Publication:
2018
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-15364656
Path:
Q1 Q2 Q3 Q4
Konjunkturbericht
Zur wirtschaftlichen Lage in Berlin
4. Quartal 2018
Rückblick 2018 und Ausblick 2019

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Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe
Referat Grundsatzangelegenheiten der Wirtschaftspolitik
Martin-Luther-Straße 105
10825 Berlin
Telefon: (030) 90 13 74 67
E-Mail: konjunkturbericht@senweb.berlin.de
Internet: www.berlin.de/sen/web/
Der Bericht enthält Zahlen, die bis zum 29. März 2019 vorlagen.
Titelfotos: Jim D. Woodward; Hans-Georg Kauert; hosszuka; Gregor Fischer; Ferdinand-Braun-Institut/Leibniz-Institut
für Höchstfrequenztechnik (FBH); Arbeitgeberverband Gesamtmetall; Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und
Energie (HZB); Jean-Pierre Dalbéra; Felix O.; Mathias Richel; Daniel Neugebauer
Dieser Bericht ist Teil der Öffentlichkeitsarbeit des Landes Berlin.
Er ist nicht zum Verkauf bestimmt und darf nicht zur Werbung
für politische Parteien verwendet werden.

Inhalt

Zur wirtschaftlichen Lage in Berlin
RÜCKBLICK 2018 UND AUSBLICK 2019
Standort Berlin

Berlins Wirtschaft wächst

2

4. QUARTAL 2018
Standort Berlin

2018 gut abgeschlossen

4

VERARBEITENDES GEWERBE
Industriestadt Berlin

Industrieumsatz gestiegen

5

BAUHAUPTGEWERBE
Bauplatz Berlin

Hohes Wachstumstempo am Bau

7

TOURISMUS, EINZELHANDEL UND GASTGEWERBE
Handel und Tourismus in Berlin
Einzelhandel weiter positiv

8

UNTERNEHMENSGRÜNDUNGEN
Gründungsmetropole Berlin

Neue Gründungen in großer Zahl

10

ARBEITSPLÄTZE
Arbeitsmarkt Berlin

Weiter starkes Jobwachstum

11

AUF EINEN BLICK
Zahlenwerk Berlin

Wirtschaftsdaten auf einen Blick

13

1

Rückblick 2018

Standort Berlin

Berliner Wirtschaft wächst
Die Berliner Wirtschaft ist 2018 expandiert und hat das reale Brutto­
inlandsprodukt um 3,1 % gesteigert. Impulse kamen von den Binnenkräf­
ten, verbunden mit zahlreichen neuen Arbeitsplätzen in den Dienstleis­
tungsbranchen. Das Produzierende Gewerbe und hier sowohl Industrie
als auch Bau haben ebenfalls zum Wachstum beigetragen. 2019 dürfte
die Wirtschaft in Berlin in einem schwächeren konjunkturellen Umfeld
um etwa 2 % wachsen.
Entwicklung 2018 deutlich besser
als im Bundesdurchschnitt
Die Wirtschaft in Berlin expandiert seit
2014. Mit einem Plus von real 3,1 %
fiel die Aufwärtsdynamik 2018 in Berlin
erneut stark aus und bewegte sich auf
dem Niveau des Vorjahres. Das bundesweite Wachstum, das bei 1,4 % lag, wurde damit 2018 erneut spürbar übertroffen und der höchste Anstieg unter allen
Bundesländern verzeichnet. Auslöser
für die Zunahme des Bruttoinlandsprodukts, das 2018 in Berlin bei 147 Mrd.
Euro lag, sind vor allem die Dienstleistungsbranchen. Deren Wertschöpfung
expandierte im letzten Jahr um real
3,3 %. Ein positiver Wachstumsbeitrag
ging in Berlin auch vom Produzierenden Gewerbe aus, wobei in der Baubranche ein Wertschöpfungsanstieg
von 3,1 % entstand. Hier bietet sich in
der wachsenden Stadt Berlin ein günstiger konjunktureller Rahmen. Die Bevölkerungs- und Beschäftigungszahlen
sind auch 2018 deutlich und in einem
stärkeren Maße als im Bundesdurchschnitt gestiegen.

womit das Vorjahresniveau um 2,7 %
unterschritten wurde. Neben etwas
geringeren Exporten u. a. nach China
und den USA gab es auch Zuwächse wie
bspw. in den EU-Raum, in welchen im
letzten Jahr knapp die Hälfte der Berliner Ausfuhren gingen.
Dienstleistungsbranchen im Plus
Weiterhin positiv hat sich der Dienstleistungsstandort Berlin entwickelt.
Dies zeigt sich bspw. in der Wachstumsbranche Information/Kommunikation, wo sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten 2018
um rund 11 % und damit gut doppelt
so stark wie im Bundesdurchschnitt erhöht hat. Expandiert sind daneben die
unternehmensnahen Dienstleistungen,
ebenso die öffentlichen und sonstigen

2

Die Zahl der Erwerbstätigen ist 2018 erneut stark expandiert und erhöhte sich
um rund 47.900 bzw. 2,5 % auf 2,003
Mio., womit im wiedervereinten Berlin
erstmals die 2-Millionen-Marke überschritten wurde. Die Zuwachsrate an
neuen Jobs ist damit seit 2012 in Berlin
durchgehend höher als in allen anderen Bundesländern. Deutschlandweit
lag das Erwerbstätigenplus 2018 bei
1,3 %. Die in Berlin günstige Entwicklung bei neuen Arbeitsplätzen, die
besonders auf dem starken Plus an
sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung basiert, wirkt sich positiv aus. So
verringerte sich die Arbeitslosenquote
2018 in Berlin auf 8,1 %, nach 9,0 %
in 2017 und 9,8 % in 2016. Ein positiver Faktor ist dabei weiterhin die hohe
Gründungsdynamik in der Hauptstadt.
Auch 2018 sind in Berlin rund 40.000
neue Unternehmen entstanden.

BERLIN im Vergleich mit Deutschland
Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %
8
7

Prognose

6
4

+5,1
+4,1

+4,0

3

+3,0

2

+2,5

+2,2

+1,7

+2,2

+3,1

+3,1
+2,2

+1,4

+0,5
+0,5
+0,0
-0,0

0
-1

+4,1

+3,6 +3,7

+1,1

1

Die Berliner Industrie zeigte sich 2018
in einem schwierigen internationalen
Umfeld auf stabilem Fundament. Die
Wertschöpfung nahm real um 3,6 %
zu. Gut entwickelte sich der industrielle Umsatz im Inland, während die
Auslandsmärkte schwächer waren. Bezogen auf die gesamte Außenhandelsbilanz Berlins wurden 2018 Waren im
Wert von rund 14,4 Mrd. € exportiert,

Erstmals über 2 Mio. Erwerbstätige

Bruttoinlandsprodukt (BIP) – real

5

Industrie stabil bei
verhaltenen Auslandsmärkten

Dienstleistungen wie bspw. Erziehung
und Unterricht und das Gesundheitsund Sozialwesen, aber auch konsumnahe Branchen mit dem Einzelhandel und
Gastgewerbe. Letztere erfuhren Impulse durch den Berlin-Tourismus, der
2018 wieder gewachsen ist und insgesamt 13,50 Mio. Gäste bzw. 32,87 Mio.
Übernachtungen verzeichnete.

