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Volltext : Leben des königlich preussischen Wirklichen Geheimen Rathes Georg Wilhelm Kessler, Biographen Ernst Ludwig Heim's (Public Domain)

107 renzen zwischen Arbeitgeber und Arbei t- j Herren, ist in 10 Spalten eingehendst begründet. Es nehmer hineinträgt sind darin alle gesetzlichen Unterlagen und praktischen (sehr richtig!) Erfahrungen, die mit dieser Frage gemacht und dadurch die Leute selbst schädigt und die l worden sind in Bayern, in Sachsen, in Württemberg Sache schädigt. und in Preußen, auseinandergesetzt worden, und in (Sehr richtig!) der Versammlung vom 29. März 1905 haben Sie Ich habe wohl im wesentlichen alles gesagt, was dazu Stellung genommen und, nachdem sich die ich hier vorbringen wollte, und schließe damit meine Herren Dr. Borchardt und Vogel an der Debatte Ausführungen. beteiligt hatten, den von den Herren Antragstellern (Bravo!) gestellten Antrag auf Überweisung dieser Angelegen­ heit an einen Ausschuß abgelehnt. Damit ist tat­ Vorsteher Rosciibcrg: Herr Stadtverordneter sächlich die Sache in einer Weise erledigt worden, Hirsch und später auch der Herr Oberbürgermeister wie sie nach meiner Auffassung garnicht anders er­ haben erwähnt, daß eine Zuschrift des Vorstandes ledigt werden konnte. Denn ich schmeichle mir. daß des Zentralverbandes der Maurer, gezeichnet Emi Ihnen in der Vorlage so deutlich nachgewiesen Lehmann, an mich gelangt sei. Das ist zutreffend; worden war, daß nach dem augenblicklichen Stande sie ist am 19. März 1906 an mich gelangt, nimmt der Gesetzgebung und nach den Erfahrungen mit Bezug auf die von Herrn Stadtverordneten Hirsch diesem Institut der Arbeiterkontrolleure nichts zu berührte Tatsache der Entlassung von 68 Arbeitern, machen sei, daß Sie eben eingesehen haben, der erwähnt dann die von Herrn Stadtverordneten Hirsch Gegenstand könne nicht weiter verfolgt werden, bereits mitgeteilte Resolution, die in einer Mitglieder­ wenigstens augenblicklich nicht. versammlung der Abteilung Charlottcnburg des Meine Herren, nun hat mir ganz besonders Zentralverbandes der Maurer einstimmig angenommen eine Ausführung des Herrn Stadtverordneten Hirsch worden sei. und schließt mit folgendem Antrag: Veranlassung gegeben, noch einige Worte hier zu Die Stadtverordnetenversammlung wird ersucht, sagen. Ich habe mir in der Debatte am 29. März, unverzüglich dafür Sorge zu tragen, daß die also gerade vor einem Jahre, folgende Ausführungen Angelegenheit wohlwollend geprüft und im zu machen erlaubt: Sinne der Resolution geregelt werde. Meine Herren, ich glaube. Sie- werden in dieser Ich habe diese Zuschrift als eine Petition im Sinne Angelegenheit aus dem Material, das Ihnen des § 27 unserer Geschäftsordnung betrachtet und der Magistrat unterbreitet hat, und das ab­ sie dem Petitivnsausschuß überwiesen. Da nun sichtlich so umfangreich wie nur irgend möglich heute aber die Angelegenheit ausgibig erörtert wird, gestaltet worden ist, sich ein fertiges Urteil so lege ich unter Bezugnahme auf § 27 Nr. c bilden können, sodaß die Verweisung dieser unserer Geschäftsordnung diese Petition hier zur Angelegenheit zur nochmaligen Prüfung in Kenntnisnahme aus; sie gelangt dann heute gleich einen Ausschuß wohl nicht notwendig sein dürfte. mit der Beschlußfassung über den Antrag des