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Periodical volume

Full text: Schönefelder Gemeindeanzeiger Issue 10.2012, Ausg.05

Schönefelder Gemeindeanzeiger
Mitteilungsblatt für die Gemeinde Schönefeld 10. Jahrgang • 5-2012 • 25. Mai 2012 Für die Ortsteile der Gemeinde Schönefeld: Großziethen Kiekebusch • Schönefeld • Selchow • Waltersdorf und Waßmannsdorf

Zur Sache
Die wichtigste Meldung steht in diesem Gemeindeanzeiger nicht auf Seite 1, aber sie spielt in dieser Ausgabe natürlich eine Rolle, denn die Verschiebung des Eröffnungstermins für den Flughafen hat auch auf die Gemeinde Auswirkungen. Welche Folgen sich daraus ergeben, darüber werden wir Sie in den kommenden Ausgaben informieren. Was auf Seite 1 steht, ist die Verabschiedung des Haushaltsplans für 2012 für die Gemeinde. Die Kämmerin, Frau Eberlein, und der Vorsitzende des Finanzausschusses, Herr Springer, können sich zurecht freuen. Es war ein schweres Stück Arbeit, das zu einem guten Abschluss gebracht wurde. Dafür gab es ein Dankeschön an alle Beteiligten in der Sitzung der Gemeindevertreter. Wir stellen Ihnen in diesem Gemeindeanzeiger die wichtigsten Projekte der Gemeinde vor. Ein bewegendes Ereignis war die Einweihung der Jürgen-Schumann-Allee. Eine der wichtigsten Straßen in der Gemeinde wurde in Erinnerung an den 1977 von palästinensischen Terroristen ermordeten Flugkapitän der Lufthansamaschine „Landshut“, die 1977 auf einem Flug von Palma de Mallorca nach Frankfurt entführt worden war, benannt. Bestaunen konnten die Schönefelder am Tag der offenen Tür am Flughafen auch ihren Airbus, die A319 war im letzten Jahr auf den Namen „Schönefeld“ getauft worden. Wussten Sie, woher der große Feldstein stammt, der an der Großziethener Friedhofsmauer steht? Falls nicht, dann erfahren Sie es in dieser Ausgabe. Außerdem berichten wir Interessantes aus den Ortsteilen, informieren Sie über Veranstaltungen und antworten auf Ihre Fragen. Ich freue mich über Ihre Post in meiner Mailbox und wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen. Ihre Angela Hybsier

Jürgen-Schumann-Allee eingeweiht

Haushalt 2012 verabschiedet
Rund ums Terminal
Seite 16

Die internationale Kita
Seite 18

Schönefelder Pokalfinale
Seite 31

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Informationen

Sitzungstermine Juni
05.06. 18:00 Uhr Sitzung des Ortsbeirates Schönefeld Raum Rotberg (1. OG, Zi. 116) 05.06. 19:00 Uhr Sitzung des Ortsbeirates Großziethen Tagelöhnerhaus 06.06. Sitzung des Ortsbeirates Waltersdorf 07.06. 18:30 Uhr Sitzung des Ausschusses Entwicklung Brandenburg-Saal 14.06. 17:00 Uhr Sitzung des Ausschusses Ortsbild 18.06. 18:00 Uhr Sitzung des Finanzausschusses Raum Rotberg (1. OG, Zi. 116) 19.06. 18:30 Uhr Sitzung des Bildungs- und Sozialausschusses 20.06 Sitzung des Ortsbeirates Waßmannsdorf Gaststätte Dymke 27.06. 18:30 Uhr Sitzung der Gemeindevertretung der Gemeinde Schönefeld Brandenburg-Saal
Die Beratungen der Gemeindevertretung, der Ausschüsse und Ortsbeiräte sind öffentlich. Informationen zu den Beschlüssen der Gemeindevertretung erhalten Sie auf der Internetseite der Gemeinde. www.gemeindeschoenefeld.de in der Rubrik Politik/Bürgerinformationssystem und im Amtsblatt der Gemeinde.

Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung Hans-Grade-Allee 11 in 12529 Schönefeld
Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung: Hans-Grade-Allee 11, 12529 Schönefeld
Montag 13.00 bis 15.00 Uhr Dienstag 9.00 - 12.00 Uhr, 13.00 - 15.30 Uhr und 15.45 - 18.00 Uhr Mittwoch geschlossen Donnerstag 13.00 bis 15.00 Uhr Freitag 09.00 bis 12.00 Uhr Service-Point/Zentrale 030 / 53 67 20 0 Sekretariat Bürgermeister: 030/53 67 20 10 Dezernat I - Bürgerdienste 030/53 67 20 33 Dezernat II - Bau- und Investorenservice 030/53 67 20 55 Dezernat III - Zentrale Dienste 030/53 67 20 22 Einwohnermeldeamt Frau Svenja Zantke 030/53 67 20 77 Frau Mandy Rosemeier 030/53 67 20 88

Sprechstunden der Schiedsstelle
Die Sprechzeiten der Schiedsstelle der Gemeinde Schönefeld finden im Raum 217, 2. Etage im Rathaus der Gemeinde HansGrade-Allee 11 in 12529 Schönefeld auf Vereinbarung statt. Bitte rufen Sie bei Bedarf eine der folgenden Rufnummern an, um einen Termin zu vereinbaren: Tel.: 030 633 83 27, Brigitte Bischof, Schiedsfrau Tel.: 03379 44 46 01, Herr Fuchs, Stellvertreter Fotonachweis: S. 1(3), 4, 6, 7(2), 8, 11, 15, 16(3), 18, 19(2), 24(4), 25) A. Hybsier

Aktuelle Sitzungstermine www.gemeinde-schoenefeld.de/ Politik/ Bürgerinformationssystem öffnen

Geburtstage Mai
Der Bürgermeister der Gemeinde Schönefeld gratuliert allen Jubilaren sehr herzlich zum Geburtstag und wünscht alles Gute!
Erika Weber, Großziethen, zum 92. Margarete Mally, Großziethen, zum 92. Elli Adel, Großziethen, zum 90. Irmgard Liß, Großziethen, zum 90. Rita Pflug, Großziethen, zum 85. Manfred Sieland, Schönefeld, zum 85. Helga Reißig, Schönefeld , zum 85. Ruth Radtke, Großziethen, zum 80. Karl Noack, Schönefeld, zum 80. Heinz Richter, Waltersdorf, zum 80. Elisabeth Pauli, Waltersdorf, zum 80. Gloria Jander, Großziethen, zum 80. Renate Huth, Schönefeld, zum 75. Klaus Berndt, Großziethen, zum 75. Manfred Gersbacher, Großziethen, zum 75. Regina Türk, Großziethen, zum 75. Karl Schneider, Waltersdorf, zum 75. Horst Karkhoff, Großziethen, zum 75. Hans Strickert, Großziethen, zum 75. Gisela Radke, Schönefeld, zum 75. Hans-Werner Höft, Schönefeld, zum 75. Gerhard Theusch, Großziethen, zum 75. Jürgen Wallström, Großziethen, zum 70. Gisela Kupsch, Großziethen, zum 70. Karin Spernau, Großziethen, zum 70. Annette Lange, Großziethen, zum 70. Hildegard Nittka, Waltersdorf, zum 70. Gisela Galli, Großziethen, zum 70. Werner Szmodis, Schönefeld, zum 70. Lai Van Heil, Großziethen, zum 65. Ralf Stiller, Großziethen, zum 65. Angelika Mielert, Waltersdorf, zum 65. Rüdiger Weißenfeld, Waßmannsdorf, zum 65. Fritz Kaht, Schönefeld, zum 65. Wilfried Paßow, Großziethen, zum 65. Brigitte Apel, Waltersdorf, zum 65. Brigitte Heinrich, Schönefeld, zum 65. Ronald Rackow, Großziethen, zum 65. Renate Buchholz, Großziethen, zum 65. Karin Behrendt, Großziethen, zum 60. Gudrun Bluhm, Großziethen, zum 60. Petra Rudolph, Großziethen, zum 60. Horst Koch, Großziethen, zum 60. Gabriela Fischer, Schönefeld, zum 60. Jürgen Hain, Großziethen, zum 60. Dorothea Ludolph, Großziethen, zum 60. Rita Raböse, Großziethen, zum 60. Werner Braun, Schönefeld, zum 60. Hans-Jürgen Czechowsky, Waltersdorf, zum 60. Reinhard Zeidler, Schönefeld, zum 60. Eva Müller, Großziethen, zum 60. Monika Prill, Großziethen, zum 60. Detlef Bernjus, Großziethen, zum 60. Angela Birker, Schönefeld, zum, 60. Cornelia Dornbusch, Waltersdorf, zum 60.

N O T R U F N U M M E R N:
Notrufnummern

Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei
Feuerwehr, Rettungsdienst: 112 • Polizei: 110
Hinweis: In allen digitalen Netzen gilt generell die Notrufnummer 112. Sie können diese Nummer auch dann anwählen, wenn sich auf Ihrer Handy-Wertkarte kein Guthaben befindet oder Sie kein Geld/keine Wertkarte für öffentliche Telefonanlagen haben!

* Feuerwehr-/Rettungsleitstelle Lausitz: (0355) 63 20 * Kassenärztlicher Notdienst 0180 / 55 82 22 33 40 * Polizeiinspektion Flughafen Gemeinde Schönefeld
Bohnsdorfer Chaussee 30, 12529 Schönefeld Telefon: (030) 63 48 00 • Telefax: (030) 63 48 02 29 IMPRESSUM
Herausgeber: Gemeinde Schönefeld, Sitz: Hans-Grade-Allee 11, 12529 Schönefeld, Telefon: Service-Point/Zentrale, 030 / 53 67 20-0 Redakteurin: A. Hybsier, Mobil: 0178 / 866 16 57 E-mail: angela.hybsier@googlemail Auflage und Erscheinungsweise: Der Schönefelder Gemeindeanzeiger hat eine Auflagenhöhe von 7.800 Exemplaren, die kostenlos an alle Haushalte der Gemeinde verteilt werden. Der Schönefelder Gemeindeanzeiger erscheint monatlich. Namentlich gekennzeichnete Beiträge entsprechen nicht in jedem Fall der Meinung des Herausgebers. Die Redaktion behält sich vor, eingesandte Artikel und Leserbriefe gekürzt zu veröffentlichen. Verlag: Rudower Panorama-Verlag + Medien GmbH, Köpenicker Str. 76, 12355 Berlin, Telefon/Fax 030 - 664 41 85. Anzeigentelefon: 030 - 663 37 48, Fax: 030 - 664 49 02. Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 15/09.

Hinweis: Wer nicht möchte, dass er mit Glückwünschen im Schönefelder Gemeindeanzeiger bedacht wird, meldet sich bitte im Einwohnermeldeamt der Gemeinde Schönefeld, um eine so genannte Übermittlungssperre nach § 30 Brandenburgisches Meldegesetz zu beantragen.

