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Full text: Konzernabschluss zum ... und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr ... Issue 2014(2015)

üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2014

üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft, Hannover

INHALTSVERZEICHNIS

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2014

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Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 Konzernbilanz zum 31. Dezember 2014 Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 Konzern-Kapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2014 Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2014 Anlage 1 - Entwicklung der Anlagenwerte zum 31. Dezember 2014 Anlage 2 - Entwicklung der Anlagenwerte zum 31. Dezember 2014

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Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

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Inhaltsverzeichnis Konzernabschluss und –lagebericht 2014 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft

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üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft, Hannover Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2014 Inhaltsverzeichnis 1. 2. Grundlagen des Konzerns ......................................................................................... 4 Wirtschaftsbericht .................................................................................................. 6 2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Branchenentwicklung .......................... 6 2.2 Wichtige Aktivitäten und Ereignisse im Geschäftsjahr 2014 ............................. 7 2.2.1 Verkehrs- und Transportleistungen ................................................................ 7 2.2.2 Beratungs- und Ingenieurleistungen............................................................. 11 2.2.3 Sonstige Dienstleistungen ......................................................................... 12 2.3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage ........................................................... 13 2.3.1 Ertragslage ............................................................................................... 13 2.3.2 Vermögens- und Finanzlage ........................................................................ 16 Nachtragsbericht .................................................................................................. 17 Wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess .............. 17 Chancen- und Risikobericht ................................................................................... 18 5.1 Chancen- und Risikomanagementsystem ..................................................... 18 5.2 Verkehrs- und Transportleistungen .............................................................. 20 5.2.1 üstra ........................................................................................................ 20 5.2.2 üstra Reisen ............................................................................................. 23 5.3 Beratungs- und Ingenieurleistungen............................................................. 23 5.3.1 TransTecBau............................................................................................. 23 5.4 Sonstige Dienstleistungen ......................................................................... 24 5.4.1 protec ...................................................................................................... 24 5.4.2 RevCon .................................................................................................... 25 5.4.3 Gehry-Tower .............................................................................................. 25 5.5 Fazit – Beurteilung aus Sicht des Vorstands................................................. 25 Erklärung zur Unternehmensführung ....................................................................... 25 6.1 Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats zu den Empfehlungen der Regierungskommission Corporate Governance Kodex ................................... 25 6.2 Angaben zu Unternehmensführungspraktiken ............................................... 26 6.3 Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat und Zusammensetzung und Arbeitsweise der Aufsichtsratsausschüsse .................................................. 27 Sonstige Berichte ................................................................................................. 28 7.1 Vergütungsbericht ..................................................................................... 28 7.2 Übernahmerechtliche Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB ................................ 28 Prognosebericht .................................................................................................... 30 8.1 Verkehrs- und Transportleistungen .............................................................. 30 8.1.1 üstra ........................................................................................................ 30 8.1.2 üstra Reisen ............................................................................................. 31 8.2 Beratungs- und Ingenieurleistungen............................................................. 31 8.2.1 TransTecBau............................................................................................. 31 8.3 Sonstige Dienstleistungen ......................................................................... 32 8.3.1 Protec ...................................................................................................... 32 8.3.2 RevCon .................................................................................................... 32 8.3.3 Gehry-Tower .............................................................................................. 33

3. 4. 5.

6.

7. 8.

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1.

Grundlagen des Konzerns

Der Kreis der konsolidierten Unternehmen wurde gegenüber dem Vorjahr um die üstra Reisen GmbH, Hannover (üstra Reisen), die RevCon Audit und Consulting GmbH, Hannover (RevCon) sowie die Gehry-Tower Objektgesellschaft mbH, Hannover (Gehry-Tower) erweitert. In den Vorjahren war auf die Konsolidierung dieser drei Gesellschaften verzichtet worden, da sie einzeln und insgesamt für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung waren. Die Immobilien der Gehry-Tower waren in den Vorjahren im Rahmen von Finanzierungsleasing in den Konzernabschluss der üstra einbezogen. Die üstra hat entschieden, ab dem Geschäftsjahr 2014 die Gehry-Tower im Rahmen einer Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einzubeziehen und das Finanzierungsleasing zu eliminieren. Darüber hinaus wurde der Konsolidierungskreis um die üstra Reisen und die RevCon erweitert. Beide Gesellschaften sind aus Sicht des Konzerns weiterhin von untergeordneter Bedeutung, werden aber seit diesem Geschäftsjahr einbezogen, da der Konzernabschluss zuverlässigere und relevantere Informationen über die Auswirkungen von Geschäftsvorfällen sowie auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und die Cashflows des Unternehmens vermittelt. Für Vergleichsinformationen wurde der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 rückwirkend um die drei Gesellschaften erweitert. Der üstra Konzern ist in drei Segmente gegliedert:

Die wirtschaftlich höchste Bedeutung kommt dem Segment „Verkehrs- und Transportleistungen“ zu. Innerhalb dieses Segments wird die üstra als wirtschaftlich mit Abstand bedeutendste Einheit separat betrachtet, ebenfalls diesem Segment wird die üstra Reisen zugeordnet. Das Segment „Beratungs- und Ingenieurleistungen“ beinhaltet die Geschäftstätigkeit der TransTec Bauplanungs- und Managementgesellschaft Hannover mbH, Hannover (TransTecBau). Das Segment „Sonstige Dienstleistungen“ umfasst die Aktivitäten der protec service GmbH, Hannover (protec), der RevCon sowie der Gehry-Tower.

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Die üstra ist der umweltfreundliche Mobilitätsdienstleister für Hannover. Mit ihren Stadtbussen und Stadtbahnen gehört die üstra zur Spitzengruppe der deutschen Nahverkehrsunternehmen. Mit rund 165 Millionen Fahrgästen im Jahr ist sie der leistungsstärkste Dienstleister für Nahverkehr in Niedersachsen. Die Region Hannover als Körperschaft ist der Aufgabenträger für den Nahverkehr, nicht nur für die Landeshauptstadt Hannover, sondern für das gesamte Gebiet der Region Hannover. Die üstra ist mit ihren Leistungen das Rückgrat der öffentlichen Mobilität in der Landeshauptstadt. Mit ihren Bahnen und Bussen fahren mehr als 450 Tausend Menschen täglich, das entspricht einem Wert von über 80 % der Stadtbevölkerung. Mit knapp 38 Millionen Wagenkilometern pro Jahr (Bahn und Bus) und über 1.800 Beschäftigten befördert die üstra die Hannoveraner in der Innenstadt tagsüber im 10-Minuten-Takt. Die üstra kooperiert im Verkehrsverbund Großraum-Verkehr Hannover, dessen Aufgaben durch die Großraum-Verkehr Hannover GmbH (GVH) erbracht werden. Mehrheitsgesellschafter des GVH ist die Region Hannover, welche 51 % der Gesellschaftsanteile hält. Die beteiligten Verkehrsunternehmen halten in Summe 49 % der Gesellschaftsanteile am GVH. Gesellschafter auf Seiten der Verkehrsunternehmen sind neben der üstra die RegioBus Hannover GmbH (RegioBus), die DB Regio AG, die metronom Eisenbahngesellschaft mbH und die erixx GmbH. Der GVH sorgt für ein abgestimmtes Verkehrsnetz und ein einheitliches Tarifsystem. Zur langfristigen Unternehmenssicherung hat die üstra im Mai 2008 einen Partnerschaftsvertrag mit der Region Hannover, dem Betriebsrat sowie der Gewerkschaft ver.di abgeschlossen. Der Partnerschaftsvertrag stellt den normativen Rahmen zur Umsetzung und Weiterführung der Unternehmensstrategie „vitale üstra 2020“ dar. Mit Wirkung vom 1. Juni 2009 hat die Region Hannover der üstra die Betrauung und Finanzierungszusage für die Stadtbahnverkehrsleistungen nach Maßgabe der Altmark-TransKriterien erteilt. Mit Wirkung vom 1. Juli 2010 hat die Region Hannover der üstra die Betrauung und Finanzierungszusage für die Busverkehrsleistungen mittels eines Öffentlichen Dienstleistungsauftrages im Sinne der VO (EG) 1370/2007 erteilt. Die üstra Reisen betreibt Busverkehre, überwiegend als Subunternehmer für die üstra, ein Reisebüro und die Maschseeschifffahrt. Gegenstand der TransTecBau sind die Planung und ingenieurtechnische Bearbeitung von Verkehrsanlagen. Zusätzlich wird die Kompetenz im Bereich des motorisierten Individualverkehrs ständig erweitert. Das Leistungsspektrum deckt die Bereiche Infrastrukturplanung, Bauherrenaufgaben, Betriebstechnik, Vermessung und Projektsteuerung ab. Die protec erbringt Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Schutz von Personen und Objekten sowie Facilitymanagement, Reinigung und Parkraumbewirtschaftung.
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Gegenstand der RevCon sind Baurevision und Beratung einschließlich einer Vergabekontrolle, die kaufmännische Revision und Beratung, die IT-Revision und -Beratung, der Vertrieb von Prüf-Software und die Übernahme der Aufgaben eines Datenschutzbeauftragten. Die Gehry-Tower betreibt und vermietet das nach den Plänen des Architekten Frank Gehry errichtete Gebäude Goethestraße 13a/Reuterstraße 8 in Hannover. Der Schwerpunkt der Tätigkeit aller Gesellschaften liegt in der Region Hannover.

2. 2.1

Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Branchenentwicklung

Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahr 2014 als stabil erwiesen. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,5 % (Vorjahr +0,1 %). Wichtigster Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft war der Konsum. Die privaten Konsumausgaben stiegen preisbereinigt um 1,1 %, die des Staates um 1,0 %, auch die Investitionen legten zu. Der Außenhandel gewann trotz eines weiterhin schwierigen außenwirtschaftlichen Umfelds etwas an Dynamik. Fast alle Wirtschaftsbereiche konnten zur Belebung der deutschen Wirtschaft beitragen. Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte nahm 2014 um 2,2 % zu. Der Anstieg der in jeweiligen Preisen berechneten Konsumausgaben der privaten Haushalte fiel mit 2,1 % in gleicher Höhe wie im Vorjahr aus. Die Verbraucherpreise sind im Jahresdurchschnitt um 0,9 % gestiegen, damit ist die Jahresteuerungsrate seit 2011 rückläufig. Die Jahresteuerungsrate wurde wesentlich durch die Preisrückgänge für Energie geprägt. Energie verbilligte sich um 2,1 % vor allem infolge der Rohölpreisentwicklung. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise lag die Jahresteuerungsrate bei +1,3 %. Der Arbeitsmarkt hat sich im schwierigen wirtschaftlichen Umfeld bewährt. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg um 0,9 % auf 42,7 Millionen. Im Jahr 2014 legte die Erwerbstätigkeit gegenüber dem Vorjahr in fast allen Wirtschaftsbereichen zu. Die Zahl der Arbeitslosen ging im Jahresdurchschnitt um 0,2 Prozentpunkte auf 2,9 Millionen zurück, die Arbeitslosenquote betrug 6,7 %. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Hannover lag die Arbeitslosenquote zum Stichtag 31. Dezember 2014 bei 7,8 % (Vorjahr 7,8 %). Die Fahrgastzahlen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) der im Verband der deutschen Verkehrsunternehmen (VDV) zusammengeschlossenen Personenverkehrsunternehmen sind nach vorläufigen Berechnungen im Jahr 2014 um 0,6 % gestiegen (Vorjahr: +0,8 %). Das heißt, dass in 2014 über 10 Milliarden Fahrgäste in Deutschland mit Bussen und Bahnen gefahren sind. Tendenziell bestätigt sich auch für 2014 der Trend der vergangenen Jahre: ländliche Busverkehre sind eher rückläufig, Verkehre in Ballungsräumen (hier vor allem die schienengebundenen Verkehre) befinden sich im Aufwind. Allein in den letzten zehn Jahren konnten die ÖPNV-Unternehmen 7,4 % Prozent Fahrgäste dazugewinnen.

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Die Unsicherheiten bei der Preisentwicklung für Energie und Treibstoffe sowie beim allgemeinen Materialaufwand lassen befürchten, dass die spezifischen Kosten der Nahverkehrsunternehmen in stärkerem Maße als die allgemeinen Verbraucherpreise der privaten Haushalte steigen werden. Mit Sorge werden die Perspektiven der ÖPNV-Finanzierung betrachtet. Laut VDV kann der seit Jahren festzustellende Rückgang der Mitfinanzierung des ÖPNV aus öffentlichen Mitteln von der Branche nicht kompensiert werden. Dies kann die positive Entwicklung der gesamten Nahverkehrsbranche negativ beeinflussen. So haben Bund und Länder in 2013 zwar beschlossen, die Entflechtungsmittel zum Ausbau kommunaler Verkehrsinfrastruktur bis 2019 in unveränderter Höhe zu belassen. Allerdings reicht die Verstetigung dieser Mittel allein nicht aus, um den angefallenen Sanierungsstau im ÖPNV aufzulösen. Die Erarbeitung einer Anschlussregelung für das 2019 auslaufende Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) wurde 2014 seitens der Bundesregierung in die Bund-Länder-Finanzkommission delegiert. Für das ebenfalls 2019 auslaufende Entflechtungsgesetz (EntflechtG) ist nach derzeitigem Stand keine Anschlussregelung vorgesehen. In Niedersachsen ist zum 1. Januar 2014 das Niedersächsische Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (NdsGVFG) in Kraft getreten. Verbunden damit ist eine schrittweise Umschichtung des Anteils der Entflechtungsmittel des Bundes für Niedersachsen für den schienen- und straßengebundenen ÖPNV von derzeit 40 % auf 60 % in 2017.

2.2

Wichtige Aktivitäten und Ereignisse im Geschäftsjahr 2014

2.2.1 Verkehrs- und Transportleistungen 2.2.1.1 üstra Entsprechend der Zielsetzung von Vorstand und Aufsichtsrat, die nachhaltige marktorientierte Entwicklung des Unternehmens voranzutreiben und die üstra als vitales integriertes Verkehrsunternehmen in der Region Hannover zu behaupten, führte die üstra die im Jahr 2005 unter der Überschrift „vitale üstra 2020“ gestartete Unternehmensstrategie und den damit verbundenen Restrukturierungsprozess auch im Jahr 2014 fort. Neben der Fortsetzung des notwendigen Restrukturierungsprozesses hat die üstra die in 2011 begonnene Umsetzung der Unternehmensstrategie für eine zukunftsorientierte nachhaltige Entwicklung des Unternehmens und zur Schärfung des Unternehmensprofils im ÖPNV in der Region Hannover vorangetrieben. Die üstra positioniert sich als nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen, kundenorientierte Dienstleisterin, attraktive Arbeitgeberin, als innovatives Unternehmen und Kompetenzträgerin Nahverkehr. Als öffentliches Verkehrsunternehmen sieht sich die üstra den Grundsätzen der Nachhaltigkeit verpflichtet und verankert die soziale, wirtschaftliche und ökologische Verträglichkeit in ihren Aktivitäten. Diese vorgenannten fünf strategischen Handlungsfelder wurden in die 2013 überarbeitete Unternehmenspolitik übernommen. In der konkreten Umsetzung lag der Fokus im Jahr 2014 auf Projekten rund um das Thema Kompetenzträgerin Nahverkehr.
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Die Region Hannover als zuständige Behörde hat im Jahr 2014 die Direktvergabe eines Öffentlichen Dienstleistungsauftrages (ÖDA) im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 1370/2007 an die üstra vorbereitet, der sämtliche Stadtbahn- und Busverkehrsleistungen der üstra erfassen und zur langfristigen Absicherung von Betrieb und Finanzierung der üstra eine Laufzeit von 22 ½ Jahren haben soll, beginnend ab dem 25. September 2015. Die dazu nach Art. 7 Verordnung (EG) Nr. 1370/2007 und § 8a Abs. 5 Satz 1 Personenbeförderungsgesetz (PBefG) erforderliche Vorabbekanntmachung ist am 16. Mai 2014 im Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Union (ABl. 2014/S 094-163846) erfolgt; konkurrierende Anträge anderer Verkehrsunternehmen sind in der Frist des § 8b Abs. 5 Satz 2 PBefG nicht gestellt worden. Die üstra hat die Arbeiten der Region Hannover im Jahr 2014 intensiv begleitet und unterstützt. In Abstimmung mit der Region Hannover hat die üstra genehmigungsrechtlich die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass zeitlich parallel zur Erteilung des Öffentlichen Dienstleistungsauftrags für alle davon erfassten Verkehre neue PBefGLinienverkehrsgenehmigungen mit einer einheitlichen und die Spielräume des § 16 PBefG voll ausschöpfenden Geltungsdauer durch die LNVG erteilt werden können. Hierfür ist die üstra von der LNVG von über den 24.09.2015 hinausreichenden Verpflichtungen aus den alten Linienverkehrsgenehmigungen entbunden worden und hat die üstra die Voraussetzungen dafür geschaffen, die neuen Linienverkehrsgenehmigungen so frühzeitig zu beantragen, dass sie rechtzeitig von der LNVG erteilt werden können. Die Nutzerfinanzierung wird weiter vorangetrieben. Auf Ebene des GVH wurden im Dezember 2013 und zum 1. Januar 2015 Tarifanpassungen von jeweils durchschnittlich 3,1 % durchgeführt. Der GVH liegt bei einem qualitativ hochwertigen Verkehrsangebot preislich eher im bundesrepublikanischen Mittelfeld. Durch Attraktivität des Tarifangebotes sollen auch weiterhin Kundenbindung und Neukundengewinnung unterstützt werden. Als besonders attraktiv hat sich 2014 das neue Tarifangebot im Sozialtarif, die MobilCard S gezeigt. Mit über 12.000 MobilCards S pro Monat zeigt die Nachfrage, dass bei den Berechtigten ein großer Bedarf für dieses Angebot besteht. Die üstra versteht sich als Kompetenzträger für den Nahverkehr und sieht sich mitverantwortlich für die Umsetzung des 2011 verabschiedeten Verkehrsentwicklungsplans „pro KIima“ der Region Hannover und des ebenfalls 2011 beschlossenen „Masterplans Mobilität“ der Stadt Hannover. Ziel beider verkehrspolitischen Pläne ist es, die Bürger zu immer häufigerer Nutzung von Verkehrsmitteln, die dem Umweltverbund zuzurechnen sind zu bewegen. Die üstra strebt eine Steigerung der Fahrgastzahlen um mindestens 1 % pro Jahr an. Noch höhere Zuwächse sind möglich, wenn die öffentliche Hand die Rahmenbedingungen für den ÖPNV weiter verbessert. So kann ein deutlicher Schritt zur Reduzierung der CO2Belastung durch den Verkehr erreicht werden. Ein besonders wichtiges Projekt zur Ansprache von Gelegenheitskunden war die Einführung des „Mobilitätsshops“, mit dem die üstra für die Verkehrsunternehmen im GVH Onlinetickets anbietet. Mit direkter Verknüpfung zur Fahrplanauskunft können Kunden im Internet oder per Smartphones Onlinetickets erwerben, die ausgedruckt, aber auch im Smartphone angezeigt werden können. Gleichzeitig können sich Kunden bei der Registrierung zum Onlineshop auch
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für Carsharing bei Stadtmobil anmelden oder Taxi-Vertragskunde werden und dadurch Rabatte bei der Taxennutzung erhalten. In 2015 soll der Onlineshop zu einem Mobilitätsportal ausgebaut werden, auf dem neben der ÖPNV-Auskunft und dem Ticketkauf auch Routing für andere Verkehrsmittel und Buchung von Carsharing-Fahrzeugen möglich sein wird. Ein wichtiges Marketinginstrument der üstra zur aktiven Kundenansprache war die Präsenz bei Messen wie der INFA 2014 und bei großen Veranstaltungen wie die Nacht der Museen, der Nacht der Theater, der Regionsentdeckertag oder der Hannover-Marathon. Ein Höhepunkt war die Kooperation mit der Landesausstellung „Hannovers Herrscher auf Englands Thron“ und der Tag der Deutschen Einheit, der 2014 aufgrund der niedersächsischen Bundesratspräsidentschaft in Hannover gefeiert wurde. Hier zeigte sich einmal mehr, dass die üstra erste Adresse für reibungslose An- und Abfahrt auch bei Großveranstaltungen ist. Besonderes Augenmerk wurde in 2014 auf die Kundengruppe der über 60-Jährigen gelegt. Für das Abo der MobilCard 60 plus wurde in der zweiten Jahreshälfte ein besonderes Werbekonzept mit attraktiven Prämien gestartet. Mit der Fortführung der Kampagne „üstra verbindet“ hat die üstra nicht nur Imagewerbung betrieben, sondern durch den Kurzfilm „üstra verbindet Hannover und die Welt“ ein deutliches Zeichen für eine offene Gesellschaft geliefert, das bundesweit Beachtung fand. Am 14. Dezember 2014 wurde die Streckenverlängerung der Stadtbahnlinie 7 zum neuen Endpunkt Misburg in Betrieb genommen. Im Rahmen der Verlängerung wurden auch die Haltestellen Kafkastraße und Am Forstkamp gebaut. Die drei neuen Haltestellen sind barrierefrei ausgebaut und verfügen über Hochbahnsteige. Des Weiteren wurde in 2014 der Hochbahnsteig Saarbrückener Straße in Betrieb genommen. Der Hochbahnsteig ersetzt die bisherigen, nicht barrierefreien, Haltestellen Mettlacher Straße und Kaiser-Wilhelm-Straße. Hannover bekommt eine neue Stadtbahn – unter dem Arbeitstitel „TW 3000“ läuft bei der üstra die größte Neuanschaffung seit der Expo. Insgesamt hat die üstra 100 neue Stadtbahnfahrzeuge bestellt. Möglich wird diese Investition, weil die Fahrzeuge zu 50 % durch Mittel des Landes Niedersachsen nach dem Entflechtungsgesetz (EntflechtG) gefördert werden. Am 7. März 2014 wurde das neue Fahrzeug zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert, der Fahrgastbetrieb sollte kurze Zeit später aufgenommen werden. Allerdings wurden Mitte März 2014 Fertigungsmängel an den Schweißnähten festgestellt, betroffen davon waren die ersten 20 Fahrzeuge. Die Mängel an den Fahrzeugen werden im Laufe des Jahres 2015 durch den Hersteller behoben. Die üstra und das Herstellerkonsortium haben unter Beteiligung der Technischen Aufsichtsbehörde einen entsprechenden Sanierungsplan verbindlich festgeschrieben. Die Kosten für die Sanierung trägt der Hersteller. Im Dezember 2014 wurde das 21. Fahrzeug nach Hannover überführt, wo die dynamische Inbetriebnahme erfolgt. Nach gründlicher Vorbereitung für den Einsatz wird das Fahrzeug im Frühjahr 2015 den Linienverkehr aufnehmen können.

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Mit der Beschaffung und Inbetriebnahme weiterer sieben Hybridbusse wurde die Erneuerung der Busflotte weiter vorangetrieben. Insgesamt sollen 51 Hybridbusse in den Jahren 2013 bis 2015 beschafft werden. Im Rahmen des Schaufensters „Elektromobilität“ fördert das Land Niedersachsen diese Maßnahme mit insgesamt 2,0 Mio. €. Im Jahr 2014 wurde die üstra erneut in den Bereichen Qualitäts-, Umwelt- und Arbeitsschutzmanagement erfolgreich rezertifiziert. Des Weiteren wurde der Anwendungsbereich des Energiemanagements auf alle Unternehmensbereiche der üstra ausgeweitet und ebenfalls erfolgreich zertifiziert. Darüber hinaus wurde die üstra, für ihren freiwilligen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung über die gesetzlichen Anforderungen hinaus, vom Verein Pro Hannover Region - Verein zur Entwicklung der regionalen Wirtschaft e.V. (PHR) mit dem CSR-Siegel ausgezeichnet. Im Geschäftsjahr 2014 waren bei der üstra im Jahresdurchschnitt 2.027 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter1 beschäftigt (Vorjahr: 2.018). Die Zahl der aktiv Beschäftigten ist auf 1.792 gestiegen (Vorjahr 1.785). Der aus der Umsetzung von Restrukturierungsmaßnahmen im Rahmen des Projektes „vitale üstra 2020“ resultierende Personalabbau wurde sozialverträglich über den Wechsel von Mitarbeitern in die Passivphase der Altersteilzeit bzw. durch Erreichen der regulären Altersrente umgesetzt. Im Durchschnitt befanden sich 153 Mitarbeiter in der Passivphase der Altersteilzeit (Vorjahr: 155). Die Zahl der Auszubildenden und Praktikanten betrug im Durchschnitt 82 (Vorjahr: 78). Die Berufsausbildung der üstra ist ein Instrument zur Sicherstellung der Deckung zukünftiger Personalbedarfe. Die berufliche Ausbildung ist aber auch ein soziales Anliegen und Ausdruck der „gesamtgesellschaftlichen“ Verantwortung eines kommunalen Unternehmens. Von daher bildet die üstra auch über Bedarf aus und berücksichtigt dabei insbesondere auch schwer vermittelbare Jugendliche, die noch keine abgeschlossene Berufsausbildung haben, um diesen einen Einstieg in die Berufsausbildung und mithin in ein zukünftiges Beschäftigungsverhältnis zu geben. Dabei kooperiert die üstra mit Pro Beruf.

2.2.1.2 üstra Reisen Die drei Bereiche der üstra Reisen (Linienverkehr, Reisebüro und Maschseeschifffahrt) zeigten wie in den Vorjahren positive operative Ergebnisse. Im Linienverkehr wurde der größte Teil des Umsatzes durch Subunternehmertätigkeit für die üstra erzielt. Daneben werden für die RegioBus ebenfalls Subunternehmerleistungen erbracht. Zum 1. Dezember 2013 wurden die Subunternehmerverträge der üstra, für die bisher vertraglich geregelte Managementleistungen erbracht wurden, auf die üstra Reisen übertragen.

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Aus Gründen der einfacheren Lesbarkeit wird in der Folge nur noch der Begriff Mitarbeiter verwendet, wobei hiermit selbstverständlich die männliche und weibliche Belegschaft bezeichnet wird.
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Zum 1. Oktober 2013 wurde zwischen dem Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen e.V. und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ein Ergänzungstarifvertrag mit einer Laufzeit von 15 Monaten für die Gesellschaft abgeschlossen. Darin wurden Lohnerhöhungen für die gewerblichen Mitarbeiter zum 1. Oktober 2013 und zum 1. April 2014 festgeschrieben. Durch die Ausbildung von Fachkräften im Fahrbetrieb wird eine bessere Balance im Altersdurchschnitt der Mitarbeiter im Fahrdienst angestrebt. Die Auszubildenden haben nach erfolgreicher Beendigung ihrer Ausbildung die Perspektive, frei werdende Stellen von altersbedingt ausscheidenden Mitarbeitern zu übernehmen. Das Reisebüro erreichte im Jahr 2014 im Wettbewerb „Club der Besten“ des Franchisegebers FIRST Reisebüro den ersten Platz. Hierdurch spiegeln sich sowohl die hohe Kundenzufriedenheit als auch die positive Umsatzentwicklung wider. Der Maschseeschifffahrtsbetrieb konnte die bisherige positive Entwicklung der letzten Jahre bestätigen. Die Preisanpassung im Linienverkehr führte zu einer Umsatzerhöhung. Auch die Chartererlöse sind bei konstanten Preisen auf Grund verbesserter Auslastung gestiegen.

2.2.2 Beratungs- und Ingenieurleistungen 2.2.2.1 Beratungs- und Ingenieurleistungen Der Schwerpunkt der Tätigkeiten der TransTecBau lag im Geschäftsjahr 2014 weiterhin in Hannover. Im Auftrag der infra Infrastrukturgesellschaft Region Hannover GmbH, Hannover (infra) erfolgten Planungsaktivitäten, die die Streckenverlängerung nach Misburg-Zentrum, Hochbahnsteige (Laatzen, Großer Hillen, Saarbrückener Straße) und Machbarkeitsuntersuchungen für Hochbahnsteige (HCC, Am Küchengarten, Am Soltekampe) umfassten. Ferner wurden die Planungen an der Verlängerungsstrecke nach Hemmingen im Abschnitt Westerfeld und zum Projekt „Zehn Siebzehn“ weitergeführt. Der Schwerpunkt der Bautätigkeiten lag auf der Weiterführung der bereits bestehenden Baumaßnahmen wie der Streckenverlängerung Misburg Mitte und dem Hochbahnsteig Saarbrückener Straße. Diese Maßnahmen konnten termingerecht zum Fahrplanwechsel der üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft, Hannover (üstra) im Dezember in Betrieb genommen werden. Des Weiteren wurden bauvorbereitende Maßnahmen bei den Projekten Hochbahnsteig Großer Hillen und Bahnsteigverlängerungen Linie 1 geplant und teilweise durchgeführt. Im überregionalen Bereich wurden die bestehenden Planungsaufträge weiter bearbeitet. Dies umfasst in Frankfurt am Main die Planungen für den barrierefreien Ausbau der Stadtbahnstrecke U5 an mehreren Stationen. In Magdeburg wurde die Bearbeitung des Planungsauftrages „Wiener Straße“ fortgesetzt. Ebenso wurden die Planungsaktivitäten zur Wehrhahnlinie in Düsseldorf und zur Nord-Süd-Stadtbahn in Köln weitergeführt. Weiterhin konnten als Neuakquisition im überregionalen Bereich die Bremer Verkehrsbetriebe (BSAG) gewonnen werden.
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2.2.3 Sonstige Dienstleistungen 2.2.3.1 protec Die protec erbringt Ihre Leistungen überwiegend im üstra Konzern im Bereich Sauberkeit und Sicherheit in den Bussen und Bahnen und auf den Haltestellen der üstra. Im Vergleich zum Planansatz sind Umsatzsteigerungen zu verzeichnen, die insbesondere auf die gestiegenen Anforderungen im Bereich Reinigung aufgrund von Flächenanpassungen und Sonderreinigungen zurück zu führen sind. In der Fahrzeugreinigung wurden Intensivreinigungen in Form von Rollkuren zur Werterhaltung durch die üstra beauftragt. Im ersten Halbjahr 2014 erfolgte die Einarbeitung des neuen Geschäftsführers, Herrn Mathias Lindscheid. Zum 30. Juni 2014 ist der langjährige Geschäftsführer, Herr Dietmar Götze, altersbedingt aus dem Unternehmen ausgeschieden. Darüber hinaus wurden umfangreiche Investitionen im Bereich der Parkplatzbewirtschaftung beim Klinikum Region Hannover umgesetzt. Die eingesetzten EDV-Systeme (Leitstellen- und Servertechnik) sowie die Video- und Sprechstellentechnik an den einzelnen Standorten wurden umfänglich modernisiert und es wurden die Vorbereitungen getroffen, Anfang 2015 eine neue Parkfläche nach dem Umbau des Krankenhauses Siloah in Betrieb zu nehmen.

