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Full text: Geschäftsbericht ... (Rights reserved) Issue 2019 (Rights reserved)

BERLINER BÄDER DAS IST JA POOL Berlin ohne Bäder? Das ist einfach undenkbar. Fast jeder kann Schwimmbadgeschichten erzählen – egal, wo sie spielen. Es sind Erinnerungen, die nach Sommer klingen und nach Sonnencreme durften, die vom Erfolg beim Schwimmenlernen handeln und vom Zusammensein mit Freunden. Bäder bringen die Menschen zusammen und machen sie glücklich – erst recht in einer Stadt mit so vielen Einwohnern. Dass Schwimmen auch noch gesund hält, ist sozusagen das Sahnehäubchen. 60 öffentliche Bäderstandorte gibt es in Berlin – das ist mehr als in jeder anderen europäischen Metropole. Berlin hat 37 Schwimmhallen, in denen täglich tausende Kinder schwimmen lernen; es gibt 11 Strandbäder, in denen in natürlichen Gewässern gebadet werden kann, und 18 Sommerbäder mit Schwimmbecken und Liegeweise. Die Berliner wissen diese Vielfalt zu schätzen: Mehr als 6,3 Millionen Besuche wurden 2019 in den Bädern gezählt – und das sind 6,3 Millionen neue Berliner Schwimmbadgeschichten. INHALT Vorwort:.............................................................. 4 Die Chefin der Paten........................................... 7 Abschwimmen in Tiergarten................................ 9 Ein guter Platz zum Feiern................................. 11 Und zum Abschluss ein Fest.............................. 13 Baden im Zeichen des Regenbogens................. 15 Winterbetrieb im Sommerbad........................... 17 Eine wie keine................................................... 19 Berliner Bäder – stark vernetzt.......................... 53 Lagebericht...................................................... 24 Bilanz............................................................... 36 Gewinn- und Verlustrechnung........................... 39 Anhang............................................................. 41 Entwicklung des Anlagevermögens................... 48 Bestätigungsvermerk........................................ 50 Entsprechenserklärung..................................... 52 Entgelttransparenz........................................... 54 Entgeltgleichheitsbericht.................................. 55 VORWORT 4 ANDREAS GEISEL DR. JOHANNES KLEINSORG ANNETTE SIERING Für die Berliner Bäder-Betriebe war 2019 ein außergewöhnliches Jahr: Es war das Jahr mit der größten Bautätigkeit in der Unternehmensgeschichte. Die Sanierung der Schwimmhalle Buch konnte abgeschlossen werden, im Stadtbad Tiergarten und im Paracelsusbad in Reinickendorf begannen die Sanierungsarbeiten. Allein das Bauvolumen des Stadtbades Tiergarten beträgt etwa 12 Millionen Euro und ist damit das größte Einzelprojekt seit mehr als fünf Jahren. Möglich werden diese Arbeiten, weil wir auf die Bedürfnisse der wachsenden Stadt reagiert und hierfür die finanziellen Rahmenbedingungen geschaffen haben. Das schlägt sich nieder in einem höheren Finanzzuschuss des Landes Berlin, der es den BBB ermöglicht, die Grundsanierung der Bäder intensiver als bisher voranzutreiben. Senat und Abgeordnetenhaus haben damit ein klares Bekenntnis zu den Bäder-Betrieben abgegeben, denn unsere Stadt braucht moderne und zeitgemäße Schwimmangebote - für Familien, Gesunderhaltung und Schulschwimmen. Weil dringend benötigte Wasserfläche vorübergehend nicht zur Verfügung steht, wenn Bäder saniert werden, haben die BBB eine besondere Idee entwickelt, um dieses Defizit in Teilen auszugleichen: Mit einer Traglufthalle über den Sommerbecken des Kombibades Seestraße konnte im Dezember 2019 dort die Wasserfläche um etwa 2.000 Quadratmeter vergrößert werden. Innovativ zeigen sich die Bäder-Betriebe auch bei der Planung einer Interims-Schwimmhalle, die im Sommerbad Kreuzberg gebaut werden soll. Für diese Leistung sowie das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in vielen anderen Bereichen danke ich ganz ausdrücklich. Veränderungen gab es 2019 auch an der Unternehmensspitze. Auf Andreas Scholz-Fleischmann folgte im September Dr. Johannes Kleinsorg, der über vielfältige Erfahrungen im Managementbereich verfügt. Der Aufsichtsrat wünscht Herrn Dr. Kleinsorg weiterhin viel Erfolg bei der Bewältigung der Herausforderungen. Das Jahr 2019 hat bei den Berliner Bäder-Betrieben viel verändert. Zum einen in den Bädern selbst, wo in großem Maße Bauarbeiten begonnen wurden oder in Vorbereitung sind. Veränderungen gab es aber auch in der Zusammenarbeit mit der Berliner Politik, die von wachsender Wertschätzung und Kooperation getragen ist. Ein höherer Zuschuss durch das Land Berlin macht spürbare Verbesserungen beim Unterhalt der Bäder möglich und garantiert zudem sozial ausgewogene Eintrittspreise. Mehr als 6,3 Millionen Besuche wurden 2019 in den Bädern der BBB gezählt; das waren 0,5 Millionen weniger als ein Jahr zuvor, als der Sommer allerdings außergewöhnlich war und die Bäder übervoll. Dennoch gab es auch 2019 einen Rekord: Mehr als eine Million Besuche wurden allein im Juni registriert, das war die höchste jemals gemessene monatliche Besuchszahl seit Bestehen der BBB. Ein Anstieg war 2019 auch im Personalbestand des Unternehmens zu verzeichnen, sowohl in den Bädern selbst als auch bei den Auszubildenden. Von Erfolg getragen waren dieses Jahr erneut die Ferienschwimmkurse: 2.355 Kinder nahmen teil, für 600 von ihnen konnten wir Paten finden, die die Kosten der Kurse übernahmen. Chef-Patin war dieses Mal die Schauspielerin Maren Kroymann. Um Kundinnen und Kunden besser über Neuigkeiten auf den Laufenden zu halten, gibt es seit diesem Jahr erstmals ein Kundenmagazin: „Berliner Bäder“ erscheint vier Mal jährlich, liegt in unseren Bädern aus und informiert sowohl über besondere Veranstaltungen als auch über Baustellen und außergewöhnliche Mitarbeiter. Aber auch im Unternehmen selbst begannen grundlegende Veränderungen: Um Arbeitsabläufe effizienter und Entscheidungswege unbürokratischer gestalten zu können, haben wir ein Zukunftsprogramm gestartet. Unser Ziel ist es, damit langfristig zu einer größeren Zufriedenheit unserer Kundinnen und Kunden beitragen können, sodass am Ende alle Seiten davon profitieren. 2019 hat gezeigt: Wir sind in Bewegung. 5 DIE CHEFIN DER PATEN Finanzielle Hilfe beim Schwimmenlernen Wer schwimmt, ist selbstbewusst, sagt die Schauspielerin Maren Kroyman. Kein Wunder, dass sie nicht lange zögern musste, als sie gefragt wurde, ob sie 2019 als Chefin für die Berliner Schwimmpaten zur Verfügung steht. Die Schwimmpaten unterstützen Kinder aus einkommensschwachen Familien, indem sie die Kosten für einen Ferienschwimmkurs übernehmen. Die Aktion, die vom Jugendkulturservice und der Krankenkasse BKK-VBU begleitet wird, hat sich zum Ziel gesetzt, die Zahl der schweren Badeunfälle bei Kindern reduzieren zu helfen. Im Jahr 2019 war das ein voller Erfolg: 600 Patenschaften wurden von engagierten Berlinerinnen und Berlinern übernommen, auch Kolleginnen und Kollegen der BBB engagierten sich. Im Vergleich zu 2018 waren es 100 Paten mehr. Maren Kroymann war übrigens eine ChefPatin par excellence: Bei der Vorstellung des Projekts stieg sie gleich selbst mit ins Wasser. 6 7 ABSCHWIMMEN IM STADTBAD TIERGARTEN Großer Badetag vor der Grundsanierung 8 8 Am 19. Juni 2019 stieg im Stadtbad Tiergarten eine eher ungewöhnliche Party – die Badegäste verabschiedeten sich von ihrem Bad. Denn das schloss nach der Feier für eine zwei Jahre dauernde Grundsanierung. Und die hat es in sich: Die Schwimmhalle erhält einen Wintergarten, der bei schönem Wetter geöffnet werden kann, das Sprungbecken wird durch eine Kletterwand ergänzt und das Café vom Bad aus zugänglich gemacht. Hinzu kommen eine energetische Fassadensanierung, die Modernisierung der Badewassertechnik und die Erneuerung von Duschen und Umkleiden. Doch nicht nur das: Auf der Wiese neben der Schwimmhalle entsteht ein Außenbereich mit 25-Meter-Becken und Kinderplansche. 12 Millionen Euro investieren die BBB in die Sanierung des beliebten Bades, das damit zu einem der attraktivsten Ganzjahresstandorte werden soll. Das Bauvorhaben ist das größte Einzelprojekt der BBB seit fünf Jahren. 9 EIN GUTER PLATZ ZUM FEIERN Olympiaden, Pool-Partys, Fasching: Für alle was dabei Für die einen ist ein Schwimmbad in erster Linie eine Sportstätte, für die anderen ein Treffpunkt mit Freunden oder Verwandten, um gemeinsam Spaß zu haben. So vielfältig die Gründe, die Berliner Bäder zu besuchen, so vielfältig sind auch die Menschen. Deshalb finden in den Bädern auch sehr verschiedene Veranstaltungen statt. Die meisten von ihnen richten sich an die jüngeren Spaßbader – zum Beispiel Familien-Partys, Faschings- oder Osterfeste. Nicht selten geht es dabei aber auch um sportliche Aktivitäten. Im Sommerbad Wuhlheide beispielsweise fand im Sommer 2019 eine Pool-Olympiade statt, bei der die großen und kleinen Gäste in bestimmten Disziplinen gegeneinander antraten. Im Angebot waren 2019 aber auch Kinovorführungen wie die Open-Air-Kinowoche im Sommerbad Kreuzberg im September oder ein Kinderfest zur der Eröffnung der Traglufthalle im Kombibad Seestraße im Dezember. 10 11 UND ZUM ABSCHLUSS EIN FEST Party für die Seepferdchen Wer denkt, dass die Ferien nur zur Erholung da sind, irrt sich: Genau 2.355 Kinder haben im Sommer 2019 einen drei Wochen dauernden Ferienschwimmkurs bei den Berliner Bäder-Betrieben absolviert und in dieser Zeit schwimmen gelernt. Für 600 von ihnen übernahmen Schwimmpaten die Kosten der Teilnahme. Zur Belohnung wurden alle kleinen Absolventen der Ferien-Schwimmschule der BBB am 4. August 2019 in das Wellenbad am Spreewaldplatz nach Kreuzberg eingeladen, wo der Abschluss der Schwimmschule gefeiert wurde. Das Kinderfest begann mit der traditionellen „Seepferdchenparade“, bei der die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Schwimmkurse zeigen konnten, was sie alles gelernt haben. Die Ferien-Schwimmkurse finden jeweils in zwei Durchgängen statt, die Schüler und Schülerinnen sind zwischen fünf und zehn Jahre alt. In 16 verschiedenen Sommer- und Hallenbädern wurden 2019 Kurse angeboten. 