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Periodical volume

Full text: Lette-info Issue 37.2015

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LETTE INFO
Die Zeitung für den Lettekiez

Zeit für Bücher!

Der Lettekiez liest

Die Agentur Stadtmuster GbR, die das Festival wie gewohnt organisiert, konnte wieder zahlreiche Autoren und Schriftsteller dafür gewinnen: Reginald Grünberg, nach eigener Aussage ein „Lebemann, Vielfraß und fröhlicher Trinker“, wird seine neu entwickelte „Samurai Diät“ auftischen – satirische Kost vom Feinsten. Krimifreunde kommen bei Matthias Wit-

tekinds „Schneewestern“ auf ihre Kosten. Und Kinder können Usch Luhn lauschen, die aus ihrem Buch „Nele geht auf Klassenfahrt“ vorliest. Das sind natürlich nur einige von vielen möglichen Beispielen. Neben etablierten Autoren tragen auch literaturbegeisterte Kiezbewohner zum Festival bei, indem sie aus ihren Lieblingsbüchern vortragen oder ihre bevorzugten

Foto: Christiane Borgelt

„Der Lettekiez liest“ – das Festival rund ums Buch findet inzwischen zum dritten Mal statt. 2010 dauerte es noch kaum länger als ein Wochenende, im Vorjahr bereits einen ganzen Monat; und dieses Jahr stehen der Spätsommer und Lesefest Herbst von September bis Ende November dafür zur Verfügung: fast 3 Monate Zeit für Sprache und Literatur! Den größten Teil der knapp 30 Veranstaltungen bestreiten Lesungen, die an unterschiedlichen Orten im ganzen Kiez stattfinden.

LETTE INFO
Ausgabe 21 | September 2012
Durch ein Buch sieht man die Welt mit neuen Augen!
Foto: Pixelio – Rainer Sturm

Lette Info

Ausgabe 22 | Oktober 2012

Die Zeitung für den Lettekiez

bei ihrem Projekt „Sprechen üben nach dem Deutschkurs“, das sie aktuell zusammen mit Zeineb Ben Said durchführt. Es wendet sich speziell an Frauen aus unterschiedlichen Herkunftsländern, die wenig Gelegenheit haben, Deutsch zu sprechen. Um ihre anfänglichen Sprechhemmungen zu überwinden, stricken die Teilnehmerinnen nebenbei am längsten Schal von Berlin mit, der sogar ins Guinness Buch der Rekorde kommen soll. „Beim Stricken kommen dann alle automatisch ins Gespräch, das funktioniert bestens“, sagt Monika Kasüschke. Nachdem sie nun ihr neuestes Projekt vorgestellt hat (Genaueres dazu finden Sie auf Seite 4), diskutieren die Mitglieder der Aktionsfondsjury darüber und schließlich wird es einstimmig bewilligt. Bei manchen Projektvorschlägen sind die Jurymitglieder aber keineswegs einer Meinung. Manchmal wird lange und hitzig debattiert, ob das ein-

gereichte Projekt tatsächlich dem Kiezinteresse dient, ehe schließlich eine Mehrheitsentscheidung fällt. Günther Fröse, der seit 34 Jahren im Lettekiez lebt, ist mit seiner Frau Christine von Anfang an bei der Aktionsfondsjury. „Manche Sachen sind gut und manche Sachen lehnen wir auch ab“, sagt er. „Ich finde es gut, dass ich als Anwohner mitentscheiden kann, was passiert.“ Auch Michael Schulze ist von Anfang an Mitglied der Aktionsfondsjury. Er wurde 1948 im Lettekiez geboren, ist hier zur Schule gegangen und lebt nach Unterbrechungen seit 1978 wieder im Kiez. „Ich finde es wichtig, hier etwas zu machen. In der Aktionsfondsjury kann man eigene Ideen einbringen und man kriegt mit, was im Kiez passiert.“ Schön fände er, wenn sich noch mehr Leute engagieren würden. „Ich versuche immer meine Nachbarn zu überzeugen, aber bisher hat es leider nicht geklappt.“ Dorothea Peichl ist erst seit einem Jahr in der Aktionsfondsjury. „Ich fin-

de, dass die Mitglieder der Aktionsfondsjury einen Querschnitt der Bevölkerung des Lettekiezes bilden“, sagt sie. „Es ist ein demokratisches Instrument für Menschen, die bereit sind, sich Gedanken über den Kiez zu machen. Das finde ich großartig.“ Vielleicht haben Sie Lust bekommen, auch bei der Aktionsfondsjury mitzumachen? Alle, die im Kiez leben und mindestens 16 Jahre alt sind, können ihr beitreten. Schauen Sie einfach bei der nächsten Sitzung vorbei – Sie sind herzlich willkommen. Falls Sie selber Ideen für Projekte haben, die das Leben im Kiez verbessern, melden Sie sich bitte beim Quartiersmanagement Letteplatz.
➽ Beispiele für aktuelle Projekte, welche die Aktionsfondsjury beschlossen hat, finden Sie auf Seite 4. Die Projekte werden mit Mitteln des Quartiersmanagements aus dem Programm Soziale Stadt gefördert.

LETTE INFO

Ausgabe 28 | November 2013

Die Zeitung für den Lettekiez

Gemeinsam den Kiez erforschen

Die Nachbarschaftszeitung für den Lettekiez
Seit drei Jahren erkunden die Kiezhistoriker den Lettekiez. Sie besuchen Betriebe, sehenswerte Bauwerke und andere Orte, die interessant sind. AuKiezkultur ßerdem laden sie Gäste zum Erzählen ein oder berichten selbst über ihre Erfahrungen aus ihrem Leben und im Kiez – in gemütlichem Rahmen bei Kaffee und Keksen, und immer mit historischem Hintergrund. Bereits im Sommer haben Mitarbeiter von bwgt e.V zahlreiche Gespräche mit älteren Anwohnern geführt, um ihre Situation im Kiez besser einschätzen zu können. Wie Birgit Funke von bwgt e.V. erläutert, bestünden die Hauptprobleme der Senioren „in der sich verändernden Nachbarschaft, dem oft unsauberen Wohnumfeld, einer schlechten Infrastruktur und zu wenig Kontakt mit andern Menschen.“ Wie diese Probleme anzupacken seien, will sie nicht vorweg nehmen. „Genau darüber wollen wir auf der Ideenwerkstatt diskutieren, um gemeinsam Lösungen zu finden.“ Aber wie funktioniert so eine Ideenwerkstatt eigentlich? Zunächst werden die Ergebnisse der Bürgerbefragung detailliert dargestellt und ausgewertet. Es wird geklärt, welche Angebote im Kiez vorhan➝ Fortsetzung nächste Seite