2.2.3.2 RevCon Die RevCon erbringt ihre Leistungen überwiegend im üstra Konzern. Schwerpunkte der Tätigkeiten sind dabei die kaufmännische Revision und Beratung, die IT-Revision und Beratung und die Wahrnehmung von Aufgaben des Datenschutzbeauftragten sowie die Baurevision und Beratung einschließlich der Vergabekontrolle. Die RevCon erbringt ihre Leistungen überwiegend im üstra Konzern. Schwerpunkte der Tätigkeiten sind dabei die Baurevision und Beratung einschließlich der Vergabekontrolle, die kaufmännische Revision und Beratung, die IT-Revision und -Beratung und die Übernahme der Aufgaben des Datenschutzbeauftragten. Im Drittgeschäft entwickelte sich die Auftragslage gut, es wurden für mehrere Bestands- und Neukunden verschiedene Prüfungs- bzw. Beratungsprojekte umgesetzt.

2.2.3.3 Gehry-Tower Der einzige Gesellschaftszweck ist der Betrieb und die Vermietung des nach den Plänen des Architekten Frank Gehry errichteten Gebäudes Goethestraße 13a/Reuterstraße 8, genannt Gehry-Tower, in Hannover. Die üstra hat das gesamte Gebäude bis zum 31. Mai 2031 angemietet (Generalmietvertrag). Das Gebäude ist komplett untervermietet.
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2.3

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Insgesamt ist die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2014 günstig verlaufen. Entsprechend stellt sich die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage dar.

2.3.1 Ertragslage Der üstra Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2014 ein negatives operatives Ergebnis in Höhe von -10.244 Tsd. € (Vorjahr: -11.716 Tsd. €). Das oberhalb des Vorjahresniveaus liegende operative Ergebnis resultiert vornehmlich aus der üstra. Das operative Ergebnis des Segments Verkehrs- und Transportleistungen fiel im Geschäftsjahr 2014 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum mit -12.004 Tsd. € erneut besser aus (Vorjahr: -12.935 Tsd. €). Im Hinblick auf das Konzernergebnis ging die üstra in der handelsrechtlichen Planung für das Geschäftsjahr 2014 von einem Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme durch die VVG von 29.802 Tsd. € aus; wegen höherer Tarifeinnahmen und zum Teil deutlicher Kostenunterschreitungen schloss die üstra das Geschäftsjahr 2014 mit einem handelsrechtlichen Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme von 17.642 Tsd. € (Vorjahr 18.001 Tsd. €) ab. Das Jahresergebnis der üstra Reisen beträgt 350 Tsd. € (vor Gewinnabführung) und liegt damit über dem Jahresergebnis 2013 (288 Tsd. € vor Gewinnabführung). Das operative Ergebnis des Segments Beratungs- und Ingenieurleistungen betrug im Geschäftsjahr 2014 730 Tsd. € (Vorjahr: 141 Tsd. €; Plan 2013: 289 Tsd. €). Der Ergebnisanstieg resultiert aus gestiegenen Leistungen im regionalen Geschäft. Das Jahresergebnis der TransTecBau beträgt 215 Tsd. € und liegt damit (wie prognostiziert) unter dem Jahresergebnis 2013 (233 Tsd. €). Das Segment Sonstige Dienstleistungen erzielte im Geschäftsjahr 2014 ein operatives Ergebnis von 1.030 Tsd. €, das damit leicht unter dem vergleichbaren Vorjahreswert von 1.079 Tsd. € lag. Ursache für den Ergebnisrückgang im Vergleich zum Vorjahr sind gestiegene Aufwendungen bei der protec. Das Jahresergebnis (vor Gewinnabführung) ist von 286 Tsd. € auf 215 Tsd. € (Plan 2013: 392 Tsd. €) zurückgegangen. Hingegen ist das Jahresergebnis der RevCon (vor Gewinnabführung) von 138 Tsd. € auf 211 Tsd. € gestiegen. Bei der GehryTower ist das Jahresergebnis ebenfalls leicht von 27 Tsd. € auf 59 Tsd. € angestiegen.

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Im Einzelnen haben sich die Komponenten des operativen Ergebnisses wie folgt entwickelt: Operatives Ergebnis (in Tsd. €) 2014 Verkehrs- und Transportleistungen Beratungs- und Ingenieurleistungen Sonstige Dienstleistungen Operatives Ergebnis - 12.004 730 1.030 - 10.244 2013 - 12.935 141 1.079 - 11.715

Die Umsatzerlöse stiegen gegenüber dem Vorjahr um 10.939 Tsd. € auf 172.385 Tsd. € an. Dies resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg der Segmenterlöse bei der üstra um 9.432 Tsd. € auf 162.681 Tsd. €. Die Tarifeinnahmen (inklusive Einnahme-Poolausgleich des Verkehrsverbundes GVH für Vorjahre) sind um 8.508 Tsd. € auf 146.353 Tsd. € (Plan: 139.830 Tsd. €) gestiegen. Damit entfaltete die im Dezember 2013 durchgeführte Tariferhöhung von durchschnittlich 3,1 % bei der üstra ihre gewünschte Wirkung. Nach witterungsbedingter überdurchschnittlicher Fahrgastnachfrage im Jahr 2013 konnten die Fahrgastzahlen, wie erwartet, nicht ganz auf dem Niveau gehalten werden und weisen in 2014 einen Rückgang um 0,9 % auf 163,3 Mio. aus. Während bei der protec ein leichter Rückgang des Außenumsatzes um 79 Tsd. € auf 1.731 Tsd. € zu verzeichnen war, stieg bei der TransTecBau der Außenumsatz um 887 Tsd. € auf 4.683 Tsd. € an, was auf die Bewertung der langfristigen Aufträge zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Erträge gingen im üstra Konzern im Geschäftsjahr 2014 auf 33.574 Tsd. € (Vorjahr: 36.452 Tsd. €) zurück. Ursächlich für den primär auf Ebene der üstra entfallenen Rückgang sind geringere Erträge aus der Weiterberechnung von Leistungen an Dritte in Höhe von 31.782 Tsd. € (Vorjahr: 36.368 Tsd. €), insbesondere Erträge für Leistungen aus dem Instandhaltungsvertrag mit der infra. Dem gegenüber erhöhten sich jedoch die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge um 71 Tsd. € auf 6.327 Tsd. €. Bei der TransTecBau sind die sonstigen betrieblichen Erträge um 142 Tsd. € auf 98 Tsd. € gesunken. Bei der üstra Reisen sind die sonstigen betrieblichen Erträge um 634 Tsd. € auf 913 Tsd. € gestiegen. Auch bei der protec und der Gehry-Tower war ein leichter Anstieg von insgesamt 31 Tsd. € auf 125 Tsd. € zu verzeichnen. Die RevCon konnte das Vorjahresniveau von 3 Tsd. € halten. Der Materialaufwand stieg im üstra Konzern um 3.785 Tsd. € auf 40.667 Tsd. €. Dies resultiert vorrangig aus dem Anstieg des Materialaufwandes bei der üstra um 2.208 Tsd. € im Wesentlichen aus der Beschaffung neuer Dienstkleidung und einem gestiegenen Aufwand für
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Strombeschaffung. Bei der üstra Reisen stiegen die Aufwendungen für bezogene Leistungen von 3.713 Tsd. € auf 9.535 Tsd. €, was auf die geänderte Beauftragung der Subunternehmerleistungen zurückzuführen ist. Im Vorjahr erfolgte der Leistungsbezug über die üstra. Bei der TransTecBau war ebenfalls ein Anstieg der Aufwendungen für bezogenen Leistungen um 97 Tsd. € auf 696 Tsd. €. Bei der protec, der RevCon und der Gehry-Tower reduzierten sich hingegen die Materialaufwendungen um insgesamt 92 Tsd. € auf 2.640 Tsd. €. Der Personalaufwand im üstra Konzern betrug im Geschäftsjahr 2014 117.389 Tsd. € (Vorjahr: 111.471 Tsd. €) und betraf mit 103.579 Tsd. € (Vorjahr: 98.693 Tsd. €) hauptsächlich die üstra. Bedingt durch die tarifliche Steigerung der Entgelte sind die Personalaufwendungen im Jahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr erneut angestiegen. Bei der TransTecBau sank der Personalaufwand leicht von 2.589 Tsd. € auf 2.578 Tsd. €. Bei der üstra Reisen erhöhten sich die Personalaufwendungen bedingt durch die tarifliche Steigerung der Entgelte gegenüber dem Vorjahr um 518 Tsd. € auf 5.169 Tsd. €. Auch bei der protec stiegen die Personalkosten von 5.491 Tsd. € auf 5.970 Tsd. € zum einen umsatzbedingt aber auch zum anderen verursacht durch tarifliche Steigerungen der Entgelte. Bei der RevCon war ebenfalls ein Zuwachs von 45 Tsd. € auf 86 Tsd. € zu verzeichnen, bei der Gehry-Tower hingegen gab es keine Veränderung zum Vorjahr (6 Tsd. €). Die Abschreibungen auf abnutzbare Vermögensgegenstände des Anlagevermögens stiegen gegenüber dem Vorjahr leicht von 15.678 Tsd. € auf 15.791 Tsd. €. Die Abschreibungen weisen weiterhin einen im historischen Vergleich niedrigen Umfang auf, der das in den letzten Jahren sehr moderate Investitionsvolumen und die hohe Förderquote der Investitionen widerspiegelt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des üstra Konzerns sind von 45.583 Tsd. € auf 42.357 Tsd. € gesunken. Bei dem Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen war gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang um 18 Tsd. € auf 801 Tsd. € zu verzeichnen. Das übrige Finanzergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahr (181 Tsd. €) auf 209 Tsd. €. Diese Entwicklung beruht kumuliert betrachtet auf um 323 Tsd. € rückläufigen Zinserträgen (Vorjahr 990 Tsd. €) und um 371 Tsd. € rückläufigen Zinsaufwendungen (Vorjahr 842 Tsd. €). Das übrige Beteiligungsergebnis sank gegenüber dem Vorjahr von 33 Tsd. € auf 13 Tsd. €. Bei den Ertragsteuern handelt es sich im Geschäftsjahr 2014 um einen Steueraufwand in Höhe von 254 Tsd. € nach einem Steuerertrag in Höhe von 3 Tsd. € im Vorjahr. Dabei resultierte der Steueraufwand im Berichtsjahr vornehmlich aus laufenden Ertragsteuern in Höhe von 130 Tsd. € bei der TransTecBau und latenten Steuern in Höhe von 123 Tsd. € aus Bewertungsunterschieden bei den Fertigungsaufträgen der TransTecBau.

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Das Geschäftsjahr 2014 schloss mit einem Jahresergebnis von -9.488 Tsd. € ab (Vorjahr: -10.713 Tsd. €; Plan 2013: -29.800 Tsd. €).

2.3.2 Vermögens- und Finanzlage Gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 erhöhte sich die Bilanzsumme leicht von 362.490 Tsd. € auf 364.667 Tsd. €. Die Veränderung ist im Wesentlichen durch folgende Sachverhalte bedingt: Auf der Aktivseite der Konzernbilanz hat sich die im Vergleich zum Vorjahr geringe Investitionstätigkeit in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte von insgesamt 9.971 Tsd. € (Vorjahr: 84.459 Tsd. €; Plan: 48.706 Tsd. €) ausgewirkt. Der Zugang der Investitionen betraf in 2014 bei der üstra insbesondere die Neubeschaffung von Hybridbussen. Aufgrund des Lieferverzugs bei der Beschaffung der neuen Stadtbahnwagen TW 3000 sind die ursprünglich für 2014 geplanten Investitionen in 2015 zu erwarten. Den Investitionen standen Abschreibungen in Höhe von 15.791 Tsd. € gegenüber. Dadurch reduzierten sich unter Berücksichtigung von weiteren Zugängen und Zuschüssen (370 Tsd. €) die beiden Vermögenspositionen insgesamt gegenüber dem Vorjahr um 6.705 Tsd. € auf 247.229 Tsd. €. Die Finanzanlagen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr von 16.175 Tsd. € auf 13.652 Tsd. €. Die unter Anwendung der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen erhöhten sich aufgrund der positiven Ergebnisbeiträge durch die X-City Marketing GmbH, Hannover und die Hannover Region Grundstücksgesellschaft mbH HRG & Co. Passerelle -KG, Hannover um 801 Tsd. € auf 9.747 Tsd. €. Das Vorratsvermögen ist auf 10.946 Tsd. € zurückgegangen (Vorjahr: 11.161 Tsd. €). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Fertigungsaufträgen stiegen auf 10.827 Tsd. € an (Vorjahr: 8.995 Tsd. €). Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte sanken von 23.141 Tsd. € auf 983 Tsd. € aufgrund der vollständigen Rückzahlung des Schuldscheindarlehens i. H. v. 22.125 Tsd. €. Der Liquiditätsbestand stieg um 31.326 Tsd. € von 39.948 Tsd. € auf 71.274 Tsd. €, was überwiegend aus der Rückzahlung des Schuldscheindarlehens sowie der bisher nicht erfolgten Auszahlungen in Bezug auf die Beschaffung der neuen Stadtbahnwagen TW 3000 zurückzuführen ist. Auf der Passivseite der Bilanz kam es zu einem deutlichen Rückgang des Eigenkapitals von 80.153 Tsd. € auf 20.179 Tsd. €. Dabei führte der handelsrechtliche Verlustausgleich durch die Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Hannover mbH (VVG) bei der üstra von 17.642 Tsd. € zu einer Einlage des Mutterunternehmens in die Kapitalrücklage. Darüber hinaus wird das erwirtschaftete Konzernjahresergebnis von -9.488 Tsd. € innerhalb des Ergebnisvortrags ausgewiesen. Aufgrund des erneut gesunkenen Diskontierungszinssatzes (von 3,55 % auf

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2,15 %) stieg die Rücklage aus der Neubewertung von Pensionsrückstellungen von -54.449 Tsd. € auf -122.864 Tsd. €. Das von 233.042 Tsd. € auf 295.119 Tsd. € deutlich gestiegene langfristige Fremdkapital resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Pensionsrückstellungen von 146.252 Tsd. € auf 215.236 Tsd. €. Dem gegenüber sind bei den übrigen Rückstellungen Rückgänge von insgesamt 4.152 Tsd. € zu verzeichnen. Auch die Finanzverbindlichkeiten verminderten sich durch die planmäßige Tilgung von Bankdarlehen um 2.556 Tsd. € auf 7.669 Tsd. €. Aufgrund der durchgängig guten Liquiditätslage erfolgte im Geschäftsjahr 2014 keine weitere Inanspruchnahme von Krediten. Das kurzfristige Fremdkapital ist leicht von 49.295 Tsd. € auf 49.369 Tsd. € angestiegen.

3.

Nachtragsbericht

Der Aufsichtsrat der üstra hat in seiner Sitzung am 16. Januar 2015 die erneute Wiederbestellung von André Neiß zum Vorstandsvorsitzenden bis zum 31. August 2020 und des Vorstandsmitglieds Wilhelm Lindenberg bis zum Jahr 2018, bis zum Erreichen der Altersgrenze, beschlossen. Weitere Vorgänge von besonderer Geschäftsjahres 2014 nicht ereignet. Bedeutung haben sich nach Abschluss des

4.

Wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die wesentlichen Merkmale des bei der üstra bestehenden internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden: • • Es gibt bei der üstra eine klare Führungs- und Unternehmensstruktur. Dabei werden bereichsübergreifende Schlüsselfunktionen zentral gesteuert. Die Funktionen der im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Bereiche Finanz- und Rechnungswesen und Controlling sind klar getrennt. Die Verantwortungsbereiche sind klar zugeordnet. Die im Bereich der Rechnungslegung eingesetzten EDV-Systeme sind durch entsprechende Sicherheitseinrichtungen gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Im Bereich der eingesetzten Finanzbuchhaltungssysteme wird, soweit möglich, Standardsoftware eingesetzt. Eine einheitliche Rechnungslegung wird insbesondere durch konzernweite Richtlinien (z.B. Bilanzierungsrichtlinien, Zahlungsrichtlinien, Reisekostenrichtlinien, etc.) gewährleistet. Diese werden laufend aktualisiert und bei Bedarf angepasst.
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Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Bereiche werden in quantitativer wie qualitativer Hinsicht geeignet ausgestattet. Erhaltene oder weitergegebene Buchhaltungsdaten werden laufend auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft, z. B. durch Stichproben. Durch die eingesetzte Software finden programmierte Plausibilitätsprüfungen statt. Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das Vier-AugenPrinzip angewendet. Die Verantwortung für die Einrichtung und Überwachung des Kontroll- und Risikomanagementsystems liegt beim Vorstand. Es ist Bestandteil des Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses im üstra Konzern. Rechnungslegungsrelevante Prozesse werden regelmäßig durch die prozessunabhängige interne Revision überprüft.

5. 5.1

Chancen- und Risikobericht Chancen- und Risikomanagementsystem

Die üstra ist als Verkehrsunternehmen naturgemäß unternehmerischen und branchenspezifischen Risiken ausgesetzt. Die Risikopolitik der üstra ist risikoavers ausgerichtet und erlaubt die Nutzung sich bietender Geschäftsgelegenheiten, solange die Risiken angemessen und tragbar sind. Das bewusste Eingehen von bestandsgefährdenden Risiken ist nicht zulässig. Die Steuerung von Chancen und Risiken ist integraler Bestandteil der Unternehmensführung. Folglich besteht das Chancen- und Risikomanagementsystem aus einer Vielzahl von Bausteinen, die systematisch in die gesamte Aufbau- und Ablauforganisation der Gesellschaft und ihrer Konzernunternehmen eingebettet sind. Es besteht keine eigenständige Aufbauorganisation für das Chancen- und Risikomanagement. Es wird vielmehr als originäre Aufgabe jeder Führungskraft sowie der Prozess- und Projektverantwortlichen verstanden. Diese sorgen im Rahmen ihrer Führungsaufgaben auch für die Einbindung der Mitarbeiter in das Chancen- und Risikomanagementsystem. Grundsätzlich wird das Chancen- und Risikomanagementsystem der üstra im Rahmen der gesellschaftsrechtlichen Möglichkeiten konzernweit umgesetzt. Dabei liegt der Focus auf Gesellschaften, die aus Chancen- und Risikosicht besonders relevant sind. Das zentrale Controlling stellt sicher, dass eine laufende funktions- und prozessübergreifende Erkennung und Bewertung von Chancen und Risiken erfolgt. Es ist verantwortlich für die kontinuierliche Weiterentwicklung des Systems und überzeugt sich von dessen Wirksamkeit. Hierbei erstattet es regelmäßig Bericht an den Vorstand. Es entwickelt die risikopolitischen Grundsätze weiter und überwacht deren Einhaltung. Es kommuniziert zudem die Chancen- und Risikopolitik und legt die Dokumentationserfordernisse fest. Die notwendige Überprüfung des Chancen- und Risikomanagementsystems auf seine grundsätzliche Tauglichkeit sowie die Einhaltung der operativen Umsetzung erfolgt durch die interne Revision. Alle wesentlichen,
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potenziell ergebnis- und bestandsgefährdenden Risiken werden in einer Risikomatrix dokumentiert, die regelmäßig aktualisiert und ergänzt wird. Chancen und Risiken sind als mögliche Planabweichungen definiert. Mögliche Ergebnisabweichungseffekte werden über den gesamten mittelfristigen Planungshorizont erhoben und summiert – eine Diskontierung erfolgt nicht. Die Bewertung von Chancen erfolgt grundsätzlich nach den Dimensionen „Chancenpotenzial“, „Eintrittswahrscheinlichkeit“ und „Standard der realisierten Chancenhandhabung“. Risiken werden hinsichtlich des Schadenpotentials als "relevant", "wesentlich" und "bestandsgefährdend" eingestuft. Relevant sind solche Risiken, die einen gewissen Schwellenwert überschreiten, der sich an zustimmungspflichtigen Rechtsgeschäften des Vorstands orientiert. Als wesentlich gelten Risiken, die für sich genommen bei Realisierung einen Schaden verursachen würden, der die künftige Ertragskraft der üstra erheblich beeinflusst. Mögliche Interdependenzen zwischen Risiken werden berücksichtigt. Die Bewertung und somit auch die Betrachtung der Risiken erfolgt nach Risikovorsorge. Die Bewertung der Eintrittswahrscheinlichkeit eines Risikos erfolgt nach den Kriterien: • Sehr gering (< 20 %) • “Gering” (20 % bis < 40 %), • “Mittel” (40 % bis < 60 %), • “Hoch” (60 % bis < 80 %), • “Sehr hoch” (80 % bis 100 %). Die Risikobedeutung als Ergebnis der beiden Faktoren „Eintrittswahrscheinlichkeit“ und „Schadenpotential“ ist in der folgenden Tabelle dargestellt: > 20 Mio. € 1 - 20 Mio. € < 1 Mio. € mittel gering gering 0 - 20 % hoch mittel gering 20 - 40 % hoch mittel mittel 40 - 60 % hoch hoch mittel 60 - 80 % hoch hoch mittel 80 - 100 %

Die im Rahmen des Risikomanagementsystems des üstra Konzerns vorgesehenen Maßnahmen zur Früherkennung, Begrenzung und Bewältigung dieser Risiken werden ebenfalls regelmäßig überprüft und ergänzt. Zur Beherrschung der Risiken sind über adäquate Versicherungslösungen hinaus jeweils risikoindividuelle Bewältigungsmaßnahmen vorgesehen. Eine Risikoanalyse sowie Möglichkeiten zur Begrenzung und Bewältigung von Risiken sind auch in der Strategieentwicklung verankert und fließen in die operative Konzernplanung ein. Alle im Konzernabschluss konsolidierten Gesellschaften sind über Beteiligungsmanagement in das Risikofrüherkennungssystem der üstra eingebunden. das

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5.2

Verkehrs- und Transportleistungen

5.2.1 üstra Für die üstra – als kommunales Unternehmen – ergeben sich auf Grund der Rahmenbedingungen für die Erbringung der gemeinwirtschaftlichen Leistungen nur begrenzt wesentliche (Markt-) Chancen im Unterschied zu Unternehmen der freien Wirtschaft (beispielsweise Industrie- und Handelsunternehmen). Bei der Ableitung von wesentlichen Chancen beschränkt sich die üstra ausschließlich auf den ÖDA Bus und Stadtbahn. Sobald der ÖDA in einer belastbaren Entwurfsfassung steht, wird die üstra eine entsprechende Chancenbetrachtung vornehmen.

5.2.1.1 Umfeld und Markt Zum 1. Januar 2013 ist die Novelle des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) in Kraft getreten. Damit wurde das PBefG an die Bestimmungen der Verordnung (EG) Nr. 1370/2007 über öffentliche Personenverkehrsdienste auf Schiene und Straße angepasst. Die bisherigen Erfahrungen haben noch keine ausreichende Kenntnis darüber gebracht, inwieweit sich die Neuregelungen in der Praxis bewähren, und wie weit sie ausreichende Rechtssicherheit bieten. Die sich daraus ergebenden Risiken werden als mittel eingestuft. Mit der Verabschiedung des Haushaltsbegleitgesetzes 2006 des Bundes wurde auch das Regionalisierungsgesetz und damit ein zentrales Instrument zur Finanzierung des Personennahverkehrs geändert. Die dem Land Niedersachsen auferlegten Kürzungen von Finanzmitteln wurden in gleicher Höhe an die Aufgabenträger weitergegeben. Bei weiteren Kürzungen sind negative Auswirkungen auch auf ÖPNV-Leistungen beispielsweise durch Reduzierung von Verkehrsleistungen zu erwarten. Eine Rücknahme des Verkehrsangebots könnte zu Rückgängen bei den Fahrgastzahlen führen und würde den positiven Trend in der Entwicklung der Einnahmen voraussichtlich gefährden. Darüber hinaus bestehen Planungsunsicherheiten aufgrund von möglichen Änderungen der politischen Rahmenbedingungen in Bezug auf die Ausgleichszahlungen für rabattierte Ausbildungsverkehre nach Ende der bestehenden vertraglichen Finanzierung und die Erstattungszahlungen für die unentgeltliche Beförderung schwerbehinderter Menschen. Diese Risiken werden als gering bewertet. Aufgrund der Finanzknappheit der öffentlichen Haushalte sind bei den Zuschüssen für Investitionen weiterhin rückläufige Tendenzen feststellbar. Finanzmittel für Investitionsmaßnahmen, die bis 2006 nach dem GVFG gefördert wurden, werden seit 2007 durch die Länder verteilt. Den Ländern stehen dazu seit 2007 jährliche Kompensationszahlungen des Bundes in Form von zweckgebundenen Festbeträgen für die Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Gemeinden zur Verfügung. Bund und Länder haben in 2013 zwar beschlossen, die Entflechtungsmittel zum Ausbau kommunaler Verkehrsinfrastruktur bis 2019 in unveränderter Höhe zu belassen. Allerdings reicht die
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Verstetigung dieser Mittel allein nicht aus, um den angefallenen Sanierungsstau im ÖPNV aufzulösen. Die Erarbeitung einer Anschlussregelung für das 2019 auslaufende GVFG wurde 2014 seitens der Bundesregierung in die Bund-Länder-Finanzkommission delegiert. Für das ebenfalls 2019 auslaufende EntflechtG ist nach derzeitigem Stand keine Anschlussregelung vorgesehen. In Niedersachsen ist zum 1. Januar 2014 das Niedersächsische Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (NdsGVFG) in Kraft getreten. Verbunden damit ist eine schrittweise Umschichtung des Anteils der Entflechtungsmittel des Bundes für Niedersachsen für den schienenund straßengebundenen ÖPNV von derzeit 40 % auf 60 % in 2017.

5.2.1.2 Leistungswirtschaftliche Risiken Die üstra hat sich zum Ziel gesetzt, die Wirtschaftlichkeit durch wachsende Einnahmen sowie interne Einsparmaßnahmen weiter zu verbessern. Auf der Einnahmenseite geht die üstra davon aus, dass die Tarifeinnahmen auch in den Folgejahren ansteigen werden. Der Anteil, der aus stärkerer Kundennachfrage resultiert, wird vermutlich gegenüber dem Anteil, der aus preislichen und strukturellen Maßnahmen generiert wird, tendenziell sinken. Die Risiken liegen darin, dass es nicht gelingt, einerseits über Kundenbindungsmaßnahmen Kunden langfristig an die üstra zu binden bzw. mögliche Kundenpotenziale zu erschließen und andererseits die notwendigen Tarifpreisanpassungen mindestens zur Deckung der Aufwandssteigerungen im Verkehrsverbund durchzusetzen. Grundlage für die Feststellung des Nachfragerisikos sind u. a. Untersuchungen zur Tarifergiebigkeit und zur Preiselastizität. Der ÖPNV blieb bislang im Wesentlichen von krisenbedingten Rückgängen bei den Fahrgastzahlen und den Fahrgeldeinnahmen verschont. Ein Anstieg der Arbeitslosenzahlen kann sich allerdings im Nahverkehr bei den Pendlerzahlen und im Freizeit- und Einkaufsverkehr auswirken. Das Tarifanpassungsrisiko besteht darin, dass die üstra bei der erforderlichen Umsetzung von Tarifanpassungsmaßnahmen von der Zustimmung des GVH, der Genehmigungsbehörde, des Aufgabenträgers Region Hannover und der Konzernmutter VVG abhängig ist. Die Risiken auf der Einnahmenseite werden als gering bewertet. Begleitend betreibt die üstra nach wie vor ein konsequentes Kostenmanagement, das dazu beitragen soll die mit dem Aufgabenträger vereinbarten Ziele zu erreichen. Bei sich abzeichnenden Abweichungen werden entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen eingeleitet. Das Risiko der Nichterreichung der vereinbarten Ziele wird als mittel bewertet. Ein Kostenrisiko liegt in der Entwicklung der Strom - und Kraftstoffpreise. Unsicherheiten aufgrund politischer Spannungen in den wichtigen Förderländern und oligopolbedingte Wettbewerbsverzerrungen lassen keine gesicherte Abschätzung der Preisentwicklung zu. Sollten die Preise entgegen der Planungsprämissen überproportional steigen, würde dies die üstra mit zusätzlichen Belastungen treffen. Im Hinblick auf die Preisentwicklung für Kraftstoffe wird das Risiko als mittel bewertet. Nach erfolgter Ausschreibung wurde ein neuer Stromliefervertrag mit der Stadtwerke Hannover AG geschlossen, welcher der üstra zumindest
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bis 2018 Planungssicherheit in Bezug auf die Beschaffungskosten für Strom verschafft und somit nur eine geringe Risikobedeutung hat. Konstruktionsbedingte Mängel an Stadtbahnfahrzeugen und die Abkündigung von Ersatzteilen älterer Fahrzeuge führen möglicherweise zu erheblichen Mehraufwendungen bei den Instandhaltungsleistungen. Das Risiko wird durch ein vorsorgendes Instandhaltungsmanagement begrenzt. Insgesamt werden die Risiken hieraus als gering bewertet.

5.2.1.3 Personal Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter und Führungskräfte sind ein zentraler Erfolgsfaktor für die üstra. Risiken bestehen darin, Leistungsträger für offene Stellen in unserem Unternehmen nicht zu finden oder sie nicht halten zu können. Diesem Risiko wird durch intensive Aus- und Weiterbildungsprogramme, frühzeitige Nachfolgeplanung, Gesundheitsmanagement und die Weiterentwicklung einer familienbewussten Personalpolitik entgegen gewirkt. Gleichzeitig soll damit eine hohe Bindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an das Unternehmen und die Erhöhung der Mitarbeitermotivation erreicht werden. Die Risiken in diesem Risikofeld werden als mittel bewertet.

