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Periodical volume

Full text: Walter Issue 90.2015

vv a l t e r

90. Ausgabe Mai/Juni 2015

Nachrichten aus der Gropiusstadt

Foto: Ungethüm

Gropiusstadt-Oase: Der Rosengarten

In dieser Ausgabe: G r ü n e O a s e n – e i n S t a d t t e i l s p a z i e r g a n g • Ta g e d e r G e s u n d heit • Alles Theater: Räuber am Efeuweg • Mitmachen beim Gropiuslauf! • Der „Robinson von Buckow “ – Herr Miethke auf den Spuren des Ureinwohners der Gropiusstadt

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Angebote im Stadtteil

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Tage der Gesundheit
Das Netzwerk Gropiusstadt lädt ein: Tage der Gesundheit in der Gropiusstadt am 27. + 28. Mai 2015 Essen, singen, sich bewegen – all das kann man mit Spaß und Lust und dabei auch noch etwas für seine Gesundheit tun. Zum Beispiel während der „Tage der Gesundheit“, veranstaltet vom Netzwerk Gropiusstadt – kurz: NWG. Das NWG ist der Zusammenschluss von Nachbarschafts-, Jugend- und Beratungseinrichtungen sowie Gropiusstädter Wohnungsunternehmen. Das NWG initiiert und fördert Angebote im Bildungs-, Freizeit-, Beratungs- und Selbsthilfebereich und unterstützt das nachbarschaftliche Miteinander. Am 27. und 28. Mai präsentieren soziale Einrichtungen des Stadtteils auch in diesem Jahr wieder kostenlos und ohne Anmeldung Angebote, wie man sich fit und gesund hält. Man kann Entspannungs- oder Selbstverteidigungstechniken lernen, mit anderen gesund kochen, in Kinder-Yoga und Pilates für Erwachsene reinschnuppern, Fußballspielen, gemeinschaftlich gärtnern, tanzen, boxen, Gesundes aus dem Lehmbackofen genießen und vieles mehr. ::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Für jede Altersstufe ist ein Angebot dabei – hier kommt das Programm: Mittwoch, 27.5.2015
13:00-15:00 Uhr Pilates zum Kennenlernen (bei schönem Wetter im Garten) Psychosoziale Kontakt- u. Beratungsstelle 14:00-18:00 Uhr Gärtner Dich gesund! in der Kleingartenkolonie „Am Buschkrug“, Buschkrugallee 175, 12359 Berlin, veranstaltet von: Familienzentrum Manna, Babett Schiller, Arne Schwarz 13:30 Uhr: Gesund Kochen Familienzentrum Manna, Alisa Blank 14:00-15:00 Uhr Leckere Salate und Bewegungsangebot Frauen-Café Gropiusstadt e.V. 16:30-18:00 Uhr Die Heinrich-Entspannungstechnik Für Männer und Frauen jeden Alters bei Angstzuständen, Depressionen, Schlafstörungen, Burnout, Stress, Nervosität oder chronischen Schmerzen jeglicher Art. Es geht darum, Selbstheilungskräfte zu aktivieren, um zu geistiger und körperlicher Gesundheit zu gelangen. Selbsthilfe- und Stadtteilzentrum Neukölln Süd (SHZ) 15:00-17:00 Uhr Selbstverteidigung für Menschen über 50 Nachbarschaftszentrum Wutzkyallee, Trainer: Lutz Küchenmeister 15:00-17:00 Uhr Bewegungsspiele für Groß und Klein Familienzentrum Regenbogen 12:00-15:00 Uhr Vorsorge - Was ist wenn ich selbst nicht mehr entscheiden kann? Vorsorgevollmacht, Bankvollmacht, Betreuungsverfügung, Patientenverfügung, gesetzliche/ehrenamtliche Betreuung. Pflegestützpunkt Neukölln, Christopher Kontzog 15:00-17:00 Uhr Im Rahmen des Projekts „Seelische Gesundheit und Familie in der Gropiusstadt“: Eltern und Kinder malen ihr persönliches, stärkendes Mandala Thessa e.V., Waschhaus Lipschitzallee 77 15:00-18:00 Uhr Fußballtraining auf dem Pippis Welt- Spielplatz, Theodor- Loos-Weg. veranstaltet von: Groopies, Martin-Lichtenstein-GS, degewo 16:00-17:30 Uhr Fitness für junge Frauen (15-21 Jahre). Bitte Sportbekleidung mitbringen! Im Jugendclub UFO, veranstaltet von: „KiezSport Mädchen und junge Frauen, GSJ Gesellschaft für Sport und Jugendsozialarbeit gGmbH, gefördert durch Aktion Mensch

Editorial
Liebe Leserinnen und Leser, liebe Gropiusstädter!
Die Gropiusstadt ist grüner, als mancher denkt. Das wissen die Gropiusstädter natürlich am besten. Aber dass es auch regelrechte Oasen gibt – zum Beispiel versteckte Gärten und uralte Bäume – all das konnte man beim Stadtteilspaziergang am 8.5. entdecken. Wer nicht dabei sein konnte, liest einfach Seite 4/5! Für alle Bewohner gibt es die Tage der Gesundheit am 27. und 28. Mai, die das Netzwerk Gropiusstadt veranstaltet. Schauen Sie sich gleich rechts die Angebote an, suchen sich etwas aus und machen Sie mit! Unser Chronist Hans-Georg Miethke hat tief in den Archiven recherchiert, um Näheres über den Ureinwohner der Gropiusstadt zu erfahren. Der „Robinson von Buckow“ war zusammen mit seiner Frau tatsächlich der erste Bewohner auf dem Gelände der Gropiusstadt. Er wohnte schon hier, als die Häuser noch gar nicht gebaut waren. Seite 6/7! Außerdem gibt es einen Bericht von dem tollen Theaterstück „Räuber.Schiller.Ballade“ – das Schauspieler der ShakespeareCompany mit Schülern der Gemeinschaftsschule Campus Efeuweg inszeniert haben, und viele Angebote für alle: Den Gropiuslauf, das Nachbarschaftsfest auf dem Lipschitzplatz, den langen Tag der Stadtnatur. In der Gropiusstadt ist was los! Viel Spaß dabei und natürlich beim Lesen, Ihre walter-Redaktion

::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Donnerstag 28.5.2015
11:00-13:00 Uhr Gesundes Essen im Rahmen „Kochspaß und Esslust“ Interkultureller Treffpunkt ImPULS im Gemeinschaftshaus, ImPULS e.V. 16:00-18:00 Uhr „Sing mit!“ - Singen aktiviert die Selbstheilungskräfte des Menschen. Interkultureller Treffpunkt ImPULS im Gemeinschaftshaus, ImPULS e.V. Ab 14:00 Uhr Interkultureller Seniorentanztee „Falten-Rock“ Kontaktstelle PflegeEngagement, Sandra Malnati und Pervin Tosun

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Angebote im Stadtteil

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12353 Berlin, Tel. 60 25 96 45 Jugendclub UFO, Lipschitzallee 27, 12353 Berlin, Tel. 603 33 55 Interkultureller Treffpunkt ImPULS im Gemeinschaftshaus, Bat-Yam-Platz 1, 12353 Berlin, Tel. 902 39 14 15 Kontaktstelle PflegeEngagement, Löwensteinring 13a, 12353 Berlin, Tel. 603 20 22 Waschhaus-Café, Eugen-Bolz-Kehre 12, 12351 Berlin, Tel. 30 36 14 12 Bürgerhilfe gGmbH, Lipschitzallee 70, 12353 Berlin, Tel. 60 25 09 08

