Path:
Periodical volume

Full text: Jahresbericht Issue 2009/2010

Bewegt. Bewegend. Voller Bewegung ...
Jahresbericht 2009/2010

Zahlen, Daten, Fakten

2 | Zahlen, Daten, Fakten

Inhalt
	 2	 Vorwort

	 6	 		 	 	 	 9	

Lagebericht

Stiftungsfundraising

13	

Evangelisches Johannesstift Altenhilfe gGmbH

	

19	

Evangelisches Johannesstift Behindertenhilfe gGmbH

	

23	

Evangelisches Johannesstift Diakonisches Bildungszentrum

	

27	

Evangelisches Johannesstift Jugendhilfe

	

31	

Evangelisches Johannesstift Wichernkrankenhaus gGmbH

Impressum
Herausgegeben vom Vorstand des Evangelischen Johannesstifts, im Juli 2010 Fotos: Raimund Müller, Karin Baumann, Lindgrün GmbH, Werner Krüper, iStockphoto Redaktion: Wolfgang Kern Layout und Satz: Verbum GmbH Druck: Eppler und Buntdruck Stand der Information: Juli 2010



Zahlen, Daten, Fakten | 3

	

35	

Evangelisches Geriatriezentrum Berlin gGmbH

	

41	

Die Wille gGmbH

	

45	

Evangelisches Johannesstift Service GmbH

	

48	

Das Organigramm und Erläuterungen

	

54	

Kuratorium, Vorstand, Kontaktdaten

	

55	

Standorte

	

56	

Kennzahlen

4 | Zahlen, Daten, Fakten

Liebe Leserinnen und Leser,
der Jahresbericht Teil „Zahlen, Daten, Fakten“ beschreibt die inhaltliche und wirtschaftliche Entwicklung der Stiftung sowie der verbundenen Gesellschaften und Geschäftsbereiche.
Die Zahlen und Fakten mögen nüchtern wirken. Dahinter verbirgt sich jedoch eine Vielfalt von Hilfen und Aktivitäten für und mit Menschen, die auf eine Begleitung aufgrund ihrer Lebenssituation angewiesen sind. Die positive Entwicklung im Gesamtunternehmen wäre nicht möglich ohne ein außergewöhnliches Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie einen engagierten Freundeskreis, der Zeit und Geld für unsere Arbeit zur Verfügung stellt. Dies verdient großen Respekt. Es ist ein Engagement, das von Menschlichkeit und dem Willen, für Menschen in Betreuung, Erziehung und Ausbildung das Beste zu geben, geprägt ist. Der Rückblick zeigt, dass sich alle Bereiche im vergangenen Jahr in guter Weise weiter entwickelt haben. Neue Aufgaben und somit Verantwortung wurde übernommen, zahlreiche Planungen sind im Blick. Dies nicht nur, weil sich rechtliche, finanzielle oder soziale Rahmenbedingungen so gut wie laufend ändern. Sondern dies geschieht auch vor dem Hintergrund, dass die Hilfen für Menschen sich auch immer daran orientieren müssen, was der Einzelne braucht, um seine Chancen auf ein Leben in Selbstständigkeit zu wahren oder dieses wieder zu gewinnen.



Zahlen, Daten, Fakten | 5

Die Zahl der Beschäftigten ist im letzten Jahr um rund 852 auf nun 3113 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestiegen. Vor allem die Altenhilfe hat mit den neuen Standorten entscheidend zu diesem Zuwachs beigetragen. Ebenso können wir eine Umsatzsteigerung um 10 Millionen Euro auf nun rund 133 Millionen Euro verzeichnen. Es bleibt über alle Bereiche des Unternehmensverbandes hinweg betrachtet ein positives Ergebnis in Höhe von 4,15 Millionen Euro. Die Überschüsse werden in Rücklagen eingestellt. Sie sollen neue diakonische und karitative Angebote ermöglichen. Die Überschüsse der Stiftung finden aktuell Verwendung für die geplanten Baumaßnahmen auf dem Neubaugebiet sowie für Instandhaltungsmaßnahmen. Wir stellen mit diesem Jahresbericht noch genauer als bisher das Finanzergebnis dar. Wir tun dies deshalb, weil wir zutiefst der Überzeugung sind, dass nur Transparenz das Vertrauen und auch den Erfolg stärkt. Deshalb ist für uns auch wichtig, dass Sie mit uns reden, wenn Sie Fragen zum Jahresbericht haben. Zögern Sie nicht, uns anzurufen unter der Telefonnummer 030 · 336 09 - 323. Wir nehmen uns gerne Zeit, Ihnen die Dinge zu erläutern und Fragen mit Ihnen zu erörtern. Ihr Pfarrer Martin von Essen Stiftsvorsteher

6 | Zahlen, Daten, Fakten

Lagebericht zum Evangelischen Johannesstift
Das herausragende Ereignis in diesem Berichtsjahr war die Übernahme der „Caritas Seniorendienste Hannover gGmbH“ (CSH) durch das Evangelische Johannesstift mit ca. 580 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, fünf Pflegeheimen und einem ambulanten Dienst. Wie kam es dazu? Im April vergangenen Jahres wurden wir durch den Gesellschafter, dem Caritasverband Hannover, angefragt, die CSH vor der drohenden Insolvenz zu retten. Die Verhandlungen verliefen zügig. Schnell einigten wir uns mit den Partnern der CSH über die wichtigsten Eckdaten. Wegen der deutlich zu hohen und nicht refinanzierbaren Gehälter der CSH Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – diese führten zur wirtschaftlichen Schieflage –, war eine Absenkung der Gehälter unvermeidbar. DieIm Herbst 2009 konnte ebenfalls der private Träger Sunpark (Berlin-Neukölln) übernommen werden. Der Sunpark ist eine Seniorenwohnanlage mit 218 Pflegebetten, 309 Wohnungen für Betreutes Wohnen und einem ambulanten Pflegedienst. Die Verhandlungen begannen vor drei Jahren. Sie konnten Ende 2009 zum erfolgreichen Abschluss gebracht werden. Ende 2009 konnte auch die 3. Erweiterung mit der Diakoniestation Mariendorf realisiert werden. Alle drei Gesellschaften werden von der EJS Altenhilfe gGmbH als Gesellschafter verantwortlich begleitet und sind damit Teil des Unternehmensverbundes. Aus der Stiftung wurden 2009/2010 drei weitere Tochtergesellschaften gegründet. Die Evangelisches Johannesstift Jugendhilfe gGmbH, in die auch die Jugendhilfe-Angebote der „Die Wille“ gGmbH überführt wurden, die Evangelisches Johannesstift Service-GmbH mit den drei Verwaltungsbereichen Personal-, Rechnungswesen, IT, den Bereichen Gastronomie/Catering und Reinigungsdienste sowie des Immobilienmanagements einschließlich der Betriebe. Die dritte neue Gesellschaft ist der Integrationsbetrieb Evangelisches Johannesstift Proclusio gGmbH. Sie ist eine Tochtergesellschaft der Behindertenhilfe. In Proclusio eingegliedert werden die Fundgrube (Second-Hand-Laden), Huckepack (Umzugsunternehmen) und das Hotel Christophorus. Damit gehören jetzt 17 Gesellschaften (GmbHs) zum Unternehmensverbund des Evangelischen Johannesstifts. In der Stiftung selbst bleibt das Diakonische Bildungszentrum und der neugegründete Geschäftsbereich Fundraising.

Wir klären die Rolle und die Aufgabe der

Stiftung.

se betrug bis zu 13 Prozent. Damit verbunden war die Überleitung vom Caritas-Tarif in den AVR-Tarif des Diakonischen Werk in Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (West). Der Überleitung in den neuen Tarif stimmten knapp 90 % aller CSH Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu, so dass wir am 4. August 2009 die Übernahme bestätigen und alle Arbeits- und Pflegeplätze erhalten konnten. Die Caritas Seniorendienste heißen nun Christliche Seniorendienste Hannover und sind Mitglied im Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg. Gemeinsam mit dem Caritasverband Hannover, der Minderheitsgesellschafter der CSH bleibt, kann nun eine neue ökumenische Zusammenarbeit gelebt werden.

Konsolidierung und Integration
Nach diesen Erweiterungen und Veränderungen hat der Vorstand für das Jahr 2010 die Schwerpunkte Konsolidierung und Integration der neuen Gesellschaften sowie die Fortführung bzw. Fertigstellung begon-



Zahlen, Daten, Fakten | 7

nener Projekte als Schwerpunkte festgelegt. Dabei ist es das Ziel, die neuen Strukturen zu festigen, den Unternehmensverbund weiter zu entwickeln, Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten zu klären und die neue Gemeinschaft zu stärken. Gemäß unserem Leitbild wollen wir dabei die Besonderheiten unserer neuen Partner kennen lernen und achten sowie die neuen Möglichkeiten nutzbar machen.

Aktuelle Themen und Projekte
Zu den Projekten gehörte die Erarbeitung eines neuen Zukunftsbildes, in dem wir unsere Perspektiven für die nächsten Jahre beschreiben. Das Projekt Integrationsmanagement soll darüber Klarheit verschaffen, wie wir Partner in das Unternehmen integrieren. In einem weiteren Projekt klären wir die künftige Rolle und die Aufgabe unserer Stiftung. Nachdem diese im operativen Bereich nur noch im Diakonischen Bildungszentrum und im Fundraising tätig ist, ist ihre künftige Aufgabe vor allem darin zu sehen, den Unternehmensverbund strategisch zu führen und zu lenken und durch fördernde sowie unterstützende Maßnahmen die einzelnen Gesellschaften bei ihren Aufgaben zu unterstützen. Als ein wichtiges Steuerungsinstrument dient die Balanced Scorecard (BSC), die im gesamten Unternehmensverbund eingeführt wird. Ein weiteres zentrales Projekt mit dem Namen SW 26 + (Schönwalder Allee 26: die Adresse des Hauptgeländes in BerlinSpandau, das + steht für Zukunft) startete Ende 2009. Bevor auf unserem Neubaugebiet die ersten Bauarbeiten beginnen, müssen eine Reihe von Fragen geklärt werden: Wie kann das Stammgelände der Stiftung nach den heutigen und zukünftigen Ansprüchen der Gesellschaft gestaltet werden? Welche künftigen Bedarfe gibt es in unseren Geschäftsbereichen? Wie kann künftig der Verkehr durch das Gelände geführt werden? Wie stellen wir eine nachhaltige Energieversorgung sicher? Wie können wir eine bessere Barrierefreiheit schaffen? Wie soll ein neues Orientierungs- und Leitsystem aussehen? Insgesamt sind es über 20

Teilprojekte, die möglichst bis zum Ende des Jahres angegangen werden sollen. Die effiziente Prozesssteuerung soll durch die Inhouse-Lösung mit der Software SAP im Rechnungswesen und die dezentrale Einführung der Dokumentation und Leistungsabrechnung mit einer entsprechenden Software von Vivendi verbessert werden. Und eine Weiterentwicklung des Internet-Auftritts ist erforderlich, um die zahlreichen Angebote besser nach außen kommunizieren und die neuen Trends von digitaler Kommunikation aufnehmen zu können. Alle diese Projekte wollen wir möglichst in diesem Jahr abschließen.

Kooperationen
Seit Jahren führen wir mit der Paul Gerhardt Diakonie Gespräche über eine engere Zusammenarbeit vor allem in Berlin-Spandau. Als erstes gemeinsames Projekt entsteht das Netzwerk „Gesundheit und Alter“, wo wir in Spandau unsere medizinischen und pflegerischen Angebote aus einer Hand anbieten wollen. Als ein erster Schritt wurde im letzten Jahr ein zweiter Standort unserer Diakoniestation als Zweigstelle am Waldkrankenhaus eröffnet. Als nächstes soll das Wichernkrankenhaus stärker über die Zusammenarbeit mit dem Waldkrankenhaus an die Paul Gerhardt Diakonie angebunden werden. Wir hoffen, in diesem Jahr ein

Kooperationen
werden mit vielen diakonischen und kirchlichen
Partnern angestrebt.
tragfähiges Konzept für die Sanierung des Wichernkrankenhauses zu finden. Die Charité ist ein wichtiger Partner unseres Evangelischen Geriatriezentrums Berlin (EGZB), das sich in den letzten Jahren nicht nur wirtschaftlich, sondern auch fachlich sehr gut weiterentwickelt hat. Seit

8 | Zahlen, Daten, Fakten

Jahren gibt es von uns die Bemühungen, den bestehenden Kooperationsvertrag mit der Charité zu erneuern. Die Verhandlungen sind auf einem sehr guten Weg, so dass wir hoffen, diese in diesem Jahr abzuschließen. Die geplante Partnerschaft mit dem Diakonischen Werk Reinickendorf verzögerte sich, da wir das Konzept für ein Pflegeheim komplett überarbeiten mussten. Aufgrund der stark wachsenden Zahl von Mitbewerbern und den vielen privaten Angeboten planen wir in Alt-Wittenau ein Gemeindepflegezentrum mit 48 Plätzen. Es soll Modellcharakter für weitere Kooperationen mit Kirchengemeinden erhalten. Gleichzeitig gibt es neue Verhandlungen mit der Diakonie Reinickendorf über die ambulante Pflege im Wedding. So hoffen wir auch hier, in diesem Jahr ein Gesamtpaket von Betreutem Wohnen, ambulanten und stationären Pflegeangeboten in Reinickendorf und Wedding zu schnüren.

Bauplanungen
Auf dem Gelände der Johanna-Stiftung konnte das zweite historische Gebäude nach der Totalsanierung zum Ende des letzten Jahres unserer Behindertenhilfe für ihre ambulanten Angebote übergeben werden, so dass jetzt alle drei historischen Gebäude wieder bewohnt sind. Auf dem gleichen Gelände konnten wir am 8. März Richtfest für unser neues Pflegeheim feiern. Dieses wird im Herbst fertig gestellt und unserer

Altenhilfe bei einem Festakt übergeben. In Reinickendorf konnte die Sanierung und der Ausbau des Betreuten Wohnens in AltWittenau begonnen werden. Im vergangenen Jahr führten wir für unser Neubaugebiet auf unserem Stammgelände in der Schönwalder Allee 26 einen Architektenwettbewerb durch, den das Architektenbüro Schmidtmann & Gölling gewann. Gemeinsam mit den Architekten planen wir in diesem Jahr den ersten Bauabschnitt mit Erweiterungsbauten für unsere Behindertenhilfe und deren Projekte NEBO und NAVIS. Auch ein neues pflegerisches Angebot für ältere Menschen mit Behinderungen, Büroräume für die Behindertenhilfe sowie integrierende Wohnangebote für Studierende am Wichernkolleg. Der Baubeginn des ersten Bauabschnittes ist für das Frühjahr nächsten Jahres vorgesehen. Die Planungen der Sanierung des Wichernkrankenhause soll ebenfalls in diesem Jahr abgeschlossen werden. Für die fünf Pflegeheime der CSH in Hannover wird ein Sanierungskonzept erarbeitet, so dass die dringende Sanierung dieser Häuser in den nächsten Jahren umgesetzt werden kann. Insgesamt sind für die nächsten vier Jahre Baumaßnahmen im Umfang von ca. 75 Mio. € geplant, für die wir derzeit ein tragfähiges Finanzierungskonzept erarbeiten.

