen sind um 2,4 Mio. EUR angestiegen. Mit der Tilgung von Bestandskrediten hat sich der Gesamtsaldo der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gegenüber dem Vorjahr trotz hoher Investitionstätigkeit leicht verringert.

Der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten resultiert aus der zum Stichtag noch nicht gezahlten Stromsteuer.

C. Nachtragsbericht In seiner Sitzung am 18.02.2015 hat der Aufsichtsrat der Stadtwerke Flensburg die Auflösung des 100-prozentigen Tochterunternehmens IT-Power GmbH zum 31.03.2015 beschlossen. Seit der Abwanderung eines Großteils der IT-PowerBelegschaft und dem damit verbundenen Neustart im Jahr 2012 weist die IT-Power ein durchgehendes negatives Ergebnis aus. Ungeachtet unternommener Versuche zur Reorganisation und Neupositionierung besteht für die Gesellschaft keine positive wirtschaftliche Fortführungsprognose. Das Geschäftsmodell der IT-Power unterscheidet sich in seinen Prozessen und Strukturen zudem sehr stark von dem originären Geschäft der Stadtwerke Flensburg. Die getroffene Entscheidung kommt der noch stärkeren Konzentration auf die Kernkompetenzen des Unternehmens zugute.

Die Absatzerwartung in der Fernwärme ergibt sich aus den Durchschnittswerten der der Planung vorausgehenden letzten fünf Jahre (2009-2013), wobei auch dem politisch gewollten, im Rahmen der Energieeffizienz-Politik immer weiter vorangetriebenen sinkenden Wärmebedarf der Häuser Rechnung zu tragen ist. Unter Berücksichtigung einer zum 01.01.2015 vorgenommenen Preisanpassung wird von einem gegenüber dem Ausnahmejahr 2014 deutlich höheren Umsatzvolumen eines „Normaljahres“ ausgegangen. Ungeachtet seiner witterungsbedingten Schwankungen ist der Fernwärmeabsatz neben dem Stromgeschäft ein sehr wichtiges und maßgebliches Standbein des Konzernerfolges. Wie beim Stromabsatz im eigenen Netzgebiet sind die Stadtwerke Flensburg bei der Fernwärme auf allen Wertschöpfungsstufen vertreten. Insgesamt liegt die Umsatzerwartung 2015 für den Konzern bei rd. 390 Mio. EUR. Dabei ist der Fernwärmeumsatz auf Basis der genannten Prämissen höher als im Berichtsjahr, wohingegen der Umsatz aus dem Strombereich niedriger als im Berichtsjahr erwartet wird. Das Konzernergebnis wird ganz maßgeblich durch das positive Ergebnis der Muttergesellschaft bestimmt. Bei den vergleichsweise deutlich kleineren verbundenen Unternehmen sind auch in 2015 überwiegend defizitäre Einzelergebnisse zu erwarten. Mit der Ausnahme von IT-Power nehmen alle diese verbundenen Unternehmen wichtige Aufgaben der kommunalen Infrastruktur wahr. Die Ergebnisprognose für den Konzern in 2015 bewegt sich leicht unter dem Wert des Berichtsjahrs und spiegelt abermals die Konsolidierung im Kerngeschäft. In 2015 sehen die Stadtwerke Flensburg, bedingt durch das Kessel 12-Projekt, ein noch immer hohes Investitionsvolumen vor, durch den eingetretenen Projektfortschritt allerdings bereits deutlich unter dem Vorjahr. Mit der starken Investitionstätigkeit wird der Substanzerhalt umgesetzt – einer wesentlichen strategischen Zielgröße des Unternehmens. Die auf das Kessel 12-Projekt entfallenden Investitionen machen sich in 2015 abschreibungs- bzw. ergebniswirksam bereits bemerkbar. Der Großteil dieser Investitionen wird sich allerdings erst in den Folgejahren mit der Anlagenfertigstellung niederschlagen. Ein besonderes Kapitel sind die Maßnahmen zur Förderung und Bindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Konzerns, deren Professionalität, hohe Motivation und Flexibilität für den Unternehmenserfolg unverzichtbar sind. Schulungen der Führungskräfte und Weiterbildung und Qualifizierung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen hier im Fokus.

E. Chancen- und Risikobericht Mit einem mehrfach jährlich aktualisierten Risikomanagementsystem, das neben der Muttergesellschaft alle verbundenen Unternehmen mit einschließt, werden wesentliche Konzernrisiken erfasst und bewertet. Ein wesentliches Ziel ist die Risikominimierung im Bereich der Beschaffung von Energie. Hierzu zählt vor allem der Einkauf von Kohle, Strom und Emissionszertifikaten sowie zukünftig auch Gas. Dieser Einkauf erfolgt mittelfristig anhand des geplanten Bedarfs im Rahmen einer Commodity Richtlinie. Kontinuierliche Prüfungen und monatliche, geschäftsbereichsübergreifende Verprobungen lassen Handlungsnotwendigkeiten frühzeitig sichtbar werden. Die Marktpreisrisiken, die Rückwirkung auf die Ertragsentwicklung des Unternehmens haben, werden durch die Commodity Richtlinie mit einem enthaltenen Portfoliomanagement bewertet und gesteuert. Die Steuerung erfolgt dabei ausschließlich durch Produkte und Maßnahmen, die vom Commodity Komitee zur Absicherung und Risikobegrenzung zugelassen sind. Finanzielle Produkte werden aktuell nicht zur Preisfixierung eingesetzt. Kernbereich ist und bleibt der bewertete Abgleich zwischen Bedarf (Absatz) und Einkauf. Kennzeichnend für die Energiebranche sind die schwer kalkulierbaren vielfältigen und schnellen Veränderungen der rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen. Ungünstig sind indes die oft unzureichende, langfristige Planungssicherheit wie auch der betriebliche Anpassungsaufwand an die rechtlichen und regulatorischen Änderungen. Die Stadtwerke Flensburg haben die Finanzierung des Gesamtprojekts „Kessel 12“ außer über Eigenmittel über von einem Bankenkonsortium bereitgestellte unbesicherte Fremdmittel in Höhe von 85 Mio. EUR sichergestellt. In dieser Hinsicht bestehen Covernance-Vorgaben, deren Nichteinhaltung für das Unternehmen mit erhöhten Zinsaufwendungen oder sonstigen erhöhten Aufwendungen einhergehen kann. Auch wenn bei der Umgestaltung der Erzeugungslandschaft zurzeit noch die Risiken aus den Bauvorhaben im Vordergrund stehen, sind deutliche positive Wirkungen für die Zeit nach dem Projektabschluss zu erwarten. Das Kessel 12-Projekt sichert nachhaltig die Zukunftsfähigkeit des Flensburger Erzeugungsstandorts, unter anderem auch durch deutliche Effizienzsteigerungen in der Energieproduktion, durch flexiblere Einsatzmöglichkeiten des Heizkraftwerks wie auch durch modernisierte, verschlankte Strukturen vor allem im Personalbereich. Die Einsatzplanung der Anlagen mit der GuD-Anlage wird derzeit konzeptionell erarbeitet.