14:00-18:00 Uhr Entspann Dich! Gesünder durch Stressabbau Familienzentrum Manna, Kim Adermann, Arne Schwarz 14:00-18:00 Uhr Gesunder Kiosk Familienzentrum Manna, Alisa Blank 15:00-17:00 Uhr Teppich-Curling Waschhaus-Café, Sylvia Stepprath 13:30 Uhr Gesund Kochen Familienzentrum Manna, Alisa Blank 15:30 Uhr Eltern-Kind-Fußballturnier Ev. Familienzentrum Regenbogen, Jost Fleige, Barbara Kaune-Sachau 15:00-16:00 Uhr Kinderyoga Bürgerhilfe gGmbH, Sibylle Schöffler 14:00-15:30 Uhr Boxen für Mädchen (13-17 Jahre). Bitte Sportkleidung und Einverständniserklärung der Eltern mitbringen! Im Jugendclub UFO, veranstaltet von „KiezSport Mädchen und junge Frauen, GSJ Gesellschaft für Sport und Jugendsozialarbeit gGmbH, gefördert durch Aktion Mensch 15:30-17:00 Uhr Fußball für Mädchen. Bitte Sportbekleidung mitbringen. Im Jugendclub UFO, veranstaltet von: „KiezSport Mädchen und junge Frauen, GSJ Gesellschaft für Sport und Jugendsozialarbeit gGmbH, gefördert durch Aktion Mensch 15:00-18:00 Uhr Gesundes aus dem Lehmbackofen Nachbarschaftszentrum Wutzkyallee, Doreen Harke, Claudia Krause Das Netzwerk Gropiusstadt ist ein Zusammenschluss sozialer Einrichtungen und Wohnungsbaugesellschaften in der Gropiusstadt. Besuchen Sie uns zu den verschiedenen Angeboten im Rahmen der Tage der Gesundheit oder kommen Sie zum Nachbarschaftsfest am Europäischen Tag der Nachbarschaft am 29.5. von 16-19 Uhr auf dem Lipschitzplatz.

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Selbsthilfe- und Stadtteilezentrum Neukölln Süd (SHZ), Lipschitzallee 80, 12353 Berlin, Tel. 605 66 00 Nachbarschaftszentrum Wutzkyallee, Wutzkyallee 88, 12353 Berlin, Tel. 661 62 09 Familienzentrum Regenbogen, Ullrich-vonHassel-Weg 4, 12353 Berlin, Tel. 39 20 32 99 Pflegestützpunkt Neukölln, Joachim-GottschalkWeg 1, 12353 Berlin,Tel. 67 06 66 29-0 Thessa e.V., Lipschitzallee 77, 12353 Berlin, Tel. 29 36 88 43 Groopies, evin e.V., Feuchtwangerweg1,

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Machen Sie mit beim 2. Gropiuslauf!
Am 21. Juni 2015 findet der 2. Gropiuslauf statt. Das Startgeld beträgt nur 5 €, Jugendliche bis 16 Jahren laufen in jeder Kategorie ohne Startgeld. Der Gewinn aus dem Lauf kommt dem regionalen Schulsport zu Gute, um den Nachwuchs durch lizenzierte Trainer des BLV zu fördern!! Gelaufen wird auf einem 2,5 km langen Rundkurs um die Gropius-Passagen, durch die schöne Grünanlage der Gropiusstadt. Die Laufstrecke ist überwiegend asphaltiert. Zeitplan: Ab 8:00 Uhr Nachmeldung und Ausgabe der Startnummern und Transponder. Start: 9:00 Uhr - Kinderlauf 9:15 Uhr - Kleine Runde 10:00 Uhr - Jedermannlauf 11:00 Uhr - Hauptlauf Voranmeldeschluss ist Mittwoch,17.6.2015. Später eingehende Meldungen werden als Nachmeldung gewertet. Nachmeldungen sind am Veranstaltungstag ab 8:00 Uhr bis spätestens 30 Minuten vor dem Start möglich. Hierbei wird eine Nachmeldegebühr von 2 € fällig. Alle Kinder bis 16 Jahre laufen in jeder Kategorie ohne Startgeld. Kinderlauf ohne Startgebühr, Teilnahme bis 12 Jahre. „Kleine Runde“, „Jedermannlauf“, „Hauptlauf“ jeweils 5 €. Die Zeitmessung erfolgt elektronisch durch die Firma tollense-timing über einen EinwegSchuhtransponder. Die Ausgabe der Startunterlagen erfolgt in den Gropius Passagen im Atrium. Es erfolgt eine Gesamtwertung nach Zieleinlauf (Bruttozeit). Jeder Teilnehmer erhält 1 Urkunde und 1 Medaille. Start und Ziel befinden sich auf der Johannisthaler Chaussee 317, direkt vor den Gropius Passagen. Im Ziel werden alle Teilnehmer mit Wasser und Obst versorgt. Toiletten und Umkleidemöglichkeiten stehen in der nahegelegenen „Grundschule am Regenweiher“ zur Verfügung. Der Lauf wird durch das Deutsche Rote Kreuz betreut. Im Anschluss an den Gropiuslauf finden im Atrium der Gropius Passagen die Siegerehrung und ein buntes Bühnenprogramm statt. Neben leckeren Speisen und Getränken erwarten Sie mit etwas Glück tolle Hauptpreise aus der Verlosung unter den Startnummern. Besuchen Sie uns, wir freuen uns auf Sie. Anmeldung & Infos unter www.gropius-lauf.de Veranstalter: IDEALISTEN e. V. in Kooperation mit PM Projektmanagement

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Veranstaltungsorte:
 Diakonie Eingliederungshilfe Simeon, Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstelle, Rudower Str. 176, 12351 Berlin, Tel. 609 72 14 11/-0 Kleingartenkolonie „Am Buschkrug“, Buschkrugallee 175, 12359 Berlin Malteser Familienzentrum Manna, Lipschitzallee 72, 12353 Berlin, Tel. 60 25 75 33 Frauen-Café Gropiusstadt e.V., Löwensteinring 22a, 12353 Berlin, Tel.: 56 82 49 01

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QM-Projekte/

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Grüne Oasen – ein Stadtteilspaziergang
Eine Oase ist eigentlich ein Ort in der Wüste, wo es Wasser gibt. Meist durch eine Quelle. Und drum herum gibt es entsprechend Vegetation. Ein kleiner Fleck in den sandigen Weiten der Wüste, wo es Wasser für Menschen und Tiere gibt. Grün = Leben. Das Quartiersmanagement-Team hatte am 8. Mai zu einem Stadtteilspaziergang eingeladen unter dem Motto: Grüne Oasen in der Gropiusstadt. Ist die Gropiusstadt also eine Betonwüste? Und gibt es hier denn Oasen?? Man durfte gespannt sein. Eine Gruppe interessierter Gropiusstädter hat sich am Treffpunkt versammelt. Auch ein Nord-Neuköllner ist dabei, eine Dame im Rollstuhl (der Spaziergang war als barrierefrei angekündigt!), einige Seniorinnen und Senioren, zwei junge Frauen mit bunten Kopftüchern – eine arabische Stadtteilmutter und eine junge Türkin. Die walter-Redakteurin begleitet das Trüppchen mit der Kamera. Treffpunkt war auf dem Lipschitzplatz. Und gleich hier gibt es überraschenderweise einen grünen kleinen Ort, den man sich näher anschauen sollte. Selma Tuzlali vom Quartiersmanagement stellt ihn vor: Studenten der Technischen Universität Berlin von den Fachbereichen „Städtebau und Urbanisierung“ und „Bildende Kunst“ haben im Rahmen des Projekts „Nachbars Gärten“ drei „Sitznüsse“ aus Beton gestaltet, eine Mandel, eine Haselnuss und eine Walnuss. Auf der kleinen Wiese direkt hinter dem U-Bahnhof haben sie drei Nussbäume gepflanzt, neben jedem befindet sich eine solche Betonnuss. Sie laden zum Ausruhen ein und zum Verweilen. Die Nussbäume haben gerade zum ersten Mal geblüht. Und der Mandelbaum hat schon ganz viele kleine grüne Mandeln gebildet. Noch trauen sich die Gropiusstädter nicht wirklich, sich auf die Nüsse zu setzen. Aber genau dafür sind sie gemacht, also nur zu!! Jeder Nussbaum hat übrigens einen Baumpaten, der (die) dafür sorgt, dass der Baum genug Wasser bekommt. Und im Spätsommer kann man dann schon die ersten Nüsse ernten. Diese kleine Wiese ist ein Nussgarten zum Verweilen und ein Spiegelbild der Gropiusstadt: Natur und Beton in freundlicher Eintracht! Danach geht es am Gemeinschaftshaus vorbei zum Glücksgarten des Interkulturellen Treffpunkts (IKT). Man sieht gleich, dass auch hier ein gemütlicher Ort geschaffen wurde. Ein großer Tisch mit Stühlen rundherum steht auf der Wiese, wo die Besucher des IKT ins Gespräch vertieft sind. Julia Pankratyeva empfängt die Spaziergänger und stellt den IKT mit seinen vielen unterschiedlichen Angeboten vor. Jeder ist eingeladen, mitzumachen! Hinter einem grünen Zaun kann man den eigentlichen Glücksgarten bewundern – die Gartengruppe des Interkulturellen Treffpunkts hegt und pflegt ihn. Früher war das ein verwildertes, ungepflegtes Stück Grün vor dem eigentlichen Park in Richtung Johannisthaler Chaussee, jetzt ein gepflegter Garten mit Blumen und Nutzpflanzen. Julia Pankratyeva erzählt stolz, dass hier letztes Jahr auch Weiter geht’s über den Wildmeisterdamm hinweg an der Rückseite von Lidl entlang in die Lipschitzhöfe. Hinter den eher gleichförmigen Hochhäusern der Lipschitzallee 36-44 tut sich wirklich eine Oase auf: Heike Thöne und Petra Haumersen vom Quartiersmanagement erzählen, dass 2010/11 eine wunderschöne Spiel- und Gartenlandschaft entstanden ist. Gestaltet von der Landschaftsarchitektin Birgit Teichmann und finanziert durch die Wohnungsgesellschaft Hilfswerk-Siedlung und über SozialeStadt-Mittel – mit viel Beteiligung und nach Wünschen der Bewohner. Es gibt viele unterschiedliche Bereiche: Sandkästen für die Kleinen, eine Skatebahn, Klettergerüste und Schaukeln. Alles umsäumt und durchzogen von Wegen und Mäuerchen zum Sitzen und drauf balancieren. Zwischendrin Blumen, Bäume, Büsche und viele Bänke. Und die Bewohner nutzen ihre Höfe total gern. Überall sieht man Grüppchen von Müttern mit Kinderwagen, Väter, die mit ihren Kindern toben, Familien, die Picknick machen. Jugendliche, die „chillen“ und sich unterhalten. Es gibt keine dunklen Ecken, keinen Müll auf den Wegen. Dafür sorgen natürlich die Hausmeister der HWS, aber auch die Bewohner helfen mit, alles sauberzuhalten. Am 22. Mai ist wieder Frühjahrsputz- und Pflanzfest. Das Besondere ist auch die friedliche Stimmung in den Höfen. Hier ist den Bedürfnissen von Familien Rechnung getragen worden und eine freundliche Umgebung
In den Lipschitzhöfen