Informationen des Bürgermeisters

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Informationen des Bürgermeisters
der Bestimmung übergeben. Wir bedankten uns im Namen der Gemeinde Schönefeld besonders beim Gutachter Prof. Staadt, Herrn Reuter, dem Chef vom Landesbetrieb für Straßenwesen und beim Planer Torsten Schulz, die alle drei durch ein besonders engagiertes und fachlich außerordentlich gutes Herangehen entscheidend dazu beitrugen, dass unser selbst gestecktes Ziel erreicht wurde. Bereits vor Jahren haben wir den Investoren, die gemeinsam mit der Gemeinde die Umsiedlung Kienbergs organisierten, diese Anbindung zugesichert. Sie konnte nun nach Jahren der Mühe und des Ringens mit einigen Bedenkenträgern endlich in die Tat umgesetzt werden. Ein anderer Höhepunkt in Schönefeld war die Inbetriebnahme des neuen Schönefelder Towers am 25.4.2012 im Beisein von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit. Dieser 72 Meter hohe und 37 Millionen Euro teure Tower wird zum weithin sichtbaren Wahrzeichen von Schönefeld. Mit den beiden Rollfeldradartürmen in Selchow und Schönefeld, mit der Sendestelle BER für den Schönefelder Tower BER und die Center in Bremen und Karlsruhe, sowie mit den neuen Instrumentenlandesystemen an der Südbahn verfügt die Deutsche Flugsicherung in Schönefeld nunmehr über eine Vielzahl neu errichteter Kommunikationssysteme, die den Flugbetrieb steuern und lenken und in jedem Fall sicherer machen. Irgendwann werden dann auch die Tegeler Fluglotsen ihre Arbeit in der neuen Kanzel des Towers aufnehmen, ebenso wie die Vorfeldkontrolleure der Deutschen Flugsicherung. Was mit dem alten Tower wird, steht noch nicht endgültig fest, aber da sind wir zumindest noch immer im Gespräch. Die Zukunft wird zeigen, was möglich ist. Das Grundstück auf dem die Gemeinde Schönefeld beabsichtigt in Großziethen eine neue Zweifeldturnhalle zu bauen, konnte kürzlich erworben werden. Die Planungen für die Halle am Friedensweg/ Ecke Lichtenrader Chaussee laufen bereits auf Hochtouren. Die Halle, die in erster Linie den Schönefelder Gymnasiasten zur Verfügung stehen soll, kann aber auch von anderen Sportvereinen und Sportgruppen genutzt werden. Der „Treffpunkt Bürgermeister“ wird von mir auch weiterhin durchgeführt. Die sehr stark nachgefragten Informationsfahrten durch die Gemeinde und über die Baustelle des neuen Flughafens wird es bis März 2013 wie bisher geben. Ab März 2013 gelten neuen Sicherheitsvorschriften auf dem Flughafengelände des neuen Flughafens. So müssen ab dann alle Teilnehmer eine Woche vorher mit Namen, Vornamen und Geburtsdatum gemeldet sein. Nach dem Sicherheitscheck muss jeder seinen Ausweis mitführen und sich einer Kontrolle unterziehen lassen, so als ob man abfliegen möchte. Die Baustelle wird es dann nach der Inbetriebnahme des BER nicht mehr geben, aber die Fahrt über den Flughafen soll beibehalten werden. Das wird sicherlich genau so spannend wie bisher, zumal wir auch im gesamten Umfeld des Flughafens bald viele neue Baustellen und Kräne sehen werden. Zu zeigen haben wir viel, denn in Schönefeld wird es nicht anders als in München nach der Eröffnung des Flughafens. Ein Bauboom wird dann zu beobachten sein. Wir müssen nur sehen, dass die negativen Begleiterscheinungen und Folgen unsere Bürger nicht zu sehr pressieren. Denn dass der Verkehr bedeutend zunehmen wird, ist schon heute völlig klar. Das wiederum bedeutet mehr Lärm. Unser Ordnungsamt muss sich mit dem Problem der Falschparkerei, den Rasern, den illegalen Müllentsorgern und den Falschfahrern auseinandersetzen. Dazu bedarf es der guten Zusammenarbeit mit der Polizei und den anderen Sicherheitskräften. Wie sich die Messe bemerkbar machen wird, wissen wir noch nicht, aber einen ersten Eindruck wird uns die Panorama-Modemesse vom 4.6.7.2012 in Selchow vermitteln. Die ILA bringt uns dann die Stunde der Wahrheit. Selchow bereitet sich sehr intensiv auf diese Messen vor. Und in welchem Maße der Zugverkehr positive wie negative Impulse geben wird, bleibt ebenfalls abzuwarten. Unser Kampf für die schnelle Umsetzung des Schallschutzes geht weiter. Keiner weiß heute, was mit der Eröffnung des BER genau auf uns zukommen wird, aber eines ist schon heute klar: wir müssen von Anbeginn konsequent und regelnd eingreifen, um die Auswirkungen auf unsere Bürgerschaft so zu steuern, dass das Leben hier noch lebenswert ist. Dort, wo Härtefälle auftreten, gilt es, seitens der Kommune alles in unserer Macht stehende zu tun, um den Betroffenen zu helfen. Lassen Sie uns gemeinsam die Dinge anpacken, die wir tun können, denn nur reden hilft keinem. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein schönes Pfingstfest und uns allen weiterhin möglichst viele positive Schritte in unserer Gemeinde Schönefeld! Ihr Bürgermeister Dr. Udo Haase

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
der Wonnemonat Mai hat es in sich! Da jagte ein Ereignis das nächste. Der eigentliche Kracher aber war die Meldung: Flughafeneröffnung zum 3. Mal verschoben! Nun mehr auf den 17. März 2013!!! Mir fällt es schwer, wirklich an das neue Datum zu glauben. Die Flughafenchefs, der Aufsichtsrat, die Planer und Macher haben sich wirklich blamiert und die ganze Welt schüttelt den Kopf über dieses Debakel. Der Imageverlust ist riesig, aber auch der finanzielle Verlust, der besonders die kleinen und mittleren Firmen trifft, die schon Leute eingestellt haben und am 3.6.2012 endlich loslegen wollten. Allein die Air Berlin muss 1,3 Millionen Tickets zurückgeben bzw. neu ausstellen. Auf jeden Fall werde ich Sie in dieser für uns so überaus wichtigen Angelegenheit aktuell weiter informieren. Am 6. Mai lernte ich den neuen Pfarrer für Schönefeld und Großziethen, Michael Frohnert, bei seiner Amtseinführung kennen und habe ihn und seine Familie im Namen unserer Bürgerschaft herzlich willkommen geheißen. Er wurde für diese beiden einwohnerstärksten Ortsteile in der Großziethener Kirche in sein Amt eingeführt. Einen Tag später konnten wir in Kienberg den Anschluss an die Hauptzufahrtstraße zum Terminal und die Anbindung an den so genannten Spagetti-Knoten offiziell abschließen und diese Achsen

In eigener Sache Bitte Redaktionsschluss beachten
Die nächste Ausgabe des „Schönefelder Gemeindeanzeigers“ erscheint am 29. Juni 2012. Bürger, Ortsvorsteher, Gemeindevertreter, Pfarrer und Vereinsvorsitzende, die Beschlüsse, Beiträge und Termine veröffentlichen möchten, geben ihre Zuschriften in der Gemeindeverwaltung Schönefeld bis zum 14. Juni 2012 ab. Im Rathaus ist ein Postfach eingerichtet worden. Es besteht auch die Möglichkeit, sich direkt an Frau Hybsier, Fax 030/44 04 69 19, Mobil 0178/866 16 57 oder per E-mail: angela.hybsier@googlemail.com zu wenden.

Seite 4 Aktuelles Thema – Haushaltsplan 2012
Geschafft: Der Haushaltsplan für 2012 ist fertig gestellt. Freude bei Kämmerin Simone Eberlein und Mitarbeiterin Susanne Venske. Er wurde in der letzten Gemeindevertretersitzung einstimmig beschlossen. In ihm stecken große Anstrengungen und viel Mühe. Der Finanzausschuss unter der Leitung von Hans-Georg Springer und die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung unter Leitung von Kämmerin Simone Eberlein haben es sich nicht leicht gemacht, diesen Sparhaushalt auf den Weg zu bringen. Wie auch im vergangenen Jahr, als die Aufstellung des ersten doppischen Haushalts eine Herausforderung für alle Beteiligten war, gab es eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Gemeindevertretung und Verwaltung.

Haushaltsplan 2012 beschlossen
Am 09. Mai 2012 wurde der Haushaltsplan der Gemeinde Schönefeld für das Jahr 2012 beschlossen. Ein später Beschluss, sicherlich, aber dieser Haushalt ist ein Kraftakt für die beschließenden Organe und für die Verwaltung: Satzungsinhalte: §1 Aber was bringt der neue Haushaltsplan nun im einzelnen und vor allem für die Einwohner der Gemeinde Schönefeld? Die folgende Aufstellung zeigt einen nichtgewichteten Auszug dar. Neubau unseres Bauhofs (11105.09610100 SXF-0018) Für dieses Projekt werden im Jahr 2012 1,93 Mio. EUR bereit gestellt. Der Neubau verbunden mit einem aktuellen Maschinen- und Geräteeinsatz soll eine deutliche Effizienz- und Leistungssteigerung unseres Bauhofs ermöglichen. Projektbeginn: geplantes Projektende: Haushaltsansatz 2011: Haushaltsansatz 2012: Finanzplan 2013: 2011 2012 1.024.600 EUR 1.931.020 EUR 400.000 EUR

Der Haushaltsplan für das Haushaltsjahr 2012 wird 1. im Ergebnishaushalt mit dem Gesamtbetrag der - ordentlichen Erträge auf 54.155.982 EUR - ordentliche Aufwendungen auf 69.549.358 EUR - außerordentlichen Erträgen auf 335.000 EUR - außerordentliche Aufwendungen auf 335.000 EUR Und 2. im Finanzhaushalt mit dem Gesamtbetrag der - Einzahlungen auf - Auszahlungen auf festgesetzt. 56.803.004 EUR 75.561.299 EUR

Von den Einzahlungen und Auszahlungen des Finanzhaushaltes entfallen auf: Einzahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit 53.754.255 EUR Auszahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit 64.726.328 EUR Einzahlungen aus Investitionstätigkeit 3.048.749 EUR Auszahlungen aus Investitionstätigkeit 10.795.571 EUR Einzahlungen aus der Finanzierungstätigkeit 0 EUR Auszahlungen aus Finanzierungstätigkeiten 34.400 EUR Letztlich schließt die Haushaltsplanung im Ergebnishaushalt mit einem Fehlbetrag von 15,39 Mio. EUR und im Finanzhaushalt mit einem Fehlbetrag von 18,76 Mio. EUR ab. Ein kräftiger Griff in die Rücklagen der Gemeinde war nötig und diesen haben wir uns nicht leicht gemacht. Somit wurde im Vorfeld der Haushaltsplanerstellung lange und ausführlich debattiert und abgewogen. Schnell war man sich einig, dass die Hebesätze für die Erhebung der Grund- und Gewerbesteuer nicht angehoben werden sollen. Auch kam eine Erhöhung der Hundesteuersätze sowie der Verwaltungsgebühren nicht in Frage. Stattdessen sollen Prozesse optimiert und ein Gebäude- und Energiemanagement eingeführt werden, die in der Summe Reduzierungen auf der Ausgabeseite des Gemeindehaushaltes bringen sollen. In zwei langen Klausurtagungen wurde beraten, welche Maßnahmen unaufschiebbar sind und was in einem absehbaren Finanzplanungszeitraum realisiert werden kann. Unabhängig von der laufenden Verwaltungstätigkeit, der Werterhaltung und Instandhaltung kommunaler Einrichtungen sowie der Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung sind pflichtige kommunale Abgaben zu bewältigen, die in diesem Haushaltsjahr rund 66,86 % der ordentlichen Aufwendungen ausmachen. Besonders schwer wog die in 2012 erstmals fällige Finanzausgleichsumlage in Höhe von 14,25 Mio. EUR. Schönefeld gilt in der kommunalen Familie als abundante (lat. abundare „reichlich vorhanden sein“) Gemeinde und wird deshalb zu diesem zusätzlichen Solidarbeitrag herangezogen.

Kita Kunterbunt, 2. Gebäude (36501.09610100 ROT-0001) Das Erweiteiterungsgebäude der Kita Kunterbunt in Rotberg wird fertig gestellt und damit zusätzliche Betreuungsmöglichkeiten für ca. 62 Kinder geschaffen. Im Haushalt 2012 wurden dafür 980.000 EUR eingestellt. Die Gesamtkosten betragen 3,32 Mio. EUR. Projektbeginn: geplantes Projektende: Haushaltsansatz 2011: Haushaltsansatz 2012: 2011 2012 2.336.500 EUR 980.000 EUR

Aktuelles Thema – Haushaltsplan 2012
Förderung der Errichtung eines Gymnasium der evangelischen Schulstiftung Da die Errichtung eines staatlichen Gymnasiums im Gebiet der Gemeinde mittel- bzw. langfristig nicht in Sicht ist, hat sich die Gemeindevertretung entschlossen, die dauerhafte Etablierung des ev. Gymnasiums massiv zu unterstützen. Zum einen wird die Gemeinde auf eigene Rechnung eine Zweifeldsporthalle errichten, die entsprechenden Haushaltsmittel für Grunderwerb und Planung sind in diesem Jahr in Höhe von 890 TEUR und in den Folgejahren in Höhe von 4 Mio. EUR berücksichtigt. Zum anderen ist eine direkte finanzielle Unterstützung bis zu einem Höchstbetrag von bis zu 1 Mio. EUR beschlossen worden. Dorfanger Alt Großziethen (54101.09610200 GRZ-0015) Ein wichtiges Projekt für den Ortsteil Großziethen ist die Vollendung der Neugestaltung des Dorfangers mit Spielplatz und Traditionsfeuerwehr. Die Außenbereiche sollen in 2012 fertig gestellt werden, der Innausbau der Traditionsfeuerwehr wurde in die Aufwandsplanung des Finanzhaushalts 2013 aufgenommen. Projektbeginn: geplantes Projektende: Haushaltsansatz 2011: Haushaltsansatz 2012: Finanzplan 2013, 12601.52112000: 2009 2012 800.000 EUR 450.400 EUR 142.800 EUR

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Straßenbau Schwalbenweg-Schützenstraße (54101.09610200 SXF-0007) Der Ausbau der Straßen Schwalbenweg-Schützenstraße wurde in 9 Bauabschnitte aufgeteilt. In der untenstehenden Zeichnung können Sie sehr gut die zeitlichen Abläufe der Umsetzung erkennen. Planungsbeginn der Maßnahme und Abwägung begann bereits 2007. 2014 soll die letzte Rechnung bezahlt werden. Projektbeginn: geplantes Projektende: Haushaltsansatz 2011: Haushaltsansatz 2012: Finanzplan 2013: 2007 2014 813.600 EUR 390.000 EUR 420.000 EUR