Pfarrer Martin von Essen		 Stiftsvorsteher

Andreas Arentzen Kaufmännischer Vorstand



Zahlen, Daten, Fakten | 9

Stiftungsfundraising
Das Evangelische Johannesstift ermöglicht und fördert zivilgesellschaftliches Engagement. Schon immer war unsere Gesellschaft darauf angewiesen, dass Menschen freiwillig und jenseits staatlicher Strukturen bzw. Finanzierung einen Beitrag zur menschlichen Kultur unserer Gesellschaft leisten. So tragen auch Spenderinnen und Spender, Förderer und viele Ehrenamtliche entscheidend dazu bei, dass Menschen durch das Evangelischen Johannesstift nachhaltig Hilfe und Begleitung erhalten. Füreinander und Miteinander Gutes tun gehört zum Wesen und zur Kultur der Stiftung. Deshalb ist das Fundraising des Johannesstifts unaufgebbar mit den Werten von Menschlichkeit und Nächstenliebe verbunden und deutlich mehr als nur ein Instrument zur Mittelbeschaffung. stift nimmt Nachlässe entgegen und bietet Menschen, die sich zu diesem Schritt entschließen, eine besondere Begleitung an.

Stiftungszentrum

Das Johannesstift verwaltet mehrere Stiftungen und begleitet bei der Errichtung einer Stiftung. Menschen, die sich überlegen, zu Lebezeiten oder von Todes wegen eine Stiftung zu errichten, haben im Johannesstift einen Partner, der gemeinsam mit den Stifterinnen und Stiftern Visionen verwirklicht.

Fördermittel und Unternehmenskooperation

Das Stiftungsfundraising

Geldspenden

Es bedarf vieler Partner, um gemeinsam eine soziale Gesellschaft zu gestalten. Neben der Beantragung von Fördermitteln hat der Bereich vor allem Unternehmenskooperationen im Blick.

Spenden werden dafür eingesetzt, wo Mittel am Nötigsten gebraucht werden. Zweckungebundene Spenden finanzieren zusätzliche Betreuungsangebote und verbessern so die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner, die im Johannesstift betreut werden. Zweckgebundene Spenden oder Spenden mit Zweckhinweis werden entsprechend der vorgegebenen Bestimmung eingesetzt.

Aufgaben und Verwendung

Unterstützung bei der Verwirklichung der satzungsgemäßen Zwecke

Sachspenden

Zuwendungen unterstützen die satzungsgemäßen Aufgaben des Evangelischen Johannesstifts. Sie wirken unmittelbar, wenn sie zweckgebunden übergeben werden. Ansonsten werden Spenden zeitnah für allgemeine Aufgaben der Stiftung wie Investitionen, karitative Angebote, Neuprojekte und Anschubfinanzierungen verwendet. Generell fördern die Zuwendungen: •	Diakonische Einrichtungen und Ausbildungsstätten sowie stationäre, teilstationäre und ambulante Dienste, •	Erziehung von Kindern und Jugendlichen, •	Aus-, Fort- und Weiterbildung von jungen und erwachsenen Menschen, •	Information und Aufklärung der Öffentlichkeit über soziale Fragen, •	Pflege und Förderung von behinderten Menschen,

Sachspenden schaffen Arbeitsplätze. Menschen mit Behinderung werden beim Sortieren und beim Verkauf beschäftigt. Die Dinge sind für Menschen mit kleinem Geldbeutel erschwinglich. Der Erlös finanziert das Beschäftigungsprojekt.

Nachlässe

Nachlässe für das Johannesstift sind ein besonderes Zeichen des Vertrauens und der nachhaltigen Unterstützung. Das Johannes-

10 | Zahlen, Daten, Fakten

•	Förderung und Versorgung von alten Menschen, •	Aufnahme und Versorgung von kranken Menschen, •	Ausbildung von Diakonen und Diakoninnen.

Initiieren von Innovationen und neuen Angeboten

Ermöglichung von Angeboten und Maßnahmen, die nicht refinanziert werden
Zentrale Aufgabe des Fundraising ist, die Mittel für Aufgaben einzuwerben, die nicht refinanziert werden oder Eigenmittel erfordern. Dazu zählen unter anderem:

Es bedarf fortwährend neuer Angebote, um auf sich verändernde gesellschaftliche Dinge zu reagieren. Dazu braucht es finanzielle Mittel, um die notwendige Planung und Konzeptionen zu entwickeln. Ebenso gehört dazu die Finanzierung von Neuprojekten, die in Vorleistung gehen bei der Lösung von sozialen Problemen. Ziel ist dann, später eine Regelfinanzierung zu erhalten wie bei Präventionsangeboten im Bereich Sucht oder Gewalt.

Angebote der psychosozialen Betreuung kranker und älterer Menschen

Bekämpfung von Armut

Insbesondere Menschen, die in erhöhtem Maße auf Betreuung angewiesen sind wie zum Beispiel Menschen mit Demenz oder einsame Menschen bedürfen intensiver Zuwendung. Oft ist es mehr, als staatlicherseits finanziert wird bzw. werden kann. So finanzieren Spenden Musiktherapie, Ausbildung von Personal zur Betreuung demenziell erkrankter Menschen, ehrenamtliche Besuchsdienste wie LeNa oder die Finanzierung der Clownsbesuche in den Pflegeeinrichtungen.

Armut verhindert soziale Teilhabe, hat negative Auswirkungen auf Bildungschancen und bedingt Krankheit und Isolation. Unter anderem das Angebot „Kinder beflügeln“ widmet sich umfassend den Bildungschancen benachteiligter Kinder und schafft so Perspektiven gegen Armut.

Planungen
Es gilt die Qualität auszubauen und die Anzahl der Unterstützer zu erhöhen. Damit einher geht, den Bereich Nachlassgewinnung, Gewinnung von Großspendern bzw. Großspenden (Zustiftungen, Stiftungserrichtung, Aufbau Stiftungszentrum) in der bisherigen Intensität zu halten und die damit verbundene Beziehungsarbeit individuell an den Bedürfnissen der Gönner auszurichten. Das stagnierende Spendenaufkommen und das durch wirtschaftlich schwierige Zeiten bedingte vorsichtige Ausgabeverhalten erfordert das Nachdenken, ob private Darlehen geeignet sind in soziale Ideen und Projekte zu investieren. Der wachsenden Bedeutung des Internets muss durch Online-Präsenz und Online Servicedienste Rechnung getragen werden. Elektronische Kommunikation ist deshalb auszubauen. Das Evangelische Johannesstift ist ein starker und zuverlässiger Akteur im Bereich sozialen Engagements. Dies ist deutlicher als bisher in die Kommunikation zu bringen,

Angebote zur Förderung der Gesundheit und zur Erhöhung der Lebensqualität durch Therapien

Dies ist von hoher Bedeutung für Kinder und Jugendliche sowie für Menschen mit Behinderung. Dazu zählen bspw. die Reitund Kunsttherapie oder kulturelle und sportliche Angebote.

Bauliche Investitionen

Vor allem Nachlässe stärken das Eigenkapital und ermöglichen an der einen oder anderen Stelle eine Ausstattung bei Neubauten über dem sonst üblichen Standard hinaus. Sie tragen auch in besonderer Weise zur Instandhaltung und Verbesserung alter Häuser bei.



Zahlen, Daten, Fakten | 11

um so Menschen für zivilgesellschaftliches Engagement zu motivieren. Dies soll auch zum Ausdruck kommen durch sozial- und gesellschaftspolitisches Engagement der Stiftung. So sind beispielhaft immer wieder Projekte, die Armut oder durch Armut bedingte Lebenssituationen von Menschen bekämpfen, durch das Fundraising zu initiieren. Die transparente Darstellung im Mittelaufkommen sowie in der Mittelverwendung ist voranzutreiben. Dazu

zählt auch das Konzept „Förderstiftung“ zu implementieren, um Mittelvergabe durch das Evangelische Johannesstift besser für Außenstehende zu dokumentieren. Die Gesellschaft menschlich zu gestalten ist nicht nur Aufgabe des Fundraising. Es ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Das Fundraising hat deshalb auch den Auftrag, Kooperationen unterschiedlicher Art zu initiieren sowie Netzwerke zu Multiplikatoren in allen gesellschaftlichen Feldern zu knüpfen.

Geldspenden			 	 in Tausend Euro				
2007 2008 2009 1.034 1.117 1.237

Kennzahlen

       davon zweckgebunden	
in Tausend Euro		 2007 2008 2009 370 382

Bußgelder

in Tausend Euro 26 23 28

704

2007 2008 2009

Nachlassaufkommen	 in Tausend Euro				
2007 2008 2009 2.285 3.292 3.775

in Tausend Euro 2007 2008 2009 50

Zustiftungen

3.561

Sachspenden (Abholungen)
2007 2008 2009 	 		 		 3.400 3.515

	

Ehrenamtliche
2007 2008 2009 257 266 347

4.003

12 | Zahlen, Daten, Fakten

Folgende Stiftungen, Unternehmen und Organisationen haben die Aufgaben des Evangelischen Johannesstifts unterstützt:
Altenhilfe im Zeitraum Januar 2009 – Mai 2010

ARD Fernsehlotterie „Die Goldene Eins“ Dr. Ruth Dausch Stiftung E.W. Kuhlmann-Stiftung Fazit-Stiftung Hans und Meta Knorr-Stiftung Ingeborg Franz Stiftung Karl und Helene Lohmann Stiftung Kurt und Edith Neugebauer-Stiftung Seniorenstiftung Wilhelm E. Sander Stiftung Hampe Werner und Maren Otto Stiftung
Behindertenhilfe im Zeitraum Januar 2009 – Mai 2010

Aktion Mensch Carl Seidel Stiftung Erich-Kroke-Stiftung Franz Beckenbauer Stiftung Hermann und Minna Gebler Stiftung Johann und Elsbeth Gottwald Stiftung Kurt und Edith Neugebauer-Stiftung Uwe-Seeler-Stiftung
Jugendhilfe im Zeitraum Januar 2009 – Mai 2010

DFB-Stiftung Egidius Braun Dietmar Klußmann Stiftung Dinser-Stiftung Dr. Günter und Anna-Elisabeth GeislerStiftung Evangelische Darlehensgenossenschaft Eggert-Stiftung Gertrud und Hugo Adler Stiftung Geschwister Holroyd-Preuß-Stiftung Heidehof-Stiftung Henkel AG Herbert Renner Stiftung Hesse + Partner Ingeborg Franz Stiftung Kaiserin-Augusta-Stiftung Kurt Richter Stiftung M.C.F. Motor Company Mittelbrandenburgische Sparkasse in Potsdam RöverBrönner Stiftung Chancen und Bildung für Kinder Birgit und Thomas Zuleger Stiftung Großes Waisenhaus zu Potsdam Stiftung Meier-Bruck TDS Wall Gallery Weberbank Wilhelm Frida Bauer´sche Stiftung Wilhelm Weidemann Jugendstiftung
Diakonische Bildungszentrum im Zeitraum Januar 2009 – Mai 2010

Agnes und Martha Bluhm-Stiftung Allianz Kinderhilfsfonds Anna Birkholz Stiftung Berliner helfen e.V. Der Tagesspiegel, Menschen helfen e.V.

Wichern-Stiftung

sowie rund 10.000 Spenderinnen und Spender im Jahr 2009.

im Namen aller Menschen, die

Herzlichen Dank

Hilfe, Begleitung und Perspektiven erfahren.

durch die Zuwendungen



Zahlen, Daten, Fakten | 13

Evangelisches Johannesstift Altenhilfe gGmbH

14 | Zahlen, Daten, Fakten

Evangelisches Johannesstift Altenhilfe gGmbH
Wilfried Wesemann, Geschäftsführer

Die Evangelisches Johannesstift Altenhilfe gGmbH unterhält am Standort Spandau und in Hohen Neuendorf (Oberhavel/Brandenburg) ein umfassendes Betreuungsangebot für ältere Menschen. Neben einem generellen Beratungsangebot werden ambulante, teilstationäre und vollstationäre Pflegeleistungen sowie niedrigschwellige Angebote vorgehalten. Dazu zählt u.a LeNa (Lebendige Nachbarschaft), ein Besuchsdienst für einsame ältere Menschen. Am Standort in der Schönwalder Allee bilden die Angebote der Altenhilfe und des Wichernkrankenhauses das Netzwerk eines geriatrischen Zentrums.
Die Altenhilfe gGmbH des Evangelischen Johannesstifts ist Mehrheitsgesellschafter folgender verbundener Unternehmen Paul Gerhardt Stift Pflege gGmbH (in Planung) Christliche Seniorendienste Hannover gGmbH Pflegewohnen im Sunpark gGmbH Ambulante Dienste im Sunpark GmbH Diakoniestation Mariendorf gGmbH

Der Unternehmensverbund der Altenhilfe gliedert sich in die vier geriatrische Zentren Berlin Spandau, Berlin - Mitte/Wedding, Berlin-Neukölln/Mariendorf sowie Hannover.

