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Bericht zum Schienenverkehr auf dem Netz der DB-AG

Full text: Bericht zum Schienenverkehr auf dem Netz der DB-AG

Lärmminderungsplanung für Berlin –
Materialien zum Aktionsplan
Bericht zum Schienenverkehr auf dem Netz der DB-AG

Berlin im Mai 2008

Inhalt
1 2 3 4 Vorbemerkung.............................................................................................................................................2 Belastungsschwerpunkte...........................................................................................................................2 Maßnahmespektrum zur Minderung von Eisenbahnlärm........................................................................3 Maßnahmen zur Lärmminderung in Berlin ...............................................................................................5

Tabellen Tabelle 1: Belastungsschwerpunkte durch Bahnlärm auf dem DB-Netz in Berlin Tabelle 2:Technische Instrumente zur Lärmminderung Tabelle 3: Zusammenstellung des Lärmsanierungs- und Vorsorgeabschnitte in Berlin

Karte Karte 1: Lärmvorsorge- und Lärmsanierungsbereiche

1

Vorbemerkung

Ergänzend zum Kapitel 3 und 7.2 des Lärmaktionsplans erfolgt hier die Beschreibung der Methode, wie die Schwerpunkte der Belastungen gefunden wurden. Anschließend sind Instrumente, die grundsätzlich zur Lärmminderung des Schienenverkehrs dienen können und deren akustische Wirkungen zusammengestellt. Abschließend werden die für Berlin bedeutsamen Maßnahmen zur Lärmminderung des Zugverkehrs auf dem Netz der DB-AG detaillierter beschrieben.

2

Belastungsschwerpunkte

Besonderer Handlungsbedarf zur Lärmminderung besteht immer dann, wenn eine Überschreitung der Schwellenwerte und große Bewohnerdichten zusammenfallen. Auffallend ist, dass gegenüber dem Straßenverkehr der Anstieg nächtlicher Lärmkonflikte weitaus größer ist1. Dies liegt an den besonders lauten Güterzügen, die vornehmlich in der Nacht verkehren. Daher steht auch der für die Nachtzeit gültige Lnight im Vordergrund der Analyse. Um die Schwerpunkte der Belastungen zu suchen sind folglich in einem ersten Schritt alle Berliner Wohngebäude mit bahnbedingten Fassadenpegeln Lnight von über 60 dB(A) ermittelt worden. Wird anschließend die Häufung und die Anzahl der betroffenen Anwohner in die Analyse einbezogen, so ergeben sich die Belastungsschwerpunkte der Tabelle 1 .

1

Die Anzahl der in der Nacht von Pegeln der 1. Stufe Belasteten nimmt gegenüber denen während des ganzen Tages beim Bahnlärm um das 2,2-fache zu. Beim Straßenverkehr beträgt die Zunahme nur 1,4. 2

Nr.

Ortsbezeichnung

maximale Belastung Lnight in dB(A)

mittlere Belastung Lnight in dB(A) 63,7 63,7 Betroffene Anzahl 1794 1528 Abschnittslänge in m 2300 1200 Betroffenendichte Anzahl je 100m 78 127

1 2

Hansaviertel Savignyplatz Alexanderplatz

73,6 73,6

3

Hackscher Markt Köpenick

84,2

65,5

1224

2500

49

4 5

Friedrichshagen Spindlersfeld Karower Kreuz

77,6 76,4

63,8 63,7

1028 764

5500 2200

19 35

6

Ortslage Karow Westend

77,2

63,5

701

9700

7

7 8 9

Olympiastadion Prenzlauer Berg Nöldner Platz Grünauer Kreuz

70,4 67,6 71,5

63,0 62,9 63,1

685 621 541

2800 2800 1900

24 22 28

10 Alt Glienicke 11 Karlshorst

78,4 70,2

64,1 62,7

413 405

4200 2400

10 17

maximale Belastung mittlere Belastung Betroffene Abschnittslänge Betroffenendichte

der höchste Lnight-Pegel im Suchgebiet arithmetischer Mittelwert aller Lnight-Pegel im Suchgebiet Bewohneranzahl des Gebäudes dividiert durch die Anzahl der Fassadenpunkte am Gebäude abgeschätzte Länge des verursachenden Schienenverkehrsweges Anwohneranzahl je 100 m Abschnittslänge, Hilfsgröße zur Beurteilung der Konfliktdichte