D. Prognosebericht Der Prozess „Energiewende“ nimmt von Jahr zu Jahr Tempo auf. In der Vergangenheit nicht vorstellbare Szenarien werden nun konkrete Wirklichkeit. Damit verbinden sich für die Prognose der künftigen Geschäftsentwicklung vielfältige Ungewissheiten. Neben der Entwicklung des Marktgeschehens bleiben auch die überlagernden rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen wesentliche Einflussgrößen. Das für die Stadtwerke Flensburg große Kraftwerks-Neubauprojekt „Kessel 12“ und dessen Finanzierung über einen verstärkten Fremdkapitaleinsatz stellen ambitionierte Herausforderungen an die künftige Ergebnisentwicklung. Insgesamt ist indes – angesichts eines gesunden Kerngeschäfts – von einer kontinuierlichen Ergebnisentwicklung auszugehen, nachdem die hohen Beteiligungsrisiken mittlerweile eliminiert wurden. Die Stadtwerke Flensburg gehen dabei von einer Absatz- und Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2015 etwas unter dem Vorjahr aus, die ganz maßgeblich aus dem externen Stromgeschäft getragen wird. Hierfür sprechen das Auftragsvolumen der für 2015 abgeschlossenen Stromlieferverträge mit Sondervertragskunden wie auch die sich auf Erfahrungswerte stützende Entwicklungsprognose der Produktkundenzahlen. Der Umsatz im externen Stromgeschäft ist durch Preisanpassungen entsprechend den vertraglichen Möglichkeiten beeinflusst.

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Geschäftsbericht 2014 Lagebericht Stadtwerke Flensburg Konzern

Geschäftsbericht 2014 Lagebericht Stadtwerke Flensburg Konzern

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Im Stromvertrieb mit seinen wettbewerbsbedingt eng kalkulierten Margen bestehen Risiken für den Fall, dass einzelne Sondervertragskunden ausfallen. Bei den externen Stromvertriebsaktivitäten des Unternehmens besteht zudem auch das Risiko, dass die beschafften Strommengen mit der prognostizierten Nachfrage nicht übereinstimmen. Das kann zu benötigten Mehr- oder Mindermengen führen, die das Unternehmen dann über den Spotmarkt auszugleichen sucht. Bei zu hohen Einkaufsmengen und anhaltendem Preisverfall der Börsenstrompreise wäre z. B. ein solcher Ausgleich nur mit Verlust möglich. Der Ausgleich über den Spotmarkt kann sich gegebenenfalls aber auch als Chance erweisen. U. a. regelt eine Beschaffungs-Commodity-Richtlinie hier die geeigneten Verfahrensweisen des Unternehmens. Beträchtliche Chancen bestehen vor allem auch im externen Stromgeschäft, soweit es gelingt, Stromabsatz und Kundenzahl deutlich zu steigern und vom Unternehmen nicht beeinflussbare Kosten in hinreichendem Maße an die Kunden weiterzugeben. Bei den Geschäftskunden kann allein schon der Zugewinn weniger besonders großer Kunden zu maßgeblichen Absatzsteigerungen beitragen. Im Privatkundengeschäft Strom ergibt sich eine gewisse Chance auch aus der zugenommenen kritischen Aufmerksamkeit der Medien gegenüber Billigstromanbietern mit ungünstigen Vertragsbedingungen. Je nach Witterungsverlauf birgt das Fernwärmegeschäft gleichermaßen Chancen wie Risiken. Im Extremfall kann sich dies erheblich auf die Ertragslage auswirken. Die Zuwachsmöglichkeiten durch Neukundenakquisition sind indes bei der Fernwärme angesichts einer bereits realisierten fast vollständigen Anschlussdichte im Flensburger Raum begrenzt. Im Rahmen der Teilstrategie Netze werden derzeit die Chancen neuer Geschäftsfelder im Netzbereich geprüft. So verfügen die Stadtwerke Flensburg bereits über leistungs- und ausbaufähige Lichtwellenleiter-Netzstrukturen, wodurch die Ausweitung zu einem eigenen Geschäftsfeld im Bereich Breitbandnetz/Telekommunikation sich als eine Möglichkeit darstellt. Ebenso wie im Kraftwerk werden die operativen Betriebsrisiken durch regelmäßige Wartungen und Instandhaltungen, hohe Sicherheitsstandards sowie die Erneuerung älterer Anlagen minimiert. Finanzwirtschaftliche Risiken bestehen im beherrschbaren Rahmen. Der nicht über Festzinskonditionen dargestellte Anteil der Kessel 12 Finanzierung wird über Zinsswaps abgesichert. Die daraus zu erwartenden Zinsbelastungen sind sowohl im Wirtschaftsplan als auch in der Mittelfristplanung berücksichtigt. Durch vorhandene Überziehungslinien können kurzfristige Mittelbedarfe abgedeckt werden.

Über ein konzernweites Cash-Management bzw. KontenClearing stellt die Muttergesellschaft die Liquidität der verbundenen Unternehmen jederzeit sicher. Auf Basis abgeschlossener Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge übernehmen die Stadtwerke Flensburg die Gewinne und Verluste der verbundenen Unternehmen, mit Ausnahme der CBVG. Ein ausgeglichenes Ergebnis ist für diese Unternehmen dadurch gewährleistet. – Im Einzelnen stellt sich die Risikound Chancen-Situation der verbundenen Unternehmen wie folgt dar: Wie der Energiesektor ist mittlerweile der ÖPNV-Bereich von Wettbewerb und Veränderungen des rechtlichen Ordnungsrahmens erheblich betroffen. Für Aktiv Bus bestehen insbesondere Risiken künftiger Instandhaltungs- und Modernisierungsaufwendungen sowie preisliche Risiken der Kraftstoffbeschaffung. Längerfristig können hier alternative, momentan allerdings noch nicht marktreife Antriebssysteme für Busse, etwa im Sinne der Elektromobilität, interessante Optionen eröffnen. Chancen ergeben sich aus der Direktvergabe des gesamten städtischen Liniennetzes an Aktiv Bus. Die historisch gewachsene Aufteilung der Liniennetz-Konzessionen auf zwei Busunternehmen hatte zu relativ erstarrten Liniennetzstrukturen geführt, die den betriebswirtschaftlichen Bedürfnissen und dem Wandel der Nachfragesituation in den Stadtgebieten immer weniger gerecht wurden. Die Gesamtverantwortung für den Flensburger Stadtverkehr in einer Hand schafft Spielräume für aus Kundensicht wie aus betriebswirtschaftlicher Sicht bedarfsgerechte Optimierungen von Linienführung und Taktzeiten. Für die Hafen GmbH und die FFB bestehen in erster Linie Marktrisiken aus der Abhängigkeit ihrer Umsätze von jeweils nur wenigen größeren Auftraggebern sowie auch das Risiko merklicher Instandsetzungsaufwendungen. Für beide Unternehmen hängen Chancen und Risiken ganz maßgeblich von den regionalpolitischen Zukunftsstrategien ab. Für die Hafen GmbH besteht das Risiko, dass im Zuge der voranschreitenden Stadtentwicklung eine anderweitige Nutzung bisheriger Hafenwirtschaftsflächen zu einer Einschränkung der Hafenaktivitäten führt. Der diesbezügliche politische Willensbildungs- und Entscheidungsprozess über die künftige Nutzung der durch rückläufige Umschlagmengen geprägten Flensburger Hafenostseite ist derzeit noch nicht abgeschlossen. Die FöB GmbH betreibt mit dem Flensburger Campusbad ein verhältnismäßig neues Bad mit noch relativ niedrigen Instandhaltungsaufwendungen. Mit seinem Leistungsprogramm von Sport und Freizeitbad und einer attraktiven Kostenstruktur hat sich das Campusbad seit der Übernahme durch die FöB im Flensburger Freizeitangebot mit hohen BesucherzahlZuwächsen positiv positioniert. Die Kostensituation wird indes