Angebote Pflegewohnen: Stationäre Pflegeeinrichtungen Hausgemeinschaften: Stationäre Pflege in kleinen Hausgemeinschaften für Menschen mit demenzieller Erkrankung Seniorenwohnungen: Betreutes Wohnen Kurzzeitpflege: Vorübergehende umfassende Versorgung pflegebedürftiger Menschen Tagespflege: Hilfen in den Bereichen Mobilität, Körperpflege, Ernährung und persönlicher Lebensführung Diakonie- und Sozialstationen: Häusliche Krankenpflege und Hauspflege

Standorte Evangelisches Johannesstift, Berlin-Spandau Diakoniestation Falkenhagener Feld im Waldkrankenhaus, Berlin-Spandau Seniorenzentrum Am Wasserturm Hohen Neuendorf (Oberhavel/Brandenburg) Paul Gerhardt Stift Pflege gGmbH, Berlin-Wedding Pflegewohnen im Sunpark gGmbH und Sunpark Ambulant GmbH, Berlin-Neukölln Diakoniestation Mariendorf gGmbH, Berlin-Mariendorf



Zahlen, Daten, Fakten | 15

Christliche Seniorendienste Hannover gGmbH mit den Standorten • Seniorenzentrum Martinshof, Hannover Misburg • Seniorenzentrum Godehardistift, Hannover-Linden • Seniorenzentrum Wilhelm Maxen Haus, Garbsen • Seniorenzentrum Heilige Familie, Rodewald • Seniorenzentrum Hildegard von Bingen, Steimbke • Sozialstation, Hannover-Döhren

Neue Standorte (geplant bzw. im Bau) Gemeindepflegezentrum Reinickendorf (im Bau), Berlin-Reinickendorf Seniorenzentrum Johanna-Stift, Satzmann Straße 3 in Berlin-Spandau (Eröffnung im Okt. 2010) Simeon Hospiz (stationäres Hospiz auf dem Gelände des Evangelischen Johannesstifts, Berlin-Spandau) Gemeindepflegehäuser in Brieselang u.a. Standorten in Brandenburg (geplant)

Aktuelle Themen •	Entwicklung passender und innovativer Angebote vor dem Hintergrund einer alternden Gesellschaft. •	Integration der neu hinzugekommenen Einrichtungen. •	Sicherung der diakonischen Ausrichtung. •	Personalentwicklung und – gewinnungsmaßnahmen. Schwerpunkte und Planungen
Vernetzung Ziel: Entwicklung „vernetzter“ Neuprojekte, um den Menschen in ihrem gewohnten Wohnumfeld bedarfsgerechte Hilfe anbieten zu können. Maßnahmen Weiterer Ausbau der Geriatrischen Zentren. Neben den konkreten Baumaßnahmen in Spandau und Reinickendorf wird das Modell der Gemeindepflegehäuser weiter voran getrieben. Dazu zählt ein angemessenes stationäres Pflegeangebot (24 – max. 48 Plätze), das durch ambulante Dienste, Betreutes Wohnen und ein Nachbarschaftszentrum ergänzt wird. Mit der Paul Gerhardt Diakonie e.V. Berlin und Wittenberg wird das Netzwerk Gesundheit und Alter in Spandau weiter entwickelt. Konzept der Zusammenarbeit mit Kirchengemeinden zur Betreuung und Beratung älterer Menschen.

16 | Zahlen, Daten, Fakten

Adäquate und innovative Angebote für eine alternde Gesellschaft Ziel: Angebote zu schaffen, die der Aufgabenstellung der veränderten Alterungsprozesse entsprechen und Lösungen zu definieren, die der verlängerten Lebensphase und dem Sterben in Würde gerecht werden. Maßnahmen Umsetzung des Fachkonzeptes Mäeutik (erlebnisorientierte Pflege) Implementierung von Palliative Care in allen Bereichen von Medizin und Pflege, auch im ambulanten Bereich. Eröffnung eines stationären Hospizes (Herbst 2010) auf dem Gelände Schönwalder Allee 26 in Berlin-Spandau. Psychosoziale Angebote mit aufsuchender Beratung und Betreuung von älteren Mitbürgern Weiterentwicklung innovativer Wohnkonzepte.

Wachstum Ziel: Reaktion auf die zunehmende Nachfrage und Verbesserung der Kostenstruktur. Maßnahmen Übernahme der Verantwortung und Ausbau der Angebote am Standort Paul Gerhardt Stift zu Berlin in den Bereichen Betreutes Wohnen, ambulant betreute Wohngemeinschaften sowie Pflegeangebot für Migranten. Entwicklung eines Konzeptes für Kleinsteinrichtungen im Verbund. Entwicklung eines gemeinsamen, bereichsübergreifenden Projektes zur Pflege von alten Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung.

Sicherung der diakonischen Ausrichtung Ziel: Den diakonischen Auftrag auch in Zeiten des wachsenden Kosten- und Marktdrucks sichern und ausbauen als deutliche Unterscheidung zu privaten Trägern. Maßnahmen Konzept zur Implementierung des diakonischen Profils bei Beteiligungen, Übernahmen oder Neuprojekten. Intensiver Dialog im Rahmen des Integrationsprojektes zum „Gemeinsamen Leitbild in der Altenhilfe“. Das Spannungsfeld: diakonischer Auftrag - Qualität – Wirtschaftlichkeit zum Thema machen und darüber den Dialog führen.

Personalentwicklung und -gewinnungsmaßnahmen Ziel: Gewinnung und langfristige Bindung von Fach- und Führungskräften vor dem Hintergrund des geplanten Wachstums und des zunehmenden Fachkräftemangels. Maßnahmen Umsetzung der Maßnahmen aus Mitarbeiterbefragungen. Umsetzung eines Konzeptes zum Personalmarketing. Deutliche Kommunikation der guten Arbeitsbedingungen.



Zahlen, Daten, Fakten | 17

Stand jeweils 1.1. des Jahres

Kennzahlen

Geriatrisches Zentrum Spandau			 1.1.2009	 1.1.2010 Pflegewohnen 			 		230		230 Betreutes Wohnen 			 		 115		 115 Hausgemeinschaften 					 138		138 Kurzzeitpflege					 20		 20 Tagespflege					 16		 18 Diakoniestationen 		 		 270 Kunden		 Kunden 280 Geriatrisches Zentrum Mitte/Wedding Pflegewohnen (PGS Pflege gGmbH) 		

		156		156

1.1.2010 Geriatrisches Zentrum Hannover 1)					 Pflegewohnen						 440 Betreutes Wohnen 							 35 Hausgemeinschaften							 40 Kurzzeitpflege 							 22 Tagespflege							 16 Sozialstation						 300 Kunden Geriatrisches Zentrum Neukölln / Mariendorf					 1.1.2010 218 Pflegewohnen im Sunpark 2)						 Sunpark ambulante Pflegedienste 2)						70 Kunden 309 Betreutes Wohnen im Sunpark 2)					 170 Diakoniestation Mariendorf 3)						 Kunden

Gesamt 		 Pflegewohnen 		 Betreutes Wohnen 		 Hausgemeinschaften 		 Kurzzeitpflege		 Tagespflege		 Ambulante Pflege 		

1.1.2010 1.044	 459 178 42 34 820

1)

2) 3)

Übernahme August 2009

Übernahme Dezember 2009

Übernahme November 2009

18 | Zahlen, Daten, Fakten

Mitarbeitende Evangelisches Johannesstift Altenhilfe gGmbH
Anzahl

Umsatz Evangelisches Johannesstift Altenhilfe gGmbH 1)
in Tausend Euro

1.1.2009 1.1.2010

386 434

2008 2009

17.025 17.415

Mitarbeitende Paul Gerhardt Stift Pflege gGmbH
Anzahl

Umsatz Paul Gerhardt Stift Pflege gGmbH
in Tausend Euro 104 116 2008 2009

1.1.2009 1.1.2010

5.164 5.492

Mitarbeitende Pflegewohnen im Sunpark gGmbH und Sunpark ambulante Pflegedienste GmbH
Anzahl

1.1.2010

168

Mitarbeitende Christliche Seniorendienste Hannover gGmbH
Anzahl

1.1.2010

526

Mitarbeitende Diakoniestation Mariendorf gGmbH
Anzahl

1.1.2010

58

1)

ohne Enkelgesellschaften



Zahlen, Daten, Fakten | 19

Evangelisches Johannesstift Behindertenhilfe gGmbH

635

20 | Zahlen, Daten, Fakten

Evangelisches Johannesstift Behindertenhilfe gGmbH
Sylke Hölscher, Geschäftsführerin

Die Evangelisches Johannesstift Behindertenhilfe gGmbH bietet ein abgestuftes System stationärer und ambulanter Wohnformen für Menschen mit Behinderungen in Berlin und Brandenburg. Mit ihren Angeboten zum Wohnen, Leben und Arbeiten unterstützt die Behindertenhilfe gGmbH Menschen mit Behinderungen in den Lebensphasen und Lebensfeldern, in denen sie Assistenz zur Entfaltung ihrer Persönlichkeit und zur Einbeziehung in die Gesellschaft benötigen und wünschen.
Angebote Stationäres Wohnen für Menschen mit Behinderung Dieses Angebot richtet sich an Menschen mit geistiger (Mehrfach-) Behinderung (Annagarten und Nebo), an erwachsene, körperbehinderte Menschen mit interner und externer Tagesstruktur im Evangelischen Johannesstift (Havelland), an Menschen mit erworbener Hirnschädigung (NAVIS) sowie an Kinder, Jugendliche und junge Volljährige mit Körper- und Mehrfachbehinderungen (Quellenhof). Wohnen mit ambulanter Betreuung Diese Wohnform bietet Betreuung von erwachsenen Menschen mit geistiger, körperlicher und/oder mehrfacher Behinderung in den Leistungstypen Wohngemeinschaft und Betreutes Einzelwohnen (Schwanter Weg und Annagarten Oranienburg). Arbeit und Beschäftigung Die „Werkstatt Johannesstift“ im Verbund der Stephanuswerkstätten Berlin gGmbH bietet Arbeit und Beschäftigung für körperlich, geistig und seelisch behinderte Menschen aus den Stiftseinrichtungen. Weitere Angebote sind das Second-Hand-Kaufhaus Fundgrube (Standorte in Spandau und Kreuzberg) mit Sachspendenverwertung sowie das Transportund Umzugsunternehmen Huckepack. Schule und Unterricht Die August-Hermann-Francke-Schule ist eine staatlich anerkannte Ersatzschule. Sie bietet Unterricht mit zwei Förderschwerpunkten: körperliche und motorische sowie geistige Entwicklung.

Standorte Evangelisches Johannesstift Berlin-Spandau mit den Angeboten August-Hermann-Francke-Schule, Havelland, NAVIS, Nebo Quellenhof, Stephanuswerkstätten „Werkstatt Johannesstift“ Annagarten Oranienburg Wohngemeinschaft Schwanter Weg Berlin-Spandau Second-Hand-Kaufhaus Fundgrube Berlin-Spandau, Berlin-Kreuzberg Transport- und Umzugsunternehmen Huckepack Berlin-Spandau



Zahlen, Daten, Fakten | 21

Aktuelle Themen •	Weiterentwicklung eines durchlässigen und flexiblen Hilfesystems. •	Entwicklung von personenzentrierten Teilhabeleistungen. •	Umsetzung des neuen Leistungstyps „Beschäftigung, Förderung, Betreuung“ und der aktualisierten Rahmenleistungsbeschreibung „Wohnen“. •	Schaffung von sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung – Aufbau Integrationsunternehmen. •	Konzentration auf den Ausbau ambulanter Angebote. •	Sicherung der diakonischen Ausrichtung. Schwerpunkte und Planungen
Arbeit und Beschäftigung Ziel: Das bestehende Angebot weiter zu qualifizieren und neue Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Benachteiligungen zu entwickeln und anzubieten. Maßnahmen Zum 01.01.2010 erfolgte die Gründung der Evangelisches Johannesstift Proclusio gGmbH, die als Integrationsunternehmen die Geschäftsbereiche Huckepack und Fundgrube/Laden Kreuzberg sowie das Hotel Christophorus und Ausbildungsrestaurant umfasst. Im Bereich der tagesstrukturierenden Angebote für Menschen, die nicht, noch nicht oder nicht mehr einer externen Arbeit oder Beschäftigung nachgehen können, wird das Angebot der Behindertenhilfe in enger Anlehnung an den neuen Leistungstyp „Beschäftigung, Förderung, Betreuung“ konzeptionell und bzgl. der Platzzahl ausgebaut.

Ausbau ambulanter Dienstleistungen Ziel: Der Ausbau bestehender Angebote in Berlin und Brandenburg. Maßnahmen Evaluation der Bedarfe von Menschen mit Behinderung, auch mit schwerer Körperbehinderung und konzeptionelle Entwicklung von passenden Angeboten. Erweiterung von bestehenden ambulanten Angeboten.

Wirtschaftlichkeit Ziel: Erhöhung der Wirtschaftlichkeit durch effizientere Prozessabläufe in der Verwaltung und Beschaffung. Maßnahmen Evaluation der Prozessabläufe in der Verwaltung und Beschaffung. Bewertung und Weiterentwicklung im Rahmen des Qualitätsmanagements.

Personalentwicklung Ziel: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nachhaltig zu befähigen, Anforderungen der Leistungserbringung vorbildlich zu erfüllen. Maßnahmen Anbindung der Fort- und Weiterbildung an die Strategischen Ziele des Unternehmens und der Geschäftsbereiche. Kommunikation des Leitbildes und der Strategischen Ziele der Behindertenhilfe. Einführung und Weiterentwicklung des Gesundheitsmanagements.

22 | Zahlen, Daten, Fakten

Stand jeweils 1.1. des Jahres

Kennzahlen

Platzzahlen						 August-Hermann-Francke-Schule				 Annagarten 			 		 Havelland 			 		 Huckepack/Fundgrube 			 		 NAVIS 			 		 Nebo 			 		 Quellenhof 			 		 Schwanter Weg 			 		 Gesamt						 Mitarbeitende
Anzahl

2009		 55		 78		 70		 9		 25		 49		 45		 111		 442		

2010 61 78 70 9 25 49 45 150 487

Umsatz

in Tausend Euro

1.1.2009 1.1.2010

469 506

2008 2009

19.379 21.040



Zahlen, Daten, Fakten | 23

Evangelisches Johannesstift Diakonisches Bildungszentrum

24 | Zahlen, Daten, Fakten

Evangelisches Johannesstift Diakonisches Bildungszentrum
Ingo Moy, Geschäftsführer

Zum Diakonischen Bildungszentrum des Evangelischen Johannesstifts gehören die Sozialen Fachschulen, die Ausbildungen für Tätigkeiten im sozialen Bereich anbieten, sowie das Wichern-Kolleg als Ausbildungsstätte für Diakoninnen und Diakone. In den Einrichtungen zeichnen sich die Angebote durch die Ausgewogenheit zwischen Fachwissen und Praxisnähe aus. Das diakonische Profil verleiht den Bildungsangeboten den besonderen Charakter.
Angebote Das Diakonische Bildungszentrum fasst die Ausbildungen sozialer Berufe im Evangelischen Johannesstift in einem Bereich zusammen: Diakonin und Diakon am Wichern-Kolleg Altenpflegerin und Altenpfleger Heilerziehungspflegerin und Heilerziehungspfleger Erzieherin und Erzieher Sozialassistentin und Sozialassistent Steuerung des Einsatzes von Zivildienstleistenden sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) Grundkurs Diakonie

Standorte Soziale Fachschulen des Evangelischen Johannesstifts sowie das Wichern-Kolleg Diakonenausbildungsstätte befinden sich auf dem Stiftungsgelände in Berlin-Spandau

Aktuelle Themen •	Aus- bzw. Aufbau berufsbegleitender Ausbildungsangebote im Bereich Sozialpädagogik und Altenpflege. •	Die Weiterentwicklung von Instrumenten, um Absolventen und Absolventinnen langfristig als potentielle Mitarbeiter/ Mitarbeiterinnen zu identifizieren und zu pflegen.



