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Full text: Geschäftsbericht Issue 2015

Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Geschäftsbericht 2015 SXF, TXL, BER

Geschäftsbericht
2015

SXF, TXL, BER

www.berlin-airport.de

→

→

Flughafen Berlin
Brandenburg GmbH
Passagiere 2015

Flughafen
Berlin Brandenburg
Größe	

Berlin gesamt	

1.470 Hektar

29.531.464

Berlin-Schönefeld	8.526.268

Terminal

Berlin-Tegel	21.005.196

Bruttogrundfläche 		
	

Flugzeugbewegungen 2015
Berlin gesamt	

Dachfläche 	

360.000 Quadratmeter
49.000 Quadratmeter

260.610

Länge	

220 Meter

Berlin-Schönefeld	76.153

Breite 	

180 Meter

Berlin-Tegel	184.457

Höhe 	

32 Meter

Vorsitzender der Geschäftsführung

Mainpier

Dr. Karsten Mühlenfeld

Länge 	

Geschäftsführerin Finanzen

Fluggastbrücken 	

715 Meter
16

Heike Fölster
Pier Nord
Gesellschafter

Länge	

Bundesrepublik Deutschland 	

26 %

Land Berlin	

37 %

Land Brandenburg	

37 %

Pier Süd
Länge	

Airlines 	

79

Flugziele	

179

350 Meter

Walk-Boarding-Positionen	12

350 Meter

Fluggastbrücken	9
Start- und Landebahnen
Nordbahn	

3.600 Meter

Mitarbeiter (zum 31.12.2015)

Südbahn	

4.000 Meter

Gesamt	1.843

Seitlicher Abstand	

1.900 Meter

davon SXF	

1.313

davon TXL	

530

Auszubildende	85
Kontakt
Flughafeninfo	

+49 30 6091 1150

www.berlin-airport.de
www.facebook.com/berlinairport
www.twitter.com/berlinairport
www.youtube.com/berlinairport

Parkplätze	10.000

Inhalt  | 3  �

Inhalt
Vorab ................................................................................................................................................. 4

Vorwort des Aufsichtsratsvorsitzenden ................................................................................................... 4
Editorial des Vorsitzenden der Geschäftsführung ................................................................................... 7

Luftverkehr in der Hauptstadtregion ...................... 8

Rekordjahr 2015 ........................................................................................................................................... 10
Verkehrsstatistik 2015 ................................................................................................................................. 12
Destinationen 2015 ..................................................................................................................................... 16
Cargo ............................................................................................................................................................. 18
Service und Shopping ................................................................................................................................ 20
Investieren am BER .................................................................................................................................... 22

Neues vom BER ....................................................................................................... 24
Wo stehen die Bauarbeiten? .................................................................................................................... 26
Zusätzliche Kapazitäten schaffen ............................................................................................................ 28

Nachbar Flughafen .......................................................................................... 30
Umlandarbeit .............................................................................................................................................. 32
Schallschutzprogramm BER ..................................................................................................................... 34
Dialogforum ................................................................................................................................................ 36

Umwelt ....................................................................................................................................... 38

Fluglärmmanagement ............................................................................................................................... 40
Transparent informieren ........................................................................................................................... 44
Luftgüteüberwachung .............................................................................................................................. 46
Grünes Band ............................................................................................................................................... 48

Über uns .................................................................................................................................. 50
Unternehmensstruktur ............................................................................................................................. 52
Attraktiver Arbeitgeber ............................................................................................................................. 54
So erreichen Sie uns .................................................................................................................................. 56
Beteiligungsverhältnisse .......................................................................................................................... 59

Unsere Zahlen ............................................................................................................ 60

Bilanz ............................................................................................................................................................ 62
Gewinn- und Verlustrechnung ................................................................................................................ 64
Kapitalflussrechnung ................................................................................................................................ 65
Eigenkapitalspiegel .................................................................................................................................... 66
Anhang ........................................................................................................................................................ 68
Entwicklung des Anlagevermögens ........................................................................................................ 84
Lagebericht .................................................................................................................................................. 88
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers ........................................................................................ 121

Impressum ........................................................................................................................ 122

�  4  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Vorwort
Sehr geehrte Damen und Herren,
unsere Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg ist im Aufwind. Die Bevölkerungszahlen in Berlin wachsen, beim
Tourismus haben wir erstmals über
30 Millionen Übernachtungen erreicht, und das Wirtschaftswachstum
in Berlin und dem Flughafenumfeld
ist überdurchschnittlich. Jede Metropolregion ist heutzutage auf inter
nationalen Austausch und damit auf
schnelle Flugverbindungen angewie-

siv gestiegenen Fluggastaufkommen

sen. Insofern freue ich mich, dass

anpassen müssen. Der Aufsichtsrat hat

die beiden Flughäfen Schönefeld und

im September 2015 entschieden, dass

Tegel das stetig steigende Verkehrs-

der Flughafen Schönefeld auch über

wachstum gut bewältigen. Mein gro-

die BER-Eröffnung hinaus vorerst am

ßer Dank gilt hier den Mitarbeiterinnen

Netz bleibt. Gleichzeitig planen wir

und Mitarbeitern an den Flughäfen,

schon jetzt ein neues Terminal am

bei den Airlines und Partnern.

BER für weitere acht Millionen Passa-

Dennoch sind wir, um zukunftsfähig

giere. Wir rechnen 2023 mit bis zu

zu bleiben, darauf angewiesen, dass

40 Millionen Passagieren – das zeigt

wir den Flughafen Berlin Brandenburg

die große Attraktivität der Region.

so schnell wie möglich eröffnen. Wir

Wir werden alle unsere Kräfte jetzt

wollen den Flughafen Tegel schließen,

darauf richten, dass der Flughafen

um hier einen innovativen Wissen-

BER so schnell wie möglich ans Netz

schafts- und Industriepark zu etablie-

geht. Sobald die letzten, noch feh-

ren. Mit Rekordergebnissen wie 2015,

lenden Genehmigungen vorliegen,

als 29,5 Millionen Fluggäste von und

kann der Flughafen fertig gebaut,

nach Berlin geflogen sind, steht jedoch

getestet und nach einem Probebetrieb

fest, dass wir die Planungen dem mas-

eröffnet werden.

Michael Müller
Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafen
Berlin Brandenburg GmbH und
Regierender Bürgermeister von Berlin
United Airlines am Flughafen Tegel. →

Vorab | 7 �

Editorial
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir blicken auf ein erfolgreiches Jahr
2015 zurück. In unserem Kerngeschäft
sind wir deutlich gewachsen. Mit
29,5 Millionen Passagieren haben wir
einen neuen Rekord erreicht. 5,5 Prozent mehr Fluggäste sind über Schönefeld und Tegel geflogen. Bei den
Umsätzen konnten wir uns sogar um
13 Prozent verbessern. Mit den beiden
neuen Geschäftsfeldern Aviation und

Infrastruktur investieren. Denn klar

nals genehmigt sind und wir damit

Commercial haben wir die Grundlagen

ist, wir werden SXF mittelfristig auch

definiert haben, welche Restarbeiten

geschaffen, um auch in Zukunft in

nach der BER-Inbetriebnahme weiter-

noch anstehen. Zum Glück läuft die

Qualität und Wachstum investieren zu

betreiben und müssen hier für noch

Zusammenarbeit mit dem Bauord-

können.

mehr Kapazitäten sorgen.

nungsamt und der obersten Bauauf-

Sehr erfolgreich ist 2015 auch die

Neben dem Betrieb der bestehenden

sichtsbehörde Brandenburgs ausge-

Sanierung der Start- und Landebahn

Flughäfen ist es unsere wichtigste Auf-

sprochen kooperativ. Wie versprochen

am Flughafen Schönefeld verlaufen.

gabe, den Flughafen Berlin Branden-

werden wir den Airlines und Prozess-

Wir konnten das Projekt im Zeit- und

burg fertig zu bauen und in Betrieb zu

partnern ein Jahr, und damit zwei

Kostenrahmen abschließen. Für den

nehmen. Wir konnten 2015 wichtige

Flugplanperioden, vor der Eröffnung

Betrieb am Flughafen Schönefeld

Meilensteine bei Planung und Bau

sagen, wann genau die ersten Flug-

und später am BER steht jetzt eine

erreichen, hatten aber auch mit Rück-

zeuge am BER abheben. Der BER ist

Bahn nach modernstem Standard zur

schlägen zu kämpfen. Den Termin für

ein architektonisch und gestalterisch

Verfügung. An beiden Standorten,

eine Eröffnung können wir final erst

sehr gelungener Flughafen. Wir arbei-

im Jahr 2016 aber vor allem in Schö-

bestimmen, wenn alle Nachträge zur

ten hart daran, dass unsere Passagiere

nefeld, werden wir weiterhin in die

Baugenehmigung des Fluggasttermi-

bald von hier abheben können.

Dr. Karsten Mühlenfeld
Vorsitzender der Geschäftsführung der
Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

� Blick auf die Fluggastbrücken am BER-Terminal.

Luftverkehr in der
Hauptstadtregion

Flughafenchef Karsten Mühlenfeld begrüßt die Jubiläumspassagierin Yao Yao Brandenburg in Schönefeld.

Rekordjahr 2015
29,5 Millionen Passagiere
in SXF und TXL

� Bild Seite 8 / 9: Im Juni 2015 landeten
die Fans fürs Champions-League-Finale
in Schönefeld. Die Maschinen parkten auf
dem Vorfeld des BER.

So viele Fluggäste wie noch nie wur-

konnte mit 16,9 Prozent mehr Flug-

den im Jahr 2015 an den Flughäfen der

gästen deutlich zulegen. Tegel ist um

Hauptstadtregion gezählt. Mit 29,5 Mil-

1,5 Prozent auf 21 Millionen Passagiere

lionen Passagieren wurde ein neuer

gewachsen.

Rekord erreicht. Berlin-Brandenburg

Um beide Flughäfen für die vie-

ist damit weiterhin auf dem 3. Platz

len Gäste fit zu machen und einen

der Luftverkehrsstandorte in Deutsch-

möglichst reibungsarmen Betrieb zu

land. Zudem sind die Flughäfen zum

gewährleisten, wurden Investitions-

13. Mal in Folge stärker als der Markt

programme von 36 Millionen Euro

gewachsen. Besonders Schönefeld

aufgelegt. Zudem werden die Kapa-

Luftverkehr in der Hauptstadtregion  | 11  �

Ryanair hat am 27. Oktober 2015 eine Basis in Schönefeld eröffnet.

179 Ziele in 54 Ländern
standen 2015 im Flugplan.

Lufthansa feierte im Oktober 2015 die Wiederaufnahme des
Linienverkehrs ab Berlin vor 25 Jahren.

Im April 2016 hat easyJet ihre 10. Maschine am Flughafen
Schönefeld stationiert.

zitäten am Flughafen Schönefeld im
Jahr 2016 weiter ausgebaut. Ein neues
Terminal sowie weitere Umbauten
und Erweiterungen schaffen Platz für
die steigenden Fluggastzahlen. In den
ersten drei Monaten ist Schönefeld um
43 Prozent gewachsen, in Tegel um
1 Prozent. 2016 werden in Berlin aller
Voraussicht nach deutlich mehr als
30 Millionen Passagiere begrüßt.

Die Handball-Europameister 2016 landeten nach dem Finale im
Februar 2016 mit airberlin am Flughafen Tegel.

�  12  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Gesamt
Verkehrsstatistik
Berlin
2015

Veränderung
zum Vorjahr in %

A.

Fluggäste gesamt

29.531.464

5,5

I.

Lokalverkehr

29.518.128

5,6

1. Linienverkehr
a) Inland
b) Ausland

29.057.949
7.988.962
21.068.987

5,7
3,7
6,5

460.179
394.135
55.881
10.163

-0,4
-7,3
121,4
-13,9

13.336

-44,4

2. Gelegenheitsverkehr
a) Pauschalflugverkehr
b) Tramp- u. Anforderungsverkehr
c) Sonstiger Verkehr
II.

Transit

B.

Flugzeugbewegungen gesamt

260.610

3,2

I.

Gewerblicher Verkehr

248.954

3,7

235.141
232.698
2.443

4,3
4,5
-8,2

13.813
2.920
5.864
108
4.921

-6,4
-10,9
5,4
-28,5
-14,6

11.656

-5,6

43.236.313

-0,3

42.295.458
17.909.398
24.386.060

-0,3
-2,8
1,6

41.653.799
6.107.387

0,4
7,0

641.659
639.832

-31,3
-29,8

940.855

-2,2

0

0,0

1. Linienverkehr
a) Passagierverkehr
b) Frachtverkehr
2. Gelegenheitsverkehr
a) Pauschalflugverkehr
b) Tramp- u. Anforderungsverkehr
c) Frachtverkehr
d) Sonstiger Verkehr
II.

Nichtgewerblicher Verkehr

C.

Luftfracht gesamt

I.

Lokalverkehr Summe
a) Ausladung
b) Zuladung
1. Linienverkehr
a) Frachter
2. Gelegenheitsverkehr
a) Frachter

II.

Transit

III.

Trucking

D.

Luftpost gesamt

4.528.367

-15,4

I.

Lokalverkehr

4.527.552

-15,4

Nachtpostverkehr

4.209.989

-20,3

815

-64,3

1.
II.

Transit

SXF & TXL
Spitzenwerte 2015
Spitzentage
Tegel

609 Flugzeugbewegungen / Tag in TXL

25. 09. 2015
80.491 Passagiere
25. 09. 2015
609 Flugzeugbewegungen

80.491 Passagiere / Tag in TXL

Schönefeld
390 Flugzeugbewegungen / Tag in SXF

07. 06. 2015
43.870 Passagiere
07. 06. 2015
390 Flugzeugbewegungen

43.870 Passagiere / Tag in SXF

Spitzenstunden
Tegel

Schönefeld

10. 09. 2015

16. 09. 2015

06. 06. 2015

06. 06. 2015

9 – 10 Uhr

9 – 10 Uhr

13 – 14 Uhr

13 – 14 Uhr

6.412 Passagiere

52 Flugzeugbewegungen

3.412 Passagiere

30 Flugzeugbewegungen

�  14  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

SXF
Verkehrsstatistik
Schönefeld
2015

Veränderung
zum Vorjahr in %

A.

Fluggäste gesamt

8.526.268

16,9

I.

Lokalverkehr

8.516.966

17,0

1. Linienverkehr
a) Inland
b) Ausland

8.192.678
235.959
7.956.719

16,4
7149,1
13,1

324.288
267.008
48.982
8.298

35,1
23,9
238,3
-16,5

2. Gelegenheitsverkehr
a) Pauschalflugverkehr
b) Tramp- u. Anforderungsverkehr
c) Sonstiger Verkehr
II.

Transit

9.302

-18,1

B.

Flugzeugbewegungen gesamt

76.153

8,3

I.

Gewerblicher Verkehr

69.123

10,6

58.972
56.975
1.997

13,1
14,0
-8,8

10.151
1.951
4.472
100
3.628

-1,6
21,6
12,3
-22,5
-21,1

7.030

-10,5

1. Linienverkehr
a) Passagierverkehr
b) Frachtverkehr
2. Gelegenheitsverkehr
a) Pauschalflugverkehr
b) Tramp- u. Anforderungsverkehr
c) Frachtverkehr
d) Sonstiger Verkehr
II.

Nichtgewerblicher Verkehr

C.

Luftfracht gesamt

8.128.235

3,8

I.

Lokalverkehr Summe
a) Ausladung
b) Zuladung

7.198.939
3.610.193
3.588.746

4,7
5,9
3,5

6.870.501
6.070.789

3,8
7,4

328.438
327.925

28,6
28,4

929.296

-2,2

0

0,0

1. Linienverkehr
a) Frachter
2. Gelegenheitsverkehr
a) Frachter
II.

Transit

III.

Trucking

D.

Luftpost gesamt

6.155

-14,9

I.

Lokalverkehr

6.155

11,4

0

-100,0

1.
II.

Nachtpostverkehr
Transit

Luftverkehr in der Hauptstadtregion  | 15  �

TXL
Verkehrsstatistik
Tegel
2015

Veränderung
zum Vorjahr in %

A.

Fluggäste gesamt

21.005.196

1,5

I.

Lokalverkehr

21.001.162

1,6

1. Linienverkehr
a) Inland
b) Ausland

20.865.271
7.753.003
13.112.268

2,0
0,7
2,8

135.891
127.127
6.899
1.865

-38,9
-39,4
-35,9
-0,2

4.034

-68,1

2. Gelegenheitsverkehr
a) Pauschalflugverkehr
b) Tramp- u. Anforderungsverkehr
c) Sonstiger Verkehr
II.

Transit

B.

Flugzeugbewegungen gesamt

184.457

1,2

I.

Gewerblicher Verkehr

179.831

1,2

176.169
175.723
446

1,7
1,7
-5,5

3.662
969
1.392
8
1.293

-17,5
-42,1
-11,9
-63,6
11,0

4.626

3,1

1. Linienverkehr
a) Passagierverkehr
b) Frachtverkehr
2. Gelegenheitsverkehr
a) Pauschalflugverkehr
b) Tramp- u. Anforderungsverkehr
c) Frachtverkehr
d) Sonstiger Verkehr
II.

Nichtgewerblicher Verkehr

C.

Luftfracht gesamt

35.108.078

-1,3

I.

Lokalverkehr Summe
a) Ausladung
b) Zuladung

35.096.519
14.299.205
20.797.314

-1,3
-4,7
1,2

34.783.298
36.598

-0,2
-32,3

313.221
311.907

-53,9
-52,4

11.559

-6,6

0

0,0

1. Linienverkehr
a) Frachter
2. Gelegenheitsverkehr
a) Frachter
II.

Transit

III.

Trucking

D.

Luftpost gesamt

4.522.212

-15,4

I.

Lokalverkehr

4.521.397

-15,5

Nachtpostverkehr

4.209.989

-20,3

815

40,8

1.
II.

Transit

DEUTSCHL AND

Reykjavík

Düsseldorf

Köln/Bonn

Nürnberg

Frankfurt am Main

Mannheim

Saarbrücken

Friedrichshafen

Memmingen

Stuttgart

Karlsruhe/Baden-Baden

München

Westerland
Trondheim

Bergen

Oslo

Stockholm

Rygge

Stavanger

Göteburg
Halmstadt

Kalmar
Kristianstad

Billund
Edinburgh

Glasgow

Manchester
Nottingham
Birmingham
Southend

Liverpool
Dublin

Shannon

Kopenhagen

Bristol

Amsterdam

Antwerpen

London

BERLIN

Rotterdam
Eindhoven

Brüssel
Chicago
Miami

Paris

Prag

Luxemburg

New York

Basel
Nantes

Bern
Genf

Treviso

Mailand

Lyon

Venedig
Bologna

Nizza
Santiago de
Compostela

Bilbao

Faro

Jerez de la
Frontera
Malaga

Varadero

Casablanca
Funchal

La Palma

Marrakech
Agadir

Lanzarote

Teneriffa

Fuerteventura
Gran Canaria

Alicante

Rijeka

Zadar Split
D

Rimini
Rom

Olbia

Lissabon

Zagre

Pula

Bastia

Madrid
Valencia

Bu

Graz

Ljubljana

Florenz
Pisa

Barcelona
Porto

Wien

Salzburg
Innsbruck
Klagenfurt

Zürich

Palma
Ibiza

Neapel

Bari

Mahon
Cagliari

Palermo
Catania

Tunis
Enfidha

Djerba

Malta

La
Te

Destinationen
im Jahr 2015

Helsinki

m

Sankt Petersburg

Tallinn

Riga
Moskau
Vilnius

Kaliningrad
Danzig

Minsk
Warschau

Krakau

Kiew
Peking
Ulaanbaatar

Bratislava

udapest
Balaton

eb

Belgrad

Bukarest

Sarajevo

Dubrovnik
Podgorica Pristina
Tivat

Varna
Sofia

Burgas
Samsun

Istanbul

Trabzon
Baku

Thessaloniki

Ankara

Korfu

Kayseri

amezia
erme
Athen

Izmir
Samos
Dalaman
Kos
Rhodos

Heraklion

Adana

Gaziantep
Teheran

Antalya
Erbil
Paphos

Larnaka
Beirut
Amman
Tel Aviv

Abu Dhabi

Kairo

Doha
Dubai
Hurghada

Marsa Alam

Ras Al-Khaimah

Am 28. April 2015 startete ein Hilfsflug des Deutschen Roten Kreuzes für die Erdbebenopfer in Nepal am Flughafen Schönefeld.

Cargo
Luftfracht in Berlin
Über die Frachtanlagen der Berliner

war bei rund der Hälfte der Waren

zeug geflogen (+ 4 %). Wachstums-

Flughäfen wurden 2015 rund 86.000

Asien, bei rund einem Viertel Nord-

treiber war bei den Expressdiensten

Tonnen Luftfracht umgeschlagen

amerika. Wirtschafts- und Währungs-

UPS, welche auch aufgrund hoher

(+ 4%). 43.236 Tonnen davon wurden

schwankungen haben auch 2015 den

Online-Bestellungen zum Jahresende

als Luftfracht per Flugzeug transpor-

internationalen Handel beeinflusst,

einen zusätzlichen Frachtflieger zum

tiert. Hinzu kommen 4.500 Tonnen,

so dass seit dem Sommer 2015 die

Europahub in Köln einsetzten. Des

die per Nachtluftpost im Auftrag der

internationalen Luftfrachtströme im

Weiteren verbindet FedEx werktäg-

Deutschen Post World Net AG nach

Wachstum stagnierten. Dadurch lag

lich Berlin mit seinem Europahub in

Stuttgart geflogen wurden. Die rest-

die verladene Fracht in Deutschland

Paris. TNT Express fliegt von seinem

lichen rund 38.000 Tonnen wurden

auf Vorjahresniveau.

Europahub in Lüttich via Berlin ins

von den Airlines und Speditionen

polnische Danzig.

Luftfrachtanlagen in Berlin abgefertigt

Fracht in SXF, TXL und
am BER

und per Lkw zu den Europahubs der

In Schönefeld wurden 2015 rund

Luftfracht (-1%), 4.500 Tonnen Luft-

Airlines gebracht. Ziel- bzw. Quellmarkt

8.000 Tonnen Luftfracht per Flug-

post sowie rund 38.000 Tonnen im

zusätzlich als Luftfracht über die

Am Flughafen Tegel wurden im
letzten Jahr rund 35.000 Tonnen

Luftverkehr in der Hauptstadtregion  | 19  �

Langstrecken rechnen sich auch dank Beiladung von Fracht.

Luftfrachtersatzverkehr für Airlines
und Spediteure von den beiden
Frachtabfertigern Wisag Cargo Service
und Swissport Cargo Service umge-

Ein direkter Vorfeldzugang sichert am Cargo Center am BER den schnellen Weg
ins Flugzeug.

schlagen. Kapazitätsreduzierungen
auf Langstrecken der airberlin nach
den USA sowie die Reduzierung der

das Cargo Center am BER. Neben dem

Zoll sind ebenfalls vor Ort. Das Cargo

Nachtluftpostflüge haben zu einer

Frachtabfertiger Wisag Cargo Service

Center verfügt über ein Kühlzentrum

reduzierten luftseitigen Verladung

sind im Bürobereich unter anderem

für die Abfertigung von bis zu 120 Eu-

beigetragen, welche jedoch durch

Lufthansa Cargo, die Fracht-GSAs Air

ropaletten in zwei Temperaturzonen.

den Vortransport per Lkw zu europä-

Logistics (u. a. Norwegian, SN Brussels)

Für den Frachtumschlag stehen rund

ischen Hubs mehr als ausgeglichen

und ATC Aviation (u. a. Etihad) sowie

10.000 Quadratmeter Umschlagsfläche

wurde.

bei den Speditionen DHL und Müller

zur Verfügung, über die bis zu 100.000

Bereits seit August 2013 erfolgt die

& Partner eingezogen. Grenzveterinär,

Tonnen Fracht pro Jahr abgefertigt

Frachtabfertigung Schönefelds über

Pflanzengesundheitskontrolle und der

werden können.

Familien können am Flughafen Tegel die Wartezeit vor dem Abflug auf spielerische Weise im Sicherheitsbereich des Terminals C1
überbrücken.

Mehr als nur Fliegen
Verbesserte Angebote und Services
Wie bereits in den Vorjahren wurde

break“ erweitert. Besonders kreativ

auch 2015 das Retail-, Gastronomie-

und interessant sind die Speisen bei

und Serviceangebot für die Passagiere

der neuen veganen Gastronomie

und Besucher in Tegel sowie Schöne-

„In.Tegrale“. Zusätzlich steht müden

feld optimiert.

Fluggästen in Tegel ein komfortabler

Die Schweizer Marke Navyboot hat am

Service zur Verfügung. Im Trubel des

Flughafen Tegel einen Store eröff-

Flughafenalltags bieten zwei Schlafka-

net. Reisende können am Standort

binen einen Rückzugsort.

hochwertige Damen- und Herren-

Über die stark ansteigenden Passa-

schuhe sowie Taschen und Acces-

gierzahlen am Flughafen Schönefeld

soires shoppen. Die gastronomische

konnten sich insbesondere die zwei

Vielfalt wurde ebenfalls mit jeweils

neuen Shops von Quicker’s sowie die

einer zweiten Flughafen-Dependance

Betreiber von Witty´s, deren Bio-Cur-

von „auf die hand“ sowie „my smart

rywurst gut ankommt, freuen.

Luftverkehr in der Hauptstadtregion  | 21  �

Gute Ertragslage im Segment Flughafenwerbung: Besonders begehrte Werbeformate am Flughafen Tegel waren 2015 Außenwerbeflächen wie das Riesenposter und die Panoramafläche.

Neue Angebote für die Passagiere in TXL und SXF.

In der Airport City ist der Bau eines weiteren 3-Sterne-Hotels geplant. Investor ist die Dietz Airport Hotels Grundbesitz GmbH,
Betreiber ist die Intercity Hotel GmbH.