Vervollständigung der Spielplatzlandschaft in unserer Gemeinde Im Haushaltsjahr 2012 wurden Planungsmittel von insgesamt 19 TEUR für 2 neue Spielplätze eingestellt. Diese Spielplätze, im Ortsteil Schönefeld, in Höhe Alt Schönefeld, Anger und im Ortsteil Großziethen, Am Querweg, sollen in 2013 gebaut werden. Zusätzlich sind für 2013 weitere Planungen (2 Spielplätze) in gleicher Höhe vorgesehen. Spielplatz, Alt Schönefeld (36601.09610200 SXF-0038)

Radweg Selchow – Waßmannsdorf (54101.09610200 SEL-0002) Die Planungen für den Radweg von Selchow (B96) nach Waßmannsdorf (B96a) wurden im Jahr 2007 begonnen und sollen im Jahr 2013 abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten betragen 1,70 Mio. EUR wobei für das Haushaltsjahr 2012 allein 917 TEUR eingestellt worden sind. Projektbeginn: 2007 geplantes Projektende: Haushaltsansatz 2011: Haushaltsansatz 2012: Finanzplan 2013: 2013 365.500 EUR 916.511 EUR 415.240 EUR

Umgehung Selchow – Kreisverkehr (54101.09610200 SEL-0007) Im Rahmen der Verkehrsplanung Messegelände (ILA) in Selchow wurde im Jahr 2011 die Errichtung eines Kreisverkehres aufgenommen und die Entwurfsplanung erstellt. Die Gesamtkosten betragen 1,09 Mio. EUR. Projektbeginn: geplantes Projektende: Haushaltsansatz 2011: 778.360 EUR Haushaltsansatz 2012: 309.000 EUR 2011 2012 Spielplatz, Querweg (36601.09610200 GRZ-0029)

Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe ist der 14. Juni

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Aktuelles Thema – Haushaltsplan 2012
43.051.255 4.976.919 2.442.968 2.064.840 1.620.000 4.143.250 637.530 1.713.960 6.776.920 1.567.930 7.709.660 47.000.108 EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR

Der Ergebnishaushalt in Kürze: Erträge aus Steuern und Abgaben Allgemeine Umlagen vom Land Brandenburg und Landkreis Dahme-Spreewald Öffentliche und privatrechtliche Leistungsentgelte Kostenerstattungen und weitere Erträge Zinsen und sonstige Finanzerträge Aufwendungen Aufwendungen Aufwendungen Aufwendungen Aufwendungen Aufwendungen Aufwendungen für Allgemeine Verwaltungsaufgaben für die Freiwillige Feuerwehr der Gemeine Schönefeld als Schulträger für die Kindertageseinrichtungen, Jugendclubs und die Familienhilfe für den Sport in der Gemeinde einschl. Schwimmhalle für Verkehrsflächen, - anlagen und für die Natur und Landschaftspflege für Aufgaben des kommunalen Finanzausgleiches

Summe:

54.155.982 EUR

Summe: Die Einzahlungen und Auszahlungen aus Investitionstätigkeiten in Kürze: Einzahlungen Einzahlungen Einzahlungen Einzahlungen Auszahlungen Auszahlungen Auszahlungen Auszahlungen Auszahlungen aus aus aus aus Beiträgen und Entgelten der Veräußerung von Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Gebäuden der Veräußerung von übrigen Sachanlagen Investitionszuwendungen

69.549.358 EUR 2.266.149 335.000 100 447.500 844.070 42.400 2.001.370 3.500.220 4.407.511 EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR

Summe: aus dem Erwerb von übrigen Sachanlagen aus dem Erwerb von immateriellen Vermögensgegenständen aus dem Erwerb von Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Gebäuden für Hochbaumaßnahmen für Tiefbaumaßnahmen

3.048.749 EUR

Summe:

10.795.571 EUR Hans-Georg Springer, Vorsitzender des Finanzausschusses Simone Eberlein, Kämmerin

Zur Information: Der Haushaltsplan für 2012 kann im Schönefelder Rathaus, in der Kämmerei, eingesehen werden.

Der Anfang ist getan. Eines der größten Projekte im diesjährigen Haushaltsplan ist der Neubau des Bauhofs. 1,93 Mio Euro sind dafür geplant. Frank Zimmer, Leiter des Bauhofes, Ute Mirtschin, Mitarbeiterin des Bauamtes, Bürgermeister Dr. Udo Haase, Robert Rust, Ortsvorsteher des Ortsteils Schönefeld, Architekt Uwe Müller v.l.n.r. auf der Baustelle Und so soll der Bauhof einmal aussehen.

Aktuelle Ereignisse

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Jürgen-Schumann-Allee eingeweiht
Die Lufthansa hatte ins Trainingszentrum in den Ortsteil Schönefeld zu einer besonderen Feierstunde eingeladen. Sie galt Jürgen Schumann, dem Flugkapitän der 1977 von palästinensischen Terroristen entführten Lufthansamaschine „Landshut“. Er hatte damals versucht, einen Weg zu finden für die Rettung von Passagieren und Crew und wurde kaltblütig von den Entführern erschossen. Zur Feierstunde waren neben der Witwe Monika Schumann auch Mitglieder der damaligen Crew und einige Passagiere gekommen. Lufthansavorstand Carsten Spohr sagte, dass das Ereignis auch heute noch niemanden kalt lasse. „Der Tag soll aber kein Trauertag sein, er soll ein Signal sein, das in die Zukunft zeigt. Das Andenken an Jürgen Schumann wird weiter getragen und hat auch die Kultur der Lufthansa geprägt. Mut und Verantwortung waren die Werte, von denen sich Jürgen Schumann leiten ließ, diese Werte besitzen auch heute noch ihre Gültigkeit“, sagte Carsten Spohr. Bürgermeister Dr. Haase erinnerte an die Ereignisse und sagte, dass es der Gemeinde nicht schwer gefallen sei, eine Straße nach diesem mutigen Mann zu benennen. Die Jürgen-SchumannAllee ist eine vierspurige ca. 5 Kilometer lange Straße, die vom Terminal zwischen Flughafenzaun und Autobahn A113 vorbei am künftigen Regierungsflughafen bis zum künftigen Lufthansagelände führen wird. A.H.

Monika Schumann trägt sich ins Goldene Buch der Gemeinde ein.

NACH REDAKTIONSSCHLUSS
Neuer Eröffnungstermin für Flughafen BER verkündet:

17. März 2013!

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Aus der Gemeindevertretung

Gemeindevertreter beschließen Einzelhandel- und Zentrenkonzept
Herr Böttger vom Büro Stadt+Handel erläuterte den Mitgliedern der Gemeindevertretung das von Stadt+Handel entwickelte Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes für Gemeinde Schönefeld.
In der Einführung heißt es: „Die Gemeinde Schönefeld beabsichtigt, aufgrund der zu erwartenden dynamischen Entwicklungen infolge des Flughafenausbaus die Weiterentwicklung der gesamtgemeindlichen Zentren und Einzelhandelsstruktur auf eine entsprechend tragfähige wie auch städtebaulich-funktional ausgewogene sowie schließlich rechtssichere Gesamtkonzeption zu gründen. Hierdurch sollen einerseits die Grundlagen für die Entwicklung eines gesamtgemeindlichen Ortszentrums entwickelt werden und andererseits eine funktionierende wohnortnahe Grundversorgung gesichert und ggf. verbessert werden.“ Zielstellung dieses Einzelhandels- und Zentrenkonzepts waren: - Aufzeigen eines realistischen absatzwirtschaftlichen Entwicklungsrahmens unter Beachtung der Bevölkerungsentwicklung, - Empfehlungen zu geben zur Entwicklung des Ortszentrums Schönefeld - die Weiterentwicklung weiterer Standortbereiche - die Sicherung und Weiterentwicklung der wohnortnahen Grundversorgung - die Schaffung einer Basis für die einzelhandelsbezogene Bauleitplanung.

- Abstimmungsbekanntmachung Abstimmungsbehörde: Bürgermeister Gemeinde: Schönefeld Stimmkreis: 26
tragungsrecht durch Eintragung in die amtliche Eintragungsliste nur bei der Abstimmungsbehörde der Gemeinde ausüben, in der sie ihre Wohnung, bei mehreren Wohnungen ihre Hauptwohnung oder, sofern sie keine Wohnung in der Bundesrepublik Deutschland haben, ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben; diese Bürgerinnen und Bürger können ihr Eintragungsrecht jedoch auch bei den zu Buchstabe A) angeführten weiteren Eintragungsstellen ausüben. Eintragungsberechtigt sind gemäß § 16 VAGBbg in Verbindung mit §§ 5 und 7 des Brandenburgischen Landeswahlgesetzes (BbgLWahlG) alle deutschen Bürgerinnen und Bürger, die zum Zeitpunkt der Eintragung oder spätestens am 3. Dezember 2012 - das 16. Lebensjahr vollendet haben, also vor dem 4. Dezember 1996 geboren sind, - seit mindestens einem Monat im Land Brandenburg ihren ständigen Wohnsitz oder, sofern sie keine Wohnung in der Bundesrepublik Deutschland haben, ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben sowie - nicht nach § 7 BbgLWahlG vom Wahlrecht ausgeschlossen sind. A) Unterstützung des Volksbegehrens durch Eintragung in Eintragungslisten Das Volksbegehren kann durch Eintragung in die ausliegenden Eintragungslisten in den folgenden Eintragungsräumen der Abstimmungsbehörde (Nummer 1) bis Montag, den 3. Dezember 2012, 16 Uhr und bei den weiteren Eintragungsstellen (Nummer 2 folgende) bis Freitag, den 30. November 2012 unterstützt werden: Lfd. Nr. 1 Eintragungsstellen

Bekanntmachung
über die Durchführung eines Volksbegehrens „Für eine Änderung des § 19 Absatz 11 des Landesentwicklungsprogrammes zur Durchsetzung eines landesplanerischen Nachtflugverbotes am Flughafen Berlin Brandenburg International (BER)!“ Die Vertreter der Volksinitiative „Für eine Änderung des § 19 Absatz 11 des Landesentwicklungsprogrammes zur Durchsetzung eines landesplanerischen Nachtflugverbotes am Flughafen Berlin Brandenburg International (BER)!“ haben fristgemäß die Durchführung eines Volksbegehrens verlangt. Die Landesregierung oder ein Drittel der Mitglieder des Landtages Brandenburg haben innerhalb der Frist des § 13 Abs. 3 des Volksabstimmungsgesetzes (VAGBbg) keine Klage gegen die Zulässigkeit des Volksbegehrens anhängig gemacht. Das Volksbegehren kann durch alle stimmberechtigten Bürgerinnen und Bürger ab dem 4. Juni bis 3. Dezember 2012 durch Eintragung in die ausliegenden Eintragungslisten oder durch briefliche Eintragung auf den Eintragungsscheinen unterstützt werden. Gemäß § 17 Abs. 2 VAGBbg können die Bürgerinnen und Bürger ihr Ein-

Diese Bekanntmachnung finden Sie auch auf der Internetseite der Gemeinde www.gemeinde-schoenefeld.de
Eintragungszeiten 8:00 bis 12:00 13:00 bis 15:00 8:00 bis 12:00 13:00 bis 18:00 Mittwoch 8:00 bis 12:00 13:00 bis 15:00 Donnerstag 8:00 bis 12:00 13:00 bis 15:00 Freitag 8:00 bis 12:00 Uhr Uhr Uhr Uhr Uhr Uhr Uhr Uhr Uhr

Gemeinde Schönefeld, Montag Dezernat I Zimmer 104 -Hans-Grade-Allee 11, Dienstag 12529 Schönefeld

2 3 4 usw. Personen, die sich in die Eintragungslisten eintragen wollen, haben sich über ihre Person auszuweisen (§ 7 Abs. 1 Volksbegehrensverfahrensverordnung - VVVBbg). Wer sich in die Eintragungsliste einträgt, muss persönlich und handschriftlich unterzeichnen. Neben der Unterschrift sind Familienname, Vorname, Tag der Geburt, Wohnort und Wohnung, bei mehreren Wohnungen die Hauptwohnung oder gewöhnlicher Aufenthalt, sowie der Tag der Eintragung lesbar einzutragen (§ 18 Abs. 1 VAGBbg i. V. m. § 8 Abs. 1 VVVBbg). Eine Eintragung kann nach § 18 Abs. 2 VAGBbg nicht mehr zurückgenommen werden. Eintragungsberechtigte Personen, die wegen einer körperlichen Behinderung nicht in der Lage sind, die Eintragung selbst vorzunehmen und dies mit Hinweis auf ihre Behinderung zur Niederschrift erklären, werden von Amts wegen in die Eintragungsliste eingetragen (§ 15 Abs. 2 Satz 2 VAGBbg i. V. m. § 8 Abs. 2 VVVBbg). Eintragungsberechtigte Personen, die wegen einer körperlichen Behinderung den Eintragungsraum nicht oder nur unter