Die Kiezhistoriker

Ausgabe 37 | Mai 2015
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Autoren vorstellen. Ulrich Schütter zum Beispiel ist ein Fan von Gottfried Benn. „Ein ersoffener Bierfahrer wurde auf den Tisch gestemmt. / Irgendeiner hatte ihm eine dunkelhelllila Aster / zwischen die Zähne geklemmt“ – so beginnt das Naturgedicht „Kleine Aster“ des Berliner Lyrikers und Arztes, aus dessen Werken Ulrich Schütter vortragen wird. Aber ist das überhaupt ein Gedicht? Wie unterscheidet sich eigentlich Lyrik von kurzer Prosa? Und wie eine Kurzgeschichte von einer Novelle? Diese und andere knifflige Fragen zur Literatur, zur Geschichte des Lesens und zu Büchern im Allgemeinen und Besonderen wird der Verein Aladin e.V. bei mehreren Seminaren in der Sprachstube Deutsch beantworten. Schüler der Reginhard-Schule dürften daran weniger Interesse haben; aber für sie steht ein Ausflug

Einladung zur Ideenwerkstatt „Älter werden rund um den Letteplatz“
Veränderungen gehören zum Leben, doch mit zunehmendem Alter wird es schwieriger, damit umzugehen – vor allem, wenn sich so vieles verändert, wie derzeit im Lettekiez: Vertraute Geschäfte schließen und altbekannte Nachbarn ziehen weg. Unter dem Titel „Ein Bund fürs Leben – älter werden rund um den Letteplatz“ veranstalten Dienstag, deshalb die Agentur bwgt e.V. und das Quartiersmanagement 30. Oktober Letteplatz am Dienstag, 30. Oktober eine Ideenwerkstatt, die 10 bis 16 Uhr sich den Bedürfnissen der Senioren widmet. Insbesondere ältere Haus am See Anwohner sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen, aber auch Menschen, die sich (noch) nicht zu den Senioren zählen – früher oder später werden auch sie von den Veränderungen profitieren, die sie jetzt in die Wege leiten.

Gute Aussichten für Seniorinnen und Senioren

Impulse für den Kiez

Der Quartiersrat Letteplatz wird neu gewählt
Wählen und gewählt werden! Im Lettekiez steht eine wichtige Wahl bevor: Am Dienstag, 19. November wird der Quartiersrat neu gewählt! Bezirksstadtrat Martin Lambert wird die Wahl leiten, die ab 18 Uhr in einer öffentlichen Veranstaltung im Hort der Reginhard Grundschule stattfindet. Alle Anwohnerinnen und Anwohner sind eingeladen, ihre Kandidaten zu wählen oder sich selbst aufstellen zu lassen, um künftig über die Belange des Kiezes mitzuentscheiden. bessern. „Wir haben hier schon viele tolle Projekte auf den Weg gebracht“, sagt die Sprecherin des Quartiersrates Sigrid Sattmann: „Zum Beispiel wurde der Letteplatz neu gestaltet und im nächsten Jahr wird das Familienzentrum fertig.“ Das sind nur zwei Beispiele aus einer großen Palette von Projekten, die darauf abzielen, Integration, Bildung und Zusammenleben im Kiez zu stärken. Damit der Quartiersrat auch in Zukunft erfolgreich zusammenarbeiten kann, ist ehrenamtliches Engagement weiterer Anwohnerinnen und Anwohner nötig. „Über Vorschläge abzustimmen, die das Leben im Kiez verbessern, halte ich für eine gute Sache. Das kann aber nur funktionieren, wenn viele mitmachen“, sagt Heinz Lahmann, 1935 im Lettekiez geboren und ältestes Mitglied. Konkret besteht die Arbeit des Quartiersrates darin, sich einmal
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➽ Das Projekt wird mit Mitteln des Quartiersmanagements aus dem Programm Soziale Stadt gefördert. Kontakt: Quartiersmanagement Letteplatz, Mickestraße 14, 14309 Berlin, Tel: 49 98 70 89 – 0, E-Mail: team@qm-letteplatz.de / C. Borgelt, Tel: 0172 – 59 69 217, E-Mail: christiane-borgelt@t-online.de

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LetteInfo|Ausgabe27|Oktober2013

Der Quartiersrat Letteplatz setzt sich aus Vertretern von Einrichtungen im Kiez und Anwohnern zusammen. Gemeinsam entscheiden sie über Fördermittel aus dem Programm „Soziale Stadt“, die in Projekte fließen, welche das Leben im Kiez ver-

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Grafik: Sonja Seulberger

Die Nachbarschaftszeitung für den Lettekiez

Foto: Sonja Seulberger

„Kürzlich haben wir ein Erzählcafé zum Thema Krieg und Nachkriegszeit veranstaltet, wo wir Texte unserer Eltern vorgelesen

oder eigene Erinnerungen zusammengetragen haben. Zum Beispiel, wie sich die Leute bei Bombenangriffen in die Luftschutzkeller

drängten, wie einer von uns im Bombenhagel geboren wurde oder wie man mit Brandbomben umging“, erzählt die Architektin Christiane Borgelt, die das Projekt durchführt. Bei den nächsten Terminen wollen die Kiezhistoriker ein Reinickendorfer Weltkulturerbe, die Großsiedlung Weiße Stadt, erforschen. Unterstützung bekommt Christiane Borgelt bei solchen Ausflügen von dem Heimatforscher Klaus Schlickeiser, der festes Mitglied der Kiezhistorikern ist. Im Lettekiez aufgewachsen, hat er mehrere Bücher über verschiedene Berliner Bezirke veröffentlicht, unter anderem natürlich auch über den Lettekiez, und „kennt hier jeden Stein“. Aber auch die anderen Kiezhistoriker tragen bei den Treffen immer etwas bei. „Das ist unser Prinzip, dass alle aktiv beteiligt sind: Kuchen backen, Tisch decken, Inhalte vortragen, historisches Material mitbringen.“ Neue Gesichter sind gern gesehen! Falls Sie historisches (Kiez)Interesse mit geselligem Beisammensein verbinden wollen, sind Sie bei den Kiezhistorikern genau richtig. Mehr Informationen zu ihnen finden Sie auch unter www.letteplatz-kiezgeschichte.de.

Foto: S. Gürtler

Ausgabe 30 | April 2014

LETTE INFO

Die Nachbarschaftszeitung für den Lettekiez

LETTE INFO

Die Nachbarschaftszeitung für den Lettekiez

Ausgabe 32 | August 2014

Ausgabe 31 | Juni 2014

Ausgabe 29 | Dez. 2013 / Jan. 2014

Die Zeitung für den Lettekiez
Grafik: Sonja Seulberger

Foto: QM-Team

Prost Neujahr

Das neue Familienzentrum Kita Letteallee ist fertig
die Jazzband „Jazz it“ spielen. Auf dem Bolzplatz findet ein Fußballturnier und auf der Rasenfläche des Spielplatzes ein Feldhockeyturnier statt. An einem Bollerwagen voller Spielsachen können sich die Kinder bedienen, für die es an den Ständen ebenfalls zahlreiche Spiel- und Bastelangebote gibt. Auch in kulinarischer Hinsicht ist für Abwechslung gesorgt. Kommen Sie einfach vorbei! Lassen Sie sich überraschen, wie bunt der Lettekiez ist – nirgendwo lässt sich das besser erleben, als auf dem Lettefest. Alle sind herzlich eingeladen!
➽ Das Schul- und Lettefest wird vom Jugendzentrum BDP-Luke organisiert und mit Mitteln des Quartiersmanagements aus dem Programm Soziale Stadt finanziert.