wesentlich durch die Personalkosten beeinflusst. Der in 2014 erfolgte Personalkostenanstieg durch die Einführung des TVöD wird die wirtschaftliche Situation der FöB GmbH dauerhaft belasten. Diese Kostensituation kann über die Einnahmeseite nicht gedeckt werden. Eine große weitere Zunahme der Besucherzahlen ist nicht zu erwarten, das Besucherpotenzial im regionalen Umfeld erscheint derzeit weitgehend ausgeschöpft. Die Vermietungsgesellschaft des Campusbades CBVG bewegt sich in den bestehenden Vertragsstrukturen in einem stabilen Umfeld. Mit Abschluss der Aktivitäten des Ausscheidens der vorherigen Gesellschafter festigen sich diese Strukturen. Die AWZ ist in ihren Umsätzen sowohl in ihrem Verwertungsgeschäft (Ersatzbrennstoffe, Biomasse, Grünabfälle) als auch in ihrem Umschlaggeschäft (Restabfall, Bioabfall, Papier) von wenigen größeren Auftraggebern abhängig. In dem Geschäftsfeld der Ersatzbrennstoffverwertung steht die AWZ vor allem auch vor der Herausforderung einer besseren Auslastung ihrer Produktionskapazitäten sowie vor dem Risiko sich verschlechternder Annahmepreise für den als Inputmaterial benötigten vorsortierten Gewerbeabfall. Der bestehende Betriebspachtvertrag mit der MBA Neumünster GmbH trägt über Synergieeffekte zur Stabilisierung der defizitären Geschäftstätigkeit bei. Angesichts des begrenzten Bedarfs des Heizkraftwerks an Ersatzbrennstoffen sind die Gestaltungsspielräume zur weiteren Ergebnisverbesserung der AWZ derzeit sehr beschränkt. Die Verträge mit den Vorlieferanten des EBS-Materials laufen noch bis 2016. Die IT-Power agiert in einem schwierigen geschäftspolitischen Umfeld mit einem großen Kosten- und Konkurrenzdruck in dem energiewirtschaftlichen IT-Beratungsumfeld und einer derzeit gezeigten großen Zurückhaltung vieler Unternehmen der Energiebranche bei den Investitionen in die – letztlich unverzichtbare – Prozessoptimierung zur Bewältigung der energiewirtschaftlichen Zukunftsaufgaben. Der durch personelle Abwanderungen im Jahr 2012 eingetretene starke Einbruch in der Geschäftstätigkeit hat das Unternehmen weit zurückgeworfen. Seither weist IT-Power ein durchgehend negatives Ergebnis aus, ohne eine positive wirtschaftliche Fortführungsprognose. – Mit der beschlossenen Abwicklung der IT-Power trennen sich nun die Stadtwerke Flensburg von weiteren nicht zum Kerngeschäft gehörenden Aktivitäten. Ein Prozessrisiko besteht noch aus der Insolvenz der Enkelgesellschaft Flensburger Förde Energiegesellschaft (FFE). Entsprechende Risikovorsorge wurde im Berichtsjahr getroffen. Die aus den Beteiligungsaktivitäten der Vergangenheit resultierenden Risiken sind inzwischen gut beherrschbar. – Bestandsgefährdende Risiken sind für die Stadtwerke Flensburg Gruppe derzeit nicht erkennbar.

Gesamtaussage zur Chancen- und Risikolage Es bedarf keiner besonderen Fähigkeiten, um die wenig gewagte These zu treffen, dass auch im Jahr 2015 der energiepolitische Rahmen voraussichtlich noch nicht kalkulierbare langfristige Rahmenbedingungen aufzeigen wird. Genau das aber wäre am allermeisten wünschenswert. Sicherlich wird die Bundesregierung im Laufe des Jahres 2015 die Frage eines Kapazitätsmarktes intensiv diskutieren. Ob sie sich dabei eine einheitliche, klare und stabile Meinung bildet, ist aber fraglich. Inwiefern davon die Stadtwerke Flensburg mit ihren Erzeugungsanlagen betroffen sind, wird sich erst nachgelagert zeigen. Die langfristige Neugestaltung des EEG wird angesichts der vielen offenen Fragen wohl kaum im nächsten Jahr geklärt werden. Auch hinsichtlich der Umgestaltung der Anreizregulierung ist noch keine eindeutige Richtung zu erkennen. Weder die Branchenverbände noch die Regulierungsbehörden des Bundes und der Länder vertreten hier derzeit eine einheitliche Meinung. Vor diesem Hintergrund bleibt völlig offen, wie die Bundesregierung die selbstgesteckten CO2-Minderungsziele erreichen will. Eine naheliegende Option wäre es, zumindest für die KWK-Anlagen eine tragbare Übergangslösung zu schaffen.   Den Unternehmen bleibt angesichts dieser Situation nur die Strategie, sich möglichst flexibel aufzustellen und auf verschiedene denkbare Entwicklungen einzustellen. Unabhängig von der konkreten Entwicklung der Rahmenbedingungen sollte jedoch der Blick auf die Kundenbeziehung geschärft werden. Hier besteht langfristig die Notwendigkeit, die Kundenbindung zu festigen und weiterzuentwickeln. Daneben sollte sich der Blick auch nach innen richten: Der Kurs der Effizienzsteigerung und der Verbesserung der Unternehmenssteuerung in allen Bereichen der Wertschöpfung muss fortgesetzt werden, auch um schnell auf die noch unbekannte Entwicklung der Rahmenbedingungen reagieren zu können.

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Geschäftsbericht 2014 Bilanz Stadtwerke Flensburg Konzern

Geschäftsbericht 2014 Bilanz Stadtwerke Flensburg Konzern

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Bilanz Stadtwerke Flensburg Konzern
AKTIVSEITE A. 	Anlagevermögen 	 I. 	 Immaterielle Vermögensgegenstände 		 1. 	 Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 			 und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 		 2. 	 Geleistete Anzahlungen auf immaterielle 			Vermögensgegenstände 	 II. 	 Sachanlagen 		 1. 	 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 		 			 einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 		 		 		 		 	 		 2. 	 Technische Anlagen und Maschinen 3. 	 Fahrzeuge im Personenverkehr 4. 	 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5. 	 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1. 	 Beteiligungen Anhang-Nr. (1) 	 31.12.2014 in EUR 	 	261.304.390,30 	2.529.329,37 	 	2.529.329,37 	0,00 	239.903.560,54

zum 31. Dezember 2014

Vorjahr in EUR

PASSIVSEITE A.	Eigenkapital 	 	 	 I. 	 Gezeichnetes Kapital II. 	 Kapitalrücklage III.	Gewinnrücklagen

Anhang-Nr.

	

31.12.2014 in EUR

	

Vorjahr in EUR

	225.658.923,38 	2.872.581,77 	 	2.580.625,43 		 	291.956,34 	203.157.975,28

	111.487.753,02 	56.000.000,00 	14.249.271,66 (6) 	32.568.972,28 	 32.568.972,28 	8.669.509,08 	0,00 (7) (8) 	385.614,41 	3.290.403,75 	28.856.889,89 	4.334.885,00 	2.786.224,23 (9) (10) 	21.735.780,66 	166.449.356,00 	127.123.570,99 	344.894,92 	15.864.804,95 	5.718,79 (11)

	107.530.890,15 	56.000.000,00 	14.249.271,75 	39.869.485,47 	 39.869.485,47 	-3.294.394,88 	706.527,81 	 397.007,87

		 1.	 Andere Gewinnrücklagen 	 IV.	Bilanzgewinn/-verlust 	 V.	 EK Anteile anderer Gesellschafter

		 		 	26.515.335,69 	27.934.066,98 	143.198.764,62 	1.544.559,00 	8.577.682,32 	60.067.218,91 	18.871.500,39 	1.412.680,52 	2.365.921,79 	2.607,59 (2) 	15.074.790,49 	15.500,00 	46.872.809,10 	14.633.080,90 	13.108.882,89 	941.072,40 	482.886,61 	100.239,00 (3) (4) 	30.984.452,33 	23.495.984,91 	126.018.964,62 	2.254.002,00 	9.849.071,01 	37.101.870,67 	19.628.366,33 	1.470.516,42 	2.458.619,13 	2.607,59 	15.681.123,19 	15.500,00 	72.082.151,19 	14.190.782,29 	12.239.237,94 	0,00 	1.868.323,35 	83.221,00 	29.465.840,77 	16.958.184,56