+2,0
+1,0

-1,4

-2
-3
-4
-5
-6

-5,6

-7
-8
2008

Berlin

2009

2010

2011

2012

2013

2014

2015

2016

2017

2018

2019

Deutschland

Quellen: Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“, Statistisches Bundesamt, Bundesregierung (DeutschlandPrognose 2019 Stand Januar), eigene Berechnungen
SenWiEnBe 2019

Ausblick 2019
Berliner Wirtschaft
2019 weiter positiv
In Berlin bleibt die Perspektive auf wirtschaftliches Wachstum im Jahr 2019
positiv. So dürfte die Beschäftigung im
Vergleich zum Vorjahr weiterhin expandieren, wobei Berlin bereits mit einem
hohen Ausgangsniveau ins laufende
Jahr gestartet ist. Auch wenn die Dynamik etwas abflachen sollte, ist damit
bereits eine gute Basis für zusätzliches
Wachstum in 2019 geschaffen. Dafür
sprechen neben einer aktuell überwiegend guten Geschäftslage auch die
Erwartungen der Unternehmen. Diese
fielen laut IHK Anfang 2019 in Berlin
zwar weniger günstig aus als im vergangenen Jahr, der Erwartungssaldo
aus optimistischen und pessimistischen
Stimmen war aber weiterhin im positiven Bereich. Damit verbunden waren
die Beschäftigungs- und Investitionsabsichten nach wie vor expansiv ausgerichtet. Auch das Handwerk zeigte sich
in Berlin insgesamt zuversichtlich.
Produzierende Branchen
differenziert
Der konjunkturelle Rahmen für das
Baugewerbe bleibt auch im laufenden
Jahr positiv. Der insgesamt expandierende Standort Berlin sowie ein hohes
Auftragsniveau verschaffen der Branche gutes Potenzial. Auch wenn die
Zuwachsraten angesichts begrenzter
Kapazitäten nach dem Plus der letzten
Jahre etwas geringer ausfallen sollten,
besteht damit die Perspektive auf weiteres Wachstum des Berliner Baugewerbes. Die Industrie befindet sich dagegen
in einem zurzeit schwierigen Umfeld
auf nationaler und internationaler Ebene. So bewegte sich der bundesweite
ifo-Index für die Indus­trie beim Erwartungsindikator zuletzt im negativen Bereich. Das Weltwirtschaftsklima fiel im
ersten Quartal des Jahres ebenfalls gedämpft aus, so dass sich international
eine zunächst schwache Entwicklung
andeutet. Diese wird weiterhin begleitet
von Unsicherheiten im Zuge des Brexits
bzw. Risiken durch neue protektionistische Handelspolitik. Gleichwohl zeigte

Erwerbstätige1
BERLIN
Anzahl in 1.000

Prognose

2.100
2.050

2.003,4

2.000

1.955,5

1.950

1.900,2

1.900
1.850

1.806,9

1.800

1.847,1

1.774,2

1.750
1.700
1.650

2.048

1.671,5

1.689,0

1.707,6

1.747,2

1.645,7

1.600
1.550
1.500
2008
1

2009

2010

2011

2012

2013

2014

2015

2016

2017

2018

2019

Erwerbstätige im Inland.

Quellen: Arbeitskreis „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“; eigene Berechnungen

sich die Berliner Industrie Ende letzten
Jahres bei den Umsätzen und Aufträgen etwas verbessert. Daneben waren
die Geschäftserwartungen zwar etwas
schwächer als vor einem Jahr, aber weiterhin positiv ausgerichtet. Dies stärkt
die Industrie in einem schwierigen internationalen Umfeld.
Binnenkräfte setzen
weitere Impulse
Impulse von den Binnenkräften sind
auch 2019 mit einem robusten Wachstum der Dienstleistungsbranchen verbunden. Branchen wie bspw. die unternehmensnahen Dienstleistungen und
Information/Kommunikation
hatten
bereits Anfang 2019 ein deutliches
Plus an neuen Jobs und dürften weitere Wachstumsbeiträge auslösen. Auch
an Berliner IT-Standorten wie bspw.
Adlershof verlaufen die Entwicklungen
positiv. Weitere Branchen, etwa das
Gesundheits- und Sozialwesen, dürften ebenfalls im Zuge des wachsenden
Standorts Berlin expandieren. Dieser
schafft nach wie vor eine gute Basis für
den privaten Konsum, der auch bundesweit zunehmen dürfte. Dies wirkt positiv
auf den Einzelhandel und das Gastgewerbe. Der Online­handel, der in Berlin
stark vertreten ist, stellt dabei einen
wichtigen Umsatztreiber dar. Von dem

SenWiEnBe 2019

tertiären Sektor, der 2018 in Berlin rund
85 % der Wirtschaftsleistung erbracht
hat und damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 68 % lag, wird daher auch im laufenden Jahr ein positiver
Wachstumsbeitrag ausgehen. Dies hat
zur Folge, dass die gesamtwirtschaftlichen Aussichten für den Standort Berlin
nach wie vor günstig ausfallen.
Wachstum 2019
etwa 2 %
Die Berliner Wirtschaft wird 2019 das
sechste Jahr in Folge expandieren. Dabei dürfte das Wachstum wiederum
stärker ausfallen als in Deutschland.
Hierfür spricht vor allem die nach wie
vor positive Entwicklung der in Berlin überdurchschnittlich vertretenen
Dienstleistungsbranchen. Diese wird
mit einem weiteren Anstieg der Beschäftigung einhergehen, die sich in der
Hauptstadt besser entwickeln wird als
bundesweit. Auch wenn sich Berlin dem
konjunkturellen Umfeld nicht entziehen kann, ist 2019 zurzeit ein Anstieg
des realen Bruttoinlands­produkts von
etwa 2 % zu erwarten. Für Deutschland
insgesamt geht die Bundesregierung
momentan von einem Zuwachs um
1 % aus. Zu beachten sind aktuell starke Prognoserisiken angesichts der internationalen Unsicherheiten.
3

4. Quartal 2018

Standort Berlin

2018 gut abgeschlossen
Die Berliner Wirtschaft zeigte sich auch im 4. Quartal 2018 in stabiler
Verfassung. Im Branchenmix aus Dienstleistungen und Produktion gab
es eine überwiegend gute Indikatorenlage. Umsatzzuwächse bei Indus­
trie und Bau, ein starker Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Be­
schäftigung in den Dienstleistungsbranchen und das Plus im Einzelhan­
del unterstreichen die Ende 2018 expansive Entwicklung.
Industrie im Plus –
Bau mit hoher Dynamik
In der Berliner Industrie haben sich die
Umsätze Ende 2018 günstig entwickelt und übertrafen den Stand vom
4. Quartal 2017 um knapp 6 %. Dazu
haben insbesondere die Geschäfte im
Inland beigetragen. Positiv ist, dass sich
die Zahl der Beschäftigten im Plus befand. Eine insgesamt stabile Verfassung
der Berliner Industrie zeigt sich auch mit
Blick auf die Bestellungen. Unterstützt
durch Großaufträge gab es Ende 2018
ein zweistelliges Orderplus gegenüber
dem Vorjahr, was auch zu einem im Gesamtjahr höheren Bestellniveau beigetragen hat. Dies verbessert die industrielle Perspektive in einem geopolitischen
Umfeld, das aktuell mit starken Risiken
versehen ist. Im Bauhauptgewerbe
setzte sich die hohe Dynamik aus den
Vorquartalen fort. Von Oktober bis Dezember 2018 lagen die Umsätze erneut
deutlich über dem Vorjahresstand. Starke Zuwächse entstanden im Wohnungsbau und im gewerblichen Bau. Deutlich
erhöht haben sich auch die Auftragseingänge, bei denen im 4. Quartal ein Plus
zum Vorjahr von fast 40 % erzielt wurde. Das Baugeschehen am Wirtschaftsstandort Berlin zeigt sich somit weiterhin hoch dynamisch.