Tabelle 1: Belastungsschwerpunkte durch Bahnlärm auf dem DB-Netz in Berlin In den genannten Schwerpunkten sind 9700 Personen von Lnight über 60 dB(A) betroffen. In ganz Berlin beträgt die Anzahl der von Bahnlärm in der genannten Höhe belasteten Anwohner 13300. Somit leben 73 % der von Bahnlärm über 60 dB(A) Betroffenen in einem der 11 Belastungsschwerpunkte. Im Gegensatz zum Straßenverkehrslärm ist die räumliche Ausdehnung des Bahnlärms relativ begrenzt.

3

Maßnahmespektrum zur Minderung von Eisenbahnlärm

Die folgende Zusammenstellung enthält Maßnahmen zur Minderung von Schienenlärmbelastungen unabhängig von dem bisherigen Umsetzungsstand in Berlin. Die Maßnahmen sind noch nicht alle als Stand der Technik eingeführt, sondern gehen darüber hinaus. So ist zu beachten, dass vor einem Einsatz z. T. Prüfungen und Zulassungsverfahren zu durchlaufen sind und somit nur mittel- bis langfristige Umsetzungszeiträume möglich sind.
3

In der Tabelle 2 sind die technischen Maßnahmen und deren Wirkungen zusammengestellt. Die Angaben basieren auf aktuelle europäische Forschungsergebnisse zur Geräuschminderung.

Fahrweg- und Schienengestaltung2 Beschreibung
Schienenabsorber elastisch angekoppelte Masse von min. 17 kg/m, Frequenzabstimmung erforderlich

Minderungspotential Bemerkung
3 dB(A) tonale Komponenten auch über 8 dB Wirkung steigt mit zunehmender angekoppelter Masse, Kurvenquietschen (tonale Komponente) wird besonders stark reduziert, macht die Verwendung auch anderer ansonsten ungünstiger Gleisbauarten möglich; z. Zt. läuft ein Pilotprojekt in Bingen zur Erprobung3 Bisher sind nur wenige Untersuchungen zum Einsatz von Körperschallabsorbern an Brücken bekannt4. Geeignet sind v.a. Stahlkastenbrücken. Üblich sind dagegen Unterschottermatten zur Reduzierung der Körperschalleinleitung in die Brücke.

Brückenentdröhnung

Schienenschleifen

Technik ist ähnlich der Schienenabsorber. Es werden dabei frequenzabgestimmt elastisch angekoppelte Gewichte vorzugsweise an Stellen mit starken Schwingungen der Brückenbauteile angebracht. Diese mindern dann die abgestrahlte Schallenergie der Brücke. mit oszillierenden Steinen alle ca. 4 Jahre erforderlich, Prüfung alle 6-12 Monate

3-6 dB(A) abhängig von der Brückenbauart

3 dB(A)