B. 	 Passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung C. 	Empfangene Ertragszuschüsse D. 	 Rückstellungen 		 1.	 Rückstellungen für Pensionen 			 und 	 hnliche Verpflichtungen ä 		 		 2.	Steuerrückstellungen 3.	 Sonstige Rückstellungen

	4.188.968,32 	25.205.669,31

III.	Finanzanlagen

		 2. 	 Ausleihungen an Unternehmen, 			 mit denen 	 in Beteiligungsverhältnis besteht e 		 		 		 3. 	 Wertpapiere des Anlagevermögens 4. 	 Sonstige Ausleihungen 5. 	 Sonstige Finanzanlagen

		 	4.394.641,00 	376.653,78 	20.434.374,53 	160.865.572,51 	132.482.537,52 	341.686,48 	14.969.263,36

E. 	 Verbindlichkeiten 		 1.	 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.	 Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.	 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 		 		

B. 	Umlaufvermögen 	 I. 	 Vorräte 1. 	 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2. 	 Emissionsrechte 3. 	 Unfertige Leistungen 4. 	 Fertige Erzeugnisse 1. 	 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 		 		 		 		 	 		

		 4.	 Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, 			 mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 		 5.	 Sonstige Verbindlichkeiten 			(davon ggü. Gesellschafterin: 			 23.927,12 EUR, Vj: 50.083,67 EUR)	 			(davon aus Steuern: 			 11.064.469,34 EUR, Vj: 4.379.833,25 EUR) 			 (davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 			 6.319,40 EUR, Vj: 9.316,26 EUR) F.	Rechnungsabgrenzungsposten G.	 Passive latente Steuern (12)

		 	498,18

II.	 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

		 		 		 		 	23.110.366,35 	13.071.586,97

		 2. 	 Forderungen gegen Unternehmen, 			 mit denen 	 in Beteiligungsverhältnis besteht e 		 3. 	 Sonstige Vermögensgegenstände 	 III.	 Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben 		 bei Kreditinstituten und Schecks C. 	 Rechnungsabgrenzungsposten (5)

		 		 	693.720,37 	222.922,17 	6.794.747,05 	 	1.255.275,87 	2.764.767,48 	310.941.966,88 	12.284.734,04 	 	28.425.528,13 	1.010.032,09 	298.751.106,66

	437.370,77 	34.579,04

	529.418,05 	33.580,45

	310.941.966,88

	298.751.106,66

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Geschäftsbericht 2014 Gewinn- und Verlustrechnung Stadtwerke Flensburg Konzern

Geschäftsbericht 2014 Anhang Stadtwerke Flensburg Konzern

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Gewinn- und Verlustrechnung Stadtwerke Flensburg Konzern
Anhang-Nr. 1. 	Umsatzerlöse 	 	Umsatzerlöse mit Strom- und Erdgassteuer abzüglich Strom- und Erdgassteuer (13) 	 2014 in EUR 	 	392.244.487,75

für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014

Anhang Stadtwerke Flensburg Konzern
I. Angaben zur Form und Darstellung von Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung und zur Konsolidierung Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2014 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Entsprechend der Verordnung über die Gliederung des Jahresabschlusses von Verkehrsunternehmen vom 13.07.1988 ist die Darstellung der Sachanlagen um die Position Fahrzeuge im Personenverkehr erweitert.
Sitz der Gesellschaft A.	Anteile an verbundenen Unternehmen: AWZ Abfallwirtschaftszentrum Flensburg GmbH Aktiv Bus Flensburg GmbH Flensburger Hafen GmbH Flensburger Flughafenbetriebsgesellschaft mbH IT-Power GmbH Flensburger Verkehrsservice GmbH i.L. Förde Bäder GmbH Campusbad Vermietungsgesellschaft mbH B.	 Beteiligungen (> 20 %): Zentral-Omnibus-Bahnhof Flensburg GmbH Flensburg 	27,49 	 185.851,49 	 37.135,50 *2 *1) Mit vorgenannten Gesellschaften bestehen Ergebnisabführungsverträge *2) Ergebnis per 31.12.2013 – Der Abschluss per 31.12.2014 liegt noch nicht vor Flensburg Flensburg Flensburg Flensburg Flensburg Flensburg Flensburg Flensburg 100 100 100 100 100 100 100 100 	-1.479.071,56 	1.000.000,00 	52.000,00 	52.000,00 	500.000,00 	28.619,04 	25.000,00 	460.953,16 	

Vorjahr in EUR

	338.660.764,92

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Konsolidierungskreis Die Stadtwerke Flensburg GmbH stellt als Mutterunternehmen gemäß § 290 ff. HGB einen Konzernabschluss auf. Der Anteilsbesitz stellt sich nach § 313 HGB per 31.12.2014 wie folgt dar:
Anteil am Kapital % Eigenkapital EUR 	 0,00 *1 0,00 *1 0,00 *1 0,00 *1 0,00 *1 0,00 *1 0,00 *1 	-11.393,46 Jahresergebnis EUR

	417.936.699,49	 	359.363.962,31 	25.692.211,74 	20.703.197,39 	-887.620,42 	3.740.242,94 (14) 	8.149.495,71 	403.246.605,98 	293.556.568,40 		 	641.898,93 	3.093.775,26 	8.355.854,23 	350.752.293,34 	245.110.916,37

2. 	Erhöhung oder Verminderung des Bestandes 	 an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 3. 	Andere aktivierte Eigenleistungen 4. 	 Sonstige betriebliche Erträge 5. 	 Materialaufwand 	 a. 	 Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 		 und für bezogene Waren 	 	 	 b. 	 Aufwendungen für Emissionsrechte c. 	 Aufwendungen für bezogene Leistungen a. 	 Löhne und Gehälter Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (davon für Altersversorgung: 2.752.468,74 EUR, Vj: 2.833.876,53 EUR)

		 		 	 271.484.195,40 	 224.504.877,79 	 	 	 239.330,75 21.833.042,25 37.980.113,60 	 	 	 221.193,75 20.384.844,83 38.915.509,34

6. 	 Personalaufwand 	 b. 	 		 		 		

	48.824.583,86

	50.321.294,94

		 		 		 	 10.844.470,26 	 11.405.785,60 	19.655.419,29 (15) 	20.636.610,04 	382.673.181,59 	19.901,18 	0,00 		 	16.742.443,76 	23.829.644,75 	336.004.299,82 	177.471,11 	31.709,16

7. 	Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 	 des Anlagevermögens und Sachanlagen 8. 	 Sonstige betriebliche Aufwendungen 9. 	Erträge aus Beteiligungen 10.	Gewinne aus Anteilen an assoziierten Unternehmen 11.	Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen 	 des Finanzanlagevermögens 12.	Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13.	Abschreibungen auf Finanzanlagen 14.	Zinsen und ähnliche Aufwendungen 15.	Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 16.	Außerordentliche Erträge 17.	Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 18.	Sonstige Steuern 19.	Jahresüberschuss/-fehlbetrag 20.	Vorabausschüttungen 21.	Anteile anderer Gesellschafter 	 am Jahresüberschuss/Jahresverlust 22.	Konzernbilanzgewinn/-verlust (17) (16)

		 	1.032.281,86 	478.547,50 	447.977,91 	0,00 	5.970.758,88 	-4.470.597,93 	16.102.826,46 	1.081.877,05 	4.996.578,09 	518.616,34 	5.515.194,43 	11.669.509,08 	3.000.000,00 	 	0,00 	8.669.509,08 	113.350,11 	17.060.430,17 	3.794.560,25 	-20.053.912,54 	-5.305.919,02 	6.215.445,58 	3.571.493,63 	486.467,88 	4.057.961,51 	-3.148.434,95 	0,00 	 	145.959,93 	-3.294.394,88

Die Zentral-Omnibus-Bahnhof Flensburg GmbH wird nach § 311 Abs. 2 HGB wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

Änderungen im Konsolidierungskreis Veräußerung von Unternehmensbeteiligungen Mit Vertrag vom 19.12.2013 (UR1917/2013) erfolgte zum 01.01.2014 die Übertragung der Geschäftsanteile in Höhe von 50,941 Prozent an der TRIGIS GeoServices GmbH mit Sitz in Korbußen an die Mitgesellschafter der TRIGIS GeoServices GmbH mit Sitz in Korbußen. Dementsprechend wurde eine Entkonsolidierung vorgenommen.