8,3 % verbuchte. Auch der Umsatz im
Gastgewerbe ist gegenüber dem Vorjahresquartal expandiert. Zu einem Anstieg
kam es daneben im Berlin-Tourismus.
Die Gäste- und Übernachtungszahlen
lagen im 4. Quartal 2018 um 5,2 % bzw.
7,9 % über dem Stand des Vorjahresquartals, wobei aber als Basiseffekt zu
beachten ist, dass die Tourismuszahlen
Ende 2017 im Zuge der AirBerlin-Insolvenz negativ ausgefallen waren.
Beschäftigungsdynamik
weiter hoch
Die Zahl der Arbeitsplätze ist letztes
Jahr abermals deutlich gestiegen. Im
Dezember 2018 waren insgesamt rund
1,510 Mio. Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, womit der
Stand von Dezember 2017 um 53.200

bzw. 3,6 % übertroffen wurde. Mit dieser Zuwachsrate lag Berlin erneut an
erster Stelle unter den Bundesländern
(Deutschland: + 2,1 %). Mit rund 14.700
neuen Stellen gab es den absolut größten Zuwachs bei den unternehmensnahen Dienstleistungen, wozu fast zur
Hälfte die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen
beigetragen haben. Außerdem ist die
Branche Information/Kommunikation
mit 10.900 zusätzlichen Jobs stark gewachsen. Auf Rang drei beim Jobaufbau
lag das Gesundheits- und Sozialwesen
mit 6.900 neuen Stellen. Der Stellenindex der BA (BA-X) zeigt, dass sich die
Nachfrage nach Arbeitskräften weiterhin auf einem hohen Niveau bewegt.
Der starke Beschäftigungsaufbau führt
zu einem Abbau der Arbeitslosenzahlen
in Berlin. Im März 2019 lag die Zahl der
Arbeitslosen bei 150.700. Damit wurde
der Vorjahresstand um 11.100 unterschritten. Die Arbeitslosenquote betrug
somit bei 7,8 %, verglichen mit 8,5 % im
März 2018. Daran lässt sich erkennen,
dass auch die Menschen vor Ort vom Zuwachs an Arbeitsplätzen profitieren.

4. Quartal 2018

Umsatz

Beschäftigte

Aufträge

Veränderung gegenüber Vorjahr

Verarbeitendes Gewerbe1

▲

▲

▲

Bauhauptgewerbe2

▲

▼

▲

Einzelhandel steigert Umsatz –
Onlinehandel überdurchschnittlich

Einzelhandel

▲

▲

–

Im Berliner Einzelhandel bewegten
sich die preisbereinigten Umsätze im
4. Quartal über dem Vorjahresstand.
Weiterhin besser als der Durchschnitt
des Einzelhandels entwickelte sich der
Onlinehandel, der ein Umsatzplus von

Gastgewerbe

▲

▲

–

4

▲▼ bis +/- 5 %
1

2

▲
▼mehr als +/- 5 %

Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten; Beschäftigtenangaben bezogen
auf Gesamtzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten.
Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten.

Quellen: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Bundesagentur für Arbeit

SenWiEnBe 2019

Verarbeitendes Gewerbe

Industriestadt Berlin

Industrieumsatz gestiegen
Berlins Industrie erzielte 2018 ein etwas höheres Umsatzniveau als ein
Jahr zuvor. Das letzte Vierteljahr hat dazu mit einem Plus von knapp 6 %
positiv beigetragen. Gleiches gilt für die Aufträge, die im letzten Quartal
den Vorjahresstand mit zweistelliger Rate übertrafen. Auch wenn das
internationale Umfeld zurzeit unsicher ist, stärkt dies die Perspektive
auf eine weiterhin gefestigte Industrie.
Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe1
BERLIN
in Mrd. Euro
6,5
6,4
6,3
6,2
6,1
6,0
5,9
5,8
5,7
5,6
5,5
3. Vj.

4. Vj.

1. Vj.

2. Vj.

3. Vj.

4. Vj.

2017		2018

Aktuell

Mehrjahresdurchschnitt (3 Jahre)

Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten (einschl. prod. Handwerk).
Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg
1

Die Berliner Industrie hat sich im vergangenen Jahr in einem schwierigen
konjunkturellen Rahmen gut behauptet. Die Industrieumsätze lagen 2018
in Berlin um 2,8 % über dem Stand
des Vorjahres. Treiber war besonders
der Inlandsumsatz, der sich um 5,8 %
erhöhte. Die günstige Entwicklung im
letzten Quartal 2018 mit 5,6 % höheren
Umsätzen wurde dabei von Zuwächsen
aus dem In- und Ausland begleitet. Im
Gesamtjahr verliefen die Geschäfte auf
den internationalen Märkten aber verhalten, wie es auch der Blick auf die
Berliner Außenhandelsstatistik zeigt.
Insgesamt wurden 2018 von Berlin
aus Waren im Wert von rund 14,4 Mrd.
Euro exportiert, womit der Vorjahresstand um 2,7 % unterschritten wurde.
Neben leichten Rückgängen wie bspw.
in die USA und nach China von 1,4 %

SenWiEnBe 2019

bzw. 4,5 % entstanden zum Teil starke
Einzel- bzw. Basiseffekte wie beispielsweise bei den Exporten von Tabakbaren
und Kraftmaschinen in den arabischen
Raum. Gleichwohl gab es auch positive
Entwicklungen, etwa bei den Ausfuhren
in die EU-Länder. Diese machten 2018
rund 46 % der Berliner Warenexporte
aus und sind um 1,8 % gewachsen.
Bei der Umsatzentwicklung in den einzelnen Industriebranchen ergibt sich
ein überwiegend positives Bild. Bei der
Herstellung von DV-Geräten, elektro­
nischen und optischen Erzeugnissen,
aber auch in der Metallindustrie stiegen die Umsätze 2018 mit zweistelliger
Rate. Dabei entstand jeweils Wachstum
im Inland und auf den Auslandsmärkten. Während die Geschäfte in der Nahrungsmittelindustrie und im Maschinenbau etwas schwächer ausfielen als
ein Jahr zuvor, konnten die Herstellung
von Kraftwagen und Kraftwagenteilen
bzw. von Gummi- und Kunststoffwaren
2018 ebenfalls Umsatzzuwächse verbuchen. Die Pharmaindustrie, die umsatzstärkste Industriebranche in Berlin,

Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe1
BERLIN im Vergleich mit Deutschland
Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %
15

10

5

0

-5

-10
3. Vj.

4. Vj.

1. Vj.

2. Vj.

3. Vj.

4. Vj.

2017		2018

Berlin

Deutschland

Betriebe mit 50 und mehr tätigen Personen (einschl. prod. Handwerk).
Quellen: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Statistisches Bundesamt
1

SenWiEnBe 2019

5

Verarbeitendes Gewerbe
In der Pharmaindustrie war 2018 das
Bestellniveau zum Vorjahr leicht gedämpft, unterschritten wurde es auch
bei der Herstellung von elektrischen
Ausrüstungen und im Maschinenbau.
Insgesamt blickt die Berliner Industrie,
auch wenn die Entwicklungen in den
einzelnen Branchen differenziert ausfielen und Großaufträge erst schrittweise produktionswirksam werden, auf ein
expansives Auftragsjahr 2018 zurück.

Auftragseingang (real) im Verarbeitenden Gewerbe1
BERLIN
2010 = 100
120
115
110
105
100
95
90
85
80
3. Vj.