5.2.1.4 Informationstechnik Der Betrieb, der Vertrieb und die sonstigen Geschäftsabläufe der üstra hängen vom effizienten und ununterbrochenen Betrieb der Datenverarbeitungsund Telekommunikationssysteme ab. Die wachsende Vernetzung und die Notwendigkeit einer permanenten Verfügbarkeit stellen immer höhere Anforderungen an die IT-Systeme. Risiken werden durch die kontinuierliche Verbesserung der IT-Sicherheitskonzepte und den Einsatz moderner Hard- und Software verringert. Verteilte Rechenzentren und gespiegelte Datenbestände reduzieren das Risiko von Datenverlusten. Die Risiken im Risikofeld Informationstechnik werden als gering bewertet.

5.2.1.5 Finanzwirtschaftlicher Bereich Die üstra hat in den Jahren 1997 und 1998 für insgesamt 108 Stadtbahnfahrzeuge sogenannte US-Cross-Border-Lease Transaktionen (CBL-Transaktionen) abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2014 waren noch 85 Stadtbahnfahrzeuge Gegenstand der beiden Transaktionen, wobei sich diese Anzahl Anfang Januar 2015 aufgrund einer weiteren vertragsgemäßen Teilbeendigung um weitere 17 Stadtbahnfahrzeuge auf nunmehr 68 Stadtbahnfahrzeuge reduziert hat. Die Risiken aus diesen CBL-Transaktionen werden im Rahmen des Risikomanagements kontinuierlich überwacht. Bei Untergang eines der in den beiden CBL-Transaktionen eingebundenen Stadtbahnfahrzeuge ist die üstra verpflichtet ein vergleichbares Ersatzfahrzeug zu stellen oder den vertraglich vereinbarten Kündigungswert zu zahlen. Verstärkt durch die Finanzmarktkrise ergeben sich für die üstra aus diesen CBLKonzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2014 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft Seite 22

Transaktionen Risiken bei einer etwaigen Insolvenz jeweils einer der an den beiden Transaktionen beteiligten Banken. Diesen Risiken ist vertraglich durch die Einräumung des Rechts zum Austausch der jeweiligen Bank begegnet. Bereits eingetreten ist das Risiko der Verschlechterung der Bonität der an beiden CBL-Transaktionen beteiligten Deutsche Bank AG, woraus sich vertraglich eine Nachbesicherungspflicht ergibt. Die Kosten für eine Nachbesicherung wären von der üstra zu tragen. Derzeit steht jedoch weder die Durchführung noch die Art der vorzunehmenden Nachbesicherung fest. Im Falle einer außerplanmäßigen vorzeitigen Vertragsbeendigung schließlich können wesentliche Währungs- und Zinsänderungsrisiken auftreten. Die Risiken aus den CBL-Transaktionen werden als mittel bewertet. Diesem Risiko wurde seitens der üstra durch die Bildung einer Rückstellung in Höhe von 2.817 Tsd. € begegnet. Durch die finanzielle Einbindung der üstra in den VVG-Konzern sind finanzwirtschaftliche Risiken nahezu ausgeschlossen, solange der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht. Die Fortdauer des Beherrschungs- und Gewinnabführungsverhältnisses mit der VVG ist nicht zuletzt abhängig von dem Fortbestand des kommunalen steuerlichen Querverbundes. Dieser wurde mit dem Jahressteuergesetz 2009 erstmals auf eine gesetzliche Grundlage gestellt.

5.2.2 üstra Reisen Werden nach Ablauf des bestehenden Tarifvertrages im Jahr 2015 Lohnerhöhungen nicht von den Auftraggebern ausgeglichen führt dies zu einem Ergebnisrisiko, welches als gering bewertet wird. Die geplanten Ergebnisse der üstra Reisen können nur erreicht werden, wenn das Auftragsvolumen sich nicht verringert und somit keine personellen Überkapazitäten in der Gesellschaft entstehen. Das Risiko hieraus wird als gering bewertet. Chancen bietet die gute Auftragslage von üstra Reisen.

5.3

Beratungs- und Ingenieurleistungen

5.3.1 TransTecBau Für bekannte oder zu erwartende Risiken der TransTecBau wurden unter anderem Rückstellungen für Honorarrisiken, Gewährleistungsverpflichtungen und sonstige Rückstellungen gebildet. Der Rückstellung für Honorarrisiken wurden in 2014 weitere Mittel zugeführt. Sie berücksichtigt das Risiko, dass die TransTecBau aufgrund der Honorardeckung durch die HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) Leistungen der Leistungsphase 9 zu erbringen hat, die einen höheren Aufwand erfordern bzw. nur zum Teil abgerechnet werden

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können. Ferner wird durch die Rückstellung das Risiko erwarteter Kostenüberschreitungen bei Einzelprojekten berücksichtigt. Bei den gebildeten Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen aus Vorjahren gab es keine Veränderungen. Zuführungen waren im Geschäftsjahr nicht erforderlich. Die TransTecBau hat seit 1995 alle Neubaumaßnahmen im Bereich der Stadtbahninfrastruktur der üstra und infra, besonders die zur Weltausstellung EXPO 2000, planerisch durchgeführt und baulich umgesetzt. Dabei sind Fördergelder nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) als wesentlicher Bestandteil der Finanzierung eingesetzt worden. Mit der Übertragung der Stadtbahn-Infrastrukturanlagen durch die üstra auf die infra zum 1. Juli 2001 sind grundsätzlich auch die Rechte und Pflichten aus den Förderzusagen nach GVFG und die daraus resultierenden Risiken an die infra übergegangen. Mögliche Risiken für die TransTecBau im Zuge der Prüfung von geförderten Baumaßnahmen nach dem GVFG können weiterhin nicht ausgeschlossen werden. Dieses Risiko wird derzeit als gering eingestuft. Des Weiteren besteht ein dokumentiertes internes Kontrollsystem als Bestandteil des Qualitätsmanagement-Systems zur Risikovorsorge und Qualitätssicherung. Der TÜV-Nord hat ein Überwachungsaudit nach ISO 9001 durchgeführt und das Qualitätsmanagement-System der TransTecBau bestätigt. Um die Zukunft des Unternehmens als anerkannter Ingenieurdienstleister zu sichern, wurden Organisationsänderungen zur Effizienzsteigerung und Qualitätssicherung vorgenommen. Insbesondere durch die Einführung von Projektreviews und eindeutigen Regelungen zur CADBearbeitung wurde die Kommunikation stark verbessert und ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess eingeleitet. Chancen bietet die gute Auftragslage von TransTecBau.

5.4

Sonstige Dienstleistungen

5.4.1 protec Durch die Konzentration der protec auf das Kerngeschäft mit der üstra wurden sowohl Vertragsverlängerungsrisiken bei der protec als auch vergaberechtliche Risiken bei der üstra abgebaut. Wirtschaftliche Risiken bei protec als Dienstleister für den Winterdienst der üstra sind für den kommenden Winter nicht auszuschließen. Dieses Risiko wird derzeit als mittel eingestuft. Chancen ergeben sich auch weiterhin ausschließlich durch das Geschäftsvolumen mit nicht konzerngebundenen Unternehmen im Rahmen der Ausschöpfung des zulässigen Drittgeschäftsanteils.
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5.4.2 RevCon Geringe Chancen und Risiken ergeben sich auch weiterhin im Wesentlichen durch das Geschäftsvolumen mit nicht konzerngebundenen Unternehmen im Rahmen der Ausschöpfung des zulässigen Drittgeschäftsanteils.

5.4.3 Gehry-Tower Die Gehry-Tower weist keine Chancen und Risiken aus. Aufgrund des mit der üstra bis zum 31. Mai 2031 geschlossenen Generalmietvertrages ergeben sich keine Vermietungsrisiken für die Gehry-Tower. Da das Gebäude noch relativ jung ist, ist mittelfristig nicht mit größeren Instandhaltungsmaßnahmen zu rechnen.

5.5

Fazit – Beurteilung aus Sicht des Vorstands

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts sind keine Risiken im Zusammenhang mit der zukünftigen Entwicklung erkennbar, die den Fortbestand einzelner Betriebsbereiche oder gar des gesamten üstra Konzerns gefährden könnten. Eine Aggregation der wichtigsten Einzelrisiken ist nicht angemessen, da ein gleichzeitiges Eintreten der Einzelrisiken unwahrscheinlich ist. Nach der Überprüfung der derzeitigen Risikosituation kommt der Vorstand zu dem Ergebnis, dass die üstra ausreichend versichert ist und genügend bilanzielle Vorsorge getroffen hat.

6. 6.1

Erklärung zur Unternehmensführung Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats zu den Empfehlungen der Regierungskommission Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG erklären gemäß § 161 AktG, dass den Empfehlungen der “Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ nicht entsprochen wurde und auch künftig nicht entsprochen wird. Diese generelle Abweichung begründet sich durch die besondere Aktionärsstruktur der Gesellschaft (98,38 % der Aktien liegen bei der Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Hannover GmbH und damit mittelbar in kommunaler Hand) und den damit verbundenen geringen Streubesitz sowie durch den Umstand, dass die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ausschließlich einen regionalen Bezug hat. Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft sind vor diesem Hintergrund der Auffassung, dass eine gute und verantwortungsvolle Unternehmensführung bereits durch die gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere durch das deutsche Aktiengesetz, sichergestellt ist und damit eine Implementierung der KodexEmpfehlungen bei der Gesellschaft nicht erforderlich ist.

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6.2

Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Der üstra Konzern wendet eine Reihe von Unternehmensführungspraktiken an, mit denen verschiedene Zielstellungen verbunden sind: • Die üstra hat die UITP-Charta für Nachhaltige Entwicklung unterzeichnet und sich damit zum nachhaltigen Handeln verpflichtet. Der Geschäftsbericht für 2014 beinhaltet einen Bericht zu den Aktivitäten des Unternehmens zur Verbesserung der Nachhaltigkeit. Die üstra arbeitet kontinuierlich und systematisch daran, ihre fünf strategischen Handlungsfelder für eine zukunftsorientierte nachhaltige Entwicklung des Unternehmens und zur Schärfung des Unternehmensprofils im ÖPNV in der Region Hannover weiter zu entwickeln. Die üstra positioniert sich als nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen, kundenorientierte Dienstleisterin, attraktive Arbeitgeberin, als innovatives Unternehmen und Kompetenzträgerin Nahverkehr. Im Rahmen des Partnerschaftsvertrags mit der Region Hannover, ver.di und dem Betriebsrat hat sich die üstra verpflichtet, die Wirtschaftlichkeit der erbrachten Leistungen jährlich im Rahmen eines Benchmarks zu überprüfen und marktfähige Kostenstrukturen zu realisieren. Für die Instandhaltung der Infrastruktur erfolgt dieser Marktvergleich in einem Vier-Jahres-Rhythmus. Durch die Unternehmensführung nach dem Management by Objectives (MbO) erfolgt eine zielorientierte sowie bereichs- und hierarchieübergreifend abgestimmte Steuerung der Unternehmen im üstra Konzern. Es gewährleistet die Konzentration auf Prioritäten und erhöht die Verbindlichkeit getroffener Vereinbarungen. Zudem wird dadurch Transparenz über die Unternehmens-, Bereichs- und Gruppenziele geschaffen. Gleichzeitig wird das ergebnisorientierte Arbeiten gefördert. Mit dem praktizierten Co-Management wird die frühzeitige und aktive Einbeziehung des Betriebsrats in alle wichtigen unternehmensbezogenen Entscheidungen angestrebt, um Akzeptanz bei strategischen Fragen und Veränderungsnotwendigkeiten zu erhalten. Mit der Teilnahme am Audit „berufundfamilie“ werden die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie der Ausbau und die Weiterentwicklung einer familienbewussten Personalpolitik gefördert. Gleichzeitig wird eine hohe Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen erreicht. Mit dem bei der üstra praktizierten Gesundheitsmanagement soll die Erhöhung des Gesundheitsstands und die Reduzierung von Abwesenheitszeiten erreicht werden. Zudem werden die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und des Arbeitsklimas sowie die Erhöhung der Mitarbeitermotivation angestrebt. Ziel ist auch die Überwindung bzw. Vorbeugung von Arbeitsunfähigkeit. Die üstra setzt das regelmäßige, strukturierte Mitarbeitergespräch als formalisiertes Führungsinstrument zur wechselseitigen Rückmeldung ein; damit soll die Zusammenarbeit und Arbeitsatmosphäre verbessert und weiterentwickelt werden, um den gemeinsamen Erfolg zu sichern. Die üstra hat ein Qualitäts-, Umwelt- und Arbeitsschutzmanagementsystem eingeführt und ist nach den Standards DIN EN ISO 9001, DIN EN 13816, DIN EN 15838, DIN EN ISO 14001, DIN EN ISO 50001 und NFL/ILO-OSH 2001 zertifiziert. Im Rahmen dieser Zertifizierungen wird das integrierte System regelmäßig durch unabhängige Gutachter
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Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2014 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft

überprüft. Ziele dieses Systems sind die Steigerung der Kundenzufriedenheit, die Optimierung interner Prozesse und Abläufe sowie des Beschwerdemanagements, die Verbesserung der Energieeffizienz bei Fahrzeugen und Infrastruktur sowie die Reduzierung von Emissionen, umweltrelevanten und gefährlichen Arbeits- und Abfallstoffen und des Wasserverbrauchs. Informationen über das Audit „berufundfamilie“, das Qualitäts-, Umwelt- und Arbeitsschutzmanagement sowie der Nachhaltigkeitsbericht wie auch die Angaben zu Unternehmensführungspraktiken der üstra sind auf der Internetseite www.uestra.de in der Rubrik „Unternehmen“ zu finden.

6.3

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat und Zusammensetzung und Arbeitsweise der Aufsichtsratsausschüsse

Der Vorstand der üstra besteht laut Satzung aus zwei oder mehreren Personen, darunter einem Arbeitsdirektor. Die Anzahl der Vorstandsmitglieder wird von der Hauptversammlung festgelegt. Der Aufsichtsrat kann ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands bestellen. Der Vorstand gibt sich eine Geschäftsordnung, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedarf. Der Vorstand der üstra besteht aus zwei Mitgliedern. Im operativen Geschäft verantwortet der Vorstandsvorsitzende André Neiß die Informations- und Kommunikationstechnologie, die kaufmännische Leitung und das Marketing. Das Vorstandsmitglied Wilhelm Lindenberg hat die Funktion des Arbeitsdirektors inne und ist gleichzeitig zuständig für den Betrieb der Stadtbahnen und Busse, für die Fahrzeuge und die Betriebsanlagen und für den gesamten Personalbereich. Dem Vorstand sind insgesamt sieben Unternehmensbereiche und sieben Stabsbereiche zugeordnet. Der Vorstand stellt die unternehmensinterne Kommunikation in wöchentlichen Vorstandssitzungen sowie in wöchentlichen Sitzungen mit den Unternehmensbereichsleitungen sicher. Der Aufsichtsrat besteht nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes (MitbestG) aus 20 Mitgliedern, davon je zehn Vertreter der Anteilseigner und der Arbeitnehmer. Der Aufsichtsrat wählt gemäß Mitbestimmungsgesetz aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen stellvertretenden Vorsitzenden und bestellt gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG und § 9 Abs. 2 der Satzung der üstra den aus vier Mitgliedern bestehenden Ausschuss „zur Wahrnehmung der in § 31 Abs. 3 Satz 1 MitbestG bezeichneten Aufgabe“ (sog. Vermittlungsausschuss). Der Aufsichtsrat gibt sich eine Geschäftsordnung. Der Aufsichtsrat hat darin vier Ausschüsse gebildet und ihre Zuständigkeiten festgelegt: Präsidialausschuss (sechs Mitglieder), Finanzund Prüfungsausschuss (zugleich Prüfungsausschuss im Sinne von § 107 Abs. 3 Satz 2 AktG; acht Mitglieder), Verkehrs- und Bauausschuss (acht Mitglieder) sowie Beteiligungsausschuss (zwölf Mitglieder). Alle Ausschüsse sind jeweils paritätisch mit Anteilseigner- und Arbeitnehmervertretern besetzt.

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2014 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft

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Außerdem hat der Aufsichtsrat in seiner Geschäftsordnung die Möglichkeit geschaffen, aus seiner Mitte für jedes Mitglied eines dieser Geschäftsordnungsausschüsse hinsichtlich dessen Mitgliedschaft in diesem Ausschuss einen persönlichen Stellvertreter zu bestellen; Mehrfachvertretung und eine gleichzeitige eigene Ausschussmitgliedschaft des persönlichen Stellvertreters sind zulässig; ein persönlicher Stellvertreter ist jedoch nur dann teilnahme- und stimmberechtigt, wenn das Ausschussmitglied nicht selbst an der Sitzung des betreffenden Ausschusses teilnimmt. Die Beschlussanträge werden den Mitgliedern des Aufsichtsrats zwei Wochen vor der Sitzung schriftlich mitgeteilt. Hierzu werden die Sachverhalte in ausführlichen schriftlichen Unterlagen erläutert. In Vorgesprächen sowie in den Sitzungen der Ausschüsse und des Aufsichtsrats steht der Vorstand für die Erläuterung von Details und zur Klärung von Fragen zur Verfügung. Von der Möglichkeit, Beschlüsse außerhalb von Sitzungen, z. B. im schriftlichen Verfahren zu fassen, wird verhältnismäßig selten und nur in Fällen Gebrauch gemacht, die besonders eilbedürftig sind. Zwischen dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats und dem Vorstand finden regelmäßig Treffen zur Erörterung von aktuellen Fragen statt. Außerhalb dieser Treffen informiert der Vorstand den Aufsichtsratsvorsitzenden mündlich oder schriftlich über aktuelle Entwicklungen. Der Aufsichtsrat berichtet der Hauptversammlung jährlich über seine Arbeit.

7. 7.1

Sonstige Berichte Vergütungsbericht

Das Vergütungssystem des Vorstands der üstra hat feste und erfolgsabhängige Bestandteile. Die Höhe der erfolgsabhängigen Komponente ist abhängig vom Zielerreichungsgrad der jeweiligen Zielvereinbarungsbestandteile; diese setzen sich aus Zielen zur Unternehmensstrategie, finanziellen Zielen, Prozesszielen, Führungs- und Personalzielen sowie Kundenzielen zusammen. Vergütungskomponenten mit langjähriger Anreizwirkung (z. B. Bezugsrechte oder aktienbasierte Vergütungen) und Zusagen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit (ausgenommen Versorgungszusagen) werden dem Vorstand nicht gewährt. Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 13 der Satzung der üstra geregelt. Hiernach erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats neben dem Ersatz ihrer baren Auslagen eine von der Hauptversammlung festzusetzende Vergütung.

7.2

Übernahmerechtliche Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB

Das gezeichnete Kapital von 67.490.528,32 € ist eingeteilt in 26.400.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien, die jeweils die gleichen Rechte, insbesondere gleichen Stimmrechte, gewähren. Unterschiedliche Aktiengattungen bestehen nicht.
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2014 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft Seite 28

Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, welche die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien der Gesellschaft betreffen. Die VVG hat mitgeteilt, dass ihr seit dem 1. Januar 2002 98,38 % der Stimmrechte an der üstra unmittelbar und 0,01 % durch ihr Tochterunternehmen Stadtwerke Hannover AG zustehen. Gleichfalls hat die Landeshauptstadt Hannover Mitteilung gemacht, dass sie seit dem 1. Januar 1995 aufgrund der Zurechnung der von der Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Hannover mbH gehaltenen Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Nr. 2 WpHG über 98,38 % Stimmrechte an der üstra verfügt. Die übrigen Aktien der üstra befinden sich nach Kenntnis des Vorstands im Streubesitz. Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. Es ist dem Vorstand nicht bekannt, dass Arbeitnehmer am Kapital der Gesellschaft beteiligt sind, welche ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben. Der Vorstand der üstra besteht gemäß § 5 der Satzung aus zwei oder mehreren Personen, darunter einem Arbeitsdirektor. Die Zahl der Vorstandsmitglieder wird nach der Satzung der Gesellschaft von der Hauptversammlung bestimmt. Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands erfolgt gemäß den gesetzlichen Bestimmungen der §§ 84 und 85 AktG (Bestellung und Abberufung des Vorstands). Mit Ausnahme einer gerichtlichen Ersatzbestellung ist für die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern allein der Aufsichtsrat zuständig. Er bestellt Vorstandsmitglieder auf höchstens fünf Jahre. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Der Aufsichtsrat kann dabei ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands bestellen. Änderungen der Satzung erfolgen gemäß den gesetzlichen Bestimmungen des § 179 AktG. Jede Satzungsänderung bedarf hiernach neben der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen nach § 133 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung mit einer Mehrheit, die mindestens Dreiviertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst. Satzungsänderungen werden mit der Eintragung ins Handelsregister wirksam. Der Vorstand ist nicht ermächtigt, neue Aktien der üstra – beispielsweise im Wege der Ausnutzung eines bedingten oder genehmigten Kapitals – auszugeben. Eine Ermächtigung des Vorstands durch die Hauptversammlung zum Erwerb eigener Aktien besteht ebenfalls nicht. Es bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels in Folge eines Übernahmeangebots stehen. Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder mit Arbeitnehmern getroffen sind.

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2014 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft

Seite 29

8.

Prognosebericht

Auf der Basis der in diesem Bericht beschriebenen Geschäftsentwicklung unter Abwägung der Risiko- und Chancenpotenziale ergeben sich die folgenden Prognosen:

8.1

Verkehrs- und Transportleistungen

8.1.1 üstra Vor dem Hintergrund der knapper werdenden öffentlichen Finanzierungsmittel und der durch die Liberalisierung des Verkehrsmarktes entstehenden Veränderungen sowie der europäischen Vorgaben verfolgt die üstra weiterhin das Ziel, den schon in den Vorjahren eingeleiteten Um- und Restrukturierungsprozess im Jahr 2015 fortzusetzen. Den Auswirkungen der deutlichen Reduzierung staatlicher Ausgleichsleistungen soll mittelfristig durch eine verstärkte Nutzerfinanzierung begegnet werden. Voraussetzung hierfür ist, dass überdurchschnittliche Steigerungsraten bei den Fahrgasteinnahmen realisiert werden können und auf der Aufwandsseite weitere Restrukturierungspotenziale umgesetzt werden. Allerdings bestehen Planungsunsicherheiten in den folgenden Feldern: • Regionalisierungsmittel zur Finanzierung von Nahverkehrsleistungen; • Kommunale Mittel zur Finanzierung von Nahverkehrsleistungen aufgrund der angespannten finanziellen Lage des Aufgabenträgers; • Ausgleichszahlungen für rabattierte Ausbildungsverkehre nach Ende der bestehenden vertraglichen Finanzierung; • Erstattungszahlungen für die unentgeltliche Beförderung schwerbehinderter Menschen; • Investitionsförderung. Bei der Entwicklung der Tarifeinnahmen für das Jahr 2015 wird damit gerechnet, dass die zum 1. Januar 2015 vorgenommene Tarifanpassung von durchschnittlich 3,1 % fast vollumfänglich in gleichem Maß auf die üstra durchschlägt. Die üstra plant für das Jahr 2015 Tarifeinnahmen in Höhe von 145,0 Mio. €. Dabei strebt die üstra eine Steigerung der Fahrgastzahlen um mindestens 1 % pro Jahr an. Im Bereich des Verkehrsangebots wird die zum 14. Dezember 2014 in Betrieb genommene Streckenverlängerung nach Misburg zu einem Anstieg der Betriebsleistungen führen. Die üstra wird den eingeschlagenen Weg der Restrukturierung und Effizienzsteigerung zur Einhaltung der im Partnerschaftsvertrag vereinbarten Ziele weiter fortsetzen und sich daraus ergebene nachhaltige Aufwandsreduzierungen im Wirtschaftsplan berücksichtigen. Allerdings werden überproportionale Kostensteigerungen im Bereich der Energiekosten und bei den Abschreibungen, hier aufgrund der Fahrzeugneubeschaffung, erwartet. Die geplante Steigerung der Tarifeinnahmen wird diese Kostensteigerung mittelfristig nicht kompensieren können, so dass der Verlust der üstra weiter ansteigen wird.

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2014 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft

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In der handelsrechtlichen Planung für das Geschäftsjahr 2015 geht die üstra von einem Jahresfehlbetrag von 27,0 Mio. € aus, der im handelsrechtlichen Jahresabschluss über den bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag von der Muttergesellschaft der üstra, der VVG, ausgeglichen wird. Für das Jahr 2015 sind Investitionen in Höhe von 123,8 Mio. € geplant, nach Abzug des Zuschussanteils beträgt der Eigenanteil 71,6 Mio. €. Schwerpunkt der Investitionstätigkeit der nächsten Jahre ist die Erneuerung der Fahrzeugflotte. Den hohen Investitionsbedarf für die Erneuerung der Fahrzeugflotte kann die üstra nicht mit eigenen Mittel abdecken. Derzeit werden gemeinsam mit der Region Hannover verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten geprüft.

8.1.2 üstra Reisen In der handelsrechtlichen Planung für das Geschäftsjahr 2015 geht die üstra Reisen von einem Jahresergebnis nach Steuern von 0,3 Mio. € aus, der im handelsrechtlichen Jahresabschluss über den bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag an die Muttergesellschaft üstra abgeführt wird. Für 2015 rechnet die üstra Reisen mit (im Wesentlichen konzerninternen) Umsätzen in Höhe von 17,6 Mio. € und liegt damit auf Vorjahresniveau. Im Bereich Linienverkehr wird von einem stabilen Auftragsvolumen ausgegangen. Hier wird der Kilometersatz aufgrund gestiegener Kosten angehoben. Im touristischen Bereich wird die Kooperation mit RegioBus im Bereich der Tagesfahrten fortgesetzt. Die Preise im Linienverkehr der Maschseeschifffahrt bleiben im Jahr 2015 nach der Erhöhung in 2014 unverändert. Die Preise im Charterbetrieb bleiben weiterhin unverändert. Für das Jahr 2015 sind Investitionen in Höhe von 1,5 Mio. € geplant. Der Schwerpunkt der Investitionen liegt bei Linienbussen und einem Reisebus zur Verbesserung der Altersstruktur im Fuhrpark.

8.2

Beratungs- und Ingenieurleistungen

8.2.1 TransTecBau In der handelsrechtlichen Planung für das Geschäftsjahr 2015 geht die TransTecBau von einem Jahresergebnis nach Steuern von 0,2 Mio. € aus. Darüber hinaus sieht die Mittelfristplanung weiterhin positive Ergebnisse vor, die die Zukunft der TransTecBau sicherstellen werden.
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2014 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft Seite 31

Im Hinblick auf die Auftragslage der TransTecBau in der Region Hannover werden sich neben den bereits erteilten Aufträgen zum Ausbau der Stadtbahninfrastruktur die Anfragen aus den verschiedenen Verwaltungen in der Region Hannover mittelfristig weiter fortsetzen. Aufgrund der erwarteten Beschlüsse zur Realisierung der Maßnahmen Stadtbahnverlängerung Hemmingen und Projekt 10/17 haben sich die Tätigkeiten im regionalen Raum manifestiert. Um die notwendigen Leistungen vollständig erbringen zu können ist die TransTecBau bereits heute aus Kapazitätsgründen auf die Unterstützung von Subunternehmern angewiesen. Die getroffenen Entscheidungen zur Weiterentwicklung der TransTecBau und auch die laut Wirtschaftsplan bereits zu 80 Prozent gesicherte Auftragslage mit einem Volumen von 4,0 Mio. € unterstreichen eine positive Fortführungsperspektive der Gesellschaft, wobei ein Großteil der Aufträge eine Laufzeit über das Jahr 2015 hinaus hat.

8.3

Sonstige Dienstleistungen

8.3.1 Protec In der handelsrechtlichen Planung für das Geschäftsjahr 2015 geht die protec von einem Jahresergebnis nach Steuern von 0,2 Mio. € aus, der im handelsrechtlichen Jahresabschluss über den bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag an die Muttergesellschaft üstra abgeführt wird. Nach der in 2012 erfolgten Übertragung eines Großteils der externen Aufträge der protec in eine neue Gesellschaft außerhalb des üstra Konzerns konzentriert sich die protec im Wesentlichen auf ihr ursprüngliches Kerngeschäft, nämlich auf die Sauberkeit und Sicherheit in den Bussen und Bahnen und auf den Haltestellen der üstra. Zu erwarten sind stabile und risikofreie Geschäftsaktivitäten. Für 2015 rechnet die protec mit (im Wesentlichen konzerninternen) Umsätzen in Höhe von 10,2 Mio. € und liegt damit auf Vorjahresniveau. Für das Jahr 2015 sind Investitionen in Höhe von 0,2 Mio. € geplant. Schwerpunkte der Investitionstätigkeit sind die Erneuerung der Informationstechnik sowie der Sicherheitstechnik.

8.3.2 RevCon In der handelsrechtlichen Planung für das Geschäftsjahr 2015 geht die RevCon von einem Jahresergebnis nach Steuern von 0,1 Mio. € aus, der im handelsrechtlichen Jahresabschluss über den bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag an die Muttergesellschaft üstra abgeführt wird.

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2014 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft

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Die RevCon bleibt auch weiterhin die prüfungsausführende Gesellschaft für die üstra. Für 2015 rechnet die RevCon mit (im Wesentlichen konzerninternen) Umsätzen in Höhe von 0,7 Mio. € und liegt damit auf Vorjahresniveau. Auch in 2015 wird konsequent und nachhaltig die Umsetzung und Einhaltung der Regelungen der Geschäftsordnung und dem Revisionshandbuch der üstra fortgeführt. Im Vordergrund steht dabei die Umsetzung der Empfehlungen aus dem zweiten externen Quality Assessment.

8.3.3 Gehry-Tower In der handelsrechtlichen Planung für das Geschäftsjahr 2015 geht die Gehry-Tower von einem Jahresergebnis nach Steuern von 0,05 Mio. € aus. Der Geschäftsverlauf bleibt aufgrund des mit der üstra bis zum 31. Mai 2031 geschlossenen Generalmietvertrages stabil, es werden wie im Vorjahr Umsatzerlöse in Höhe von 0,5 Mio. € geplant. Aufgrund des auslaufenden Büromöbel-Leasingvertrages und der damit verbundenen Übernahme der Anlagen verbessert sich die Ergebnissituation der Gehry-Tower.