Bäder GmbH und der Campusbad Vermietungsgesellschaft mbH nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB, für die übrigen Tochterunternehmen wird die Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a. F. angewendet. Die Kapitalkonsolidierung für die AWZ Abfallwirtschaftszentrum GmbH (vormals MEISH Mittelständische Entsorgungsinitiative Schleswig-Holstein GmbH) erfolgte zu dem Zeitpunkt, an dem die Gesellschaft Tochterunternehmen geworden ist und für die übrigen Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Die übrigen Beteiligungen sind gemäß § 311 Abs. 2 HGB aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns mit dem Buchwert der Beteiligung angesetzt. Schuldenkonsolidierung

Konsolidierungsgrundsätze Kapitalkonsolidierung

Die Forderungen und Verbindlichkeiten unter Konzerngesellschaften wurden lt. § 303 HGB aufgerechnet. Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt bei der AWZ Abfallwirtschaftszentrum GmbH (vormals MEISH Mittelständische Entsorgungsinitiative Schleswig-Holstein GmbH), der Förde

Eine Verrechnung der konzerninternen Aufwendungen und Erträge erfolgte gemäß § 305 HGB.

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Geschäftsbericht 2014 Anhang Stadtwerke Flensburg Konzern

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Behandlung der Zwischenergebnisse Die aus konzerninternen Lieferungen resultierenden Bestände im Umlaufvermögen wurden gemäß § 304 HGB um die Zwischenergebnisse eliminiert.

Die Vorräte sind zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Soweit erforderlich, wurden Abschreibungen gem. § 253 Abs. 4 Satz 1 HGB vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Berücksichtigung des erkennbaren Ausfallrisikos bewertet. Die Gesamtdifferenzbetrachtung der Latenzposten nach § 274 HGB ergibt zum Bilanzstichtag einen Aktivüberhang. Auf eine Bilanzierung wird durch Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus den Rückstellungen für Deputate und Prozesskosten. Es bestehen keine wesentlichen passiven latenten Steuern nach § 274 HGB. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und Deputate erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2005 G. Der Rückstellung für Pensionen liegen ein Rechnungszinssatz von 4,62 Prozent, eine Lebenshaltungskostensteigerungsrate von 1,0 Prozent, eine Anpassungsrate der laufenden Renten von 1,0 Prozent zu Grunde. Die Rückstellung für Deputate berücksichtigt einen Rechnungszinssatz von 4,62 Prozent, eine Preissteigerungsrate von 1,5 Prozent sowie eine Fluktuationsquote von 1,4 Prozent. Die Rückstellung für eine Sterbegeldverpflichtung wurde mit einem Rechnungszins von 4,62 Prozent, einer Einkommenssteigerungsrate von 2,40 Prozent und einer Fluktuationsquote von 1,40 Prozent gebildet. Die übrigen Rückstellungen sind nach Berücksichtigung erkennbarer Risiken in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt worden, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2005 G mit einem Rechnungszinssatz von 2,91 Prozent sowie einem Einkommenstrend von 2,4 Prozent bewertet. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert. Die Erstbewertung der Geschäftsvorfälle in Fremdwährung erfolgt zum Umrechnungskurs zum Zeitpunkt des Eigentumsüberganges. Die Folgebewertung wird nach § 256 a HGB durchgeführt. 2. Angaben zu Positionen der Bilanz

Der Sonderposten aus Investitionszuschüssen wurde zur Anpassung der konzerneinheitlichen Bilanzierung vom Anlagevermögen abgesetzt. (2) In den sonstigen Ausleihungen ist die entgeltliche Kaufpreisstundung des Campusbades an die Stadt Flensburg in

Höhe von 14,6 Mio. EUR enthalten. Der Kaufpreis umfasst die Gebäudekosten der Planung und Errichtung inkl. Baunebenkosten, Finanzierung und Kosten für die Außenanlagen. Weiterhin beinhaltet der Posten Kundendarlehen und Baudarlehen in Höhe von 0,3 Mio. EUR. Die sonstigen Ausleihungen weisen folgende Fälligkeiten auf:

II. Erläuterungen zu den Positionen von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung bezüglich Ausweis, Bilanzierung und Bewertung 1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften erfolgt die Bilanzierung unter Fortführungsannahme. Bei der Flensburger Verkehrsservice GmbH i. L. sowie der IT-Power GmbH erfolgt infolge der Absicht, den Geschäftsbetrieb nicht weiter fortzuführen, die Bilanzierung zu Zerschlagungswerten. Geschäfts- oder Firmenwerte, die sich im Rahmen der Kapitalkonsolidierung ergeben, werden über einen Zeitraum von vier Jahren linear abgeschrieben, sofern sich aus einer Werthaltigkeitsprüfung keine anderen Erkenntnisse ergeben. Passive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung sind nach § 301 Abs. 3 HGB in der Bilanz zwischen dem Eigenkapital und dem Fremdkapital auszuweisen. Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. 	 Auf die in den Herstellungskosten enthaltenen eigenen Leistungen werden angemessene Material- und Fertigungsgemeinkostenzuschläge berechnet. Bei Zugängen vor 2008 wurde, soweit zulässig, die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Ab dem Jahr 2008 erfolgen die Abschreibungen nach der linearen Methode. Aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Stadtwerke Flensburg GmbH werden in der Handelsbilanz die steuerlichen Regelungen des § 6 Abs. 2 a EStG übernommen. Im Bereich des Anlagevermögens wird für Reserveteile der Erzeugung ein Festwert gemäß § 240 HGB geführt. Kapitalzuschüsse werden von den Anschaffungskosten des Anlagevermögens abgesetzt. Empfangene Ertragszuschüsse werden seit dem Jahr 2003 ebenfalls unmittelbar von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzt und gesondert im Anlagenspiegel ausgewiesen. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten, ggf. vermindert um Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB, ausgewiesen. § 253 Abs. 5 HGB wurde beachtet. Die in der Position Sonstige Ausleihungen enthaltenen Baudarlehen werden zum Nennwert angesetzt.

