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Nante Strumpfs Künstlerleben

Full text : Nante Strumpf's hinterlassene Papiere / Edmüller, Johann (Public Domain) Ausgabe 5 Nante Strumpfs Künstlerleben (Public Domain)

8Re be r. Louis!rede nich so inclusive!Du weeßt, deß ick allens vor de Kunst duhe, aber se haben gesagt, wenn ick noch mal ohne Er- lobtniß spielen würde, denn würden sie mir ufsn Drab bringen. Nanu Hab' ick aber des frei ge- kriegt: An de Geburtsdage von Iuttenbergern un alle die Andern, un an de Jubiläums von Leipzig, Großbeeren, Roßbach un Katzbach un wo sonst noch Katzbalgereien waren, spielen zu laaßen. Nu iß es wahr, wir haben schonst 130 schöne Geburts- un Schlachtdage rausgekrümelt, aber wenn es nicht besser jeht, setz' ick zu. — Erstens Hab' ick mit de Spanier 'ne ocksige Ohr- feige besehen — Louis. Ja, des war 'ne annigante Schlappe! Mit de Spanier is es jetzt höllisch Essig! Die braucht man blos noch als Hutaufseher; denn wenn man eenen Spanier in'n Hut legt, un in 'ne Restauration jeht, da kann man ganz sicher sind, deß er nich gestohlen wird! Reber. Na ja, sehste. — Von Para- dießen Hab' ick alleene vor 3000 Thaler Stücke un Galderobe gekooft. Und was kosten mir nich de Mitglieder; der Handschuhmacher mit den Stockschnuppen vor de zärtlichen Vater kriegt alleene die Woche 16 Silberjroschen, un wenn er spielt, drei Schnäpse un 'ne Flasche Weiß-
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