wahre Riesentomaten geerntet wurden. Eine davon bekam sogar einen Preis beim Wettbewerb „Wer züchtet die GIGANTOMATE?“ der RBB-Sendung zibb (Zuhause in Berlin und Brandenburg), es war eine Coeur de Boeuf, also eine Ochsenherztomate. Ihr Umfang betrug sagenhafte 35 cm!! Wirklich ein Glücksgarten! Die Spaziergruppe geht weiter – nach ein paar Schritten ist man schon im Rosengarten. Das Herz der Grünanlage wurde Anfang der 70er Jahre vom Bezirk angelegt und Anfang der 90er neu gestaltet. „2006 wurde die Bepflanzung von Schülern aus dem Rollbergviertel erneuert und im Jahr darauf haben Bewohner am Freiwilligentag in einer Gemeinschaftsaktion alles Unkraut gejätet“, erzählt Petra Haumersen. Auf den Bänken kann man gut sitzen und das Grün und die Blumen genießen. Ein betagtes Pärchen tut das auch schon auf einer Bank. Im Moment blühen erst mal die Tulpen. Aber bald ist es soweit, dann duften die Rosen und es ist Sommer!

entstanden. Ein sonniger Garten für alle im Schatten der Hochhäuser. Über die Fritz-Erler-Allee hinweg führt der Spaziergang zum Gemeinschaftsgarten der Lipschitz-Kids auf der Rückseite der Lipschitzallee 34. Es ist ein kleiner Garten, aber hier

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Stadtteilkultur

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Paradiesisch: Die Wutzkygärten

Fotos: Ungethüm

Das Vogelwäldchen mitten in der Gropiusstadt Lamiye im Garten der Lipschitzkids

säen, pflanzen und gießen Mütter und Kinder gemeinsam mit den Betreuerinnen des Familienprojekts. Und die Stadtkinder hegen und pflegen mit Begeisterung „ihre“ Blumen, zupfen Unkraut und ernten im Herbst dann Bohnen, Tomaten und eigenen Salat. Eigene Beete sind eben auch zwischen Hochhäusern möglich! Verena Michels vom Projekt Lipschitzkids lädt alle Besucher herzlich ein, mal vorbeizukommen – Donnerstag nachmittags ist der Garten für alle offen. Im hinteren Teil des Gärtchens können Familien auch eigene Beete haben, um die sie sich eigenverantwortlich kümmern (allerdings sind die wenigen Beete dort schon in festen Händen!). Dort kniet Lamiye – mit beiden Händen in der Erde. Ihr Beet muss sie im Moment allein bewirtschaften, weil ihre Freundin Hamiyet, mit der sie es zusammen hat, im Moment in der Türkei in Urlaub ist. Die arabische Stadtteilmutter aus der Spaziergang-Gruppe kommt gleich mit ihr ins Gespräch. Und das ist, was solche Gemeinschaftsgärten schaffen: Nachbarschaft. Und wie man sieht, braucht man in der Gropiusstadt kein eigenes Haus, wenn man einen Garten haben will. Es gibt Möglichkeiten! Der Weg führt die Spaziergänger am berühmten Gropiushaus vorbei in einen richtigen Wald. Plötzlich ist es ganz still. Vögel zwitschern und die Bäume sind efeubewachsen. Herr Miethke ist hier in seinem Element. Er kennt die Geschichte der Gropiusstadt wie seine Westentasche und erzählt, dass das Vogelwäldchen früher Rudower Wäldchen hieß und zu kaiserlich-preußischen Zeiten – nämlich unter Wilhelm dem I. – vom Wildmeister Hugo Luther als Wildremise angelegt wurde, damit die hohen Herrschaften und ihr Gefolge genug Kleinwild zum Jagen hatten. Hier wurden Hasen, Rehe, Rebhühner und Trappen gehegt und später geschossen. 1934 wurde es dann als Vogelschutz-

wald ausgewiesen. Damals gab es ungefähr 46 Vogelarten. Heute nur noch 26 – aber der Name Vogelwäldchen ist geblieben. Und eine Oase ist es wirklich. Es ist ruhig und dämmrig zwischen den alten Bäumen. Hier im Wald können sich alle Sinne mal ausruhen. Von den Häusern der Großwohnsiedlung ist nichts zu sehen. Nur hier und da kommt jemand mit seinem Hund und ab und zu mal ein Jogger vorbei. Und die Wege sind so, dass auch die Dame mit dem Rollstuhl problemlos mitfahren kann. Das Wäldchen öffnet sich nach einer Weile und man sieht die Schienen der alten Mittenwalder Eisenbahn. Jetzt links herum und
Blume & Keramik im Glücksgarten

Das Neuköllner Wappen mit Berliner Bär, Kelch, Adler und Johanniterkreuz

recht paradiesisch – hier gibt es freitags auch immer ein Lagerfeuer und man kann sich dann in der Gropiusstadt fühlen, wie fast in der Prärie ;-) Drinnen im Nachbarschaftszentrum Wutzkyallee ist der Tisch gedeckt für die Spaziergang-Gruppe. Es gibt Kaffee und Kuchen zum Ausklang. Alle unterhalten sich angeregt und sind sich einig, dass das ein sehr schöner Spaziergang war. Informativ und vor allem – es wurde nicht zu viel versprochen: Es gibt wirklich Oasen in der Gropiusstadt. Vielleicht ohne Quellen, wie in der Wüste. Dafür mit viel Phantasie von den Menschen hier aufgebaut und nach und nach gewachsen. Grün und idyllisch und direkt in der Nachbarschaft – spazieren Sie einfach mal den Weg nach und genießen unser Wäldchen und die unterschiedlichen Gärten! Das Quartiersmanagement-Team wurde übrigens gefragt, weitere Spaziergänge anzubieten. Vielleicht zu bestimmten Themen wie „Blumen und Pflanzen in der Gropiusstadt“ – die Gropiusstadt ist grün! Ungethüm

die Spaziergänger sind am Ende des Weges angekommen: In den Wutzkygärten. Dort, auf dem Gelände des ehemaligen Abenteuerspielplatzes Wutzkyallee, empfängt sie Claudia Krause, die Leiterin des Nachbarschaftszentrums Wutzkyallee. Sie zeigt den Spaziergängern die Hoch- und Kistenbeete, die Bienen, die sehr leckeren Honig produzieren und lädt sie ein, wiederzukommen und mitzugärtnern. Die Wutzkygärten sind regel-