Investieren am BER
Flughafenstandort mit Potenzial
Die Flughafengesellschaft ist der größte

zum Beispiel Büro, Hotellerie, Freizeit,

durch einen weiteren Investor ein

Anbieter qualifizierter Gewerbeflächen

Kongress und Konferenz, Gewerbe, Lo-

zweites Hotel errichtet. Mittelfristig

im Umfeld des Flughafens Berlin

gistik und Light Manufacturing sowie

wird in der Airport City großes Poten-

Brandenburg. Der BER steht für beste

flughafenspezifische Dienstleistungen

zial zur Realisierung eines weiteren

Business- und Investmentperspektiven

können entsprechende Grundstücke

Büroprojektes gesehen.

und wird für den südöstlichen Speck-

angeboten werden. Mit der Inbetrieb-

Der Business Park Berlin ist mit ca. 157

gürtel Berlins als Wachstumsmotor

nahme des BER und einem Passa-

Hektar Fläche der größte zusammen-

wirken. Projektentwickler und Inves-

gieraufkommen von über 30 Millionen

hängende Gewerbepark Berlins. Nach

toren haben das Potenzial und die

Passagieren im Jahr wird die Nachfrage

aktuellem Vermarktungsstand sind

Möglichkeiten des Standortes frühzei-

nach attraktiven, hochwertigen Büro-,

bereits rund 45 Prozent der Grund-

tig erkannt und bereits erste Projekte

Einzelhandels- und Gastronomieflä-

stücksflächen veräußert. Die ersten

realisiert. Das Portfolio umfasst derzeit

chen im Bereich des Midfields BER

beiden Erschließungsabschnitte sind

insgesamt neun Entwicklungsgebiete,

weiter steigen. Die Lage der Baufelder

realisiert, der dritte Abschnitt wird

die sowohl auf dem Gebiet des Flug-

in unmittelbarer Nähe zum Terminal

in Abhängigkeit von der Nachfrage-

hafens als auch außerhalb des Sicher-

ist ein Alleinstellungsmerkmal.

situation angegangen. Die nach der

heitszaunes liegen und ganz unter-

In der Airport City, dem Dienstleis-

Eröffnung des BER allgemein erwar-

schiedliche Lagequalitäten aufweisen.

tungszentrum direkt vor dem neuen

tete hohe Nachfrage kann hier zeitnah

Für nahezu alle Nutzergruppen wie

Terminal, wird bis zur Inbetriebnahme

befriedigt werden.

Das Bürogebäude in der Airport City direkt am Willy-Brandt-Platz

Im Business Park Berlin südlich der B96a entwickelt SEGRO den multifunktionalen Park Berlin Airport.

Neues vom BER

�  26  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Flughafen Berlin Brandenburg
Wo stehen die Bauarbeiten?

drei bis vier Monaten; insbesondere
aufgrund der Insolvenz eines wichtigen Baudienstleisters und umfangreicheren Planungen. Die FBB hat
daraufhin den Terminplan in Teilen
fortgeschrieben und Beschleunigungsmaßnahmen aufgesetzt. Diese dienen
der weiteren Optimierung der Abläufe
in den Bereichen Genehmigung, Planung, Bau und Technische Inbetriebnahme. Zudem sollen die Prozesse der
Technischen Inbetriebnahme stärker
mit der Operativen Inbetriebnahme
verschränkt werden.
Am monatlich erscheinenden BER-Barometer lassen sich die Fortschritte auf der Baustelle anschaulich nachverfolgen. Das Barometer wird auf der Roadmap veröffentlicht:
http://ber.berlin-airport.de

� Bild Seite 24 / 25:
Blick auf das BER-Terminal
aus der Airport City.

Erreichte Meilensteine
Im Terminal wurden 2015 und in den
ersten Monaten 2016 die Sanierung

Im Dezember 2014 stellte die Flugha-

des Hauptkabelkanals abgeschlossen,

fengesellschaft den Terminplan für

die Kabeltrassensanierung weitgehend

die bauliche Fertigstellung und die

beendet und alle sieben Segmente

Inbetriebnahme des BER vor. Demnach

der übergeordneten Entrauchungs-

ist es das Ziel, den BER im zweiten

steuerung fertiggestellt. Parallel dazu

Halbjahr 2017 zu eröffnen. Nachdem zu

wurden im Jahr 2015 ein Großteil der

Beginn des Jahres 2015 alle geplanten

bis dato nicht sauber angeschlossenen

Meilensteine erreicht wurden, kam

Räume zusätzlich an die Entrau-

es ab Jahresmitte zu Verzögerungen

chungsanlagen bzw. an die Nachströ-

bei der baulichen Fertigstellung von

mung angeschlossen. Auch wurden

Neues vom BER  | 27  �

Die Firma Schulzendorfer Elektro installiert im Main Pier die
Verkabelung für Rauchfenster.

Für ein Segment der ÜSSPS werden Schwachstromleitungen
angeklemmt.

für alle baulichen Mängel und Restleistungen Lösungen gefunden, die
nunmehr kontinuierlich abgearbeitet
werden. Die Pavillons neben dem Fluggastterminal wurden ebenfalls baulich
fertiggestellt.

Planung
Um die spätere Abnahmefähigkeit des
Fluggastterminals zu gewährleisten,
wurden 2015 der fünfte und sechste
Nachtrag zur Baugenehmigung beim
Bauordnungsamt eingereicht. Im
Februar 2016 hat die Flughafengesellschaft die noch fehlenden Unterlagen

Zwei Ingenieurinnen der Firma Käfer bei der Dokumentation und Prüfung der eingebauten Brandschutzschotts.

zum 5. Nachtrag nachgereicht und
arbeitet derzeit die Nachforderungen
des Bauordnungsamtes ab. Erst mit

me der am BER verbauten Anlagen

der ersten Phase werden alle Anlagen

Vorliegen aller Genehmigungen kann

und Systeme. Die Teams haben ihre

durch die jeweiligen Errichter ein-

das Terminal fertig gebaut werden. Für

Tätigkeit schon 2015 aufgenommen

zeln in Betrieb gesetzt. In der zwei-

das Pier Süd wurde der dritte Nachtrag

und arbeiten aktuell an einer Reihe

ten Phase werden die Schnittstellen

zur Baugenehmigung vom Bauord-

von Anlagen im Fluggastterminal. Bei-

zwischen den Anlagen getestet und

nungsamt genehmigt.

spielsweise wurden im Main Pier Nord

Heißgasrauchversuche durchgeführt.

bereits maschinelle Lüftungsanlagen,

In der dritten Phase wird durch den

Entrauchungsanlagen oder elektrisch

übergeordneten Sachverständigen

Technische
Inbetriebnahme

gesteuerte Türen in Betrieb gesetzt.

und für einzelne Anlagen auch durch

Parallel zur baulichen Fertigstellung

Die Technische Inbetriebnahme lässt

den Betrieb der Gesamtverbund der

beginnt die Technische Inbetriebnah-

sich in drei Phasen unterteilen: In

Anlagen getestet und überprüft.

B96a

Terminal F

Terminal D

C

Terminal A

raße

Ludwig-Prandtl-St

Ramp 3

Str
SchillerMel itta-

B96a

Terminal B

Gebrüder-Hirth-Straße

h
S-Ba

Verwaltung

rlin

R)
g (BA
enrin
r Auß
rl ine
n / Be

Bu

SMR-Turm Nord

Ramp 2
BVD

Taxiway Kilo 5

Express
Center

FWN

ZKS Nord

Ramp 1

Zubringer
B96a

y Golf
Taxiwa

A113

Taxiway Kilo 4

Taxiway Golf

Hangar

Nördliche Start- und Landebahn

Taxiway Delta

Taxiway Delta

Taxiway Charlie

Taxiway Charlie

Ramp 4

Hangar
Taxiway Foxtrott

GA
T

ZKS Mitte

Pier Nord

Terminal

Parkhaus

ZKS Ost

August-Heinrich-Euler-Straße
Hugo-Junkers-Ring

VIII

Büro
VI

Hugo-Junkers-Ring

Parkhaus

IV

Berliner Chaussee

Airport City

Terminal

Service Area North

Elly-Beinhorn-Ring

VIII

Brunolf-Baade-Str.

Midfield Expo Gardens

Hotel

VI

Hangar
Air Berlin/
Germania

Hotel
II VI

Parkhaus

VIII

VIII

Hugo-Junkers-Ring

Hugo-Eckener-Allee

FWO
I

Käthe-Paulus-Allee

BVD
III

I/III

Taxiway Bravo

Taxiway Bravo

ZKS Süd

Waltersdorfer Allee

Umspannwerk
e.on. E.dis
Energiezentrale

Service Area South
BVD

Ramp C

II

BAW

NZ

I

Büro
III

Tankstelle

Fritz-Horn-Straße

FWW

SD

Henrich-Focke-Allee

BVD

BVD

I/III

Umspannwerk

FOC I

TIA
III

Gasregelstation EWE
Hermann-Köhl-Straße

VII

Pier Süd

Halle

II

Parkhaus
Hugo-Eckener-Allee

Mietwagencenter

Pabst-von-Ohain-Straße

VI

SMR-Turm Süd

Parkhaus

Melli-Beese-Ring

Parkhaus
Ludwig-Bölkow-Straße

Pabst-von-Ohain-Str.

Schönefelder Allee

Margarete-von-Etzdorf-Str.

ZKS West

Airgate

Willy-Brandt-Platz

Arthur-Müller-Str.

Ramp B

BVD

Büro

Cargo Center II

e

Georg-von-Tschudi-Str.

Maintenance Area

Mainpier

Taxiway Tango

Wolfgang-von-Gronau-Allee

Walter-Rieseler-Straße

DFS Tower
II

Parkhaus

Melli-Beese-Ring

Hangar
LHT
Energiezentrale

Georg-Wulf-Str
aß

Halle I

Cargo Center

Melli-Beese-Ring

Kienberger Brücke

Hangar

Jü
rg

Hangar

ZKS
Parkhaus

en

-S

ch

um

an

n-A
lle
e

Ramp A

Hangar

Betriebsstraße
Taxiway Alpha

Taxiway Alpha

Waltersdorfer Dreieck

← Dr

esd

en

Die neuen Terminals Südliche
in SXFStartund
BER sind in Purpur hervorgehoben.
undam
Landebahn

Berlin/Brandenburg
erlin/Brandenburg

Städtebauliche Planung
Urban planning

n Planung
opment

Grenze Baufelder
Construction site perimeter

jekte
jects

Realisierte Flugbetriebsflächen
Existing aircraft movement areas

nung
ts

Flugbetriebsflächen in Planung
Planned aircraft movement areas

te
rties

← Be

Flughafen
Schönefeld

Waßmannsdorf

w

Bra
Ber
l in

Hotel V

Weitere Eigentumsflächen der
Flughafen Berlin Brandenburg GmbH
Other land owned by Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

FFN

Feuerwache Nord
Fire Station North

FFO

Feuerwache Ost
Fire Station East

NZ

Notstromzentrale
Emergency power centre

SD

Sicherheitsdienste
Security services

Falzmarke

Lufthansa Technik
Lufthansa Technik

BAW

Betriebliche Abfallwirtschaft
Operational waste management

FFW

BVD

Bodenverkehrsdienste
Ground traffic services

Feuerwache West
Fire Station West

GAT

Flight Operation Center
Flight Operation Center

General Aviation Terminal
General aviation terminal

TIA

FOC

Technische Instandhaltung
Technical Maintenance

ILA

Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung
Berlin Air Show

ZKS

Zugangskontrollstelle
Access control point

Ausblick BER
Zusätzliche Kapazitäten schaffen
Falzmarke

LHT

A113

Falzmarke

Falzmarke

Die Flughafengesellschaft hat am

Passagieren im Berlin-Verkehr. Das

die Erstellung der Masterplanung BER

25. September 2015 die grundlegenden

Paket umfasst folgende Einzelprojekte:

öffentlich bekannt gemacht. Ziel ist

Weichen für den weiteren Ausbau

Kurzfristige Anpassung von Schönefeld

die Entwicklung eines langfristigen

der Luftverkehrsinfrastruktur in

alt an die steigenden Verkehrszahlen,

Konzepts zum bedarfs- und kapazi-

Schönefeld gestellt. Der Aufsichts-

Planung für die Anpassung des Roll-

tätsgerechten Ausbau des Flugha-

rat gab grünes Licht für ein erstes

wegesystems SXF und BER, Planung

fenareals über das Jahr 2023 hinaus.

Teilpaket, das den Verkehrszuwachs

der Ver- und Entsorgungsinfrastruk-

Dabei geht es sowohl um die Entwick-

in Schönefeld bis zur Eröffnung des

tur, Planung eines weiteren Terminals

lung von Flächen für Immobilienpro-

BER absichert, den Bau des Regie-

im Midfield des BER. Im neuen Termi-

jekte auf der Landseite, als auch um

rungsflughafens ermöglicht und den

nal sollen pro Jahr rund 8 Millionen

den Ausbau der luftseitigen Anlagen,

mittelfristigen Ausbau des Standortes

Fluggäste abgefertigt werden können.

um auch in Zukunft die nötigen

bis 2023 einleitet. Bis zum Jahr 2023

Die Flughafengesellschaft hat im März

Kapazitäten für die weiter steigenden

rechnet die FBB mit bis zu 40 Mio.

2016 die EU-weite Ausschreibung für

Fluggastzahlen bieten zu können.

Wal

Neues vom BER  | 29  �

Ausbau Schönefeld

Das neue Terminal am BER entsteht in östlicher Verlängerung zum Pier Nord.

Der Flughafen Schönefeld wächst
derzeit bei den Passagierzahlen jeden
Monat über 40 Prozent im Vergleich
zum Vorjahresmonat. Zudem soll SXF
auch über die BER-Eröffnung hinaus
temporär in Betrieb bleiben, um
ausreichend Platz für den steigenden
Flugverkehr in der Hauptstadtregion
zu bieten. Es ist deswegen vorgesehen,
das Terminal B um ca. 600 Quadratmeter zu vergrößern. Dazu wird die Seite
zur Vorfahrt um die bisherige Außenfläche des Daches erweitert. Nach dem
Umbau erwarten die Fluggäste zusätzliche Check-in Automaten und eine
bessere Anstellfläche zur Siko-Spur.
Westlich des Terminal D entsteht mit
dem Terminal D2 ein komplett neues
Ankunftsterminal. Das knapp 3800 qm
große Gebäude wird mit drei Gepäckbändern ausgerüstet. Der Fernbus-

Bis zu 200 Bauarbeiter waren von Mai bis Ende September 2015 auf der Nordbahn im
Einsatz. Mit rund 50 Großgeräten wie Abfräsmaschinen und Asphaltfertigern wurden
die oberen beiden alten Asphaltschichten entfernt und rund 220.000 Quadratmeter
Asphalt neu aufgebracht.

parkplatz wird verlegt und entsteht
neu auf dem bisherigen P6. Auch das
Parkhaus P4 wird komplett saniert.

Regierungsflughafen

Nordbahn im Zeitund Kostenplan saniert

Aufgrund des Wachstums des Flug-

Die FBB hat 2015 die Sanierung der

schluss der Sanierung der Nordbahn

verkehrs in Berlin wird der Flughafen

Start- und Landebahn des Flughafens

geht für den jetzigen Flughafen Schö-

Schönefeld auch nach der Eröffnung

Schönefeld im Zeit- und Kosten-

nefeld sowie den zukünftigen BER

des BER temporär weiter betrieben.

plan abgeschlossen. Seit Beginn des

eine Start- und Landebahn in Betrieb,

Im September 2015 wurde deswegen

Winterflugplans am 25. Oktober 2015

die EASA-zertifiziert ist und besonders

beschlossen, das Regierungsterminal

starten und landen die Flugzeuge wie

hohe Sicherheits- und Qualitätsstan-

vorübergehend nach der Schließung

geplant wieder von der Start- und

dards erfüllt. So wurden zum Beispiel

von Tegel auf der Ramp 1 am Stand-

Landebahn am Flughafen Schönefeld,

die Sicherheitsflächen, welche die

ort Schönefeld unterzubringen. Der

der zukünftigen Nordbahn des BER.

Start- und Landebahn umgeben, sowie

Regierungsflughafen soll seinen

Die vom 2. Mai bis 24. Oktober 2015

die Runway End Safety Areas (RESA)

endgültigen Standort auf der Ramp 2

temporär genutzte südliche Start- und

an den Startbahnköpfen nach EASA-

erhalten.

Landebahn des BER wird zur Eröff-

Standard konstruktiv ertüchtigt.

nung des neuen Flughafens wieder in
Betrieb genommen. Mit dem Ab-

Nachbar Flughafen

Corporate Volunteering: Die Mitarbeiter der FBB unterstützten 2015 unter anderem den Zirkus Cabuwazi in direkter Nachbarschaft
des Flughafens Schönefeld.

Für unsere Region
Umlandarbeit
Der Flughafen Berlin Brandenburg ist

konstruktiven Dialog. Im Dialogforum

und bleibt der Wachstumsmotor für

vertritt er die Interessen der Flugha-

die Region. Dem Zuwachs an Arbeits-

fengesellschaft.

plätzen sowie sinkenden ArbeitsloFluglärm, Emissionen oder steigender

Unterstützung
für die Region

Verkehr gegenüber. Als Unternehmen

2015 unterstützte die Flughafenge-

trägt die Flughafengesellschaft eine

sellschaft 190 Projekte in der Flugha-

Verantwortung gegenüber der Region.

fenregion, so viele wie nie zuvor. Die

Der Umlandbeauftragte pflegt die

finanzielle Stütze für Vereine und

Kontakte zu den Landräten, Bürger-

Institutionen durch Dritte ist unerläss-

meistern, Abgeordneten und Ge-

lich. Kulturelle Veranstaltungen und

meindevertretern und sorgt für einen

Feste könnten sonst oft nicht stattfin-

senzahlen stehen Belastungen wie

� Bild Seite 30 / 31: Stellvertretend für das gesamte sportliche
Engagement der FBB stehen diese
acht jungen Nachwuchssportler
aus der Region.

Nachbar Flughafen  | 33  �

den; das Sportangebot oder die sport-

arbeit mit unterschiedlichen Akteuren

lichen Erfolge wären nicht so umfang-

wie zum Beispiel der Flüchtlingsunter-

reich. Der Flughafengesellschaft sind

kunft in der Anrainergemeinde Schö-

deshalb langjährige und verlässliche

nefeld, dem Arbeiter-Samariter-Bund,

Partnerschaften für eine nachhaltige

der Initiative „Willkommen in Königs

Wirkung besonders wichtig.

Wusterhausen“ oder dem Deutschen

Der Bereich Sport nimmt den größ-

Roten Kreuz. Zudem haben die Mitar-

ten Anteil ein: Rund 25 verschiedene

beiterinnen und Mitarbeiter der Flug-

Sportarten werden durch die FBB

hafengesellschaft Sachspenden für die

unterstützt. Allen voran Fußball-,

Erstversorgung der ankommenden

Handball- und Volleyballvereine, die

Flüchtlinge am Bahnhof Berlin-Schö-

in nahezu jeder Gemeinde verankert

nefeld zur Verfügung gestellt.

sind. Neben den klassischen Sportarten profitieren auch seltenere Arten

Airport Campus

wie Bogenschießen, Floorball oder

Mit Airport Campus bietet die Flugha-

Indiaca von der Unterstützung. Die

fengesellschaft Vorlesungsveranstal-

Bereiche Kultur, Soziales und Bildung

tungen zu luftfahrt- und flughafen-

nehmen zusammen einen ebenso

spezifischen Themen für Studierende

großen Bestandteil der Förderung ein.

von Hochschulen im Einzugsgebiet

Jazzfestivals, klassische Konzerte oder

des BER an. Airport Campus startete

Chorgemeinschaften sind Beispiele im

im November 2008. Seitdem fanden

kulturellen Bereich. Im Bildungssek-

42 Vorlesungen statt, an denen rund

tor etablieren immer mehr Schulen

2600 Studierende teilgenommen

Medienklassen und benötigen somit

haben.

Tablets, Notebooks oder Smartboards.
Zudem haben Klassen die Möglichkeit,
auf Kosten der Flughafengesellschaft
Theatervorstellungen zu besuchen.
Kitas wird ein mobiles Puppenthea-

→	Kontakt:

ter angeboten, welches direkt in die
Einrichtung kommt.

Flüchtlingshilfe

Bürger aus dem Umland
haben die Möglichkeit,
direkt über ein An-

Einige der derzeit in Deutschland an-

wohnertelefon mit der

kommenden Flüchtlinge finden in der

Flughafengesellschaft in

Flughafenregion ein neues Zuhause.

Kontakt zu treten.

Das Ziel der Flughafengesellschaft ist

Tel.: 030 | 6091-6091

es, aufnehmende Gemeinden langfristig bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

Mehr Informationen

Die Flughafengesellschaft hat zum

unter

Beispiel für Deutschkurse und Lehr-

http://nachbarn.berlin-

materialien sowie bei der Anschaffung

airport.de

von Mobiliar finanzielle Unterstützung
geleistet. Hier gibt es eine Zusammen-

2015 unterstützte die Flughafengesellschaft 190 Projekte in der Flughafenregion.

Das Schallschutzprogramm BER schützt neben 25.500 Privathaushalten auch besondere Einrichtungen, wie z. B. Kindergärten,
Schulen, Krankenhäuser und Altenheime im Flughafenumland. 29 Einrichtungen wurden bis zum Ende des Jahres 2015 mit
individuell angepassten Maßnahmen vor Schall geschützt.

Schallschutzprogramm BER
Mehr als 15.000
Anspruchsermittlungen versandt
Die FBB hat im Jahr 2015 eine Vielzahl

Auf Grundlage der ASE können die

an Schallschutzanträgen bearbeitet.

Anwohner die Schallschutzmaßnah-

Bislang wurden an mehr als 15.000

men beauftragen. Als Eigentümer

Haushalte im Umland des Flughafens

entscheiden sie selbst, durch wen

BER individuelle Anspruchsermitt-

die Maßnahmen an ihrem Gebäude

lungen (ASE) versendet. Aus den ASE

umgesetzt werden. Die FBB unter-

geht hervor, welche Schallschutz-

stützt die Umsetzung und setzt dafür

maßnahmen die FBB dem Anwohner

auf ein breites Informationsangebot

erstattet oder wie hoch die Entschädi-

für die Anwohner, das im Jahr 2016

gung ist, die die FBB dem Anwohner

noch weiter ausgebaut werden soll.

auszahlt.

So bietet die Schallschutzliste der Auf-

Nachbar Flughafen  | 35  �

tragsberatungsstelle Brandenburg eine
gute Orientierung bei der Suche nach
einer Baufirma. Die Liste ist im Internet verfügbar und führte Ende 2015
bereits 46 Firmen, die im Rahmen des
Schallschutzprogramms BER Maßnahmen umsetzen. In der Ausstellung im
DIALOG-FORUM zum Schallschutzprogramm BER können Anwohner sich
den Einbau von Schallschutzmaßnahmen in einem Musterhaus ansehen.
Das Schallschutzteam der Flughafengesellschaft steht den Anwohnern bei
allen Anliegen gern zur Seite. Das gilt
sowohl für Eigentümer, die eine Entschädigung erhalten als auch für diejenigen, die eine Anspruchsermittlung
für Baumaßnahmen bekommen. Auch
die Informationsveranstaltungen zum
Schallschutzprogramm haben sich

Die FBB führt in den Umlandgemeinden des BER Informationsveranstaltungen durch
und lädt die dortigen Anwohner persönlich ein. Alle Besucher haben die Möglichkeit,
Antworten auf ihre individuellen Fragen zu erhalten.

bewährt. Bis Ende 2015 konnten rund
1.500 Anwohner zu insgesamt 21 Veranstaltungen begrüßt werden.

Im Praxistest
2015 wurde die südliche Start- und
Landebahn des Flughafens BER
genutzt, um die notwendige Sanierung der Nordbahn durchführen zu
können. Im Zuge dessen wurden

→	Kontakt:

Fluglärmmessungen entlang der
Südbahn durchgeführt. Die dabei

Das Schallschutzteam steht jedem Anwohner, der Fragen zu seiner

gemessenen Maximalschallpegel fielen

Anspruchsermittlung und zur baulichen Realisierung hat, mit

deutliche 6 bis 11 Dezibel geringer aus

Hinweisen und Antworten zur Seite. Die Anwohner, die eine Ent-

als für die Ermittlung der Schallschutz-

schädigung erhalten, können ein kostenloses, freiwilliges Bera-

maßnahmen angenommen. Die

tungsangebot der Flughafengesellschaft in Anspruch nehmen. Alle

FBB geht daher davon aus, dass die

Informationen und Kontakte finden sich im Nachbarschaftsportal:

Schallschutzmaßnahmen ausreichend

http://nachbarn.berlin-airport.de

dimensioniert sind.

Anwohnerinfo zum Schallschutzprogramm

1)

Tel.: 030 | 6091-73500
(dienstags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr)
Dabei ausgenommen ist sogenannter Sonderverkehr
(z. B. Hilfsflüge des DRK), der gemäß Planfeststellungsbeschluss keine Berücksichtigung findet.
1)

Alle Anwohner können sich im Haus DIALOG-FORUM beraten lassen.

Dialogforum
Airport Berlin Brandenburg
Die Flughafenregion
gemeinsam gestalten
Das Dialogforum Airport Berlin Bran-

getragen. Der Austausch und die Kom-

dungen gehören bei so vielen diver-

denburg ist eine Kommunikations-

munikation dienen dazu, das Umland

gierenden Interessenlagen dazu.

plattform der Flughafengesellschaft

des BER insgesamt in den Blick zu

Das Dialogforum beschäftigt sich in

und ihrer Gesellschafter, den Ländern

nehmen um die dynamische Entwick-

drei Arbeitsgruppen intensiv mit allen

Berlin, Brandenburg und dem Bund,

lung der Region aktiv mit zu steuern.

Angelegenheiten, die beim Bau und

sowie den Kommunen und Landkrei-

Im Dialogforum als politischem Raum

späteren Betrieb des Flughafens BER

sen des Flughafenumfeldes des BER.

besprechen die Mitglieder, der Arbeits-

im Flughafenumfeld auftreten. Die

Die Arbeit des Dialogforums ist vom

ausschuss sowie die Arbeitsgruppen

AG 1 „Interessenausgleich“ prüft die

Wissen um die gemeinsame Verant-

Themen von Infrastruktur bis Schall-

Möglichkeiten des Interessenaus-

wortung aller Akteure für die positive

schutz. Kontroverse Diskussionen und

gleichs zwischen dem Flughafenbe-

Entwicklung der Flughafenregion

langwierige Prozesse bei Lösungsfin-

treiber und den Umlandkommunen.