Herzliche Einladung zum Neujahrsempfang!
Damit Sie sich von den Silvesterfeierlichkeiten ausreichend erholen können, startet das Lettejahr erst ab Dienstag, dem 21. Januar so richtig Dienstag, durch: und zwar mit einem Neujahrsempfang in der Aula der Regin21. Januar hard-Grundschule, zu dem das Quartiersmanagement Letteplatz einlädt. 18 Uhr Alle Nachbarn sind herzlich willkommen, gemeinsam auf ein erfolgreiches Jahr 2013 zurückzublicken und auf ein ebenso erfolgreiches Jahr 2014 anzustoßen. Auf dem Neujahrsempfang wird sich erstmals der neu gewählte Quartiersrat (siehe S. 2) vorstellen. Außerdem können Sie mehr über zahlreiche Projekte erfahren, die im Lettekiez laufen – und zwar von den Projektträgern selbst. Unter anderem wird das Jugendzentrum BDP Luke sein LetteProjekt vorstellen, das im Sommer auf dem Letteplatz stattfindet und viel Anklang bei den Anwohnerinnen und Anwohnern findet. Die Künstlerin Roos Versteeg wird von ihrem neuen Projekt „Gut gemischt“ berichten, welches sie zusammen mit einer fünften Klasse der Reginhard-Grundschule durchführt. Auch über das Familienzentrum Letteallee, das 2014 seine Eröffnung feiert, werden Sie das Allerneueste erfahren: Nicht nur, dass es demnächst seinen Betrieb aufnehmen wird, durch die Umbaumaßnahmen wurden auch zahlreiche neue Kitaplätze geschaffen, die im Lettekiez dringend benötigt werden. Mehr darüber berichten Ihnen die Kitaleiterin Michaela Munke und die Koordinatorin des Familienzentrums Bettina Schwenzfeier. Aber das sind nur einige Beispiele – wenn Sie sich ein umfassendes Bild davon machen wollen, was im Lettekiez alles passiert, kommen Sie einfach vorbei! Zu geselligem Beisammensein und Austausch besteht bei einem leckeren Buffet Gelegenheit. Und wer weiß, vielleicht werden dabei schon wieder neue Projektideen geschmiedet!

Ein Grund zum Feiern

Der erste Bauabschnitt der Mittelbruchzeile ist fertig!
Im August 2013 begann die Umgestaltung der Mittelbruchzeile im Norden des Quartiersmanagement-Gebietes. Am Donnerstag, 10. April um 15.30 Uhr wird Baustadtrat Martin Lambert den ersten BauDo. abschnitt eröffnen: die Spiel- und Aufenthaltszonen zwischen Regin10. April hard- und Breitkopfstraße. Alle Anwohnerinnen und Anwohner sind 15.30 Uhr herzlich eingeladen, bei Kaffee und Kuchen mitzufeiern. Sie dürfen sich auf einen blühenden Rosengarten mit komfortablen Sitzgelegenheiten, zwei Spielflächen mit unterschiedlichen Bewegungsangeboten und eine weitläufige Wiese zum Erholen und Picknicken freuen. Nach Fertigstellung des ersten Bauabschnittes sollte auch der Abschnitt zwischen Breitkopf- und Residenzstraße zeitnah umgebaut werden. Doch wie die Berliner Wasserbetriebe feststellten, muss zunächst ein neuer Regenwasserkanal in die Fahrbahn verlegt werden, da der alte marode ist. Dies wird ab der zweite Jahreshälfte 2014 geschehen. Anschließend steht der Fortführung der Bauarbeiten nichts mehr im Weg: Zwischen Breitkopf- und Residenzstraße werden eine verkehrsberuhigte Zone, ein eingezäunter Hundegarten sowie weitere Erholungs- und Begegnungsorte entstehen; außerdem wird der Radweg bis zur Residenzstraße erneuert. Gegen Ende 2015 soll der Umbau der gesamten Mittelbruchzeile abgeschlossen sein!
➽ Der Umbau der Mittelbruchzeile wird mit Geldern des Bezirks Reinickendorf und Fördermitteln des Quartiersmanagements aus dem Programm Soziale Stadt finanziert.

Lettefest

Am 13. Juni wird gefeiert!
Musik und Spaß Am Freitag, 13. Juni von 14 – 19 Uhr findet einer der jährlichen Höhepunkte im Lettekiez statt: das Lettefest. Gefeiert wird es bereits zum siebten Mal auf dem Letteplatz und im Hof der Reginhard-Grundschule. Eingeladen haben das Jugendzentrum BDP Luke, das Quartiersmanagement Letteplatz, die Reginhard-Grundschule und das Kinderzentrum Pankower Allee. Um 15 Uhr wird Bezirksstadtrat Martin Lambert das Fest eröffnen. der Bühne werden der Kinderchor der Reginhard-Grundschule und die „Reginhardbreakers“ zu sehen und zu hören sein. Gesangs- und Tanzgruppen des Jugendzentrums BDP-Luke und des Kinderzentrums Pankower Allee treten auf und die Sambagruppe „Alegria do Samba“ sowie

Die ersten Ideen entstanden 2010 im Rahmen des Quartiersmanagements Letteplatz, im Herbst 2011 begann die konkrete Planung unter großer Beteiligung von Eltern, Nachbarn und Erzieherinnen; im Sommer 2013 starteten die Bauarbeiten. Nun ist es fertig: Das neue Familienzentrum Kita Letteallee. Am 20. Juni wurde es in Anwesenheit der Bezirksstadträte Martin Lambert, Andreas Höhne und Uwe Brockhausen sowie des Trägers Kindertagesstätten Nordwest feierlich Meilenstein eingeweiht. Vor allem aber sind zahlreiche Anwohnerinnen und Anwohner erschienen, um die neuen Räume zu besichtigen und dieses Ereignis zu feiern, das einen Meilenstein für die Entwicklung des Lettekiezes bedeutet. Der professionellen Arbeit von Kitaleiterin Michaela Munke und der Koordinatorin des Familienzentrums Bettina Schwenzfeier ist es zu verdanken, das trotz der Bauarbeiten der Kitabetrieb reibungslos weiterlief und bereits erste Angebote für Kinder und junge Eltern stattfanden, die in Zukunft noch erweitert werden. Mit dem Familienzentrum wird der Lettekiez nicht nur attraktiver für Familien, denen hier umfangreiche Hilfsund Beratungsangebote zur Verfügung stehen – darüber hinaus soll es sich zu einem Treffpunkt für alle Alters- und Kulturgruppen im Kiez entwickeln: Hier stehen Räume zur Verfügung, um eigene Ideen und Projekte umzusetzen und Veranstaltungen

durchzuführen. Ihre Vorschläge und Wünsche sind herzlich willkommen! Falls Sie bei der Einweihung nicht dabei sein konnten, schauen Sie doch einmal donnerstags zwischen 9 und 12 Uhr beim Sonnencafé im neuen Familienzentrum vorbei!
➽ Das aktuelle Angebot des Familienzentrums finden Sie unter www.webcalendar.de/month. asp?ID=Familienzentrum. Gerne informiert Sie auch die Koordinatorin des Familienzentrums Bettina Schwenzfeier unter familienzentrum-letteallee@gmx. de bzw. Tel.: 4925893. Der Eigenbetrieb Kindertagesstätten Nordwest führte den Umbau der Kita zu einem Familienzentrum mit Mitteln von 961.900 Euro des Programms Soziale Stadt durch und hat mit über einer Million Euro Eigenmitteln gleichzeitig 45 Kitaplätze durch den Neubau eines Dachgeschosses geschaffen.