Zahlen, Daten, Fakten | 25

Schwerpunkte und Planungen
Gewinnung von Schülerinnen und Schülern sowie Steigerung der Attraktivität der Ausbildungen Ziel: Quantität und Qualität an den verschiedenen Schulen gewährleisten. Maßnahmen Der Arbeitsbereich Öffentlichkeitsarbeit wird mit genügend Ressourcen ausgestattet, um die Ausbildung an den Sozialen Fachschulen und am Wichern- Kolleg aktiv zu bewerben. Ausbau des Freiwilligen Sozialen Jahres, wenn möglich in Kooperation mit dem Diakonischen Werk Berlin, mit dem Ziel, Elemente einzubauen, die einer Identifikation mit dem Evangelischen Johannesstift dienen. Durch Kooperationen mit der Fachhochschulebene wird eine Durchlässigkeit der im Diakonischen Bildungszentrum erworbenen Abschlüsse hin zu der Fachhochschulebene angestrebt. Die Ausbildungen werden weiter auf ein modulares System vorbereitet. Die Rahmenbedingungen für ein attraktives Angebot an junge Menschen auf dem Stiftsgelände werden ausgebaut. Die Attraktivität der Schulen ist durch Zertifizierung zu erhöhen.

Reaktion auf Fachkräftemangel Ziel: Eine ausreichende Anzahl von Fachkräften für die diakonischen Aufgaben zur Verfügung zu haben. Maßnahmen Das Freiwillige Soziale Jahr als ein Beitrag zur Personalgewinnung nutzen. Erarbeitung eines Gesamtkonzeptes für eine strukturierte Nachwuchsförderung. Absolventen der Sozialen Fachschulen erhalten in enger Abstimmung mit den Geschäftsbereichen das Angebot einer Potenzialanalyse.

26 | Zahlen, Daten, Fakten

Kennzahlen
Platzzahlen 			 1.1.2009		 1.1.2010		 1.1.2010 Diakonisches 					 Schüler/ Bildungszentrum		 Absolventen	 Teilnehmer	 Absolventen Wichern-Kolleg 		 15 		 74 		 10 Fachschule für Altenpflege		 12 		 60 		 24 Fachschule für Sozialpädagogik	 19 		 85 		 24 Fachschule für Heilerziehung 	 22 		 69 		 Umstellung auf 						 neue Ausbildungs 						 ordnung- keine 						 Abschlussprüfungen Berufsfachschule für 		 55		 55		 Neue zweijährige Sozialassistenz						 Ausbildung - Erste 						 Absolventen erst im kommenden Jahr Zivildienst / Teilnehmer		 30		 45 Freiwilliges Soziales Jahr /  Teilnehmer 		 10		 13 Grundkurs Diakonie /  Teilnehmer		 4		 10

Mitarbeitende
Anzahl

Umsatz

in Tausend Euro

1.1.2009 1.1.2010

22 24

2008 2009

1.946 2.144



Zahlen, Daten, Fakten | 27

Evangelisches Johannesstift Jugendhilfe

28 | Zahlen, Daten, Fakten

Evangelisches Johannesstift Jugendhilfe
Andreas Lorch, Geschäftsführer

Die Jugendhilfe des Evangelischen Johannesstifts und die Evangelisches Johannesstift Jugendhilfe gGmbH bieten ein breites Spektrum von Hilfeleistungen innerhalb und außerhalb des Stiftsgeländes. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen sowie deren Familien in schwierigen Situationen eine Perspektive zu geben, sie zu beraten und zu begleiten sowie im Alltag zu unterstützen. Zum 01.01.2010 wurden die Jugendhilfeangebote der Die Wille gGmbH in die Evangelisches Johannesstift Jugendhilfe gGmbH überführt, die ab 01.07.2010 auch die bisherigen Jugendhilfeangebote des Evangelischen Johannesstifts weiterführen wird.
Angebote In der Kindertagesstätte auf dem Stiftsgelände werden Kinder im Alter von acht Wochen (Krippe) bis zum Schulalter betreut. Angebote im Rahmen der Ganztagsbetreuung gibt es für die Evangelische Schule Spandau, in Friedrichshain-Kreuzberg, Haselhorst (Bezirk Spandau) und Hohen Neuendorf (Brandenburg). Im Bereich Stationäre Jugendhilfe Berlin sind Erziehungswohngruppen mit innewohnendem Erzieher (EWG), intensive Gruppenangebote (IGA) und Gruppenangebote mit Schichtdienst zusammengefasst, deren – z. T. spezialisiertes bzw. therapeutisches – Angebot überregional von allen Berliner Bezirken belegt wird. Sie befinden sich auf dem Stiftsgelände, in den Berliner Bezirken Spandau, Tempelhof-Schöneberg, Reinickendorf und KreuzbergFriedrichshain sowie im angrenzenden Falkensee (Brandenburg). Darüber hinaus sind die therapeutischen Module Ira (therapeutisches Reiten), die Kunsttherapie und die Lauftherapie hier angegliedert. Die Erziehungs- und Familienberatungsstellen bieten regionale und z. T. überregionale Erziehungsberatung nach § 28 SGB VIII und die Ehe- und Lebensberatung in Spandau, Falkensee, Nauen und Pessin (alle Havelland) sowie verschiedene thematische Präventionsangebote. Die Jugendhilfe Spandau und Berufliche Förderung umfasst die Betreuung für Mütter und Kinder (Hagar, Känguru), die schulbezogene Sozialarbeit (Schulsozialarbeit und Schulstationen) in Grundschulen bzw. am Übergang von Schule und Ausbildung und die sozialraumorientierte Arbeit von Familie im Zentrum (FiZ). Die Berufliche Förderung beinhaltet vor allem Angebote in der Berufsvorbereitung, in der Berufsausbildung und zum Nacherwerb des Hauptschulabschlusses für benachteiligte Schulabgänger. Alleinerziehende unter 25 Jahren erhalten im Projekt „Junge Mütter auf dem Weg“ eine Perspektive für ihre Berufs- und Lebensplanung. Die ambulanten Angebote Spandau eröffnen Perspektiven für Familien. Sie umfassen: Familienhilfe, Einzelfallhilfe, soziale Gruppenarbeit, begleiteten Umgang, kompetenzfördernde Angebote und Eingliederungshilfen zur sozialen Teilhabe am Leben für Kinder mit einer Behinderung. In Eisenach werden Kinder und ihre Familien im Rahmen der Tagesgruppenarbeit nach § 32 SGB VIII betreut (Tagesgruppe KiWi). Die Jugendhilfe Nord/Jugendsuchthilfe vereint die Erziehungswohngruppe in Mildenberg (Landkreis Oberhavel), die Integrationsgruppe in Zehdenick (Landkreis Oberhavel), die Wohngruppe Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern) sowie die Angebote der Jugend-



Zahlen, Daten, Fakten | 29

suchthilfe in Fürstenberg/Havel (NEUStart, Landkreis Oberhavel) und Bergfelde (Konfetti, Landkreis Oberhavel). Außerhalb der Sprechzeiten des Jugendamtes übernimmt der Bereich die Krisenversorgung im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe. Die Jugendhilfe Kreuzberg-Friedrichshain bietet Familien mit ambulanten Angeboten der Hilfen zur Erziehung und in Tagesgruppen Hilfe und Unterstützung. Die Bildungskampagne Kinder beflügeln unterstützt benachteiligte Kinder, um Bildungschancen als Grundlage für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und Gestalten zu erhalten und zu fördern.

Standorte Kindertagesstätte/Ganztagsbetreuung Berlin-Spandau, Hohen Neuendorf, Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg Stationäre Jugendhilfe Berlin-Spandau, Berlin-Schöneberg-Tempelhof, Berlin-Reinickendorf, Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg, Mildenberg (OHV), Zehdenick (OHV), Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern) Tagesgruppen Eisenach (Thüringen), Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg Jugendsuchthilfe Fürstenberg/Havel (OHV), Bergfelde (OHV) Erziehungs- und Familienberatungsstellen Berlin-Spandau, Falkensee, Nauen, Pessin (alle Havelland) „Kinder beflügeln“ Berlin und angrenzendes Brandenburg Betreuung für Mütter, Väter und Kinder (Hagar, Känguru) Berlin-Spandau Berufliche Förderung Berlin-Spandau Schul- und gemeinwesenbezogene Sozialarbeit Berlin-Spandau, Berlin FriedrichshainKreuzberg

Aktuelle Themen •	Antworten finden auf die sich verschlechternden Rahmenbedingungen für Kinder, Jugendliche und Familien. •	Weiterentwicklung und Anpassung der Angebote an die sich verändernden gesellschaftlichen Bedürfnisse. •	Anpassung der Angebote an die sich verschlechternde wirtschaftliche Situation der öffentlichen Haushalte bei gleichzeitiger Sicherung der Angebotsqualität. Schwerpunkte und Planungen
Diakonischer Auftrag Ziel: Den diakonischen Auftrag als Grundlage für die Identität der Evangelisches Johannesstift Jugendhilfe gGmbH zu festigen. Maßnahmen Entwicklung eines gemeinsamen Leit- und Zukunftsbildes Verständnis zum diakonischen Handeln weiterentwickeln Wirtschaftlichkeit Ziel: Die Angebote der Evangelisches Johannesstift Jugendhilfe gGmbH kostendeckend zu organisieren. Maßnahmen Sicherung der Belegung Optimierung von Verwaltungsprozessen und –strukturen Akquise von Fördermitteln/Stiftungsmitteln Anpassung der Angebots-/Organisations- bzw. Kostenstruktur mit entsprechendem Preiseffekt

30 | Zahlen, Daten, Fakten

Qualitätsmanagement Ziel: Das Qualitätsmanagementsystem der Evangelisches Johannesstift Jugendhilfe gGmbH auf die DIN EN ISO 9001 ausrichten. Maßnahme Aufbau des QM-Systems nach DIN EN ISO 9001 in allen entgeltfinanzierten Angeboten Markt- und Kundenorientierung Ziel: Die Angebote der Evangelisches Johannesstift Jugendhilfe gGmbH marktgerecht und entsprechend den Kundenanforderungen zu gestalten. Maßnahme Differenzierung der Angebotspalette. Anpassung der Angebote an die Nachfrage. Personalentwicklung Ziel: Die Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen die fachlichen Anforderungen übertreffen. Maßnahmen Strukturierte Fort- und Weiterbildung. Erhalt der Mitarbeitermotivation und Gesundheitsförderung. Entwicklung eines Programms zur strukturierten Mitarbeitergewinnung.

Kennzahlen
Platzzahlen Jugendhilfe				 2008	 Berufliche Förderung 		 		 19	 Kita und Hort 		 		 266	 Ganztagsbetreuung				 0	 Stationäre Plätze 		 		 169	 Suchthilfe 		 		 36	 Mutter-Kind-Betreuung 		 		 22	 Tagesgruppe KiWi				 8	 Tagesgruppen Friedrichshain/Kreuzberg	 0	 Beratungsstellen 		 		 270	 			 	 Fälle	 	 ambulante Hilfen					 						 Gesamt (ohne Beratungsstellen und ambulante Hilfen)		 520	
*

1.1.2010 15 266 577 166 36 22 8 30 280 Fälle ca. 26.000 		 FLS */Jahr
FSL – Fachleistungsstunden

1.120

Mitarbeitende (ab 1.1.2010 inkl. Evangelisches Johannesstift Jugendhilfe gGmbH) 	
Anzahl

Umsatz 	

in Tausend Euro

1.1.2009 1.1.2010 	

259 348

2008 2009 			

14.512

		 16.086



Zahlen, Daten, Fakten | 31

Evangelisches Johannesstift Wichernkrankenhaus gGmbH

32 | Zahlen, Daten, Fakten

Evangelisches Johannesstift Wichernkrankenhaus gGmbH
Wilfried Wesemann, Geschäftsführer

Das Wichernkrankenhaus ist ein Fachkrankenhaus für Innere Medizin, Geriatrie und Rehabilitation. Ziel der geriatrischen Behandlung der Patienten ist die Wiederherstellung einer möglichst großen Selbstständigkeit und Teilhabe am Alltag überwiegend nach einer Akuterkrankung z.B. einem Schenkelhalsbruch oder einem Schlaganfall oder bei chronischen Erkrankungen. Neben der stationären Krankenhausbehandlung werden Patienten in der Tagesklinik behandelt, die ein Bindglied zwischen dem stationären Aufenthalt und der Häuslichkeit darstellt. In der Tagesklinik stehen sämtliche diagnostische, medizinische und therapeutische Verfahren einer geriatrischen Klinik zur Verfügung. Als ergänzende Angebote bietet das Wichernkrankenhaus ambulante Therapie und ein umfangreiches Kursangebot zu Fragen rund um die Gesundheitsförderung. Geplant ist die Umsetzung einer Ambulanten Mobilen Rehabilitation, die eine umfassende interdisziplinäre Behandlung von Patienten in deren häuslichen Umgebung ermöglicht. Am Standort in der Schönwalder Allee bilden die abgestuften Angebote der Altenhilfe und des Wichernkrankenhauses das Netzwerk eines geriatrischen Zentrums. Das Wichernkrankenhaus übernimmt den Versorgungsauftrag im Bereich der Geriatrischen Medizin. Die bisherigen Kapazitäten von 96 vollstationären und 10 Plätzen in der Tagesklinik sind aktuell im Krankenhausplan vom Senat des Landes Berlin bestätigt worden. Auf Grund der sich verändernden Rahmenbedingungen in der Krankenhauslandschaft wird eine enge Kooperation mit der Paul Gerhardt Diakonie angestrebt.
Angebote Stationäre Klinik: akutmedizinische Diagnostik und Therapie sowie eine frühzeitig einsetzende individuell abgestimmte Rehabilitationsbehandlung durch ein interdisziplinär arbeitendes Team aus Ärzten, Pflegekräften, Therapeuten (Physiotherapie, Physikalische Therapie, Ergotherapie, Logopädie, Neuropsychologie, Ernährungsberatung, Sozialarbeitern, Überleitungspflege und Seelsorge. Tagesklinik: Betreuung von Patienten nach einem stationären Krankenhausaufenthalt oder aufgrund einer Zuweisung aus dem ambulanten Bereich mit Nutzung der gesamten diagnostischen, medizinischen und therapeutischen Möglichkeiten der Klinik. Palliativmedizinische Einheit: Behandlung und Begleitung von Patienten, die aufgrund fortgeschrittener Multimorbidität und/oder akuter Erkrankung an belastenden Symptomen, und deren Lebensprognose deutlich eingeschränkt sind. Ergänzende Angebote: Therapieangebote und ein umfangreiches Kursangebot zu Fragen rund um die Gesundheitsförderung.