Nachbar Flughafen  | 37  �

Dabei werden auch Beispiele von
einigen internationalen Flughäfen
diskutiert, an denen es monetäre
Ausgleichszahlungen für das Umland
gibt. In der AG 2 „Fluglärm“ werden die
„Umsetzung des baulichen Schallschutzes“ an Wohngebäuden sowie
die „Gesamtlärmbetrachtung“ (Schienen-, Straßen-, Luftverkehr) betreut.
In der AG 3 „Kommunale und interkommunale Entwicklung“ werden
gegenwärtig die Vorhaben an Infrastruktur im „Gemeinsamen Struktur-

→	Ansprechpartner:
Dialogforum Airport Berlin Brandenburg
Mittelstraße 11
12529 Schönefeld
Tel.: 030 | 6091-75988
www.dialogforum-ber.de
Beratungsstelle der Landkreise
Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald
Tel.: 030 | 634 107 900

konzept des Flughafenumfeldes“ evaluiert. Hier sollen Lösungen gefunden
werden, um die Herausforderungen
zu schultern, die mit der Eröffnung
des BER einhergehen, wie zum Beispiel bei der verkehrlichen Anbindung
mit Individualverkehr, öffentlichen
Verkehrsmitteln oder dem Rad.
An der Geschäftsstelle des Dialogforums Airport Berlin Brandenburg
in der Mittelstraße 11 in Schönefeld
konnte zudem mit dem Haus DIALOGFORUM ein Bürgerberatungszentrum
etabliert werden. Die Anwohner
können sich von den Beratungsstellen
der Landkreise zu Schallschutzangelegenheiten beraten lassen und eine
Ausstellung zur baulichen Umsetzung beim Schallschutzprogramm
besuchen. Auch der Fluglärmschutzbeauftragte hat hier seinen Sitz. Die
entsprechende Fachkompetenz und
die flughafenunabhängige Beratung
haben das Beratungszentrum in
Sachen „Schallschutz“ als anerkannte Anlaufstelle für die vom Fluglärm
Betroffenen in der Region werden
lassen.

Das Schallschutzhaus zeigt auf, welche Räume wie vor Fluglärm geschützt werden.

Umwelt

�  40  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Die Passagierzahlen in Schönefeld sind 2015 deutlich gewachsen. Durch eine höhere Auslastung liegt die Anzahl
der Flugbewegungen jedoch noch hinter den Zahlen von 2010.

Fluglärmmanagement
Überwachen, berechnen, mindern

� Bild Seite 36 / 37: Mit Hilfe des
Biomonitorings wird untersucht,
welcher Schadstoffbelastung
Gras als Futtermittel ausgesetzt
ist – und welchen Anteil daran
der Luftverkehr hat.

2015 verzeichneten die Flughäfen

die Verkehrszahlen dem Wert des

Schönefeld und Tegel ein Passagier-

Jahres 2010. Die Zunahme der Flugbe-

plus von 5,5 Prozent. Durch eine

wegungen erfolgte ausschließlich im

verbesserte Auslastung der Flugzeuge

Tagzeitraum. Eine Entwicklung des

und den Einsatz größerer Maschinen

Jahres-Dauerschallpegels kann für das

steigt die Effizienz des Berliner Luft-

Jahr 2015 nicht ausgewiesen werden,

verkehrs kontinuierlich. Während das

da aufgrund der Sanierung der Nord-

Passagieraufkommen seit 2006 um

bahn der Verkehr im Zeitraum vom

60 Prozent zunahm, stieg die Zahl der

2. Mai bis 23. Oktober auf der Südbahn

Flugbewegungen nur um vier Prozent.

abgewickelt wurde. Die temporäre

Lärmmessung SXF

Nutzung der Südbahn hat 2015 gezeigt,
dass die gemessenen Maximalschallpe-

In Schönefeld wurden im Jahr 2015

gel deutlich geringer ausgefallen sind

5.828 Luftfahrzeuge mehr abgefertigt

als bei der Berechnung der Schall-

als im Vorjahr. Damit näherten sich

schutzmaßnahmen angenommen. Die

Umwelt  | 41  �

Nordbahnsanierung verändert Fluglärmkonturen
Südbahnbetrieb: Veränderte Fluglärmbelastung bei
Flugrichtung West. Dargestellt ist die Differenz der
berechneten Tages-Dauerschallpegel.

< –5 dB
< –10 dB
< –15 dB
< –20 dB
< –25 dB
> 25 dB
> 20 dB
> 15 dB
> 10 dB
> 5 dB

Dauerschallpegel Tegel*
66,0

sechs bis elf Dezibel unter den für die

65,0

65,4

65,1

65,4

65,3

190.000

65,2

180.000

64,0

170.000

men angenommenen Werten. Dabei

63,0

160.000

62,0

ausgenommen ist Sonderverkehr

61,0

150.000
...

(z. B. Hilfsflüge des DRK), der gemäß

60,0

10.000

59,0

9.500

Planfeststellungsbeschluss keine
Berücksichtigung findet. Die FBB

Leq, tag/dB(A)

Berechnung der Schallschutzmaßnah-

9.000

58,0
57,0

56,4

56,8

56,6

56,0

8.500

sieht sich daher bestätigt, dass die

56,0

Schallschutzmaßnahmen ausreichend

55,0

7.500

54,0

7.000

53,0

6.500

52,0

6.000

51,0

5.500

50,0

5.000

dimensioniert sind.

Dauerschallpegel TXL
Der mittlere äquivalente Dauer-

2011

schallpegel an den Messstellen in der
Vergleich zum Vorjahr im Mittel annähernd gleich geblieben (+ 0,1 dB(A)).

2012

2013

Tagesflugbewegungen/Jahr
Nächtliche Flugbewegungen/Jahr

Umgebung des Flughafens Tegel ist im

8.000

55,3

2014

Flugbewegungen

Maximalpegel lagen je nach Messstelle

2015

Dauerschallpegel tagsüber
Dauerschallpegel nachts

* Aus Gründen der Vergleichbarkeit erfolgte die Berechnung des mittleren äquivalenten Dauerschallpegels für die Jahre
2011 bis 2015 ohne die Messstellen 44 und 46 (Außerbetriebnahme in 2012/2013).

Die nächtlichen Flugbewegungen
stiegen im Jahr 2014 um ca. 2,4 Prozent
an und damit in etwas geringerem
Umfang als die Gesamtflugbewe-

Immer effizienter: Berlins Luftverkehr

gungen. In den der Berechnung des

175%

Dauerschallpegels zugrunde liegenden
sechs verkehrsreichsten Monaten
(Mai bis Oktober) ergab sich ein Anstieg der nächtlichen Flugbewegungen
um 14,6 Prozent. Hieraus resultiert der

160 %

Passagiere

150%
125%

Flugbewegungen
104 %

100%

Anstieg des durchschnittlichen nächt20
15

20
14

20
13

20
12

20
11

20
10

9
20
0

8
20
0

6

20
07

auf 56,6 dB(A).

75%
20
0

lichen Dauerschallpegels um 0,6 dB

�  42  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Die Mehrzahl der eingesetzten Flugzeuge in Berlin ist den leiseren Lärmklassen 1 bis 3
zuzuordnen, wie dieser Jubiläumsflieger der Germania.

Lärmbezogene Entgelte
deutlich angehoben
Die Zahl eingesetzter Flugzeuge, die

Anstiegs in Lärmklasse 3 ist auf den

so dass die Dauerschallpegel in den

besonders hohe Lärmimmissionen

allgemeinen Anstieg der Verkehrs-

vergangenen Jahren in etwa konstant

verursachen, ist in den vergangenen

zahlen zurückzuführen. Am Flugha-

geblieben sind. Im Jahr 2015 wurden

fünf Jahren an den Flughäfen Tegel

fen Schönefeld ergab sich hingegen

die Entgelte für die Lärmklassen 6 und

und Schönefeld deutlich zurückgegan-

eine leichte Steigerung der Flugbe-

7 deutlich erhöht. Außerdem erfolgte

gen. So hat sich die Zahl der Flugbe-

wegungen der Lärmklasse 5, die fast

eine Anpassung der Entgelte der Flug-

wegungen der Lärmklasse 4 seit 2011

ausschließlich durch den Einsatz des

häfen Tegel und Schönefeld. Bereits im

am Flughafen Schönefeld halbiert.

Flugzeugmusters McDonnell Douglas

Jahr 2014 erfolgten Neugruppierungen

Am Flughafen Tegel ist sie in den

MD-82 bei Charterflügen der Airline

für verschiedene Flugzeugtypen in

Lärmklassen 4 und 5 auf ca. ein Drittel

Bulgarian Air Charter bedingt ist. Die

höhere Lärmklassen. Dadurch erhöht

des Ausgangswertes gesunken. Im

am Flughafen Schönefeld im Jahr 2015

sich der Druck auf die Airlines, speziell

gleichen Zeitraum nahm die Zahl der

durchgeführten Hilfsflüge, die zu vier

in den Nachtzeiträumen leisere Flug-

Flugbewegungen von Maschinen, die

Flugbewegungen der Lärmklassen 6

zeuge einzusetzen. Aufgrund der

der leiseren Lärmklasse 3 angehören,

und 7 führten, stellen unvermeidliche

Anpassungen resultieren starke Ände-

am Flughafen Tegel deutlich zu. Am

Ausnahmen dar.

rungen der Lärmklassenstatistik, die

Flughafen Schönefeld blieb sie in etwa

Mit Blick auf die Entwicklung des

für die Jahre 2014 und 2015 zu Ver-

auf gleichem Niveau. Die Entwick-

Dauerschallpegels über die Jahre 2011

gleichszwecken auf die Lärmklassen

lung am Flughafen Tegel geht wohl

bis 2015 am Flughafen Tegel lässt sich

2011 – 2013 zurückgerechnet wurden.

zur Hälfte darauf zurück, dass lau-

feststellen, dass die Verbesserungen

In der letzten Spalte der folgenden

teres Fluggerät (Lärmklasse 4) durch

durch den Einsatz leiseren Fluggeräts

Tabellen „Flugbewegungen nach

modernere Maschinen (Lärmklasse 3)

durch den Anstieg der Flugbewe-

Lärmklassen“ ist die aktuelle Eintei-

ersetzt wurde. Die andere Hälfte des

gungen wieder aufgezehrt wurden,

lung der Lärmklassen angegeben.

Flugbewegungen nach Lärmklassen
Zahl der lauten Flieger nimmt ab
Lärmklasse

Lärmklasse 4

Flugbewegungen
2011

2015*

Lärmklasse 1
bis 70,9 dB(A)

13.143

14.964

Lärmklasse 2
71 bis 73,9 dB(A)

16.774

26.791

Lärmklasse 3
74 bis 76,9 dB(A)

188.403

210.857

22.931 Flugbewegungen 2011

7.294 Flugbewegungen 2015*

1.693 Flugbewegungen 2011

716 Flugbewegungen 2015*

8 Flugbewegungen 2011

6 Flugbewegungen 2015*

18 Flugbewegungen 2011

6 Flugbewegungen 2015*

77 bis 79,9 dB(A)

Lärmklasse 5
80 bis 84,9 dB(A)

Lärmklasse 6
85 bis 89,9 dB(A)

Lärmklasse 7
ab 90 dB(A)

* Im Jahr 2014 wurden die Lärmklassen neu festgesetzt. Zu Vergleichszwecken
wurde die Anzahl der Flugbewegungen der Lärmklassen im Jahr 2015 anhand
der Lärmklasseneinteilung 2011 – 2013 ermittelt.

Die mobilen Messstellen werden an wechselnden Standorten rund um die Flughäfen
aufgestellt.

Transparenz für die Anwohner
Flughäfen sind vom Gesetzgeber dazu

führen. Die Messdaten werden einmal

die Lärmmesstechnik entspricht die

verpflichtet, auf dem Flughafen und

täglich von den Messstellen abgerufen

Anlage den Anforderungen stationärer

in dessen Umgebung Messstellen

und den Flugbewegungen auf Basis

Messstellen. Das Messmobil wird auf

zur Dokumentation des Fluglärms

der Radardaten der Deutschen Flug-

Bitten der Fluglärmkommission oder

zu betreiben. Die Flughafen Berlin

sicherung zugeordnet. Lärmereignisse,

der Gemeinden bzw. auf Anregung

Brandenburg GmbH hat zu diesem

die durch andere Lärmquellen als den

Betroffener eingesetzt.

Zweck in der Umgebung der Flughäfen

Flugverkehr verursacht wurden, wer-

Um die Veränderungen der Lärm-

Schönefeld und Tegel insgesamt

den im Nachgang ermittelt und aus der

belastung im Umfeld des BER zu

25 stationäre Messstellen installiert

Statistik entfernt. Zusätzlich werden

dokumentieren, hat die Flughafenge-

(Stand 31. Dezember 2015). Die Mess-

Wetterdaten hinzugezogen, um eine

sellschaft seit 2010 Messungen an 62

ergebnisse werden monatlich an die

Verfälschung der Messergebnisse zu

Standorten vorgenommen. Aufgrund

zuständigen Behörden und die Flug-

vermeiden. Durch diese Form der Flug-

der Sanierung der Nordbahn wurde

lärmkommission übermittelt sowie im

lärmüberwachung ist die FBB in der

2015 rund sechs Monate lang die Süd-

Internet veröffentlicht.

Lage, Auskunft über die Lärmimmis-

bahn des BER in Betrieb genommen.

http://nachbarn.berlin-airport.de

sionen jeder Flugbewegung zu geben

Neben stationären Messungen in Ver-

und die Entwicklung der Fluglärm-

längerung der Südbahn wurde auch

situation verlässlich und kontinuierlich

an 12 Standorten entlang den Flugstre-

Die Standorte für die stationären

zu dokumentieren. Die Daten werden

cken der Südbahn mobil gemessen.

Messstellen zur Dokumentation des

insbesondere für die Berechnung der

In der Karte sind die BER Flugrouten

Fluglärms werden in Absprache mit

lärmbezogenen Start- und Landeent-

eingezeichnet.

der Fluglärmkommission festgelegt, in

gelte sowie für die Bearbeitung von

Im Zusammenhang mit der disku-

der die Anrainergemeinden vertreten

Beschwerden herangezogen.

tierten „Nordumfliegung“ von

Stationäre Messungen

sind. Grundsätzlich werden Messstel-

Mahlow in den Nachtstunden erfolgte

len entlang der An- und Abflugrouten

Mobile Messungen

und in einzelnen Ortschaften platziert,

Zusätzlich zu den Messungen an den

Mahlow-Nord (Roter Dudel), um die

die von Fluglärm betroffen sind. Bei

stationären Messstellen führt die Flug-

Vorbelastung des Gebiets ohne Flug-

der Auswahl der Standorte werden an-

hafengesellschaft mobile Messungen

lärm zu dokumentieren. Im Anflug-

dere Lärmquellen wie Hauptverkehrs-

durch, bei denen in der Regel über

bereich des Flughafens Tegel wurde

straßen oder Bahnlinien gemieden, die

einen Monat die Fluglärmereignisse

2015 das Fluglärmmobil in Pankow

zu einer Verfälschung der Ergebnisse

aufgezeichnet werden. Im Hinblick auf

eingesetzt.

eine so genannte Nullmessung in

Umwelt  | 45  �

Haus fliegen und – sofern die angegebene Adresse innerhalb der dargestellten Flugkorridore liegt – welche
Maximalpegel auftreten werden. Auch
der prognostizierte äquivalente Dauerschallpegel wird für jede eingegebene
Adresse ermittelt.

Betriebsrichtungs­
prognose
Mit der Betriebsrichtungsprognose
TRAVIS Flughafen Tegel. Anzeige von Flugspuren und Lärmmesswerten im
Internet.

wird angezeigt, in welche Richtung
die Flugzeuge voraussichtlich starten
werden. Hilfreich ist diese Information
für Anwohner, die nicht direkt unter
den An- und Abflugstrecken wohnen, sondern nördlich und südlich
versetzt. In diesen Gegenden werden
Landungen in der Regel deutlich leiser
wahrgenommen als Starts. Das Angebot hat die Flughafengesellschaft auf
Anregung von Bürgern umgesetzt.

Fluglärm-Informationsund Beschwerdesystem
Hilfsflüge mit schweren TransportmaBER Fluglärmprognose: Zu erwartende Fluglärmbelastung mit Inbetriebnahme des Flughafens Berlin Brandenburg.

schinen, Gewitterfronten, ein Wechsel der Wind- und damit auch der
Betriebsrichtung, in der die Flugzeuge
starten und landen: All diese Faktoren
können dazu führen, dass sich Nachbarn im Umfeld der Flughäfen Schöne-

Flugbewegungen live

das Haus überfliegt oder welchen seit-

feld und Tegel gestört fühlen. Die Flug-

Mit dem Informationstool Travis

lichen Abstand das Haus zur An- bzw.

hafengesellschaft nimmt die Hinweise

werden für Schönefeld und Tegel die

Abfluggrundlinie hat. Auch die Daten

und die Kritik der Anwohner gern

aktuellen Flugbewegungen mit weni-

der Fluglärmmessstellen werden

entgegen und hat dafür das Fluglärm-

gen Minuten Verzögerung abrufbar.

angezeigt.

Informations- und Beschwerdesystem

Interessierte erfahren mit wenigen

eingerichtet, mit dessen Hilfe Fragen

Klicks, um welchen Flugzeugtyp und

Fluglärmprognose BER

welche Airline es sich gehandelt

Die „Fluglärmprognose BER“ bietet

tet und schnell beantwortet werden

hat, Start bzw. Ziel, die Flughöhe, die

Informationen zur Entwicklung des

können.

Geschwindigkeit sowie Anflug- bzw.

Fluglärms nach Inbetriebnahme des

Steigwinkel. Der Nutzer kann an

neuen Flughafens. Mit der Fluglärm-

Mehr Informationen finden Sie im

beliebiger Stelle ein Häuschen auf der

prognose kann für jede Adresse in der

Nachbarschaftsportal:

Karte platzieren und sich anzeigen

Umgebung des BER abgeschätzt wer-

lassen, in welcher Höhe ein Flugzeug

den, wie hoch die Flugzeuge über das

oder Beschwerden effizient bearbei-

http://nachbarn.berlin-airport.de

�  46  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Luftgüteüberwachung
Alles im grünen Bereich
Um die Luftqualität und die Umwelt-

werden täglich auf der Internetseite

schwelle liegt bei 25 Überschreitungen.

wirkungen des Luftverkehrs lang-

der Flughafengesellschaft aktualisiert.

Die Grenzwerte und Auslöseschwellen

fristig zu untersuchen, hat die Flug-

Benzol, Benzo(a)pyren (als Leitsub-

der 39. BImSchV wurden damit am

hafengesellschaft im Jahr 2011 mit

stanz der PAK), Kohlenwasserstoffe

Flughafen Schönefeld im Jahr 2015 für

Blick auf den BER ein Luftgüte- und

und Ruß werden über längere Zeiträu-

keinen der gemessenen Schadstoffe

Umwelt-Untersuchungsprogramm

me gesammelt und vom Landeslabor

überschritten, obwohl zeitweilig

gestartet.

Berlin-Brandenburg untersucht.

erhöhte Immissionsbelastungen an

Die Kohlenmonoxid-, Stickstoffdioxid-,

der Luftgütemessstelle aufgrund der

Ozon- und Feinstaubkonzentrationen

Bauarbeiten im Rahmen der Nord-

An der Luftgütemessstelle „Flughafen

am Flughafen Schönefeld waren 2015

bahnsanierung auftraten.

Schönefeld“ am östlichen Kopf der zu-

mit den vorstädtischen Monatsmittel-

künftigen Nordbahn des BER werden

werten der Luftgütemessstelle des LfU

Biomonitoring

die verkehrstypischen Luftschadstoffe

in Blankenfelde-Mahlow vergleich-

Beim Biomonitoring steht die tat-

Kohlenmonoxid, Stickstoffoxide, Ozon

bar. An elf Tagen des Jahres wurde

sächliche Einwirkung der Luftschad-

sowie Feinstaub aus dem Flugbetrieb,

der Grenzwert für Feinstaub PM 10

stoffe auf die belebte Umwelt im

aus dem Kraftfahrzeugverkehr und

überschritten. Zulässig sind 35 Tage.

Flughafenumfeld im Mittelpunkt.

der Hintergrundbelastung kontinu-

Der vom Gesetzgeber vorgegebene

Mit Hilfe des Biomonitorings soll die

ierlich erfasst. Diese Immissionsmes-

8-Stunden-Mittelwert für Ozon wurde

Frage beantwortet werden, welcher

sungen werden auf Grundlage von

2015 22 Mal überschritten, ebenfalls

Schadstoffbelastung Gras als Futter-

Grenzwerten nach der 39. Bundes-

vergleichbar mit der Luftgütemess-

mittel oder Grünkohl als Lebensmit-

Immissionsschutzverordnung

stelle in Blankenfelde-Mahlow (21

tel ausgesetzt sind – und welchen

(BImSchV) bewertet. Diese Aufgabe

Überschreitungen) oder der Hinter-

Anteil daran der Luftverkehr hat. Im

übernimmt das Landesamt für Umwelt

grundmessstelle Hasenholz Buckow

Sommer 2015 standen Vergleichsun-

Brandenburg (LfU). Die Ergebnisse

(22 Überschreitungen). Die Auslöse-

tersuchungen in Verlängerung der

Luftgütemessstelle

In der Grundschule in Schulzendorf wird nach vier Wochen eine Graskultur für das Biomonitoring geerntet.

Südbahn im Mittelpunkt. Aufgrund

Schönefeld keinen relevanten Einfluss

nahme des Flughafens BER direkt

der temporären Nutzung der Südbahn

(Immissionswirkungen) auf die An-

überflogen werden wird, und ein

wurde untersucht, ob der veränderte

reicherung der Luft mit Schadstoffen

Standort in der Schorfheide in einer

Betrieb messbare Auswirkungen auf

in der Region besitzt. Die Untersu-

von Straßen- und Luftverkehr sowie

die an zehn Standorten aufgestell-

chungen werden von einem unabhän-

Siedlungen weitgehend unbeeinfluss-

ten genormten Graskulturen hat.

gigen Umweltinstitut durchgeführt.

ten Landschaft. Mit dem Monitoring

Die Kulturen wurden nach jeweils

wurde bereits vor Inbetriebnahme des

vier Wochen geerntet und im Labor

Bienenmonitoring

analysiert. Zwei Messpunkte wur-

Das Bienenmonitoring untersucht, ob

änderungen der Rückstandsgehalte

den in ausreichendem Abstand zum

der Betrieb eines Flughafens die Qua-

dokumentieren zu können. Es wird

Flughafen, zu Siedlungen und Straßen

lität des regional erzeugten Honigs be-

folglich nach Inbetriebnahme des BER

aufgestellt, um die allgemeine Schad-

einträchtigt. Beim Bienenmonitoring

fortgesetzt.

stoffbelastung in der Region zu mes-

werden seit 2011 im Umfeld des BER

Das Ergebnis der Rückstandsanaly-

sen (Hintergrundbelastung). Durch

Pollen, Wachs und Honig auf Rück-

sen: Der Flughafenbetrieb hat auf die

den Vergleich mit weiteren aktuellen

stände von Schadstoffen analysiert,

Qualität des Lebensmittels Honig aus

deutschen Untersuchungen sowie

die über die Luft in die Umwelt und

der Flughafenregion keinen Einfluss.

mittels Beurteilungs- und Prüfwerten

so in die Nahrung gelangen können.

Die Gehalte der untersuchten Stoffe in

für Nahrungsmittel können die Ergeb-

Hierfür wurden sowohl die Bienen-

Honig, Pollen und Wachs sind unbe-

nisse der Analysen indirekt bewertet

völker selbst als auch der gesammelte

denklich niedrig. Die Berichte zum

werden. Mit Hilfe des Biomonitorings

Pollen sowie Wachs und Honig an drei

Bio- und Bienenmonitoring stehen

wird auch das Gefährdungspotenzial

Standorten untersucht: ein Standort

online vollständig im Nachbarschaft-

für den Menschen ableitbar.

auf dem Betriebsgelände des Flugha-

sportal der Flughafengesellschaft zur

Das Biomonitoring 2015 hat wie in den

fens Schönefeld, ein Standort südlich

Verfügung.

Vorjahren ergeben, dass der Flughafen

des Flughafens, der mit Inbetrieb-

BER begonnen, um mögliche Ver-

Im Mai 2015 wurde die Parkanlage „In den Gehren“ eingeweiht und wird seitdem von den Wildpferden „Liebenthaler Wildlingen“
bewohnt.

Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen
Das grüne Band
Die Flughafengesellschaft sorgt mit

hen oder Feuchtgebiete wurden durch

schaftsentwicklung und ökologische

einer Vielzahl von Projekten dafür, dass

umfangreiche Pflanzungen auf 56 Kilo-

Aufwertung in der Zülowniederung. Die

die unvermeidbaren Veränderungen

metern sowie durch acht neue Kleinge-

rund 2.600 Hektar große offene Niede-

der Landschaft durch den Ausbau des

wässer miteinander verbunden, so dass

rungslandschaft liegt südlich des Flugha-

neuen Flughafens Berlin Brandenburg

ein großflächiger Verbund von Lebens-

fens zwischen Mittenwalde, Dabendorf

ökologisch ausgeglichen werden. Im

räumen entstanden ist. Der Bestand

und Groß Machnow/Rangsdorf. Bei der

direkten Flughafenumfeld binden Aus-

heimischer Tierarten wird durch diese

Aufwertung geht es darum, die Lebens-

gleichs- und Ersatzmaßnahmen auf einer

Maßnahmen langfristig gesichert. Die

bedingungen für die Flora und Fauna

Gesamtfläche von rund 500 Hektar wie

Flughafengesellschaft wird über einen

zu verbessern und den Erlebniswert der

ein grünes Band den Flughafen in die

Zeitraum von 25 Jahren sicherstellen,

Zülowniederung zu steigern. 2011 wurde

Landschaft ein.

dass sich die angelegten Kleingewässer,

der Planfeststellungsbeschluss erteilt,

Insgesamt wurden drei Landschafts-

die neu gepflanzten Bäume und Sträu-

seitdem läuft die Umsetzung der Maß-

parks hergestellt und zwei historische

cher und der ökologische Waldumbau

nahmen. Außerdem ist im Planfeststel-

Parkanlagen rekonstruiert. Vormals wie

optimal entwickeln.

lungsbeschluss eine Ausgleichsabgabe

Inseln in der intensiv genutzten Agrar-

Das größte Einzelprojekt der Ausgleichs-

für versiegelte Flächen festgelegt worden,

landschaft liegende Hecken, Baumrei-

und Ersatzmaßnahmen ist die Land-

die die Berliner Flughäfen über einen

Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen rund
um den Flughafen Berlin Brandenburg

Umwelt | 49 �

Gutspark Großziethen

Landschaftsparks

Der Gutspark ist ein Ort für Freizeit und Erholung
mit zahlreichen Nutzungsmöglichkeiten und
wertvollem Altbaumbestand. Außerdem konnte
ein bestehender Kinderbauernhof integriert
werden.

