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III.

Volltext : Berliner Mädel / Zapp, Arthur (Public Domain)

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verständliches, daß er sie in seinen Armen hielt,
daß er sie küßte und daß sie seine Küsse erwiderte.
Erst das Geräusch vorübergehender Schritte
schreckte sie auseinander. Die Lageristin warf
sich, der Tür den Rücken zukehrend, auf einen
Stuhl, der in der Nähe stand. Ihr Atem ging noch
immer stürmisch, die Brust wogte unter dem
schnürenden Korsett heftig. Sie strich mit den
zuckenden Fingern die Stirnlocken zurecht. Ueber
den Buchhalter kam eine starke Ernüchterung.
Nachdem er sich durch einen scheuen Blick nach der
Tür überzeugt hatte, daß niemand eintrat und
während die Schritte draußen auf der Treppe
verklangen, zupfte er an seiner Kravatte, die etwas
aus ihrem richtigen Sitz gekommen war, und
fuhr glättend mit der Hand über sein Haar. Be—
treten stand er hinter dem Rücken des jungen
Mädchens, in peinlichster Verlegenheit. Er griff
sich mit der Rechten in den Hemdkragen, der ihm
mit einem Male zu eng geworden schien, hüstelte
und räusperte sich und schien zum Sprechen an—⸗
setzen zu wollen, ohne doch ein Wort hervorzu⸗
bringen. Es war eine höchst unbehagliche Situa—
tion, und peinliche Vorwürfe wurden in ihm laut.
Hätte er nicht besser auf sich achten können? Nun
war es doch geschehen, obgleich er sich wiederholt
fest vorgenommen hatte, sich nicht von seinen Ge—
fühlen hinreißen zu lassen, mit denen er fast so
lange, als Fräulein Vogt als Lageristin im Ge—
            
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