4. Vj.

1. Vj.

2. Vj.

3. Vj.

4. Vj.

2017		2018

Aktuell

Mehrjahresdurchschnitt (3 Jahre)

Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten (einschl. prod. Handwerk).
Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg
1

lag wie die Herstellung von elektrischen
Ausrüstungen geringfügig im Plus.
Auf die stabile Verfassung der Berliner
Industrie weist auch die Zahl der Arbeitsplätze hin. Im Dezember 2018 gab
es vorläufigen Angaben zufolge rund
111.600 sozialversicherungspflichtige
Industriebeschäftigte, ein leichtes Plus
von 0,5 % gegenüber dem Ende 2017 erreichten Stand. Daneben waren die Beschäftigungspläne der Industrieunternehmen in Berlin laut IHK Anfang dieses
Jahres zwar nicht mehr so expansiv ausgerichtet wie vergangenen Herbst, aber
sie bewegten sich im Saldo weiterhin im
positiven Bereich.
Mit einem positiven Vorzeichen versehen waren 2018 die Bestellungen für
die Industrie. Diese lagen im Gesamtjahr um 5,1 % über dem Niveau von
2017. Während die Entwicklung bei der
Inlandsnachfrage klar positiv ausfiel,
waren die Bestellungen aus dem Ausland 2018 geringfügig schwächer als ein
Jahr zuvor. Speziell im 4. Quartal war
die Ordertätigkeit stark im Plus. Das
Bestellniveau fiel im Zuge einer starken
Inlandsnachfrage um 16,3 % höher aus.
Zu beachten ist hier allerdings ein Sondereffekt in Form von Großaufträgen
6

SenWiEnBe 2019

im Fahrzeugbau, die im November aus
dem Inland eingegangen sind und zum
positiven Ergebnis beigetragen haben.
Auch im Gesamtjahr 2018 verzeichnete
der Fahrzeugbau mehr Bestellungen.
Daneben verbuchten weitere Industriebranchen im letzten Jahr mehr Aufträge. Dazu gehörten wie schon bei
den Umsätzen die Herstellung von DVGeräten, elektronischen und optischen
Erzeugnissen bzw. die Metallindustrie.

Der konjunkturelle Rahmen hat sich
allerdings zuletzt eingetrübt. Einerseits
sind die Geschäftserwartungen für die
deutsche Industrie gemäß ifo-Index
zurzeit mit einem negativen Vorzeichen
versehen. Auch für den Euroraum ergibt
sich ein verhaltenes Bild. Darüber hinaus
fiel das weltwirtschaftliche Klima zuletzt
ungünstiger aus und es deutet sich international ein insgesamt schwächeres
Konjunkturtempo an mit hinzukommenden Risikofaktoren, wie der weiteren
Umsetzung des Brexits oder den Unwägbarkeiten der US-Handelspolitik. Andererseits fielen die Geschäftserwartungen
der Berliner Industrie am Jahresbeginn
2019 zwar schwächer aus als noch Anfang letzten Jahres, sie bewegten sich
aber weiterhin im positiven Bereich.
Auch die stabile Auftragsentwicklung
stärkt die Aussicht auf eine gefestigte
Industrie am Standort Berlin.

Auftragseingang (real) im Verarbeitenden Gewerbe1
BERLIN im Vergleich mit Deutschland
Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %
20

15

10

5

0

-5

-10
3. Vj.

4. Vj.

1. Vj.

2. Vj.

3. Vj.

4. Vj.

2017		2018

Berlin

Deutschland

Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten (einschl. prod. Handwerk).
Quellen: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Statistisches Bundesamt
1

SenWiEnBe 2019

Bauhauptgewerbe

Bauplatz Berlin

Hohes Wachstumstempo am Bau
Das Baugeschehen in Berlin entwickelt sich weiterhin dynamisch. In allen
vier Quartalen 2018 wurde im Bauhauptgewerbe das Umsatzniveau des
Vorjahres deutlich übertroffen. Ausdruck der regen Bautätigkeit sind au­
ßerdem die Auftragseingänge, die im letzten Jahr ebenfalls mit zweistel­
liger Rate expandiert sind. Der wachsende Standort Berlin verschafft der
Branche einen günstigen konjunkturellen Rahmen.
Umsatz (nominal) im Bauhauptgewerbe1
BERLIN
in Mio. Euro
1100
1050
1000
950
900
850
800
750
700
650
600
550
500
3. Vj.

4. Vj.

2017

2018

Aktuell

1. Vj.

2. Vj.

3. Vj.

4. Vj.

Mehrjahresdurchschnitt (3 Jahre)

Betriebe von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten (einschl. Arbeitsgemeinschaften, unabhängig von der Beschäftigtenzahl).
Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg
SenWiEnBe 2019
1

Die Umsätze im Bauhauptgewerbe
haben sich im Gesamtjahr 2018 in Berlin gegenüber 2017 um 23,9 % erhöht.
Somit zeigt sich eine weiterhin insgesamt positive Entwicklung am Bau. Speziell im 4. Quartal entstand ein ähnlich
starkes Plus von 24,5 % (Berichtskreis
der Betriebe ab 20 Beschäftigten). Wichtigster Impulsgeber dieser Entwicklung
war erneut der Wohnungsbau, der die
Umsätze 2018 um insgesamt 30,3 %
steigern konnte und grundlegend von
den Bevölkerungs- und Beschäftigungszuwächsen am Standort Berlin positiv
begleitet wird. Ein deutlicher Umsatzanstieg entstand auch im gewerblichen
Bau, wobei der Hochbau und in einem
noch stärkeren Maße der Tiefbau expandieren konnten. Der öffentliche
Bau verzeichnete infolge von Zuwächsen im Straßenbau ein leichtes Plus.

Die insgesamt expansive Entwicklung
im Bauhauptgewerbe äußert sich in
einem zunehmenden Arbeitsvolumen.
Die Zahl der Arbeitsstunden lag 2018
im Bauhauptgewerbe um 3,0 % über
dem Niveau des Vorjahres. Für die Zahl
der tätigen Personen weist die amtliche
Statistik im o. g. Berichtskreis indes eine
leicht gedämpfte Entwicklung aus. Die
Aussichten für die Baubranche bleiben
grundlegend positiv, selbst wenn weitere Zuwachsraten wegen des bereits hohen Tätigkeitsniveaus und angesichts
begrenzter Kapazitäten schwächer
ausfallen könnten. Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe überschritten
2018 das Vorjahresniveau um 31,0 %,
wobei Wohnungsbau und gewerblicher
Bau im Gegensatz zum öffentlichen Bau
Zuwächse verbucht haben. Potential
liegt daneben im Auftragsbestand, der
sich auf einem hohen Niveau bewegt
und Ende 2018 im gewerblichen und öffentlichen Bau sowie im Wohnungsbau
über dem Vorjahresstand lag. Teil des
expansiven Gesamtbildes sind die Geschäftserwartungen der Bauindustrie,
die laut IHK Anfang des Jahres klar positiv ausgerichtet waren.

Auftragseingang (nominal) im Bauhauptgewerbe1
BERLIN im Vergleich mit Deutschland
Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %
50
45
40
35
30
25
20
15
10
5
0
-5
-10
3. Vj.