Die Herstellung der Landschaftsparks „Am Vogelwäldchen“, „Am Dörferblick“, und „In den Gehren“ diente der Schaffung
von Erholungsräumen im Übergangsbereich zwischen Stadt und Land. Es wurden Wälder, Alleen und Hecken gepflanzt.
Zudem wurden Freizeitflächen, Gewässer und eine Wildpferde-Weide angelegt, die mittlerweile Heimat
der „Liebenthaler Wildlinge“ ist.

Biotopverbund Allee
Hier wurden nördlich des neuen Flughafens
an einem Wanderweg Bäume gepflanzt.

BER
Grünverband Glasowbach
Westlich des BER wurden zusammenhängende
Waldstrukturen geschaffen; Wiesen und Kleingewässer angelegt und der Landschaftsraum
durch Bäume und Hecken gegliedert.

N

Begrünung des Flughafens
Gutspark Dahlewitz
In dem 7,3 Hektar großen Park wurden Wege
wiederhergestellt und Brücken nach historischer
Vorlage gebaut. Auch wurden ökologisch bedeutsame Grünflächen geschaffen.

0

0,5

1 km

Artenschutz an Wasser, Straße und Schiene

Die Bepflanzung der Terminalzufahrt und des
Vorplatzes zeigt Merkmale sowohl der Märkischen Landschaft als auch der innerstädtischen
Flora Berlins.

Die Begrünung angrenzender
Flächen bewirkt eine Einbindung
in den Naturraum. Für Tiere wurden
Ersatzlebensräume und Amphibiendurchlässe angelegt.

Waltersdorfer
Flutgrabenaue
Offenlandschaft Schönefelder Platte

Zülowniederung
Das mit 2.6000 Hektar größte Einzelprojekt umfasst gemeinsame Maßnahmen mit Landwirten,
Neupflanzungen, ökologischen Waldumbau und
Gewässerbaumaßnahmen.

Durch die Schaffung von
Landschaftsstrukturen
(Wald und Wiesenflächen) entlang des südlichen Flughafenrandes
wurde der BER in die
Umgebung integriert.

Im Zuge der Gewässerausbaumaßnahmen
wurde hier eine Wiedervernässung
vorgenommen. Neu errichtete Baumreihen
gliedern Flutgrabenaue und Rieselfelder.

Stand: August 2015

Das Grüne Band rund um den BER

Zeitraum von 14 Jahren in den Natur-

genannten „Midfield Gardens“ östlich

gesäumt. Insgesamt wurden auf dem

schutzfonds Brandenburg einzahlen.

des Terminals eine typisch märkische

Gelände des Flughafens über 1.300

Bei der Gestaltung der neuen Grün-

Landschaft mit Sanddünen und

Bäume gepflanzt, die die Struktur des

anlagen auf dem Gelände des Flugha-

Kiefern. Die Verbindungsachsen im

Areals prägen und einen wichtigen

fens spielen Landschaftsästhetik und

repräsentativen Bereich der Airport

Beitrag für das Mikroklima am Flugha-

ökologische Wertigkeit eine zentrale

City werden von den für den mär-

fen leisten.

Rolle. So entstand im Bereich der so-

kischen Raum typischen Lindenalleen

Über uns

�  52  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Unternehmensstruktur
Die Flughafengesellschaft
stellt sich vor
Geschäftsleitung der
Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Dr. Till Bunse – Geschäftsleiter Commercial, Constanze Schweinsteiger – Geschäftsleiterin Personal und Organisation
Heike Fölster – Geschäftsführerin Finanzen, Dr. Karsten Mühlenfeld – Vorsitzender der Geschäftsführung,
Jörg Marks – Geschäftsleiter Technik und Bau, Elmar Kleinert – Geschäftsleiter Operations (v. l. n. r.)

� Bild Seite 46 / 47: Eine Mitarbeiterin aus dem Bereich Operations am Flughafen Schönefeld.

Die Flughafengesellschaft betreibt

Leistungsfähigkeit durch stärkeren

die beiden Flughäfen Schönefeld und

Kundenfokus.

Tegel und baut den Flughafen Berlin

Ein wichtiges Ziel des FBB-Manage-

Brandenburg. Im Jahr 2015 wurde die

ments ist es weiterhin, die Ertragskraft

angefangene Umstrukturierung des

des Unternehmens neben dem traditi-

Unternehmens abgeschlossen. Zur

onellen Luftverkehrsgeschäft dauer-

Gewährleistung einer kunden- sowie

haft zu stärken. Nahmen die soge-

geschäftsorientierten Ausrichtung

nannten Non-Aviation-Aktivitäten vor

gliedert sich die FBB zukünftig in

zwei, drei Jahrzehnten lediglich einen

die Geschäftsbereiche Operations

Bruchteil an den gesamten Umsatzer-

und Commercial, die Zentralbereiche

lösen von Flughafengesellschaften

Finanzen sowie Personal und Orga-

ein, liegt der Anteil heute bei bis zu 60

nisation, den Dienstleistungsbereich

Prozent. Die FBB plant die Stärkung

Technik und Bau sowie die Unter-

und den Ausbau dieser Geschäftsak-

nehmensstäbe. Zielsetzungen sind

tivitäten und damit erstmals in ihrer

im Wesentlichen schnellere Entschei-

Geschichte die Etablierung einer ein-

dungsfindungen durch eindeutige

heitlichen Vertriebsstruktur im neuen

Verantwortung und klare Schnittstel-

Geschäftsfeld Commercial.

len sowie eine erhöhte wirtschaftliche

Über uns  | 53  �

Flughafen Berlin Brandenburg GmbH
Unternehmensorganigramm

G

GF-Büro

GB

T

GJ

Technik & Bau

Recht
& Compliance

O

GK

Unternehmenskommunikation

Operations

GE

C

FC

Commercial
Marketing

PS

Personal­service
& -controlling

FE

Aviation
Marketing

CM

TB

Bau & Vertragsmanagement

OB

Betriebssicherheit

CV

OI

Infrastruktur
& Systeme

CL

OT

Terminalmanagement

CP

TF

OS

Finanzen

Personal­
entwicklung

OM

Pier Nord/Süd

Personal
& Organisation

PE

Projektsteuerung
BER

TP

F

Umland

GU

Business Support
Commercial

TS

Fluggastterminal

Interne
Revision

CB

OA

TT

GR

Geschäftsführung
Finanzen

P

Genehmigungen
BER

Oberbauleitung

Unternehmensentwicklung

F

Commercial

TG

TO

Aviation

Vorsitzender
der Geschäftsführung

Vermietungs& Centermanagement
Liegenschaften

Property
Management

Safety & Security

PG

Grundsätze
& HR-Business
Partner

FI

PF

Recruiting
& FK-Betreuung

FR

PO

Unternehmensorganisation

FF
FP

Controlling

Einkauf

Informations& Kommunikationstechnik
Rechnungswesen

Finanzierung
& Liquiditätsplanung
Projekt­
controlling

Facility
Management

Unternehmensstäbe: GB, GJ, GK, GE, GR, GU | Geschäftsbereiche: O, C | Dienstleistungsbereich: T | Zentralbereiche: P, F

Stand April 2016

Nach der Ausbildung zur Luftverkehrskauffrau ist der Einsatz als Follow-Me-Fahrerin im Verkehrsbereich möglich.

Personal
Arbeiten bei der Flughafengesellschaft
183 neue Mitarbeiter wurden 2015 bei der

punkte der Personaltätigkeit lagen 2015

Ausbildung

Flughafengesellschaft eingestellt, so dass

bei der Führungskräfteentwicklung und

Die FBB rekrutiert regelmäßig Nach-

die Gesamtmitarbeiterzahl um 2 Prozent

der Reorganisation der Flughafenge-

wuchs aus den eigenen Reihen. In

auf 1.843 (Stand 31.12.2015) angestiegen

sellschaft. An den Herausforderungen

elf verschiedenen Berufen werden

ist. Zusätzlich waren zum Stichtag 85

der Zukunft orientiert, wurde 2015 eine

Schulabsolventen ausgebildet. Neben

Auszubildende und Studenten im du-

Personalstrategie entwickelt, um den

den Angeboten für Luftverkehrskauf-

alen Studium beschäftigt.

sich stetig ändernden Anforderungen

leute, Kaufleute für Büromanagement,

Mit über 3.300 Bewerbungen, davon

an eine moderne Personalarbeit gerecht

Elektroniker/-innen für Informations-

über 500 initiativ, ist die FBB als Arbeit-

zu werden und wettbewerbsfähig zu

und Systemtechnik, Elektroniker/

geber weiterhin attraktiv. Die Schwer-

bleiben.

-innen für Betriebstechnik,

Kfz-Mechatroniker/-innen für Nutzfahrzeugtechnik und Mechatroniker/
-innen bietet die FBB auch duale
Studiengänge an der Hochschule für
Wirtschaft und Recht Berlin in den
Fachrichtungen BWL/Industrie, BWL/
Immobilienwirtschaft, Technisches
Facility Management, Informatik sowie Wirtschaftsinformatik an.
2015 haben 31 Auszubildende und Stu-

Erfolgreiche Sanierung der Nordbahn: Das Projektteam aus den Bereichen
Facility Management und Aviation.

denten bei der FBB neu angefangen.
22 Auszubildende und Studenten im
dualen Studium haben ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Allen
Absolventen wurde eine Weiterbeschäftigung angeboten.

Personalentwicklung
Im Mai 2015 wurde ein Führungskräfteentwicklungsprogramm initiiert.
Ziel war die Verankerung der FBBFührungskultur, die Vermittlung
und Vertiefung von Führungskom-

Flughafenchef Dr. Karsten Mühlenfeld und Personalleiterin Constanze
Schweinsteiger im Dialog mit den Mitarbeitern bei „Nachgefragt“.

petenzen sowie die Förderung der
Netzwerkbildung. Das Führungskräfteentwicklungsprogramm hat sich
dabei als eine wirksame Maßnahme
den Führungskräften zu fördern, ein

Neue Kommunikationskultur

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Zusammenrücken unter den Füh-

Zwei Mal monatlich werden jeweils

2015 wurde ein Konzept zur Neuaus-

rungskräften zu erreichen sowie die

50 Mitarbeiterinnen und Mitarbei-

richtung des Betrieblichen Gesund-

Wahrnehmung von Selbstverantwor-

ter zu einem offenen Dialog mit der

heitsmanagements aufgestellt. So

tung und Gestaltungschancen zu erhö-

Geschäftsführung eingeladen, um sich

wurde ein Betriebssportverein

hen. 2016 werden die Arbeit an einer

über das aktuelle Unternehmensge-

gegründet und individuelle Präven-

gemeinsamen FBB-Identität sowie der

schehen auszutauschen. Die Mitar-

tionsmaßnahmen wie Fitness-Kurse

Aufbau spezifischer Change-Manage-

beiter haben dabei die Gelegenheit,

und mobile Massagen in das Konzept

ment-Kompetenzen im Fokus stehen.

Hintergrundfragen zu stellen und

integriert. Ein wichtiger Schwerpunkt

Darüber hinaus fanden 2015 speziell

Sachverhalte zu diskutieren. Das For-

liegt zukünftig in der Sensibilisierung

für die Führungskräfte Schulungen

mat wird seitens der Mitarbeiter und

der Führungskräfte für Gesund-

zum Thema Compliance statt. Ein er-

der Geschäftsführung sehr geschätzt,

heitsthemen. Die Zusammenarbeit

höhter Entwicklungsbedarf zeigte sich

da es einen wesentlichen Beitrag zu

mit Krankenkassen soll ausgebaut

in den Bereichen Teamentwicklung

einer offenen Unternehmenskultur

werden.

und Projektmanagement einschließ-

leistet und das Verständnis für die

lich des Qualifizierungslehrgangs

unternehmerischen Aktivitäten sowie

IPMA Level D.

den Zusammenhalt fördert.

erwiesen, um den Dialog zwischen

An den Flughäfen SXF und TXL können Sie eine Stunde kostenlos WLAN nutzen.

Können wir weiterhelfen?
So erreichen Sie uns
„In welchem Terminal startet mein

Flughafeninfo

Service auf Twitter

Flug?“ „Mit welcher Bahn komme ich

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Alle Anfragen zu den Flughäfen

vom Flughafen am schnellsten in die

unserer Flughafeninfo helfen Ihnen

Berlin-Tegel und Berlin-Schönefeld

Stadt?“ „Wo kann ich eine Tour über

sieben Tage in der Woche rund um die

können auch über Twitter gestellt

den Flughafen buchen?“ Diese und

Uhr mit allen Informationen zu An-

werden. Die Flughäfen sind rund

viele weitere Fragen landen täglich bei

und Abflügen, Anfahrt und Aufenthalt

um die Uhr unter @berlinairport zu

unseren Mitarbeiterinnen und Mitar-

am Flughafen oder vermitteln Sie an

erreichen und beantworten zeitnah

beitern. Ob telefonisch, per Mail, im

den richtigen Ansprechpartner.

auf Deutsch und Englisch alle Service-

Social Network oder persönlich an der

Tel.: 030 | 6091-1150

fragen. Gleichzeitig informiert die

Fluggastinformation – wir versuchen,

(zum Ortstarif, andere Preise aus Mobilfunk­
netzen möglich)

Flughafengesellschaft auch aktiv über

alle Ihre Fragen schnellstmöglich zu

Twitter und auf Facebook, falls es zu

beantworten.

Einschränkungen im Flugverkehr bei-

Über uns  | 57  �

spielsweise aufgrund von Streiks oder
Terminalsperrungen kommen sollte.
www.twitter.com/berlinairport
Youtube und Facebook
Wir begleiten auf unserem YoutubeKanal die Mitarbeiter mit der Kamera,
berichten über Erstflüge oder stellen
Tipps zum Reisen vor. Auf unserer
Facebook-Seite berichten wir über alle
Neuigkeiten, treten in Dialog mit unseren Fans und veranstalten natürlich
auch Gewinnspiele. Besonders beliebt
sind auch aktuelle und historische
Fotos von den Flughäfen.
www.youtube.com/berlinairport

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Terminalmanagement beantworten Ihnen
gerne vor Ort alle Fragen.

www.facebook.com/berlinairport
Informationen für Medienvertreter
Alle Pressemitteilungen, Basisinformationen, Fotos und Videos sowie die
aktuellen Publikationen zum Bestellen
finden Sie auf unserer Internetseite.
Ihr Kontakt zur Pressestelle:
Flughafen Berlin Brandenburg GmbH
Unternehmenskommunikation –
Pressestelle
Tel.: 030 | 6091-70100
Fax: 030 | 6091-70070
Erlebnis Flughafen
Flughafenluft lässt sich am einfachsten von unseren Besucherterrassen
in Schönefeld und Tegel schnuppern.
Zudem werden verschiedene Touren
am Flughafen Schönefeld und am BER
angeboten.
Information und Buchung
montags bis freitags
unter 030 | 6091-77770
oder www.berlin-airport.de

Von den Besucherterrassen in SXF und TXL lassen sich die Flugzeuge auf dem Vorfeld und
beim Starten und Landen beobachten.

Beteiligungsverhältnisse

Land Brandenburg

Land Berlin

Bundesrepublik Deutschland

37 %

26 %

37 %

Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

100 %

100 %

FEW
Flughafen Energie &
Wasser GmbH

100 %

BFG
Berliner FlughafenGesellschaft mbH

FBB Airport Assekuranz
Vermittlungs­
gesellschaft mbH

10 %

je 94 %

visit Berlin,
Berlin Tourismus &
Kongress GmbH

Dalandi Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co.
Objekt KGs 1 – 9

Betriebsstruktur
Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

TXL

SXF

BER

Betriebsstätte Tegel

Betriebsstätte Schönefeld

Bau/Inbetriebnahme

(Stand: April 2016)

Unsere Zahlen

�  62  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, Schönefeld
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2015
Aktiva
A.

Anlagevermögen

I.

Immaterielle Vermögensgegenstände

1.

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten

2.

Geleistete Anzahlungen

II.

Sachanlagen

1.

Grundstücke einschließlich der
Bauten auf fremden Grundstücken

31.12.2015
EUR

31.12.2014
EUR

150.158.565,17

55.234.524,84

376.217,50

412.576,62

150.534.782,67

55.647.101,46

1.232.164.975,80

1.254.717.637,59

2.

Technische Anlagen und Maschinen

396.778.643,15

383.918.553,60

3.

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

38.440.479,56

41.521.158,00

4.

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

2.110.321.819,05

1.874.228.088,36

3.777.705.917,56

3.554.385.437,55

51.200,00

51.200,00

1.742.029,50

1.556.421,70

III.

Finanzanlagen
Beteiligungen

B.

Umlaufvermögen

I.

Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

II.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

18.288.469,37

30.976.969,48

2.

Sonstige Vermögensgegenstände

63.703.098,85

69.670.567,32

81.991.568,22

100.647.536,80

158.093.530,23

21.136.039,58

12.095.367,68

15.377.070,55

4.182.214.395,86

3.748.800.807,64

III.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

C.

Rechnungsabgrenzungsposten

� Bild Seite 60 / 61: Frisch
aufgebrachte Markierung an der
2015 sanierten Start- und Landebahn in SXF.

Unsere Zahlen  | 63  �

Passiva

31.12.2015
EUR

31.12.2014
EUR

11.000.000,00

11.000.000,00

A.

Eigenkapital

I.

Gezeichnetes Kapital

II.

Kapitalrücklage

1.872.578.358,41

1.531.078.358,41

III.

Bilanzverlust

-729.842.167,49

-592.241.253,51

IV.

Ausgleichsposten für die Anteile
der anderen Gesellschafter

-1.282.773,27

-1.218.640,12

1.152.453.417,65

948.618.464,78

93.250.217,50

96.256.925,85

5.667.806,00

5.374.246,00

406.367,53

1.767.143,63

148.029.828,47

131.441.917,57

154.104.002,00

138.583.307,20

2.540.400.311,58

2.445.540.466,48

529.440,11

400.000,00

34.322.951,76

17.926.844,74

132.260.703,35

0,00

17.531.079,92

43.829.652,10

2.725.044.486,72

2.507.696.963,32

57.362.271,99

57.645.146,49

4.182.214.395,86

3.748.800.807,64

B.

Sonderposten für Investitionszuschüsse

C.

Rückstellungen

1.

Rückstellungen für Pensionen

2.

Steuerrückstellungen

3.

Sonstige Rückstellungen

D.

Verbindlichkeiten

1.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

2.

Erhaltene Anzahlungen

3.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

4.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter

5.

Sonstige Verbindlichkeiten

E.

Rechnungsabgrenzungsposten

�  64  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, Schönefeld
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015
2015
EUR

2014
EUR

1.

Umsatzerlöse

326.221.900,51

288.836.681,00

2.

Andere aktivierte Eigenleistungen

20.760.686,74

16.618.999,76

3.

Sonstige betriebliche Erträge

34.106.624,63

21.510.682,38

381.089.211,88

326.966.363,14

7.178.407,86
63.503.745,67

7.123.926,52
57.481.876,59

70.682.153,53

64.605.803,11

97.867.075,13

89.767.113,46

24.115.307,19

23.131.459,07

121.982.382,32

112.898.572,53

100.996.085,18

96.404.470,99

119.932.403,47

114.816.005,21

608.235,78

1.944.715,59

102.464.857,49

106.611.513,72

-134.360.434,33

-166.425.286,83

0,74

0,00

-3.304.613,54

-4.864.155,01

-137.665.047,13

-171.289.441,84

-64.133,15

-40.047,50

4.

5.

6.

Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren
b)  Aufwendungen für bezogene Leistungen
Personalaufwand
a)  Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung (davon für
Altersversorgung: EUR 6.142.374,63; 2014: EUR 6.598.911,83)
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen		

7.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

8.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
(davon aus Abzinsung: EUR 122.964,00; 2014: EUR 371.164,51)

9.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen
(davon aus Aufzinsung: EUR 1.885.306,18;
2014: EUR 2.547.051,40)

10.

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

11.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (2015: Ertrag)

12.

Sonstige Steuern

13.

Konzernfehlbetrag

14.

Ergebnisanteile anderer Gesellschafter

15.

Konzernergebnis

-137.600.913,98

-171.249.394,34

16.

Verlustvortrag aus dem Vorjahr

-592.241.253,51

-420.991.859,17

17.

Bilanzverlust

-729.842.167,49

-592.241.253,51

Unsere Zahlen  | 65  �

Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, Schönefeld
Konzernkapitalflussrechnung
für das Geschäftsjahr 2015
2015
TEUR

2014
TEUR

Periodenergebnis

-137.665

-171.289

Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens

100.996

96.404

Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen

15.521

-10.335

Veränderung des Sonderposten für Investitionszuschüsse

-5.313

-5.668

Gewinn (-) / Verlust (+) aus Anlagenabgängen

-1.777

-292

0

25.655

Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen sowie anderer Aktiva

21.753

32.562

Zunahme (+) / Abnahme (-) der Liefer- und
Leistungsverbindlichkeiten sowie anderer Passiva	

-6.743

1.906

Zinsaufwendungen

76.879

80.524

Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit

63.651

49.467

Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des
Anlagevermögens

10.872

4.485

Auszahlungen für Investitionen in das
Sachanlage­vermögen

-98.578

-231.356

Auszahlungen für Investitionen in das
immaterielle Anlagevermögen

-329.721

-29.680

Cash Flow aus der Investitionstätigkeit

-417.427

-256.551

Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen durch
Gesellschafter

341.500

259.400

Einzahlungen aus der Aufnahme von
Gesellschafterdarlehen

132.200

0

Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten

140.000

0

Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten

-40.137

-17.598

Gezahlte Zinsen

-77.239

-80.884

-947

756

Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit

495.377

161.674

Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds

141.601

-45.410

0

0

16.493

61.903

Finanzmittelfonds am Ende der Periode

158.094

16.493

davon
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinsituten

158.094

21.136

0

-4.643

Sonstige zahlungswirksame Aufwendungen

Ein-/Auszahlungen aus Investitionszuschüssen		

Konsolidierungskreisbedingte Änderung des
Finanzmittelfonds
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode

kurzfristige Kontokorrentverbindlichkeiten

�  66  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, Schönefeld
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015
Mutter­unternehmen
Stand
01.01.2015
EUR

Jahresergebnis
EUR

Ergebnisneutrale
Einstellungen
EUR

Veränderung
Konsolidierungskreis EUR

Einstellungen
EUR

11.000.000,00
11.000.000,00

0,00
0,00

0,00
0,00

0,00
0,00

0,00
0,00

Kapital­rücklage
(Vorjahr)

1.531.078.358,41
1.271.678.358,41

0,00
0,00

0,00
0,00

0,00
0,00

341.500.000,00
259.400.000,00

Bilanzverlust
(Vorjahr)

-592.241.253,51
-420.991.859,17

-137.600.913,98
-171.249.394,34

0,00
0,00

0,00
0,00

0,00
0,00

Konzerneigenkapital
(Vorjahr)

949.837.104,90
861.686.499,24

-137.600.913,98
-171.249.394,34

0,00
0,00

0,00
0,00

341.500.000,00
259.400.000,00

Gezeichnetes Kapital
(Vorjahr)

Unsere Zahlen  | 67  �

Minderheitsgesellschafter

Konzern

Stand
31.12.2015
EUR

Stand
01.01.2015
EUR

Veränderung
Konsolidierungskreis EUR

Jahresergebnis
EUR

Stand
31.12.2015
EUR

EUR

11.000.000,00
11.000.000,00

0,00
0,00

0,00
0,00

0,00
0,00

0,00
0,00

11.000.000,00
11.000.000,00

1.872.578.358,41
1.531.078.358,41

0,00
0,00

0,00
0,00

0,00
0,00

0,00
0,00

1.872.578.358,41
1.531.078.358,41

-729.842.167,49
-592.241.253,51

-1.218.640,12
-1.178.592,62

0,00
0,00

-64.133,15
-40.047,50

-1.282.773,27
-1.218.640,12

-731.124.940,76
-593.459.893,63

1.153.736.190,92
949.837.104,90

-1.218.640,12
-1.178.592,62

0,00
0,00

-64.133,15
-40.047,50

-1.282.773,27
-1.218.640,12

1.152.453.417,65
948.618.464,78

�  68  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, Schönefeld
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2015
Allgemeine Hinweise
Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt.
Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Konsolidierungskreis
Der Konzernabschluss wird von der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB)
aufgestellt.
Der Konsolidierungskreis setzt sich neben der Muttergesellschaft FBB wie folgt
zusammen:
Anteil am
Eigenkapital
Berliner Flughafen-Gesellschaft mbH, Berlin (BFG)

100 %

Flughafen Energie & Wasser GmbH, Schönefeld (FEW)

100 %

FBB Airport Assekuranz Vermittlungsgesellschaft mbH,
Schönefeld (FAA)

100 %

Dalandi Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co.
Objekt PNA KG, Wiesbaden

94 %

Dalandi Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co.
Objekt PNB KG, Wiesbaden

94 %

Dalandi Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co.
Objekt PSA KG, Wiesbaden

94 %

Dalandi Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co.
Objekt TNP KG, Wiesbaden

94 %

Dalandi Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co.
Objekt MWC KG, Wiesbaden

94 %

Dalandi Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co.
Objekt BVD 1 KG, Wiesbaden

94 %

Dalandi Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co.
Objekt BVD 2 KG, Wiesbaden

94 %

Dalandi Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co.
Objekt BVD 3 KG, Wiesbaden

94 %

Dalandi Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co.
Objekt SD KG, Wiesbaden

94 %

Die FBB ist bei den neun Kommanditgesellschaften die einzige Kommanditistin.
Sie hält jeweils 94 % der Kapitaleinlage einer KG (EUR 4.700,00 Kapitaleinlage)
und 10 % der Stimmrechte. Mit Abschluss der Baumaßnahmen und der anschließenden Verpachtung der Gebäude an die FBB sind die Dalandi Grundstücksverwaltungsgesellschaften GmbH & Co. Objekt Kommanditgesellschaften als