Hannover, 20. März 2015 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft Der Vorstand

gez. André Neiß

gez. Wilhelm Lindenberg

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üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft, Hannover

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2014
AKTIVA Anhang Verweis Langfristige Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte Sachanlagen Übrige Finanzanlagen Anlagenwerte Unter Anwendung der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen Aktive latente Steuern (1) (2) (3) 4.763.056,02 242.466.127,82 13.651.729,19 260.880.913,03 4.442 249.492 16.175 270.109 4.627 184.708 62.544 251.879 31.12.2014 EUR 31.12.2013 01.01.2013 angepasst* angepasst* TEUR TEUR

(4) (5)

9.747.485,23 0,00 270.628.398,26

8.947 16 279.072

8.128 0 260.007

Kurzfristige Vermögenswerte Vorräte Forderungen aus Fertigungsaufträgen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Ertragsteuerforderungen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Sonstige finanzielle Vermögenswerte (6) (7) (8) (9) (10) 10.945.853,04 901.898,14 9.925.226,23 7.842,62 71.274.439,41 983.461,81 94.038.721,25 11.161 153 8.842 173 39.948 23.141 83.418 10.728 376 8.527 145 53.425 1.806 75.007

364.667.119,51

362.490

335.014

* Einige dargestellte Beträge weichen aufgrund von vorgenommenen Anpassungen (zu Einzelheiten vgl. Angabe 2.2.10 im Anhang) sowie Änderungen des Konsolidierungskreises (zu Einzelheiten vgl. Angabe 2.1.1 im Anhang) von den Beträgen im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2013 ab.

Konzernbilanz für das Geschäftsjahr 2014 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft

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PASSIVA Anhang Verweis Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Ergebnisvortrag Sonstige Ergebnisbestandteile (11) (12) (13) (13) 67.490.528,32 166.723.873,86 -91.949.912,43 -122.085.557,39 20.178.932,36 67.491 149.082 -82.461 -53.958 80.154 67.491 131.081 -71.749 -62.772 64.051 31.12.2014 EUR 31.12.2013 01.01.2013 angepasst* angepasst* TEUR TEUR

Langfristiges Fremdkapital Pensionsrückstellungen Übrige Rückstellungen Latente Steuerschulden Finanzverbindlichkeiten Sonstige Verpflichtungen (14) (15) (5) (16) (19) 215.236.226,00 15.996.577,69 107.472,50 7.669.375,00 56.109.698,03 295.119.349,22 146.252 20.149 0 10.226 56.415 233.042 151.356 26.046 25 12.782 40.354 230.563

Kurzfristiges Fremdkapital Übrige Rückstellungen Ertragsteuerschulden Finanzverbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Verpflichtungen

(15) (16) (18) (19)

6.271.090,30 75.900,00 2.556.460,00 28.058.113,37 12.407.274,26 49.368.837,93 364.667.119,51

3.674 7 2.556 31.801 11.256 49.294 362.490

3.854 221 2.556 19.755 14.014 40.400 335.014

Konzernbilanz für das Geschäftsjahr 2014 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft

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üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft, Hannover Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014
Vorjahr angepasst* TEUR 161.446 36.452 36.882 111.471 15.678 45.583 -11.716

Anhang Verweis Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen Sonstige betriebliche Aufwendungen Operatives Ergebnis Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen Übriges Beteiligungsergebnis Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen Übriges Finanzergebnis Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Ertragsteuern Jahresergebnis davon entfallen auf die Eigentümer des Mutterunternehmens (26) (21) (22) (23) (24) (25)

31.12.2014 EUR 172.385.337,50 33.573.930,57 40.666.818,47 117.388.790,45 15.791.192,73 42.356.611,44 -10.244.145,02

800.897,65 12.614,00 667.232,34 471.272,99 208.573,35 -9.234.674,02 253.808,89 -9.488.482,91 -9.488.482,91

819 33 990 842 181 -10.716 -3 -10.713 -10.713

(27) (28)

Sonstiges Ergebnis In den Folgeperioden nicht erfolgswirksam umzugliederndes Sonstiges Ergebnis Neubewertungen im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen In den Folgeperioden erfolgswirksam umzugliederndes sonstiges Ergebnis Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte: In der laufenden Periode entstandene Gewinne (Verluste) Sonstiges Ergebnis Gesamtergebnis davon entfallen auf die Eigentümer des Mutterunternehmens (28)

(14)

-68.414.636,00

8.666

287.046,15 -68.127.589,85 -77.616.072,76 -77.616.072,76

147 8.813 -1.900 -1.900

Ergebnisverwendung des Jahresergebnisses Verlustübernahme Einstellung(-) in die Kapitalrücklage Einstellung(-) in den Ergebnisvortrag

17.641.772,90 -17.641.772,90 9.488.482,91 0,00

18.001 -18.001 10.713 0

Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR)

(28)

-2,94

-0,07

* Einige dargestellte Beträge weichen aufgrund von Änderungen des Konsolidierungskreises (zu den Einzelheiten vgl. Angabe 2.1.1 im Anhang) von den Beträgen im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2013 ab.

Konzerngesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft

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üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft, Hannover Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014

(in €) Stand 1. Januar 2013 wie zuvor berichtet Anpassung aus dem geänderten Ausweis der Rücklage für Pensionsverpflichtungen Anpassung aus der Veränderung des Konsolidierungskreises

Gezeichnetes 67.490.528,32

Kapitalrücklage 129.679.441,56

Ergebnisvortrag -136.329.627,31

Rücklage für Pensionsverpflichtungen 0,00

Rücklage zur Veräußerung 343.851,17

Anteilseigner der Summe 61.184.193,74

0,00

0,00

63.115.476,00

-63.115.476,00

0,00

0,00

0,00

1.401.596,28

1.465.421,55

0,00

0,00

2.867.017,83

Stand 1. Januar 2013 (* angepasst)

67.490.528,32

131.081.037,84

-71.748.729,76

-63.115.476,00

343.851,17

64.051.211,57

Gesamtergebnis Jahresergebnis Sonstiges Ergebnis

-10.712.699,76 8.666.392,00 147.265,29

-10.712.699,76 8.813.657,29

Gesamtergebnis Transaktionen mit Eigentümern Verlustübernahme

-10.712.699,76

8.666.392,00

147.265,29

-1.899.042,47

18.001.063,12

18.001.063,12

Stand 31. Dezember 2013 / 1. Januar 2014 (*angepasst) Gesamtergebnis Jahresergebnis Sonstiges Ergebnis

67.490.528,32

149.082.100,96

-82.461.429,52

-54.449.084,00

491.116,46

80.153.232,22

-9.488.482,91 -68.414.636,00 287.046,15

-9.488.482,91 -68.127.589,85

Gesamtergebnis Transaktionen mit Eigentümern Verlustübernahme

-9.488.482,91

-68.414.636,00

287.046,15

-77.616.072,76

17.641.772,90

17.641.772,90

Stand 31. Dezember 2014

67.490.528,32

166.723.873,86

-91.949.912,43

-122.863.720,00

778.162,61

20.178.932,36

* Einige dargestellte Beträge weichen aufgrund von Änderungen des Konsolidierungskreises (zu den Einzelheiten vgl. Angabe 2.1.1 im Anhang) von den Beträgen im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2013 ab.

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft

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üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft, Hannover IFRS-Konzern-Kapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2014
Verweis Anhang Jahresergebnis Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen Abschreibungen auf Finanzanlagen Abnahme(-) / Zunahme der Rückstellungen Aktivierte Eigenleistungen(-) Sonstige zahlungsunwirksame Erträge(-) / Aufwendungen Saldo der Gewinne(-) und Verluste aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen Saldo der erhaltenen Zinserträge (-) und gezahlten Zinsaufwendungen (+) Saldo der Erträge(-) und Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen Sonstige Beteiligungserträge Zahlungsmittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit vor Veränderungen des Nettoumlaufvermögens Zunahme(-) / Abnahme der Vorräte, der Forderungen und sonstiger Vermögenswerte, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit bzw. dem Finanzmittelfonds zuzuordnen sind Zunahme / Abnahme(-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstiger Verpflichtungen, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -davon aus erstatteten(-) / gezahlten Ertragsteuern -379 Tsd. € (Vorjahr: -48 Tsd. €) Investitionen(-) in das immaterielle Anlagevermögen Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen Investitionen(-) in das Sachanlagevermögen Einzahlungen aus Zuwendungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen Einzahlungen aus dem Abgang von Finanzanlagen Investitionen(-) in das Finanzanlagevermögen Erhaltene Zinsen Erhaltene Dividenden Cashflow aus der Investitionstätigkeit Ergebnisausgleichszahlungen der Unternehmenseigner Ergebnisabführung(-) an die Unternehmenseigner Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten Gezahlte Zinsen Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds Finanzmittelfonds am Anfang der Periode Finanzmittelfonds am Ende der Periode Finanzmittelfonds: Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten / Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Finanzmittelfonds (1) (2) (18) (3) (25) 2014 Tsd. € -9.488 15.791 9 -986 -16 1.654 -1.849 136 -801 -13 4.437 Vorjahr * Tsd. € -10.713 15.678 0 -2.515 -102 -518 -574 -265 -819 -33 139

(23) (15) (2)

-1.419

238

945 3.963

3.266 3.643

-1.561 355 -11.863 542 25.732 -805 299 13 12.712 17.641 0 0 -2.556 -434 14.651 31.326 39.948 71.274

-1.107 1.146 -74.792 17.498 25.127 -735 702 33 -32.128 18.001 0 0 -2.556 -437 15.008 -13.477 53.425 39.948

(12)

(9)

71.274 71.274

39.948 39.948

* Einige dargestellte Beträge weichen aufgrund von vorgenommenen Anpassungen von den Beträgen im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2013 ab (zu Einzelheiten vgl. Angabe 2 im Anhang)

Konzern-Kapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2014 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft

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üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft, Hannover KONZERNANHANG für das Geschäftsjahr 2014 1. 2. Allgemeine Informationen ........................................................................................ 41 Rechnungslegungsmethoden ................................................................................... 42 2.1 Konsolidierung ............................................................................................ 42 2.1.1 Konsolidierungskreis ................................................................................... 42 2.1.2 Konsolidierungsmethoden (einschließlich Equity-Methode) .............................. 46 2.2 Zusammenfassung wesentlicher Rechnungslegungsmethoden......................... 47 2.2.1 Immaterielle Vermögenswerte ...................................................................... 47 2.2.2 Sachanlagen .............................................................................................. 47 2.2.3 Leasingverhältnisse .................................................................................... 48 2.2.4 Übrige Finanzanlagen .................................................................................. 48 2.2.5 Unter Anwendung der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen........................ 49 2.2.6 Steuerabgrenzungsposten............................................................................ 49 2.2.7 Vorräte....................................................................................................... 50 2.2.8 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte ........................................................... 50 2.2.9 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ............................................... 51 2.2.10 Pensionsrückstellungen ............................................................................... 51 2.2.11 Übrige Rückstellungen ................................................................................. 52 2.2.12 Übriges Fremdkapital ................................................................................... 52 2.2.13 Gewinnrealisierung ...................................................................................... 53 2.2.14 Zuwendungen der öffentlichen Hand ............................................................. 53 2.2.15 Ergebnisabführung ...................................................................................... 53 2.3 Änderungen der Rechnungslegungsmethoden ................................................ 54 2.3.1 Neue und überarbeitete Standards ............................................................... 54 2.3.2 Anpassung der Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen ........................ 54 2.4 Veröffentlichte, jedoch noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards ........ 55 2.5 Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen ............. 56 2.5.1 Schätzungen und Annahmen ........................................................................ 56 Finanzrisikomanagement ......................................................................................... 57 3.1 Kapitalstruktur ............................................................................................ 57 3.2 Kategorisierung der Finanzinstrumente .......................................................... 58 3.3 Ergebnisbeiträge aus Finanzinstrumenten ...................................................... 59 3.4 Beizulegender Zeitwert ................................................................................ 60 3.5 Liquiditätsrisiko .......................................................................................... 61 3.6 Kreditrisiko ................................................................................................. 62 3.6.1 Verzinsliche Kredite und Forderungen ............................................................ 62 3.6.2 Unverzinsliche Kredite und Forderungen ........................................................ 63 3.6.3 Unverzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten .................................................... 64 3.7 Zinsrisiken ................................................................................................. 65 3.7.1 Verzinsliche Kredite und Forderungen ............................................................ 65 3.7.2 Verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten ....................................................... 65 Angaben zu Posten der Konzernbilanz ....................................................................... 66 Angaben zu Posten der Konzern-Gesamtergebnisrechnung ......................................... 80 Segmentberichterstattung ....................................................................................... 83 6.1 Geschäftssegmentbildung ............................................................................ 83 6.2 Beschreibung der berichteten Segmente ....................................................... 84 6.2.1 üstra.......................................................................................................... 84 6.2.2 Sonstige Verkehrs- und Transportleistungen .................................................. 84 6.2.3 Beratungs- und Ingenieurleistungen .............................................................. 84
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3.

4. 5. 6.

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2014 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft

7.

6.2.4 Sonstige Dienstleistungen ........................................................................... 84 6.3 Segmentinformationen ................................................................................ 85 6.4 Angaben auf Konzernebene .......................................................................... 87 Sonstige Angaben ................................................................................................... 88 7.1 Arbeitnehmerschaft ..................................................................................... 88 7.2 Nahe stehende Personen ............................................................................. 88 7.2.1 Organbezüge .............................................................................................. 88 7.2.2 Beziehungen zur Muttergesellschaft .............................................................. 89 7.2.3 Sonstige Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Personen ........................ 89 7.3 Verkehrskonzessionen ................................................................................. 91 7.4 Zuwendungen der öffentlichen Hand ............................................................. 92 7.5 Für das Geschäftsjahr berechnetes Honorar des Abschlussprüfers nach § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB .............................................................................. 92 7.6 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag .............................................................. 93 7.7 Mitteilung zum Corporate Governance Kodex ................................................. 93 7.8 Versicherung der gesetzlichen Vertreter ......................................................... 93 Entwicklung der Anlagenwerte zum 31. Dezember 2014 Entwicklung der Anlagenwerte zum 31. Dezember 2013

Anlage 1 Anlage 2

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1.

Allgemeine Informationen

Der Konzernabschluss der üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft (üstra) zum 31. Dezember 2014 ist in Anwendung von § 315a Abs. 1 HGB nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board, London, (IASB) unter Berücksichtigung der Auslegungen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) aufgestellt worden. Die üstra ist ein Unternehmen mit Sitz in Hannover / Deutschland, Am Hohen Ufer 6. Die Aktien der üstra sind zum Börsenhandel zugelassen. Die Hauptaktivitäten der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen (im Folgenden als „Konzern“ bezeichnet) werden in der Segmentberichterstattung beschrieben (Abschnitt 6 des Konzernanhangs). Informationen über ihr oberstes Mutterunternehmen werden im Abschnitt 7 des Konzernanhangs dargestellt. Der vorliegende Konzernabschluss wurde vom Vorstand am 20. März 2015 aufgestellt und zur Weitergabe an den Aufsichtsrat zur Prüfung gemäß § 171 Abs. 1 AktG freigegeben. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (Tsd. €) angegeben. Die Einzelabschlüsse der konsolidierten Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Soweit erforderlich werden Anpassungen an konzerneinheitliche Rechnungslegungsmethoden vorgenommen. Es besteht keine Absicht zur Aufgabe von Geschäftsbereichen, so dass sich alle Angaben auf fortzuführende Geschäftsbereiche beziehen. Der Konzernabschluss enthält Vergleichsinformationen über die vorangegangene Berichtsperiode. Außerdem wird eine zusätzliche Bilanz zu Beginn der frühesten Vergleichsperiode ausgewiesen, da der Konsolidierungskreis rückwirkend um die bislang nicht konsolidierten Tochtergesellschaften erweitert wurde (siehe Angabe 2.1).

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2014 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft

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2. 2.1

Rechnungslegungsmethoden Konsolidierung

2.1.1 Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst die Einzelabschlüsse der üstra und ihrer Tochtergesellschaften, deren Finanz- und Geschäftspolitik die üstra zur Erzielung eigenen wirtschaftlichen Nutzens bestimmen kann. Eine Beherrschung liegt vor, wenn der Konzern eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf schwankende Renditen aus seinem Engagement bei dem Beteiligungsunternehmen hat und er seine Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen auch dazu einsetzen kann, diese Renditen zu beeinflussen. Insbesondere beherrscht der Konzern ein Beteiligungsunternehmen dann, und nur dann, wenn er alle nachfolgenden Eigenschaften besitzt: • die Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen (d. h. der Konzern hat aufgrund aktuell bestehender Rechte die Möglichkeit, diejenigen Aktivitäten des Beteiligungsunternehmens zu steuern, die einen wesentlichen Einfluss auf dessen Rendite haben), • eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf schwankende Renditen aus seinem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen und • die Fähigkeit, seine Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen dergestalt zu nutzen, dass dadurch die Rendite des Beteiligungsunternehmens beeinflusst wird. Besitzt die üstra keine Mehrheit der Stimmrechte oder damit vergleichbarer Rechte an einem Beteiligungsunternehmen, wird bei der Beurteilung berücksichtigt, ob die üstra die Verfügungsgewalt an diesem Beteiligungsunternehmen hat, alle relevanten Sachverhalte und Umstände. Hierzu zählen u. a.: • eine vertragliche Vereinbarung mit den anderen Stimmberechtigten • Rechte, die aus anderen vertraglichen Vereinbarungen resultieren • Stimmrechte und potenzielle Stimmrechte des Konzerns Ergeben sich aus Sachverhalten und Umständen Hinweise, dass sich eines oder mehrere der drei Beherrschungselemente verändert haben, wird erneut geprüft, ob ein Beteiligungsunternehmen beherrscht wird. Im Ergebnis der Beurteilung besitzt die üstra keine Verfügungsgewalt über Beteiligungsunternehmen, bei denen keine Mehrheit der Stimmrechte besteht. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, bei welchem die üstra über maßgeblichen Einfluss verfügt. Maßgeblicher Einfluss ist die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen des Beteiligungsunternehmens mitzuwirken, nicht aber die Beherrschung oder die gemeinschaftliche Führung der Entscheidungsprozesse. Ein Gemeinschaftsunternehmen ist eine gemeinsame Vereinbarung, bei der die Parteien, die gemeinschaftlich die Führung über die Vereinbarung ausüben, Rechte am Nettovermögen des Gemeinschaftsunternehmens besitzen. Gemeinschaftliche Führung ist die vertraglich vereinbarte Teilhabe an der Beherrschung über eine Vereinbarung, die nur dann besteht, wenn Entscheidungen über die relevanten Aktivitäten die einstimmige Zustimmung der an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Partnerunternehmen erfordern.
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Die erfolgte Klassifizierung der Tochter- und Beteiligungsgesellschaften stellt sich im Einzelnen wie folgt dar:
Kapital-/ Stimmrechtsanteil

Nr.

Name und Sitz der Konzerngesellschaft Hauptgeschäftstätigkeit

Anteile gehalten von

Eigenkapital Tsd. €

Jahresergebnis Tsd. €

Konsolidierte Tochterunternehmen 1 TransTec Bauplanungs- und Managementgesellschaft Hannover mbH, Hannover Baumanagement 2 protec service GmbH, Hannover Sicherheitsdienstleistungen 3 RevCon Audit und Consulting GmbH, Hannover Revisions und Beratungsdienstleistungen 4 Gehry-Tower Objektgesellschaft mbH, Hannover Grundstück svermietung 5 üstra Reisen GmbH, Hannover Reiseverk ehrsdienstleitungen

100%

üstra

1.692

1)

215

1)

100%

üstra

337

3)

215

2) 3)

100%

üstra

100

3)

211

2) 3)

100%

üstra

862

3)

59

3)

100%

üstra

1.645

3)

1.050

2) 3)

Nach der Equity-Methode einbezogene Unternehmen Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 6 X-CITY MARKETING Hannover GmbH, Hannover Vermietung von Werbeflächen 7 Hannover Region Grundstücksgesellschaft mbH HRG & Co. - Passerelle - KG, Hannover Grundstück sgesellschaft 50% üstra 8.433
1)

1.350

1)

30%

üstra

18.345

3)

96

3)

Nicht nach der Equity-Methode einbezogene Beteiligungen 8 Hannover Region G rundstücksgesellschaft mbH & Co. -G ebäudeservice- KG , Hannover Grundstück sgesellschaft TaxiBus Vertriebs- und Vermittlungsgesellschaft mbH, Hannover Reiseverk ehrsdienstleitungen 100% Nr. 7 91
3)

323

3)

9

50%

üstra

345

3)

74

3)

10 GVH - Großraum-Verkehr Hannover GmbH, Hannover Reiseverk ehrsdienstleitungen
1) 2) 3) 4)

33%

üstra

259

4)

236

4)

vorläufiger handelsrechtlicher Jahresabschluss 2014 vor Ergebnisabführung aufgrund Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag gemäß Jahresabschluss 2014 nach HGB gemäß Jahresabschluss 2013 nach HGB

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Die protec service GmbH (protec), die RevCon Audit und Consulting GmbH (RevCon), die üstra Reisen GmbH (üstra Reisen) nehmen im Hinblick auf die Veröffentlichung ihres Jahresabschlusses die Befreiungsmöglichkeit gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch. Der Kreis der konsolidierten Unternehmen wurde gegenüber dem Vorjahr um die üstra Reisen, die RevCon sowie die Gehry-Tower Objektgesellschaft mbH (Gehry-Tower) erweitert. In den Vorjahren war auf die Konsolidierung dieser drei Gesellschaften verzichtet worden, da sie einzeln und insgesamt für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung waren. Die Immobilien der Gehry-Tower waren in den Vorjahren im Rahmen von Finanzierungsleasing in den Konzernabschluss der üstra einbezogen. Die üstra hat entschieden, ab dem Geschäftsjahr 2014 die Gehry-Tower im Rahmen einer Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einzubeziehen und das Finanzierungsleasing zu eliminieren. Darüber hinaus wurde der Konsolidierungskreis um die üstra Reisen und die RevCon erweitert. Beide Gesellschaften sind aus Sicht des Konzerns weiterhin von untergeordneter Bedeutung, werden aber seit diesem Geschäftsjahr einbezogen, da der Konzernabschluss zuverlässigere und relevantere Informationen über die Auswirkungen von Geschäftsvorfällen sowie auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und die Cashflows des Unternehmens vermittelt. Für Vergleichsinformationen wurde der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 rückwirkend um die drei Gesellschaften erweitert. Die Vorjahresangaben haben sich infolge der Anpassung des Konsolidierungskreises wie folgt verändert:
Konzernbilanz 1. Januar 2013 Auswirkung der Änderung der Rechnungslegungsmethoden Wie zuvor berichtet in TEUR Langfristige Vermögenswerte Kurzfristige Vermögenswerte 262.907 73.096 336.003 61.184 234.873 39.946 336.003 -2.900 1.911 -989 2.867 -4.310 454 -989 260.007 75.007 335.014 64.051 230.563 40.400 335.014 Tochterunternehmen angepasst

Eigenkapital Langfristiges Fremdkapital Kurzfristiges Fremdkapital

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31. Dezember 2013 Auswirkung der Änderung der Rechnungslegungsmethoden Wie zuvor berichtet in TEUR Langfristige Vermögenswerte Kurzfristige Vermögenswerte 282.032 81.038 363.070 Eigenkapital Langfristiges Fremdkapital Kurzfristiges Fremdkapital 77.332 237.164 48.574 363.070 -2.960 2.380 -580 2.822 -4.122 720 -580 279.072 83.418 362.490 80.154 233.042 49.294 362.490 Tochterunternehmen angepasst

Konzerngesamtergebnisrechnung 1. Januar 2013 bis 31.Dezember 2013 Auswirkung der Änderung der Rechnungslegungsmethoden Wie zuvor berichtet in TEUR Operatives Ergebnis Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen Übriges Finanzergebnis Ertragssteuern Jahresergebnis In den Folgeperioden nicht erfolgswirksam umzugliederndes Sonstiges Ergebnis In den Folgeperioden erfolgswirksam umzugliederndes Sonstiges Ergebnis Sonstiges Ergebnis Gesamtergebnis -12.026 819 538 3 -10.666 310 0 -357 0 -47 -11.716 819 181 3 -10.713 Tochterunternehmen

angepasst

8.666 147 8.813 -1.853

0 0 0 -47

8.666 147 8.813 -1.900

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Konzernkapitalflussrechnung 1. Januar 2013 bis 31.Dezember 2013 Auswirkung der Änderung der Rechnungslegungsmethoden

Wie zuvor berichtet in TEUR Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Cashflow aus der Investitionstätigkeit Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds Finanzmittelfonds am Anfang der Periode Finanzmittelfonds am Ende der Periode 3.443 -32.604 15.249 -13.912 51.236 37.324

Tochterunternehmen angepasst

200 476 -241 435 2.189 2.624

3.643 -32.128 15.008 -13.477 53.425 39.948

Auf die Konsolidierung der aufgeführten nicht nach der Equity-Methode einbezogenen Beteiligungen wurde aus Wesentlichkeitsgesichtspunkten verzichtet, da diese Unternehmen individuell und kumuliert für den Konzern von untergeordneter Bedeutung sind. Der Kreis der unter Anwendung der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen ist gegenüber dem Vorjahr unverändert.

2.1.2 Konsolidierungsmethoden (einschließlich Equity-Methode) Bei Mutter-Tochter-Beziehungen, die bereits vor dem 1. Januar 2004, dem Übergangszeitpunkt auf die Rechnungslegung nach den IFRS, Bestand hatten, wurde von dem Wahlrecht des IFRS 1 Gebrauch gemacht, das bisher angewandte Verfahren der Kapitalkonsolidierung (Buchwertmethode) beizubehalten. Dies gilt auch im Hinblick auf die im Rahmen dieses Verfahrens praktizierte offene Verrechnung aktivischer, als Geschäfts- und Firmenwert klassifizierter Unterschiedsbeträge mit der Kapitalrücklage. Auch im Falle des Abgangs eines erworbenen Unternehmens wird die Verrechnung nicht rückgängig gemacht. Somit bleiben diese Geschäfts- und Firmenwerte bei der Bestimmung des Veräußerungsgewinns oder -verlustes außer Ansatz. Nach dem 1. Januar 2004 erfolgten keine Erwerbsvorgänge von Tochterunternehmen. Alle maßgeblichen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen (Schuldenkonsolidierung) sowie Aufwendungen und Erträge, die aus Leistungsbeziehungen dieser Unternehmen zueinander stammen (Aufwands- und Ertragskonsolidierung, Zwischenergebniseliminierung), werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Assoziierte Unternehmen, bei denen der Konzern über maßgeblichen Einfluss verfügt, werden unter Anwendung der Equity-Methode bewertet. Die Equity-Bewertung basiert auf den zum jeweiligen Bilanzstichtag aufgestellten Einzelabschlüssen dieser Gesellschaften. Der Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung der Equity-Methode liegt durchweg vor dem 1. Januar 2004. Wie bei der Kapitalkonsolidierung wurden daher in Ausübung des Wahlrechts nach IFRS 1 die unter AnwenKonzernanhang für das Geschäftsjahr 2014 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft Seite 46

dung der Kapitalanteilsmethode ermittelten und als Geschäfts- und Firmenwerte angesehenen aktivischen Unterschiedsbeträge zwischen dem Buchwert der Beteiligung im Einzelabschluss und dem anteilig auf die üstra entfallenden Eigenkapital des Beteiligungsunternehmens sowie deren Verrechnung mit der Kapitalrücklage aufrechterhalten. Sie bleiben bei der Ermittlung eines etwaigen Veräußerungsgewinns bzw. -verlustes unberücksichtigt. Weitere im Zeitpunkt des Übergangs auf die IFRS bestehende Unterschiedsbeträge zwischen dem nach den IFRS ermittelten Eigenkapitalanteil der üstra und deren Eigenkapitalanteil nach dem HGB wurden erfolgsneutral mit dem Ergebnisvortrag verrechnet. Damit entspricht der Wertansatz der „at equity“ bewerteten Beteiligungen im Konzernabschluss dem anteilig auf die üstra entfallenden Eigenkapital dieser Gesellschaften. Die nicht nach der Equity Methode in den Konzern einbezogenen Beteiligungen werden unter den übrigen Finanzanlagen ausgewiesen und als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte eingestuft.

2.2

Zusammenfassung wesentlicher Rechnungslegungsmethoden

2.2.1 Immaterielle Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Unentgeltlich zugewendete Verkehrskonzessionen werden nicht angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der linearen Abschreibungsmethode vorgenommen. Sämtliche immaterielle Vermögenswerte weisen bestimmbare Nutzungsdauern auf, die zwischen drei und fünf Jahren liegen. Erhaltene Investitionszuschüsse sind von den Anschaffungskosten der bezuschussten Vermögenswerte abgesetzt. Der Konzern überprüft zu jedem Bilanzstichtag die Abschreibungsdauer sowie die Abschreibungsmethode. Darüber hinaus werden nach IAS 36 die Buchwerte der Vermögenswerte dahingehend überprüft, ob Anhaltspunkte für einen Wertminderungsbedarf bei diesen Vermögenswerten festzustellen sind. Liegen solche Anhaltspunkte vor, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes geschätzt. Liegt der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts unter dessen Restbuchwert, werden außerplanmäßige Abschreibungen nach IAS 36 auf diesen Wert vorgenommen. Dabei gilt als erzielbarer Betrag der Barwert der aus der künftigen Nutzung im Unternehmen erwarteten Mittelzuflüsse oder ein höherer Nettoveräußerungswert abzüglich Veräußerungskosten.

2.2.2 Sachanlagen Die Sachanlagen enthalten die im Eigentum der Konzernunternehmen stehenden Vermögenswerte. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und/oder kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Dabei werden die Anschaffungskosten um Skonti und Rabatte gekürzt. Erhaltene Investitionszuschüsse werden mit den Anschaffungskosten der bezuschussten Vermögenswerte verrechnet.