Aus der Gemeindevertretung
unzumutbaren Schwierigkeiten aufsuchen können, können eine Person ihres Vertrauens (Hilfsperson) mit der Ausübung ihres Eintragungsrechts beauftragen. Hierfür ist der Hilfsperson eine entsprechende Vollmacht durch die eintragungsberechtigte Person auszustellen (§ 15 Abs. 2 Satz 2 VAGBbg i. V. m. § 7 Abs. 4 VVVBbg). B) Unterstützung des Volksbegehrens durch briefliche Eintragung Jeder Eintragungsberechtigte hat das Recht, auf Antrag das Volksbegehren durch briefliche Eintragung zu unterstützen. Der Antrag kann von der eintragungsberechtigten Person selbst oder einer von ihr bevollmächtigten Person schriftlich, elektronisch (z. B. per E-Mail oder Fax) oder mündlich (zur Niederschrift) bei der Abstimmungsbehörde gestellt werden, in der die eintragungsberechtigte Person ihre Wohnung, bei mehreren Wohnungen ihre Hauptwohnung, oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat. Bei der elektronischen Antragstellung ist der Tag der Geburt der antragstellenden Person anzugeben (§ 15 Abs. 6 Satz 2 i. V. m. § 15 Abs. 2 Satz 2 VAGBbg). Eine fernmündliche Antragstellung ist unzulässig. Die antragstellende Person kann sich bei der Antragstellung auch der Hilfe einer Person ihres Vertrauens (Hilfsperson) bedienen (§ 15 Abs. 6 Satz 2 i. V. m. § 15 Abs. 2 Satz 2 VAGBbg). Eintragungsscheine können bis zwei Tage vor Ablauf der Eintragungsfrist beantragt werden (§ 8a Abs. 5 VVVBbg). Die für die briefliche Eintragung erforderlichen Unterlagen (Eintragungsschein und Briefumschlag) werden der antragstellenden Person entgeltfrei übersandt. Die Eintragung muss persönlich vollzogen werden. Wer wegen einer körperlichen Behinderung nicht in der Lage ist, die briefliche Eintragung persönlich zu vollziehen, kann sich der Hilfe einer Person (Hilfsperson) bedienen (§ 15 Abs. 6 Satz 2 i. V. m. § 15 Abs. 2 Satz 2 VAGBbg). Auf dem Eintragungsschein hat die eintragungsberechtigte Person oder die Hilfsperson gegenüber der Abstimmungsbehörde an Eides statt zu versichern, dass sie die Erklärung der Unterstützung des Volksbegehrens persönlich oder nach dem erklärten Willen der eintragungsberechtigten Person abgegeben hat (§ 15 Abs. 7 VAGBbg). Bei der brieflichen Eintragung muss der Eintragungsberechtigte den Eintragungsschein so rechtzeitig an die auf dem amtlichen Briefumschlag angegebene Stelle absenden, dass der Eintragungsbrief dort spätestens am 3. Dezember 2012, 16 Uhr eingeht. Der Eintragungsbrief wird innerhalb der Bundesrepublik Deutschland ausschließlich von der Deutschen Post AG unentgeltlich befördert. Der Eintragungsbrief kann auch bei der auf dem Briefumschlag angegebenen Stelle abgegeben werden. Das verlangte Volksbegehren hat folgenden Wortlaut: „Für eine Änderung des § 19 Absatz 11 des Landesentwicklungsprogrammes zur Durchsetzung eines landesplanerischen Nachtflugverbotes am Flughafen Berlin Brandenburg International (BER)!“ Der Landtag möge beschließen, die Landesregierung aufzufordern, in Verhandlungen mit dem Land Berlin einzutreten, um den Staatsvertrag vom 7. August 1997 über das gemeinsame Landesentwicklungsprogramm der Länder Berlin und Brandenburg und über die Änderung des Landesplanungsvertrages, geändert durch Staatsvertrag vom 5. Mai 2003, wie folgt zu ändern: „Der im Gesamtraum BerlinBrandenburg bestehende Bedarf an Luftverkehrskapazitäten soll derart gedeckt werden, dass am Flughafen Berlin-Brandenburg International (BER) Tagflug aber kein planmäßiger Nachtflug stattfindet, um Lärmbetroffenheiten zu reduzieren.“ „Dabei soll der nationale und internationale Luftverkehrsanschluss für Berlin und Brandenburg nicht allein auf den Ballungsraum Berlin konzentriert werden.“ „Dieser Gesetzestext ersetzt Satz 1 und 2 des in den Ländern Berlin / Brandenburg gültigen § 19 Abs. 11 LePro (Landesentwicklungsprogramm). Satz 3 und Satz 4 des § 19 Abs. 11 LePro entfallen.“ Begründung: Die bisher geltende Fassung des § 19 Abs. 11 LePro ist eine der Rechtsgrundlagen sowohl für den Landesentwicklungsplan BerlinBrandenburg LEP BB als auch für die luftrechtliche Fachplanung. Der bisherigen Fassung von § 19 Abs. 11 LePro entnehmen Landesentwicklungsplan und Fachplanung die Legitimation, durch Schaffung eines nächtlichen Kapazitätsangebots an die Luftverkehrswirtschaft das Ruhebedürfnis der betroffenen Bevölkerung dem wirtschaftlichen Profit der – im Eigentum der öffentlichen Hand befindlichen – Flughafengesellschaft und der Luftverkehrsgesellschaften zu opfern. Dem schiebt die Volksinitiative durch die Neufassung des Gesetzestextes einen Riegel vor. Gemäß dem Landesentwicklungsplan LEP BB hat dieses Gesetz weiterhin Gültigkeit und gibt Vorgaben sowohl für zukünftige Landesentwicklungspläne wie auch für die luftverkehrsrechtliche Fachplanung. Der Volksinitiative liegen neuere Erkenntnisse der Lärmwirkungsforschung und über Art und Umfang der durch Flugroutenfestsetzungen betroffenen Siedlungsgebiete zu Grunde. Durch die Formulierung, dass kein planmäßiger Nachtflugbetrieb am Flughafen Schönefeld stattfinden soll, wird sichergestellt, dass sich das Nachtflugverbot auf den gewerblichen Flugverkehr bezieht und andere Flüge (Notund Rettungsflüge etc.) nicht ausgeschlossen werden sollen. Die beabsichtigte Neuregelung macht es ferner möglich, nächtliche Flugbewegungen insbesondere im Charter- und Pauschalreiseverkehr auch an anderen Startorten durchzuführen. Zu Verspätungsregelungen und detaillierten luftverkehrstechnischen Regelungen fehlt es an einer Zuständigkeit des Landesgesetzgebers. Zumindest würde

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dieser Regelungsinhalt nicht in die Kompetenz der Landesplanung fallen. Mit dem Volksbegehren wird die Wiederinbetriebnahme bzw. die Aufrechterhaltung der Flughäfen Tempelhof und Tegel nicht beabsichtigt. NACHTFLUG STÖRT DEN SCHLAF UND GEFÄHRDET DIE GESUNDHEIT: Das Umweltbundesamt bewertet den wissenschaftlichen Erkenntnisstand aufgrund einer aktuellen Studie aus dem Jahr 2010: „Für Herz- und Kreislauferkrankungen ist nachgewiesen: Im Vergleich zu Personen, die keinem Fluglärm ausgesetzt sind, steigt das Erkrankungsrisiko betroffener Personen mit zunehmender Fluglärmbelastung. Auch bei psychischen Erkrankungen findet sich ein relevanter Befund: Bei Frauen sind die Erkrankungsrisiken für Depressionen signifikant erhöht. Diese Ergebnisse stehen im Einklang mit der vorausgegangenen ‚Arzneimittelstudie’ des UBA, die höhere Medikamentenverschreibungen bei Personen nachwies, die nächtlichem Fluglärm ausgesetzt sind. Eine große Studie im Umfeld verschiedener europäischer Flughäfen (HYENA-Studie) aus dem Jahr 2008 stellte ebenfalls fluglärmbedingte Gesundheitsrisiken fest: Personen, die verstärkt vom Nachtfluglärm betroffen sind, weisen häufig höhere Blutdruckwerte auf, als Menschen in ruhigeren Wohngebieten.“ Auch das Bundesverwaltungsgericht hat sich eindeutig dazu bekannt, dass eine Gesundheitsgefährdung von Lärmbetroffenen unterbleiben muss (Urteil vom 21.3.1996 Az.4 C 9.95): „Diese Verpflichtung trifft ihn [den Staat, d.V.] erst recht, wenn der Eingriff auf seinem eigenen Verhalten beruht. Dabei kann sich der Staat nicht ohne weiteres mit vorhandenen Erkenntnisdefiziten ‚entschuldigen’. Dies ist bereits dann nicht zulässig, wenn die Risiken einer Gesundheitsbeeinträchtigung bereits als solche bekannt sind. Die Gesundheitsschädlichkeit muss nicht erst bewiesen werden, um eine

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Aus der Gemeindevertretung
burgische Landesregierung fühlt sich durch ihre eigene gesetzliche Regelung im § 19 Abs. 11 Landesentwicklungsprogramm (LePro) die für die Länder Berlin und Brandenburg gilt, in ihrem großzügig nachtflugfreundlichen Handeln zum Nachteil der vom nächtlichen Fluglärm gepeinigten Bevölkerung bestätigt. Die Volksinitiative wendet sich gegen diese gesetzliche Regelung und zwingt in der Folge die Landesregierung die Landesentwicklungspläne Flughafenstandortsicherung wie auch den Landesentwicklungsplan BerlinBrandenburg zu überarbeiten, da in diesen Plänen von einer Zulässigkeit des Nachtflugs ausgegangen wird. Namen und Anschriften der Vertreter und Stellvertreter: Vertreter: Prof. Wolf Carius Gerhart-Hauptmann-Allee 30 15732 Eichwalde Dr. Gerhard Kalinka Heinrich-Zille-Straße 39 15827 Blankenfelde Robert Nicolai Fontaneplatz 5 15834 Rangsdorf Matthias Schubert Unterberg 31 14532 Kleinmachnow Martin Henkel Seestraße 68 15738 Zeuthen (Dienstsiegel) Schönefeld (Ort) Stellvertreter: Markus Peichl Kladower Straße 2 14469 Potsdam Gudrun Claus Selchower Weg 18 15831 Mahlow Christian Radtke-Kruft Siegfriedstraße 60 14513 Teltow Martina Pohske Keplerstraße 23 15831 Mahlow Christian Selch Potsdamer Straße 2 15738 Zeuthen , den 11. Mai 2012 (Datum) (Unterschrift)

Regelungspflicht des Staates auszulösen. Auch Gesundheitsgefährdungen – werden sie erkannt oder als im Risikobereich liegend für hinreichend wahrscheinlich angesehen – verpflichtet zu Handeln. Auch hier mögen vielfache Erkenntnisdefizite bestehen. Der Staat muss ihnen – etwa bei der Festsetzung von Grenzwerten – durch Sicherheitsmargen zu begegnen suchen.“ Dennoch hält die brandenburgische Landesregierung im Planergänzungsverfahren für den Flughafen Schönefeld bis zu 113 Flüge in einer Nacht für zulässig. Hiergegen sind Klagen vor dem Bundesverwaltungsgericht eingereicht. Die branden-

Die Abstimmungsbehörde

Es werden darüber hinaus auch Möglichkeiten der Eintragung in den Ortsteilen geschaffen, die den Bekanntmachungskästen und der Internetseite der Gemeinde zu entnehmen sind.