Schmieranlagen

zur Minderung von Kurvenquietschen Fahrflächenschmierung: werden Teile der Schiene mit einem Quietschen kann nahezu Schmiermittel benetzt gänzlich beseitigt werden. Flankenschmierung: geringere Wirkung und abhängig von der Witterung, bei trockenem Wetter geringere Wirkung

z.B. besonders überwachtes Gleis nach Schall 03. Bei dem Verfahren “Besonders überwachtes Gleis (BüG)“ werden durch regelmäßige Überwachung und rechtzeitiges „akustisches“ Schleifen der Schienenfahrfläche bereits im Anfangsstadium der Riffelbildung mit qualitativ hochwertigen Schleifverfahren Schienenfahrflächen gewährleistet, die eine wirksame Lärmminderung gegenüber der Anwendung des ansonsten anzuwendenden Instandhaltungsregimes bewirken5. Schienenschmiereinrichtungen werden in erster Linie eingesetzt, um den Verschleiß am kurvenäußeren Gleis (innenseitig) und Radspurkranz mindern. Daher wird auch in der Praxis nur dort geschmiert. Zur Lärmminderung müsste aber vor allem die Oberfläche des kurveninneren Gleises geschmiert werden, um das Quietschen zu verhindern. Dies führt jedoch zu einem längeren Bremsweg und steht damit oft im Gegensatz zu Sicherheitsanforderungen.

Rad- und Bremsengestaltung6
Radabsorber über Elastomer angekoppelte Massen, Frequenzabstimmung erforderlich Austausch der Grauguss-Beläge von Klotzbremsen durch VerbundstoffBeläge 1-2 dB(A) bei 80 km/h 3 dB(A) bei 200 km/h maximal 10 dB(A) im mittel 4-5 dB(A) in modernen Zügen bereits Standard

Bremsen

betrifft vornehmlich Güterwagen, nunmehr Stand der Technik, allgemeine Umsetzung jedoch noch nicht erfolgt, Finanzierungsprogramm in Deutschland geplant

Abschirmungen7
MiniLärmschutzwand Lärmschutzwände schienennahe trassengebundene Montage eines Schallschirmes , Höhe ca. 0,5 m in der Regel Höhen von 4 m und mehr, klassische Lärmschutzmaßnahme 1-3 dB(A) z. Zt. läuft ein Pilotprojekt zur Erprobung

10-15 dB(A)

eingeführte Technik aber kostenintensiv, Finanzierung über Schienenlärmsanierungsprogramm nach Betroffenenpotential möglich

Tabelle 2:Technische Instrumente zur Lärmminderung

Review of research into wheel/rail rolling noise reduction, D. J. Thompsen and P. E. Gautier, Proc. IMechE Vol.220 Part F: J. Rail and Rapit Transit, 30. June 2006 3 H.Venghaus und G.Veit: Einsatz von Schwingungsdämpfern an Eisenbahnschienen und Stahlbrücken, Vortrag DAGA 2007 4 dito 5 Verfügung des Eisenbahn-Bundesamtes Verkehrsblatt 1998 Nr. 7 Bekanntmachung Nr. 74 6 Review of research into wheel/rail rolling noise reduction, D. J. Thompsen and P. E. Gautier, Proc. IMechE Vol.220 Part F: J. Rail and Rapit Transit, 30. June 2006 7 dito 4

2

Neben technischen Maßnahmen können auch organisatorische Maßnahmen zu einer Lösung von Konflikten beitragen. So können lärmemissionsabhängige Trassenpreise, deren Einführung derzeit vom Bund geprüft wird, ein Anreiz zur Lärmminderung der Fahrzeuge schaffen. Diese Maßnahmen wird bereits im Luftverkehr zur Festlegung lärmabhängiger Start- und Ladegebühren praktiziert. Forschung Aktuell laufen Forschungsprogramme auf Bundes- und europäischer Ebene zur Entwicklung technischer Maßnahmen. Im Forschungsprojekt Leiser Zug auf realem Gleis (LZarG) sollen neue Maßnahmen entwickelt werden, die ab 2011 zur Verfügung stehen. Das Ziel ist die Entwicklung von Komponenten, die zusätzlich zur Verbundstoffbremssohle in das System integriert werden können. Es sollen Maßnahmen entwickelt werden, die schnell betriebstauglich einsetzbar sind. Das Projekt wird vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert. Die DB AG hat die Projektleitung übernommen. Weiterhin sind Forschungsinstitute und Unternehmen, die sich mit der Entwicklung von Geräuschminderungstechnologien zum Schienenverkehr beschäftigen8. Die UIC9, (Vereinigung der Internationalen Bahnen) und die CER (Europäische Bahnen) hat eine Arbeitsgruppe, die Network Noise eingesetzt, um auf europäischer Ebene einen Leitfaden der Lärmminderungstechnologien des Schienenverkehrs zu erarbeiten. In dem Forschungsprojekt Silence10 der Europäischen Kommission werden auch Lösungen zur Lärmminderung des Schienenverkehrs, sowohl für Fahrzeuge als auch für die Infrastruktur erarbeitet. In z. Zt. im Bundesgebiet unter der Leitung der DB AG laufenden Pilotvorhaben wird der Einsatz von Schienenabsorbern und Minischallschutzwänden zur Lärmminderung untersucht11.