Gesamt EUR Sonstige Ausleihungen 	 15.074.790,49

davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr EUR 	430.787,78 von 1 bis 5 Jahre EUR 	2.346.458,61 über 5 Jahre EUR 	12.297.544,10

(3) Die ausgewiesenen Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig. (4) Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten die Erlösabgrenzungen für Energielieferungen in Höhe von 121,3 Mio. EUR für Verbräuche, die zwischen Ablese- und Bilanzstichtag entstanden sind, vor Saldierung mit den erhaltenen, nicht abgerechneten Bruttoabschlagsbeträgen. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind 58,6 TEUR aus Nebengeschäften mit der Gesellschafterin enthalten. (5) Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. (6) Gemäß Beschluss der Gesellschafterversammlung ist der Jahresfehlbetrag 2013 des Mutterunternehmens (11,7 Mio. EUR) mit den Gewinnrücklagen verrechnet worden. Die für 2013 vereinbarte Mindestausschütung an die Stadt Flensburg in Höhe von 3,0 Mio. EUR wurde aus den Gewinnrücklagen übernommen. (7) Im Rahmen der Erstkonsolidierung bei der Campusbad Vermietungsgesellschaft mbH wurde ein passiver Unterschiedsbetrag nach § 301 Abs.3 HGB in Höhe von 463.521,45 EUR gebildet. Im Geschäftsjahr ist der Unterschiedsbetrag unter Anwendung des § 309 Abs. 2 Nr. 1 HGB um den Jahresverlust der Campusbad Vermietungsgesellschaft mbH gewinnerhöhend um 11.393,46 Euro anteilig aufgelöst worden. (8) Die empfangenen Ertragszuschüsse beinhalten Zuschüsse der Kunden zu den Netzkosten und den Hausanschlusskosten. Die bis 2002 empfangenen Ertragszuschüsse werden mit einer jährlichen Rate von 5,0 Prozent der Ursprungswerte zugunsten der Umsatzerlöse aufgelöst. Die ab 2003 empfangenen Ertragszuschüsse werden direkt von den Anschaffungs- und Herstellungskosten des jeweiligen Leitungsnetzes abgesetzt.

(9) Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 14,2 Mio. EUR, für Urlaubsansprüche, Überstundenvergütungen, Gleitzeitausgleich und Berufsgenossenschaftsbeiträge in Höhe von 2,5 Mio. EUR, für Altersteilzeitverpflichtungen und Jubiläumszuwendungen in Höhe von 0,7 Mio. EUR und aus der Abrechnungsverpflichtung für die Jahresverbrauchsabrechnung und interne Abschlusskosten von insgesamt 1,4 Mio. EUR. Für Rekultivierungsmaßnahmen wurde eine Rückstellung in Höhe von 0,9 Mio. EUR gebildet.

(1) Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

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(10) Für die Verbindlichkeiten bestehen folgende Restlaufzeiten: 	
Gesamt TEUR Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Vorjahr) Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (Vorjahr) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr) 	 Davon gegenüber der Gesellschafterin 	(Vorjahr) Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (Vorjahr) Sonstige Verbindlichkeiten (Vorjahr) 	 Davon gegenüber der Gesellschafterin 	(Vorjahr) 	 Davon aus Steuern 	(Vorjahr) 	 Davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 	(Vorjahr) Summe (Vorjahr) 	127.123 	(132.483) 	 345 	(342) 	15.865 	(14.969) 	0 	(1) 	6 	(0) 	23.110 	(13.072) 	24 	(50) 	11.064 	(4.380) 	6 	(9) 	166.449 	 (160.866) davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr TEUR 	8.032 	(17.258) 	345 	(342) 	15.865 	(14.967) 	0 	(1) 	6 	(0) 	20.688 	(10.524) 	24 	(50) 	11.064 	(4.380) 	6 	(9) 	44.936 	 (43.091) von 1 bis 5 Jahre TEUR 	62.246 	(45.719) 	0 	(0) 	0 	(2) 	0 	(1) 	0 	(0) 	2.403 	(2.524) 	0 	(0) 	0 	(0) 	0 	(0) 	64.649 	 (48.245) über 5 Jahre TEUR 	56.845	 	(69.506) 	0 	(0) 	0 	(0) 	0 	(1) 	0 	(0) 	19 	(24) 	0 	(0) 	0 	(0) 	0 	(0) 	56.864 	 (69.530)

Die Umsatzerlöse der Elektrizitätsversorgung und der Gasverteilung beinhalten die an die Kunden weiterberechnete und an das Hauptzollamt abgeführte Strom- und Erdgassteuer in Höhe von zusammen 25,7 Mio. EUR. In der Gesamtbetrachtung sind im Geschäftsjahr periodenfremde Erlösminderungen in Höhe von 0,8 Mio. EUR aus dem Verbrauch und der Auflösung der Erlösabgrenzung 2013 für Energielieferungen enthalten. (14) Wesentlichen Anteil an den sonstigen betrieblichen Erträgen haben im Geschäftsjahr Erträge aus einzelwertberichtigten und abgeschriebenen Forderungen, Erstattungen von Mahnkosten und Frankaturerträge von zusammen 1,8 Mio. EUR, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 1,3 Mio. EUR und Erträge der dezentralen Einspeisung durch den Trafo Weding von 1,1 Mio. EUR. Im Geschäftsjahr wurden neben den Rückstellungsauflösungen weitere periodenfremde Erträge in Höhe von 1,5 Mio.EUR gebucht. (15) Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten die Konzessionsabgaben in Höhe von 6,0 Mio. EUR (Vorjahr 6,2 Mio. EUR) und Aufwendungen für externe Preissicherung einschließlich der Kohlepreissicherung von zusammen 1,0 Mio. EUR (Vorjahr 2,3 Mio. EUR); die Verluste aus Anlagenabgängen und der Aufwand aus Abschreibungen und Einzelwertberichtungen von Forderungen betragen zusammen 2,5 Mio. EUR (Vorjahr 2,6 Mio. EUR. Aus der Zuführung zu einer Rückstellung für Prozessrisiken resultiert ein Aufwand von 1,0 Mio. EUR. (16) Die Erträge aus der Abzinsung im Sinne von § 277 Abs. 5 Satz 1 HGB belaufen sich im Geschäftsjahr auf 4 TEUR (Vorjahr 2 TEUR). Die Aufwendungen aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen belaufen sich auf 460 TEUR (Vorjahr 391 TEUR). (17) Unter Berücksichtigung aller Sachverhalte resultiert aus der Entkonsolidierung der TRIGIS GeoServices GmbH ein außerordentlicher Ertrag in Höhe von 1,1 Mio. EUR.

de Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen betragen 1,7 Mio. EUR sowie für pensionsähnliche Verpflichtungen 54,7 TEUR. Die Pensionsverpflichtungen sind durch Bürgschaften abgesichert. Die Aufwendungen für die Mitglieder des Aufsichtsrates betrugen 60,0 TEUR 2. Belegschaft Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:
2014 Arbeitnehmer insgesamt davon in Vollzeit davon in Teilzeit Auszubildende 	906 	763 	81 	62 2013 	1.022 	864 	87 	71

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse Das Bestellobligo für die Folgejahre beträgt unter Berücksichtigung geleisteter Anzahlungen zum Bilanzstichtag rd. 117,3 Mio. EUR. Im Wesentlichen entfallen davon auf Verträge über Stromlieferungen 87,6 Mio. EUR, auf das Projekt „Kessel 12“ zum Neubau einer Gas- und Dampfturbinenanlage rd. 19,0 Mio. EUR, auf Kohleabnahmeverträge 1,6 Mio. EUR, für Netzsanierungs- und -ausbauarbeiten rd. 0,9 Mio. EUR und für den Transport von Brennstoffen und Aschen rd. 2,6 Mio. EUR. Es bestehen Verpflichtungen aus gegebenen Bürgschaften für verbundene Unternehmen in Höhe von 1,5 Mio. EUR. Gegenüber der AWZ Abfallwirtschaftszentrum GmbH (vormals MEISH Mittelständische Entsorgungsinitiative Schleswig-Holstein GmbH) wurde eine Patronatserklärung abgegeben. Bei der AWZ Abfallwirtschaftszentrum GmbH sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch die Sicherungsübereignung einer technischen Anlage gesichert. Für durchschnittlich 876 Beschäftigte der Stadtwerke Flensburg GmbH, der Aktiv Bus Flensburg GmbH und der Förde Bäder GmbH bestand im Geschäftsjahr eine Zusatzversorgung bei der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL). Die Zusatzversorgung umfasst eine Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsrente sowie ein Altersruhegeld und eine Hinterbliebenenversorgung, für die eine Wartezeit von 60 Monaten erfüllt sein muss. Aufgrund der umlagefinanzierten Ausgestaltung der VBL besteht eine Unterdeckung in Form der Differenz zwischen den von der Einstandspflicht erfassten Versorgungsansprüchen und dem anteiligen, auf die vorangehend