4. Vj.

1. Vj.

2. Vj.

3. Vj.

4. Vj.

2017		2018

Berlin

Deutschland

Betriebe von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten (einschl. Arbeitsgemeinschaften, unabhängig von der Beschäftigtenzahl).
Quellen: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Statistisches Bundesamt
SenWiEnBe 2019
1

7

Tourismus, Einzelhandel und Gastgewerbe

Handel und Tourismus in Berlin
Einzelhandel weiter positiv

Die expansiven Binnenkräfte wirken sich in Berlin günstig auf die kon­
sumnahen Branchen aus. Die preisbereinigten Umsätze lagen im Einzel­
handel im 4. Quartal und im Jahr 2018 über dem Vorjahresniveau. Eine
besonders starke Dynamik hatte wiederum der Onlinehandel. Im Touris­
mus entstand 2018 weiteres Wachstum, wobei sich die internationalen
Übernachtungszahlen besonders gut entwickelt haben.
Gästeankünfte1 in Beherbergungsstätten
BERLIN im Vergleich mit Deutschland
Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %
7
6
5
4
3
2
1
0
-1
-2
3. Vj.

4. Vj.

1. Vj.

2. Vj.

3. Vj.

4. Vj.

2017		2018

Berlin

Deutschland

Einschließlich übrige Beherbergungsstätten.
Quellen: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Statistisches Bundesamt
1

2018 mit Wachstum
im Tourismus
Die Hauptstadt bleibt als Tourismusund Kongressstandort weiterhin stark
positioniert. Die Zahl der Übernachtungen ist 2018 um 5,5 % auf 32,87 Mio.
gestiegen. Damit wurde das Ergebnis aus 2017, als nur ein Anstieg von
0,3 % verzeichnet worden war, um
1,72 Mio. Übernachtungen übertroffen. Die Differenz ist auch durch die
AirBerlin-Insolvenz Ende 2017 zu erklären. So gab es im 4. Quartal 2018 ein
Plus bei den Übernachtungen von 7,9 %
zum Vorjahr. Bei den Gästen entstand
2018 insgesamt ein Zuwachs von 4,1 %.
Dies entspricht einer Besucherzahl von
13,5 Mio. und somit einem Anstieg gegenüber 2017 von rund 536.000. Im
letzten Quartal 2018 nahm die Zahl der
8

SenWiEnBe 2019

Gäste gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,2 % zu, was ebenfalls mit
dem besonders schlechten 4. Quartal
2017 aufgrund der AirBerlin-Insolvenz
in Zusammenhang steht.
Insgesamt entwickelten sich die ausländischen Übernachtungs- und Gästezahlen 2018 mit einem Anstieg von 7,9 %
bzw. 5,9 % sehr dynamisch. Im Inland
erhöhte sich die Übernachtungszahl um
3,6 % und die Gästezahl um 3,0 %. Rund
40 % der Gäste und 46 % der Übernachtungen wurden 2018 aus dem Ausland
generiert. Zehn Jahre zuvor hatten diese Anteile noch bei 35 % (Gäste) bzw.
40 % (Übernachtungen) gelegen. Dabei ist Europa, von wo im letzten Jahr
70 % der ausländischen Gäste angereist sind, der wichtigste Markt für
Berlin. Auf Länderebene kamen 2018
die meisten internationalen Gäste aus
dem Vereinigten Königreich (617.000),
gefolgt von den USA (452.000) und
Spanien (337.000). Zudem war Berlin
ein attraktives Ziel für Reisende aus
Italien (325.000) und der Niederlande
(292.000).

Übernachtungen in Beherbergungsstätten1
BERLIN im Vergleich mit Deutschland
Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %
9
8
7
6
5
4
3
2
1
0
-1
-2
-3
-4
-5
3. Vj.

4. Vj.

1. Vj.

2. Vj.

3. Vj.

4. Vj.

2017		2018

Berlin

Deutschland

Einschließlich übrige Beherbergungsstätten.
Quellen: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Statistisches Bundesamt
1

SenWiEnBe 2019

Tourismus, Einzelhandel und Gastgewerbe
Die Verbraucherpreise haben sich in
Berlin 2018 um 2,0 % erhöht, nach
1,7 % ein Jahr zuvor. Mitverantwortlich
für den Anstieg im vergangenen Jahr
waren bspw. die höheren Preise bei der
Haushaltsenergie.

Umsatz (real) im Einzelhandel1
BERLIN im Vergleich mit Deutschland
Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %
10
9
8
7

Die positiven Konsumimpulse wirken
sich in Berlin ebenso auf das Gastgewerbe aus. Unterstützt durch ein besonders
starkes 4. Quartal 2018, in dem die realen Umsätze um 3,5 % gegenüber dem
Vorjahreszeitraum gestiegen sind, konnte im gesamten Jahr ein Wachstum von
1,1 % verbucht werden. Dies ist auf das
Beherbergungsgewerbe zurückzuführen. Dort sind die realen Umsätze 2018
insgesamt um 3,6 % gewachsen.

6
5
4
3
2
1
0
-1
3. Vj.

4. Vj.

1. Vj.

2. Vj.

3. Vj.

4. Vj.

2017		2018

Berlin
1

Deutschland

Einzelhandel ohne Kfz-Handel; Angaben vorläufig.

Quellen: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Statistisches Bundesamt

Die Beherbergungskapazitäten sind
leicht gewachsen. Zwischen Dezember
2017 und Dezember 2018 hat sich die
Zahl der Gästebetten um rund 1.400
auf 144.700 erhöht, was einem Anstieg
von 1,0 % entspricht. Etwas zugenommen hat auch die Auslastung der Gästebetten in Berlin. Mit 61,5 % lag diese
2018 rund 1,4 Prozentpunkte über dem
Wert des Vorjahres.
Umsatzplus
im Einzelhandel
Der Berliner Einzelhandel hat auch
2018 zugelegt. Nach einem starken
Jahr 2017, in dem die preisbereinigten
Umsätze bereits um 6,4 % gestiegen
waren, konnten diese 2018 weiter um
2,3 % wachsen. Dabei begünstigten
steigende Einkommen und wachsende
Bevölkerungs- und Beschäftigtenzahlen die Konsumbedingungen und stärkten somit den Einzelhandel. Positiv
fiel auch der Jahresabschluss aus. Im
4. Quartal 2018 lag der reale Umsatz im
Einzelhandel um 3,3 % über dem Vorjahresstand. Eine weiterhin stark wachsende Branche ist der Einzelhandel außerhalb von Verkaufsräumen, also im
Kern der Onlinehandel. Hier stiegen die
preisbereinigten Umsätze im Jahr 2018
um 8,1 %. Wachstum hat auch der Ein-

SenWiEnBe 2019

zelhandel in Verkaufsräumen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren verzeichnet. Ein Umsatzplus von
2,0 % im Vergleich zum Vorjahr wurde
dort realisiert. Zuwachs entstand zudem bei Waren verschiedener Art sowie
IK-Technik, Haushaltsgeräte etc., während bei Verlagsprodukten und Sportausrüstungen die Umsätze des Vorjahres nicht ganz erreicht wurden. Dabei
bewegte sich der Einzelhandel in einem
geringfügig veränderten Preisumfeld.

Sowohl der Einzelhandel als auch das
Gastgewerbe waren 2018 Impulsgeber
für den Jobzuwachs in der Hauptstadt.
Im letzten Quartal lag der Personalstand im Gastgewerbe um 1,6 % und
im Einzelhandel um 1,4 % über dem
Niveau des Vorjahreszeitraums. Im Berliner Gastgewerbe nahm die Zahl der
Teilzeitbeschäftigten leicht ab, positiv
zu betrachten ist, dass die Zahl der Vollzeitbeschäftigten dort um 4,3 % stieg.
Im Berliner Einzelhandel setzte sich der
Beschäftigungsaufbau aus neuen Arbeitsplätzen für Vollzeitkräfte und Teilzeitkräfte zusammen.