Mobile Fluglärmmessung in Kiekebusch, Rotberg und Karlshof
Vor Inbetriebnahme des Flughafens konnte mit dem Flughafen für Karlshof und Kiekebusch der Einsatz der mobilen Fluglärmmessung vereinbart werden. Diese Messstation war vom 08.02. bis 16.02.2012 in Kiekebusch und vom 18.02. bis 26.02.2012 in Rotberg im Einsatz. Die Messberichte werden auf der Internetseite des Flughafens veröffentlicht: http://www.berlin-airport.de/DE/ GruenerFlughafen/Fluglaerm/ FLmessung/Allgemein.html Nach Gesprächen des Bürgermeisters mit dem Landkreis Dahme-Spreewald konnte dank der Hilfe von Landrat Stephan Loge und dem Flughafenverantwortlichen Jörg Schrager erreicht werden, dass die Messstation des Landkreises in Karlshof über den Zeitraum von drei Wochen Messungen vornimmt. Natürlich erfolgen weitere Messungen nach Inbetriebnahme des Flughafens BER. Robert Rust, Mitglied der Fluglärmkommission

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Aus der Gemeindevertretung

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Ende gut - alles gut
Anbindung an das Gewerbegebiet gatelands abgeschlossen
Es hat lange gedauert, bis dieses Vorhaben ein glückliches Ende fand. Alles begann mit der Umsiedlung der Bürger von Kienberg. Ein einzigartiges Unternehmen, dessen Notwendigkeit niemand in Frage stellt, wenn er an der Stelle steht, wo heute die Kienberger noch wohnen würden, wenn sich damals nicht alle stark für die Umsiedlung gemacht hätten und starke Partner gefunden hätten. Anfang Mai wurde die Abfahrt von der Autobahn in das ehemalige Kienberg, in dem heute das Gewerbegebiet gatelands entwickelt wird, offiziell freigegeben. Vor sechs Jahren wurde mit der Planung dieser Anbindung begonnen. Parallel dazu wurde mit der Stadt Berlin und dem Flughafen ein Masterplan unterzeichnet, der diese Anbindung vorsah. Der mit 13 Umlandkommunen und 3 Berliner Stadtbezirken und zwei Landkreisen ausgehandelte Planungsatlas wurde 2008 fertig gestellt. Der erste Schritt

Glückliches Ende eines schwieirgen Projekt. Grund zur Freude für die Beteiligten. war der Bau der Kienberger Brücke, die mit Fördermitteln der Landesregierung realisiert wurde. Der Anbindung selbst zu bauen erwies sich als technisch kompliziert und schwierig zu realisieren. Die Einwände wurden durch die Berechnungen des Verkehrsplaners Prof. Herbert Staadt aus dem Weg geräumt. Es gab viele Beteiligte an diesem Projekt, die aus diesem langen und steinigen Weg eine neue glatte Zufahrtsstraße gemacht haben. Investor Peter Kolb, Geschäftsführer Unternehmensgruppe Kolb+Partner, brachte es auf den Punkt, als er sagte:„Wir haben 13 Jahre lang an diesem dicken Brett gebohrt und es hat geklappt. Jetzt brauchen wir den wirtschaftlichen Erfolg, wir brauchen neue Arbeitsplätze und wirtschaftliche Aktivitäten.“ A.H.

Teilnehmer für Lärmwirkungsstudie NORAH gesucht
Befragungen für die Lärmwirkungsstudie beginnen im Mai Bürgerinnen und Bürger werden um ihre Mitwirkung an der Studie gebeten
Ab Mai dieses Jahres startet ein zweijähriges, wissenschaftliches Forschungsprojekt in der Region um den Flughafen BerlinBrandenburg zur Wirkung von Flug-, Schienen- und Straßenverkehrslärm auf die Bevölkerung. Die Studie wird aus öffentlichen Mitteln des Landes Hessen finanziert und durch das Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (MUGV) des Landes Brandenburg unterstützt. Die Wissenschaftler unter der Leitung der Ruhr-Universität Bochum möchten klären welche Folgen Flug-, Straßen- und Schienenlärm für die Lebensqualität und die Gesundheit von Menschen in dieser Region haben. Damit soll auch geklärt werden, was getan werden kann, um diese Folgen für die betroffenen Menschen zu vermindern. Die Ruhr-Universität Bochum und die Sozialwissenschaftliches Umfragezentrum GmbH (SUZ) beginnen mit ersten telefonischen Befragungen in den nächsten Tagen. Zurzeit erhalten per Zufall aus dem Einwohnermelderegister ausgewählte Personen ein Anschreiben, in dem sie um Teilnahme an der Befragung gebeten werden. Großen Wert legen die Wissenschaftler auf den Datenschutz und sichern zu, dass alle Angaben der befragten Personen streng vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben werden. Für die wissenschaftliche Studie zählt jede Stimme. Daher bitten die Forscher alle angeschriebenen Bürgerinnen und Bürger um Unterstützung und Teilnahme, um möglichst aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten. Zum Hintergrund: Die Lärmwirkungsstudie NORAH („Noise-Related Annoyance, Cognition, and Health“, deutsch etwa „Zusammenhänge zwischen Lärm, Belästigung, Denkprozessen und Gesundheit“) hat das Ziel, eine wissenschaftlich abgesicherte Beschreibung der Auswirkungen des Lärms verschiedener Verkehrsarten auf die Gesundheit und Lebensqualität der betroffenen Wohnbevölkerung zu erhalten. Dazu haben sich mehrere renommierte Forschungs- und Fachinstitutionen der Medizin, Psychologie, Sozialwissenschaft und Akustik zu einem Forschungskonsortium zusammengeschlossen. Die telefonischen Befragungen finden in den Wohngebieten rings um die Flughäfen Berlin/ Brandenburg, Frankfurt/Main, Köln/Bonn und Stuttgart statt, weitere Untersuchungen nur im Rhein-Main-Gebiet. Weitere Informationen über die Inhalte der Studie finden Sie auf www.norah-studie.de.

Jetzt auch in Schönefeld!

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Aus der Gemeindevertretung
Busfahrplan Seniorenveranstaltung 22. Juni 2012 Bus 1 (Schönefeld Dorfanger, Bahnhof) Ort Schönefeld Schönefeld Haltestelle Dorfanger Bahnhof Abfahrtzeit 14:15 Uhr 14:20 Uhr

Wichtige Information für die Schönefelder Senioren
Anlässlich der 19. Brandenburgischen Seniorenwoche laden wir Sie, liebe Senioren (ab 63 Jahre), zu einer gemeinsamen Veranstaltung der Gemeinde Schönefeld ein. Auf dieser Veranstaltung mit Musik, Tanz und einem kleinen Kulturprogramm

Seniorenbeauftragte der Ortsteile
Groß- und Kleinziethen Frau Rita Kienast Tel. 03379 / 44 42 50 Frau Helgard Thiele Tel. 03379 / 44 42 37 Kiekebusch Herr Dietrich Kundoch Tel. 030 / 63 31 23 11 Waltersdorf und Rotberg Herr Lutz Hierse Tel. 030 / 67 80 80 70 Schönefeld Frau Helga Rust Tel. 030 / 633 24 96 Frau Erika Amelung Tel. 030 / 633 25 59 Waßmannsdorf Frau Christa Scheidig Tel. 03379 / 44 52 95 Selchow Frau Renate Mann Tel. 03379 / 99 69 80

Ankunft Großziethen Mehrzweckhalle 15:00 Uhr Bus 2 (Schönefeld Schwalbenweg, Wehrmathen) Doppeldecker Schönefeld Schönefeld Aparthotel Schwalbenweg Wehrmathen 14:15 Uhr 14:20 Uhr

Ankunft Großziethen Mehrzweckhalle 15:00 Uhr Bus 3 (Waltersdorf/Siedlung, Hubertus und Dorf) Waltersdorf Waltersdorf Waltersdorf Siedlung/Kreuzung Hubertus/Bohnsdorfer Weg Berliner Str./Wendestelle 14:15 Uhr 14:25 Uhr 14:35 Uhr

am Freitag, dem 22. Juni, 15 Uhr in der Mehrzweckhalle Großziethen
wollen wir Ihnen ein paar Stunden Freude und Entspannung bereiten. Es wird ein Unkostenbeitrag von 5,00 Euro erhoben. Sie erhalten in diesem Jahr keine persönlichen Einladungen. Bitte melden Sie sich bei den Seniorenbeauftragten Ihres Ortsteils oder in der Gemeinde Schönefeld - 030/53672036 Bitte keine Gäste anmelden!

Ankunft Großziethen Mehrzweckhalle 15:00 Uhr Bus 4 (Kiekebusch, Karlshof, Rotberg, ) Kiekebusch Karlshof Rotberg Dorf Dorf Dorf 14:15 Uhr 14:18 Uhr 14:22 Uhr

Ankunft Großziethen Mehrzweckhalle 15:00 Uhr Bus 5 (Selchow, Waßmannsdorf, Kleinziethen) Doppeldecker Selchow Dorf 14:15 Uhr 14:20 Uhr 14:25 Uhr 14:28 Uhr 14:35 Uhr 14:40 Uhr Waßmannsdorf Dorf/Kita Waßmannsdorf Stadtgut Waßmannsdorf Rudower Str. Waßmannsdorf Ahornstr. Kleinziethen Dorf Ankunft Großziethen Mehrzweckhalle 15:00 Uhr Rückfahrt erfolgt jeweils um 20 Uhr in umgekehrter Reihenfolge.

Beschlüsse der Gemeindevertretung vom 23.3.2012
23/12 Beschluss der Satzung zum Bebauungsplan 05/10, Ortsteil Waßmannsdorf 24/12 Beschluss der Satzung zum Bebauungsplan 08/08, Ortsteil Schönefeld

Beschlüsse der Gemeindevertretung vom 09.05.2012
25/12 Beschluss über den Haushaltsplan und die Haushaltssatzung für das Jahr 2012 26/12 Beschluss der 1. Satzung zur Änderung der Aufwandsentschädigungssatzung Die Gemeindevertretung der Gemeinde Schönefeld beschließt die 1. Satzung zur Änderung der Satzung über die Aufwandsentschädigungen für die Mitglieder der Gemeindevertretung Schönefeld und die Mitglieder der Ortsbeiräte der Ortsteile Großziethen, Kiekebusch, Schönefeld, Selchow, Waltersdorf und Waßmannsdorf 27/12 Beschluss zur Vergabe eines Straßennamens im Ortsteil Schönefeld Beschluss zur Vergabe eines Straßennamens im Ortsteil Schönefeld Die Gemeindevertretung der Gemeinde Schönefeld beschließt, auf Vorschlag des Ortsbeirates Schönefeld die im Bebauungsplan 04/08 „Schönefelder Tor Süd“ befindliche Planstraße A, welche unter anderem als Verbindung zwischen der Hans-Grade-Allee und der Umgehungsstraße dient, in Mercedesstraße zu benennen. 28/12 Beschluss über die Abwägung der Stellungnahmen der Behörden, sonstigen Träger öffentlicher Belange und der Öffentlichkeit aus der frühzeitigen Beteiligung nach § 3 (1) und § 4 (1) BauGB zum Bebauungsplan 01/10 „Karl-Marx-Straße“, Ortsteil Großziethen 29/12 Beschluss zur Beteiligung nach § 3 (2) und § 4 (2) BauGB zum Bebauungsplan 01/10 „Karl-Marx-Straße“, Ortsteil Großziethen 30/12 Beschluss über die Aufstellung des Bebauungsplanes 2/12 „Rinn-Ideengärten“ für den Ortsteil Großziethen, GT Kleinziethen 31/12 Beschluss der Satzung zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan 04/09 „Lebensmitteldiscounter“, Ortsteil Schönefeld 32/12 Beschluss des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes der Gemeinde Schönefeld Die Gemeindevertretung der Gemeinde Schönefeld beschließt das Einzelhandelsund Zentrenkonzept für die Gemeinde Schönefeld, aufgestellt vom Büro Stadt + Handel. 33/12 Beschluss zur Beteiligung nach § 3 (2) und § 4 (2) BauGB zum Bebauungsplan 1/98-III neu b 2. Änderung, Ortsteil Schönefeld 34/12 Beschluss des Protokolls des Bauausschusses vom 19.04.2012