Akteure, Projektträger und Einrichtungen des Kiezes werden ihre Stände auf dem Letteplatz aufbauen, um sich den Besuchern vorzustellen. Und wie jedes Jahr haben die Organisatoren ein Programm auf die Beine gestellt, das für Jung und Alt etwas bietet. Um nur einige Highlights zu nennen: Auf

LETTE INFO

Herzliche Einladung zum Neujahrs­ empfang!
2015

Prost Neujahr

Der Winter kann kommen

Die Top­Ten­Ausflugsziele im Lettekiez
von Nathalie Bönsch-Mischorr Mit unseren Top-Ten-Ausflugszielen wird der Winter im Lettekiez bestimmt nicht langweilig! • Schmökern und spielen in der Bibliothek am Schäfersee. Für Kinder wird bis März jeden zweiten Donnerstag um 17 Uhr ein Kinofilm gezeigt. Jeden Montag um 16.30 Uhr ist Vorlesestunde für Kinder ab drei, zur selben Zeit wird freitags deutsch-türkisches Vorlesen angeboten. • Im Kinderzentrum Pankower Allee sorgt ein umfangreiches Wochenprogramm für Abwechslung. Kochen (Di., Do.: 14.30 – 17.30 Uhr. Bitte anmelden!), Werken (Di., Do., Fr.: 14.30 – 17.30 Uhr), Figurentheater (Di., Mi.: 14.30 – 17.30 Uhr), Sport (für Frauen, Mi., Fr.: 10 – 11 Uhr). • Das Jugendzentrum BDP Luke hat ein Winterferienprogramm zusammengestellt, u.a. mit Beachvolleyball & -soccer. • Egal ob Yoga, Lachtreff, Näh- oder Spielgruppe, das Haus am See in der Stargardtstr. 9 bietet für jeden etwas. • Im kürzlich eröffneten Café my moon in der Markstraße 4 lassen sich leckere Tips Shakes, Cocktails und eine gute Shisha in gemütlicher Atmosphäre genießen. • Nach ein paar Wochen Dauerfrost  könnte die Zeit reif sein für Schlittschuhlaufen auf dem Schäfersee. Achtung! Das Eis muss stabil und durchgefroren sein! • Gerodelt werden kann im Schillerpark. Von der Baby- bis zur Knochenbrecherbahn ist für jeden etwas dabei. • Bis Ende August 2015 läuft im Labyrinth Kindermuseum in der Osloer Straße 12 die interaktive Ausstellung „Platz da! Kinder machen Stadt“. Hier können Kinder ihren eigenen Lebensraum neu entdecken und gestalten. • Auf dem Kinderbauernhof Pinke Panke (Am Bürgerpark 15-18, S-Bhf. Wollankstraße) können Kinder regelmäßig bei der Tierfütterung mitmachen. Außerdem wird hier gegrillt, gekocht, gebastelt und gewerkelt, außer montags. • Schwimmen kann man im Hallenbad in der Seestraße 80. Es hat ein Kinderbecken mit Rutsche. Die Familienkarte für zwei Erwachsene und maximal fünf Kinder kostet 11,50 Euro. 

Ausgabe 33 | Sept. 2014

Die Nachbarschaftszeitung für den Lettekiez

Foto: die artisanen

LETTE INFO
Do it yourself!

Die Nachbarschaftszeitung für den Lettekiez

Gelebte Gastfreundschaft

Foto: QM-Team

Ausgabe 34 | Nov. 2014

Interreligiöser Gottesdienst
Ankün­ Unter dem Thema „Gastdigung freundschaft“ feiern die Evangeliumskirche und die Kocasinan-Camii-Moschee am Sonntag, dem 11. Januar 2015 gemeinsam einen Gottesdienst. Bei der Organisation hat ihnen der der Verein Aladin g.e.V. geholfen. Um 10.30 Uhr führt Pfarrer Sellin-Reschke die Besucherinnen und Besucher durch die Kirche der Evangeliumsgemeinde. Um 11 Uhr beginnt der Gottesdienst gemeinsam mit den muslimischen Nachbarn. Nach einer halben Stunde wird er in der Moschee in der Pankower Allee fortgesetzt – ein Fahrtdienst dorthin ist organisiert. Anschließend gibt es einen Imbiss in der Moschee; dabei können die Besucher mehr über die jeweils andere Religion erfahren, um sich gegenseitig besser kennen und verstehen zu lernen.
➽ Das Projekt wird mit Mitteln des Quartiersmanagements aus dem Programm „Soziale Stadt“ gefördert.

Lettekiez liest und Salon K

Kulturherbst im Lettekiez!
Gute Unterhaltung! Ein Herbst mit kunterbunten kulturellen Angeboten erwartet Sie im Lettekiez. Vom 19. September bis 30. Oktober findet das Literaturfestival „Lettekiez liest“ statt – im fünften Jahr in Folge und organisiert von der Agentur Stadtmuster GbR, die zahlreiche spannende Autoren gewinnen konnte. Doch auch literaturbegeisterte Anwohnerinnen und Anwohner lesen aus ihren Lieblingsbüchern vor; und wie im Vorjahr haben sich wieder viele als Literaturpaten an der Organisation und Umsetzung des Lesefestes beteiligt. Ihnen sowie der Stadtteilbibliothek, der Buchhandlung am Schäfersee und dem Familienzentrum, die ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellen, ist es zu verdanken, dass ein abwechslungsreiches und spannendes Programm entstanden ist. Doch nicht nur Bücherwürmer kommen in diesem Herbst auf ihre Kosten: Vom 18. bis 21. September macht der Salon K im Lettekiez Station, ein Kunst- und Kulturfestival, das von Kirschendieb & Perlensucher initiiert wurde und nun bereits zum vierten Mal stattfindet. Unter anderem mit Musik, Theater, Performances und Installationen wird der Salon K an verschiedenen Orten drinnen und draußen für beste Unterhaltung sorgen. Auch hier haben sich erstmals Anwohnerinnen und Anwohner an der Programmgestaltung beteiligt. Auf den nächsten Seiten erfahren Sie Genaueres zu beiden Festivals. Das Wichtigste jedoch vorab: Sämtliche Veranstaltungen sind kostenlos und alle sind herzlich eingeladen!
➽ Lettekiez liest wird mit Mitteln des Quartiersmanagements aus dem Programm „Soziale Stadt“ gefördert. Salon K – Kunst. Kultur. Festival in Reinickendorf-Ost wird mit Mitteln des Quartiersmanagements aus dem Programm „Soziale Stadt“ gefördert und in Zusammenarbeit mit dem Bezirk Reinickendorf, Fachbereich Kunst und Geschichte und mit lokalen Einrichtungen durchgeführt.