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 0,5 Mio. EUR durch Bürgschaften der Gesellschafterin und 14,7 Mio. EUR durch Forderungsabtretungen besichert. Aus den sonstigen Verbindlichkeiten besteht für Arbeitnehmerdarlehen eine Bürgschaft der Nord-Ostsee Sparkasse in Höhe von 160 TEUR. (11) Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich zusammen aus 11,1 Mio. EUR für Umsatz-, Lohn- und Kirchensteuer und Energiesteuern (Vorjahr 4,4 Mio. EUR) und 5,1 Mio. EUR (Vorjahr 1,96 Mio. EUR) für Guthaben von Kunden aus der Jahresverbrauchsabrechnung, davon entfallen 23,9 TEUR (Vorjahr 15,8 TEUR) auf die Gesellschafterin. Aus der Einlage der Gemeinde Harrislee, die auf Grundlage des zum 01.01.2012 geschlossenen Vertrages über eine stille Beteiligung geleistet wurde, besteht eine Verbindlichkeit in Höhe von 2,3 Mio. EUR. Außerdem sind in dem Posten 1,8 Mio. EUR (Vorjahr 2,1 Mio. EUR) aus der Umgliederung der kreditorischen Debitoren. (12) Die passiven latenten Steuern wurden nach § 306 HGB gebildet. Diese resultieren aus dem Verbot zur Übernahme nur nach Steuerrecht zulässiger Wertansätze in den handelsrechtlichen Konzernabschluss. Es handelt sich ausschließlich

um latente Steuern auf abzugsfähige zeitliche Differenzen. Der Ermittlung der aktiven und passiven latenten Steuern liegt ein durchschnittlicher Konzernsteuersatz von 30,11 Prozent zugrunde. 3. Angaben zu Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung (13) Die konsolidierten Umsatzerlöse (vor Abzug von Stromsteuer) in Höhe von 417,9 Mio. EUR setzen sich wie folgt zusammen:
Elektrizitätsversorgung inkl. Stromsteuer Fernwärmeversorgung Wasserversorgung Gasverteilung inkl. Erdgassteuer Beförderung Personenverkehr IT- Dienstleistungen Rohstoffannahme Abfallverwertung Kai- und Krangeld Sonstige Umsatzerlöse 	 	 	 	 	 	 	 	 	 	 326,5 Mio. EUR 62,9 Mio. EUR 8,5 Mio. EUR 0,9 Mio. EUR 9,7 Mio. EUR 2,1 Mio. EUR 1,4 Mio. EUR 0,7 Mio. EUR 0,3 Mio. EUR 4,9 Mio. EUR

III. Ergänzende Angaben 1. Zusammensetzung der Organe, Aufwendungen für Organe und Organkredite Die Mitglieder des Aufsichtsrates und der Geschäftsführung sind unter Punkt 7 und 8 angegeben. (Vgl. S. 10 Geschäftsbericht) Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung beliefen sich die Gesamtbezüge auf 131 TEUR. Die für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung gebildeten Rückstellungen für laufen-

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genannten Gesellschaften entfallenden Vermögen der VBL. Die für eine Rückstellungsberechnung erforderlichen Daten der ausgeschiedenen Mitarbeiter werden von den Gesellschaften nicht vorgehalten. Die zusatzversorgungspflichtigen BruttoLöhne und -Gehälter betrugen für die Stadtwerke Flensburg GmbH im Berichtsjahr rd. 30,8 Mio. EUR. Der Umlagesatz belief sich für 2014 auf 6,45 Prozent. Hinzu kam ein Sanierungsgeld von 1,23 Prozent. Die zusatzversorgungspflichtigen BruttoLöhne und -Gehälter für die Aktiv Bus Flensburg GmbH betrugen im Berichtsjahr 3,1 Mio. EUR und für die Förde Bäder GmbH 0,3 Mio. EUR. Der Umlagesatz belief sich für 2014 für beide Gesellschaften auf 6,45 Prozent. Ein Sanierungsgeld wurde nicht berechnet. 4. Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten Im Zusammenhang mit der Aufnahme eines Konsortialkredits vom 04.11.2013, bestehend aus einer festverzinslichen Tranche B in Höhe von 40,0 Mio. EUR und der variabel verzinslichen Tranche A in Höhe von 45,0 Mio. EUR, wurden am 05.12.2013 in Bezug auf die Tranche A betrags-, tilgungs- und fristenkongruente Zinsswapgeschäfte mit einer Laufzeit vom 30.06.2014 bis zum 31.10.2018 bei den am Konsortium beteiligten Banken abgeschlossen. Der Nominalwert der Zinsswapgeschäfte beträgt zum 31.12.2014 24,5 Mio. EUR. Die Zinsswaps, bei denen der variable Zinssatz gegen den fixen Zinssatz getauscht wird, dienen dem Zweck der vollständigen Beseitigung des Zinsänderungsrisikos, das sich aus der variablen Verzinsung auf Basis von 3-Monats-EURIBOR der Tranche A ergibt. Der negative Marktwert der Zinsswaps belief sich zum 31. Dezember 2014 auf insgesamt 2,07 Mio. EUR. Auf Basis der vereinbarten Konditionen werden die Zinsswaps und die korrespondierenden Darlehen der Tranche A als Bewertungseinheit zusammengefasst, weshalb ein Ansatz der Marktwerte in der Bilanz unterblieben ist. 5. Behandlung von Emissionsberechtigungen Unentgeltlich ausgegebene Emissionsberechtigungen sowie die Abgabeverpflichtung für die im Geschäftsjahr verursachten Emissionen werden zum Bilanzstichtag zum Erinnerungswert angesetzt. Bei einer Betrachtung zum Zeitwert (EEX–Börsenpreis zum Bilanzstichtag) würde sich für die im Bestand befindlichen unentgeltlichen Emissionsrechte (EUA – European Unit Amounts) ein Wert von 3,57 Mio. EUR ergeben. Ferner befinden sich im Bestand entgeltlich erworbene Emissionsrechte (EUA‘s) mit einem zum Bilanzstichtag beizulegenden Wert von insgesamt 0,9 Mio. EUR. Für die Abgabeverpflichtung nach dem Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz (TEHG) für die tatsächlich verursachten Emissionen im Geschäftsjahr 2014 werden die entgeltlich erworbenen EUA‘s zum Teil herangezogen.

Eine entsprechende Verbindlichkeit wird im Jahresabschluss ausgewiesen. 6. Sonstige Angaben Für das Geschäftsjahr 2014 wurde die PKF FASSELT SCHLAGE Partnerschaft mbB, Duisburg, zum Abschlussprüfer für die Stadtwerke Flensburg GmbH bestellt. Die gebuchten Aufwendungen für die Honorarleistungen betreffen Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von 109,0 TEUR. Der in der Kapitalflussrechnung dargestellte Finanzmittelfonds entspricht der Bilanzposition „Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks“ abzüglich der in Anspruch genommenen Kontokorrentkreditlinie.