Unsere Zahlen  | 69  �

Zweckgesellschaften im Sinne des § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB einzustufen, da die FBB
aufgrund der vertraglichen Regelungen die Mehrheit der Chancen und Risiken
trägt.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der FBB einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen, gegenüber dem Vorjahr unveränderten
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt.
Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgte zu Anschaffungskosten abzgl. Anschaffungskostenminderungen unter Berücksichtigung
von Abschreibungen (lineare Methode).
Die immateriellen Vermögensgegenstände werden über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 1 Jahr bis maximal 30 Jahren abgeschrieben.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzgl.
Anschaffungskostenminderungen angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um
planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. In die in den Herstellungskosten berücksichtigten aktivierten Eigenleistungen sind neben den
Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen.
Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe
der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen auf
Zugänge erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Geringwertige Anlagegüter bis zu
einem Wert von EUR 150,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.
Für Anlagegüter, deren Anschaffungskosten für das einzelne Anlagegut
EUR 150,01 bis EUR 1.000,00 betragen, wird jährlich ein Sammelposten gebildet,
der über fünf Jahre aufgelöst wird. Der Abgang der Anlagegüter im Anlagenspiegel wird am Ende der fünfjährigen Nutzungsdauer gezeigt.
Für das Sachanlagevermögen wurden folgende Nutzungsdauern in Jahren
zugrunde gelegt:
Bauten 	

10 – 50

Technische Anlagen und Maschinen	

10 – 25

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung	

4 – 15

Mit der Eröffnung des neuen Flughafens Berlin Brandenburg wird der Flughafen
Tegel gemäß Konsensbeschluss geschlossen. Gemäß den zwischen der Gesellschaft und dem Land Berlin bzw. dem Bund geschlossenen Erbpachtverträgen
ist eine verkehrswertorientierte Entschädigung vorgesehen, soweit die Gebäude
und Anlagen für Landes- bzw. Bundesaufgaben einer weiteren Verwendung
zugeführt werden können. Da zurzeit keine konkreten Konzepte für eine
Nachnutzung der bilanzierten Anlagen und Einrichtungen vorliegen, wurden

�  70  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

die Nutzungsdauern angepasst. Das Ende der Nutzungsdauer für Tegel wurde
auf das zweite Halbjahr 2017 nach Fertigstellung BER mit einem anschließenden
halbjährigen Schlummerbetrieb festgelegt.
Mit Inbetriebnahme des Airports Berlin Brandenburg am Standort Schönefeld
ist auch die Neuerrichtung wesentlicher Infrastrukturelemente des Flughafens
verbunden. Bei einigen Anlagen im Bereich Terminal Schönefeld Nord wurde
das Ende der Nutzungsdauer auf das zweite Halbjahr 2017 nach Fertigstellung
BER mit einem anschließenden halbjährigen Schlummerbetrieb festgelegt, da
hier keine Nachnutzung der Gebäude und Anlagen geplant ist. Die Nutzungsdauern von Anlagen, die zukünftig vom Protokollarischen Dienst und von
der Flugbereitschaft der Bundesrepublik Deutschland genutzt werden sollen,
blieben unverändert.
Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten oder
zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen in den Vorräten sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Bereich der Roh-,
Hilfs- und Betriebsstoffe sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.
Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei
von Rechten Dritter.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Langfristige Forderungen werden mit
ihrem Barwert angesetzt.
Die unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen zum Verkauf
bestimmten Grundstücke für den Business Park Berlin sind zum niedrigeren
beizulegenden Wert angesetzt, der sich am Marktwert für unerschlossenes Bauerwartungsland orientiert. Dieser Wert wurde unter der Annahme der Erschließung und Verwertung als Gewerbegebiet ermittelt.
Die liquiden Mittel werden zum Nominalbetrag bilanziert.
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben für Aufwand nach
dem Abschlussstichtag. Im Rahmen der Kreditvereinbarungen zur Finanzierung
des BER wurde 2009 eine Zahlung an die Kreditgeber von ursprünglich
EUR 14,0 Mio. geleistet. Dieser Zahlung stehen zukünftige Zinsersparnisse gegenüber. Die Gesellschaft hat diesen Betrag als zinsähnlichen Aufwand abgegrenzt,
um diesen Aufwand über die Laufzeit der Kredite zu verteilen.
Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage sind zum Nennbetrag angesetzt.
Investitionszulagen und Investitionszuschüsse für Gegenstände des Anlagevermögens werden als Sonderposten passiviert. Sie werden entsprechend dem
Abschreibungsverlauf aufgelöst. Der Auflösungsbetrag wird unter den sonstigen
betrieblichen Erträgen ausgewiesen.
Bei der Bemessung der Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit
den Barwerten für laufende Renten angesetzt, die nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem durch die Deutsche Bundesbank ermittelten laufzeitäquivalenten Zinsfuß von 3,89 % (Vj. 4,62 %) ermittelt werden. Dabei wurde

Unsere Zahlen  | 71  �

von dem Wahlrecht des § 253 Abs. 2 S. 2 HGB Gebrauch gemacht, pauschal den
Marktzins für eine Restlaufzeit von 15 Jahren heranzuziehen. Es wurde unverändert ein Rententrend von 2,0 % angenommen. Als Bewertungsverfahren wurde
die Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) verwendet, die Rechnungsgrundlagen basieren auf den Wahrscheinlichkeitswerten nach den Richttafeln
2005 G von Klaus Heubeck.
Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und Verpflichtungen. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dem Erfüllungsbetrag entspricht.
Soweit die Restlaufzeit über einem Jahr liegt, erfolgt eine Abzinsung mit dem
durch die Deutsche Bundesbank ermittelten Zinssatz für die jeweilige Laufzeit.
Die Bewertung der langfristigen Rückstellungen erfolgt nach der Nettomethode,
d. h. Rückstellungen werden abgezinst mit dem Barwert erfasst. Veränderungen
durch den Zinsaufwand ergeben sich erst in den Folgejahren im Rahmen der
Aufzinsung.
Die Rückstellungen für Altersteilzeitregelungen beinhalten aufgrund des bestehenden Tarifvertrages zur Regelung der Altersteilzeit, Verpflichtungen aus Erfüllungsrückstand und voraussichtlich entstehende Verpflichtungen, basierend
auf dem ab 1. September 2013 geltenden Tarifvertrag zur Zahlung von Aufstockungsbeträgen. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden gemäß § 253 Abs. 1
und 2 HGB mittels eines versicherungsmathematischen Gutachtens bewertet. Die
Abzinsung der Rückstellungen auf den Barwert erfolgt unter Verwendung eines
Rechnungszinsfußes von 3,89 % (Vj. 4,62 %). Bei der Bewertung der Altersteilzeitrückstellung wurde unverändert ein Gehaltstrend von 1,5 % angenommen.
Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Einnahmen, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.
Latente Steuern
Der Ansatz eines aktiven Überhangs aus der latenten Steuerabgrenzung erfolgt
in Übereinstimmung mit § 274 Abs. 1 HGB nicht. Ein passiver Überhang wird
saldiert ausgewiesen. Latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen gemäß
§ 306 HGB ergaben sich nicht.
Konsolidierungsgrundsätze
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Buchwertmethode. Dabei wird der in
der Bilanz der FBB aktivierte Buchwert der Anteile an den konsolidierten Unternehmen mit dem zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung in den Bilanzen dieser
Tochterunternehmen ausgewiesenen Eigenkapital verrechnet. Bei der Kapitalkonsolidierung der BFG ergibt sich ein passiver Unterschiedsbetrag in Höhe
von EUR 21,2 Mio. (Vj. EUR 21,2 Mio.), der den Kapitalrücklagen zugeordnet ist.
Bei der Kapitalkonsolidierung der Dalandi-Objektgesellschaften ergibt sich ein
aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 17,6 Mio. Der Unterschiedsbetrag
wurde unter Nutzung des bestehenden faktischen Wahlrechts zum Zeitpunkt
der Erstkonsolidierung mit der bestehenden Gewinnrücklage (EUR 2,3 Mio.)
verrechnet. Der danach verbleibende Betrag von EUR 15,3 Mio. wurde mit dem
Verlustvortrag verrechnet.

�  72  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Die Anteile anderer Gesellschafter werden in Höhe des rechnerischen Anteils am
Eigenkapital der einbezogenen Gesellschaften angesetzt.
Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen
werden gegeneinander aufgerechnet. Umsatzerlöse und andere Erträge wurden
mit entsprechenden Aufwendungen verrechnet.
Der Abschlussstichtag sämtlicher einbezogener Unternehmen entspricht dem des
Mutterunternehmens. Sämtliche einbezogene Jahresabschlüsse lauten auf Euro.

Erläuterungen zur Konzernbilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe
der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.
31.12.2015
TEUR

31.12.2014
TEUR

150.535

55.647

3.777.706
1.232.165
2.110.322

3.554.385
1.254.718
1.874.228

51

51

3.928.292

3.610.084

Immaterielle Vermögensgegenstände
Sachanlagen
darunter Grundstücke und Bauten
darunter Anzahlungen und Anlagen im Bau
Finanzanlagen
Gesamt

Im Geschäftsjahr 2015 fielen außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen
in Höhe von TEUR 990 an.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem
Jahr.
31.12.2015
TEUR

31.12.2014
TEUR

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
davon kurzfristige Forderungen
davon langfristige Forderungen

18.289
8.289
10.000

30.977
20.977
10.000

Sonstige Vermögensgegenstände

63.703

69.671

Gesamt

81.992

100.648

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen die Grundstücke des Business Park Berlin (TEUR 28.811, Vj. TEUR 28.647).
Gezeichnetes Kapital
Das Stammkapital beträgt wie im Vorjahr TEUR 11.000.

Unsere Zahlen  | 73  �

Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage beinhaltet unter anderem mit EUR 1.330,0 Mio. Finanzierungsbeiträge der Gesellschafter für den BER. Im Geschäftsjahr wurden
EUR 341,5 Mio. der Kapitalrücklage zugeführt.
Gewinnrücklagen
Die Gewinnrücklagen enthielten Erträge aus der erstmaligen Abzinsung von
Rückstellungen im Jahr 2010 in Höhe von TEUR 2.336 auf Grund der Erstanwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB.
Die Gewinnrücklagen wurden im Geschäftsjahr 2013 mit dem anteiligen Unterschiedsbetrag aus der Erstkonsolidierung der Dalandi-Objektgesellschaften
verrechnet.
Bilanzverlust
Der Konzernjahresfehlbetrag beträgt im Geschäftsjahr TEUR 137.665 (Vj. Fehlbetrag von TEUR 171.289). Nach Berücksichtigung der Ergebnisanteile anderer
Gesellschafter (TEUR -64) ergibt sich zuzüglich des Konzernverlustvortrags aus
dem Vorjahr (TEUR 592.241) ein Konzernbilanzverlust in Höhe von TEUR 729.842.
Vom erwirtschafteten Eigenkapital des Mutterunternehmens stehen TEUR 0 zur
Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung.
Investitionszuschüsse und Investitionszulagen
Investitionszulagen und Investitionszuschüsse für Gegenstände des Anlagevermögens (TEUR 93.250, Vj. TEUR 96.257) werden als Sonderposten passiviert. Sie
werden entsprechend dem Abschreibungsverlauf aufgelöst.
Steuerrückstellungen
Die Steuerrückstellungen beinhalten ungewisse Grundsteuerverpflichtungen
für die Standorte Schönefeld und Tegel (TEUR 387, Vj. TEUR 872) sowie Rückstellungen für Stromsteuer.
Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen:
31.12.2015
TEUR

31.12.2014
TEUR

Risikovorsorge aufgrund der
Verschiebung der Inbetriebnahme BER

59.823

30.446

TransFair BER

13.278

12.981

ausstehende Rechnungen

12.849

13.091

Altersteilzeit

9.254

12.706

noch zu erbringende Leistungen
für die Schienenanbindung des BER

1.492

1.535

804

2.011

Drohverlustrückstellung Unterflurbetankung

�  74  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
Verbindlichkeitenspiegel in TEUR
Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit
1.
2.
3.

4.
5.

bis 1 Jahr

1 bis 5 Jahre

über 5 Jahre

31.12.2015

53.540
(47.812)

1.589.241
(1.433.737)

897.619
(963.992)

2.540.400

529
(400)

0
(0)

0
(0)

529

34.323
(17.927)

0
(0)

0
(0)

34.323

61
(0)

0
(0)

132.200
(0)

132.261

17.531
(43.830)

0
(0)

0
(0)

17.531

105.984
(109.969)

1.589.241
(1.433.737)

1.029.819
(963.992)

2.725.044

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
(Vorjahr)
Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen
(Vorjahr)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
­Leistungen
(Vorjahr)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern
(Vorjahr)
Sonstige Verbindlichkeiten
(Vorjahr)
davon aus Steuern: 1.382; (Vj. 2.360)
Gesamt
(Vorjahr)

Gesamt
31.12.2014
2.445.541
400

17.927
0
43.830

2.507.698

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren aus der Inanspruchnahme der Kreditlinien der BER-Langfristfinanzierung, von denen
TEUR 2.322.859 durch Bürgschaften der Gesellschafter sowie TEUR 217.541 durch
Grundschulden besichert sind.
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten
Bei dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich im Wesentlichen um erhaltene Vorauszahlungen von Erbbauzinsen und Zuschüsse für Investitionen in Gebäude oder Investitionen zur Erschließung von Flächen sowie
Zuschüsse für Wartungs- und Instandhaltungsverpflichtungen. Die erhaltenen
Vorauszahlungen werden auf den vertraglich vereinbarten Barwert abgezinst
und über die Vertragslaufzeiten aufgelöst. Die Zuschüsse werden entsprechend
der Nutzungsdauer der betreffenden Anlagengegenstände ertragswirksam
vereinnahmt.
Latente Steuern
Latente Steuern ergeben sich aus handels- und steuerrechtlich voneinander
abweichenden Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten. Im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 wurden die
passiven latenten Steuern von TEUR 20, die im Wesentlichen auf unterschiedlichen Ansätzen von Sachanlagen und sonstigen Rückstellungen beruhen, mit

Unsere Zahlen  | 75  �

aktiven latenten Steuern von TEUR 7.669 verrechnet. Diese Saldierung wurde in
Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.
Die aktiven latenten Steuern resultieren überwiegend aus dem unterschiedlichen Ansatz von Sach- und Finanzanlagen, Vorräten, Pensionsrückstellungen
und sonstigen Rückstellungen. Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge werden nicht angesetzt, da diese entsprechend der Unternehmensplanung innerhalb der nächsten fünf Jahre nicht verrechnet werden können. Den
latenten Steuern liegt ein Steuersatz von 25,5 % zugrunde.
Latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen entstanden nicht.
Haftungsverhältnisse
Im Zusammenhang mit dem Verkauf der GGB hat die BFG einem begrenzten,
marktüblichen Garantiekatalog zugestimmt, der Standardgarantien und -risiken
beinhaltet. Die wesentlichen Garantien sind: Pensionsrückstellungen, die Wirksamkeit der Rückwirkung des Zukunftssicherungstarifvertrags der GGB und die
Richtigkeit offengelegter Informationen. Es wurde eine ausgewogene Steuerfreistellungsverpflichtung, abgegrenzt zum 31. Dezember 2007, gegeben. Die
Haftung ist auf den Betrag von TEUR 2.053 begrenzt. Gründe für eine künftige
Inanspruchnahme aus dem Haftungsobligo sind nicht ersichtlich, weil bereits in
der Vergangenheit keine Inanspruchnahme der BFG erfolgte.
Der FBB liegen Anspruchsschreiben von Airlines, Dienstleistern, Mietern und
weiteren Unternehmen mit der Forderung auf Schadensersatz/Regress aufgrund
der Verschiebung der für den 3. Juni 2012 avisierten Inbetriebnahme des Flughafens Berlin Brandenburg vor. Die überwiegende Anzahl der Schreiben macht
die Forderungen zunächst nur dem Grunde nach geltend; beziffert sind die
Anspruchsschreiben in den wenigsten Fällen bzw. allenfalls mit Schätzungen
versehen. Aus diesem Grund lässt sich derzeit keine abschließende Aussage
über die gesamte Höhe der Forderungen der einzelnen Anspruchsteller machen.
Die FBB hat sich mit einem Teil der Anspruchsteller außergerichtlich geeinigt.
Die FBB geht weiterhin davon aus, dass ein Teil der Forderungen über gerichtliche Streitigkeiten geklärt werden wird, da es rechtliche Fragestellungen zu
klären gibt.
Erkennbare Risiken wurden im Jahresabschluss durch die Bildung von Rückstellungen berücksichtigt. Weitere Risiken können nicht gänzlich ausgeschlossen
werden, sind derzeit aber nicht hinreichend quantifizierbar.

�  76  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Mitarbeiterzahlen
Durchschnittliche Zahl der 2015 beschäftigten Mitarbeiter

2015

1.786 Arbeitnehmer

76 Auszubildende

2014

1.689 Arbeitnehmer

71 Auszubildende

Unsere Zahlen  | 77  �

Außerbilanzielle Geschäfte
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen in Höhe von EUR 827,2 Mio.
Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen folgende vertraglich fixierte bzw.
beauftragte Sachverhalte:
Nr.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

1.
2.
3.
4.
5.

31.12.2015
Mio. EUR

31.12.2014
Mio. EUR

Schallschutzmaßnahmen

551,0

647,0

Bestellobligo aus erteilten
Investitionsaufträgen

236,4

212,5

noch in Prüfung befindliche Rechnungen
für aktivierungspflichtige Maßnahmen

15,8

31,7

Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und
Leasingverträgen

18,0

24,4

6,0

6,0

827,2

921,6

Zahlungsverpflichtungen für
Ausgleichsabgabe für Versiegelung
gemäß Planfeststellungsbeschluss
Gesamt

Aus dem (ergänzenden) Planfeststellungsbeschluss besteht die Verpflichtung,
Schallschutzmaßnahmen (Ziffer 1) vorzunehmen bzw. Entschädigungszahlungen zu leisten. Diese Verpflichtungen belaufen sich bis zur Inbetriebnahme
auf bis zu EUR 551,0 Mio.
Die erteilten Investitions-/Beratungsaufträge (Ziffer 2) betreffen im Wesentlichen Maßnahmen für den BER, u. a. Terminal, Tiefbau, Planung und Technische Infrastruktur.
Bis zum Bilanzstichtag bei der FBB eingegangene, aber noch in Prüfung befindliche Rechnungen für aktivierungspflichtige Maßnahmen (Ziffer 3) belaufen
sich auf EUR 15,8 Mio. Hinsichtlich dieser Rechnungen ist noch keine endgültige
Klärung über die tatsächlich angemessene Höhe der angemeldeten Ansprüche
der Bauleistenden erfolgt.
Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen (Ziffer 4) enden zwischen
2016 und 2027 und betreffen überwiegend Erbpacht, Bürogebäude, IT-Ausstattung, Fahrzeuge und Büromöbel.
Derivative Finanzinstrumente
Die Zinsen für die langfristige Fremdfinanzierung stellen einen wesentlichen
Bestandteil der Zahlungsverpflichtungen der FBB dar.
Die Gesellschaft hat sich daher im Dezember 2006 durch den Abschluss von
Zinsswaps gegen einen Anstieg des Zinsniveaus und den damit einhergehenden
ansteigenden Finanzierungskosten abgesichert. Es handelt sich hierbei jeweils
um eine Absicherung künftiger Cash Flows. Das zu sichernde Risiko ist die
Wertänderung der Zinszahlungen für die langfristige Fremdfinanzierung aufgrund sich ändernder 3-Monats-Euribor Zinssätze. Das Ziel der Zinssicherungsgeschäfte ist es, einen Festsatz für einen Teil der Serien von erwarteten Zinszahlungen (3-Monats-Euribor) zu etablieren und somit Planungssicherheit zu
schaffen.

�  78  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Als Grundgeschäft für die Sicherung sollen im Zeitraum von 2015 bis 2026 bis
zu 50 % des jeweiligen Gesamtkreditbedarfs gemäß aktueller Liquiditätsplanung und Businessplan abgesichert werden. Für die künftigen Zinszahlungen
dieser Grundgeschäfte sind Risiken aus Zahlungsstromschwankungen in der
vorgenannten Höhe somit ausgeschlossen. Bei derivativen Finanzinstrumenten
handelt es sich um schwebende Geschäfte. Diese werden deshalb in der Bilanz
zum 31. Dezember 2015 nicht ausgewiesen. Die Zinsswaps und die Kredite zur Finanzierung des Baus des BER bilden eine Bewertungseinheit nach HGB. Die bilanzielle Abbildung erfolgt nach der Einfrierungsmethode. Die Wertänderungen
der Zinsswaps werden soweit nicht bilanziert, wie sie durch Wertänderungen
des Grundgeschäfts ausgeglichen werden. Für einen gegebenenfalls entstehenden Verlustüberhang wäre eine Drohverlustrückstellung zu bilden. Die beizulegenden Zeitwerte per 31. Dezember 2015 belaufen sich auf einen Nominalwert
von rd. EUR 1,1 Mrd. bei einem Marktwert von EUR -263,7 Mio. Die Ermittlung der
Marktwerte der Swaps erfolgte mit Hilfe der Discounted Cash Flow-Bewertung.
Dabei wurden die zukünftigen Zinszahlungen mit der Zinsstrukturkurve vom
31. Dezember 2015 diskontiert. Der Barwert dieser Zahlungen stellt den Wert der
Swaps dar. Bei den fünf Swaps handelt es sich um amortisierende Swaps.
Die prospektive Effektivität der Sicherungsbeziehung wurde auf der Grundlage einer Regressionsanalyse kalkuliert. In dieser Szenarioanalyse wurden die
Zinsen in einer Bandbreite von -2 % bis +2 % parallel verschoben. Auf Basis der
Critical-Term-Match-Methode ist von einer vollständigen Effektivität auszugehen.
Nach § 285 Nr. 23a HGB ist die Höhe der mit den Bewertungseinheiten abgesicherten Risiken im Anhang anzugeben. Dabei handelt es sich um die aufgrund
der Bildung der Bewertungseinheit nicht zu berücksichtigenden negativen
Marktwerte der Swaps von EUR -263,7 Mio.
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse

2015

2014

TEUR

%

TEUR

%

234.406

71,9

198.021

68,6

Non Aviation

51.567

15,8

49.790

17,2

Vermietung

31.102

9,5

31.527

10,9

555

0,2

1.759

0,6

Umsatzerlöse Services

3.555

1,1

2.951

1,0

Sonstige

5.037

1,5

4.789

1,7

326.222

100,0

288.837

100,0

Aviation

Umsatzerlöse Bauleistungen

Gesamt

Unsere Zahlen  | 79  �

Periodenfremde Aufwendungen und Erträge
Im Berichtsjahr sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 24.510 (Vj.
TEUR 14.353) angefallen. Darin enthalten sind im Wesentlichen Erträge in Höhe
von TEUR 13.461 aus Versicherungsentschädigungen (Vj. TEUR 0) sowie
TEUR 8.023 (Vj. TEUR 11.240) aus der Auflösung von Rückstellungen. Aus der
Endabrechnung Vorjahre für Versorgungsleistungen wurden im Berichtsjahr
Erlösschmälerungen von TEUR 596 erzielt.
Die periodenfremden Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.600 (Vj. TEUR 31.318)
beinhalten hauptsächlich Aufwendungen aus der Ausbuchung Forderungen für
Vorjahre (TEUR 958). Im Vorjahr war zudem die Wertberichtigung eines debitorischen Kreditors (TEUR 26.338) enthalten.
Zinsen aus Auf- bzw. Abzinsung von Rückstellungen
Im Berichtsjahr sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen
und Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.885 (Vj. TEUR 2.547) angefallen.
Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen werden im Berichtsjahr in Höhe
von TEUR 123 (Vj. TEUR 371) ausgewiesen.

Sonstige Angaben
Nahestehende Personen
Bestehende Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen werden zu
marktüblichen Konditionen vereinbart. Bei Institutionen, die an den Flughäfen
hoheitliche Aufgaben erfüllen sowie weiteren öffentlichen Institutionen, werden gesetzlich vorgeschriebene Selbstkostenmieten erhoben.
Befreiung von der Offenlegung gemäß § 264 Abs. 3 HGB
Die Berliner Flughafen-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Berlin, sowie die
FBB Airport Assekuranz Vermittlungsgesellschaft mbH, Schönefeld, nehmen die
Befreiungsvorschrift hinsichtlich der Offenlegung des Jahresabschlusses gemäß
§ 264 Abs. 3 HGB in Anspruch.
Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
Die Aufstellung der Kapitalflussrechnung erfolgte nach den Grundsätzen des
DRS 21.
Der Gesamtbetrag der gezahlten Zinsen betrug TEUR 77.239 (Vj. TEUR 80.884).
Im Geschäftsjahr betrug der Saldo aus gezahlten und zurückerstatteten Steuern
vom Einkommen und vom Ertrag TEUR 0 gegenüber TEUR 0 im Vorjahr.
Der Finanzmittelfonds setzt sich aus liquiden Mittel (TEUR 158.094;
Vj. TEUR 21.136) zusammen. Im Vorjahr war zudem ein in Anspruch genommener Kontokorrentkredit in Höhe von TEUR 4.643 enthalten.