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Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden linear ermittelt. Diesen Abschreibungen liegen bei den einzelnen Posten folgende Nutzungsdauern zugrunde: Bauten einschließlich Außenanlagen Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen Fahrzeuge für Personenverkehr Busse Stadtbahnwagen Maschinen und maschinelle Anlagen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10 bis 50 Jahre 10 bis 50 Jahre 10 bis 30 Jahre 12 Jahre 30 Jahre 10 bis 20 Jahre 3 bis 25 Jahre

Liegt der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts unter dessen Restbuchwert, werden außerplanmäßige Abschreibungen gemäß IAS 36 nach den vorstehend für die immateriellen Vermögenswerte erläuterten Grundsätzen, ggf. unter Berücksichtigung etwaiger zahlungsmittelgenerierender Einheiten, vorgenommen.

2.2.3 Leasingverhältnisse Leasingverhältnisse werden auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zum Zeitpunkt des Abschlusses dieser beurteilt. Sie werden dann als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn durch die Leasingbedingungen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen auf den Leasingnehmer übertragen werden. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operating-Leasing klassifiziert. Als Anschaffungskosten der im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen gehaltenen Vermögenswerte gilt der Verkehrswert der geleasten Anlagen, wenn nicht der Barwert der Mindestleasingzahlungen zu Beginn des Leasingverhältnisses niedriger ist. Die Abschreibung geleaster Anlagen erfolgt über die Laufzeit des entsprechenden Leasingverhältnisses, wenn diese die Nutzungsdauer des Leasinggegenstands unterschreitet.

2.2.4 Übrige Finanzanlagen Die Ein- und Ausbuchung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt zum jeweiligen Erfüllungstag. Die üstra legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit der erstmaligen Kategorisierung fest.

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Wertpapiere in Form von Schuldscheindarlehen und Ausleihungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Erkennbaren Ausfallrisiken bei den Wertpapieren und Ausleihungen wird durch aufwandswirksam erfasste Wertberichtigungen Rechnung getragen. Sie werden angesetzt, soweit der auf der Basis des ursprünglichen Effektivzinssatzes ermittelte Barwert des künftig erwarteten Mittelzuflusses unter dem Buchwert des betreffenden Vermögenswerts liegt. Als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden einerseits Beteiligungswerte und andererseits verpfändete Fondsanteile klassifiziert. Die nicht marktgängigen Beteiligungswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, da ein beizulegender Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann. Die als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte eingestuften verpfändeten Fondsanteile werden nach der erstmaligen Bewertung in den folgenden Perioden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Nicht realisierte Gewinne oder Verluste werden als sonstiges Ergebnis in der Rücklage für zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte erfasst. Wenn ein solcher Vermögenswert ausgebucht wird, wird der kumulierte Gewinn oder Verlust in die sonstigen betrieblichen Erträge umgegliedert. Wenn ein Vermögenswert wertgemindert ist, wird der kumulierte Verlust GuV-wirksam in die Finanzaufwendungen umgegliedert und aus der Rücklage für zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte ausgebucht.

2.2.5 Unter Anwendung der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sind mit dem auf den Konzern entfallenden Eigenkapitalanteil bilanziert. Die von diesen Unternehmen im jeweiligen Geschäftsjahr erwirtschafteten Ergebnisse werden, soweit anteilig auf den Konzern entfallend, GuV-wirksam (Ergebnis aus assoziierten Unternehmen) dem Beteiligungsbuchwert zugeschrieben. Erhaltene Gewinnausschüttungen vermindern den Beteiligungsbuchwert und fließen nicht in das Konzernergebnis ein. Für Gemeinschaftsunternehmen wird ebenfalls die Equity-Methode angewendet.

2.2.6 Steuerabgrenzungsposten Bezogen auf Vermögenswerte und Schulden sowie auf etwaige steuerliche Verluste der üstra und ihrer Tochtergesellschaften protec, üstra Reisen und RevCon werden keine latenten Steuern angesetzt, da auf der Grundlage des bestehenden Organschaftsverhältnisses die steuerlichen Ergebnisse dieser Gesellschaften sowie die Steuerbasis der Vermögenswerte und Schulden der nicht zum Konzern der üstra gehörenden Organträgerin Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Hannover mbH (VVG), Hannover, zuzurechnen sind und keine Steuerumlagen seitens der Organträgerin erhoben werden. Daneben resultieren die aktiven latenten Steuern bzw. die latenten Steuerschulden aus temporären Abweichungen zwischen der IFRS-Bilanz und der Steuerbilanz im Hinblick auf die Wertansätze
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von Vermögenswerten und Schulden konsolidierter Tochterunternehmen außerhalb des vorgenannten Organschaftsverhältnisses. Dieses betrifft die TransTec Bauplanungs- und Managementgesellschaft Hannover mbH (TransTecBau), Hannover. Darüber hinaus existieren bei der Gehry-Tower, steuerliche Verlustvorträge, aus denen in der Zukunft Steuerentlastungseffekte erwartet werden können. Aktive latente Steuern aus abzugsfähigen temporären Differenzen und steuerlichen Verlustvorträgen werden nur insoweit aktiviert, als vorliegende Unternehmensplanungsrechnungen eine Nutzung durch verrechnungsfähige zu versteuernde Differenzen oder durch zu erwartende ausreichende steuerliche Gewinne in künftigen Perioden erwarten lassen. Daher wurden für Gehry Tower keine aktiven latenten Steuern gebildet. Die Bildung und Auflösung der Steuerabgrenzungsposten erfolgt GuV-wirksam. Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand des einheitlich angewandten Steuersatzes von 32 % bemessen, der in der Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, voraussichtlich Gültigkeit erlangt. Dabei werden die steuerlichen Regelungen und Steuersätze zugrunde gelegt, die zum Abschlussstichtag gelten. Aktive und passive latente Steuern auf temporäre Differenzen werden saldiert, wenn sie gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen und laufende Steueransprüche mit laufenden Steuerverbindlichkeiten aufgerechnet werden können.

2.2.7 Vorräte Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten, die nach der Durchschnittsmethode ermittelt werden, bzw. dem niedrigeren Nettoveräußerungspreis angesetzt. Selbsterstellte Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung der Fertigungseinzel- und -gemeinkosten, der Materialeinzel- und -gemeinkosten und der Verwaltungsgemeinkosten bewertet.

2.2.8 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte Die Erfassung finanzieller Vermögenswerte erfolgt im Zeitpunkt, zu dem die üstra Vertragspartei wird; die Ausbuchung zum jeweiligen Erfüllungstag. Die üstra legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit der erstmaligen Kategorisierung fest. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Geldleistungsforderungen einschließlich der unterhaltenen Bankguthaben werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Dabei sind einzeln erkennbare Ausfallrisiken sowie das allgemeine Kreditrisiko durch entsprechende GuVwirksam erfasste Wertminderungen berücksichtigt, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeträge nicht vollständig einbringlich sind. Hinweise auf eine Wertminderung können dann gegeben sein, wenn Anzeichen dafür vorliegen, dass der Schuldner oder eine Gruppe von Schuldnern erhebliche finanzielle Schwierigkeiten hat, bei Ausfall oder Verzug von Zins- oder Tilgungszahlungen oder der Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz und wenn beobachtbare Daten auf eine messbare Verringerung der erwarteten künftigen Cashflows hinweisen. Die Höhe der Wertminderung bemisst sich als Differenz zwischen dem Buchwert der Forde-

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rung und dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows aus dieser Forderung, diskontiert mit dem Effektivzinssatz im Entstehungszeitpunkt. Forderungen aus Fertigungsaufträgen, die ausschließlich die TransTecBau betreffen, umfassen die bis zum Bilanzstichtag entsprechend dem Leistungsfortschritt realisierten Auftragserlöse, soweit sich das Ergebnis des jeweiligen Auftrags verlässlich schätzen lässt. Dabei wird der Leistungsfortschritt regelmäßig als Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen Auftragskosten zu den geschätzten gesamten Auftragskosten ermittelt. Ist das Ergebnis eines Auftrags dagegen nicht verlässlich schätzbar, werden Auftragserlöse nur in Höhe der bis zum Bilanzstichtag angefallenen Auftragskosten vereinnahmt, soweit diese mit überwiegender Wahrscheinlichkeit einbringlich sind. Auftragskosten werden in der Periode ihrer Entstehung, erwartete Verluste aus einem Fertigungsauftrag sofort als Aufwand erfasst. Ansprüche auf die Nutzung bestimmter Leistungen, die durch bereits erbrachte Geldleistungen erworben wurden und in der Folgeperiode realisiert werden, sind nach den für immaterielle Vermögenswerte geltenden Grundsätzen zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls reduziert um Wertminderungsabschläge sowie um Aufwendungen, die auf bereits erhaltene Teilleistungen entfallen, bilanziert.

2.2.9 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Der Posten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Bilanz umfasst den Kassenbestand, Bankguthaben sowie kurzfristige Einlagen mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten. Für Zwecke der Kapitalflussrechnung umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente die oben definierten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

2.2.10 Pensionsrückstellungen Der Bewertung von Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionszusagen einschließlich der Pensionszusagen der Unterstützungseinrichtung, für deren Erfüllung die üstra einzustehen hat, liegt gemäß IAS 19 das Anwartschaftsbarwertverfahren (so genannte Projected Unit CreditMethode) zugrunde. Der Wertansatz der Verpflichtungen wird um den beizulegenden Zeitwert des von der Unterstützungseinrichtung gehaltenen Planvermögens reduziert. Neubewertungen (einschließlich versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste) der Auswirkungen der Vermögenswertobergrenze (ohne Berücksichtigung von Nettozinsen, da auf den Konzern nicht anwendbar) und der Erträge aus Planvermögen (ohne Berücksichtigung von Nettozinsen) werden sofort in der Bilanz erfasst und in der Periode, in welcher sie anfallen, in einer Rücklage für Pensionsverpflichtungen im sonstigen Ergebnis (debitorisch oder kreditorisch) erfasst. Neubewertungen dürfen in Folgeperioden nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden in dem Jahr Ihres Entstehens als Teil der Pensionsrückstellung bilanziert und zum Jahresende im sonstigen Ergebnis erfasst, und in der Gesamtergebnisrechnung dargestellt.

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Im Vorjahr erfolgte der Ausweis im Ergebnisvortrag. Die Änderung erfolgte im Sinne einer verbesserten Darstellung der Vermögens- und Finanzlage. Eine Anpassung der Vorjahreswerte wurde entsprechend vorgenommen. Der in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassende Zinsaufwand wird grundsätzlich ermittelt durch Multiplikation des Abzinsungssatzes und der Netto-Pensionsschuld oder dem NettoPensionsvermögenswert, d.h. der versicherungsmathematischen Verpflichtung abzüglich des Planvermögens, jeweils zum Beginn der Periode. Der Zinsaufwand wird im operativen Ergebnis gezeigt. Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wird zum jeweils früheren Zeitpunkt, an dem die Anpassung oder Kürzung des Plans eintritt, oder dem Zeitpunkt, an dem der Konzern mit der Restrukturierung verbundene Kosten ansetzt, GuV-wirksam erfasst. Das Planvermögen ist vor dem Zugriff von Gläubigern des Konzerns geschützt und kann nicht direkt an den Konzern gezahlt werden. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

2.2.11 Übrige Rückstellungen Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen bestehende ungewisse Verpflichtungen aus vergangenen Ereignissen, die mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine wirtschaftliche Belastung des Konzerns nach sich ziehen. Ihre Bemessung ergibt sich aus der bestmöglichen Schätzung der Verpflichtung durch den Vorstand. Die Rückstellungen werden diskontiert, sofern deren Barwert aufgrund eines erst in Zukunft zu erwartenden Ressourcenabflusses wesentlich niedriger ist.

2.2.12 Übriges Fremdkapital Finanzverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden bei ihrem erstmaligen Ansatz im Zeitpunkt, zu dem die üstra Vertragspartei wird, zum beizulegenden Zeitwert nach Abzug von Transaktionskosten bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Kurzfristig fällige Leistungen an Beschäftigte aufgrund bereits erbrachter Arbeitsleistungen sowie mit solchen Leistungen in Zusammenhang stehende Beiträge und Abgaben sind in Höhe der zu zahlenden Beträge passiviert. Für angesammelte Ansprüche auf zu vergütende Abwesenheiten aufgrund von Resturlaub und geleisteter Mehrarbeit erfolgt die Passivierung in Höhe der erwarteten Kosten. Bereits erhaltene Vorauszahlungen für nach dem Bilanzstichtag zu erbringende Leistungen werden unter den sonstigen Verpflichtungen abgegrenzt. Hierzu zählt auch ein bereits vereinnahmter Barwertvorteil aus einer so genannten Cross-Border-Lease-Transaktion über insgesamt 85 Stadtbahnwagen, die vermietet und anschließend zurückgemietet wurden. Ihrem wirtschaftlichen Gehalt nach werden die Cross-Border-Lease-Transaktionen nicht als Leasingverhältnis nach IAS 17 angesehen, da die wesentlichen Risiken und Chancen sowie die mit Bezug auf die Nutzung der
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Stadtbahnwagen bestehenden Rechte durch die getroffenen Vereinbarungen nicht transferiert worden sind. Aufgrund der gegebenen Verfügungsbeschränkungen des Konzerns erfolgt die ertragswirksame Realisation des Barwertvorteils linear über die Laufzeit der Verträge (insgesamt 21 Jahre; bis 2019).

2.2.13 Gewinnrealisierung Umsatzerlöse werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu beanspruchenden Gegenleistung bewertet. Umsatzsteuern und Erlösschmälerungen sind abgesetzt. Umsatzerlöse aus Beförderungsleistungen und sonstigen Dienstleistungen werden angesetzt, nachdem die Leistung erbracht wurde. Dabei kommt für Umsatzerlöse aus Beförderungsleistungen die Annahme zum Tragen, dass die Beförderungsleistung grundsätzlich in direktem zeitlichen Zusammenhang mit dem Erwerb der Fahrausweise durch die Kunden steht. Vor dem Bilanzstichtag erhaltene Einnahmen aus dem Verkauf von Zeitfahrausweisen, die zur Inanspruchnahme von Beförderungsleistungen nach dem Bilanzstichtag berechtigen, werden passivisch abgegrenzt. Für Bestellerentgelte und sonstige Abgeltungs- und Ausgleichszahlungen, die das tarifliche Beförderungsentgelt ergänzen, gelten die Realisationsgrundsätze entsprechend. Bei Umsatzerlösen aus Fertigungsaufträgen kommt die Gewinnrealisierung nach dem Fertigstellungsgrad, die sogenannte Percentage-of-Completion-Methode zur Anwendung, welche die TransTecBau betrifft. Die Ermittlung des Fertigstellungsgrads erfolgt nach Maßgabe der bis zum Abschlussstichtag angefallenen Auftragskosten als Prozentsatz der für das jeweilige Projekt insgesamt geschätzten Auftragskosten. Miet- und Zinserträge werden periodengerecht abgegrenzt. Mieteinnahmen aus Operating-Leasing werden linear über die Laufzeit des entsprechenden Leasingverhältnisses GuV-wirksam erfasst. Die Abgrenzung der Zinserträge erfolgt auf der Grundlage der ausstehenden Darlehenssumme und des vereinbarten Zinssatzes. Dividendenerträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung erfasst.

2.2.14 Zuwendungen der öffentlichen Hand Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Zuwendungen für einen Vermögenswert werden von den Anschaffungskosten der bezuschussten Vermögenswerte abgesetzt und werden mittels des reduzierten Abschreibungsbetrags über die Lebensdauer des Vermögenswerts im Gewinn oder Verlust erfasst.

2.2.15 Ergebnisabführung Ansprüche auf Verlustausgleich sowie Verpflichtungen zur Gewinnabführung, basierend auf dem mit der VVG geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, werden als Einlagen der bzw. Ausschüttungen an die Muttergesellschaft behandelt und fließen nicht in das JahreserKonzernanhang für das Geschäftsjahr 2014 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft Seite 53

gebnis des Konzerns ein; Einlagen werden in die Kapitalrücklagen eingestellt. Die Ergebnisausgleichsansprüche bzw. -verpflichtungen werden erfasst, wenn der auszugleichende Verlust bzw. der abzuführende Gewinn durch den vorliegenden handelsrechtlichen Jahresabschluss der üstra bestimmt ist.

2.3

Änderungen der Rechnungslegungsmethoden

Die für die Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2013 angewandten Rechnungslegungsmethoden wurden mit der Ausnahme der unter 2.1.1 beschriebenen Abweichung aus der Änderung des Konsolidierungskreises unverändert übernommen. Eine weitere Ausnahme von diesem Grundsatz bildeten die zum 1. Januar 2014 erstmals anzuwendenden Standards und Interpretationen.

2.3.1 Neue und überarbeitete Standards Mit Wirkung zum 1. Januar 2014 sind die folgenden neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen verbindlich anzuwenden: IFRS/IFRIC IFRS 10 IFRS 11 IFRS 12 IAS 27 IAS 28 Änderung von IAS 32 IAS 36 IAS 39 Änderung von IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 Änderung von IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 Bezeichnung Konzernabschlüsse Gemeinsame Vereinbarungen Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen Einzelabschlüsse (überarbeitet 2011) Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (überarbeitet 2011) Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden Angaben zum erzielbaren Betrag von nicht-finanziellen Vermögenswerten Novation von Derivaten und Fortführung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften Übergangsbestimmungen Investmentgesellschaften

Nicht alle diese Standards und Änderungen wirken sich auf den Konzernabschluss aus. Hat ein Standard oder eine Änderung Auswirkungen auf den Konzernabschluss, so wird dies nebst Beschreibung der Auswirkung nachfolgend erläutert. Dies betrifft für die üstra IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen.

2.3.2 Anpassung der Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen IFRS 12 regelt die Angabepflichten zu Anteilen eines Unternehmens an Tochterunternehmen, gemeinsamen Vereinbarungen und assoziierten Unternehmen sowie strukturierten Unternehmen.
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2014 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft Seite 54

Die Angabeanforderungen über Tochterunternehmen sind dabei umfassender als nach den bislang geltenden Vorgaben. Nicht konsolidierte Tochterunternehmen bestehen durch die Erweiterung des Konsolidierungskreises nicht mehr. Nicht konsolidierte strukturierte Unternehmen bestehen nicht. Angaben gemäß IFRS 12 werden in der Anhangangabe 4 dargestellt.

2.4

Veröffentlichte, jedoch noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards

Bis zum Datum der Veröffentlichung des Konzernabschlusses veröffentlichte, jedoch nicht verpflichtend anzuwendende Standards werden nachfolgend aufgeführt. Empfehlungen zur vorzeitigen Anwendung neuer Standards, von Änderungen bestehender Standards und Interpretationen werden nicht umgesetzt. Der Konzern beabsichtigt, diese Standards anzuwenden, wenn sie in Kraft treten. IFRS/IFRIC Bezeichnung Verbindlicher Erstanwendungszeitpunkt für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2018 * ab dem 1. Januar 2017 * ab dem 1. Januar 2016 * ab dem 1. Januar 2016 * dem 1. Januar 2016 dem 1. Januar 2016 dem 1. Januar 2016 dem 1. Februar 2015

IFRS 9 IFRS 15 IFRS 14 Änderungen zu IFRS 10 und IAS 28 Änderung zu IAS 27 Änderung zu IAS 16 und IAS 38 Änderung zu IFRS 11 Änderung zu IAS 19 Änderung zu IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 Verbesserungen zu IFRS (20102012) Verbesserungen zu IFRS (20122014) Änderungen zu IAS 1 Verbesserungen zu IFRS (20112013)

Finanzinstrumente Umsatzerlöse aus Verträge mit Kunden Bilanzierung von regulatorischen Abgrenzungsposten Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten eines Investors an bzw. in ein assoziiertes Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen Equity-Methode in Einzelabschlüssen

ab * Klarstellung zulässiger Abschreibungsmethoden ab * Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftliab chen Tätigkeit * Beiträge von Arbeitnehmern ab Anlagegesellschaften: Anwendung der Befreiungsregelung von der Konsolidierungspflicht Verbesserungen zu IFRS (2010-2012) Verbesserungen zu IFRS (2012-2014) Änderungen Disclosure Initiative Verbesserungen zu IFRS (2011-2013)

ab dem 1. Januar 2016 * ab dem 1. Februar 2015 ab dem 1. Januar 2016 * Ab dem 1. Januar 2016* Ab dem 1. Januar 2015

* EU-Endorsement (Anerkennung für Rechtsverbindlichkeit) bisher noch nicht erfolgt.
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Die Neufassungen und Änderungen bestehender Standards sowie die neu eingeführten Interpretationen haben nach gegenwärtigen Erkenntnissen auf den Eigenkapital- und Ergebnisausweis im Konzernabschluss der üstra keine besonderen Auswirkungen.

2.5

Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses werden Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen, die sich auf die Höhe der zum Ende der Berichtsperiode ausgewiesenen Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte und Schulden sowie die Angabe von Eventualverbindlichkeiten auswirken. Durch die mit diesen Annahmen und Schätzungen verbundene Unsicherheit könnten jedoch Ergebnisse entstehen, die in zukünftigen Perioden zu erheblichen Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte oder Schulden führen. Die der jeweiligen Schätzung zugrunde liegenden wesentlichen Annahmen sind bei den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz erläutert. Die Annahmen und Schätzungen basieren auf Parametern, die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses bekannt waren. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den Annahmen und Schätzungen abweichen. Solche Abweichungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis GuVwirksam berücksichtigt. In den nachfolgend dargestellten Bereichen wurden besonders ermessensbehaftete Annahmen über die Festlegung wesentlicher Parameter getroffen, die einen erheblichen Einfluss auf die durch den Konzernabschluss vermittelte Vermögens- und Ertragslage der üstra haben.

2.5.1 Schätzungen und Annahmen Fahrzeuge für den Personennahverkehr Die wirtschaftliche Nutzbarkeit der Fahrzeuge für den Personenverkehr (58.479 Tsd. €; Vorjahr: 61.814 Tsd. €) hängt in hohem Maße vom technologischen Wandel sowie der Entwicklung wesentlicher Betriebskostenkomponenten (insbesondere Energiepreise) ab. Der Vorstand geht nach Beobachtung der Marktentwicklung für das Berichtsjahr davon aus, dass die für Stadtbahnwagen und Busse getroffenen Annahmen in Hinblick auf die Nutzungsdauern von in der Regel 30 Jahren (Stadtbahnwagen) bzw. 12 Jahren (Busse) weiterhin aufrechterhalten werden können. Rückstellungen für Pensionen Der Diskontierungssatz für die Pensionsverpflichtungen (215.236 Tsd. €; Vorjahr: 146.252 Tsd. €) im Rahmen der Berechnung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2014 wurde in Höhe von 2,15 % (Vorjahr: 3,55 %) ermittelt. Je nach angewandter Ermittlungsmethodik und der damit verbundenen Gewichtung der einbezogenen Anleihen ergeben sich zum 31. Dezember 2014 teils voneinander abweichende Zinssätze. EntKonzernanhang für das Geschäftsjahr 2014 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft Seite 56

sprechend den vertretenen methodischen Ansätzen ergibt sich für den Bestand der Anspruchsberechtigten hinsichtlich des Diskontierungszinssatzes ein Schätzintervall von etwa 1,5 % bis 2,4 % (Vorjahr: 3,3 % bis 3,7 %). Die üstra hat im Berichtsjahr ein selbst genutztes Grundstück an die Versorgungseinrichtung als Einbringung von Planvermögen übertragen. Das Grundstück war bislang mit einem Buchwert von 284 Tsd. € im Sachanlagevermögen ausgewiesen und wird seit der Übertragung mit dem beizulegenden Zeitwert von 2.306 Tsd. € bilanziert. Der aus dieser Übertragung resultierende Buchgewinn in Höhe von 2.021 Tsd. € wird als sonstiger betrieblicher Ertrag ausgewiesen. Weitergehende Aufgliederungen und Erläuterungen zu den getroffenen Annahmen und Schätzungen werden in den Erläuterungen zu den Angaben zu den Posten der Konzernbilanz in Abschnitt 4 dargestellt. Rückstellung für Nachbesicherungspflicht Die üstra hat in den Jahren 1997 und 1998 für insgesamt 108 Stadtbahnfahrzeuge sogenannte US-Cross-Border-Lease Transaktionen abgeschlossen. Bereits eingetreten ist das Risiko der Verschlechterung der Bonität der an der Transaktion beteiligten Deutsche Bank AG, woraus sich vertraglich eine Nachbesicherungspflicht ergibt. Die Kosten für eine Nachbesicherung sind von der üstra zu tragen. Für das Risiko der Nachbesicherung wurde im Berichtsjahr eine Rückstellung in Höhe von 2.817 Tsd. € gebildet.

3. 3.1

Finanzrisikomanagement Kapitalstruktur

Der Konzern weist die folgende Kapitalstruktur auf:
31.12.2014 Tsd. € Eigenkapital Langfristiges Fremdkapital Kurzfristiges Fremdkapital 20.179 295.119 49.369 364.667 Vorjahr Tsd. € 5,5 81,0 13,5 100,0 80.153 233.042 49.295 362.490 zum 1.1.2013 Tsd. € 64.051 230.563 40.401 335.015

%

% 22,1 64,3 13,6 100,0

% 19,1 68,8 12,1 100,0

Im Hinblick auf das Eigenkapital verfolgt der Konzern, basierend auf dem mit der Muttergesellschaft bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, eine Strategie der nominellen Kapitalerhaltung auf Ebene der Einzelgesellschaft, gemessen am gezeichneten Kapital (67.491 Tsd. €) sowie der sich nach deutschem Handelsrecht ergebenden Kapitalrücklage (66.743 Tsd. €) der üstra. Eigenkapitalveränderungen im Konzernabschluss ergeben sich folglich insoweit, als die zum Ausgleich des handelsrechtlichen Ergebnisses von der üstra geleisteten
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Einlagen der Muttergesellschaft bzw. Ausschüttungen an die Muttergesellschaft von dem sich nach den IFRS ergebenden Ergebnis abweichen und Tochterunternehmen und assoziierte Unternehmen während der Konzernzugehörigkeit Ergebnisse thesaurieren. Weitere Eigenkapitaländerungen ergeben sich durch die Anpassung der Pensionsrückstellungen aufgrund von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten. Die Fremdkapitalaufnahme des Konzerns orientiert sich vor allem am zyklischen Investitionsbedarf im operativen Geschäft, der nur zum Teil durch Zuschüsse der öffentlichen Hand finanziert wird. In einer Phase größerer Investitionsvorhaben kommt es deshalb regelmäßig zu einem Anstieg, in den Amortisationsperioden zu einer Absenkung des Verschuldungsgrads. Weitere Strategien eines Austarierens in Bezug auf das Verhältnis von Eigenkapital und Fremdkapital im Sinne einer an kapitalmarkttheoretischen Erwägungen ausgerichteten Unternehmensführung werden gegenwärtig nicht verfolgt. Kapitalstrukturrisiken, die zu einer Gefährdung der Fortführung des Konzerns führen könnten, bestehen aufgrund des Ergebnisausgleichsmechanismus nicht. Wir verweisen auch auf die Ausführungen im Risikobericht des Lageberichts.

3.2

Kategorisierung der Finanzinstrumente
Übrige Finanzanlagen zu fortgeführten Anschaffungskosten 31.12.2014 Vorjahr Tsd. € Tsd. € Übrige Finanzanlagen zum beizulegenden Zeitwert 31.12.2014 Vorjahr Tsd. € Tsd. € 0 0 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 31.12.2014 Vorjahr Tsd. € Tsd. € 9.925 8.842 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 31.12.2014 Vorjahr Tsd. € Tsd. € 71.274 (63.219) (9.925) (8.842) (8.055) 39.948 (35.626) (4.322)

Sonstige finanzielle Vermögenswerte 31.12.2014 Vorjahr Tsd. € Tsd. € 948 (0) (948) 23.108 (22.125) (0.983)

Summe 31.12.2014 Vorjahr Tsd. € Tsd. € 83.383 (64.455) (18.928) 73.151 (59.004) (14.147)

Kredite und Forderungen (davon verzinsliche Kredite und Forderungen) (davon unverzinsliche Kredite und Forderungen) (in den Zahlungsmitteln enthaltener Kassenbestand)

1.236 (1.236)

1.253 (1.253)

(587)

(582)

(587)

(582)

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (davon nicht marktgängige Beteiligungenswerte) (davon marktgängige Kapitalanlagen)

86 (86)

86 (86)

12.330

14.836

0

0

0

0

0

0

12.416 (86)

14.922 (86) (14.836) 88.073

(12.330) 1.322 1.339 12.330

(14.836) 14.836 9.925 8.842 71.274 39.948 948 23.108

(12.330) 95.799

Langfristige Finanzverbindlichkeiten 31.12.2014 Vorjahr Tsd. € Tsd. €

Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 31.12.2014 Vorjahr Tsd. € Tsd. €

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.12.2014 Vorjahr Tsd. € Tsd. €

Kurzfristige sonstige finanzielle Verpflichtungen 31.12.2014 Vorjahr Tsd. € Tsd. €

Summe 31.12.2014 Vorjahr Tsd. € Tsd. €

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

7.669

10.226

2.556

2.556

28.058

31.801

7.126

2.446

45.409

47.029

Über bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen sowie über erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten verfügt der Konzern nicht. Es existieren ebenfalls keine Kredite und Forderungen, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
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bewertete finanzielle Vermögenswerte eingestuft worden sind. Sicherungsverhältnisse bestehen nicht. Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte beziehen sich zum einen auf nicht marktgängige Beteiligungswerte, für die kein geregelter Markt vorliegt und deren Veräußerung derzeit nicht geplant ist. Hierunter fallen definitionsgemäß alle Beteiligungen von üstra, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen sind. Zum anderen hält die üstra Kapitalanlagen, insbesondere in verpfändeten Fondsanteilen (zum Zwecke der Sicherung von Altersteilzeit und Wertkonten), deren beizulegender Zeitwert durch die auf einem aktiven Markt veröffentlichten Marktpreise bestimmt wird. Innerhalb der finanziellen Vermögenswerte werden die Kredite und Forderungen sowie die nicht marktgängigen zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten und die marktgängigen zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesen. In der Bilanz werden in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten darüber hinaus Forderungen gegen Arbeitnehmer in Höhe von 28 Tsd. € (Vorjahr: 39 Tsd. €) ausgewiesen. In den kurzfristigen sonstigen Verpflichtungen werden darüber hinaus insbesondere arbeitnehmerbezogene Verbindlichkeiten (6.682 Tsd. €; Vorjahr: 6.420 Tsd. €) sowie erhaltene Anzahlungen (2.294 Tsd. €; Vorjahr: 1.874 Tsd. €) ausgewiesen.