Flensburg, 12. März 2015 Stadtwerke Flensburg GmbH

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Geschäftsbericht 2014 Anlagenspiegel Stadtwerke Flensburg Konzern

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Anlagenspiegel Stadtwerke Flensburg Konzern
Anschaffungs- und Herstellungskosten 01.01.2014 EUR Zugänge EUR Abgänge EUR Umbuchungen + ./. EUR Änderung K-Kreis wg. Trigis + ./. EUR 31.12.2014 EUR 01.01.2014 EUR Zugänge EUR Abschreibungen Abgänge EUR Umbuchungen + ./. EUR Änderung K-Kreis wg. Trigis + ./. EUR 31.12.2014 EUR Buchwerte 31.12.2013 EUR 31.12.2014 EUR

I. 	 Immaterielle 	Vermögensgegenstände 	 	 1. 	 Nutzungsrechte 2. 	 Firmenwerte 532.000,00 N 18.684.558,79 2.906.825,86 1.533.444,88 0,00 -2.474,00 0,00 8.917,19 0,00 -519.914,64 -95.727,05 20.236.532,22 2.811.098,81 16.103.933,36 2.906.825,86 500.072,00 N 1.555.921,07 0,00 -2.474,00 0,00 0,00 0,00 -450.249,58 -95.727,05 17.707.202,85 2.811.098,81 2.580.625,43 0,00 2.529.329,37 0,00

	 3. 	 Geleistete Anzahlungen 		auf immaterielle 		Vermögensgegenstände

291.956,34 21.883.340,99

1.455.839,09 532.000,00 N 2.989.283,97

-5.990,00 -8.464,00

-5.167,67 3.749,52

0,00 -615.641,69

1.736.637,76 24.784.268,79

0,00 19.010.759,22

1.736.637,76 500.072,00 N 3.292.558,83

0,00 -2.474,00

0,00 0,00

0,00 -545.976,63

1.736.637,76 22.254.939,42

291.956,34 2.872.581,77

0,00 2.529.329,37

II. 	 Sachanlagen 	 1. 	 		 		 		 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten 		 einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

-2.359,00 K 68.087.433,04 646.310.058,99 7.605.627,46 82.786,62 -4.419.011,62 K 24.178.163,98 8.590,76 -2.400,00 K 52.511,00 N 46.259.960,48 795.635,57 -34.200,00 K -3.587.160,58 AZ 37.101.870,67 36.642.286,01 -4.455.611,62 K 52.511,00 N 805.364.950,64 58.120.302,36 0,00 -1.031.934,15 0,00 -3.749,52 0,00 -2.159.872,08 -66.835,90 855.886.596,63 27.886.096,47 602.206.975,36 26.482.415,95 -1.301.710,62 K 17.664.571,08 0,00 -82.258,00 ZU -979.718,26 0,00 0,00 0,00 -1.524.823,47 -9.000,00 615.983.036,09 26.473.415,95 203.157.975,28 1.470.516,42 239.903.560,54 1.412.680,52 -11.403,89 -10.044.173,30 0,00 60.067.218,91 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 37.101.870,67 60.067.218,91 -786.497,18 216.061,61 -1.491.491,49 45.043.779,99 36.410.889,47 -7.246,00 K 1.988.755,79 -44.936,00 ZU -784.283,18 0,00 	 -1.097.082,41 36.466.097,67 9.849.071,01 8.577.682,32 -184.995,78 0,00 9.765.908,03 0,00 0,00 0,00 675.650.123,60 7.614.218,22 520.291.094,37 5.351.625,46 -49.037,30 58.454,14 -668.380,59 67.511.255,91 40.153.366,06 1.283.598,52 -1.288.404,62 K 13.670.482,01 -3.701,00 K 721.734,76 0,00 0,00 0,00 6.069.659,22 2.254.002,00 1.544.559,00 -10.944,30 -37.322,00 ZU -184.490,78 0,00 0,00 532.451.358,98 126.018.964,62 143.198.764,62 0,00 -427.741,06 40.995.920,22 27.934.066,98 26.515.335,69

	 2. 	 Technische Anlagen 		und Maschinen 	 3. 	 Fahrzeuge für Personen-		 		und Güterverkehr 	 4. 	 Betriebs- und 		Geschäftsausstattung 	 5. 	 Geleistete Anzahlungen 		 und Anlagen im Bau

III.	Finanzanlagen 	 1. 	 Beteiligungen 27.952.932,37 	 2. 	 Ausleihungen an Unter		 nehmen, mit denen 		ein Beteiligungs		verhältnis besteht 	 3. 	 Wertpapiere 		des Anlagevermögens 	 	 4. 	 Sonstige Ausleihungen 5. 	 Sonstige Finanzanlagen

2.458.619,13 2.607,59 15.695.122,21 15.500,00 46.124.781,30

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 -4.455.611,62 K 584.511,00 N

-92.178,77 0,00 -523.132,70 0,00 -615.311,47

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

-518,57 0,00 -83.200,00 0,00 -150.554,47

2.365.921,79 2.607,59 15.088.789,51 15.500,00 45.358.915,36

0,00 0,00 13.999,02 0,00 26.496.414,97

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 -1.301.710,62 K 500.072,00 N

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 -82.258,00 ZU -982.192,26

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

0,00 0,00 0,00 0,00 -9.000,00

0,00 0,00 13.999,02 0,00 26.487.414,97

2.458.619,13 2.607,59 15.681.123,19 15.500,00 19.628.366,33

2.365.921,79 2.607,59 15.074.790,49 15.500,00 18.871.500,39

873.373.072,93
AZ	 K	 ZU	 N	 = Anzahlungen = Kapitalzuschuss = Zuschreibung = Nachaktivierung

61.109.586,33

-1.655.709,62

0,00

-2.926.068,24

926.029.780,78

647.714.149,55

20.957.129,91

0,00

-2.079.800,10

664.725.390,48

225.658.923,38

261.304.390,30

70 70
Unser Engagement geht über unser Kerngeschäft hinaus. Wir unterstützen Projekte, die den Kindern und Bürgern unserer Region sowie dem Klima zu Gute kommen.

71 71

Engagement

72 72
Wir zeichnen uns seit Jahren durch eine faire Preisgestaltung aus. Deshalb haben sich bereits fast 200.000 Kunden aus ganz Deutschland für uns entschieden.

73 73

Fairness

74 74
Neue Ideen und Mut gehören zu einem erfolgreichen Unternehmen. Deshalb entwickeln wir uns durch sinnvolle Innovationen weiter.

75 75

Neue Geschäftsfelder

76 76

Wir sagen

S. 12

anke D
Julia Englert (Netznutzungsmanagement) und ihr Mann; ihr Baby Aurelia Alexandra wurde im April 2015 geboren S. 14 S. 16 S. 42

…	an alle Kinder, dass sie dabei waren und viel Spaß und Freude 	 bei den Fotoshootings hatten. …	an alle Mitarbeiter-Eltern, die uns die Möglichkeit gegeben haben, 	 mit Unterstützung ihrer Kinder unsere Fotoideen für diesen Geschäftsbericht 	 in die Tat umzusetzen.

Mira, 7 Jahre Tochter von Frank Konietzko (Strat. Planung und Projekte Netze)

Klara, 3 Jahre Enkelin von Armin Ipsen (Netzdokumentation)

Jamie, 9 Jahre Sohn von Marisa Schmitz (Personalabteilung)

S. 44

S. 46

S. 48

Meret, 7 Jahre Tochter von Jörg Wolff (Abteilungsleiter Marketing)

Jesper, 10 Jahre Sohn von Frank Thiel (Teamleiter Niederspannung)

Lucie, 6 Jahre Tochter von Marisa Schmitz (Personalabteilung)

S. 70

S. 72

S. 74

Jonna, 11 Jahre Tochter von Jan Weide (Teamleiter Service)

Bosse, 8 Jahre Sohn von Eyleen John (Unternehmenskommunikation)

Svea, 8 Jahre Tochter von Frank Thiel (Teamleiter Niederspannung)
        
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