Standort Wichernkrankenhaus im Evangelischen Johannesstift Berlin-Spandau



Zahlen, Daten, Fakten | 33

Aktuelle Themen und Projekte Wesentliche Themen in 2009 und 2010 sind die weitere konkrete Planung der Zusammenarbeit mit der Paul Gerhardt Diakonie e.V. Berlin und Wittenberg, insbesondere auch die Ausgestaltung der inhaltlichen Zusammenarbeit und die Erstellung einer detaillierten Planung der baulichen Sanierung des Krankenhauses. Laufende Projekte sind: •	Projekt Pflege – „Der Patient im Mittelpunkt“ - Implementierung Bezugspflege und Verbesserung der interdisziplinären Zusammenarbeit. •	Weiterentwicklung und fachliche Verankerung der Palliativversorgung (Palliativeinheit). •	Entlassmanagement – Übernahme der Verantwortung durch die Bezugspflegekräfte. •	Mobile geriatrische Rehabilitation (Vertragsverhandlungen mit den Kassen werden bis zum Sommer 2010 abgeschlossen). •	Darüber hinaus wird intensiv an inhaltlichen Projekten und Themen und an der Optimierung der Strukturen und Prozesse gearbeitet. Dazu zählen: •	Verabschiedung eines interdisziplinären Einarbeitungskonzeptes. •	Umsetzung Hauswirtschaft zur spürbaren Entlastung der Pflege und Verbesserung der Versorgungsqualität. •	Umsetzung des Konzeptes Sturzerfassung und Sturzprophylaxe. •	Verbesserung der Schmerzerfassung und der konsequenten Schmerztherapie. •	Überarbeitung interdiziplinäer Standard Wundmanagement und nachhaltige Implementierung. •	Therapeutische Umgestaltung - Umsetzung kumulierter Einzeltherapien. •	Optimierung der Prozesse und Kostenstrukturen – wirtschaftliches Denken und Handeln auf allen Ebenen/Synergieeffekte nutzen, wo es möglich ist. Schwerpunkte und Planungen
Integrierte Versorgung im geriatrischen Netz sowie Kooperation mit anderem Träger Ziel: Ganzheitliche und umfassende Versorgung älterer Menschen. Maßnahmen Weiterentwicklung und fachliche Verankerung der Palliativversorgung Bildung eines Netzes zur Versorgung alter Menschen im Bereich Geriatrie und Altenhilfe für Spandau und Umgebung gemeinsam mit der Paul Gerhardt Diakonie e.V. Berlin und Wittenberg. Intensive Beteiligung am Netzwerk „Gesundheit und Alter“.

Neue innovative Projekte Ziel: Schaffung neuer Bausteine für eine umfassende bedarfsorientierte Versorgung älterer Menschen. Maßnahmen Umsetzung Mobile geriatrische Rehabilitation.

34 | Zahlen, Daten, Fakten

Qualitätsverbesserung, Qualität erbringen und sichern Ziel: Verbesserung der Qualität in der Behandlung und Betreuung der Patienten. Maßnahmen Projekt Pflege – „Der Patient im Mittelpunkt“ - Implementierung der Bezugspflege und Verbesserung der interdisziplinären Zusammenarbeit. Entlassmanagement: Weiterentwicklung und Verantwortungsübertragung an Pflegefachkräfte. Fortbildungsplanung entlang inhaltlicher Schwerpunkte, insbesondere notwendiger Fortbildungsbedarf der Projekte „Patient im Mittelpunkt“. Palliativ und Schwerpunkte der Berufsgruppen (z.B. K-Taping). Sturz-, Schmerzmanagement und Wundmanagement sowie deren Evaluation.

Personalentwicklung sowie Personalmarketing Ziel: Beschaffung und Bindung hochmotivierter und qualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Maßnahmen Neben den bereits genannten Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung: Bearbeitung der Themen: Mitarbeiterzufriedenheit/Fehlzeiten/Gesundheitsförderung/Konzept Verbesserungsmanagement. Entwicklung eines für den Mitarbeitermarkt attraktiven Profils.

Kennzahlen
Platzzahlen 						 Krankenhaus			 		 Tagesklinik					 1.1.2009		 96 		 10		 1.1.2010 96 10

Mitarbeitende
Anzahl

Umsatz

in Tausend Euro

1.1.2009 1.1.2010

139 151

2008 2009

9.060 9.301



Zahlen, Daten, Fakten | 35

Evangelisches Geriatriezentrum Berlin gGmbH

36 | Zahlen, Daten, Fakten

Evangelisches Geriatriezentrum Berlin gGmbH
Geschäftsführung: Prof. Dr. Elisabeth Steinhagen-Thiessen, Dr. Thomas Krössin

Mit einer würdigen Feier wurde vergangenes Jahr das 10-jährige Bestehen des Evangelischen Geriatriezentrums begangen. Die Festansprache hielt Staatssekretär Dr. Benjamin Hoff, Gesundheit und Soziales. Vertreter des Vorstands der Charité Prof. Frei sowie der Aufsichtsratsvorsitzende des EGZB und Vorstandsvorsitzende des Evangelischen Johannesstifts Pfarrer Martin von Essen zogen eine positive Bilanz der vergangenen Jahre. Sie betonten beide die Alleinstellungsmerkmale des EGZB in Berlin und Brandenburg. Geschäftsführer Dr. Thomas Krössin zeigte die zukünftigen Entwicklungsschritte des Unternehmens auf. Dazu gehört die bauliche Erweiterung des Pflegewohnheims um 24 auf insgesamt 74 Plätze, die Gründung eines Instituts für Präventionsmedizin und Altersmedizin (IPA) in Verbindung mit einem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ). Damit ist die Versorgungskette neben dem stationären und teilstationären um den ambulanten Sektor erweitert worden. Das abgestufte Versorgungskonzept des EGZB ist somit für die Zukunft sinnvoll ergänzt.
Angebote Krankenhaus: Frührehabilitation vom ersten Tag an für Patienten mit z.B. neurologisch bedingten Schluckstörungen nach Schlaganfall. Hierfür steht ein multidisziplinär arbeitendes Team aus Ärzten, Pflegepersonal, Ernährungsberatern und Therapeuten zur Verfügung. Tagesklinik: Viele ältere Patienten benötigen nach dem Aufenthalt in der Akutklinik eine spezialisierte Behandlung, um wieder selbstständig zu werden. Die geriatrische Tagesklinik bietet dafür eine gute Möglichkeit: Es findet z.B. mehr Ergotherapie und Physiotherapie statt als auf der Akutstation, zugleich werden die Patienten medizinisch und pflegerisch so gut versorgt wie im Krankenhaus. Pflegewohnheim: In einem Pflegeheim geht es um den Erhalt der verbliebenen Selbstpflegefähigkeiten, aber auch um die Gestaltung des Heims als Zuhause im letzten Lebensabschnitt. Entsprechend der Pflegestufe der einzelnen Bewohner werden die notwendigen grund- und behandlungspflegerischen Maßnahmen angeboten. Darüber hinaus wird, dem Prinzip der aktivierenden Pflege folgend, vor allem auf Kontinenztraining, Sturzprävention, Einüben lebenspraktischer Fähigkeiten sowie Unterstützung beim Umgang mit Hilfsmitteln Wert gelegt. Tagespflege: Die geriatrische Tagespflege zielt auf die Erhaltung und Verbesserung der körperlichen, geistigen und sozialen Fähigkeiten alter Menschen. Sie ermöglicht es ihnen, ihr Leben weiterhin selbstständig in vertrauter Umgebung zu führen und bietet eine angemessene Pflege und Betreuung. Soziale Kontakte im vertrauten familiären Umfeld bleiben erhalten, neue Kontakte können aufgenommen werden. Beratungsstelle Alter: Auf dem Gelände des Evangelischen Geriatriezentrums Berlin (EGZB) ist ein Pflegestützpunkt Rund ums Alter angesiedelt, die Betroffene und Angehörige kostenlos und anbieterneutral berät. Die Beratungsstelle wird vom Land Berlin gefördert.



Zahlen, Daten, Fakten | 37

Akademie für Fort- und Weiterbildung: Wer eine Fortbildung besucht, wünscht sich größtmöglichen Praxisbezug. Man möchte Beispiele hören, aber auch direkt am Fall arbeiten. Genau dies ist in der Akademie des EGZB möglich: Sie ist auf dem Krankenhausgelände angesiedelt, so dass Patienten aus der Klinik leicht in das Seminarkonzept integriert werden können.

Standort Evangelisches Geriatriezentrum Berlin (EGZB) Berlin-Mitte

Aktuelle Themen •	 Namensänderung „Koordinierungsstelle Alter“ in Pflegestützpunkt	 Die Koordinierungsstelle Alter wird in der bisherigen Form nicht weitergeführt. Mit den Pflegestützpunkten wurden im September 2009 in Berlin wohnortnah Anlaufstellen geschaffen, die alte und pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige umfassend, unabhängig und unentgeltlich zu allen Fragen rund um die Pflege und ums Alter informieren. Pflegestützpunkte sind jedoch auch Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche mit Hilfebedarf und deren Familien. •	 Pflegewohnheim Das Pflegewohnheim wurde mit Baubeginn Juni 2009 bis zu seiner Fertigstellung im März 2010 in seiner Gesamtkapazität von 50 auf insgesamt 74 vollstationäre Plätze erweitert. Damit ist der langjährige Leerstand des angrenzenden Gebäudeteils beendet. Ein weiterer Schritt zur erfolgreichen Konsolidierung ist eingeleitet. •	 Krankenhausplan 2010 – Leistungsverdichtung um 45 vollstationäre Betten	 Das EGZB mit seinem abgestuften Versorgungskonzept hat zeitweise eine Warteliste von über 100 Patienten. Eine Leistungsverdichtung ist daher ein sinnvoller nächster Schritt zur Komplettierung des Leistungsportfolios und Überführung bisher noch nicht betriebswirtschaftlich genutzter Flächen in das Leistungsgeschehen. Das EGZB hat im Rahmen eines schriftlichen und mündlichen Anhörungsverfahrens seinen Mehrbedarf dargelegt, das in besonderer Weise der Zielvorgabe „Minimierung von Investitionserfordernissen“ entspricht: Die Aufstockung der Bettenzahl im seit 10 Jahren leerstehenden 5. Obergeschoss in unserem Hauptgebäude in der Reinickendorfer Straße ist um maximal 45 Betten möglich. •	 Gründung Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) – Institut f. Prävention und Altersmedizin (IPA) gGmbH	 Mit den ersten einleitenden Schritten zur Gründung des MVZ in 2009 wird ab Mitte 2010 ein wichtiges Bindeglied zwischen vollstationärer, teilstationärer und ambulanter Versorgung geschlossen sein. Die Satzung der ersten Ausgründung einer 100%igen Tochter des EGZB gibt die Ausrichtung der Gesellschaft zur Förderung der Gesundheits- und Wohlfahrtspflege vor, die insbesondere den Bereich des hausärztlichen Versorgungsnotstands der im Pflegewohnheim des EGZB lebenden Menschen abdeckt sowie im Weiteren einen Sitz der psychologischen Psychotherapie inne hat.

38 | Zahlen, Daten, Fakten

Strategische Schwerpunkte
Ausbau Kesselhaus Ziel: Die nachhaltige und dringend erforderliche Leerstandssanierung steht vorrangig unter dem Ziel einer weiterführenden Nutzung als speziell auf die geriatrischen Erfordernisse abgestimmte Speiseversorgung. Die nach modernen, neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen ausgerichtete Verpflegung geriatrischer Patienten ist eine Herausforderung, die eine eigene Leistungs- bzw. Küchenstruktur erforderlich macht. Dies kann aber nur durch direkte Steuerung einer Speisenversorgung in Interaktion mit entsprechend ausgebildetem Personal erfolgen. Maßnahmen: Im Rahmen der Errichtung einer Zentralküche und einer Kantine im Kesselhaus kann die oben beschriebene Situation des leerstehenden, denkmalgeschützten Gebäudes korrigiert werden. Hierdurch rückt die Kantine durch seine räumliche Beziehung in das Zentrum des EGZB - Campus.

Erwerb des Grundstücks Das Grundstück des EGZB gehört aktuell dem Liegenschaftsfonds Berlin. Obwohl kein Erbbaurechtsvertrag besteht, wird durch die Senatsverwaltung jährlich eine 6stellige Summe mit dem Hintergrund des Erbauzinses erhoben. Die Verwaltung, die Instandhaltung sowie die Pflege der Außenanlagen werden seit Jahren durch das EGZB finanziert. Ziel: Die ungeklärte Grundstückssituation soll strategisch durch einen Erwerb des Grundstücks gelöst werden. Durch den Kauf des Grundstücks entstehen dem EGZB nicht nur bilanzielle Vorteile. Wichtig ist der Erwerb ebenso für die im Weiteren aufgeführten strategischen Punkte. Ein Rückbau der alten Gebäude (Küche und Bauleitungshaus) kann nur dann erfolgen, wenn der Erwerb des Grundstücks geklärt ist. Maßnahmen Ein aktuelles unabhängiges Verkehrswertgutachten zum Wert des Grundstücks liegt bereits vor. Vorgespräche mit der Senatsverwaltung wurden bereits geführt.

Rückbau der alten Küche der Virchow Kinderklinik Ziel: Das Grundstück sowie die Gebäude des EGZB sollen stets in einer optimalen Verwendung genutzt werden. Maßnahmen Die Küche der ehemaligen Kinderklinik Virchow, die seit Gründung des EGZB leer steht, soll rückgebaut und an dessen Stelle ein Betreutes Wohnen im Alter errichtet werden. Dies stellt eine im Leistungsportfolio des EGZB passende Ergänzung des abgestuften Versorgungssystems dar. Das Angebot eines Betreuten Wohnens unterstreicht noch einmal mehr das Alleinstellungsmerkmal des EGZB und trägt zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Zentrums bei.