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Gropiusstadt Geschichte

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Der Robinson von Buckow –
Individualist oder „Querkopp“?
Annäherung an den geheimnisvollen einzig wahren Ureinwohner der Gropiusstadt. Erstmals wurde ich Anfang der 70er Jahre aufmerksam, als ich bei Spaziergängen mit Ehefrau und Kinderwagen von der Wutzkyallee bis zur Hugo-Heimann-Straße vordrang. Und zwar auf ein offenbar völlig verwildertes altes Grundstück, von Neubauten umschlossen, das in den Straßenraum hineinreichte und den Verkehr dort stark behinderte. Warum nur?? Es sah aus, als hätte es das Haus schon gegeben, lange bevor die Gropiusstadt auch nur geplant wurde. Aber warum gab es das Häuschen noch, obwohl es die Straße regelrecht durchschnitt? Aber das Grundstück lag außerhalb meines Aktionsradius, als der Kinderwagen nicht mehr gebraucht wurde, deshalb dachte ich nicht mehr daran. Mehrere Jahre später kam das Grundstück im Zusammenhang mit einer Raupenplage in der Gropiusstadt ins Gespräch. Gerüchte gingen um, die Goldafterraupen, die zeitweilig vermehrt auftraten, hätten dort ihre Nester und auch der Name „Zambecki“ (Z.) wurde genannt. Danach war es wieder eine Weile still, bis die Zeitungen sporadisch über unterschiedliche Meinungen zur weiteren Nutzung des Grundstücks berichteten: Die Gehag wollte es bebauen, die Anwohner bestanden auf einer Grünfläche. Letztlich wurde 1982 gebaut und es trat Ruhe ein. Man hörte nichts mehr. Als ich mich – inzwischen im Ruhestand vom Jahr 2000 an – intensiver für die Geschichte der Gropiusstadt zu interessieren begann, stieß ich immer wieder auf den Namen Zambecki, zuerst bei Wilhelm Schmidt, dem Neuköllner Heimatforscher, der viel über die Vorgeschichte des Gropiusstadt-Geländes wusste. Er schreibt in einem Artikel im Mitteilungsblatt des Neuköllner Heimatvereins von 1964: „Der einzige Feldweg, der den Wildmeisterdamm kreuzt, ist der Heroldweg (in etwa die Lipschitzallee) und seine Verlängerung. In seiner Mitte an einem Knick liegen links und rechts zwei nach dem 1. Weltkrieg entstandene Grundstücke, die von weitem wie kleine Gehölze aussehen und die Landschaft angenehm unterbrechen. Auf dem rechten Grundstück wohnt der sogenannte „Einsiedler von Buckow“. Der ehemalige Bankbeamte Zambecki, jetzt 72 Jahre alt, hatte in den zwanziger Jahren das Grundstück als Acker aus dem Nachlass eines Schuldners übernommen und dann ein Häuschen, umgeben von einem Garten, gebaut. (Berliner Morgenpost v. 19.6.1955). Obwohl Z. damals eine gut bezahlte Stellung hatte, reizte es ihn, dort einsam wie Robinson zu leben, denn drum herum waren damals ja nur Felder. Im Krieg zerstörten einmal Brandbomben das Häuschen und die etwa tausend Werke umfassende Bücherei, die philosophische Schriften und eine aus dem 14. Jahrhundert stammende GeBruno Zambecki um 1940

Das Schicksal von Hausherr und Häuschen interessierte mich, aber mehr gab die Literatur nicht her. Also besorgte ich mir vom Archiv den erwähnten Morgenpost-Artikel. Auch daraus war wenig „Honig“ zu saugen. Allerdings sah ich erstmals ein Foto meines Forschungs-„Opfers“. Zu einem Artikel, den ich zum 50-jährigen Jubiläum der Gropiusstadt schreiben wollte, reichten die Informationen aber auf keinen Fall. Ich wandte mich an den Rudower Heimatverein und die Kirchengemeinde Alt-Buckow, die mir Zeitzeugen nannten. Diese trugen zwar „Puzzleteile“ bei und ich erfuhr, dass Herr Z. nach Fertigstellung der Häuser rings um sein Grundstück wohl über einen Umzug nachdachte. Warum der dann aber nicht erfolgte, war nicht zu klären. Dann hatte ich die Idee, die Anwohner der Umgebung zu befragen. Mit Hilfe von 300 Zetteln, die ich in die Briefkästen der Umgebung einwarf, hoffte ich, vielleicht wenigstens ein vom Balkon aus geschossenes Foto zu bekommen. Aber auch diese Aktion war bis auf geringe Hinweise erfolglos. Da las ich in der Zeitung, dass die Zentral- und Landesbibliothek Berlin die Berliner Adressbücher

Foto: © Bundesarchiv

schichte der Mark Brandenburg aufwies. Die Eheleute Z. haben das Haus wieder aufgebaut, sie fühlen sich ungebunden und glücklich, obwohl am Abend nur eine Petroleumlampe Licht spendet. Vor der spitzen Ecke bei der Eingangstür steht (laut Wilhelm Schmidt) ein bei uns seltener Holunderstrauch mit geschlitzten Blättern, wahrscheinlich Sambucus nigra laciniata. Und beide, der „Robinson“ und der Holunder, werden leider eines Tages der Gropiusstadt weichen müssen.“ Wilhelm Schmidt konnte zu dieser Zeit nicht ahnen, wie lange dieses Grundstück bestehen würde. In dem 1974 erschienenen Buch „Die Gropiusstadt – Der städtebauliche Planungs- und Entscheidungsvorgang“ steht zu lesen: „Am verlängerten Heroldweg liegt südlich des Wildmeisterdamms mitten in den Feldern – wie eine Insel – ein 1973 noch vorhandenes Grundstück mit dichtem Baumbestand. Der private Besitzer schlägt bis Ende 1973 jedes Angebot aus, sein 1928/29 als Wohnlaube errichtetes Häuschen und den Obstgarten für die neue Bebauung aufzugeben. Das ca. 2500 m² große Grundstück hat 1973 (mit Gebäude) einen Wert von 300.000, – DM bei einem Einheitspreis von 120, – DM/m² erreicht.“ Ein Querkopp also, der einfach nicht verkaufen wollte?

Zeuge der Vergangenheit: Zambeckis Nussbaum

von 1799 bis 1943 ins Internet gestellt hatte. So suchte ich nach „Robinson“ und fand ihn 1927 in der Viktoriastraße in Steglitz, übriges als einzigen dieses Namens in Berlin. Als Beruf war Handlungsgehilfe angegeben. Das nächste Mal erscheint er 1942 mit der Berufsangabe „Sprengmeister“ in Buckow, Wildmeisterdamm/Ecke Heroldweg. Nach Handlungsgehilfe, Bankbeamter nun also Sprengmeister. Zwar weiß man neuerdings, dass die Banken viel „Sprengstoff“ bergen,

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/Angebote im Stadtteil

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Rechts: Berliner AdressbuchSeite, 1927 Abbildungen © Zentral- und Landesbibliothek Berlin Mitte rechts: Berliner Adressbuch-Seite von 1942

