wohlseins halber nicht hatte beiwohnen lönnen, ge⸗
radezu entsetzt nach Hause zurück.
„Man hat die Empfindung, in ein Lokal geraten
zu sein, aber nicht in das Haus einer Frau, die einen
solchen Namen trägt. Denke dir, Barbara, der junge
Geiger mit den wilden Haaren, der neulich in dem
entsetzlichen Basarkonzert aufgetreten ist, der war
auch da. Und nicht etwa, daß er nach seinem Stück
bescheiden abgetreten wäre — nein, der Mensch geht
ans Büfett, versieht sich reichlich und deine Mama
bedient ihn noch selbst, und dann steckt er sich eine
Zigarette ins Gesicht, pflanzt sich neben mir auf und
murmelt wohlwollend so etwas wie: „Reizende
Dame, die Exzellenz!‘ Ist das nicht bezeichnend?
Wo hat sie den Menschen aufgegabelt?“
„Er soll sehr talentiert, aber fürchterlich arm sein.
Mama protegiert ihn, sie will ihm Schüler ver—
schaffen.“
„Zunächst soll sie ihm fünf Groschen in die Hand
drücken, damit er sich seine Haare anständig schnei—
den läßt.“
„Hat niemand von der Hofoper gesungen?“
„Ja, auch. Ein Tenor. Und dann ein endloses
Trio. Und alles klatschte natürlich begeistert. Aber
ein Publikum — na, ich danke für die Genies deiner
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