Umsatz (real) im Gastgewerbe
BERLIN im Vergleich mit Deutschland
Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %
4
3
2
1
0
-1
-2
-3
-4
3. Vj.

4. Vj.

1. Vj.

2. Vj.

3. Vj.

4. Vj.

2017		2018

Berlin

Deutschland

Quellen: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Statistisches Bundesamt

SenWiEnBe 2019

9

Unternehmensgründungen

Gründungsmetropole Berlin

Neue Gründungen in großer Zahl
Die Berliner Gründungsdynamik blieb auch im Jahr 2018 hoch und führte
wiederum zu rund 40.000 Neugründungen. Damit lag die Hauptstadt an
der Spitzenposition bei der Gründungsintensität. Die Zahl der Gründun­
gen pro Kopf war im Vergleich zu den anderen Bundesländern in Berlin
am höchsten. Innerhalb des Gründungsgeschehens ist die Zahl der wirt­
schaftlich bedeutsameren Betriebsgründungen gestiegen.
Neugründungen in Berlin1
BERLIN
Anzahl in 1.000
12

Betriebsgründungen. Eine zunehmende Zahl von Betriebsgründungen ist
positiv zu sehen, da Betriebsgründungen ein höheres wirtschaftliches Gewicht zugeordnet werden kann. Hierbei
handelt es sich um Gründungen, bei
denen bspw. ein Eintrag im Handelsregister oder eine Handwerkseigenschaft
vorliegt bzw. mindestens eine Arbeitnehmerin bzw. ein Arbeitnehmer beschäftigt wird.
Höchste Gründungsintensität in Berlin

10

8

6

4

2

0
3. Vj.

4. Vj.

1. Vj.

2. Vj.

3. Vj.

4. Vj.

2017		2018

Neugründungen insgesamt

Betriebsgründungen

Neugründungen berücksichtigen nicht die Anmeldungen wegen Übernahme eines Betriebes, Gesellschaftseintritt, Änderung der Rechtsform,
Umwandlung oder Zuzug aus einem anderen Meldebezirk.
SenWiEnBe 2019
Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg; eigene Berechnungen.
1

Im 4. Quartal 2018 gab es in Berlin
9.186 Neugründungen, im gesamten
Jahr 2018 waren es 40.268 neue Unternehmen. Auch wenn dies einem geringen Rückgang von 1,6 % im Vergleich
zum Vorjahr entspricht, wurde die Größenordnung von jährlich 40.000 neuen
Unternehmen in der Hauptstadt wieder erreicht.

Neugründungen nach Branchen im Jahr 2018
BERLIN
Baugewerbe

10

8.597

Handel

6.749

Sonstige wirtschaftl. Dienstleistungen1

4.538

Freiberufliche wiss. u. techn. Dienstleistungen

4.489

Sonstige inkl. persönl. Dienstleistungen2

Mehr Betriebsgründungen
Innerhalb des Gründungsgeschehens
hat die Zahl der Betriebsgründungen
im Jahr 2018 um 2,3 % auf 9.481 zugenommen, während die Zahl der sonstigen, von Einzelunternehmen dominierten Gründungen um 2,7 % gesunken
ist. Knapp ein Viertel aller Neugründungen von Unternehmen waren 2018

Ein günstiges Bild ergibt zudem die
Gründungsintensität. Berlin belegte
im Jahr 2018 mit 111 Neugründungen
pro 10.000 Einwohner im Vergleich der
Bundesländer erneut den ersten Rang
vor Hamburg mit 95. Der Bundesdurchschnitt lag bei 65. Betrachtet man insgesamt Berlins Gründungsgeschehen,
entstanden 2018 über drei Viertel aller
neuen Unternehmen in den Dienstleistungsbranchen. Dabei stand der Handel
an erster Stelle, gefolgt von den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen
und den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen.

Gastgewerbe
Information u. Kommunikation
Erziehung u. Unterricht, Gesundheit, Sozialwesen

4.056
2.723
2.482
2.273

Berlin
1

z. B. Vermietung von beweglichen Sachen, Vermittlung von Arbeitskräften, Reisebüros, Gebäudebetreuung.

2

z. B. Erbringung persönlicher Dienstleistungen, Reparatur von DV-Geräten und Gebrauchsgütern.

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg.

SenWiEnBe 2019

Arbeitsplätze

Arbeitsmarkt Berlin

Weiter starkes Jobwachstum
Der Arbeitsmarkt in Berlin entwickelt sich weiterhin sehr dynamisch;
neue Jobs werden in allen Branchen geschaffen. Zu sehen ist dies an
der Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die im Dezem­
ber 2018 um 3,6 % höher ausfiel als ein Jahr zuvor. Dabei handelt es
sich um ein stärkeres Wachstum als in allen anderen Bundesländern. Die
Arbeitslosenquote geht kontinuierlich zurück.
Arbeitslose
BERLIN
Anzahl in 1.000
200
195
190
185
180
175
170
165
160
155
150
145
140
135
130

Mrz

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Jan

Feb

Mrz

2018										
2019

Aktuell

Mehrjahresdurchschnitt (3 Jahre)

Quelle: Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit

Die günstige Entwicklung der Arbeitslosenzahlen zeigt auch der Blick auf
das 1. Quartal 2019. So gingen diese
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
um 11.713 bzw. 7,1 % zurück. Damit
ist die Entwicklung Berlins geringfügig
besser als die des Bundesdurchschnitts.
In Deutschland insgesamt lag die Zahl
der Arbeitslosen im 1. Quartal 2019 um
6,5 % unter dem Stand des gleichen
Zeitraums im Vorjahr.
Arbeitslosenquote
bei 7,8 %
Demzufolge ist auch für den aktuellen
Berichtsmonat März 2019 eine positive Entwicklung zu verbuchen. In Berlin
waren 150.700 Arbeitslose registriert
und damit 11.070 bzw. 6,8 % weniger
als im März 2018. Die Arbeitslosenquote befand sich im März 2019 in der

SenWiEnBe 2019

Hauptstadt bei 7,8 %. Zum Vergleich:
Im März 2018 lag die Arbeitslosenquote
noch bei 8,5 %. Die Differenz der Berliner Arbeitslosenquote zum deutschlandweiten Wert betrug im März 2019
zwar 2,7 Prozentpunkte, durch die gute
Jobdynamik hat sich der Abstand aber
stetig verringert. Im März 2018 waren
es 3,0 Prozentpunkte und im März 2016
noch 3,9 Prozentpunkte gewesen.
Sowohl Frauen als auch Männer profitieren von den günstigen Entwicklungen. Die Zahl der arbeitslosen Frauen
ging in Berlin zwischen März 2018 und
März 2019 um 6,0 % zurück; die Zahl
der arbeitslosen Männer verringerte
sich um 7,5 %. Dies zeigt, dass obwohl
zahlreiche Arbeitsplätze von außerhalb
besetzt werden, der Zuwachs an Jobs
bei den Berlinerinnen und Berlinern
ankommt. Auch angesichts der zunehmenden erwerbsfähigen Bevölkerung
vor Ort sind die rückläufigen Arbeitslosenzahlen positiv zu sehen. Denn dies
setzt eine hohe Dynamik bei neu entstehenden Jobs voraus, die am Standort

Arbeitslose
BERLIN im Vergleich mit Deutschland
Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %
1
0
-1
-2
-3
-4
-5
-6
-7
-8
-9
-10
Mrz

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Jan

Feb

Mrz

2018										
2019

Berlin

Deutschland

Quellen: Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit, Bundesagentur für Arbeit

SenWiEnBe 2019

11

Arbeitsplätze
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte
BERLIN im Vergleich mit Deutschland
Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %
5,0
4,5
4,0
3,5
3,0
2,5
2,0
1,5
1,0
0,5
0,0
3. Vj.