Sommerschule 2015
In der Stadtvilla Global vom 20. Juli bis 7. August 2015 Für Kinder, die in den Sommerferien nicht verreisen, bietet die Stadtvilla Global auch in diesem Jahr eine Alternative. Die Neuköllner Sommerschule, die dieses Jahr zum 11.Mal stattfinden wird, ist ein dreiwöchiges Ganztags-Projekt, das den Neuköllner Kindern ein attraktives Angebot jenseits von ,,Abhängen’’ und ,,Computerspielen’’ geben soll. Ziel des Projekts ist eine möglichst breite Erweiterung des Horizonts mit dem Schwerpunkt der sozialen und demokratischen Kompetenz. In der Sommerschule können die Kinder grundlegende persönliche und soziale Kompetenzen wie Stärkung der Persönlichkeit, Anschlussfähigkeit und lebensnahes Lernen, Mitbestimmungs- und Teilhabefähigkeit ausbilden und weiterentwickeln. Für Kinder im Alter von 7 bis 13 Jahren. Der Unkostenbeitrag für 3 Wochen inklusive Mittagessen, Eintrittsgeldern und Fahrgeld beträgt als Vollzahler 75,- € und ermäßigt 50,- € Vom 20. Juli bis 7. August 2015, Montag bis Freitag von 9:00 bis 16:00 Uhr in der Stadtvilla Global Dieses Jahr findet die Sommerschule anlässlich des Internationalen Jahres des Lichts unter dem Motto „Licht des Jahres“ statt. Es steht neben gemeinsamen Ausflügen auch eine ganze Reihe von Workshops auf dem Stundenplan. Dieses Mal dreht sich alles um Licht und Energie. In Workshops entwickeln Kinder mit Physikern gemeinsam Zukunftsvisionen. Wir werden mit Lichtgeschwindigkeit durch die Galaxie reisen und einen Stern nach dem anderen besuchen. Was ist Licht eigentlich, was für eine Rolle spielt es in unserem Leben? Können wir ohne Licht leben und können wir das Licht messen? Auf solche Fragen werdet ihr Antworten finden. Ihr lernt, wie mit nachhaltiger Beleuchtung die Umwelt geschützt wird. Wir gehen auf die Lichtquellensuche und bauen ein Windkraftwerk und eine Solaranlage und erzeugen Strom für eine Lichtmaschine. Wie in den vergangenen Sommerschulen bieten wir dieses Jahr auch folgende Workshops an: Theater, Musik, Malen, Tanz, Kochen und Backen Anmeldungen sind bis zum 3. Juli möglich. Infos & Anmeldung Stadtvilla Global Otto-Wels-Ring 37, 12351 Berlin Tel: 603 10 80 info@stadtvilla-global.de www.stadtvilla-global.de Öffnungszeiten: Mo - Do 13:00 - 19:00 Uhr, 0 Fr 13:00 - 20:00 Uhr

Die Spuren von Bruno Zambecki, zuerst Handlungsgehilfe, später dann Sprengmeister
links: Berliner AdressbuchSeite, 1943

aber dass sie auch Sprengmeister beschäftigen? Und warum ist er von 1928 bis 1941 nicht verzeichnet? Im Zusammenhang mit den Feierlichkeiten zum 50-jährigen Jubiläum der Gropiusstadt lernte ich Herrn Kamp, den Geschäftsführer von gropiuswohnen, (einer Nachfolgegesellschaft der GEHAG) kennen und erzählte ihm von meinen Bemühungen. Er war mir behilflich, indem er die Erstmieter im Bereich des ehemaligen Z.-Grundstücks anschrieb und um Auskünfte bat. Wieder kamen einige Puzzleteile hinzu: Herr Z. besaß einen Schäferhund, bei Abriss seines Hauses fand man Waffen und Munition aus dem 2. Weltkrieg, der Nussbaum am Gehweg ist noch von seinem Grundstück. Vom Grundstücksamt Neukölln erfuhr ich, dass er das Grundstück am 19.10.1927 vom Vorbesitzer erworben hatte. Nach seinem Tod am 11.6.1976 wurde es am 10.8.1977 an seine Ehefrau Helene übertragen und am 29.5.1980 konnte es dann die GEHAG endlich kaufen. Außerdem sah ich beim Landesarchiv die Protokolle der Bezirksverordnetenversammlung und den „GropiusSpiegel“ (Stadtteilzeitung) aus der Zeit nach seinem Tode durch. Das Gerücht vom Waffenfund bestätigte sich und es war einiges von den Auseinandersetzungen um die Bebauung des Grundstücks zu lesen. Ein Bekannter riet mir, beim Bundesarchiv anzufragen. Sollte Z. im 3. Reich einer Organisation angehört haben, könnten dort Unterlagen vorhanden sein. Gesagt – getan. Und siehe, das Bundesarchiv hat eine Personalakte des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda. Dort hat Z. nur kurz (1943/44) in der Registratur gearbeitet und die Akte ist nicht sehr umfangreich. Aber sein Lebenslauf trat doch zutage:

Die Akte zeichnet das Bild eines Durchschnittsbürgers. 1891 wurde er in Löbau/ Westpreußen geboren, ging dort zur Schule, absolvierte eine dreijährige kaufmännische Lehre und fand auch die erste Arbeitsstelle. 1911 übersiedelte er nach Berlin. Am Ersten Weltkrieg nahm er offenbar nicht teil. Von seinen in der Akte nachweisbaren 30 Berufsjahren war er etwa 10 Jahre bei Banken beschäftigt, hatte aber auch „exotische“ Arbeitsstellen wie den Reichsvollkornbrotausschuss und das Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete. 1929 heiratete er, Kinder hatte er keine. Mit einem monatlichen Einkommen von 338 RM (1943) lebte er schuldenfrei „in geordneten Verhältnissen“. Außerdem findet sich ein Hinweis auf die Mitgliedschaft in der Technischen Nothilfe als „Sprengmeister z. bes. Verf.“ Leider konnte mir die Nachfolgeorganisation, das Technische Hilfswerk, keine Erläuterungen zu dieser Bezeichnung liefern. Weitere Rätsel blieben noch zu lösen: Warum erscheint er nicht gleich nach dem Kauf und der Bebauung des Grundstücks im Adressbuch? Warum hat er Waffen in seinem Keller gehortet? Diese Fragen und die hier in der Artikel-Überschrift werden wohl fast vierzig Jahre nach dem Tode des „Ureinwohners der Gropiusstadt“ unbeantwortet bleiben müssen, da er eben keine Kinder hatte, die eventuell noch Aufschluss geben könnten. Der „Robinson von Buckow“ bleibt geheimnisvoll. Der Nussbaum aus seinem Garten ist jedoch ein bleibendes Andenken an den UrGropiusstädter und wird es hoffentlich noch lange bleiben: Nussbäume können ein Alter von 150 bis 160 Jahren erreichen. Falls Sie, liebe Leser, noch Erhellendes zum Schicksal des Herrn Zambecki beitragen können, oder noch alte Fotos von Haus oder Besitzer haben, melden Sie sich!! Hans-Georg Miethke

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Aus den Schulen

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walter

Räuber am Efeuweg
„Der Mut wächst mit der Gefahr; die Kraft erhebt sich im Drang.“*
Rote Mehrweg-Flaschenkästen stehen auf der Bühne der Gemeinschaftsschule am Campus Efeuweg. Am 20. April war dort Premiere des diesjährigen Theaterstücks des Literaturclubs. Schon im letzten Jahr konnte die Lehrerin Anja Chrzanowski die Shakespeare-Company Berlin für eine Zusammenarbeit mit ihren Schülern und Schülerinnen begeistern. Und so haben Profis mit den Kindern gearbeitet und das kann man sehen! Obwohl die Shakespeare-Company normalerweise Shakespeare spielt, wird hier Schiller gegeben. Die Schüler und Schülerinnen beschäftigen sich zusammen mit ihrer Lehrerin schon das ganze Jahr mit ihm. In Weimar waren sie auf Spurensuche und in den Wäldern Brandenburgs haben sie am Lagerfeuer gesessen, haben Stockbrot gebacken und versucht sich ins Räuberleben hineinzudenken. Und jetzt sind sie: Die Räuber. „Räuber.Schiller.Ballade“ heißt das Stück, und es handelt einerseits von Bruderzwist, von Liebe und einer zerbrochenen Familie. Andererseits von Recht und Unrecht und vom Scheitern. Themen die immer aktuell sind und mit denen die Schüler auch etwas anfangen können. Zur Premiere ist auch hoher Besuch gekommen. Die Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey lässt es sich nicht nehmen, sich persönlich von spannenden Projekten am Campus Efeuweg zu überzeugen. Auch der Stadtrat für Jugend, Falcko Liecke und Bildungsstadtrat Jan-Christopher Rämer sind zu Gast.
Fotos: Ungethüm