Rathaus der Gemeinde Schönefeld Telefon: (030) 53 67 20 0

Aus der Gemeindeverwaltung

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Vorabinformation – Mit der Eröffung des neuen Flughafens BER werden sich Bus- und Bahnverbindungen in Schönefeld ändern
Mit der Eröffnung des Flughafens Berlin Brandenburg wird gleichzeitig der unterirdische Terminalbahnhof in Betrieb gehen. Die S-Bahnlinien S45 und S9 verkehren vom jetzigen Bahnhof Schönefeld über die neue Station Waßmannsdorf direkt zum Flughafen. Da auch die AirportExpresszüge RE7, RB14 und der neue RE9 sowie die RB22 von und nach Potsdam den Flughafenbahnhof anfahren, halten in Schönefeld nur noch die beiden S-Bahnlinien. Das Busnetz im Raum Schönefeld besteht aus den Linien X7, X11 (neu), 163, 164, 171, 260, N7, N64 (alle BVG), 600 (neu, HVG/ VTF), 263, 734, 735, 736, 738, 741, 742, 743, 744 und 745 (neu) der Regionalen Verkehrsgesellschaft Dahme-Spreewald (RVS). Für die Berliner Linien gilt der Grundsatz, dass lediglich die Express- und Nachtbuslinien zum Flughafenterminal fahren und alle anderen zum nächstgelegenen S-Bahnhof geführt werden. Somit enden die Linien 163 am S-Bhf. Grünbergallee (alt Bhf. Schönefeld) sowie 164 und 171 am S-Bhf. Schönefeld (alt Terminal SXF), Bus 260 verkehrt unverändert über Wehrmathen. Die neue Linie 600 kommt aus Teltow, hält an den S-Bahnhöfen Waßmannsdorf und Schönefeld sowie in Schönefeld Dorf (B96a) und endet am Flughafenterminal. Bei den RVS-Linien wird es folgende Änderungen geben: Die aus Richtung Königs Wusterhausen kommenden Linien 734, 735 und 736 fahren ab Waltersdorf direkt zum Flughafenterminal anstatt wie bisher zum Bahnhof Schönefeld. Das Gleiche gilt für die aus Berlin-Grünau kommende Linie 263, die jetzt noch am Infotower endet. Es entfallen alle Schleifenfahrten über die provisorische Haltestelle Lilienthalstraße, dafür entsteht neu eine Umsteigehaltestelle am Bohnsdorfer Weg. Für die Bewohner der Ortsteile Karlshof, Kiekebusch und Rotberg bleibt das jetzige Angebot mit der Linie 738 (vom/zum A10 Center) bestehen, d.h. in Richtung Flughafen ist ein Umstieg in Waltersdorf erforderlich. Auf der Linie 741 entfällt im morgendlichen Schülerverkehr die doppelte Anfahrt der Haltestelle Berliner Straße, d.h. die Busse von Waltersdorf Siedlung fahren ab Lilienthalstraße gleich nach Schönefeld Nord. Die ersten Fahrten verschieben sich am Wochenende um ca. 30 Minuten. Mit Inbetriebnahme des S-Bhf. Waßmannsdorf entsteht ein neuer Verknüpfungspunkt zwischen Bus und Bahn. Um diesen möglichst auf direktem Weg zu erreichen, entfällt für die Busse aus Großziethen die Stichfahrt zum Klärwerk. Zur besseren Orientierung erhält der Teilabschnitt Großziethen – SBhf. Waßmannsdorf – Selchow die neue Linienbezeichnung 745. Der Bereich Klärwerk wird vom S-Bahnhof weiterhin regelmäßig mit der Linie 742 bedient, im verbleibenden Abschnitt zwischen Waßmannsdorf und Schönefeld Nord fährt der Bus 742 nur noch im Schülerverkehr und am Wochenende ab Klärwerk direkt zur Schwimmhalle. Schönefeld Nord selbst wird neben den Fahrten im Schülerverkehr von Montag bis Freitag mit stündlichen Ringfahrten von/zum S-Bhf. Schönefeld erschlossen. In Großziethen ändern sich lediglich die Angebote im Spätverkehr: die Busse fahren nicht mehr ab Rudow zur Attilastraße und weiter nach Schönefeld, sondern zwischen S-Bhf. Waßmannsdorf und Buckow-Süd (Buckower Damm/ Ringslebenstraße). Der Flughafen Berlin Brandenburg wird aus den Schönefelder Ortsteilen wie folgt zu erreichen sein: • Karlshof, Kiekebusch, Rotberg: Bus 738 bis Waltersdorf Berliner Straße und weiter mit Bus 734, 735 oder 736 • Kleinziethen: Bus 745 bis SBhf. Waßmannsdorf und weiter mit S45 oder S9 • Großziethen: Bus 745 bis SBhf. Waßmannsdorf und weiter mit S45 oder S9, Bus 744 bis U-Bhf. Rudow und weiter mit Bus X7 oder X11 • Selchow: Bus 745 bis S-Bhf. Waßmannsdorf und weiter mit S45 oder S9 • Schönefeld: Bus 600 oder 741 bis S-Bhf. Schönefeld und weiter mit S45 oder S9 • Waltersdorf: Bus 263, 734, 735 oder 736 • Waltersdorf Siedlung: Bus 738 bis Lilienthalstraße und weiter mit Bus 263 • Waßmannsdorf: Bus 742 bis SBhf. Waßmannsdorf und weiter mit S45 oder S9 • Wehrmathen: Bus 164 bis SBhf. Schönefeld und weiter mit S45 oder S9 Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite www. rvs-lds.de.

Amtsblatt Nummer 05/12 vom 19.4.2012 für die Gemeinde Schönefeld veröffentlicht:
Öffentliche Bekanntmachung des Beschlusses und Inkrafttreten Bebauungsplan 05/10 „An der Waßmannsdorfer Allee“ OT Waßmannsdorf Die Gemeindevertretung der Gemeinde Schönefeld hat am 23.03.2012 den Bebauungsplan 05/10 „An der Waßmannsdorfer Allee“ im OT Waßmannsdorf als Satzung beschlossen. Eine Genehmigung durch die obere Verwaltungsbehörde ist nicht erforderlich.

Polizeihauptkommissar Lothar Stoldt Telefon: 030 63480 1040, Fax 030 63480 229 Email: lothar.stoldt@polizei.brandenburg.de Polizeiobermeister Fred Schnell Telefon: 030 63480 1043, Fax 030 63480 229 Email: fred.schnell@polizei.brandenburg.de Polizeihauptmeister Norbert Zehrt Telefon: 030 63480 1042, Fax 030 63480 229 Email: norbert.zehrt@polizei.brandenburg.de

Revierdienst der Polizeiinspektion Flughafen Gemeinde Schönefeld

Die Einwohnerzahlen der Gemeinde Schönefeld
Haupt- und Nebenwohnung: 13930 Hauptwohnung: 13484 Nebenwohnung: 471
(Stand 2. Mai 2012)

Erreichen können Sie die Revierpolizisten jeden Dienstag in der Zeit von 13.00 bis 18.00 Uhr im Rathaus Schönefeld, Hans-Grade-Allee 11, 2.OG, Raum 217. Außerhalb der Sprechzeiten können Sie die Polizeiinspektion Flughafen Tel.: 030 63 48 00 rund um die Uhr erreichen. Sie haben aber auch die Möglichkeit über die Internetwache (www. internetwache.brandenburg.de) Anzeigen, Hinweise, Lob oder Kritik zu versenden. Im Falle akuter Gefahr wählen Sie natürlich weiterhin den Notruf 110.

Unser Anzeigentelefon: 030 - 663 37 48

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Rund um den Flughafen

Information des Bundesaufsichtsamtes für Flugsicherung
Flugverfahren am Flughafen Berlin Brandenburg treten erst mit neuem Eröffnungstermin in Kraft
Die Verschiebung der Eröffnung des neuen Flughafens Berlin Brandenburg wirkt sich auf die grundsätzliche Festlegung der Flugverfahren vom 26.01.2012 nicht aus. Die bisher gültigen Verfahren für Tegel und Schönefeld gelten vorerst weiter. Das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) bedauert die neue Situation in Berlin und reagiert mit entsprechenden Maßnahmen. Das BAF wird kurzfristig die nötigen rechtlichen Vorraussetzungen dafür schaffen, dass die bisher gültigen Verfahren für Tegel und Schönefeld weiterhin geflogen werden können. „Damit wird eine sicherheitsrelevante Beeinträchtigung des Luftverkehrs bis zur tatsächlichen Inbetriebnahme vermieden. Alle Beteiligten können sich auf eine sichere und geordnete Abwicklung des Luftverkehrsmanagements trotz der Verschiebung verlassen.“ So die Stellungnahme des Direktors des BAF, Prof. Dr. Nikolaus Herrmann.

Pressekonferenz des Flughafens am 8.5.2012. Es ist offiziell: Die Eröffnung des Flughafens BER wird verschoben! Diesen Termin hatte sich wohl keiner gewünscht. Wieder hieß es „Kommando zurück“. Der Countdown für die Eröffnung des Flughafens musste erneut angehalten werden. Technische Probleme bei der Brandschutztechnik waren die offizielle Begründung. Gerüchte gab es viele und beim Flughafenfest rund ums Terminal am 12. und 13. Mai suchte jeder für sich nach einer Begründung für die Verschiebung. Dass sie so kurz vor der bis zu letzt verkündeten Eröffnung kommt, bringt viele Unwägbarkeiten. Der neue Busfahrplan war schon bereit zur Veröffentlichung. Er liegt jetzt auf Eis wie so viele andere Dinge. Die Schönefelder hatten sich schon auf die erste Fahrt der S-Bahn in Waßmannsdorf gefreut, die einen kurzen Weg in die Hauptstadt verspricht und müssen jetzt warten. Auch die vielen Gewerbetreibenden, die in Schönefeld ihre Firmen angemeldet haben und sehnsüchtig auf die Inbetriebnahme warten, müssen sich gedulden. Wie lange ist bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht klar. Der Termin ist noch offen. Dem Ministerpräsidenten Platzeck konnte man den Unmut deutlich ansehen und auch der Regierende Bürgermeister Wowereit war ungehalten. Sie mussten sich von den Besuchern des Flughafenfestes fragen lassen, wieso es soweit kommen konnte. Alle sind sich jedoch einig. Eine weitere Verschiebung darf es nicht geben. Gründlichkeit und Zuverlässigkeit müssen Vorrang haben. Welche Konsequenzen die Verschiebung für die Gemeinde haben wird, lässt sich im Moment schwer absehen. Eine direkte Konsequenz gab es schon. Die Delegation der Gemeindevertretung, die Anfang Juni in die mongolische Hauptstadt Ulaanbaatar fliegen wird, muss die Tickets umtauschen.

„Einst und Jetzt - Flughafen Schönefeld“ heißt ein Bildband, der die Geschichte des Flughafens in Bildern präsentiert. Historische Aufnahmen werden Fotos aus der jüngsten Entwicklung gegenübergestellt. Autor Andreas Wendt hat sich auf eine Zeitreise durch die Gemeinde begeben. Herausgeber ist die Märkische Oderzeitung. Der Bildband kann in Kürze auch im Rathaus für 12,00 Euro erworben werden. ©Heinz Köhler

Neuer DFS-Tower in Schönefeld feierlich eröffnet
Bei der feierlichen Eröffnung des neuen Kontrollturmes der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH in Schönefeld konnten die geladenen Gäste einen seltenen Blick auf den künftigen Flughafen BER werfen. Er ist nicht nur ein Wahrzeichen für den Flughafen sondern auch für die Gemeinde Schönefeld. Von hier aus sichern die Fluglotsen den Ab- und Anflug. Nach der Inbetriebnahme des neuen Flughafens werden auch die Fluglotsen aus Tegel hierher umziehen. Mit 72 Metern ist der BER-Tower der zweithöchste Kontrollturm Deutschlands. Knapp 37 Millionen Euro investierte die DFS in das Bauwerk. Investiert wurde nicht nur in Stahl und Beton, sondern auch in hochmoderne Systeme und zukunftsweisende Technik. Damit konnten sich die Fluglotsen in den vergangenen Monaten vertraut machen. Foto: privat

©Andreas Jackert

Rund um den Flughafen

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Mit dem Bürgermeister auf Tour
Schon seit einiger Zeit findet der Treffpunkt Bürgermeister in der Gemeinde in einem Bus statt. Die Touren durch die Gemeinde sind bei den Schönefeldern sehr beliebt. Auch die Tour, die am 5. Mai in Waßmannsdorf startete, war ausgebucht. Viele Einwohner nutzten die Gelegenheit, sich die Entwicklung der Gemeinde und vor allem auch die auf dem Flughafen direkt anzusehen und sich aus erster Hand erläutern zu lassen. An diesem Sonnabend war die Welt noch in Ordnung. Die Hiobsbotschaft von der Verschiebung der Flughafeneröffnung kam erst 3 Tage später, was auch die Ankündigung über die erste offizielle Fahrt der S-Bahn zunichte machte. Geübt wird allerdings schon, die S-Bahnfahrer üben Tunnelfahrten und das Halten in der Kurve in Waßmannsdorf. Bürgermeister Dr. Haase erläuterte, was auf dem Gelände vor dem S-Bahnhof passieren wird. Eine Shell-Tankstelle entsteht, ein MacDonalds wird gebaut und direkt vor dem Bahnhof wird der S-Bahnwagen aus Tegel aufgebaut, dann können sich die Fahrgäste in Waßmannsdorf Currywurst schmecken lassen. Außerdem wird ein Parkhaus gebaut werden. Dann folgte ein Abstecher in das zukünftige Zentrum von Schönefeld an der Hans-Grade-Allee. Auch hier entwickelt sich die Gewerbeansiedlung. Die Firma Dachser erweitert ihr Firmengelände, eine englische Firme baut ein Logistikzentrum, die Fläche dafür wurde bereits