4

Maßnahmen zur Lärmminderung in Berlin

Die vorangegangene Zusammenstellung von lärmmindernden Maßnahmen zeigen Lösungsoptionen auf, die denkbar sind. Der Gesetzgeber hat den Kommunen dabei die Pflicht zur Ausarbeitung der Lärmaktionsplane auch für den Schienenverkehr nach dem Allgemeinen Eisenbahngesetz, dies ist der Verkehr auf dem Netz der DB AG, zur Aufgabe gemacht. Lärmschutzmaßnahmen an den Bahnanlagen und den Fahrzeugen, und gerade da liegen die Minderungspotentiale, können jedoch nur vom Betreiber oder dem Eigentümer durchgeführt werden. Gefordert sind vorrangig sowohl die DB-AG als auch der Bund als Eigentümer des Netzes und der Bahn. Durch eine Vereinbarung zwischen dem Land Berlin und dem Eisenbahnbundesamt (EBA) konnte eine termingerechte Lärmkartierung vorgelegt werden. Neben einem bereits durchgeführten Projekt zur Lärmminderung der Sweiteres unter: Forschungsverbund Leiser Verkehr, www.fv-leiserverkehr.de http://www.uic.asso.fr 10 http://www.silence-ip.org 11 näheres unter: Deutsche Bahn AG, Bahn-Umwelt-Zentrum, Caroline-Michaelis-Str. 5-11, 10115 Berlin, Email: bahnumwelt-zentrum@bahn.de
8 9

5

Bahn sind Gespräche mit der DB AG aufgenommen worden. Zielrichtung dieser Aktivitäten ist die Identifizierung konkreter Maßnahmemöglichkeiten zur Minderung des Schienenlärmes. Diese Maßnahmen sollen zunächst an geeigneten Streckenabschnitten erprobt werden. Im Vordergrund stehen dabei technische Maßnahmen am Fahrweg. Die Finanzierung von Modellmaßnahmen als auch von sonstigen Maßnahmen stellt hier ein Hauptproblem dar. Das Land Berlin kann hier in erster Linie moderierend wirken. Das Projekt zur Lärmminderung der S-Bahn BR 481 und das Programm zur Umrüstung der Güterwagenbremsen werden im Kapitel 7.2 des Berichtes Lärmminderungsplanung für Berlin – Aktionsplan eingehend behandelt, so dass hier nicht mehr darauf eingegangen wird. Schienenpflege Der für die Geräuschentwicklung sehr bedeutende Zustand der Schienenfahrflächen wird in belastungsabhängig festgelegten Zeitabständen durch Messfahrzeuge und Inaugenscheinnahme mehrmals jährlich kontrolliert. Bei Überschreitung festgelegter Verschleißwerte durch Riffeln, Wellen und anderen Abnutzungserscheinungen werden Instandsetzungsmaßnahmen durchgeführt. Zu Prüfen ist, ob eine Verkürzung der Kontroll- und Schleifintervalle zur Lärmminderung sinnvoll ist12. Brückenüberprüfung In Berlin sind Maßnahmen zur Lärmminderung an Brücken z. T. schon im Rahmen des Lärmsanierungsprogramm des Bundes erfolgt. Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz wird der DB AG „Problembrücken“ benennen. Die DB-Netz AG stellt eine Überprüfung dieser Brücken in Aussicht. Freiwilliges Schienenlärmsanierungsprogramm des Bundes Der Inhalt und die Funktionsweise des Programms wird im Kapitel 7.2 des Berichtes Lärmminderungsplanung für Berlin – Aktionsplan vorgestellt, so dass hier Informationen zur Bedeutung des Programms für Berlin zusammengetragen sind. Der Umsetzungstand des Programms in Berlin ist in der Tabelle 3 zusammengestellt13. Maßnahmen des Schienenlärmsanierungsprogramms, wie den Bau von Schallschutzwänden, sind in Berlin kurzfristig nicht zu erwarten, weil die hohen Lärmbetroffenheiten in anderen Bundesländern eine Umsetzung erst mittel- bis langfristig zulässt. Das Land Berlin ist bestrebt, Maßnahmen dieses Programms zu forcieren, hat jedoch nur einen begrenzten Einfluss auf das Tempo der Umsetzung.