Kaputtes selber reparieren!

Das RepairCafé – ab sofort im Lettekiez!
und Jeansflicken benötigt. Repariert wird im RepairCafé eigentlich alles, vor allem aber Kleidung, Fahrräder und mechani­ sche Geräte. „Schwierig wird es, wenn es um Feinelektronik geht oder wenn spezi­ elle Ersatzteile benötigt werden“, erklärt Birgit Dörr. In solchen Fällen ist es besser, sie vorher anzurufen oder einfach beim Re­ pairCafé vorbeizukommen und den anwe­ senden Reparaturexperten erst einmal das Problem zu schildern.
➽ Kontakt: Birgit Dörr (Tel.: 264 762 29 bzw. birgit. doerr@diewille.de ) oder Quartiersmanagement Letteplatz (Tel. 499 870 89 – 13). Das „Repair CaféLetteallee“ wird mit Mittel des Quartiersmanagements aus dem Programm Soziale Stadt gefördert. Die Teilnahme ist kostenlos.

Kaputte Elektrogeräte, defekte Fahrräder, zerrissene Jeans – diese und andere Sa­ chen brachten etwa 20 Anwohnerinnen und Anwohner am 22. Oktober ins Familienzent­ rum Letteallee. Dort feierte das neue RepairCafé seine Eröffnung: Ehrenamtliche Reparatur­ experten aus dem Kiez halfen ihren Nachbarn dabei, Kaputtes wieder funktionsfähig zu machen. „Künftig findet das RepairCafé jeden dritten Mittwoch im Monat im Familienzen­ trum Letteallee statt“, erklärt Birgit Dörr von der Die Wille gGmbH, die für die Organisation zuständig ist. Die beiden nächsten Termine sind der 19. November und der 17. Dezember. Zwei Reparaturexperten aus dem Lette­ kiez konnte Birgit Dörr bereits für die Eröffnung gewinnen: „Herr Bluhm, ein Alleskönner, der sehr tatkräftig die unter­ schiedlichsten Geräte repariert hat, und Frau Winkelmeier, die eine Menge kaputte Jeanshosen mit Flicken versehen hat.“ Die Wille gGmbH betreibt noch ein weiteres RepairCafé im Wedding, von dort hat Bir­ git Dörr ebenfalls Reparaturexperten mit­ gebracht. Für die Zukunft werden jedoch weitere Bastler und Tüftler aus dem Lette­ kiez dringend benötigt – vor allem sucht Birgit Dörr eine Elektrofachkraft. Auch Sachspenden sind willkommen: Zum Bei­ spiel alte Schreibtischunterlagen, um die Tische im Familienzentrum zu schonen. Außerdem werden Stoffe, Nähutensilien

Der Meilenstein 2014 war für mich die Fertigstellung und Eröffnung des Familienzentrums und des Kita-Erweiterungsbaus. Ich wünsche mir, dass Kita und Familienzentrum weiter zusammenwachsen und viele Menschen, klein und groß, unsere Angebote weiterhin so gut nutzen. Michaela Munke, Leiterin Kita Letteallee

Mir hat die Nutzung des Letteplatzes auch dieses Jahr wieder Freude gemacht. Besonders gut fand ich die Zusammenarbeit zwischen Kinder – und Jugendzentrum während des LetteProjektes. Die Leute, die das Projekt auf dem Platz betreut haben, haben sowohl in der Luke als auch im Kinderzentrum gearbeitet, dadurch sind viele Synergieeffekte entstanden. Paul Ottmann, Kinderzentrum Pankower Allee

Martin Lambert ruft auf zum Mitgestalten!

Spazieren und spielen im Lettekiez
Bis Ende nächsten Jahres will der Bezirk Reinickendorf einen Spiel- und Spazierweg von der Letteallee bis zur Mittelbruchzeile neu gestalten, der Aufenthaltsflächen für alle Altersgruppen miteinander verbindet. „Die Idee ist, an einem attraktiven Spazierweg auch verschiedene Spielplätze aufsuchen zu können. So kann man dann vom Letteplatz zum Spielplatz an der Letteallee 25 und weiter zur Mittelbruchzeile spazieren“, erläutert Ute Funk vom Quartiersmanagement Letteplatz. Erwachsene profitieren gleichermaßen, denn nicht nur Spielflächen, sondern auch Ruhezonen sollen längs des Weges entstehen, wo man sich entspannen und die Natur genießen kann. „Mit den Bauarbeiten wird im Herbst begonnen, an der Planung können sich alle Anwohnerinnen und Anwohner beteiligen und eigene Wünsche und Ideen einbringen“, lädt Bezirksstadtrat Martin Lambert ein: Am Dienstag, 14. April um 18 Uhr präsentiert das Büro Lechner Landschaftsarchitekten im Familienzentrum Letteallee allen Interessierten einen Vorentwurf. Der Spielplatz an der Letteallee 25 wird von einer großen unbefestigten Sandfläche dominiert. Eine Verbesserung des Bodenbelages und neue Wege sollen dazu führen, das die Fläche besonders für kleinere Kinder und ihre Eltern künftig besser nutzbar ist. Auch eine Umzäunung ist wichtig, um Hunde abzuhalten. Ausgehend vom Semkensteig beginnt anschließend eine viel genutzte, grüne Wegeverbindung, die von der Pankower Allee bis zur Simmelstraße führt. Auch hier sollen kleine Spielstationen und schön
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LetteInfo|Ausgabe35|Dezember2014

In eigener Sache

Rettet unsere Nachbarschaftszeitung LetteInfo!
von Dorothea Peichl, Sigrid Sattmann und Nathalie Boensch-Mischorr Wir sind Anwohnerinnen des Lettekiezes und arbeiten ehrenamtlich für die Nachbarschaftszeitung LetteInfo. Seit Jahren erscheint sie sechs Mal jährlich. Die Fördermittel dafür hat der Quartiersrat immer gerne in den Etat eingestellt. Doch nach einem Beschluss der Senatsverwaltung sollen ab 2016 Nachbarschaftszeitungen nicht mehr gefördert werden. Damit sind wir nicht einverstanden. Auf einen entsprechenden Brief an den Senator Herrn Andreas Geisel bekamen wir lediglich eine formale Antwort, dass bei der Bewilligung von Maßnahmen darauf zu achten sei, dass sie „strukturfördernd“ seien, dass die „Nachhaltigkeit“ gesichert sei und das „Ehrenamt gefördert“ werde. Diese Argumentation ist für uns nicht nachvollziehbar, denn alle drei Punkte sind bei unserer LetteInfo erfüllt. Unsere kleine Zeitung bringt regelmäßig Informationen über Projekte, über Anwohner aus dem Kiez und lädt zu Veranstaltungen ein. Viele Nachbarn melden sich nach der Lektüre der Zeitung beim Quartiersmanagement und erbitten weitere Infos. So entstehen Gespräche und Projekte; ein strukturförderndes Netzwerk wird aufgebaut. Seit Anfang 2014 hat der Kiezreporter Stephan Gürtler auch eine ehrenamtliche Anwohnerredaktion gegründet, die
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Plan: Büro Lechner Landschaftsarchitekten; Fotos: Quartiersmanagement Letteplatz