Rückbau Bauleitungshaus Ziel: Ebenso ist das Bauleitungshaus ein leerstehendes, nicht genutztes Gebäude. Maßnahmen Nach dem Rückbau – eine Sanierung würde einen erheblichen Mehrbedarf an Investitionen erfordern – wird ein Neubau entstehen, in dem ein „Raum der Stille“ eingerichtet werden soll. Damit wird das Ziel verfolgt, neben schon bestehenden Angeboten den diakonischen Gedanken im EGZB zu festigen und Patienten, Bewohnern aber auch den Mitarbeitern des EGZB eine Rückzugsmöglichkeit zu eröffnen.



Zahlen, Daten, Fakten | 39

Therapiegarten Ziel: Der sehr schön gelegene Garten an der Hinterseite der Tagesklinik soll einer Verwendung zugeführt werden und für Patienten sowie Bewohner des EGZB als Therapiegarten genutzt werden. Maßnahmen Hierzu wird seitens Landschaftsarchitekten ein Konzept erstellt, um den Heilungsprozess unserer Patienten zukünftig durch die Begegnung mit Pflanzen und Blüten zu verbessern und zu einer erhöhten Lebensqualität beizutragen.

Provisorium Cafeteria Ziel: Durch den Umbau der Cafeteria und die Änderung der Form der Speisenversorgung – zukünftig wird die Gestaltung der Speisenversorgung nicht mehr in der Hand des Betreibers sondern unter der Verantwortung des Hauses mit individuellen, wechselnden Angeboten geführt – soll die Speisenversorgung unserer Mitarbeiter verbessert und auch für Patienten, Angehörige und Gäste die Atmosphäre während einer Pause angenehmer gestaltet werden. Maßnahmen Derzeit erfolgt der komplette Umbau der Cafeteria, inklusive des Erwerbs neuer Küchengeräte als auch einer vollständig neuen Inneneinrichtung. Die Speisenversorgung soll zukünftig über einen Caterer erfolgen und durch saisonspezifische Angebote, frische Kuchen und verschiedene Cafésorten ergänzt werden.

Kennzahlen
Platzzahlen 			 Krankenhaus			 Tagesklinik			 Pflegewohnheim			 Tagespflege			 Gesamt			 2009	 132	 40	 50	 15	 237	 2010 152 40 74 15 281

05

0

100

150

200

250

300

40 | Zahlen, Daten, Fakten

Mitarbeitende 	
Anzahl

Umsatz 	

in Tausend Euro

1.1.2009 1.1.2010

258 264

2008 2009

22.517 22.995



Zahlen, Daten, Fakten | 41

Die Wille gGmbH

42 | Zahlen, Daten, Fakten

Die Wille gGmbH
Corinna Boldt, Geschäftsführerin

Die Wille gGmbH ist ein Förderer von Bildung, Kultur und Beschäftigung und Träger der freien Jugendhilfe. Die Wille entwickelt lokale und europäische Projekte zur Unterstützung junger Menschen und Erwachsener bei der Verbesserung ihrer individuellen Berufs- und Lebensperspektiven. Die Wille gGmbH fördert die interreligiöse und interkulturelle Bildung. Sie orientiert sich am christlichen Menschenbild und steht in der Tradition sozialer Verantwortung.
Angebote Entwicklung, Organisation und Durchführung von Arbeitsförder-, Berufsorientierungs- und Qualifizierungsmaßnahmen nach SGB II und III Entwicklung und Durchführung von Fort- und Weiterbildungsangeboten für Fachkräfte aus Pädagogik und Sozialen Diensten Trägerschaft des Forums für interreligiöse Bildung Jerusalemkirche in Kooperation mit dem Kirchenkreis Berlin-Stadtmitte Schulsozialarbeit Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen in Berliner und Brandenburger Justizvollzugsanstalten Kooperationsprojekte mit Kirchengemeinden und Gemeinwesenarbeit

Die Angebote im Geschäftsbereich Kinder- und Jugendhilfe bestehend aus Ganztagsbetreuung (Horte Goldbeckweg, Hohen Neuendorf, Bunte Wille, Schule am Gartenfeld), Tagesgruppen, ambulante/Eingliederungshilfen FIB Spandau und Friedrichshain-Kreuzberg sowie Schulsozialarbeit an Grundschulen sind zum 01.01.2010 in die Evangelische Johannesstift Jugendhilfe gGmbH übergeleitet worden.

Standorte Die Wille ist mit ihren Bildungs- und Arbeitsförderungsangebote in Berlin und Brandenburg tätig. Die Geschäftsstelle befindet sich in Berlin-Kreuzberg.

Aktuelle Themen •	Umsetzung passgenauer und innovativer Beschäftigungsmaßnahmen unter den Bedingungen des Marktdrucks und der gegenwärtigen Gesetzesreform. •	Implementierung von Zertifikatslehrgängen im Bereich sozialer Kompetenztrainings für pädagogische Fachkräfte. •	Weiterentwicklung der Projektangebote an Schulen im Zusammenhang mit der Sekundarschulreform. •	Entwicklung und Umsetzung von Gemeinwesenorientierten Vorhaben in Kooperation mit Kirchengemeinden.



Zahlen, Daten, Fakten | 43

Schwerpunkte und Planungen
Wirtschaftlichkeit Ziel: Konsolidierung der Angebote sowie Erzielung eines positiven wirtschaftlichen Ergebnisses. Maßnahmen Etablierung der neuen Modellprojekte im Bildungsbereich (Wachstum) und Stabilisierung ECO PC. Umsatzkontinuität in der Arbeitsförderung. Positiven wirtschaftlichen Erfolg fortsetzen. Synergien zwischen den Geschäftsbereichen des Evangelischen Johannesstifts nutzen; gemeinsame Projektentwicklung.

Diakonisches Profil Ziel: Weiterentwicklung des diakonischen Profils. Maßnahmen Weiterentwicklung der Angebote des Forums für interreligiöse Bildung. Profilierung der Kooperation mit dem Kirchenkreis und den Gemeinden. Interessenvertretung in kirchlichen Gremien.

Personalentwicklung und Personalsicherung Ziel: Personalentwicklung und Personalsicherungsaspekte sowie einzelne Maßnahmen zur Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit. Maßnahmen Vorbereitung einer Mitarbeiterbefragung, die im Sommer 2010 durchgeführt wird. Aktualisierung des Konzeptes zur Fort- und Weiterbildung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Strategische Neuausrichtung Ziel: Strategische Neuausrichtung für Die Wille gGmbH nach der Ausgliederung der Hilfen zur Erziehung. Maßnahmen Die Gesellschafter definieren die Strategie für Die Wille gGmbH der nächsten fünf bis zehn Jahre. Profilierung der Die Wille gGmbH im Angebotsspektrum des Kirchenkreises Berlin Stadtmitte und des Evangelischen Johannesstifts.

44 | Zahlen, Daten, Fakten

Kennzahlen
Platzzahlen „Die Wille gGmbH“			 01.01.2010 Entwicklung, Organisation und Durchführung von Arbeitsförder-, Berufsorientierungs- und Qualifizierungsmaßnahmen nach SGB II und III 	 942 	Maßnahmeplätze Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen in Berliner und Brandenburger Justizvollzugsanstalten 	 51 	Teilnehmende Entwicklung und Durchführung von Fort- und Weiterbildungsangeboten für Fachkräfte aus Pädagogik und Sozialen Diensten sowie Kursangebote für Schülerinnen und Schüler 	 612	 Teilnehmende Angebote in Trägerschaft des Forums für interreligiöse Bildung Jerusalemkirche in Kooperation mit dem Kirchenkreis Berlin-Stadtmitte 	 1.650	 Kursteilnehmende Hilfe zur Erziehung in Tagesgruppen 	 24 	Plätze Ambulante Hilfe zur Erziehung 	 89 	Fälle Sozialpädagogische Familienhilfe 	 52 	Fälle Soziale Gruppenarbeit für Kinder, Jugendliche und Familien 		 24 	Teilnehmende Ambulante Eingliederungshilfe behinderter Kinder und Jugendlicher 	 13 	Fälle Orientierung und Vernetzung der Kinder- und Jugendhilfeangebote im Sozialraum 	 7 	Projekte Offene Ganztagsbetreuung und verlässliche Halbtagsgrundschulen 		 582 	Kinder Mitarbeitende 1)
Anzahl

Umsatz	

in Tausend Euro

1.1.2009 1.1.2010 56

129

2008 2009

6.977 9.322

03

06

09

0

120

150

1) 	

Zum 1.1. 2010 erfolgte die Ausgründung des Kinder- und Jugendhilfebereiches der Die Wille gGmbH in die Evangelisches Johanneststift Jugendhilfe gGmbH.



Zahlen, Daten, Fakten | 45

Evangelisches Johannesstift Service GmbH

46 | Zahlen, Daten, Fakten

Evangelisches Johannesstift Service GmbH
Frank Beier-Rosen, Geschäftsführer

Die Evangelisches Johannesstift Service GmbH bietet der Stiftung, ihren Tochtergesellschaften und weiteren sozialen Einrichtungen in Berlin und Brandenburg eine breite Palette professioneller Verwaltungs-, Versorgungs- und Immobiliendienstleistungen an.
Angebote – Dienstleistungen für soziale Unternehmen Verwaltung (Personalwesen / Finanz- und Rechnungswesen / Informationstechnologie) Die Evangelisches Johannesstift Service GmbH stellt den Kunden umfangreiche Leistungen aus dem Personalwesen, dem Finanz- und Rechnungswesen sowie der Informationstechnologie zur Verfügung. Einfache und schnelle Kommunikationswege, direkte Ansprechpartner, rascher und kompetenter Service durch qualifiziertes und motiviertes Personal kennzeichnen die Arbeitsweise. Integrierte und standardisierte Prozesse in organisationsübergreifenden Prozessketten mit modernen IT-gestützten Kommunikationstechnologien sind Kennzeichen der Dienstleistungen. Versorgung (Catering & Gastronomie / Reinigung) Das Cateringunternehmen bietet den Patientinnen und Patienten im Krankenhaus, den Bewohnerinnen und Bewohnern in den Altenpflegeheimen, den Kindern und Jugendlichen in den Tagesstätten und Schulen, Besuchern, Mitarbeitern und Gästen eine auf ihre Wünsche und Bedürfnisse zugeschnittene Dienstleistung. Ernährungstrends und Verpflegungskonzepte von morgen schon heute erkennen ist eine besondere Stärke. Höchste Qualität unserer Produkte, ein hohes Maß an Dienstleistungsbereitschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die absolute Zuverlässigkeit in der Umsetzung des Auftrages zu fairen Preisen sind das Ziel. Fachkundige Beratung und detaillierte Planung Raum für Raum kennzeichnen die Arbeit des Reinigungsservice vor Vertragsabschluß. Regelmäßige Schulungen des Personals, der Einsatz umweltschonender Reinigungsmittel, laufende Objektbetreuung, Qualitätsaudits und ein umfassendes Beschwerdemanagement bei der Unterhalts-, der Fenster- und Sonderreinigung zeichnen die laufende Arbeit nach Vertragsabschluss aus. Immobilien (Immobilienmanagement / Technische Betriebe) Wir planen und steuern in enger Abstimmung mit dem Kunden Bauprojekte, begleiten bei Finanzierungsfragen, stehen kompetent bei der Projekt- und Bauleitung zur Verfügung und sind im Alltag zusammen mit den technischen Betrieben Haustechnik, Ausbau und Parkgärtnerei Ansprechpartner in allen Fragen der kaufmännischen, technischen und infrastrukturellen Immobilienbewirtschaftung.

Standorte Evangelisches Johannesstift Berlin-Spandau Zentraler Standort für unsere Verwaltungs-, Versorgungs- und Immobiliendienstleistungen Paul Gerhardt Stift zu Berlin als weiteren Standort für Catering & Gastronomiedienstleistungen



Zahlen, Daten, Fakten | 47

Aktuelle Themen
•	Einführung der Balanced Scorecard zur Umsetzung der Unternehmensstrategie der Evangelisches Johannesstift Service GmbH. •	Schaffung effektiver und effizienter Unternehmensstrukturen mit der Einrichtung einer zentralen Verwaltung und zentraler Ansprechpartner in der Service GmbH sowie einem attraktiven Internet- und Intranetauftritt. •	Erarbeitung von Personalentwicklungskonzepten zur weiteren Professionalisierung der Dienstleistungen. •	Aufbau eines Grundkonzeptes zur Übernahme von Dienstleistungen bei der Eingliederung neuer Tochtergesellschaften in das Evangelische Johannesstift.

Schwerpunkte und Planungen
Einheitliches IT-Konzept für den Unternehmensverbund Evangelisches Johannesstift Ziel: Erarbeitung einer verbindlichen Arbeitsgrundlage für alle technischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zur künftigen Strukturierung und Handhabung der IT im Unternehmensverbund. Maßnahmen Vorstellung und Diskussion von IT-Standards mit der Stiftung und den Tochtergesellschaften Dokumentation der Ergebnisse in Form eines IT-Handbuches.

Neugestaltung des Zentralküchenbereichs Ziel: Anpassung der Verpflegung im Unternehmensverbund an die aktuellen Marktanforderungen. Maßnahmen Erneuerung des gesamten Zubereitungs-Equipments. Sanierung der Räumlichkeiten in der Zentralküche. Umstellung auf ein neues Verpflegungskonzept. Optimierung und Standardisierung der Prozesse in der Speisenversorgung.

Professionalisierung des Finanz- und Rechnungswesens Ziel: Anpassung der Dienstleistungen an die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Anforderungen des internen und externen Marktes. Maßnahmen Erstellung von Fachkonzepten für alle Leistungsbereiche im Finanz- und Rechnungswesen. Aufbau und Strukturierung einer neuen SAP-Lösung im Unternehmensverbund. Mitarbeitende 1)

Anzahl

1.1.2010

				

184

1)

Die Evangelisches Johannesstift Service gGmbH wurde am 1.1.2010 aus der Stiftung heraus gegründet.
03 06 09 120 150

48 | Zahlen, Daten, Fakten

Das Organigramm
Das Organigramm gliedert sich in die Bereiche Stiftung, Geschäftsbereiche und Gesellschaften.