�  80  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Honorare Abschlussprüfer
Diese Honorare beinhalten die Leistungen für alle Gesellschaften und teilen sich
wie folgt auf:
2015
TEUR

2014
TEUR

126

140

Steuerberatungsleistungen

91

73

Sonstige Leistungen

18

10

235

223

Abschlussprüfungsleistungen

Gesamt

In den Sonstigen Leistungen 2015 sind TEUR 8 für das Vorjahr enthalten.
Aufsichtsrat
Vertreter des Landes Berlin
Michael Müller – Regierender Bürgermeister von Berlin; Vorsitzender
Michael Zehden – Geschäftsführer;
B.H.S. – Berlin Hotelmanagement und Service GmbH
Frank Henkel – Senator; Senatsverwaltung für Inneres und Sport
Prof. Dr. –Ing. Engelbert Lütke Dalrup – ab 24. Juni 2015;
Staatssekretär; Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Frau Dr. Margaretha Sudhof – bis 23. Juni 2015;
Staatssekretärin; Senatsverwaltung für Finanzen
Vertreter des Landes Brandenburg
Rainer Bretschneider – stellv. Vorsitzender;
Staatssekretär; Staatskanzlei Land Brandenburg
Dr. Wolfgang Krüger – Hauptgeschäftsführer IHK Cottbus
Daniela Trochowski – Staatssekretärin;
Ministerium der Finanzen des Landes Brandenburg

Unsere Zahlen  | 81  �

Gabriela Pantring – ab 24. Juni 2015;
Mitglied des Vorstandes; ILB Investitionsbank des Landes Brandenburg
Axel J. Arendt – bis 14. März 2015
Axel Arendt – Management Consulting
Vertreter der Bundesrepublik Deutschland
Rainer Bomba – Staatssekretär;
Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Werner Gatzer – Staatssekretär; Bundesministerium der Finanzen
Arbeitnehmervertreter
Holger Rößler – Gewerkschaftssekretär der ver.di;
Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Bezirk Berlin
Claudia Heinrich – Vorsitzende des Betriebsrats der Flughafen Berlin
Brandenburg GmbH; Flughafen Schönefeld
Sven Munsonius – Angestellter der Berliner Flughafen-Gesellschaft mbH;
Flughafen Tegel
Peter Lindner – Vorsitzender des Betriebsrats der
Berliner Flughafen-Gesellschaft mbH; Flughafen Tegel
Gerhard Voß – Stellv. Vorsitzender des Betriebsrates der Berliner
Flughafen-Gesellschaft mbH; Flughafen Tegel
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats
Die Erstattungen von Sitzungsgeldern an den Aufsichtsrat beliefen sich auf
TEUR 28,3 (Vj. TEUR 17,5).
Geschäftsführung
Dr. Karsten Mühlenfeld – Vorsitzender der Geschäftsführung ab 16. März 2015
Heike Fölster – Geschäftsführerin Finanzen
Dr. Hartmut Mehdorn – Vorsitzender der Geschäftsführung bis 13. März 2015

�  82  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Gesamtbezüge der Geschäftsführung
Grundvergütung

Erfolgsabhängige
Vergütung

Arbeitgeber­
anteil Sozial­
versicherung

Sonstige Bezüge

Gesamt

Dr. Karsten Mühlenfeld

317

0

9

49

375

Dr. Hartmut Mehdorn

150

135

2

13

300

Heike Fölster

230

45

11

15

301

Gesamt

697

180

22

77

976

TEUR

Gesamtbezüge ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung
Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung betrugen die Bezüge aus
Pensionen TEUR 521 (Vj. TEUR 503). Die Pensionsrückstellungen für ehemalige
Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen sind in voller Höhe
gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2015 auf TEUR 5.613 (Vj. TEUR
5.310).
Des Weiteren wurden an ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung Bezüge in
Höhe von TEUR 1.389 gezahlt. Die Rückstellung als Risikovorsorge für ausstehende Gehälter eines ehemaligen Mitglieds der Geschäftsführung beläuft sich per
31. Dezember 2015 auf TEUR 87 (Vj. TEUR 1.444).
Mitarbeiter
Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

Arbeitnehmer (Angestellte)
Auszubildende
Gesamt

Schönefeld, 9. März 2016
Dr. Karsten Mühlenfeld	

Heike Fölster

2015

2014

1.786

1.689

76

71

1.862

1.760

Aufwendungen in Mio. EUR

70,7
119,9

2015
122,0
101,0

413,6 Mio. EUR

64,6

114,8

2014
112,9

96,4

388,7 Mio. EUR

  Materialaufwand  

  Personalaufwand  

  Abschreibungen  

  sonstiger betrieblicher Aufwand

�  84  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, Schönefeld
Entwicklung des Konzernanlagevermögens
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015
bis zum 31. Dezember 2015
FBB-Konzern

I.

Immaterielle
Vermögensgegenstände

1.

Entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten

2.

Geleistete Anzahlungen

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand
01.01.2015
EUR

Zugänge

Abgänge

Um­
buchungen
EUR

Stand
31.12.2015
EUR

EUR

EUR

78.251.594,82

98.241.498,04

412.576,62

336.673,54

57.556,03

-139.857,67

176.295.679,16

0,00

-373.032,66

376.217,50

78.664.171,44

98.578.171,58

57.556,03

-512.890,33

176.671.896,66

1.889.761.999,94

36.797.476,99

14.205.947,80

3.638.838,92

1.915.992.368,05

II.

Sachanlagen

1.

Grundstücke einschließlich der Bauten
auf fremden Grundstücken

2.

Technische Anlagen und Maschinen

645.827.217,72

37.683.488,48

34.750.810,75

8.075.400,78

656.835.296,23

3.

Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung

135.054.173,60

7.149.249,97

3.160.560,93

676.452,11

139.719.314,75

4.

Geleistete Anzahlungen und ­Anlagen
im Bau

1.880.329.008,18

248.097.386,40

125.854,23

-11.877.801,48

2.116.422.738,87

4.550.972.399,44

329.727.601,84

52.243.173,71

512.890,33

4.828.969.717,90

51.200,00

0,00

0,00

0,00

51.200,00

4.629.687.770,88

428.305.773,42

52.300.729,74

0,00

5.005.692.814,56

III.

Finanzanlagen
Beteiligungen

Unsere Zahlen  | 85  �

Kumulierte Abschreibungen

Buchwerte

Stand
01.01.2015
EUR

Zugänge

Abgänge

Umbuchungen
EUR

Stand
31.12.2015
EUR

Stand
31.12.2015
EUR

Stand
31.12.2014
EUR

EUR

EUR

23.017.069,98

3.168.692,09

0,00

0,00

48.116,13

-531,95

26.137.113,99

150.158.565,17

55.234.524,84

0,00

0,00

0,00

376.217,50

412.576,62

23.017.069,98

3.168.692,09

48.116,13

-531,95

26.137.113,99

150.534.782,67

55.647.101,46

635.044.362,35

55.190.989,89

6.408.748,92

788,93

683.827.392,25

1.232.164.975,80

1.254.717.637,59

261.908.664,12

32.046.798,74

33.898.809,78

0,00

260.056.653,08

396.778.643,15

383.918.553,60

93.533.015,60

10.589.604,46

2.843.527,89

-256,98

101.278.835,19

38.440.479,56

41.521.158,00

6.100.919,82

0,00

0,00

0,00

6.100.919,82

2.110.321.819,05

1.874.228.088,36

996.586.961,89

97.827.393,09

43.151.086,59

531,95

1.051.263.800,34

3.777.705.917,56

3.554.385.437,55

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

51.200,00

51.200,00

1.019.604.031,87

100.996.085,18

43.199.202,72

0,00

1.077.400.914,33

3.928.291.900,23

3.610.083.739,01

�  86  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, Schönefeld
Entwicklung des Konzernanlagevermögens
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015
bis zum 31. Dezember 2015
davon BER

I.

Immaterielle
Vermögensgegenstände

1.

Entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten

2.

Geleistete Anzahlungen

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand
01.01.2015
EUR

Zugänge

Abgänge

Um­
buchungen
EUR

Stand
31.12.2015
EUR

EUR

EUR

60.214.921,73

97.241.734,13

398.507,50

102.027,65

30.286,14

-147.657,67

157.278.712,05

0,00

-365.232,66

135.302,49

60.613.429,23

97.343.761,78

30.286,14

-512.890,33

157.414.014,54

1.263.653.893,05

32.346.293,96

14.168.128,05

3.228.994,01

1.285.061.052,97

II.

Sachanlagen

1.

Grundstücke einschließlich der Bauten
auf fremden Grundstücken

2.

Technische Anlagen und Maschinen

484.758.978,21

36.565.030,66

1.687.170,27

7.847.074,78

527.483.913,38

3.

Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung

46.805.292,04

2.413.685,80

363.381,18

585.639,57

49.441.236,23

4.

Geleistete Anzahlungen und ­Anlagen
im Bau

1.877.860.955,26

246.897.318,24

125.462,10

-11.148.818,03

2.113.483.993,37

3.673.079.118,56

318.222.328,66

16.344.141,60

512.890,33

3.975.470.195,95

3.733.692.547,79

415.566.090,44

16.374.427,74

0,00

4.132.884.210,49

Unsere Zahlen  | 87  �

Kumulierte Abschreibungen

Buchwerte

Stand
01.01.2015
EUR

Zugänge

Abgänge

Umbuchungen
EUR

Stand
31.12.2015
EUR

Stand
31.12.2015
EUR

Stand
31.12.2014
EUR

EUR

EUR

6.985.282,77

2.500.858,14

0,00

0,00

20.846,24

-531,95

9.464.762,72

147.813.949,33

53.229.638,96

0,00

0,00

0,00

135.302,49

398.507,50

6.985.282,77

2.500.858,14

20.846,24

-531,95

9.464.762,72

147.949.251,82

53.628.146,46

145.159.129,39

47.711.484,70

6.373.109,17

788,93

186.498.293,85

1.098.562.759,12

1.118.494.763,66

105.093.713,90

31.150.025,08

835.169,30

0,00

135.408.569,68

392.075.343,70

379.665.264,31

17.443.161,77

7.058.483,43

86.778,93

-256,98

24.414.609,29

25.026.626,94

29.362.130,27

6.006.922,03

0,00

0,00

0,00

6.006.922,03

2.107.477.071,34

1.871.854.033,23

273.702.927,09

85.919.993,21

7.295.057,40

531,95

352.328.394,85

3.623.141.801,10

3.399.376.191,47

280.688.209,86

88.420.851,35

7.315.903,64

0,00

361.793.157,57

3.771.091.052,92

3.453.004.337,93

�  88  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB), Schönefeld
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015

→ 01

Der FBB-Konzern

Das Jahr 2015 ist in Hinblick auf das operative Geschäft der Flughäfen sehr erfolgreich verlaufen. Der Flugverkehr in Schönefeld und Tegel wächst bereits im
13. Jahr in Folge schneller als der Markt. Mit rd. 29,5 Millionen Passagieren wurde
ein neuer Rekord aufgestellt. Wachstumstreiber ist der Flughafen Schönefeld.
Investitionsprogramme an beiden Standorten sicherten einen reibungsarmen
Flugbetrieb. Auch das Non-Aviation-Geschäft trug zu steigenden Umsätzen bei.
Das BER-Projekt konnte im Jahr 2015 weiter stabilisiert werden. Wesentliche
Kernprobleme sind gelöst, die Planung ist fast fertig gestellt und soll im Frühjahr
2016 durch das Bauordnungsamt genehmigt werden. Wichtige übergeordnete
Meilensteine am BER wurden erfolgreich abgearbeitet. Seit der Jahresmitte gibt
es allerdings vor allem aufgrund der Insolvenz eines wichtigen Baudienstleisters und umfangreicher Planungsanpassungen einen Verzug um drei bis vier
Monate. Ziel der FBB bleibt die Eröffnung des BER im 2. Halbjahr 2017.
Im Jahr 2015 wurde die angefangene Umstrukturierung des Unternehmens
abgeschlossen. Zur Gewährleistung einer kunden- sowie geschäftsorientierten
Ausrichtung gliedert sich die FBB zukünftig in die Geschäftsbereiche Operations
und Commercial, die Zentralbereiche Finanzen sowie Personal und Organisation, den Dienstleistungsbereich Technik und Bau sowie die Unternehmensstäbe. Zielsetzungen sind im Wesentlichen schnellere Entscheidungsfindungen
durch eindeutige Verantwortung und klare Schnittstellen sowie eine erhöhte
wirtschaftliche Leistungsfähigkeit durch stärkeren Kundenfokus.

Unsere Zahlen  | 89  �

A	 Organisation und Geschäftstätigkeit
Die Flughäfen Schönefeld und Tegel stellen die Luftverkehrsinfrastruktur für die
Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg bereit. Mit der Inbetriebnahme des BER
wird der gesamte Luftverkehr am Flughafenstandort Schönefeld konzentriert.
Gesellschafter der FBB sind das Land Berlin (37 % der Stammeinlage), das Land
Brandenburg (37 %) und die Bundesrepublik Deutschland (26 %).
Vorsitzender der Geschäftsführung war bis März 2015 Herr Dr. Hartmut Mehdorn. Seit März 2015 ist Herr Dr. Karsten Mühlenfeld in dieser Funktion tätig.
Geschäftsführerin Finanzen ist seit Mai 2013 Frau Heike Fölster. Der Geschäftsleitung gehören zudem die Leiter der Geschäftsfelder Operations, Commercial,
Technik und Bau sowie Personal und Organisation an. Darüber hinaus gehören
der Leiter der Unternehmensentwicklung sowie der Leiter von Recht & Compliance der Geschäftsleitung an.
Corporate Governance
Für die FBB nimmt gute Corporate Governance einen hohen Stellenwert ein.
Corporate Governance steht für verantwortungsbewusste, transparente und
auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle des Unternehmens, welche bei der FBB durch die organisatorische und funktionale
Verankerung des Compliance Managements, Risikomanagements, internen
Kontrollsystems und der internen Revision gewährleistet wird. Hinsichtlich des
Compliance Managements wurde ein standardisiertes Berichtswesen eingeführt.
Die Mitarbeiter der FBB wurden mittels Schulungen sowie Informationsmaterial
über die Compliance-Richtlinien informiert. Der Aufsichtsrat und der Vorsitzende der Geschäftsführung erhalten regelmäßig Berichte.

�  90  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Zentraler Maßstab sind die im „Corporate Governance Kodex für die Beteiligungen des Landes Brandenburg an privatrechtlichen Unternehmen“ enthaltenen Regeln und Handlungsempfehlungen. Geschäftsführung und Aufsichtsrat
der FBB haben einen Corporate Governance Bericht erstellt, der via Website des
Unternehmens www.berlin-airport.de abrufbar ist. Bestandteil des Berichts ist
insbesondere die Erklärung, dass den Regeln und Handlungsempfehlungen des
Kodex entsprochen wurde und auch weiterhin entsprochen wird.

B	 Projekte und zukünftige Geschäftsfelder
B.1	

Überblick Projekt BER

Im Dezember 2014 stellte die FBB den Terminplan für die bauliche Fertigstellung und die Inbetriebnahme des BER vor. Demnach ist es das Ziel, den BER im
zweiten Halbjahr 2017 zu eröffnen. Nachdem zu Beginn des Jahres 2015 alle geplanten Meilensteine erreicht wurden, kam es ab der Mitte des Jahres aufgrund
von umfangreicheren Planungen und der Insolvenz eines wichtigen Baudienstleisters zu Verzögerungen bei der baulichen Fertigstellung von drei bis vier
Monaten. Die FBB hat daraufhin den Terminplan in Teilen fortgeschrieben und
Maßnahmenpakete zur weiteren Optimierung der Abläufe in den Bereichen
Genehmigung, Planung, Bau und Technische Inbetriebnahme aufgesetzt. Ziel ist
es nachwievor, den BER im zweiten Halbjahr 2017 zu eröffnen.
Der Gesamtfortschritt von Planung und Bau sowie Mängelbeseitigung des Fluggastterminals ergab sich wie folgt:
Stand zum
31.12.2015

Stand zum
01.01.2015

Leistungsstand Planung und Bau

56 %

0%

Beseitigung Brandschutzmängel

64 %

33 %

Bearbeitung Feststellungen
(Mängel und Restleistungen)

67 %

40 %

Status Kabeltrassensanierung

99 %

45 %

Unsere Zahlen  | 91  �

Im Jahr 2015 wurden über alle Bereiche hinweg insgesamt über 150 operative
Meilensteine erreicht. Für das Fluggastterminal wurden der fünfte und sechste
Nachtrag zur Baugenehmigung beim Bauordnungsamt eingereicht, für das Pier
Süd wurde der dritte Nachtrag zur Baugenehmigung vom Bauordnungsamt
genehmigt. Am 15. Februar 2016 wurde die dritte Nachreichung zum fünften
Nachtrag vorgenommen. Im Terminal wurde die Sanierung des Hauptkabelkanals abgeschlossen, die Kabeltrassen weitestgehend saniert und das erste
Segment der Entrauchungssteuerung fertiggestellt. Die Pavillons neben dem
Terminal wurden ebenfalls baulich fertiggestellt. Darüber hinaus wurde die
Start- und Landebahn Nord des BER unter Wahrung der Termin-, Qualitäts- und
Budgetziele saniert.
B.2	

Ausweitung der Aktivitäten: Dienstleistungen & Beteiligungen

Ein wichtiges Ziel des FBB-Managements ist es weiterhin, die Ertragskraft des
Unternehmens neben dem traditionellen Luftverkehrsgeschäft dauerhaft
zu stärken. Die Ausweitung dieser sogenannten Non-Aviation-Aktivitäten
entspricht einer Langfristentwicklung in der deutschen Airport-Landschaft.
Nahmen Non-Aviation-Aktivitäten vor zwei, drei Jahrzehnten lediglich einen
Bruchteil an den gesamten Umsatzerlösen der Flughafengesellschaften ein,
liegt der Anteil heute bei bis zu 60 Prozent. Die FBB plant die Stärkung und den
Ausbau dieser Geschäftsaktivitäten und damit erstmals in ihrer Geschichte die
Etablierung einer einheitlichen Vertriebsstruktur im neuen Geschäftsfeld Commercial. In der Vergangenheit waren die Vertriebsaktivitäten der Vermietung
und Vermarktung von Immobilien sowie verschiedener Dienstleistungen auf
unterschiedliche Bereiche verteilt, so dass die Wertschöpfungskette in der FBB
nicht gesamtheitlich betrachtet werden konnte.
Ein weiterer Schritt in der Erschließung neuer Geschäftsfelder war Ende 2014
die Gründung der FBB Airport Assekuranz Vermittlungsgesellschaft mbH als
100-prozentige Tochter der FBB. Die FBB Airport Assekuranz Vermittlungsgesellschaft mbH hat 2015 die Vermittlung und Verwaltung des gesamten firmeneigenen Versicherungsbedarfes der Berliner Flughäfen übernommen. Ab Anfang
2016 erfolgt auch die Vermittlung von Versicherungen im Flughafen- und
Luftfahrtbereich (Drittgeschäft) sowie ab 1. Juli 2016 die Betreuung sämtlicher
Baustellenpolicen.

�  92  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

→ 02

Wirtschaftsbericht

A	 Entwicklung der Luftverkehrsbranche
Im vergangenen Jahr wurden an den deutschen Flughäfen 216 Millionen Passagiere (an + ab) gezählt. Damit lag das Wachstum mit +3,9 % (an + ab) deutlich
über dem des Vorjahres (+3,0 %). Während der innerdeutsche Luftverkehr ein
Plus von 1,7 % zu verzeichnen hatte, entwickelte sich der Europaverkehr mit
+4,5 % und der Interkont-Verkehr mit +4,3 %. Die Luftfracht entwickelt sich stabil
gegenüber dem Vorjahr mit -0,1 % (an + ab) auf 4.438.589 Tonnen. Insgesamt
entwickelte sich der Luftverkehrsmarkt in Deutschland damit trotz bestehender
Wachstumshemmnisse wie der Luftverkehrsabgabe sehr positiv (Quelle: ADV
Verkehrsstatistik 2015). Der Trend der vergangenen Jahre, dass das Wachstum
vorrangig an größeren Flughäfen stattfindet, bestätigte sich auch 2015.

B	 Geschäftsverlauf 2015
B.1	

Aviation Management/Verkehrsentwicklung

Das Jahr 2015 war ein weiteres Rekordjahr für die Flughafengesellschaft. Insgesamt 29.531.464 Passagiere konnten an den Flughäfen Schönefeld und Tegel im
Jahresverlauf gezählt werden. Beide Standorte fertigten insgesamt 260.610 Bewegungen ab (+3,2 %). Die durchschnittliche Auslastung der Flugzeuge lag dabei
bei 77,3 % und stieg um 1,4 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr.
Das Passagieraufkommen wuchs um 5,5 % gegenüber 2014 und hat damit die Erwartungen deutlich übertroffen. Insgesamt entwickelte sich der Luftverkehr in
der Region Berlin-Brandenburg auch im dreizehnten Jahr in Folge besser als der
Durchschnitt der internationalen Verkehrsflughäfen Deutschlands (ADV-Durchschnitt +3,9 %). Die Position als drittgrößter Flughafenstandort in Deutschland
wurde damit erneut gefestigt. Im Flugplan standen dabei über das Jahr betrachtet insgesamt 179 Ziele in 54 Ländern, die von 79 Airlines angeboten wurden.

Unsere Zahlen  | 93  �

Die Verkehrsentwicklung im Detail
Für den Flughafen Tegel setzte sich die Erfolgsgeschichte der vergangenen Jahre
weiter fort. Mit 21.005.196 Passagieren (+1,5 %) wuchs der Standort abermals. Die
Kapazitätslimits des Flughafens sind nahezu erreicht, sodass das Wachstum vor
allem durch größere Flugzeugtypen erreicht wird. Dennoch legten die Flugbewegungen gegenüber dem Vorjahr leicht auf 184.457 Starts und Landungen
(+1,2 %) zu. Hier lag die Auslastung bei 75,1 % (+1,4 Prozentpunkte).
Zudem konnten am Flughafen Tegel gleich mehrere Airlines neu begrüßt werden. Azerbaijan Airlines hat Baku, Jetairfly die Strecke nach Antwerpen, Onur
Air die Verbindung nach Istanbul und Adria Airways die Strecke nach Ljubljana
aufgenommen. Weitere neue Ziele ab Tegel von airberlin sind Billund und Prag
sowie seit dem Winterflugplan wieder Miami. Air Baltic und Estonian Air haben
Tallinn in den Flugplan aufgenommen, Air Baltic fliegt neu nach Vilnius und
Vueling nach Santiago de Compostela.
Der Flughafen Schönefeld erreichte 2015 mit 8.526.268 Passagieren (+16,9 % ggü.
Vorjahr) das beste Jahr seiner Geschichte. Seit vergangenem Jahr fliegt Germanwings zusätzlich zu den Verbindungen ab Tegel auch Schönefeld mit den Zielen
Köln/Bonn und Stuttgart an. easyJet hat Wien und Larnaca in den Flugplan
aufgenommen. Ebenso legte die Berliner Fluggesellschaft Germania Flüge
nach Paphos, Ibiza, Enfidha und Djerba auf und fliegt zweimal die Woche nach
Teheran. Ryanair hat zum Winterflugplan 2015 eine neue Basis am Flughafen
Schönefeld eröffnet und im Jahr 2015 18 neue Verbindungen in den Flugplan
aufgenommen. Fünf Flugzeuge vom Typ Boeing 737-800 wurden in Schönefeld
stationiert. Die Maschinen mit 189 Sitzplätzen werden pro Jahr bis zu 3,5 Millionen Urlauber und Geschäftsleute zu Zielen wie Brüssel, London, Rom, Teneriffa
oder Köln/Bonn bringen.
Im Streckenvergleich innerhalb Deutschlands ist München mit fast 2 Millionen
Passagieren im Jahr 2015 (+5,7 %) die am meisten genutzte Strecke ab Berlin. Top-Wachstumsstrecke im innerdeutschen Vergleich ist Köln mit einem
Zuwachs von rund 136.000 Passagieren gegenüber 2014 (+10,3 %). Top-Strecke
außerhalb Deutschlands ist wie im vergangenen Jahr London mit rund 1,9 Millionen Passagieren (+16,6 %), gefolgt von Paris (+2,9 %) und Zürich (+3,3 %). Im
europäischen Verkehr wuchs die Verbindung nach Bukarest am stärksten und
weist mehr als eine Verdoppelung des Passagieraufkommens mit rund 130.000
Passagieren (+53,4 %) auf.

�  94  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Neues Langstreckenziel 2015 war Ras Al Khaimah mit SunExpress Deutschland.
Nach Doha im Jahr 2014 (+63,3 %) wuchs im vergangenen Jahr im Langstreckensegment Abu Dhabi mit rund 330.000 Passagieren (+62,1 %) am stärksten.
Ausschlaggebend hierfür ist die Verdopplung der täglichen Flüge durch airberlin. Insgesamt konnten im Bereich der Langstrecken für nahezu alle Strecken
zweistellige Zuwachsraten verzeichnet werden. Größeres Fluggerät und entsprechend zusätzlich angebotene Sitze konnten damit gut am Markt abgesetzt
werden und verdeutlichen Berlins Potenzial für weitere Langstreckenverbindungen. So stieg die Zahl der angebotenen Sitze auf der Langstrecke um 10,7 %,
während das Passagieraufkommen ebenfalls um 10,7 % zunahm.
Die Zahl der Umsteiger sank im vergangenen Jahr. Der Anteil liegt jetzt bei 6,4 %
gegenüber rund 7,9 % in 2014.
Berliner Frachtaufkommen über Vorjahresniveau
Über die Frachtanlagen der Berliner Flughäfen wurden 2015 rund 86.000 Tonnen Luftfracht umgeschlagen (+4 %).
Wirtschafts- und Währungsschwankungen haben auch 2015 den internationalen Handel beeinflusst, sodass seit dem Sommer 2015 die internationalen
Luftfrachtströme im Wachstum stagnierten. Dadurch liegt die verladene Fracht
in Deutschland auf Vorjahresniveau. 2015 wurden in Berlin rund 43.200 Tonnen
Luftfracht per Flugzeug transportiert. Hinzu kommen 4.500 Tonnen, die per
Nachtluftpost im Auftrag der Deutschen Post World Net AG nach Stuttgart geflogen wurden sowie rund 38.000 Tonnen welche von den Airlines und Speditionen zusätzlich als Luftfracht per Lkw zu den Europahubs der Airlines über die
Luftfrachtanlagen in Berlin abgefertigt wurden.

Verkehrsaufkommen

2015

2014

Gewerbliche Flugbewegungen

179.831

177.708

Fluggäste (in Tausend)

21.005

20.688

Gewerbliche Flugbewegungen

69.123

62.471

Fluggäste (in Tausend)

8.526

7.293

248.954

240.179

29.531

27.981

Tegel

Schönefeld

Gesamt
Gewerbliche Flugbewegungen
Fluggäste (in Tausend)

Unsere Zahlen  | 95  �

B.2	Commercial-Management
Das Jahr 2015 ist aus Sicht des Commercial Managements sehr positiv verlaufen.
Insgesamt konnte in nahezu allen Segmenten von weiter steigenden Passagierzahlen profitiert werden. In Schönefeld trugen insbesondere die Segmente Duty
Free/Duty Paid, Parken und Gastronomie, in Tegel das Segment Gastronomie
und das Tax-Refund-Geschäft zur positiven Ertragsentwicklung in diesem Jahr
bei.
Flughafen Tegel
Wie in den Vorjahren wurde auch 2015 das Angebot für die Passagiere am
Flughafen Tegel in den Segmenten Retail und Gastronomie erneut erweitert. Im
Bereich Parken konnte das Ertrags-Niveau des Vorjahres annähernd erreicht
werden.
Die Ertragslage im Segment Flughafenwerbung 2015 hat sich weiter stabilisiert.
Hauptursache hierfür ist die wiedergewonnene Akzeptanz des Flughafens Tegel
als Werbestandort.
Flughafen Schönefeld
Um die Attraktivität und die Anziehungskraft des Angebotes am Flughafen
Schönefeld für die Passagiere weiter zu steigern, wurde die Angebotsstruktur im
Convenience-Bereich und im Segment Gastronomie optimiert. Auch im Segment Parken hat sich die Passagiersteigerung sehr positiv auf die Ertragslage im
Jahr 2015 ausgewirkt. Die Ertragslage im Segment Flughafenwerbung blieb im
Vergleich zum Vorjahr weitgehend unverändert.
B.3	Liegenschaften
Die FBB ist Eigentümerin von Grundstücken mit einer Gesamtfläche von rund
1.890 Hektar. Davon werden ca. 77 % für die unmittelbar betriebsnotwendige
Flughafeninfrastruktur benötigt. Von den übrigen Flächen stehen im unmittelbaren Flughafenumfeld aktuell noch rund 195 Hektar für Immobilienentwicklungen zur Verfügung. Es können Gewerbeflächen entwickelt werden, die in
unterschiedlichem Maße erschlossen und vermarktungsfähig sind, beispielsweise für flughafenspezifische Dienstleistungen, Fracht, Logistik, Parken, Hotels,
Büros etc.