Umweltbundesamt, Anlage zum Bericht an das BMU vom August 2005: Fortschreibung Schall 03 / Akustik 04-Einführung des „Normal überwachten Gleises“ 13 Information der Deutschen Bahn AG, Systemverbund Bahn – Umweltschutz, VUM 1 Schall- und Erschütterungsschutz vom 03.04.2008 6

12

Nr. des Sanierungsabschnitts im Gesamtkonzept der Lärmsanierung

Nr. auf der Karte 1

LV 125 125 125 125 125 125 125 125 125 125 Anl 1 125 125 Anl 1 Anl 1 Anl 1 LV Anl 1 123 123 123 123 LV 123 124 xxx LV Anl 1 124 124 124 124 124 124 124 124 124 124 LV LV LV 123 123

Lärmvorsorge-/Lärmsanierungsbereich Berlin-Staaken Berlin-Rummelsburg Berlin-Karlshorst Berlin-Wuhlheide Berlin-Köpenick Berlin-Köpenick Berlin-Wilhelmshagen Berlin Baumschulenweg Berlin Schöneweide Berlin Siedlung Spreetal Berlin Eichwalde B-Wegedornsiedl.,-Sachsenberg Berlin Siedl. Falkenhöhe Berlin Adlershof Berlin Siedlg. Wendenheide Berlin-Nikolassee,-Wannsee Berlin-Ostbf - Berlin-Charlbg. Berlin-Charlottenburg Berlin-Charlottenburg Berlin-Charlottenburg Berlin-Charlottenburg Berlin-Charlottenburg Berlin-Machandelweg Berlin-Spandau Berlin-Spandau Berlin-Blankenfelde Berlin-Kga. Lindenhof Berlin-Blankenburg Berlin-Karow Berlin-Karow Berlin-Buch Berlin-Wuhlheide Berlin-Biesdorf Süd Berlin Dankratweg b. Debenzer Straße Berlin-Biesdorf Stadtrandsiedlg. Berlin-Biesdorf Nord Berlin-Hohenschönhausen Berlin-Malchow Berlin-Blankenburg Berlin-Moabit Berlin-Wedding Berlin-Gesundbrunnen Berlin-Schönhauser Allee Berlin-Jungfernheide

von km 115,7 2,7 6,3 7,8 10,6 12,8 21,5 4,9 7,3 11,2 18,2 38,3 36,8 40,4 42,5 10,4 1,0 10,7 12,1 14,4 15,0 15,8 16,5 11,5 14,1 0,6 3,3 4,2 10,5 13,5 14,4 25,0 27,7 28,8 30,3 32,6 2,1 5,4 7,3 1,5 2,3 2,8 5,1 34,7

bis km 117,8 3,7 7,4 8,6 12,0 16,5 22,2 5,5 8,0 11,5 18,4 39,7 37,6 41,9 43,5 14,4 10,3 11,5 12,2 14,8 15,5 15,9 16,9 14,1 17,5 1,0 3,7 10,5 12,4 13,7 16,0 26,9 28,2 30,1 30,5 32,9 4,7 6,2 8,5 2,3 2,8 3,7 5,7 35,2