Die roten Kästen sind das Bühnenbild – genial einfach, man kann sie zu Stühlen oder Barrikaden zusammenstellen, als Raumteiler benutzen, darauf steigen, um sich zu erhöhen, sich dahinter verstecken und damit werfen. Das Drama der ungleichen Brüder und ihres schwachen, ungerechten Vaters nimmt seinen Lauf. Sechzehn Schüler spielen mit und damit keiner zu kurz kommt, niemand zuviel Text lernen muss und damit die Facetten der Figuren besser herauskommen, werden die Rollen einfach mehrfach besetzt. Damit sind

Fehler macht und zum Schluss so teuer dafür bezahlt. In Amalie, die die reine Liebe verkörpert und trotzdem oder genau deshalb sterben möchte. Und man staunt, was hier auf die Beine gestellt wurde – es wird laut und deutlich gesprochen, Gefühle werden sichtbar gemacht, Wut, Verzweiflung, Resignation. Die Kostüme sind schlicht und effektiv und unterstreichen das Geschehen. Schwarz und Weiß. Schwarz sind die Räuber, Weiß ist die Familie und ihre Bediensteten. Das Rot der Mehrwegkisten wird von der Maske aufgenommen: Zwei indianerhafte rote Streifen im

„Ich bin mein Himmel und meine Hölle.“

Friedrich Schiller, Die Räuber

die Theatermacher im Trend: Bei Robert Wilsons „Faust“ am Berliner Ensemble, der zwei Tage später uraufgeführt wird gibt es auch fünf Mal den Faust und drei Mal Gretchen. Und die Schüler spielen mit aller Leidenschaft. Sie haben sich lange mit dem Thema auseinandergesetzt. Zuerst haben sie den Text mit den Regisseuren gelesen. Dann wurde viel diskutiert. Über Familie und Freundschaft, Liebe und Tod. Jetzt können sie sich in ihre Rollen hineinversetzen. In den neidischen, hinterlistigen Franz, der auch nur ein ungeliebter Sohn ist und sich zum Schluss umbringt. In den leidenschaftlichen Karl, der

Karl Moor I

Nach der Premiere am 20.4.2015 mit Lehrerin Anja Chrzanowski und Regisseurin Sylke Hannasky

Karl Moor II

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Angebote im Stadtteil

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Rein ins Grüne – raus in die Stadt
Langer Tag der StadtNatur am 20./21. Juni 2015 Berlin ist die Hauptstadt der Vielfalt – der Artenvielfalt. Am 20. und 21. Juni 2015 können das Interessierte beim Langen Tag der StadtNatur wieder hautnah erleben. Ob versteckte Stadtoasen oder tierisch-wilde Nachbarn: An der Seite von mehr als 200 Experten gibt es auch in diesem Jahr allerlei zu entdecken. Die Stiftung Naturschutz Berlin präsentiert innerhalb von 26 Stunden rund 500 StadtNatur-Veranstaltungen. Alle Veranstaltungen finden Sie unter: www.langertagderstadtnatur.de Und hier sind alle Veranstaltungen in der Umgebung der Gropiusstadt: Ort/Start: Ausstellungspavillon des Freilandlabor Britz im Britzer Garten, 12349 Berlin Anfahrt: Bus M44, Britzer Garten mit 10 Min. Fußweg Wer singt denn da? Vogelkundliche Tour durch den Britzer Garten Sa 20.6.15, 18:30 - 20:00 Uhr In der Dämmerung werden die Vögel noch einmal aktiv. Am Abend sind wir im Britzer Garten unterwegs, wo wir die Vögel beobachten und ihren Gesang kennen lernen wollen. Lassen Sie sich vom abendlichen Vogelkonzert verzaubern! Leitung: I. Böttner, B. Steinbrecher Für Jugendliche, Erwachsene. Botanik am Abend Führung durch den Britzer Garten Sa 20.6.15, 20:00 - 21:30 Uhr Am Abend herrscht im Britzer Garten eine besondere Stimmung. Kommen Sie mit, um auf der Wiese, im Wäldchen und rund um die Gewässer des Parks botanische Besonderheiten aufzuspüren und die abendliche Stille zu genießen. Vielleicht entdecken wir Pflanzen, die ihre Blüten erst in der Dämmerung öffnen, da sie von nachtaktiven Insekten bestäubt werden. Leitung: B. Schönefeld, f. Jugendliche, Erwachsene. Fledermäuse im Britzer Garten Führung mit Tierbeobachtung Sa 20.6.15, 21:30 - 23:00 Uhr Vor allem an den Gewässern des Britzer Gartens können abends Fledermäuse bei der Nahrungssuche beobachtet werden. Die Tiere sind in der Dunkelheit kaum mehr

zu entdecken, aber der BAT-Detektor hilft uns dabei, sie aufzuspüren. Leitung: Dr. F. Schembecker, B. Steinbrecher, f. Jugendliche, Erwachsene. Heilkräuter am Wegesrand Führung im Britzer Garten So 21.6.15, 14:00 - 15:30 Uhr Was der Laie häufig allgemein als Unkraut abstempelt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung nicht selten als wertvolles Heilkraut. Bei einem Rundgang durch den Britzer Garten spüren Sie mit Hilfe unserer Expertin viele Kräuter am Wegesrand auf und erfahren etwas über deren Inhaltsstoffe, Wirkungen und Anwendungsgebiete. Leitung: M. Wächter, f. Jugendliche, Erwachsene. Anbieter: Freilandlabor Britz e. V. Info: Betreten abends (20 - 22:30 Uhr) und Verlassen des Parks (20 - 1 Uhr) nur über den Eingang Buckower Damm möglich. Für Kinder/Jugendliche unter 18 Jahren in Begleitung erwachsener Ticketinhaber ist die Teilnahme kostenlos. Ansonsten kostet ein 26-Stunden-Ticket 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. (Tickets gibt es vor Ort am Eingang Buckower Damm)
Foto: F. Möllers:

Räuber sein!!

Gesicht kennzeichnen dekorativ die Räuber. Rot wie Blut! Die Schüler sprechen Reflexionen zum Thema aus dem Off – sie haben in der Beschäftigung mit dem Stoff auch für sich wichtige Erkenntnisse gewonnen: „Im Märchen siegt immer die Liebe, der Prinz kommt auf seinem weißen Pferd und alles wird gut.“ (Patrick) „[..] Liebe ist nicht schwer, aber total kompliziert. Liebe ist einfach nur schwer zu begreifen und manchmal ist sie auch gar nicht zu begreifen und einfach nur ätzend. Liebe heißt Leben!“ (Jasmin) „Familie ist ein wichtiger Bestandteil in meinem Leben. Ich achte meinen Vater und meine Mutter, würde ihnen nie wehtun, meine Geschwister sind ein Teil von mir!!“ (Antonia) Und: „Familie ist das Tuch, dass Dich auffängt, wenn Du fällst “ (Recep). Der Schluss auf der Bühne ist tragisch, die meisten sterben. Alle sind gescheitert – aber nur bei Schiller. Die Regisseure Sylke Hannasky und Daniel Schröder haben zusammen mit Anja Chrzanowski und einer phantastischen Truppe von motivierten und begabten Schülern und Schülerinnen ein beeindruckendes Stück Theater auf die Beine gestellt – Hut ab und mehr davon!! Ungethüm * Zitat: Friedrich Schiller, Die Räuber Gesamtleitung: Anja Chrzanowski Spielleitung & Regie: Sylke Hannasky, Daniel Schröder, Shakespeare Company Berlin Textvorlage Oliver Rickenbacher Ton, Licht, Bühne: Raimund Klaes Maske: Tamara Zenn, Annett Schulze Kostüme: Gabriele Kortmann Unterstützt u.a. von der Berliner Bildungsinitiative e.V., Shakespeare Company Berlin, Kryolan - Professional Make-up