Stiftungsbereich
Kuratorium Das Kuratorium bildet das Aufsichtsorgan über die Stiftung, den Vorstand und den Unternehmensverbund. Vorstand Die Stiftung wird geleitet durch einen Zweiervorstand, bestehend aus dem Stiftsvorsteher Pfarrer Martin von Essen und dem Kaufmännischen Vorstand Andreas Arentzen. Sie sind gleichzeitig Gesellschafter der einzelnen spartenführenden Tochtergesellschaften und leiten den Unternehmensverbund. Stabsstellen Dem Vorstand zugeordnet sind die Stiftungsstabsstellen, die steuernde und fördernde Aufgaben für das Gesamtunternehmen haben. Zu den Stabsstellen zählen: Kommunikation, Unternehmenscontrolling, Vermögensmanagement, Organisationsentwicklung & Strategisches Controlling, Personal- & Tarifpolitik, Personalentwicklung & Fortbildung, Arbeit mit Ehrenamtlichen, Seelsorge / Ethik, Interne Revision. Stiftungszentrum Das Stiftungszentrum verwaltet sowohl Förderstiftungen, die die Aufgaben des Johannesstifts unterstützen und Stiftungen, mit denen eine enge Kooperation stattfindet. Paul Gerhardt Stift zu Berlin Die Stiftung Paul Gerhardt Stift zu Berlin verfolgt auf der Grundlage des Evangeliums, in praktischer Betätigung christlicher Nächstenliebe, Förderung der Bildung und Erziehung sowie des Wohlfahrtswesens.

Johanna-Stiftung Die Johanna-Stiftung möchte älteren, bedürftigen Menschen eine „Heimstätte“ geben sowie die Alten- und Behindertenhilfe fördern. Wichern-Stiftung Berlin Zweck der Stiftung ist die Förderung und Unterstützung aller Belange, die mit der Ausbildung von Diakoninnen und Diakonen im Evangelischen Johannesstift Berlin verbunden sind. Geschwister-Holroyd-Preuß-Stiftung Ihr Zweck ist die Beschaffung von Mitteln zur Förderung der Erziehung und Bildung, der Jugend- und Altenhilfe sowie kultureller Aktivitäten im Evangelischen Johannesstift vor dem Hintergrund der christlichen Prägung und Erziehung. Hans-und-Meta-Knorr-Stiftung Ihr Zweck ist die Förderung von Angeboten für ältere Menschen im Evangelischen Johannesstift , insbesondere von Menschen mit demenzieller Erkrankung, und Hospizarbeit. Ingeborg Dauß Stiftung Zwecke der Stiftung sind die mildtätige Unterstützung bedürftiger Schülerinnen und Schüler zur Erreichung der Hochschulreife, die Förderung der Erziehung, Volks- und Berufsbildung einschließlich der Studentenhilfe sowie die Beschaffung von Mitteln zur Förderung dieser Zwecke durch das Evangelische Johannesstift. Wichern-Stiftung Budapest Zwecke der Stiftung sind die Jugendhilfe, die Familienhilfe und die allgemeine Sozialhilfe.



Zahlen, Daten, Fakten | 49

Geschäftsfelder der Stiftung

Zu den Geschäftsfeldern der Stiftung (operative Aufgaben, die die Stiftung selbst wahrnimmt) zählen das Diakonische Bildungszentrum mit dem Wichern-Kolleg und den Sozialen Fachschulen sowie das Fundraising, also die Mittelbeschaffung im Bereich Spenden, Erbschaften, Stiftungserrichtung sowie Zuschüsse und Fördermittel.

Verbundene Gesellschaften Die verbundenen Gesellschaften haben die Rechtsform einer GmbH bzw. gGmbH, also einer gemeinnützigen Gesellschaft. Evangelisches Johannesstift Altenhilfe gGmbH Dazu zählen das Betreute Wohnen, das Pflegewohnen, die Tages- und Kurzzeitpflege, die Diakonie-Stationen, die Hausgemeinschaften und das Seniorenzentrum am Wasserturm in Hohen-Neuendorf. Die Altenhilfe gGmbH ist das Dach weiterer Gesellschaften, die im Folgenden aufgeführt sind. Paul Gerhardt Stift Pflege gGmbH Die Paul Gerhardt Stift Pflege gGmbH ist Träger des Diakonischen Pflegeheims Schillerpark. Mitgesellschafter sind Paul Gerhardt Stift zu Berlin und St. Elisabeth-Stiftung. Christliche Seniorendienste Hannover gGmbH Dazu zählen fünf Pflegeheime sowie ein ambulanter Pflegedienst in Hannover. Die Einrichtungen wurden im August 2009 übernommen. Mehrheitsgesellschafter ist die Evangelisches Johannesstift Altenhilfe gGmbH. Mitgesellschafter mit 10 Prozent ist der Caritasverband Hannover. Sunpark Zum Sunpark in Neukölln zählen Pflegewohnen (218 Plätze), 309 Seniorenwohnungen sowie ein ambulanter Pflegedienst. Der Sunpark wurde zum 1. November 2009 von der Evangelisches Johannesstift Altenhilfe gGmbH übernommen. Zum Sunpark zählenfolgende Gesellschaften: Pflegewohnen im Sunpark gGmbH, Betreutes Wohnen im Sunpark, Sunpark ambulante Pflegedienste GmbH, Hotel und Gaststätten Betriebsgesellschaft mbH im Sunpark sowie die HBMW Pflege-Service-Betriebs-GmbH.

Diakoniestation Mariendorf gGmbH Die Diakoniestation Mariendorf gGmbH ist ein ambulanter Pflegedienst. Die Diakoniestation ist räumlich eingebettet in das Diakonie-Zentrum Mariendorf mit Kurzzeitpflege, Tagespflege und einem Seniorencafé. Die Evangelisches Johannesstift Altenhilfe gGmbH hat im Dezember 2009 die Mehrheitsanteile der Diakoniestation Mariendorf gGmbH von der Diakonie-Zentrum Mariendorf gGmbH übernommen. Diese bleibt Mitgesellschafter. Diakoniezentrum Reinickendorf gGmbH Mit dem Seniorenzentrum in Reinickendorf werden über 46 Betreute Wohnungen und 48 Pflegeplätze entstehen. Die Fertigstellung ist für die Jahre 2010/11 geplant. Die Gesellschaft befindet sich in der Gründungsphase. Mehrheitsgesellschafter wird die Evangelisches Johannesstift Altenhilfe gGmbH und Mitgesellschafter ist das Diakonische Werk Reinickendorf. Evangelisches Johannesstift Wichernkrankenhaus gGmbH Die Schwerpunkte liegen im Bereich der Geriatrischen Rehabilitation und der Palliativmedizin. Angegliedert sind die Tagesklinik sowie das Zentrum für Gesundheitsförderung. Evangelisches Geriatriezentrum Berlin gGmbH (EGZB) Das EGZB umfasst die Einrichtungen der Akutmedizin und der Rehabilitation mit Klinik und Tagesklinik sowie der Gedächtnisambulanz, der Beratungsstelle, der Pflege mit Pflegewohnheim und Tagespflege. Weitere Angebote sind Kurse der Akademie, Hauptvorlesungen im Fach Geriatrie an der Charité sowie die Teilnahme an Forschungsprojekten rund um die Altersmedizin.

50 | Zahlen, Daten, Fakten

Evangelisches Johannesstift Jugendhilfe (gGmbH) Die Jugendhilfe umfasst Erziehungswohngruppen unterschiedlichster Ausprägung, Erziehungs- und Familienberatungsstellen, Suchthilfeangebote, Kindertagesstätte, Hort, Angebote für junge Mütter/Väter und deren Kinder, Jugendberufshilfe, schulbezogene Sozialarbeit sowie ergänzende Therapieangebote wie Reittherapie oder Kunsttherapie. Gleichzeitig werden die Angebote der Jugendhilfe aus der Die Wille in die neugegründete Jugendhilfe gGmbH integriert. Evangelisches Johannesstift Behindertenhilfe gGmbH Die Behindertenhilfe bietet Angebote im Bereich stationärer und ambulanter Wohnformen für Erwachsene mit körperlicher und/oder geistiger Behinderung sowie für Kinder und Jugendliche mit körperlicher Behinderung. Evangelisches Johannesstift Proclusio gGmbH Dabei handelt es sich um eine Integrationsfirma mit dem Ziel, neue Arbeits- und Beschäftigungsangebote für Menschen mit Benachteiligungen/Behinderungen zu entwickeln und anzubieten. Zu den Angeboten zählen die Projekte aus der Behindertenhilfe, das Second-Hand-Kaufhaus Fundgrube mit Sachspendenverwertung sowie das Transport- und Umzugsunternehmen Huckepack. In der ersten Phase wurde das Hotel Christophorus integriert. Geplant ist darüber hinaus, auch die Gärtnerei in die Integrationsfirma einzubinden. Stephanus-Werkstätten Berlin gGmbH Die „Werkstatt Johannesstift“ im Verbund der Stephanus-Werkstätten Berlin gGmbH, bietet Arbeit und Beschäftigung für körperlich, geistig und seelisch behinderte Menschen aus den Stiftseinrichtungen. Eine Minderheitsbeteiligung der Stiftung soll 2010 an die Behindertenhilfe übergeben werden.

Die Wille gGmbH Die Wille gGmbH verfügt als diakonischer Beschäftigungs- und Bildungsträger über langjährige Erfahrungen in der Durchführung öffentlich geförderter Projekte und Arbeitsfördermaßnahmen. Als eine interreligiös und interkulturell arbeitende Einrichtung orientiert sie sich am christlichen Menschenbild und steht in der Tradition sozialer Verantwortung. Aus diesem Anspruch leiten sich die Schwerpunkte der Arbeit ab. Sie betreffen die Bereiche: • Arbeitsförderung und Fort- und Weiterbil dung • Entwicklung von Kulturprojekten und  stadtteilorientierte kirchliche Projektarbeit, • Entwicklung und Durchführung nationaler  und europäischer Modellvorhaben • Qualifizierungsangebote in Berliner Schu len und in Berliner und Brandenburger Haftanstalten • Bildung und Förderung junger Menschen • Trägerschaft des Forum für interreligiöse  Bildung - Jerusalemkirche Evangelisches Johannesstift Service GmbH Sie ist eine Dienstleistungsgesellschaft für das Evangelische Johannesstift . Dazu zählen das Immobilienmanagement mit den Bereichen Immobilienverwaltung, Bauwesen, Technik und Betriebe, das Personalwesen, das Finanz- und Rechnungswesen, die Informationstechnologie sowie das Catering und die Reinigung. Neben der Versorgung von Dienstleistung für den Unternehmensverbund sind künftig auch Service-Leistungen für externe Anbieter geplant. PersonaGrata GmbH PersonaGrata ist eine Personalleasing Gesellschaft für das Johannesstift . Sie vermittelt Arbeitskräfte auf Zeit, um Engpässe und Arbeitsspitzen in der Personalsituation auszugleichen.



Zahlen, Daten, Fakten | 51

Buchhandlung Johannesstift GmbH Die älteste GmbH des Johannesstifts hat ihren Schwerpunkt im Verkauf und Versand von christlicher und theologischer Literatur. Stubenrauchstraße 16 Grundstücksgesellschaft mbH Diese Gesellschaft verwaltet einen Teil der Immobilien des Evangelischen Johannesstifts.

Konzepta 24. GmbH Diese Gesellschaft verwaltet die Immobilien des Sunpark in Neukölln.

52 | Zahlen, Daten, Fakten

Struktur des Evangelischen Johannesstifts
2010

Kuratorium Kirchengemeinde Schwestern und Brüderschaft e.V. Stiftungszentrum 1⁾ Vorstand

Altenhilfe gGmbH Paul Gerhardt Stift Pflege gGmbH Christliche Seniorendienste Hannover gGmbH

Wichernkrankenhaus gGmbH EGZB gGmbH MVZ IPA gGmbH

Jugendhilfe gGmbH

Behindertenhilfe gGmbH Proclusio 4) gGmbH Stephanus-Werk- 5) stätten Berlin gGmbH

Sunpark

Diakoniestation Mariendorf gGmbH Diakonischer 3) Pflegeverbund Berlin gGmbH

2) Stabsstellen:   rbeit mit Ehrenamtlichen • Kommunikation • Interne Revision • Unternehmenscontrolling A • Vermögensmanagement • Organisationsentwicklung & Strategisches Controlling • Personal- & Tarifpolitik • Personalentwicklung & Fortbildung • Seelsorge / Ethik 3) Johannesstift Minderheitsgesellschafter mit 8% 		 4) Hotel, Fundgrube/Huckepack sind in Proclusio integriert. 5) Evangelisches Johannesstift Behindertenhilfe gGmbH ab 2010 Minderheitsgesellschafter mit 27%



Zahlen, Daten, Fakten | 53

Stiftung

Stabsstellen der Stiftung 2)

Diakonisches Bildungszentrum

Fundraising

Gärtnerei

Die Wille gGmbH

Service GmbH Persona Grata GmbH

Buchhandlung GmbH Stubenrauch GmbH Konzepta 24

verbundene Gesellschaften

1⁾

Selbstständige Förderstiftungen (in der Verwaltung des Evangelischen Johannesstifts)
• Geschwister-Holroyd-Preuss-Stiftung • Hans und Meta Knorr-Stiftung • Wichern-Stiftung Berlin
• Ingeborg Dauss Stiftung