Herrn Ich kann Ihnen die Versicherung geben, daß Stadtverordneten Hirsch zur Erledigung fleißiger in einer Sache ein Magistratsausschuß Jetzt hat das Wort Herr Bürgermeister Matting. kaum gearbeitet hat als dieser; denn gerade in diesem Ausschuß galt es, die ungeheuer Bürgermeister M atting : Meine Herren, die­ schwierigen und vielseitigen Auffassungen zu­ jenigen, die die Ausführungen des Herrn Stadtver­ nächst einmal zu sichten und auf eine einheit­ ordneten Hirsch über die Frage der Arbeiterkontrolleure liche Grundlage zurückzuführen. angehört haben, vor allen Dingen die große Anzahl Und nun kommt der Herr Stadtverordnete Hirsch derjenigen Herren, die im Herbst des vergangenen und sagt: wenn der Magistrat sich noch einmal mit Jahres' neu eingetreten sind, müssen zu der Meinung der Sache beschäftige, dann möge er das aber auch gelangt sein, daß der Magistrat in der Bearbeitung mit dem nötigen Ernst tun! Meine Herren, diese dieser' Frage ungeheuer säumig gewesen ist, und daß Äußerung muß ich mit aller Entschiedenheit zurück­ eigentlich die Versammlung vom Magistrat noch weisen. immer eine Antwort auf ihre Anregung zu erwarten (Bravo!) habe, bczw. daß aus den Erklärungen, auf die der Damals hat keiner von den Herren sich veranlaßt Herr Stadtverordnete Hirsch vorhin Bezug genommen gesehen, in der Debatte zum Ausdruck zu bringen, hat, sich ergeben habe, daß der Magistrat bereit sei. daß der ‘Magistrat nicht ernst gearbeitet habe. Es Versuche auf städtischen Bauten nach dieser Richtung kann nur dem Herrn Stadtverordneten Hirsch — hin zu machen, aber aus irgend welchen Gründen anders kann ich mir dies nicht erklären — die Größe sein Versprechen nicht eingelöst habe. Dieses Miß­ der damaligen Arbeit entgangen sein, sonst hätte er nicht verständnis, das die Ausführungen des Herrn Stadt­ Veranlassung nehmen können, heute den Magistrat verordneten Hirsch hervorgerufen haben, liegt offen­ in dieser Beziehung anzugreifen. Meine Herren, ich bar daran, daß Herr Stadtverordneter Hirsch mit möchte vor allem diejenigen Herren, die den früheren seiner Erörterung über die Frage der Arbeiter­ Debatten nicht beigewohnt haben, bitten, sich davon kontrollcure nur bis ins Jahr 1904 gelangt ist. Die überzeugt zu halten und, wenn meine Worte nicht Vorlage, die der Magistrat am 22. März 1905 der genügen sollten, sich das Material, das in unserer Stadtverordnetenversammlung hat zugehen lassen, Vorlage und in den stenographischen Berichten aus hat er in seinen Ausführungen mit keinem Worte dem Jahre 1905 niedergelegt ist, gründlich einmal erwähnt. Diese Vorlage aber ist für den gegen­ vorzunehmen — ich glaube sicher, daß Sie dann wärtigen Stand der Verhandlung die maßgebende. alle einsehen werden —, daß sorgfältiger eine An­ Der Magistrat teilt darin der Stadtverordneten­ gelegenheit nicht hat vorberateu werden können als versammlung mit, daß er beschlossen habe, von der diese. Ich möchte deshalb dringend bitten, sich dem Einstellung besonderer Arbeiterkontrolleure im Sinne Votum, das genau heute vor einem Jahre gefaßt der Anfrage vom 21. Oktober 1903 und 4. Mai worden ist, anzuschließen und anzuerkennen, daß für den 1904 Abstand zu nehmen. Diese Mitteilung, meine Augenblick in der Sache nichts zu machen ist. Jeden-
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