�  96  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Business Park Berlin
Die Gesamterschließung im Business Park Berlin erfolgt in drei Abschnitten.
Die Herstellung der ersten beiden Erschließungsabschnitte wurde mit Mitteln
der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“
gefördert. Nach aktuellem Vermarktungsstand sind bereits rund 45 % der Grundstücksflächen veräußert. Die Realisierung des dritten Erschließungsabschnittes
wird in Abhängigkeit von der Nachfragesituation erfolgen. Die nach der Eröffnung des BER allgemein erwartete, hohe Nachfrage kann hier zeitnah befriedigt
werden.
Nachnutzung des Bestandsflughafens Schönefeld
Um ausreichend Kapazitäten für den Flughafen BER zu gewährleisten, ist ein
zeitlich begrenzter Weiterbetrieb von SXF nach Inbetriebnahme des Flughafen
BER geplant.
Mit Eröffnung des BER wird der Flughafen Tegel geschlossen. Deshalb strebt
die Bundesrepublik Deutschland eine möglichst zeitgleiche Verlagerung des
Protokolldienstes der Bundesregierung sowie der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung von Tegel auf Flugflächen und Gebäude des
Bestandsflughafens Schönefeld an.
Nachnutzung des Bestandsflughafens Tegel
Nach der Inbetriebnahme des BER ist der Flughafen Tegel noch maximal weitere
sechs Monate in betriebsbereitem Zustand zu halten, um im Bedarfsfall die
luftverkehrliche Anbindung der Stadt Berlin zu gewährleisten. Danach sind die
Räumung der Gebäude und der Rückbau der flughafentechnischen Anlagen innerhalb von kurzer Zeit vorgesehen. Danach wird die Liegenschaft an die Eigentümer, den Bund und das Land Berlin, zurückgegeben. Hinsichtlich der Nutzung
bis zur Schließung des Flughafens Tegel sowie der anschließenden Rückgabe
der Liegenschaften wurden mit den Eigentümern vertragliche Vereinbarungen
abgeschlossen.

Unsere Zahlen  | 97  �

C	 Wirtschaftliche Entwicklung
C.1	Ertragslage
Der FBB-Konzern weist im Jahr 2015 einen Konzernfehlbetrag von
EUR 137,7 Mio. (Vj. EUR 171,3 Mio.) aus. Wesentliche Effekte, die das Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2015 beeinflusst haben, werden nachfolgend erläutert.
Umsatzerlöse

Umsatzerlöse in Mio. EUR

2015

2014

234,4

198,0

Non Aviation

51,6

49,8

Vermietung

31,1

31,5

Bauleistungen

0,5

1,8

Services

3,6

2,9

Sonstige

5,0

4,8

326,2

288,8

Aviation

Gesamt

Der Anstieg des Verkehrsaufkommens hat sich im Jahr 2015 positiv auf die
Aviation-Umsatzerlöse ausgewirkt, diese sind um 18,4 % gestiegen. Die Umsatzerlöse aus dem Non Aviation-Bereich sind von EUR 49,8 Mio. um 3,6 % auf
EUR 51,6 Mio. angestiegen, im Wesentlichen begründet durch höhere Einnahmen aus Umsatzabgaben für Gastronomie und Parken. Im Bereich Vermietung
wurde ein Rückgang der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 1,3 % verzeichnet. Einem Anstieg der Umsatzerlöse aus der Vermietung von Flächen
stehen geringere Erlöse aus Versorgungsleistungen gegenüber.
Erträge
Die aktivierten Eigenleistungen resultieren im Wesentlichen aus Aktivitäten
im Zusammenhang mit dem Bau des BER (EUR 20,8 Mio.; Vj. EUR 16,6 Mio.).
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr von
EUR 21,5 Mio. auf EUR 34,1 Mio. gestiegen, begründet durch Erträge aus Versicherungsentschädigungen (EUR 13,5 Mio.) sowie einem Anstieg der Erträge aus
der Flächenvermarktung/Verkauf Anlagevermögen (EUR +0,9 Mio.).

�  98  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Aufwendungen
Die laufenden Aufwendungen des FBB-Konzerns (EUR 413,6 Mio.) sind gegenüber dem Vorjahr (EUR 388,7 Mio.) um EUR 24,9 Mio. gestiegen.

Aufwendungen in Mio. EUR

2015

2014

Materialaufwand

70,7

64,6

Personalaufwand

122,0

112,9

Abschreibungen

101,0

96,4

Sonstiger betrieblicher
Aufwand

119,9

114,8

Gesamt

413,6

388,7

Im Einzelnen stiegen die Materialaufwendungen um EUR 6,1 Mio., die Personalaufwendungen um EUR 9,1 Mio., die Abschreibungen um EUR 4,6 Mio. und die
sonstigen betrieblichen Aufwendungen um EUR 5,1 Mio.
Der Anstieg des Materialaufwands um 9,4 % auf EUR 70,7 Mio. ist hauptsächlich durch höhere Aufwendungen für bezogene Leistungen begründet. Dieser
Anstieg resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Aufwendungen für Fremdleistungen Bau (EUR +2,8 Mio.).
Der Personalaufwand ist von EUR 112,9 Mio. auf EUR 122,0 Mio. gestiegen, was
hauptsächlich auf die gestiegene Anzahl der Mitarbeiter zurückzuführen ist.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr
von EUR 114,8 Mio. auf EUR 119,9 Mio. um 4,5 % gestiegen. Dieser Anstieg ist im
Wesentlichen aus höheren Aufwendungen auf Grund der Verschiebung der Inbetriebnahme BER (EUR +22,1 Mio.), höheren Aufwendungen für die Anmietung
von Fremdkräften (EUR +2,4 Mio.), gestiegene Aufwendungen für Sicherheitsleistungen (EUR +2,2 Mio.) sowie höhere Rechts- und Beratungsleistungen
(EUR +1,5 Mio.) begründet.
Die Abschreibungen sind von EUR 96,4 Mio. auf EUR 101,0 Mio. gestiegen. Das
entspricht einem Anstieg von 4,8 %. Es erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung (EUR 1,0 Mio.) für wirtschaftlich abgenutzte Gebäude.
Finanzielle Leistungsindikatoren
Die nachfolgenden finanziellen Leistungsindikatoren zeigen die wirtschaftliche
Entwicklung des FBB-Konzerns. Erlöse und Aufwendungen wurden um neutrale Positionen bereinigt.

Unsere Zahlen  | 99  �

Finanzielle Leistungs­
indikatoren in Mio. EUR

2015

2014

EBIT
(ohne neutrales Ergebnis,
Finanzergebnis und Steuern)

-15,8

-40,3

EBITDA
(EBIT ohne Abschreibung)

85,2

56,1

-137,7

-171,3

Jahresergebnis

Der Jahresfehlbetrag beinhaltet neben dem Betriebsergebnis (EUR -15,8 Mio.),
das Finanzergebnis (EUR -101,9 Mio.), neutrale Erträge (EUR 21,8 Mio.;
Vj. EUR 11,3 Mio.) und neutrale Aufwendungen (EUR 41,8 Mio.; Vj. EUR 37,6 Mio.).
Im neutralen Ergebnis (EUR -20,0 Mio.; Vj. EUR -26,3 Mio.) werden unter anderem Aufwendungen und Erträge zu folgenden Positionen dargestellt: Erträge
aus der Auflösung von Rückstellungen, periodenfremde Aufwendungen und
Risikovorsorge aufgrund der Verschiebung der Inbetriebnahme des BER.
Für die FBB GmbH sowie deren 100%ige Tochtergesellschaften und Beteiligungsunternehmen ergeben sich aus den unkonsolidierten Einzelabschlüssen
folgende Leistungsindikatoren für das Geschäftsjahr 2015:
Finanzielle Leistungs­
indikatoren in Mio. EUR

FBB

BFG

FAA

FEW Dalandis

EBIT
(ohne neutrales Ergebnis,
Finanzergebnis und Steuern)

-126,3

105,4

0,4

-3,8

9,3

EBITDA
(EBIT ohne Abschreibung)

-55,0

108,1

0,4

16,0

16,5

Jahresergebnis

-135,8

107,9

0,4

-6,4

-1,1

Hinsichtlich der Angaben zum Konsolidierungskreis verweisen wir auf die Angaben im Abschnitt 02 D des Konzernlageberichts.

�  100  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

C.2	Vermögenslage
Die Vermögenslage stellt sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:
31.12.2015

31.12.2014

Veränderung

Mio. EUR

%

Mio. EUR

%

Mio. EUR

%

3.928,3

93,9

3.610,1

96,3

318,2

8,8

1,7

0,0

1,6

0,0

0,1

6,2

Kurzfristige Forderungen und
­sonstige Vermögensgegenstände

43,2

1,1

62,0

1,6

-18,8

-30,3

Langfristige Forderungen

10,0

0,2

10,0

0,3

0,0

0,0

Grundstücke Business Park Berlin

28,8

0,7

28,6

0,8

0,2

0,7

Flüssige Mittel

158,1

3,8

21,1

0,6

137,0

>100

Übrige Aktiva

12,1

0,3

15,4

0,4

-3,3

-21,4

4.182,2

100,0

3.748,8

100,0

433,4

11,6

1.152,5

27,6

948,6

25,3

203,9

21,5

93,3

2,2

96,3

2,5

-3,0

-3,1

Langfristige Verbindlichkeiten

2.708,1

64,7

2.502,9

66,8

205,2

8,2

Kurzfristige Verbindlichkeiten

228,3

5,5

201,0

5,4

27,3

13,6

4.182,2

100,0

3.748,8

100,0

433,4

11,6

Vermögen
Anlagevermögen
Vorräte

Kapital
Eigenkapital
Sonderposten

Die Zunahme des Anlagevermögens resultiert im Wesentlichen aus den Zugängen für die Realisierung des BER (EUR 415,6 Mio.) Dem gegenüber stehen
Anlagenabgänge (EUR 9,1 Mio.) sowie Abschreibungen (EUR 101,0 Mio.).
Die Grundstücke des Business Park Berlin sind unverändert im Umlaufvermögen ausgewiesen. Die Bewertung wurde unter der Annahme einer künftigen
Erschließung und Verwertung als Gewerbegebiet durchgeführt. Der Buchwert
beträgt im Geschäftsjahr 2015 EUR 28,8 Mio.
Die langfristigen Verbindlichkeiten enthalten unter anderem neben Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (EUR 2,5 Mrd.) von den Gesellschaftern
erhaltene Darlehen (EUR 132,2 Mio.), erhaltene Vorauszahlungen von Erbbauzinsen und Zuschüsse für Investitionen (EUR 55,7 Mio.) sowie Rückstellungen
für Altersteilzeit- und Pensionsverpflichtungen einschließlich TransFair BER
(EUR 23,4 Mio.).

Kerndaten

2015

Δ

2014

+ 5,5 %

28,0

+ 13,0 %

288,8

+ 51,9 %

56,1

Passagiere (Mio.)

29,5

Umsatzerlöse (Mio. EUR)

326,2

EBITDA (Mio. EUR)

85,2

�  102  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen neben Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (EUR 34,3 Mio.) auch Rückstellungen, insbesondere für ausstehende Eingangsrechnungen (EUR 12,8 Mio.).
Aus der Risikovorsorge aufgrund der Inbetriebnahmeverschiebung ergeben sich
insgesamt Rückstellungen in Höhe von EUR 59,8 Mio. (Vj. EUR 30,4 Mio.).
Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt:

Eigenkapitalquote in %
(Eigenkapital / Gesamtkapital x 100)

2015

2014

27,6

25,3

Im Berichtsjahr erfolgten Einzahlungen in die Kapitalrücklage in Höhe von
EUR 341,5 Mio. durch die Gesellschafter.
C.3	Investitionen
Mit EUR 428,3 Mio. lag das Investitionsvolumen um EUR 167,3 Mio. über dem
Vorjahreswert (EUR 261,0 Mio.). Der bei weitem größte Anteil der Investitionsmaßnahmen betraf den Flughafen Berlin Brandenburg:
• Teilprojekt Hochbau EUR 190,0 Mio., davon EUR 178,7 Mio. für das Fluggastterminal und EUR 4,9 Mio. für die Pavillons.
• Projekt Schallschutzmaßnahmen BER EUR 96,0 Mio.
• Projekt Sanierung Nordbahn EUR 41,9 Mio.
• Teilprojekt Übergeordnete Maßnahmen EUR 46,1 Mio., davon im Wesentlichen
Projektsteuerungs- und Bauherrenleistungen.

C.4	Finanzlage
C.4.1	Finanzmanagement
Kapitalerhöhung bei der FBB
Mit der Verschiebung der Eröffnung des BER und den damit verbundenen
Baumehrkosten haben die Gesellschafter der FBB 2012 in Abstimmung mit der
EU-Kommission beschlossen, weitere Gesellschaftermittel in Höhe von
EUR 1,2 Mrd. zur Verfügung zu stellen, um die Liquidität des Unternehmens
sicher zu stellen. Im Geschäftsjahr 2015 wurden hiervon EUR 473,7 Mio. eingezahlt, davon EUR 132,2 Mio. über nachrangige Gesellschafterdarlehen. Mit
den bereits im Geschäftsjahr 2013 und 2014 eingezahlten Gesellschaftermitteln
wurden somit EUR 900,0 Mio. in die Kapitalrücklage eingestellt.

Unsere Zahlen  | 103  �

BER-Langfristfinanzierung
Es besteht eine Langfristfinanzierung in Höhe von insgesamt EUR 2,4 Mrd. Aus
dieser wurde 2015 noch ein Restbetrag in Höhe von EUR 140 Mio. ausgezahlt.
Planmäßig erfolgt bereits seit dem Jahr 2014 die Tilgung der in Anspruch genommenen Kredite in Höhe von EUR 44,6 Mio. Zum Jahresende 2015 betragen die
ausstehenden Barlinien somit rd. EUR 2,3 Mrd.
Leasingfinanzierung
Es besteht eine Leasingfinanzierung in Höhe von ursprünglich EUR 240 Mio.
(ausstehender Betrag EUR 216,7 Mio.), mit welcher die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH als Leasingnehmer die Finanzierung der Errichtung und die
Inbetriebnahme von neun Gebäuden im Umfeld des BER sicherstellt. Es wurden
drei Parkhäuser in der Airport City, ein terminalnahes Parkhaus am südlichen
Main Pier, ein Mietwagencenter, drei Gebäude für Bodenverkehrsdienstleister
und ein Gebäude für Sicherheitsdienstleister errichtet. Leasinggeber sind neun
Kommanditgesellschaften aus der deutschen Sparkassen-Finanzgruppe. Die
FBB ist bei jeder der Kommanditgesellschaften Kommanditistin. Für alle neun
Gebäude ist die Nutzungsfreigabe erteilt worden. Die vollständige Nutzung der
fertiggestellten Gebäude durch Mieter und Konzessionäre wird sich aufgrund
der Verschiebung der Inbetriebnahme des BER verzögern.
C.4.2	Kapitalflussrechnung
Über die Liquiditätssituation und die finanzielle Entwicklung gibt folgende Kapitalflussrechnung Aufschluss:
2015
Mio. EUR

2014
Mio. EUR

Veränderung
Mio. EUR

63,7

49,5

14,2

Cash Flow aus Investitionstätigkeit

-417,4

-256,6

-160,9

Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit

495,4

161,7

333,7

Zahlungswirksame Veränderung
des Finanzmittelbestands

141,6

-45,4

187,0

Finanzmittelbestand am Anfang
der Periode

16,5

61,9

-45,4

Finanzmittelbestand am Ende
der Periode

158,1

16,5

141,6

Kapitalflussrechnung
Cash Flow aus laufender
Geschäftstätigkeit

�  104  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

D	Konzerngesellschaften
D.1	

Berliner Flughafen-Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH ist alleinige Gesellschafterin der Berliner Flughafen-Gesellschaft mit beschränkter Haftung (BFG). Die BFG betreibt
den Bestandsflughafen Tegel, der spätestens sechs Monate nach Inbetriebnahme BER seinen Betrieb einstellen wird. Im Berichtsjahr erwirtschaftete die BFG
einen Jahresüberschuss von EUR 107,9 Mio.
D.2	

Flughafen Energie & Wasser GmbH

Die FBB hält 100 % des Stammkapitals der Flughafen Energie & Wasser GmbH
(FEW). Die Flughäfen Tegel und Schönefeld haben ihre Aktivitäten der Energieversorgung an die FEW übertragen.
Die FEW schließt das Geschäftsjahr 2015 mit einem Jahresfehlbetrag von
EUR 6,4 Mio. ab.
D.3	

FBB Airport Assekuranz Vermittlungsgesellschaft mbH

Mit Gesellschaftsvertrag vom 25. Juli 2014 hat die FBB die FBB Airport Assekuranz Vermittlungsgesellschaft mbH mit Sitz in Schönefeld gegründet. Gegenstand des Unternehmens ist die Vermittlung und Verwaltung von Versicherungen aller Art einschließlich von Rückversicherungen der Flughafen Berlin
Brandenburg GmbH. Die Gesellschaft hat ihre operative Geschäftstätigkeit zum
1. Januar 2015 aufgenommen. Ab 2016 übernimmt die FBB Airport Assekuranz
auch das flughafennahe Drittgeschäft (z. B. Versicherung der Fremdfirmen am
Flughafen wie z. B. Bodenverkehrsdienstleister) sowie die Schadensbearbeitung
für den BER. Im Berichtsjahr erwirtschaftete die FAA einen Jahresüberschuss
von EUR 0,4 Mio.
D.4	

Dalandi Grundstücksverwaltungsgesellschaften mbH & Co. Objekt KG

Seit 2010 ist die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH an neun Kommanditgesellschaften beteiligt, die als Leasinggeber der fünf in der Airport City und vier
in dem nahe gelegenen Area South zu errichtenden Gebäude auftreten.
Die FBB ist bei jeder der neun Kommanditgesellschaften die einzige Kommanditistin (jeweils 94 % des Eigenkapitals der KG, EUR 4.700,00 Kapitaleinlage und
10 % der Stimmrechte). Alleinige Komplementärin ist in allen neun Fällen die
Dalandi Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH (6 % des Eigenkapitals der KG;
EUR 300,00 Kapitaleinlage; 90 % der Stimmrechte). Die Kommanditgesellschaften weisen leasingtypische Anlaufverluste aus, die plangemäß mit zu erwirtschaftenden Erträgen in Zukunft ausgeglichen werden.

Unsere Zahlen  | 105  �

Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH hat an die Kommanditgesellschaften
Erbbaurechte über 60 Jahre an dem Grund und Boden auf dem BER-Gelände
vergeben. Die FBB errichtet im Auftrag der Kommanditgesellschaften als Generalübernehmer Gebäude auf den Erbbaurechtsgrundstücken und least die
fertiggestellten Gebäude von den Kommanditgesellschaften für 25 Jahre.
D.5	

Berlin Tourismus & Kongress GmbH

Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH hält 10 % des Stammkapitals der Berlin
Tourismus & Kongress GmbH (TEUR 51,2 Kapitaleinlage). Gegenstand des Unternehmens sind die weltweite Werbung für das touristische Angebot Berlins, die
Förderung des Tourismus, des Geschäftsreiseverkehrs, von Veranstaltungen,
Messen, Tagungen und Kongressen sowie die Information der Touristen der
Region Berlin. Die Gesellschaft betreibt die damit im Zusammenhang stehenden
Dienstleistungs- und Handelsgeschäfte.

E	 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
E.1	Personal
183 neue Mitarbeiter wurden 2015 bei der Flughafengesellschaft eingestellt, so
dass die Gesamtmitarbeiterzahl um 2 % auf 1.843 (Stand 31.12.2015) angestiegen
ist. Zusätzlich waren zum Stichtag 85 Auszubildende und Studenten im dualen
Studium beschäftigt. Mit über 3.300 Bewerbungen, davon über 500 initiativ, ist
die FBB als Arbeitgeber weiterhin attraktiv.
Die Schwerpunkte der Personaltätigkeit lagen 2015 bei der Führungskräfteentwicklung und der Reorganisation der Flughafengesellschaft. Das Führungskräfteentwicklungsprogramm zielte auf die Verankerung der FBB-Führungskultur, die
Vermittlung und Vertiefung von Führungskompetenzen sowie die Förderung
der Netzwerkbildung ab. 2015 wurde zudem eine Personalstrategie entwickelt,
um den sich stetig ändernden Anforderungen an eine moderne Personalarbeit
gerecht zu werden und wettbewerbsfähig zu bleiben. 2016 soll das Führungskräfteentwicklungsprogramm fortgesetzt werden.
E.2	Umweltschutz
Das Unternehmen ist sich seiner Verantwortung gegenüber der Umwelt und
den Interessen seiner Nachbarn bewusst. Die FBB hat Umweltleitlinien entwickelt, die für den gesamten Konzern gelten. Die FBB hat in den vergangenen
Jahren bereits in erheblichem Umfang in den Lärmschutz, die Luftreinhaltung,
den betrieblichen Umweltschutz und in eine Information des Umlandes investiert. Diese Anstrengungen wird die FBB in den kommenden Jahren fortsetzen.

Umsatzerlöse in Mio. EUR
Services 3,6 Sonstige 5,0
Bauleistungen 0,5
Vermietung 31,1
Non Aviation 51,6

2015

326,2 Mio. EUR

Aviation 234,4

Services 2,9
Bauleistungen 1,8

Sonstige 4,8

Vermietung 31,5

Non Aviation 49,8

2014

288,8 Mio. EUR

Aviation 198,0

Eigenkapitalquote in Prozent

27,6 %

2015

25,3 %

2014

Unsere Zahlen  | 107  �

Die FBB erfasst jährlich Kennzahlen zum Ressourcenverbrauch. Diese Umweltkennzahlen liefern einen wichtigen Beitrag zur Ermittlung und Ausschöpfung
möglicher Einsparpotentiale im Unternehmen. Die umwelt- und energiebezogenen Daten, Entwicklungen und Ziele werden jährlich im Umweltbericht
veröffentlicht.
E.3	

Schallschutzprogramm BER

Nachdem das Schallschutzprogramm im Jahr 2013 von der Flughafengesellschaft zu großen Teilen neu aufgelegt wurde und weitere Vollzugshinweise der
Genehmigungsbehörde vom Februar 2014 berücksichtigt werden mussten, hat
die Bearbeitung der Anträge deutlich an Fahrt aufgenommen. Derzeit liegen für
ca. 19.800 Wohneinheiten (WE) Anträge auf Schallschutzmaßnahmen vor. Für
rund 15.500 (rd. 78 %) Anträge hat die Flughafengesellschaft die Auflagen erfüllt,
indem die Anspruchsermittlungen versendet wurden oder den Eigentümern
mitgeteilt wurde, dass keine Schallschutzmaßnahmen erforderlich sind. Mit der
Anspruchsermittlung erhalten die Eigentümer eine Entschädigungszahlung in
Höhe von 30% des Verkehrswertes des Grundstückes und der Gebäude mit zu
schützenden Räumen, oder eine Zusage der Kostenübernahme für die Umsetzung notwendiger baulicher Schallschutzmaßnahmen.
E.4	Nachtragsbericht
Wesentliche berichtspflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben sich
nicht ergeben.

�  108  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

→ 03

Risiken und Chancen

A	Risikomanagement
Bei der FBB einschließlich Tochtergesellschaften ist ein umfangreiches Risikomanagementsystem implementiert. Verantwortlich für die übergreifende Steuerung von Risiken ist das Zentrale Risikomanagement des Unternehmens. Eine
regelmäßige Zuarbeit erfolgt durch die Risikoverantwortlichen der einzelnen
Bereiche. Durch sie werden identifizierte Risiken bewertet und entsprechende
Steuerungs- und Überwachungsmaßnahmen erarbeitet und nachverfolgt. Neu
auftretende wesentliche Risiken sind im Rahmen einer ad-hoc-Berichterstattung, losgelöst von der regelmäßigen Berichterstattung, umgehend zu melden.

B	 Wesentliche Risiken
Im Geschäftsjahr 2015 berichtete Risiken, welche einen wesentlichen Einfluss
auf die Geschäftstätigkeit bzw. das Ergebnis der FBB haben könnten, werden im
Folgenden erläutert.
B.1	

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Einen bedeutenden Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung des Luftverkehrs und somit auch der FBB können konjunkturelle Schwankungen haben.
Darüber hinaus könnte trotz der derzeitigen positiven Konjunkturlage – die
offizielle Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft im Jahr 2016 beträgt
1,8 % – die Möglichkeit eines Insolvenzrisikos einzelner Airline-Kunden aufgrund des intensiven Wettbewerbs in der Airline-Branche bestehen. Aufgrund
der derzeitigen starken Nachfrage am Standort Berlin können mögliche Umsatzverluste jedoch mittelfristig durch andere Airlines ausgeglichen werden.
Zudem könnten die unsichere politische Situation und die zunehmende Anzahl
von Terroranschlägen in vielen Ländern den Luftverkehr negativ beeinflussen.
Die FBB sieht basierend auf den Vorhersagen für das Jahr 2016 eine weiterhin
positive Verkehrsentwicklung und geht deshalb von einem stetigen Wachstum
ihrer Geschäftsfelder Aviation und Non-Aviation aus.