12 13 BADEN IM ZEICHEN DES REGENBOGENS Queer Summer Splash im Prinzenbad Für gewöhnlich steht das Sommerbad Kreuzberg allen Badegästen offen - am 18. August 2019 aber öffnete es im dritten Jahr in Folge einen Tag lang für die LGBTI*-Community. Lesben, Schwule, Trans* und alle anderen Queers trafen sich an diesem Sonntag bei strahlendem Sonnenschein in dem beliebten Bad in Kreuzberg, um bei Essen, Trinken und jeder Menge Entertainment im und am Wasser mit ihren Freundinnen und Freunden zu feiern. Doch es wurde nicht nur gefeiert: Beim Queer Summer Splash ging es auch um sportliche Herausforderungen: angefangen bei Schnupperkursen im Schwimmtraining oder auf dem BeBoard, über Synchronschwimmen und Wasserball bis hin zu einer SpaßSchwimmstaffel in unterschiedlichen Disziplinen. Das Happening wurde von den BBB gemeinsam mit den Magazinen L-Mag und Siegessäule ausgerichtet und ist bereits zu einem festen Termin in der LGBTI*-Community geworden. 14 15 WINTERBETRIEB IM SOMMERBAD Eine Traglufthalle macht’s möglich Aus der Luft sieht sie aus ein gigantisches Kopfkissen, von innen besticht sie durch ihr gewölbtes Dach und das Funkeln der Lichter im Wasser: Eine 14 Meter hohe Traglufthalle wurde Ende November 2019 über den beiden 50-Meter-Außenbecken des Kombibades Seestraße in Wedding errichtet. Vier Lagen helle Plane, zusammengehalten von Stahlseilen und tief verankert im Weddinger Boden, machten aus einem Sommerbad zwei wintertaugliche Schwimmbecken mit rund 2.000 Quadratmeter Wasserfläche. Diese wurden dringend benötigt für das Schulschwimmen, da in den Bezirken Mitte und Reinickendorf wegen der Sanierung des Stadtbades Tiergarten und des Paracelsusbades vorübergehend Wasserfläche fehlt. Was lag da näher, als eine vorübergehende Schwimmhalle zu errichten, die mit Beginn der Sommersaison wieder demontiert werden kann. 2,2 Millionen Euro investierten die BBB in den Bau der Traglufthalle. 16 17 EINE WIE KEINE Die SSE feiert 20 Jahre Bestehen Es ist das Schwimmbad mit der größten Wasserfläche der Stadt und das architektonisch wohl ungewöhnlichste: 20 Jahre ist es, dass die Schwimm– und Sprunghalle im Europasportpark ihren Betrieb aufgenommen hat. Der Bau am S-Bahnhof Landsberger Allee, der sich zu Teilen unter der Erde befindet, war im Zusammenhang mit Berlins Olympiabewerbung entworfen worden. Auf mehr als 3.300 Quadratmetern schwimmen hier heute nicht nur Breiten-, sondern auch Spitzensportler: Seit ihrer Eröffnung 1999 beherbergt die SSE den Bundesstützpunkt Wasserspringen und die Landesleistungszentren Schwimmen und Wasserspringen. Deshalb sind die Sprungtürme für die Berliner auch meistens tabu. Nicht so am 7. Dezember 2019: Zum 20. Geburtstag der SSE konnten die Berlinerinnen und Berliner den Sprungturm nutzen, es gab es Kino am Beckenrand, jede Menge Spiele an Land und im Wasser und Führungen durchs Haus. 18 19 BERLINER BÄDER – STARK VERNETZT Mitglied Mitglied Partner Partner 20 21 GESCHÄFTSBERICHT 2019 DER BERLINER BÄDER-BETRIEBE 22 23 LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2019 1. Geschäftsverlauf 1.1. Überblick und Rahmenbedingungen Die Berliner Bäder-Betriebe (BBB) sind gemäß Gesetz über die Anstalt öffentlichen Rechts Berliner Bäder-Betriebe (Bäder-Anstaltsgesetz – BBBG) mit dem Betrieb, der Unterhaltung und Verwaltung von Schwimmbädern des Landes Berlin betraut. Die Durchführung der Aufgaben erfolgt auf der Grundlage des BBBG mit dem Ziel einer kostengünstigen, benutzer- und umweltfreundlichen Leistungserbringung entsprechend der gesetzlichen Vorgaben. Die Infrastruktur an Schwimmhallen, Frei- und Strandbädern dient insbesondere der sportlichen Betätigung und Erholung der Bevölkerung, sichert die unentgeltliche Nutzung durch Schulen, Kindertagesstätten und förderungswürdige Sportorganisationen und steht darüber hinaus auch dem Hochleistungssport zur Verfügung. Die Betriebspflicht liegt zum 31. Dezember 2019 bei 60 Bädern. Die Berliner Bäder-Betriebe erhalten zum Ausgleich von Betriebsverlusten jährlich einen konsumtiven Zuschuss des Landes Berlin. Im Rahmen des Doppelhaushalts 2018/2019 betrug dieser im Geschäftsjahr 2019 T€ 59.500. Der Berliner Senat hat am 10. Februar 2015 das Bäderkonzept 2025 verabschiedet. Wichtigste Elemente sind: Das Bekenntnis des Landes Berlin zur Erhaltung aller Bäderstandorte, die weitere Ausprägung einer nutzerorientierten Bäderstruktur sowie der Neubau zweier 365-Tage-Multifunktionsbäder an den Standorten des heutigen Kombibades Mariendorf und auf dem Freigelände des Sommerbades Pankow. Für die Bäderneubauten steht der BBB Infrastruktur GmbH & Co KG, der Eigentümerin der Bäderliegenschaften, ein „Sondervermögen Infrastruktur der wachsenden Stadt und Nachhaltigkeit (SIWANA)“ des Landes Berlin zur Verfügung. Mit der Verabschiedung des Bäderkonzeptes 2025 wurde ein wesentlicher Grundstein für eine stärker an den Interessen der Kunden/-innen ausgerichteten Berliner Bäderlandschaft gelegt. 1.2. Marktlage und Strategie Mit der Anpassung des konsumtiven Zuschusses im Nachtragshaushalt für den Doppelhaushalt 2018/2019 hat die Berliner Politik nachhaltige Verbesserungen in der Daseinsvorsorge ermöglicht: Höhere finanzielle Mittel gewährleisten in den kommenden Jahren höhere planmäßige Modernisierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen, stabile sozialverträgliche Eintrittsentgelte und damit ein verlässliches Angebot für die Berlinerinnen und Berliner. Allerdings nehmen bei der Beauftragung von Fachfirmen und Bauunternehmen die aktuelle konjunkturelle Lage und das steigende Investitionsniveau im Baubereich Einfluss auf die Zeit- und Kostenplanung, auch wird es sanierungsbedingt sowie aufgrund zunehmender Alterung der Bäder zu einer teilweise vorübergehenden Verknappung an Wasserflächen für die Nutzergruppen kommen. Diesen Herausforderungen stellen sich die Berliner 24 Bäder-Betriebe und haben im Rahmen einer Ende 2019 durchgeführten Führungskräfteklausur die Basis für ein mittelfristig angelegtes Zukunftsprogramm zur strategischen und organisatorischen Neuausrichtung des Unternehmens gelegt. Die Umsetzung der Sanierungsvorhaben, die Erhöhung der Attraktivität der Bäderlandschaften bei gleichzeitig hohem Niveau der zur Verfügung gestellten Wasserzeiten stehen im Fokus der Neuausrichtung. Hierzu wird es erforderlich sein, abgeleitet aus einer nachhaltigen Unternehmensstrategie die wesentlichen Prozesse im Unternehmen zu überprüfen und Optimierungsansätze kurzfristig in eine angepasste Aufbau- und Ablauforganisation einfließen zu lassen. Angaben in Tsd. 2019 2018 2017 2016 2015 Öffentlicher Badebetrieb 4 168 4 528 3 635 3 874 4 297 Veränderung zum Vorjahr -8,0 % 24,6 % -6,2 % -9,9 % 14,7 % davon unentgeltlich* 144 175 136 144 167 davon Sauna 126 141 153 155 175 Nicht öffentlicher Badebetrieb 2 176 2 238 2 125 2 125 2 139 Veränderung zum Vorjahr -2,8 % 5,3 % 0,0 % -0,6 % 5,6 % Gesamt 6 344 6 766 5 760 5 999 6 436 Veränderung zum Vorjahr -6,2 % 17,5 % -4,0 % -6,8 % 11,5 % * u.a. Kinder unter 5 Jahren 1.3. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres Herr Andreas Scholz-Fleischmann ist mit Ablauf seines Anstellungsvertrages zum 14. April 2019 aus dem Unternehmen ausgeschieden. Bis zur Wiederbesetzung der Position des Vorstandsvorsitzes hat die Vorständin Frau Annette Siering die BBB allein geführt. Seit 1.September 2019 ist Herr Dr. Johannes Kleinsorg Vorstandsvorsitzender der BBB. Ziel ist es, die in 2019 geführten intensiven Vertragsverhandlungen über den Bädervertrag zwischen dem Land Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Inneres und Sport sowie den Berliner Bäder-Betrieben Anfang 2020 mit Unterzeichnung des Bädervertrages abzuschließen. Für die Zukunftsfähigkeit der Berliner Bäder ist der Abschluss des Bädervertrags von entscheidender Bedeutung, da dort die langfristig verlässliche und auskömmliche Finanzierung des Leistungsangebotes und der Bäderinfrastruktur geregelt wird. Mit den Prinzipien Transparenz, Auskömmlichkeit der Finanzierung von Sanierungsvorhaben und Bestellung der Wasserzeiten durch das Land wird ein Paradigmenwechsel vollzogen, der die Berliner Bäder im Sinne der Daseinsvorsorge auf eine zukunftssichere Grundlage stellt, unternehmerisches Handeln fördert und die Entwicklung der Bäderinfrastruktur ermöglicht. Der Abbau des Instandhaltungsstaus ist zwingend erforderlich, um die Bäder auch für die wachsende Stadt zu erhalten und attraktiver zu gestalten. Die Berliner Bäder haben deshalb in 2019 eine mehrjährige Phase intensiver grundhafter Sanierungen der Bäderstruktur begonnen. So wurden die grundhaften Sanierungen des Stadtbades Tiergarten und des Paracelsus-Bades begonnen. Das Stadtbad Tiergarten soll zudem ein Außenbecken zur attraktiven Erweiterung des Angebots erhalten. Zur Kompensation, der in diesen Bädern schließungsbedingt wegfallenden Wasserzeiten, wurden die Außenschwimmbecken des Kombibades in der Seestraße mit einer Traglufthalle versehen, so dass hier über die Herbst- und Wintermonate überdachte Wasserflächen den Kundinnen und Kunden zur Verfügung steht. Darüber hinaus werden die Planungen für die Errichtung eines Interimsbades auf dem Gelände des Sommerbades Kreuzberg konsequent vorangetrieben. Die nicht einmal zweijährige grundhafte Sanierung der Schwimmhalle Buch konnte planmäßig zum Jahresende 2019 abgeschlossen werden. Die vollständig sanier- te und deutlich attraktiver gestaltete Schwimmhalle mit neuem Saunabereich und Plansche, für Kleinkinder, steht wie geplant seit Anfang Januar 2020 den Pankower Schulen, Vereinen und der Öffentlichkeit wieder zur Verfügung. Ein erneut trockener und warmer Sommer verbunden mit deutlich optimierten Öffnungszeiten der Bäder bescherte den Berliner Bäder-Betrieben 2019 erneut ein sehr gutes Besuchsergebnis. Mit 6,3 Millionen Besuchen konnten das zweite Jahr in Folge mehr als 6 Millionen Gäste begrüßt werden. 