Viele interessierte Schönefelder Einwohner waren mit dem Bürgermeister auf Tour durch die Gemeinde und nutzen die Gelegenheit für ein Gruppenfoto vor dem Terminal des Flughafens. planiert. Neben der LKW-Reparaturwerkstatt steht das Gebäude der SKY catering GmbH kurz vor der Vollendung. Von hier aus werden künftig die Flugzeuge von airberlin beliefert. „Das Gebiet ist erschlossen und wir warten auf die Investoren. Jetzt können auch Wohnungen gebaut werden. Der Bebauungsplan ist fertig. Wir erwarten viel Nachfrage. In diesem Jahr wird auch mit dem Bau des City Centers begonnen werden, im Sommer soll die Grundsteinlegung für dieses Kaufhaus sein“, erläutert der Bürgermeister. Der Bus fährt weiter, vorbei an der neuen Schönefelder Feuerwache, in der auch die Rettungsstelle des Landkreises untergebracht ist, vorbei am Standort des künftigen Mercedes Service Centers über die Autobahn am ehemaligen Kienberg vorbei bis zum Infotower. An der Übersichtskarte informiert Herr Franzke vom Flughafen über die Flughafenbaustelle. Was den Schönefeldern natürlich sofort auffiel, war, dass auf der Karte die Anbindungsstraße in das Gewerbegebiet gatelands fehlt. Um diese Anbindung war jahrelang gekämpft worden. Viel Kraft hatte es die Gemeinde gekostet, diese Anbindung fertig zu stellen. Bei einem Blick vom Infotower konnten sich alle noch einmal von der Dimension dieser Baustelle machen. Man muss allerdings nicht auf den Tower klettern, um sich ein Bild zu machen. Eine Webcam ist auf dem Tower installiert, die man unter www.berlin-airport.de/Flughafen Berlin Brandenburg/Armin und die Baustelle/Panorama-Webcam aufrufen kann. Nach einer Fahrt über die Baustelle und einem Fototermin vor dem Terminal ging es zum Messestandort Selchow. Bürgermeister Dr. Haase informierte über den Stand der Dinge und erzählte viele interessante Details zu diesem Projekt. Die zweistündige Tour brachte für viele interessante Neuigkeiten. Ob es weitere Touren geben wird und wie die aussehen werden, darüber werden wir Sie zu gegebener Zeit informieren. AH.

easyJet und der Flughafen Berlin Brandenburg haben kürzlich ein Flugzeug mit dem Porträt Willy Brandts eingeweiht. Der Airbus A320 trägt den Namen und das Bild des ehemaligen Kanzlers Willy Brandt, der auch Namenspate für den Flughafen ist.
©Günter Wicker/ Flughafen Berlin Brandenburg

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Rund um den Flughafen

„Rund um das Terminal“

Es sollte eigentlich ein großes und buntes Fest „Rund um das Terminal“ werden an diesem Maiwochenende. Die Freude war getrübt durch den verschobenen Eröffnungstermin, aber die Neugier war bei vielen da und viele

Besucher kamen. Den Rundgang hatten sich Ministerpräsident Platzeck und Bürgermeister Dr. Haase sicherlich unter einem anderen Vorzeichen gewünscht. ©Günter Wicker/Flughafen Berlin Brandenburg

Wiedersehen mit der „Schönefeld“ nach fast einem Jahr. Taufpatin Eva Haase und Pilot Nikolai Pointner

Interview mit Nikolai Pointner:
Ist die „Schönefeld“ zum ersten Mal in Schönefeld? Ich glaube, ja. Normalerweise fliegen wir linienmäßig bis jetzt nicht nach Schönefeld. Das war immer nur ein Ausweichflughafen. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist die „Schönefeld“ am 12. Mai hier zum ersten Mal gelandet. Jeder wollte mal ins Cockpit. Lang war die Schlange am Airbus „Schönefeld“. Wie viele Flüge hat sie inzwischen hinter sich? Die genaue Zahl kann ich nicht sagen, aber es müssen inzwischen Tausende sein. Sind Sie zum ersten Mal in Schönefeld? Nein, vor 8 Jahren war ich zum ersten Mal während der ILA hier. Damals haben wir Rundflüge mit dem A 321 gemacht. Auch im Lufthansa Trainingszentrum war ich schon im Flugsimulator. Von der Gemeinde kenne ich wenig. Aber ich freue mich, dass ich mit dem Bürgermeister heute eine Besichtigungstour machen kann.

Beim Flughafenfest blieb das Terminal für die Gäste noch geschlossen. Gemeindevertreterin Brigitte Bischof war beim Probebetrieb dabei und checkte hier nach Dubai und Madrid ein.

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Testabfertigung auf dem Airport Berlin-Brandenburg Willy Brandt (BER)
erlebt von Brigitte Bischof
Im August vorigen Jahres bewarb ich mich für eine Testabfertigung auf dem neuen Airport Berlin-Brandenburg BER. Am 11. April 2012 war es endlich so weit, dass ich zusammen mit ca. 1200 anderen Bürgern als Komparse zu einer Abfertigung auf dem neuen Flughafengelände eingeladen wurde. Pünktlich zwischen 8.00 und 8.30 Uhr fanden sich die Komparsen verschiedener Altersgruppen an der airportworld am Bahnhof Schönefeld ein, um von dort mit Bussen zum Terminal zu fahren. In meinem Bus saßen 51 Personen, die von unserem Reiseleiter eine Art „Ticket“ mit einem Namen und der Angabe von Zielort, Abflugzeit, befördernder Airline erhielten. Mein erster Zielort war Dubai mit der Airline airberlin, für den Nachmittag gab es ein zweites Ticket, Zielort Madrid mit easyJet. Zunächst aber fuhren wir mit dem Bus an der Außenseite des Terminals entlang und konnten vom Vorfeld aus die Fluggastbrücken, den neuen Tower sowie einige andere interessante Gebäude betrachten. An einer Fluggastbrücke sahen wir eine weiße Dekoration, die wir zunächst nicht so richtig einordnen konnten, die uns aber später als Kunst am Bau erklärt wurde. Dann konnten wir zum Check-in zu unserem Flug gehen. Vor dem Terminal suchte sich jeder die vorgeschriebene Anzahl an Koffern aus einem Riesenstapel aus, legte den Schutzhelm und die Warnweste an (denn das Gebäude ist ja noch immer eine riesige Baustelle) und fertig war der Passagier. Die Abfertigung am Check-in ging zügig voran, Bordkarte und Gepäckanhänger wurden ausgegeben. Der nächste Schritt Personenkontrolle. Auch das ging reibungslos vonstatten, obwohl sie ziemlich gründlich erfolgte, d.h. Jacke aus, Uhr abmachen, Gürtel aus der Schlaufe ziehen und Kontrolle der Schuhe. Unsere Reise ging ja in die Vereinigten Arabischen Emirate, d.h. eine Passkontrolle war nötig. Negativ fiel uns der ziemlich lange Weg auf, der noch zu Fuß zurückgelegt werden musste. Später soll hier einmal ein Laufband sowie eine Rolltreppe in Betrieb sein, die dem Passagier den Weg zur Passkontrolle erleichtern. Hinzu kam, dass die Beschilderung zur Passkontrolle nicht eindeutig war, so dass einige der „Passagiere“ ohne Passkontrolle zum Gate gelangen konnten, was im Echtbetrieb natürlich niemals passieren darf. Dann war unsere „Maschine“ (Bus) zum Start bereit und wir konnten einsteigen. Nach einem kleinen Lunch erfolgte der zweite Teil des Testbetriebs, ein Flug mit easyJet nach Madrid. EasyJet und andere Billig-Airlines haben ihren eigenen Abflugbereich, der schon ziemlich fertig gestellt aussieht. Er ist allerdings auch in Zukunft nur fußläufig zu erreichen. An der Anzeigentafel beim Check-in ist deshalb die Wegezeit zum Gate angegeben, die für unseren Abflug mit 10 Minuten bemessen war. Tatsächlich braucht man die auch. Fußlahme und Passagiere mit kleinen Kindern sollten eventuell etwas mehr Zeit einplanen. Schlussendlich haben wir festgestellt, dass man sich innen wie außen auf einer Baustelle befindet, auf der es noch einiger Anstrengungen bedarf, diese zügig fertig zustellen.

Startschuss zum 6. airportrun
3972 Läuferinnen und Läufer starteten beim 6. Airport Run. Bei windigem und teilweise sonnigem Wetter erlebten die Läufer wohl zum letzten Mal echte Flughafenatmosphäre: Der Start erfolgte in diesem Jahr vor dem großen Wartungshangar im Westteil des BER. Zunächst liefen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die neue vier Kilometer lange Start- und Landebahn. Danach ging es unter anderem vorbei am Terminal und dem neuen Tower. Die Strecke führte die Läufer ausschließlich über die Infrastruktur des neuen Airports für die Hauptstadtregion. Foto: ©Manfred Tadra

Silke Seiss und Ines Smolinski aus Waßmannsdorf waren beim airportrun dabei. „Wir haben Spaß am Laufen und haben natürlich auch diese Gelegenheit genutzt. Es war für uns die 5. Teilnahme und so konnten wir dem neuen Flughafen auf diese Weise beim Wachsen zusehen. Mit unserer Platzierung waren wir zufrieden aber wir laufen nach dem Motto „Dabei sein ist alles.“

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Aus den Ortsteilen

WA ß M A N N S D O R F

INTERNATIONALES SCHÖNEFELD Die internationale Kita „Storchennest“ in Waßmannsdorf

10 Jahre Haus der Begegnungen
Aus diesem Anlass findet

Nur einige hundert Meter Luftlinie liegt, neben dem internationalen Flughafen der demnächst den Betrieb aufnimmt, unsere Kita Storchennest. International sind wir schon seit Anfang der neunziger Jahre als in Waßmannsdorf ein Asylbewerberheim eröffnet wurde. 1992 brachten dann auch die ersten Familien ihre Kinder zu uns. Eine interessante und spannende Zeit begann dann für alle Kinder. Unsere ersten Erfahrungen machten wir mit den vietnamesischen Familien. Die Namen merken und den Kindern zuzuordnen, musste trainiert werden. Kinder vieler Nationalitäten besuchten im Laufe der Zeit unsere Kita. Wir hatten Kinder aus dem Iran, Nigeria, Russland, Indien, Afghanistan, Kenia, Kosovo, Serbien, Libanon, Tschetschenien und Griechenland.

Zurzeit bringen drei Familien ihre Kinder zu uns. Für eine Integration der Kinder mit ihren Familien sind wir in der Kita offen. Die Konzeption unserer Kita mit Gruppenarbeit und gleicher Bezugsperson soll den Kindern aus dem Asylbewerberheim sowie den Kindern aus Waßmannsdorf den Start in das Kindergartenleben erleichtern. Feste und Feiern in der Kita werden von allen Familien mit ihren Kindern gern besucht. In jedem Jahr werden die Kinder aus der Kita mit ihren Erziehern zu einem Fest ins Asylbewerberheim eingeladen. Spiele, Wettspiele, Kinderschminken stehen dann auf dem Programm. Durch die Vielfalt der kulturellen und auch kulinarischen Einflüsse verschiedener Nationalitäten hat sich unser Kita Alltag bereichert. Team der Kita „Storchennest“

am 2. Juni 2012 auf dem Sportplatz in Waßmannsdorf ein FAMILIENSPORTFEST statt wir beginnen um 10.00 Uhr mit einem kleinen
kostenlosen Frühstück auf dem Programm stehen (auch zum Mitmachen): Fußball, Volleyball, Tischtennis, Badminton und jede Menge Spaß für Groß und Klein

Der Zukunftstag 2012 in Waßmannsdorf
Die Firma Vakuplastic Kunststoff GmbH & Co. KG und IHK Cottbus bedanken sich für das zahlreiche Erscheinen der Schüler am 26.04.2012 zum Zukunftstag in unserem Hause. Die Schüler hatten von 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr die Gelegenheit sich die Kunststoffteileproduktion direkt an der Maschine anzusehen. Sie konnten sich an Montagetätigkeiten versuchen und wurden durch einige Aufgabenstellung auf ihre Bewerbungen vorbereitet. Wir wünschen den Schülern aus der Region Schönefeld, Rangsdorf, Wildau und Königs Wusterhausen alles Gute für die Zukunft und freuen uns auf den nächsten Zukunftstag 2013. Das Vakuplastic -Team

Informationen zu den Ortsteilen der Gemeinde finden Sie unter: www.gemeinde-schoenefeld.de/ Gemeinde Schönefeld/Die Ortsteile

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Öffnungszeiten Mo - Fr 10 - 19 Uhr

KIEKEBUSCH

Aus den Ortsteilen

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Kiekebuscher Sommerfest am 16. Juni
Der Ortsbeirat von Kiekebusch lädt zum 16.06.2012 ab 14.00 Uhr alle Interessierten zum traditionellen Sommerfest im und um den Generationstreff ein. Der Kiekebuscher Ortskern wird an diesem Tag zu einem Festplatz umfunktioniert, der für Groß und Klein vieles zu bieten hat. Ein buntes Programm mit Überraschungen, sowie vielen weiteren Attraktionen, sorgen für Abwechslung. Das Motto des Sommerfestes lautet in diesem Jahr „Feuerwehr – damals und heute“, so dass auch vieles zu diesem Thema ausgestellt bzw. vorgeführt werden wird. Wir freuen uns auf ein fröhliches Beisammensein!