3.3

Ergebnisbeiträge aus Finanzinstrumenten
Zinsaufwendungen 2014 Vorjahr Tsd. € Tsd. € 0 0 Wertminderung(-)/ -aufholung 2014 Vorjahr Tsd. € Tsd. € -10 -4 Ergebnisbeitrag gesamt 2014 Vorjahr Tsd. € Tsd. € 799 986

Zinserträge 2014 Vorjahr Tsd. € Tsd. € Kredite und Forderungen Andere zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten Gesamt 809 990

0 809

0 990

613 613

842 842

0 -10

0 -4

-613 186

-842 144

Die in vorstehender Tabelle als Wertminderungsaufwand erfassten Ergebnisbeiträge beziehen sich auf neu gebildete Wertberichtigungen für identifizierte Forderungsausfallrisiken sowie Aufwendungen aus der Ausbuchung uneinbringlicher Forderungen. Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen wurden in der vorstehenden Tabelle saldiert. Nettogewinne und Nettoverluste, in die Buchgewinne und -verluste aus dem Abgang der Vermögenswerte einfließen, sind im Geschäftsjahr und im Vorjahr nicht angefallen.

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Darüber hinaus wurden im sonstigen Ergebnis die Wertänderungen der von der üstra gehaltenen Kapitalanlagen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2014 belief sich der Ergebnisbeitrag auf 287 Tsd. € (Vorjahr: 147 Tsd. €).

3.4

Beizulegender Zeitwert

In der folgenden Tabelle sind die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente je betrachteter Klasse zusammengefasst:
Buchwert 31.12.2014 Tsd. € Unverzinsliche Kredite und Forderungen Verzinsliche Kredite und Forderungen Forderungen aus Auftragsfertigung Nicht marktgängige Beteiligungenswerte Marktgängige Kapitalanlagen 18.928 64.455 902 86 12.330 96.701 Vorjahr Tsd. € 14.147 59.004 153 86 14.836 88.226 12.330 14.836 64.643 59.239 Beizulegender Zeitwert 31.12.2014 Tsd. € Vorjahr Tsd. €

Unverzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten Verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten

38.001 10.225 48.226

34.247 12.782 47.029 11.338 14.154

Bei den unverzinslichen Krediten und Forderungen, den Forderungen aus Auftragsfertigung und den unverzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten kommt der beizulegende Wert dem Buchwert aufgrund der vornehmlich kurzen Laufzeiten sehr nahe, so dass eine gesonderte Ermittlung der beizulegenden Werte unterbleibt. Der Buchwert stellt eine vernünftige Annäherung des beizulegenden Werts dar. Innerhalb der verzinslichen Kredite und Forderungen wird bei den kurzfristigen, innerhalb eines Jahres fälligen Geldanlagen angenommen, dass deren Buchwerte die Zeitwerte angemessen abbilden. Zeitwerte längerfristiger Ausleihungen, die Hannover Region Grundstücksgesellschaft mbH HRG & Co. - Passerelle - KG (HRG Passerelle) betreffen, wurden im Berichtsjahr auf der Basis der vertraglich festgelegten Zins- und Tilgungsleistungen sowie die Duration dieser Zahlungen und die Kreditwürdigkeit reflektierender Zinssätze von 3,1 % (Vorjahr: 1,2 %) bestimmt. Alle Vermögenswerte und Schulden, für die der beizulegende Zeitwert bestimmt oder im Abschluss ausgewiesen wird, werden in die nachfolgend beschriebene Fair-Value-Hierarchie eingeordnet, basierend auf dem Input-parameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist:

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• Stufe 1 – In aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierte (nicht berichtigte) Preise • Stufe 2 – Bewertungsverfahren, bei denen der Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist, auf dem Markt direkt oder indirekt beobachtbar ist • Stufe 3 – Bewertungsverfahren, bei denen der Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist, auf dem Markt nicht beobachtbar ist Der beizulegende Wert der nicht marktgängigen Beteiligungswerte innerhalb der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte ist in Anbetracht der fehlenden Marktgängigkeit der Beteiligungswerte nicht verlässlich ermittelbar. Der beizulegende Zeitwert der marktgängigen Kapitalanlagen wurde auf der Grundlage von Börsenpreisen gemäß Stufe 1 ermittelt. Bei den ausschließlich Bankdarlehen umfassenden verzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten, welche das KfW-Darlehen der üstra betreffen, werden die Zeitwerte auf der Grundlage einer Zahlungsstromanalyse der enthaltenen Einzelposten ermittelt. Dabei werden die Zahlungen unter Anwendung laufzeitadäquater Zinssätze diskontiert. Die angewandten Zinssätze reflektieren die Fremdkapitalkosten von Unternehmen erstklassiger Bonität und betragen 1,0 % (Vorjahr: 1,0 %).

3.5

Liquiditätsrisiko

Die folgende Tabelle zeigt die aus den finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns im Zeitablauf resultierenden Auszahlungsströme nach Maßgabe der zugrunde liegenden vertraglichen Fälligkeitsvereinbarungen. Der angegebene Zinssatz reflektiert den gewichteten durchschnittlichen Effektivzins.
weniger als 1 Monat Tilgung 31.12.2014 Unverzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten Verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten Gesamt 5,1 % Tsd. € Zinsen Tsd. € 3 Monate bis 1 Jahr Tilgung Tsd. € Zinsen Tsd. €

Zins

1-3 Monate Tilgung Tsd. € Zinsen Tsd. €

1-5 Jahre Tilgung Tsd. € Zinsen Tsd. €

über 5 Jahre Tilgung Tsd. € Zinsen Tsd. € gesamt Tsd. €

kumulierte Zinsen Tsd. € netto Tsd. €

35.184 0 35.184

0 0 0

0 1.278 1.278

0 255 255

0 1.278 1.278

0 223 223

0 7.669 7.669

0 670 670

0 0 0

0 0 0

35.184 11.373 46.557

0 1.148

35.184 10.225

Zins

weniger als 1 Monat Tilgung Zinsen Tsd. € 0 0 0

1-3 Monate Tilgung Tsd. € 0 1.278 1.278 Zinsen Tsd. € 0 319 319

3 Monate bis 1 Jahr Tilgung Tsd. € 0 1.278 1.278 Zinsen Tsd. € 0 287 287

1-5 Jahre Tilgung Tsd. € 0 10.226 10.226 Zinsen Tsd. € 0 1.148 1.148

über 5 Jahre Tilgung Tsd. € 0 0 0 Zinsen Tsd. € 0 0 0 gesamt Tsd. € 34.247 14.536 48.783

kumulierte Zinsen Tsd. € 0 1.754 netto Tsd. € 34.247 12.782

Vorjahr Unverzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten Verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten Gesamt

%

Tsd. € 34.247 5,1 0 34.247

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Den Liquiditätsabflüssen aus der Bedienung vorstehender Verbindlichkeiten stehen Finanzmittelbestände und erwartete, auf den vertraglich vereinbarten Fälligkeiten basierende Mittelzuflüsse aus den vorhandenen finanziellen Vermögenswerten gegenüber, die in der nachstehenden Übersicht zusammengefasst sind.

Zins 31.12.2014 Unverzinsliche Kredite und Forderungen Verzinsliche Kredite und Forderungen Forderungen aus Auftragsfertigung Gesamt 0,2 %

weniger als 1 Monat Tilgung Tsd. € Zinsen Tsd. €

1-3 Monate Tilgung Tsd. € Zinsen Tsd. €

3 Monate bis 1 Jahr Tilgung Tsd. € Zinsen Tsd. €

1-5 Jahre Tilgung Tsd. € Zinsen Tsd. €

über 5 Jahre Tilgung Tsd. € Zinsen Tsd. € gesamt Tsd. €

kumulierte Zinsen Tsd. € netto Tsd. €

18.928 63.220 0 82.148

0 0 0 0

0 2 360 362

0 0 0 0

0 136 0 136

0 56 0 56

0 755 542 1.297

0 136 0 136

0 342 0 342

0 5 0 5

18.928 64.652 902 84.482

0 197 0

18.928 64.455 902

Zins Vorjahr Unverzinsliche Kredite und Forderungen Verzinsliche Kredite und Forderungen Forderungen aus Auftragsfertigung Gesamt 1,2 %

weniger als 1 Monat Tilgung Tsd. € Zinsen Tsd. €

1-3 Monate Tilgung Tsd. € Zinsen Tsd. €

3 Monate bis 1 Jahr Tilgung Tsd. € Zinsen Tsd. €

1-5 Jahre Tilgung Tsd. € Zinsen Tsd. €

über 5 Jahre Tilgung Tsd. € Zinsen Tsd. € gesamt Tsd. €

kumulierte Zinsen Tsd. € netto Tsd. €

14.147 35.628 0 49.775

0 0 0 0

0 5.252 0 5.252

0 123 0 123

0 16.945 0 16.945

0 186 0 186

0 225 153 378

0 218 0 218

0 954 0 954

0 80 0 80

14.147 59.611 153 73.911

0 608 0

14.147 59.004 153

Kreditlinien bestehen in Höhe von 10,2 Mio. € (Vorjahr: 10,0 Mio. €), waren jedoch zum Stichtag nicht in Anspruch genommen worden. Das Liquiditätsmanagement ist so angelegt, dass der in den kurzfristigen Laufzeitbandbreiten mobilisierbare Liquiditätszufluss erheblich über den zu erwartenden Liquiditätsabflüssen aus der Begleichung der Verbindlichkeiten liegt. Der kurzfristige Liquiditätsüberhang basiert vornehmlich auf konzeptionell kurzfristigen Geldanlagen in Form von Termin- und Tagesgeldern, während Darlehensaufnahmen auf der Grundlage von Festzinsvereinbarungen und langen Laufzeiten getroffen werden, um die zugrunde liegenden Investitionen auf eine gesicherte Finanzierungs- und Kalkulationsbasis zu stellen. Aufgrund der Divergenz in den Zinsbindungsfristen ist der Konzern einem Zinsstrukturrisiko ausgesetzt, da die Prolongationen der kurzfristigen Anlagen auf der Basis aktueller Marktzinsverhältnisse vorgenommen werden. Deshalb können bei konstanten Zahlungsmittelabflüssen aus der Bedienung der Verbindlichkeiten die künftigen Zahlungsströme aus den Mittelanlagen schwanken. Eine signifikante Absenkung des Marktzinsniveaus hätte jedoch keine erhebliche Auswirkung auf die Liquiditätssituation des Konzerns.

3.6

Kreditrisiko

3.6.1 Verzinsliche Kredite und Forderungen

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Die verzinslichen Kredite und Forderungen entfallen ganz oder überwiegend auf Geldanlagen bei inländischen Kreditinstituten und betreffen im Wesentlichen die üstra. Dabei werden die einzelnen Anlagen gestreut. Der Buchwert der Klasse von insgesamt 64.455 Tsd. € (Vorjahr: 59.004 Tsd. €) spiegelt das maximale Kreditausfallrisiko wider. In geringem Umfang im Bestand enthaltene Ausleihungen an Mitarbeiter von 20 Tsd. € (Vorjahr: 40 Tsd. €) sind in der Regel grundpfandrechtlich gesichert. Darüber hinaus sind in dieser Klasse Ausleihungen von 1.208 Tsd. € (Vorjahr: 1.208 Tsd. €) an das Beteiligungsunternehmen HRG Passerelle enthalten. Hinweise auf Wertbeeinträchtigungen bestehen nicht. Überfällige, aber dennoch nicht wertgeminderte verzinsliche Kredite und Forderungen bestehen nicht.

3.6.2 Unverzinsliche Kredite und Forderungen Da Entgelte für die Erbringung von Personenbeförderungsleistungen in wesentlichem Umfang im Voraus vereinnahmt werden, sind die mit dem operativen Geschäft verbundenen Adressenausfallrisiken insgesamt als von eher untergeordneter Bedeutung anzusehen. Größere Einzelforderungen richten sich in der Regel gegen Personen, die der öffentlichen Hand nahe stehen und von zweifelsfreier Bonität sind. Das Forderungsmanagement bei den übrigen breit gestreuten Debitoren mit privatwirtschaftlichem Hintergrund – die größte Einzelforderung beläuft sich auf 1.644 Tsd. € (Vorjahr: 1.434 Tsd. €) – besteht im Wesentlichen in der Festlegung von Kreditlinien und einem konsequenten Mahnwesen. Besondere Sicherungsinstrumente werden daher nicht verwandt. In den unverzinslichen Krediten und Forderungen von 18.928 Tsd. € (Vorjahr: 14.147 Tsd. €) werden Guthaben bei erstklassigen Banken von 8.054 Tsd. € (Vorjahr: 4.320 Tsd. €) ausgewiesen, bei denen das Ausfallrisiko als sehr gering anzusehen ist. Daher spiegelt der Wert von 10.874 Tsd. € (Vorjahr: 9.827 Tsd. €) das maximale Forderungsausfallrisiko auf unverzinsliche Kredite und Forderungen wider. Die allgemein eingeräumten Zahlungsziele sind abhängig von der Art der fakturierten Leistung. Fakturierungen von Leistungen des Verkehrs- und Transportsegments im Rahmen des Fahrkartenverkaufs sowie von sonstigen Dienstleistungen sind im Allgemeinen mit einem Zahlungsziel von 14 Tagen versehen. Bei Werkstattleistungen, Beratungs- und Ingenieurleistungen sowie bei Ausgleichsansprüchen gegen die öffentliche Hand bzw. der öffentlichen Hand nahe stehenden Personen bestehen dagegen unterschiedliche, teilweise von Nebenbedingungen abhängige Fälligkeitsabreden. Die zum Bilanzstichtag überfälligen, aber nicht wertgeminderten Forderungen weisen die folgende Altersstruktur auf:

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31.12.2014 Tsd. € Bis 90 Tage 90 bis 180 Tage Mehr als 180 Tage 2.022 778 590 3.390

Vorjahr Tsd. € 3.094 433 393 3.920

Auf die vorstehend dargestellten Forderungen, die im Wesentlichen die üstra betreffen, wurden zu den Bilanzstichtagen keine Wertberichtigungen gebildet, da keine wesentlichen negativen Veränderungen in der Kreditwürdigkeit der Schuldner festgestellt wurden und mit einer Tilgung der ausstehenden Beträge gerechnet wird. Wertgeminderte Forderungen werden in Form einer Kombination von standardisierten und individuellen Analysetechniken identifiziert. Dabei gelten grundsätzlich Forderungen als vollständig wertgemindert, wenn sie ohne entsprechende Fälligkeitsabrede nach einem Jahr nicht beglichen worden sind. Sofern sich in Zusammenhang mit eingeleiteten Inkassobemühungen die Bonität eines Schuldners als zweifelhaft herausstellt oder der Konzern Kenntnis von der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über das Vermögen eines Schuldners erlangt, wird nach individuellen Erfordernissen auch zu einem früheren Zeitpunkt über Einzelwertberichtigungen Vorsorge getroffen. Risiken in den darüber hinaus gehenden Forderungsbestand wird durch die Bildung einer portfoliobasierten Wertberichtigung Rechnung getragen. Insgesamt haben sich die Wertberichtigungskonten der Forderungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerte wie folgt entwickelt:
2014 Portfoliobasierte Bewertung Tsd. € 91 13 0 0 104 Vorjahr Portfoliobasierte Bewertung Tsd. € 84 7 0 0 91

Einzelbewertung Tsd. € Stand zu Beginn des Jahres Wertminderungsaufwand Ausbuchung uneinbringlicher Forderungen Wertaufholungen Stand zum Ende des Jahres 375 0 0 -50 325

gesamt Tsd. € 466 13 0 -50 429

Einzelbewertung Tsd. € 438 0 0 -63 375

gesamt Tsd. € 522 7 0 -63 466

3.6.3 Unverzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten Die üstra hat eine Bürgschaft zugunsten von Gläubigern einer nicht konsolidierten Beteiligungsgesellschaft abgegeben, welche die HRG Passerelle (120 Tsd. €) betreffen. Die maximale Ausfallrisikoposition entspricht dem Bürgschaftsvolumen zum Bilanzstichtag von 120 Tsd. € (Vorjahr: 120 Tsd. €). Trotz der angespannten Geschäftsentwicklung und Liquiditätslage der BeteiliKonzernanhang für das Geschäftsjahr 2014 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft Seite 64

gungsgesellschaft wird zurzeit nicht von einer Inanspruchnahme ausgegangen, sodass von einer Risikovorsorge durch Bildung einer Rückstellung abgesehen wurde.

3.7

Zinsrisiken

Der Konzern ist insbesondere den im Folgenden erläuterten Zinsrisiken ausgesetzt. Marktrisiken beinhaltende Posten lagen zum Bilanzstichtag nicht vor. Wechselkursrisiken bestehen aufgrund der Inlandsbezogenheit des Geschäfts nicht. Finanzderivate, deren risikobegrenzende oder verstärkende Wirkungen zu berücksichtigen wären, werden nicht eingesetzt. Die nachfolgenden Sensitivitätsanalysen wurden auf der Grundlage der zum 31. Dezember 2014 bestehenden Verhältnisse und unter der Prämisse konstant bleibender weiterer Faktoren erstellt.

3.7.1 Verzinsliche Kredite und Forderungen Die kurzfristigen Geldanlagen unterliegen einem Zinsrisiko, das sich primär auf die zukünftig generierten Zinszahlungen bezieht, während der Einfluss des Risikos auf den Zeitwert der Anlage zu vernachlässigen ist. Würde sich bei dem gegebenen kurz- und mittelfristigen Anlagevolumen (64.455 Tsd. €; Vorjahr: 59.004 Tsd. €) das Zinsniveau um 100 Basispunkte verändern, ergäbe sich eine gleichgerichtete Auswirkung für das Jahresergebnis sowie auch für das Eigenkapital von insgesamt 645 Tsd. € (Vorjahr: 590 Tsd. €). Die in geringerem Umfang darüber hinaus in der Klasse enthaltenen längerfristigen Ausleihungen (HRG Passerelle) mit einem Buchwert von insgesamt 1.208 Tsd. € (Vorjahr: 1.208 Tsd. €) sind dagegen einem Zeitwertrisiko ausgesetzt, das im Falle eines Zinsanstiegs um 100 Basispunkte zu einem Wertverlust von 61 Tsd. € (Vorjahr: 77 Tsd. €) und im Falle eines Zinsrückgangs in gleicher Höhe zu einem Wertanstieg von 65 Tsd. € (Vorjahr: 83 Tsd. €) führen würde. Das Jahresergebnis und das Eigenkapital des Konzerns werden durch derartige Zeitwertänderungen jedoch nicht beeinflusst, weil die Ausleihungen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden.

3.7.2 Verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten Der Zeitwert der Bankdarlehen schwankt durch eine Änderung des Marktzinsniveaus. Stiegen bei den Bankdarlehen die relevanten Marktzinssätze um 100 Basispunkte an, wäre bei dem zum Abschlussstichtag gegebenen Verschuldungsstand eine Reduktion des Zeitwerts der Bankdarlehen um etwa 243 Tsd. € (Vorjahr: 362 Tsd. €) verbunden, wohingegen der Zeitwert bei einer Reduktion der Zinsen um 100 Basispunkte um etwa 253 Tsd. € (Vorjahr: 378 Tsd. €) zunähme. Da die Verbindlichkeiten nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ergäben sich keine Auswirkungen auf das Jahresergebnis sowie auf das Eigenkapital des Konzerns.

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4.

Angaben zu Posten der Konzernbilanz

(1) Immaterielle Vermögenswerte Die Aufgliederung der immateriellen Vermögenswerte und deren Entwicklung ist in separaten Anlagenspiegeln für die Geschäftsjahre 2014 und 2013 dargestellt. Inhaltlich handelt es sich bei dem Posten im Wesentlichen um erworbene Software mit bestimmbarer Nutzungsdauer. Die Abschreibungen des Geschäftsjahrs von 1.160 Tsd. € (Vorjahr: 1.192 Tsd. €) werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in dem Posten „Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen“ ausgewiesen.

(2) Sachanlagen Hinsichtlich der Aufgliederung und Entwicklung der Sachanlagen wird gleichfalls auf die separaten Anlagenspiegel verwiesen. In den Zugängen sind aktivierte Eigenleistungen in Höhe von 16 Tsd. € (Vorjahr: 102 Tsd. €) enthalten. Pfandrechte oder sonstige Sicherungsinstrumente zugunsten Dritter bestehen nicht. Verfügungsbeschränkungen gelten für die im Rahmen der Cross-Border-Lease-Transaktionen gehaltenen 85 Stadtbahnwagen. Aus Investitionsmaßnahmen, die für die Folgejahre geplant sind, entstehen dem Konzern Belastungen in Höhe des nicht durch Investitionszuwendungen gedeckten Eigenanteils, der sich planungsgemäß auf 71.618 Tsd. € (Vorjahr: 32.587 Tsd. €) belaufen wird. Für die Beschaffung von Stadtbahnen bestehen zum Bilanzstichtag nach Abzug von erwarteten Zuschüssen Verpflichtungen in Höhe von 47.050 Tsd. €, die in 2015 bis 2019 fällig werden.

(3) Übrige Finanzanlagen
31.12.2014 Tsd. € Marktgängige Kapitalanlagen Ausleihungen Nicht nach der Equity-Methode einbezogene Beteiligungen 12.330 1.236 86 13.652 Vorjahr Tsd. € 14.836 1.253 86 16.175

Die marktgängigen Kapitalanlagen umfassen insbesondere Fondsanteile und bestehen in Höhe von 6.484 Tsd. € (Vorjahr: 10.083 Tsd. €) zur Absicherung der Erfüllungsrückstände und Aufstockungsbeträge aus Altersteilzeitverträgen. Weitere Kapitalanlagen in Höhe von 5.846 Tsd. € (Vorjahr: 4.753 Tsd. €) bestehen im Rahmen eines Wertkontenmodells für Arbeitnehmer. Sämtliche den Arbeitnehmern zuzurechnende Kapitalanlagen sind durch die üstra insolvenzgesichert.

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Die Ausleihungen bestehen wie im Vorjahr aus Darlehen an das Beteiligungsunternehmen HRG Passerelle sowie an Belegschaftsmitglieder. Die Anteile an nicht nach der Equity-Methode einbezogenen Gesellschaften sind nicht börsennotiert.

(4) Unter Anwendung der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen Der Ausweis der unter der Anwendung der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen von 9.747 Tsd. € (Vorjahr: 8.947 Tsd. €) betrifft Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen. Die üstra besitzt einen Anteil von 50 % an dem Gemeinschaftsunternehmen X-CITY MARKETING Hannover GmbH, Hannover (im Folgenden: X-City Marketing). Die X-City Marketing betreibt im Wesentlichen eigenständig Verkehrsmittelwerbung auf Bussen und Bahnen, Plakatwerbung, Großbildprojektionen, neue Medien und Fahrgastfernsehen. Der Anteil des Konzerns an der XCity Marketing wird nach der Equity-Methode im Konzernabschluss bilanziert. Die X-City Marketing ist nicht börsennotiert. Nachfolgende Tabelle enthält zusammengefasste Finanzinformationen über die Beteiligung des Konzerns an der X-City Marketing:
31.12.2014 Tsd. € 6.897 3.126 1.590 8.433 50% 4.217 Vorjahr Tsd. € 5.356 3.107 1.380 7.083 50% 3.542

Kurzfristige Vermögenswerte Langfristige Vermögenswerte Kurzfristige Schulden Eigenkapital Anteil der Beteiligung des Konzerns Buchwert der Beteiligung

Gewinn- und Verlustrechnung der X-City in zusammengefasster Form: Umsatzerlöse Sonstige Erträge Betriebliche Aufwendungen Sonstige Aufwendungen Finanzergebnis Ergebnis vor Steuern Ertragsteuern Ergebnis nach Steuern / Gesamtergebnis

2014 Tsd. € 8.347 161 -4.113 -1.281 3.114 2.092 -742 1.350

2013 Tsd. € 8.648 72 -4.008 -1.270 3.442 2.255 -738 1.517

Die X-City Marketing hatte zum 31. Dezember 2014 und 2013 keine Eventualverbindlichkeiten oder Kapitalverpflichtungen. Die X-City Marketing darf ihre Gewinne erst dann ausschütten, wenn hierzu beide Gesellschafter ihre Zustimmung erteilt haben. Gewinnausschüttungen sind im Berichtsjahr und im Vorjahr nicht erfolgt.

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Die üstra besitzt einen Anteil von 30 % an dem assoziierten Unternehmen Hannover Region Grundstücksgesellschaft mbH HRG & Co. - Passerelle - KG, Hannover (im Folgenden: HRG Passerelle). Die HRG Passerelle ist eine Immobiliengesellschaft zur Entwicklung des privaten und gewerblichen Immobiliensektors in Hannover. Der Anteil des Konzerns an der HRG Passerelle wird nach der Equity-Methode im Konzernabschluss bilanziert. Die HRG Passerelle ist nicht börsennotiert. Nachfolgende Tabelle enthält zusammengefasste Finanzinformationen über die Beteiligung des Konzerns an der HRG Passerelle:
31.12.2014 Tsd. € Kurzfristige Vermögenswerte, einschl. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente i.H.v. TEUR 13 Langfristige Vermögenswerte Kurzfristige Schulden Langfristige Schulden, einschl. latenter Steuerschulden i. H. v. 278 Tsd. € (2013: 325 Tsd. €) Eigenkapital Anteil des Konzerns Buchwert der Beteiligung 1.743 57.108 4.036 36.379 18.436 30% 5.531 Vorjahr Tsd. € 1.562 59.623 3.965 39.203 18.017 30% 5.405

Gewinn- und Verlustrechnung der HRG in zusammengefasster Form: Umsatzerlöse Sonstige Erträge Betriebliche Aufwendungen Sonstige Aufwendungen Finanzergebnis Ergebnis vor Steuern Ertragsteuern Ergebnis nach Steuern / Gesamtergebnis

2014 Tsd. € 10.633 98 -6.512 -1.778 2.441 766 0 419

2013 Tsd. € 10.060 742 -6.259 -1.914 2.629 729 180 202

Die HRG Passerelle hatte zum 31. Dezember 2014 und 2013 keine Eventualverbindlichkeiten oder Kapitalverpflichtungen. Die HRG Passerelle darf ihre Gewinne erst dann ausschütten, wenn hierzu alle Gesellschafter ihre Zustimmung erteilt haben. Gewinnausschüttungen sind im Berichtsjahr und im Vorjahr nicht erfolgt.

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(5) Aktive latente Steuern / Latente Steuerschulden Die Steuerabgrenzungssachverhalte sowie die daraus resultierenden Steuerabgrenzungsposten haben sich wie folgt entwickelt:
Aufwand (-) / Ertrag Tsd.€ 57 -12 45 -4 41 -125 2 -123 0 -123

01.01. Tsd.€ Langfristige Auftragsfertigung Übrige Rückstellungen Temporäre Differenzen Steuerliche Verlustvorträge Geschäftsjahr 2013 Langfristige Auftragsfertigung Übrige Rückstellungen Temporäre Differenzen Steuerliche Verlustvorträge Geschäftsjahr 2014 -161 132 -29 4 -25 -104 120 16 0 16

31.12. Tsd.€ -104 120 16 0 16 -229 122 -107 0 -107

Die latenten Steuern beziehen sich vollumfänglich auf konsolidierte Tochtergesellschaften, die außerhalb des steuerlichen Organschaftsverbundes der VVG stehen. Dagegen weist die üstra als steuerliche Organgesellschaft der VVG nebst ihren im Organkreis befindlichen Tochtergesellschaften nach der formellen Betrachtungsweise aufgrund fehlender Steuerumlagen keine Steuerlatenzen nach IAS 12 aus. Grundsätzlich werden aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge gebildet, sofern diese bei Tochtergesellschaften bestehen, die außerhalb des steuerlichen Organschaftsverbundes der VVG stehen. Bis 2013 bestanden bei der TransTecBau steuerliche Verlustvorträge, auf die aktive latente Steuern gebildet wurden. Im Jahr 2013 wurden diese komplett genutzt, so dass seither keine Verlustvorträge mehr bestehen. Darüber hinaus bestehen bei Gehry-Tower steuerliche Verlustvorträge. Eine Aktivierung latenter Steuern auf diese Verlustvorträge erfolgte aufgrund der Kriterien des IAS 12.35 und 36 nicht, da eine verlässliche Planung zukünftiger Gewinne nicht hinreichend wahrscheinlich ist.

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(6) Vorräte Bei den Vorräten von 10.946 Tsd. € (Vorjahr: 11.161 Tsd. €) handelt es sich um Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die im Wesentlichen von der üstra gehalten werden. Im Berichtsjahr sind Abwertungen in Höhe von 175 Tsd. € (Vorjahr: 176 Tsd. €) zur Anpassung an einen niedrigeren Nettoveräußerungswert vorhanden, die der Überalterung einzelner Vorratspositionen Rechnung tragen.

(7) Forderungen aus Fertigungsaufträgen
31.12.2014 Tsd. € Auftragsforderungen aufgrund entstandener Kosten und abgegrenzter Gewinne Erhaltene Anzahlungen Vorjahr Tsd. €

1.038 -136 902

442 -289 153

Von den Forderungen aus Fertigungsaufträgen haben 639 Tsd. € (Vorjahr: 422 Tsd. €) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

(8) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 9.925 Tsd. € (Vorjahr: 8.842 Tsd. €) sind um Wertberichtigungen in Höhe von 277 Tsd. € (Vorjahr: 200 Tsd. €) reduziert, die Unsicherheiten in Hinblick auf den Bestand einzelner Forderungen sowie erkennbare Bonitätsrisiken abdecken. Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

(9) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Der Posten in Höhe von 71.274 Tsd. € (Vorjahr: 39.948 Tsd. €) umfasst neben dem Kassenbestand Bankeinlagen in Form von Sichtguthaben und kurzfristigen Termingeldanlagen mit einer Ursprungslaufzeit von bis zu drei Monaten.