1.4. Umsatzerlöse und Besuche Im Geschäftsjahr befanden sich ausgenommen der Schwimmhalle in Buch (Sanierung im gesamten Jahr 2019), der Helmut Behrendt Halle am Helene-WeigelPlatz (ab Mai 2019), des Paracelsus-Bades (ab Juni 2019), der Stadtbäder in Tiergarten (ab Juni 2019) und in Charlottenburg (Neue Halle ab November 2019) sämtliche Standorte am Netz. Insgesamt besuchten rund 6,3 Millionen Schwimm-, Kurs- und Saunagäste die Berliner Bäder. Etwa ein Drittel aller Badegäste nutzte die Leistungen der Berliner Bäder entgeltfrei im Rahmen von Schul- und Vereinsschwimmen, Kindertagesstätten und Horten. Die Entwicklung der wesentlichen Besuche-/Nutzergruppen entnehmen Sie der oberen Tabelle. Im Bereich des öffentlichen Badebetriebs wurden rd. 4,2 Millionen Besuche erzielt, womit der Vorjahreswert aufgrund des Ausnahmesommers 2018 um 0,4 Millionen Besuche nicht erreicht werden konnte. Im nicht öffentlichen Badebetrieb wurden rd. 2,2 Millionen Besuche von den Vereinen, Horten, Kita- und Schulbetrieben verzeichnet. Insbesondere die 365-Tage-Bäder und die Sommerbäder zogen im Zeitraum Mai bis August weniger Besucher an, als im Vorjahr. Ausschlaggebend waren dabei im Berichtsjahr 53 „Sommertage“ (ab 25°C und 6 h Sonne) und damit 15 Tage weniger als in 2018. Ab Oktober verzeichneten die Besucherzahlen einen leicht negativen Trend unter anderem aufgrund der sanierungsbedingten Schließungen an mehreren Standorten. Es wurden weniger Wasserzeiten als im Vorjahr geleis- 2019 2018 2017 2016 2015 Schwimmbad 14.996 16.701 13.629 14.095 15.279 Veränderung zum Vorjahr -10,2 % 22,5 % -3,3 % -7,7 % 19,6 % davon gewerbliche Nutzung 288 325 346 303 237 Sauna 722 804 767 780 1.338 -10,2 % 4,8 % -1,7 % -41,7 % -15,5 % Kurse 1.086 1.168 1.113 1.016 1.503 Veränderung zum Vorjahr -7,0 % 4,9 % 9,5 % -32,4 % 18,3 % 515 671 590 519 506 -23,2 % 13,8 % 13,7 % 2,6 % -10,1 Angaben in T€ Veränderungzum Vorjahr Übrige Umsätze aus Badbetrieb Veränderungen zum Vorjahr 25 tet (8,7 Tsd. Stunden) aufgrund geplanter Baumaßnahmen und Wartungsarbeiten sowie technisch bedingter Schließungen, die gegenüber dem Vorjahr um 413 Stunden stiegen. Dagegen sanken die personalbedingten Schließungen gegenüber dem Vorjahr um -22 Stunden. Die Umsatzerlöse für Schwimmbad, Sauna, Kurse und Nebenbetriebe betrugen insgesamt T€ 17.319, der Vorjahreswert (T€ 19.343) wurde um T€ 2.024 unterschritten. Dieser negative Effekt ist aufgrund des guten Vergleichszeitraum Sommer 2018 zurückzuführen (siehe Tabelle S. 25 unten). Diese Umsatzentwicklung beurteilt die Geschäftsführung als stabil. Eine Schwankungsbreite von ca. 1,5 Mio. € ist aufgrund der Wetterabhängigkeit der jeweiligen Sommersaison als normal einzuordnen. 1.5. Qualität und Nachhaltigkeit Alle Bäder sind mittlerweile mit dem Qualitätssiegel der Service Qualität Deutschland zertifiziert bzw. wurden bereits rezertifiziert. In sieben Qualitätszirkeln wurden Maßnahmen erarbeitet, die die Servicequalität in den Bädern verbessert und damit die Kundenzufriedenheit unter Berücksichtigung der verschiedenen Nutzerinteressen weiter erhöht. Dabei flossen auch die über die Kundenzufriedenheitsbefragungen, die seit 2016 als ein bewährtes Feedback-Instrument genutzt werden und nun erstmalig auch im Bereich der Aqua- und Schwimmschule eingesetzt wurden, erhaltenen Verbesserungsvorschläge der Badegäste ein. Die Berliner Bäder-Betriebe haben ihren ersten Nachhaltigkeitsbericht nach vorgegebenen Standards und Kriterien des DNK (Deutscher Nachhaltigkeitskodex) aufgestellt und erfolgreich zertifiziert. Die Berliner Bäder-Betriebe sehen sich dabei in ihren Sanierungsanstrengungen verbunden mit deutlichen energetischen Zielsetzungen bestärkt Preise: Die Medienverbräuche und Preisentwicklungen haben zu folgenden Aufwendungen im Geschäftsjahr geführt (siehe Tabellen unten rechts). 1.7. Instandsetzungs-, Sanierungsund Wartungsmaßnahmen Die Instandsetzungs-, Sanierungs- und Wartungsmaßnahmen umfassen insgesamt T€ 25.782 (Vj: T€ 14.377). Davon belaufen sich die Instandhaltungsaufwendungen auf T€ 22.876 (Vj: T€ 15.050). Diese umfassen sowohl die Kosten für die laufende Instandsetzung als auch für umfangreiche bauliche Maßnahmen. Es handelt sich u.a. um die Fortsetzung der grundhaften Sanierungen der Schwimmhalle Buch (T€ 3.907), die Sanierung des Wettkampfbeckens in der Sport- und Sprunghalle im Europasportpark (T€ 1.081) sowie die begonnene Sanierung des Schwimmerbeckens in Edelstahl in der Schwimmhalle Helmut Behrendt am Helene-WeigelPlatz (T€ 1.025). Auf den Erhalt der Bäder-Infrastruktur entfielen T€ 14.510 und auf deren Entwicklung T€ 11.272 (davon T€ 7.841 Landeszuschüsse). Schwerpunktmäßig wurden folgende Vorhaben bearbeitet. Hierbei handelt es sich teilweise um jahresübergreifende Maßnahmen, welche in den Vorjahren begonnen wurden bzw. in den nachfolgenden Jahren fortgesetzt werden: Gesamtemissionen an CO2 2019 2018 2017 Veränderung in % Gesamt BBB Tonnen 12.275 11.903 13.605 +3,1 SSE Tonnen 1.421 1.311 1.613 +8,5 2019 2018 2017 Veränderung in % 1000 m3 991 1.073 948 -7,6 Stromverbrauch MWh 30.903 31.539 31.884 -2,0 Heizung MWh 62.365 61.243 65.234 +1,8 Gasverbrauch3 MWh 21.875 21.886 23.373 -0,1 Verbrauchsentwicklung BBB gesamt (ohne Verwaltung) Wasserverbrauch Gradzahltag Heiztage Gradtagzahl 28/15 (Kd) 2019 2018 2017 Veränderung in % 240 208 241 +15,3 4.959 4.719 5.173 +5,1 Preisentwicklung 2019 2018 2017 Veränderung in % • • Schwimmhalle Buch anteilig grundhafte Sanierung Trinkwasser in €/m3 1,694 1,694 1,694 0,00 Schwimmhalle Helmut Behrendt am Helene-Weigel-Platz – Beckensanierung Schmutzwasser in €/m3 2,210 2,210 2,030 0,00 • Wellenbad am Spreewaldplatz – Planungsleistung zur grundhaften Sanierung Niederschlagswasser in €/m3 1,840 1,840 1,840 0,00 Strom Arbeitspreis ct/kWh 5,812 3,316 3,077 + 75,27 Emissionen: • Die Gesamtemissionen an CO2 betrugen 12.275 t, davon entfielen anteilig auf die Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) 1.421 t (siehe Tabelle rechts). Stadtbad Tiergarten – Planungsleistungen zur grundhaften Sanierung EEG ct/kWh 6,402 6,792 6,880 - 5,74 • Schwimmhalle Kreuzberg (Interimshalle) – Errichtung. Netznutzung ct/kWh 3,380 3,342 3,700 1,14 48,880 45,060 42,200 8,48 2,345 2,370 1,699 - 1,05 1.6. Umwelt, Medien und Hygiene Energieverbräuch: Der Strom- und Wasserverbrauch konnte gegenüber dem Vorjahr reduziert werden. Der Gasverbrauch ist nahezu stabil gegenüber dem Vorjahr. Bei Fernwärme ist der Verbrauch gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen aufgrund der ungünstigeren Witterungsbedingungen (siehe Tabellen rechts). Gradzahltag: Die Gradtagzahlen 2019 lagen um 5 % über den Werten des Vorjahres (IWU-Tabellenwerte gerechnet mit 28 °C/15 °C) , die Heiztage stiegen um 15% gegenüber dem Vorjahr. Die Gradtagzahl ist ein Kennwert für die Häufigkeit, in der die Außentemperatur unter der Heizgrenztemperatur liegt. Die Heizgrenztemperatur ist die Temperaturgrenze, bei der die Heizung in der Regel in Betrieb gesetzt wird. In Deutschland wird die Kennzahl, die zur Ermittlung der Wärmeverluste eines Gebäudes verwendet wird, in der Regel bei einer Raumtemperatur von 20°C und einer Heizgrenztemperatur von 15°C ermittelt. Bei den 26 BBB wird die Raumtemperatur mit 28 °C angegeben, die Heizgrenztemperatur liegt bei 15°C (siehe Tabelle rechts). 1.8. Personal- und Sozialbereich Trotz bestehenden Fachkräftemangels am Markt konnte über aktives Personalmanagement die Beschäftigtenzahl im Bereich der Bäder in den Berufsgruppen Fachangestellte für Bäderbetriebe, Rettungsschwimmer und Kassenkräfte sowie in der Verwaltung um 22,4 Vollzeitbeschäftigteneinheiten (VBE) erhöht werden. Zum Ende des Berichtsjahres beträgt die Belegschaftsstärke inklusive Auszubildende 768,8 VBE, davon 613,4 VBE in den Bädern. Die Berliner Bäder-Betriebe haben zum 31. Dezember 2019 inklusive Auszubildende insgesamt 794 Beschäftigte (Vj: 770), darunter 330 Frauen (Vj: 326). Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl belief sich dabei auf 807,3 (Vj: 781,8), darunter 40,6 Auszubildende (Vj: 36,0) und 27,0 ruhende Beschäftigungsverhältnisse (Vj: 28,8). Heizung Arbeitspreis in €/MWh Erdgas ct/kWh 2019 2018 2017 Veränderung in % Wasser/Abwasser 4.293 4.526 4.118 - 5,1 Strom 5.333 5.032 5.120 + 6,0 Heizung 3.598 3.343 3.525 + 7,6 845 806 722 + 4,8 14.069 13.707 13.485 + 2,6 (BBB ohne Verwaltung) Angaben in T€ Erdgas Medienkosten Der Altersdurchschnitt der Belegschaft blieb per 31. Dezember 2019 fast unverändert, gegenüber dem Vorjahr, bei 45,8 Jahren (VJ: 45,6 Jahre). 27 Altergruppe 31.12.2019 31.12.2018 bis 40 Jahre 287 274 bis 57 Jahre 334 337 über 57 Jahre 173 159 Die Frauenquote bei Führungspositionen liegt im Bereich der Verwaltung zum Erhebungszeitpunkt 30.06.2019 bei 36,4 % (Vj: 38,5 %). Der durchschnittliche Krankenstand im Bereich der Verwaltung liegt bei 7,7 % (Vj: 8,2 %), im Bereich der Bäder bei 14,1 % (Vj: 13,3 %). Zum Stichtag befinden sich 48 Auszubildende (Vj: 41) in der Berufsausbildung zum/zur Fachangestellten/in für Bäderbetriebe. Für die Gewinnung des Fachkräftenachwuchses wurde eine Vielzahl von Recruiting-Kanälen weiter ausgebaut, unter anderem Job-Messen, Bewerbungs-Tage in den Bädern, (Schüler-/Schülerin-) Praktika und Projekte mit Institutionen wie „Berlin braucht dich“. Des Weiteren wird in den neuen Medien, wie z.B. Azubi-Online-Portalen über das Berufsbild ausführlich informiert, Aktuelles in den sozialen Netzwerken wie Instagram und Face- book gepostet und damit die Berliner Bäder als Ausbildungsbetrieb intensiv beworben. 2. Ertragslage Im Ergebnis konnten 23 Neuverträge mit Auszubildenden abgeschlossen werden. Zusätzlich wurde ein Einstiegsqualifikant eingestellt, welcher beim erfolgreichen Verlauf die Möglichkeit erhält in die Ausbildung zu wechseln. Der Einstiegsqualifikant aus dem letzten Jahr konnte in die Ausbildung übernommen werden. Den Auszubildenden wird bei erfolgreichem Abschluss der Ausbildung mit guten Leistungen eine sofortige, unbefristete Übernahme garantiert. Die Berliner Bäder-Betriebe schlossen das Geschäftsjahr mit einem Jahresergebnis von T€ - 545 (Vj: T€ 502) ab. Das über die EU geförderte Projekt „BBB-kompetent“, mit einer Laufzeit von September 2017 bis August 2020, findet einen guten innerbetrieblichen Zuspruch. Die verfolgten Entwicklungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Führungskräfteentwicklung, Fachkräfteentwicklung, Gesundheitsmanagement, Qualitätsmanagement, Frauenförderung und Nachhaltigkeit. Die Anzahl der wahrgenommenen Weiterbildungstage (inkl. InhouseSchulungen) beträgt 1.859 (Vj: 1.594). Des Weiteren fanden 27 Teamtage zur gemeinsamen Weiterbildung und -entwicklung im Teamverbund der Bäder und Abteilungen der Zentrale statt. 