2,1 1,0 1,1 0,8 1,4 3,7 0,7 0,6 0,7 0,3 0,2 1,4 0,8 1,5 1,0 4,0 9,3 0,8 0,1 0,4 0,5 0,1 0,4 2,6 3,4 0,4 0,4 6,3 1,9 0,3 1,6 1,9 0,5 1,3 0,1 0,3 2,6 0,8 1,2 0,8 0,5 1,0 0,7 0,5

LV 4 27 26 25 20 21 22 37 36 17 24 18 19 16 15 38 28 A-E LV 5 29 30 31 32 33 LV 3 39 5 4 LV 1 3 2 1 14 12 11 10 9 8 7 6 LV 2 LV 2 LV 2 35 34

realisiert nach 2015 nach 2015 nach 2015 nach 2015 nach 2015 nach 2015 nach 2015 nach 2015 nach 2015 nach 2015 nach 2015 nach 2015 nach 2015 realisiert realisiert im Bau realisiert realisiert nach 2015 nach 2015 nach 2015 nach 2015 realisiert nach 2015 nach 2020 örtl. Prüfung, ggf. zu 124 im Bau im Bau nach 2020 nach 2020 nach 2020 nach 2020 nach 2020 nach 2020 nach 2020 nach 2020 nach 2020 nach 2020 realisiert realisiert realisiert nach 2015 nach 2015

*) nach Prioritätszahl aus Gesamtkonzept der Lärmsanierung; bei stark steigendem Verkehrsaufkommen könnte höhere Priorität entstehen LV LS Anl 1 Lärmvorsorge nach 16. BImSchV Lärmsanierung an Eisenbahnstrecken des Bundes Abschnitt im Gesamtkonzept der Lärmsanierung, Anlage 1

Tabelle 3: Zusammenstellung des Lärmsanierungs- und Vorsorgeabschnitte in Berlin
7

Stadium*)

Länge

Die Karte 1 zeigt diese Bereiche farblich gekennzeichnet entsprechen dem Stand ihrer Umsetzung14. Weiterhin sind neu gebaute oder wesentlich geänderte Abschnitte enthalten, für die der Schallschutzanspruch in der 16. BImSchV15 geregelt ist. Die Nummerierung in der Karte entspricht der Spalte 6 in der Tabelle 3.

1 4 2

3 5 6 7

LV 1
8 35

LV 2
39 LV 3 33 LV 4 32 31 29 34 9

28A
10

28E
27 30 LV 5

11 12 26 25 37 36 16 17 zu Erkner 14 21 15 20 22

38

18

19 24

Karte 1: Lärmvorsorgebereiche(LV) realisiert, im Bau und Lärmsanierungsbereiche realisiert, im Bau, im Lärmsanierungsprogramm

In Hamburg konnte durch eine Anwohnerinitiative eine schnellere Sanierung einer besonders nachts von Güterzügen stark befahrenen Strecke durchgeführt werden. Zudem wurde dabei nicht nur auf den Einbau von Schallschutzfenstern abgestellt, sondern es wurden Lärmschutzwände errichtet, um auch die Außenwohnbereiche zu schützen. Die Finanzierung erfolgte neben einem Eigenbeitrag der Hauseigentümer durch das Schienenlärmsanierungsprogramm und dem Hamburger Senat.16

