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nackten Beinen erschien die Frau vor der hocherfreuten
Männerwelt. Das nackte Bein ist eine Illusion aus hautfarbener
Seide; im Sommer ist Hautfarbe Sonnenbrand,
im Winter, will man tagsüber nicht frieren, ist es ein
Gemisch aus Wolle mit Seide, für die abendlichen
Stunden aber spannt es sich in zartester Seide um das
geliebte Gebein.
In unserer beinseligen Zeit kann nur das ebenmäßige
Bein einer schlanken Frau gefallen, obgleich es mit
seiner unsinnlichen edlen Wadenlinie und dem nicht zu
kleinen Fuß vielleicht doch noch einen Rivalen hat, in
dem zierlich gefesselten Bein mit der weichen, runden
Wade. Erotischer und verführerischer als das knabenhafte
Bein ist es sicher — nur entspricht es nicht dem
herben Geschmack unserer Zeit. H. L.
Die Tänzerin Violet Dorley.
Oben. Olava Lammerick