Freiheit und gaben, nachdem alles vorbei, unter Läutung der Glocken
und Abfenerung der Kanonen dreimal die Salve. Jm Dom war alles
von Herrn Eosander ?) schön gemacht, mit ungemein vielem Silberzeug;
sonderlich war gleichsam ein neues niedriges Gewölbe von sc<warzem
Tuch gemacht, woran, den Hermelin zu imitiren, Baumwolle saß.
Die 12 Marmorsäulen der Kurfürsten waren sehr wohl menagirt, und
zwar so, daß auf jeder Seite des Domes 5, im Eingang Friedrich
ver erste Kurfürst und [gegen]über das Monument Friedrichs des ersten
Königs mit vielen Tugendsäulen umgeben zu sehen war. An jedem
Pfeiler, so alle mit Schwarz bekleidet, waren nur 60 Wappen der Provinzien,
weil man 118, so viel es sowohl der besessenen als prätendirten
in8gesammt sein sollen, nicht fertig bekommen können. . . EI
1) Der bekannte glückliche Rival Schlüter3, Johann Friedrich v. Gosander,
genannt Göthe. 1713 verlor er seinen Posten als Leiter des Berliner Schloßbaues
und ging als Generalmajor nach Schweden.
2) Das Leichenbegängniß Friedrichs 1 ist in einem besonderen Prachtwerke
geschildert und illustrirt worden. Vergl. auch David Faßmann, Leben und
Thaten Friverici Wilhelmi. 1735. SG. 42 f.
ern
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