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1200. Bildern in das Palais, die um so mehr Plaß erforderten,
als die nach und nach zu restaurirenden Bilder nicht übereinander
gestellt werden durften, sondern jedes Luft und Licht haben mußte.
Ueber die Aufstellung der Solly'schen Gemälde- Sammlung giebt
die folgende Cabinets-Ordxe nähere Auskunft:
» Zur Ausräumung der Solly'schen Gemälde-Sammlung aus
ihrem jehigen gemietheten Local in der Wilhelmsstraße und einstweiligen
Unterbringung eines Theils derselben und Aussonderung
für die künftige Bestimmung dieser Gemälde, müssen nothwendige
Räume geschafft werden. Hierzu sind vom Staats-Minister, Freiherrn
von Altenstein, auch die Säle und Zimmer im Anspach'schen
Palais, welche für den bemerkten Zweck di8ponibel gemacht werden
können, in Vorschlag gebracht worden, und Jc< beauftrage Sie
daher, diejenigen Säle und Zimmer in gedachtem Palais, die zu
anderer Bestimmung nicht unumgänglich nöthig sind, für den obigen
Zweck einräumen zu lassen und sich de8halb mit dem Staats-Minister
von Altenstein weiter zu vernehmen.
Berlin, den 17. Juni 1823.
Friedrich Wilhelm.
An den Hof- Marschall und Wirklichen Geheimen Rath
Baron von Maltzahn.«
1829 trug auch der Hof-Maler Hensel darauf an, ein Atelier
im Anspach'schen Palais zu erhalten, was aber, da wahrscheinlich
schon eine andexe Bestimmung desselben in Aussicht stand, nicht gewährt
wurde, Dagegen wohnten zu dieser Zeit Hofstaats8beamte/
wie die Herren Schiller, Jllaire und andere hier. Jene in Aussicht
stehende anderweitige Bestimmung verhinderte auch, daß der
Luisenstiftung die von der Solly'schen Gemälde- Sammlung gebrauchten
Räume bewilligt wurden, als diese Sammlung endlich
anderweitig untergebracht war, und selbst die vorgeschlagene Verlegung
der Bureaus des Prinzen Wilhelm Sohn, damals commandirender
General des Il. Armee-Corps8, in das Palais wurde
nicht gewährt. Die Erklärung dafür findet sich in einem Schreiben
des Fürsten Wittgenstein, Minister des Königlichen Hauses /' au
den Hof- Marschall, in welchem mitgetheilt wird, daß sich Prinz
Albrecht Königliche Hoheit gestern am 8. Januar 1830 bereit
erklärt habe, das Anspach'sche Palais selbst mit Abzug der Ein-