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Stadtteilkultur

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Eine Neuköllner Institution wird 150
1865 wurde der Männer-Turnverein Vater Jahn Rixdorf gegründet. Einer der drei Gründungsvereine des heutigen TuS Neukölln 1865 e.V.. Im gleichen Jahr schafften die Vereinigten Staaten die Sklaverei ab. 150 Jahre Vereinsgeschichte in bewegten Zeiten, geprägt unter anderem durch Kriege, wirtschaftliche Änderungen, Teilung und Wiedervereinigung Deutschlands. 150 Jahre Fortschritt und Wandel, denen sich der TuS Neukölln gestellt hat und die den Verein geprägt haben. 1886 baute der Verein seine Turnhalle in der Ziethenstraße – der heutigen Werbellinstraße – auf. 1951 übernahm der TuS den Jahn-Sportplatz und die Baracken darauf. 1958 entstand der „Platz an der Sonne“, ein neuer Mittelpunkt des Vereinslebens an der Grenzallee, 1974 das Vereinsheim in der Boddinstraße. Alles musste weichen, zuletzt der „Platz an der Sonne“ für die Autobahn. Der aktuelle Vereinsmittelpunkt befindet sich in der Lipschitzallee und wir befinden uns weiterhin auf der Suche nach einem Grundstück für die Fortsetzung unserer erfolgreichen Vereinsarbeit. Im Wandel der Zeit befinden sich auch die Abteilungen des Vereins. Zu Beginn spezialisiert auf Turnen, wagte der Verein sich später auch in andere Bereiche. Derzeit hat der Verein fast 1200 Mitglieder, die in 16 Abteilungen Sport treiben. 37 Prozent unserer Mitglieder sind Kinder und Jugendliche. Für seine klasse Nachwuchsarbeit wurde der Verein zuletzt mit einem Zukunftspreis des Berliner Sports und für die beste Jugendarbeit in Berlin ausgezeichnet. Unsere Sportlerinnen und Sportler nehmen und nahmen sehr erfolgreich an Wettkämpfen und Meisterschaften teil. Zahlreiche Titel bei Berliner Meisterschaften, Deutschen Meisterschaften und auch bei Weltmeisterschaften zeugen von der Leistungsfähigkeit des TuS Neukölln. 150 Jahre gesellschaftliches Engagement und ehrenamtliche Tätigkeit waren und sind Fundament des Erfolges des Vereins. Und diese 150 Jahre TuS Neukölln wollen wir zusammen mit den Neuköllnern in Form eines „Familiensportfestes“, am 28.6.15 von 14:00 -18:00 Uhr, auf dem Gelände des Jahn-Sportplatzes, Columbiadamm 192, feiern, wozu wir alle herzlich bei freiem Eintritt einladen. Natürlich ist auch für das Weitere Informationen unter leibliche Wohl, bei zivilen Preisen, gesorgt. www.tus-neukoelln.de

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Stadtteilkultur

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Veranstaltungen in der Gropiusstadt
Kultur
Gemeinschaftshaus Gropiusstadt Bat-Yam-Platz 1, 12353 Berlin www.kultur-neukoelln.de Infos, Kartenreservierung + Verkauf: Tel. 902 39-14 16/-13 NTT – Neuköllner Theatertreffen der Grundschulen Do 18.6. 10:00 Uhr Kl. Saal Bruno-B.-Bürgel-Schule Die Mutmampfmonster Beatrix-Potter-Schule Es ist klein, grün und… Di 23.06. 10:00 Uhr Kl. Saal Cauer-Schule Die Klassenfahrt Musical: Das wundersame Verschwinden des Liemothik Do 25.6. 10:00 Uhr Kl. Saal Herman-Nohl – Schule Die Kids in unserer Straße Hugo- Heimann-Schule Musical: Die Magie der Schneekönigin Fr 26.6. 10:00 Uhr Gr. Saal Hausburg-Schule Märchen – einmal anders Annedore Leber –Schule Hexen hexen Detaillierte Informationen zu den Stücken siehe linke Seite! Selbsthilfezentrum Neukölln-Süd Lipschitzallee 80, 12353 Berlin Tel. 605 66 00 Ab 26.5. 13:30-15:00 Uhr Neue Selbsthilfe-Regionalgruppe Neukölln: Schlaganfall Gespräche, Austausch, Unterstützung. Dazu professionell angeleitetes Mobilitätstraining + Sturzprophylaxe. Kosten: Gruppenspende, Infos/Anmeldung Tel. 605 66 00 Sa 6.6. 15:00 - 17:00 Uhr Lachyoga – Wohltuend für Körper, Geist und Seele: Warum Lachen? Wer viel lacht, ist glücklicher, erfolgreicher und gesünder, denn intensives Lachen schaltet im Gehirn Glückssignale ein, befreit den Kopf, stärkt den Körper und verbindet Menschen miteinander. Bitte mitbringen: Lust am Lachen, bequeme Kleidung. Leitung: T. Walwei, Lachyoga-Lehrerin, Anmeldung unter Tel. 43 60 41 09, Gebühren: 6,- € Interkultureller Treffpunkt IKT/ ImPULS e.V. Bat-Yam-Platz 1, 12353 Berlin Tel. 902 39 - 14 15 Ab Mo 1.6. Glücksgarten Der Glücksgarten öffnet seine Tore! Jeden Tag gibt es verschiedene Aktivitäten, wie Marionetten/Gespenster-Bau, Gesellschaftliche Spiele, Sportund Musik-Aktivitäten, Stricknachmittag und vieles mehr. Das genaue Programm unter www.integrationsverein-impuls.de oder im Treffpunkt „ImPULS“ im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt Ab 27.5. immer mittwochs 16:00 - 18:00 Uhr Keramikwerkstatt Offene Keramikgruppe für Jung und Alt. Wir gestalten Keramiken für den Glücksgarten, aber auch für den eigenen Balkon und Garten. Erfahrene und Neugierige sind herzlich eingeladen, Kinder sind willkommen. Sa 11.7. Tagesausflug 7-Seen-Rundfahrt Mit Spaziergängen durch KleinGlienicke und Pfaueninsel. Preis: 15,-€. Information/ Anmeldung bis 12.6.: Di.-Fr. 10-15 Uhr, Tel. 902 39 14 15 Nachbarschaftszentrum Wutzkyallee Wutzkyallee 88-98, 12353 Berlin Tel. 661 62 09 Fr 5.6. 18:00 - 20:00 Uhr Disco Jeden ersten (und manchmal zweiten ;-) ) Freitag im Monat wird bei uns getanzt! Ein Angebot für behinderte und nichtbehinderte Menschen in Kooperation mit der Lebenshilfe gGmbH. Eintritt 1,- € der Teilnehmer begrenzt! Bitte denkt an Fahrkarte, Fahrgeld, Verpflegung und entsprechende Kleidung. Für die Kinder übernehmen die Groopies den Eintritt. Bei schlechtem Wetter wird der Ausflug verschoben. Wir freuen uns auf Euch! Fr 12.6. 16:00 - 19:00 Uhr „Holzspielplatz“, Theodor-LoosWeg 17, 12353 Berlin Thementag: „Kulturen in der Gropiusstadt“ Welche verschiedenen Kulturen gibt es in der Gropiusstadt und wie ist das Miteinander? Quiz, traditionelle Spiele, bunt gemischte kulinarische Speisen mit Elterncafé, Baum der Kulturen und vieles mehr. Die Groopies laden ein zu einem gemütlichen Beieinandersein. Eintritt frei. Kooperation Groopies und degewo Familienzentrum Manna Lipschitzallee 72, 12353 Berlin Tel. 602 575 33 Fr 19.6. 15:00 – 18:30 Uhr Hochseilgarten Gemeinsam mit Euch wollen wir von Plattform zu Plattform im Hochseilgarten schreiten! Also, wer keine Höhenangst hat, sollte sich im Manna anmelden! Fr 26.6. 18:30 – 20:30 Uhr Kreativabend Wir wollen den Abend in kreativer Art und Weise mit Euch verbringen! Was wir machen erfahrt Ihr am Abend. Aber eines ist sicher…es wird kreativ! Bitte 1€ mitbringen MädchenSportZentrum Wilde Hütte Wildhüterweg 2, 12353 Berlin Tel. 604 10 93 So 7.6. - Uhrzeit in der Wilden Hütte erfragen! Wendo – Workshop für Gebärdensprache Möchtest du gerne mehr erfahren über: Selbstverteidigung, Gehörlosen-Kultur, Fingeralphabet, worauf sollte ich achten im Umgang mit gehörlosen Menschen, was ist Gebärdensprache. Fr 19.6. - Uhrzeit in der Wilden Hütte erfragen! Summerflow (Yoga/Pilates) Sie möchten die Welt des Yoga kennenlernen und erleben, wie erfrischt und entspannt Sie sich nach einer Yogastunde fühlen? Verschaffen Sie sich einen Überblick und lernen Sie die Inhalte und Wirkungen dieser beiden Übungssysteme für Körper, Geist und Seele kennen. Sa 20.6. - Uhrzeit in der Wilden Hütte erfragen! Bordaline Battle: Urban Dance Battle, 2vs2 Oldschool (HipHop), 1vs1 Newstyle, 1vs1 Bboy, Blind Date Battle: Tänzer/innen treten im Battle System gegeneinander an, es wird Showacts geben und das alles findet bei uns draußen auf einer Bühne statt. (Eintritt frei !!)