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(10) Sonstige finanzielle Vermögenswerte Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte bestanden im Vorjahr im Wesentlichen aus einem Schuldscheindarlehen in Höhe von 22.125 Tsd. €, das im Berichtsjahr komplett zurückgezahlt wurde. Von den verbleibenden sonstigen finanziellen Vermögenswerten von 983 Tsd. € (Vorjahr: 923 Tsd. €) sind 15 Tsd. € (Vorjahr: 7 Tsd. €) nach mehr als einem Jahr fällig. Bestehenden Ausfallrisiken wird durch die gebildeten Einzelwertberichtigungen in Höhe von 152 Tsd. € (Vorjahr: 118 Tsd. €) begegnet.

(11) Gezeichnetes Kapital Das Grundkapital zum 31. Dezember 2014 der üstra beträgt unverändert 67.490.528,32 € und ist voll eingezahlt. Die auf den Inhaber lautenden 26.400.000 Stückaktien sind eingeteilt in: 244.000 Sammelurkunden über jeweils 100 Aktien 80.000 Sammelurkunden über jeweils 20 Aktien 40.000 Sammelurkunden über jeweils 10 Aktien 24.400.000 Stück 1.600.000 Stück 400.000 Stück

Die Höhe des Grundkapitals sowie die Anzahl der Stückaktien sind im Geschäftsjahr und im Vorjahr unverändert geblieben. Wie im Vorjahr sind die in den Sammelurkunden über jeweils 10 Aktien verbrieften 400.000 Stück zum Handel im regulierten Markt der Niedersächsischen Wertpapierbörse zu Hannover, der Hanseatischen Wertpapierbörse zu Hamburg und der Börse Berlin i.S.d. § 32 BörsG zugelassen. Darüber hinaus sind die Aktien in den Open Market (einfaches Freiverkehrssegment, Teilbereich Quotation Board) der Frankfurter Wertpapierbörse einbezogen.

(12) Kapitalrücklage Die in der Kapitalrücklage verrechneten Sachverhalte gliedern sich wie folgt:

31.12.2014 Tsd. € Aufgelder aus der Ausgabe neuer Anteile Andere Zuzahlungen Kapitalrücklage des Mutterunternehmens Einstellungen aus Verlustübernahmen in den Vorjahren Verlustübernahme des abgelaufenen Jahres Verrechnung aktivischer Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung - Kapitalkonsolidierung - Equity-Bewertung -2.991 -10.713 166.724 23.622 43.121 66.743 96.043 17.642

Vorjahr Tsd. € 23.622 43.121 66.743 78.042 18.001

-2.991 -10.713 149.082

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Die Erhöhung der Kapitalrücklage resultiert aus der Übernahme des laufenden Verlustes (nach HGB) der üstra in Höhe von 17.642 Tsd. € im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der VVG. Die Einstellungen aus Verlustübernahmen in den Vorjahren erfolgten ebenfalls im Rahmen des vorgenannten Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der VVG. In der Kapitalflussrechnung sind unter dem Posten "Ergebnisausgleichzahlungen der Unternehmenseigner" die im Geschäftsjahr tatsächlich zugeflossenen Verlustübernahmen enthalten.

(13) Ergebnisvortrag und sonstige Ergebnisbestandteile
31.12.2014 Tsd. € Stand zu Beginn des Jahres Jahresergebnis Stand zum Ende des Jahres -82.461 -9.489 -91.950 Vorjahr Tsd. € -71.748 -10.713 -82.461

In den Sonstigen Ergebnisbestandteilen ist eine Rücklage aus der Neubewertung von Pensionsrückstellungen in Höhe von -122.864 Tsd. € (Vorjahr: -54.449 Tsd. €) enthalten. Weitere Erläuterungen erfolgen in den Anhangangaben 14. Des Weiteren ist eine Rücklage für zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (778 Tsd. €; Vorjahr: 491 Tsd. €) enthalten, in der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts (287 Tsd. €; Vorjahr: 147 Tsd. €) von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten erfasst werden.

(14) Pensionsrückstellungen Die auf leistungsorientierten Versorgungszusagen basierende betriebliche Altersversorgung umfasst neben Einzelzusagen an Vorstände, leitende Angestellte und deren Hinterbliebene auf tariflichen und sonstigen betrieblichen Vereinbarungen beruhende Pensionszusagen. Die auf betrieblichen Vereinbarungen beruhenden Pensionszusagen von der üstra sind im Wesentlichen von der Versorgungseinrichtung der üstra e.V. erteilt worden. Wegen der Subsidiärhaftung des Trägerunternehmens für Versorgungsverpflichtungen der Unterstützungskasse besteht für die üstra insoweit eine mittelbare Verpflichtung, als die Verbindlichkeiten der Unterstützungskasse deren Vermögen übersteigen. Die Versorgungsleistungen der Unterstützungseinrichtung, die ab dem Erreichen der Regelaltersgrenze in der deutschen Rentenversicherung oder unter bestimmten Bedingungen auch als vorgezogene Altersrente geleistet werden, sind teils abhängig vom Endgehalt vor dem Ruhestandseintritt, teils basieren sie auf einem Bausteinprinzip, mittels dem über die Dauer der Betriebszugehörigkeit sukzessiv Rentenansprüche aus den versorgungsrelevanten Jahresbezügen des jeweiligen Kalenderjahrs abgeleitet werden. Neben der Altersrente erstrecken sich die Versorgungsleistungen auch auf Invaliditäts- und HinterblieKonzernanhang für das Geschäftsjahr 2014 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft Seite 72

benenrenten, wobei die Ehegattenrente 60 % und Halbwaisen- bzw. Vollwaisenrenten 12 % bzw. 20 % der Altersrente des jeweiligen Mitarbeiters betragen. Das Bausteinprinzip kommt gleichfalls zur Anwendung, soweit Mitarbeiter laufendes Arbeitsentgelt gegen eine zusätzliche Versorgungszusage umwandeln. Bei der Berechnung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen wurden folgende versicherungsmathematische Bewertungsparameter zugrunde gelegt: 31.12.2014 2,15 % 3,0 % 2,0 % bzw. 1,0 % falls vertraglich vereinbart Heubeck-Richttafeln 2005G Vorjahr 3,55 % 3,0 % 2,0 % bzw. 1,0 % falls vertraglich vereinbart Heubeck-Richttafeln 2005G

Diskontierungszinssatz Einkommenstrend Rententrend

Sterblichkeit und Invalidität

Darüber hinaus wurden Annahmen zur Fluktuation getroffen, die nicht auf konzernbezogenen Erhebungen, sondern auf branchenübergreifenden Fluktuationsstatistiken beruhen. Dabei kommen alters- und geschlechtsspezifische jährliche Fluktuationswahrscheinlichkeiten wie im Vorjahr in einer Bandbreite von 0,05 bis 12,5 % zum Tragen. Die Überleitung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen auf die im Konzernabschluss ausgewiesenen Pensionsrückstellungen stellt sich wie folgt dar:
31.12.2014 Tsd. € Anwartschaftsbarwert der Pensionsverpflichtungen Beizulegender Zeitwert des Planvermögens der Versorgungseinrichtung 353.465 -138.229 215.236 Vorjahr Tsd. € 275.529 -129.277 146.252

In den folgenden Tabellen werden die Bestandteile der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen für Versorgungsleistungen sowie die in der Bilanz für die jeweiligen Pläne angesetzten Beträge dargestellt: GuV-wirksam erfasste Aufwendungen für Altersversorgung:
2014 Tsd. € Dienstzeitaufwand des laufenden Jahres Netto-Zinsen 5.784 5.039 10.823 Vorjahr Tsd. € 6.056 5.010 11.066

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2014 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft

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Diese Aufwendungen werden vollständig im Personalaufwand erfasst.

Änderungen der leistungsorientierten Verpflichtung und des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens 2014:
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 1. Januar 2014 Erfolgswirksam erfasste Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen Laufender Dienstzeitaufwand Zinsaufwand Im Periodenergebnis erfasste Zwischensumme Gezahlte Versorgungsleistungen Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/(Verluste) aus Neubemessung Erträge aus Planvermögen (ausschließlich der im Zinsaufwand enthaltenen Beträge) Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Änderungen demografischer Annahmen Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Änderungen finanzieller Annahmen Erfahrungsbedingte Anpassungen Zwischensumme enthalten im Sonstigen Ergebnis Arbeitgeberbeiträge 31. Dezember 2014 353.465 275.529 5.784 9.572 15.356 -11.599 Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 129.277 Schuld aus der leistungsorientierten Verpflichtung 146.252 5.784 5.039 10.823 -1.048

4.533 4.533 -10.551

5.764

-5.764

0

72.586 1.593 74.179 5.764 9.206 138.229

72.586 1.593 68.415 -9.206 215.236

Änderungen der leistungsorientierten Verpflichtung und des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens 2013:

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2014 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft

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Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 1. Januar 2013 Erfolgswirksam erfasste Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen Laufender Dienstzeitaufwand Zinsaufwand Im Periodenergebnis erfasste Zwischensumme Gezahlte Versorgungsleistungen Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/(Verluste) aus Neubemessung Erträge aus Planvermögen (ausschließlich der im Zinsaufwand enthaltenen Beträge) Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Änderungen demografischer Annahmen Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Änderungen finanzieller Annahmen Erfahrungsbedingte Anpassungen Zwischensumme enthalten im Sonstigen Ergebnis Arbeitgeberbeiträge 31. Dezember 2013 275.529 280.904 6.056 9.351 15.407 -11.460

Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 129.547

Schuld aus der leistungsorientierten Verpflichtung 151.357 6.056 5.010 11.066 -1.055

4.341 4.341 -10.405

-656

656

0

-6.437 -2.885 -9.322 -656 6.450 129.277

-6.437 -2.885 -8.666 -6.450 146.252

Das Planvermögen ist wie folgt strukturiert:
31.12.2014 Tsd. € Schuldinstrumente Bankguthaben Immobilien Sonstige Vermögenswerte 76.000 17.006 42.711 2.512 138.229 Vorjahr Tsd. € 79.000 14.807 32.700 2.770 129.277

Die Schuldinstrumente bestehen aus nicht börsennotierten Schuldscheindarlehen verschiedener Banken. Im Planvermögen sind von Unternehmen des üstra Konzerns selbstgenutzte Immobilien mit einem beizulegenden Zeitwert von 4.428 Tsd. € (Vorjahr: 3.831 Tsd. €) enthalten. Die üstra hat im Berichtsjahr ein selbst genutztes Grundstück an die Versorgungseinrichtung als Einbringung von Planvermögen übertragen. Das Grundstück war bislang mit einem Buchwert von 284 Tsd. € im Sachanlagevermögen ausgewiesen und wird seit der Übertragung mit dem beizulegenden Zeitwert von 2.306 Tsd. € bilanziert. Der aus dieser Übertragung resultierende Buchgewinn in Höhe von 2.021 Tsd. € wird als sonstiger betrieblicher Ertrag ausgewiesen. Der tatsächlich erzielte Nettovermögensertrag auf das Planvermögen beläuft sich auf 10.297 Tsd. € oder 7,45 % (Vorjahr: 3.686 Tsd. €).

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2014 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft

Seite 75

Die üstra geht davon aus, dass im Jahr 2015 dem Planvermögen etwa 7.700 Tsd. € (Vorjahr: 9.206 Tsd. €) zugeführt werden. Nachfolgend wird eine quantitative Sensitivitätsanalyse der wichtigsten Annahmen zum 31. Dezember 2014 dargestellt:
Annahmen Szenario Auswirkungen auf die leistungsorientierte Verpflichtung Abzinsungssatz Erhöhung Rückgang um 0,5 % um 0,5 % Tsd. € Tsd. € -29.115 33.535 Lebenserwartung Anstieg um Rückgang 1 Jahr um 1 Jahr Tsd. € Tsd. € 11.819 -10.589

Annahmen Szenario Auswirkungen auf die leistungsorientierte Verpflichtung

Künftige Gehaltssteigerungen Erhöhung Rückgang um 0,5 % um 0,5 % Tsd. € Tsd. € 2.892 -2.743

Künftige Rentensteigerungen Erhöhung Rückgang um 1 % um 1 % Tsd. € Tsd. € 2.967 -2.470

Die vorstehenden Sensitivitätsanalysen wurden mittels eines Verfahrens durchgeführt, das die Auswirkung realistischer Änderungen der wichtigsten Annahmen zum Ende des Berichtszeitraums auf die leistungsorientierte Verpflichtung extrapoliert. Folgende Beträge werden voraussichtlich in den nächsten Jahren im Rahmen der leistungsorientierten Verpflichtung ausgezahlt:
2014 Tsd. € innerhalb der nächsten 12 Monate (nächstes Geschäftsjahr) Zwischen 2 und 5 Jahren Zwischen 5 und 10 Jahren Über 10 Jahre Erwartete Auszahlungen gesamt 12.064 50.771 67.367 410.071 540.273 2013 Tsd. € 11.759 49.754 66.223 403.312 531.048

Die durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung beträgt zum Ende des Berichtszeitraums für die Verpflichtungen aus Entgeltumwandlung 26,0 Jahre (2013: 24,6 Jahre) und für Verpflichtungen ohne Entgeltumwandlung 17,9 Jahre (2013: 15,7 Jahre).

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Seite 76

(15) Übrige Rückstellungen
Zuführung Aufzinsung* Tsd. € 1.778 11 * 175 1.964 0 0 2.817 0 251 3.068 5.032

01.01.2014 Tsd. € Altersteilzeitvereinbarungen Sonstige Langfristige Rückstellungen Rückerstattungsrisiken Einnahmepoolausgleich Nachbesicherungspflicht US-Lease Gewährleistungsrisiken Risiken aus schwebenden Geschäften Kurzfristige Rückstellungen 19.245 904 20.149 3.000 250 0 206 218 3.674 23.823

Verbrauch Tsd. € 5.929 187 6.116 0 250 0 0 158 408 6.524

Auflösung Tsd. € 0 0 0 0 0 0 0 63 63 63

31.12.2014 Tsd. € 15.105 892 15.997 3.000 0 2.817 206 248 6.271 22.268

Die Rückstellungen für Altersteilzeit- und Vorruhestandsvereinbarungen beziehen sich in Höhe von 1.978 Tsd. € (Vorjahr: 3.217 Tsd. €) auf Aufstockungsleistungen, die aus dem Eintritt von Mitarbeitern in den vorzeitigen Ruhestand resultieren. Darüber hinaus umfassen die Rückstellungen Verpflichtungen aus Erfüllungsrückständen, die aus der Vollzeittätigkeit der Arbeitnehmer in der aktiven Phase der Altersteilzeit erwachsen. Die Bemessung der Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen basiert auf den bestehenden Vertragsverhältnissen. Bei der Bewertung der Verpflichtungen ist ein an der durchschnittlichen Laufzeit orientierter Diskontierungszinssatz von 0,07 % (Vorjahr: 0,75 %) zur Anwendung gekommen, der aus der Rendite erstklassiger Unternehmensanleihen abgeleitet wurde. Dementsprechend ergibt sich ein Zinsaufwand von 11 Tsd. € (Vorjahr: 147 Tsd. €). Darüber hinaus ist in den Rückstellungen für Altersteilzeit- und Vorruhestandsvereinbarungen ein Betrag von 5.846 Tsd. € (Vorjahr: 4.753 Tsd. €) für ein Wertkontenmodell enthalten. Die in der Vergangenheit von der üstra gewährten Erfolgsprämien sowie die individuellen Entgeltumwandlungen der Mitarbeiter werden nach Wahl des Mitarbeiters durch die üstra den jeweiligen Kapitalanlagenarten zugeführt. Die angesparten Wertguthaben werden zur bezahlten Freistellung des Mitarbeiters verwendet. Die entsprechenden Kapitalanlagen werden unter sonstigen Finanzanlagen ausgewiesen. Die Rückstellung für Rückerstattungsrisiken reflektiert drohende Rückforderungsansprüche im Hinblick auf erhaltene Investitionszuwendungen. Es wird auf die Ausführungen zu den Eventualverbindlichkeiten verwiesen. Die Rückstellung für die Nachbesicherungspflicht im Rahmen des US-Cross-Border-Lease wurde im Berichtsjahr gebildet, da das Risiko einer Verschlechterung der Bonität der an der Transaktion beteiligten Deutsche Bank AG eingetreten ist, woraus sich vertraglich eine Nachbesicherungspflicht ergibt, deren Kosten von der üstra zu tragen sind. Die voraussichtlichen Kosten wurden im Rahmen einer Barwertermittlung in Höhe von 2.817 Tsd. € aufwandswirksam erfasst.
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2014 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft Seite 77

Die Rückstellung für Gewährleistungsrisiken umfasst wahrscheinliche Verpflichtungen aus der Erbringung von Leistungen der TransTecBau. Mit der Rückstellung für Risiken aus schwebenden Geschäften werden Abrechnungsrisiken sowie drohende Verluste aus Kostenüberschreitungen für Beratungs- und Ingenieurleistungsaufträge abgedeckt. Die Inanspruchnahme der kurzfristigen Rückstellungen wird innerhalb des folgenden Geschäftsjahrs und bei den langfristigen Rückstellungen über einen längeren Zeitraum erwartet, wobei die Rückstellungen für Altersteilzeit auch den Anteil des Jahres 2015 enthalten.

(16) Finanzverbindlichkeiten
31.12.2014 Tsd. € Darlehen von Kreditinstituten / Langfristige Finanzverbindlichkeiten Darlehen von Kreditinstituten / Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 2.556 10.225 2.556 12.782 7.669 10.226 Vorjahr Tsd. €

Die Verbindlichkeiten sind wie folgt zu tilgen:
31.12.2014 Tsd. € Im ersten Jahr Im zweiten Jahr Im dritten Jahr Im vierten Jahr Im fünften Jahr 2.556 2.556 2.556 2.557 0 10.225 Vorjahr Tsd. € 2.556 2.556 2.556 2.556 2.558 12.782

Das KfW-Darlehen bei der üstra ist durchweg mit einer Festzinsvereinbarung ausgestattet, die sich auf den Zeitraum bis zur planmäßigen Volltilgung des Darlehens im Jahr 2018 erstreckt. Weitere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen nicht vor. Kreditsicherheiten wurden nicht gewährt.

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(17) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 28.058 Tsd. € (Vorjahr: 31.801 Tsd. €) umfassen neben den bereits in Rechnung gestellten Lieferungen und Leistungen auch Abgrenzungen für ausstehende Rechnungen von 386 Tsd. € (Vorjahr: 135 Tsd. €).

(18) Sonstige Verpflichtungen
31.12.2014 Tsd. € Langfristige Langfristiger Anteil erhaltener Zuschüsse für Investitionen in den Folgejahren Langfristiger Anteil des Barwertvorteils aus Cross-BorderLease-Transaktion Kurzfristige Arbeitnehmerbezogene Verpflichtungen Erhaltene Anzahlungen Kurzfristiger Anteil des Barwertvorteils aus Cross-BorderLease-Transaktion Sonstige 7.102 2.294 476 2.535 12.407 68.517 6.420 1.874 475 2.487 11.256 67.671 31.12.2013 Tsd. €

54.208 1.902 56.110

54.037 2.378 56.415

Gegenstand der Cross-Border-Lease-Transaktion ist die Vermietung und anschließende Rückmietung von Stadtbahnwagenkontingenten. Sowohl die Eigentums- wie auch die Nutzungsrechte an den Fahrzeugen liegen weiterhin bei der üstra. Aus der sofortigen Begleichung der sich aus der Vermietung und Rückmietung ergebenden Ansprüche und Verpflichtungen ist der üstra ein Barwertvorteil in Höhe von 9.987 Tsd. € entstanden, der in Anbetracht der fortbestehenden Verfügungsbeschränkungen über die Vertragslaufzeiten abgegrenzt wird und sich zum Stichtag auf 2.378 Tsd. € (Vorjahr: 2.853 Tsd. €) beläuft. Die arbeitnehmerbezogenen Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus der laufenden Abrechnung von Löhnen und Gehältern sowie den mit den Beschäftigungsverhältnissen verbundenen Abgaben. Darüber hinaus werden entstandene Erfüllungsrückstände für ausstehenden Urlaub und Überstunden und für ausstehende Abschlusszahlungen aus Ziel- und Tantiemevereinbarungen erfasst. Die erhaltenen Zuschüsse für Investitionen in den Folgejahren sind Zuschüsse für die Anschaffung neuer Stadtbahnen in Höhe von 54.208 Tsd. €, die im Anschaffungszeitpunkt mit den Anschaffungskosten der Vermögenswerte verrechnet werden.

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2014 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft

Seite 79

(19) Eventualverbindlichkeiten In den zurückliegenden Jahren wurden im Rahmen der Finanzierung von Sachanlageninvestitionen erhebliche Investitionszuwendungen des Bundes und des Landes Niedersachsen vereinnahmt. Die Rechtmäßigkeit der Inanspruchnahme sowie die Ordnungsmäßigkeit der Verwendung dieser Zuwendungen ist Gegenstand noch ausstehender Verwendungsnachweisprüfungen. Durch Bildung einer Rückstellung von 3.000 Tsd. € wurde den Rückerstattungsrisiken Rechnung getragen.

5.

Angaben zu Posten der Konzern-Gesamtergebnisrechnung

(20) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse von 172.385 Tsd. € (Vorjahr: 161.446 Tsd. €) werden im Rahmen der Segmentberichterstattung nach Dienstleistungsgruppen aufgegliedert. Erlöse aus dem Absatz von Sachgütern wurden i.H.v. 37 Tsd. € (Vorjahr 643 Tsd. €) erzielt. Auf Fertigungsaufträge entfallen Erlöse in Höhe von 4.753 Tsd. € (Vorjahr: 3.960 Tsd. €).

(21) Sonstige betriebliche Erträge
2014 Tsd. € Weiterberechnete Kosten Mieterlöse Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen Erträge aus Cross-Border-Lease-Transaktionen Gewinne aus Sachanlagenabgängen Übrige 25.859 1.575 63 476 2.059 3.542 33.574 Vorjahr Tsd. € 30.609 1.359 121 476 643 3.244 36.452

Die Erträge aus weiterberechneten Kosten resultieren insbesondere aus Serviceverträgen für allgemeine Instandhaltung sowie projekt- und schadensbezogenen Sachverhalten mit der infra Infrastrukturgesellschaft Region Hannover GmbH, Hannover (infra). Hinsichtlich der Gewinne aus Sachanlagenabgängen verweisen wir auf unsere Ausführungen zum Planvermögen im Bereich Pensionsrückstellungen. Die zukünftigen Mindestleasingzahlungen aus bestehenden Operating-Leasingverhältnissen fallen, gerechnet vom Bilanzstichtag, in folgenden Zeitspannen an:

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31.12.2014 Tsd. € Innerhalb eines Jahres Zwischen zwei und fünf Jahren Nach fünf Jahren 90 136 0 226

Vorjahr Tsd. € 577 312 0 889

(22) Personalaufwand Im Personalaufwand von 117.389 Tsd. € (Vorjahr: 111.471 Tsd. €) sind die unter Angabe 14 aufgeführten Aufwendungen für Altersversorgung enthalten. Für die gesetzliche Rentenversicherung als beitragsorientierten Pensionsplan fallen die gesetzlich vorgeschriebenen Beiträge an, die sich im Geschäftsjahr 2014 auf 7.933 Tsd. € (Vorjahr: 7.986 Tsd. €) belaufen.

(23) Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen entfallen in Höhe von 15.791 Tsd. € (Vorjahr: 15.678 Tsd. €) auf planmäßige Abschreibungen. Außerplanmäßige Abschreibungen sind nicht angefallen (Vorjahr: 6 Tsd. €).

(24) Sonstige betriebliche Aufwendungen Der Posten sonstige betriebliche Aufwendungen von 42.357 Tsd. € (Vorjahr: 45.583 Tsd. €) enthält Leasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen in Höhe von 22.395 Tsd. € (Vorjahr: 16.260 Tsd. €). Darüber hinaus enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sämtliche im Rahmen des Instandhaltungsvertrags angefallenen Kosten zwischen der üstra und der infra sowie die Pachtaufwendungen für die Infrastruktur an die infra. Zum Bilanzstichtag hatte der Konzern offene Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen, die sich wie folgt zusammensetzen:
31.12.2014 Tsd. € Innerhalb eines Jahres Zwischen zwei und fünf Jahren Nach fünf Jahren 2.536 6.767 1.099 10.402 Vorjahr Tsd. € 2.433 6.422 1.964 10.819

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Die Zahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen betreffen im Wesentlichen Mieten für Schieneninfrastruktureinrichtungen, Geschäftsräume, Büroausstattungsgegenstände und Dienstfahrzeuge. In der Regel weisen die Verträge feste Grundmietzeiten auf. Der auf die Schieneninfrastruktureinrichtungen bezogene Nutzungsvertrag enthält neben einer festen jährlichen Mietrate eine bedingte Vergütungskomponente, die an einen etwaigen, durch den Stadtbahnverkehr erzielten Jahresgewinn anknüpft.

(25) Finanz- und Beteiligungsergebnis
2014 Tsd. € Zinsen auf Festgeldanlagen Darlehenszinsen Übrige Zinserträge Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen auf Darlehen Übrige Zinsaufwendungen Zinsen und ähnliche Aufwendungen Zinsergebnis Übrige Beteiligungserträge Übriges Beteiligungsergebnis Übriges Finanzergebnis Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 168 469 30 667 429 42 471 196 13 13 209 801 Vorjahr Tsd. € 121 204 665 990 528 314 842 148 33 33 181 819

(26) Ertragsteuern
2014 Tsd. € Laufende Steuern (davon periodenfremd) Latente Steuern (davon periodenfremd) 131 (0) 123 (0) 254 Vorjahr Tsd. € 38 (0) -41 (0) -3

Bei der Analyse der Ertragsteuern ist zu berücksichtigen, dass das auf der Ebene der üstra entstehende Ergebnis sowie das Ergebnis der protec, der üstra Reisen und der RevCon aufgrund des bestehenden Organschaftsverhältnisses dem Organträger zugerechnet wird. Hiervon ausgenommen ist lediglich die auf Ausgleichszahlungen an Minderheitsgesellschafter von der üstra zu entrichtende Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag.

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2014 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft

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Im Übrigen unterliegen die entstehenden Ergebnisse der inländischen Ertragsbesteuerung, wobei auf der Grundlage der geltenden steuerrechtlichen Bestimmungen für die Berechnung des laufenden Steueraufwands wie im Vorjahr ein Steuersatz von insgesamt 32 % für Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer zum Tragen kommt. Der Ansatz aktiver und passiver latenter Steuern zum 31. Dezember 2014 und im Vorjahr basiert ebenfalls auf einem Steuersatz von 32 %.

Die Ertragsteuern lassen sich wie folgt abstimmen:
2014 Tsd. € Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit / Steuerbasis Vorjahr Tsd. €

-9.235

-10.716

Theoretischer Steueraufwand bei einem Steuersatz von 32 % Effekt aus dem Nichtansatz latenter Steuern auf Verlustvorträge Effekt aus dem Saldo von Erträgen (-) / Aufwendungen der auf Konzernebene nicht besteuerten Ergebnisbestandteile der üstra Effektiver Ertragsteueraufwand Effektiver Steuersatz (in % der Steuerbasis)

-2.863 -19

-3.382 -9

3.374 254 -2,8

3.684 -3 -0,1

(27) Gesamtjahresergebnis / Ergebnis je Aktie Aus den Gesamtergebnissen und der gegenüber dem Vorjahr unveränderten Zahl der Aktien lässt sich das Ergebnis je Aktie wie folgt ableiten:
2014 Gesamtergebnis (in EUR) Anzahl der Aktien Ergebnis je Aktie verwässert und unverwässert (in EUR) -77.616.072,76 26.400.000 -2,94 Vorjahr -1.899.327,48 26.400.000 -0,07

6. 6.1

Segmentberichterstattung Geschäftssegmentbildung

Wesentliche Grundlage für die Darstellung der Segmentinformationen ist die regelmäßige interne Berichterstattung an die Entscheidungsträger und die in dieser Berichterstattung vorzufindende Struktur der Finanzinformationen. Entsprechend den Organisationsgrundlagen des Konzerns folKonzernanhang für das Geschäftsjahr 2014 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft Seite 83

gen die intern berichteten Segmente der Art der Dienstleistungen sowie dem regulatorischen Umfeld, während geografische Aspekte keine Bedeutung haben. Von hervorgehobener Bedeutung für die Lage des Konzerns ist die Durchführung des öffentlichen Personennahverkehrs in der Region Hannover durch die Muttergesellschaft üstra, so dass deren Geschäftsaktivitäten und Ergebnisse Gegenstand separater Analysen in der internen Berichterstattung sind. Die Rechtseinheit „üstra“ stellt demzufolge ein eigenständiges Geschäftssegment neben dem Segment der übrigen „Verkehrs- und Transportleistungen“ dar. Daneben bestehen die Segmente „Beratungsund Ingenieurleistungen“ sowie „Sonstige Dienstleistungen“. Die Einteilung der Segmente ist somit im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

6.2

Beschreibung der berichteten Segmente

6.2.1 üstra Im Segment „üstra“ wird über den Betrieb des öffentlichen Personennahverkehrs in der Region Hannover durch die üstra berichtet. Die Nahverkehrsleistungen umfassen den Betrieb von Stadtbahn- und Buslinien.

6.2.2 Sonstige Verkehrs- und Transportleistungen Das Segment bezieht sich auf die „Verkehrs- und Transportleistungen“, die von den Tochter- und Beteiligungsgesellschaften der üstra ausgeführt werden. Hierunter fallen überwiegend die von der üstra Reisen erbrachten Subunternehmerleistungen im Rahmen der Durchführung des Buslinienverkehrs, die als intersegmentäre Leistungen an die üstra ausgewiesen werden. Enthalten sind überdies die Ergebnisse der TaxiBus Vertriebs- und Vermittlungsgesellschaft mbH (TaxiBus).

