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Periodical volume

Full text: Schönefelder Gemeindeanzeiger Issue 8.2010, Ausg.10

Schönefelder Gemeindeanzeiger
Mitteilungsblatt für die Gemeinde Schönefeld 8. Jahrgang • 10-2010 • 29. Oktober 2010 Für die Ortsteile der Gemeinde Schönefeld: Großziethen Kiekebusch • Schönefeld • Selchow • Waltersdorf und Waßmannsdorf

Jeden Morgen das gleiche Spiel. Jeden Morgen das gleiche Chaos vor der PaulMaar-Grundschule. Es ist ein Ärgernis für Lehrer, Schüler und Eltern gleichermaßen. Durch falsches Parken entstehen Gefahrensituationen. Kinder, die mit dem Fahrrad zur Schule fahren oder zu Fuß kommen, können in gefährliche Situationen kommen. Auch für Feuerwehr und Krankenwagen wäre im Ernstfall kaum ein Durchkommen. Die Gesamtelternvertreterinnen Frau Pruß und Frau Platte wollten nicht länger zusehen. Während der Initiativwoche „Zu Fuß zur Schule“, die der Berliner Arbeitskreis Mobilitätserziehung ins Leben gerufen hat, organisierten sie gemeinsam mit Eltern und Schülern eine Aktion, um Schüler und Eltern zu informieren und um Mithilfe zu bitten. „Unser Ziel ist es, Eltern und Kinder davon zu überzeugen, dass ein selbständig zurückgelegter Schulweg für die Kinder von großer Bedeutung ist. Kinder brauchen Bewegung und lernen, wenn sie zu Fuß gehen, sich sicherer im Straßenverkehr zu bewegen“ erklärt Claudia Pruß.

Es war ein dunkler regnerischer Montag Ende September, an dem die Schüler der 6a, Eltern und Lehrer vor dem Eingang der Schule ihren Stand aufgebaut hatten. Bunte Luftballons und Handzettel wurden verteilt. Die Schüler verteilten Informationsblätter an die Autofahrer, mit der Bitte, die Aktion zu unterstützen. Enttäuschend war für sie, dass sie nicht nur freundliche Reaktionen bekamen. Marina Eberhardt hat zwei Kinder in der Paul-Maar-Grundschule. „Meine Kinder gehen schon seit der 1. Klasse zu Fuß. Es gab schon viele Versuche, die Situation zu ändern, leider ohne Erfolg. Deshalb finde ich die Aktion toll und hoffe, dass viele Eltern darüber nachdenken werden“, sagt sie. Rektorin Monika Löschke beschäftigt das morgendliche Durcheinander vor dem Schuleingang schon lange. Sie freut sich, dass die Elternvertreter die Initiative ergriffen haben und hofft, dass die Kinder gemeinsam mit ihren Eltern darüber reden und zu Fuß zur Schule kommen oder den kostenlosen Schulbus nutzen werden. Für Karina Köhler, Schönefelder Revierpolizistin, ist der Fried-

hofsweg schon lange ein großer Sorgenplatz. „Ich hoffe sehr, dass die Aktion bei den Eltern ankommt, in den letzten Jahren hat sich leider wenig geändert. Es wäre schön, wenn die Eltern sich besser auf die Situation einstellen würden.“ Nicht alle Kinder können zu Fuß, mit dem Rad oder Bus in die Schule kommen. Die Bitte, die die Initiatoren des Aktion „Zu Fuß zur Schule“ an alle Autofahrer haben, ist deshalb: Nehmen Sie Rücksicht auf die, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommen und parken Sie nicht direkt vor dem Schuleingang. A.H.

Aus dem Inhalt
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Informationen des Bürgermeisters S. 3 Informationen zu Flugrouten S. 5 Vorgestellt: Lydia Fischer S. 7 Busfahrpläne S. 8-13 Tennis in Waltersfdorf S. 18 Das Mehrgenerationenhaus S. 22 - 23 Erfolgreiche Sportler d. Paul-Maar-Schule S. 26

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Aus der Gemeinde

Nachruf
Die Gemeindevertretung Schönefeld und der Ortsbeirat Waltersdorf trauern um