2019 2018 Veränderungen T€ % T€ % T€ Umsatzerlöse 17.319 18,6 19.343 23,4 -2.024 Zuschüsse 70.772 76,1 58.076 70,4 12.696 übrige Umsatzerlöse 2.698 2,9 2.885 3,5 -187 Auflösungen des Sonderpostens für Investitionszuschüsse 1.876 2,0 1.928 2,3 -52 291 0,3 309 0,4 -18 Betriebserträge 92.956 100,0 82.541 100,0 10.415 Materialaufwendungen 15.186 15,8 14.935 18,0 251 Instandhaltungsaufwendungen 22.876 24,3 15.120 18,1 7.756 Personalaufwendungen 39.056 41,5 36.871 44,3 2.185 Abschreibungen 1.924 2,0 2.005 2,4 -81 Bewirtschaftungsaufwendungen 7.601 8,2 7.907 9,6 -306 Verwaltungsaufwendungen 2.821 3,0 2.530 3,0 291 Vertriebsaufwendungen 1.153 1,2 928 1,1 225 Einstellungen in den Sonderposten für Investitionszuschüsse 2.325 2,5 1.451 1,7 874 Aufwand aus Eigenverbrauch (Umsatzsteuer) 493 0,5 500 0,6 -7 übrige Aufwendungen* 775 1,0 957 1,2 -182 Betriebsaufwendungen 94.210 100,0 83.204 100,0 11.006 operatives Betriebsergebnis -1.254 -1,3 -663 -0,8 -591 14 0,0 -2 0,0 16 neutrale / periodenfremde Erträge 2.244 2,4 1.411 1,7 833 neutrale / periodenfremde Aufwendungen 1.549 1,6 244 0,3 1.305 695 0,8 1.167 1,4 -472 -545 -0,5 502 0,6 -1.047 sonstige betriebliche Erträge Zinsergebnis neutrales / periodenfremdes Ergebis Jahresergebnis *einschließlich sonstige Steuern T€ 2 (Vj: T€ 2) Die Umsatzerlöse aus den Entgelten für den öffentlichen Bade-, Sauna- und Kursbetrieb verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 2.024. Maßgeblich hierfür ist der Rückgang der Besuchszahlen in den Sommermonaten aufgrund des nicht so extremen Sommers wie in 2018. Der konsumtive Zuschuss beläuft sich auf T€ 59.500 (Vj: T€ 51.100). Darüber hinaus wurden Mittel aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz (KInvFG) in Höhe von T€ 861, dem Berliner Programm für nachhaltige Entwicklung (BENE) in Höhe von T€ 749, dem Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt und Nachhaltigkeitsfonds (SIWANA) in Höhe von T€ 1.299, 28 dem Zuschuss für den Olympiastützpunkt in Höhe von T€ 1.203, aus Zusagen des investiven Zuschusses in Höhe von T€ 6.980 sowie Bundesmittel in Höhe von T€ 180 für bauliche Maßnahmen in Anspruch genommen. Die Materialaufwendungen belaufen sich auf T€ 15.186 (Vj: T€ 14.935), im Wesentlichen aufgrund des Anstiegs der Medienkosten. Die Instandhaltungsaufwendungen belaufen sich auf T€ 22.876 (Vj: T€ 15.120) und werden im obengenannten Punkt 1.7 erläutert. Die Personalaufwendungen betragen T€ 39.056 und berücksichtigen die Erhöhung der Tarifentgelte 2019 29 gemäß Tarifverhandlung TVöD. Die Bewirtschaftungsaufwendungen in Höhe von T€ 7.601 (Vj: T€ 7.907) umfassen u.a. die Aufwendungen für Pacht und Pachtnebenkosten von T€ 1.289 (Vj: T€ 1.285), für Straßen- und Gebäudereinigung von T€ 2.512 (Vj: T€ 2.347) sowie für die Sicherheit in den Bädern von T€ 1.345 (Vj: T€ 1.536). Darüber hinaus werden hier die Kosten für die Durchführung von Kursen und den Einsatz von Leiharbeit für Spitzenbedarfe i. H. v. T€ 1.634 (Vj: T€ 1.952) gezeigt. Die Vertriebsaufwendungen wurden mit dem Ziel der stetigen Kommunikationsverbesserung auf T€ 1.153 (Vj: T€ 928) erhöht. Die Einstellung in den Sonderposten für Investitionszuschüsse umfasst unter anderen Investitionen für Badausstattung, die im Vergleich zum Vorjahr um T€ 874 auf T€ 2.325 anstiegen. Die Berliner Bäder-Betriebe schlossen das Geschäftsjahr 2019 mit einem operativen Betriebsergebnis in Höhe von T€ -1.254 (Vj: T€ -663) sowie einem Jahresergebnis von T€ -545 (Vj: T€ 502) ab. Die Ertragslage beurteilt die Geschäftsführung als stabil, auch vor dem Hintergrund der mit dem Haushaltsgesetz für den Doppelhaushalt 2020/21 des Land Berlins festgelegten Zuschüsse für die BBB. 3. Vermögenslage Das Vermögen wird ohne Treuhandvermögen bzw. Treuhandverbindlichkeiten aus Kautionen (T€ 355; Vj: T€ 308) ausgewiesen (Tabelle rechts). Das Bilanzvolumen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 4.944 auf T€ 28.422. Auf der Aktivseite resultiert dies überwiegend aus dem höheren Bestand an flüssigen Mitteln (T€ +3.891), welcher unter anderen für die Abschlussarbeiten im Baubereich im ersten Quartal 2020 benötigt wird. Die Passivseite ist maßgeblich gekennzeichnet von der Veränderung der mittel- und kurzfristigen Sonstigen Rückstellungen unter anderem im Baubereich für abzuschließende Arbeiten im ersten Quartal 2020 (T€ +2.692). Langfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 8.846 stehen langfristige Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 8.537 gegenüber. Zur Deckung der mittel- und kurzfristigen Verbindlichkeiten von T€ 19.576 stehen mittel- und kurzfristige Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 15.749 zur Verfügung. Die Finanzierungsquote beträgt 80,5 % (Vj: 77,8 %). In diesem Zusammenhang verweisen wir auf § 4 des Bäder-Anstaltsgesetzes. Gemäß Wirtschaftsplanung werden die Zahlungsverpflichtungen aus den Personalrückstellungen durch konsumtive Zuschüsse gedeckt. Bei einem Stammkapital von T€ 26 beträgt der nach Verrechnung der Jahresfehlbetrages 2019 nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag T€ 4.136 (Vj: T€ 3.592). In diesem Zusammenhang verweisen wir ebenfalls auf § 4 des Bäder-Anstaltsgesetzes. Die Vermögenslage beurteilt die Geschäftsführung als ausgewogen. 31.12.2019 31.12.2018 Veränderungen T€ % T€ % T€ 8.537 30,0 8.141 34,7 396 Vorräte 184 0,6 161 0,7 23 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 416 1,5 443 1,9 -27 Forderungen gegen Gewährträger 1.033 3,6 795 3,3 238 sonstige Vermögensgegenstände 1.568 5,5 1.664 7,1 -96 12.481 43,9 8.590 36,6 3.891 67 0,2 92 0,4 -25 15.749 55,4 11.745 50,0 4.004 4.136 14,6 3.592 15,3 544 28.422 100,0 23.478 100,0 4.944 8.391 29,5 7.941 33,8 450 Pensionsrückstellungen 251 0,9 244 1,1 7 sonstige Rückstellungen 204 0,8 203 0,9 1 8.846 31,0 8.388 35,8 458 10.765 37,9 8.073 34,4 2.692 3.940 13,9 3.318 14,1 622 Verbindlichkeiten gegenüber Gewährträger 643 2,3 0 0,0 643 Sonstige Verbindlichkeiten 433 1,5 409 1,7 24 3.795 13,4 3.290 14,0 505 19.576 69,0 15.090 64,2 4.486 28.422 100,0 23.478 100,0 4.944 AKTIVA Langfristiger Bereich Anlagevermögen Mittel- und kurzfristiger Bereich Flüssige Mittel Rechnungsabgrezungsposten Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag Bilanzvolumen PASSIVA Langfristiger Bereich Sonderposten für Investitionszuschüsse Mittel- und kurzfristiger Bereich Sonstige Rückstellungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzvolumen 30 31 4. Finanzlage Die Berliner Bäder-Betriebe konnten ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen. Zusammenfassend stellt sich die Entwicklung der Liquidität im Berichtsjahr wie folgt dar (Tabelle unten). Der Finanzmittelbestand umfasst zum Bilanzstichtag T€ 12.836. Er beinhaltet die Kassenbestände der einzelnen Bäder sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Bereinigt um Mittel für Maßnahmen des Investiven Zuschusses (T€ 2.770) sowie um die vereinnahmten Kautionen (T€ 355) belaufen sich die flüssigen Mittel auf T€ 9.711 (Vj: T€ 7.183) und erhöhen sich im Vergleich zum 1. Januar 2019 um T€ 2.528. Der positive Cashflow aus der laufenden Geschäftstä- 2019 2018 Veränderungen -545 502 -1.047 Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögen 1.924 2.005 -81 Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen 2.698 2.112 586 -1.876 -1.928 64 -14 2 -16 6 6 0 Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -111 -1.153 1.043 Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva 1.842 9 1.833 Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 3.924 1.155 2.381 -64 -111 47 -2.261 -1.340 -921 0 5 -5 29 18 11 -2.296 -1.428 -868 2.325 1.451 874 -15 -20 5 2.310 1.431 879 Veränderung des Finanzmittelbestandes 3.938 1.558 2.380 Stand Finanzmittelfonds zum 01.01. 8.898 7.340 1.558 12.836 8.898 3.938 10.066 7.491 2.575 2.770 1.407 1.363 T€ Periodenergebnis Sonstige zahlungsunwirksame Erträge Saldo aus Zinsaufwendungen/Zinserträgen Gewinn (-) / Verlust (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände AuszahlungenfürInvestitionen in das Sachanlagevermögen Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens Erhaltene Zinsen Cashflow aus der Investitionstätigkeit Einzahlungen aus Investitionszuschüssen Gezahlte Zinsen Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit Stand Finanzmittelfonds zum 31.12. davon Finanzmittelfonds laufende Geschäftstätigkeit davon Finanzmittelfonds investiver Zuschuss 32 tigkeit beträgt T€ 3.924. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr ist maßgeblich beeinflusst durch die Veränderung der Forderungen und sonstiger Aktiva um T€ 1.042, der Rückstellungen um T€ 586, der Verbindlichkeiten und sonstiger Passiva um T€ 1.833 sowie der Ergebnisverschlechterung um T€ 1.046. Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit (T€ 2.296) berücksichtigt die Auszahlungen für erworbene Anlagegüter in Höhe von T€ 2.325. Korrespondierend dazu weist der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit den Anteil des Zuschusses in Höhe von T€ 2.325 aus, der zur Finanzierung der Investitionen verwendet wurde. Die Finanzlage beurteilt die Geschäftsführung als auskömmlich finanziert. 5. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 5.1. Prognosebericht Der Wirtschaftsplan für 2020 wurde vom Vorstand aufgestellt und sieht auf der Grundlage eines durchschnittlichen Sommers ein Ergebnis von T€ 1,8 vor. Die Planung unterstellt, trotz erhöhter grundhafter Sanierungsmaßnahmen in den Bädern, einen Anstieg des Wasserzeitenangebots von 137,1 Tsd. Std. in 2019 auf rd. 146 Tsd. Std. in 2020, im Wesentlichen durch die Erweiterung der Öffnungszeiten u.a. durch mehr Hallenzeitenangebot im Sommer. Der Wirtschaftsplan sieht in 2020 Umsatzerlöse inklusive Zuschüsse von T€ 109.185 sowie Instandhaltungsaufwendungen von T€ 39.286 vor. Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist i.H.v. T€ -1.333 bei einem Finanzmittelbstand zum 31.12.2020 von T€ 6.835 geplant. Zum 31.12.2020 soll die Personalstärke in Vollbeschäftigungseinheiten 808 Beschäftigte, davon 59 Auszubildende, betragen. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 17.12.2019 den Wirtschaftsplan bestätigt. Der Bädervertrag in seiner Entwurfsfassung berücksichtigt einen erhöhten Bedarf an investiven Zuschüssen zum Erhalt und zur Entwicklung der Infrastruktur der Bäder. Der Vorstand wird im Herbst 2020 dem Aufsichtsrat die Sanierungsvorhaben vorstellen, die mit Priorität ab 2021 zu beginnen sind. 5.2. Chancen- und Risikobericht 5.2.1. Risikomanagementsystem Die Berliner Bäder-Betriebe verfügen über ein umfassendes Risikomanagement-System welches der Risikoerkennung, -inventarisierung und -steuerung dient. Die Aufnahme, Analyse und Bewertung der Risiken erfolgt in Risikoworkshops bzw. strukturierten Erhebungen. Die Ergebnisse werden in einem jährlichen Risikobericht zusammengefasst und dem Aufsichtsrat vorgestellt. Über Geschäftsvorfälle, für die ein schwerwiegendes Risiko identifiziert wird, wird der Aufsichtsratsvorsitzende umgehend und regelmäßig informiert. Das interne Kontrollsystem ist durch die Implementierung von Kontrollen, die die Wirksamkeit der integrierten Prozesskontrollen überwachen, eingerichtet und im Revisionshandbuch entsprechend dargestellt. Die Berliner Bäder-Betriebe sind bestrebt, negative Einflüsse auf die Unternehmensentwicklung rechtzeitig zu erkennen und so rechtzeitig geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die interne Planungs- und Prognoserechnung sind hierbei ein wichtiger Bestandteil des Risikomanagements. 