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Preface

Full text : Das Stadtbuch des alten Köln an der Spree aus dem Jahre 1442 / Clauswitz, Paul (Public Domain)

Dorwort.
Wos uns an Quellenmaterial zur Geschichte Berlins aus dem
Mittelalter erhalten geblieben ist, wurde bereits seit längerer
Zeit durch den Druck veröffentlicht und so der Forschung zugänglicher
 gemacht. AusSgenommen waren davon nur zwei Handschriften,
das älteste Berliner Bürgerbuch und das im städtischen Archiv verwahrte
 alte Stadtbuch von Köln. Bruchstücke aus diesem Stadtbuche
konnten schon in Urkundensammlungen verwertet werden, aber an der
Wiedergabe des Ganzen im Zusammenhange fehlte es bis jetzt noch.
Die Handschrift besteht aus 25 Pergamentblättern, die lose
zwischen den ursprünglichen starken, mit dunkelrotem Papier überzogenen
 hölzernen Ginbandde>eln liegen, da die Verbindung der
Deckel gelöst ist. Ein Teil, das eigentliche Stadtbuch, in schöner
Schrift ausgeführt, vielfach mit roten Initialen geschmückt, umfaßt
nur 11 Blätter und ist in den Jahren 1442 und. 1443 niedergeschrieben.
 Daran schließen sich dann weitere 14, teils leer, teils
zu Eintragungen benußt, die mit dem vorhergehenden Inhalt nicht
im Zusammenhang stehen und aus späterer Zeit, bis in die Mitte
des 16. Jahrhunderts hinein, stammen. Darunter befinden sich auch
einige Abschriften von Urkunden, die älter sind als das eigentliche
Stadtbuch.
Die Sprache ist in dem lekteren niederdeutsch, in den Nachträgen
 aus dem 16, Jahrhundert mit .oberdeutschen Wortbildungen
durchsekt. Das Lateinische findet man hin und wieder in den Überschriften
 und an der Spike von Eintragungen. Auch Nikolaus
Molner leitet den Teil der Handschrift, der von ihm herrührt, lateinisc<)
 ein. In reinem Oberdeutsch ist die kurfürstliche Verordnung
von 1476 wegen der Reihenfolge bei den Prozessionen verfaßt, wie
ja dies die Sprache der kurfürstlichen Kanzlei war. Eine Überjezung
 ver Handschrift oder doch einzelner Teile beizufügen, wäre
vielleicht für manchen Leser erwünscht gewesen, aber die Absicht
wurde aufgegeben, um das Buch nicht umfangreicher zu machen und
IU verteuern.
„Die geschichtliche Einleitung ist nicht als eine Darstellung der
älteren Stadtgeschichte aufzufassen. Es handelt sich nur um die
            
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