Stiftungen in der Verwaltung und in Kooperation

• Johanna-Stiftung • Paul gerhardt Stift zu Berlin • Wichern-Stiftung ungarn

54 | Zahlen, Daten, Fakten

Kuratorium, Vorstand, Kontaktdaten
Kuratorium Vorsitzender des Kuratoriums Prof. Dr. Wolfgang Huber Stellvertretender Vorsitzender Dr. Norbert Meisner Jan Dreher Monika Helbig Dr. Detlef Horn-Wagner Joachim Klasse Prof. Dr. Eckard Minx Dr. Elmar Müller Gisela Marina Netzeband Jobst Reifenstein Prof. Dr. Joachim Schindler Gerhard Schlotter Vorstand Stiftsvorsteher Pfarrer Martin von Essen Vorstandsvorsitzender Kaufmännischer Vorstand Andreas Arentzen Stellvertretender Vorsitzender Beratende Mitglieder des Kuratoriums Schwestern- und Brüderschaft Wolfgang Scheidt Gemeindekirchenrat Pfarrer Martin Stoelzel-Rhoden Gäste Mitarbeitervertretung der Stiftung Gudrun Gericke Adresse Einrichtungen bzw. Geschäftsstellen (soweit hier nicht anders angegeben) finden Sie unter: Evangelisches Johannesstift, Schönwalder Allee 26, 13587 Berlin www.evangelisches-johannesstift.de, info@evangelisches-johannesstift.de Telefon: Altenhilfe 030 · 336 09 - 300 Wichernkrankenhaus 030 · 336 09 - 370 Behindertenhilfe 030 · 336 09 - 438 Jugendhilfe 030 · 336 09 - 336 Soziale Fachschulen 030 · 336 09 - 402 Wichern-Kolleg 030 · 336 09 - 332 Pressestelle, Öffentlichkeitsarbeit 030 · 336 09 - 323 Freundeskreis, Spenden 030 · 336 09 - 325 Kirchengemeinde 030 · 336 09 - 592 Schwestern- und Brüderschaft 030 · 336 09 - 302 Hotel Christophorus 030 · 336 06 - 0 Gärtnerei 030 · 336 09 - 231 Buchhandlung 030 · 335 24 - 31 Umzugsfirma Huckepack 030 · 330 9616 - 21 Second-Hand-Verkauf Fundgrube Spandau Mertensstraße 127-131, 13587 Berlin 030 · 330 9616 - 22 Second-Hand-Verkauf Fundgrube Kreuzberg, Wilhelmstraße 24, 10963 Berlin Verbundene Einrichtungen Die Wille gGmbH Evangelisches Zentrum für Kinder und Jugendhilfe, berufliche Qualifizierung, Kultur und Bildung, Geschäftsstelle, Wilhelmstraße 115, 10963 Berlin Tel.: 030 · 26 47 62 - 0, Fax: 030 · 26 47 62 - 99 www.diewille.de info@diewille.de Evangelisches Geriatriezentrum Berlin gGmbH Reinickendorfer Straße 61 13347 Berlin Tel.: 030 · 4594 - 1000 Fax: 030 · 4594 - 1938 Paul Gerhardt Stift Pflege gGmbH Diakonisches Pflegewohnheim Schillerpark Müllerstraße 56-58, 13585 Berlin Tel.: 030 · 4519 - 8812, Fax: 030 · 4519 - 8841 Christliche Seniorendienste Hannover Hannoversche Str. 118, 30627 Hannover Tel 0511 · 5703 - 4000, Fax 0511 · 5703 - 4207 www.christliche-seniorendienste.de info@christliche-seniorendienste.de Seniorenzentrum Sunpark Neukölln Mariendorfer Weg 22, 12051 Berlin Telefon: 030 · 62 98 70, Fax: 030 · 62 98 71 75 www.sunpark-berlin.de info@sunpark-berlin.de

Zahlen, Daten, Fakten | 55

Standorte
Berlin Spandau, Stiftungsgelände: Altenhilfe, Behindertenhilfe, Diakonisches Bildungszentrum, Jugendhilfe, Hotel, Gärtnerei, Buchhandlung Gelände der Johanna-Stiftung: Altenhilfe, Behindertenhilfe Charlottenburg/Wilmersdorf: Die Wille Kreuzberg-Friedrichshain: Jugendhilfe, Die Wille Mariendorf: Altenhilfe Neukölln: Altenhilfe Pankow: Die Wille Reinickendorf: Altenhilfe, Die Wille Spandau: Altenhilfe, Behindertenhilfe, Jugendhilfe, Die Wille Tempelhof-Schöneberg: Die Wille Wedding: Altenhilfe Brandenburg Falkensee: Jugendhilfe Cottbus: Die Wille Hohen Neuendorf: Altenhilfe Luckau: Die Wille Nauen: Jugendhilfe Oranienburg: Behindertenhilfe Zootzen (bei Fürstenberg/Havel): Jugendhilfe Thüringen Eisenach: Jugendhilfe Mecklenburg-Vorpommern Neubrandenburg: Jugendhilfe Niedersachsen Hannover: Altenhilfe Ungarn Jugendhilfe
Ostsee Nordsee SchleswigHolstein Hamburg Mecklenburg-Vorpommern Neubrandenburg Bremen Niedersachsen Hannover SachsenAnhalt Zootzen Oranienburg Hohen Neuendorf BERLIN Brandenburg Luckau Cottbus

Nordrhein-Westfalen

Eisenach Hessen Rheinland-Pfalz Thüringen

Sachsen

BERLIN

Reinickendorf

Pankow

Saarland Bayern Baden-Württemberg

Spandau

Wedding Kreuzberg-Friedrichshain

Charlottenburg/ Wilmersdorf

TempelhofSchöneberg Neukölln

56 | Zahlen, Daten, Fakten

Kennzahlen
Platzzahlen im Überblick				 2009 / Plätze 1)		 2010 / Plätze 2) Evangelisches Johannesstift Altenhilfe gGmbH (inkl. der Enkelgesellschaften )	 Pflegewohnen				 386				 1.044 Seniorenwohnungen				 115				 459 Hausgemeinschaften				 138				 178 Kurzzeitpflege				 20				 42 Tagespflege					 16				 34 Diakoniestationen	 			 260 	 Kunden	 750 	 Kunden Evangelisches Johannesstift Behindertenhilfe gGmbH	 Stationäre Wohnangebote				 246				 246 Ambulante Wohnangebote				 109				 150 August-Hermann-Francke-Schule		 55				 61 Tagesstruktur				 26				 26 Evangelisches Johannesstift Jugendhilfe gGmbH (inkl. übernommenen Teil der Die Wille gGmbH)	 Berufliche Förderung				 51				 15 Kita und Hort				 250				 843 Stationäre Plätze				 157				 166 Suchthilfe					 39				 36 Mutter-Kind-Betreuung 				 22				 22 Tagesgruppen				 8				 38 Beratungsstellen	 		 270 	 Fälle	 280 	 Fälle Ambulante Hilfen					 26.000	 FSL*/Jahr	 Evangelisches Johannesstift Wichernkrankenhaus gGmbH	 Krankenhaus				 96				 96 Tagesklinik					 10				 10	 Evangelisches Geriatriezentrum Berlin gGmbH	 Krankenhaus				 132				 132		 Tagesklinik					 40				 40 Pflegewohnheim				 50				 75 Tagespflege					 12				 15 Die Wille gGmbH	 Arbeitsförder-, Berufsorientierungsund Qualifizierungsmaßnahmen			 792 	 Teilnehmende	 942	 Teilnehmende		 Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen in Justizvollzugsanstalten	 142 	 Teilnehmende 	 51 	 Teilnehmende 	 Entwicklung und Durchführung von 		 362			 Teilnehmende 	 612 	 Teilnehmende Fort- und Weiterbildungsangebote 		 Interreligiöse Bildung 				 1152 	 Teilnehmende	 1.650 	 Teilnehmende Diakonisches Bildungszentrum	 1. 1. 2009	 1. 1. 2010 	 		 Absolventen	 Absolventen	 Wichern-Kolleg 	 15 		 10	 Fachschule für Altenpflege 	 12 		 24	 Fachschule für Sozialpädagogik 	 19 		 24	 ** 	 Fachschule für Heilerziehung 	 22 		 *** 	 Berufsfachschule für Sozialassistenz 			 Zivildienst (Teilnehmer)	 30			 Freiwilliges Soziales Jahr (Teilnehmer)	 10			 Grundkurs Diakonie (Teilnehmer)	 4			
*** **

1)

Abschlussprüfung;

Stand 1.1.2009, 2) Stand 1.1.2010, * FSL=Fachleistungsstunden;

Neue zweijährige Ausbildung – Erste Absolventen erst im kommenden Jahr

Umstellung auf neue Ausbildungsordnung - keine

1. 1. 2010 Schüler/Teilnehmer 86 60 85 69 50 45 13 10



Zahlen, Daten, Fakten | 57

Gesamt	 2009	 Plätze 	 1.965	 Kunden	 260	 Teilnehmende an Maßnahmen	 2.448	 Schülerinnen und Schüler, Studierende		 Zivildienstleistende, FSJ-ler

2010	 3.706	 750 3.255 418

Die Mitarbeiterzahlen beinhalten nicht: • Honorarkräfte, • ABM- und MAE-Kräfte, • geförderte Azubis der Jugendhilfe

Mitarbeiterzahlen (Stand 1.1.2010)	 Stiftung	 Evangelisches Johannesstift Altenhilfe gGmbH	 Paul Gerhardt Stift Pflege gGmbH	 Christliche Seniorendienste Hannover gGmbH	 Pflegewohnen im Sunpark gGmbH und Ambulante Dienste im Sunpark GmbH	 Diakoniestation Mariendorf gGmbH	 Evangelisches Johannesstift Behindertenhilfe gGmbH	 Evangelisches Johannesstift Jugendhilfe gGmbH	 Die Wille gGmbH	 Evangelisches Johannesstift Wichernkrankenhaus gGmbH	 Evangelisches Geriatriezentrum Berlin gGmbH 	 Evangelisches Johannesstift Service GmbH	 Persona Grata GmbH	 Buchhandlung Johannesstift GmbH	 Gesamt	

2009	 155	 386	 104	 	 	 	 469	 259	 129	 139	 258	 176	 180	 6	 2.261	

2010 154 434 116 526 168 58 506 348 56 	 161 261 184 134 7 3.113

Dem Bereich Stiftung zugeordnet sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: • der Stabsstellen, • des Fundraising, • des Bereiches Vorstand,

• der Geschäftsbetriebe (Hotel, Gärtnerei), • des Diakonischen Bildungszentrums

Mitarbeitende Frauen/Männer	
Männer Frauen

Mitarbeitende Teilzeit/Vollzeit	
Vollzeitbeschäftigte 1.223 1.890 Teilzeitbeschäftigte

741

2.372 3113 Mitarbeitende

3113 Mitarbeitende

58 | Zahlen, Daten, Fakten

Finanzkennzahlen

Andreas Arentzen, Kaufmännischer Vorstand

Zum besseren Verständnis der in nebenstehender Tabelle aufgeführten Kennzahlen sollen hier noch einige Grundlagen erläutert werden. Die Aufbereitung des Jahresergebnisses und Umsatz (Erlöse) sind gegenüber der letztjährigen Veröffentlichung in Details verändert worden und mit dem Heft des vergangenen Jahres nicht vergleichbar. Die Zahlen der Stiftung enthalten noch die Ergebnisse der Jugendhilfe und des Dienstleistungszentrums, die ab 2010 als eigenständige Tochtergesellschaften geführt werden. Das gilt ebenso für das Hotel, das in das neu gegründete Integrationsunternehmen Proclusio gGmbH übergeht. Wichtige Bereiche der Stiftung, die dort nicht im Einzelnen benannt sind, sind das Diakonische Bildungszentrum, das Fundraising, die Immobilien und die Gärtnerei sowie der Vorstand und dessen Stabsstellen. Die Struktur des Unternehmensverbundes ist auf Seite 52 dargestellt. Dort erkennen Sie auch die Spartenstruktur, d.h. die Zuordnung der insbesondere in der Altenhilfe neu hinzugekommenen Gesellschaften als sogenannte Enkeltöchter unterhalb der spartenführenden 100 %igen Töchter des Evangelischen Johannesstifts. Die Gesamtergebnisse sind nicht konsolidiert, d.h. Umsätze zwischen den einzelnen Gesellschaften sind nicht herausgerechnet worden. Die aufgeführten Jahresergebnisse werden – soweit sie positiv sind – in der Regel durch Beschluss des Kuratoriums oder der

Gesellschafterversammlung in die Rücklagen eingestellt. Sie dienen der Entwicklung neuer diakonischer Angebote und karitativer Hilfen (insbesondere Spenden). Andere Mittel werden insbesondere für die Bauund Instandhaltungsplanungen auf dem Neubaugebiet im Johannesstift und in Hannover oder die Anschubfinanzierung des neu gegründeten Integrationsunternehmens angespart. In Ergänzung zu den bereits in 2008 vorhandenen Gesellschaften sind die Gesellschaften in der unteren Tabelle ohne Finanzkennzahlen aufgeführt, die erst in der zweiten Jahreshälfte 2009 erworben wurden. Dies ist dem geschuldet, dass das Evangelische Johannesstift bzw. die Altenhilfe gGmbH in diesem Geschäftsjahr nur wenige Monate die Verantwortung als Gesellschafter getragen haben. Der Umsatz des Unternehmensverbundes wird sich mit diesen Gesellschaften in 2010 auf ca. 160 Mio € erhöhen. Um diesen Jahresbericht nicht mit Zahlen zu überfrachten, wurde darauf verzichtet, die Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen aller Gesellschaften an dieser Stelle zu veröffentlichen. Die interessierte Leserin und der interessierte Leser können sich darüber jedoch für alle Gesellschaften im Internet unter www.unternehmensregister. de und für die Stiftung unter www.evangelisches-johannesstift.de/transparenz informieren. Die Zahlen sind dort vorraussichtlich nach den entsprechenden Gremiensitzungen ab Mitte August 2010 verfügbar.

Gesellschaften, die in der zweiten Jahreshälfte 2009 erworben wurden:
Christliche Seniorendienst Hannover 	 Pflegewohnen im Sunpark gGmbH 	 Betreutes Wohnen im Sunpark (Konzepta 24.)	 Sunpark ambulante Pflegedienste GmbH	 Hotel und Gaststätten Betriebsgesellschaft mbH im Sunpark	 HBMW Pflege-Service-Betriebs-GmbH	 Diakoniestation Mariendorf gGmbH	 August 2009 November 2009 November 2009 November 2009 November 2009 November 2009 Dezember 2009



Zahlen, Daten, Fakten | 59

Angaben in Tausend Euro

Kennzahlen*

		 		 Evangelisches Johannesstift SbR		 Evangelisches Johannesstift Altenhilfe gGmbH		 Paul Gerhardt Stift Pflege gGmbH		 Evangelisches Johannesstift Behindertenhilfe gGmbH		 Evangelisches Johannesstift Wichernkrankenhaus gGmbH		 Evangelisches Geriatriezentrum Berlin gGmbH		 Die Wille gGmbH		 Buchhandlung Johannesstift GmbH		 PersonaGrata GmbH		 Stubenrauchstraße 16 Grundstücksgesellschaft mbH		 Gesamt		

Jahresergebnis		 Umsätze/Erträge 2008	 2009		 2008	 2009 792	 -31	 277	 1.115	 680	 1.016	 391	 -58	 42	 26	 4.250	 1.860		39.714	 -461		17.025	 -36		 5.164	 213		19.379	 439		9.060	 1.516		22.517	 552		 6.977	 4		 758	 54		 2.297	 9	 4.150	 	 105	 122.996	 44.208 17.415 5.492 21.040 9.301 22.995 9.322 734 2.248 107 132.862	

*

nicht berücksichtigt.

Die Finanzkennzahlen sind nicht konsolidiert. Die in 2009 erworbenen Gesellschaftem sind in dieser Aufstellung

Wenn Sie mehr erfahren möchten...
Evangelisches Johannesstift SbR Schönwalder Allee 26 1  3587 Berlin Tel. 030 · 336 09 - 0 info@evangelisches-johannesstift.de www.evangelisches-johannesstift.de
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.