5.2.2. Rahmenbedingungen, Markt- und Angebotsentwicklung Grundsätzlich können Änderungen politischer, rechtlicher und gesetzlicher Rahmenbedingungen Risiken für die künftige Ergebnissituation bergen. Ohne die Weiterentwicklung des Produktportfolios für breitere Bevölkerungsschichten besteht das Risiko, dass die Besucherzahlen tendenziell zurückgehen. Im Rahmen der Planung werden notwendige bauliche Sanierungsvorhaben einzelner Badstandorte sowie deren Attraktivierungen, soweit im Rahmen der geplanten Zuschüsse möglich, berücksichtigt. So wird beispielsweise bei der Sanierung des Stadtbades Tiergarten zusätzlich ein Außenbecken realisiert. Die umfänglichen Sanierungen einzelner Badstandorte bedingen teilweise lange Schließzeiten und damit einen vorübergehenden Rückgang des Angebotes an Wasserfläche sowie den Rückgang von Badegästen. Mittel- und langfristig werden die sanierten Bäder und Attraktivierungen die Kundenzufriedenheit erhöhen. Von grundlegender Bedeutung für die Weiterentwicklung des Produktportfolios ist die zügige Umsetzung der Neubauvorhaben von zwei Multifunktionsbädern an den Standorten Mariendorf und Pankow. 5.2.3. Geschäftsentwicklung Operative Risiken können in allen Bereichen jederzeit auftreten und bedürfen einer kontinuierlichen Identifizierung und Überwachung. Bewirtschaftung der Bäder Der Instandhaltungsstau erhöht das Risiko von störungsbedingten Ausfallzeiten und außerplanmäßigen Kosten für Instandsetzungsarbeiten. In den landeseigenen Bädern (Forumbad Olympiastadion, Sommerbad Olympiastadion, Strandbad Wannsee, Sportforum Hohenschönhausen, Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark) müssen kurz, mittelund langfristig umfassende Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden. Aufgrund der Bedeutung der Standorte für den Schwimmsport ist die Erarbeitung und Umsetzung eines zwischen dem Eigentümer (Land Berlin vertreten durch die Senatsverwaltung für Inneres und Sport) und der Betreiberin (Berliner Bäder-Betriebe) abgestimmten Sanierungskonzeptes notwendig, deren Finanzierung durch den Eigentümer zu erfolgen hat. Ein weiteres Risiko besteht in der mangelhaften bzw. verzögerten Ausführung von Baumaßnahmen sowie ungeplanter Kostensteigerungen in den Bauprojekten, woraus eine Einschränkung des Wasserflächenangebotes resultieren kann. Beschaffungsrisiken Durch die anhaltend hohe Nachfrage nach Bauleistungen in Deutschland wird es schwieriger für die Berliner Bäder-Betriebe, Angebote für zu vergebende Leistungen zu erhalten. Auch die Entwicklung der Baupreise zeigt weiterhin einen deutlichen Anstieg, so dass zukünftig von einem höheren finanziell bewerteten Reparaturstau ausgegangen werden muss. Personal Maßnahmen im Bereich des Gesundheitsmanagements, wie z.B. des seitens der EU geförderten Projekts zum betrieblichen Gesundheitsmanagement, sollen dem Risiko eines hohen Krankenstands aktiv entgegenwirken. 5.3. Gesamtaussage zu Chancen und Risiken sowie der zukünftigen Entwicklung Die bereits eingeleiteten Maßnahmen zur Neuausrichtung der Berliner Bäder-Betriebe wurden über das in 2019 implementierte Zukunftsprogramm zur strategischen und organisatorischen Neuausrichtung der Berliner Bäder-Betriebe mit den wesentlichen Zielen, die Kundenzufriedenheit in den Bädern zu erhöhen sowie die Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit der Bäder zu 33 verbessern, verstetigt. Gleichzeitig kann vor dem Hintergrund zugesagter Zuschüsse für den investiven Bereich die Sanierungsstrategie für bestehende Standorte intensiviert werden. Durch die Mittelzusagen können Planungsvorbereitungen ergriffen werden. Insofern geht das Unternehmen für die kommenden Jahre von einer stabilisierten Geschäftsentwicklung aus. Aufgrund von nicht vorhersehbaren Risiken und zeitlichen Verzögerungen bei der Umsetzung vorgesehener Maßnahmen können sich Abweichungen bei den Prognosen ergeben. Dies gilt auch für bisher nicht erkennbare zusätzliche gesetzliche Anforderungen im Einzelfall. Bis dato folgt die Bestimmung der Zuschusshöhe primär haushälterischen Vorgaben des Landes Berlin. Die vom Eigentümer geforderte „unternehmerische Neuaufstellung“ verfolgt im Kern die Einführung des Bestellerprinzips, d.h. das Land Berlin bestellt die gewünschten Wasserzeiten und die Berliner Bäder-Betriebe erhalten hierfür die erforderlichen Kostenzuschüsse. Dieses Grundprinzip soll durch den oben dargestellten mit zehnjähriger Laufzeit und damit erheblich höheren Planbarkeit und Verlässlichkeit ausgestatteten Bädervertrag verankert werden. 6. Corporate Governance Kodex Vorstand und Aufsichtsrat der Berliner Bäder-Betriebe messen den Grundsätzen einer verantwortungsvollen und transparenten Unternehmensführung einen hohen Stellenwert bei. Die gemeinsame Entsprechenserklärung zum Berliner Corporate Governance Kodex (siehe Anlage) wurde am 17. Dezember 2019 vom Aufsichtsrat beschlossen. Berlin, 14. Februar 2020 Dr. Johannes Kleinsorg Annette Siering Vorstandsvorsitzender Vorständin für Finanzen und Personal 34 35 BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2019 AKTIVA PASSIVA EUR A. 31.12.2019 EUR Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten II. 421.606,00 437.348,00 Bauten auf fremden Grundstücken 1.610.960,00 1.458.419,00 2. Technische Anlagen und Maschinen 3.029.420,00 3.378.250,00 3. Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 2.919.390,00 2.509.234,00 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 555.739,64 357.521,42 8.115.509,64 7.703.424,42 Umlaufvermögen I. I. Gezeichnetes Kapital II. Verlustvortrag III. Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss IV. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 25.564,59 25.564,59 ‑3.617.151,15 ‑4.119.335,33 544.815,92 502.184,18 4.136.402,48 3.591.586,56 Summe Eigenkapital 0,00 0,00 B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 8.390.571,64 7.941.312,42 C. Rückstellungen 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2. Sonstige Rückstellungen 250.565,00 244.492,00 10.968.895,00 8.276.167,00 11.219.460,00 1. Roh , Hilfs- und Betriebsstoffe 125.138,85 115.758,68 2. Fertige Erzeugnisse und Waren 58.921,13 45.342,99 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2. 3. 416.174,31 443.158,30 Forderungen gegen Gewährträger 1.032.638,28 795.053,85 Sonstige Vermögensgegenstände 1.567.538,32 1.664.320,54 3.016.350,91 III. 31.12.2018 EUR Eigenkapital Vorräte II. 31.12.2019 EUR Sachanlagen 1. B. EUR A. Anlagevermögen I. D. Verbindlichkeiten 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2. 3. E. 8.520.659,00 3.939.800,33 3.317.822,19 Verbindlichkeiten gegenüber Gewährträger 642.556,36 0,00 sonstige Verbindlichkeiten 789.253,61 716.744,05 Rechnungsabgrenzungsposten 5.371.610,30 4.034.566,24 3.794.988,29 3.290.319,08 2.902.532,69 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1. Schecks und Postwertzeichen 2. Kassenbestände 3. Guthaben bei Kreditinstituten C. Rechnungsabgrenzungsposten D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 68.447,88 40.469,34 117.703,96 135.097,86 12.649.649,35 8.722.908,75 12.835.801,19 8.898.475,95 66.900,03 92.387,45 4.136.402,48 28.776.630,23 36 31.12.2018 EUR 3.591.586,56 23.786.856,74 28.776.630,23 23.786.856,74 37 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2019 1. 2018 EUR Umsatzerlöse a) aus operativem Schwimmbadbetrieb 17.319.417,39 19.343.202,53 b) Kostenzuschüsse und Auflösung Sonderposten 70.771.866,50 58.075.638,50 c) aus übrigen Sach‑ und Dienstleistungen 3.991.318,37 3.723.083,56 92.082.602,26 81.141.924,59 3.117.250,31 2.810.455,83 1.140.806,96 1.226.010,31 2. Sonstige betriebliche Erträge 3. Materialaufwand a) Aufwendungen für Roh‑, Hilfs‑ und Betriebsstoffe und für bezogene Waren b) Instandhaltungsaufwendungen 22.875.784,97 15.050.053,14 c) Aufwendungen für bezogene Leistungen 14.161.986,57 13.811.080,93 38.178.578,80 30.087.144,38 30.918.342,29 29.313.789,38 8.137.349,50 7.557.357,93 39.055.691,79 36.871.147,31 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.923.651,99 2.005.334,31 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 16.598.689,12 14.482.881,64 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 29.373,19 17.953,54 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 15.419,33 20.040,19 9. Sonstige Steuern 2.010,95 1.601,95 10. Jahresfehlbetrag/ -überschuss 544.815,92- 502.184,18 4. Personalaufwand a) Löhne und Gehälter b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5. 38 2019 EUR 39 ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2019 A. Allgemeine Angaben Außenanlagen 5,0 % - 11,1 % Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 wurde nach den Vorschriften des 3. Buches des HGB aufgestellt. Ferner wurde die Berliner Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex (BCGK) berücksichtigt. Die Berliner Bäder-Betriebe sind laut Gesetz über die Anstalt des öffentlichen Rechts Berliner Bäder-Betriebe (Bäder - Anstaltsgesetz - BBBG) verpflichtet, den Jahresabschluss nach den Vorschriften des 3. Buches des HGB für große Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB zu erstellen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Von der Möglichkeit, Berichtspflichten im Anhang anstelle von „davon-Vermerken“ in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung zu erfüllen, ist Gebrauch gemacht worden. Die Berliner Bäder-Betriebe weisen zum 31. Dezember 2019 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von T€ 4.136 (Vj: T€ 3.592) aus und sind damit bilanziell überschuldet. Die etwaigen insolvenzrechtlichen Folgen hieraus werden durch die Gewährträgerhaftung des Landes Berlin gemäß § 4 Abs. 1 des BBBG vermieden. Danach haftet das Land Berlin als Gewährträger uneingeschränkt für die Verbindlichkeiten der Anstalt, soweit aus deren Vermögen keine Befriedigung zu erlangen ist. Technische Anlagen und Maschinen 3,0 % - 33,3 % Betriebs- und Geschäftsausstattung 4,0 % - 33,3 % B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen bilanziert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend ihrer voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bewertet. Auf die Aktivierung von Herstellungsgemeinkosten bei aktivierungsfähigen Bauprojekten wurde wegen Geringfügigkeit verzichtet. Vereinnahmte Zuschüsse zur Finanzierung der aktivierungspflichtigen Investitionen wurden in den gesonderten Passivposten „Sonderposten für Investitionszuschüsse“ eingestellt. Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu einem Wert von € 800,00, die eine selbstständige Nutzungsfähigkeit besitzen, wurden in 2019 sofort abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten linear mit den folgenden Abschreibungssätzen: 40 Immaterielle Vermögensgegenstände 5,0 % - 33,3 % Bauten auf fremden Grundstücken 2,0 % - 11,1 % Die Waren wurden zum Bilanzstichtag entsprechend dem strengen Niederstwertprinzip mit Anschaffungsoder Herstellungskosten oder gegebenenfalls zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert ausgewiesen. Erkennbaren Risiken wurde durch angemessene Einzel- oder Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen, nicht einbringliche Forderungen wurden zu 100% abgeschrieben. Die liquiden Mittel und der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nominalwert ausgewiesen. Von der Möglichkeit der Aktivierung einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung nach§ 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde kein Gebrauch gemacht, auch wenn sich zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz zum 31. Dezember 2019 Differenzen in den Bilanzposten Pensionsrückstellungen und sonstige Rückstellungen ergeben. Die Bildung aktiver latenter Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen wurde in obiger Betrachtung nicht berücksichtigt, da die Voraussetzungen wegen der ausdrücklichen zeitlichen Begrenzung des § 274 Abs. I S. 4 HGB nicht gegeben sind. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse ist mit dem noch nicht erfolgswirksam gewordenen Anteil bewertet. Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie ungewisse Verbindlichkeiten und werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Enthaltene Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem durchschnittlichen fristenkongruenten Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Bewertung der Pensionsrückstellung erfolgt auf Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens. Die Bewertung der Verpflichtung erfolgte nach der Projected-unit-credit-Methode (PUC) unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018 G. Die Rückstellung wurde nach Maßgabe des notwendigen Erfüllungsbetrages und gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem durch die Deutsche Bundesbank bekannt gegebenen Diskontierungssatz (10-Jahres-Durchschnitt) von 2,71 % p. a. (Vorjahr: 3,21) ermittelt. Dabei wurde eine Rentendynamik von 2,00 % p. a. (Vorjahr: 2,00 %) in die Ermittlung einbezogen. Bei Verwendung des 7-JahresDurchschnittszinssatzes in Höhe von 1,97% p.a. (Vorjahr: 2,32 %) würde sich ein Rückstellungsbetrag in Höhe von T€ 274 ergeben. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt T€ 23. Den Rückstellungen für Jubiläen liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten zu Grunde. Die Bewertung 41 der Erfüllungsbeträge dieser Rückstellungen erfolgt unter Anwendung der PUC-Methode. Zukünftig erwartete Einkommenssteigerungen werden durch eine Dynamisierung von 2,50 % p. a. (Vj: 2,50 %) bei der Ermittlung der Rückstellung berücksichtigt. Der zu Grunde gelegte Rechnungszinsfuß für die Abzinsung der Verpflichtungen beläuft sich zum 31. Dezember 2019 auf 1,97% p. a. (Vj: 2,32 %). Sofern biometrische Einflussfaktoren zu berücksichtigen waren, wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Sämtliche Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. In den Rechnungsabgrenzungsposten gemäß § 250 HGB werden Zahlungsvorgänge abgebildet, die Aufwand oder Ertrag künftiger Jahre darstellen. C. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung I. Posten der Bilanz 1. Anlagevermögen Die Gliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens (Anlagespiegel) ist diesem Anhang als Anlage 1 beigefügt. In dem Posten Immaterielle Vermögensgegenstände erfolgt der Ausweis von ausschließlich entgeltlich erworbener Software und Softwarelizenzen. Im Berichtsjahr wurden T€ 2.325 (Vj: T€ 1.451) in das Anlagevermögen investiert. Die Zugänge betreffen zum großen Teil die Betriebsund Geschäftsaussattung (T€ 1.264). Die Investitionen in Neuanschaffungen der Bäderausstattungen belaufen sich dabei auf T€ 800. Bei den Zugängen in der Bilanzposition „Bauten auf fremden Grundstücken“ (T€ 304) sind die neuen Kassen in den Bädern Kombibad Seestraße (T€ 64) und Kinderbad Platsch (T€ 70), die neue Zaunanlage im Sommerbad Pankow (T€ 41) sowie die neuen Einfriedungen der Außenanlagen in der Schwimmhalle Buch (T€ 57) als wesentliche Bestandteile zu nennen. Die Zugänge für technische Anlagen und Maschinen (T€ 386) betreffen u.a. die neue Sauna in der Schwimmhalle Buch (T€ 117), die neuen Sicherheitsbeleuchtungsanlagen im Stadtbad Wilmersdorf (T€ 21) und in der Schwimmhalle Allendeviertel (T€ 73). Ebenfalls wurden Reinigungsmaschinen für verschiedene Bäder (T€ 101) angeschafft. Weitere Zugänge betreffen Soft- und Hardware (T€ 488). Hier wurde unter anderem in die Weiterentwicklung der Personaleinsatzplanungssoftware (T€ 35) sowie in neue Server zur Verbesserung der IT-Performance (T€ 206) und in die Telekommunikations- und Netzwerktechnik (T€172) investiert. Bei den Zugängen auf Anlagen im Bau (T€ 307) handelt es sich im Wesentlichen um bauliche Maßnahmen im Stadtbad Tiergarten und im Wellenbad am Spreewaldplatz sowie die Errichtung des neuen Interimsbades auf dem Gelände des Sommerbad Kreuzbergs und die Erneuerung der Solarabsorberanlage im Sommerbad Mariendorf. 2. Umlaufvermögen Vorräte Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen betrifft u.a. Reinigungs- und Desinfektionsmittel (T€ 25; Vj: T€ 27) sowie Chemikalien für die Wasseraufbereitung (T€ 76; Vj: T€ 65). Unter den Waren werden zum Verkauf bestimmte Handelswaren (T€ 56; Vj: T€ 43) ausgewiesen. 7. Rückstellungen Die Zunahme der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen gegenüber Vorjahr um T€ 114 auf T€ 3.016 entfällt im Wesentlichen auf höhere Forderungen gegenüber dem Gewährträger (T€ +238) unter Berücksichtigung eines Rückgangs bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ -27) und den sonstigen Vermögensgegenständen (T€ -97). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von einem Jahr. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (T€ 251; Vj: T€ 244) beinhalten ausschließlich die Verpflichtung gegenüber einem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden. Im Geschäftsjahr wurden Pensionszahlungen in Höhe von T€ 13 (Vj: T€: 13) geleistet. Am Bilanzstichtag bestehen sonstige Rückstellungen in Höhe von T€ 10.969 (Vj: T€ 8.276) für folgende Sachverhalte (siehe Tabelle unten). Die Summe der sonstigen Rückstellungen erhöht sich insgesamt um T€ 2.693. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus höheren Rückstellungen im Bereich der Instandhaltung (T€ +1.841), u.a. im Sommerbad Wuhlheide und in der Schwimmhalle am Helene-Weigel-Platz sowie für zeitversetzte Bezüge und Gehaltsnachzahlungen (T€ +509 ). Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 8. Verbindlichkeiten Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Position beinhaltet mit T€ 118 (Vj: T€ 135) die Kassenbestände der einzelnen Bäder und mit T€ 12.718 (Vj: T€ 8.763) Guthaben bei Banken, u.a. für den Ausgleich von vorhandenen zurückgestellten Aufwendungen im Baubereich. Von diesem Guthaben betreffen T€ 2.770 (Vj: T€ 1.341) vereinnahmte, jedoch noch nicht verbrauchte, maßnahmenbezogene Förderprogramme sowie treuhänderische Guthaben aus Kautionen von T€ 355 (Vj: T€ 308). 3. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten (T€ 67; Vj: T€ 92) enthält im Wesentlichen vorausgezahlte Aufwendungen für Lizenzgebühren und Softwarepflege. 4. Latente Steuern Es liegen Steuerlatenzen, deren Realisierbarkeit überwiegend in den nächsten fünf Jahren als wahrscheinlich gilt, in Form eines Überhangs an aktiven latenten Steuern in Höhe von T€ 42 (Vj: T€ 39) vor. Dieser ist in erster Linie auf handels- und steuerrechtliche Bewertungsunterschiede der Rückstellungen für Altersteilzeit, Pension sowie für Jubiläen zurückzuführen. Für die Bewertung wurde der Steuersatz in Höhe von 30 % zugrunde gelegt. 5. Eigenkapital Das Stammkapital der Berliner Bäder-Betriebe beträgt der geforderten Höhe gem. § 1 der Satzung der Berliner Bäder-Betriebe € 25.564,59 und ist voll eingezahlt. Die Berliner Bäder-Betriebe weisen zum 31. Dezember 2019 nach Verrechnung des Jahresfehlbetrages einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von T€ 4.136 (Vj: T€ 3.592) aus. 6. Sonderposten für Investitionszuschüsse Erhaltene Zuschüsse für aktivierte Vermögensgegenstände des Anlagevermögens des Jahres 2019 wurden passiviert (T€ 2.325; Vj: T€ 1.451) und werden über die Nutzungsdauer dieser Vermögensgegenstände zeit- 42 anteilig ertragswirksam aufgelöst. Auf das Berichtsjahr entfällt eine Auflösung in Höhe von T€ 1.876 (Vj: T€ 1.928). Die Zusammensetzung und die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind dem nachfolgenden Verbindlichkeiten-Spiegel zu entnehmen: (siehe Seite 44, Tabelle oben). In den sonstigen Verbindlichkeiten sind treuhänderische Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit verein- nahmten Kautionen von T€ 368 (Vj.: T€ 308) enthalten. 