Heimatkundliche Wanderung Kiekebusch
Bei passablem Wanderwetter trafen sich am 22.4.2012 ca. 30 Wanderfreunde zu ihrer Tour durch die Kiekebuscher Gemarkung in Richtung Karlshof. Der Bodendenkmalpfleger Bernd Fischer gab Erläuterungen zu zahlreichen der 20 Fund- und Siedlungsstellen und zur Arbeits- und Lebensweise der hiesigen Siedler seit der Steinzeit bis zum Mittelalter. Im Anschluss bestand Gelegenheit, die Eindrücke anhand heimatkundlicher Unterlagen in der Heimatstube nachzuvollziehen. Der Tag fand seinen Abschluss im Generationentreff bei Kaffee, Kuchen und Grillwurst. Dem Wanderführer, allen Spendern und Helfern sei hierfür Dank gesagt. Jürgen Nossack

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Aus den Ortsteilen

SCHÖNEFELD

Fahrradtour im April 2012
Am 20. April war es wieder soweit. Die Fahrradgruppe für Jedermann in Schönefeld traf sich am Mehrgenerationenhaus um die erste Radtour des Jahres 2012 zu starten. Es war schön, nach der langen Winterpause in altbekannte Gesichter zu blicken. Neu dazu gekommene Radler wurden herzlich begrüßt. Das Ziel der ersten Tour war die Eisdiele „Moin Moin“ in Großziethen. Unser Tour Guide Siegfried Wargenau führte eine Sicherheitsbelehrung durch und schon konnte es losgehen. Zunächst ging es nach Waßmannsdorf. Dort wurde die neue S- Bahn Station gebührend gewürdigt. Herr Wargenau machte klar, dass sich unser Bürgermeister, Herr Dr. Haase, mit aller Kraft für die Errichtung dieser S- Bahn Station eingesetzt hat. Die Tour führte weiter durch Selchow, vorbei am neu entstehenden ILA Gelände. Nach einer kleinen Rast ging es weiter nach Mahlow, den Mauerradweg

entlang nach Großziethen. Am Eiscafe angekommen, wurde das Eis - und Kuchenbuffett gestürmt. Jetzt begann der gemütliche Teil der Tour. Anschließend ging es in den Großziethener Gutspark. Der Park wurde nach altem Vorbild gestaltet und ist

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im Rahmen des Flughafenbaus als Ausgleichsprojekt saniert worden. Wir waren uns einig. Es war ein schöner Tag bei bestem Frühlingswetter. Renate Lubinski Die nächste Radtour für Jedermann startet am Freitag, den 08.06. um 10 Uhr. Treffpunkt

wie immer am Mehrgenerationenhaus. Wir fahren zum Spargelhof nach Diedersdorf. Ziel! Ein Schnitzel mit viel frischem heimischem Spargel. Ich glaube, das kann jeder vertragen. Siegfried Wargenau

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Arbeitnehmer betreuen wir von A-Z im Rahmen einer Mitgliedschaft bei der Einkommensteuererklärung, wenn Sie Einkünfte ausschließlich aus nichtselbstständiger Tätigkeit haben und die Nebeneinnahmen aus Überschusseinkünften (z. B. Vermietung) die Einnahmegrenze von insgesamt 9.000 € bzw. 13.000 € bzw. 18.000 auf 26.000 € nicht übersteigen.

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G RO ß Z I E T H E N

Aus den Ortsteilen

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Kinder-Disco und Teenie-Disco
Am 24.04.12 beschloss der Ortsbeirat Großziethen einstimmig, das von der CDU vorgeschlagene Vorhaben, regelmäßig eine Kinder-Disco und eine Teenie-Disco in Großziethen zu veranstalten. Am Samstag den 02.06. wird die erste Teenie-Disco in Großziethen stattfinden. Für Teenies von 11 bis 16 Jahre soll zukünftig regelmäßig alle 3 Monate „die Party“ bei freiem Eintritt stattfinden. Eltern sind dort nicht so gerne gesehen - gerne gesehen aber beim Bringen und Abholen. Während der Party, die von 18 – 22 Uhr stattfindet, ist striktes Rauchund Alkoholverbot. Die Getränsorgt DJ Fuchx, bekannt aus vielen Berliner Clubs sorgt „for the right Beat“ und unauffällige Security-Profis sorgen für ein entspanntes Feiern. Am Sonntag den 03.06.12 findet dann erstmalig der große Familien-Sonntag statt. Kinder-Disco ist das Motto und meint nicht nur Kinder von 3 bis 10 Jahren, sondern natürlich auch deren Eltern, Großeltern und Familien. Bei heißer Musik von DJ Dieter, Kuchen, Kakao, Kaffee und coolen Drinks findet alle 3 Monate bei freiem Eintritt der große Familien-Spaß statt. Bei Musik und Spielen kann zukünftig sonntags gemeinsam gefeiert werden. Möglich

kepreise sind niedrig, auch weil der Ortsbeirat alle Getränke subventioniert. In den Räumen der Tennisanlage Großziethen, in Dieters Stimmungstheke

machen das, Gemeindevertreter und Ortsbeiratsmitglied Martin Wille und der Gemeindevertreter Andreas Hochgesang aus Großziethen.

Hoffest auf dem Kinderbauernhof „Ilse Reichel“
Der Kinderbauernhof „Ilse Reichel“ in Großziethen lädt zu seinem Hoffest am 9. und 10. Juni 2012 ab 13 Uhr alle Interessierten, ob Groß, ob Klein, Jung oder Alt herzlich ein. Der Kinderbauernhof ist ein Ort für die ganze Familie. Bei einem frisch gezapften Bier oder einer kalten Cola kann man Schauspiele ganz unterschiedlicher Art genießen: Auch dieses Jahr dürfen wir uns wieder auf die Darbietungen der hofeigenen Schauspieltruppe (den „Flotten Lotten“) freuen. Im Anschluss an deren Programm wird eine Reitquadrille auf dem Reitplatz inmitten schattenspendender Bäume aufgeführt. Wir freuen uns Ihnen als zusätzlichen Höhepunkt die Darbietung der Tanzmäuse aus Großziethen ankündigen zu dürfen. Für die musikalische Untermalung der ganz besonderen Art werden die Spielleute „Taraxacum“ sorgen. Am Sonntag wird die CountryBand “QuareBeat“ für die passende musikalische Untermalung sorgen. Für Kinder stehen mit Ponyreiten, Karussell fahren und diversen spannenden Spielen schöne, erlebnisreiche Aktivitäten zur Verfügung. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls mit Gutem vom Grill, hausgemachten Salaten, sowie Kaffee und Kuchen gesorgt. Ob groß, ob Klein, der Kinderbauernhof muss sein! Der Kinderbauernhof „Ilse Reichel“ ist ein gemeinnütziger Verein, der sich in der Jugendarbeit engagiert. Er steht täglich Besuchern offen, die sich an der Ruhe und den Tieren erfreuen wollen. Jeden Sonntag von 1415 Uhr bieten wir Ponyreiten an. Auch Kindergeburtstage können bei uns gefeiert werden. Nähere Informationen erhalten sie immer auf dem Hof oder bei unserem Hoffest am Infostand. Hinweis: Das Parken an der Mehrzweckhalle von Großziethen im Friedhofsweg ist möglich.

Herzliche Glückwünsche für Renate und Lothar Haase zur Diamanten Hochzeit überbrachten der Schönefelder Bürgermeister Dr. Udo Haase und der Großziethener Ortsvorsteher Hans-Georg Springer. Auch Ministerpräsident Platzeck hatte dem Paar einen Gratulationsbrief geschrieben. Vor 15 Jahren war das Ehepaar aus Rudow nach Großziethen gezogen. Lothar Haase erzählt, dass er als Namensvetter vom Bürgermeister öfter einmal angesprochen und gebeten wird, sich um dieses oder jenes zu kümmern.

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Aus den Ortsteilen

G RO ß Z I E T H E N

Herzlicher Empfang für Pfarrer Michael Frohnert
Mit einem feierlichen Gottesdienst begrüßte die Schönefelder und Großziethener Kirchengemeinde am 6. Mai ihren neuen Pfarrer Michael Frohnert. Gefeiert wurde an diesem Sonntag im doppelten Sinne, denn gleichzeitig wurde auch das neue Kirchendach eingeweiht, das durch die Hilfe vieler Unterstützer erneuert wurde. Pfarrer Frohnert wurde sein Amt beginnend vom 1. Mai für 10 Jahre übertragen. Viele Mitglieder der Kirchengemeinde waren in die Großziethener Kirche gekommen und bereiteten ihm einen herzlichen Empfang. sehr interessante und wichtige Sache, die meinen Blick geweitert hat. Vorher habe ich fast 10 Jahre lang am Flughafen Tegel bei einer Tochtergesellschaft der Lufthansa gearbeitet. Woher kommen Sie? Ich stamme aus Berlin Wilmersdorf. Nach 10 Jahren in Premnitz erschien es mir reizvoll, eine neue Aufgabe zu übernehmen. Außerdem war für uns als Familie die Nähe zu Berlin wichtig auch wegen der Nähe zu meinen Eltern. Ein ganz wesentlicher Punkt war auch das Evangelische Gymnasium in der Gemeinde, die Nähe zur Schule ist wichtig. Hier passt einfach alles. Was sind ihre nächsten Pläne? Es war ein toller Anfang. Ich bin hier sehr freundlich aufgenommen worden, viele haben mich freundlich begrüßt. Jetzt möchte ich die Menschen in der Gemeinde kennen lernen, mit ihnen Kontakt aufnehmen, Gespräche führen.

Kurzinterview mit Pfarrer Michael Frohnert
Wo waren Sie tätig, bevor Sie nach Schönefeld kamen? Bevor ich nach Schönefeld kam, war ich 10 Jahre lang Pfarrer in der Kirchengemeinde Premnitz im Westen Brandenburgs, davor habe ich ein missionarisches Projekt in der Nähe von Fürstenwalde realisiert. Das war eine

Pfarrer Michael Frohnert und Viola Kennert, Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Neukölln

Der Findling in der Kirchhofsmauer
An der Ostseite der Kirchhofsmauer befindet sich ein großer Stein, ein Findling. Dieser Stein wurde 1908 beim Bau eines neuen Schulgebäudes auf dem Eckgrundstück Dorfstraße/ Spandauer Weg (jetzt: Alt-Großziethen/Friedhofsweg), des Gebäudes, das jetzt „Kleines Känguru“ genannt wird, gefunden. Dr. Albert Kiekebusch, damals Direktor der vorgeschichtlichen Abteilung des Märkischen Museums, der im Juni 1922 bei der Hebung des Steines zugegen war, beschreibt diesen Stein im „Teltower Kreiskalender“ ,Jahrgang 1923 folgendermaßen: “Der große Stein gehört zu den Findlingen, wie wir sie in der vom ehemaligen Gletschereis abgelagerten Grundmoräne der Teltowhochfläche in großen Mengen finden. Er zeichnet sich jedoch durch seine Größe aus. Die Länge beträgt 3 m, die Breite 2 m und die Höhe 1 ½ m.“¹ Kiekebusch schreibt weiter: “Die wichtigste Frage war zunächst, ob der Stein von Menschenhand hierher geschafft worden ist oder ob er seit dem Rückzug des Gletschereises an derselben Stelle liegt. Bei näherer Untersuchung der Lagerung drängte sich mir die Überzeugung auf, dass der Block seit der Urzeit. hier an seinem Platze gelegen haben muss. Der Boden in der unmittelbaren Umgebung des Blockes war durchaus ungestört und zeigte den sandigen, vielfach mit kleinen Steinen durchsetzten Lehm, der uns ja so vertrauten märkischen Grundmoränenlandschaft.“² Der Stein wurde von 8 Pferden aus dem Erdreich herausgezogen und zunächst als Kriegerdenkmal benutzt. Walter Damm, früher Lehrer in Großziethen, macht in der Schulchronik Großziethen folgende Angaben: “Für die im (1.) Weltkrieg gefallenen 39 Soldaten Großziethens wurde im Jahr 1935 ein Ehren-

mal errichtet. Für das Denkmal wurde ein Findling verwendet, der auf dem Schulgrundstück gefunden wurde. Der Findling wurde in unbehauenem Zustand der Kirchhofsmauer eingefügt. Am 24. November 1935 (Totensonntag) fand die feierliche Weihe des Ehrenmals statt.“³ Die Tafel mit den Namen der

gefallenen Soldaten ist nicht mehr erhalten. Eine Liste der Namen findet sich aber heute in der Kirche vorne auf der rechten Seite. Rainer Borrmann

1 A.a.O „Teltower Kreiskalender“ Jahrgang 1923 2 ebd. 3 Schulchronik 
    
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