4. Vj.

1. Vj.

2. Vj.

3. Vj.

4. Vj.

2017		2018

Berlin

Deutschland

Quellen: Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit, Bundesagentur für Arbeit

Berlin nach wie vor auch zu beobachten
ist. Für eine weiterhin günstige Entwicklung spricht aktuell der Stellenindex der
Bundesagentur für Arbeit (BA-X), welcher die Arbeitskräftenachfrage nach
wie vor auf hohem Niveau sieht. Auch
die IHK-Umfrage vom Jahresbeginn untermauert, dass mit zusätzlichen Jobs
zu rechnen ist. Rund 34 % der Berliner
Unternehmen planen neue Stellen, gegenüber 11 % mit einem beabsichtigten
Personalabbau. Damit ist der Saldo bei
den Beschäftigungsabsichten weiterhin positiv. Die zunehmende Zahl an
Arbeitsplätzen geht einher mit der Entwicklung der Gesamtwirtschaft Berlins,
bei der auch 2019 von Wachstum auszugehen ist.

12

SenWiEnBe 2019

Beschäftigung nimmt
stark zu
Die starke Jobdynamik in Berlin wird
insbesondere ersichtlich an der zunehmenden Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die auch die
wachsende Erwerbstätigenzahl prägt.
Im Dezember 2018 gab es rund 1,510
Mio. Beschäftigte, womit der Stand
vom Vorjahreszeitraum um 3,6 % übertroffen wurde. In Deutschland betrug
der Zuwachs der Beschäftigten 2,1 %.
Berlin hält somit seit 2012 mit der Zuwachsrate an neuen Jobs die Spitzenposition unter den Bundesländern, ein
Indiz für die hohe Dynamik des Wirtschaftsstandortes Berlin.

Von besonderer Bedeutung für neue
Arbeitsplätze ist in Berlin das Dienstleistungsgewerbe, in welchem rund
87 % aller Arbeitsplätze angesiedelt
sind. Die meisten neuen Jobs sind
2018 im Bereich der unternehmensnahen Dienstleistungen entstanden.
Hier erhöhte sich die Zahl der sozialversicherungspflichtigen
Beschäftigten zwischen Dezember 2017 und Dezember 2018 um rund 14.700. Davon
ist knapp die Hälfte auf die freiberuflichen, wissenschaft­
lichen und technischen Dienstleistungen zurückzuführen. Gleichzeitig nahm die Zahl der
Beschäftigten in der Berliner Wachstumsbranche Information und Kommunikation um knapp 11.000 Beschäftigte
zu. Prozentual entspricht dies einem
Plus von 11,5 %, das somit rund doppelt so hoch ausfiel wie bundesweit mit
5,5 %. Mitunter als Folge der Bevölkerungszunahme in der Hauptstadt steht
an dritter Stelle bei neuen Arbeitsplätzen das Gesundheits- und Sozialwesen
mit rund 6.900 neuen Stellen im Vergleich Dezember 2018 zu Dezember
2017. Darüber hinaus haben Branchen
wie Erziehung und Unterricht, Handel und Gastgewerbe zum Aufbau von
neuen Jobs beigetragen. Das Produzierende Gewerbe verzeichnete im Dezember 2018 in der Hauptstadt ebenfalls
einen höheren Personalstand als ein
Jahr zuvor. Während im Verarbeitenden Gewerbe ein leichter Anstieg von
0,5 % entstanden ist, wurde ein Plus von
4,3 % im gesamten Baugewerbe erzielt.

Auf einen Blick

Zahlenwerk Berlin

Wirtschaftsdaten auf einen Blick
Wirtschaftszweige

2017
4. Vj.

2018
1. Vj.

2. Vj.

3. Vj.

4. Vj.

2018
Jahr

Veränderung gegenüber Vorjahreszeitraum in %

Verarbeitendes Gewerbe
Auftragseingang (real) insgesamt1

+ 5,8

+ 3,0

+ 1,9

+ 0,2

+ 16,3

+ 5,1

+ 12,2

+ 8,0

+ 2,6

+ 18,8

+ 37,5

+ 16,6

+ 2,2

+ 0,2

+ 1,6

- 10,2

+ 3,5

- 1,4

- 6,2

- 3,6

+ 6,8

- 2,4

- 8,9

- 2,0

+ 12,5

+ 32,7

- 0,3

+ 20,1

- 2,0

+ 11,7

H. v. Metallerzeugnissen

+ 5,0

+ 18,6

+ 5,4

+ 8,3

+ 7,6

+ 10,0

H. v. DV-geräten, elektron. u. optischen Erzeugnissen

- 1,0

+ 5,4

+ 31,7

+ 20,8

+ 41,8

+ 24,8

H. v. elektrischen Ausrüstungen

+ 4,2

+ 15,0

- 10,4

- 23,6

- 9,7

- 8,4

Maschinenbau

+ 22,4

- 5,5

+ 8,1

-23,6

- 5,8

- 7,9

Fahrzeugbau2

+ 26,6

+ 1,6

- 16,9

+ 20,3

+ 82,9

+ 17,2

Inland
Ausland
darunter: H. v. pharmazeutischen Erzeugnissen
Metallerzeugung und -bearbeitung

Umsatz (nominal) insgesamt3

+ 2,5

- 0,9

+ 3,7

+ 2,5

+ 5,6

+ 2,8

+ 10,0

- 0,9

+ 9,4

+ 8,4

+ 6,6

+ 5,8

- 2,6

-0,8

+ 0,3

- 1,3

+ 4,8

+ 0,7

- 0,0

+ 1,7

- 3,3

- 3,5

- 3,3

- 2,2

von bespielten Ton-, Bild- u. Datenträgern

- 0,1

+ 15,6

+ 9,6

+ 1,9

+ 3,9

+ 7,7

H. v. pharmazeutischen Erzeugnissen

+ 4,2

- 6,6

+ 4,8

+ 4,9

+ 1,7

+ 1,0

H. v. Gummi- u. Kunststoffwaren

+ 7,7

+ 11,5

+ 5,0

+ 5,3

- 1,5

+ 5,1

+ 21,6

+ 21,1

+ 11,5

+ 15,6

+ 5,1

+ 13,3

H. v. Metallerzeugnissen

+ 0,6

+ 23,4

+ 11,2

+ 11,0

+ 14,8

+ 15,1

H. v. DV-geräten, elektron. u. optischen Erzeugnissen

+ 2,1

+ 11,4

+ 29,5

+ 24,1

+29,8

+ 23,9

H. v. elektrischen Ausrüstungen

- 1,4

+ 8,6

- 1,4

- 8,8

+ 9,4

+ 1,5

Maschinenbau

- 5,2

- 9,9

- 2,2

+ 1,2

+ 8,3

- 0,8

+ 12,6

+ 45,5

+ 12,3

+ 30,1

+ 38,7

+ 31,0

+ 22,1

+ 86,8

+ 2,9

48,0

+ 34,8

+ 37,8

Gewerblicher Bau

+ 67,0

+ 243,4

- 7,3

+ 91,6

+ 2,6

+ 74,0

Öffentlicher Bau

+ 12,3

+ 57,3

- 50,0

- 3,4

+ 17,0

- 6,0

Wohnungsbau

+ 15,2

+ 44,4

+ 13,8

+ 39,7

+ 43,9

+ 33,8

Inland
Ausland
darunter: H. v. Nahrungs- und Futtermitteln
H. v. Druckerzeugnissen; Vervielfältigung