Am Dienstag, 27. Januar um 18 Uhr startet das Lettejahr mit dem traditionellen Neujahrsempfang in der Aula der Reginhard-Grundschule. Das Quartiersmanagement Letteplatz und der Quartiersrat laden alle Nachbarinnen und Nachbarn herzlich dazu ein! Nach einer Ansprache durch Baustadtrat Martin Lambert können Sie mehr über Projekte erfahren, die derzeit im Lettekiez laufen: So werden die jugendlichen Sprachförderer der Sprachstube Deutsch ihr Projekt präsentieren und Ihnen erklären, warum dieses auch in Zukunft wichtig ist. Auch die neue Anwohnerredaktion wird sich vorstellen, die seit 2014 tatkräftig an der LetteInfo mitarbeitet, Themen vorschlägt und eigene Beiträge verfasst. Schließlich werden Schülerinnen und Schüler der Reginhard-Grundschule Szenen eines neuen Theaterstückes aufführen, das die Theaterpädagogin Geraldine Mormin derzeit mit ihnen einstudiert. Anschließend besteht bei Musik und einem leckeren Buffet ausreichend Gelegenheit, sich über weitere Projekte zu informieren und sich auszutauschen.

LETTE INFO
Ausgabe 36 | April 2015

Die Nachbarschaftszeitung für den Lettekiez

alle Fotos: Patricia Schichl

Semkensteig

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sich regelmäßig trifft und aktuell aus fünf Anwohnerinnen besteht. Es werden neue Themen diskutiert, die Anwohnerredakteure schreiben auch Artikel. Die Perspektive unserer Zeitung hat sich dadurch sehr von Sigrid Sattmann positv verändert. Wir beschreiben unsere Seit 2011 erforschen die Kievielfältigen Erfahrungen mit den unterzhistoriker die Geschichte schiedlichen Projekten und wir wissen, Kiez­ dass wir andere damit neugierig machen. geschichte des Lettekiezes: Wir besuchen Betriebe, machen Die Nachbarschaft interessiert sich für dieStadtspaziergänge, laden ses Thema, das ihren Lebensbereich unmitGäste zum Erzählen ein oder betelbar berührt. Es ist unser Ziel, mit weiteren Anwohnern ins Gespräch zu kommen richten über unsere Erfahrungen im Kiez. und sie zu motivieren, das große Angebot Nun sind wir im Quartiersmanagement in zu nutzen. Wir denken, dass wir sehr er- die Situation gekommen, dass Anwohner folgreich sind. Der Kiezreporter Stephan Gürtler leistet seit Jahren Redaktionsarbeit auf hohem Niveau. Er schreibt Artikel, besucht Projekte, sammelt Informationen und macht Fotos. Regelmäßig bespricht er sich mit dem Quartiersmanagement und organisiert Druck und Layout. Er leitet auch die Kiez­ redaktionen und leistet Hilfestellung beim Abfassen unserer Artikel. Er ist Mentor für jeden einzelnen von uns. Sollten die Gelder – wie vom Senat beabsichtigt – nicht für die Kiezzeitung freigegeben werden, müssen wir unsere Zeitung einstellen. Eine ausschließlich ehrenamtliche Weiterführung ist ausgeschlossen, das traut sich keiner zu. Ein weiteres Erscheinen ist dann nicht Zum Tag der Städtebauförderung mehr möglich. Wir Anwohner würden das sehr bedauern, denn die Zeitung gehört mittlerweile zu unserem Kiez. Deshalb wollen wir die Zuständigen Am 9. Mai 2015 findet der Tag der Städtebauförderung statt, an dem der von der Sensatverwaltung nochmals aufSpielplatz Ö ­ ffentlichkeit bundesweit Projekte der Städtebauförderung vorgestellt werfordern, Ihre Entscheidung zu überdenden. Auch der Lettekiez nimmt daran teil, und zwar mit dem Spielplatz in der ken und zu revidieren. Schließlich wollen Letteallee 74a „Der Bunte Platz“, der pünktlich zu diesem Termin fertig gestellt wir gar nicht mehr Geld. Wir wünschen wurde. Am Freitag, 8. Mai um 11 Uhr wird er von Bezirksstadtrat Martin Lambert uns lediglich, dass der Quartiersrat mit den Fördermitteln so verfahren kann wie feierlich eröffnet. Alle sind herzlich eingeladen, dabei zu sein. Es gibt Kaffee und Kuchen, und bisher und wie er es auch für richtig hält. eine kleine Dokumentation der vorausgegangenen Nutzerbeteiligung wird zu sehen sein. Am Auf seiner Sitzung am 17.02.2015 hat der 9. Mai um 11 Uhr findet für alle Interessierten eine Führung über den Platz statt. Quartiersrat einstimmig beschlossen, die Kiezredaktion unter den alten Bedingun- Im Rahmen der Planung wurden Anwoh- Ballspielfläche sowie mit einer Tischtennisgen fortzuführen. Wir können daher sagen, nerInnen und Kinder der Kita Letteallee platte ausgestattet. Der untere Teil ist vor dass dieses Abstimmungsergebnis die Mei- und des Horts der Reginhard-Grundschule allem für die Kleineren und Kleinsten genach ihren Wünschen und Vorstellungen dacht, da hier auch Kinder der anliegenden nung aller Anwohner wiederspiegelt. Um die Senatsverwaltung davon zu für den neuen Spielplatz befragt, die in die Kita Letteallee spielen. Eine Nestschaukel, überzeugen, Nachbarschaftszeitungen wei- Gestaltung eingeflossen sind. Zentrales ein Sandkasten mit Wippfiguren und ein ter zu fördern, haben wir eine Online-Peti- Element ist ein bunter Kunststoffhügel, der Tipi sorgen hier für Spielspaß. Zahlreiche tion für das Weiterbestehen der LetteInfo die beiden Höhenniveaus der Fläche ver- Sitzgelegenheiten laden auch Eltern zum eingerichet. Bitte tragen Sie sich dort ein! bindet. Der Hügel lädt zum Klettern ein; Verweilen ein. So können Jung und Alt eine gemeinDieses Problem betrifft nicht nur den Lette- mit einer Rutsche und Kletterseilen komkiez, sondern sämtliche Quartiersmanage- men die Kinder von oben nach unten. Ein same Zeit auf dem neuen Spielplatz verment-Gebiete in Berlin! Die Online-Peti- Trampolin und ein Kletternetz bieten wei- bringen. tion finden Sie unter www.openpetition. tere Spielmöglichkeiten. Der obere Bereich de/petition/online/rettet-unsere-kiezzei- des Spielplatzes ist für ältere Kinder vor- ➽ Der Spielplatz wurde mit Mitteln der Sozialen gesehen und mit einer großen Tobe- und Stadt in Höhe 255.900 EUR finanziert. tung-die-lette-info

Wir machen weiter!