Erinnerungen an Egon Tausch
Aufgeschrieben von Renate Pillat
Es war eine der Beisetzungen am 29. September 2010, an denen vermeintlich das ganze Dorf teilnimmt. „Waltersdorf wird Dich vermissen“ hatten wir vom Ortsbeirat auf die Schleife unseres Blumengrußes geschrieben. Egon Tausch war einer von denen, die jeder kennt, deren Meinung man erfragt, die man schätzt und die Waltersdorf mit geprägt haben. Was, Du kennst Egon nicht? Das musste sich so manch Zugezogener sagen lassen. Wie konnten die auch wissen, dass Egon nach der Wende im Bauausschuss all das begleitet hat, was die Gemeinde bauen wollte, die Vorstellungen von Investoren kritisch hinterfragte und die unterstützte, von den er überzeugt war. Er war der eifrigste Verfechter des ersten Sportplatzneubaus und bei der Errichtung quasi ehrenamtlicher Bauleiter. In den Zeiten der großen Investitionen nach der Wende hat Egon aus dem Publikum heraus schon mal die Versammlungsleitung übernommen und die Gemeindevertreter in eine Beratungspause geschickt – mit dem klaren Auftrag, endlich die richtigen Entscheidungen zu treffen. Wir haben auf ihn gehört und es waren die richtigen Entscheidungen, wie man heute sieht. Zu dieser Zeit kam es auch zur Begegnung zwischen Egon Tausch und „Kutte“ Krieger, wie er ihn genannt hat. Es war der Beginn einer Freundschaft, die all die Jahre nicht nur überdauert hat, sondern von beiden gepflegt wurde. Wäre es nach Egon Tausch gegangen, wäre Waltersdorf heute noch selbstständig. Er verstand es aber auch, sich mit Tatsachen abzufinden und das Beste daraus zu machen. Mit dem Bürgermeister Udo Haase hat er ebenso Tacheles geredet, wie vorher mit mir oder den Gemeindevertretern. Wenn Egon sich etwas in den Kopf gesetzt hatte, konnte er richtig anstrengend und unnachgiebig sein. Ich fand es immer am besten, eine Sache mit ihm auszudiskutieren und dann gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Das haben wir viele Male getan. Auch mir war Egon ein guter Freund, der mir vor allem in den ersten Jahren half, die Mentalität der Waltersdorfer zu verstehen und mich einzuleben in die für mich fremde Welt einer Dorfgemeinschaft. Ich konnte ihn um Rat fragen und um Hilfe bitten, ohne dass es gleich in der Zeitung stand. Ihm verdanke ich eine der wichtigsten Erkenntnisse meiner nunmehr 22- jährigen Tätigkeit in Waltersdorf: Nimm die kleinen Dinge ernst, die von den Leuten vermisst oder kritisiert werden, die sie sich wünschen, dann schaffst du auch die großen Sachen. Das Leben muss nun ohne Egon Tausch weitergehen. Aber er hat Spuren hinterlassen in seinem Dorf und in den Köpfen derer, die ihn begleiten durften. Ich bin stolz darauf, ihn gekannt zu haben.

Egon Tausch

* 12.02.1934  22.09.2010 Der Verstorbene war viele Jahre als Mitglied der Gemeindevertretung Waltersdorf und als Mitglied des dortigen Bauausschusses tätig. Er bezog besonders in der von Wandlung sehr geprägten Nachwendezeit klare Positionen und setzte sich stets für eine dynamische und progressive Entwicklung von Waltersdorf ein. Neben vielen verantwortungsvollen Positionen in der Gemeinde unterstützte er von Anbeginn auch die Aktivitäten des ortsansässigen Sportvereins. Mit ihm verlieren der Ortsteil Waltersdorf und der RSV Waltersdorf 09 einen engagierten Bürger, Sportfreund und Förderer. In tiefer Trauer nehmen wir Abschied von Egon Tausch. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.
Bürgermeister der Gemeinde Schönefeld

Dr. Udo Haase

Vorsitzender der Gemeindevertretung der Gemeinde Schönefeld

Olaf Damm

Ortsvorsteherin des Ortsteils Waltersdorf

Renate Pillat

Sprechstunden der Polizeiwache Schönefeld
Seit dem 1. März 2010 wird die Sprechstunde der Polizeiwache Schönefeld auf Bürgerwunsch zentral dienstags vom 13 bis 18 Uhr im Rathaus Schönefeld, 2. OG, Raum 217 durchgeführt. Einer der Revierpolizisten steht den Einwohnern als Ansprechpartner zur Verfügung. Außerhalb der Sprechstunde erreichen Sie: PHK Lothar Stoldt POM´in Karina Köhler POM´in Barbara Jungnickel 030 / 634 80 240 030 / 634 80 241 030 / 634 80 242

Sollten die Revierpolizisten im Einsatz sein, können Sie sich jederzeit beim Wachhabenden melden, der unter der Telefonnummer 030 / 634 80 0 erreichbar ist. Er wird Ihnen in jedem Fall weiterhelfen.
Amtsblatt der Gemeinde Das Amtsblatt der Gemeinde Schönefeld enthält aktuelle Bekanntmachungen der Gemeinde sowie die Beschlüsse der Gemeindevertretung. Es kann bezogen werden: im Rathaus der Gemeinde Schönefeld, 12529 Schönefeld, Hans-Grade-Allee 11 sowie einzeln oder im Abonnement gegen Erstattung der Porto- und Versandkosten. 
    
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