6.2.3 Beratungs- und Ingenieurleistungen Die TransTecBau betreibt das Segment „Beratungs- und Ingenieurleistungen“, das hauptsächlich die Planung und Baubetreuung sowie -steuerung von Stadtbahnbauprojekten beinhaltet. Hieraus werden Honorarumsätze generiert. Darüber hinaus gehende Bautätigkeit, bei der die Gesellschaft als Generalunternehmer Bauarbeiten in eigenem Namen und für eigene Rechnung an Subunternehmen vergibt und anschließend dem Auftraggeber weiterbelastet, ist im Wesentlichen auf die Endabwicklung der in den Vorjahren eingeleiteten Projekte konzentriert.

6.2.4 Sonstige Dienstleistungen Das Segment „Sonstige Dienstleistungen“ umfasst die Tätigkeit der protec, die Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Schutz und der Bewachung von Personen und Objekten sowie der Reinigung von Objekten und Haltestellen erbringt. Ferner gehen in das Segment die Vermietungsleistungen der Gehry-Tower sowie die Prüfungs- und Beratungsleistungen der RevCon ein, die nahezu ausschließlich gegenüber der üstra erbracht werden und sich damit als intersegmentäre
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2014 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft Seite 84

Aktivitäten darstellen. Enthalten sind zudem die Ergebnisse aus Werbe- und Vermarktungsaktivitäten der X-City Marketing sowie aus Vermietungsaktivitäten der HRG Passerelle, welche nicht mehrheitlich durch den Konzern gehalten werden.

6.3

Segmentinformationen

1. Januar bis 31. Dezember 2014/2013 2014 Tsd. € Segmenterlöse Gesamtumsätze Intersegmentumsätze Außenumsätze

üstra 2013 Tsd. €

Sonstige Verkehrsund Transportleistungen 2014 2013 Tsd. € Tsd. €

Beratungsund Ingenieurleistungen 2014 2013 Tsd. € Tsd. €

Sonstige Dienstleistungen 2014 2013 Tsd. € Tsd. €

Gesamtbetrag 2014 2013 Tsd. € Tsd. €

162.681 0 162.681

153.249 0 153.249

17.624 -15.092 2.532

11.184 -8.777 2.407

4.142 -69 4.073

4.468 -164 4.304

11.542 -9.053 2.489

11.136 -9.142 1.994

195.989 -24.214 171.775

180.037 -18.083 161.954

Überleitungen Abweichende Wertmaßstäbe des Konzernabschlusses / Auftragsfertigung Konzernumsatzerlöse

611 172.386

-508 161.446

Segmentergebnis Enthaltene Zinserträge Enthaltene Zinsaufwendungen Enthaltene planmäßige Abschreibungen und Amortisationen Enthaltener Ergebnisanteil an assoziierten Unternehmen Enthaltene Aufwendungen zur Ausstattung der Versorgungseinrichtung Enthaltener Ertragsteueraufwand und ertrag(-)

-789 795 2.461 16.789 0 12.206 1

-739 1.112 2.834 16.996 0 13.565 4

424 5 0 353 0 0 35

311 5 1 295 0 0 23

214 4 0 93 0 0 128

232 18 77 101 0 0 34

1.286 5 141 320 801 0 0

1.269 11 155 366 819 0 0

1.135 809 2.602 17.555 801 12.206 164

1.073 1.146 3.067 17.758 819 13.565 61

Überleitungen: Segmentergebnis a) Abweichende Wertmaßstäbe des Konzernabschlusses Auftragsfertigung Nutzungsdaueranpassungen bei Sachanlagen Vorratsbewertung Pensionsverpflichtungen Unterschiede bei der Bilanzierung sonstiger Rückstellungen Bewertung von Finanzinstrumenten Latente Steuern b) Konzernabschlussspezifika c) Ertragsteuern d) Verlustübernahme Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 392 1.729 -1 5.063 306 -287 -123 7.079 -61 254 -17.642 -9.235 -179 2.059 -3 5.093 -653 -147 41 6.211 5 -3 -18.001 -10.715 1.135 1.073

Die Segmentergebnisse enthalten sämtliche Erträge und Aufwendungen, die in das Jahresergebnis nach Steuern, jedoch vor Ergebnisabführung einfließen. Nicht in das Ergebnis des Segments „üstra“ einbezogen sind die Bestandteile des Beteiligungsergebnisses der üstra, da die zugrunde liegenden Aktivitäten in den Ergebnissen der jeweiligen Segmente reflektiert werden. Die Festlegung der Segmentergebnisgröße wie auch die zur Ermittlung der Segmentergebnisse herangezogenen Wertmaßstäbe berücksichtigen die internen Steuerungs- und Berichtspraktiken. Da die interne Berichterstattung keine Informationen zum Segmentvermögen und zu den SegmentschulKonzernanhang für das Geschäftsjahr 2014 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft Seite 85

den enthält und Angaben hierüber auch nicht auf andere Weise dem Konzernvorstand vorgelegt werden, unterbleibt eine Bestimmung des Segmentvermögens und der Segmentschulden gleichfalls in diesem Konzernabschluss. Die im Segmentergebnis enthaltenen Aufwendungen zur Ausstattung der Versorgungseinrichtung setzen sich aus laufenden Zuwendungen in Höhe von 6.900 Tsd. €, aus der Übertragung eines Grundstückes zu einem Wert von 2.306 Tsd. € sowie Zuführungen zu Pensionsrückstellungen in Höhe von 3.000 Tsd. € zusammen. Bei der Ermittlung der an den Konzernvorstand übermittelten Segmentergebnisse kommen grundsätzlich die für die handelsrechtlichen Jahresabschlüsse der Konzerngesellschaften zugrunde gelegten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (HGB) zum Tragen, die erheblich von den für den Konzernabschluss geltenden IFRS-Rechnungslegungsgrundsätzen abweichen. Folglich divergieren der Gesamtbetrag der Segmentergebnisse und das auf Konzernabschlussebene ausgewiesene Jahresergebnis deutlich. Weiterhin gehen in die Segmentberichterstattung Ergebnisbestandteile jener Tochter- und Beteiligungsgesellschaften ein, die unter Wesentlichkeitserwägungen im Konzernabschluss nicht konsolidiert bzw. nach den für assoziierte Unternehmen geltenden Regelungen anteilig erfasst werden. Die sich hieraus ergebenden Überleitungsposten umfassen im Wesentlichen folgende Sachverhalte: Auftragsfertigung Im Konzernabschluss werden die Auftragserlöse aus der Auftragsfertigung der TransTecBau entsprechend dem Leistungsfortschritt erfasst, wohingegen die Umsatzerlöse aus solchen Aufträgen und die Gewinne hieraus in der Segmentberichterstattung erst nach Abschluss eines Auftrags realisiert werden. Nutzungsdaueranpassungen Für Stadtbahnwagen und Busse der üstra wird in der IFRS-Rechnungslegung von einer längeren wirtschaftlichen Nutzbarkeit ausgegangen, so dass sich die verrechneten Abschreibungen sowie die Aufwendungen und Erträge aus Veräußerungsvorgängen von den handelsrechtlichen Segmentergebnisbestandteilen unterscheiden. Vorratsbewertung Abweichend zur Segmentberichterstattung nach handelsrechtlichen Wertmaßstäben werden im IFRS-Abschluss keine rein beschaffungsmarktinduzierten Niederstwertabschreibungen vorgenommen. Pensionsverpflichtungen Anders als in der handelsrechtlichen Rechnungslegung werden im Konzernabschluss die mittelbar über die Versorgungseinrichtung zugerechneten Pensionsverpflichtungen vollständig angesetzt. Darüber hinaus bestehen Unterschiede im zugrundegelegten Diskontierungssatz. Im Zeitablauf kommt es deshalb zu Abweichungen bei der jährlichen Dotierung der Pensionsrückstellungen. Unterschiede bei der Bilanzierung sonstiger Rückstellungen

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2014 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft

Seite 86

Es handelt sich um Ergebnisverschiebungen, die im Wesentlichen aus der restriktiveren Bilanzierung von Verpflichtungsrückstellungen im IFRS-Konzernabschluss resultieren. Ferner führen die Einbeziehung künftiger Ereignisse in der IFRS-Rechnungslegung sowie unterschiedliche Abzinsungspraktiken zu Bewertungsabweichungen. Latente Steuern Aktivische und passivische Steuerüberhänge werden in der Segmentberichterstattung nicht berücksichtigt. Konzernabschlussspezifika Bei dem Überleitungsposten zu den Segmenterlösen handelt es sich um Außenumsätze der im Konzernabschluss nicht konsolidierten Tochterunternehmen. Vergleichbare Sachverhalte schlagen sich auch in dem gleichlautenden Überleitungsposten zum Segmentergebnis nieder. Daneben sind in diesem Posten die handelsrechtlich erfassten Ausschüttungserträge aus Tochterund Beteiligungsunternehmen enthalten. Verlustübernahme Die im Einzelabschluss der üstra gezeigte Verlustübernahme im Rahmen des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der VVG wird im Konzernabschluss als Einstellung in die Kapitalrücklage ausgewiesen.

6.4

Angaben auf Konzernebene

Die Umsatzerlöse mit externen Kunden (Außenumsätze) gliedern sich nach der Art der erbrachten Leistungen wie folgt:
2014 Tsd. € Linien- und Gelegenheitsverkehr Reklameflächenvermietung Bautechnische Planungs- und Beratungsleistungen Bauleistungen Unternehmensbezogene Dienstleistungen Sonstige 163.580 1.636 4.683 1 2.489 -4 172.385 Vorjahr Tsd. € 154.138 1.482 3.796 1 1.993 36 161.446

Die Geschäftsaktivitäten des Konzerns sind ausschließlich inlandsbezogen. Umsatzerlöse mit externen Kunden in Drittländern werden nicht getätigt. Über langfristige Vermögenswerte, die außerhalb Deutschlands liegen, verfügt der Konzern nicht.

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2014 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft

Seite 87

7. 7.1

Sonstige Angaben Arbeitnehmerschaft

Bei in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen waren während des Geschäftsjahres 2014 im Jahresdurchschnitt 2.458 Mitarbeiter (Vorjahr: 2.426) beschäftigt, von denen 2.206 Mitarbeiter (Vorjahr: 2.186) im Verkehrs- und Transportbereich, 45 Mitarbeiter (Vorjahr: 45) im Bereich Beratungs- und Ingenieurleistungen und 207 Mitarbeiter (Vorjahr: 195) im Bereich sonstige Dienstleistungen tätig waren.

7.2

Nahe stehende Personen

7.2.1 Organbezüge Die Vergütung des Vorstands setzt sich wie folgt zusammen:
Vorsorgeaufwendungen für Ruhestandsbezüge Grundvergütung Tsd. € André Neiß Wilhelm Lindenberg 225 200 Tantieme Tsd. € 68 60 sonstige Vergütung Tsd. € 17 14 2014 Tsd. € 310 274 584 Vorjahr Tsd. € 309 274 583 2014 Tsd. € 269 78 347 Vorjahr Tsd. € 278 80 358 Anwartschaftsbarwert 2014 Tsd. € 3.118 3.734 6.852 Vorjahr Tsd. € 2.092 2.905 4.997

Die Grundvergütung, Tantieme und sonstige Vergütung sind den kurzfristig fälligen Leistungen zuzuordnen. Die Vorsorgeaufwendungen für Ruhestandsbezüge stellen Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses dar und umfassen den im Rahmen der Bildung von Pensionsrückstellungen berücksichtigten Dienstzeitaufwand für den aktuellen Vorstand. Aktienkursbezogene Vergütungen werden nicht gewährt. Die Gesamtbezüge für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene betragen 698 Tsd. € (Vorjahr: 686 Tsd. €). Der Anwartschaftsbarwert der Pensionsrückstellungen für diesen Personenkreis beträgt 10.252 Tsd. € (Vorjahr: 10.344 Tsd. €). Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten 38 Tsd. € (Vorjahr: 37 Tsd. €) Sitzungsgelder.

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2014 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft

Seite 88

7.2.2 Beziehungen zur Muttergesellschaft Oberste Muttergesellschaft und gleichzeitig herrschende Gesellschafterin der üstra ist die Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Hannover mbH. Die Beziehungen zur Gesellschafterin beschränken sich auf die typischerweise im Rahmen des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags vorzunehmenden organschaftlichen Steuerverrechnungen sowie auf die Durchführung der Ergebnisabführung. Darüber hinausgehende operative Geschäftsbeziehungen werden nicht unterhalten. In die Bilanz und die Gesamtergebnisrechnung sind die bestehenden Verrechnungsbeziehungen wie folgt eingeflossen:
31.12.2014 Tsd. € Forderungen aus Steuerverrechnungen Verlustausgleichsforderungen Sonstige Verpflichtungen(-) / Sonstige finanzielle Vermögenswerte 787 17.642 18.429 Vorjahr Tsd. € 7.398 18.001 25.399

7.2.3 Sonstige Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Personen Die sonstigen Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Personen, die nicht konsolidiert werden, sind in der nachfolgenden Tabelle zusammengefasst dargestellt. Wesentlich beeinflusst werden die Geschäftsbeziehungen durch die Beziehungen zwischen der infra und der üstra. Zwischen der üstra und der Schwestergesellschaft infra bestehen gegenseitige Leistungsbeziehungen. Die infra verpachtet die Schieneninfrastruktureinrichtungen an die üstra und erbringt Instandhaltungsmaßnahmen an diesen Einrichtungen und rechnet diese an die üstra ab. Die üstra erbringt ihrerseits Instandhaltungsmaßnahmen an diesen Einrichtungen sowie Beratungsund Ingenieurleistungen, die gegenüber der infra berechnet werden.

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2014 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft

Seite 89

2014

Assoziierte Unternehmen Tsd. €

Sonstige verbundene Unternehmen Tsd. €

Operative Transaktionen Umsatzerlöse aus Dienstleistungen Sonstige betriebliche Erträge aus Dienstleistungen und der Überlassung von Ressourcen Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebstoffe und den Bezug sonstiger Leistungen Ausstehende Forderungen aus dem Leistungsverkehr Ausstehende Verbindlichkeiten aus dem Leistungsverkehr Finanzbeziehungen Ausleihungen Gegebene Garantien Zinserträge aus Ausleihungen Erträge aus Beteiligungen 1.208 120 60 13 0 0 0 0 2.004 851 1.738 562 73 3.114 21.798 26.222 1.739 14.967

2013

Assoziierte Unternehmen Tsd. €

Sonstige verbundene Unternehmen Tsd. €

Operative Transaktionen Umsatzerlöse aus Dienstleistungen Sonstige betriebliche Erträge aus Dienstleistungen und der Überlassung von Ressourcen Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebstoffe und den Bezug sonstiger Leistungen Ausstehende Forderungen aus aus Leistungsverkehr Ausstehende Verbindlichkeiten dem dem Leistungsverkehr Finanzbeziehungen Ausleihungen Gegebene Garantien Zinserträge aus Ausleihungen Erträge aus Beteiligungen 1.208 120 60 27 0 0 0 0 1.800 698 2.072 511 75 2.987 26.566 24.541 1.738 26.044

Bei den mit nahe stehenden Personen getätigten Umsätzen handelt es sich um Beratungs- und Ingenieurleistungen, die an die infra erbracht werden, sowie um Dienstleistungen, die mit der
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2014 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft Seite 90

Durchführung des Bus- und Stadtbahnwagenverkehrs in Zusammenhang stehen. Die mit sonstigen verbundenen Unternehmen generierten Dienstleistungserträge resultieren vornehmlich aus der Erbringung von Instandhaltungsleistungen an die infra. Bei der Preisgestaltung der umfangreichen Verrechnungsbeziehungen aus der Erbringung von Dienstleistungen und der Überlassung von Ressourcen sind sowohl das Selbstkostenprinzip als auch an den Marktverhältnissen orientierte Vergütungsmodelle zur Anwendung gelangt. Die von sonstigen verbundenen Unternehmen bezogenen Leistungen beziehen sich hauptsächlich auf die Beschaffung von Energie bei der Stadtwerke Hannover AG. Für die ausstehenden Forderungen und Verbindlichkeiten, die vollumfänglich im Zahlungswege auszugleichen sind, wurden keine Sicherungsabreden getroffen. Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen wegen eines Ausfallrisikos sind nicht angefallen. Ferner unterhält der Konzern Beziehungen zur Versorgungseinrichtung der üstra e. V., die in erster Linie die Einlage liquider Mittel in das Kassenvermögen betreffen. Die im Berichtsjahr zugeführten Werte von 9.206 Tsd. € (Vorjahr: 6.450 Tsd. €) führen zu einer entsprechenden Reduzierung der Pensionsrückstellungen und haben somit keine Ergebnisauswirkungen. Darüber hinaus bestehen mit der Versorgungseinrichtung laufende Geschäftsbeziehungen, im Wesentlichen aus der Anmietung von Räumlichkeiten und aus der Weiterbelastung von Kostenanteilen. Hieraus sind im Geschäftsjahr Aufwendungen von 234 Tsd. € (Vorjahr: 211 Tsd. €) und Erträge von 104 Tsd. € (Vorjahr: 133 Tsd. €) erwachsen. Der aktivische Verrechnungssaldo beläuft sich zum 31. Dezember 2014 auf 5 Tsd. € (Vorjahr: 53 Tsd. €).

7.3

Verkehrskonzessionen

Die üstra hat Konzessionen inne, die zeitlich befristete Genehmigungen für den Betrieb von Busund Stadtbahnlinien nach dem Personenbeförderungsgesetz (PBefG) darstellen. Rechte und Pflichten, die sich für die üstra aus den Konzessionen ergeben, regeln das PBefG und die zu seiner Durchführung erlassenen Vorschriften. So ist die üstra nicht nur berechtigt sondern auch verpflichtet, die genehmigten Linienbetriebe aufzunehmen und während der Laufzeit der Konzessionen aufrechtzuerhalten. Fahrpläne, Beförderungsentgelte und Beförderungsbedingungen, die dem Zustimmungsvorbehalt der Genehmigungsbehörde unterliegen, sind als Auflagen von der üstra zu beachten. Für den Betrieb von Stadtbahnlinien besitzt die üstra wie im Vorjahr 15 Konzessionen mit unterschiedlichen Restlaufzeiten. Die jeweiligen Laufzeiten enden am 24. September 2015. Für den Betrieb von Buslinien besitzt die üstra 40 Konzessionen, die ebenfalls am 24. September 2015 auslaufen. Wir gehen davon aus, dass die Konzessionen kurzfristig neu an die üstra vergeben werden und sich somit keine Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit ergeben.

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2014 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft

Seite 91

7.4

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Neben den vorstehend genannten Verkehrskonzessionen erhält die üstra weitere Zuwendungen der öffentlichen Hand, insbesondere in Form von Investitionszuschüssen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, die durch die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) nach dem Entflechtungsgesetz (EntflechtG) sowie auf der Grundlage von Einzelvereinbarungen gewährt werden. Hinsichtlich der bezuschussten Investitionen sind regelmäßig Bindefristen zu beachten, deren Verletzung entsprechende Rückforderungsansprüche der Zuwendungsgeber auslöst. Im Berichtsjahr wurden Zuwendungen in Höhe von 542 Tsd. € (Vorjahr: 17.498 Tsd. €) vereinnahmt.

7.5

Für das Geschäftsjahr berechnetes Honorar des Abschlussprüfers nach § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in Höhe von 107 Tsd. € (Vorjahr 108 Tsd. €) Honorare für die Abschlussprüfungen, 16 Tsd. € (Vorjahr 17 Tsd. €) für andere Bestätigungsleistungen und 124 Tsd. € (Vorjahr 0 Tsd. €) für sonstige Leistungen der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft enthalten. Steuerberatungsleistungen wurden nicht erbracht.

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2014 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft

Seite 92

7.6

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Abschluss des Geschäftsjahres nicht ereignet.

7.7

Mitteilung zum Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der üstra haben eine nach § 161 AktG vorgesehene Erklärung am 25. April 2014 abgegeben und den Aktionären durch Veröffentlichung im Bundesanzeiger vom 30. April 2014 und auf der Homepage der Gesellschaft unter www.uestra.de/corporate_governance.html dauerhaft zugänglich gemacht.

7.8

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Hannover, den 20. März 2015 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft Der Vorstand

gez. André Neiß

gez. Wilhelm Lindenberg

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2014 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft

Seite 93

üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft, Hannover

Entwicklung der Anlagenwerte zum 31. Dezember 2014

Bruttobuchwerte Stand am 1.1.2014 € Immaterielle Vermögenswerte Konzessionsähnliche Rechte 22.220.656,90

Zugänge €

Abgänge €

Umbuchungen €

Stand am 31.12.2014 €

861.637,53

154.372,00

110.000,00

23.037.922,43

Geleistete Anzahlungen

1.294.408,22

698.983,41

111.541,00

-110.000,00

1.771.850,63

23.515.065,12 Sachanlagen

1.560.620,94

265.913,00

0,00

24.809.773,06

Grundstücke und Bauten

177.198.630,99

848.964,64

3.065.737,10

287.913,13

175.269.771,66

Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen

78.061.615,56

196.000,78

21.393,90 1.879.843,85

80.116.066,29

Fahrzeuge für Personenverkehr

461.268.870,50

3.736.976,94

5.761.045,38

-436.470,40

458.808.331,66

Maschinen und maschinelle Anlagen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

12.740.435,10

262.485,35

95.659,19

0,00

12.907.261,26

84.716.652,44

1.663.347,16

1.416.808,96

645.194,30

85.608.384,94

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 110.879.883,48

1.702.932,84

27.230,55 -2.376.480,88

110.179.104,89

924.866.088,07 Finanzanlagen Übrige Finanzanlagen 16.175.109,18

8.410.707,71 10.387.875,08

0,00

922.888.920,70

1.092.543,95

3.615.923,94

0,00

13.651.729,19

16.175.109,18

1.092.543,95

3.615.923,94

0,00

13.651.729,19

964.556.262,37 11.063.872,60 14.269.712,02 * = verrechnete Investitionszuschüsse

0,00

961.350.422,95

Unter Anwendung der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen

9.362.017,36

800.897,65

0,00

0,00

10.162.915,01

Konzern-Anlagenwerte zum 31. Dezember 2014 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft

Seite 94

Abschreibungen und verrechnete Investitionszuschüsse Stand am 1.1.2014 Zugänge Abgänge € € €

Umbuchungen €

Stand am 31.12.2014 €

Nettobuchwerte Stand am 31.12.2014 €

484.778,13 * 18.555.757,41 0,00 * 32.370,00 484.778,13 * 18.588.127,41

0,00 * 1.159.557,50 0,00 * 0,00 0,00 * 1.159.557,50

0,00 * 153.376,00 0,00 * 32.370,00 0,00 * 185.746,00

0,00 * 0,00 0,00 * 0,00 0,00 * 0,00

484.778,13 * 19.561.938,91 0,00 * 0,00 484.778,13 19.561.938,91

2.991.205,39

1.771.850,63

4.763.056,02

80.407.159,18 * 50.893.521,52

0,00 * 996.079,94 * 2.032.881,86 1.785.166,36

17.721,70 * 3.417,40

79.428.800,94 * 51.144.654,42

44.696.316,30

40.923.620,09 * 23.170.086,75 226.052.368,10 * 173.402.949,22 1.034.223,71 * 7.559.762,13 28.430.296,33 * 43.494.115,70 0,00 * 6.253,05

0,00 * 1.598.079,44

0,00 * 21.393,90

-17.721,70 * -3.417,40

40.905.898,39 * 24.743.354,89

14.466.813,01

369.875,66 * 166.697,18 * 6.540.756,69 5.577.577,25 * 0,00 * 0,00 * 666.196,14 93.770,61 0,00 * 950,99 * 3.793.721,10 1.305.184,51 0,00 * 0,00 0,00 * 6.253,05

0,00 * 226.255.546,58 * -292.669,13 174.073.459,53 0,00 * 0,00 0,00 * 292.669,13 0,00 * 0,00 1.034.223,71 * 8.132.187,66 28.429.345,34 * 46.275.321,42 0,00 * 0,00

58.479.325,55

3.740.849,89

10.903.718,18

110.179.104,89

376.847.667,41 * 369.875,66 * 1.163.728,11 * 298.526.688,37 14.631.635,23 8.789.345,68

0,00 * 376.053.814,96 * 0,00 304.368.977,92

242.466.127,82

0,00

8.634,79

8.634,79

0,00

0,00

13.651.729,19

0,00

8.634,79

8.634,79

0,00

0,00

13.651.729,19

377.332.445,54 * 369.875,66 * 1.163.728,11 * 317.114.815,78 15.799.827,52 8.983.726,47

0,00 * 376.538.593,09 * 0,00 323.930.916,83

260.880.913,03

415.429,78

0,00

0,00

0,00

415.429,78

9.747.485,23

Konzern-Anlagenwerte zum 31. Dezember 2014 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft

Seite 95

üstra Hannversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft, Hannover

Entwicklung der Anlagenwerte zum 31. Dezember 2013

Bruttobuchwerte Stand am 1.1.2013** € Immaterielle Vermögenswerte Konzessionsähnliche Rechte 22.217.154,37

Zugänge €

Abgänge €

Umbuchungen €

Stand am 31.12.2013 €

645.608,75

699.398,47

57.292,25

22.220.656,90

Geleistete Anzahlungen

989.864,27

461.146,46

99.310,26

-57.292,25

1.294.408,22

23.207.018,64 Sachanlagen

1.106.755,21

798.708,73

0,00

23.515.065,12

Grundstücke und Bauten

170.801.641,96

922.795,37

167.323,35

5.641.517,01

177.198.630,99

Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen

79.262.908,40

117.645,41

1.383.465,33

64.527,08

78.061.615,56

Fahrzeuge für Personenverkehr

456.829.866,26

7.096.884,67

2.657.880,43

0,00

461.268.870,50

Maschinen und maschinelle Anlagen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

11.491.855,45

749.285,72

81.080,05

580.373,98

12.740.435,10

83.552.252,41

1.775.493,57

1.202.896,00

591.802,46

84.716.652,44

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

45.403.655,68 72.689.645,88

335.197,55

-6.878.220,53

110.879.883,48

847.342.180,16 83.351.750,62

5.827.842,71

0,00

924.866.088,07

Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien Finanzanlagen Übrige Finanzanlagen

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

62.544.462,52

882.405,54 25.126.758,88 -22.125.000,00

16.175.109,18

62.544.462,52

882.405,54 25.126.758,88 -22.125.000,00

16.175.109,18

933.093.661,32 85.340.911,37 31.753.310,32 -22.125.000,00

964.556.262,37

* = verrechnete Investitionszuschüsse Einige dargestellte Beträge weichen aufgrund von Änderungen des Konsolidierungskreises (zu den Einzelheiten vgl. Angabe 2.1.1 im Anhang) von den Beträgen im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2013 ab. Unter Anwendung der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen

8.543.426,81

818.590,55

0,00

0,00

9.362.017,36

Konzern-Anlagenwerte zum 31. Dezember 2013 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft

Seite 96

Abschreibungen und verrechnete Investitionszuschüsse Stand am 1.1.2013 Zugänge Abgänge € € €

Umbuchungen €

Stand am 31.12.2013 €

Nettobuchwerte Stand am 31.12.2013 €

511.574,13 * 0,00 * 18.068.719,32 1.159.640,56 0,00 * 202,00 0,00 * 32.168,00

26.796,00 * 672.602,47 0,00 * 0,00 26.796,00 * 672.602,47

0,00 * 0,00 0,00 * 0,00 0,00 * 0,00

484.778,13 * 18.555.757,41 0,00 * 32.370,00 484.778,13 18.588.127,41

3.180.121,36

1.262.038,22

511.574,13 * 0,00 * 18.068.921,32 1.191.808,56

4.442.159,58

77.544.032,39 * 2.889.364,85 * 48.653.750,56 2.265.262,53

26.238,06 * 25.491,57

0,00 * 0,00

80.407.159,18 * 50.893.521,52

45.897.950,29

17.721,70 * 40.975.056,86 * 22.916.418,75 1.564.022,41 226.804.933,47 * 703.125,00 * 168.344.252,76 6.259.066,85 * 1.060.396,23 * 0,00 * 7.018.547,92 585.210,24 28.478.969,22 * 0,00 * 40.837.602,66 3.805.903,17 0,00 * 0,00 0,00 * 6.253,05

69.158,47 * 1.310.354,41 1.455.690,37 * 1.200.370,39 26.172,52 * 43.996,03 48.672,89 * 1.149.390,13 0,00 * 0,00 1.625.932,31 * 3.729.602,53 0,00 * 0,00

0,00 * 0,00 0,00 * 0,00 0,00 * 0,00 0,00 * 0,00 0,00 * 0,00 0,00 * 0,00 0,00 * 0,00

40.923.620,09 * 23.170.086,75 226.052.368,10 * 173.402.949,22 1.034.223,71 * 7.559.762,13 28.430.296,33 * 43.494.115,70 0,00 * 6.253,05 376.847.667,41 * 298.526.688,37 0,00 * 0,00

13.967.908,72

61.813.553,18

4.146.449,26

12.792.240,41

110.873.630,43

374.863.388,17 * 3.610.211,55 * 287.770.572,65 14.485.718,25 0,00 * 0,00 0,00 * 0,00

249.491.732,29

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

16.175.109,18

0,00

0,00

0,00 1.652.728,31 * 4.402.205,00

0,00 0,00 * 0,00

0,00 377.332.445,54 * 317.114.815,78

16.175.109,18

375.374.962,30 * 3.610.211,55 * 305.839.493,97 15.677.526,81

270.109.001,05

415.429,78

0,00

0,00

0,00

415.429,78

8.946.587,58

Konzern-Anlagenwerte zum 31. Dezember 2013 üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft

Seite 97

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft, Hannover, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Konzernbilanz, KonzernGesamtergebnisrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, KonzernKapitalflussrechnung und Konzernanhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft

Seite 98

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hannover, den 30. März 2015 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Luther Wirtschaftsprüfer

Bock Wirtschaftsprüfer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft

Seite 99
        
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