9. Rechnungsabgrenzungsposten Für nicht in Anspruch genommene Mehrfachkarten aus Schwimmbad- und Saunanutzung wurde zum Stichtag 31.12.2019 eine Abgrenzung in Höhe von T€ 2.895 vorgenommen (Vj: T€ 2.203). Für nicht ausgenutzte Schwimmkurskarten sowie für Aqua-Fitnesskurse sind im Berichtsjahr Abgrenzungen in Höhe von T€ 479 (Vj: T€ 732) gebildet worden. Weiterhin wurden Abgrenzungen für noch nicht genutzte Gutscheine in Höhe von T€ 223 (Vj: T€ 199) und für nicht ausgenutzte Bädercard in Höhe von T€ 154 (Vj: T€ 142) sowie sonstige Abgrenzungen in Höhe von T€ 43 (Vj: T€14) vorgenommen. II. Posten der Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse von T€ 92.083 (Vj: T€ 81.142) erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 10.941, insbesondere aufgrund des Anstiegs bei den Zuschüssen. (siehe Seite 44, Tabelle unten). Die sehr gute Sommersaison des Vorjahres konnte in 2019 nicht erreicht werden. Die Umsätze aus Schwimmbadbetrieb sanken ggü. dem Vorjahr um T€ 2.024 auf T€ 17.319. Die sonstigen Umsatzerlöse aus dem Bäderbetrieb beinhalten unter anderem Erlöse aus der Vermietung von Wasserflächen in Höhe von T€ 302 (Vj: T€ 347) sowie aus der Nutzung von Haartrocknern in Höhe 31.12.2019 31.12.2018 Personalaufwendungen 4.449 3.832 - davon für Altersteilzeit 0 14 - davon für nicht genommene Urlaubstage und Überstunden 1.052 902 - davon für Leistungsentgelt nach § 18 IV TVöD 3.078 2.569 - davon für Jubiläen 204 203 - davon für Tantiemen 115 130 - davon Übrige 0 14 Instandhaltung 4.080 2.239 - davon für unterlassene Instandhaltung nach § 249 Abs. HGB 2.199 879 - davon für ausstehende Rechnungen aus Instandhaltung 1.871 1.350 10 10 1.043 799 Sonstige ausstehende Rechnungen 509 499 Übrige 888 907 501 558 0 15 - davon für Instandsetzung lt. Mietvertrag Sachsendamm 190 175 - davon Übrige 197 159 10.969 8.276 Angaben in T€ - davon Übrige Medienkosten - davon für sonstige Risiken (Prozessrisiken und -kosten) - davon für Risiken aus versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse im Zusammenhang mit dem Kurssystem Summe Rückstellungen 43 Restlaufzeiten Angaben in € Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen (Vorjahr) insgesamt unter 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre 3.939.800,33 3.939.800,33 0,00 0,00 (3.317.822,19) (3.317.822,19) (0,00) (0,00) 642.556,36 642.556,36 0,00 0,00 (0,00) (0,00) (0,00) (0,00) 789.253,61 789.253,61 0,00 0,00 (716.744,02) (716.744,02) (0,00) (0,00) 0,00 0,00 0,00 0,00 (0,00) (0,00) (0,00) (0,00) 5.371.610,30 5.371.610,30 0,00 0,00 (4.034.566,21) (4.034.566,21) (0,00) (0,00) Verbindlichkeiten gegenüber Gewährträger (Vorjahr) sonstige Verbindlichkeiten (Vorjahr) davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (Vorjahr) Summe (Vorjahr) Angaben in T€ 2019 2018 Erträge aus Auflösung Sonderposten Investitionszuschüsse 1.876 1.928 951 572 - davon für Instandhaltung 552 221 - davon für sonstige Risiken 304 148 95 203 232 248 58 62 3.117 2.810 Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen - davon Übrige Erträge aus Erstattungen von Versicherungsschäden Übrige Summe sonstige betriebliche Erträge der Bäder (Tabelle unten). 4. Personalaufwand von T€ 75 (Vj: T€ 78). Im Zusammenhang mit den Regelungen der Tarifsatzung zu den Mehrfachkarten wurde der für nicht in Anspruch genommene Mehrfachkarten gebildete Passivposten in Höhe von T€ 903 (Vj: T€ 613) umsatzwirksam berücksichtigt. 2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge von T€ 3.117 (Vj: T€ 2.810) erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 307. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind insbesondere Erträge aus der Auflösung von Sonderposten 3. Materialaufwand Der Materialaufwand von T€ 38.179 (Vj: T€ 30.087) stieg gegenüber dem Vorjahr um T€ 8.092 insbesondere aufgrund höherer Instandhaltungsaufwendungen (T€ +7.826). Für bezogene Leistungen wurden im Berichtsjahr T€ 14.162 (Vj: T€ 13.811) aufgewendet. Diese beziehen sich auf die Energie- und Wasserkosten zum Betreiben Der Personalaufwand i.H.v. T€ 39.056 (Vj: T€ 36.871) setzt sich aus T€ 30.918 (Vj: T€ 29.314) für Löhne und Gehälter sowie für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung in Höhe von T€ 8.137 (Vj: T€ 7.557) zusammen. In den sozialen Abgaben und Aufwendungen sind T€ 1.731 (Vj: T€ 1.626) Aufwendungen für die Altersversorgung enthalten. Im Jahr 2019 bestand durchschnittlich für 790 Beschäftigte eine Mitgliedschaft bei der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL). Die VBL wird finanziert durch Umlagen im Rahmen eines Abschnittsverfahrens im Tarifgebiet West und im Kapitaldeckungsverfahren im Tarifgebiet Ost. 2019 2018 17.319 19.343 14.709 16.376 722 804 1.115 1.204 - davon Erlöse Handelswaren und Gastronomie 274 298 - davon sonstige Umsatzerlöse 499 661 70.772 58.076 - davon Saunaaufgussmittel 59.500 51.100 1.203 316 10.069 6.660 3.992 3.723 - davon periodenfremde Erlöse 1.293 838 - davon aus Mieten und Pachten 2.182 2.039 51 102 - davon für Energie und Wasser 466 744 - davon Sonstiges 92.083 81.142 Angaben in T€ a) Umsätze aus Bäderbetrieb - davon aus Schwimmbadnutzung - davon aus Saunabenutzung - davon aus Schwimmunterricht, Kurse, Veranstaltungen b) Zuschüsse gesamt - davon aus konsumtiven Mitteln - davon Standortsicherung Olympiastützpunkt - davon aus investiven Mitteln c) aus übrigen Sach- und Dienstleistungen - davon aus Werbung / Kompensation - davon Sonstiges Summe Umsatzerlöse 44 T€ 1.876 (Vj: T€ 1.928) und Rückstellungen T€ 951 (Vj: T€ 572) enthalten (siehe Tabelle S. 45, oben). 5. Abschreibungen Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und der Sachanlagen in Höhe von T€ 1.924 (Vj: T€ 2.005) sind in dem beigefügten Anlagenspiegel aufgegliedert. Den Abschreibungen stehen über die Nutzungsdauer dieser Vermögensgegenstände zeitanteilige Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse von T€ 1.876 (Vj: T€ 1.928) gegenüber. 6. sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von T€ 16.599 (Vj: T€ 14.483) gliedern sich wie folgt: (siehe Tabelle Seite 46). Angaben in T€ 2019 2018 a) Roh,- Hilfs- und Betriebsstoffe 1.141 1.226 - davon Chemikalien Wasseraufbereitung 527 573 - davon Reinigungs- u. Desinfektionsmittel 53 48 117 150 16 16 - davon für Werkzeuge/Kleinmaterial, Eintrittskarten, Badehilfsmittel 241 251 - davon Sonstiger Betriebsbedarf/-ausstattungen 275 258 - davon aus Skonti -88 -70 22.876 15.050 8.824 6.132 14.162 13.811 14.160 13.810 2 1 38.179 30.087 - davon Handelsware u. Gastronomie b) Instandhaltungsaufwendungen - davon im Rahmen des investiven Zuschusses c.) bezogene Leistungen Summe Materialaufwand 45 2018 163 70 7.601 7.907 - davon für Pacht- und Pachtnebenkosten (z.B. Grundsteuer) 1.289 1.285 - davon für Straßen- und Gebäudereinigung 2.512 2.347 - davon für Dienstleistungen und fremde Arbeitskräfte 1.634 1.952 - davon für Objektbewachung 1.345 1.536 821 787 2.821 2.530 - davon für die Anmietung des Verwaltungsgebäudes 402 427 IV. Honorar für den Abschlussprüfer - davon für Prüfungs-, Rechts- und Beratungskosten 425 556 - davon für Kommunikation (Multimedia) 367 360 Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr beträgt T€ 20,7 (netto). - davon für IT-Kosten 592 428 - davon für Fort- und Weiterbildung 173 132 - davon Kosten des Geldverkehrs 199 218 - davon Sonstiges 663 409 3.) Einstellung in den Sonderposten für Investitionszuschüsse 2.325 1.451 4.) für Vertriebsaufwendungen 1.153 1.1) für Instandhaltung, Reparaturen und Wartung 1.2) für Bewirtschaftungsaufwendungen - davon für Versicherungen, Wasseranalysen, Sonstiges 2.) für Verwaltungsaufwendungen 5.) für die auf die unentgeltliche Überlassung von Bädern an Schulen, KITA und Vereine zu entrichtende Umsatzsteuer 6.) für periodenfremde Aufwendungen der Vorstand 928 4. die regionalen Beiräte. 493 500 1.074 127 Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr nachfolgend genannte Mitglieder an: 73 30 9 939 961 - davon Aufwendungen aus Versicherungschäden 324 301 - davon für nicht abzugsfähige Vorsteuer 526 416 16.599 14.483 Die Zinsen und ähnliche Erträge von T€ 29 (Vj: T€18) betreffen insbesondere Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen T€ 28 (Vj: T€ 16). Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betragen T€ 15 (Vj: T€ 20) und betreffen Aufzinsungsbeträge für langfristige Rückstellungen, wie für Pensionen, Altersteilzeit und Jubiläen. 8. Sonstige Steuern Die sonstigen Steuern enthalten die Aufwendungen für gezahlte Kraftfahrzeugsteuern in Höhe von T€ 2 (Vj: T€ 2). D. Sonstige Pflichtangaben I. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Entsprechend des seit 01. Januar 2014 gültigen und Die Organe der Anstalt sind: 3. 662 7. Zinserträge und -aufwendungen V. Organe der Gesellschaft der Aufsichtsrat - davon Sonstiges unbefristeten Rahmenpachtvertrags in Verbindung mit den Nachträgen zu den Pachtzahlungen an die BBB Infrastruktur GmbH & Co. KG sind für 2020 T€ 464 (netto T€ 390) vereinbart. Der Mietvertrag vom 18. Oktober/ 4. November 1996 in Verbindung mit den Nachträgen über die Anmietung von Büroflächen und Stellplätzen im Verwaltungsgebäude am Sachsendamm 2-4, 10829 Berlin, wurde durch die Anmietung zusätzlicher Lagerflächen ab 15.07.2017 erweitert. Ab 2018 betragen die Zahlungsverpflichtungen jährlich T€ 395 (netto T€ 332). Bei einer Mietlaufzeit bis 30.12.2021 betragen die Verpflichtungen bis zu einem Jahr T€ 395 und für die Zeit von einem Jahr bis fünf Jahre T€ 395. Darüber hinaus bestehen Leasingverträge über u.a. Kraftfahrzeuge und Kommunikationsgeräte. Aus diesen Verträgen entstehen künftige Zahlungsverpflichtungen bis zu einem Jahr von T€ 27 und für die Zeit von einem Jahr bis fünf Jahre T€ 12. Herr Oliver Igel (Stellvertretender Vorsitzender) Bezirksbürgermeister Treptow-Köpenick, Berlin Frau Dr. Margaretha Sudhof Staatssekretärin bei der Senatsverwaltung für Finanzen, Berlin bis 26.07.2019 Herr Fréderic Verrycken Staatssekretär bei der Senatsverwaltung für Finanzen, Berlin seit 12.12.2019 Frau Sigrid Klebba Staatssekretärin bei der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Berlin Altersvorsorge Variable Vergütung Geldwerter Vorteil Dienstwagen Bezüge Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung Laufzeit der Bestellung Herr Thomas Härtel Präsident des Landessportbundes (LSB), Berlin Frau Ina Hagen Arbeitnehmervertreterin (Beschäftigte der Berliner Bäder-Betriebe - BBB) Frau Astrid Westhoff Arbeitnehmervertreterin (nicht Beschäftigte der BBB), Tarifkoordinatorin ver.di, Berlin Der Aufsichtsrat ist ehrenamtlich tätig. Herr Andreas Scholz-Fleischmann Vorstandsvorsitzender (bis 14.04.2019) Herr Dr. Johannes Kleinsorg Vorstandsvorsitzender (seit 01.09.2019) Frau Annette Siering Vorständin für Finanzen und Personal VI. Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge eingetreten, die zu einer anderen Beurteilung führen würden, als sie durch den Abschluss und den Lagebericht vermittelt werden. Senator für Inneres und Sport, Berlin Grundvergütung Staatssekretär bei der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, Berlin Die Bezüge des Vorstandes betrugen - ohne die Pensionszahlungen an einen ehemaligen Vorstand in Höhe von T€ 13 - im Geschäftsjahr 2019 T€ 372 und setzen sich wie folgt zusammen (siehe Tabelle unten). Herr Andreas Geisel (Vorsitzender) Angaben in T€ Herr Daniel Tietze Vorstand 2. 54 Summe Sonstige betriebliche Aufwendungen III. Beschäftigte Die BBB beschäftigten - ohne Vorstand, Auszubildende und ruhende Beschäftigungsverhältnisse wie Elternzeit, Zeitrenten - im Geschäftsjahr durchschnittlich 752 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vj: 724), davon 87 in Teilzeitbeschäftigung (Vj: 74) sowie durchschnittlich 41 Auszubildende (Vj: 36). die Gewährträgerversammlung 412 8.) Übrige Ungewöhnliche Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen wurden nicht getätigt 1. - davon für Instandhaltung und Wartung 7.) für Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen (periodenfremd) 46 II. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen 2019 Angaben in T€ VII. Ergebnis für das Geschäftsjahr 2019 Die Berliner Bäder-Betriebe, Anstalt des öffentlichen Rechts, schließen das Geschäftsjahr mit einem Jahresfehlbetrag von T€ 545 ab. Der Vorstand schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Berlin, 14. Februar 2020 Dr. Johannes Kleinsorg Annette Siering Vorstandsvorsitzender Vorständin für Finanzen und Personal Andreas Scholz-Fleischmann Dr. Johannes Kleinsorg Annette Siering 40 60 145 0 0 9 42 0 44 1 2 9 83 62 207 2 5 13 85 67 220 15.04.2016 - 14.04.2019 01.09.2019 - 31.08.2022 01.05.2016 - 30.04.2021 47 ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2019 Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen Nettobuchwerte 1. Jan. 2019 EUR Zugänge EUR Umbuchungen EUR Abgänge EUR 31. Dez. 2019 EUR 1. Jan. 2019 EUR Zugänge EUR Abgänge EUR 31. Dez. 2019 EUR 31. Dez. 2019 EUR 31. Dez. 2018 EUR 2.047.119,09 64.167,86 93.510,00 0,00 2.204.796,95 1.609.771,09 173.419,86 0,00 1.783.190,95 421.606,00 437.348,00 Bauten auf fremden Grundstücken 6.198.545,20 304.268,45 8.302,25 0,00 6.511.115,90 4.740.126,20 160.029,70 0,00 4.900.155,90 1.610.960,00 1.458.419,00 Technische Anlagen und Maschinen 22.275.712,59 385.928,41 0,00 202.465,58 22.459.175,42 18.897.462,59 732.765,41 200.472,58 19.429.755,42 3.029.420,00 3.378.250,00 Andere Anlagen, Betriebsund Geschäftsausstattung 11.781.127,25 1.263.638,99 6.887,27 373.127,03 12.678.526,48 9.271.893,25 857.437,02 370.193,79 9.759.136,48 2.919.390,00 2.509.234,00 357.521,42 306.917,74 -108.699,52 0,00 555.739,64 0,00 0,00 0,00 0,00 555.739,64 357.521,42 40.612.906,46 2.260.753,59 -93.510,00 575.592,61 42.204.577,44 32.909.482,04 1.750,232,13 570.666,37 34.089.047,80 8.115.509,64 7.703.424,42 42.660.025,55 2.324.921,45 0,00 575.592,61 44.409.354,39 34.519.253,13 1.923.651,99 570.666,37 35.872.238,75 8.537.115,64 8.140.772,42 Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 48 49 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Berliner Bäder-Betriebe – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Berliner Bäder-Betriebe für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Den dem Lagebericht als Anlage beigefügten Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Anstalt zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Anstalt In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. 50 Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Anstalt vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Anstalt zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Anstalt vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Anstalt zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Anstalt vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Anstalt abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertrern dargestellten geschätzen Werte und damit zusammen hängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Anstalt zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Anstalt ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Anstalt vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Berlin, den 6. März 2020 dhpg Dr. Harzem & Partner mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Volkmer Müller Wirtschaftsprüferin Wirtschaftsprüfer 51 GEMEINSAME ENTSPRECHENSERKLÄRUNG DES VORSTANDES UND DES AUFSICHTSRATES DER BERLINER BÄDER-BETRIEBE ZUM BERLINER CORPORATE GOVERNANCE KODEX FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2019 Vorstand und Aufsichtsrat der Berliner Bäder-Betriebe, Anstalt öffentlichen Rechts (BBB) messen den Grundsätzen einer verantwortungsvollen und transparenten Unternehmensführung einen hohen Stellenwert bei. Sie erklären, dass den Vorgaben und Empfehlungen zum Berliner Corporate Governance Kodex in der Fassung der Beteiligungshinweise vom 15.01.2016 mit folgenden Abweichungen entsprochen wurde: trägerversammlung bestellt. Die Erklärungen des Abschlussprüfers gemäß VII. 1 BCGK liegen vor. Die Beauftragung des Abschlussprüfers erfolgte im Einvernehmen mit dem Rechnungshof. Die Zustimmung der Gewährträgerversammlung zur Bestellung des Abschlussprüfers wurde eingeholt. II. 6. Der Vorstand hat sich gem. § 10 Abs. 11 des Bäder-Anstaltsgesetzes (BBBG) eine Geschäftsordnung gegeben. Die Geschäftsordnung regelt die Geschäftsverteilung und die Zusammenarbeit des Vorstandes. Es ist ein Vorsitzender des Vorstandes bestellt. Gemäß § 9 Abs. 3 BBBG entscheidet bei Stimmengleichheit der Vorstandsvorsitzende. Vorsitzender des Aufsichtsrates Berlin, 17. Dezember 2019 Andreas Geisel Dr. Johannes Kleinsorg Vorstandsvorsitzender Annette Siering Vorständin III. 3 Für den Vorstand ist keine Altershöchstgrenze festgelegt. Sie wird nicht als sinnvoll und angemessen angesehen. Eine langfristige Nachfolgeregelung besteht nicht. III. 11 Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten keine Vergütung. III. 13 Für den Vorstand und den Aufsichtsrat wurde eine D&OVersicherung abgeschlossen. Für die Mitglieder des Aufsichtsrates ist kein Selbstbehalt vereinbart, da diese keine Vergütung für ihre Aufsichtsratstätigkeit erhalten. III. 14 Der Aufsichtsrat hat die zwischen ihm und dem Vorstand beabsichtigte jährliche Zielvereinbarung auf Grund der bestehenden Regularien nicht dem Eigentümer (Land Berlin) gesondert zur Beurteilung vorgelegt. Das Land Berlin ist im Aufsichtsrat durch die vom Senat vorgeschlagenen und von der Gewährträgerversammlung bestellten Mitglieder und den Senator für Inneres und Sport als Vorsitzender des Aufsichtsrates vertreten. Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport übt die Staatsaufsicht aus. VII. 1 und 2 Gemäß der gesetzlichen Regelung (§ 6 Abs. 2 Ziff. 5 BBBG) wird der Abschlussprüfer durch die Gewähr52 53 ENTGELTTRANSPARENZ ZUM STICHTAG 31.12.2019 ENTGELTGLEICHHEITSBERICHT Gleichstellung ist ein Teil der Unternehmenskultur und für alle Beschäftigten gleichermaßen bindend. Vorstand und Führungskräfte der Berliner Bäder-Betriebe setzen sich für Chancengleichheit ein und fördern Frauen und Männer entsprechend ihrer fachlichen Kompetenzen und persönlichen Potentiale. Eine geschlechterspezifische Benachteiligung bei Entgeltbestandteilen und Entgeltbedingungen findet nicht statt. Das für die Berliner Bäder-Betriebe geltende Tarifrecht basiert auf einer diskriminierungsfreien Eingruppierung, da die Tätigkeiten (Tätigkeitsbeschreibungen) gemäß der Tätigkeitsmerkmale der Entgeltordnung zum TVöD-V bewertet und angewendet werden. Dies bedeutet, dass Frauen und Männer bei gleicher oder gleichwertiger Tätigkeit gleich entlohnt werden. Die Vergleichsgruppen i. S. d. EntgTranspG sind in einheitliche Entgeltstrukturen gem. TVöD-V festgelegt. Die Feststellung der Stellenwertigkeit erfolgt geschlechtsneutral über ein analytisches Bewertungsverfahren. Der Bedarf an Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen, insbesondere bei Frauen, wird in persönlichen Entwicklungsgesprächen erfasst und mit Hilfe der Personalentwicklung umgesetzt. Hierbei spricht das Unternehmen Frauen direkt an und sensibilisiert zunehmend die Führungskräfte dafür, Weiterbildungen allen Beschäftigten zu empfehlen, insbesondere Frauen in den Tätigkeitsbereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind. Auch die Frauen, die sich in der Eltern- oder Pflegezeit befinden, werden auf Weiterbildungsmaßnahmen hingewiesen, um ihnen den Wiedereinstieg in den Job zu erleichtern oder sich für höherwertige Tätigkeiten zu qualifizieren. Des Weiteren können auch individuelle Fortbildungen zur Übernahme höherwertiger Tätigkeiten und den Anforderungen der Tätigkeit entsprechende Weiterbildungen beantragt werden. In den letzten fünf Jahren konnten die Berliner BäderBetriebe den Frauenanteil der Führungskräfte in den Bädern, dies betrifft die Funktionen Badleitung oder stellvertretene Badleitung, um 13,7 % auf 37,8% steigern. Auch in der Führung der Verwaltung wurde das 2016 gesteckte Ziel eines Frauenanteils von 33,3% zum 31.12.2019 mit 40,0 % übererfüllt. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit männlich weiblich Summe Anzahl Anteil % Anzahl Anteil % Anzahl Anteil % Durchchnittlicher tariflicher Stundenlohn in €** 1 0 0,0% 0 0,0% 0 0% 0,00 € 2 0 0,0% 0 0,0% 0 0% 0,00 € 3 19 6,5% 15 3,5% 0 0% 16,82 € 4 49 16,7% 80 18,9% 0 0% 15,99 € 5 142 48,5% 187 44,1% 0 0% 17,40 € 6 27 9,2% 47 11,1% 0 0% 18,86 € 7 0 0,0% 7 1,7% 0 0% 19,78 € 8 14 4,8% 13 3,1% 0 0% 20,45 € 9A 12 4,1% 25 5,9% 0 0% 23,09 € 9B 13 4,4% 18 4,2% 0 0% 24,37 € 9C 1 0,3% 1 0,2% 0 0% 26,19 € 10 4 1,4% 4 0,9% 0 0% 26,25 € 11 5 1,7% 11 2,6% 0 0% 27,65 € 12 3 1,0% 4 0,9% 0 0% 31,94 € 13 3 1,0% 6 1,4% 0 0% 30,52 € 14 0 0,0% 4 0,9% 0 0% 37,07 € 15 1 0,3% 2 0,5% 0 0% 39,76 € Anteil Frauen Entgeltgruppe Anteil Männer Anteil Divers Anteil von Frauen und Männern in den Führungsebenen* Fühungsebene durchschn. Anzahl der Teilzeitbeschäftigten männlich weiblich Summe durchschn. Anzahl der Vollzeitbeschäftigten männlich weiblich Anteil Frauen Anteil Männer Anteil Divers Anzahl Anteil % Anzahl Anteil % Anzahl Anteil % 1 4,8% 1 2,9% 0 0% 2 4 19,0% 6 17,1% 0 0% 3 5 23,8% 8 22,9% 0 0% 4 11 52,4% 20 57,1% 0 0% 1 (Vorstand) durchschn. Gesamtzahl der Beschäftigten Jahr mit ATZ* Anteil von Frauen und Männern in den tariflichen Entgeltgruppen* * Ohne AT, ohne Azubis, ohne ruhende Arbeitsverhältnisse ** arithmetisches Mittel des Stundenlohns der in der Entgeltgruppe beinhalteten Erfahrungsstufen Hinweis: Bisher hat kein Beschäftige/r den Wunsch geäußert, mit den Geschlechtsmerkmal Divers geführt zu werden. Summe 2015 435,8 313,3 749,1 15,7 44,2 59,9 420,1 269,2 689,2 2016 429,8 306,3 736,1 14,3 44,6 58,9 415,5 261,8 677,2 2017 441,4 315,9 757,3 16,8 50,7 67,5 424,6 265,2 689,8 2018 453,4 328,4 781,8 17,9 56,8 74,7 435,5 271,6 707,1 2019 471,3 336,0 807,3 25,3 61,6 86,8 446,0 274,5 720,5 *Beschäftigtenzahlen inklusive Beschäftigte in der Freistellungsphase einer Altersteilzeitvereinbarung 54 55 Herausgeber: Berliner BäderBetriebe Anstalt öffentlichen Rechts Sachsendamm 2-4 10829 Berlin Layout: BBB/RB Fotos: Alle Fotos Elke A. Jung-Wolff außer: Seite 1: Yanlev/adobe.stock.com Seite 2, 22: Han Wei Chung/@Hanontheroad Seite 4: Bernhardt Link - Farbtonwerk Seite 6-7: Oliver Wolff Seite 16: Privat Seite 17: Volker Gehrmann/@Karachoberlin 56 57 58
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