14

Information der Deutschen Bahn AG, Systemverbund Bahn – Umweltschutz, VUM 1 Schall- und Erschütterungsschutz vom 03.04.2008 15 16. Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsgesetzes 16 Und Sie bewegt sich doch, Kommunikation mit der Bahn – Schallschutz für die Güterumgehungsbahn in Hamburg, Michael Günther, Vortrag auf der Veranstaltung „Der Lärm ist kartiert und nun?“, 14. und 15.02.2008 in Hamburg, Veranstalter Lärmkontor GmbH, LK Argus, Deutsches Institut für Urbanistik 8

Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW Die KfW bietet eine Förderung oder eine Bezuschussung von Baumaßnahmen an, die auch zur Finanzierung von Schallschutzfenstern dienen können. In dem Programm Wohnraum Modernisieren STANDARD17 werden regulär Schallschutzfenster gefördert, indem zinsgünstige Kredite an Eigentümer von Wohngebäuden vergeben werden. Das CO2-Gebäudesanierungsprogramm18 bezuschusst Schallschutzfenster dann, wenn sowieso der Austausch von Fenstern zur Verbesserung der energetischen Gebäudeeigenschaften vorgesehen ist. Der Zuschuss beträgt 10 bis max. 17,5 % je nach erreichtem Standard der Energieeinsparverordnung. Eine Kombination beider Programme ist in Grenzen möglich. Mögliches Pilotprojekt in Berlin Schienenabsorber als aktive Maßnahme an der Quelle mindern das Rollgeräusch. Die an der Schiene befestigten Körperschallabsorber können eine sinnvolle Ergänzung von bereits ausgeführten Schallschutzmaßnahmen sein. Die Absorber sind ohne großen Aufwand nachzurüsten und bedämpfen die Vibrationen der, so dass von diesen weniger Schall abgestrahlt wird. Insbesondere reduzieren die frequenzabgestimmten Masse-FederSysteme der Absorber das lästige Kurvenquietschen in engen Gleisbögen. Dabei erscheint die Stadtbahnstrecke zur Nachrüstung mit Schienenabsorbern besonders geeignet. Der lärmmindernde Effekt tritt bei jeder Vorbeifahrt auf, und davon gibt es viele auf der stark befahrenen Strecke. Weiterhin wirken Schienenabsorber bei gepflegten und somit glatten Laufflächen der Räder besser19. Zudem können Schienabsorber in engen Gleisbögen zusätzlich zur Minderung der Rollgeräusche auch auftretendes Kurvenquietschen verringern. So ist auf der Stadtbahnstrecke zwischen dem Ostkreuz und dem Bahnhof Charlottenburg bei den vorgegebenen engen Gleisbögen mit einer größeren Wirkung als auf der freien Strecke zu rechnen. Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz wird versuchen, auf der Stadtbahnstrecke ein Pilotprojekt zu realisieren. Schienenabsorber bieten sich gegenwärtig nicht für Güterverkehrsstrecken an, da die Geräusche der Klotzbremsen die Lärmminderung der Schienenabsorber überdecken. An solchen Strecken ist in den nächsten 10 Jahren neben der Umrüstung der Bremsen nur die Lärmschutzwand als Maßnahme denkbar.

Weitere Informationen Hinweise der Bevölkerung auf eine zu hohe Lärmbelastung durch den Betrieb auf dem Netz der DB AG werden von dem Eisenbahn-Bundesamt20 , bearbeitet.

KfW-Förderbank, Frankfurt, www.kfw-foerderbank.de dito 19 Bei großen Radrauhigkeiten, wie sie häufig an Güterzügen vorkommen, kann das laute Geräusch des Wagens die Wirkung der Absorber überdecken. 20 Eisenbahn-Bundesamt, Vorgebirgsstraße 49, 53119 Bonn, Telefon +49 (0) 2 28 - 98 26 – 0,Telefax +49 (0) 2 28 - 98 26 1 19, Email: poststelle@eba.bund.de
17 18

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