Die Kiezhistoriker

Projekte selbstständig weiter führen müssen, weil die Förderung nach fünf Jahren endet. Die Kiezhitoriker haben sich letztes Jahr früh gerüstet und den Tatsachen ins Auge gesehen. Wir organisieren unsere Termine jetzt selber, wobei uns Frau Borgelt, die bisherige Projektleiterin, aus Treue weiter zur Seite steht. So hat zum Beispiel das Ehepaar Bredow einen Besuch im Abgordnetenhaus, in der Nachbarschaftsetage „Osloer Straße“ und im Panke Museum möglich gemacht. Frau Werthmann be­ richtete im Erzählcafé über ihr Berufsleben im alten Humboldtkrankenhaus und führte uns ins Heimatmuseum Mitte. Jeder, der es möchte, kann Vorschläge machen oder etwas organisieren. Wenn Sie Lust haben, schauen Sie einfach bei uns vorbei und genießen Sie mit uns die schönen Nachmittage. Das Quartiersmanagement-Team unterstützt uns in praktischen Dingen und gibt auch gerne über die Termine Auskunft. Also dann, vielleicht bis bald: Willkommen bei den Kiezhistorikern, eine gut gelaunte Trupppe!

„Der Bunte Platz“ wird eingeweiht

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LetteInfo | Ausgabe  37 | Mai 2015

Foto: Christiane Borgelt

Das LetteBündnis

Aktionen für den Letteplatz
Anfang Mai feierte das LetteBündnis seinen Auftakt: Bis Ende September wird es an zwei bis drei Nachmittagen pro Woche mit verschiedenen Angeboten auf dem Letteplatz sein. Das LetteBündnis hat sich aus dem beliebten LetteProjekt entwickelt, das bis 2014 Spieleangebote für Kinder und Jugendliche auf dem Platz durchgeführt hat. Am jetzigen LetteBündnis arbeiten unter der Federführung des Jugendzentrums BDP Luke das Familienzentrum Letteallee, das Kinderzentrum Pankower Allee, das Quartiersmanagement Letteplatz, Lettesports und outreach - Mobile Jugendarbeit zusammen. Neues Projekt Zweimal wöchentlich – dienstags und mittwochs – werden Honorarkräfte des Jugendund des Kinderzentrums mit Spielangeboten auf dem Platz sein. Sie stehen auch als Ansprechpartner für alle Besucher und als Schlichter bei Konflikten zur Verfügung. Seit der Neugestaltung des Letteplatzes und dank der Angebote, die seitdem dort stattfinden, hat sich die Atmosphäre sehr verbessert. „Der Letteplatz ist ein idealer Ort für die Einrichtungen im Kiez, um dort mit Grund zum Feiern den Nachbarn in Kontakt zu kommen, sie kennen zu lernen und sie über Angebote zu informieren“, erklärt Miata Ladipoh von der BDP Luke. Zugleich können auch Platznutzer mehr über Institutionen im Kiez erfahren, von denen sie bisher vielleicht noch nichts wussten. Einige Termine und Aktionen stehen bereits fest: Am Donnerstag, 28. Mai, dem Weltspieletag, finden von 15 bis 19 Uhr Spiel- und Sportangebote statt. Am Mittwoch, 17. Juni von 15 bis 18 Uhr

wird das Repaircafé kaputte Elektrogeräte und Fahrräder reparieren. Die Koca Sinan Moschee will im Rahmen des Fastenmonats Ramadan am Samstag, 11. Juli ab 20 Uhr alle Nachbarinnen und Nachbarn zu einem großen Buffet einladen, um nach Sonnenuntergang gemeinsam zu essen. Bettina Schwenzfeier, die Koordinatorin des Familienzentrums, und Mitarbeiterinnen des Quartiersmanagements Letteplatz werden mit einem „Kaffeemobil“ vor Ort sein und bei einer Tasse Kaffee mit der Nachbarschaft ins Gespräch zu kommen. Weitere Aktionen werden rechtzeitig bekannt gegeben, doch einen ganz besonderen Termin sollten Sie sich bereits jetzt vormerken. Am Freitag, 5. Juni findet der Höhepunkt des Lettejahres statt: das traditionelle Lettefest mit einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm für Jung und Alt, bei dem sich auch sämtliche Institutionen und Einrichtungen des Kiezes an ihren Ständen präsentieren.
➽ Das Projekt wird mit Mitteln des Quartiersmanagements aus dem Programm „Soziale Stadt“ gefördert.

Das Familienzentrum Letteallee wird ein Jahr alt
Am 13. April feierte das Familienzentrum Letteallee seinen ersten Geburtstag mit über 100 Gästen. Neben Kaffee und Kuchen erwartete sie eine Tombola, Kinderspiele, eine Zauberin und weitere Überraschungen. „Letztes Jahr Anfang April sind wir hier eingezogen“, blickt Bettina Schwenzfeier, die Koordinatorin des Familienzentrums, zurück. „In der Zwischenzeit hat sich eine Menge getan.“ Neben Beratungen für Eltern laufen Spielgruppen für KinHappy der und Bewegungsangebote Birthday! für Frauen. Jeden zweiten Donnerstag im Monat findet eine Hebammensprechstunde statt, jeden dritten Donnerstag kommt der Kinder-und-Jugend-Gesundheitsdienst ins Haus. Auch im Kiez stattfindenden Projekten und Veranstaltungen bietet das Familienzentrum Raum; von Anfang an war vorgesehen, dass es sich zu einer zentralen Anlaufstelle nicht nur für Familien, sondern für die gesamte Nachbarschaft im Kiez entwickeln solle. Diesem Zweck dient vor allem das Sonnencafé, das an vier Tagen in der Woche geöffnet hat. „Im letzten Jahr hatten wir über 1.000 Besucher allein im Sonnencafé“, sagt Bettina Schwenzfeier. „Manchmal kommen pro Woche 100 Gäste.“ Vor kurzem wurde ein gut besuchter Erste-Hilfe-Kurs mit Kindern durchgeführt. Einmal monatlich findet das vom Quartiersmanagement Letteplatz geförderte Repair-Café statt, wo Reparaturexperten aus dem Kiez kaputte Elektrogeräte oder Fahrräder in Schuss bringen. „Auch künftig werden wir regelmäßig Projekte im Famlienzentrum durchführen, um es in der Nachbarschaft noch bekannter zu machen“, sagt Sare Özer vom Quartiersmanagement. Für dieses Jahr ist vor allem geplant, weitere Angebote rund um das Thema Sprache zu schaffen. Seit März findet ein ebenfalls vom Quartiersmanagement gefördertes Textilcafé statt, in dem sich Frauen mit und ohne Deutschkenntnisse zum Handarbeiten treffen