Unsere Zahlen  | 109  �

B.2	

Das Schallschutzprogramm

Wie bereits im Vorjahr wurden auch 2015 umfangreiche bauliche Maßnahmen
zum Schutz vor Fluglärm an Objekten im Flughafenumfeld durchgeführt. So
erstellt die FBB Lüftungskonzepte gemäß der Vollzugshinweise der Oberen
Gemeinsamen Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg vom 21. Februar 2014
zur Anwendbarkeit der DIN 1946-6. Aufgrund eines derzeit laufenden Klageverfahrens kann nicht ausgeschlossen werden, dass darüber hinausgehende
technische Lösungen festgelegt werden müssen, die ggf. mit einer erneuten
ingenieurtechnischen Betrachtung aller Objekte sowie einer Überarbeitung der
bis dahin bearbeiteten Anträge einhergehen könnten. Vor dem Hintergrund
vermehrter Neubauaktivitäten im Anspruchsgebiet besteht das Risiko weiterer
Schallschutzforderungen.
B.3	Strittige Regelungen der bisherigen Entgeltordnung / Risiko aus neuer
Entgeltordnung
Die Streitigkeiten zwischen der BFG und einzelnen Airlines über die Nutzungsentgelte wurden im Jahr 2015 beendet nachdem der BGH die Nichtzulassungsbeschwerden zurückgewiesen hat. Eine Klage gegen die Senatsverwaltung für
Stadtentwicklung von Berlin wegen der Genehmigung der Entgeltordnung 2015
für den Flughafen Tegel ist weiterhin anhängig. Die BFG ist in diesem Verfahren
beigeladen. Zwei weitere Airlines haben gegen die Genehmigung der Entgeltordnung 2015 durch das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des
Landes Brandenburg für den Flughafen Schönefeld geklagt. Über die Beiladung
der FBB wurde noch nicht entschieden. Für alle drei Klagen bestehen erhebliche Zweifel an der Zulässigkeit. Sollten die Gerichte die Klagen der Airlines
als zulässig erachten und sich zur Rechtmäßigkeit der Genehmigung durch die
Landesluftfahrtbehörden äußern, sind die Auswirkungen auf die zivilrechtliche
Wirksamkeit der Entgeltordnungen neu zu bewerten.

�  110  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

B.4	

Schließung des Flughafens Tegel nach Inbetriebnahme des BER

Vor dem Hintergrund der baulichen Fertigstellung und Inbetriebnahme des
Flughafens Berlin Brandenburg ist die Schließung des Flughafens Tegel geplant.
Die Verpflichtung zur Übernahme der mit der Schließung des Flughafens entstehenden Kosten für eine Altlastensanierung der Gebäude sowie des Bodens
als auch von Rückbauarbeiten, kann erst nach Rückgabe und einer diesbezüglichen Untersuchung der Liegenschaft endgültig festgestellt werden. Nach
Rückgabe der Liegenschaft und anschließender Begutachtung über das Vorhandensein gesundheitsgefährdender Stoffe bestehen für die BFG die Risiken der
Verpflichtung zur Beseitigung
• von möglichen Gebäudealtlasten (gesundheitsgefährdende Stoffe wie Asbest,
etc.) bzw. zur Übernahme der Kosten,
• von möglichen Altlasten im Boden bzw. zur Übernahme der Kosten.
Dem Risiko wurde durch die Bildung von Rückstellungen und der Erfassung
von Abschreibungen Rechnung getragen.
B.5	

Schadensersatzansprüche wegen Verschiebung der BER-Inbetriebnahme

Der FBB liegen Anspruchsschreiben von Dienstleistern, Mietern, Airlines und
weiteren Unternehmen mit der Forderung auf Schadensersatz/Regress aufgrund
der Verschiebung der ursprünglich für den 3. Juni 2012 avisierten Inbetriebnahme des Flughafens Berlin Brandenburg vor. Die überwiegende Anzahl der
Schreiben macht die Forderungen zunächst nur dem Grunde nach geltend; beziffert sind die Anspruchsschreiben in den wenigsten Fällen bzw. allenfalls mit
Schätzungen versehen. Aus diesem Grund lässt sich derzeit keine abschließende
Aussage über die gesamte Höhe der Forderungen der einzelnen Anspruchsteller
machen. Zum Jahresende 2015 waren sechs Klageverfahren anhängig, die Schadensersatzansprüche wegen der verschobenen Inbetriebnahme betreffen. Zwei
weitere Verfahren wurden anwaltlich angekündigt.
Die FBB geht weiterhin davon aus, dass ein Teil der Forderungen über gerichtliche Streitigkeiten geklärt werden wird, da es rechtliche Fragestellungen zu
klären gibt. Erkennbare Risiken wurden im Jahresabschluss durch die Bildung
von Rückstellungen berücksichtigt.

Unsere Zahlen  | 111  �

B.6	BER-Projektverlauf
Bis Mitte 2015 konnten die Arbeiten am BER im Wesentlichen gemäß des Rahmenterminplans vom Dezember 2014 ausgeführt werden. Alle fälligen übergeordneten Meilensteine wurden planmäßig erreicht, z.B. der Abschluss der
Entwurfsplanung Entrauchung, die Einreichung des 5. und 6. Nachtrags zum
Fluggastterminal, die Fertigstellung der Hauptverkabelung sowie die Fertigstellung der Pavillons. Ab Mitte 2015 kam es zu Verzögerungen der Planungs- und
Bauabläufe. Insbesondere die Insolvenz eines wichtigen Baudienstleisters im
August 2015 führte zu einem Verzug bei der baulichen Umsetzung, vor allem im
Bereich der Starkstromanlagen sowie der Heizungs- und Lüftungsanlagen. Am
15. Februar 2016 wurde die dritte Nachreichung zum fünften Nachtrag vorgenommen. Im Zuge von Nachmessungen stellte sich heraus, dass mehr Räume
im Gebäude entraucht werden müssen als zuvor geplant. Dies führte zu Verzögerungen in der Entrauchungsplanung sowie der baulichen Umsetzung der
Entrauchung. Systemische Brandschutzmängel an Wänden im Fluggastterminal
und der damit verbundene Sanierungsbedarf führten zu notwendigen Anpassungsarbeiten an Innenwänden.
Die Verzögerungen von drei bis vier Monaten machten eine Fortschreibung
des Rahmenterminplans notwendig. Die Eröffnung des BER im 2. Halbjahr 2017
bleibt Zielsetzung der FBB. Der fortgeschriebene Rahmenterminplan wird durch
ein umfangreiches Maßnahmenprogramm gesichert. Terminrisiken bestehen
weiterhin, insbesondere hinsichtlich der Festlegung des finalen Bausolls und
der Abnahmeprozesse. Mit Genehmigung des 5. Nachtrags zur Baugenehmigung
des Fluggastterminals reduzieren sich die Terminrisiken, da damit das Bausoll
konkretisiert und die Abnahmefähigkeit des BER erhöht wird.
B.7	

Finanzierung und Finanzinstrumente

Infolge der Verschiebung der Inbetriebnahme wurde ein erhöhter Finanzierungsbedarf in Höhe von EUR 2,2 Mrd. unter anderem für Baumehrkosten und
notwendige Erweiterungsmaßnahmen identifiziert. Zur Deckung des weiteren
Finanzierungsbedarfes wurden verschiedene Finanzierungsvarianten in Abstimmung mit den Gesellschaftern der FBB geprüft. Es wurde beschlossen, den
Finanzierungsbedarf hälftig mit Mitteln von Gesellschaftern sowie die weiteren
EUR 1,1 Mrd. über zusätzliche Fremdkapitalaufnahmen zu finanzieren. Seitens
der Gesellschafter werden die Mittel mit nachrangigen Darlehen mit einer Laufzeit von 20 Jahren zur Verfügung gestellt. Die neue Fremdfinanzierung befindet
sich derzeit in finaler Verhandlung und soll in voller Höhe, wie bereits bei der
BER-Langfristfinanzierung, durch Bürgschaften der drei Gesellschafter der FBB
besichert werden. Durch effektives Finanzierungsmanagement werden demnach Vorkehrungen getroffen, um Liquiditätsengpässe zu vermeiden.

�  112  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Hinsichtlich Zinsänderungsrisiken hat sich die Gesellschaft mit Hilfe von Zinsswaps zum Teil gegen einen Anstieg des Zinsniveaus und damit einhergehende
ansteigende Finanzierungskosten abgesichert. Das zu sichernde Risiko ist die
Wertänderung der Zinszahlungen für die langfristige Fremdfinanzierung aufgrund sich ändernder 3-Monats-Euribor Zinssätze. Außerdem soll im Zuge der
neuen Fremdfinanzierung ein Teil der BER-Langfristfinanzierung mehrheitlich
in einen Festzinskredit umgewandelt werden, was eine weitere Sicherungskomponente darstellt.
Auf diese Weise kann das aktuell niedrige Zinsniveau durch entsprechende
Darlehen über 10 bzw. 20 Jahre weitgehend gesichert werden.
B.8	

Auslastung der Mediennetze

Aufgrund der Verschiebung der Inbetriebnahme des BER besteht das Risiko, dass die von der FEW betriebenen Mediennetze in Schönefeld nicht voll
ausgelastet sind und insoweit die Kosten nicht in voller Höhe weiterberechnet
werden können. Des Weiteren besteht die Gefahr, dass der ermittelte Grundpreis
aufgrund der zu geringen Auslastung der Anlagen zu hoch kalkuliert ist und
von den Drittkunden nicht gezahlt wird.
B.9	

Entflechtung gem. §§ 6 ff. EnWG

Das EnWG verpflichtet vertikal integrierte Energieversorgungsunternehmen zur
Entflechtung von Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetzen gem. §§ 6 ff. EnWG.
Seit 1. Januar 2014 werden die Elektrizitätsnetze an den Flughafenstandorten
Berlin-Tegel und Berlin-Schönefeld durch die FEW in Form geschlossener Verteilernetze als eigenständige Netzbetreiberin geführt. Die überwachende Behörde
für den Netzbetrieb ist hierbei die zuständige Regulierungsbehörde BNetzA.
B.10	

Allgemeine Risiken

Allgemeine, nicht weiter im Einzelnen aufgeführte Risiken sind im Risikomanagementsystem des FBB-Konzerns erfasst und unter laufender Beobachtung.

Unsere Zahlen  | 113  �

B.11	

Würdigung des Gesamtrisikos

Das Risikomanagementsystem des FBB-Konzerns wies für das Geschäftsjahr
2015 weder eine Bestandsgefährdung durch Einzelrisiken noch durch aggregierte
Risiken auf. Auch für das Jahr 2016 sind bestandsgefährdende Risiken nicht
erkennbar.

C	 Wesentliche Chancen
Ein ausgewogenes Verhältnis von Chancen und Risiken zueinander, indem die
Risiken aktiv gemanagt, zugleich aber die Wahrnehmung von Chancen Potenziale im Markt bietet, die die Ertragskraft des Unternehmens steigern, steht bei
der FBB auch weiterhin im Fokus.
C.1	

Umsatzsteigerungen aufgrund steigender Passagierzahlen

Langfristig gesehen hält der Trend zu einer weiterhin stabilen Entwicklung im
globalen Luftverkehr an.
Die FBB sieht daher zuversichtlich in das Jahr 2016 und geht davon aus, dass
aufgrund anhaltend steigender Passagierzahlen bei den Berliner Flughäfen der
Umsatz weiter gesteigert werden kann; es besteht dabei die Chance, dass eine
Steigerung des Umsatzes über die im Wirtschaftsplan berücksichtigten Werte
hinaus möglich ist. Diese Umsatzsteigerungen können z. B. durch die weitere
Stationierung von Flugzeugen einzelner Airlines, Optimierungen im Flugplan,
bei der Sitzauslastung in den Flugzeugen und den Flughafenslots sowie der Anpassung der Entgelte zum 1. Januar 2016 erreicht werden. Wesentlicher Treiber
der Entwicklung künftig steigender Passagierzahlen wird die Erweiterung der
Kapazität durch einen gezielten Ausbau der Infrastruktur am Bestandsflughafen
Schönefeld und am BER sein.

�  114  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

C.2	

Zusätzliche Non-Aviation-Erlöse

Ein erhöhtes Passagieraufkommen durch internationalen Verkehr mit kaufkräftiger Kundschaft bietet die Chance, die Non-Aviation-Erlöse zu steigern und
von der Nutzung zukünftig größerer Einzelhandels- und Gastronomieflächen
zu profitieren. Zudem können durch den Aufbau von Abfertigungskapazitäten
zusätzliche Einzelhandels- und Gastronomieflächen geschaffen werden, was
zu steigenden Erlösen führt. Insbesondere die Vergrößerung dieser Flächen am
BER wird zu einem deutlichen Anstieg der Erlöse in diesen Segmenten führen.
Bereits in 2016 wird im Bereich der Parkierung eine Einnahmeerhöhung erwartet. Zum einen werden die Parkpreise in den stark nachgefragten Zeiten erhöht
und zum anderen sollen künftig in den nachfrageschwachen Zeiten zusätzliche
Anreize zur Parkierung (u.a. durch Vorausbuchung) gegeben werden.
C.3	

Finanzwirtschaftliche Chancen

Im Hinblick auf die finanzwirtschaftlichen Chancen können sich für die FBB
günstige Zinsentwicklungen ergeben; so kann z. B. das derzeitig niedrige Zinsniveau zur Verminderung der Finanzierungskosten führen und durch geplante
Vereinbarung von Festzinskrediten auch langfristig gesichert werden.
C.4	

Optimierte Organisationsstruktur und Prozesse

Die neue Organisationstruktur der FBB bietet die Möglichkeit, Abläufe und
Prozesse effizienter zu gestalten und somit Kostenvorteile zu heben und den
Flughafenbetrieb sowie die Bautätigkeit zu optimieren.
C.5	

Allgemeine Chancen

Hinsichtlich ordnungspolitischer Maßnahmen besteht die Chance, dass sich
durch das neue Luftverkehrskonzept der Bundesregierung positive Effekte für
die Luftverkehrswirtschaft ergeben.

Unsere Zahlen  | 115  �

�  116  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

→ 04

Ausblick

A	 Entwicklung des Geschäftsbetriebs
A.1	

Aviation Management / Verkehrsentwicklung

Für das Jahr 2016 erwartet der Flughafenverband ADV ein Passagierwachstum
von + 3,1 % in Deutschland. Niedrige Zinsen der Europäischen Zentralbank
belasten auch weiterhin Sparer, wodurch eine anhaltend hohe Konsumquote zu
erwarten ist. Dadurch könnte sich das Reiseverhalten der Verbraucher verbessern. Der aktuell niedrige Ölpreis führt zudem zu einer Kostenoptimierung der
Airlines im deutschen Raum und könnte für weitere zusätzliche Impulse sorgen.
Marktinterne Hemmnisse wie die Luftverkehrsabgabe sowie ein intensiv
geführter Wettbewerb werden auch 2016 die Marktentwicklung maßgeblich
beeinflussen. Die beiden größten Fluggesellschaften Deutschlands (Lufthansa
und airberlin) befinden sich seit Jahren in größeren Sparprogrammen, um ihre
Profitabilität zu verbessern. Wachstum, aber auch gestiegener Wettbewerb im
deutschen Markt wird durch das gestiegene Engagement der Ryanair erwartet,
welche sich einen Marktanteil von 20 % in Deutschland als Ziel gesetzt hat.
Bedingt durch die Effizienzanpassungen der größten Airlines ist insgesamt mit
besser ausgelasteten Flügen sowie dem Einsatz von größerem Fluggerät zu rechnen. Die Flugbewegungen werden in etwa auf Vorjahresniveau erwartet.
Nachdem sich der Luftverkehr in der Hauptstadtregion dreizehn Jahre in Folge
besser als der Markt entwickelt hat, ist davon auszugehen, dass dies auch 2016
eintreten wird. Das Wachstum wird insbesondere am Standort Schönefeld erwartet. Neben den bereits zum Winterflugplan 2015/16 aufgenommen Strecken
werden zum Sommerflugplan eine Vielzahl neuer Destinationen von Schönefeld bedient. Am Flughafen Tegel wird eine Konsolidierung der Verkehrszahlen
auf dem hohen Vorjahresniveau erwartet.

Unsere Zahlen  | 117  �

A.2	

Non Aviation Management

Der Fokus im laufenden Geschäft liegt auf den beiden Bestandsflughäfen Tegel
und Schönefeld. Insbesondere in Schönefeld werden die bestehenden Konzepte
optimiert bzw. punktuell neue Konzepte geschaffen, um dem Passagieranstieg
durch Ryanair und Germanwings Rechnung zu tragen. Weiterhin wird intensiv
an der Entwicklung eines modernen und marktgerechten Vermarktungskonzepts für die Gewerbeflächen am Flughafen BER gearbeitet. Die Erreichung der
Rechtssicherheit für die FBB, des optimalen Branchenmixes und des zur Eröffnung des BER finalisierten Mieterausbaus haben dabei höchste Priorität. Zudem
wird untersucht, welche zusätzlichen Services dem Passagier am BER angeboten
werden können und wie der Kundennutzen und damit auch das Ertragsniveau
weiter gesteigert werden kann. Darüber hinaus erfolgte im Januar 2016 eine
Erhöhung des Parkierungsentgelts am Flughafen Tegel.
A.3	

Liegenschaftsmanagement

Die Entwicklungsflächen am BER bergen langfristig erhebliches städtebauliches
und wirtschaftliches Potenzial für die FBB wie auch für die Länder Berlin und
Brandenburg. Diese Potenziale sollen im Rahmen der strategischen Masterplanung, welche 2016 fortgeschrieben wird, identifiziert und in ein gemeinsam
mit den Stakeholdern erarbeitetes Konzept für die Entwicklung des regionalen
Wirtschaftraumes eingebracht werden.
In der Zülowniederung, einem großflächigen Naturraum mit einer Fläche von
rund 2.500 Hektar, der ca. 10 km südlich des Flughafens liegt, sind von der
FBB gemäß Planfeststellungsbeschluss Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen zur
Kompensation von Eingriffen in Natur und Landschaft umzusetzen. Bislang
wurden rund 80 % der Flächen gesichert, auf denen der überwiegende Teil der
geplanten Maßnahmen umgesetzt wurde. Die übrigen Maßnahmen sollen im
Jahr 2016 realisiert werden.

�  118  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

B	 Wirtschaftliche Entwicklung
Für die kommenden Jahre wird mit einem weiterhin steigenden Passagieraufkommen gerechnet. Der Luftverkehr in Deutschland und in Berlin/Brandenburg
profitiert nicht nur von einem wachsenden Interesse am Reiseziel Deutschland,
sondern auch von einem zunehmenden Reiseverkehr innerhalb des Euroraums
und auch innerhalb Deutschlands. Dies wird begünstigt durch das anhaltende
Wachstum bei den Low-Cost-Airlines mit ihren Point-to-Point-Verkehren.
Für die Berliner Flughäfen ist im Vergleich zu 2015 eine Steigerung um rund
7,2 % auf 31,8 Mio. Passagiere in 2016 mit Schwerpunkt am Bestandsflughafen
Schönefeld geplant. Damit geht ein Anstieg der Flugbewegungen einher. Um
dieses anhaltende Wachstum bei den Bestandsflughäfen Tegel und Schönefeld
umsetzen zu können, sind diverse betriebs- bzw. kapazitätssichernde Maßnahmen notwendig, die zum Teil bereits 2015 abgeschlossen wurden. Mit der vom
Aufsichtsrat genehmigten Verlängerung des Betriebs des Bestandsflughafens
Schönefeld sind in den kommenden Jahren weitere Kosten für den Ausbau der
Infrastruktur vorgesehen, deren Nutzung bis zum Jahr 2023 vorgesehen ist.
Die für 2016 geplanten Umsatzerlöse werden durch die prognostizierte Zunahme des Verkehrsaufkommens und die bereits genehmigte Entgelterhöhungen
auf rund EUR 354 Mio. ansteigen. Hierbei sind auch Zuwächse im bedeutenden
Non-Aviation-Geschäft berücksichtigt. Mit der Inbetriebnahme des BER wird
sich ein wesentlicher Treiber künftigen Wachstums für die Berliner Flughafengesellschaft ergeben.
Der geplante Anstieg des Betriebsaufwands resultiert vor allem aus einem
Personalaufbau im wachsenden operativen Geschäft sowie mittelfristig temporär anfallenden Mehrkosten im Personalbereich für die Fertigstellung des BER
und weitergehender Infrastrukturmaßnahmen. Außerdem werden 2016 vor
allem temporär mehr Dienstleistungen in Anspruch genommen, die im Zusammenhang mit der Durchführung der technischen sowie der Vorbereitung der
operativen BER-Inbetriebnahme sowie der Realisierung neuer Infrastrukturmaßnahmen stehen.
Für das Jahresergebnis 2016 wird infolge der aufwandsseitigen Belastungen
durch den BER ein Konzernfehlbetrag von EUR -148,1 Mio. geplant.

Unsere Zahlen  | 119  �

C	 Der neue Flughafen Berlin Brandenburg
C.1 	

Bauliche Fertigstellung und Eröffnung

Der Abschluss der baulichen Ausführung im Fluggasterminal erfolgt in mehreren Stufen bis Sommer 2016. Zuerst wird das Main Pier Nord, dann das Main
Pier Süd und zum Schluss der zentrale Teil des Fluggastterminals fertiggestellt.
Parallel zur baulichen Fertigstellung beginnt die technische Inbetriebnahme der
am BER verbauten Anlagen und Systeme. Im Anschluss erfolgen die baurechtliche Abnahme des Fluggastterminals und der operative Probetrieb des BER.
C.2 	

Schaffung von zusätzlichen Kapazitäten

Die FBB hat am 25. September 2015 die ersten Weichen für den weiteren Ausbau
der Luftverkehrsinfrastruktur in Schönefeld gestellt. Der Aufsichtsrat gab grünes
Licht für ein erstes Teilpaket, das den Verkehrszuwachs in Schönefeld bis zur
Eröffnung des BER absichert, den Bau des Regierungsflughafens ermöglicht und
den mittelfristigen Ausbau des Standortes bis 2023 einleitet. Bis dahin rechnet
die FBB mit bis zu 40 Mio. Passagieren im Berlin-Verkehr.

Schönefeld, 9. März 2016
Dr. Karsten Mühlenfeld 	

Heike Fölster

�  120  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Unsere Zahlen  | 121  �

Bestätigungsvermerk
des Abschlussprüfers
Wir haben den von der Flughafen Berlin Brandenburg

mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung

GmbH, Schönefeld, aufgestellten Konzernabschluss – beste-

werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezo-

hend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang,

genen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die

Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel – und den

Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015

überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die

bis zum 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von

Prüfung umfasst die Beurteilung der Rechnungslegungsin-

Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deut-

formationen der in den Konzernabschluss einbezogenen

schen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verant-

Teilbereiche, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises,

wortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere

der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungs-

Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchge-

grundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der

führten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernab-

gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamt-

schluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

darstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlage-

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB

berichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung

unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer

eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurtei-

(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmä-

lung bildet.

ßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrich-

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung

tigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des

gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernab-

durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grund-

schluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter

sätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den

Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung

Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-,

ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild

Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hin-

der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der

reichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung

Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernab-

der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die

schluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der

Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und recht-

Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der

liche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über

zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Berlin, 9. März 2016
BDO AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez. Schulz, Wirtschaftsprüfer
gez. Rehmer, Wirtschaftsprüfer

�  122  |  Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Impressum
Herausgeber:
Flughafen Berlin Brandenburg GmbH
12521 Berlin
www.berlin-airport.de
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www.twitter.com/berlinairport
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Redaktion: Verena Heydenreich
Grundlayout: Scholz & Friends
Gestaltung, Realisation: andesee Werbeagentur GmbH & Co. KG
Fotos, Abbildungen:
andesee Werbeagentur GmbH & Co. KG: S. 13, 43, 53, 59, 76, 83, 101, 106
Alexander Obst / Marion Schmieding: S. 6, 23 (unten), 26
Archiv Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: S. 18, 29, 32, 33 (a, b, d), 41, 44, 45, 49
Björn Rolle: S. 28
Damny Kahra: S. 12
Dietz AG: S. 22
Farbtonwerk: S. 55 (unten)
Günter Wicker: S. 1, 5, 7, 8/9, 10/11, 14, 15, 19, 20, 21, 22, 23 (oben), 24, 27, 29 (unten),
30, 33 (c), 34, 35, 36, 37, 38, 42, 47, 48, 52, 55 (oben), 60
Kevin Gutt: S. 40
Martin Becker/Senatskanzlei Berlin: S. 4
Thomas Kierok: S. 50, 54, 56, 57, 58
Stand: Mai 2016

→

→

Flughafen Berlin
Brandenburg GmbH
Passagiere 2015

Flughafen
Berlin Brandenburg
Größe	

Berlin gesamt	

1.470 Hektar

29.531.464

Berlin-Schönefeld	8.526.268

Terminal

Berlin-Tegel	21.005.196

Bruttogrundfläche 		
	

Flugzeugbewegungen 2015
Berlin gesamt	

Dachfläche 	

360.000 Quadratmeter
49.000 Quadratmeter

260.610

Länge	

220 Meter

Berlin-Schönefeld	76.153

Breite 	

180 Meter

Berlin-Tegel	184.457

Höhe 	

32 Meter

Vorsitzender der Geschäftsführung

Mainpier

Dr. Karsten Mühlenfeld

Länge 	

Geschäftsführerin Finanzen

Fluggastbrücken 	

715 Meter
16

Heike Fölster
Pier Nord
Gesellschafter

Länge	

Bundesrepublik Deutschland 	

26 %

Land Berlin	

37 %

Land Brandenburg	

37 %

Pier Süd
Länge	

Airlines 	

79

Flugziele	

179

350 Meter

Walk-Boarding-Positionen	12

350 Meter

Fluggastbrücken	9
Start- und Landebahnen
Nordbahn	

3.600 Meter

Mitarbeiter (zum 31.12.2015)

Südbahn	

4.000 Meter

Gesamt	1.843

Seitlicher Abstand	

1.900 Meter

davon SXF	

1.313

davon TXL	

530

Auszubildende	85
Kontakt
Flughafeninfo	

+49 30 6091 1150

www.berlin-airport.de
www.facebook.com/berlinairport
www.twitter.com/berlinairport
www.youtube.com/berlinairport

Parkplätze	10.000

Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Geschäftsbericht 2015 SXF, TXL, BER

Geschäftsbericht
2015

SXF, TXL, BER

www.berlin-airport.de
        
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