Kinder und Jugendliche
Janusz-Korczak-Schule Wildhüterweg 5 12353 Berlin Tel. 67 06 66 3-0 Fr 22.5. 15:00 + 16:30 Uhr Schulgelände der JanuszKorczak-Schule Kunstprojekt „Märchenhafte JanuszKorczak-Schule“ Gemeinsam mit Künstlern von Tanzzeit. Alle Kinder der Schule führen auf vier Bühnen zu Märchenthemen das Gelernte auf! Eintrittspreis 50 Cent degewo AG Potsdamer Str. 60 10785 Berlin Tel. 26485-0 Sa 27.6. 10:00 - 16:00 Uhr degewo-Stadion an der Lipschitzallee 9. degewoSchülertriathlon & Familiensportfest „Team gewinnt“ – das ist wieder das Motto des 9. degewoSchülertriathlons mit begleitendem Familiensportfest. Alle Infos auf www.degewo-triathlon.de Familienbildungsprojekt Groopies Feuchtwangerweg 1 (Kiezladen) 12353 Berlin Tel. 60 25 96 45 Mobil: 0151- 514 286 75 Sa 6.6. 10:00 Uhr - 17:00 Uhr Treffpunkt 9:30 Uhr im Groopies-Kiezladen Ausflug „Gärten der Welt“ in Marzahn Chinesischer, arabischer, japanischer und koreanischer Garten, Irrgarten/Labyrinth, Spielplatz und vieles mehr bietet „Gärten der Welt“ in Marzahn. Bitte anmelden unter groopies@evin-ev.de oder Tel. 0151-51 42 86 75. Anzahl

Kirchen
Ev. Martin-Luther-KingGemeinde Martin-Luther-King-Weg 6 12353 Berlin Tel. 66 68 92 26 So 14.6. 17:00 Uhr GropiusSoirée: Musikalische Grüße vom Haus am See... Kammerchor „gropies. berlin“unter der Leitung von Marcus Merkel: Heitere und beschwingte Musik durch die Jahrhunderte nicht nur für junge Leute. Hören Sie auch moderne Songs und Bearbeitungen die den Gropies auf den Leib geschrieben wurden. Ev. Dreieinigkeits-Kirchengemeinde Lipschitzallee 7, 12351 Berlin Tel. 661 48 92 Sa 6.6. 15:30 Uhr Kindermusical Mäuse in der Kirche? Das gibt es doch nicht! Der Gemeindekirchenrat beruft eine Sondersitzung ein. Und dann kommt die Katze.. Musical von Eric Mayr mit den Kinderchören Dreieinigkeit, Neu-Buckow und dem Jungen Chor. Instrumentalensemble unter der Leitung von Christel Bungenstock-Siemon. Sa 6.6. 14:00 - 18:00 Uhr Sommerfest im Zentrum Dreieinigkeit Mit Bühnenprogramm! Für das leibliche Wohl wird an vielfältigen Essensständen gesorgt.

Soziokulturelles
Waschhaus-Café Eugen-Bolz-Kehre 12 12351 Berlin Tel. 30 36 14 12 Mi 24.6. 14:00-15:30, danach monatlich (Termine erfragen) Gedächtnistraining In entspannter Atmosphäre wollen wir gemeinsam unser Gedächtnis trainieren. Referentin: Sandra Malnati, Altenpflegerin und Sozialarbeiterin. Eintritt frei, in Kooperation mit der Hilfswerk-Siedlung. Do 25.6. 18:00 Uhr Zuckerarme Ernährung Ein Vortrag für Mütter mit Kleinkindern. Alle Menschen sind von Natur aus „Süßschnäbel – warum eigentlich? Ist die Ernährungspyramide noch „up to date“? Wo versteckt sich Zucker und wie schaut‘s mit anderen Kohlenhydraten aus? So ködert die Industrie uns und unsere Kinder. Referentin: Martina Fontana, Autorin

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Wichtige Rufnummern
Feuerwehr / Rettungsdienst 112 Polizei-Notruf 110 Giftnotruf 19 240 Kassenärztlicher Bereitschaftsdienst Tel. 31 00 31 (rund um die Uhr) • telefonische Beratung • Information über Erste-Hilfe-Stellen • Bereitschaftsärzte • Apothekennotdienst (Info) Bei lebensbedrohlichen Zuständen 112 anrufen! Wenn Sie sich Sorgen um ein Kind machen: Hotline für Kinderschutz der Berliner Jugendhilfe Tel. 61 00 66 Berliner Krisendienst Neukölln Tel. 390 63-90 Karl-Marx-Str. 23, 12043 Berlin Drogen-Notdienst Tel. 19 237 Krebs-Krisen-Telefon Tel. 89 09 41 19 (auch für Angehörige) Tierärztlicher Notdienst Tel. 83 22 90 00 - rund um die Uhr Zahnärztlicher Notdienst Tel. 890 04-333 - rund um die Uhr (Auskunft) Bürgeramt 4 Zwickauer Damm 52, 12353 Berlin Tel. 902 39-43 77 Sprechstunden Bürgeramt: Mo 8:00-15:00 Uhr Di, Do 11:00-18:00 Uhr Mi, Fr 8:00-13:00 Uhr Der Polizeipräsident in Berlin Abschnitt 56 Zwickauer Damm 58, 12353 Berlin Tel. 4664-556700 Geöffnet rund um die Uhr! Schiedsamt Neukölln – Bezirk 5 Gropiusstadt Schiedsfrau C. Feiling Tel. 605 25 18

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Nachbarschaftsfest auf dem Lipschitzplatz
Am Freitag, 29. Mai 2015 von 16:00 -19:00 Uhr
Ein Nachmittag mit Bewegungsangeboten, Spielen, Musik, Sport und Leckereien für Alt & Jung, Groß & Klein
Das Projekt wurde gefördert im Rahmen des Quartiersmanagements Gropiusstadt aus Mitteln der Europäischen Union, der Bundesrepublik Deutschland und des Landes Berlin über das Programm Soziale Stadt

walter - Mitmachen
Wenn Sie Lust haben, am walter mitzuarbeiten, melden Sie sich / meldet Euch bei der walter-Redaktion unter Tel. 60 97 29 03 wir freuen uns auf Sie! Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe ist am 3.6.2015

Impressum
Herausgeber: Quartiersmanagement Gropiusstadt im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Lipschitzallee 36, 12353 Berlin Tel. 60 97 29 03, Fax 60 97 29 04 qm-gropiusstadt@stern-berlin.de walter-Redaktion 60 97 39 24 walter-Mail: walter@qm-gropiusstadt.de Web: www.qm-gropiusstadt.de V.i.S.d.P Redaktion: Undine Ungethüm ./ Layout: Hans-Peter Bergner Druck: Union Druckerei Berlin GmbH Auflage: 4.000 Exemplare Gefördert durch die Europäische Union, die Bundesrepublik Deutschland und das Land Berlin im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ – Investition in Ihre Zukunft! Berlin, Mai 2015 Für unverlangt eingesandte Fotos, Texte oder Illustrationen übernehmen wir keine Haftung.

walter - Leserbriefe
Ihre Meinung interessiert uns! Wenn Sie Ideen für den walter haben, oder Ihnen etwas nicht gefällt, schreiben Sie uns eine Mail an walterpost@qm-gropiusstadt. de oder schicken Sie einen Leserbrief an: Redaktion walter c/o Quartiersbüro Lipschitzallee 36, 12353 Berlin Die Redaktion behält sich Kürzungen und auszugsweise Wiedergabe der Leserbriefe vor. Ebenfalls hat die Redaktion das Recht, Beiträge von Lesern ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen.
        
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