und dadurch auch ihr Deutsch verbessern. Auch ein Sprachförderprogramm für Kinder und Eltern läuft bereits. Da im Lettekiez zahlreiche Familien mit Migrationshintergrund leben, die nicht nur Schwierigkeiten beim Deutsch-Sprechen, sondern auch beim Lesen und Schreiben haben, soll in Kooperation mit der VHS Reinickendorf ab September zusätzlich ein Alphabetisierungskurs für Frauen starten.
➽ Über das aktuelle Angebot des Familienzentrums informiert Sie Bettina Schwenzfeier. Kontakt:familienzentrum-letteallee@gmx.de und Tel.: 480 97 441. Oder schauen Sie einfach beim Sonnencafé vorbei: montags und donnerstags von 9–12 Uhr und dienstags und freitags von 15–17.30 Uhr.

LetteInfo | Ausgabe 37 | Mai 2015

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Foto: Bettina Schwenzfeier

Besondere Orte im Lettekiez
Nina ist tot
von Nathalie Boensch-Mischorr „Früher in Schottland habe ich zum Früh„Früher in Schottland habe ich zum Frühstück am liebsten Haferflocken mit Whisky gegessen“, hatte Nina mir einmal erzählt. Nina ist… Nina war meine Nachbarin. Manchmal sprach sie von früher. Wie sie nach dem Krieg nach Schottland ging, ohne Geld und ohne Arbeit. Wie sie ihren Mann kennenlernte, Krankenschwester wurde, ihre Kinder verlor. Nina konnte viele Geschichten erzählen und sie erzählte sie spannend. Sie war anders, schrill, unkonventionell, streitbar. Nina hieß eigentlich gar nicht Nina, sie fand den Namen nur schöner. Sie hatte eine Freundin hier im Haus, die nannte sie immer „die alte Oma“, dabei war die nur ein paar Monate älter. Leider verkrachte sie sich mit ihr und „die Oma“ starb vor einer möglichen Versöhnung. Wie sehr ihre Freundin ihr fehlte konnte nur der sehen, der genau hinsah, denn Nina beklagte sich nie. Auch nicht, als es ihr immer schlechter ging. Familie hatte sie keine, Freunde auch nicht mehr. Ich hatte mittlerweile zwei Kinder und einen Job und sah sie immer seltener. Vor ein paar Jahren habe ich ihr noch einen Whisky zu Weihnachten vorbeigebracht. Letztes Weihnachtsfest hat es nicht mal mehr für Termine Mai / Juni 2015
➽ Freitag, 8.Mai, 11 Uhr
Einweihung des neu gestalteten Spielplatzes Letteallee 74a „Der Bunte Platz“.

Kekse gereicht. Am Donnerstag vor Ostern sah ich, dass ihr jemand Kuchen an die Tür gehängt hatte. Ich habe mich gefreut, dass jemand an sie denkt und musste lächeln: Nina hat wahrscheinlich mal wieder die Klingel nicht gehört. Am Karfreitag dachte ich: Schade um den Kuchen, der wird schon trocken sein. Am Samstag hing der Kuchen noch immer da. Ich hetzte an ihrer Tür vorbei die Treppe hinauf, blieb kurz stehen. Ich zögerte, überlegte, hatte diesen Gedanken… und bin weiter die Treppen hinauf, um meinen Koffer zu holen. Am Ostermontag kehrten wir zurück aus dem Urlaub und sahen die Absperrung an der Tür. Wir alle im Haus müssen an Ninas Tür vorbei, um in unsere Wohnung zu kommen, wir alle haben den Kuchen tagelang dort hängen sehen. Niemand von uns hat die Feuerwehr gerufen.

Traut euch!

Bühne frei für Kleinkünstler aus dem Lettekiez!
Am 5. Juni findet das traditionelle Lettefest Aufruf statt, und wie immer wird es dort ein vielfältiges Unterhaltungs- und Bühnenprogramm geben. Dafür werden noch Kleinkünstler aus dem Kiez gesucht, die auf der Bühne zeigen wollen, was sie können! Das ist die Gelegenheit für alle, die bisher nur im stillen Kämmerchen Musik machen, singen oder Kunststücke aufführen, vor einem großen Publikum aufzutreten. Wer Interesse hat, meldet sich sich beim Organisationsteam der BDP Luke: Miata Ladipoh (Jugendzentrum BDP-LUKE), lettefest5@gmail.com, Tel.: (030) 491 66 33

Impressum
Herausgeber: Stephan Gürtler V.i.S.d.P.: Stephan Gürtler Redaktion und Texte: Stephan Gürtler (soweit nicht anders angegeben) Layout: Vera Eizenhöfer Druck: DDL-Berlin Auflage: 2.000 Die nächste Ausgabe erscheint voraussichtlich Anfang Juli 2015 Redaktionsschluss:

Foto:Nathalie Boensch-Mischorr

Kontakt
Quartiersmanagement Letteplatz Mickestr. 14, 13409 Berlin Tel.: 030 - 4998 7089 0 Fax: 030 - 4998 7089 9 Email: team@qm-letteplatz.de Redaktion: letteinfo@qm-letteplatz.de Bürozeiten: Mo–Fr, 10 –17 Uhr ­ Sprechzeit: Mi 16–18 Uhr

➽ Samstag, 9. Mai, 11 Uhr

Fachliche Führung über den Spielplatz Lette­ allee 74a „Der Bunte Platz“.

➽ Dienstag, 19. Mai, 18 Uhr ➽ Mittwoch, 20. Mai

Quartiersrat, Familienzentrum Letteallee, Letteallee 82-86. Repaircafé, Familienzentrum Letteallee, Lette­ allee 82-86.

➽ Donnerstag, 28. Mai, 15–19 Uhr ➽ Freitag, 29. Mai, 14 Uhr

Spielangebote und Letteolympiade zum Welt­ spieletag, Letteplatz. Mädchenaktionstag, Jugendzentrum BDP Luke.

26. Juni 2015

www.qmletteplatz.de
Gefördert durch:

➽ Dienstag, 2. Juni 2015, 18:00
Letteplatz. Letteplatz.

Aktionsfondsjury, Quartiersmanagement-Büro.

➽ Freitag, 5. Juni, Lettefest, 14–19 Uhr ➽ Mittwoch, 7. Juni, Repair Café, 15–18 Uhr, ➽ Dienstag, 16. Juni, 18 Uhr
Quartiersrat, Familienzentrum Letteallee,

Unter Beteiligung von:

4Letteallee 82-86.

LetteInfo | Ausgabe  37 | Mai 2015
        
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