Metallerzeugung und -bearbeitung

Bauhauptgewerbe
Auftragseingang (nominal) insgesamt3
Hochbau

Tiefbau

- 1,4

- 4,0

+ 34,7

+ 5,5

+ 45,8

+ 19,7

Gewerblicher Bau

+ 14,5

- 8,0

+ 64,4

+ 40,8

+ 68,6

+ 39,7

Öffentlicher Bau

- 18,4

+ 1,3

+ 8,6

- 25,9

+ 11,7

- 2,8

+ 15,4

+ 25,9

+ 21,8

+ 23,7

+ 24,5

+ 23,9

+ 20,2

+ 27,1

+ 24,3

+ 26,0

+ 18,0

+ 23,5

+ 15,5

+ 6,9

+ 37,0

+ 30,7

- 8,5

+ 13,5

- 3,7

- 2,9

+ 0,6

- 19,4

+ 5,3

- 4,2

+ 26,3

+ 38,7

+ 23,7

+ 30,5

+ 29,7

+ 30,3

Umsatz insgesamt3
Hochbau
Gewerblicher Bau
Öffentlicher Bau
Wohnungsbau
Tiefbau

+ 9,8

+ 23,5

+ 18,2

+ 20,7

+ 33,0

+ 24,4

Gewerblicher Bau

+ 9,2

+ 42,5

+ 31,6

+ 21,1

+ 46,4

+ 34,7

Öffentlicher Bau

+ 10,9

- 8,1

- 3,2

+ 19,7

+ 4,7

+ 4,2

1 Betriebe mit 50 u. mehr tätigen Personen (einschl. prod. Handwerk).
2 Kraftwagen und -teile und sonstiger Fahrzeugbau.
3 Betriebe von Unternehmen mit 20 u. mehr Beschäftigten (einschl. Arbeitsgemeinschaften, unabhängig von der Beschäftigtenzahl).

13

Auf einen Blick
2017
4. Vj.

Wirtschaftszweige

2018
1. Vj.

2. Vj.

3. Vj.

4. Vj.

2018
Jahr

Veränderung gegenüber Vorjahreszeitraum in %

Einzelhandel
Umsatz (real) insgesamt1

+ 3,7

+ 4,3

+ 2,0

- 0,4

+ 3,3

+ 2,3

+ 6,5

+ 7,5

- 0,0

- 1,4

+ 1,8

+ 1,9

- 0,3

+ 3,5

+ 3,1

+ 0,3

+ 1,4

+ 2,0

Heimtextilien, Einrichtungsbedarf u. a.

+ 2,3

+ 3,1

+ 3,6

- 0,1

+ 3,1

+ 2,5

mit Verlagsprodukten, Sportausrüst. u. a.

- 3,5

- 3,2

+ 0,9

- 5,4

+ 1,5

- 1,5

+ 11,9

+ 10,2

+ 5,4

+ 8,4

+ 8,3

+ 8,1

Umsatz (real) insgesamt

- 2,4

- 1,4

+ 0,8

+ 1,2

+ 3,5

+ 1,1

darunter: Beherbergung

- 0,6

- 1,3

+ 1,8

+ 7,0

+ 6,1

+ 3,6

darunter: Hotellerie

- 0,4

- 1,1

+ 2,2

+ 7,3

+ 6,3

+ 3,8

Gastronomie

- 3,5

- 1,4

+ 0,1

- 2,1

+ 1,9

- 0,4

Gästeankünfte insgesamt3

- 1,2

+ 6,0

+ 3,2

+ 2,7

+ 5,2

+ 4,1

Inland

- 0,4

+ 7,3

+ 1,9

+ 0,3

+ 3,4

+ 3,0

Ausland

- 2,6

+ 3,9

+ 5,3

+ 5,9

+ 8,2

+ 5,9

- 3,2

+ 6,3

+ 2,6

+ 5,7

+ 7,9

+ 5,5

Inland

- 1,4

+ 8,2

+ 0,2

+ 2,4

+ 5,0

+ 3,6

Ausland

- 5,4

+ 4,0

+ 5,9

+ 9,3

+ 11,6

+ 7,9

darunter: Einzelhandel in Verkaufsräumen
mit Waren verschiedener Art
Facheinzelhandel mit Nahrungsmitteln,
Getränken und Tabakwaren
mit IK-Technik, Haushaltsgeräten,

Einzelhandel nicht in Verkaufsräumen2

Gastgewerbe

Gästeübernachtungen insgesamt3

Unternehmensgründungen

2017
4. Vj.

2018
1. Vj.

2. Vj.

3. Vj.

4. Vj.

2018
Jahr

Anzahl

Neugründungen4

9.735

10.563

10.167

10.352

9.186

40.268

Stilllegungen5

8.233

9.111

8.240

8.557

8.639

34.547

SALDO

+ 1.502

+ 1.452

+ 1.927

+ 1.795

+ 547

+ 5.721

Beschäftigung

2017
4. Vj.

2018
1. Vj.

2. Vj.

3. Vj.

4. Vj.

2018
Jahr

Veränderung gegenüber Vorjahreszeitraum in %

Verarbeitendes Gewerbe

+ 3,6

+ 2,8

+ 2,7

+ 0,6

+ 0,1

Bauhauptgewerbe7

+ 6,6

- 0,4

- 1,1

- 2,2

-0,1

- 1,0

Einzelhandel1

+ 2,7

+ 2,1

+ 0,1

+ 0,4

+ 1,4

+ 1,0

Gastgewerbe

- 1,2

- 1,2

- 1,1

- 1,5

+ 1,6

- 0,5

6

Arbeitslosigkeit

2018
Okt

Arbeitslose insgesamt

Nov

Dez

Jan

Feb

+ 1,5

Mär

Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat
- 13.406

- 13.662

- 12.833

- 11.898

- 12.168

- 11.072

Frauen

- 6.212

- 6.230

- 5.844

- 5.082

- 4.839

- 4.123

Männer

- 7.194

- 7.432

- 6.989

- 6.816

- 7.329

- 6.949

Arbeitslosenquote insgesamt in %

7,7

7,6

7,6

8,1

7,9

7,8

Frauen

7,1

7,0

6,9

7,3

7,1

7,1

Männer

8,2

8,2

8,2

8,7

8,6

8,5

8

1 Einzelhandel ohne Kfz-Handel.
2 Versand- (inkl. Internethandel), Markt- und Lagerhandel sowie sonstiger Einzelhandel außerhalb von Verkaufsräumen.
3 In Beherbergungsstätten einschließlich übrige Beherbergungsstätten.
4 Neugründungen berücksichtigen nicht die Gewerbeanmeldungen wegen Übernahme eines Betriebes, Gesellschaftereintritt, Änderung der Rechtsform, Zuzug aus einem anderen Meldebezirk oder
4 Umwandlungen.
5 Zu den vollständigen Aufgaben zählen nicht die Gewerbeabmeldungen bei Verkauf, Verpachtung, Änderung der Rechtsform, Gesellschafteraustritt, Verlegung in einen anderen Meldebezirk oder
4 Umwandlungen.
6 Bezogen auf die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten.
7 Betriebe von Unternehmen mit 20 u. mehr Beschäftigten (einschl. Arbeitsgemeinschaften, unabhängig von der Beschäftigtenzahl).
8 Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen.
Quellen: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit; eigene Berechnungen

14
                            
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